Zk dem K. K. privil Heyamphitheater unter den Weißgerbem wird Sonntag den Zren August 179L. unter Trompeten - und Paucken - Schall abgrhalkr» TMampf werde». demselben erscheinen die jungen Bären Ln der angenehmen Gesellschaft eines Affens, durch ihre manichfalttgen komischen Auftritte werden sie das hochzuehrende publrkum vor langer weile schützen; nach deren Abschaffung wird zu einem ernsthaften Thierkampf geschritten, und zwar Ersten«. Muß ein finsterer, trotziger kurländer Bar den Kampfplatz zieren, und seine Stärke, Muth Und Staridiiaftigkett im kämpfen an Hunden der Herren Hetzfreunde zeigen; alsdann aber eine tüchtige Lektion von einer Kuppel Pachtungshunden annchmen, sollte wider besseres Vermuthen der grimmioe Raufer noch nicht befriediget oder sich überwunden bezeigen, vantt folget eine zweyke Kuppel, die ihm de» Kopf gewiß zu rechte bringen sollen. -weiten«. Stürmt ein hungarikcher Ochs aus seinem Standort aufsden Kampfplatz zu, Willens zu sieg-n, dieser Sieg wird ihm theuer zu stehe« kommen, dann ein Paar autt Stierkämpfer lau- ren schon auf die Befehle, daß sie los gelassen werden sollten, dann sie finden eine ganz besondere Delise an den Wäscherin eines Ochsen; jetzt schämt sich der Dickkopf, und brüllt die hell« Zähren aus seinen Wafierämbrrlv, daß er sich überwunden fühlt, doch springt er das zweyte» mal auf den Kampfplatz, bestehet des gelehrten Fi. urenpfr opfere seine Geburt, und schickt dir» selben in die Lust; ein beherzter Stie-fänger, so groß als eine Eyergucken, von brr k. k. Pachtung fängt ihn Solo. Drittens. Im schnellen Lauf erscheint ein jagdbarer schöner Waldbirlch, dieser wird Vott Hundm sehr scharf forderet; die Pachtung wünschet, daß die Herren Inhaber von Hirschhunden sich Vas Vergnügen machen wollten ihn zu besiegen, sollte sich einer vorfinden, und der k. k. Pach» tung überlassen werden, dieser empfängt von der dortigen Kassa 6 k. k. Dukaten vom jetzt regierenden Monarchen. vierten«. ^ . Stacherlt «dermal ein rußischer Bär aus seiner Falle, um sich mit abwechslenden Hunden unaufhörlich zu taufen; eine Kuppel Bärnbaudiger der Herren Hetzfeeunve machen ihm die Lust sehr bitter, und er muß sich auf Gnade und Ungnade denenselben gefangen geben; jetzt schnurrt eine Kuppel Pachtungshunde im vollen Geifer auf Siefen Raufbegierig n, und legen ihn mit einem Nu zu Bosen. AL. AZ. Fünftens Ein schenswürdiger Kampf, der thetts komisch, theils tragisch, theilS heroisch, und letztlich ein besonders tierisches Schauspiel ist, und aus Thieren bestehet.- Erstens erscheint Ln feiner Tollheit ein gar zum mahlen bildschöner Hengst/ ans welchem die Pachtung allen Verdruß von io Jahren geworfen, dieser wird von einen wilden hungarischen vollstier zum kämpfen auf Leben und Tod auffordert , zu diesen wichtigen Rampf erscheinen zwey Ritter zu Pferde, keiner ist nichcs werth als Sekundanten, ei er ist feiner Profession ein settelrräger aus dem Heyhaus, und der zweyte sein gar gute Freund ein Bierwafchcl, welcher sich schon schwarz getrunken hat; mit diesem lächerlichen Auftritt hoffet die k. k. Pachtung das schätzbare Publikum bestens zu unterhalten. Jetzt Lipperl gieb Acht! jetzt kommt die Etzsau, das ist aini, die karmS, hörst, vor 4 Wochen har's z Hunde z'am g'haut, vor 14 Lägen und an unfern Martaudel ihren Tag » , verlreh'ö mi i und da ziegt's in Hunden alzeit d'Hemcter aus, uns da naji's auf — aber sag mrr Michel, waS sagt denn der Hetzmeister dazu? Narr! was wird er sagen, er geht halt wieder ik's Sau fangen, sö kriegen'S ja alle umsonst vom Kaiser. Soll dem Rcrubbarn die Feuergrube eröffnet werden, unwissend, daß darinnen ein Feuerpischgottentaig verborgen, durchwandert er den ganzen Strert- plarz, endlich wittern seine seinen Geruchsnerven, daß hie- inn sein Magen eine verdauungsfpeis finden wird, er sucht mit allen seinen Seelenkräften und tayen? förmiger Geschicklichkeit die Fallthüre zu öfnen, aber das Hinunterklettern uM ihm nicht behagen, er wagt es, und es gelingt ihm weit bester, als es seinem Herrn gelungen hat. Voll von Grimm flösset ein wilder huugarischer Ochs das Stierthor auf, um seine Wuth an Stierfängern der Herren Hchliebhaber auszulassen; ein Paar gmgröbte Stierhuude machen ihren Eigenlhümern das Vergnügen diesem Wütherich zu zelgen, daß er ihr Umerlhan sey, sie fassen ihn bev seinen Läpperin, und führen ihn vom Platz; ganz erboßt erscheint er zum zwevrennial, und will den Solohuud sehen, der sich die Ehre geben will rmt ihm ein rer L rer zu tanzen. ^ ^kUtkbär seine künstliche Luftreise auch nicht unterlassen, und sich sowohl im Inn» als^Auelande erkundrgen, wer sein künftiger Inhaber werden sollte; er kommt im vollen F-uerls°ck«n.v°° sM-r Rückens- zurück, uns weiß -b-n so »i-l wie zuvor, nur Hab"" "fukr-ü daß dir schone Lusrballou, w-lich,r au« dem k. k. Amphithealer eut-°g-ü, die DrinxMuu De^ nnyarazade aus ^^6kn!and aufgefangen habe, und in folgenden Worten an die k k. Pachtuna fchkteb- wer fern Geld mcht kann sehen liegen, der kauf sich einen Ballon, und laß ihn fliegeru Mit aller nur möglichen Zärtlichkeit wird dem ohne Gleichniß schönen Löwen die Falle gezogen, um seine Herrlichkeit bewundern zu können; dieser afrikanische Rönig im Tierreiche giebt seine Großmuth, verbunden mit der Müde/ damit zu erkennen, daß er, wenn auch Zo Hunde über ihn kamen, er weder einen vermög seinen angeböhrnen Kräften zerreiffs oder zerfleische, nicht einmal einen Tropfen Blut von seinen Feinden fordert, sondern ihnen nur durch seine donnernde Stimme zu erkennen giebt, daß er Herr und Meister im Tierre ich ssy. AL. Mach dem ersten gegebenen Granatenzeichen gilt kein Retourbitter mehr, und wird bey der Raffe nicht angenommen. Die Herren Offiziere von der hiesige« Garnison zahlen auf der Galerie Noble 3« kr. Die Logen und gesperrten Sitze sind im Hetzhause im ersten Stock zu bestellen. S e ch st e n s. A3. AZ. A3. Siebentens Achtens Meuntens. A3. AZ. AL. Zehenten- - .rn». ^ ^ »_ Eintrittspreise. ^ine Loge für zwey Personen — Erste Galerie rechts — mit gesperrten Sitz — Erke Galerie links » Dukaten - fi. - 7- rittrr Stock Der Anfang ist mit dem Schlag 5 Uhr. M. AsZ. Fünftens. Ein seyerrswürdiger Kampf, dertheiks komisch, theils tragisch, theitö heroisch, und letztlich ein besonders thierisches Schauspiel ist, und aus Thieren bestehet.- Erstens erscheint Ln feiner Tollheit ein gar zum mahlen bildschöner Hengst, ans welchem die Pachtung allen Verdruß von io Jahren geworfen , dieser wird von einen wilden hungarischen Vollstier zum kämpfen auf Leben und Tod auffordert , zu diesen wichtigen Rampf erscheinen zwey Ritter zu Pferde, keiner ist nichts werth als Sekundanten, ei. er ist seiner Profession ein settelrrager aus dem Heyhaus, und der zweite sein gar gute Freund ein Bierwafchcl, welcher sich schon schwarz getrunken bat ; mit diesem lächerlichen Äuftrit! hoffet die k. k. Pachtung das schätzbare Publikum bestens zu unterhalten. ; S e ch st e n ». Jetzt Lipperl gieb Acht! jetzt kommt die Etzsau, das ist aini, die kannS, hörst, vor 4 Wochen har's z Hundes am g'yaut, vor 14 Tägen 2, mW an unfern Martandel ihren Tag » , versteh's mi t und da riegt'S in Hunden alzrit d'Hemeter aus, uns dg nazi's auf — aber' sag Mir Michel, was sagt Venn der Hetzmeister dazu? Narr! waö wird er sagen, er geht halt wieder K'S Sau fangen, sö kriegen's ja alle umsonst vom Kaiser. M. Al8. AsL. Siebentens. Soll dem Raubbäcn die Feuergrube eröfnet werden, unwissend, daß darinnen ein Feuerpischgottentaig verborgen, durchwandert er den ganzen Strert- platz, endlich wittern seine feinen Geruchsnerven, daß hie«inn sein Magen eine Verdauungsspeis finden wird, er sucht mit allen seinen Seelenkräften und tayen^ förmiger Geschicklichkeit die Fallthüre zu öfnen, aber das Hinunterklettern will ihm nicht behagen, er wagt es, und es gelingt ihm weit bester, als es seinem Herrn gelungen hat. ^ Achten». > Voll von Grimm flösset ein wilder hmrgarischer Ochs das Stierthor auf, um seine Wutb an Stierfangeru der Herren Hetzliebhaber auszulassen; rin Paar gmgrübte Gtierhmwe machen wren Eigenrhümern das Vergnügen diesem Wütherich zu zeigen, daß er ihr Untrrthan sey, sie fassen ihn bey seinen Läpperln, und führen ihn vom Platz; ganz erbvßt erscheint er zum zwevrenmal, mW will den Solohund sehen, der sich die Ehre gebe« will mit ihm ein tet ä rec zu tanzen. Vl e u n t e n s. Will der Feuerbckr seine künstliche Luftrrise auch nicht unterlassen, und sich sowohl im Inn - als Auslande erkundigen, wer sein künftiger Inhaber werdensollte; er kommt im vollen Feuerssocken von seiner Rückreise zurück, und weiß eben so viel wie zuvor, nur habe er erfahren, daß der schöne Luftballon, w'ellcher aus dem k. k. Amphitheater entflogen, die Prinzessen Do miharazade aus Morgenland aufgefangen habe, und in folgenden Worten andre k.k. Pachtung schrieb: wer sein Geld nicht kann sehen liegen, der kauf sich einen Ballon, und laß ihn fliegen. lVA. M. Zehenten». Mt aller nur möglichen Zärtlichkeit wird dem ohne Gleichniß schönen Löwen die Falle gezogen, um seine Herrlichkeit bewundern zu können; dieser afrikanische Rönig im Thierreiche giebt seine Großmuth, verbunden mir der Milde, damit zu erkennen, daß er, wenn auch Zo Hunde über ihn kämen, er weder einen vermög seinen angeböhrnen Kräften zerreiff- oder zerfleische, nicht einmal einen Tropfen Blut von seinen Feinden fordert, sondern ihnen nur durch seine donnernde Stimme zu erkennen giebt, daß er Herr und Meister im Th lerreich sey. __ Nach dem ersten gegebenen Granatenzeichen gilt kein Retourbillet mehr, und wird bep der Raffe nicht angenommen. Eintrittspreise. i^ine Loge für zwey Personen — — . Erste Galerie rechts — Mit gesperrten Sitz — Erste Galerie links Zweytrr Stock — — — — Dritter Stock » Dukaten, i fi. — -40 --so -io ' Die Herren Offiziere von der hiesigen Garnison zahlen auf der Galerie Noble za kr. ' Die Logen und gesperrten Sitze sind im Hetzhause im ersten Stock zu bestellen. Der Anfang ist mit dem Schlag z Uhr.