Wiener Stadt-Bibliothek )3 FÜHRER DURCH DIE WIENER KLEINGARTEN-, SIEDLUNGS- UND WOHNBAUAUSSTELLUNG 2.-9. SEPTEMBER 1923 RATHAUS Ausstellungskomitee: Präsident der Ausstellung: ANTON WEBER amts führender Stadtrat. I. Vorsitzender d. Ausstellungskomitees: II. Vorsitzender d. Ausstellungskomitees: KARL HOFBAUER FRANZ ULLREICH Gemeinderat, Vorsitzender des gemeinde- Gemeinderat. Tätlichen Kleingartenausschusses, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m.b.H. Mitglieder des Ausslellungsl(omitees: Siegel Franz, amtsführender Stadtrat Grünwald Julius, Gemeinderat _: Rzehak Franz, Gemeinderat Bermann Julius, Gemeinderat Suchanek Johann, Gemeinderat Schneider Stanislaus, Gemeinderat Kopriwa Julius, Gemeinderat Karasek Franz, Gemeinderat Holaubek Karl, Gemeinderat Wettengel Karl, Gemeinderat Plohovitz Jakob, Oberinspektor, Stadtgarteninspektorat Dr. Ing. Neubacher FI ermann, Direktor der Gemeinwirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoff anstatt i Ing. Fiebiger Max, Stadtbaudirektor Ing. Jäckel Friedrich, Oberbaurat, Mag.-Abt. 22 Dr. Mayr Robert, Obermagistratsrat, Leiter des Wohnungsamtes Kampffmeyer Hans, Regierungsrat, Leiter des Siedlungsamtes Ing. Fürst Josef, Stadtbaurat, Rathausverwaltung Wolf Ernst, Rechnungsrat, Betriebsbuchhaltung—Wohnungsamt. Müller Adolf, geschäftsführender Obmann des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen Szabo Julius, Obmannstellvertreter des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen Neurath Otto, Sekretär des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen Kar au George, Chefarchitekt des Baubureaus des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen Dr. Bauermcikter Friedrich, Sekretär des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen Vogt Paul, Garteninspektor der Gartenstelle des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen Knotzer Franz, Vorstandsmitglied des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartehwesen ZipfingerAlois Reißberger Josef, Fachreferent Staudinger Franz. 3 Gesamtleitung der Ausstellung: Inspektor FRANZ SILLER Leiter der städtischen Kleingartenstelle. Ausstellungsai chitekt: GOTTLIEB MICHAEL Akad. Architekt. Ausstellungbuchhaltung: AUGUST FRANK Rechnungsoffizial. Leiter der Ausstellungskanzlei: FRANZ REITTER V erwaltungsoberkommissär. Werkmeister: AUGUST HANKE Hausoberaufseher. Muslergarten auf dem R a t h a u s p 1 a t z e : Plan nach einer Grundvorlage des Herrn Garteninspektors Vogt, der Gartenstelle des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen. — Planausarbeitung sowie Beistellung sämtlicher Bepflanzungsanlagen des Gartens durch die Obstbaumschule der Kleingartenstelle der Stadt Wien. Ges. m. b. H.. Leiter Herr Stadtgärtner Leopold Muttentalle r. Geleitwort von Bürgermeister Jakob Reumann Es ist Übung geworden, wenn der Herbstmonat beginnt, im Zentrum der Millionenstadt, im Rathause, durch eine großangelegte Ausstellung zu zeigen, was an den Grenzen der Stadt während des Jahres auf dem Gebiete des Kleingarten', Siedlungs- und Wohnbauwesens geleistet worden ist. Die Arbeit des Kleingärtners und Siedlers ist eine emsige; einmal im Jahre tritt er hervor und weist auf die Früchte seines Fleißes hin. Der Massenbesuch der Ausstellung in den vergangenen Jahren beweist die allgemeine Wertschätzung der Kleingarten- und Siedlungsidee und die Hochachtung vor dem durch die Pioniere dieser Idee gegebenen Beispiele. Das Beispiel wirkt ermunternd und nachahmend und zieht immer weitere Kreise in seinen Bann. Der größte Teil der Wiener Bevölkerung ist verurteilt, sein Leben in Zinskasernen zu verbringen und sehnt sich daher nach frischer Luft, nach freier Bewegung, nach Betätigung in der Natur. Nach der griechischen Sage hat der Riese Antäus durch die Berührung mit der Mutter Erde immer wieder neue Kraft erlangt; wir dürfen dieses Gleichnis auch auf unsere, nun schon nach vielen Tausenden zählenden Mitbürger anwenden, die in der Kleingarten-' und Siedlungsbewegung nun wieder die engere Fühlung mit der Natur zurückgewonnen haben: aus ihnen entspringt ein neuer Kraftquell, ein Quell der Gesundheit und des freien Sinnes. Die Wiener Gemeindeverwaltung beobachtet diese Entwicklung mit Genugtuung und fördert sie mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln. Möge die fünfte Kleingarten-, Siedlungs- und Wohnbauausstellung sich würdig an die vorangegangenen anreihen und möge ihr Erfolg einen Schritt weiter bedeuten in dieser so begrüßenswerten und nützlichen Bewegung! Kleingartenausstellung und Wohnungswesen Vom amtsführenden Stadtrat Anton Weber Wohnungsnot und Wohnungselend waren in der kapitalistischen Epoche immer vorhanden. In Wien hat cs im tiefsten Frieden Kanal- und Ziegelofenbewohner gegeben, da der privatkapitalistischen Profitgier bei der Erstellung der Mietzinse keinerlei Zügel angelegt waren. Von den 540.869 Wohnungen, die zu Kriegsende ir. Wien gezählt worden sind, waren nicht weniger als 72'4% Kleinwohnungen. Das zeigt deutlich, daß die Wohnkultur in der Millionenstadt leider viel zu wünschen übrig gelassen hat. Wien hat da ungemein viel nachzuholen, und es ist auch in den letzten Jahren, trotz der gewaltigen Schwierigkeiten, von der Gemeindeverwaltung eine Wiederauf bauarbeit geleistet worden, die, objektiv betrachtet, alle Anerkennung verdient. Zu dieser Hebung der Wohnkultur in der Großstadt tragen auch die Kleingärtner und Siedler bei. Rund 70.000 Familien nennen heute in Wien einen Schrebergarten ihr eigen, und viele Tausende unter ihnen sind dadurch aus den dumpfen Elendswohnungen, in die sie von profitlüsternen Baukapitalisten gezwängt worden sind, wenigstens für die schöne Jahreszeit in eine gesündere Umgebung gelangt. Und immer größer wird auch die Zahl der Schrebergärtnerfamilien, die für die schöne Jahreszeit der Zinskaserne entfliehen und eine Schrebergartenhütte, die sie mit eisernem Fleiß errichtet haben, bewohnen. Eine solche gesunde Lebensweise kommt vor allem den Kindern unserer Kleingärtner zugute, und es wurde erst kürzlich über die gesundheitlichen Fortschritte, die Kinder von Schrebergärtnern im Vergleich zu anderen Kindern aufweisen, ein beachtenswertes Material veröffentlicht. So ist die Wiener Kleingartenbewegung nach dreierlei Richtungen für den sozial denkenden Bürger zu begrüßen: Sie ist eine wirtschaftliche Bewegung, die meist jener Erde, die sonst völlig unproduktiv bliebe, Riesenquantitäten der besten Nahrungsmittel abringt; sie ist aber auch eine gesundheitliche Bewegung, die den Ernährer der Familie aus der qualmerfüllten Wirtshausstube in das Freie zu einer gesunden Beschäftigung hinausführt, und sie wird auch immer mehr zu einer Bewegung, die eine Wohnungszubuße darstellt. Von hier ist es aber nur mehr ein Schritt zur Siedlungsbewegung. Ermöglichen doch die Kernhauskredite der Gemeinde Wien dem emsigen und strebsamen Kleingärtner im Laufe der Jahre eine Wohnkultur zu erreichen, die noch vor Jahren der Masse der erwerbenden Menschen als unerreichbares Ideal vorgeschwebt hat. Dadurch wird der Wohnungsmangel praktisch bekämpft. Der Wiener Wohnungsmarkt braucht eine Entlastung. Die regulierende Tätigkeit des Wiener Wohnungsamtes auf dem Gebiete des Wohnungsmarktes muß naturgemäß bei dem Stande der heutigen Gesetzgebung eine bescheidene sein. Auch der Wohnungsluxus muß sich in der großen Stadt erschöpfen, wenn bald zehn Jahre jede private Bautätigkeit ruht, während Jahr für Jahr die Zahl der Ehen anschwillt und dadurch die Nachfrage nach einem eigenen Heim immer größer wird. Während im Jahre 1914 nur 22.294 Eheschließungen verzeichnet wurden, waren es im Jahre 1919 schon 26.182, im Jahre 1920 gar 31.164, und erst im Jahre 1921 ist die Zahl der neuen Ehen auf 29.274 und im Jahre 1922 auf 26.368 zurückgegangen. Immerhin werden jetzt noch weit mehr Ehen geschlossen als vor dem Kriege, was naturgemäß den Wohnungsmarkt ungünstig beeinflußt. Die fünfte Kleingarten-, Siedlungs- und Wohnbauausstellung wird daher zum ersten Male der Bevölkerung Wiens zeigen, wie schwierig die Arbeit des Wohnungsamtes ist. Sie wird aber auch den Besuchern den Beweis liefern, daß die 6 Wiener Wohnungsnot /{eine Wiener Erscheinung, sondern ein Problem ist, mit dem die ganze Weit, gleichgültig, ob Siegerslaaten oder Besiegte, schwer zu ringen hat. Dabei wird cs besonders interessant sein, aufzuzeigen, daß selbst in jenen Ländern, in denen der freie Verkehr auf dem Wohnungsmarkte hergestellt, also das Mieten- schutzgesetz beseitigt worden ist, genau die gleichen Erscheinungen bleiben, wie sie vor der Herstellung des freien Miet- und Wohnrechtes bestanden haben. Die Ausstellung wird zeigen, daß die Wohnungsfrage zu einem Zinsfußproblem geworden ist. Da bei der gegenwärtigen Wirtschaftslage aber unmöglich von den breiten Massen jene Miete aufgebracht werden könnte, die nicht allein den Hausbesitzern die Goldrente, sondern darüber hinaus auch noch den Bauspe\ulanlen ihre Profitrate sichert, so würde selbst die Aufhebung des so heiß umstrittenen Mietenschutzgesetzes keine Abhilfe gegen die Wohnungsnot schaffen, sondern den Mietern nur Schikanen und unerschwingliche Mietzinse, also neues Wohnungselend bringen! Das Wohnungsamt der Stadt Wien hat sich bemüht, den Besuchern der Ausstellung die Wohnverhältnisse in Wien aufzuzeigen, wie sie sind. Es wird aber auch zeigen, was und wie die Gemeinde Wien gebaut hat und welcher Weg eingeschlagen werden muß, um die Wohnungsnot zu bekämpfen und zugleich den Mietenschutz zu festigen. Bei den deutschen Kleingärtnern Eine Studienreise und ihre Nutzanwendung Von Gemeinderat Karl Hofbauer, Vorsitzender des Gemeinderätlichcn Unterausschusses Die urplötzlich aus der Lebensmittelnot zu Beginn des Krieges entstandene und erst recht während der Hungerjahre zu Kriegsende und des wirtschaftlichen Zusammenbruches nach dem Kriege in beängstigender Weise regel- und planlos fortgesetze Ausdehnung des Kleingarlenwesens in und um Wien hat für die Gemeindeverwaltung eine Reihe von Problemen aufgeworfen, die einer raschen, aber auch den Erwartungen vieler zehntausender Interessenten gerecht werdenden Lösung bedürfen. Die wichtigsten Fragen sind wohl folgende: 1. Werden die Stadtbewohner auch bei Eintritt normaler Lebens- und Lohn- Verhältnisse die Bewirtschaftung der Gärten fortsetzen? 2. Werden die bestehenden Anlagen nicht früher oder später doch der Stadterweiterung zum Opfer fallen? 3. Wie soll denn eine normale Kleingartenanlage, ein normaler Kleingarten oder ein normales Gartenhaus aussehen? 4. In welcher Weise hat die Gemeindeverwaltung auf die bisherige und auf die weitere Entwicklung des Kleingartenwesens Einfluß zu nehmen? Da die Wiener Kleingartenbewegung in ganz abnormalen Zeiten sich entwickelt hat, ihr Bestand aber auch noch viel zu kurz ist, um bestimmte Schlüsse aus den gestellten Fragen ziehen zu können, und weil es außer den angeführten Fragen noch eine ganze Reihe von Fragen in verwaltungstechnischer und organisatorischer Hinsicht gibt, war es wohl naheliegend, eine Beantwortung oder Klärung in dem Mutterlande der Kleingartenbewegung, in Deutschland und insbesondere in dessen Großstädten zu suchen. Eine Studienkommission hat daher die wichtigsten und für die Kleingartenbewegung entscheidenden deutschen Städte besucht, und soll hier versucht werden, einen Vergleich zwischen den Wiener und den deutschen Verhältnissen anzustellen und diese Fragen zu beantworten. 7 Die Schrebergartenbewegung in Deutschland verdankt ihren Namen dem Arzt Dr. Schreber, der, selbst von schwächlichem Körperbau, durch körperliche Übungen, wie Turnen, Schwimmen, Reiten, zum kräftigsten Manne heranwuchs; er hat in vielen Werken die körperlichen Übungen in freier Natur, insbesonders für Kinder und Jugend anempfohlen. Dr. Hauschild, ein Lehrer und Zeitgenosse von Dr. Schreber, hat dessen Ideen durch die Gründung eines Schulvereines für die Schüler der vierten Bürgerschulklasse der Westvorstadt in Leipzig (im Jahre 1864) verwirklicht. In seiner Aufforderung zur Gründung dieses Vereines sagt Hauschild: „Wie lange wird es dauern, und unsere Kinder sind, wie die bedauernswerten Kinder der inneren Stadt, mit ihren Spielen auf das unerquickliche und gefahrbringende Strafienpflaster, auf kleine, feuchte Höfe, auf winzige Gärten angewiesen. Wollen wir nicht jetzt noch, solange der Grund noch wohlfeil zu haben ist, einen Spielplatz für die Kinder der vierten Bürgerschulklasse erwerben, einen großen Spielplatz, auf welchem man zugleich in einem Winkel einen hübschen Kleinkindergarten und in einem anderen Winkel einen ganz bescheidenen, kleinen botanischen Garten anlegen könnte?“ Der Verein erhielt über Anregung des Dr. Hauschild den Namen „Schreberverein“, zum ehrenden Gedächtnis des trefflichen ärztlichen Pädagogen, des Mannes, aus dessen so trefflichen Schriften man sich bisher hauptsächlich gestärkt und erquickt habe, und in dessem Geiste voll und ganz das Unternehmen stehe. So ist der erste Schrebergartenverein in Deutschland entstanden, und wenn auch aus dem „ganz bescheidenen, kleinen botanischen Garten“ sehr viele und ziemlich große Gärten geworden sind, so bildet doch der Spielplatz noch heute in allen deutschen Städten, ganz besonders aber in Leipzig, den Mittelpunkt der Schrebergartenanlage und die Betätigung der Kinder und Jugendlichen in Spiel und Sport den Hauptzweck der Vereine. Daß solche Anlagen fachgemäß parzelliert, einheitlich eingefriedet, mit ordentlichen Wegen versehen sein müssen, bedarf wohl keiner weiteren Begründung; übrigens bestehen in den meisten deutschen Städten Kleingartenämter, deren Aufgabe ausschließlich in der Vermessung, Evidenz und Katasterführung des Kleingartenlandes besteht. Die Kriegsverhältnisse haben freilich auch in den deutschen Städten die Entwicklung des Kleingartenwesens außerordentlich beeinflußt. Es wurde wie hier zur Durchhaltung der Kriegspolitik viel Land freigegeben, das in absehbarer Zeit wieder aufgegeben werden muß. Solche „Kriegsgemüsegärten“ unterscheiden sich äußerlich kaum von unseren wilden Gärten, die in gleicher Lage sind; es ist dieselbe Sorglosigkeit und das gleiche Material, mit der die Einfriedung oder die „Lauben“ hergestellt sind. Aber das Kleingartenamt führt auch diese in strenger Evidenz. Die Gründe sind vermessen, parzelliert und gleichmäßig aufgeteilt. Der Boden selber wird unter allen Umständen — und wenn auch nur ausschließlich Kartoffel gebaut sind — vom Unkraut rein gehalten. Ist schon die Schrebergartenbewegung von Anbeginn in arideren Formen und zu anderen Zwecken entstanden als in Wien, so ist sie auch heute noch von einer Last befreit, die uns in Wien die allergrößten Schwierigkeiten schafft. Für den deutschen Laubenkolonisten ist der Garten und die Laube ein Kur- und Erholungsort; er verbringt seine freie Zeit mit seiner Familie im Garten. Er verwendet für die Laube nicht allzuviel Sorgfalt; sie gewährt ihm Schatten, bei Regen Unterstand und höchstens noch Raum, um sich seinen berühmten Blümchenkaffee servieren zu lassen. Aber sie ist nie das, was sie bei uns sein muß und was bei uns den Schrebergarten so wertvoll erscheinen läßt: Wohnzubuße, Wohnungsersatz oder Dauerwohnung. Die Wohnungsverhältnisse in den deutschen Städten sind wesentlich besser als in Wien. Man kann in Deutschland schöne Siedlerhäuser mit hoher Wohnkultur finden, aber kein Objekt im Schrebergarten, das über den Begriff „Laube“ hinausgehen würde. -* -5 8 Weil nun aber die Grundlagen sowohl bei der Schaffung als auch bei der Ausgestaltung der Schrebergärten in Deutschland wesentlich andere sind als in Wien, ist ein Vergleich in Einzelheiten äußerst schwer — wenn nicht unmöglich — aber zur Beantwortung der Fragen, die uns nach Deutschland führten, glauben wir doch, einiges beitragen zu können. Daß der Leipziger Schrebergartenverein im Jahre 1914 sein fünfzigjähriges Bestandjubiläum feiern konnte und daß in Leipzig bei einem Drittel der Wiener Bevölkerung heute 120 Vereine mit 20.000 Mitgliedern bestehen, lauter eifrige Laubenkolonisten und Förderer des Kinderspieles und der Körperpflege, und daß in den übrigen Städten ungefähr die gleichen Verhältnisse bestehen, kann uns doch als Beweis dienen, daß die Bewegung selbst durch Änderung unserer Ernährungsverhältnisse und in Wien schon deswegen nicht an Anziehungskraft verlieren wird, weil leider keine Aussicht besteht, daß der wichtigste Faktor und Anreiz, das Wiener Wohnungselend, in absehbarer Zeit verschwindet. Wer aber Gelegenheit hat, zu beobachten, mit welcher Liebe und Freude die meisten Wiener Schrebergärtner an ihren Gärten hängen, wer weiß, mit welch unendlicher Mühe und Plage das Land urbar gemacht und mit welchen finanziellen Opfern allwöchentlich zur Verschönerung und Ausgestaltung beigetragen wird, der kann mit ruhigem Gewissen auch für Wien die erste Frage mit „ja“ beantworten. Die zweite Frage ist in Deutschland ebenso aktuell wie hier. Die Dauerwidmung und der Dauerpacht beschäftigen auch draußen die Gartenpächter wie die Stadtverwaltungen. Die Frage lautet aber auch in den deutschen Städten nicht mehr „ob man Schrebergärten im Stadtgebiet zulassen will oder bestehen lassen soll“, sondern nur mehr ob man sie auflassen muß und auflassen kann. Die Stadt Berlin hat innerhalb ihres ungeheuren Radius der bewohnten Stadt, die dreimal so groß ist wie Wien, gewiß große Gartenanlagen und Naturparks. Es mögen diese Parks noch so ungezwungen angelegt und ausgestaltet, mit Spielplätzen und Ruhebänken versehen sein, sie werden niemals die „Laube“ ersetzen. Da sich alle ernsten Menschen nicht nur über den volkswirtschaftlichen, sondern auch über den gesundheitlichen Vorteil der Schrebergartenbewegung klar sind, wird es keiner Stadtverwaltung einfallen, diese nützliche und notwendige Einrichtung zu behindern. Aber auch die Stadterweiterung kann nicht nach erzwungenen Richtungen erfolgen oder willkürlich gehemmt werden. Auch hier stehen sehr gewichtige Interessen der breiten Bevölkerungsschichten im Spiele. In Wien dürfte die Frage durch die Schaffung der Siedlungs- und Kleingartenzone und durch das in Behandlung stehende Garten- und Bauregulativ eine allseitig befriedigende Lösung finden, da damit unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit eines langfristigen Pachtvertrages gegeben erscheint. Was nun die dritte Frage anbelangt, so wäre sie einfach damit zu beantworten: Die Anlage, der Garten und die Laube sollen so aussehen, daß sie nicht das Mißfallen oder noch besser, daß sie sogar die Anerkennung aller Nichtschrebergärtner finden. Aber hier beginnt ein schwieriges Kapitel. In den meisten Wiener Anlagen sind die Zugänge und Hauptwege mit Schloß und Riegel versperrt; in den deutschen Städten bilden die breiten, sauberen und festen Gartenwege innerhalb der Anlagen die beliebtesten Promenaden aller Kreise der Bevölkerung.' Alle Wege innerhalb der Anlage, mit Ausnahme der Laubeneingänge, sind frei zugänglich und werden auch ungemein stark frequentiert. Wir haben' auch in Wien Anlagen, die sich der Öffentlichkeit mit Stolz zeigen können, und wo es noch nicht so weit ist, wird die Kritik dieser Öffentlichkeit sehr heilsam sein. Die Öffentlichkeit ist an den versperrten Schrebergartenanlagen genau so wenig interessiert, als an beliebig geschlossenen, für besondere Hoheiten versperrte Parkanlagen. Sollen die Schrebergartenanlagen den Anforderungen der Massen voll entsprechen, dann schafft schöne, breite Wege und öffnet Eure Tore und Zugänge für die Allgemeinheit! {) Was nun die vierte Frage betrifft, so sind vor allem die Einrichtungen der Gemeinde Wien zur Förderung des Kleingartenwesens gegenüber den deutschen Städten als mustergültig zu nennen. Trotzdem sind der Gemeinde Wien beinahe unlösbare Aufgaben gestellt. Es soll nur auf die Zustände am Säulenhaufen, dem sogenannten Bretteldorf, und auf die vielen wilden und planlosen Bauten in allen Kleingartenanlagen und schließlich auf die unsachgemäße Parzellierung der meisten im Kriege und auch noch später entstandenen Anlagen hingewiesen werden, um die Aufgabe, die der Gemeinde Wien hier gestellt ist, nur anzudeuten. Es gilt hier, viele schwere, alte Sünden gutzumachen und Einrichtungen zu treffen, durch die neue Fehler vermieden werden. Die derzeitige Gemeindeverwaltung wird mit vollem Verständnis, aber auch mit der notwendigen Tatkraft an die Lösung all dieser Fragen herantreten. Die Kleingärtner werden sowohl für den Bestand als auch für eine bessere Ausgestaltung ihrer Anlagen wirken, wenn sie die Gemeindeverwaltung bei der Lösung dieser Aufgaben kräftigst unterstützen. Die Wiener Kleingartenbewegung von Insp. Franz Silier , Leiter der städtischen Kleingartenstelle Von einer Kleingartenbewegung in Wien kann man eigentlich erst seit etwa drei Jahren sprechen. Es gibt wohl einige Kleingartenvereine, die bereits vor zehn, beziehungsweise zwölf Jahren entstanden sind, wie etwa der allbekannte Schreber- gartenvercin Rosenlal im XIII. Bezirk oder der Kleingartenverein Kreuzbau in der Aiszeile im XVII. Bezirk. Doch waren dies vereinzelnte Versuche, die keine Nachahmung fanden. Anders wurde das Bild zu Beginn der Kriegszeit. Bereits im Jahre 1915 stellte sich Mangel an Lebensmitteln, insbesondere an Kartoffeln ein. Die Behörden forderten nun die Bevölkerung auf, jedes Stück Brachland mit Lebensmitteln zu bebauen. Tatsächlich wurden auch im Jahre 1915 sowie in den nachfolgenden Jahren Tausende von sogenannten Kriegsgemüsegärten vergeben. Sie waren, wie schon ihr Name andeutet, wirklich Kriegs- oder Notbehelfe. Die vorhandenen Flächen wurden ziel- und planlos aufgeteilt. Es wurde keinerlei Bedacht auf die Regelmäßigkeit einer Anlage genommen, ebenso wurden Baublöcke und Flächen inmitten der Stadt mit solchen Kriegsgärten belegt. Man gab sich um so weniger Mühe, diese wilden Kriegsgemüsegärten irgendwie auszugestalten oder sie nach gewissen Regeln anzulegen, als man ja allgemein der Ansicht war, daß diese Kriegsgemüsegärtnerei sofort mit Kriegsende aufhören würde. Im übrigen war die Zahl dieser Kriegsgemüsegärten bis Herbst 1918 auf über 20.000 gestiegen. Der Krieg ging mit diesem Jahre zu Ende und nun zeigte sich das Merkwürdige, daß diese Kriegsgemüsegärten eben nicht zu Ende gingen. Tausende von Heimkehrern, die aus ihren Berufen gerissen waren und die nun ganz ohne Arbeit dastanden, forderten Anbauland, und es ergab sich die merkwürdige Tatsache, daß die Zahl der Kleingärtner in Wien im Jahre 1919 und 1920, also lange nach Kriegsende, noch bedeutend stieg. Trotzdem hafte man sich bis zum Jahre 1920/21 um diese Kriegsgemüsegärten oder, wie sie nunmehr genannt werden, Kleingärten weiter nicht gekümmert, hatte sie weiter regellos entwickeln lassen. Nunmehr aber, als die Zahl der Kleingärtner auf mehr als 40.000 Familien angestiegen war, erkannte die Gemeindeverwaltung, daß es sich hier um eine Bewegung handle, die keineswegs so rasch wieder verschwinden würde. Nunmehr wurden auch die ersten Versuche gemacht, die verwilderten Kleingartenanlagen in ordentliche Kolonien umzuwandeln. Vor allem bewilligte die Gemeinde im Voranschläge 1920/21 rum ersten Male größere Summen, aus denen Kleingartenorganisationen unverzinsliche Kredite auf längere Dauer für Herstellungen von Wasser- 10 - leitungen und Einzäunungen gewährt wurden. Zu gleicher Zeit wurde zur Führung der Kleingartenbewegung ein eigenes Amt, die Kleingartenstelle, geschaffen. Natürlich stieß die Absicht des Amtes und der Gemeinde, die regellosen Kleingartenanlagen so rasch wie möglich in Ordnung zu bringen, auf fast unüberwindliche Hindernisse. Vor allem die Kleingärten im inneren Stadtgebiete konnten schwerlich irgendeiner Neugestaltung zugeführt werden, da ja nunmehr infolge des wiedererwachenden Wirtschaftslebens zu erwarten war, daß eben diese Anlagen in absehbarer Zeit den Bedürfnissen der Großstadt weichen müßten. Im Vereine mit der inzwischen erstarkten Zentralorganisation der Kleingärtner, dem Österreichischen Verbände für Siedlungs- und Kleingartenwesen, hat nun die Gemeinde in den Jahren 1921/22 alles darangesetzt, um die Wiener Kleingartenanlagen zu verschönern. Es wurde vor allem ein eigener gemeinderätlicher Kleingartenausschuß geschaffen, an dessen Spitze Gemeinderat Karl Hofbauer steht und in welchem Vertreter des Österreichischen. Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen als Vertreter der Kleingärtner Sitz haben. Es erwies sich als unumgänglich notwendig, für die Foim der Wiener Kleingartenanlagen schließlich und endlich entgültige Pläne zu entwerfen. Auf Grund zahlloser Begehungen und Konferenzen und der hierdurch gewonnenen Erfahrungen wurde schließlich, um nun die Kleingartenbewegung im Interesse der Kleingärtner selbst zu stabilisieren, im heurigen Jahre ein entgültiger Reformplan festgelegt. Vor allem mußte für die Wiener Kleingartenanlagen eine Einteilung getroffen werden. Es mußte festgestellt werden, welche Anlagen in absehbarer Zeit infolge Erweiterung der Stadt zur Auflassung gelangen müssen, welche Anlagen, obwohl in der Nähe der Stadt liegend, immerhin noch einige Jahre Bestandsicherheit haben und schließlich und endlich welche Flächen dauernd für Kleingartenzwecke gewidmet werden können. Es wurde hierfür ein Zonensystem festgelegt, wobei die Zone im verbauten Gebiete mit III, die im Zwischengebiete mit II und die letzte mit I als Kleingarienzone bezeichnet wurde. Das Streben der Gemeinde geht nun dahin, die Kleingärten aus der Zone III, deren Bestand ohnedies auf jeden Fall gefährdet ist, hinaus an die Stadtgrenze zu verlegen. Es sollen neue Flächen für Kleingärten eben im Kleingarterigebiete freigemacht werden. Diese neuen Anlagen werden jedoch von vorweg so angelegt werden, daß sie sich in das Stadtbild einfügen. Das Regulierungsbureau des Stadtbauamtes wird die Straßenzüge und Verkehrswege festlegen und die Anlagen werden sach- und plangemäß durchgeführt werden. Wenn nun auch dem Kleingärtner, der aus der Zone III hinaus verlegt wird, durch die Entfernung eine Erschwernis erwächst, so hat er anderseits den Vorteil, zu wissen, daß ihm der Grund auf lange Jahre gesichert ist. * Zugleich mit dieser Zoneneinteilung mußte auch Vorsorge getioffen werden, um dem wilden Bauen in den Kleingärten Einhalt zu gebieten. Es ist leider eine Tatsache, daß in vielen Kleingärten bereits gemauerte Baulichkeiten errichtet werden; die Erbauer hielten sich weder an Vorschriften der Baubehörde noch an solche der Wohnhygiene. Dadurch entstanden vielfach die von der Bevölkerung mit Recht gerügten Zigeunerdörfer. Das soll nun anders werden. Die in Betracht kommenden Gemeindeämter haben bereits den Entwurf einer Kleingartenbauordnung fertiggestellt. Diese Bauordnung wird genauest die Errichtung aller Kleingartenbaulichkeiten, angefangen von der Laube bis zum bewohnbaren Hause regeln. Sie ist weigehendst entgegenkommend und trachtet nur, den Kleingärtner vor Schaden zu bewahren. Er soll seine kostbare Arbeit und das um sein sauer erworbenes Geld gekaufte Material nicht verschwenden oder unnütz verwenden, er soll damit so bauen, wie es für seinen Kleingarten und sein Bedürfnis angemessen und gut ist. Um die Kleingärtner darauf zu bringen, daß eine regelrecht gebaute Hütte, die planmäßig in der Anlage steht und die nach außen ein gefälliges Ansehen bietet, mehr wert sei, als eine der berüchtigten Zigeunerhütten, hat die Gemeinde im heurigen Jahre Preise in der Höhe von insgesamt 15 Millionen ausgesetzt, die an solche Kleingärtner zur Verteilung gelangen, deren Hütten annähernd der kommenden Kleingartenbauordnung entsprechen. Erfreulich ist das Interesse, das die Wiener Kleingärtnerschaft zeigt und das sich durch Hunderte vorpeinlaufenden Anmeldungen für diese Hüttenprämiierung bekundet. Die Gemeinde hat im heurigen Jahre wieder Hunderte von Millionen für Wasserleitungs-- und Einzäunungskredite gewährt. Sie wird im kommenden Jahre voraussichtlich ebenfalls Beträge widmen. Im Zusammenhänge damit will sie aber auch im Interesse der Kleingärtner und der übrigen Bevölkerung die unerläßlich notwendigen Reformen durchführen. Sie rechnet damit, daß die Wiener Kleingärtnerschaft diesem Bestreben volles Verständnis entgegenbringen wird, das sie um so mehr erwarten kann, als ja die Spitzenorganisation der Wiener Kleingärtner, der österreichische Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen, das Reformprogramm der Gemeinde in jeder Weise unterstützt. 70.000 Familien bewirtschaften derzeit in Wien rund 2400 ha Kleingartenland. Es ist ein ganz beträchtlicher Teil der Wiener Bevölkerung sowie des in Wien verfügbaren Freilandes, das auf solche Art und Weise gartenmäßig bewirtschaftet wird. Die Summe der hier geleisteten Arbeit und der Wert der hier gewonnenen Produkte läßt sich schwerlich wohl in Ziffern ausdrücken. 70.000 Familien haben durch ihren Kleingarten nicht nur eine Lebensmittelzubuße, sie haben vor allem eine Zubuße zu ihrer oft mehr als dürftigen Wohnung. Die Kleingartenbewegung ist volkswirtschaftlich von ganz ungeheuerer Bedeutung, es sollte nur gelingen, sie entsprechend zu stabilisieren, die Anlagen dem Stadtbilde Wiens einzugliedern und sie nach jeder Richtung hin auszubauen. Wien wurde seinerzeit ob der verschiedenen Gartenanlagen zwischen den Häusern die Gartenstadt genannt. Sie wird dann, wenn ein breiter Gürtel von Gartenland um sie herumgelegt sein wird, den Ehrennamen Gartenstadt mit noch viel mehr Recht verdienen und tragen dürfen. Die Siedlungsbewegung in Wien Von Regierungsrat Dr. H. Kampffmeyer, Vorstand des Siedlungsamtes der Stadt Wien ^ Später als in Deutschland, England, Holland, Belgien und anderen Ländern ist m Österreich die Siedlungsbewegung entstanden. Bis zum Umstürze standen ihr gewaltige Hindernisse im Wege. Die Bauordnungen und Stadterweiterungspläne waren im Interesse der Haus- und Grundbesitzer ganz auf das große Miethaus' zugeschnitten und verteuerten den Kleinhausbau so, daß für die Befriedigung des Wohnungsbedürfnisses nur das große Miethaus in Betracht kam, das den Boden» besitzern gewaltige Spekulationsgewinne ermöglichte. In der gleichen Richtung wirkte die Hauszinssteuer, welche die Miete um 40 und mehr Prozent verteuerte, so daß der Arbeiter für den gleichen Mietzins, für den er in anderen Ländern eine aus zwei Zimmern und einer Küche bestehende Wohnung bekam, in Wien nur ein Zimmer und Küche erhielt. Und diese Küche hatte in den meisten Fällen nicht Fenster, die sich ins Freie öffneten, wie das von den Bauordnungen anderer Länder seit Jahrzehnten gefordert wurde, sondern sie durfte nach den Bauordnungsvorschriften, die im Profitinteresse der Unternehmer selbst schwere hygienische Mängel duldeten, mit indirekter Beleuchtung versehen werden. Erst die Revolution hat seit der Vorherrschaft der Haus- und Grundbesitzer auch diese Hindernisse beseitigt, und erst seit dieser Zeit kann man denn in Österreich von einer Siedlerbewegung reden. Während in den anderen Ländern die Wohnungsnot zur Siedler- und zur Gartenstadtbewegung führte, empfing sie in Österreich ihren wichtigsten Antrieb von der Nahrungsmittelnot des Krieges und der Nachkriegszeit. Sie ist ein Kind der 12 Kleingartenbewegung. Der Hunger zwang den Wienern den Spaten in die Hand und nötigte sie, durch eigene Gartenarbeit die ungenügende Menge der vom Staat zugewiesenen Lebensmittel zu ergänzen. Da die meisten von ihren in irgendeiner Mietskaserne gelegenen Wohnungen weite Wege zu ihren Gärten zurückzulegen hatten, bauten sie sich — meist aus Brettern — kleine Gartenhäuschen, um mit ihren Familien darin den Sommer zuzubringen und den Garten besser bewirtschaften und bewachen zu können. Viele Kleingärtner, die eine schlechte Wohnung oder gar keine hatten, bauten ihre Hütten aus, um auch den Winter darin zu verbringen. Die nach dem Kriege gewaltig wachsende Wohnungsnot förderte diese Entwicklung, und es entstanden auf diese Weise Hunderte von meist recht primitiven und nicht immer schönen Wohnstätten. Um diese ungeregelte Bautätigkeit in geordnete Bahnen zu leiten, wurden Siedlungsgenossenschaften gegründet, denen binnen kurzer Zeit Zehntausende von Menschen beitraten. Um die Bewegung zu fördern, schuf die Gemeinde Wien ein Siedlungsamt zur Behandlung aller mit dem Siedlungswesen zusammenhängenden Fragen. Dem großen Geländebedarf suchte die Gemeinde dadurch zu entsprechen, daß sie rund fünfzig mehr oder minder große Siedlungsgebiete bestimmte, in welchen nur kleine Siedlungshäuser mit Gärten gebaut werden dürfen. Auch stellte sie den Siedlern die in diesen Siedlungszonen befindlichen Gemeindegründe zur Verfügung. Viel größere Schwierigkeiten als die Geländebeschaffung bereitete die Bereitstellung des Baukapitals. Schon beim Beginn der Siedlerbautätigkeit im Frühjahr 1921 kostete ein Siedlerhaus, das vor dem Krieg etwa K 5000 erfordert hätte, rund K 200.000, und die Baukosten stiegen bis zum Herbst 1922 auf K 70,000.000 bis K 80,000.000, Unter diesen Umständen fand sich kein Hypothekenkapital für Neubauten, und der Bau von Siedlungshäusern konnte nur insoweit finanziert werden, als den Genossenschaften Bauvorschüsse aus öffentlichen Mitteln gegeben wurden. Bis zum Herbst 1922 stellte der Staat den Wiener Siedlungen rund acht Milliarden Kronen zur Verfügung. Nach der Stillegung der Notenpresse stellte er alle Zahlungen für die Förderung des Wohnungsbaues ein. Die Gemeinde Wien hat bis zum 1. August 1923 den Siedlungsgenossenschaften rund 50 Milliarden Kronen zur Verfügung gestellt. Hierzu kommt ein Darlehen von fünf Milliarden, das der gemeinwirtschaftlichen Siedlijngs- und Baustoffanstalt „Gesiba“ zur Förderung des Baues von „Kernhäusern“ gewährt wurde, und 17'5 Milliarden Kronen, die für den Bau von drei Gemeindesiedlungen bereitgestellt wurden. Eine wertvolle finanzielle Förderung erfuhren die Siedlungsgenossenschaften auch durch die englisch-amerikanische Hilfsmission der Gesellschaft der Freunde. Angesichts der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse von Staat und Gemeinde mußte von vorneherein auf möglichst große Ersparnisse bei der Bauausführung hingearbeitet werden. Hierfür ergaben sich verschiedene Möglichkeiten. An Stelle der breiten Straßen, die früher in Wien ganz allgemein üblich waren, begnügte man sich in den Siedlungen zumeist mit Wohnstraßep von nur 6 bis 7 m Breite. Man verzichtete auf Kanalisation und führte an Stelle der Wasserklosette Torfstreuklosette ein, die gleichzeitig den großen Vorteil haben, daß der Siedler für seinen Garten die erforderlichen Dungstoffe kostenlos gewinnt. Es wurde ferner vom Siedlungsamt im Einvernehmen mit dem österreichischen Verbände für Siedlungsund Kleingartenwesen darauf hingearbeitet, daß die Größen der Siedlungshäuser auf ein wirtschaftlich erträgliches Maß herabgesetzt wurden. Die Siedlerhäuser haben zumeist nur eine überbaute Fläche von 37 bis 40 m 2 (ohne die Stallanbauten), und enthalten im Erdgeschoß eine Wohnküche und einen Spülraum, im Obergeschoß ein Schlafzimmer für die Eltern und zwei kleinere Schlafräume für die Kinder. Weitere Ersparnisse wurden dadurch erreicht, daß die Grundrisse und vor allem die Bauteile typisiert wurden, ln den verschiedenen Siedlungen wird zumeist nur je ein bestimmter Grundriß ausgeführt. Für die Fenster, Türen, Treppen und dergleichen 13 - sind bestimmte Typen ausgearbeitet worden, die im großen hergestellt werden. Weitere Ersparnisse werden dadurch erreicht, daß zumeist auf eine Unterkellerung verzichtet wird und die lichte Höhe der Wohnräume auf 2'40 m festgesetzt ist. Die meisten Siedlungen werden mit Schlackenbetonhohlsteinen errichtet, weil diese Bauweise sich in der Regel als billiger wie die mit Ziegelsteinen erwies. Mehr als alle diese Maßnahmen hat zur Verbilligung der Siedlungsbauten die unbezahlte Mitarbeit der Siedler beigetragen. Der Gedanke an diese Siedlerarbeit lag um so höher, als die genossenschaftliche Selbsthilfe schon in der Kleingartenbewegung eine wichtige Rolle spielte. Zunächst begnügten sich die Genossenschaften mit einigen hundert Stunden, doch wurden sie durch die wirtschaftliche Not gezwungen, die Anforderung an die Mitarbeit der Siedler auf 1000, 1500, ja 2000 Stunden zu steigern. Der Erfolg der Siedlerarbeiten ist bei den einzelnen Genossenschaften je nach ihrer Zusammensetzung und Leitung sehr verschieden. Am besten haben sich diejenigen bewährt, die sich in der Hauptsache aus organisierten Arbeitern zusammensetzen und deren Mitglieder eine ausreichende Anzahl von Baufacharbeitern aufweisen. Bei der Leistung von 2000 Arbeitsstunden für ein Haus, wie sie bei den meisten fertiggestellten Siedlerhäusern geleistet wurden, kann man auf eine Baukostenersparnis von rund 20% rechnen. Die Siedlerarbeil hat nicht nur allein eine finanzielle, sondern auch eine große moralische Bedeutung. Durch sie werden von vorneherein solche Elemente ausgeschieden, die nicht von großer Arbeitsfreudigkeit beseelt sind. Durch das Zusammenarbeiten am gemeinsamen Werk treten sich die aus verschiedenen Berufskreisen stammenden Menschen näher und wird der genossenschaftliche Sinn gestärkt. Zur Förderung der Selbsthilfe hat die Gemeinde kürzlich einen neuen wichtigen Schritt unternommen. Sie hat der gemein wirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoffanstalt „Gesiba“, an der sie neben dem Verband und dem Staat als Geldgeber beteiligt ist, fünf Milliarden Kronen überwiesen. Dadurch ist die „Gesiba“ in den Stand gesetzt, den Siedlern und Kleingärtnern, die sich aus eigener Kraft ein Häuschen bauen wollen, einen Teil der erforderlichen Baustoffe und Bauteile kreditweise zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich hierbei um Wohngelegenheiten allerbescheidensten Umfanges, die sogenannten „Kernhäuser“, die später zu einem normalen Siedlerhaus erweitert werden sollen. Hierbei wird stark damit gerechnet, daß der Siedler aus seinem 350 bis 400 nr großen Garten einen sehr viel größeren Ertrag herauswirtschaften kann als vorher, wo er weite Wege von der Wohnung zum Garten zurücklegen mußte. Der höhere Gartenertrag wird ihm also wesentliche Ersparnisse ermöglichen, die er für die Abzahlung der Bauschulden und für den späteren Ausbau des Hauses verwenden wird. Die Kernhauskredite werden an Siedlungsgenossenschaften und Kleingal tenvereine ausschließlich für solche Mitglieder gewährt, die entweder vom Wohnungsamt entsprechend qualifiziert sind oder ihre bisherige Wohnung zur Verfügung stellen. Auf dem eben beschriebenen Wege wurden bisher 572 Genossenschaftshäuser bezugsfertig. Mit den bisher bewilligten Mitteln sollen außerdem rund 500 weitere Siedlerhäuser vollendet werden. Hierzu kommen die 250 Häuser der in diesem Jahre begonnenen drei Gemeindesiedlungen und 200 bis 250 Kernhäuser, die mit Hilfe der oben erwähnten Gesibakredite fertiggestellt werden. Wenn man die ungeheueren Schwierigkeiten, vor allem wirtschaftlicher Art, berücksichtigt, mit denen die junge Siedlerbewegung zu kämpfen hatte, dann wird man den bisher dank der Unterstützung, vor allem der Gemeinde Wien, erreichten Erfolg nicht gering einschätzen. Ohne Zweifel ist sie eine der wichtigsten aus dem Volke heraus entstandene Bewegung, die darauf ausgeht, die drei Nöte zu beseitigen, unter denen das österreichische Volk leidet: die Nahrungsmittelnot, die Wohnungsnot und die Arbeitslosigkeit. 14 Wohnungspolitik der^Gemeinde Wien Von Magistratsrat Dr. Heinrich P a w 1 i k. Die Wohnung gehört zu den unentbehrlichsten Lebensbedürfnissen. War schon früher das Wohnungswesen ein Thema, das in eingehenden Untersuchungen, Konferenzen und Kongressen, aber nur in theoretischer Weise, behandelt wurde, so ist das Wohnungsproblem in der jüngsten Zeit zu einem der wichtigsten Probleme geworden, das im Vordergrund aller Erörterungen in Gemeinde und Land, im Schoße der Regierung, der politischen Parteien und aller Interessentengruppen steht. Die Wohnungsfrage füllt die Spalten der Zeitungen, steht auf der Tagesordnung der Versammlungen und bildet die Alltagssorgen der Familie. Wenn man die große Wendung betrachtet, die sich in der großstädtischen Wohnungspolitik vollzogen hat, indem an Stelle der früher geübten rein negativen Wohnungspolitik eine aktive, positive Tätigkeit entfaltet wird, die der großstädtischen Verwaltung ihr heutiges Gepräge verleiht, so muß man vor allem in Rechnung ziehen, wie das Tätigkeitsfeld zu Beginn dieser neuen Ära beschaffen war: Der alte Vorrat an leeren Wohnungen vollständig erschöpft, die Bautätigkeit seit Kriegsausbruch lahmgelegt, die Zahl der Wohnungsbedürftigen in ungeheurem Maße gewachsen, steigende Zahl der Eheschließungen und eine Massenzuwanderung aus den Nationalstaaten, wozu sich noch gesellte, daß die Wirksamkeit der Wohnungspolitik sich inmitten der krisenhaften Erscheinungen einer zusammenbrechenden Volkswirtschaft, inmitten schwerster Störungen des sozialen und politischen Gleichgewichtes eines werdenden Staatsgebildes abspielt, dem vielfach die Lebensfähigkeit abgesprochen wurde. Es mußte daher unter dem Drucke besonderer Notverhältnisse auf diesem Gebiete zu weitgehenden und einschneidenden Maßnahmen gegriffen werden, die sich in prohibitive Wohnungspolitik (Mieterschutz), distributive Wohnungspolitik (Wohnungsverteilung) und produktive Wohnungspolitik (Wohnbautätigkeit und Bauförderung) teilen. Zweck der prohibiiiven Wohnungspolitik ist, den Mietern das Verbleiben in ihren Wohnungen zu ermöglichen und sie daher gegen Mietzinssteigerungen zu schützen, die ihrer Zahlungskraft nicht angemessen sine}, und, soll dieser Schutz gegen Steigerungen wirksam sein, ungerechtfertigte Kündigungen hintanzuhalten. Die Gemeinde Wien hat auf dem Gebiete des Wohnungswesens immer ihren Einfluß dahin ausgeübt, daß die Rechtsverhältnisse zwischen Hauseigentümer und Mieter einen sozialen Charakter erhalten, und immer an dem Grundsatz festgehalten, daß die spekulative Ausbeutung der durch die Wohnungsnot sich ergebenden Konjunktur für alle Zukunft durch einen gesunden Mieterschutz ausgeschaltet werde, anderseits aber, daß sich jedes Haus selbst erhalten muß und Zinssteigerungen nur soweit Platz greifen sollen, als natürliche Bedingungen durch Steigerung von Abgaben, Gebühren und die zur Erhaltung der Häuser durchzuführenden Reparaturen eingetreten sind. In Ausführung der Bestimmungen des Mietengesetzes vom 7. Dezember 1922 hat die Gemeinde in jedem Wiener Ge- meindebezirk eine Schlichtungsstelle geschaffen, die eine gütliche Beilegung von Mietstreitigkeiten zwischen Hauseigentümer und Mieter im Vergleichswege herbeizuführen oder aber, als eine Art Schiedsgericht, eine Vorentscheidung zu treffen hat. Wie sehr diese Schlichtungsstellen zur Entlastung der bezirksgerichtlichen Mietkommissionen beigetragen haben, davon geben die Monatsausweise Aufschluß. Von den im ersten Halbjahr 1923 eingelaufenen 9206 Anträgen wurden bis Ende Juni 7228 Fälle entschieden; nicht weniger als 42% aller Streitfälle wurden im Vergleichswege beigelegt, während 58% durch eine Vorentscheidung erledigt, jedenfalls aber durch die in jedem einzelnen Falle stattgefundenden Erhebungen 15 und Parteiverhandlungen soweit geklärt worden sind, daß nur wenige Parteien sich mit dem Schiedssprüche nicht zufrieden gaben und die Mietkommission anriefen. In der distributiven Wohnungspolitik hat der unaufhaltsame Zwang der Wohnungsnot zu jenen Maßnahmen gedrängt, die in ihrer Art wieder einen Gedanken der allgemeinen Kriegsnotwirtschaft auf das Wohnungswesen übertrugen: den Gedanken der Beschlagnahme der knapp werdenden notwendigen Bedarfsgüter und ihrer Verteilung in angemessenen Rationen an die Bedürftigen. Das führte zu einem weitgehenden Anforderungsrechte, strenger Prüfung des Wohnungsbedarfes, vollständiger Ausnützung und gleichmäßiger Verteilung des vorhandenen Wohnraumes durch Zuweisung. Hatte die Gemeinde in der ersten Zeit auf einen wirksamen Ausbau der Anforderungsbestimmungen eingewirkt, so machte sie, als die Trennung zwischen Wien und Niederösterreich vollzogen war, von dem ihr als Land zustehenden Verordnungsrechte Gebrauch und erließ die Verordnung vom 31. März 1921, welche dem gegenwärtigen Anforderungsgesetze zum Vorbild und Muster diente; so wurden unter anderem die wichtigsten Bestimmungen, nämlich die über die sogenannte allgemeine Anforderung, wonach grundsätzlich die Verfügung über jede freiwerdende Wohnung einzig und, allein der Gemeinde zusteht, die Bestimmungen über die Anforderung von Geschäftsräumen, der ganze Abschnitt über Wohnungsvormerkung und -Zuweisung, ferner die Bestimmung über die Ersatzleistung übernommen. Um eine gerechte Würdigung aller' Wohnungsansuchen und eine ebensolche Reihung der Wohnungsbedürftigen zu erzielen, hat die Gemeinde Wien das Punktsystem eingeführt, wobei jedes für das Ansuchen bedeutsame Moment genau gewertet wird. Wie sehr sich dieses „Wiener System“ bewährte, ergibt sich daraus, daß es in die Durchführungsverordnung für Niederösterreich aufgenommen wurde und in anderen österreichischen wie auch reichsdeutschen Städten schon erprobt wird. Am 30. Juni 1923 war die Zahl der gültig vorgemerkten Bewerber 46.910, wovon 20.719 in der I. Klasse (hiervon für einen Haushalt 19.114, für Einzelräume 1603) und 26.191 in der II. und III. Klasse zusammen vorgemerkt waren. An Zuweisungen erfolgten im Jahre 1919 5065 Wohnungen (darunter 1710 Einzelräume), im Jahre 1920 6723, im Jahre 1921 9363 und im Jahre 1922 8840 Wohnungen; die Zahl der Wohnungen, die im ersten Halbjahre 1923 zugewiesen und tatsächlich bezogen worden sind, beträgt 4672. Im Wohnungstausch wurde das beste Mittel erkannt, die Veränderungswünsche der mit einer Wohnung ohnedies versehenen Personen zu befriedigen, er ist ein Mittel zur Befreiung der Bevölkerung aus den Fesseln einer erzwungenen Wohnungsseßhaftigkeit. Im Jahre 1922 gab es beim Wohnungsamte 8392 Tauschansuchen, wovon auf Wien 7549 und auf Täusche mit auswärtigen Gemeinden 843 Ansuchen entfielen; im ersten Halbjahr 1923 wurden 4992 Tauschansuchen gestellt, wovon sich 4758 auf Wien und 234 auf Täusche mit auswärtigen Wohnungen bezogen, außerdem wurden im ersten Halbjahr 1923 2271 Wohnungsumschreibungen durchgeführt. Das Wohnungsamt gibt seit Februar 1923 einen amtlichen Anzeiger für Wohnungstausch und Untermieten heraus, der wöchentlich erscheint und außer den bezirksweise geordneten Tauschanzeigen auch regelmäßige statistische Berichte und amtliche Mitteilungen enthält. ln vielen Fällen ist ein beabsichtigter Wegzug durch die unerschwingliche Höhe der Übersiedlungs\osten gehemmt. Vielfach hat dies zu illegalen Wohnungs- Verkäufen geführt. Um nun solche Wohnungen, deren Inhaber von Wien wegzuziehen wünschen, aber zum Umzuge nicht die erforderlichen Mittel aufbringen können, für den Wohnungsmarkt zu gewinnen, hat die Gemeinde im März 1923 den Beschluß gefaßt, entweder die unentgeltliche Besorgung des Umzuges auf sich zu nehmen oder aber die Übersiedlungskosten bis zu einem gewissen Höchstausmaße, 16 nötigenfalls auch die Herrichtungskosten in der neuen Wohnung, zu übernehmen und außerdem noch für die Freimachung der Wohnungen eine Geldprämie zu gewähren. Seit dem Bestände dieser Einrichtung wurden auf diese Weise 32 Wohnungen gewonnen, wofür an Übersiedlungshilfen K 158,280.000 und an Geldprämien K 3,490.000 flüssig gemacht wurden. Gesetzlich ist festgelegt, daß in gewissen Fällen an Stelle angeforderter Räumlichkeiten eine Ersatzleistung (Äquivalent) vom Hauseigentümer oder Wohnungsinhaber vollführt werden kann, und zwar entweder durch Beistellung geeigneter Ersatzräume oder durch Leistung eines zur Herstellung von solchen Räumen ausreichenden Abfindungsbetrages. An solchen Abfindungsbeträgen wurden entrichtet: Im Jahre 1921 K 211,171.000, im Jahre 1922, erstes Halbjahr, K 643,965.000, zweites Halbjahr K 2.609,820.000 und in der ersten Hälfte 1923 K 7.058,237.370. Diese Beträge stellen den Gegenwert für die Herstellungskosten von 64, beziehungsweise 81, 52 und 81 Wohnungen dar. m Produktive Wohnungspolitik. Mieterschutz und Wohnungsanforderung sind nur Notbehelfe, welche die eigentliche Wohnungskrise nicht heilen können. Der Ruf nach Wiederaufnahme der Wohnbautätigkeit erscholl gleich nach Kriegsende, aber der Bautätigkeit durch private Unternehmer stellten sich namentlich in der Finanzierungsfrage unübersteigbare Hindernisse entgegen, und es ist auch auf absehbare Zeit an eine nennenswerte privatkapitalistische Wohnungsproduktion nicht zu denken, obwohl der privaten Wohnungsproduktion alle Hindernisse aus dem Weg geräumt worden sind: es sind alle Wohnungsneubauten der Anforderung nicht unterworfen, vom Mieterschutz ganz befreit und genießen auch weitgehende Steuerbefreiungen und sonstige gebührenrechtliche Begünstigungen. Trotzdem ist ein Kleinwohnungsbau, für den sich das Privatkapital auch vor dem Kriege nicht interessierte, nicht sichtbar geworden, so daß bis jetzt und wahrscheinlich auch in der nächsten Zukunft Träger der Bautätigkeit nur öffentliche Körperschaften sein können. Schon im Jahre 1919 schritt die Gemeinde daran, Gemeindegründe für Bauzwecke zu vergeben, wobei sie für die Verzinsung des verlorenen Bauaufwandes garantierte. Bereits 1921 hat die^ Gemeinde Wien als erste Gemeinde in Österreich einen Wohnungs-und Siedlungsfonds errichtet, der vom Ertrage der Mietaufwandsteuer dotiert wurde und dem als zweite Hauptquelle die Ersatzleistungen (Äquivalente) zuflossen. An Stelle der Mietzinsabgabe trat am 1. Mai 1922 die Wohnbausteuer, welche von nun an neben den Äquivalenten die Hauptquelle bildet, aus welcher die Gemeinde die finanziellen Mittel zur Förderung der Wohnbautätigkeit schöpft. Drei Zehntel des Ertrages dieser Abgabe werden zur planmäßigen Förderung des Siedlungswesens durch Errichtung neuer Siedlungshäuser verwendet, ein Zehntel des Ertrages ist für die Erhaltung bestehender Häuser gewidmet, die nicht minder wichtig ist als die Förderung von Neubauten. Ist doch die ungeschädigte Erhaltung des Hausbestandes vom Standpunkte der Wohnungspolitik ebenso dringend geboten wie voll dem der Volkswirtschaft. Die übrigen sechs Zehntel sind zur Erbauung von Wohn-- häusem mit kleinen und mittleren Wohnungen zu verwenden. Die Ergebnisse der unermüdlichen Anstrengungen der Gemeinde Wien sind im Jahre 1919: Errichtung von 55 Neuwohnungen, 86 Wohnungen in Militärbaracken und Adaptierung von 40 Wohnungen, das sind im ganzen 181 Wohnungen, im Jahre 1920: Errichtung von 305 Wohnungen in der Wohnungssiedlung Schmelz, Gewinnung von 316 Wohnungen durch Adaptierung von ehemaligen Kasemräum- lichkeiten, Errichtung von 23 Wohnungen in aufgelassenen städtischen Schulen, Adaptierungen von 99 Wohnungen in angeforderten Objekten, was, zuzüglich von 104 GenossÄischaftsbauten mit öffentlicher Hilfe, zusammen 847 Wohnungen ergibt: im Jahre 1921 entstanden 105 Wohnungen in Neubauten, 6 Wohnungen in Kasernen, 160 Barackenwohnungen, 18 Wohnungen durch Benützbarmachung angeforderter Räume, 49 Siedlungsbauten, 21 Wohnungen durch Stockwerkaufsetzungen, 17 Was, mit 70 Genossenschaftsbauten mit öffentlicher Hilfe, insgesamt 429 Wohnungen ergibt. Im Jahre 1922 wurde durch die Steigerung der finanziellen Mittel durch den Ertrag der Wohnbausteuer ein namhafter Wohnungszuwachs verzeichnet, nämlich 1676 Wohnungen, wovon 779 auf Neubauten, 251 auf Barackenwohnungen, 73 auf Wohnungen durch Stockwerkaufsetzungen, 131 auf Äquivalentwohnungen, 90 auf Wohnungen durch Benutzbarmachung angeforderter Räume und 352 auf Siedlungsbauten entfallen. Im Jahre 1923 stellen sich die Ziffern bis 31. Juli wie folgt: 2360 Wohnungen in Neubauten, 67 durch Adaptierung städtischer Häuser, 800 Siedlungsbauten, 175 Kernhäuser, 149 Wohnungen in ehemaligen Kasernen, 149 Baracken-, 22 Äquivalentwohnungen und 71 Wohnungen durch Benutzbarmachung angeforderter Räume, was zusammen 3793 Wohnungen ergibt. Alles in allem hat die Gemeinde in den Jahren 1919 bis 1923 6926 Wohnungen geschaffen, und zwar 3604 Wohnungen in Neubauten, 194 Wohnungen durch Stockwerkaufsetzungen und Adaptierungen in städtischen Häusern, 1376 Wohnungen durch Siedlungsbauten, 174 Genossenschaftsbauten, 471 Wohnungen durch Adaptierungen in ehemaligen Kasernen, 646 Wohnungen durch Errichtung und Adaptierung von Wohnbaracken, 153 Wohnungen durch Äquivalentbauten und 308 Wohnungen durch Benutzbarmachung angeforderter Wohnräume. Die Wohnungsnot dauert an. Mieterschutz und Anforderungswesen regeln sie und steuern ihr, aber nur die Bautätigkeit vermag sie wirksam zu bekämpfen. Auf sie richten sich demnach in immer steigendem Maße die vereinigten Anstrengungen aller. Osterr. Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen Von Adolf Müller, geschäftsführender Obmann Als gewählter Funktionär der Kleingärtner und Siedlerschaft Österreichs will ich die Stellung unserer Spitzenorganisation zu all den Faktoren kennzeichnen, die sich mit der Siedlungs- und Kleingartenbewegung im Gebiete der Gemeinde Wien beschäftigen. Die Selbstverwaltung, welche die Kleingärtner und Siedler aufgerichtet haben, wird heute allgemein anerkannt und ist ein wesentlicher Teil der öffentlichen Verwaltung des Siedlungs- und Kleingartenwesens. Wir stehen beute drei großen Einrichtungen gegenüber, die jede in ihrer Art ihre Aufmerksamkeit dem Kleingarten- und Siedlungszwecke zuwendet. 1. Öffentliche Verwaltung: Siedlungsamt und Kleingartenstelle, die demselben Amtsbereich angehören und wohl einmal sinnvollerweise ganz miteinander vereinigt we'rden, so wie ja auch der vom Herrn Gemeinderat Hofbauer geleitete gemeinderätliche Unterausschuß für Kleingartenwesen mit der Zeit auch auf das Siedlungswesen ausgedehnt werden dürfte. 2. Wirfschaftsverwaltung: Gemeinwirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt (Teilhaber: Gemeinde Wien, Bund und Österreichischer Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen) und die mit diesem Betrieb zu einem Konzern verknüpften Betriebe: Wiener Holzwerke und Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H. Die Gemeinwirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt, in deren Leitung Vertreter des Verbandes sitzen, und die Kleingartenstelle der Stadt Wien, G. m. b. H., in deren Leitung durch die Gemeinwirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt ebenfalls Vertreter unserer Kleingärtner und Siedler entsendet — 18 — Werden, fungieren als Treuliandsteilen der Gemeinde und unserer Spitzen* Organisation. 3. Organisation und Selbstverwaltung: Österreichischer Verband für Sied- lungs- und Kleingartenwesen. Hierher zählt die Zusammenfassung aller Kleingartenvereine und Siedlungsgenossenschaften zu einem verhandlungsfähigen Körper, der von den Behörden anerkannt wird. Der Verband, der heute gegen 30.000 Mitglieder in mehr als 230 Organisationen zählt, verdankt seine Bedeutung dem Umstand, daß der Träger der Siedlungsbewegung die Genossenschaften, die Träger der Kleingartenbewegung die Vereine sind. Er sichert den Genossenschaften und Vereinen ihre Verwaltungsautonomie und ermöglicht ihnen, die lebendigen Kräfte im öffentlichen Interesse voll zu entfalten, die in ihnen vorhanden sind. Der Verband hätte all das, was er für seine Mitglieder erreicht hat, nie durchsetzen können, wenn er nicht eine drängende, lebhaft interessierte Masse von Arbeitern und Angestellten hinter sich gehabt hätte, die darauf aus war, Wohnungsnot und Nahrungsnot zu bekämpfen, gleichzeitig aber eine erhöhte Wohnkultur, ein neues Leben im Freien und in geschlossenen Gemeinschaften zu verwirklichen. Weit über die Tagesnotdurft hinaus ist in Siedlern und Kleingärtnern der Gedanke lebendig, man müsse Tuberkulose >und Alkoholismus bekämpfen, den Kindern ein fröhliches Dasein ermöglichen. Diese kulturellen Bemühungen sind es nicht zuletzt, welche auch das Interesse des Auslandes für die Siedler und Kleingärtner gewonnen haben, das sich vor allem in der verständnisvollen Fürsorge ausdrückte, welche die Gesellschaft der Freunde unseren Siedlungen und Kleingartenkolonien entgegenbrachte, wenn es galt, den Bau von Wohnungen, die Intensivierung der Bodenbestellung und die Kleintierzucht. zu fördern. Daß der V'erband immer darauf aus war, seine Aufgabe als eine solche des ganzen Volkes, insbesondere "der organisierten Arbeiter- und Angestelltenschaft zu erfüllen, liegt in der Natur der Sache begründet; ist er doch aus diesen Kreisen hervorgegangen. Er war bemüht, seinen Mitgliedern alles zu bieten, was Menschen brauchen, die in geschlossenen Gruppen ein neues Leben beginnen. Der Verband sorgt vor allem für die Unterweisung der Kleingärtner und Siedler durch die Gartenstelle, deren Leitung dem Garteninspektor Vogt übertragen wurde. Zahlreiche Begehungen, Einzelvorträge und Kurse dienen der Sache. Dazu kommt, daß die Gemeinde Wien den gesamten Straßenkehricht dem Verband für die Kleingärtner zur Verfügung stellte, dessen Verteilung die Gartenstelle oiganisiert hat. Die Gartenstelle gibt Auskunft und Rat in allen Anbauangelegenheiten, insbesondere wenn es gilt, Gartenschädlinge zu bekämpfen. Dadurch, daß der Verband eine Kleintiersektion gründete, um die Bedürfnisse der Kleintierzüchter voll zu befriedigen, ist nunmehr auch der Kleintierpflege besondere Aufmerksamkeit gewidmet worden. Kostenlose Kleintierordination steht allen Mitgliedern zur Verfügung, daneben aber auch Kleintierinspektion sowie ein Vortragswesen auf diesem Gebiete. Von großem Einfluß auf die Gestaltung der Siedlungen ist das Baubureau des Verbandes, welches, vom Chefarchitekten Karau geleitet, die Pläne für ganze Siedlungen und Kleingartenkolonien, für Siedlungsbauten, Kernhäuser, Hütten und Lauben, Genossenschaftshäuser und andere Baulichkeiten entwirft, jeden Rat erteilt, Interventionen übernimmt und, wenn es nötig ist, den Bau unter seiner Leitung durchführt. Die Kernhauspläne gehören heute zu den populätsten Erzeugnissen des Baubureaus. Neben dem Baubureau ist es vor allem auch die Warentreuhand unseres Verbandes, die um die kulturelle Hebung der Kleingärtner und Siedler besorgt ist. Sie hat die Aufgabe, jedem, der Hausrat, Möbel, Heiz- und Beleuchtungskörper kaufen will, mit Rat an die Hand zu gehen. Durch engstes Zusammenarbeiten mit der gemeinwirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoffanstalt 19 ist die Möglichkeit gegeben, die Pioduktion im Sinne einer verbesserten Hausrat- und Möbelkultur günstig zu beeinflussen, Siedler und Kleingärtner vor schlechten, minderwertigen und vor allem auch häßlichen Einrichtungsgegenständen zu bewahren und ihnen beim Ankauf Begünstigungen zu sichern, ebenso beim Verkauf von Möbeln. Wichtige Dienste hat das Wohnung!- und Gesundheitsreferat des Verbandes geleistet, das beratend und fördernd eingreift, in letzter Zeit die Messung von Siedlerkindern in die Hand genommen hat. Dem Verband ist auch eine Bodenstelle angegliedert, die alle Arten von Vermessungen zu ermäßigten Sätzen für die Mitglieder durchführt. Zuletzt hat der Verband für seine gesamten Mitglieder eine eigene Versicherungsabteilung geschaffen, die demnächst in Aktion treten wird. Siedlergenossenschaften und Kleingartenvereine nehmen ununterbrochen die Rechtsstelle des Verbandes in Anspruch, die Auskünfte erteilt und im Falle eines Angriffes kostenlosen Rechtsschutz gewährt. Abgesehen von all dem übernimmt das Verbandssekretariat alle Arten von Interventionen, schlichtet Streitigkeiten, sorgt für alle Arten von Einrichtungen. Über alles, was Kleingärtner, Kleintierzüchter und Siedler interessiert, unterrichtet das Verbandsorgan, das allmonatlich erscheint. Der Verband hat in Wien Bezirksgruppen sowie eigene Landesorganisationen. Er wird von der Gemeinde Wien bei den Begehungen aller Kleingärtner herangezogen. Seine Garten fachleute fungieren dabei als Experten. Auch sonst ist der Verband in allen wichtigen Ausschüssen vertreten, so im Kleingartenunterausschuß der Gemeinde, in der Leitung der Gesiba, in dem Beirat, den die Gemeinde Wien für die Kernhausaktion eingesetzt hat. Der Verband hat nähere Beziehungen zu den Bauarbeitern und Mietern angeknüpft und mit deren Organisation die Siedlungs-, Wohnungs- und Baugilde Österreichs geschaffen, die fallweise wichtige Aktionen unternommen hat. Enger ist die Verbindung mit dem Landarbeiterverband, mit dem eine Arbeitsgemeinschaft geschaffen wurde, an der auch das Forschungsinstitut für Gemeinwirtschaft beteiligt ist. Die Arbeitsgemeinschaft organisiert Vorträge für Landarbeitergruppen und beschäftigt sich mit der Förderung der Siedlungsgenossenschaft des Landarbeiterverbandes. Bei allen großen gesetzgeberischen Maßnahmen hat der Verband seinen Einfluß geltend gemacht und der Öffentlichkeit durch große Demonstrationen seinen Standpunkt kundgegeben, der sich im großen und ganzen heute mit dem der Gemeinde deckt. Der Verband ist gegen alles Privateigentum an Siedlungshäusern und Siedlungsboden, wenn möglich, fordert er das Gemeinde-, mindestens aber das Genossenschaftseigentum. Er rechnet damit, daß Bundesmittel für die Intensivierung der Boden Wirtschaft beizustellen seien, für Unterrichts* und Meliorationszwecke, die damit Gemeinden und Verband in die Lage versetzen würde, die begonnene Arbeit erfolgreich fortzusetzen. Der Verband vertritt den Standpunkt, daß die Träger der gemeinnützigen Wohnbautätigkeit Genossenschaften, vor allem Siedlungsgenossenschaften zu sein hätten, und sucht mit der Konsumgenossenschaftsbewegung einen näheren Kontakt herzustellen, als Teil der gemeinwirtschaftlichen Selbstverwaltungsorganisation, die sich die Arbeiter- und Angestelltenschaft jetzt zu schaffen unternimmt. Auch in diesem Jahre hat der Verband ebenso wie in früheren Jahren sich an der Ausstellungsarbeit beteiligt, er hat mit der Gesiba für die Errichtung von Musterhäusern auf dem Rathausplatz Sorge getragen, sich an der Errichtung des Mustergartens beteiligt und auch an der Kleintierschau durch seine Kleintiersektion mitgewirkt, schließlich hat er in den ausgestellten Abbildungen und Plänen über 9 ) die Leistungen der Siedler und Kleingärtner berichtet. Aus allem aber, was der Verband an Leistungen vorführt, ersieht jeder, daß ohne die großzügige Hilfe der sozialdemokratischen Gemeindeverwaltung in Wien nie das erreicht worden wäre, was sich jetzt den Blicken der Gesamtheit darstellt. Die Kleingarten- und Siedlungsbewegung ist eine Volkssache, für sie als Spitzenorganisation zu wirken, ist Aufgabe unseres Verbandes. Eine Wirtschaftsorganisation der Wiener Kleingärtner Von Gemeinderat Karl Hofbauer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kleingartenstellen der Stadt Wien, Ges. m. b. H. Die Wiener Kleingärtner bewirtschaften derzeit mehr als 2000 ha Land. In kleinen Parzellen von 200 bis 400 m 5 wird meist auf schlechtestem Boden intensive Gartenkultur betrieben. Jede Familie will sich womöglich alle Gemüsearten selbst heranziehen. Nebenbei noch Blumen, Obst und Beeren aller Art. Das bedeutet, daß der Kleingärtner auch großen Bedarf an Werkzeugen, Geräten, Samen, Pflanzen und Obstbäumen hat; dazu kommt die Anlage von Wasserleitungen und Einfriedungen; der Bau von der einfachsten Laube bis zum vollständigen Wohnhaus, an welchen dann ununterbrochen aus- und weitergebaut wird; der Bau von Schutzhäusern, /Anlegung von Spielplätzen und sonstiger Einrichtungen. Der Kleingärtner ist aber meist auch Kleintierzüchter und braucht für seine Ziegen, Kaninchen, Hühner usw. Futtermittel, die bei den vielen tausenden solcher Kleintiere große Quantitäten erfordern. Alles zusammen bedeuten diese 70.000 Kleingärtner einen Konsumentenkreis mit ungeheurem Bedarf. Bei den wirtschaftlichen Verhältnissen unserer Kleingärtner ist es ausgeschlossen, daß sich der einzelne seinen Bedarf auf einmal und im großen eindecken kann. Er ist meist gezwungen, bei jeder Lohnzahlung, also in der Regel jede Woche, einen Bruchteil davon einzukaufen. Um nun einerseits eine entsprechende Bedarfsbefriedigung überhaupt zu sichern und anderseits diese tausende Kleinkonsumenten vor Übervorteilungen zu schützen, hat die Gemeinde Wien schon im Jahre 1919 eine Abgabestelle für Kleingartenbehelfe und Artikel innerhalb der amtlichen Kleingartenstelle eingerichtet. Damit war eine Einrichtung geschaffen, die ohne Gewinnabsicht alle notwendigen Behelfe und Materialien zu den billigsten Preisen liefern konnte. Aber auch das genügte nicht. Bei der Neuanlage von Kleingärten konnte die Wasserleitung und Einfriedung nicht mit Wochenraten beschafft w r erden. Die Gemeinde hat daher eine weitere Einrichtung, „die Kreditgewährung“, geschaffen. Den Vereinen wird gegen eine Anzahlung und Vereinsgarantie die gesamte Summe, beziehungsweise die Materialien aus Gemeindekrediten gegen Viertel- oder Halb- jahrsraten auf ein bis fünf Jahre kreditiert. Beide Einrichtungen haben bei den Kleingärtnern volle Würdigung gefunden und haben sich danach entwickelt. Die amtliche Abgabestelle konnte den Bedürfnissen schon lange nicht gerecht werden und wurde deshalb mit 1. Jänner 1923 in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. In der Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., ist die Gemeinde Wien mit 60%, die Gemein wirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt (Gesiba) mit 30%i und die Land- und forstwirtschaftliche Betriebsgesellschaft mit 10% beteiligt. In den Aufsichtsrat der Firma wurden vom Gemeinderat der Stadt Wien sechs Gemeinderäte, die zugleich Schrebergärtner oder Siedler sind, entsendet. Durch die Vertreter der „Gesiba“, die drei Vertreter entsendet, ist auch 21 der Österreichische Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen in den Aufsichtsrat entsprechend vertreten. Durch diese Zusammensetzung sowohl der Gesellschafter als auch der ausgcwählten Personen ist die Garantie gegeben, daß der ursprüngliche Zweck der amtlichen Abgabestelle, nämlich die Firma nur zum Zwecke der Förderung des Kleingartenwesens und ohne jede Gewinnabsicht zu führen, beibehalten, da keiner der Teilhaber an einem solchen Gewinn, sondern nur an der Förderung des Kleingartenwesens interessiert ist. Die Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., hat seit ihrem halbjährigen Bestand eine überaus rasche und erfreuliche Entwicklung genommen. Es bestehen neben den drei Hauptdepots: XIV., Zollernsperggasse 3, XV., Sorbaitgasse 3, und XIX., Obkirchergasse 29, bereits ein Dutzend Filial- und Kommissionslager in allen größeren Kleingarten- und Siedlungsanlagen um Wien. Der Umsatz im ersten Halbjahr hat bereits K 3.000,000.000 überschritten, obwohl die- Firma derzeit nicht in der Lage ist, alle Kleingartenkonsumenten zu erfassen oder ihren Bedarf zu befriedigen. Aber auch die zweite Einrichtung, welche die Gemeinde Wien geschaffen hatte, wurde in diesem Jahre ganz besonders in Anspruch genommen. Die Gemeinde hat für dieses Jahr an Krediten für den Ausbau der Kleingartenanlagen den Betrag von K 500,000.000 zur Verfügung gestellt. Trotz dieser ganz gewaltigen Ausdehnung und Entwicklung, die diese Firma in der kurzen Zeit erlangt hat, ist ihr Ziel noch lange nicht erreicht. Es werden noch eine ganze Reihe von Neuerungen und Ausgestaltungen notwendig sein, um diese Einrichtungen zu einem praktischen Werkzeug zur Förderung und Ausgestaltung des Wiener Kleingartenwesens zu machen. Der Anfang wurde bereits mit der Anlage einer großen Obstbaumschule in dem bisherigen städtischen Reservegarten Kagran gemacht. Die Nachfrage nach guten und für unser Klima geeigneten Obstbäumen von seiten der Kleingärtner ist sehr groß. Die im Inlande bestehenden Obstbaumschulen reichen zur Deckung des Bedarfes nicht aus. Der Bezug aus dem Auslande ist, abgesehen von dem umständlichen Transport und der damit verbundenen Teuerung, auch wegen der klimatischen Verhältnisse nicht empfehlenswert. Deswegen hat die Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., durch die Anlage der Obstbaumschule in großzügiger Weise diese Frage gelöst. Sie wird bereits im Herbste dieses Jahres in der Lage sein, einige tausend akklimatisierte und gut gepflegte Obstbäume an die Wiener Kleingärtner zum Verkaufe zu bringen. Die Firma hat sich bereits Magazine gesichert, die sic in die Lage setzen werden, ihren Futterbedarf für den Winter rechtzeitig einzudecken. Es wird daran gearbeitet, eigene Samenzüchtereien zu schaffen, um wirklich guten und keimfähigen Samen für die Kleingärtner abgeben zu können. So wirkt die Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., ebenso wie die amtliche Kleingartenstelle mit Unterstützung und unter Führung der Gemeinde Wien im vollständigen Einvernehmen mit dem Österreichischen Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen im Interesse der Wiener Kleingärtner. Eine weitere Ausgestaltung und damit eine weitere Förderung der Kleingartenbewegung hängt von der weiteren intensiven Inanspruchnahme dieser Einrichtung und von einer innigen Zusammenarbeit aller Beteiligten ab. „Gesiba“ Gemein wirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt Wien, I„ Schwarzenbergplatz 3 Von Dr. Ing. Hermann Neubacher, Direktor der „Gesiba“ Die „Gesiba“ wurde als gemeinnützige, wirtschaftliche Treuhandstelle der österreichischen Kleingartensied= 22 lungsbewegung im August 1921 von der Republik Österreich (durch den Bundes-, Wohn- und Siedlungsfonds), der Gemeinde Wien (durch den Wohnungs* und Siedlungsfonds der Gemeinde Wien) und den Siedlungsgenosscnschaften (durch den österreichischen Verband für Siedlung s- und Kleingartenwesen [ früher Hauptverband für Siedlungswesen]) gegründet. Die „Gesiba“ hat sich im Verlaufe einer überaus günstigen Entwicklung als Baumaterialiengroßunternehmung eine hervorragende Stellung innerhalb der österreichischen Bauindustrie erworben; sie ist Großlieferant der Siedlung s- und Baugenossenschaften der Gemeinde Wien und anderer öffentlicher und privater Großverbraucher; sie führt Baumaterialien aller Art, vom Fundamente bis zur Inneneinrichtung. Die „Gesiba“ ist als Warenkreditinstitut der Genossenschaften und Vereine zu größter Bedeutung gelangt. Sic hat sich dadurch, daß sie von jeher ihren eigenen ansehnlichen kaufmännischen und bankmäßigen Kredit ihrem Kundenkreise dienstbar machte, um die Förderung der österreichischen Siedlungs- und Kleingartenbewegung höchst verdient gemacht. Die „Gesiba“ ist in diesem Jahre in ihrer Eigenschaft als Treuhand- steile der Gemeinde Wien für die Durchführung der Kernhauskreditaktion zur gemeinnützigen Baukreditanstall geworden. Sie führt diese Kveditaktion den Besuchern der „Wohnungs-, Siedlungs- und Kleingartenausstellung 1923“ in großzügiger Weise vor Augen. Eine Plan- und Modell- ausstcllung im Festsaale des Rathauses und die seit Wochen das größte Aufsehen und Interesse erregende Errichtung von naturgroßen, vollkommen eingerichteten Häusern auf dem R a t h a u s p 1 a t z e durch die „Gesiba“ und die zu ihrem Konzerne gehörigen „Wiener Holzwerke, Ges. m. b. H.“ sollen Hunderttausenden ein Bild ihrer Tätigkeit als Kreditstelle der Gemeinde Wien geben. Die „Gesiba“ hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestandes die Anerkennung der Kleingartensiedlungsbcwegung und der maßgeblichen öffentlichen Stellen sowie das Interesse des Auslandes erworben. Sie ist ein Werk und eine Werkstätte des Wiederaufbaues in Österreich. * + * Zum Konzern der „Gesiba“ gehören: Wiener Holzwerke, Ges. m. b. H. (Gesiba und österreichische Werke Arsenal), Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H. (Gemeinde Wien, „Gesiba“, Land- und forstwirtschaftliche Betriebsgesellschaft m. b. H.) 23 Führung durch die Ausstellung Die Besucher der Kleingarten-, Siedlungs- und Wohnbauausstellung werden ihren Rundgang durch die Ausstellung am besten nach dem hier im Katalog veröffentlichten Plane machen. Der Eingang in die Ausstellung kann entweder durch das Hauptportal von der Ringstraße oder zu beiden Seiten des Luegerplatzes oder in den Arkadenhof durch die Lichtenfelsgasse erfolgen. Der Ausgang kann sowohl bei beiden Eingängen als auch beim Rathausausgang gegen die Felderstraße erfolgen. Der zweckmäßigste Weg durch die Ausstellung führt von der Ringstraße aus auf den Luegerplatz, von dort in die Volkshalle, den Arkadenhof und das anstoßende Vestibül, sodann in den kleinen Seitenhof und von dort über die Feststiege in den Festsaal. I RATH AUSPLATZ: j Auf dem Rathausplatz erhebt sich als Mittelpunkt das große Doppelsied- | lungshaus der gemein wirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoffanstalt, welches die Grundrißlösung der L andarbeitersiedlungstype (sogenannte Burgenlandtype) zugrundegelegt, die das Bäubureau des österreichischen Verbandes für das Burgenland ausgearbeitet hat. Hier wurde die Type für einen villenartigen Bau abgeändert, dessen Dach aus Ausstellungsgründen emporgesteilt wurde. Das Flaus wurde durch die Wiener Holzwerke Ges. m. b. H., Wien. X., Arsenal, ganz aus Holz in der Patentbauweise, System „Simplex“, ausgeführt, deren Erfinder dem ursprünglichen, für Bruchsteine bestimmten Entwurf die jetzige äußere Gestalt gaben. Rund um dieses Doppelsiedlungshaus hat die Obstbaumschule der Klcin- gartenstelle der Stadt Wien Ges. m. b. H. nach den Entwürfen des Ausstellungsarchitekten G. Michael, unter Leitung des Stadtgärtners Leopold Muttentaller und unter Mitwirkung der Verbandsgartenstelle, einen Mustergarten in der Größe von zirka 800 m 2 angelegt. Eine lebende Hecke umsäumt den Garten, der alle Arten von Obst, Gemüse und Blumen zeigt, wie sie im Kleingarten zu sehen sind. Der Garten will auf die Kleingärtner beispielgebend einwirken und sie beeinflussen, die ihnen zur Verfügung stehenden Plätze so gut als möglich auszunützen. In den Rondeaux des Rathausplatzes hat die Gesiba einige überaus interessante Objekte ausgestellt. Es sind dies jene Typen von kleinen Häusern, welche die Gemein wirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt im Rahmen der bekannten Kernhausaktion zur Ausführung bringt. In den Rondeaux des Rathausplatzes hat die Gemeinwirtschaf fliehe Siedlungs- und Baustoffanstalt drei Siedlerhäuser errichtet, nach den Plänen des Verbandsbureaus die Typen 7 und 4, in welch letzterem eine Postabstempelungsstellc mit eigenem Ausstellungsstempel errichtet ist, die Type 52, nach den Plänen des Siedlungsamtes. Gegen die Felderstraße zu steht eine kleine Kleingartenhütte, die nur als Sommeraufenthalt gedacht ist. Sie hat aber immerhin einen mit Kochgelegenheit ausgestatteten Raum und bietet Schlafgelegenheit im Dachraume. Solche Hütten, wie die beiden Bauten links und rechts vom- Mustergarten, in welchen die Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., Musterlager eingerichtet hat, werden von der Gesiba in den Holzwerken im Arsenal serienweise hergestellt und durch die Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., vertrieben. Im benachbarten Rondeau steht die erwähnte Kernhaustype 4, als Riegelwandbau mit Staußziegel (Hängedrahtverkleidung). Im Vorbau dieses Hauses ist eine Trafik untergebracht. Die Zimmer eingerichtet mit Kombinationsmöbeln, 24 Im dritten Rondeau erhebt sich die Kernhaustype 52. Ausgeführt ist das Maus als Riegelwandbau mit Heraklithstopfmasse. Im letzten Rondeau erhebt sich schließlich das vollständige Haus der Kernhaustype 7 mit eingebauten Möbeln, ebenfalls ein Riegelwandbau, aber mit einer Verkleidung von Heraklithplatten. Während der Besuchszeit der Ausstellung werden Führungen mit den entsprechenden Erläuterungen stattfinden. Im Vorraum zum Festsaale ist eine Fell- und Fellverwertungsausstellung untergebracht. Es wird hier gezeigt, was sich aus Kaninchenfellen alles machen läßt. Es ist nachweisbar, daß die Kaninchen von Kleingärtnern und Kleintierzüchtern weniger wegen des h leischcs, sondern vor allem wegen des Felles gezüchtet werden, da sich aus der Fellverwertung reicher Ertrag erzielen läßt. VOLKSHALLE: In der Volkshalle fällt vor allem die heuer überaus reich beschickte Obsl- ausstellung auf. In fast 300 Fächern haben die Wiener Kleingärtner ihre Obstprodukte zur Ausstellung gebracht. Eine flüchtige Besichtigung zeigt bereits, daß es sich hier um Obst von solch hervorragender Qualität handelt, wie es in den Feinkosthandlungen der Stadt kaum zu haben ist. Sehr interessant ist die ebenfalls in der Volkshallc untergebrachte Bicnen- ausstellung. Sie zeigt alle für die leider noch viel zu wenig bekannte Bienenzucht notwendigen Materialien, angefangen vom Wabenrahmen und vom strohgeflochtenen Bienenkorb bis hinauf zum modernen Breitwabenstock. Die Bienenausstellung dürfte eine der größten dieser Art sein, die seit 20 Jahren in Wien veranstaltet wurde. An der Stirnseite der Halle ist auf einer großen Fläche eine Statistik der Kleingartenstelle angebracht. Sie gibt ein überaus anschauliches Bild von der Entwicklung dieser Bewegung und von der Schaffung ungeheuerer materieller Werte durch die Wiener Kleingärtner. ARKADENHOF: Im Arkadenhofe ist vor allem die Ceniiise-Koüelftivausslcllung der Kleingartenvereine untergebracht. Es ist beachtenswert, welche bedeutenden Erfolge die Wiener Kleingärtner auf dem Gebiete der Heranzucht vorzüglichen Gemüses errungen haben. Zahlreiche Vereine haben der Ausstellung ihrer Gemüsesorten auch Erdproben beigegeben, so daß sich der Besucher überzeugen kann, auf welch schlechtem Boden das Gemüse gezogen wurde. Daß es trotzdem so vorzüglich ausgefallen ist, muß lediglich dem Flciße und Eifer der Kleingärtner zugeschrieben werden. Die Gemüseausstellung ist auf drei Längstischen, von denen, jeder über 80 m 2 Belegfläche hat, untergebracht. Die einzelnen Vereine sind durch Unterteilungen sowie durch Namenschilder ersichtlich gemacht. Den Querabschluß des Arkadenhofes bildet die Blumenausslelltmg. Auf einer zirka 5 m hohen Estrade sind alle Sorten von Blumen zu sehen, die in den Wiener Kleingärten gezogen werden. Auf den obersten breiten Etagen der Blumenstellagc zeigt die Baumschule der Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., Fenstergärten. Die beiden mittleren Stellagen bestellt das Stadtgarteninspektorat, das sich lebhaft bemüht, die Blumenkultur in den Wiener Kleingärten zu heben. Auf den restlichen Stellagen sind Blumenaüsstellungen der Kleingärtner untergebracht. Unter den Arkaden ist die Kleinlierausstellung untergebracht. Zugelassen wurden mit Rücksicht auf die Raumverhältnisse nur Kaninchen und Geflügel; jene Kleintiere, die von den' Wiener Kleingärtnern auch am häufigsten gezüchtet werden. Die Kleintierc sind nach Rassen geordnet. Die einzelnen Rassen selbst sind aus dem Ausstellerverzcichnis im Anhang ersichtlich. -- 25 Im zweiten Teile des Arkadenhofes befindet sich eine Ausstellung gewerblicher Firmen. Gegenüber der Fcststiege I befindet sich eine Taubenausstellung. Sie ist deswegen von besonderem Interesse, weil unter den ausgestellten Tauben Exemplare sind, von denen keine zweiten in Europa existieren. Gegenüber der Feststiege 2 bringt das Bundesheer eine landwirtschaftliche Ausstellung. Im anschließenden kleinen Seitenhofe, gegen die Felderstraße, ist eine interessante Vorführung verschiedener ßausysteme, welche in einzelnen Mauerwerkskörpern dargestellt werden, und für welche die Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft, Wien, I., das Baumaterial beigestellt hat, untergebracht. Auch hat hier die liestia A—G. i. G., II., Obere Donaustraße 17, eine Kleingartenhütte, Bauweise Hestia, errichtet. ln der Vestibulehalle gegen den Schmid-Platz zu befindet sich eine Ausstellung von Siedlerarbeiten aller Art. Diese Ausstellungsgruppe wird deswegen von besonderem Interesse sein, weil sic zeigt, daß sich unsere Siedler in jeder Weise zu helfen wissen und alle benötigten Materialien und Behelfe nach Möglichkeit selbst herzustellen trachten. Für die Besucher wird es am günstigsten sein, an der Hand des im Katalog cingehefteten Planes sowie vorstehenden Führers die einzelnen Gruppen der Ausstellung zu besichtigen. Buffets sind im Arkadenhofe unter dem Turmvorbau sowie unter den Arkaden beim Eingang gegen die Liechtenfelsgasse untergebracht. Bei dem letztgenannten Buffet werden nur alkoholfreie Getränke verabreicht. Weitere Buffets befinden sich in der Vorhalle zur Volkshalle sowie auf den äußersten Enden der Rathausarkaden am Rathausplatze. An Sonn- und Feiertagen sind fliegende Buffets im Rathausparke aufgestellt. Alle Buffets sind verpflichtet, auch alkoholfreie Getränke abzugeben. Die Ausstellungskanzlei befindet sich im Arkadenhofe beim Eingang in der Liechtenfelsgasse Dort befindet sich auch der Inspektionsarzt sowie eine Unfallstation. Eine weitere Unfallstation befindet sich in der Volkshalle. Polizei und Feuerwehr halten Permanenzdienst. Die Ordnung wird durch Ordner der Ausstellungsleitung aufrechterhalten. Diese Ordner sind' durch rotweiße Rosetten erkenntlich. Die geschätzten Besucher werden ersucht, den Weisungen dieser Ordnungsorgane im Interesse der glatten Durchführung (jer Ausstellung unter allen Umständen Folge zu leisten. Klosettanlagen befinden sich im Arkadenhofe, im Festsaale sowie im Rathausparkc. Sie sind durch Weisungsaufschriften entsprechend erkenntlich gemacht. ' : Auf dem Rathausplatze konzertiert an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 4 bis 7 Uhr abends eine vollständige Militärkapelle des Infanterieregimentes Nr. 4, Kapellmeister Richter. Im Arkadenhofe finden an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr vormittägs und von 4 bis 7 Uhr abends ebenfalls Konzerte statt. Im Arkadenhofe wird auch der Gesangverein der Schrebergärtner Wiens (Chormcister Lindner) Gesangvorträge zur Darbietung bringen. % FESTSAAL: In dem Festsaal ist die Plan-, Bild- und Modellausstellung untergebracht. Besonders interessant ist die Ausstellung des Stadtbauamtes. Diese gibt ein übersichtliches Bild über die Leistungen der Gemeinde und des genannten Amtes auf dem Gebiete der Wohnbautätigkeit in den letzten Jahren, und zwar über jene Bauten, welche aus den Erträgnissen der Wohnbausteuer au fge führt wurden. Das Siedlungsamt zeigt an der Hand zahlreicher Plan* und Bildbehelfe, wie 26 sich die Siedlungsbewegung hier in Wien in den letzten Jahren entwickelt hat. Sehr interessant ist auch das vom Siedlungsamte beigestellte Material -über die Siedlungs- [ tätigkeit in anderen Ländern sowie über den Einfluß der Siedlung auf die Gesundheit , und die Arbeitstüchtigkeit des Menschen. Die Kleingartenstelle zeigt ah der Hand einer übersichtlichen Statistik die Entwicklung der Kleingartenbewegung hier in Wien sowie deren materielle Ergebnisse. Das Wohnungsamt stellt eine überaus interessante Statistik über seine Tätigkeit aus. Zum ersten Male wird hier der Versuch gemacht, die Tätigkeit des Wohnungsamtes in seinen einzelnen Zweigen graphisch darzustellen, um so der Bevölkerung ein Bild davon zu geben, welche Leistungen notwendig waren, um die Wohnverhältnisse wenigstens auf der heutigen Stufe zu halten. Die Gemeinwirtschaftliche Siedlungs- und Baustoffanstalt zeigt an der Hand einer Anzahl interessanter Modelle die Kernhausaktion, die sie auf dem Rathausplatze zum Teil in natura darstellt. Der Österreichische Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen hat ein überaus reiches Material seiner angeschlossenen Organisationen gesammelt und zur Ausstellung gebracht und bringt statistische Aufschlüsse über die Siedlungs- und Klcingartenbewegung, Propagandamaterial, Berichte über die Verbandstätigkeit sowie Entwürfe seines Bauburcaus, überdies mit Mag.-Abt. XXX eine Übersicht über die Straßen'.'ehrichtverteilung. Außerdem stellen einzelne Genossenschaften wertvolles Material, vor allem aus den Gebieten außerhalb Wiens, aus. Ausstellungsverzeichnis Gruppe la / Kleingartenwesen 1. GEMÜSEKOLLEKTIVAUSSTELLUNG der nachstehend angeführten Organisationen ARKADENHOF GEMÜSETISCH RECHTS (Eingang Lichtenfelsgasse): Zentralverband der Eisenbahner-Kleingärtner Österreichs. Verein der Eisenbahner-Schrebergärtner der westlichen Bezirke Wiens. Verein der Schrebergärtner „Wasserwiese". Verein der Schrebergärtner „Kaisermühlen". Schrebergartenverein „Kriau“. Freie Schrebergärtnervereinigung der Stral.icnbahner. Schrebergartenverein der Leopoldstädtcr Kriegsinvaliden, II., Großer Bruckhaufen. Schrebergartenverein „Landstraße“. Schrebergartenverein „Leberstraße’'. Vereinigung der Kleingärtner Margaretens, Gruppe Margaretengürtel. Schrebergartenverein „Dobnerwiese“. Verein Arbeiter-Schrebergärten „Favoriten". Schrebergartenverein „Arsenal“. Schrebergartenverein „Sirocco“. Verein Arbeiter-Schrebergarten „Wasserturm“. y Kleingartenanlage „Altes Landgut“. Verein dfer Schrebergärtner „Auf der Simmeringer Heide“. I. Simmeringer Schrebergärtner- und Kleintierzüchterverein in Wien. Schrebergartenverein „Gaswerke Simmering“. Freie Vereinigung der Schrebergärtner Bahndamm—Grillgasse, Kolonie Bahndamm. Kleintierzucht- und Schrebergartenverein „Esparsette“. Eisenbahner-Schrebergartenverein Matzleinsdorf. Kleingarten- und Kleintierzuchtverein Siedlung „Rosenhügel“. Verein der Schrebergärtner „An der Fasangartenmauer“. Vereinigung der Schrebergärtner „Gaudenzdorf". Gartenverein „Gatterhölzl“. Kleingartensiedlung „Rosental“, reg. Gen. m. b. H., mit-den Kolonien: Rosental, Satzberg, Steinhofstraße, Starchantsaigen, Reitzenpfennig, Spiegelgrund. Baumgartnerhöhe, Steinhofgruppe und Dehnepark. Verein der Schrebergärtner „Am Ameisbach“. Siedlungsgenossenschaft „Sat“, Auhofer Trennstück. Siedlung „Friedensstadt—Lainzer Tiergarten“. Verein der Schrebergärtner H'etzung und Umgebung mit seinen Gruppen: Bernbrunngasse, Kopfwiese, Deutschordenstraße, Gruppe VI: Hackinger Straße, Halterbachtal, Silierei, Trazerberg, Gruppe II und III: Hackinger Straße, 28 GEMÜSETISCH — MltTE: Verein „Hillschergärten“, Breitensee. Schrebergarten-, Siedlungs- und Kleintierzuchtverein „Spällart“. Schrebergartenverein „Straßenbahnerkolonie", Hauptwerkstätte. Schrebergartenverein „Waidhausenstraße“. Verein der Kleingartensiedler Wolfersberg. Schrebergartenverein der Heimkehrer und Invaliden, Breitensee. . Verein Ober-St. Veiter Familiengärten, f Gemeinnützige Kleingartensiedlungsgenossenschaft Altmannsdorf—Hetzendorf, Sektion Lainz—Speising. Verein der Schrebergärten „An der Rose“. Siedlungs- und Wirtschaftsgenossenschaft der Schrebergärtner „Zukunft“, reg. Gen. m. b. H. Schrebergartenverein „Stanaboden“. Schrebergarten- und Kleintierzuchtverein „Frohe Zukunft“. Schrebergartenverein „An der Märzstraße“. Bau- und Wohnungsgenossenschaft „Heimat“, Kleingartengruppe. Schrebergartenverein „Vogelweide“. Kleingartenverein „Sandleiten“. Vereinigung der Schrebergärtner „Am Nordrande der Schmelz“. Verein „Kultur freunde“ im Fuchsenloch. Verein „Gartenfreunde“, Ottakring. Schrebergartenverein „Gartenfreunde“ — Auf der Schmelz. " Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft „Fleim“ — Siedlung „Starchant“. Schrebergartenverein „Waidäcker“. Verein „Siller-Gärten am Ameisbach“. Schrebergartenverein „Probieranstalt“. Schrebergartenverein „Galitzinberg“. Vereinigung der Schrebergärtner „Liebhartstal“. Verein der „Schrebergärtner ob der Als“. Schrebergartenverein „Marienkolonie“. Schrebergartenanlage „Kreuzbau“. Ar'eitsgemeinschaft des Schulgartens im XVII. Bezirk. Elternverein der Knabenvolksschule XVII., Hernalser Hauptstraße 100, Schulgarten. Kleingarten der Dornbacher Schuljugend. Kleintierzucht- und Schrebergartenverein XVII., Pointengasse. GEMÜSETISCH — LINKS: Schrebergarten- ünd Kleintierzuchtverein „Predigerstuhl“. Gartengesellschaft „Dornbacher“. Gemeinnützige Kleingarten- und Baugenossenschaft „Schafbergsiedlung“. Gemeinnützige Kleingartengenossenschaft „Sommerheide“, reg. Gen. m. b. H. Schrebergärtnerverein „Scheibenberg“. Schrebergartenverein „Brunnstube“. Schrebergartenverein „An der Buchleiten“. Kleingartenverein „Inva“. Schrebergartenverein „Rupolden“ am Schafberg. Kleingärtnergruppe „Windmühlhöhe an der Glanzing“. Schrebergartenverein „Gersthof“. Reichsorganisation der Hausfrauen Österreichs (Rohö). Arbeiter-Schrebergartenverein „Rudolfshügel“. 20 Verein „Kleinwirtschaft“, Fladersdorf-WeidlingaU. Schrebergartenverein „Roth-Neusiedl“. Schrebergartenverein „Maaer bei Wien“. Bezirksorganisation der Kleingärtner des 19. Bezirkes mit den Sektionen: „Exportakademie“, „Krottenbachtal“, „Nußdorf“, „Hackenberg", „Grinzing“, „Obkirchergasse“. Gartenbauschule für Mädchen, Grinzing—Kaasgraben. Schrebergartenverein Wien XX., Sektion „Eisenbahnerhäuser“. Schrebergartenverein „Straßenbahner—Brigittenau“. Erster Wiener Lust- und Nutzgartenverein. Verein „Schrebergärtner Wien XXI“ mit den Sektionen: „Schwarzlackenau“, „Leopoldau“, „Stadlau“. Siedlungskolonie „Lettenhaufen“. Schrebergartenverein „Alte Donau“. Donaufelder Kleingärtner. 2. OBST UND KONSERVIERTE FRÜCHTE Einzel- und Kollektivaussteller VOLKSHALLE Fach-Nr. Verein iVassertviese: Josef Czadek.356 Karl Jakubecki.357 Verein Kaisermühlen: Jakob Eichberger.358 Verein Dobnerwiese: Richard Giebisch.359 Hans Prinz.360 Heinrich Stilgazs.362 /. Simmeringer Schrebergarten- und Kleintierzuchtverein: Josef Resch.361 Verein Esparsette: Franz Fischer.363 Josef Dadinsky.364 Anton Brezina.366 Karl Eckerl.367 Verein Gartenfreunde Xll. Rudolf Jedlicka .... 365 u. 368 Leo Laurer.369 Josef Wessely .370 Anton Schachner.371 Johann Simlinger.372 Heinrich Keilbauer . . . 373 u. 374 Fach-Nr. Eisenbahn=Schrebergartenverein Matzleins- dorf: Franz Hradek ...... 375/1 __^-J. Hinterhofer . 375/2 Josef Hellan.376 Vereinigung der Kleingärtner Gaudenzdorf: Franz Burianek.377 Genossenschaft Altmannsdorf -H etzendorf. Sektion Rosenhügel: Franz Staudner.378 Verein Ober-St. Veiler Familiengärten. Wien. XIII, 7. Hermann Nießner jun. ..... 379 Hermann Nießner sen.380 Kleingartensiedlung Rosental, r. C. m. b. II., mit den Kolonien: Rosental, Satzberg, Steinhofstraße, Star- chanstaigen, Reitzenpfennig, Spiegelgrund, Baumgartnerhöhe, Steinhof gruppe und Dehnepark: Minna Fürst.381 Marie Greiner.382 Johann Preiß.383 Ferdinand Schittler.384 Ferdinand Schittler jun. . . . . 385 Otto Felkel.386 30 f'ach-N'r. Leopold Rajecky.387 Emmerich Göhl.388 Moritz Öhlmann ..... 389 Wilhelm Nowotny.390 Isidor Salzer.391 Johann Eichler.392 Johann Klima.393 Marie Zach.394 Josef Baidinger.395 Josef Kummer ....... 396 Franz Puncochar .397 Hans Mündl.398 Heinrich Thier . .399 Anton Pavani.400 Rosa Petrovic.• . . 401 Antonie Skoupal.402 Franz Wozak.403 Karl Hiesberger.404 Michael Moser.405 Johann Philip.406 Rudolf Schober.407 Brigitta Ludwig.408 Johann Schmidler sen.409 Matthias Seidenglanz.410 Karl Kubart.411 Franz Scherf.412 Johann Löschl.413 Julius Szabo.414 Philipp Wanzenböck.415 Karl Heinrich . . . . ' . . 416 Franz Lejska.417 Methud Nemetz.418 Wenzel Pavlicek.419 Wilhelm Maleta.420 Hans Kornher.421 Johann Proidl ..... 422 Kollektivausstellung der Kleingartensiedlung Rosental .... 423—428 Josef Moser.429 Karl Latal.430 Johann Peukert.431 Julius Straufighitel.432 Heinrich Frohm.433 Alois Pichler.434 Albertine Pischa.435 Josef Riefler ......... 436 Karl Turba.437 Josef Mitterbaucr.438 Johann Pinos.439 Karl Franz ........ 440 Karl Weiß.441 Karl Wiest ..442 Johann Glaser.443 Moritz Weiß. Fach-Nr. . . 444 Edmund Kristinus .... . . 445 Michael Verwanger .... . . 446 Aquilin Stehno. . . 447 Georg Leodolter. . . 448 Emil Fiedler. . . 449 Friedrich Hahn. . . 450 Anton Lehner. . . 450a Karl Hiesberger . . . . . . 450b Josef Lehecka . . . 451 Karl Schalter. . . 452 Oskar Frank. . . 453 Hans Spallek .. . . 454 Johann Klein. Alois Wieser.. Franz Amon. 457/1 Alon Pavlik. . 457/2 Josef Rudolf. . . 458 Franz Kregar. . . 459 Franz Haldenwanger . . . , . 460 Rudolf Schnepf. . . 461 Wenzel Svab. . . 462 Josef Lock. . . 463 Franz Schwalbl. . . 464 Franz Schwalbl. . . 465 Verein Ameisbach: Emanuel Swoboda .... . . 466 Johann Suchanek . . . 467 Karoline Käs . . . ”. . . . . 468 Alois Peta. . . 469 Johann Schmidt. . . 470 Franz Kopecny. . . 471 Franz Brandt. . . 472 Karl Paweler.. . . 473 Anton Polensky. . . 474 Anton Kummer ..... . . 475 Alfred Fiedler. . . 476 Franz Kurz. . . 477 Johann Voith. . . 478 Ferdinand Prazak .... . . 479 Karl Moritz Prax .... . . 480 Ferdinand Sklar. . . 481 Friedrich Stummer .... . . 482 Johann Zeleny. . . 483 Siedlungsgenossenschaft „öat“, Au- hofer Trennstück .... 484—492 Siedlungs- und Wirtschaftsgen ossenschaft Zukunft: Stephan Rust. . . 493 Josef Jellinek. . 494/1 31 Fach-Nr. Ignaz Jarolin. 494/2 Friedrich Adensohn. 495/1 Franz Willner. 495/2 Eduard Pfregner. 496/1 Hermann Weimann. 496/2 August Kaspar. 497/1 Johann Kühnei. 497/2 Franz Safarik jun. 498/1 Alois Multerer. 498/2 Rosalia Klein. 499/1 Adolf Pascher. 499/2 Viktor Liebermann. 500/1 Viktor Stastny. 500/2 Karl Rauchbauer. 500/1 Raimund Absenger.501/2 Leopold Luther. 502/1 Karl Kapeller.F02/2 Josef Seliger. 503/1 Ludwig Chalkovsky. 503/2 Alois Müller. 504/1 Ludwig Margoni. 504/2 Heinrich Kubek . . . 505/1 Julius Bischof. 505/2 Verein an der Märzstraße: Anna Kellner. 506; 1 Rudolf Stehno. 506/2 Cen.-Heirn-Siedlung Slarclianl: Hans Ertl.507 Verein Carlen)reunde, Ottakring: Franz Stadlmayer.. . 508 Josef Iheumeyer ..509 Franz Weiser.510 Josef Wünsch.511 Franz Wittrich.512 Josef Wenzl.513 Franz SmrCka.514 •Karl Sekirnjak.515 Karl Röhrich.516 Eduard Maier.517 Josef Kratzei.518 Franz Flayek.519 Kollektivausstellung des Vereines Gartenfreunde, Ottakring . . . 520—525 Leopold Garn.526 Leopold Fritsche.527 Johann Bransil.528 Franz Vokurka.529 Rudolf Oulehla.530 Johann Groß.531 Fach-Nr. Anton Schlorith .532 Hans Matzka.533 Anton Peter.534 Josef Dostal.535 Schrebergartenverein Marienkolonie, X VII., Ahzeile. Vinzenz Jäckel.536 Karl Weißleder.537 Schrebergartenverein Kreuzbau: Hugo Schmid.538 Franz Fischer.539 Anton Vorzellner.540 Alois Steierl . ..541 Johann Wallach.542 Rudolf Wildmann.543 Karl Norek.544 Hans Krudelka.545 Franz Gräser.546 Kollektivausstellung des Vereines Kreuzbau . 547—549 Ignaz Kensch ........ 550 Josef Legenstein.551 Josef Kratochwill ..552 Franz Weber.553 Alois Egl.554 Johann Zachner. 555. Ferdinand Dungl. ; • 556 Franz Swoboda.357 Karl Stefan.558 Moriz Witt.359 Ernst Reinold . . 360 Gemeinnützige Kleingartengenossenschaf t Sommerheide: Pius Löffelmann.361 Rudolf Schlager. 564 1 Julius Hauke. 564/la Leopold Schedl . 564/2 Schrebergartenverein Brunnstubez Kollektivausstellung des Vereines Brunnstube . 562 u. 565 Dr. Alfred Resch. 563 ■ Josef Krenn.566 Franz Aimeth.567 32 Fach-Nr. Gemeinnützige Kleingarten- und Bau - genossenschaft Schafbergsiedlung: Franz Muschi.568 Anton Maurer.569 Albert Groß.570 Franz Muschi. . . 572 Josef Winkler.573 Sehr eher gartenverein An der Buchleilen, Wien-Währing: Hermine Ambros.571 Matthias Doppler.574 Carlenbauschule für Mädchen, XIX., Kaasgraben: Kollektivausstellung .... 575—582 Franz Rath. 583—585 Fach-Nr. Kleingärtner des XIX. Bezirkes, Sektion Nußdorf: • Kollektivausstellung.586 Erster Wiener Lust- und Nutzgartenverein: Ernst Czapka.587 Josef E. Fischer.588 Johann Roller.589 Georg Bauernebl.. . 590 Adolf Kubelka.591 Wenzel Kubelka.592 Ludwig Kubelka.593 Karl Kropil.594 Karl Schellinger.595 Schrebergartenverein Mauer bei Wien: Kollektivausstellung .... 596—598 3. ARZNEIPFLANZEN (Einzelaussteller) VOLKSHALLE Getrocknete Arzneikräuter in Gläsern, präparierte Blüten und Blätter der Arzneipflanzen. Aussteller: Antonie Schneck, Franz Muschi, Fritz Krawec, Alois Bischof, Josef Edlinger, Apollonia Morawek, Josef Bayer, Katharina Grünweis, Betty Wölfl, Johann Reimann, Emanuel Swoboda, Franz Jura, Johann Köhler. 4. BIENENZUCHT VOLKSHALLE Fachblätter: „Bicnenvater", I., Helferstorfcrstraßc 5. „III. Monalsblätter für Bienenzucht“, Theodor Weippl, Zeiselmauer, Niederösterreich. „Mein Bienenmütterchen“, IX., Clusiusgasse 10. ' Aussteller: Bienenzuchtverein „W ien-Westend“. Obmann Theodor Schwarzinger, XIII., Biraghi- gasse 71. Vereinsheim: Gasthaus Wambacher, XIII., Lainzer Straße 121. Honigverkauf. Österreichische Imkergenossenschaft, Imkereibedarfsgesellschaft, XVII., Ottakringer Straße 72. Vermittelt lebende Bienen, Bienenwohnungen, Honig, Wachs und sämtliche Bienenzuchlgeräte. Eckert Karl, XII., Sagedergasse 68. L. M. S. Bienenzuchtartikel, IX., Clusiusgasse 10. „KUW“, XV., Moeringgasse 7. Kleingartensicdlung Rosental, Wien, XIII. Wilh. Ramstorfer, Deutsch-Wagram. Bezirksrat Alfred Hörmann, XIX., Gymnasiumstraße 69. Österreichische Imkerschule, II., Rotunde, Nordporlal. 33 Kfg. 1 3 5 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33 99 101 103 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 66 5. BILDER, MODELLE USW. aus Kleingartenanlagen Einzel- und Kollektivausstellungen FESTSTIEGE I UND II Gruppe 1b / Kleintierausstellung IM ARKADENHOF HASEN: Kfg. Schrvarzloh: Kfg. Kugl Johann 35 Sediwy Johann 67 Wanya Johann Schöpf Julius 37 Cemy August 69 Wallner Ferdinand Hauer Anton 39 Wintersberger Anton 71 Pichler Alois Kramsky Josef 41 Parzoubek Viktor 73 Pichler Alois 43 Prokop Robert 75 Heger Engelbert Schinzel Josef A. 45 Hinterecker Julius 77 Hoke Alois Hackel Franz 47 Heischmann Leopold 79 Kalwa Karoline Heger Engelbert 49 Ilk Otto 81 Fuchs Alois Heim Leopold 51 Reinl Anton 83 Prix Alois Kalwa Karoline 53 Weißleder Karl 85 Gold Josef Fuchs Alois 55 Hoke Alois 87 Sediwy Johann Prix Alois 57 Fischlmayer Käthe 89 Cemy August Gold Josef 59 Knapp Josef 91 Wintersberger Anton Reinold Ernst 61 Heim Leopold 93 Heischmann Leopold Paroubek Viktor 63 Mayer Julius 95 Ilk Otto Kraft Julie Klasek Emanuel 65 Roppold Franz Blauloh: 97 Fischlmayer Käthe Zauchinger Karl 105 Schellner Hugo 111 Zauchinger Karl Pichler Alois 107 Paroubek Viktor 113 Knapp Josef Heger Engelbert 109 Cemy August Hermelin: 115 Pichler Alois Paroubek Viktor 24 Telatzky Anton 46 Vogt Josef Reinisch Hans 26 Bischof Julius 48 Smrz Leopold Schmaldienst Leopold 28 *» *» 50 Kinscher Franz 30 Hahn Franz 52 .. »* ,♦ 32 «« »♦ 54 Schub Rudolf Heischmann Leopold 34 Schub Rudolf 56 Dangl Alois Dangl Alois 36 »» *» 58 Heuser Otto •• »» 38 Kleinedler Franz 60 Bischof Julius Heuser Otto 40 I* »» 62 Hahn Franz H t* Telatzky Anton Stookhammer Leopold 42 Bischof Julius 44 Vogt Josef Sächsische Hermelin: 64 34 Russen: g- )8 Fischlmayer Käthe 70 7 2 Kinscher Franz 54 Zakovsky Adolf !6 Sediwy Johann S8 Saare Georg 10 Köhler Johann 12 Knapp Josef 14 Zakovsky Adolf 17 Tomanetz Johann 19 Schellner Hugo 21 Liepold Bernhard 23 Doberer Karl 25 Wlach Ludwig 27 Bauer Karl 18 Kugel Johann 20 Schopp Julius 22 Krawec Fritz 24 Kramsky Josef 26 Bruna Rudolf 28 Schneller Hugo iO Schörgmayer Martin 52 Wanek Johann 54 Reinold Emst 56 Paroubek Viktor 19 Martinkowitz Josef 51 Paroubek Viktor 59 Hübner Franz 31 Krawec Fritz 53 Paroubek Viktor 73 Unger Samuel 76 Partei Rudolf 50 Pichler Alois 52 Lehmann Josef 54 Schinzel Josef Adolf 56 Schellner Hugo 58 Weilharter Rudolf Kfg. 74 Kinscher Franz 76 Hitzier Franz 78 Weiße Wiener: 96 Zakovsky Adolf 98 Trnka Josef 100 102 Zauchinger Karl 104 Bruckner Karl 106 Havanna: 129 Hitzier Franz 131 Rumpler Josef 133 Mayer Julius 135 Reps Josef 137 Windhaber Franz Crausilber: 138 Sediwy Johann 140 Cerny August 142 Wintersberger Anton 144 Schmaldienst Leopold 146 Schimbach Johann 148 Dworak Rudolf 150 Gruber Ignaz 152 König Wilhelm 154 Peer Rudolf 156 Heim Leopold Alaska: 153 Steininger Moriz 155 Hellwig Josef Blaue Wiener: 165 Cemy August 167 Altenburger Hans Wiener Scheck: 175 Tasch Ferdinand Riesensilber: 178 Vogt Josef Gelbsilber: 190 Knapp Josef 192 Nitzlader Johann 194 Sippel Oskar 196 Titz Gustav 198 Schar Julius Kfg. 80 Wallner Ferdinand 82 Fischlmayer Käthe 108 Sediwy Johann HO 112 Fuchs Alois 1 14 Saare Georg H6 139 Waag Josef 141 Martinkowitz Josef >43 Krebs Josef 145 Soachim Leopold 147 Rabl Franz 158 Peter Anton 160 Marschall Karl 162 Martinkowitz Josef 164 Sippel Oskar 166 Kleintiersektion Zu kunft 168 Rabl Franz 170 Schörgmayer Martin 172 Kugel Johann 174 Heim Leopold 157 Kleinedler Franz 169 Paroubek Viktor 1 71 Voith Johann 200 Heinrich Wilhelm 202 Scheibenpflug 204 Pichler Alois 206 Sippel Oskar 208 Heinrich Wilhelm 35 Kfg. 177 Kreppenhofer Jakob 179 Rusch Johann 181 Dworak Viktor 191 Hurt Johann 193 Hellwig Josef 199 Hackel Franz 201 Wanek Johann 203 Dworak Viktor 213 Buchta Josef 215 Hammer Franz 217 Kleintiersektion Zu219 kunft Urban Ulrich 210 Lehmann Josef 216 Schoula Johann 218 Schoula Johann 226 Windhaber Franz 228 Heinzl Josef 234 Krebs Josef 238 Cerny August 240 Koberger Franz 242 Reitsammer Egidius 244 Reitter Franz 246 Koberger Franz 248 Seibold Leopold 250 Reisinger Hermann 252 Ellinger Karl 254 Wahinger Deutscher Scheck: Kfß. 183 Vostreransky Adalb. 185 Knapp Josef 187 Dobias Johann Englische Widder: 195 Hellwig Josef Französische Widder: 205 Cerny August 207 Wlczek Wilhelm Belgische Riesen: 221 Drever Karl 223 Peer Rudolf 225 Prix Alois 227 Randa Rudolf 229 Gabler Franz Flolländer: 212 Slezak Richard Japaner: 220 Peer Rudolf 222 Kunz Adolf Marburger Feh: 230 Heinzl Josef Augsburger Feh: 236 Krebs Josef Ff askaninchen: HÜHNER Zwerghühner: 256 Göttlicher Anton 258 Schoula Johann 260 262 Koberger Franz 264 Kregar Franz 266 Knapp Eduard 268 Mrakota Hans 270 Kuiel Karl Kfg. 189 Kleintiersektion Schmelz 197 Kleintiersektion Z. kunfl 209 Schnobl Andreas 2 1 1 Schoula Johann 231 Beschorner Ignaz 233 Moser Karl 235 Luckerbauer Alois 237 Putz Alois 2 I 4 Bischof Alois 224 Kunz Adolf 232 Waag Josef 272 Geyer Josef 274 Reiter Alexander 276 Koberger Franz 278 Ferchenbauer Hans 280 Reitsammer Egidius 282 Koberger Franz 284 Schoula Johann 286 Kramsky Josef .36 Weiße Wyandoties: i«. Kfg. Klg. 39 Katzl Josef 243 Voith Johann 245 Stadler Franz 41 Schinzel Josef Adolf Silberrvyandottes: 47 Metzner Emilie 251 Kleintierfarm Hoch253 Kleintierfarm Hoc 49 Bischof Julius wolkersdorf 255 wolkersdorf Reiner Karl -. Goldwyandoltes: 37 Köpf Leopold 263 Kleintierfarm Hoch265 Valis Viktor 39 Zelesny Karl wolkersdorf 267 Ferchenbauer 61 Bischof Julius Rhode Island: * 69 Jungwirth Josef 277 Hübner Franz y 285 Kutil Johann 71 Eichhorn Jose f 279 Richter Emil 287 Ticec Karl 73 Staudner Franz 281 Ganglberger Wilhelm 289 Zauninger Karl 73 Rais Anton 283 Randa Rudolf 291 Staudner Franz Japanische Seiden-N eger: 38 Kleintierfarm Hoch290 Kleintier farm Hochwolkersdorf wolkersdorf Weiße Italiener: 92 Hoke Alois Rehhuhnfarbige Italiener: 94 Vdlis Viktor 304 Gold Josef 312 Eichhorn Josef 96 May Adolf 306 Grießenberger Franz 314 Lenhard Heinrich 98 Eichhorn Josef 308 Sinkowitsch Johann 316 Lenhard Heinrich 00 Adler Karl 310 Andre Leopold 318 Voglsang Anton 02 Müller Rudolf Sulmtaler: 93 Winter Franz 295 Winter Franz Houdhan: 97 Micko Anton Orpington: 99 May Adolf 305 Kröpfl Josef 311 Mencik Vincenz 01 Kramsky Josef 307 May Adolf 313 Herztka Jella 03 Köpf Leopold 309 Kozak Rudol f 315 Kozak Rudolf Brahma: 17 Lässig Hieronymus ;*7 320 Langer Alois Minorka: 332 Wagner Eduard 344 Tasch Ferdinand 322 Baumgartner Johann 334 Komenda Franz 346 Hermann Franz 324 Krbetz Johann 336 Hascha Adolf 348 Andri Leopold 326 Paul Heinrich 338 Scharl Josef 350 Rabl Franz 328 Salaba Rudolf 340 Wurmfeld Adolf 352 Krbetz Johann 330 Wimmer Anton 342 Kaas Franz 354 Fiedler Emil Lachshühner: 319 Dania Johann Plymouth Rocks: 329 Hascha Adolf 339 Hawel Franz 321 Pichler Alois 331 Schima Franz 341 Fischer Franz 323 Pichler Alois 333 Groß Johann 343 Steiner Ferdinand 325 Reinisch Hans 335 Rohra Josef 345 Eckel Edmund 327 Sigl August 337 Fiedler Karl 347 Rabl Franz 349' Koberger Franz 351 Jedliika Cochin, rebhuhnfarbig: Langshans: 353 Brezina Anton TAUBEN: Andre Leopold Hausberger Josef Resch Josef Bauer Franz Heindl August Sigl August Bischof Julius Koberger Franz Seyringer August Baudisch Friedrich Kleinedler Franz Schoula Johann Blaschke Karl Leneis Heinrich Schubert Anton Brandtner Josef Mayer Julius Schmalho fer F ran z Dania Johann Nadlinger Friedrich Telatzky Anton Faulhaber Leopold Pichler Alois Voith Johann Gabler Franz Peter Anton Weilhartner Rudolf Giebisch Richard Pexa Franz Wotruba Josef Haider Franz Pölzinger Johann Weidner Franz Heischmann Leopold Rabl Franz Wallner Ferdinand Huthanesl Josef Reinold Julius Wesely Ferdinand FELLE 3. VOLKSHALLE Aussteller: Heim Leopold, XIII., Gurkgasse 44. Ilk Otto, XI.. Am Kanal 75. Kleintiersektion der Genossenschaft „Zukunft“, XV., Kannegasse. Krawec Fritz, XII., Schallergasse 2. Krbetz Johann, XII., Rosenhügelgasse. Küster Berta, III., Erdberger Mais 369. Martinkowitz Josef, III., Hauptstraße 71. Plank Wilhelm, XIII., Anton Langergasse 34. Salaba Rudolf, XII. Schopp Julius, XVII., Rosensteingasse 66. Gruppe II und IV / Siedlungswesen und Wirtschaftseinrichtungen I. FESTSAAL AUSSTELLUNG DES -SIEDLUNGSAMTES DER STADT WIEN Amtsführender Stadtrat: Anton Weber. Abteilungsvorstand: Regierungsrat Dr. H. Kampffmeyer. Lagepläne, Grundrisse, Schaubilder von Wiener Siedlungen, und zwar: Gemeinnützige Kleingartensiedlungsgenossenschaft Altmannsdorf—Hetzendorf: • a) Hoffingergasse, b) Rosenhügel, c) Hermeswiese. Siedlungsgenossenschaft der Kriegsbeschädigten, Laaerberg. Siedlungsgenossenschaft Laa am Berge, Laaerberg. Siedlungsgenossenschaft „Gartensiedlung“: a) Flötzersteig, b) Elisabethallee c) Blumental, Laaerberg. Siedlungsgenossenschaft .Antäus“. Siedlungsgenossenschaft der Angestellten und Bediensteten der städtischen Elektrizitätswerke Glanzing. Siedlungsgcnossenschaft Wien—West, Heuberg. Siedlungsgenossenschaft „Heim“, Galitzinberg. Siedlungsgenossenschaft „Mein Heim", Schwarzlackenau. Siedlungsgenossenschaft „A. E. K.“ Plankenäcker. Siedlungsgenossenschaft „Kriegerheimstätten“, Hirschstetten. Siedlungsgenossenschaft „Neues Leben“, Aspern. Gemeindesiedlung Kagran. Genossenschaftshaus Rosenhügel. Modell aus der Kleingartensiedlungsgenossenschaft Altmannsdorf—Hetzendorf, Kolonie Rosenhügel. Außerdem werden noch gezeigt: Pläne, Grundrisse, Schaubilder und Photographien von ausländischen Siedlungen. SÄULENHALLE (GEGEN SCHMIDTPLATZ): Bewertung der Siedlerarbeit und Ausstellung genossenschaftlicher Siedlerarbeit. AUSSTELLUNG DES ÖSTERR. VERBANDES FÜR SIED- LUNGS- UND KLEINGARTENWESEN Geschäftsführender Obmann: Adolf Müller. Obmannstellvertreter: Szabo, Kampffmeper, Morawitz. Sekretäre: Neurath , Bauermeister, Lutz (Eisenbahner). 39 I — KLEINGARTEN- UND SIEDLUNGSBEWEGUNG: Statistiken über die Anzahl der Kleingartenhütten in Wien. Statistiken über die Größe der Gartenparzellen in Wien. ' Statistiken über die Zahl der kleintierhaltenden Kleingärtner. Schaubild für ein Kleingarten- und Siedlungsprogramm. II — VERBANDSTÄTIGKEIT: Tabellen und Übersichten über die Verbandstätigkeit in der Bodenstelle, Warentreuhand, Rechtschutz, Administration, Unterrichtstätigkeit, Versicherungsschutz. Übersicht über die Kehrichtverteilung. (Gemeinsam mit Magistratsabteilung XXX, Direktionsabteilung II, Leiter Baurat Kocmanek.) III — BAUBUREAU DES VERBANDES: Chefarchitekt: George Karau. Architekten und Bauleiter: Grete Lihotzky, Hans Waloschek, Wil- helmWaloschek. Haustypenpläne (Siedlungshäuser, Kernhäuser, Kleingartenhütten, Lauben usw.). Bebauungspläne der vom Baubureau entworfenen Siedlungsanlagen: a) L-aaerberg, b) Hirschstetten, c) Heuberg, d) Sonstiges. Innen- und Außenansichten. Möbelentwürfe. Statistik. IV — GARTENSTELLE DES VERBANDES: Leiter: Garteninspektor Vogt. Gartenfachleute: Berger, Knofel. Entwürfe für Kleingärten in Plänen und Ansichten. Tafeln für Intensivierung des Gartenbaues. Pflanzenschutz. AUSSTELLUNG DER GEMEINWIRTSCHAFTLICHEN SIEDLUNGS- UND BAUSTOFFANSTALT „GESIBA" Präsident: Nationalrat Dr. Julius Deutsch. Stellvertreter: Ministerialrat Arwand V ejhornj. Verbandsobmann: Adolf Müller. Direktion: Dr. Ing. Hermann Neubacher, Hof rat Max Setz, Gemeinderat Julius Blum. I — MODELLE UND PLÄNE DER IM RAHMEN DER KREDITAKTION AUSGEFÜHRTEN KERNHAUSTYPEN: I. bis 5. Type 4, 6, 7 Kern, 7 ausgebaut, 101 Pläne des Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen. 6- Type 52, Pläne des Siedlungsamtes der Stadt Wien, Entwurf Baurat Münster. 40 7. Type Lainz-Speising, Pläne des Siedlungsamtes der Stadt Wien, Entwurf Bauinspektor Architekt Schloß. 8. Type II der Architekten Kaym und Hetmanek. II — ENTWICKLUNG DER BAUKOSTEN 1914 BIS 1922 IN TABELLARISCHER DARSTELLUNG: 1. Arbeitslöhne 1914 bis 1922. 2. Materialien 1914 bis 1922. 3. Bauselbstkosten von Arbeitsgattungen. 4. Index der durchschnittlichen Gesamtbauselbstkoslen in österreichischen Kronen und Schweizer Franken. 5. Verhältnis der Materialkosten zu den Arbeitslöhnen in Prozenten. III - UMSATZ DER GESIBA: Einzelübersichten. # IV — RÄUMLICHE VERTEILUNG UND ERGEBNISSE DER KERNHAUSAKTION NACH DEM STANDE VOM 25. AUGUST 1923: Tabellen und Übersichten. SONSTIGE AUSSTELLUNGSOBJEKTE /. Cent. Ein- u. Mehrfamilienhauser-Baugenossenschaft, t. C. m. b. H. In der Nachkriegszeit ausgeführte, beziehungsweise projektierte Wohn* Siedlungen. Architekten: G. Schläfrig, H. Reiser, W Eichberg. 2. Gesellschaft der Freunde. Näharbeiten von Siedlerfrauen. 2. RATHAUSPLATZ AUSSTELLUNG VON: GEMEINWIRTSCHAFTLICHE SIEDLUNGS- UND BAUSTOFFANSTALT „GESIBA“, KLEINGARTENSTELLE GES. M. B. H. UND ÖSTERR. VERBAND FÜR SIEDLUNGSUND KLEINGARTENWESEN Eingang : Ringstraße, gegenüber dem Burgtheater. Ausstellungsobjekte : (Von Links nach Rechts). I. Kernhaustxtpe 7, ausgebaut, mit eingebauten Möbeln. Erster Bauabschnitt enthält Wohnküche, Spülküche, zwei Wohnräume, vollständiger Bau enthält zwei weitere Wohnräume. Pläne: Baubureau des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen. (Chefarchitekt Karau.) Haus und Möbel: Entwurf Grete Lihotzky. Errichtet von der gemein wirtschaftlichen Siedlungs- und Baustof fanstalt. Zimmererarbeiten : Wiener Holzwerke. Bauausführung : Gemeinnützige Baugesellschaft „Grundstein“, Riegelwandbau mit Heraklithplatten. 41 2. Kernhaustype 52, nicht ausgebaut. Erster Bauabschnitt enthält Wohnküche, Spülküche und zwei Wohnräume. Pläne: Siedlungsamt der Gemeinde Wien. Entwurf : Baurat Münster. Errichtet von der gemeinwirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoffanstalt. Zimmererarbeiten : Wiener Holzwerke. , B a u a u s f ü h r u n g : Gemeinnützige Baugesellschaft „Grundstein“, Riegelwandbau mit Heraklithstopfwänden. Demonstrationsraum für Heraklithbauweise. 3. Kleingartenhütie als Sommerwohnung vorgeführt, kann auch als Dauerwohnung errichtet werden. Type 4. Pläne : Baubureau des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen. (Chefarchitekt Karau.) Haus: Entwurf Grete Lihotzky. Kombinationsmöbel: Chefarchitekt George Karau. Errichtet von der gemeinwirtschaftlichen Siedlungs- und Bausloffanstalt. Zimmererarbeiten : Wiener Holzwerke. Bauausführung : Staußziegelwerke. Im Stallgebäude ist die Post mit eigenem Ausstellungsstempel untergebracht; sonst eingerichtet. 4. Kleingartcnhütte, Type 205. Pläne: Baubureau des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen. (Chefarchitekt Karau.) Haus: Entwurf Hans Waloschek. Strohdach: Karau (Laa am Berge). Eingebaute Möbel: Entwurf Grete Lihotzky. Errichtet von der gemeinwirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoffanstalt. Zimmererarbeiten : Wiener Holzwerke. Riegelwandbau, mit Holz verschalt. 5. Simplexhaus, in der Mitte des Platzes. Pläne: Unter Anlehnung an die Grundrisse des Baubureaus des österreichischen Verbandes (Entwurf Siedlungs- und Kleingartenwesen), die für die Burgenlandtype (Bruchsteinausführung) 101 bestimmt sind, in Holz, mit überhöhtem Dach, ausgeführt durch die Patentinhaber, Architekten ZV. Baurat Rudolf Krauß und Ing. Georg Rupprecht. Hier im Villenstil vorgeführt. Stall: Entwurf Wilhelm Waloschek. Möbel: Entwurf Lihotzky und Firma Lorenz, Entwurf Gorge. Zimmererarbeiten: Wiener Holzwerke. Riegelwandbau in Simplexbauweise (Patent) durch Wiener Holzwerke. Kistenartige Elemente ermöglichen rasches Bauen. Errichtet von der gemeinwirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoff anstatt. Im Parterre Ausstellung der Gartenstelle des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen. 43 6. und 7. Kleingartenhütte 206 (Entwurf Verbandsbaubureau) als Ausstellungspavillon der Kleingartenstelle verwendet, mit herumgebauten Laubengängen. (Pergola.) Pläne: Österreichischer Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen. Errichtet von der Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H.; enthält deren Ausstellungsob j ekte. 8. und 9. Rechts und links von der Rathausstiege sowie bei den Ein- und Ausgängen gegen Votivkirche und Parlament Kojen der Firmen. An den von der gemeinwirlschaftlichen Anstalt nach den Plänen des österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen und dem Siedlungsamt der Stadt Wien aufgestellten Bauten vor dem Rathause haben außer den genannten noch folgende Firmen mitgearbeitet: Spenglerarbeiten: Siedlungsgenossenschaft Hirschstetten, Material von der Gesiba. Anstreicherarbeiten für Type 7 und 205: Siedlungsgenossenschaft der Kriegsbeschädigten Deutschösterreichs (Lainz), Material von der Gesiba und von den Siderosthen-Lubrosewerken. Anstreicherarbeiten für Type 4 und 52: Siedlungs' genossenschaft Hirschstetten, Material hierzu von der Gesiba. Glaserarbeiten: Bernhard Eilend, Material hierzu von der Gesiba. Heraklithstoffbau von Heraklith- Baukreditbank. Verkleidung der Type 4: Staufiziegelwerke. Strohdeckung: Siedlungsgenossenschaft Laa am Berge. Ziegel: Wienerberger Ziegelwerke. Installation: Emmerich Wyand. In den hier genannten Objekten haben folgende Firmen für Inneneinrichtung Arbeiten geliefert: Wiener Holzwerke Ges. m. b. H., alle Möbel; ferner: Bernhuber & Schenk, Steinholzfußboden; Bayers Eduard Nachf., Bücher; Bräuer, Rexkonservengläser; Dcnes Hermann, Spiegel; Herr Wilhelm, Herde und Öfen; Siedlung Hirschstetten, Anstreicher; Kriegsblindenheim, Korbmöbel, Bürsten, Besen usw.; Wiener Holzwerke, Möbel; Kimpink Leopold, Petroleumherde und Öfen; Lainzer Siedlungsgenossenschaft, Anstreicherarbeiten; Lorenz, Ges. m. b. H., Moderne Galerie f. Kunst und Wohnung, Stoffe, Möbel, Lampen, Bilder usw.; Matauschek Josef, Kochgeschirr; Olso, österr. Beleuchtungs- u. Beheizungs-Ges. m. b. H., Beleuchtungskörper, Badeeinrichtung; Penk H., Ruberoid-Fufibodenbelag; Perles Moritz, Buchhandel, Kunstbilder; Rothmüller A. G., Kochgeschirr; Reich Ig„ Dauerbrandofen; Steiner A. G. Paradiesbettenfabrik, Betten, Bettzeug, Betteinsätze, Vorhangstangen; Stölzles Söhne, Glaswanne; Steinholzwaren A. G. Steinholzfußboden; Siderosthen-Lubrose-Werke, Ölfarbe; Siemens Friedrich, Herd; Schlösinger M. & J., Waschbecken, Wasserleitung usw.; Staatsdruckerei, Bilder, groß; Theaterputzerei und Färberei; Varta, Akkumulatoren; Mangler Josef G. m. b. H.; Wäsche- und Bekleidungs-A. G., Fenstervorhänge, Stoffe; Wahliß Emst, Porzellan; Huber fr Lehrner, Schreibwaren; Simon Richard, Uhren. 3. VOLKSHALLE AUSSTELL.UNG DER MAG.-ABT. XV, KLEINGARTENSTELLE Amtsführender Stadtrat: Anton Weber. Abteilungsvorstand: Inspektor Franz Silier. Abteilungsvorstandstellvertreter: Oberkommissär Eduard Brabenec. Statistiken über die Entwicklung der Kleingartenbewegung sowie deren materielle Ergebnisse, 43 Gruppe III Wohnbau-und Wohnungsfürsorge AUSSTELLUNG DES WIENER STADTBAUAMTES Amtsführender Stadtrat: Franz Siegel, Stadtbaudirektor Ing. Max Fiebiger, Senatsrat Ing. Wilhelm Voil, Oberstadtbaurat Ing. Hans Hafner-, Oberstadtbaurat Ing. Anton Kolhe. I — REGULIERUNGSBÜRO. Oberstadtbaurat Ing. Joh. Theodor Jäger. 1. Plan des Wald- und Wiesengürtels und Grünflächen im Stadtgebiete von Wien mit Gegenüberstellung der Grünflächen im Stadtgebiete von Berlin, London, Paris. 2. Stadtplan von Wien vom Jahre 1768. 3. Wien zur Zeit der Auflassung der Stadtbefestigung 1858. 4. Bauzonenplan von Wien. 5. Übersichtsplan der Wiener Siedlungs- und Kleingartenzone. 6. Verschiedene Aufteilungspläne der Siedlungs- und Kleingartenzone in Wien von Stadtbaurat Ing. Daniel Doppelreiter. II — ARCHITEKTURBÜRO. Oberstadtbaurat Ing. Friedrich }aecl(d. Pläne, perspektivische Bilder, Modelle, Photographien der Volkswohnungsbauten, beziehungsweise Siedlungen der Gemeinde Wien, errichtet aus den Erträgnissen der Wohnbausteuer. Projekt b—16: Entwurf und Bauleitung: Wiener Stadtbauamt. 1. Volkswohnungsbau XIII. Bez„ Spallartgasse, mit 90 Wohnungen; Architekt: Stadtbauinspektor Ing. Erich Leischner. 2. Volkswohnungsbau II. Bez., Vorgartenstraße, mit 246 Wohnungen; Architekt: Stadtbauinspektor Ing. Erich Leischner. 3. Volkswohgungsbau III. Bez., Drorystraße, mit 71 Wohnungen; Architekt: Architekt: Stadtbaurat Karl Schmalhofer. 4. Volk^wohnungsbau XI. Bez., Lorystraße, mit 1 16 Wohnungen und 6 Werk- Stadtbaurat Ing. Adolf Stock I. 5. Volkswohnungsbau X. Bez., Triestcr Straße, mit 117 Wohnungen; Architekt: Stadtbauinspektor Engelbert Mang. 6. Siedlung für die Bediensteten des Brauhauses der Stadt Wien in Rannersdorf bei Schwechat (Wiese Anlage wurde nicht aus den Erträgnissen der Wohnbausteuer erbaut), mit 8 Wohnungen; Architekt: Stadtbauinspektor Engelbert Mang. 7. Volkswohnungsbau XXI. Bez, Justgasse, mit 115 Wohnungen; Architekt: Stätten ; Architekt: Stadtbaurat Ing. Adolf Stock 1. 44 8. Volkswohnungsbauten XV. Bez., Schmelz, mit 188 Wohnungen; Architekt! Stadtbaurat Ing. Hugo Miye r. 9. Siedlung XXI. Bez., Kagran, mit 99 Wohnungen: Architekt; StaotDau- inspektor Ing. Karl Schartelmüller. 10. Volkswohnungsbau XVI. Bez., Enenkelstralie, mit 48 Wohnungen; Architekt: Stadtbaurat Ing. Hugo Mayer. 11. Volkswohnungsbau XVlII. Bez., Staudgasse, mit 36 Wohnungen; Architekt: Stadtbaurat Ing. Josef Bittner. 12. Volkswohnungsbau XVII. Bez., Balderichgasse, mit 140 Wohnungen; Architekt: Stadtbaurat Karl E h n. 13. Siedlung XIII. Bez., Lainz—Speising—Hermeswiese, mit 95 Wohnungen; Architekt: Stadtbaurat Karl Ehn. 14. Kleinwohnungsbau XIX. Bez., Schegargasse, mit 60 Wohnungen; Architekt; Oberstadtbaurat Ing. Friedrich Jäckel. 15. Kleinwohnungsbau XX. Bez., Engerthstraße, mit 184 Wohnungen, Architekt: Stadtbaurat Ing. Hugo Mayer. 16. Kleinwohnungsbau XVI. Bez., Pfenniggeldgasse, mit 56 Wohnungen; Architekt: Stadtbauinspektor Gottlieb Michael. t7. Kleinwohnungsbau IX. Bez., Rögergasse, mit 42 Wohnungen; Architekt: Ing. Karl A. K r i s t. 18. Siedlung an der Weißenböckstraße, XI. Bez., mit 72 Wohnungen; Architekt: Akad. Architekten K a y m und H e t m a n e k. 19. Volkswohnungsbau XII. Bez., Längenfeldgasse, Fuchsenfeldhof, mit 21 I Wohnungen; Architekt: Akad. Architekten Schmid und A i c h i n g e r. 20. Volks Wohnungsbau XII. Bez., Längen feldgasse, Fuchsenfeldhof, Erweiterung, mit 281 Wohnungen; Architekt: Akad. Architekten Schmid und A i c h i n g e r. AUSSTELLUNG DES WOHNUNGSAMTES DER STADT WIEN Amts führender Stadtrat: Anion Weber. Abteilungsvorstand: Obermagistratsrat Dr. Robert Mayr. Magistratsrat Dr. Heinrich PaTvlil(. Magistratsrat Dr. Stefan Rieder. Die Tätigkeit des Wohnungsamtes nach der Zahl der Geschäftsfälle. Stand der Wohnungswerber von 1920 bis Juni 1923. Die amtliche Besiedelung angeforderter Wohnungen in den einzelnen Bezirken. Der Wohnungstausch unter Vermittlung des Wohnungsamtes. Die Verteuerung der Baukosten. Der Bestand der Wohnungen in Wien nach der Wohnungszählung vom Jahre 1917. Die Ausstattung der Wiener Wohnungen. Die Neubauten der Gemeinde Wien. Übersicht über die Wohnungsbeschaffung der Gemeinde Wien. Die Aufgaben der Gemeinde Wien für das Wohnungswesen. Die eingezahlten Äquivalentsummen für überzählige Wohnräume. Die Tätigkeit der Mietämter. Übersicht über die bei den Schlichtungsstellen der Gemeinde Wien anhängig gemachten Streitfällen. Die Mietzinsstreitigkeiten in den einzelnen Bezirken. - 45 Gruppe V / Gewerbliche Erzeugnisse RATHAUSPLATZ: Koje- Nr. 1 J. A. John, A.-G., XX., Kaiserplatz Nr. 6 2 Steingut-Zentrale-, Hugo Sejkora, I., Rathausstraße 6 3 August Haag, Metallwarenerzeugung, „Haaggas“, IX., Kolingasse 9 4 Wilhelm Frick, G. m. b. H„ 1., Graben 27 5 Elsa, Bauunternehmung, VII., Wimbergergasse 6 Th. u. G. Mautner-Markhof, G. m. b. H„ Obstweinkellerei, XI., Hauptstraße 101 7 Erfindungen-Verwertungs-Ges. „Er- veg", Josef Prohaska & Co., V., Schloßgasse 10 Koje- Nr. 20 Franz Zimmer, 1V„ Rechte Wien- Nr. 21 21 Bau-Maschinen- und Materialien-Ver- trieb, G. m. b. H„ Inzersdorf b. Wien 22 Baumeister Rud. Grimm, III., Reis* nerstraße 36 23 Rudolf Reimelt, VII., Lerchenfelder Gürtel 4/20 24 Karl F. Schulder, Blech- und Schlosserwarenfabrik, XII., Wilhelmstraße Nr. 56 25 Emil Magschitz, IX., Nußdorfer Straße 4 26 1. Marie Baar, III., Kolonitzplatz Nr. 3/15 2. Robert Scherer, XIX., Hohenauer- gasse 16 ARKADEN AM RATHAUSPLATZE: 8 öst. Imker-Genossenschaft, reg. G. m. b. H., XVII., Ottakringer Straße 72 9 Vereins-Molkerei, G. m. b. H., XVII., Ottakringer Straße 72 10 Albert Wehlmanns Immerbrandöfen- Werke, G. m. b. H., III., Schützengasse lau. 1b 1 1 „Olso“ - Öst. Beleuchtungs- und Be- heizungs - G. m. b. H., I., Bellaria- straße 12 , j f Hutter & Schrantz, A.-G., Siebwaren- , o : und Filztuchfabriken, VI., Windmühl- ■ gasse 26 1 4 | • I - ( E. Zimmermanns Nachfolger J. Win* 16 J termayr, XVI., Gansterergasse 9—15 1 7 Stephan Fürlinger, Möbel-Spezialhaus, XVIII., Schulgasse 26 18 Gemeinde Wien — Stadt. Versicherungsanstalt, I., Tuchlauben 8 19 Martin Achaz, Zuckerwaren, XII., Hauptstraße 82 30 Nickerl & Co., Industrie - G. m. b. H. für rationelle Geflügel- und Kleintierzucht, Inzersdorf bei Wien, Triester Straße 37—41 31 Deutsche Kleintierbörse, Monatsschrift, XVI., Hasnerstraße 34/8 32 E. Vorgang, Solinger Stahlwaren, II., Darwingasse 37 33 i Stadtbureau der Graf - G. m. b. H., 34 | VI., Loquaiplatz 7 35 Stadtbureau der Firma Johann Hoff, VI., Loquaiplatz 7 P. Hüttig, Samenhandlung, I., Weihburggasse 1 7 37 Gustav Stifter, I., Eschenbachgasse 10 38 Julian Wagner, III., Seidlgasse 21/1 39 1. Alois Szerencsits, Schlossermeister, XIII., Altgasse 18 2. Franz Taschelmar, VIII., Josefstädter Straße 74 40 Erste Floridsdorfer Tonwarenfabrik Lederer & Nessenyi, Akt.-Ges., Niederlage I., Czemingasse 8 IM ARKADENHOFE: 36 46 41 Samenhandlung Semina, G. m. b. H„ VI., Mariahilfer Straße 69 42 1. Ignaz Hofmann, Sparherde, XVI., Seeböckgasse 34a 2. Hugo H. Hitschmanns Journalverlag, I„ Schauflergasse 6 43 1. M. Weinberger, Wellpappen-Indu- strie, VII., Schottenfeldgasse 60 2. Karl Taussig, Spezialist in Neu- , heiten, XX., Raflaelgasse 2 44 Sattler- und Lederwarengesellschaft m. b. H. gern. Charakters, X., Arsenal 45 Alpenländische Drahtindustrie Ferd. Jergitsch & Söhne, A.-G., I., Friedrichstraße 4 46 Alb. Wehlmanns Immerbrandöfen- Werke, G. m. b. H., III., Schützengasse lau. 1b 47 Gemeinde Wien — Schremser & Ad- monter Torfindustrie, VI., Goldegggasse 19 48 E. Vorgang, Solinger Stahlwaren, II.. Darwingasse 37 49 Klosterneuburger Wagenfabrik-A.-G., XII., Grießhofgasse 16 50 Scholle-Verlag, I., Babenbergerstraße Nr. 5 51 Wieschnitzky & Clausers Nachfolger, Samenhandlung, I., Walfischgasse 8 52 Martin Achaz, Zuckerwaren, XII., Hauptstraße 82 Ehrenpreisspenden Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft. . 5 Staatsehrendiplome Friends Relief Mission. 3,200.000 K Österreichische Gartenbaugesellschaft, Wien, I. . . 3 Diplome und 15 Anerkennungsschreiben Österreichischer Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen .1,500.000 K, 3 Diplome 15 Anerkennungsschreiben Siedlungs- u. Wirtschaftsgenossenschaft der Schrebergärtner „Zukunft“, G. m. b. H. Bezirksorganisation der Kleingärtner d. XIX. Bezirkes Schrebergarten- u. Kleintierzuchtverein „Sandleiten“ . Landw. Siedler- und Arbeitsgenossenschaft „Neues Leben“ ..... . Schrebergartenverein „Brunnstube“ I. Simmeringer Schrebergarten- u. Kleintierzuchtverein Siedler- u. Schrebergartenverein, XI., Kaiser-Ebersdorf Schrebergartenverein „Waidäcker“. Schrebergartenverein „Selbsthilfe“.. Kleingarten- und Kleintierzuchtverein XIII .... Schrebergarten- u. Kleintierzuchtverein „Predigtstuhl“ Vereinsmolkerei A.-G., XVI., Ottakringer Straße 72 Gern. Kleingärtner-, Wirtschaftsbau- und Kleintierzuchtverein „Gartenfreunde“. Schrebergartenverein „Rosental“. Kleingarten- und Kleintierzuchtverein „Rosenhügel“ . Schrebergartenverein „Arsenal". üsterr. Imkergenossenschaft, XVI., Ottakringer Str. 72 1,000.000 K, je 1 Plakette in Gold, Silber und Bronze, und 10 Diplome 1,000.000 K und 1 Diplom 500.000 „ 500.000 „ 250.000 ., 250.000 .. 250.000 ,. 250.000 ., 250.000 ,. 200.000 „ 200.000 „ 200.000 „ 200.000 .. 200.000 „ 200.000 ,. 10 Glas Honig 47 Schrebergartenverein „a. d. Buchleiten“, XVIII . . 180.000 K Verein der Schrebergärtner a. d. Simmeringer Heide . 150.000 „ Kleintierzucht- und Schrebergartenverein Pointengasse 150.000 „ Qbstbau-Oberinspektor Regierungsrat Josef Löschnigg 5 Broschüren Schrebergartenverein „Vogelweide“.I Vase, 2 Blumentöpfe und 2 Spazierstöcke Schrebergartenverein „Siliergärten am Ameisbach" . . 120.000 K Ludwig Schmidt. Wien, V. 100.000 „ Schrebergartenverein „Liebhartstal“. 100.000 „ Schrebergartenverein „ob der Als“. 100.000 „ Schrebergartenverein XXL, Ortsgruppe Kagran-Privat 100.000 „ Schrebergartenverein „Lust- und Nutzgarten“ . . . 100.000 „ Schrebergartenverein „Hiltschergärten“ . 100.000 „ Schrebergartenverein „Vorwärts“ . 100.000 „ Verein der Schrebergärtner „am Ameisbach" . . . 100.000 „ Vereinigung der Schrebergärtner am Nordrande der Schmelz. 1 Oß.OOO „ Reichsorganisation d. Hausfrauen Österreichs in Wien 100.000 „ Gartensiedlung der Straßenbahner Brigittenau . . . 80.000 „ Verein der Kleintierzüchter Wiener-Neudorf ... 3 Diplome Dornbacher Schuljugend, XVII . 81.000 „ Schrebergartenverein „Im Augl". 50.000 ,, Schrebergartenverein „Marienkolonie“. 50.000 „ Sicdlungs- und Kleingarten-Gen. „Sommerheide“ . . 50.000 „ Schrebergartenverein Schwarzlackenau ... . . 50.000 ,, Kleingartenvereinigung . Gaudenzdorf. 50.000 ,, Invaliden-Siedlungsverein Neu-Albern. 50.000 „ * Verein Ober-St. Veiler Familiengärten. 50.000 „ Schrebergartenverein „Spallart“. 50.000 „ Schrebergartenverein „Scheibenberg“. 50.000 „ Bezirksorganisalion XVI und XIII Nord .... 50.000 „ Kleingartengruppe „Windmühlenhöhe a. d. Glanzing“ I Diplom Genannt wurden die Spender jener Ehrenpreise, die bis 25. August 1923 der Ausstellungskanzlei bekannt waren. Später einlangende Spenden konnten wegen Drucklegung des Katalogs nicht mehr veröffentlicht werden. Die von der Gemeinde Wien gestifteten zahlreichen Ehren- und Materialpreise sind hier nicht angeführt. 48 Inseratenanhang . A. Aktiengesellschaft der Wiener Ziegelwerke, Wien, I. Alpenländische Drahtindustrie, Ferd. Jergitsch Söhne, Wien, I Aroeiter-Bank, A.-G., Wien, II. 65 54 54 B Baumaterialienabteilung der Baukreditbank, Wien, I Brauhaus der Stadt Wien, Wien, I. Brunner, Gebrüder, G. m. b. H., Wien, VI. . . . D Daga, Wien, VI 1 E Eternitwerke, Leopold Hatschek, Wien, IX. 64 53 73 69 52 0 Gemeinde Wien ■— Städtische Elektrizitätswerke, Wien, IX.57 Gemeinde Wien — Städtische Gaswerke, Wien, VI11.55 Gemeinde Wien — Schremser- und Admonter Torfindustrie, Wien, IV. . . 70 Gemeinde Wien — Städtische Versicherungsanstalt, Wien, 1.51 Gemeinnützige Baugesellschaft „Grundstein“ m. b. H., Wien, X.59 Gemeinnützige Siedlungs- und Baustoffanstalt „Gesiba“, Wien, I. (Umschl.-S.) 3 H Haag August, Haaggas, Wien, IX. ..62 Hammerbrot-Werke, Schwechat .(Umschl.-S.) 4 Hasenöhrl, Ulrich & Co., Wien, IV.68 Herr Wilhelm, Mitterndorf an der Fischa.68 Holbag, Holz- und Baustoff-Industrie G. m. b. H., Wien, 1.74 Hutter & Schrantz, A.-G., Wien, VI.71 I Internationaler Donaulloyd, Wien, I. Jung Johann, Wien, XVIII J K Katlein Friedrich, Wien, VI. Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., Wien, XV, Kunststein fabrik „Asra“, Wien, I. 69 58 67 64 73 M May Adolf, Klosterneuburg ...... Minimax-Apparatebau-Ges. m. b. H., Wien, I 72 74 49 0 Obstbaumschule Wien-Kagran der Kleingartenstelle der Stadt Wien, Ges. m. b. H., Wien, XXI. 75 Oka, Gesellschaft für Bau- und Industriebedarf, Wien, VII.62 Österreichische Imker-Genossenschaft, Wien, XVII. t . .70 Österreichische Landwirtestelle, A.-G., Wien, 1.60 österreichische Pflanzenschutz-Gesellschaft, Wien, 1.72 Österreichischer Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen, Wien, XV. . . 71 österreichische Werke, A.-G., Wien, X.52 P Produktiv-Genossenschaft für Elektrotechnik, Wien, V.76 Pulverfabrik Skodawerke-Wetzler, A.-G., Wien, 1.74 SCH Scheibl, J. & M., Wien, II.54 Scholle-Verlag, Buchhandlungs-G. m. b. H., Wien, 1.60 s Säger Basaltwerke, A.-G., Wien, 1.56 Sattler- und Lederwaren-G. m. b. H., Wien, X.64 ST Steinag, A.-G., Wien, 1.58 Stifter Gustav, Wien, 1.68 T Teerag, Wien, III.66 V Vaterländische Baugesellschaft, A.-G., Wien, 1.60 Vereinsmolkerei, Wien, XVII. ^ .66 w Wasserkraft-Werke, A.-G., Wien, 1.58 Wehlmanns Albert, Immerbrandöfen-Werke, G. m. b. H., Wien, VI.61 Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft, Wien, 1.56 Wiener Fleischbänke, G. m. b. H., Wien, III.70 Wiener Holz- und Kohlenverkauf, G. m. b. H., Wien, X/1.63 Wiener Holzwerke, G. m. b. H., Wien, X.76 Wieschnitzky & Clauser, Wien, I. 76 Winex, G.m.b.H., Wien, VIII.62 Wöllersdorfer Aktiengesellschaft, Wollersdorf.65 ALLEINIGE INSERATEN AN NÄHME DURCH DIE ANNONCEN-EXPEDITION ROBERT WURZ WIEN, VI. BEZIRK, LINKE WIENZEILE NR. 142 50 Gemeinde Wien Stadt. Versicherungsanstalt iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiniiii FEUER- Versicherungen für Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude, Wohnungen, Werkstätten, Fabriksanlagen, Lagerplätze usw. EINBRUCH- Versicherungen für Haushaltungen, Kanzleien, Warenlager, Kassenschränke usw. UNFALL- Versicherungen jeder Art, gültig auch für Berufs- u. Sportunfälle HAFTPFLICHT- Versicherungen für Haus- und Tierbesitzer, Sporttreibende, Betriebe usw. 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Preis: Doppelhaus vor dem Rathaus, über Wunsch als Einfamilienhaus umgebaut, Wert K 180,000.000 Weitere Preise: Type 7 voll ausgebaut, Type 52 Kern, Type 4 voll ausgebaut, Hüttentype 205 sowie zwei weitere Hüttentypen 206 Gesamtwert der Preise Kronen 350,000.000 Die Häuser werden schlüsselfertig dem Gewinner aufgestellt. Hat er keinen Bauplatz, beschafft ihn die „Gesiba“. Einzelheiten im Prospekt. Das Reinerträgnis dient der Schaffung eines Fonds im Sinne der Kernhausaktion Gemeinde Wien — „Gesiba“ Ein Loos So Off Kronen Zu beziehen in der Ausstellung durch die „Gesiba“, Schwarzenbergplatz 3, und Verband, XV., Moringgasse 7, sowie an den übrigen Verkaufsstellen. Vom Landeskulturrat anerkannte Geflügelleistiings* zuchtstatiou N.-Ö. Sr. XX gibt Jung- und Zuchttiere folgender Rassen ab: Rebliulinfarbene Italiener, gelbe Orpington und weiße I^aufenten ♦ . .. öfferrcicf)ifcf)e Pflattaenfdiuft* @ejell(d)aft 2Bte«, I., 93abenbergerftr. 5 /// liefert alle Schädlingsbekämpfungsmittel u. 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Zentralbureaux: Wien, I., Kantgasse 1 — Telephon 52-14, 55-53, 56-41 Akkummulatorensäure Jagdpulver Natriumsulfit Ammoniak bicarbonat Kali, gelbblausaures Natronlauge Ammoniak schwefelsaures Kali, rotblausaures Phosgen Antichlor Kartoffelstärke Salpetersäure Chlorsulfonsäure Kieseliluornatrium Salmiakgeist Chromalaun Kristallsoda Salzsäure Creolin, Pearson Kunstharz, Resan Schwefelnatrium Dextrin Kupfervitriol Schwefelsäure, Oleum Dynamon jeder Art Magnesiumsulfit Seignettesalz Dynamit Natriumbisulfit, fest Superphosphat Glaubersalz, kalziniert Natriumbisulfitlauge Tonerde, schwefelsaure Glaubersalz, kristallisiert Natriumphosphat Ufeinsteinsäure WIEN, I. WILDPRETMflRKT Nr. 2 Telephon 67-5-60 Serie # Zement,Ziegel, Weißstückkalk, Dachpappe u. sämtliche Baumaterialien, sowie Kanthölzer, Staffeln, Schiffböden u. alle Weich* und Hartholzsorten 74 WIEMEBBERGEB | »IEGELFABBIKV 11 * 1 » j B 4 ü GESELLSCHAFT j WlEM, I„ KARLSPLATZ 1 | i: it /; 1 : i <; > i s s i : | Porzellan für alle elektrotechn. Zwecke | Steingutgeschirre, Kunstterrakotten | Kunst-n. Kummer*Öfen, Kamine Scliumottewaren für alle In- ! dnstriezweige, Fliesen | Platten und Steinzeng | Hauer- nnd Dachziegel = jeder Art, Dacbfalz-, Kamin- I nnd Formziegel, K eramitstraßenpflaster i Drainrohre, Ulanzbeton (Marmorersatz) | QBer ObtlMume brauet)! ert)ä(f Jie in bav größten BanmJctjnle IDiens in oorsügtiefjet ©uatität unö su Jfaunenö bittigen Pceijen! ©toj3C5 Saget aller ©bjtbäutne unö ®bjf> Jfräucfyet Jotoie oon Blüten unö Zier# Jttäuct)etn jeöet Ert. ObfI 6 aumfd)uIe 2 Bien=Stagran der ftleingarfenftelle der Sfadf ÜDien ©ef. nt. 6. ß. SBiett, XXI (neben @frafrenba!jnJ)of Kagran) Die oodftänöige Depflatijung öes TTiuffetgacfetis Jfamrnt aus öec . ©bffbaumfc&ute Sagcan 75 "■"1 IEHI 11 und ^ Ile land- und forstwirtschaftlichen Sämereien, Gemiisesamen, Blumensamen, Blumenzwiebeln, Kunstdünger, Gartengeräte Hühner- und Vogelfutter MniM] 8 tu ihm. Wien, I., Walfischgai se 8 Telephon 71-1-26 Filiale:, I., Am Hof 13 Telephon 61-3-35 Wien, V., Gießaufg. 19 Telephon Nr. 52-1-70 EilritiUiMII [Kontrahent d. Gemeinde ** Wien, der deutsch- österr.Telegraphendlrek- tlon, sümtlic 1 er Arbeiter- Institute, Lieferant der dentschSsterreichischen Bundesbahnen. Ein telephonischer Anruf genügt, und sofort kommt Vertreter ins Hans. Billigste Herstellung aller elektrischen Licht-, Kraft-, Telephon- und Signalanlagen !! Eioene HofireB ReparatBrierKStittB!! Eigene Widlerei - * • * • * « * < « < « * < - • • « * WIENER HOLZWERKE GES. M. B. H. WIEN, X., ARSENAL BÜROi ARSENAL, HAUPTTOR, OBJEKT 1. FERNSPR.: 63-3-71, 65-0-46« 62-3-53, 69-4-48. 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