oder: Mittel, »vieauch die nicht schönen und arme« einen guten Mann erhalten könne n. Wien, grdrnckt in diesemJahk. MM MM I-WlWiiM.i^II >^-s war eine Zeit, in welcher, nach alter Gewohnheit, die Leute in Gesellschaften und luftigen Zusammenkünften durch Verkappungen und Masken sich unkennbar machten, und mit ftummen Deutungen ihre fröhlichen Gesinnungen zu erkennen gaben. Die Nacht wurde gleich als Schutzqöttinn aller Ergötzlichkeiten verehrt, und die Stunden Versionen vergnügt und angenehm. Und man nannte diese Zeit die Fastnacht, oder allgemein den Fasching. Nachdem aber das Ende dieser luftigen Zeit bcraiönahtc, so entstand, wohl mit größtem Wunder, eine gräßliche Verwirrung unter dem weiblichen Geschlechts, indem die Mädchen in der getröftcn Hoffnung und großen Sehnsucht das ganze Jahr hindurch nur diele luftige Zeit erwarteten, weil sie ftck^schmcicheln, in dieser ihr glückliches Ziel zu erreichen, und ihren Geliebten als ihren besten Gatten umarmen zu können. Allein man sah bey den meisten das Gegentheil, vielmehr sah man sie Schaarsnweise in Bestürzung und Betrübniß daher gehen, und eiue der andern mit Thränen ihr Schicksal erzählen. O, das ist eine saubere Geschicht, Den Fasching auch kein Mann noch nicht. Das Heulen wurde immer kläglicher, und man beschuldigte am meisten die gute wohlthätige Natur , hast sie nicht alle Gaben der Schönheit und Reitze an einer jeden verwendet ; auch ^em Schicksale, welches nicht jedes Mädchen durch Spendung von Reichthümern ke- .V. glückte, doch aber waren die größte Urftche, (was aber die Mädchen gar nicht glauben wollen), die Uotuge vden, welche bey dem »verbuchen Geschlechts so sehr überhand genommen haben. Das Schluchzen und die Klagetöne drangen durch die Wolken bis zum Throne Jupiters. Er wurde gerührt^ erbarmte sich der zwey ersieren Fälle, sann auf Mittel, diese« belr übr e n M ädchen den so bittern Schmerz zu lindern, und mit Genehmigung seiner so hohen und göttliche» Räthe, schickte er durch Cupüdo, den kleinen Liebesgott, den unendlich schönen, für die Mädchen überaus wohlthä- tigen Sentenz und Machtspruch auf hie Okerweit. „CS seilen jene Mädchen / welche Reichthümer besitzen, und „auch wirklich heirathen, eine beträchtliche Summe Geld als schuldiges Dcnckopser auf deu Altar der (chönen Göstftm Venus als die „Sckutzsiau brr Liebe und Einigkeit legen. Nicht minder sollen auch „die Bräutigame, in so ferne sie eine Schönheit erhalten, diesem zum ,,Lanke folgen. Dieses Geld sodann wolle der gütige Zevsörnen wie- „dcr vcrrhcilktt, welche wegen Nichtschömheit oder Arnruth kei- „,Nku Mann erhalten können , damit sie doch einss Theilß »K. Achtung „ihres Ckliclrnr rurch Glircklichmachungdas ersetzen, wgs die Natur oder „das Schicksal an ihnen ermangeln ließ." „Welche aber mit Untugenden beschuldigt wurden, vn- „barrnte er von seinem Throne,, und gab Heu Fluch über sie, daß sie, „als Jungfern sterben, und ihrem Schmerze verharrend alte Jungfern „verbleiben sollten. Und eben dieser Sentenz hatte auch die Macht über „die Witfrauen, welche nicht minder sich in die Zahl der Mädchen Der- „ mengten." Aber die Zahl »var zu groß, und es blieben deren 909090909099 übrig, die Männer bedurst-n. Cupido, welcher sah , daß er von einer so großen Anzahl, wobey auch einige so ziemlich unbillig waren, umringtwar, zeichnete sich einige auf, denen er Trost versprach, daß sie mcht übers Jahr, sondcru nur bis nächstkommeiidr Ostern sich gcLuldensol- len, indessen er ihnen dir Erregung ihres Entzweckcs und die Brftey- ung ihrer Cirrfamkrit bewirken »volle. Und da sie ihn mit Bitten, mit Thränen, ja auch sogar-mit Drehen überhäuften, flog der kleine Bo- the durch die Wolken bis zürn Throne Jupiters, Rechenschaft seines so mühsamen Geschäfts abzulegen. Die Nahmen der Ausgezeichneten sind Jungs. Eleonora alt 52 Jahr wegen ihrer Sittsamkeit. — — Ursula - - yi — — Elisabeth —- 52 — - — Katharina —7 > — — Zuliana — 82 — — Barbara - — zr — — Anna — 9- — — — Theresia — 84 — — Cäcilia — 94 -- — Rosalia — 74 — — — Brigitta — 9Z — DM. — Antonia — 81 — Joseph« — 49 — — Magdalona — 6^ — Bö. Frau Apslonia — 9 - — Frömmigkeit. Emsigkeit Fröhlichkeit. Standhaftigkeit. Ehrerbietigkeit. Aufrichtigkeit. Treuheit. Schönheit. Bescheidenheit. Dienstfertigkeit. Beredsamkeit. Häuslichkeit als schöne Tänzerin», wegen Gulden, 4 *