Worte der Erwiederung, gesprochen von dem NatLonalgar-e - Oder - Cornrnan-anten bei Gelegenheit der feierlichen Webernahme einer /ahne, welche von den hochherzigen Söhnen Steiermarks als Peweis der innigsten Verbrüderung den Wiener Aationalgarden am 19. Juni 1848 überbrachl worden ist. die edlen Steiermärker haben uns eine Fahne gesendet, sie ist mit den Farben ihres Landes geschmückt: Grün und Weist. — Weiß wie die Taube und Grün wie der Oelzweig, den sie trug, als die Natur sich einst empört hatte, und dann wieder ruhig in ihre Geleise zurücktrat; so wollen wir nun auch diese weiß und grüne Fahne als ein Zeichen der wiederkehrenden Ruhe und Ordnung betrachten. Sollten aber doch noch Kämpfe kommen, so werden wir treu und fest sie umstehen; Keiner wird sich ihr entziehen, denn die Verachtung der ganzen Bevölkerung würde dem Säumenden Nachfolgen. In den Tagen der Gefahr wird und mutz jeder zur Stelle seyn! Kameraden! Oesterreich und Steiermark waren bis nun wie zwei Herzen zu betrachten, die hart an einander schlugen, nun aber sollen es nicht mehr zwei Herzen seyn, Oesterreich und Steiermark soll hinfür nur als Ein Herz gelten, und dieses Eine Herz soll für Bruderliebe und Freiheit schlagen! Rust mir es nach Kameraden! „Ein Herz für Bruderliebe und Freiheit!" und wie ich jetzt die Fahne küsse, so küsse ich in Ihrer Aller Namen die braven, edlen Steiermärker! Hoch! hoch! Steiermark und seine gesammte Bevölkerung! Kameraden Aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. < »