Wiener Stadt-Bibliothek 148407 A I r INTEBNATIONALEB WETTBEWERB FtB GESANG UND KLAVIER WIEN 26. BAI — 16. JUNI 1033 4 ÖTB/i ?/vf po^ 4- DRUCK BRÜDER ROSENBAUM, WIEN V. EHRENSCHUTZ KARL SEITZ Landeshauptmann und Bürgermeister der Bundeshauptstadt Wien VORBEREITENDES KOMITEE VORSITZENDER: GEORG EMMERLING Vize*Bürgermeister der Bundeshauptstadt Wien MITGLIEDER: Viktor BERGLER, Direktor der Zentraleuropäischen Länderbank Dr. Emil J UNK AR, Außerordent* licher Gesandter u. bevollmächtigter Minister Prof. O. KABASTA, Direktor der österr. Radio* Verkehrs*A.*G. Prof. Dr. W. KIENZL, Komponist Min.*Rat Dr. K. KOBALD, Präs. d. Akademie f. Musik u. darst. Kunst Komm.*Rat Th. KÖCHERT, Präsident der Wiener Konzerthaus* gesellschaft Prof. Dr. Robert KONTA, Musik* Schriftsteller und Komponist Prof. Clemens KRAUSS, Direktor der Wiener Staatsoper Prof. Carl LAFITE, Musikschrift* steiler und Komponist Hofrat o. ö. Prof. Dr. Josef MARX, Komponist Komm.*Rat Max PENlZEK, Vize* Präsident des Wiener Festausschusses Prof. Josef REITLER, Direktor des Neuen Wiener Konservatoriums Hofrat Emil SAUER Komm.*Rat Felix SCHEIFLINGER, Präsident des Wiener Festausschusses Franz SCHNEIDERHAN, General* intendant der österr. Bundestheater Alex. THURN*TAXIS, Präsident der Gesellschaft der Musikfreunde Prof. Dr. Lothar WALLERSTEIN, Oberregisseur der Wiener Staatsoper Prof. Dr. Paul WEINGARTEN Hofrat Dr. Karl WIENER Dr. K. WISOKO, Ministerialrat im Bundesministerium für Unterricht DIE INTERNATIONALE JURY PRÄSIDENT: Prof. Clemens KRAUSS Direktor der Wiener Staatsoper VIZEPRÄSIDENTEN: George GEORGESCU Direktor der kgl. Oper, Bukarest Prof. Josef REITLER, Dir. des Neuen Wiener Konservatoriums EXEKUTIVKOMITEE: Prof. Dr. Robert KONTA, Generalsekretär, Prof. Robert HEGER, Prof. Dr. Lothar WALLERSTEIN, Prof. Dr. Paul WEINGARTEN, Kammersänger Hermann WIEDEMANN JUROREN FÜR GESANG: Intendant Kasimir BARANOVlC, Jugoslawien Kammer*S. Paul BENDER, München Alban BERG, Wien DR. Arthur BODANSKY, U. S. A. GMD. Gustav BRECHER, Leipzig GMD. Fritz BUSCH, Dresden Frau Julia CULP*GINZKEY, Wien Thomas DENIJS, Holland Kammer*S. Hans DUHAN, Wien Prof. Hans ENDERS, Wien Kammer*S. Karl ERB, München Prof. Grzegorz FITELBERG, Polen Prof. Gertrude FOERSTEL, Köln Gen.*Intendant Prof. J ohn FORSELL, Schweden Gen.*Intendant Clemens Baron zu FRANCKENSTEIN, München Hofrat Prof. G. GEIRINGER, Wien George GEORGESCU, Rumänien Prof. Ferd. GROSSMANN, Wien Sir Henry HADOW, England Prof. Robert HEGER, Wien K.*S. Laura HILGERMANN, Ungarn Kammer*S. Alfred JERGER, Wien Prof. Oswald K AB ASTA, Wien Prof. Dr. Wilhelm KIENZL, Wien Prof. Anton KONRATH, Wien Prof. Dr. Robert KONTA, Wien Prof. Erich W. KORNGOLD, Wien K.*S. Selma KURZ*HALBAN, Wien Prof. Carl LAFITE, Wien Prof. Dr.Theo LIERH AMMER, Wien K.*S. Jos. MANOWARDA, Wien Prof. Paula MARKENEUSSER, Wien Hofrat Dr. Josef MARX, Wien Kammer*S. Richard MAYR, Wien Frau Prof. Tamaki MIURA, Japan JUROREN FÜR KLAVIER: Willem ANDRIESSEN, Holland Prof. Hedwig ANDRASSFY, Wien Claudio ARRAU, Chile Prof. J. AUBERT, Schweiz Wilhelm BACKHAUS, Deutschland Prof. Emile BOSQUET, Belgien Prof. Attilio BRUGNOLI, Italien Alfredo CASELLA, Italien Prof. Alfred CORTOT, Frankreich Prof. Oscar DACHS, Wien Prof. Dr. Ernst von DOHNANYI, Ungarn Sam DRESDEN, Holland Prof. Dr. Viktor EBENSTEIN, Wien Angela ENGEL*WESCHLER, Wien Prof. Eduard ERDMANN, Köln S. FEINBERG, Rußland Walter FREY, Schweiz Ignaz FRIEDMANN, Berlin Walter GIESEKING, Hannover Prof. Arthur de GREEF, Belgien Miß Myra HESS, England Alfred HOEHN, Frankfurt a. M. Prof. Dr. O. HRIMALY, Rumänien Prof. Berta JAHN*BEER, Wien Josef JONGEN, Belgien Prof. Norbert KAHRER, Wien Prof. W. KERSCHBAUMER, Wien Lubka KOLESSA, Wien Prof. P. KRSTlC, Jugoslawien Wanda LANDOWSKA, Frankreich Prof. Franz LANGER, Tschechoslow. Mo* Bernardino MOLINARI, Italien Prof. Lula MYSZ*GMEINER, Berlin Prof. Rudolf NILIUS, Wien Maestro Cesare NORDIO, Italien Prof. V. NOVAK, Tschechoslowakei Dr. Ph. OEKONOMIDES, Griechenl. Kammern. Friedrich PLASCHKE, Dresden Kammer*S. Eva PLASCHKE von der OSTEN, Dresden Prof. H. REICHENBERGER, Wien Direktor Josef REITLER, Wien Prof. Irene SCHLEMMER* AMBROS, Wien Kammer*S. Friedrich SCHORR, Wien Prof. M. SEYFF*KATZMAYR, Wien Prof. M. SINGER*BURIAN, Wien K.*S. Berta SUTTER*KOTTLAR, Frankfurt a. M. Prof. Dr. K. SZYMANOWSKI, Polen Kammer*S. Jacques URLUS, Holland Prof. Dr. L. WALLERSTEIN, Wien Kammer*S. Lucie WEIDT, Wien Prof. Dr. E. WELLESZ, Wien Kammer*S.H. WIEDEMANN, Wien K.*S. Helene WILDBRUNN, Wien Dr. George LIEBLING, U. S. A. Prof. L. MARGARITIS, Griechenl. Direktor F. MARSHALL, Spanien Elly NEY, Bonn Prof. St. NIEWIADOMSKI, Polen Prof. Josef PEMBAUR, München Prof. J. PHILIPP, Frankreich Serge RACHMANINOFF, U. S. A. Univ.*Prof. Dr. Josef REISS, Polen Prof. Willy REHBERG, Mannheim Prof. Ernst RIEMANN, München Prof. Moritz ROSENTHAL, Wien Hedwig ROSENTHAL*KANNER, Wien Hofrat Prof. Emil SAUER, Wien Hofrat Prof. Franz SCHMIDT, Wien Prof. Heinrich SCHOLZ, Salzburg Robert SCHOLZ, Salzburg Prof. Josip SLAVENSKY, Jugoslaw. Svetislav STANÜIC, Jugoslawien Eduard STEUERMANN, Wien Prof. Th. SZANTO, Frankreich Prof. Arnold SZfiKELY, Ungarn Prof. Miyaji TAKAORI, Japan Prof. Rob. TEICHMÜLLER, Leipzig Josef TURCYINSKI, Polen Prof. Dr. Paul WEINGARTEN, Wien Adam WIENIAWSKI, Polen Rektor Prof. J. WITHOL, Lettland PantschoWLADIGEROFF, Bulgarien Friedrich WÜHRER, Wien .STADTDERMUSIK, ^^veranstaltete im Juni 1932 den I. Internationalen Wett* bewerb für Gesang und Violine, der sich in außerordentlichem Maße des Interesses aller musikalischen Kreise erfreute und wegen seines hohen künstlerischen Charakters und seiner praktischen Erfolge in den Besprechungen der Weltpresse hervorragende Würdigung fand. An diesem Wettbewerb beteiligten sich über 700 Kandi* daten aus 42 Staaten; 62 prominente Künstler des In* und Auslandes waren als Juroren tätig. Es wurden Geldpreise und Studienbeihilfen im Ge* samtbetrage von 20.000 S, außerdem 27 silberne Ehrenplaketten, 102 Diplome und eine Anzahl anerkennender Zeugnisse, außerdem eine Meister* geige und zwei von privater Seite gestiftete Geld* preise von je 500 S verliehen. Unter dem Ehren* schütz des Bürgermeisters von Wien findet nun der II. INTERNATIONALE MUSIKWETTBEWERB IN WIEN FÜR GESANG UND KLAVIER in der Zeit vom 26. Mai bis 16. Juni 1933 statt. Wieder wie im Vorjahre hat der Direktor der Wiener Staatsoper, CLEMENS KRAUSS, die musikalische Leitung der Veranstaltung und den Vorsitz in der Jury übernommen. Der Zweck des Wettbewerbes besteht in erster Linie darin, jungen, noch gar nicht oder nur wenig bekannten Künstlern den Weg in die Öffentlichkeit zu ebnen. Wahrend der Concoursprüfungen und in den Schlußkonzerten wird den erfolgreichen Wett? bewerbsteilnehmern Gelegenheit gegeben werden, ihr Können öffentlich zu bewähren und durch Preise und Diplome eine Anerkennung ihrer hervor? ragenden musikalischen Eignung zu finden. BEDINGUNGEN DES II. INTERNATIONALEN WETTBEWERBES FÜR GESANG UND KLAVIER Den Siegern des Wettbewerbes werden von der PREISE Stadt Wien gestiftete Geldpreise und Studienstipendien im Gesamtbeträge von 20.000 S, ferner silberne Ehren* plaketten und Diplome verliehen. Über die Höhe der einzelnen Geldpreise entscheidet endgültig die Jury. Zur Teilnahme am Wettbewerb sind zugelassen: FÄCHER a) Sänger und Sängerinnen (Opern* und Konzert* gesang), b) Pianisten und Pianistinnen, die am 1. Juni 1933 das 30. Lebensjahr nicht über* schritten haben. Sänger (Sängerinnen) müssen das 18. Lebensjahr, Pianisten (Pianistinnen) das 16. Lebens* jahr erreicht haben. Die Kandidaten müssen also in derZeit zwischen dem l.Juni 1903 und dem l.Juni 1915 (bei Sängern), beziehungsweise dem l.Juni 1917 (bei Pianisten) geboren sein. Jugendliche Pianisten im Alter unter 16 Jahren können sich mit besonderer Bewilligung der Wettbewerbs* leitung den Prüfungen des Wettbewerbes unterziehen und bei hervorragender Befähigung ein besonderes Diplom für Jugendliche erhalten. Geldpreise und Ehrenplaketten aber werden dieser Gruppe nicht verliehen. Das Alter des Kandidaten ist durch eine dem Anmeldebogen beizulegende Geburtsbestätigung (Ge* burts* oder Taufschein, Paß oder eine Bestätigung der Aufenthaltsgemeinde) nachzuweisen. Am Gesangwettbewerb können sich auch stimm* begabte Anfänger beteiligen, da der Zweck dieses Wettbewerbes auch darin besteht, schöne Gesang* stimmen zu entdecken. AUSWAHL* PRÜFUNG (SELEKTION) HAUPT* PRÜFUNG (CONCOURS) Sängerinnen und Sänger, die am I. Internationalen Gesangwettbewerb in Wien 1932 teilgenommen, aber weder einen Geldpreis noch eine Ehrenplakette er* halten haben und die Zulassungsbedingungen erfüllen, können zu dem Wettbewerb 1933 auf Grund neuer* licher Anmeldung wieder zugelassen werden. Sollten sie beim Wettbewerb 1932 am Concours teilgenommen haben, dann sind sie diesmal von der Auswahlprüfung (Selektion) befreit und werden sofort zur Hauptprüfung (Concours) zugelassen. Vom Wettbewerb ausgeschlossen sind Sänger und Sängerinnen, Pianisten und Pianistinnen, die nach Anschauung des Präsidenten der Jury als arrivierte Künstler zu gelten haben. Die Auswahl der Kandidaten erfolgt derart, daß sich vorerst alle Bewerber einer Auswahlprüfung (Selektion) unterziehen müssen, in der entschieden wird, ob der Kandidat in der Hauptprüfung (Concours) der Großen Jury vorzustellen ist. Die Selektionsprüfungen finden vor einer Anzahl von Kommissionen statt und sind nicht öffentlich. Diese Kommissionen bestehen aus Mitgliedern der Großen Jury. Über die Einteilung in die Kommissionen entscheidet das Los, so daß weder ein Kandidat noch ein Prüfer im vorhinein von der Einteilung Kenntnis erlangt. Die Entscheidung einer Kommission ist end* gültig. Die Kandidaten nehmen am 26., 27. und 28. Mai 1933 im Sekretariat des Wettbewerbes persönlich den Termin für die Selektionsprüfungen entgegen. Die Selektion beginnt am 27. Mai 1933. Die in der Selektion approbierten Kandidaten stellen sich in einer durch das Los festgesetzten Reihenfolge der Großen Jury vor, die in zwei Gruppen, für Gesang und Klavier, Zusammentritt. Die Richtlinien für den Vorgang bei der Abstimmung erläßt die Wettbewerbs* leitung. Die Große Jury erkennt die Preise und sonstigen Auszeichnungen endgültig und unwiderruflich zu. Diese Prüfungen sind öffentlich und finden in einem großen Wiener Konzertsaal statt. Der Concours beginnt am 6. Juni 1933. Als Abschluß des Wettbewerbes 1933 finden am 15. und 16. Juni 1933 Schlußkonzerte statt, in denen die mit einem Geldpreis ausgezeichneten Kandidaten auftreten. Die Preisträger sind zur unentgeltlichen Mit# Wirkung bei diesen Konzerten, die allenfalls auch im Rundfunk verbreitet werden, verpflichtet. Das Pro# gramm bedarf der Zustimmung des Präsidenten der Jury. In einem dieser Konzerte wird die Preisverteilung feierlich vorgenommen. Jeder Kandidat wählt drei Musikstücke, die sowohl in der Selektion wie im Concours vorzutragen und bereits im Anmeldebogen bekanntzugeben sind. Die Jury verlangt: FÜR GESANG: a) Von Kandidaten für den Opemgesang drei Ge# sangstücke, davon eine Arie aus der klassischen Opemliteratur (einschließlich Wagner und Verdi). b) Von Kandidaten für den Konzertgesang eine Konzertarie und zwei Lieder. Die Sänger dürfen in jeder beliebigen Sprache singen, müssen aber ein Gesangstück in ihrer Mutter# spräche vortragen können. FÜR KLAVIER: c) Drei bedeutende Werke der Klavierliteratur von drei verschiedenen Komponisten. Eines davon muß aus SCHLUSS# KONZERTE PROGRAMME FÜR DIE SELEKTION UND DEN CONCOURS der klassischen Literatur (Gruppe A und B), eines aus der romantischen Literatur (Gruppe C) ge* wählt werden. Die Jury anerkennt für den Klavierwettbewerb: J. S. Bach: GRUPPE A: Fugen, möglichst in Originalfassung, allen* falls in Bearbeitungen von Liszt, Busoni, d’Albert, Tausig. GRUPPE B: Beethoven: Sonaten aus der mittleren und letzten Mozart: Schaffensperiode, 32 Variationen in C*Moll, Eroica*V ariationen, Diabelli* Variationen, Konzerte in C*Moll, G*Dur, Es*Dur. Konzerte. Chopin: GRUPPE C: Sämtliche Klavierwerke. Schumann: Carnaval, Kreisleriana, Symphonische Etu* den, Phantasie, Sonaten in Fis*Moll, F*Moll, G*Moll, Konzert in A*Moll. Weber: Eine der vier großen Sonaten, Konzert* stück. Schubert: Wanderer*Phantasie, Sonaten in G*Dur, C*Moll, B*Dur. Brahms: Sonaten, Händel*Variationen, Paganini* Variationen, Schumann*Variationen, Kon* zerte in D*Moll, B*Dur. Liszt: Sonate in H*Moll, Annees de Pelerinage, Legenden, Polonaisen, Rhapsodien, Etu* den, Konzerte. Reger: Bach* Variationen, Telemann*Variationen, Intermezzi op. 45, Konzert. Cesar Franck: Prelude, Choral und Fuge; Prelude, Aria und Finale; Variations Symphoniques. Ein repräsentatives Stück der modernen internatio* nalen Konzert*Klavierliteratur kann als drittes Vor* tragsstück gewählt werden, bedarf aber der Zustim* mung der Wettbewerbsleitung. Bei den Prüfungen wählt der Kandidat (Sänger, Pia* nist) ein Vortragsstück aus seinem für den Wettbewerb angegebenen Repertoire. Die Kommission (Jury) hat das Recht, außer diesem noch eines der beiden anderen Vortragsstücke zu verlangen. Das Notenmaterial der gewählten Stücke haben die Bewerber sowohl für sich wie für den Begleiter mitzu* bringen. Diese Bestimmung gilt auch für Pianisten. Die Klavierbegleiter für die Gesangprüfungen wer* den ausnahmslos von der Wettbewerbsleitung, und zwar unentgeltlich, beigestellt. Im Concours findet unmittelbar vor dem Auftreten des Kandidaten eine Verständigungsprobe mit dem ihm zugeteilten Begleiter statt. Für den Klavierconcours stehen dem Kandidaten Klaviere der Firmen Blüthner, Bösendorfer, Schweig* hofer und Steinway &. Sons zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt auf dem vorgeschriebenen Anmeldeformular, das der Kandidat in allen Punkten auszufüllen und eigenhändig zu unterfertigen hat. KLAVIER* BEGLEITUNG KLAVIER* BEISTELLUNG ANMELDUNG Der Anmeldebogen kann auch durch eine Schule, einen Lehrer, eine Konzertagentur eingesendet werden. Mit der Anmeldung ist ein Lichtbild, womöglich nicht größer als eine Postkarte, das die eigenhändige Unterschrift des Kandidaten trägt, als Identitätsnach* weis einzusenden. In der Anmeldung sind Angaben über die bisherigen Studien und über allfälliges öffentliches Auftreten zu machen, sowie etwaige Kritiken beizulegen. Referenzen über künstlerische Begabung in Form von Zeugnissen anerkannter Fachleute werden dann notwendig sein, wenn es sich um Anfänger im Gesangfach (besonders stimmbegabte Sängerinnen und Sänger) handelt. Letzter Anmeldetermin ist der 15. April 1933. Das Sekretariat behält sich vor, auch vor dem 15. April 1933 die Entgegennahme weiterer Anmeldung gen einzustellen. TEILNEHMER» GEBÜHREN Die Teilnehmergebühr beträgt: Für in Österreich woh# nende Teilnehmer: öster* reichische Schilling 50.—. Einzuzahlen auf das öster» reichische Postsparkassenkonto Nr. B 53.862 des »Wiener Fest» ausschusses«, Wien. Für in den übrigen euro* päischen Staaten wohnende T eilnehmer: Schweizer Franken Gold 40.—. Für in außereuropäischen Ländern wohnende Teil»* nehmer: U.S. A.Doll.20.—. Einzuzahlen bei der Schwei» zerischen Kreditanstalt in Zürich auf das Konto der Zen» traleuropäischen Länderbank, Niederlassung Wien in Wien, zugunsten des »Wiener Fest» ausschusses«, Wien. Einzuzahlen bei der Guaranty Trust Company of New» York, New»York, auf das Konto der Zentraleuropäischen Länderbank, Niederlassung Wien in Wien, zugunsten des »Wiener Festausschusses«, Wien. Die Überweisung der Teilnehmergebühr durch eine der vorerwähnten Zahlstellen hat ohne weitere Auf* forderung zugleich mit der Einsendung der Schrift* liehen Anmeldung zu erfolgen. Vor Einlangen des Teil* nehmerbetrages wird die Anmeldung nicht behandelt. Falls ein Kandidat die Teilnehmergebühr eingezahlt hat, aber vor dem 15. April 1933 mit eingeschriebenem Brief erklärt, von der Teilnahme am Wettbewerb ab* Zusehen, wird ihm die Hälfte der Anmeldegebühr rück* erstattet. Bei späterer Absage wird die Teilnehmer* gebühr auch im Falle der Verhinderung nicht zurück* erstattet. Die künstlerische Leitung erläßt alle für die Durch* führung des Wettbewerbes erforderlichen Vorschriften und kann die für die Selektion, den Concours und die Schlußkonzerte angesetzten Termine, falls sich dies als notwendig erweisen sollte, abändern. Die Kandidaten, die zum Wettbewerb zugelassen werden, erhalten vom Sekretariat Legitimationskarten. Kandidaten, die zur festgesetzten Zeit bei einer Prüfung (Selektion, Concours) nicht erscheinen, gelten als ausgeschieden. Fühlt sich ein Kandidat indispo* niert, so hat er dies vor Beginn der für ihn angesetztem Prüfung zu melden und sich auf Verlangen der Wett* bewerbsleitung von deren Vertrauensarzt untersuchen zu lassen. Wird seine Erkrankung bestätigt, so wird ihm während der Dauer der Prüfungen ein neuer Termin bestimmt, der unabänderlich ist. Dem An* suchen des Kandidaten um Wiederholung einer Prüfung aus irgendwelchen Gründen kann nicht statt* gegeben werden. DURCH* FÜHRUNGS* VOR* SCHRIFTEN REISE BEGÜNSTIGUNGEN UND AUSKÜNFTE FÜR DEN WIENER AUFENTHALT Während des Wettbewerbes finden in Wien aus Anlaß der Wiener Festwochen (28. Mai bis 18. Juni 1933) musikalische Festaufführungen statt. Die Teil»» nehmer am Wettbewerb haben somit auch Gelegenheit, das Wiener Musikleben kennenzulemen. Den Wettbewerbsteilnehmern und ihren Begleitern werden »Festkarten«, welche von der Wiener Fremden* Verkehrskommission ausgegeben werden, unentgeltlich übermittelt. Die Festkarte berechtigt zu verschiedenen Ermäßigungen und Reiseerleichterungen. So kann der Besitzer einer Festkarte, der einen gültigen Heimatpaß besitzt, schon mehrere Tage vor Beginn des Wett* bewerbes die österreichische Grenze ohne konsular* amtlichen Sichtvermerk überschreiten und für die Rück* fahrt auf den österreichischen Bundesbahnen von Wien bis zur österreichischen Grenze eine 30°/oige Fahrpreisermäßigung in Anspruch nehmen. Das Büro des »Wiener Festausschusses«, Wien VII. Messepalast, ist gerne bereit, alle auf den Wettbewerb bezüglichen Anfragen ausführlich zu beantworten und Aufenthaltsprospekte sowie Hotel* und Pensionsverzeichnisse unentgeltlich zu übermitteln. Das Sekretariat hat auch Vorsorge getroffen, daß den auswärtigen Teilnehmern am Klavierwettbewerb Kla* viere zu Übungszwecken gegen eine geringe Gebühr oder nach Maßgabe der vorhandenen Räume auch unentgeltlich zur Verfügung stehen, und daß Teil* nehmer am Gesangwettbewerb mit geschulten Klavier* begleitem gegen mäßiges Honorar proben können. Ab 26. Mai 1933 wird sich das Wettbewerbs* Sekretariat in Wien I. Schwarzenbergplatz 1 (Militär* kasino), Fernsprecher U 19*1*75, befinden. AN DEN WIENER FESTAUSSCHUSS • WIEN VII, MESSEPALAST ANMELDUNG fQ vo i-J W » c JD rt J5 O :3 4> rt y .22 > US O 35 iS « Referenzen über künstlerische Begabung: öffentlich aufgetreten (wo, wann, seit wieviel Jahren): Kritiken über künstlerisches Wirken: D O «i si des Wettbewerbes. 'X' 4t WWW, .^jj', Siti t. " t -TV««« Jvvts&'J