Wienei- Lischt- anc! l_3nclsst>idI>ott>6l< 232512 ^ 9 - 8 O 25 - 042005 - 54 r Lebrgang der internationalen l)ilisspracbs Cspsranlo von I. Slüc^ und vr. CdmunQ Süs« Zum Selbstunterricht vorzüglich geeignet. Zweite verbesserte und erweiterte Notlage. .----- NNe Neckte vorbekalten. --— preis ki 1.50 (Mk. l.SV) ! Verlag Paul l^nepler (>Valliskausser'scks k. u. k. löofbuckkcmdlung) V-isn, I.« kovsr Markt Nr, I. Wisnsi- Siscli- OOcI l-SOclssdibHottisk 28 ^d 1 ä ^ !V>/V s - SO 25 - 042005 - 54 Vollständiger Lebrgang der internationalen löilksspracbs Esperanto ^ von 7. und vr. CSmund Sos. Zum Selbstunterricht vorzüglich geeignet. Zweite verbesserte und erweiterte Auflage. --- deckte vorbekallen. — preis k 1.50 (Mk. 1.50) Verlag Paul k^nepler (XValliskausser'scbe k. u. k. lZotbuckkandlung) >Visn, I., Koker Markt Nr. I. ^4 2 . 62 . >L vruck von knepler S Scklesinger, >Vien, II., V?iderkokerplatz 3. » Vorwort zur zweiten Auflage. Oer ersten Auflage unserer Lsperanto-Sprachlekre können wir schon nach kurzer Zeit eine zweite folgen lassen. Ls gereicht uns zur grotzsn §reude, daß unser Semüken, das Buch kür jede Unterrichtsart verwendbar und bei größter kürze klar verständlich gemacht zu kaben, von Kursleitern und Schülern anerkannt worden ist. Oie zweite Auflage kaben wir sorgfältig überprüft und verbessert, ein Teil des Stoffes wurde ganz umgeändert. Mekrere §rsunde, erfakrene Esperantisten, sind uns Labei mit Aat und ?at zur Seite gestanden, wir waren bestrebt, ein gutes Lekrbuch zu schaffen; möge uns dies gelungen sein, damit kein Lernbegieriger den Leitfaden unbefriedigt aus der Sand lege — dann wird das Such zugleich ein Werbemittel sein für unser schönes Csperanto. Wien, im ^juli 1911. Oie Verfasser. Vorwort zur ersten Huklage. Das lebkafte Interesse, das die in „Österreichs Illustrierte Zeitung" (XIX. ^akrgang) von uns veröffentlichte Csperanto- Sprachlekre gefunden Kat, und viele Seweise dafür, daß sie zum Selbstunterricht sskr geeignet war, kaben uns veranlaßt, sie in Suchform kerauszugeben. wir vermeiden es auch kier, deutsche Aufgaben zu bringen *). ^jeder Kat irgend ein Sprachlekrbuch, dessen deutsche Aufgaben mit Silke eines Wörterbuches zur Übung im Übersetzen verwendet werden können. Zur weiteren Ausbildung ist das Lesen guter Lsperanto- werke empfeklenswert. Wien, im September 1910. Oie Verfasser. ') vis zweite Auflage entkält deutsche Übungen. lnkaltsverzeicknis. Vorwort. .3 Einleitung zur Sprachlehre . . 5 Die 16 Regeln des „Fundaments" 6 Grundzüge der Esperantosprache . 10 Sprachlehre .12 Die Endungen o, a, e, i . . .12 Das Hauptwort.13 Das Geschlechtswort.13 Das Eigenschaftswort.14 Die Zahl des Hauptwortes . .14 Das persönliche Fürwort ... 15 Die Fälle des Hauptwortes . .16 Das Zeitwort ..17 Das Hilfszeitwort ...... 20 Die verneinende und fragende Satzform.21 Das zueignende Fürwort ... 22 Das Umstandswort.22 Die Steigerung.24 Wortbildung .26 Nachsilben in und ick ..... 28 Die Zahlwörter.30 Zeiteinteilung.32 Fürwörter (Fortsetzung) .... 33 Das fragende Fürwort .... 33 Das bezügliche Fürwort . . . . 34 Das hinweisende Fürwort ... 34 Vorsilben Ze und bo.37 Vorsilben ckuou und pra ... 38 Die unbestimmten Fürwörter. . 38 Vorsilbe mal.41 Das rückbezügliche Fürwort . . 42 Seite Das Fürwort sia.43 Nachsilben an und ist .... 44 Die Umstandswörter.47 Nachsilben ul und estr .... 49 Die Verhältniswörter.51 Nachsilben e§ und et.53 Unpersönliche Sätze.53 Ausruf- und Empfindungswörter 54 Vorsilben clis, eli, eks und re . 56 Die Umstandswörter (Fortsetzung) 59 Das Verhältniswort je . . . .59 Tabelle.60 Nachsilben uj, es und in§ ... 61 Der Akkusativ.63 Bindewörter.65 Vorsilben ar, er und il . . . . 66 Bindewörter (Fortsetzung) ... 67 Nachsilben aj und ec . . . . . 69 Umstandswörter (Fortsetzung) . . 71 Pronominaladverbien ..... 71 Nachsilben ebl, em und inck. . 72 Das Wörtchen plu.74 Nachsilben cj und nj.74 Vorsilbe ki und Nachsilbe ac . .74 Das Zeitwort (Fortsetzung) . . 75 Nachsilben ack, i§ und iZ . . . 80 Nachsilbe um ..83 Nachtrag . ..84 Zusammenstellung der Vor- und Nachsilben.88 Allgemeine Bemerkungen ... 89 Lesestücke .94 Wörterverzeichnis .99 Anleitung zur Spracblekre. Keine Sprache kann so leicht und so rasch erlernt w erden wie die Esperantosprache. Dennoch bietet sie für den Anfänger eine durchaus ernste Aufgabe, insbesondere dann, wenn er die Absicht hat, in die Schönheiten und den Geist dieser Sprache einzudringen. Die Esperantosprache ist auf rein logischen Grundsätzen aufgebaut und übertrifft darin nicht nur alle bisher geschaffenen Kunstsprachen, sondern in der Genauigkeit der Ansdrucksweise sogar die natürlichen Sprachen. Der Wortschatz des Esperanto ist international. Die Sprachlehre hat nur 16 Regeln. Ausnahmen gibt es keine. Die fundamentalen Regeln der Sprache befinden sich gleich im Anfang des Buches. Alle weiteren Erläuterungen bauen sich auf ihnen auf und lehren ihre Anwendung im schriftlichen und mündlichen Verkehr. Beim Selbstunterricht soll der Esperantotext immer laut und mit sorgfältiger Beachtung der Aussprachregel gelesen werden. Schriftliche Übungen übergebe man zur Ausbesserung erprobten Esperantisten oder Vereinen, die jedem Anfänger gern Rat erteilen. Es ist auch empfehlenswert, hervorragende Werke der Esperantoliteratur und Efperantozeitungen zu lesen. 6 Oie 16 Regeln des „§undamento". (Wortgetreue Wiedergabe.) Grammatik. H) Vas Mpkabsl. 86, Oe, Oe, Oc !. ^6. 3 b c, 2 t8ck ä e k «8, I-i6 4 ll8ck k cb > i sb, j Kk, IVlm, I^!n, Oe, pp, K I m n 0 p r 3s, 8s, "N, Ou, Oü, Vv, 83 8cti t U IiUI-263 U vv 8 (wie in „Ie8en") Anmerku ng: A lautet wie das englische »§" in „Aentlemun"; s — wie das französische „j" in „journul"; ü wie das kurze „u" in „glauben" (wird nur nach einem Vokal gebraucht). Bei mangelnden Typen im Druck ersetzt man L, Z, k, s, 8, ü durch ck, Ab, bb, jb, 8k, u. 8) s^eDstSUs. 1. Der bestimmte Artikel ist la, für alle Geschlechter und Fälle, für die Einzahl und Mehrzahl. Einen unbestimmten Artikel gibt es nicht. 2. Das iD.r.) twort bekommt immer die Endung o. Der Plural bekommt die Endung j. Es gibt nur zwei Fälle: Nominativ und Akkusativ; der letztere entsteht aus dem Nominativ, indem die Endung n hinzugefügt wird. Die übrigen Fälle werden vermittelst der Präpositionen ausgcdrücktr der Genitiv durch cle (von), der Dativ durch nl (zu), der Ablativ durch kun (mit), oder andere, dem Sinne entsprechende, Präpositionen. Z. B. In patr'o, der Vater; al In patr'o, dem Vater; In pntl^Gn, den Vater; In pntr'oPn, die Väter (Akkusativ). 3. Das Eigenschaftswort endet immer auf a. Deklination wie beim Substantiv. Der Komparativ wird mit 7 Hilfe des Wortes pli (mehr), der Superlativ durch plej (am meisten) gebildet. Das Wort „als" heißt ol. Z. B. pli blanko ol netz'o, weißer als Schnee. 4. Die Grundzahlwörter (undeklinierbar) sind folgende: unu (1), äu (2), tri (3), lcvur (4), kvin (5), 868 (6), sep (7), ok (8), naü (9), clelc (10), cent (100), mil (1000). Zehner und Hunderte werden durch einfache Anreihung der Zahlwörter gebildet; z. B. kvir^cent tri'clele tri 533. Ordnungszahlwörter entstehen, indem sie die Endung des Adjektivs annehmen; z. B. kvur^, vierter. Vervielfältigungszahlwörter — durch Einschiebung des Suffixes obl; z. B. tri'obl'L, dreifach. Bruchzahlwörter — durch on; z. B. lcva^or^o, ein Viertel. Sammelzahlwörter — durch op;z. B. clu'op'e, selbander. Distributive Zahlwörter — durch das Wort po; z. B. po lcvin, zu fünf. Außerdem gibt es Substantiv- und Adverbialzahlwörter; z. B. cent'o, das Hundert, clu'e, zweitens. 5. Die persönlichen Fürwörter sind: mi (ich), vi (du, Ihr), li (er), si (sie), §i (es; von Tieren oder Sachen), 8i (sich), ni (wir), ili (sie (Mehrzahl)), oni (man). Possessive Pronomina werden durch die Hinzufügung der Endung des Adjektivs gebildet. Die Pronomina werden gleich den Substantiven dekliniert. Z. B.: mi'a mein, mi'n, mich. 6. Das Zeitwort hat weder Personen noch Mehrzahl; z. B.: mi tur'38, ich mache; lu putl"o 1ui"u8, der Vater macht; ili 1ur'u8, sie machen. Formen des Zeitwortes: u) Das Präsens endet auf 38; z. B. mi k3i"38, ich mache. b) Die vergangene Zeit — aus i8; z. B. li I3l"i8, er hat gemacht. c) Das Futurum — auf 08 ; z. B. ili kai" 08 , sie werden machen. c) Der Konditionalis — auf U8; z. B. si k3l"u8, sie würde machen. cl) Der Imperativ — auf u; z. B. kur'u, mache, macht ni kLr'u, lasset uns machen. 8 e) Der Infinitiv —- auf i; z. B. kari, machen. k) Partizipium präsentis aktivi — auf ant; z. B. machender; far'ant'e, machend. A) Partizipium perfekti aktivi — int; z. B. karlnlla, der gemacht hat. §) Partizipium futuri aktivi — ont; kar'onl^, der machen wird. ll) Partizipium präsentis passivi — at; z. B. kar'alla, der gemacht wird. ll) Partizipium perfekti passivi — it; z. B. kar'illa, gemacht. j) Partizipium futuri passivi — ot; z. B. kar'olla, der gemacht werden wird. Alle Formen des Passivs werden mit Hilfe der entsprechenden Form des Wortes 68t (sein) und des Partizipium passivi des gegebenen Zeitwortes gebildet, wobei die Präposition cte gebraucht wird; z. B. 8l 68ll38 anllalla cte airch, sie wird von Allen geliebt. 7. Das Adverbium endet auf e; Komparation wie beim Adjektiv. Z. B. mlla krallo pli borlle kant'38 o! mi ^ mein Bruder singt besser als ich. 8. Alle Präpositionen regieren den Nominativ. <ü) Allgemeine Regeln. 9. Jedes Wort wird so gelesen, wie es geschrieben steht. 10. Der Akzent fällt immer aus die vorletzte Silbe. 11. Zusammengesetzte Wörter entstehen durch einfache Anreihung der Wörter, indem man sie durch hochstehende Striche trenntZ. Das Grundwort kommt zuletzt. Grammatikalische Endungen werden als selbständige Wörter betrachtet. Z. B. vapol^sip'o (Dampfschiff) besteht aus vapor, Dampf, 8ip, Schiff, und o-Endung des Substantivs. st Im Briefwechsel mit solchen Personen, die der internationalen Sprache schon mächtig sind, oder in Werken, die für eben solche Personen bestimmt sind, fallen die hochstehenden Striche zwischen den verschiedenen Teilen der Wörter weg. 9 12. Wenn im Satze ein Wort vorkommt, das von selbst eine verneinende Bedeutung hat, so wird die Negation ne weggelassen; z. B. mi nenio'n vidüs, ich habe Nichts gesehen. 13. Auf die Frage „wohin" nehmen die Wörter die Endung des Akkusativs an; z. B. lie, da; tie^n, dahin; Vursovüo'n, nach Warschau. 14. Jede Präposition hat eine bestimmte, feste Bedeutung; ist es aber aus dem Sinne des Satzes nicht ersichtlich, welche Präposition anzuwenden ist, so wird die Präposition je gebraucht, welche keine selbständige Bedeutung hat; z. B. Aosti je tio, sich darüber freuen; ridü je tio, darüber lachen; enu'o je In putr'uj'o, Sehnsucht nach dem Vaterlande, rc. Die Klarheit leidet keineswegs darunter, da doch dasselbe in allen Sprachen geschieht, nämlich, daß man in solchen Fällen eine beliebige Präposition gebraucht, wenn sie nur einmal angenommen ist. In der internationalen Sprache wird in solchen Fällen immer nur die eine Präposition je angewendet. Statt der Präposition je kann man auch den Alku- sativ ohne Präposition gebrauchen, wo kein Doppelsinn zu befürchten ist. 15. Sogenannte Fremdwörter, d. h. solche Wörter, welche die Mehrheit der Sprachen aus einer und derselben fremden Quelle entlehnt hat, werden in der internationalen Sprache unverändert gebraucht, indem sie nur die internationale Orthographie annehmen; aber bei verschiedenen Wörtern, die eine gemeinsame Wurzel haben, ist es besser, nur das Grundwort unverändert zu gebrauchen, die abgeleiteten Wörter aber — nach den Regeln der internationalen Sprache zu bilden; z. B. Theater, teutr'o; theatralisch, leutr^n. 16. Die Endung des Substantivs und des Artikels kann ausgelassen werden, indem man dieselbe durch einen Apostroph ersetzt; z. B. 8iIIer', statt 8iIIei"o; de I'mond'o, statt de In mond^o. L. L. Zamenkof. 10 Srundzügs der Csperanlospracbo. Das Esperantoalphabet umfaßt 28 Laute. Diese sind: 3bcLäei§AliliijsI(Imnopr88lu ü V 2. Große Buchstaben werden nur am Anfang eines Satzes oder bei Eigennamen verwendet. Die Laute werden immer gleichartig ausgesprochen, und zwar die Selbstlaute 3 wie in „Farbe"; e wie in „Ebbe"; i wie in „Kind"; o wie in „fort"; u wie in „jung". Der Selbstlaut ü mit Uberzeichen wird, mit vorhergehendem n oder e, als kurzer Zwielaut gesprochen; beide mitsammen bilden nur eine Silbe, eü wird also nicht als Umlaut gesprochen wie im deutschen Worte „neu", sondern als kurzes e-ü, wie im Worte „Orpheum"; 3Ü, wie im Worte „Laune". Über 3U und eu, wobei u lang ist und kein Überzeichen erhält, wird später gesprochen werden. Die Mitlaute b, cl, st §, k, j, k, I, m, n, p, r, t werden wie in der deutschen Sprache ausgesprochen. Wenn die Buchstaben einzeln benannt werden, bekommen sie im Esperanto die Endung o: bo, clo, Io, mo, ro usw. Die Wörter sind ein-, zwei- oder mehrsilbig. Jeder Laut hat nur ein Zeichen, es gibt also im Esperanto keine Verdopplungen, wie: mm, nn, pp, rr usw., daher können doppelte Mitlaute nur dann Vorkommen, wenn eine Silbe mit dem gleichen Laute endet, mit dem die nächste beginnt, z. B. in korruscii (wegreiten). Zwei Selbstlaute verbinden sich nicht zu einem Laute, sondern werden jeder für sich gesprochen: 3e wie in „Rafa-el" 3U wie in „Adria-ufer"; ei wie in „ge-irrt"; eu wie in „be-urlauben"; ie wie in „Pi-etät"; oe wie in „so-eben"; oi wie in „Ko-inzidenz"; ue wie in „zu-erst"; ui wie in „Lu-ise". Auch zwei Mitlaute, die in anderen Sprachen sich zu einem Laut vereinigen, bleiben im Esperanto getrennt: 11 §n wie in „Mag-net"; nj wie in „ein-jagen"; pkwie in „Alp-Horn". Die Umlaute ä, ö, und ü und die Mitlaute q, w, x, gibt es im Esperanto nicht. Besonders zu beachten ist die Aussprache folgender Mitlaute: c wird gesprochen wie das deutsche z in „Zucker" daher: curo (zaro), colo (zolo), peco (pezo), paclcanto (paz-kanto). s wie das deutsche ß oder ss in „Faß", daher: 83luti (ßaluti), 8ekso (ßekßo), ro 80 (roßo). v wie das deutsche w in „Wage", daher: varma (warma), vicii (widi), vivi (wiwi), vualo (wualo). 2 : wie das deutsche s in „Rose", daher: ?ono (sono), 2 umi (sumi), rirelo (siselo). Unter den Mitlauten des Esperantoalphabetes finden wir fünf Buchstaben, die mit einem besonderen Zeichen, dem sogenannten Überzeichen „ " (dem französischen „accent circonklexe"), versehen sind. Es sind dies die Buchstaben: c, tz, s, s und st. Die vier ersten bezeichnen im Esperanto die Zischlaute. L wird ausgesprochen wie tsch in „Tschako", daher: cambro (tschambro), kruco (krutscho), keliLL (felitscha). § wie dsch in „Mandschurei", daher: Aurckeno (dschar- deno), Aentila (dschentila), Iar§3 (lardscha), reZino (redschino). s wie ein weiches sch (wie das j im französischen Worte „journal"), daher: seti (scheti), suri (schuri), manAuso (mandschascho). 8 wie ein scharfes sch in „Schule", daher: selo (schelo), si'ri (schiri), stopi (schtopi), sveli (schweli), spruci (schpruzi), mursälo (marsch alo). st wie ch in „rächen", daher: stemio (chemio), stvlero (cholero), esto (echo). 12 Die Betonung liegt bei zwei- oder mehrsilbigen Wörtern ausnahmslos auf der vorletzten Silbe, die somit etwas länger gesprochen wird als die übrigen. L e s e ü b u n g. ^vo, aceti, akiso, a§o, s§o, s§io, animo, arUivo, biero, broso, brosuro, cielo, beUaüro, clezori, eä^o, kasona, ka^ano, iiAnco, kuraZo, kruco, Icruco, pa8i', pasi, peco, peko, pesilo, perilo, ru§3, ru83, slalo, slalo, svarmi, 8v!n^i, sviti, voco, ruavo, aüto- mato, eüropano, nütobioArafio. Silbentrennung. Die Art der Silbentrennung in mehrsilbigen Wortwurzeln ist freigestellt. Ableitungssilben stelle man ganz auf die nächste Zeile, z. B. korn-aro, nicht ko-mn-ro. Jedenfalls soll nicht ein einzelner Buchstabe auf die nächste Zeile gesetzt werden, z. B. das o des Wortes nütomat-o. Man schreibt in diesem Falle die beiden letzten Silben rrmto auf die nächste Zeile. X 5pracblekrs. vis Endungen o, a, e, i. Die Esperantosprache benützt Wortwurzeln. Die Redeteile werden mit Hilfe grammatikalischer Endungen gebildet, wodurch die Wortklasse klar gekennzeichnet ist. Alle Hauptwörter endigen mit o: patr-o — Vater; llunä-o — Hund. Alle Eigenschaftswörter endigen mit a: bon-a — gut; ^ran6-a — groß. Alle Umstandswörter endigen mit e: kacil-e — leicht; kor-e — herzlich. Das Zeitwort endigt in der Nennform mit i: vicU — sehen; trink! — trinken. / Beispiele: Wortwurzel: um' — Ableitungen: amo, ama, ame, ami oder: bork — bono, bons, Kone oder: lelekorll — telekono, telekona, lelekone, telekoni. Man darf natürlich nur in logischer Weise ableiten. Wörter wie: Koni, patr! usw. können nicht gebildet werden, da sie keinen entsprechenden Gedanken ausdrücken. Vas Hauptwort. Das Hauptwort hat immer die Endung o. patro — Vater; krnto — Bruder; Klo — Sohn; ciomo — Haus; tablo — Tisch; onmbro — Zimmer; fene8trc> — Fenster; Man beachte in der Aussprache: Koro — Herz; Koro — Chor; Koro — Stunde; oder: Icolero Zorn; kolero — Cholera. Vas Sescklscktswort. Das Geschlechtswort ist für alle Geschlechter der Ein- und Mehrzahl la?') Ein unbestimmtes Geschlechtswort gibt es im Esperanto nicht. kn p3tro — der Vater; Is suno — die Sonne; In inkurlo — das Kind; patro — Vater (ein Vater); m- kano — Kind (ein Kind). *) Das Geschlechtswort kann mit dem Auslassungszeichen I' gebraucht werden, jedoch nur dann, wenn das vorangehende Wort mit einem Selbstlaut endigt und die kurze Überleitung des I' zum nachfolgenden Wort beim Sprechen keine Störung des Sinnes Hervorruf; z. Beisp.: iäeo cie I'kiomo; nicht aber: I'ulcso, I'akero, welche mit alcso und lu kero verwechselt werden können. kunclo — Hund; cevnlo — Pferd; bovo — Rind; kolombo — Taube; bircio — Vogel; ror:o — Rose; §ojo — Freude. 14 Das Hauptwort hat in jeder natürlichen Sprache sein bestimmtes Geschlecht. In der deutschen Sprache ist „Rand" männlich, „Wand" jedoch weiblich und „Band" sächlich. „Flieder" ist männlich, „Rose" weiblich und „Veilchen" sächlich. Im Esperanto gibt es kein grammatikalisches, sondern nur ein natürliches Geschlecht. Bei Personen oder Tieren männlichen oder weiblichen Geschlechtes ist das Geschlecht durch die Bedeutung des Wortes selbst gegeben. Alle anderen Begriffe sind sächlichen Geschlechtes. Vas Cigsnsckaflsvvort. Das Eigenschaftswort hat immer die Endung a. bona — gut; dein — schön; Iclnrn — klar (deutlich); nova — neu; trankvila — ruhig; Hermann — deutsch; rusn — russisch; berlinn — berlinerisch; politikn — politisch; telekonn — telephonisch. vis Jabl Des kZauptworlss. Die Einzahl wird angewendet, wenn nur von einem einzigen Begriff — die Mehrzahl, wenn von zwei oder mehreren Begriffen die Rede ist. Die Mehrzahl wird beim Haupt- oder Eigenschaftswort durch die Endung z gebildet; dieser Laut bildet mit dem Endlaut o oder a eine Silbe, in der das j flüchtig ausgesprochen wird; oj wie o-^ und ns wie n-^ Beispiele: patroj — Väter; In pntroj — die Väter; Indios — Tische; In Indios — die Tische; cevnioj — Pferde; In cevnioj — die Pferde. bonaj — gute; In donnj — die guten; Aermnnnj — deutsche; In ^ermnnnj — die deutschen; teiekonnj — telephonische; In telekonnj — die telephonischen. Das Eigenschaftswort nimmt auch die Mehrzahlendungen an. Wenn sich ein Eigenschaftswort auf mehrere 15 Hauptwörter bezieht, von denen jedes einzelne in der Einzahl steht, so nimmt es die Mehrzahlendung an, z. B. Ia boriaj stuncio kaj eevalo — der gute Hund und das gute Pferd. 6on3 patro — guter Vater. Leins ro?oj — schöne Rosen. 1-3 cliÜAenta inkano — das fleißige Kind. 1-3 novaj kene8lroj - - die neuen Fenster. Wörter: libro — - Buch; kloro — Blume; a^rabla — an- 3ero — Lust; IlNAvo— Sprache; genehm; 3l, 8i, ir38 — er, sie, es geht; Die Zeitform der Ver Einzahl: mi iri'8 — ich ging, bin gegangen, Mehrzahl: ni ir38 — wir gehen, vi ir38 — ihr gehet, Sie gehen, iii ir38 — sie gehen, angenheit endigt mit 18. Mehrzahl: ni iris — wir gingen, sind gegangen, 2 18 vi iri8 — du gingst, bist ge- vi ir>8 — ihr ginget, seid gegangen, gangen, Sie sind gegangen, li, Li, A iri8 — er, sie, es ili in8 — sie sind gegangen, ging, ist gegangen; Die Zeitform der Zukunft endigt mit 08. Einzahl: Mehrzahl: mi iro8 — ich werde gehen, ni iro8 — wir werden gehen, vi iro 3 — du wirst gehen, vi iro8 — ihr werdet gehen, li, si, §i iro8 — er, sie, es Sie werden gehen, wird gehen; ili iro8 — sie werden gehen. Innerhalb einer jeden Zeitform bleibt das Zeitwort bei der Abwandlung unverändert, weil die Person durch das dazugehörige Hauptwort oder persönliche Fürwort genügend gekennzeichnet ist. Beispiele: lVii iru8 kuj vi 8ici38, ich gehe und du sitzest. 8i vi6i8 la klorojn, sie hat die Blumen gesehen. >>li vol <08 nichn smikojn, wir werden unsere Freunde rufen, lüi montro8 al vi lu belajn cevalojn, er wird dir (Ihnen) die schönen Pferde zeigen. Die Möglichkeitsform endigt mit U8. Einzahl: Mehrzahl: rni iru8 — ich würde gehen, ni iru8 — wir würden gehen, vi iru8 — du würdest gehen, vi iru8 — ihr würdet gehen, li, si, tzi iru8 — er, sie, es Sie würden gehen, würde gehen;- Hi iru8 — sie würden gehen. Die Wunsch- und Befehlsform endigt mit u. Einzahl: Mehrzahl: iru — geh; ni iru — lasset uns gehen, gehen wir. Die Bedingungswörter: 8e — wenn, 8ec1 — aber, sowie das Verbindungswort der Wunschsätze: Ice — daß, dürfen im abhängigen Satze niemals fehlen; z. B.: 8e mi e8lu3, wenn 19 ich wäre; wäre ich. Ni 6onu8, se mi li3VU8, ich würde geben, wenn ich Hütte. Ni or6on38, lce vi laboru, ich befehle, daß du arbeitest, Ni 66rir38, lce vi kantu, ich wünsche, daß du singest. Das Wörtchen so im Nachsatz entfällt im Esperanto: Le li voIu8, li P0VU8, wenn er wollte, so könnte er. Wörter: ^ 3vo — Großvater; onlclo — Onkel; 3mii. mono — Geld; « 3 I 0 — Salz; ^ pano — Brot; pomo — Apfel; piumo — Feder; inko— Tinte; letero — Brief; ^ lronlenta — zufrieden; voki — rufen; - monlri — zeigen; oräoni — befehlen; tabori — arbeiten; Kant! — singen; voll — wollen; povi — können; 6oni — geben; preni — nehmen; ricevi — bekommen; 86 -— wenn. Übung. Ni acetu8 ponion, 86 mi ii3vu8 monon. 1.3 p3lro or6oni8, I<6 mi äonu panon ai ia viro. 86 ni Ii3vu8 l6mpon, ni prom6nu8. ?r6nu plurnon, p3p6ron i<3j inkon I<3j 8i3 I<3j ckili^enta, li ricevo8 beian Lravaton. Lui?o r3icon1i8 3I ^ok3no Ion§an r3konton. Die große Kiste ist in Josefs' Zimmer. Die schönen roten Rosen sind im Gefäß. Friedrich saß im Garten und lernte die Lektion. Wenn schönes Wetter sein wird, werden wir im Hofe spielen. Der Nachbar will die Ochsen und die Schafe verkaufen. Wenn ich Geld hätte, würde ich sie kaufen. Sage dem Knaben, er soll Brod und Honig essen. Die Butter war nicht frisch. Ich werde dem Hunde Fleisch geben. Auf dem Teller sind süße Kirschen. Wir werden gute und schöne Birnen und Aprikosen haben. Alfred würde dir die schönen Bilder zeigen, aber er ist im Keller. Kanarienvögel haben gelbe Federn. Der Knabe war artig und fleißig, er wird eine schöne Krawatte bekommen. Luise hat dem Johann eine lange Geschichte erzählt. Oie vorneinsnDs und kragende Satzform. Die Verneinung wird durch ne — nein (nicht) die Frage durch cu — ob? ausgedrückt. Fragesätze werden oft durch ein fragendes Fürwort (wer? wie? was?) eingeleitet, wodurch ihre Natur genügend gekennzeichnet ist. Andernfalls tritt in der deutschen Sprache die Umstellung ein: „ich gehe", „gehe ich?" Das geschieht im Esperanto nicht, weil es nicht internationaler Brauch ist. In solchen Fällen, wo kein Fragewort den Satz beginnt, wird der Fragesatz mit dem Wörtchen cu eingeleitet: mi ira8— ich gehe; cu mi ir38? — gehe ich? Beispiele: L 3 vino ne 68138 en I 3 §1380, der Wein ist nicht im Glase. Lu vi vicki 8 I3 belan inkanon? Haben Sie 22 das schöne Kind gesehen? Lu 13 3V0 68138 83N3? Ist der Großvater gesund? Li ne 68138 83N3, er ist nicht gesund. Vas sueignsnDs §ürwort. Das zueignende Fürwort vertritt die Stelle des Eigenschaftswortes und wird aus dem persönlichen Fürwort mittels der Endung a gebildet. Einzah l: min — mein, meine mein; 8m — ihr, ihre, ihr; via — dein, deine, dein; Am — sein, seine, sein. Im — sein, seine, sein; Mehrzahl: nm — unser, unsere, unser; ilm — ihr, ihre, ihr. vm — euer, euere, euer; Ihr, Ihre, Ihr; Die persönlichen und die zueiguenden Fürwörter werden ebenso dekliniert, wie die Hauptwörter: Ml !i NM VI3j de mi äe li de nm cte vi 3j 3l Ml 3I li 3l Nl3 3l Vlus min lin Nl3N Vl3sn, usw. Wenn sich die zueignenden Fürwörter auf die Mehrzahl des Hauptwortes oder auf zwei oder mehrere Hauptwörter beziehen, so nehmen sie die Endung L der Mehrzahl an: miaj, 6e viaj, ul siuj, iliujn usw. Anmerkung: Von cia gilt dasselbe wie von ci. (Siehe Seite 16.) Vas Umstandswort. Das Umstandswort hat die Endung e.*) *) Im Esperanto gibt es viele Umstandswörter, welche als selbständige Wörter ihre entsprechende Bedeutung haben, also nicht mittels e abgeleitet werden müssen. Sie werden in den folgenden Aufgaben genannt werden. 23 bele — schön; silente — still; Kone — gut; vespere — abends; neeese — notwendig; patre — väterlich. Während das Eigenschaftswort auf die Frage antwortet: „wie ist etwas beschaffen?", dient das Umstandswort zur Beantwortung der Fragen: „aus welche Weise (wie) wird etwas gemacht?" oder: „wie geschieht etwas?" Somit ergänzt das Eigenschaftswort das Hauptwort und das Umstandswort das Zeitwort. Beispiele: ka dein kanto, der schöne Gesang. ka biräo estas bela, der Vogel ist schön. ka biräo Karitas bele, der Vogel singt schön. Vespere lurrias la Inno, abends leuchtet der Mond. lVli amas lin patre, ich liebe ihn väterlich. Wörter: vino — Wein; biero — Bier; lakto — Milch; Zlaso — Glas; luno — Mond; vorto — Wort; kajero — Heft; rnateno — Morgen; peniko — Pinsel; karbo — Farbe (zum malen); kiclela — treu; vercta — grün; lumi — leuchten; brili — glänzen; cleriri — wünschen; senäi — senden; Zaräi — behüten; peil — bitten; äese§ni — (ab) zeichnen; be^oni — brauchen; korZesi — vergessen; mor^aü — morgen; laüte — laut; certe — gewiß (sicher); parkere — auswendig (ans dem Kopfe); aü — oder. Ü bung. Lernu cliliAente. Oorrnu bone. Lu la solclato ne kor^esis la bajoneton? bie, li bavas §in. Idlia bunäo ßaräas fiäele la äomon. ka eevaloj äe nia nasbaro kuras rapiäe. La suno brilis bele. Ni petas vin Kore, 24 8enclu al mi mor^aü mstene In iarbojn kuj I 3 penilcojn. 8e vi clemrob, vi povos äiri Zin 3I H telekone. Hi Ierni8 fLLi'Ie I 3 Ammalikon 6e L8per3nto. Lu 68138 necese, lerni purkere !n vortojn? ki8l38 bone, Ie§i inüle. !>Ie for§68u, certe cioni 3 I Lu6oviIco I 3 I<3jeron. Lu vi beron35 veräan 3Ü ru^an inkon? ^r3nei8ko kaj Lävnräo cje8e§ni5 e!<23!<1e !a arbon. Lerne fleißig. Schlafe gut. (Schlafe wohl.) Hat der Soldat nicht das Bajonett vergessen? Nein, er hat es. Unser Hund bewacht treu das Haus. Die Pferde unseres Nachbars laufen schnell. Die Sonne glänzte hell. Ich bitte dich herzlich, sende mir morgen Früh die Farben und die Pinsel. Wenn du wünschen wirst, wirst du es ihm telephonisch sagen können. Sie haben die Sprachlehre des Esperanto leicht gelernt. Ist es notwendig, die Wörter auswendig zu lernen? Es ist gut, laut zu lesen. Vergessen Sie nicht, Ludwig sicher das Heft zu geben. Brauchen Sie grüne oder rote Tinte? Franz und Eduard haben den Baum genau gezeichnet. vis Steigerung. Die zweite Steigerungs-Stufe wird sowohl beim Eigenschaftswort, als auch beim Umstandswort durch das Wörtchen pli — mehr gebildet. bona — gut; pii bona — besser (mehr gut); be>3 — schön; pli bela — schöner (mehr schön); prokunäe — tief; pli profunde tiefer (mehr tief) ?3pero 68t38 bl3nk3, ne§0 68t38 pli bl3ni<3 — Papier ist weiß, Schnee ist weißer. Das Vergleichswort der zweiten Stufe „als", wird ausnahmslos durch ol übersetzt: pli blanka o! — weißer als; pli frue ol — früher als. Die dritte Stufe wird sowohl beim Eigenschaftswort, als auch beim Umstandswort durch das Wörtchen plez — am meisten gebildet. 25 Beispiele: 1-3 plej alta, der, die, das höchste (am meisten hoch). ?lej Kur3ße, am mutigsten (am meisten mutig). Das „von, unter, zwischen" wird bei der dritten Stufe mit el oder inler übersetzt: 1-3 plej juna el (inter) miaj inkanoj, das jüngste von (unter) meinen Kindern, (meincrKinder). PI! und plez stehen immer unmittelbar vor dem Eigenschafts- oder Umstandswort, das gesteigert wird. Anmerkung: Die dritte Steigerung mit „sehr" wird durch Ire gebildet: tre kacke, sehr leicht. „Zu" (zu sehr) wird durch Iro übersetzt: tro Zrancla, zu groß. Die Vergleichung „ebenso, wie" heißt, 1!el —- kiel: tiel bone, kiel bele, so schön wie gut. (Siehe Seite 47). „So, wie möglich" heißt, kiel edle ple§: Venu kiel edle plej kalclaü, komm so bald wie möglich. Karo — Haar; barbo — Bart; —- brovo — Augenbraue; lipkaroj — Schnurrbart; -----bu8o — Mund; N 320 — Nase; orelo — Ohr; clento — Zahn; mano — Hand; -_brako — Arm; pieclo — Fuß; kri§ro — Finger; verko — Werk; ——oro — Gold; Wörter: ceno — Kette; kuro — Vetter; kuraAo — Mut; intere83 — interessant; pura — rein; 83§3 — weise; pruclenta — vernünftig; utiln — nützlich; krue — früh; ko8ti — kosten; 3nkor3Ü — noch; bulcluü — bald; kocliaü — hente; L3r — denn, weil. Übun g. Niaj Karos 68t38 pli blonclaj ol VI3 barbo. l-3 okuloj cle via krato e8ta8 pli bluaj ol la okuloj 6e via ku^o. l-3 rnanoj 6e ^ü§U3to e8ta8 la plej puraj. ?3Ülo 26 li3V38 13 plej ^ranckan na^on l<3j ^rneslo 13 plej Ion^3jn orelojn. Vi Ü3V38 I3 plej niZrajn lipstarojn knj I3 plej bon3jn äentojn. Ca brovoj cle ^malio e8t3S ni^raj l<3j l 3 olculstaroj lon§3j. 8i 65t38 pli bela ol tVlatilcko. Zolcrato e8t>8 la plej 83§3 inler >3 Zrekaj iiloroioj. L8i33 pli utile, le§i Kl38il<3jn verlcojn ol I 3 plej intere83jn rom3Nojn. Cu vi jam M3n§i8 pomon 3Ü piron? !^Ie 3nlcor3Ü. tVli rieevl8 la plej bel3jn el ili, seck mi M3NZ08 ilin nur koä>3Ü ve8pere. Nia onklo r3konti8 3l mia p3tro Ice li vickm en I 3 urbo Ire bel3N or3n eenon. 8e6 li ne 3Leti8 §in, ear §i 1<03ti'8 tro multe. Mein Haar ist blonder §ls dein Bart. Die Augen deines Bruders sind blauer als die Augen deines Vetters. Augusts Hände sind die reinsten. Paul hat die größte Nase und Ernst die längsten Ohren. Du hast den schwärzesten Schnurrbart und die besten Zähne. Amaliens Augenbrauen sind schwarz und die Wimpern lang. Sie ist schöner als Mathilde. Sokrates war der weiseste unter den griechischen Philosophen. Es ist nützlicher, klassische Werke zu lesen als die interessantesten Romane. Hast du schon einen Apfel oder eine Birne gegessen? Noch nicht. Ich habe die schönsten unter ihnen bekommen, aber ich werde sie erst heute abends essen. Mein Onkel erzählte meinem Vater, daß er in der Stadt eine sehr schöne goldene Kette gesehen hat. Er hat sie aber nicht gekauft, denn sie kostete zu viel. Wortbildung. Die Esperantosprache ist von unübertroffener Klarheit und Einfachheit. Entschieden bildet aber die Wortbildungslehre den Höhepunkt des Systems. Mit etwa 3000 Wortelementcn hat Dr. Samenhof das Wundergebäude einer Sprache aufgebaut, die, was Genauigkeit und Schärfe des Ausdruckes anbelangt, von keiner anderen Sprache erreicht wird und auf allen Gebieten des praktischen und wissenschaftlichen Lebens vollkommen ausreicht. 27 Die Endungen v, a, e, i dienen, wie wir gesehen haben, zu den Ableitungen des Hauptwortes (v), des Eigenschaftswortes (a), des Umstandswortes (e) und des Zeitwortes (i). I^un, jetzt. I^sunn metocko, jetzige Methode, ^ntnü, vor. Un nntnüa tn^o, der vorherige Tag. ^ntnüe pnZi, im vorhinein zahlen. ^68, ja. ^65l, bejahen. ^e8a re8poncko, bejahende Antwort usw. Zu s am in cn g e s etz t e Wörter: Die zusammengesetzten Wörter werden aus die gleiche Weise gebildet wie im Deutschen: kil, aus. /Anrsi, marschieren. Dimarsi, ansmarschieren. 5en, ohne. lAaro, Haar. 8enlrara, haarlos (kahl). Trn, durch. l_e§i, lesen. TraleZi', dnrchlesen. Gewöhnlich verwendet man vom ersten Wort (Bestimmungswort) nur die Wortwnrzcl. Beispiele: k^er-o, Eisen. Vojo, Bahn, Weg. ^ervojo, Eisenbahn. 8!3l<1on e! In lelero. tVlia patro vencli8 >3 carmajn Zakiclojn. briäeril<- ino kaj ^oreiino e8t38 iratinoj. ^3 prineiclo e 8 i 33 la kianLO cie In juna §rakino. 8injoro kaj 8injorino bl . . . 68t38 en la m3N§oL3mbro. b3 nevinoj cle la baronino l<3j la kilinoj cle la c^irelcloro viritia nian avinon. ?3voviro 68138 pli bela birbo ol pavino. ba tzuvernibtino cle ?aülino trale§i8 jam in lutan romanon. 8i 8enclo8 mor^aü In libron al la nepi'no cle nia naj- baro. lVli clem3ncli'8 mian najbarinon, cu si clonu8 al mi la belan bilclon. 81 ' je 3 i 8 mian clemanclon. Die Schreibmaschine meiner Freundin ist sehr gut. Die Tante ist im Garten. Sie gibt der Henne und den Küchlein Körner. Der Hahn steht stolz da und behütet die Küchlein. 30 Das Kätzchen trinkt Milch aus dem Teller. Mein Vater verkaufte die reizenden Lämmer. Friderike und Josefine sind Schwestern.^ Der Fürstmsohn ist Bräutigam der jungen Gräfin. Herr und Frau N . . . sind im Speisezimmer. Die Nichten der Baronin und die Töchter des Direktors besuchten unsere Großmutter. Der Pfauenhahn ist ein schönerer Vogel als die Pfauenhenne. Paulinens Gouvernante hat schon den ganzen Noman durchgelesen. Sie wird morgen das Buch der Enkelin unseres Nachbars schicken. Ich fragte meine Nachbarin, ob sie mir das schöne Bild geben würde. Sie bejahte meine Frage. vis Zaklwörlsr. unu — 1 ckekunu — 11 ckuckekunu — 21 cku — 2 ckekcku - 12 ckuckekcku — 22 tri - 3 ckektri - 13 ciuciektri — 23 kvar — 4 ckekkvar — 14 triclak — 30 kvin — 5 ckokkvin — 15 kvarckek — 40 868 — 6 ciek8e8 — 16 kvinciek — 50 86p — 7 ckek8ep — 17 868ckeK — 60 ok — 8 ciekok — 18 8ep66k — 70 N3Ü — 9 ckeknLÜ — 19 okäek — 80 ckek — 10 ciuckEk — 20 naückek — 90 L6Nt - 100 mi! - 1000 ckuLent — 200 ciumil - 2000 trioenl — 300 Irimil — 3000 Die Grundzahlen bleiben immer unverändert; sie nehmen weder die Endung der Mehrzahl, noch die des vierten Falles an, z. B.: Kvin minutoj, fünf Minuten. ka suoj ko3tn8 ckuckek kronojn, die Schuhe kosten 20 Kronen.*) *) kelero, marlco, franko, krono usw. behalten als Münzennamen ihre ursprüngliche Bezeichnung mit der Hauptwortendung — o. Außerdem gibt es im Esperanto eine internationale Hilfswährung: Zpe8miIo. blnu spesmilo --- K 2.40 --- 2 iVik. 31 Die Ordnungszahlwörter werden als Eigenschaft bezeichnende Zahlen mittels der Endung — a gebildet: unun — erster (e, es), elun — zweiter, äelctria — dreizehnter, kvinckeksepn — siebenundfünfzigster. Die Zahlumstandswörter haben die Endung — e: unue — erstens, ckue — zweitens, nnüe — neuntens. Wenn die Zahlen hauptwörtlich gebraucht werden, so erhalten sie die Endung o: In unuo — der Einer, In äeückuo — das Dutzend, seZäeko — ein Schock. Die Bruchzahlwörter werden mittels der Silbe on gebildet: ckuono — ein Halbes, eine Hälfte --- 1/2, sesono — ein Sechstel---Vö, ilovembro, Oecembro. Die Tage der Woche. OimÄnLo, Sonntag. puncto, Montag. lVlarcko, Dienstag. iVlerkreclo, Mittwoch. ^sücko, Donnerstag. Venckrecko, Freitag. Zabato, Samstag. 33 Die Tageszeiten. iViuteno, Morgen. ^nt 3 Üt 3 Ame?o, Vormittag. TuZ- me^o, Mittag. ?os 11 aAme 20 , Nachmittag. Ve 8 pero, Abend. I'-loiclo, Nacht. Die Stundenbezeichnung. Die Stunden werden durch Ordnungszahlen bezeichnet. ^sl 38 In kvara. Es ist vier Uhr (die vierte Stunde). Oek minu- toj p08l In 6 e!< 3 . Zehn Minuten nach Zehn (Uhr). Tri Icvsronoj p08t I3 6 e 1 Das fragende Fürwort hat den Anfangslaut k. üiu? Frage nach der Person oder in Verbindung mit einem Gegenstandswort: Wer? welcher, welche, welches? Klo? Frage nach einer Sache: Was? kiu? Frage nach der Eigenschaft: Was für ein? üie 8 ? Frage nach dem Besitz: Wessen? Beispiele: Kill 8 tur 38 Lntäü I3 poräo? Wer steht vor der Tür? Kiu äomo 68 t 38 I3 VI3? Welches Haus ist das deinige? Xe ist das verneinende Wörtchen, das zweite n dient nur zur Erleichterung der Aussprache, damit zwischen den beiden Selbstlauten z. B. ne iu keine Pause gemacht werden muß, also: neniu. z 34 Kio 68138 en la §1380? Was ist im Glase? Kia e3tas 1a vetero? Wie ist das Wetter? Kie8 tukon Kava8 la knabino? Wessen Tuch hat das Mädchen? Die Fragewörter sind aus dem lateinischen „qui8" abgeleitet. (Franz. „yui"? ital. „ctu?" ungar. „ki?") Vas bosüglicko §ürwort. Die Formen des fragenden Fürwortes werden auch als bezügliche Fürwörter, sowohl bei Personen, als auch in Verbindung mit dem betreffenden Gegenstandswort bei Sachbezeichnungen, verwendet. Beispiele: ka juna viro, kill 8icia8 en la autaüeambro, atend- 38 mian patron. Der junge Mann, der (welcher) im Vorzimmer fitzt, erwartet meinen Vater, ka arboj, kiuj 68ta8 en la Aardeno, jam klora8. Die Bäume, welche im Garten sind, blühen schon. Zinjoro ..., Kie8 inviton ni riLevi8, 68ia8 Ire akabla viro. Herr N ..., dessen Einladung wir erhielten, ist ein sehr freundlicher Mann, ki ricevi8, kion li meriti8. Er hat bekommen, was er verdient hat. Vas kinvvsissnvs §ürwor1. Das hinweisende Fürwort hat den Anfangslaut 1. tiu — der, die, das; jener, jene, jenes, tio — das, jenes. tia — derartiger, derartige, derartiges; solcher, solche, solches. tie8 — dessen, deren; desjenigen, derjenigen. Wenn auf eine örtlich oder im Gedanken nächststehende Person oder Sache hingewiesen werden soll, wird dem tiu die Silbe ci als selbständiges Wörtchen beigegeben. Es kann vor oder nach dem Fürwort stehen: tiu ci, oder ci tiu, dieser, diese, dieses. Anmerkung. Auch in den germanischen, romanischen und slawischen Sprachen sind die hinweisenden Wörter durch das t oder ct gekennzeichnet, zum Beispiel: der, > 35 das, dieser, dort, dann (deutsch); tllen, tllere, 1 Ü 3 l, tku8 (englisch); tel; (französich); tnl, tunto, (italienisch und spanisch) ; tuk. Io (polnisch und böhmisch). Beispiele: Hu sinjoro estus ciirektoro cke teutro, jener Herr ist Direktor eines Theaters. Tiu kunckelo ne brulu8 bone, jene Kerze brennt nicht gut. Hon mi ne vo1>8, das wollte ich nicht. ^o?eko ne LM38 liujn kolorojn, Josef liebt solche Farben nicht. Eu vi kon38 1ie8 vuloron? Kennst du dessen Wert? Tiu ci botelo e8tn8 pli plena ol liu, diese Flasche ist voller als jene. Derselbe, dieselbe, dasselbe. Diese Wörter haben im Deutschen (als Eigenschaftswörter) die Bedeutung, „der, die, das gleiche" und sie werden in diesem Sinne im Esperanto durch „la 8ama" ausgedrückt: Tiu ci e8tu8 In 83M3 rukonto, kiun mi jum 3Üäi8, das (dieses) ist dieselbe Erzählung, die ich schon gehört habe. Im f3ri8 in 83M3N eruron, er hat denselben Fehler gemacht. Im bi3V38 In 83M3N 3urtuton, Kinn mi Ü3V33, er hat denselben Überzieher, wie ich einen habe. Anmerkung. Derselbe, dieselbe, dasselbe und dieselben werden in der deutschen Sprache häufig anstatt er, sie, es gebraucht. Esperanto verwendet in solchen Fällen nur li, 8l, §i. ^.Ikrecko vicii'8 miujn cevulojn kuj peti8 min, Ke mi vencku ilin 3l li. Alfred sah meine Pferde und bat mich, daß ich dieselben (einfacher: sie) ihm verkaufen soll. Wörte r: stono — Stein; 8ir3to — Straße; moncio — Welt; §38to — Gast; lito — Bett; I38t3 — letzter; 3Ü3 — anderer; jeti — Wersen; 8UMO — Summe; pmrto — Teil; fuvoru — günstig; 8e§o — Stuhl; k3N3po — Sofa; turi — machen, tan; z* 36 srnnbo — Schrank; rubnndo — Band (das); dinnto — Nelke; ansero — Gans; annso — Ente; permbo — Pfirsich; pruno — Pflaume; Ie§omo — Gemüse; bon8ervi — aufbewahren; renbonti — begegnen; rnnturi — reifen; dum — während; por — für; §>8 — bis; ni — zu, an. Übung. ^ Kiu feti5 In stonon?^4'iu bnnbo 8ur In 8trato fetl8 Zin.^Kiu 68t38 en In §nrdeno?sibn junn virino, biu vol38 neeti In per8ibojn bnj In prunojniLbli vendi8 In ceri^ojn nl nin nnjbnrino jnm dum (en) In monnlo )>unio. (,bn nlinjn irubtojn vendo8 nin pntro dum Obtobro. ^n 8erono 68ti8 kre knvorn. ^ Dum In In8tnj du 8emnjnoj In tn§oj 68ti8 Ire vnrmnj. ^ Kion vi tnro8 bun vin Ie§omo?^?nrte ni vendo8 §in, pnrte ni bon- 8ervo8 §in en In belo.^ Kie8 Lapelo e8la8 8ur In lito? j^Kinn rubnndon vi bnvn8 8ur vin cnpeIo?H Lu verdnn nü b!unn?iMi bnvn8 du enpelojn./§Zur unu mi bavn 5 ro^obolornn rubnndon bnj 8ur In aün 865 belnjn dinnt- ojn. s^lVIin bu^ino renbonti8 nntnütnAme^e ^delinon. ^ lVtin onblo veno8 In bvnrnn (4^) de bebrunro bnj e8lo8 « nin §38to §i'8 In bvindebnü^lVInrdo 68ki8 In unun tn§o de In monnto. bn ln jnro 191IL (mil nnücent debunun) 68ti8 In 86PL tutmondn b 8 pernnto-bon§re 80 en „Antwerpen". Kvindeb pomoj 1 < 08 tn 8 nnüdebtri kelerojn. ki- IIemu vol38 3Ücii minn peton, niemand will meine Bitte Horen. I^enio oäor38 pli 3§r3b!e ol 702 : 0 , nichts duftet angenehmer als eine Rose. Ni vi6i8 nem'nn lumon, ich habe keinerlei Licht gesehen. ^enie8 inknnoj 68138 pli Zentilnj ol tiuj 6e min krntino, niemandes Kinder sind artiger als jene (die Kinder) meiner Schwester. Durch das Wörtchen azn wird der Sinn mancher Fürwörter und Umstandswörter*) verallgemeinert: Ic!u aHn — wer auch immer; kio szn — was auch immer; Kies — wessen auch immer usw. Zum Beispiel: kion 3jn vi fnr33, knru Zin bone — was du auch immer machst, mache es gut. Wörter: M3j8lro — Meister; Zrupo — Gruppe; re^ulo — Regel; ei( 2 i 8 li' — bestehen; kelpi — helfen; rekomenäi — empfehlen; *)' Siehe S. 47 40 ek^emplo — Beispiel; escepii — ausnehmen (aus- lertn — geschickt; Icelkn — mancher; 8impln — einfach; u?i — anwenden; cievi — müssen; 8cH — können: §eruo — Genie; 8oIn — allein; ckiveimn — verschieden; schließen); ntenti — aufmerken; kompreni — verstehen; nlmennü — wenigstens; jn — doch, ja doch! per — durch; om — man; mem — selbst. Übung. ki8pernnto 68138 internncin kelpn linZvo. Oi e8t38 In Zenin verko cke nin knrn mnjslroch, cloktoro k. k. Xnmenkok. Liu komo povn8 kncile lerni ei tiun üriAv- on. Ln Arnmntiko 68tn8 tre 3impln, In 8kribmnniero konetikn. kieniu reZulo Knvn8 Inn njn e8Lepton. Kiu V 0 I 33 lern! 8oIn, knrn8 plej bone, 8e unue II trnle^ns nteute In clel<8e8 re^ulojn eie In iuncinmento.*^) Hn- mnruere li kompreuo8 p!i rnpicke In ^rnmntikon, kiu jn nur voIn8 montri per ckver8nj ek^emploj eion, kion oni be^onn8, por üe oni povu lerte uri In Iin§von. Kinn njn kremcknn linZvon iu volL8 8eij, li ckevn3 lerni cllliAenle In plej incilnn ei ili cium nlmennü unu luln jnro. Kiu Iernn8 eiutn^e 6um unu Koro k8pernnton, liu Icornpreno8 jnm p 08 t kelknj 8emnjnoj eiun 1ek8ton. I>Ii rekom6nckn8, vi^iti kur8ojn en urboj, en kiuj ek- 2 l 8 tn 8 ki8pernnto-Arupoj. Esperanto ist eine internationale Hilfssprache. Es ist das geniale Werk unseres lieben Meisters, Doktor L. L. SainLV- Hof. Jedm' Mensch kann diese Sprache leicht leimen. Die Sprachlehre ist sehr einfach, die Schreibweise phonetisch. Keine Regel hat irgendeine Ausnahme. Wer allein lernen ^ *) Die Esperantisten der ganzen Welt nennen Dr. Samenhof „Kara IVtasttro" — „lieber Meister". 2 *) Siehe S. 6. 41 will, tut am besten, wenn er zuerst die 16 Regeln des Fundaments aufmerksam durchliest. Auf diese Weise wird er die Sprachlehre rascher begreifen, die ja nur durch verschiedene Beispiele alles zeigen will, was man braucht, damit man die Sprache geschickt anwenden könne. Welche fremde Sprache auch immer jemand können will, er muß die leichteste von ihnen wenigstens während eines ganzen Jahres fleißig lernen. Wer Esperanto täglich eine Stunde lang lernt, der wird schon nach einigen Wochen jeden Text verstehen. Wir empfehlen, in Städten, in denen Esperanto-Gruppen sich befinden, Kurse zu besuchen. Vorsilbe mal. mal bezeichnet das Gegenteil des in der Wortwurzel enthaltenen Sinnes. Beispiele: varma — warm; — fröhlich; espero — Hoffnung; umo — Liebe; cjeÜ8tre — rechts; la rnulo — das Gegenteil; malvarnm — kalt; mul^aja — traurig; malespero — Verzweiflung; malamo — Haß; malckekstre — links; male — im Gegenteil. Anmerkung: Durch Verwendung der Vorsilbe mal gewinnt man aus einer Eigenschaft oder einem Vorgang nur den Gegensatz. Es sind beispielsweise „weiß" oder „lachen" nicht das einzige Gegenteil von „schwarz" oder „weinen", man kann daher nicht sagen: blanka, malblanlca, oder: ricli, nmlricli, sondern nur: blanka, ni^ra, ricli, plori. Die verneinende Form wird mit ne (nicht) ausgedrückt. Beispiele: 1^3 kilino ne estas bela, secl si anlcaü ne e8t38 M3lbel3, das Mädchen ist nicht schön, aber es ist auch nicht häßlich. !Ü3 8 Up 0 ne e3t33 varrna, secl maivarma, die Suppe ist nicht warm, sondern kalt. Ni ne 3 M 38 muIAenlilchn inkunojn, ich liebe nicht unartige Kinder. Ni M3lam38 M 6 N 80 Z 0 N, ich hasse die Lüge. 42 Die Steigerung mit der Vorsilbe mal. iVinIpIi — weniger; mnlplej — am wenigsten. Die Wörtchen ol und el (s. S. 24 und 25) werden auch in diesen Fällen gebraucht. Man achte auf folgende Unterschiede: Knrolino e8ta8 mnlpli dein, o! Uui^o. Karoline ist weniger schön, als Luise. Li liuj estns In mnlplej bonnj ei mich suoj. Diese sind die am wenigsten guten von meinen Schuhen. Vi preni'8 In plej mnlbonnn plumon, Sie haben die schlechteste Feder genommen. Wortbildungsübung. * lVlnIbeln, mnlrnpicin, mnlsunn, mnl8nnn, mnlplenn, mnlrica, mnlmultn, mnlmoln, mal^Intn, mnlkontentn, mnln^rnbln, mnlnperi, malüonsenti, mninmiüino. Enkelkinder, Onkel und Tante, Brautleute, liebe Freundin, Schwiegertochter, Freunde und Freundinnen, Wirtsleute, Königspuar, Schwiegerkinder, Großeltern, Damen und Herren, Nachbarsleute, Urenkel. Vas rückbezügliche §ürwort. Wenn sich eine Handlung auf denjenigen zurückbezieht, der sie ausübt, so wird das persönliche Fürwort als rückbezügliches angewendet. Das rückbezügliche Fürwort der dritten Person der Einzahl und Mehrzahl heißt im Esperanto si, im vierten Fall sin. (Vergleiche im Deutschen „sich".) Beispiele: I^i Invn3 min, ich wasche mich. dU Invn8 nin, wir waschen uns. Vi Invn8 vin, Sie waschen sich, ihr wascht Euch. Ui, ili Inv38 sin, er wäscht sich, sie waschen sich. ?er 8i mem, durch sich selbst. Kun 8i mem, mit sich selbst. UI 8i mem, aus sich selbst. In jenen Sätzen, in welchen im Deutschen das „sich" eine Wechselbeziehung ansdrückt, in dem Sinne von: „einer den andern", „einander", „zwei gegenseitig", wird im Esperanto die Form „unu la ali'an" oder „sin reci prolce" gebraucht: Hi aämiras unu in nlinn, sie bewundern einander, ^oreko knj k^üipo Kelp38 8i'n reciproke, Josef und Philipp helfen sich gegenseitig. Das rückbezügliche Fürwort wird häufig durch das Wörtchen mem — selbst verstärkt: I^Iur mniprucientn stomo I 3 Ü 633 8in mem, nur ein dummer Mensch lobt sich selbst. Einige rückbezügliche Zeitwörter, die in der deutschen Sprache nur in Verbindung mit dem rückbezüglichen Fürwort gebraucht werden, werden im Esperanto mit einem Worte ausgedrückt: Aosi, sich freuen; 0 K 321 ', sich ereignen; enui, sich langweilen; kiouti, sich schämen; miri, sich wundern usw. iVli §ojn8, ich freue mich; ok32l8, Ke ..., es ereignete sich, daß ... . ni enuo8, wir werden uns langweilen; viciu kss miru! Sieh und wundere dich! Das Fürwort sia. Die zueignende Form des rückbezüglichen Fürwortes der dritten Person heißt: sin. Das Fürwort 8i'a dient zur genauen Bezeichnung der Zugehörigkeit einer Person oder einer Sache zum Gegenstand des Satzes. Wenn wir beispielsweise sagen: „Fritz geht mit seinem Onkel", so ist in diesem Satze allein nicht genau bezeichnet, ob sein eigener Onkel oder der eines andern gemeint wird. Im Esperanto heißt es im ersten Falle: „frickeriko irn8 kun sia onklo", Fritz geht mit seinem (eigenen) Onkel; im anderen Falle: „kwickeriko irn8 kun lia onkio, Fritz geht mit seinem (einer anderen Person) Onkel, ^oknno Ie^38 3i'3jn librojn, Johann liest seine (eigenen) Bücher, ^oknno ie§38 Ziajn iibrosn, Johann liest ihre Bücher. Wörter: poso — Tasche; korlotzo — Uhr; keilen — glücklich; kuöi — liegen; §3fni — gewinnen; perme8l — erlauben; percii — verlieren; I 331 — lassen; nek-nek — wcder-noch; kor — weg, fort. 44 Übung. Kurolo 8 kribi 3 ul mi, Ke U estus mulZunu. ki ckevus kusl en !u lilo. ku ckoktoro mulperme8i8 ul !i, iorlu8i lu cumbron pli krue ol pout kvin tu§oj. Im 60 e3tu8 tre mulkeHeu. Niu onklo Iucki 3 ttockiuü po8ttu§me2e kurtojn kun ^ü§U8to kuj Zinjoro dT ^ü§U8to §ujni3 ckuckek kronojn, kiujn Linjoro 1^. mul§ujni8. ku onklo nek §ujm8, nek mulAujni'8 ion. Lrne8lino percli8 ttieruü en lu teutro 8 iun belun orun rinAON. ku putro vi2iti8 kun 8iu kruto kuj 8i'uj inkunoj lu bilttoAuIerion. k^run- cl8ko lu6u8 kun 8i'u ku^o kuj liuj umikoj. iViiu kruto 6irl8 ul Ltekuno, Ke !i umu8 lin pli ol 8>n mem. iVli luvi3 min en miu eumbro. Oni korAe 838 iucile 8iun unuun umon. ku plibono 68tu3 mulumiko 6e bono. Karl schrieb mir, daß er krank ist. Er muß im Bett liegen. Der Doktor hat ihm verboten, das Zimmer früher als nach fünf Tagen zu verlassen. Er ist also sehr unglücklich. Mein Onkel spielte heute Nachmittag mit August und Herrn N ... . Karten. August gewann zwanzig Kronen, die Herr N. . . . verlor. Der Onkel hat weder gewonnen, noch etwas verloren. Ernestine hat gestern im Theater ihren schönen goldenen Ring verloren. Der Vater besuchte mit seinem Bruder und seinen Kindern die Bildergalerie. Franz spielt mit seinem Vetter und dessen Freunden. Mein Bruder sagte Stefan, daß er ihn mehr liebt als sich selbst. Ich wusch mich in meinem Zimmer. Man vergißt leicht seine erste Liebe. Das Bessere ist des Guten Feind. Man beachte: mulAujni — verlieren (im Spiel, eine Wette usw.) und percki — verlieren (einen Gegenstand). Nachsilben an und ist. an bezeichnet Anhänger, Mitglied, Angehöriger. Beispiele: Kribto — Christus; klubo — Klub; vlluAo — Dorf; !u uno — kriutuno — Christ; klubuno — Klubmitglied; viluZuno — Bauer; das Mitglied. 45 ist bezeichnet eine Person, die sich mit einer Sache beruflich oder dauernd befaßt. Bei 8U0 — Schuh; Anräeno — Garten; porcko — Tür; kuraci — heilen; Lspernnto — Esperanto; kuiri — kochen; Inbori — arbeiten; spiele: suisto — Schuhmacher; Anräenisto — Gärtner; poräisto — Türsteher; kurnciZto — Arzt; Lspernnti8l0 — Esperantist; kuiri 8 lo — Koch; InboriZtino — Arbeiterin. Wortbildungsübung. provinLnno, 8t3k3N0, respubliknno, re§N3N0, §e- klubnnoj, ZLmi^enno, §633mi6e3noj, p38ll8to, säkpast- islo, §l36l8tin0, pentri8lino, §e8ervi8loj, in8trui8ko, pi- 3M8to, korloAlsto, komercisto, kiskaptiZto, Hn§vi8lo, §ei<3nti8toj. i Häßlich, langsam, alt, krank, leex, arm, wenig, hart, rauh, unzufrieden, unangenehm, verschwinden, nicht zustimmen, Feindin. Wörter: tero — Erde; k3Mpo — Feld; vivo — Leben; eniAmo — Rätsel; — 83l3jro — Gehalt; " 3^0 — Alter; !3L3 — müde; mocke8l3 — bescheiden; piuAi — pflügen; 3p3rteni — (an)gehören; el8pe?i — ausgeben (Geld); 3§i — handeln; relcompenci — belohnen; pl3L> — gefallen; ^orZi — sorgen; 8ukic3 — genügend; tnmen — dennoch, doch; pri — über. _ Übung. prinLO reni — der Vorsteher, Leiter, Chef. 4 50 W o r t b i l d u n g s ü b n n g. I'imulo, 83nktuIino, M3l83tul0, flalulo, milionuio, kontr 3 ÜuIo, 3 V 3 ruIo, M 3 lllberul 0 , Irinkulo, 6 rlnku!o, 83m1empu1o, krenerulo, 8 uräuIo, mutulo, b 3 biIuüno, m 3 l 6 iIiAentuIino, imperie 8 tro, re§imente 8 tro, p 3 roiie 8 tro, 8 ipe 8 tro, province 8 tro, iN 8 titute 8 tro. Provinzler, Staatsangehöriger, Republikaner, Neichs- angehöriger, Klubmitglicder, Gleichgesinnter, Gleichgesinnte beiderlei Geschlechtes, Hirt, Schafhirt, Büglerin, Malerin, Gesinde, Dienerschaft (männl. u. weibl.), Lehrer, Pianist, Uhrmacher, Kaufmann, Fischer, Sprachforscher, Sänger (männl. n. weibl.). Wörter: 3 I 111020 — Almosen; ponto — Brücke; virto — Tugend; 3V3r3 — geizig; riL3 — reich; Übung. -^nl3Ü I 3 porcto 8t3r38 klinckulo. Diu ci m3ljunuIo 63t38 3V3ruIo. ^o^eki'no 68t38 belulino. kiculoj L13M ctev33 stelpi 3 I m3lricuIoj. U 3 3lmo2uIino 81618 ciutn^e ce I 3 §r3nä3 ponto. U 3 re§imente8tro I 3 Ü 618 I 3 80 I 63 I 0 M. Ki3l men 80 Ai '8 !3 junulo? Lu li ne 80138, KeM 6 N 80 A 0 e3t38 mnlvirto? 8e Ml r3konto3 tion 3l 13 in8litute8tr0, H eerte puno8 !in. Vor der Tür steht ein Blinder. Dieser Greis ist ein Geizhals. Josefine ist eine Schönheit. Reiche müssen Armen immer helfen. Die Bettlerin saß täglich bei der großen Brücke. Der Regimentskommandant lobte die Soldaten. Warum hat der Jüngling gelogen? Weiß er es nicht, daß Lüge ein Laster ist? Wenn ich das dem Jnstitutsvorsteher erzählen werde, wird er ihn sicher bestrafen. 3i3bl3 — liebenswürdig; purii — strafen; 83luti — grüßen; in6i§ni — sich entrüsten. 51 Lokrnto?) Zokrato 83lutl8 jllN3N NL3N tiomon, kiun II renkonli'8 8ur I 3 8tr3to. ll3 ria'ulo ne re83lu1i8. 1-3 nmikoj äe Lokrato incki§ni8, 8eä li cliri8: „K 13 ! vi tiel koIer38? H 3 I, Ke !i ne e8t38 tiel nkabln kiel mi?" Die Verkällniswörlsr. 3I — zu, an, nach; en — in; ei — aus, heraus; ek8ter — außerhalb; 8Uper — über, oberhalb; 8ur — auf; 8ub — unter; 3nt3Ü — vor; p 08 t — nach; 3puck — neben, dabei; ce — bei; kun — mit (zusammen mit); per - mit (vermittelst, durch); 8en — ohne; pri — von, über, betreffs; por — für (zu einem Zweck); inter — zwischen; cirkaü — um, rundherum; kontrnü — gegen; §>8 — bis, bis— an, zu —; tr3 — durch, hindurch; tr3N8 — über, jenseits; 3N8l3t3Ü — statt, anstatt; pro — wegen (Grund), um — willen; äe — von, von — ab, seit; cla — von (Menge, Maß, Gewicht); lau — gemäß; ni3l§r3Ü — trotz; ckurn — während; preter — vorüber; krom — außer; je — (allgemeines Verhältniswort). Die Verhältniswörter regieren immer den Nominativ (1. Fall)! — Der Sinn der Verhältniswörter steht im Esperanto ein für allemal fest. Sehr zu beachten! Des genaueren Verständnisses wegen ist es unbedingt notwendig, auf die Anwendung des Verhältniswortes zu achten. Man möge vor allem nicht vergessen, daß wir es mit °) Aus : Kabe, Icknua le^olibro. 52 einer Sprache zu tun haben, die bestimmt ist, als internationales Verstündigungsmittel zu dienen. I. Das Wörtchen „mit". 1. mit (zusammen mit, in Gesellschaft von usw.) — kun. kliernü mi esti8 kun min nrniko en In tentro, gestern war ich mit meinem Freunde im Theater. 2. mit — kun. Kun Aojo, mit Freude. Kun pleruro, mit Vergnügen. Kun 8i mem, mit sich selbst. 3. mit (mittels, durch, mit Hilfe von etwas) — per. I^i M3NZN8 per In buso, wir essen mit dem Munde. tVU 8en6n8 In leteron per In posto, ich sende den Brief mit der Post. ?er 8i mem, durch sich selbst. II. Das Wörtchen „außer". 1. außer (außerhalb) — ek8ter. I_n pnlro e8tn8 ek 81 er In domo, der Vater ist außer dem Hause, (außerhalb des Hauses.) 2. außer — krom. Krom ?nülo nnknü nlinj intnnoj 68tn8 ciiliAentnj, außer Paul sind auch andere Kinder fleißig. (Das heißt: sowohl Paul als auch andere.) 3. außer (ausgenommen) — e8eepte. L 8 eepte?nü!o eiuj intnnoj 68138 8nnnj, außer Paul sind alle Kinder gesund. (Das heißt: Paul ausgenommen.) Übung. I^i Ire §ojn8, I8 3§rnble, es war angenehm. 54 Weil kein Satzgegenstand da ist, kann auch nicht die Eigenschaft eines solchen ausgesagt werden, darum Umstandswort: auf welche Weise? n§rnble. Nusruf- und Empfindungswörter. cko — doch! ko — oh! kn — ah! ach! jn — ja doch! ja wohl! Ke — ei! he! ' — na! nu! sieh da! nu: — jen — ve — Weh! ko ve — oh weh! ki! — Pfui! Beispiele: bto, min Oio, kiel mnlbele^n vetero! O mein Gott, was für ein scheußliches Wetter! Vi clo restns kejme? Du bleibst also zu Hause? iVli ja ckevn8 ioriri, ich muß allerdings fortgehen. k^u, mi nkompnno8 vin, nun, ich werde dich begleiten. 6one! mi bnlclnü e8to8 pretn, gut! ich werde bald fertig sein. Klo ve! mi ior§e8l8 ion, o weh! ich Hab' was vergessen, kie! vi cinm e3tn8 mnlntentn, ei, du bist immer unaufmerksam. j!en! mi jnm Knvn8 §in. Sich da! ich habe es schon, bin! kin kelieo! Ach! welch ein Glück! ki, vi e8tn8 mnl^entiln, pfui, Sie sind unartig! Anwendung der Verhältniswörter (Fortsetzung). HI. Das Wörtchen „durch". 1. Durch — trn. kn 8oIckntoj mnrsi8 trn'In vilnZo, die Soldaten marschierten durch das Dorf. 2. Durch — per. iVli rieevi8 In puntojn per min nmiko ei pnri^o, ich erhielt die Spitzen durch meinen Freund aus Paris. 3. Durch — de. kn rikolto e8ti8 cketruitn cl e nkvo, die Ernte wurde durch (vom) Wasser zerstört. IV. Das Wörtchen „unter". 1. Unter (unterhalb) — 8ub. kn knto ku8N8 8UÖ In lito, die Katze liegt unter dem Bett. 55 2. Unter (zwischen) — inter. Inter mich libroj el< 2 i 8 tn 8 ldn8il(ch verkost unter meinen Büchern gibt es klassische Werke. V. Das Wörtchen „bei". 1. Bei — ee. Knrolo e8t33 c e ^o?eto, Karl ist bei Josef. Ni Unv38 13 monon ce mi, ich habe das Geld bei mir. 2- Bei (neben) — 3puck. Kinm mi ven>8, li 8t3ri8 3pu 6 I 3 porclo cke I 3 Z3räeno, als ich kam, stand er bei der Tür des Gartens. VI. Das Wörtchen „über". 1. Über (örtlich) — 8Uper. 8uper In nrbo klu§i3 biräo, über (ober) dem Baume flog ein Vogel. 2. Über (beziehungsweise) — pri. lVU pen838 pri min voj3§o, ich denke über meine Reise nach. (Auch: mi pripen838 minn vojnZon — überlege...) 3. Über (wegen) — pro. Ui Uoler38 pro In M3l- 3llI8peli — auseinanderjagen, verjagen, vertreiben; 6l38t3ri — auseinanderstehen, klaffen. ek. bezeichnet den Beginn einer Handlung oder einen plötzlich einsetzenden und kurz dauernden Vorgang. 57 ciormi — schlafen; Icnnli — singen; vicki — sehen; timi — fürchten; kulmi — blitzen; eks bedeutet: a. D., i. P. Beispiele: ekckormi — cinschlafen; el3 In bonnn I2 ^ ^ « O ^ 2 LtzSWW in§ bezeichnet einen Gegenstand, in den etwas hineingesteckt, eingesetzt, befestigt wird. Beispiele: knnckeliriAo — Leuchter; §Invin§o — Schwertscheide; ei§nrin§o — Zigarrenspitze; pIuminZo — Federhalter; pieckin§o — Steigbügel; in^o — Scheide. Wortbildungsübung. ^lumetujo, ei^nrujo, leterujo, sukerujo, snlujo, I^usujo, l'urkujo, clormejo, trinkejo, loZejo, knbrikejo, oticejo, postoticejo, kusejo, Inborejo, tibiin§o, ci§nrec1- in§o. Aussäen, zerschlagen, entwickeln, verteilen, zerbeißen, ausgedienter Offizier, gewesenes Mitglied, gewesener Fabrikant, zurückspringen, zurückschicken, wiederhallen, zurückrufen, wieder anfangen, reformieren, zurückzahlen, zurückkaufen, Wiederverkäufen, aufstöhnen, aufspringen, aufschreien, aufstehen (sich vom Sitz erheben). * Wörter: plneo — Platz; intenei — beabsichtigen; loko — Ort; opinii — meinen; tnrnn — berühmt; proiiti — gewinnen, Vorteil nüskulti — anhören, horchen; ziehen. Übung. Karn nrniko! Vi skribis nl mi, Ke vi venös printempe, dum In monnto IVInjo, „XVien"-on. iVli Ire tzojns, Ke mi knvos In pleruron, revidi vin post liorn dn tempo. Ois nun vi ja neninm estis en nin belehn urbo, kiu certe plncos vin pli bone, ol iu ei In plej belnj urbe§oj. Lie estns bele§nj strntoj knj plneoj. IVU rnontros nl vi In §rnn- diornn kntedrnlon de 5t. 8teknno. I^Ii promenos sur In I^inAsIrnto, kie vi vidos In tnmnn „8 u r§"tentron, In novnn urbodomon, In pnrlnmentejon, In universitnt- ejon knj In du irnperiestrnjn mu^eojn. Oe tie ni iros 63 en I 3 ?opo!§3rckenon, kie 8t3r3<8 monumento cie NIL ^KZ^3 imperiestrino reZino Lli^ubeto. Ve8pere ni 3Ü8- Kult08 kune operon. tVki nun pet38 vin, bonvolu 8kribi 3l mi 8iatempe, eu vi intenc38 lotzi en kotelo 3Ü en privutu pen8ionejo, kuj unkuü pri In ta§o kuj 13 Koro, je kiu vi 3lveno8, por Ke mi povu 3ten6i vin en !a 8t3cic!omo. l_3Ü min opinio 68to8 pli bone, 8e vi veturo8 nokte kuj 3lveN08 mutene. Tiumuniere vi j3 proiito8 tutun l3§on. I^e8ponctu min bulciuü kuj 3k- ceptu nun mian kore§3N 83luton. O 13 revi6o! Via re8pektplen3 kuj kicielL 74. 14. Oer Akkusativ. Die Anwendung des vierten Falles (Akkusativ) bildet eine der sinnreichsten Einrichtungen der nach allen Regeln des logischen Denkens geschaffenen Esperantosprache. Der vierte Fall wird im Esperanto außer auf die Fragen „kiun? wen?" und „kion? was?" noch in folgenden Fällen angewendet: 1. Wenn man eine Richtung angeben will, nach welcher hin eine Handlung erfolgt. (Siehe S. 47.) Z. B.: mi irn8 en In preAejon — ich gehe in die Kirche; (dagegen: mi e3tL8 en In preAejo — ich bin in der Kirche). 2. Beim Datum, mit Weglassung des Verhältniswortes; z. B.: K.3 ok 3 n äe ^anuaro (statt: je la 0K3). 3. Bei Angabe einer Zeitdauer oder eines Zeitpunktes; z. B.: km kon8uIt3cio ci3Üri8 ciu korojn (tempon) — die Beratung dauerte zwei Stunden (Zeit); (statt: ctum ciu koroj). ka ciuun t3Zon li reveni8 — am zweiten Tag kam er zurück; (statt: je >3 äu3 tuZo). 4. Bei Maß-, Gewichts- und Preisangaben; z. B.: kn clmpo 68138 triciek metrojn IonZ3, das Tuch ist 30 Meter lang. k3 k3ko P6238 kvin kiloAMMojn, der Kaffee wiegt fünf Kilogramm. Oek bulkoj ko8t38 kvLrclek kelerojn, zehn Semmeln kosten vierzig Heller. 64 Man kann außer in diesen Fällen den Akkusativ auch in vielen anderen mit Umgehung des Verhältniswortes anwenden, jedoch nur dann, wenn dadurch keine Sinnstörung hervorgerusen wird, z. B.: Kiujn tn^ojn esto8 ?enteI38 In inknnon In men8o§on). Wörter: pN8tro — Priester; e6r:o — Gatte; stejmo — Heim; ctorno — Dorn; 8n1iI'8 rapide. ki3peruntu vorturo e8tu8 kompure kun nucilinAvuj vorturoj lu plej mul- umplel<83. Kium ki8perunto uperi8 en lu publiko, multe du komoj moki5 §in. ldodiuü el<2i3t38 jum multuj cent- 69 miloj ck3 personoj, kl'uj 80138 13 §6NI3N ÜNZVON Icaj 83t33 §in kiel bonkuron cke 13 biomuro. Meine Schwester und mein Vetter gingen in den Wald. Sie fanden dort viel Himbeeren und Erdbeeren. Karl hat mit seinem scharfen Messer kleine Baumstämme abgeschnitten und machte aus ihnen Stöcke. Viele Männer rasieren sich selbst, aber nur wenige haben ein gutes Rasiermesser. Nadel und Schere sind das Gerät des Schneiders. Der Schmied nahm das Eisen mit der Zange. Die Funken flogen auf unter den Schlägen seines Hammers.. Er schmiedete eine große Menge von Kettengliedern und Reifen. Das Dach unseres Wagens ist sehr gut. Trotz des Wolkcnbrnchcs drang auch nicht ein Regentropfen durch. Der Sperling packte mit seinem Schnabel das Getreidekorn und flog rasch fort. Ein Esperanto- Wörterbuch ist im Vergleich zu nationaljprachigen Wörterbüchern das am wenigsten umfangreiche. Als Esperanto in der Öffentlichkeit erschien, spotteten viele Menschen darüber. Heute gibt es schon viele hnnderttausende von Personen, welche die geniale Sprache können und schätzen, als eine Wohltat der Menschheit. iVi i rakl o. km 8 1< 3 p t l 3 t o : „Oll IlU Ll ri VerO 68t38 publü<3 ?" K3MP3V3N0: „^68." ^i8l<3iDliZlo: „l)o, ne 68108 krimeto, 86 mi !<3pl08 kl80N tie Ll?" K3MP3V3NO: „d§6, 86ck miimklo!" (InstruLnto Xo.t.) Nachsilben und ec. sH bezeichnet eine Sache, einen greifbaren oder sinnlich vorstellbaren Begriff, die Verkörperung einer Eigenschaft. Beispiele: bonu — gut; bonuso — etwas Gutes; lolo — Leinwand; toluso — etwas Leinenes, Wäsche; ebenu — eben, flach; ebenuso — Ebene; 70 nikelo — Nickel; niüelnjo — Nickelware; 8Üribi — schreiben; skribaso — Schriftstück; airünü — rundherum; cirününso — Umgebung; bovo — Rind; bovnso — Rindfleisch; cn8i — jagen; cn8nso — Jagdbeute; ' In nso — die Sache. ec bezeichnet: Eigenschaft, Beschaffenheit, etwas nur im geistigen Sinne Wahrnehmbares. Beispiele: dein — schön; beleco — Schönheit; nmiüo — Freund; nmiüeao — Freundschaft; 83 NN — gesund; 83 neco — Gesundheit; inknno — Kind; ininneco — Kindlichkeit; In eco — die Eigenschaft. Vergleiche: 6onn, gut; In bono, das Gute; bonnjo, etwas Gutes; boneco, Güte. — Inknno, Kind; inknnn, kindlich; inknnn lempo, Kindheit; inknnn n§o, Kindesalter; inknnnjo, Kinderei; inknneco, Kindlichkeit. — >kovn, neu; novaso, etwas Neues, Neuigkeit; mnlnovaso, etwas Altes; noveco, Neuartigkeit. — iVInIpurnso, Schmutz, Unrat; mnl- pureao, Unreinlichkeit, Unsauberkeit. W o r t b i l d u n g s ü b u n g. öelnso, kortiünjo, bovicknjo, ro8tnjo, bovicln ro8tnjo, prokunckaso, 6iver8nsoj, vercknso, klunso, nntnüaso, arknso, ovnjo, nr§entafo, boneao, juneco, mnljuneao, 8oIeco, vereco, vireco, vir§(in)eco, Anjeco, uli'Ieco, ju8teco, trnnü- vileco. Gebirge, Eisenbahnzug, Menschheit, Gesamtministerium, Jngendschar, Wörterbuch, Namensverzeichnis, Engelschar, Obst, Geistlichkeit, Übungssammlung, Zeltlager, Schneeflocke, Tautropfen, Hagelkorn, Steinsplitter, Nähnadel, Bohrer, Flosse, Zange, Rasierzeug, Schießwaffe, Kamm, Besen, Säge, Gewicht, Schlüssel, Sense. 71 Umstandswörter (Fortsetzung). 8Upre — oben; M3l8upre — unten; tuj — sofort; sus — soeben; jnm — schon; pre8l<3Ü — beinahe; preeipe — besonders; 8ukiee — genug; tro — zu, allzu, zu sehr; jen ... jen — bald ... bald; ju pli... cle8 pli — je mehr ... desto mehr. (Zupren und M3l8upren — hinauf und hinunter — mit dem n der Richtung.) (8upre, mal 8 upre dürfen nicht verwechselt werden mit 8 uper, 8ub.) Übung. Ni kor§e 8 i 8 minjn §3Ntojn. Hi re 8 ti 8 8 Upre en la 33 lono. Ni petu 8 vin, iru 8 Upren. Ni be20N38 ilin iuj. Kurolo su 8 3 lveni 8 . Li vol38 munZi ion. Li Ü3V38 jarn Arunänn apetiton. ?re 8 Ü 3 Ü clu liorojn li Iu6i8 en !3 Aaräeno. Inkanoj 68t38 okte M3i83t3j. preeipe io'um ili LirÜ3Üi8 tium — bis dann, dahin. 8ur kio — woraus? en kio — worin? inter kio — zwischen was? §i8 iciam — bis wann? Nachsilben ebl, em und in6. ebl bedeutet: möglich, imstande. Beispiele: Ie§i — lesen; ie§eb!a — lesbar; ürecti — glauben; Icreckeblu — glaublich; 68peri — hoffen; e8perebl3 — zu hoffen; iiel(8i — biegen; iiei<8eb1a — biegsam; ebie — möglich. em bedeutet: geneigt, gewohnt zu ... (Hang, Neigung zu etwas). B babiii — schwätzen; rnen80§i — lügen; ior§L 8 i — vergessen; trinüi — trinken; cirinki — saufen; emo inö bedeutet: wert, mspiele: babilema — schwatzhaft; meri80§em3 — lügenhaft; kor§e8em3 — vergeßlich; trinkema — trinklustig; ctrinkemo — Trunksucht; — Neigung, würdig. aüäi — hören; iiäi — sich verlassen auf, vertrauen; be^aüri — bedauern; 3mi — lieben; uüäincta — hörenswert: tictincta — vertrauenswürdig; beciaürincia — bedauernswert; amincta — liebenswürdig (liebwert); incto — Würde. Wortbildungsübung. Victebla, aüäebla, troveblu, tenebtu, porteblg, 3 k- ceptebls, tolerebla, atin§eb1a, kon8truebi3, Kreäern3, kontiäem3, komp3tem3, laborema, sparema, pmrolema, 1imem3, ctormem3, 8entem3, koIerem3, konorin^a, p3r- 73 Uonmäu, estiminclu, prekerinclu, luüciinclu, aämirin^a, respektincjg, riäinäuso, mulsutin^u. Schöne Sache, Festung, Kalbfleisch, Braten, Kalbsbraten, Abgrund, verschiedene Sachen, etwas Grünes, etwas Flüssiges, Vordergrund, Gewölbe, Eierspeise, Silberzeug, Güte, Jugend, Alter, Einsamkeit, Wahrheit, Männlichkeit, Jungfräulichkeit, Fröhlichkeit, Nützlichkeit, Gerechtigkeit, Ruhe. Wörter: kuruno — Mehl; 8pM3co — Spinat; ^r383 — fett; loleri — dulden; 80ni — lauten, tönen; bum — baden; preieri — begünstigen, vorziehen. Übung. 1ÜU LI knubo 68t38 M6N80AeM3 1<3j mulobeemu. 1-3 pordmto cle !3 nujburu äomo 68t38 clriulcemu I<3j koleremu bomo. ^vuruloj e8t3L mulkonki^emuj bomoj. 1-3 mternuciu belpu Ii'nAvo ki8per3nto 68t38 8 impl 3 , kle1<8eb!3, bon80N3 1<3j kucile lerneblu. bioäiuü e8t38 netolereblu vurme^o. Leciuürincle ne e8t38 eble bum; mi nur vo>38 l3vi min per M3>v3rm3 ulcvo. Kio, luü vi3 opinio, 68t33 prekerinclu: LU 83kro8t3jo 3Ü blk8teko Icun 8pi'n3co? ble e8t38 eble M3n§> tiun ci k3run3son; Al 68138 tro A7383. Idliu p3robe5tro 68t38 incl3, M3ljuN3 8>njoro. Dieser Knabe ist lügenhaft und unfolgsam. Der Portier des Nachbarhauses ist ein Säufer und ein jähzorniger Mensch. Geizhälse sind mißtrauische Menschen. Die internationale Hilsssprache Esperanto ist einfach, biegsam, wohllautend und leicht erlernbar. Heute ist eine unerträgliche Hitze. Leider ist es nicht möglich zu baden; ich will mich nur mit kaltem Wasser waschen. Was ist nach Ihrer Ansicht vorzuziehen, Schafsbraten oder Beefsteak mit Spinat? Es ist nicht möglich, diese Mehlspeise zu essen; sie ist zu fett. Unser Pfarrer ist ein würdiger, alter Herr. 74 Das Wörtchen plu. Wir haben gesehen, daß bei der zweiten Stufe der Steigerung die Bezeichnung „mehr" mit „pli" ausgedrückt wird; z. B.: pli dein; pli ctn ininrioj usw. Es gibt jedoch deutsche Sätze, in denen das Wort „mehr" die Bedeutung von „weiter"' „fernerhin" hat, also nicht dem im Esperanto bei der zweiten Stufe gebrauchten „pli" entspricht. In diesen Fällen wird im Esperanto das Wörtchen plu angewendet. Z. B.: iVli ckirn8 rienion pli, ol .. . — ich sage nichts mehr, als; aber: mi ne pnroIn8 plu, ich spreche nicht mehr (weiter). — tVU ne volns nücki pli ein murüko — ich will nicht mehr von der Musik hören; aber: mi ne voIn8 nücki plu In murikon — ich will die Musik nicht mehr (langer) hören. Das Wörtchen plu nimmt die Endungen des Eigenschafts- und Umstandswortes an; z. B.: Un plun tempo — die übrige (weitere) Zeit; In pluajn tnZojn mi U 203 por min libertempo, die übrigen (weiteren) Tage werde ich für meinen Urlaub verwenden; plue mi nur 8kribo8 nl min pntro, Ke mi 68tn8 tute 8nnn, fernerhin werde ich meinem Vater nur schreiben, daß ich ganz gesund bin. Nachsilben cj und nH. ez bildet aus männlichen und nz aus weiblichen Namen einen Kosenamen. Man setzt die entsprechende Form entweder nach der ersten oder nach der zweiten Silbe der Wortwurzel; z. B. ?etro, pecjo, Peterchen; Nnnjo, Uarnjo, Narinjo, Muriechen; pnülino, pnünzo, paulinjo, Pauliuchen; pntro, paejo, pntrino, panjo. Vorsilbe 1! und Nachsilbe ab. s! bedeutet eine Herabsetzung, Beschimpfung, etwas verächtliches; z. B.: kikuncko, Köter; kibuso, Schnauze (auch: buse^o); kicevalo, Klepper, Mähre; kiknnti, johlen, gröhlen; ti! pfui! puh! kinjo, eine schimpfliche Sache. ab, eine nachträglich ausgenommene Nachsilbe, bezeichnet etwas Minderwertiges, Verkommenes, Verächtliches, Gemeines; 75 z. B. popolaco, Pöbel; bubaco, Bube (verächtlich); virin- aco, verkommenes Weib; puroluco, ordinäres Geschwätz. Vas Zeitwort (Fortsetzung). Während in allen toten und lebenden Sprachen die Konjugation der regelmäßigen und insbesondere der unregelmäßigen Zeitwörter den schwierigsten Teil der Sprachlehre bildet, sehen wir im Esperanto den einfachsten Aufbau der Abwandlungen, die den Gesetzen des richtigen Denkens vollkommen entsprechen, und wir finden nirgends eine Ausnahme von den für die Abwandlung der Zeitwörter aufgestellten Regeln. Einfach und mit der größten Klarheit wird im Esperanto, wie in keiner anderen Sprache, der Zeitpunkt einer Handlung ausgedrückt; es bedarf keiner Umschreibung im Satze. 1. Die einfachen Zeiten, ss bildet die Gegenwart, is die Vergangenheit, V8 die Zukunft, mi 1rinüa8 — ich trinke (jetzt), mi trinki8 — ich habe getrunken (früher), mi 1rml) die Leideform durch die Silben: at — für die Gegenwart, it — für die Vergangenheit, ot — für die Zukunft. 76 Beispiele: Tätigkeitsform. Irmkanlo — einer, der (jetzt) trinkt, Irmkinlo — einer, der (früher) getrunken hat, trmkonlo — einer, der (später) trinken wird. Leideform. trmkalu — etwas, was (jetzt) getrunken wird, Irmkitu — etwas, was (früher) getrunken wurde, trmkotu — etwas (später) zu trinkendes, was erst getrunken werden soll. Die Zeitformen des Mittelwortes können mit a und e als Eigenschasts- oder Umstandswörter gebraucht werden, er) trinkuntu komo — ein trinkender Mensch. -) Irmkulu ullvo — das (jetzt) getrunkene (getrunken werdende) Wasser. ch Irinkünte — trinkend. 2. Die zusammengesetzten Zeiten. Die zusammengesetzten Zeiten werden im Esperanto aus dem Mittelworte mit Hilfe des einzigen Hilfszeitwortes esl! gebildet. Beispielsweise: Vor mir steht ein Glas Wasser, das von mir getrunken werden soll. Meine jetzige, vergangene oder zukünftige Anwesenheit wird durch mi estas, mi eslis, mie8to5 ausgedrückt, die Handlung durch die Tätigkeitsform des Mittelwortes bezeichnet. Da sich die Handlung auf einen bestimmten Satzteil (mi) bezieht, hat sie als Eigenschaftswort die Endung a. (Ich bin ein trinkender.) Beispiele. 1. Für die tätige Form: mi 63lu8 trmkmtu In ukvon — ich bin das Wasser (früher) getrunken habend, mi 63138 trmkuntu la ukvon — ich bin das Wasser (jetzt) trinkend, 77 mi 68t38 trinleonln In nkvon — ich bin das Wasser (später) trinken werdend; mi e8ti8 trinknntn In nkvon — ich war das Wasser (jetzt) trinkend; mi 68to8 trinkintn In nkvon — ich werde sein das Wasser (früher) getrunken habend; mi 68tu8 trinkontn In nlevon — ich wäre das Wasser (später) trinken werdend; mi 68lu Irinknntn In nlcvon — ich soll (muß) sein das Wasser (jetzt) trinkend. 2. Für die leidende Form: In akvo 68tn8 trmkntn — das Wasser ist (jetzt) getrunken werdend; In nkvo 68tn8 trinkitn — das Wasser ist (früher) getrunken (worden); In nkvo 68tn8 trinleotn — das Wasser ist (später) zu trinken, In nkvo 68ti8 trinleitn — das Wasser war (früher) getrunken (worden); In nkvo 68ko8 trinkotn — das Wasser wird sein (später) zu trinken; In nkvo 68lu8 trinkotn — das Wasser wäre (später) zu trinken; In nkvo e8tu trinlcitn — das Wasser soll (muß) (früher) getrunken (worden) sein. Die Anwendung des Satzgefüges mit der Zeitform des Mittelwortes soll man immer vermeiden, wenn mit der einfachen Zeitform der Sinn klar und deutlich genug ausgedrückt werden kann, z. B.: Ich stehe, mi 8tnrn8, statt: mi 68tN8 8tnrnntn. Wann wird er kommen? In knsin 8vb vinbertrunko. Un cn8l8loj ne vi6i8 sin knj pn8i'8. 8eä npennü ili 68il8 irintnj pecon 6a vojo, In lenprino ctemnnAe^in In koliojn cke la vinberujo. Onu e! In cn8ti8toj P 08 tre 8 ti 8 . Ui nüctin I 3 bruori. reriA3rcji8, ekviäi8 I 3 Unprinon Uns mortpnki8 sin. IViortnnte, I 3 Unprirro 6iri8: „IVii rrieriti'8 ei tiun punon, Lnr mi 68ti8 8enctnnl8 mnnAontn. 80 Im Esperanto kann, wie in der deutschen Sprache, die Tätigkeitsform durch Anwendung des Hilfszeitwortes in die Leideform verwandelt werden. Tätige Form: knmpnrnno plu§38 In knmpON, der Landmann pflügt das Feld. Leidende Form: km tero 68tn8 plu^ntn de In knmpnrnno, das Feld wird vom Landmann gepflügt. Nachsilben ad, i§, i§. ad bezeichnet, daß eine Handlung andauert. Beispiele: dancndi — anhaltend tanzen; In dnncndo — das Tanzen; pnrolndi — vortragen; In pnrolndo — der Vortrag; re8tndi — verweilen, bedeutet: jemanden zu etwas veranlassen; machen, bewirken, daß etwas geschieht. dnrici — tanzen; In dnnco — der Tanz; pnroli — sprechen; In pnrolo — die Rede; re8ti — bleiben; eispiele: purn — rem; blindn — blind; ru§n — rot; 8nnn — gesund; NM 380 — Haufen; binvi — haben; kun — mit; en — in; unu — eins; puriZl — remrgen; blindiAi' — blind machen, blenden ruZiAl — rot machen, röten; 8nni§i — gesund machen; nmn8i§i — häufen; knvlAl — verschaffen, verhelfen zu ..; I3 nov3 re8t3ciejo. ^e8ponci3nte vi3n Ire akablan ieteron kuj ä3nk3nte antaü cio por via intere8o, Ire konori§3nt3 min, mi nun 8eii§38 vin pri jeno : levitzinte mutene jnm Ire krue, mi 1rink38 mian k3kon kun bui- ko kch butero. Duj p08t In m3tenm3n§o mi korir38 k3j promen3ä38 äum unu Koro en I 3 bele§3 pubiikn Z3räeno 6e I 3 imperie8tr3 k38teio. k^eveninte kejmen, reiresi^inte, kch kun ruZiZintaj v3n§oj, mi komenc38 Ml3N 3Nt3Üt3§M623N !3bor3äoN. Ol8 ciuono P08l I 3 <1ekunu3 mi 68138 tre 6ili^ent3. iVii Iern38 iucii PI3NO- kortnn, k3nti k3j 8tuci38 mu 2 iIckl 8 torion. k3borinte §>8 13§M3N§0, mi N38 en MI3N 6ormoL3mbron 1(3) ciorm38 §i8 !u tri3. ?08tt3Ame2e mi vi2it38 unu ei mich nmik- inoj, 3Ü re8t38 kejrne, 8e mi 68138 8eii§it3, Ke mi rieev- 08 kurnjn §38tojn. Ve8pere mi ir38 kun mich p3renc- oj, ee kiuj mi Io§33, en 13 urbon. Die ni enir38 en §38tejon 3Ü k3kejon, l3Ü tio, eu ni voi38 trinki bon3n bieron 3Ü nur kukon. Oukoje mi e8ti3 3nk3Ü en te3tro k3j 3mu2lAi3 tre bone. Kiel vi vid38, mi P 38 i §33 miujn 83 l3A0jn tre 3§r3ble; pnrte utile, pnrte per nmuxoj. 8ecl prebknü mi 68iu8 korAe8int3 komuniki, Ke mi eiut3§e ek2erca638 l^8per3uton kns clum In l38tn iempo bone proZre8l8. k^innnte miau leteron, mi komunikn8 In p!ej koreZnjn 8nlutojn cle minj knrnj ^eonkloj, 8nlutnnte vin kore§e, mi e8tn8 via cinm kicleln IVt . . . . In 16^ 6e ^ÜAU8to 19 .. ^mnnjo. nek 6 otoj. Konern kervojo. Konckuktoro cle lokn iervo- so vicli8 vilnZnuon npucl In reloj mnrsnntnn knj Krii8 al 1i: „ble, nmiko, cu vi ne vol38 veturi kun ni?" — „I^Ie, mi cinnkn3," re8poncli'8 In vilnKnno, „mi clevn8 rnpicli." kicken meclito. IVU nmi3 nntnü ckek jnroj minn eckrinon tiele, Ke mi e8ti8 knpnbln mnnZeZi sin, knj koclinü mi nur beclnürn8, Ke mi ne mnnZe§i8 sin. Nachsilbe um. Die Nachsilbe um wird dann angewendet, wenn eine genaue Bezeichnung des Begriffes durch andere Anhängesilbcn nicht möglich ist. Die Anzahl der mit der unbestimmten Nachsilbe u m gebildeten Wörter ist nur ganz gering. Das Wesen der Nachsilbe um zeigen folgende Beispiele: plenn, voll; pleniAl, anfnllen, voll machen; pleruAi, sich (an)fällen, voll werden; plenumi, erfüllen (einen Wunsch, eine Aufgabe); plenumi'os, etwas von jemandem erfüllen, erledigen lassen; plenumi'Ai, sich erfüllen, in Erfüllung gehen; mnlvnrmn, kalt; mnlvnrm:§i, abkühlen; mnIvnrmiAi, kalt werden; mnlvnrmumi, sich erkälten; mnlvnrmumo, Erkältung; bu- tono, Knopf; butonumi, zuknöpfen; mnlbutonumi, aufknöpfen; Kolo, Hals; kolumo, Kragen; mano, Hand; mnu- umo, Manschette; nero, Luft; nerumi, lüften; M38trumi, Wirschaften; AU8tumi, schmecken (kosten); krucumi, kreuzigen; lotumi, verlosen; brulumo, Entzündung; rentumo, Zinsertrag; partumo, Bruch (Zahl); komunumo, Gemeinde; 6 ' 84 N32UM0, Klemmer, Zwicker; proI(8imume, annähernd; pal- pebrumi, blinzeln; olculumi, äugeln; ombrumi, beschatten; serpenlumi, schlängeln; 83pumi, einseifen. Wortbildungsübung (Schluß). Bemühung, berechnen, singen, Sitzung,Wirtschaftsführung, Unterhaltung, lange schreiben, fahren, Essen, schärfen, sättigen, verheiraten, berechtigen, ausscheiden, halbieren, abkühlen, Mitteilung, aufhüngen, auskleiden, zerstückeln, sortieren, untertauchen, Selbstmord, weiß werden, sich bessern, sich nähern. Nacktrag. Viele Vor- und Nachsilben können, wie wir schon gezeigt haben, als selbständige Wortwurzeln gebraucht werden, und aus diesen kann man durch die entsprechenden wortbildenden Elemente neue Begriffe ableiten. So haben wir die Wörter icko, malo, ano, 68tro, ujo, ejo, uro, ero, ilo, aso, eeo usw. kennen gelernt. Beispiele, wo an ein Stammwort mehrere Vor- und Nachsilben angehängt waren, sind: malieviZi, Kamparano, malieliculo, bo§epatroj, §ebopatroj, e8peranti8taro, §e- e8peranti8toj, cÜ886nciacio, pacemulo usw. Durch Zusammensetzung von Vor- und Nachsilben entstehen neue Begriffe, und so kann man auf sinnreiche Art und Weise mit geringen Mitteln alles ausdrücken, wozu man in den lebenden Sprachen einen großen Wortschatz braucht. Übertriebene Anhäufungen und willkürliche oder gekünstelte Zusammenziehungen sollen jedoch vermieden werden. Die Anwendung von zwei Elementen ähnlicher Bedeutung in einem Worte ist unstatthaft. Man sagt also nicht: boneca vino, sondern bona vino. Dagegen la boneco cie la vino> d. h. la bona eco cie la vino. Man sagt auch nicht 8krib- anlulo, sondern nur 8kribanto. 85 Man unterscheide zwischen skribnnto und 8lcribi3to, instruanlo und inbtruislo usw. Mit „snto" wird eine vorübergehende Tätigkeit, mit „isto" der Beruf bezeichnet, z. B.: m> est38 in8tru3nto cke L8peranto, 8eck mi ne 68t38 in 8 trui 8 l 0 , ich bin ein Unterrichtender im Esperanto, aber ich bin kein (berufsmäßiger) Lehrer. Beispiele der Aneinanderreihung mehrerer Vor- und Nachsilben. l-3 snaro (sro cka anoj), die Schar der Anhänger; ilar- ujo, Gerätschaftenbehälter; ilarejo, Gerätschaftenraum; e8trnr- 3NO, ein Mitglied des Vorstandes; ebleco, Möglichkeit; mal- inclnjo, eine unwürdige Sache. Auch die Silben iZ und ergeben, in Verbindung mit anderen Vor- und Nachsilben, brauchbare Bezeichnungen, so z. B.: boi'Ai, sich verschwägern; mali'Ai', in das Gegenteil verwandeln; el<8i'Ai', austreten, demissionieren; Umitzo, Trennung; ebli^i, ermöglichen. Anmerkung. Bei der Wortbildung mit Vor- und Nachsilben muß stets darauf geachtet werden, daß bei mehreren Vorsilben jene, deren Bedeutung hervorgehoben werden soll, an die erste Stelle, bei mehreren Nachsilben dagegen die wichtigere zuletzt gesetzt wird. Zusammenstellungen, wie arbe^areAO, ein Riesen, wald von Riesenbäumen; arbe^areto, ein kleiner Wald von Riesenbäumen; urbetnre^o, ein Riesenwald von kleinen Bäumen, ein riesiger Jungwald; arbetarelo, ein kleiner Jungwald u. dgl. dürften manchmal in Literaturwerken verwendbar sein, sie eignen sich jedoch nicht für den täglichen Sprachgebrauch. Um derart komplizierte Zusammensetzungen richtig zu erfassen, gehe man von der Wortwurzel aus und übersetze diese mit der ersten Silbe usw. Also beim Worte nrbeAnre^o übersetze man zuerst nrbe§ ^ Riesenbau?:; dann 3rbe§ar Wald von Riesenbüumen; schließlich 3rbe§3re§ ^ riesiger Wald von Riesenbäkmen. 86 Beispiele für die Wortbildung mit Vor- und Nachsilben aus der Wortwurzel san-: 8UN0, 83N3, 83N6, M3I83NO, M3I83N3, M3I83N6, 83N6LO, 83nec3, 83N6L6, M3I83N6C0, M3I83N6L3, M3l- 83Nece, 83N6M3, 83N6M6, M3I83N6MO, M3I83N6M3, M3l- 83N6M6, 83NUlo, M3l83NUlo, 83NllIejo, M3l83NUlejo, 83NU- Iese8tro, m3l83nu!ese8tro, 83ni§o, 83ni§i, m3l83ni§o, M3l83NiAl) r683Nl§l, r6M3l83Nl^l, 83NlAo, 83ni§i, M3l- 83NIZO, M3l83Ni'§i, re8Sm'Ai, re33N>^0, rem3l83nj§0, 83NIAÜO, M3l83Nl§l'Io, re83M§i!o, re83NI§36o, 83NiAI8l0, M3i83Ni§i8lo, 83Nj§ebl3, 83MAebIe, M3l83Ni§ebl3, M3l- 83ni§eble, re83ni§ebl3, re83Ni'§ebIe, rem3l83ni§ebl3, re- M3l83ni^eble, re83ni'AebIeco, remnIsnmZebleco, 83Ni'^ebl3, M3l83njZebl3, 33nj§ebIeco, m3l83ni§eb!eco, re83m'AebIe- ao, rem3l83niZebIeLo. Zusammengesetzte Wörter: Zunbrunu, mnnplnio, Zteliri, terpomo, Leiurbo, 0 K 3 NAUI 3 , Li'rI<3Üri§3räi, morlotuleo, 3eninterromp3, inler- pnrolncio, Alitvelurilo, Arunciunimeco, M3tenru§0, el<8ter- oräinnrn, 6uonvoce, v3n§08toj, monc^purto, pnrloprenst Icomereurbo, n3r83NA36o, 83NZk3lti§3, t3Al3bori8to, siprompo, §U8t3tempe, iluMenäi, postokicejo. Das Mittelwort als Umstandswort. In Nebensätzen, die mit „indem", „da", „während", „ehe", „bevor" u. dgl. eingeleitet werden, wird im Esperanto das Mittelwort gebraucht, jedoch nur dann, wenn diese Nebensätze denselben Satzgegenstand haben, wie der Hauptsatz, z. B.: promen3nte, mi k3li3 (d. h. mi l3Ü8 clum mi promeni8, oder 6um mi'3 promenncio), als ich spazieren ging, fiel ich. lüon knrmte, vi 68to8 punntn, wenn du das machen wirst, wirst du bestraft. Aber: Kinm li kejmen esto8 veninln, n i 13§M3N^03, wenn (wann) er nach Hause gekommen sein wird, werden wir zu Mittag essen. 87 Stimmt also der Satzgegenstand des Hauptsatzes mit dem des Nebensatzes nicht überein, dann darf der Nebensatz nicht verkürzt werden, z. B.: Kinm m i promerii8 kun min krnto, li inlis. Wörter: 8ekvi — folgen; nelmiri — bewundern; prome8i — versprechen; re^ervi — Vorbehalten. Übung. Veturnnle „8emmerin§"on, mi trovin en In vn^onaro tre n^rnblnn nocieton. ^Iveninte tie, mi en- Io§i§i8 en In kotelo ,,^rkii6uko ^obinno" knj re8t3cii'8 en In beleZn re^iono 6u tn§ojn. kn nekvnntnn tnAON mi inrin e!< 8 lli iri8 8ur In pinton 6e In monto „8onnvvenä8tein". kn vetero e8tl8 dein. kn cirknünso nämirinän. i^nnZinte I8 por mi §U8tntempe enmbreton en lin knme konntn knj n§rnbln domo. ki 8ciiAi'8 min, Ke p 08 t 6u 8emnjnoj, t. e. In äuäek kvnrnn de iVlnjo, 68to3 Zrnncin ke8to, Kinn nrnn§38 In klubo cle nütomobiIi8toj, knj li invitin min pnriopreni. I^nture, mi ne 8cin3, cu e8to8 eble ni mi, vi^ili In nrnnAotnn nmu^on. Anmerkung. Anfängern, die in der Anwendung der gekürzten Nebensätze ungeübt sind, empfehlen wir, sowohl beim Schreiben, als auch beim Sprechen die Nebensätze ungekürzt zu gebrauchen und gekürzte Nebensätze erst dann anzuwenden, wenn sie die Regeln genau verstanden haben. pmto — Spitze; ie8to — Fest, Feier; ek8kur80 — Ausflug; §U8tn — recht, richtig; 88 Zusammenstellung Der wortbildenden Vor und Nacksilben. Vorsilben. * 1. Nur Personen, bo — für Verwandtschaft durch Heirat; — Vereinigung beider Geschlechter zu einem Begriffe; eks — ehemalig. 2. Personen und Begriffe, mal — Gegensatz; pra — vorzeitig, ur-; ti — Verächtliches. 3. Tätigkeit und Zustand. elr — Beginn einer Handlung oder kurz dauernde Tätigkeit; re — zurück, wieder; clis — Trennung, Zerstreuung. Nachsilben. 1. Nur Personen, an — Mitglied, Anhänger, Einwohner; ist — Beruf; estr — Vorsteher, Leiter; czo — männlicher Kosename; nzo — weiblicher Kosename. 2. Für alle Lebewesen, ia — Nachkomme, Junges; in — weibliches Wesen; ul — Träger eines bestimmten Merkmals. 3. Tätigkeiten. Llt — dauernde Tätigkeit; i§ — machen, bewirken, veranlassen; i§ — werden, in einen Zustand geraten. 89 4. Eigenschaften. ec — sinnlich nicht wahrnehmbare Eigenschaft; ebl — möglich; em — geneigt; incl — würdig, wert; ei — Verminderung, Abschwüchung; e§ — Vergrößerung. 5. Sonstige Nachsilben. — etwas von bestimmter Eigenschaft; ar — Sammlung, Vereinigung; ez — Ort einer bestimmten Tätigkeit oder bestimmten Eigenschaft; uH — Behälter, Träger, Land; in§ — Gegenstand, in den etwas hineingesteckt wird; il — Werkzeug, Hilfsmittel; er — Teil eines Ganzen; ac — Minderwertiges; um — allgemeine Nachsilbe. Anmerkung. Man unterscheide mal, sen und ne, sowie i^i, sin i§i und i'Ai. Mlgemeins Bemerkungen. In der deutschen Sprache gibt es viele Wörter mit mehrfacher Bedeutung. Auf diese muß man besonders achten und sie immer sinngemäß ins Esperanto übersetzen. Solche Wörter sind z. B.: 1. Alt. I-a viro eslas maljuna, der Mann ist alt (nicht jung), äomo estas malnova, das Haus ist alt (nicht neu). Diu Li pano estas malkresa, dieses Brot ist alt (nicht frisch). 2. Ausdrücken. ?er Esperanto oni cion povas esprimi, mittels Esperanto kann man alles ausdrücken. servisto elpremu la 8 P 0 NA 0 N, der Diener soll den Schwamm ausdrücken. yo 3. Mittel. lVli provis eiusn rimeckojn, ich habe alle Mittel versucht. kekomenäu ul mi bonun puri§iIon, empfehlen Sie mir ein gutes Reinigungsmittel. Kosten: ko8ti (Preis), §u8tumi (Geschmack); fehlen: munki (Menge), eruri (Irrtum); Wesen: e8enco, muni- ero, e8tufo. Die deutschen Sätze mit „lasse n" dürften dem Anfänger bei Übersetzungen auch einige Schwierigkeit bereiten; sie sind, überhaupt in fremde Sprachen schwer zu übersetzen, da nationale Spracheigenheiten selten wörtlich wiedergegeben werden können. Beispiele: Veni§u lu kuruei8ton, lassen Sie den Arzt kommen. lViontru ul ml lu tiorloAon, lassen Sie mich die Uhr sehen. Perme8u ul ml le§i lu leteron, lassen Sie mich den Brief lesen; Iu8U lin; li iru ior, lassen Sie ihn; er soll gehen. Das den Zeitwörtern folgende Verhältniswort „von", „durch" oder „mit" wird im Esperanto mit äe übersetzt, wenn ihm die Benennung des Handelnden folgt; per wird verwendet, wenn ihm das Mittel folgt, womit die Handlung ausgeführt wird; z. B.: mi rieevi3 monon cle miu putro, ich habe von meinem Vater Geld bekommen. tVii riLevl'8 lu monon per lu poslo, ich erhielt das Geld mit der Post. Für alle anderen Fälle dient das entsprechende Verhältniswort; z. B.: mi 1rinku8 ei §Iu 80 , ich trinke aus einem Glase. Nach allen Wörtern, welche einen Wunsch oder Befehl ausdrücken, wie: orcloni, peti, cle^iri usw. mit darauffolgendem Ke, steht das Zeitwort in der Wunsch- oder Befehlsform; z. B.: mi orclonu8, Ke !i oben, ich befehle, daß er gehorche. lVli cje^iru8, Ke li 8llentu, ich wünsche, daß er schweige. lVli cle 2 iru 8 , Ke li venu, ich wünsche, daß er komme. Das in der deutschen Sprache vor der Nennform stehende „zu" entfällt im Esperanto; z. B.: mi petu8, ckiri ul yl Ml, ich bitte, mir zu sagen. iVii 68138 pr6t3 korvoj3§i, ich bin bereit, ab zu reisen. iVii bl3V38 mullon kurotun, ich habe viel zu tun (vieles das getan werden soll). Wenn jedoch der Sinn des Satzes es erfordert, muß bei der Übersetzung die entsprechende Form des wortbildenden Elementes gebraucht werden- z. B.: mul^roü Ion§3 86rL3äo Ai ne 68t>8 trovebla, trotz langen Suchens war es nicht zu finden (auffindbar). Interpunktionszeichen: punkto (.); komo 0; punktkomo (;); ciemunci- 8l§no (?); vok8l'§no (!); äupunktoj (:); P 3 Ü 20 (—); parente^o (()); Llti^n 8i'§no 3po8troko ('); kuniAa 8l§N0 (—). Abkürzungen: 8 L ^ 8injoro; ^ 8injorino; 1. e. ^ tio 68t38; e. ^ ek^emple; k. c. ^ kuj celeruj; k. 8. ^ kch 8imllaj; ktp. ^ kaj tiel plu. Kl68, 1l68 usw. bilden die Form des possessiven Geni- tivs und sind gleichwertig mit 6e kiu, 6e tiu usw. Die Anwendung des Geschlechtswortes ist nur in solchen Sätzen erforderlich, wo von einer bestimmten Person oder Sache die Rede ist. In Sätzen, wie: „biomo 68138 morteblu, der Mensch ist sterblich" oder „Ii portl8 8ub bruko 8UNombrelon, er trug unter dem Arm einen Sonnenschirm" soll der Artikel weggelassen werden, denn man will nur sagen, daß jeder Mensch sterblich ist, oder im zweiten Satz, daß er unter irgend einem der beiden Arme einen Schirm getragen hat. Dagegen müßte es heißen: „lli porti8 8ub In M3l6ek3tr3 bruko In ruZun 8Unombre!on, er trug unter dem rechten Arm den roten Sonnenschirm," denn hier wird von einem genau bezeichnten Arme und von einem Schirme bestimmter Art gesprochen. Das Eigenschafts- und Umstandswort kann vor oder nach dem Gegenstand stehen, den es bezeichnet: ^un3 92 lromo oder domo junu. Im Kur38 rupiäe oder U rupicke Kura8. Die Vernei.nung ne steht immer unmittelbar vordem Wort, das verneint wird: I^e pluv38. — k>Ie bone. — tVli pov38 ne ckunci üuj tumen umu^iZi. — .Vli pov38 clunci I<3j t3men ne — ?3 re^icieja teatro luäos morZ3ü k3M3 aktoro. lVior§3Ü luäos en I 3 reriäeja iealro 13M3 aletoro. ^orZ3Ü en 13 ren'äej3 te3tro k3M3 nktoro Iucio8. Als ein Beispiel schöner Übersetzung diene der folgende Satz aus Wilhelm Hauffs „Die Bettlerin vom Pont des Arts": „Wer im Jahre 1824 abends hie und da in den Gasthof zum König von England in Stuttgart kam oder nachmittags zwischen zwei und drei Uhr in den Anlagen auf dem breiten Wege promenierte, muß sich, wenn anders sein Gedächtnis nicht zu kurz ist, noch einiger Gestalten erinnern, die damals jedes Auge auf sich zogen." „Ki'u cium !3 1824^ venis kelknkoje ve8pere en Aastejon „ke§o 6e ^n^Iujo" en „81utt§3rt", 3Ü p08i- t3Ainer:e, inter 13 6u3 I(3j 1ri3, promeni8 en 13 publil<3j §3rcienoj 8ur !a jar§3 vojo, liu nepre rememoro8, 8e IÜ3 memorI<3p3bIo ne 68t38 iel tro M3lkiäincj3, pri I — c^ (_ — L/ La e8pero. 95 ^ . »I^Ir (Himno e8perantista). Ln 1a monäon ven>3 nova 8ento, 'pra !a monäo ira3 korta volco; per kluAiloj cle kacila vento I^un cje lolco klu§u Zi al lolco. I^e al §lavo 83n§on 8oik3nta Oi la tromsn tir33 kamilion: ^1 la moncl' eterne militantL Ol promes38 83nlctan liarmonion. 8ub la 83nktL 8l'§no 8 nun ne voli8 Kre6i. Xi mon- tro3 al la monclo, Ke reciproka komprenißaclo inter per 80 noj cle M3l83Maj nacioj esta8 tute Kone atinZebla, Ke por cio tio tute ne 68t33 nece8e, Ke unu popolo tiumili§u au en^Iutu alian, Ke la muroj inter la popoloj tute ne e8ta3 io nece8e§a kaj eterna, Ke reciproka kompreniAaclo inter kreitajoj 6e tiu 8ama 8peco 68t33 ne ia tantaria revo, 8ec1 apero tute natura, kiu pro tre be- claürinäaj kaj kontinclaj cirkon8tancoj e8ti8 nur tre lon^e prokra8tita, secl kiu pli aü malpli true nepre clevi8 veni kaj kiu tine nun veni8, kiu nun elpa8L8, ankoraü tre malkuratze, 8eä, unu tojon ekirinte, 97 ^jam ne lialto8 kaj baläaü tiel potence^e ekregob en la monäo, Ke niaj nepoj ec ne volos kreäi Ke e8ti8 iam alie, Ke la liomoj, la reKoj äe la monäo, lon§an tempon ne kom- preni8 unu alian. Lin kiu äira8, Ke la parolaj or^anoj äe ciuj popoloj e8ta8 malsamaj, Ke ein elparola3 artan lin^von alle kaj la u?antoj äe tia Iin§vo ne povaa kompreni unu alian, venu al ni, kaj, 8e li e8ta8 lione3ta kaj ne vola8 kon8cie men8oA, li konle803, Ke li eran3. Li promenaäu en la venontaj ta§oj en la 8tratoj äe 6ulonjo-3ur-lVlaro, li ob8ervaäu, kiel bone^e 8in komprenas reciproke la repre^entantoj äe la plej äiver3aj nacioj. Li äemanäu la renkontatajn L8peranti8tojn, kiom multe äa tempo aü mono ciu ei ili äeäici8 por ellerni la artan linZvon, li kom- paru tion ei kun la ZranäeZaj oteroj, kiujn p 08 tula 8 la lernaäo äe ciu Iin§vo natura, — kaj, 8e li e8ta8 lromo lione8ta, li iru en la monäon kaj ripetaäu laute: „)e8, lin^vo arta egtas tute ebla, kaj la reciproka kompreniZaäo cle tiomoj per neütrala arta linZvo e8ta8 ne 8ole tute ebla seä ec tre kaj tre tacila" .... I^unäo. jLI 1 u r § e n e v: Ver8ajoj en pro^o". LI la ru8a linZvo traäuki'8 Kabe.) I^li 3iäas äu en la cambro: mia liunäo kaj mi. Lk8tere mu^a3 terura vente§o. La liunäo 3i'cla8 antaü mi kaj ri§aräa8 rekte miajn okulojn. ^nkaü mi ri§aräa8 Aajn okulojn. Oi kvaraü vola3 ion äiri al mi. Oi e3ta8 muta, A 68ta8 86N vortoj, A ne komprena8 8in mem, 8eci mi komprena3 An. iVU komprenL8, Ke en ci tiu momento An Laj min re§38 la 8ama 8ento, Ke inter ni ek 2 i 8 ta 8 neniu äikerenco. k^i e8ta8 iäentaj; en ciu ei ni brula8 kaj Iuma8 la 8ama tremanta klameto. La morto alkuro8,8vin§03 per 3ia malvarma, larZa iluAIo ... — Kaj kino! Kiu äi8tinZo3 pv8te, kia klameto bruli8 en ciu ei ni? I^e! I^e be3to kaj lromo intersanZa8 ci tie la riZaräon... I^a bluo 6e la cielo lraj la nuboj. Knabo ob5ervi8 la nubojn kaj äin '3 al 8ia patro: „8e ili nur ne kovrus la bluan eielon!" La patro re5ponäia al li: ,Mia intano, la bluo äe l'cielo esta3 ja bela kaj carma, 8eä la §riraj nuboj äona8 al ni utilan pluvon". (?e8talc>2Li.) N la antaüparolo al 5lus der Vorrede zum „k^unäalnento äe L8peranto".*) por Ke linZvo internacia povu Kone kaj re§ule proKresaäi kaj por Ke Zi kavu plenan certecon, Ke ßi neniam äiskalos kaj ia kacil- anima paso äe Ziaj amikoj estont- aj ne äetruos la laborojn äe Aaj amikoj estantaj, — e3ta8 ple; nece3L ankaü Lio unu konäico: la ekristaäo äe klare äikinita, neniam tusebla kaj neniam sanZ- ebla punäamento äe la lin^vo. Kiam nia linZvo estos okiciale akceptita äe la re§istaroj äe la plej Lekaj reZnoj kaj tiuj Li re^islaroj per 8peciala leZo §ar- antio3 al psperanto tute certan vivon kaj uratecon kaj plenan senäanZerecon kontraü Liuj per- 3onaj kapricoj aü äisputoj, tiam aütoritata komitato, interkonsente eiektita äe tiuj re§istaroj, bavos la rajton kari en la kunäamento äe la linAvo unu kojon por ciam Liujn äeriritajn ZanAojn, 8e tiaj san^oj montrigos necesaj; seä tzis tiu tempo la kunäamento äe Esperanto äevas plej 8evere resti absolute sensanZa, Lar 3evera ne- tusebleco äe nia kunäamento esta8 la plej Zrava K 3 Ü 20 äe nia ZI8NUNÄ pro^resaäo kaj la plej ^rava konäiLo por nia re§ula kaj paca proZresaäo estonta. . . . lVialZraü la 8evera netusebleco äe la kunäamento, nia linxvo bavos la plenan eblon ne 8ole konstante riLitzaäi, 8eä eL kon- 8 tante pliboniZaäi kaj per- kektiZaäi; la netusebleco äe la kunäamento nur Zarantios al ni konstante, Ke tiu perkektitzaäo kariAaäos ne per arbitra inter- batala kaj ruini§a rompaäo kaj sanAaäo, ne per nuliAaäo aü senlaÜAiAaäo äe nia Zisnuna literaturo, seä per vojo natura, senkonkura kaj senäanAera. *) Ins Deutsche übersetzt bon S. Damit eine internationale Sprache gut und regelmäßig fortschreiten kann und damit sie volle Gewißheit habe, daß sie niemals auseinanderfällt und irgendein leichtsinniger Schritt ihrer künftigen Freunde nicht die Arbeiten ihrer gegenwärtigen Freunde zerstöre, ist vor allem eine Bedingung nötig: Die Existenz eines klar definierten, niemals anzutastenden Fundaments der Sprache., Wenn unsere Sprache offiziell von den Regierungen der Hauptstaaten angenommen sein wird, und diese Regierungen durch - ein besonderes Gesetz dem Esperanto ein sicheres Leben und seine Verwendung sowie volle Gefahrlosikeit gegen alle persönlichen Launen und Dispute garantieren, dann wird ein autoritatives Komitee, von diesen Regierungen unter gegenseitiger Verständigung gewählt, das Recht haben, in dem Fundament der Sprache ein für allemal alle gewünschten Abänderungen vorzunehmen, wenn solche Änderungen sich als notwendig erweisen; aber bis zu dieser Zeit muß das Fundament des Esperanto aufs strengste absolut unverändert bleiben, denn strikte Unantastbarkeit unseres Fundaments ist die wichtigste Ursache unseres bisherigen Fortschreitens und die wichtigste Bedingung für unser reguläres und friedliches zukünftiges Gedeihen. Trotz der strengen Unantastbarkeit des Fundaments wird unsere Sprache die volle Möglichkeit haben, nicht nur sich ständig zu bereichern, sondern auch stetig zu verbessern und zu vervollkommnen; die Unantastbarkeit des Fundaments wird uns nur immer garantieren, daß diese Vervollkommnung nicht durch willkürlichen, kriegerischen und ruinösen Bruch und Änderung, nicht durch Annullierung und Unbrauchbarmachung unserer bisherigen Literatur sondern auf natürlichem Wege ohne Verirrung und Gefahr erfolgt. inkclm aun. yy I^a. Zfrilo Icaj la najtin^alo. Lablo cke O. L. Ke88in§. „IVti L8ertas ein," ckiri3 la Zrilo al la najtinAalo, „Ke neniel mankas ackmiruntoj cke min kanto." — „dlomu cko ilin," ctiri8 la najtinAalo. — „La laboremaj k 3 lci 5 toj" re8poncii8 la Zrilo „3Ü5- Kult35 min kun Zrancka ple^uro, kaj ci certe ne neo3, Ke tiuj e3<33 In plej utilaj per8onoj en la Koma rc8publiko?" „Don mi ne V0I35 nei," ckiri8 I 3 nastingnlo; „8eck ci tial ne e3tu kiera pri ilia aplauclo. H.I lloneataj stomoj, kiuj ciam kaj ciel pen533 nur pri I 3 laboro, certe mank33 pli ckelilmwj 8entac1oj. lvle ima§u 60 pli krue ion pri cia kanto, gi 8 lin ne 3Ü8kult33 kun ek 8 tä 20 3en2or§3 p38ti8to, kiu mem Iuck38 ire carme 8ian kluton. Duck. 863. pentriLto Oaviä lraj veturi^i8to. Oavick ek 8 pOTicÜ 3 unu ei liaj plej belsj pentrajoj. Loje li troviZi 5 lla^arcke en mero cle ackmirantaro. Li ekvickw tie viron, kiu 68 ti 3 lau lia ko 8 tumo veturi§i?to cke tiakro kaj Kie 8 8 inteno e 8 ti 3 rnslsatemL. ,Mi vick 38 , Ke vi ne 83 t 38 tiun ci pentr 3 jon", parolm al li I3 pentri 8 to. - „Serie ne". — „'Lamen Zi e 8 t 38 unu ei tiuj, 3 ntnü kiuj ti 3 lt 38 13 tutn publiko". — Oi ne v 3 lor 33 I3 penon. )en I3 ickiota pentri 8 to, pentri 8 cevalon kun buso tute kovrit 3 6 e saümo, Kv 3 nk 3 m gi ne t> 3 V 38 en Zi brickkeron". Oavici ek 5 ilenti 3 ; tuj kiam I3 ,, 83 lon" L 8 ti 8 kermita, li kori^w l 3 Zaümon. (LI trnnc3 linZvo: 803 ). X^?örterverzeicknis der in den Hefestücken vorkommendsn Wörter, die in der Spracklskre nickt entkaltsn sind. akiri — erwerben, nnimo — Seele, atin^i — erreichen, bari — versperren, batali — kämpfen, beni — segnen, boräo — Ufer, bricko — Zaum, bruli — brennen, cirkon 8 t 3 nco — Umstand, carpenti — zimmern, eelo — Zelle, ckaüri — dauern, ckeci — geziemen, ckeckici — widmen, äi 5 tin§i — auszeichnen, äor80 — Rücken, ckubi — zweifeln, etektive — wirklich, ek 8 citi — erregen, ek8po2icio — Ausstellung, ek 8 t 32 o — Entzückung, eterne — ewig, kajli — feilen, talci — mähen, kerrni — schließen, klamo — Flamme, tluto — Flöte, koiro — Jahrmarkt, 100 konto — Quelle, mentono - Kinn, ripori - — ruhen, ko8i — graben, me^o — Mitte, 83NA0 - Blut, trunto — Stirn, mirero — Elend, 8enti - - fühlen, turio^a — wütend, mu§i — brausen, 8erio23 — ernst, §enuo — Knie, muta — stumm, 8eruro - Schloß §Iuti — schlucken, najtinAalo — Nach(z. schließen), §rava — wichtig, tigall, 8l§NO - - Zeichen, Zrilo — Grille, nei — verneinen, 8imila — ähnlich, Arira — grau, nubo — Wolke, 8oiki — - dürsten, Zemi — seufzen, nuko Nacken, 80 nori — klingen, Kaki — hacken, ob86rvi—beobachten, 80N^I - - träumen tmlti — halt machen, ob3tlna—eigensinnig, sorto - - Schicksal, tm^arcko — Zufall, ombro — Schatten, 8peco — Gattung, llone8ta — ehrlich, oncko — Welle, 8pirito - Geist, kumila — demütig, paco — Friede, 8turno — Star kolekti — sammeln, peni — sich bemühen, (Vogel), Icolo — Hals, pentri — malen, 8ulrce8i - Erfolg lcontem — bekennen, pertekta — vollhaben, kon8cii — sich bekommen, 8urcka — taub, wußt sein, porti — tragen, 8VINAl — schwingen, livnsenti — einwilligen, Iroimwti — bestehen, Iconverti — bekehren, üorpo — Körper, tzovri — verdecken, kranio — Schädel, Kre8la I^eviroro 6 e Oo§o 1 , Iraä. vro. 2 amenkok . „ 1.80 Ikissenio en Iaäri '60 äe Ooetke, Iraä. vro. ^amenkoi.. 2.80 llamlelo 6e 8kalVerI-. ' .N debiläete Oeutisebe, äie äis86 bürgen Lrblgrnn- K6n über äen Ii»Ti «1er H8k»vr»oto8i»r»«I»v Aut änreble 86 n, bönnen niitteL äe 8 Wörter- V61'geiebni8868 lkiebt L 8 p 6 rgnt 0 Über 86 tg 6 N. dp«n«tvcl>li!rril. Wi886N8ebgFtlieb6 oder 86lten6 Wörter, Ferner bolebe, äie 5ür Oeul^ebe leiebt ver8tgn6beb 8inä oder in den Lei8pielen 1—22 vorboininen, 8inä in äer Wörterli8te niebt entbglten. Ngn beaebte be 80 näer 8 äie Lnnbte 4. 5. 6, 7, 8. 16 unä 21 über äie WortbilännA; über ^gblvörter 8iebs Lnnbt 12. 1. Oie internationale bli1t88prgeb6 L8p6ranto bat 28 Lneb8taben, äie naeb einer Fe^Z^etgten Le^el iinrner Aleieb gn8§68proeb6n veräen, nnä gvar: g, d, ä, 6, 1, A, b, .1, b, 1, in, n, o, p, r, 1, n vie irn Oent8oben. — 6 vie äeutbebe.? 2 , 8 vie äent8ebe8 6 (88), v vie äeut8ebe8 v, r: vie äent8eb63 8 (L 086 ). —Lerner:6vis äent8ebe8 t8eb, A vie enAli86Ü68 ässlr (Aentlenian), 1t vie äeut8eb68 eb; .1 vie Fran- gÖ8i8ob68 i oder A (lonrnal, ^Aio), 8 vie äent.8eb68 8eb. 2. Oie Ooppelvobale an nnä eü (wobei äa8 n iinrner äg8 bei- 8tebenäe 2eieben erbalt) veräen vie an in Lanrn nnä en in Lnropa (L-nropa) ^68proeben. Lon8t veräen N6b6n6ingnä6r8teb6nä6 Vobale leäer Für 8ieb au8A68proeben (balan — ba-la-n, niebt ba-lan, biero — bi-e-ro, niebt Oier-o). Ltuinine nnä Doppellaute (eb, inin n. a.) Zibt es niebt (paebanto — pao-ban to, niebt paeb-an-to). 3 . LetonnnA: iinrner gut äer vorletgtsn Lilbe, äie al 80 lanZer ^68prooben virä al8 äie übrigen: in-ter-na-ei-a, Fg-nii-li-o. I. blanp treZ'ein. Oie Wörter äer Lpraebe be8teben an8 Wnrgeln, äie iiire ArgininatLebe LeäentnnA änreb FolAenäe Lnänn^en erbalten: 8. 7eäe8Lgnptwort bat äie LnännZ- 0 (äonro, Oan8, inonto, Ler^, bnabo, Xnabe, va^ono, WgA^on, 8taeio, Ltation). 6. 1eäe8 Li^en8eb att8 vort bat äie LnännA a (dein, äer äie än8 8eböne, Aranäa, äer äie äg8 §ro6e, nronta, äer äie äg8 berAiAe). 7. äeäs8 Onr8tnnä8vort bat äie Lnänn^ e (Aranäe, ^ro6, done, Z-nt, vere, vndr). 8. äeä682eitvort dnt in äer I^ennForrn (Inünitiv) äie Onänn ^ i (lerni, lernen, 8irridi, 86dreiben, leZ-i, 1e8en, peti, bitten). In äen Onnpt- ^siten äer tüti^en Ooinn erdült ^eäe3 ^eitvort tollende, Für nlle Oer 80 nen äer Lin- nnä Nedrrindl Alsied bleibende Onänn^en: »8 Fü-r äie OeAenvnrt (leZn?, 1e86. 1ie868t, 1ie8t, Ie8en, 1686t), 18 Für äie VerZ-nn^enbeit (16ZI8, bnbe, lin8t, bnt, bnben, bnbet A6le86n). 08 Für äie 2ulrnnFt (1eA08, veräe, virst, virä, veräen, veräet 1e86n). Oerner U8 Für äie Leäin^nnA8Forin (1eAN8, vüräe, vüräe8t, vüräen, vüräet 1s8en) nnä n Für äie 'Wun8ob- nnä LetebOForin (leZn, Ü68, ls86t). 9. ^.rtibel. )»nr äer be8tiinnite ^.rtilrel (äer, äie, än8, äie) virä nn8Aeärüobt änreb ln tür nlle Oe^lileebter in äer Oin nnä Nebrrnbl. — Oer nnbe8tiniinte Wrtilrel (ein, eine, ein) bleibh nnnn8Aeärüebtlroino, sin Nen8sb, l«. bsrnn,- äsr- A4sn«nlr. - - —- —— - 10 . Oelrlinntion äer Onnpt- unä Oi^6N8ebg,Ft8vörter. Oie Nebr- 2 nbl virä nn8 äer Oin^nbl Aebiläet änreb OinLnFü^unA eineb .j 2 nr OnännZ" 0 (klnnptvort) oder n (OiAen8ebnFt8vort). voäurob äie Onä- 8ilben «»1 nnä n.j 6nt8teben, velebe unbetont A68i)roeben veräen. Og.8 einein Onn^tvort LNAsböriAe Oi^en8ebnFt8vort inub in äer Nebr^sbl niit Wensin üb6rein8tiinin6n (beln) äonio^', 8eböns Oün86r). Oie Oülle äer Oin- nnä Nebr^nbl veräen gebildet, vie Fol^t: der 2 veite (We88en- tiilO initte(8 äs8 Vorvort8 äe (von): äe dein bnnbo (ein68 8ebönen Unnben), äe belg^j bnnboj (8oböner Lnnben^; äer dritte (Wbintbll) rnittel8 äs8 VorvortL rrl äer Lprgebe in äen Lgnptneiten nnä dein Nittelvorte (Lgrti^ipinin) äe8 betrelFenäen 2eitvorte8 in äer leidenden Oeoenvgrl^Forin. Oie Nittelvörter äer Zeitwörter veräen Aebiläet Für äie tätige Oorni inittel8 äer ^vi86ben8i1b6n -nnt (Oe^en- vgrt); le^gntg, 1e86näer, leAgnte, 1e3enä, irn Oe8en bebrüten; -int (VerbgnZenbeitj: 8bribintg, A68ebri6ben bgbenäer, 8bribinte, ^68ebrieb6n bgbenä, ngob dein Lebreiben; -ont: <2ubnnFt): pgrolontg, reden werdender; pgrolonte, irn LeArille 2 n 8preoben; äie äer leidenden Lorni inittel8 äer 2vi8eben8i1ben -gt: vobgtg, AernFen werdender, -it: lgnäitg, gelobt worden 8eienäer, -et: grnotg, geliebt veräen werdender, rn liebender, einer äer Znbebt veräen virä, 8oll oder innk. 17. Oie Hon^'uAgtion in äen OgnpOeiten äer leidenden Oorni i8t gl8o: ni 68tg8 petgtih, vir veräen gebeten (binä gebeten werdende), ili 68ti8 vobgtg^', 8ie 8inä Z-ernFen worden; Ki 68to8 Fgrgtg, 68 wird Aetgn veräen; 68tn kengtg, 8ei Z-686Anet! Zi 68tn8 8enägtg, 8ie wäre Ae8enäet. 18. Oie übrigen NittelvortFornren dienen ^nrLilännAäer2 vi 8 ebenteilen (NitverAgn^enbeit, VorverAgnAenbeit, VortnbnnFti äer tütiZen nnä leidenden Lorni, tnr ^.bbürtnnA von l7in8ebreibnnA6n nnä tnr Lilänn^ verbürgter Lütge: rivevinte vign leteron ini r68ponäg8 Kin ngebäein ieb lbren LrieF erbglten bgbe, ini Le8itge Ibre8 Lriet68, begnt- worte ieb ibn; nii 68ti8 le^intg lg libron, ieb bgtte äg8 Lnob ^el68en U8F. 19. Vorvörter. Oie86 werden rsAelnigkiA init äenr er8ten Lgll Ü68 Ognptworte8 Aebrgnebt. blnr wenn eine Liebln NA begeiebnet v/eräen 8oll (gut äie LinZn vobin?), virä äer vierte Lall A68etgt: en lg äoino, in dein Ilgn86; en lg äoinon, in äg8 IIgn8 u. ä§l. ^29. Le8tiiNniNNK8 Wörter. Oiebs bilden Ornppen von ^lsieber Lorrn, äie leiobt bn Oeägebtni8 bgtten bleibt. Oie WnFgnZ'bbneb- 8tgben nnter86beiä6n 8ie in n nb e 8 ti nrin t e (i), FrgZ'enäe (b), binvei86näe (t), gllZ-enieine (e), äie Lnäbneli8tgben in per8ön1ieb6 ln), 8gebliebe ( 0 ), eiA6N8ebgtt liebe (g), ört- liebe (e), LiebtnnA begeiebnencl e (n). Oerner ^ibt 68 Lnä- 8Üben, velebe L68tinininnA8vört6r äe.8 Ornnäe8 (gl), äer Wrt nnä Wei86 (ei), äer 2 eit (gni) nnä äer NenZe (oni) bilden: in, irgendwer; Klo, vg8^; 610., ^'e^lieber; tie, dort; len, ir^enäwobin; ial. irAenävgrnin; kiel wie; tigin ägnn; nenioni niebt8 N8b 21. WortgbleitnnAen bildet ingn rnit einer Wortvnrgel änreb Vor- oder 2vi86ben8i1ben, velebe äie Leäentnnb iii be8tiininter WeLe vergnäsrn. Oie Vorsilben 8inä: bo- (Ver8ebvgAernnb): boFrgto. LobwgAer. — äi8- (OrennnnZ"): äLZiri gerreiben. — elc- (Llötgliebbeit): ebtreini, ergittern. — xe- (O686bl66bterv6r6iniKnnA): A6pgtro(j, Litern (Vgter nnä Nulter). — ingl- (Oe^enteil): inglrieg, grni. — re-(Wieäer- bolnnA): reveni, vieäerboinrnen. 2vi8oben8ilb6n: -gä (Ogner): brigäi, gnbgltenä 8ebreien. — -O.j (Lörper): 8bribs1o, LebriFt8tüeb. — -gn (VnbgNAer): brLtgno, 6bri8t. — -gr (2u8gninienFg88nnA): Foligro, Ogub. — -ebl (Nö^liebbeit): leZ-eblg, 1s8bgr. — -ee (LiA6U8ebgFt): beleeo, Lebönbeit. — -6tz' (Ver8tgrbnnA): brie^i, brüllen. — -6.1 (Örtliobbeit): trinbejo, 1rinb8tnbe. — -6M (bleiANNA): breäenig, leiebtAlgnbiZ-. — er- (Oeil): piprero, Ltetkerborn. — -68tr (Oberbgnxt): 8tgeie8tro, Ltgtion8- vor8tgnä. — -et (Lb8ebvgebnnA): beletg, büb8eb.— -lä (^bböininlinA): boviäo, Lglb, — -jg' (bevirben): beliAi, ver8ebönern. — -lA' (veräen): ruKiKi, rot veräen. — -ll (1n8trnnient): bonibilo, Lgnnn. — -in (Weibliebbeit): reKino, Löni^in. — -inä (würdig): gnrinäg, 1ieben8würäiA. — -inA (Lebglter): AlgvinAO, Lebvei^ebeiäe. — -i8t (Lernt): bneLto, Lle^eber. — -ni (OetüL): 8npnio, LnppentopF. — -nl (6bgrgbteri8tib): rienlo, Leieber. Lernsr noeb 06, 6^, -nj nnä -nm, äie be8ebrgnbte WnvenännA linäen. 22. Oie WortFol^e iin Lgtge i8t eine Freie. NorZgü ni ven 08 , inorAen boinnien vir; ni veno8 nior^gn, vir bonrnren nior^en. ^föi'lsnvsnLeivknis b68tel1e ieäer äsnt86bö8t6rr6iebi86b6 LspergntLt! Og8 Llgtt bo8tet X 3.— .jükrlieb nnä i8t ein vortreü'liob68 -^-Lor1dilänn^8ini1t6l, gn^leieb eine Rnnä86bgu über die Kgnge L8pergntobev6AunA. Oer Lropgxanäg dient äie LeilgAe: iViiistri» lL8r»«r»ntL8t«. — Lin 2 eln 6 Orodennininern Lo8ten1o8. — Über L8pergnto-O^b,rbü6ber, 2eitnnAsn unä andere LebriFten gn8 äer reiebbglti^en Oitergtnr äe8 L8pergnto, vi886N8ebgFtlieb6 nnä belletrLtLebe Werbe, Nn8ibglien nnä ^ärelZbüeber, bebonnnt ingn Vn8bünFte von äer L8p6ranto-6l686büFt88t6ll6, Wien II. 86bntt6l8traL6 91. — Von äie8eni L8pergnto86bln886l bo8ten 12 Ltüeb L —.20, 100 Ltüeb X 1.—, init ^eitunA8- nnä Verein8li8te 12 Ltüeb L —.80, 100 Ltüeb X 1.60. — (Xnr Ae^en Vorgu3beggb1nnA.) -2