Wie IlllStklllk schaut ^ 4 ^ in Innsbruck ist alles schwarzgelb. Die schwarzbekutteten Jesuiten gehen mit der von Neid und Bosheit gelb gewordenen Kamarilla spazieren. In Innsbruck hat die Cibini einen Zopf geflochten, dessen Länge unbeschreiblich, und dessen Spitze bis ins Innere Rußlands streift. Dort hockt die Kamarilla und singt: Wir sitzen so friedlich beisamen, und haben einander so lieb! Die Frau von Cibini geht mit Herrn von Bombelles Arm Ln Arm, sie deklamirt: „Zwei Seelen und ein Gedanke!" und die Kamarilla spielt „Königrufen." In Innsbruck sind sie stets mit Schreiben beschäftigt. Sie schreiben Dankadressen an Windischgrätz, Liebesbriefe an den guten und lieben Kaiser v. Rußland, Empfang sch eine an die englische Nationalbank, Kontrakte mit Kroatien und Serbien, Korespondenzen mit Metternich, Czapka, Sedlnitzkv, Muth, Fiquelmont, Montecuculü und Pater Brunner. In Innsbruck herrscht eine seltene Gespensterfurcht. Sie fürchten die Federn der Wiener Journalisten, die Nationalgarde und die Barrikaden. Innsbruck ist nun ein zweites Amerika, wohin sehr viele, die in ihre Heimath alles Zutrauen verloren haben au s- wandern. So trifft man auch in Innsbruck viele Professionisten, die früher hier lebten. Man findet dort nämlich Anstreicher, die alles sch w arzg e l b, uns Wiener aber nur schwarz anftreichen; Schneider, die mit der spitzigen Nadel der Verläumdung gegen uns den Stich führen, und keinen guten Faden an uns lassen; Seiler, die den Faden der Bosheit und Niederträchtigkeit fortspinnen; Buchbinder, die die Blätter der Geschichte immer Ln der Presse haben; Schlosser die immer Ränke und Zwistigkeiten schmieden; Pfeiffenschneider die nach ihren Kopf arbeiten; Müller welche manchem was weiß machen; Papiermüller die viel mit Lumpen zu thun haben. Baumeister die Luftschlösser bauen; endlich auch Schuster die oft Pech haben. Noch sind in Innsbruck Wirthe, die keinen reinen Wein einschenken, Schauspieler die immer schlechte Vorstellungen machen; Soufleure die immer was einzuflüstern wissen; Maler die mit grellen Farben Schreckensbilder ausführen; Kunsthändler die uns recht gerne mit den Haslinger bekannt machen möchten. So sieht es in Innsbruck aus, das nun alle Farben spielt als: schwarz von Jesuiten, gelb vom Neid, roth vor Zorn und Aerger, weiß vor Schrecken, g r ü n vor Verdruß und blau angelaufen von Lügen und erdichteten Geschichten. Doch, zum Schlüsse sei es gesagt, etwas lebt in Innsbruck, das wir achten und lieben, das ist— unser guter Kaiser. Möge bald er den Schreckensort — Innsbruck verlassen, und eingedenkt des Sprichwortes: „Es gibt nur eine Kaiserstadt, es gibt nur ein Wien!" recht bald zu seinem treuen Volke zurückkehren. B- Tchnellpressendruck von Jos. Ttöckbolzor von Hirschfelo. Zu haben M RrdaktionsMEemr M ,,Omnibits>" Stadr, LilrÄv Kaffe AK. 8S8. , ^ . > ' - p » > 'K-n -'- n .. M H . ^ ch,M -^»i .7 i -s» ^ M -? SWS'7 " ,r.. ,. ^ 7 ^ n. .- 7 L?^ »ch . 6 M 7" ^ 7 , - -r ^ ' . .'' ' - 7 ^ 'I -^7. ' ^ ^ - I IL >^r.7.n.vj- . 7 7. 7 - ' i ^ . , M .. ' .1 t . M. ^^ NM.N --- 7 ' . ^ ^lEA.^'iSM >1^üEMW -M '^ ' ^ ' -.r ' OM'n - ^ NIL,N.K.7^ ' ^ . 7 ^.' t. . , , f . , -F.v'. V - - '- - MM5M ^ .M 'MM ' I .n D. ?rn ^ - 7 .- ^I^IMNNM.7^ 7- 7 7-7 ^ ^ " - n Ä j MZ §<. .n I n F. ttM'- 7 i "^7. - ' 7^ n ^ 1 ,»^ ' , ^ , . ! k'7^ is^ttEA. M: Zl^r-?tt.n» ...7 N7.rM>:MMM 7 , 7 7»ti kM M 7 I lN I! UNMü/N , 4- ' r --'.iWi 2 )Ä n?'. - - .'. ^ , 77 7>§ >7^" ^.^,..7^/ .^ NNl ti ^ . . . . , 7s i. 7 . ' -' .? 7 7 '- -7 , -> 7 - .- ^7-7 7 >'N 7 ' - 7 NM 7 ! 5 ' ^ ^7 ' NnM - .' > 7 ^/, . - -M : ^ i^s / M- . '.' ^, 7 -/ ' ^ ' ^ ' N' -. -7NV ! . - 7 > 7 ... E 1 lNk 7 - '.^7 77 7-7 V 4 . ;. 7 7 » 7 ^ ^n n 7^. °n -i 15 t ^ nM-M > . - ^'7' 7 7- ... ^ .M -- V'. 'N- ^ ?. 's r -Lk: 'n 1 ) ' ^ ' . M <-' - ' 7 N 7 / 7 ^7 -7' ' . MM. 7 'N.l -^7 . , 7 k' -> - M- -' 'MM u 7-7 MI 7 ^ . '' ^7 ijN ' ' »7 < l. -s> , ' 7 7 7/7 - 'k^ NM- NN /7 ' 7. - 77- i' M - 7 -N 7 . ..7 N ' I 7 / .r i/i-MM MklM-n nn^ Mi '- . . n 77 rm: ur^, - 0 ^ ^n: ^1 77 in ^i'i ^ 7 . 7 ^^.- -- . . /.. 7 ^ --L^ Ms, 7 Mi.'» ..'.k ^...is. >;---' .7--^ .' 7 , ^-,^7,x .sr^^m.r;.!)^s. ^rim ^7.:.- 7 , ?/ ?7- '.7,.r ^r<- 7 .7 7 ^- - .' r/s-^ > -<'7 , ^rsMl. ^,.»r '' 77 7i < 7 7 7 ^rzMk>.: f'--^1,!'cr-7 ^'?<^ .i^M7 ^ - -srm'. ,nGM'.->'.'. - MÄ : M'6 ME '-. ^ -^7,MM 7 ^.. -rü-' -rrrtt lü'jg «-D-,< ^ ' - Ä^L -s . -./^- 7 . ^ -.L i «ijnM ..,.7 ^ 7 . . - L.. 1 -> 7i »,!>.^i.-!..7',^ r;: «v-rvrk^'-^-^^.-rÄ yMtz:' 7'.-^.-Mr ",: .M.-. . ,7,^'7-.L7.. i > , Irr-. i-i' ct.?4Li LIvLI L