^isrisi- 2isc!i- U5icl 1.351 cjssdidiioMsk 205095.^ 6 ^>^g-8v 25 - 13.S-S25- 11704Z-22 kldMg Unter >naden - einde der Keim. MMM -Das ist: riMKeKrmchnungm An die AndächtigeWallfahrterzudemWunderkbätigen Mnadl'ii-Drt! keyermarckt: ls den -z. Uay >7Z4. die auß dem AandWrstk. arckc MLockerau / gewöhnliHer Waffen / mit der M. Sebastiani-Bruderschafft Jährlich dahin angestelltckroceHioir ihren Außzug genommen: Theils auf der Reiß/ theils auf der Santzl besagten Gnaden-Orths VorgerraZcn: Von Vorbemeldten Marckts Pfarr- Vicario, und zu dieser Marianischen Wallfahrt Uerordneten Wriesterlichen Mührer. Auf andächtiges Verlangen deren Wallfahrtem in Druck beförderet. Mir Genehmhalrung deren Oberen. Wienn / gedruckt bey Leopold Kaliwoda / Uni veriitäts-Buchdruckern /auf dem Alten Fleisch-Marckt imKohlmayrischenHautz. -eiW letriWain/ mckmstem und Ma'.berg/ Ober - Hollabmn / Vrossau / ArbesbacZ / Groß/ Sißendorff/ SGwälben- / und Zästmg K. ys. und Wönigl.Uathol.Waj.Uammerern/ Geheimen / und Reichs-Hof-Rath rc» Wie auZ: An er Noch- und Mohlgebohrnen Mrauen Deß öm. Reichs Nräfin vonMetrichstain/ Wochgeboyrnen Gräfin Von Bosenberg und Urllni öcc. reinen Mnädig- Wochgebietenden Matronen. solte miß winden/über diese wenige Blatter EC. Lx> cellenL hohen Schutz und Gnaden--Huld mit demüthigster Oeclicirung anzuflehen/ und zu erbitten : weilen Zob der bekannte Gedult- Spiegel es gleichsam für unanständig haltet / daß ein durch geringes Anblasen leicht- bewegliches Blat der Gegenwurff seye einer dasselbe hoch - übersteigenden Macht/ berohalben führet er sich nicht ohne Verwunderung zu Gemüth / daß die allmögende Göttliche Krafft gegen einen so geringen Geschöpffe ihre Würckung möge beweisen/ da er saget: LonrrL folium, vcnro ' 2 rapi- rapitur, osteuäis potentinm tuam, (s) Wider ein Blar/so der Wind hinweg führet / zeigest da deine Macht. Mein so gering diese wenige ' Blätter an sich selbst / so schwer und wichtig scheinet mir doch zu scyn der Innhalt derenselben/ indeme siedaS/obwohlen mit meiner schwach« und unberedsamen Zungen hervor gebrachte Lob der Sec- ligsten Mutter GOttes in sich begreiffen / welches auf ihre niemals genug gepriesene Tugend - Verdiensten und Vollkommenheiten so vest sich gründet / daß weder die Sturm - Wind Ketzerischer Lästerungen/ weder das Sausen und Brausen der wider diese Himmels - Königin stätö wüttenden Höllen etwas daran könne schmälern/verduncklen oder vertilgen. Ja eben dämmen erkühne ich mich mit desto besserer Zuversicht / gegenwärtige wenige Wallfahtts - Erinnerungen EL. Lx- cellenL angestammten Oemcn? mit tieff- schuldigster Danck - Pflicht für so viel bereits empfangene hohe Gnaden demüthigst zu widmen/ weilen mich hochgedacht Demselben sattsam bekannter Marianischer AndachtS - Eyffer dahin verleitet; Eben dieser zeigete mir billich den Weeg / beeder EE. Kxcellenren beywohnende hohe lVlericen / angestammte Hoch-adcliche (Qualitäten / Ruhm - und Tugendreiche Voll« kommenheiten / samt den preyßwürdigsten Angedencken Dero Weltberühmten Hoch - Gräfilichen Häusern mit schuldigster Lob - Feder zu durchgehen : allein Derostlbrn hoher Ehren - Mlckntz hat keines wcegö eines Mlälltzl vonnöthen / als welchem vielmehr obliget/ sich um Gnadcn-Strahlen zu bewerben / als einer so hell- scheinenden Sonne einiges Liecht durch Lob - Sprüch beyzulegen ; Und wann ich mich auch dessen erkühnete/ wurde mir die Welt-bekannte Hoch-Gräfliche Ehren - kama zweiffelö ohne alsobald in die Feder fallen / und gleichsam in das Ohr sagen: Wo du außwilst / bin ich schon längsten gewesen/ dann das Ruhm-volle Hoch-Gräfliche Hauß von Dietrich- sikstill hat mir mit dem Dietrich oder Haubt-Schlüssel dessen hohen Beriten schon längsten die Zungen zu schuldigsten Lob - Verfassungen öffters gclöset / welche als so viel Edle WtkiN dasselbe Ruhm - reich machen und bezieren. Wer hat wohl so verduncklete Augen / daß ih- me die so weit sich erstreckende Ehren - Strahlen eines Hoch - Gräflichen Hauß von Rosenberg und Uilmi solte seyn verborgen ? Wem hat der in der gantzen .Christenheit löblichst wiederum eingeführte Gnaden - Gruß : Melobt sey MEsus Nhristus / seine Außbrcitung zuzuschreiben / ajö eben dem Edlen Tugend-Geruch einer llrimischen Rosen / nemlich dem auß diesem hohen Hauß würdigst entsprossenen Statthalter Christi auf Erden LeneäiÄo XIII. höchst - Seeligsten Ange- (c) lob. IZ» Angcdcnckens ? Weilen nun eine so weit- erschallende Ehren - kuM beedrrHochgräfiichcn Häuser so Ruhmreich für mich das Wort führet/ und meine Schwachheit sattsam ersetzet/ so unterfange mich / diese meine zu schuldigstem Lob zwar sonst höchst - vcrpfiichteste Wuschtzifft in eine demükhigste Wtt-WDrifst zu verändern > mit getroster Zuversicht / EE. Hoch-Gräfliche Lxcellsnren werden auß angestammter Milde nicht allein diese Dero Hoch-Gräflichem Schütz und Andachts- Eyffer demüthigst gewidmete Marianische Lob r Sprüch hochgeneig- kist auf- und anzunehmen / sondern auch mich / als den unterthänig- sten Ubergeber derenselben / wie auch meine LE. Hoch - Gräflichen Lxccllcnren ohnedem treu - gehorsamst unterworffene liebe Eltern/ und gesamte Verwandschafft mit gewöhnlichen Hoch - Gräflichen Hülben ftrners anzusehen gnädigst geruhen / worzu mich und all die Meinige demüthigst empfehlend / Zeit meines Lebens für EE. Lxcek lenken und Demselben niemals genug gepriesene Hoch - Gräfliche Häuser um unabläßliches Wohlseyn / und best - beglückten Ausnahm den gütigen Himmel eyffrigst anzuflehen gelobe / verspreche / und zq ersterben verlange UnrerchckmMer Lapellan Carolus LIrinrI. B Gunst- unst-geneigterLeser! Ann dein scharff-fWiges/ doD unpattheyisches Gemüthö-Aug diese wenige Geistliche Erinnerungen vielleicht wohl deß öffentlichen Vortrags/nicht aber deß öffentlichen Druckes würdig schätzet / so erwege / daß dieselbe keines weegS das mir nicht beywohnende sinnreiche Ansehen hoch- außgearbeiteter Lonccpten / sondern das blvffe prerium^Kcäbioms, oder fromm - eyffriges Verlangen meiner andächtigen Marianischen Wallfahrtem dahin habe beförderet / worzu dieselbe sich allein / und niemands andern zu verpflichten gedencken. Ich begnüge mich auch gantz gern an deme / wann nemlich eine Hochlöbliche -Obrigkeitliche denlur, in dieser meiner wenigen Mund - und Feder s Arbeit nichts wider die Katholische Glaubens - Lehr / und gute Sitten antressend/ mich für einen treu- gehorsamen Sohn oder Mitglied der Christlichen Kirchen / und mindesten Ruder-Knecht deß SchiffleinS kern (ausser welchen kein Heyl zu hoffen noch zu finden) erkennet. Lese/urtheile/ und lebe wohl / wie es von Hrrtzen wünschet: L. O. Erste rskeMmaMung/ >ey dem Wußzug der kroceliion m Witte dch Warckts. I' L l'uZlorjg Jerusalem, tu iMNa Israel, tu liottoriticen« tia porruü noliri. /EK /5. Du bist die Ehr Jerusalems / du bist die Freud Israels/du bist die HerrliZkeit unsers Volcks. Im Waffen! zum Waffenl schreyet dir allgemeine Noth/dars um hcrbey / wer Lust hat ein Soldat zu werden / dann wie haben Ursach genug / unseren Feinden den Spitz zu bieten; O elende Welt! was werden wir in deinen so bitteren Zeiten noch erleben ? Der küffcns- würdige Frieden zeiget uns den Rucken / der erschreckliche Kriegs - Gott btars hat aller Or- thcn außgcstcckct seine feindliche Zeichen / und wo ich mich in dem LurvxTischcn Welt - Bezirck nur hinwende / ist fast alles mit Waffen beleget; diese werden von Feuer-donnercnden Stucken zerrissen/ jene von Blut-durstenden Schwerdtern entzweyet / etliche von unter - indischen Minen samt der Erden / auf welcher sie stehen, in die Lüfften gefprenget / diesen licffcrtcin Stich oder geringes Bley dem Todt in die Hände / jenen wetten die Füffe deren Pferden die mit dem Todt ringende Seel gar auß dem Leibe / die me» ste müssen so wohl in eigenem als fremden Blut/ wie ein l?lmrao im rothcnMeor/ gleichsam ersauffcn und verschmachten; den grausamen bäsrs hungert nicht so viel nach Brod als nach Menschen - Fleisch / sein unersättlicher Durst ist mehr nach Blut als nach Wein oder Wasser / und mögen die jene die betrübte Würckungert eines Blut - verderblichen Krieges beschreiben und beweinen / welche dieselbe mit Auge» gesehen / und niit Schaden erfahren / alwo alles/ was man ansihet/ nichts anders ist/ als ein Greul und Zäher- würdiges.Elend. Aber still / still ein wenig! alles was ich bißhero gemeldet VSN dem Krieg/ den man führet mit sichtbaren und leiblichen Waffen/ ist wie ein Schatten an der Wand gegen der Kriegs - Gefahr in dem Streit der Seelen ; Das Mcnsihlichs Leben / was ist es nach dem Außspruch eines gedultigcn Jobs (a) Fs ein Streit/ oder innncrwehrender Krieg auf Erden? welcher eben desto gefährlicher / weil er/ nach denen Worte» deß Apostels (b) nicht wider sichtbare / sondern Unsichtbare Leinde muß werden geführet; In diesem Krieg streitet man nicht um das B 2 zeit- sSl) /--6. 7, (b) 6. D. ili, . - , zeitliche/ sondern um bas ewige Leben / man fechtet nicht um ein yandvoll Erden/ sondern um das Land der Lebendigen ; «m dieses / Christlicher Soldat! hast dn durch dein gantzen Lcbens-Lauff zu streiten / und erhaltet nur allein der jene den Sieg / welcher tapffer und seinem Fähnlein treu verbleibet biß an das Ende/(e) verlierest du die Schlacht bey deinem letzten Abdruck / so bist du auff ewig geschlagen. Ein so harter / bitterer und blutiger Krieg ist der Krieg der Seelen / daß / ihr das Leben zu erhalten / es den eingebohrnen Sohn GOttes AHM» JEsu selbsten das Leben und letzten Tropffen seines heiligsten und unschätzbaren Bluts hat gekostet. O armer Christen- Soldat l ich bcdaure wohl hertzlich deinen so harten Stand / welcher dich verpstichket / einen so gefährlichen Streit zu unternehmen » deine arme / und zwar nur eintzige Seel / ist mit solchen tyrannischen Feinden umgeben / daß denenselben aller Menschliche Gewalt nicht fähig ist zu widerstehen / wann ihme nicht die Göttliche Gnaden - Krafft die Hand leitet und führet. Arme Menschliche Seel! was bist du anders / als ein von allen Seiten beängstigtes und hart - belagertes Jerusalem ; Dich gehet es an / was Christus von dieser Stadt / als Er dieselbe mit Zäher - stiessenden Augen angesehen/ traurend hat vdrgesaget - Circuwüabunt re inimici tui vallo, (6) deine Leind werden dich Mir einem wall umgeben / coävguüsdnm tö unäigue,sie werden dich von allen Seiten beängstigen / sie werden dich und deine Linder/ so in dir sexnd/ zur Erden schleissen/und keinen Stein auf dem ander» lassen. O harte Belagerung ! O bitteres feindliches Verfahren l Es muß wohl groß seyn deine Beängstigung elende Menschliche Seel! weilen nach Anspruch eines Heil. Lerrmräi Christus deine Noth und Gefahr mit so viel Bluts trieffenden Augen hat beweinet / so viel nemlich Wunden und Glidmassen an seinem heiligsten Leibe werden gezehlet. Dein Feind ist die Welt / in welcher du lebest / dein Feind ist das eigene Fleisch / in welchem du dich befindest / dein Feind ist die Sünd/ und dessen Stam-Vatter der Teuffel samt dem Todt und der Höllen / so darauß seynd entsprossen ; diese seynd jene grausame tyrannische Larven / mit welchen du mein Christen-Mensch hast zu streiten und zu kämpffen; derohal- ben ermunteret uns zu einer tapfferen Gegenwehr der Welt-Apostel mit eyffrig- sten Worten: Lonkorwmini in Domino, (e) stärcket euch in dem HErrn/ leget an die Waffen GOttes / versehet euch mit dem Schild deß Glaubens / setzet auf die Beckelhauben deß Heyls / ziehet an den Banner der Gerechtigkeit / bewaffnet euch mit dem Schwerdt deß Geistes / dann euer Krieg und Streit ist nicht wider Menschliches Fleisch und Blut / sondern wider unsichtbare schalckhaffteste Geister/ wider mächtige und gewaltige Fürsten dieser Finsternussen. Wie ist dir zu Gemüth / O Christen - Mensch! bey einer solchen Anzahl so mächtiger Feinden ? Das Israelitische Kriegs-Heer hat nur ein einziger QoliorN herauß gefordert / und durch gantze 40. Täg hat für Forcht und Schrecken sich auß so grosser Menge keiner gefunden / der sich getrauet hätte/ mit diesem einzigen Menschen eines zu wagen: und du / O sündige Seel l solst mit so vielen / und weit mächtigeren Feinden / als ein Oolistli ist / dich in Streit einlaffen / wo du nebst all diesen Feinden noch darzu das Göttliche Rach - Schwerdt / welchem niemand kan widerstehen/ wider dich hast wegen unzahlbaren deinen Verbrechen. Wer soll sich nun wohl getrauen / ohne guten Luccurz ins Feld zu rucken ? Wer soll mit der bctrangten / und von ttoloterne hart belagerten Stadt Lerliulig mit Forcht und Schrocken dcißbevorstehenden Untergang sich nicht zu Gemüth führen? Aber getrost Christliche Soldaten / der beängstigten Stadt Lerkulis hat bey ihrer äuffer- sten Noth ihr Fürst und Vorsteher Oriss (k) guten Muth gemachet / da er sie in fünff Lägen auf die von GOtt erwartete Barmhertzigkeit hatte vertröstet; und ,, , obwoh- (e) r 0. r,« 2,2. (ä) L«c. i-, (e) F. 4. obwohlen er nicht wüste / in was diese gewiß verhasste Göttliche Külff koste L2 . L L' LAS --l di-M-S-sH- °-L N» LA KL haubtung deß Israelitischen Ettz - Feind »oloLnl!. L bettangEM IS von der Belagerung befreyet / das unzahlbare ^syrische Kriegs-Heer in die Flucht getnben/geschlagen und zerstreuet/ihre zu GOtt inständig ruffende Mit- Burger abernnt unaußsprechl-chcm Trost erquicket/ und mit von dem Feind ckn- gehollter unschatzbaren Beuth hat bereichet. Ich betrachte euck ande, t, Uallhier Wallfahrter / wie ein betrangks LÄ ^ nemlich eure Seelen dem Grimm und Zorn weit grausa- mererAindm/ üls ein klolo/ernes ist / stch üußgesttzet bestnden / und weilen ick rkuliern / mich mitten unter euch befinde/ vertröste ich euch gleichfalls au h« in funff Tagen sicher eintressende Gnaden - Hülff und verhofften 8uccurx wider d?e Feinde eurer Seelen: ich führe euch zu Feld wider diefelbc mit eben denen Worten 021« : Lichio snimo ettote krslres, Le Kos quingue -lies expeüemux s Dommomiiericoeäism. (g) Seyct Wohlgemuth/liebe Brüder' und lasset uns noch funff Tag aufBarmhertzlgkeit von dem HLrm warten ; ich ermuntere euck zur Beharrlichkeit nn Gebe»/als wahrhafften geistlichen Waffen in dem acfäb? u«,n S--I-N. Kn,g, »»d s-z, ,»ch A gL/ft L LTL E dtst . 8en:0te ) HUOMLM ex3U(lier DOMMU8 vreeeb veürL^ (d) wisset / daß der YErr euer Gebett wird erhören; der abqefaqtt JudenÄckck ^msn findet seine Mkcr, welche seinen Grimm und Zorn mitdemMrana lat machen ersticken ; Lcksrs der Verfolger deß Israelitischen Volcks /findet Mne ss-kel, (l) welche Ihme den Kopffniit einem Nagel durchbohret' ^bimsle-ck ü» tyrannische BrudeEörder findet gleichfalls einkM thme den Kopff mit einem Stein zerquetschet ; Letkulis findet ihre .lucki i wek che sie von dem Grimmen ttolofemis errettet. Wo werden wir nun , Kläfften nach schwache / und Hülff- lose Soldaten / eine dergleichen Oeldenmü! thige Beschützerin wohl antreffen / so uns mit hilffreicher Hand unseren Feldiua beglücke / und die Waffen siegreich mache ? Sorget euch nicht um dieses / riechet nur fort ins Feld um euerer Seelen - Heyl tapffer streitende Christliche Ge^ Muther / pock quinguo chex, in fünff Tagen solt ihr an dem bekannten Gna- ju Aeü nr SteyermalÄt eine st>lche Melden - antreifen ,,nk> den i^kl^ die alldortige Gnaden-Mutter istunsertrcuestellliuke/ cher wir Stockerauifche WMfahrter schon letzt- verwichcnes Jahr einen soÄ / und unzertrennlich ewigen Bund oder/Main geschloffen/daß weder die 7- T-E-u >- P°«.»»-. «8 »8 AL L7L s-lbe zu schwächcn / oder zu vernichten. O dann grosse Gnaden Mutter ! nehme nicht ungeneigt auf/ daß wir zu deinem Marianilcken Thron zu Zell unsere Reiß anheut wohlgetröstet antretten/wir evlen ben^o elen^ und betrübter Kriegs- Zeit zu dir unserer /Mitten/ °de7/ielmehr QbZenÄd' Fürstin und comsnclwenden OenersliMmsm deß gesamten Christttchen VEs/ wir schworen zu dem Fahnen deines treu-Mütterlichen Schutzes mit bcnamirttem grundhertzigsten Anflehen / du wollest uns unter dein weißstes unduMastes commsncko gnädigst annchmen/damit wir in dem gefährlichen Streit wider dw wcmahls unterligen. Zn dieser Zuversicht soll uns kein Marsch zu beschwerlich / kem Weeg zu weit / kein Berg zu hoch / kein Oiv oder Ungemach deß Gewitters zu unerträglich fallen. Ich weiß zwar noch nickt dw Anzahl deren auf diesem meinen Werb-Platz zu deinem Dienst sich einfindmden (k) t. (k)/«A. -. (>) /«L'c. 4. Svl- Soldaten oder kecrouren, doch ist gewiß, baß sich viel v°^rs E-r Uber- UW dw-nnter beknden / welche schon öfftcrs von Haltung der Göttlichen Ge« k.nÄn smnd durckaanaen / und sich zu denen geschwornen Feinden dernes emge« bLnen Sohnes eigenm Deelen mckneydig haben begeben / d.e dero- Kalben nicht würdig wären unter deinem Schutz und Lommanclo zu stehen/vrel- wemaer sllentiret und ausgenommen / sondern vielmehr ausgeschlossen 8U n^ck^ deß höllischen Abgrunds verdammet zu werden; Al- BmmkwiÄ, mlch- "i d-- Zahl d»,» Ewd„« k nemlich die Sünd / und der durch fie in die Welt eingeschlichene Todt/ die teuff» lische Schlangen mit ihrer gantzen Höllen - Macht seynd mit mir also verfahren. Da sehet ihr nun / Geliebte / wie scharff es hergehe in dem Krieg / wo man streitet mit denen Feinden unseres Heyls. Geliebtester JEsu! die Anzahl ohne Zahl deiner häuffigen LIetluren/ die grosse Menge deiner schmerylichsten Wunden zeigen/ wie hefftig du müssest für uns elende Menschen haben gestritten; wo hat jemals/ so lang die Welt stehet / auch der tapffreste Soldat so viel Wunden können weifen/ als man an deinem allerseits zerfleischten heiligsten Leib thut finden und ersehen ? Bey etlichen wird verletzet das Haubt/ bey andren der Arm/ bey andern die Brust oder andere Theil deß Leibs; du hast aber / mein gecreutzigter Heyland l auß dieser Schlacht und Lsrrsille, wie llsiss sagt / s plsnls peclis ulgue sä verticem , (c) von der Fuß-Sohlen an biß auf die Scheidet deß AaUbrs kein gesundes Fleckel darvon gebracht. O Sünd l O Sünd ! was stifftest du nicht für Krieg und Unheyl l du hast auß der fast unendlichen Anzahl deren Englen den dritten Theil zu abscheulichen Teufflen gcmachetdu bist Ursach / daß der bittere Todt in die Welt eingedrungen / und über uns herrsche; du bist Ursach / daß der eingebohrne Sohn GOttes / die Unschuld sechsten / als ein schuldiger Missethäter an dem Creutz hange / und sterbe. Wann dir / mein Sünder! ein Königlicher Printz / oder naher Anverwandter deines Lands-Fürsten vor Augen gestellet wurde/ welcher in gegenwärtigem Krieg für das Heyl und Ruh deßVatterlands streitend / voller tödtlichen Wunden/mit Blut allerseits überloffen auß der Schlacht nach Haust gebracht worden/ und also übel zugerichtet in äußerster Gefahr stehet seinen Geist auszugeben/ wurdest du nicht zweiffelsohne denselben mit mitleydigstcmHertzen betrachten/ und sagen: Mein GOtt l es ist wohl ewig Schad/ daß ein so edles Blut / von so hohem Stamm und Würde / bey solchem Überfluß der Reichthum und zeitlichen Wohlstand / bei) so jungen Jahren und blühendem Alter auf so schmcrtzliche Art die Welt muß verlassen/und in seinem eigenen Blut und Wunden verschmachten/ ich weiß ihme diese grosse Lieb/so er für unser liebes Vatterland hat bezeiget/gewißlich nicht zu vergelten ; indem er zu Hause unter denen Wollüsten deß Hof- Lebens in Ruh und Vergnügcnheit noch lange Jahr hätte können leben. Sünder! hier stelle ich dir vor nicht einenPrinycn eines indischen Königs/ sondern den eingebohrnen Sohn deß lebendigen GOttes/ einen HErrn und Herrscher yiinels und der Erden; nicht einen Monarchen etlicher Königreich und Länder/ sondern den König aller Königen / den Beherrscher aller gecrönten Häubter und Monarchen / ja den GOtt aller Götter/ wie ihne Osviä (6) nennet / und zwar in Menschlicher Gestalt und Natur / dessen Königlicher Sitz der Himmel / dessen Fuß-Schamel die Erden ; hier sitzest du ihn nicht mit Gold-schimmerendcm Purpur auf seinem Throne / sondern bloß und nackend am Stammen deß schmählichen Crcutzes; nicht in himmlischer Wollust und Herrlichkeit/sondern so arm/daß Er auch nicht hat / wo er sein Haubt zur Ruh hinlcge; also zerfleischet/ zergeißlet und voller Wunden / daß Er/ wie Os viel (e) meldet / ehender einem mit Füssen zertret- D tenen sc) //->, r. v. -. (6) lA/. 4 ». (e) tA/. r r. Eenen Wurm als Menschen gleichet / und dieser auß Lieb zu dir / O Mensch l stir« bet in solchem Stand den schmählichen Todt deß Creutzes ; Solle dir dieses nicht tieffer zu Hertzen dringen/ O Sünder! als das betrübte SpeS-wul eines an Baum gebundenen Lcdior denen mitleydigen Lelduliern ? Aber lasser uns sehen / was dieselbe mit diesem verlassenen Hmmormer-Fürsten ferners vorgcnommen r (2»em tol venrez, äuxerunr in keklruliam, (t) Sie löseten ihn auf/ sagt der Göttliche Icxl, und führeten ihn in Leckuliam, und das gantze Volck/ auf seine Erzchlung/ fiele nieder auf das Angesicht / heulete/ weinete / und tröstete, ihne. Marianische Soldaten / lasset euch doch von denen mitleydigen Israeliten nicht zu Schanden machen / sonderlich wo nicht ein fremdes Volck / sondern ihr selbsten an denen Peynen und Banden eures unschuldigsten ^ckior, ISsu Christi die Ursach seyet Fragt ihr : wer ihne gefeßlet und gebunden ? so gibt er euch zur Antwort: kemss peccaiorum oircumylexi lunr me, (g) die Strick deren Sündern haben mich umfangen; Wolt ihr wissen / wer die Ursach sey seiner so vielfältigen Wunden? so sagt er mit dem Psalmisten r Luprs üorsiim meum babricaverunr peccsro- res. (k) Die Sünder haben einen Amboß gemachet auß meinem Rucken / aber! was haben sie dann darauf geschniidet ? krolongsverunr iniguirarem susm, sie haben ihre Miffethat verlängert / sagt der Göttliche 1 exc. Ach wie viel Jahr schmidest du schon an der Ketten deiner Laster / sündiger Mensch l wilst du sie dann noch langer machen auff dem Amboß dieses allerhciligsten Rucken durch die unaußsetzliche Ubertrettung und Verachtung deren Göttlichen Gebotten ? Hanget dann nicht ohnedem schon eine so grosse Anzahl Glieder deiner Missethatett aneinander ? daß man an dieser Laster - Ketten fast weder Anfang noch Ende erblicket ; da du vielmehr sollest trachten / deinem Heyland / wie die Lerkulier ihrem Lckior, auß Mitleyden die Banden ausfzulösen/ so bist du / mein Sünder! einer auß denen/von welchen Paulus: (i) Kurlum cruciügsnresllbimerixlis klimm vei, die ihnen sich selbsten (nemlich mit ihren Sünden) den Sohn GOr- res aufs neue cveuyigen. Nicht also / Geliebte in dem HErrn! nicht also müssen wir verfahren mit unserem Erlöser / wann wir den erwünschten Sieg wider unsere Seelen-Feind wollen erhalten; folget vielmehr dem heylsamen Rath eines heiligen paurenrii ^uüiuiani: (k) Lompeües maäeiaeilo lackr^mis, benetzet mit Zähcrn / sagt er / die Feßlen eures gecreutzigten Yeylands / fallet ihme zu Füssen mit reumüthigem Hertzen / beweinet eure Missetharen mit zerknirschtem Ge- müthe; spahret die Buß nicht biß auf das schwache Krancken-Beth der mit dem Lodt ringenden Seele; die Zerreißung deiner Sünden-Kctten/O Mensch! brauchet starckcn Gewalt/ gutcKräfften/ und standhafftes Unternehmen. Wie wüst du / Christlicher Soldat! deinem Feind begegnen / wann dich die Lebens- Geister nach und nach schon verlassen ? Wie wilst du seine List und Nachstellungen auß« kundschafften und entdecken / wann dir die Augen bereits erblassen ? Wie wüst du die Waffen führen / wann du vor Mattigkeit und Todtes-Angst kein Gliebmaß kanst bewegen ? Wie wüst du ihne überwinden und besiegen / wann du selbst mit Leibs - und Seelen-Wunden behafftet / wie ein elende tvlaroäe fremder Hülff dich must bedienen / und gewarten ? Nein / nein / Geliebte! das Reich GOrres ley- der Gewalt / (l) sagt die ewige Wahrheit / keine Schwache oder Kkafftlose / sondern allein die Starcke / Tapffere / Violenri, das ist / die Gewalt - anlegende reiste» dasselbe zu sich. Wohlan dann Marianische Kampffer! der ich euch im Namen unserer him- lischen Leneralin auf diesem Feldzug commsnclire / munteret euch aus zu einem heylsamen Liebs-Streit gegen eurem gecreutzigten Heyland / verrichtet mit Auf« mercksamkeit nach gewöhnlichem Soldaten-Brauch das von mir euch Vortragende Lxer- L. A P. 17 F. (b) k/-/, IIS. (!) L. (li) I o. (I) 11. Lxerckium oder Kriegs - Übung. Dekohalbcn rucket an/das ist: Kommet her- bey zu dem an dem Crcuy Hangenden Leben eurer Seelen/ acceckirs sei eum, Le il- lummsmini, (m) gehet hinzu zu ihme/ und lasset euch erleuchten/ das Grvöhr zu Fuß / das ist: Leget knyefallend mit wahrer Reu euer Hertz zu denen Füssen eures geertutzigten Erlösers / saget mit Demuth: Hier ligen wir vor deinen, Angesicht? gebencdevter Heyland! weil uns die Menge und Schwere unserer Sünden nicht lasset aufrecht stehen; derohalben wie der kublican und offene Sünder getrauen wir uns nicht auch nur die Augen gen HiMmel zu erheben / sondern sagen mit reu- müthigem Hertzen r HErrGOrr fty gn ädig uns Sündern; dessen ohnangesehett schrey ich euch dannoch zu: Gwöhthoch! oder lmlom corcka, das ist: Erhebet euer Hertz und Gemüthe zu den Gnadenreichen Verdiensten ZSsu Christi/ waschet euer sündige Seele in dem kostbarcsten Blut eures Erlösers / saget mit vestem Vertrauen : Lor comrirum Le bumilialum Osus non ckelpiciös, wann die Anzahl unserer Sünden auch noch so groß wäre/ so wirst du dannoch/ O gütigster GOttl unser demüthigst- und zerknirschtes Hertz nicht verachten; Schlagt an / das ist: Zielet auß ganyer Seele/ auß ganyem Hertzen / auß allen euren Kräffken nach dem wahren und eintzigen Ziel und End / zu welchem euch GOtt erschaffen / nemlich Nach ihme sechsten / indem er zu einem jeden auß euch saget: Lgo kroreLtor wm tum > Le msrccs tua magna n>mis,(o) Ich bin dein Beschützer / Und dein sehr grosse Belohnung. Wohlan / so gebt Feuer auß dem Gewöhr eures Hertzen/ verwundet euren Heyland mit denen Flammen einet wahren und kindlichen Liebe/ dringet durch mit dem Gewalt dieser brennenden Liebe biß in das Innerste dcß lieb« teichistcn Hertzcns eures gecreutzigken Erlösers JEsu Christi / damit er auch vott euch / Marianische Soldaten! wie von seiner geliebtisten Braut könne sagen: Vul- verLlti cor meum,(p) Ou hast mein Hertz verwandet/dann dergleichen Wunden erwecken bey JEsu keinen Zorn / keine Ungnad / sondern nichts als heylsame Gegen-Lieb / und Mittheilung seiner Göttlichen Gnaden. Nun sehet ihr / Marianische Soldaten l was ich bey euch suche durch mein Wlicarisches Lxerciren/nemlich nichts anders / als was Paulus bey seinen kkilip- penlern : (g) Ickis emm midi eil Oeu8, guomocko cupiam omnes vos m vi- sccribus Zasu Lknlii, GOtt ist Mein Zeug / sagt er / und ich mit ihme/ daß ich euch alle verlange in dem innerste» Hertzen JEsu Christi. Aber durch wem finden wir den sichersten Weeg dahin? Als eben durch unser coinsnckirende Feld- Fürstin/ durch unser tapffreste himmlische ssuckitk Nicht ohne Ursach hat uns ihr gebenedcytester Sohn am Stammen dcß Creutzes ihr eyffrigst anbefohlen in der Person seines geliebten Jünger ssoannis, da er gesaget: Loce kilius tuus, sihe / das ist dein Sohne / als wvlte er sagen / sagt der gelehrte Oalwata: Hadern peccatores tanguam Klios ä me tibi commencksros, eosgns rua imer- ceillone salves, lasse dir die Sünder anbefohlen seyn/wie deineKinder/und bringe sie zum Heyl durch deine eingelegte Fürbitt. Marsch l Marsch.' also Ma, rianische Soldaten / brechet auf/ cylet nacher Zell zu bääkl/ztck, M8U5 unser Heyland hat Ihr das Lommancko über uns überlassen; der sich wider so ohn- zahlbare Seelen - Feind will sicher stellen / der lauffc mit mir zu diesem Gnaden- Hrth/chlda sollet ihr lehrnen streite»/überwinden/triumphiren/ und ewig leben/ g W E N. on, ein demuthigste Bitt und Anbrinqen für mein mit mir hieher geführtes arm« betrangt-und deines viaeEleven w.» .V hat aller Orthen seine feindliche Zeichen außgestecket/ unser gebebtes Luro. pa ist fast in allen ihren Ländern undkrovinren mit Waffen überzogen; die Fran- tzösische Lilien trohet mit ihrem schädlichen Geruch, dem Römischen Reich einen Schlag-Fluß zu verursachen; der Spanische Löw suchet Gelegenheit/ mit fremdem Raub seine Jungen zu versorgen ; die gekrönte Insel Larmiuen hoffet auch bey diesem Kriegs-Spiel nicht gar ohne LruwpffoöerLriumph darvon z,i kommen / allein nicht diese/ sondern gantz andere Reiche und Länder ftynd/ welche uns / Ma- rianische Soldaten! veranlassen r die Massen zu ergreiffen gantz andere Beherrscher ftynd es / deren Zorn und Macht wir haben zu fürchten und zu besorgen: Eines auß diesen Reichen ist kegnum Loelorum, das Reich deren Himmeln / in welchen, der / wegen vielen Beleydigüngen / über die Menschen Mich erzörnete GOtt /mit dem Rach -Schwerdt den Untergang bedrohet; Das andere ist das Reich der Tobten / auß welchem der unbarmhcrtzige Todt alle Augenblick nähender anrucket / uns mit seiner tödtlicheil Sensen und Mord - Pfeil den letzten Stich zu geben / und den Garauß zu machen. Das dritte ist das Reich der Finsternuß/ dessen Fürst Luciier mit seiner gesamten Höllcn-Macht wie ein brüllender Löw auf uns anlauffet / und mit vollem Grimm suchet / wo er Menschliche Seelen finde zu verderben und zu verschlingen; Also sehen wir uns/ OKt/VKI^! viel zu schwach/ so vielfältigem und mächtigem Gewalt einen Widerstand zu thun. Dieser elende Zustand unserer so wenigen Krafften hat uns mit denen bekränzten Letlluliern schon manche Thranen auß denen Augen gepreffet/ derohalben haben wir wie dieselbe unser Zuflucht zwischen denen Stein-Klippen und Bergen gcsuchet/und seynd hieher unter dieses Steyrische Gebürg / wider allen Anfall den Weeg zu verlegen, entflohen. Wir haben uns Mit Schlingen versehen und gerüstet / nemlich mit denen heiligen Rosenkränyen auf unseren bißherigen mühesamen Märsch zur Ge, genwehr gcfttzet / allein wann uns in fünff Läge» kein Hülff und Succurs zu Händen kommet / so treibet uns die Noth / wie die arme Lerkulier auf die Übergab zu gcdcncken ; anhcut nunmehro ist schon der vierte Tag / wo wir denselben sehnlich verhoffen und erwarten/ist noch um einen Lag zu thun/wann keine Hülff anlanget, so seynd wir deß Feindes eigen / und verlohren ; allein hat sich in Le" kwulm eine Heide,imüthige^uchrk gefunden / welche ihr geliebtes Volck auß äus, serstcrNoth hak errettet / also hoffen wir nicht minder / du werdest/O unüberwindlichste Beherrscher!» Himmels und der Erden/ unser auf dich gesetztes sicherste Vertrauen nicht ungnädig ansehen/ und uns in dem gefährlichen Seelen- Krieg/in welchen uns unsere Sünden haben verwicklet / mit deinem Gnadenreichen Luccurz, Hülff und Schutz von Grimm und Zorn unserer Femden erretten; indeme dieser »erhoffte Beystand eben die Ursach ist / welche mich und meine dir demüthigst ergebene Soldaten i» dieses Gebürg hat herein verleitet und gezogen. Wir erinneren dich jener/UlisnL, und vesten Verbündnuß/welche wir Stockcrauer erst verwichcnes Jahr mit dir/gütigste Himmels-Königin / an gegenwärtigen diesen deinem Gnaden-Orth/ wie vsviä und^onaekss so vest und unverbrüchlich haben geschlossen / daß weder die Welt / weder Todt/noch Teuffel mit aller seiner Yöllen-Macht fähig solte seyn/dieselbe zu zertrennen; du hast uns/mit Versicherung deiner Hülff und Treu/ voriges Jahr ln Gnaden von hier entlassen / stheso kommen wir für Heuer wiederum / dich deines gnädigsten Versprechens zu erinneren / weilen wir dieses Jahr / wider die Feind unserer Seelen zu Feld ziehende Soldaten/als einer tapffresten (-enerslin deines Anführens / als einer Bundsgenossenen deines Beystands / als einer Beschützerin deiner Hülff/ und als einer Heldenmükhigen^uclith > wie die bekränzte Lechulicr deines Raths und Schutzes nur mehr als zu viel vonnöthen haben. O ! und weilen nach Außsag deren Gelehrten: kiclelitss e st virlus inclinans liominem, u r pgüa öc promista lervcr, die Treu nemlich den Menschen dahin beweget / daß er das Versprochene Unverbrüchlich halte / W haben wir die Vollziehung dieser Tugend bey Niemand bcffet/als bey dir/ L) Spiegel aller Tugenden MäKtA uns zu vertrösten / weiten nemlich deine Mütterliche Güte sich eine Schuldigkeit darauß machet /'allen dich anruffenden Bctrangten / sonderlich welche mit dir ein besonderen Bund ge- E Ms- schlossen , wie wir / beyzustchen / und Wider die Feinde unserer Seelen «nächtigst zu bewahren, und zu beschützen. „„ ^ Ja / Ja Marianische Soldaten l getrost / zwcyffelt nicht an der Treu euerer Bunds - genossenen / und heldenmütigsten Anführerin , Nach unserer Aufführung ist sie nur gar zu treu und gnädig gegen uns; diese treue-. ste Bunds- Genossin ist kein harter Felsen , auf welchen man mitkloyls öffters als einmahl schlage, um Wasser heraus zu locken / den Durst zu löschen: bey braucht cs nur einmal mit der Ruthen der bittenden Zungen ihr Mütterliches Hertz zu berühren, so zerfließet ste gleich in häufige Flüß-und Gnaden- Bäch der Barmhertzigkeit, die Noth wissen , und denen Nothleydenden bey- springen / ist eines bey bäLRIL. dlon polest noürax mistriss teile, Le von iubvenire. (s) Sie kan unser Elend nicht wissen / sagt Hugo ViKorinus» ohne daß ste nicht alsobald helffe: ste ruffet uns zu ohne Unterlaß mit denen Worten ihres geliebtesten Sohns: Venire sä me omnes, kommet zu mir alle/' sagt sie, die ihr Mit Mühe und Arbeit, mit Noth und Elend / ja sogar mit schwer risten Ketten häufiger Sünden beladen seyet / und ich will euch erquicken , und mit dem erzörneten GOtt wiederum versehnen: ich bin die Mutter der Barmhertzigkeit / sagt der geistreiche Kempenlis in der Persohn klLUIL, (b)ich bin gegen jedem voll der Liebe und Süßigkeit, ich bin der Sündern Hoffnung / der Betrübten Trösterin / kommet ersättiget euch alle von meinen Gnaden, ich stehe als Mittlerin zwischen Himmel und Erden, damit die Nach - Pfeil deß beley- Ligten GOttes dir Welt samt denen Sündern nicht verzehren oder vertilgen r und scheinet / als höre ich eben diese Wort zu unserem Trost von dir, mild-rci- chiste Mutter, aihier von deinem Zellerischen Gnaden - Thron / grossen Danck derohalben Groß - »nächtigst - und Unüberwindlichste Kayscrin Himmels und der Erden für die so gnädig uns, deinen demütigst - ergcbnesten Marianischen Soldaten erthcilte ducken?, grossen Danck für die so mildreiche Beantwortung unserer unterthanigst angebrachten Bitt und Unsicher» / ich habe genug zu unserem Seelen,Trost gehöret und vernommen / schweige nun KILUIä du von Ewigkeit her ausserwöhlteste Mutter MU, unser Hertz ist ohne dis von deiner Gnaden - Milde schon berühret, schweige du Zuflucht der Sünder, wir wissen schon deine grosse, niemahlcn genug gepriesene Barmhertzigkeit, dann wann auch du nicht redest, so reden die Mäuer dieses deines würdigsten Mariamschen GOt« tes- Hauses, welche mit so vielen Zeichen deines so oft erwiesenen wunderthätig- sten Schutz und Gnaden - Hüls behängen seynd , daß es unser Hery vor Ber, wunderung nicht kan sassen noch begreiffen ; schweige > dann für lauter Hertzens - Freud über deine verkostete Gnaden - Huld wollen mrr die Daher meine Wort in dem Mund ertrancken; cs steiffen mich in meinem kindlichenVer- trauen die Hönig - fließende Wort Lcrnsrck : kremal rcrra > iralcalur äcemon, imperverletur in uox OLux, ab bis nox liberal , ( c ) Es lähne sich auf Wider uns die Welt / sagt dieser Heil. Lehrer, weil sie bereit ist zu rächen die Schmach, so der Sünder anthut ihrem Erschaffer, es erzörnc sich der Teufel mit all seinem Höllischen Anhang , daß ihme nemlich nicht Gewalt gelassen werde, den Sünder in die Hölle zu stürtzcn , welche er so oft und vielmal hätte verdienet; es greiffc GOtt selbsten nach dem Rach - Schwerdt seines gerech- tisten Zorns die jene zu vertilgen , welche ihn von Jugend auf so vermessentlich thuen beleydigen : gctröst H. H. ab bix nox liberal kvIVKH, von allen diesen erröttet uns Dancke also betrangtes Lelbulien deiner heldenmütigen Zuäirk, daß fie dich so wunderbar von dem Untergang hat erlediget und befreyet, wir dancken der jenen, von welcher ein geistreicher klugo ViLiorirmx aufschreyet - (ü) M.(b) t. r--, (ü)^ L. 7- ^uckitk, sc p!u8 quam ^uclirst, (6) LäLklL ist eineIuäirst, unL mehr als eine ^uäitk, welche uns nicht von dem Zorn eines sterblichen klolo- kernes, sondern von der billichen Rach - und Straf- Ruthen des lebendigen GOttes durch ihre Fürbitt erlöset und bewahret; haltet euch geliebte Lerku- lier bei) )uäirk dieser GOtts- förchtigcn und tapferen Wittib / ich halte mich anheunt und allezeit mit meiner Marianischen Solästetca bey dieser mildreichisten Jungfrau aller Jungfrauen: dann in Feindes- Gefahr folge ich denen Fuß-Stapfen deß Apostel-Fürsten kern, meines heiligen Vatters. Als Keroäes, dieser geschworne Feind der Kirchen / den heiligen Apostel Mobmn mit dem Schwerdt bereits auß dem Weeg geraumet hatte / dürstete diesen Tyrannen auch nachdem Blut deß Heil.kern; dieses sichtbare Haubt der Kirchen läge Mitten unter seinen Feinden bereits in dem Kcrcker mit Ketten und Banden umgeben / und wolte llerostes an demselben durch dessen Marter-Todt den gantzen Leib der Kirchen den Garaus machen/ aber die Glieder dieses Leibs/ das ist die gesamte damalige Anzahl deren Gläubigen bettete ohne Unterlaß zu GOtt um die Erhaltung ihres Ober - Haubts/ und wurde auch erhöret: dann Vsrms frey von allen Banden / auß denen Händen seiner Feinden durch einen Engel entführet / stehet ausser aller Gefahr ganß ungehindert aus offener Strassen und Gassen, (e) Aber wo auß jetzt mein Heil, kerre s Du weist noch nicht recht / wo du setzest / der Engel ist verschwunden so dich geführet/ du stehest in Gedancken / und berathschlagest mit dir sechsten was zu thun / was entschlies- sest du dich bey solchen Umständen? Höret den Entschluß auß denen Worten deß Göttlichen lexr : Lonliäerans veair aä Vom um btLUlL!, die Sach überlegend / käme er in das Hauß b/ILÜlH, welche eine Mutter wäre ^osn. nis, so da zugenennet wird lvisrcus. So höre ich wohl / ketrus suchet / und findet sein Heyl und seine Sicherheit nirgends besser/ als in dem Hauß Ach wie wohl haben wir gethan/ Marianische Soldaten l daß wir mit Feinden umrungen / mit Sünden-Ketten gefesselt / mit Gefahren überhauffet / in die Fuß - Stapfen kern getretten / und zu unserer Sicherheit geeylct seynd in dieses Gnaden - Hauß , wie ist euch anjetzo zu Gemüt / nachdcme ich euch vor vier Lagen auß dem Lands-Kürstlichen Marckt Stockerau außführend/ durch einen Marianischen Marsch und Feld - Zug hieher in Sicherheit überbracht habe und gestellet ? Wie ist euch um das Hertze? Redet/ wann euch die Freude nicht Mund und Athen verleget; wo befindet ihr euch alhier / als bey der Obersten Feld-Fürsten unseres Kriegs-Heers / bey welcher streiten und obstegen eine Sach ist ? Wo seynd wir alhier / als in dem sicheren Haubt - Quartier der jenigen / welche da ist: terribilis üc csürorum scies oräinaca, (5) erschröck- lich denen Feinden / wie ein wohl - geordnetes Kriegs-Heer ; wo leben wir alhier ? Als unter dem wohl - verwahrten Zelt deß Marianischen Schütz - Mantels / welchem sich auch nur von weiten die feindliche Anfäll nicht dörffen näheren ; dancket also / mit denen Worten Göttlicher Schlisst/ um einen so glücklich vollendten Märsch / saget: LeneäiÄus Okus, qui non akstulir milencor- ckiam Inain , leä recio icincre me peräuxit. (g) GOtt seye gebcnedeyet / der seine Barmhertzigkeit nicht hinweggenommen / sondern die rechte Strassen mich hat geführet wie kerrum in das HaußbäMIZ, allwo wir sagen können / hier ist unsere Ruhe / hier ist unsere Sicherheit / hier ist unser Leben / L exurgat aä- vcrlum me prsliurn, (k) wann auch die Feind wider mich in Schlacht-Ordnung sich setzen/ in koc ego Iperabo, so will ich unter>dem Schutz IckLKIL mehr Hoffnung als Forcht in mir darüber erwecken; lasset andere tausend-weis ihren Feinden Unterligen / und in ihrem eigenem Blut ersticken / lasset sie in der , Er Lieffe (ä) W. (e) r 2, sf) s. (§) 6---. 24. (k) 26. Ziesse ihrer Sünden / oder in dem Höllischen Flammen--See / wie verblendete Egpptier in dem rochen Meer nur berumschwimmen und ersauffen / warum ha-. den sie nicht unter das Öommanäo sich begeben / warum haben sie nicht 8uccuis bey ihr gesuchct? Warum seynd sie nicht mit p-kro in das Hauß bäLKIL geloffen ? ist jene starcke Heldin / welche mit tausend Schild pranget / sie ist jene starcke Bewaffnete / welche dem Feind den schon gefesselten Seelen - Raub wiederum abjaget/ der jene solle erst gebohren werden / oder vielmehr wird niemahls gebohren werden / welcher die Stärcke / den Heldenmut/ die Tapferkeit / und ohnzahlbare Sieg und ViLorien dieser unüberwindlichsten Huäilli nach Genügen könne beschreiben und erklären/ und wann sich auch einer dieses zu unternehmen unterfangete / darff er nicht desto minder nach lang verrichte» Arbeit / und emsig angewandten Fleiß mit Wahrheit sagen : ich habe noch kaum angefange» / oder vielmehr / ich habe das beste vergessen; weil sich bey dem Lob klHKIL zwar wohl ein Anfang / aber kein Ende lasset machen. Nun Sünder und Sünderin / ich will dich von deinem etwann geschöpften guten Fürsatz und Vorhaben nicht aushalten und verhinderen / sondern ich führe dir nur zu guter letzt zu Gemüt die Gefahr deiner Feinden / welche deine Seel von allen Orthen belageren und umgeben / schaue an / und betrachte ein wenig dein sündhaftes Gewissen / so viel Todt - Sünden als du allda findest/ mit so viel Teuffeln ist deine arme Seel besessen / und umgeben. O JEsu mein Heyland ! ich erschröckc/ wann ich nur ein wenig die Winckel meines sündhaff- tcn Hcrtzcns durchsuche / äeliÄa guis inreliigir? (i) So muß ich mit David bekennen / daß ich die Menge und Schwere meiner Verbrechen selbst nicht fasse oder begreiffe; ach ! bey allem deine Marianische Soldaten wäre zu wüntschen/ daß es nicht auch solche nachlässige Kämpfer gebete/ welche ihr Gewisse» selten/ oder wohl auch niemahls aufrecht gereiniqet / sondern wohl auch gar mit wissentlicher Verschweigung ihrer Sünden / und Verunehrung der heiligen Beicht sich freywillig zu einem Raub und Beut ihrer Feinden geniachet / gegen deren üblen Zustand und Elend auch die grosse Noth der bctrangten Stadt Lerlrulia nichts als ein Schatten und eytlcr Thau ist zu nennen / aber was ist zu thutt Geliebte bey übel beschaffenen Sachen ? Ach I seyt ihr dermahlen eueren Feinden nicht gewachsen / so gebet euch nicht bloß / ziehet euch zuruck in ein sicheres (Zuarrier hinter die Schantz - Linien Marianischer Hülff/ machet es mit mir wie die Burger zu Dornick einer Stadt in Flandern ; diese als sie sahen l dass sie nicht mehr im Stand seyen ihre Stadt zu erhalten/ sondern täglich ja stundlick ihren völligen Ruin und äußerste Wuth ihrer Feinden musten erwarten / nahmen sie die Schlüssel der Stadt / lausseten mit denensclben in dieser äußersten Noth zu einem wunderthätigen Bild der Seeligsten Mutter GOttes / legten ihr die Schlüssel zu Füssen mit diesen und dergleichen Worten : O Maria l übernehmet»» hiemit die Beschützung unserer Stadt/ seye du die Lommsnäao- tin / und erlöse uns von denen uns umgebenden Feinden: und sehet / kaum hatten diese bctrangte Belagerte ihre Bitt mit zerknirschtem Hertzen vorgebracht / so seynd die Feinde durch unsichtbaren Gewalt in solche Fvrcht gebracht worden / daß sie die Stadt verlassen / und denen Belagerten ein vollkommenen Sieg in die Hände hatten gespielct. Recht also Marianische Kirchfahrter / ich bedäncke mich/ daß ihr schon biß den vierten Tag unter meinem Führungs ein hebrsersches Jungfräulein hat uns Verwirrung gemachet l herentgegen Himmel und Erden/ Menschen und Engeln mit denen Lerkuliern vor Freuden zusammen schreyeten: 1 *u gloria Jerusalem Ac. Ou bist die Ehre Jerusalems/ du bist die Lreude ^ Israels / du bist die Herrlichkeit unftrs Volcks ) Lasset uns demnach anheut sehen/in was derHelden-MukIMA8!-L dieser Jungfräulichen ^uckrk bestehe/ lasset uns beobachten / wie ritterlich dieselbe für uns Menschen bißhero gestritten / und annoch heut zu Tage wider unstre Seelen-Feind durch ihre Schust - Hülff streite / sonderlich in diesem weit- beruffenen Zellerischen Snaden-Orth/ ungezweiflet wird Sie uns heut / als an dem zu erwarteter Hülff 8 L bestimmten ( c ) 14. (ä ) 6 e», r. v bestimmte» fünjsten Tag Sieg und ViÄori erhalten. Ehe und bevor ich aber rede/ ruffeich an die starcke Hülff-Hand l^kl-L dieser Heldenmüthigstenjuchlk,damit Die mir das Schwerdt meiner Zungen führe / die yertzen und Gemüther meiner Zuhörer mit wahrer Marianischer Lieb zu verwunden / und mit Andacht und Gottes - Forcht nützlich zu durchschneiden. Bereitet Hertz und Ohren / so fahre ich fort im Nahmen ^ L 8 U und kl ^ kH Ewiß ist es / daß uns GOtt niemals mit der Straff- und Plag-Ritthcn deß Kriegs / wie er es bey diesen betrübten Zeiten verhenget/ wurde heimsuchen / wann nicht die wider ihm in Harnisch geschloffene Sünde seinen gerechtesten Zorn darzu thäte verleiten; die Sünd hat so gar den Himmel / ehe noch ein Mensch die Welt hatte betretten/ in Krieg undZweykampffverwicklet; Imcffer kaum erschaffen / wolle schon gleich sepn seinem allerhöchsten Erschaffer/(e) und diese vermessene Einbildung zu behaubten/ hatte er den dritten Theil deren Englen an sich geworben / welche allesamt ihme wider ihren GOtt und HErrn in das Feld gezogen waren / dessen höchste Ehre/ als die übrige sich gehorsamst unterwerffende Engels-Geister suchten zu retten / wurde l.uciker (weile» die Sünd allzeit das Kürtze- re ziehet) mit all seinem rebellischen Anhang i» den ewig-wehrenden Abgrund der Höllen gestürtzet; ein entsetzliche Schlacht zwischen Hoffart und Demuth Ware diese / dergleichen die Welt weder sehen wird / noch hat gesehen. Bald nach diesem hat GOtt den Menschen erschaffen / und in das Hertz-ergötzende Lust-Orth deß Paradeyß als seine Wohnstatt gesetzet/ da wolle ihme diese Glückseeligkeit der mydigelmciter nicht vergönnen/gibt ab ein falschen Werber/viel versprechend/ und wenig haltend/ macht also zu reden der Lvss das Maul/ wird auß einem Geist der Hoffart ein Vattcr der Lugen / und mit seinem : Lriris licur Ob, ihr werdet seyn wie die Götter / verleitet er unsere erste Eltern / daß sie vermesscntlich durch Geniessung der verbottenen Frucht / sich gleichfalls wie Imcitet wider ihren Schöpffer hatten aufgelähnct/ sein Göttliches Gebött verachtend; derohalben er- greiffet GOtt abermahl die gerechte Rach / und jaget diese zwey rebellische Geschöpfs mit einem feurigen Schwerdt auß dem Paradeyß in dieses Thal der Zäher; und nachdeme diese höllische List und 8trstagemn dem Sathan so wol gelungen / hat er sein finsteres Reich dardurch so sehr erweiteret / daß er darmit die gantze Welt seiner Tyranney hat unterworffen. Dieser arglistige Geist wüste weit besser als dlsbuckoäoaolor ins Wcrck zu stellen / daß er fast von allen Menschen Göttliche Ehr empfangeke / welche dieser hochmüthige Feld - Obriste und treulose Lommenclsnt so vermeffentlich Wider GOtt seinem HErrn hat angeführet/ daß sie dessen gebührende Ehr von dem Altar entraubet / den Teuffel an dessen statt darauf gebracht und angebettet haben; es wäre ein kleines Häufflein in der Welt noch übrig / nemlich die Israeliten/so nicht ckelemret/und zu demlmciier diesem Affter-Gott waren übergegangen / allein auch diese wurden verführet / daß sie gar einem Kalb nachmals Göttliche Ehr hatten erwiesen. Damit es aber diesem hoft färtigen Geist auch am Opffer nicht fchlete/ immolnverunr Klios Kios, Le Klisz üws Kwmoniis, (f) brachte er es dahin / daß das Volck ihre Söhn und Töchter denen Teufflcn zu einem Schlacht-Opffer machete/welches auch den Anttib der Grausamkeit selbsten scheinet zu übersteigen; aber nicht allein dieses Blut-Bad/ sondern auch/ wann man zuruck dencket/ oder vielmehr bey täglichen Stemple» beobachtet / mit was grausamer Niederlag der unerbittliche Todt unter uns Menschen bißhero habe gewüttet / und noch auf diese Stund herumsäble / und unser schwaches Leben bekriege/ welchen Tyrannen eben auch die Sünd in das Feld dieser Welt hat eingesührt und polkiret nach Außsag deß Welt-Predigers ksuli, (g) (c) />'6 - 4. (5) ?/Ä. 7 ° s. LE. x. dessen Muth und Macht seiner unbäkitihertzigen Mord- Sensen Nicht in einer Stund kan beschrieben werden. Da er in dem Sündfluß das gantze Menschliche Geschlecht auf einmahl suchte zu erträncken/ waren seinen tödtlichen Mord-Pfeilen mehr nicht als 8. Seelen / kleinlich dlos mit denen Seinigen nur cntrunnen; kaum hatte sich die außgestorbene Welt von diesem kleinen Häuffel mit - Lebenden wiederum ein wenig erholtet / dü hat dieser von der Sund abermahl herbe» - geruffene unersättliche Mcnschen'Fresser fünff herrliche Stadt samt der angräntzenden Landschafft mit Feuer vertilget» In Egypten erschlagt er in einer Nacht alle Erstgeburten / kbsrsonem aber und sein gantzcs Kriegs - Heer begrabet er unter denen Flutten deß rothen Meers; der Todt ist wahrhafftig rin sehr mächtiger Kriegs- (ZsliersI und Feld - Herr / weil er auf einen Streich in dem Lager 8ennrckeril» rinmahl hundert und fünff und achzig tausend streitbare Männer erleget. Die geistlich-und weltliche Geschichten erfüllen gantze Bücher/und zeigen uns fast aller Orthen weite Felder/welche alle mit Blut ganyer Kriegs-Heer Sberschwemet li- gen / und mit dürren Menschen - Beinern angefüllet sich befinden. Wer soll woh! Augen haben / und nicht weinen / wann er mit offenen Augen beobachtet / wie vielen der grimmige Todt die Augen auf ewig verschließet ? Er tritt unerschrocken hinein mitten unter gantze LrmLen deren Menschen / verschonet keinen / nach welchem ek zielet / der fallet / nach welchem er hauet / der liget; Alle / alle Menschen müssen sich mit ihme in Zweykampff Massen / keiner aber überwindet / sondern er leget alle/ Wiedas abgehaute Gras zu seinen Füssen ; O grausamer Krieg l welchen das Übel der Sünde aller Orthen hat angestifftet; Mufften zu vorigen Zeiten die in diesem Krieg verwicklete sündige Menschen um Hülff und Rettung/ so funde ihre Bitt den Himmel gleichsam Gehörloß verschlossen/ welchen auch das fromme Seuffzen deren Vättern in der Vorhöll nicht fähig wate zu eröffnen; alles schrye/ was Nur Mund hatte in Israel / GOtt wolle doch einmahl das Rach- Schwerdt einstccken / und für ein so sehr um sich fressenden Sünden - Krieg den geliebten Frieden in die Welt cinführen: GOtt sähe zwar in etwas erweichet auß dem hohen Himmel herab auf uns Menschen/allein weil er keinen funde/ am ka- esrer borwm, (k) welcher Gutes thäte/ oder mit Sünden nicht bemacklet Ware/ so funde er auch keinen / welcher der armen / betrangten Welt kunte helffen auß ihren Nöthen ; Dcrohalben beklagte sich GOtt billich durch Lr-cbiel den Propheten : (ZuTlivi ex eis Virum, c,ui Karst oppolikux contra me pro rerrs, ns stistipsrem csm> Sc non inveni. (i) Ich habe mir / sagt GOtt / auß allen einen Mann gesücher/ der sich in die Mitte steilere wider mich für die Erden/ damit ich sie nicht zerstreue« / und habe keinen gefunden. Aber warum ist dann die Welt so arm an Gerechten/ daß GOtt keinen gesunden ? Höret auf diese Frag antworten Liberrum den Grossen: <2uis boc relervstum eü immscu- !srw Virgilij t/lsri-e,(k) weilen diese Vermittlung/ sagt er/ Vorbehalten Ware der von aller Sünd befreyten Seeligstcn Jungfrau KILklL, diese / diese Schönste ohne alle Mackel muste den Abgang deren Gerechten unter denen Männern mit ihrer Vollkommenheit ersetzen / und sich aufinachm in das Lager dieser Welt / wie «ine Heldenmüthige Mick in das Lager der LGrier / auf das schönste gezieret mit dem Geschmuck deren außerlesnesten Tugenden / welche die Göttliche Augen weit hefftiger an sich gezogen / als die leibliche Schönheit einer keuschen Zuäitk die Augen Holokewis; Wie best die Schönheit lei L R IL das Göttliche Hertz mit Liebe habe gefeßlet / bekennet dasselbe / da es aufschreyet: kulckrs es smica wes, (I) du bist gantz schön meine Freundin / und keine Mackel ist in dir. Sey «s auch/ daß das gantze Llhmsche Kriegs - Heer die Schönheit dcr Miib also bewunderte / daß/ wie derGöttliche lexr meldet: Llupor erst m oculix eorum, (m) G dessen ?/-/, 5 r. (l) --. (U) -M Liir» -. L. (l) (m) /«-M. r o. dciim Armen darüber crstauneten; So verwunderet sich doch weit mchrdas gesamte himmlischeK'riegs-Heer mit allen Englischen Geistern über die Schönheit dt/^> KIL, dacsmitErstaunung fraget: <2u« ekistsk wer ist die jene/ welchehcr- vor rrirr u-W eine auffsteigende Morgen-Rörve/schön wie derMond/ und auß- erwöhlr wie die Sonne ?/. (»a) r, Q>r. r 5 . (bb) !/<>.(cc)/« 6 > bäAklA l erhalte mich/und die gesamte Spanische bäonarckis in deinem Gnadenreichen Schutz und Schirm/und lasse mich niemahls auß deinem Hertzen ent, fallen. O btAKIA l du Trost der streitenden Christlichen Kirchen auf Erden/ wir haben auch einen hoch - schätzbaren Adler / dieser hanget uns sehr fest und nahend beym Hertzen/ nemlich 0-ucoi.us VI. der Römische Kayser/ unser Gnädigste Herr und Lands - Fürst / unter den Flügeln dieses dir ergebnesten Adlers stehet vermählen das gesamte Römische Reich wider ihre Feind in den Waffen / erlaube daß wir dir dieses uns so schätzbareste Kleynod / wie eine Schwester Königs kttilippi, därffen mit tieffestem kindlichen Vertrauen an dein mildreichistes Marianisches Zeller - Hertz allhier anhefften und unterlassen / mit bcygeruckter tieff - schuldigster treu - Lslriotischen Bitte: du wollest als eine starckmiitigste.su- MK die Waffen dieses unsers Allergnädigsten Land - Vakters durch deine mächtigste Fürbitt bey GOtt deren Heer-scharen also beglücken und seegnen / damit sie den Hochmut deren Feinden demütigen / dem durch Krieg betrangtem Volck aber die Frücht eines erwüntschten Friedens bald wiederum herbey bringen mögen ; auf diese eingelegte unsere demütigste Bitt / sagen wir mit denen ein baldigen Sieg hoffenden Lerttuliern in besten Vertrauen: (ss) List» üsr , es geschehe/ es geschehe l Zum (ee) E. 7, (ik) r«. Zum Beschluß meiner bißherigen Rede ( obwohlen ich / wann mir di« Zeit günstigir wäre / mit 18 . Kayser und Königen kunte aufziehen / welche alle durch UHRiHbä Sieg und ViLtori haben erhalten ) stelle ich vor zu einem Lxempel eines wahren Vertrauen auf die starcke Helden - Hand MH RIL Hr- rkurum den gottseeligen Engeüändischen König / (gz) dieser Mitten in der Schlacht führete an seiner lincken Hünd/ nahend bey dem Hertzcn einen Schilde auf welchem die Bildnuß MHRl^l wäre entwvrffen / in der rechten Hand aber seine Waffen: da ihme aber der Feind zu mächtig wölke werden / und sein lin- Kr Flieget schon ansangete zu weichen / hebte er den Schild mit der Bildnuß MHRILH in die Höhe / und ermunterte seine wanckende Soldaten mit folgenden Worten: Vielcte, guä nos aöjurrice Militewu8 z werdet nicht verzagt / tapffere Kämpffer / sagte er / schöpffet guten Muth / und sehet unter was für einer Helffcrin / unter was für einer Schutz-Frau / unter was für einer Heldin und Qeneralin wirkämpffe» und streiten/ mit diesen Worten hatte Hrtku- rus sein Kriegs - Volck also angefrischet / daß sie wie die Löwen in den Feind gefallen / und denselben siegreich auf das Haubt haben geschlagen. Sünder und Sündcrinenwann ihr die Stärcke und Menge euerer Feinden / und die Schwachheit euerer Kräfften zu Gemüthe führet / ist cs euch nicht auch üms Hertz wie denen Soldaten Hrrliuri , sehet ihr nicht mit Schröcken / daß die Sünd und der Teuffel auff dem lincken Fliege! allgemach über euere Seel die Lberhand erhaltet / aber verzaget nicht / viäere , quä nos aäjulrics milire- «ms; Betrachtet unsere Heldenmüthige^uäick IvIHRIH^/l in ihrer GnadcN-rei« chen Bildnuß alhicr/ und sehet unter was für einer Sieg-reichen Lommenclan- IM und 6sneralin wir streiten ; gehet tapffer in den Feind / dann unter dem Schütz KiHKIZl streiten / ist eben so viel / als überwinden ; Sie weiß von keinem Krieg / von keinem Kampfs / von keinem Streit / der sich nicht auf ihrer Seith mit Sieg und ViSon endet. Lerohalben O MHKIH l heryallcr- liebste Mutter M8U, so werffen wir uns dann deine Marianische Soldaten auf unsere Knye zu deinen heiligsten Füssen / und ergeben uns mit Gut und Blut/ Leib und Seel deinen Sieg-reichen militärischen Diensten / wir schwören un- verruckte Treu zu dem Jahn deines Gnaden - reichen Marianischen Schutz-Mantels / unter diesem wollen wir leben und sterben / streiten und kämpssen wider die Feinde GOttes / und unserer Seelen; Verbleibe unsere allezeit rriumplmen- be Feld - Fürstin / Lommeuöanrin, und heldenmüthigste Mclirir; verflösse uns nicht / und dancke uns nicht ab von dem Leib - Regiment deiner dir demüthigst Verpflichtesten Dienern ; Wir geloben dir in geschworner Treu standhafft zu vcr- dleiben biß aufdem letzten Augenblick unseres Kampffs/ bißauffdcm letzten Tro« »ffen unseres Bluts / und biß auff dem letzten Athen unsers Lebens ; GOtt/ alle Engel / und alle Heiligen sollen uns verlassen / wann wir dich / O MHRIH! die du keinen verlasset / selten verlassen. AMEN. H L (U) LcL Urlaub« Urlaub - Wredig / Mrgetragen auf obbesagm Rantzel. ^ ^loria Jerusalem , tu lEtitia Israel, tu konori6- centia populi noltrü Du bist die Ehr Jerusalems / du bist die Freud Israels/ du bist die HerrtWeit unsers Volcks. /5. kilen es mit unserer so Trost - reichen allhiesigen Anwesenheit / leyder! bald wird zu Ende gehen, so verfüge ich mich halt auch zu dem Ende / und begibe mich in das letzte Lapitl deß Büchlein ^uäiik, (g) aber was lese ich alldorten ? als eben eine Hertz-durchdringende allgemeine Beurlaubung deß Volcks Israel von ihrer so tapfferen Heldin / welche zu sehen und zu preysen dasselbe nacherLerliu- I>s auß allen umligcnden Orthen herzu gereiset wäre. Nach Herfliesfung deren Tägen / sagt der Göttliche Icxr: Unuzguisgue reäiir in ckomum üiLm , (b) gienge ein jeder wiederüin nach Hauß r»denenSeini- gen. Saget mir gcliebteste Israeliten / wie viel Tag habt ihr kann bey Zuöirk eurer so Sieg-reichen Kriegs - Heldin zugebracht/ und euch mit ihr über die erhaltene ViLtori erfreuet? Antwort: per rres Menses c-Äuclium dujllb viSoriee celebearum eü cum ^uäitk, (c) durch drey Monat wurde mit Zuöirk Freude gehalten über diese ViLlons. Anjetzo schlage ich die Bibel zu / und schlage auch / nicht vor Freude, sondern auß Heryen - Leyd meine Hände zusammen. Ach Himmel l drey Monat/ das ist über 90. Tage hat sich das Volck bey der Zuäitlr in Freud und Jubel verhalten / und wir / armes Volck l haben kaum vor drey Stunden ViLtori gesungen/ und anjetzo sollen wir die Freud durch unsere Entfernung mit Trauer - Zäher vertauschen. Wo ist anheunt ^otue der Israelitische Feld-Fürst / warum sperret er uns dann nicht auch den Laufs der Sonnen / damit wir diesen Freuden - Tag noch länger feyerlich halten/ und der gnadenreichen Gegenwart , unserer heldenmütigsten Huäikk , ferners Junten gemessen ? Wo ist anheunt ein Prophet Iläias, (ä) daß er uns / wie in denen Lägen LsecKiX deß Königs in Juda den schnell lauffcnden Sonnen- Schatten um 10. 6rsä zuruck ziehe / damit wir darauß / wie Lrectnas die Verlängerung seines Lebens / also auch wir die Verlängerung unserer allhiesigen so trostreichen Auffenthalt mögen erkennen ? Aber ich sehe hin wo ich wolle/ so finde ich keine Erhörung meiner Bitt / die Sonne eylet gantz schnell lauffend zu dem Ende dieses uns höchst-vergnügten Tages. Grosser GOtt l wie hart faäen mir die Wort auß meinem Munde / da ich numchro meinen liebsten Ma- nanjschen Soldaten den Märsch und Aufbruch von hier muß ankünden: Auf/ auf / es muß schon seyn / der Stoß in die Trompeten hak schon erschallet / rich- (a) /«Ar-, r < 5 . c,'/. /oe. (c) c,>. /os. (6) --. Hx. r-o» ket euch nur wiederum in euer Stockerauische Ausarmen / das ist / in euer gewöhnliches Hauß-),ses m Egypten den widerspenstigen kkorso mit so vielen Wunder-vollen Straffen hat gezüchtiqet/ ist nicht einhellige Meynung der Schrifft- Außleger und Gelehrten; ich halte mich anheut der Außlegung eines Geistreichen ^osnnis cle cksrrsZena: Diese Ruthen ist sagt er: jene auß dem Geschlecht Oovicls entsprungene Ruthen ^elle, welche aufdem Gipffei deß Bergs aller VollkoKenheit/ die in diesem Thal der Zäher streitende Kirch stärcket/ und wider den höllischen Lmolec Sieg und Viäori von GOtt erhaltet. O Trost für uns abmarschirende Marianische Soldaten ! Lasset uns nun unter Göttlichem Schutz auß diesem Gebürge wiederum ziehen in unser flaches Lande / lasset uns aufs neue in Waffen immerfort üben wider allen ferneren Anfall unserer Feinde / lasset uns nur wachtbar seyn wider alle ihre Nachstellungen / und den Angriff behertzt erwarten / frischet uns an hierzu/ wiebäoylesfeinen Zolue: kugno contra ^malec, streitet nur Wider den höllischen ^malsc; 8labo in vertice collis, Kobens virgom Öei in manu meo, ich werde allzeit auf dem Gipffel dieses Gcbürges stehen verbleiben / sagt und zu eurem Nutzen in meinen Händen halten die Ruthe» GOttes/ uemlich meinen und euren eingefleischten GOtt und Hcyland/ durch welche Wunder-Ruthen sein Himlischer Vatter das Werck eurer Erlösung so wunderbar hat vollzogen ; O grosser Trost für unsere Seelen l So stehe dann zu unserer Hülff aufdem Spitz deiner Bergen / O l lasse die Wunder - Ruthen deinen ge- benedeyten JLsum nicht auß deinen Händen / biß wir nicht vollkommenen Sieg über die den Untergang uns bedrohende Lmolecicer / das ist/ über unsere Seelen- Feind haben erhalten; stehe für uns / wann wir einsmahls werden ligen / und im Todt-Beth um die Seeligkeit kämpffen; stehe / wann wir in letzten Zügen nahend Hey der Ewigkeit uns befinden ; stehe / wann die höllische Geister wegen wenig mehr übrigen Zeit den letzten Sturm werden wagen / die Vestung unserer Seelen in ihrem Gewalt zu bringen; stehe / und lasse deine Hülff- reiche Gnaden - Hand nicht stucken / dann: Lumque Icvaret kloxles manus, vincebor Israel, so lang kckoyses die Händ in der Höhe haltet«/ obstegete Israel / und so lang du/ IMKIä» deine Gnaden - Hand von uns nicht abziehest / werden auch meine Marianische Soldaten allzeit überwinden. O bäLKIL ! hertzallerliebste Mutter JEsu/was unendlichen Danck seynd wir dir nicht schuldig l deiner uns erwiesenen Mütterlichen Gnaden seynd so viel/ daß wir kein End finden / selbe mit gebührender Dancksagung genugsam zu verehren. Wir dancken deinen allerheiligsten Augen / daß du so mildreiche Blicke guß denenselben auf uns arme Sünder lassest schicffm; wir dancken deinem heilig- 3 2 ßen (i) Lxo/ir' i?. i sten Mund/welcher so viel Gutes für uns bey GOtt ohne Unterlaß redet; wir dancken deinen keuschesten Brüsten / daß du unser vor Hunger außgedvrrte Seele mit deiner Jungfräulichen Gnaden-Milch beliebest zu erquicken; wir dancken deinen Siegreichen Händen / welche so tapffer den höllischen Uolcckernem wissen zu erlegen ; wir dancken deinen heiligsten Füssen / welche so triumphirend den Kopff der alten Schlangen wissen zu zertretten ; und endlich wir dancken deinem allere liebsten / mildreichisten Mutter-Her» / welches uns/ obwohlen ungehorsame/ übel- gerathene/ undanckbaresteKinder dannoch von sich nicht verflösset/ sondern gnädigst ansihet / auffnimmet und beschützet. Aber Himmeldie Zeit zum Abzug ist verbanden / habt ihr von noch einige Gnaden euch zu erbitten / so überreichet euer Anbringen annoch vor unserem Auffbruch/ unterschreibet es mit Thronen und Seuffzer eines rechten Marianischen Vertrauens / bestegelt es mit dem Hertzens - Sigill wahrer Hoffnung und Liebe / vollziehet/ was euch der Heilige Geist rathct in denen Spruch-Wörtern Lalomonis : (K) ^rripe illsm, Le exslcsbir re, gloriücsberib ob es, cum esm kueris swplexsrus, stsbir ospiri wo sugmenrs grstisrum. Ergreisset ^l/lr- nochmahls zu guter Letzt auß allen Liebs-- Kräfften eurer Seelen / und wann ihr Sie mit wahrem kindlichen Vertrauen werdet haben umfangen/ wird Sie euer yaubt überhäuffen mit Vermehrung der Gnade. Auf auf nun Geliebte / und damit ich euch mit der Abreiß Ernst zeige / so schließe ich zum letzten Trost meine Beurlaubung mit den Hönig - süssen Worten Lernsrcii: (I) krsrres cksrillrmi, sei imaginem e/us scoeäire, olculs imprimi- re, genus steÄire, sve clicite. Lauffet hin / allerliebste Brüder! zu der wunder» thätigen Bildnuß IVILKH, fallet ihr zu Füssen mit Küssen und Grüßen / verwechslet das bey Eintritt in dieses Gnadenreiche Gotts - Hauß demüthigst abgestatte /^ve mit einem aufrichtigsten obwohlen Schmer» - hassten Vals. So seye dann / und vielleicht das letzte mahl / gegrüsset und geküsset Ivl ^ k I ^ - Zell voll der Gnaden! Vsle 6 vslcke äecora, wir beurlauben uns von dir/ O du tausend schöne / du tausend starcke / du tausend mildreiche Königin deß Himmels/vergesse nicht unser elenden Kinder Lvs in diesem Thal der Zäher allhicr auf Erden. Unmöglich ist es uns / daß wir deiner sollen vergessen / ohne Unterlaß werden wir deiner gedencken; so lang uns unsere Augen offen stehen / werden wir um dich Umsehen ; so lang uns die Sprach nicht verlasset / werden wir dich loben; so lang unser Hertz sich in uns beweget/werden wir dich lieben. Ach leichter wäre mir vor deinen Augen durch den Todt hier verscheiden / als mich von dir allhicr scheiden. Du aber / allerliebstes Mutter-Hertz JESU! verlaß uns nicht in unserer letzten Noth / dann Noth und Todt ligt beydes in dem Sterb - Beth beysammen / heisse uns in diesem Leben glücklich kämpffen auf Erden / O tckLKIH.! damit wir einö- mahls bey dir im Himmel Siegreich trinmphiren / und ewig sagen mögen : Du bist die Glory Jerusalems / du bist die Freud Israels / du bist die Herrlichkeit un- sers Volckö / (m) ickeo eris beneäiKs in Sternum: derohalben solst du von uns gebenedeyet seyn m Ewigkeit/ AMEN. (K) ?A>V. 4. (I) Lex». /«/er H/,F (m) 15. ? » L M eti fsÄum wie opu8 in univerüs K.6ZM8. 2. v./A. is ist kein solches Merck gemacht worden in allen Mmgreichen. >S hat die blinde Heydenschafft der erdichten König» ' lichen Töchtern Atlantis und ^rZiss unvergleichliche Schönheit mit außbündigen Lob der Nach- Welt angerühmet: die Griechen ziereten mit denen Blumen ihrer Hochgelehrtig- keit die ungemeine Gestalt NelcnL und Lleoxarrse: die Persianer haben der annemblichen Leibs-Zierdeihrer gewesten Köntginen 8e- inlrsmiäis und Vaüis herrliche Ehren- Säulen in der unaußlöschlichen Gedächtnuß ihrer Nachkömblingen auffgerichtet r die Römer haben die Holdseeligkeit I-ucrerise, klorss, und krolsrpmL mit dem über alle Schönheiten Sig-brangende Palm-Zweig in ihrenSchrifft-Verfaffungen begnadet: Hochberühmte Ormores und Fürsten der Wohl - Redenheit haben sich eyffrtgist bemühet die unaußsprechlichc Schönheit Oiäonis, "idisbL, 2enodlL, IlerlL, k-rviniL, HiamvrL, lisbellee dem VNsterb- lichen Angedencken zu ewigen; und diß zwar der Ursach willen/ weilm die Natur sie gedunckte/ an allen Visen ihr MaisterStuck gemacht / ja ihr gewöhnliche Arthübertroffenzu haben. Aber preyse nur die Hepdenschaffk ihre vermeinte Wunder-Werck/ und schätze sie noch so hoch / dannoch die eytle/ indische / verführerische Schönheit / wann sie schon zierlich / angenehm/ und wohlgefällig / ist darumb kein mit unsterblichen Geschmuck gezierter Himmel/ sondern nur ein heiterer Lufft/ welcher unverhofft betrübet wird: die Schönheit ist kein weisser Allawafler/ sondern ein weicher Schnee / welchen ein hitziger Sonnen-Strall augenblicklich vernichtet: die Schönheit ist kein Sonne/ sondern ein schnell vorbeygehender Blitz / welcher nur augenblicklich die Erden beleuchtet: die Schönheit ist kein fester Korall/ sondern ein schwache Rosen/ welche mit Auffgang der Sonne sich annehmlich außbreittet/ aberbey der Abend-Röthe ermattet dieBlätterfahlenlasset. Wiebald ist esumb die Schönheit geschehen? ein geringes Fiebert/ ein kleinmü- thige Traurigkeit / ein unverhoffter Liebs- Schmertz erklecket schon Visen Naturs - Bracht zu vertreiben. Hat demnach 8ocrmes wohl geredt / da er gesprochen: pulchrituäo cü mockici temxoris l^rsnnis , die Schönheit »stein T^ranney einer kleinen Zeit : Ikeopdraltus; elkwcira ckeceptio,^°^^ ein verborgner Betrug: 8alomon: vana elt xulcstiitucko , die Schön- heit ist ein pure Eitelkeit- -' B Mann Wann aber die Schönheit deß Leibs mit der Schönheit der Seelen: und die Tugend mit der schönen Leibs-Gestalt sich vermählen / alsdann überkombtdie Schönheit nicht nur einen unschätzbahren Valor, sondern ist auch nimmermehr der Sterblichkeit vnterworffen/ nunhuam ll^ias Lertur aä umdras inolyta virw 8 , wie Leneoa schreibt- Alsdann erst Wird der Schönheit der Weeg zum höchsten Ehren-Gipffel gebant/ und dero- selben alles / was kostbahr und ruhmwürdig in der Welt/ zu übersteigen Gewalt gegeben/ wann sie mit dem hochschatzbahren Geschmuck herrlicher Tugenden ist anßstaffiret. Widrigen fahls darff kein schöne Gestalt sich anmaffen einen Ehren-Titul zu hoffen / vill weniger zu forderen; enimüne vircute ell ^loria, sagt der heilige Lernaräu 8 : profeÄo --, prsepollere alleÄarur, perioulo 3 e oaptawr; virtU 8 §ra- äu 8 aä bloriam, virru 3 marer § 1 oriL ell ; Dann die Ehr ohne vorgehende Tugend / inäedira venir- ist unrecht/ ist ohne Grund gesucht; Zumahlen die Tugend ein Laither ist zum Gipfel der wahren Ehr/ und ein Mutter der Glory benambset wird. Es sagt ja Ulaximu 81 iriu 8 , ein schöne Seel in einen schönen Leib / seye wie ein Fluß/ dergantz sanfft Durch ein schöne wisen stießet, Bon Innen nicht von Aussen soll die Prob der Tugend gebrüffet werden / von welcher Die Schönheit ihr Unschützbarkeit / wie der Leib das Leben von der Seel muß eroberen. Wo soll aber dergleichen Wunder-Werck zu sehen seyn/ in welchen Tugend / und Schönheit / Zierde der Seelen / und Zierde deß Leibs so adelich sich haben vergsellschaßtet ? Jenes Grund-Fest der Katholischen Warheit /^uina 8 hat durch seinen hocherleuchten Verstand z. Stuck inErkantnuß gebracht / welche die kunstreiche Hand GOttes mit Darauffwendung seiner Göttlichen Allmacht solcher Gestalten verfertiget/ daß sie allen Gewalt der Natur übertroffen/ vnd der Welt ein unendliche Vortrefflichkeit gezeiget. Das erste zwar ist die ewig-wehrende r. 6 ori»rb. Gluckseeligkeit/ yuain Neo ooulu 8 viäit) Neo auri 8 auäivir , Neo in oor horninid aloenäir, welche kein Aug gesehen / kein Ohr gehört / noch jemahls ein menschliches Hertz hat fassen können: das andere ist GQtt mit der Menschheit angethan/ ein Dbstger deß Todts/ ein Erlöser der Welt Lkirillu 8 ^LÜ18: das dritte ist die hochgebohrne Infantin deß himmlischen Vatters/ Gesponß deß heiligen Geistes / vnd Gebahrerin eines Menschen vnd GOttes zugleich/ Maria. Jsts diser Seraphischer vo- S. ^or? Ja sagt Lonavenrura, ipfa, ipfa ell, ^ua rna^orem faoere OLus non porell, ma^orem faoere munäurnpotell, majorem ^latrem, guarn Karrern OLi faoere non potell. Oise / diseists/ nach welcher GDTT kein grössere hatte machen können / ein grössere Welt kan GOtt machen/ aber ein grössere Mutter/ als die Mutter GOttes ist/ faoere non porell, das kan GOtt nicht machen. Freylich wohl ist dise jenes wunder-volle Kunst-Stuck / welches der himmlische Künstler GSM«> t. r. v. Ein reine Mutter / und J ungfrau ohne Macke! der Erb - Sund. Welcher ich hiemit dise erste Lob - und Druck--Verfassung als ersten und rechtmässigen Ainß meines wenigen Könnens in höchst-schuldigen KelpeÄ demüthigist äeäicire/ unddarnider lege/dich fußsählig bittent/ dises obwohlen unachtbahre doch gut gemeinte Werck deiner barmhertzi- qen Augen darumb gnädigist zu würdigen / weilen hierdurch nur gedencke/ dich als ein unvergleichliches Werck der gantzen Welt vorzustellen/damit sowohl die Kunst deß Göttlichen Maisters/ als Grösse deiner Vollkommenheiten in dir/ O Maria! gelobet/geliebet/und verehret werden. Ich folge nach dem LxempelkluckiL. welcher niemahls ein Kunst-Stuck zu betrachten vorgestellet / ehe und bevor ein annemblicher Music - Klang er- schallete. Wohlandann/so klingetjhr Paucken: ErschalletjhrTrompeten : Maria ist daß gröste Kunst - und Maister - Stuck. Der Göttliche Geist äirigire so dann mein Hertz und Jung / Le os meum swumcisbirlLU- äem tuLm) so wird mein Mund dich Mariam zu loben anfangc». Isbia wea nunc snnunciLte I. Lucie s Le nreeconia Virginisimmaculstce. Ihr meine Lefftzen öffnet euch/ zu preysen und zu loben; Mariam/ so ist unbefleckt/ und über alles erhoben. Wann ich mir jemahlens gewünschet hab/daß ich begabet seyn solle mit einen scharpffsinnigen Verstandt/ mit einer fruchtbahren Gedächtnuß/ mit einen begierigen Willen / mit eine» brennenden Eyffer / mit einer Salomonischen Weißheit/ mit einer Liceronischen Zung/ mit einer Apostolischen Stimm/so wäre es mir anheuntvonnöthen/ auff daß ich mit mehr dann tausend Lob-Sprüch als so Villen lebendigen Farben Mariam das unvergleichliche Werck deß Allerhöchsten / so vtl rühmlich hervorstreichen/als lebhafft dem Original gemäß mit denPenselmeinerZungen ent- werffen kunte. Aber ich weiß der Sach keinen Anfang z« machen/ welcher so gar Englische VoÄores, Hönig- fliessende Mäuller/ Hoch- fliegende Adler kein Ende gefunden: Es haben sehr vil jhre Feder zum Lob Mari« ge- spitzet/ aber wenig (was sag ich wenig) ja gar keiner zur vollkomener Ent- werssung gelanget. O was schwäre Burd Hab ich destwegen mir an- heunt freywillig aufferleget/ ein gebührende Lob- Red von der glorwürdig- sten Himmels-Königin auff diser Löblichen Kantzl vorzutragen! wie kan ich mich dessen ohne Vermessenheit vnterfangen/ wann schon vorlcngst der Hoch-erleuchte Jünger in seinen Offenbahrungen häuffige Zäher vergossen/ da weder im Himmel noch auff Erden jemand befunden worden/ welcher das versteglete Buch der hohen Gnad-undFreyheiten Mari« eröffnet- ? mit Visen allein kan ich mich von disem Last hervor winden / wann ich der heiligen Evangelisten Fueßstapffen eintritte / die mit einen ehrentbie- Ligen Stillschweigen die Hochheit Mari« vorbeygelassen/ und jhr Vortrefflichkeit allein mit disenWorten eingeschlossen/ äe gua nuws elk M- 8U5, daß sie nemblich die jenige seye / von welcher IEsus vnser Heyland gebohre ist: lüxungue b.eonem,ist das gemeine Sprichwort/gleichwie auß den Blauen die Grösse deß Löwen; auß denen Strallen die Sonne; auß den Glantz derDiemant; auß den lieblichen Geruch der Balsam; auß der Frucht die gute Arth deß Gewächs erkennet werben / also ist Mari« Hochheit mit dem überflüssig hervor gestrichen/ daß sie als ein Mutter deß Allerhöchsten wird vorgestellt. Darumb sagt der Englische Lehrer: Hu- t»?--»- -'- manitss Llirilli ex so, guock est unita Oeo, Le beätituäo cresta ex boc, ^ ' quock elk kruitioOei Le L. V. ex hoc, quoll ell Elster I)ei,hadent guanllam llignitatem insinitsm exbono intmico, quoll elk Deus , Lc ex Hac parts non potelt aliquill 6eri melius eis : Oie Menschheit Christi aUß dem/ daß sieGOtt verei,,bahret/ unddie erschaffene Geeligkeit auß dem/ daß sie ein Genuß/Gottes; vnddieseeligisteJungfrau/alsein Mutter Gottes haben einige vnendliche Würdigkeit auß dem unendlichen Gut/ so GOtt ist/ und solcher seiths kan nichts besser« gcmachtwerden/ als die Menschheit Christi/ die Seeligkeit/ und so hohe Mutterschafft Mariw. Irren sich demnach gar weith diejenige/ welche sich bemühet/ jhr unbefleckte Reinigkeit/ vermittels lästerlicher Feder/ mit den finsteren Nebel der Erb - Sündzu verduncklen; In dem doch so wohl die heilige Göttliche Schrifft/ als heiligen Vatter vnd vortrefflichste Kirchen - Lehrer die klare Prob vor Augen gelegt. In heiliger Schrifft Mar ist zu lesen / daß / so 6»-> -- baldAdam mittels begangener Ungchorsambs-Sünd gefahlen inUngnad der Göttl. Ma>est. gefahlen in Pann deß billich erzürnten Himels/ gefahlen auß dem lieblich geordneten Lustgarten in dise verkehrte Welt-Wüsten / ehe und bevor dem Adam vnd Eva die Straff wurde angekünbet/ über die listige Schlang der Fluch ergangen sey: Dieweil du diß gethan/ so bist du verflucht / re. Weither: Inimicitiss ponam inter re Le mulierem, EM. Le inter Ismen tuum, Le lernen illius : Ich will Feindschafft setze» Zwischen dir / und dem Weib / und zwischen deinen Gaamen und ihren Gaamen - lpü contsrer caput tuum» Und dises Weib wird deinen Nopff zerknirschen. Die heilige Vatter wollen durch besagtes Weib Mariam verstehen sie nemblichsey die jenige/ welche künfftig hin derHöllischen Schlang / in Krafft ihres Göttlichen Kinds JEsu Khristi / den Kopff zerquetschen/ allen Gewalt und Gifft benemmen/ den Menschen auß dero Rachen herauß reisten / vnd in die vorige Freyheik/Gnad/ vndEhren- Stand einsetzen werde/ der Ursachzwar/ damit/gleich wieder boßhaffte Menschen - Feind die Welt durch ein schwaches und gebrechliches Weib unter seine Füß gebracht und besiget / also gleicher Gestalt von einem schwachen Weib durch den Gewalt ihrer Leibs- Frucht widerumb besieget/ mitFüssen getretten/ und mithin all sein Hochmuth gestürtzet wurde; auß welchen Worten/was ist anderst abzunehmen/ als daß GOtt in dem wider Adam und Eva gefeiten nachtheiligen Urtheil Mariam mit Nichten begriffen/sondern von dem Joch teufflischer Dienstbahrkeit prseservlret habe? Damit die Schlang nicht Ursach hatte zu frohlocken/ singt Oavill/Zchu-^/s»- vabiteamOLll8mLne ßiluculo, dlL. mane lliluculo, Morgens sobald es taget/ nein blich im ersten Augenblick ihrer Empfangnuß/ wird Gott sie erhalten von der Erb-Sünd; Dahero wo die Vulgata sagt i /Zchuvabir eam VLU8 maus lliluculo , liset der heilige Hieronymus, Luxilishitur^E/- ip6I)Lll8inexorllio matutino.' GDttwirdJhrhelffengleichbeyAuff- gang deß Tags, ^eremise dem Propheten / dem heiligen Joseph seinem Nöhr-Vatter / ^oanni seinem Vorlauffer hat zwar GOtt geholffcn/ aber Nicht mane lliluculo , Morgens in aller Frühe / sondern nachdem der K Lag Taa schon würcklich angebrochen; sie seynb zwar empfangen worden/ aber nicht wie Maria; was hatte dann sonst von Göttlicher Hand Maria be- sonderes? welche doch ihr geliebter Gesponß/Milium inter spina8, ein Lttt /.r. ^ch^eeweiseLilien / der himmlische Pottschaffker Oadriel, OratiL Plenum, voll der Gnaden/ die betagte heilige Lliladetk, deneäiÄam inter ^ E' mulieres, gebenedeyet unter den Weibern haben außgeruffen ? Wie hat- ^ te dann die geprisene Kirchen-Sonn ^uguttiuu8 sagen können: La purita- ^ ^ re nitedat) c^ua lud VLO M2)0t uec^uit iutelligi) Maria habe mit solcher Reinigkeit geweißlet und geleuchtet/ über welche unter GOtt kein grössere kan erdacht werden. Dahero ich ste billich kan nennen mit dem Heil. Vrunoue, Livitatem sanÄam. einheilige Stadt/ welche L.uci 5 er durch .L' ^ die Erb-Sünd niemahls hat erobert: Ich kan sie nennen mit Imäovico r» /--n. VI060H.ulam maguiücam seterni Imperatori8, ein herrliche Burck deß ewigen Laysers / in welcher der Fürst der Finsternuß durch die Erb-Sünd ^ njemahls hat reliäieret; Ich kan sie nennen Mit Vamalceno : Ivolam ex ^1hmi5^uäLjci8 ortam- eine Rosen von denen Jüdischen Oistlen / welche der höllische KottrKeffer durch dieErb-Sünd memahl bedastet hat; Ich 2. Ean sie nennen mit Ouerrico ) terram deneäiLkam ) ein niemahls berührte ^^bdeyte Erden/ in welcher niemahls der gesichtete Distel der Erb- Sünd/ sondern das Brod der Englen/ die Speiß deß ewigen Lebens ge- wachsen ist; Ich kan sie nennen mit Lonaveutum, va8 purum, puriu8 - S- puriürmum, das allerreiniste Geschürr / in welchen nicht die geringste Bitterkeit einiger Sünd/ sondern der annehmlichiste Lilien-Geruch der 2hm». t/e Reinigkeit enthalten ist; Ich kan sie nennen mit Ikeopkane, sanLuarium K' ^ 88.1rinüari8) einen so heiligen Orth / welchen die allerheiligiste Drey- faltigkeit wider alle feindliche Betastung mit einer 8alva<2uaickia begnadet hat. Ich kunte noch mehr sagen; aber leichter seynd in ein Zahl zu bringen die Haar deß ^dlolonischen Strobel-Kopffs/ die Wachtlen/ so den Israelitischen Volck schier ins Maul geflogen / die Mucken / welche den Ägyptischenklraraogeplagt/dieFuncken dereingeäschertenStadt 80- ckoma und Oomorra. als daß ich kan zehlen die Ehren Titl / mit welchen Mariam in ihren Gchrifften erhoben haben ^mdrotiu8. ^uselmu8, ^n- roninu8, ^ugullinu8. Lecia) Lernaräu8) Lrigitta) Louaventura) Lwno, OosmL8 HierosolymitanuZ, Lyrillu3 ^.Iexau6rinu8, Lpiplrauiu8, Ore- goriu8 magnu8, Hieronymu8, IrLneu8, ^oanne8 LlrrysoüomuS) I^auren- tiu 8 Zuüinianu 8 , l^lattlrXU 8 ^.p0lto1u8, Iv 1 etdoäiu 8 - ketru 3 Llrrysolo- gu8,1lieoäoru8 8tuclita, Hroma8 ^(iuina8, und Ubertinu8, lauter Heilige/ unzahlbahr anderer zu geschweige»/welche alleeinhellig bekennen/ allzuwenig geredt/gelehrt/und geschriben zu haben von derVortrefflich- keit Nachdem ^pelle8 die von dem berühmten Mahler krowgene durch gantze siben Jahr gefertigte kunstreiche Bildnuß ersehen / schrye er auff Mit Verwunderung : Oeximium 0PU8! mira re8! summu8 lador! arti- kcium maximum! O vortreffliches werck! O wunderbahrliche Sach! O unaußsprechliche ZLrbeit! O großes Rmrst-Stuck l Ein weith vortrefflicheres / ja das gröste Wunder-Werck der Welt war MARIA / wie hie höchste Weißheit bey dem Lccleüallico sie gerühmet / VL8 aämiradile, opu8Lxcelü: ein wunderbahrliches Geschür/ein werck deß Allerhöchsten/ sie«,/ welches nicht nur von Men Jahren / sondern wie im Buch der Weiß- heit zu lesen ist/ sbWternoorämsts, von Ewigkeit von G Jungfrau aller Jungfrauen/ die du deines gleichen weder gehabt hast/noch haben wirst! Zch lasse reden nen heiligen Ignatium den Märtyrer / welcher sie benambsct Lieleite pro- stigium, ein himmlisches Wunder: Ich lasse reden einen heiligen Lph- D rem, rem, welcher sie außmffet/ miraculurn prEÜanriüimumuniverii ordis rer- rarum, für das vortrefflichste Wunder - werck dergantzen Welt: Ich O^r. 2 .^tEreden einen ^näream (^rerenleni) welcher sie betitlet/ compen- ^iEMcomprelrenübüiumxerfeÄionurnvei) einen Begriff aller unbe- nreifflichen vollkommerrheiten Gottes : Ich laß reden einen heiligen Lpi- Mmum,welcher sie außgibt für ein Mirackel/über welches sich so gar 0a?. im Himmel zu verwunderen; Mracukun üupenäum in Loeli8) ja er sagt so gar/ sie feye die Majestätt selbsten gewesen/ Noch mehr , ^ v, ^ redet der heilige vionyliug ^.reopaZiru: OuÄus sui (ich setze seine eigne A W. Wort/ wem beliebig kan nachsuchen/ es wird sich folgender Massen finden ) VUÄU8 tui aä vejformem prselenriam alriÜiML VirZmis, raMu8meim- menlu8 äivinu8 lplenäor circumiülür exterm8, Lc pleniu8 irraäiavirin- reriu8, ranta enim in nie oinnium oäoramentorum tuperadunäavir tra- LranriL) utneccorpu3 infelix nec lpirirv.8 polier roriu8 ac raML telicira- ri8 inüZnia üiüinere, reüor - aäerar in VirAine- veum, 6 tua vivina ckoÄrina non nie äocuiiler - danc verurn veuni creäiäiüem. Daß MUß ein Schönheit gewesen seyn! Zu Deutsch: Ich bin geführt worden zu der Gegenwart der glorwürdigisten Jungfrau Maria / dero persohn schier einen GOLL gestaltete / ab welcher Anwesenheit ein solcher unermesslich herrlicher/ ja gleichsamb Göttlicher Glantz mich äußerlich umb- schüren/ innerlich aber noch vollkommentlicher umbgeben: und mit einen so lieblichen Geruch überschattet hatte / daß mein unglückseliger blöder Leib/wie auch mein schwacher Geist dievortrefflichkeit jhrer Schönheit nicht kunte übertragen. I. Milch der menschlichen/ und mit dem Hönig der Göttlichen Natur deines r.KeZ. i. Sohns: du bist die schnür gerade wurtzel^esse, radix 6ori8 specioülliiniz ^ auß welcher die schönste und süsseste Frucht .1L 8 ll 8 unser Heylandent- e ^ du bist jenes LetKledeM) dieStadt deß lebendigen Brods/ci- Oeo^.^/-vita8 animatL) de hua ^loriosa diÄasunt) von welcher dlum: ZZ-. sovil E. wunder und preißwürdiges geschriben stehet: du bist jene zarte und unbefleckte Leinwath/ jenes neue Grab/in welches der heiligste Leib dei- r,em?/.§6ries Sohns gehüllet/ und geleget ist worden: du bist die verschlossene I>er. L)/ daß die Anno -6;5- angefangene Huldigung und geschworne Treu von dem Durchleuchtkgisten Erß- Hauß noch heuntiges Tags mit brinnenden Eyffer wlrd conunuiret/ und fortgesetzt: wessentwegen dir die sichereHoff- verlachen/ und nach glücklich- geendigten Kriegs-Lauff den erwünMen Ruhestand ficherlich geniessen werdest: Erfreuet euch alle anwesende-tu, Hörer mit gesambter Ahristenheit/ gauäeamus omnes in Domino äi-m nunc relrurn celebrameg. O glorreiches Ehren-Fest der unbefleckten/ reinisten/ allerheiligrstew -JungfrauMaria DerounvergleichlicheSchönheit/ Ehr/ Glory/und Wurde sticht die Augen, doch ohne Berühren / bethört die Sinn, doch ohne Verwirrung/benimbt die Jung / jedoch ohne Schmertz! Ich kan denGlantzdiserGchonheitmchtmehransehen; dannsofern ich nochlän- Bildnuß betrachtete/ wurde ich gewahr werden/ daß das Grubelund Löfflern meines wenigen Verstands vil m klein, koc msre grstiarum , drß grosse Gnaden-Meer zu fassen. Ich wurde endlich einen Geist sehen / welcher mir sagen wurde/ was jener dem heiligen/z.u- ßultmo : nemblich/du bemühestdich umbsonst/ wann du wilst Mariam die Mutter GOttes nach ihren Verdiensten vorstellen,und loben. Ein solcher Geist kunte seyn Uromas Villanovsnus, da er sagt: (Quantum notes - M« trntum , guantum vales > tantum aääe, mchor ett virso ilts, luperior elt virzo itta: non enim Spiritus tanÄus litteris äe5cripllt, leck tibi eLm.. animo ckopin^onliam roli^uit > ut intelligas, riiliil illi gratis, aut perlbr Üionis, aut gloriL, guarn animus in pura creatura concipere poüit» ck^- kiisse: Mehreundoermehre/sovildukanst/setzezue/ sovildir möglich/ noch vrl grösser ist dise Jungfrau / darumb hat der heilige Geist so wenig von ihr in denen heiligen LvsnZelijz geschriben/ «eil Ers dir überlasten, dir selbst nach deinen vermögen einzubilden/damit du verstehen sottest/daß kein Gnad, kein Vollkommenheit/ keinGIsrv sey/ welche ein menschliche vernunfft erdencken kan / die nicht begriffen in Maria. Ein solcher Geist kunte seyn Oinnviiu-Lartkull indem er sagt i vlariainteipretaturmare, guia lioutnullus valet Juttas maris ckinume-^^' wie, lic Zrstiw excellenriam in kckaria nullus valet exxrimere. Maria kan »erdoimätschetwerdmemMeer, dam,gle-chw«emema.id d.eTropffen deß unermeßlichen weit und grossen Meer kan abzehlen/ also vermag ^uck niemand die Vortrefflichkeit Marianischer Gnaden genugsamv m!kforectien/und sattsambrühmen. EinsolcherGeist kunte seyn der H- l-etius v-mianus, welcher meiner Zung das Stillschweigen geblettet: lauten seine Wort/ lLceat, ÜL conrr-miscLt omms crestML, Lc Gnade,r-Sonn anzuschauen. Bey so bewenter Beschaffenheit waS ist mirmthun? Ich erachte am besten zu seyn, wann ich den Finger auff den Mund lege / von dem Lob Maries mehr mit Stillschwergen zu reden. Sie haben nunmehro Hochansehliche Zuhörer, so wohl gesehen, als aebört/dak ich mit unterthanigster Schuldigkett nur den aussersten Saum deß Kleybs der Wunderschönen Königlichen Tochter Mari« habe zum Mund genommen, vnd andächtig geküsset. Wem auß ihnen trmgennicht dieStrallen diser hell -glantzenden Schönherr durch die SlugM ms Lerk' Wer fasset nicht zu diser Gnaden - vollen Zungfrau und Mutter An recht Kindlkhes Vertrauen? Wer demüthiget sich nicht mrt dem Höchsten Haubt der Welt heunt vorjhrer Ehren-Sau en sie andächtig mverehren ? Dann bey Visen Feur stehen, und nicht erhitzet werden, ist fast unglaublich, vor diser Gnaden-Sonne erscheinen, und von ihr mit einer inbrünstigen Gegen - Lieb nicht entzündet werden/ist glerchsamb unmöglich. Alle/ glaubeich, oder wenigist die meiste werden hmzue tretten voll der Liebe, voll der Hoffnung/vnd ruffen mit gröster Inbrunst ihres verliebten Hertzens i Vits, ckulceäo,Le1pesuollrL. duunsersL-kbens Süffigkeit!