Wienbibliothek im Rathaus MA 9 - SD 25 - 072006 - 54 nif m T-T P r '.j; irrnäi ; . hm | &4j0W;-' -rr- asser. mi.Stacitbfldc£mJ«üiti fi r.Br.ir.n fi oJexikon.JI. J Ty.md. XX Vorwort Einst waren Brunnen zentrale Wasserversorgungsstellen, sie zählten zu den lebensnotwendigen Erfordernissen eines Gemeinwesens - sie lieferten aber nicht nur Trink- und Nutzwasser, sie spielten vor allem bei der Feuerbekämpfung eine enorme Rolle. Die Schaffung und Erhaltung von Brunnenanlagen kann daher zu den ältesten und wichtigsten Aufgaben einer kommunalen Verwaltung gezählt werden. Der Bedeutung des Wassers entsprechend, erfüllen Brunnen neben diesen Nutzfunktionen aber auch eine Reihe von sozialen Aufgaben - sie sind seit jeher ein kommunikatives Zentrum, prägen das Ortsbild, sind Sinnbild und Kristallisationspunkte des Lebens, dienen aber auch der Repräsentation. Über ihren Nutzwert hinaus waren Brunnen weihevolle Orte, die im Interesse von Mythologie und Religion standen. Mit Einführung zentraler Wasserversorgungsanlagen verloren die Brunnen weitgehendst ihre ursprüngliche Funktion - ein Umstand, der übrigens wegen der fortschreitenden Umweltverschmutzung hygienisch erforderlich war. Heute liegt die Bedeutung des Brunnens in klimatischer und luftreinigender Funktion, vorwiegend aber zur Bereicherung der Stadtarchitektur sowie auch als Ruhe-, Spiel- und Kommunikationszonen im Arbeitsund Wohnbereich. Soweit Brunnen aus der öffentlichen Wasserleitung gespeist werden uhd nicht mit Umlaufpumpen ausgestattet sind, dienen sie weiterhin zur Labung für Durstige. Oftmals präsentieren sich heute die Wasserbecken der Brunnenanlagen ohne Wasser - sie sind mit Erdreich gefüllt und dienen als Behälter für Zierpflanzen ... Obwohl die Brunnenbaukunst in Wien nicht die Bedeutung manch anderer Städte erreicht hat, gibt es doch zahlreiche bemerkenswerte Wiener Brunnenanlagen. Berühmt oder vergessen, im guten oder schlechten Zustand, verschmutzt oder vernachlässigt, sie alle waren bzw. sind Wasserspender in der Stadtlandschaft, wo die Brunnen durch ihr Plätschern und Rauschen und ihr Wasserspiel die Menschen fesseln und erfreuen sollen. Brunnen sind im besonderen Maß ein Symbol der Zeit - ihre Pflege soll und muß daher als eine besondere Verpflichtung sowohl für die Verantwortlichen der Stadtverwaltung, als auch für die Allgemeinheit sein. Es wäre wünschenswert, daß eine positive Entwicklung auf dem Gebiet der Brunnenbaukunst noch manche neue Brunnenanlagen in Wien entstehen läßt. Band 2 des Wiener Brunnenlexiköns (II. bis IX. und XX. Wiener Gemeindebezirk) umfaßt 237 Wasserkunstanlagen (Standorte). Im Band 1 des Wiener Brunnenlexikons (I. Wiener Gemeindebezirk) wurden 143 Wasserkunstanlagen behandelt, sodaß damit bereits 380 Wasseranlagen in Wien beschrieben wurden - sicherlich aber nicht alle in diesen Wiener Bezirken bestehenden Brunnenanlagen. Josef Donner I L_JL(L ~ky~jr*£‘ jij ;i i' Jt :|!J. i r#üt 3 .Ci I \ \\ k will K fIW » I: Wt SW W|i Üigf Tut ütmtiiit) «Ml fj* #^'^#3 *ä 4 jv 4S.41 3; p T $y '■W&uS% %> ■> *-r ; c lel^ iffjj|i j£ ä ;'£• «Ä Wasser im Stadtbild - ein Wiener Brunnenlexikon. n. bis IX. und t U‘ ?'$ fViu...- : riV-h’ hVÄ- v ■> .-.. m; , »ft kfJS r°> °>Q6.808 U mschlagseite:____ Eröffnung des Hochstrahlbrunnens am Schwarzenbergplatz im Beisein Kaiser Franz Josef I. am 24. Oktober 1873 - zeitgenössische Xylographie von F. Kollarz (MA 10 - Museen der Stadt Wien siehe Bildteil Seite 127 Brunnen Nr. III/35) 1. Auflage (Juni 2002) 249 Abbildungen. AxX. siehe auch: Josef Donner Dich zu erquicken mein geliebtes Wien - Geschichte der Wiener Wasserversorgung von den Anfängen bis 1910 ISBN 3-85126-25-2 © by NORKA VERLAG Dr. Norbert Kastelic (1990) Josef Donner Auf springt der Quell..., Wasser im Stadtbild - Ein Wiener Brunnenlexikon, Band 1 I. Wiener Gemeindebezirk © by ÖVGW und MA 31 - Wasserwerke (1998) Impressum ISBN © by ÖVGW Alle Rechte Vorbehalten, jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - nur mit schriftlicher Genehmigung der Herausgeber. Herausgeber:_ Verband Gas & Wasser ÖVGW Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach, Schubertring 14, A-1015 Wien Postfach 26 im Einvernehmen mit dem Magistrat der Stadt Wien, Abteilung 31 - Wasserwerke, Grabnergasse 4-6, A-1061 Wien, Postfach 331 Tel: +43/1/59959-0; Fax: +43/1/59959-99-31941 Telex: +43/1/3221569, IBS-User: M 31 K e-mail: post@m31.mag.wien.gv.at Medieninhaber und Verleger: _ Verband Gas&Wasser ÖVGW Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach, Schubertring 14, A-1015 Wien Postfach 26 Tel: +43/1/513 15 88-0; Fax: +43/1/513 15 88-25 e-mail: info-fv-ovgw.or.at Internet: www.ovgw.at Druck^ Agens-Werk Geyer+Reisser Ges.m.b.H. Arbeiter gasse 1-7, 1051 Wien Gestaltung:_ Grafik Design: Leopold Wurzenberger, A-1160 Wien Cover design/Realisierung: _ Dipl-Ing Robert G. Köck Daniel Gerersdorfer Leopold Wurzenberger 2 itJ hffUi Der HochqueH Der untenstehende Lobspruch auf das Wiener Hochquellwasser erschien 1873 anläßlich der Eröffnung der I. Wiener Hochquellenleitung in einer Wiener Tageszeitung: .Der* Hooliqiiell* 3um 24. Dctober. 2luf fprinqt bcr Duell, genährt auS Sllpenbrilfleu, jDicI) ju crquiden, mein geliebtes 2öien, Unb bic^ burd) 3 ittert wonniges Oelüjlen, Die £abcqueEe in Md) ein^ujielj’n. ©ei er als DueE bc$ ©cgenö bir belieben! llnb wie er anffteigt au beS Rimmels Runb, ©o ftcig nudj bu in Äroft unb flarcm ^rieben ©tet$ aufwärts, einig, mädjtig unb gefimb! Unb in bem Regenbogen, ber ftd) fpiegelt 3n feinen taufenb ©trauten wunberoou, ©ei bir aufs neu’ ber alte 23nnb bcfiegclt, Da§ feine ©unbflutl) ntebr Md) treffen foU! Dir gegenüber ftcljt baS 23tlb beö STuiegerS, Der Deft’reidjS Uebcrwinber nicbcrfd)litg; Dod) l)ol)er fjcbfl bic $al)ne bu bcö ©iegerS, $118 ber bei Scipjig unf’re f^aljne trug! ©pmbol ber ein’gcn ftraft, be8 S3ürgerftrebcu8, DaS feine gmEe fdjöpft auS eig’ncm SDlarf, ©cfjwingft bu bie Qfriebenßfafjtte l)od) unb ftarf! ©ei un'f’rer öeimat ©innbilb, Duell bc8 £ebenö, §3evfd)teb’ne DueEen, bod) in Sinem @ufj, Dein Sffialjlfpruclj ift: Unitis viribus! Drum, ©ol)n ber Sllpen, fei uns IfodjwiEfommert, Du CabequeE, nad) bem mir burflig fdjrie’n, SDUt off’ncn Firmen fei un$ aufgenommen, Du majieftät’fdjer @aft in unf’rem SBien: <5in £jod) bem ^jodjquell unb bem madern öunbi Der Kräfte, bie geleitet feine $raft! Du aber, Eöien, üerjeidjne biefe ©tunbe 2J?it golb’ner ©djrift ins 23ud) ber iöürgerfdjaft. Samuel Hermann Ritter von Mosenthal (14. Jänner 1821 - 17. Februar 1877) - der Verfasser dieses Gedichtes - war Bibliothekar im Unterrichtsministerium und ein erfolgreicher Bühnenautor, der mehrere Texte für Theaterstücke schrieb, die wegen der rhetorisch effektvollen Rollen beliebt waren. Er verfaßte u.a. die Libretti für die Oper von Otto Nicolai „Die lustigen Weiber von Windsor“ und für die Oper von Karl Goldmark „Die Königin von Saba“. Eine Verkehrsfläche im 18. Wiener Gemeindebezirk (Währing-Pötzleinsdorf) erinnert an diesen Dramatiker. 3 Inhaltsübersicht Seite Vor wor t/U mschlag 2 Impressum 3 Der Hochquell: „Auf springt der Quell, ...” 4-5 Inhaltsübersicht 7 Danksagung des Autors 9 II. Wiener Gemeindebezirk - Leopoldstadt 11 12-19 Adressen Verzeichnis, Brunnenbeschreibungen 21 III. Wiener Gemeindebezirk - Landstraße 23-25 26-45 Adressenverzeichnis, Brunnenbeschreibungen 47 IV. Wiener Gemeindebezirk - Wieden 49 50-59 Adr essenver zeichnis, Brunnenbeschreibungen 61 V. Wiener Gemeindebezirk - Margareten 63 64-68 Adressen Verzeichnis, Brunnenbeschreibungen 69 VI. Wiener Gemeindebezirk - Mariahilf 71 72-80 Adr essenver zeichnis, Brunnenbeschreibungen 81 VII. Wiener Gemeindebezirk - Neubau 83 84-91 Adr essenver zeichnis, Brunnenbeschreibungen 93 VIII. Wiener Gemeindebezirk - Josefstadt 94-95 96-104 Adressen Verzeichnis, Brunnenbeschreibungen 4 Seite Seite 105 IX. Wiener Gemeindebezirk - Alsergrund 106-107 108-117 Adressenverzeichnis, Brunnenbeschreibungen 119 XX. Wiener Gemeindebezirk - Brigittenau 121 122-125 Adr essen Verzeichnis, Brunnenbeschreibungen 126-174 Bildteil 175-178 Brunnen der Stadt Wien, bzw. von der Stadt Wien gewidmete oder geförderte Brunnen außerhalb des Wiener Gemeindegebietes 180-181 Wasserleitungsmuseen der Stadt Wien 183 Bildnachweis 184-187 Künstlerregister, Personenverzeichnis 189-191 Quellen- und Literaturverzeichnis 192 Widmung/Dank N ach wor t/U mschlag 5 Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Maimorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt in einer zweiten Schale Grund. Die zweite gibt, sie wird zu reich, der dritten wallend ihre Flut, und jede nimmt und gibt zugleich und strömt und ruht. Danksagung* des Autors Der Autor dankt allen Personen und Institutionen, die bei den Recherchen - die nicht immer leicht waren und im „Alleingang“ bewerkstelligt wurden - behilflich gewesen sind und tatkräftig mitgewirkt haben. Besonderer Dank gilt den Kollegen und Kolleginnen in den Dienststellen des Magistrates der Stadt Wien: MA 7 Kultur MA 8 Wiener Stadt- und Landesarchiv MA 9 Wiener Stadt- und Landesbibliothek MA 10 Museen der Stadt Wien MA 13 Landesbildstelle Wien MA 31 Wasserwerke MA 32 Haustechnik MA 42 Stadtgartenamt MA 49 Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien sowie auch der Bundesbaudirektion Wien für Wien, Niederösterreich und Burgenland, der Burghauptmannschaft in Wien, der Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesellschaftmbH, der Verwaltung der Bundesgärten in Wien und dem Bundesdenkmalamt, ferner den verschiedenen Gebäudeverwaltungen, Archiven und Bibliotheken - sie alle haben durch Rat und Tat zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen, schließlich - aber nicht zuletzt - all jenen Persönlichkeiten, die mir beim Schreiben der handschriftlichen Manuskripte sowie beim Korrekturlesen hilfreich zur Seite gestanden sind. Josef Donner 7 Die Bürger einer Stadt können verlangen, daß die Brunnen laufen und daß Wasser genug* da sei, aber woher es zu nehmen, das ist des Bohrmeisters Sache. 8 Wiener Brunnen Wiener Brunnen «mt mJp ■| m I ■■ 'MW.- • Wl ■■ *- ■ w 9 Vom Brunnen das Wasser vom Keller der Wein Was könnt für den Schwachen noch lohnender sein? Adressen- Verzeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien n. Bezirk Brunnen- Adresse Textteil- Brunnenbezeichnung Bildteil- Nr. Seite Seite II/l Enger thstraße 181-183 13 Brunnenplastik „Bronze mit Wasserspiel” ' 129 II/2 Friedrich-Hillegeist-Straße 1 13 Wasser-Stein-Anlage, Wasserbecken 133 II/3 Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen- 13 Wasserbelebte Steinskulptur 132 Platz 1 II/4 Große Mohrengasse 12-14 13 Trinkbrunnen 129 II/5 Handelskai - Donaupromenade 14 Zwei Trinkbrunnen 132 II/6 Handelskai 214 14 Wasserbecken mit Trinkwasserauslässen - II/7 Handelskai 388 14 Wasserfall mit Wasserbecken 128 Eingang Wehlistraße geg. 366 II/8 Heinestraße 38 15 Innenraumbrunnen „Wasser-Stein-Objekt' ” 132 II/9 Machstraße 3 15 Vogeltränke „Der Vogelfänger” 128 11/10 Machstraße 4-6 15 Wasserbecken „Meeresgrund” 129 11/11 Max-Winter-Platz 11 15 Brunnenplastik „Donauweibchen” 129 11/12 Mexikoplatz vor 1 und 2 15 Wasserkunstanlagen im Rosenpark 133 Springbrunnen - Trinkbrunnen - 11/13 Praterstraße vor 15 16 Wiener Trinkbrunnen (Nr. 7) - 11/14 Praterstraße 50 16 Vogeltränke „Fischreiher” 129 11/15 Obere Donaustraße geg. 29 16 Trinkbrunnen - 11/16 Rueppgasse 33 16 Trinkbrunnen - 11/17 Südportalstraße - Kaiserallee 17 Wasserkunstanlagen im 133 ehern. Weltausstellungsgelände Franz- J oseph-Brunnen - Fontäne Sultan Achmed II. 133 Springbrunnen und Teichanlagen - 11/18 Südportalstraße - Messegelände 18 Springbrunnen - 11/19 Taborstraße 20 18 Sage „Zum goldenen Brunnen” - 11/20 Volksprater zwischen 18/19 Wasserkunstanlagen im Volksprater 130/131 Ausstellungsstraße und Walfischbrunnen in der - Hauptallee Perspektivstraße Praterspringbrunnen vor dem Planetarium - Zierbrunnenanlagen am Calafattiplatz - Zierbrunnen beim Riesenrad - Wasserfels auf der Jesuitenwiese - Wasserspiel in der Venediger Au - Teich und Wasserfall beim Konstantinhügel - Venedig in Wien - 11/21 Weintraubengasse geg. 20 19 Trinkbrunnen 11 Brunnen- beschreibungen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. 12 n. Wiener Gemeindebezirk 1 □ 129 _ Brunnenplastik „Bronze mit Wasserspiel” 2 , Eng-erthstraße 181 - 183 Margarete Bistron-Lausch schuf 1963 für den Hof (vor Stiege 1) der städtischen Wohnhausanlage am Mexikoplatz die Brunnenplastik „Bronze mit Wasserspiel”. Die Herstellungskosten betrugen ATS 49.300,-. 2 □ 1 33 _ Wasser-Stein- Anlage 2 , Friedrich-Hillegeist-Straße 1 Vor dem Gebäude der Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten (PVAng.) wurde 1981 vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr eine Wasser-Stein-Anlage aus Tauerngrün Serpentin auf gestellt. Inschrift- Hans Muhr. Akademischer Bildhauer, seit 1973 freischaffender Bildhauer, „Wasser- Stein-Skulpturen”, Höhe ca. zwei Meter - 32 Skulpturen je ca. 50 cm + 40 cm. Diese Skulpturen stellen die heutige arbeitende Generation dar - das über sie fließende Wasser versinnbildlicht das Bruttonationalprodukt. Die darunter stehenden Skulpturen verkörpern die Generation der Pensionisten. Auf sie entfällt ein Teil des Bruttonationalproduktes in Form ihrer Pension. Wasserbecken 2, Friedrich-Hillegeist-Straße 1 Im Foyer des Gebäudes der Pensionsversicherungsanstalt - unterhalb der Stiegen- und Rolltreppenanlage nächst dem Haupteingang - befindet sich ein mit verschieden großen Kieselsteinen ausgelegtes, viereckiges Wasserbecken, das von Grünpflanzen umgeben ist. 3 □ 132_ Wasseibelebte Steinskulptur 2, Friedrich Wilhelm Raiffeisen-Platz 1 Das neugestaltete Haus der Raiffeisen Landesbank am Donaukanal, dem ein von Architekt Martin Kohlbauer modern gestalteter 23,m hoher Glaszylinder - als Mittler zwischen Verwaltungsgebäude und Menschen - vorgebaut ist, ziert eine von Matthias Hietz gestaltete wasserbelebte Steinskulptur. Die Arbeit aus Waldviertler Marmor war das letzte Werk des Künstlers vor seinem Tod - „ein Symbol der Beständigkeit im frischen Schwung”, wie der Raiffeisen Präsident Christian Konrad bei der Einweihung des Hauses betonte. 4 □ 129 Tiinkbruimen 2, Große Mohrengasse 12-14 In der kleinen Parkanlage gegenüber dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder steht ein einfacher Trinkbrunnen aus Kunststein. 13 5 □ 132 _ Zwei Trinkbrunnen 2, Handelskai - Donaupromenade Im Zusammenhang mit der Realisierung des Donauhochwasserschutzprojektes Wien wurde am rechten Donaudamm zwischen der Brigittenauer Brücke (Innstraße), dem DDSG - Schifffahrtszentrum (Reichsbrücke) und dem Scandic Crown Hotel die rund 1900 m lange Donaukaianlage als Donaupromenade in rund dreijähriger Bauzeit errichtet, die am Familien-Sonntag - 30. April 1995 - vom Um weltstadtrat Fritz Svihalek der Öffentlichkeit als Erholungsparadies übergeben wurde. Auf der zum Großteil begrünten Anlage wurden zwei Trinkbrunnen aufgestellt, die von Johannes und Charlotte Seidl 1993 gestaltet wurden. Diesen Brunnen liegt die Idee zugrunde, ein höheres, massives Element, in matter blauer Farbe an den beiden Plätzen zu stellen. Diese Elemente symbolisieren „Wächter” und stehen mit der Breitseite zum Hauptweg. Sie sind zwischen 1,80 m und 2,20 m hoch. Das Material ist hartgebrannter, engobierter Ton, in matten Blau-Brauntönen bis leichter Glanz im oberen Bereich. Durch die jeweilige Skulptur zieht sich ein Edelstahlband, das auch die Wasserstelle beinhaltet. Die Wartung der Armaturen und der Installation ist durch Abnahme dieses Bandes leicht möglich. Das Material ist Feinsteinzeug, ist bruchsicher, weil extrem hart gebrannt, witterungsbeständig, frostsicher und säurefest. Das Wasser rinnt aus Edelstahlhähnen, ausgelöst durch Knopfdruck, direkt in den Bodenabfluß. Die Herstellungskosten beliefen sich auf ca. ATS 300.000,-. 6 _ Wasserbecken mit Trinkwasserauslässen 2, Handelskai 214 Auf den ehemaligen Elektrizitätswerksgrundstücken wurde 1975 bis 1977 eine zwölfgeschossige große Wohnhausanlage errichtet. Im Kindertagesheim der Stadt Wien (bei Stiege 15) befindet sich ein niedriges Wasserbecken in dessen Mitte auf einer Säule Trinkauslässe angeordnet sind. Nächst dem Kinderspielplatz im Bereich der Stiege 20 steht ein eiserner Ständerauslaß. 7 □ 128 _ ___ Wasserfall mit Wasserbecken 2, Handelskai 388 Eingang Wehlistraße geg. 366, Glaspyramide Im glasgedeckten Innenhof nächst Stiege 5 des großen Bürogebäudes „Donau-Business- Center” befindet sich eine aus Felsgestein gestalteter Wasserfall mit einem da vor liegenden Becken. 14 8Q_132 ____ Lmenraum- bnmnen „Wasser- Stein-Objekt” 2, Heinestraße 38 Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr schuf 1984 für die Halle im 1. Stock des Gebäudes des Österreichischen Normungsinstitutes ein Wasser-Stein-Objekt aus Sölker Marmor (120 x 150 x 90 cm). Der Innenraumbrunnen soll nach Meinung des Künstlers die ästhetisch-rhytmische Komposition der Ordnung symbolisieren. 9 □ 128 2 , Machstraße 3 In Anspielung an eine alte Wiener Volkstype schuf Maria Feder er 1966 für den Gartenhof bei Stiege 3 der Eigentumswohnhausanlage die Vogeltränke „Der Vogelfänger”. Der Vogelfänger gehört zwar nicht zu den Wiener Volkstypen, das Halten von Singvögeln war im alten Wien aber sehr beliebt. 1 0 □ 129 _ Wasserbecken „Meeresgrund” 2, Machstraße 4-6 Für den Kindergarten der Stadt Wien wurde 1963 von Therese Schütz-Leinfellner ein mit Glasmosaik belegtes Wasserbecken aus Kunststein im Ausmaß von 2,3 m x 1,3 m, benannt „Meeresgrund”, geschaffen. 11 □ 129 _ Brunnenplastik ,, D onauweib clren 2, Max-Winter-Platz 11 Im Hof des Eigentumswohnhauses steht die von Andrea Schrittwieser 1959 gestaltete keramische Brunnenplastik „Donauweibchen”. Aus dem davor liegenden, von Efeu überwachsenen, kleinen Becken erhebt sich ein Fisch. 12 □ 133 _ Wasseikunst- anlagen im Rosenpaik Xr 2, Mexikoplatz vor 1 und 2 Springbrunnen Im Rosenpark wurde 1982 ein verfliestes, modelliertes Betonbecken mit drei wasserspeienden Düsen (ca. 1 m hoch) von Franz Richter errichtet. Die Herstellungskosten beliefen sich auf rund 1 Mio ATS. Trinkbrunnen Ein einfacher Trinkbrunnen aus Kunststein steht in der Parkanlage. 15 13_ Wiener Trinkbrunnen 2, Prater straße vor 15 Der vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr in rötlichem Untersberger Marmor, nächst dem Nestroydenkmal, errichtete Wiener Trinkbrunnen (Nr. 7) wurde am 8. Oktober 1991 in Anwesenheit des Bezirksvorstehers für den 2. Wiener Gemeindebezirk, Hans Weissmann, in Betrieb genommen. Inschrift: Auf der Brunnenrückseite: Emblem der Wiener Messen und Kongress GesmbH - Wiener Messen. Auf der Bodenplatte: Den Durstigen in dieser Stadt gewidmet - Wiener Messen. Emblem der Wiener Messen und Kongress GesmbH - Wiener Messen. 14 □ 129 _ Vogeltränke „Fischreiher” 2, Praterstraße 50 Im Hof der nach dem Wiener Volksschauspieler Richard Waldemar (1869 - 1946) benannten Eigentumswohnhausanlage wurde 1967 die von Othmar Jarmer 1967 geschaffene Vogeltränke mit zwei Fischreihern auf gestellt. 15_ __ lnnkbrnnnen 2, Obere Donaustraße geg. 29 Ein Trinkbrunnen aus Kunststein steht neben dem Rosenrondeau im entlang des Donaukanales verlaufenden Wettsteinpark. 16 Trmkhrunnen 2, Rueppgasse 33 Ein einfacher Trinkbrunnen aus Kunststein steht in der kleinen Parkanlage. 16 17 □ 133 Wasseikunst- anlagen im enemaligen Weltausstefimgs- cn^länrlp VmUr^ Jl CAil XvAv/ 2, Südportalstraße - Kaiserallee Franz-Josephs-Brunnen Am 1. Mai 1873 eröffnete Kaiser Franz Josef I. die erste und bisher einzige Weltausstellung in Wien. Auf 233 ha präsentierten rund 53.000 Aussteller aus über 35 Staaten in 142 Pavillons den technischen Fortschritt. Als Zentralgebäude der Weltausstellung kam die ursprünglich von einem englischen Architekten geplante und schließlich von Carl von Hasenauer umgeplante „Rotunde” zur Errichtung - damals mit einer Spannweite von 108 m und einer Höhe von 84 m der größte kreisrunde Kuppelbau der Welt. Das aus Eisenplatten bestehende trichterförmige Dach wurde von 32 m hohen Säulen getragen. Das Rotundengebäude wurde von den Wienern, wie in den „Erinnerungen” des Bürgermeisters Dr. Cajetan Felder nachzulesen ist, heftigst kritisiert. Auf eine reichere Ausstattung des Innenraumes mußte vor allem aus Zeitgründen verzichtet werden. Als einziger größerer Schmuck wurde ein raumbeherrschender, monumentaler Schaubrunnen nach Plänen von Jean Baptiste Jules Klagbaum von der Pariser Eisengießerei Antoine Durenne auf gestellt. Der Brunnen fand als Qualitätsbeispiel französischer Gußeisenindustrie große Bewunderung bei den über 7 Millionen zählenden Besuchern der Weltausstellung. Nach Ende der Weltausstellung kaufte die Stadt Graz diesen Brunnen um 31.500 Gulden, um ihn im Grazer Stadtpark als „Franz-Josephs- Brunnen” aufzustellen, wo er am 4. Oktober 1874 feierlich in Betrieb genommen wurde. Die beiden am Pariser Place de la Concorde stehenden, aus der Zeit zwischen 1836 und 1846 stammenden Brunnen gelten als Vorbild für den Kaiser-Franz-Joseph- Brunnen. Gemeinsam sind den Werken in Paris, Wien bzw. Graz die Konzeption mit den wasserspeienden Tritonen und Najaden im Bassin, die Anordnung der Brunnenschalen sowie das Oberteil mit Baldachin und Auslauf-Springbrunnen. Die Rotunde - in der Folge von mehreren Großausstellungen beschickt - ist am 17. September 1937 durch ein Großfeuer vollkommen vernichtet worden. Die Brandursache konnte nicht geklärt werden. Fontäne Sultan Achmed II. Die östlich der Rotunde durch gedeckte Gänge mit dem 960 m langen und 205 m breiten Industriepalast verbundene vierschiffige Kunsthalle umschloß den „Kunsthof’, in dessen Zentrum sich der vielbestaunte Achmedbrunnen (Fontaine des Sultans der Osmanen Achmed) befand - eine Nachbildung des auf dem großen Platze vor der Aja-Sophia in Konstantinopel stehenden Brunnens, - der durch die wunderbare Ausschmückung seiner Außenseite, die herrlichen Arabesken und Legendenverschlingungen, die graziöse Ausführung der Rund- und Flachbogen, sowie durch farbenprächtige Malerei der Decke einen reizenden Anblick gewährte. Springbrunnen und Teichanlagen Im weitläufigen Weltausstellungsgelände wurden mehrere Springbrunnen, Teichanlagen und künstliche Wasserläufe angelegt, von denen insbesondere jene vor dem Südportal der Rotunde bzw. im Bereiche der umfangreichen und dekorativen Schau des Japanischen Kaiserreiches der Meji-Ära (Japanische Gärten) erwähnt werden sollen. 17 18 _ Springbrunnen 2, Südportalstraße - Messegelände Während der Internationalen Gartenausstellung 1951 im Prater - Messegelände war ein großer, mehrstrahliger Springbrunnen in einem flachen Wasserbecken in Betrieb. 19 Sage „Zum goldenen Brunnen” 2 , Taborstraße 20 In der Taborstraße befand sich bis 1908 eines der ältesten Einkehrgasthäuser der Leopoldstadt, das Haus „Zum goldenen Brunnen”. Um das Haus rankt sich folgende Legende: Seit alters her stand hier ein Wirtshaus. Krieg und Seuchen ließen die Wirtsleute völlig verarmen und es schien, daß sie ihr Haus verkaufen müßten. Da ging die Wirtin in die Stephanskirche und bat um Hilfe. Deutlich hörte sie die Antwort: „Gehe heim und schöpfe aus dem Brunnen im Hof Wasser für deine Pferde. Du wirst auf dem Boden jedes Eimers ein Goldstück finden. Aber schöpfe niemals mehr Wasser als die Tiere brauchen.” Die Frau eilte heim, schöpfte Wasser - und fand tatsächlich die versprochenen Goldstücke. Der „Goldene Brunnen” brachte den Wirtsleuten ihren alten Wohlstand zurück. Das genügte dem Wirt aber nicht mehr. In seiner Habgier konnte er nicht genug Gold haben. Eines Nachts stand er heimlich auf und begann Wasser zu schöpfen. Aber in den Eimern waren keine Goldstücke mehr ... (siehe auch 3., Landstraßer Hauptstraße 8 - Brunnen III/23). 20 □ 130/ 131_ Wasseikunst- ta^^kspmter 2, Volksprater zwischen Ausstellungsstraße und Hauptallee Kaiser Joseph II. übergab am 7. April 1766 den Prater, der als Jagdgebiet des Herrscherhauses diente, der Bevölkerung zur allgemeinen Benützung. Durch die Öffnung des Volkspraters wurde die Anlage des Wurstelpraters - in dem sich zahlreiche Vergnügungsstätten befinden - ermöglicht. Am 8. April 1945 vernichtete ein Großfeuer fast alle Anlagen. 1953 konnte die Wiederherstellung des Wurstelpraters abgeschlossen werden. Von den in diesem Gebiet bestehenden wasserbaulichen Anlagen sollen erwähnt werden: Walfischbrunnen in der Perspektivstraße Praterspringbrunnen vor dem Planetarium (Oswald-Thomas-Platz) Sieben kräftige und sich drehende Wasserstrahlen erheben sich in einem großen Rundbecken aus Kunststein. Unweit vom 1964 erbauten Planetarium, wo auch das Pratermuseum untergebracht ist, steht ein Auslaufbrunnen mit einem kleinen Becken am Boden als Tiertränke. Zierbrunnenanlagen am Calafattiplatz Phantastische, vielfarbige Plastiken, die vom Atelier Christa Müller entworfen und von der Becker-Guß-Wien GesmbH hergestellt wurden, zeigen unter anderem eine auf vielen Beinen dahin wandernde Aktentasche, ein Tableau von wasserspeienden Männerköpfen oder über den Boden kriechende und zeitungslesende Schlangenmenschen in Harlekinkostümen und zieren so den nach dem Zauberer und Taschenspieler Basilius Calafatti (1800 - 1878) benannten Platz. 18 Zierbrunnen beim Riesenrad Auf einem Steinsockel in einem kleinen Wasserbecken, das von einem Blumenbeet umgeben ist, steht eine Nachbildung des Brüsseler „Männeken Piß”. Wasserfels auf der Jesuitenwiese Wasserspiel in der Venediger Au Teich und Wasserfall beim Konstantinhügel (Hauptallee) Vom künstlichen Hügel - aus dem Aushubmaterial vom Rotundenbau 1873 geschaffen - ergossen sich Wasserfälle in einen malerischen Teich, auf dem man Boot fahren konnte. Venedig in Wien In einem groß angelegten Vergnügungszentrum (rund 50.000 m 2 ) gab es künstliche Kanäle mit einer Fläche von 8.000 m 2 zwischen Kulissen venezianischer Paläste, wo Gondelfahrten veranstaltet wurden. 21 _ TimM^nmnen 2, Weintraubengasse geg. 20 In der Parkanlage steht ein einfacher Trinkbrunnen aus Kunststein. Oh, schöner Brunnen, der uns fließt... 20 Wiener Brunnen fll 'Wi m i mm Hände formen sich zum Gefäß und schöpfen Wasser. Aus einem Brunnenrohr sprüht das Naß und veiheißt köstliche T-Pyjttsi n rjiTn snni Jiiffi , Wasser reinigt Körper und Dinge, ja Seele und Geist. Adressenverzeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien m. Bezirk Brunnen- Adresse Textteil- Brunnenbezeichnung Bildteil- Nr. Seite Seite III/l Am Heumarkt 2 Stadtpark, 27/28 Wasserkunstanlagen im Stadtpark 134 östlicher Teil Labetrunkbrunnen - Sebastian-Kneipp-Denkmalbrunnen - Wasseranlagen im Kinderpark - Zierbrunnen beim Bürogebäude der - Stadtgartendirektion - III/2 Am Modenapark geg. 6 28 Trinkbrunnen - III/3 Am Stadtpark 28 Spiegelbrunnen im Hotel Hilton - III/4 Arsenalstraße 28 Wasserkunstanlagen im Arsenal 135 Zierbrunnen „Putto auf Fisch” - Teichanlage - Brunnenschale - Springbrunnen - III/5 Dannebergplatz 29 Wasserkunstanlagen im Arenbergpark - Springbrunnen Vogeltränke - III/6 Dr.-Bohr-Gasse 8 29 Wasserspeier „Robbe” 127 111/7 Fiakerplatz 29 Zierbrunnen 145 III/8 Gärtner gasse 15 29 Innenraumbrunnen 142 „Wasser-Stein-Wandrelief’ III/9 Hainburger Straße 57 29 Huckepack- auch Kinderbrunnen 135 „Die Geschwister” III/10 Invalidenstraße 1-11 30 Fontänen im ehemaligen Kielmannsegg’schen Garten - 111/11 Kardinal-Nagl-Platz geg. 5 30 Wasserspielplatz 145 111/12 Kardinal-Nagl-Platz 14 30 Zierbrunnen 143 111/ 13 Karl-Borromäus-Platz 30/31 Karl-Borromäus-Brunnen 135 111/ 14 Kegelgasse 36-38 31 Wasserkunstanlagen im Bereich 143 Hundertwasserhaus Zierbrunnen „Putto mit Fisch” - Wasserspeier - Wandbrunnen - 111/ 15 Kegelgasse 37-39 32 Wasser-Stein-Objekt, Wassersäule 142 111/16 Kleingasse 6-18 32 Tierbrunnen 135 111/ 17 Klopsteinplatz geg. 1 32 Trinkbrunnen - 111/18 Kolonitzplatz geg. 1 32 Zierbrunnen 127 23 Brunnen- Adresse Textteil- Brunnenbezeichnung Bildteil- Nr. Seite Seite 111/19 Landstraßer Gürtel 1 - 32-35 Wasserkunstanlagen 136/137/138/139 Oberes Belvedere im Schloßpark des Belvedere Prinz-Eugen-Straße 27 33 Ehrenhof - Vorhofbassin - Oberes Belvedere 34 Südwestlicher Vorhof - Wandbrunnen - Rennweg 6 Östlicher Vorhof - zwei Wandbrunnen - Unteres Belvedere Oberes Parterre - zwei Rundbecken mit - Springbrunnen Übergang vom oberen ins mittlere Parterre Flachbecken Große Kaskade - Teichbecken - Mittleres Parterre - zwei Teichbecken - Übergang vom mittleren ins - untere Parterre - Brunnen wand mit Teichbecken Untere Kaskade - Unteres Parterre - zwei Teichbecken - Oranererie Südwand - Wandbrunnen - Orangerie Parterre - zwei Rundbecken - Nordöstlicher Vorhof - Wandbrunnen - m/20 Landstraßer Gürtel 35 Wasserkunstanlagen im 134/135 Schweizergarten Wasserläufe und Teiche Fontäne - Vögeltränke „Elefant” - III/21 Landstraßer Gürtel 8 36 Wasserkunstanlage 144 III/22 Landstraßer Hauptstraße 2 36 Wiener Trinkbrunnen (Nr. 11) 144 III/23 Landstraßer Hauptstraße 8 36 Haus „Zum goldenen Brunnen” - III/24 Landstraßer Hauptstraße 74 36 Wandbrunnen 142 III/25 Landstraßer Hauptstraße 96 36 Rokokobrunnen - III/26 Landstraßer Hauptstraße 99 37 Springbrunnenanlage 144 III/27 Landstraßer Hauptstraße 138 37 Barocker Brunnen 142 III/28 Landstraßer Hauptstraße 142 37 Springbrunnen - Vogeltränke - III/29 Ludwig-Koeßler-Platz 4 37 Trinkbrunnen 144 III/30 Maria-Eis-Gasse 1 37 Trinkzierbrunnen 145 III/31 Marokkanergasse Ecke Zaunergasse 38 Neejjarine Brunnen III/32 Metternichgasse 8 39 Wandbrunnen 142 III/33 Metternichgasse 10 39 Vasenbrunnen 135 24 Brunnen- Nr. Adresse Textteil- Seite Brunnenbezeichnung Bildteil- Seite III/34 Pr inz-E iigen-Straße 15 39 Gedenktafel „Feuermaschine” _ III/35 Schwarzenbergplatz 40-42 Hochstrahl- früher Gabriellibrunnen Brunnenproj ekt Goldener Brunnen Gedenktafel: „125 Jahre I. Wiener Hochquellenwasserleitung” 140/141 III/36 Schwarzenbergplatz 9 43 Wasserkunstanlagen im Palais 136/138/140 Schwarzenberg Haupt- oder Venusbrunnen Untere große Hauptkaskade der Diana Obere Kaskade oder Grottenteich Schwanenteich III/37 Ungargasse 5 44 Wandbrunnen 145 III/38 Ungargasse 9 44 Delphinbrunnen 143 III/39 Ungargasse 39 44 Vogeltränke 142 III/40 Ungargasse 43 44 Brunnen - IW 41 Ungargasse 63 44 Springbrunnen 127 III/42 Ungargasse 69 44 Zierbrunnen 145 III/43 Untere Weißgerberstraße 14 45 Innenraumbrunnen „Der Wasserkreislauf’, oder „Wie das Wasser bergauf fließt” 142 III/44 Vordere Zollamtsstraße 13 45 Zierbrunnen 145 25 Brunnen- beschreibungen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. HI. Wiener Gemeindebezirk 1 □ 134 _ Wasserkunst- taÄpaik 3, Am Heumarkt 2 Stadtpark, östlicher Teil Läbetrunkbrunnen Auf einem Vierkantsockel steht die steinerne Skulptur einer Frauengestalt, die einem Kind eine Schale Wasser - den Labetrunk - reicht. Seitlich am Steinpfeiler befinden sich zwei Brunnenschalen, die das aus einem ornamentalen, metallenen Wasserauslauf strömende Wasser auffangen. Die Frauengestalt wurde vom Bildhauer Karl Lahner geschaffen. Der Brunnen wurde am 22. Mai 1909 enthüllt. 1945 wurde der Brunnen durch Kriegseinwirkung zerstört. Bildhauer Florian Josephu-Druot fertigte aus Kunststein 1950 eine Kopie an. Vom Altbestand blieb der aus Leithakonglomerat her gestellte Sockel. Die Metallbestandteile der ursprünglichen Brunnenanlage wurden 1921 entwendet. Inschrift an der Ostseite des Sockels: Labetrunkbrunnen. Gewidmet von der Stadt Wien im Jahre 1909 unter dem Bürgermeister Dr. Karl Lueger. Inschrift an der Westseite des Sockels: Die 1945 zerstörte Plastik wurde 1909 unter dem Bürgermeister Dr. Karl Lueger errichtet und im Jahre 1950 unter dem Bürgermeister Dr. h. c. Theodor Körner durch eine neue ersetzt. Brunne nolasti k: F. Josephu Sebastian-Kneipp-Denkmalbrunnen _ Zur Erinnerung an den Begründer des Naturheilverfahrens (Hydrotherapie), den 1821 geborenen bayrischen Pfarrer Sebastian Kneipp, stiftete die Stadt Wien einen vom Bildhauer Carl Wollek modellierten Brunnen, der am 29. September 1912 enthüllt wurde. Ein felsartiger Aufbau aus Naturstein (Konglomerat) trägt die überlebensgroße bronzene Porträtbüste des bekannten Naturheilbehandlers (Kaltwasseranstalt Wörishofen). Die karikaturhafte Übertreibung der Gesichtszüge verleiht dem massigen Kopf etwas Götzenhaftes. Vier kleine, unproportional zierliche bronzene Kindergestalten, welche ihre überflüssig gewordenen Krücken sowie Lorbeerzweige in Händen halten, befinden sich auf dem mit Ornamenten verzierten Sockel - sie vertreten den allegorischen Teil des Denkmalbrunnens (Utensilien der Kneipp-Therapie). Aus einer Spalte im Felssockel fließt das heilbringende Wasser auf den Rücken eines „kneippenden” Knaben in das von Blumen umrahmte, ca. 5 m 3 fassende Wasserbecken. Anläßlich einer Metallsammlung im Zweiten Weltkrieg (1943) wurden die 500 kg schweren Bronzeteile des Brunnens eingeschmolzen. Nach Neuguß in den Vereinigten Metallwerken Ranshofen- Berndorf AG wurde der Sebastian-Kneipp- Brunnen am 6.'Februar 1951 wieder aufgestellt. Die Umrandung der Brunnenanlage besteht aus Konglomeratgestein. Inschrift auf der Rückseite: Sebastian Kneipp 1821 - 1891. Wasseranlagen im Kinderpark Am Rande des abgegrenzten Kinderspielplatzes befindet sich eine 20 m lange seichte Betonmulde als Watrinne. An beiden Enden dieser Rinne stehen kleine Tierskulpturen - am Nordende ein 65 cm hohes Nilpferd aus gelbrötlichem Untersberger Kalkstein vom Bildhauer Oskar Bottoli, am Südende ein 73 cm hoher Elefant von Prof. Elisabeth Thur old aus Keramik. In diesem Bereich gibt es weiters einen Trinkbrunnen mit drei kleinen Wasserbecken, eine Brauseanlage und ein hölzernes „Wasserschleusenspiel”. Diese Anlagen wurden 1965 errichtet. 27 Zierbrunnen beim Bürogebäude der Stadtgartendirektion Im kleinen Vorgarten am südwestlichen Ende des Stadtparkes vor dem villenartigen Bürogebäude der Magistratsabteilung 42 - Stadtgartenamt werden immer wieder verschiedene Wasserkunstanlagen inmitten von Blumenbeeten präsentiert, so z. B. 1998 die Nachbildung einer Brunnengestalt im Park des Lustschlosses Hellbrunn: der zungenbleckende „Germaul”. Der Zierbrunnen war eine Leihgabe der Stadt Salzburg. 2 _ Trinkbrimnen 3, Am Modenapark geg. 6 Ein einfacher Trinkbrunnen im Bereich des Kinderspielplatzes steht in der Parkanlage an der Neulinggasse (Reste vom Garten des 1916 demolierten Palais Modena). 3 3, Am Stadtpark Im Foyer des 1972-1975 auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle erbauten Vienna Hilton Hotel (Hilton International Wien GesmbH) befindet sich ein Zierbrunnen. Über einen mit Marmorplatten eingefaßten Spiegel fließt Wasser in eine halbrunde Betonschale in der sich ein kleiner Springbrunnen befindet. 4 □ 135_ Wasserkunst- anlagen mJmmJkm mAm «Am mmrnm mMtJLm aJülb^UL 3, Arsenalstraße Nach der Märzrevolution 1848 wurde beschlossen rund um die Innenstadt Defensivkasernen sowie am Laaer Berg ein k. k. Artillerie-Arsenal zu errichten. Nach einem Architekten Wettbewerb kam der mächtige Baukomplex „Arsenal” 1849-1856 zur Ausführung, der 1945 schwere Bombenschäden erlitten hat. Die Baugruppe ist die bedeutende profane Anlage des Romantischen Historismus in Wien in italienisch-mittelalterlichen bzw. byzantinisch-islamischen Formen. Zierbrunnen „Putto auf Fisch” Im Hof von Objekt III steht der Zierbrunnen ,Putto auf Fisch” in einem quadratischen Becken. Teichanlage Vor dem Heeresgeschichtlichen Museum (Objekt XVIII) besteht eine Teichanlage mit einem Springbrunnen. Dieser erste Museumsbau Wiens wurde von Theophil Hansen geplant und 1850-1857 errichtet. Brunnenschale Im Bereich des Kinderspielplatz in der Parkanlage an der Rückseite des Museumsgebäudes befindet sich eine flache Brunnenschale mit einem einfachen Röhrensystem zur Wasserverteilung bzw. als Wasserauslaß. Springbrunnen_ Nächst dem Objekt XVI in der Parkanlage an der Rückseite des Museumsgebäudes steht ein zweistufiger Springbrunnen mit einer mosaikverkleideten Schale, aus welcher sich eine Säule erhebt. Aus insgesamt sieben Auslässen fließt Wasser. 28 i Wasserkunst- 7 □ 145 _ Zieibrunnen im Arenbeigpaik 3, Dannebergplatz 3, Fiakerplatz 1991 wurde im Zuge der „Dorfel-Assanierung” von Alt-Erdberg die Parkanlage neu gestaltet und ein bunter, keramischer, dreiteiliger Zierbrunnen errichtet. Springbrunnen Im Arenbergpark, auf dem 1785 angelegten Garten des 1950 abgebrochenen Palais für Nikolaus Fürst Esterhazy bzw. der Familie Arenberg, befand sich einst ein reich verzierter Springbrunnen - er war offenbar den beiden 1940-1942 errichteten Flaktürmen im Wege ... Vogeltränke Eine kreisrunde mit Mosaiksteinen ausgelegte niedrige Vogeltränke steht in der 1950 instandgesetzten und wieder allgemein öffentlich zugänglich gemachten Grünanlage. 6 □ 127 „Robbe : 3, Dr.-Bohr-Gasse 8 eier Für das Planschbecken im Kindertagesheim der Stadt Wien gestaltete Walter Auer (1958 - I960) einen Wasserspeier in Bronze mit der Plastik „Robbe” 8 □ 142 _ Ihnemaum- brunnen „Wasser-Stein- Wandrelief” 3, Gärtnergasse 15 Für den Büroraum der „AVUS” Internationale Schadensregulierungen J. Pscheidl & Dr. Pscheidl GesmbH & Co KG wurde 1985 vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr ein Wasser- Stein-Wandrelief aus Sölker Marmor angefertigt. Weg- und richtungsweisende Funktion dienten diesem Brunnen als Gestaltungsidee. 9 □ 135 _ Huckepack- auch Kindeibrunnen „Die Geschwister” 3, Hainburger Straße 57 An einer Betonwand im Hof des städtischen Wohnhauses (errichtet 1948 - 1949) ist der von Prof. Hans Knesl 1950 gestaltete Kinderbrunnen „Die Geschwister” mit der Natursteingruppe „Huckepack” auf gestellt. Die Figurengruppe steht auf einem Sockel mit vier Wasserauslässen in einem halbkreisförmigen Becken. 29 10 _ Fontänen im ehemaligen Kie]mannsegg ? - schen Garten 3, Invalidenstraße 1-11 Im 16. und 17. Jahrhundert befand sich vor dem Stubentor am rechten Ufer des Wienflusses der Kielmannsegg’sche Garten, der wegen seiner prachtvollen Anlagen mit Lauben, Lusthäusern und Fontänen berühmt war. Während der Zweiten Türkenbelagerung (1683) gingen diese Anlagen weitgehenst zugrunde. 11 □ 145 _ Wasserspielplatz 3, Kardinal Nagl-Platz geg. 5 Auf der 1991 neu gestalteten Grünfläche des Erholungsparkes wurde gegenüber dem südlichen Zugang zur Wohnhausanlage der Stadt Wien „Rabenhof ’ eine Kinderwelt mit einem Wasser Spielplatz errichtet. 12 □ 143 _ Zieibrunnen 3, Kardinal Nagl-Platz 14 Im Hof der 1927 - 1928 erbauten Wohnhausanlage der Gemeinde Wien „Franz-Silberer- Hof ’ steht eine mächtige Brunnenanlage aus grob behauenen Naturstein und Beton. Über den beiden stufenförmig angeordneten Brunnenbecken mit je zwei Wasserauslässen sind baldachinartig kreuzweise Steinbögen errichtet. Der Brunnen ist derzeit nicht in Betrieb, eine Wiederinbetriebnahme ist vorgesehen. 13 □ 135 _ Karl - Bonomaus - Brunnen 3, Karl-Borromäus-Platz Bürger des 3. Wiener Gemeindebezirkes widmeten Bürgermeister Dr. Karl Lueger anläßlich seines 60. Geburtstages (24. Oktober 1904) in Würdigung seiner Verdienste den Karl-Borromäus-Brunnen. Die bemerkenswerte sezessionistische Konzeption und Ausführung ist ein Werk des Architekten Joseph Plecnik und des Bildhauers Joseph Engelhart sowie des Hofstein-metzmeisters Eduard Hauser und des Erzgießers Hans Frömml. Im eingetieften Rondeau liegt ein rundes 10 m 3 fassendes Becken aus Stein, darin ein Akanthussockel über einen dreipaßförmigen Grundriß. Die Brunnenkomposition wird - nach römischen Vorbildern - von einem Obelisken gekrönt. Drei bronzene Puttenreigengruppen tragen mit Rankenwerk und Wassergetier reliefierte Schalen, deren Ränder mit Tiergestalten als Wasserspeier geschmückt sind. Um den mittleren, dreiseitigen, oben abgeschrägten Prismenpfeiler stehen drei mit Brücken miteinander verbundene mehrstufige inschriftbezeichnete Gruppen, die Szenen aus dem Leben und Wirken des „Pestheiligen” Karl Borromäus (1538-1584) darstellen. Durch Absenken des Niveaus und Errichtung niedriger Mauern mit Bänken rund um die Brunnenanlage wurde ein intimer Bereich geschaffen, der zusätzlich durch Bäume abgeschirmt wird. Vier Bronzeschalen, die blumengeschmückt im Eingangsbereich auf massiven Sockeln situiert sind, werden von Steinwild- bzw. Steinadlerplastiken getragen. Die Enthüllung des aus Marmor und Bronze gestalteten ca. 25 m 3 Bodenfläche großen Brunnens fand am 25. Mai 1909 statt. Nach Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurde der Brunnen 1949 erneuert. Der Karl- Borromäus-Brunnen stellt eine der originellsten Brunnenschöpfungen in Wien dar und ist durch die Einbindung in den Umraum des Platzes besonders bemerkenswert. 30 Inschriften: Auf dem Obelisken: Carl-Borromäus-Brunnen - 1909 Unter der Gruppe . . St. Borromäus”: Der Bezirk Landstraße dem großen Volksbürgermeister Dr. Karl Lueger Unter der Gruppe . . Edeldame. Frau und Jüngling”: Empor die Herzen - Errichtet an dessen politischer Wiegestätte zur bleibenden Erinnerung an seinen 60. Geburtstag Unter der Gruppe .. Pest in Mailand”: Über alles die Liebe - Unvergänglich ist sein Ruhm, unvergänglich die Fülle seiner Liebe für seine Vaterstadt Auf den puttentragenden Sockeln: Joseph Plecnik Arch., Joseph Engelhart Pict., Eduard Hauser Hof steinmetzmeister An den blumenschalentragenden Sockeln: Grundsteinlegung 24.X. 1904, Vollendung des Brunnens 25.V. 1909 Unterhalb der Schalen mit Steinböcken: Gewidmet vom Komitee - Gewidmet von Adolf und Auguste Baxa Unterhalb der Schalen mit Steinadlern: Dem Bürgermeister Dr. Karl Lueger gewidmet von Franz und Marie Kraft. Gewidmet dem Andenken des Bez. Vorst. Stellv. Karl Wenzl von dessen Gattin Franziska Auf den, beiden mit Steinadlern geschmückten Sockeln im Eingangsbereich: Brunnenkomitee: Paul Spitaler, Obmann - Bezirksvorsteher Landtagsabgeordneter - Kaspar Brake, Bezirksrat - Schriftführer Anton Nagler - Gemeinderat, Saeckelwart - Josef Sturm Reichsrat- und Landtagsabgeordneter Gemeinderat Künstlerbeirat - Dr. Franz Schenk Beirat Mitglieder des Brunnenkomitees: Karl Hoermann Stadtrat - Rudolf Müller Gemeinderat - Othmar Nettrich Bezirksrat - Anton Posser Bezirksrat - Jul. Prohazka Reichsrat u. Landtagsabgeordneter - Anton Schack, Bezirksrat - Jos. Schnabl, Landtagsabgeordneter - Leop. Steiner Reichsrat u. Landtagsabgeordneter, Gemeinderat - Jos. Vogl Kaiser 1. Rat, Bezirksrat - Karl Wenzl Bezirksvorst.- Stellvertreter - Jak. Wohlschlaeger, Kaiserl. Rat Architekt An zwei Sockeln der den Brunnenbereich umgebenden Einfassung: Das Spielen innerhalb der Brunnenanlage ist strenge verboten. Kindern ist der Aufenthalt nur in Begleitung Erwachsener gestattet. Übertretungen dieser Vorschrift werden nach den Bestimmungen der Magistrats-Kundmachung vom 18. Februar 1903, MA III Z 1018/03 geahndet. 14 □ 143 _ Wasserkunst - anlagen im Bereich Hundertwasserhaus 3, Kegelgasse 36-38 Zierbrunnen „Putto mit Fisch” _ Die Wohnhausanlage der Gemeinde Wien entstand 1983 - 1985 nach Entwürfen des Malers Friedensreich Hundertwasser. Vor dem Haus steht in einem unregelmäßig gestalteten runden Wasserbecken eine dreistufige Zierbrunnenanlage, die von einem „Putto mit Fisch” bekrönt ist. Teile dieses Brunnens sind farbig gestaltet bzw. mosaikartig ausgelegt. Das Brunnenbecken wird von granitenen Würfelpflaster bzw. Ziegelsteinen umfangen. Wasserspeier Am Hundertwasserhaus selbst, sind mehrere Löwenköpfe (ehemalige Wasserspeier) angebracht. Wandbrunnen Im Hof des Hundertwasserhauses steht im Bereich des Einganges zum Cafe-Restaurant ein kleiner steinerner Wandbrunnen. 31 15 □ 142 _ Wassersäule 3, Kegelgasse 37-39 Im Erdgeschoß (Cafeteria) ist von Meister Hundertwasser eine Wasseranlage gestaltet worden. Entlang der beiden dort bestehenden, mit Mosaiksteinen verkleideten, Säulen rinnt Wasser in Rillen entlang des Bartisches, von wo es abfließt. Wasser-Stein- Objekt 3, Kegelgasse 37-39 In dem vom Maler Friedensreich Hundertwasser 1990 - 1991 gestalteten Erlebniseinkaufszentrum „Kalke-Village” wurde vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr im Untergeschoß ein Wasser-Stein- Objekt errichtet. Vor einer im blau weißton, mosaikverkleideten Wand befindet sich ein rundes niedriges unregelmäßig gestaltetes Wasserbecken, in welchem die Wasserskulptur aufgebaut ist. 16 □ 135 _ Tierbrunnen 3, Kleingasse 6-18 Im Gartenhof der 1950 - 1951 errichteten Wohnhausanlage steht ein Brunnenbecken aus Kunststein mit einer Brunnenplastik in Steinzeug, welche von Gertrude Conrad 1952 her gestellt wurde. Die in Braunton gehaltene Plastik zeigt zahlreiche spielende bzw. ruhende Tier gestalten. 17 _ Tnnkbmnnen 3, Klopsteinplatz geg. 1 Ein aus Ziegelmauerwerk gestalteter einfacher Brunnen steht im Klopsteinpark. 18 □ 127 _ | ! Zieibmnnen i ! 3, Kolonitzplatz geg. 1 j Auf dem Platz vor dem freistehenden J neugotischen Backsteinhaus der Pfarrkirche j „St. Othmar unter den Weißgerbern” wurde | ein aus farbigen Kunststein gestalteter Brunnen aufgestellt. Im rechteckigen Brun- jl nenbecken steht ein gestalteter Quader- ] körper mit zwei Wasserauslässen. 19 □ 136/137/138/ 139 _ Wasseikunst - aiilagen im Schloßpaik des Belvedere 3, Landstraßer Gürtel 1 - Oberes Belvedere 3, Prinz Eugen-Straße 27 - Oberes Belvedere 3, Renn weg 6 - Unteres Belvedere Prinz Eugen von Savoyen, Kriegsheld, Förderer der schönen Künste und kunstsinniger Bauherr ließ vor den Toren Wiens, nach Plänen des Architekten Johann Lukas von Hildebrandt zwei prunkvolle Barockpalais erbauen: 1714 - 1716 das „Schloß Untere Belvedere” als Residenz und 1720 - 1723 das „Schloß Obere Belvedere” als Repräsentationsschloß. Am 15. Mai 1955 wurde im Marmorsaal des Oberen Belvedere der Österreichische Staatsvertrag, der die Freiheit für Österreich brachte, von den 32 Signatarmächten Amerika, Rußland, Frankreich und England unterzeichnet. Die terrassenförmig angelegte weitflächige Gartenanlage (165.270 m 2 ) wurde nach einem Konzept des bayrisch-französischen Gartenbaumeisters und Wasserbauingenieurs (Fontainier) Dominique Girard, der auch die gesamten wasserbaulichen Anlagen plante. Die Ausführung erfolgte durch Anton Zinner. Die barocke Gartenlandschaft des Belvedere verwirklicht ein der damaligen Geisteshaltung entsprechendes allegorisches Programm. Die barocke Gartenarchitektur mit ihren Bestandteilen, wie Wasserflächen in Form von großen und kleinen Bassins, Wasser spielen, Kaskaden, Fontänen, Brunnen etc. ist auf das Schloß ausgerichtet. Das Wasser symbolisiert das Leben und ist gleichsam die lebendige Seele des Gartens. Jahrelang dauerten die Verhandlungen für die Wasseranlagen, welche die Bassin und die Fontänen des Gartens versorgen sollten. Am Laaerberg entspringende Quellen wurden für die k. k. Belvedere Hofwasserleitung herangezogen. Auch aus Brunnenstuben in Ober St. Veit wurde Wasser in das Obere Belvedere geleitet. In einem Tagebuch eines Deputierten der Stände von Flandern und Brabant bei einer Gesandtschaftsreise aus dem Jahre 1716 heißt es bezüglich der Wasserversorgung des Schloßgartens: „... zu dem großen Bassin wird das Wasser unterirdisch von einem sehr hohen Berg gebracht, der einige Stunden Weges entfernt (!) liegt, um eine Fontäne springen zu lassen. Aus diesem Bassin werden wie aus einem Wasserfaß die anderen Springbrunnen gespeist, die viel tiefer liegen...” Der obere Teil des Gartens wird durch die Hauptkaskade deutlich getrennt. An den vier Ecken des oberen Parterres und an den Zugängen zur Kaskade hielten seinerzeit geheimnisvolle Sphinxen die Wacht. Ini versenkten Teil dieses Parterres befinden sich zwei Fontänen mit den Figurengruppen: Herkules und Antäus einerseits, Apollo und Mars andererseits. Beide Gruppen weisen auf die Überwindung und Bändigung des Chaotischen und Formlosen durch Tugend, Stärke ^d Mäßigung. In der Mittelachse liegt die Hauptkaskade. Vom oberen Bassin strömt das Wasser in fünf Stufen herab. In Blickrichtung zu m oberen Schloß wird die Kaskade links von der plastischen Darstellung zweier Episoden aus dem Leben des Herkules flankiert: sein Kampf mit dem Flußgott Acheloos, der sich in verschiedenen Gestalten verwandeln konnte, und dann sein Sieg über den Drachen, der den Garten der Hesperiden bewachte. Die andere Seite der Kaskade ist zwei Ereignissen aus dem Wirken des Gottes Apollo gewidmet: eine Szene zeigt ihn mit einem Greifen, der in einer Klaue eine Schlange hält; die andere Szene stellt seinen Kampf mit dem Phython- drachen dar. Mit Herkules ist sicher Prinz Eugen selbst gemeint. Apollos Kampf mit dem Drachen fand in der Nähe des Parnaß am Fluß Zephyrssos statt, wohl eine Andeutung auf die Bedeutung des Oberen Schlosses. Durch den Verlust einiger Brunnengruppen ist die frühere thematische Wasserkunstgestaltung nur mehr unvollständig erhalten geblieben. So wurden z.B. 1802 die im Unteren Parterre vorhanden gewesenen rechteckigen Bassin mit der Brunnengruppe „Fontaine des Plutonis und der Proserpina” (1737) bzw. „Fontaine des Neptun und der Thetis” (1737) durch Rasenmulden ersetzt. Diese beiden Anlagen deuteten auf das Werden und Vergehen in der Natur, auf die Fruchtbarkeit der Erde und auf die lebensspendende Wirkung des Wassers hin. Die Wasseranlagen in der Menagerie vor der Ostseite des Oberen Belvederes (seit 1803 Alpengarten) gingen nach dem Tod des Prinzen verloren. Im Unteren Belvedere werden seit 1921 die Originalbleifiguren des Providentia-(Donner)- brunnens (siehe auch 1, Neuer Markt - Brunnen 1/95) im Österreichischen Barockmuseum auf gestellt. Ehrenhof - Vorhofbassin Der Ehrenhof südlich des Oberen Belvedere ist als weiter „Teichhof’ gestaltet. Die große Wasserfläche wirkt wie ein gerahmter Spiegel für die barocke Schloßfassade. Bei so manch höfischem Fest war der Teichhof romantisch illuminiert und Gondeln glitten über das Wasser. Anton Stuwer veranstaltete 1931 hier große Wasserfeuerwerke („Der Sonnengott im Wasserspiegel” bzw. „Die Entführung der Prinzessin Europa” oder „Der Kampf zweier Elemente”). 33 Südwestlicher Vorhof - Wandbrunnen In der nordseitigen Mauer des westlichen Vorhofes (Eingangsportal an der Prinz-Eugen- Straße) befindet sich ein Wandbrunnen mit einem Ovalbecken vor einer flachen, von Kartusche mit Savoyenwappen bekrönter Nische. Frauenf.iguren mit Füllhörnern (nach einem Entwurf von Peter Krafft, 1850 - 1852) lagern links und rechts auf Voluten. Östlicher Vorhof - Zwei Wandbrunnen Im östlichen Vorhof befinden sich zwei kleine steinerne Wandbrunnenbecken. Oberes Parterre - Zwei Rundbecken mit Springbrunnen _ Im oberen Parterre sind zwei flache Rundbecken mit Springbrunnen angelegt, in welchen auf Felssockeln Putten und Meerpferde dar gesteht sind. Übergang vom oberen ins mittlere Parterre - Flachbecken, Große Kaskade und Teichbecken Durch die große Kaskade, der in der Gartenanlage eine dominierende Rohe zukommt, wird die Gefällstufe zwischen den beiden oberen Gartenterrassen fließend überwunden. Das Wasser der Kaskade strömt von einem dreiblättrigen Flachbecken mit Flußnymphen, in dessen Mitte sich ein Wasserstrahl erhebt und unter dem sich drei Najaden - wie auf Wasser schwebend - mit Putten und Seetieren spielen, fünfstufig nach unten sich verbreitend, in ein großes halbovales Teichbecken. Die Kaskade ist am oberen Rand mit zwei männlichen, auf die Person des Auftraggebers bezogenen Aktfiguren (kämpfender Apollo und Herkules), die einen Seedrachen bezwingen und in einem weiten Wasserstrahl in dieses Becken sprühen, geschmückt. Der untere geschwungene Beckenrand wird von zwei kräftigen Reitern auf Meerpferden geziert, die ihrerseits ebenfalls als Wasserspeierfungieren. Die Grottenarchitektur der Wandverkleidung besteht aus moosbedeckten Tuffgestein. Ein Kupferstich Jacob Gottlieb Thelott nach Salomon Kleiner zeigt den seiner zeitigen Bestand. Mittleres Parterre- Zwei Teichbecken In der Gartenanlage der mittleren Terrasse hegen zwei reichgegliederte flache Teichbecken. Im östlichen Becken hält eine männliche Aktfigur einen bärtigen Mann - als Wasserspeier - am Felssockel nieder. Daneben steht ein trauernder Putto. Am Felssockel im westlichen Brunnenbecken ist ein Satyr, dem seine Panflöte entfallen ist, dar gestellt. Übergang vom mittleren ins untere Parterre - Brunnenwand mit Teichbecken, Untere Kaskade Die mit Vasen und Putten bekrönte Geländestufe zwischen den beiden unteren Gartenterrassen ist mit einer großen Steinmauer gestaltet, die in den Bauurkunden bereits 1702 genannt ist. Fünf Fratzen dienen dort als Wasserspeier. Aus der mittleren großen Fratze strömt Wasser in ein Muschelbecken, das von je zwei, in der großen reich gegliederten Brunnenschale stehenden, Najaden und Tritonen getragen wird. Aus je zwei seitlich an der Hinterwand kleineren Fratzen fließt Wasser direkt in das großen Teichbecken. Beiderseits der Kaskade führen Stiegenaufgänge mit Rampen zum oberen Gartenteil. Die seinerzeit dort auf gesteht gewesenen zwölf Sandsteinputti (links Darstellungen September bis Feber, rechts März bis August), wurden 1850 - 1852 nach barocken Vorbildern durch Johann und Franz Müller geschaffen und später wieder entfernt. Die derzeit dort auf gestellten Freiplastiken stammen von Hans Gasser. Die Treppen sind flankiert von vier großen Vasen, deren Reliefschmuck der Darstellung einer Jahreszeit gewidmet ist: bei der linken östlichen Treppe sind dies Herbst und Winter, bei der rechten westlichen Treppe Frühling und Sommer. Neben den allegorischen und mythologischen Figuren(niedrige Meeresgottheiten - Tritonen und Nereiden, Amphritite und Galathea - wechseln ab mit spielenden Putti) bevölkern die grottenartig angelegte Kaskade mit naturalistisch auf gefaßte Tiere: Fische, Muscheln, eine Schildkröte und eine Eidechse. 1776 wurden die Treppenrampen und Wasserbecken durch Bildhauer Matthias Kögler restauriert. 34 Unteres Parterre - Zwei Teichbecken _ Vor der Gartenfassade des Schlosses Unteres Belvedere liegen zwei gegliederte Teichbecken mit einem Felssockel in der Mitte; die beiden Fontänen mit Puttengruppen (Meerfräulein) verkörpern das Element des Wassers (Erstes Viertel 18 . Jahrhundert). Orangerie Südwand - Wandbrunnen In der mit einer Kartusche mit Savoyenwappen gekrönten Nische an der Südwand der Orangerie ist ein, mit einem Ovalbecken versehener, steinerner, barocker Wandbrunnen eingebaut. Orangerie Parterre - Zwei Rundbecken Im Orangerieparterre befinden sich zwei flache Hundbecken. In einem wurde auf einem Sockel im Bassin die von Auguste Renoir geschaffene Statue „Venus victorieuse” auf gestellt. Das zweite Becken ist als Springbrunnen gestaltet. Nordöstücher Vorhof - Wandbrunnen An der Wand im nordöstlichen Vorhof ist ein kleines Wandbrunnenbecken mit einer Fratze als Wasser lauf angebracht. 20 □ 134/135_ Wasserkunst- ariagenim Schweizeigarten 3, Landstraßer Gürtel Wasserläufe und Teiche _ _ Der am 5. Juni 1906 eröffnete „Maria-Josefa- Park” wurde in Anerkennung der Hilfe, welche die Schweiz nach dem Ersten Weltkrieg für österreichische Kinder geleistet hatte, 1920 in „Schweizergarten” umbenannt. Im Park, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt war, bestanden Wasserläufe und Teiche mit kleinen Wasserfällen. Die originale Ausstattung des “Maria-Josefa-Park” wurde im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört - so auch die große Springbrunnenanlage gegenüber der Fasangasse. Fontäne Im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der Parkanlage wurde nächst dem Staatsgründungsdenkmal - zur Erinnerung an die Proklamation der Selbstständigkeit Österreichs am 27. April 1945 - in der dort bestehenden mit einem kleinen Wasserfall gestalteten Teichanlage eine hohe, nachts beleuchtete Fontäne geschaffen. Vogeltränke „Elefant” Im Park, nächst dem Cafe-Restaurant „Zur kleinen Steiermark”, wurde die Vogeltränke „Elefant” aufgestellt. 35 21 □ 144 _ Wasserkunst- aiüage 3, Landstraßer Gürtel 8 Im weitläufigen Gebäude des Einrichtungshauses Möbel Lutz GesmbH befand sich eine Wasserkunstanlage die von der Decke der fünften Etage bis auf die Sohle des zweiten Untergeschosses reichte. Über die dünnen, über neun Stockwerke reichenden Fäden aus Kunststoff rieselte Wasser in ein achteckiges beleuchtetes Wasserbecken. In der Mitte dieses Beckens war ein etwa bis in die Höhe des zweiten Stockwerkes reichender Wasserstrahl. Dieses Wasserbecken wurde von einem zweiten achteckigen Becken umfangen. Im Zuge von Umbauarbeiten des Einrichtungshauses wurde die Brunnenanlage abgetragen. 22 □ 144 Wiener Tiinkbrunnen 3, Landstraßer Hauptstraße 2 Am Gehsteig vor dem Vienna Hilton Hotel wurde am 26. August 1992 der, vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr aus Kärtner Serpentin hergestellte, Wiener Trinkbrunnen (Nr. 11) vom Umweltstadtrat Dr. Michael Häupl in Betrieb genommen. An der Rückseite des Brunnens ist das Emblem der Wiener Städtischen Allgemeinen Versicherungs AG angebracht. 23 Haus „Zum goldenen Brunnen” 3, Landstraßer Hauptstraße 8 Das im 18. Jahrhundert im Besitz von Brunnenmachern gestandene Zinshaus trägt den Hausnamen „Zum goldenen Brunnen” (siehe auch 2, Taborstraße 50 - Brunnen 11/19). 24 □ 142 _ Wandbrunnen 3, Landstraßer Hauptstraße 74 Im Hof des Ende 18. Jahrhundert erbauten Hauses „Fernolendt” steht ein Wandbrunnen mit einem Maskaron als Wasserauslaß. 25 _ Rokokobrunnen 3, Landstraßer Hauptstraße 96 Im Hof des 1785 als Sommer sitz für Nikolaus Fürst Esterhazy erbauten und 1958 abgetragenen ehemaligen Palais Arenberg befand sich einst ein Rokokobrunnen mit einer Steinfratze. 36 26 □ 144_ Sprinpbninnen - anlage 3, Landstraßer Hauptstraße 99 Eine zweiteilige Springbrunnenanlage steht neben bzw. unterhalb der Rolltreppen im Untergeschoß des 1989 - 1990 im ehemaligen Schwechater Hof (Dreher’sches Bierlager) etablierten Kaufhauses „Galleria”. Die beiden Brunnen sind durch ein großes niedriges Wasserbecken miteinander verbunden. Von den sieben bzw. acht Überlaufrinnen der Brunnen fließt am oberen Beckenrand Wasser ab. Inschrift.- Springbrunnen Stumpf, A-5400 Hallein, Weisselhofweg 6, Tel: +43/6245/4767 - Fax: +43/6245/2969-21. 27 □ 142 _ _ Barocker Brunnen 3, Landstraßer Hauptstraße 138 In der Gartenanlage der Dr. Rudolf Buehinger-Schule und dem Dr. Rudolf Rasser-Institut (Raiffeisenkassa Länderbank Nieder Österreich-Wien) steht ein barocker Brunnen mit Steintrog und steinernen Fisch. In diesem Hause wohnte seinerzeit der Maler und Graphiker Prof. Kolo Moser; auch der Maler und Bildhauer Joseph Engelhart hatte dort sein Atelier. 28 __ Springbrunnen 3, Landstraßer Hauptstraße 142 In der Gartenanlage der in barockklassizistischen Formen erbauten Villa befindet sich ein kreisrundes mit einem Springbrunnen ausgestaltetes Wasserbecken. 28 3, Landstraßer Hauptstraße 142 Ein mit einem Portraitkopf ausgestatteter kleiner, steinerner Brunnen steht im Garten 29 □ 144 _ _ r I Vinlc hn inn en 3, Ludwig-Koeßler-Platz 4 In der kleinen Parkanlage gegenüber dem 1924 erbauten Hanuschhof im Bereich westlich der Stadionbrücke wurde auf einer mit Mosaiksteinen belegten kreisförmigen Scheibe ein senkrecht über einem kleinen Wasserbecken stehender Trinkbrunnen auf gestellt. 30 □ 145 _ Tririkzieibrunnen 3, Maria-Eis-Gasse 1 Im Zuge des Baues der U 3 (1984 - 1989) kam es im Bereich Landstraßer Hauptstraße zwischen Rochusgasse und Sechskrügelgasse zu einer Neugestaltung der Viktualienstände des Rochusmarktes. Vor dem U-Bahn-Stationsgebäude „Rochusgasse” steht zwischen den Marktständen ein steinernes oktogonales Brunnenbecken, aus dem sich eine runde Säule erhebt und auf der eine Kugel aufgesetzt ist. Vier metallene Wasserspeier befinden sich an dieser Säule; im Becken das auf einem kurzen Sockel ruht, sind vier metallene Abstellgitter angebracht. 37 1 31 □ 145_ Neejjarine Brunnen 3, Marokkanergasse - Ecke Zaunergasse Die Botschaft des Königreiches Marokko in Wien beschreibt Anlaß und Gestaltung des traditionellen marokkanischen Brunnen wie folgt: „Dank der Hohen Wertschätzung Seiner Majestät des Königs Hassan II. hat Marokko, im Rahmen der Tausendjahrfeier Österreichs im Jahre 1996, der Stadt Wien einen traditionellen Brunnen geschenkt, welcher dem Werk im UNESCO-Haupt- quartier in Paris gleicht. Der wahren Tradition der „Zellige” entsprechend wurde der Brunnen auf einen Platz bei der Marokkanergasse erbaut, die zur Erinnerung an die dort beheimatete, erste diplomatische und wirtschaftliche Mission aus Marokko so benannt wurde. Der erste Botschafter Seiner Majestät des Sultans am Wiener Hofe, Mohamed Ben Abdelmalik, wohnte im Jahre 1783 in dieser Gasse, und in der Folge schloss er mit Österreich ein Handels- und Seefahrtsabkommen. Die Dekoration dieses Wandbrunnens, eine Nachbildung des Neejjarine Brunnens in der Stadt Fes, besteht aus Zellige-emaillierte Terrakottafliesen in verschiedenen Farben. Die Zellige-Verzierungen zeigen eine strahlende Sonne, die aus vierundzwanzig Zweigen bestehen, dem Vielfachen von acht, als Hinweis auf die mystische Einzigartigkeit der Schöpfung. Unterstrichen wird das Gesamtwerk durch die Symbolik des Wassers, Quelle der Fruchtbarkeit und des Lebens. Die „Maalem” oder Handwerksmeister, Moulay Hafed Alaoui Mdaghri (Zellige und Keramikarbeiten) und Kamal Bellamine (Ziegelvordach und Holzskulpturen), die diesen Brunnen erbaut haben, verrichteten mehrere Arbeiten in den königlichen Palästen, im prächtigen Mohammed V. Mausoleum und in der großartigen Hassan II. Moschee, sowie weitere Werke in Sevilla, Brüssel, Genf, Yammoussoukro, Rom, Washington und Gaza. Die Inschriften des Brunnens in der Marokkanergasse preisen die Freundschaft der Völker Marokkos und Österreichs. Jene am Frontgiebel ist ein Zitat des Heiligen Buches Koran (Sure Al-Ankabout Vers 46). Es darf darauf hingewiesen werden, dass Marokko (1998) einen Brunnen, vom Stil der :| großen Moschee Hassan II. geprägt, dem Wiener Sitz der Vereinten Nationen geschenkt hat, genauer gesagt am vierzigsten Jahrestag der Gründung der Internationalen Atombehörde für Atomenergie. E r läuter ungstafel: Übersetzung der Koransuren und der Inschriften für den traditionellen marokkanischen Brunnen in der Marokkanergasse im 3. Wiener Gemeindebezirk: „Und sprecht: Wir glauben an das, was zu uns herab gesandt wurde und was zu euch herab gesandt wurde und unser Gott und euer Gott ist einer, und Ihm sind wir ergeben.” Geschenk des Königreiches Marokko während der Regierungszeit von Hassan II. von Marokko. An das befreundete öst. Volk zum Andenken an die Tausendjahrfeier Österreichs.” Im Rahmen einer österreich-marokkanischen Kulturausstellung im öst. Nationalrat übernahm Staatssekretärin Dr. jur. Benita Maria Ferrero-Waldner von Marokkos Botschafter Abdessahim Benmoürra am 19. April 1999 den Neejjarine Brunnen mit den mahnenden Worten: „Wir Österreicher müssen dankbar sein, daß wir ausreichend Wasser haben. In vielen Teilen der Welt wird es im nächsten Jahrtausend zu Wasserknappheit kommen. Deshalb müssen wir dafür sorgen, daß das lebensspendende Naß geschützt wird.” 38 1 32 □ 142 _ Wandbruimen 3, Metternichgasse 8 Zwei Wandbrunnen mit barockisierenden Nymphen und Puttenfiguren befinden sich im Gartenhof des 1891 in Formen des französischen Frühklassizismus errichteten ehemaligen Palais Bourgoing (dem späteren Palais Springer, dann Rothschild), seit 1955 Zweigstelle der Hochschule für Musik- und darstellende Kunst in Wien. Die beiden an der Hofmauer situierten Brunnen stehen auf einem hohen geschmückten Sockel in einer Blendarkade. Die Brunnenfiguren erheben sich aus der großen Muschelschale. 33 □ 135 Vasenbrunnen 3, Mettemichgasse 10 Im Stiegenhaus des 1886 erbauten Wohnhauses steht auf einem Stufensockel eine steinerne Brunnenschale, in deren Mitte eine große ornamentverzierte Vase mit Masken und Wasserspeier situiert ist. 34 _ Gedenktafel „Feuermaschine” 3, Prinz Eugen-Straße 15 Architekt und Maschinenbauer Joseph Emanuel Fischer von Erlach errichtete 1723 im Auftrag des Oberstallmeisters des kaiserlichen Hofes, Adam Franz Fürst Schwarzenberg eine mit Dampf betriebene Feuermaschine, die das Wasser in ein hochgelegenes Becken bzw. in die Fontänen und Wasserspiele des terrassenartig angelegten Schwarzenberggartens pumpte. Diese, als Kuriosum bestaunte, erste österreichische Dampfkraftanlage stand bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts in Betrieb. Sie war in der Lage innerhalb von 24 Stunden 11.800 Eimer (657 m 3 ) in ein Reservoir zu leiten bzw. das Wasser in die Fontänen 75 Fuß (23,7 m) zu pumpen. Eine bronzene Reliefgedenktafel erinnert an diese wasserbautechnische Anlage, die seinerzeit großes Aufsehen erregte. Inschrift: Die erste Dampfkraftanlage Österreich. Im Garten dieses Schlosses ließ Fürst Adam Franz zu Schwarzenberg im Jahre 1723 zum Betrieb eines Wasserwerkes eine Feuermaschine durch Joseph Emanuel Fischer- Erlach errichten und führte dadurch die Dampfkraft in Österreich ein. Gewidmet vom Verein deutscher Ingenieure anläßlich seiner Hauptversammlung in Wien 1930. 39 35 □ 140/ 141 TTnpVl Q‘(TQlllhT , l THTIOTI X lUv/llibuLQiLllUI LiLillt/l± früher Gabriellibrunnen 3, Schwarzenbergplatz Der Generalunternehmer für den Bau der Kaiser Franz Josef Hochquellenleitung (I. Wiener Hochquellenleitung) - Antonio Gabrielli - widmete ein Prozent von allen Zahlungen, die ihm beim Wasserleitungsbau zugekommen sind, bis der Betrag auf die Höhe von 100.000,-- Gulden gelangt sein würde, zugunsten der Errichtung eines monumentalen Springbrunnens. Der „Gabriellibrunnen” sollte die aus der Wassernot befreite Stadt Wien augenscheinlich machen und den „Wasserreichtum” versinnbildlichen. Er wurde anläßlich der Eröffnung der I. Wiener Hochquellenleitung am 24. Oktober 1873 in Anwesenheit Kaiser Franz Josef und des Bürgermeisters Dr. Cajetan Felder und vieler tausender Wiener in Betrieb genommen. Cajetan Felder erinnert sich an die Inbetriebnahme des Hochstrahlbrunnens in seinem Buch wie folgt: „Der Initiator zum Bau der I. Wiener Hochquellenleitung sollte das Zeichen zum Öffnen des Hochstrahles des Brunnens geben. Beim ersten Versuch geschah nichts, beim zweiten Versuch wieder nichts. Nach einigen peinlichen Minuten jedoch stieg, nach anfänglichem Sprudeln an der Steigrohröffnung, der Wasserstrahl vierzig bis fünfzig Meter hoch in die Sonne auf und ein Regenbogen umspannte die Szene. Aus aller Munde brach ein Ruf des Entzückens aus. Der leitende Oberingenieur Carl Mihatsch, Nachfolger des verstorbenen Carl Junker, ein fähiger, tatkräftiger Mitarbeiter beim Bau der Hochquellenleitung und seine Leute, die den Wasserwechsel öffnen sollten, drehten den Wechsel vorerst verkehrt und waren im Begriffe diesen fast abzudrehen, bis sie ihn endlich öffneten. Die Ursache der Verzögerung der Inbetriebnahme des Hochstrahles, war in der großen Aufregung begründet, welche sich den Akteuren bei diesem feierlichen Akt bemächtigt hatte. Der gute Genius, der den Bau der Hochquellenleitung begleitete, hatte auch diese Situation letztlich gerettet.” Auch Prof. Eduard Suess - der Initiator zum Bau der I. Wiener Hochquellenleitung - war ergriffen und beschreibt sein Fühlen in diesem Augenblick: „Mir schnürte sich die Kehle zusammen. Mein Blick suchte in der Menge meine gute Frau; ich fand sie nicht. Nie wird meinem Gedächtnis der erhebende Augenblick entschwinden, als sich an einem schönen Oktobernachmittag des Jahres 1873 auf dem Schwarzenbergplatz zum erstenmal majästätisch der Strahl des Hochstrahlbrunnens erhob, allmählich höher und höher stieg, um sodann, in perlendem Schaum aufgelöst, den Sonnenstrahl in vielfältige Regenbogen brechend, nieder zu stürzen. Das köstliche Element quoll bis in die Stockwerke der Häuser. Die Aufgabe war gelöst ...” Der Erbauer des Brunnen - Antonio Gabrielli - war ein Freund der Astronomie. Am Beckenrand befinden sich nämlich 365 kleine Springbrunnen (Tage des Jahres), die sechs Springbrunnen zwischen Beckenrand und innerer Insel - und diese selbst - symbolisieren die Wochentage und den Sonntag, zwölf hohe Strahlen versinnbildlichen die Monate, 24 niedrige die Stundenanzahl des Tages und die Strahlen der mittleren Insel die Monatstage. Der ursprüngliche Wasserbedarf betrug 385 m 3 pro Stunde. Der ohne jeden figuralen oder architektonisch gestaltete Brunnen wurde mit mit einem Kostenaufwand von 285.000 Kronen zu einem Leuchtbrunnen (Fontaine lumineuse) umgestaltet, der am 23. Juni 1906 erstmals vor geführt wurde. Die Beleuchtung der mehr als 400 Wasserstrahlen mit den fünf 40 Grundfarben (blau, violett, grün, gelb, rot, weiß) aus 1614 Kleinscheinwerfern ergibt sehenswerte Licht- und Farbeffekte. Das unterhalb des Brunnens befindliche, vom Wiener Stadtbauamt und den Siemens- Schuckert-Werken gemeinsam projektierte und ausgeführte Maschinenhaus beherbergte einst ein monströses, kompliziertes Räderwerk. Zahlreiche mit großen Metallparabolspiegel versehene Bogenlampen im Scheinwerferraum verursachten große Hitze - sechs Ventilatoren trieben stündlich 47.000 m 3 „Belvedereluft” in das Maschinenhaus. Die gewaltige Fontäne in der Mitte des in Betonbauweise ausgeführten kreisrunden Beckens, das mit Granit von Bavano am Lago Maggiore eingefaßt ist und einen Durchmesser von 38 m aufweist würde bei vollem Druck eine Höhe von rund 50 m erreichen. Wegen des fast immer herrschenden starken Windes, mußte sie aber auf eine durchschnittliche Höhe von 35 m beschränkt werden. Der Hochstrahlbrunnen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg umgebaut und mit einer neuen elektrischen Anlage am 30. April 1959 offiziell wieder in Betrieb genommen. Durch den Einbau von sieben Umlaufpumpen mit zusammen 100.000 PS kann immer das gleiche Wasser verwendet werden. Für die einmalige Füllung des Brunnens werden im Durchschnitt 582 m 3 Wasser benötigt. Aus dem Stadtrohrnetz müssen nur mehr der durch Verdunstung und Verstaubung entstandene Wasserverlust von rund 30 m 3 täglich zugeschossen werden. Der Hochstrahl- hrunnen wurde 1992 - 1993 mit einem Kostenaufwand in der Höhe von rund 26 Millionen ATS neuerlich einer Generalsanierung (Dichtung des Beckens, Adaptierung der technischen Ausstattung) unterzogen. Am 15. und 25. November 1992 wurden während dieser Sanierungsarbeiten an der Brunnenalage durch unbekannte Täter 350 Preßglaslampen (färbig), 90 Halogenlampen, 90 Farbgläser, 15 Scheinwerfer, 13 Unterwasserscheinwerfer, 9 Starkglasscheiben zerstört, sowie elektrische Leitungen beschädigt. Der entstandene Schaden betrug über ATS 500.000,--. Als Aufstellungsort für den Brunnen, der die an die Wassernot befreite Stadt (nunmehriger Wasserreichtum) augenscheinlich machen sollte, war seinerzeit die Gartenanlage vor dem Schwarzenbergpalais, der Pr ater stern, der Platz vor der Votivkirche und die Parkanlagen vor dem Rathaus vorgesehen. Gegen den Praterstern sprach der starke Verkehr und die zu erwartende Belästigung der bei jedem Windstoß zerstäubenden Wasserstrahlen, der Platz vor der Votivkirche scheiterte am damals aktuellen Vorhaben das Tegethoff-Denkmal dort aufzustellen und der Rathausplatz verlangte für seine beidseitigen Parkanlagen die Errichtung von zwei symmetrischen Brunnenanlagen. In der Hauptachse des Schwarzenbergplatz direkt hinter dem Hochstrahlbrunnen steht auf einem mehrfach gestuften 20 m hohen Sockel das 1945 errichtete Befreiungsdenkmal mit der 12 m hohen Figur eines Rotgardisten mit einer Fahne in der Hand. Inschrift: Hochstrahlbrunnen. Errichtet aus Anlaß der Vollendung der 1. Kaiser Franz Josef- Hochquellenwasserleitung im Jahre 1873. Umgebaut und zu einem Leuchtbrunnen ausgestattet unter Bürgermeister Dr. Karl Lueger im Jahre 1906. 41 Brunnenprojekt Sowohl Bildhauer Rudolf Weyr als auch Bildhauer Viktor Tilgner wollten 1887 zur Ausgestaltung des Schwarzenbergplatzes ein gemeinsames Brunnenprojekt erarbeiten. Da sich die Ideen aber nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen ließen, entstanden zwei getrennte Entwürfe. Der Entwurf Tilgners zeigte einen zentralen Brunnen. Eine architektonische Grottenwand sollte mit skulpturalen Füllungen ausgestattet werden. Das Palais Schwarzenberg diente als bekrönender Zielpunkt des Blickes von der Ringstraße her (Tilgner hatte sein Hauptatelier in einem Seitengebäude des Palais und war der fürstlichen Familie verpflichtet). Der Entwurf Weyr’s verlegte die Hochstrahlfontäne als Schwerpunkt in die Platzmitte; das Palais Schwarzenberg bildete nur den rahmenden Hintergrund. Beiden Bildhauern war aber für diese Projekte nur ein Achtungserfolg beschieden. Goldener Brunnen Aus Anlaß der Verlegung des dreimillionsten Meter öffentlichen Wasserrohrstranges in Wien wurde ein „vergoldeter” Wiener Altstadthydrant im unmittelbaren Bereich des Hochstrahlbrunnens für Trinkzwecke von der Firma Gratz und Böhm Ges.m.b.H. zur Verfügung gestellt. Inschrift: Unser Trinkwasser kommt direkt rein und quellfrisch aus den Alpen. Dieser „goldene” Brunnen wurde anläßlich der Verlegung des dreimillionsten Meter im öffentlichen Rohrstrang zur Erfrischung der Bürger dieser Stadt und ihrer Gäste von der Stadtverwaltung unter dem Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Helmut Zilk errichtet. Wien, im Juni 1988. Emblem der Wiener Wasserwerke und Wiener Stadtwappen. Gedenktafel „125 Jahre I. Wiener Hochquellenleitung” ___ __ _ Am 24. Oktober 1998 wurde am Schwarzen- bergplatz das 125jährige Bestands- und Betriebsjubiläum der I. Wiener Hochquellenleitung gefeiert, wobei unter anderen auch die seiner zeitigen „livrierten Wasser reiter”, die über Veranlassung Kaiser Karl VI. Wasser von Kaiserbrunn an den kaiserlichen Hof in Wien brachten, nachvollzogen wurde. Bürgermeister Dr. Michael Häupl enthüllte eine bronzene Erinnerungstafel, die folgenden Text auf weist: Der Hochstrahlbrunnen An dieser Stelle wurde am 24. Oktober 1873 der Hochstrahlbrunnen durch Kaiser Franz Josef I. in Betrieb genommen und somit die I. Wiener Hochquellenwasserleitung eröffnet. Die I. Wiener Hochquellen Wasserleitung bringt Trinkwasser aus dem Gebiet Schneeberg, Rax und Schneealpe über eine 100 km lange Leitung nach Wien. Bis zum heutigen Tag wird Wien fast ausschließlich mit Hochquellenwasser versorgt. Der Wiener Hochstrahlbrunnen ist ein sichtbares Zeichen für das Quellwasser aus den Bundesländern Nieder Österreich und Steiermark. Hochstrahlbrunnen Fontain This is the place where the Hochstrahlbrunnen Fontain was put into Operation by Emperor Francis Joseph I on October 24, 1873 in an official ceremony to open the First Vienna Springwater Main. Le Jet d’Eau Hochstrahlbrunnen Ici fut inaugure le jet d’eau le 24 octobre 1873 par l’empereur Francois-Joseph I er marquant ainsi la mise en Service du 1 er conduit d’eau de source de haute montagne de vienne. 42 36 □ 136/ 138/140 __ Wasserkunst - anlagen im Baiais Schwarzenbeig“ 3, Schwarzenbergplatz 9 1697 betraute Peldmarschall und Minister Heinrich Franz Fürst Fondi-Mansfeld dem Garteningenieur Jean Trehent eine Gartenanlage im Bereiche des späteren Palais Schwarzenberg mit Fontänen, Kaskaden und Wasserreservoiren oder „Spiegelteichen” zu schaffen. 1723 wurde von Joseph Emanuel Fischer von Erlach eine „Feuer- masehine” konstruiert, die dazu diente diese Wasserkunstanlagen in Tätigkeit zu halten (siehe Gedenktafel 3, Prinz-Eugen-Straße 15 - Brunnen III/34). Die Wasserleitungen (... der Wasserkanal, wovon das Wasser in den Garten geführt wird, ist 111 Klafter lang und laufet das Wasser aus dem Kanal in den Garten 1775 Klafter in hölzernen Röhren ...) und die Kaskaden wurden durch den Eggenburger Steinmetz Andrea Steinböck hergestellt. Das Gartenpalais, das 1716 von Adam Fürst Schwarzenberg erworben wurde, ist ein Frühwerk und der erste Wiener Bau von Johann Lukas von Hildebrandt. Haupt- oder Venusbrunnen _ Vor der barocken Gartenseite des Mittelbaues des Palais befindet sich ein großes Bassin, das als Hauptbrunnen oder Venusbrunnen bezeichnet wird. In der Mitte dieses Brunnens ist auf einem Felssockel eine steinerne Plastik mit einer auf einer Muschelschale sitzenden schlank gegliederten Venusstatue, die von Putten und Delphinen umgeben ist, dar gestellt. Untere große Hauptkaskade der Diana Auf der ersten Gartenterrasse (Abschluß des Gartenparterrs) wurde 1721 die heute nicht mehr vorhandene untere große Hauptkaskade der Diana errichtet. An dieser Stelle befindet sich nunmehr ein rundes Becken, das von einer mit plastischen Wanddekorationen versehenen Steinmauer und einer aufgesetzten Balustrade eingefangen wird. Die zwischen 1716 und 1724 vom Bildhauer Lorenzo Mattielli geschaffenen mythologischen Fontänengruppen (Raub der Sabinerinnen und Jahreszeiten) sind nunmehr im Hauptparterre auf gestellt. Ein Kupferstich Georg Daniel Heumann nach Salomon Kleiner aus 1738 zeigt die seinerzeitige Anlage. Obere Kaskade oder Grottenteich Auf der zweiten Gartenterrasse liegt ein von alten Bäumen umrahmter großer Teich mit einer halbkreisförmigen Tuffsteinmauer, Grotten und einem Wasserfall, welche als obere Kaskade oder Grottenteich bezeichnet wird; auf der Einfassungsmauer befand sich seinerzeit mit Blick auf das Palais ein mächtiger, geflügelter, wasserspeiender Steindrache. Ein Kupferstich Georg Daniel Heumann nach Salomon Kleiner aus 1738 zeigt die seiner zeitige Anlage. Schwanenteich Auf der dritten Gartenterrasse, wo heute Tennisplätze angelegt sind, befand sich seinerzeit ein großer Schwanenteich (oberes Wasserreservoir). 43 37 □ 145 _ Wandbrunnen 3, Ungargasse 5 Im Hof des Hauses „Zur schönen Sklavin” steht ein Wandbrunnen mit einem Medusenhaupt als Wasserspeier. Unter den Hausbewohnern (1823 - 1824) scheint unter anderen der Komponist Ludwig van Beethoven auf. Neben diesen Wandbrunnen steht ein eiserner Hausbrunnen. 38 □ 143_ DeLphinbrunnen 3, Ungargasse 9 An der Stirnwand des dreiseitigen Hofes des 1859 für Freiherrn Georg Simon Sina erbauten frühhistorischen Zinshauses steht in einer Ädikula ein steinerner Delphinbrunnen (Fischrelief). 39 □ 142 3, Ungargasse 39 Im Gartenhof des palaisartig um 1800 erbauten Hauses befindet sich eine modern gestaltete Vogeltränke aus Stein. 40 _ Brunnen 41 □ 127 3, Ungargasse 63 Im Barockgarten des ehemaligen Sommerpalais Althan befanden sich einst zahlreiche Springbrunnenanlagen. Ein Kupferstich Jacob Gottlieb Thelott nach Salomon Kleiner zeigt ein „Bosquet mit Castanienbäumen und einer runden Fontaine”. Der letzte Besitzer des Gartenpalais - Konzepist der ungarischen Hofkanzlei Michael von Barich - ließ nach 1840 das Grundstück auf 34 Baustellen aufteilen, das Palais fiel der Spitzhacke zum Opfer ..., ... die Brunnen verschwanden. 42 □ 145 _ Zieibrunnen 3, Ungargasse 69 Auf dem Platz vor dem 1982 bis 1988 von Sepp Frank und Heinz Neumann geplanten Bundesschulzentrum (Höhere Technische Bundeslehranstalt, Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule) und der 1734 bis 1735 erbauten barocken Januariuskapelle (im Bereich des ehemaligen Gartenpalais Harrach) stehen in einem flachen von Kleinsteinpflaster umgebenen Rundbassin zwei Marmorblöcke mit Rillen. Zwischen beiden Blöcken befinden sich insgesamt zweimal 22 Wasserdüsen, welche die Blöcke berieseln. Am Beckenrand speien insgesamt 71 Wasserstrahlen in das Bassin. Hergestellt wurde die Brunnenanlage vom japanischen Bildhauer Osamu Nakajima. 3, Ungargasse 43 Im Hof des spätbarocken um 1821 erweiterten ehemaligen Palais Sternberg (seit Ende des Zweiten Weltkrieges Sitz des Italienischen Kulturinstitutes) befand sich einst ein Brunnen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 44 43 □ 142 ImenimimbiTiimen „Der Wasserkreislauf ” oder „Wie das Wasser bergauf fließt” 3, Untere Weißgerberstraße 14 Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr schuf für das Kunst-Haus Wien die 270 x 180 cm große und 160 cm hohe Wasser-Stein- Skulptur mit insgesamt 33 Steinarten aus allen fünf Kontinenten. Der Brunnen stellt gleichnishaft Ideen aus dem Lebenswerk von Meister Friedensreich Hundertwasser dar: gegen Gleichgültigkeit und Einengung durch Gesetze - für menschenwürdige Umwelt. 44 □ 145_ _ _ Zierbmnnen 3, Vordere Zollamtsstraße 13_ Im Inneren des auf dem Grundstück des ehemaligen Bürgertheaters errichteten Kundenzentrum der Bank Austria AG (erbaut 1962 - 1965, Generalsanierung 1988 -1982 und Großbrand 13. April 1990) wurde von Erwin Thorn eine Brunnenplastik auf gestellt. Der Brunnen besteht aus einem Krastaler Marmormonolith in der Form eines Apfels, ca. 150 cm im Durchmesser und ca. 1 m hoch. Oer Wasserlauf erfolgt über eine mittige, senkrechte Anspeisung. Das Wasser fließt vom höchsten Punkt, die Steinoberfläche Benetzend, in ein 33 m 3 fassendes Auffang- becken in den Kreislauf zurück. 1992 wurde e ine Restaurierung des Brunnens von Prof. Hans Muhr vor genommen. Es fallt vom Himmel und wird Tbil eines Sees. Es kommt aus dem Wasserhahn -■ • -m • m ■ i 9-m und wild ein Teil von Ihnen. Ohne Wasser gäbe es kein Leben. Seit es Menschen gibt, ist ihr Wohlergehen eng mit diesem kostbaren Lebenselexier verknüpft. 46 Pit 1 Wiener Brunnen J 85i£!: '%/ 5..+*- ? ' , -v'/X-t.'rf »\ - >*4T t . i"r v ‘J- { ■ '■ ” . ft das Wasser”, wußte schon im fünften Jahrhundert vor Christus der thebanische Dichter Pindar. Wasser ist Wohltat und Wasser ist kostbar. 48 Adressen - Verzeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien IV. Bezirk Brunnen- Nr. Adresse Textteil- Seite Brunnenbezeichnung Bildteil- Seite IV /1 Argentinierstraße 16 51 Wandbrunnen IV /2 Argentinierstraße 25-27 51 Springbrunnen „Raub der Proserpina : 148 IV/3 Argentinierstraße 29 51 Springbrunnen - IV/4 Argentinierstraße 37 51 Zierbrunnen 148 IV/5 Favoritenstraße 15 52 Springbrunnen - IV /6 Johann-Strauß-Gasse 4-6 52 Donauweibchenbrunnen - IV/7 Johann-Strauß-Gasse 19 52 Sage „Hungelbrunn” - IV /8 Karlsplatz 54 Projekt Kaiser-Franz-Joseph- J ubiläumsbrunnen Projekt: Luegerbrunnen 127 IV/9 Karlsplatz 53 Wasserkunstanlagen im Resselpark 148/149 IV /10 IV/U IV /12 IV /13 IV /14 IV /15 IV/16 IV /17 IV/18 IV /19 IV/20 IV/21 IV/22 IV/23 IV/24 IV/25 IV/26 IV/27 IV/28 IV/29 Moore-Brunnen Frosch- auch Tilgner- oder Kinderbrunnen Watrinne mit Zierbrunnen Kinderwasserspielplatz Kolschitzkygasse 9-13 54 Zierbrunnen „Spielende Bären” 147 Kolschitzkygasse 14-18 54 Zierbrunnen „Badende” 147 Mozartplatz 55 Mozart- auch Zauberflötenbrunnen 146 Phorusgasse 13 55 Trinkbrunnen - Radeckgasse - Park 55 Trinkbrunnen - Rainergasse 11 55 Springbrunnen - Rainergasse 22 56 Zierbrunnen „Putto mit Fisch” 146 Rilkeplatz 56 Erzherzog-Rainer-Brunnen 149 Rilkeplatz vor 7 56 Schutzengelbrunnen 147/149 Schleifmühlgasse 6-8 57 Neugotischer Brunnen „Madonna mit Kind” 147 Südtiroler Platz vor 3 57 Zierbrunnen - Theresianumgasse 17 57 Wandbrunnen - Theresianumgasse 16-18 57 Wandbrunnen - Waaggasse 6 57 Zierbrunnen 147 Wiedner Hauptstraße 36 57 Wandbrunnen 148 Wiedner Hauptstraße 52 58 Zierbrunnen Alter Hofbrunnen 147 Wiedner Hauptstraße vor 55 58 Engelbrunnen 148 Wiedner Hauptstraße 63 59 Innenraumbrunnen „Dynamische Wirtschaft - Lebenswerte Umwelt” 149 Wiedner Hauptstraße 73 59 Hofbrunnen „Wasserwege der Natur” 146 Ziegelofengasse 6 a 59 Zierbrunnen - 49 Brunnen - beschreibungen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. 50 IV. Wiener Gemeindebezirk 1 __ Waridbruimen 4, Argentinierstraße 16 Im Vestibül des 1871 - 1873 erbauten einstöckigen, langgestreckten Bau mit Renaissancefassade - ehemaliges Palais Wittgenstein - befand sich ein Brunnen, gestaltet vom jugoslawischen Bildhauer und Maler Ivan Mestrovic. 1955 wurde das teilweise bombenbeschädigte Palais abgebrochen und an dessen Stelle ein modernes Wohnhaus errichtet. 2 □ 148_ ^lingbmimen „Raub der Proserpina” 4 > Argentinierstraße 25-27 __ Im Garten des ehemaligen Palais Kranz - einem 1880 erbauten, repräsentativen zweigeschossigen Haus in neobarocken Formen - befand sich ein vom Bildhauer Theodor Friedl gestalteter Springbrunnen mit der Figurengruppe „Raub der Proserpina” (Tochter des Zeus und der Demeter, von Hades geraubt). Das Objekt ist seit 1947 Sitz ^ er Handelsvertretung der UdSSR in Österreich (nunmehr Russische Föderation). 3 _ Springbrunnen 4, Argentinierstraße 29 Auf dem Parkplatz gegenüber dem Funkhaus Wien befand sich seinerzeit das 1867 umgebaute weitläufige dreistöckige Palais Toskana (Erzherzog Leopold Salvator), in dessen Gartenanlage ein großer Springbrunnen war. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde das im Stil klassischer Renaissance erbaute Objekt demoliert. 4 □ 148 _ Zierbrunnen 4, Argentinierstraße 37 Im ehemaligen großen Garten des 1945 abgetragenen Palais Rothschild wurde am 1. Juni 1990 der Anton-Benya-Park eröffnet. Am gartenseitigen Platz vor dem Theatergebäude „Akzent” im Adolf-Czettel-Bildungs- zentrum der Kammer für Arbeiter und Angestellte (4, Theresianumgasse 16-18) steht in einem marmornen Becken ein runder Steinsockel mit einer allseits gegliederten metallenen modernen Brunnenplastik. Diese trägt in verschiedener Höhe angebrachte Wasserrinnen, die wie zusammengefaltet erscheinen. Inschrift: R.(udolf) KEDL, M. BRUCK. 1984 - 86 51 5 _ 7 Spiingbrunnen 4, Favoritenstraße 15 Im „Botanischen Garten” der ausgedehnten, mehrhöfigen, die untere Favoritenstraße städtebaulich beherrschende, ehemalige kaiserliche Lustschloßanlage - Alte Favorita (erbaut 1. Hälfte 17. Jahrhundert) - befindet sich in einem kreisrunden Becken ein Springbrunnen. Im Theresium ist die „Diplomatische Akademie” und die Stiftung „Theresianische Akademie” untergebracht, die ein öffentliches Gymnasium führt. 6 _ Donauweibchen - biunnen 4, Johann-Strauß-Gasse 4-6 Im Garten des 1876 - 1878 erbauten Palais Johann Strauß Sohn (1825-1876) stand ein Brunnen mit der vom Bildhauer Hans Gasser gestalteten Figur „Das Donauweibchen” (siehe auch 1, Parkring, Stadtpark, westlicher Teil - Brunnen 1/100). Hofballmusikdirektor Johann Strauß starb hier am 3. Juni 1899. Im Herbst 1944 wurde das Palais durch Bombeneinwirkung fast völlig zerstört und mußte abgetragen werden. An seine Stelle wurde eine Eigentumswohnhausanlage errichtet. Sage , ,HunsDlbrunn 5 ’ 4, Johann-Strauß-Gasse 19 Die ältesten Urkunden über Hungelbrunn, in der Gegend zwischen Laurenzgasse und Blechturmgasse südlich der Wiedner Hauptstraße, stammen aus dem 14. Jahrhundert. Der Name Hungelbrunn - eine der kleinsten ehemaligen Vorstädte (1846 zählte man nur elf Häuser) - wird auf einen inmitten einer Rebenpflanzung unweit des Klagbaumes gelegenen Brunnen zurückgeführt, der nur bei Mißernten oder in Hungerjahren wasserreich gewesen sein soll. Ein 1958 gestaltetes figurales Mosaik an der Hausecke 4, Johann-Strauß-Gasse 19 ident Rainergasse 20 erinnert an diese Sage. 9 □ 148/149 _ Wasserkunst - aiüagen im Besselpaik 4, Karlsplatz Moore-Brunnen _ Der englische Bildhauer Henry Moore schenkte der Stadt Wien die Bronzeplastik „Hill Arches” mit der Auflage, daß diese vor der Karlskirche plaziert werde. Am 26. April 1978 kam die Moore-Skulptur im flachen Wasserbecken, das im Zuge der Neugestaltung des Karlsplatzes angelegt wurde, zur Aufstellung. Die durch Abschleifungen vereinfachte und vielfach durchhöhlte Gruppe zweier ineinander zugeneigter Gestalten bildet einen ruhigen, überraschenden Kontrapunkt zur barocken Fassader der Gelübte- und Pfarrkirche „St. Borromäus”. I nschrift- Henry Moore. Hill Arches. Diese Plastik ist ein Geschenk des Künstlers an die Stadt Wien. Sie wurde 1978 anläßlich der Neugestaltung des Karlsplatzes auf gestellt. Frosch- auch Tilgpier- oder Kinderbrunnen Vor dem Schulgebäude der evangelischen Gemeinde (4, Karlsplatz 14) steht im Resselpark, der von der Gemeinde Wien über Betreiben des akademischen Malers Carl Moll und des Architekten Karl Mayreder nach einem aus dem Nachlaß des Bildhauers Viktor Tilgner stammenden Originalmodell gestaltete Zierbrunnen, der am 28. November 1902 enthüllt wurde. Über einem reich gegliederten, mit vier wasserspeienden Fröschen aus Bronze (vom Bildhauer Artur Kaan) verzierten Bassinbecken aus rotem Granit von Predazzo (mit Turmalinsonnen), erhebt sich auf einem Sockel aus dunklen Diorit eine traubengeschmückte Mittelsäule mit zwei Bronzeputten und einer wasserspeienden Gans bzw. einem wasserspeienden Fisch. Der Brunnen ist eines der frühesten Wiener Beispiele für die rotierende Komposition um einen statischen, mittleren Kern. Die vier Frösche am Brunnenrand sollen die vier Temperamente symbolisieren. Inschrift: Zum Angedenken Viktor Tilgners errichtet von der Gemeinde Wien im Jahre 1902 - gegossen Hans Frömml. Watrinne mit Zierbrunnen Anläßlich der Neugestaltung des Karlsplatzes wurde eine moderne Steinplastik aus Naturstein mit einem Wasserauslaß vor einer niedrigen, runden Watrinne errichtet. Der Brunnen ist derzeit außer Betrieb. Inschrift: Josef HLADIK. Kinderwasserspielplatz Im Kinderspielplatz „Resselpark” wurde neben einem Auslaufbrunnen eine hölzerne Rinne errichtet - das Wasser kann zu einem kleinen Wasser Spielplatz rinnen. 53 8 □ 127 _ Projekt Kaiser-Franz- Joseph- Ji±)iMiimsbi\innen 4, Karlsplatz Von Architekt Otto Wagner stammt ein Entwurf für einen Kaiser-Franz-Josef Monumentalbrunnen der als Huldigung der Stadt Wien zum 60. Regierungsjubiläum des Monarchen gedacht war. Der erste bekannte Entwurf für diesen Brunnen, der am Ende des Karlsplatzes gegenüber der Wienzeile hätte stehen sollen, stammt aus dem Jahre 1903. Der zweite Entwurf folgte 1905. In einer als Triumphpforte gestalteten archetektonischen Kulisse sollten sieben hieratisch antikisierende Frauengestalten, die mit ihren angedeuteten Attributen die Feierlichkeit der Darstellung betonen, auf gestellt werden. Die sitzende Figur des Kaisers zeigt den greisen Monarchen. Die mittlere Frauengestalt hält über dem Haupt des thronenden Monarchen einen Kranz (eine Schlange die sich in den Schwanz beißt als Ewigkeitssymbol). Die untere Partie des Denkmales sollte durch eine große Brunnenanlage ergänzt werden. Wagner wollte den Betonkern des Baues mit Glasplatten bedecken. Die Figuren sollten Köpfe und Hände aus hellem graubraunen Porzellan bekommen. Die Gewänder und Attribute hätten aus Gußaluminium und getriebenen Kupfer sein sollen, die zum Teil vergoldet und mit Glassteinen versehen worden wären. Wagner begründete die Wahl der Materialien nicht nur mit praktischökonomischen Gründen (durch Abspritzen tadellose, nicht kostspielige Reinigung) ihm schwebte auch eine farbige bleibende Wirkung vor. Das Projekt wurde nicht realisiert. 8 □ 127 _ Projekt Luegerbrunnen 4, Karlsplatz Wie aus einem Vogelschaubild aus dem Jahre 1909 ersichtlich ist, plante Otto Wagner für den Karlsplatz noch ein weiteres Brunnenprojekt, das dem Bürgermeister Dr. Karl Lueger gewidmet sein sollte. Das Projekt kam nicht zur Ausführung. 10 □ 147 Zieibrunnen 4, Kolschitzkygasse 9-13 Für den Hof der von Otto Nadel 1949 - 1950 erbauten städtischen Wohnhausanlage schuf Bildhauer Prof. Franz Barwig der Jüngere 1954 einen Zierbrunnen aus Reipersdorfer Naturstein. Aus dem großen Vierkantbecken erhebt sich ein hoher Quadersockel mit einem Bärenkopf als Wasserspeier; die Brunnenplastik (1,6 m x 1,6 m x 1,4 m) stellt eine mit ihrem Jungen spielende Bärin dar. 11 □ 147 _ Zieibninnen „Badende” 4, Kolschitzkygasse 14-18 Für den Straßenhof der städtischen Wohnhausanlage - „Rudolf-Kloss-Hof” - wurde der Steinbrunnen „Badende” von Franz Barwig der Jüngere errichtet. Zwei badende Frauen und ein spielendes Kind sitzen am Brunnen- becken. Der Brunnen ist nicht mehr in Betrieb. 54 12 □ 146 _ Mozart - auch Zauberflöten- brunnen 4, Mozartplatz Der dem Genius des Wiener Musiklebens Wolfgang Amadeus Mozart gewidmete Brunnen wurde von Architekt Otto Schönthal entworfen und gemeinsam mit dem Bildhauer Carl Wollek 1900 - 1905 ausgeführt. Der Bronzeguß stammt von Erzgießer Hans Frömml und zeigt die Hauptgestalt aus der Oper „Die Zauberflöte”: den flötenspielenden Tamino und die an ihn geschmiegte Pamina bei der Szene der »Wasserprobe”. Die Figurengruppe steht auf einem mächtigen Steinsockel der von Fabelwesen, die auf die beiden Figuren zukriechen, umgeben ist. Aus fünf Fischmäulern fließt Wasser in ein weites Bassin aus Badener Stein mit einem Beckeninhalt von ca. 8 m 3 . Der Brunnen ist mit einer Umwälzpumpe ausgestattet. Die Enthüllung des Brunnens fand am 8. Oktober 1905 statt. Der Mozartbrunnen - als Blickpunkt von der Wiedner Hauptstraße her konzipiert - wird als frühes, bedeutendstes Werk des Sezessionismus in Wien bezeichnet. Bereits 1856 befaßte sich der Wiener Gemeinderat mit dem Projekt zur Errichtung eines Mozartdenkmales auf den Freihausgründen in der damaligen Vorstadt Wieden. 1864 ließ ein Komitee von Bildhauer und Erzgießer Anton Dominik Bernkorn ein Statuenmodell entwerfen, wobei Architekt August Sicard von Sicardsburg den Sockel gestalten sollte. Diese Absicht wurde ebenso, wie der vom Bildhauer Vincenz Pilz 1863 entworfene Mozart-Brunnen, aber nicht weiter verfolgt. I nschrift an der 'Rückseite; Mozart-Brunnen errichtet unter dem Bürgermeister Dr. Karl Lueger und dem Bezirksvorsteher Franz Rienössl im . & !905. Architekt Otto Schönthal. Büdhaue Carl Wollek. Guß von Hans Frömml 190 , C. Wollek fec MCMV. 13_ Tmkbruimen 4, Phorusgasse 13 Im kleinen Park an der Südfront des Pensionistenheimes „Haus Wieden” (4, Ziegelofengasse 6A) steht im Bereich des Kinderspielplatzes ein einfacher Trinkbrunnen. 14 _ _ Tmkbruimen 4, Radeckgasse - Park Im vom repräsentativen, fünfgeschossigen in späthistorisch-sezessionisten Formen erbauten, großbürgerlichen Mietshäusern beim Alois-Drasche-Park steht ein kegelförmig gestalteter Trinkbrunnen, der von einer Kleinsteinpflasterung umfangen ist. 15_,_ Spiingbrunnen 4, Rainergasse 11 In der ausgedehnten Gartenanlage des im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten wahrscheinlich nach einem Entwurf von Architekt Johann Lukas von Hildebrandt 1705 - 1706 erbauten Palais Schönburg, steht vor dem rund vor springenden Mittelteil des Gebäudes eine steinerne Schale mit einem Springbrunnen. 55 16 □ 146 _ Zierbmnnen „Putto mit Fisch” 4, Rainergasse 22 Im Garten des mit Vasen flankierten Aufgang des in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbauten ehemaligen Palais Thurn- Valsassina befindet sich ein tiefes steinernes Brunnenbecken, in dessen Mitte auf einem kurzen runden Sockel die Metallfigur „Putto mit Fisch” aufgesetzt ist. Die Figur ist die Kopie eines Details vom Donner- auch Providentiabrunnen (siehe auch 1, Neuer Markt - Brunnen 1/95). 17 □ 149 _ ^ _ TPrvh PT7,ncr - pt*- I JX /il lUl JL XiCXiil. lvJ.L Brunnen 4, Rilkeplatz Zur Erinnerung an die goldene Hochzeit Erzherzog Rainer mit Erzherzogin Marie am 21. Februar 1902, wurde am 5. Juli 1904 an der Mündung der Margaretenstraße in die Wiedner Hauptstraße ein Marmorbrunnen enthüllt. Der Erherzog-Rainer-Brunnen wurde auf Kosten der Gemeinde Wien und der Bewohner des 4. Wiener Gemeindebezirkes Wieden errichtet. Er war eine Arbeit der Bildhauer Richard Kauffungen und Wilhelm Seib. Die Brunnenanlage zeigte einen mit dem vergoldeten Bronzerelief des Jubelpaares ausgestatteten Obelisken, der an der Spitze die vergoldete Erzherzogskrone trug. Der Brunnen wurde während des Zweiten Weltkrieges 1944 zerstört. Am 10. Dezember 1963 kam an Stelle des Erzherzog-Rainer-Brunnens der bis dahin am kleinen Dreieckplatz an der Straßengabelung Wiedner Hauptstraße und Favoritenstraße vor der Pfarrkirche „Zu den heiligen Schutzengeln” (Paulanerkirche) auf gestellt gewesene Schutzengel-Brunnen. 18 □ 147/ 149_ Schutzengel- Brunnen 4, Rilkeplatz vor 7 Bereits am 21. Dezember 1893 war auf dem Platz vor der Pfarrkirche „Zu den heiligen Schutzengeln” (Paulanerkirche) ein Bassin der Kaiser-Ferdinand-Wasserleitung errichtet worden. Über Anregung einiger Gemeinderäte, sowie mit Unterstützung kunstsinniger Bewohner des 4. Wiener Gemeindebezirkes Wieden, wurde auf Kosten der Stadt Wien am 30. August 1846 an dieser Stelle der Schutzengel-Brunnen inBetrieb genommen. Er wurde nach Entwürfen der Architekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg nach einem Modell des Bildhauers Johann Baptist Preleithner in der Kunstgießerei des Josef Glanz gegossen. Die Steinarbeiten stammen von F. Prantner. Der Schutzengel- Brunnen mußte von seinem bisherigen Aufstellungsort vor der Paulanerkirche aus verkehrstechnischen Gründen entfernt werden. Er wurde am 10. Dezember 1963 auf den Rilkeplatz an Stelle des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Erzherzog-Rainer- Brunnens neu auf gestellt. Über einem achteckigen Brunnenbecken aus hartem, dichten Leithakalkstein, erhebt sich auf einer achtseitigen Steinsäule, mit vier vorspringenden metallgerahmten Pfeilern, die Metallgruppe eines Schutzengels, der ein betendes Kind mit seiner linken Hand fürsorglich umfängt. Am ornamental geschmückten Säulenfuß befinden sich vier Drachen, mit dem Wiener Wappen auf der Brust, als Wasserspeier. Inschrift: 1846 56 I 19 □ 147 _ Neugotischer Brunnen „Madonna mit Kind” 4, Schleifmühlgasse 6-8 Im Hof des 1860 erbauten früh- historistischen Zinshaus steht ein neugotischer Brunnen. Auf einem Pfeiler mit drei Becken erhebt sich die Steinfigur »Madonna mit Kind”. Zu Füßen der Brunnenfigur ist eine Aussparung für ein „Ewig Licht” gestaltet.20 20 __ Zieihrunnen 4, Südtiroler Platz vor 3 In der Grünanlage des zum Wiedner Gürtel geöffneten Parkes, stehen auf einem niedrigen Kegelstumpf, der mit farbigen Ritzornamenten versehen ist, vier aus Beton gegossene farbige Quader, zwischen denen Wasserauslässe angebracht sind. Y°n der Ersten für die Kinder. Oktober 77. Jenisch. 21 Wandbrunnen VHieresianumgasse 17 Ini 1862 erbauten frühhistoristischen Miethaus befindet sich an der mit lendarkatur versehenen Hofrückwand ein Maskaron als Wasserspeier; in der Mitte des steinernen Becken ist ein kleiner Springbrunnen errichtet. 22 _ Wandbrunnen 4, Theresianumgasse 16-18 Im Garten des ehemaligen Palais des Freiherrn Alfons von Rothschild, das bei einem Bombenangriff im Herbst 1944 schwerste Schäden erlitten hat, befand sich an der Front des Verwaltungsgebäudes seinerzeit eine große Wandbrunnenarchitektur. 23 □ 147 _ Zierbrunnen 4, Waaggasse 6 Im Garten des für den Freiherrn Philipp von Haas 1875 in strenghistoristischen Formen erbauten Palais, steht ein Brunnen mit einer steinernen Schale, in deren Mitte spielende Puttenfiguren und die altitalienische Gartengöttin Venus dar gestellt sind. 24 □ 148_ Wandbrunnen 4, Wiedner Hauptstraße 36 Im Stil des im romantischen Historismus 1838 erbauten Bürgerhauses „Zu den zwei goldenen Löwen” befindet sich in der Einfahrt gegenüber Stiege 1 ein steinerner Wandbrunnen mit einem Delphin als Wasserauslaß. 1890 - 1891 wohnte in diesem Haus der bedeutende finnische Komponist Jean Sibelius. 57 25 □ 147 Zierbrunnen 4, Wiedner Hauptstraße 52 Ein mit Eisenketten umfangener steinerner Brunnen vor dem ehemaligen Hotel „Zur grünen Weintraube” wurde 1992 in der kleinen Parkanlage errichtet. In einem runden Becken steht eine schmale Säule mit zwei Wasserauslässen. Alter Hofbrunnen 4, Wiedner Hauptstraße 52 Im Garten des ehemaligen Gasthauses „Zur blauen (grünen) Weintraube” befand sich einst - wie ein Ölgemälde zeigt - ein hölzerner Schöpfbrunnen. 1 _ ! 26 □ 148_ Engelbrunnen 4, Wiedner Hauptstraße 55 Eine testamentarische Verfügung des Kriegsministerialkanzlisten Viktor Edler von Engel, ermöglichte mit einer Spende von 40.000 Kronen die Errichtung des vom Bildhauer Paul Anton Wagner hergestelltenund am 5. Dezember 1893 enthüllten Engelbrunnen. Der Brunnen verewigt die Tat der jungen Müllerin Elisabeth, die nach einer Wiener Sage, dank ihres Mutes und ihrer Kühnheit, die Gefangennahme des berüchtigten Räubers und Waldteufels Hans Aufschwing, sowie seine Spießgesellen, des Wirtes der legendären Teufelsmühle am Wienerberg ermöglichte (siehe Sage „Teufelsmühle am Wienerberg” 10, Triester Straße 360, Ecke Ketzergasse 1 - Brunnen X/27). Auf einem Steinpfeiler mit romantischen Ornamenten steht das Bronzestandbild der Müllerstochter Elisabeth, die sich das Haar kämmt. Beiderseits des reich gegliederten Sockels hocken die beiden angeketteten männlichen Metallfiguren, die als Wasserspeier dienen. Die beiden steinernen Rundbecken unter den Unholden mit einem Beckeninhalt von ca. 2 m 3 sind von Kunstschmiedegittern eingefaßt. Die Figuren aus Bronzeguß wurden in der k. k. Kunsterzgießerei her gestellt. Der Engelbrunnen läßt ein gewisses Nahe Verhältnis zum Gänsemädchenbrunnen (siehe 6, Mariahilfer Straße - Rahlstiege - Brunnen VI/16) erkennen. Der intime Grundcharakter ist beiden Brunnen gemeinsam. Inschrift Vorderseite: Engel-Brunnen, gestiftet von Victor Edl. Engel, + 1871, ausgeführt unter dem Bürgermeister D. Joh. N. Brix. Inschrift Rückseite: Errichtet dem Stiftsbriefe gemäss von dem Bezirks Ausschüsse Wieden unter dem Vorsteher M. Bauer 1893. I 58 29 27 □ 149 __ Imenimin±)iiinnen ,J3ynamische Wirtschaft - Lebenswerte Umwelt” 4, Wiedner Hauptstraße 63 In der Eingangshalle des Gebäudes der Bundeskammer der Gewerblichen Wirtschaft wurde 1990 vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr das 430 x 220 cm große und 480 cm hohe Wasser-Stein-Objekt aus Marmor Arabescato Fantasia di Fiori auf gestellt. Der Innenraumbrunnen hat insgesamt neun Wasser-Kugel-Quellaustritte; ein kleines Becken mit Pflanzen ist der Brunnenanlage, die eine dynamische Wirtschaft im Einklang mit der Natur symbolhaft darstellt, vorgelagert. 28 □ 146 __ Hofbrunnen »Wasserwege der Natur” 4> Wiedner Hauptstraße 73 Hür den Grünraum im Hof des Betriebs- und erw altungsgebäudes der Radio Austria AG er richtete Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr 1988 ein 170 x 90 cm breites und 750 cm ohes, dreiteiliges Wasser-Stein-Relief aus üttoö Travertin; es stellt die Wasserläufe der Natur dar. ZierbriHiaen 4, Ziegelofengasse 6a In der Gartenanlage des Pensionistenwohnhauses „Haus Wieden” (Häuser zum Leben) steht ein mehrfach gegliederter 280 cm hoher Granitblock mit einem quadratischen Grundriß von 120 cm x 120 cm in einem achteckigen mit Schotter gefüllten Becken. Der vom Bildhauer Josef Hladik 1986 errichtete Zierbrunnen kostete ATS 220.000,--. 59 Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nicht dürsten in Ewigkeit. Wiener Brunnen Ein Bächlein, das nach seinem Eisprung aus der Quelle auf seinem weiten Lauf keinen Zufluß mehr von anderem Wasser empfangt, das versiegt und trocknet aus. Genauso ist es auch mit unserem religiösen Leben: Es muß durch religiöse Übungen und Praktiken erneuert werden. 62 i Adressenverzeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien V. Bezirk Brunnen- Adresse Textteil- Brunnenbezeichnung Bildteil- Nr. Seite Seite V/l Chiavaccigasse zwischen 1 und 2 65 Bären- auch Sternbilderbrunnen 151 V/2 Gartengasse 1 65 Brunnenbecken 152 V/3 Grüngasse 21-23 65 Marmorbrunnen 153 V/4 Margaretengürtel geg. 82-88 65 Zierbrunnen 151 V/5 Margaretengürtel 100-110 65 Wasserbassin Zierbrunnen 150/153 V/6 Margaretenplatz 66 Margareten-Brunnen 150 V/7 Nikolsdorfergasse 7-11 66 Nischenbrunnen 153 V/8 Nikolsdorfergasse 32-36 67 Innenraumbrunnen „Wasser ist Leben 152 V/9 Schönbrunner Straße 77 67 Hofbrunnen 152 V/lo Siebenbrunnengasse 1 66 Wandbrunnen 152 V/ll Siebenbrunnenplatz 68 Dr. Karl Lueger-Brunnendenkmal 151 V/12 Stöbergasse 6 und 14 67 Zwei Zierbrunnen 150 V /13 Wiedner Hauptstraße 94-96 67 Hundetiertränke 152 V/14 Wiedner Hauptstraße 126-128 68 Wandbrunnen 152 63 Brumnen- beschreibimgen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. 64 V. Wiener Gemeindebezirk 1Q151 _ Bären- auch Stem- bilderbrunnen 5, Chiavaceigasse zwischen 1 und 2 Der von Hanna Gärtner 1928 geschaffene steinerne Brunnen, welcher im Gartenhof zwischen der städtischen Wohnhausanlage „Herweg-Hof’ (5, Margartengürtel 82-88, Chiavaceigasse 1-220 Wohnungen) und „Julius-Popp-Hof’ (5, Margartengürtel 76- 80, Chiavaceigasse 2 - 402 Wohnungen) aufgestellt ist, trägt auf einem Rundpfeiler die Steinskulptur einer Bärenmutter, die mit ihrem Jungen spielt. Um die polygonale Brunnenschale sind Tierkreiszeichen (Sternbilder) in Reliefs dar gestellt. 2 □ 152 ___ Brunnenbecken 5, Gartengasse 1 im Hof des aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts stammenden spätbarocken orstadthauses steht ein steinernes r unnenbecken. 153 Maimorbrunnen ^Grüngasse 21-23 hn Willy-Frank-Park wurde 1989 ein aus ^arrnorstein gestalteter Brunnen errichtet. Neben zwei liegenden Steinblöcken, die an der Oberfläche symbolhaft einen Bachlauf arstellen, befindet sich ein mit Wasserumläufen versehener Steinquader. 4 □ 151 _ Zierbrunnen 5, Margaretengürtel geg. 82-88 Im Herwegh-Park stand der vom Stadtbaurat Architekt Engelbert Mang gestaltete Brunnen. Auf vier steinernen Kugeln, auf einem zweistufigen Rundsockel, ruhte ein Rundbecken aus welchem sich ein Prisma erhob, das von einer Kugel bekrönt war. Die Modellierung der vier Froschmäuler als Wasserspeier, erfolgte durch Bildhauer Theodor Igler. Die Steinmetzarbeiten wurden vom Steinmetzmeister Anton Neunteufel im Jahre 1928 vorgenommen. Der Brunnen wurde offenbar im Zuge der Bauarbeiten an der „Ustraba” - Station Eichenstraße - entfernt. 5 □ 150/153 _ Wasserbassm ♦ 5, Margaretengürtel 100-110 In der 1924-1926 erbauten Wohnhausanlage der Gemeinde Wien „Reumann-Hof’ (483 Wohnungen) befindet sich im monumentalen Straßenhof mit der von Franz Seifert geschaffenen bronzenen Portraitbüste Bürgermeister Jakob Reumann (1853 - 1925) ein 8 m x 17 m großes Wasserbassin mit zwei Wasserstrahldüsen. Das Bassin aus Kunststein wurde 1996 - 1997 erneuert. Zierbrunnen 5, Margaretengürtel 100-110 Zwei gleichartig gestaltete Zierbrunnen aus Kunststein stehen in den beiden Innenhöfen bei Stiege 2 und 7 bzw. 10 und 15. In der Mitte der achteckigen Wasserbecken befindet sich eine ca. 1 m hohe Säule mit sechs Wasser auslässen. 65 6 □ 150 _ Margareten- Brunnen 5, Margaretenplatz Als Dank für die von Kaiser Franz I. im Jahre 1829 gestattete Mitbenützung der Siebenbrunner Hofwasserleitung, ließ die ehemalige Vorstadtgemeinde Margareten den Margareten-Brunnen errichten, der am 24. November 1836 feierlich eingeweiht wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt bildete ein Auslaß der Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung die einzige öffentliche Wasserquelle dieses Gebietes. Auf einem quadratischen Steinsockel mit zwei halbrunden Wasserbecken steht die Bleiflgur der heiligen Margarete von Antiochia, die einen Kreuzstab in der rechten Hand triumphierend auf einen Lindwurm zu ihren Füßen setzt. Die Bleiflgur wurde vom Bildhauer und Radierer Johann Nepomuk Schalter modelliert. Anläßlich der 1886 erfolgten Neugestaltung des Margaretenplatzes wurde der Brunnen von seinem bisherigen Standort vor dem Hause 5, Margaretenplatz 3 an seinen derzeitigen Aufstellungsort versetzt. Er sollte bei den Adaptierungsarbeiten des Platzes überhaupt abgetragen und nicht mehr auf gestellt werden. Dank der Initiative und Energie des Architekten und Archäologen Alois Hauser wurde der Brunnen beidseits mit je einem Frauenkopf mit wasserspeienden Mund und einem neuen Unterbau aus Hundsheimer Stein von Bildhauer Wilhelm Sturm versehen. Über den beiden Konsoltischen befinden sich je eine Inschrifttafel. Inschriften: Vorder- und Rückseite oberhalb der beiden Wasserspeier: „Salus”. Westseite: Auf Anordnung des Gemeinderates der Stadt Wien wurde unter dem Bürgermst. Eduard Uhl im Jahre MDCCCLXXXVI der Brunnen mit dem Standbilde der heil. Margaretha auf diese Stelle versetzt und der Aufbau des Brunnens nach Plänen des Prof. Alois Hauser ausgeführt. Ostseite: Zum Andenken an die von Kaiser Franz I. der Gemeinde Margarethen I. J. MDCCCXXIX gestattete Benützung der Hofwasserleitung errichtet. I. J. MDCCCXXXVI die dankbaren Gemeindemitglieder unter Mitwirkung des Gemeindevorstandes Reder und des Feuercommissärs Thaller auf den Margarethenplatz einen von Professor J. Schalter mit dem Standbilde der heil. Margaretha geschmückten Brunnen. 7 0 153 _ _ Nischenbruiinen 5, Nikolsdorfergasse 7-11 Im Mezzanin des 1911 vom Architekten Hans Prutscher für die seinerzeitige k. u. k. Hofbuchdruckerei und k. u. k. Hofverlags- buchhandlung Karl Fromme erbauten Hauses (heute Österreichischer Wirtschaftsverlag) steht in einer Wandnische ein aus einem schwarzen Marmorblock gefertigter Brunnen, der von zwei kleinen Wasserbecken umgeben ist. 10 0 152 _ Wandbrunnen 5, Siebenbrunnengasse 1 An einer Außenmauer im Hof des Biedermeierhauses befand sich einst ein Wandbrunnen mit einem Maskaron als Wasserspeier und einem trapezförmig gestalteten marmornen Wasserbecken. Der Brunnen war von einem kleinen offenen, gesprengten Dreiecksgiebel umfangen. 66 8p 1.52 _ __ Imerammbrunnen „Wasser ist Leben” 5, Nikolsdorfergasse 32 - 36 In der Eingangshalle des 1994 errichteten Neubaues des Franziskanischen Klosterspital - Hartmannspital (5, Hartmanngasse 7-11) der Kongregation der Schwestern vom III. Orden des heiligen Franz von Assisi steht ein Innenraumbrunnen, der von Steinmetzmeister Walter Berg (Hydro- und Quellenstudio) geschaffen wurde. Die Herstellungskosten beliefen sich auf ATS 147.200,-. Schwester Mag. pharm. Berta Nowotny beschreibt diese Brunnenanlage wie folgt: „Ein Kunstwerk von Eleganz, Harmonie und Schönheit aus Sölker Marmor. Er ist ein Blickfang für alle Besucher der stark frequentierten Halle und paßt wunderbar in den architektonisch modern gestalteten Raum. Wand - Quellstein - und die Perfektion der geometrisch angeordneten Wannentragelemente mit den Grünpflanzen bilden eine Einheit, strahlen Ruhe und Atmosphäre aus. Das Plätschern des ruhig herabfließenden Wassers mildert beim Betrachten ganz gewiß Krankenhausstreß und bringt Abwechslung und Natur in den Krankenhausalltag. Fließendes Wasser ist Symbol für Leben und Hoffnung.” 9 Q 152 Hofbrunnen ^Sc hönbr unner Straße 77 hu Hof des 1879 von Carl Langhammer ^ auten streng historistischen Wohnhaus u Mittelerker und Neorenaissancedekor ist 'p 1 steinerner, dem Verfall preisgegebener °mrunnen auf gestellt. 12 □ 150 _ Zwei Zierbrunnen 5, Stöbergasse 6 und 14 In den beiden Innenhöfen bei Stiege 2 und 7 bzw. Stiege 10 und 15 der 1925 - 1926 erbauten Wohnhausanlage der Gemeinde Wien „Heine-Hof’ (168 Wohnungen) stehen zwei gleich gestaltete Zierbrunnen aus Kunststein. In der Mitte der achteckigen Brunnenbecken erhebt sich eine ca. 1 m hohe, ornamentalisch gestaltete Säule mit vier Wasserspeiern. Derzeit dienen die beiden Zierbrunnen als Blumenschale. 13 □ 152_ Himdetiertränke 5, Wiedner Hauptstraße 94 - 96 Auf dem kleinen, mit Sitzbänken und einer Wettersäule ausgestatteten, im Eigentum der Stadt Wien stehenden Platz vor dem Raiffeisen-Bausparzentrum, steht am Gehsteig eine Hundetränke aus Nirosta und Betonfertigteilen.Die Tiertränke mit Trinkwasserzufuhr (rd. 25 1/Tag) wurde 1978 vonArchitekt Prof. Reiner Simak und Alfred Trepka um ATS 22.000,- hergestellt. Die Betreuung der Anlage erfolgt von der Raiffeisen Bausparkassa, die Eigentumsverhältnisse des Brunnens konnten nicht geklärt werden (MA 28, MA 42). Die mit dem Raiffeisenkassaemblem versehene Säule aus Kunststein ist mit einer Wetterstation ausgestattet. Inschrift: „Für Dich”, Hundesymbol 67 11 □ 151 Dr. Karl Lueger - Brunnendei&nal 5, Siebenbrunnenplatz Der am 22. Oktober 1904 im Auftrag der Gemeinde Wien enthüllte Brunnen ist ein Werk des Bildhauers Richard von Kauffungen. Er wurde als Ehrung an den im 5. Wiener Gemeindebezirk zum Reichstagsabgeordneten gewählten, späteren Bürgermeister Dr. Karl Lueger anläßlich seines 60. Geburtstages errichtet. Ein Steinsockel mit seitlichen Wangen und flach gegliedertem Rechteckbassin liegt vor einer freistehenden quaderförmigen Steinarchitektur, welche in einem künstlichen Hügel eingebettet ist. Die auf einem mit dem Reliefportrait des Bürgermeisters Dr. Karl Lueger geschmückten und zwei Inschrifttafeln versehenen Figurensockel sitzende, gekrönte, ehemals einen Lorbeerzweig haltende Frauengestalt der Vindobona, stützt sich mit der linken Hand auf das Wappenschild Wiens. Auf der von Voluten eingefaßten darunter liegenden Sockelfront, sind die Wappen der ehemaligen sieben Grundherrschaften, aus denen der 5. Wiener Gemeindebezirk „Margareten” entstanden ist, angebracht. Unterhalb der sieben Wappen befinden sich, zur Erinnerung an die um das Jahr 1553 im Auftrag Kaiser Ferdinand I. errichtete Siebenbrunner Hofwasserleitung, je ein Frauenkopf mit wasserspeienden Mund. Die Siebenbrunner Hofwasserleitung versorgte seinerzeit die Hofburg, Klöster, Stifte, Kasernen und mehrer Palais in der Inneren Stadt. Zur Erinnerung an die Enthüllung des Siebenbrunnens wurde anläßlich des Balls des 5. Wiener Gemeindebezirkes (26. Jänner 1904) eine Gedenkmedaille aufgelegt. Die Reversseite zeigt die Ansicht des Brunnens mit dem Bild Dr. Karl Luegers (R. Kauffungen). Inschriften: Links: Zur Erinnerung an die hier vor Zeiten bestandenen sieben Brunnen. Rechts: Errichtet anläßlich der Vollendung des 60. Lebensjahres des verdienstvollen Bürgermeisters Dr. Karl Lueger. Darunter: Matzleinsdorf - der hl. Florian Laurenzergrund - ein Rost Hungelbrunn - ein Ziehbrunnen Margareten - die hl. Margaretha mit Kranz und Palme auf Drachen tretend Hundsturm - ein Turm mit Hund Reinprechtsdorf - eine Kugel mit Kreuz und OGR 1790 Nicolsdorf - der hl. Nikolaus und 1652 14 □ 152 _ Wandbrunnen 5, Wiedner Hauptstraße 126-128 Im Vorraum des 1912 von Emil Hoppe, Marcel Kämmerer und Otto Schönthal plastisch, akzentrisierten, rhytmisch gegliederten Eckhaus steht im Stiegenhaus in Formen der Wiener Werkstätte ein metallener Wandbrunnen. 68 Wiener Brunnen Gedenke der Quelle, wenn Du trinkst. Chinesisches Sprichwort Adressen- verzeichrds geordnet nach Brunnenstandort Wien VI. Bezirk Brunnen- Adresse Textteil- Brunnenbezeichnung Bildteil- Nr. Seite Seite vi/i Corneliusgasse 3 73 Wandbrunnen - VI/2 Getreidemarkt 17 73 Hofbrunnen „Fischerin” 154 VI/3 Grabnergasse 11-13 73 Vogeltränke 155 VI/4 Gumpendorfer Straße 6 73 Tiertränkebrunnen 156 VI/5 Vl/6 Gumpendorfer Straße vor 38 74 Auslaufbrunnen der Albertinischen Wasserleitung 155 Gumpendorfer Straße 52 74 Trinkbrunnen 157 VI/7 Springbrunnen - Gumpendorfer Straße - Ecke Brückengasse 75 Haydn-Brunnendenkmal 157 Vl/8 Gumpendorfer Straße bei 109 76 Zierbrunnen 155 Vl/9 Gumpendorfer Straße 76 Brunnen mit Teichanlage 157 Vl/io 134-136 Linke Wienzeile 24-32 76 Wasserkunstanlagen im- Alfred-Grünwald-Park 156 Trinkbrunnen - Zierbrunnen - VI/U Hundetrinkbrunnen ’ - Loquaiplatz vor 5 76 Zierbrunnen 155 Vl /12 Vl /13 Vl /14 VI /15 Vl/16 Lutherplatz 1 77 Trinkbrunnen - Magdalenengrund 77 Sage „Das Wassermännlein an der Wien” - Magdalenenstraße 33 77 Trinkbrunnen - Mariahilfer Gürtel 4 77 Keramische Wandbrunnen 156 Mariahilfer Straße - Rahlstiege 78 Gänsemädchenbrunnen 154 Vl/17 Vl/18 Mariahilfer Straße 45 78 Gußeiserner Hofbrunnen 156 Mariahilfer Straße 63 79 Umweltfreundliche Energiequelle - das Wasser - Vl /19 Mariahilfer Straße - Ecke Barnabitengasse 79 Leopoldsbrunnen - Vl/20 Vl/21 v I/22 Mariahilfer Straße vor 123 79 Zierbrunnen - Mollardgasse 91 79 Trinkbrunnen - Otto-Bauer-Gasse 17 80 Zierbrunnen 156/157 Vl/23 v I/24 Otto-Bauer-Gasse 21 Vogeltränke - 80 Brunnennische „Nymphe mit Delphin” 154 Rahlgasse - 80 Artesischer Brunnen - Ecke Gumpendorfer Straße 71 Brunnen- beschreibuogen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. 72 VI. Wiener Gemeindebezirk Wandbrimnen 6, Corneliusgasse 3 Auf der Hofwand des Hauses ist ein Wandbrunnen mit Blendarkatur (Ziegel) und marmornen Wasserbecken angebracht. 3 □ 154__ Hofbrunnen „Fischerin” 6> Getreidemarkt 17 In einer Nische im Hofe des im Stile der Gründerzeit errichteten Zinshauses steht vor einer Glaswand auf einem Sockel mit einem Maskaron als Wasserspeier, die keramische Brunnenfigur „Fischerin” - Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft (WerksVerzeichnis Nr. 1431). 3Q 155 6 l^ ra bnerg‘ a S se n-13 Ger Bildhauer Mario Petrucci schuf 1962 eine bronzene Vogeltränke - auf einem niedrigen, gemauerten Steinsockel steht eine Frauengestalt mit zwei Kindern, wel Schalen in den Händen tragen - die im Hc ^ 0r Stiege 2 der städtischen Wohnhausanlage auf gestellt ist. 4 □ 156 _ Tiertränke- brannen 6, Gumpendorfer Straße 6 Die Kammersängerin Hedwig Francillo- Kauffmann stiftete einen steinernen Brunnen, den sie dem Tierschutz widmete. Der von Architekt Adolf Stöckl und J. Thorak gestaltete Brunnen, wurde am 22. Juli 1916 vorerst hinter der Secession in der Parkanlage am Getreidemarkt gegenüber der Einmündung der Lehar gasse auf gestellt, beim Bau der „Ustraba” abgetragen und 1968 an seinen derzeitigen Standort versetzt. Aus einem großen (2 m Seitenlänge) monolitischen Rundbecken (unten viereckig, darüber durch Abschrägung der Ecken in ein Achteck übergehend), erhebt sich eine Mittelsäule, die am oberen Ende eine runde, kapitellsartige Erweiterung mit vier wasserspeienden Löwen, trägt. Darüber befindet sich ein oberes Becken in dessen Mitte sich eine kleinere runde Säule mit einem stilisierten Pinienzapfen als Abschluß erhebt. Am Sockel sind Vogeldarstellungen angebracht. Der gesamte Brunnen ist aus einem fossilreichen Karstkalkstein aus der Gegend von Triest her gestellt. Inschrift: Dem Tierschutz gewidmet von Kammersängerin Hedwig Kauffmann- Francillo. 73 5 □ 155 _ Auslaufbrunnen der ALbertLnischen Wasseiieitung* 6, Gumpendorfer Straße vor 38 Die „Albertinische Wasserleitung” versorgte einst große Teile der ehemaligen Vorstädte Mariahilf, Schottenfeld, Josefstadt und Gumpendorf. Nach einer Bauzeit von 28 Monaten am 11. Juli 1805, dem Geburtstag Albert von Sachsen-Teschen, wurden die ersten Auslaufbrunnen dieser Wasserleitung errichtet, die alle die Anschrift “Aquae Christianae Albertinae - 1805” trugen. Die Albertinische Wasserleitung speiste insgesamt zwölf öffentliche Brunnen, darunter jene bei der Gumpendorfer Straße (ehemals Kothgasse), Mariahilfer Straße und Piaristenkirche sowie den Isisbrunnen (8, Albertplatz - siehe Brunnen VIII/1). Unter der Urne des repräsentativen Brunnens in der Mariahilfer Straße, war ursprünglich beabsichtigt, eine Gedenktafel mit folgender Inschrift anzubringen: „Zu gemeinem Genuß der lang Wasser leeren Vorstadt / 7155 Klafter weit aus Berg Quellen geleitet / dauernde Wohltat von / Maria Christina / der großen Theresia unvergeßlichen Tochter / vollführt vom Gemahl / Albert von Sachsen Herzoge zu Teschen - 1805.” Der damaligen Sitte folgend, wurde diese Inschrift lateinisiert: Aquae. Perennes / VIIMCLV. Ab. Vrbe. Hexap. / Conlectae. / Civium. Suburb. Commodo. / Diu. Exoptatum. Munus. / MARIA CHRISTINA. / Magnae. Theresiae. Filia. / Constituit. / Votum. Uxoris. Expievit. / ALBERTVS. / Reg. P. Pol. Dux. Saxo. Tesch. / MDCCCV. / Übersetzung: „Dauernd fließende (nie versiegende) Wasser 7155 Klafter von der Stadt gesammelt. Ein zum Vorteil der Vorstadtbürger lang ersehntes Geschenk. Maria Christina, Tochter der großen Theresia, hat es beschlossen. Das Gelübde der Gattin erfüllte Albertus, des Polenkönigs Sohn, Herzog von Sachsen-Teschen, 1805.” 6 □ 157 _ Trmkbmnnen 6, Gumpendorfer Straße 52 In dem am 11. Mai 1868 der Öffentlichkeit zur Benützung übergebenen Esterhäzypark - einst Garten des Kaunitz- bzw. Ester häzy- palais - steht ein aus Beton geformter Wandbrunnen mit einer steinernen Schale. Im Parkareal wurde 1942 - 1944 von Friedrich Tamms der Leitturm zum Geschützturm (Fliegerabwehrkanonen- FLAK) - in der Stiftskaserne errichtet. Seit 1966 ist dort das Haus des Meeres und seit 1999 ein “Foltermuseum” unter-gebracht. Auf Grund des schlechten Bau-zustandes der den Park umgebenden rd. 400 m langen Stützmauer wurde im Herbst 2000 mit Sanierungs- bzw. Umbauarbeiten begonnen, wobei auch eine Treppenanlage mit einem Wasserfall beim Fritz Grünbaum-Platz errichtet werden soll. Springbrunnen 6, Gumpendorfer Straße 52 Seinerzeit befand sich in der Gartenanlage eine große Springbrunnenanlage mit der 1948 im Burggarten (1, Burgring - siehe Brunnen 1/23) aufgestellten Bleifigur des Herkules mit dem steinernen Nemeischen Löwen auf einem Felssockel in einem geschwungenen Rundbecken. Der Nemeische Löwe, in der griechischen Sage ein Ungeheuer, das bei Nemera (Angolis) lauerte, wurde von Herakles (lateinisch Herkules) - Sohn von Zeus und Alkmene - erschlagen. 74 J 7 □ 157 _ Haydn- Biuimendenkmal 6, Gumpendorfer Straße-Ecke Brückengasse Für den Komponisten Josef Haydn sollte 1865 nach einem Entwurf des Bildhauers Vinzenz Pilz ein Brunnenmonument errichtet werden. Als Aufstellungsort war vorerst der Platz vor der Gumpendorfer Pfarrkirche „Zum heiligen Ägidius”, später der Garten beim Esterhazy-Palais (6, Amerlingstraße 6) vorgesehen. Die Ausführung des Haydn-Brunnendenkmals scheiterte aber an dem Einwand, man könnte den Komponisten mit dem heiligen Nepomuk verwechseln und überdies hätte Haydn niemals etwas mit „wässrigen Zeug” zu tun gehabt. Der Wunsch dem Genius ein Brunnendenkmal zu setzen, ging vom Mariahilfer Bürger Adolf Much aus, der ein Zeichen des Protestes gegen die kaiserlichen Feldherrndenkmäler setzen wollte. Die erforderlichen finanziellen Mittel sollten von einem „Denkmalbettel-Komitee” aufgebracht werden. Selbst in England trommelten die Proponenten um Spenden. Auch beim kaiserlichen Hof klopfte man mit der Frage ai V ob nicht vom Bau des Prinz-Eugen- Monuments (1, Heldenplatz) etwas Kanonen- me tall erübrigt worden sei, das sich nun auf »Haydn” umgießen ließe. Kaiser Franz Josef gab zu verstehen „daß dermalen an ärarischen Bronze kein disponibler Vorrat” bestehe, stiftete aber ein größere Geldsumme Mariahilfer Straße 1 - Ecke Barnabiten- gasse - siehe Brunnen VI/19). Adolf Much, Gemeinderat und Sekretär des en kmalkomitees verfaßte im Dezember ^66 ein Gedenkblatt, dessen Wortlaut ^achstehend wiedergegeben wird Brunnenmonument für den Tondichter ä^seph Haydn am Gumpendorfer Hirchenplatz in Wien Nach dem Beschlüsse eines Wiener Bürger-^ c°mite’s sollte der „Schöfpfer der Schöpfung , . r Genius, wie ihn Jahrhunderte selten wieder sehen werden, Auf jenem Platze ^rch ein Denkmal aus Erz geehrt werden. In dessen unmittelbarer Nähe er camponierte, starb, und am 31. Mai 1809 zu Grabe getragen wurde. Das Comite war gebildet aus den Herren: B. Handhartinger (k.k. Hofkapellmeister, Obmann), August la Vigne, Johann Garber jun., Theodor Brauer, Carl Retzer, Adam Köstler, Matthäus Petzl, Franz Miller, Mich. Ebeseder, Jos. Schüller, Bernh. Lang, Franz Mühlberger und Adolf Much, Schriftsteller Dr. L. A. Frankl, Ehrenmitglied. Nachdem der Stift Schotten den Bauplatz urkundlich überlassen und der Gemeinderath der Stadt Wien dessen Errichtung nach dem von den Herren Professoren Führich, Rahl und Theophil Hansen auserwählten Modelle sammt Detail-Plänen durch den Bildhauer Vinz. Pilz genehmigt hatten, wurde von der k. k. N. Ö. Statthalter ei mit Präsidial-Erlaß vom 22. Feber 1866, Zahl 6508 die Bewilligung zur Geldsammlung erteilt. Se. Majestät der Kaiser geruhte 500 Gulden zu spenden. Ihre Majestät die Kaiserin Caroline Auguste einen gleichen Betrag zu zeichnen, so daß noch vor dem unglücklichen deutschen Bruderkriege über 2000 Gulden Ö.W. als Baufond in die Kasse der NÖ. Escompte-Gesellschaft erlegt waren, wo derselbe bis zur Ausführung bewahrt und fructificit werden wird. Da sich dieses schöne Unternehmen die größten Sympatie und Anerkennung von Seite der Bezirksvertretung Mariahilf zu erfreuen hatte, dieselbe auch, nach der Vollendung des monumentalen Theiles die Bitte um Herstellung des Unterbaues aus Communal- mitteln beim Gemeinderathe stellen wird, so fühlt sich der Gefertigte durch die, wenn auch das Unternehmen gewaltig hemmenden und verzögernden Catastrophen nicht ent- muthiget, und erlaubt sich seinerseits den Ertrag dieses „Gedenkblattes” dem Baufonde mit dem Bemerken zu widmen, daß die gegen Empfangsbestätigungen eingegangenen weiteren Beiträge zu Anfang des künftigen Jahres in der kais. Wiener-Zeitung ausgewiesen werden. Adolf Much, Gemeinderath und Sekretär des Comite’s Wien, im Dezember 1866 Verlag Adolf Much Druck von Carl Gorischek in Wien 75 8 □ 155 _ Zierbrunnen 6, Gumpendorfer Straße bei 109 Im kleinen Park vor der Gumpendorfer Pfarrkirche „Zum heiligen Ägidius” steht ein Zierbrunnen. Beiderseits eines viereckigen, steinernen Sockels sind zwei Wasserbecken angebracht. In der Mitte erhebt sich eine hohe mit Rillen versehene Säule. Inschrift: Gestiftet von Kom. Rat Rudolf Bauer und Bez. Vorsteher Franz Blauensteiner 1985. 9 □ 157 _ Brunnen mit Tbichanlage 6, Gumpendorfer Straße 134-136 Im Arik Brauer-(Wohn-)Haus, das am 22 . April 1994 durch Bürgermeister Dr. Helmut Zilk offiziell eröffnet wurde, ist im begrünten Innenhof eine Teichanlage (Biotop) gestaltet, in dessen Mitte ein Brunnen mit einer Skulptur steht. Der Teich soll die Bewohner zu gemeinsamen Aktivitäten einladen. 10 □ 156 _ Wasseikunst- anlagen im Alfred- Grünwald-Eark 6, Linke Wienzeile 24-32 Trinkbrunnen __ In der nach dem Librettist und Theaterkritiker Alfred Grünwald benannten Parkanlage (früher Denzelpark) steht zwischen vier verschieden hohen granitenen Steinsockeln mit Wasserauslässen ein vierteiliger metallischer Körper, der mit blauer Farbe versehen ist. Zierbrunnen Auf einer Kleinsteinpflastersohle liegt ein großer roter Felsblock über dessen Oberfläche Wasser rieselt. Hundetrinkbrunnen Vom Stadtgartenamt (MA 42) wurde ein kleiner metallener Trinkbrunnen für Hunde auf gestellt. 11 0 155 _ _ Zierbrunnen 6, Loquaiplatz vor 5 In der nach Abbruch der Infanteriekaserne 1903 angelegten öffentlichen Grünanlage „Loquaipark” vor dem Pensionistenheim „Haus Mariahilf’ wurde 1984 ein Brunnen mit einer Marmorplatte „Verona Rot” gestaltet. In der Mitte des auf vier Steinsockeln ruhenden, runden Wasserbecken befindet sich ein flacher Kugelstumpf, über den Wasser fließt. Die Brunnenerrichtungskosten beliefen sich auf ATS 400.000,-. In der Halle des Pensionisten-Wohnhauses befindet sich ein Zierbrunnen. 76 13 12 Sage „Das Wasser- männleiri an der Wien” 6, Magdalenengrund Um den Wienfluß im Bereich des Magdalenengrundes (eine der kleinsten Vorstädte von Wien, zwischen Gumpendorf und Laimgrube gelegen) - im Volksmund wegen der vielen dort vorkommenden Hatten „Ratzenstadel” genannt - ranken sich viele Sagen. So erzählen die Bewohner auch von einem kleinen, buckligen Wassermännlein, der dort, wo das Wasser am tiefsten war, bei einer Wehr hauste. Mit grünem Hut, grauen Rock und Röhrenstiefeln mit roten Quasten, so schaute er mit seinem blassen Gesicht nach Opfern aus. Nach dem Abendgebetläuten lockte das Wassermännlein die Menschen zu sich in die Tiefe und hielt die Seelen der Ertrunkenen ui seinen Gemächern unter Wasser gefangen. Auf Kinder hatte es das Wassermännlein ganz besonders abgesehen. Immer wieder kam es vor, daß Kinder bei der Wehr Brennholz sammelten und dabei auf Steine im Wienfluß stiegen. Da packte sie das Männlein und zog sie in die Tiefe des Wienflusses. Solange das Wassermännlein sich zeigte, trocknete das Wasser nicht aus. Selbst in Jahren in denen große Wassernot Herrschte, soll es hier viel Wasser gegeben Haben. Als das Flußbett reguliert und die Wehranlage beseitigt wurde, verschwand a uch das Wassermännlein. TYiixkfoirmnen 6, Lutherplatz 1 Im Hof der Evangelischen Volksschule Gumpendorf steht im Bereiche der 1846 - 1849, als zweites Bethaus der evangelischen Gemeinde A. B. in Wien und erste Evangelische Kirche im Bereich der Vorstadt erbauten „Gustav-Adolf-Kirche” ein steinerner Trinkbrunnen. 14_ Triiikbi\mnen 6, Magdalenenstraße 33 Ein in schlichter Form aus Edelstahl gestalteter Trinkbrunnen steht im Richard- Waldemar-Park (Schauspieler) vor dem 1913 - 1914 errichteten mächtigen fünfgeschossigen Gebäude der ehemaligen Krankenkasse für Arbeiter. 15 □ 156_ Keiemische Wandbrunnen 6, Mariahilfer Gürtel 4 Im Haus, wo seinerzeit die Landesgruppe Wien, Nieder Österreich und Burgenland des Österreichischen Blindenverbandes untergebracht war, befindet sich im 1., 2. und 3. Obergeschoß je ein keramischer Wandbrunnen mit rahmender Verfliesung. Die Signatur „W” auf den keramischen Wandbildern in einem im 2. Obergeschoß befindlichen Waschraum könnte auf „Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft” hindeuten. 77 16Ü154 _ Gänsemädehen- brunnen 6, Mariahilfer Straße - Rahlstiege 1865 schuf der Bildhauer Anton Paul Wagner über Auftrag der Gemeinde Wien die Bronzegruppe „Gänsehirtin”. Auf einem hohen achtseitigen Sockel (Kalksandstein aus St. Margarethen bzw. Leitha-Algenkalk) der seitlich von zwei achteckigen Wasserbecken flankiert wird, dienen zwei Gänse mit ausgespannten Flügeln als Speier. Der Brunnen ist von einer Steinbalustrade umgeben. Stand- und Spielbein der Mädchenfigur, der verschobene Oberkörper und der geneigte Kopf entsprechen klassischen antiken Vorbildern. Die Schwingung wird besonders im unteren Bereich durch das Gewand gedämpft. Um die Mitte gerafft, formiert sich das Kleid zu übereinander liegenden vertikalen Faltenbahnen. Von 1865 bis 1874 stand dieser Brunnen auf dem Areal der alten Brandstätte beim Stephansplatz, auf dem seinerzeit der Gänsemarkt ab gehalten wurde. Nach Regulierung dieses Stadtviertels und Auflassung des Markbetriebes kam der Brunnen vorerst in das städtische Materialdepot. 1875 wurde er vor der Mariahilfer Pfarr- und Wallfahrtskirche „Maria Himmelfahrt” (6, Mariahilfer Straße - Ecke Barnabitengasse) auf gestellt. Als ein Platz für das 1877 geschaffene Haydndenkmal gesucht wurde, fand man, daß ein „weltlich Frauenbild vor das Gotteshaus nicht passe” und so mußte der Gänsemädchenbrunnen weichen. 1886 fand der Gänsemädchenbrunnen endlich am oberen Ende der 1870 vom Wiener Stadtbauamt errichteten dreiläufigen Treppenanlage (Rahlstiege), die eine dort bestehende Böschung zur Gumpendorfer Straße (ca.6.5 m) überbrückt, seinen gegenwärtigen Aufstellungsplatz. Vormals befand sich in diesem Bereich ein einfacher Brunnen mit Steinkranz und gußeiserner Säule, der von der Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung gespeist wurde. Der Beschluß zur Aufstellung eines Brunnens auf der alten Brandstätte geht schon auf das Jahr 1860 zurück, wurde aber immer wieder modifiziert. Den ersten Preis eines Wett-bewerbes für diesen dekorativkunst-gewerblich mit romantischer Zuständigkeit ausgezeichneten Brunnen, hatte 1863 Bildhauer Vincenz Pilz errungen. Die Ausführung seines Modells hätte jedoch das Vielfache der Kosten verschlungen, welche die Gemeinde Wien auszugeben bereit war. Daher kam Bildhauer Anton Paul Wagner zum Zuge.Als reizvolles Gegenstück zum Gänsemädchenbrunnen ist der Engelbrunnen (4, Wiedner Hauptstraße 55 - siehe Brunnen IV/26) anzusehen. Die Beziehung zwischen Brunnenfigur und der dekorativen Brunnengestaltung ist gleich. 17 □ 156 _ Gußeiserner Hofbrunnen 6, Mariahilfer Straße 45 Ein eiserner Hausbrunnen steht im ersten Hof des Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Durchhauses (6, Mariahilfer Straße - Windmühlgasse) mit dem Hauszeichen „Zum goldenen Hirschen” vor einer Ladenzeile. In diesem Haus wurde am 1. Juni 1790 der Schauspieler Ferdinand Raimund geboren. 78 Umweltfreundliche Eneigiequele - das Wasser 6, Mariahilfer Straße 63 In der Eingangshalle des Hauses „WIENENERGIE” ist eine großflächige marmorne Wasserwand auf gerichtet. 1999 wurde von den Wasserwerken der Stadt Wien und den Wiener Stadtwerken (Wien-Energie) die Ausstellung „Wasserspiegel - Wasser in Wien” präsentiert. Am „Treffpunkt” bei den hauseigenen Videoprojektoren wurde ein 18-minütiger Trailer zum Thema „Wasser” gezeigt. Die Ausstellung zeigte Wasser als Lebenselexier und Medium. Am Eingang begrüßte eine Inszenierung mit Test- projektionen auf einen Wasserfall. Schwebestühle luden zur Meditation und zeigten Wasser in unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen. Die dabei verwendeten Projektoren und Projektionsflächen wurden y on einer Konstruktion aus Wasserrohren getragen. ls künstlerische Interpretation des Mediums Wasser präsentierte der reischaffende Künstler Gerhard Zsambok 1In Muhmen seines Projektes „Leophard” vier seiner „Symbolischen Wassermaschinen” - eme w asserspeiende Maske, Wasseradern, f^e Wasserprojektion und eine Yin-Yanguschine, die Wasserkraft und Schwerkraft j ^ken läßt. Weitere Projektoren boten n ormation über das kühle Naß und wollten e o Umgang mit dem Lebensmittel Wasser ^wußt machen. Sie stellten aber auch klar, e chen Aufwand die Trinkwasser- rsorgung Wiens mit sich bringt. 19 _ Leopoldsbrunnen 6, Mariahilfer Straße - Ecke Barnabitengasse Am Platz vor der Mariahilfer Pfarr- und Wallfahrtskirche „Maria Himmelfahrt” stand einst ein Brunnen mit der Statue des hl. Leopolds. 1879 wurde hier der Gänsemädchenbrunnen (heutiger Standort 6, Mariahilfer Straße vor Rahlstiege - siehe Brunnen VI/16) aufgestellt. Seit 1887 befindet sich dort das Denkmal des Komponisten Josef Haydn, dessen Aufstellung - als Brunnenanlage - ursprünglich vor der Gumpendorfer Pfarrkirche „St. Ägidius” vorgesehen war (6, Gumpendorfer Straße - Ecke Brückengasse - siehe Brunnen VI/7). 20 _ Zierbrunnen 6, Mariahilfer Straße vor 123 Auf dem „Mariahilfer Platzl”, das zwischen Stumpergasse und Mariahilfer Gürtel liegt, soll das Dreiergespann „Stein-Feuer-Wasser” symbolisch umgesetzt werden. Die Lichtquellen stehen für das Feuer. Für die Wasserdarstellung ist ein Brunnen mit einem kegelförmigen, architektonisch gestalteten Metallaufbau geplant. Das Wasser kann gehört, gefühlt und gerochen werden. Das Projekt wurde bisher noch nicht ausgeführt. 21 _ Tidnkbiuimen 6, Mollardgasse 91 Im Fritz Imhof-Park (benannt nach dem Volksschauspieler Fritz Imhof) steht ein einfacher Trinkbrunnen aus Kunststein. 79 22 □ 156/ 157 Zieihrunnen 6, Otto-Bauer-Gasse 17 Im Hof steht auf einer Säule eine barocke Marienstatue mit dem Jesukind auf dem Arm vor einer steinernen Brunnenschale. 6, Otto-Bauer-Gasse 17 Neben einer Zwergenfigur befindet sich eine kreisrunde steinerne Schale - sie dient als Vogeltränke. 23 □ 154 Bruimennische J-JoljJIllll 6, Otto-Bauer-Gasse 21 An einer Hofwand mit Blendarkatur des gründerzeitlichen Wohnhauses steht in einer Nische die aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts stammende Brunnenfigur „Nymphe mit Delphin”. 24 Artesischer Brunnen 6, Rahlgasse - Ecke Gumpendorfer Straße Um der steigenden Wassernot zu begegnen, wurde auf dem Platz vor der ehemaligen Getreidemarktkaserne am 9. Juni 1838 mit der Bohrung eines artesischen Brunnens begonnen. 80 Wiener Brunnen Wenn die Ströme der Geschichte müde und trüb versumpfen und versanden, ertönt der Ruf „Zurück zu. den (oiuellen und dabei ist dieses „Zurück 5 .9 9 sondern der Anfang des Fort- Schritts. 82 i Adressenverzeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien VII. Bezirk Brunnen- Nr. Adresse Textteil- Seite Brunnenbezeichnung Bildteil- Seite VII/i Apollogasse 8 85 Hofbrunnen 161 VII /2 Breite Gasse 11 85 Hausbrunnen 159 VII/3 Breite Gasse vor 17 85 Dreifaltigkeits- auch 161 VII/4 Burggasse 5 85 Dreieinigkeitsbrunnen Wandbrunnen 158 VII/5 Kaiser straße 104 86 Vogeltränke 159 VII /6 Lerchenfelder Straße 15 86 Gußeiserner Hofbrunnen 161 VII/7 Lerchenfelder Straße - 86 Wasserkunstanlagen im 160/161 VII /8 Ecke Museumstraße Lindengasse 14 86 Weghuberpark Mehrstrahliger Springbrunnen Springbrunnen Wandbrunnen 1. Hof 158 VII /9 Mariahilfer Straße 38-48 86 Wandbrunnen 2. Hof Zierbrunnenfigur “ VII/io Mariahilfer Straße 96-98 87 Wiener Trinkbrunnen (Nr. 16) 158 VII/H Museumstraße 7 87 Zwei Wandbrunnen - VII /12 Museumstraße geg. 12 87 Brunnen „Vegetative Form” 159 VII/13 VII /14 VII/15 VlI/16 VII/17 VII/18 VlI/19 VII /20 VII /21 Myrthengasse 20 87 Stiegenhausfigur „Donauweibchen” - Neubaugasse 8 87 ehemaliger Wandzierbrunnen - Neubaugasse 16 88 Wandbrunnen 159 Neubaugasse 25 88 Wandbrunnen „Nymphe und Putto” 160 Neubaugasse 27 88 Wandbrunnen 159 Neubaugasse 72 88 Wandbrunnen 158 Neubaugürtel 34-36 88 Innenraumbrunnen 159 Neubaugürtel 50 88 Wandbrunnen mit Maske 158 Neubaugürtel zwischen 88/ 89 Sechs Springbrunnen - VII /22 VII/23 VlI/24 VII/25 VlI/26 Urban-Loritz-Platz und Seidengasse Neustiftgasse vor 27 89 Vogeltränke „Schnecke” Trinkzierbrunnen 160 Neustiftgasse vor 32-34 89 Augustinbrunnen 160 Schottenfeldgasse 24 89 Wandbrunnen „Putto auf Delphin” 159 Schottenfeldgasse 50 89 Nymphenbrunnen 161 Siebensterngasse 42-44 90 Wandbrunnen „Flötenspielender 158 VII/27 V tt''28 Spittelberggasse geg. 7 90 Putto auf Delphin” Trinkzierbrunnen (Spittelbergbrunnen) 160 Urban-Loritz-Platz - Park 90 Trinkbrunnen - ^11/29 V II/30 Westbahnstraße 8 91 Vogeltränke Wasserglaswand Alt-Wiener-Hausbrunnen „Wasserresf 158 Zeismannsbrunngasse im 91 Brunnen - Bereich Sankt-Ulrich-Platz 83 Brunnen- b eschreibungen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. VH. Wiener Gemeindebezirk 3M8 IQ 161 _ Hofbrunnen 7, Apollogasse 8 Im späthistoristischen mit einer repräsentativen Mittelachse 1882 erbauten Haus steht im Hof vor einer Blendarkade ein kleiner Steinbrunnen. 2 □ 159_ Hausbrunnen 7, Breite Gasse 11 Ein steinerner Hausbrunnen steht an einer Wand im großen Hof des Ende des 17. Jahrhundert erbauten barocken Vorstadtbürgerhauses „Zu den drei großen Kronen”. Über hem Hundbogenportal Tondo mit Metallrelief: „Auf Wolken knieende Maria mit drei Kronen” (Marienkrönung). !□ 158 Wandbrunnen 7, Burggasse 5 kleiner steinerner Wandbrunnen steht j? 1 K°f des 1874 - 1875 in strenghistoris- ischen Formen erbauten Hauses. 3 □ 161 _ Diuifaltigkeits- auch Dreieinigkeits- brunnen 7, Breite Gasse vor 17 Als Nikolaus Fürst Esterhazy II. für die Versorgung seiner großen Gartenanlage (Kaunitzpalais - 6, Amerlingstraße 6) viel Wasser benötigte, kam es mit Unterstützung der Gemeinde Wien 1859 zu einer Verstärkung der Mariahilfer Wasserleitung. Der Ausbau des Schöpfwerkes ermöglichte die Versorgung von Vorstadtvierteln; so wurde auch ein Wasserauslauf in der Vorstadt Spittelberg errichtet. Anstelle einer bereits seit 1689 bestehenden Dreifaltigkeitssäule wurde ein Brunnen am 16. Juni 1822 durch den Weihbischof von Wien, Matthias Steindl, eingeweiht, bei welcher Gelegenheit an die Armen 200 Gulden verteilt wurden. Statt der üblichen Vase als Brunnenzierde wurde auf einer korinthischen Säule, die sich aus dem Becken erhob, eine von Wolken umgebene Weltkugel mit der Heiligen Dreifaltigkeit dargestellt; an der Vorderseite sah man Moses, an der anderen Seite antike Köpfe als Wasserspeier. Die Brunnenrückseite trug die Inschrift „Durch Großmuth und Gemeinsinn 1821”. Der ca. 20 Zentner schwere Brunnen wurde im Gußwerk Mariazell her gestellt. 1851 wurde die Brunnensäule von der Breite Gasse aus Verkehrsrücksichten (stand der Pferdetramway im Wege) in die Siebensterngasse zwischen 2-4 versetzt, fand 1869 vor der Mechitaristenkirche in der Neustiftgasse einen neuen Standort, wo die Säule am 18. August 1872 schließlich wegen des Kirchenneubaues abgetragen wurde. 85 5 □ 159 7, Kaiserstraße 104 Im mit einem bemerkenswerten sezessionistischen Gitter umzäunten Josef - Strauß-Park befindet sich ein kleines Wasserbecken, welches als Vogeltränke dient. 6 □ 161 _ Gußeiserner Hofbrunnen 7, Lerchenfelder Straße 15 Springbrunnen Ein Stich von Johann Adam Delsenbach nach Joseph Emanuel Fischer von Erlach um 1715 zeigt im Garten des Fürstlichen Trautson’schen Gebäudes einen Springbrunnen. 8 □158 _ Wandbrunnen 7, Lindengasse 14 Im 1. Hof des in strenghistoristischer Bauweise errichteten Hauses steht ein einfacher steinerner Wandbrunnen. Im Hof des 1892 erbauten Hauses steht ein gußeiserner Brunnen. An der Hausfassade ist eine Gedenktafel mit einer Reliefbüste Johann Strauß Sohn (Geburtshaus) angebracht. 7 □ 160/ 161 _ Wasseikunst- anlagen im Wegtiub erpaik 7, Lerchenfelder Straße - Ecke Museumstraße Mehrstrahliger Springbrunnen Im Weghuberpark - vor der Gartenfront des Palais Trautson (7, Museumstraße 7) - befindet sich ein großes gegliedertes Teichbecken mit einem mehrstrahligen Springbrunnen, der nach Absiedlung des in Fertigteilbauweise 1968 errichteten UNIDO-Büro- hauses (United Nations Industrial Development Organization) aufgestellt wurde. Wandbmnnen (2. Hof) Im 2. Hof des Hauses befindet sich ein steinerner Wandbrunnen mit einem Löwenkopf als Wasserspeier. Inschrift: Errichtet von Herrn Franz Fiebich, 1855 kerbruunenfigur 7, Mariahilfer Straße 38-48 Im 1904 er öffneten Warenhaus Gerngroß - durch einen Großbrand am 7. Februar 1979 j völlig vernichtet - stand einst im Winter- j garten eine Brunnenfigur von Alfonso I Canciani. 86 10 □ 158 _ Wiener Tnokbrunnen 7, Mariahilfer Straße 96-98 Anläßlich des am 22. März 1994 stattgefundenen Weltwassertages (Journee Mondiale de L,Eau - Giornata, Mondiale dell, Aqua) wurde der vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr aus weißem Marmor gestaltete Wiener Trinkbrunnen (Nr. 16) vom Umweltstadtrat Dr. Michael Häupl in Betrieb genommen. Der Brunnen wurde vom Warenhaus C & A gesponsert. Inschrift auf der Bodenplatte: Den Durstigen in dieser Stadt gewidmet C & A - 1993 Emblem C & A und Wiener Wasserwerksemblem. 11 Zwei Wandbirmnen Museumstraße 7 Im ehemaligen von Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach als Uartenpalais für den Obersthofmeister Johann Leopold Donat Fürst Trautson geplanten und vom Baumeister Christian Alexander Oedtl 1710-1712 errichteten repräsentativen, klassizistischen Palais Trautson, ab 1760 Gebäude der ungarischen ^ ar de, ab 1924 Sitz des Collegium IJungaricum und seit 1966 Amtsgebäude es Bundesministeriums für Justiz, befinden ®ich in der Tor durchfahrt seitlich zwei andbrunnen mit Muschelbecken und Putti, arüber antikisierende Nischenstatuen. 12 □ 159 _ Brunnen „Vegetative Form” 7, Museumstraße geg. 12 Im Weghuberpark kam 1982 gegenüber dem Justizpalast das Wasser-Stein-Objekt „Vegetative Form” von Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr zur Aufstellung. Der aus Süttöö Travertin hergestellte Brunnen ist 120 x 100 x 75 cm groß. 13 ,,Donauweibchen’ ’ 7, Myrthengasse 20 In der Stiegenhausspindel des 1888 erbauten Miethauses steht eine Donauweibchenfigur; es dürfte sich um ein Modell für den von Hans Gasser gestalteten, 1865 im westlichen Teil des Stadtparkes (1, Parkring - siehe Brunnen 1/100) auf gestellten Donauweibchenbrunnen (1, Kärntner Ring 16 - siehe Brunnen 1/74) handeln. Ehemaliger Wandzierorunnen 7, Neubaugasse 8 Ein mit Marmorplatten verkleideter Wandbrunnen steht im Zwischengeschoß des 1911 erbauten sezessionistischen Hauses. 87 15 □ 159 Wandbrunnen 7, Neubaugasse 16 An einer Wand im langgestreckten Innenhof des 1770 erbauten Bürgerhauses “Zu den 9 Kurfürsten” auch “Zum goldenen Becher” genannt, ist ein steinerner Wandbrunnen errichtet. 16 □ 160_ Wandbrunnen „Nymphe und Putter 7, Neubaugasse 25 Im Garten des 1911 erbauten „Elsahof’ steht in einer Wandnische auf einem in einem halbrunden Kunststeinbecken aufgeschlichteten Felssockel die Wandbrunnenanlage „Nymphe und Putto”. 17 □ 159 _ Wandbrunnen 7, Neubaugasse 27 In der Einfahrt des Hauses steht in einer Nische ein steinerner Wandbrunnen. 18 □ 158 _ Wandbrunnen 7, Neubaugasse 72 19 □ 159 _ Innenraumbruimeri 7, Neubaugürtel 34-36 Der im Foyer des ARCOTEL - Hotel Wimberger stehende Marmorbrunnen vor der Rezeption wurde 1994 von der Slowakischen Künstlerin Veronika Cabcowa aufgestellt. Der Brunnen ist undicht, außer Betrieb und wird laut Mitteilung der Hotelleitung leider auch so bleiben. 20 □ 158 _ __ Wandbrunnen mit Maske 7, Neubaugürtel 50 Im Hof des späthistoristischen Zinshauses steht ein reichverzierter Wandbrunnen mit einer Maske als Wasserauslaß. Die geschmückte Brunnenschale ruht auf einer kurzen kannelierten Säule. 21 _ _ Sechs Springbrunnen 7, Neubaugürtel zwischen Urban-Loritz-Platz und Seidengasse In der Parkanlage zwischen dem inneren und äußeren Neubaugürtel befanden sich einst sechs kleine Springbrunnen in mosaikverkleideten Brunnenschalen. Im Hof des 1861 erbauten Hauses steht ein einfacher Wandbrunnen. Vogeltränke „Schnecke” 7, Neubaugürtel zwischen Urban-Loritz-Platz und Seidengasse Für die Grünanlage am Neubaugürtel errichtete Bildhauer Mario Petrucci 1953 die Vogeltränke „Schnecke”. befunden hatte - für tot gehalten und in eine Pestgrube bei der Pfarrkirche St. Ulrich (Maria Trost) geworfen worden sein. Nachdem der „Liebe Augustin” seinen Rausch ausgeschlafen hatte und wieder Lebenszeichen von sich gab, wurde er aus der Pestgrube herausgeholt; er setzte bis zu seinem Tod am 11. März 1685 sein bisheriges liederliches Leben fort. Zu besonderen Gelegenheiten soll der Augustinbrunnen einst mit Wein betrieben worden sein. 22 □ 160 _ Tlähkzieibninnen 7, Neustiftgasse vor 27 Am Platz vor der Pfarrkirche „St. Ulrich” (Maria Trost) steht ein gußeiserner Trinkbrunnen mit zwei Fratzen als Wasserspeier und zwei Wasserbecken. 23 □ 160 Auguslinbruiinen Neustiftgasse vor 32-34 Auf einem gegliederten Stufenunterbau steht ein kurzer Sockel mit einer flachen run nenschale. Ein mit Traubenschmuck gezierter mittlerer Pfeiler trägt die andsteinfigur des „Lieben Augustin” mit bdelsack und drei Wasserspeiern. Der Bildh; vom auer Hans Scherpe ausgeführte ugustinbrunnen wurde am 4. September enthüllt. Im Zweiten Weltkrieg wurde le Bleifigur des „Lieben Augustin” ^geschmolzen. Als Ersatz gestaltete der 1 dhauer Josef Humplik eine Plastik in Konglomerat, welche am 18. ober 1952 enthüllt wurde. Der Bänkel- ^^ger, Sackpfeifer und Stegreifdichter oh ^ Us ^ n N. (im Totenbeschauprotokoll ^ Zunamen eingetragen) soll der Sage bah 16 ^ 9 von den Pestknechten - als er sich °b ausgiebigem Zechen auf dem Heimweg Inschrift Vorderseite: Augustinbrunnen, Von der Gemeinde Wien errichtet unter Bürgermeister Dr. Karl Lueger im Jahre 1908. Inschrift Rückseite: Ich war hin, nun habt,s mich wieder und nun hört,s auf meine Lieder. 24 □ 159 _ Wandbruimen ,,Putto auf Delphin’ ’ 7, Schottenfeldgasse 24 In einer Nische im Hausflur des großen 1912 erbauten neoklassizistischen Haus des „Freien Wirtschaftsverbandes Österreich” steht der dekorative Wandbrunnen „Putto auf Delphin”. Auf zwei kurzen kannelierten Säulen ruht ein halbrundes Wasserbecken. Beiderseits einer Halbreliefplastik befinden sich zwei mit stilisiertem Fisch- bzw. Vogeldarstellungen verzierte Halbsäulen. 25 □ 161 __ Nymphe]±)iurinen 7, Schottenfeldgasse 50 Im Hof des Hauses „Zum Schäfer und zur Schäferin” steht ein aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts stammender Brunnen mit der Figur einer Nymphe. 89 26 O 158 _ Wandbrunnen , ^Plötenspielender Putto auf Delphin” 7, Siebensterngasse 42-44 Im 1913 -1914 in Formen der Wiener Werkstätte erbauten Wohnhauses steht im Halbstock in einer kleinen Nische ein Wandbrunnen mit verschiedenfärbiger Marmor Verkleidung (Braunton) und dem Majolikarelief „Flötenspielender Putto auf Delphin”. Inschrift: Willy Russ. 27 □ 160 _ Tdnl^erbrunnen (Spittelberg- brunnen) 7, Spittelberggasse geg. 8 Auf der durch Abbruch der Häuser 7, Spittelberggasse 14 und 16 entstandenen platzartigen Erweiterung steht der „Spittelbergbrunnen” mit zwei wasserspeienden Masken und zwei Wasserbecken. Aus dieser Gegend begann 1683 Kara Mustapha mit 24 Kanonen die Beschießung der Wiener Burg und der französische General Bertrand eröffnete am 11. Mai 1809 mit 20 Haubitzen das verherende Bombardement auf die Stadt. 28 _ Trinkbiuimen und Vogeltränke 7, Urban-Loritz-Platz - Park In der 1901 angelegten Platzerweiterung mit Park beiderseits der Westbahnstraße an der Einmündung in den Neubaugürtel steht neben einem einfachen Trinkbrunnen eine Vogeltränke. 7, Urban-Loritz-Platz - Park Im Zuge der 1996 begonnenen großzügigen Neugestaltung des Haltestellenbereiches (Straßenbahnlinie 6, 18 und 49 bzw. der U Bahnstation Burggasse (U6) soll entlang des Neubaugürtels im Bereich Urban-Loritz- Platz eine Wasserkunstanlage die in der Nacht beleuchtet ist, errichtet werden. 90 I 29 □ 158_ Alt-Wiener-Haus- brunnen „Wasserresl” V, WestbaJinstraße 8 Der Bildhauer und Direktor der Akademie der bildenden Künste, Josef Klieber, schuf eine als „Wasserresl” bezeichnete Brunnenfigur (zweites Viertel 19. Jahrhundert), welche im Hof des 1910 erbauten Hauses auf gestellt wurde. Die „Wasserresl” erinnert an jene Zeit als es in Wien noch keine ausreichende zentrale Wasserversorgung gab. Von sogenannten „Wasserweibern” wurde das lebensnotwendige Trinkwasser von den wenigen öffentlichen Auslaufbrunnen geholt und gegen Entgelt in Butten iu die Häuser zugestellt. Der Alt-Wiener- Hausbrunnen zeigt eine auf einer Felsszene sitzende Frau aus dem Volke; aus einer landesüblichen Wasserbutte fließt Wasser. 30 Brunnen 7 » Zeismannsbrunngasse Bereich Sankt-Ulrichs-Platz Zeismannsbrunn hieß ein am Ufer des Ottakringer Baches gelegenes grabenartig ari gelegtes Angerdorf mit mittelalterlicher Siedlungsform. Der Name des Dorfes soll sich von einem Brunnen ableiten, den ein gewisser Zeismann errichtet haben soll. diesem Brunnen kamen Schwangere um Wasser zu trinken und sich das Gesicht zu w aschen: man versprach sich davon eine Problemlose Geburt. Höchste Güte ist wie das Wasser. Des Wassers Güte ist es, allen Wesen zu nützen ohne Streit. Es weilt an Orten, die alle Menschen verachten. Drum steht es nahe dem Sinn. Wiener Brunnen fiM** ;V 3 40 > **' V* 1 . >* .V' &■&(■ 4 jj'-t *r mm .« ■’ f£&} *r*~ JK 93 Adressen- veizeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien VJJLI. Bezirk Brunnen- Nr. Adresse Textteil- Seite Brunnenbezeichnung Bildteil- Seite VIII/1 Albertplatz vor 8 97 Isis- auch Gaberbrunnen 164/165 VIII/2 Albertplatz 4 98 Steinrelief „Isisbrunnen” - Albertinische Wasserleitung 165 VIII/3 Albertgasse 52 98 Sgraffito „Isisbrunnen - Wasserversorgung” VIII/4 Alser Straße 13 98 Brunnen ' VIII/5 Auerspergstraße 1 98/ 99 Wasserkunstanlagen im 163 / 164 / 1 65 Auersperg- Gartenpalais Delphinbrunnen Nischenbrunnen Brunnenfragment Pelikanbrunnen VIII/6 Blindengasse 16 99 Puttobrunnen 162 VIII/7 Florianigasse - Ecke Langegasse 99 Wasserkunstanlagen im Schönbornpark 163 Springbrunnen Trinkbrunnen Tiertränke VIII/8 Hamerlingplatz - Park 99 Spielbrunnen 162 VIII/9 Jodok-Fink-Platz - 100 Deckenfresken mit biblischen Brunnendarstellungen 164 VIII/10 Josefstädter Straße 39 100 Brunnenbecken mit Springbrunnen 163 VIII/11 Josefstädter Straße 80 101 Zierbrunnen VIII/12 Kochgasse 27 100 Brunnenfigur „Mädchen mit Krug” 162 VIII/13 Lange Gasse 29 100 Hofbrunnen VIII/14 Lange Gasse 50 101 Herrgottsbrunnen-Haus 163 VIII/15 Laudongasse 15-19 101 Wasserkunstanlagen im ehern. Schönborn-Palais Wandbrunnen Gartenbrunnen 163/16^ VIII/16 Laudongasse 36 101 Wasserkunstanlagen 163 VIII/17 Lenaugasse 3 102 Steinernes Brunnenbecken 16 ^ VIII/18 Pfeilgasse 10-12 102 Zierbrunnen „Trinkende Knaben” 165 VIII/19 Pfeilgasse 42 und 42A 102 Brunnenplastik „Knabe mit Vogel” 164 VIII/20 Pfeilgasse 47-49 102 Hofbrunnen 162 165 165 VIII/21 Piaristengasse 22 102 Trinkbrunnen VIII/2 2 Schlesingerplatz - Park 103 Wachsamkeitsbrunnen VIII/2 3 Schlösselgasse 1 102 Brunnenbecken Marmorwandbrunnen 162 94 I Brunnen- Adresse Textteil- Brunnenbezeichnung Bildteil- Nr. Seite Seite VIII/24 Wickenburggasse 1 103 („Schlosser Platzl“) VIII/25 Zeltgasse 3-5 103 VIII/26 Florianigasse 13 103 VIII/27 Skodagasse 32 104 Trinkzierbrunnen 165 Wandbrunnen 165 Wandnischen - Wasserkunstanlagen in der 162 Privatklinik Josefstadt Innenraumbrunnen - „Meditative Installation” Auslaufwandbrunnen der Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung 95 Brunnenbeschreibungen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. VUL Wiener Gemeindebezirk 1 □ 164/165 _ Isis-auch Gaberbrunnen 8, Albertplatz vor 8 Aus Anlaß der Errichtung der „ Alber tini- schen Wasserleitung” wurde mit Unterstützung des Schottenabtes Sigismund Schuttes und über Veranlassung des Grundrichters von Breitenfeld Karl Georg Gaber mit finanzieller Beihilfe der ehemaligen Vorstadtgemeinde Josefstadt 1833 eine Brunnenanlage errichtet. Die Enthüllung der ca. 200 kg schweren und 1,37 m hohen Brunnenstatue fand am 22. März 1834 im Beisein Kaiser Franz I. statt. 1912 wurde der Brunnen aus Verkehrsrücksichten - er stand in der Mitte des rechteckigen Biedermeier- Platzes - an die nordöstliche Ecke des Albertplatzes vor dem ehemaligen Gerichtsgebäude der Schottenherrschaft, dem s °genannten Gaberschlössel, versetzt, damit tiie Gleise der ehemaligen Straßenbahnlinie 15 verlegt werden konnten. Ein Servitut verhinderte damals die Demolierung des runnens. In einem achtseitigen gußeisernen ecken - dessen Wangen mit Rosettendekor geschmückt sind - steht auf einem hohen, ^ereckigen Postament die Gestalt der a gyptischen Göttin Isis mit der Sonnenscheibe und einer Palmette über der Stirn - eiIle Fachbildung der in der Antiken- s ammlung des Kunsthistorischen Museums Wien befindlichen Marmorstatue. Löwen- °Pfe als Wasserspeier sind an der Vorder- d Rückseite des Sockels angebracht. Die Ußeisenteile des Isisbrunnen wurden in der gräflich Salm’schen Eisengießerei zu Blansko er gestellt. Die Bauleitung wurde dem ^aiserlichen Hofübergeher Franz Veith -tragen, die Steinmetzarbeiten wurden Bo* 1 s Hauser ausgeführt. Nach ^benschäden i m Jahre 1944 wurde der RurJ^ U nnen 1961 - er ist der einzige Eiserne Brunnen Wien’s - restauriert. Inschrift linke Seite: FRANCISCO I. AVSTR. IMP. G/ES. AVG. SIGISMUNDO SCOT. ABB. CAR. GABER HUI. SUBURB.PR./EFECT. FONS HIC APERTUS EST IV.NON.OCT.MDCCCXXXIII. Übersetzung: Unter der Regierung des Kaisers Franz I. von Österreich, unter Sigismund, dem Schottenabte, (und) unter Karl Gaber, dem Gemeindevorsteher dieser Vorstadt, wurde dieser Quell (^Brunnen) eröffnet am 4. Oktober 1833. Inschrift rechte Seite: VIRIBUS UNITIS, FACILI CONSENSU ANIMORUM FONS, MUNUS NOBIS, LIMPIDUS EFFODITUR: CLARA STAT EFFIGIES SIGNUMQUE INSIGNIS AMORIS, NATORUM ET NATIS, PIGNUS AMORIS ERIT. Übersetzung: Mit vereinten Kräften und durch willige Übereinstimmung der Gemüter wurde uns zur Gabe dieser klare Quell (=Brunnen) erschlossen (=errichtet). Er steht als leuchtendes Bild und Zeichen hervorragender Liebe und wird noch unsere Enkeln ein Pfad der Liebe sein. i Den Anstoß zu einer planmäßig erstmals größere Gebiete der Stadt versorgenden Trinkwasserleitung gab Erzherzogin Maria Christine (Tochter der Kaiserin Maria Theresia) mit ihrem Entschluß, aus der Gegend im Halterbachtal (Hütteldorf) eine Leitung nach Wien bauen zu lassen, die die südwestlichen Vorstädte (große Teile von Gumpendorf, Mariahilf, Schottenfeld und Josefstadt) versorgen sollte. Nach ihrem Tod führte Herzog Albert von Sachsen-Teschen den Plan aus - er tat dies nicht zuletzt in Erinnerung daran, daß seine Gattin an den Folgen des Genusses von verseuchtem Wasser gestorben war. Die Albertinische Wasserleitung speiste insgesamt zwölf öffentliche Auslaufbrunnen, darunter jene bei der Gumpendorfer-, Mariahilfer- und Piaristenkirche sowie den Isisbrunnen am Albertplatz. L 97 1 2 □ 165 _ Stemrelief „Isisbrunnen - A]bertmische Wasseiieitung” 8, Albertplatz 4 Über dem Eingangstor des Hauses 8, Albertplatz 4 befindet sich ein Relief mit einer Ansicht des Isisbrunnens aus dem zwei Pferde Wasser trinken. 3_ Sgraffito „Eisbrunnen- Wasser- veisoigung*” 8, Albertgasse 52 An der Ecke des 1953/54 errichteten städtischen Wohnhauses 8, Albertgasse 52 ident Albertplatz 7 ist eine von Karl Langer gestaltete Darstellung zur Geschichte der „Albertinischen Wasserleitung” (Brunnen, Amtmann, Bewohner mit Wasserkrügen und Haustiere) angebracht. 4 _ Brunnen 8, Alser Straße 13 Im langgestreckten Hof des 1824 von Josef Klee erbauten biedermeierlichen Haus „Zur Weinlese” oder „Zum Löwen” stand einst ein Brunnen. 5 □ 163/ 164/ 165_ Wasseikunst- anlagenim Auerspeig*- Gartenpalais 8, Auerspergstraße 1 Im großräumigen Vestibül zum Festsaal des 1710 angeblich nach einem Entwurf des Architekten Johann Lukas von Hildebrandt errichteten, mehrfach umgestalteten barocken ehemaligen Auersperg-Gartenpalais befinden sich beachtenswerte Brunnenanlagen, welche vom Bildhauer Anton Dominik Fernkorn 1853 gestaltet wurden. Vor Ende des Zweiten Weltkrieges war dieses Palais Sitz der Österreichischen Widerstandsbewegung („05”). Delphinbrunnen Der monumentale barocke Wandbrunnen an der rechten Schmalseite des Vestibüls steht in einer Wandnische mit einem gegliederten Becken aus Marmor. Zwei große Fische tragen ein weites Muschelbecken über dem sich ein weiteres kleines Becken befindet. Aus einer in der Nischen wand angebrachten Fratze fließt Wasser in ein Becken. Der Brunnen stammt aus dem ersten Viertel 18. Jahrhundert. Nischenbrunnen Am Mittelpodest im Stiegenhaus mit der gegenläufigen Doppeltreppe befindet sich der Nischenbrunnen mit zwei aufgerichteten Löwen. Die Stein vase ist mit Satyr Szenen geschmückt; auf dem Sockel ist ein Relief mit der Raptus-Szene dar gestellt. 98 Brunnenfragment In der ehemaligen barocken Gartenanlage befindet sich ein Brunnenfragment mit einem geschwungenen Becken und einem Neptunskopf als Wasserspeier (erste Hälfte 18. Jahrhundert). Pelikanbrunnen Im Garagenhof des ehemaligen Palais Auersperg (8, Trautsongasse 2 „Haus zur goldenen Birne”) steht ein Zierbrunnen. Aus einem kreisrunden verzierten Wasserbecken erhebt sich eine runde Säule auf deren Kapitell ein bronzener Pelikan steht. £□ 162__ Putobnmnen 8, Blindengasse 16 !m großen Hof des späthistoristischen Hauses steht in einer Brunnennische ein Putto. Die Steinfigur trägt ein büschelförmiges Gefäß. 7 3 163_ Wasseikunst- anlagenim Schönbompaik ?l£jorianigasse - Ecke Langegasse Sgringb runnen ___ Hb mittleren Rondeau des 1980 Umgestalteten Schönbornparkes breitet sich ^°hl als Rest der barocken Anlage - ein großes rundes Flachbecken aus, in welchem ® lri großer Felsblock mit einem pringbrunnen liegt. Trinkbrunnen Auf den Gründen des ehemaligen Barockgarten des Sommerpalais Schönborn (8, Laudongasse 17-19) 1903 nach dem Erzbischof von Würzburg und Kanzler von Bamberg Friedrich Karl Graf Schönborn- Buchheim (1674 - 1743) benannten Schönbornpark wurde während des Zweiten Weltkrieges eine Luftschutzbunkeranlage geschaffen. Anläßlich des Parkumbaues wurde an der Betonwand des Bunkers als modernes Element ein, einen Felsspalt symbolisierender Trinkbrunnen errichtet, welcher von Johannes und Charlotte Seidl aus gebranntem, färbig glasiertem Ton gestaltet wurde. Tiertränke Vor einer kurzen Kunststeinsäule mit einem Druckknopf zur Betätigung des Wasserauslasses liegt eine flache, runde Steinschale. 8 □ 162 _ Spielbrunnen 8, Hamerlingplatz - Park Eine Spielbrunnenanlage vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr belebt seit 1981 den nach Abtragung der Josefstädter Kavalleriekaserne (1904 - 1910) errichteten Hamerlingpark. Das Gewicht dieses ca. 350 cm langen Brunnens aus Tauerngrün Serpentin beträgt ca. 3,5 t. 99 1 9 □ 164 _ Deckenfresken mit biblischen Brunnen- darsteHungen 8, Jodok-Fink-Platz - Piaristenkirche Die spätbarocke von Architekt Johann Lukas von Hildebrandt nach 1716 erbaute Pfarr- und Ordenskirche Maria Treu (Piaristenkirche in der Josefstadt) ist mit einem großen Freskenzyklus ausgestattet, welcher in den Jahren 1752- 1753 vom Maler Franz Anton Maulpertsch ausgeführt wurde. Das Deckenfresko in der linken Seitenkapelle zeigt die Lieblingsfrau Jakobs Rachel vor einer friedlichen Schäferszene, wie der Stammvater Israel, Jakob (im dunklen Vordergrund) einen Stein aufrichtet, was als Öffnung eines Brunnens zur Tränkung von Schafen gedeutet wird (sign. A. M. - auf dem Halsband des Hundes). Das Bild des Jakobsbrunnen führt ins Neue Testament. An diesem Brunnen im Ort Sychar sprach Christus zu einer Samariterin vom lebendigen Wasser des ewigen Lebens, das nicht durstig macht (Evangelium nach Johannes). Das Deckenfresko im Westtrakt des Klostergebäudes, dem Sommerrefektorium, zeigt ein Gemälde von Franz Anton Maulpertsch „Christus am Brunnen”. 10 _ _ Brunnenbecken mit Springbrimnen 8, Josefstädter Straße 39 Im Ehrenhof des im Laufe des 18. Jahrhunderts mehrfach veränderten, als Sommersitz für Gräfin Maria Katharina Strozzi erbauten hochbarocken Gartenpalais - derzeit ist dort das Finanzamt für den 8., 16. und 17. Wiener Gemeindebezirk untergebracht - liegt ein rundes, flaches Brunnenbecken mit einem Springbrunnen. Der seinerzeitige mit einem Gitter versehene Aufbau in der Mitte des Beckens besteht nicht mehr. 12 _ Brunnenfigur „Mädchen mit Krug*” 8, Kochgasse 27 Im Foyer des Hauses befand sich die Brunnenfigur „Mädchen mit Krug”. 13 0 162 _ Hofbrunnen 8, Lange Gasse 29 Im Vorstadtbürgerhaus „Zum wilden Mann”" der Kern des Hauses stammt aus der Zeit um 1700 - ist im stimmungsvollen Alt wiener Hof noch das Muschelbecken des einstigen Hofbrunnens erhalten. 100 110 163__ Zierbrunnen 8, Josefstädter Straße 80 In der Gartenanlage im Innenhof der Hauptgeschäftsstelle der Versicherungsanstalt öffentlicher Bediensteter (BVA) befindet sich ein vom Bildhauer Prof. Matthias Hietz 1984 gestalteter Zierbrunnen, der einen Kostenaufwand von ATS 150.000,-- erforderte. Das Objekt besteht aus einem ca. 2 m messenden runden Platz, welcher mit Kleinpflasterung aus Granit und zur Mitte abfallend ausgeführt ist. An drei Seiten befinden sich helle sandfarbene Steinobjekte aus Lindabrunner- Konglomerat. Das Kunstwerk ist als Vogeltränke (Brunnen) konzipiert und mit einer automatischen Frischwasserspeisung versehen. Die Umwälzpumpe transportiert das Wasser von der Mitte des Objektes im Inneren der drei Steinobjekte nach oben, auf der dem Brunnenzentrum zugewandten Seite fließt es über den Konglomeratstein und in die in die Pflasterung eingelassenen Rinnen in den Auffangschacht zurück. Normals befand sich an dieser Stelle die »Beschäftigungsanstalt für erwachsene Blinde”. Im Hause des ehemaligen k. k. Blindeninstitutes (ehemals Brunngasse - 8 > Blindengasse 33) befand sich einst ein stets fließender Brunnen (in dieser hochgelegenen Gegend eine Seltenheit). 15 □ 163/ 165 _ Wasserkunst- anlagen im ehemaligen Schönbompalais 8, Laudongasse 15-19 Wandbrunnen - Gartenbrunnen Im ehemaligen nach einem Entwurf Johann Lukas von Hildebrandt 1705 - 1706 umgebauten barocken Gartenpalais Schönborn, in welchem von 1892 - 1897 die Hochschule für Bodenkultur untergebracht war, ist seit 20. Juni 1920 das Österreichische Museum für Volkskunde angesiedelt. Ein Wandbrunnen und ein mit einem kunstvollen Schmiedeeisenaufbau versehener Gartenbrunnen steht im Hof. 16 □ 163 , _ Wasseikunst- anlagen in der ehemaligen „Paar sehe Reitbahn 14 □ 163 bruimen-Haus 8 ^Lang e Gasse 50 ^ as Majolikarelief „Christus und die amariterin am Brunnen” (Ende 17. Jahrhundert) über dem Eingangstor des 1912 ür den Konvent der Barmherzigen Brüder ^bauten Wohnhauses erinnert an das seit 1780 bekannte „Herrgottsbrunnen-Haus”. 8, Laudongasse 36 Das „Paar’sche Lustgebäude und seine Reuthschul” wurde wiederholt in Kupferstichen dar gestellt, so u. a. von Salomon Kleiner. In der 1712 entstandenen “Paar’schen Reitbahn” befanden sich zahlreiche Wasserkunstanlagen. 17 □ 162_ Steinernes Brunnenbecken 20 □ 162 _ Hofbrunnen 8, Pfeilgasse 47-49 8, Lenaugasse 3 Ein steinernes Brunnenbecken befindet sich im Pawlatschenhof des 1711 erbauten viergeschossigen Bürgerhaus „Zum weißen Stern”. 18 □ 165 Zierbrunnen „Trinkende Knaben” Im Hof der 1925 - 1926 errichteten Wohnhausanlage der Gemeinde Wien „Dr.-Kronawetter-Hof’ ist an der mit grob behauenen Steinquadern umgebenen Bauminsel ein Wandauslauf oberhalb eines halbrunden Brunnenbeckens angebracht, der von Architekt Prof. M. O. Kuntschik gestaltet wurde. Der Brunnen ist nicht mehr in Betrieb. 21 □ 165 _ ___ Trinkbrunnen 8, Piaristengasse 22 8, Pfeilgasse 10-12 1954 schuf Matthias Hietz für die städtische Wohnhausanlage einen Zierbrunnen aus Naturstein mit der Figurengruppe „Trinkende Knaben”. Das große unregelmäßig geformte flache Becken ist in Kunststein ausgeführt. Am Beckensockel befinden sich drei Wasserauslässe. Der Brunnen ist derzeit nicht in Betrieb. 19 □ 164 _ Brunnenplastik „Knabe mit Vogel” In der kleinen Parkanlage, die durch Abbruch des dort einst bestandenen Hauses geschaffen wurde, steht ein gußeiserner Trinkbrunnen. Inschrift: P&M Neptune 23 □ 162 _ Brunnenbecken 8, Schlösselgasse 1 Im Hof des 1834 erbauten Biedermeiermiethauses „Zum kleinen Schlössel” steht ein Brunnenbecken (17. Jahrhundert ?). 8, Pfeilgasse 42 und 42A 1927 wurde vom Bildhauer Edmund Klotz die Brunnenplastik „Knabe mit Vogel” geschaffen, die in der bemerkenswerten städtischen Wohnhausanlage „Faber-Hof ’ (Gemeindebau mit Balkongliederung und expressionistischer Ornamentik) aufgestellt wurde. Maimorwand- brunnen 8, Schlösselgasse 1 Im halbrunden Stiegenhaus befindet sich eil 1 Marmorwandbrunnen (18. Jahrhundert). 22 □ 165 _ Wachsamkeits- bmnnen 8, Schlesingerplatz - Park 1783 wurde an der Gabelung 8, Alserstraße - Skodagasse der Wachsamkeitsbrunnen errichtet. Er diente als einer der Auslaufbrunnen der ehemaligen „Woeber’schen Wasserleitung”. Im August 1937 wurde dieser Brunnen auf seinen jetzigen Aufstellungsplatz, in die Parkanlage vor dem Amtsgebäude der Stadt Wien, übertragen. Der antikisierende Steinunterbau stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf einem dreistufigen Podest erhebt sich ein freistehender, gegliederter Vierkantsockel mit Arkantus- und Zahnschnittdekor. Konsolen tragen Steinpulte, darüber befinden sich Volutenstreben. Zwei Löwenköpfe dienen als Wasserspeier für die beiden halbkreisförmigen Becken an der Vorder- Un d Rückseite des Brunnens. Die bekrönende Bleigußfigur der „Klugen Jungfrau” - ein Werk des Bildhauers Johann Martin Fischer ' hält eine Öllampe und eine Schriftrolle in Händen. Ein steinhaltender Kranich als Wachsamkeitssymbol begleitet die Frauengestalt. 24 0165 ___ Trinkzi frön innen 8 ’ Wickenburggasse 1- („Schlosser Platzl“) Vor dem 1835 erbauten Gebäude der Wiener Bandesinnung für Schlosser, Land- m aschinenmechaniker und Schmiede, am ^Schlosserplatzl”, steht ein Trinkzier- r unnen mit zwei Wasserspeiern. 25 O 165 _ Wandbrunnen 8, Zeltgasse 3-5 Im 1911 erbauten Haus befindet sich im Halb stock ein marmorverkleideter Wandbrunnen mit einer Metallmuschel. Eine Maske dient als Wasserspeier. 26_ Wandnischen 8, Florianigasse 13 Im Rücktrakt des Hauses „Zum schönen Garten” befindet sich der Sitz der Wiener Bäckerinnung (1898 von Ferdinand Fellner erbaut). Beiderseits des reich dekorierten Neorenaissanceportales sind mit Muschelornamenten versehene Nischen gestaltet, die in der Art einer Wandbrunnenanlage gedeutet werden können. In der rechts vom Hauseingang befindlichen Nische ist ein Stück Sandsteinstukatur angebracht, das die Wiener Bäcker als Dank für ihre Unterstützung des Vereines „Rettet den Stephansdom” - über 2 Millionen Schilling wurden bisher aufgebracht - erhalten haben. Inschrift: Anno 1993 erhielten die Wiener Bäcker diesen gotischen Fensterstein von der Albertinischen Chorfassade des Stephansdomes für eine Spende von 40.000 kg Brot zur Restaurierung des Wiener Wahrzeichens. 103 27 □ 162_ Wasseikunst- in der Privafldinik Josefstadt 8, Skodagasse 32 Imienraumbruimen„Meditative Installation” Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr schuf 1985 für die Eingangshalle der Privatklinik Josefstadt - Confraternität - einen Zierbrunnen aus gelbrötlichem Marmor. Auslaufwandbrunnen Im Aufenthaltsraum des seinerzeitigen Krankeninstitutes für Handlungscommis (1729 Gründung einer religiösen Gemeinschaft und zur Hilfeleistung für erkrankte Berufsgenossen) wurde 1850 ein Wandbrunnen aus Marmor errichtet, der von der Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung gespeist wurde. Inschrift: Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung. E rrichtet von der Direction des Kranken Institutes für Handlungs Commis im Jahre 1850. Durch wohltätige Beiträge. 104 I • <*r r Wiener Brunnen Adressenverzeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien IX. Bezirk Brunnen- Adresse Textteil- Brunnenbezeichnung Bildteil- Nr. Seite Seite IX/1 Alserbachstraße- Ecke Liechtensteinstraße 109 IX/2 Alser Straße 4 109/110 IX/3 Augasse 2-6 110 IX/4 Berggasse 5 110 IX/5 Berggasse 19 110 IX/6 Boltzmanngasse 18 110 IX/7 Fürstengasse 2 111 IX/8 Julius-Tandler-Platz 111 IX/9 Kolingasse 16 111 IX/10 Liechtenwerder Platz 5 112 IX/11 Lustkandlgasse 50 112 IX/12 Marktgasse 3-7 112 IX/13 Nußdorfer Straße 54 113 Schubertbrunnen 167 Wasserkunstanlagen im alten AKH 168/169 Vasenbekönter Steinbrunnen (1. Hof - Invalidenhof) Zwei Zierspringbrunnen (1. Hof - Invalidenhof) Zwei Brunnenschalen (1. Hof - Invalidenhof) Zierspringbrunnen (2. Hof - Thavonathof) Zierspringbrunnen (7. Hof - Handwerker - später Gebärhof) Zierspringbrunnen (8. Hof-Holzhof) Steintrog als Wasserbecken beim Narrenturm Springbrunnen im Teichbecken Haus „Zum silbernen Brunnen” Hofbrunnen 1 ? 1 Wandbrunnen 168 Wasserkunstanlagen im 1 68/170/171 Liechtenstein’schen Garten in der Roßau Springbrunnenanlagen im Bereich des „Belvedere” Ehemaliger Springbrunnen und Wasserbecken Zierbrunnen „Nymphe mit Kind” Fontäne im runden Becken Ehemalige Brunnenfigur Zierbrunnen „Ein Felsblock in der 17^ Höhe schwebend” Wandbrunnen 1^ Zierbrunnen im Hof 170/171 Wasserkunstanlagen im Schubert’s 166/1 67 Geburtshaus Forellenbrunnen Ziehbrunnen 106 Brunnen- Adresse Nr. Textteil- Seite Brunnenbezeichnung Bildteil- Seite IX/14 Porzellangasse 22-22a 113 Brunnennische 171 IX/15 Rooseveltplatz 113 Projekt „Nibelungen-Brunnen” - IX/16 Rooseveltplatz vor 4 114 Zierbrunnen „Drei Trinkquellen” 169 IX/17 Rooseveltplatz 4-5 114 Hofbrunnen - IX/18 Rooseveltplatz - Währinger Straße 114 Wasserkunstanlagen im Sigmund- Freud-Park Sieben Brunnenteiche Vogeltränke „Zwei Reiher” 169 IX/19 Roßauer Lände bei Glasergasse Roßauer-Brunnen 127 IX/20 Schlickplatz - Park 112 Vogeltränke 166 IX/21 Sobieskiplatz 115 Bassena der Kaiser-Ferdinands- Wasserleitung 166 IX/22 Strudlhofgasse 115/116 Strudlhofstiegenbrunnen Wandbrunnen am Treppenfuß Wandbrunnen im ersten Treppenansatz 166 IX/23 Thurngasse 8 116 Tritonbrunnen , 169 IX/24 Van-Swieten-Gasse 14 116 Hofbrunnen - IX/25 Währinger Straße 18 116 Springbrunnen im Wasserbecken 168 IX/26 Währinger Straße 25 116 Hygieia-Brunnen 167 IX/27 Währinger Straße 32 117 Springbrunnen 167 IX/28 IX/29 IX/30 IX/31 Währinger Straße - Ecke Spitalgasse 117 Wandbrunnen 170 Wasagasse 10 117 Trinkbrunnen 171 ehern. Wasserleitungsstraße 117 Trinkzierbrunnen - Löblichgasse 14 117 Wasserkunstanlagen im Sanatorium Hera Zierbrunnen Wasserrinne 169 IX/32 Währinger Gürtel 18-20 114 Zierbrunnen 169 107 Brunnen- beschreibungen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. IX. Wiener Gemeindebezirk 1 □ 167 _ Schubertbrunnen 9, Aiserbachstraße - Ecke Liechtensteinstraße Der 1928 nach einem Konzept des Architekten Franz Matuschek gestaltete Brunnen wurde zum 100. Todestag des im 9. Wiener Gemeindebezirk am 31. Jänner 1797 geborenen Komponisten Franz Schubert errichtet. Das ausladende niedrige quadratische Becken des Schubertbrunnens - uiit einem Bassininhalt von ca. 5 m 3 - ist von zwei Steinmauern mit Steinbänken abgegrenzt und steht in einer Nische der Umfassungsmauer des Liechtensteinparks. Auf einem in diesem Becken stehenden Stufensockel kauert die von Bildhauer Theodor Stundl geschaffene, überlebensgroße, weiße Marmorfigur des „Lauschenden Mädchens”, die ihr Gesicht und die ausgebreiteten Handflächen himmelwärts richtet. In schrift- Schubertbrunnen; errichtet 1928 vom Wiener Schubertbund und der Bezirks Vertretung Alsergrund. ftg£h rj£t an der Plastik: heodor Stundl fecit 1928. 2 □ 168/ 169 Wasseikunst- anlagen im (alten) /\ I I rßQTYl Ql OKI / \ 11 IL/J. X1 y_ /11 JLC/-L X o Krankenhaus 9, Alser Straße 4 Am 16. August 1784 wurde das Objekt des seinerzeitigen Großarmenhauses nach großzügig erfolgtem Umbau als Großkrankenhaus, dem späteren „Allgemeinen Krankenhaus”, eröffnet. Der Gebäudekomplex, der mehrfach erweitert wurde, umschließt zwölf Höfe. Vasenbekrönter Steinbrunnen Zwei Zierspringbrunnen Zwei Brunnenschalen Im gärtnerisch gestalteten Park im 1. Hof (Invalidenhof) stehen drei Brunnenanlagen. Der zentrale Steinbrunnen mit der Jahreszahl 1875 erinnert an den Anschluß des Spitals an die I. Wiener Hochquellen Wasserleitung. Ein reich profilierter Vierkantsockel trägt ein halbrundes Muschelbecken. Die seitlich angeordneten kräftigen Voluten ruhen auf Sockeln, über der Deckplatte befindet sich eine vasenähnliche Schale. Inschrift: MDCCCLXXV Weiters stehen zwei symmetrisch angelegte Zierspringbrunnen in runden mit Eisengittern umfangenen Becken. Im Bereiche des Direktions- bzw. Verwaltungsgebäudes liegen zwei steinerne Brunnenschalen. Zierspringbrunnen In der Mitte des 2. Hofes (Thavonathof) steht in einem ovalen Becken ein Springbrunnen, welcher mit einer Gittereinfassung versehen ist. 109 1 Zierspringbrunnen Ein Springbrunnen mit rundem Bassin befindet sich im 7. Hof (Handwerker- später Gebärhof). Auch dieser Brunnen ist von einer Gittereinfassung umfangen. Zierspringbrunnen Im 8. Hof (Holzhof) steht ein mit einem Eisengitter eingefaßter Springbrunnen; ein hoher Sockel im großen, flachen Rundbecken trägt eine Muschelschale. Steintrog als Wasserbecken beim Narrenturm Im Hof des für die „unglücklichen Opfer des Wahnwitzes” im Auftrag Kaiser Josef II. errichteten fünfgeschossigen, zylinderförmigen Narrenturmes (Gugelhupf) - heute pathalogisch-anatomisches Museum - steht ein viereckiger Steintrog als Brunnenbecken mit der eingemeißelten Jahreszahl 1857. 3 _ __ _ ^ringbrunnen im Tfeichbecken 9, Augasse 2-6 Vor dem Gebäude der Wirtschaftsuniversität Wien besteht im Bereiche der Stiegenanlage ein sechseckiges, flaches Wasserbecken mit einem kleinen Springbrunnen. Die Wasseranlagen sind derzeit zugedeckt. 4_ Haus „Zum silbemen Brunnen 9, Berggasse 5 Im Haus „Zum Schweizer” (1825 von Josef Klee erbaut) befand sich einst ein beliebtes Gasthaus, das den Namen „Zum silbernen Brunnen” trug. 5 □ 171 _ Hofbrunnen 9, Berggasse 19 Im Hof des 1889 erbauten Wohnhauses - seit 1971 ist dort das Sigmund-Freud-Museum (Begründer der Psychoanalyse) untergebracht - befindet sich in einer Brunnennische (Ädikula) ein Wasserbecken. 6 O 168__ Wandbrunnen 9, Boltzmanngasse 18 Ein von einer in Naturstein gestalteten ein- schwingenden Balustrade umgebener Wand- brunnen steht im Hof des 1881 erbauten Hauses. 110 1 70^168/ 170/ 171 _ Wasseikunst- lme. Garten in der Boßau 9, Fürstengasse 2 Hans Adam I. Fürst Liechtenstein - das Oberhaupt einer der damals mächtigsten und reichsten Geschlechter des Reiches - ließ für seinen Sommerpalast in der Roßau Gärten mit Wasserkunstanlagen anlegen (1687). Springbrunnenanlagen im Bereiche des „Belvedere” Hi Kupferstichen von Johann August Corvinus bzw. Franz Michael Regenfus nach Salomon Kleiner (um 1738) sind Brunnenanlagen im „nördlichen Ende” des Gartens un Bosquet „mit einer Parterre von Vasen, da im Sommer Orange- Bäume zu stehen kommen” vor dem von Johann Bernhard Fischer von Erlach um 1700 errichteten und 1873 abgebrochenen „Belvedere” ersichtlich. Zierbrunnen „Nymphe mit Kind” Heinrich von Ferstel errichtete für die verwitwete Fürstin Liechtenstein anstelle des „Belvedere” ein Gartenpalais an der Aiserbachstraße 14-16. Im Park zwischen diesem Gebäude und dem Sommerpalast ruht in einem großen Flachbecken auf einem Sockel die von Bildhauer Franz Anton Zauner um 1795 geschaffene Bleifigur. Ein Krug zwischen einer griechischen Meeresgöttin und einem Kind dient als Wasserspeier. 8 _ Fontäne im runden Becken 9, Julius-Tandler-Platz Im Garten des 1693 erbauten und im Zuge der Errichtung des Franz-Josefs-Bahnhofes 1869 abgetragenen Lustgebäudes für Graf Althan befand sich in einem „Bosquet mit Castanien-Bäumen’’ eine runde Fontäne, wie aus einem Kupferstich Jacob Gottlieb Thelott nach Salomon Kleiner (um 1738) ersichtlich ist. Das Palais Althan war ein frühes Werk Johann Bernhard Fischer von Erlach. 9 ^Slgj jialiger Springbrunnen und Wasserbecken Y 0r dem nach Plänen des Architekten oiiienico Martinelli erbauten barocken techtenstein’schen Sommerpalast befand . °h einst ein Springbrunnen, wie aus einem gemälde von Bernardo Beilotto, genannt a Haletto, ersichtlich ist. Im Ehrenhof vor ei *i Gebäude liegt heute ein kreisrundes, Viertes Wasserbecken. Briinnenfigiir 9, Kolingasse 16 Eine Brunnenfigur aus Stein wurde 1873 von Bildhauer Franz Melnitzky gestaltet. Das Wohnhaus und der Brunnen wurden 1945 bombenzerstört. 111 1 10 □ 170_ Zierbrunnen „Ein Eelsblock in der Höhe schwebend” 9, Liechtenwerder Platz 5 Vor dem architektonisch gegliederten Bauensemble des 1986 -1989 auf einer Basisplatte über den Gleisen der Kaiser-Franz- Josefsbahn errichteten Bundesamtsgebäudes, in welchen die Bundespolizeidirektion Wien untergebracht ist, schwebt ein roher, roter, quasi unbehauener Steinbrocken aus dem Wasser fließt. Nach Meinung des Brunnengestalters Prof. Adolf Frohner strahlt der Fels, an dem die Brandung der Stadt spült, Selbstverständnis aus. Der rohe Stein, die Bohrlöcher, die Bruchkanten, die Maserung, die Tektonik die sichtbar wird - das Archäische - das aus dem Funktionellen stammende, wird vor der Architektur des dahinter liegenden großen Baukörpers in Ästhetik umgewandelt. Der schwebende Felsblock wird durch drei stützende Säulen - drei Punkte sind eine sichere Auflage - in etwas Beschützendes übergeleitet. Wie ein festes Dach, unter das man sich flüchten kann, ruht der Felsblock aus Bronzeguß auf den drei, nicht rostenden Edelstahlsäulen, die mit dem Felsblock zusammen altern - oxidieren - und so eine biologisch künstlerische Symbiose ein- gehen. Aus dem Stein rinnt, spritzt und quillt Wasser. Wasserperlen trennen die beiden unter dem Felsdach plazierten Bronzeplastiken (ca. 190 x 50 x 50 cm) von der realen Welt - schützen sie und isolieren sie gleichsam. Das Bedrohliche des schwebenden Steines wird durch die Technik relativiert und durch den Wasservorhang für die „drinnen” Weilenden - für die Bürger der Stadt stellvertretend - in einen Ort des Wohlbefindens umgewandelt. Die gesamte Brunnenanlage wird von einer muschelförmig gestalteten Stein wand umfangen. Grober Schotter füllt das Wasserbecken. Die Brunnenanlage wurde am 12. Juni 1991 in Betrieb genommen. 11 □ 170 _ Wandbrunneri 9, Lustkandlgasse 50 Am Ende des linken Ganges im Erdgeschoß des 1923 von Adolf Stöckl erbauten „Julius- Tandler-Familienzentrum der Stadt Wien” (Heim für Kinder und Jugendliche) befindet sich in einer fliesen verkleideten Nische ein Wandbrunnen mit zwei Keramikfröschen. 12 □ 170/ 171 ___ Zierbrunnen im Hof 9, Marktgasse 3-7 Im Hof der von Architekt Z. V. Mittag- Hauschka geplanten städtischen Wohnhausanlage „Thuryhof” wurde 1926 vom Bildhauer Oskar Thiede ein mit ornamentalem Schmuck gezierter steinerner Brunnen mit einem Fischspeier als Wasserspender und einem halbrunden Brunnenbecken aufgestellt. Oberhalb des Brunnens befindet sich eine auf die Errichtung des Hauses bezugnehmende Marmorgedenktafel. Der Brunnen ist nicht mehr in Betrieb. 20 □ 166 9, Schlickplatz - Park Die WB - Vereinigte Volksbanken in Wien reg. GmbH sponserte die Errichtung einer Vogeltränke. Eine Kunststeinsäule mit einem Wasserauslaß erhebt sich aus einem kreisrunden niedrigen Wasserbecken, in welchem sich ein ca. 20 x 20 cm großes, in blauer und orangener Farbe gestaltetes Mosaik befindet. Inschrift: Volksbank und Emblem 112 13 □ 166/ 167 15 Wasserkünsten im Schuberts Geburtshaus Projekt „Nibelungen- brunnen 9, Rooseveltplatz 9, Nußdorfer Straße 54 Forellenbrunnen Im Garten Franz Schubert’s Geburtshaus (erbaut zweite Hälfte 18. Jahrhundert), das 1912 in ein Museum umgewandelt wurde, steht der 1910 vom Bildhauer Josef Müllner gestaltete Forellenbrunnen. Ein profilierter Sockel weitet sich zu einem kleinen Brunnenbecken und geht in eine nischen- förmige Rückwand über, an der eine am Brunnenrand sitzende, zierliche, verträumte Jungmädchenfigur lehnt. Ziehbrunnen In Anspielung an das Lied „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum” befindet s |ch im Bereich der Hauseinfahrt die Nachbildung eines hölzernen Ziehbrunnens. 14Q 171 Brunnennische ?l^zeUangasse 22-22a ^ ls Abschluß des geknickten Straßenhofes j? s 1893 von F. von Feldegg und Adolf a ger erbauten Wohnhauses steht an einer chitektonisch gestalteten Gartenmauer in Her Adikula eine übergiebelte Brunnen- sehe (Pferdetränke ?) vor einer kleinen Par kanlage. Aus Anlaß des 50. Jahrestages des vereitelten Attentats auf Kaiser Franz Joseph I., entstand über Antrag von Mandataren des 9. Wiener Gemeindebezirkes, 1902 ein Projekt (unter Federführung Gemeinderat Prof. Sturm), am Platz vor der Votivkirche (einst Maximilianplatz) einen Brunnen, der mit einem Standbild oder dem Bildnis des Kaisers versehen hätte werden sollen, zu errichten. Bildhauer Franz Metzner plante den sogenannten Nibelungenbrunnen. Die Gestalt des Lehnsmannes Etzels - Rüdiger von Bechelaren - aus dem um 1200 entstandenen Nibelungenlied, sollte über den historischen Anlaß hinaus auch als aktuelle politische Forderung die Treue zum Landesherren symbolisieren. Der Entwurf sah eine symmetrische, konusartige Anlage mit einem reich ab gestuften, mit einem Relief von ringenden Menschen- und Tiergestalten ausgestatteten Sockel vor, der die Figur des Rüdiger von Bechelaren trägt. Im unteren Teil des Sockels sollten in gleichmäßigen Abständen Wasserstrahlen in das umgebende Becken strömen. Die im Gebet versunkene, erzene Ritterfigur mit dem Schwert auf erhobenen Armen, wurde in schwarzer Rüstung ausgeführt und kam - nachdem sich der Auftrag zur Herstellung des Brunnens vor der Votivkirche zerschlagen hatte - vorerst nach Prag, wo sie am Platz vor der Modernen Galerie aufgestellt werden sollte. Nach dem Ersten Weltkrieg (1924) gelangte die Statue des „Rüdigers” in die nordbömische Stadt Gablonz und steht seit 1968 in Kaufbeuren-Neugablonz (Bundesrepublik Deutschland). 113 1 16 □ 169 _ Zierbrunnen „Drei Trinkquellen” 9, Rooseveltplatz vor 4 Ein dreiteiliges ca. 2 m hohes Wasser-Stein- Objekt mit drei Trinkquellen wurde für den Votivpark aus Vraza Marmor 1983 vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr geschaffen. 17 _ _ Hofbrunnen 9, Rooseveltplatz 4-5 Reste eines Brunnens aus Leithakalk stehen im Hof des von Carl Schuhmann 1881 - 1883 in Neo-Renaissance-Formen mit altdeutschen Dekorelementen erbauten Wohnhauses. 19 □ 127_ Roßauer-Brunnen 9, Roßauer Lände bei Glasergasse Die am 4. November 1908 enthüllte, vom Bildhauer Theodor Khuen geschaffene Brunnenanlage auf der ehemaligen Elisabethpromenade (seit 1920 Roßauer Lände) war mit überlebensgroßen Schifferund Fischerfiguren ausgestattet; es war das erste Denkmal, das nicht Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur Verherrlichung diente, sondern Volkstypen der Roßau zeigt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Brunnenfiguren des Roßauer-Brunnens abgetragen und eingeschmolzen. Während der Kampfhandlungen im April 1945 wurde das Brunnenfundament schwer beschädigt und in den fünfziger Jahren schließlich vollständig beseitigt. 18 □ 169 _ Wasseikunst- anLagenim Sigmund-Freud- Eaik 9, Rooseveltplatz - Währinger Straße Sieben Brunnenteiche Sieben gleichgestaltete, rechteckige, flache Brunnenteiche mit auf niedrigem Sockel befindlichen Wasserausläufen wurden bei der um 1963 erfolgten Neugestaltung des weiten Dreieckplatzes „Sigmund-Freud-Park” vor der Votivkirche (Propsteikirche zum Göttlichen Heiland) entlang der Währinger Straße angelegt. Vogeltränke „Zwei Reiher” Vor der Votivkirche war einst der Vogeltrinkbrunnen mit der Bronzeplastik „Zwei Reiher” von Wilhelm Frass (1955) auf gestellt. 32 □ 169 _ __ Zierbrunnen 9, Währinger Gürtel 18-20 In der Parkanlage vor dem grünen Bettenhaus des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien - Universitätskliniken (AKH) befindet sich unterhalb eines mit mehreren Sitzgelegenheiten ausgestatteten Nirosta- Gerüstes ein rundes Kunststeinbecken, in dessen Mitte sich ein ca. 1 m hoch sprudelnder Wasserstrahl erhebt. * 114 21 □ 166 _ Bassena der Kaiser- FbrriinanHcs- -L Ul vJL-1.1 JLCAjJl ILtO Wasserleitung 9, Sobieskiplatz Aus der 1841 in Betrieb genommenen Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung wurde eine Anzahl öffentlicher Brunnen gespeist. Zur Errichtung an diese Wasserleitungsanlage wurde in der Mitte des rechteckigen 1984/85 neu gestalteten Platzes eine Brunnenanlage wieder er richtet. Am Rande eines hohen sechseckigen Beckens befindet sich ein mit einem verkröpften Dreiecksgiebel verdachter Quader mit einem Wasserauslauf. I nschrift- Wiedererrichtet 1985 von der Stadt Wien zur Erinnerung an den Auslaufbrunnen der e hemaligen Kaiser-Ferdinands-Wasser- leitung. Die Wäscherinnen des Himmelpfort- grundes holten von ihm in großen Butten ihr Wasser. Der Volksmund nannte das Bassin dieses Brunnens „Bassena”. Ein zur Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung gehöriger Wasserturm (18, Anton-Baumann- ark) wurde 1836 - 1841 von Architekt Paul ilhelm Sprenger errichtet. Er sollte 1935 ^gebrochen werden, blieb aber als Baudenk- erhalten. Ferdinand I. widmete 1835 sein r önungsgeschenk (über 150.000 Gulden) s Beitrag zu den Baukosten einer Wasser- Altung (erbaut 1836 - 1841). Das Maschinen- aus der Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung, e a 1906 städtisches Materialdepot, stand an er Innenseite der ehemaligen Stadtbahn- p re °ke zwischen Nußdorf er Straße und C s ri ^ ens hrücke. Zwei Dampfmaschinen Pater kam noch eine dritte Pumpe dazu) r derten täglich 10.000 m 3 Grundwasser dre ‘ Behälter: m 1 .Behälter: A. Baumann-Park - Fassungsraum 140 m 3 - 2. Behälter: bei der Breitenfelder Kirche - Fassungsraum 340 m 3 3. Behälter: Urban Loritz-Platz 5 - Fassungsraum 1000 m 3 Die ersten beiden Behälter versorgten den 8. und 9. Bezirk; vom dritten führte ein Leitungsstrang durch Burggasse, Hofburg, Kohlmarkt und Rotenturmstraße; ein zweiter durch die Kaiserstraße, Stumper- gasse und unter der Wien nach Margareten und auf die Wieden. 211 öffentliche Auslaufbrunnen, 25 Bassins, 36 städtische und 682 Privathäuser sowie 52 Hydranten konnten gespeist werden. Auf dem Gelände des Pumpenhauses entstand 1967 - 1969 das Fernheizwerk Spittelau (verbunden mit einer Müllverbrennungsanlage), das 1970 den Betrieb aufnahm. 22 □ 166 _ Ö+Hpi i A TVi onfiPTl - k-/UJL ULvJi 11 lUlO ulUp^ UX X brunnen 9, Strudlhofgasse Der beträchtliche Höhenunterschied zwischen der Strudlhofgasse und der Liechtensteinstraße wird auf engem Raum durch eine nach einem Entwurf des Architekten Theodor Jaeger errichtete, doppelläufige Stiegenanlage mit 59 Stufen auf drei Rampen überwunden, deren Eröffnung am 29. November 1910 stattfand und die mit Vasenpylonen, Kandelabern und mit den beiden Strudlhofstiegenbrunnen geziert ist. Anläßlich der 1962 erfolgten Renovierung der nach dem Maler und Bildhauer Peter Strudel (Strudl - Freiherr von Struden- dorf) benannten Stiege wurde eine Gedenktafel für den Autor des Romanes „Die Strudl- hofstiege”, Heimito von Doderer, angebracht. 115 Wandbrunnen am Treppenfuß Am Treppenfuß befindet sich vor einer grottenförmig ausgestalteten Rundnische in der Stiegenwandung hinter einem Blumenbeet ein niedriges, geschwungenes Becken mit einer Kopfmaske als Wasserspeier. Das Wasser fällt in ein Rundbecken und aus diesem in das darunterliegende Bassin. Wandbrunnen im ersten Treppenabsatz Im ersten Treppenabsatz ist ein geschwungener Beckenwandbrunnen vor einer mosaikverkleideten Nische mit einem metallenen Fischmaul als Wasserspeier angebracht. 23 □ 169 _ _ Tritonbruimen 9, Thurngasse 8 In einer Nische im Stiegenhaus des 1908 erbauten Miethauses steht ein steinerner Brunnen mit einer großen, angeketteten Triton-Figur. Die große Muschelschale ruht auf einem Sockel mit einem Löwenkopf. 24 _ Hofbrunnen 9, Van-Swieten-Gasse 14 Im 1786 erbauten Altwiener Bürgerhaus steht im reizvollen Pawlatschenhof ein Steinbrunnen, der von Pflanzen gänzlich umwuchert ist. _J 25 □ 168__ Springbnmnen im Wasserbecken 9, Währinger Straße 18 Im Hof des 1826 erbauten Vorstadthauses „Zum Kaiser von Österreich” steht auf einem Sockel ein flaches, halbkreisförmiges Brunnenbecken, in dessen Mitte zwischen vier Serpentinsteinen eine modern gestaltete goldene Maske gelagert ist. 26 □ 167 _ Hygieia-Brunnen 9, Währinger Straße 25 In dem durch einen Gitterzaun abgeschlossenen Ehrenhof des im Auftrag Kaiser Josef II. von Ingenieur und Architekt Isidorus Marcellus Amandus Canevale 1783 - 1785 zur Ausbildung von Militärärzten erbauten Josephinum (k. k. medizinischchirurgische Militärakademie), befindet sich die von Bildhauer Johann Martin Fischer auf Staatskosten geschaffene und 1787 auf gestellte Standbildfontaine. Die Bleifigur der griechischen Göttin der Gesundheit (Heilkunde) „Hygieia” trägt eine Schale, aus der eine Schlange Wasser trinkt. Die antikisierende, überlebensgroße, weibliche Figur steht auf einem hohen, quadratischen Vierkantsockel, der ein Medusenhaupt als Speier trägt. Der Hygieia-Brunnen ist mit einem Schmiedeeisengitter und einer Eisenkette umfangen. Auf der Fünfzigschilling-Banknote der Österreichischen Nationalbank (1986) ist der Hygieia-Brunnen abgebildet. 116 ä 27 □ 167 _ Springbrunnen 9, Währinger Straße 32 Im weitläufigen als englischer Landschaftsgarten angelegten Park der 1834 - 1835 für Franz Josef Fürst Dietrichstein errichteten Villa (seit 1862 als Clam-Gallas-Palais bekannt und seit 1951 Sitz des französischen Kulturinstitutes) befindet sich zwischen naturgeschützten Schwarznuß- und Ahornbäumen ein großer Springbrunnen. In der Mitte eines mehrfach geschwungenen Beckens hegt auf Felsgestein eine eiserne Brunnenschale. 30_ Trin^eibrunnen 9, ehemalige Wasserleitungsstraße Vor dem ehemaligen Maschinenhaus der 1836 - 1841 in Heiligenstadt am rechten Ufer des Donaukanals errichteten Kaiser- Ferdinands-Wasserleitung (1965 wegen Errichtung des Fern war mewerkes 9, Spittelauer Lände 45 - am sogenannten „Zwetschkenkern” abgebrochen) stand einst ein Brunnen in der Art des Walfisch- bzw. Spittelbergbrunnens (siehe Brunnen 11/20 bzw. VII/27). 28 □ 170 Wandbrimnen 31 □ 169 Wasserkunst- 9, Währinger Straße - Ecke Spitalgasse An einer Wand des aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammenden Luftschutzbunkers in der nach dem Leiter der Schwedischen bnlfsaktion für Österreich Arne Carlsson genannten Parkanlage wurde 1953 ein vom Bildhauer Mario Petrucci gestalteter Brunnen mit zwei Wasserbecken auf gesteht, der von Marmorbruchstücken umfangen ist. 39 □ 171 TMnkbrunnen 9 > Wasagi asse 10 ^°r dem von Heinrich Ferstel 1869 in formen des Neu-Wiener Renaissance erachteten Gebäudes (heute Bundesgymnasium Wasagymnasium, ehemaliges Maximilian- Gymnasium), steht in der kleinen Parkan- dge in der Fußgängerzone ein steinerner ^mkbrunnen. SanatoriuiJi Heia 9, Löblichgasse 14 , Zierbrunnen Auf der Gartenterrasse des Sanatoriums Hera, Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien (KFA), kauert auf einem niedrigen Sockel inmitten einer steinernen Brunnenschale die aus Bronze gestaltete Plastik „Kleinkind mit einem Dudelsack”. Aus zwei Öffnungen fließt Wasser in das Brunnenbecken. Der Zierbrunnen befand sich ursprünglich im Kindererholungsheim „Wallischhof” in Brunn am Gebirge/NÖ und wurde 1975 in der Krankenanstalt Sanatorium Hera auf- gestellt. Wasserrinne In der 1999 neugestalteten Eingangshalle des Krankenhauses wurde entlang des Stiegenhauses bei der Portierloge eine Wasser rinne aus Marmor errichtet, die von Grünpflanzen umgeben ist. 117 An des lust’gen Brunnens Rand, der in Wasserfaden spielt, wußt ich nicht, was fest mich hielt; doch da war von deiner Hand Meine Ghiffer leis gezogen, nieder blick? ich, dir gewogen. 118 i Wiener Brunnen mm; ■ia&ullW «r*fc «l/sS 1 '-; %5-J - - -4. ■?■■ C ''E ; . *Äri£k^.-^»?p • “ St*, ßt£%,xi J&&4 119 Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und wieder nieder zur Erde muß es, ewig wechselnd. 120 Adressen- verzeichnis geordnet nach Brunnenstandort Wien XX. Bezirk Brunnen- Nr. Adresse Textteil- Seite Brunnenbezeichnung Bildteil- Seite XX/1 Adalbert-Stifter-Straße 25-27 123 Brunnen „Ruhendes Paar” 173 vor Stiege 8 XX/2 Brigittaplatz - Park 123 Wiener Trinkbrunnen (Nr. 14) 173 XX/3 Brigittaplatz 10 123 Marmorwandbrunnen 174 XX/4 Brigittenauer Lände 50-54 123 Springbrunnenanlage 172 XX/5 Engerthstraße 70-74 124 Brunnenplastik - „Knieende weibliche Figur” XX/6 Forsthausgasse - Park 123 Auslaufbrunnen 172 XX/7 Friedrich-Engels-Platz 9 124 Springbrunnenanlage „Fische” 172 XX/8 Gaußplatz - Park 124 Zierbrunnen 174 Trinkbrunnen - XX/9 Jägerstraße 62-64 124 Gänsebrunnen 173 XX/10 Klosterneuburger Straße 124 Springbrunnen 173 118-122 Vogeltränke - XX/ll Leipziger Platz - Park 125 Zierbrunnen 173/ 174 Schwengelbrunnen - XX/12 Leystraße 34-36 125 Trinkbrunnen - XX/13 Pöchlarnstraße 12-14 125 Trinkbrunnen - XX/14 Sachsenplatz - Park 125 Trinkbrunnen - XX/15 Spielmanngasse 1 125 Vogelbrunnen 173 XX/16 Spielmanngasse - 125 Schwengelbrunnen 172 Ecke Dietmayrgasse 121 Brunnen- beschreibungen Die Ziffern neben dem quadratischen Symbol verweisen auf die Seite im Bildteil. XX. Wiener Gemeindebezirk 1 □ 173 _ Brunnen „Ruhendes Paar” 3 □ 174 Marmorwand- Kt»i 1T1T1PT1 mmmm wmLmmMm mMtm mm 20, Adalbert-Stifter-Straße 25-27 vor Stiege 8 In der Gartenanlage des Wohnhauskomplexes steht vor Stiege 8 inmitten eines Brunnenbeckens die von Hans Haslechner 1956 geschaffene Lindabrunner-Steinplastik »Ruhendes Paar”. Der Brunnen ist nicht betriebsfähig. 20, Brigittaplatz 10 Im 2. und 3. Stock des in historisierenden Formen mit gotischen Elementen von Karl Badstieber 1904 - 1905 erbauten Amtsgebäudes (Magistratisches Bezirksamt für den 20. Wiener Gemeindebezirk) befinden sich Marmorwandbrunnen. 2 □ 173 _ Wiener TMnkbrunnen 20, Brigittaplatz - Park Im Park vor dem freistehenden neogotischen Backsteinbau der Brigittenauer Pfarrkirche »Hl. Brigitta” - errichtet 1867-1873 von Friedrich Schmidt - wurde am 5. November 1992 der vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr aus Granit „Baltic Grün” gestaltete Wiener Trinkbrunnen (Nr. 14) in Betrieb genommen. Die Wiener Städtische Versicherung sponserte den Trinkbrunnen. ß Ql72 _ Auslaufbrunnen ‘^P orstha usgasse - Park jjh Bereich des Kinderspielplatzes im °rsthaus-Park befindet sich ein von Felsgestein umgebener Altstadtventilbrunnen. 4 □ 172 Springhrunnen- 20, Brigittenauer Lände 50-54 Im Hof des Gebäudes für die Basler Ver- sicherungs AG in Österreich (Basler Immobilien GmbH) wurde 1993 von Architekt Prof. Mag. Boris Podrecca eine ca. 4 Tonnen schwere, mit einer Umlaufpumpe ausgestattete, Springbrunnenanlage geschaffen. Die Herstellungskosten beliefen sich auf ATS 2,5 Millionen. Das Wasser wird über U-förmige Wasserrinnen in geschwungener Form, welche einen Hofbau überspannen, in ein gefliestes Wasserbecken mit einer Granitabdeckung geleitet. 123 5 8 □ 174 Brunnenplastik „Knieenc .g weibliche Figur' 20, Engerthstraße 70-74 Im mittleren Hof der Wohnhausanlage der Gemeinde Wien wurde vor Stiege 18 die von Georg Zauner 1955 geschaffene Brunnensteinskulptur „Knieende weibliche Figur” auf gestellt. Der Brunnen ist nicht mehr funktionstüchtig. Zierbrunnen 20, Gaußplatz - Park Anläßlich der 1996 erfolgten Umgestaltung der Parkanlage wurde ein mit Kunststein gestaltetes Brunnenbecken, das teilweise mit Kleinsteinpflasterung umgeben ist, hergestellt (Brunnenbauer: N. Brandolini). 18 wassersprudelnde Düsen beleben den Zierbrunnen; eine dieser Düsen kann mit Fußdrücker betätigt werden - das Wasser spritzt ca. 1 m hoch. Die Brunnenanlage erforderte einen Kostenaufwand von rd. ATS 1,5 Millionen. 7 □ 172 20, Friedrich-Engels-Platz 9 In der von Rudolf Perco 1930 - 1933 erbauten, weitläufigen und in exponierter Lage an der Floridsdorfer Brücke stehenden Wohnhausanlage der Gemeinde Wien - dem sogenannten Engels-Hof - befindet sich auch eine mit Natursteinplatten gestaltete Brunnenanlage mit wasserspeienden Fischen, die von Mario Petrucci 1955 gestaltet wurde. Der Brunnen ist nicht in Betrieb. 9 □ 173 _ _ Gänsebrunnen 20, Jägerstraße 62-64 1959 wurde in der ausgedehnten städtischen Wohnhausanlage „Johann-Kaps- Hof ’ (38 Häuser mit 732 Wohnungen) der, von Alois Heidel mit einem Kunststeinsockel versehene und drei Bronzeplastiken ausgestattete, „Gänsebrunnen” errichtet (vor Stiege 2). Der Brunnen ist nicht in Betrieb (siehe auch Brunnen VI/16 bzw. XXII/11). Trmkbrunnen In unmittelbarer Nähe der Zierbrunnen steht ein neuer Gratz & Böhm- Edelstahltrinkbrunnen mit modernem Design von Kiska Industrial Design Studio - Salzburg. Auf dem benachbarten Kinderspielplatz befindet sich ein Altstadtventilbrunnen, der von Felsgestein umgeben ist. 10 □ 173 _ __ Springbrunnen 20, Klosterneuburger Straße 118-122 Im Gartenhof der Wohnhausanlage der Gemeinde Wien („Dr. Ellenbogen-Hof’) wurde der 1964 von Wander Bertoni geschaffene sechsstrahlige Springbrunnen aus Kunststein, der mit farbigem Glasmosaik verkleidet ist, auf gestellt. Der Brunnen ist seit einiger Zeit außer Betrieb. Im Gartenhof befindet sich noch die von Kurt Ohnsorg in Steinzeug gestaltete Vogeltränke „Abstraktion”. Die Vogeltränke ist gleichfalls nicht betriebsfähig. 124 11 □173/174 _ Zierbruimen 20, Leipziger Platz - Park Der Brunnen liegt in der 1995 von Prof. Boris Podrecca gestalteten Grünanlage zwischen der U-Bahnstation U6 - Jägerstraße und des Hauptschulgebäudes 20, Leipziger Platz 1. Innerhalb eines aus Nirostastahl gefertigtem, markanten Gerüstes, an dessen oberen Ende vier Beleuchtungskörper angebracht sind, befindet sich in einem Nirostawasserbecken ein 150 x 150 x 150 cm großer, geschliffener schwarzer Marmorwürfel; an den Seitenwänden sind je acht Wasserauslässe angebracht. Über eine wasserspeiende Düse an der Oberseite des Würfels rieselt Wasser an den Seitenwänden des Zierbrunnens. Schwengel- bnrnnen Im Bereich des Kinderspielplatzes im Hugo- Oottschlich-Park (Raimund- und Nestroy- darsteller 1905-1984) ist ein Schwengelbrunnen (Marke Allweier von der Richter- Spielgeräte GmbH) auf gestellt, der von Felsgestein umgeben ist. 12 _ 'IHntoinjimen 2o > Leystraße 34-36 hi der 1912 erbauten Volksschule der Stadt wien war ein von Franz Anton Coufal 1968 & e stalteter Trinkbrunnen aus Naturstein au %estellt, der abhanden gekommen ist. 13_ Trcnkbmimen 20, Pöchlarnstraße 12-14 Der Platz vor dem Gebäude der öffentlichen Volks- und Hauptschule ist mit roten und grauen sechseckigen Betonsteinen gepflastert; es stehen dort Sitzbänke und ein Edelstahlventilbrunnen (Wiener Stadtmöbel). 14_ Trinkbrunnen 20, Sachsenplatz - Park Im Park ist ein von einigen Felsblöcken umgebener Altstadtventilbrunnen aufgestellt. 15 □ 173 _ Vogelbmonen 20, Spielmanngasse 1 Im Pausenhof der öffentlichen Volksschule (Ganztagschule) wurde der von Franz Anton Coufal 1966 - 1967 aus Kalkstein gestaltete Vogelbrunnen auf gestellt. Der Brunnen dient seit einiger Zeit als Behältnis für Blumen ... 16 □ 172 _ Schwengel- brunaen 20, Spielmanngasse Ecke Dietmayrgasse Ein Schwengelbrunnen (Marke Allweier von der Richter-Spielgeräte GmbH) steht am Kinderspielplatz „Kuniburg”. Das Wasser kann über eine künstlich angelegte Landschaft abfließen. 125 Bildteil Jf-* Emm 1 /m Eröffnung des Hochstrahlbrunnens am Schwarzenbergplatz im Beisein Kaiser Franz Josef I. am 24. Oktober 1873 - zeitgenössische Xylographie von F. Kollarz (MA 10 - Museen der Stadt Wien , siehe Bildteil Seite 127, Brunnen Nr. III/35) 126 m/4i m/i8j qi ■'&£.• «ÜÖI JUX- '^m j f5*-'.'. ■' .s-Ä4* V.\yi- . • SÜ?r , •' ‘"Te* zuR-Rcierco&a 6'o'JWRiaeMS! ReaiEBuMays iv ir»i *ä 4 i »« .•*v ** J U B l L'fl^UMS'f!' .‘s KfllSER-PR^H 7 :) OSE F.t 8=5*3%»^' yl! 127 < % VS- p er / i 7/ • / 4 ,.' . :s*i -»■Sfc-' * r X ■Hs *>•* ;, v ^ ■ V\v ST-ISte gSs^-- ?« 5 ’; *■ '.>* n. Bezirk - Leopoldstadt *p* * F* *• «- f Sf“'i«*K»k; ä ( WS #» i **# * *# • •• • •• J* • * ■ « • • EJ ^«1 J & 1 fff tiLikMm n. Bezirk-Leopoldstadt M t ^ p r^3> ■ -■q tV#w 1 ^''“ & ' ... ■#» TT^r- \ ^ I f-w ■ ' ; .• k*» f * i ▼ :, » - . r.s> Li jX* V- rill. Bezirk - Leopoldstadt r , ■ ^js£ '^ay^se^s Mm* «LTtTf EftnMwn jlf: -*'Ül . V -*V ~ Pv-. Ä Bff.7-^ ..^idLay? 133 * J *' z ' ’&tät mjb m LABETRUNK P| BRUNNEN iiS-f ►> 0 * 4 mw * ^ j vr .-. F-- *- £** . * t" • > MW •f*- 134 3 «Sti,'. ttttttttfl ^ ifciX' *■ rr*' <, ^ a : .'’-L f Ei-Xl m. Bezirk - Landstraße iniaBisyu'ir •“ m k9 W V"¥ *1 ■ i i i * I I I I I I I I I I I I ■ ■ i ■ r*_ ■ ■ 3£S ,^p 4 ! 5 - .J ■***££ . > 4 '- v A i ' S*'. ^ V~ , lui.MÄLLlV '?»»»*’< r ▼ 7r*v irv :':iT>-s II . %wu:fcg~~-\ Irmlmm tmUiuh’ U-m iinf Nr J’h>I«ti ff rw — r ^ " ' * ' *} * 1 111 i 1 1111 i 'i 11 1 11 11 *J> ij gutor >>-» ’uViv •vV M » 4 " m. Bezirk - Landstraße "HU***** •VT X“W r W*' I * t II JJ t* I 1 I ll * 2 ( ll M l! 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Bezirk - Landstraße i a- i smm Üptll ?£mwMfo L 1 fft '. ’ f ' ' V-h.ui w&- ■>' J ■*\*V -4 mi ?£5*pp£s 1 - 4 K» _ 144 Ä..Ä..Ä IC'. :** •V ** Mci Vi 1.1 ^-S4 ■af*- ■: P-jmi : Hf I OM S Ki| \ v &1: '& !r- : i_ u;JX\\ ■*T»#OgV mt'ti • Hf«***' * i' ■ ^ !*!‘ 1 »'.LgUMOU mm fÜSS ’vA' 1 irTR^;, 1 J1 Mk, | l*% m< ^>v. 4f • v. * «£ * r rrrv- W *X* IV. Bezirk-Wieden i ’x w spc'c: V .‘» ■■’ i»Ä^SÜ(W f «7 ' *' sSafT! 148 ■ j’n «I ii nr&- cf*. * '■v \ ■:./ sfc* ; _4£. ■^v'V -/’ ' ' ■ <&*: . «L» 1 * J L S, r^d IlVljfufi nutmrkl iifipr * #o* Ist? ' tMr fiä' '.pflnT’nnwikPw wjjjyR PtRiwinw *| *f' LflNFN JP/.-, fr'. •k+V£, " ^.v’ * A 1 **"-*■— V. Bezirk - Margareten tegc*. .A.fi W*'" — Tf* , ~& 5 \' *iä*' "■■;'* »3 ▼ o3.y'-> . "4i Sfiäi *83 W* ^ -.'V: >JKT V. Bezirk - Margareten VV VT fi n II II * ■i"n -w-4 t VI. Bezirk - Mariahilf l/^'.CPJrrKW^;; _ ...-^ i-Jm ./;•. -iiZ,', <1 '■- ' ■, r-i / ; imit iss Eär^vri/. «/ft/ •4f&n/<-ruir4l ; ? , ' •» ’'' $§>§1 V*** ipK?. • 0 l^s m - :? ** *■4' 1u ndt '<4i ^ fl * -&C /■ w* - ‘^«8 I fölWW ■- >,? wm WA *+ * ^ .. i; \-t 'V V / r ÖCW- *H%k£ -^S'.SC 156 KnoMr»-)i<«NMtit( ftrd* T'«fttrtrrJ<*KPII H WI>S sw (rtM w frttdufrr hinVnfJiitii in *iVi > v*> r ffl'. r . 1 ■ j ~ r'V • - SJ*,' t 'tsL'äb ^xT> ! :: - ß , •.7 7 *m. -#*•, k- * VI. Bezirk - Mariahilf Ä' Jrjt\ fes4 SFl&^ra V -:^1 *,*-*■*#. ,<•'*>• ;•, WBE^ ■•. v" **1 ^ %&*! T VV ' CA- ■ /* -t Ä V* %$&$*-?! VH. Bezirk - Neubau kW* i! A il i ^ *• k* 4 > k ;‘T^ SK* 1 *« <*&.' sM. 1 r*Ä UWE Wf •?* Ff*. ;■ • > #'*' ^SäffÄ: P»*' B«S _L_fc* '~Wtl 160 ■ -M MJijM-ll!: 1 lli I; li J | | J.| ; | ’wmi #5*j? *iW¥ i 1 Ini ü i; ' .' ~*f l > ''^cj\Ti?r|iii111riT^riiii1111o11i.-Mi 1 1r|i>i 11i 1 i'.-> ■- > ’ 'IVuilv.f l'.'ii i'rrWirtni , VII. Bezirk - Neubau • £ S| •^-i'Wij r*~3. kt*?- ‘£/ ! r • *i * • r” II ,11 Jl lUitirl vT*, r V? ■ ; v» ■■- - ' *% v« < »* ■ » » -' ä-Ll ltä& , 7 *Ä.r. •> Vm. Bezirk-Josefstadt d A,.,A ■ i ?■ V'W 2?>y : Al i 4 ‘ - >V' UP - ~-v' 'i C <*T' ru?; Vm. Bezirk - Josefstadt ms** 'Bl 'M***- ;*%v_^ i mm* Mum tgartf VAfiK 1 1 I *s* * jS“ * ' 77 '**, • *■ • .♦* 1 .. V.' XP 3 * r4L„*v: * 4 '^ * ** ,i,/' ‘ TMtf ' -v *4 V n ?*. : • ET».-, >>?• w. A »$r mz&m *\+i£. W f\y*\'- ?.:&* 1 ' r n»vH, V‘^1 > 'av.-z/v' I / W5fiWW5-W-:!B fr *ß \%r.. . r. % vm-i gcv mmm?- IX. Bezirk Alsergrund IS)- 1 -*'- -* 1 *' 32)^- %swSi mm I jviil IJTH f% ii !1 - !■?*?■■ E^ny*^# y * p: V*r T»p | ! | ww 1 y Yyt'viii 9/ *_5_ ' 1 I ' i }-H /i ! h t •—T pStai; f - H* i i V \ü £> y >5 M \ vi- Z gmmrr' .. ätz t Z *; p-''" 2 i •* fr IX. Bezirk - Alsergrund 7 *£ i >►' ■>, 12) : ^Vi * ü3Co v i . <§>■© 01» W WOIIMIVISVMM.I Hl «1)1 MSDIS MIT 11 I N 01 \ ) MIHI N IQ2 * - •VON DIU l Ml M m M IU (ft.l UM« Killt mn*n \mivM imiimm I i'll ÜMS/VU » ( II H *■ _ ;i *f r '¥: <9* ' > »! JST^T .U»_ :;■ i man ■v-y *>'■■••. 'Sm.- Alsergrund IX. Bezirk 171 E.... ■ .9*'„-*<» ■*£ var ifc.w' y nj^ •*uiii s^r-- l«5ag- V» A ' *.. " L^ai v> XX. Bezirk - Brigittenau m&mi. ^ iX £*&-•* Sfr-’* 1 * t ^ * ■ 2 - ’ <■ <.fT ■fmM. ■aL^se - 9 , | / Jf'rH ■A-ß ■ 2 »$ XX. Bezirk Brigittenau 174 Brunnen der Stadt Wien bzw. von der Stadt Wien gewidmete oder geförderte Brunnen außerhalb des Wiener Gemeindegebietes 175 1 _ Zierbnmnen A-2731 Neusiedl am Steinfeld 71/NÖ Gemeinde St. Egyden am Steinfeld Leitungsspeicher Zur Erinnerung an die Fertigstellung des Großraumspeichers (Leitungsspeicher Neusiedl mit einem Fassungsvermögen von 600.000 m 3 ) wurde 1958 vom Bildhauer Mario Petrucci eine Zierbrunnenanlage gestaltet; sie stellt symbolhaft den Verlauf der I. Wiener Hochquellenleitung vom Quellengebiet im Höllental und der Zweigleitung „Stixenstein“ bis in die Bundeshauptstadt Wien dar, 1994 wurde die Brunnenanlage neugestaltet. 2 _ _ THii^mnnen A-2731 Neusiedl am Steinfeld 71/NÖ Gemeinde St. Egyden am Steinfeld Leitungsspeicher An der Kreuzung der Blätterstraße mit der Bahngasse, an der nordostseitigen Begrenzung des Leitungsspeichers Neusiedl steht eine Trinkbrunnenanlage, die mit einem Steinquader und zwei hölzernen Brunnentrögen gestaltet ist. 3 A-2731 Neusiedl am Steinfeld 71/NÖ Gemeinde St. Egyden am Steinfeld Leitungsspeicher Eine aus sechs farbigen, keramischen Schalen gestaltete Vogeltränke steht im Bereiche der Apparatenzentrale des Leitungsspeichers Neusiedl. 4 _ Timkzieibrunnen A-2652 Reichenau an der Rax/NÖ Kaiserbrunn Nr 33 Die Stadt Wien widmete 1925 den Freunden der Natur einen steinernen Trinkzierbrunnen, der am Platz vor dem Gasthaus „Zum Kaiserbrunnen“ zur Aufstellung kam. 5 _ _ Radbrumnen A-2652 Reichenau an der Rax/NÖ Kaiserbrunn Nr 53 Im Gartengelände vor dem Gebäude des Wasserleitungsmuseums Kaiserbrunn wurde 1985 ein Radbrunnen aufgestellt. Ursprünglich stand dieser Brunnen im Schöpfwerk Pottschach/NÖ in Verwendung. Timlmeibmnnen A-8924 Wildalpen/Stmk Wildalpen, Säusenbach Nr 15 - Stöckl Am 2. Dezember 1985 wurde in Wildalpen in Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger und Bürgermeister von Wien Dr. Helmut Zilk sowie Landeshauptmann der Steiermark Dr. Josef Krainer das 75jährige Bestands- und Betriebsjubiläum der II.Wiener Hochquellenleitung festlich begangen. Zur Erinnerung an dieses denkwürdige Ereignis wurde ein Wandbrunnen „Wasser ist Leben“ am Haus Wüdalpen Nr 15 (Stöckl) angebracht. Das Brunnenbecken aus Marmor wurde seinerzeit vom Bildhauer Carl Ausehn Zinsler als Brunnenschale für ein Grabdenkmal am Hietzinger Friedhof (Wien 13, Maxingstraße 15) gestaltet. 176 7 _ Dorfbrunnen A-8924 Wildalpen/Stmk Dorfplatz neben der Pfarrkirche „St. Barbara“ Im Rahmen des Festaktes 75 Jahre II. Wiener Hochquellenleitung widmete die Stadt Wien der Gemeinde Wildalpen einen vom Wasserbildhauer Prof. Hans Muhr gestalteten Dorfbrunnen, der am Platz vor der römisch- katholischen Pfarrkirche „St. Barbara zu Wildalpen“ in einer Gartenanlage aufgestellt wurde. Am 1. Dezember 1985 wurde dieser Brunnen vom Bürgermeister Dr. Helmut Zilk als Dank der Stadt Wien für die stets gute Zusammenarbeit an den Bürgermeister von Wildalpen Technischer Oberamtsrat Regierungsrat Ing. Ewald Uresch übergeben. Frau Luise Bauer aus Wildalpen verfaßte ein kleines Gedicht, das von der Wildalpener Schülerin Gerda Frank vor getragen wurde: Stein und Wasser, liebe Leut" Ja, das war schon immer so, Schon seit langer Zeit, Und darüber sind wir froh. Denn das Wasser gab uns Arbeit, Und die Arbeit gab uns Brot, Gab uns Segen, stillte Not. Das will uns der Brunnen sagen, Der bei uns im Dorf nun steht, Und er soll es jedem sagen, Der an ihm vor über geht: Stein und Wasser - gab uns Segen - Stillte Not. 8 _ Springbnmnen A-8924 Wildalpen/Stmk Wildalpen, Säusenbach, Nr 14 - Museum Im Hof des aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammenden ehemaligen Hammerherrenhaus - seit 1982 Heimat-, Pfarr- und Wasserleitungsmuseum - wurde eine Brunnenschale aus Marmor aufgestellt, die sich seinerzeit im Schloß Stixenstein (Stadtgemeinde Ternitz/NÖ) befunden hat. Aus der Brunnenschale erheben sich drei Wasserstrahlen, die über eine entsprechende elektrische Steuerung eine Höhe von über 10 m erreichen können. JUL_ Meridianbmnnen A-8924 Wildalpen/Stmk Wildalpen, Säusenbach 12, gegenüber Haus Reinhard Längauer Durch das Gemeindegebiet von Wildalpen führt der 15. Längenkreis (Meridian). Ein rund 1 m Durchmesser großer „Globus” aus Nirostastahl mit Darstellung einzelner Längen- und Breitengraden ist auf einem rund 1,60 cm hohen, aus Wiener Granitsteinpiaster gestalteten Sockel aufgesetzt. Am 15. Längengrad dieses „Globus” ist das Wappen von Wildalpen und am Steinsockel die Landeswappen von Wien und Steiermark sowie das Emblem der Wiener Wasserwerke angebracht. Der Brunnen wurde im Rahmen des Museumsfestes am Österreichischen Nationalfeiertag (26. Oktober 1998) in Betrieb genommen. 177 9 10 Europabrunnen A-8924 Wildalpen Nr 1/Stmk Platz vor Eingang zur römisch-katholischen Pfarrkirche „St. Barbara“ Der Europabrunnen steht an einer Seitenwand der 1971 erbauten Aufbahrungshalle auf dem Vorplatz der Wildalpener Pfarrkirche „St. Barbara“. Er wurde von Steinmetz Josef Hasch, Karnabrunn/NÖ anstatt eines alten Holzbrunnens auf gebaut. Im Steinrelief wurde der heilige Benedikt von Nursia als Begründer des Benediktiner-Mönchsorden und als Patron Europas (deswegen Europabrunnen), die heilige Barbara als Pfarr- patronin von Wildalpen und als Schutzheilige der Wiener Wasserwerke sowie der heilige Eustachius als Jagdpatron, im speziellen der Jägerschaft von Wildalpen, dargestellt. Die Kosten für diesen Brunnen wurden vom Stift Admont, von der MA 31-Wasserwerke, von der Gemeinde Wildalpen und von der Pfarrgemeinde Wildalpen aufgebracht. Die Segnung dieses mit dem Admonter Stiftswappen und den zwölf Europasternen verzierten Brunnen wurde am 28. August 1994 im Rahmen des 2. Wildalpener Pfarr- festes vom 66. Abt der Benediktinerabtei Admont, Mag. Benedikt Schlömicher, unter Mitwirkung der Musikkapelle Wildalpen und der Geschwister Himmelfreundpointner aus Steinbach an der Steyr/OÖ vor genommen. KristaDbnmnen A-8924 Wildalpen Nr 2/Stmk Parkanlage vor Kristallklubhotel Wildalpen Am 8.8.88 um 8 Uhr 8 wurde die 1735 vom Stift Admont erbaute Pilgerherberge (Taverne) - dem späteren „Gasthof zum steirischen Alpenjäger” Hanns Zisler bzw. Josef Kraft - vom Baumeister Ing. Helmut F. Kästner nach großzügigem Umbau als Kristallklub-Hotel Wildalpen in Anwesenheit einer zahlreichen Festgemeinde feierlich eröffnet. In der vor dem Hotelgebäude befindlichen Parkanlage wurde ein zweiteiliger Brunnen aus Nirostastahl errichtet. 12 _ _ Stadtbrunnen A-2620 Neunkirchen/NÖ Hauptplatz Im Zusammenhang mit dem Ausbau der am 24. Oktober 1873 eröffneten I. Wiener Hochquellenleitung (Fassung und Einleitung der Quellen oberhalb Kaiserbrunn) wurde am Hauptplatz von Neunkirchen ein Erinnerungsbrunnen errichtet. Auf der im steinernen Brunenbecken befindlichen eisernen Säule ist das kaiserliche Wiener Stadtwappen ersichtlich. Anlaß für die Errichtung dieses Brunnens war der zwischen der Stadt Wien und der Stadtgemeinde Neunkirchen abgeschlossene Vergleich vom 10. November 1890, mit welchem die Stadt Wien sich verpflichtete, aus der I. Wiener Hochquellenleitung eine Wassermenge von 566 m 3 pro Tag unentgeltlich an die Stadtgemeinde Neunkirchen abzugeben. Inschrift: Zur Vollendung der von der Stadt Wien hierorts erbauten Wasserleitung errichtet von der Marktgemeinde Neunkirchen unter dem Bürgermeister Josef Seifert - 1895. 178 „Alles ist aus dem Wasser entsprungen! Alles wird durch das Wasser erhalten.” Johann Wolf gang von Goethe, Faust II 179 Wasserleitung^ museen der Stadt Wien I: Wiener Ho chquelle n leitung _ n. Wiener Hochquellenleitung Kaiserbrunn/NÖ Wildalpen/Stmk Aus Anlaß des 100 jährigen Bestandes der I. Wiener Hochquellenleitung wurde in einem ehemaligen Wasserleitungsaufsichtsgebäude, das neben der Kaiserbrunnquelle steht, das Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn eingerichtet. Es wurde am 24. Oktober 1973 vom amtsführenden Stadtrat Kurt Heller der Öffentlichkeit übergeben. Die Schau im Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn gibt einen Überblick über die Geschichte der Wasserversorgung der Stadt Wien. Neben der historischen Wiener Wasserversorgung von der Römerzeit bis zu Kaiser- Ferdinands-Wasserleitung wird vor allem die Geschichte der I. Wiener Hochquellenleitung behandelt. Weiters sind ausgestellt: Erinnerungsgegenstände, historische Dokumente und „Humorvolles“ zum Thema Wasser, Kunst im Wasserleitungsbetrieb sowie Ausgrabungs- und Fossilienfunde vom Bau der I. Wiener Hochquellenleitung. In Zusammenhang mit dem 125 jährigen Bestandsjubiläum der I. Wiener Hochquellenleitung wurde 1998 ein weiteres, äußerlich gleichartig gestaltetes Objekt errichtet, in welchem die „neuere” Wasserleitungsgeschichte Wiens dar gestellt wird. Museum Kaiserbrunn A-2651 Reichenau an der Rax/NÖ Kaiserbrunn Nr. 53 £*225 • * "•SU-*?*** [ r Zum 75-Jahr Jubiläum der II. Wiener Hochquellenleitung wurde am 1. Dezember 1985 das in einem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Hammerherrenhaus untergebrachte Wasserleitungsmuseum Wildalpen vom Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger der Öffentlichkeit übergeben. Schwerpunkt in dieser Ausstellung ist die Errichtung der II. Wiener Hochquellenleitung. Verteilt auf 13 Ausstellungsräume wird die technische Leistung beim Wasserleitungsbau anhand von Plänen, Bildern, Urkunden und Modellen anschaulich dar gestellt. Als Zeichen der Verbundenheit der Stadt Wien mit der Gemeinde Wildalpen sowie mit der Pfarre St. Barbara zu Wildalpen wurde im Museumsgebäude auch ein Heimat- und Pfarrmuseum (vier bzw. zwei Räume) eingerichtet, das am 13. Mai 1984 vom 1. Präsidenten des Wiener Landtages Herbert Pf och eröffnet wurde. Vor dem Museumsgebäude kann man Hochquellenwasser verkosten, ehe es die Reise in die Bundeshauptstadt Wien antritt. Im Museumsbereich befindet sich ein Kinogebäude, ein Forstmuseum und mehrere Sonderausstellungsräume (insgesamt 72 Räumlichkeiten mit 1286 m 2 , hievon 27 Ausstellungsräume mit 676 m 2 ). Museum Wildalpen A-8924 Wildalpen/Stmk Säusenbach Nr. 14 Lsg>a 180 Anmeldungen und Auskünfte Magistrat der Stadt Wien Abteilung 31 - Wasserwerke A-1061 Wien, Grabnergasse 4-6 Postfach 331 Tel: +43/1/59959-0 Fax: +43/1/59959-99-31941 Telex: 3221569, IBS-User M31K e-mail: post@m31.magwien.gv.at Museum Kaiseibrunn Betriebsleitung Hirschwang Tel: +43/2666/52548 Fax: +43/2666/52548-3108 A-2652 Kaiserbrunn Nr. 53 N ieder Österreich Museum Wildalpen Betriebsleitung Wildalpen Tel: +43/3636/451-31870 Fax: +43/3636/451-472637 Telex: 3361208 A-8924 Wildalpen, Säusenbach Nr. 14 Steiermark Offaungszeiten 1. Mai - 26 Oktober jeden Sonn- und Feiertag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie jeden Samstag von 14 bis 16 Uhr Sonderführungen für Gruppen ab 10 Personen nach Voranmeldung auch außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten ; > 1. Mal - 26. Oktober Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 13 -15 Uhr sowie jeden Sonn- und Feiertag von 10 bis 12 Uhr Begründer und Betreuer des Museums Kaiserbrunn/NÖ und Wildalpen/Stmk Oberamtsrat iR. Regierungsrat Professor Josef DONNER Tel- und Fax: +43/1/406 83 72 A-1160 Wien, Ottakringer Straße 25/1/10 •• Die Wasserreiter von Kaiserbrunn Hl. Barbara - Großfigurinengruppe Hptm. Helmut Krauhs Schutzpatronin der Wiener Wasserwerke 181 Das Wasser ist auch das einzige Getränk, welches wirklich den Durst stült. Jean Anthelme Brillat-Savarin (1755-1826) i Bildnachweis Brunnen Nummer MA 13 - Landesbildstelle Wien Donner Josef Wiener Presse Photos - Henisch MA 10 - Museen der Stadt Wien Verlag* Bauer - Wien III (Ansichtskarte) Historische Ansichtskarte (Ch. W. XX. 108) Bildarchiv der österr. Nationalbibliothek MA 28 - Straßen Verwaltung und Straßenbau Landesbildstelle Wien-N ieder österr eich Museum Wildalpen II/l, II/2, II/3, II/4, II/5, II/7, II/8, II/9, 11/10, 11 / 11 , 11/12, 11/13, 11/14, 11/20, III/l, III/4, III/6, III/7, III/8, 111 / 11 , 111 / 13 , 111 / 15 , 111 / 16 , 111 / 18 , in/19, m/20, m/22, m/24, m/26, m/29, 111/30,111/31, m/32, m/35, m/36, m/37, III/38, III/42, III/43, III/44, IV/2, IV/4, IV/7, IV/9, IV/10, IV/11, IV/12, IV/16, IV/18, IV/19, IV/21, IV/23, IV/24, IV/25, IV/26, IV/27, IV/28, V/l, V/2, V/3, V/5, V/6, V/7, V/8, V/9, V/12, V/14, VI/2, VI/3, VI/4, VI/6, VI/8, VI/9, VI/10, VI/16, VI/17, VI/22, VI/23, VII/1, VII/2, VII/4, VII/5, VII/6, VII/7, VII/8, VII/10, VII/12, VII/15, VII/16, VII/17, VII/18,VII/19, VII/20, VII/22, VII/23, VII/24, VII/25, VII/26, VII/27, VII/29, VIII/1, VIII/2, VIII/5, VIII/6, VIII/7, VIII/8, VIII/9, VIII/11, VIII/13, VIII/14, VIII/15, VIII/17, VIII/18, VIII/20, VIII/21, VIII/22, VIII/23, VIII/24, VIII/25, VIII/26, VIII/27, IX/1, IX/2, IX/5, IX/6, IX/7, IX/10, IX/11, IX/12, IX/13, IX/14, IX/16, IX/18, IX/20, IX/21, IX/22, IX/23, IX/24, IX/25, IX/26, IX/27, IX/28, IX/29, IX/31, IX/32, XX/1, XX/2, XX/3, XX/4, XX/5, XX/6, XX/7, XX/8, XX/9, XX/10, XX/11, XX/15, XX/16 11/12, 11/17, 11/20,111/9, m/12, m/21, m/27, m/33, m/35, m/39, v/13, vi/10, vi/11, VI/15,VI/7, IX/24, XX/11 11/18 11/17, III/19, III/35, 111/36, III/41, IV/8, IV/17, IV/18, V/10, VI/5, VI/7, VII/3, VIII/1, VIII/16, VIII/19, IX/7, IX/19 III/14 m /20 III/35, v /11 V/4 VI/6 VIII/27 183 Kümstteiregister Personen- verzeichnis Familienname Vorname Brunnen Nr. AUER Walter III/6 BADSTIEBER Karl XX/3 BARWIG Franz, der Jüngere IV/10, 11 BECKER - Guß Wien Ges. mbH.- 11/20 BELLAMINE Kamal m/31 BELLOTTO (Canaletto) Bernardo IX/7 BERG Walter V/8 BISTRON-LAUSCH Margarete II/l BOTOLLI Oskar III/l BERTONI Wander XX/10 BRAUER Arik VI/9 BRANDOLINI N. XX/8 BRUCK M. IV/4 CABCOWA Veronika VII/19 CANCIANI Alfonso VII/9 CONRAD Gertrude III/16 COUFAL Franz Anton XX/12, 15 CORVINUS Johann August IX/7 DELSENBACH Johann Adam VII/7 DURENNE Antoine 11/17 DRUOT Florian Josephu III/l ENGELHART Joseph 111/13 FEDERER Maria II/9 FELLNER Ferdinand VIII/26 FERNKORN Anton Dominik IV/12, VIII/5 FERSTEL Heinrich von IX/7, 29 FISCHER Johann Martin VIII/22, IX/26 FISCHER Johann Bernhard von Erlach VII/11, IX/7, 8 FISCHER Joseph Emanuel von Erlach III/34, 36, VII/7 FIEBICH Franz VII/8 FRASS Wilhelm IX/18 FRIEDL Theodor IV/2 FROHNER Adolf IX/10 FRÖMML Hans III/13, IV/9, 12 GABRIELLI Antonio III/35 GÄRTNER Hanna V/l GASSER Hans III/19, IV/6, VII/13 GLANZ Josef IV/18 GIRARD Dominique III/l9 GRATZ & BÖHM Ges. mbH. III/35, XX/8 184 Familienname Vorname Brunnen Nr. HANSEN Theophil III/4 HASENAUER Carl von 11/17 HASLECHNER Hans XX/1 HAUSER Alois V/6, VIII/1 HAUSER Eduard m/13 HEIDEL Alois XX/9 HEUMANN Georg Daniel m/36 HIETZ Matthias II/3, VIII/11, 18 HILDEBRANDT Johann Lukas von III/19, 36, IV/15, VIII/5, 9, 15 HLADIK Josef IV/9, 29 HOPPE Emil V/14 HUMPLIK Josef VII/23 HUNDERTWASSER Friedensreich III/14, 15, 43 IGLER Theodor V/4 JARMER Othmar 11/14 JAEGER Theodor IX/22 JENISCH N. IV/20 JUNKER Carl III/35 KAAN Artur IV/9 KÄMMERER Marcel V/14 KAUFFUNGEN Richard IV/17, V/ll KEDL Rudolf IV/4 KHUEN Theodor IX/19 KISKA Industrial Design Studio XX/8 KLAGBAUM Jean Baptiste Jules 11/17 KLEE Josef VIII/4, IX/4 KLEINER Salomon III/19, 36, 41, IX/7, 8, VIII/16 KLIEBER Josef VII/29 KLOTZ Edmund VIII/19 KNESL Hans III/9 KOHLBAUER Martin II/3 KÖGLER Matthias III/19 KRAFFT Peter III/19 KUNTSCHIK M. O. VIII/20 KUNSTERZGIESSEREI k.k. IV/26 LAHNER Karl 111/1 LANGER Karl VIII/3 LANGHAMMER Carl V/9 MANG Engelbert V/4 martinelli Domenico IX/7 MDAGHRI Moulay Hafed Alaoui III/31 185 Familienname Vorname Brunnen Nr. MATUSCHEK Franz IX/1 MATTIELLI Lorenzo m/36 MAULPERTSCH Franz Anton VIII/9 MAYREDER Karl IV/9 MELNITZKY Franz IX/9 MESTROVIC Ivan IV/1 METZNER Franz IX/15 MIHATSCH Carl m/35 MOLL Carl IV/9 MOORE Henry IV/9 MUCH Adolf VI/7 MUHR Hans II/2, 8, 13, III/8, 15, 22, 43, 44, IV/27 IV/28, VII/10, 12, VIII/8, 27, IX/16, XX/2 MÜLLER Christa 11/20 MÜLLER Johann und Franz III/19 MÜLLNER Josef IX/13 NAKAJIMA Osamu III/42 NEUNTEUTEL Anton V/4 NÜLL Eduard van der IV/18 NEPTUNE P & M VIII/21 OEDTL Christian Alexander VII/11 OHNSORG Kurt XX/10 PETRUCCI Mario VI/3, VII/21, IX/28, XX/7 PILZ Vincenz IV/12, VI/7, 16 PLECNIK Joseph III/13 PRANTNER F. IV/18 PRELEITHNER Johann Baptist IV/18 PRUTSCHER Hans V/7 PODRECCA Boris XX/4, 11 REGENFUS Franz Michael IX/7 RENOIR Auguste 111/19 RICHTER Franz 11/12 RICHTER Spielgeräte Ges.mbH. XX/11, 16 RUSS Willy VII/26 SALM'SCHE - VIII/1 EISENGIESSEREI SEIB Wilhelm IV/17 SEIDL Johannes und Charlotte II/5, VIII/7 SEIFERT Franz V/5 SICARDSBURG August Sicard von IV/12, 18 SIMAK Reiner V/13 186 Familienname Vorname Brunnen Nr. SCHALLER Johann Nepomuk V/6 SCHERPE Hans VII/23 SCHRITT WIE SE R Andrea 11/11 SCHÖNTHAL Otto IV/12, V/14 SCHUHMANN Carl IX/17 SCHÜTZ-LEINFELLNER Therese 11/10 STEINBÖCK Andrea m/36 STÖCKL Adolf VI/4, IX/11 STUMPF N. m /26 STUNDL Theodor IX/1 STURM Wilhelm V/6 STUWER Anton m/19 SPRENGER Paul Wilhelm IX/21 STRUDEL (STRUDL) Peter IX/22 SUESS Eduard m/35 THELOTT Jacob Gottlieb III/19, 41, IX/8 THORAK Josef VI/4 THORN Erwin m/44 THUROLD Elisabeth III/l THIEDE Oskar IX/12 TILGNER Viktor III/35, IV/9 TREHENT Jean m/36 TREPKA Alfred V/13 VE ITH Franz VIII/1 VEREINIGTE Metallwerke Ranshofen - Berndorf AG- III/l WAGNER Otto IV/8 WAGNER Paul Anton IV/26, VI/16 WEYR Rudolf III/35 WIENERBERGER Ziegelfabriks- und Baugesellschaft VI/2, 15 WOLLEK Carl III/l, IV/12 ZSAMBOK Gerhard VI/18 ZAUNER Franz Anton IX/7 ZAUNER Georg XX/5 ZINNER Anton m/19 187 Nachtistes: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen - nach Rede verlangt mich. Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine Seele ist ein springender Brunnen. Nacht ist es: nun erwachen alle Lieder der liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden. 188 Quellen- und Liteiatur- verzeichnis Autor Verlag Verlagsjahr CHRISTINE KLUSACEK KURT STIMMER Leopoldstadt - Eine Insel mitten in der Stadt Mohl Verlag Wien 1978 CHRISTINE KLUSACEK KURT STIMMER Erdberg - Dorf in der Stadt Mohl Verlag Wien 1992 WILFRIED KONNERT Landstraße - Von der Vorstadt zum Zentrum Mohl Verlag Wien 1980 HELMUT KRETSCHMER Landstraße - Geschichte des 3. Wiener Gemeindebezirkes und seiner alten Orte Jugend und Volk Verlag Wien 1991 HELGA GIBS Wieden - Bürger, Beisln und Barock Mohl Verlag Wien 1999 HELMUT KRETSCHMER Mariahilf - Geschichte des 6. Wiener Gemeindebezirkes und seiner alten Orte Edition Wien Dachs Verlag Wien 1992 ELFRIEDE FABER Neubau - Geschichte des 7. Wiener Gemeindebezirkes und seiner alten Orte Edition Wien Pichler Verlag Wien 1995 CHRISTINE KLUSACEK KURT STIMMER Josefstadt - Beiseln - Bühnen - Beamte Mohl Verlag Wien 1991 ALFRED WOLF Alsergrund - Bezirk der Dichter und Denker Mohl Verlag Wien 1993 ROLAND P. HEROLD Brigittenau - Von der Au zum Wohnbezirk Mohl Verlag Wien 1992 FRANZ KAISER Die Brigittenau Jugend und Volk Verlag Wien - München 1975 189 Autor Verlag Verlagsjahr FELIX CZEIKE Wiener Bezirkskulturführer II. bis IX. und XX. Bezirk Jugend und Volk Verlag Wien - München 1984 GÜNTHER MARTIN Damals auf der Wieden - Gestalten und Schauplätze einer Lebenskultursphäre Jugend und Volk Verlag Edition Wien Wien 1994 BERNDT ANWANDER Unterirdisches Wien - Ein Führer in den Untergrund Wiens Falter Verlag Wien 1993 FELIX CZEIKE Historisches Lexikon Wien, Band 1, 2, 3, 4 u. 5 Kremayr und Scheriau Wien 1992/1997 BUNDESDENKMALAMT Dehio-Handbuch - Die Kunstdenkmäler Österreich, Wien II. - IX. und XX. Bezirk Anton Scholl Wien 1993 GERHARDT KAPNER Freiplastik in Wien (Wiener Schriften, Heft 31) Jugend und Volk Verlag Wien - München 1970 HANS MARKL Die Gedenktafeln Wiens A.B.Z. - Verlag Wien 1948 EDUARD KOUTEK Wien - Straßen - Gassen und Plätze erzählen Geschichten H. Kapri und Co Wien 1977 MARTIN PAUL Technischer Führer durch Wien Gerlich und Wiedling Verlag - Wien 1910 HELGA MARIA WOLF Unsere Stadt - 30 unbekannte Wege durch Wien Pichler GmbH. Wien 1994 STÄDTE ATLAS Großraum Wien Freytag - Berndt und Artaria Wien 1998/1999 190 Autor Verlag Verlagsjahr BRUNO GRIMSCHITZ Kunstverlag Wolfrum 1946 Das Belvedere in Wien Wien GOTTFRIED MRAZ Herder & Co 1988 Belvedere - Wien - Freiburg - Basel Schloß und Park des Prinzen Eugen PETER ERNST Edition Wien 1990 Wiener Literaturgedenkstätten Jugend und Volk Verlag Wien GERTRUDE CELEDIN Verlag für Sammler 1995 INGEBORG SCHICK Graz Grazer Brunnen - Das heitere Leben des Wassers ALFRED MISSONG Dom - Verlag 1970 Heiliges Wien - Ein Führer durch Wiens Wien Kirchen und Kapellen GABRIELE PRASCHL-BICHLER Christian Brandstätter Verlag 1990 Wien - Speziell, Architektur des Barock Wien Verlorenes Wien Böhlau Verlag 1984 Adelspaläste vergangener Tage Wien - Köln - Weimar Wien Polygott Verlag 1991/1992 Der große Polygott München Prinz Eugen Winterpalais Bundesministerium 1998 Barockjuwel im Verborgenen für Finanzen JOSEF DONNER NORKA Zeitungsverlag 1990 Dich zu erquicken, mein geliebtes Wien ... - Wien Geschichte der Wasserversorgung der Stadt Wien bis 1910 JOSEF DONNER Österreichische Vereinigung 1998 Auf springt der Quell ... Wasser im Stadtbild - für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) Ein Wiener Brunnenlexikon und MA 31 - Wasserwerke Wien I. Wiener Gemeindebezirk 191 Widmung In herzlicher Verbundenheit mit meiner überaus geliebten Heimatstadt Wien inbesonders mit der Wiener Wasserversorgung widme ich mein zweites Buch über die Wiener Brunnenanlagen Herrn Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Frau Dipl-Ing Isabella Kossina Amtsführende Stadträtin für Umwelt. Dank Mein ganz persönlicher überaus herzlicher Dank gilt dem Betriebsvorstand des Magistrats der Stadt Wien Abteilung 31-Wasserwerk Herrn Senatsrat Dipl-Ing Hans Sailer sowie dem Geschäftsführer der Österreichischen Vereinigung für das Gas - und Wasserfach Herrn Dipl-Ing Robert G. Köck Beide Herren haben die Herausgabe des zweiten Buches über die Wiener Brunnenanlagen besonders gefördert und wirksam unterstützt . In Dankbarkeit Euer Josef 192 Nachwort Der Autor ist der zahlreichen Literatur über die Stadt Wien, die bei der Bearbeitung des Brunnenbuches herangezogen wurde, verpflichtet. Oftmals finden sich aber in diesen umfangreichen Unterlagen Widersprüchlichkeiten, Unzulänglichkeiten und Fehler. Aber auch der Autor selbst hat sicher wieder Fehler gemacht. Jedes Unternehmen dieser Art muß daher Mut zur Unvollständigkeit haben. Der Autor ist sich voll bewußt, daß die vorliegende Arbeit, die Fülle des bearbeiteten Materials, die Größe des Untersuchungsgebietes und der zur Verfügung stehende Buchumfang keinen Anspruch auf Vollständigkeit ergeben kann. Einem „Lexikon“ können nur in sehr beschränktem Umfang ausreichend eigene Forschungen zugrunde liegen. Für diesbezügliche Anregungen und Verbesserungsvorschläge ist der Autor dankbar. Der Verfasser ist nicht Kunsthistoriker oder Techniker und es lag ihm fern, den Fachleuten ins Handwerk zu pfuschen. Darum kann diese Arbeit auch kein kunstgeschichtliches Werk oder gar ein kunsthistorisches Kompendium darstellen. Das „Wiener Brunnenbuch“ kann aber auch keine Sensationen bieten - es soll schlicht und einfach ein Nachschlagwerk sein. Das Prinzip der Vollständigkeit wurde zwar angestrebt - wahrscheinlich aber nicht erreicht. Die lexikalische Form erschien dem Autor als die einzige, die es erlaubt, dem Fragenden soweit als möglich eine Antwort zu geben. Als Ordnungsprinzip wurde der topographische Aufstellungsort der einzelnen Brunnen gewählt, wobei die alphabetische Auflistung gemäß dem offiziellen „Buchplan von Wien mit Straßenverzeichnis“ erfolgte. Der Hauptakzent dieser Arbeit ist ein historisch-topographisches Erfassen und Dokumentieren bestehender Brunnenanlagen sowie auch auf abgekommene Brunnen hinzu weisen. In dieser Art soll dieses „Wiener Brunnenbuch“ daher einen ersten Versuch dar stellen. Daß das Brunnenbuch aber einem Bedürfnis entspricht, hat der Autor bei seiner Arbeit aus vielfachen Äußerungen entnehmen können und selbst des öfteren auch empfunden. Ursprünglich ist beabsichtigt gewesen alle Wiener Brunnen in einem einzigen Lexikonband zu beschreiben - im Hinblick auf die große Anzahl der bisher erfaßten Brunnen - rund 1500 - wurde entschieden, die in den Außenbezirken befindlichen Wasserkunstanlagen in weiteren Veröffentlichungen darzustellen. Den Brunnen im Wiener Stadtgebiet nachzugehen, dazu lädt dieses Buch ein. Es soll helfen das Wissen um die Wiener Brunnenanlagen zu erweitern und den interessierten Leser verleiten, der Geschichte der Wiener Brunnen zu folgen. Wenn es darüber hinaus zum Nachdenken anregen würde, zum Nachdenken über all das, was hinter den einzelnen Brunnen steht, dann wäre der Zweck dieses Buches erfüllt. Während der Bearbeitungszeit dieses Buches ist so manches Geschriebene wieder überholt. Wo einst Wasser plätscherte ist inzwischen das Brunnenbassin zu einem Blumenbecken umgestaltet worden - oder ist der Brunnen dem Straßenausbau zum Opfer gefallen ... losef Donner Josef Donner geboren am 8. Feber 1922 in Wien. Nach vierjähriger Militärdienstleistung (Gebirgsjäger in Finnland und Norwegen) sowie Absolvierung von vier Semestern an der philosophischen Fakultät der Universität Wien (Geschichte, Geographie) 1948 Eintritt in den Dienst der Stadt Wien. Über 40 Jahre Beamter des Verwaltungsdienstes (Oberamtsrat) in der Rechtsabteilung der Wiener Wasserwerke tätig gewesen (Pensionierung 1987), Berufstitel Regierungsrat 1978, Professor 1986. Er verfaßte über 100 Publikationen über die Wiener Wasserversorgung und ist Gestalter der Entwürfe für die beiden Gedenkplaketten „100 Jahre I. Wiener Hochquellenleitung“ (1973) bzw. „Fassung und Einleitung der Sieben Quellen - Durchschlag des Schneealpenstollens“ (1968) sowie der drei Sonderpostmarken „100 Jahre I. Wiener Hochquellenleitung“ (1973) und „75 Jahre n. Wiener Hochquellenleitung“ (1985) bzw. „850 Jahre Wüdalpen/Stmk“ (1989). Er gründete und betreut seit 1973 bzw. 1985 die beiden Wasserleitungsmuseen der Stadt Wien in Kaiserbrunn/Niederösterreich (I. Wiener Hochquellenleitung) und in Wildalpen/Steiermark (II. Wiener Hochquellenleitung). Ehrenbürger der Gemeinde Wildalpen- /Stmk (1989) und Ehrenring der Gemeinde Wüdalpen (1986), Sübernes Ehrenzeichen der Stadt Wien (1974), Verdienstmedaille der Gemeinde Gußwerk/Stmk (1987), Ernennung zum Korrespondenten der Historischen Landeskommission für Steiermark (1991). Seit 1986 Ehrenmitglied des Österreichischen Tburistenklub, Zentrale Wien. Vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung wurde am 28. Juli 1989 gemäß den Statuten des Österreichischen Museumspreises für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Museumswesens Anerkennung ausgesprochen.