Zcllcl-Krawall a m Hos . den Czaken vieler Garden liest man die Worte: „Wiener, der Sicherheits-Ausschuß allein wird euch retten." Und ans den Augen vieler Tausender leuchtet das hervor, was sie in ihren Herzen wünschen. Diese einzige Volksbehörde ist im Stande Vertrauen eiuzuflößen und die Gemüther zu beruhigen. Sie hat selbst in Abwesenheit unseres Kaisers, als es Stoff und Anlaß zu den größten Unruhen gab, durch milde Wunderthä- tigkeit ruhmvoll gewirkt, und die Herzen aller Mitbrüder liebevoll geleitet. Sie wurde am 23. August umgangen und die Geschichte hat blutig vor unseren Augen sich entfaltet, so daß sie, in Gram über das geschehene Blutgericht, mit Weh- muth vom Schauplatze sich gewendet. Die Aktien-Ereignisse, welche schon einige Tage unter fortwährenden Zerwürfnissen und dagegen ergriffenen wenig befriedigenden Abhilfsmitteln einen bedenklichen Charakter erreicht haben, lassen nsit Recht den Ausbruch eines dem am 23. August ähnlichen Gewitters befürchten, und wie ein Blitz durchfährt der Gedanke alle Gemüther: „Der Sicherheits-Ausschuß allein kann uns retten." Aber nicht in allen Herzen ist dieser Wunsch rege, und nicht in allen Gemüthern lebt dieser Gedanke, und als aus den Vorstädten viele Garden mit erwähnten Zetteln erschienen, da erhoben sich plötzlich viele der bereits anwesenden Garden, und verlangten donnernd und tobend das Abnehmen derselben. Stürmisch ging es zu. Die Garden rannten durch einander, die versammelte Zuschauer-Menge verließ eilends ihre Stellung und flüchtete sich in die Häuser und in die Nebengassen. Traurig war der Anblick von der Uneinigkeit, welche zwischen Bruder und Bruder, und der Feindseligkeit, welche zwischen achtbaren Bürgern entstand die alle nur von einem und demselben Interesse, nähm- lich der Erhaltung von Ruhe und Ordnung, beseelt sind. Was wollen unsere Feinde denn anders, als die Gemüther Hetzen und den Bürgerkrieg entzünden? Nachdem viele der Zettelträger sich theils fügten und theils entfernten und die Ruhe wieder eintrat, kam erst ein ganzes Bataillon von Bürgern, Garden und Studenten, alle mit erwähnten Zetteln bekleidet. Ein Gewehr ging wie von ungefähr los, und die Menge erschrack aufs neue. Es ist nicht bekannt, ob Jemand dadurch Schaden genommen. Bürger! Sparet euer und euer Brüder Blut für den Kampf gegen eure Feinde auf! Seid fest und einiget euch, sonst spielt ihr eure erst errungene Freiheit als Opfer in die Hände eurer Feinde hinein. Der Sicherheits-Ausschuß hat wohl aus den unblutigen Barikaden bervorgehen können, er darf aber nicht durch Bürgerblut begründet werden. Druck von I. N. Fridrich, im September 48t8 Zü haben in dtr Ltopoldstvdt, anfangs der Jägcrjeile Nr 523. -LA-,' . ^ < '. .7 " . /- ', >7'^ 77..' k " - 7. ^ 7.'.. ^ 7 - " 7^M ^ > . i -- " - ' ' ", - ,^7 - .^^7'''" ' ' -H- - .Ir"4 !-» M ' / 'E, ^ ^ § ' ^ n ^ ,' » ' 7'V^. ' 7-'- , ^ ^ ^ '7 7 .-- ' .»<. . ^ .. - , - - „ ,'7:7.7 O/'7- '-. '- 7.' ^ - »«4^ 77--7 . . . ^ . ! - > 4«- ^2L44 Ko5S