Lesebüchltin, den Kindern das Lesen ohne Buchstabiren in kurzer Zeit zu lehre Für Lehrer und Väter, die ihre Kinder selbst unterrichten wollen. Die Methode ist genau beschrieben und die Lage jedes Sprachorgans durch Zeichnung versinnlicht. F xvil. f> fO ^ Kindermanngasse L * Nr. 1 Von Michael Venus» Director des kaiferl. königl. Taubstummen-Institutes in Wien, Mit sieben lithographirten Tafeln. 3553 Wien. Gedruckt b e y Carl Gerold. 1632. T A-30S52HI2-£x B ; U A MStbSU D o r r e d f xv n. H Madermanngasse .. Nr.l » I Um Lehrer und gebildete Ältern in den Stand zu setzen, Kindern das Lesen in kurzer Zeit, ohne mühesames und viel Zeit forderndes Buchstabiren selbst zu lehren, hat sich der Verfasser bewogen gefunden, den Stufengang der Lautmethode so zu ordnen und zu beschreiben, daß man nur das Verfahren über die Mittheilung jedes einzelnen Lautes lesen darf, um die mit diesem Laute angezeigten Leseübungen mit dem Kinde ohne Anstand vorzunehmen. Der Verfasser war bey dieser Leselehrmethode bemühet, die Laute nach den Sprachorganen, wie sie vom Leichteren zum Schwereren übergehen, einzu- theilen. Die Lage der Sprachorgane zur Hervorbringung eines jeden Lautes ist durch Zeichnungen dargestellet und in sieben lithographischen Tafeln zu Ende angeschlossen. Der sür den Schüler bestimmte Leseunterricht ist zur Übung im Lesen der vier Schriftarten, der deutschen Druck- und Schreibschrift, dann der lateinischen Druck- und Schreibschrift, abgetheilt. h Wenn der Schüler iry Lesen des deutsch Gedruckten zur Fertigkeit gelanget ist, werden ihm die Regeln über die Abtheilung der Wörter in Sylben, und die Beobachtung der Unterscheidungszeichen nach und nach beygebracht, wie dieß sonst bey dem Unterrichte zu geschehen pflegt. Zum Schluffe muß ich noch bemerken, daß ich jedem, der etwa noch über einzelne Puncte dieses Leseunterrichtes nähere und mündliche Aufklärung wünschet, mit aller Bereitwilligkeit dieselbe mittheilen werde. M. V. Inhalt. (VV Seite •Oott dem Unterrichte im Lesen.. 7 Von den Selbstlauten.. Verfahren bey der Mittheilung der Selbstlaute.»3 Von den Mitlauten. 16 Von dem Hauchlaute h. 17 Von den Lippenlauten w, m, b, p, f und v .... »8 Von den Zahnlauten s, ß, S, sch, z.ai Don den Zungenlauten d, t, l, n, r . . . , . . . aa Von den Gaumenlauten j,g,k,q,x,ch .a 4 Hülfe beym Lesen N .. .... ab Die kleinen und großen deutschen Druckbuchstaben .... 27 Sylben mit dem Hauchlaute .. .28 Sylben mit den Lippenlauten.. . — Wiederholung der gelesenen Sylben und Wörter ... 3« Sylben mit den Zahnlauten.,.3i Wiederhohlung der gelesenen Sylben und Wörter ... 3a Sylben mit den Zungenlauten.. . 33 Wiederhohlung der gelesenen Sylben und Wörter ... 37 Sylben mit den Gaumenlauten ..38 DaS CH lautet wie G und K.4 1 Das CH lautet wie Sch.— Das c, C lautet wie k.— Das c, C lautet wie z.. . . . 4 a Das pH, PH lautet wie f.— Das ti lautet wie zi.— Die Nahmen der Buchstaben des Alphabetes.43 Die Lesezeichen.— Regeln für die Theilung der Sylben.44 H Seite Für die Dehnung des Selbstlautes *.. -44 Für die Schärfung des Selbstlautes ..— Wenn ein Mitlaut zwischen zwey Selbstlauten steht ... — Wenn mehrere Mitlaute zwischen zwey Selbstlauten stehen — Mitlaute, die im Anfänge der Wörter beysammen stehen . 45 Wenn mehrere Selbstlaute beysammen stehen.— Theilung zusammengesetzter Wörter.— Don den Vor- und Nachsylben.— Von den Buchstaben r und .. 46 Beobachtung der Lefezeichnen.— Die fünf Sinneswerkzeuge.4? Die deutschen Schriftbuchstaben.49 Von der Zeit.— Der Frühling ... . 54 Der Sommer.65 Der Herbst.. 56 Der Winter. 67 Die lateinischen Druckbuchstaben. 60 Menschen, welche für unsepe Nahrung arbeiten ..... — Menschen, welche für unsere Bekleidung arbeiten .... 63 Menschen, welche für unsere Wohnung arbeiten .... 65 Die lateinischen Schriftbuchstaben. 66 Menschen, welche das Hausgeräthe und verschiedene Werkzeuge verfertigen. 67 Das Vater unser.. Der englische Gruß.— Morgengebeth.— Nachtgebeth. 7 3 Gebeth vor dem Essen. — Gebeth nach dem Essen.— ^/er Unterricht im Lesen, wie er den Kindern nach der bekannten Buchstabirmethode ertheilet wird, nimmt die Denkkräfte des Kindes nicht in Anspruch, macht viele Mühe und fordert viel Zeit, um endlich auf langem Wege zum Ziele zu gelangen. Daß der Buchstabirunterricht viele Geduld fordert, gesteht selbst der würdige Salzmann, der, so gern er sich auch mit den kleinsten Kindern abgab, niemahls genug Geduld hatte, sich mit diesem Unterrichte zu beschäftigen. Dieß bewog von jeher die Pädagogen, aufErseichkerung dieses Unterrichtes zu denken, Sinne und Geist des Kindes in Thätigkeit zu setzen, es zum Bewußtseyn seiner Kräfte zu bringen, so wie auch Zeit zu gewinnen und Mühe zu ersparen, und das Kind auf dem kürzestem Wege zum Ziele zu fübren. Die vielen ABC-Bücher, nach mannigfaltigen Ansichten und Ausstattungen, zeigen deutlich daö Bestreben der Pädagogen, den Leseunterricht zu erleichtern. Aus diesem Streben, die Jugend durch den ersten Unterricht zu ermuntern, ihr Denkvermögen zu entwickeln und ihren Eifer anzuregen, spricht sich zugleich deutlich aus, daß der Buchstabirunterricht für Schüler und Lehrer eine Plage ist. Die Methode, nach welcher die Kinder zum Denken angeleitet werden und wodurch sie ihre geistigen Kräfte durch Übung stärken, verdienet den Vorzug, und dicß ist die Lautmethode, nach welcher die Kinder ohne Buchstabireu zum Lesen gelangen. 8 Die Lautmethode macht dem Schüler viel Vergnügest, weil er dadurch sogleich fähig gemacht wird, Sylben und daraus gebildete Wörter, deren Bedeutung er versteht, zu lesen; kurz, sie reiht seine Lernbegierde, sie erregt die Lust, seine Fähigkeiten weiter zu prüfen. Ein Aufmunterungsmittel dieser Art erzeugt schnelle Fortschritte im Unterrichte. Die Lautmethode ist keine neue Erfindung, da sich Nachweisen läßt, daß das Lesen ohne Buchstabiren schon vor drey hundert Zähren gelehrt wurde. Valentin Jckelsamer lehrte die deutschen Knaben schon im Jahre » 534 , die rechte Weis', aufs kürzest' lesen zu lernen; berichtete sie der Buchstaben rechte Art und Erfindung, und sprach sie vom Buchstabiren frey. Der Prediger Venzky machte im Jahre »72» einen Versuch damit im großen Waisenhause zu Potsdam. Samuel Heinicke (Gründer des jetzt noch wohl- thätigen Taubstummen-Institutes zu Leipzig), als er noch Schullehrer und Cantor zn Eppendorf bey Hamburg im Jahre »768 war, unterrichtete seine hörenden Schüler, so wie auch die ihm zum Unterrichte übergebenen Taubstummen mittelst der Lautmethode im Lesen. Über die Lautmethode erschien eine Beschreibung zu Erlangen in der Palm'schen Buchhandlung 1820, drille Auflage, unter dem Titel: Fibel für Kinder edler Erziehung, nebst einer genauen Beschreibung meiner Methode für Mütter, welche sich die Freude verschaffen wollen, ihre Kinder selbst in kurzer Zeit lesen zu lehren. Von D. Heinrich Stephani, königl. Bayer. Kirchenrathe, Decau und Stadtpfarrer zu Gunzenhausen rc. Neu ist diese Methode gewiß nicht; man findet sie in des Taubstummenlehrers Amman, >692 zu Amsterdam erschienenen Schrift: Lurüus loquens etc. (in deutscher 9 Übersetzung, Leipzig 1747), in wenig Worten klar und faßlich behandelt. Das Verfahren, die Kindermittelst der Lautlehre im Lesen zu unterrichten, will gesehen seyn, oder dasselbe muß auf das Faßlichste Zug für Zug beschrieben werden, um sich daraus unterrichten zu könuen. Der Unterricht der Taubstummen ist ganz geeignet, den Stufengang der Lautfolge vom Leichteren zum Schwereren zu entdecken und die zur Erreichung seines Zweckes erforderlichen Versinnlichungsmitkel anzuwenden. So ist die Ordnung der Buchstaben, wie sie auf einander folgen, nach der Lage der Sprachorgane vom Leichteren zum Schwereren geordnet, daraus sind Sylben und aus diesen einfache Wörter gebildet. Schwer trennt man sich von den alten Gewöhnungen, besonders wenn man die Wege und den Erfolg des Neuen, das man mit dem Alten Umtauschen soll, nicht kennt, und keine Gelegenheit hat, anzuschauen, wie der Zweck des Lesens ohne Buchstabiren mit dem Kinde erreicht wird. Auch ist man der Meinung, man muffe das ganze Verfahren inne haben und selbst eingeübt seyn, um mit dem Kinde den Leseunterricht zu beginnen; dieß ist aber hier nicht der Fall. Hat der Schüler die Selbstlaute aussprechen gelernt, und kennt er das Schriftzeichen dieses Lautes, so darf der Lehrer oder gebildete Vater sich nur über den ersten Mitlaut, wie er mittelst des erforderlichen Sprechorgans hervorgebracht, lautet, unterrichten und die ausführliche Beschreibung über diesen Laut Nachlesen, welcher noch über- dieß durch Zeichnung versinnlicht dargestellt ist. Mit diesem Laute werden die Selbstlaute, die das Kind schon kennt, vor - und rückwärts zu Sylbeu verbunden, ausgesprochen. Aus diesen Sylben, die dem Kinde 10 schon bekannt sind, werden Wörter gebildet, die eö durch eigene Kraftäußerung auszusprechen fähig ist. Werden die mit dem ersten Mitlaute gebildeten Sylben und Wörter von dem Kinde gut gelesen, so unterrichte man sich weiter, und lese die Beschreibung des nächsten Mitlautes und verfahre damit, wie es ben dem ersten Laute geschehen ist. Wahrlich, eine leichtere als diese Methode, die Kinder im Lesen zu unterrichten, kann es wohl keine geben. In dieser Ordnung ist hier der ganze Leseunterricht abgefaßt, und man schreitet beständig vom Leichtern zum Schwereren, vom Bekannten zum Unbekannten vor, wo immer an den Faden des Gestrigen das Heutige angereihet erscheinet. Dabey ist wohl in Acht zu nehmen, daß der Schüler nur die Laute der Buchstaben, nie aber ihre Nahmen höre, weil sich das Nahmenaussprechen der Buchstaben durchaus mit der Lautlehre nicht verträgt. Zu Ende des Leseunterrichtes folgen erst die Nahmen der Buchstaben, wie sie allgemein ausgesprochen werden, in alphabetischer Ordnung. Jetzt kann das Kind die Nahmen der Buchstaben ohne Nachtheil für die Lautlehre hören und aussprechen. Diese Methode, den Kindern das Lesen ohne Buchsta- biren zu lehren, ist so beschaffen, daß sie sich auf die Natur der Sache gründet, einen gesteigerten Gang vom Leichteren zum Schwereren beobachtet und endlich noch übcrdieß für Schüler und Lehrer Erleichterung und Zeitgewinn dar- biethek; kurz, sie führet das Kind auf dem kürzesten Wege zum Ziele. Um dieses zu erreichen, muß der Nähme des Buchstaben von dessen Laut wohl unterschieden werden. Laute, nicht Nahmen der Buchstaben, sind es, die sich beym Aussprechen eines Wortes verbinden. 11 Erst wenn das Kind das Lesen erlernet hat, und nicht eher, darf es die Nahmen der Mitlaute ausfprecben hören. Was bey der gewöhnlichen Buchstabir - Methode dem Kinde zuerst aussprechen gelehret wird, wird bey der Lautmethode zuletzt gelehrt; daher das 21, b, C, mit den Nahmen der Buchstaben erst zuletzt vorkommt. Von den Lauten. Die Buchstaben werden abgetheilt: in Selbstlaute und Mitlaute. Mit den Selbstlauten, als den reinsten Lauten, die auch am leichtesten auszusprechen stnd, wird der Anfang gemacht; dann folgen die erhöhten Laute und die Doppellaute, mit deren Figur und Laut das-Kind bekannt gemacht wird. In folgender Ordnung müssen die Selbstlaute rein und volltönend dem Kinde vorgesprochen werden: Einfache Selbstlaute a, 0, U, e, i. Erhöhte » ä, ö, II. Doppellaute ai, et, eit, an, an. Die Ordnung der Selbstlaute a, 0, U, e, i, ist aus dem Grunde so gewählt, weil sie nach dem Mechanismus der Sprache am leichtesten auszusprechen sind. Beym Tönen der Laute a, 0, N bleibt die Stimmritze in demselben Grade wie bey dem a geöffnet, nur durch die Verlängerung der Mundhöhle durch die Lippen wird 0 und N hervorgebracht. Schwerer sind die Laute e und t, weil beym Tönen dieser Laute nicht nur die Zunge und die untere Kinnlade sich nach der obern Kinnlade erheben, sondern sich auch der Luftröhrenkopf merklich erhebt. Um die erhöhten Laute ä, ö, Ü dem Kinde gut vorzusprechen, beobachte man die Mundstellung von a, 0 und U , und lasse in dieser Stellung die Laute e und i 12 tönen, so hören wir die erhöhten Laute a, ö, ss sehr richtig. So wie jeder Selbstlaut mit der ihm eigenen Mundstellung gesprochen werden muß, so müssen auch die Doppellaute au, (Ul, Ctt, CU, ci, so ausgesprochen werden , daß bey dem schnellen Übergänge eines Lautes zum andern ohne abzusetzen jeder Laut töne, und doch nur wie ein Laut hörbar werde. Die verdoppelten Selbstlaute aa, 00, CC, ic spreche der Lehrer dem Schüler vor, und mache ihn auf die Dehnung, durch das längere Verweilen bey dem Sprechen des a, 0, C, t aufmerksam. Eben so wird der Schüler auf die Dehnung des Selbstlautes aufmerksam gemacht, wenn nach dem Selbstlaute ein h folgt, ah. Oh, uh, eh, äh, oh, ih, üh. Diese Töne der Selbstlaute entstehen im Kehlkopfe, und werden durch die jedem Laute eigenthümliche Öffnung der Stimmritze hervorgebracht. Leicht und ohne Zwang ist der natürliche Sprechton. Der Lehrer darf sich daher nicht mit jedem der Kehle entlocktem Tone zufrieden stellen, sondern wohl beachten, ob dieser Ton von dem Schüler ohne Zwang und leicht hervorgebracht und der seinem Alter angemessene Sprechton ist. Bey dem Sprechen der Laute beobachte sich der Lehrer selbst im Spiegel, welche Lage und Bewegung die Zunge und die Lippen bey jedem Laute erfordern, um den Schüler bey fehlerhafter Aussprache auf die Ursache deS Fehlers aufmerksam zu machen. Um dem Lehrer diese Selbstbildung zu erleichtern und sich eine deutliche Vorstellung von der zur Hervorbringung eines jeden Lautes nothwendigen Lage der Sprechorgane machen zu können, sind diese durch Zeichnung versinnlicht dargestellet. _ 13 Verfahren bey der Mittheilung der Selbstlaute a, o, ii/ e und i. (Siehe Tafel l.) Beym Aussprechen des a öffnet sich i) die Mundhöhle am weitesten; 2) die Zunge liegt ruhig; 3 ) die Nase ist geschloffen; 4) die Stimmritze tönt. In dieser Mundstellung lasse der Lehrer den Laut a tönen und von dem Schüler nachahmen. Dieser von dem Schüler hervorgebrachte Ton darf nicht zu hoch noch zu tief seyn, er muß leicht und ohne Zwang erzeugt, und sein angemessener natürlicher Sprechton seyn. Laßt der Schüler den Laut a gehörig tönen; so leitet der Lehrer ihn eben so zur Aussprache des Lautes 0 an. Beym Sprechen des 0 liegt die Zunge ruhig, die Lippen ziehen sich vorwärts und werden in die Rundung gezogen, und so tönt in dieser Mundstellung das 0 . Beym Sprechen des U liegt die Zunge ruhig, die Lippen ziehen sich vorwärts, nähern sich einander und bilden eine sehr schmale längliche Öffnung; in dieser Mundstellung tönt das U. Diese Laute a / 0 , U werden von dem Schüler leichter nachgeahmet, als die Laute e und i, bey welchen die Zunge aus ihrer natürlichen Lage gebracht wird. Bey dem Sprechen des C wird die Zunge mit ihrer vorderen Rundung an die untere Zähnenreihe gelegt, die Öffnung des Mundes wird durch das Zurückziehen der Mundwinkel in die Länge gezogen, daher die Öffnung deS Mundes kleiner als bey dem Laute (l wird. In dieser Lage der Sprachorgane tönt das e, indem beym Offnen der Stimmritze sich die Zunge in der Mitte in die Höhe hebt. Beym Sprechen des i bleibt die Lage der Sprach- organe wie beym e, nur wird die untere Kinnlade etwas vorwärts bewegt, wodurch die Mundöffnung beym j etwas kleiner als beym C wird. Bey dem Aussprechen des i stammt sich der vordere Theil der Zunge an die unteren Zahne und die Ränder derselben legen sich an die beyden Seiten der oberen Stockzähne so an, daß die Zunge mit Hülfe des Gaumens eine kleine Öffnung bildet, durch welche beym Offnen der Stimmritze das i tönet. Spricht der Schüler diese fünf Laute rein und vernehmlich aus, dann erst wird ihm der Buchstab gezeigt, dessen Nahmen er sprechen gelernt har, wobey er auf die Figur des Buchstaben aufmerksam gemacht und geübt wird, daß sich beym Anschauen der Figur der damit verbundene Laut in seinem Gedächtnisse verbinde. Nun schreite der Lehrer zur Aussprache der erhöhten Laute ä/ Ö und tt. Von den meisten Deutschen wird ä und Ö wie e, und tt wie l gesprochen. Allein die richtige Aussprache fordert, daß der Wohllaut der Sprache erhalten werde; er darf nicht verloren gehen; daher auch die erhöhten Laute tt, ö und tt sich in der Aussprache von den Lauten e und i unterscheiden sollen. Um ä richtig zu sprechen, lasse der Lehrer dem Schüler die Mundstellung von tt machen, und in dieser Stellung das C sprechen, so wird richtig der erhöhte Laut ä tönen, der sich von dem Laute C merklich unterscheidet. Eben so lasse der Lehrer dem Schüler in der Mundstellung von 0, das e, und in der des U das i sprechen, und die erhöhten Laute tt, 5 und Ü sind nach dem Wohllaute der deutschen Sprache richtig ausgesprochen worden. So werden von den Meisten die Doppellaute ttl, tttt. Cif ett wie ttl ausgesprochen. So wie jeder Selbstlaut mit der ihm eigenen Öffnung 15 des Mundes gesprochen werden muß; so müssen auch die Doppellaute au, äll, ai, ei , en so gesprochen werden, daß bey dem schnellen Übergänge eines Lautes zum andern ohne abzusetzen jeder hörbar, und doch nur wie ein Laut ausgesprochen werde, welches der Schüler durch Übung bald erreichen wird. Der Lehrer mache seinen Schüler auch gleich mit den verdoppelten Selbstlauten aa, 00, ec bekannt, die er ihm in der Aussprache durch die Dehnung bezeichnet. Eben so bemerke man das Dehnungszeichen h, nach einem Selbstlaute, z. B. ah, vH, nh, eh, ah, öh, ih, Üh, so wie das e als Dehnungszeichen, wenn es nach dem i folgt, ie, wo das l ohne e bloß gedehnt ausgesprochen wird. Der Lehrer sey dem Schüler Muster im Vorsprechen, fordere vom Schüler genaue Nachahmung, um durch Übung die vernachlässigten Svrachorgane in Thütigkeit zu setzen, so das Gehör für die Unterscheidung der Laute empfaug- lich zu machen und für die Rechtschreibung vorzubereiten. Die Muttersprache erlernt das Kind von der Mutter, daher soll die Mutter dem Lehrer vorgearbeitet haben; denn sie ist es,, welche durch ihr Vorsprechen das Gehör des Kindes weckt und es zur Nachahmung anregt. Bemühet sich die Mutter dem Kinde immer mit Wohllaut die ersten Nahmen vorzusprechen, so wird auch das Kind diese nachzuahmen streben, wie es diese durch das Gehör ausgenommen hat. Die Mutter sieht an ihrem Kinde den getreuesten Nachahmer ihrer Sprache, indem sich diese mit der fortwährenden Umgebung und Pflege des Kindes auf das innigste verbindet. Ihr ist das Verdienst, wenn das Kind fließend und mit Wohllaut spricht, daher das Kind Verkünder der mütterlichen Sprache wird. Die Vorbereitung, welche das Kind durch die gute Lautung der Muttersprache empfangt, ist für den Lehrer beym Unterrichte Zeitgewinn, und für den Schüler eine große Erleichterung. Hat der Lehrer mit seinem Schüler die reine Aussprache der Selbstlaute erreicht, und verbindet seinGedächt- niß mit der Anschauung der Figur des Buchstabens auch den Laut desselben, so ist es Zeit, den Übergang zur Erlernung der Mitlaute zu machen. Neben dem kleinen Buchstaben steht immer der gleichlautende große Buchstab. Die Erlernung der kleinen Buchstaben bleibt die Hauptsache. Erst dann, wenn die kleinen Buchstaben von dem Schüler schnell erkannt und gut gelautet werden, mache der Lehrer denselben auf die Merkmahle der großen Buchstaben aufmerksam, die auch der Schüler schnell erlernt, weil er bey der Erlernung der kleinen Buchstaben die Großen immer zur Anschauung hat. Das Abtheilen der Wörter in Sylben ist für den Anfänger wichtig, und macht den besten Übergang zum richtigen volltönigen Lesen, weil das richtige Lesen auf dem richtigen Syllabiren beruhet. Von den Mitlauten. Die Mitlaute sind nach den Sprachorganen, in der Ordnung, wie sie vom Leichteren zum Schwereren übergehen , eingetheilt. Je mehr die zur Hervorbringung eines Lautes erforderlichen Sprachorgane nach vorne, d. h. dem Schüler zur Anschauung liegen, desto leichter sind solche Laute demselben beyzubringen. Dagegen sind jene Laute schwerer nachzuahmen und 17 machen dem Schüler mehr Mühe, deren Sprachorgane tiefer nach innen liegen, und der Anschauung entzogen sind. Nach dem Übergänge vom Leichtern zum Schwerern, wie dieß die Erfahrung gibt, kommen die Mitlaute in folgender Ordnung vor: 1) der Hauchlaut h, 2 ) die Lippenlaute w, NI, b, P, f, V; 3) die Zahnlaute s, ß, s, sch, z; 4) die Zungenlaute d, t, l, N, r; 5) die Gaumenlaute j, g, k, q, x, ch. Jeder einzelne Mitlaut, wenn ihn der Schüler gut lautet, muß mit den schon erlernten Selbstlauten verbunden, und von ihm vor - und rückwärts, ohne Absatz, als eine Sylbe ausgesprochen werden. Dadurch fällt das lästige Buchstabiren weg, die Sprachorgane werden zweckmäßig geübt, durch die Anschauung behält das Gedächtniß die verschiedenen Sylben, die beym Wiedererscheinen schnell erkannt und ausgesprochen werden, und, was wohl die Hauptsache ist, die Selbstthätigkeit des Kindes wird bey dieser Methode mehr aufgeregt. Mit dem Hauchlaute h, als dem leichtesten zur Nachahmung, wird der Anfang gemacht. Folgt der Laut h nach dem Selbstlaute, so zeigt er die Dehnung des Selbstlautes, d. h. ein längeres Verweilen desselben an; so wie dieß der Fall bey den verdoppelten Selbstlauten ist. h. (Siehe Tafel n.) Dieser Laut ist ein starker Hauch, wobey der Mund etwas geöffnet wird, und die Zunge ruhig im Munde liegen bleibt. Dieser Hauch wird dem Schüler an seiner Hand fühlbar gemacht. Da dieser Hauchlaut sich mit jedem Selbstlaute leicht verbindet, keine eigene Lage der Sprachorgane 2 18 fordert und sich jedes Mahl nach dem dabey stehenden Selbstlaute richtet; so muß zuerst die Lage der Sprachwerkzeuge für den Selbstlaut angegeben werden, mit welchem der Hauchlaut h verbunden wird. Der Lehrer mache die Mundstellung von fl, und spreche hfl, eben so in der Mundstellung von o, U, e, i, wird ho, hu, he, hi gesprochen. Eben so lasse der Lehrer die erhöhten Laute fl, 5, Ü und dann die Doppellaute fll, flU, eu, ei. All, in Verbindung mit dem Hauchlaute h aussprechen. Spricht der Schüler die Sylben rein und gut aus, so werden auch die auö den Sylben gebildeten Wörter ohne Anstand gelesen, welches dem Kinde große Freude macht, und eS zum weiteren Fleiße aneifert. N). Bey diesem Laute behält die Zunge ihre ruhige Lage, die Lippen berühren sich sanft einander, so, daß sich die Luft beym Tönen des W durchdrangen muß, und es entsteht ein Blasen mit dem Munde, bey welchem man die Stimme tönen laßt. Der Schüler wird auf die Stellung der Lippen und die Ausströmung der Luft, die man ihm an der Hand fühlen läßt, aufmerksam gemacht. Mit dem Laute w werden die Selbst-und Doppellaute verbunden, und die aus den bereits erlernten Lauten gebildeten Wörter ausgesprochen. Der nächstfolgende Laut ist M. Die beyden Laute W und M werden von den Kindern unter allen Lauten am leichtesten nachgeahmt. Sie sind auch die ersten Töne der zartesten Kindheit, womit sie ihren Schmerz und die Liebe bezeichnen. Wie sehr erfreut sich das zarte Mutterherz bey dem ersten Ruf des Kindes — Ma ma und wie schmerzlich empfindet es den Ruf — weh — weh. Unter allen Buchstaben gibt es nur zwey Laute, wo 19 die Stimme nicht zum Munde sondern durch die Nase hinausgeht, und dieß sind die Laute M und n. Beym erste- ren Laut schließen die Lippen die Mundhöhle, und beym letzteren thut dieß die Zunge, ohne welche dieser Laut nicht hörbar gemacht werden könnte. Um,zu wissen, wie jeder Mitlaut, ohne beym Aussprechen den Selbstlautzu hören, tönt, und auch die Stellung der Sprachwerkzeuge zu beobachten , setze man dem Mitlaut den Selbstlaut & vor, z. B. (Uli, (lf, asch, ar, ak, und spreche nun die Sylbe aus, lasse aber den Mitlaut forttönen. Dieser zweyte Ton, welcher sich entweder durch ein Hauchen, Wehen, Zischen, Murren, Schnarren, oder einen stoßenden Schall hörbar macht, ist der eigentliche Laut des Mitlautes. Diesen lernt das Kind lauten und mit den Selbstlauten aussprechen. Laute sind es, die wir beym Lesen hören, und nicht Nahmen der Buchstaben. m. Die Zunge bleibt ruhig liegen, die Lippen sind geschlossen und die Luft zieht bey diesem Laute durch die Nase hinaus, wodurch das Murren dieses Lautes erzeugt wird Läßt der Schüler den Laut 111 richtig tönen, so hat derselbe Sylben und Wörter zu lesen. b und P. (Siehe Tafel m.) ' Bey beyden Lauten bleibt die Zunge ruhig liegen, die Lippen werden geschlossen und die in dem Munde gesammelte Luft wird beym Offnen der Lippen herausgestoßen. B und P unterscheiden sich darin, daß die Lippen beym b sanfter geschlossen werden, und der Luftstoß schwächer ist; beym p aber werden die Lippen fester geschlossen und der Luftstoß ist stärker. 20 Der Luftstoß wird an der Oberfläche der Hand fühlbar gemacht, und damit der Selbst - und Doppellaut verbunden und ausgesprochen. Die dem Kinde schon bekannten Laute h, W und M müssen zur Wiederhohlung in den zur Leseübung gebildeten Wörtern Vorkommen. f, v. Diese beyden Laute unterscheiden sich in nichts, für Einen Laut bestehen zwey Zeichen. Die Zunge behält eine ruhige Lage. Die ober« Zähne werden sanft auf die untere Lippe gesetzt, und die Oberlippe etwas in die Höhe gezogen, so, daß die oberen Zahne sichtbar werden. In dieser Stellung der Sprachwerkzeuge wird die Luft durch die Zwischenräume der Zähne hinausgedrückt, welches Sausen den Laut f oder V hörbar macht. Das Ausströ- men der Luft ist als ein Sausen sehr hörbar. Die angezeigten Leseübungen mit dem Laute f, und dann mit dem Laute V werden mit dem Schüler vorgenommen. Bey den Leseübungen mit dem Laute f kommt der zusammengesetzte Mitlaut ps vor, der so wie alle zusammengesetzten Mitlaute für den Schüler schwer nachzuahmen ist. Es ist daher nothwendig, den Schüler in der Lautung zusammengesetzter Mitlaute aufmerksam zu machen und zu üben. Der Lehrer lasse den Schüler die Stellung des Lippenlautes von f machen, indem er die oberen Zähne sanft auf die untere Lippe setzt. In dieser Stellung werden beyde Lippen an einander gebracht, wie beym p. Indem die Oberlippe mit dem Luftdruck in die Höhe gezogen wird, und das p lauter, zieht die Luft zugleich an der Unterlippe durch die Fugen der Zähne, wo auch das f lautet; und so, durch den schnellen Übergang vom p zum f der zusammengesetzte Laut pf deutlich hörbar wird. Sollte dieser Laut von dem Schüler nicht gut nachge- 21 ahmt werden, so lasse der Lehrer denselben die Stellung der Laute f und p machen und die erforderliche Luft im Munde sammeln, und drücke ihm mit dem Zeigefinger die Oberlippe aufwärts, so lautet pf sehr vernehmlich. Beym Lauten zusammengesetzter Mitlaute ist zu merken, daß der erste Laut die Stellung des erforderlichen SprachorganeS erhält, und in dieser zur Lautung des zweyten Lautes übergegangen wird. Nach den einzelnen Leseübungen der Lippenlaute folgt die Wiederhohlung der aus den erlernten Lauten gebildeten Wörter, die dem Schüler Freude machen, und wobey er sich ihrer mit Vergnügen erinnert. Nach den erlernten Lippenlauten folgen die Zahnlaute s, ß, s, sch und z. s, ß, S. (Siehe Tafel IV.) Diese drey Laute werden im Sprechen selten unterschieden. Der Laut s wird hervorgebracht, indem die Zungenspitze herabgebogen, an das Zahnfleisch der unteren Zähne angedrückt wird. Die Lippen sind merklich geöffnet, die Luft drängt sich zwischen der Zunge und dem Gaumen nach den untern Schneidezähnen heraus, und verursachet den sausenden Laut. Der Lehrer ahme die beschriebene Stellung derSprach- organe nach, mache diesen zischenden Laut, und sollte der Schüler ihn nicht gut lauten, so lasse er ihm in dem Munde die Stellung der Zunge sehen. Der zusammengesetzte Mitlaut sp und st muß von dem Schüler rein wie s und p, und s und t ausgesprochen werden. Allgemein hört man sp wie schp, und st wie scht aussprechen, z. B. Speise wie Schpeise, Spinne wie Schpinne, Stunde wie Schtunde, Stadt wie Schtadt. 22 sch- Bey diesem Laute bleibt die Öffnung des Mundes dieselbe wie bey s. Die Zunge hat die entgegengesetzte Lage; denn sie liegt mit aufwärts gebogener Spitze an dem Gaumen/ wo sie dort eine kleine Öffnung formt, durch welche die gedrängte Luft zischend durchzieht, und diesen Laut erzeugt. Die Lage der Zunge wird dem Schüler anschaulich und die ausströmende Luft fühlbar gemacht. Z» Der Laut z ist ein zusammengesetzter Laut aus t und s. Die Lippen sind bey diesem Laute wie bey s und sch in derselben Entfernung geöffnet. Die Zunge wird mit der Spitze hinter den obern Zähnen an den Gaumen breit angedrückt und in dieser Lage herabbewegt, um daö s lauten zu lassen. Die in dieser Stellung durchgezwängte Luft bey dem Übergänge des t zum s erzeugt das Zischen deS Buchstabens Zett. Mit jedem einzeln erlernten Zahnlaute folget zur Aussprache die Verbindung mit den Selbst- und Doppellauten, in Sylben und einfachen Wörtern. Die Zungenlaute kommen in folgender Ordnung vor: i>, t, l, n, r. d und t. (Siehe Tafel V.) Bey diesen verwandten Buchstaben bleibt die Stellung der Sprachorgane dieselbe. Die Lippen sind etwas offen, die Zunge mit ihrem vorderen Theil wird hinter den obern Zähnen an den Gaumen breit angedrückt, wodurch die Luft von der Zunge zurück gehalten wird. Beym Herausstoßen der Luft wird der obere Theil der Zunge vom Gaumen abwärts getrennt und dieser Luftstoß gibt den Laut d. Wird die ober der Zunge gesammelte Luft mit einer grö- 23 ßern Anstrengung, d. h. schneller herausgestoßen, so lautet das t. Was bey b und p die Lippen verrichten, geschieht hier bey d und t von der Zunge. Die Stellung der Zunge wird dem Schüler gezeigt und der Luftstoß wird ihm an seiner Hand fühlbar gemacht. l. Bey diesem Laute ist der Mund offen, die Zunge wird mit ihrer Spitze hinter den obern Schneidezähnen an den Gaumen angedrückt und in dieser Lage läßt man die Stimmritze tönen. Beym Tönen der Stimmritze strömt die Luft, die von der Zungenlage in zwey Theile getheilt wird, an beyden Seiten der Stockzähne heraus. N. Es gibt nur zwey Laute, zu deren Hervorbringung die Luft durch die Nase zieht, und diese sind N und M. Bey dem M schließen die Lippen und beym N die Zunge die Luft ab, und nöthigen sie durch die Nase zu ziehen. Die Lage der Zunge ist dieselbe wie bey dem d, nähm- lich der Mund ist geöffnet, die Zunge liegt mit ihrer flach gedrückten Spitze hinter den obern Schneidezähnen an dem Gaumen. Läßt man die Stimmritze tönen, so zieht die Luft durch die Nase. Das Tönen der Stimmritze kann bey dem n mnd m fühlbar gemacht werden, wenn man mit dem Zeigefinger und dem Daumen die beyden Nasenflügel etwas zusammen drückt. r (Siehe Tafel Vi.) Der Mund ist geöffnet, der vordere runde Theil der Zunge legt sich ganz leicht, etwas entfernt von den obern Schneidezähnen, an den Gaumen an. Die zitternde Bewe- 24 gung der Zungenspitze erzeugt sich durch die Lust, welche sich zwischen dem Gaumen und der Zungenspitze schnell durchdrangt, und das Bestreben der Zunge, mit ihrer runden Spitze an dem Gaumen kleben zu bleiben, verursachet dieses Zittern. Die schnelle zitternde Bewegung der Zunge kann der Schüler sehen. Dieser Laut ist für viele sehr schwer richtig nachzuahmen. Jeder gut nachgeahmte Laut wird mit Selbstlauten zu Sylben und Wörtern verbunden, und diese werden von dem Schüler gelesen. Nun folgen die Gaumenlaute in folgender Ordnung: j, g, k, q, X, ch. J- Der Mund ist geöffnet, die Zunge liegt mit ihrem mittleren Theile so ausgebreitet an dem Gaumen, daß die beyderseitigen Zungenränder an den obern Stockzähnen anliegen, während dessen sich die Zungenspitze senkt, und sich an die untern Schneidezähue anlegt. Die Zunge bildet in der Mitte eine Rinne, deren obere Öffnung ganz klein ist, durch welche sich die Luft durchpreßt und dieses Säuseln verursachet. Der Lehrer lasse den Schüler die Zungenlage sehen und die ausströmende Luft fühlen. Der Laut j hat mit l und ch viele Ähnlichkeit. Oft läßt man dem Schüler das j wie j lauten, wo es in der Verbindung mit Selbstlauten wie j klinget. g und k. Der Mund ist etwas geöffnet, die Zunge liegt mit ihrer Spitze an den untern Zähnen, und der Hintere Theil der Zunge schließt sich beym g sanft und beym k stark, 25 auch mehr rückwärts an den Gaumen an, daß keine Luft durch kann. In dieser Lage der Zunge wird die zurückgehaltene Luft beym g sanfter und beym k kräftiger herauö- gestoßen. Der Lehrer lasse dem Schüler die Stellung der Zunge sehen und die ausgestoßene Luft an der Hand fühlen. q --- kw. (Siehe Tafel VH.) Dieser Laut ist aus k und W zusammengesetzt. Die Zunge wird in die Stellung gebracht, um das k tönen zu lassen. Wahrend des Luftstoßes von k nähern sich die Lippen so einander, daß zwischen beyden nur eine schmale längliche Öffnung bleibt, durch welche die Luft von w durchzieht und so verschmolzen das ff —kW lautet. x = ff. Dieser Laut ist aus k und s zusammengesetzt. Die Zunge nimmt die Stellung des k an, und beym Ausstößen der Luft bewegt sie sich schnell gegen die untern Vorderzähne, bildet in ihrer Mitte den Canal, in welchem die Luft zum Lauten des s durchzieht, und so verschmolzen lautet das je — ks. ch. Der Mund ist bey ch geöffnet, die Zunge liegt mit ihrer Spitze an den untern Zähnen, und der hintere Theil der Zunge schließt sich wie beym g sanft an dem Gaumen, und bildet an der Gaumendecke einen Canal, durch welchen der durchziehende Luftstrom das Geräusch, d. i. den Laut ch erzeugt. 26 Hülfe beym Lesen. Damit das Kind sich der Selbstthatigkeit bewußt werde, und jeden Laut einer Sylbe ohne Absatz aussprechen lerne, so wird es dadurch am besten angeleitet, wenn man mit einem Streifchen Fischbein den zweyten Buchstaben der Sylbe verdeckt, und ihm bemerkt, den ersten Laut so lange forttönen zu lassen, bis der zweyte verdeckte Laut sichtbar ist, der dazu schnell ausgesprochen wird. Nach ein- oder zweymahligem Wiederhohlen kann das Kind alle Sylben lesen, ohne das Zudecken der Laute nöthig zu haben. ' Bey dem Lesen zusammengesetzter Mitlaute bl/ Pf, br rc. komme man dem Kinde damit zu Hülfe, daß man den ersten Buchstaben bedeckt, das unbedeckte kann es schon gut lesen, z. B. lau , den bedeckten Buchstaben sichtbar gemacht, blau; ebenso, lei-den, blei-ben; rei-ten, brei-ten; fei-le, Pfei-le; un, und, fund, Pfund. Wird dieses Verfahren nur einige Mahle bey schweren Wörtern geübet, so wird der Schüler die übrigen ohne alle Beyhülfe lesen. Das Abtheilen der Wörter in Sylben trägt nicht allein sehr viel zur Erleichterung des Lesens bey, sondern es gibt die beste Gelegenheit, den Schüler auf die Buchstabir-Regeln aufmerksam zu machen. Übung und anhaltendes Lesen erzeugt zwar schnelles Lesen; aber mit Gefühl lesen, fordert genaue Kenntniß des Inhaltes und die richtige Beobachtung der Unterscheidungszeichen. Die Lesezeichen werden dem Schüler beym Lesen ganzer Satze am besten beygebracht. 27 Fünf einfache Selbstlaute. a o u e i > p A O U E I A Drey erhöhte Selbstlaute. ä ö ü Ä Ö Ü Fünf Doppellaute. ai au eu ei au Ai Äu Eu Ei Au M i t l a u t e r. Ein Hauchlaut. h H Sechs Lippenlaute. w m b p f v W M B P F D Fünf Zahnlaute. f ß s sch - 5 S Sch 3 $ 2 « Fünf Zungenlaute. d t l n r D T L N R Sechs Gaumenlaute. jgkqxch- I G K Q X CH Dehnung. aa oo ee ie ah oh uh eh äh öh' ih üh auh h. H. ha ho hu he hä hö hi hü Hai hei häu Heu hau. Hai Heu Hau Hau-e Höh-e U-Hu Eh-e. w. W.' . wa wo wu we wä wo wi wü wie wei wai wau. weh Wei-he Wau. m. M. am om um em äin öm im um eim 2g flimt aum. ma mo mu me mä mö mi mü mei mäu meu mal mau. Ma-ma Am-me Em-ma May Muh-me Mum-me Mu-mie Me- we Wam-me O-Heim. b. B. ab ob ub eb äb ob ib üb eib äub aub. ba bo bu be bä bö bi bü bie bei bai bau beu bau. Bau, Bu-be, Hau-be, Ha-be, We-be, Weib, Eb-be, Hieb, Hobo-e, Baum. Bäu-me. P. P. ap op up ep äp öp ip üp eip äup aup. pa po pu pe pä pö Pi pü pei päu pau. . Pa-pa Pap-pe Pup-pe Hip-pe Map-pe O-pi-um. f. F- af of uf ef äf öf if üf eif auf euf 30 auf. f« fo fit fe fei fö fi fü fei fäu feu fau. Af-fe Fe-he Hau-fe Huf Waf-fe Muff Pfiff Pfei-fe hü-pfe pfui Pfau. ' v. V. va vo ve vä vö vi vie vei. Vieh. W i e d e r h o h l n n g. Au-e, ab, auf, Af-fe, Am-me, O-Heim, O-pi-um, U-Hu, Ey, Eb-be, Em-ma, ihm, Hai, Heu, Hau, Hau-e, Hö-he, ha-be. Habe, Hau-be, Hieb, Hip-pe, Ho- bo-e, wo, wie, wem, Wei-he, Weib, Wam-me, Waf-fe, We-be, Wau, weh, Bau, Baum, Bau-me, Bu-be, Pa-pa, Pap-pe, Pup-pe, Pfau, Pfiff, Pfei-fe, pfui, Feh, Feh-wam-me, Vieh, May, Muff, Ma-ma, Muh-me, Mnm-me, Mu- mi-e, Mö-we. 31 s, ß, s. S. as os us es äs ös is üs eis aus aus. fa so su se sä sö si sü sie sei sai säu seu sau. Aas, aß, aus, Eis, es-se, Sau, Saum, Sup - pe, suß, Spaß, Spieß, Bu-ße, Ba-se, Baß, Faß, Fuß, Fü-ße, Haus, Haffe, Ho-se, Haß, heiß, Maus, Moos, Mops, Maß, Mesffe, Masffe, masffiv, Pauffe, Baffe, weiß, was, Wams. sch. Sch. asch osch usch esch äsch ösch isch lisch eisch aisch äusch eusch ausch. scha scho schu sche schä schö schi schü schei schai schäu scheu schau. A-sche, E^sche, Schuh, Schaf, Schiff, Schweif, Scheine, Schuß, Schweiß, Wisch, Wä-sche, Busch, Bausch, Pasch, Fisch, Ma-sche, Ma-schi-ne. 32 ü» 3* az oz uz ez az öz iz üz eiz aiz äuz euz auz. za zo zu ze zä zö zi zu zei zai zäu zeu zau. zwo, zwey, Zaum, Zopf, Ze-He, Zo-fe, Zu-schuß, Zu-bu-ße, Zi; be-be. Wiederhohl ung. Aas, aß, aus, Asche, Base, Buße, Baß, Busch, Bausch, Eis, esse, Esche, Faß, Fuß, Füße, Fische, Haus, Hase, Hose, Haß, heiß. Maß, Moos, Mops, Maus, Messe, Masse, massiv, Masche, Maschine, Paß, Pause, Pasch, Sau, Saum, süß, Suppe, Spieß, Spaß, Schweiß, Schuh, Schaf, Schiff, Schweif, Scheibe, Schuß, Vase, was, weiß, Wams, Wisch, Wäsche, zwo, zwey, Zaum, Zehe, Zofe, Zopf, Zuschuß, Zubuße, Zibebe. 33 d. D- ad od ud ed äd öd id üd eid aid äud eud aud. da do du de da dö di dü der dai däu deu dau. A > dam, O - de, ö - de, Eid, Damm, Dampf, Däm-pfe, Dame, Di-a-dem, Dom, Do-se, dumm, Dieb, Bad, Bu-de, Fe-de, Hei-de, J-dee, Ma-de, Mo-de, Pfad, Sei - de, Sud, Wa - de, Wei-de. t. T. at ot ut et ät öt it üt eit ait aut eut aut. ta to tu te tä tö ti tü tei tai tau teu tau. A-them, At-test, Ast, et-was, Tau, Thau, Tau-be, Tö-pfe, Tod, Tisch, Tausch, Tat-ze, Tas-se, Ta-sche, Ta-pe-te, Bett, Beet, Boot, Bo-the, Bast, Duft, Düte, De-muth, Fett, Fest, Hut, 34 Hit-ze, Haut, Haupt, ist, Mist, Most, Muth, Mit-te, Mat-te, Müt-ze, Obst, Ost, Post, Pest, Putz, Saft, Sammt, Staub, Stein, Stift, Stadt, stumpf, Stu-be, Stüt-ze, Stamm, Spott, Spit-ze, Sei-te, Spatz, Wetzte, Wuth, Wü-ste, Wat-te, Zeit, Zo-te. l. L. al ol ul el al öl il ül eil ail äul. eul aul. la lo lu le lä lö li> ln lei lai lau leu lau. Al-le, Al-lee, A-del, Ah-le, A-pfel, Öhl, Ü-bel, Ei-le, El-le, E-sel, 2l-tis, Lamm, Leib, Leim, Laut, Laub, Lauf, Luft, Löf-fel, Beil, Ball, bald, Bild, Die-le, Doh-le, dop-pelt, Dop-pel-laut, Du-ell, Fal-le, Fal-te, faul, Fleiß, halb, halt, Hals, Ha-spel, Hal-le, Mahl-zeit, Maul-e-sel, Müh-le, 3$ Pfeil, Pelz, Platz, Pfahl, Schilf, Stuhl, Schloß, Spiel, Seil, still, Stiel, Scha-le, Schuf-sel, Schlüssel, Spuh-le, Schu-le, Schä- mel, Ta-del, Tem-pel, Thal, Theil, Toll, Tul-pe, voll, viel, Wild, Wald, Wol-le, Wel-le, Zahl, Ziel, Zelt, Zel-le, Zei-le, Zil-le. n. N. an on un en an ön in ün ein am äun eun aun. na no nu ne nä nö ni nü nei nai näu neu nau. An-na, A-na-nas, uns, O-fen, of-fen, En-de, En-te, Ei-sen, - Jn-sel, in-ne, ei-ne, neun, neunzehn, nen-nen, Na-se, neh-men, Nä-Hen, Na-del, Nest, Nuß, Napf, an-bau-en, An-biß, Band, Bund, dein, dünn, dann, Dunst, Fa-den, Fah-ne, fin-den, Hahn, Hand, Hanf, Hen-ne, Pein, Pfan-ne, 3 * 36 Pfund, Son-ne, Schna-bel, Stunde, Schwein, Spin-ne, Tin-te, Tan-ne, von, Wand, Wind, Wanne, Wun-de, Zaun, Zahn, Zapfen, zun-den, Zunft. r. R. ar or ur er är ör ir ür eir air aur eur aur. ra ro ru re rä rö ri rü rei rai rau reu rau. Arm, Ohr, Uhr, Ur-ne, Eh-re, ir-ren, Rand, Rohr, Ruhr, Re-be, Reu-e, Rausch, Bart, Bart-wisch, Draht-sieb, Drey-fuß, Frau, Fräulein, hö-ren. Hör-rohr, Haar, Ley- er, Lar-ve, Mau-rer, Mar-mor, Nar-ren, Nat-ter, Prie-ster, Pfarrer, Schrau-be, Stra-ße, Sprosse, Trost, Trän-me, vier-zehn. Vor-wurf. War-me. Wahr-heit. Zier-de, Zorn. 37 W i e d e r h o h l u n g. Adam, Altar, Allee, Anna, Arm, Band, Bett, Ball, Bad, Brot, Daum, Duft, Dohle, Dunst, Draht, Eid, etwas, Elle, Ende, Erde, Fehde, Fett, Falle, Faden, Frau, Güte, Gedärme, Galle, Genuß, Gruß, Heide, Haut, Hals, Hand, Herde, Idee, Instrument, Jltiß, Insel, Irrwisch, Luft, Lanze, Land, Larve, Lavendel, Made, Mütze, Mühle, Mantel, Maurer, Niesen, Nadel, Nord, Netz, Narzisse, Orden, Obst, Öhl, Ofen, Ohr, Pfand, Post, Platz, Pfarre, Priester, Rad, Ratte, Rolle, Rinne, Röhre, Seide, Seite, Schule, Sonne, Schreiber, Tod, Tapete, Teller, Tanne, Thräne, Übel, Überbein, Unverstand, Überbleibsel, Ur- theil, Violon, Vorhaus, Vetter, Va- 38 ter, Verstand, Widder, Wetter, Wolle, Wanne, Wärme, Zierde, Zeit, Zahn, Zimmer, zerreißen. . \ i- 3* ja jo ju je jä jö ji jü jau. Jas-min, Jahr, Jo-pe, Ju-de, Je-sus, Jä-ten, Jän-ner, Ju-ni, Ju-li, jü-disch, Jau-se. g. G. ag og ug eg äg ög ig üg eig aig äug eng aug. ga go gu ge gä gö gi gü gei gai gäu gen gau. Au-ge, Agt- stein, Eg-ge, E-gel, J-gel, Ei-gcn-thum, Ga-be, Gott, Gur-gel, Gold, Geld, Glas, Gabel, Glau-be, Ge-sicht, Göt-ter, Gä-ste, Git-ter, Gü-te, Gei-ge, Gau-men, be-geg-nen, Bo-gen, Ber-ge, De-gen, Dün-ger, Flagge, Fa-gott, Hä-ring, Ha-gel, 39 Iä-ger, Jung-ling, Krug, Krieg, Lau-ge, Lu-ge. Mag-de, Ma-gen, Na-gel, Ne-ger, Or-gan, Or-gel, Pflug, Pa - pa - gei, Re - gie - rung. Re-gen-schirm, Säug-ling, Sänger, Stau-ge, Steig-bü-gel, Schlinge, Schlau-ge, Teig, Tag, Vogel, Der-ge-bung, Wa-gen, Wiege, Zeug-niß, Zun-ge. k. K. ak ok uk ek äk ök ik ük eik aik änk cuk auk. ka ko ku ke kä kö ki kü kei kai käu keu kau. A - ka - de - mie, Ö - ko - no - mie, U-ka-se, E-kel, Äc-ker, Kahn, Kopf, Ku-gel, Ke-gel, Kä-se, König, Ki-pfel, Kü-bel, Keim, Kaiser, Käu-fer, Keu-le, Kauf-mann, Bäc-ker, Doc-ke, Fleck, Ge-päck, Hoc-ker, Jun-ker, Lnc-ke, Mnc- 40 ke, Nac-ken, Pau-ke, Rock, Sack, Stock, Schau-kel, Tür-ke, Viereck, Wic-ke, Zir-kel. qu. Qu ---- kw. qua quo que quä qui. Qual, Quark, Qua-ste, Qua- tem-ber, Quel-le, Querl, Queck- sil-ber, Quen-del, Quit-te, Quittung, Quetsch-zange. x. X = kS. ax ox ux ex ix. xa xo xu xe xi. A-xe, Axt, Tax-amt, Text, Kux, ta-xie-ren. Lux, He-xe. ch. Ch. ach och uch ech ach öch ich üch eich aich auch euch auch, cha cho chu che chä chö chi chü chei chai chau cheu chau. Acht, Ach-sel, Qchs, E-cho, Äch-zen, Qchs-cheu, ich. Eich- 41 Horn, euch, auch, Bauch, Dach, Früch-te, Ge-sicht, Heuch-ler, Juchten, Küch-lein, Leich-nam, Me- cha-nik. Nach-bar, Päch-ter, Quentchen, Rauch-fang, Seu-che, Tuch, Veil-chen, Wach-ter, Zeich-nung. Ch lautet im Anfänge eines Wortes wie G und K. Chri-stus, Christ, Chor, Chi-na, Che-mie, Chi-rur-gus, Chri-ftoph, Chri-sti-an, Char-frey-tag, Chronik, Char-woche, Dachs, Wachs, Lachs, Flachs, Fuchs, Luchs, Büchse, Ach-sel, wach-sen, Ei-dech-se. CH lautet wie Sch. Cho-co-la-te, Cha-lup-pe, Chi- ca-ne, Char-lot-te. Das c, C vor und nach a, o, u, ö, ü lautet wie k. Ca-nal, Ca-det, Ca-pi-tal, Ca- pel-le, Co-pist, Con-rad, Cor-po- 42 ral. Cur, Cölln, Cü-strin, Ja-cob, Do-cal, Con-di-tor, cur-reut, Ca- pu-ze, Ac-cord, ac-cu-rat, A-ende-mie, Oc-tav, Oc-to-ber. Das c, C vor l und r lautet wie k. Cla - vier, Clas - se, Cle - ri - sei, Cre-dit, Cri-mi-nal, Cru-ci-fix. Das c, C vor e und i lautet wie z. Ce-der, Cent-ner, Ci-tro-ne, Cy-lin-der, Con-cept, Ci-ster-ne, Cim-bel, Ac-cent, Ac-ci-se. Das pH, PH lautet wie f. Jo-seph, So-phie, Pha-ra-o, Pha-ri-sa-er, Phi-lo-soph, Philipp, Phy-sik, Pro-phet, E-phen. Das t lautet, wenn ein i und noch ein Selbstlaut darauf folget, wie zi. Pa-ti-ent, Lec-ti-on, Ka-te-chi- sa-ti-on, Na-ti-ou, Por-ti-on, Jn- spec-ti-on. 43 Abc - Alphabet. Aa, Bb, Ec, Dd, Ee, Ff, Gg, $ r (f, Q(f Hh, Ji, 2j, Kk, Ll, Mm, Nn, ha, je, ka, el, em, en, Oo, Pp, Qq, Rr, Sss, Tt, pe, kwe, er, es, te, Uu, Vv, Ww, Xx, Yy, Zz. ve, we, iks, Ypsilon, zet. ch, sch, ft, ß. che, sche, ste, eszet. Lesezeichen. , Beystrich. ; Strichpunkt. : Doppelpunkt. . Schlußpunct. ? Fragezeichen. ! Ausrufungszeichen. ; Thcilungszeichen. () Einschlußzeichen. — Gedankenstrich. 44 Zur Anschauung und Erlernung der Regeln für die Theilung der Sylben. Theile die Wörter, wie sie im Sprechen getheilt werden. Für die Dehnung des Selbstlautes. Aal, Aas, Saal, Haar, Paar, Bahn, Kahn, Zahn, Mahl, Wahl, Draht, Fahrt, Loos, Moos, Schooß, Sohn, Mohn, Lohn, Uhr, Schuh, Kuh, Mühle, Mehl, See, Thee, Schnee, Meer, Bier, Thier, Stier, Fieber. Für die Schärfung des Selbstlautes. Trennbare Mitlaute. Eb-be, Ae-cord, Wid-der, Af^fe, Eg-ge, Bäcker, Gal-le, Am-me, Kan-ne, Klap-per, Pfar-rer, Es-sig, Ket-te, Stad-te, Kat-ze. Wenn ein Mitlaut zwischen zwey Selbstlauten steht, so nimmt man ihn zur folgenden Sylbe: A-der, Blu-me, Ce-der, De-gen, Eu-le, Feder, Gra-ber, Hü-gel, Je-sus, Kna-be, Leu-te, Mäu-se, Na-se, O-fen, Pflau-me, Qua-drat, Rü be, Sei-fe, Thrä-ne, U-fer, Va-ter, Wa-ge, Zei-le. Wenn mehrere Mitlaute zwischen zwey Selbstlauten stehen, so nimmt man den letzten zur folgenden Sylbe. Ach-se, Büch-se, Con-rad, Den-ken, En-gel, Fen-ster, Gur-gel, Han-del, Jun-ker, Klaf-ter, Leuch-ter, Mag-de, Nel-ke, On-kel, Pfir-sich, Quendel, Rath-sel, Schin-del, Thür-me, Ur-he-ber, Völker, Wach-tel, Zwer-ginn. Mitlaute, die im Anfänge der Wörter beysammen 45 stehen, bleiben auch in der Mitte beysammen, und werden zur folgenden Sylbe genommen. Sie heißen: bl, br, dr, fl, ft, gl, gn, gr, kl, kn, kr, pl, pr, sp, st, tr, pfl, sch, spl, spr. str, thr, schl, schm, schn, schr, schw. An-blick, Aus-bruch, Am-bra, Ein-fluß, Un-glück, Un-ter.kleid, Ur-sprung, Ra-spel, Pfing-sten, Betrug , Be pflan - zung, Bi - schof. Aus-spräche, An-strei-cher, Fisch-thran, Ein- schlum-mern, Zer-schmel-zen, AuS-schnei-den, Be- schrei-bung, Ver-schwen-der. Wenn mehrere Selbstlaute beysammen stehen, so nimmt man den letzten zur folgenden Sylbe: Au-e, Bau-er, Hau-er, Frau-en, Jo-ab, Knau-el, Feu-er, Fey-er, Ley-er, Mei-er-hof. Wie ein Wort zusammengesetzt ist, so wird es auch getheilet: Der Apfel, der Baum, der Apfel-bäum. Das Brot, die Rinde, die Brot-rinde. Das Bier, der Brauer, der Bier-brauer. Das Holz, der Keller, der Holz - feiler. Der Binder, der Meister, der Binder-Meister. Die Feder, das Messer, das Feder-messer. Die Vorsylben ant, be, ein, ent, er, ge, un, ur, ver, zer, womit viele Wörter anfangen, bleiben bey dem Abtheilen der Wörter beysammen: Ant-Worten, be-fra- gen, em-pfangen, ent-laufen, er-freuen, ge-nesen, un-ruhig, ur-theilen, ver-zeihen, zer-reiben. Die Nachsylben, die mit einem Mitlaut anfangen, nehmen keinen andern Mitlaut zu sich. Es sind folgende: bar, chen, Haft, heit, keit, lein, ley, lich, licht, ling, loS, niß, fal, fel, fam, fchaft, thum, zig. Nutz-bar, Mäd-chen, stand-Haft, Kind-heit, Freund-lich-keit, Kind-lein, freund-lich. Die Nachsylben, die mit einem Selbstlaute anfangen, 46 nehmen den vorhergehenden Mitlaut zu sich. Es sind folgende: el, en, end, er, ern, et, ey, icht, ig, ing, ung, inn, isch. Koni-ginn, kin-disch, zän-lisch, ge- biethe-risch, Kinde -rey, Lände-ley. Die Buchstaben r und t werden wegen des Wohllautes in einigen Wörtern eingeschoben. Diese werden zur vorhergehenden Sylbe genommen: wor-auf, dar-an, dar-um, dar-aus, wor-über, wor-unter, unsert-halb, vierthalb. Lesezeichen. Ich will bey dem Lesen jede Sylbe genau ansehen und sie gut aussprechen. Ich will bey den Lesezeichen gehörig >absetzen. Die Lesezeichen heißen: der Beystrich (,), da setze ich ein wenig ab. Der Strichpunkt (;), da setze ich etwas mehr ab. Der Doppelpunkt (:), da setze ich noch mehr ab. Der Schlußpunct (.), da setze ich am längsten ab, und muß mit der Stimme fallen. Das Fragezeichen (?), da verändere ich die Stimme so, wie ich sonst nach etwas frage. Das Ausrufungözeichen (!), da verändere ich meine Stimme so, wie ich in der Freude, im Schmerz oder in der Verwunderung auszurufen pflege. Das Thei- lungszeichen (-) verbindet zwey Wörter, oder auch zwey Sylben, die zusammen gehören. Der Gedankenstrich (—), dabey muß man am längsten mit der Stimme innehalten. Das Einschlußzeichen (), was zwischen diesen Zeichen steht, muß ich geschwinder nnd mit leiserer oder höherer Stimme lesen, als das Übrige. M S i n n e s w e r k z e u g e. Ich habe zwey Augen. Ich sehe mit den Augen. Ich sehe, die Kreide ist weiß. Die Tinte ist schwarz. Die Asche ist grau. Das Blut ist roth. Der Schwefel ist gelb. Der Himmel ist blau. Das Gras ist grün. Die Kastanie ist braun. Der Regenbogen ist bunt. Ich sehe die schönen bunten Blumen der Wiese. Ich sehe am Tage die glänzende Sonne. Ich sehe des Nachts den Mond und die funkelnden Sterne. Ich will auf meine Augen recht Acht haben, damit ich sie nicht verderbe. Ich sehe, und habe viele Freuden, daß ich sehen kann. Der Blinde muß alle diese Freuden entbehren. Gott, wie dank ich dir, daß ich gesunde Augen habe, und sehen kann! Womit kannst du hören? Mit den Ohren kann ich hören. Ich höre reden, schreyen, rufen, singen, pfeifen. Ich höre, und erkenne die Stimme meines Vaters, meiner Mutter und meiner Geschwister. Ich höre die Uhr schlagen und das Läuten der Glocken. Ich höre die Musik und den Gesang der Vögel. Ich höre aufmerksam die schönen Erzählungen deS Lehrers und befolge genau seine Befehle, ich bin gehorsam. Wer hört und aufmerksam in der Schule ist, kann viel Gutes lernen. Wer nicht höret, kann nicht ohne besonder» mühsamen Unterricht reden lernen, er ist taub und stumm. Womit kannst du riechen? Ich rieche mit der Nase. Die Veilchen, die Rosen, die Nelken und noch viele andere Blumen und Kräuter riechen angenehm. Der Mist, das Aas und alles Faule stinkt. Der Gestank ist ungesund. In Zimmern, wo eö 48 übel riecht, muß man die Fenster öffnen und frische Luft herein lassen. Das frische Wasser und die reine Luft stärken unfern Körper und erhalten ihn gesund. Womit kannst du schmecken? Mit der Zunge und dem Gaumen kann ich schmecken. Der Zucker, der Honig, die Feigen, die Zibeben schmecken süß. Der Essig, die Zitrone und die Weichseln schmecken sauer. Der Holzapfel, die Holzbirne und die Schlehe schmecken herbe und unangenehm. Verdorbene Butter, Schmalz und Öhl schmecken ranzig. Die Galle schmeckt bitter. Eine jede Speise schmeckt anders. Dem Kranken schmeckt Speise und Trank nicht. Ich freue mich, daß ich riechen und schmecken kann. Womit kannst du suhlen? Ich fühle mit den Fingern und am ganzen Leibe. Ich fühle mit den Fingern, was weich oder hart, rauh oder glatt, spitzig oder stumpf ist. Ich fühle am ganzen Leibe, ob die Luft feucht, naß, trocken, kühl, kalt, lau, warm oder heiß ist. Ich empfinde Schmerz, wenn ich Zahnweh habe. Wenn ich mich stoße, schneide oder brenne, empfinde ich Schmerz. Wenn ich mich im Sommer bade, empfinde ich Wohlbehagen. .Wie viele Sinnes Werkzeuge haben die ■ meisten Menschen? Die meisten Menschen haben fünf Sinneswerkzeuge. Die fünf Sinneswerkzeuge heißen: Das Gesicht, das Gehör, der Geruch, der Geschmack und das Gefühl. Der Blinde hat nur vier Sinne; er hat kein Gesicht. Der Taubstumme hat nur vier Sinne; er hat kein Gehör. 49 Abc-Alphabet. o£ y »» y £y "£■ C y *3 y ^*** ^f> ¥?’ 3f> /*’ <£*/, M™ } M~, JJ«, J)z, ff, cf 7 , r/, Wz, Wz, <¥£, $s~>, g~g» V-y-' //• V o n der Zeit. Q^-ir* fjQ ■r+n-<-r*'t3r r*#$- *+'++» y o-t^r+ia- di'-r+xr^-tH-n-^ £/}/rn+++ 'tX'-r* ffo % <>+*+*■»+ 'POtW J 7' *> 9 /< v * 1 / **-t?Cx3c3fn-n-t3 +++*t3 jfji' -j/3-nt3 '/-t-itun y j/3r+ ^^rflj/3 1+1+ : C^Tt-'ht tty/fc-owvf't+'yp y l3tX i3t-r* *T 4 ■t/r* ffl/nnn 1 X 144 ^■o-4^j/2*i14 y «^»»» O^p^nn-t/) -/iri *t/<>444*ri iim/nxt , Hnt/ ffli>ii4**i 1 x 144 ^t-r*jfij/£rn4, c^bi+jß i/**44 4&2//io*ijjp*i44 j/o/^n-/ t/n*% /2/o-*it44-l//iX4^ • lXl4jß l/*144 P^H'Z/tXljf j^H-^^*1-/ i/n*i ////iZ/lXI^. I -t/x -lj/2 *11? j^-14>1S'2j2 <2/^*1 , ix**jß -t/r*i4 */2//-$-//tx-tjf- ^■o-^^*iz2i,/>*i?4i/ y ixi4jß -t/nn c//2,2>rn4i/ -t/tt* l^/lXj^/^ 4444l/ ***4l/2l4^-i/ln */2//l//*ii,i 1 * tH-j^/y -t/x -lj/2* 11 ?^■i4>-o--2jß /22^*t, ^2/lXP l/*tf44 ^^14***1<14lXl4l/<9'tX441jf*1 4j/2 l/i-*1 •£2//<>*t-t^.*1-14l/tX144144*l*11414 444^, 4*1 *1444 -tp.*%-22/u*0^j^**1? -t/tXI? ■tj/2 1 / 4*1 l>/^*1 . 2/2)1*44444 1/4*1 ffv-141414 4444f*1-tjf 1X444^*114 *j/2) j/l* j/*l» 51 'Ptt-pxt •t%.r*jß ‘pjfö'ts^ir* ^ 'Uo-ovu^-ü^ß *-**■*•*#■* ^ 2 ****-*^***. ^t+*r+ 0' 1 ^' *^fä*-++'**dr++l") **t ^tM-t^-r* ^rf-pjß-r*t+ . ) G$-m#y o-v^r*** *■***# <£+4+1/^ ^,'POO't^i ^.'ypjfvu^H^Lr*'** ■t't'1--*-*■ {$*** ^■'pov'^l -p+j/2^ q£?c^v$k 'hr*uPi’-$r 6 Pf* •1^ jg*** 1 /ht**'’^' ^■pp't+ißr*iiti-‘^ JM*. X A/ X» M»™Xf ^TT-t^-r+S* #»#»# tK^xt. 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Gfc**** ■jßi&'t+'L^.d -iXr T+PP PPPPP pppppX ^,pp>tx-PP^Pt^j/XtPPP 'iX'Mr-i' -itCPP PPP* u 9 ►****/ 'tXt*pppp ■**■ tfcpp^p*^jXr *pp *jX^M*p*^X^ppi-i^pp Pv-iK-^j/X pX <*i>t^ K^-L^Lr ****** ■t^ypwp^ p^ui-pppp Q^r+j/ist'ppt^. j^-ftypp^ '■/ t^r Sommer. e£*** SL- PPPPt^ ^ Pt? £* pp^pt^j/^yppp ^pppp^ 'tsbtPPPPIttd -$pt? ftf* pppp ppppp ■i*pp pppp J PPPP^ ^.PPHXPP^-P^flt PPPP ■o-yypppppp#* j^*^ppppp-yp*p pppyppypp d %*■$. G%?ptP ^Putj^r^pppP) Jlr> S^pp^/pp, Jppp 56 '!%+++ &j&r+-^r*" O^) -i^'rf-j/*^wt'++ij*++j + «* *++dj/ 2 *+^rn+ oj/i'*/ ■^l &-&r*-pP'$#t-*+'*^r* t*i>-iX'-^r*++ -Vjß^ -^wojß* Herbst. G^**» jß'i?cy+-^-d •t^r y y*w 1/rnf C&i>$*% •^fö'Zt.'jJr*, CX&y£r*-^ y o2>*i wr*-ij/£ t i^-f-t* y^# *^r*j/vt*'p*+++-t+'£r*+*&vp££$r*^. G$i,t+ ££**i^ -Pi>p-t* -t^ -i%++* •ßxp+p^r*** &fflt--r*$/r+ ^}/^p-ypt^r* ^-tip^n-p* iX*i? ^ipjf^PPPPP^PPP-PP’ ppp+J} *44-i*-z^rp** »**' /" ^t/ppp^pp ^pppxcZ^pppp^p jfp^ZpPX-jßpppp ix-ipjß t^pPtPP 0%*+++ ^PPPU* PXPPT^ ^,p*pj/2rppp Q$ppcpp*pp$ppup xs^ppup ^ppp-^xx^pp C>$p$rPXPxsl cQcxp x^Pppj^ppppp c^p-^tpppx^tp xXpup ^xpx^x^pp ^^uppj/^ x^tppp jß^pppßpx^pppp xpppxJ x^-tp^viw-jfi’i ppxpppp ^ixpPt, xXpupPP Ojfidy/rp^HP j/p^Z-PPPP fflxXp^pPPP. ^f^xd ppx*tj/?pppp yZ-iXxpx^'/ •Jh.-if pppp-xppp ^**^* 1 ' P***’ t^txfp^PPP-t^ *^**^^^ ***Z XM-PPjß jfl-*^XP '£pp‘j/2x-x^ * P^lX POPXW <1^ xp. fPppjß Pt>PU*l^ pp'UP <&pppptppp ^pxpßxx^-pppp ~£-^u*py/2 pppxp^ux ppxtt'^pp&rppp ) ppppx^ pxJ%Zp x^tpp sjbprp^rppp tjftuptpppx^tppp j ppppp^Zp^rP -t^xrp jbprPU* ^tx^u*ppif^ppp'inn oPchüssein) Kelter , £, off et } 2hecher und bannen. 2er Köpfer oder KGafner macht aus tfhon oPchüsseln f Kelter } 2*Ön pfe und Ofen» 2er ^Binder macht aus KGolzj Käsn ser) Können , ^Wannen und firner» 2er Kupferschmied macht aus Kun pfer Kess et) Pfannen und Kannen . 68 2W S K^orimacAer fiicAt aus < ^Vei* denrutAen die ÜCorSe. 2 ) er ofieSmacAer macAt aus &isen und kM) essinjdraAt ; aucA aus ZAoJs? Aaar und fyCoizreifen } ^J\.eitern ) G PieSe, ^iVurfsieie ; oFoAaoAutn und Uroms mein. 2öer QeiS^ießrer ffiejst aus PNLessin^ und ^Kupfer ' SLeucAter ; SVLorser, QiocAenj ifioüenj QewicAte und SBie* ^eieisen, 2W QpeAmied verfertiget verscAie = denes eisernes (ferätAe. 3) er %K,(empner macAt aus scAwars zem } weißem und geilem PfaiecA Qpeu cAer ; VüCafse ; %fricAter , PbüeAsenj PLampen , Qppritzen, PeucAter ; «Eö^- ftl und Ofen. 6g 2 er Q,oldscAmied macAt aus oPMer und Cf old 2osen } QArz und PHjalsfeAänfe } £Loffel } 2eller ; tBe= c.Aer und JZeucAter. 2er c (JArmacAer macAt aus *3~Colz } < 3iCessinp und foisen kleine und ff r oJ ? se c UAren. 2er oPeiler verfertiget aus lacAs und fyßanf Qppa^at , oPtricke ; G Pdie und Qurten. 2er ( ~$Paan<^en } oPtämm- und Phßoieß- tisen f cP ti^en, %irAeß } £LicAtputzen und UfiaffeAmüAien • 3ber PF 'eilAautr maoAt aus cP taAß und ßisen ffrofse und Aßeine Meißen. 3ber PfoücAsenmacAer macAt vers -71 scdiedene SF linten , ^Pistoien , tyPinds und

oizSücdsen. 25 er Sbiiddauer macdt aus fyßoiz, . fftCarmor , JLlaSaster und oP%ndstein atieriey ^fi^uren ; (gruppen } ^asm und ^Postamente . 25er tPapiermüiier macdt aus ^ro* Sen und feinen SLumpen feines und yroSes ^Papier. 25er cBucddrucker setzt die tBucdz staSen und druckt sie auf der ^Örus . ckerpresse. 25er t&ucdiinder Sindet die thiU x cder in %Pappe und ?PCoizspäne } üier s £ie/& **/ >* 3af.TT T' \- t tfc_' \ • ^ v. ^ - - ■ I / ■f - 4 ■ J Y- ■ 'I 'W' >- » - N ) u* ' m -*■- % t ■ - ' T ' ' j - ’ iS f . ‘ '. V S2. pädagogische Zentralbücherei der Stadt Men am m. flbt. 56 - S. r>. Nr. 1016 - 20 - 621 - 4791 - 61