Höchst wichtig! Mitbirgcr! Die Augenblicke find dringend. Unsere gegenwärtige ungewisse Lage ist für länger unerträglich. Die Würfel müssen fallen. Unser Schicksal must sich entscheiden. Cs kan« sich aber nur zum Glücke entscheiden durch allgemeine Ei nigkeit, durch eine schleunige Erhebung -es ganzen Volkes. Darum rufen wir allen unseren Brüdern in der Stadt und auf dem Lande zn: Auf, zu den Waffen! zum Kampfe für Freiheit und Vaterland! Cs gilt unser Aller Leben, es gilt alle Errungenschaften. Aber unsere Stimme verhallt, den ste ist die Stimme Einzelner. Der Reichstag, die vom Volke frei und ver- trauungsvoll gewählten Vertreter müssen zu den Waffen rufen, wenn die Erhebung eine allgemeine, wenn ste eine solche feyn soll, die zum Siege führt. Rur die Stimme des Reichstages wird mächtig Anklang finden, nur seine Stimme wiro alle Bürger zu ihrer Pflicht rufen, zur Vertheidigung des von einer reaetionären Bajonnetenpar- tei bedrohten Vaterlandes. Der gefertigte Ausschuß von dieser Ueberzeugnng durchdrungen, läßt daher an den hohen Reichstag eine dringende Bitte ergehen, er möge die Organifirung des Landsturmes mit kräftiger Hand leiten, er möge selbst alle Söhne unseres theuren Vaterlandes znr Vertheidigung desselben auffordern. Mitbürger, Brüder, unterstützet diese unsere) Vorstellung an den hohen Reichstag aus allen Kräften, lasset selbst solche Bitten an den hohen Reichstag ergehen. Diest ist der einzige Weg zum Siege, der einzige, der «n- sere gegenwärtige peinliche Lage zum Heile endigt. Wien am 11 Oetober 1848. Der Ausschuß der Studenten. Aus der k. k. Hof- und Staats-Druckerei. -- -xü