Wlvnvr 81«11-8idlio1t>vll. M 1o.>iisi?>, W— Okr neNik im 1600 Ausführliche der inner» Stadt ML» As init einer geschichtlichen Ncbersicht sämmtlicher Vorstädte rrnd merkwjrVdigfteN GeHs«de. Nach den bewährtesten handschriftlichen und gedruchten Urkunden und Quelle» bearbeitet von Karl August Schimmer. (Mit einer gestochenen Ansicht des neuen Marktes im Jahre 1600 .) Wien I8LS. Im Verlage von Matthäus Kuppitsch, k. k. Hofbibliotheks-Antiquar und Buchhändler (Kraaziskauerplatz Nr. vli, im 1. BtoS>. LltestcS Slattrccht Wien's von Herzog Leopold dem Glorreichen 1221. Vorwort. (§tatt einer Vorrede dient eigentlick schon die ausführliche Einleitung. — Nur folgende Punkte finde ich nöthig hier nachzn- tragen oder eigentlich voranzuschicken, welche in derselben noch nicht berührt werden konnten. Das Manuskript war in seinen Hauptthei- len zwar schon vor dem entscheidungswichtigen Monate März 1848 zum Drucke fertig; jedock habe ich nicht versäumt, durch Nachträge, Einschaltungen rc. während des Druckes auch die neueste Lage der Dinge zu berücksichtigen. Vieles konnte mir bei diesem rein historischtopographischen Werke die bestandene Censur ohnedieß nicht anhaben. Nolhwendig finde ich noch zur Vermeidung von Mißverständnissen zu erinnern, daß die angegebene Jahreszahl bei irgend einem Hausbesitzer, außer, wo dieß insbesondere angeführt ist, sich nicht auf dessen Besitzantritt, sondern auf das Jahr bezieht, in welchem der angeführte Besitzer in den Schematismen, auf D. Sntkinger's Plan von 1684 u. s. w. zuerst vorkam; ein Verfahren, dessen unbestreitbare Unzulänglichkeit wohl durch die riesenhafte Aufgabe in der Auffindung und Sichtung so vieler Materialien und Quellen entschuldigt werden kann. Ich habe nicht weniger lebhaft, als irgend einer meiner Leser, den Wunsch gehegt, bei jedem einzelnen Hause die Folge der Besitzer bis auf die ältesten Daten aus den Grundbüchern, zum Theile bis gegen die Mitte des 14. Jahrhunderts, nämlich bis zur Regierungszeit Herzog Rudolph's IV. zurück zu verfolgen. Eine solche Aufgabe liegt aber theilweise noch außer dem Bereiche der Möglichkeit, da z. B. nicht alle magistratischen Grundbücher in ununterbrochener Reihenfolge mehr vorhanden sind, daher für zahlreiche Stellen die Ausschreibungen des Ueberganges von einem Besitzer zum nächsten bezüglich einzelner Häuser fehlen, somit die ganze Reihe unterbrechen, obne daß der nächste Anknüpfungspunkt zu finden wäre. Jedenfalls aber würde ein solches, selbst unter den günstigsten Verhältnissen, mehre Jahre in Anspruch nehmende Vorhaben, das Maß meiner Kräfte und der mir verfügbaren Zeit weit übersteigen. Weniger Schwierigkeiten als mit einer Chronik der einzelnen Häuser würden mit einer Straßenchronik verbunden seyn, da die Identität desselben H auses mit seinen Besitzern bis auf die ältesten grundbücherlichen und urkundlichen Ausschreibungen zurück, wollte IV sich nicht mit bequemen Hypothesen begnügt werden, unendlich schwer zu verfolgen, in den meisten Fällen kaum mehr möglich wäre. Deß- wcgen konnte ich auch von einer großen Menge älterer urkundlicher Daten — da es an bestimmten Anhaltspunkten der Beziehung auf bestimmte Häuser fehlte — keinen Gebrauch machen, und mußte sie sofort ungenützt bei Seite legen. Ein wesentliches Gebrechen für ein so weit aussehendes Unternehmen, welches freilich auch bei der Abfassung des vorliegenden Buches als ein — leider nicht zu erreichendes —Ideal vor Augen stand, ist jedenfalls der Abgang völlig genauer a l t er Pläne der Stadt Wien, da der bisher bekannte älteste davon, jener des Bonifaz Wo lmuet vom Jahre 1547, wenn er auch die Situation jedes einzelnen Hauses u. s. w. genau gibt, doch nur an sehr wenigen Stellen die Besitzer der einzelnen Häuser eingezeichnet hat, und überhaupt bedauern läßt, daß er noch nicht im getreuen Facsimile veröffentlicht ist; denn die, wie erwähnt, im Besitze mchrer Herren befindlichen Kopien davon, sind, namentlich was die Aufschriften bezüglich Gassen, Besitzer ». s. w. anbelangt, nicht vollkommen getreu mit dem Originale in Uebereinstimmung. Jedenfalls ist dieser Plan das wichtigste Bermittlungsglied zwischen den ältesten und neueren Zeiten, und wird jenem Schriftsteller (oder vielleicht jener Bereinigung solcher) hochwichtig seyn, welche es einst unternehmen werden, sämmtliche älteste Ausschreibungen, welche in den Wiener Grund- und Testamentsbüchern und anderen zahlreichen Urkunden enthalten sind, mit einer Häuserchronik in Verbindung zu setzen, für welche durch das vorliegende Werk jedenfalls eine brauchbare Grundlage gebothen seyn dürfte. Ein solches Werk würde zugleich den Weg zu einer Bürger-Chronik Wiens mitanbahnen helfen, welche gewiß bald den Mann finden wird, der sich einem so löblichen Unternehmen mit Vorliebe und ausharrendem Sammelfleiße unterziehen wird. Viele einzelne Häusermerkwürdigkeiten sind nur Einzelnen, zumal den Hausbesitzern bekannt, deren Mittheilung an den Verfasser, etwa im Wege der Berlagshandlung bei einer etwaigen zweiten Auflage sorgsam und dankbar benützt werden würde. Ich habe zwar schon in der Einleitung jener Herren, welche mich so freundschaftlich und zum großen Vortheile des vorliegenden Buches durch thätige Mitwirkung und Mittheilung unterstützten, mit dankbarem Herzen Erwähnung gemacht, muß jedoch hier noch dazufügen, daß der für die Geschichte unserer Kaiserstadt so verdienstvolle Herr I. Feil die Freundschaft und Güte hatte, jeden Correcturbo- gen durchzulesen, und daß mir und dem Werke seine Bemerkungen und Einschaltungen noch im Laufe des Druckes von großem Nutzen > . - .-/> ^ ^ ^kLf, ) /i',' v'! V waren. Nicht minder verdanke ich ihm allein die zahlreichen Nachträge und Verbesserungen am Schlüße des Buches, deren Nichtbeigabe mich vielleicht zu einem Opfer unausbleiblicher, und, ich muß gestehen, gerechter Kritik gemacht hätten. Hierdurch sind nun die sämmtlichen Besitzes - Bezeichnungen auf Suttinger's Plan hier nachgetragen und die Angaben in -Schatz, Schutz, Schantz» richtig gestellt. Endlich spreche ich auch meinen tiefgefühlten Dank dem magistratischen Grundbuchsbeamten, Herrn Waitzenauer, so wie dem löblichen Grundbuche des Stiftes Schotten aus, welche die Güte hakten, mir in Hinsicht auf die neuesten Besitzvrränderungen an die Hand zu gehen, so daß sich der Bestand des Besitzes bis auf den heutigen Tag richtig herausstellt. Allfällige Nachträge rücksichtlich erst eintretender Veränderungen sind dann bei neuen Auflagen leicht zu machen. So übergebe ich denn dieses mein neuestes Elaborat mit größerer Zuversicht den Händen des gebildeten Publikums, und hoffe wenigstens, wie ich schon in der Einleitung sagte, den ersten , nicht ungewichtigen Stein zu einem größeren, befriedigenderen Baue gelegt zu haben. Wien, im September 1848. Karl August Schimmer. VI Uebersicht d e r zu diesem Werke, außer vielen urkundlichen Auszügen, vorzüglich benutzten Quellen. Laz, Vieon» ^uslrino, Basel 1541. Schmelzl's Lobspruch und Beschreibung von Wien rc., 1547. Abermann,Heinr., HistorischeBeschreibung der Stadt Wien, oder des Wolfgang Lazius verdeutschte Wiener-Chronik, 16iS. Maurer, Olironio» Viennensis eto. 1662 Jordan, Schatz, Schutz und Schantz des Ertz - Hertzogthumbs Oesterreich re. (Siehe Einleitung S. I ) ILmbaxail» l)o Oansv so ViU»rmn)or pernsnso Volles 6» 8^lva, Vv I.isbo» s Oorte so Vionn» eto. bln Vienna X» Otkioin» so ckoso viok» liürner >717. Dieses höchst seltene Buch, das einzige, welches in Wien in portugiesischer Sprache gedruckt wurde und sehr interessante Daten über Wien aus jener Zeit enthält, besitzt meines Wissens nur Herr General Edler von Hauslab, der es mir mit gewohnter Güte zur Verfügung stellte. K üch el becker's Allerneueste Nachricht vom Römisch Kavserli- chen Hofe rc. 1730. 2. Aufl. 1732. (2 chachner, C.J.), 1-ustra sevom Ooronne Vienoonsis, sen Sub- urdia Viennensis «d »nno ubsisionis ultiinne 1683 ns nnnum 1733 instsnrnt» et »mpliata. proinoloro vulün. Wien 1734, mit 8 Vogel- perspektiv-Plänchen. Fuhrmann, Alt und Neues Wien, Wien 1738 —>739, 2 Thle. -HistorischeBeschreibung von Wien, Wien 1766 — 1778, 3 Theile, (2. Theil in 2 Bden.) Pis ob er, ll-eopol-I, e 8ooiet. äesu) vre vis XotitinDrhis ve- torls Vinsodanue. 2Auff., 4Bde., Wien 1767 - 1700, und 3 Supplemente, Wien 1771—1775. Weis kern, Topographie von Niederösterreich, 3 Bde., Wien 1769—1770, (3. Bd. Beschreibung von Wien). vo I-ue«, Wiens gegenwärtiger Zustand, 1787. Geusa», A. Edl. v., Geschichte der Haupt- und Residenzstadt Wien, Wien 1792—1810. 6 Bde. Verzeichniß aller in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien befindlichen Häuser, Kirchen, Klöster unv öffentlichen Gebäuden; derselben urkundliche Geschichte und Inschriften, aus den gesammelten Schriften des Herrn Alovs Edlen v. Bergenstamm, N. Oe. Stand.- und Ritterstandes Secretär, zusammengetragen von p. soannv Petro » 8t». PUssbetkn, -luLnstini Ilisooloont. Itililintkeoario -11)60011. (Manuskript im größten Folio, im Besitze des Hrn. Tb. G. v. Karajan). Bergcnstamm, Aloys, Edlen von, sämmiliche gedruckte Schriften, (s. deren Verzcichniß in Hormapr's Archiv 1823, S. >55—156). Geschichte der Stiftungen, Erziehungs- und Unterrichts-Anstalten in Wie», von den ältesten Zeiten bis auf gegenwärtiges Jahr. Aus echten Urkunden u. Nachrichten. Von Ant. ReichSritter v. Ge us a u, 1803. Hormapr's Wien, seine Geschichte und Denkwürdigkeiten. 9Bde. Wim 1823—1825. WWW VN Schetger, 3-, Geschichte deS bürgerlichen Zeughauses, im 3. Vande. der «Beiträge zur Landeskunde Lest. u. d.Enns«, Wien 1833. Schlager'S Wiener Skizzen. 5 Bde, Wien 1835—-1846. -Alterthümliche Überlieferungen von Wien, Wien 1844. Leber's kaiserliches Zeughaus in Wien, 2 Bde., Leipzig 1846. T sch i sch ka, Geschichte der Stadt Wien, illustrirt, Stuttgart 1847. Schimmer, Wien seit sechs 3ahrhunderten, vom Jahre 1200 bis auf die neuere Zeit. 2 Bde. mit Kupfer. Wien >847- Sämmtliche Beschreibungen von Wie». Alle dem Verfasser bekannt gewordenen Monographien über die Kirchen unv Klöster in Wien. Viele andere, alte unv neue, auf Wien bezügliche Monographien und einzelne 'Aufsätze in verschiedenen Zeitschriften, auf welche sich groß- tentheils im Terte berufen wirb. Delsenbach's gestochene Ansichten von Wiener Gebäuden und Pallästcn, gezeichnet von Jos. Em. Fischer v. Erlachen, Quersolio, 1. Ausgabe, Wien 17>.'imit !6 Blättern. «Prospekte und Abriße einiger Gebäude von Wien, daselbst gezeichnet von I. E. F. v. E.« (Gedruckte Widmung an PH. Sigm. Grafen v. Dtetrichstein, vom 26. Mai 1713. Gefertigt! von Jos. Em. Fischer v. Eilachen.) 2. Ausgabe von 1715, um I I Blätter vermehrt: «Anfang Einiger Vorstellungen der vornehmsten Gebäude so wohl innerhalb der Stadl als in denen Vorstädten von Wien, wovon mit der Zeit das abgehcnde Nachfolge» soll.» (In diesem Buche wird sich aus dieses Werk nach dem gewöhnlich gewordenen Schlagwerke «Delsenbach« berufen.) Querfolio. P feffe l's Ansichten aus Wrcn. «Wahrhaffte und genaue Abbildung Aller Kirchen und Klöster, Welche sowohl in der Kays. Residenz Statt Wien, als auch in denen umliegenden Vorstätten sich befinden, wobeq nicht weniger theils Fürst!, theils Gräffl. unv andere schöne Gebäude denen Liebhabern zur Belustigung vorgestcllet sevn. Daselbst nach dem Leben (mol) gezeichnet von Salomon Kleiner ^rvlnteoturae Oult. verlegt und an Lag gegeben Durch Johann Andreas P fcffel der Kays. May. Hoss-Kupferstecher in Augspurg. ^nno iHV06XX.1V.« in 4 Abheilungen, deren jede einen besonderen Titel und ein allegorisches Vorsetzblatt hat. Die Titel der drei übrigen Abtheilungen, mehr oder weniger von dem oben angeführten zur I. Abrheilung in der Lertirung abweichend, sind mit Len Jahren 1725, >733 und »737 bezeichnet; zusammen 134 Blätter. Alle von S. Kl ein er gezeichnet, gestochen aber von Joh Aug. Corvinus, Georg Daniel Heumann, Hieron. Sperling, B. Hattinger, Karl Rcmbshard, I. G. Ringlin und I. Stridbeck. Pfeffel, der kein einziges Blatt dieser Sammlung selbst gestochen hat, welche jedoch zumeist unter dessen Namen berufen wird, hat bloß da» Verdienst eines Verlegers. Quersolio. eldemann, Nicl., «der Stadt Wien Belagerung, wie sie auf dem hohen «st. Stephansthurm, allenthalben geringS um die ganze Stadt urit allen Dingen anzusehen.« >530- Holzschnitt. Nürnberg, 6 Blätter. Mit einem gedruckten Tcrt, «Ein kurtzer Bericht über die recht werhafftig Contrafractur.. durch Nicl. Meldemann«, u. s. w. vm 4 Ouartblätter. Dev Holzschnitt, wichtige Details biethend, in der Stadt selbst wohl Kirche» und andere größere Gebäude gebend, entbehrt leider der Einzeichnung von Häusern. Original im Besitze des Hrn. v. Karajan ; eine genaue Copie besitzt Elei». Freih. v. Hügel, I848lith. v. A. Camesina.) Hirs vogel, Augustin, Plan von Wien 1547. (Original beim Wiener Magistrat, 4552 von Hirsvogel im verkleinerten Maße radirr, 1848 lith. v. A. bamesina.) Wolmuet, Bonifaz, Plan von Wien, 1547. (Original beim Wiener Magistrate. Kopien besitzen die HH. Schlager und v. Karajan.) Suttinger, Dan., Plan der Stadt Wien vom Jahre 1684. (Original im Stifte Heiligenkreuz; Kopie davon im Besitze des Baron Clemens Hügel, Oberst v. Mavern und Th. G. von Karajan.) Anguissola, Leander, Graf von, großer Hauptplan der Stadt Wie», der Vorstädte und Donau-Inseln, 1706. Steinhäuser, Werner Arnold, kais. Kriegsbaumeistcr, großer Plan von Wien in 36 Querfolioblättern vom Jahre >710. Original- Zeichnung im Archive des Wiener Magistrates und eine andere in der k.k. Hofbibliothek. (Kopien im Besitze von Th. G. v. Karaiau und Baron Clemens Hügel.) Ausgezeichnet durch große Genauigkeit und Details in der Situationszeichnung der einzelnen Gebäude. Nagel, Jos., großer Plan der inneren Stadt Wien, und einen zweiten Plan mit den Vorstädten 1770. Huber, Jos. Dan. von, Vogelperspektiv. Plan von Wien mit den Vorstädte» («76S—1774 ausgenommen), in 24 Quersolio-Btätt.-rn 1778 herauSgegeben. Desselben: Vogelperspektiv-Plan der innern Stadt Wien. «Die Kays. Königl. Haupt- und Residenz-Stadt Wien, wie sie im Jahr 1785 unter der Regierung Josephs des zwcyten stehet. Der Verfasser dieses privilegirten Werkes hat im Jahre 1778 einen Abriß dieser Haupt-Stadt herausgegeben, welcher aber ungeachtet seines Fleißes wegen schlechter Ausarbeitung der allgemeinen Erwartung nicht entsprochen hat. Er schmeichelte sich bey gegenwärtiger Herausgabe der Stadt allein den Beyfall verdienen zu können. Um diesen Abriß gebräuchlicher zu machen, ist ein kleiner Original-Grundriß mit gleicher Ansicht beigesetzt worden, daß wann etwas in einem nicht deutlich, im andern zu ersehen ist. Es leistet dieses denen Jnnwohnern sowohl als denen Frcmbden einen her- umführenden Dienst, daß wenn Zeit und Alter alles verändert, man sagen kan, so undsoha^eS in diesem Jahre auSgesehen; die Fortification und alles waS undeutlich machen kan, ist ausgelassen worden, die strengste genauigkeit, die benennung aller Gassen, die auf denen herrschaftlichen Häußern befindlichen Haußnummern, die Oeffent- lichen Gebäude, Gasthöfe, Durchhäuser, Durchgänge und sogar die ent- worffene zu machende Abänderung ist in einem von diesen beyden Stücken zu ersehen und geben diesem Werke einen neuen Werth.» Katastral-Plan von Wien, großer. 1825 und 1847, 3> Blätter. Grundriß der Haupt- und Residenzstadt Wien mit sämmtlichen Vorstädten, nach der Aufnahme für das allgemeine Kataster, Wien 1846. Einleitung. Äie erste Anregung zur Bearbeitung dieses hoffentlich nicht uninteressanten Werkes gab mir die freundschaftliche Mittheilung des ersten und höchst seltenen Häuser-Verzeichnißes der Stadt Wien von Seite meines verehrten Freundes, des rühmlich bekannten Forschers, Herrn Jos. Keil. Der vollständige Titel dieses Verzeichnisses ist: «Schatz, Schutz und Schantz deß Ertz-Hertzogthumbs Oesterreich. Das ist Ein sehr genaue und ordentliche Beschreibung aller Gassen, Platz, Palläst, Häuser und Kirchen der berühmten Haubt- und Kayserl. Residentz-Statt Wienn. Dermalen an statt eines neuen Jahres Offert demütigst dediciret von mir Johann Jordan, der Römis. Kays. Majest. Obrist-Hoff-Post- Ampts-Tar-Briefftrager und Burger. Wien, gedruckt bey Johann van Gyelen 1701.« Die Schwierigkeit indessen, aus einem solchen zwar richtigen, aber ziemlich magern Verzeichnisse, das nur dieBezeichnungenderHäu- ser und die Namen ihrer Besitzer enthält, ein auch für die heutige Zeit entsprechendes Werk zu gestalten, war, wie Jedermann ein- sehen wird, allerdings groß und würde für mich unübcrsteiglich gewesen seyn, hätte ich nicht von mehren Seiten die freundlichste Aufmunterung und Beihilfe gefunden. Da zu jener Zeit die Häuser in Wien noch nicht mit Nummern versehen waren, so bildetedie Auffindung ihrer Identität mit den heutigen die erste und nicht geringste Schwierigkeit. Diesen Stein des Anstoßes hatte jedoch der Besitzer deS genannten Büchleins selbst dadurch entfernt, daß er mit unsäglicher Mühe, mit Benützung der verläßlichsten Quellen und nach eigener sorgfältiger Forschung zu jedem der in dem Verzeichnisse enthaltenen Gebäude die heutige Nummer setzte, und mich dadurch einer Riesenarbeit, welcher ich vielleicht auch nicht gewachsen gewesen wäre, von vorneherein überhob. Nun galt es nur noch, aus mehren Grundbüchern, Archiven, schriftlichen und gedruckten urkundlichen Quellen das Weitere beizufügen, und eine möglichst vollständige Häuser-Chronik der Stadt Wien herzustellen; allerdings ebenfalls keine leichte Aufgabe, welche mir jedoch durch den Rath und die thätige Beihilfe von Männern, deren Gunst und freundlicher Theil- nahme ich stolz bin, mich rühmen zu dürfe», wesentlich erleichtert wurde. Da ich ohne deren gütige Mitteilungen, freundliche Rathschläge und zum Theile selbst thätiges Mitwirken entweder das vorliegende Werk gar nicht pder doch gewiß nicht in so ziemlich entsprechender Weise zu Stande gebracht hätte, so fühle ich mich auch gedrängt, meinen tief » L gesuhlten Dank an dieselben hier öffentlich abzutragen, und zwar den Herren' Franz Edlen von Hauslab, k. k. Obersten, der mir bereitwillig die Schätze seiner reichen Sammlung zu Gebote stellte; dem bereits erwähnten Herrn Joseph Feil, dem ich in Rücksicht auf Theil- nahme, wichtige Mittheilungen und selbst eifrige Mitwirkung, besonders was das Ausfinden merkwürdiger Kennzeichen, interessanter und wenig bekannter Inschriften rc. betrifft, unendlich viel zu verdanken habe; Herr Th. G. von Karajan, der mir nicht allein viele werthvolle und seltene Materialien mitlheilte, als mich auch in allen Fällen mit Rath und That unterstützte; Herrn Franz Tschischka, jubilirten magistratischen Registraturs-Direktor und Archivar, dem ich sowohl die Mittheilung werthvoller Materialien , als auch zweckdienlicher amtlicher Urkunden und mündliche Aufschlüsse zu danken habe. Mit freudigem Dankgefühle nenne ich auch den würdigen Wiener-Bürger und Gastwirth in der Borstadt Margarethen (Nr. 44), Herrn Franz Haidinger, dessen äußerst zahlreiche Sammlung wienerischer und österreichischer Curiosa und Prätiosa mich nicht allein überraschte, sondern dessen bereitwillige Mittheilung mir auch von größtem Nutzen war. Es ist überhaupt an sich schon erfreulich, in der Sphäre des schlichten und betriebsamen Bürgerlebens, das sich in der Regel um ganz andere, als wissenschaftliche Gegenstände bekümmert, solch' intcllectuelles Streben, solch ein umfassendes Wissen von Allem, was die vaterländische Geschichte und Literatur betrifft, zu finden, als eS bei diesem wackeren Manne der Fall ist; der, was um so mehr lobenswcrth, dabei demun- geachtet sein Berufsgcschäsl in dessen bürgerlichen Wichtigkeit durchaus nicht verkennt und, rühmlich genug, seine gründlichen wissenschaftlichen Strebungen nur als, freilich höchst ehrenvollen, Zeitvertreib betrachtet. Ich fürchte wohl, die Bescheidenheit dieses Ehrenmannes durch diesen Ausdruck meiner Gefühle zu verletzen, allein es drängte mich, einem seltenen Manne seiner Art auch meinerseits die verdiente öffentliche Würdigung zu ertheilen und mit vollem Herzen der ersten Anerkennung bei- zustimmen, welche ihm der verdienstvolle Gelehrte I. P. Kaltenbaeck im Jahrgange 1848 der Austria angedeihen läßt. Zuletzt, aber nicht zum wenigsten, finde ich mich verpflichtet, meinem Verleger für die Mittheilung zahlreicher gedruckter Materialien und Urkunden gebührend zu danken, worunter besonders ein äußerst reichhaltiges Manuskript, eine kurze Chronik der Wiener-Gebäude enthaltend, aus den Schriften des so verdienstvollen und verläßlichen Aloys von Bergenstamm gezogen und zusammengestellt, zu nennen ist, durchaus nach archivarischen und grundbüchcrlichen Dokumenten bearbeitet und somit einzig in seiner Art (jetztEigenthum des Hrn. v. K arajan). Daß ich bei so bewandten Umständen, mit solchen Hilfsmitteln versehen und bei eigener angestrengter Mühe und Lust zur Sache nichts Verwerfliches geleistet habe, davon halte ich mich Wohl selbst überzeugt, daß aber das Werk noch immer nicht die wünschenswerthe Vollkommenheit an sich trage, daS sehe ich eben so gut ein, und kein Billiger wird bei einem ersten Versuche dieser Art eine solche fordern. Bes der Vielseitigkeit des Gegenstandes, bet den mancherlei Interessen, welche dabei s ins Spiel kommen und sich zumeist auf Individualität gründen, ist das auch nicht anders möglich, und wenn man bedenkt, daß cs die erste veröffentlichte Arbeit dieser Artist, und daß auch ein Versuch auf die- sem Gebiete wünschenswerth erscheint, so wird man bet dessen Beur- theilung nicht allzustrenge zu Werke gehen. Mit Bezug auf meine früheren Leistungen aber kann ich fest und bestimmt versichern, daß in dem vorliegenden Werke durchaus nichts vorkommt, was an das Gebiet der Sage streift; ja nichteinmal, wenn auch noch so wahrscheinliche, Vermuthungen wurden darin ausgenommen; sondern Alles, was in dem Buche enthalten ist, gründet sich, wie wohl auch nicht anders möglich, auf vollkommen Beglaubigtes, Urkundliches , jeden Augenblick Nachzuweisendes. 3n dieser Hinsicht muß ich zum Beweise leider auf ein mir jedenfalls schmerzliches Verfahren L hindeuten; nämlich, daß ich bei einigen Gelegenheiten von mir früher S geäußerte, etwa Laz, Fuhrmann oder Horm a y r nachgebetete und 1 dann nach eigenem Belieben novellistisch aufgeschmückte Angaben in dem » vorliegenden Buche auf das Unbarmherzigste widerlegte und vernichtete, 2 und dabei meine eigene, mir jedenfalls werthe, schriftstellerische Jndivi- E dualität am Allerwenigsten verschonte, so z. B. beim Hascnhaus, beim Amthaus, beim Matschakerhof ic. Das stärkste und unerbittlichste tznos exo! ist jenes der Wahrheit. Fast unglaublich, aber doch vollkommen wahr ist, daß mir vielleicht keine Angabe schwerer genau zu ermitteln war, als jene, in welchem Jahre die Häuser Wiens zuerst nummerirt wurden. Sämmtliche gedruckte Quellen, die nur irgend einen Bezug auf diesen Umstand haben, sagen davon nicht das Mindeste und selbst amtlich ist davon nichts vollständig Bestimmtes auszuforschen, wie mir Herr Tschischka bc- j zeugen kann. So viel erhellt aus Weißkern's schätzbarer Beschreibung von Wien, daß schon 1766 eine Art Nummerirung der Stadt und Vorstädte Wiens bestandHelche er in dem Anhänge zu derselben ^ angibt. Die Stadt zählte damals, jedoch ohne die Basteihäuser, welche wieder für sich nummerirt waren, 1161 Häuser, die Bastei 211. Die Nummerir ung begann voni^ Kienmarkt, lief gegen den Rothenthurm, .A'" Judengasse, hoheii^Märkt j ' Rothgäßchen, Kramergäßchen, L Vlschofgafse, Lugeck, Rabengaffe, Adlergaffe, alten Fleischmarkt, Do- M minikanerplatz, die beiden Bäckerstraßen, Wollzeile, 'Höhenmarkt, M Tuchlauben, Petersplatz, Bauernmarkt, Münzerstraße, Schulenstraße, M Kumpfgasse, Riemerstraße, Singerstraße, Grünangergasse, Stephans- U und Stockimeisenplatz, Kärnthnerstraße, Weihburggassc, Nauhcn- W Himmelpfongasse, Johannisgaffe, Annagasse, Krugcr- M straye, Kärnthnerstraße. Von da an mackten die Nummern einen » TvN I II L. H i s »u ß dm LL5-UNd gingen in folgender Ordnung weiter: » Farbergasse, hohe Brücke, Wipplingerstraße, Currentgasse, Juden- « Platz, Schultergaffe, Tuchlauben, Spenglergaffe, Hof, tiefe r Graben , W Vognergasse, Naglergasse, Paternostergasse, Grabe», Stockimcisen, M Schlvssergasse, Graben, Kohlmar kt, beide Breunerstraßen, Dorotheer- I gaffe, Angnstinergaffk, Spltalplatz, Spiegelgasse, Scilergaffe, Stock- imeisenplatz, Kärnthnerstraße, neuer Markt, Kärnthnerstraße; von da 4 ging es wieder a us den Kienm arkt . Judenaasse. h ohen M arkt, Salvatorgasse, Salzgries,' Flschersticge, Wipplingerstraße, Salvatorgasse, Elend (Zeuab ausaaTe). Saltaries , tiefen Graben, Renngasse, Meiung, Schottengasse, Leinfaltstraße, Rosengasse, beide Schenkenstraßen, Herrengasse, Schauflergasse, Herrengasse, Strauchgaffe, Naglergasse, Wall- nerstraße, Kohlmarkt und Michaelsplatz. Nach diesem Verzeichnisse war Nr. 1 das kais. Salzamt oder Praghaus, Nr. 1161 die k. k. neucr- bautc Hofkammer und Reichskanzlei nächst der k. k. Burg, Nr. 33 war der Lazenhos (jetzt 500), Nr. 124 der Federlhof (jetzt 763); ISl, 192 das Pazmanitcn-Collegium (petzt 683); IS7 der Heiligenkreuzcrhof (jetzt 676); 250 der Bischofhof (jetzt 869); 282 die bürgerliche Schranne (jetzt Civilgericht 545) ; 375 daS Franziskancrkloster (jetzt 913); 449 das deutsche Haus (jetzt 879); 469 daS Artillerie-Zeughaus (jetzt 858 — 859); 494 das Ursulinerklostcr (jetzt 979); 499 St. Anna (jetzt 980); 538 das bürgerl. Zeughaus (jetzt 332); 614 der Seizerhof (jetzt 427); 643 die päpstliche Nunciatur (jetzt 321); 697 der Freifin- gerhos (jetzt Trattnerhof 618); 718 die kaiserliche Burg (jetzt I); 801 die Mehlgrube (jetzt 1045); 804 das Bürgerspital (jetzt 1100); 821 das Kapuzinerklostcr (jetzt 1056); 825 der sürstl. Schwarzenberg'sche Palast (jetzt 1054); 837 das Kärnthnerthortheater (jetzt 1036); 902 das Rathhaus (jetzt 385); 945 die SalMies-Kaserne (jetzt 200); 985 das kaiserl. Zeughaus (jetzt 140)"; 990 der Schottenhof (jetzt 136); 996—997 der Mclkerhof (jetzt 103) ; 1014 der gräfl. Harrach'sche Palast (jetzt 239); 1028 der sürstl. Liechtensteinische Palast in der Schen- kenstraße (j etzt 44) ; 1057 daS Landhaus (jetzt 30); >067 der Amalienhof; 1172 der"sürstl. Esterhazp'sche Palast in der Wallnerstraße (jetzt 276). Dabei waren jedoch auch die Kirchen mit nummerirt. Die Basteihäuser liefen von der ehemaligen Lorenzer- (jetzt Rothenthurm-) Bastei links fort bis wieder zur Elendbastei. Diese Nummerirung wurde aber nur in den magistratischen Registe rn nach der Fe ucrordnuna aet rof- fen, wie es bei den Vorstädten wörtlich vorkömmt. (S. S. 75 des Weißkern'schen Anhanges.) Nach dieser Einteilung erscheint die Leopoldstadt mit 345 Häusern in 16 Quartiere eingetheilt; die Jägerzeilc mit 17 in 3; Weißgerber mit 60 in 4 (letzte Nummer in dieser Vorstadt war das damals neue »Amphitheater zur Hetz-); Erdberg mit 274 in 7; Landstraße mit 295 in 11 (die Häuser von der Landstraße Hauptstraße bis auf den Heumarkt, am Glacis, waren jedoch, I I an der Zahl, noch gar nicht nummerirt). Die Wieden mit Hungelbrunn und Loren- zergrund hatte mit 308 Häusern I I Quartiere; Nikolsdorf mit 49, 3; Matzleinsdorf mit 70, 5 ; Margarethen war mit 71 Häusern in 6 Quartiere eingetheilt; Reinprechtsvorf mit 28 in 2 ; Hundsthurm mit 73 in I; an der Wien (jetzt zur Laimgrubc gehörig) mit 70 in 2; Magdalcnagrund mit 22 in 2 ; Gumpendorf mit 71 in 6 ; Laimgrubc mit 29 in 2; Windmühle mit 42 in 3; Mariahilf mit 128 in 24 (jedes Quartier zu 4 Häusern, nur das letzte zu 37); Spitalberg mit 137 in 10; St. Ulrich untern Guts mit 47 in 5; St. Ulrich ober» GutS (Neustift und Neubau) mit 144 in 19; Ober-Neustift (Schottenfeld) mit 111 in II; Josephstadt mit 143 in 7; Strozzischer Grund mit »^L^»^/ >^»«»' -^^«»»^<<-r»»' ^ <^>^»^-» 49 in 7; Alser- und Währingergaffe mit 85 in nur 2; Michaelbeuern'scher Grund mit 12 in 2 ; Roßau mit 101 in 13; Althan mit 13 in I ; Himinelpfortgrund mit 48 in 5; Thnry mit 78 in 8; Liechtenthal mit 192 Häusern in I I Quartiere. Eigentlich amtlich beschrieben aber war diese Nummerirung damals nach nicht und waren ja Häuser mit Nummern versehen, so hing cs mehr von der Willkür der Hausbesitzer ab. Im J ahre 17 70 aber wurde durch die Kaiserin Maria Theresia eine allgemeine militssrischeCssnftnplion einzcführt, mit welchem Geschäfte der damalige Hauptmann von Melas, der in Folge dessen den Majorsrang erhielt, und 1806 als Feldmarschall-Lieutenant starb, zuerst beauftragt wurde. Zu diesem Behufe wurde den 10. März 1770 ein Regicrungs-Circular erlassen, sämmtliche Häuser in der Stadt und in den Vorstädten nach einer eigens vorgeschricbenen Norm, wobei die k. k. Burg Nr. 1 erhielt, mit kennbaren und leserlichen Nummern zu verseh en. In Folge dessen erschien eine gedruckte magistratische Verordnung, deren Mittheilung im Originale ich Herrn Tschischka verdanke, und deren Inhalt für meinen Zweck so äußerst wichtig ist, daß ich denselben buchstäblich hier wiedergebe: „Auf Allerhöchsten Befehl haben die sämmtlichen Hausinhaber, Sequester, Verwalterund Administratores den bei der dermalig«^ allgemeinen Seelen- und Haus - Conscription von^> c russen bemerkten Xummornw nicht nur zu erhalten, sondern auch ber neun Gulden Straf inwendig, in dem Hause kenn- und sichtbar zu machen, und denselben auf das Stift- oder Steurbüchl, in gemeinen Stadt Steuramt aufschreiben zu lassen; Und es soll derjenige, der sich anmassen würde, aus Frevel eine Hausnummer auszulöschen oder unkennbar zu machen, zur wohlgcmessenen Geld- allenfalls zur Leibsstraff gezogen , von dem eingehenden Gelde aber dem Denuncianten das Drittel zugewendet werden. Wien den 7. Jänne r 1771 . Bürgermeister, Amtsverwescr und Rath der Stadt Wien.» Aus dieser Anordnung geht nun klar hervor , daß im Jahre 1771-v iss3"lch mit Einsuhrung^r Conscript io n die erste vollständige und a mt- Uche Nummenrung der Häuser befohlen und auch auszuführen begonnen our selben Zeit wurden auch die bisher für sich allein nummerir- ten Hauser auf den Basteien der Stadt zugetheilt und erhielten mit deren Hausern fortlaufende Nummern. Vollständig vollendet wurde diese in der damaligen Zeit schwierige und mit vielen Umständen verknüpfte Aren Erst lm Jabre 1775^ wovon die Staatsschematisme» aus jener Zeit den vollständigsten Beweis liefern. Herr Tschischka und Herr Major von Kraushaar, welcher letztere eine vollständige Reihenfolge derselben, ^"^29 angefangen bis 1790, besitzt, hatten die Güte, mir deren Durchsicht zu gestatten, und ich fand daraus, daß in den früheren Jahren iS emschlußig 1774 weder ein Häuser - Verzeichniß, noch eine Angabe von Hausnummern bei den Wohnungen der Beamten vorkommt. Bis dahin heißt es nur immer: »N. N. wohnt beim goldenen Stern, oder 6 im LeitnerischenHaus, im Eisgrübel, im kleinen Rahmhof, im Kölnerhof ic. rc.;« zugleich ein Beweis, daß die in Weißkcrn'S Beschreibung vor- kommcnde Nummerirung nur zum Behufe der magistratischen Ein- thciluug, der Feuerordnung ic. diente, und die Nummern nickt an dE'häuserll bemerkt waren. Zur Staatsschematismus vom Jahre 1775 sind zuerst bei mehren Beamten - Wohnungen die Hausnummern bcige- setzt, jedoch bei Weitem noch nicht bei allen, nur in so weit als man mit der Nummerirung im Jahre 1774 vorgerückt oder fertig geworden war. In jenem vom Jahre 1776 erscheint jedoch zum erstenmale nicht nur ein vollständiges Hältscr-Verzeichniß, sondern alle Beamten-Woh- nungen sind mit den betreffenden Hausnummern versehen, woraus klar hervorgcht, daß man im Jahre 1775 mit der ganzen. Nummerirung fertig geworden war, und folglich ist dieses Jahr als das erste anzuneh- mcn, in welchem alle Häuser der Stadt und der Vorstädte vollständig mit Nummern versehen wurden und zwar größtentheils in der noch jetzt bestehenden Ordnung, wobei mit der kaiserlichen Burg als Nr. 1 angefangen wurde (die Reichskanzlei hatte jedoch damals noch, so wie das Burgtheater besondere Nummern. Erst bei der dritten Nummerirung im Jahrewurden alle in der Nähe der Burg gelesenen käkserli- chen Gebäude zu derselben gerechnet). Weiter lief die Nummerirung beinahe wie jetzt fort und endete mit den Basteihäusern und den Gebäuden vor den Stadtthorcn. Die innere Stadt zählte nach dem damals erschienenen Verzeichnisse 1343 Häuser. Außer den Häuser-Verzeichnissen in den StaatSsckematismen, welche nun in jeden Jahrgang derselben eingcrückt wurden, erschien 1783 ein zweites ämtlich authentisches Häuser - Verzeichniß unter dem Titel: nVerzcichniß der tn der Kaiserl. König!. Haupt- und Residenzstadt Wien sammt dazu gehörigen Vorstädten und Gründen befindlichen num- mcrirten Häusern, derselben Eigenthümern und deren Conditionen, Schildern und Gassen. Aus das genaueste nach denen Conscriptions- Vüchcrn entworfen. Von Joseph Marimilian Fischer, Stadt-Wieneri- schen-Conscriptivns-Commiffario.u nach welchem die Stadt 1346 Nummern zählte. Durch einen Paragraph eines kaiserlichen Paters vom IS. März 1773 wurde sowohl die kennbare Nummerirung als auch die fortwährende Erhaltung der Nummern in gutem und leserlichem Zustande abermals eingeschärft und in Bezug darauf erschien bei Gelegenheit der neuen Nummerirung im Jahre 1795 wieder eine magistratische Verordnung, deren Mittheilung ich ebenfalls Herrn Tschischka zu danken habe. Sic lautet wie folgt: nN « ch r i ch t. Die mittelst allerhöchsten Patentes vom 10. März 1773, j. 18, wegen Nummerirung der Häuser getroffene Verfügung wird zur besseren Beobachtung derselben für diese Haupt- und Residenzstadt, dann die dem Magistrate unterstehenden Vorstadtsgründe in Folge hohen Regierungsbescheides vom 9. dieß anmit erneuert: daß die auf den Häusern gesetzten Konskripzionsnummern für beständig in- und außerhalb ! 7 der Häuser in lesbarem Stande und jene in der Stadt mit rother; in den Vorstädten aber mit schwarzer Farbe von den Hauseigenthümern unterhalten werden sollten, widrigens von senen Hausinhabern, an deren Häusern entweder gar keine Nummern mehr vorhanden oder doch unleserlich seyn werden, die festgesetzte Strafe von neun Gulden für jeden Fall unnachstchtlich eingetrieben werden wird. Wien den 17. März 1795. Joseph Georg Hörl, wirklicher kaiserl. Rath und Bürgermeister. Franz Paul Eds. v. Obermeyer, Magistratsrath. Noch ist bei dieser ersten conscriptionsmäßigcn Nummerirung zu bemerken, daß dabei, dem Zwecke gemäß, die Kirchen nicht nummerirt wurden und daß die Zahl der Nummern, welche sich Anfangs auf 1343 belaufen hatte, allmählich höher stieg, 1787 schon 1363 und endlich I7S2, 1382 betrug. Die Ursache davon war die Klosteraufhebung unter Kaiser Joseph, die Verbauung der meisten derselben zu Privatgebäuden, die Abtheilung größerer Gebäude und Höfe in kleinere z. B. des Kölnerhofes; die Verbauung von Klostergründen und Gärten in der Stadt zu Privatgebäuden, so z. B. des Franziskanerklosters, des Kapuzinerklosters, des kaiserlichen großen Spitales bei den Minoriten re. Dadurch aber entstand auch bald eine lästige Störung in der Reihenfolge der Gassen, so z. B. war 1787 Nr. 1342 auf der Elendbastei, 1343 unter den Tuchlauben, 1344 im Ballgäßchen, 1345 auf der Löwelbastei, 1346 in der Sattlergassr, 1347, 1348 in der Dorotheergasse, 134S, 1350 untere Breunerstraße, 1351 die Kasematte unterm Kärnthner- thore, 1352 Rauhensteingasse, 1353, 1354 Ballgasse, 1355, 1356 Himmelpfvrtgasse, 1357 Rauhensteingasse, 1358, 1359, 1360 Grün- augergasse, 1361 Riemerstraße, 1362 Jacobcrgaffe, 1363 Ballplatz, 1384 Kreuzgaffe, 1365 Schulhof. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, wurd e 1794 durch magistratische Verordnung eine neue Numm erirung anbeföhlen und vorgenommen, nach welcher mehre zusammen geb'aüke"Häuser, die nach der alten Num- mertrung oft ganz heterogene Nummern hatten, eine Nummer erhielten, und die vielen abgebrochenen Gebäude, so z. B. Nr. 1235 bis 1247, dann 1250 bis 1268 ; 1270 bis 1272 rc. auf den Basteien ausgeschieden wurden. 1795 erschien (in der k. k. privil. Taubstummen-Jnstituts- druckcrei) ein Hauserverzeichniß von den Stadthäusern mit der neuen Nummerirung, jedoch mit den beigesetzten alten Nummern zur besseren Orientirung, herausgegeben von Karl Schuender, mit dem Beisatze: »Auf daS genaueste nach den Conscriptions- und herrschaftlichen Grundbüchern." Nach diesem hatte die Stadt 1311 Nummern, welche fast in der vorigen Ordnung von der Burg angefaugen liefen. Unter der langen Regierung des Kaisers Franz fanden abermals verschiedene Bauten Statt. Viele kleinere Häuser wurden abgetragen, in größere zusammengebaut; in den Vorstädten erfolgte die Verbauung bisher leerer, aus Gärten und Wirsen bestehender Gründe, und so fand dann 8 abermals 1822 eine neue Nummerirung Matt, welche die noch heute be- a stehende istlSie enlhielt Anfangs1217Numn?ern, I82S — 1214 und ge- genwärtig wieder >218, indem der Kaffchhaus-Salon im Nolksgarten, ein neuerbautes Haus nächst dem Fischerthore, eines im Siebenbrunner- gäßchen unv jenes in der Schauflergaffe, worin sich die k. k. Porzellan- und Teppichfabriks-Nicderlage befindet, dazu kamen. Durch neuere Zusammenbauungen und Abbrechungen, z. B. der beiden Graben- Häuser, der Basteihäuser auf dem Schottcnthorc, mehrer Gebäude vor den Stadtthoren reducirt sich diese Zahl gegenwärtig nur auf I I65 num- merirbare und wirklich nummerirte Gebäude in der Stadt, indem die Nummern der abgebrochenen, um die Folgereihe nicht zu unterbrechen, nothwendig noch immer mitgezählt werden müssen und viele einzelne Häuser, z. B. der Bellcgardehof, das Ertl'sche Stiftgcbäude, das kleine Waghaus re. des Zusammenbaues wegen, mehre Nummern haben. Es ist sonach zu wünschen und steht zu erwarten, daß abermals in Kürze eine neue Nummerirung vorgenommen werde. Wie bereits erwähnt, bildete das seltene Büchlein: Schatz, Schutz und Schantz rc. als erstes gedrucktes Häuserverzeichniß der inneren Stadt die Grundlage zu meinem schwierigen Unternehmen; folglich behielt ich, wo es sich thun ließ, auch die darin enthaltenen Bezeichnungen und die Orthographie so viel möglich bei. Da jedcch in diesem Büchlein die Ncihcnfolge der Häuser ungefähr in derselben Ordnung, wie bei Weißkern fortgcht, in der Wollzeile beginnt und nach mancherlei Krummungen in der Kärnthnerstraße endet, so kam ich auf den Rath der Herren Feil und von Karajan von der ursprünglichen Idee ab, dieselbe Eintheilung beizubehalten und legte in meinem Buche die jetzt bestehende Nummerirung zum Grunde, wodurch daS Auffinden irgend eines Hauses unendlich erleichtert wird, obschon es mir selbst die Arbeit nicht wenig erschwerte , da im Jahre 1700 viele der jetzigen Häuser noch nicht oder an deren Stelle größere Gebäude und Gärten bestanden, auch in Schatz, Schutz, Schantz rc. sämmtliche Bafieihäuser unerwähnt bleiben, indem sie damals und bis 1770 nicht zur eigentlichen Stadt gerechnet wurden. Die jetzige Eintheilung wird, hoffe ich, hier Jedermann verständlich genug seyn. Zu erst ko mmt die jetzige Nummer, welcher im Einschluß jene der ersten Nummerirung (von 1775) dann jene der zweiten (17S4) beigegeben ist, dann folgt der Hausschild oder sonstige Bezeichnung lz- B. ein Durchhaus re.) und endlich die Chronik jedes Hauses, so weit ich sie vor der Hand urkundlich aufzufinden im Stande war. Am Schluffe kommt dann der Name deS jetzigen Besitzers mit durchschossenen Lettern. Zst ein Haus aus mehren älteren zusammengebaut, sind durch die Abbrechung eines größeren Gebäudes mehre kleinere entstanden, so findet sich das ebenfalls angezeigt. Daß ich mich bei vielen Peivathäusern nur auf die Besitzer seit 1684 beschränken mußte, daran trägt bei mehren natürlich der Mangel an historischen Quellen Schuld. Für eine etwaige zweite Auflage aber würde mir die Mittheilung jeder speziellen Notiz, in deren Besitze sich vielleicht irgend ein Hauseigrnthümer befindet, höchst willkommen sehn, da eö mir natürlich selbst am meisten daran gelegen ist, diesen !««k - - --»7 7^4 «»»»»q-riiI'r». ?«- - -.- " - - 2^ N7- '- - <-, L' 4 L--^^rsS-H-^' k -7 .'^' -IV,- ^"Ät<>.'--'>, j-!.' . ,. .- k-LKrE^-Ky ch! - '.'. ->!».. -^.7 7 .»' .'-- :-.-4i?-i-7! ,7 ' .- -^--,-^^kich.-'»'i-«!/^kA» - ',<^>7 ^--- '-'- -. ,> e-,-<- !-PÄD»L: ,-, -F- > '',.rk »». -»j-tz ^-r»!. . -xK-Aö'i Lr^.-7- -7. ,. - ".K.^- - 7 - 4 s- ^tz---^---- ' -«-^7 i«r i«!,.;- ^ - D>- - -. 7 - - -- ch» 7 -c' ,- : ^ ^ , - ,,». 7 ^'-4 -^ 4 r» 9 wichtigen und interessanten Gegenstand so vollständig und erschöpfend zu behandeln, als möglich. Kaum glaube ich noch dafür eine Entschuldigung anführen zu müssen, daß ich mich bei den bedeutendsten und historisch-wichtigsten Gebäuden kürzer faßte und deren Chronik gedrängter darstellte, als jene von einzelnen Stift- und Privatgebäuden. So z. B. bei der kaiserlichen Burg, bei der St. Stephanskirche und den verschiedenen aufgehobenen und noch bestehenden Klöstern. Ich habe mich bei diesen aus guten Gründen zumeist nur ans topographische Mittheilungen und Notizen beschränkt; einmal, weil durch eine vollständige historische Ausführung das Volumen meines Buches gar zu bedeutend angeschwollen wäre; dann aber und wohl hauptsächlich, weil die Geschichte solcher ausgezeichneter und wichtiger Gebäude jedem Gebildeten durch unzählige eristirende Beschreibungen wohl hinlänglich bekannt seyn dürste, wie ich denn in Hinsicht auf die aufgehobenen Klöster mit einiger Sicherheit auf den zweiten Band meines eigenen Werkes: ^Wmdseij^echs.Jahrhunderten. Wien bei Kuppitsch 1847" verweisen darf. Um aber endlich dem oft besprochenen Büchlein: »Schatz, Schutz, Schantz," alle mögliche, wohl verdiente Gerechtigkeit zu erweisen und damit auch den Beweis zu liefern, daß dasselbe wirklich das erste gedruckte Häuser-Verzeichniß der Stadt Wien war, liefere ich hier zum Schlüße dieser Einleitung und als würdigen Eingang zu dem Buche selbst, des Verfassers Vorrede mit genauer Beibehaltung von dessen Schreibweise und Orthographie: „Wohlgeneigter Leser. »Daß Plutarchus die vornehme Stadt Rom, daß Strabo die herrliche Stadt Karthago, daß Jovius das wunderschöne Venedig mit vielen und zierlichen Preis-Nahmen hervor gestrichen, ist billig nicht zu tadeln; Und eben darumben sepnd auch diejenige keines Fehlers zu beschuldigen , welche die ansehnliche Haupt- und Kayserl. Residentz- Statt Wienn in Oesterreich mit einigen Lob-Sprüchen bißhero geziehret haben. Für ein großes Wunder ist billich zu halten, dasjenige, waS der Prophet Daniel 6. 2. geschrieben, daß nemblich ein kleiner Stein, so von einem Berg herabgerißen , habe die herrliche und große Statue der Bildnuß dcß Königs Nabuchodonosor zertrümmert und in Staub zermahlen, nachmals aber seye dieser Stein zu einem solchen großen Berg worden, daß er die ganze Welt erfüllet; für wahr nicht ein minderes Wunder ist es, daß zur Zeit deS H. Markgrafen I>LOPOI,v ein schlechtes Jägerhauß, so dazumahlen wegen der Wildnuß und häufigen Birken *)der Birkhoff genannt worden, zu einer so herrlichen und Weltberühmten Statt erwachsen und dermahlen den Nahmen Wienn hat, nachdeme es vorhin in die sünsshundcrt Jahr öd und wüst verblieben. ») Jedenfalls eine ziemlich willkürliche Annahme des Verfasser«, obschon auch Fuhrmann in seiner Beschreibung von Wien von dem Berg« «der Birk-Hof spricht »so aber nicht neu erbaut, sondern als eine Llt- RSmische Fabrick mußte reparirt worden seyn.'' Da« Nähere über den Berghof im Buche selbst. 10 Weil nun aber schon mehrere Federn sich beflieffen, in Beschreibung dieser preiß-würdigsten Kayserl. Residentz-Statt; also will ich dermahlen mit meiner so geringfügigen nicht auffziehen; indem ich mir aber zugleich bewußt, daß bißhero noch niemand gewesen, welcher die Gassen und Häuser obberührter Haubt-Statt in genaue Ordnung und Zahl (nach welcher auß deren Kayserl. Obrist-Hoff-Post-Ampt die ein- lauffende Briefs bestellt werden) hätte gezogen, also Hab ich mich der' mahlen unterfangen, solches nicht ohne sondern Fleiß zu bewerkstelligen, bevorauß, weilen mein Briefftrager-Ampt mit sich bringt, dieselbe gleichsamb mit unaufhörlichem Fleiß und unverdrossener Mühe durch- zulauffen und zu besuchen, verhoffend, denenjenigen, (welche fast täglich zu mir schicken und kommen, umb nachzufragen, wo respective einer oder andere einlogirt seye) dadurch nicht geringe Information und Vergnügen zu geben. Lebe demnach in tröstlicher Zuversicht, daß solches kleine Werkel den günstigen Leser nicht werde gar unwerth seyn, wie ich dann anbey hertzlich wünsche, daß der Allerhöchste einen jeden sein Haus und Wohnung von allen schädlichen Feuers-Brunsten gnädigst behütten wolle. Xots. Weilen meine Intention nur gewesen, alle Häuser dieser Weltberühmten Kayserl. Residentz-Statt Wicnn in ein eigenes Compen- dium zu verfassen, die gebührende Titulatur deren Inhabern aber solches Werckel umb ein gutes vergrößert hätte, auch besagte Titulatur in der Eyl nicht zu Händen habe bekommen können, als werden alle respective vornehmen Herrn Inhaber solche Außlassung mir in guten zu vermercken demütigst ersucht." So weit die Vorrede Jordans. Eine Anzeige der zu jener Zeit beliebtesten und besuchtesten Gasthäuser in den Vorstädten bildet den Schluß deS Merkchens, welche ich einestheils als an sich interessant, an- derntheils um das seltene Büchlein vollständig wieder zu geben, zum Schluffe der historisch-topographischen Uebersicht der Vorstädte mit den allmäligen Veränderungen und dem gegenwärtigen Stand dieser Gasthäuser mittheilen werde. Die gewiß höchst willkommene Angabe der meisten Hausbesitzer in der Stadt im Jahre 1684, also kurz nach der zweiten türkischen Belagerung entnahm ich aus dem trefflichen und noch nicht veröffentlichten ausführlichen Su ttinger'schen Plane von Wien aus diesem Jahre, dessen Mittheilung nach dem Originale zu Heiligenkreuz, so wie des Wolmue t'schen Planes von IS47, ich der Güte des Herrn von Kara ja n verdanke. Daß jedoch bei mehren Häusern die Hausbesitzer von 1684 fehlen, beruht einzig auf dem Umstande, daß erstere noch 1700 laut »Schatz, Schutz, Schantz rc.« in den Händen derselben Besitzer waren, deren Aufführung folglich überflüßig gewesen wäre. Die am Schlüße beigrfügte Geschichte der Vorstädte Wiens ist jedenfalls aus den besten Quellen entnommen; daß ich jedoch deren einzelnen Häuser nicht so ausführlich behandeln konnte, wie eS in der Stadt der Fall war, liegt am Tage, indem dadurch das Werk nicht'allein bändereich geworden wäre, waS für den Augenblick weder in meiner und des Verlegers Absicht, vielleicht auch nicht in jener deS Publikums gelegen ist, sondern auch jahrelange, gemeinschaftliche Mühe und Arbeit 4 ^.. qj^HchdiZskv .' 2- , 4 , 4 .^.< ':?" '->'E ' »' - 7 » ' . . v-/,.- -2 2!- ,./ 2 , «4-- ' - 22 7 "2.4-2' ' - . ' ' 1 - , «'2^, - . ,,,- > ' - 2 7 2/7^chE7.?7D'"2.4 ^!, 2.4^ » 4-'^-2^44jL-4 ..- '! 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Die Geschichte der wichtigsten, altern Gebäude jedoch betreffend, soglaubeich, dieselbe so ziemlich vollständig erschöpft und manches noch nicht Bekannte veröffentlicht zu haben. Als einen Beweis, wie sehr mir an der möglichen Vollkommenheit und Vollständigkeit meiner Arbeit gelegen war, führe ich mit einigem Stolze an, daß sich auf mein Bitten die gelehrten Forscher und gründlichen Kenner in Viennensidus, die Herren I. Feil und Th. G. von Karajan, trotz ihrer, durch Geschäfte sehr in Anspruch genommenen Zeit, entschlossen haben, mein Manuskript vor der Drucklegung durch- zuschen, es mit wichtigen Notizen zu bereichern und manche Daten zu berichtigen. Gerne gestehe ich, daß deren freundliche Beihilfe den größten Werth meines mühsamen Elaborates ausmacht und ihm erst jenen Stempel von Glaubwürdigkeit und Verläßlichkeit gibt, ohne welchen ein Werk dieser Art schwerlich der allgemeinen Aufmerksamkeit würdig geworden wäre. Als mein einziges Verdienst kann ich daher nur ansprechen, die ersten Steine zu einem wünschenswerthen uud interessanten Baue gefügt zu haben, und wer die Mühe einer solchen Arbeit zu würdigen weiß, — einsteht, welche Masse von Quellen dabei zu erforschen und zu sichten, welcher Aufwand von Zeit und Mühe dazu erforderlich ist, der wird sich auch gewiß mit diesem ersten Versuche befriedigt fühlen und einzelne Unvollkommenheiten, wovon ich das Werk keineswegs freisprechen will, nicht mir, vielweniger aber jenen Herren zur Last schreiben, deren Berufsgeschäfte es bei allen Kenntnissen und gutem Willen nicht gestatteten, dem Manuskripte jene genaue und umfassende Aufmerksamkeit zu widme», als es wohl selbst ihr Wunsch gewesen wäre. Eine schnelle Veralterung dieses Merkchens ist übrigens um so weniger zu besorgen, als jeder in der Folge neu erscheinende Wiener Häuserschema, ein natürliches Supplement desselben bildet, indem es die Reihe der Besitzer der einzelnen Häuser fortsetzt. — Wie schon Herder bei seiner Bcurtheilung von Sulz er's Theorie verschönen Künste sagte: »Der Grund ist gelegt (und wie ich in parentkesi hoffe, tüchtig gelegt) — das Weiterbauen ist also jedenfalls dadurch erleichtert.» * i . (Die erste Nummer bei den einzelnen Häusern bedeutet immer die jetzige Nummer, die römische Ziffer I. bedeutet die erste Nummerirung von 1775, die römische Ziffer II. die zweite Nummerirung 1795. Der durchschossene Name ' bezeichnet den jetzigen Hausbesitzer. Wenn auch bei letzteren eine frühere Jahreszahl vorkommt, so bedeutet es doch, daß das Haus noch gegenwärtig in demselben Besitz ist, wenn keine neuere Bezeichnung nachkommt.) * ^4>c./" — »»?«^ ^»»»».^ -»»»' >7 ^ L K. K. Durg. — (I. I, 2, 1184—II. 1,2,1222.) — Dir kaiserlich« Burg wurde bekanntlich durch Herzog Leopold VH. dem Glorreichen aus dem Hause Babenberg um 1208 erbaut, durch Kaiser Friedrich Hl., Ferdinand I., dann Leopold I. vergrößert, und durch Karl VI. bedeutend verschönert. Die Burgcapelle wurde in ihrer jetzigen Gestalt durch Kaiser Friedrich III. hergestellt. Die Reichskanzlei hatte früher die Nummer 2, das Burgtheater die alte Nummer 1184, die neue 1222. Der vorspringende Rittersaal wurde 18V5 erbaut. Nebst der eigentlichen Burg hat auch der jetzt dazugehörige Amalienhof großes historisches Interesse. An seiner Stelle stand schon Anfangs des fünfzehnten Jahrhunderts ein für die damalige Zeit ungeheuer großes Gebäude der mächtigen Grafen von Cilly, noch lange hernach der Cillyerhof genannt. Es hatte einen größeren Flächenraum als die damalige kaiserliche Burg (der jetzige sogenannte Schweizerhof) und nahm die Hälfte des gegenwärtigen Burgplatzes ein. Nach dem Tode des Grasen Ulrich von Cilly, des letzten dieses berühmten Stammes, kam es an den kaiserlichen Hof, wurde zum kaiserlichen Zeughause bestimmt und als solches durch eine lange Reihe von Jahren benutzt, bis endlich Kaiser Ferdinand I. das Gebäude der also genannten Stallburg zum Zeughause bestimmte. Als dieselbe jedoch zur Residenz Maximilian II. bestimmt wurde, kam das Zeughaus an seinen gegenwärtigen Platz in der Renngaffc. Nachdem der Cyllierhof 1525 durch eine Feuersbrunst verheert worden war und auch während der türkischen Belagerung 1529 sehr gelitten hatte, ' wurde er später so gut als möglich wieder hergestellt. Unter Rudolph II. erhielt er seine vollständige Wiederherstellung und hieß von dieser Zeit an auch die neue oder Rudolphsburg, wie sie ganz in ihrer gegenwärtigen Gestalt bereits in der Maurer'schen Chronik von 1664 mit der Ueberschrift: „rx oov» abgebildet erscheint. Nach dem Tode des Kaisers Joseph I. nahm die verwittwete Kaiserin Amalia Wil- helmine ihren Aufenthalt in derselben und seit dieser Zeit trägt sie den Namen Amalienhof. Nach der Aufstellung der Statue des Kaisers Franz 1848 auf dem uralten Burgplatze wurde dessen Namen in »Franzensplatz» umgewandelt. 2. (I. S. — II. 3.) — Die ersten bekannten Besitzer dieses HauseS von 1417 bis 1699 waren Wolfgang Fuck, HanS Heller, um 152V war es die kaiserl. Küche, weiters besaßen es Philipp Holbein»Tobias Gerlinger, die Grasen von Kollowrat, dann Philipp von Boineburg, von welchem cS 1698 Christoph Franz von GudcnuS, Chur-Maln'Mher Resident und ReichSkanzlci-Tarator erkaufte, dessen Familie noch heute in dem Besitze dieses Hauses ist. In früherer Zeit führte cs den Schild zum goldenen Hasen. S. a. Nr, L. 14 8. (1.4. — ll.4.)— Im 1.1788 Hr. Johann van Ghelen, Vaiversi- tLtisvlier-Buchdrucker, 1770 Olympia Fleckhammer, 1812 Gottlieb Wohlfahrt. Die Ghelen'sche Buchdruckerei befand sich schon um 1728 beim rothen Igel am damaligen neuen Kien-, jetzt Wildpretmarkte, später im kleinen Michaelcrhause. 1699 stand noch ein Haus neben demselben, das 1788 zu dessen Vergrößerung abgebrochen wurde. — August Dehne. 4. (1.5. — II. 5.) —Im 1.1548 gehörte es einem Herrn von Greswein, 1884 Johann Conrad Albrecht. 1788 Jhro Gnaden, des Hrn. Johann Conrath Albrecht von Albrechtsburg seel. Erben, 1775 Joseph von Albrechtsburg, 1783 Anton von Ehrenfeld, 17S5 Cacilia von Ehrenfeld, 1888 Jakob Lazzar, 1828 dessen Erben. — Bernhard Anton Lazzar. Die Häuser Nr. 4 und 5 wurden 1833 in ein großes Haus zusammen gebaut. 5 . (1.6. — II. 6.) — Im I. 1788 zum schwachen Adler die Apotheken Hrn. Joseph Anton Fauconeth gehörig, ein Eckhauß. 1775 Jos. Ehrenreich Krammer, 1818 Jakob Lazzar. — Elise Stern i ckel. Diese Apotheke erreichte um 1748 ihr Ende. 8. (1. 9. — II. 9.) — Im I. 1884 Christian Gudenus , kais. geh. Rath. 1788 Jhro Gnaden Herr Cristoph Frantz von Gudenus, Chur-Maintztscher Resident und Reichs-Cantzlei-Tarator, 1775 Johann Baptist von Gudenus, 1886 Johann Heinrich Freiherr von Gudenus. — Johann Baptist Freiherr von Gudenus. Fideicomniß. Abgebrochenes Haus. — Im I. 1788 ein Schank- undGast- Hauß Herrn Johann Georg Schweitzer gehörig, sonsten zum Klap- Perer genannt, allwo des Crembser Botten Einkehrung. "^Dann aber Hrn. Johann Georg Schweitzers Wohnhanß zum grünen Dannenbaum genannt, rin Bierhauß. — Dieses Haus trug bei der ersten Nummerirung die Nr. 8, und "lä'urde bei Gelegenheit des projectirten Burgbaueö um 1818 abgebrochen. Das jetzt zwischen Nr. 5 und 6 stehende, 1841 nach dem Entwürfe deS Ingenieurs Löhr ausgeführte Gebäude, worin sich die k. k. Po rzellan- und Teppich - M briks- Niederlage befindet, hat die Nummer 1218, s. d. A. (I. — II.I8.1— Im 1. 1775 Staatskanzlei-Domestiken-Wohnung. 1795 k. k. Brunnstube. — K. K. Wasser-Reservoire. 8. (I. 32. — II. il.) — Im I. 1775 gräfl. Di etrichstein'sche Stallung. V. (I. 33. — II. 12.) — Im I. 1775 gräfl. Dietrichstei n'sche Stallung. 18 (I. 41. — II. 16.) — Durchhaus auf die Bastei. — Im I. 1775 gräfl. Uhlefeld'sche Stallungen. 1775 Wilhelmine Gräfin von Thun. 1812 Erzherzog Mariipilian. — Cäcilia Deutscher, z^' -^L^ ^^x rrs a/« ^-» <^t ^»-«l^> l^^« «.^ ^MLr^r L^.. L/ .-^. i ,<^r« >v-»» ^ X -) r-rr-^i .> ' , .-^'- N-.'.lH'-* ->» ^ r > s ^ ^'' .- X' '>- » ^ - " - -.15 11. (I. 42. — II. 17.) — Zm I. 1775 fürstl. Liechtenstein'sche Stallungen. 12. (I. 43. — II. 18.) — 3m 3. 1775 gräfl. Palffy'sche Stallung. Aloys Fürst von Liechtenstein. Beide Nummern (II, 12) wurden in neuester Zeit zu Stallungen und einem auf die Bastei hingebauten Sommer-Salon mit Gärtchen umgestaltet und mit dem fürstl. Liechtenstein'schen Majoratshause in der »ordern Schen- kenstraße (Nr. 44) durch einen fliegenden Gang verbunden, wobei Nr. 1164 ganz abgebrochen wurde. 13. (1.44. —II. IS.) — Mit Nr. 1163 zusammen gebaut. Durchgang auf die Bastei. — 3m 3. 1775 gräfl. Althan'sche Stallungen. 1812 Fürst Palm. — Erzherzog Maximilian von Este. 11. (I. 4S. — II. 2V.) — 3m 3. 1775 gräfl. Palffy'sche Stallungen. — Aloys Fürst von Liechtenstein. 1883 wurde von Graf Franz Palffy die Stallung sammt dem nun abgebrochenen kleinen Gebäude darüber, neu gebaut. 15. (I. 73. —II. 21.)— 3m I. 1775 fürstl. Batthyany'sche Stallungen.— I82SPhilipp, Fürst vonBatthyany; Fideicommiß. IS. (I.— II. 22.) — 3m 3. 17S5 Philipp Fürst von Vat- thyany. Fideicommiß. 11. (I. 46. — II. 23.) — 3m 3. 178V 3hro Gnaden Hr. Maximilian Ernestus Grass von Flasching, gegen der Löbel-Pastey. Gehörte um I75V dem Prinzen von Hildburgshausen, 1775 dem Grafen von Palm, 1838 dem Grafen Palffy von Erdöd. — Aloys Fürst von Liechtenstein. 18» (1.35. — II. 25.) — 3m 3. 1788 3hro Gnaden, Hr. Frantz Sigmund Grass von Wels, eben gegen der Löbel-Pastey. — 3o- hann Bapt. Graf von Batthyany. IS. Staatskanzlei - Gebäude. — (I. il. — 11.26.) Hier bestand schon 1551 ein kaiserliches Gebäude auf einem, damals den Minori- ten zugehörigen Grunde. Bereits 1788 war es die römisch-kaiserliche geheime Hof-Kanzlei. Karl VI. erbaute cs vom Grund auS neu, und unter der Kaiserin Maria Theresia wurde es 1787 in seiner gegenwärtigen Gestalt hergestellt und von dem damaligen berühmten Staatskanzler Wenzel Fürst von Kaunitz bewohnt. Die oberhalb dem Thor auf einer rothen Marmorplatte angebrachte 3nschrist lautet: praetorium DI»j. 8i§iII1 et Kerum eum Lxteris AereiMs Klnri» Vtieresi» ^u§usl» jubente. 6ura IV. prinvipis a Lsunitr - kittberK. KWOOI-XVII. Es ist der Sitz des Haus-, Hof- und Staatskanzlers und der betreffenden Behörden. 2tt. (I. (363. — 11.27.) — 3m 3. 1798 Ferdinand von Hochenberg. 1828 3ohann Sam. von Hochenberg. — Ludwig Wothe. Dieses Haus nimmt dieStellc der einstigen Catharinen-Capelle, der Hapscapelle des 1543 von dem Spanier Don Didaco oder Diego de Sarava gegründeten und 1754 auf den Rcnnwcg verlegten Kaiser- spitales ein. Die Hauptmauern der Capelle wurden zum dermali- gen Hause benutzt, und im Hofraume finden sich noch zahlreiche Grabsteine als Pflaster verwendet. 21. (I. 1364. — U. 28.) — Im Z. 1790 Italienische Nation. — Kongregation der italienischen Nation. Dieses Haus ist 1784 nach dem Abzüge der Minoriten aus der früher bestandenen Ludwigscapelle in der Art gebaut worden, daß der ganze alte Bau mit seinen Pfeilern und hohen Spitzbogen- Fenstern, sammt dem noch dermal bestehenden Kirchendache aufrecht blieb und in mehre Stockwerke abgetheilt und untermauert wurde. Diese an die dermalige italienische Kirche unmittelbar an- gcbaute Capelle umschloß das, leider seit 1784 spurlos verschwundene Grabdenkmal der Herzogin Blanka (gestorben 1385, Tochter Königs Philipp IV. von Frankreich, Gemalin Herzog Rudolphs III, Kaiser Albrechts I. Sohn), wovon uns bloß die Abbildung in der österreichischen Taphographie von Herrgott, Herr und Gerbert verblieb. In Betreff dieses Grabdenkmales und der im I. 1843 von mehren Alterthumsfteunden gemachten Versuche zu dessen Wiederauffindung siehe «Die Herzoginen-Gräber bei den Minoriten in Wien« von Feil, in Schmidl's österr. Bl. f. Lit. u. Kunst, 1845 Nr. 92 und 94. 22. K. K. Hofbauplah-Kanzlri. ( 1 .13. — u. 29 .) 2L. K K. DaUhaus. (i. 14. — H. 38). — Durchgang. — Früher ein Gebäude der röm. kais. Majestät Hof-Spital. — Der Spanier Don Diego de Sarava stiftete das ehemalige Kaiser-Spital um 1543. Es fing neben der Burg bei der Schauflergasse an und lief in gerader Linie bis zu dem heutigen Dicasterialgebäude Nr. 29, von da hatte es einen Qucrtract bis zur ehemaligen Katharinenkirche. Am Anfänge war die Stiftung nur auf 12 arme Männer und Weiber bestimmt. Ihre Wohnung war in dem nieder» Quertract ober der Katharinencapelle. Die erste Benennung dieses Stiftes war zur heil. Barmherzigkeit. Da jedoch Leopold Weinberger, ein Hauer aus Grinzing, 4008 fl. dazu vermachte, nahm es den Namen Haucr- spital an. Als Kaiser Ferdinand l. 1547 diese Stiftung auf"40 Männer und Weiber und 20 Mädchen vermehrte, erhielt es den Namen Kaiserspital, den es fortan beibehielt. Vom Jahre 1551 an versahen die Minoriten den Gottesdienst in diesem Spital, bis es 1584 einen eigenen Pfarrer erhielt. Die Kleidung der Spitalleute war grau, mit einem grautüchenen Mantel, worauf ein grauer und schwarzer Flügel hing; die Mädchen aber waren grün gekleidet. 1754 wurden aus dem Spitale der heil. Dreifaltigkeit auf dem Nennwcg, dem fürstl. Schwarzenberg'schen Gebäude gegenüber (jetzt der deutschen Garde gehörig) die Kranken aus den Pillotischcn, Kirchnerischen und Hof- mannischen Stiftungen, hier verpflegt und das spanische Spital (gegenwärtig Waisenhaus) auf dem Schottenberge den Pfründnern dcS Aaiscrspitales eingeräumt. 1783 wurde dieses Spital nach einem Be- 5 < ^'Lr> » >M!/SW»Z!O <>s ! ,>ÜI^l>,M,PM^M^,^,.,>^»«.' ! I?^,D^ 5' '/ , . ' »' ^^ ^^ I,.^ .",, ^ » ' * * ' » K hck—» ^ ^ ^ ^ ^ - X'' ^ - '-»->»^ >—»- >».»'..v» —' »>. ^ ^ »-> »X »->>:'» ,,>>. »Hx X -^4 . >-- ^5/- Lr^> ^ ^ «-^^»' z^/ cL-^. ^ E ) 17 stand von 250 Jahren aufgehoben und daS leergewordene Gebäude wurde der neu errichteten königl. galizischen adeligen Garde zur Wohnung eingeräumt. Nach deren Auflassung wurden die Gebäude in der Folge zu dem heutigen Zwecke bestimmt und zum Theil umgebaut. Das heutige Ballhaus ward 1740 für die Repräsentation und Kammer auf dem Spitalgrund zu. bauen angefangen; da jedoch l?4l das alte Ballhaus zu dem heutigen Vurgtheater verwendet wurde, so hatte es von der ersten Bestimmung des Gebäudes sein Abkommen und dasselbe wurde zu dem jetzigen Ballhause zugerichtet. Außer diesem Ballhause war auch ein Privat-Ballhaus in Wien, und zwar in der Gegend des Himmelpfortklosters, wo sich jetzt die Tischler-Herberge befindet und wovon das dortige Gäß- chen auch den Namen Ballgäßchen erhielt. Die letzten Ballmeister daselbst hießen : Sekundus, Juno, Des und Martin, dessen Sohn später k. k. Ballmeister wurde. — Der untere Theil des alten Gebäudes aber erhielt seine Bestimmung zur k. k. Hofbauplatz- Kanzlei. 8M (1. 15. — II. 31.) — Dieses Haus bestand ehemals aus zwei Häusern und Gewähren und besaßen es von 1581 bis 1775 Ulrich Weinwurzer, Philipp Kizler, Otto Ehrenreich Graf zu Abensberg und Traun, Friedrich Graf von Veterani und dessen Familie; 17S5 Ferdinand Edler von Arnfeld, 1825 Dominica Gräfin von Orsay. Schon 1871 wurden die beiden Häuser in eines zusammen gebaut.— Karl Freiherr von Lilien. 85. (1. >6,17. — 11.32,33.) Durchgang. — Das elftere Haus mit der alten Nummer 16 besaßen 1504 bis 1680 Lorenz Sauerburg, Hans und Leonhard von Preuner, von welchen Letzteren es 1860 an Gundacker Grafen von Dietrichstein verkauft wurde. Das zweite Haus mit der Nr. 17 gehörte von 1595 bis 1888 den Grafen von Cilly» Engelhart Kurz, Grafen von Mollart, denen von Tirna, Anna Oberhanin, AlphonS von Montccucoli, dem Erzbischof Eme- rich Lasy, Mar Grafen von Wallenstein, Leonhard Preuner, Johann Grafen von Sinzendorf unv Dominik Grafen von Kaunitz, welcher letztere es 1888 an Gundacker Grafen von Dietrichstein verkaufte, bei welcher Familie beide Häuser noch heutzutage sind, nach- «dem sie um 1815 in eins zusammen gebaut wurden. — Johann 'Graf von Dietrichstein, Fideicommiß. 88. (I. 18. — II. 34.) Dieses HauS besaß 1547 vr. Johann Ludwig Brafficani von Köelburg, genannt von Emmerberg, welcher 1542 Rector der Universität gewesen war. 1700 besaß es Franz Joh. Bras- sicani von Emmerberg. Diese Familie erhielt sich bis zu ihrem Erlöschen im Jahre 1728 mit Johann Joseph Brafficani von Emmerberg in dem Besitz des Hauses. Noch 1795 besaßen es deren Erben. 1806 gehörte es Edmund Grafen von Falkenhayn, 1825 bereits Franz Joseph Grafen von Wilczek. — Stanislaus Graf vonWilczek. 8A. <1. IS, 20. — II. 25, 36.) — Diese Häuser gehörten um 1890 Hans Halberstock, 1892 dem Fürsten Ferdinand von Dietrichstein, r 18 bei dessen Familie sie bis 1819 blieben. Hierauf in die dermalige Gestalt umgeändert, gelangten sie a» die Erzherzogin Beatrix, Herzogin von Modena; nach deren Tode (1829) wurde das Gebäude Wohnsitz des Prinzen von Wasa und um 1889 von der Staatsverwaltung angekaust. Hier befinden sich gegenwärtig die k. k. Polizei- und Censur- Hofstelle und die Staats-Eiscnbahn-Verwaltung. 28. (I. 21. — n. 37). — Im 1.1548 besaß dieses Haus Ulrich von Eytzing, 1563 erwarb es Peter von Mollart zu Raineck. Nachher wurde es von Jacob und Ludwig von Mollart um 6000 fl. an die Jesuiten versetzt, von Vinc. Freth. v.M»schinger(s-1628) jedoch wieder ausgelöst. Nach dessen Tode gelangte cS 1632 wieder erblich an Katharina Freiin v. Mollart, gcb. Muschinger. 169V besaß es Graf Mar von Mollart, 1708 dessen Erben. Hier mußten nach den Acten des Hofkammer-Archives auch einst die Jesuiten ihr Seminarium besessen haben, welches sie 1611 nach der Einlösung des Hauses auf den Hof übertrugen. 1779 besaß cs schon Wenzel Fürst von Clary, bei dessen Familie es bis heute verblieb.— Edmund Fürst von Clary. 28. Negierungs - Grbciude. (1. 22 . — H. 38.) — Dieses Haus besaß von 1532 bis 1629 die von Roggendorsssche Familie. Sie war der protestantischen Lehre sehr zugethan und that sich besonders 1569 bei Verfassung der Agende hervor. 1629 mußte dieselbe bei der Huldigung Kaiser Ferdinand's H. nicht erschienen seyn. Von dieser Zeit an wurde das Haus dem Erbhofmeisteramte einverleibt und der Trautson'schen Familie mit dem Erbamte als Lehen verliehen. 1799 besaß es Johann Franz Graf von Trautsohn und Falkenstein. 1764 wurve dieses HaüS vom dE,.ErbaMe getrennt, das Lehen allodialisirt und der Fürst von Trautson als Erbland-Hofmeister da- sür-entschädigt. Das Haus wurde für die damalige niederländische Kanzlei bestimmt, und zu diesem Zwecke neu erbaut. 1797 als sich die Niederlande von dem Reiche abrissen und sich mit Holland zur batavischen Republik, die Lombardie sich aber zur cisalpinischen Republik erklärte, wurde diese Kanzlei aufgehoben und statt derselben die Kanzlei der neuen venetianischen und polnischen Landestheile hieher versetzt. Von letzterer wurde 1799 das gräfl. Uhlefeld'sche Haus rückwärts der Minoritenkirche erkauft und die Geschäfte in dieses übertragen. 1896 hieß elfteres noch k. k. italienische Hofkanzlei, welche später mit dem Verluste der italienischen Ländertheilc wieder aufgehoben wurde. In der Folge kommt es unter dem Namen k. k. Dicasterialgebäude vor, später befand sich die k. k. Polizei- und Censur-Hofstelle in demselben. — 1845 —1847 wurde das alte Gebäude abgebrochen , in schönem Style neu erbaut und zum Sitz der k. k. n. ö. Landesregierung bestimmt. Durch den Neubau bildete sich eine neue Quergasse, von der Hcrrngasse auf den Minoriten- platz, die Regierungsgasse genannt. Als niederländische und italienische Kanzlei hatte dieses Gebäude folgende Inschrift. ludularium cbartis public!» velKiuui ec Ilaliam »pectantikus »»- servanäis blari» llieresi» August» Anbeute cur» VV. kriuoipl» u kauuitL - Metberz «rectum OQQLOI-XV, LS Bei dem Umbaue wurden 184k Reste der alten Stadtmauern und alte Münzen aufgefunden. (Schmidl's österreichische Blätter für Literatur und Kunst 1847. S. S38). 3V. (I. 23. — II. 3S.) A. Vtst. Landhaus. — Es ist leider ungewiß, wo sich das älteste Landhaus in Wien befunden habe. In einem alten Häuser-Verzeichnisse erscheint 1558 Johann Enzianer als der Besitzer des alten Landhauses, das alte Praghaus am Kienmarkt, wo König Wenzel gefangen saß und entfloh. Der Theil des noch vor kurzem bestandenen Landhaus - Gebäudes gegen das Gäßchen rechts wurde 1530 von Wolfgang Lienhardt und Erasmus von Liechtenstein zu diesem Zwecke an die Stände verkauft. Der Theil vom Brunnen gegen die Minoriten wurde 1571 auf einem Gartengrunde her letzteren erbaut , jener gegen die Herrengasse wurde schon 15K2 — 15K4 hergestellt. Oberhalb des Einganges in das Rathszimmer waren früher zwei gegen einander reitende Ritter mit dem markgräflichen Hute auf dem Haupte angebracht, welche sich die Hände zu reichen schienen. Diese Vorstellung deutete man auf die 1570 Statt gehabte Vereinigung der katholischen und protestantischen Stände, welche Letzteren eine geraume Zeit bis auf die Reformen Fcrdinand's II. die Oberhand im Landhause hatten, weshalb den Protestanten auch die nahe Minoritenkirche eingcräumt wurde, und eine Zeit lang Landhauskirche hieß. (S. I. v. Czer- mak's Aufsatz: »lieber das Denkmahl der zwei Ritter im n. ö. Landhausein der Herrengasse, und über das ursprüngliche Wappen der öst. Regenten und der Residenzstadt Wien." Wiener Zeitung vom 15. und 17. April 1837.) Der große Rathssaal, bei dem Neubaue verschont und in diesen einbezogen, ist ein Meisterwerk von Architektur und Malerei. Auch die alte Eingangshalle mit ihrem sehr schönen Gurtengewölbe , wurde bei dem neuen Baue beibehalten und in eine Kapelle verwandelt. Das frühere Landhaus war ein altes unregelmäßiges Gebäude, aber von ehrwürdigem Ansehen. Eine gute Radirung Chr.Wilder's hat ein treues Bild davon aufbewahrt; 1838 wurde es abgetragen und an seiner Stelle der gegenwärtige ^ pracht volle^Balast hergestellt, dessen Vollendung aber erst 1844 erfolgte. Auf dem Fronton des Gebäudes stehen die Worte: VIL 8DXLX0L XILVLKOLS'rLKKLleilS. MV66VXXXVIIII. Auf die Vollendung des Baues im I. 1571 deutete folgende vormals beim Haupteingange von der Herrengasse befindlich gewesene Steininschrift: »Der röm. kaiserl. Majestät unscrs allergnädigsten Landesfürsten ernstliche Meinung und Befehl ist, daß sich Niemand, wer der auch seyn mag, unterstehe, in oder vor diesem befreyten Landhaus die Wöhr zu blössen oder balgen und zueschlagen, noch zu rumoren; welche aber freventlich dawider handeln, daß dieselben an Leib und Leben nach Ungnaden gestraffet werden sollen. D. 20. Hornung 1571.» bl. (I. 24. — II. 4 v.) — Im Jahre 1548 besaß es die Familie von Fünfkirchen; 1788 Jhro Gnaden, Frau Susann« Sophia GjAffin 20 von Neudäck, sonsten daS Pohlheimbische Haus genannt. 1775 Leopold Graf von Kinsky. 1783 Friedrich und Philipp Grafen von Kinsky. — Ernestine Gräfin von Kinsky (in der neuen Landhausgasse). 3» — 33 — 34. (I. 25, 26, 27. — II. 41, 42, 43). — K. K. prioil. Nationalbank. Aus drei Häusern 1820 —1822 zusammen gebaut. DaS erste mit der alten Nummer 25 gehörte 1684 Wolf von Gilleis Erben, 1700 Georg Julius Baron von Gilleis, 1775 Heinrich Baron von Gilleis, 1795 Johann Julius, Baron von Gilleis, 1806 Joseph Karl, Baron von Gilleis, 1818 wurde es von der Nationalbank angekauft und zum Neubau abgebrochen. Das Haus mit der alten Nummer 26 gehörte 1700 dem Grafen Ludwig von Zinzendorf und war das Eckhaus. 1775 besaß es' Elisabeth Dono», 1795 Robert von Spalart, 1806 die Donon'schen Erben, von welchen es an die Nationalbank verkauft wurde. Das Haus mit der alten Nummer 27 gehörte 1700 Emanuel Philipp Fürsten von Longueval, 1775. HcinrichFürsten von AuerS- bcrg, 1806 Wilhelm Fürst von Auersberg, 1812 Martin Lippmann, von welchem es die Nationalbänk erkaufte. DaS neue Gebäude wurde 1823 vollendet, vom Architekten Ritter von Moreau entworfen und vom Architekten Raphael von Ri- gel ausgeführt. Die Ornamente stammen vom Bildhauer La Vigne her. Die Gruppe ober dem Eingänge in die Schenkenstraße wurde von I. Klieber verfertigt. 35. (1.28. —11.44.)— Schild znm schwarzen Thor. — Früher waren es zwei Häuser; die ersten bekannten Besitzer waren Furth, Bleiben, Zacharias Pauer, Eckh, Philipp Zizuant, Albert Haller, Dobrowsky, 1607 besaß es Barbara Muschhardtin, dann Johann Faßy, um 1680 Christoph Freydensteiner. Zusammcngebaut wurden sie schon um 1690. Schon 1700 war es ein Schenk- und Gasthaus zum schwarzen Thor, Hieronymus Pleibimhaus gehörig. Im Jahre 1770 besaß es Ferdinand von Holger, später dessen Erben und zwar bis 1830. Wilhelm Freiherr von Hammerstein. — An der Ecke befindet sich eine cingemauerte Kugel mit der Jahreszahl 1683. 3V. (I. 29. — II. 45.) — Im I. 1600 bis 1714 besaßen dieses Haus die Grafen Vreuner und Trautmannsdorf, in letzterem Jahre kaufte es die niederösterreichische Landschaft und in demselben wurde die Tabakpachtung und Tranksteuer ausgcübt. Es hieß auch das kleine Landhaus. Seit 1790 befand sich das Quartier des Ritter- stands-.Verordneten darin. Es hatte früher den Schild zum Nußbaum. Erst um 1832 kam es wieder in Privathände. — Hubert Graf von Harnancourt. 3V. (1. 30. — II. 46.) — Schild zum goldenen Fasan. — Erzherzog Mathias erlaubte 1606 seinem Hufschmidt Franz Bcnvenuti sein Handwerk frei zu treiben, weshalb er sich 1607 neben dem Landhaus und der »Pilgramin Haus- auf einem den Minoriten dienst- r>^k - t^^»l^<^«. «» q^. ^»^»r.«^ "k cM-^W-^ sL^-r. -MM L.Ä1 °M^>« L *-?^t.V MLÄ LLäZ - .-r " 21 baren Grund eine »Schmidten und Häusel" erbauet. Dieses HauS wurde später von den Erben an Peter Remlin verkauft. Nach dessen Tode kam es an seine Tochter Magdalena Terzlin, welche sich 1b81 gegen die Landschaft reversirte, wenn dieses Gebäude dem Landhaus« schädlich sei, dasselbe wegzuräumen. 1691 wurde es an Johann Ehrenreich, Freiherrn von Oppel aufGroß-Stättendorf, von diesem 1781 an Friedrich von Langrecht, 1788 an Christoph Ehrenreich von Reichelsheim verkauft, von welchem es wieder an dessen Erben kam. 1795 besaß es Franz Bachmayer und es führte von 1888 bis auf die neuere Zeit den Schild zum rothen Gattern. — Clemens Huber. 38. (1 31. — II. 47.) — Congregation der italienischen Ration. Dieses Haus bestand früher aus zwei Häusern, das eine gehörte um 1888 Franz Schmidt, bürgerl. Buttenmacher, und die Minoriten kauften es 1687 an sich. Das zweite neben der Kirchen- thüre gehörte um 1688 dem Hans Etmüller, von dem es um 1618 Anna Maria Stronin, 1616 Rudolph Graf von Colloredo und 1681 Adam Fclir Saners erlangten. Bon den Erben des Letzteren erkauften es 1687 die Minoriten und vereinigten beide Häuser. Nach deren Übersetzung in die Alservorstadt wurde es der italienischen Gemeinde als Zinshaus überlassen. 3S. — 40. (I. 1375. II. 4S. — I. 12. II. 49.) Im I. 1788 der H. P. P. Minoriten Kloster «nd Kirchen. Das Minoritenkloster in der Stadt wurde bereits von Herzog Leopold dem Glorreichen 1224 gestiftet. Das Kloster wurde nach einem Brande 1279 unter Ottokar dem großen Böhmenkönig neu hergestellt, die dermalige Kirche aber von Herzog Albrccht III., -j-1395, angefangen und von seinem Nachfolger vollendet. 1348 soll der böse Feind einen unwürdigen Commu- nicantcn in die Luft geführt und zerrissen haben, welche Sage durch ein Gemälde und eine Inschrift an der äußern Kirchcnmauer bewährt wurde. Dieselben wurden 1782 bpi He.r RkstguratiiUl, der Kirche verftl.q t. UmssM^emsschtigftn M_die.LZrotestariten der Kirche, bis ii e'lMdurch Kaiser Ferdinand vert rieben_wurden. 1782 wurden die Minoriten in Ue Älsergasse versetzt, Kirche und Kloster aber 1784 der italienischen ÄemeiMe essnge'raumt. Rückwärts der Minoriten befand sich das ehemalige Kaiscrspital, welches neben der Burg bei der Schauflergasse anfing und in gerader Linie his an die heutige Staatskanzlei fortlief; von da hatte es einen Ouertract bis zur ehemaligen Katharinenkirche. (Näheres darüber s. bet Nummer 22, 23, so wie in Betreff der alten Ludwigskapelle bei Nummer 21.) Später kamen in die Gebäude des 1783 ausgelassenen Spitals das Hofbauamt, das alte Hofkammcr - Archiv, die Regierungs-Registratur und das Hoftar-Amt. In neuerer Zeit wurde» die Klostergebäude zum Sitze der n. ö. Landesregierung benützt. Noch ist zu bemerken, daß das Spital seinen eigenen Leichenhof rückwärts des Landhauses hatte, welcher erst auf Anlangen der Stände 1748 aufgehoben wurde. — I. Congregation der italienischen Nation; — II. bis jetzt Sitz der k. k. n. ö. Landesregierung. 22 TI. (I. 36. — II. 24, 50.) — Hier soll das Haus der dritten Ordensschwestern gestanden haben und das Eck gegen die Minoriten 1542 des B> Hafer und 1554 des Hans Moser bürgerliches Haus gewesen seyn. Es wurde jedoch sowohl, das Haus des dritten Ordens, als jenes des Hans Moser in dem Vergleich von 1552 frei erklärt. 1891 erkaufte es Theodor Graf von Sinzendorf, 1720 Maria Gräfin von Fünfkirchen, gebornc Fürstin Paar; 1730 besaß es Philipp Fürst von Lobkowitz. Später kam es an Franz Grafen Vilare-Per- les, welcher es 1773 an Corfiz Anton Grafen von Uhlefeld verkaufte. 1783 gehörte es Elisabeth Gräfin von Waldstein, 1799 wurde es zur polnischen Kanzlei verkauft und verwendet und war längere Zeit k. k. Aerarial-Gebäude. Mit demselben wurde ein zweites Haus verbaut, welches 1700 Franz Grafen von Thunheim gehört hatte. Nach deren Auflassung gelangte es in neuerer Zeit in Privathände.— Nikolaus Baranovsky. 42. ll. 39. — II. 51.) — Um 1550 war der Besitzer Christoph von Zelking, der es an Reinhard von Strein, dieser aber 1599 an Wilhelm von Losenstein verkaufte. 1802 besaß es Hans Freiherr von Teufsel und wurde 1609 an Paris von Sunderdorf verkauft. Um 1650 gelangte cs an die Grafen von Starhemberg und war später Eigenthum des berühmten Stadtkommandanten, während der zweiten türkischen Belagerung 1683 , wo er auch wohnte und den 4. Jänner 1701 starb. In dem osterwähnten Büchlein: »Schatz, Schutz, Schantz« kommt dessen Titel als Hausbesitzer folgendermaßen vor: »Jhro Ercellenz, Herrn Ernst Rüdiger, Grass von Stahremberg, Kayserl. General-Feld-Marschall und Statt-Obrist.« Noch im Jahre 1795 war es im sürstl. Starhemberg'schen Besitze, später gehörte es dem Grafen Nadasdy und in neuerer Zeit erkaufte es der jetzige Besitzer. — Ladislaus Graf von Festetics de Tolna. 43 . sl. 38.—II. 52.) — Dieses Haus besaß 1548 von Fürst, 1575 Christophwon Reinach, 1595 Sigmund Freiherr von Landau, 1682 Marquis de Grani, der es in demselben Jahre an den Grafen Amade von Windischgrätz verkaufte, in dem Besitz von dessen Familie es bis 1790 blieb und dann an Georg Adam Fürst von Starhemberg überging. — Adam Fürst von Starhe in b erg. 44 . (I. 37. — II. 53.) — Fürstl. Liechtensteinisches Majorat- Hans. — Den 31. Jänner 1573 erkauften die n. ö. Stände von den Brüdern Jacob und Philipp Auer von Herrenkirchen ihr, zwischen Richard Strein und Hansen Moser auf der minderen Brüder (Minoriten) Freilhof gelegenes Haus, und den 23. April 1575 kauften sie auch das Hans des erwähnten Richard Strein von Schwarzenau. Es lag rückwärts des Minoritenklostcrs nächst dem Wall und stieß mit der unteren Seite an Veit Albrecht und Dietrich von Puechhaim Garten, welchen nach Gewähr - Auszug der Stadt Pilgram von Puechhaim schon 1440 besaß. Mit der oberen Seite gränztc er an die vordere Schenkenstrafic und mit der dritten Seite in das kleine Gässel neben des Christoph von Rainach Haus, , .. ^ r ^«^»»»»» - ^ ^ t? t^s-Lx <2^--/e. -^. »5^.) 23 welches letztere demnach das jetzige Liechtenstein'schc Majoratshaus oder mindestens dessen Ursprung ist. 1691 besaß es Dominik Graf von Kaunitz, von welchem es Adam Andre Fürst von Liechtenstein 1694 kaufte und es darauf neu erbaute. In diesem Hause soll die einstmalige Landschastschule gewesen seyn, welche 1682 von den Ständen an Mbrccht von Sinzendorf um 32,000 Gulden verkauft wurde, von dessen Erben sie 1691 an Dominik Grafen von Kaunitz gelangte. Da jedoch die Stände dieses Haus erst 1575 erkauften, die Landschaftschule hingegen schon 1554 bestand, so scheint dieses Haus nur den Namen der in dieser Gegend gewesenen Schule angenommen zu haben. — ALotps Fürst von Liechtenstein. In der neuesten Leit wurde dieser herrliche Palast von Innen und Außen ^ neu hergerichtet und mit einem Zubau gegen die Bastei versehen. 45. (I. 47. — 11.54.) — 1548gehortedieses Haus einem Herrn von Prag, später der gräfl. Harrach'schen Familie. Zn der Folge wurde cs Eigenthum der spanischen Gesandtschaft, gelangte aber nach dem Friedensschluß mit Spanien 1726 an den kaiserlichen Hof. Noch 1700 hieß es: »König!. Spanische Pottschaftcr Behausung.» 1727 schenkte es Kaiser Karl VI. dem Grasen Michael von Althan; seit 1781 ist es Eigen- thum der Fürsten von Palm. 1591 stiftete Camillo de Mildesheim d in diesem Hause eine Capelle zu Ehren des heil. Peter und Paul. — KarlFürst von Palm. 46. (I. 48. — II. 55.1 — Dieses Haus soll ursprünglich den Herren von Hornberg zugehört haben. Um 1600 besaß es Rudolph Freiherr von Tiefenbach, der es seiner* Gemahlin, einer gcbornen Gräfin von Althan schenkte, wodurch cs nach deren Absterben an die Grafen von Althan kam. 1690 verkauften eS diese an Theodor Althet Heinrich Grafen von Strattmann, welcher in der Folge dieses Haus it dem ebenfalls dazu erkauften gräfl. Sinzendorf'schen Hause und zwei bürgerlichen Häusern, deren eines in der vorderen, das andere in der Hinteren Schenkenstraße lag, in eines zusammen erbaute. In der Folge gelangte dieses Haus an Eleonora, Gräfin von Batthyany, geborne Strattmann, welche den einen Theil (jetzt Nr. 47. königl. ungarische Hofkanzlci) an die Grafen von Windisch- grätz verkaufte. Der andere Theil blieb jedoch im Besitz der sürstl. Batthyanv'schen Familie. Merkwürdig ist, daß der österreichische Held , Erzherzog Karl 1801 hier längere Zeit zur Miethe wohnte, ehe er die für ihn als Hvfkricgsrathpräfidcnten neu zugerichtete Wohnung im Hofkriegsgebäudc beziehen konnte. Auch stand er in demselben eine schwere Krankheit aus. — Philipp Fürst von Batthyanv, Fideicommiß. 4V. (I. 49. — II. 56.) — König!, ungarische Hofkanzlci. — Dieses Haus entstand aus den Kindspergischen, dann gräfl. Sinzendorf'schen und Althan'schen Freihäusern und wurde, wie bereits erwähnt, 1693 vom.Grafen von Strattmann in eines verbaut. Späterhin erwarb den abgetrenntcn Theil Joseph Graf von Windisch- 24 grätz, von welchem es 1746 die ungarische Hofkanzlei erkaufte. Das Gebäude erhielt die Aufschrift; vicansls er k'-loieintis UnuKaeiae Koda, IU»j;uoque ks^i, 8i- xillo 8aer»o Yua mosernam iiisuoere tormam. 48. (I. so. — ll. 57.) — König!. Siebenbürgifche Hofkanzlei. — Im. I. 1700 Jhro Gnaden Frauen Katharina Gräfin von Trautsohn. Diese Hofkanzlei befand sich früher in der hintern Schenken- straße jetzt Nr. 49, dem Grafen von Seilern gehörig. Als jedoch nach dem Tod des letzten Fürsten von Trautsohn dieses HauS an die Hofkanzlei verkauft wurde, wurde sowohl die ungarische als sieben- bürgische Hofkanzlei ganz neu 1784 erbaut. Auf die siebenbürgifche kam die Inschrift: 8aI-Va ^V^Vsi-s, Negtiia iNarla Tkeresla 8VI>« resdleVt» k'oQIX t.ärarV, ?opV4,Vs xaVver KViiKurlso. Dieses Haus zeigt am Fronton die Jahreszahl S4V661-XXX1V. 40 (I. 51. — 14. 58.) —Laut Kaufbrief von Ibü8 besaß dieses Haus damals Johann Weber von Bisamberg frei und verkaufte es später an Hans Grafen von Hovos. 1822 erkaufte Letzterer von dem Bürger Peninger ein zu den Augustinern dienstbares Haus dazu, welches die Stadt gegen Erlag von 300 fi. ebenfalls befreite. Zu diesen zwei Häusern erkaufte 1672 Graf Hoyos das damals gräfi. Bu- quoy'sche Haus, welches mit der einen Sette an das Hoyos'sche, mit der andern an die Bastei, mit der ditten an die Teinfaltstraße, dann an den ehemaligen gräfi. Sallaburg'schcn Hof und Stadel angränzte und verbaute es dazu. Während der türkischen Belagerung 1683 geschah auf dieser Seite der wüthendste Angriff aus die Löwel- bastei, auf welcher auch, dem Hause gegenüber, bereits zwei türkische Standarten aufgepfianzt waren, bis nach einem zweistündigen, mörderischen Gefechte die Stürmenden zurückgewvrfen wurden. Zum Gcdächtniß wurde nach aufgehobener Belagerung unter dem Dachrande ein Mrkenkopf mit der Jahreszahl 1683 angebracht, unten eine Kanonenkugel, welche noch heute zu sehen sind, und wovon dieses Haus fortan das TürkenhauS genannt wurde. 1723 erkaufte es Rudolph Graf von Sinzendorf, 1756 die siebenbürgifche Hofkanzlei, 1780 Graf von NadaSdy. Seit 1790 besitzt es die gräfl. Scilern'sche Familie. — Karl Graf von Seilern und Aspang. 50. (1. 52. — II. 59.) — Um 1620 besaß dieses Haus CoSmas Gien- ger; seine Tochter, Freiin von Concin, verkaufte es 1620 an Johann Weber von Bisamberg; 1678 besaß es Graf Sallaburg, der es wieder an Niclas Grafen von Palffy verkaufte, welcher Familie es noch heute gehört. 1700 besaß dieses Haus Niclas Graf von Palffp, kaiserl. Hatschier-Hauprmann. — Ant. Fürst von Palffv. /^rf/ ^?/,^>- L^' ^ 0 ^^«^ /^ U» 27 Bartholomäus von Tinti. 1753 wurde es unter Maria Theresia für die n. ö. Landesregierung neu erbaut und folgende Inschrift im Hofe angebracht: t'eancisou« et 54sria riierema luslitiae 6»sto^A -- /^»> ^Z' -. a^.-^ ->^-/^ *. -, a^? v_ -5^— ^<. // , '/- ^ (^> -i^^ri/ ^»» ^r>- oi^x. /^. . . /^0 Hr. Johann Simiyr Schwartz, ein Bierhauß, 1775 Maria Felicitas Schwarz, 1787 Schwarz'sche Erben, 1795 Juliana Hild, 1866 Hild'sche Erben, 1824 Clara,Ludwig, Adalbert, Georg und Aloys Hild, Joseph« Fechtspiller, Cacilia Vogel, Julia Kaindl, Ledwina und Johann Steiger, Juliana und Josephs Lang. — Hild'sche Erben. SS. ( 1 . 70. ^11 77.)— Schild zur schönen Laterne. — Im 1.1884 Simon Schotter, 1780 Hr. Joh. Pock, Schustermeister, 1775 Georg Pock, 1783 Philipp Hincker, Bierwirth, 1812 Johann Michael Weißmann, 1828 Ferdinand Grammer, 1833 JgnazGröger. NO. (1.71. — II. 78.) — 3m 1.1708 Hr. Johann Andre Anfoß, K ays. Vallmeister, 1775 geheime Staatskanzlci, 1785 Johann Graf von Palffy sche Erben, 1812 Franz Graf von Palffy, 1822 Leopoldine Gräfin von Harnoncourt. — HubertGraf von Harnancourt. AI. (I. 72. — II. 79.) — Ursprünglich war dieses Gebäude ein gräfl. Sallaburgischer Stapel, um 1728 war es das Bruderschaftshaus zu den Schotten. Als durch Kaiser Joseph II. die Bruderschaften aufgehoben wurden, ward es von Eleonora Winterhaldcr erkauft, und gehörte später Anna von Pinaky, 1825 Magdalena von Gindaf. Später brachte es mit dem anstoßenden Hause Nr. 70 Graf von Harnancourt an sich. — Hubert Graf von Harnancourt. SS. K. K. /kid-Conftstonal-KlMjiki. — (1.74. — II. 80.) — Dieses Haus gehörte 1548 einem Hrn. von Brand, 1781 Melchior Gang, kaiserl. Hofzuschrader (Fleischhauer). 1725 gehörte es Katharina Gräfin von Carossa, gebornen von Cordova, 1798 kam die k. k. Feld-Con- sistorial-Kanzlei hinein.—K. K. Direction der militärischen Kirchen-Angelegenheiten. SS. (1.75. —II. 81.) — Ursprünglich das Haus des Caspar Prant, 1487 bis 1581 besaß es die Familie Krottendorfer, 1519 Mert (Martin) Jantsch, 1529 Ambros Weisundt. 1725 wurde es von Kaiser Karl VI. an Katharina, Gräfin von Carossa geschenkt; seit 1758 gehörte es den Grafen von Kolonitsch, in deren Besitz es bis 1838 blieb. — I ohanna Gräfin von Zichy. Sck. (1.76. — II. 82.) — In den Älcpperställen. — Dieses Gebäude errichtete Kaiser Karl VI., wie cS heut zu Tage steht. Schon 1888 wurde zur Vergrößerung deS Hofstalles unter dem Namen Klep- per-Schmidten und Stall das zu den Schotten dienstbare Selezki- sche Haus dazu erkauft und damit verbaut. Um 1778 kommt es unter dem Namen k. k. Stallung, Sattclkammer und Wohnung vor. 1784 war es bereits in Privathänden, und gehörte Johann Grafen von Palffy, 1795 Karl Wetzlar Baron von Blankenstern. — Freiin von Koudelka, Katharina von Horvath und Caroline von Zalaber. SS. (I. 77. — II. 88.) — Schild zur Hoüerstaude. — Im I. »775 so Anna Sommermayer, 1795 Franz Edler v. Sommcrmayer, 1812 Anton Rcichinger, 1820 Adam und Eva Wenz. — Joseph Gunkel. S8 ll-78. —II. 84.) — Im 1. 1775 Anna Sommermayer, 1812 Maria Adelheid Mazouies, 1822 Adelaide Gaudelet. — Johanna Gräfin Des Fours. SS. (I. 7S. — II. 85.) — Im I. 1775 Sybilla Gerhard, 1795 Joseph Bürde, 1812 Susann« Reindl, 1822 Magdalena Perner.— Joseph G r ü n d l. S8. (I. 82. — II. 86.) — Im 1. 1775 Franz Schretter, Hofmeister, 1795 Rosalia Giettiuger, 1812 Heinrich Fürst von Lubomirsky. — Hedwig Fürstin de Ligne. SS. (1.83. — II. 87.) — Im 1. 1775 Wenzel Paschkatzl, Lauser. 1795 Franz Gstättner, 1822 Geschwister Gstättner und Therese Lobenstein. — HedwigFürstin deLigne. 8«. (I. 84. - II. 88.) — Im 3. 1775 Georg Weiß, 1812 Heinrich, Fürst von Lubomirsky, welcher aus diesen verschiedenen Häusern das schone Palais mit seiner gefälligen Säulenhalle und dem schönen Wintergarten vom Grund aus neu erbaute, s. auch Nr. 82. — _ Hedwig Fürstin de Ligne. 81. (1.85. — II. 89.) — Im I. 1775 Claudius Baireut, Kaufmann, 1795 Joseph Binder, 1812 Johann Bändel. 1822 Johann und Barbara Bändel. — Joseph Grog er. 82. (1.86. — II. 90.) — Im I. 1775 Magdalena Großhaupt, 1795 Ignaz Gutsahr, 1812 Heinrich Fürst von Lubomirsky. — Hedwig Fürstin de Ligne. 83. (I. 90. — II. 91.) — Im I. 1775 Sebastian Fuchs, Kutscher. 1795 Maria Anna Fuchs, 1812 Joseph Seehofer, 1841 Friedrich Otto Edler von Leber. — Sekt 184k dessen Erben. 84. (I. 91. — II. 92.) — Im I. 1775 Franz Kintzner, 1795 Christian Pölzl, 1812 Johann Starnbacher, 1841 Friedrich Otto Edler von Leber.— Dessen Erben. 85. (I. 92. — II. 93.) — Im 1. 1775 Franz Gerhard, Hufschmid, 1795 Christian Pölzl, 1812 Ludwig Tiebaur, 1822 Adam und Eva Wenz. — Anton Wenz. — I8V3 neu aufgebaut. 8«. (I. 89. — II. 94.) — Im I. 1775 Blasius Fridy, 1795 Regina von Bartenstein, 1822 Anton und Anna Edle von Rachovin. — Karl Leiden. 8S. (1.101. — II. 95 .) — Durchhaus. — Im J.1775 Ferdinand von Hohenburg, 1795 Joseph» von Paula, 1822 Franz Joseph Freiherr von Bretfcld. — Karl Leiden. 88. (I. 193. — II. 96.) — Durchhaus. — Im 1. 1775 Johann Ha- nauska, 1812 Anton Kienast. — KarlLeidrn. — 1893 neu her- gestellt. 8d. O. 194,— U. 97.) — Durchhaus. — Im 1.1775 Martin GraS- 8t ner, 1795 Christoph Gerold, 1812 Johann Hanauska, 1822 Johann Edler von Uharek. — Franz Schlierholz. — 1883 neu her- gestellt. 'S«, ll. 105. - II. 98.) — Durchhaus. - Im I. 1775 Ferdinand Gschwaidt, Currenthändler, 1795 Johann Baillou, 1812 Monica Baillou, 1822 Monica Summer. — FranzSchlierholz. SL. (I. 106, IÜ7. — H. SS.) —Im Hofe von Nr. 94. — JmJ.1775 k. k. Bankohaus, 1795 Joseph Gründl, 1812 Elisabeth Gründl. — Joseph Gründl. SL. (1.108, ISS. — II. 100, 101.) — Aus zwei Häusern zusammengebaut. Im Hofe von Nr. S4. — Elfteres besaß 1775 Maria Anna Kopp, 1795 Josepha Lockner. — Das zweite gehörte 1775 Nikolaus Kautsch, 1795 Johann Michael Dorn, 1812 gehörten beide Häuser Georg Marschall, welcher sie in eins zusammen verbaute. 1822 Georg und Theresia Marschall. — Alo ysi a Bill er. SL. (t. 102. — H. 102.) — Im I. 1775 Friedrich von Bramer's Erben, 1795 Elisabeth Fchringer, 1812 Elisabeth Hummel.—Abgebrochen. 54. sl.SS. — II. 103.) — Durchhaus. — Im 1. 1775 MathiasPe- uitzka, 1795Mathias Wandel, I812JosephAnton Beati, 1822Johann Michael Franz. — Franz Hö fler. — Der Theil gegen die Bastei wurde I8Ü2 neu aufgebaut. 55. (I. 100. — n. 104.) — Durchhaus. — Im 1. 1775 Johann Kreutzer, 1795 Johann Rupp, 1812 Franz Gruschp, 1822 Franz und Anna Schachinger. — Anna Schachingcr. SO« (t. 110. — II. 105.) — Im I. 1775 Johann Groppenberger, 1795 Johann Georg Groppenberger, 1812 Aloys Groppenberger von Bergenstamm, 1821 Katharina von Bergenstamm. — Marianna Geißler, geborne von Bergenstamm. — Aloys von Ber- genstanun war der verdiente österreichische und Miener Geschichtsforscher, -j-1821 (Hormayr's Archiv 1823, p. 155). SA. d- III —II. 106.) — Schild zum Schottenthor. — Im 1.1775 Constantin Heß, 1812 Leopold Hillisch, 1822 Leopold und Katharina Hillisch. — Franz Schiehl. S8. d- I> 2. —11. 107.) — Gehörte im Jahre 1775 Johann Pölz, und wurde in neuerer Zeit mit dem vorigen und Nr. 104 in ein Haus verbaut. — Franz Schiehl. SS. d. 93. — II. 108.) —Im I. 1775 Franz Gerhard, Hufschmid, 1795 Christian Pölzl, 1822 Karl Pölzl, Susanna Rumpelmayer und Geschwister Walter. — Josephine Fröhlich. L««. d- 94. — II. 109.) — Schild zumheil. Michael. —JmZ. 1775 Gottfried Zöhr, 1795 dessen Erben, 1812 Wenzel Potschek, 1822 Karl Freiherr von Prandau. — Juliana Schneller. 1 « 1 . d> — II. 1317.) — Im 1, 1795 zur Kodifikation gehörig, 1822 32 Juliana Frciin von Redl. — Julius, Freiherr von Redl- Rettcnhausen. LOS (I.S5. —n. 110 .) —Im 1.1452 gehörte dieses Haus dem Kloster Baumgartenberg (der Baumgartenhof genannt), von welchem es 1560 an Leonhard Vüchler, 1590 an Octavian und Hans Freiherrn von Notzing kam, welcher letztere wieder 1635 dieses Haus sammt Gärtcl an HanS Freiherrn v. Kollonitsch verkaufte. 1649 kam es an Sciftied Grafen von Brcuner,der es 1650 wieder an Maria Gräfin von Althan, gc- borne von Eggenburg verkaufte. 1671 gelangte es an Maria Gräfin von Salaburg, geborne Gräfin von Althan, welche es wieder gegen das Haus der Margaretha von Longueoal, Gräfin von Buquoy in der Schcnkenstraße vertauschte. 1687 verkaufte letztgenannte diese Besitzung an Leopold Grafen von Hoyos. 1770 besaß es Reinhold Graf von Neipperg (Neuberg), um 1792 gelangte es inden Besitz deS Frciherrn Wetzlar von Blankenstein, im gegenwärtigen Jahrhunderte an die Familie Geymüller. — Clara Freiin von Geymüller. LOL (I.S6,S7,SS. —II. I I I.) — Melkerhof, Durchgang. — Der eigentliche Melkerhof war in älteren Zeiten als das Urbetsch'sche Haus bekannt. 1438 besaß dasselbe Adam Dietram, welcher es 1439 sammt Norhosund Garten an das Stift Melk verkaufte. 1510 wurde die Capelle zu St. Maria Affumptio erbaut und 1514 eingeweiht. 1631 kaufte das Stift das Haus des Hanns Rösch dazu. Beide Häuser wurden schon 1639 in eines verbaut und mit Thürmen versehen, aus welchen man 1683 die Vorgänge bei der türkischen Belagerung beobachtete. 1772 erkaufte auch der Abt Urban das gegen die Bastei liegende Bäckenhaus, dessen Besitzer 1700 Niklas Clarner, 1770 Michael Asperl war, und erbaute 1773 aus allen drei Häusern den jetzigen ansehnlichen Melkcrhof. Im Jahre 1700 kamen neben dem Melkerhof drei Bäckenhäuser vor, wovon gegenwärtig nur mehr eines besteht. Das erste, damals Andreas Peutmüller gehörig, stand an der Bastei (gegen die damalige Schmiede am Scholtenhof), und ging um 1750 ein. Das zweite ist das folgende, das dritte jenes, welches mit dem Melkerhofe verbaut wurde. LOL (1.113. — 11.112.) — Im Jahre 1706 Herr Michael Wang- lehner, Bäckenmeister, sonsten beim Mittelbecken genannt. — Im 1. 1775 Ignaz Pelzl, 1795 Pclzl'sche Erben, 1806 Joseph» Reuter, 1822 Joseph und Anna Koch, 1828 Joseph Koch. —Franz Schi ehl. — Dieses Haus wurde 1839—1840 mit Nr. 97 und 98 in ein Haus zusammengebaut. 105 (I. l 14. — II. i i3.) — Abgebrochenes Gebäude.—Aus der Bauart des alten Schottenthores, welches 1839 abgebrochen wurde, folgerte man, besonders wegen der dabei verwendeten Quadersteine, daß cs ein ursprünglicher Römerbau gewesen sey; historisch beglaubigt ist diese Angabe jedoch nicht, um so weniger, da dessen erst um 1300 erwähnt wird, folglichzu vcrmuthen ist, daß dieses Thor erst bei Erweiterung der Stadt erbaut wurde. Dieses Thor hatte früher einen star- /^«-», <^»< I e/)^ ///. /^15.) — Im I. 1775 Joseph Graf von Windisch- qrätz, 1795 Franz Tronct'sche Erben, 1812 Joseph Mach« , 1822 Joseph und Anna Roch. - Joseph Roch. 108 . 11.1282:—II. 116.)—I. J.1775 Mortificatio».—P e t. Murmann. 109 . ll- 1284, 1285, 1286. — II. 117.) — Aus drei Häusern zusammengebaut. Alle drei besaß 1775 Wilhelm Höfer, 1795 Joseph Dietschy, welcher sie in Eines zusammenbaute. 1822 Franz und Theresia Schneid. — Katharina Bered! und Joseph Schneid. 110. (1.1287. — II. 118.) — Im I. 1775 Johann Brodkorb, bürgl. Mehlmeffer, 1812 Jakob Franz Kienast, 1822 Magdalena Bered!, — Peter Murma » n. 111 . ll. 1288. — II. IIS.) —Im 1. 1775 Johann Schmid, 1795Franz Tronet 'sche Erben, 1812 Anton Schmid, 1822 Leonhard Schmid. — Pcter Murmann. 112 . 1I.128S. — II. 120.) — Im 1. 1775 Stephan Vogl, 1795 Magdalena Dellafos, 1812 Elisabeth Edel, 1822 Georg und Elisabeth Edel. — Peter Murin an». 113 . ll. 1290.—II. >21.) - Jm J. 1775 Sebastian Sitzger, Weinausrufer, 1795 Michael Sitzger, 1812 Barbara Netter, 1822 Barbar» und Aloysia Sitzger. — Joseph MathiaSWelzer's Erben. 111 . ll. 1291,1292. — II. 122 ) — 3m 1.1775 Ferdinand von Ho- chenberg, 1795 Johann Michael Oberdörfer, 1812 AlohS Steinhäuser. — I oseph Mathias Welzer's Erben. 115 . ll-1293 -II. 123.) — Im 1. 1775 N. Jaswitz, 1812 Anton Kof- ler, 1822 Anna M. Edle von RitterSbnrg. — Leopold Rein- thal's Erben. 116 . (1.1294. — II. 124.)- Schild zum Auge Gottes. — JmJ. 1775 Sebastian Elsbacher, 1795 Maria Anna Tober, 1812 Stephan Schabatta. — Heinrich und Johanna Furt müller. 115 . ll. 1Z1L5. —II. 125.) — Im 1. 1775 Simon Lambeck, Maurerge- sell, 1795 Thomas Putz, 1812 Katharina Putz, 1822 Katharina Stoß. — Johann Baptist Köstler. 118 . ll. 1296. - II. 126.) — Im 1.1775 Johann Burger, 1795 Eleo- nora Burger, 1812 Joseph Ehrbacher, 18A Johann Jakob Fiers. — Cölestine Edle von Sikowsky. 3 S4 11V kl. 1297. — II. 127.) — Im I. MS M. Kunig, Schmidin, 1795 Joseph Kunig, 1812 Rosalia Schmid, 1822 Eleonora Pichler und Geschwister Schubert. — R osalia Schmid's Erben. LS«. (I.I2S8. —II. 128.)-3m 1. 1775 Mathias Schöberl, 1795Ju- liana Waber, 1812 Michael Waber, 1822 Hubert Graf von Harnan- court. — Anna Schindler. LSI. (I. I2S9. — II. 129.) —Im 1. 1875 Marcus Bauer, Eisenhändler, 1775 Karl Müller, 1812 Georg Gollenhofer. — JosephaEigl. — Auf einem Stein befindet sich folgende Aufschrift: «Dießes Quartier-Hauß Hab ich Marcus Bauer, deß äußern Raths vndt Evßen- Handler anstatt deß in meinem Hauß bey dem gülden Einhorn gehabten Soldaten-Quartiers alhero erbauen lassen in dem Monath Septcmbri 1875." »Neu aufgebaut von mir C. Müllner 8. Schuhmacher Meister 1775.« 122. ll. 1300. —II. 130.) —Im I. 1775 Mathias Sicka, 1795 Jakob Sicka, 1812 Elisabeth Donat. —Karl u. Theresia Schweizer. 123. (I. 1301.—II. 131 )— Schild zum goldenen Hirsch. — JmJ. 1775 Albert Dollak, 1795 dessen Erben, 1812 Johann Etthofer. — Joseph Etthofer. 124. (I. >302. — II. > 32.) — Schild zum Mnroeeaner.—JmJ. 1775 Peler Mayr, 1795 Karl ForzeUer, 1812 Georg Haller, 1822 Clara Urban.— Joseph Etthofer. 125. ll. 1303. — II. 133.) — Im 1.1775 Johann Pauschbeck,1795 Laurenz Pauschbeck, 1812 Mathias H endling, 1822 Magdalena Hendling. August von Perko. 12V. ll. 1304.— II. 1240.) — Durchhaus. — Im J. 1775 alter Pulvcrthurm, 1795 Theresia Hang, 1812 Anton Graf Dohasky, 1822 Franciska Jahn. — Regina Rogotti. 122. tl. 1273. —II. 134.) —Schild zum goldenenKegel.—JmJ. 1775 Johann Lachmann's Erben, 1795 Katharina Lachmann, 1803 Ludwig Wittenbruck (Weidenbruch), welcher das dermalige sechs Stock hohe und am höchsten gelegene Haus in Wien von Grunv auS neu erbaute; 1822 Karlv. Badenfeld. — Karl Grafv. Berchthold. 128. (1.1269. —ll. I3S.) — 3m 1. 1775 Zacharias Grün, Schneider, 1795 Joseph Benisch, 1812 Anton Toit, 1822 Karl von Badenfeld. — Karl Graf von Berchthold. 12V. (1.1275. — II. 136.) — Im 1.1775 Schuster - ZechhauS, 1795 Nickl'sche Erben, 1812 Anton Mader, 1822 Franz Xaver Sauer. 13V (1.1276.—II. 137.) — 3m 1. 1775 Daniel Dietrich, Maurermeister, 1795 Martinelli'sche Erben, 1812 Joseph Werner, 1822 Katharina und Caroline Werner. — Elisabeth u. FlorianBrei- neßl, dann Joseph Lasetzky. 131. tl-1277. - II. 138.) — Im 1.1775 Jos. Graf v. Salmour, 1812 Schilde'sche Erben, 1822 Franz Ncidlinger, dann Franz und Heinrich Schilde. ^vr/. »» >! -< ^' X? ->> , >5 X7> »- >5- ^ 4 ^/^»» ^r^-sse^- 2^»-»»" a^. ^-»/ ^k?- z«44. S^.L XL- „x kuoäavit N6I.VIII. unterhalb kraiioisoo Xuztr. Imp. ker«ll»anao V. lluiiz. IseKe. 4>i» auspp. .Unsren» aliti. aeües restic. surcecxxxi. Das jetzige sogenannte Prioratgcbäude, Nr. 137, seiner eigen- thümlichen Gestalt wegen' km Munde des Volkes der Schublad kästen genannt, wurde M4 von dem damaligen Abte Benno Pointner aus dem aufgehobenen S ckotte»freithofr.^ lL .S^bulbaus erbaut , in der Folge aber zu Privat-Mlelywohirungen bestimmt. 138. (l7s88' — H. 1 45.7— Schild zum römischen Kaiser. — Das S * 36 schon 1683 bekannte Gast- und Wirthshaus, damals zu den drei Hacken genannt, besaß 1706 Johann Nikolaus Ravlmeyer, des äußern Raths, und in Schatz, Schutz rc. führt cs die Bezeichnung: »Ein- kehrung der Sächsischen und Böhmischen Cavaglieri.» — 1775 besaß es Graf von Abensberg-Traun, 1866 Ferdinand Freiherr von Arn- feld. Noch gegenwärtig ist cs eines der bedeutendsten Einkehrwirths- Häuser (Hotels). — S. M. Freiherr von Rothschild. 139. (1.389. —II. 146.) — Laut eines Auszuges der Stadt Grundbücher vom Jahre 1546 besaßen dieses Haus von 1469 bis 1428 Peter Gruber und Hans von Khampf, von diesen kam es an Wolfgang Grafenwerd und Christian Tachensteiner, von welch letzterem es Friedrich Harrer 1549 erkaufte. Die weiteren Besitzer bis 1696 waren: Sigmund von Edt, von Hagenberg, von Geyer zu Edelbach, Johann Graf von Kueffstein. 1766 besaß es Hermann Jakob, Graf von Czernin, später die Familie Schmerling und die Gräfin von Last, gebornc Gräfin von Fuchs. 1775 gehörte es dem Grafen von Losim- thal, 1782 Karl Grafen von Zichy, 1793 wurde es Eigenthum des verdienstvollen Gelehrten Gottfried Freiherrn van Swieten, Sohn des berühmten Gerard van Swieten. Nach dessen den 29. März 1863 erfolgtem Tode wurde es von Joseph Grafen von Pergen erkauft, und gehört seit 1836 sammt dem daneben befindlichen Hotel zum römischen Kaiser dem Freiherr» S. M. von Rothschild. In letzterer Zeit befand sich hier das adelige Casino. 1847 wurde das Gebäude abgebrochen, um einem großartigeren Platz zu machen. 140. (1.396. II. 147.)— K. K. Militär-Zeughaus. Das jetzige Zeughaus hieß ursprünglich der Salzburgerhof und war diesem Hochstifte zuständig. Die älteste Spur eines landesfürstlichen Zeughauses, oder wie man es vor Erfindung und verbreitetem Gebrauche des Schießpulvers nannte, Harnaschhauses in Wien, finden wir 1343 in dem Hause, der Augustinerkirche gegenüber an der Ecke (s. Nr. 1157). Später finden wir das kaiserliche Zeughaus im Cillyerhofe, dem heutigen Amalienhofe, dann in dem Gebäude der jetzigen Stallburg (s. Nr. 1154). An der Stelle des heutigen Zeughauses oder oberen Arsenales stand, wie erwähnt, ein aus der ältesten Zeit stammendes Gebäude, der Salzburgerhof genannt und wahrscheinlich von diesem Hochstifte erbaut, Anfangs des 16. Jahrhundertes aber schon lan- desfürstliches Eigenthum. Nachdem 1559 die Stallburg zur Residenz des aus Spanien nach Wien gekommenen Erzherzogs (später Kaiser) Marimilian (11.) bestimmt worden war, wurde die kaiserliche Waffen- und Harnischsammlung in diesen Salzburgerhof übertragen und dasselbe fortan zum kaiserlichen Zeughause bestimmt. Das Gebäude blieb jedoch durch mehre Jahre in seinem alten Zustande. Durch ämtliche Belege des hofkriegsräthlichen Archives zu Wien ist erwiesen *), daß der Vau (Neubau) deS jetzigen kaiserlichen Zeug- *) keber'S Wiens kaiserliches Zeughaus. 1846. 2 Bde., enthält eine umständliche Schilderung der Merkwürdigkeiten dieser Waffensäle, der im Hofe stehenden Geschütze, der großen Kette zur Sperrung der Donau u. s. w. »»»,. Är/. L>»r ? ^»^,. ^r/- ^>»»2«^ 5^ ^ ^ /-§-/^/z > » »» v , >^L^L^ ^r-<»k«i « ^ ^»»»«^ c? ,8^-» - /'/,... / Z ^_ OL _.Z«' '/ /?^,z ^-^««-»/^»-^ /-»,-«/ v- //V«^ /V^! 0/-^°t^^ »? «« ^»1 A Z 6^r rZ»»-^ > ^ / 37 Hauses erst 1584 begann bann in den Jahren 1585 bis 1587 fortgesetzt und darauf unter dem Feldzeugmeister Andreas Kielmann von Kielmannsegg unter Kaiser Rudolph II., jedoch in viel kleinerem Raum als jetzt, vollendet wurde. Kaiser Leopold I. erhielt einen Theil des Gartens von dem Stifte Schotten dazu, vergrößerte 1872 das Gebäude und stellte es in der Gestalt her, wie es noch gegenwärtig besteht. Sicheres Zeugniß dieser Daten geben die, an dem Flügel gegen die Schotten in den Thorstein gemeißelte Inschrift: 1589 und folgende Inschrift auf einer Mmmortafel auf .dem der Stiegenthüre gegenüber liegenden linken Flügel: ke^uante Leopoläo Lae-mre Kulm. Lom. Montecnecoli I)». in Ilolieneoli Lt Osterk. Lqnes Xue. Veil. 8. 6. M. Lons. Int. Lam. Lons. Xu. Hell. I>eae«. Oe», lloonmten. Lamp. Mar. ltei. Xemamsn. In 8. 6. M. kex. et krov. 8npr. kraek. 6»I. et Lonk. laue. Oenerali« karlem Haue. Xrmamenlaril ex kunsa- ment. Lrexit Xnno MOLl.XXIl. Die jetzige Einrichtung und beträchtliche Vermehrung der Waffen und Rüstzeuge war vorzüglich das Werk des berühmten Feld- zcugmeisters Wenzel Fürst von Liechtenstein, dessen Andenken auch daselbst verewigt ist. 141 . (I. 391. —II. 148.)— Das k. k. obere Arsenal mit dem k. k. Zeughaus« (Nr. 140) und dem unteren Arsenale in unmittelbarer Verbindung. Hier befand sich früher eincKapelle des heil.Rochus. 142 . (1.392. — II. 149.) —Im 1.1788 Jhro Ercellenz Johann Henrich Graffen von Nostitz seel. Erben, 1775 Friedrich Graf von Nostitz , 1822 Maria Gräfin vcn Zichy-Ferraris. — Henriette Freiin von Pcreira-Arnstein. 142 . (I. 393. — II. I5ü.) — Im 1.1684 Johann Michael Gärber, 1788 dessen Erben, 1775 Maria Freiin von Buoll, 1783 Regina Freiin von Buvll'sche Erben, 1888 Anton Freiherr von Bartenstein, 1822 Anton Graf von Appony. 144 . (1.394. — I. ILI.) — Jm J. 1884 Theobald Frank, 1775Anton von Aichen, 1783 Augustin Freiherr von Alchen, 1795 Anton Edle von Leuch'schc Erben, 1888 Aquilin Oberbigler, 1822 Adolph Freiherr von Friesenhos. — Adolph und Gustav, Freiherren von Friesenhof. 145 . (I. 385. — II. 152.) — Im 1.1788 das weiffe Lämbcl, ein Schenck- und Gasthauß, Hrn. Cyrian Rupert seel. Erben. 1775 gehörte dieses Haus Anna Gundianin, dann den Gundianischen Erben, 1795 Franz Geringer, 1888 Katharina und Rosalia Freiin von MaNagetta, 1822 gräfl. Bombelles'sche Geschwister. — Graf von Bombelles' Erben. 146 . (1.384. — II-153.) — Im 1.1788 Hrn. Johann Christoph Rosenberger seel. Erben,1775 Anna von Löwern, 1785 Edle von MaperS- berg, 1795 Leopold Edler von Wolfscron, 1824 dessen Erben. — Georg Wientnger. 38 14A. (I. 383 —II. 154.)—Schild zum Wal-mädchen.—Im 3.1700 beim blauen Stiefel, Herr Dominicus Neur, Schuhmacher; 1775 Elisabeth Rottenstädter, 1787 Franz Rottenstädter, 1795 Anna Kra- tzer, 180k Johann Rieß. — Alexander Gerono. — Der neue Schild stammt von einem daselbst befindlich gewesenen Gasthause. 148. (I. 382. — II. 155.) - Armen-Jnstituts-Haus. — 3m 3. 1700 das Baad, Herrn 3ohann Ferd. Sinz gehörig, ein Eckhauß. Gehörte um 1710 einem Herrn von Anderling. Das BadhauS ging in der Mitte des 18. 3ahrhunderts ein. Noch im 3ahre 1770 gehörte es Anna von Anderlein, 1790 3ohann Michael Schrey. 3n neuerer Zeit kam es durch Vermächtniß an das Armen-3nstitut, dessen Gründer 3ohann Graf von Bucquoy ist, der zuerst 1779 eine ähnliche Anstalt auf seinen Gütern in Böhmen gründete, und welchen Kaiser 3oseph II. 1783 nach Wien berief, und ihm den Auftrag gab, das 3nstitut daselbst zu gründen. Bis zum 3ahre 1785 besorgte Graf Bucquoy selbst die Leitung, dann ging fie an den damaligen Dom- stifts-Cantor, 3ohann Baptist de Terne über. Gegenwärtig steht es unter Oberleitung des Wiener Magistrats. Nur in Wien geborne oder daselbst durch zehnjährigen Aufenthalt eingebürgerte, wahrhaft dürftige 3ndividuen haben Anspruch auf Unterstützung. Die Pfarrer jedes Bezirkes und ein Armenvater beurtheilen und classificiren die zu betheilenden Armen. 110 (1.381. — II. 156.) — Schild zum goldenen Hut. — 3m 3. 1K84 Valentin Gardent, 1700 zum gülden Hut Hr. Frantz Tütsch er, Hutmacher, 1775 3oseph Stürmer, 1783 Eva Kalliwoda, 1795 3os. Leiser, 180k Leopold Regel, 1812 3rene Dutilliere.— Magdalena Ehnes. 150. (1.380. — II. 157.) — Laut eines Auszuges aus den Stadtbüchern waren an dessen Stelle früher zwei Häuser, wovon das erste an der Ecke gegen die Renngasse von 1398 bis 1499 von Bürgern besessen wurde, so z. B. 1398 von Perchthold Perchander, 1411 von Conrad Hanszeykh, Kramer, 1431 von Berthold Khuiner, 1459 Andre Straßburger, 1469 Stephan Hartl, I486 Tistlich3örg Perhander,1490 von Wolfgang im Winkel. Von 1499 bis 1528 besaß eS Bernhard Wiedmer, Caplan im Spital, 1528 Hans Graf von Neuburg. — Das andere besaßen bis 1514 ebenfalls Bürger, 1514 aber der Doc- tor Veit von Fürst und 1528 Hans Graf von Neuburg, welcher auch die Häuser zusammenbaute. Dieses Haus besaßen von 1550 bis 1737 die Edlen von Volkra, von Geymann, dann die Freiherren von Marsperg. 1770 war das große Armenhaus in der Alsergasse, wo jetzt das allgemeine Krankenhaus sich befindet, Besitzer davon; 1783 gehörte es schon Theresia Gräfin von Windischgrätz. — Alfred Fürst von Windischgrätz. 151. (1.379.—II. 188.) — Alosternkuburger-Hof. — 3», 16. 3ahrhundert soll dieses Haus dem Grasen von Kuefstcin gehört haben. Das Stift Klosterneuburg besaß schon im 13. 3ahrhunderte vor ,-»<-« /^vv /- S»^ L" // 1^.- ,_, T^ss >,. , s-^7 - >: ? i //» F N /» -^- / - - -- > ^ - > /- ^ /^/ - ^ , / / -? — - ^^ ^ -^>» 1^»-. ^ //^ /^L7 - ^Nrs V-^/^ <9^-^ ^*^- „ ^ -, -/^. ^3.^) , /^-3. ^ ^ L^L^Z/ E 3S dem Schottenthor einen Hof sammt einer Capelle des heil. Philipp. Erster» wurde 1529 bei der türkischen Belagerung eingeäschert und zerstört; die Capelle, deren Sprengel sich, wie ein Brief Herzog Ru- dolph.'s Hl. vom Jahre 1396 meldet, auf Liechtenthal, den obern und untern Werd erstreckte, ging durch Feuersbrünste und die For- tistkations-Arbeiten ein. Noch 1654 überließ das Stift dem Grafen Franz von Trautsohn einen Grund zwischen der Donaubrücke nächst der (alten) Tabor-Mauth, 1657 einen zweiten daselbst an Johann Kauzinger, 1865 einen dritten an Ferdinand von Prinzenstein, am heutigen Augarten. Probst Bernhard I. (1639 —1843) erkaufte den heutigen Stiftshof in der Renngaffe von einem Herrn von Volkra. Da dieses alte Haus im Laufe der Zeit halbverfallen war, so sah sich Probst Berthold II (1749—1766) ungeachtet ungünstiger ökonomischen Verhältnisse genöthiget, denselben neu aufzubauen, wie der Hof nunmehr besteht. 152. (l. S78. — ll. 159.) — Durchhaus. — Im 1.1775 Franz Ignaz Ruhne, ISI2 Franz Derleth, 1822 Anton Hörmann und Elisabeth Derleth. — Johann Finsterle. 152. (1.377.— ll. 160.) — Blinden - Instituts - Gebäude. — Im 3. 1799 sonsten daS Br. Falckenhanische Haus genannt. Jhro Gnaden Fr. Magdalena Gräffin von Crotti, 1775 Falckcnheimische Erben, 178? Graf von Falckenheim, 1795 Elisabeth Pfeferl, 1896 Andreas Popper, 1812 Andreas Edler von Popper. — Dem Blinden- Jnstitute gehörig, von dem letzten Besitzer dem 1846 verstorbenen Patriarchen Ladislaus Pvrker zum Andenken deS Kaisers Franz vererbt. Goldene Lettern verkünden diese schöne Widmung: «Stiftung für erwachsene Blinde zum Andenken Kaiser Franz I., errichtet im Jahre AlvOCexXXXI von Joh. Ladislaus Pyrker.« 151. (1.376. — ll. 161.) — Im 1.1799 Jhro Ercellenz Hrn. Frantz Grafen von Gondola, Generalen der Kavallerie. Schon 1699 wurde dem Grafen von Gondola der Freiheitsbricf erneuert. Nach 1839 gehörte es den gräfl. Gondola'schen Erben. 1844 —1845 wurde daS Haus durch Adolph Freiherrn von Pereira-Arnstein in seiner derma- ligen ansehnlichen und geschmackvollen Gestalt umgebaut. — August Freiherr von Pereira-Arnstein. 155. (l. 375. — ll. 162.) — Im 1. 1799 Jhro Ercellenz Hrn. Grass Adam Batthvani, sonsten der Schleglhoff genannt. Den Namen Schlegelhof führte dieses Gebäude schon vor langer Zeit, wahrscheinlich von einem srühern Besitzer desselben. 1779 war es schon im Besitz der Grafen von Schönborn, welche in demselben auch eine noch dort bestehende Bibliothek und eine vorzügliche obschon nicht zahlreiche Gemälde - Gallerte anlegten. 1846 wurde das Palais durchaus erneuert. — Karl Graf von Schönborn, Fideicommiß. 156. (I. 374. — II. 163 ) — Im I. 1684 Gregor Böhm, 1799 Hrn. Gregor Joseph Böhm, Hufschmid seel. Erben, 1775 Leopold Bauer, 1795 Schillinger'schc Erben, 1896 Johann Peter Edler von Bouvard, 40 1822 dessen Erben und Therese Kautzner. -- Leopoldine von Bouvard , Anna Kautzner's Erben , Joseph und Katharina Rauch. ^ L57. (I. 373. —II. 164 ) — Im 1.1KS4 Johann Tbomas 1700 zum gülden Straussen das Schenck- lmdGasthauß, Herrn Andre Haintzmann, gemeiner Stadt Steur Diener gehörig, 1775 Friedrich Schwab, 1783 Joseph Schwab, 1787 Schwab'sche Erben, 1795 Clara Schwab, 1812 Melchior Ritter von Steiner. — Derselbe und Anton Wandrath. — Jetzt ohne Schild und lange kein Gasthaus mehr. 158. (1.372. II. 165.) —Schild zum rothen Mandl. — Im 1.1684 Maria Katharina Aurelio tOrelli), 1788 Hrn. Georg Hanß, Rand- meisters (Rentmeisters) seel. Erben, sonsten das Orellische Hauß genannt, 1775 Mich. Schmeckers Wittwc, 1783 Maria Anna Schmecker, 18V6 Schönmayr'sche Erben. In neuerer Zeit erhielt dieses Haus durch einen Gewölbsschild die Bezeichnung zum rothen Mandel (Männchen). — Elisabeth Patzelt. — 1836 neu aufgebaut. 15S. (I. 371. — II. 166.) — 3», I. 1684 Karl Ostertag, 1700 Hr. Lorcntz Palß, Bierleutgeb, 1775 Barbara von Liebenfels, 1783 Franz von Liebenfels, 1787 Joseph Schneider, 1795 Rosalia Mühlhofer, 1812 Leopold Greßhammcr. — Ele o n. Greßh am mcr's Erben. L6« (1.370.—II. 167.) — Im I. 1684 Georg Prembeck, 1700 Hr. Hanß Prembeck, Häringer, 1775 Casper Burger, 1783 Joseph Burger, 18V6 Katharina Burger, 1812 Nikolaus Hagen, 1848 Peter und Anna Glaise. — Barbara undTheodor Müller. LVL. (I. 36S. —II. >68.) - Im 1. 1788 Hr. Andreas Perrn, Laut- tenmachcr, 1775 Magdalena Selaus, 1812 Mathias Banhove. 1«2. (1.368. — II. I6S.) — 2m 3.1684 Adam Balcntin von Hoßz, 1788 Hr. Joseph Sellaus, Buchführer, (Buchhändler), 1775 Magdalena Selaus, 1886 Alois Kramer, 1822 Franz und Josepha Milde, 1828 Franz Milde. ISS. (1.367. — II. 170.) — Im I. 1684 Johann Gotthart Nagel, 1788 Hr. Johann Schmid, Hufschmid, 1775 Bartholomäus Renner, 1795 Caspar Wißpauer, 1886 A. Deher. — Math. u. Elis. B ohn. 1S4. (I. 366. — II. 171.) —Zum goldenen Schlüssel.—Im I. 1684 Jacob Unäth, kaiserl. Koch, 1788 Hr. Christoph Schäfer, Schustermeister, 1775 Anton Schmid, Hofschlosser, 1783 Schmid'sche Erben, 1787 Theresia Schmid , 1795 Bernhard Schmid, 1822 Maria und Bernhard Schmid, 1828 Bernhard Schmid. — Franz Moser und 3. E. Aufricht's Erben. ISS (I. 365. — II. 172.) — Im I. 1684 Paul Geuter, 1788 Hr. Paul Geuter, Hafnermeister, 1775 Anton Harold, Hafner, 1795 Johann Rottenkeiner, 1822 Michael und Anna Licht, 1828 Anna Licht. —FranciSka Navratil. i^ ^ /^. L.».^ ä^. ^ /^. /'U^?. /^x/— //^ . <^/6r /^-. ^ ^^ /^/^) ^«- c/'X ^X<^A'^) . » >t 41 16«. kl. 864. — II. 173.1— Im 3.1700 3hro Gnaden Hrn. 3acob Daniel Tepser, NSm. Kays. Mas. Rath und Statt Richter, 1775 Ferdinand Eberl's Erben, 178L Dominik Mayer, 1787 dessen Erben, 1795 Simon Pauer. — PietrodeZana. 161. (1. 363. — 11. 174.) — 3m 3. 170V Hr. Hanß Georg Herpff, gewesten Fleischhackers seel. Erben, 1775 Balthasar Weiß, Schlosser, 1783 Weiß'sche Erben, 1808 Balthasar Stüblcr, 1812 Katharina Stiibler, 1822 Leonhard Wanner.— 3ohann Leonhard Wanner- 168. (1. 362. — Il^.175.) — 3m 3. 1884 3oha.»n. Christoph 3gnaz Kotzi, >1.vr., 1775 3oseph Krott enthalt,. 1783^EvLKlSttenthaler^ 1795 Krottenthalers Erben, 1812 Hr. Georg Wolf, K22 3ohann Wolf, Georg und Gabriele Stutz. 166. (1. 361. — II. 176.) — Schild: weißer Hahn. — 3m 3. 1884 Georg Altschaffer, Gastwirth, 1700 zum weißen Hahn das Schenk- und Gasthauß, Hrn. Georg Altschaffer, der Rom. Kays. Maj. und deß Aussern Raths, auch Statt-Unter Cammcrer gehörig. 1775 Gabriele von Bernhard, 1783 Anton von Bernhard, 1806 Graf von Bussy, 1812 Gräfin von Bussy, 1822 Markus Graf von Bussy. — Gleicher Schild, doch kein Gasthaus mehr. 11«. (I. 360. — II. >77.) — 3m 3. 1684 Mathias Guust, Bildhauer, 1775 Franz Greiml, Hufschmid, 1806 Martin und 3oseph Säger. — Katharina Säger. 111. ll. 359- — II. 178.) — 3m 3- 1700 Hr. Bartlme Saur, Kays. Traband, 1775 Anton Gundian, 1787 Gundian'schc Erben, 1808 Rosalia und Katharina Frciinnen von Managetta, 1812 Stephan Hofsaß, 1840 Bernhard Gaudriot. — Andreas u. 3 oh. Kovatz. 112. (I. 358. — II. I7S.) — 3m 3. 1700 Hr. Andreas Haintzmann, gemeiner Statt Steur Diener. 1775 3oseph Stadler, Schlosser, 1808 3oh. 3os. Stadler, 1812 3gnaz und 3osepha Haselböck, 1828 Ludwig Sockl. — Gräflich Bombelles'sche Geschwister. 113. (I. 357. — II. 180.) — 3m 3. 1700 Hr. Theobald Franck seel. Erben. 1775 Anton Schützenhofer's Wittwe, 1783 3os. Schützenhofer, 1787 Susanna Schützenhofer, 1806 3ohann Obst, 1812 Ludwig von Gaupp, 1828 3osepha Gastner, 1833 Ludwig Ritter von Gaupp und 3osephavonGastncr. — Ludwig Ritter von Gaupp. 111. (I. 356. — II. I8l.) — 3m 3. 1700 Hrn. Reinhard Ringmayer seel. Erben, 1775 Paul Mayer's Erben» 1783 Anna Maria Mayer, 1787 Mayer'sche Erben, 1808 3oseph Krammler, 1812 Friedrich Wilhelm Milfing, 1822 Geschwister Freiherrn von Friesenhof.— Adolph und Gustav Freiherrn von Friese »Hof. 115. (I. 355. — II. 182.) — Schild zum heil. Joseph. — 3» diesem Hause befand sich seit etwa 1725 daS sogenannte RumorhauS, woselbst die damalige Rumorwache (später Polizei-Wache) stationirt 42 war und wohin schwere Polizei-Übertreter zur augenblicklichen Bestrafung oder Detention überbracht wurden. 1775 kommt es noch unter dem Namen Polizeihaus vor. Nach Aufhebung des Klosters bei den Siebenbüchnerinnen wurde das Polizeihaus dahin versetzt und dieses Haus an Private verkauft. Die erste Besitzerin 1785 war Eva Wedl, 1795 besaß es mit ihr Elisabeth Karges, jetzt Katharina Hammerschmidt. 11 « (1.355. — H. 182.) — Schild zum Harnisch. — Im 15. und 16. Jahrhunderte war dieses Haus der sogenannte Bettelkotter , in welchem arbeitsscheue Bettler mit temporärem Arrefi belegt wurden. 1b84 war >s das Betzmayr'sche^Haus, 1708 ««- Stadt-Krankenbau s, j„ d e r Folg? wur d n ^ rS Eigenthum der gemeinen Stadt Wien, wurde aber in neuerer Zeit an Private verkauft, 1822 Joseph Zwickhl. — I oseph Zwickhl's Erben. IW. (I 353, 352. — II. 184.) — Im 1. 1700 sonsten auch Heilig- thumb-Stull genannt. Der Gemeinen Statt Behausung, worinnen der Zettelschreiber und Todtcn-Beschauer ihre Wohnung haben.— Erst in neuester Zeit wurde das Todtenbeschreibungsamt in daS Magistratsgebäude in der Wipplingerstraße übersetzt. 118 . (1. 351. — II. 185.) — Zum grünen Gattern. — Im I. 1700 zum grünen Gattern genannt. Hrn. Matthias Landl, Zimmer- meisterS seel. Erben, ein Schenk- und Gast-Hauß, worinnen die Schwäbisch- und Bayrische Floß- und Schiff-Leuth ihre Einkehr- Haben. 1775 Franz Wedel, Wirth, 1783 Eva Wedel, 1795 Leopold Mägel, 1806 Wolfgang Heller, 1812 Joh. Heller, 1822 Johann Nagel. — Thekla, Katharina». Joh. Nagel, kein Gasthaus mehr. II« (1.350.-II. I8S.) — JmJ. 1775 Maria Regina Freiin von Buoll, 1775 Baron von Buoll, 1795 — 1886 Anton Freiherr von Bartenstein.— 1822 Anton Graf vo n Appony. 18 «. (349. - 187.) — Im I. 1788 Georg Mayer, Wundarzt, 1775 Friedrich Eisenhut's Erben, 1795 M. Hanzenberger, 1822 — G e org Thomayer, Theres. Posch, Johann Ble hieben, Wenzel Ritter. 181 . ( 1 . 348. — II. 188.) — Im I. 1788 Johann Friedrich Eisenhuth, Schneidermeister, 1775 dessen Erben, 1795 Martin Hanzenberger, 18!L Georg, Theresia und Carolina Thomayer. — Georg Thomayer, Ther. P o sch, Joh. Bleyleb en, Wenzel Ritter. 182 . (I. 347.—II. 189.)— Im I. 1775 Graf Nostitz und Rhcineck, 1795 Friedrich Graf von Nostitz und Nheineck, 1886 Joseph» Gräfin von Brcuner, 1812 Joseph Graf von Ferraris, 1822 Maria Wilhel- minc Gräfin von Zichy und Ferraris, 1833 Franz Graf von Zichy- FerrariS. — Henriette Freiin von Pcreira-Arnstein. 18 ». (I. 346. — II. 190.) — Im I. 1788 die Kayserl. Kiesel-Saltz- Cammer. Kayserl. Saltz- oder Pulver Thurn, das hindere Arsenal und Rcitschul. — Alle drei jetzt k. k, unteres Arsenal. /7^. <^?^c' -^r ^ » >r //Scf " 7 —^ ^ x^^^ -»»?»» x ß ^ V ^' 7 ^' ^ F ..^ ^ ,' d ' c/"-^ >. /-5FS -». »^ »-r-» ^«?«2 ^ O :» F / > " ^ ^ 47 Wolffcn in der Au, Gast- und Wirts-Hauß, Hrn. Frantz StmbertuS Peißkammer gehörig, 1775 Theresia Kaiser, 1806 Ernst Koch, 1828 dessen Erben, 1833Koch'sche Erben und Karl von Mösing.— Fran- ciska Mo sing. — Gasthaus mit demselben Schilde. 215. (I. 442. — II. 222.) — 3m 1. 1775 Rosalia Narziß, 1795 Franz Grabner, 1840 Mathias Wcishappcl. — Barbara WciS- happ e l. 216—21S—218 (I. 404, 405, 406. — 11.223, 224, 225.) — Schild zur Glocke.—Früher drei Häuser, in neuererZeit in eines zusammengebaut. Das elftere gehörte 1700 3akob Fasenmayer, Hä- ringer, und hatte den Schild zum grünen Hirsch, 1795 gehörte es den 3ohann Mayr'schen Erben. Das zweite wurde schon 1740 aus zwei Häusern zusammengebaut, seren eines 1700 Georg Dietz, Häringer, mit dem Schilde zur goldenen Glocke gehörte, das andere war ein Haus der gemeinen Stadt Wien, worin sich die Wohnung deS Rumor-Hauptmanns befand. Das zusammengebaute Haus besaß 1775 Franciska Babitsch, 1787 Regina Heser, 1806 Anton Schmid, 1822 3osepha Krammer, 1833 die Krammer'schen Erben. Es batte den Schild zum goldenen Glöckel. Das dritte Haus besaß 1700 3ohann Vogelhuber, Häringer und Bierleutgcb, 1790 Ursula Thaller, 1822 3ohann Grall. 3n neuerer Zeit wurden diese Häuser zusammcngc- baut und gegenwärtig ist Eigenthümerin: 3osepha Held. 216. ll. 407. — II. 226.) — Schild zum gründen Jäger. — 3»r 3. 1684 Michael Sedler, 1700 Hr. 3ohann Wolfgang Stahl, Häringer, 1775 Anton Losert, 1783 3oseph Freiherr von Gasser, 1787 Anton Reinhard von Eyb, 1806 3ohann Schiller, 1822 Franz und Elisabeth Schaudy, dann 3ohann Nep. und Franziska Schilde, 1828 Martin Ziska. — Karl und Friedrich Oberer. 220. (1.400. —11.227.) — 3m 3. 1684 Mathias Widmann, 1700 Hr. Mathias Widmann, burgerl. klein Urmacher, 1775 Anna Christin» Himmelbaum, 1795 Vincenz Settele Edle von Blumenfeld, 1806 3acob Bcrnklau, 1822 3gnaz Lehnert, 1833 dessen Erben. — Karo- line Fink undVarbara Bruder. 221. (I. 401.— I. 228.) — 3m 3. 1700 Hr. Sirt Grasten von Trautmanstorff, Stifft oder Benefieiat-Hauß, 1775 Balthasar Hack- müllcr's Erben, 1783 Eleonora Müller, 1795 Hackmüller'sche Erben, 1822 Leopold Stürzenbaum und Maria Christin« Hölzl, 1828 Michael Stürzenbaum, 1833 Leopold Stürzenbaum. — Michael Leopold Stürzenbaum. 222. (1. 402. — II. 22S.) — 3m 3. 1684 Peter Schuster'S Erben, 1700 Hr. Gabriel Alexander Neumayr's seel. Erben, 1775 Franz 3o- seph Stäbler, 1795 Bernhard Stäbler, 1822 Franz und AnnaLigle, 1828 Franz Ligle. — 3gnaz Ditsch. 223. (I. 403. — II. 230.) — 3m 3. 1684 Christoph Briechensried's Erben, 1700 Hr. Michael Götz, Bäckenmeistcr, ein Eckhauß gegen Unser Lieben Frauen an der Gstätten an, 1775 3akob 3agatitsch, 1806 48 Andreas Zirl, 1812 Johann Stark, 1822 Eleonora Stark, 1828 Anna Vrandl. — Karl u. Julie Mayer, Ludw. und Pauline Brand l, Adolph Lang, Elis. KowyundFr. L. Mayer. 224. (1.328. — II. 231.) — Im I. I7VÜ Hr. Simon Knab, Roß- Ausleiher, 1775 Kohann Karl Taringer, 1787 Michael Höfer, 1795 Georg Locher, 1886 Joh. Bapt. und Maria Anna Leth Edle von Lethenau, 1828 Anna Mittelmayer. — Joseph Sch eurer. 225. (1.327. —11.232.)—Im I. 1700 Hr. Mathias Kibler, Nachtführer, 1775 Franz Wiedon, 1783 Franziska Mildorfer, 1787 Joseph Mildorfer, 1795 Franciska Hofer, 1886 Mathias Schick, 1812 Phi- " lipp Kolurt, 1822 Johann Fruhwirth, 1828 Fruhwirth's Erben, 1833 Theresia Fruhwirth.— Friedrich und Rosalia Gohde. 226. (1.326. — II.233.) — Im J.1700 Gemeiner StadtWienHaus an der hohen Brücke. Wurde um 175Ü an Private verkauft, 1795 besaß es Magdalena Magetsch, I8VK Anna von Blumenkorn, 1822 Theresia Mayer, geborne Leibenfrost, 1833 Johann Fröhlich. — Franciska Fröhlich. — Dieses Haus bildete den unteren Theil des Stadthauses im tiefen Graben, der obere Theil ist auf der hohen Brücke und jetzt Nr. 354. (s. d.) 222. (I. 325. — II. 234.) — Dieses so wie die folgenden acht Häuser, endlich jenes Nr. 331 waren 1708 der gemeinen Stadt Wien gehörige Gebäude dem tiefen Graben rechterseits entlang bis zur hohen Brücke. Sie wurden schon um 1778 verkauft und zum Theile verbaut. Nr. 331 ist das magistratische UnterkammeramtSgcbäude auf dem Hof (s. d.). Das hier erwähnte Haus besaß 1775 Ursula Büchner, 1795 Peter Schweighofer, 1828 Anton Graf von Triangy. — Gräfin von Triangy Erben. 228. (I. 324. — II. 235.) — Im I. 1775 Gregor Pfiringer, 1795 Franz Gamauf, 1828 Anton Klinger. — MagdalenaConstan- tini. 22S (1.323. —II. 236.) — Im 1.1775 Joseph Fischer, 1795 Franz Zehetgruber, 1828 Friedrich Jllich. — Franz und Karl Schmidt. 230 (1.322. — II. 237.) — Im 1.1775 Barbara Fischer, 1795Bar- bara Wintersteincr, 1828 Maria Barbara Fischer. — Andre Go- stischa's Erben. 234 (1. 321. — II. 238.) — 3m 1. 1775 Gottfried Krempel, 1795 Katharina Krempel, 1828 Math. Kuhn. — H a ffe r'sche K ind e r. 232. (1. 328. — II. 23S.) — Im I. 1775 Eisische Erben, 1795 Andreas Reiner, 1824 Johann Baptist Swoboda. 233 (I. 3IS. — II. 248.) — Im I. 1775 Franz Sales von Greiner, 1828 Therese Meyer, geb. Leibensrost. 234. (I. 318. — II. 241.) — Im I. 1775 Katharina Greiner, 1795 Franz Sales von Greiner, 1828 Jakob und Anna Kautzner. — Anna Kautzner's Erbe». .-k ^ - ' >/ --^ ^ p-«' '.- '" - >". > ^ -t' '-.7MÄ 'PMW^r-4 45.7 7 rE' —. -»' ^7^ ,' ' . v v <- - ^ ' v>>7> 7^- ^ -v.> !- ^7 V LÄ^««r. - '.- r^.^x -r-. 7^77-7^ " " - ' ^ 7". . ^ ^ s'r.--. - 7. ^ ^ -r > «M'4^7 ' 7- ^ - --«'' k.-. 7 -7 - - >c., ' - 7^7^ .<,»V ^>»>»»' ^ -^ »' »^. ,» /» ^ 7^ ^7 ^r.tzr: K'»S >.'7 - 7 ' . '.7 ^ ; « i /./EL o^s ') 49 235 (1.317. — H. 242.) — 3m J.1775 Michael Andre Bäckcn's Erben, 1795 Dominik Schaden, 1820 Karl und Anna Fliemann. — Anna Fliemann (Theresia Braunhofer). 236. (I.3I6.— H.243.) —Schild zum heil. Geist. —Im 1.1700 Heilig Geist oder Hansen Zwickl,Leibgeding, Inhaber des Vißthumb Wien. — Laut eines Verzeichnisses der Stadt Wien von 1548 soll dieses Haus aus zwei bürgerlichen Häusern bestehen, außerdem soll das heil. Geiststift noch zwei Häuser .auf dem neuen Markt und eines bei der Himmelpforte besessen haben, 1839 wurde das Haus neu erbaut und fortan als Leibgcding verliehen, als welches eS 1789 Hans Zwickel besaß. Seit frühester Zeit gehörte es dem Bisthum, später und noch jetzt dem ErzbisthumWienan. 235. (1.289.—n. 244.)— Schild zum Türken. — Aufdicsem Platze vor Altersnam Mist« genannt, stand schon1Z71 ein Haus, welches Radolt von Haslau gehörte, 1588 soll Erasmus vonder Haidt dieses Haus besessen haben, 1546 verkaufte es Ursula von Haydcn ihres Mannes Brudersohn, Hannsen Fünfkircher zu Steinabrunn. Ohne Zweifel leitet sich der bis jetzt verbliebene Name zum Heidenschuß von dieser Familie her. Durch das schon im 16. Jahrhunderte an diesem Hause befindliche Standbild eines einhauendcn Türken entstand die aber noch jetzt noch hin und wieder gegla ubte Sage, daß die Türken 1529 durch nnabläßiges Miniren briOim dieses"Haus gedrungen seyn sollen; ihr Graben aber sei durch einige wachsame Bä ck er ju ugeu entdeckt und ihre Minen sofort zerstört worden. Dieser Umstand i st iedoL aanz irri a: abaescben davon, daü in keinem gleichzeitigen Werke die Rede davon ist, kann man wohl nicht als möglich annehmen, daß die Türken eine so weite Strecke unter der Stadt un- entdeckl durchgegraben haben sollten. Auch erhellt aus alten Urkunden des Schottenstistcs, daß dieses Haus lauge vor der ersten Türkenbelagerung, z. B. unterm 18. Oktober 1528 den Nam en: »zum Heldenschuß, oder wo der Hitv'sHeMu geführt habe' Eine ebenfalls unbeglaubigte Annahme ist, daß es denselben schon um 1242, als die Tartaren Oesterreich überschwemmte», geführt habe. Das Standbild ist jedoch mit dem dermaligen Gebäude gleichzeitig und stellt unbezweifelt einen Türken vor. 1798 gehörte es den P. P.Pau- linern in der Neustadt, die es solange bewohnten, bis ihnen ein neues Haus gebaut wurde. 1795Anton Eßner, 1828 Barbara Geringer. — Barbara Geringcr's Erben. 238. (1. 120, 121. — H. 245, 216.) — Von 1598 bis 1694 gehörte das Haus mit der alten Nummer 128 den Grafen Breuner, Wcis- senwolf und Palffy, 1694 kam es an die Familie Kaunitz, in deren Besitz cs sammt dem dazu erbauten Hause 121, noch 1797 war; 1788 besaß cs nach Schatz, Schutz -c. Herr Dominic Andre Graf von Kaunitz, Reichs-Vicekanzler und das Haus hatte sonsten den Namen Schleglisches Haus, 1886 gehörten beide Häuser der damaligen Gräfin von Metternich, 1825 gehörten sie Rudolph Fürsten Collo- rcdo und waren bereits wieder in ein Haus verbaut, 1848 wurde 4 so es durch Franz Munsch abgebrochen und sollte zu einem großen Hotel neu erbaut werden. Zn demselben Jahre brachte es jedoch Graf von Har- degg an sich, und ließ 1847—1S4S ein neues Palais aufführcn. — Gras Hardegg. 238. (I. 119. — II. 247.) — An dieser Stelle waren ehemals drei Häuser, wovon das erste gegen die Herrengasse, 1577 Christoph von Puechheim, 1590 Franz von Dietrichstein, 1725 die Herren von Har- rach befassen, welche dieses Haus 1655 an die Stände verkauften.— Diese verkauften dasselbe sammt einem von ihnen damit verbauten bürgerlichen Hause an den damaligen LandmarschalbLohann Weik- hard'von Aucrsberg, von welchem cs,Ferdinand Graf von Harrach wlMr erkaufte. Dei der Türkenbelagerung 1683 gerieth durch den Ärand des Schottcnhoses auch dieses Gebäude in Flammen. Das zweite Haus, den Schotten gegenüber, besaß 1616 der Bürger Mathias Mayer, und cs kam in der vorigen Ordnung endlich an den Grafen von Harrach. Zu diesen zwei Häusern gehörte auch der damals Peyeregg'sche Garten in der Rossau, welcher 1660 gegen Erlag von 830 Gulren dergestalt reluirt wurde; daß das genannte Maycr- schc Haus auf immer, der Garten aber, so lange denselben die Familie besitzen würde, befreit bleiben sollte. Die Herren von Harrach oder Harracher besaßen auch schon, wie die alten Gewähren zeigen, 1470 ein Haus nahe bei den Schotten, und es soll daran 1456 Bernhard Praun, 1469 Ulrich Zeiller, 1470 Hans Harracher, 1481 Rei- chenauer, 1502 Nikolaus Prundener, 1518 Leonhard Harracher geschrieben , und es soll immer ein Herrenhaus gewesen seyn. Neben diesem sollen die Harracher noch zwei andere Häuser daselbst gehabt haben, deren eins von 1424 bis 1542 Peter Zistler, Puechhaimer, Schuester, Himberg, Mengelhaimer, Schönsteiner, Stubenbaum, Brentl, Schmied und das andere Peter Weinberger, Rupprecht Steineigel, Peter Stadtler, Hans Eichberger, Stater, Präntl, Cra- schmivt, Pflügel und Stuttcr besessen haben. Zusammen gebaut wurden Liese Häuser schon im Anfänge des 17. Jahrhundcrtes. Die noch darin befindliche einst öffentliche Capelle zur unbefleckten Empfänglich Mariens wurde um 1702 von Ferdinand Bonaventura Grafen von Harrach erbaut. — Franz Graf von Harrach; Fi- deicommiß. 240. (1.122. — H. 248.) — Durchhaus. — Dieses Haus wurde bereits 1401 durch die damaligen Herren von Traun von dem Bürger Hans Westerbergcr erkauft, und es blieb fortan bei dieser Familie. 1700 besaß eö Otto Ehrenreich Grafvon Abensberg und Traun, Land-Marschall in Oesterreich. — Franz Graf von Abensberg und Traun; Fideicommiß. 241 . (I. 123.—11.2)9.)—Dieses ebenfalls der alten Familie derGrafen . Abensberg-Traun gehörige Haus, besaß 1554 Colens Gieriger, 1585 Georg und Nikl. Graf v.Zriny (Screny), von welchem es 1560 Ernst Graf von Traun erkaufte, seit welcher Zeit es bei dieser Familie blieb. Nach einem alten Gcwährauszuge soll des »Herrn Trawn L>^E/^Ä »» <»»^»^ ^ -7 > 1 <^ ^ E-FL) S1 Hauß, so Herr von Gieriger gehabt hat« früher folgenden Bürgern gehört haben : 1386 Heinrich Seiler, 1448 Philipp Seiler, 1452 Georg Stockharner, 1475 Sigmund Pritzimstorfer, 1512 Wolfgang Traun, 17VV besaß es der vorerwähnte Otto Ehrenreich, Graf von Abensberg und Traun. — FranzGras v. AbensbergundTraun. 242. (1. 208. — II. 250.) — Im I. 170V Jhro Gnaden Hr. Georg Friedrich Schick, I. II. v. nied. österr. Regiments-Rath, 1775 Konrad Wohlgemuth, 1787 Katharina Wohlgemuth, 18V6 Anton Siegel, 1812 Anna Siegel. — Beatrix Giay. 243. (1.207. — II. 251. — Im I. 1684 Paul Eder's Erben, 1700 Herr Sebastian Hopffner von Brand, dcß Innern Raths, 1775 Martin Ackerle's Erben, 1783 Barbara Mogisin, 1812 Kohl und Müller, 1822 Theresia Constantin und Geschwister Kohl, dann Peter Müller, 1828 Therese Kohl und Peter Müller, 1833 Franz Tennak und N. Seefried. — Brüder Seesricd. 244. (1.206.—11.252.)— Das alte Sinzendorsische Haus, welches 1683 von den Grafen von Sinzendorf an die Grafen von Oettingen verkauft wurde, in deren Besitz es noch heute ist. Der Besitzer 17VV war: Wolfgang Graf von Oetting, gewester Groß-Pottschaster an der Oltomanischen Porten. — Karl Fürst vo n Oet tin g en- Wallerstein; Fideicommiß. 245. (I. 205. — II. 253.) — Früher ein bürgerliches Haus, Sebastian Hopffner von Brennt gehörig, welches 1683 ebenfalls von Wolfgang Grafen von Oettingen zu dem vorigen erkauft wurde und noch jetzt in gleichem Besitze ist.— KarlFürstv. Lettin ge n-W al l erstcin. 248. (1.124. — II. 254.) — Im 1.17VV Hr. Birgitts von Ungrechts- berg seel. Erben, 1775 Graf von NngrechtSberg, 18V6 Johann Heinrich Geymüller, 1822 Geymüller'sche Erben, 1840 Joseph Sappel. — Gottfried Girtlcr. 24S-248. (I.I25. —II. 255;—1.126. - 11.256.) — Im1.1700 Hr. Frantz Höffer, Kayserl. Mund- und Hoff Bäck, drei Häuser. Jetzt zwei, gehörten von 1775 bis 1830 der Eberl'schen Familie. — Beide Anton Punzmann. 248. (I. 127. — II. 257.) — Dieses Haus war noch 17VV mit dem Hause Nr. 270 in der Wallnerstraße ein zusammenhängendes Gebäude, und gehörte damals Michael Lechner. In der Folge wurden beide Theile getrennt. Nr. 249 besaß 1775 Joseph Zimmermann, 1783 Elisabeth Zimmermann, 18V6 Ignaz Gruber, 1812 Joseph und Theresia Gruber, 1833 die Gruber'schen Erben. — AugustDchne. 25V. (I. 128. — II. 258.) — Im I. 17VV Jhro Gnaden Hrn. Frantz Sigmund Graffen von Lamberg ein Eckhauß. Um 177V besaß dkeses Haus Graf Kueffstein und 18VV gehörte es Thomas Edlen von Tratt- nern bis etwa 1830. — Friedrich Gras von Stadion-TH anhaus en. 25L — 252. (I. 129,130. — II. 259,260;—!. 132, >32. -II. 261.) Im I. 1346 besaß Graf Ludwig von Oettingen daS Haus (alte 4* 52 Nr. 131), der es später an Leopold von Eckardsau verkaufte; von dessen Erben kam es an Christoph von Liechtenstein, 1497 kommen die Georg und Franz von Liechtenstein als Besitzer vor, mit dem Haus auf der Hochstraße, nächst der Badstuben gelegen, gegen derWallnerstraßen, als ein Freieigen, mit sammt rem Caplanhaus, Capelle und Garten. Dieses Haus wurde das alte Liechtenstein'sche Hauß genannt und die Capelle stiftete noch Albrecht von Oettingen. Die (alten) Nummern »29 und >30 waren früher Bürgerhäuser, so beißt es in den Gewähr Auszügen: »Das Haus so 1458 Ambros Wiesundt inne gehabt und jetzt zum Landmarschallischen Liechtensteinischen Hause abgebrochen ist; dann 1488 Gilgen Wöllstein so vor von Auersperg Haus gewesen.« Das HauS mit der (alten) Nummer 132 kauften die Brüder Ludwig und Albrecht von Oettingen von dem Grafen von Isenburg und stifteten in demselben zu Ehren des heil. Andreas eine Capelle mit einemCaplan. Dieses Beneficiathans, welches zu Folge einer alten Gewähr 1373 ein gewisser Thomas Krabaten- Schneider besaß, mußte auf Befehl Herzogs Albrechts V. der Capelle abgetreten werden. Von dieser Capelle findet man 1481 Hansen, zu den Zeiten Capellan zu St. Andres, gelegen in das Eckartsauer Haus auf der Hochstraßen» 1583 Hans von Haber, 1845 in einem Abschied Jakob Philipp Ferarv Beneficiantcn bei St. Andre, nach welchem Tobias Helfreich von Khayserstein diesen Bencficiatcn das zur Capelle gehörige und von ihm erkaufte Haus abtreten mußte. Christoph von Liechtenstein stiftete 1583 das Veneficium von Neuem und schenkte dazu das Bergrecht von Grinzing, das Haus in der Hochstraße und ein Grundbüchel zu Breitensee. Von Aloys Fürsten von Liechtenstein wurde dieses Haus mit den andern drei Häusern um 1792 neu erbaut. Noch liest man aufdcn beiden Giebeln: 81V8 I08LPIIV8 k(rineep8) ^4. I-HL6tI'1'LX8'riL1>. »LXL- DirieXVID. n(»s) (34) gehörte 1700 Albrecht Erb, kaiscrl. Kammer- und Hofuhrmacher, 1770 Clara Peppcrmann, 1787 deren Erben. Dieses Haus brannte 1798 ab, und die Brandstätte wurde von Karl Freiherrn von Wetzlar zu seinem vorigen Hause erkauft. Sas^drNle Haus gegen die Herrngajse (alte Nr. 135) besaß 1700 PhilivP Schund, Strumpfwirker, 1770 Peter Hanselberger, 1787 Paul Weißhappel, 1795 Elisabeth Elenter. 1796 kaufte cs Baron von Wetzlar ebenfalls an sich, und verbaute alle drei Häuser zu deinstetzlgen ansehnlichen Gebäude. Die weiteren Besitzer desselben waren 1808 die Wetzlar'schen Erben und Freiherr von Arnstein, 1812 Barbara Freiin von Arnstein, 1824 3gnaz Freiherr von Arnstein und Bernhard von Eskeles. — Maria Gräfin v. Wimpfen und Bernhard Freiherr von Eskeles. 254. (1. >36.— 11.265.) — Schild zum weißen Hahn. — 3m 3. 1884 Hr. Ernst 3osua Pentz seel. Erben, 1775 Anna Gräfin von Halleweil, 1787 Leopold von Suttnern, -1795 Katharina von Ditter, 1806 Katharina Gräfin von Wallis, 1822 Kathar. von Didiö, 1828 Katharina Gräfin von Wallis und Aloysia Dicdiö'sche Erben , 1833 K. und L. de Didiö. — Katharina Ca urairy und Aloysia Nowotny. 255. (I. >37. —11.266.) — Schild zum schwarzen Lamm. — 3m 3. 1884 Georg Buch»»», Buchführer, 1700 Hr. Casper Wittich, Kays. Antecammer-Thür-Hütter, 1775 Cäcilia von Bistrich, 1783 Hr. von Bistrich, k. k. Kabinets-Sekretär, 1787 von Bistrich'sche Erben» 1808 Cäcilia von Bistrich, 1822 3ohann und Barbara Matzal, 1828 3ohann Matzal. 25V. ll. 138. — 11.267.) — 3m 3. 1684 Hr. Johann Scheninkcl, Kays. Hoff-Messerschmid, 1775 Eckl von Helmberg, 1806 Lorenz Aumüller, 1822 Anna Campi. 25?. ll. I3S. — II. 268.) — 3m 3. 1884 Mbrecht Ernst Graf von Curland, 1700 3hro Gnaden Hrn. Albrecht Grasten von Curland seel. Erben, 1775 Crescentia, Gräfin von Montccucoli, 1795 Karl Wetzlar Baron von Blankenstern, 1808 3ohanna Gräfin Clary, 1822 Karl Graf von Clary und Aldringen, dann Maria Freiin von Ehrenfels, 1828 Georg Graf von Buguoy. 258. tl 140. — II. 26S.) — Schild zum grüne» Gitter. — 3m 3. 1884 zum blauen Gattern genannt, Hr. Daniel Gütler, Riemer- meister seel. Erbe», 1775 Franz Brauncvß, 1795 Laurenz Constantin, 1808 Lorenz Aumüller, 1833 Grünaucr'sche Erben. — Karl Grü- nauer, Barbara Bujatti, Anna Steindächer, 3gnaz Ritter von Campi. 25V. ( 1 . 141. — 11.270.) — 3m 3.1884 3ohann Böhm, 1700 Hr. 3ohann Böhm, Kays. Quarderober, seel. Erben, 1775 3oh. Bapt. Burger, 1806ErasmusDaudcrlau, 1822 Erasmus Bürger«. Fr. Dau- 54 derlau, 1828 Elisabeth Dauberlau und Franz Burger, 1833 Karo- line Müller. 260. (l. 142. — II. 271.) — Schild zum grünen Faßei. — Im I. 1700 zum Samson genannt, Hrn. Johann Valentini seel. Erben. Im ersten Stockwerke dieses Hauses befand sich seit 1771 das erste Lokale der k. k. priv. Börse, welche 1802 in den Gundelhof übertragen wurde. Schon 178V war dieses Haus Eigenthum der Familie Spöttl, welche daselbst auch ihre wohl renommirke Specereyhand- lung mit dem Schilde zum grünen Fasse! hatte. 1783 besaß es Theresia Reichenberger, verwittwete Spöttl, 1787 wieder der Sohn Ignaz Spöttl. — Anna Maria von Straßern und Ignaz Desiderius Spöttl. 261 (I. 143. — II. 272.) — Im I. 1684 Lorenz König, Schuster, Erben, 17VÜ Hr. Christian Frenner, 1775 Anton Lechner, Riemer, 1806 Maria Anna Lechner, 1812 Joseph Karl von Kaufmann und dessen Kinder : Karoline und Eduard, 1828 Joseph Karl Edler von Kaufmann. — Karoline von Breyer und Edmund Edler von Kaufmann. 262 (1.144. — II. 273.) — Im I. 1684 Michael Zeitz Erben, 1700 zum auldenen Brunnen. Hr. Antoni Claas, Handelsmann, 1775 Jakob Perger, 1783 Jakob Borging, 1787 Theresia Borging, 1795Joseph Pauer von Traut, 1806 Magdalena Theresia von Persche, 1812 Karl Graf von Finkenstein, 1822 Jos. Mich. Ritter von Ehrenfels. — Karl Freiherr von Ehrenfebs»" 263. (1.145. — 11.274.) — Hier standen früher zwei Häuser, wovon das eine Michael, dann Ambros Grafen von Thurn, 1650 der Probstei Secau gehörte, und 1666 an die Grafen von Sprinzenstein kam. Bon dem zweiten Hause waren seit 1592 Besitzer : Michael May, Jacob Kern, Bartholom, de la Conte, 1601 Anton Stampa, später Andreas d'Harine, 1660 Johann Schweiger. In der Folge kamen sie an die Grafen von Lamberg, welche sie noch vor 1700 in ein neues verbauten. Um 1740 kaufte es der Großherzog Franz Stephan von Toskana, welcher es an Kaiser Joseph II. vererbte, dessen Name noch in dem ersten Häuserverzeichniß von 1776 als Besitzer vorkommt. Nachdem er zur Regierung der österreichischen Staaten nach Maria Theresiens Tode gelangt war, verkaufte es dieser Monarch an Franz Ulrich Fürst von Kinsky, 1795 besaß es Joseph Fürst von Kinskv, 1806 Rudolph Graf zu Czernin - Chudenitz. Erst in neuerer Zeit erwarb es der jetzige Besitzer. Um 1660 wurde dieses Haus der Flo- rentinerhof, später von seinen verschiedenen Besitzern das Kaiserhaus, das Kinsky'sche und wohl noch jetzt das Czernin'sche Haus genannt. Adolph Graf von Hu sarzewsky. 264. (I. 146. — II. 275.) — Das kleine Liechtenstein'sche Haus. — Im I. 1700 das Cantzley Baad, Hr. Mathias Wilhelm Bücher, dcß Austern Raths, 1775 Franz Fürst von Liechtenstein, 1794 Aloys Fürst von Liechtenstein, 1805 Johann Fürst von Liechtenstein. — Seit 1836 Aloys Fürst von Liechtenstein. ^ ^^ /F-f^ FjiL^^-^ - s^ e/-» 4 »^ .. ^ _ >H^ ^ ^ ^ ^ ^ __ 55 265. (1. 147. — II. 276.) - Im I. 1684 Hanß Georg Nestleh- ner, Kaps. Zeltschneider, ein Eckhauß, 1775 Leopold Geiter, 1783 Stephan Hell^ Sattler, 18V6 Jakob Hell, 1822 Jakob und Susann» Hell, 1828 Reg. Grubcr, 1833 Jgn. Gruber. — Aloysi aLambel. 266. (1. >48. — H. 277. > — Im I. 1684 Casimir von Peschowitz, 1780 Jhro Gnaden Casimir Frevherr von Peschowitz, 1775 Anton Baron von Grechtler, 1783 Georg Baron von Grechtler, 1781 Thaddäus Baron von Reischach, 18V6 Sebastian Freiherr von Guldenstein, 1822 Stanislaus Grafvon Minscek. 26?. «1.149. — H. 278.) — Im 1.1708 Lorenz Förster, bürgk. Kässtecher, von welchem es um 1728 Regina Gräfin von Herberstein erkaufte, später gehörte es deren Erben, 1795 Joseph von Joujard, 1886 Alops von Bach. — Christian Hasenaucr. 268. < 1 . >51. — II. 280 ) — Schild zum grünen Baum. — Im I. 1788 Herrn Conrad Frantz von Frantzenau, ein Gasthaus zum grünen Baum genannt, 1778 Joseph Baron von Walterskirchen, 1745 dessen Erben, 1885 Johann Heinrich Edler von Fehr, 1824 Katharina Sizzo de Moris.— Franz Graf und Julie Gräfin von Nadasdy. 266. (1. 150. — II. 279.) — Im I. 1788 Hrn. Johann Mar Con- stantz, Handelsherr, vorhin gräfl. Kuefstein'sches Haus, 1775 Ferdinand Graf von Rappach, mit welchem dieser Familienname ausstarb, noch 1888 gehörte es indessen seiner Witwe Eleonora, 1886 Leopold Grasen von Kolowrat, 1825 Barbara von Geymüller. — Franz Graf von Nadasdy. 2?O. (1.152. — II. 282.) — Früher mit Nr. 249 ein Haus. Diesen Antheil besaß 1775 Christian Matzcl, Riemer, 1795 Albin Georg von Ziernfeld, 1812 Andreas Gruber, 1824 Katharina und Franz Obcrle. — August Dehne. 2?t. (1.153. —II. 282.) — Schild: wo der Wolf den Gänsen predigt. — Im 1.1788 allwo der Wolfs den Gänsen predigt, Hrn. Johann Bapt. Enneberger, deß Austern Raths. Das einzige Haus, worauf sich noch ein sinnbildliches altes Wandgemälde befindet, das vielleicht auf die protestantischen Umtriebe in Oesterreich Bezug hat. 1775 Michael Gycmaus, 1795 Albin von Ziernfeld, 1828 Franz Zanoni. 2?2. (1.154. —11.283.) — Hier stand 1679 das gräfl. Breuner'sche Haus , welches später Freiherr von Prosing kaufte und seit 1687 Enterich Graf Caprara, der Rom. Kays. Mas. Hoff-KriegS-Raths-Vice- Präsident, General der Kavallerie und General-Feld-Marschall besaß. Von den Caprara'schen Erben erkaufte es Karl Fürst von Liechtenstein, nach dessen Tode es 1797 Freiherr von Wimmer an sich brachte. 1798 wohnte der damalige französische Botschafter General BernaVotte in diesem Hause, und erregte den 13. April d. I. durch Aufstockung der dreifarbigen Fahne auf den Balkon, den bekannten großen Tumult, wodurch er bald das Leben eingebüßt hätte und gezwungen 56 wurde, den 15. unter militärischer Bedeckung von Wien abzureisen. Es erschien aus Anlaß dieses Ereignisses eine von einem Augenzeugen verfaßte eigene Brochüre unter dem Titel: »Getreue Darstellung des Auflaufes welchen der französische Botschafter durch Aushängung einer dreifarbigen Fahne den 13. April 1798 in Wien veranlaßt hat.- 1801 erkaufte es der Großhändler Johann Heinrich Geymüller. — Rudolph Freiherr von Geymüllcr. 2-3 ci. I5S, 156.-11-284,285.) —Im J.1K84Franz Fischer Freyherr und Lothar Graf von Martinitz, 1700 Jhro Ercellenz Hrn. Mar Guidobald Grasten von Martinitz, Königl. Hatschirn Hauptmann, Jhro Ercell. Herrn Mar Carl Grossen von Löbenstein. — Jetzt ein Haus. 1775 Joseph Fürst von Khevenhüller, 1795 Anton Fürst von Grassalkowitz, 1806 Johann Graf von Palffy, 1828 Genovefa Gräfin von Palffy, 1833 I. Gräfin von Palffy, geb. Fürstin de Ligne.— Johann Baptist Graf von Palffv. — Dieses Haus gerieth in der Nacht vom 11. Mai 1809 beim Bombardement in Brand. SSL. (1.147,160. — 11.286,289.) - Im 1. 1700 waren hier neun Häuser, Hrn. Ephraim Pinau, Klampferer; Joh. Georg Resch seel. Erben; Matth. Paur, zum Lindwurm; Fr. Christ. Eder, Bierschenk; Heinr. Rüß, Schustermeister; Andr. Englerth, Greißler; Thomas Hummel, Laistschneiderund Gradltrager;Joh.Sontag,N. Oe. Land- schaffts-Officier ; Simon Feyertag, Schustermetster. — Alle neun jetzt ein Haus. Diese sämmtlichen Häuser wurden schon von Fürst Khevenhül- ler, der jenes mit der alten Nummer 155 vom Grafen von Löbenstein um 1720 dazu erkaufte, in zwei Häuser verbaut. Der folgende Besitzer war Anton Fürst von Grassalkowitz, welcher es an den Grafen Johann von Palffy verkaufte, dessen Sohn Franz dieses mit dem Hause 156 der alten Nummerirung, in eines verbaute. In dieser Gegend stand auch ein bürgerliches Haus, welches 1371 Otto Kneifel, 1380 Hans Froneigel, 1435 Heinrich Feder- peckh, 1435 Michael Derl und 1550 Andre Grobner besaß, und welches wahrscheinlich mit einem der neun genannten Häuser schon vor 1700 verbaut wurde. Das Haus Nr. 147 (alt) besaß noch 1770 Leopold Geitcr, 1783 Stephan Hell, 1795 schon Fürst Grassalkowitz. Jenes Nr. 160 besaß 1770 Joseph Grauß, Binder, 1795 Sebastian Arnold; die Häuser Nr. 155, 156 aber b«saß schon 1770 Graf Khevenhüller. — Joh. Bapt, Graf von Palffy. 2-5 (1.189. — 11.290.) — Im I. 1700 Hrn. Jacob Scheibl, Schlossermeister, ein Eckhauß, 1775 Sybilla Gerhard, 1787 Gerhard'sche Erben, 1824 Georg Spitzer. — Theresia Siegl. 2-6. (1.164,165,188, 187,188. —11.291,295,313,317.)— Durchhaus. — Die alten Nummern (161, 165) bilden das ursprüngliche Esterhazy'sche Haus. An ihrer Stelle soll der Sage nach von dem Markgrafen Leopold dem Heiligen um 1166 ein Jagdhaus erbaut worden seyn. Um 1650 besaß beide Häuser Johann Heist, welcher sie 1690 >r Ä-7 ^ (" » S7 an den damaligen Palatin von Ungarn, Paul Fürst von Esterhazy, verkaufte. Dieser ließ sie neu erbauen und mit einer Capelle zu Ehren des heil. Joh. v. Ncp. schmücken, worauf folgende Inschrift gesetzt wurde: 8oli Deo KIoris,l 8 llov 088 ll temporis ack ksmilism Lstoras äevoluks, per oells. 8. k. krinoipum ksiilum Lstorss, UunKurise kulstinum eompsrst» in knnv kormam v kuniiamon- tis pro kamilise ckeeore aeitiüoat» esi ^nno Uni. 1695. Diese Capelle wurde MS durch den Cardinal Leopold Grafen von Kollonitsch eingeweiht. 1799 kommt als Eigenthümer dieser zwei Häuser vor Sr. fürstl. Gnaden, Hr. Paulus Esterhazy, ungarischer Palatin, und sie blieben bis jetzt Eigenthum dieser Familie. In Nr. I 65 befand sich jedoch 1775 temporär die königl. ungarische Hofkanzlei. Die übrigen, erst in neuerer Zeit mit den alten Stammgebäuden zusammen gebauten Häuser waren: Alte Nr. 183 besaß 1799 Anton Mülner, Glasermeister, 1775 Preter'sche Erben, 1787 Franz Kienhofer, welcher es dem Fürsten Esterhazy verkaufte. Nr. 187 waren 17VV zwei Häuser, deren eines Tobias Weichselberger, Bäckenmeister; das zweite Mathias Paur, Schustermeister, gehörte. 1775 war der Eigenthümer des bereits zusammen gebauten Hauses Martin Brenner, 1795 Martin Schefmann, 1809 Anton Schefmann, welcher es an den Fürsten Esterhazy verkaufte. Das Haus Nr. 188 gegen den Haarhof hinab, bestand 1799 ebenfalls aus zwei Gebäuden, Lorenz Friedrich Lur, Goldschmidt, und Jakob Kintzer, gewesten Hof-Einkauffer, gehörig. Daneben bestand noch die Schlofferwerkstätte des Johann Georg Muntz, 1775 bereits in ein Haus zusammengebaut und gehörte ebenfalls Martin Brenner, 1795 Martin Schefmann und 18ÜÜ Anton Schefmann, der es mit dem vorigen an den Fürsten Esterhazy verkaufte. — Paul Fürst von Esterhazy-Galantha, Fidei- commiß. TTA. (1. >66. — II. 296.) — Dieses Haus war ehemals ein Theil des freien Poyger'schen Hauses und gegen Erkaufung des Johann Hau- ser'schen Hauses gegen der Wallnerstraße wurde dieser an das Neubad stoßende Poyger'sche Theil dem Magistrate überlassen. 1775 gehörte es Wolfgang Püchler, gemeiner Statt Tatz- und Ilmgelds- Diener. Ein daneben stehendes kleines Gebäude, Georg Pintreutter gehörig, wurde später damit verbaut. Das Hauser'sche Haus aber wurde 17ÜS mit dem Poyger'schen verbaut (s. folg. Nr.). 1779 gehörte es Andre Franz Hosting, 1795 dessen Wittwe, 1899 dessen Erben, 1826 schon dem jetzigen Besitzer. In diesem Hause befindet sich das sogenannte bayrische Bierhaus. — Kaspar Cavallar. 2«8. (1. 167. — H. 297.) — Um 1499 besaßen dieses Haus die Grafen von Khuen, später die Pilgram von Puechhaim, von Poyger, von denen es lange das Poygerische Haus genannt wurde, Wenzel von Enkatowitsch, dann 1696 Leopold Arnold Baron Odkolek, welcher auch den nahestehenden Theil des früher getrennten Poyger'schen Hauses, damals im Besitze von Johann Hauser, Schwertfeger, wieder dazu erkaufte und 1799 damit verbaute. 1763 wurde eS in der der- SS maligen Gestalt aufgebaut, MV war Michael von Großer, Hofjuwelier, dessen Besitzer, 1795 Joseph Thiussy Edler von Porgnancn- burg, später dessen Wittwe, 1823 gehörte eS schon Adolph Grohmann. In diesem Hause befand sich früher das so renommirte Milanische Kaffehhaus, auch hatte der damalige Hofstatuar Müller im ersten Stocke dieses Hauses sein berühmtes Kunstkabinet. In der Ecke deS neugebauten Hauses befand sich ursprünglich der Trattner'sche Bü- , cherverlag. — Adolph Grohmann. 2<0. ll-168. — II. 1S8.) — Im I. 1684 Bernhard Degler und Georg Fuchs, Apotheker, 1700 Hrn. Georg Matthias Lackner, Universitäti- schen Buchhändler, 1775 Franz von Lackner, 1783 Franz von Härring, Regimenlsrath, 1795 Rosina von Härring, 1812 Johann von Härring und Katharina Schwab, 1822 Elisabeth Zechner. — Franciska Fröhlich's Erben. 280. (I. >69. — II. 299.1 — Im I. 1684 Sebastian Reßler Erben, 1700 Hrn. Leopold Reßler, Kaps. Musicns seel. Erben, 1775 Andreas Frankora, Perückenmacher, 1773 Maria Anna Frankora, 1795 Anna Reba», 1822 Ignaz und Franz Bletterl, dann Alovsia Mosee, 1833 Karl und AloisiaMosee. 281. (1. 170, 171. — II. 300, 301.) — Aus zwei Häusern 1799 zusammengebaut. Das erste Haus (Nr. 170) besaß 1684 Andre Spwi- 1700 Thomas Lang's Erben, und es hatte damals den Schild zum weißen Storch, 1775 gehörte eS Rosina Krammer, Lebzelterin, 1783 derselben, nun verehelichte Hauer, 1795 Mathias Hauer, 1798 Joseph Freiherrn von Haggenmüller. — Das zweite (Nr. 171) gehörte 1684 Thomas Lang's Erben, 1700 Mathias Zimmermann, Schneidermeister, 1775 Karl Schütz, Hofkammerrath, 1783 dessen Erben, 1787 Johann Schütz, 1795 dessen Erben, 1798 Joseph Freiherr von Haggenmüller, welcher beide Häuser 1799 zusammenreißen ließ und das jetzige erbaute, 1828 gehörte es den Haggenmüllcr'schen Erben, 1838 Joseph Freiherrn von Pasqualati. — Freiherrlich von H aggenmüller'sche Erben. 282. (I. 172, 173. — II. 302,303.) — Im I. 1700 Hrn. Paul Ni- claS Flucher, Handelsmann, ein Eckhauß. Hrn. Nicola Panstol, Warkerzler seel. Erben, beide jetzt ein Haus. Am letzteren Hause alte Nummer 173 ist noch jetzt ein Bild zu sehen , wie Jacob mit dem v A Engel ringt, mit der Inschrift: »Jakob runge mit dem Engel, darum wurd ihme der Name Israel gegeben.» Beide Häuser besaß 1770 Matz-' rimilian Lochner, Dr. Med., 1795 dessen Erben, 1806 Anton Hoff. — Ho sf'sche Erben. 282. (I. >74,175. — U. 304, 305.) — Schild zum gold. Lamm. — Im I. 1684 Wolfg. Deisenrieder und Svlvester Junghöf, 1700 zum güldenen Lämbl das Schenck- und Gasthauß Hrn. Steph. Hir- nevß gehörig, vor diesen zum Deisenrieder genannt. 1775 Theresia Ditzin Erben, 1783 Theresia Dietschin Wittwe, 1787 Leopold Mangel, 1795 Franz Geringer, 1812 Mathias Welzer, 1822 Mathias und - - - - -- - - - I/^/k ^ ^//^ //// ^ ^ ^ 7 '/ SS Theresia Welzer, 1828 Mathias Weher, 18ZZ Joseph Zwickhel.— Peter Kras ft; Gasthaus mit gleichem Schilde. 284. (1. 176. — II. 306.) — Schild zum Sieb. — Im I. 1884 Simon Halfer, 1788 Hrn. Frantz Schönfelder, Hoff-Binder Meister, 1775 Ignaz Eckhard, 1787 Katharina Eckhard, 1785 Katharina Kat- tauerin, 1886 Jakob Schutz, 1812 Kathar. Slooß, 1822 Katharina Stooß, verehel. Schutz, I8Z3 deren Erben. — Jakob Stooß. 285. (1.177. — 11.307.) — Im I. 1684 Wolf Kohlmayer, Kupferschmied, 1788 Hrn. Frantz Wäscher, Goldschmied, 1775 Leopold Stelzer, Goldarbeiter, 1787 Kathar. Stelzer, 1785 Stelzer'sche Erben, 1886 Joseph Hof, 1822 Geschwister Wolf, 1828 Karl Kellermann, — Karl Obrist, 280 (I. 178. — II. 388.) — Im I. 1684 Andreas Speckel Erben, 1788 Hrn. Mathias klammerer, Kupfferschmid, 1775 Ferd. Obrist, Kupferschmied, 1828 Karl Obrist. — Im Jahre 1845 wurde dieses Haus neu gebaut. 28?. (I. 179. — 11.389.) — Im I. 1788 Hrn. Casper Hörmayer, Schleiffermeister, 1775 Jakob Straub, Chirurgus, 1788 Maria Anna Günter, 1886 Franz Günter, 1828 Johann Michael Mozart. — Joseph Mozart und Maria Niebauer. — Dieses und das folgende Haus Nr. 288 wurden 1844 zu einem Hause neu aufgebaut. 288. (I. 180. — II. 310.) — Im 1. 1684 Andreas Speckel's Erben, 1788 Hrn. Ulrich Sipher, Hoff-Gürtlcr, 1775 Jakob Straub, Chy- rurgus, 1787 Anna Straub, 1788 Maria Anna Günter, 1886 Franz Günter, 1828 Johann Michael Mozart, 18Z3 Johann Mozart und Michael Nicbauer. — Joseph Mozart und Maria Niebauer. 289. (1. 181. — II 311.) —Das Neubad genannt. Durchhaus. — Zur Zeit als in der Stadt Wien noch öffentliche Badstuben bestanden, war dieses eines der elegantesten und besuchtesten. Der Bau dieses Hauses scheint noch aus diese Bestimmung hinzudeuten , es bestand jedoch schon 1688 als Bad nicht mehr, denn bereits 1788 kommt als Eigenthümer Augustin Leichnamschneider und der Ausdruck vor: das Neubad genannt. 1778 besaß es I. Bauerspach und dessen Erben bis 1886, 1828 war es Eigenthum von Karl Ritter von Schloiß- nigg. Die Familie Leichnamschneider aber eristirt noch in neuerer Zeit. — Aloys Hasenohr!, Aloysia v. Spurny u. Karl Schwabe, Edler von Waisenfreund. 290. (1. 182. — II. 312.) — Im Jahre 1788 Herrn Johann Kifel, Schneidermeister, 1775 Mathias Samülter, 1882 Ludwig Galler, 1812 dessen Erben, 1824 Ludwig und Theresia Galler. —Ludwig Galler. 29L. (I. ISO. — II. 318.) — Schild zur Dreifaltigkeit. — Iw I. 1684 Michael Scherrer, 1788 Hrn. Tobias Degen, Schlosser- 60 Meister, 1775 Joseph Rück, Dr. Med., 1783 Cacilia Gebler, Wittwe, 1795 Benedict Lechner, ISV6 Albin Psalter, 1822 Anton und Anna Schöfmann, 1828 Anton Schöfmann. — Karl u. Anna S chöffmann. 282. (I. isi. — II. SIS.) — Schild zum Einsiedler. — Im 2. 1780 Jakob Ignaz Neubauer, Hof-Branntweiner, 1775 Mathias Juschitz, Med. Dr., I78S Mathias Eder, bgl. Drechsler, 1795 Therese Eber, 1812 Joseph LLogercr. — Katharina Wögerer? «83. ll. 192. — H. 320.) — Im I. 1684 Joseph Stadler, Lederer, 1700 Johann Albert, Hofglaser, 1774 Anton Förster, Oberkammeramts-Official, 1783 Ignaz Pötzel, 1745 Theresia Pötzel, Wittwe, 1806 Franz Suchy, 1822 Moritz und Karoline von Königshof und deren Söhne Moritz und Stephan, 1828 Ignaz Leonhard'sche Erben, 1833 Lechncr'sche Erben. — Theresia, Jos. u. Jgn. Appel. 284. (1. 1SS. — II. 321.) — Im I. 1684 Johann Albrccht, 1700 Hrn. Johann Albert, Hoff-Glaser, 1775 Mathias Höfengriegl, 1784 Theodor Nirt, 1822 Katharina Nirt, 1828 Leopold Höntg, 1833 Joseph Grauperl. — Johann Vollmayer. 285. tl. 194.— 11.322.) — Im I. 1684 Georg Neubauer, 1700 Pancratz Halbritter, Bindermeister, 1775 August von Fragner, k. k. HofkriegSraths-Commissär, 1806 Fragner'sche Erben, 1822 Magdalena Zwicknagel, Geschwister von Fragner und Ignaz Schneider,1828 Ernst Collet, Ignaz Schneiderund Anna Zwicknagel, 1833 Ignaz Schneider, Ernst Collet u. JosephaBaumgartncr. 288. (I. ISS. — II. 323.) — Schild zum goldenen Pflug. — Im 2^1684 Wolf Mätzginger, 1700 zum güldenen Pflug ein Schenck- und Gasthauß Hrn. Johann Götz deß Austern Raths, 1775 Franz Boden ceiter, 1783 Bodenretter's Erben, 1787 Franz Bodcnreiter,1806 Franz List, 1822 Franciska List. — Ein Gasthaus mit demselben Schilde. 28K. ( 1 . 196. — 11.324.) — Schild zur Stadt Mainz. — Jm J. 1684 Johann Casper Reitmann, 1700 Hrn. Andreas Eberl, Kreut- ler, 1775 Baptist von Ncdarost, 1787 Josephs Vogclhuberin, 1806Peter Franz Rinaldi, 1833 Franz Rinaldi. — P. F. Rtnaldi's Erbe n. 288. (I.IS7. — II.32S.) - Im Jahre 1684 Sebald Schaffer, 1700 Herrn Veit Hoffmeister, Kreutler, 1775 CaSpar Schinko, 1783 Katharina Schinko Wittwe, 1795 Peter Franz Rinaldi, 1822 Geschwister Rinaldi, 1833 Franz Rinaldi. — P. F. Rinaldi's Erben. 288. ll. >98, — ll. 326.) — JmJ.1684 Franz Rasper,1700 Hrn.Joh. Durst, Branntweiner, 1775 Georg Erhard's Erben, 1783 Anna Maria Erhardin, 1795 Benedict Lachner, 1806 Anna von Blumencron, 1822 Geschwister von Blumencron, 1828 Blumencron's Erben. — Pietro de Zana. «^//^. ^«, (?. MG^ - 61 300 ci. 1S9. — n. 827.)—Im 3. IKS4 Peter Frantz Schutz, 1760 zum goldenen Kampl, Hr. Adam Krieglacher, N. Oe. Landschafts- Officier, 1775 Joseph Holzwart, 1787 Anton Angermayer, 1745 Theresia Angcrmayerin, 1806 3gna§ Lerch, 1822 Joseph Pierus. 1840 Johann und Johanna Herdy.—Joseph Strohmader. Im Jahre 1847 wurde dieses Haus mit den drei folgenden Nr. 30l, 3Ü2 nnd 303 zu einem Hause zusammengebaut. 301. (1. 200. — II. 328.) Hatte den Schild zum goldenen Sessel. Im I. 1684 Georg Maiarsch, 1700 zum gülden Sessel, Hr. Georg Joseph Gümbcr, Taschner secl. Erben, 1775 Johann Grün, 1787 Anton Angermayer, 1795 Johann Michael Auhammer, 1806 Joh. Jakob Geymüller, 1822 Anton Cartier, 1828 Anna Jvsey, 1833 Joseph Braunstätter. — Josepha Strohmayer. 302. (I. 201. — II. 329.) — Im I. 1684 Georg Weinbold, Tischler , 1700 Hr. Georg Mayr, Schneidermeister und ältistcr Burg er, 1775 Mathias Gradinger, 1787 Martin Gradinger, 1795 Victoria Schollen, 1806 Johann Georg Zoller, 1822 Magdalena Zoller, 1833 Joseph Rausch. (Gemüthlich ist die Auszeichnung des ältesten Bürgers.) 303. (I. 202. — II. 330.) Hatte den Schild zum blauen Stern. Im I. 1684 Georg Weinbold, Tischler, 1700 Hr. Philipp Warmann Tischler, 1775 Caspar Melzer, 1795 Theresia Melzer, 1806 Franz Stephan Rinaldi. — Jo sepha Strohmayer. 304. (I. 203. — II. 331.) — Im I. 1684 Hans Adam Schneider, Glasermeister, 1775 Ignaz Feßel, 1783 Feßelische Erben, 1795 Rosalia Sidl, 1822 Ignaz, Elisabeth und Anna Blenner, 1828 Ignaz Blen- ner'sche Erben. — Gottfried undLudwig von Jolsdorf. 305. (I. 204. — II. 332.) — Im 1. 1684 Johann Göllinger, 1700 Hr. Johann Göllinger, Statt Koch, ein Schenk-Hauß, 1775 Johann Stephani, 1783 Anton Stephani, 1806 Johann Bapt. Brudermann, 1812 Franz Edler von Jllitzstein, 1822 Franz Lavcr Freiherr von Mayer. — Maria und Franz Puchn owsky. 30V. ci. 212. — II. 333.) — Im I. 1684 Jakob Trefitsch, 1700 Hr. Adam Schinnagl, Käsistecher, seel. Erben, 1775 Eleonora Koller, 1795 Franz Koller, 1806 Koller'sche Erben, 1822 Franz Stkora und Georg Nadermann, 1833 Franz Sikora und Joh. Christoph Wißhofer. — Karl Sikora. Hier scheint früher ein Stadtthor gewesen zu seyn, und unmittelbar gegen den Steig beim Hause zum Hasel (Nr. 323,) am Hof gegangen zu seyn. 30«. (I. 2 I I. —II. 334.) - Im 1. 1684 Mathias Hülfner, 1700 Hr. Sebastian Fory, Goldschlager, secl. Erben, 1775 Franz Bauer, Kupfcrschmid, 1806 Franz Joseph Bauer, 1812 Christine Bauer, 1822 Joseph Mayscdcr. —Katharina Stein bock. 308. (I. 210. — II. 335.) — Laut Stadtgrundbuch hatte Albrecht Fabcr um 1381 drei Häuser hinter St. Pankraz besessen, woraus in 62 der Folge dieses gebaut wurde. 1766 besaß es Johann Caspar Hortl, kays. Post-Beförderer. 1775 gehörte es Albert Pablat, Schlosser, 1783 Franz Wild, 1795 Joseph Welz, 1866 Katharina Pohl, 1825 Joseph Pohl. — Theresia Gostischa und Joseph Holluber. 300 (I. 227. — II. 336.) — Vor Alters befand sich in diesem Hause ein Stadt-Arrest und beim Umbaue fand man noch in den Kellern eiserne Ringe eingemauert. 1766 war es eine Apotheke zum weißen Engel und gehörte Melchior Zorn. Die Apotheke befindet sich seit 1725 nicht mehr daselbst. Es gehörte 1775 den Edlen von Zorn Erben, 1783 Franz Joseph Sceger, I86K Anna Seeger von Segenthal, 1827 Johanna Koffer, — JohannKofler's Erben. 310 . (1.337,338.— H. 225, 226.)— Aus zwei Häusern in neuerer Zeit zusammengebaut. Das eine (alte Nummer 337) besaß 1766 Johann Kellner- Schustermeister, 1775 Maria Auer, 1795 Thaddäus Rtkola, 1866 Anton Alter, 1826 Anna Rour. — Das zweite (Nr. 225) gehörte 1766 Caspar Härtl, kays. Post- Beförderer, 1775 Anna Reisch, 1795 Joseph Rour, 1866 Johann Schilter, 1826 Anna Rour. — Johann Kofler's Erben. 311 . (I. 224. — II. 336.) — Im I. 1766 Sebastian Jorg, Goldschlager , 1775 Bruck'sche Erben, 1866 Franz Xaver Holluber — Joseph Holluber und Theresia Gostischa. Dieses Haus trug frühere Zeit den Schild zum Wenighoffer, wahrscheinlich von einem früheren Besitzer. 312 . (1. 223.—H. 340.) — Schild zum schwarzen Kamehl. — Im I. 1684 Franz Priestersperger, 1766 zum schwarzen Kamel genannt. Hr. Johann Frantz Priestersperger, deß Aussern Raths und Handelsherr. 1776 Anna Klebes, 1785 Franz Klebes, 1795 Katharina Klebes, 1866 Katharina Frischt, 1822 Franz Galla. — Katharina Steinböck. 313 . (l. 222 .— II. 351.)— Schild zu den drei Schweizern. — Im 1.1684 Christoph Satter, 1766 Hr. Christoph Satter, Gold- schmid, seel. Erben. 1775Mathias Schüller, 1795 Maria Josepha und Anna von Puchberg, 1828 Josepha Edle von Puchberg, 1833 Maria Anna von Puchberg. — Joseph Stiebitz. 314 . (I. 221. — H. 342.) — Im I. 1766 Hr. Simon Graferth, Käß- stechcr, 1775 Sckwert'sche Erben, 1783 Claudius von Schwert, 1787 Schwert'sche Erben, 1795 Mathias Wollscheck, 1866 Regina Müller, 1828 Martin Müller. — Joachim Müller. 315 . (1. 22V. — n. 343.) — Schild zum Todtenkopf. Durchhaus. — Im 1.1684 Rudolph Karl Razius, 1766 Hr. Johann Ulrich, Bürenmeistcr, N. Oe. Rcgiments-Zeeretnrü, 1775 Brüder von Fetzer, 1783 Karl Johann von Fetzer, 1787 Fetzer'schc Erben, 1822 Elisabeth Hörlein, Johann Edler von Zollern, Antonia Strobel, Matthäus und Anna Tausch, Johann Nep. Mayer und dessen Geschwister, 1S2S Joh. Nep. Mayer's Erben. ^c><2 . tA» L^-< ^^» ,«« 1 ^ 4 ^^ / 63 316. (I. 219. — ll. 344.) — 3m 3. 1684 Georg Beigel, 1700 Hr. Mathias Fraunberger, Handelsmann, 1775 Karl Vorholzer, 1787 Maria Anna Vorholzer, 18V6 3oseph Schotter, 1812 Mathias Bach, 1822 Katharina und Maria Anna Bach, 1828 Katharina Bach. — Maria Bolla. 3LV. (I. 218. — II. 315.) — 3m 3. 1700 Hr. Wolfgang Michael Hämmcrl. 1775 Burk'sche Erben, 1788 Karl Edler von Burk, 1812 3ohann Baptist von Monaldi, 1824 dessen Erben. — 3ohann Freiherr von Schell. 318. (I. 217. — II. 346.) — 3m 3. 1788 Hr. Sebald Stembler, des Aussern Raths, und Handelsherrn, ein Eckhaus. 1775 Burg'sche Erben, 1886 Karl Evl. v. Burk, 1812 Zoh. Bapt. v. Mombdi, 1824 dessen Erben, 1829 3oach. Freiherr von Schell. — 3ohann Freiherr von Schell. 318. (I. 216. — II. 347 ) — 3m 3- 1788 Lei Adam und Eva, Hr. 3ohann Georg Fachner, Buchbinders seel. Erben, 1775 Augustin Hekel, Uhrmacher, 1795 3akob Hekel, 1824 Franziska und Theresia Fels, dann Anton, Anna und Maria Heikel. — Hecke!'s che Erben. 326. (I. 215. — II. 348.) — 3m 3. 1788 Hr. Andre Cetto, Handelsmann, seel. Erben, 1775 Gräfin von Hallemeil, 1795 3gnaz Raab, 1812 Antonia Wagner. — Deren Erben. 321. ( 1 . 214. — II. 349.) — Päpstliche Ikuntiatur. — Dieselbe steht an der Stelle der einstmaligen Capelle zu St. Pankraz, welche schon um 1288 gebaut worden seyn soll und etwa 1578 abgetragen wurde. 3n früherer Zeit und noch bis 1788 hießen die Häuser in der heutigen Naglergasse und Gegend »hinter St. Pankraz.» Nach dem Schotten-Stistbriefe war diese Capelle ein Eigenthum des Stiftes, welches sie später als Leibgcding verlieh. 1568 besaß diese Capelle und das dazu gehörige Haus Christoph 3äger, mit welchem sich 1571 Hieronymus Beck mit Hof-Consens abfand und dieses Haus gegen jährliche 50 Gulden als Leibgcding vom Stifte Schotten erhielt. 1592 besaß es 3oachim Beck, welcher es 1683 an Hans von Breuner und dieser 1684 an Karl von Basta verkaufte, 1611 baten die 3esuitcn den Hof um Ncbexlassung dieses Hauses an ihr Con- vict, weil die Herren von Mollart ihr Haus wieder einlösen wollten, s. Nr. 28. Sie erhielten hierzu die kais. Erlaubniß und die Schotten verkauften den 3csuiten das Haus, hoben aber dessen Freiheit auf. 1626 vertauschten letztere das Haus mit einem bei St. Anna gelegenen, Adolph Grafen von Althan gehörigen Hause und der Graf schenkte 1638 dem Papst Nrban VIII. dieses Haus zur Residenz der päpstlichen Nuntien in Wien. So bezeugt die 3nschrift über dem ersten Thor folgenden 3nhalts: ^un^at Oeus oetum onm ooeasu, L<^r, ^ -^»5^ ^4^»»^-^2»^ ;^-»»^ ^6-r^>- " ^ ^ ^ ^-»^ / ^^'«/ ^«, / - / " ^4 »/^ ^-»2»»' ( ^ 77 ^) ' ^ »V/? ^/ A/^ SS Rast, MS Anna Wägerer, 1812 Anna Magerer und Weigl, 1822 Josephs Edle von Mayer. — Josephs Freiin von Mayer. 328. ll. 30S. — n. 357.) — Schild zur großen goldenen Weintraube. — Dieses Haus wurde um 172V aus drei Häusern zusauimengebaut, wovon zwei aus den Hof, das dritte aber zum tiefen Graben gehörten. Das erste gehörte 17VV Johann Baptist Cetto, kaiserl. Kammerdiener, und hatte schon damals den Schild zur «gülden Weintraube.« Das zweite gehörte zu dieser Zeit Franz von Mutnitz, kaiserl. Kammer-Truchseß und Juwelier, und hieß zum schwarzen Rössel. Das dritte gegen den tiefen Graben war ein Schenk- und Gasthaus zur «gülden Weintrauben« und gehörte ebenfalls Johann Baptist Cetto. Hier befanden sich auch noch zwei Nebenhäuschen, das eine Jakob Kollürth, Kräutler, das zweite HanS Beinbruckner, Bäckermeister, gehörig, welche schon um 1705 mit letzterem verbaut wurden. Um 171V erkaufte der Staats-Referent Christoph von Wercklein alle drei Häuser und verbaute sie in eines nach dermaliger Gestalt, in welcher es gegen den tiefen Graben hin sieben Stockwerke hat, folglich das höchste Haus in Wien ist. 173V besaß es die Witwe Wercklein's , 177V Franz Schüller, Großhändler, 177S dessen Erben, 1783 Barbara Schüller, 1787 deren Erben, 17SS Johann Baptist, Edler von Puthon, 1822 Johann Baptist, Freiherr von Puthon. 33V. (I. SV8. — ll SS8.) — In früherer Zeit ein der gemeinen Stadt Wien zugehöriges Gebäude, wahrscheinlich ein Theil des folgenden. I77S besaß es Theresia Reinthaler, MS Katharina Rein- thalcr, 1808 Jakob Olt, 1820 Elis. Ott dann Elis. und Maria Nabel, dann Theresia Steßl.—Ludw. Rabl'S Geschwister, dann Theresia Steßl. 331. (1. 307. — u. 359.) — Stadt Unterkammeramt. — Im I. 17VV Herr Jakob Daniel Trpscr, k. k. Majestät Rath, gewester Bürgermeister und Stadt Richter. 1775 Unterkammeramt des Wiener Magistrates, was es noch heut zu Tage ist. Daselbst ist bei entstehenden Feuersbrünsten schnelle Anzeige zu machen, indem sich hier die Löschapparate und eine fortwährende Feuerwache befinden. Jetzt befindet sich auch die Wohnung des jeweiligen Bürgermeisters der Stadt Wien in demselben. In früherer Zeit befand sich hier auch der sogenannte Wafferstadtcl mit stetem Wasser-Vorräthe zum Feuerlöschen. 332. (I. 306. — ll. 360.1 — Bürgerliches Zeughaus. — Nach Schlagers alterthümlichen Überlieferungen befand sich das erste städtische Zeughaus in dem heutigen Schönbrunner-Hause unter den Tuchlauben, wie es denn auch noch auf Hirssogel's Plane vom Jahre 1547 unter dem Namen altes Zeughaus vorkommt. Es diente unbezweifelt zur Aufbewahrung des alten Waffenzeuges, z. B. von Armbrüsten, Tartschen, Harnischen, Eisenhüten und Spießen ic. 1552 wurde ein besonderes städtisches Zeughaus am alten Fleischmarkte erbaut, das gegen den Auwinkel hin gestanden haben mag. Früher kommt in den Rechnungen immer nur der Name »Zeugstadl» S es vor. Erst im Jahre 153V wird „der gemeinen Stadt Geschütz- und Zeughaus hinter St. Lorenz» erwähnt. In diesem Jahre entlehnte Ferdinand I. von den Bürgern aus ihrem Zeughause gegen Verschreibung eine Halbschlangc, eine Falkaune, neun Protzen unv mehres Rüstzeug sammt Munition. Ein Beweis daß der Geschützvor- rath des Zeughauses schon damals nicht unbedeutend war. Im Jahre 1562 war Bürgermeister und Rath mit der Errichtung eines neuen Zeughauses und einer Harnischkammer im »Neugcbäude» am Hof begriffen und im Jahre 1564 war dieses neue Zeughaus, an der Stelle des jetzigen, welches ein Vorhaus, neun Kammern, mehre Gewölbe und Keller (im letzteren 2V Hand- und 6 Roßmühlen) umfaßte, schon vollständig hergestellt. AuS dem ältesten Jnventarium von 1638 erhellt jedoch, daß damals noch Kriegsgeräthe in den Thorthürmen verwahrt lag. Durch die Zerstörungen während der türkischen Belagerung 1683 erheischte dieses alte Zeughaus dringend eine umfassende Ausbesserung. 1731 beschloß der Magistrat deshalb den Umbau desselben, die Kosten wurden auf 36,000 Gulden angeschlagen und schon im Jahre 1732 war das neue Gebäude, wie es jetzt besteht, vollendet. Der Bau wurde durch den rühmlich bekannten Stuckhauptmann und Zeugwart Anton Ospel geleitet, der auch die innere Einrichtung besorgte. Die Auszierung der Fayade übernahm der berühmte Hofbildhauer Lorenz Mathieli, welcher dafür 5000 Gulden erhielt. An den beiden Capitälern der Seitcnpfetler befindet sich die Aufschrift: ^nno A4, v. 0. 0. XXXIl, zwischen derselben der kaiserl. Adler, mit dem Stadtmappcn auf der Brust. Gegen oben auf dem flachen Schlüße der Stirnwand erhebt sich ein viereckiger Sockel mit der Inschrift: »lmperautv Onrolo Vl. iostaursvit. 8. l>. 0- V. Zwei auf diesem Sockel stehende Figuren, die Tapferkeit und Beständigkeit tragen eine mit zwei verschlungnen 6 und der Zahl VI. bczeichnete Kugel. Außer dem sind noch mehre Trophäen, Schilde, Helme re. an der Fronte angebracht. Bekannt ist, daß Kaiser Napoleon bei der ersten Invasion 18V5 das bürgerl. Zeughaus als städtisches Eigenthum respectirte; 18V9 aber nahmen die Franzosen die den Bürgern von Leopold I. geschenkten sechs Kanonen mit sich, welche ihnen jedoch von Kaiser Franz wieder ersetzt wurden. Bei Errichtung der Nationalgarde im März 1848 war hier das erste Hauptquartier. Eine umständliche Beschreibung dieses Zeughauses gibt Scheiger in einem den »Beiträgen zur Landeskunde Oesterreichs unter der Enns» III. Bd. p»§. I — 66 eingerückten, auch abgesondert ausgegebenen Aufsatze »Andeutungen zur Geschichte und Beschreibung des bürgerl. Zeughauses in Wien.» 1740 erschien als Gradusbüchel, promotorv (nicht »uvtore)X p ka l t- rer, 8. 3. Oivivnm »u»uste Vrooneosium Xrmsmentsrinm eolloguiis knmiliaridlls lustrstum» 8. 73 Seiten mit zwei Abbildungen, die Fronte des Gebäudes nach Außen, und einen Theil der innern Einrichtung mit Aufstellung der Rüstungen unv Waffen verstellend. AA3. (I. 296. — II. 361.) — Schild zum rochen Säbel» — Im *>' - - X. .-^.^ .^>>.- - - '«- . '. -> - ^ X7- ' ' ^ ^ -H" 7>^'. .-/'-r'- '-c'? >>/ t.-;H v 7--.. .< ,ü'- -: -' ^ ^ -/ .. - , 7^-: "7- ^ ^ ^ -'- 7- '? '' ^ ,,.77 ... ,. .- V X - ' - ^7 -'n-- . ^ ,-. - ^ . -7 77 - 7 7 '-7/ 7 . MMl-77' 7-' --- - ,,7^, 7 - ' -7^ - ,-7. 7 7 . , - .7 7- 7-' ^ ' v- ' -7 . k- .7^ ,L--. 7^7 -7 7 ^ -7 7 -77 >>'- ^ .^' ,. .V - - -7 ^ -7/ '' ^ ^ ','7 77- .7 7 - - - / . 7'. 7-' , ,. -' 7^ . ^ >, 7- «-> /, . '--- 7 „> -- ^ !77,. »,,> - 7 -7.! 7 --» - '. -^.tz'7--7-V-,*, / -7- - ^ 7^7^ ' -^^7 ' --' A. - . 7 ^ '- 67 1.1766 zum rothen Säbel genannt, Hrn. Rudolph Scherer- Messer- schmid, seel. Erben, 1775 Sebastian Ehrhart's Wittwe, verehelichte Pettenkoffer, 1783 Anton Pettenkoffer, l787 Agnes Pettenkoffer, 1795 Nik. Scheuch, I8VK Joseph Hauser, 1812 Anna Donner, 1822 Koll- mayer u. Schmid, 1828 Georg Koümayer.— Anna Kollma yer, Jos. Ignaz und Josephs Schmidt. 334. tl> 297. — II. 362.)— Im 1.1700 Hr. Rudolph Pesch, Wag- nermeister, 1775 Jakob Köster, 1795 Oswald Schütter, 1896 Joseph Zartel, 1829 Franz Eber.— Vincenz Barth's Erben. 335. ll. 298, 299. — II. 363, 364.) — Früher zwei Häuser, welche jedoch stets einen und denselben Besitzer hatten. 1684 zum gülden Stiffel am Färbergäßl an, ein Eckhauß. — Hr. Hanß Christ. Ziegelhäuser, 1775 Johann Ziegelhäuser, 1795 Joseph Würth, 1896 Joseph Für, 1812 Joseph Ullmann. Zweites 1775 Joseph Würth, 1896 Joseph Für, 1812 Joseph Ullmann. — Dessen Erben. 336. (1. 392. — II. 365.) — Aus drei Häusern um 1759 zusammengebaut, welche 1799 folgende Eigenthümer hatten. Hr. Lorentz Paur, ^königl. Bürenspanncr. Hr. Florian Hertzog, Bürenmeister. Hr. Dionys Spady, Strumpfstricker. 1775 Aegidius Vollgruber, 1787 Johann Vollgruber, 1795 Joseph Freiherr von Aichen, 1896 Sebastian Goldbach, 1812 Wieser und Rohrer, 1824 Tho m. Wicser. — Zum Ledererhofe gehörig. 33V. (1. 391. — II. 366.) — 2m I. 1799 Hr. Johann Jmelsky, Mahler, 1775 Theresia Erasmus, 1795 JosephBrandl. — Johann Rosenbaum's Erben. 338. (I. 395. — 11. 367.) — 3m I. 1799 Hr. Johann Wolfs, Schneidermeister, 1775 Theresia Jrkain, 1787 Joseph Brandl, 1824 Karol. Wetzlar Freiin v. Blankcnstern. — BarbaraMenegon. 33V ll. 394. —11. Ä68.) — Schild zur blauen Kugel. — Im I. 1799 Hr. Michael Motzi, deß Austern Raths Wohnhauß, 1775 Christoph Theqcrl, Vierwirth, 1795 Franz Ludwig von Selliers, 1824 Jakob und Justins Preuer. — Conrad Graf. 34V. ci. 393. — II. 369. ) — Schild zur goldeuen Kugel. — Im I. 1799 zur gulven Kugel genannt, Hr. Motzi, ein Schenk- und Gast-Hauß. 1775 Franz Dorman, Wirth, 1896 Franz Karl Dormann, 1812 Dorman'sche Erbe», 1824 Anna Dorman. — Jakob Fellner, Gasthaus mit gleichem Schilde. Im ebenerdigen Locale, dem Eingänge zur Linken ist eine Kugel mit der Jahreszahl 1683 eingemauert, welches vielleicht deONn^ laß zum dermaligen Schilde war. 341. ll- 399. — ll. 379.) — Ledererhof, auch zu den fünf Kronen genannt. — Diese Benennung hatte schon 1799 Statt, zu welcher Zeit das Haus zu den fünf Kronen besaß: Simon de Duorge, Kays. Ober-Hof-Fourier. Ferner gränzten noch vier kleinere Häuser daran, welche 1799 folgende Besitzer hatten: Andre Posch'S Erben, Marianna Gräfin von Zeill, geborne Gräfin von 68 Lamberg, Daniel Schräder, kaiserl. Hof-Barbier, und Mathias Köck, Bürger, und die in der Folge damit vereinigt wurden. 1775 war Besitzer: Johann Bleyer, 1783 Maria Anna Bleyer, 178? Franz Jg. Biedermann, 1888 Joh. Hocheder, 1812 dessen Erben, 1822 —^ C. H. K. Plattensteiner.— Phil. Freih err v. Neumann. 342. LI. 271, 272. — II. 371, 372.) — Schild zur kleinen Dreifaltigkeit. — Im Jahre 1788 Hr. Jakob Berchthold, Schneidermeister, 1775 Johann Bleyer's Erben, 1783 Maria Anna Bleyer, 1787 Franz Ignaz Biedermann, 1888 Johann Heiß, 1822 Franz Weiß, 1828 Joseph Vürchner. — DessenErben. 343. (1.273. —11.373.)—Im 1. 1884Nikolaus de Ho Erben, 1788 Hr. Frantz Joseph Pusch, Goldschmid, ein Eckhauß, 1775 Ignaz Hofmann, 1783 Gräfin von Brechainville, 178? Joseph Michael von Arnstein, 1886 Stephan Baron von Vespa, 1822 Ernst Graf von Hardenberg, 1833 Valentin GrafEsterh azy v. Galantha. 344. LI- 274. — II. 374.) — Im I. 1884 Andreas Pohusch Erben, ^1788 Hr. Bartlme Hinck, gewester Schuster, allwo ver Bildhauer oder Holländische Wappen, ein Eckhauß. — 1775 Michael Lauter, 1783 Genuin Schrebe u. Mich. Lauter, 178? Ther. Sikort, 1888 Joh. Jantschky, 1822 Jos. u. Ther. Jantschky, 1828 I. Jantschky. — Th er:, Ludow.,Jos. u. Fried. Syrö, dann August und Moriz Sicca rd von Sicca rdsburg. 345. LI. 275 — II. 375.) — Schild zum heiligen Jakob. — Im I. 1684 Hans Tort und Lorenz Berchtold, 1788 Barmedius Toz- mann, sonsten das Schmidische Haus genannt, 1775 Christian Ber- thold's Erben, 1783 Johann Berthold, 1787 Ignaz Berthold, 1886 Georg Jakob Werk!, 1822 Maria Anna Schilde. In neuerer Zeit mit den beiden folgenden Nummern vereiniget. — Schneider-s Jnnungshaus. 346. LI. 276. — 367.1 - Im I. 1684 Michael von Bosch, 1775 Ferdinand Götzenstorfer, 1795 Theresia Götzenstorfer, 1886 Joseph Brandel. — In neuerer Zeit mit folgendem Hause zusammengebaut. — Schneider-Innung sh aus. 345. (1. 291. — II. 377.1 — Dieses Haus war schon 1684 der bürgerlichen Schneider Zech- oder Herbergshaus. In neuerer Zeit wurde eS mit den beiden vorigen Häusern zusammengebaut. 348. (I. 292. - II. 378.1 — Im I. 1788 Hr. Adam Spilberger, Roßausleiher, 1775 Franz Wambacher, 1787 Mathias Nigler, 1795 Johann Michael Hackl und Andreas Kupferschmid, 1822 Johann, Mich. Feiner u. Jg. Niederer. — Ignaz u. Maria Niederer. 346. (I. 293. — II. 379.1 - Jm J. 1684 Andreas Pohusch'S Erben 1788 Hr. Frantz Adam Kämmeringer, deß Austern Raths und gemeiner Satt Wienn Zapffenmaß Einnemer, 1775 Franz Adam Käm- meringer, 1787 Heinrich Kranz, 1795 Freiin von Bubna, 1886 Regina Freytag. 1822 Anton und Theresia Hertrum , dann Joseph Köstlcr und Maria Anna Dcpres dcNeufmaniel. — Antonia Keßler» V «s 350. (I. 294. — II. 380.) — 3m 3. 1700 Hrn. Sebastian Caspar Vorstra, sonsten das alte Futter Ambt genannt, 1775 Heinr. Kranz, 1787 Desprve von Neufmanil, 1795 Heinrich Freyherr von Kranz, 1808 Nikolaus von Neufmanil, 1812 Maria 3osepha Baronin von Ncusmanill, 1824 Anton und Theresia Hertrum, 3oseph Keßler und Maria Anna Deprez de Neufmanil. — Antonia Keßler. 35L (I. 295. — N. 381.) — 3m 3. 1684 3ohann 3akob Kalleffs Erben, 1700 Hrn. Michael Pöltzl, Wagner's seel. Erben, ein Eck- hauß, 1775 3akob Krebs, 1787 Rosa Krebs, 1806 Anton Hertrum, 1812 Brüder Stolle, 1822 Leopold und Andreas Gluderer, 1833 Brüder Gluderer. — Anna Edle von 3mhof und 3osephine Tonellt. 352. (I. 387. — II. 382.) — Schild zum rothen Säbel. — 3m 3. 1684 Grinwald'sche Erben, 1700 3hro Gnaden Hr. Paul Carl Kumernick von Klimburg, Kays. Hoff-Cammer-Rath, ein Eckhauß, 1795 Lorenz Strecker von Rautcnstrauch, 1783 3ohann Georg Großhaupt, 1795 Franz Pröll, 1806 Albin Graf von Zwirnfeld, 1812 Pröll'sche Erben. — 3oh. Egg er v. Eggstein, Michael und Magdalena Grubcr. 353. tl. 386. — II. 383.) — Hier stand 1670 das Haus des Rudolph Scherrer, Messerschmied, und jenes von Paul Karl von Kleinburg. Beide kaufte 1696 und 1699 Christian August Herzog zu Sachscn- Zeitz, Bischof von Raab, an sich, und schenkte sie 1704 dem Orden der Theatiner oder Kajetaner zur Errichtung eines Klosters und einer Kirche, nachdem die Häuser vorher von Kaiser Leopold mit der Quartier-Freiheit begnadigt worden waren. Dieser Orden wurde 1524 von dem heil. Cajetan Tiano, Bischof zu Chinti (im Lateinischen Idente) in Ztalien gestiftet, daher sein Name. 1784 wurde die Stiftung durch Kaiser 3yseph II. aufgehoben, und an dieser Stelle wurde damals ein Kaffehhaus errichtet. Der Herzog erbaute auch auf der hohen Brücke, welche an dieses Gebäude flößt, eine Statue des heil. 3ohann von Nepomuk. Auf der andern Seite der Brücke überließ er eine Bildsäule des heil. Cajetan mit einem Engel und folgenden 3nschristen setzen : 8. Onjetnno kunä. 61er. Le§ul. und in dem Buche, welches der Engel hielt: yunerite primum keKinum Vei et Ivstitinm ejus. lVlnttk. 6. VI. V. 33. — 1725 wurde durch mehre Gutthäter die noch bestehende Capelle über die Statue des heil. 3obann von Nepomuk mit die 3nschrift erbaut: l)IVo loannl VImrIoso 8aeCVl.I tlisVIUnlVrKo. Die Statue des heil. Cajetan aber wurde nach Aufhebung des Theatinerstiftcs abgenommen. Das HauS erkaufte 1784 Philipp Großmann um 35000 fl. 1790 gehörte es Anton Edlen von Lauch, 1806 Aquilia Oberbigler und 1825 Adolph Freiherrn von Friesenhof. — Anton Graf von Triang. 354. (I. — II. 384.) — Ein Theil des ehemals der Stadt Wien zugehörigen Hauses (s. Nr. 226), welches um 1750 an Private verkauft wurde. 1775 besaß es Gottlicb Freiherr von Ehrenfeld, 180S Graf von Wallis, 1822 Johann Joseph Hanisch, 1828 Johann Ha- 70 nisch, 1833 Johann Fröhlich.— Fran ciska Fröhlich. — Dieses Haus war das alte Judenspital (im 15. Jahrhunderte). Noch 1794 kommt es .unter dem Namen vor: „HauS, welches ehemals das Judenspital gewesen.« 355. (I. SS6. — II. 38S.) — Im 1. 1700 Hrn. Werner Kleinhanß v. Sonnenfeld seel. Erben, 1775 Gabriele von Pichler, 1787 Pichler'sche Erben. (Den 29. November 1793 brach in diesem Hause, das Stadt- anwaldhaus genannt, eine Feuersbrunst aus.) 1812 Johann Pater«. — Patera'sche Erben. 356. (I. 397. — II. 386.) — Durchhaus. — Im I. 1684 Daniel Spieß seel. Erben, 1700 zum schwartzen Adler genannt, ein Färb- hauß, ein Eck, Hr. Daniel Rath, 1775 Theresia Mühldorfer, 1795 Joh. Ncp. Mühldorfer, 1806 Katharina Mühldorfer, 1822 Andreas und Katharina Freih. Sorriot de l'Host, 1828 Andreas Freih. von Sorrivt, 18Z3 Johann Edler von Menninger. — Franziska Edle von Menninger und Maria Tenambcrg. 355. (1.398. —11.387.) — Durchhaus. Schild zu den sieben Schwertern. — Im 1. 1684 Daniel Spieß Erben, 1700 Hr. Joh. Fürth deß Austern Raths und Ober Raithändler, 1775 Martin Cle- mentschütz, 1783 Franz Elementschütz, 1787 Jos. Clementschütz, 1795 dessen Erben, 1822 Katharina Bihl und Karl von Bonelli, 18213 Caroline Bihl und Sigmund von Bonelli, 1833 Sigmund von Bonelli und Anna Clementschütz. — Sigmund von Bonelli und Anna Fri edentha ller. 358. (1. 399. — II. 388.) — Im I. 1684 Johann Fürth, 1700 Hr. Philipp Burckhards Berger Stifft- oder Beneficiat-Hauß, 1775 Balthasar Hackmüller, 1806 Lorenz Platz, 1822 Eva Platz und Franciska Mejstrik, 1833 Joseph und Franziska Mcjstrik. 35V. (1.410. - II. 389.) —Kleiner Zwettelhof. — Hier befand sich eine vom Abte Ulrich II. gestiftete Hauscapelle,welche I782ausgewciht wurde. Er erkaufte dieses Haus unterm 17. April 1591 von dem Wiener Bürger und Kaufmann Prämer, wogegen er den früheren Stiftshof in der Münzerstraße (Margarethenhof) hintangab, mit Zustimmung des Erzherzogs Ernst aber die, dem früheren Stiftshofe zugcstandenen, Privilegien auf diesen neuen übertrug. Ein Hauptbesttmmungsgrund zum Ankäufe des neuen Hauses war aber, daß der später so berühmt gewordene Kardinal Khlesl den gegenüber gelegenen großen Passauer Hof bewohnte, Abt Ulrich aber mit seinem Lanrsmanne, dem Herz- und sinnverwandten Paffauer-Offizial Khlesl in ununterbrochenem Verkehr zu bleiben wünschte. Zu diesem Behuse ließ er die Verbindung mit dem großen Passauer-Hofe von Salzgries, welchen Khlesl bewohnte, durch zwei» erst in unseren Tagen abgebrochene Schwibbogen Herstellen , deren einer vom Zwet- telhofe zum Mngkchor der Kirche zu Maria Stiegen, der zweite aber von hier aus in den Passauer-Hof hinüberführte. (Link -4on»Ies ElnrsvaU. II, 496 ) — Sophie von Mühlwerth. l'l 'i «^?E ^ /Äs ^I>/Äe-^, z -/i?. l-' 71 36Q. (I. 41 1. — n. 3S0.) — AtnZ. 1700 Jhro Gnaden, Hrn. Wolf Leopold von Ladenberg's sel. Erben, sonsten das Rittmeister Leopol- dische Haus genannt, 1775 Franz Kreimel, 1785 Alois Graf von Starhemberg, I8V6 Mart. u. Jos. Sänger, 184V Paul. Gräfin v. Hardegg. — Jos., A nn a Gabri el u. Äu g. G rafenv. C h o ise ul. 36R — 391.) —Im 1.1684 Georg Altschaffer und Mathias Gumpff, 1775 Gabriele von Bernhard, 1795 Karl Graf von Harrach. — Ludmilla Gräfin von Harrach. 362. (I. 413. — II. 392.) — Im 1.1684 Ferdinand Ernst Graf von Herberstein, 17ÜV Jhro Gnaden Hrn. Wentzl Eberhard, Graffcn von Herberstein, 1775 Karl Gras von Harrach. — Ludmilla Gräfin von Harrach. 863. (1.414. — 11. 393.) — Im I. 1684 Franz Graf von Manns- feldt, 17VÜ Jhro fürstl. Gnaden, Hrn. Graffen von Mannsfeld, j Fürsten zu Fondi, 1775 Leopoldine Gräfin von Stcrnberg, 18V6 i Christin» Gräfin von Sternberg, 1822 Geschwister von Bartenstein j , und Christin» Gräfin von Spiegel, 1828 Christoph Freyherr von f Bartenstein, 1833 Barbara von Dankclmann. — Kathar. Freiin i von Danke! mann. 36M. (1. 415. — II. 394.) — Schild zum Stoß im Himmel. — ^ Ein Bürger von Wien und Besitzer dieses Hauses, welcher am 1v. No- ' vember 1529 starb, schrieb sich schon »Hanns Stoß im Himmel.« > Folglich ist der Name dieses Hauses sehr alt und es soll nach Laz i schon um 13VV der Bürger Brcitenfelder dieses Haus unter demselben Namen besessen haben. Um 1620 besaß eS Leopold Pruckhner und . 1622 wurde es als ein Commissare des HofeS an Jakob Frösche! von Kiesel laut Hofkammer Archivs-Ertract verkauft, von welchem es in , Folge um 169V an Paul Freiherr Bertolotti von Breitenfeld gekom- ^ men ist, dessen Nachkommen eS noch 17V1 besaßen. 1451 sollen (laut ' Herzog's 0o8moKr»>>Iii» »ustrisoo kranoisoan» und Herborn j-j im XI. Bande der kirchl. Topogr. p. 388— 389) die Klosterfrauen ^ vom dritten Orden von ihrem Kloster bei St. Diewald (Theobald), welches dem heil. Johann von Capristan eingeräumt wurde, in dieses Haus versetzt worden seyn, wo sie dann ausstarben. Um 1798 ^ wurde das Haus von dem damaligen Besitzer Dr. von Held und Straubmaver ganz neu erbaut. Da wo jetzt eine Base aufgesetzt steht, soll im alten Gebäude ein Thurm gestanden seyn, und in dem der- maligen Kellerraum sollen Sandalien und Spuren einer Gruft gefunden worden seyn. Auch soll der heil. Capristan hier Wohlthaten ausgespendet haben (Kirchl. Topog. XI. p. 389). Hier war auch der erste Sitz der Realschule und Akademie, welche Jünglinge zwischen 15 und 20 Jahren in einem zweijährigen Cours für Großhänd- , ler, Wechsler, Fabrikanten, Buchhalter und Gutsbesitzer ausgebildet , und 1775 nach St. Anna übersetzt und verhältnißmäßig erweitert wurde. Dieses Haus gab auch der von der Wipplingerstraße in die Salvatorgaffe führenden kurzen Gaffe den Namen. Oberhalb dem Thore zeigt sich in einem von Strahlen umgebenen Kreise der 72 Name Jesu« (1. ll. !8.) und innen auf rothem Marmor die Umschrift aus dem IS. Jahrhunderte: Innomine 3du (Ikesus) ome (om- ne) ^enn lleetstur eelestium terrestrinm et inkerrnrnm, welche Worte und Zeichen der heil. Bernadin von Siena in Menge mahlen und vertheilen ließ. — Georg Graf von Buquoy. 385. (I. 409. — ll 395.) — Im 1.1700 der alte oder kleine Pas- sauer-Hoff. Die Geschichte dieses zu den Pafsauerhöfen gehörigen Gebäudes siehe Nr. 367. — Thomas von Capellinische Erben. 386. (I. 408. — ll. 396.) — Im 1. 1700 Passaucr Zinshaus bis auf neuere Zeit. (Siehe Nr. 367.) — Johann und Nikolaus Wien er. 38A. (1.428. —11.397.) — Redemptoristenkloster. — Im Jahre 1415 verkaufte Georg Grünbcrg, Bürger zu Wien, sein Haus, gelegen bei unserer lieben Frauen Capellen auf der Stetten an Fürsten Georg, Bischof zu Passau, um 360 Pf. Pfen. mit Einwilligung Rudolph des Angerfelders, Bürgermeisters und MünrmeistersdcrStadt Wien. Schon 1439 hat nach einem Auszug aus dem Stadt Grundbuch Leonhard, Bischof zu Passau um ein Haus, so eine Badstuben gewesen und zu einem Garten gemacht worden, bei der Stadt Gewehr empfangen. 1523 erfolgte ein Vertrag zwischen Michael, Abt zu den Schotten und dem Fürsten Ernst, Administrator zu Passau, Herzog in Ober- und Unter-Bayern, wegen Befreiung des Dienstes des dem Stifte Passau gehörigen Passauerhofes und eines Gartens, der Turngarten genannt. Hierher gehört noch ein Ertract aus dem Beneficiatenbuch, welches 1556 aufgerichtet wurde und worin von fünf Häusern der Burgrechtzins auf 2l fl. verrechnet wird. Die alten Passauerhöfe bestanden in folgenden Theilen: am Salzgries die Paffauerische Officialswohnung und der Passauer-Rcnt- hof. Hier wohnten die mit Ausübung der geistlichen Gerichtsbarkeit hetraut gewesenen Passauer-Offiziale, namentlich auch der berühmte Kardinal Khlesl. (Erste Nr. 408, 409). Salvatorgasse, Passauerhofunterer Theil (erste Nr. 428). Salzgries, Passauer-Zinshaus mittlerer Theil (Nr. 440). In jenem in der Salvatorgaffe befand sich ein merkwürdiger alter runder Thurm. Nach dem Tode des Kardinals FiLmia», Bischof von Passau, 1783 wurden wegen gänzlicher Aufhebung der Paffauischen Diöcese in Oesterreich alle in Nieder- österreich gelegenen Güter derselben, folglich auch die Höfe in Wien in Beschlag genommen und 1784 gegen dem wieder zurückgcstellt, daß das Bisthum auf alle Diöcesanrechte in Oesterreich verzichtete und zur Dotirung des Bischofs von Linz 400,000 Gulden bezahlte. Nach der Säkularisation 1806 wurden die Passauerhöfe an Private verkauft und in der Folge 1821 —1822 mit Eröffnung einer Stiegcn- gaffe gegen den Salzgries hinunter» neu gebaut; jener Theil in der Salvatorgaffe aber wurde 1820 zu dem Kloster der neu aufgenommc- nen Congregation der Redemptoristen umgebaut und den 23. Dezember 1820 zugleich mit der Kirche eingeweiht. 1842 wurde das Redemp- 78 toristen-Klostcr vom Grunde auS neu erbaut. Während der Belagerung Wiens durch die Türken 1683 war der Paffauerhof das Spital für die an der Ruhr Erkrankten (Hocke S. 118— >I9u. s.w.). Bei dem ehemaligen Jesuiten-Convicte befand sich auch ein Paffauer-Alum- nat, welches 1637 auf Befehl des Erzherzog's Leopold Maximilian, Bischofs zuPaffau, für sechs Alumnen errichtet und für jeden jährlich 150 fl. bezahlt wurde. Das Präscntationsrecht hatte der Passauische Official in Wien. -- Siehe auch die Nummern 212, 2IS, 365 und 366. 388. (I. 42S. — II. 398.) — Schild zum großen Christoph. — Das Haus zum großen Christoph, Jhro Gnaden, Hrn. Joachim von Aiche, N. Oe. Regiments-Rath gehörig, ein Eckhauß. Dieses Haus hatte die Inschrift: krnndin Okristopkori gui vermi8 mvm- dr» womento »ranile onus esse soum Irans marv kerro veum. Das schöne Grabmal des damaligen Besitzers, Joachim von Aicha (Aichen) befindet sich in der Salvatorkirche im Rathhausc. Das der- malige Gebäude wurde 1799 von I. von Aichen begonnen. Es befand sich bis 1838 in dem Besitze dieser Familie. Der letzte Besitzer war Johann Freiherr von Aichen. — Johann Freiherr von Mavr. 388. (I. 430. — II. 399.) — Schild zur Fischerstiege. — Laut dem ersten Grundbuche der Stadt hatte 1379 Heinrich Würfel neben dem Joseph Heimben in dieser Gegend zwei nach Maria Stiegen dienstbare Häuser; 1585 hieß der Eigenthümer Bcrnard GraShalS, 1789 war der Eigenthümer HanS Frue/th, bnrgl. Honig- und ZweS- Pen-Kramer, 1775 besaß es RaSpar Holbein, welcher 1782 als Joh. Casper von Hollwein vorkommt; bis auf 1838 besaßen es die von Holbein'schen Erben. Auf dem Hause ist noch ein Gemälde, die Fi- scherstiege vorstellend, welches aus dem 17. Jahrhunderte herzustammen scheint und ziemlich idealisch genommen ist. — Margaretha Frriinvon Bavicre, Auguste Stolle, JulianaHir- schcnhofer und Magdal. Schornhofer. 3?tt. (I. 431. —11.400.) — Im 1.1884 Andre Meister, 1788 Hrn. Peter Christoph Lorentz, Burger, 1775 Georg Grosbaur, 1783 Jos. Großbauer, 1795 Mathias Thür, 1886 Johann Witkowsky. — Anton Lederer. 3?L. (1.432. — II. 401.) — Im I. 1684 Andre Meister, 1788 Hrn. Ulrich Geuttinger, Schustermeistcr, 1775 Berthold Schimpf, 1795 Joseph Schrems, 1822 Margaretha Wunder und Anna Hofer, 1828 Mathias Tausch. — Rosina Rechberger v. Rechcron. 352. (I. 434. — II. 402.) — 3m 3. 1S84 Hans Georg Poller, 1788 Hrn. Johann Frantz Posch, Röm. Rays. Maj. Hauptmann, ein Bierhauß,1?75Leop. Poschinger,Bierwirth, 1822 Franz Tschebultz, 1828 Joseph Köck, 1833 FranciskaRöck. 353. (1.449. — II. 403.) — Durchhaus. — Im 1.1788 Hrn. Hieronymus Wehl, Wagnerineister, 1775 Katharina Weyl, 1787 Simon 74 Weil, 1824 Johann Nepomuk und Elisabeth Stockher. — Karl undAmalieFischer. 3S4 (1.450,451.—11.404 ) —Im 1.1884 Lorenz Siller, 1700 Hrn. Lorentz Silier, Schustermeister, und Simon Oberhuber, Häringer. 1775 Johann Schreiblmaver, 1783 Johann Georg Dinter, 1806 Theresia Edle von Grube, 1812 S. Sisampel, 1822 Johann Mich. Siieß. 325 (1.452. — II. 405.)— Im I. 1684 Johann Fruwirth, 1700 Hrn. Johann Fruewirth, 1775 Fruhwirth'sche Erben, 1795 Fruh- wirth'sche und Klein'sche Erben, 1806 Maria Anna von Machowetz, 1812 Johann Machowetz, 1822 Elisabeth Pollny und Johann und Ther. Peitl, Maria Kölbl u. Carl Krenes. — P eitl'scheErben. 32«. (I. 453. — II. 406.) — Im I. 1775 Cornelius Weinhart's Erben, 1795 Joseph von Gundermann, 1812 Margaretha Grumer,1822 Jakob Bettini. — Rosalia KaIcher. 322 (I. 454. — II. 407.) — Im I. 1775 Ignaz von Staader's Er- ben, 1795 Cacilia von Hahn, 1812 Rosalia Bayer, 1822 Paul Bayer. — Aloysia von Szögeny. 328. (I. 455. — 11.408.) — Dieses Haus wurde um 1720 aus drei Häusern zusammengebaut. Das erste besaß 1684 Anna Maria von Zeis, 1700 hieß es: Frau Elisabeth Kochin, sonsten das Zeisische Haus genannt. Das zweite war 1770 das Schwartzbcckische Haus, dem Kayserl. Hatschiren, Herrn Piltoni von Tannenfeld gehörig, das dritte war ein Badhaus und gehörte Adam Putter, 1775 gehörte das zusammengcbaute HauS Karl Joseph Petroffy, 1783 Barbara von Petrofsy , 1795 deren Erben Josepha und Theresia Welzer. — Jos. Mathias Welzcr'sche Er b c n. 32« (1.456. — II. 409.1 — Genannt das Carmeltterhaus. — Im I. 1684 Johann Georg Kuglcr, 1700 Hrn. Tobia Andre Wall- ner, seel. Erben, sonsten das Carmeliterhauß genannt, 1775 Dillin- gerisch'sche Erben, 1783 Franz Schlagnitweit, 1787 Leopold Schlagnitweit , 1795 Schlagnitweitische Erben, 1806 Magdalena Gerold, 1822 Jos. Gerold, Franz. Schelzinger u. Leop. Pohl.— Einkhem- mer v. Reichwitz, Karoline Reisinger und Fr anz Leopold Pohl. 38«. (1.457.—II. 410.) — Jm J. 1684 Thomas Verleb, Bierleutgeb, 1775 Mathias Reuter, 1783 Franz Bauherr, 1795 Karl Seitz, 1806 Johann Keim, 1822 Katharina Keim, 1828 Simon Gammer. Franz und Kathar. Heger. 381. (1.425. — II.4lI.) — Im I. 1775 Paul Ulrich Trienter,Maurermeister , 1795 Frciin von Lederer, 1812 Johann Kaim, 1822 Friedrich Freiherr von Werra. — Freiherr von Werra'sche Erben. 382. (1.426 — II. 412.) — Schild zum Salvator. Durchhaus.— Im I. 1700 zum schwarzen Stiffel genannt, Hrn. Philipp Jacob Räder, 1775 Gottfried Prailenau, 1795 Franz von Praitenau, 1806 ^S. /E ^."7. /?' /^' ^v _ ^ ^SL^> e^?»nterni msternique «tkevtus Alonu- nieotum k'.k'. O. k. AlNCOI-III In demselben Jahre wurde auch eine Capelle gegen den Stcrnhof erbauet und der heiligen Theresia gewidmet. Anfangs befand sich auch die Hofkammer daselbst, die jedoch später in die Johannisgasse übersetzt wurde. Früher bestand die österreichische (Hofl-Kanzlei für sich allein, und zwar 1482 in der Färber- (Dorotheer ) Gasse, später auf dem Burgplatze, neben dem Cillyer-, jetzigen Amalienhof. Anfangs dieses JahrhunderteS hieß diese Hofstellc k. k. Direktorium, in neuerer Zeit k. k. vereinigte Hofkanzlet. In demselben Gebäude befindet sich auch die k. k. Hofstudiencommiffion. 385. (I. 416,417,418. — II. 414, 416.) — Magistratsgebäude sRathhaus) der Stadt Wien. — Durchgang. — Aus drei Häusern zusammen gebaut. Das älteste bisher bekannte RathhauS war an der Stelle des jetzigen Schönbrunner - Hauses Nr. 562. lstehe Schlag er's alterihümliche Neberlieferungen , p»x. I8S — 112.) Durch den Inhalt einiger alten Urkunden entstand die 7S Meinung, daS älteste Rathhaus sei in der Wollzeile gewesen. So heißt es z. B. in einer vom Jahre 1303: »Des Wiesenders Haus, daz do leit in der Wollzeil, an dem Elke gegen dem Rathaus über;» ebenso aus den im erzbischöflichen Archive aufge- fundenen Urkunden, wo überall von dem Rathhause in der Wollzeile die Rede ist. Allein, es scheint vielmehr, dieses Rathhaus bloß zum Behufc der geistlichen Consistorial - Angelegenheiten und der Schul - Oberaufsicht daselbst bestanden zu haben, um so mehr, da das bezügliche Gebäude der alte Pfarrhof von St. Stephan war, folglich auf die städtischen Angelegenheiten keinen Bezug haben konnte. Das heutige Rathhaus war ursprünglich zum größten Theile im Besitze der alten ritterlichen Familie Haymo, und Otto Havmo überließ im Jahre 1318 sein Haus der Stadt, dessen Capelle anfänglich der heiligen Maria gewidmet war. Zum Unterschiede von Maria Stiegen wurde sie die Mariencapelle Otto Haymo's genannt, woraus sie in der Folge im Munde des Volkes die Capelle im Ottenhaym genannt wurde, ja endlich das hölzerne Salvator-Standbild auf dem Hochaltäre als St. Ottenhaym verehrt wurde. Papst Leo X. rügte dieß in einem Breve und gab der Capelle den Namen zu St. Salvator, den sie noch heut zu Tage führt. Das magistratische Gebäude wurde 1455 und 1457, dann 1600 vergrößert. Im Jahre 1700 kam es folgendermaßen vor: Gemeiner Stadt Wien Herrn Rathhaus, dann die Kirchen !„j 8t. 8»Iv»torew und Beneficiathaus. Die übrigen, später dazu gebauten Häuser gehörten 1700 Rudolph von Grünwald, Ehrenreich Stattl- mayer, zur goldenen Muschel genannt, dann Peter Franz Hoffmann. Jenes zur goldenen Muschel (415) war 1775 kaiserliches Privat- Eigenthum, 1780 gehörte es bereits der Stadt Wien; 417 Warschau daS alte Rathhaus; 418 der Pfarrhof und das Veneficiat von St. Salvator. 1780 wurden diese Häuser abgebrochen und das Rathhaus neu hergestellt, 1822 und 1842 wurde es endlich durch neue Zubauten in der jetzigen Gestalt und zum dermaligen Umfang erweitert. Die Kirche erhielt schon 1785 einen neuen Hochaltar. An der Ecke des Gebäudes gegen den Stoß im Himmel zu wurde auch in neuerer Zeit das schöne Standbild eines Engels mit ausgebreiteten Flügeln, das alte und neue Wappen der Stadt Wien haltend, welches sich früher an einem Hause am Liechtensteg befunden hatte, bei dessen Neubau hieher übersetzt. Endlich ist noch als merkwürdig anzuführen , daß im Locale der dermaligen Registratur des CivilgertchteS, der damaligen Rathsstube, den 30. April 1871 Graf Franz Nadasdy wegen Hochverrath enthauptet wurde. 38H —38S. (I. 419.-II.417; — I. 420.-II.418.) — Durchhaus. — Im I. 1700 Hrn. Wolfs Andre Weydinger, Kayserl. Tags-Aufschlags Gegenhändler, Johann Padmayr, Statt Koch, 1775 Elisabeth» Ludwigsdorf, 1787 Freiherr von LudwigSdorf, 1795 Elise Freiin von Ludwigsdorf, 1806 Wilhelm Freiherr von Ludwigs- WWVWMWWWMWDWWWWMW 77 dorf, 1812 Franz Aumüller, 1822 Lorenz und Barbara Aumüller, 1828 Lorenz Aumüller, 1833 dessen Erben.— PietroGalvagni, 1848 —1847 neu umgebaut. Bei der Abbrechung dieses Hauses fand man die Uebcrreste eines römischen Bades (vergl. Schmidl's österr. Blatt, für Literatur und Kunst vom 10. Novbr. 1846 und 2. Oktober 1847). 388. (I.42I.— II. 419.) — 3m 3.1788 Hrn. Matthias Ostermayr, Schneidermeister, 1775 Angelus Balesino d. ä. R., 1783 Regina Ba- lestni's Erben, 1785 3oseph Hosbauer, 1812 Anton Bosch, 1822 Anton und Karl Bosch, 1833 Anten Bosch, später die Milde'schen Erben. — Ludwig und Franziska Knoth. 38i>. (1.422. — 11.420.) — 3m 3.1775 Lorenz Heiß, 1785 3oseph Hofmüller, 1828 3ohann 3rsa. — Franz 3rsa. 3SO. (I. 282,283,284, 285. — II. 421, 422, 423, 478.) — Diese« Haus wurde um 1881 aus den vier Häusern, welche hier mit den alten Nummern verkommen, in eins zusammen gebaut. Nr. 282 bis 284 waren indeß immer in einem und demselben Besitze, so z. B. 1884 3ohann Georg Neuwirth, des äußern Raths und Kirchenmeister bei St. Stephan. Die folgenden zwei Häuser (283,284) gehörten damals zwar 3ohann Lothsamb, später Fauconet, dann Mathias Söllner, Kässtecher, doch kamen sie bald darauf an einen Besitzer; 1775 3oseph Felbermeyer, 1785 Felbermeyer'sche Erben, 1788 3ohann Georg Reich , 1888 Reich'sche Erben. Das vierte Haus Nr. 285 gehörte jedoch 1884 Haus Georg Schuster, 1788 3ohann Georg Schießl, 3. II. llr. und N. Oe. Landschafts-Secretär, 1775 Anna Hochleit- ner, 1783 Katharina Hochleitner, 1785 Hochleitner'S Erben, 1788 3ohann Georg Reich, 1888 Reich'sche Erben. Durch den Spccerei- händler 3ohann Georg Reich wurden diese Häuser in eines zusammen gebaut. 1822 besaß es Alexander und Demeter Manziarly. — Alexander Manziarly von Dellinestye und Pelagia Edle von Nitta. 3i>I (1.286. —11.424.) —3nt 3.16S4 Bartlme Klöcker, 1?88Hrn. Bartlme Klöcker, Silberhändlers, seel. Erben, 1775 Franz Blank, Schleifer, 1787 Anna Blank, 1785 Blank'sche Erben, 1812 Scbast. Blank, 1822Kathar. und Leop. Blank, 1828 deren Erben. —Anton Fischer. 352 (1.287. — 11.425.) —3m 3. 1788 3hro Gnaden, Hrn. Mar. Ernst von Gattcrburg, N. Oe. Regiments-Raths seel. Erben, 1775 Simon Dunzendorfer, 1787 Barbara Dunzendorfer, 1822 Elisabeth und Anton Dunzendorfer, 1828 Barbara Dunzendorfer, 1833 Theresia Oberer. — August Fischer. 353 (I. 288. — II. 426.) — 3m 3. 1788 Hrn. Ferdinand von Raidegg, Röm. Kays. Mozest. Rath, auch Kayserl. Statt- und Land- grichts-Beysitzer, 1775 Franz de Paula von FraiSl, 1885 Leop. 3os. 7 » Stöger, 1822 Leopold Ginderer. — Anna Edle von Im Hof nnd Joseph von Tonelli. 384. (1.28S. — 11.427.) — Im I. IK84 Ferdinand von Radegg, 1788 Hr. Mathias Grill » Gürtler, 1775 Anton Notzeck's Erben, 1783 von Kistler'sche Erben, 178? I. von Kistler, 17SS Elconora v. Pergen, 1812 Jos. von Pcrgcn. — Franz Milde. 385. ll- 277. — II. 458 ) — Im I. 1788 Hrn. Friedrich Kerimper, deß Austern Raths seel. Erben, ein Eckhauß, 1775 Katharina Sei- farth'sche Erbe», 1795 Franziska Maper, 1886 Johann Baptist Schlug«, 1822 Anna Schluga und Adolph Weiß, 1828 Joseph Schluga und Adolph Weiß. —1833 Joseph Nießner. 386. ll. 278. — II. 429.) — Schild znm Sonnen-Aufgang.— 3m 1. 1684 Georg Albrecht Paar, 1788 Hr. Simon Joh. Müstler, Schuhmacher, 1775 Juliana Cariere, 1795 Juliana de la Tariere, 1886 Joseph Schesky, 1812 Joseph'Zawernitzky, 1822 Joseph von Perger. — Hein rich Schmidt. 38S. ll. 279. —11. 430.) — Im I. 1684 Georg Sollner, 1788 Hr. Abraham Pantzl , Königl. Sallthür-Hüter, ein Bierhauß, 1775 Dorothea Lorenz, 1795 Anton Hofmann, 1886 Elisabeth Hofmann, 1812 Bernhard Hofmann, 1822 Anton Prantner. — Anna Prantner. 388. PI. 280. — II. 431.) - Im 1.1684 Hans Georg Amon, 1788 Hr. Michael Trucker, Käßstecher, 1775 Simon Gaffel, 1783 Leopold Gaffel, 1787 Georg Rath, 1795 Johann Andreas Schnapp, 1886 Sebastian Hör, 1812 Ernst Hör, 1822 Theresia Kramel. — Kra- mel'sche Erben. 388. (I. 265. — II. 432.) — Im I. 1684 Mathias Painhoffer. 1788 zu 2 Delphinen genannt, ein Eckhauß, Herrn Wolffgang Schmidl's seel. Erben, 1775 Karl Anton Freiherr von Schönberg, 1783 Johann Georg Langer, 1787 Katharina Langer, 1886 Heinrich Kurzendorfer, 1812 Joseph Kurzendorfer, 1822 Joseph« Kur- zendorser. 46«. ll. 2SS. — II. 433.) — Im I. 1684 HanS Caspar Reich, 1788 Hr. Ulrich Lov, Bisier Schneider, 1775 Theresia Held, 1783 Ignaz Held, 1795 Karl Graf, 1812 Roflna Graf, 1822 Andreas und Elisabeth Graf, 1828 Andreas und Elisabeth Graf. 461. (I. 267. — II. 434.) — Sternhof. — Im I. 1788 Herr Adam Schreyr, deß Innern Raths, sonsten der Sternhof genannt; 1775 Theresia von Stöger, 1787 Edler von Stöger, 1795 Johann Georg Edler von Stöger, 1812 Adolph Weiß. — Derselbe mit seinen 6 Kindern, 462. (I. 268. — II. 435.) — Schild zum kleinen Jordan. — Im I. 1788 Jakob Ossenbach, zum schwarzen Stern genannt. 177! Nikolaus v. Paccassv, Hofarchiteet, 1886 Johann Freiherr von Pac- cassh, 1828 Henriette Holzmeister. —Ferdinand Feiner. ^ ALL. -^t?^. ^». -Xv^> I 79 403 ci. 26S. — II 436.1 — Im I. 1700 Franz Joseph von Werdemann, kaiserl. Mundschenk, 1775 Franz Joseph Thury, bürgcil. Leinwandhändler, zur Flucht in Egypten, 1795 M. A. v. Thury, 1806 Theresia Scheuermann, 182V Franz unv Anna Kvblitschek,— Guido bald! ne Gr äsin von Kuesst ein. 404. (I. 270. — n. 437.1 — Schild znm großen Jordan. — Im I. 17VÜ zum grossen Jordan genannt. Dieses Haus besaß um 149V Johann Jordan mit noch zwei andern Häusern, von welchem auch rer Name der Jordangasse kommt. In diesem Hause war auch sein Name ^Jörg Jordan" mit der Jahreszahl l4S7 in Stein gehauen. I58V erkauften die Jesuiten diese Häuser, erbauten sie 1564 neu und besaßen sie bis 1565, in welchem Jahre sie ihnen durch den Magistrat abgenommen wurden, der sie ihnen jedoch bald wieder zurückstellen mußte. In der Folge wurden sie jedoch vom Magistrate erkauft. 177V besaß dieses Haus Katharina von Stettner, deren Erben noch heute in dessen Besitze sind. Auf der Hauptfrontc des Hauses befindet sich ein merkwürdiges SteinbaSrclief, die Taufe Christi im Fluß Jordan durch Johannes im Beisein eines Engels vorstellend. Darunter folgende nun schon sehr schwierig zu lesende Inschrift in Distichen. Ilumioe Morgan! rerZumur lade malisguo Lorpora; cum cesii, quoN lmer om»e neplum; 8ic gamma as-mr^e»« lo>am kuriliuiisa per »rbum 1821(1421.) kelireum purgae criiniua saevrr Canum. Veucalevnem muuNu-! pur^aeur ad uusis. Hicguo irerum penas igne kurisms luie. Diese Inschrift bezieht sich auf die traurige Judenverfolgung, welche unter Herzog Albrecht V. statt hatte, in deren Verfolge am 12. März 1421, auf einer,Wiese an der Donau nächst.Erdherg 11g Juden verbrannl / alle übrigen auö. Österreich verbannt, und deren Synagoge eingcrissen, die Steine davon aber zur Ausführung eines neueinlNuvcrsitätsgebäudeS in Wien verwendet wurden. Der gleich- zeilige Chronist Thomas Ebcndorfcr von Haselbach erzählt den Verlauf dieser bedauerlichen Ereignisse am ausführlichsten, von den neueren Geschichtsschreibern aber der hochverdiente Florian» Fr, Kurz in seiner Geschichte Österreichs unter Kaiser Albrecht ll. 3. Band. S. 31—35. Von dem Orte ihres damaligen Aufenthalte- in Wien-führt der Platz noch heut zu Tage den Namen Judenplatz. — Joseph Stettner. 405 . (I. 246. — II. 438.1 — Im I. 1684 Mathias Wenighoffer, 1700 das kleinere sonsttn Prieschenkische Hauß genannt, Hr. Mathias Wenighoffer's seel. Erben, 1775 Theresia Gräfin von Alberti und Franciska von Schiller, 1782 FranciSka Edle von Schall», 1795 Therese von Nürnberg, 1822 Leopold Graf von Alberti und Therese Edle von Nürnberg, 1828 Joseph Freiherr Ertel von Koschlau und Graf von Alberti. — Anton Ritter von Plappart. 40 «. ll. 257. — II. 465.1 - Im I. 1684 Christian Aster, I7VV Hr. Adam Wilhelm Böhmer, I. II. v., 17?» Freiherr von Bartholdi, 80 1787 Freiherr von Bartenfeld, 1795 Johann Graf von Unverzagt, 1822 Leopol dine Gräfin von Harnoncourt. — JosephaJüttner. 405 (I. 248. — II. 440.) — Jm J. 1780 Hr. Egydi GLßl, Schuhmacher , 1775 Bernhard Edler von Thasser M. Dr., 1783 Lhasser's Erben, 1787 Joseph von Thasser, 1795 Joseph von Koller, 1808 Mathias Hummel.—Mathias Hummel's Erben. 408 . tl- 24S. — II. 441.) — Im I. 1884 Hr. E. Joh. Ehrenreich Stadtlmayr einer Hochlöbl. 9t. Oe. Landschafft-Ober - Einnemer Ambts-Gegenhandler, 1775 Theresia Dominique, 1795 Joseph von Koller, 1806 Joseph Waldbergcr, 1822 Marcus und Anna Walz. — Friedrich Eichhorn und Elisabeth Dentler. 400 . (I. 244. — II. 442.) — Im I. 1884 Mathias Wenighoffer, 1700 Hrn. Mathias Wenighoffer's secl. Erben, 1775 Burg'sche Erben, 1808 Joseph Vogclhuber, 1822 Joseph Edler von Vogelhuber.— Daniel Ritter von Managetta. 410 (I. 245. — II. 443.) — Im I. 1884 Johann Wich's Erben, 1700 zu St. Nicolai genannt, Hr. Johann Christoph Müllncr, 1775 Barbara Witzmann, 1783 Heinrich Graf von Heusscnstein, 1795 Joseph Arnold, 1822 Katharina Arnold, 1822 Arnold'sche Erben. — Cacilia Arnolds Erben. 411 . (I. 23S. — II. 444.) — Schild zum englischen Gruß. — Im I. 1884 Barthol. Kästncr's, Schneidermeister's Erben, 1700 Frauen Katharina Wallncrin seel. Erben , sonsten das Bartlme Schnciderische Haust genannt, ein Eckhauß, 1775 Jos. von Baecken-- feld, 1795 Eva Edle von Katharin, 1808 Henriette Gräfin von Lich- nowska, 1822 Leopold Ritter von Herz. — Joseph Ludwig Graf von Ma ll a ba ila-Canal. 412 . ll. 240. — II. 445.) — 1884 Johann Georg Koch, 1700 zum Paris genannt, Hrn. Jac. Schleusser's seel. Erben, 1775 Schönthan- sche Erben, 1783 Theresia Schönthan, 1787 Schöntharr'sche Erben, 1808 Elise von Gerstenbrand, 1822 Friedrich Vogel. —Joseph Schmidt und Elisabeth Nitsch. 413 . ll. 241. — II. 446.) — Im I. 1884 Johann Jakob Kürner, Universttätischer und Landschafts-Buchdrucker, 2 Häuser, 1775 Anna Barbara Geiger, 1783 Adam Geiger, 1787 Anton Geiger, 1795 Adam von Geiger, 1812 Anton von Geiger, 1822 Florian Fuchs, Zahnarzt. Der vorerwähnte Johann Jakob Kürner war einer der bedeutendsten Buchdrucker und Verleger seiner Zeit in Wien. 414 . (I. 242. — II. 447.) — 3m 1.1700 Jhro Gnaden, Hrn. Steph. Andre von Wartenberg secl. Erben, 1775 Arnold v. Löwenau, 1787 Hofagent Cretier, 1795 Joseph Edler von Adlershrim, 1808 Franz Lav. Edl. von Adlersheim, 1812 Joseph Offenheimer, 1824 Ignaz Markus Leidesdorfer. — Ignaz Ritter von Neuwall. 415 . (I. 243. — II. 448.) — In früherer Zeit besaß dieses HauS die gräflich Starhembergische Familie, von welcher es durch Kauf um )890 an den damaligen Stadt-Guardia-Oberstlieutcnant Ferdinand ^ ^r. ^ //^ ^ -^- L^.-. ^^7 > <^* V/ I . ^7 /^ü-v ^Le^rLs/^, ^ ^t^^««/, 8 ! Marchese von Obizzi überging. Die Stadt-Guardia war ein regulir- tes, bloß für die Bewachung der Staffk'unff den Innern Dienst berechnetes Militär» das seine Quartiere an den Basteyen, z. B. auf der Seilerstätte, am rothen Thurm, Salzgries rc. hatte. Diese Quartiere wurden Baraken genannt. Noch 1738 unter Karl VI kommt die Stadt-Guardia vor, erst unter Maria Theresia wurde sie durch Garnison von den verschiedenen Regimentern ersetzt, welche nach preußischem Muster auf neuen Fuß hergestellt wurden. 1775 besaß dieses Haus (damals «gegen den Jesuitcrplatz« genannt) August Bernardi, Universitäts-Buchhändler, bis 1800; 1828 war Maria Anna Gräfin von Marziani Eigenthümerin desselben, 1828 gehörte eS Franz Mälzer, dessen Erben es noch besitzen. — Joseph, Anna und Eduard Pfann. 41V. (I. 238. — II. 450.) — Schild zur goldenen Säule. — Im I. 1884 Ludwig Freiherr von Pornacini, 1788 Zhro Gnaden Hr. Baron Pornacini, zur goldenen Säulen genannt. 1775 Melchior Peter, 1783 Therese Peter, I7S5 Peter'sche Erben, 1812 Johann Wil- 7° dauer, 1822 Maria Wildauer. — August Artaria. 418 . (I. 237. — II. 451.) — Tiefes Haus genannt. — Im I. 17VV Hr. Johann Carl Nagel von Eysengrub, der Rom. Kayscrl. Maj. Hoff-Cammer-Buchhalterey-Erpeditions-Adjunct, 1775 Jos. Edler von Sense!, 1787 Martin Edler von Sensel, 1886 Ignaz von Schumann und Joh. Mahler, 1812 Ignaz Held, 1824 I oh. Bapt. Swoboda. 418 . (I. 236. — II. 452.) — Im 1.1788 zum gülden Einhorn genannt, Hr. Johann Prumbdigs seel. Erben, 1775 Georg Johann Bock, 1787 Karl Offermann, 1785 Baron von Ritter'S Erben, 1886 Joseph Bauer, 1812 Vinzenz Caballini, 1824 Anton und Theresia Wagner. — Anton Wagner's Erben. 420 . (I. 235. — II. 453.) — Dieses HauS wurde 1568 auf dem damaligen Freythof der weißen Brüder(Carmeliten) auf Kosten Kaiser Ferdinands I. für die Landschaftsschule neu hergestellt. Früher gehörte es dem Doctor Schwarz. Nach der Herstellung wurde es den Jesuiten zur Erziehung der adeligen Jugend überlassen. Da jedoch die lutherischen Herren von dem Kaiser nicht bewogen werden konnten, denselben ihre Kinder zu überlaffen und sic sich eigene Lehrer in diesen Schulen halten wollten, so mußten die Jesuiten 1565 auf Befehl deS Kaisers Marimilian II. dieses Haus wieder abtreten und ihre Convictoren bis auf wenige, welche sie in ihr Collegium auf- nahmen, entlassen. Diese Schule wurde bald nachher zu den Dominicanern übersetzt und das Landschafts-Schulhaus wurde 1658 an Hrn. von Unverzagt verkauft. 1611 erkauften die Stände dieses Haus und schenkten es dem Grafen Thurzo, damals Palatin von Ungarn, aus Erkenntlichkeit für die von ihm zu Stande gebrachte Vereinigung und Transaction. 1671 wurde dieses Thurzo'sche Haus als Fiscal erkannt und dem Grafen Colalto übergeben , welche Familie es noch besitzt, — Anton Fürst von Colalto, S 82 Durch den Grafen von Colalto wurde 18V4 statt des mit einer llmfangsmauer umgeben gewesenen Haushofes gegen den Schulhof ein neuer 3 Stock hoher Trakt aufgeführt. 42R (I. 234. — n. 454.) — Durchhaus. — Hoskriegsraths- Gebän-c. — Hier ließ die, nunmehr durch Karajan widerlegte frühere Annahme die erste Herzogburg von Heinrich Jasomirgott um U42 aus dem heutigen Hofe erbauen. Karajan's Angabe ist jedenfalls die glaubwürdigere, da man nicht mit Unrecht vermuthet, die ehemalige alte Pankraz Kirche oder Capelle am Hofe, an der Stelle der heutigen Nuntiatur, welche schon um 1550 als baufällig abgetragen wurde, sei die Hofcapelle in der Herzogsburg gewesen und zugleich mit ihr entstanden. Lange wurde diese Burg jedoch aus keinen Fall bewohnt; denn schon um l20ü begann Herzog Leopold VII., genannt der Glorreiche, den Bau einer neuen umfangreicheren Burg auf dem heutigen Burgplatze und bestimmte die alte Burg auf kurze Zeit zum Münrbause . 41»-/aber übergab er den Platz, welchen heutzutage daS Kriegsgebäude etnnimmt, den von ihm nach Wien berufenen Karmelitern, welchen er dazu eine kleine Kirche erbaute. Fortan hieß cs daselbst zu den weißen Brüdern am Hofe. Kaiser Ferdinand I. ersuchte l550 den Stifter des Jesuiten-Ordens Ignaz Loyala durch Pater Claudius Jajus, ihm Einige seiner Ordens- Gesellschaft nach Österreich zu schicken. Zu Ende Mai 1551 kamen zwölf Patres (der Jesuiten) in Wien an, welchen bald noch einige nachfolgten, und ihnen wurde zum ersten Aufenthalte ein Theil des Dominikanerklosters angewiesen, 1552 starb ihr erster Vorsteher, der erwähnte Pater Claudius Jajus und statt seiner wurde Nikolaus de Lanoy zum Oberhaupte erhoben. Da aber das Gebäude ihres bisherigen Aufenthaltes bei den Dominikanern sehr alt und schadhaft, auch für die bereits zahlreiche Gesellschaft zu wenig geräumig war, wurde ihnen 1554 das Carmelitcnkloster auf dem Hofe eingeräumt, die Carmeliten aber in die Lcopoldstadt (damaligen untern Werd) übersetzt. Sie eröffneten indem Eckhause zwischen der Kirche und dem jetzigen Hause, worin sich die Capelle des heiligen Stanislaus Kostka befand, eigene Schulen für die Grammaticalklassen. Als ihnen jedoch 1822 die öffentlichen Schulen auf der Universität cingeräumt wurden, hörten die höheren Schulen in diesem Collegium auf, und sie errichteten 1824 in dem zu einem Profeßhausc umgestalteten Collegium, so wie bei St. Anna, deutsche Schulen. 1850 wurden in demselben jedoch abermals Grammaticalschulen eröffnet, indem die Menge der Studierenden ein zweites Locale dafür nothwendig machte. Nach Aufhebung der Jesuiten 1778 wurde das Profeßhaus dem Hofkriegsrathc übergeben, die Kirche aber zur weltlichen Pfarre erhoben. Auf dem Balcon der Kirche ertheilte Papst Pius VI. während seiner Anwesenheit in Wien den 31. März 1782 öffentlich den Segen. ATT. (I. 231. — II. 455.) — Hof- und Kammerprokuratur. — Ihre ersten Grammaticalschulen hatten die Jesuiten in dem Stanislai- ^ ,i>i^-r 5 ^// ^ ^ r>^. 83 Hause in der Steindlgasse. Als ihnen jedoch 1622 die öffentlichen Schulen auf der Universität eingeräumt wurden, hörten die Cvllegten in diesem Hause auf. 1654 kauften sie neben dem Scizerhofe ein anderes Gebäude und richteten dasselbe auf Kosten Kais. Ferdinand's IH. zu ihren Grammaticalschulen ein. 1758 setzte ihr Mitglied I. v. Aegvdis von seinem ererbten Vermögen den 3. Stock darauf und errichtete eine Capelle darin. Von dieser Zeit an wurden die Schulen bis nach Aufhebung der Jesuiten ununterbrochen in diesem Hause abgehalten, 177k aber nach St. Anna übersetzt. Das Schulhaus sammt dem Profeßhause wurde dem k. k Hofkriegshause übergeben und in Elfterem befand sich dessen Kanzlei. 1791 aber wurde das Schulhaus an die Polizei- Ober-Direction abgetreten, die von dem kleinen Landhause dahin übersetzt wurde. Zn neuerer Zeit wurde es zum Locale der k. k. Hof- und n. ö. Kammer-Prokuratur bestimmt, nachdem die Polizei- Ober-Direktion in das ehemalige Hubhaus oder Vicedom-Amts- gcbäude in der Spenglergaffe übersetzt worden war. 483. (I. 232. — II. 456.) — Im Z. 1S84 Hr. Urban Nichlberger, Kayserlicher Traband, 1775 Franz Fuchs, 1812 Fuchs'sche Erben.— Friedrich Wilhelm Plauts ch. 424 . ll. 233. — II. 457.) — Dieses Haus war früher mit dem folgenden Nr. 425 e i n Haus, und gehörte 1698 Maria Elisabeth Bartolotti von Bartenfeld. Um 1748 wurden zwei Häuser daraus erbaut. Die gegenwärtige Nummer (alt 233) gehörte 1775 Franz Fuchs, 1828 Franz, Karl und Zoh. Fuchs, Josepha Gordon. —> Karl und Eduard Fuchs, dann Karoline Jarisch. 425 . (1.228. — H. 458.) —Früher mit dem vorhergehenden ein Haus. 1775 gehörte eS Franz Oliva, bürgerl. Tractcur, 1795 Michael Weinzierl, 1828 Philipp Lechthaler. — Ignaz Mayer. ^ 426 . (I. 22S. — ll. 45S.) — Das Haus war schon 1334 als der Langekeller bekannt. 1483 gehörte es dem Hans Zirnast. Zm 16. Jahrhunderte hieß eS der Hochholzerhof. 1788 gehörte es Aut. Gaun, Wechselherrn, vorhin Simon Berger'sches Haus, 1775 Edlen von 5lorn'sck> en Erben, 1795 Ernst v. Zorn, 1886 Anna Edl. v. Zorn, 1828 Zak.Bettini. — Joseph ».Johann Nepom, Grafen Somogyiv. Megyes. 42I. (l. 230. — II. 460.) — Durchhaus» — Seizerhof, jeht Bazar« — Herzog Friedrich lll., genannt der Schön-, stiftete 1313 die Karthause zu Mauerbach im Allerheiligen Thale, und setzte ihr Gottfried aus der Karthause Seitz als ersten Prior vor. Dieser soll ihm nach den Chroniken von Zweitel und Klosterneuburg bei dessen Gefangenschaft auf dem Schloße Trausnitz beigestanden seyn, weshalb Friedrich nach seiner Befreiung und Ankunft zu Wien 1327 mit seinen Brüdern, den Herzogen Albrecht und Otto ein Haus zu Wien in der ehemaligen Berber- (Färber) Straße, der jetzigen Do- rotheergaffe, welches zuvor demHeuginner gehört hatte, erkaufte und dasselbe der Karthause 1327 mit der Befreiung von aller Steuer und dem freien Wein - Ausschank, wie ihn die Bürger genießen, 84 schenkte. Eine gleiche Gunst gewährte Friedrich auch den Augustinern, da ihn auch einer dieser Mönche nach Trausnitz begleitet und sich für seine Befreiung verwendet hatte, und begann für sie nahe an der Burg Kloster und Kirche zu erbauen. Nach seinem Tode 1330 setzten seine Brüder diesen Bau fort, und verwendeten hiezu das Haus der Kart Hause Mauerbach , für welches sic jedoch 1335 ein anderes oberhalb dem langen Keller « ru Wienne. zu den Rören « mit allen Freiheiten erhielten, welche sie^auf dem ersten besessen hatten. Das «Haus bei den Röhren« leine alte Wasserleitung, deren Spuren man 1838 bei dem Umbau des Hauses auffand) war von Hans Stadlauer durch Felonie an Herzog Friedrich den Schönen gefallen, welcher es 1310 den Wiener Bürgern Wernhard und Heinrich Chrannest für eine Geldschuld von 700 Mark Silber zu Eigen gab. Von den Nachfolgern dieser Chrannester kauften eS 1334 die Herzoge Otto und Albrecht um 400 Mark Silber, welche eS dann 1335 für das Haus in der Färberstrasse der Karthause Mauerbach verliehen. Dieß war der später also genannte Seizerhof. 1403 kommt dieser Mauerbacher Hof urkundlich zum ersten Male als S ei zerh of vor. 1700 heißt es (in Schatz, Schutz rc.) «DerSeutzer- oder Maurberger (Mauerbacher) Hoff, worinnen die Capelle St. Nicolai, auch eineSchänk-Stubcn, eben zu selbigem Kloster gehörig.« 1782 wurde die Karthausc zu Maucrbach aufgehoben, die hier bestandene, schon 1334 genannte Capelle zum heiligen NicolauS aber ausgelassen und gesperrt. Den Hof kaufte der Wiener Bürger und Handelsmann, Joh. Georg Reich, mit allen Freiheiten, dessen Erben denselben noch heute besitzen. Es war ein alterthümliches aber ansehnliches Gebäude mit einem großen Hofe. 1838 wurde er abgebrochen und an seiner Stelle das jetzige Gebäude mit dem sogenannten «Bazar,« einem schmalen Durchgänge, aufgeführt und 1840 vollendet. (S. «Der Seizerhof in Wien und der neue Umbau desselben« vonF.C.We id mann, mit einer historischen Übersicht von I. P. Kaltenbäck; in der Wiener Zeitung vom 16. und 17. März 1810- Die historischen Angaben KaltenbäckS wurden in Schmidl's öst. Bl. f. Lit. und K. 1847 S. 401 — 402 abermals abgedruckt.) f Der Seizerkeller, in welchem Daum das Elisivur^röffncte, machte in den letzten Zähren des Bestands Epoche. — Reich'sche und Rudolph'sche Erben. 488. l>. 250. — II. 421.) — Die früheren Besitzer dieses Hauses waren : 1516 Sigmund Engel, 1545 Christoph Schmid, 1582 wurde das Zimmer, in welchem der heilige Stanislaus eine Vision hatte, in eine Capelle umgewandelt; — 15SS Caspar Wachenschwarz, 1619 Christoph Ridinger, 1665 Elisabeth Schmidin, geborne Zellermayer, 1699 Christoph Winkelmüller, 1674 Jobanna Franziska Stampa, geborne Depezin, 1677 Nikolaus Pinon^ Chyrurgus und lN. vr., 1700 hieß es: Das Eckhaus zur gülden Schlangen genannt, Herr Nicolas Pinon, Chirurgus und AI. vr. gehörig, in welchem Hauß noch das Zimmer zu sehen, worinnen der Heil. Stanislaus Kostka / ^«I- ^ ^o^A -^»»»' ^ ^ ^ ^ 87 44S (!. 264. — H. 467.) — Im 3. 1684 Peter Paul Strohmüll- ner, 1706 Hr. GregorAlbrecht Pani, Tuchscherer, 1775 Karl Vorholzer, 1795 Anna Vorholzer, 1806 Friedrich Gritti, 1812 Brüder Gritti, 1822 Brüder Orlandi und Gritti'sche Erben, 1828 Gritti'sche Erben, 1833 Brüder Orlandi. — Orlandi'sche Erben. 444. (I. 28l. — II. 477.) — Im 3. 1684 Daniel Müllner's Erben, 1700 die schwartze Mohren Apotheken, Hr. Frantz Fetzer, 1775 Theodor Feigl, 1783 3ohann Maurer, 1795 Maurer uno Kronegg'sche Erben, 1812 Ignaz Leikauf, 1822 Ignaz Leikauf und Georg Pados. — Ignaz Leikauf's Erben. 445. (I. 423. — II. 479.) — Im I. 1768 Johann Christoph Müller, sonsten das Wichtische Haus genannt, 1775 Franz Schlagnit - wcit, 1795 Lorenz Geisel, I8V6 Johann Schmetatzko, 1820 Katharina Schmetatzko und Geschwister Schmetatzko.—Theresia Hanl u. Moriz und Rosa Smetatzko. 44V. (I. 424. — II. 480.) — Im 1. 1700 Hr. Johann Pacher, Zinngießer, 1775 Marianna Nothhelser, 1787 Georg Hestorser, 1795 Voriger und Johann Herbert, 1806 Andreas Freiherr von Fellner, 1812 Ferd. Freiherr v. Werra. — Freih errW erra'sche Erben. 44V. (I. 458. — H. 481.) — Im I. 1700 zum blauen Mondschein genannt, ein Eckhauß, Hr. Caspar Pfister, Kays. Vau-Uebergeher, 1775 Katharina Schmid, Greislerin, 1787 Katharina Wuinin, 1795 Adam Hildermann, 1812 Hildermann und Dürnhofer, 1822 Franz und Anna Dürnhofer, 1833 Franz Xaver Dürnhofer. 448. (I. 459. — II. 482.) — 1684 Martin Gruber's Erben, 1700 Hr. Math. Stöger, Schustermeister, sonsten das Gruberische Haus genannt, 1775 Anton Sieger, Edler von Schönthal, 1783 Maria Antonia Edle von Schönthal, 1787 Mathias Eineder, 1806 Joseph Arnold, 1822 Katharina Arnold, 1828 deren Erben. — Cacilia Arnold, Kath. Hubinger und Maria von Stradiot. 44V. (1. 460. — II. 483.) — Schild zum blauen Krebs. — Im I. 1700 zum blauen Krcpscn genannt, Frau Helena Ester Wi- derauffin, 1775 Frau Erndlin, A4, v. Witwe, 1783 Joseph Schreibers, 1806 Adam Huber, 1812 Magdalena Brücker.— Joseph Biedermann. 1847 wurde das Haus abgebrochen, um einem neuen Platz zu machen; hiebei entdeckte man Ueberreste eines römischen Wasserbehälters (vergl. Schmidl's österr. Blatt für Literatur und Kunst. 1847. S. 938 — 939.) 450. (I. 461. — II. 484.) — Schild zu den drei weißen Lilien. — Im I. 1700 bei den drei weißen Lilien genannt, Hr. Mathias Mayrgschwendner, Öler, ein Eckhauß, 1775 Ant. Mayr- gschwcndner , 1783 Magdalena Mayrgschwendner, 1795 Philipp Thvmann, 1806 Anton Wickerhauser, 18LL Anton Wickerhauser und Thomann'sche Erben, 1828 Anton Edler von Wickerhauser. — Ant. v. Wickerhauser's Erbenu. T h oman'sche K indcr. 88 451. (I. 462. — II. 485.) — Schild zum blauen Hechte«. — 3m 3. 1684 zum blauen Hechten genannt, Hrn. Simon Kullmavr seel. Erben, 1775 Therese Schosulan , 1783 3osepha Schosulan, 17S7 3osepha Marquetti, 17S5 Anton Pauer, 1806 Pauer's Erben, 1812 Anton Grafen von Batthyany. —Antonia Gräfin von Bat- thyany. 452. (I. 464. — n. 486.) — Schild zum weißen Stern« — 3m 3. 170V zum weißen Stern genannt. Das Schenk- und Gast- Haus Hrn. Andre Meininger, 4. 17. 0. gehörig. 1775 Anton von Sonncnfels, 1787 Ludwig Otto Edler von Soböck, 1822 3ohanna Gräfin von Batthyany, 1828 deren Erben. — Maria Anna Gräfin von Brunswick. 453. (1. 466. —II. 487.) — Polizeihaus-Direetion« —DaS hier bestandene einstmalige Nonnenkloster der Carmeliterinen bei St.3oseph, bei den Siebenbüchnerinen genannt, wurde 1684 von der Kais. Eleo- nora, Gemalin Ferdinand's II. gestiftet. Die erste Oberin war die Tochter eines Dogen v. Venedig. Den Namen Siebenbüchnerinen oder Sicbenbürgerinen erhielten diese Klosterfrauen von sieben auf dem Platze früher gestandenen Bürgerhäusern, welche zum Behufedes Klosterbaues angekauft und abgebrochen wurden. Die Namen deren Besitzer find in der Landschafts-Registratur verzeichnet, wie folgt: Seb. Denknagel, am alten Kienmarkt, Martin Schubmann oder Mar Schreyer, Hans Weidenbacher nächst dem rothen Krebsen, Peter Grindcr, zwei Zamverische, Augustin Teufel und Mathias Kolta, endlich Hans Kästner und Bernhard Hauser. Nach Bergenstamm's Meinung ist daher der Name Siebenbürgerinen von den sieben Bürgerhäusern der richtige, während Hormayr angibt, daß eines dieser Häuser den Schild „zu den sieben Büchern« gehabt habe und daraus der Name Siebenbüchnerinen herzuleiten sei. Bei dem Schubmannischen Hause ist noch zu bemerken , daß 1621 den 3uden erlaubt wurde, eine Synagoge in derselben Gegend gegen eine jährliche Abgabe von SOO fl. an den lUnKister Snnitnti-, zu errichten. Sie erkauften daher zu dessen Befreiung das damals freie Schönkircherische HauS in der Spiegelgasse nächst den Kapuzinern und wollten seine Freiheit auf jenes Haus übertragen. Auf höheren Befehl kam jedoch die Sache nicht zu Stande. 1782 wurde daS Kloster aufgehoben, und ein Theil gegen das Praghaus 1784 an den Freiherrn von Hagenmüller verkauft, das Kloster aber zu einem Straf- und Gefangenhause für politische Verbrecher verwendet, welches früher im tiefen Graben, im Hause zum heiligen 3oseph war. Die Gebäude, selbst die Kirche, sind von Außen noch ganz unverändert und an der Kirchenthür ist noch die 3nschrift zu lesen: l>. 0. dl. 8t. loseplti vei xeuirricis 8po»so, LIeonora v b'. 6. Itom Imp. tüeemau. lliix. Nueli. Iteginrr >arrr prineip. dlanrun er dloint^k. >» 8. V. er dl. Tlieeesia 8vbolom piernrs srizue dluiiik- oeuria Oeledei^, Lemplum kee er dlonasreeium luutlrrvlr, «li» eavir, ckor-rvit. 1642. -r<*^-vkx^r^ ^ ^ /X //^/^) -r^^ i^r^rX c ^x.° //^) <^r^. ^ »*»-»- /?", A^» ä»»»-»^)j^-. / -^«Ä^ ^ »»»«^/ ^ ^r- ^L/9 - ^0 '<»»' ^.-^»»' ^>»^»»^»» . ^> 2 »-» -»^»^><»^»»»^^/ ^ ^/.4- ^7 >7 ^LÄ>. 8S Zm Frühjahre 1822 wurde der Schwibbogen weggebrochen, welcher von diesem Hause gegen die Bastei hin den Eingang vom Fischmarkt auf den SalzgrieS bildete. 454 (1.464 —11.488. — Schild zum rothen Krebs. — JmJ. ^ 1S84 Franz Dilher, lküüJhro Gnaden Hrn. Frantz Koch, 1775 Jos. / von Weinbrenncr, 1886 Joseph Freiherr von Weinbrenner, 1812 Fr. Joseph Faber. — Dessen Erben. 455. (I. 466. — 11.487.) — Im 1. 1775 zu dem Kloster der Siebenbüchnerinen, 1795 zum Polizeihause gehörig. Im Oktober 1783 wurde dieses Gebäude zu einem ArbeitS- und Besserungshause fürPo- lizei-Uebertreter bestimmt. Der Tract gegen den Hof wurde 1803 begonnen, I8V5 der Tract gegen den Salzgries neu aufgebaut. 456. (1.46S. — 4S0.) — Im 1. 1775 zu dem Kloster derSiebenbüch- nerinnen gehörig, 1795 Karl Fräs, 1812 Jakob Vilser, 1822 Elis. Hilbert.— PeterMilde, Ant. Hollh u. Franc. Stullik. 45V. (I. 468. — II. 491.) — Im I. 1684 Mathias Aleriuger, 1788 Jhro Gnade» ^Herrn Sigmund Ladislaw Graffen von Herberstein seel. Erben, 1775 Franz von Schwandner, 1783 Maria Clara von Schwandner, 1795 Schwandner'sche Erben, 1886 Joseph Edler von Schulz, 1812 Michael Graf von Bitze», 1822 Anton Collmann'S Erben, 1828 Ignaz und Samuel August Ritter von Neuwall. — 3 g- nazRitter von Neuwall. 458. (I. 469. — II 492.) — Schild zu den sieben Sternen. — Im I. 1684 Johann Georg Frcv's Erben, 1788 Hrn. Johann Peter von Frey, ein Eck-Hauß, zum sieben Stern genannt, 1775 Maria Theresia Dichte! von Dutzinger, 1783 von Frey'sche Erben, 1822 Maria Anna von Campe und Kilian Jos. Schick, 1828 Anna v. Campe und Jos. Schick, 1833 Anna Edle von Campe und Joh. Schick. — Anna Gräfin von Linker. 45V. (I. 470. — II. 493.) — Schild zum schwarzen Adler. — Im I. 1788 Franz Xaver von Weinzierl, 1775 Johann Doppler, 1795 Andre Pein, 1812 Johann Anton Graf von Wenkheim, 1822 Joseph und Emilie Lahoda. — Amalie Lahoda. — Dieses Haus hatte früher den Schild zur schwarzen Bürste. 460. (1.471. —11.494.) — Das ehemalige sogenannte Praghaus. — Dieses Haus soll ursprünglich der N. Oest Landschaft gehört haben. Laut erstem Grundbuch der Stadt, p»§. 19 hatte Conrad Reichelhof neben dem Philipp Lengbach, dann p»§. 181 Michael von Dorfen neben dem von Segenberg 1379 ein Haus besessen. Den Namen Praghaus wollen Einige vom König Wenzel von Böhmen, der hier gefangen gesessen haben soll, Andere von den Herrn von Prag herleite». Daß von Letzteren der Name nicht kommen kann, ist Beweis, daß diese lange Zeit nachher, als das Haus unter diesem Namen schon bekannt war, erst durch ein Haus, welches sic in der hintern Schcnkcnstraße besaßen, bekannt wurden. Ebenso un- zuverläßig ist die erste« Meinung, obwohl ihr Aeneas Sylvius,C»S- SV pinian, Dubravius, Gerard Roo und Bernard Link beistimmen. Laz, Pater Fuhrmann, das Stadtgrundbuch und die landschaftlicke Eintragung geben jedenfalls bedeutendere Fingerzeige. La; sagt, daß in diesem kaiserl. Salzamte ehedem die Jäger gewohnt hätten. Pater Fuhrmann nennt es der gemeinen Stadt Prag- (Präg-) oder Münz- hauß, in welchem Herzog Albrecht gewohnt hat. 1427 findet man es in einem Steuer-Anschlag das Stvffischc Haus, 1431 aber wieder das Praghaus genannt. Unterm 18. März 1434 Dckr. Innsbruck bekennt Ulrich von Rosenberg, oberster Burggraf zu Prag dem Herzog Friedrich dem älteren 400V gute Gulden schuldig zu scyn und gelobt sic nach Wien zu zahlen in des Herzogs Haus »äas man pr»§ nennet.- 1471 erscheint in dem Stadt-Archive ein Befehl Kaiser Friedrich III. an Bürgermeister und Rath, daß der Hans Wilderstorfer, Wirth im Praghaus, in Ausschank seines Bauweines nicht geirrt werden solle. 1533 wurde den Francis kanern, Lt^- R u prech t- m it dem kaiserl, Salzamte.zur Wohnung,eingeraumt. 1543 kommt es in einem Ausweis über die Freihäuser in der fiänd. Registratur bei St. Rup- Precht neben des Lindauers Zuhaus, einer ehrsamen Landschaft Haus, das Vraghaus, jetzt SalzhauS, vor. Aus allen diesen Angaben ist die Meinung Pater Fuhrmann's die wahrscheinlichste; auch war dieses Haus noch bis auf die neuere Zeit landesfürstliches Eigenthum, und es befand sich noch I7S5 das k. k. Lottoamt, später die n. ö. Staatsgüter-Administration in demselben; dann erst gelangte es durch Verkauf in Privathände. — Dr. Anton Heidmann. 481 (l-472. — n. 495.) — Durchhaus. Schild zur schwartzen Bürsten. — In dieses Haus wurden 1533 die Franciskaner von St. Theobald auf der Laimgrube versetzt, bis sie nach St. Hieronymus kamen. 1624 wohnten die aus Ungarn vertriebenen Klausnerinnen hier. 17VV gehörte das Haus Mickael Stern und war ein Bierhaus, 1775 Blasius Aborak, lU. vr., 1795 Franz Wöhr, 1806 Maria Anna Schoppine, 1820 Rudolph Wöhr und Jvh. Rep. Seltenbach. — GeschwisterWöhrund Marie Sa ndtner. 482. (1.473. — ll. 496.)— Im 1. 1684 Hans Georg Hrubig, 176V Hrn. Simon Rnttner, Schneidermeister hinter St. Ruprecht, 1775 Elisabeth Oelweinin, geb. Ertlin, 1783 Oelwein'sche Erben, 18V6 Katharina Wundsam, 1822 Theophil Edlinger. — Dr. Anton Heid mann. 483. d. 474. — H. 497.) - Im I. 1700 Rosina Müllnerin, 1775 M. Haunold, 1866 Joseph Dietlinger, 1826 Anna von Ellinger.— Dr. Michael Seng. 484 — 485. (I. 659. — II. 499; — 1.475. — II. 498.) — Deiten- stettenhof. Durchhaus. — Dieser seit den frühesten Zeiten der von Herzog Albrecht 1l. gestifteten Karthause zu Gaming zugehörige Hof wurde bereits urkundlich 1552 für ständisch frei erklärt.1698 —1699 wurde derselbe ganz neu erbaut, wie eine im Hofe auf Stein gehaueuc Inschrift folgenden Inhaltes bewies: Deo ter optiwo , '^- ^A,- ^ -L,^ (-L/ (^6/. . / ^ > Z f»^ ^>^>0 /«^/^«^/ <,»-r^Xr »»»^/ ^ YL ^ ^ ^ (/^ -*^»?<»r^». ^rÄ» ^r/ ^e^A >-L/. ^ (/s66^) ^ A-, x^?^ -L^, SI mnximo 8empiterna Inas, »6 kosterum atilitntem vomns ist» in prsesvntem rormam vxsitraat» est ^nnis vomini 1698—1699. Die Karthause besaß schon 1330 einen Stistshof zu Wien, und zwar in der damaligen Färber-- (nunmehr Dorotheer-Gasse), welchen Herzog Albrecht von mehren Diensterz und Abgaben befreite. Drei Häuser von der Familie Würfel, durch die Herzoge Albrecht und Leopold für die Karthause Gaming angckauft, waren der Ursprung des GamingerhofeS am Kienmarkt; welche Häuser die gedachten Herzoge 1373 von allen Steuern u. s. w. befreiten. (Mehreres hierüber in Fcil's Beiträgen zur Geschichte der Aufhebung mehrer Klöster in Niederösterreich, I. Gaming, in Schmidl's österr. Blättern für Literatur und Kunst. 1845. S. 398 — 309.) In der Nähe befanden sich früher zwei Häuser, welche 17ÜÜ Simon Keller, Hufschmid und Benedict Barth, Wagnermeister, gehörten, und welche, wie später erwähnt wird, mit dem Hofe verbaut wurden. Als im Jahre 1782 die alteKarthausezu Gaming aufgehoben wurde, brachte daS Be- nedictinerstift zu Seitenstetten den Gaminger Hof 1783 um 49,227 st. 40 kr. käuflich an sich, eben so in der Folge einige nahe stehende Häuser, und erbaute 1827 aus denselben den jetzigen ansehnlichen großen Seitenstettenhof. lieber die 1826 beim Umbaue dieses HofcS aufgefundenen römischen Ziegel und andere Denkmale vergl. Hor- mapr's Archiv 1826 328,481—482. Letzter Besitzer deS elfteren Gebäudes war um 1800 Barbara Bergerin. Die in der ersten Num- merirung unter 660 und 661, in der zweiten unter 500 und 501 vorkommenden Häuser, welche jetzt die Nummern 466 und 467 in der Kohlmessergafse und am Nuprechtssteige haben, waren ebenfalls Eigenthum der Karthause Gaming, wurden von dem Stifte Seitenstetten mit dem großen Hofe erkauft und Elfteres hat jetzt den Namen kleiner Seitenstettenhof. In neuerer Zeit erhielt der frühere Katzensteig von dem großen Hofe auch den Namen Seitenstettcngasse. In seiner alten Gestalt zeigt sich dieses Haus auf dem netten Bildchen Armanns nach Fendi, welches die Titelvignette des 4. Bandes von Hormavr's Wien bildet. 468. (I. 660. — H. 500.) — Siehe vorige Nummern, ebenfalls dem Stifte Seitenstetten gehörig, und der kleine Seitenstettenhof genannt. 467. (I. 661. — Ik. 501.) — Im I. 1700 Hrn. Michael Stern seel. Erben, ein Bierhauß. Siehe vorige Nummern, ebenfalls dem Stifte Seitenstetten gehörig. 468. (1.1341. — II. 502.) — Im I 1775 k. k. Salzamt, 1795 k. k. Zimentamt und Salzamt, 1820 k. k. Salzamt. — Dr. Anton Heidmann. 466. (1.1366. — II. 503.) — Durchhaus. — Im 1.1775 Joseph Freiherr von Haggenmüllcr zu Grünberg, 1820 TheodorGraf v. P«tro w i tz - Arm i s. 47«. (I. 662. —II. 505.) — Im 1. 1775 Kohlmesscrgewölb, 1795 Fr. sr Fra dl, 1812 Franz Sturioni, 1822 Joseph Biehl. — Michael Leopold Stürzen bäum. 4SI. ll. 663. — II. 506.) - Im I. MS Johann Drucker, Schuster, MS Rosalia Drucker, 18I2Franz und Theresia Schmidl. 452 (I. 661. — II. 507.) — 2m I. MS Mathias Kiesling, MS Hieronymus Rottenbachcr, 1812 Anton Schwenth. — Aloys No- wotny's Erben. 453 lI.66S.-11.508.)— 3m I. MS Ludwig Lang, Schleifer, MS Theresia Lang, 1812 Sigmund Deißler, 1822 Aloys und Joseph Nowotny.— Aloys Nowotny's Erben. 454 ll. 666. — II. 509.) — Im I. MS Joh. Thorwart, 1812 Franziska Sadaniga, 1822 Barbara Edle von Hackher zu Hart. — Elisabeth Wcißcnb erg er. — Dieses Haus steht an der Stelle des alten Salzthurmes. 455 . ll.667. —11.510.) — Schild zu den sieben Kurfürsten.— Im I. MS Andreas Wittmann, MS dessen Erben, 1800 Jos. Müller, 1812 Katharina Förschl, 1822 Franz Galla. — Theresia Kästner. 456 (1.668. — II. 5 II.) — Im I. MS Nikolaus Grasy, MS Barbara Lutz, 1880 Urban von Wirkst, 1812 Joseph Lechthaler. — Jos. Gesselbau er. 455 . (1.669.— II. 512.) — Im I. M5 Johann Georg Larnbacher, MS Anton Drucker, 1812 Elisabeth Mayer, 1822 Mathias und Theresia Kuhn. — Theresia Kuhn. 458. (1.670.— 11.513.) — Im I. MS Bernhard Neisinger, ms Eleonora Reisingcr, 1812 Elisabeth Mayer, 1822 Johann Gagstattcr. — Karl Gagstatter. 458 . (1.671. —II 514.) — Schild zur kleinen Merung. — Im Jahre 178Ü der q emeinen Stad t Hein rb- oder der Häring Niederlag. Ueber den ersten Ausdruck erkläre ich mich inkompetent und nehme ' darüber gerne Belehrung an. In früherer Zeit scheint der Handel mit den Häringen ein Monopol der Stadt gewesen, und deren Verschleiß an eigens dazu befugte Kleinhändler überlassen worden zu scyn, die man darnach auch Häringer nannte, welcher Name sich» obwohl mit veränderter Bestimmung bis auf den heutigen Tag erhalten hat, denn jetzt verkaufen die sogenannten Häringer bloß todtes und geputztes Geflügel, Spanferkel und zur Fastenzeit gewässerten Stockfisch. Vielleicht weil die Consumtion dieser gesalzenen Fische in neuerer Zeit abgenommen hat; vielleicht auch weil sich jetzt alle Specereihändler »nt diesem Artikel befassen, haben sich die unter dem Namen »Häringer« noch jetzt bekannten Händler auf einen andern Erwerbszweig gelegt, ohne den Ausdruck ihrer Befugniß zu verändern. MS war dieses Haus schon in Privathänden, und gehörte Anton Thomas Schreiber, 1790 Ignaz Pednarzik, 188S noch demselben, und 1810 ^^Ä>rX »L^ ^,'^,^x -^«/ Z,»»-' -»»?-<9 I H7/ -»-/^ '^'X -s r , -»ir ^/xV o/^«^rX z^xx / ^ v. ^ -txk^ ^ ^ 1<^ ^xxxZ- ^^-x ^ ^ ».», /«^ V^x5 Q- ^ ^ ^ ° 5 . z^^- ^s ss L> o^X /!/^X V^ SS Aloysia Pednarzik. Es wird im Munde des Volkes zur kleinen Me- rung genannt *). — PeterundRosalia Sagberger, dann Valentin Neober. 480 . (1. 672. — II. sI 5.) — 3m 3. 1700 Hr». Lorentz Amon, Brandweinbrenner, 1775 3ohann Ziegler, 1822 Georg August Grubitsch, Barbara Lösch und Theresia Möst, 1833 3oseph Möst. — August von Perko. 481 . (1.675. — H. 516.)— 3m 3. 1700 Herrn Lutzen Frischenhau- ser's seel. Erben, 1789 Joseph von Hagenmüller, 1795 3oh. Frhr. v. Füffe, 1820 E manu el KarlundLeopoldFranz Edle von Liebenberg. 482 . (1.674. — 11.517.) — Schild zum Schabenrüßel. — S«- frnh » »»r Zeit w « n > ^«e s e S tz auS - d e« g e m e in e Ttadt Kast e n >ode<- B or- rath > Hnns und wurde 1511 min Kais e r N«rd >i « , ind ,1 laut h o fk a m- - ^ « e r-D»er « t u» m - 7 , Wärz d , 3 > an Michael Schabenrössel derka ee ft , von welchem es auch fortan diesen etwas sonderbar klingenden Beinamen beibehaltcn hat, der ebenfalls zu mehren ungegründeten Mährchen Veranlassung gegeben hat; früher hieß es zum goldenen Greif. 3» älteren Schriften und Planen kommt es unter dem Namen Schaben-Rößel oder Rüßel, auch »Schab den Rüssel- vor. 1700heißt es: das Schenck- und Gasthaußzum Schaben Rössel, vorAlterszum gülden Greiffen genannt, Hrn. Sebastian Feldner gehörig, 1775 besaß cs Christine Gebler, 1795 Frau von Mocher, zu welcher Zeit cs auch neu erbaut wurde, 1806 Franz Michael Edler von Schmidtmayer, 1820 3oh. und Helena Manussy.— Georg v. Manussy. 482 . (1.658. — II. 518.) — 3m 3.1684 Daniel W«i fff «n g Dtri e geh ^ 1700 Hr. 3acob Gebler, Eysenhänvler, Vormahls das Wolffstriglischc Hauß, 1775 Christin» Gcblerin, Witwe, 1783 deren Erben, 1787 Anna von Mone, 1806 Andreas Pausinger, 1812 Georg Prohaska, 1822 3ohann Manussy. — Georg vonManussy. 484 . (I. 676. — II. 690.) — 3m 3.1684 3oh. Ludwig Wolfstriegl, 1700 das Schenck- und Gast-Hauß zum gülden Creutz, Hrn. Sebastian Kleb! gehörig, 1775 Marimilian von Gollhoffer, 1783 Zacharias von Perthold, 1787 von Gollhoffer, 1795 Katharina von Gol- hoffer, 1806 Friedrich Rohleder, 1812 3oh. Mich. Fellinger, 1822 3o- sepha Fellinger. — Franz W cdr ich. 485 . (1.657.—11.519.) — 3m 3-1700 Daniel Clement Bader gehörig, das Rothgässel-Baad, 1775 Anton Steinwald, 1795 der gemeinen Stadt Wien gehörig, 1800 das Haus zur kleinen Gans genannt, 1820 gemeiner Stadt Wien. — Paul Fischer. 48 «. ( 1 . 648. - 1l. 520.) — 3m 3.1684 Ambros Heil, 1700 Frau Ursula Böhmen, Bierschenckin, 1775 Leopold Fclmayer, Bierwirth, 1783 ') Unter Merung verstand man vor Zeiten einen Abzug für den aufgehäuf- ten Unrath oder zusammen geflossener Zauche desselben. So hieß daS Haus Nr. 566 in der Spenglergasse ebenfalls zur Merung. 94 Christian Flanger, 1787 Anna Felmayer, 1795 Anna Reichlin, 18VK Johann Georg Knoll, 1822 Georg und Theresia Knoll, 1828 Joh. Wolfmayer. — Joseph« Wolfmay er. — 1847 abgebrochen und neu aufgebaut, wobei die Fleischbänke rechter Hand des Lichtensteges cassirt wurden. 48?« (I.63S. — II. 521.1 — Im I. 1780 Hrn. Abraham Gschwend- ner, Brandweiner, seel. Erben, 1775 Franz Wittmann, 1888 Jakob Kremser, 1828 Joseph Pigl. — Joseph« Pigl. 488. (1.640.—II.522.) — Fischhof. — Im 1. 1775 Maria Anna Schmid, 1795 Conrad Heß, 1828 Ant. Graf von Triangy.— Franz Andratzck, mit Nr. 519 zusammengebaut. 48S ci.64l. —II. 523.1 — Im I. 1884 Michael Puchler, 1775Wolf- gang Rottenstädter, 1783 Xaver Rottenstädter, k. k. Hofkriegsraths- - Registraturs-Avjunct, 1795 Anton Walter,'1822 Anton ulld 'Elisa- beth Walter, 1833 Anton Voigt. — AntDni a Voigf. ' 4S« (1.642. — II. 524.) — Durchhaus. — JmJ. 1684 Philipp Summer, 1788 Hrn. Caspar Rotenstögcr, Schustermcister, 1775 Thomas Erdt, Chirurg, 1795 Edle von Sorgenthal, 1886 Joseph Rup- Precht, 1822 Joseph von Anacker und Theresia Dufresne, 1828 Theresia Schmidl. — Deren Erben. 4SI. ll. 643.— II. 525.1 — Im I. 1884 Martin Knecht, 1788 Hrn. Georg Ebtinger, Messerer's seel. Erben, 1775 Anna Sturbeck, 1783 Leonhard Buchta, 1795 dessen Erben, 1888 Joseph Martin, 1812 Georg Const. Darvar, 1822 Anna Darvar. — Theresia Zinner. /,4S2. (1.644.,— II. 526.1 — 3m 1.1684 Siegmund Friedr. von Lo- ' Henau, iM' Rrn. Mathias Schmid» Bindermeister, 1775 Maria Anna Schmid, 1886 Elisabeth Hof, 1822 Georg Winkler. — Franz Herrnrich. — 1884 neu aufgebaut. 4SA. (I. 645. — II. 527.1 — Im I. 1788 Hrn. Christian Arnold von Lobenau, der Rom. Kays. Majestät Hauptmann, 1775 Christian Arnold von Löwcnau, 1787 Anton Steinwalter, 1824 Elisabeth Pfundheller, 1833 Elis. Pfundheller, AnnaCäcilia Steinwal- t er und Konrad Fry. 4S4. (1.476. —II. 528.1 — Dempfinger-Hof. — Eigentlicher früherer Name dieses Hauses war Pempfinger- oder Pempflinger-Hof, von einer alten Bürgerfamilie dieses Namens, aus welcher Christo- phoruS Pempfinger urkundlich 1486 Stadtrichter in Wien war. 1552 besaß dieses Haus Johann Graf als ein Freihaus , 1589- und 1591 war Mathias Wollmuct oder Wohlgemuth Besitzer, wahrscheinlich Verwandterdes BonifazWolmuet, welcher den nach ihm benannten vortrefflichen Plan von Wien verfertigte. Nachstehende Inschriften, welche früher in dem Hof dieses Hauses zu sehen waren, geben Zeugniß davon: Ilsev «So liluliiias VVollmulli mooumvat» pursvi, essentut Aeneris 8i»n» reliets mei iUVI-XXXIX, dann: llsnv sidi post ortos terrae saepissime motus lHaldiss striurit >VolKemutk Ipse vomum lvUI-XXXIX. Das hier erwähnte Erdbeben fand den 7^? L»^ ^/?,^ /- « X«^e^^ . ^ ^ ^ - . , ,^».„. ^-^-- Ä, sr 15. September 159V Statt. 17VV hieß es Dempfingerhof, ein Schenk- und Gasthaus, Herrn Johann Baptist Graf von Weiffenbach gehörig. Bei der ersten Nummerirung besaßen dieses Haus die Franz Pollierischen Erben, später Johann Kramer. In neuerer Zeit brachte es die israelitische Gemeinde in Wien käuflich an fich und errichtete darin ihre Synagoge. Um 1825 wurde das Gebäude durch den Architekten Kornhäusel ganz neu und geschmackvoll erbaut und im Innern zierlich und prachtvoll decorirt. Der Name Dempfingerhof ist aber noch immer im Munde des Volkes gang und gäbe. — Synagoge der isr a elit ische n G e meind e. 485. (I. 495. — II. 529.) — Im I, 1K84 Johann Norbert Putzer's Erben, 17VV Hrn. Johann Frantz Deimbl, A4. vr., sonsten das Wüncklerische Hauß genannt, ein Eck-Hauß, 1775 Franz Deimbl's Erben, 1787 Michael Nabel, 1795 Joseph von Koller, 18V6 Joh. Jos. Hraschanzki, 1812 Jacob Vcrnklau, 1822 Franz und Josepha Jäger. Josephs Jägerund Jos. Kornhäusel. 486. (I. 497. — II. 530.)—Jm J. I7vvdas Gast-undWirtS-Haus zur Heil. Dreyfaltigkcit genannt, Hrn. Ferdinand Appl, Fleischhacker gehörig, worinnen die Commorncr ihr Einkehr haben.—Van der H ölz's Erben. — Siehe folgendes Gebäude. 48V. (496. — II. 531.1 — Schild zur heiligen Dreifaltigkeit. Durchhaus. — Dieses Haus war ohne Zweifel früher mit dem Lazenhose vereint, 142V besaßen es Peter und Johann Mannsdor- fer, nach welchen es an Schiemer und die allbekannte Familie der Ehranest kam. Der Umstand, daß die Capelle zur heiligen Dreifaltigkeit, welche dem ganzen Gebäude den Namen gab, eigentlich im Lazenhose bestand, spricht für die Annahme, daß diese Gebäude früher vereinigt waren. Die Capelle wurde von einem Bürger, Namens Zwick um 1328 erbaut. In l'ndul. Ilospit. oir. liest man: »1337 den Pottrein Chapplan vnd Verbeser der Chappeln der heil. Drifaltichait alß Grundherr daß Hauß gehörig den Herwart auff der Säule vnd Leit (liegt) an den Chienmarcht vnd stoßt an Herrn Heinrichs des Schüchler,« dann »1359 den Hans den Chrannester, Kha- plan daz der heil. Dreifaltigkeit gelegen an den Chienmarcht.« Endlich 1548 »Philippum Jacobum Ferari, Bcneficiat der h. Dreifaltigkeit.» 1700 war laut ständischer Registratur Bartholomius Menshoffer der letzte Besitzer dieses Veneficiums. In eben diesem Jahre kam ein Weltpriester, Johann Georg Scidenbusch, aus der Congregation deS heil. Philipp Neri nach Wien, welchem Kaiser Leopold I. dieses Be- ncficium mit allen Rechten, Besitzungen und Ertrag übergab. Die — Capelle wurde 173V neu hergestellt. 173v/lvurde die Congregation der ZA sogenannten Philippi-Nerianer aufgehoben, das Haus verkauft und von dem Ersteher, Gottfried Moritz, in ein Zinshaus umgeschaffen. 1795 gehörte es den Appcl'schen Erben, 1806 Anton Strehle, 182V Theresia Schmidt. — Theresia Schmidt's Erben. 488. (I. 498. — II. 532.) — Früher ebenfalls ein Bestandteil des heil. Dreifaltigkeitshoses. 1775 war es noch ein Zinshaus der Phi- SS lippi-Nerianer, I7SS gehörte es Paul Ortner, 1820 Anna Ortner. — Karl und Franz Schmidt. 400 d. 4S9. — II. 533.) — 3m 1. 1700 Hrn. Johann Oberkircher, Schneidermeister, ein Eck-Hauß, 1775 Johann Bach, Zuckerbäcker, 1787 derselbe, 1795 Regina Bach, 1812 Franz Hofsaß, 1824 Katharina Hofsaß. — KarlHögl. 500. (I. 500. — II. 534.1 — Lazenhof. — Der berühmte österreichische Geschichtsforscher Wolfgang Laz erbaute um 1550 diesen Hof von Grund aus, und setzte folgende Inschrift darauf: IIsnv vo- mus, qusm vieles llospes m»Knjtie»m strueturam, tamesti pater- n»m, post t»men oonteneiones maxoo vixndore reveptnm, dis novis »eckitieiis »e perameoo liorto, nokilis et exeellens eru- ckilos vir v. WoifKsnAus I.sLius Vienn.AIeeiieus iovictissimi ko- manorvm Osesnris, ksnnonioe et Lokiewiae keAiskeräinsniii u Lonsiiiis et Ilistoriis et sidi et xrstne posteritsti inlustrsvit eseptsm et Onitaw ^nno Odristi A7VXI.VIII. Aus dieser Inschrift erhellt jedoch, daß dieses Haus schon sein Vater besessen und er es nur neu hcrgestellt hat. Sein Vater hieß Simon Laz, er erkaufte dieses Haus 1517. Früher war es mit jenem der heil. Dreifaltigkeit vereint und von den damaligen Besitzern sind uns Schirmer und Müblhauscr bekannt. 1480 wurde es unter drei Bürger, dem erwähnten Mühlhauser, Krannest und Mannsdorfer getheilt. DerTheil des letzteren ist der jetzige Lazenhof, wozu jedoch Dr. Laz noch den vorder» Theil dazu kaufte. Hier stellte er viele in Oesterreich ausgefundene Römersteine u. s. w. auf. Nach seinem Tode besaßen dieses Haus die Grafen Jörgcr, Mathäus Mischko rc. 1700 heißt es: «Der Dr. Lazenhof, worinncn ein Schenckhauß, Jhro Gnaden, Hrn. Frantz Sigmund von Lamberg gehörig. Bei der ersten Numwerirung 1775 Anton von Meraviglia. Schon in Lazen's Zeiten bestand in dem Hause eine Capelle zu Ehren der heil. Dreifaltigkeit, welche durch Weltpriester besorgt, 1701 aber dem aus Italien gekommenen Orden der Philippi-Nerianer übergeben wurde, welche 1705 die Capelle neu herstellten; 1783 wurde diese Stiftung aufgehoben. 1795 Anton Graf von Meraviglia, 1808 Jakob Bernklau, 1820 Jakob Bernklau.— Ther ese Heckmann. 501. (1.501.-II.535.1 —Im 1. 1884 Georg Fock«, 3.17. v., 1700 * Hrn. Gottfried Leopold Bande, 3.17. 0 , sonsten daS Fockischc Hauß, ein Eck-Hauß, 1775 Anton Geiffenhof d. a. R., 1783 Geissenhofsche Erben. — Kraus und Geissenho f'sche Erben. 502. (1.502.— 536.1— Im 1.1884 Daniel Fock«, Kämmerer, 1700 Hrn. Jacob Jgnati Focki, »1. Dr., 1775 Ferd. Niktl's Erben, 1787 Franc. Wolf, 1795 Mart. Wolf, 1806 Mart. Wolf Edler v. Wolfenthal, 1812 Franc. Wolf v. Wolfenthal, 1822 Anna v. Jnnerhof, 1828 3oh. v. Jnnerhofer, 1833 Joh. Jnnerhofer v. Jmhos. — Joh. Kropf. 50A. (I. 491. — II. 537.1 — 3m I. 1684 Katharina Heussel, 1700 Hrn. Matthias Glaser, Rathschmid, seel. Erben, 1775 Paul Hase, Bierwirth, 1795 Hase'sche Erben, 1808 Franziska Hase, 1812 Georg H ff i ^ ** ^/^/«»^»«^»^ «4^. ^/// ^Lt»^- ^ /7 / 97 Dobisch, 1822 Johann und Anton Reisinger, 1828 Mathias Sterner. — Franz Krau s. 501 (1.492. — II. 538.) — Im 1.1684 P a ul Dorb ai h M - « ., 1700 Hrn. Leopold Ehrenlehner, Bierlcutgeb, 1775 Johann Weyher, 178Z Theresia Weyher, 1787 Bernhard Weyher, 1795 Joseph Zcillinger, 1896 Joseph Wagner, 1812 Clara Seemann und Kinder, 1828 Wag- ner'sche Erben. — Franz Reim, Clara, Peter u. Joseph Minetti. 505 — 506 . (I. 493. — II. 439.; — 1.494. — II. 540.) In neuerer Zeit in ein Haus zusammen gebaut. Das erste 1684 Martin Häu- ßel's Erben, 1780 Hrn. Frantz Focki, deß Austern Raths und gemeiner Statt Naithändler (Rechnungsführer), 1775 Ferdinand Röß- ner, Tuchscherer, 178L Rößner's Erben, 1806 Joseph von Wagner, 1822 Katharina Lukas, 1828 Mathias und Kathar. Lukas. Das zweite 1684 Mart. Heuschel's Erben,17VV Hrn. Joh.Christoph Ziegelhäuser, Mich. Busch, Glasermcister,17?5Leop. Thiell,1795 Anna Latzin, Wittwe, 1806 Franz Messerschmidt, 1822 Franz und Walburga Wagner, 1828 Franz Wagner, 1833 Anton Edler von Fodaur. — — Johann Douglas Graf von Dietrichstein. 501 (I. 477.— II. 541.) —Neustädterhof.— Im 1.1700 Herrn Georg Ehrenreich Enstbaumb seel. Erben. In diesem Hause wurde 1684 ein Stein mit folgender Inschrift befestigt: «1683 den 20. Juli .... ^fktsteser Stein von den Türken aus der Leopoldstadt aus einem Mörser in dieses Haus herein geworfen worden; er wiegt 79 Pf.« Der^ Hof wurde um 1750 von der Cisterzienser-Abtei zu Wiener- Neustadt angekauft, welchem es noch heute gehört. In diesem Hause starb 1847 der als Dichter wohlbekannte Patriarch und Erzbischof von Erlau, Ladislaus Pyrker von Felsö.-Eör. 508 . (1.478. — II. 542.) — Schild zur kleinen Presse. — Im I. 1684 Hans Pichler's Erben, 1700 Hrn. Jacob Spach, Schnür- macher, 1775 Johann Hanke, 1795 Hanke'sche Erben, 1806 Johann Hoyer, 1812 Elisabeth Hoyer, 1822 Rosalia Hoyer. — Rosine Wassermann. 500 . (1.479. — II. 543.) — Schild zur großen Presse. — Im 1.1684 Johann Franz Ensbauer's Erben, 1700 zur großen Preß genannt, Hrn. Georg Hager, Kayserl. Statt- und Landgerichts-Beisitzer, 1775 Leopold Franz Gruber, 1795 Grubcr'sche Erben, 1806 Leopold Rodel und Theresia Stutz, 1822 Leopold Röbel und Stutz'sche Erben, 1828 Leopold Nobel und Theresia Stutz, 1833 Joseph Stutz. 1840 Franciska Fröhlich. — vr. Andre Eckl und Gregor Eduard Fröhlich. 510 . (I. 483. — II. 547.) — Der Berghof genannt. — Im I. 1775 Thomas Wiedemann, 1795 Joseph Wiedemann, 1812 Toussaint Freiherr von Bourgeois, 1822 Joseph Freiherr von Bourgeois — Simon G. Freiherr von Tina. Dieser sogenannte Berghof, welcher von älteren Schriftstellern auch Birkhof oder Pirkenhof ge- 7 98 nannt wird, soll das älteste Wiener-Gebäude seyn, welches auf dem Grunde der zerstörten Faviana zuerst erbaut wurde, und zwar unter Heinrich Jasomirgott. Dem widersprechen aber die Nachrichten von den ohne Zweifel viel älteren Gotteshäusern zu St. Rupprecht, St.Pan- kraz und St. Peter, die doch nicht ohne alle Häuser bestanden haben können, und der Umstand, daß UZ? Wien schon als Stadt erscheint. SIL. (1.480, 482,485,488.-11.544, 546, 548, 551.) — Im J.1801 aus vier^Häusern in eines zusammen gebaut. Das erste (alte) Nummer 480 gehörte 1684 Johann Franz Ensbruners Erben, 1708 Simon Haindl, kaiserl. Hatschier und bürgerl. Bierlcutgcb, 1775 Michael Nobel, bürgerl. Branntweiner, 1785 Elisabeth Nobel, 1800 Andreas Freiherr von Feiner. Das zweite, alte Nummer 482, gehörte 1708 Paul Kampfs,"Bin- dermeister, 1775 Anna Katharina Länderer, 1795 Johann Anton von Dembscher, 1801 Andreas Frciherrn von Fellner. Das dritte Nr. 485 gehörte 1700 Achaz Wilhelm Ludwig, Burger und Stadt-Grundt-Gerichts-Beisttzer, 1775 Franz Ferner, 1795 den Maurer'schen Erben, 1800 Andreas Freiherr» von Feiner. Das vierte Nr. 488 gehörte 1700 Joh. Haselbeck,^Branntweiner, 1775 Michael Nobel, Branntweiner, 1795 Nobel'sche Erben, 1600 Andreas Freiherrn von Felner. Durch letzteren wurden 1801 diese vier Häuser in eines zusammengebaut, welcher auch das ehemals aus dem hohen Markt freistehende sogenannte Brunnenhaus dazu erkaufte und abbrechen ließ, um dem neuen Hause die volle Aussicht zu verschaffen. Von diesem Brunnenhause sagt Küchelbecker 1730 : nBruniien- haus, allwo eine gewiße Wacht liegt, welche des Nachts in denen Strassen, als Nachtwächter die Stunden abruffen und die Nacht- Schwärmer und Tumultuanten cinführcn müßen.« In dessen Nähe befand sich auch das sogenannte Narrenkötterl, in welches Unruhstifter, Trunkenbolde rc. temporär eingesperrt wurden. — G eor g Simon Freiherr von Sin a. 512 . (1.489,490.— II. 552.) — In neuerer Zeit aus zwei Häusern in eines verbaut. Das Erste (489) gehörte 1684 Eonstant, Kirch- mayer's Erben, 1700 Johann Ignaz von Albrecht, kaiserl. geheimen Secretär, 1775 den Moscr'schen Erben, 1783 Karl Joseph Friedrich von Moser, 1795 Joseph Fürst von Schwarzenberg. — TaS zweite (490) gehörte 1700 Johann Adam Winkler, 1795 Michael Pergler, Schuster, 1795 Joseph Fürst von Schwarzenberg. In dem erstcren Hause war ursprünglich die 1787 errichtete octropirte Kommerzial- Leih- und Wechselbank untergebracht, welche 1794 das daran stoßende Haus (490) dazu erkaufte, niederriß, und aus beiden das Bankoge- bäude neu erbaute. 1806 k. k. octroyirte Bank. — Georg Simon Freiherr von Sina. 512. (1.503.—11.553.) — Im I. 1684 Karl von Bergen's Erben 1700 Jhro Gnaden Hrn. Carl Grasten von Bergen, N. Oe. Regiments Rath, 1775 Franz Anton Graf von Pergen, 1795 Joseph« Gräfin von Mittrowski, 1806 Joh. Bapt. Grinaldi, Marchese della r««v-^»«^-» - cÄ,, ^ . „ s ^ ^) «^/ .' E ^-/k-ASL-^ ^^4-L^.' L4H»^ -»»» <4 k, ^ ^7 «L^-5, e) <Ä«^»4^ »^-»^ S /^L/^ -> ^ ^ HA »»», ^ /«/<^^ ^,»»-»«»'-^»^^»>-^^/' »»^/' /^cf /cs^^ ^-»»»»» ^»», /clVi^, -^»»»^^ >^- V^»^' ^Lx, ^. 5 ^ ^ ^^E/. V SS Picton, 1822 Brüder Scrre, 1828 Franz Seldenhammer. — Fran- ciska Denk. Dieses Haus wurde 1795 neu gebaut. 514. (ff. 504. — Iff. 554.) — Schild znm blauen Gattern. — Im I- 1684 JohanrCPaul Mauser und Michael Perthold, 17VÜ Hr. Georg Mülner, dcß Austern Raths, zum blauen Gattern, 1775 Genuin Schrcbe unv Michael Lauter, 1787 Joseph Lahner, 1808 Joseph Sprintz, 1812 Mariana Sprintz, 1828 Anna Rotter.— Anna Edle von Rosas. 515. (ff. 505. — Iff. 555.) — Im 1. 1684 Wenzel Laun, Apotheker, 1700 Hrn. Johann Paul Mauser's seel. Erben, allwo ein Barbierstuben, 1775 Michael Lauter und Schrebe, 1783 Michael Lauter, 1787 Adam Hilbemann, 1822 Franz und Anna Diernhofer und Elisabeth Hildemann, 1833 Franz Dirnhofer. — Dessen Erben. 516. (ff. 506. — Iff. 556.) - Im I. 1684 Hans Werius, Schneider, 1700 der blaue Wolfs, Hrn. Blasius Mathias Tellier, Schneidermeister, gehörig, 1775 Dominikus Weigand, 1787 Joseph Brandel, 1795 Katharina Vrandlin, 1806 Wenzel Brandel, 1812 Anna Christ, 1822 Joseph Püringer. — Josephs Püringer. 5ir. (ff. 507. — Iff. 557.1 — Im I. 1684 Paul Scheueck, 1700 Hrn. Paul Scheneck's seel. Erben, allwo der Tuchscherer ist, 1775 Franz Hellmayr's seel. Erben, 1795 Andreas Hellmayr, 1822 Elisabeth Zwcrger und Leopold Hcllmayer. — Elisabeth Zwcrger. 518. (ff. 508. — Iff. 558.) — Schild zu den drei Fischeln. — 3m I. 1684 Ferdinand Kaunitz, 1700 Hr. Leonhard Saur, Zimmermeister und Bierschcnk, 1775 Wvlsgang Hillebrand's Erben, 1787 Hillebrand und Josephs Schuböck, 1806 Anton Rauter, 1822 Barbara Rautcr. — Elisabeth Zwcrger. 1842 neu erbaut. 516. (ff. 509. — II. 559.) —Im Fjschhof. — Im I. 1684 Jo.- hann Hackenberger, 1700 das Schcnck- und Gast-Hauß un Fisch-Hoff, Hr». Michael Gimpelmayr gehörig, 1775 Johann Lunck, Branntweiner, 1783 Johann Georg Karl, 1795 Elisabeth Karl, Wittwe, 1822 Franziska List. — Franz Andratzek. Mit Nr. 488 zusammengebaut. 1841 umgebaut. 526. (I. 510. — II. 560.) — Im I. 1684 Hans Paurholtz, Tischler, 1775 Johann Weichhofer, 1795 Michael Weichboser, 1806 Mathias Humerl, 1812 Gras Beterani, 1822 Franz und Wilhelm Graf Zichy- Ferraris, 1828 Franz Graf Z ichy-F err ar is. 521. (I. 511.— II. 561.) — Durchhaus» — Schild zum goldenen Kreuz. — Im I. 1684 Johann Conrad Wachtler's seel. Erben, 1700 Hrn. Joh. Büchl's, Handelsmann, ftel. Erben, 1775 Anton Billitschotti, 1783 Karl Billitschotti, 1795 Franz Edler von Hummelaucr, 1806 Johann Heidegger, 1812 Maria Gräfin Worcel, 1822 Theresia Fölsch, 1828 Theresia Herbst, 1833 Theresia Folsch'sche Erbe». 1840 Theresia Herbst und Caroline von Vouvard. — Theresia Fölsch. 7 * 100 sss ci. 512. — v. 562.) — Durchhaus. — Im I. ie»4 Anton Pahl, 1700 Frau Maria Elisabeth Wolffstriglin, Wittib, 1775 Achatius von Klerf, 1783 Regina von Clerf, 1787 Achatz Dietrich, 1812 Heinrich Dietrich.— Karl Dietrich. SSL. (1. 513. — II. 563.) — Schild zur Wildgans. — Im I. 1684 Johann Arnold Höringer's Erben, 1780 Hr. Frantz Nouigal, gewester Handelsmann, 1775 Jakob Wildgans, Bierwirth, 1795 Wildgans'sche Erben, 1886 Anton de Pauli von Enzebühl, 1822 Joseph Gerold. — Dessen Erben. SST. d. 514. — ll. 564.) — Schild zum rothen Krebs. — Im 3. 1684 Johann Georg Kullmavr, 1788 die Apotheken zum rothen Krepsen, Herrn Martin Kullmavr, des Äußern Raths und gemeiner Stadt Metzenaußleihcr, gehörig, 1775 Ignaz de Pauli, Apotheker, bei welcher Familie das Haus fortan blieb, — Ignaz de Pauli von Enzebühl. In neuerer Zeit wurde dieses Haus mit dem folgenden zusammengebaut. 5S5. d. 515. — II. 565.) — Mit dem vorigen zusammengebaut. — Im I. 1684 Johann Georg Kirnreiter, 1788 Johann Kirnreiter, des innern Raths, 1775 Jakob Jagatitsch, Schild zur silbernen Schlange, 1886 dessen Erben, 1820 Ignaz und Anna Pechet — Ignaz d ePauli v on Enzebühl. _ Dieses HauS wurde in früheren Zeiten das Schnieerhäusel genannt. In der Nähe dieses Hauses stand einst der Pranger. sss. (I. 516. — II. 566.)— Das Taschnerhaus. — Laut Stadtgrundbuch hat Haidenreich, Diener Herzogs Wilhelm des Ehrgeizigen, 1488 Nutz und Gewähr von dem Hause unter den Taschnern, gegen den Lichtenstcg gelegen, gehabt, so weiland Wernhardt des Taschners gewesen ist. 1418 kaufte das »Taschenhaus unter den Messerern» genannt, Andre Perger, Taschner, um 30 K Pf. und den 12. Mat I42S verkaufte es Bürgermeister und Rath von Wien an Regina , Hartmann Epishauser's seel. Wittwe, um 5 Z Wr. Pf. 1433 hat das Haus unter den Taschnern Simon Harder zu halbem Theile geerbt. In den Steuerbüchern wird dieses Haus der Stadt Taschenhaus genannt, und um 1448 war es im Besitze der Familie Hölzler; 1446 erscheint es als Erbe der Kinder Kunrad des Hölzlersj- 1448. Von diesem Hause erhielt auch das ehemalige Taschnergäßchen seinen Namen. Wahrscheinlich wohnten in dieser Gegend die Taschner, welche schon 1488 in einem Schreiben des Herzogs Ernst als eine Zeche Vorkommen. In dieser Gegend stand auch laut ständi- ^ 2 /. scher Registratur das Riemhaus / auf welchem 1842 ein Theil des Resch'schen BcneficiumK lag und welches 1424 Hans Scharfenber- ger, später Verwalter der landesfürstlichen Münze, besaß, welcher 1451 dieses Riemerhaus, sammt der Kochhütten, Kammern und Gemächern zwischen den Pfeilern im Koch-, jetzt Rothgäßchens, verkaufte. Dieser Hans Scharfenberger ließ auch das vortrefflich gearbeitet« Standbild eines Engels mit dem alten Stadtwappen zum 101 Andenken seines Amtes auf seinem Hause aufstellen, welches bei dem Umbaue 1842 weggenommen und an einer Ecke des Rathhauses angebracht wurde. S. »Das alte Taschnerhaus mit seinem Steinbilde zu Wien, am Lichtensteg Nr. 529.« von Schlager, in der Wiener Zeitung vom IO. u. I I. Mai 1842. Vergl. mit dessen »alterthüm- lichen Uebcrlicferungcn« S. 151 — 1679 und Wiener Zeitung 1843 Nr. 57 und 58. — 1708 kommt als Besitzer vor Hr. Johann Co- rindio von Kornfeld, königl. böhmischer Agent, 1775 Maria Anna Mebes, 1795 Christian Rungius, 1806 deren Erben, 1820 Jos. und Regina Mirwald. — Franz Hauser. 52S ci. 629. — n. 567.) — 528. d. 630. — II. 568.) — 520. (l. 631. — II. 589.) —530. d. 632. —II. 570.) — Ertl'scheS Stiftungshaus. — Mit Nr. 638, (s. d.) im Jahre 1802 in ein Haus zusammengebaut. Das erste Haus (alte) Nummer 629 , besaß 1684 Georg Schmid, Tafeldecker, 1700 dessen Erben, 1775 Franz Fuchs, 1812 Franz Fuchs'sche Erben. Das zweite Nr. 630 gehörte 1700 Mar Dominic Collas, Pfeidler, 1775 Jakob Tongofskp, und damals hatte es den Schild zu den drei schwäbischen Jungfrauen, der sich in neuerer Zeit zur schwäbischen Jungfrau verwandelte; 1795 Susanna Dankowsky, 1812 Dan- kowsky'sche Erben. Das dritte Nr. 631 besaß 1684 Johann Köller, Goldschmied, 1700 dessen Erben, 1775 Severin Schmidt, 1795 Michael Schmidl'sche Erben, 1806 Michael Schmivl. 1829 Ant. Schmidl'sche Erben. Das vierte Nr. 632 gehörte 1684 Joh. Ehrenreich Egger, Gast- wirth, 1700 Math. Nupert, 1775 Lor. Seisser, Schuster, 1795 Jos. Seisser, 1806 Ant. Ramberger, 1829 Franz u. Theresia Eibler. Das eigentliche Stammhaus der Ertl'schen Stiftung aber war die fetzige Nummer 638 (I. 633 — II. 571,) daher deren Geschichte bei jener Nr. zu suchen ist. — Ertl'sch e s Stiftung s h au s. 531 . (1. 634. - H. 572.) — 532 . (I. 635. — H. 573.) — AuS zwei Häusern in eines zusammengebaut. Das erste besaß 1684 Simon Meinhard'S Erben, 1700 Joseph Pv zetie, des äußern Raths , 1775 Joseph Michael Moser, Lebzelter, 1795 Karl Moser. ' In diesem Hause befand sich schon seit alter Zeit ein Lebzelter und ein Methkeller, bis heute noch vaS »süße Löchel « genannt. Das zweite Haus besaß 1700 Johann Mltzmaper, Stadtkoch, 1775 Paul Hernegger, 1795 Johann Trümmer, 1826 Karl Tschuck. — Leopold Bauer. 533 . (l. 636. — II. 574.) —Mit Nr. 583 in ein Haus zusammengebaut. 1684 besaß dieses Haus Paul Peneckl, 1700 Johann Metzger, Schwertfeger, und es hatte damals den Schild zum Paradiesvogel, 1775 Lorenz Nickl, Schuster, 1787 Johann Nickl, 1795 Johann Trümmer, 1822 Sebast. und Katharina Wagner. — Anton Peterle. S. auch Nr. 583. 102 534. (I. 637. — II 575.) — In neuerer Zeit mit den Nrn. 536 und 537 in ein HauS znsammengebaut. — Im I. 1799 Mathias Viertler, Handschuhmacher, 1775 Johann Georg Hernecker, 1795 Katharina Hernecker, 1896 Joseph Lhümper, 1822 Joseph Thümper und fünf Kinder. — Johann Baptist Engel. 535. <1. 638. — II. 576.) — Im I. 1684 Karl Krimer, 1799 Hrn. Carl Krimer's, deß Aussern Raths und Handelsmann's seel. Erben, 1775 Theresia Schweitzer, 1795 Eleonora Schweitzer, 1896 Karl Seis- ser, 1822 Franziska und Georg Wieninger. — Georg Wienin g e r. 538. (1. 517. — II. 577.) — 53r. (I. 521. — II. 578.) — Mit Nr. 534 in ein Haus verbaut. Ersteres Haus gehörte 1684 Hans Seyberth, Handschuhmacher, 1799 Pet. Schwonari seel. Erben, 1775 Mich. Dichte! v. Dutzingcn u. hatte den Schild zum goldenen Ring, 1783 Maurer'sche Erben, 1896 Franz und Joseph Dankowsky, 1822 Joseph Mumb, 1828 Franz Seldenhammer. Nr. 537 gehörte 1799 Gvtthart Kurz, des äußern Raths, 1775 Johann Mandel, Schnürmacher, Schild zum goldenen Rößel, 1795 Mandel'sche Erben, 1829 Mandel'schc Erben, Geschwister Hülver- ding, Theresia Hofer, Joseph und Nikolaus Scheuch. — Johann Baptist Engel. 538. ll. 518. — II. 579.) —53«. (I. 519. —II. 589.) — 54V. (I. 520. — II. 581.) — Alle drei Häuser wurden in eins zusam- mcngebaut. — Besitzer dcS ersten Hauses war 1684 Philipp Mich, Kirschncr, 1775 Katharina Erlacher, 1783 Regina Erlacher, 1896 Ignaz Erlacher. Das zweite gehörte 1684 Bartholomäus Gnändl, Handelsmann, 1799 dessen Erben, 1775 Wolfgang Stöger, 1783 Katharina Stöger, 1822 David Dauer, 1828 Joseph Heiller, 1833 Ignaz Erlacher. Das dritte gehörte 1684 Andre Putzmann, 1799 Peter Delotn, Handelsmann, 1775 Anton Postel, 1795 Barbara Wieder, 18 22 Mathias Feßler, Paul und Theresia Wirth, 1828 Theresia Feßler. — Michael Lorenz. 541. (I. 552. — II. 582.) — Im I. 1684 Regina Katharina von Seiz, 1799 Jhro Gnaden Hrn. Georg v. Dornwang's seel. Erben, sonsten das Wagelische Hauß genannt, ein Eckhauß, 1775 Johann Sieger, 1783 Maria Magdalena Steger, 1822 Josephs Edle von Lagusius. — Bernhardine Freiin von Kiel mannSegg. Die Zeit der Erbauung des dermaligcn Gebäudes zeigt der Fronten zu oberst durch die Aufschrift, ^nno IU006I.XXXXVI. 542. ll. 523. — II. 583.) - Im I. 1684 Johann Kuberqer, 1799 Hr. Johann Frantz Händl, Kaps. Statt- und Landgerichts-Beisitzer, 1775 Franz de Paul Kratzer, 1896 Leopold Edler von Kratzer, 1822 Maria Edlevon Kratzer. KU e-v? e<^ /^ ("^v. zL^ ^ ^ /--/-- «-/, ^/^.. '^»»»^ ^^, /»- ^ ^ X'^. > *.H' r- >^'V ^ .. .>>, > " ' '-k * > ' ,» . -- ' V --^i.t-»> - ^ ,?.'. 77 -. >'^r- '--> >'. - > « --. /e , -"^ P- > > ^ >.'^ - > ,-' , 4 « ^ V .^X - ' ^ , -. -t.'' >H>- ' 'AI 7M^ -r-. ^MZN^ /^!?^ ^ ^S-«!^i^k»^^- -22. , A. ^7 103 543 ci. 524, 525. — n. 584.) — Im I. 1884 Daniel Moser, 1700 Jhro Gnaden Hrn. Daniel Moser's von und zu Ebcrcichsdorss seel. Erben, 1775 Anna Edle von Schick, 1822 Sebastian Freiherr von Guldenstein. — Joachim Graf von Münch-Bellinghaus e n. Dieses Haus wurde 1785 aus den damaligen Nummern 524 und 525 vom Grunde aus neu'gebaut. Besitzer des letzteren Hauses waren 1780 Michael Frischenhauser, 1775 Anna Edle von Schick. 544 (I. 526. —II. 585.) — Durchhaus. —Schild zum breiten Stein. — Im I. 1708 Hrn. Mathias Frischenhauser's, Rom. Kays. Buchhaltcrey-Raitrath (Rechnungsrath,) seel. Erben, bei den breiten Steintrn genannt, 2 Häuser. 1775 Friedrich Appolt von Frankenau, 1787 Elise von Frankenau, 1795 Franziska Joscpha Gluderer, 1808 Joseph Gluderer's Erben, 1824 Leopold unv Andrä Gluderer.— Andreas Gluderer. < . 545 (I. 527, 528. —II. 586.) — Magistratisches Civilgericht, früher Schranne. — Die alte Schranne, welche im Jahre 1325 von dem Schönbrunnerhause (s. S. 105. Nr. 562.) auf den hohen Markt in das gegenwärtige Haus Nr. 524 übersetzt wurde und durch die bedeutende Feuersbrunst vom Jahre 1437 in Asche gelegt worden war, wurde dann auf die andere Seite des hohen Marktes auf ihren jetzigen Standpunkt versetzt; so heißt es z. B. in städtischen Urkunden vom Jahre 1440: „Ausgegcben auf den Bau der neuen Schramme gegen den Fischmarkt über (der sich bekanntlich damals am hohen Markte befand) sammt der nächst verflossenen Rechnung des 39. Jahres vorher Droit 370 Pfund." Im Jahre 1441 war der Bau beendigt, und seine damalige Gestalt sehen wir noch in alten Ansichten, z. B> in Braun's Städtebuch. 1740 war das Gebäude dem Einsturz nahe und wurde mit einem Geldaufwandc von 15000 fl. wieder hergestellt und bei dieser Gelegenheit die große Hauptstiege von Außen abgetragen. Noch mit diesen das Gebäude bei Kleiner und Delsenbach. 1785 wurde das Schrannengebäude endlich auf Befehl Kaiser Joseph's II. unter Ankauf des in seinem Rücken gelegenen de Biel'schen Hauses vergrößert und dabei auch ein mit Mauern umfangener Hof, welcher in Wolmuets Stadtplan vom Jahre 1547 angezeigt ist, erbaut, und das Haus 1786 in seiner jetzigen Gestalt hergestellt , als welches es fortan zum Sitze des Criminalgerichtes diente. Seit dem Bane des Criminal-Gerichts-Gebäudes in der Al- servorstadt 1839 dient es zum Sitze des Civil-Gcrichtes des Wiener Magistrates. — 1788 erschien eine eigene Brochüre unter dem Titel: »Über das neue Haus nächst der Schranne," welches mit animosem Tadel über die Architektur und innere Einrichtung dieses Gebäudes loszieht. — Magistratisches Civilgericht. 546 . (1. 563. — II. 587.) — 547 . (I. 564. — II. 588.) — 548 . (I. 565. — II. 589.) — Bellegardehof. — Durchhaus. — Alle drei Häuser wurden sammt Nr. 582 (s. d.) 1835 in ein Gebäude umgebaut. Ersteres besaß 1684 Paul Schenneck, 1775 Theresia Moser, 1787 Therese Freiin von Moser, 1795 Moser'sche Erben, 1806 Andreas Freiherr von Felner, 1822 Joseph Freiherr von Gudenus. Das zweite gehörte 17ÜÜ Georg Wilhelm Wachtel, kais, Kriegs- Kanzlei-Erpeditor, 1775 Joseph Freiherrn von Gudenus, mit dem Schilde zur kleinen Landskrone. Das dritte Haus Nr. 548 gehörte 1884 Marianna Seau, I70Ü Marianna von Gallenfels, dann den Besitzern des vorigen Hauses. — JulieGräfin von Bellegarde. Der nunmehr so genannte Bcllegardehof ist eines der schönsten und weitläufigsten Gebäude der innern Stadt. Das Jahr der Vollendung des Baues, nämlich FI066VXXXV. ist am Giebel in der Mitte der Langseite angebracht. S. Nr. 582. 540 (I. 558. — H. 590.) — Im I. 1684 Johann Weiß, Handelsmann, I70Ü Hrn. Johann Weiß, deß Auffern Raths seel. Erben, ein Eckhauß, 1775 Karl Sortscheck, 1783 Mathias Zudenburg, 1806 Johann Michael Trilson, 1822 Antonia und Wilhelm Trtlson, 1828 Jakob Troll, 1833 Troll'sche Erben. — Joseph Sch mid. 550. (1. 572. — n. >380.) — Schild zum rothen Igel. — Durchhaus. — Im 1.1700 Hr. Joseph Holtzner, N. Oe. Land- schafts - Rait-Officier. Gehörte um 1760 der Familie Radegg, 1790 der Familie Gußmann, 1820 Karl Joseph Hammer. Hier befand sich auch durch längere Zeit, von etwa 1715 angefanqen die Buchdrucke- rei von Ghelen,bis sie in die Rauhensteingasse kam. — Theresia K r i e g h a m m e r. 551. (I. 566- — II. 591.) — Schild zum weißen Hirsch. — Im I. 1700 Elias Hirsch, Handelsherr, 1775 Christian Wurstbauer's Erben, 1787 Katharina Feigel, 1806 Anna Tschuck, 1828 Anna Appel. 1840 Karl Tschuck. — KarolinaPudiwiter. 552. li. 567. — II. 592.) — Genannt das Winterhaus. — Dieses Haus soll einer ganz grundlosen Sage zu Folge schon 1480 bestanden haben und in selbem König Mathias Corvinus bei seiner Belagerung der Stadt heimliche Zusammenkunft mit seinen Anhängern gehabt haben. Das Standbild an der Ecke des Hauses, eine in Pelz und Gugel eingehüllte Gestalt, welche den »Winter« per- sonifizirt, wird albern genug als das Bildniß deö Königs in seiner Verkleidung ausgegeben. Im Jahre 1700 zum Winter genannt, Hrn. Johann Bernhard Franick's von Frankenau seel Erben, ein Eckhaus der Landskron zu. 1775 Therese von Gewey, 1787 von Gewcy's Erben, 1806 Katharina Ratzelsberg, 1824 Johann Baptist und Clara Höfel- maycr.— Brüder Höfelmayer. 555. li. 568. — II. 593.) — Im 1.1700 Hr. Andreas Porr, Kays. Hoff-Lautenist, 1775 Michael von Zoller, 1783 Johann von Zoller, 1787 Zoller'schcs Stifthaus. 554» (I. 569, — II. 594.) — Im I. 1700 Hr. Johann Seltenreich, //^)^ '4 <4 ^> ^.' /^^<9 ? >?-^> ^ r/^ /^/.^/ H?7 -^/ X -^ . ///S / ^»>^««^ /^Lü ^ »^c< t^^/i ^»H' §. /?^A ^»»- ^»«./^^<«»', .. ..-"L..'/ ^ - Kays. Statt- und Landgerichts-Beysitzer, 1775 Maria Josepha von Steinbach, 1783 Joseph» Freiin von Winkopf, 1808 Therese von Rour, 1822 deren Erben. —Nikolaus M anzurani. 555. (I. 570. — II 5SS.) — Im I. I8S4 Friedrich Raschkow, 1700 Johann Caspar Ginder, kaiserlicher Hof-Avotheker, 1770 RochuS Graffer, I78Z Anton Graffer, 1808 Olivier Graf von Wallis. — Karl Graf von Wallis. 558. (1.1343. — II. 596.) — Durchhaus. — Im 1.1776 neu erbaut, 1795 von Sterncgg'sche Erben, 1820 von Sternegg'sche und von Litzelhof'sche, dann von Aichclburg'sche Erben. — Freiherr von Moser, Fideicommiß. 552 (I. 571. — II. 597.) — Schild zum blauen Igel. — Durchhaus. — Im I. 1884 Christian Rechberger, 1700 Hr. Johann Caspar Ginder, Kays. Hoff-Apoteker, 1775 Brüder von Sternegg, 1822 Casetan Franz Wenzel und Franz Anton Evler von Stcrnegg, 1828 Sternegg'sche Erben. — Freiherr von Moser. 558. tl. 572. — II. 598 ) — Musik-BereinSgebäude. —Durchhaus. — Im Jahre 1700 zum rothcn Igel genannt , ei» Durch- hauß. Herr Ferdinand von Radegg, der Römischen Kayserlichen Majestät Rath und Kays. Statt- u. Land-Gerichls-Beysitzer. Dieses Haus gehörte noch 1775 den Erben Karl von Radegg's, 1790 der Maria Gußmann, 1825 dem Grafen Franz von Kollowrat, von welchen es an die Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates käuflich überlassen wurde. Der neue Bau hatte 1829 — 1830 Statt. Es hat die Aufschrift: Kesellsoliatt ser Llusililreuiiite, und weiter unten das Jahr der Vollendung des neuen Baues MV666XXX. 558. (1.573. —II. 599.) — J.J. 1700 Hr. Georg Strobl, deß Auffern Raths und Leinwat-Handler. — Hrn. Frantz Sadma's, HandelS- mann's seel. Erben. Beide jetzt nur ein Haus. 1775 Mariana Heimerl, 1787 von Heimerl's Erben, 1808 Georg Adriet, 1812 Th. v. Rour, 1824 David Dauer. — Jos. u. Gottfried Straff. 588. (I. 574. — II. 600.) — Im 1.1684 Peter Gropfen, 1700 Hr. Georg Adam Reuthamer, deß Aussern Raths und Taschnermeister, 1775 Benedict Eberle, 1795 Johann Jakob Hietzinger, 1806 Therese Hietzinger und Joseph Riedl, 1822 Joseph Hietzinger, 1828 Karl Comenda. — Caroline Comenda. 58L. ll. 575. — II. 601.) — Schild zum Kuhfuß. — Im Jahre 1884 Mathias Ignaz Wannerer, 1700 Hrn. Mathias Jgnati Wan- nerer's seel. Erben, zum Kühfuß genannt; 1775 Mar. Dominik Heimerl, 1783 Heimerl'sche Erben, 1828 Anton Ritter v. Lethenau, 1833 Heimerl'sche Erben. — MatthäusSießund Ferdinand Edler von Valseon. 582. (I. 576. — II. 602.) — Das Schönbrunner Haus ge- nannt. — Dieses Haus besaß 1694 Mathias von Goldegg, welcher es von Mich. Bayrl erkauft hatte. Ersterer hatte die Freiheit von den Oberhanischen Häusern im tiefen Graben hieher übertragen. Um 1898 erkaufte es Adolph Graf von Wagensperg, von welchem es schon 1708 an Leopold Wiesend von Wiesenburg verkauft wurde, dessen Gemahlin Maria geborne Freiin von Grueb den I. Jänner 1725 dieses Haus zu einer Stiftung für arme Convertiten und andere Waisenkinder machte. 1751 bestand das Vermögen dieser Stiftung in 222,600 Gulden, um in Allem 144 Kinder mit jährlichen 100 fl. bis in ihr 18. Jahr zu erhalten. 15Z5 wurde dieses HauS der ständischen Einlage ab und der Stadt zugeschrieben. Auf Hirs- fogels Plan von 1547 wurde dieses Haus als das alte Zeughaus bezeichnet, und auch im Grundbuche der Stadt kommt es unter dem Namen altes Zeughaus vor. Zu Anfang des 14. Jahrhundertes soll es das Rathhaus der Stadt gewesen seyn, bis im Jahre 1316 die Erlangung des Otto Haim'schen Hauses in der Salvatorgasse dem Rathhause die heutige Stelle anwies. Auf dem Platze vor dem Hause stand schon 1436 ein Brunnen mit einem runden zierlichen Eisengitter darüber, von welchem es später den Namen zum schönen Brunnen annahm. Dieser Brunnen, welcher noch in Pfeffels Abbildung des Hauses zu sehen ist, wurde erst gegen Ende des 18. Jahr- hundcrtes zum Behufc der bessern Passage kassirt. In einer Gewähr vom Jahre 1580 heißt es: »Haus unter Sattlern, gegen den Brunn über, ohne alle Begränzung« ein Zeichen, daß er schon damals von allen Seiten frei stand. — Gräflich Wiesend'sches S t iftungS h a u s. SSL. (1. 577. - II. 603.) — Schild zum Auge Gottes. — Im I. 1700 Jhro Gnaden Hrn. Johann Ludwig von Waffenberg's seel. Erben, ein Eckhauß, 1775 Paul Andrä's Erben, 1824 Franz Ritter von Heintl. — Joseph und Wilhelm Ritter von Heintl's Erben. Dieses Haus war früher ein Durchhaus, wurde jedoch um 1830 gesperrt. LSI. (I. 578. — II. 604.) — Polizei-Ober-Direetion. — In demselben verwaltete schon vor Alters der landessürfllicke Hubmeiker die Renten der herzoglichen Lziben, (Gülten.) Noch im 17. Jahrhunderte war es mit einem Thurme versehen. Später wurde es um 1710 neu gebaut und kommt unter dem Namen Vicedomhau S ^ ^ vor. In grundbücherlicher Hinsicht ist noch zu bemerken, daß sich Kaiser Friedrich III. 1472 an dieses und daS daran stoßende HauS zum goldenen Engel vergewähren ließ. 1753 erkaufte es Ferdinand - von Engelshofen von der Hofkammer und die in demselben befindlich gewesene Regierungskanzlei wurde auf die Frciung übersetzt. 1801 wurde eS von dem Hofkriegsrath zur Registratur erkauft, später wurde die Polizei-Ober-Direction dahin versetzt. Als 1753 die n. ö. Regierung von hier in die Herrngasse übersetzt ward, wurde hier im Hofe die Inschrift angebracht: Är^/' / Z' /^ ^o^vL-^r^^- ^»*^»»' d ^ L -2 ^^-1 ^^->r ^ ^ n»^ ^ ^ »7>-^»I^>r^ ^t/»r^ -^ / << ' , X > '' , ^ .-, «LÄL-^ /71-/. 107 k'rsnvi-iciis et Claris Iksresia^nsliriae onMoSss «t vlnäice» kaue Tliemiäis «esein k. 6. 0. k. 5ID6LI.III. 565 . ll. 579. — H. 605.) — Im 1. 1700 Hr. Johann Abb, Gold- schinid, 1775 Joseph Stadler's Erben, 1787 Jakob Wiesinger, 180k Jakob Krautauer, 1828 Jakob und Anna Kraulauer. — Elisabeth Bvbella. 566 . ( 1 . 580. — II. 606.) — Im I. 1700 Hr. Valentin Freywillig, Zeltschneider, 1775 Theresia Freywillig, 1783 Georg Kraus, 1808 Franz Ohl, 1822 Franz Tar. Franz und Eduard Tar. Dieses Haus wurde seit alter Zeit auch »z ur Merung» genannt. 56?. (I. 58 l. — II. 607.1 — Durchgang. — Sparkassa - Gebäude. — Im I. 1700 Caspar Stockinger, Hof-Klampferer, 1775 Zacharias Kreml, Zcugschmid, 1812 Laurenz Proll, 1822 Zacharias Pröll. — Mit der Sparkasse zusammengcbaut. 568 . (I. 582. — II. 608.) — Sparkasse - Gebäude. — Mit Nr. 567 und 572 zusammengebaut. — Im 1.1700 besaß es Moriz Bayer, Schnürmacher, 1775 Johann Baptist Burger, mit dem Schilde zum schwarzen Hund, 1806 Erasmus Dauderlau. Dieses, so wie die zwei andern genannten Häuser wurden 1827 von der Direktion der seit 1819 gegründeten Sparkasse erkauft, abgetragen und 1835 — 1836 das imposante Gebäude derselben hergestellt. Das Neilertbo r mit dem Thurme war eines der ältesten Gebäude in der Stadt. Es stand vom cbemaligen Paternostergäßchen quer über gegen das Haus an der Naglergasse und bildete den Eingang von der Spenglergasse auf den Kohlmarkt. Schon in einer Urkunde vom Jahre 1278 verleiht König Rudolph von Habsburg dem Bischöfe von Chiemsee ausdrücklich des geächteten Bürgermeisters Paltram Haus am Peurerthore. In den Urkunden zu den Zeiten Albrecht I. und des III. kommt es unter dem Namen Peurer- Burgthor vor, als das »Bairer-Thor« ohne Zweifel, weil hier die Straße nach Baiern ging, wie das Kärnthner-Thor wegen seiner Richtung nach Kärnthen, so genannt. Der Peilerthurm war jederzeit städtisches Eigenthum, sein Durchfahrtsthor wird "ln den alten Urkunden und Grundbüchern bald Penrer- oder Peyrer-, bald Pai- ler- und Pallerthor geschrieben. 1426 erscheint die Angabe: »den Pailerthurm neu hergestellt und die Thür ausgebrochen.- 1565 erscheint er zuerst als bürgerliches Gefängniß, welches er bis zu seiner Abbrechung im Juli 1731 blieb. 1624 wurde der Pailerthurm ganz renovirt, wobei dem Bartlme Hueber, Burger und Maler, »um willen er den Peilerthurm renovirt und mit seiner Zier übermahlen hat" 220 st. gegeben wurden. 566 . (I. 583. — II. 609.) — Abgebrochen. — Im Stadtgrundbuche kommt schon 1417 Engelhart Khürschner oder Paternoster als Besitzer dieses Hauses vor, von welchem das hier bis auf die neurere 108 Zeit bestandene Paternostergäßchen seinen Namen hatte. 1514 besaß es Michael Prantel, 1528 Leonhard Harracher, 1541 Lucas Prant- ner, Federniacher, 155V Claus , F edermacher. I7VV gehörte es Johann Franz von Pevkhardt, der römischen kaiserl. Mas. Rath und Bürgermeister der Stadt Wien, und es führte den Namen zum Zuckenschwert. 1775 gehörte es Leopold Grafen von Schallenbcrg's Erben, 18ÜV Josepha Katharina Gräfin von Schallenberg, welche auch die letzte Besitzerin war. 184V wurde dieses Haus sammt dem folgenden von dem Wiener Magistrate angekauft und zur Vergrößerung des Grabens abgebrochen, wodurch auch das Paternostergäßchen verschwand. SSO. (1. 584. — n. 610.) — Abgebrochen. — 3m 3. I7VV 3o- hann Grienwald, 1775 Katharina Krienwaldin (vermuthlich aus derselben Familie) und Apotheke zum goldenen Hirsch, 1795 3osepha Weißkampf, 182V Franz Brendl von Sternburg, der letzte Besitzer (s. voriges Haus). An diesem Hause gegen den Graben zu wurden ftüher beiden Erbhuldigungen die Gerüste errichtet, von welchen weißer und rother Wein sprang. Über diese beiden abgebrochenen Häuser s. auch Schlager's Aufsatz »das Haus der Ritter von Elenbach und des Erbbürgers Zuckenschwcrt in der Wiener Zeitung vom 18. October 184V, und dessen Wiener Skizzen IV. Band, Seite 329. — 443. 551 (I. 552. — II. 611.) — Schild zum Pilati. — 3m 3ahre 1684 Regina Katharina Seitz , 17VV Hr. Frantz Carl Ferner, Statt- und Land-Gerichts-Beysitzer, 1775 3ohann Sieger , 1783 Maria Magdalena Steger, 1822 3osepha Edle von Lagusius , 1833 3oseph Edl. v. Lagusius. — Georg Edler v. Lagusius und G ri e- singer. Schild zum Pilati , bis 1837 ein Gasthaus. An der Ecke befindet sich eine eingemauerte Kugel mit der 3ahreszahl 1683. Bei dem Bombardement am II. — 12. Mai 18V9 gerieth dieses HauS in Brand und brannte ganz aus. 552. (I. 585. — II. 612.)— Zubau zu Nr. 567 und 568, mit dem Gebäude der Sparkasse vereinigt. — 3m 3. 17VV besaß es Franz Ferner, deß äußern Rathes, 1795 3oseph Parrath , 1806 Franz Bogner, der letzte Besitzer. 553 (I. 533. — II. 613.) — Pfarrhof zu St. Peter. - Dieses Haus wurde von Alters her das St. Petershaus genannt; der alte Pfarrhof von St. Peter wurde 1693 erbaut, welches folgende, auf einer vorspringenden Marmorplatte unterhalb des Standbildes des heil. Petrus befindliche 3nschrift bezeugt: Uselt VerVses sanlXI kel-rl. paroellla kVnvleVz sVper Imeuveiws » kilsLkIuI eX6VI-ra. Neben diesem H.use war einst ein offenes Gäßchen in die Spenglergasse die kleine Bognergasse. 554. (I. 1226. — II. 1248.) — Schild zum Auge Gottes. — / 2 ^-< -»««-d -rt»««^ /Ä^°/ /r^ ^ /- ^ ^ //^ < 2 ^» ^^«/»,^^»»<«^< //^>2 . e k ^>»^<, /^^/ r - E! >^»*^ ^^^LL-e>-^L , o^ae^ »- , »4^/^ ^-^r- ^/. ^»»^/ ^ 109 Zu dem Hause Nr. 563 gehörig, und stets denselben Besitzern gehörig. 555. (I. 554. — II. 640.) — Schild zu den vier Jahreszeiten. — Im 1.1700 Jhro Gnaden, Hrn. Jakob Matz von Spiegelfeld, Kayserl. Hoff-Cammer-Rath und Schloß-Hauptmann zu Larenburg, ein Eck, worinnen deß Juden Wertheimber, Königlichen Factors, Wohnung. 1775 Johann Mitterfieller's Erben, 1822 Victoria Freiin von Nowack und Andreas Freiherr Sorriot de l' Host, 1828 Andreas Freiherr Sorriot und Joseph Daum, 1833 Joseph und Anna Daum. Als im Jahre 1848 die Häuser Nr. 561 und 575 abgebrochen wurden, um das nunmehr Daum'sche Haus aufzuführen, fand man einen römischen Ziegel mit der Inschrift: 0^ 8161X1 -U. 6. (vergl. Schmidl's österr. Bl. f. Lit. u. Kunst >846. S. 188.) 5A6. (I. 555. —II. 6l5.) — Im Jahre 1788 zum Bauerndantz genannt, Hrn. Jacob Hutter's seel. Erben, 1775 Johann Gotteschnick von Domcslau, 1783 Franziska Koderneck, 1795 Franciska von Stock, I88K Josephs von Ransonet, 1822 Maria Clara Freiin von Ransonet, 1828 Johann Gerber. — Karl, Bernhard, Marie und Eduard Gerber. 5VA. (I. 556. — II 616.) — Im 1.1788 Jhro Gnaden Hrn. Gottfried von Wieser, N. Ocst. Regiments-Rath, gehörig, allwo jetzo deß Juden Oppcnheimber, Kays. Factors Wohnung. Vor und in diesem Hause hatte im Jahre 1788 der bekannte Judentumult auf Veranlassung einiger Schornsteinfeger statt, wobei das Haus von dem Pöbel gestürmt und geplündert wurde. 1778 war Cleouora von Pelser dessen Besitzerin, 1885 Franz Rainer, Ritter von Thyß- 1837 Franz Wirer, Evler von Rettenau, 1848 August Blühdorn. — Sigmund Edler von Wertheimstein. 588. kl. 557. — II. 617.) — Im I. 1788 Jhro Gnaden, Hrn. Bernhard von Ottenstätter, N. Oest. Regiments-Rath's seel. Erben, ein Eckhauß, 1775 Katharina von Ehrenthal, 1787 Edler von Hitt- ner, 1886 Bernhard Edler von Hittner, 1822 Mar Freiherr Vorst- Gudenau. — Maximilian Freiherr von Gudenau. SS«. (I. 559. — II. 618.) — Im I. 1788 Jhro Gnaden, Hrn. Frantz Adam Werner, N. Oesterr. Regiments-Rath, 1775 Joseph Gundian's Erben, 1787 Maria Gundian, 1795 Gundian'sche Eben, 1812 Cosmas Löwenthal, 1824 Mar Löwenthal. — Ferdinand Zinner. 580. (I. 560. — II. 619.) — Im I. 1684 Friedrich Grüne, 1788 Jhro Gnaden Hrn. Friedrich Grüne, Nieder Ocsterreichischer Regiments - Rath'S, seel. Erben, allwo ein Bierhauß, 1775 Michael Müller, 1783 Johann Wortscheck, 1787 Dominik Fuchs, 1795 Joh. Wortscheck, 1886 Maria Anna Wortscheck, 1822 Geschwister von HO Neilreich, 1828 Franz Karl von Neilrcich, 1833 Joseph von Neilreich. — Josephavon Neilreich, Clotilde Pörtzl, Magdalena, Marie und Johann von Kurtzböck. 58t. (I.56I.—II. 620.) — Im I. 1684 Andreas Schittcr, 1700 sonsten das Schitterische Haust genannt, Hrn. Johann Karl Seutter, Werlhcrr, 1775 Norbert von Seidern, 1788 Maria Anna von Geldern, 1787 Ludwig von Hacquet, 1866 Erzherzog Ferdinand v. Este, 1822 Leopold Ritter von Herr, Adolph und Karl Edle von Herz. — E Manuel Ritter von Ne »wall, Louise Gräfin von Alcaini, Paulinc Edle von Liebenberg, Emilie Ofenheim und Barbara Martinich. 582. ll-562. —11.621.) — Zum Bcllegardehof gehörig und mit demselben 1835 verbaut (S. Nr. 546— 548.) 1684 besaß dieses Haus Joseph Hebler's, 1775 Johann Wilhelm Strecker von Rautenstrauch, 1785 dessen Erben, 1806 Kathar. Frciin v. GudennS, 1828 Julie Gräfin von Bellegarde. 583. ll. 52S. — II. 622.) — Schild zum blauen Herrgott. — Mil Nr. 533 in ein Haus zusammen gebaut. Im 1.1684 Christ. Schre- ger, 1700 Maria Elisabeth Genserin, anjetzo Frau von Oberling, zum blauen Herrgott genannt, 1775 Joseph Schmuttcrmayer, 1783 Anna Nagl, 1806 Johann Nepomuk Graf von Fuchs, 1822 Johann und Theresia Fruhwirth, 1828 Fruhwirth'sche Erben. — Anton Peterlc und Karl Palm. Bei dem Umbaue der Häuser 533 und 583, wie auch jener 534, 535 und 536 im Jahre 1843 fand man (wie schon im Jahre 1833 —1834) in dieser Gegend römische Ziegel mit den Aufschriften : I.e- xio X. Keminae und 1.L6, Xlll. 6emin»e. (Schmidl's öst. Bl. für Lit. u. Kunst 1846. S.. 138). 584. (1.530.- II. 623.) — Schild zur weißen Taube. — Im I. 1684 Maria Magdalena Deutschmann, 1700 zur weissen Tauben. Hrn. Johann Christoph Lauch, Kayserl. Gallerte-Inspektor, 1775 Elisabeth Bergmann, 1783 Bergmann'sche Erben, 1787 Maria Perinet, 1795 Susanna Frankl, 1806 Susanns Frankl und Rosalia Ana- wasin, 1822 Ignaz Bleil. — Joseph Blei l. 585« (1.531. — II. 6-.4.) — Schild zum goldenen Wagen. Durchhaus. — Im I. 1684 Lorenz Kirchhamcr's Erben) !700 zum goldenen Wagen, Johann Baptista Locatelli, Kays. Cammer- Diener, 1775 Joseph von Kofler, 1783 Franz von Kofler, 1806 Fr. Edler von Kofler, 1828 Franz Maria Freiherr von Kofler und Maria Anna Putscheck, 1833 Joseph« Freiin von Kofler. — Mori; Graf von Dietrichstein. 584». (1.532. — II. K25.) — Schild zum silbernen Hut. — Im 1. 1684 Lorenz Kirchhauer's Erben , 1700 zum silbernen Huth genannt, Hrn. Wolfs Samitz seel. Erben, 1775 Gottlicb Schönthan's Erben, 1783 Katharina von Ghelcn, 1806 Franz von Karl, 1822 Johann Wilhelm von Ertwegh und Karl'sche Erben. — Friedrich und Josepha Teltscher. ^«^«-i, IN 58V. (1.533.—II.626.) - Im1.1600 Joachim Pfanner'schcs Haus, und wurde 1622 von Gundackcr von Liechtenstein erkauft, 1700 Fürst Hartmann von Liechtenstein. — Aloys Fürst von Liechtenstein, Fideicommiß. 588. ll.534 — 11.627.) —Gundelhof. Durchhaus. —Nach La- zius und Abcrmann besaß diesen Hos um 1540 die Familie Straffer, welche in demselben zu Ehren des heil. Apostels Thomas eine Capelle erbaute. Auch wohnte 1459 Kaiser Friedrich während seinen Zwistigkeiten mit seinem Bruder Albrecht in diesem Hause. Den Namen Gundelhof erhielt es um 1490 von Georg Gundlach, welcher um diese Zeit das Haus erkaufte und längere Zeit besaß. 1609 war Augustin Hafner im Besitze desselben, welcher die Capelle neu hcrstellte und den seit lange unterbliebenen Gottesdienst in derselben wieder einführtc. 1620 besaß es Paul Widemann, welcher 1823 eine tägliche Messe zu den Dorotheern stiftete und hierzu 3000 fl. auf seinem Hause versicherte. 1626 kam das Haus an Daniel Lazarus Springer und von diesem 1695 an Bartholomäus Tinti, im Besitze von dessen Familie es lange über 100 Jahre blieb. 1801 erkaufte es Erzherzog Ferdinand von Este, Bruder des Kaisers Joseph II., 1830 gehörte es den Brüdern Ritter von Neuwall, in neuerer Zeit gelangte es an den gegenwärtigen Besitzer. — S. M. Freiherr von Rothschild. 589. (1.535.—II.628.) —Margarethenhof. — Laut Bürgerspi- tals-Archiv besaß diesen Hof 1359 Chunradt der Herrschaft!, Burger zu Wien, welcher in diesem Jahre »seiner Tochter Margrethen Pald- wein's hausvrow sein grosses Haus, daz do leit in der Mintzer- Strazze vnd haizzet zur Sand Margreten, verschast hat." Da man bald darauf »Herrn Joannes und Herrn Friedrich, Chaplan an der Chapellen daz Sand Margareth» liest, so scheint es, daß die hier bestandene Kapelle nicht, wie man glaubte, von dem Stifte Zweitel errichtet wurde, sondern schon früher bestanden habe. Das Stift Zwettel aber kaufte diesen Hof um 1550, und vertauschte ihn 1591 an Wolf Prämer um dessen Haus bei Maria Stiegen, wohin es auch die Capelle zu St. Margarethen versetzte. 1700 kommt als Besitzer vor: Wolfs Wilhelm Prämer, Kays. Hoff-Kriegs-Rath. Noch 1829 gehörte dieser Hof den Pramer'schen Erben. — Marimilian Graf von Heusscnstamm und Maria Beatrir, Freiin von Tinti. — Die Fronte des Hauses ober dem Thore ist noch jetzt mit dem Bildniß der heiligen Margaretha geziert. 590. (1.536. — 11. 62S.) — Schild zum silbernen Rößel. — Im I. 1700 zum gülden Fäßl genannt, Jhro Gnaden Frau Anna Polirena Kotzin, 1775 Anton Hundeshagen's Erben, zum grünen Faßl, 1783 Elisabeth von Hundeshagcn, 1806 Joseph Ferrari, 1812 Geschwister von Ferrari, 1833 Julie von Ferrari. — Titus Edler von Ferrari. — Dieses Haus führte noch 1820 den Schild zum grünen Faßel von einer daselbst bis auf diese Zeit befindlichen Spe- cerei-Handlung. iir 581. tl. 537.— H. 630.1 — ZmJ. 1684 Johann Jacob von der Kling deß Auffern Raths, 1775 Anton Baron von Salla auf Stollberg, 1806 Joseph Frentzl, 1833 Anton Frenzl. — Fränzl'sche Erb en. 582. (I. 538. — 631.) — Im I. 1684 Johann Damen von Oldendorfs, Kays. Hoff-Cammer-Secretarii, 1775 Anton von Wartenberg, 1783 Regina Mayer, 1806 Franz Lav. Edler von Mayer. — Karl Freiherr von Riesel und Geschwister. 583. (1.53S. — II. 632.) — Schild zum goldenen Rebhuhn« — Im 1. 1700 Hrn. Johann Adam Posch, Hoff-Kupfferschmid, 1775 Valentin Schwab, Schild zum Rebhuhn!, 1787 Franz Knisch, 1705 Schwab'sche Erben, 1812 Paul von Kissel zu Benedek-Falva, 1824 Paul und Charlotte Kissel zu Benedek-Falva. — Amalie Falb. 584. (I. 540. — n. 633.) — Schild zum Sperl. — Im I. 1684 Hans Michael Kolb, 1700 zum Sperl-Wirth genannt, das Schenck- und Gast-Hauß, Hrn. Leopold Zimbrccht Widemann, 1775 Karl v. Moser's Erben, 1806 Ignaz Zwerger, 1828 Zwerger's Erben, 1833 Johann Zwerger.—Lud ovica Zeillinger mit gleichem Schilde, das Gasthaus eristirt jedoch seit lange nicht mehr. Dieses Haus soll auf dem alten Stadtgraben stehen. 585. fl. 613. — II. 634.) — Schild zum goldenen Löwen. — Im I. 1700 die Apoteckcn zum gülden Löwen, Hrn. Ferdinand Moni gehörig, ein Eckhauß. Die hier bestandene Apotheke ist sehr alten Ursprunges, denn laut Stadt-Grundbuch besaß schon 1409 Martin Scheper, eine Apotheke gegen St. Stephans-Dom-Kirchcn über nso des Meisters LucaS von Venedig Apotheken gewesen ist.« Dieses Haus gehörte 1770 Ma- rianna von Schick, welche es erst um 1800 an Joseph Arthaber verkaufte. — RudolphEdlcr vonArthaber. Die Apotheke eristirt jedoch lange nicht mehr. 588. (1.601.—11.635.)—Im I. 1684 von Grien, 1700 Hrn. Joh. Thaddäus Zorabsky, Kays. Statt- und Land-Gerichts-Beysitzer, 1775 Michael Weinhofer, 1795 Hieronimus Weinhofer, 1822 Georg und Theresia Horwarth, 1828 Georg Horwarth. — KarlHorwath. 58? (1.603. —11.636.) — Im I. 1684 Michael Helmer, 1700 Hrn. Michael Helmer, gewester Hoff-Sporer, 1775 Johann Petzer, Sporer, 1822 Johann Michael und Theresia Förster, 1828 Joseph Neumayr. — Franz, Maria, Anna und Karl Nenmayer. (S. Nr. 621.) 588. (1. 604,605. — H. 637,63S.) — Aus zwei Häusern in ueuerer Zeit in eins zusammen gebaut. Das erste besaß 1684 Paul Gribier, 1700 Georg Franz Schuster, Kupferschmid, 1775 Andreas Fortmoser, 1795 Michael Hertl, 1806 Johann Ostwiths, 1822 Ludwig Sockel. Das zweite gehörje 1700 Franz Frick, Schlossermeister, 17^? Andreas Fortmoser, 179^Johann Hertl, von 1800 an den vorerwähnten^ Eigenthümcrn. i- Anton Halm. — Bei dem Bombardement in der Nacht vom 11 . Mai 1809 gerieth dieses HauS in Brand. «/^^- /?^<^ e5<^^. ^-»-^' ^ /e^".^ «5^^. ^. /^F<^ Ä-r^L,^ ^/E/ . . L- ^ <6,^7^ L^ Iis SOS (1.597. —11.639.) — Schild zum Haidvogel. — Im I. 1634 Christian Klöckner, I70Ü Hrn. Johann Bernhard Sutton, Sporer seel. Erben, 1775 Jakob Kramer, 1795 Simon Kramer, 1806 dessen Erben, 1822 Leopold und Anna Haidvogel. — Anton Reisen! ei tn er. 600 (I. 598. —11.610.) — Im I. 1684 Georg Lorentz Hetzel, 1700 Hrn. Johann Christoph Murbeck, deß Austern Raths und Gold- schmid, 1775 Johann von Duma, 1783 Thomas Eder, 1789 Caspar Salzer, 1822 Theresia Salzer und ihre Kinder, 1828 Johann Edler von Zahlhas. — Anton Ritter's ö°o n Zahlhas Erben. 601 . (1.599, — II. 641.) — Im 1 . 1684 Christoph Gallner und Nikolaus Kroner, 1700 Hr». Peter Narr, Bierschenk, 1775 Joh. Cha- bas, 1783 Joseph Chabas» 1806 Carl von Pasqualatti, 1822 Geschwister Baumann und Magnus Stöckl, 1828 Magnus Stock! und Peter Kellner. — Josepha Keller und Georg Trollmann. 602. ll.600. —11.612.) — Im I. 1684 Georg Mater, Fr. Haller, Johann Nikolaus und Rudolph Khabaum, 1700 Hrn. Joh. Steu- dcnbergcr, Greißler, 1775 Leopold Schatz, 1783 Elisabeth Schatz, 1787 Anton Schatz, 1789 Elisabeth Schuechin, verehl. Sporrerin, 1795 Andreas Scherer, 1822 Geschwister Kletschinsky und Anna Reichharh 1828 Joh. Kletschinsky, 1833 Anna Reichhard. — Fr. Krieger. 603. (1. 54l. —11.613.) - Im I. 1684 Joseph Nikolaus Rücken- baumb, 1700 Hrn. Thomas Scheu, Hoff-Sporer, 1775 Franz Rar- rel, 1822 Franz Ritter von Rarrel, Geschwister von Gatza und Geschwister Rocchy, 1828 Geschwister Rarrel, 1833 Narrel'sche Erben und Franciska Rocchtz.— Narrel'sche Erben. 604. (1. 542.— 11. 614.) — Schild zur Dreifaltigkeit. — Im 3. 1684 Balthasar Niderbüchler, 1700 Hrn. Georg Niderbüchlcr, Musico bei St. Stephan, allwo man das Evß verkaufst, ein Eckhauß, 1775 Elconora Andres, 1787 Vincenz Leihet, 1822 Joh. Bapt. Höselmayer — Brüd er Höfclmayer. 605. (1.543. —II. 645.) — Schild zum Eisgrubel. — Im I. 1700 sonsten das Eyßgrübel genannt, Hrn. Bernhard Jos. Spieß, des Austern Raths, ein Eckhauß, 1775 Joseph von Neissenstein, 1795 Anton von Reiffenstein, 1812 Reissenstcin'sche Erben. — Albert H ardt. 606. (1. 544. —II. 646.) — Schild zum Kuß de» Pfennig. — Im I. 1684 Virgilius Furthmüller, 1700 Hrn. Lorentz Trunck von Guttenberg, deß Innern Raths, sonsten das Planknerische Hauß genannt, ein Eckhauß, 1775 Thers. Bereni, 1806 Christ. Reisinger, 1822 Apollonia Schiffer, 1833 Franz Haller. —Franz Xaver Holler. 60?. (1.515. — II 647.) — Schild: wo der Hahn im Spiegel schaut. — Im I. 1684 Leopold Reicher, 1700 allwo sich der Hahn im Spiegel schaut, Hrn. Andreas Todt seel. Erben, 1775 Joseph 8 114 Haan, 1795 Friedrich Eugen von Haan, 1822 Joseph Paris, 1828 Regina Simon. — Alb ert Hardt. 6V8. (1.546.—11.648). — Schild zur Stadt Paris. — Im I. 1684 Andreas Todt, 1780 Hr. Ferdinand Vorreuter, Tuchhandelsmann, 1775 Theresia von Ehrenhalm, 1788 Joseph Staud, 1787 Johann von Staud, 1795 Franciska von Staud, 1806 Johann Türko- witz, 1822 Joseph von Staud, 1828 Paul Hranay. — Dieses Haus war früher das sogenannte Rauchfangkehrer-Bierhaus. SSV. (I. 54^ — n. 64S.) — Schild zum silbernen Boge». — Im I. 1700 Hr. ZachanaS Fcull, Goldschmid, 1775 Joseph Player und Jakob Diewald Erben, 1788 Anna Steinmüller, 1787 Fr. Biedermann, 1822 Ignaz Biedermann, 1828 dessen Erben. 61« (1.549. — H. 6S>.) — Im I. 1700 Jhro Gnaden Hrn. Paul Leopold Freyherrn von Waldcrode oder Graf Kinßki'sche Haus, 1775 Joseph Gebaleon Graf v. Salmour, 1806 Joseph Graf v. Salmour, 1820 August Wedl. — Jacob Ritter von Löwenthal. Der auf den ältesten Abbildungen Wiens sichtbare hohe Thurm ist bis zum 4. Stockwerke noch vorhanden und zu den Wohnzimmern einbezogen bis zum 3. Stockwerke. 611. (I. 550. — H. 652.) — Im 1.1700 Hr. Christoph Moßbach, Kirschner-Mcister, 1775 Leop. Mosbach's Erben, 1795 Leop. Evle von Moßbach, 1822 Joh. Rasim. — Ignaz Rasim's Erben. 612. (I. 551. — n. 653.) — Schild zur Schnecke. — Im I. 1700 Hr. Andre Schöllhammer, N. Oe. Landschafft - Ober Einnemmer- Ambts Gegenhandler, ein Eckhauß, 1775 Anton Feichtenhammer,1789 Anton Zahlbruckncr, bürg. Gastgeber, 1806 Ignaz Anton Eigl, 1820 Ignaz Ant. und Elconora Eigl. — Anna Zeltler. 613. (1.586. —11.654.) — Im J.1684 Wilhelm von Rechberg's Erben , 1700 Hrn. Johann Gottlieb Störtzer von Bergfeld, ein Eckhauß, 1775 Franz Kritsch, Handelsmann, 1788 dessen Erben, 1828 Theresia Kritsch. 614. (1.5877— II. 655.) — Durchhaus. — Im 1. 1700 Hrn. Rudolph Frech, gewesten Baaders, seel. Erben, 1775 Kath. Pitloni, 1788 deren Erben, 1789 Kaspar von Langenbach, 1795 Kath. v. Langenbach, 1806 Ant. und Wilhelm de Pauli, Edle von Enzebühl, dann Pere- grin Wolgcmuth und Ignaz Anton Eigl, 1822 Wilhelm und Anna de Pauli und Ignaz Eigl, 1833 Anna von Zettlcr. — AnnaZetile r und I osepha Hirschböck. 615. (1.588.—11.656.)— Im I. 1700 Hrn. Frantz Schreiber, Lein- wat-Handler, 1775 Geschwister Preysinger, 1783 Leopold Preisinger, 1787 Theresia Preisinger, 1795 deren Erben, 1806 Franz Sensel, 1828 Christian Umlauf. — Karl Högl. 616. (1.589. — II. 657.) — Im 1.1684 HanS Engelbrecht, 1700 Hnt. Johann Engelbrecht, Kays. Hoff-Kirschner, 1775 Theresia Feliot,1806 Sebastian Rosengart, 1822 Barbara Rosengart. — Johann ^ 2 --/ -»»-»/^ « * -» -^ L^L^- ^/27 » //^/ ^"<9 US En der. 1809 bei dem französischen Bombardement gerieth dieses Haus in Brand. VLK. tl. 5Stt. — H.658.)—Im I. 1700 Hrn. Friedrich Seudl, Kirsch- nermeister, seel. Erben, 1775 Franz Kirchberger, 1787 Kirchberger's Erben , 1808 Ignaz Raab, 1812 Antonia Wagner.—Joh. Ender. 6L8. (1.5SI bis 596.— N. 659.) — Lrattnerhof, vorhin Freisingerhof. — Durchhaus. — Der alte Freisingerhof war eines der ältesten Gebäude in Wien, und von seiner Entstehung an frei. Die Zeit der Erbauung dieses Hofes durch Otto, Bischof von Freisingen, einem Sohne des heil. Markgrafen Leopold, wird auf 114V angegeben. Er hatte zwei Freiheitsbriefe von König Ottokar vom 9. Jänner 1258 und 1274, dann einen von König Rudolph I. von 1277. In diesem Hofe befand sich eine Capelle zu St. Georg, welche von dem Stifte Freising mit einem geistlichen Vorsteher versehen war. An der Stelle dieser angeblich 1178 erbauten Capelle soll früher ein Korn- und Schüttboden gestanden seyn. Es war ein altes, weitläufiges und vielwinkliges Gebäude. An der Vorderseite gegen den Graben waren kleine Privathäuser angebaut. Ueber dem schon damals stattlichen Eingangsthore vom Graben aus, laS man folgende 1884 in Stein gegrabene Inschrift: Alle die hier vorüber gehet. Diesen Stein wohl besehet! Anno 1683 den 14. Julii hat der Türck mit 200,000 Mann Die Stadt Wienu starck grieffen an. Den 12. Septembris ist unser SuccurS angekommen, Und ihm seine Stärck benom.uen, Mit Verlust aller seiner Sachen Er ihm von Wien hat weichen mache», Darum, die dieses lesen wern Müssen loben, preisen und ehren Von nun an bis in Ewigkeit Die heilige Dreifaltigkeit. Hans Caspar Neuhaus. V. S. Im Jahre 1778 wurde dieser Hof von dem damaligen Hofbuchdrucker Thomas Edlen von Trattnern nebst fünf daraustoßenden kleineren Häusern erkauft, im Mai desselben Jahres abgebrochen und daS jetzige große Gebäude hergestellt, welches im Mai 1776 vollendet war. Baumeister war Peter Mollner, Statuar Tobias Kogler; von diesem sind die Statuen auf der Höhe des Gebäudes, in der Mitte mit dem Adler und der Trattncr'scheu Devise: I-ubore ot kavore. Auch bei dem neuen Baue wurde statt der alten Georgskavcllc eine neue erbaut und 13. Mai 1778 eingeweiht, jedoch in Folge der Aufhebung aller Privatkapellen in Wien 2. Februar 1788 wieder entweiht. Die Besitzer der erwähnten kleineren Gebäude warcuAniangs deS verflossenen Jahrhundertes: Michael Grabmayr, Oebstler, Schild zu den drei Rüben. — Joseph Conrad, Schlossermeister's Erben. — Mathias Ernst Andreasi, Handelsherr. — Michael Helmer, gewester Hof. Sporer, ein Bierhaus. — Christian Didier, Kässtecher. Ueber »16 die Gestalt des alten Freisingerhofes siehe Schimmer's »Wien seit sechs Jahrhunderten B.H. S.450.« Bei dem Bombardement den II. und »2. Mai gerieth auch der Trattnerhvf in Brand. 810 . (1.606.—I». 660.) — Schild zur goldenen Krone, auch das Elepbantenhaus genannt. — Im I. 1684 Franz Kaufmann, 1700 die güldene Cron-Apoteken Hrn. Paul Leonhard Gim- nich gehörig, 1775 Joseph Bock, A4, vr., 1783 dessen Erben, 1145 Karl Marinelli, 1822 Jeremias Bermann und Tschitschmann. — Jeremias Bermann, gleicher Schild, auch das ElephantenhauS genannt, weil sich auf demselben, gegen den Stockimeisenplatz zu bis 1798 die kolossale Abbildung des Elephanten befand, welchen Kaiser Marimilian 1552 mit sich nach Wien brachte. 820 . (1.607. — 11.661.) — Im 1. 1684 Johann Piazol, 1700 Hrn. Johann Baptista Piazol, Hoff-Stockator, 1775 Johann Plenner, 1783 Franciska Plenner, 1787 Wilhelm Plenner, 1795 Franz Edler von Mack, 1822 Val. Edl. v. Mack. — Valentin Ritt er v. Mack. 821 (I. 602,608. —II. 642.) — Schild zur Stadt Neapel- Aus zwei Häusern zusammen gebaut. Das erste besaß 1684 Reinhard Feste, 17Ü0 Hrn. Reinhard Feste, Handelsmann seel. Erben, 1775 Thomas Lidl, 1783 Joseph Waid'schc Erben, 1795 Georg Payrer. Das zweite 17ÜÜ Reinhard Feste, 1775 Franz Lav. Charet, 1795 Georg Payrer, 1828 Joseph Neumayr, Nr. 62 l und 5S7 wurden sodann 1835 zu einem neuen Zinshause zusammen gebaut. — Franz Maria Anna und Karl Neu mayer. 822 . (1.609. —11.663.) — Im 1. 1684 Georg Koplinger und Joh. Klapantelli, 170V Hrn. Georg Koplinger, Leinwat-Handelsmann, see. Erben, 1775 Georg Koplinger, 1783 Johann Baptist Sela, 1795 Franz Desraine, 1822 Franz Feiler. — Magdalena Feiler. 823 . (I. 610. —11.664.) —Im J.1700 Hrn. Olivir Decore seel. Erben, vorher Schilcher-Baad, 1775 Franz Settv, 1783 dessen Erben, 1787 Theresia Setty, 1795 deren Erben, 1822 Alma von Ottensheim, Katharina und Ludwig Haber und Kunigunde und Franz Setty, 1828 Theresia Setty'sche Erben. — Ludwig Faber. 824 « (I. 611. — II. 665.) — Schild zur blauen Flasche. — Durchhaus. — Im I. 1684 Johann Georg Feld, 1700 zur blauen Flaschen genannt, Hrn. Johann Georg von Grünfels seel. Erben, 1775 Theresia von Krieg!, 1783 deren Erben, 1787 Franz Wimmer, 1795 Aloys von Wimmer, 1822 Aloys und Franz von Wimmer. — 1833 Aloys von Wimmer. 825 . (I. 612. —11.666.) — Im 1.1700 zur rothen Rosen genannt, Herrn Frantz Anton Edlen von Quarient und Royal, N. Oe. Re- Himentsrarh und Landschreiber. Die Familie Quarient war eine der bekanntesten und angesehensten zu jener Zeit in Wien. Sie hatte auck bedeutende Besitzungen daselbst, so z. B. gehörten die Gebäude und der Grund, worauf jetzt die Kirche und daS Kloster der Salesiane- rinnen auf der Landstraße steht, vorher dieser Familie. DaS Stadt- L-!» L§-r^* ^»»»^ ^>»^«4^ L/^4^^r v^--- L7^" ^2 ^ 5/^^ /^X -^/ . i-7 ^L^/, r/^ / / ^ z^-' . -xH ^L^k- -Ä-^ ^7 /'L^^X' <^, /<6X ^'- ///^. " ^-«4. — 11.667.) — Im I. 1894 Joseph Pezollo, 1700 Hrn. Joseph Pezollo, deß Aussern Roths Wohnhaus, 1775 Joseph Stadtl- bauer, 1783 Katharina Stadtlbauer, 1795 Jakob Paßy, 1822 Michael Walzer. — Anna Huber. 88S. lI.6IS.-II. 668.)—Im1.1684Michael vonOlbern, 1700Jhro Gnaden, Hrn. Frantz von Olbern, Kays. Hoff-Cammer-Rath, 1775 Johann Ohmayer, 1783 dessen Erben, 1822 Johann und Joseph Kraus, 1928 Johann Ohmayer's Erben, 1933 Joseph Kraus. 888. lI.6I6. — II. 669.) — Durchhaus. — Der Name Brandstätte, welchen die in diesem Umkreise liegenden Häuser sammt dem großen Hose führen, soll noch von der großen Feuersbrunst 1276 her- rühren. Seit alten Zeiten war die Familie Bauernfeind im Besitze dieses Hauses und nach einer Vermuthung, welche selbst Bergenstamm mittheilt, soll dieselbe von dem bekannten lustigen Rathe Herzogs Otto,Neidhard Fuchs, der Baurenfeind genannt, abstammen. (?> So viel ist gewiß, daß diese Familie sehr alten Ursprungs ist. Schon 1455 war Philipp Bauernfeind, Capellan bei St. Stephan. Noch 183V besaßen dieses Haus die Baucrnfeind'schen Erben. Bei dem Bombardement 1889 gcrieth die Seite gegen den Stephansplotz in Brand, und wurde ganz eingeäschert.— Johann von Mach io. — Die »Prandstatt gegen St. Steffansfreithoff« sammt den dort befindlichen Wechselbänken wird schon 1473 urkundlich erwähnt. (Hormayr's Archiv 182». S. 7.) 888 . ( 1 . 617.— 11.670.)—Schild zum goldenen Stern. — Im 1.1684 Martin Johann Roman, 1788 ein Schenck- und Gasthauß zum großen Christoph genannt, Hrn. Michael Duvarobitsch, Unga- ris. Schnürmacher, 1775 Anton Salveter, Gastgeber, 1783 Eva dessen Wittwe, 1795 Philipp Geringer, 1822 Philipp und Katharina Geringer, 1829 Philipp Geringer. — Franz Köck. 8L8. tl. 618.— II. 671.) — 3m 1. 1788 Hrn. Jacob Frumel, Schu- stermeifier, 1775 Gabriel Hagen's Erben, 1795 Anna Hagen, Schild zur weißen Bürste, 1886 Maria Anna Hagen, 1928 Theresia Eder, Barbara Payer, Franz Hagen, Josepha Spielberger von Spielberg und Aloysia Hauger. — Franz Eder's Erben. 8L1. (1. 619. — II. 672.) — Schild zur Eiche. - Im 1.1788 Jhro Gnaden Hrn. Nicolaus Wilhelm Beckers Baron von Wahlhorn, Rom. Kays. Maj. Rath und Leib Medico, 1775 Johann Steinwander, Bierwirth, 1787 Theresia Seisin, 1795 Johann Martin Kramer, 1922 Leonhard und Anna Wanner, 1828 Leonhard Wanner. — I o- hann Elterlein. 888. (I. 620. — 11,673.) — Im 1. 1694 Georg Wigand und Georg 118 Stöcker, Buchbinder, 1700 Hrn. Johann Georg Wigand, deß Aus- sern Raths, seel. Erben, 1775 Anna Gawett, 1787 Johann Gawett, 1806 Ursula Gawett, 1822 Franz und Johann Gawett, 18SSFranz Gawett. Auf der Hofseite des Hauses befindet sich folgende merkwürdige alte Inschrift mit dem Wappen der Stadt Wien auf einer Steintafel: X»no Umni mecdxxxvm. rlz' morix oladw ist. Der ehemalige Heilthumstuhl. — Der eigentlich also genannte Heilthumstuh! war ein längliches schwibbogenförmiges Gebäude, das den Eingang von der Bischofgasse auf den Stephansplatz in der Gegend der Brandstätte bildete. Es wurde um 1360 von Herzog Rudolph IV. erbaut, der die kostbaren Reliquien auS der Burgkapelle dahin übertragen ließ. Er hatte auf jeder Seite acht Fenster, auS welchen am ersten Sonntag nach Ostern die geschmückten Reliquien dem andächtigen Volke herabgezeigt, und die üblichen Gebete (Responsorien) dabei gesungen wurden. An besonderen Festtagen der Heiligen wurden deren Reliquien hier ebenfalls zur öffentlichen Verehrung ausgeseht. 1700 ward der Heilthumstuhl abgebrochen , wodurch der Eingang von der Btschofgaffe auf den StephanS- platz frei wurde; die Reliquien aber wurden in die Sacristei oder Schatzkammer der St. Stephanskirche übertragen, lieber den Heilig- thumstuhl eiqchien 1502 ein jetzt äußerst seltenes Büchlein, durch Hans Winterburg in Wien gedruckt mit der Abbildung desselben und der Reliquien in schönen Holzschnitten. 633. (1. 621. —n. 674.)— Schild zum goldenen Greif. —Im I. 1684 Johann Sigmund Pontz, 17VÜ die Apvtecken zum gülden Greiffen, Hrn. Johann Sigmund Pontz von Engelshoffen, 1775 Anton Seyfriedt, 178Z Jos. Sepfridt, 1745 Johann Gawert, 1806 Ursula Gawett, 1822 Franz u. Johann Gawett. — FranzGawett. 634. (1.622. —11.675.) — 3m 1. 1684 Lorenz Heuscrer, 1700 Frau Maria Victoria Gimnichin, 1775 Anna Meßner, 1785 Johann Martini, 1828 Klara von Martini, 1833 Karl Boldrini. 635. (1. 623. — II. 676.) — Schild znr silbernen Kugel. — Im 1.1684 Stephan Schuster, k. k. Rath und Bürgermeister, 1700 Jhro Gnaden Hrn. Stephan Schuster, gewesten Durger-McisterS seel. Erben, 1775 Joseph Wundsam , 1783 Johann Wundsam, 1787 Magdalena Wundsam, 1806 Joseph Wundsam, 1822 AlopS und Kranz Wimmer, 1833 Alois Wimmer. — Mathias Strubecker und Joseph Holl über. 636. (1. 624.— II. 677.)— Schild zum silbernen Schiff. — Im I. 1684 Christoph Pcntenrieder, Buchhalter, 1700 Hrn. Joh. Christoph Bendenriedcr, 1775 Leopold Kirchschläger, 1787 dessen Erben, 1795 Leopold Und Ferdinand Kirchschläger, 1822 Geschwister v. Lindenheim und Schwarzhubcr, dau» Ignaz und Franciska Konrad, e-^^F. ^chä«^ ^^X-7^ 1 /<^/«) ^^^»»», ^/^s ^»v»o /L^r/- ^ ^--v- ^är^v^«» . ^ /-^ ^S/ ^ ^ ^ W<^^ / / IIS 1833 Ignaz von Lindenheim und Ignaz Konrad. — IgnazKon- rad und Karl Jmini. 631. (I. 625. —II. 678.) — Im I. IK84 Mar Hauer's Erben, 1700 bey dem gülden Einhorn genannt, Hrn. Gregorius Crockus, deß Innern Raths, 1775 Theresia Detzel, 1822 Franz und Franciska Pi- rovani, 1833 Otto Hübner. In diesem Hause wurde den 27. November 1KÜV der durch seine milden Stiftungen bekannte Freiherr v.Chaos geboren, dessen Pater hier ein Handlungsgeschäft betrieb. 638. (I. 633. — n. 571.) — Ertl'sches Stiftunghaus, mit den Nummern 527, 528, 52S und 530 in ein Gebäude zusammengebaut. Dieses Haus besaß 1780 Nik. Rückenbaumb, des inner» Rathes, 1775 Maria Anna von Ertl, welche in ihrem Testamente vom 12. April 1881 die neu angehenden Rechtsgelehrten zu Universalerben ihres auf dem Liechtensteg befindlichen, aus zwei Häusern zusammengebauten Hauses einsetzte und zur Besorgung ihrer Stiftung zwei Rechtsgelehrte zu Administratoren unter Aufsicht der juridischen Facultät bestimmte. Die Administratoren wurden verpflichtet, alle ihre Kräfte zur Zustandebringung der Stiftung anzuwcnden, die auf dem Hause haftenden Sätze sobald als möglich abzuzahlen und aus dem von den reinen Zinsen neu anwachscndcn Capitale die anstoßenden Häuser und Fleischbänke linker Seits anzukausen, ferner aus allen ein ganz neues Haus mit vier Stockwerken herzustellen, welches 1841 auch geschehen ist. Der hier befindliche jurid. polit. Leseverein war ein Hauptmittelpunkt zur Verbreitung und Leitung der großen Erfolge der Märztage 1848. 63S. (I. 639. — II. 680.) — Im 1. 1788 Frau Anna Lurin, Hevam, 1775 Franz Wittmanir, 1787 Barbara Wittman, 1795 Franz Wittmann, 1886 Jakob Kremser, 1812 Franziska Müller, 1822 Joseph Pigl, 1825 Johann Wolfmayer. —Josephs Wolfmayer. 1847 abgebrochen und neu hergestellt. 64V. (I. 650. — II. 681 .) —Im I. 1788 Hrn. Stephan von Popo- witsch'S seel. Erben, 1775 Ludwig Decret, Niederläger, 178? Ludwig von Decret, 1795 Peter Edler von Decret, 1812 dessen Erben, 1824 Anna Edle von Decret und Kinder: Katharina und Antonia Benvenuti, Barbara Walter, dann Pauline und Gustav Adolph Mayer. — Antonia Keßler. Auf dem Schlußstein befindet sich nebst einem Monogramm die Jahreszahl 1651, welche ohne Zweifel auf die Zeit der Vollendung des Hauses in der dermaligen Gestalt deutet. Der Theil gegen das Rothgäßchen ist neu ausgebaut. 641. (I. 651. — n. 682.) — Das große Waghaus. — Durchhaus. — Im I. 1788 Gemeiner Stadt-Mauth- und Wag-Hauß. Dasselbe war in früherer Zeit mit der Hauptmauth am Rothenthurm verbunden. Hier wurden die Waaren beschaut und abgewogen. Mit dem Bau der Hauptmauth auf dem alten Fleisch- markt hörte dessen Bestimmung auf und das HauS blieb unter demselben Namen in magistratischem Besitz, bis es in der Folge in Privathände kam. — Franz Ritter von Breyer. 642. ll. 652. — n. 683.) — 64S. (I. 653. — n. 684.) — Kleines Waghaus genannt. — Aus zwei Häusern neuerer Zeit in eines zusammengebaut. Das erste Haus besaß I8S4 Philipp Sumer, 17VV Michael Fockq's Erben, 1775 Augustin Bock, 3. II. v., 1789 Barbara Küne von Neuhaus, 182V Maria Barbara Kirne Edle von Neuhaus. Das zweite gehörte 1K84 Hans Mann, Mcsserschmidt, und Elias Tristenberger, 17VV Joseph Sattler, Goldschmid, 1775 Jos. Pissinger, 1795 Juliana, Freitn von Moser, 1322 Thekla Freiin von Moser, daun Johann Ferdinand, und Anton Siedentopp von Eitzen, 1828 Ferdinand Siedentopp von Eitzen. — Rudolph Edler von Arthabcr. 1840 — 1842 in ein Haus neu zusammen gebaut. 644. ll. 654. — n. 685.) — Durchhaus. — Im 3.1700 Hr. Johann Hoffmann, Kayserl. Hoff-Essigmachcr, 1775 Daniel Hedrich, 1783 Karl Edlen von Pendels Erben, 1795 Mar von Ceroni, 18V6 Jos. Berger, 1822 Fz. v. Berger.— Franz Graf v. Dubsky. Die Fleischbänke. Dieselben bestanden zur rechten und linken Seite des Lichtensteges, jene links gegen den hohen Markt wurden bereits 1832, die rechts jedoch erst in neuester Zeit abgetragen. 645. (1.646, 647, 656. — II. 686, 687.) —Schild zu den drei Naben- — Die beiden ersten Häuser Nr. 646, 647 wurden schon um 1775 zusammengebaut, ersteres besaß 1684 Michael Stern und Hans Lindermaver, 17VV Rostna Lindemayrin, Merschenkin (zu den drei schwartzen Raaben genannt), Johann Georg Mann und Thomas Nieß. — Nr. 647 gehörte 17VV Elias Priestersberger, Kotzcnmacher, u. G. Kubitzky, ungar. Schnürmacher, 1775 Thom. Nieß, 1795 gehörten die bereits zusammengebauten Häuser Con. Sörgel v. Sorgenthal. — Nr. 656 (alt) gehörte 17VV Dan. Clement, Baader und war damals das Roth gaffel-Bad, 1775 Thomas Erd, Bader, 1795 Konrad Sörgel von Sorgenthal, welcher auch dieses Haus dazu erbaute. 1806 Konrad Sörgel Freiherr von Sorgenthal, 182V dessen Erben, 1828 Franz Freiherr von Dubsky. — Franz Gras v. D ubsky. 646. (I. 6 55. — 11. 688.) — Schild zur großen Gnus. — Im 3. 1684 Judilha Peikhartin zur gülden Gans, 17VV Gast- und WirthshauS zur gülden Gans, Ihr Gnaden Frau Judiths von Peikhartin gehörig, 1775 Gottlieb Edler von Thorn, 1783 gemeiner Stadt Wien. 1820 Joseph Ritter von Wayna. ()- 10. März 1848.) — Dessen Erben. 64«. (I. 677.— II. 689.)— Schild zum Türkenkopf. —Im I. 1684 zum schwartzen Elephante», Rudolph Türck, I7VV das Sckenk- und Gast-Hauß zum schwarzen Elephante», allwo die Tyrollerische Floß und Schiff Leuth ihr Einkehr haben, Hrn. Rudolph Türck'S »^ ^I». 'H^ ^LX^ »^/««^ ^tT-^^4. /»r» ?L>/.^ /^-/ «I»/* 1?. , ^--Le ^ °/^ ^--/ ^A> /^s s Xr^ ^^-'/»x ^ o> < /^^» ^»»»-»- ^ »^L— / M ^ "— -f»^ ' >^^»^/. ^ «/)> ^/. ^ ^ F7 121 Erben, 1775 Johann von Dutzingen, 1783 Michael v. Dutzingen'sche Erben, 1886 Rudolph Dichte! vvn Dutzingen, 1822 Ferdinand Rößler, 1828 Katharina Ließ, 1833 Regina Simon. — Anton I a k o b i n i. 848. ll. 763, 688. —II. 691.) — Sogenanntes Müller'sches Gebäude. — Hier befand sich die erste Wiener Hauptmauth, mit welcher auch die damaligen Waghäuser verbunden waren. Die Abbildung derselben ist in Pfeffels Ansichten zu sehen. DaS Gebäude selbst ist noch jetzt vorhanden, nur überbaut und mit Arkaden maS- kirt. Vor demselben befand sich eine Menge gedeckter Verkaufsbuden. Nach Errichtung der neuen Hauptmauth auf dem alten Fleischmarkte wurde das alte Gebäude an den Hoffstatuarius Müller verkauft, welcher es stattlicher herstellte, mit einem neuen Stockwerk und Arkadengängen verschönerte und sein um 1788 aus dem Kohlmarkte errichtetes Kunstkabinet dahin übertrug. Damals war anf dem Gebäude zu lesen: Signis opere pinseioo » me tnoei« »neu 1?i-s»oiH II. Xuxurei bvnsrum »reiuw kseroni, Lonelsvia, porticum, impeoeo meo er-uruii ^osepliue INnller, «eseusriu» ^iilieu» 17S8. Das Cabinet bestand aus einer Sammlung vorzüglicherWachs- figuren ; besonders berühmt war das Zimmer der Grazien , dessen Spiegelwände die reizendsten Gestalten vervielfachten. Es war mit dem Dämmerlichte alabasterner Lampen umfloßen und eine höchst liebliche unsichtbare Musik ertönte in demselben. Um daS Jahr 1888 vindicirte Herr Müller seinen bisher verborgen gehaltenen hohen Adel und trat als Graf v. Deym auf, dessen Nachkommen noch jetzt daS Gebäude besitzen. Das Cabinet wurde später aufgegeben. Das 1881 erschienene »neueste Sittengemälde von Wien,- I. 38 —SI,dann eine eigene Drochüre »Beschreibung der k. k. priv. Kunst- gallerie zu Wien am rothen Thurm von L. M. A. Wien. Gerold 1814« geben umständlichere Nachricht. In der Nähe dieses Gebäudes stand der alte abgetragene Fachthurm. — Friedrich Graf von Devin. ^ 64S (1. 1229. — II. 692.) — Kasematten. — K. K. Fortift- kation. «5«. (I. 1228. - II. 694.) — Im 1.1788 die Wachstube der Kayserl. Guarnison allda. Diese Wachstuben bestand in früheren Zeiten aus sogenannten Casematten, welche »hinter der Sperr« genannt wurden. — K. K. Feldreq uisi ten-Depositor!um. 851. (1.708. — II. 695.) — Schild zum rothen Apfel. — Jm J. 1684 zum Stadt-Brauhaus gehörig , 1788 das Schenck - und Gast- Hauß zum rothen Apffel, Hrn. Johann Edmund Seltzer von Her- besheimb, 1775 Franz Gundacker Edler von Offinger, 1812 Nikolaus Freiherr von Steffens, 1822 Anton Uhl und Josephs Prantner, 1828 Anton Uhl. — Joseph Brunner. I-S «SS. (I. 70S. — n. 696.) — 3m 3.1684 Stadt Brauhaus, 1700 Hr. Georg Lorentz Höschl, Weißgärber, 1775 Maximilian Höschl, Weiß- gärber, I7S5 Joseph Höschel, 1822 3oseph und Maria Anna Höschel, 1828 3oseph Höschel, 1833 Anna Höschel und Anna Kick. — Kick- schc Erben. Eines der wenigen Privathäuser, welche über hundert 3ahre bei einer und derselben Bürger-Familie blieben. «53. (I. 710. — II. 697.1 — 3m 3. 1684 Georg Goll, Erben, 1700 Hrn. 3acob Stiller, Häringer, 1775 Häring-Nicderlag , 1828 Stadt Wiener Magistrats - Beleuchtungs-Amt. — Dem Magistrateder Stadt Wien gehörig. «54. (1.711. — II. 6981 — Schild zur Flucht nach Egypten. — 3m 3.1684 Laurenz Pollandt, 1760 Hrn. Michael Moser, Häringer, 1775 3ohann Angstberger, 1795 Ferdinand Arnold. — Anna Arnold. «55. ll. 712. — n. 699.1 —3m 3.1775 Franz Barth, 1795 Karl Zech, 1812 3oseph Thomas, 1825 Elisabeth und 3vhanna Thomas, ^Johanna, 3ohann, Susanns, Joseph, Anton, Hedwig und Anna Volkmann. — Thvmas'sche Erben. «5«. (l. 713. — II. 799.) — Schild zum Mohren. — 3m 3.1775 3ohann Spath, Schuster, 1612 3oseph Spath. — Anna Maria Eckmann. — Dieses Haus wurde 1843 neu aufgebaut. «5S (I.7I4.—II. 791.) — 3>n 3. 1775 Stadthäuschen neben dem Abguß, 1795 gemeine Stadt Wien , 1812 Stadt Wien ThurmwachterS Wohnung, 1822 gemeine Stadt Wien. — Ludwig Schratte n b ach. «58. (1.718. —11.792.) — 3m 3. 1775 3oseph Karl Nadler, 1795 Demeter Sebasto, 1812 Theresia Hübner, 1822 Geschwister Schratten- bach. — Ludwig Schrattenbach. «5«. (1.716. — II. 793.1 — Schild zum grünen Baum. — 3m 3- 1775 Ferdinand Scharinger, 1795 dessen Erben, 1812 Adam Gowy, 1822 Joseph SteinfelSner. — Stein fels ncr'sche Erben. «««. (1.717.—II.794.1 — Schild zur heil. Dreifaltigkeit.— 3m 3. 1775 Andreas Nabel, 1795 Theresia Nabel, 1812 Franz Siegle. S l ad eck'sche Erben. 6«L. (1.7,8.-ll.795.1 —Schild zum Biber. — Im3.1775Katharina Rödl, Färberin, 1795 Maria Anna Mathis, 1812 Maria Anna von Baizath, 1829 3ohann Faßer. — Leopold Panzer. S«2. (I.7I9.—U.796.1 —3m 3.1790 das Schmid Hauß, Hr. Rüdiger Goßwin v. Fürstenbusch, Hoff-Kammer-Secretari, 1775 Margaretha Heilwager, 1795 Anton Seitz, 1806 Theresia DSrfel, 1812 Andreas Kranzer, 1822 3oseph Kranzer, 1828 Joseph« Pitzka, 1833 3osepy Biegl. — 3ohann Kargl. ««3. (1.729. — II. 797.) — Schild zum Jacobs Brunnen. — Im 3. 1798 Hrn. Simon Mülldorfer, Färber. — Der sogenannte älteste Post-Stadel, ein GefällSgebäude, welch, s ehestens niedergebrochen wird, um den Raum zur entsprechenden Vergrößerung deS ^Zs^-»e ^ ^yKs^ " -L^ä^ I,-« /<^ »7»»«, ^--L' ^L^^.L/. ^/.- ^HL^ ^ ///-' 6^/rL-^^" ; ' > <: l! !' t L7^L ^^5. ^ ^ Kr^^L^k-, ^^L--ä/.. 6^ ^>/i^ ^ ^ -«^SL^^ i^> ^ür^-^-^l, irr vormaligen Hauptmauth- nunmehrigen Post-GebäudeS zu biethen. - 1775 Ferdinand Rödl, Färber, 1783 Katharina Rödlin, 1757 Rödl'S Erben, I7S5 Mariana Mathias, 1866 Franz Joseph KrunS, 1822 ' Joseph und Josephs Ritter, 1828 Joseph Ritter, 1833 Ritter's Erben. — 1842 K. k. Acrarial-Gebäude. 664. (I. 721. —II. 708.) — Im I. 1780 Gemeiner St a tt-Kasten . In diesem vormals sogenannten Stadtkastcn wurde der städtische Ge- trcide-Vorrath ausbewahrt und dessen eigenthümliche Gestalt ist uns ,?'"H noch in Pfeffel's schätzbaren Ansichten (auf dem Blatte, welches das , Nonnenkloster zu St. Lorenz vorstcllt,) aufbewahrt. — Gefälls- Gebäude; das sogenannte kleine Hauptmauth-Gcbäude. > 665 . (1.722. — II. 70S.) — Hauptmauthgebäude, jetzt der ! k. k. Oberst-Hofpostverwaltung gewidmet. — An der Stelle ! dieses Gebäudes standen 17VV folgende Häuser: Haus der P. P» Dominikaner, das Seelhaus genannt; — Johann Gruber, Fleisch- ^ hacker'S Erben gehörig; — HanS Hoymayer Stift- oder Beneficiat- haus, zu St. Stephan gehörig; die Schlesinger Burschen (Burse), , ein Beneficiathaus, allwo die Steinmetzhütten befindlich; — deS Fr. ! Maintz, Wagner's Wohnhaus. ^ Diese sämmtlichen Gebäude wurden 1787 abgebrochen und an ih- < rer Stelle daS ansehnliche Gebäude der k. k. Hauptmauth errichtet, welche sich bis dahin am Platze deS Müller'schen Gebäudes (s. Nr. 648) befunden hatte, 1773 war der Bau vollendet. Auf der Hauptstiege befindet sich eine Johannes- und Marien-Statue, mit folgenden, auf den neuen Umbau bezüglichen Chronistichen: 'kata tu» seeterae prior aeses virgo tavor«, ' pi-aesi Zeit fromme Stiftungen als Seelgeräth voickamen und sogar Seeich äd er, Stiftunaen auf Bäder zur Heilung des damals so verbreiteten Aussatzes erschienen, damit die Seele deS Stifters einst von den Sünden des Lebens erlöset werde. Die Errichtung deS Seelhau- ses bei den Dominikanern, und der Name seines Stifters verlieren i sich in daS graueste Alterthum. Der Umstand, daß dieses SeelhauS !, 124 1553 als städtisches Eigenthum vorkommt, möchte fast auf die Ver- muthung führen, daß dasselbe von der Stadtgemeinde Wiens gestiftet wurde; allein es konnte eben so gut die Stiftung eines Wiener- Bürgers seyn, welche bei seinem und seiner Familie Ausstrrben in das Eigenthum der Stadt übergegangen war. ES erscheint in den frühesten städtischen Grundbüchern vom Jahre U6S als bereits bestanden und Nachbar anderer Häuser, so z. B. im Buche 6. S. 43 vom Jahre 1377 prope Seeltmus et kinLkwarver inter proclivsto- ridus und 6. Seite 303 auf dem Prediger-Freythof neben Seelhaus 1420. Seine Dotirung mußte sehr unbedeutend gewesen sevn, da in den Grundbüchern dieser Zeit bloß ein einziges Achtel Weingarten verkommt, welchen es besaß. Im Grundbuche deS Armenhauses von St. Marr lautet nämlich die Aufzählung der Grundholden, die Ausschreibung im Jahre 1566: „Die Maisterin in diesem Seel- hauS zunächst dem Wachsendrüssel (eines Hausinhabers am Dominikanerplatz, welches Haus später zum Convicte verwendet wurde) und das gantz Selhaus daselbs gült von einem Acht! Weingarten, 7 Pf. Grunddienst vnd hiefür ewig zu plaiben pay demselben Seelhaus.» Woraus erhellt, daß damals das Seelhaus eine Meisterin zum Vorstand hatte. Diese Notizen entlehne ich den Wiener Skizzen Schlager's II, 23S, der auch anführt: Die Zerstörung dieses Hauses bei der türkischen Belagerung 1529 hat dieser Stiftung für immer ein Ende gemacht; bekanntlich ist da der größte Theil des Dominikaner-Klosters sammt seinen Nachbarhäusern in Schutt verwandelt worden.» Auch führt er zum Beweise eine Rubrik aus dem Stadt-Protokoll vom Jahre 1533 des Inhaltes an: »Das Haus bei dem Predigerkloster gelegen, das Selhaus genannt, ist sammt ödem Gemäur, daS der Stadt zugehört, vmb 96 Pf. dem Ruprecht Pfuntimaschen verkaufst worden.»— Demungeachtet aber zeigt sich in »Schatz, Schutz und Schantz,» daß im Jahre 1700 noch ein Haus, dasSeelhauS der Dominikaner genannt wurde. Vielleicht ist diese alte Stiftung wieder aufgelcbt und hat also nicht schon 1529 für immer ihr Ende erreicht. Wenn 1533 das alte Gemäuer des vorigen verkauft wurde, so könnte später zu diesem Zwecke wieder ein eigenes Gebäude aufgeführt worden seyn und so lange bestanden haben, bis das neue Mauth- gebäude errichtet wurde. 88k. (1.723.—H. 7lv.)— K. K. oberste Hofpostverwaktung. Durchhaus. — Früher Convictzu St. Barbara. — Dieses den Jesuiten gehörige Convict nahm 1554 seinen Anfang. 1570 übersetzten die Jesuiten wegen der Pest ihre Convictisten auf einige Zeit in das Franciskanerkloster nach Langenlois. 1566 wurde dem Convicte vom Papst Gregor XLH. erlaubt, eine Bruderschaft der heil. Barbara zu errichten, damit auch Fremde an den frommen Uebungen Theil nehmen könnten, und dieselbe wurde mit vorzüglichen Abläßen begabt. Damals bestand das Convict im Jesuitencollegium, von 1616 bis 1623 im Dietrichstein'schen Gebäude aus der Freiung. Erst im letzteren Jahre erlangten die Jesuiten wieder die Aufsicht über die damalige Landschastsschule bei den Dominikanern, welche sie ^. F<-. ///^ «^^ 4 ^/- <5^^L5 // ^ ä^//^r- 125 bereits 1568 erhalten, 1585 aber wieder verloren hatten, und übersetzten ihr Convict dahin. 1648 schloffen sie mit den Dominikanern einen Vergleich, nach welchem sie ihnen die Lanvschaftsschule gegen dem abtraten, daß die Dominikaner zu der Rosenburse die anstoßenden kleinen Häuser erkauften und den Jesuiten frei übergaben, zu dem Baue deS Convictes SOüüfl. aber beisteuerten. l854wurde auch die noch bestehende Kirche zu St. Barbara erbaut. Nach Aufhebung der Jesuiten wurde auch 1773 das Convict aufgehoben und die Kircke 1775 der griechisch - unirten Gemeinde zum Gottesdienst überlassen. 1784 wurde die Theresianische Akademie in das ehemalige Convictgebäude übersetzt und blieb daselbst bis zu ihrer Wiederherstellung auf der Wieden 17S7, worauf in der Folge das Gebäude zu dem heutigen Zwecke verwendet wurde. Das Gebäude wird ehestens abgebrochen und an dessen Stelle ein ergänzender Zubau zu dem alten Hauptzollamtsgebäude veranlaßt, das Ganze sodann der k. k. obersten Hofpostverwaltung eingeräumt werden, OHA. (1.724. —II. 711.) — Im 1.1788 denen P. P. Jesuiten zugehörig, 1775 Kaiserliches Collegium Haus, 1783 A. Kalliwoda, 1795 Joseph Gerold, Reichshofraths- und Universitäts-Buchdrucker und Buchhändler, 1886 Magdalena Gerold. — Karl Gerold. 688 . ( 1 . 725. —11.712.) — Jm J. 1788 Prediger-Haus an der Bastei. Noch heute Dominikaner-Zinshaus. 688 . (1.727. — II. 713.) — Dominikaner-Kloster. — Daß an der Stelle dieser Kirche und des weitläufigen Klostergebäudes schon um 1188 ein Gebäude der Tempelherrn gestanden sey, ist bloß eine der vielen unverbürgten Angaben des erfindungsreichen Laz. Urkundlich gewiß ist, daß Leopolv der Glorreiche 1228 die ersten Prediger- mönche (Dominikaner), aus Ungarn in Wien ausgenommen, und den Grund zu Kloster und Kirche gelegt habe, welche letztere 1237 eingeweiht wurde. Schon 1258 und wahrscheinlich auch 1282 wurden beide durch eine Feuersbrunst zerstört, und erst 1382 neu hergestellt und der neue Chor eingcweiht. 1529 während der ersten türkischen Belagerung wurden sie abermals zerstört und von Kaiser Ferdinand 1.1538 wieder hergestellt. Dieses schon früher erbaute Gebäude war ein unansehnliches Bauwerk, mit Streben und kleinen Fenstern, dann einem kleinen Holzthürmchcn. 1631 —1633 geschah ein nener Bau unter Kaiser Ferdinand II., wobei die Kirche ihre heutige Gestalt erhielt, welcher niit den zwei nicht eben zierlichen Blechthürmen gegen die Bastei , dem Geschmacke jener Zeit entspricht. Der sich von rückwärts an die Kirche lehnende, 1546 aufgeführte Cavalier wurde 1847 abgetragen und dadurch die ganze Rückseite der Kirche, obwohl eben nicht zum Vortheile des ohnehin nicht geschmackvollen Bauwerkes, der Uebersicht bloß gestellt. Bei dieser Dcmolirung zeigte sich, daß der Cavalier über die Grundfesten der beiden ältesten Kirchen gebaut war, deren Anlagen man vollständig verfolgen konnte. Münzen, Grabsteine, darunter jener Friedrich Frieshammers, Knochen u. s. w. wurden ebenfalls gesunden. (S. »Geschichtliches aus Anlaß der Abbrechung 126 deS CavalierS auf der Dominikanerbastei in Wien im I. 1847" von I. Keil in Schmidl's österr. Blatt, für Lit. und Kunst 1848, p»x. 1 — 24.) //? ^5^? Der alte Kreuzgang des Klosters zeigt noch die Bauformen deS 15. Jahrhunderts. SS«. (1.797. — 11.714.) — Im 1.1700 Hr. Adolph Lederer Bene- ficiaten-Hauß, zu St. Stephan gehörig. Dieses Gebäude wurde in der Folge Curatenhaus zu St. Stephan, am Eingang steht ein Stein mit k. 1673 bezeichnet. — Dem P azmaniten - Collegium gehörig, s. auch Nr. 68S. VSL. (1.796.-11.715.) —Im 1. 1700 der H. P. P. Jesuiten-Hauß zum Collegio. — Hier stand die den Jesuiten gehörige sogenannte 8ool» Uliilosopliorum. Nach Aufhebung der Jesuiten befand sich die 1754 gestiftete orientalische Akademie kurze Zeit in diesem Gebäude. Um 1785 wurde es an Private verkauft, der erste Besitzer war Anton Kerner, Hof-Trompeten- und Waldhornmacher. ISLÜ gehörte es den Geschwistern Kerner, dann Barbara Silberbauer. — Anton Kerner und Geschwister. vrs. (1. — II. 716.) — K. A. Universitäts - Bibliothek. — Aller Vermuthung nach hatte die Universitäts-Bibliothek gleichen Anfang mit der Universität selbst, was mit vieler Wahrscheinlichkeit aus folgender Stelle in dem Stiftungsdiplom des Herzogs Rudolph I V. vom Jahre 1365 zu entnehmen ist: Ipso Uevtor lädros llokuoeti tridnnt lloivorsitatis publive Inbrarie. So viel ist aber urkundlich gewiß, daß die Universität schon 1423 eine eigene Bibliothek hatte, weil in diesem Jahre, bei Erbauung deS Kremser'schen Hauses gegen die Dominikaner zu, für ein solches Gebäude besonders angetragen wurde und ihr später (1435) der gelehrte Magister Johannes von (Schwäbisch-) Gmündt (,!s vawunilia) seine Bücher und mathematische Instrumente, sammt einem Fond zur Erhaltung und Anschaffung neuer Bücher verschaffte. Das Gebäude für die Bibliothek aber kam erst 1456 zu Stande. Bei der Reformation der Universität durch Kaiser Ferdinand I. (1554) ward ihr besonders der Ankauf neuer Bücher für die Bibliothek anbefohlen und in dem Vergleich zwischen der Universität und den Jesuiten vom 7. August 1623 wird §. 7 letzteren auch der Gebrauch der Bibliothek und die Bestellung eines Bibliothekars zugestanden. An dem Alterthume dieses Institutes ist also nicht zu zweifeln, und sie besaß unter andern die Büchersammlung des Bischofs Faber, des Conrad Celtcs, des Andre Peurbach» des Johann KönigSberger re. Als aber die Jesuiten mit dem Universitäts-Collegium vereinigt wurden, vereinigten sie auch ihre eigene Bibliothek damit, und nach dem Tode Kaiser Karls VI. brachte die kaiserliche Bibliothek eine be- ^ deutende Menge werthvoller Werke aus derselben an sich und überließ ihr dagegen viele Scholastiker, Canonisten und Lehrbücher. Nach der Aufhebung der Jesuiten wurde durch die Sorgfalt des Freiherrn von Martini ein neuer Grund zu der Büchersammlung der Untrer- ^»<»«^<»<»»^ , » 127 fität gelegt und in dieselbe viele Werke aus den Bibliotheken aufgehobener Klöster einverleibt. Durch die Einverleibung der IK2S errichteten Windhaag'schen und der 1723 entstandenen Schwind'schen Bibliothek, so wie durch die Veräußerung vieler unnützer Bücher, für deren Kaufsumme neue nützliche Werke angeschafft wurden, kam die Bibliothek wieder in den gegenwärtigen ansehnlichen Stand und besitzt einen ansehnlichen Fond. Das Lokale dieser Bibliothek war ursprünglich eine eigene Abtheilung des ehemaligen Jesuiten-Collegiums, weshalb es auch bei der ersten Nummerirung nicht eigens nummerirt war. 1828 wurde das alte Gebäude abgebrochen und das neue geschmackvolle hergestellt. ZmJ.I8üS ließ Kaiser Napoleon mehre Bücher aus der Univerjltäts-Bibliothek entlehnen. 6T3. ll.773. — II.7I7.) — Im 1.1788 Hr. Johann Andre Heninger, Roßausleiher, 1778 Franciska von Galt, 1785 Pfannische Erben, 188b Joseph Freiherr von Dietrich. ( 1 . 774 . -II. 71 8.1 —Schild zur schönen Laterne.—Im 1.1788 Hrn. Paul Roller, Kotzenmachers, scel. Erben, zur schön La- tern; 1775 bis 1785 Elisabeth Zeillingerin, 1825 Ignaz Wuzelhofer, Stift Heiligenkreuz, 1829Jgn. Wuzelhofer. — Fuchs'sche Erben. 6S5 (1. 775. — II. 7 19.) — Im I. 1788 Hrn. Jacob Starchen, Stifft- oder Beneficiat Hauß. Diese Stiftung wurde 1783 unter Kaiser Joseph aufgehoben und gelangte zuerst in den Privatbesttz des Grafen von Schwalutzki, später in jenen von Mathias Thier. — 1825 Maria Anna Villy. 6V6. (1.767. — ll. 720.1—vrr. (1.672. — u. 721.1 —Heiligen Kreuzer-Hof.— Durchhaus.— Das Cistcrzienser-Stift zu Heiligenkreuz erhielt 1286 von Herzog Albrecht I. nebst den Freihöfen in Wiener-Neustadt, Bruck und Marchegg auch einen Hof zu Wien, welcher wahrscheinlich der noch heute bestehende ist. 1348 kommt dieser Hof im Stadt-Archiv unter dem Namen Ziegelhof vor. Die Freiheit desselben mußte bis in die Bäckerstraße gereicht haben, da noch heutzutage einige Häuser zu demselben dienstbar find. Der Heiligenkreuzerhof besteht ans dem eigentlichen Stiftshofe mit der Kapelle und aus dem Zinshause. Der erstere wurde 1667 vom Abte Klement erbaut und vom Abte Franz Xaver 1832 erneuert. Dieses bezeugen die beiden Chronistichen am innern Eingänge: ll-s »eDes VL-v^lens »ntlstvs. vxstrVXIt, und: iHnnDnnte. kraoOIsvo. XaVerlo. Lr«esVl,e, «Vl,». restnVrnta. Die Caoellc in demselben wurde von dem Bischof Grafen Breuner 1662 eingeweiht und 1738 von dem Abt Robert neu hergestellt. Der ältere Theil des Zinshauses wurde laut der Inschrift im zweiten kleineren Hofe: kloo opus üerl kevit Dominus LIemvn« ^dd Xlonnsterij Ouv. Al.D.dliXXVI. ziemlich gleichzeitig erbaut. 1768 war in diesem Hofe zuerst die GraveurS- Akademie, welche 1786 nach St. Anna übertragen wurde. 1719 wurde auf dem eigenen Freigrund und Gärtchen des Hauses ein kleines Zu- hans gebaut, welches sich gegen den GraShof zu befindet. 1776 wurde >28 dieses Zuhaus der Stadt als dienstbar zuerkannt, obschon der damalige Abt dagegen protcstirte. Deshalb ist auch Nr. 676 ständischfrei, 677 aber vom Magistrate redimirt. 6S8. (1.769 -11.722.) — Bnsiliskenhaus. — Im 1.1684 Hr. Peter Waldhauser (Balthasar) Eberhard worinnen in Ergrabung eines Brunnen ein Vastlisck gefunden worden, so darauff in Stein außgehauen und zur Gedächtnuß an das Hauß gemacht,'so heutiges Tages noch zu sehen ist. In einem Brunnen dieses Hauses soll sich im Jahre 1212 ein gräuliches Ungethüm vorgesunden haben, welches das Wasser und die Luft umher verpestete und nur dadurch unschädlich gemacht wurde, daß man den Brunnen mit Erde und Steinen verschütten ließ. Dem Glauben, eigentlich Aberglauben dieser Zeit gemäß, sollte dieses Unheil durch einen Basilisken, einer gräulichen Ausgeburt aus einem von einem Hahne gelegten und von einer Kröte ausgebrütcten Ei entstanden sevn zum ewigen Angedenken wurde das Haus, welches früher zum rothen Kreuze hieß, fortan zum Basilisken genannt, und das Abbild dieses Ungethüms (ein zufällig so gebildeter Stein) auch in einer Nische des Hauses aufgestellt und mit folgender Inschrift versehen: »^ono Domini Ä1.6.0.11, Ward erweldt Kavser Friedrich der II. Vnter seinem Regiment ist von einem Hann entsprungen ain Basilisc, welcher, abstehender Figur gleich; vnd ist der Brunn, voll angeschütt worden mit erden, darinnen solliges Thier gefunden worden ist; ohne Zweyffel, weil es seyner gifftigen aygenschafft, vill Menschen gestorben vnd verdorben scynd. Renovirt 157? durch den Hauß-Herrn Hannß Spannring, Buchhändler.« Dieses Basilisken erwähnt Laz schon im Jahre 1546 und der gelehrte Hofbibliothekar Pet. Lambeck widmete in seinen Oommentsriis cke ^nxnotibsiwa Dibliotkeon Vinäodonensi, V. Vll. 1675, psA. 4ÜV — 402 diesem Ungeheuer einen eigenen Abschnitt mit einer Abbildung. Wie sich eigentlich die Sache verhalten haben mochte, darüber ist wohl keine Gewißheit zu erlangen. Vielleicht hatte sich in dem Brunnen, durch was immer für eine Ursache, schädliche Lust entwickelt. Fand man noch obendrein einen muthmaßlich todten Hahn in demselben, der sich vielleicht verflogen hatte oder auch, wie damals nicht selten, muthwilliger oder boshafter Weise hinabgeworfen worden war, so ist die Sache wohl erklärlich. Das Abbild des Basilisken ist noch heute, obwohl verwittert, an dem Hause zu sehen. Das Standbild ist ohne Zweifel zufällig so gestaltet, und nur durch einige Nachhilfe ganz zum Basilisken geformt worden. Der gezackte Schweif ist aus Eisen verfertigt, von welchem Materiale das Thier auch früher eine Krone auf hatte, die aber längst verschwunden ist. Die erwähnte Inschrift war schon 1746 nicht mehr vorhanden. 1766 kommt als Besitzer vor: Peter Walvhauser Eberhard Erben, mit dem oben erwähnten Zusatze über das Bastlikenbild. 1775 war Besitzerin Maria ^«^2^ .^) /«^/>- L>Ä^?>/^< - ^6- L-/) »/?^ ^ ^ ^ 129 Katzner, 1806 Susann»Edle von Friedburg und Therese Katzner, 1825 dieselben. 1829 Erstere allein. — Veronika Edle von Feyrer. 6T0. ll. 770. —II. 723.) —2m 1.1700 Hr. Christian Kavser, Lisch- ler, 1770 Joseph Böheim, 1795 Michael von Eichen seid, 1829 derselbe. — Veronika Edle von Feyrer. 680. (I. 77l. — II. 724.) — Im I. 1700 Hr. Johann Ferd. Appl, Fleischhacker, 1770 Nikolaus Appl, 1795 Theresia Appl, 1806 Karl Steyrer, 1821 Kyro Nikolitz, v. Farkats und Madrisezty. — Johann v. Nikolitz. 681. (l. 772. — II. 725.) — Im 1. 1700 das alte Seminarium, Inhaber die H. P. P. Jesuiten. (Auch der alte Jesuitenhof genannt.) Vielte'sche Stiftung, siche Croatisches Collegium Nr. 682. 682. (1.727. —11.726.) — Im 1. 1700 das Croatische Collegium von Agram. Stifter deS Convictes für croatische Geistliche war P. Balthasar Nepuli, Domprobst von Agram. Ursprünglich wurde es von ihm zu Gratz in Steyermark 1820 errichtet und 46,900 fl. dazu bestimmt. Nach seinem Tode 1724 wurde dasselbe nach Wien unter der Direktion des Jesuiten - Seminariums in dieses Gebäude übersetzt. ' 1762 kaufte dieses Coi'vict das damals Daüberg'sche Haus zur weißen Nvse in der unteren Bäckerstraße, jetzt Nr. 743, wo es sich fortan befand, während elfteres Haus ^das alte croatische Collegium- genannt wurde, und als 1783 das Collegium mit dem geistlichen Ge- neral-Seminarium vereinigt wurde, in den Besitz von Johann Klein überging, dessen Erben es zum Thcil noch heute besitzen. — Klein- schc Erben und Johann Ernst Graf v. Hoyos-Sprin- , zenstcin. ^ 682. (1.728. — II. 727.) —Das Pazmanitische ungarische Collegium. — P azman itc n- Collegium (s. Nr. 685). 684. (I. 729. — II. 728.) — Schild zur Stadt London. — Durchhaus. — Im I. 1700. Das Gast- und Wirts-Hauß zum weißen Ochsen, allwo die Raaber ihr Einkehr haben, Hrn. Frantz Carl von Zollnstein, Kayserl. Kriegs-Commissario gehörig, ein Eck- Haus. Um 1730 wurde dieses Haus zur Hauptmauth und dem sogenannten Handgrasen-Amt verwendet; um 1798 erkaufte es Franz Ekler von Mack, und um 1820 wurde ihm der Schilv zur Stadt London gegeben. Es ist noch ein Gast- und EinkchrwirthshauS. — Georg Freiherr von Tina. 685. (1.730.—11.729.) — Pazmaniten-Collegium. — Dieses Collegium wurde von dem Kardinal Peter Pazmany, Erzbischofvon Gran, zur Bildung ungarischer Geistlicher 1618 gegründet. Anfangs befand es sich im ehemaligen Kollonitsch'schen Hause in der Johannes-Gasse, da aber die Zahl der Alumnen wuchs, auch das HauS von der Universität zu entfernt war, so kaufte er 1653 statt dessen die Lilienbursc und den Goldberg (s. Nr. 975) und überließ das erste HauS für immer den Jesuiten zur Errichtung ihres Noviziats. 1783 wurde dieses Collegium mit dem von Kaiser Joseph II. errichteten General- 9 130 Seminar vereint und seine Häuser sammt dem dazu gehörigen Gar- ren in der Leopoldstadt dem neu errichteten Taubstummen-Institute übergeben, welches sich seit 1779 im Bürgersvitale, später in dem damaligen Stöger'schen Hause Nr. 832, jetzt 791, befunden hatte. Als unter Kaiser Franz das Collegium der Pazmaniten wieder her- gestellt wurde, befand sich das Taubstummcn-Jnstitut für kurze Zeit im Windhaag'schen Stiftungshause, und wurde in der Folge von da in das heutige Gebäude desselben, Wieden, Favoritengasse, übersetzt. Das Collegium der Pazmaniten befindet sich daher noch gegenwärtig unter gleichen Bestimmungen seines Stifters in den Gebäuden Sir. 683 in der Schönlatcrngasse und 685 am alten Fleischmarkt. Die ungarischen Cleriker studieren auf der Universität Theologie und werden für geistliche Aemtcr auSgebildet. S. a. Nr. 670 und 683. 88k. (1.731. — II. 730.) — 3m 1.1684 Otto Christoph Freiherr von Teufel, 1769 Hr. Jacob Zcllinger, Burger, sonsten das Baron Teuff- lische Hauß genannt, 1775 Jos Greifst, Hutercr, 1783 Jak. Kreisl, Hutmacher, 1787 Theresia Krcislin, 1795 Susanns Krcislin, 1812 von Ertwegh, 1822 Jakob Radler, 1833 AlopS Wischowski. — Anna N ad er. 881 (1.732,733.-11.731.) — Im I. 1684 Joh. Ludwig, AI. vr. und Georg Avam Reuthammer, 17VV Hr. Johann Rudolph Kotzi, N. Oe. Regierungs-Secretarius, ein Eck-Hauß, dann Joh. Ludwig Al. vr. seel. Erben, 1775 vr. von Menßhengen, 1783 Maria Theres, v. Menßhengen, 1822 Andreas Alexander Kosta und Curti'sche Erben. — Alexander Curti. 888. (I. 734. — II. 732 ) — Im 1.1684 Nikolaus Naur, 1789 Herr Reinhard Dietrich, Zimmermeistcrs Hauß, 1775 Karl Kammeller, 1795 Katharina Staudingcrin, 1822 Leopold Staudinger's Erben, 1833 Cur- tische Erben. — Alexander Curti. 888. (1. 735. — II. 733.) — 88«. (1.736. — II. 734.) — 681. (1.737. - II. 735.) — 682. (I. 738. — II. 736.) — 88L. (I. 739 — II. 737.) — Alle fünf um 1825 in ein Haus zusammen gebaut. — Das erste Nr. 689 gehörte 1684 Lorenz Halbreuter unv MichaelWag- ner, 1799 Martin Drach, von welchem es den Schild zum goldenen Drachen erhielt, 1775 gekörte es Magdalena Limpin und hatte den Schild zu den zwei Drachen, 1795 Ernst von Joachimsburg, Schild zu den drei Drachen, 1896 Ernestine von Sortscha», geborne von Joachimsburg, 1829 Georg Simon Sina von Hodosz und Kizdia.— Das zweite Nr. 699 gehörte 1799 ebenfalls Martin Drach und so weiter immer den Besitzern des vorigen Hauses. — Das dritte Nr. 691 besaß 1799 Valentin Nußbaumer von Laubenthal, Wech- selhcrr, sonsten das Bachcrische Haus genannt, 1775 Katharina von Glanz, 1785 Constantin von Glanz, 1896 Clara Hatschimichel von Sissany, 1822 Simon Georg Sina re. — Das vierte Nr. 692 besaß 1799 Erasmus Constantini, Sattler's sel. Erben, sonsten da- Sacretarii Dorstische Haus genannt, 1775 Freiherr von Wöber, 1896 Joseph Demeter Poskc's Erben, 1822 Simon Georg Fr.v. Sina ic.— M - r->- ^ .. . / . V*' °M '-K.kg^ '.-V- ' ' "Ä'' />"!..-»--»i^r>--->.. v ' - ^ ^ 4 « « ' i.- . - .-?/ > ^>' ^ vs>.^ ! ,< -- §- -i-^ >Ä ,' ' - '' V, 5- ' -^ ^ . - ',/L^ -" ^ ' ^ 7 ^ ^ t. . -. -^. -> . ,' - ..e-A«Ui ^ E /-n- >»,L^ »»»»-^ -»^»^ j ^ ^ ^ L.^/ L r^-.- ^ 131 Das fünfte Nr. 693 gehörte von 1788 bis auf die neuere Zeit den Besitzern des vorigen Hauses. — Simon Georg Freiherr von Sina. 694. (I. 740. — II 738.) — Schild zum weißen Wolfen. —Zm I. 1700 zum weiften Wolffen, Gast- und Wirts-Haust, allwo die Einkehr deß Znambcr Botten und Landgutscher, inngleichen der Ofner Fuhr-Leuih, Hrn. Joh. Pavr gehörig, 1778 Katharina Wagner, 1795 deren Erben, 1808 Leopold Diry. — MichaelDiry. — Dieses Haus wurde 1882 zum größten Theile neu aufgebaut. Im März 1848 geschah in dem hintern Theil dieses Haus ein Einsturz. 695. (I.74I. —11.739.) —3m I. 1788 3hro Gnaden, Hr. Egidi Baron von Kknigsackcr, Kayserl. Unter-Silber-Cammerer, 1778 Joh. Graf von Unverzagt, 1785 Christian Nago v. St. Miklosch. 1888 dessen Erben, 1822 Constantin Carsier. — Ther. Faukal. Oberhalb dem zweiten Stockwerke längs der ganzen Fronte des Hauses stehen mit goldenen Lettern die Worre: „Vergänglich ist dies Haus, doch Zofeph's Nachruhm nie, Er gab uns Toleranz, Unsterblichkeit gab sie!" 696. (1.742. —11.740.) — Schild zur weißen Rose.— Im I. 1788 Jhro Gnaden Hrn. Joh. Widmer's seel. Erben, zur gülden Rosen, sonsten das Baron Tulliomilioische Haus genannt, 1778 Anna von Metsch, 1788 Graf Sauer, 1795 Katharina von Zepharowitsch. — Jakob Edler von Zepharowitsch. 69V. ll. 743. —11.741.) — Schild zum goldenen Bären. —Im J. 1884 Caspar Götterstorfer, 1788 das Gast- und Wirts-Hauß zum gülden Bern, Hrn. Caspar Götterstorfer seel. Erben, allwo die Einkehr der Hungarischen Ochsenhandler nnd Rätzischen Kaufs-Leuth. 1775 Rath zu Wiener-Neustadt, 1778 Graf von 'Unverzagt, 1795 Joseph Arthaber, 1886 Anton Appolt'sche Erben, 1822 Charisius Oeko- nomus, 1833 I. Adamberger. — Heinrich Adamberger, (kein Gasthaus mehr.) 698. (1.744. —II. 742.) — Darvarhof. —Durchhaus.— Dieses Haus wurde in der frühesten Zeit das Zapfenhaus genannt; in seiner zum Theil gebliebenen Urgestalt (besonders vom alten Fleischmarkte aus) stammt es aus der Zeit des Kaisers Friedrich 111.; darauf deuten die auf dem zierlichen Erker befindlichen, in Stein gehauenen fünf Wappenschilde: I. der österreichische Bindenschilv, 2. das Wappen von Portugal, 3. der deutsche Reichsadler, 4. das altungarische Wappen und 5. der böhmische Löwe. 1698 besaß es Johann Zwölfer, Ri. 0r., und es hieß früher zum goldenen Lämbl, von diesem erhielt cs jedoch den Namen Zwölferhof oder Zwölferisches Haus, den es bis auf die neueste Zeit beibehieli. Doktor Zwölfer war aus der Pfalz gebürtig I6l8, übte durch 30 Jahre in Wien seine Kunst aus und starb 1683. Von diesem stammt auch eine Inschrift, welche früher im Hofe dieses Hauses zu sehen war, und wie folgt lautete: Uomus das« rninae proxims immensis ludoridns et expeasis »«mal» invicki», »mioorum votis vx kanckumento vreot» «st sah S * 132 rmsplviis ter IHsAui 1>eapoI6i, PH, lusli, ^uKusti, Oornuis vt Alsr^arita ornati, » 3o»nne ^rvöltdr kleil. I>. X. lUIIEI XVIII. Viele wollenindeffen diese Inschrift nicht ohne Grund auf den gegenüber liegenden Grashof beziehen, welcher (wie auch aus Fischer dre- vis nntitjn IV, 144 zu entnehme») früher ebenfalls dem DoktorZwöl- fer gehört haben soll. Doch scheint, alle Umstände zusammen genommen, die obige Inschrift sich aus den, dem Grashof zugebauten hintern Trakt des Darvarhofes zu beziehen. 1775 gehörte dieses Haus Franz von Hacko, 1779 Philipp von Hackes, 1795 Johann Darvar, 1817 Markus Darvar, 1824 dessen Erben. Durch Markus Darvar wurde das Haus durchaus rcnovirt, was eine Marmortafcl im Hofe mit der Inschrift bezeugt: lU. Ilurvar-Hof. konovirl ÄII1666XVIII., seit welcher Zeit daö Gebäude auch den Namen Darvarhof annahm. — Ludwig Graf von Spangen. SSO (I. 745. — II. 743.) — Grashof. — I», I. 1708 Herr Georg Asiole, Hofs-Cammer Caneellist, 1778 Antonia Jos. von Ncichmann, 1795 Antonia Gottlieb, 188k Anton Christlieb, 1825 Stephan Con- stantinowitsch.— German de Co nstantinowitsch's Erben. 500 « (1.750. —11.744.)—Jetzt mit dem Hause Nr. 728 in eines verbaut, s. d. — Im I. 1788 gehörte dieses Haus Anna Elisabeth Sevbitz und hatte den Schild zum kleinen gülden Hirschel, 1775 gehörte cs Theresia Orcnghi, 1795 Franz Frcih. v, Hauer Erben, 1888 Georg Johann von Karajan, 1828 Demeter und Theodor von Karajan , welcher es mit dem ihm ebenfalls zugehörigen Hause Nr. 728 in eines verbaute. — G. Th. v. Karajan. ^ 501 (1.749.—11.745.)—Im I. 1884 Johann Kunibert v. Wein- tzelSberg, 1788 Hr. Matthias Zellinger, Burger, vorher das Rusen- steinischc Hauß genannt, 1775 Tabak-Apaldo, 1783 k. k. Hofkammcr- Adminiflration, 1795 k. k. Familienhaus.— K. K. Familicn- fond. 502 (1.748. - 11.746.)—Im 1.1884 Wvlfgang Pöckhner, »I.Nr., 1768 Hr. Wolffgang Pleckner, 1775 Katharina Novarion, 1783 Johann Ncp. Graf Für, 1795 Nikolaus von Rustv, 18LS Johann Darvar, 1822 Marcus Darvar, 1828 Davar'sche Erben. 503 (I. 747.—II. 747.) —Im I. 1684 Simon Stanneg, 1788 Hr. Johann Haider, Riemers Wohnhauß, 1775 Anna Brandesky, 1787 deren Erbe», 1822 Joseph Brandesky, Anna von Trautweiler, Julie Huber, Franz Brandesky und Maria Anna Dufresne. — Joseph Brandesky. 501 . (1.746. —11.748.) — Im 1.1884 Georg Stapfer von Stapfen- bcrg, 1788 Hr. Johann Niclaö Winckcr, Kayserl. Statt und Landt- gcrichts-Beisitzer, sonsten Stapffcrischc Hauß genannt, 1775 Michael von Ennenberg, 1886 Johann Jagatitsch, 1822 Stephan Constanti- norilsch, 1833 dessen Erben. — German de Constantino- witsch's Erben. 505. (I. 702. — 11.749.)— Griechische Kirche. — Im I. 1788 ^oO, /-^E/ 1k* / .^ 3 ?/ /»/ ^ .. .^.. . ^ /^S' - 4L^» //^ ) ^ ///^f ^-->--<-^«^r»»* »^>He )-»»^ «^^4^-»»^ li 133 Herr Mathias Eckstein, Fleischhacker. Das erste Bcthaus der nicht nnirten Griechen befand sich Anfangs in der Rothenthnrmstraße, im sogenannten Sleyrerhofe, jetzt Nr. 727. Dieses Haus gehörte 1775 dem Grafen von Stockhainmer. Kaiser Joseph II. crtheilte unterm 29. Jänner 1783 der griechisch nicht - nnirten Gemeinde in Wien die Erlaubniß, in diesem, von derselben 1782 angekanften Hause ein Bethaus zu errichten und durch ei» nachträgliches Decret vom ».Oktober 1787 auch die Bewilligung, einen Thurm mit Uhr und Geläute auf dieses Bcthhaus zu baue». Diese Privilegien erneuerte Kaiser Franz II. durch ein Patent vom 8. Oktober 179k, und crtheilte dieser Gemeinde durch ein Hofdecret vom 19. Mai 1884 auch die angesuchte Erlaubniß zur Errichtung einer eigenen griechischen Nationalschule als bürgerliche Unterrichts-Anstalt mit vier Elasten. Demzufolge wurde der neue Vau unternommen und die Kirche in ihrer gegenwärtigen Gestalt mir dem geschmackvollen Innern hergestellt. (I. 708. — II. 750.1 — Im 1.1884 Christian Jacob Landsper- ger, 1788 Hr. Heinrich Thevdorus Hcidcnreich, Hoff Cammer-Diener, sonsten Landspergische 2 Häuser, 1775 Albert Kullmayr, 1783 Albert von Kullmavr's Erben, 1822 Johann Vapt. Angermayer und Aloysta Brugnak, 1828 Johann Angermayer. — Rudolph Anger m a y e r. SVS. (1.704 — II. 751.) - Im I. 1684 Andreas Büchlcr's Erben, 1788 Jhro Gnaden Hrn. Johann Leop. Herrmann, 3.11. l>. und N. Oe. Regiments-Rath, 1775 Freiherr von Penkler, 1795 Mncenz Edle von Suttner's Erben, 1822 Ferdinand von Suttner. — Karl Ritter von Suttner. V08. (1.705,707.—11.752 1 - Sogenanntes Laurenzergebäude. — Im 1. 1788 der Jungfrauen zu St. Lorentz Closter, Kirchen und Zuhäußl, allwo die Wohnung ihres Hoff-Meisters. Dieses Nonnenkloster wurde für den Orden der regulirten Chor- frauen von St. Augustin von den Brüdern Herzog Friedrich dem Schönen und Otto rem Fröhlichen 1327 gestiftet, zuerst jedoch fürDo. minikaner-Nonnen. Dieser Orden gewann jedoch keinen Aufschwung, denn schon 1348 wurden die Canoni ffini ieu zn-t.St. Augustin ims» untern Werd (jetzige Leopolrstadt)'P-Mt. Lorenz übersetzt. 1529 wurden auch bei der Annäherung den Türken die Augustiner-Nonnen vor dem Scholtenthore mit allen ihren Gütern und Einkommen damit vereinigt. 1668 erst wurde der neue Klosterbau so vollendet, wie man das Gebäude in Pfeffels Ansichten sieht. ES war nach dem Zeugnisse von Zeitgenossen ein sehr freundliches Helles Gebäude mit einem großen und anmuthigen Garten und überhaupt von Außen und Innen schön verziert. Der große Umfang von dem Kloster ist theils aus alten Plänen, dann auch an dem noch sehr bedeutenden Umfange des heutigen Laurenzergebäudes zu entnehme». Das Klo- stergebäude, welches schon 1638 die Oberin Polvrena Gräfin von Muschingen erweiterte und bald darauf die Oberin Augustine Gräfin von Traun verschönerte und vergrößerte, hatte 52 freundliche be- 134 wohnbare Zellen, 1783 wurde das Kloster aufgehoben, die Kirche aber und das Klostergcbäude wurden zwar gleich zu anderem Zwecke bestimmt, jedoch erst viel später theilweise abgebrochen, und auf ihrem Platze 1818—1818 das jetzige Aerarialgebäude errichtet. Zudem Aerarialgebäude wurde ein kleines Haus verbaut, worin 1708 Hrn. Johann Haider gehörig, das Riemers-Hauß genannt, ein kleines Gebäude, an dem Garten des Klostergebäudes stoßend. svs (I.KSS —11.753.) —Im 1.1775 Albert Kullmayer, 1785 dessen Erben, 1812 Johann Fitzinger, 1822 Joseph Hccrmann. -VIO. (1.69S. —11.754.) — Schild zum gelben Adler. — JmJ. 1884 Georg Schöberl, 1788 Hrn. Johann Georg Schober's scel. Erben, ein Schenck- und Gast-Hauß, 1775 Juliana de la Cariere, 1888 Andreas Thoma. — Rosina Buch wein. SIL. (1. 888 . — II. 755.) — 3m 1.1884 Urban König, Fleischhacker, 1788 dessen Erben, 1775 Herrmann Pitt, Schlossermcistcr, 1735 Katharina Pitt, 1888 Johann Horky. — Joseph Horky und Theresia Obe »heim er. SLS. ci.78I. —11.756.)—Im 1.1788 Laurenz Pollandt, 1775 Franz Huber, Maurer, 1783 Theresia Wimmer, 1888 Johann Cölestin Mayer, 1828 Theresia Horky.— Joseph Horky. SL3 (1.684,685.—11.757,758.) —Anfangs dieses Jahrhunderts aus zwei Häusern in eines verbaut. Das erste alte Nr. 684 gehörte 1788 Martin Müller, Hafner, und es führte den Schild zu den weißen Raben, 1775 besaß es Edler von Lukam, 1735 die Lucam'schen Erben, 1888 Johann Georg von Karajan. — Das zweite Nr. 685 gehörte 1788 Pancraz Halbrittcr, Bindermeister. 1775 Anton Braun, 1735 Anna von Dingenhofcr, 1888 Georg Edler von Karajan. Es hatte den Schild zum weißen Raben. In der Folge wurden beide Häuser zu einem verbaut und gehören jetzt der griechische» Gemei nde in Wien. S14 (1.686. — II. 7SS.)—JmJ. 1788 das Hafner-Baad, Hrn. Johann Pößl Baadern gehörig, 1775 Johann Schund, Binder, 1787 Wenzel Schund, 1735 Joseph Schund, 1888 Schnnd'sche Erben, 1812 Joseph Schmid und Katharina Pointinger, 1822 Adam und Anna Pfitzingcr und Caroline Müller, 1828 Adam und Madalena Psitzin- ger, 1833 Joseph« Fließ. — Joseph« Kriehuber. S15. (1.697.—II. 768.)—Schild zuden zwölf Aposteln.—Durchhaus. — Auf diesem Hause waren vor älterer Zeit her die Bildnisse der zwölfApostel in vortrefflicher Töpferarbeit angebracht; bei einer neueren Renovation wurden dieselben abgenommen und befinden sich jetzt in der Wohnung des Hauseigenthümers. Des Fürsten von Lichnowsky österr. Baudenkmale bewahren in einem vom verstorbenen Custos Karl Ruß gezeichneten Blatte ein treues Bild dieser schönen Statuetten. — 1788 besaß dieses Haus Johann Markt, KäSstecher, zu den 12 Aposteln genannt, 1775 Johann Martin Hodl, 1783 M. A. Hotlin, 1825 Joseph Hosp. 1795 Johann Hosp. — Theresia und Fran- ciska HoSP. ^L^«kx ^ ISS S16. (1.758. - II. 762.) — Im I. 1700 Herr Michael Hochgaßner, Tuchgründer (Tuchschercr), 1775 Theresia Joseph« Martinelli, 1787 Joseph« Martinelli, 1795 Johann Kasper Saal, 1812 Georg Hart, 1828 Constantin und Magdalena Panadi. — Constant. Panadi. Ilm ISIS ein Stockwerk höher aufgefiihrt. SLS (I. 692. — II. 763.1 — Durchhaus. — Im I. IKS4 Christian Mertz, Hafner, 1708 dessen Erben, 1775 Franz Katschutnick, 1795 Johann Herdy. — Anton und Johann Herdy. S18. (I. 696. — 11.761.) — Im I. 1788 Hr. Mathias Räsäm, Hä- ringer. 1775 Rosalia Ferner, 1787 Anton Ferner, 1812 Georg Loch- »er, 1824 Leopold Anton und Theresia Ferner, dann Georg und Juliana Lochner. — Juliana Horky, Georg Lochner und Leopold Anton Ferner. TtN (1.696,138V. — II.76S.) - Schild zu den zwei goldenen Schlüsseln. — Durchhaus. — Um 1798 aus zwei Häusern in eines zusammengebaut. — Das zweite Nr. 1380 war jedoch nur ein kleines Nebengebäude, auch in neuerer Zeit erst entstanden. 1788 Joh. Paul Destebruch, gemeiner Stadt Steuer-Diener, 1775 Joh. Hosp, 1795 Joseph Hosp, 1888 Johann Hosp, 1812 Karl Gutherz, 1828 Karl und Susann« Gutherz.— Franz Gutherz und Katharina Frcii» von Schlecht«. V20 (1.698. — II. 766.) — Durchhaus. — Im 1.1788 Johann Flickinger, Schlosser, 1775 Andreas Kolbinger, 1795 Kvlbinger'sche Erben, 1828 Karl Ritter von Dresdnern, I. N. Miesinger, Johann und Antonia Nusser, Geschwister Ligle, Anna Hye und Therese von Rossy. — Antonia Nusser, Franciska von Pretzner und Karl M. Miesinger. ?2L (1.689. —II. 767.) — Im I. 1884 Lorenz Halbreuter und Michael Wagner, 1788 Hr. Georg Geyregger, Beckcnmeister, 1775 Ignatz Dornitzhuber, 1886 Katharina Pointingcr, 1822 Adam u. Anna Pfitzinger, bann Karoline Müller, 1SS3Joseph« Frieß. — Josephs Kriehuber. (Vormals die nBrühbank« genannt.) T22. (I. 687. — II. 768.) — Im I. 1884 Joh. Franz Scheidl, 1788 zum schwarzen Adler genannt, das Schenck- und Gast-Hauß, Herrn Lorentz Brem gehörig, 1775 Johann von Glanz. 1787 Joseph von Glanz, 1795 Johann von Glanz, 1886 Franz Edler von Glanz, 1822 derselbe und Franz Egger von Eggstein, 1828 Franz Erster von Glanz. — Von Gl a nz'schc Erben. S23. (I. 683. —n. 769.) — Schild zum Küß den Pfennig. — In den gemein Stadt Steuer-Anschlag-Büchern kommt schon 14U Hanns Küßenpfcnnig vor. Weiters erscheint in dem Vicedomischen Grundbuch der Besitzer einer Mühle in Wien mit dem Namen: Küß den Pfennig. Auch komnrt in dem Verzeichniß der Jahrtage bei St. Stephan ein Jahrtag Kußenpfennig vor. Folglich ist die einst In dem Hofe befindliche Inschrift, welche von dem berühmten TheophrasteS Paracelsus herrühren sollte und die oft genug, namentlich aber von 136 Pater Fuhrmann als Factum angeführt wurde, bloße Erdichtung. Diese Inschrift lautete wie folgt: „Der Theure Theophrast, ein Alchymi'st vor allen Kam einst in dieses Haus und kunte nicht bezahlen Die Zech, die er genoß: er trauet seiner Kunst Mit welcher er gewann viel großer Herren Gunst. Ein sicheres Gepräg von schlechtem Werth er nähme, Lingirte es zu Gold: der Wirth von ihm bekäme Dieß glänzende Metall: Er sagt: Nimm dieses hin, Ich zahl ein mehreres, als ich dir schuldig bin Der Wirth ganz außer sich bewundert solche Sache, Den Pfennig küße ich , zu Lhccphrast er spräche. Von dieser Wunder-G'schicht, die in der Welt bekannt, Den Namen führt dies Hauß, zum Küffenpfennig gnannt." Rückwärts gegen die Krongasse führt dieses Haus die Inschrift: Teiles ex tiiiKlo restnurnt» ^roliicknve äosepko Viennne in ^luslri» Kenilo. (1741). Im Jahre 1788 war cs ein Gast- und Wirtshauß, Hrn. Gregori Farnwagner, des Austern Raths, gehörig, 1775 dem Edlen von Lu- kam, 1795 den Lukam'schen Erben, 18VK Anton und Franz Faber, 1828 Marcus Darvar. — Friedrich Graf von Deym. 224 . (1.682.— II.770.)— Im I. 1684 Johann Andre Gnama, 1780 ein Bicrschenck-Hauß gegen rothen Thurm über, Hrn. CasPer Freiwillig gehörig, 1775 Anna Ederin, 1783 Andreas Eder, k. k. Wald- amtS-Officier, 1795 Anna Eder, 1833 Anton Eder. 1847 Christian von Plattensteiner. — Franz, Gottfried und Maria Jer- dan, Ludwig und Wilhclmine Zitkovszky. 285. (1.681. — II. 771.)— Schild zu de« drei Kronen. — Im I. 1780 zu denen 3 güldenen Cronen. Das Gast- und Wirts-Hauß Hrn. Johann Andre Zuana seel. Erben gehörig. Das Gasthaus unter diesem Schilde wurde schon um 1758 ausgelassen. 1775 besaß dieses Gebäude Johann Prestinary, 1784 Joseph Koller, k. k. Hofrath, um 1838 Karl Graf von Berthold. 184? Christian von Plattensteiner. — Franz, Gottfried und Maria Jerdan, dann Ludwig und Wilhclmine Zitkovszky. Dieses Haus hatte folgende Inschrift: Semper psx »ure» regnet Vurridus in nostris. „Hier sieht man eigentlich abgemahlt Zwei Greiffen mit ihrer Gestalt; Die da billich haben ihren Staubt, Weils Haus zum drei Cronen ist genanndt, Das wolle der allmechtige Gott, Behueten vor Nebel und Feuersnoth, Und sammentlich geben auch darneben Ein ruhiges langes Leben." 1837 wurde dieses Haus neu anfgebaut. 226. (I 680. — II. 772.) — Schild zur goldenen Sonne. — Im I, 1788 das Gast- und Wirthshaus zur gülden Sonnen, Hrn Joh. /^>S ^ ^. LL^iÄ«^ , ^-" 8«^/^^»« (^>a^? > IS7 Conrad Herleben, deß Auffern Raths, gehörig, 1775 Magdalena Hcrleben, 1886 Franciska Herleben, 1828 Theresia Doll, 1875 neu aufgebaut. Merkwürdig ist von diesem Hause, daß bei dem fürchterlichen Erdbeben 15SV das damals bestandene Gebäude auf diesem Platze, ebenfalls »zur gülden Sunn genannt,« einstürzte. ?25 (1.67S.— II. 773.) — Steyrerhof. — Durchhaus. — Im I. 1788 Gast- und Wirthshaus zum Stcyrhoff, worinnen die Ein- kehrung deß orilinnri Linzer- und Nürnberger Botten, Mart. Altenburger gehörig, 1775 Francisca Gräfin von HangSleben, 1888 Theresia Frciin von Gärtner, 1828 Wenzel und Karoline Nowack. — Sophie Edle von Mühlwerth. Im Hofe dieses Hauses befindet sich ein Basrelief aus dem 16 . Jahrhundert mit vier Bürgerwappen und in der Mitte mit einem verschlungenen l. AI. ?. ?28 (I. 678. — II. 774.) — Schild zum goldenen Hirsch. — Durchhaus. — Mit Nr. 700 in ein Haus zusammen gebaut. — Anfangs des 16. Jahrhunderles war Mathäus Heuperger im Besitze des großen goldenen Hirschen, der Verfasser des jetzt so äußerst seltenen und gesuchten Büchleins über die Heiligthümer bei St. Stephan und dem Heilthumstuhl (welcher 1788 abgetragen wurde), mit dem Titel: »In disem Pueä-lein ist verzeichnet das hochwürdig hey- ligthumb, so man In der Löblichen stat Wienn in Österreich allejar an sontag nach dem Ostertag zezaige» pfligt.« — Am Schluffe lautet es: »mit gunstens willen der Ersamen hochwcisen Herrn Bürgermeister vnd rate der Löblichen stat wienn vnd nemlich aussonde- rim Flejsse vnd darlegen Mathewsen hewperger auch derzeit des rate vnd Burger daselbs betracht ergeben vnd zusammen gezogen, vnd nochmals diß puechl Nach christi gepurde Tausent Fünff hundert vnd zway jar durch Johannen! Winterburg auch Burger daselbs zu Wien» gedrugkt vnd zu endbracht.« 1858 war Octavian Lumago Eigenthü- mer dieses Hauses, von welchem cs sammt der damals darin befindlichen Capelle zu Maria Verkündigung reparirt wurde. Bei dieser Familie ist es auch, jedoch später mit Unterbrechungen über t 58 Jahre geblieben, da noch 1888 Johann Edler von Lumago als Hausbesitzer vorkommt. 1788 heißt eS: Gast- und Wirtshaus, zum grossen gülden Hirsch, Hrn. Antonio Lumago, kays. Cammer-Diener gehörig; 1775 besaß eS Andreas von Lumago, 1785 Anna von Lumago, 1888 Johann Edler von Lumago, 1886 Georg Johann v. Karajan, 1828 Demeter und Theodor von Karajan, welche es 1829 mit Nr. 700 in ein Haus verbauten, seit welcher Zeit sich auch kein Gasthaus mehr daselbst befindet. Noch ist zu erwähnen, daß hier in früherer Zeit im Hofe die von Handwerkern damals sehr beliebten Fechtübungen vorgenommen wurden. (S. Tolners »Erinnerung von Wien« 1702. Fol. p. 14—15) — G. Th. von Karajan. T29. (I. 751. — II. 775.) — In diesem Hause, früher zum gülden Wolff genannt, hatte um 1568 der durch seine schönen und vielen 138 Wiener-Ausgaben berühmte Buchdrucker Raphael Hokhaltcr (ein geborner Pole, welcher eigentlich Skrzetuski hieß) seine Officin. 1684 besaß es N. Lindenspurer, 17VV heißt es zum gülden Wollffen, sonsten das Lindenspürische HauS genannt, 3hro Gnaden, Frau Barbara Freyin von Leyden gehörig; 1753 befand sich die k. k. Repräsentation darin, 1775 gehörte es dem Grafen von Gatterburg, 18V6 Johann von Badenthal, 1820 Joseph Freihcrrn von Badenthal. IAO« (1.752. — II. 776 1 — Sogenanntes langes Haus. — — Durchhaus. — Im I. 1700 Hrn. Georg Ernst von Albrechts- burg, N. Oe. Landschaffts-Secretarii, seel. Erben, ein Durch-Hauß. 177V Karl Mandelli, 1789 Franz von Mandelli, 18VS Joseph« von Mandelli, 183V Joseph v. Mandelli. — Maria Hedwig Bret- s ch n e i d e r. 1843 wurde das Haus im modernen Style umgebaut, und der Hofraum, mit Glas gedeckt, in eine Art Bazar verwandelt. Hier befand sich vordem der einst so berühmte Mirakelkeller. IA1 (I. 753. — II. 777.) — Schild zum goldenen Stern. — Im I. 17VV Jhio Gnaden Hr. Benedict Joannelli, 177V Graf von Joannelli, 1789 Brüder Schmidtmeyer, 1806 Johann Bened. Graf von Giovanelli, 183V derselbe. — Ludwig Edler von Haan. 1838 wurde dieses und das folgende Haus abgebrochen und in eines zusammengebaut. IA2 (I. 754. —11.778.) — Im 1.17VV sonsten das Hohenbergerische Hauß genannt, Hr. Johann Georg Karg, Eysenhändler, 1778 Joseph Michael Gold, 1795 dessen Erben, 1806 Heinrich Graf von Heussen- stein, 1824 Maria Anna Edle von Heuffenstein. — Ludwig Edler vonHaan. 1838—1839 neu aufgebaut. IAA. (1. 755. — II. 779.) — Im 1. 1700 Jhro Gnaden Hr. Antoni Ludwig von Bechmann, Kays. Hoff-Cammer-Rath, sonsten das MayrShcimbische Hauß genannt, 177Ü Heinrich von Alpmanshoffe», 1789 Theresia von Molitor, 1826 Anton Freiherr von Lamarre. — Georg Freiherr von Sina. Im Hofe dieses Hauses zeigt oberhalb dem mittleren Fenster des ersten Stockwerkes ein Steinbasrelief, ohne Zweifel vom früheren Gebäude herrührend, den zum Himmel auffahrenden Heiland darstellend. Es dürfte dem 15. Jahrhunderte entstammen. IA4. (1.756. —11.780.) — Schild zum goldenen Adler. —Im 1.17VV Hr. Christoph Kirchstätter seel. Erben, zum gülden Adler genannt, 1770 Joseph von Weinbrenner, I82V Anna von Weitnhil- ler.— Joseph von Weitenhille r, Fleischhacker, Georg und Karl Steine r's Kinder. IA5. (1.757. — 781.) — Schild zum schwarzen Bären. — Im I. 17VV die schwartze Bern - Apoteken, Hrn. Johann Antoni Saur gehörig, ein Eck-Hauß, 1770 Michael Hagel von Donnersfeld, 1783 Johann Tummcr, 1823 AnnaFrauer. ^ JAK. (I. 758. — ll, 782.) — Sonsten das Paarausleiherische Hauß 139 genannt, 1700 Hr. Adam Nuner, Regierungs-Cancellist, N70 Theresia Martinelli, 1828 Susann« Martini. — TheresiaMartini. S3S. (1.759. - II. 783.) — Genannt der Cölnerhof. — Nach La- zius soll 1585 Georg Gundlach den sogenannten Cölnerhof besessen und die Capelle zu St. Philipp und Jakob darin erbaut haben. — Dieser Angabe widerspricht jedoch das Stadtgrundbuch, nach welchem schon 1417 Niklas Oßwalt und seine Hausfrau Margareth ein Haus gekauft, ^daz do leit in der hindern Bäckerstraffen nächst St. Philipps und Zakobs Chappeln.« Den Namen soll dieser Hof von dem Hochstifte Cöln erhalten haben, welches auch dessen erster Erbauer gewesen seyn soll, und in welchem es, wie die Hochstifte Frei- stngen, RegenSburg und Salzburg in früherer Zeit einen Canoni- cus als Residenten an dem kaiscrl. Hof hielt. Wahrscheinlicher hatten die Handelsleute von Köln hier ihre Niederlagen, denn so weit die urkundlichen Quellen reichen, befand nch dieser damals sehr ausgedehnte Hof in Privathänden. Dessen Umfang ist aus alten Plänen Wiens, z. B. dem Wolmuet'schen von 1547, Suttinger'schcn von 1884, Stein- hauser'schen von 1718 am deutlichsten zu ersehen. In Schatz, Schutz, Schantz heißt es: «Der Kellerhof, ein Durchhauß, Herrn Martin Antoin von Dhran, AI. lt. gehörig, worinnen die Capelle St. Phi- lippi.« Aus den Acten Orclinis 5. Nieronxmi erhellt, daß unterm 24. April 1748 von Rapmund von Albrcchtsburg, Niederösterreichi- schem Verordneten und Besitzer dieses Hofes durch Vermittlung Mathias von Puechberg, kaiserl. Hofrath, die daselbst bestandene Capelle den von Schönbach hieher berufenen Hieronvmitanern zu verwalten anvertraut wurde. Der erste Superior war P. Franz Xaver » Solo Hieroo^mo. Diese Geistlichen versahen die Capelle bis zum 24. April 1788, zu welcher Zeit ihnen St. Rupprccht anvertraut wurde. Nach dem Tode Albrechtsburgs stiftete dessen Witwe Rosine, geborne von Mepersfeld, 2000 Gulden aut wöchentliche zwei Messen. Die Erneuerer dieser Capelle waren 1782 die zwei Schwestern Maria Anna Cerini und Ernestine von KeeS, geborne von Albrechtsburg. Der letzte Superior und Provinzial im Cölnerhofe war P. Heinrich » 8vto öoanno gaptists. I79Z wurde dieser Hof in vier Häuser abge- theilt und eine neue Gasse durchgebrochen, welche den Namen Cöl- nerhosgasse noch heute führt. S. auch die Nr. 738, 739, 740. Das in Rede stehende Haus besaß 1775 die von Albrechtsburg'schen Erben, 1808 Joseph Edler von Baldauf, 1828 Nikolaus Dimo Dorra. Georg Dorra. A38. (1.1379. — II. 784.) — Ein Theil des alten Cölnerhofes, siehe vorige Nummer. 1795 besaßen ihn die Albrechtsburg'schen Erben, 1888 Joseph Edler von Baldauf, 1828 Anastasius von Gyra. — Raum von Gpra. K38. (I. 1380. —II. 785.) — Ein Theil deS alten Cölnerhofes, siehe Nummer 737. 1795 besaßen ihn die Albrechtsburg'schen Erben, 1888 Georg Simon Sina von HodoSz und Kizdia. — Georg Simon Freiherr von Sina, 140 SckO. (4.1381.-11.786.1 —Ein Theil des alten Cölnerhofes, sieht Nummer 73 7. 1795 besaßen es die von Albrechtsburg'schen Erben, ISVk» Joseph Edler von Baldauf, 1820 Demeter Michael Las». — Gvrioko-Laso's Erben. (1.760.—11.787.) — Im I. 1700 Jhro Gnaden, Herrn Johann Egivi Freiherrn von Junck, sonsten das Elloische Hauß, 1775 Edler von Focky, 1795 Barbara von Ebelin, 1833 Adam Berger. — Karl Graf vonSeldcrn's Erben. S4S. (I. 761. —11.788.) — Im I. 1700 Hrn. Wolff Bernhard Bu- chenegger, gewesten Innern Staat-Raths seel. Erben, 1770 Karl Schieße!, 1788 Ignaz Grubcr, 1795 Franz Edler von Humelauer, 1820 Martin Donner. — Donner'sche Erben. T43. ll. 762.—11.789.) — Schild zur weißen Rose.— Im I. 1700 ein Schenck- und Gasthauß, Hrn. Johann Georg Schmid, des Austern Raths gehörig, vorhin das Dr. Kruegische Hauß. 1724war es Eigcnthum des Herrn von Dallberg bis 1782, in welchem Jahre es für das croatischc Collegium angekaust wurde. Nach dessen Auflösung 1783 erkaufte es Constantia Damscho, 1820 Jsivvr Rasim'sche Erben. — Ignaz Rasim'sche Erben, mit gleichem Schilde» doch kein Gasthaus. S44. (I. 763. — II. 790.) — Im I. 1884 Johann Hechel, Handelsmann, 1700 dessen Erben, 1775 Wenzel Jettileck, 1806 Jos. Mohl, 1820 Joseph Pigl. — Joseph« Schnitzer. T45. (1.761. — II.791.) — Im I. 1700 Jhro Gnaden Hrn. Johann Georg Walderode, sonsten rum 6 Schimmeln genannt, 1770 Anton Edler von Pistrich, 1808 Cacilia von Pistrich, 1820 Isidor Rasim- sche Erben. — Ignaz Nasim's Erben. S4V. (I. 765. — II. 792.» — 3m I. 1700 Wolff Steinhard, Fleisch- hacker's seel. Erben. Ilm 1750 wurde das Haus neu aufgebaut, 1775 Andreas Wascbitzka, 1812 Georg und Johanna Freih. von Pfister. — Karl und Theresia Ritter von Heintl. «4?. (1.766 — II. 793.) — Im I. 1700 Frau Susann« Cosmerovin, Kaps. Hoff-Buchvruckerin, Wittib ein Eck-Hauß. Der Gatte dieser Susanns Cosmerovin. Cosmerovius, war einer der bedeutenderen Buchdrucker jener Zeit. Nach ihr besaß das Haus Maria Anna Hartmann, dann Maria Anna Vernharv, 1775 Ignaz Bernhard, 1795 M. Anna von Bernhard, 1808 Joseph von Bernhard, 1820 Anastasius Margaritha. — Maria Tirk a.^— (1.776. —11.791.) — Stiftungshaus für die griechische Schule. — Im I. 1700 Hrn. Daniel Koller-Handelsmann , 1775 Joseph von Wcinbrenner, 1789 Eleonora Edie"von Grosser, 1808 Joseph von Grcchtler. Um 1815 wurde dieses Haus von der griechischen Gemeinde angekaust. T4Ä (I. 777. II. 79).) — Altes UniverfitatSgebäude.— Diese« HauS wurde (S. Anmerkung zu Nr. 757) von den Jesuiten in Folge ihres Vergleiches wegen Uebernahme der Universität erkauft, mit , ^ /^LLS^ , /^/ ^ r/^o ^-v. L/^co-ü»^ , «^»' -r^»«zz z^z-««,^, ^ z ^zrz z«^ z / ^ /z-'^Z ^ F, //F „^//^ ) ^ F I4l demselben das ehemalige Stubenvollische Haus vereint und 1630 von dem Universitäts-Pevellen und der Kanzlei derselben bezogen, welche sich noch darin befinden. Das ursprüngliche Haus soll schon in früheren Zeiten Eigenthum der hohen Schule in Wien gewesen seyn. lieber den zwei Thoren dieses Hauses liest man die Inschrift: vo- mns Doiversitstis lVl V.6 XXVIU und keslnuruta Reilos M.V.6 XXI. Im Jahre lk28 wurde es von dem Universitäts - Consistorium zuerst bezogen. -5V (1.778. — II. 796.) — K. Ä. Convict. — Hier befand sich seit 1623 das Eollegium und die vorzüglichste Lehranstalt der Jesuiten vor Erbauung des neuen Universitätsgcbäudes. Die Jesuiten hingegen hatten ein Convict am Dominikancrplatze. Nach Aufhebung des Ordens wurde deren Collegiumgebäudc zum k.k. Bancoamt bestimmt. Als jedoch von Kaiser Franz ISV2 ein k.k. Convict gegründet wurde, kam dasselbe in dieses Gebäude, und besteht noch jetzt daselbst. Dessen Zöglinge sind meistens Stiftlinge und werden von eigenen Col- legiengeldern unterhalten. Es werden jedoch auch Kostgänger angenommen. Die Convictoren besuchen nicht allein das Gymnasium, sondern können auch ln allen Fakultäten ihre Studien machen. Die k. k. Hossängerknaben erhalten hier ebenfalls ihre Ausbildung. Dieses Gebäude befindet sich rechts an der Kirche, dem neuen Universi- tätSgebäude gegenüber. T51 0- 784. — H. 797.) — Negensburgerhof. — Einst waren zu beiden Seiten Blechthürme, deren Spuren an den noch daselbst befindlichen Rondellen zu erkennen sind. Die Erker in jeder Ecke zeigen noch jetzt einen ln altdeutscher Tracht aus Stein gehauenen Mann und ein Weib, welche gleichsam auf die Gasse herabsehen, wovon der Name Lugcck ^- >r^- -! .. «.!: - <-'Vi-.---!>. ^^4 ^ - Ä»i 143 Wioädsxisn» 1656 von 4 Seiten abgebildet, hat noch heute zu Tage über dem Thor« die Inschrift: lUotus loliannes >ie 71>a>v xenitori« Iionoro (^ui plaeisa kuuvtu» morte Kerlirtesus erat Oomtiiiit >>U8 aeckes, qua« instauravit, nt ist» kosteritas passet Keitta lakore trui. MVIIX. Die älteste bekannte Besitzerin dieses Hauses war Barbara Schei- chenwaldin. Sic vererbte cs an Georg Wicke, welcher es unterm IS. August 1533 an Gerhard von Thau verkaufte, von welchem es sein Sohn Hanns von Thau, k. k. Rath, 1582—I5K3 Stadtrichter und ^ Bürgermeister (1570, 1574,1578, 1582, 1588) erbte, der das Haus 1559 , in den dermaligen Stand von Neuem aufbaute. Laut magistratischen Beschaubrieses vom 26. Juni 1563 gehört auch die Mauer, an welche das Nachbarhaus stoßt, allein zum Thau'schen Hause. Nach li Johannes von Thau um 1598 erfolgtem Ableben ist das Haus erbs- L weise an seine Tochter Valentia gefallen, vermöge des mit ihren drei Schwestern eingegangenen Vergleiches. Als sich erstere später mit Johann Klele, des inneren Raths Mitglied, dann aber mit § Christian Schäffler, k. k. Rath und Regent der n. ö. Lande, später j auch Regierungs-Kanzler vermählte, welcher auch unterm 24. Juli 1613 an die Gewähr geschrieben ward, gelangte das Haus an deren Sohn Sebastian Christian Schäffler und von dessen hinterlaffener Wittwe Anna Sophie, verehlichte Burgweeger von Annenfeld, laut Kaufbrief vom II. Februar 1648 an Joachim Freiherrn von Windhaag. V56 (I. 77S. — II. 802.) — K. K. Universität» — Herzog Rudolph IV. stiftete 1365 mit seinen Brüdern Albrecht III. und Leopold III. die Universität in Wien, die von ihnen mit besonderen Privilegien begabt wurde. 1384 kam das theologische Studium und eine neue Eintheilung in vier Nationen : der österreichischen, böhmischen, sächsischen und ungarischen dazu, sammt mehren Begünstigungen und Freiheiten. 1428 bestätigte Papst Martin V. die Gerichtsbarkeit der Universität, besonders das Recht, bezüglich auf die dem Gerichtsstände der Universität Angehörigen über Leben und Tod zu richten. Im Jahre 1582 zählte man schon bei 8008 Studierende, welche Zahl sich in Folge der häufigen Pestseuchen und der um sich greifenden Reformation bedeutend verminderte. 1554 brachte Kaiser Ferdinand I. eine bedeutende Verbesserung der Universität zu Stande, wodurch er wohl der zweite Stifter derselben genannt werden kann. 1622 wurde die Universität durch Kaiser Ferdinand II. unter gewissen Bedingungen den Jesuiten übergeben (S. 737), 1754 kam der Bau dieses neuen prachtvollen Universitätsgcbäudes zu Stande, das auf seiner Vorderseite die Aufschrift trägt: k>a»ciseus I. et dlaria Ideresia Scientiis et Xrlibus kesiitutis posuerunt ItlOLLI-IIII. Die Baumeister des neuen UniversitätsgebäudeS waren Dietrich 1 144 und Enzenhofcr. Nach Aufhebung der Jesuiten 1772 kamen mehre Lehrgegenstände wieder in die Hände der Weltlichen; 1783 wurde der Universität ihre Gerichtsbarkeit abgenommen, die adeligen Studierenden den Landrechten, die unadcligen aber dem Magistrate zuge- theilt. Vorher standen drei Häuser auf dem Platze: das Baron Le- benstock'sche Haus, das Mühlberger'sche Haus und das des Dyoni- sius Gvllard, französischen KocheS. — Den 12. März 1848 fanden hier die Vorberathungen Statt, welche zu den großen Ergebnißen der folgenden Tage den Anlaß gaben. Was hiernach der Körper der Universität, die Studierenden und Fakultätsmitglieder eingerechnet, an umsichtiger Ausführung der darauf ge'olgtcn politischen Bewegungen mit unbeugsamer Entschlossenheit und aufopfernder Kühnheit entwickelte, wird unvergänglich in den Tafeln der Geschichte bleiben. T5V <1 795 — n 8031 —8eIi«I» rinsli^rieoi «III. — Die Uebergabe der Wiener hohen Schule in die Hände der Jesuiten wurde schon 1817 von Kaiser Mathias versucht, kam aber der damaligen Unruhen und Neligionswirren wegen nicht zu Stande. 1822 wurde aber durch Kaiser Ferdinand II. das Collegium der Gesellschaft Jesu in Wien mit der Universität für immer verbunden, und der mit den Jesuiten von der Universität wegen ihrer Einverleibung zu Stande gebrachte und von dem Kaiser den 9- August 1823 bestätigte Vergleich beruhte im Wesentlichen auf folgenden Punkten: I. Entsagten die Jesuiten auf immer dem Rektorate und sollte durch die Vereinigung mit ihnen weder in der Wahl des Rectors eine Abänderung geschehen, noch durch sic der Würde und dem Ansehen des Rectors, des Kanzlers, der Decane und der Gerichtsbarkeit ein Nachthcil zugehen. 2. Können die Jesuiten die unteren Schulen, die griechische und hebräische Sprache, die Philosophie und Theologie öffentlich lehren, doch hätten neben ihnen aus der Theologie noch andere, wie bisher, zu lese», und die Jesuiten ihre Vorträge in anderen Stunden als die übrigen Lehrer zu halten, g. Wird ihrer Sorge die Bibliothek anvertraut und ihnen das Universitäts-Collegium, die Bursen und alle andern Gebäude, mit Ausnahme der juridischen und mcdicinischcn Gymnasien, zu dem Ende überlassen, daß sie sich hieraus ein Collegium, die Kirche und Seminar erbauen, dafür aber der Universität zum Consistorium, Archiv und Kanzlei ein anderes HauS einräumen *). 4. Werden den Jesuiten die Stipendien und Stiftungen für das Seminarium gänzlich überlassen. Nach der Aufhebung der Jesuiten wurde hier das 6olle°-ium srvlu-Invale oder die Soliola ^ustrineorum errichtet und mit der k. k. Universität vereinigt. (1.794. — II. 8vt.) —Im I. 1799 Johann Franz Gottlieb von Albrecht, kais. Hos-Kammerrath, 1775 Marie Barbara Hillebrand *1 1629 kauften die Jesuiten deshalb das damals Stubenvoll'sche HauS in der unteren Bäckenstraße, jetzt 749, welches die Universität mit dem Consistorium , Archiv und der Kanzlei bezog, in welchem sich auch noch heute letztere befindet. ^. 1 ?^ ^L-^7 ^. «>^? . ^->, ch^/' <^s^- ^7 ' 145 Freiin von Prandau, das große Prandau'sche HauS genannt, 1795 Freiherr!. Prandau'sche Erben, 182V Franz Anton Dietrich von Erbmannszahl. — Maria Freiin von Pidoll. S5S. (I. 793. —H. 805.) — Dieses Haus gehörte von jeher de» Besitzern des vorigen. — Maria Freiin von Pidoll. SSV. (I.7S2. — 11.806.) — Im J.1684 Simon Tomasy, 1700 Jhro Gnaden Herrn Carl Joseph de Tomasi, 1770 Thomas Baron von Bock, 1795 dessen Erben, 1806 Maria Barbara Edle tspäter Freiin) von Jacguin. — Jsabella von Schreibers. SSL. (1. 791. — II. 807.) — Im I. 1681 Frau Lua Kannegiesserin ' geb. Pachner von Pachburg, I7VV Jhro Gnaden Hrn. Johann Christoph Reichberger von Nechcron, Kayserl. Waldmeister, 177V Theresia Edle von Schmerling, 1795 Ignaz Raab, 1825 Antonia Wagner, 1829 Kaspar Wagner. — 3 gnaz Ritter von Ra a b's Erben. -SS. (I. 790.—II. 898.) — Im 1.1681 Justus Hanuibrein Erben, 1775 Johann Mathias von Lehcnshofen, 1781 Josephs Edle von Ma- thesern, 1795 Joseph Freiherr von Managctta, 182V Theodor Demeter Tirka, 1829 Katharina von Raab, 1815 Ignaz Ritter von Raab. — Eduard und Anton Ritter von Raab. SSL. (I. 789. - II. 809.) — Schild wo die Kuh am Brett spielt. — Im 1.1681 Heinrich Frcih. v. Berge, 17VV genannt all- wo die Kühe am Brett spielt. Jhro Gnaden Hrn. Frantz Carl von Risenfels. An diesem Hause war noch im Jahre 1797 ein Gemälde zu sehen, welches eine Kuh und einen Wols, am Brete spielend, einen Jäger, dessen Hund und eine summende Fliege vorstellte. Bei dem Wolf war zu lesen: »Ich wirf darein. Dein Haut g'hert mein.* (Die Kuh spricht zum Wolf:) »Pral nicht so g'schwind im Spielen Dein Unglück kannst bald fühlen.* (Die Fliege.) »Ich wehr und leucht, erwart die Zeit, Wie sich wird enden euer Streit * (Der Jäger.) »Ich komm' just recht zum Spiel!.* (Der Hund.) ^Jch auch mich stellen will.* 1775 war Charlotte Gräfin von Nimptsch Besitzerin dieses Hauses, 1802 Johann Heinrich Graf von Nimptsch, I82Ü Joseph Gras von Nimptsch. — KarlGrafvonNimptsch. SS4. ll.788. — II.8lv.) — JmJ. 1684 Johann Rascher Hofkammerraths Erben, 17VV Ihre Ercellenz Hrn. Johann Bernhard Freiherrn von Fünfkirchen, seel. Erben, ein Eck-Hauß; hernach von RitterS- burg, 1775 Johann Wilhelm Edler von Rittersburg, 1795 Edler von Ahornfeld, 1806 Karl Graf von Esterhazy, 1820 Johann Edler von Menninger und seine Kinder. SSL. (I. 787. — II. 811.) — 3m I. 1681 Paul Grädl, Hoffourier, 1700 Ludwig Rascher von Weyregg, 1770 Katharina von Ehrenthal, 10 14 « I783 3osepha von Sala, 182V Anton Freiherr von Sala. — Karl Graf von Landscoranski. T66 (1.786. — II. 812.) — 3m 3. I7VV insgemein das Zeltschneidc- rische Hauß Hrn. Mart. Dattenrieder seel. Erben, I77V Achaz Edler v. Cleerf, 178Z Achaz Dietrich, 182VHein. Dietrich. — Karl Dietrich. T8A. (I.78S. — II. 813.)— Durchhaus. — Der sogenannte kleine Federlhof« — Dieses Haus besaß 1623 Anton von Pestaluzzi zu PetzelSdors, 17VV Hr. Stephan v. Pcstalutzi, gewesten Werlherrn, 1775 3oseph Freih. v. Bartenstein, 1806 3oseph Freiherr v. Bartenstein, 1828 Anton Karl Freiherr v. Bartenstein, 1829 Gräfin Buffy, 1846—1847 wurde dieses HauS vom Grund aus neu erbaut. — 3 a- kob Rohrbach. ?68. (1.627.— II.8I4.) —Der große Federlhof. — 3nden frühesten Zeiten hieß dieses Gebäude das Tyrnaer-Haus, 1494 besaß es Peter Edlasberger von Ofen, und er soll, nach Lazius, das vormalige Gebäude mit dem hohen Thurm erbaut haben. 15V4 folgte LaSla von Edlasberg als Besitzer, von welchem es „beym Lasla am Lugeck« hieß. 159V besaß dieses HauS Georg Federle von Tribuswinkel, ein Wiener Handelsmann, von welchem es den Namen Federlhof erhielt; 1684 3oh. Kaspar v.PramS, 1694 3ohann Christoph Holzer, I7VÜ dessen Erben, 176V Peter von Frey, 1775 dessen Erben, I8V6 denselben, 182V Theodor Graf von Batthyany und Kilian 3oseph Schickh; in neuerer Zeit erkaufte es Georg SimonFreih. v.Sina, welcher 1846— 1847 das alte Gebäude abtragen und ein großes neues erbauen ließ. Der alte Federlhof war ein äußerst merkwürdiges alterthümli- ches Gebäude mit einem sechsstöckigen Thurme gegen die obere Bä- ckerstrahe zu. Geschichtlich merkwürdig ist von demselben, daß darin der Sage nach der berühmte Theophrastus Paracelsus, gewiß aber der große Leibnitz, während ihrer Anwesenheit in Wien wohnten. Von Letzterem sind Briefe mit der Aufschrift: »Federlehof- vorhanden. Eine ganz unverbürgte Angabe meldet auch, daß Wollenstem hier wohnte und in dem erwähnten Thurme seine astrologischen Beobachtungen anstellte. Früher fand man in dem Hause zwei alte 3nschristen, die erste lautete: Ooosilj in eos, quibus deneüvl»- wns, kslliwur kortunne sküneati», denekdvtoruw evuoesoit msmo- ri», nidil ortuw, vuus onus» legitim» non prsev^sserit. Die zweite neben einem Wapcn mit dem Drachen: pzti et »dstinoro et sn- pere »Vvo sunt. I4S4. — Simon Georg Freih err vonSina. S6S. (1.626. — II. 815.) — 3m 3. 1684 3oh. Ant. Lumago, 1700 Franz von Stockhammer, der Nöm. Kaiser!. Majest. Rath, HI. I>r und einer löbl. Universität Rectori Magnifico, 1775 Edler von Stockhammer, 1787 Graf v. Stockhammer, 18V6 Antonia Freiin von Bolza, 1812 Antonia Gräfin von Bolza. — Georg Simon Freiherr von Sina. Dieses HauS wurde in neuerer Zeit (1846—47) mit dem großen Federlhofe zusammen gebaut. TVO. (I.8I6 — 11.816.) — Schild zur goldenen Weintraube. e >- ^ -/ ä ^-/) o3^-^L-« ^ ^<-».>/^>^» ^5r^c/^ -7 r^«^ /r^rX ^ ^»ri/ * /^. ///^-) L^. — Im I. 1684 Johann Reinecker, 1700 Hr. Daniel Köllner, Handelsmann, 1775 Magdalena Ohnesorg, 1795 Dietmannsdorffsche Erben, 1896 Karl Edler von Nikelsberg, 1829 Magdalena und Heinrich von Nikelsberg, Maria Anna Pflüger, Geschwister Neumann und Friederike von Weber. — Georg Simon Freiherr von Sina. (1.815.—11.817.) — Im 3.1799 Dorothea Gräfin von Rabu- tin, geborne Herzogin von Holstein. (Bon dieser Dame spricht Lady Montague in ihren Briefen aus Wien (1716), daß bei ihr stets die auserlesenste, geistreichste Gesellschaft zu finden war); vor Alters ^ der Lederer-Hoff. 1775 Ferdinand Graf von Kinsky, 1795 Eleonora Fürstin von Schwarzenberg, 1829 Joseph Fürst von Schwarzenberg. 1849 I. Adolph Fürst von Schwarzenberg. — Georg Simon Freiherr von Sina. Dieses Haus, das sich durch ein äußerst hohes und stattliches Portal auszcichnete, wurde 1847 abgebrochen und 1848 neu umgebaut. -AI. (I.8I4.—11818.)—Schild zum schmeckenden Wurm.— Durchhaus. — Im I. 1799 der schmeckende Wurm, ein Durch- hauß, eben Hrn. Martin Dattenrieder scel. Erben. — Eine traditionelle Sage meldet, daß man einst in einem Keller dieses HauseS ein lindwurmähnliches Ungeheuer gefunden habe, dessen greuliche Abbildung noch heute als Schild einer Handlung zu sehen ist. Vorzugsweise soll sich dasselbe durch einen äußerst scharfen und widrigen Gestank ausgezeichnet haben, wovon der Beiname; indem riechen und schmecken in der österreichischen Mundart synonim sind. Schriftlich und gedruckt ist weiter nichts Näheres über diese Begebenheit auszusinden, welche vielleicht einen ähnlichen Ursprung wie die Bafiliskenfage hat. (S. Nr. 678.) 1775 besaß dieses Haus Joh. Schwitzer, Handelsmann, 1795 I. Weiß und Theresia Sieber, durchweiche, daS dermalige Haus 1796 neu aufgebaut wurde, 1896 Isabelle Frciin von Natorp. — Bernardine Freitn von Kielmansegg und Isabelle Edle von Schreibers. AAA. (1. 813. —II. 81 S.) —Im I. 1799 Jhro Gnaden Johann Baptist« Grafen von Pergen, 1779 Ferdinand Graf von Pergen, 1896 Thaddäus Edler v. Berger, 1825 dessen Erben, 1845 Franziska Gräfin Hardegg. — Gabriel Graf Choiseul-Daillecourt. S'S'ck. (1.8 >2. — 11.829.)— Durchhaus.— Im 1. 1799 Hrn. Fran- cisci Fabri von Rosenstock seel. Erben, 1779 Franz von Kraus, 1787 Franciska von Kraus, 1795 Rudolph Edler von Kraus, 1812 Leopold Graf Podstatzky-Lichtenstetn, 1825 Heinrich Samuel Kaan, 1828 Gräfin von Hardegg. — Friedrich Graf von Fünfkirchen. SSL. (I.8IS, 811.-11.821,822.) — Im 1. 1799 Herr Adam Hammer Sattler, und ein zweites Haus: Hr. Martin Zlinßky scel. Erben, ein Baad- und Eck-Hauß, 1779 Melchior Rathgeb, 1819 Elisabeth Burckhardt, 1811 Karl Edler von Pillowitz. — Joseph August und Caroline Elz. Zusammengebaut wurden diese beiden Häuser um 1759, nachdem um diese Zeit auch die Bäder in der Stadt ihr Abkommen erhielten, 19 * 148 55S (I. 809.—11.823.) — 3m 1.1700 das Schlüsselburgische Haus genannt. — Hrn. Mathias Carl Schweitzer seel. Erben, 1770 Gabriel von Stettner, 1783 Franciska von Stockmayer, 17SS Ignaz Würth, I8LS derselbe. — Theresi a R iedl. 555. tl. 808. -11.824.1 —3m 3. 1700 3hro Gnaden Hrn. 3oh.Mar, Freiherrn von Putz seel Erben, 1770 Leopold Graf von Draskowitz, I7S5 Mich. Graf von Betsay, 1808 Bruno Neuling. — August Graf von Breun er. Am Thorschlusse ist die 3ahreszahl I5S8. 558. (1.807. — II. 825 ) — 3m 3- 1700 Hr. Georg Degetz, Schlosser, 1770 Franz 3oseph Wandrath, 1806 Jacob Edler von Mennin- ger, 1820 Barbara Edle von Mcnninger. — Müll er'sche Erben. 550 (1.806. — II. 826.) — 3m 3.1700 Hr. 3oh. Georg Höffenstock, N. Oe. Regierungs-Secretarius, 1770 Ferd. von EngclShofen, 1795 Leopold Edler v. Mießbach, 1820 Leopold Gölis. — 3 osepha und August Wedl. 580. (1.805. — — Schild zum rothen Engel. — 3m 3. 1700 Hr. 3ohann 3acob Gottfried Graffeu seel. Erben, 1770 Theresia Hillebrand, 1789 deren Erben, 1795 Maria Anna Maurer von Kro- negk, 1820 Franz L'av. Mayer.— Franz Ritter von Heintl. 7-57- 58L. (I. 804. — II. 828.) — 3»l 3. 1700 Hr. Franz Adam Pfann, Kayserl. Haubt-Mauth-Ampts Officier, 1770 Christian de Pauli, 1783 Franz Ferdinand de Pauli, 1787 dessen Erben, 1795 3oseph Freiherr von Managetta, 1822 Magd. Pazzin. — Albert, Louise und Friedrich Bauer. 582. (I. 803. — II. 829.) — De Pauli'sches Stiftungshaus. — Bor Alters die sogenannte Heydenburse. Diese Universitäts-Stiftung wurde 1484 von Paulus Wann von Kennrat, Doctor der Theologie und Canonicus bei St. Stephan, gestiftet und ursprünglich nach seinem Vornamen Paulus-Burse genannt. Mit anderen Stiftungen vermehrt, nahm diese Burse verschiedene Namen an, am gewöhnlichsten kommt sie unter jenem der Heydenburse vor, und selbst dieses Haus, welches ihr Eigenthum war und in der Folge von den 3esuiten in ein Seminarium verwandelt wurde, trug lange diesen Namen. Stach der Aufhebung desselben wurde das Gebäude an Ignaz Leopold de Pauli von Enzebühl verkauft und in der Folge in »in Stiftungshaus dieser Familie verwandelt. Solcher Kursen oder Universitäts-Stipcndien-Stistungen gab es noch mehre, z. B. die Spreng- oder Lämml-Bursa, die Rosenbursa, die Schlesierbursa, die Lilienbursa und der Goldberg, von deren einigen später die Rede seyn wird. Der Namen Bursa oder wie man vor Alters sagte: Bursche, stammt von dein lateinischen Worte üur8A, Tasche, Beutel, Säckel her, aus welchem die Stipendien bezahlt wurden und welches Wort, als Anstalt oder 3nstitut, man auch im Deutschen in dem Kammer-Beutel der Kaiserin Maria Theresia findet. Daraus stammt wohl auch der in der Folge für alle Studirenden so oft gebrauchte Name Burschen, welcher Anfangs wohl nur den St>- I ^»»^^»'-o^»»»^«^' ^»»7» T^V-E^ ^»»»^ / ^ »r^ ^ »»»»^ ^--7 «/r/3^ r^LL X-/^k?. . Xs^7. k Vl' ^ -^^7 «. r //^^r «,- ^r '/ -5^ ^-»»«^>? ^ F /§/ ///^ c, ^ /^?<^ ^Oc-r^L" '-»^i».^ -»--^«r-< L- t^/«^. )»»» 9- /7-^^ ^-«7»r,»-«^ IS3 Remuneration genießt. — Knäffl'sches Stifthaus. Unterhalb einem Marienbilde steht: tzui k»o is vi», «lio wento pia. lUsri». 1651. 808. (1.965. —H. 858 ) — Im I. 1684 Thomas Lorandi, 1766 Hr. Heinrich Christoph Schwegler, Orientalischer Tollmetschcr, 1775 Barbara Radler, 1787 Barbara Jeitner, 1795 Joseph Graf, I8ÜS Barbara Graf, 1822 Joseph und Elisabeth Bürchner. — Jos. B ü r ch- ner's Erben. 800. (1.966. —II. 859.) — Schild zur Dreifaltigkeit. — Sonsten das Copeinlerische Hauß genannt, 1766 Hr. Bernhard Ruehl von Lantzen, deß Innern Raths, 1775 Jakob Mittermaper, 1783 Simon Jauffner, 1787 Sabine Jauffner, 1795 Sabine Tratschko, 1822 Johann und Regina Thiard Laforest, 1828 Thiard Laforest. — Karl und Maria von Vesque Püttlingen. 810. (I. 967. — II. 866.) — Durchhaus. — Im I. 1684 Georg Zimmcrmann's Erben, 1766 Hrn. Mar Dominico Collas, Pfeidler, ein Eckhauß, 1775 Franz Komwalskv, 1783 dessen Erben, 1866 Franz Messer, 1822 Katharina von Messer, 1828 Johann Bapt. Janko. — I. Ulrich Wu nd erb ald ing er's Kind e r und Johann ' Ulrich. s) 811. (1.968. — II. 861 ) — Im 1.1684 Maria Salome Faberittin, 1766 zum weissen Stiffl genannt, Hrn. Georg Rieger, Hafnermeister, 1775 Joseph Graf von Fuchs, 1822 Ignaz Graf von Fuchs, 1828 Georg Freiherr von Hauser, 1833 Caroline Freiin von Hauser. — Johann Prischel, ohne Schild. 812. (1.969. — II. 862.) — Im I. 1684 Christoph Schmid, 1766 Hr. Christoph Schmid, Hoff-Seillermeister, 1775 Franz Lav. Schmid, I. II. l>., 1795 Karl Jcßwanger, 1866 Theresia Jeßwanger, 1822 Johann Vesque von Püttlingen, 1833 die Erben. — Johann und Karl Vesque von Püttlingen. 81L. (I.9I6. —II. 863.1 —Im I. 1684 Ferdinand Wallrab, Kartenmaler, 1766 Hr. CaSpcr Zeur, Kays. Hoff-Trumpeter seel. Erbe», 1775 Johann Rotter, 1795 Elisabeth Rotter, 1822 Franz Frey- Herr von Albini. — Franz Joseph Freiherr von Albini'S Erben. 81A. (I. 911. — 11.864.) — Im I. 1684 Johann Georgio, 1766 Hr. Georg Neuhauser, Brandwein-Brenner, 1775 Johann Pitroff, 1866 dessen Erben, 1822 Johann und Theresia Nagel, 1828 Casper Tc- pfer, 1833Anna Nagel. —Anton iaEdlevon Schiller und Maria Elisabeth Bartel. 815' (I. 912. - II. 865.) — Im 1.1684 Anna Maria von Zeiß, 1766 Hr. Hubert Dosani seel. Erben, anjetzo Hr. Fabrizi, Reichs- Agenten's Hauß, ein Eckhauß, 1775 Ignaz Heyinger, Buchdrucker, 1783 dessen Erben, 1787 Elisabeth Heyinger, 1795 Anton Joseph Hirnschall, 1866 Elisabeth Marquard, 1822 Jakob und Katharina Drescher, Anna Ekard und Hirnschall'sche Erben, 1828 Jakob IS4 Drescher. — Leopold Graf von Podstatsky-Lie chten- st ein. 818. (1. 897. — H. 866.) — Schild zum schwarzen Äkadl. — Im 3. I7VÜ Hr. Mathias Ztlhamber, Rom. Kayserl. Mas. Statt Guardi Hauptmann, ei» Eck, MS Joseph Radlmacher, 1783 Fran- ciska Radlmacher, 1788 deren Erben, 1795 Maria Franciska Radlmacher, 1810 Andreas Stadtler, 1822 Andreas Stadtlersche Erben, 1822 Cacilia Stadtler'sche Erben. — Stadtler'sche Erben. Von dem im Jahre 177S gewesenen Besitzer stammt der Hausschild her. 812. (1.898.—II.867.) — Durchhaus. — Im I. 1780 der grosse Ramhoff. Hrn. Casper Pfister, Kays. Bau-Uebergeher gehörig, MS Daniel Zech von Zechenfeld, 1783 dessen Erben, 1886 Ferdinand Preuer, 1822 Christoph Ritter von Andrä. — Franz Ritter v. _ An drä und Christoph Ottomar von Spill mann. 818. (I. 899. — II. 868.) — Im I. 1684 Georg Korber, 1788 Herr ,/ Andreas Bachmann, Seillermeister, MS Beatrir von Bachmann, l78S Johann von Bachmann, 1787 dessen Erben, 1822 Lohann von Koller. — I ako b Michael L e i des do rf. HIV. (1.900. — 11.869.) - Im I. 1684 Sebastian Wenist, Bäcker, 1788 Hr. Sebastian Wennisch, Beckenmeister, 1775 Barbara Langbacher, 1795 Johann Michael Nagel, 1688 Theresia Nagel, 1822 Michael Nagel, 1828 Nage l'sche Erben. 820. (1.901. — 11.870.)— Im I. 1684 dem Himmelport-Kloster gehörig, 1788 Jhro Ercellenz Hrn. Generalen Graffen von Daun, MS Emanuel Graf von Taroukka, 179S Franz Graf vou Taroukka, 1886 Eleonora Fürstin von Liechtenstein, 1822 Leopoldine Fürstin von Grassalkovich, 1828 Anton Fürst von Grassalkovich, 1833 Graf Jer- moleff. — Franz Graf von Colloredo-Wallsee 821. (1.902. — II. 871.) — Managetta'sches Stifthaus. 1684 Mathias Zacher Gastgeber. 1788 schon das Managettische StifthauS genannt. Johann Wilhelm Managetta, Edler von Lerchenau, Doc- tor der Medizin landschaftlicher Proto-Medicus und kaiserlicher Leibarzt bestimmte in seinem letzten Willen 1661 sein Haus (s. Nr. 904) und seine Bibliothek zu einer ewigen Stiftung und zur Erziehung seiner Nachkommen und Verwandten. Die Kinder, welche in diese Stiftungeintreten wollen, müssen entweder in männlicher oder im Falle wenigstens in weiblicher Linie von der Familie Managetta abstammen. Der Nächste vom Stifter in gleichem Grade, aber der ältere an Jahren, hat den Vorzug. Die Präsentation haben die Managetta'schen Verwandten und Stiftungs - Conservatoren. 822. (1.838. —11.872.) — Schild zur goldenen Ente. — Im . 1684 3oh. Creinitz, 1.1708 zur gülden Enten genannt, das Schenck- und Gafthauß, Hrn. Johann Georg Planck gehörig, ein Eckhauß. Ein altes Gasthaus, das unter demselben Schilde schon 1688 bestand, und seit MS der Familie Tauscher zugehört. —Ma thtas Tauscher. ^ >^^»«»«1^-3«^«»^»«-»rHk ^ <^5 !»' 1- ^5 ^5// . ^ ^.- ^ «L^. ! <5L/. ///^ !l «^45 Lf^^ -fL/. /FL»^/ ^»r/ //^.) //A^ », »^o^ ^ä^r^»-»»' ^ S»«^^ 1 I ISS 822 (1.839.—11.873.) — Im I. 1700 vorhin das Wagnerische Hauß genannt; der Röm. Kays. Mas. Rath und Proviant Ober-Commi- sari, Hr. Frantz Carl von Grimberg, 1775 Freyherr von Russenstein, 1733 Joseph» Freyin von Russenstein, I7SS Ignatz Michael von Saatz, 1806 Johann Huber und Heinrich Digelt, 1322 Theresia Freyin von Gärtner, 1828 Friedrich Freyherr von Gärtner.—Sophie von Mühlw erth. 824. ll. 840. — II. 874.) — Schild zum grünen Rößel. - Im I. I7VV zum grünen Rößel genannt, ein Eckhauß, Hr. Michael Kasius, Huffschmid, 1775 Elisabeth von Dier, 1795 Elisabeth Freiin von Matt, 1812 Ignaz Freyherr von Matt, 1824 Thomas Edler von Cappelini. — Von Cappelini's Erben. — Im Hofraume zeigt das Gebäude durchaus sehr alte Bauformen. 825. (1.890. —II. 875.1 —Im J.1700Hrn. Johann Michael Pasoly, Roßhandler seel. Erben, 1775 Leopold Freiherr von Moser, 1795 Karl Freiherr von Moser, 1829 Andreas Saager. — Johann und Theresia Obenheime r. 826. (I. 891. —11.876.) — 1884—1708 mit dem vorigen ein Haus. 1775 Philipp Hackel, Baumeister, 1783 Barbara Hackel's Erben, 1795 Barbara Schwarzleitner unv Magdalena Prückmayer, 1808 Joseph Graf von Fuchs. — JosephAdelpodinger und seine Söhne Joseph und Franz. Bis 1785 der k. k. Senftenstall. 822. (1.892.—11.877.) — Schild zur «euen Welt. — Im 2. 1858 besaß Obrist Fcrnberger ein Haus in der schon damals also genannten neuen Welt, neben welchem sich die Stallungen der ver- wittweten Kaiserin Eleonora (des Kaisers Ferdinand 111. hinterlas- sene Gemahlin) befanden. In der Folge wurden dieselben cassirt und zu einem größeren Hause verbaut. 1884 besaß dieses Haus Ambros Frank, Gastgeber. 1700 ein Gast- und Wirts-Hauß, zur neuen Welt genannt. Hrn. Conrad Henckl deß Äußern Raths gehörig. 1770 gehörte es Karl Lang, Stadtsequester, 1783 Franz Lang, Landgerichtspraktikanten, der es noch 1806 besaß, 1820 gehörte es bereits Theresia de Traur. — Louise und Theresia Freiin» en de Traur, kein Gasthaus mehr. Ober dem Th»re ist die Jahreszahl 1643. 828. (1.893.—11.878.) — Becherlhof. — Zm I. 1684 der Nam- Hof genannt, Johann Kudcrl; 1700 der kl eine Ramhof, Fr. Ursula Spiegler, 1700 dessen Erben, 1775 Elisabeth Reichhart, 1808 Leopold s< Baron von Dollberg, 1820 Leopold und Aloysia Stieböck. — I. M. - Offner. _ 826. (1.894.—11.879.) — Durchhaus. — JmJ. 1700 Hr. Segel- sperger seel. Stifft, denen Closter-Jungfrauen zu St. Jacob gehörig, 1775 Anna Schwarz, 1783 Joseph Tobias Schwarz, 1806 Anton Schwenk, 1822 Christoph Ritter von Andrä. — Franz Ritter von Andrä und Christoph Ottomar von Spielmann. 826. (1,887. — 11.880.) — Im 1.1700 Hr. Ehrhard Ulscs, Zim- ISS mermeister, 1775 Joseph von Reissenstein, 1886 Anton von Reiffenstein , 1822 Josepha Edle von Lüerwald, Mar Edler von Jakobi, Maria und Regina von Monaldi und Thekla von Reissenstein, 1828 Mar Edler von Jakobi. — Julius Rikter von Hutter s- thal, Thekla von Reißen st ein und Mar Edler von Jakobi. 831. (1.888. —11.881.) — Schild znm schwarzen Adler (mit dem Jahre des Neubaues 1789). Im I. 1684 Wilhelm Candri, I7SV zum schwartzen Adler genannt, Hr. Wilhelm Candri, Seiden-Färber seel. Erben, 1775 Wikwe Domeslau, 1783 Franz von DomeSlau'sche Erben, 1795 Joseph Ransonet, 1886 Josepha Ransonct, 1822 Maria Clara Freiin von Ransonet, 1828 Maria Freiin v. Schwizen. 832. (I. 889. — II. 882.) — Im 1.1788 rum rotben Stern genannt, Hr. Johann Breuner, General-Stabs-Barbierer, 1775 Maria Theresia Rettig, 1795 Katharina von Scheurer, 1888 Ignaz Adler, 1824 Ignaz und Franz Lav. Adler. 833. (1.883. — II. 883.) — Neubergerhof. — Dieses Haus kauften 1331 die Herzoge Albrecht und Otto der Fröhliche vom Meister Heinrich, dem Pfarrer zu St. Stephan, und schenkten es ihrer Stiftung der Karthanse zu Neuberg in Slepermark. Noch früher hatte es dem Chorherrn zu St. Stephan, Jordan, zugehvrt. Nach Aufhebung des Stiftes kaufte Graf Appony 1798 dieses Haus, 1796 verkaufte er es an Heinrich Grafen von Haugwitz, 1885 wohnte hier der französische Marschall Oudinot, 1846 wurde das Haus um ein Stockwerk erhöbt und durchaus restaurirt. — Johann Müller. 831- (I. 884. — II. 884.) — Im I. 1684 Johann Jakob Freiherr v. Fricdstein, 1788 Hr. Frantz Adam Fröschl, p>,il. Ilr. und N. Oe. Landschafft Buchhalterey Adjunct, 1775 Franz von Kreß, 1783 Elisabeth von Kreß, 1787 Lorenz Holstein, 1795 Ignatz Avler. — Ignaz Adler. 835. (1.885. —11.885.) — Schild znr goldenen Bethen (Rosenkranz). — Im 1.1788 Jhro Hochwürden Hrn. Bernhard Sandes. 1775 Franz Baader, 1886 Joseph Krammcr. — Friedrich Pfautsch. 83V. (1. ,358- — II. 886.) - 1787 Adalbert Hild, 1795 Juliana Hild, 1822 Hild'sche Erben und Joseph Lang. — Hild'sche Erben. Zu diesem Hause wurde ein Theil des ehemaligen Klosters der Nikolaerinnen verbaut, welcher 1784 die Nr. 1358 hatte. Dieses Jungsrauen-Kloster entstand schon 1275 durch den Abt Heinrich von Heiligenkreuz und dem Wiener Bürgermeister Paltram Batzo. ! Die ersten Nonnen waren von der Regel des heil. Bernhard, welche sich 1385 mit jenen in dem damaligen größeren Kloster vereinigten. JhrGe- bäude kaufte Herzog Albrechl lll. und errichtete daselbst eine öffent- j liche Schule. 1469 bestimmte Kaiser Friedrich lll. Kirche und Klo- / ster für den von ihm gestifteten St. Georgs-Orden, welcher jedoch Anfangs des 18. JahrhunderteS wieder erlosch. 1529 flüchteten sich die ^ s > ^L. ) "-?»H E I I M- r? t< > 157 Canonissinen bei St. Magdalena vor dem Schottenthor in das leerstehende Klostergcbäude zu St. Nikola. 1539 errichtete Bischof Johann Faber daselbst ein Collegium für arme Studenten. Aber auch diese Stiftung hatte nicht lange Bestand und 1545 wurden Kirche und Kloster den Franciskanern übergeben, welche ebenfalls 1529 ihr Kloster bei St. Theobald auf der Laimgrube verlassen und sich seit dieser Zeit ziemlich enge bei St. Nupprecht beholfen hatten. 1589 wurde ihnen das Kloster zu St. Hieronymus angewiesen und nun verwandelte der Magistrat daö Gebäude zu St. Nicola zu einem Waisenhause für arme Mädchen, welches bis 1624 bestand, in welchem Jahre Clarisser-Nonnen aus Ungarn daselbst ausgenommen wurden. lb52 wurden Kirche und Kloster neu gebaut, 1698 und 1786 aber vollends in schönem Stand hergestellt, 1782 wurde das Kloster durch Kaiser Joseph aufgehoben, und an dessen Stelle vier Häuser (Nr.836, 883, 884 und 885) erbaut. 835.' (I. >359. — II. 887.1 — Im I. 1884 Johann Kneifel, 1700 Simon Mayr, Schustermeister, I78S Joh. Paul Ueberbacher, Wagncr- meister, 1795 Andreas Kowatsch, 1828 Wenzel Tetauer und Maria Magdalena Löschner. — Friedrich und Elisabeth Friedrich. 838 . (1.1360. - ll. 888.) — Im I. 1684 erscheint als Besitzer: Pe-X ter Wendler k. Stadtaericktsbeintzer . 1788 nack Sckan. Sckutz -c.'kc '- I , ? s aß es : Hr . Hanß Fischer, Aprener Kipffl-Beck, ?um arünen A naer genannt. De r besondere Ausdruck: Avrencr^Ipfelbäck, nämlich^wi ? n iärHüt zu Tage zu sagen pflegt: Lurusbäcker (Bcrfertiaer de r t s öäenanntm lMssrb en Kipfel ), welcher in dem Büchl ein nickt z um ) rweitenm ale vorkönunt, beweist, d>iß däiMtl^^iese' ArhHäck erei noch n ichssallaemein war. Der Neubau aeschab 1784 und dererste Besitzer war Friedrich RoÜeder, 1795 Barbara Rour, 1822 Maria von Kratzer, Barbara Bauernfeind und Geschwister Rour, 1828 Joseph Ferdinand Rour und Maria von Kratzer. — Maria von Kratzer und Rour'sche Erben. 830 . (I. 875. — H.88S.) — Im I. 1684 Mathias Weithofer, 1788 Georg Sallisch, Bettenmacher, 1775 Johann Promberger, Schuster, 1783 Johann Promberger, Schnürmacher, 1795 Franz Wappel, 1886 Joseph» Kastellitz, 1822 Maria Anna Gvldhann. — Franz und Joseph Gvldhann, Katharina Vaner und Anna Szeth. 840. (1. 876. — ll. 898.) — War früher ein Theil von Nr. 844, 1775 Kilian Rappel, Bäcker, 1795 Katharina Rappel, 1886 Anna Goldhann, 1828 Anna Gvldhann und deren Kinder. — Gold- hann'sche Erben. 841 . ( 4 . 877. — 11. 891.) — Im I. 1684 war das Haus'Eigenthum der Joh. Konr.Kremer's Erben, 1788 Johann Conrad Cremmer, Kays. Hoff-Medicus, 1775 Kilian Rappel, 1787 Katharina Rappel, 1822 Franz und Joseph Goldhann, Katharina Pauer und Theresia Szeth, 1828 Maria Anna Goldhann. — Goldh ann'sche Erben. Schon 1585 haftete das Bäckergewerbe auf diesem Hause, damals von der Wittwe Katharina Albrechter betrieben. Bis 1639 folgten 12 Meister in ununterbrochener Reihe fort. DaS Bäckerae- werbe betrieben damals die Eheleute Peter und Eva 843. (1.878. — H. 8S2.) — Nr. -84 1 -e- i - n - 1775 Anton Ernst von Schmerling, 1795 Schmerling'sche Erben, 1890 Sebastian Edler von Schmerling, 1808 dessen Erben, 1828 Joseph Edler von Schoterling und Josepha von Martinelli. — Joseph Edlen von Schmerling's Erben und Anton Wachtel. 84S. (I. 879. — II. 893.) - Im I. 1884 Benedict Eberl Thumherr bei St. Stephan, 1700 Otto Meisten sel. Stifft, beim Ritter St. Georg genannt, 1775 Barbara Edle von Smittmer, 1783 Anna Maria Edle von Smittmer, 1787 Edle von Smittmer, 1795 Anton Freyherr von Stork, 1896 Maria Anna Freyin von Störk, 1825 Anna Freyin von Storck.— 1829 Leopold Edler von Helm. 844. (1.880 — 11.894.)— Im I. 1799 ein NebenhauS des folgenden, Karl Schmauscr, (Meßner bei dem hohen Thumbstift St. Stephan) gehörig, 1775 Mathias Georg Gerl's Erben, 1898 Anna Gerl, 1829 Steinböck- und Gerl'sche Erben. 845. (1. 881. — II. 895.) — Im I. 1799 hatte dieses HauS den Schild zum rothen Kreuz, vorher auch zum grünen Kreuz, dann wurde es der kleine Bischofhof genannt. Es gehörte damals wie das vorige Karl Schmauscr, Meßner bei St. Stephan, 1789 Mathias Gerl und hatte folgende Inschrift: v. O. iH. Vutori. 8. Alarrao VirZ de Victoria Patron»« Iias Xedes X. kl.8 iHl166l.Xl. »kan- damentis suseitatis dev. 6Iieu. iU»tk^6eri »edii. 6»td»r. llxor tolaque pawili» 0.V.I1., welche die Zeit der damaligen Erbauung bezeugt. 1795 gehörte es den Gerl'schen Erben, 1898 Philipp Victor La Roze, und hatte den Schild zu Maria Pötsch; 1829 Maria Anna La Roze und Therese Edle von Braulich. — Therese Edle von Braulich. 848. (1.882. —11.896.) —Trienterhof. — Ein uraltes, früher zum Erzstifte Trient gehöriges Stiftungsgebäude, welches 1755 ganz neu erbaut wurde. — Dem Wien er-D o mcap it el gehörig. Folgende Inschrift bezeugt die Zeit der neuen Erbauung: 6a- pitulnm wetro. Vieonae das »edes kunditos extrnxit HH166I.V. 84T. (1.866. — II. 897.) — Im I. 1684 Johann Jakob Therme», kais. Traband, 1799 Hrn. Philipp Schernagl, ZeugschmidS-Hauß, 1775 Klosterfrauen bei St. Nicola, 1783 k. k. Gebäude, 1787 Franz Unverzagt, 1795 Johanna Gräfin von Unverzagt, 1822 Leopolvtne Gräfin Harnancomt-Unverzagt. — Hubert Graf von Har- nancourt-Unverzagt. 848. (I. 867. — II. 898.) — Fähnrichhof. — Im I. 1884 Jo- / Hann Conrad Ludwig, 1799 Hr. Joh. Conrad Ludwig, deß Auffern ! Raths und Buchbinder, 1775 Benedikt Siwer, Bierwirth, 1795 des- ! sen Erben, 1898 Franz Paur, 1822 Elisabeth Paucr. — Peter - Prev ost, Durchgang in den Fähnrichhof. (Blutgaffe.) MI wurde die Bewilligung zum Neubau erthetlt, > -o.^ 5_ r 'r itzM »s 84V. (I. 868. — II. 8S9.)— Durchhaus. — Im I. 1684 Christof Hingerla, 1700 Herr Gregor Wißbaindner, gemeiner Statt-Steur-Die- ner seel. Erben, 1775 Franz Wallner, Gürtler, 1787 Carl Wallner, 17S4 Clara Wallner, 1812 Georg Darvar, 1824 Anna Franciska von Malanitza. — Anna Malanitza de Stamora. 85V. (1.843. — II. 900.) — Durchhaus. — Früher die Zuristen- und Piaristenschule genannt. — Dieses nicht zur Universität gehörige Gebäude der Juristcn-Schule sammt den darin befindlich gewesenen zwei Capellen des heiligen Ivo schenkte Herzog Albrecht 111. 1389 der juridischen Facultät zur Abhaltung ihrer Vorlesungen und zur Wohnung der Professoren. Von diesem Gebäude, welches an der Ecke der kleinen und großen Schulenstraße liegt, sollen auch diese beiden ihren Namen erhalten haben. Durch eine Schenkung des Magisters Coloman Kolb wurde das Gebäude 1397 vergrößert; 1534 wurde die Juristenschule zum Theil vom Grund aus neu erbaut, zum Theile reparirt, brannte aber 1628 wieder gänzlich ab; 1638 beschlos die juridische Fakultät bei dem neuen Baue auS den vorigen zwei Capellen eine Kirche sammt Glockenthurm zu Ehren des heiligen Ivo zu erbauen, welche von dem Schotten-Abte Waldersin- ger eingeweiht wurde. Nachdem die Kaiserin Maria Theresia das neue Nniversitätsgebäude hcrgestellt und in demselben der juridischen Facultät Hörsäle und den Professoren Wohnungen angewiesen hatte, wurde cs 1785 an die Piaristen verkauft, welche in demselben Lehrsäle der Schönschreibekunst, der Cameral-, doppelten Buchhaltung und derWechsel-Rcchnungskunst errichteten, welche daselbst bis 1788 geöffnet waren. In diesem Jahre aber wurde auch dieses Institut ausgelassen und das Haus sammt der entweihten Kirche an einen griechischen Kaufmann Nako von Millos verkauft, und 1790 zu einem Wohnhause verbaut. Von der Kirche wurde der Kauf- schillung von 3843 fl. der Universität, von dem Hause jener von 37,606 fl. den Piaristen übergeben. In neuester Zeit wurde das HauS durchaus reparirt, und noch ein Stockwerk darauf gebaut. — Alerander Graf v. Nako. 851« (1.844. — II. 901.) — Im J.1700 Hoessgang Stisst, oder Hrn. Hendallers seel. Erben, jetzo Hrn. Michael Raubentisch, Wasser- brenncr (Destillateur), 1775 Johann Wcinhappcl, 1795 Weinhappel- sche Erben, 1808 Joseph Appel, 1820 Franz und Josepha Böhm. — Joseph« von Tonelli. 852. (I. 845. — n. 902.) — Schild zum König von Ungarn. — Durchhaus. — Im I. 1684 Ferdinand Hanthaller's Erben, 1700 zur weissen Rosen genannt, Hr. Michael Zwick, I. H. v. seel. Erben, 1775 Joseph Steinbach, 1783 Maria Josepha von Windkopf, 1789 deren Erben 1795 Maria Anna von Bolza, 1822 Georg und Katharina Wuester, 1828 Katharina Wuester, 1833 Georg Wuester. 85L. (1.846. — 11.903.) — Im 1.1884 Michael Zwickh, 3. II. v., 1700 Hr. Hanß Amstoffer Stisst, ein Beneficiat-Hauß, 1775 Jo seph Camesina, 1783 dessen Erben, 1806 Johann Baptist Ritter von ISO Lampi. — Joh. Bapt. Ritter v. Lampi, Christoph Dreher und Karoline Gcistinger. 85A. (1.847. — n. 904.) — Schild zum grünen Baum. — 3m 3- 1700 Grün-Nußbaumb, ein Beneficiat-Haust zum Bischoff-Hoff gehörig. Dieses Beneficiat ist ein altes Besitzthum des Wiener-Domkapitels, das bis in die Zeiten der Pröpste zu St. Stephan hinaufragt, 1770 kommt Cardinal Migazzi als Besitzer vor, 1783 das Domkapitel, 1830 das Wiener-Erzbisthum, in neuester Zeit wieder das Domkapitel. — Dem Wiener-Do mcapitel gehörig. 855. (I. 848. - II. 905.) — Durchhaus. — 3m 3. 1684 dem Wiener Bisthum gehörig; 1700 Hr. Casper Fritsch, Schuhmacher und Bierschenck, 1775 Georg Gebert, 1783 Eva Maria Gebert, 1795 3ohann Finkenstein, 1822 Theresia und Katharina Finkenstein. — Finkenstei n'sche Erben. — Eine der ältesten BierschenkeninWien. 856. (1.829. — II. 908.) - Durchhaus. — 3m 3. 1684 Melchior 3gnaz Nihso, 1700 3hro Gnaden 3ohann Ehrnreich, Freyherrn von Opl, sonsten das Niphoische, ein Eck-Hauß. 1770 Baptist von Mayersseld, 1787 Angersfeld'sche Erben, 1806 Friedrich Baron von Rieger, 1822 Elisabeth Frciin von Rieger und ihre vier mündigen Kinder. 1847 -1848 neu umgebaut. — Elisabeth Frciin von Rieger's Erben. 855. (I. 828. — II. 909.1 — 3m 3. 1684 Melchior Linck, Fleischha- cker's Erben, 1700 Hr. 3ohann Georg Linck, Kayscrl. Statt-Guardi- Lieutenant, 1775 gehörte es Franciska von Gall, 1783 den Pfann- schen Erben, 1806 Maria Theresia von Wenser, 1822 Eduard und Natalie de Carro, 1828 Rosina Stöckel von Gerburg. — 3 ose pH Hornung's Erben. 858. (I. 827. — II. 910.) — Schild zum rothen Rößel. — Durchhaus. — 3m 3. 1684 Mathias Puttermann, Schmid, Erben, 1700 Hr. Michael Casius, Hueffschmid, 1770 3gnaz Hohenholz, später von Hohenholz, 1806 3ohann Peter Edler von Bou- varv, 1820 Karl Spurzheim. — Magdalena Spurzheim, 856. (1.826. — II. 9II.) — 3m 3.1684 3akob Puttermanns Erben, 1700 Hr. Daniel Zeißlmayer, des Aeusseren Raths, 1770 3oseph Timmer, 1783 dessen Erben, 1795 Franz von Svnnenfels, später Freiherr, 1820 Alexander de Allard. 3oseph Graf von Sedl- nitzky, 866. (1.825,840. — II.9I2.)— Schild zum rothen Gattern. — 3m 3. 1684 3akob Rehna, 1700 Herr 3ohaun Mentzel Weberstnck, kayserl. Hoff- Riemer, zum rothen Gattern genannt, 1775 Benedict Egelsecr, 1795 3oseph Mayer, 1802 3ohaun Riedl, 1806 Franz Hof- bauer, 1820 Anna Hofbauer. — Franz und Appolonia P oS- pischil. Aus den Häusern Nr. 825 und 841 durch 3oseph Mayer 1795 neu erbaut. Letzteres, zum guten Hirtrn, gehörte 1789 Anton Dohner, X ^ I ^x^?- A" ^ >«r«/ »^»' - /i^ ^ , ! >»-»- . ^ ^ §^/' ^ ' /- -, ^o, ^ ^ . ^ -»r»8 ^. 6. -Ät.r«^^,^^' ^ S^/F-'. ,- F /6>F ^ ^-^»F ^ 25 ^ ^ ^ <^. F^/'- 161 86t. (I- 824. — H. 913 ) — Durchhaus. — Im I. 1684 Alexander Winckhlcr, 1700 das I>r. Hollerische Hauß genannt, Hr. Johann Ludwig Edler von Wolffscron, 1770 Johann MartineÜi, später von M., 1820 Johann v. Mainoni. — Dominik v. Mainoni. 862 . (1.823, 842. — II. 914.) — Um 17SÜ aus zwei Häusern in eines zusammengebaut. Das erste, Nr. 823 besaß 1884 Thomas Kolb» 1700 Johann Knopp, Sattler, 1775 Elisabeth von Dambosch, 1783 deren Erben, 17SS Jsabella Freiin von Natorp. Das zweite, Nr. 842 besaß 1684 Mathias Pauer, 17ÜV Andreas Zwickl, Schneidermeister und Bierschenk, 1775 Elisabeth von Dombosch, 1795 Jsabella Freiin von Natorp. Das neue Haus besaß 18Ü6 Joseph Dworsky, Adalbert Haberlein und Andreas Zierl.— Theresia Haberlein und ihre Kinder. 863 . (1. 822. — II. 915.1 — Durchhaus. — Im I. 1684 Tobias Augustin Sckmidt, 1766 der Mädlsperger-Hosf genannt, Schmid's seel. Erben, 1770 Joseph von Lebzeltern, 1783 Georg von Lebzeltern, 1787 dessen Erben, 1866 Adam Adalbert Edler von Henikstei». 1862 wurde dieses Haus vom Grunde neu erbaut. Der Name Mädlspergcr-Hos stammte von einem früheren Besitzer, wahrscheinlich aus dem Anfänge des 17. Jahrhundertes, da er von dikser Zeit bis 1726 am häufigsten vorkommt, obschon er auch noch in dem ersten ämtlichen Häuser-Nerzeichniß vom Jahre 1776 Madlspurger-Hof genannt wird. ES ist auch als das »Lebzelterhaus» bekannt.— Ritter von Henik stein's Erben. 864 . (1.821. —11.916.) — Im I. 1684 Philipp Jakob von Karlshofer , 1766 Jhro Gnaden Otto Felicita Grasten v. Heissenstcin seel. Erben, ein Eckhauß, 1776 Melchior Edler von Raithgeber, 1795 Joseph Graf von Fuchs, 1825 Graf v. Najazzi, 1829 Franziska Würth, — Conrad Graf. 1844 neu aufgebaut. 865 . (1.820. — 11.906.) — Im I. 1684 Mathias Ostermayr, 1766 Hr. Peter Pigino, Handelsmann, 1775 Anton Ziernhofer, 1783 Karl August von Dörfler, 1787 Freyin von Menten, 1866 deren Erben, 1822 Joseph Mayer, 1828 Franciska Nosenberg, 1833 Joseph Ries. — Franciska Ries. 866. (1.819. — II. 917.) — Schild zum Strobelkopf. — Im I. 1684 Nik. Clar, 1766 Hr. Zacharias Adalbertus Hüttner, 3. II. v., 1775-1795 Joseph Weninger, 1825 Johann Jesovits. — Theresia I e s o v i t s. Dieses Haus wurde in frühester Zeit von Rudi und Ludwig v. Tyrna in eine Stiftung verwandelt, über welche noch 1466 Bürgermeister und Rath Lehnsherren waren, 1556 besaß es Bernhard Schlager. Nach dem Stadt-Archiv war es früher ein Haus mit dem folgenden. 86S. (I.8I8. - II.SI8.) — Ä. K. Briefpost. — Durchhaus. — Im I. 1766 Das Kayserl. Müntz-Hauß. — Schon 1426 kommt es als Münzhaus vor. Nach dem Ankauf des Prinz Eugen'schen 11 162 Palastes in der Himmelpfortgasse wurde dasselbe dorthin verlegt, hieher kam zuerst die kaiserliche KriegSkanzlei und 17Sl die Briefpost von der großen Schulenstraße. 868. ll s>7 — II. SIS.) — Großer Zwettelhof. —Durchhaus. — Dieser Hof war ursprünglich Passauerisches Eigenthum, und wurde von dem Hochstifte um 1234 an Konrad von Greifenstein verkauft. Durch Adelheid von Greifcnstein kam der Hof 1304 wieder an den Abt zu Zwettel. Als Herzog Rudolph IV. die Probstei zu St. Stephan gründete, bedurfte er für den Probst und die Domherren einer angemessenen Wohnung, und zu diesem Zwecke kaufte er vom Stift Zwettel 1361 um 500 Pfund Wiener-Pfennig diesen Hof, gab aber den Zwettleni ei» anderes HauS auf dem Graben, das sie in der Folge wieder verkauften, und dafür den Margarethenhofaufdem Bauernmarkt (Münzerstraße) an sich brachten, den das Stift in der Folge als Leibgedinge gab, und 1591 gegen ein Hans in der Schwertgaffe, der Kirche Maria Stiegen gegenüber, den noch jetzt also ge- nannten kleinen Zwettelhof, vertauschte. Dem alte» oder großen Zwet- telhof aber blieb, obschon er seit 1361 nicht mehr dem Stifte Zwettl gehört, bis auf den heutigen Tag sein alter Name. Er wurde später ein Eigenthum des Wiener-Domkapitels und war lange Wohnung des Probstes, auch der ersten Bischöfe, bis Kardinal Khlesl 1609 für den Domprobst ein eigene- Haus in der Singerstraße erbaute, den noch heute sogenannten Domprobsthof. 1768 wurde dieses Haus mit kaiserlicher Bewilligung dem Domcapitel incorporirt und dem Probst und Weihbischof von Wien ein Theil deS DomherrenhofcS zur Wohnung eingeräumt. Den alten Zwettelhof aber bewohnten fortan der Domdechant und CustoS. lUmständlicheres in den »Beiträgen zur Geschichte deS Zwettelho- fes und der darin befindlichen Katharinen-Kapelle in Wien» von Johann Fräst in Hormayr's Archiv >823. p. 704—705.) Eine Inschrift in der alte» Capelle besagte, daß dieselbe 1214 von Mangold,BischofzuPassau zu Ehren der heil.Katharina eingeweiht wurde. 1842—1844 wurde der Hof ganz neu, mit zwei Durchgängen erbaut. — Dem Wiener-Do mcapitel gehörig. 868. (1.852. — II. 020.) — Der Bischofhof. — Durchhaus. — Erzbischöfliche Residenz. — Hier bestand vor Alters der Pfarrhof von St. Stephan, welcher auch eine Kapelle hatte. Leopold von -sL6 ^Sachseiigang, der letzte Pfarrer zu St. Stephan sagt, daß dte Capelle denjenigen Märtyrern der zehntausend Ritter geweihet war, -LS? und stiftete zu dieser TM eine ewige Messe, ein ewiges Licht und für sich einen Gcdächtnißtag. Eine bei Vergrößerung dieser Capelle durch den Wiener-Bischof Anton Wolfrath 1638 in Stein gehauene Inschrift aber nennt dieselbe die dem heilige» Andreas und Achatius gewidmete Kapelle: 8aveIIum Divis ^»äronv Apostel» et Xvd»- tio Soeiisguv I>1»rt^rjdns, j»m aliw luv Vutelsrilros erevtum ^ v. 1). AIVOXXXVIII. In diesem Hause wohnten die Pfarrer bis zur Errichtung der Probstei, wo sodann die Pröbste an ihre H ^ ^ ir- ;:V>-' 'r? . °- ^^'-4^.-r>.'^.'>.»chr:' -? / Xs»r^ ^»»-' ^ /. OL^^S / 47 ^.. 165 Meister zu St. Stephan geblieben, war, daß er bis zur Errichtung der Normalschulen Rector der übrigen deutschen Schulen war. — Kirchenmeisteramt von St. Stephan. Das Alumnat wurde 180k nm ein Stockwerk erhöht. Die bei diesem Anlasse angebrachte Inschrift lautet: kinveisvo II. koman. »o Havres, Xust. Imp kvKi. Hunx. voll. 6»Iiv. Xrvii. Xust. eto. prinvipi. Xu^ustissimo piissimo llvliKiosissiino quo>t »uvto eovivsiastieorom V^ronnm Xumero iis revipionilis aeiles ti»s novn oontixnatione nmplinvit »tguv opportun» »upvllevtili in- struxit »rctiipraesul et Universum vollvKium 8»ovriiutom »r- vkisioeovsis Viennvnsis in dvnekvii t»nti memoriaw posuerunt XI. Lalen.I. sunii anno !Vll)666Vl. Die in diesem Hause befindliche Capelle wurde den 21. November 1742 durch den Erzbischof Graf Kvllonitsch eingeweiht. Das geschnitzte Frauenbild amSeiten- altar mit der Jahreszahl 1478 ist ein Uebcrbleibsel der Capelle im alten Curathause. 8H (I.86I.— I1.92S-.) —3m I. 1884 Johann Stattler, Leinwater Erben, 1780 zum güldenen Männl genannt, Jhro Gnaden Hr. Georg Frey, N. Oe. Regiments - Rath seel. Erben, 1775 Franz Maficivli, 1783 Anton Edler von Maficioli, 188k Melchior Ebler von Val- dauf. — Ignaz Rittcrvon Mack's Erben. — Jetzt ohne Schild. Abgebrochen. — Capelle zu St. Magdalena. —Diese Capelle stand neben der Stephanskirche gegen dem Stockimcisenvlatz zu, und wurde um 1338 über eine anvere Capelle, dem heil. Virgi- lius geweiht, erbaut. Papst Jnnocenz XI. begabte fie 1S9K mit vielen Jndulgenzen, und hier war auch der Versammlungsort der einst in Wien so verbreiteten Brüderschaft der 72 Jünger Christi, welche, wenn daS Altarssakrament zu den Kranken getragen wurde, dasselbe mit Lichtern, Fähnlein und Baldachin begleiteten. Den 12. September 1781 entstand in dieser Kirche aus unbekannten Ursachen Feuer, wodurch fie dergestalt verheert und zur Ruine gemachtwurde, daß fie ganz abgetragen werden mußte. Die Zeit der Erbauung der alten VirgiliuS-Capelle ist nicht zu ermitteln, doch bestand sie urkundlich schon im 13. Jahrhunderte. Abgebrochen. — Oivitolis 6nntorex oder Herren Cappel- Meisters Wohnung. — An der Ecke des StephansplatzeS gegen den Stock im Eisen, trug zuerst die Nummerirung 858, dann 926, und wurde 1888 demolirt. Abgebrochenes Hau). — (1.868. — 11.928.) — Im I. 1KS4 Hans Schwanfelner, Spängler, 1788 Hans Schwanfelner, Spänglers Erben, allwo das erste Cafe Gewölb, anjetzo Herrn Christoph Gulden, deß Aussern Raths, gehörig, 1775 Adam Joseph von Wolfenfeld, Tuchhandler, 1788 Elisabeth von Trickenberg. — Dieses Haus stand an der Ecke des StockimeisenplatzeS gegen der Stephanskirche, und wurde 1792 bei der Regulirung de- StephanS- platzeS abgebrochen. 166 8-«. (I. 862. — n. 930.) — Schild zum goldenen Becher. — 3m I. 1788 zum güldenen Becher genannt, ein Eckhauß.Hrn, Frantz Xaver Brcdl, Königl. Zahlmeister, 1775 Leopold Lengfeld, I7LS dessen Erben, 1787 3oseph Lengfeld, 1795 Theresia Fladung, 1822 Fla- dung'sche Erben. — Theresia Fladung'sche Erben 8--. (1.863. — II. 93l.) —3m 3. 1684 Herman Pulmann, Koch, 17VÜ Hr. Herrman Pulmann, gewester Statt-Koch, 1775 3gnatz Müller, 1806 A. M. Nizkin, 1822 3ohann Wiener und Anna Koch, 1828 3ohann Wiener.— Nikolaus von Perko. 8-8. (1.864. — II. 932.) — Schild zum rothen Apfel. — 3m 3. 1684 3ohann Creinitz, 1788 Hr. Thomas Xaverin Bredl, Königl. Zahl Meister, sonsten das alte Futter-Ambt genannt, 1775 Graf v. Migazzi, 1783 Sigmund Graf von Migazzi, Cardinal Fürst Erzbischof von Wien, 1787 Baron Tinti, 1795 August von Holzmcister, 1822 Franciska Edle von Holzmeister. — 3gnaz Ritter von Mack's Erben. 8-« (1.865. -II. 933.) —Deutschen-Ordens Haus.—Durchgang. — Die deutschen Ordensritter kamen bereits um 1288 nach Wien, und errichteten daselbst eine Comthurei, wozu sie eine Capelle bauten. Die jetzige, der heiligen Elisabeth gewidmete Kirche wurde nach einer unverbürgten Angabe 1216 von Georg Schiffering einem Steinmetz von Nördlingen gebaut. Der Feldmarschall Guido Graf von Stahremberg ließ sie um 1738 erneuern und in der jetzigen Gestalt Herstellen. Sie bewahrt merkwürdige Grabmäler von Comthuren des deutschen Ordens. Das Haus selbst ist ein weitläufiges Gebäude. — Deutscher OrdenS-Ritter HauS und Kirche. 88«. (1.869. — H- 934.) — Kleiner Fähnrichhof. — 3m 3.1684 Heinrich Krauß, Drechsler, 1788 der kleine Fendrich-Hoff genannt, Hr. Caspcr Schenck, Trärlermeister, ein Eckhauß, 1775 Leopold Grund, Buchbinder, 1795 Bartholomäus Waldau, 1822 3akob und Barbara Holzwarth, 1828 3akvb Holzwarth. — 3oh. und Ka- thari naMigotti. Der Eingang ist im Durchgang von Nr. 884. 881. ( 1 . 870. — II. 935.) — Durchhaus. - 3m 3. 1684 Mathias Radlmaver, 1788 Hrn. Ulrich Huber, Maurermeisters seel. Erben, 1775 3gnaz von Ma», 1787 Barbara Eschenbrucker, 1795 Ferdinand Eschenbrucker, 1886 Mathias Wandel, 1812 3akob Strauß. — Anna May er. Den 15. 3uni 1753 wurde dieses HauS durch eine groß« FeuerS- brunst zerstört.HlEs ist mit Nr. 849 verbunden. 882. (1.871. —11.936.) — 3m 3. 1684 Balthasar Hueber, Binder, 1788 dessen Erben; dieselben verschafften eS den Klosterfrauen zu St. Nikola in der Singerstraße, welchen es bis zu deren Aufhebung verblieb, 1795 besaß es Mathias Thier, 1828 Franz Thier. — Franz Kny. 883. (1.872. — II. 937.) — 3m 3. 1684 Georg Stopker, 1788 Herr 7^ L-^-'» ^ . s^L-^ /^ > //s^ «^^<^2-^ . />^>^ , <»«-/>^ ^ ^!»x,k^ ^a<ä^ ^>5-^ X ->,^^r>/r-r»i^3r»x-<«^--« "4»^, ^--»«»» «»^»»» I -qS»»r^ (ikc^ 1^ , ?. ^_ //V^ t52x^»x' . ^ Ä»^r,<^Lc-^-/ , 2^e«A, , . ^^-»»- ^ ^ / />. ^ L-^ ^ ^»«^»«< 167 Ambrosi Maximilian Arbeffer , N. Oe. Landschaffts - Rentmeister» 1775 Dominik Maul, 1783 k. k. Gebäude, 1787 Mathias Thier, 1822 Franz Thier. — Fra nz Knv. 88ck. (1.873. — 11.938.) — Große, Fähnrichhof. — Durchhaus. — Im I. 1700 Hr. Georg Suttinger Stiffthauß, zum Kloster St. Nicolai gehörten auch zwei Zinshäuser, nämlich Georg Sut- tinger'S Stiflhaus mit der alten Nr. 873 und das sogenannte Bäckerhaus Nr. 871. Beide wurden nach Aufhebung des Klosters ebenfalls verkauft. ErstereS besaß 1785 die Gräfin Unverzagt, 1787 Bartholomäus Waldau, I8ÜS derselbe» 1820 Therese Fleschner. Das zweite kaufte 1785 Mathias Thier l Dier) und es gehörte noch 1830 derselben Familie. — Franz, Joseph und Hugo Sedel- mave r. 885 . (1.874. — II. 939.1 — Dieses Gebäude steht an der Stelle der ehemaligen Kirche des Klosters der Nikolaerinen, s. Nr. 837. Im Hofe dieses Hauses ist nock an einem Pfeiler eine Marmortasel mit der Inschrift angebracht: -4n»t» «Iinni 1852 ist «Ilse Kirotien snmpt ckem Plrurn van Krunii nerv erpavt rvorcken. Die Gestalt dieser Kirche ist in den Pfrffel-Kleiner'schcn Abbildungen ersichtlich. Das neugebaute HauS besaß zuerst Mathias Kirzinger, 1828 Geschwister Kirzinaer und Josepha Hummel. — Vach'sche und Kirzinger- sche Erben. ^ 88«. (1.886. - H. 940.) — K. K. Banko Amts - Gebäude. — Im 1. 1766 Herrn Frantz Pilloten !>I. Ilr.» Stifft oder der armen Leuth Hauß. Jhro Ercelicnz Hrn. Grasten von Rothall Erben dieses Namens, ein Eckhauß gegen grünen Anger hinein. Franz Pillioti, kaiserl. Leibmedicus und landschaftlicher Protomedicus, bestimmte dieses Haus 1681 für die Armen, und stiftete für sie auch in der Alservorstadt, dem Strudelhof gegenüber, eine Apotheke zur unentgeltlichen Verabreichung der Arzneien. Der Doktor der Rechte Hofmaun bereicherte 1719 und Georg von Kirchner 1735 diese Stiftung. Beide Häuser wurden 1741 zu dem Stadt-Banco-Gebäude verwendet und die Pilliotische Stiftung dem damaligen Dreifaltigkeitsspital, 1754 dem mit demselben vereinigten spanischen Spital am Rennweg zugewendet. 1842 wurde das Gebäude um ein Stockwerk erhöht und durchaus erneuert. Das ehemalige Pilliot'sche StiftungshauS hatte die Inschrift: Uaec «tomu», intirinos quae gratis enrac ae^eno.« krancisoi kllliot a pietate venit; tairitkat gratis iuopes lium viveret aeKron feoit vivens, mortun» ipse kecit. Nach der Hofmann'schen Stiftung kam noch dazu: Xeinula quem pietwr »tinnilavit, et »emula virtu», Xemuta nunc «imili sama cleeora eotik, l^am quock opu« eaepit killioti, tlyldmannus Kie aurik 8io pillioti liomus ^utlior, tiio Xuotor erat. -f—^ 168 88V. (1.895. — II 941.) — Schild zum heiligen Kreuz. —Im I. 1KS4 Mathias Kampmiller, 1706 Hr. Mathias Kampmiller, Beckenmeister, 1775 Georg Kampmiller, 17SZ Elisabeth Kampmiller,1866 Georg Mclling, 1822 Johann,Georg und Theresia Melling.— Anna Uhl, Regina Koch und Katharina Heß. 888. (I. 896. —11.942.) — Im I. 1684 Lorenz Trnnik, 1766 Herrn Norbert Groner seel. Erben, 1775 Friedrich von Schmied, 1788 Elisabeth Freyin von Schmid, 1795 Johanna von Bernhard, 1866 No- sina Freiin von Renette, 1822 Karoline Frciin von Odkolek. —Joseph Freiherr von Odkolek. 889. (1.926. — II. 943.) — Im 1.1684 Johann Anton Lauer von Antlaw, 1766 Frau Anna Katharina Preidenacherin, 1775 Therese von Fischer, 1783 deren Erben, 1866 Johann Tost, 1822 Karoline Frcyin von Odkolek, 1828 Karl Graf von Spaugen'sche Erben, — Karl Viktor Graf von Spangen. 890. (I. 921, 922. — II. 944, 945.) — Früher zwei Häuser, welche Anfangs dieses Jahrhunderteö in eines zusammengebaut wurden. Das erste besaß 1684 Heiur. Lüsmann, 1766 Nupprecht Baron Hage- müllner, N. Österr. Landgerichtsbeifitzcr, 1776 Jvh. Stangl, 1783 Joh. Georg Kienmayer. Das zweite gehörte 1684 u. 1766 Andr. Fleischer, Riemermcister, 1775 Johann Georg Thier, 1783 dessen Erben, 1787 Mathias Thier, 1866 Johann Georg Kicnmayer. Das zusammengebaute Haus besaß 1822 Theresia Geringer. — Franz Schiffer. 891. (1. 923 —11.947.) — Domprobsthof. —Im 1.1766 Ihre Hochwürden und Gnaden, deß Herrn Thumb-Propsten Wohnung. Schon bei der Errichtung der Domprobstei zu St. Stephan wurde dieses Haus für den Probst erkauft und neu erbaut, und auch die ersten Bischöfe hatten hier bis zur Erbauung des Bischofhofes ihren Sitz. S. Nr. 871. , 892. (1.924. — II. 948.) - Dieses Haus besaß 1547 Caspar Chri- > stiani, Dechant bei der Allerheiligen Kirche zu St. Stephan, 1766 ! Lorenz Anton Lvtti, gewester Handelsmann. Um 1765 kaufte eS das ! Stift Dürrenstein an sich, von diesem Herr von Kreuzberg, 1684 Andre Wunderl, priv. Amtsgegenhandler, 1776 gehörte eS Anton Felbermayer, 1866 Herrn von Seeger, 1826 Bic toria Gräfin vonCrenneville. 89L. (1.925. — 11.949.) — Im I. 1684 Karl Ludwig Graf von Souches, kaiserlicher General, 1766 dessen Erben, 2 Häuser, wobei > das folgende 1775 Karl Schreibers, 1812 Victoria Freiin von Wolfsberg, 1822 Georg Winkler. — F ran z u. A n n a N ow o t» v und Mar. Stoll. 894. (1.926. —II. 950.) — Im I. 1684 Karl Ludwig Grafde Souches, 1766 dessen Erben,1736 Jvh. Christ. Neupanr, Stadthauptmann, 1775 Maria Gräfin v, Halleweil, 1795 T herese von Moser, 1812 Da- ^L§/-»»^/^-^. ) ^r»7 ^ - ///^ ^ »,. ^<^ / . -7 / », 7; j ^>-»/^ <Ä-. AssrL^^LL-^«/- /^? ^) ^»«x^-»»^ ^»»-^«-^ ^5»«-^^^-»»»»- ^<»»^ c^. ös^r^. 169 niel Coith, 1822 Christian Heinrich und Caroline von Coith und Joh. Krauseneck. — Heinrich Edler von Coith. 885. ll. S27.—H.SS2.1 —Im 1.1684 Jak. Canonato, 1788 Jak. Leop. Freiherr von Thavonat's Erben, 1775 Joseph von Jaßwitz, 1806 Elisabeth Hartl, Edle von Luchsenstein, 1822 Franz Ritter v. Czerny, 1838 Therese von Czerny. — Franz und Maria Ritter v. Czerny. 886 . ci.S28. —II.952.1 — JmJ. 1684 Val.Praband, 1788Fräul. Sidonia v. Eibiswald, vorhin l)r. Brabandische Hauß, 1775 Johann Schweighard's Erbe», 1783 Maria Antonia von Pfeffershofen, 1822 Franz Xaver Edler von Mayer, Theresia von MayerSfeld und Maria Anna von Tappenburg, 1828 Franz Edler von Mayer, 1833 Franz Xaver Freiherr von Mayer. — Maria Edle von Bering. 88? (1.929. — 11.953.1 — Schild zum steinenen Nößel« — Laut dem alten Grundbuch« der Stadt hatte 1379 in dieser Gegend der Singerstraße Albertus Phvstcus ein Haus, welches nach Maria Stiegen zu dem Johann-Baptist-Altar diente, den Rugerus Zottel gestiftet hatte. 1518 baute es der berühmte llr. Cuspinian (Spieß- Hammer) vom Grunde aus neu. Drei alte Inschriften auf rothen Marmorplatten, welche man in diesem Hause fand, und welche auch nach dem Umbau des Hauses noch jetzt im Hofe eingemauert sind, erinnern an die von Kaiser Mar gegründete »Gelehrte Donaugesell- schaft,« deren vorzüglichsten Mitgliedern Cuspinian das zuletzt aus- geführte Erinnerungs-Mal stiftete: 1. ckonnnes Ouspininnus krnnous orientalis, praekeotus 6^mu»«ii Viennonnis, 8id> Xnnaoque 6onjn»i, «e l.ideri» <1ti»- rins. Krstaoguo kostoritati baue Oomum extruebat 4nno AI.O.X. lVlaximil. Imper. 2. Imp. Onvn. Xux. iUnximilianun, I^rieilerioi IN. kil. okiltux. ^untrinv T,iber»Io8. I.itvrnn. Viennam invoxit, 6^m- nanium. Vir,!». illuntribun exnrnnvit. Imperatorias »8,Iu- xit. Larbnriem v Vermanin suntulit »6 IMIitarem itisoiplinam 6erm»nos iloouit. 3. Onspiniaous Soüalitati 1-iterarine llanudinnne viris eru6itis8. in lHomoriam. Kempitornam I?. I?., 1»n pjeri's 3n»n 6rnvo. Ouspinianu«, loa». Stndius, Oonraitus Oellon, liieollorivun VIsonius, ^nilrens Stidoriu«, 6»br. kvbolius, (juilke. poi^mss. 1o»nn üurxriun, l-asisl. Suntlieim, 8teph. Koni» kevetiovs. lHosne Xovem 6k»rite3 tres. lieber die gelehrte Donaugesellschaft, soilniitas ck-inukiunn, zu vergleichen: Mosel's Geschichte der Hofbibliothek p. 6 -9,14u.s. w. dann Kaltenbäcks Zeitschrift 1837 Nr. 13 u. s. w. Dieses Haus besaß 1884 Georg Trägern, 1788 Johann Eustachius von und zu Plauen, N. Oest. LandschastS-Secretär, 1778 Franz Freiherr v. Sternbach, 1783 dessen Erben, 1795 bereit- Albert Edler 170 von Mayer, k. k. Kammer-Zahlmeister. — Von Mayer'sche Erben. Im December 1888 war bei diesem Hause ein großer Auslauf wegen der unglücklichen Schlacht bei Hohenlinden, weil hier die Wohnung des Generals Lauer war. 888. (I. S30. — II. 954.) — Durchhaus. — 2m 2.1k«4 Ludwig Gattermayer von Gatterburg Erben, 1788 2hro Gnaden Hr». Carl Gottlieb Frevherr von Aichbühel, Kays. Hoff Cammer-Rath, MS Melchior Edler von Rathgeb, 1795 Katharina Edle von Rathgeb, 1822 Vincenz und Theresia Faukhal. — RaphaelFoges. 888 ll. 931. — II. 955.) — 2m 2. 1884 Roivctz Cetto , Handelsmann, 1788 Hr. 2ohann 2acob Weygandt von Veigelberg, Hoff- Cammer-Vuchhalter, 1775 Raymund von Männer, 1795 dessen Erben, 1822 2ohann Nep. Ritter von Männer, 1828 dessen Erben, 18S3 Andreas und B arbar a Markl. 800. (1 932.— 11.956.)—1684 u. 1788 zum Drachen genannt, Hrn. Andre Antoni Schweitzer von Ehrnru ff, Ka ys. Hoff-M usico,I77S Jo- hann Ludwig von Thiel Erben, 179S^lochann Ludwig von Alt, 1822 Kqroline Güldener von Lobes und Sophie von Alt, 1828 Sophia von Hönigshof und Karoline Güldener von Lobes, 1833 Karoline Güldener von Lobes. — Mathias Sieß, ohne Schild, gleichwohl befindet sich auf der Gassenfeite ein gut gearbeitetes Steinbas- relief aus dem 16. 2ahrhundert, welches die heil. Maria mit dem Kinde, Brustbild, wie auf der Mondessichel schwebend darstellt; unterhalb ist ein bandartiges Ornament, darunter kriecht ein Lindwurm (Drache). 801. (I.93S. — 11.957.)— 2m 2.1684 u. 1788 Leop. v.Zwirschlag, 1. V. 0., 1775 Anton Joseph Stirm, 1886 2oseph und Ferdinand Müller, Freyherr von und zu Mühlegg, 1822 Karl, Emanuel, Leopold und Franz Evle von Liebenberg, 1828 deren Erben. — Karl und Leopold Edle von Liebenberg. 1883 neu aufgcbaut. 802. (1.934. —II. 958.) — 2m 2- 1684 Dietmayer von Dietmanns- dorf Erben, 1788 Hr. Ferdinand Friedrich Pock, i». llr., vorhin das Dietmayr'sche Hauß , 1775 Josephs Freiin von Windkopf, 1787 Joseph Wintersteiner, 1822 Mathias Lösch, 1833 Johann Dietz. 80S. (I. 935. — 11.959.)— Echwandner'schcs StifthauS. - Als noch die Jesuiten bestanden, hatte Joachim Georg v. Schwand- ner 1888 fl., Katharina Romp 580 fl. und der Jesuit Joh. Bremer ebenfalls 500 fl., also zusammen 2080 fl. der Provinzkasse der Gesellschaft Jesu gegen die Verbindlichkeit übergeben, daß das hiervon abfallende Interesse jährlich unter die Wiener-Schullehrer ver- theilt werde, damit jeder derselben einige arme Kinder in ihren Schulen unterweisen und ihnen auch die nöthigen Bücher verschaffen solle. Nach Aufhebung der Jesuiten wurde dieses Capital aus ihrem Vermögen ausgehoben, die Stiftung aber von Maria Theresia in Schutz, genommen, und 1775 dem Normalschulfonde zu der Absicht /F^) W I > ! ! ^°^o^.°F^ //so V > 17» . der Stifter einverleibt. — 1684 Sigmund Kaufmann, 1788 Sigmund Guhmann, deß Auffern Raths und gemeiner Statt Erpeditor. VV4. (1 .936 — II.»«»:)/— 1684 u. 1788 3oh. Wilhelm Managetta, Kaps. Leib Medicus jeel. Erben. — Ritter von Managetta, Fideicommiß. SOS. ll.937. — n. 961.1 — Schild zur Dreifaltigkeit. — 3m 3.1684 3ohann Michael Creutztaller, 1788 Hr. Michael Creutztaller BarbiererS seel. Erben, ein Eckhauß, 1775 Maria Frepin v. Schmiedl, 1783 deren Erben, 1822 3ohann Michael Sieß, 1833 dessen Erben. — 3osepha Leidl. 1882 neu aufgebaut. Dieses Haus gerielh in der Nacht vom 11. Mai 1889 beim Bombardement in Brand. VOK (1.938 — n 962.) — Schild zur Kaiserin von Oesterreich« — 3n früherer Zeit besaß dieses Haus die einst so renom- mirte Familie Neubeck, wie aus folgender 3nschrist^Mlt, welche früher rückwärts im Hose angebracht war : N. Xodili Viro Xendooli kinieokemensl lurin 6onsvuo.il. Ler- ckinnncki Imp. in Supremo .4u8tri»v 8enatu 6on!>>Iinriv, Ljnsque 6onzu»i priori Xnnne pkelkorlin, -4u»n8t»n»o, vomus bujiis mocliüoatoridus, ^nteoessoridus bene meritis, 8uevessor Kenr- xius Liier, vonsullus krisinxensis Onessreus vonsiiinrins, et Linvi ^ustrinei ^ckvoontus, relivtnv illius Viiiune prosinue Vervkinxeri» ^n»u«t»nso et kiiii ^eK^iIii 6onr»cki Xvubevk Aisritus et Puter, xrntituilinis er»» koe Alonumentum posuit, et plersque imperkvvt» »dsolvit, qnueleri»no-kortiunv»I»n» clomo, velat prim» totiu» 8er»ptiivl vr- ilinls m»tre, vit», et morle 8. b'ranvisvi ^lorio»», judilantes etiaw posttempvr» I-eonis X. penvs praeovtleatiam mull 08 ve»- llkoato» et e»noni«»t 08 von Iratre» numerant; »v Klorioso Cliristl 8epulvliro, »Illsque reilemptionv nostr» ln kalestin» savrsti» Iovi8, j»m ultr» 4VV »nuos. 8erviunl; 8olique proiui88lonis » Ileo 11. lsranoise» kuvlae. »v psupertnti t»m ln vommuui, qu»w psrtivulari velat sinKnlari lapilli innituotur. ^4nno 1n6«rn»- «lonls I)o>1ln16»e. 1705. Uebrigens soll auch in diesem Kloster daS Sahische Gebäude gegen die Singerstraßc zur Gasse abgetragen, und der alte Regensburgerhof, welchen Hans Warben besaß, in das Kloster verbaut worden sevn. 1683 wurde das Kloster zu einem Spital für die verwundeten Soldaten und zu einem Pulvermagazin bestimmt. 1783 174 wurde von Kaiser Joseph II. den Franciskanern ein Theil ihres Gartens und Klosters von der Kirche an herab gegen die Seilcrstätte abgenommen und zu Privalhäusern verkauft (s. Nr. 801,805,914 ) Die Kirche wurde 1783 zu einer neuen Pfarre erhoben. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Kirche renovirt, wobei die erwähnten Inschriften verschwanden. 1798 wurde der alte Brunnen imHause zu dem steinenen Löwen (Nr. 921) auf dem Frauciskanerplatze caffirt und dafür auf der Mitte des Platzes der jetzige Springbrunnen mit der von Franz von Zauner gegossenen Statue des Moses errichtet. Gegenwärtig befindet sich im Kraneiskancrkloster, gegen die Singerstraße zu, auch die k. k. Staatsdruckerei und deren Verlag. VIA. (1.1392. — II. 970.) — Auf dem Grunde deS ehemaligen weitläufigen FranciSkanerklosters 1784 neu erbaut. Erster Besitzer war Mathias Hasaurek, 1828 besaß cs Charlolie, Henriette und Elisabeth »an der Cruyce. — Michael und Anna Wirser. In früheren Zeiten kommt hier vor: St. Hieronymus ZuehauS. 815. (I.94K.— II. 971.) — 2m I.1684 Tobias Hclfried, Freiherr v. Kayserstein, I70Ü Ihro Gnaden Frantz Joseph von Kropps, Kavs. Hoff-Cammer Rath, ein Eckhauß, 1775 zum Franciskanerkloster gehörig, 1787 Jsabella von Oettl, 1795 Ignaz Graf von Fuchs, 1812 Anna Gräfin von Fuchs. — Joseph Freiherr von Bartenstein und Geschwister. 818. (1.947. —11.972.) — Dieses Haus war früher ein Theil deS folgenden, und wurde das Gonzaga'sche HauS genannt. Hier befand sich auch ein geheimer Gang. 1788 besaß cs Eleonora Gräfin von Buquoy, 1775 Michael Hermann Graf von Althan, 1795 gräflich Althan'sche Erben, 1888 Joseph von Gaßner, 1828 von Gaßner'sche Erben. — Von Gaßner's Erben und August Dehne. 81V. (1.948. — II. 973.) — Alter Rahmhof. — Der Name dieses HauseS stammt urkundlich daher, daß einst daselbst die Tuch- Rahm gestanden. Frühere Besitzer desselben waren Joseph Steis- scr, Hannibal von Gonzaga, welcher einen Theil des HauseS, der alte Rahmhof genannt, 1656 dazu erkaufte. 1684 gehörte es Albrecht Graf von Buquoy, 1788 Ernestine de Kocks, der kleine Rahmhos genannt, 1728 von Erena, dann v. Roys, 1788 Michael Ehrenreich Gras von Althann, 1795 Anna von Gaßner, 1886 Joseph von Gaß- ner. Das Haus ist frei und das Gäßchcn zwischen diesem und dem Hause 918 gehört zur Freiheit dieses Hauses. — Von Gaßncr's Erben und August Dehne. 818. (1.919. — II. 974.) — 3m 1.1684 Johann Nollhard's Erben, 1788 Hr. Johann Georg Lang, Fortifications-Bau Zahlmeister'« seel. Erben, 1775 Franz Edler von Porn, 1783 Anton von Penzenstein, 1822 Jakob Joseph von Löwenthal. — Jakob Ritter vonLö- wen th al. 818. (1.950. — II. 975.) —Im J.1684 Steph.Abiso Erben, 1788 Herr Johann Delheuß seel. Erben oder das Abifische Hauß, 1775 Stephan von Zollern, 1822 Johann und Franz Zollern, 1828 Johann von Zvl- «L> ^ ^// ^^ES'SiS' //«^^ <^ 0 *^ ^ . cX^^,^2^. I7S lern, 1633 dessen Erben. — Joseph und Katharina Hörnt kr r. 820. (1.951. — II. 976.) — Durchhaus. — Dieses HauS besaß IK35 Christoph Eggstein von Ehrenegg, und hatte selbes gegen Ueber- lassung seines freien HauseS in der Spiegel- oder Reifgasse, welches vorhin Wenzel Freiherr von Zastrigel und Freiherr von Eoncin befassen, in das bürgerliche Kataster frei gemacht. 1700 gehörte es Johann Ehrenreich, Freiherrn von Oppl, noch 1740 dem Freiherrn von Oppl, 1770 Aloys Grafen von Sonau, 1783 Joseph von Weinbren- ner, welcher später in den Freiherrnstand erhoben wurde, erhielt 1797 die Bewilligung dieses Haus neu au^ubauen, 1822 den Baltischen Erben. — Anton Partl. 821 . (1.952. —11.977.) —Laut Grundbuch besaß dieses Haus 1443 HanS Scharfenberg, 1453 HanS Khronstorfer und Kaiser Friedrich 111. bestimmte es um diese Zeit zur Wohnung des DomprobstcS. 1478 war Conrad Hölzler Eigenihümer desselben , später erkaufte eS das Büßerinnen Stift zu St. Hieronymus, von dem späteren Besitzer Don Diego de Sarava wurde das nachmalige sogenannte Kaiscrspi- ^3. tal gegründet. Um 1890 erkauften das HauS die Klosterfrauen zur Himmelpforte, 1700 hieß es : Herrn Cornelii Celsi Stifft, denen Closter-Frauen zur Himmelporten gehörig. Nach ihrer 1783 erfolgten Aushebung aber erkaufte es Anna von Gaßncr und erbaute es neu. Der in diesem Hause stehende Brunnen wurde 1798 bei Erbauung des Springbrunnens auf dem FranciSkanerplatze kassirt. s. Nr. 913 — Von Gaßner'sche Erben u. August Dehne. Es hatte früher den Schild zum grünen Löwen. 822 . (1.953. —11.978.)— Im I. 1884 Andrea« Schatz'sche Erben, 1700 zum gelben Adler am Franciskaner-Platz, Hr. Johann Metz- bcrger, 1775 Gottfried Baron von Somerau, 1783 Clara Baronin von Somerau, 1795 Johanna Freiin von Somerau, 1808 Rochus Freyhcrr von Dorfleitner; 1822 JohannEdler von Mack. 823 . (1.954. —11.979.)—JmJ. 1884 Leopold Winkler'S, 3. V. v. Erben, 1700 Hr. Wilhelm Winkler, 1775 Karl Freyherr von Moser, 1783 Leopold Freyherr von Moser, 1808 Regina Edle von Thom.— Eduard Edler von Thom. 824 . (I. 955. — II. 980.) — Im I. 1884 Otto Heinrich Graf von Heissenstein, 1700 Jhro Gnaden Hrn. Hanß Christoph Ferdinand Grassen von Heysenstein seel. Erben, 1775 Karl Freyherr von Moser, 1783 Katharina Freyin v. Moser, 1808 Regina Edle von Thom. 1822 Eduard Edler von Thom. 825 . (1.956. —II. 981.) - Im 1.1884 Johann Edler von Hochburg. 1700 Jhro Gnaden Edler von Hochburg seel. Erben, allwo das Obrist-Proviant-Ambt ist, 1775 Maria Millauer, 1783 Philipp Kreutzer, 1822 Philipp und Ambros Kreutzer, Ignaz, Joseph und Franz Genthon, 1828 Gottfried Rehberger. — Joseph Bürchner'S Erben. 17« 02H. (1.957. — 11,982.) —Laut Grundbuch der Burgpfarre war dieses Haus 1586 zu derselben dienstbar. Damals besaß es Georg Parrach, ihm folgten HanS Hutter, Hans Pintzlcr, Johann Weltzer, Hans Rambler, 1884 Johann Sebastian Graf von Halleweyl, nach dessen Ermordung durch den portugiesischen Marquis d'Aronches 1896 es Fürst von Portia kaufte. 1700 Jhro Gnaden Fürstin von Portia, vorhin Graf Hallcwcil'sche Haus, ei» Eck, 1780 Graf Camillo Cvlloredo, 1785 Joscpha von Eib, um 1820 kaufte es I. M. von Grittner. — Jakob Bcnvenutti. 02T (I. 976. — II. 983.) — Ein Lheil des ehemaligen Klosters zur Himmclspforte. Dieses Kloster wurde schon 1230 von Constantia, Tochter Vela's III. Königs von Ungarn, gegründet, von Gerard, Pfarrer zu Polan, neu hergcstellt und dotlrt. Seinen Namen verdankt es einer frommen Legende. 1320 erneuerte Agnes, Königin von Ungarn, die Stiftung abermals, und erbaute die Kirche neu. Ein großer Wohlthäter der Stiftung war Cardinal Khlcsl, und sic besaß reiche Güter. 1782 wurde das Kloster durch Kaiser Joseph II. aufgehoben, Kirche und Klostergebäudc abgebrochen , und an ihrer Stelle Privatgebäudc erbaut. Das daselbst befindlich gewesene Gna- denbild, unter dem Namen der Hausmutter bekannt, aber wurde nach St. Stephan übertragen, wo cs noch verehrt wird. Dieses Haus wurde um 1784 erbaut, und erster Besitzer war Camillo Graf von Colloredo, 1806 Josephine Freiin von Henschel, 1812 Ferdinand Gras von Weißenwolf, 1822 Valentin Graf v. Ester hazy. — Valentin u. Ladislaus Grafen v. Esterhazy. 028. (1.975.—11.984.) - Schild zur Dreifaltigkeit. — J«r"^ Jahre 1884 Regina Resch, 1700 das Rabcnsaucrischc Hauß, 1775 Klosterfrauen zur Himmelpsorte, 1787 Anton Winter, 1795 Margaretha Winter, 1806 Georg Spitzer, 1822 Georg und Anna Spitzer, 1833 Josepha Klee. — Michael Wichtel'ö Erben. 020. ( 1 . 1344. — II- 985.) — Tischler-Herberge. — Früher zu dem Kloster der Himmelpförtnerinen gehörig. Anfangs hatte dieses Haus die Nr. 1343 und hieß 1775 das Zcchhaus der bürgerlichen Tischler, welches vermuthlich schon längere Zeit daselbst bestanden hatte, und wozu nach der Aufhebung deö Klosters nur ein Theil eines Zuhauses verbaut wurde. Das Haus hat noch folgende Aufschrift: »Der Bürgerlichen Tischler Herberg. 1772.« 930. (I. l354. — 11.986.) —Auf dem Grunde des ehemaligen Klosters der Himmelpförtncrinnen um 1784 ne» erbaut. Erster Besitzer war Mathias Hassaurck, 1806 gehörte es noch demselben, 1820 Anton Hassaurek. — Jakob, Rudolph und Johann Freiherr» von Geymüller. 031. (1-1353.— 11.987.) — Auf dem Grunde des ehemaligen Klosters der Himmelpförtncrinen 1784 erbaut. Erster Besitzer war Joseph Kühtreiber, 1806 gehörte es noch demselben, 1820 den Kühtrei- ber'schen Erben. — Joseph Konstantin. 032. (1.1352. —II. 988.) — Aus dem Grunde des 1782 aufgehobenen > j 177 * Klosters der Himmelspförtnerinnen neu erbaur. Erster Besitzer war Franz Jäger, 1806 besaß es noch derselbe, 1820 Franz Jäger'sche Kinder. — Brüder Jäger. V3Z. (I. 969. — 11 9SI.) — Früher das sogenannte Amthaus oder Kriminalgesängniß. Dasselbe wurde zu diesem Zwecke scbon 1608 erbaut , und folgende Inschrift daraus gesetzt: Sud 1i- tul» Kkin^uinin 6l>rmti n,I Knnvkissimne Drinitntis l-nallem ^u- xuslinus kakner seeunllum Oonsul, LeKine Alnj. praetor Vien- neniii« aellitlonvit. 1608. In demselben wurde auch eine Capelle zum heiligen Kreuz erbaut und 1637 von dem Schottenabte Johann eingewciht. Bereits baufällig geworden, wurde das -Haus 1722 abgebrochen, nachdem die Gefangenen in andere Verwahrnngsörter gebracht worden waren. Die Abbrechung des alten Kriminalgcbäudes begann mit 14. April. Alle zu einem Hausbau nöthigen Handwerker, Meister und Gesellen wurden vom Magistrate auf das Rathhaus berufen und ihnen der vorzunehmende Bau bekannt gegeben. Darauf verfügte sich der Unterrichter mit ihnen zum Amtsgcbäude und laS ein Decret des Magistrates vor, wonach bei Leib - und Lcbensstrafe verbothen ward, irgend einem bei diesem Bau Betheiligtcn den Vor- wurs zu machen, er ließe sich zu einem unehrlichen Bau gebrauchen. Hierauf thaten der Unterrichter und jeder Meister, dann die Gesellen mit ihren Werkzeugen etliche Streiche an das bereits leer gemachte Amtshaus, wodurch dieses somit ehrlich und frei gesprochen wurde, darauf begann der Vau. Die Nothwendigkcit zur Vornahme solcher Förmlichkeiten biethet einen tiefen Einblick in die Vorurtheile jener Zeit. (Gcusau Gesch. Wiens, IV. Bd. S- 246 — 247 und Schlagers Wiener Skizzen IV. Bd. S. 201—202). Es wurde wieder ganz neu ausgebaut, und die Kapelle von dem Wiener-Weihbi- schose Heinrich Breitenbücher eingewciht. Die Geschichte dieses Baues erzählt Pater Fuhrmann ausführlich in seinem Alt- und Neu-Wien, ohne des Umstandes zu erwähnen, daß schon früher hier das Amtshaus bestanden habe, und verleitete spätere Schriftsteller, diesen Bau als einen ganz neuen anzunehmen und Umstände dazu zu fügen, die sich mit der urkundlichen Wahrheit nicht wohl vertragen. Dieses neu hergestellte AmtShauS mit dem steincnen Kalvarienberge ist in Pfeffel's Ansichten zugleich mit der Kirche und dem Kloster der Himmelpförtnerinen zu sehen, und darum eines der interessantesten Blätter dieser schätzbaren Sammlung. Durch Kaiser Joseph II. wurde 1784 das AmtShauS aufgehoben, an Michael Holzer, gewesenen Hof- schmied, verkauft und neu umgebaut. Noch 1830 gehörte es den Hol- zer'schen Erbe». — Franz Zellner, Johann Kammerla- cher, Alovsia von Pankenau und Anna Maria Schneider. V34. (1.970. — 11.992.) — Sogenanntes kleines Kaiserhaus. — Im I. 1684 Michael Frank, 1700 Hrn. Antoni Kayser. Handelsmann, 1775 Elisabeth Dabokur, 17S5 Joseph von Hopf, 1806 Mo- riz Edler von HönigShof, 1822 Anna Freyin von Ludwigsdorf, 1828 12 178 Ernst Sollet, 1833 Anna Fretin von Ludwigsdorf. — Pt e tro di Galvagni. In dem ersten Stockwerke dieses HauscS, Ecktrakt, wohnte und starb (am 5. Dezember 17S11 der unübertreffliche Mozart. 835. (I. 7SI. — II. 993.) — Im I. 1684 den Himmelpförtnerinen, 17ÜV Hrn. Johann Ardner, gewesten Brandwein-Brenner, 1775 Anton Pianta, Servelatwurstmacher, 1787 Johann Pianta. — Pietro di Galvagni. 838. (1. 972. — II. 991.) — Schild zum goldenen A. B. C« — Im 1.1684 Michael Weichardt Prandtner, 17ÜV zum gülden A. B. C., Hrn. Michael Manhard, Brandwein-Brenner, 1775 Maria Anna Honig, 1783 Maria Susanna Honig, 1795 deren Erben, 1806 Franz Wilhelm, 1833 Barbara Wilhelm. — Pietro di Galvagni; 1847—1848 wurden die drei Häuser 934 — 936 abgebrochen und in eines verbaut. 83-. (I. 973. — 11.995.) — Im I. 1684 Thomas Menthal, 1700 Hrn. Thomas Mentaller, gewesten Schuhmachers secl. Erben, 1775 Anton Marr Erben, 1783 Wenzel August von Franzenau, 1795 Anna Regina von Heimerl, 1896 Michael Huber, von diesem 1799 in der dermaligcn Gestalt aufgebaut, 1822 Adam und Clara Braun, 1828 Clara Braun. — Franz Kritsch. 838. ll. 974. — II. 996.) — Im 1. 1684 Melchior Zezl, Pöckh, 1799 Hrn. Hanß Fischer, Beckenmeister, 1775 Johann Hücker, 1896 Franz Apperich, 1822 Franz und Dorothea Apperich. — Anton Mayerhofer. 838. (1.958. — 11.997.) — A. K. priv. Börse. — Im 1.1799 Jhro Ercellenz Fr. Gräffin Coloredin, Wittib, ein Eckhauß. Im 16. Jahrhunderte besaß dieses Haus Paul Palffy von Erdöd, von ihm gelangte es an Mar Grasen von Wallcnstein, dann an Franz Grafen von Nadasdy, um 1699 an Jakob Rauch von Rauchenberg. 1651 erkaufte eö Hans Graf von Puchhaim, dessen Gcmalin, eine geborne Gräfin vonLciningen- Dachsburg es 1655 an die Grafen Col- loredo verkaufte, die es bis 1835 besaßen. Die erste k. k. priv. Börse bestand am Kohlmarkt zum grünen Faßel Nr. 260, von wo sie «in- /8^ ^»»x-2/' «^är^ »^L-a:, ^r^/^^s^-'- 4^e^-»-»- ^^! . ^ ^ <-»- < 95 .^/ ' /.- c^.^F - -44^ 4^r, 44^/^ -»^««V <^^»-^»B^^^^«»««^Ä^»»»« ' ^k '^,4^,^-/^ -» 4» 4 -r^2»t^ /^^-«-2»«^«^» ^2/^Ä/ // -k^-2»»', «--§/? ^e2-4^-^» ^-»r^r^«»^^<, ^ ^2*t>*^ ^ ^ ^ ^ ^2 ^ - <4 4» 2* 2r>-^ ^2 ^ 4r 2»<2 - 4 /--^»»^ 2 ^ .-^ r^^»--»«^-»k^^«- 4r,4<4V^^ ' / 6 LL /^ I / <^>LLÄS<^ ., <Ä7 LO-L^,. /> /^0L> («-^.^5^7) r7^ ^-4/ ^, o^L^/ ^/kX^- L-^ ^^. /^^ t) . c^L^-^^»e»L^ -*^. /F-^S ^ >6^/.^ ^L>LL^ ^ >?»-<-- /»/»»» ^°. t5^-i/', //^>s ^ i^. I7S Ocker, 1700-Hrn. Antom Dragi, Kays. Capprllmeisters seel. Erben, vorhin Oellcrische Hauß,17?5 Paul Edler von Wildvurg, 1886 Aloys Arioli, 1822 Philipp und Anna von Mainoni, 1828 Philipp Mai- noni. — Dominik und Katharina von Mainoni. 842 ll. 961.—11.1008.) — Schild zum wilden Mann. — Im I. 1884 Stephan Johann Gundtl, Gastgeber, 1708 zum wilden Mann, allwo die Grätzcr Landgutscher und Villacher Fuhr-Leuth einkchren, Hrn. Johann Stephan Gundtl, Kays. Statt- und Land - Gerichts- Veysitzer gehörig, 1775 Paul Anton von Gundtl, 1783 Ludwig von Selliers, 1795 von Gundel'sche Erben, 1888 Adam Honig Edler v. Hcnikstein, 1822Sebastian und Katharina Schund, 1828Scbastian und KatharinaSchmid. 843 (I. 962. — 108t.) — Im I. 1884—1788 Lorenz Vollant, Nider- lags-Berwandtcn, 1775Johann Ranker, 1783 Adam Honig v. Hcnik- stein, Großhändler, 1828 Joseph Ritter von Hcnikstein. — Wilhelm, Friedrich und Alfred Ritter v. Henikstein. 844. ll.963,964. — II l002.)— Schild zum eisenen Mann. — Früher zwei Häuser, 1795 zu einem zusammen gebaut. Das erste besaß 1684 Jakob Rechberger, I788Wolff Eder, Maurermeister, allwo der Esel in der Wiege liegt; 1775 Jakob Edler von Pistrich, 1795 Franz Winkler. — Das zweite gehörte 1684 Marie Höllerieder, Baader; 1788 HanS Crumenaner, Büchsenmacher und Bierschenk, 1786 JohannGeorg Stoper, 1789 Stoperische Erben, 1795 Franz Winkler. Das zusammengebaute Haus gehörte 1828 Franz von Winkler, 1828 AloyS Winkler von Forazest. — Franz und Karl Winkler, Edle v. Forazest.— In diesem Hause starb den 16. März 1798 der bekannte Dichter Aloys Blumauer. 845. (1.965. —1803.) — Im 1.1684—1788 zur grossen Hauen, Hrn. Johann Jacob Holtzmann, Eysenhandler, deß Auffern Raths , 1775 Katharina Schwarz, l778 Jakob Mavcr, 1795 Elisabeth Mayer, 1812 Georg Steiger, 1822 Johann, Georg und Barbara Steiger. — Johann, Georg und Barbara Steiger. 846. (I. 966. — H. >804.) — Im 1.1684 Johann Dicthmayer von Diethmannsdorf Erben, 1788 Hrn. Augustin von Hierneuß, der Röm. Kays. Mas. Innern Statt-Raths-Senior und Ober-Statt- Cammerer, wohin das Dietmayr'sche Hauß am Steig an, 1775 Christian Schmiedt von und zu Mayenberg, 1795 Jos. Aut. Edl. von Mayenberg, 1886 Joseph Frevhen: von Haan, 1822 Leopold und Joseph Freyherr von Haan, 1828 von Haan'sche Erben. — Leo- poldd und Joseph Freiherrn von Haan. 84S. ll- 967. — H. 1805.) — Im I. 1684 Mathias Frickh, 1788 wo der Schmid die Ganß beschlagt genannt, Hrn. Math. Frick, Schlos- seriueisters seel. Erben, 1775 Beruh. Wallaster, 1783 Ludw. Wallaster, 1822 Ludm. Sockel und Jos. Schilling'sche Erben, 1833 Ant. Sockels Erben.—Anton und Theresia Sockel u. deren Kinder. V48- (1. 968. - ll. 998.) — Im I. 1788 St. Catharina und Georg Schweller Stifft, zum Himmel-Porten Kloster gehörig, ein Eckhauß, 12 * 180 Ei» dem Himmelpfortkloster zugehöriges , demselben um 1600 von dem Bürger Georg Schweller vererbtes Benesiciatgebäude, daS nach Aufhebung des Klosters von Joseph v Hentschcl erkauft wurde, 1806 besaß es Maximilian von Belfern, 1825 Graf von Praschma. — August und Moriz Ritter von Frank. 818 ll. >357. — II. 1006.)— Auf dem Grunde der Kirche und eines Theiles vom Kloster der 1781 aufgehobenen Himmelpförtnerinen neu erbaut. Erster Besitzer war Joseph Meißl, 1806 Meißl'sche Erben, 1820 Brüder Meißl, Rosalia Smetana, Franciska Matoscheck, dann Meißl'sche Kinder. — Joseph Meißl'S Erben. 850. (1.1355.—II. 1007.) — Ehemals das Ziegelhaus genannt, dann zum Kloster der Himmelpförtnerinen gehörig. Nach der Aufhebung 1783 besaß es Joseph Gerl, 1806 Franz Gerl und Anna von Both, 1820 dieselben. — Maria Anna von V o th undGerl- sche Erben. 851 . (1.977. — II. 1008.) — Auf dem Grunde des 1783 aufgehobenen Klosters der Himmelpförtnerinen; erster Besitzer war Joseph Meißl, 1806 Meißl'sche Erben und dieselben Besitzer wie Nr. 919. — Joseph Mcißl's Erben. 852 . ll. 978. — II. 1009.) im 1.1684 gehörte es zum Kloster der Him- nielpförtncrinen, 1700 Jhro fürstlichenGnaden Hrn. PaulRägoczy seel. Erben. Ohne Zweifel war es dieses Haus, wo Fürst Franz Leop. Rä- goczv, während seiner Anwesenheit in Wien wohnte, als er die Pläne zu seinen späteren staatsverrätherischen Vorgängen schmiedete, bis er 1701 zu SaroS gefangen genommen, und nach Neustadt eingebracht wurde, dann von dort entkam und sich an die Spitze der ungarischen Mißvergnügten stellte. Auch seine unglückliche Gemalin, welche in dem anstoßenden Kloster zur Himmelptvrte Schutz fand, dürfte hier gewohnt haben. Dieses Haus war daS letzte Rägoczy'sche Besitzthum in Wien, 1780 gehörte eö dem Grafen von Erdövy. — 1825 Egon Landgraf von Fürstenbcrg. 852 . <1. 979. — II. >010.) Im 1.1681 Carl Graf von Strässoldo, 1700 Jhro Erzell. Fr. Agnes Sidonia Gräfin Palfin, gcborne Fürstin von Liechtenstein, vorhin das Strasolbische Ha»ß, 1775 Regina Deba- cker, 1783 Karl Freyherr Wetzlar von Vlankenstern, 1787 Freiherr von Eisenstein, 1745 Theresia Schießl Erben, 1806 Marimilian Schönheim. — Karl Schönheim. 851 - (I. 980. — 1011.) Im 1. 1684 mit Nr. 953 im gleichen Besitze und ein Haus, 1700 Hr. Hanß Regler und Feldspergcr Stifft. Ein BeneficiathauS, welches 1780—1824 der gemeinenStadt Wien angehörte und erst in neuerer Zeit durch Vetkauf in Privathände kam. — Franz Xaver Adler. 855 . ll. 981. — ll. ,012.) Im I. 1684 Mathias Testarella della Mafia, Domherr bei St. Stephan. 1700 Maria Appollonia Monin, 1775 Ludwig von Kamper, Wcltpriester, 1745 Theresia von Steinberg, M6 Franz Malfatti von Röhrenbach, 1812 Bernardine Malfatti, HL 4< 181 1822 Anna Aloysta und Maria Anna, Gräfin von Tenczin, 1843 Anna Gräfin von Tenczin.—Franziska Fröhlich. 056 (I.S82. —11. 1013.) Im 3. 1884 Balthasar Mar v. Bergeitz, 17VÜ Anna Maria, Gräfin v. Altheini, Wittib, 1775 Louis Cunu- Biron, 1786 von Pieron's Erben, 1795 Maria Anna Geillat, 1812 Bartholom. Cuny-Biron. —Nr. Joseph August Eltz. 052.(1.983.-11. >014.) 3m 3-1884 Christian Dietmaninger (Besitzer des die dermalige Ecke bildende» F heiles des jetzigen Hauses) Tobias Pöckh, Maler, 1790 Herrn Joseph Franz und 3akob Pock, bcede Maler, zur Hollerstaudeu genannt. Johann 3akob Pock oder Bock, ein Bildhauer, verfertigte 1649 —1647 den Hochaltar in der St. Stephansdomkirche um 25,497 st.; das noch heute bestehende Bild am gedachte» Hochaltäre bei St. Stephan, welches 164? ausgestellt wurde, malte sein Bruder Tobias Bock, und empfing hiesür 1280 st., tägliche Kost und 4 silberne vergoldete Becker, 1779 Joseph Habermann 1795 3oseph Edler von Habermann, 1829 noch derselbe, 1845 von Habermann'scke Erben. — Anna von Chersky. 058. (1.984. -II. 1015 .) - Fcldzengamt und GußhenrS.- Dieses Gebäude kommt mit der jetzigen Bestimmung schon in alten Urkunden, so wie 1547 auf WolmuetS Plane unter dem Namen Guß- oder Gießhaus vor. Auf Daniel Suttingers werthvollem Plane vom 3.1684 heißt es nKayserl. unteres Zeughaus,- daneben rechts befand sich das Gießhaus und links in mehren Abtheilungen der Zeughäuser Handwerks - Quartier, welches sich über das jetzige Carolinenthor hinab erstreckte. Das jetzige Gebäude des Zeughauses wurde 1677 unter dem hofkriegsräthlichen Präsidenten Grafen von Montecucoli neu hergestellt, 1698 erbaute Fürst Franz von Mannsfeld die heilige Dreyfaltig- keits-Kapelle in demselben. Eine Steimafel am Haupteingange des Zeughauses rechts, enthält folgende Zuschrift: Ilotznantv 1-eopoIilo Oesnre K»)munü. 6om. ile lHontoeuooli Nom. in Holen, et Oslerb. eg:»ur. veil. S. (1. HI. Consil. intim, (lnmer. Ovnsil. nul bell. prnes. Ken. loeumten Onmpi lllnreri. rvi urmnment. in 8. 6 lll. reKiiis et provin. snpr. prnefeelus et prnesiil. 4»vrivns. suprem. eripit. cloinnm bnne nrmsmenlarism »eclillvovit Xnno ln. o. 0.I-XXVII Unter dem Feldzeugmeister Grafen von Colloredo wurde das Gebäude durch Zubau, Erneuerung und Erweiterung in den gegenwärtigen Stand gebracht, welches folgende Inschrift der obigen gegenüber beweist: keKn«nie lernneiseo II. komnn. Impe- rntHnnK. et kobem ke»e Ilosepkus Oom. rle (lollorecko oräin. squest. 8. )ob»nnHxerosolim. mnxn. Nrior Itoliem. 8. O lH. »ul. bell. lUsreseb. enmpest rel srmnment. suprem. prnekeet. Ovnsii. ilirevt. Ker. lepion. tormentsr. et trid. unius. lexion. peilest, exereit. ^uslrinvsv »ollif. boe »rmnmentnr. reslnurnv. ol »mpliüe. änno >1. v. 6. 0. 6. V. Hier waren 1899 hundert Kanonen versteckt, welche jedoch verrathen und von den Franzosen.abgeholt wurden. 182 858 (I. >006. — II. 1016.)— K. K. Aerarial - Gebäude. — Im 1.1684 Schlosserhof, 1700 rum Zeugbaus gehörig; er gehörte früher zum k. k. Feldzeugamte. Auf diese frühere Bestimmung deuten die Steinarmaturen oberhalb dem Zhore; 1775 befanve» sich hier die Wohnungen der k. k. Leibgarde zu Fuß oder sogenannten Trabantengarde. 1745 heißt es wieder der Schlosserhof; die k. k. Trabanten- Garde-Kasernc befand sich hier bis in die neueste Zeit, 184V, wo das schöne Gebäude für dieselbe auf der Laimgrube hergestellt wurde. — Seitdem befinden sich hier mehre k k. Buchhaltungs-Kanzleien. 860. (I. 985. — II. 1017.) Im I. 1884 Heinrich Grubcrs Erben, 17VV Mathias Pettauer, Beckenmeister, vorhin zum Rauchenstein genannt. Nach der kirchlichen Topographie lIV, 160) soll Otto Turso von Rauhenstei» dieses Haus schon 1208 erbaut habe». Doch sind hierüber keine quellensicheren Beweise beigebracht. (Vergl. hierüber auch Leb cr's ^Ritterburgen: Rauheneck, Scharfeneck und Rauhen- stcin.» Wien, 1844, p. 89, und über ein anderes Haus deren von Rauhenstein in Wien: Hormayers Taschenbuch 1829, p. 33.) I78V Susann« Pettauer, 1775 Katharina Pucher, Ba'ckenmeisterin, zum Dachel genannt, 1786 Katharina Puchnerin, 1795 Joseph Geissenhof, zum Dachel, 1806 dessen Erben, 182V Franziska Striseck von Riesenthal — JosephFink, 861 . (I. 986. — II. 1018.) — Schild zur ungarischen Krone. — Durchhaus. — Im I. 1684 Jhro Gnaden Georg Szelepcrcni, Erzbischof von Gran, 1700 zur König!. Ungarischen Cron genannt, ein Schenk, und Gasthauß, Hrn. Veit Weltitschhoffer, Bräumeister, vorhin 8ecretarü Maholanische Hauß, 1775 Beit Weltischhofer, 1783—1795 dessen Erben, 1806 Joseph Möraus, 1828 Joseph und Anna Maria Möraus. — Anton und Antonia Geringer. 862 . (1. 987. — II. 1019.) Im I. 1684 Simon Schüttner, 1700 Hr. Mathias Willnit, Tändler, 1775 Andreas Perwein's Erben, 1795 Andreas Hesser, 18V6 Wenzel Prohaska, 1833 Venantius Prohaska. — Cajeta» und Katharina Höhenricder. 863 (I. 988. — II. 1020.) Im I. 1684 Michael Frankh, Hüter, 17vv Frau Susanna Wangerin. König!. Leib-Wäscherin, 1775 Anna Katharina Edle von Nucci, 1783 Karl von Nucci, 18v6Anna Katharina Edle von Nucci, 1822 Johann Schachner. — Leopold Wasserburger. 861 . (1. 989. — II. 1021.) — K. K« Finanz-Ministerium. — Schon im I. 164V besaß der berühmte Held, Prinz Eugen von Savoyen hier ein Wohngebäude, und in Schatz, Schutz rc. heißt es: Jhro Durchlaucht Printz Eugenio von Savoyen, der Röm. Kais. Maj. Feld-Marschallen und Generalen der Cavallerie; 17V3 aber kaufte er noch drei Häuser dazu; (das erste war Richard Fauconets, kaiserl. Hoff- hutmachers Pallhaus; das zweite gehörte de» Erben des Generals Grafen von Huschin; das dritte Claudius Lenglet, kaiserl. Saall- Thürhüter) und ließ sie durch den damaligen berühmten Architekten Lucas Hildebrand, in den unteren Thetl des jetzigen prachtvollen , '«i!. ^ L,: S /S'F'S "^ELE^ ^'7 183 Palastes erbauen. Der Bau des eigentlichen größeren Palastes mit der Prachtstiege wurde durch den berühmten Fischer v. Erlach ausgeführt. Hier empfing der große Eugen am 9. April 1711 den türkischen Gesandten und hier starb auch der hochberühmtc Helv am 21. April 173k. Seine Nichte, Viktoria von Savoyen, vermählte Prinzessin von Sachsen-Hildburgshausen, ererbte unter andern auch diesen Palast, welcher in der Folge von dem kaiserlichen Hofe angckauft wurde. In den unteren Theil des Gebäudes, das nunmehrige alte Münzhaus, wurde das kais. Münz- und Kupferamt verlegt, und verblieb hier, bis dasselbe 183k durch den Bau des neuen Münzgebäudes in die Vorstadt Landstraße kam. Dieses Gebäude war der Sitz der Hofkammer im Münz- unv Bergwesen, mit der Bergwerks-Produktcn-Verschleiß- Dircklion. Das große Hauptgebäude war 1782 Sitz der obersten Justizstelle, dann der neuen Finanz-Hofstelle, später der k. k. allgemeinen Hofkammer. Im großen Saale dieses Gebäudes sind die Brustbilder der Kaiserin Maria Theresia und des Kaisers Franz I. vonMatthäus Donner mit folgende» Inschriften ausgestellt: lknri» Ttieresi» Iwporstrix. Uun- xsriue et koliemino Ketzins, dann b rsneiseus l. Imperator Kemper ^utzustus. Hr. Schlager erwähnt in seiner schätzbaren Biographie: »Georg Raphael Donners,» Wien 1848, unter den bekannten Werken des großen Meisters, pstz. 110, auch der Büsten Kaiser Franz 1. und Maria Theresien's im Prinz Eugen'schen Palaste. Er beruft sich hierbei auf das, zur vorliegenden Arbeit vielfach benützte Manuskript nach den Materialien Alois v. Bergenstamm's (siehe oben S. 2.) Allein des Jesuiten Fischer krevis >'»titi» Vinilobnnse, Bd. IV. p. 222 sagt ausdrücklich, daß beide Büsten, mit den Unterschriften: lksri» Tkerosin Imporstrix kuntz. et kolr. kex, dann krsnvisvu» I. Imperator «empor ^utzuslus, Werke deS sehr berühmten (veleder- rimi) M a th ia S D onn er, also wahrscheinlicher eines Bruders des Georg Raphael Donner, nämlich des von Schlager I. v p. 67. erwähnten Mathäus Donner, königlichen Münzeisenschneiders, waren (?) «V5. (I. SSI. —II. 1023.)— Durchhaus. — Im I. 1K84 Christoph Ruep, Baader, 178V daS Himmel - Porten - Baad genannt, He-rn Christoph Rupp seel. Erbe», 1770 Franz Rupp, 1795 Ignaz Jabn, 180S demselben, 1812 Andreas Joseph Popper, 1820 Karl Graf von Strachwitz. — Johann und Hedwig Langer. — ES steht mit Nr. S71 in unmittelbarer Verbindung. «66. (I. SS2. — II. 1024.) Im I. 1K84 Gregor Wolff, Tischler, 17KÜ Hrn. Gregor Wolff, Tischlermeisters seel. Erben, ein Eckhauß, 1775 Hubert von der Heiden, 1783 Mechthilde von der Heide», 1787 Maria von der Heiden, 1795 August Heiß, 1822 Josepha Hol- zinger, 1828 Joseph Holzinger. — 1833 Joseph« Holzinger. ssr. (I. SS3. — II. 1025.) Im I. 1K84 Bertholome Hinkh, 1700 zum weissen Stiffel; Herr Bartlme Hinck, gewester Schustermeister, 1775 Andreas Maier, 1783 dessen Erben, 1822 Irene Tomeoni 1 184 1288 Irene Duttilier, 1833 Joseph Hammer. — Franz und Elisabeth Förster. S68. ll. 994. — II. 1026.) — Schild zum Erzherzog Karl. Durchhaus. — Im I. IKS4 Balthasar von Nollarn, 1700 zum güldenen Greiffen sonsten der Polleritzen-Hoff genannt, ein Gast- und Wirts-Hauß, allwo die Neustätter Landgutscher einkehren, Hrn. Augustin Erdl gehörig, 1775 August Erdl'S Erben, 1785 von Schmerling'sche Erben, 1822 Franz de Paula, Riter von Schmerling, 1828 Rosalia Edle von Schmerling, 1833 Franz de Paula, Ritter von Schmerling.— Moritz von Mcnninger; Anton Schneider; Friederika, Theresia und Pauline von Schwab. V89 (I. 995. — ll. 1027.) Im I. 1884 Johann Oberndorffer seel. Erben, 1780 Hr. Johann Caspar Oberndorffer, ein EckhauS an die Johannes-Gassen an, 1775 Philipp Ferdinand de Paula Erbe», 1788 Daniel von Hack, 1795 Adam Baron von Hack; 1797 ließ Franz Kletschka das dermalige Haus erbauen, 1808 Anna Kletschka, 1822 Maria Anna dann Johann, Anna und Georg Kletschka, 1828 Anna Kletschka, 1833 Maria Kletschka. — M. Anna Ri gl und Kletschka'sche Erben. v?«. (I. 996. — II. 1028.) Zu, I. 1884 Ulrich Kollmari, 1700 zur güldenen Rose», Gast- und Wirts-Hauß, Hrn. Frantz Reuser gehö- hörig, 1775 gehörte es den Geschwister» Heigcl, 1788 Schwauasini Erben, 1789 Heigcl'sche Erben, Schild: zur Rose. 1795 besaß es Eleonora Goldgruber, Anfangs dieses Jahrhundertcs kaufte es Graf AbenS- berg-Traun an sich. Es hat gegenwärtig keinen Schild mehr. — Johann Adam Graf von Abe» sberg undTrau». VVL. fl. 997, 998 — II. 1029, 1030.) - Ä. Ä. Finanzministe, rium. — Durchgang. Im I. 1684 Johann Anton Freiherr von Questenberg, 1700 Jhro Gnaden, Hrn. Joh. Adam Graffen von Questenberg, Reichs-Hoff-Rath, 2 Häuser, wurde vom letzteren um 1690 mit Einbeziehung eines bürgerlichen Hauses, welches früher Han» Ziegelbauer, später Wolf Raaber besaß, in seiner fetzigen Gestalt erbaut; 1775 erkaufte es Dominik Graf von Kaunitz, um 1810 wurde es von dem Staate angckauft, und erhielt seine gegenwärtige Bestimmung als k. k. Amtsgebäude der k. k. allgemeinen Hofkammer, nunmehr k. k. Finanzministerium. Das HauS steht mit Nr. 964 und 965 in unmittelbarer Verbindung. ll. 999. — II. >031.) Dieses Haus, neben dem ehemaligen Enzianergarten, besaßen um das I. 1800 die Grafen von Kuefstein, dann die Freiherren von Kiclmansegg, 1656 Graf von Herberstein, 1884 Adam Quentin Graf von Herberstein, 1898 Johann Andrea- Graf v. Carbelli, General der Kavallerie, 1709 Maria Gräfin von Heussenstein, 1748 Fürst von Guastalla, 1758 Landgraf zu Fürsten- berg, dann Graf von Lowenstein, 1772 Franz Graf von Stnzendorf, 1795 Rosina Gräfin von Sinzendorf, 1806 Franziska Gräfin von Harrach, 1820 Karl Graf von Harrach. — Daniel Freiherr von ESkeleS. 2 4 - ^ r>^ ^^iA ^«<^, - «-^s^L^^LLLL^ ^^r^-^»-- ^s^L<^rr^«L»<^!^o / «^/' , »2»«? c^ a /^t^ ^ /. 6. /. L. S- > 16 , 18 » SSL (I. 1000. — u. 1032.) Im 3. 1684 Leonhard Ulrichs Erben, 1700 Hr. Johann Baptist» Häckl, N. Oe. Regierungö-Protokollisten, 1775 k. k. Münz- und Kupferamt, zur k. k. Hofkammer im Münz- und Bergwesen gehörig. (Siehe Nr. S64.) SST. <1. 1001. — II. 1033.) Im I. 1884 Egidius Vogel Erben, 1700 zum gülden Ereutz genannt ; Hr Egidi Vogel Messerschmtd seel. Erben, 1775 Franz Edler von Gapp, 1806 Heinrich Ludwig Schmiedl, 1822 Ignaz Corda und Maria Geißler, 1828 Ignaz Eorda, 1833 Maria Eorda. — Joseph Willam. SSL. kl. 1002. — II. 10)4.) — Goldberg'scheS Stifthaus. — Im I. 1468 hatte die Witwe des Wiener Bürgers Paul Kurz, Barbara, ihr kleines, auf dem alten Fleischmarkt gelegenes Haus gegen St. Lorenz um ^ Weingarten an dem untern Alsegg (User der Als zwischen Dornbach und Hernals) zu einer ewigen Messe zu St. Lorenz auf die ehrsamen und hochgelehrten Meister der Artisten, der sieben freien Künste, der hohen Schule zu Wien gestiftet. In diesem Hanse hatte nachher der erste Bencsiciat und Magister der Theologie, Hans Goldberger, den Studenten, welche sich mit Singen und Betteln ernähren mußten, freie Wohnung gegeben, den übrigen Theil des Hauses aber in Bestand verlassen. 1555 wurde die Aufsicht über dieses Stadthaus, welches von dem Namen des erwähnten Beneficiaten fortan »der Goldberg» hieß, den Jesuiten anvertraut und 1622 erhielten sie dieses sammt allen übrigen Universitäts-Stiftungen zum Eigenthum,, jedoch mit der Verbindlichkeit, daß sie für dieses von dem Erzbischof Pater Pazmany, zu dem von ihm gestifteten geistlichen Convict erkaufte Haus ein anderes für die armen Studenten erkaufen sollten. Demzufolge überließen die Jesuiten 1653 der Universität für den Goldberg das von ihnen erkaufte Scholzische HauS in der Johannesgaffe. Im Jahre 1676 erbaute der Gelehrte, Vaul von Sorbait . welcher zweimal Rector der Universität war, und 1891 starb, dieses^Haus mit einer Kapelle zu Ehren des heil Apostel Petrus und Paulus und machte hierzu eine Stiftung von 2000 fl. für zwei Jünglinge von seiner Verwandtschaft auS den Niederlanden. Er ließ am Thor-Eingange folgende Inschrift anbringen: ä. i>1. v. 6. kuV1.Vs Oe 8ort>ali sanae nrils LoLior das aeOes proprlls aerarll» eeeXlt. Orale pro Ipso. Mit diesen Stiftungen wurden später auch die Herz'fche, Phi- lippine Schuhovski'schen und Guggemosische Stiftung vereinigt, und von denselben 1758 in dem Hause IS armen Jünglingen Kost und Wohnung, 27 andern Studenten aber nur freie Wohnung gegeben. Später wurde das Goldberg'sche Stifthaus auf Zinsen verlassen und von dem Ertrage die Stipendien auf die Hand betheilt. Sämmtliche Stistlinge können diese Stipendien von Anfang bis zur Vollendung des StudienkurseS genießen. — 1684 Inhaber die Herren 186 JesuitenimGoldberg, 1788 Hrn. Jakob v. Schultz Stifft, zum Goldberg genannt, allwo der armen studirenden Jugend freye Ligerstatt. *) ll. 1003. — II. 1035.) Im I. 1684 zwei Häuser, wovon eines Jhro Gn. Hrn. v. Antelmont Erben, vas andere Joh. Bapt. Kiel- mann, Med. Dr. Erben gehörte, 17ÜÜ Jbro Ercell. Hr. Gotthard Grasten von Sallaburg, 2 Häuser, 1783 Herzogin von Savoyen Erben, 1787 zum Savoven'schen Damenstist gehörig. — Aloyö Fürst von Liechtenstein. Die Darstellung der unbefleckten Empfängniß ans weichem Metall, 6 Schuh hoch, sowie eine weibliche Figur, Schuh hoch mit einer Urne, aus welcher Wasser flieht, sind Meisterwerke des berühmten österreichischen Künstlers Georg Raphael Donner, srr. ll. >003, 1035. — n. 1004, 1036.) — Herzoglich Sa- voyen'sches Damenstift. — Im I. 1684 Georg Gerstenbrand, 1768 Hrn. Gerstenbrand, gewest,» Maurermeisters seel. Erben. Das Damenstift hat die Herzogin Maria Theresia, Wittwe des Herzogs Emanuel von Savoyen, geborne Fürstin von Liechtenstein, -j- 28. Februar 1772, zur Stifterin. Es wurde nach ihrer testamentarischen Anordnung vom 16. August 1768 nach ihrem Tode in dem von ihr hinter- lassenen Wohngebäude in der Johannesgasse, mit einem dazu gekauften Hause errichtet. Zwanzig adelige Fräulein nebst der Oberin erhielten daselbst ihre Unterkunft. Außer diesen wurden noch Hand- präbenden errichtet. Der regierende Fürst von Liechtenstein hat im Um sich einen Begriff davon zu machen, wie die französische Aristokratie in den damaligen Zeiten über die arme studirendc Jugend ab- urtheilte, soll aus einer aus dem Französischen übersetzten Relazion einer Reisenden über den k. k. Hof, vom Jahre I70t eine Stelle hier folgen, als ein trauriges Beispiel des Adelstolzer, welcher damals gleichsam auch die Wissenschaften gepachtet zu haben schien; sie lautet: »Ich kann mich hier nicht enthalten, meinen Verdruß über die Gewohnheit auSzulaffen, welche dem ganzen katholischen Deutschland gemein zu sein scheint, daß man in denen CollegiiS ein Haussen Bettler duldet, welche wider da» Elend ihre« Zustande« Studenten sein, und die freien Künste begreifen wollen. Ich bin gar nicht in Abrede, daß nicht auch unter dem allergcmeinsten Pöbel einige gute Köpfe sollten gesunden werden, welche sich zum Studieren schicken; aber ich wollte doch gleichwohl, daß man etwa« mehr Respekt vor die Studia trüge, damit dasjenige, so nur ein Privilegium de« Adel« 037.) — Schild zur eisknen Birn. — Im I. 1884 Michael Wagner, Bäcker, 1780 zur evsen Birn genannt, Hr. Casper Freiwillig, gewester Burgerl. Pfaidler, 177S Michael Bruner, 1783 dessen Erben, 1786 Elisabeth Karges, 1795 Elisabeth Karges und Barbara Wedel, 1822 Sebastian, Adam und Margaretha Staud, 1828 Sebastian Staud'sche Erben, 1833 Franz Psitzinger. — Joseph« Psitzinger. Im 4. Stockwerke dieses Hauses wurde am 18. Februar 1827 Professor Joh. Konrad Blank, der rühmlich bekannte Mathematiker, durch den Polen Severin v. Jaruschinsky ermordet. 858 tl. >007. — II. 1038.) — Kloster der Ursuliner-Ronnen. — Stifterin dieses Klosters war die Kaiserin Eleonora , Witwe Ferdinands III. Die Nonnen kamen im 1. 1868 aus Lüttich und wurden bis zur Herstellung ihres Klosters in ein Haus neben dem ehemaligen Dorotheerhof untergebracht. 1871 bezogen sie dasselbe. Die früheren Besitzer der Häuser, welche an dieser Stelle standen, waren 1443 Eras- muS Haymon, 1453 Georg v. Grafenwerd, 1456 Georg Weissenpeckh, 1482 Weckherin, 1471 Michael Khuefuesser, 1588 das Himmelpfort- kloster. Laut landschaftlicher Nachricht, ka m 166 3 noch^bLs Traut- son'sche Haus in der Annagasse und das Schärsenberg'schc in der Johannesgaffe daM7 1763 wurde das Kloster renovirt. 880. (I 1011. — II. 1039.)— K. K. Akademie der bildenden Künste mit der Kirche zu St. Anna. — Durchhaus. — Eine Kapelle zu St. Anna nebst einem Pilgramhause wurde im 1.1328 von einer frommen Matrone gestiftet, und 1415 von Elisabeth Wartenauer eine größere Kirche gebaut. Als 1538 die wegen der Türkengefahr aus Wien geflüchteten Nonnen von St. Clara (s. Nr. 1100) von Villach wieder zurückkamen, wurde ihnen 1531 daS Pilgram- hauS und die Kirche zu St. Anna eingeräumt, den Pilgern aber im Vürgerspital die Einkehr angewiesen. Die Nonnen nannten sich nunmehr Clarifferinen zu St. Anna. I?58 starben die letzten 3 Chorschwestern an einer Epidemie und 11572 mußte die allein übrig gebliebene Aebtissin, Regina Halbpevrin das Kloster St. Anna verlassen und sich nach St. Jakob begeben, wo sie bald darauf starb. K. Marli, gab nunmehr seinem treuen Diener Andreas Erstenberger 188 daS verlassene Klostergebäude zu seiner und seiner Familie Noth- durft, und übertrug das Einkommen des Gotteshauses einem weltlichen Administrator. Kaiser Rudolph II. überließ 1573 Kirche und Kloster den nach Wien gekommenen Jesuiten zum einstweiligen Frucht- genusse. l58I wurden sie für immer dem Jesuitenkolleginm einver- leibt. 1811 kauften die Jesuiten das gegenüber gelegene Pilgrimhäusel. Nachdem 1773 dieser Orden aufgehoben war, übergab Kaiser Joseph 1l. 178b das Kloster der zuletzt im llniversitäls - Gebäude befindlich gewesenen Akademie der bildenden Künste und der Normal-Hauptschule; darauf deutet die Aufschrift: Louis litte« is inxennisque urtidns 3osepku» II. 178b. Die Kirche wird seitdem durch Weltgeistliche versehen. Das hier bestandene Gymnasium wurde 1807 zu den Schotten übertragen. Das im Hofe befindliche Gebäude für Bildhauerarbeiten, der sogenannte »Zauner. Stadel,« war das Atelier des berühmten Zauner. 1813 fand in diesem Gebäude die erste Kunstausstellung statt, welche anfangs alle drei Jahre, später aber alle Jahre sich wiederholte. In der letzteren Zeit wurden für diese Ausstellung durch einige Jahre Räumlichkeiten des politechnischen Institutes verfügbar gemacht. (lieber die älteren Verhältnisse dieser Akademie' belehrt die 1783 in Wien erschienene »Beschreibung der k. k. Akademie der bildenden Künste« von A. Weinkopf.) V8I. (k. 1008. — n. 1040 ) Johanneshof. — Commende des Johanniter- Ritter-Ordens. Das Hospital zu St. Johann iu Wien sott schon 1200 gebaut worden sein. Dieser Orden hatte auch schon 1320 eine Herberge für Pilgrime in Wien (s. Nr. 980 und 982) welche 1423 unter dem Schutze Herzog Albrechts von Elisabeth War- tenauer vergrößert und von K. Friedrich unterin 13. Juni 1448 bestätiget wurde. 1839 wurde das Gebäude von Grund aus neu aufgeführt. Die nebenan stehende Kirche zum heil. Johannes dem Täufer, ein Bauwerk des 15. Jahrhunderts mit einer neuen Fayade gegen die Kärnthnerstraße hin, und einein Altarbilre von Tobias Bock und einem schönen Hautrelief, die Festung Malta vorstellcnd, hat oberhalb dem Haupteingange, folgende auf die Herstellung der neuen Stirnseite im 1.ISOi bezügliche Inschrift: weites veiusiulv sgualen« saeru Suuuui Lapläsiue orsiuis liierosolz-iniianae ooeteslä pmrouo i e^eeia ei oriimu ^»uo HIIiLLLVIll. V8S (I. 1009. — II. 1041.) Im I. 1700 Pilgramb-Häußl zum Johan- nes-Hoff gehörig (s. Nr. 981), 1775 Pilgram-Haus zum Johannes- Hof gehörig, 1795 Nitterordens-Commendehaus zu St. Johann, 1822 Karl Grafen Neupperg als Maltheserordens - Eommenthur, 1b28 St. Johann Ritterordens Commende. — kommende des Johanniter-Ordens, zu Nr. 981 gehörig. Nächst diesem einstigen Spitale oder PilgrimhauS hatte eine fromme Bürgersfrau 1329 ein« Kapelle zu Ehren der heil. Anna er- L»^ /<5 t?^»^^,^t^»»" ^2»!»«,»^ ^^--^-^« 1 / -»»»^ /^// ^ 189 baut, welche im Jahre I4IS zu einer Kirche erweitert wurde, die spätere Annakirche. (S. Nr. S80.) 88L ll. 1010. — II. 1042.) Im I. 1684 Mathias Neuners Erben. 1700 Hr. Paul Weilland, Beckenmeisters seel. Erben, 1775 Edmund von Fack, 178L dessen Erben — I833.Franz Lav. Frcyherr v. Ottenfels-Gschwind. 884. sl. 1012. — II. 1043.)— Klein-MariazeUerhof. —Durchhaus. — Laut Grundbuch der Stadt Wien bestand dieser Hof aus zwei Häusern und an den vorderen Theil in die Johannesgasse war 1405 Georg Tirna, später die Herren von Kuenring, dann Friedrich und Stephan von Hohenberg an die Gewähr geschrieben. Den hintern Theil in der Pippinger- (Anna-) Gasse besaß 1453 Michael Dorn, Bürger, dann Johann von Hohenberg. Stephan von Hohenberg, welcher dieses letztere HauS von seinem Halbbruder Johann von Hohenberg ab- gelöset hatte, schenkte beide Häuser 1482 an das Kloster Klein-Mariazell, in welchen er sich auch seine Grabstätte gewählt hatte. 1815 wurde das sogenannte neue Stöckel zugebaut. In dem Stadt-Archive findet man eine Urkunde von 1358, laut welcher dieses Kloster in der Kärnthner- straße ein Haus halte, indem Margareth ihr Haus zunächst an dem geistlichen Haus daz fand Maria Zell ihren Ehewirth Maister Niklasen den FüchSlein »des Herzogs Leopold obersten Koch« vermacht hat. Dieses Haus in der Kärnthuerstraße hatte Abt Heinrich 1338 vom Herzogs. Futterschreibcr Wolsgang Stuzler angckauft. Im I. 1834 wurde der Mariazellcr-Hof in der Johannes- und Anna-Gasse ganz neu und geschmackvoll erbaut, und es befindet sich gegenwärtig das k. k. Hoskammer-Archiv in demselben. Bei Gelegenheit deS neuen Baues wurde auch das alte, meisterhaft gearbeiteteStein-BaSrelief, an gesicherter Stelle im Hofraume wieder ringemauert. ES zeigt di« Mutter-Gottes mit dem Kinde, unter einem altdeutschen Thronhimmel fitzend. Zu beiden Seiten sind Mönche, Nonnen und Laten in anbe- thender und opfernder Stellung. Auf der rechten Seite kniet der Abt mit einer Rolle in der Hand, zu seinen Füßen ist ein Wappen mit einem SchweinSkopfc. Ihm gegenüber bringt Stephan von Hohenberg (durch den Panther im Wappen erkennbar) das Modell eines Hauses (nämlich deS dem Stifte geschenkten) dar. lieber den Häuptern zeigt eine Schristrolle folgende Worte: Kovorllaro virx» mnter ilum stelerm in eonspsolu ilei ut loguaris eie nodi» den» 1882. Abbildungen dieses schönen Denkmals finden sich bei Laborde, Lichnowsky und in Hormayrs Wien VII. Bd., die verläßlichste Schilderung aber durch den gelehrten Möller Keiblinger in der kirchlichen Topographie, V. Bd., S. 34. — Nach der 1782 ausgesprochenen Aufhebung des Stiftes wurde es 1798 von der Staatsgüter-Administration übernommen und wird nun von der Kameral-Landesbehörde in Wien administrirt. 885. (I. ,013. — II. 10t4.) Im 1.1884 Hr. Leopold Grass Colo- nitsch, Bischof zu Neustadt, 1700 Mailbcrger-Hof, worinnen Jhro Eminenz der Herr Kardinal Kollouitsch wohnt. ISV Merkwürdig ist der Umstand, daß der berühmte Cardinal Kol- lonitsch, wahrscheinlich auch während der türkischen Belagerung 1883 hier wohnte. Schon MS Maltheser-Commendahaus. — kommende des Johanniter-Ordens; trägt den Namen Mailbergerhof nicht mehr. 888. (l. 1367. — II. 1015.) Früher zum Kloster der Jakoberincn gehörig, 179SPensionathauszu St. Stephan gehörig, seit 1882 Zinshau s d c r Ursuliner-Nonnen. 88?. (I. 1014. — II. 1046.) — Schild zur schwarzen Katze.— Dieses Haus gehörte im 1.1437 Stephan Edenburg, Glasermeistcr, 1472 besaß es Margaretha Entzersfeld, verehelichte Gärtner und überließ es um 300 ungarische Gulden an das Jakoberkloster, welchem es zumStadel und zur Aufbewahrung von Feldfrüchten diente. Nach Aufhebung des Klosters kaufte es 1784 der noch allenthalben in ehrender Erinnerung stehende Hofjuwelier Franz Edler von Mack (f-1885) an sich, dessen Familie es noch besitzt. Das jetzige Haus wurde I71S (welche Jahreszahl sich am Thorschluße befindet) in der dermaligen Gestalt neu aufgebaut. — Franz Ritter von Mack. 888. (I. 1031. 1204. — II. 1047. 1207.) War noch im 1.1884 ein Theil des alten Gießhauscs ; später gehörte es zum ältesten Versatzamte der Stadt Wien (s. Nr. 995) ; 1775 Versatzamts-Stadtel, 1785 Daniel Zepharowich, 1888 Daniel v. Zepharowich, 1828 Erzherzog Karl. — Georg Simon Freiherr von Sina. 888. (I. 1032 — II. 1048.) — Ursuliner-ZinshauS. — Im J.1848 neu umgebaut. Dieses Haus, so wie die Nummern 990—994, 1022—1025, 1191 und 1192, stehen an der Stelle einer langen Reihe von Soldaten-Quartieren, wie sie schon 1884 erscheinen; 1788 »der Statt-Guardi-Paraquen« genannt. Diese Baraken wurden um 1745 abgebrochen und zu Wohnhäusern umgebaut. .... / 888. (I. »033. 1034.— II. 1049.) An dieser Stelle (s. Nr. 989) führte Raymund von Albrechtsburg (f-1759) zwev Häuser auf, welche 1788 Georg Glaß, 1789 dessen Erben gehörten, und in der Folge in eines verbaut wurden. 1798 gehörte es Elisabeth Zink, Glasermei- sterin, 1795 deren Erben, 1888 Franz Rappold, 1828 Theresia Reinhart und Joseph« Rappold. — Valentin Richter. Dieses und daS folgende Haus, so wie Nr. 1192 wurden 1848 in ein Haus zusammengebaut. 88L. (I. 1198. — II. 1273.) Diese« Haus entstand (s. Nr. 989) auf dem Grunde der vormaligen Stadt-Guardia-Baraken, 1783 besaß es Elisabeth, 1788 Katharina Jurdin, 1798 Heinrich Kodier, 1888 derselbe 1828 Louise Plaideur. — Valentin Richter. (S. Nr. 990.) 882 . (I. 1196. —II. 1275.) (S. Nr. 989.) Im 1. 1775 besaß eS Christian von Scholz, 1795 Joh ann Hamberg er. 1888 Johann Georg Graf von Browne, 1828Hrl Mtter von Joelson. — Moriz Graf v. S » ndor. — 1885 wurde die Bewilligung zum Neubau dieses Hauses ertheilt. .^- ^ k/ u ^ ^ "M^ÄL 191 553. (I. 1036. 1037. — N. 1051.1 (S. Nr. 989.) Anfangs zwey Häuser. Im 1.1775 besaß Nr. 1936 Johann Ziegler, kaiserl. Trabant, 1783 Josephs Ziegler; Nr. 1037 besaß 1775 Elisabeth Faustmann, 1783 Joseph Faustmann. Beide Häuser 1795 Heinrich Köhler, welcher stein eines zusammenbante, 1886 Joseph Kühtreiber, 1828 Franz und Maria Anna Hofmann. — Emil, Edler von Berger. 554. (I. 1041. 1042. — II. 1055. 1056.) Ebenfalls auf dem Grunde der ehemaligen Stadt-Guardia-Baraken, anfangs in zwei Häusern aufgcbaut (S. Sir. 989.). Nr. 1041 gehörte im 1.1778 Mathias Bederl, 1783 Hrn. v. Proffing, 1786 Josepha Pcllin, 1789 Josephs Beylin, Wittwe, 1795 Joseph v. Grossing, 1885 Peregrin Graf von Lamberti. — Nr. 1042 gehörte 1778 Johann Kranzbcrger, 1775 dessen Erben, 1786 Ferdinand Weuger, 1795 dem Grafen von Lamberti, 1886 Peregrin Grafen von Lamberti, durch welchen beide Häuser 1882 in eines verbaut wurden; 1828 besaß es Camillo Graf v. Lamberti und 1848 die Geschwister van der Cruyce. 1847 war das Haus bereits zur Ausspielung mittelst Lotterie angekündiget. Da brachte es M. Graf von Kolowrat an sich, und ließ es aus gutem Grunde im zweiten Stockwerke mit Nr. 1194 in unmittelbare Verbindung bringen. 985. (i. t0I5. —II. 1057.) Vormals das alte GießhauS, welches Kaiser Rudolph II. im I. 1683 an Heinrich Neidhardt, HofkriegS- Sekretär, schenkte. Von diesem kam eS 1614 an seine Stieftochter Elisabeth Khargeri», welche eS 1622 an Franz von Grünburg und dieser 1625 an Bernhard von Weltz auf Eberstein und Spiegelfeld vererbte. 1684 erscheint als Besitzer dieses Hauses, welches einen gegen die Seilerstätte und an der Ecke der Annagasse durch eine Mauer abgeschlossenen» großen Hofraum umfaßte, Johann Hartmann, Frei- Herr von Wells, 1788 Jhro Gnaden, Herrn Ferdinand Carl Graffen von Weltz, N. Oe. Regiments-Rath und Vice-Statthalter, ein Eckhauß. 1787 bei der Errichtung eines Versatzamtes durch Kaiser Joseph I. wurde dieses Haus von dem großen Armenhause in der Alsergaffe erkauft und zu diesem Amte verwendet ls. Nr. 988), bis eS nach Aufhebung des Stiftes zu St. Dorothea 1783 in die Kirche und einen Theil deS Klosters übertragen wurde; 1789 heißt es »gewesenes k. k. Versatzamt.« Das in Rede stehende Haus aber wurde damals an Daniel Edlen von Zepharowitsch verkauft, welcher eS noch 1886 besaß; 1828 gehörte es dem Erzherzog Karl. — Simon Georg Freiherr von Sina. 998 (I. 1016. — II. 1058 ) Im 1. 1684 Franz Gallaz, Edler von Radolt (Radact), 1788 Jhro Gnaden Herrn Ferdinand Emrich Graffen von Kollonitsch seel. Erben. 1775 Franz Anton von Sacken, 1787 dessen Erben, 1886 Benedikt von Sacken, 1822 Joseph und Franz Freiherr von Sacken, dann Judith Pavini. — Joseph Freiherr von Sacken. 99? ll. 1017. — II. 1059.) Im I. 1684 Johann Huebcr, 1788 bei der blauen Kugel genannt, Hr. Johann Andre Keimb, Kays. Hoff- 192 Cammer-Registrator, 1775 Maria Katharina v. Kamestna, 1795 Joseph und Albert Camesina. — 1833 Albert Camesina. 888. (I. 1018. — II. 1060. — Tchild zum Dampfschiff (früher zum blauen Karpfen.) — Im I. 1884 Georg Stadler, Trabant, 1780 Hr. Hanß Georg Kärpff, Tischlermeister Lnd Bierlcutgeb, 1775 Alexander Jellmann, 1795 Scba stianGoschel, 18W Jöhäitn^t^ Helena Göschcl, 1828 Freiherr von Scheel, 1831 Wilhclmine Freiin von Hohenbruch. — Elisabeth Bobella. 888 . ll- 1019. — H. 1061.) Im 1.1684 Georg Wilhelm Hagenau Lezelter, 1700 Hr. Georg Wilhelm Hanauer, Lebzelter, 1775 Anton Bertram von Maiersfclv, 1795 MaierSfelv'sche Erben, dann M. Anna von Gall, 1806 Wenzel Freiherr von Berg, 1822 Joseph und Juliana Marschall, 1828 Joseph Marschall. — Fürst Milosch von Serbien. 1088. ll. 1020. — II. 1062.) Im I. 1684 Johann Sebastian Graf von Pötting, 1700 Ihre Gnaden Hrn. Christoph Edlen von Borstern, Kavs. Hoff-Cammer-Rath und General Proviant-Meister, 1775 Johann Franz Grafvon NadaSdy, 1806Josepha Gräfin von Navasdp, 1822 Clara Burger, 1828 Joachim Edler von HönigSberg, 1833 Ludwig Duport. — Joseph Graf von Batthyany. 1881 (I. 1021. — II. 1063. — Der Täubclhof. — Im 1.1684 Johann Christoph Hörmann's Erben, 1700 derTäubel Hoff genannt, Jhro Erzcllenz Hr». Graffcn Mar von Thur». Hier befand sich das erste Lokale der Zeichnungs- und Kupferstecher-Akademie, von Fürst Kaunitz errichtet, und von da 1776 »ach St. Anna übersetzt. 1770 gehörte dieses Haus Amandus von Brockhauscn, 1783 dessen Erben, 1787 Freiherr» von Schmidburg, 1795 Anton August Gras von Attems, 1806 Freiherrn von Gondar, 1821 Joseph Gärtler Ritter von Klceborn. Der Name dieses Hauses stammt von einem früheren Besitzer. — Gvttlich'sche Erben. 1882. (I. 1022 .— II. 1064.) — Herzogenburgerhof. — Nach dem städtischen Grundbuch besaß dieses Haus im J.1368 Friedrich v. Enzesdorf, 1383 Tarenbekh, l395 HanS und 1425 Albrccht, genannt die Schwcinwarter; dann kam es an Heidelberger und wurde eine Zeit lang der Heidelberger -Hof genannt. Von demselben erwarb es Johann Marschütz, kaiserl. Hofdiener, nach dessen Tode es Kaiser Friedrich IU. selbst kaufte, und an Achaz Schrott von Kinnberg statt der Besoldung schenkte. Bon Letzterem kaufte eS der Hof-Profoß Bernard Gul- dinger, welcher es wieder 1546 an Onuphrius Reuter verkaufte. 1587 besaß eS Judith Rothin, geborne Rathabrun. Später kaufte eS Ulrich von Lamberg, und dessen Sohn Simon Freiherr von Lamberg, Landmarschall in Nieder-Ocsterreich, verkaufte es 1600 an den Probst Paul Zuekh von Hcrzogenburg und es blieb seit dieser Zeit in dem Besitze dieses Stiftes. Um 1540 besaß das Stift noch ein anderes HauS in der Krugerstraße, welches aber schon 1546 an den Bürger Leopold Örl verkauft wurde. In diesem letzteren Hause verschafften sich 1623 die Leute deS päpstlichen Nuntius mit Gewalt Quartier. -^-^/ ^>.»^»»>»»^^^»^- 1 ^»»» ^»^»-»«^ . c <>-x, ^ 027. — 11.1069.) — St. Pöltcnerhof. — Laut Stadt- Registratur besaß dieses Haus im I. 1583 Hans Lciben. Spätcr brachte es Andreas Erstenbergcr z» Frcyenthurm an sich. Von diesem gelangte cs 1624 an Hans Mcchtel, dann an Wolf Sirich, von welchem es 1651als ein zwischen dcmHerzogcnburger Hof und Hans Pech- zolt zum grünen Hufeisen gelegnes Haus an Georg Grafen v. Erthödi verkauft wurde. Vom Letzteren erbten 1675 dieses Haus die Klosterfrauen zu Tuln, welche eS 1727 an daS Stift St. Pölten verkauften. Nach dem Stadt-Grundbuch lag der alte St. Pöltener oder St. Pöltingcr-Hof vorher in der Weihburggasse, und vr. Cuspinian erkaufte und verbaute denselben zu feinem Hause (s. Nr. 897 und 908.) Als Kaiser Joseph li. 1784 das Bisthum nach St. Pölten übertrug, hob er das IS 194 Stift daselbst auf, wodurch auch dieser Hof in Privathände kam, welchem jedoch fortan der Name blieb, und der eine zeitlang von der Staatsgüter-Administration verwaltet wurde. — Gegenwärtig besitzt ihn Julie Ertl. 1008 ll. 1028. — II. 1070.) 3m 3. 1684 Franz Seckhl, 1700 Hr. Casper Söckl seel. Erben, 1766 Renner- oder Tischlerhaus, 1775 Leopold Nenner, 1783 Katharina Renner, 1795 3os. u. Elisabeth Storf, 1822 3akob und Barbara Lehner. — Anton Gegeß. LOOS. ll. 1029. — II. 1071.) 3m 3. 1684 Hans Ernst Freiherr v. Fünskirchen (j- 1684, bei den Augustinern begraben), 1700 3hro Erzell. Hrn. Grasten Thomas von Tschernin seel. Erben, 1766 Stephan Graf von Wallis , 1800 Bruno Neuling, welcher dieses Haus neu aufbaute. 1822 Marzello Graf Durazzo. — Karl Theodor Graf von Wickenburg. 1010 (I. 1016. — II. 1072.) 3m 3. 1684 scheint dieses Haus ein Theil von dem jetzigen Nr. 998 gewesen zuseyn. Es liegt ohne Bezeichnung eines besonderen Besitzers mit diesem in einer Richtung, 1775 Franz Anton v. Sacken, 1806 Amadeus von Sacken, 1820 3oseph und Franz Freiherr von Sacken. — 3oseph Freiherr von Sacken. 1011 (I. 1030. — II. 1073.) - Schild zum Wallfisch. — 3m 3. 1684 Daniel Zeiselmair, 1700 lmit Nr. 1010 ein Haus) Schenk- und Gasthauß bey dem Wallfisch genant, Herrn Daniel Zeißlmayr, deß Austern Raths, gehörig. 1770 Martin Müller, 1775 dessen Erben, 1800 Cajetan Müller, 1806 dessen Erben, 1820 Elisabeth Edle von Unkhrechtsberg. — WenzelRitter vonSallaba. 1012 . (I. I04L. — II. 1084.) 3m 3. 1684 3ohann Ulrich Corsin von Cronciifels Erben, 1700 Hr. Emrich 3akob von Bürden, Kays. Cam- mer-Perlsticker, 1775 3ohann Herz, 1783 Paul Herzog, 1792 dessen Erben, 1806 3ohann Wenger, 1822 Maria Theresia und Maria Anna Gräfin von Esterhazy. — 1828 Nikolaus Graf von Esterhazy. 1012 . (I. 1046, 1047 — II. 1074, 1075) Aus zwei Häusern zusammengebaut. Das erste gehörte im 3.1684 Ernst Rüdiger Graf von Starhembcrg, 1700 Weikhard Michael Wenzel Grafen von Sintzen- dorf, obersten Falkenmeister, 1775 Gabaleon Graf von Selmour, 1822 Maria Theresia nnd Maria Anna Gräfin von Esterhäzv, dann Nikolaus und Franziska Gräfin von Esterhazy. Das zweite Nr. 1047 gehörte 1684Georg Hagenaucr, 1700Ursula Förster, 1766 Fr. Friedrichin seel , zum blauen Säbel, 1775 3akob Sind, Schneidermeister, 1795 Theresia Sind, 1806 Bartholomäus Waldauer, 1822 dem Besitzer des vorigen Hauses. — Nikolaus Graf vo» Esterhazy. 1011 ll 1048. — II. 1076.) — Schild zum goldenen Rößel. — 3m 3. 1684 Sebastian Hörtel, Rittmeister, 1700 sonsten daS Glaserische Hauß, Hr. Ernst Sebastian Härtel, gewesten Rittmeister, l?66 Duglccks Witwe oder Riemcrisches HauS, 1775 Leopold Uzmann, ^ ^ o^»^^e^«^^»^»»< W? /s//. ^ 7 ^ 7 ° ^ rÄ,/* ^ "^7 - /-- F- /^s ^// .^..^ ^.../ IS5 1806 Joseph Schwanberger, 1822 Anna Schmidt, 1828 Anna van der Cruyce. — Anna Schmidt Erben. Wurde 1839 neu gebaut. LOLS. (1. 1049. -II. 1677.) Im 1.1681 Thade de Hasste Lta^t^Haupt- mann, 1766 zum grünen Säbel genannt, Herr Thadäi d^ Hasste, Kays. Statt-Guardi-Hauptmann seel. Erben, 1768 Schütz Erben, 1775 Zgn. v Stöger, 1783 dessen Erben, 1822 Ant. v. Wachtler, Antonia Flamm, Felicitas u. Josepha Hutterer, Caroline Zoboth, Marim. Freiin von Metzburg und Maria Hayden, 1828 Antonia von Wachtler, 1833 Maria Hutterer. — Franziska Hain; von Korbest. Wurde 1833 neu gebaut. lOIO (1. 1050. — II. >078.) 3m I. 1884 Christoph Pocherl, Wirth's, Erben, 1766 Zhro Gnaden Hern Joseph Scipio Graffen von Castel- barco, 1768 Johann Zuana, 1783 Karl Freiherr von Palm, 1787 Johanna Freiin von Palm- 1822 Cordula Gräfin von Potocka. — Dem StifteLilienfeld gehörig. 1012 (1.1051. — 11. 1079.) Im 1.1684 Georg Gerstenbrandt, 1700 Hr. Johann Georg Gerstenbrand, Kays. Obristen Land- und Hauß- Zeug - Ambts - Secretarii, 1775 Johann Georg von Gerstenbrand, k. k. HofkriegS-Conzipist, 1822 Johann Michael Edlen von Zimmer! und Michael Zach, 1828 Franz Edlen von Gerstcnbrand'sche Erben, 1833 Anna Gießler, 1840 Joseph Reichte. — Johann David Hipp enm ayer. 1018.(1. 1052.—II. 1686 ) —Schild zum weißen Elephanten. — Einst zwei Häuser. Das größere gehörte im Jahre 1684 Lukas Ehrlinger von Ehrenihal, 1766 zum gülden Elephanten genannt, Hr. Joseph Anton Lettl 3. II. I). Kays. Hoff-Kricgs-Raths- und General-Auditeur; daS zweite Haus gehörte 1884 Georg Saltzberger, 17ÜV Gregor Saltzberger Käßstecher, 1775 Anna von Datei, 1783 Maria Anna Freiin von Pernesers, 1786 Philipp von Managetta und Lerkbenau, 1866 Joseph Edler von Managetta, 1822 Barbara Edle von Schickh, Elisabeth Edle von Managetta und Kinder, 1828 von Managetta'sche Erben. — Anna und Albertine Fischer. 1O10. (I. 1658. — II. 1681.) Im I. 1684 Annibal Franeesco Vot- toni Erben, 1766 Frau Margaretha Juliana Hollriederin, ein Eckhauß, zwei Häuser (deren Grundflächen schon 1884 sich deutlich als einst getrennt zeigen) 1766 Freiherr von Prandau, 1766 Rochus Freiherr von Loprcsti, 1795 dessen Erben, 1822 Fried,ich von Schwab. — Juli e Mauthner. 1020. (I. 1654. — II. 1682.) — Russisch - kaiserl. Neichs- kollegium, früher der Altenburgerl,of genannt. — Dieses HauS besaß Anfangs des 17. Jahrhundertes Jakob Freiherr v. Kuff- stein und dasselbe wurde im I. 1621 dem Kloster zu Altenburg für sein an die Kapuziner überlassenes HauS abgetreten. Um 1796 wurde »S an Peter Förster verkauft, 1868 gehörte eS Ferd. Hackher Edlen zu Hart, um 1826 kaufte eS die kaiserl. russische Gesandtschaft an. 18 * ISS Es gehört jetzt dem russisch-kaiserlichen ReichSkollegium der auswärtigen Angelegenheiten in St. Petersburg, und umfaßt auch die russische Bothschaftskapelle, als Vethaus für die nicht unirten Griechen russischer Nation. 1021 (I. 1055. —II. I083.)Jm 1.1SS4 Thomas Graf von Tscher- nin, welcher am l4. Februar MV hier starb und dessen Leiche bei den Augustinern begraben, später aber nach Prag übertragen wurde; 1700 Jhro Ercell. Hrn. Graffen Bucclcni, Hoff-Cantzler. Graf Bucelcni übertrug 1700 die Freiheit dieses Hauses auf das damals Tin- ti'sche Haus auf dem neuen Markt(Nr. 10601,17KK gehörte es demEdlen von Galt, 1787 dessen Erben, 1795 Theresia von Galt, 1806 Joseph Freiherrn von Moser. — Paulund Moriz Grafen von Esterhazy. s 1022 ll. 1043. IIS2. — u. 1085. 1276.1 Auf dem Grunde der älteren Stadt-Quardia-Baraken (s. Nr.9891 später aus zwei Häusern zusammengebaut. Ersteres (10431 besaß 1775 Maria Anna Hörde, 1795 Maria Anna Hörde, Wiliwe, 1812 Georg Freiherr von Walterskirchen. Das zweite (Nr. I I S21 gehörte I78K Elisabeth Albrechtin Wittwe. 1795 Friedrich Strießcck Edlen von Ricsenthal, 1812 Franz Gras von Dietrichstein. — FranzGrafv. Dietrichstein. 1023 . ll. 1044.- II. 1086.1 (S. Nr. 989 11m I. 1775 Franz Paul Schiffncr, 1795 Johann Joseph Schiffner, 1812 Andreas Säger. — Anton Bayer. 1021 . (I. 1191. — II. 1087. (S. Nr. 989.1 Im I. 178k v. Hey- dau's Erben, 1812 Nikolaus Graf von Esterhazy, 1822 Maria Theresia und Maria Anna Gräfin von Esterhazy. — Nikolaus Grafvon.Esterhazy. 1025 . (I. 1056. — II. 1088.1 (S. Nr. 989.) Im I. 1775 gräfl. Salmour'sche Stallung, 1812 Nikolaus Graf von Esterhazy, 1822 Maria Theresia und Maria Anna Gräfin von Esterhazy. — Niko- laus Graf von Esterhazy. 1026 . (1. 1188. 1189. E« — II. ,279.) Hier befanden sich früher drei Häuser, Rochus Baron von Lopresti gehörig, welche schon im I. 1795, zur besseren Passage gegen die Bastei zu, abgebrochen wurden. Später wurde hier abermals ein Haus gebaut, welches 180k Eva Freiin von Lopresti gehörte, 1820 Mathias und Theresia Welzer. — Johann Hippenmayer. 1021 . (I. 1087. — II. 1089.) Im 1. 1787 k. k. Fortification, 1789 Wilhelm Hefer, bürgerl. Tischler, 1795 Peter Förster, 180k Elisabeth Förster, 1820 M. Felnerin und Christine Auguste Turict. — Wilhelm Turiet. . 1028 . (I. »057. — II. 1090.1 Im I. 1775 Tischler--Kasematten — k. k. Fortification. 1020 .( 1 . 1351. - II. 1091.) Im J.MKCasematten unterm äkärnth- ncrthore. — äk. k. Fortification. <ä»1 ^ ^ /s^-- LL^. I' /^-)/^ »2<^, ^»-^^-' -^»-,-»-^»^-^^t^^ »»»r^ -«»-»^»»^ ^-- ^s.oos/ ^.^r/ IS7 1030. d. I05S. - II. 1093.1 Im I. 1775 Casematten, 1795 k. k Brunnstube.— K. k. Wasser-Reservoir. 1031 (I. 1316. — II. 1094.) Im J.17SS. — K. k. Fortifi c a ti on. 1032 (I. 1060. — II. 1095.) Im 2. 1775 Salniterei. — Requi- siten-Depot des k. k. Hofoperntheaters. 1033 ll. 1061. — II. 1096-1 Im I. 1884 David Kohl Erben, 1780 Hr. Michael Kohl, Steinmetzmeisters Hütten, 1775 Anton Weigand, 1783 Elisabeth Stöckl, 1795 Simon Fortmaier, 1886 Sebastian Hofsaß, 1822 Stephan Hofsaß. — FranzXav. Holler. 1034. ci. 1062. - II. 1097.1 Zm I. 1684 Johann Enzesperger Erben, 1788 Hr. Johann Schund, groß Uhrmacher, 1775 Johann Anton Settelc, 1783 dessen Erben, 1822 Victoria Settele, 1828 deren Erben. — Theresia Settele. 1035 ll- >063. — II. 1098.1 Im I. 1684 Nikolaus Hocke, Stadt- Syndicus, der Verfasser einer der merkwürdigsten nnd umständlichsten Beschreibungen der Türken-Belagerung Wiens im Jahre 1683, bei welcher er unmittelbar thätigst mitgewirkt. Das Werk erschien 1685 in Wien, in Quart, 234 Seiten mit 2 Abbildungen; wurde 1748 mit neu gedrucktem Titel und ersten Bogen neu herausgegeben.1 1788 Frau Anna Elisabeth Wiesendin, Wittib, 1775 August Wel- tischhofer, 1783 Antonia Gräfin von Koliner, 1786 Freiin von Moser, 1886 Jakob von Well, 1822 Anna Libozky von Heldenbcrg, 1822 Stephanv.St. Römer.— Edmund und Elisabeth Payerl. 1O36. (I. 1064.— II. 10991. — K. K. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore. — Hier ragte in einem Theil des fetzigen Theatergebäudes eine an die ehemalige Heiligengcistkirche im Bürgerspitale angebaute Kapelle hervor, welche das Grabmal des k.k. Hofkammer- RathcS, Johann Conrad Richthausen, Freiherr» von ChaoS, enthielt, dessen wohlthätige Stiftungen noch heutzutage in gesegnetem Andenken stehen. — Im I. 1788 wurde das deutsche Schauspiel in Wien eingeführt, dessen Vorstellung im Ballhause in der Teinfalt- straßc Statt fanden. Früher hatten hier bloß die Italiener Vorstellungen gegeben, deren bekannteste Gesellschaften jene unter der Direktion von Caldaroni, Sebasticn, Scio und Rtstori waren. Für die Gesellschaft des Letzteren ließ um diese Zeit der Magiürat e in eigenes Schauspielhaus an der Stelle dcö jetzigen Kärntynerthortheaters bauen, zu welchem Zwecke die erwähnte Kapelle abgebrochen und das Monument zuerst in den sogenannten kaiserlichen Gottesacker beiden Schwarzspaniern, nach dessen Aufhebung aber in die Kirche des damaligen Waisenhauses am Rennweg übertragen wurde. Im Jahre 1712 löste sich die italienische Gesellschaft auf, und die deutschen Schauspieler nahmen Besitz von dem neuerbauten Theater und spielten daselbst allein bis 1718, in welchem Jahre sie sich wieder mir einer italienischen Truppe vereinigten, und nun wurden abwechselnd deutsche und italienische, meistens improvisiere Stücke gegeben. B at^ »« vanf brachte der berühmte Joseph Stra- ^ 7 ^ ISS !! nitzky den damals so beliebten Charakter des Hanswurstes auf die Buhne, und seinen Bemühungen hatte man es vorzüglich zu s danken, daß sich das deutsche Schauspiel in Wien bleibend sest- setzte. Nach dessen Tode-NS?- wurde die Direktion dieses Theaters den Herren Borosini und Sellier mit einem zwanzigjährigen Privilegium übergeben. Diese führten nach und nach kleine Singspiele und italienische Opern ein. welche abwechselnd mit der deutschen Komödie sowohl hier als auch in dem damaligen Ballhause auf dem Franziskanerplatze gegeben wurden. 1741 wurde in dem ehemaligen Ballhause neben der Burg, dem heutigen Burgtheater, ebenfalls eine Schaubühne eröffnet, auf welcher in der Folge wechselweise Vorstellungen Statt fanden. Die beliebtesten Nachfolger Stranitzky's waren Gottfried Prehauser und der rühmlich bekannte Topograph Friedrich Wilhelm Weiskern, nach deren Tode die HanSwursten-Rolle in Wien einging, nachdem sie in Deutschland schon länger durch die Bemühungen Gottsched's, Haarbeuteligen Andenkens, von der Bühne verbannt war. Dafür schuf der thätige Schauspieler Joseph Kurz die neue komische Rolle Bernardons, welche sich lange in der Gunst des Publikums behauptete. Die Direktoren bestrebten sich auch immer mehr, das Publikum für regelmäßige Stücke zu gewinnen, und in Wien ging schon 1747das erste dieser Art: Die allemani- schen Brüder, ein versifizirtes Trauerspiel von Krüger, in die Szene, und wurde als etwas NeueS, trotz seiner Wäßrigkeit, mit ziemlichem Beifalle ausgenommen. 1751 erhielt Freiherr von Lopresti die Direktion beider Theater, die er jedoch nach Jahresfrist wieder aufgab, und nun trat Jakob Graf von Durazzo an seine Stelle, r welcher, obschon ein Italiener, sich der deutschen Bühne auf daS s. Eifrigste annahm. Zugleich nahm es die Kaiserin Maria»Theresia l in ihren unmittelbaren Schutz. Den Z. November 1761 ereignete sich der ^ traurige Vorfall, daß nach Beendigung der Vorstellung von Don i Juan, oder das steinerne Gastmahl (nach Mokiere) das Theater nächst ^ dem Kärnthnerthore in Brand gerieth und nebst zwei gegenüberstehen- den Privathäusern den Flammen zum Raube wurde, wobei auch der ' Theater-Kassier verunglückte. In Zeit von zwei Jahren war rS jedoch wieder größer und schöner, in der heutigen Gestalt nach dem Plane deS , Hofarchitckten Freiherrn von Pacassi neu hergestellt, und wurde den ^ S- Juli 1763 mit einem Gelcgenheitsstücke von Weiskern eröffnet. ' 1764 übernahm Johann Wenzel Graf von Spork die Leitung deS ! i gesammten Thcaterwesens und wirkte vorzüglich auf Veredlung der Bühne. 1766 gab der Hof das Kärnthnerthortheater an Hilverding von Wewen in Pacht und durch dessen eifrige Bemühungen kamen die regelmäßigen Stücke und ein besserer Geschmack immer mehr in ! Schwung. 1787 aber kam die Direktion in die Hände eines Obcrst- ^ lieutenants Affligio, der wieder vor Allem das französische Schauspiel, . ! die italienischen Buffen und Ballete, dann die deutsche improvisirte ^; Burleske begünstigte. I76S aber übernahm der Freiherr von Bender , ! das deutsche Theater allein, und dessen Eifer und geläutertem Ge- >. ? ^ - -.-i .^x- )tz-> <7 .-OG ^ /?N/ ^ ISS schmack gelang es endlich, die französischen und ertemporirtc» Komödien gänzlich zu verdrängen, obschon erst nach langen Kämpfen mit Affligio, der noch immer an der Spitze der französischen Komödie stand. Endlich drangen die Bemühungen des Freiherr» von Bender, unterstützt von den rühmlich bekannten Gelehrten, Tobias Freiherrn von Gebier und Joseph von Sonnenfels, siegreich durch, und durch eine Verordnung Maria TheresienS vom Jahre 1770 wurde das Ertemporiren auf den Theater» in Wien gänzlich untersagt, und der Theater-Censur eine Ausdehnung gegeben, wodurch alles Unanständige auf immer von der Bühne verbannt wurde. 1776 übernahm Joh. Nepomuck Graf von Koharp die Direktion. Kaiser Joseph II. aber nahm bei seinem Regierungsantritte das Theater in seinen unmittelbaren Schutz; er entließ alle ausländischen Schauspieler, und ließ das deutsche Schauspiel für eigene Rechnung und unter der Ober-Direktion des Obersthofmeisters Fürsten von Khevenhüller-Metsch fortführen; das Theater nächst der kaiserl. Burg aber wurde zum Hof- und Nationaltheater erhoben. Keiner anderen Gesellschaft wurde mehr ein ausschließendes Privilegium ertheilt; doch stand es einige Zeit durch in- und ausländischen Truppen noch frei, das T heater nächst dem Kärnthnerthore für eigene Rechnung zu ihren Vorstellungen zu benützen. In neuerer Zeit wurde dieses Theater ausschließend der Vorstellung von Opern und Balleten gewidmet, wie es noch bis heute der Fall ist. Bis 1820 stand dieses Theater unter unmittelbarer kaiserlicher Direktion, seit dieser Zeit aber ward es wieder an auswärtige Unternehmer in Pacht überlassen, und es werden in demselben deutsche und italienische Opern, welch' letzteren die Frühlings-Saison gewidmet war, dann Ballete und wohl auch französische Singspiele aufgesührt. Seit April IV48 steht dieses Theater unter der Leitung eines vom Staate unterstützten Künstlcr-Comttv'S. lOAA (I. I06S. — II. II0S.) Im I. 1684 Christoph Hartmann, 1780 Christoph Hartmann von Hattendorfs seel. Erben, ein Eckhauß, gegen dem Kärner-Thor über; war damahls mit Nr. 1038 ein Haus. 1775 Thcatral-Direktion. — K. k. H o f-O Pern th e a t er- Direktion. 1V38 ci l066. — II. I lOl.) — Schild zum fliegenden Rüßel. — War im 1.1884 u. s. w. mit Nr. 1037 ein Haus. 1775 Joseph Wallner, 1783 Mar. Wallner, k. k. HofkriegS-Conzipist, 1822 Antonia Brants und Karl Wallner. — 1828 Antonia Brants. ll. 1067. — II. 1102.) — Schild zum goldenen Pfau. — Im 1.1684 August Kohlhund, Wirth, 1780 zum güldenen Pfauen, ein Gast- und Wirts-Hauß, Hrn. Augustin von Kohlhund, gewesten Innern Rath's seel. Erben gehörig, 1766 Fr. von Motzin Erben, 1175 Elisabeth von Faber, 1783 Franz Halla, 1787 Joseph Halla, 17S5 Franz Halla, 1886 Karl Fahringer, 1833 dessen Erben. — Barbara F a h r i n ger's Erben. 1 « 40 . ci. 1068, I06S. — II. II03.1 — Kaiser!. Hufschmiede. 200 Zm I. 1684 drei Häuser: I. Melchior Trib, Wagnermeister, 2. Christoph Schillinger, 3. der Römisch. Kays. Mas. Huffschmieden. — Jetzt ein Haus. 1775 k. k. Theatral-Dircktion und Hufschmiedswohnung, 1783 August Kunz, 1785 dessen Erben, 1886 Franz Kunz, — 1822 Cacilia Kunz. 104t (l. I07V. — 11. 1184.) Im I. 1684 Johann Gabriel Galler- mayer, 1788 Hr. Joh. Gab. Gallermaver, Med. Dr., ein Eckhauß, 1768 Gründler, 1766 Berich. Stilly, 1783 Theres. Stilly, 1788 Theresta Stielin, bürgerl. Riemers- Wittwe, 1886 Johann Stillv, 1822 Michael und Anna Wichtel. — Michael W i ch t el's K i nd er. 1042 (1. 1071. —II. 1105.) Im 1.1684 Klvsjner Handelsmann . 1788 Hr. Joh. Jak. Prian, Handelsmann vorhin Jnnewein, Kloßnerische Hauß, 1766 V. Brean Erben, 1886 Paul Brean v.Zallautzer,1822 Ignaz Lamatsch, Nikolaus Sauer und Lamatsch Erben. — Geschwister La matsch und Sauer, dann Franziska Schwarz. 1043 (I. 1072. — II. 1186.) — Chaos sches Stifthaus. — — Durchhaus. — Johann Konrad von Richthausen, Sohn des Johann Konrad Richthausen, Kaufmanns in Wien, zum goldenen Einhorn unweit St, Stephan, wurde in der Folge k. k. Hofkammer- Rath, oberster Kammergraf in den nieder-ungarischen Bergstädten, Direktor des Münzwesens und zum Freiherrn von Chaos erhoben. In seinem Testamente vom 2. Februar 1663 bestimmte er den größten Theil seines Vermögens zur Erziehung von 68 armen Jünglingen. Für die Stiftlinqe wurde zum ErziehungSort sein Haus in der Kärnth- nerflraße rückwärts des Bürgerspitales gewidmet. Ihre Kleidung war hellblau, um den Hals trugen sie eine hochrothe Binde. Noch besteht die Aufschrift auf dem Hause: Dl. II. v. Die Freiherrliche Chaosi'sche Stiftung, kuoci. 1664 kenovirt 1722." Nach seinem Tode wurde sein Leichnam in einer eigenen, an die damalige Kirche des Bürgerspitales «zum heil. Geist) stoßende Kapelle in einem Grabmale mit lateinischer Inschrift beigesetzt. Diese Kapelle wurde wegen neuer Erbauung des 1761 abgebrannten Theaters nächst dem Kärnth- nerthore abgetragen und die Gebeine des Stifters in den ehemaligen kaiserk. Gottesacker bei den Schwarzspaniern, und als dieser 1767 ebenfalls aufgehoben wurde, in die Kirche des damaligen Waisenhauses am Rennwcg übertragen, wohin auch seine Stiftung versetzt wurde. 1775 hieß es Katharinen-Stift zum Bürgerspital, 1785 bereits Chaos'- sches Stifthaus. In demselben Hause gegen die Kärnthnerstraße befindet sich noch die Apotheke zum heil. Geist, «W^die Apotheke deö Bürgerspitales, auf welcher in Marmor gegraben die Inschrift zu lese» war: Sud eonsule Veorxio Dietmare!- et Superintenüenli- bus Oonraüo krnmder etXünwo llueber, ne Xenoilacdii 1>ro- sevto XuKustino IVnZner kneo pkarmnovpne» est avilikjont». !»1161-11. 1044. (1. 1073. — II. 1107.1 Im I. 1684 Hans Georg von Har- ditsch Erben. 1788 zur weissen Schwanen, ein Gast- und Wtrtshauß, Hrn. Johann Georg von Hartitsch seel. Erben gehörig, 1775 Franz >?/^ -^1 -r^-ix^/ sk-^x^-r^ ^ „ ^^-_ /Z' ^ ^ ^ s^L^/ ^ /^L. ^ F».- /^.? V" /^,1- x^/ ^ rL/^x ^ ^ L. ^/. s^> ' rV^^»«riLe^ ^r^reX r re, ^eer reer^ er ^/r/^ ee^^rire /?e>!<^ ^ ^ ^ ^^>rr-/^ ^-rr-»r>rr-i-/' / ( e^^^' ^ ^ re ree rr>rer^^^^r /e ^^^L^reLe^e 'kÄ-r, D LS-, S <^-L<-, <^-r->^ ^ ^L<-- ^6^- ^ L ^^»/ , /^5 201 Herzog >1. V. v., 1783 Joseph Unterreiner, 1787 Anna Untereiner, 1795 Joseph Unteneiner, 1886 Joseph Fürst von Schwarzenberg. — Johann Adolph Fürst von Schwarzenberg. Im I. 1848—1847 wurde ras ehemalige Gasthaus zu einem modernen Privathause umgebaut. Das frühere Einkehrwirthshaus beherbergte im April 1744 den damals russischen Offizier Gideon London, der hier von seinem früheren Kriegsgenossen in Rußland, dem Panduren-Oberst Baron Trenk zufällig aufgefunden, und durch ihn bestimmt wurde, eine österreichische Hauptmannsstelle in seinem Corps anzunehmcn. (Taubinan Leben Londons, 60—62.) 104». (I. 1074. — II. 1>08.) — Schild zur Mehlgrube. — Durchhaus. — Dieses Gebäude kommt schon in den frühesten Zeiten als magistratisches Eigenthum vor, und diente zum Mehl- Niederlags-Orte und als Metzenleih-Anstalt. Schon in der Ansicht dieses Gebäudes von Joh. Ad. Delsenbach im I. 1713 sieht man die Beischi ist: »Mehl-Grube, ein der Stadt Wien zum Ausmiethen gehöriges Haus. Hier seynd vor diesem die allgemeine Fastnachts- Täntze gehalten worden.« Ein Beweis, daß die oberen Lokalitäten dieses Gebäudes schon vor langer Zeit als Belustigungsorte dienten. Küchelbecker sagt darüber Seite 671: »Die Mehlgrube am neuen Markt, welches eines der schönsten Gebäuden der Stadt und vom Magistrat der Stadt zu einer öffentlichen Auberge vor nicht vielen Jahren erbaut worden ist.« Ferner Seite 419: »Der vornehmste Ball wird auf den von dem Stadt Magistrat erbauten prächtigen Hause, die Mehlgrube genannt, von dem Ksrüe-rolie des Printzen Eugenii gegeben, welchem die Person einen Dursten zahlet und erscheint daselbst ordentlich der grosse Adel von Wien, allwo auch andere admittiret werden. Ferner wird auf dieser sogenannten Mehl- Grube währendem Fasching das Kinder-Fest, wie man es zu Wien nennet, gehalten. Es bestehet solches in nachfolgendem : Vornehme Eltern, welche ihren Kindern eine geziemende Lust machen wollen, bestellen vors Geld bey eben demjenigen, so die andern Bälle gibt, eine Lustbarkeit mit Essen, Trinken und Music, da denn gegen Abend eine große Menge Kinder beyderley Geschlechts unter der gewöhnlichen Aufsicht, in schönster Kleidung erscheinen und sich mit Essen, Trinken divertiren, biß gegen 9 oder 10 Uhr, da sic sich denn wiederum nach Hause begeben. »Dann,« setzt Küchelbecker hinzu, »setzen es die Großen fort, wo es die Kleinen gelassen hatten und continuiren mit tantzen und spielen biß gegen Morgen.« Die neueren Schicksale der Mchlgrube als einen öffentlichen, einst im üblen Rufe gestandenen, Belustigungsort gemischter Classen und deren neueste Verwandlung in ein Casino sind bekannt. Schon in einer Ansicht dieses städtischen Gebäudes aus der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts sieht man, daß es bereits damals Vorhallen oder sogenannte Lauben hatte. 1695 ertheilte Kaiser Leopold I. dem Stadt- rathe die Quartierfreiheit über gemeiner Stadt Wien Mehlgrube am neuen Markt. 1698 aber wurde das Gebäude durch-die bürgerlichen Baumeister Georg Bowanga und Christoph Ötl in seiner gegenwärti- 202 gen Gestalt und in dem Style Fischers von Erlach neu hergestellt. Nikolai's Angabe, als ob das Gebäude durch Letzteren selbst (1728) aufgeführt worden wäre, ist daher unrichtig, wovon wohl schon ein Ueberblick deS Baustyles überzeugt. Die Souterräns dieses Gebäudes werden noch jetzt, wie schon vor Alters, zum Aufbewahren des Mehles benützt; auch ist eine Metzcnleih-Anstalt damit verbunden. — Magistrat Wien.. 1046 (I. 107». — II. I >09.) Im 3. 1684 Inhaber das bürgerliche Spital, 1700 Eingang deß Spitall-Hauß aber ebenfalls ein Eck. 1775 Bürgerliches SpittlhanS. — Bürgerspital-Zinsh an s. (S. Nr. 1100 ) s 1041 (I. 1076. — II. 1140.) — 11 , 48 . (I. 1077. — II. IIII.) Beide Häuser mit Nr. 1050, 1051 ls. d.) in neuerer Zeit zusammengebaut. Ersteres gehörte im I. 1684 GeorgMolzgi, 1700 Jak. Neubauer' Kässtecher n. Bierschenk, 1760 Magis Erben, 1775 Thom. Spieß, 1783 Ant. Eder, 1707 Franz Eder, 1795 Therese Polland, 1806 Bal. Wegmann, 1820 Sebastian und Magdalena Schwebe!, 1840 Iosevha Schweitzer. Das zweyte gehörte im 3.1684 Andreas Fleischer, 1700 dessen Erben, 1766 Grubers Erben, Glaserisch, 1775 Michael Pauer, Bierwirth, 1795 Adam Straumann, 1820 Franz Straumann und Joseph Alerandrowitsch, 1828 Franz Straumann, 1833 Philipp Pichler. — Joseph» Schnizer. 1048 . (I. 1079. — II. 1113.) Im 3. 1684 drei Häuser, deren eines gegen die Kärnthnerstraße, Lorentz Rostmann Erben, das zweite an der Ecke und die eine Seite des Gäßchens bildend; Veith Hein, deS äußern Raths; das dritte gegen den neuen Markt: Hans Rauth Erben. Diese drei Häuser gehörten im 3. 1700: Hrn. Lorentz Rostmann, Glasers seel. Erben; Hrn. Veilh Heinreich, Handelsmann, seel. Erben, ein Eckhauß; Thomas Straffer, Sattlermeister. Um 1710 wurden diese drei Häuser in eines zusammengebaut; 1766 Elisabeth Günther von Sternegg, ehemalige Hofapothekc, 1787 deren Erben, 1822 3oseph Rebhann und August Ferdinand Döpper, 1833 Joseph« Rebhann. — 3osepha Bauer. 1050 (I. 1078, 1100.-11. 1112, I I14.) — 1051 . (1.1101- ins.) — Mit Nr. 1047, 1048 in ein Haus zusammen gebaut. Bon Nr. 1050 gehörte das alte Nr. 1078 im 3.1684 Andre Fleischer, 1700 Andr. Fleischer, Riemers seel. Erben, 1786 Magdalena Gruberin; das alte Nr. 1100 aber 1684 Johann Peter Rausch, 1700 Hanß Georg Geisenhoff, Goldschlager, 1775 3ohann Neuf, Kupferamts- officier, 1795 derselbe, 1806 Johann Michael Neuf, 1820 3os. Pigl. Nr. 1051 gehörte 1684 Johann Baptist Romani, 1700 Adolph Röder, Hoff-Ziugiesser, 1775.Georg Pichler, Oebßler, 1783 Magdalena Pichler, 1806 Therese Pichler, 1820 Magdalena Pichler, 1828 Therese Pichler, 1833 Therese und Magdalena Pichler. — Joseph« Schnitzer. 1052 . ll. 1102. — II. II16.) — Schild zum blauen Hirsch. — 3m 3. 1684 3ohann Christian Geist und Johann Zwenger's Erben, ^ ^ ^»»»»^^./^.^»./ / ^/> ^-//. /s//. ^..^ - ///-^ ^5^-^Ä - «»»»^- ^ ^2^5/Lz<^. damals zwei Häuser; beide zusammen 1788zum blauen Hirschen, Hrn. Johann Widmann, 1775 Anna Barbara von Fetzer, 1886 Barbara von Fetzer und Johann von Zoller, 1822 Johann von Zoller, Fran- ciSka Salbin und Maria Anna Pittncr, 1828 Johann von Zoller- schc Erben. — Joseph u. Joseph« Nitter. 1053. (I. 1103. — II. 1117.) — Im 1.1684 Johann Jacob Häckl, n. ö. Regierungs-Sekretär, 1780 Hrn. Johann Jacob Häckl secl. Erben , ein Eckhauß, 1766 Fritsch Erben, 1775 Johann Fritsch, Eisler, 1783 dessen Erben, 1822 Johanna Barbara Fritsch, 1828 I. I. Pum- merer. — Katharina Gräfin von Stürmer. 1051. (1. 1104. — II. 1118 ) — Fürstlich Schwarzen^ergischer Palast. — Dieses Haus besaß 1556 Mathias de Taris, Hofpostmeister, damals waren neben demselben auch zwei bürgerliche Häuser, als des Wolf Rebhuhn , welches 1638 Gras Wartenberg erkaufte; das zweite des Abraham Pardt. Dieses erkaufte 1622 Pater Oesslv, von welchem es ebenfalls GrafWartenbcrg (Werdenberg) kaufte, der 1639 diese Häuser in eines zusammen baute und zu dessen Befreiung den von ihm inne gehabten, damals freien Matschakerhof der Stadt überließ. Schon 1586 wurde in diesem Hause eine Capelle zu Ehren der heil. Jungfrau von Ferdinand Weidner von Pillenburg errichtet, an welche zur Inschrift gesetzt wurde: Xnno 34 D I. XXXVI. Die 8. Dswasii pnpae, XI. Die Dovemd. 8i»to V. k. 34 lluckol- pko II. 6»e«!»re 8»oeIIuw iiov «rum »ltnri in Honorem D. 0.31. et kentnv Virxinis veipnrne sud invovritione 8. ^«nlrone -4po- stoli et 8. 1)»«k»rin»e VirKinio et lNsrt^rio » Xobili viro Domino k°er«1iv«nilo Wvickner»DiilendnrA, Lspitsneo ^uiieo 6»e- »»reo, »eüiüvatum et ciotstum per keverenüissimnm in Lliristo Untrem, »o D. D. 3osnnvm Onsparum Lpisoopnm Viennensew, 8»vr»e OnosareseAlnjeotstis Oonoilinrium oonseeratum, ne »o- liti« insulxentiis ckilntum. 1684 besaßen es Nie. Grafen v. Wer- denbergs Erben, 1688 erkaufte Fürst Ferdinand von Schwarzenberg dieses Haus, und in der Folge wurde eS mit noch drei dazu erkauften bürgerlichen Häusern zu dem jetzigen Palaste verbaut. Diese drei Bürgerhäuser gehörten 1684: Joh. Bapt. Scheel, Simon Muckh, Hans Michael Hoffner, Bäcker, 1700 Hr. Scholl, n. v. Regierungs- Registrator, Jacob Gruber, Fleischhacker; Hanß Michael Hoffer, Beckenmeister. — Adolph Fürst v. Schwarzenberg. 1055. (I- IS70.— II. 1I1S.) — Dieses Haus wurde nach Abtretung des großen Kapuzinergartens 1785 neu erbaut, und hieß damals das Porzellanhändlerhaus. Erster Besitzer war Mathias Renner, 1886 gehörte eS noch demselben, 1828 Philipp Hofingcr, Ro- salie Kasteiner und Anna Kreuzer.—Philip p Hofing er und Anna Kreuzer. 1050. (I. >105. — II. 1120.) —Kapuzinerkloster. —DitHäuser, welche früher auf dem Platze standen, wo sich jetzt Kirche und Kloster der Kapuziner befinden, waren laut Hofkammer-Archiv der ansehnliche Schaumburgerhof oder kaiserliche Hofstall, welcher jedoch 204 schon Anfangs des 17. Jahrhunderts ziemlich verfallen war; der Altenburgerhof gegen die Spiegelgaffe, welchen das Stift Altenburg 1k2l a» die Kapuziner überließ; dann der Seccauerhof unterhalb desselben, welchen Adam von Hcrberstein besaß, 1829 au Ludwig Grafen von Schwarzenberg, und dieser an Rainbold, Grafen von Colaltv verkaufte, dessen Witwe Polvrena ihn 1635 an die Kapuziner überließ; endlich der große gräflich Kuefstein'sche Garten. Die Kapuziner kamen zuerst, l I an der Zahl 1595 aus Italien nach Wien, und wohnten Anfangs bei den Minoriten, bis ihnen Kloster und Kirche zu St. Ulrich erbaut wurde. 1818 wurde ihnen Kloster und Kirche mit der kaiserlichen Gruft in der Stadt erbaut, 1822 bezogen sie es. Elfteres war jedoch viel weitläufiger, mit mancherlei Nebengebäuden und einem großen Garten, und reichte bis in die Spiegelgasse. 1788 wurden ihnen durch Kaiser Joseph H. die meisten Nebengebäude und der größte Theil ihres Gartens abgenommen und zu Privathäusern verbaut. Durch die neuen Bauten entstand die jetzige Plankengasse, welche ihren Namen von dem Baron Wetzlar von Blankenstern erhielt, welcher die ersten Häuser auf diesem Grunde erbaute. Noch ist merkwürdig anzuführen, daß das Kapuzinerkloster den 20. Mai 1891 größtentheils abbrannte, die Kirche blieb jedoch verschont. 18V9 wurde das Kloster zuerst zu einer französischen Wachstube, dann zu einem Mehlvepot verwendet. 1842—1844 wurde die Außenseite des Klosters renovirt, 1847 aber die Kirche mit einer neuen Facade versehen. Die kaiserliche Gruft wurde durch Kaiser Mathias zu bauen begonnen, unter Ferdinand 111 vollendet, 1701 unter Leopold 1., unter Maria Theresia 1748, und unter Kaiser Franz 1.1724 erweitert. S. auch die Nr. 1055, 1062, 1063, 1097, 1098, 1099. 105 ? LI. 1106. — II. II2I-1 — Im I. 1884 Nikolaus Graf Dras- kowitz, 1700 Jhro Gnaden Fr. Maria Magdalena Gräffin v. Traß- kowitz Wittib, 1775 Johann von Banerspacb, 1783 dessen Erben,1822 Maria Ludwig und Joseph Puffer, Theresia Gigant, Franz, Caroline, Theodor, Karl und Johann Schloißnigg, Jakob und Elisabeth Haindl, 1828 von Bauerspach'sche Erben. — Aloys Hasenohr!. 1058 ll. 1107. — II. 1122.) — Schild zum Dachel. — Im I. 1684 Johann Christoph Wolfsstriegel, 1700 zum rothen Dächl genannt, Hrn. Ludwig Edlen von Wolffscron, 1775 Johann Georg Moßbauer, 1795 Joseph Eisenhut, 1822 Wenzl und Theresia Jabu- rck, 1833 Heinrich Dürnbauer. — Theresia Stiegelmaher. LOS«. ( 1 . 1 > 08. — II. 1123.) — Im 1.1684 Mathias Zelner, Würth, 1700 zum gülden Adler, ein Schenck- und Gasthauß, Hrn. Mathias Zehntner, deß Aussern Raths gehörig, 1775 Adam Götz, Schneider, 1787 Königshueber, 1795 Alois Sartor«, 1833 Joseph Sartorv. — Karl und I oseph a Dro ll. 1060 . ll. 1109. —11,1124.) —Aus dem Platze eines früher bestandenen großen Hauses, 1884 Horaz Buceleni (j-1664) Erben, 1700 ^ /«-/< /'- ^-) ^^7 /^5V »^» ^»LL«^., «---^ ^»^--»»- /<^v ä'^. 2vr 3hro Ercell. Hrn. Julio Fried. Grafen v.Buceleni, Kays. Hoff-Cantz- ler (^1M) gehörig, 3 Häuser; 179k durch den Freiherrn Karl Wetzlar». Blankenstein neu aufgebaut. Die durch diesen Bau neu entstandene Gasse erhielt von ihm den Namen Plankengaffc. 189k Karl Wetzlar Freiherr» von Blankensterns Erben. 3n diesem Hause besandsich 1809 im ersten Stocke ein französisches Spielhaus. 1829 Franz Xaver Ritter von Mayer, — Elisabeth Gräfin v. Gourcy. 1061. (I. — II. 1125.) — Dieses Haus entstand um 179k auf dem verkauften Kapuzinergrunde, und gehörte zuerst 18ÜK Regina Freiin von Aichelburg, 1829 3oscph Michael Mälzer. — Pfann'sche Erben. 1062. (1. 1126. — II. 1378.) — Auf dem verkauften Kapuzinergrunde neu erbaut, 1795 besaß es 3akob Petz, 1898 dessen Erben, 1829 Lambert und Anna Rohmann. — Anna und 3oseph Rohmann. 1063. (I. — H. 1128 ) — Auf dem Grunde erbaut, welchen die Kapuziner 1784 abgaben. Das Haus baute Karl Wetzlar Freiherr von Blankenstein, 189k besaß es Regina Freiin von Aichelburg, 1829 3gnaz, 3oseph und 3ohann Nepomuk Neuner. — Neuner- sche Erben. 1064« (1. — II. 1129.) — Auf dem Platze des unter Nr. 1069 erwähnten älteren Bucelenischen Hauses (welches mit zwei Nebenhäusern , die 1K84 Georg Adam Häffing, Kupferschmied, und Paul Mayr Drärler Erben gehörten, in seiner Mitte auch den Platz für den Eingang in die Plankengaffc abgab) zugleich mit dem vorigen Hause 1796 von Karl Freiherrn Wetzlar von Blankenstern aufgebaut, und noch heute bezeichnungsweise daS Wetzlar'sche Haus genannt. 189k besaß cs Regina Frciin von Aichelburg, 1829 Karoline Wetzlar, Freiin von Blankenstern. —Gustav FrciherrWetzlar von Blankenstern, Sidonia Freiin von Nell, Cö- lestine Freiin von Baillou, Gabriele Freiin von Wetzlar. 1065. (1.1110. — II. 1139.) — Schild zu den siebe»» Säulen. — Im 3. 1K84 3oachim Crednla, der verwitibten Kayserin Hatschier, zum 7 Säulen, 1799 Hr. 3oachim Credula, Kays. Statt-Guardi Lieutenannt, zwey Häuser. Dieses Haus gehörte um 1719 dem Hrn. Rauchinüller von Ehrenstein, und wurde von diesem mit einem auf 7 Säulen (Pfeilern) vorspringendcn Säulengange neu gebaut. Aufder Frontispice sah man damals einen donnernden 3upiter mit der3n- schrift: Xon «empor tulminat sek kemunernt. 1783 besaß cs 3o- seph von Heydenburg, Lederfabrikant, 1798 Andre Edler von Peck, 1891 3oseph Zimmermann, lAeü. vr. 3n neuerer Zeit wurde die Oberseite des Hauses abermals verändert, und der Laubengang verschwand. — 3 ose pH Zimmermann. 1066. (1. llll. — H. II3I.) — 3m 3. 1K84 Balthasar von Nöl- lam Erben , 1799 Baldhauser von Rollern sei. Erben, 17K8 3ohann 206 Ganser, Handschuhmacher, 1795 Magdalena Ganster, 1826 Peter Roßmann. — Joseph Mayseder. 108?. (I. I6S6. — H. 1133.) — Schild zum Herrenhuter« — Im I. 1684 Johann Weikhardt, 1766 zun sieben Körben genannt, ein Eckhauß, Hr. Paul Kautz, Barbierers seel. Erben, 1766 Friedrich von Krastenburg, 1783 Anna Fleischman», 1795 Leopoldine Jau- drin, 1826 Anna Felbermayer und Kinder, 1828 Franz Lav. Fel- bermayer'sche Erben. — Franz Xav. Felber map er. Noch 1826 bestand daselbst ein BierhauS, zu den sieben Körben genannt, welches neuerlich einging. 1088. ll-1697. — II. 1134.) — Im 1.1684 Mathias Lom Erben, 1766 Hr. Georg Neuhauser, Brandweiner, 1775 Joseph Diewald, 1866 Barbara Diewald, 1833Franz Karl Landesmann. —JosephLhür und Jakob Tepser. 1080. ll. 1098.—H. 1135.) — Im 1.1684Augustin Erbl,Kirsch- ner, 1766 Johann Casper Schmidt, Kässtecher und Vierschenk, 1775 Maria Anna Obermayer, 1866 Aloys Mayer, 1826 Aloys und Helena Mayer. — Mayer'sche Erben. 10?0. ( 1 . 1099. — H. >136.)—In diesem Hause befand sich schon vor Alters bis auf die neueste Zeit eine Kupferschmiede, welche auch dem Gäßchen vom neuen Markte in die Kärnthnerstraße den Namen gab. 1684 besaß es Hans Adam Posch, Kupferschmied , 1766 Sebald Winkler, Kupferschmied, 1766 Theresia Wicscr, Kupferschmidi», I7S5 Joseph Wicser, 1866 derselbe, 1826 Michael, Joseph und Anna Mieser. — Micha el und Theresia Wiescr. 10S1. ll. 1080. — II. 1137.) — Im I. 1684 HanS Mauer's Erben, 1766 Hr. Michael Höllrigl, Lebzelter, ein Eckhauß. 1775 Jakob Rauch, Sl. II., 1783 dessen Erben, 178? Casper Binder, 1795 Franz Appel, 1828 Michael Mälzer. — Joseph, Anna u. Eduard Pfann. 10?L. (I. >081. — II. 1138.) — Im I. 1684 HanS Haffner, Gastgeber, 1766 zum 3 Haasen das Gast- und Wirts -Hauß, allwo die Baadner Landgutscher einkehren, Hrn. Ernst Hafner gehörig, später zum weißen Hahn. Früher besaß dieses Haus der kaiserliche Hof, und die Stadt brachte es gegen Ueberlassung des Kastenhauses b eim rothen Thurm und den zwei Häusern zum goldenen Engel in der Wcihburggasse an sich. Später kam cs an den Grafen von Harrach, 1786 besaß eS Katharina Freiin von Heß, 1826 Michael Mälzer. Ein Gasthaus war es schon 1756 nicht mehr. — Anna Huber. 10?A. (1.1082. —II. 1139.) — Das Hasenhaus genannt. — Durchhaus. — Laut Stadt-Grundbuch besaß dieses HauS 1345 die Familie Gößwcin, später Christoph Teisinger, dann empfing Joh. LLalvner, kaiserlicher Kanzler, die Gewähr darauf. Nach einer Sage soll hier König Mathias (Corvinus) von Ungarn während seiner Anwesenheit in Wien gewohnt, ja sich eine Burg erbaut haben, Ms< ' ! ^ As «/^s. « >? ! i! Z 20 ? und hier auch gestorben seyn. Dieselbe ist jedoch durchaus nicht urkundlich beglaubigt. Aus anderen gleichzeitigen Ausschreibungen ist erwiesen, daß er im Cyllier-Hofe nächst der Burglan der Stelle des jetzigen Amalienhofes) seine Residenz genommen hatte, und hier starb in K. LaS- laws einstigem Gemache. Unverantwortlich viel ist über dieses Hasenhaus gefabelt worden, und leider hat Schreiber dieses ebenfalls seinen Theil dazu beigctragen, bis jüngst Schlager's quellentreucr Aufsatz in der Wiener-Zeitung vom S. und 10. September 1847 dieses Mährchen für immer vernichtete. Einer der ältesten bisher bekannten Besitzer war wie erwähnt Johann Waldner, Kaiser Friedrichs III. Protonotar. Nach dessen Tode war es Kaiser Maximilian I. anheimgefallen, von welchem es 1525 an den Vicehofkanzler Leonhart von Harrach lj-1527), von dessen Erben an Christoph Rau- menschüßl, dann aus Erasmus von S chn eckenreut, an Sebastian Crainer, von diesem endlich kaufweise an die Stadt Wien gefallen war. 1549 besaß dieses Haus Hans Prockh von Doczcnau, er ließ sich 1558 darum begwähren. Er hatte das Haus um 2050 Pfund vom Stadtrathe erkauft. Kaiser Marimilian I. hatte dieses HauS für das Haspelamt verwendet, daher das Hasenhaus auch Haspelhaus hieß. 1515 wohnte hier Sicgmund König von Pohlen während der berühmten Zusammenkunft mit dem Kaiser Marimilian I. und König Uladislaus von Ungarn, 1525 war das Hasenhaus abgebrannt. 1591 besaß das Haus Anton von Puchhaim, der es 1592 dem Unterkämmerer Christoph Wolf verkaufte, 1664 folgte vr. Hartmann, 1884 besaß cS Johann Oswald Hartmann, n. ö. RegierungS- Kanzler, 1700 Anton Wilhelm Reichs-Freyherr von Glaatz, Kaiser!. Hatschier-Guarde-Lieutenant, das Haasen Hauß genannt. In den Jahrnr 1706—1735 war es Eigenthnm des Marquis de Prie. 1748 besaß es Joseph de France und erbaute eS ganz neu. 1780 besaß es I. Edler von Herman, 1795 Franz Edler von Remnitz, 1825 K a- tharina Freiin von Heß. Woher der Ursprung des Namens Hascnhaus komme, ist jedenfalls sehr problematisch, eine allgemeine Vermuthung hält dafür, daß cs von den bis zum Umbau des Hauses 1748—1751 vorhanden gewesenen Fresken, womit cs bemalt war (beschrieben in Hor- mayr's Archiv 1826, p. 242 re.) diesen Namen erhalten habe. Da jedoch das Haus schon 1553, also vor der Anbringung jener Fresken, das «Hasenhaus« hieß , so leitet sich dieser Name ganz ungezwungen von seinem alten Hausschildc her. tvrck. (l. 1083, >084. - II. 1140 II4I.) — Im I 1797 aus zwei Häusern in eines verbaut. Nr. 1083 gehörte 1684 Fcrd. Friedrich Jlmer, »loci., 1708 MathiaS Haferl, Schustermeister, 1775 Johann Preisinger und es hatte den Schild zur goldenen Schlange, 1783 Joseph Preisinger, bürgerl. Bierwirth, 1795 Preisinger'sche Erben, 1797 Georg Dafner, Deckenmacher; Nr. 1084 gehörte 1684 Georg Greg- ler, 1700 Mathias Helfreich Müller, deß Äußern Raths und Ey- senhändler's seel. Erben, 1775 Therese Fleischhändler, 1783 MathiaS Karl Stockinger, 1797 Georg Dafner. Das zusammengebaute HauS besaß 1806 Johann Georg Dafner, 1820 Johann und Kranz D afner. Lvrs. ll. 1085. — II. 1142.) — Im I. 1884 Martin Hauer, des äußern Raths, 1700 Hr. Martin Hauer, deß Aussern Raths, gewesten Hoff-Eyßler, 1775 Ignatz von Aichenau, 1795 dessen Erben, 1806 Georg Hilluschek, 1833 dessen Erben. — Viktoria Angcr- mayer. 1VS6 ci. >086. — II. 1143.) — Schild zum Kegel. — Durchhaus. — Im I. 1684 VirgiliuS Stadler, 1700 Hr. Virgilio Statt- ler, gewesten Satler, 1775 Heidfeld'sche Erben, 1795 Valentin Edler von Weittenschlag, 1806 Ludwig Marquis von Grimaldie, 1822 Otto Hübner, 1833 Franz Freiherr von Mayr. — Johann Freiherr von Mayr. IvrS. (I. 1087. — II. H44.1 - Im I. 1684 Urban Feistling, 1700 Mathias Ncuheuscrer, Bierschenk, 1775 Joseph Hops, Handschuhmacher, Christina Hopf, 1795 Joseph Odilo Goldhan», 1824 Maria Anna Golvhann. — Goldhann'sche Erbe». 1VS8 ll. 1088. - II. 1145.) — Im 1.1684 Johann Khemnitz, 1700 Hr. Johann Elias Weygand, Zingiesser,1775 Joseph Sprenger, Glockengießer, 1806 Ignaz Dusl. Ivrs. (1.1089. —II. 1146.) — Im 1. 1684 Mathias Hüfner, 1700 Hr. Johann Carl Rabätsch und Hr. Frantz Stürmb, deß Aussern Raths , ein Eckhauß, 1775 Thomas Burger, 1783 dessen Erben, 1806 Friedrich Pürker, 1822 Johann Pürkcr, 1828 Anna Pürker.— Josephs Gianic elli. 1080 (1.1090. — II. 1147.) — Schild zum Stock im Eisen.— An diesem Hause ist der alte Baumstamm befestigt, der nun vollauf bis zum letzten zugänglichen Fleckchen mit Nägeln beschlagen, noch ein Uebcrbleibsel aus der waldigen Gegend von Wien sevn soll, und als eines der Wahrzeichen von Wien genannt wird. Man trug sich mit wunderlichen Sagen von diesem Denkmale, unter andern von einem Schlosscrlehrlinge, der mit Teufelshilfe das starke eisene Band und daS daran hängende Schloß, letzteres unaufsperrbar, verfertigt haben soll, weshalb seit undenklichen Zeiten jeder Schlossergeselle, der von hier abrciste, einen Nagel in den Stamm schlug, so lange ein Plätzchen dazu vorhanden war. Ucbrigens ist an einem derselben ein Kupferplättchen befestigt, woran noch die Jahreszahl 1832 zu lesen ist. In Tschischka's österreichischen Volksmärchen 1822 ist die erwähnte Sage in der Volksmundart erzählt. Auf dem Eisenbaude, welches de» Stamm in der Mauernische umschließt, und welches nun verkehrt eingemauert ist, zeigt sich die Jahreszahl 1575 und ein Monogramm aus einem N mit einem Kreuz und einem angefügten v gebildet. An dem Hause selbst ist auch der Stock im Eisen sl kresoo seit alter Zeit abgebildet. 1684 besaß dieses Haus David Trutschet, Peruquier, 1700 David Truschet, Warzieher, allwo der Stock am Eysen stehet. 1775 Mathias Winterhaller, 1795 Mathias >.^'«^><»/'-r« r ^ «- 5/ -"-^ . ( ,x ?^^/^ —^^^»»»»^», e/c> /) /I /^V- ^-^-r»«/ , ->^r< ^ Lr/L ^ -" ^ /^7 ^ 2ÜS Leopold Winterhaller, 1806 derselbe, 1820 Joseph und Anna Katharina Mayer. — Anna Lenauer. R08R (1. >091. — II. 1148.) — Im 1. 1684Bertholv Schlötzer von Schönberger, 1700 Jhro Gnaden, Hrn. Egidi Freyherr» v. Königs- acker, Kays. Unter-Silber-Cammerer Wohnhauß, 1775 Franz Setty, 1783 Theresia Seit», 1795 deren Erben, 1806 Barbara Geringer. — Barbara Gcringer's Erben. 1082. ll> 1092. — II. 1149.) — Im I. 1684 Daniel Fuchs Erben, 1700 Hubert Sorbaith, Wachszieher, ein Eckhaus, 1775 Jos. Heimbl Kässtecher, 1806 Anton Josifeg, 1820 Vincenz und Elisabeth Barth, dann Anna Josifeg.— Vincenz, Elisabeth und Caroline Barth. 1083. (I. 1094- — II. 1150.) — Im I. 1684 zwei Häuser, Ignaz Graf von Breuner und Wolf Wilhelm Schinnagel, Handelsmann, 1700 Hr. Wolfs Wilhelm Schinnagel und Jro Ercellenz Eusebia Gräffin Breunerinn gehörig, 1775 Barbara Patuzzi, 1783 Karl Pa- tuzzi, 1795 dessen Erben, 1806 Joseph von Hcmpel, 1822 Lorenz und Katharina Aumüller, 1833 A u m n l l e r'sche Erben. 108T. ll- >095.— II. 1151.) — 3m I. 1684 Nikolaus Sonntag, Pfleger, 1700 zun sieben Körben genannt, Hr. Adam Thumb, deß Ausser» Raths, 1175 Katharina Cavallierc, 1822 Leopold Schwarze!. — Bertha und Emil Werner, Caroline und Leopold Knkuljewich von Saccoi, Moriz und Leopoldine Dan gl von Degenstern, Adolph Schwarze!. 1801 erfolgte die Bewilligung zum neuen Aufbauc deS derma- ligen HauseS. 1085. (I. 1112.— II. >182.) — 2m I. 1684 Jakob Bidermann, Huffschmied, 1700 Hr. Jacob Bidermann, Hoff-Schmid seel. Erben, zwei Häuser, 1775 Johann Holzer, 1787 Georg Dallschmidt, 1806 Joseph Wegscheider. — Philipp Graf von Grünne. 1080. (I. ins. - II. 1152.) — 108«. (I. III4. — II. 1153.) — Schild zur Stadt Frankfurt. — (Bis in die neuere Zeit zum goldenen Ochsen.) —Durchhaus. — Nr. 1086 gehörte 1684 HanS Prandner Erben, 1700 ein Schenk- und Gasthaus, zum goldenen Ochsen, Hrn. Johann Rndler gehörig, 1775 Hieronymus Mannhard, 1795 dessen Erben, 1800 Hieronymus Mannharv, 1802 Michael Pirus, 1820 Anna Pirus, 1830 Bernhard Stipperger,welcher den früheren Schild mit jenem zur Stadt Frankfurt vertauschte. — Bernhard Stipp crger. Nr. 1087 im Jahre 1814 abgebrochen und zu Nr. 1086 hinzugebaut, gehörte 1681 Jakob Reist Erben, 1700 Bernhard Lidl, Bier- leutgcb, 1775 Barbara Zech von Hartenstein, 1795 Maria Anna Edle von Safran, 1806 Johann Georg Seidl, 1812 Johann Bapt. Trap- pel, 1820 Johann Trappe! und seine drei Kinder. 1088. (1.1115. — II. 1151.) — 2m I. 1681 zwei Häuser, wovon das größere: Dionisius Pöschmann Erben, das kleinere an der Ecke 14 218 gegen die Seilergasse dem Schneider Johann Nietag gehörte, 1788 Hrn. Antoni Cerlet, Hutermeister seel. Erben und Hrn. Joh. Nietag, Schneidermeister, ein Eckhaus, 1775 beide zusammen Karl Hel- ferstorfer, 1886 Helferstorfcr'sche Erben.— Susann« Wagner. Dieses Haus wurde 1847 abgebrochen, und 1848 in ein neues Zinshaus umgebaut. 1089 ci. 1116. — u. 1155.) — Göttweiherhof. — JmJ. 1700 der Kötweier Hoff, zu selbigen Closter gehörig. Das Stift Göttweih erhielt diesen Hof nach vorhandenen Urkunden schon durch eine Stiftung des Kaisers Friedrich II. vom Jahre 1237. Wurde um 1830 in die dermalige Gestalt umgebaut. 1090 (I. III7. — II. 1156.) — Im I. IS84 Christoph Graf von Altheim, 1788 Jhro Ercellenz Hr. Grass Christoph von Altheimb, Kays. Obrist-Jägermeister, 1775 Gundacker, Graf von Althan, 1886 Mathias Edler von Neubauer, 1822 Anna Edle von Neubauer, 1833 Johann Razelsberger. — Jacob Männer. 1091. (I.I1I8. — II. >157.) — Matschackerhof. — Durchhaus. — Von diesem Gasthofe besteht eine vor dem Richterstuhlc der Geschichte vollends unhaltbare Sage. Er soll nämlich früher zur Sonne geheißen haben; während der Belagerung der Ungarn unter Mathias CorvinuS aber sei daselbst eine Zusammenkunft von Anhängern desselben gehalten, und jeder Verdächtige mit dem Worte roatsLk (ein Fremder) signalisirt worden, woher der jetzige Name. Auf dem Wolmuet'schen Plane von 1547 steht man aber ganz deutlich den damaligen Eigenthümer deS Hauses verzeichnet, welcher Johann Maschak hieß, und seinen Namen, vermuthlich weil er daS Haus neu erbaute und vergrößerte, auf die Nachwelt brachte, auf daß sich spätere Schriftsteller daran versündigen sollten. Die Matsake waren übrigens ein schon viel früher bekanntes bürgerliches Geschlecht. 1884 gehörte der Matschacker-Hof dem Probst von Eisgarn, 1788 Georg Grimb, der Matschaker-Hof genannt, ein Gast- und Wirthshaus, allwo die Edenburger Land- Gutscher einkehren, 1778 Anton Ziegelmayer, 1775 dessen Erben, 1886 noch denselben, 1812 Leopold Mayreder, 1828 Leopold unv Rosalia Mayreder. 1845 wurde das alte Gebäude abgebrochen und an seine Stelle das jetzige hergestellt.—Leopold und Rosalia Mayreder. 1092. (I. INS. — II. >158.) — JmJ. 1684 Benedikt Böheimb,1788 Hr. Nicolaus Mazella, Hoff-Musicus, 1775 Mathias Schnürer, 1787 Franciska Panstingel,1886 Panstingel'schc Erben, 1812 NicolauS Sa- tory. — Vincenz Glaser. 1093. (I. I8S3. - II. 11 SS.) — Im J.I684 Johann Philipp PerieS Erben, 1788 zum Heil, drey König genannt, zwischen deß Krant- und benannten Seiller-Gäßl, Hr. Avam Westermayr, 1775 Heinrich Graf von Heißenstein, 1783 Franz Hilmer, 1886 dessen Erben, 1822 Theresia Rebhann, Maria Anna und Antonia Hilmer, dann Ma- A 211 thiaS und Theresia Welzer, 1-28 Mathias Welzer, welcher dieses Haus in die dermalige Gestalt umbaute, — Mathias Welzer's Erben. 1094 ci. 1120. — 11. 1160.) - 2m 2. 1684 Martin Tätennig Erben , 1760 Hr. Frantz Payrl, I. II. l)., 1775 Franz Mack, Gvlvar- beiter, derselbe, welcher später Kammerjuwelier der Kaiserin Maria Theresia und geadelt wurde; der Erbauerder schönen Pfarrkirche in Kalksburg, der noch im liebenden Angedenken fortlebende Verschönerer jener Gegend (s- 1885), 1822 2ulie Edle von Mack, 1822 Valentin Edler von Mack. — Valentin Ritter v. Mack. 1844 wurde das Erdgeschoß des Gaffentraktes dieses Hauses mit Aufrcchthaltung der übrigen Stockwerke neu hineingebaut. 1095. s1. II2I. —Il.IISI.) — 2m 2. 1684 Mathias Heindl, Lein- water, 1788 Hr. Mathias Ernst Andreasi, Handelsherrn, 1775 Franz Schadt, Schild zur blauen Krone, 1783 2oseph Schabt, 1886Olivier Graf von Wallis, 1828 Stephan Olivier Graf von Wallis, 1848 2oseph Lommer, 1847 2oseph Lommer's Erben. Dieses Haus hatte noch vor Kurzem den Schild zur blauen Krone. 1096. ll. 1122. — II. 1162.) — 2m 2. 1684 und 1788 2hro Ercel- lenz Hrn. Helmhard Christoph Graffen von Wcissenwolff, 1775 Gras von Weiffenwolff, 1795 Rudolph Graf Wrbna, 1822 Theresia Gräfin von Traut mannsdorf. 109T. (I. 1368. — II. 1163.) —Hier bestand noch 1618 der grast. Kuefstein'sche Garten, nach Erbauung des Kapuzinerklosters der Kapuzinergarten. Gegen die Straße hinter St. Dorothee, jetzt Spiegcl- gasse zu, lag der alte Seccauerhof. 1795 tvurde hierein sogenanntes Casino erbaut, das noch heut« diesen Namen führt, und es gehörte 2akob Petz, 1886 dessen Erben, 1828 Leopold und Andreas Gludercr. — Andreas von Gluderer. 1098. (1. 13SS. — II. 1164.) — Hier bestand vor Alters der Altenburgerhof, welcher rückwärts, von der heutigen Spiegelgasse gegen den neuen Markt zu an den Schaumburgerhof stieß, an dessen Stelle jetzt die Kirche und der größte Theil des Kapuzinerklosters stehen. AlS der weitläufige Garten der Kapuziner 1784 verkleinert wurde, ward hier ein Haus gebaut, welches zuerst Maria Anna Wimmer gehörte, 1886 besaßen es Maria Anna und Karl Wimmer. 1828 Anton Würth. — T h eres e Niedl. 1099. (1. 1S7I. — II. 1 >65.) — Früher ein Theil des alten SLaum- burqerhofes, welcher den Kapuzinern 1618 zu ihrem Klosterbaue abgetreten wurde. Hier an der Ecke, dem Lobkowitz'schen Palast« gegenüber hatten die Kapuziner ein mächtiges Kreuz aufgerichtet, welches sammt den damaligen Klostergebäuden und der großen Mauer noch auf der Delsenbach'schen Ansicht ersichtlich ist. Auf diesem Grunde wurde 1787 von Mathias Hölzl das jetzige HauS'erbaut, welches 1795 dessen Erben gehörte. 1828 besaßen es Elisabeth von 14 * 212 Moriz, Josephs Wunderl und M. A. Schaffer. — Anton Edler von Pulp an, EliseEdlevonCzerny u. die Mayr loschen Erben. 1LVV. ci. 1123, 1124, 1125, 1126 . — II. 1166.) — Bürgerspi- tal-ZinShauS. — Durchhaus. — Das älteste Bürgerspital in Wien bestand seit 1208 vor der Stadt am linken Ufer der Wien nächst der steinenen Brücke, mit der Kirche zum heiligen Geist und dem großen Gottesacker zu St. Coloman. Bei der ersten türkischen Belagerung Wiens (1529) wurde dieses Gebäude zerstört, das nach alten Urkunden und nach der einzigen bekannten Ansicht desselben in dem großen Holzschnitte von Niklas Meldcmann (1530) sehr ansehnlich gewesen seqn mußte (S. dessen Geschichte in Schimmer'S Wien seit sechs Jahrhunderten, Wien 1847, Seite 388 und ff.) Nach dem Abzug der Türken wurde das Bürgerspital in die Stadt übertragen, und zwar auf dieselbe Stelle, wo vor der Belagerung ein Kloster der Clarisscrinen zu Allerheiligen oder St. Clara bestanden hatte, welches Kaiser Ferdinand I. 1539 durch ein Dccrct für immer an das Bürgerspital überließ. Seitdem führte die daselbst bestandene Kirche vier Namen im Munde des Volkes: zum heiligen Geist, wegen der Spitalstiftung; bei Allerheiligen, wegen des Hochaltar- blattcs; zu St. Clara, wegen des früher hier bestandenen Stiftes: und die Bürgerspitalskirche. In früherer Zeit und besonders zur Zeit der türkischen Belagerung IK83 bestand in dem Gebäude auch eine Ochsenmühle. 1784 ward durch Kaiser Joseph H. das Bürgerspital nach St. Marr versetzt, die Kirche und das alte Klostergcbäude wurden niedcrgeriffen, so wie auch zwei nahestehende Gebäude, wovon jenes 1123 im Jahre 1775 des Numor-Licutenants-Wohnung, 1124 und 1125 aber das Reiter-Piket war, und zu gleicher Zeit wurde das noch heute weitläufige Bürgerspitalsgebäude mit Zinswohnungen erbaut, welches dem Bürgerspitalfonde zugehört. Die abgebrochene Kirche ist noch sammt dem alten Kärnthnerthortheater in Pfef- fel und Kleiner's Ansichten zu sehen, und erstere hatte die in Marmor gegrabene Inschrift über dem Eingänge: N»ev Loolesi» in dvnorem 8. Olsrav nd ^Vxoetv Imperntoris kri-lvrioi kill» e»- »truvt» et eäiüoat» eet. DaS erwähnte Frauenkloster der Clarisserincn war nach dem letzten Willen Blanka's, Gemalin dcs Herzogs Rudolph 11., Tochter des französischen Königs Philipp II. 1305 gestiftet, die Kirche wurde erst 1349 eingcweiht. Da sich 1529 die Nonnen in ihr Stammkloster nach Judenburg geflüchtet hatten, und das schon 1257 bestandene alt» Bürgerspital mit der Heiligengeistkirchc vor dem Kärnthnerthore zerstört worden war, wurde diese Stiftung, wie erwähnt, 1530 dahin übertragen, die Clarisserinen dagegen nach St. Anna übersetzt. Nachdem von Kaiser Joseph Il> das Bürgerspital nach St. Marr versetzt, die Kirche niedergeriffen und das noch heute bestehende Vür- gerspitalgebäude mit Zinswohnungcn erbaut worden war, hat man gleichwohl daS Kirchengebäude nicht allenthalben bis auf den Grund ^«/ / >- ^ .. .^ ->/?»»»' //^ )i^,>^/ 0 ,^V- ->^^»»» »^«4» ^»<>^ >i °-2cLÄ '^c^' ^-»? 21S niedergebrochen; denn in jenem Seitenhofc, welcher beim Eintritte an der Kärnthnerstraße zunächst zur Linken liegt, zeigen sich noch alte Strebepfeiler der Kirche. In diesem Hofe sind noch zahlreiche Grabsteine als Pflaster benützt, so z. B. jener der würdigen Aebtiffin Esther von Silberbcrg ff 1521) mit der lebensgroßen Gestalt der letzteren, eben vor dem Eingänge zu einem —Pferdestall! —Umständlichere Nachrichten über das Kloster St. Clara in Wien lieferte der gründliche Herborn in der kirchlichen Topographie XI, 29S — 454.) Die Apotheke zum heiligen Geist besteht schon seit dem Zahre iksr. RIOL. ll. 1132. — 11. 1167.) — 3m 3. 1SS4 3hro Gnaden Frantz Leopolo Frcyherr von Felß, 188? erkaufte es Graf Philipp Sigmund von Dietrichstein, Kais. Oberst-Stallmeister sammt einem dem Stifte St. Dorothea gehörigen Badhause, und erbaute beide zu dem jetzigen schönen Palast. — MV war es schon im Besitze der Fürsten von Lobkowitz. (S. Nr. 1157.) L1Q2. (I. 1133. — II. 1168.) — 3m 3. 1884 P. Gr. Karl von Auerspe rg E rben (ein Hofraum) , MV-ein Theil des gräfl. AuerS- berg'schen Hofes, 1775 Georg Prenner von Flamberg, 1?VL Wilhelm Prcnner von Flamberg, 18VV von Kirchmayer, welcher daS Gebäude reparirte, 18V2 3ohann Hermitte, französischer Emigrant, 1812 Gotrlieb Friedrich von Borsch- — Sophie Gräfin von Frist alni gg. LLOL. (I. 1134.— II. 1169.) — 3m 3. 1884 Karl von Auersperg Erben, 17VV der Gräfl. Auerspergische Hoffs Auersberger oder im gemeinen Heben Augspurge rhof, (783 Moser'sche Erben, 1787 3o- seph Freyherr von Moser, 1822 Salesianer Zinshaus. — Franz Freiherr von Schloißntgg. LLV4 (1.1135. — II. 1170.) — 3m 3.1884 3°hann Wilhelm von Rebenegg, 1700 3hro Gnaden Hr. Dietrich von Rumerskirchen, vorher Baron Rebeneckische Hauß. 177V gehörte dieses HauS Heinrich von Stader, Edler v. Adelshcim, 1788 v. Adelsheim, später dessen Erben, 17S5 Cäcilia von Haan, 1808 3ohann Weißkrammcr, 1821 3oseph Wall. — Zuliana Wall. 11VL (1.1136. — II. 1171.) — 3m 3. 1884 ein Theil deS (heute auch Nr. 1108 umfassenden) Hauses des Paul Franz Garth,).v.v., und daS Haus der Erben nach Franz von Pölling, 17VV zum grünen Crantz genannt, 3hro Gnaden, Hrn. Mathias Arnold von Pallin» ger seel. Erben. Dieses Haus gehörte später 3ohann Georg von Keeß ()- 17541, hierauf dessen Tochter Anna Katharina, verehelichte von Haan^ 1783 den 3ohann Georg von Keeß' schen Erben, 1787 3oseph Arthaber, 1795 Franz Xaver Mayer, in der Folge Edler v. Mayer, welcher cs noch 1820 besaß. 3n diesem Hause war eine Säule eingemauert mit folgender Anschrift: Anno 1549, am achten Tage de» heiligen Frohnleichnamotage» ist durch einen gottlosen Menschen einem Priester in der Processtan 214 das Hochwördigste Kacramrnt unversehen» au, den Sande» gerissen und an diesen Grt mit erschro'cklicher Gotteslästerung ans da» Erdreich geworfen worden. Am welche Thal ihm die Zunge abgeschnitten und die Hand abgehauen, Folgend» zur Nichtstatt grschlcifft und daselbst lebendig verbrannt worden. Dieses zur Hvarnung Andern ist diese Gedä'chtniszsä'ule allhier gesetzt worden. 1796 erhielt Franz Laver Mayer die Erlaubniß, daS Haus neu aufzubauen. — Barbara Freit n von Gervay. 1106. (1.1137. — II 1172.) — Schild zum goldenen Jäger» Horn. — Im I. 1684 Paul Franz Barth, 3. v. v., lEin Theil von Nr. 1195.) 170Ü das Schenck- und Gast-Hauß zum gülden Jägcrhorn, Hrn. Gabriel Leberdick, N. Oe. Landschaffts - Viertl- Commiffarii gehörig, 1766 Leberdick's Erben, 1775 Franz Wamba- cher, 1795 Johann Leibenfrost. — Franz Leibenfrost. Eines der ältesten Gasthäuser Wiens. HO«. (1.1138. — II. 1173.) —1108. (1.1139.—II. >174.) — Nr. 1107 gehörte 1684 Wenzel Franz Schalter von Greifcnfeld, 1700 Jhro Gnaden Hrn. Johann Dietrich von Rumerskirchen, Kavserl. Hoff-Cammer-Rath. Sir. 1108 gehörte 1684 Julius Friedrich Graf von Hardegg, 1700 Jhro Gnaden Hrn. Friedrich Grasten von Har- deck, Kavserl. Kämmerer. Beide Häuser kaufte das Kloster der Salesianerinen um 1739 an sich, welches 1717 auf den Rennweg geflirtet worden war. Letzte Besitzer des ersteren HauseS waren dieHil- lebrand'schen Erben. — S a le sian cr-Z in S hä user. 11 OO. (1.1149. — II. 1175.) —War 1640 das Pollhaim'scke später Trautmannsdori'sche Haus, 1684 besaß es Fervinanv Graf von Nueker, 1790 Jhro Erzellenz Herrn Franz Carl Generalen Grasten von Dünewald seel. Erben, 1718 kaufte es Jsabella Gräfin von Starhemberg vom Grafen von Dünewald, 1769 ererbte cs Maria Franciska Gabriele Gräfin von Cvlloredo, geborne von Starhemberg (j- 1793), deren Erben verkauften es 1795 an Andreas Gott- lieb Edlen von Thom, der es noch 1896 besaß, 1828 gehörte cS Johann Mayer. — Johanna Mayer. 1110. (I.1I4I. —II. 1176.) — Gehörte um 1629 Ballend v. Lam' berg, in der Folge Katharina von Lembruch, 1684 Hans Jak. Frei' Herr von Brafficani zu Emmerberg, 1799 Jhro Gnaden Hrn. Leo' Pold Baron Greiner und Baron Poiger von Beuch, 1766 Grafe» von Pestaluzi Erben, 1779 dem Baron, nachmaligen Grafen von Schulenburg, 1798 dem Grafen von Attems, 1899 der Gräfin von Breuner, 1896 August von Holzmeister, 1829 Bernhard Freiherrvon Eskelcs. — Alexander Graf von Nako. 1111. (I. 1142. — II. 1177.) — Älosterneuburgerhof. — Nach Aufhebung des Stiftes zu St. Dorothea (siehe Nr. II12) fiel der ehemalige Dorotheerhof dem Stifte Klosterneuburg zu , welche- denselben in zwei gegenüber liegende große ZinShäuser ganz neu erbaute und durch diesen Neubau die jetzige Neuburgergaffc eröffnrte. Die 215 Fronte zur Seite des dermaligen Versatzamtes wurde 1804, jene gegenüber 18VK vollendet. 11LS (1. 1143. — II. 1178.1 - K. K. Versatzamt, früher St. Dorotheer-Kloster. — Durchhaus. — Im I. 1357 baute Herzog Albrecht II., der Weise, ein Kirchlein in der damaligen Fär- bcrgasse zu Ehren der heiligen Dorothea. Anfangs war es nur eine Veneficiat-Capelleund geistliche Stiftung für Weltpriester, 14Ivwurde sie jedoch durch Andreas Planck, Kanzler des Kaisers Albrecht II. und Pfarrherrn zu Gars erweitert und in eine Probstei regulirter Chorherren deS heil. Augustinus umgewandelt. Die Gestalt des damaligen DorotheerstifteS ist uns in Vischer's Topographie erhalten; die Kirche hatte zu jener Zeit nur einen blechbedeckten Thurm. 1705 wurde die Kirche abermals erneuert mit zwei kupfergedeckten Thürmen, wie sie in Pfeffel's Ansichten erscheint. Nach dem Tode deS letzten Abtes Ignaz Müller 1782 wurde das Stift Dorothea für immer mit Klosterneuburg vereint, die Kirche entweiht, die Thürme abgebrochen unv erstcre sammt einem Theile des Klostergebäudes für das k. k. Versatzamt bestimmt, welches von der Annagasse (s. Nr. 995) dahin übertragen wurde. Aus dem Dorotheerhofe wurde der jetzige Klosterneuburgerhof mit der Neuburgergasse eröffnet. Die sämmkli- chen Güter des Stiftes, die es sowohl in Capitalien als an liegenden Gründen in bedeutendem Maße besaß, gingen ebenfalls auf Klosterneuburg über, weshalb sich der jeweilige Prälat daselbst seit dieser Zeit Probst zu Klosterneuburg und St. Dorothea nennt. Bei St. Dorothea befand sich auch das Grabmal des berühmten Helden Niclas Graf zu Salm (an einer 1529 während der Türkenbelagcrung erhaltenen Beschädigung 153V gestorben), durch die Kaiser Karl V. und Ferdinand I. errichtet, welches nach Aufhebung deS Stiftes zuerst nach der Salm'schen Herrschaft Oppatowitz, dann nach Raitz in Mähren gebracht wurde, wo es sich dermal noch befindet. Daß dieses ebenso als Kunstwerk ausgezeichnete, wie durch den Mann, dessen Asche es deckte, unvergänglicher Erinnerung sichere Monument aus der Stadt Wien gebracht wurde, welche seinem Heroenmuthe zunächst die Rettung von türkischer Barbarei dankte, kann nur auf das lebhafteste beklagt werden. (Mehreres über dieses Grab und das Kloster in Kuen's Oolleotio scriptorum rerum bist, monast. evvle». V, 169—175 und kirchliche Topographie XV, 1—24V.) 1847—1848 wurde das nunmehrige Versatzamtsgebäude um ein Stockwerk erhöht. L1IZ (I. — II. 1179). — Bell,aus der evangelische« Gemeinde» augsburgischer Confession. — Nach der Aufhebung deS Klosters zu Mari», Königin der Engeln, wurden dessen Gründe verkauft und zu Häusern verbaut. Einen Theil gegen die Dorotheer- gasse brachte mit Bewilligung des Kaisers Joseph II. die protestan» tische Gemeinde augsburgischer Confession in Wien an sich, und erbaute daselbst daS noch heute bestehende Bethaus, welches de» 3V. November 1783 eröffnet wurde. (S. Nr. 1128.) 216 1114 (1. >318. — II 1180.) — Bethaus der protestantische« Gemeinde» helvetischer Confessio«. — Nach Aufhebung des Königsklosters ls. Nr. IlS5) wurde dieser Lheil von der reformir- ten Gemeinde angekauft und zum Bethausc umgestaltct. Dieses Bethaus» durch den Hofarchitecten Nigelli erbaut» wurde den 25. De- cember 1785 eröffnet (S. Nr. 1155.) 1115. (I. >144.— 11. II8I.) — Gehörte um 1596 Oswald von Eytzing, dann der Frau Seredin, gebornen Schütlerin» welche 1672 das an das Kaiserstein'sche anstoßende Haus an Franz von WalterS- kirchen verkaufte» 1884 besaß dieses Haus» so wie jenes Nr. 1126 Hans Wilhelm Edler von Walterskirchen, 1895 Johann Karl von Hackelbcrg, n. ö. Regimeutsrath, 1710 Joseph von und zu Gatterburg, welche Familie 1717 in den Grafenstand erhoben wurde» und dieses Haus zum Fideicommiß erhob. — Ferdinand Graf v. Gatterburg, Fideicommiß. 1116. <1.1145. — II. 1182.) — Um 1650 gehörte dieses Haus (mit Nr. 1125) Siegmund Helfried von Dietrichstein, 1684 Siegmund Graf von Dietrichstein, 1699 wurde eS getheilt, und diesen Theil (Nr. I I16) erhielt Simon Premier» ungarischer Granitz - Unter- Zahlmeister, von welchem es die Mark'schen Erben als ein Erbtheil ihrer Mutter» einer gebornen von Prenner besaßen» 1766 Herrn von Flamberg Erben » 1795 besaß es Katharina von Grosser, 1798 kaufte es Thiuffy von Berganoburg» A4. Nr., 1825 gehörte es MarzeUine Gräfin von Worcell. — August Dehne. 1115. (I. 1146. — II. 1183.) — Im 1. 1684 Johann GotthardPüt- ter, Buchbinder» 1700 Hr. Johann Gotthard Bitter, Austern Raths und Kavs. Hoff-Buchbinder, 1766 Keim's Erben, 1775 Edler von Ehrenburg, 1795 Georg Caballini Edler von Ehrenburg, 1806 Anna von Minaffi, 1824 Franz Slabe. — Andreas und Adolph v. Capellini. 1118. (1. 1,47.- II. 1184.) — Im1.1684 Mathias JohamiDol- leS, 1700 Hr. Joseph Nadt» Kirschnermeistcr und Bierschenck, 1766 Keim's Erben, 1775 Georg Edler von Ehrenburg, 1806 Anna von Minaff», 1822 Franz Pichelhofer, 1828 Thomas von Capellini. — Andreas und Adolph v. Capellini, Eugen und Ludwig Pacher von Theinburg. 1116. (1. 1148. — II. 1185.) — 1126. (I. 1149. — II. 1186.) — Aus zwei Häusern in eines zusammengebaut, welche 1684, «och ein Haus, dem Jakob des Todis gehörten, 1700 Hr. Jacob Edler von TodiS, deß Heiligen Röm. Reichs Ritter, ein Eckhaus. Erste- res besaß dann Joseph Cabalini, später von Ehrenburg, welcher Familie es noch 1760 zugehörte, 1766 Pilgramin, 1775 Maria Anna Pilgram, 1795 Johann Joseph Edler von Pilgram, 1806 dessen Erben, 1820 Johann von Pilgram's Erben. — Das zweite gehörte 1766 Pilgramin, 1775 Maria Anna Pilgram und so kort die vorigen Eigenthümer. — Johann Baptist von Pilgram, Klara von Wellenburg, Barbara von Klcmpah, Cacilia * Einer uns zugleich vorliegenden Geschichte der resormir- „Psarrgemeinde Wiens entnehmen wir folgende Daten: s 13. October 1781 erschien das Toleranzpatent Josephs II. Die 'er vereinzelten Protestanten vereinigten sich nun, sendeten eine ankadresse an den Kaiser, und als diese wohlwollend ausgenommen Ade, schritten sie zur Gründung einer evangelisch-reformirten Ge- einde. obgleich die Zahl der Familien sich nur auf 60 belief, und e gesetzliche Höhe von 100 nicht erreichte. Die Opserwilligkeit derben ermöglichte jedoch das Vorhaben, und unterm 2. März 1782 olgte die kaiserliche Genehmigung am 10. März 1782 wurde der e Kirchentag gehalten. Gras Karl Christian Lippe, Johann reihen (später Gras) v. Fries und Banquier Ochs waren die :s!en Vorstände, wovon der Zweitgenannte sich bei Bildung der emeinde mit 10,000 fl. betheiligte. Am 26. October 1782 wurde n Gesandtschafts-Prediger Hilchenbach zum Pastor der Ge- einde gewählt. Die Beiträge aus dem Auslande gestalteten sich «mer erfreulicher; bald war ein Capital von 100,000 fl. gesichert, "d man konnte nun zur Errichtung eines Bethauses schreiben, m 13. März 1783 wurde ein Theil des (ausgehobenen) „Königklo- ns" (ein Frauenkloster, Maria Königin der Engel genannt) in der oiolheergasse um 23,OM fl. angekaust, am 17. April daselbst der "Ist Gottesdienst abgehalten, und allsogleich der Kirchenbau, unter "'itung des Hosarchitekten Nigelli und Baumeister Meißel, begonnen. Die Kosten des Kirchen- und Wohngebäudes beliefen sich aus 50,OM fl.; am Weihnachtssest 1784 wurde die Kirche bereits eiugeweiht. Die Beschränkungen, welche das Josephinische Toleranz- balent vorschrieb — alles kirchliche Gepränge war verboten, der Eingang in das Bethaus unmittelbar von der Straße so strenge untersagt, daß 1815 es nur ausnahmsweise gestattet wurde, für die Erz- berzogin Henriette eine besondere Thüre von der Straße -u ihrem Oratorium durchbrechen zu lasten, welche jedoch nach dem folgten Ableben derselben (1830) wieder zugemaucrt werden mußte — wurden erst durch die Verordnung vom 30. Jänner 1849 aufgehoben. Die Verfassung der Gemeinde ist seit 1822 die der reformirten Kirche entsprechende repräsentative durch Presbyterien und Synoden, deren letztere Stelle der sogenannte engere Ausschuß vertritt. ^»^»«»^ Ä'-." ^7 //^F ^//158 besaß schon 142VPilgram von Purghaim, 1425 Koloman von Königsberg, 1684 Heinrich Mathelin , überhaupt hieß es im siebzehnten 3ahrhunderte das Mateli- nische Haus, 1695 erkaufte eS Otto Heinrich Graf von Hohenfeld zu dem Folgenden, welche fortan dieselben Besitzer hatten. Karl Wetzlar, Freiherr von Blankenstern erkaufte eS 1795 von den grast. Hohenfeld'schen Erben mit dem vorigen, und verbaute sie in ein HauS; 1806 gehörte es Regina Freiin von Aichelburg, 182V Gottfried Freiherr von Aichelburg, Maria Anna Freiin von Foulon und Freiherr v. Foulon. — Friederike Freiin von Degrazia. 1130 . ll. 1159. —II. 1197.) — 3m 3.1684 Peter Le S-ge'S Erben, 1700 zur weissen Tauben, vorhero zun 7 Hüten genannt, Hrn. Nikolaus Pottu, Handelsmann, 1775 Franz Anton Schmierer, 1783 Victoria Schmierer, 1795 3oseph Schmierer, 1806 3oh. von Benko, 1822 Maria Anna Umlauf, 1833 Anna Helena Werthhan. — 3 o- hann Georg Steiger. 1131 . ll- 1160. — II. 1198.) — 3m 3. 1684 3ohann Burkh (ard) Kertzler, 17VV Hr. 3acob Collinet, Kräutler, seel. Erben, 1775 Leopold Renner , 1783 Katharina Rieger , 1795 3ohann Georg Edler Ü^^L «) /^. ( L«^j. ^ F?<5.) ^ ^ . ^ "--' - L'-- 1 -7' » ^ ^ /> -7, 7 > ' ' ^ ^ -.i- ' i » '"s^!.''- " - - - - " - - > '7 ^ ' .-.7> ^ '' .77 - 7 »>, '«^,. 7» ^ . ... ^ . - - r^ r k "'- - ' ^ ^ '. - 7 -' , v.r^t* .-'- ^rr. - ,5»^^ . . "ML'ä-r . - .,.' '.H MÄr» »r-s-^R^- .- «ML'W»'- - «"»^» - -^,'NEf «^ . . . .'. 7. > 7^ 7 77:7 .7 .7 . ' ' 7i. ?'»7 7'^ , . ,7,7: 7,', . 7 .- ./.,, , Ktz, 7 ,^- ..' -7 ...7^ Ä-', '-7 ' -7 7,. ' . 77/ .. 7 7v 77« '" -7 7. 7 ' ''7^' ! '' ,!-- ' : - 7^ ' ^".7^ . 7 - .7 7 ' 7 - ' 7 ' . , . 7. 7- 7 .. 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Erben, 1766 Freyherrn von Selb Erben, 1775 Franz Graf von Selb, 1783 dessen Erben, 1786 Baron Boul, 1789 dessen Erben, 1795 Johann Georg Edler von Mößle, 1896 Ignaz Theodor Pachner Edler von Eggenstorf, 1822 Maria Anna und Anton von Pachner, 1828 Ignaz Theodor von Pachner. 1833 Maria Anna von Pachner. — Maria Anna Pachner v. Eggenstorf. Das Haus, zumal im Hofraume, mit seinen Arkadengängen und sehr schönen Stiegen ist eines der prachtvollsten Bauwerke deS 47; Jahrhunderts. 1134. ll. >163. — II. >201.) — Schild zum goldene» Kopf. — Im I. 1684 Martin Haffner'S Erben, 1799 sonsten das Hafne- rische Hauß genannt, allwo die Capellen zu St. Barbara, Jhro Gnaden Maria Anna Freyin von Ariazaga, 1766 Herren u. Frauen von MondenS, 1775 Frau von MonkcnS, 1786 Edler von Seeger, 1795 dessen Erben, 1896 Jacob von Reinlein, 1812 Raphael von Reinlein, 1824 Theresia Reinlein. — Jakob vonReinlein. Die Capelle 1433 gestiftet, 1633 von Martin Haffner 3. v. l). restaurirt, wurde unter Kaiser Joseph II. aufgehoben. 1135. ( 1 . 1164. — II. 1292.) — 3m I. 1684 Claudio Carlo, Kre- Pinarbeiter, 1799 Hr. Claudi Carl, Crepin - Arbeither, 1766 Ritter, " 1775 Peter Sulzer, d. ä. R., 1795 Johann Peter Sulzer, Gastgeber, 1896 Katharina Ratzelsberger, 1822 AloyS Ratzelsberger, Maria Sartorius und Katharina von Barolani, 1828 Katharina Ratzelsberger'sche Erben. — Maria Sartorius und AloyS Ratzelsberg. 1138. (I. II6S. — II. 1293.) — Das Cavriant'sche HauS genannt. — Im Jahre 1583 gehörte dieses HauS dem Marschall Ma- rimilian Pappenheim, später Eusebius von Khuen und Belasy,1695 wurde es vom Grafen von Cavriani angrkauft und in ein Fideicom- miß verwandelt. — Karl Graf von Cavriani, Fidei- commi ß. 113S. (I. 1,66, 1167. — II. 1294, 1295.) — Aus zwei Häusern in eines zusammengebaut. Jenes Nr. 1166 besaßen 1539 bis 1657 Freiherr von Weiß, Octavio von Strozzi, Johann Pinel, Elisabeth Preuner, Paul von Wolzogen und endlich 1689 Albrecht Gras von 22 - Vucquoy, von welchem es 1689 Kranz von Andler erkaufte, -essen Sohn Rudolph später in den Freiherrnstand erhoben wurde. Das Haus Nr. 1167 war schon von 1528 an das Stifthaus Simon Resch's, 1699 besah es noch der Pfarrer von St. Michael als Be- neficiatenhaus, 1897 erkaufte eS Franz von Andler. Diese Familie besaß beide Häuser bis 1799, im Jahre 1795 erscheint Maria Gräfin von Gilleis als Besitzerin des zweiten Hauses, 1898 Anna Gräfin von Gavastni, 1829 gehörten beide Häuser, bereits in eines verbaut, Maria Anna Freiin von Gilleis, 1825 Joseph Landgraf von Fürstenberg. — Karoline, Landgräfin v. Fürstenberg. 1138. (1.1168. — H. 1206.) —Um 1589 gehörte dieses Haus Christoph vonEytzing, welcher darin eine Capelle zu Ehren aller Heiligen baute, die von Sirtus von Trautsohn 1599 gestiftet wurde, und deren Inschrift lautete: I'atrooinium lni)us Lovlesiae in kesto oinnium 8nnot«,ru>n Oanseorationis «lies nnniversarin Oomioxr» terti» por»t kftnpiiunium velebrntur. 1884 gehörte cs Paul Sirt. von Trautson, 1799 Jhro Gnaden, Herrn Ernestus von Trautsohn, 1786 Fürst Johann von Trautson, 1783 wurde die Capelle gesperrt, 1794 das Haus neu erbaut. Noch 1789 war das Haus im Besitze der fürstl. Trautsvn'schen Erben, 1795 besaß es Regina Gräfin von AS- premont, 1898 Karl Gras von Bathyany, 1825 Samuel Kaan. — Moriz Graf von Dietrichstein. 113V ll. 1169. — 11.12-7.) — Barnabiten Kollegium zu St. Michael. — Es war im 18. Jahrhunderte ein Eigenthum Sev- frids von Kollonitsch, als Regent und Rath des Regiments der n. ö. Lande bei der Belagerung Wiens durch die Türken, 1529 durch Heldenmuth und klugen Rath gleich ausgezeichnet. Er starb 1555 als k. k. Hofkammerrath. 1884 erscheint das Haus als Eigenthum der Barnabiten zu St, Michael und Michaelerkloster, 1799 Hr. Seyfrid Graffen von Kollonitsch seel. Erben, die Hauer- Jeck oder das alt oder kleine Michacler Hauß. St. Michaels Pfarrhof, (S. Nr. 1152.) 111V. (1.1170. — II. 1208.) — Das Wenzellische Freihans. — Dieses HauS gehörte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert- der Karihausc Aggsbach, dann den Freiherrn von Abela, 1884 besaß cs Christoph Freiherr von Abele, 1799 Alexander Graf v. Noirguerni kaiserl. General, später der Freiherr von Seckingen, um 1759 von Wenzeli, 1775 Maria von Kuntz, 1795 Johann Nep. von Kunz, k. k. Hofrath, 1896 derselbe, 1829 Karl von Kunz, Fideicommiß, genannt das Wenzelische Freihaus. — Wenzel!'sches Fideicommiß. 1111. (1. N71. — II. 1209.) Im I. 1684 Paul Heinrich Spiegel, Händler, 1799 Hr. Paul Heinrich Spiegel, deS Äusseren RathS und Handelsherrn, 1775 Edler von Keeß, 1783 Franz Edler von Ziegler. — 1822 Vincenz Fiscber, 111S. (I. 1172. — II. 1210.) Im I. 1684 Johann Peter Philipp Elsa, HofbuchhaltungS-Rait-Officier, 1799 Hr. Dietrich von Mel- meck, Hoff-Cammer-Secretarii, seel. Erben, 1766 Freiherr von Glan- ^ /<^i^ L<^/ ^..?^'L.x-^-^ ^ ^ ^ e<»«^^ cr-^/^ ° -r^ ^ ^4^. .L^c.k^ ^ 4 .^. V -^ //- ^ /c/^»?-^ -»^«^ Ä^k ^ ^ L^ O ^ > x^ ? >iÄ,. ^ ^.^7--». 22S auf den Hochaltar übertragen wurde, welcher 1781 neu erbaut wurde, wie er noch jetzt zu sehen ist. Zugleich wurde die Fayade der Kirche neu hergestellt. Das alte Michaelerhaus war früher Lasla Prucker'S Beneficiatenhaus und kam 1989 an die Barnabiten. Das neue war vormals der Hauer Zechhaus, da sich auf dem Michaelerplatze der Markt mit Weinlesegeräth befand, wurde um 1989 von den Barnabiten verkauft und beide 1749 neu erbaut. — Barnabiten-Col- legiumzu St. Michael, sogenanntes altes Michaeler- hauS. 11SS (I. 1I8L. — II. I 22 I .1 — sreues Michaelerhaus. — Durchhaus. — Im Z. 1790 Der H. kp. Michaelcr kleine Zuhäuser. Dem Barnabiten - Collegium zu St. Michael gehörig, sogenanntes neues Michaelerhaus. 1848 wurde daS oberste Stockwerk, nach der Abtragung deS älteren (französischen) Dachraumes mit Wohnzimmern, neu aufgeführt. Das Haus steht mit Oratorien der Michac- lerkirche in unmittelbarer Verbindung. 1154. (I. 1128. — n. 1223.) — Sogenannte Stallburg. Durchhaus. — Nach dem Brande deS CillyerhoseS im I. 1525, in welchem sich früher das kais. Zeug- oder Rüstungshaus befand, wurde auf dem Platze der jetzigen Stallburg ein Zeughaus errichtet. Als jedoch 1559 dieselbe zur Residenz Marimilian's II. bestimmt und zu diesem Zwecke neu gebaut und eingerichtet wurde, kamen die kaiserlichen Waffenvorräthe an ihren gegenwärtigen Bestimmungsort in der Renngaffc; doch scheint in der Stallburg eine kleine Harnischkammer der österreichischen Landesfürsten bis auf die neuere Zeit bestanden zu haben, da Weißkern in seiner Topographie (3. Bd. S. 89) erzählt, daß im 3. 1759 die Harnische der römischen Kaiser von Rudolph I. bis auf Kaiser Ferdinand Hl., auch jene von Kaiser Joseph I. auS der kaiserl. Stallburg ins Zeughaus in der Renngasse abgegeben wurden. Vielleicht waren aber diese kostbaren Rüstungen auch nur Bestandtheile der einst hier bestandenen Kunst- und Antiquitäten- Sammlung. 1559 wurde, wie erwähnt, dieses Gebäude zur Wohnung des Erzherzoges Marinulian (als Kaiser II.) bei seiner Ankunft auS Spanien zugerichtet und nach dessen Thronbesteigung zum Hof-Stall verwendet. ES wird noch 1581 in den Verkaufsbrief an die Königin von Frankreich, Kaiser MarimilianS Tochter Elisabeth, die es zu ihrer Stiftung des Klosters St. Clara (KönigSkloster) verwendete, der neue Hofstall genannt. Nach dem Tode dieser Prinzessin 1593 zog der Hof das Gebäude wieder an sich, und daS oberste Stockwerk ward zur Wohnung ver Edelknaben bestimmt, in dem zweiten Stocke aber, die schon damals ansehnliche kaiserl. Bildcrgallerie ausgestellt, welche Kaiser Marimilian I. gründete. Kaiser Rudolph II. und Erzherzog Leopold Wilhelm aber bedeutend vermehrten. Zur eigentlichen und öffentlichen Vilvergallerie wurde sie jedoch erst durch Kaiser Karl VI. umgeschaffen. Diese Sammlung wurde unter der Direktion de« Grafen Gundackers von Althan in II Zimmern aufgestellt, und enthielt nebst Meisterwerken der Malerei auch plastische Kunstwerke, 224 Münzen nnd Alterthümer, deren viele später unter Maria Theresia in die kaiserl. Schatzkammer, dann in das Zeughaus, in das Antiken-, Münz- und Naturalien - Cabinet übertragen wurden. Endlich wurde auch der Platz für die Gemälde zu enge und Kaiser Joseph II. übersetzte die Bilrcrgallerie um 1784 in das Belvedere, wo sie sich noch jetzt, bedeutend vermehrt, befindet. IKS4 hieß das Gebäude «die alte Burg." Gegenwärtig befinden sich in der sogenannten Stallburg Wohnungen kaiserlicher Beamten, die Hofapotheke und der Hofstall für die kaiserl. Reitpferde. 1155. (I. lI29. — II. 1224.) Im Ib. Jahrhunderte stand hier daS Majoratshaus des berühmten Helden wiver die Türken, Niklas Salm, j- 1538. Eck (Hektar) v. Salm verk aufte es 1559 um 6500 Pfd. Pfennige. In der Folge wurde"größtentheils auf dem Platze dieses Hauses das soaenan nte Köiugskl osier gestiftet, und zwar 1581 durch Elisabeth, Tochter Kaisers Maximilian II. und Gemalin Königs Karl IX. von Frankreich, nachdem sie als Witwe nach Wien zurückgekehrt war. Sie stand dem Kloster als Aebtifsin vor, woher es auch den Beinamen des königl. Franenklosters oder kurzweg des Königsklosters erhielt. Früher standen auf diesem Platze nebst dem erwähnten gräflich Salm'schen Hause auch ein von Hofkirchen'sches HauS, sammt einem großen Garte,.gründe, welcher die Gräfin Maria Anna von Khuen zu diesem frommen Zwecke schenkte. Die Nonnen waren von dem Orden der heiligen Elara und wurden aus Bayern »ach Wien berufen. 1782 wurde das Kloster durch Kaiser Joseph II. aufgehoben, die Gebäude in drei Theile zerstückt und um 27000 fl. verkauft. Auf dem vorderen Theil, wo sich auch die Kirche befand, erbaute sich MoriMr ^vcn Frie L-4783—1784 durch den Architekten Hohenberg den noch heute bestehenden prachtvollen Palast mit vier Statuen von Zauner am Portale. Am Giebel, nunmehr mit dem Palavicinischen Wappenschildc, zeigt sich die Jahreszahl HIDOOl-XXIll. Jener Theil rückwärts gegen die Dorotheergaffe wurde an die Gemeinde der evangelischen ausburgischcn und der Ecktheil an jene der helvetischer Konfession verkauft, welche sich daselbst ihre Bethäuscr erbaute». Im Jahre 1784 erschien eine eigene Broschüre: »lieber das Bethaus der rcformirtcn Gemeinde, nebst einer Kritik über den grast. Friesi'schen Palast auf dem Josephsplatze," herausgegeben von Baumeister, mit viel ungegründetem Tadel. Die im Hofe dieses Palais gestandene älteste Akazie der ganzen österreichischen Monarchie, zu welcher die Klarisserinen das Senkreis gepflanzt hatten, ts- Mailath'S Geschichte Wiens, 1832, pap-. 247) wurde 1828 —umgehauen. 1823—1842 gehörte dieser Palast Simon Freiherr von Sina. — Alphons Marquis von Palla- vicini- -' 1158 . (I. 1130. — II. 1225.) Im 1b. Jahrhunderte befand sich hier noch die n. ö. Kanzlei, aus der Nothgaffe (Radstraße, untere Breunerstraße) zu Ende des 14. Jahrhunderts hierher übersetzt. Dieses Haus gehörte um 1588 dem berühmten Reisenden Siegmund von Herberstein und in der Folge Felician von Hcrberstein; !-r : - - »t. ^ X'^ >»<>»»^»» ^»»»»^»^-»^, ^^»-»X^»- ^ ^ /. X^»xV^ ^ Y»X>)X »X-^XE ^ >-» ^(^<»-»» »!^ '>«--,?»»»»» *>, ^ -Äy- . N- »^ L-- >«^7X-.' - E ^-W jff F ^ -K rss 1547 Fürst KinSky, 1573 Rudolph Khuen von-Belnsy, Freiherr» v. Lambach. Er erbaute das Haus mit Benützung eines Theiles vom Hause deS Grafen Eko Salm und zweier bürgerlicher Häuser; eS wurde ihm auf Fürsprache des Erzherzogs Ernst, unterm 22. September 187k, von Kaiser Rudolph II. ganz gefreiet und zu einem adeligen Freisitze oder ständischen Freihause gemacht. Er starb am 29. Juni 1581. Ihm folgte seine Witwe Maria Magdalena, geborne Freiin von Palffy, dann I59Ü ihr Sohn Johann EusebiuS, ch 1622. Seine einzige Tochter und Erbin Maria Franziska, vermählt mit Paul Grafen Palffy von Erdöd, hinterließ dieses Haus ihrer Tochter Maria Magdalena Therese, das zweite Mal verehlicht mit Ferdinand Marzius degl' Obizzi, Hofkriegsrath und Stadt Guardia Obrrstlieutnant, von welchem letzteren nach dem kinderlosen Tode seiner Gemalin 1VS4 dieses Gebäude zu einem Majorate für die gräflich Palffy'sche Familie gewidmet wurde. Nach dem noch vorhandenen Testamente aber soll nach dem Aussterben deS gräflich Niklas Palffy'schen MannesstammeS dieses Haus sammt dem Majorate zu einer Stiftung für l5 adelige Wittwen verwendet werden. — A. Fürst Palffy v. Erd öd. (ZosephSplatz.) I15A. (I. 1131. — II. 1226.) An der Stelle dieses Hauses finden wir die älteste Spur eines landesfürstlichen Zeughauses, oder wie man es vor verbreitetem Gebrauche deS Pulvers nannte: Harnasch- hauses, später Waffcnkammcr. Urkundlich kommt es schon 1313 unter dieser Benennung vor. Von Herzog Albrecht V. (als Kaiser II.) wurde es vergrößert. 1441 erscheint dieses Haus als frühestes herzogliches Pulvermagazin. 1457 verschrieb Ladislaus Posthumus dieses Haus an Ulrich, Heinrich und Hans Rosenberg zur Belohnung ihrer nützlichen Dienste, wobei es ausdrücklich heißt: » Unser Harnaschhaus gegen den Augustinern zu Wien vber gelegen.« Nachdem es 1488 wieder kaiserliches Eigenthum geworden war, schenkte König MathiaS Corvinus nach seiner Eroberung Wiens dieses Haus dem Stifte St. Dorothea, welche Schenkung in der Folge auch von Maximilian I. bestätiget wurde. 1551 verkaufte dieses Stift, das seit jener Zeit also genannte ungarische Haus an einen Bürger, Karl Hirschel. 1547 erscheint cs als Eigenthum eines Herrn von Khuen- ring, aller Wahrscheinlichkeit nach jenes starkverschulveten Marquarv von Khuenring, mit dessen Sohne Ladislaus 1594 dieser einst so berühmte und berüchtigte Stamm ausstarb. Um 1853 gehörte es dem Grafen Franz Nüdäsdy und es fiel wegen »essen Theilnahme ander Verschwörung gegen Kaiser Leopold 1. dem Fiseus anheim. 1878 gehörte es Nikolaus von Prevost, 1898 kaufte eS die Gräfin Cäcilia von Roscnberg, bei welcher Familie es bis 175Z verblieb, von welcher eS Fürst von Lobkowitz sammt Hause Nr. 1001 erkaufte, weiche- früher Freiherr von Fels besaß, 1885 aber Sigmund Graf von Die- trichstein erkaufte und in seiner jetzigen prachtvollen Gestalt erbaute. — Ferdinand Fürst von Lobkowitz. (1. 1127, — 8. 1227.) — stlngustinerkloster. — Die 226 Kirche und das Kloster zu St. Augustin wurden von Herzog Friedrich dem Schönen zu Folge eines Gelübdes im 3- 1339 zu bauen angefangen und den Augustinern mit weiten Ermeln eingeräumt, 1636 jedoch den aus Prag hier angelangten rcformirten oder barfüßigen Augustinern übergeben. Auch wurde die Kirche zur Hofkirche erhoben. 1796 mußte der Convent seinen dritten Stock an Herzog Albrecht von Sachsen-Teschen und seine Gemalin Christin«, Erzherzogin von Oesterreich, welchen das angebaute ehemahls Tarru- ca'sche Haus zur Wohnung übergeben wurde, überlassen und 1862 denselben auch einen Theil des Klosters gegen die Bastei zum Baue ihres Palastes abtreten. Hier leble auch einst der berühmte Pater Abraham a St. Clara als kaiserl. Hofprediger. 3m Jahre 1816 wurde in diesem Klostergebäude eine höhere Bildungs-Anstalt für Weltpriestcr errichtet. Die Augustiner-Mönche sind seit ungefähr 1836 avsgestorben. Tie Daten über die Stiftung dieses Klosters, so wie namentlich über die hier bestandene Gesellschaft oder Templaiser (St. GeorgS- rilter» sind zusammengesteUt von I. Feil in Schmidl'S österreichischen Blättern f. Hit. u. Kunst. 1848, S. 217—232. 1156 (l. 1186. — II. 1228.1 — K. K. Hofbauamt. — Der im I. 1684 vorkommende kaiserl. Bauhof befand sich an der Stell» des dermalige» Palais Nr. 1166. Als im I. 1861 der alte Bauhof zum Baue des letzieren Palais abgebrochen ward, wurde diese- Gebäude für die Zwecke des k. k. Hofbauamtes neu hergestcllt. Hier stand vorher ein altes Fortifikationsgebäude, welches schon 1786 als k. k. Hofbauamt vorkommt. IlLO (l. 1185. — II. I22S.) Auf diesem Platze stand vormals der kaiserl. Bauhof (s. Nr. I ISS.) Im 1.1684 Bauhoff, 1766 alS: Der Rom. Kays. Mas. Bauhoff an der Pastey bezeichnet, und da- kaiserl. GießhauS; letzteres war später Eigenthum des portugiesischen Gesandten Grasen von Tarruca, von welchem eS 1754 die Kaiserin Maria Theresia erkaufte ; es blieb im Besitze des HofeS und erscheint 1786 als k. k. HofhauS zur Burgpfarre gehörig, bis eS Kaiser Franz 1795 der Erzherzogin Christine und ihrem Gemale den Herzog Albrecht von Sachsen-Teschen überließ. 1861 wurde eS nebst anderen kleineren Gebäuden abgebrochen und an ihrer Stelle 1861—1864 der jetzige ansehnliche Palast erbaut. 1865 wohnte der damalige Prinz Joachim Murat in demselben. Nach dem Tode deS Herzog Albrechts (^ 16. Februar 1822) fiel dieser Palast durch Erbschaft an den Erzherzog Karl Ludwig, welcher auch in demselben am 36. April 1847 starb. — Erzherzog Albrecht von Oesterreich. 1161 . (l. 1337. —II. I286.)Zm I. 1775 Wasserkunst Versorger-Woh- nung im Graben am Burgthor. Dermal im Volksgarten, 1823 neu erbaut; dem Kunstvercin gehöriges Gebäude, Ausstellung-» Lokale. 1162. (I. 1345. - II. 1231.) 3m 3. 1786 Michael Pichler, 1-v >: -> »>/» '< -!^' > ^L»--Ml»jr-. ^.-> -- ^ ... . ^^ . . ...'' ' . ,. .7 '/<- ^ . . ' - ' 7 " '7 ' ^ , - .--> ä. ^'. - - . '7 - 7 !.- ' .' .' 7-., - ' . )»:A?rL^Al . . .-' , .- - .' . ' .. . , '. '7 >' / ' 7 7 E - .- 7:»<. .-> ' " 7^7 >7 ' 7-'. - ' ,.7- . .. 7-^'^ ^7 - . . , .. . - 7 > . .^7»,^ ....,.- ... .'. ' ... '- , ' -f ' .... . - : . ' ^>>> .-' .'!-,, > :> . .'.. ---:.' ./. ....' '.?' -.-. 'V .')> ' '-.! .." -W i,.. /. . - ^ -!7>-.-.''»-.M^.''., »»»»>,.--,'. , V '' . r^it- ÄS.-.-M.<7..' ' ' . . . V. '-7. - .. "-.. - > .'^ ..' - . ' . >. ...'<.' . - . '«7 > .< -- '7 : ,' . ' "... , 7 -' ' "" . .< - ' '"-7, -. 7^7 . 7 ^' ' '' 7 ,. .. ... ' 7 .^ 7 .. . ! ^ .... , -' . ^-' . ^7. . '.. "...', . ' ^7 ' >-'...- - > -7 7 /.. .-. ' 7,,....,. ' >7 ... .Li'' «. .7 »i» -»»>.".*. ^ .dG -'..^» V-... "^<< 7 .^ -,.. ' - .' ' 7«-- 7 7»s. 7.7r ^ Ä-.' Ar^. i '., . . ' : -?! ... ' - .- ^ ^ -.-- ? 7 .. .iZ- , - ^.7... . .> - ^ - -^.>7- » - r >' ....... Hk,..< D' - ... ' - -V .^.'. - ', , ,' < .77 'H' -.^.. .7. -! . - . ,7. ' . i -k^'-'. .LM > ' . 7 ' 7 . . .. . ... .. - - . '.' .^ 7 -' 7.7 ... .. -M ' 7 /^' ' 7I 227 Pichler'sche Erben, 1822 Anna Delitsch und Brüder Pichler. — Carolin c Sruffert. 1183 ll. 33, 34, 40, >399^ 1308, — H. 12, 13, IS, 1232, 12331 Aus fünf Häusern 1819 ln Eines zusammengebauk. Nr. 33 war ML gräflich Dietrichstein'sche Stallung. Nr. 34 war MS gräflich Ogil op'sche Stallung. Nr. 4V, 1788 Batthiany'sche Stallung, 1812 ^ Erzherzog Marimilian von Este. Nr. I39S gehörte ML Susanns Kaiser, 1788 Lambert Gureg. Nr. 1308 besaß ML Christian Altmann, 1788 Katharina Altmann, 1795 Katharina Hellbrunncr, 1812 Erzherzog Marimilian alle fünf Häuser. — Erzherzog Marimilian von Este. 1181 (1. 1397. — II. 1234.1 Im I. ML Mathias Büchner, 1783 Georg Herold, Musikus, 17SS Johann Brand, 1883 wurde diese- HauS neu gebaut, 1889 war hier eine französische Restauration, 1812 Maria Forvil. — AloisFürstvon Liechtenstein. Derselbe ließ das HauS 1839 abbrechen und führte auf einem Theile desselben eine dollevue aus, mit dem Majoratsgebäude (Nr. 441 durch fliegende Brücken und Bogengänge in unmittelbare Verbindung gesetzt. 1185 ll-89, 81.— 11. 1237.) Im I. MS Franz Anton Graf von Esterhazy. Zwei Häuser Nr. 89 das große, Nr. 81 das kleine HauS, 1812 Heinrich Fürst von Lubomirski, welcher das dermalige schön» Palais mit der heiteren Säulenhalle und dem Wintergarten aufführen ließ. — Hedwig Fürstin de Ligne. 1188 (I. 88, I39L. — II. 1239.1 — Durchhaus. — Aus zwei Häusern zusammengebaut. Nr. 88 gehörte ML Martin Brenner, 179L Johann Benedikt Edler von PaSqualatti. Nr. 1305 war MS Steinbildhauer-Werkstätte, 179S besaß e» Johann Benedikt Edler von PaSqualatti, welcher beide Häuser zu- sammenbaute. 1812 Peter von Leber, 1812 Peter Edler von Leber, dessen Sohn Friedlich, Theresia Zimmermann und Helene von Leber. Seit 1838 Friedrich Otto Edler von Leber ls> Friedrich Leber'- Nekrolog von Feil in Schmidl's österr. Blättern f. Lit. u. Kunst, 1817 Nr. 17. und 18.1 Nach dessen am 11. Dezember 1818 erfolgten Ab- leben Friedrich Otto Edler v. Leber's Erben, Mathilde Edle v. Leber und deren Kinder AgneS und Mar. 118S (I. 1342. — II. 1241.1 3m I. MS Paul Hann,179L Theresia Hany» 1812 Jakob Freiherr von Schweighart, 1822 Johann und Barbara Wenzel, 1829 Joseph Kempe. — FranzMinke. 1188. ll- 1218. — II. 1242.1 Im I. ML Magdalena Schöberl. Dieses HauS wurde an der Stelle deS alten Judenthurme», zum Theile mit Benützung des alten Gemäuers desselben aufgebaut. 1795 Franziska Hütker, 1838 Therese Kropf — Fortifikation. 1188. (I. 1249. — II. 1243.1 3m 3. MS WazknechtS-Wohnung, 179L k. k. Fortificativn. — RechnungS-Bureau der k. k. FortifikationS-DistriktS-Direktion, r» * 22 « 1LS99 ll. 1244. — ll. 1244.) Im I. MS Leopold Kronberger, 1795 Anna Bock, 1812 Anton Freiherr von SkribenSkv, 1822 Joseph von Annacker. —Henriette Rothmann. I1SL ll. 1233. — ll. 1245.) — Im I. MS August Erdl, 1795 Elisabeth Natala, 1812 Leopold Edler von Galt. — Franz Edler von Galffy. li SS (I.I232. — II. 1246.) — Im I. MS Mathias Stegmeyer, 1783 Adam Stegmeyer, 1795 Joseph Aschenbrüher, 1812 Karl Gutherz. — Gutherz'sche Erbe». 11SS tl. 1231. — II. 1247.) — Im I. MS Lorenz Prandstetter, 1783 Leopold Schlagnitwcit, bürgerlicher Glasermeister, MS Paul Sticrböck, 1822 Johann Matzal. — Fran c iska Beutl. LIST. ll. 1225. — II.I24S.) — Im I. 1775 Johann Georg GaUer, 1795 besten Erben, 1812 Magnus Gistl. — Ferd. Br ummler. RISS ll- 1224. — II. 1250.) — Im I. MS Georg Mayer, Schuster, 1795 Johann Georg Mayer, 1822 Joseph Mayer und Anna Maria Eppin, 1829 Joseph Sartory. — Griechisch-wallach i- sche Gemeinde. 11SS ll. 1223. — II. I2SI.) — Im 1. 1775 Katharina Heß» 1795 Elisabeth Heß, 1812 Friedrich von Hofmann. — Barb, Binder. 11SS. ll. 1221, 1222.— 11. 1252.) — Aus zwei Hausern zusammen gebaut. Nr. 1221 besaß MS Anton HnndeShagen, 1795 Johann Lachmann. Nr. 1222 besaß 1775 Johann Drieser, 1795 ebenfalls Johann Lachmann, der beide Häuser in eines verbaute. 1812 Johanll Lachmann, 1822 Prvcop Graf von Ezavka, 1829 dessen Erben. — Maria Eckmann. Das erste Haus, alte Nr. 1221, wurde auf einem alten Festungsthor, dem 1732 abgebrochenen sogenannten Krottenthurm, welches vom Anwinkcl auf die alte Bastion führte, aufgesetzt. 11S8. (1.1220. — II. 1253.) — Im 1.1775 Johann Kreutzer, Schuster, 1795 Andreas Kreutzer, 1812 Ludw. Siwoda, 1825 Alerander und Barbara Jünigl. — JohannHerdy. 1LSV. ll. 1219. — II. 1251.) — Im I. 1775 Joseph Baumann, 1795 Gotthard GroiS, 1812 dessen Erben, 1825 Franz Groiß, Theresia Baumgartner, Elisabeth, Theresia und Joseph Haußer. — I ohan.n Herdy. II8V. ll. 1218. —II. 1255.) — Im I. MS Johann Georg Schur- wein, Schuster, 1795 Margaretha Schurwein, I8VS Jakob Neus- wtrth, 1812 Michael Kilian, 1822 Johann Herdy. H81. ll-1216, 1217.— II. 1256.) — Aus zwei Häusern zusammengebaut. Nr. 1216 gehörte 1775 Ernst Payer, 1783 Barbara Severin, 17,8 P. P. Dominikaner, 1806 Magdalena Gerold; Nr. 1217 gehörte 1775 Anton Severin, 1795 Margaretha Schurwein, 1795P.P- Dominikaner, 1896 Magdalena Gerold, 1812 Karl Gerold. — Karl Gerold. - - / -V /, > >, , ^ ^?L^' /cf/^) »/»> »^»»^ -^»»< , T-i«. °L^ " " ^ ^ ^ ^ ->»»/^/ / ^9 , »vS ^^«^», <^«»»»«^ »»»«^ ^9^^^ ^ ^ «/^^ E -»-«l^ »»^>»»- ^/?«^- -I«<»^ ^^»»» ^ >»r^. ^»»/o»«)!, tr^^i L^Är^t^ //V^ -r»»ä^ ^»^<- -s^»^ S 0 - 0 0 0 ./^ ,-»»-»» ^«»«^ »^r», — /^-^! 22 » 1182. tl. 1215. — II 1257.) — Im I. MS N. Schöpf, »783 Anna Schöpf, MS Wenzel Rcitter, »812 Anton Wintcrhaldcr, »822 Wenzel nnd Anna Storch. — Anna Leizinger. 1182. <1 >214. — ,1. 1258.) — Im I. MS Franz Schorsch, ML Franz Scmbsch, MS Josepha Schaffer, ISI2 Karl Graf von Spangen, »822 Aloys und Therese Edle von Bnglioni. — Anna Letzt» g e r. 1181 . (I. »213. — »I. I2SS.) — Im I. »77S Joseph Zimmerer, MS Easpcr Frick, Uhrmacher, »812 Karl Graf von Geldern, »322 Heinrich Graf von Nelver». — A n » a Leizinge r. 118S U- »2,0. — I». »2610 - 3m Z. »775 Johann Leicher, »745 Johann Anton Schöninger, Buchbinder, »822 Franz, Leopold und Franziska Schöninger. — Katharina Salzer. 1186. (I. »209. — II. 1262.) — Im Z. »775 Georg Steinemann, Kirchenaufscher, »745 Martinelli, Architeet, »806 Barbara, Gräfin von Erdövy, 1812 Wenzel Wottawa. — Katharina Wolf. »748 erfolgte die Bewilligung, dieses Haus neu aufzubauen. 118S ll. »208. — I». 1263.) — Im I. »775 Paul Leichner, »745 Franz Leichner, I8»2 Johann Schmid. — Johann Erhärt. 1188. ll 1207.— II. 1264.) — Im J.M5 Katharina Durant,»7»Z Franz Fuchseder, »745 Wenzel Dettl, »812 Leopold Kavelbach, »822 Joseph Keck. 1186. ll. >206. — ll. 1265.) — Im I. »775 k. k. Invaliden - Institut, »745 Moriz Graf von Lacv, »8»2 Graf von Ko Hary, »822 Franz Fürst von Kohary. — Maria, Antonia, Gabriele von Sachsen-Eoburg und Gotha. 1166 (1. 1205. — II. 1266.) — Im I. »775 Wachstube, welche früher zu dem k. k. Feldzeughanse, i» neuester Zeit zu dem Herzog!. Eoburg'schen Palast verbaut wurde. 1161. (I. 1201, >202, 1203.—II 1268, 1269, 1270.)—AuSdrei Häusern in eines zusammen gebaut. Nr. 1201 besaß »775 Simon Brückart, »745 Johann Stöckel, »8»2 Karl Ritter von Doestern; Nr. ,202 gehörte »77S Felir v. Nogelle, »745 Johann Träger, »8»2 Ignaz Levkam; Nr I20Z besaß »775 Johann Scherra, »74S Johann Joode, »8»2 Maria Anna Martignoni, »822 Franz Joseph Freiherr von Brctfelv Chluinczanskv, der rühmlich bekannte Gelehrte, welcher in diesem Hause seine reichen Büchcr-Sammlungen u.s.w. hatte, und hier»840 starb. — Seit »84» Wil Helm Holle. 1162» (». 1200. — II. 1271.) — Im 1. 1775 Jakob Waldherr, »745 Andreas Machtiak, »822 Joseph Dollak. — Valentin und Elisabeth Richter. Dieses HauS wurde »846 von Grund aus neu aufgebaut, mit Einbeziehung der Nr. 990 und 991. 116L. (I. Hg;. — ii. ,276.) - 3m I. »775 Elisabeth Lauterbach, i 179! Bernard Gritsch, Edler von Rosenthal, 1812 Joseph Graf von Erdödy, 1822 Bernard Gritsch. — KarolineWeiß. 1LS4 ll. 1042, IIS3. —II. 1277.) — Aus zwei Häusern zusam- mengebaut, Nr. 1042 gehörte 1775 Johann Kreyberger, 1795 Karl Graf von Pellegrini; Nr. I I SS war 1775 JngenieurSquartier, 1795 gehörte eS Karl Graf von Pellegrini, der beide Häuser in »ine« verbaute, ISI2 Joseph Graf von Erdödv, 1822 Elisabeth Gräfin von Erdövy. — Franz Anton Gras von Kollowrat. ILV5 ll- 1335. — II. 1287.) — Jm J. 1775 WachhauS. — Abgebrochen. HING. (I. 1336. — II. 1288 ) — 3m 1. 1775 äußeres Wachhau« am Burgplatze. — Abgebrochen. LINA ll. 1334. — II. 1289.) — Im I. 1775 bürgerl. Pulvermaga- zin, 1822 Fortification. — Abgebrochen. 1IS8 «I. 1332. - II. >290 ) — Im 1. 1775 MauthnerS Wohnung, 1795 äußere Wachstube, 1822 Fortification. — Abgebrochen. UNS. ci >333.— II I2SI.) — Im I. 1775 Wachstube, 1795Stadt- Mauthhaus, 1822 gemeine Stadt Wien. — Abgebrochen. LL««. ll. >331. - II. I2S2.) — Im I. 1775 Wachstube am Neu- thor. — Abgebrochen. LS«L. ll. — II. >294.) — Im 1. 1795 Polizei-Wachstube.-Poli- zei-Wachstube und Mauthamts - Mag azin. 1S«S. ll. 1330.-II. 1293.) —Im 1.1775 k. k. Wassermauth. Amts-Gebäude. LL«S ll. — II. I3II.) — Im I. 1795 Theresia Ringwirth, 1812 Lhcrcsia Hotter. — KatharinaBerger. lTabaktrafik.) I2V4 <1.1324. — II. 1301.) — Im I. 1795 Dominik Hott, 1812 Johann Hof, 1822 Fortification. — Abgebrochen. LL«5. ll. 1323. — II. 1302.) — Im I. 1775 Militär-Holzkorpo- rals-Wohnung, 1812 Fortification. — Abgebrochen. LS««. (I. 1327. — II. 1306.) — Im I. 1775 ThorschrciberS Woh- nung, 1812 zur k. k. Hauptmauth gehörig, k. k. Waaren-Magazin. 1847 abgebrochen. LL«L. ll. 1280.— II. 1330.) — Im I. 1775 Mathias Leithner, 1812 Zimmentirungs - AbheimungS - Stöckel, 1822 gemeine Stadt Wien. — K. K. Waarcn-Maga,in. 1847 abgebrochen. LL«8. ll. 1322. — II. ISIS.) — Im I. 1775 MauthhauS, 1822 gemeiner Stadt Wien. — K. K. Waaren - Magazin. 1847 abgebrochen. LS«S. ll. >321. — II. 1304.) — 3m 1. 1775 WachhauS. — K. K. Waaren-Magazin. 1847 abgebrochen. LSI«, ll. 1306. — II. izis.) — Im 1 . 1775 Wohnung , 1795 ein Thorbogen, der Fortification gehörig, 1822 Magistrat. — Gestatte n-Au fseher«. W ohnu ng. -^kx » ^/ä »«/ > XX r^»-r^ ^«»»^ ^-' ' §^./ ^ ^ »>K ^^L( X5^ ^»»»/^ - 2Sl L2L1 (I. 1820. — ll. 1305.1 — Im I. 1775 WachhauS. — Ab. gebrochen. LSI». (I.I3I9.- II 1306.1 — 3m 3. 1775 MauthhauS, 1822 ge. meiner Stadt Wien. — Abgebrochen. L2LL (1. 1317. — n. IZOS-I — 3m 3. 17?; altes WachhauS zwi. schen Stuben - und Kärnthnerthor. —Zohann Skridl (die Ta» bakhütte an rer steinernen Brücke.) 181V neu aufgcbaut. L2L4 <1. I3'6. — II. 1309.1 — 3m 3. 1775 MauthhauS im Stadtgraben, 1812 Münzhaus. — 1838 abgebrochen. 1215 (1.—H.1 — Kaffehhaus-Salon im Volksgarten, 1823 neu er- baut. — Augustin Corti. 1218. (I. — H.1 - 3m 3.1824 Anton Heidmann, neu erbaut, ne- ben Nr. 469 am Fischerthor. 1212 (I. — II.1 — 3m 3. 1824 3oseph Blcil, neu erbaut, neben Nr. 533 im Siebenbrünnergcißchen. 12R8. (1. — 11.1 —K. K. Porzellan- und Leppich-FabrikS-Niederlage, 1841 neu erbaut» zwischen Nr. S und 6 in der Schauflergasse, (s. auch S. 14, Nr. 6.) Kurze Geschichte der Plätze, Straßen und Gasse« in Wien, so weit sie urkundlich zu ermitteln war. A'i, alpljalietiscljop -Mtchmmg- 21 dlcrgasse nächst dem rothe» Thurm. Früher hieß dieseGegend "hinter Sanct i'oreuz" von den auf dem alten Fleischmarkte bestandenen Nonnenkloster dieses Namens, s. Nr. 708. Der jetzige Name stammt oon dem in früherer Zeit (noch 1729) hier bestandenem Gasthaus« zum gelben Adler. » 'Alter Klcischmnrkt. Ein uralter Name, dessen Ursprung wohl leicht erklärlich, aber jetzt schon ganz vergessen ist. Einer der eiginthüm- lichflen Stadttheile Wiens, der noch so ziemlich den alten TypuS an sich trägt, lieber die hier auSgegrabenen Römerdenkmale, stehe (Lambacher'S) »Beschreibung und Erklärung der im Jahre 1759 aus dem alten Fleischmarkt zu Wien auSgegrabenen zwcy alten römischen Särge" u. s. w. I. AuSg. 1759 in 4. 2. Ausg. 1765 in 8.) Am Bergel. Ursprünglich hieß diescsPlätzchc» "ausderSchütt," und mochte wohl ein Sammelplatz von Kehricht, Schutt und Schotter gewesen seyn. In "Schatz, Schutz re." heißt es „Gäßl beym Rädl;"in den ältesten Häuscrverzcichnissen kommt vor: "gegenüber dem rothen Thurm " Der jetzige Name ist durch das ansteigende Terrain vom rothen Thnrme und der Kohlmessergasse her wohl gerechtfertiget. Im Bolksmuude heißt dieses Plätzchen auch "Rabenplatzel" von dem Bierhause zu den drei Raben. Am neuen Thor. Unter diesem leicht erklärlichen Namen wird die ziemlich unansehnliche Gasse verstanden, welche vom Salzgries durch de» Schwibbogen bei der großen Infanterie Kaserne bis zum neuen Thor führt. Das neue Thor wurde statt des in dieser Gegend gestandenen alten "W erderthores" (von Werd — Insel) I55S erbaut. Das Thor oder der g oße Schwibbogen nächst der Kaserne aber wurde erst 174k neu erbaut. I» älterer Zeit hieß dieses Gäßchen mit einem Thcil des SalzgrieseS: »auf der Goldschmied." Hier mündete auch das alte Wiener Fluß-Streit- schiff Arsenal (s. Schlager's Wiener-Skizzen V. 27S—292) durch einen tchissbaren Kanal in die Donau. Die Brücke, welche über den letzteren führte, verschwand erst um I8Z0. An -er Gestatte. Alten Traditionen zu Folge soll ein kleiner Nebenarm der Donau vor Zeiten an der Stelle des heutigen Salzgrieses geflossen seyn, zu deren Beglaubigung sich auch noch heut zu Tage mehre Spuren finden, siehe Skr. 13». Darum hieß diese Gegend I 2 ^. //^ ^ ^>»^?/ /^f ^-' _ /^/^ ^/«^> ««', ' ursprünglich »am Gestade," im VolkSmunde noch heute »Gstätten" und behielt diese» Namen bis auf den heutigen Tag bei. In dem ersten -Häuser - Verzeichnisse heißt es: »auf unserer Frauen Gstätten" oder »Stiegen." Annagafse. Früher von einer reichen Bürgerfamilie Pippinger- straße genannt. Roch 1750 heißt cs: »Anna- oderPippingerstraße." Der jetzige Name kommt natürlich von der Kirche zu St. Anna her. Auguftinergasse. Zur Zeit der Gründung deSAugustinerklosterS hieß die Straße noch Hochstraße als Fortsetzung der heutigen Herrengasse (s. dieselbe.) Ein Theil derselben gehörte früher zu dem Schwcinmarkte, siehe Spitalplatz. Der jetzige Name stammt von dem seit 1327 daselbst bestandenen, erst in neuerer Zeit aufgelaffenen Augustincrkloster. lSiehe die Gründungsgeschichte von Feil in Schmidl'S östcrr. Dl. f. ?. u. K. I8l8. S, 227—228. Anm.) Auwinkel. Diese krumme abgelegene Gasse hieß früher »im Sauwinkel" und zwar noch vor etwa 100 Jahre». Ob di« Delikatesse der Sprache diesen Namen nach und nach iu seinen rcrmalige» Laut purifi- cirte, oder ob eS in älterer Zeit wirklich ein gegen eine An gelegener Winkel zvar, ist nicht gewiß, letzteres jedoch beinahe wahrscheinlicher. BäckerstraHe, obere und untere. Der Name der Bäckerstraßeu ist uralt, und stammt von dort einst vorzugsweise betriebenen Bäckergewerben. Ein bekanntes Distichon noch ans der letzten Halste des achtzehnten Jahrhunderts bestätigt diese Angabe: »In der Bäckerftrahe, da bäckt man Weisheit und Kipfel, Beide schluckt der Student hungrig und gierig hinab." Uebrigens hieß die jetzige obere Bäckerstraße, früher vordere, die untere: Hintere Bäckerstraße. Siehe Schatz, Schutz re. und die ältesten Häuserverzeichniss». In Folge der neuesten Ereignisse ist iu Antrag gebracht» die obere Bäckerstraße: Studcntenstraße, die untere Märzstraße zu benennen. Ballgäßchen. Früher hieß diese Gegend, besonders gegen die Rauhensteingasse zu : »auf der Dacken (Taghken)" den jetzigen Namen erhielt das Gaßchen von dem einst hier bestandenen Ballhause jetzige Tischlerherberge (s. Nr. S2S). BallhnnSplntz. Früher war dieser Platz zum größte» Theile durch daS 1754 ausgelassene große Kaiserspital bedeckt und der jetzige Name entstand erst nach dem Baue des neuen jetzigen Ballhauses. Hier befindet kch das Gebäude der Staatskanzlei (siehe Nr. 19) , in welch er dar kräftigste, ab er letzte Unterdr ücker freier Spr ache und^Mist, Hurst Metternich w ohne?? Der A?Uar< 184« macht diesen Platz auf immer htstvrych merkwürdig, an welchem sich hier die begeisterten Studirende», »om Landhaus« kommend,zu Tausenden versammelten und von feurigen Rednern geleitet, mit einstimmigem Geschrei die so hoch nöthigen Reformen verlangten, welche der Kaiser am 14. u. 15. März im vollen Maße gewährt«. Von diesem glorreichen Tage an waren die schmählichen Fes. seln der Eensur und der Geistegunterdrückung in Oesterreich gebrochen. 184 -Metternich dankt« noch am 13. März ab und entfernte sich zum Entzücken ;aller Freigesinnten von Wien. Hinter dem Ballhause befindet sich daS Archiv deS Finanz-MinisteriumS, reich an Akten und Gedenkbüchern, an Urkunden zum Theile bis ins zwölfte Jahrhundert reichend, aber besonders reich über die Zeiten des sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert-. Bauernmarkt. Dieser alte Nanre stammt daher, daß seit den früheste» Zeiten hier von den Landleuten Markt mit ihren Erzeugnissen gehalten wurde. Wolfgang Schmelzl sagt in seinem Lobgedicht der Stadt Wien darüber: »--me n lieber Freund, L^ ^ //^F, (^.' ^7 ) , s ^S o /? -^ »r/^> »BL^»« L ^ ^ Lt^L<^ L-- r LL^«L^ ^ » »SS anfänglich zum blauen, bann zum schwarzen Bock genannt. Zn Schatz, Schutz rc. heißt es: »Gegenüber dem Stubenthore.« Bognergasse. Diese Gasse hieß schon vor Alters 8trst» aroo- ruin, war also eigemlich Arbeitsstätte von Pfeil- und Vogenmachern. Der untere Theil gegen die Spenglcrgasse hieß bis zum Jahre 1732, wo das alte Peiler (Bairer-) Thor abgebrochen wurde, »am Peilerthor.» Dieses Thor stand am Ende der Gasse, und der Ausdruck: »am Pei- lerthor noch in den ältesten Häuserverzeichnissen, ja noch heut zu Tage im Munde des Volkes vor. Früher bestand auch gegenüber von der Speng- lergafse auf dem Petersplatz ein enges Gäßchen, welches die kleine Bog- nergassr hieß, und I8ZS bei dem Baue des Sparcaffe - Gebäudes caffirt wurde. Gegen dic Spenglergassc zu hatte es ein, jedoch stets offenes, Ein» gangsthürchen. Brennerstraße, obere. Nach den ältesten Urkunden wurde diese von einer daselbst bestandene», der heil. Brigitta (Breida) geweihten Kapelle, die Beeiden-, irrig die breite Straße (Praitenstrazz) genannt; sie kommt jedoch schon in Schatz, Schutz rc. als obere Breunerstraße vor. Irrig wird daher die heutige Benennung von der bekannten AdelS- familie, der jetzigen Grafen von Vreuner, abgeleitet. Aus dem jetzt zu dieser Straße gehörigen Plätzchen vor der Stallburg war noch vor ungefähr fünfzehn Jahren fortwährend offener Vogelmarkt, und es wurde auch also 'genannt. Breunerstraße, untere. Kommt in der frühesten Zeit, und zwar schon 1302, dann noch 1547 als Radgasse vor. In Schatz, Schutz rc. heißt es: »Rath-Straß oder untere Breunerstrassen.» Vielleicht von dem Worte »Rath» hergeleitet, weil sich hier die älteste bekannte österreichische Kanzlei befand (stehe Nr. 1156). Der jetzige Name wurde durch den der oberen Breunerstraße bedingt. Diese Straße ging früher nur bis zur jetzigen Neuburgergassc, da ihr Ausgang aufden Jo» sephplatz früher durch Privatgebäude, später durch die Gebäude des ehemaligen KönigSklosters verbaut war. Die Gasse, welche sich oben quer von der unteren Breunerstraße bis zum sogenannten alten Michaeler- hause hinzieht, in welche jedoch keine Häuser nummcriren , heißt erst in nevcrer Zeit Stallburggaffe, und wurde früher mit zu dem Vogelmarkt« gerechnet. In der ersten Volksbewegung am 13. März 134- wurde die alte Stallburg von dem Volke bestürmt und fast alle Fenster zerstört. Brunngäßclren. Von der Wallnerstraße in die Herrengasse. Nach den ältesten Daten scheint in dieser Gegend die alte, sogenannte Brunnlucken gewesen zu sevn, wo verschiedene burgpfarrliche Häuser standen, so heißt es z B. im Gewährbuch v. J.1545 »mit I Schilling liiDenardinst- bar deß Hanns Schallham Hauß in der Brunnlukhen neben Greßwein.» Burgplatz, innerer. Der Name dieses Platzes ist so alt, all das Gebäude der Burg selbst. In früherer Zeit war er jedoch bedeutend kleiner, indem die Cyllicr -Burg (später neue Burg, »ex nov», jetzt Amalienhof) die Halsse^eZfel^cn einnahm. Als 1346 das in der Anlage und Ausführung nichts ircutLkl^als aelu naene Denkmal dcS Kaiser- Fran z daselbst aufge stellt wurde, ward der uralte Name de- Platze» 234 , etwas undolkSthümlich in »F r a n z c n s p l a tz« »mgewandelt; indem doch der Platz andere, bei Weitem historisch merkwürdigere und wichtigere Erinnerungen bewahrt als jene an den Kaiser Franz, und daS Denkmal wahrlich nicht geeignet ist, den alten Ruhm des Platzes zu vermehren oder wohl gar zu verherrliche». Zur kaiserlichen Burg oder zu Nr. 1 gehören: der alte sogenannte Schwcizerhvf, der lange Leopoldinische Trakt gegen Süve», der Amalicnhvf, die Reichskanzlei, das Hosburg- theater, die gedeckte Reitschule, dann die kaiserlichen Gebäude, welche auf drei Seiten den Josephplatz umgeben und die Hofbibliothek, die na- turhistvrischcn Sammlungen, so wie die Redoutensäle enthalten. Während der unvergänglich ruhmreichen Begebenheiten des 13., 14. u. 15. März 1848 war die kaiserliche Burg durch diese Tage im strengsten Belagerungszustand und der Bnrgplatz mit Soldaten und Kanonen überfüllt, gegen welche die muthige» Stndircnden und Bürger mit unglaublichem Enthusiasmus zogen, und uncrschüttert vor dem geladene» Geschütze jeden Augenblick zum Angriff und Widerstand bereit standen, bis ihre gerechten und billigen Forderungen gewährt waren. Den 27- Mai 1848 wurde die Burgwache zuerst vom Militär und der Nationalgarde vereint bezogen. Currentgasse« Der Ursprung dieser Benennung ist mir unbekannt. In Schatz, Schutz w. heißt es: »Currenten- oder Jndengassen,« dann ebenfalls bei der jetzigen Seizergasse: »Saizer- oder Curreirtengäßl.« "ELT.r^n tx nu hießen übrigens ^ix.ZeiTLLlsiLLLLLLlVL I.xine Art Gc- AlltiUAMkhel- Sie hatten z. B., wie man aus S utt in gc r 6onuue- tuilines, Xorimk. 1718. 4. p»K. 919 lernt, die Nerzollung des Nas- sauiscke n Wein-Zehenten zu übenvache», nach dem Ooäex -4u8tri»e:u8 aber, Band I., S. 274, ward ihnen im Jahre 1666 am 31. August ein- geschärft, sie »Sollen von denen Leuthcn, es geschehe unter was Prä- tert und Schein es immer wolle, das geringste nicht begehre», ihrer Instruction nachleben, sich durch Muth und Gab nicht corumpireu, weniger ausser ihrer ordentlichen Hütten in Häusern betretten lassen.« I» der Zehent- und Bergrechts-Ordnung vom selben Jahre (ebend. 2,524) erscheinen sie neben den Zehent-Schreibern ausgesührt. Dominikanerplatz. Hier soll es in den ersten Zeiten »am Tempelhöf« geheißen haben. Da jedoch die Annahme, als hätten an der Stelle der jetzigen Dominikanerkirche einst die Templer eine Kirche gehabt, durchaus unbegründet ist, und deren Ungrund neuerlich durch I. Feil in seinem schätzbaren Aufsatze : »Geschichtliches aus Anlaß der Abbrechung des Kavaliers auf dcrDominikancrbastei in »Schmidl's österreichischen Blutern für Literatur, Kunst re. V. Jahrgang, Nr. I — 7 urkundlich nach- gcwiesen wurde, so zerfällt auch diese Angabe in Nichts. Der jetzige Name des Platzes ist seit dem Jahre 1226, als jener der Gründung der uralten Dominikanerkirche und des Klosters im Gebrauche und dadurch leicht erklärlich. Das Gäßchen, welches von hier auf die Bastei führt, hieß früher das »Barbaragäßl« von dem alte» Convicte zu St. Barbara, s. Nr. 669. >-^»^^»»»-t^ q-s A ///"/ q^. //// »< ijü» n ^^-«.^Ä»«./^.»- ^ ^ 7^/77 Fr^t ^ — >^/>^/. ls' L^r^» ' ^5-c^e^^ «/7^ »^»»«^ ^ ^ ^ /-r^/.^/. A^L Dorottzeergass«. Der obere, gegen den Graben-Platz hi» aus- miindende Theil dieser Gasse kommt in alten Urkunden als : »Verber- odcr Färbergasse,« dann auch als »Lader - oder Lcderstrasse« vor, und erhielt ihren jetzigen Namen von der schon 1353 bestandenen Kapelle der heil. Dorothea und Katharina, oder sonst nach der Stiftung res Do- rotheerklosters (1410). Drachengäßchen. Eine Sackgasse am alten Fleischmarktc, von einem früheren Hausbesitzer »Martin Drache also genannt. S. Nr. 68S. Elen- » im , siehe Zeughausgasse. Färbergasfe. Dieselbe hat ihren Namen muthmaßlich von früher daselbst betriebenen derartigen Gewerben. Da jedoch der unmittelbar daran stoßende Theil der Wipplingerstraße vor Alters: »unter den Feldern« hieß, so ist auch die Vermuthung nicht ungegründet, daß dies« Gasse einst »Felbergasse« oder »an den Feldern« geheißen, und nurdurch Korruption die heutige Benennung erhalten habe, die indessen schon in den ältesten Verzeichnissen verkommt. Filzgafse. Dieses Verbindungsgäßchen zwischen der Singerstraße und der Seilcrstätte wurde früher zur Jakobergaffe gerechnet. Hingegen bildeten die Häuser Nr. 801 bis 806, die jetzt zur Seilerstätte gehören, nach den frühesten Verzeichnissen das »Viltz- oder Filzgässel,« von welcher Benennung wohl ein Eigenname den Ursprung gegeben haben mag. Fischersiiiego- Gewiß eine der ältesten Benennungen des einstigen Fischerdörfchens Wien, rührt ohne Zweifel von der alten Richtung des Donaucanalcs und eines dahin abführenden Steiges für die Fischer^ her. Am Hause Nr. 36S ist auch ein Wandgemälde mit einer ziemlich willkürlich dargestellten Fischergegend mit einer breiten Stiege angebracht, wobei die Inschrift steht: Dieß Haus steht in Gottes Hand, Zur Fischerstiege wird es genannt. Ne». I83S. Fischmarkt. Der einstige Fischmarkt befand sich auf dein hohen Markte ls. d.) und wurde erst um 1780 hieher verlegt. Diese Gegend hieß früher »gegen den rothen Thurm.« Fleischmarkt, alter, siehe alter Flcischmarkt. Franzensplatz, siehe Burgplatz. Franziskanerplatz. Dieser Platz entstand 1623 — 1821 größten- theils durch die Abbrechung deS ehemaligen Oelerischcn Stisthanses. Sein Name ist natürlich durch das seit 1589 daselbst befindliche Kloster erklärt. Der Brunnen auf diesem Platze wurde mit der Statue MoseS 1789 von Fischer statt dem früher im Hause zum steinenen Löwen, Nr. >921 bestandenen Brunnen errichtet. Fretung. Dieser jetzt allgemeine Name des ganzen unregelmäßigen Platzes stammt von dem Asylrechte für Verbrecher her, welches daS Schottenkloster seit Heinrich Jasomirgott besaß, und das erst unter -ökarl VI. aufgehoben wurde. Es war indessen ursprünglich nicht her 2S8 eigentliche Name des Platzes, sondern eS bestand hier nur eine »Freiunq« (Freistätte) für von den Gesetzen verfolgte Flüchtlinge. Dadurch wird die noch heute allgemein gebrauchte Redensart: »auf der Frriung« erklärlich , so wie daß sich dieser Name im Munde des Volkes fortpflanzte und endlich zum eigentlichen Platznamen wurde, nachdem das Privilegium schon lange ausgehoben und verschollen war. Die einzelnen Theil« deS Platzes führten früher verschiedene Namen , die noch in den ältesten Häuserverzeichnissen zum Theile Vorkommen. So hieß z. B. der Raum vor Kirche und Kloster das Steinfeld, warum der noch heute scherzhaft gebräuchliche Ausdruck »bei den Schotten am Stein« seinen Ursprung hat. Die Gegend zwischen der Herren- und Strauchgaffe hieß »aussm Mist,« daselbst mochte in früherer Zeit ein Sammelplatz von Kehricht und Gemüseabfällen gewesen sevn; ja ich weiß mich auf Aehnlichcs noch aus meiner frühen Jugend zu erinnern. Gegen den Haidenschuß und den tiefen Graben zu hieß cs der beginnenden Erhöhung wegen: »am Bühel.« In Schatz, Schutz ic. kommt auch Schottenplatz vor. Auf der 'Urciung stand ftmhcr auch ein Pranger, und es wurden daselbst nicht selten Exekutionen vorgenommen. Es war auch hier der gewöhnliche Tummelplatz von Gauklern und Marktschreiern und bis zu Ende deS vorigen Jahrhundertes hatten die sogenannten Kuchelbäcker hier ihre portativen Buden aufgeschlagen, wie in Delsenbach's schöner Ansicht dieses Platzes deutlich zu sehen ist. 1846 wurde durch den Magistrat hier der schöne Brunnen mit den fünf herrlichen Statuen von Schwanthaler errichtet, welche nebst der Austria die Donau, Elbe, den Po und di» Weichsel als die vier Hauptstüffe des Kaiserthums vorstellcn. Fütterergafse, vom Judenplatz in die Wtpplingerstraße. Zn den ältesten Verzeichnissen zum Judenplatze mitgerechnet. Der jetzige Name stammt wohl von dem einst bestandenen, jetzt schon ziemlich verschwundenen GewerbSzwcige der sogenannten »Fütterer,« eine Art der jetzigen GreiSler. Glockengäßchen vom Hof in die Naglergasse. Dasselbe gehörte früher zu der Gegend, welche man »hinter St. Pankraz« nannte, (siehe Naglergaffe.) Von ungefähr 16ÜV an führte eS den omineusen Namen: »HundSfottgäßcl,« unter welchen eS noch in alten Häuserverzeichnissen ungescheut vorkommt, s. z. B. »Verzcichniß der in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien ic. befindlichen nummcrirten Häusern ». von Franz de Pont», Lieutenant des Graf Wiedischen Infanterie Regiments.« Wien gedruckt bei Johann Joseph Jahn, Universitäts-Buchdrucker 1779, p»x. 803. Noch vor ungefähr dreißig Jahren befand sich hier ein Glockengießer , von welchem das Gätzchen den jetzigen Namen erhielt. Goldschmidgafse« Diese Gaffe hieß ursprünglich »unter dem Brotladen« auch »unter den Sattlern.« In den ersten Häuserverzeich- niffen kommt sie durchweg als »Schlossergassel« vor. Indessen finden wir schon 1524 den Ausdruck: »unter den Goldschmiden.« Daß sich alle diese Namen auf analoge Gewerbe beziehen, die daselbst betrieben wurden, ist natürlich. Der obere Theil gegen den PeterSplatz zu, heißt »im EiSzrübel.« Urber die Bedeutung dieses Namen- s. Rr.Svi, G, auch Schlossergaffe. c^»»?»H-2 -^^»»/ ^»»»^ — »Ä^-^Sz^!>-»3 * '^»»/^»»' ^ chv^) " «> »SS Graben. Dieser Platz hatte schon ursprünglich denselbenNamen, weil sich noch zur Zeit Heinrich Jasomirgolts der Stadtgraben hart an demselben hinzog. Später, bis etwa 1740 wurde er auch vorzugsweise ^der grüne Markt- genannt,wegen des daselbst bestandenen Gcmüsehandels. Inder Ansicht Delsenbachs nach Fischer von Erlach (1718) wird daselbst großer Gemüsemarkt abgehalten. I» Schatz, Schutz re. heißt es: »am Graben oder grünen Krrutelmarkt.- Der Graben als einer der Hauptplätze der Stadt, war und ist noch bei allen festlichen Gelegenheiten einer der Hauptschauplätze. So waren;. B. hier bei den feierlichen Erbhuldigungen ehemals die Gerüste angebracht, in welchen rother und weißer Wein floß, und zwar an dem seit 1840 abgebrochenen Hanse (Nr 570), in welchem sich die Apotheke zum Hirschen befand; eben so wurden hier auch Denkmünzen, verschiedene Lebensmittel rc. ausgeworfen, Triumphbogen errichtet rc., endlich hatten früher die Einwohner von Eipelvau die Gerechtigkeit , auf dem Graben alle Samstage offenen Markt mit frischem Schweinfleische zu halten (siehe «Vienna enrioaa et glorios», Wien 1720.-) Durch die Abbrechung der beiden Häuser Nr. 569, 570 im Jahr« 1840 gewann dieser Platz nicht nur bedeutend an Größe und Schönheit, sondern es verschwand dadurch auch das uralte, enge und winklige P a- ternostergäßchen zur Rechten, das seinen Namen von dem einst hier ihr Gewerbetreibenden Rosrnkranzverfertigern «Paternostrern-hatte. Die Geschichte der auf dem Graben stehenden Dreifaltigkeitssäulc ist folgende. Die Verheerungen der großen Pest 1879 bewogen den Magistrat, zu deren Abwendung eine Säule zu Ehren und mit der Vorstellung der heil. Dreifaltigkeit auf dem Graben errichten zu lassen. Sie war Anfang- nur von Holz gearbeitet und den 18. Oktober d. I. vollendet und aufgestellt, worauf sogleich die feierlichen Andachten vor derselben begannen. Auch die nied. osterr. Stände trugen 2500 fl. dazu bei. Es war ein ziemlich zierliches Werk, daS auf den vier Seiten folgende Inschriften hatte: (»loeia karr! er Vitro ei Lpiriiur Lanoro. Licrit er» ln krriicipio, er Mine er semper et in Laeouta Laeeriloruin. Xmea. Saaote Den», Lauere korri«, Lauere inrmorralr-i, Miserere no-«rri, Lieur er peperclsri eteiuenrer eoiurirae ueki Muivae, Lie paree Vienuae. äanerus, Lauelu», äanelus! vorninris Deus Lalraork, pten» e»r omni» lerra glorla ejus. 8anela l'riniras, »uns Deus! pro aveilenSa peste, qua nor puuis, Vota Xusrriae llrliisque Vie»»e»srs keuixue erauNi. Von dieser Säule eristirt meines Wissens eine einzige auf Kupfer gestochene schöne Abbildung mit dem zu einer Dankfeier wegen Beendigung der Pest festlich geschmückten Graben. Herr von Karajan und de Pauli von Enzebühl besitzen Abdrücke dieses seltenen BlatteS. Nachdem die Pest glücklich vorüber und Kaiser Leopold I. von Prag zurückgekehrt war, legte er den 25. Oktober 1882 in der St. Stephanskirche ein schon früher gemachtes feierliches Gelübde ab, zur Danksagung wegen der vorüber gegangenen Gefahr an deren Stelle eine marmorne Ge- dächtnißsäule setzen zu lassen, und legte den 80. Juli 1887 selbst den Grundstein dazu. 1898 war daS Werk fertig, und wurde den 28- Okto« ber desselben Jahns feierlich eingeweiht. Die Erfindung und Ausführung dieser Säule stammt von dem Bildhauer Paul von Strudl her. Ihn unterstützten bei der Arbeit dir Künstler Joseph Frnhwirth und Fischer; die Wolken, einst für ein großes Meisterwerk gehalten, verfertigte Matthäus Rauchmüller. Was von Stein ist, besteht aus weißem Salzburger-Marmor aus dem Untersberg. Das Denkmal ist 66 Wiener-Schuh hoch, und die Kosten beliefen sich auf 66,64S st. SS kr., 3H Pf. laut ämtlichen Auszügen. An den drei Ecken der pyramidenförmigen Säule halten drei Engel folgende Inschriften: Deo km ei Oemori, Deo kilio keitemprori, Deo 8>>irimi 8a»cto, 8»neI>Sc»lori. Auf der anderen Seite steht die Inschrift: liki ke^t 8ueo»I«elii» immorlaU Dni i» Lsseinia er keino i» psr-iviiis veo lutiuire Lono, Xereeno er Immenso, Liijus «iexlerae oinuia «unr possikilia 8»l»ieiuiue niliil e«r aK^eoiicNrum Lusu» kroviäeniia l» 8ui >U«po«iria»e non kalliiiir. Ltßus Majesrure impletur Dnireesam, Lujus Xliseriooritia «upra omuiu opeea. Zur rechten Seite: 'lidi Inquam — 8aneUssimae ao iiuüvidnae — Leinirmi — Lxv I.eopol- Uri« — Dumili« 8e>-v»« ru»z — Drmi»s >><><,«,„,» inuxim»« — krv sver^u Xuno MDLI.XXIX. per 8um,nani Iienixnirsiem inui» — Xkkae l-rde er Xu«rriue kroviueia — Dirne ke-Ui^ lue — Xryue i» perpernaw — Debiiae Krmilurliiii« Hssernm — krnese»^ moiiumenrum — Denis- «ime vonseoro. Auf der linken Seite: 8n-;eipe eiemenrixsiine Deuz, 8srvi rui, «leinizse inornuri«, vorn er me oousutzem, lükero«, Doinuingue merri», kvpulo« , exceroir»« ineoi, ke^nu er kroviiicins euiirinun IVli-«erivornoai ne «tefense. Iln Vo>I Xmio Dottlnl 8nI.VniorI-; iiosrrl Ie«V 6l,rl«ll. Die drei göttlichen Personen sammt den großen Strahlen des Heil- Geistes sind stark in Feuer vergoldet, wozu aus dem kaiserlichen Zeug- Hause I5SV Pfund Er; geliefert wurde». Noch ist der Sage zu er- wähnen, welche auch Fuhrmann erzählt, daß ein fremder Gesandter über die neun großen Engel dergestalt entzückt gewesen seyn solle , daß er für einen derselben, eine gleiche Figur ganz von gediegenem Silber geboten haben soll. Sollte die Sache Grund haben, so ist .wahrlich mehr zu verwundern, daß man in seinen Vorschlag nicht einging, als daß er denselben machte, denn so außerordentlichen Kunst- werth kann man weder der dreieckigen Pyramide selbst, noch den Figuren und massenhaften Wolken mehr zugestehen. Zu gleicher Zeit wurden auch zur Rechten und Linken der Säule ein Springbrunnen mit den Bildsäulen de- heil. Joseph und LeopoH, ^ t . . 4 F > ^ - »- ^ -v- 7.--. «.' .^ .r> - . . «»4>' - M ' WN^-> V '77-- >' > - - x.j --«. M - - ««/ V;r- . ?- - ' X . ' - - ' i,i'-.>--,-^.» -i->. - .W'Y.P.M:».'» . . ' x 7 > 7 - .H ._ x . - - ^7 ^ . - ^. /?^/ ^l- ( <Ä**^-, _W/, /^/.^/ 241 letztere von Loren; Mathielli errichtet. 1804 wurden diese Standbilder von Martin Fischer neu verfertigt. GraShofgaffe. Früher das Gaffel vom Heiligenkreuzerhof genannt. Ueber die heutige Benennung s. Nr. 699. Grünangergaffe. Schon in den frühesten Zeiten «am grünen j Anger," welcher Name wohl auf seinen Ursprung zu einer Zeit hin- Z deutet, wo es noch grüne Plätze und Wiesen in der Nähe der Häu- - scr gab, denn unter .Anger" verstand man ein Stück Landes, eine Flur, ein eingefriedetes Grundstück, als Grasplatz, Aecker, Gehölz u. s. w. ^ benützt. Haarhof. Ein absteigender, unregelmäßiger Durchgang von der Naglergasse in die Wallnerstraße. Bor Zeiten hieß es hier .imNraffthof." Eine Bermuthung, die ich jedoch nicht verbürgt nennen will, gibt an, daß hier einst Handel mit Flachs (österr. Haar) getrieben wurde. Der gleiche, aber bestimmtere Fall ist es mit dein Haarmarkt, woselbst urkundlich in früheren Zeiten offener Markt mit Flachs abgehalten wurde. Hafnersteig. Schon in den ältesten Zeiten finden wir für diese Gegend den Ausdruck: .!>>iti AZuIon," welches bezeugt, daß schon ursprünglich hier vorzugsweise Hafner oder Töpfer ihr Gewerbe trieben. Auch befanden sich, wenn man will, als Wahrzeichen, in dem Hause zu den zwölf Aposteln, die Abbilder derselben von vorzüglicher alter Töpferarbeit, s. Nr. 75V. Auch befand sich hier seit den ältesten Zeiten und noch 1720 das sogenannte Hafnerbad (Nr. 714). Das Plätzchen, wo die jetzige Krongasse einbiegt, hieß jedoch vor Alters.auf der Burgermusterung ," in einigen Schriften auch.auf der Bauernmusterung," und überhaupt .auf der Muster" genannt. Zn Schatz, Schutz re. kommt vor: »Gegen dem Hasfner-Baad, aufs der alten Burger-Musterung," in dem ältesten Häuserverzeichniß heißt eS ebenfalls: .Alte Burgermusterung." Heidenschuß. In alten Zeiten hieß es hier aus mir unbekannter Ursache .am Niel," (Neil, Kegel) und nur das Haus Nr. 236 nannte man .zum Haidenschuß" oder .wo der Haid schcußt." Die Erklärung dieser Benennung kommt ausführlich unter obiger Nummer vor. Herrengaffe. In früherer Zeit, und zwar urkundlich 1175 bis etwa 1500 hieß diese Gasse Hochstraße (Strst» »It«) natürlich ihrerLage wegen gegen den unteren Theil der Stadt. Den jetzigen Namen erhielt sic ohne Zweifel von den daselbst befindlichen Gebäuden des nied. österr. Landhauses und mehrer adeliger Familien. Für immer historisch merk- würdig bleibt diese schöne Straße durch die den 13. März 1848, bei Gelegenheit der außerordentlichen Sitzung der Stände erschienene Sruden- ten-Deputation, die mit Ungestüm auf augenblickliche Reformen drang und im Verein mit einer unzählbaren Volksmenge mit unerhörtem Enthusiasmus auch noch am Abende desselben Tages einen Theil ihrer Wünsche erhielt; am folgenden Tage aber durch Festigkeit und Einigkeit die steten Institutionen durchsetzte, welche- so lange des gesummten Va- 1 « 242 terlandes sehnsuchtsvoller aber vergeblicher Wunsch gewesen war. Leider fände» an diesem Tage auch tumultuarische Scenen und Verwüstungen im Landhause selbst und durch Mißbrauch der rohen Gewalt gegen Unbewaffnete sogar blutige Auftritte Statt, welche mehren Wehrlosen, worunter Frauen und Greise, Las Leben kostete; doch Überweg der glorreiche Erfolg in den folgenden Tagen die bedauerlichen Verluste und die Unglücklichen hatten ihr Blut nicht vergebens für das Wohl des Vaterlandes geopfert. Freitag, den 17. März hatte ihr feierliches Leichen- begängniß statt, von der Nationalgarde und dem Bürgermilitär, so wie von hundertausenden teilnehmender Zuschauer» begleitet, und ihrem Andenken soll sich ein Denkmal, würdig ihres Ruhmes, in Kürze erheben. Himmelpfortgasse. Der obere Thcil derselben gehörte vor Zeiten zur Traibottenstraße (s. Rauhcnsteingaffe). Der jetzige allgemeine Name stammt von dem IAO gestifteten, 1782 ausgehobenen Nonnenkloster zur Himmelspförtnerin. Hof. Der Umstand, daß auf diesem Platze einst die landesfürstliche Residenz oder Hofburg der ersten Babenberger stand (an der Stelle der jetzigen Nuntiatur), macht die Benennung desselben leicht erklärlich. Darum hieß dieser Platz in früherer Zeit auch »der Herzoghof,- da Herzog Heinrich Jasomirgott zuletzt darin resivirte (s. Nr. 421). Die- ser Platz war den 1). und 14. Mär; 1848 Zeuge von der außerordentlichen Begeisterung der Studirenvcn und Bürger Wiens, als im bürgerlichen Zeughause Waffen unter dieselben ausgetheilt wurden. Durch einige Tage ward die Hauptwachc am Hofkriegsgebäude gemeinschaftlich von dem Militär und der Nationalgarde bezogen. Die Säule auf dem Hof ist daö älteste öffentliche Denkmal dieser Art in der Stadt. Kaiser Ferdinand III. gelobte cs 1647, um einen glücklichen Ausgang des Krieges gegen die Schweden zu erlangen. Sie wurde bald daraus in einfacher Gestalt zu Ehren der unbefleckten Empfängniß errichtet. Obschon von Marmor ausgeführt, scheint sie doch nicht sehr haltbar gewesen zu sevn, denn schon 1687 ließ sie Kaiser Leopold I. wieder abtragen, und an ihrer Stelle eine Bildsäule von gegossenem Erz errichten, welche Balthasar Herold, kaiserlicher Stnckgießer, verfertigte. Das dazu verbrauchte Erz betrug 205 Zentner, und das Ganze sammt dem Fußgestell aus Marmor kostete 22,233 Gulden. Die Figuren sind indessen ziemlich geschmacklos , besonders aber die geharnischten und behelmten, koboldartigen Engel. Die vier Seiten des Postamentes haben folgende Inschriften, wovon die drei ersten noch von der Säule deS Kaisers Ferdinand herrühren: Deo Oplimo !>lsi. 8uprems 6oeli Terrse^ue lmpermori kor quem Hexe« reznsnl. VIrxinI Del parse lmmsculaie oonoepla« per qnsm krineipe« impersm, ln peeuliarem vominam ^uetriae patrvuaw, iliii^lilsri pietsio 8wic»pis, L4S 8« Liker»« kopulo«, Lxereilus, krovinoia«, Omni» äenique »ontiltir, sonar, oooseorm, Ll in perpetuain rei memoriam 8lalVaÄ1 ka»L eX Val» ponli. keruanUVs TerlIV« Wz-V«lV« Oie 18. Maji. Die zweite und dritte Tafel enthalten das etwas lange Votum deS Kaisers Ferdinand, wovon die zweite die erste Abtheilung, die dritte den Schluß enthält. Die vierte Tafel enthält mit folgendem die Renovation Leopold I.: Loopvlilii« kam. Imp. 8emp. V>iA. 8t»t»»m kano Uoiiori Vir^ini« 8me Alaouta eonoopta« Vd Vux. kstre 8u» ereolain Lr pretio aurit Lr immorlaliiaie oonavil. dirrm, r>uam Lapirteam iuvenil Vurtriaoa pieiale ao Vota Verkam keoic et aeternam llr echu« benetioio Loroiur«, Viotoria«, krreem Lr 8ucce««io»em aocopil Liäew Iiaeo omnia Ve 8e iprnm lieber« rerlaretur Vnno Ll.nc.Lxvn. Oie VIII. Vev. Die Springbrunnen zu beiden Seiten dieses DenkinaleS wurden 18vb errichtet. Die darauf befindlichen Statuen find von Martin Fischer. Jene unten soll die Unterthanentreue vorstellen, fie hat die Inschrift: ln Lite unio, in nniooe «alun. Die obere pcrsonifizirt den Ackerbau mit der Inschrift: ^u«pioo nuioins kaustus. Die allegorische Bedeutung dieser Fignren ist jedoch auf die Spitze gestellt. Hohe Brücke. Die daselbst zur Communication der höher gelegenen Wipplingerstraße mit der Renngaffe über den tiefen Graben (das einstige Bett des Ottakrinerbaches) hinweg erbaute, äußerst stark« Brücke stammt aus der ältesten Zeit, und gab natürlich der Straße diesen Namen. Früher führte von der Brücke auS eine steile bedeckte Stiege in den tiefen Graben, die jedoch in neuerer Zeit caffirt wurde. (S. S. S9 bei Nr. 3SS.) Hoher Markt. Dieser Platz hieß vor Alters schon io »lto koro, seiner erhöhten Lage wegen. Ein altes Bürgergeschlecht äo koro, äo »Ito koro, blühte im dreizehnten Jahrhundert. Hier befand sich einst der Kischmarkt, wovon das alte abgebrochene Brunnenhaus und auch der Fischhof ihren Ursprung haben. In DelsenbachS Ansicht diese» Pla- lS* 244 tzcö sieht inan noch den Fischmarkt in seinem ansgebreitetstcn Betriebe. Der hohe Markt ist auch ein besonders historisch - merkwürdiger Platz, Ort für Erecutionen und Tummelplatz verschiedener Ritterspicle. Die linke Seite des hohen Marktes wurde früher »u ntern Wendchremmcr" genannt. Dieser Ausdruck erklärt sich aus einem Schiedssprüche Herzog Albrecht's IV. zwischen den Kausleuten und Krämern vom Fahre 1432, welche» der Chorherr Kurz in seiner Geschichte des österreichischen Handels ansührt. Er lautet: »Wenn ft die Kaufleut in jren Gewölbern alle die klein Ding vcrkauffen, so vormals die Wendkremer und die am Liechtenstcg verkauft und gehandelt re.", also verstand man darunter die sogenannten Nürnberger-Waaren der jetzigen Zeit. Weiteres über das Brunnhaus , den Narrenkottcr re. siche S.S8, beiNr. Sll. Der daselbst befindliche Tempel mit der Gruppe von Maria Vermählung hatte folgenden Ursprung. Schon 1702 gelobte Kaiser Leopold l. eine Säule zu Ehren des heil Joseph auf diesem Platze zu errichten, wenn sein erstge- borner Sohn, der römische König Joseph I. die Festung Landau erobern würde. Nach dessen siegreicher Zurückkunft begannen die Arbeiten; der Tempel und die Gruppe der Vermählung Mariens wurden jedoch von Holz ausgestellt, zu welchem Zwecke der dort früher befindliche Galgen und Pranger weggcrissen ward und fortan auf diesem Platze keine Erekutionen mehr vorgenommen wurden. Dieses hölzene Modell stellte einen Tempel mit sechs Säulen vor, dessen Zeichnung von Kaiser Joseph I. selbst herrühren soll. Die Figuren Maria, Joseph und der Hohepriester waren von einem Venetianer, ssäu rr adini au s Erz gegossen , haben aber durchaus keinen Kunstwerth. Aus der rechten Seite des Piedestales stand die Figur der Demuth, auf der linken jene der Reinheit, und in der Mitte stand folgende Inschrift: Viro tUariav äe I. kom. Iiupee. 8emp. oeexil. ülvccvi. Für ein Denkmal aus Holz blieb es ziemlich lange stehen, denn »och Kuchelbecker spricht in seinen Merkwürdigkeiten der Stav Wien (p. 761) »Dieses höltzerne Modell ist durch die Länge der Zeit, Wind und Wetter verfaulet und in einen solchen Stand gesetzt worden, baß man eS (1729) bis auf die drei Hauptstatucn hat abtragen müssen." Endlich wurde in dem letztgenannten Jahre durch Kaiser Karl VI. ein Tempel von weißem Marmor nach der Zeichnung von I. E. Fischer von Erlach mit der erwähnten Gruppe und vier Engeln außerhalb der Säulen ausgestellt. Die Arbeit geschah unter der Leitung des damaligen Hof-Bau- Direktors Gundacker Grafen von Althann. An beiden Seiten wurden zu gleicher Zeit die zwei Springbrunnen errichtet. DaS vollendete Werk wurde den 19. März 1732 von dem Cardinal-Erzbischofe Sigismund Gra« fen von Kollonitsch eingeweiht. Am Fuße der Säulen kam folgende Inschrift: " ' /^/ " ^ -L. " ' ' ^ 5^^ m. /^v.1 ^^»»*'<^/^^^/' ^ä«r>« ,/. ^ /7/^) -»^^- 245 Vivo losoplio e vavisic» 8>irp«. — vei parse Virxtnis Vivo. — Llirisrl 8orvmoris iXutrieio. — praesenlissimo ^ustriae karrouo. — diunvu- parum » I-eopoläo el loseplx» Volum. — Larotus VI. Kam. Imp. el Ilispan. kex. — .4 palre so k'rarre aäumlirarum. Opus.Vere »oLIar- moi-e se inrvj-ro exslruxil. Im Jahre 1S4K wurden durch eine frevelnde Hand nächtlicher Weile die Figuren der Gruppe verstümmelt und ihrer Metall-Verzierung beraubt. Bisher ist noch immer nichts zu ihrer höchst nöthigen Wiederherstellung geschehen. Jakobergasse. Diese unregelmäßige Gasse hat ihren Namen von dem einst in dieser Gegend bestandenen Nonnenkloster zu St. Jakob. In Schatz, Schutz rc. heißt es: »aus St. Jakobssreythoff." Jakoberhof. Früher »auf der Hülben" genannt. Unter dem altdeutschen Worte Hülben verstand man eine Höhlung oder Erdniederung, wo sich Wasser sammelt. Durch den Abfall der großen Schulenstraße vom Stephansplatze her, ist eine solche Hülbe hier sehr erklärlich. In ältern Zeiten gab es mehre ähnliche Hülben in der Stadt, so z. V. in der Teinfaltstraße, vorderen Schenkenstraße, Himmelpfortstraße. Erster« aber blieb wegen der schon 11Sl> erbauten Capelle zu St. Jakob »auf der Hülben" am meisten im Gedächtniß des Volkes. In Schatz, Schutz rc. heißt es: »auf St. Jakobssreythoff." JohanneSgafse. Von dem alten Vilgerhause und Kirchlein der Johanniter-Ritter, schon vor Alters Strato Sanoti ^t-onnis genannt. Jordangasse. Dieser Name stammt von einem Bürger, Georg Jordan, welcher zu Ende des fünstehnten Jahrhundertes die Häuser, welche noch jetzt zum kleinen und großen Jordan heißen, besaß, s. S. 79, Nr. 404. Josephplatz. Früher gehörte dieser Platz zu den kaiserlichen Lustgärten ; auch befand sich hier auf der rechten Seite vas erste kaiserliche Opernhaus. Später wurde er zur Sommer-Neilschule verwendet, und war von der fortlaufenden Augustinergasse durch eine Mauer abgeschlossen. Als Kaiser Joseph II das der kaiserl. Bibliothek gegcnüberstehenve sogenannte Königskloster aufhob, wurde dieser kleine, aber schöne Platz geöffnet und gereinigt, und erhielt schon damals den Namen »Josephplatz." Seit I8V7 ziert ihn die schöne» von Zauner verfertigte Reiterstatue dieses großen Monarchen. Als den 15. März 1848 aus deni Munde des Kaisers Ferdinand die herrlichen Worte: Preßfreiheit und Constitution erschallten, zierte man das Haupt Des edlen Josephs, deS redlichen , aber unglücklichen Vorkämpfers für Licht, Freiheit und Recht mit einem Lorbeerkranze, und gab ihm eine weiße Fahne mit der Inschrift: P reßfr ei heit, in die Hand. Am Abende desselben Tages grüßte Kaiser Ferdinand vom Mittelbalkon der Hofbibliothek seine zum höchsten Jubel entzücklen »tre n en B ü r g er W i e n s!" — Judengasse. Vor Alters bis zur großen Judenverfolgung unter Herzog Albrecht V. 1421 befand sich hier, so wie in der Gegend umher bis zum Judenplatze das einstmalige Judenviertel der Stadt, in welchem sich Judenhäuser befanden. Ihr Gottesacker aber war vor dem Kärnth- 24L nerthorc. Nach dieser unseligen Katastrophe wurden ihre Häuser von dem Magistrate eingezogeu und die dem Feucrtode Entronnenen aus Wien vertrieben, so wie auch ih* Gottesacker aufgehoben und verkauft wurde. Die zahlreiche» Grabsteine verbrauchte man zum Baue neuer Häuser in der Dorstadl Gumpendorf, woher die Fabel entstand, als sei diese zuerst von Juden oder wohl gar Phöniziern gegründet worden. Diese Gasse scheint sich aber fortwährend einer gewissen Vorliebe der Juden zu erfreuen , indem man noch heute daselbst zahlreiche Verkaufsläden derselben trifft und auch von ihnen auf der Gasse ambulanter Handel getrieben wird. Judcnplatz siche auch Judengasse. Zu Folge einer Inschrift auf dem Hause Nr. 404 (s. S. 79), welche auf die während der großen Judenverfolgung in Wien 1421 zum Feucrtode vcrurtheilten und verbrannten Juden hiudcutet, folgerte man, diese Erekution sei auf dem heutigen Judcnplatz geschehen, und dieser habe seinen Namen dadurch erhalten. Neuere Erhebungen beweise» jedoch, daß dieses ungerechte und grausame Strafgericht ans der Känsweide bei Erdbcrg, dem gewöhnlichen Richtplatze durch Feuer, geschehen sei. Der Name stammt also daher, weil einst hier, so wie in der Judengasse Judenhäuser bestanden. Den IZ. März 1848 fand bier ein hitziges Handgemenge zwischen den Stu- direnden und dem Militäre Statt, wodurch in der Eile durch eineu um- geworfcnen Mistwagen hinter dem eben dort liegenden, zu einem Baue bestimmten Steinhaufen eine Barrikade errichtet, und nach langem Widerstande endlich von den Soldaten erstürmt wurde. Es wurde vielfach besprochen, auf diesem Platz rin Monument für die für die gute Sache Gefallenen zu errichten, und seinen Name» in eine» zeitgemäßen zu verwandeln; jedenfalls eine höchst löbliche Veränderung,indem dadurch daS Andenken an eine verjährte Schmach verwischt und jenes an ein so glorreiche» Ereigniß verewigt würde. Jungfrangästchen. Früher »gegen St. Peters Frepthof.« Woher der jetzige Name stammt, weiß ich nicht zu ergründen. Änmmerhof, im gemeinen Leben Wild p retmarkt genannt, da hier in neuerer Zeil zumeist Handel mit Wildpret getrieben wird. Vor Alters hieß dieser Platz »der Häringmarkt,- später »der neue Kienmarkt.« In Schatz, Schutz re. kommt vor: »am alten Häring - oder neuen Kienmarkt.« Der untere Theil gegen die Landskrongafse heißt in den ältesten Verzeichnissen: »Wintergasscl,« wie »och heute das Gäßchen von der Landskrougasse bis zu den Tuchlauben genannt wird, und zwar von dem Hausschilde des Hauses Nr. 5L2, s. S. 104. Äärnthnerstrafie. Diese Straße kommt früher häufig unter dem Namen »Carner-oder Karnerstraße« vor. lieber den Ursprung desselben haben ilch verschiedene Meinungen erhoben. Einige wollten den Namen von de» Kärrnern, die zumeist bei dem Thore hereinfuhren und wohl noch fahren, herlciten; Ankere von den einst hier in Menge bestandenen Fleischbänken, wonach sie jedoch »trat.-» onrnium heißen müßte, während in den ältesten Urkunden immer »trat» Oorintkisuorum vorkommt. Wieder Andere leiteten den Namen von dem großen Leichenhofe vor dem - '(^X-— ^ ///// H ,i ^ ^rxLLLT'^^ ^ « 2 ^ ( e^r^L-/ 247 Thor« ab; di« Herleitung von Kärnthen wird jedoch durch die erwähnte lateinische Uebersetzung i» den ältesten Urkunden außer Zweifel gesetzt. Der von Manchen dagegen erhobene Einwurs, als sei es unwahrscheinlich, daß man nach der Provinz Kärnthen eine Straße und ein Thor in Vien genannt habe, durch die man thcils in viel nähere, theils in viel bedeutendere Länder komme, hebt sich dadurch, daß bekanntlich im Mittelalter ein großes kärnthneiisches Reich bestand, zu welchem auch Krain und ein großer Theil der Steiermark gehörte. Wie daS gegen die Richtung von Kärnkhen hin gelegene Thor das Kärnthner-Thor, so hieß »ach den älteste» urkundlichen Aufzeichnungen das gegen Baiern hin'gcrichtete daS Bairer - (verstümmelt Peiler-, irrlhnmlieb Pfeiler ) Thor. Kienmarkt. Schon vor alter Zeit lnrnin nini. später im Gegensätze zu dem jetzigen Kamnicryvs^öder Wildprcimarkt (s. d.) der alte Kien markt aena nnt. Der Kien oder der harzige Kern des Fähren- und Fichtenholzes bildere früher häufig als Surrogat der theuren Kerzen »nd als Brenn- oder eigentlich Zünd - Material einen bedeutenden Handelsartikel. Früher wurden zu dem Kienmarkt auße r dem jetz igen Plä tzchen dieses Namens no» eine nickt u nbedeutende AaU von -Häusern gerechnet, söZ. B. der jetzige Nuppre chtssteig und der obere Theil der jetzigen Seitensteitengässe (j^d.). Alle Häuser dieser Gegend wilrvnp1S25 — lWss abgebrochen und neu umgcbaut. Kirchengasse. bin kleines Quergäßchen an der Universitäts- kirche in die Schvnlaterngasse, daS dadurch seinen Namen hinlänglich erklärt. Es war »och bis zu Ende des vorigen Jahrhunderts durchThü- ren dem allgemeinen Durchgänge abgeschlossen. Kloftergasse. Eine erst seit dem Baue des Kapuzinerklosters 1622 bestehende Gaffe. Früher wurde sic zum Schweinmarkte (Ipitalplatz) gerechnet. Kohlmarkt. Schon vor Alters hieß diese in jetziger Zeit schönste und eleganteste Straße Wiens korum vnrbonuin, also eigentlich Kollen»! ar kt, und es mag also zwischen dem damaligen schmutzigen und rem jetzigen glänzenden Verkehre ein gewaltiger Unterschied sepn. Am Eingänge von der Zpenglcrgasse zum Kohlmarkt, zwischen der Nagler- nnh Bognergasse stand das alte Peilerthor, (s. S. 107 bei Nr. 568.1 Kohlmcssergasse. Hier befand sich einst der Hauptverkehr mit Holzkohlen, der ungefähr um 1400 von dem obigen Stadttheile früher verlegt wurde und erst in neuerer Zeit vor das Kärnthnerthor gegen die Laimgrube kam. In den ältesten Verzeichnissen heißt diese Gegend »gegen den rothen rhurm," und es ist zu bemerken, daß alle hier befindlichen Häuser mit ihrer Rückseite gegen die freie Basteiaussicht dem Fischmarkt zugekebrt,erst im vorigen Jahrhunderte entstanden sind. Die Thore find aber der Kohlmessergasse zugewendek, was aus dem fortifikatorischen Stande der einstigen Festung Wien leicht erklärlich ist. Kölnerhofgasse. Eine seit dem Abbrechen deS alte» KölnerhofeS und dem Baue neuer Häuser an dessen Stelle neu entstandene Gasse. (S. ISS, Nr. 7S7.) 248 Komödiengasse. Diesen Namen führt das Gäßchen seit der Erbauung des Theaters am Kärnthnerthore 1708. Früher hieß es hier: «vom Kärnthnerthor gegenüber." Kramergasse. Noch enthält diese unregelmäßige Gasse viele Ge- werbsbetriebsamkeit, und läßt dadurch auf den Ursprung des Namens schließen. Ein Theil desselben hieß früher der analogen Gewerbe wegen «Hutsteppergäßchen," dieser Name ist jedoch jetzt verschollen. Krautgässchen. Eine Auszweigung der Seilergasse gegen den Stockimeisenplatz links. Früher gehörte cs zum Rosen - oder Seilcr- gäßchen. Der jetzige Name ist im Munde des Volkes seit lange üblich , ja es wird größtcntheils auch der angränzende Theil der Seilergasse darunter verstanden. Krebsgasse. Von den in dieser Gaffe befindlichen Hausschilden zum rothen und blaue» Krebs. Früher hieß es hier: «nächst dem Berg- Hof," welcher sich darin befindet. Kreuzgasse. Dieser Name stammt von dem zuerst durch Leopold dem Glorreichen den Minoriten erbauten Kirchlein zum heil. Kreuz, wohin sic von der Löbelstraße unmittelbar führte. Dieses abhängige Gäßchen hat noch heute ein alterthümliches Ansehen, und an der Ecke des ehemaligen Klostergebäuves gegen die Löbelstraße zu, befindet sich ein Steinbild. (Nr. 40.) Krongasse. Eine abhängige Quergasse von dem Hafnersteig gegen den Rothenthurm, von dem einst daselbst befindlich gewesenen Gast- Hause zu den drei Kronen (Nr. 72s). Früher gehörte sie zur alten Burgermusterung ls. Hafnersteig). Krngerstrasse. Schon in den frühesten Zeiten «trat-» »mpliorom, woselbst die Krüglcr oder Krugmacher, die man ehemals von den Hafnern oder Töpfern wohl unterschied, ansäßig waren. In früheren Verzeichnissen kommt auch, wohl verderbt, der Name «Klugerstraße" vor. Kiihfußgäßchen. Von dem alten daselbst bis auf die neueste Zeit bestandenen Gasthause «zum Kühfuß" nächst dem Schönbrunnerhause (Nr. 561). Kumpfgasse. Zn frühester Zeit schon, nach einem eigenen Namen vermuthlich, «die Chumpflucken" genannt. Kupferschmidgasse. 3» den ältesten Verzeichnissen hieß eS «am neuen Markte links." Noch vor etwa zehn Zähren befand sich hier gegen den neuen Markt zu eine Kupferschmid-Werkstätte-, welche ihr den jetzigen Namen gab. Landhausgasse. Eine erst seit dem neuen Baue des Landhauses (1846) mittelst Durchbruch entstandene Gasse von der Herrengassc auf den Minoritenplatz. LandSkrongasse. Dieser Name stammt von den Hausschilden zur großen und kleinen Landskrone (Nr. 547. 548) her. Zn den ältesten Verzeichnissen wurde sie jedoch zur Münzerstraße gezählt, und daS kleine Gäßchen gegen die Tuchlauben, jetzt Wintergäßchen genannt, hieß «der kleine Markt.» - -^»«^-«^ »<^/' ^-»-»^ ^ ^ c/77- //L5 — //^/) ^ » DL^^5" /.- -/ 249 Laurenzergasse. Von dem daselbst bestandenen Nonnenkloster zu St. Laurenz, ts. S. 708). Früher hieß es hier »hinter St. Lorenz.» Lichtensteg. Obschon diese Gegend schon vor Alters versus daran» 8emitr»n hieß, so kam sie doch im IS. und 16. Jahrhundert unter dem Namen: «am Brezzeneck» vor, weil vielleicht derartiges Gebäck daselbst feilgcboten wurde. Der Eingang in das jetzige Rothgäßchen hieß «die Revel- oder Refel-Lucken.» Das »Reff, auch der Reff» climin. »Ressel,» hieß in der alten Sprache eine Art Traggestell, sonst auch Krachsen genannt. Nefeltrager waren nun solche Kleinhändler, die ihre Waarcn auf dem Rücken zu Markte brachten, und wahrscheinlich in jener Gegend zu Kauf ausbvthe», wenn nicht etwa solche Traggestelle selbst mit ähnlichen Gegenständen, als hölzenen Schaufeln, Rechen, Reittern u. s. w., kurz Holzmanufaktur-Waaren an jenem Orte feil waren. Später hieß es jedoch allgemein wieder: »Am Lichtensteg untern Fleischbänken.» Schon sehr frühe befanden sich hier zu beiden Seiten der Gaffe Fleischbänke. Jene zur Rechten (vom Hohenmarkt) wurden schon vor mehren Jahren, die zur Linken aber erst 1847 bei Neubauten abgebrochen, und die Gaffe dadurch beträchtlich erweitert und verschönert. Löbelstraße. Diese Straße sowohl als die Löbelbastei erhielten ihren Namen von Hans Löbel oder Lobel, Freiherrn von Greinburg, 1629 Stadt-Guardi-Oberster, der hier ein Haus besaß, Nr. 60. Historisch merkwürdig sind sowohl die Löbelstraße als Löbelbastei, weil aus beide, während der türkischen Belagerung I68Z die heftigsten Anfälle gemacht, letztere auch schon erstiegen und zwei türkische Standarten auf dieselbe gepflanzt wurden. Nur durch die unerhörte Tapferkeit der Besatzung wurde der Angriff wieder zurückgeschlagen. S. Nr. 49. Lugeck. In früherer Zeit auch »Lübeck,» ja in einer Beschreibung von 1720 »Labeck» genannt. Ein uralter Name, welcher wohl nicht erst von den zwei an den Ecken des Regensburgerhofes (Nr. 751) angebrachten alten Steinfiguren aus dem 16.Jahrhunderte herstammen kann, die gleichsam neugierig auf das Plätzchen heraussehen (lugen). Hier befand sich auch das vielbesprochene Marcus-Curtius-Loch (s. S. >41.) Mariengasse. Eine durch Neubau erst vor einigen Jahren entstandene Quergasse, von der Münzerstraße in die Kramergasse, einer Hausbesitzerin zu Ehren also genannt. Früher führte von der Münzerstraße eine alterthümliche, gekrümmte Gasse, die Taschneraaffe^ von dem alten Taschnerhausc (s. p. 100, Nr. 526) also genannt, Ins auf oe» Lichtensteg. Durch den Neubau verschwand diese, so wie das auf den Hohenmarkt führende Hühnergäßchen gänzlich, und die Münze» straße geht jetzt gerade bis zum Hohenmarkte fort. Die Taschner (Taschen - u nd Koffermgcher) kommen schon 1408 in einem Schreiben des Erzherzogs Ernst als eine Zeche vor. Michaelsplatz. Dieser Raine ist so alt, als die Kirche zu Sanc^ Michael, welche schon 1220 gegründet wurde. In früherer Zeit, als noch ein großer Theil der Bewohner Wiens sich dem Weinbau« widmete und ein bedeutendes Weingelände fast bis zu den Thoren der Stadt reichte, rso wurde auf diesem Platze um Michaelis (29. September) ein Markt mit Holz- (Wide-) und Lesegeräthen abgehaltcn, wovon daS alte, damals von da in die Burg führende Thor den Namen Holz- und Widmerthor li>nrt-> lixnvrum) genannt wurde. Karl VI erbaute 1712 an dessen Stelle ein neues prachtvolles Portal mit vielen Statuen und Attributen, das jedoch schon 1728 zum Behufe des von ihm beabsichtigten und bereits begonnenen neuen BaneS der Burg wieder abgetragen wurde. I» den ältesten Urkunden wurde diese Gegend auch »bei der Burg am alten Kohlmarkt- und auch „Hofgasse- genannt. Einen großartigen aber schaudererregenden Anblick bot der Michaelsplatz mit dem Kvhl- markte den 14. Mär; 1848 Nachmittags, als Tausende und Tausende bewaffneter Etudirender und Bürger sich daselbst vor der Burg aufstellten, und mit tobendem Geschrei die Erfüllung ihrer Forderungen im Angesichte der drohenden Militärmacht und der zum Ab- schießen bereiteten Kanonen verlangten. Als sich dieselbe verzögerte, wurden die bisher getragenen weißen Schleifen abgerissen und ein tobender Ruf um rothe Schleifen erhob sich, die auch sogleich aus allen Fenstern So» den edlen Damen Wiens in zahlloser Menge den entschlossenen Schaarcn zngeworfen wurden. Erst als die verlangten Eoneessionen gewährt wurden, und sich die Menge von der eigenhändigen Unterschrift des Kaisers überzeugt hatte, kehrte Ruhe und Ordnung zurück und tausendstimmiges Bivat dem Kaiser erschallte durch die Luft. Es ist deshalb auch im Antrag de» Namen dieses Platzes in „Eonstitutionsplatz- zu verwandeln. Milchgässchen. Vom Petersplatze zur Spenglergaffe. Früher hieß es „St. Petersgäffel, - der jetzige Name entstand etwa 1758. Minoritenplatz. Ein uralter Stamm-Name, da die Kirche der Minoriten schon 1224 unter Leopold dem Glorreichen zu bauen angc fangen wurde. Früher befand sich hier der Gottesacker der Minoriten. Münzerstrasse« Diese erhielt ihren erst in neuester Zeit wieder cingeführten Namen von der um 1258 daselbst befindlichen Werkstätte der herzoglichen Münzer. Im Munde deS Volkes wird diese Straße auch gewöhnlich „der alte Bauernmarkt-- genannt, indem der eigentliche Bauernmarkt, unmittelbar die Fortsetzung derselben bildet. S. a. B a u e r n m a r k t » » d M a r i e n g a s s e. dtaglergaffe. Ursprünglich „unter den Nadlern,- dann die „Nadlergasse?.genannt, der analogen Gewerbe wegen, welche darin betrieben wurden, eine der ältesten Gassen der inneren Stadt, deren linke Häuserreihe auf den Fundamenten der alten babenbergischen Stadtmauer steht. Nadlergasse hieß jedoch vor Alters nur der untere Theil gegen den Heidenschuß; der obere, sammt dem jetzigen Glockengäß- chen ls. d.) wurde „hinter St. Pankraz- genannt, da an der Stelle der jetzigen Nunciatur bis etwa 1558 das alte Kirchlein zu St. Pankraz, die einstige Hofkapelle der ersten Babenberger, in der Nähe deren Burg stand. — In dieser Gegend besaß der Wiener Spruchdichter Peter Suchenwirt, dessen Werke uns erst 1827 durch den zu früh entrissenen »5^^/ »>^,ä ^/^/ . »<>^ 4 ^-^^« ^», 'S '«/7^ ^ .. ^ LL.». ^ ^ 2S» Primisser zum Frommen der Geschichte veröffentlicht wurden, ein IRK urkundlich in dessen Besitze erscheinendes Haus. Rcnbadgasse. Näheres darüber bei Nr. 289. Steuburgergasse. Eine seit Anfang dieses Jahrhunderts durch den Umbau des alten Dorotheerhotcs in den jetzigen Klosterneubur- gerhof neu entstandene Gasse, die vom letzteren den'Namen erhielt. Der Klostcrneuburgerhos theilte sich durch diese neueröffnete Gasse in zwei Parzellen, indem vic zwei Häuser auf beide» Seiten der Gasse dazu gehören und beide dieselbe Nummer (IIII) haben. Steuer Markt. Dieser Platz führte schon in den ältesten Zeiten und zwar urkundlich bereits 1320 den Namen neoforum (vielleicht im Gegensätze zu dem alten Fleischmarkt, da auch hier schon seit lange sich Fleischbudcn befanden?) Auch der Mehlhandel wird hier schon seit alten Zeiten betrieben, weßhalb der Platz im Munde des Volkes auch noch heute Mehlmarkt genannt wird. Früher, und zwar seit 1S62, bestand hier gegen das fürstlich Schwarzenberg'sche Palais zu, vor dem alten Gebäude der sogenannten Mehlgrube ein Springbrunnen, der IK35 verschönert, noch in Delsenbachs Ansicht der Mehlgrube ersichtlich ist. Der schöne Springbrunnen in der Mitte des Platzes wurde I7R errichtet und der andere entfernt. Die Figuren sind Meisterwerke des berühmten OesterreicherS Raphael Donner, geb. IKS2, ch 1741. Am 4. Nov. 1738 wurde der neue Springbrunnen eröffnet. Um 177V wurden jedoch die vier großen Flußgestalten, wegen Besorgnis, vor Beschädigungen hinweggenommen und blieben im bürgerliche» Zeughause aufbewahrt; 1SV1 wurden sie wied'w an die frühere Stelle gebracht, wo wir sic noch heutzutage bewundern. Die erhöhte Figur in der Mitte stellt die Vorsicht ll>rn- ävatisl oder Klugheit vor Um dieselbe sieht man vier Kinder, die in ihren Armen wasserspritzende Fische halte». Die herrlichen vier großen Figuren stellen die vier österreiäbischen Flüsse: Enns, äraun, Pbbs und March vor. Wenn wir in diesen Bilvnerwerken das Gepräge vollendeter Meisterschaft anstaunen, und des unsterblichen Künstlers gedenken, so vergesse» wir gerne, wenn auck> nicht ohne Wehmuth, wie die irdische Bahn deS Meisters vom Glücke so wenig gefördert war, daß er kümmerlich leben und in bedeutendem Schulken- stande sterben mußte. Slikolaigasse. Eine Sackgasse, von dem einst hier bestandenen Nonnenkloster zu St. Nikolaus also genannt (s. Nr. 836). Ofenlochgasse. Ein alter Name, von den zwei Häusern zum großen und kleine» Ofenloch, (s. Nr. 432 u. 434) früher auch "in der Ofenlucken-« genannt. Parisergasse. Das Haus Sir. 412 hatte vordem den Schild zur Stadt Paris und daraus entstand der Name der Gasse. Früher hieß es "gegen den Judenplatz.-« Passauergasse. Von dem uralten großen Passauerhofe, siehe Nr. 36L, so genannt. Petersplatz. Po» der uralten Pcterskirche. Früher hieß dieser 2S2 Platz „am St. Petersftepthof,« und noch vor Kurzem war cr mit verschiedenen Verkaufsbuden rings um die Kirche überdeckt, so B. Schuhmacher, Schnürmacher, Oebstler, Dürrobsthändler, Fleischhauer, Selcher :c. Um I84Ü wurden dieselben sämmtlich entfernt und der Platz so gereinigt. Plankengasse« Zn dieser Gegend befand sich früher der große Garten der Kapuziner. Als derselbe sammt einigen Nebengebäuden des Klosters unter Kaiser Joseph zu Baugründen verkauft wurde, erbaute der bekannte Freister Karl Wetzlar von Blankenstern daS erste Haus darauf und die durch die neuen Bauten entstandene Gaffe erhielt nach ihm den Namen Plankengafse. Preßgasse. Von dem Hause zur großen Presse (Nr. 509) also genannt. Zn den ersten Häuserverzeichnissen wird diese Gasse zum »alten Kienmarkt« gerechnet. Rabengasse. Non dem daselbst befindlieben Gasthause zu den drei Raben tNr. 645). In den erste» Häuserverzeichniffen heißt es: »gegenüber dem Nothgassel« (S. a. am Bergel.) Rauhensteingasse. Jener Theil dieser Gasse, von der Weihburggasse bis zum Ballgäßchen und bis am untern Theilc mitgerechnet, wurde einst »auf der Dacken« (Taghkcn) genannt, vielleicht der frühere Name des Grundes. Der übrige Theil bis zur Himmelpfortgasse ts. d.) hieß »Traibatten-« später, wahrscheinlich verderbt »Trabantenstraße«. „T'rnAnpoto^VrnKedoto" zusammengezogen ..'I'rniboto kommt schon in Urkunden des 8. und 9. Jahrhunderts häufig vor. Es warein Mannsname, dessen Gebrauch ohne Zweifel noch in die heidnische Zeit reicht. Nach Einführung des Christenthums ward er zum Taufnamen und erscheint als solcher allerorten. Der dcrmaligc Name soll von einem Hause der Rittcrfamilie der Rauhenüein herrühren, von denen Otto Turso von Rauhenstein im I. 1288 hier in Wien, und zwar an der Stelle des heutzutage »zur ungarischen Krone« früher »zum Rauhenstein« genannten Hauses eines erbaute. Die kirchliche Topographie von Oesterr., welche B. IV. >>. 160 diese Anführung enthält, bringt aber keine Beweisstelle bei. Da die Rauhensteiner schon im 14. Jahrhunderte erloschen, und damals die Straße noch urkundlich Traibottenstraße hieß, so ist jene Anführung nicht wahrscheinlich. Ein Haus, dasselbe, an dessen Stelle IK88 das alte Amts- und Gerichtshaus erbaut wurde (jetzt 933), führte aber nach den alten Urkunden den Schild zum »rauhen Stein« und mag also eher Ursache der Benennung dieser Gasse gewesen sein. Jener Theil gegen die Himmelpfortgasse hin, bis zu dem kleinen Gäß- chen, welches zu dem Durchgänge in die Kärnthnerstraße (Schild zum Erzherzog Karl) führt, hieß früher auch »am Steig.« Renngasse. Schon 1382 so genannt. In dieser Gegend wurden die im Mittelalter so beliebten Preis- und Scharlach-Rennen abgehalten. Gleichen Ursprungs ist auch der Name des in der Vorstadt Landstraße befindlichen Rennwegcs. Riemerstraße. Der untere Theil dieser Straße sammt dem an- ^«rr»» ^i^-»L^!or^/ 1 -U^. /^3/. ! ( 25S stoßenden Jakoberhof wurde ursprünglich: »auf der -Hülben« genannt ls. Jakoberhof). Der obere Theil hieß jedoch früher: »unter den Riemern.« »Römerstraße,« welchen Ausdruckes sich »och Peter Fuhrmann bedient, wurde sie nur in Folge einer superklugen Version Lazens genannt. Im Schatz, Schutz :c. kommt übrigens für ven untern Theile auch: »St. Jakobs Freythoss,« für den ober» aber schon »Riemer- straße« vor. Rosengasse« Ein Theil dieser Gaffe hieß vorhin »am Anger,« der untere gegen die Teinfa'lstraße wurde jedoch schon um 14VV »die Rosenlucken« genannt. RoSNlaringassc. In den ältesten Verzeichnissen heißt cs: »gegenüber Maria Stiegen«. Woher der gegenwärtige Name stammt, weiß ich nicht zu ermitteln. Roti-enthumstraße. Der obere Theil derselben vom Haarmarkt angefangen, bis an den Einbug am sogenannten Müllcr'schcn Gebäude hieß früher »am Steig« und war dem Namen wohl entsprechend, bei weitem enger und steiler, als jetzt. Der untere Theil an den Casematten bis zum Thore hieß sammt dem Fischmarkte: »gegen den Rothcnthurm,« von dem daselbst befindlichen von Außen in Gevierten roth und weiß bemalten Thurme so genannt. So bemalt erscheint derselbe noch 1481 auf den zu Klosterneuburg aufbewahrten Sunlhei- nischen Stammtafeln. — Roth war die Farbe der Gerichtsbarkeit, früher einer jeden, später ausschließend der peinlichen. Auch die Juristenfakultät auf den hohen Schulen trug so gefärbte Mützen, die Bänke der Schöffen waren mit rothem Tuche bedeckt u. s. w. Rothe Thürme gab es im Mittelalter in vielen deutschen Städten ;. B. zu Meissen an der Elbe, zu Halle bei Magdeburg, zu Hannover, Mainz, Friedberg, Speier, Prag Utrecht, Gent u. s. w. Unser rother Thurm nun soll zur Zeit der zweite» Vergrößerung Wiens unter Leopold dem Glorreichen erbaut worden seyn. Unter Maximilian I. wurde er ausgebessert, wovon eine an dem Thurme angebracht gewesene Inschrift, folgenden Inhaltes, zeugte: Huam teUx »il,s, g»ae paei» lempore kollmn sine oouto» ponir, er »na g»segne innsi, in c»»»nm vi^ils«, gut on»loäire pnlsbil nrliem sr- mi», 8eitoe Seins vei stpuerinl 8e>t ven» er viilu» uusmur ^laximiU- s»i Cse»», >» Iisee uekis moenis oum kopulo. Um diese Schrift waren die österreichischen, burgundischen, kaiserlichen und Stadt-Wappen angebracht. Inwendig am Gewölbe deS ThurmeS hing eine alte vom Holz Hochgebildete Speckseite mit folgender humoristischer Inschrift: „Welche /ran ihren Mann offt ransst und schlägt, Änd ihn mit solchen kalten Fangen zwägt, Der sol den Pakhen lassen henken, Ihm ist ein anderer Kirchtag zu schenken. Welcher kommt durch diese Porten Dem rath ich mit getreuen Worten, rs« Daß er halt Fried in dieser Stat, Oder er macht stch selbst Unrath; Das ihn zwey Knecht znm Nichter weise« Und schlagen ihn in Stock nnd Oiscn. Tie Fabeln von dieser Speckseite waren viel und mancherlei, und der Kürze wegen verweise ich aus den Aussatz in meinem Volkskalender vom Jahr 1848,S.IOl u.s. Daß übrigens dieser Thurm nicht, wieEinige angeben, von Marimilian I. erbaut worden, sondern schon früher gestanden sei, beweist unter ander» ein Dekret von Rudolph IV. vom I. 1364, worin befohlen wird, man soll weder Ochsen noch Rinder, die man unter den Fleischbänken verkaufen will, -njndent anderswo schlahen, dann auf der Schlachpruck bey den roten Turn.» Dieser Thurm sammt dem IK2I erst erbauten Thor und dem ebenfalls in dieser Gegend .frstandenen Fachthurm wurde 1776 abgetragen und das Thor sammt dem 1812 wieder beseitigten Theresienthore, letzteres gegen die Weißgärbcr zu, erbaut. Das jetzige Rothenthurm- Fahrtbor wurde unter Kaiser Franz 1819 neu erbaut. Rothgästchen. Diese alte, den ursprünglichen Wiener ThpuS tragende enge Gasse mit ihren hohen Häusern, und vielen Durchgängen hatte in ihrem untern Theile vom Fischhof biö zum Berge! schon vor Alters diesen Namen. Der obere Lheil bis gegen den Ausgang zum Lich- tcnsteg hingegen hieß: -Kochgässel.» Weiter hinaus war die Resellucken (s. Lichtensteg.) In den ältesten Verzeichnissen kommt »Roth- oder Koch- gasscl» vor. Bis 1846 war es gegen den Lichtensteg hin durch ein Durchhaus abgesperrt und nur durch einen Schwibbogen zugängig. Rupprechtssteig. Ppu, der uralten Kirche zu St. Rupprecht so genannt. Dieser Stadttheil wurde ührigens.früher zum alten Kienmarkt gerechnet, (s. d.) Sackgasse. Durch die Abbrechung des Nikolausklosters und die Verbauung des Klostcrgartens entstanden. Vordem hieß es hier auch -im Winkel.» Salvatorgasse. Dieser Name stammt von der uralten Kirche zu St. Salvator im Nathhause, (siehe Nr. 385). Bis 1560 hieß es jedoch: -bei St. Ottenheim,» da auch die Kapelle von ihren Gründern lange diesen zusammengesetzten Namen trug. Salzgasse. Von dem hier befindlichen kais. Salzamte (das ehemalige Praghaus (Nr. 460), wohin sie führte, so genannt. Auch diese Gaffe, wo sich das ehemalige Nonnenkloster der Siebenbüchne, innen befand, wurde in den ersten Häuserverzeichnissen zu dem alten Kienmarkte gerechnet. Salzgries. Diese Gasse hieß schon in den ersten Zeiten: „ckrenn Salis.^ Dieser Name stammt von dem uralten und bis heute in dieser Gegend vorzugsweise betriebenenSalzhandcl. Jene, welchedicsen Verkauf betrieben, wurden -Salzer» genannt, und kommen unter diesem Namen schon 1463 in dem Verzeichnisse der Zünfte und Zechen vor. Es scheint, daß von jeher der Verschleiß deS Salzes eine Freiheit des Landesfürsten für Jene war, welch« auf dem Salzgries ein HauS besaßen, und mit dem- L >>. 2 ^ /.- /5Lr,/^? -- ^M^-^EL--/ ^>>^»»»»^ , ^r ^ ^>r/ ^ ^r»7»»»^ -— ^»>^/ »^»»v' ^2»«»»<^»<»»^ ->^r^ >^»»'^!^ »»^' ' zM/ ^ ^L»«^ ^ ^ ///^7 rss selben für den Verkauf und die Zahlung de« Salzes bürgen mußten. sS a. Nr. 207.) Sattlergafse. Dieser 9iamc flammt von ähnlichen Gewerben her, welche in dieser Gegend bis auf die neuere Zeit betrieben wurden. 3n Schatz, Schutz re. heißt eS: „an der Pastev gegen bärnerthor,« in den ältesten Verzeichnissen: „am Karn ihnen hör.-> Schauflergasse. Schon in den ältesten Zeilen: „in der Schaufellucken« genannt, eine Bezeichnung, deren Ursache uns unbekannt ist. Schenkenstraße. Hintere. Schon um I2SV kommt diese Straße urkundlich unter diesem Namen vor. Dieser Name stammt von dem alten Geschlechte der „ Schenken von -Sau sback« her, die in dieser Gegend in alter Zeit ein Hans oder mehrere gehabt haben mußten. Beleg dazu liefert Seifried Hclbling (Karajans Ausgabe in Haupts Zeitschrift für deutsches Alterthum Vd. 4, 227. Zeile XV. 337.) OevS Iier Xrliouli vo n ll»-»kavl>, « ax in "Ären die r-e.ciiacli! iuoti« x:e»iexe» ILxe «tax ma» xe W ie»»« ei» «leflxe näok i»ee IierdeeL« kiex. In Schatz, Schutz re. kommt jener Theil der hintern Schenken- straße beim schwarzen Thor (Nr. 35)„a»ff dem Frevthoff genannt« vor, nämlich dem Mino riten-Freitbof zugekehrt. Schenkenstraße, vordere. Diese Gasse führte noch um I5ÜH den Namen „Wcndler-oder Mentlergaffe«. Die Mentler, Mentlerzeche, befaßte sich mit der Anfertigung gewisser Kleidungsstücke (Mäntel). Da beide Gassen in einander laufen, so nahm in der Folge auch diese den Namen Schenkenstraße an. Schlossergasse. Früher führte der größte Theil der jetzigen Äoldschmidgasse (s. d.) diesen Namen. Die jetzige alte und enge Schlossergassc wurde in älterer Zeit wenigstens in ihrem oberen Theile mit zu dem Graben gezählt. Zn den ältesten Verzeichnissen heißt es: „am Graben links«. Früher mochte» hier wohl Schlosser gewesen sevn und dem Gäßchcn de» Namen gegeben haben, gegenwärtig ist es mit Schuhmachern überfüllt, bi» kleines enges Gäßchcn, welches von hier auf den Stockimeisenplatz führt, heißt in neuerer Zeit: „Schmalgasse«. Schvnlaterngasse. So genannt von dem Hausschilde zur schönen Laterne (Nr. 674) Dieser Schild ist sehr alt und schon in Schatz, Schutz re. kommt vor: „Die Gassen zur schon Latern oder beym H. Creutzer-Hoff«, in den ältesten Verzeichnissen: „Nächst der schön Latern.« Schottengasse. Ter Ursprung dieser Benennung ist durch daS daselbst befindliche U52 gegründete Schottenkloster einleuchtend. Inden ersten Häuserverzeicbnissen kommt vor: „gegen das Schottcnthor« und nächst dem Schottenthor. Das kleine Gäßchen, welches sich vomLchot- tenthore rechts bergan auf die Bastei zieht, hieß: „Linker Hand im Gaffel zur Bastei«. Dies war vom Thore herein gemeint. Es ist die- 2S6 ses einer der verrufensten Oerter Wiens, wohin sich die Veteraninen im Dienste der VenuS vor der gänzlichen Quieszenz zurückzichen und ihr bedauerliches Gewerbe treiben. Nicht mit Unrecht meinte ein Witzkopf, hier sei nun der »alte Flcischmarkt«. Schulenstraße, große und kleine, sonst auch Schulerstraße genannt. In der frühesten Zeit hieß diese Gegend »hinter Sanct Stephan«; den jetzigen Namen erhielten diese Gaffen von der alten, sogenannten Juristenschule, (s. Nr. 850.) Schulgafse. Bom Universitätsplatz auf den Dominikanerplatz. Leicht erklärlich von den hier befindlichen Universitätsgebäuden. Schulhof. Dieses kleine Plätzchen hieß ursprünglich »unter den weißen Brüdern (Earmeliten)« , dann »Jcsuitenplatz.« Von der nahe dabei von den Jesuiten gestifteten Schule nahm es den jetzigen Namen an. Schultergafse. Diese Gasse hieß vormals »Schildgäßlein«, dann »Schilder- und Schiltergäßel«; vielleicht gab es in früherer Zeit hier Waffenschmiede und Verfertiger jener zierlichen Schilde, die wir noch in alten Sammlungen bewundern. Mit der Zeit änderte sich der bedeutungslos gewordene Name. Schwertgasse. Das Haus Nr. 357 hat den Schild »zu den sieben Schwertern« (bezüglich ausdas bekannte, sogenannte schmerzhafte Marienbild), und daher die Gaffe ihren Namen. Seilergasse. Jener Theil am und gegen den neuen Markt kommt in einer höchst seltenen Zeichnung aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts desselben als »Hungergassc« vor. Urkundlich findet sich jevoch darüber nichts, später hieß es schlechtweg »hintern neuen Markt«. Der untere Theil gegen den Stockuneisenplatz zu hieß »Rosengässel« und so wird die Seilergasse noch in den ältesten Verzeichnissen genannt. Woher der jetzige Name kommt, weiß ich nicht mit Bestimmtheit zu sagen; wahrscheinlich von Seilergewvlbe» daselbst, deren ich mich allerdings noch aus meiner Jugend zu erinnern weiß.'- Seilerstätte, ursprünglich »Seilerspinnstätte«, weil hier während der Türkenkriege Seile für die Donauschiffe gewunden worden. Aus Pfeffels Kupferstiche vom Jahre 1737 sieht man noch Seiler aus öffentlicher Straße mit ihrer Arbeit beschäftigt. Der ruitere Theil von dem 1817 neu ausgebrochene» Thore links war früher von mehreren Soldaten- häuschcn umgeben und der Wienerwitz legte ihm schon früh den Namen »Eroatendörfel« bei, welcher Name 1KS3 sogar in ämtlichen Urkunden vorkommt und im Munde des Volkes bis auf die neueste Zeit blieb, wo dieselben theils bei Erbauung des ThoreS, theils bei jener des Coburg'schen Palastes abgebrochen wurden. Der unterste Theil gegen die Jakobergasse zu wurde zur Filzgaffe gerechnet. Seitenstettengasse. In den ältesten Zeiten rechnete man den oberen Theil dieser Gasse zum »alten Kienmarkt« (s. d.), unter welchem Namen sie noch in den ältesten Verzeichnissen vorkommt. Den untern steilen Abhang nannte man »den Katzensteig«, welcher Name bis auf die neuere Zeit üblich war, Den jetzigen Namen erhielt die Gaffe 182S, al^ -L» 77 " ^7 ^ / Ä!/. )?,_^ ^7! I --^-^ ^>- /^-F> » ^»-- 257 der alte Gamingerhos (Nr. 464) von dem Stifte Seitenstetten angekaust, abgebrochen und an seiner Stelle das jetzige stattliche Gebäude des Seitenstetten Hofes erbaut wurde. Soizergasse- Diese Gasse nahm ihren Namen von dem alten Seizer- (Mauerbacher-) Hofe an (s. Rr. 427). Siebcnbrnnnergasse. Gin alter Stame, dessen Ursprung wahrscheinlich der Schild eines dortigen Hauses war, der aber nicht mehr eristirt. In den ältesten Verzeichnissen kommt er nicht vor, sondern cs heißt dort: »gegenüber dem Kramergafsel." Tie sonderbare Bauart und Biegung dieses Gäßchens, welches sich mit einem Durchhaus in die Mün- zerstraße endet, läßt aus sein Alter schließen. Zu bemerken ist noch, daß daS zweite Haus, welches in dasselbe numerirt, zwischen Nr, 532 und 533, als neu erbaut die Nummer 1217 trägt. Singerstraßtz. Ursprünglich hieß diese Gegend »unter den Schlossern", wahrscheinlich von den daselbst oder in der Nähe betriebenen analogen Gewerben; schon 1550 kommt sie unter dem Namen: »Siningerstraße" vor, von einem daselbst begüterte» reichen Bürger- geschlechte, woraus der jetzige Name leicht abzuleiten ist. Eine Fabel ist cs, daß die Gasse ihren Namen von einem daselbst befindlichen Choroder Sängerhause erhalten habe, wie Einige behaupten wollten. In Schatz, Schutz w. heißt sie schon »Singerstraße." Spcnglergasse. Dieser Name stammt offenbar von dem genannten Gewerbe ab, und diese Gegend hieß früher »unter den Spenglern." Auch wurde der untere Theil derselben zu den Tuchlaubcn gerechnet. Das Plätzchen vor dem Schönbrunnerhause (Nr. 562) hieß »unter den Sattlern," die Ecke, welche eS mit dem Steinlgäßchen bildet, wurde »bei der Hollerstauden" genannt. In den ältesten Häuserverzeichniffen kommt bloß vor: »den Tuchlauben gegenüber". Spiegelgasse. Diese Benennung ist ebenfalls schon sehr alt und scheint von dem Namen einer Familie zu stammen. Der obere Theil dieser Gasse hieß jedoch früher »hinter St. Dorothea". Spitalgasse. Ein uralter Name, dem Bürgerspitalhause Nr. 1046 entlehnt. Spitalplatz. De, jetzige Name stammt von dem sich dort auS- breitende» Bürgerspitale her. Früher war und hieß dieser Platz vom neuen Kärnthnerthore bis zur Ecke des Bürgerspitales der Roßmarkt und zum Unterschiede von dem Stockimeisenplatze ls. d.) »ver^ Rokmarckt" . Der Platz zwischen dem Bürgerspitale und dem alten Augustinerklostcr aber war der »Schweinmarkt" und ein solcher wurde dort bis etwa 1716 abgehalten. Der berühmte Vater Abraham a St. Clara reichte zu dessen Abstellung eine humoristische Petition ein, worin unter andern vorkam, daß die Geistlichen gerne mit St. David aber nicht mit Esau ihre Psalmen singen wollten; worauf dieses grunzende Unwesen vor daS Kärnthncrthore verlegt wurde, wo dieser Markt noch um 1750 Statt hatte. Steinlgasse. Früher hieß diese Gegend »bei der Hollerstauden". 17 258 In den ersten Häuserverzeichnissen heißt es: »gegenüber der Currentgaffe«. Den jetzigen Namen hat die Gaffe von dem alten noch daselbst befindlichen Gasthanse mit dem sonderbaren, wahrscheinlich vom Eigennamen eines früheren Besitzers hergekommenen Schilde: »zum Steinl« (Nr. 4291. Aus Schatz, Schutz re. erfahren wir jedoch, daß dieses Gasthaus vorher den Schild zum goldenen Drachen geführt habe. Stephansplatz. Durch den alten St. Stephansdom hinlänglich erklärt. Die Seite desselben gegen die Bischofgasse war früher durch ein Eingangsthor am Bischofhofe und durch den Schwibbogen des alten Heilthumstuhles, welcher letzterer um17vv, ersteres aber um 1759 abgetragen wurde, fast ganz abgeschlossen. Zur rechten Seite der Stephanskirche, so wie hinter derselben bestanden bis etwa 1738 Gottesäcker, weßhalb diese Theile »am Stephans Freithof« hießen, und noch heute häufig also genannt werden. Auf jenem vor der ehemaligen Bürgerschule, dem jetzigen Curatgebäude, befand sich eine alterthümliche Säule. Nach Abbrechung des Heilthumstuhles und der Eingangspforte am Bischofhofe entstand eine Menge von Verkaufsbuden am andern Theile des Stephansplatzes und dem Bischofhofe entlang. Die elfteren wurden 1792 zur Krönungsfeier Franz H. als römischer Kaiser statt der sonst üblichen Empfangs-Feierlichkeiten, auf Kosten des Magistrats und der Bürgerschaft abgebrochen und der freie Platz dadurch hergestellt. Letztere, zumeist Kranzbindern und Verfertigern von künstlichen Blumen gehörig, verschwanden erst in neuester Zeit. Die besten Ansichten des Stephans- domes sind noch heute jene von Karl Schütz, die bereits ziemlich selten geworden sind. Sterngafse. Von dem einst hier bestehenden Gasthausc »zum weißen Stern« (Nr. 4S2). Das Haus Nr. 458 heißt auch nach seinem Umbaue noch heute »zu den sieben , Stock im Eisenplatz. Ursprünglich shieß dieser Platz der Roßmarkt. 'welcher Namef lloch um 1 5 5 8 vorkommt. Sein jetziger Name . stammt von dem an jedem zugänglichen Punkte mit Nägeln beschlagenen alten Baumstamme, der seit Alters von jedem von Wien abreisenden Schlossergesellen durch das Einschlagen eines Nagels beehrt wurde, so daß er jetzt von allen Seiten davon bedeckt ist. Es ist ein Baumstamm von mittelmäßiger Dicke, sich oben in zwei Aeste theilend, und auf einem runden Steine stehend. Er soll die Stelle bezeichnen, bis wohin sich einst der große Wienerwald erstreckte, ja von demselben an Ort und Stelle übriggeblieben sein, (??) weßhalb man ihn auch ein Wahrzeichen der Stadt Wien nennt. Man trug sich auch mit wunderlichen Sagen von diesem Denkmal, unter andern von einem Schlosserlehrling, der mit Hilfe deS Teufels das starke, den Stamm umgebende eisene Band und das davor hängende große, angeblich unaufsperrbare Schloß verfertigt haben soll, woraus sich auch die Vorliebe der Schlosser für den Stock im Eisen erklärt (Nr. I08g). An diesem Platze, von der Stephanskirche gegen die Kärnthner- straßc zu, stand auch vie uralte St. Magdalena-Kirche oder Kapelle, auf dem Gewölbe einer noch älteren Kapelle, der heil. Helena gewidmet. Den /rrr.^ 1 ! ^ , li^ x <^/ -^ 7 ^- — " a-^<> ^r<^2s <^^- 4 ^. <2^» ^ «7 - /ÄF .- 2SS Ursprung dieses Gebäudes geben selbst die ältesten Chroniken nicht nn; sehr alte Nachrichten aber stimmen schon darin überein, daß sie die Stephanskirche selbst an Alter übcrtraf. Bereits ziemlich baufällig geworden, wurde sie durch einen am 12. September Ml in der Kirche selbst aus unbekannten Ursachen entstandenen Brand dergestalt verheert und zur Ruine, daß sie ganz abgetragen werden mußte, wodurch der Platz sehr an Umfang gewann. Stoß im Himmel, lieber den Ursprung dieses Namens siehe Nr. 361. Strauchgasse. 3n älterer Zeit auch » Strobaassel« genannt, welcher Name noch heut zu Tage zuweilen im Munde des Volkes vorkommt, und aus welchem sich wohl der jetzige Name gebildet haben mag. Strobelgasse. VorAltcrs, urkundlich wenigstens schon IZbü, hieß das Haus Nr. 866 der »Strohhof« auch »Strobhof.« In späterer Zeit verwandelte sich dieser Name durch komische Verdrehung im Munde des Volkes in »Strobelkopf,« welchen Schild das Haus noch heute, so wie das darin befindliche Gasthaus sühn, und welcher auch natürlich der Gasse den Namen gab. Teinfaltstraße. In alten Urkunden findet man, daß in dieser Gegend ein Domvogthof bestanden habe, und die Straße darnach genannt wurde, so z. B. befindet sich im Schotten-Archive ein Vergleich zwischen dem Tcmpelorden mit dem Schottenkloster in Wien unterm 3ü. September 1302 über den streitigen Grundzins jährlicher 48 Wiener Pfenninge von dem „Vvomvoitskove" in der „'kvsinvoit.'istrn«." (S. Feil's »Geschichtliches aus Anlaß der Abbrechung des Cavaliers auf der Dominikaner-Bastei in Wien« rc. in Schmidt's österr. Blätter für Literatur, Kunst rc. Jahrgang 1848, Nr. I—7, S. 6—7.) Indem die Spur und Erinnerung an diesen Domvogthof schon lange verschwunden sind, und doch der Name im Munde des Volkes vorherrschend blieb, entstanden mit der Zeit gar mannigfache Verdrehungen desselben. So heißt es z. B. bald »Ainfeld« »Ainfalt« und gar »Steinfeldstraße,« welches letztere man auf die Nähe des Steinfcldes (s. Freiung) beziehen wollte. In Schatz, Schutz rc. heißt cs: »Einfalt-Strassen.« In den ältesten Häuservcrzeichnissen kommt sie unter »Theinfcld« und auch schon »Theinfaltstraße« vor, während Pater Fuhrmann noch »Steinfeldstraße« schreibt. Der heutige Name ist seit etwa 188V vorherrschend geblieben. Tiefer Graben. Dieser Name folgt ganz natürlich im Gegensätze zur hohen Brücke, und war einst daS Bette des Ottakriner- baches, welcher hier in die Donau mündete, bevor er, nach der Erweiterung Wiens zum dermaligen Umfange, in den Stadtgraben zur Bewässerung desselben verwendet, endlich aber der Wien zugeleitet und innerhalb der Linie überdeckt wurde. Tnchlauben oder unter den Tuchlauben. Früher bis zum Schönbrunnerhause »unter den Sattlern,« dann weiter hinab -.unter den Spenglern« genannt. Der jetzige Name schreibt sich von der einstmaligen Ansiedlung von Tuchhändlern, oder wie man sie noch heute 2Ü0 nennt: »TuchlaubenS Venrandtc« her, die seit Maria Theresia für sich ein eigenes Gremium bilden. »Lauben« werden bekanntlich ebenerdige, durch Pfeiler, auf welchem das I. Stockwerk ruht, gebildete offene Hallen in den Häusern genannt, innerhalb welcher Waaren regcnsicher ausgeboten wurden. Diese Lauben, deren wir in Provinzstädten z. B. Wiener-Neustadt noch heute finden, sind in Wien beinahe schon vollends verschwunden. Nur am neuen Markt hat sich am Hause Nr. I04S noch eine Erinnerung daran erhalte». Universitätsplatz. Ursprünglich zu der Bäckerstraße gehörig; nach Erbauung der Kirche durch die Jesuiten »Jcsuitenplatz« oder bei den »untern Jesuiten« genannt. Seit deren Aushebung erhielt der Platz den jetzigen Namen. Hier hatte den 12. Mär; 1848 die zahlreiche Versammlung der Studireiidcu und der Techniker Statt, welche, ihre Professoren an der Spitze, die Petition um zeitgemäße Reformen an den Kaiser unterschrieben. Bon hier ging den 13. der imposante Zug nach dem Landhause ab, und hier befand sich auch in diesen ereignißvollen Tagen das Hauptquartier der akademischen Legion. Wachtergäsichen. Ein kleines Quergäßchen von der Renngasse, das mittelst einer Stiege die Verbindung derselben mit dem tiefen Graben unterhält. Vielleicht stand hier einst ein Wächterhäuschen, oder hatten die Nachtwächter ihr Depot. Es war lange Zeit geschlossen, bis es um 1838 eine bequeme Stiege erhielt. Wcrgncrgäßchen. Eine kleine Quergasse in der Fischerstiege, die ihren Namen vermuthlich von einem analogen Handwerksbetriebe daselbst hat. Wallfischgasse. Früher hieß cs hier »an der Bastei gegen Cärntnerlhorzu.« Den jetzigen Namen erhielt die Gaffe von dem einst hier bestandenen Gasthause »zum Walisisch« (siehe Nr. 1010), welches Haus übrigens noch heute diesen Schild hat. Wallnersiraße. Ursprünglich »Wallichstraßc,« von dem altdeutschen Worte »wallich,« so viel als fremd, weil hier die meisten Fremden oder eigentlich ausländischen Fuhrleute vor Zeiten ihre Einkehr nahmen. Merkwürdig ist, daß aus diesem wallich auch das später corrumpirte Wort wallisch, und wällisch oder wälsch entstand und weil im Mittelalter die meisten Fremden ans Italien nach Wien und nach Deutschland überhaupt kamen, so blieb diesen der Beiname Wälsche vorzugsweise, und erhielt sich fortan bis auf unsere Zeit. In älteren Schriften kommt auch vor: »Walchftraßen« und »Wallergaffen.« Weihburggasse. Vor Alters schon »in der Weihenburgk« genannt. Ob damit die Nähe der St. Stephanskirche mit ihren Hei- ligthümern oder des Klosters zur Himmelspförtnerin bezeichnet war, vermag ich nicht zu entscheiden. Durch eine naheliegende Namensverwechslung wurde diese Gasse sowohl in den ersten Häuservcr;eichnissen, als auch in anderen Büchern: »Weinburggasse« genannt, welchen Namen man noch jetzt häufig im Munde deS Volkes hört. Wenn übrigens Westenrievers Glossar »Weichhaus« alS einen Thurm, eine Warte, 8 -. j>l ' k -, /?-r -«^»^ ^»<^>^»»»»^ - — i^' «-^/^» 261 ein Festungswerk an den Mauern einer Stadt bezeichnet, so könnte auch hier der, schon in den ältesten städtischen Aufzeichnungen vorkommende Name »Weichenburk» eine ähnliche Bedeutung haben, versteht sich, nach Maßgabe der Gränzen eines älteren Umfanges Wien. Wipplingerstrasse. Diese Straße mag ihren jetzigen Namen aus zwei verschiedenen ehemaligen Benennungen gehabt haben. Jener Theil vom hohe» Markte bis zum Jordangäßchen hieß nämlich die »Bilbingerstraße» wahrscheinlich nach einem eigenen Namen; von da an bis zur Fütterergasse »Wildwerkerstraße» von den daselbst hausenden Pelzhändlern, die man damals Wildwerker nannte. Jener Theil von da bis zur Färbergasse und der hohen Brücke hieß aber »unter den Felbern» wahrscheinlich standen einst Wcidenbäume (österr. Felbcrbäume) dort. Noch vor ungefähr 6V Jahren kommt für die ganze Straße der Name: »Wildwerkerstraßc» vor. In den ersten Häuserverzeichnissen aber »Wiblin- gcrstraße.» Wolfengasse. Eine Sackgasse am alten Fleischmarkte, von dem daselbst befindlichen alte» Gasthause »zum weißen Wolf,» Nr. 694. Wollzeile. Schon vor Alters in plateu lanno. Der Name Wollzeile kommt schon um I3ÜV in einem Skiftbriefe der Schotten vor und sie soll damals »och außer der Stadt gelegen sehn (?). In einigen Beschreibungen um 1700 kommt sie unter dem eorrumpirten Namen: »Waldsäul» vor; in Schatz, Schutz ic. heißt es: »Wollzeil» und beim unteren Theite »gegen dem Stubenlhor.» Zeughausgasse. Ursprünglich und bis auf die neueste Zeit hieß diese Gegend » im Elend. »..welcher Name der nahen Bastei noch bis heute geblieben ist. Da »elend» im mittcTochde üklWn »f remd» bedeutet, so wurde dieser Name vor Alters häufig Gegenden helgelegt, wo sich Herbergen für Fremde befanden. So wird z. V. in Augsburg noch jetzt eine Straße aus diesem Grunde »Elend» genannt. Die Herberge in der hiesigen . Gegend aber war vielleicht von dem Schottcnstifte für schottische und 4»län- ,, dische Reisende angelegt. Doch kann nicht unherührt bleibe», daß »elend» im althochdeutschen auch schon di e neuhochdeutsch e Bedeutung, dann jene von GefaiiaenMM, .Lfxrbannung u. s. w. gehäss? ssat. (Vergl. Die- m e r's Aufsatz »über das älteste Vorkommen des Namens Oesterreich» in Sckm id l's österr. Bl. f. L. u. K. 1846 v n«'. 168 4 Der jetzige Name stammt von dem am Ende dieser Gasse befindlichen unteren Arsenale. Rekapitulation-er Hausnummern mit Angabe -er Plätze, Straßen un- Gassen. Nr. 1 Burgplatz. 2 Michaelsplatz(Constitutions- S Platz). 4 5 Schauflergasse. 6 7 Löbelstraße. 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 ^ 18 19 Ballhausplatz. 20 21 22 23 24 Schauflergasse. 25 Herrngasse (Freiheitsgaffe). 26 27 28 29 30 31 LandhauSgasse. Nr. 33 Vordere Schenkenstraße. 34 35 36 Minoritenplatz. 37 38 39 Areuzgasse. 40 41 Minoritenplatz. 42 43 Vordere Schenkenstraße. 44 - 45 46 47 48 49 Hintere Schenkenstraße. 50 51 52 Rosengasse. 53 56 Hintere Schenkenstraße. 57 58 Vordere Schenkenstraße. 59 60 Herrengasse. 61 62 Freiung. ! 63 82 Herrngasse. - ?- '.A' L. - -LS2 M»I« » --^-dW« ^MSm Nr. 64 Teinfaltstraße. 65 66 67 68 6S 70 71 72 73 74 75 Melkerbastei. 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 98 94 95 96 97 98 99 100 101 Teinfaltstraße. 102 Schottengasse. 103 104 105 Abgetragene Häuser. 106 107 Schottenbastei. 108 109 Schottenbastei. 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 Schottengasse. 137 138 Renngaff,. 139 140 141 142 Hohe Brücke. 143 144 145 146 147 148 149 Renngaffe. 150 151 152 W achtcrgäßche». > 158 Renngaffe. >64 Nr. 154 Renngasse. 155 156 157 Freiung. 158 Tiefer Graben. I5S 160 161 162 163 164 165 166 167 168 I6S 170 171 172 173 174 175 176 177 Zeughausgasse. 178 179 180 181 182 183 184 185 Salzgries. 186 187 488 189 Am neuen Thor. 190 191 192 193 194 195 196 197 198 ! Nr. 199 Am neuen Thor. 200 201 Salzgries. 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 Zeughausgasse. 216 217 218 219 An der Gestatte. 220 221 222 223 224 225 Tiefer Graben. 226 227 228 229 230 231 232 t 233 l 234 . ' 235 236 Heidensckuß. 237 238 Freiung. 239 240 Herrengasse. 2 41 242 Strauchgasse. Li I' -- MW ^ - 1 , 7 ^ TÄL-i ML 2SL oer. 243 Strauchgaff». 244 245 246 247 248 24S Herrengaffc. 250 25t 252 253 Kohlmarlt. 254 255 256 257 258 259 260 261 262 Wallnerstraße. 263 264 Brnnngäßchen. 265 Wallnerstraße. 266 267 268 269 270 27t 272 ^ 273 274 Haarhof. 275 276 Wallnerstraße. 277 Neubadgasse. 278 Aohlmarkt. 279 280 28t 282 283 Naglcrgaffe. 284 Nr. 285 Naglergasse. 286 287 288 Neubadgäßchen. 289 290 29 t Naglergasse. 292 293 294 295 296 297 298 299 300 30 l 302 303 304 305 306 307 308 Bognergasse. 309 Naglergasse. 310 Bognergaffe. 311 312 313 314 315 316 3t7 318 Glockengäßchen. 3t9 320 Am Hof. 321 322 323 324 325 326 327 328 266 Nr. 329 Am Hof. 330 331 332 333 Färbergaffe. 334 335 336 Ledererhof. 337 338 Färbergassc. 339 340 Am Hof. 341 L edererhof. 342 Judenplatz. 343 344 345 Fütterergäßchen. 346 347 348 Wipplingerstraße. 349 350 351 Färbergaffe. 352 Hohe Brücke. 353 354 355 356 357 Schwertgasse. 358 359 360 Wipplingerstraße. 361 362 363 364 S toß im Himmel. 365 Passauergaffe. 866 A n der Gestatte. 367 P assauergaffe. 868 Salvatorgasse. Nr. 369 Fischerstiege. 370 371 372 373 Wagnergäßchen. 374 Fischerstiegt. 375 376 Rosmaringaffe. 377 378 Salvatorgaffc. 379 380 381 382 383 384 Wipplingerstraße. 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 Schultergasse. ^396 . 397 398 399 400 401 Jordangaffe. 402 403 - 404 J udenplatz. 405 Currentgaffe. 406 407 408- 409 4,0 Judenplatz. 411 267 Nr. 412 Parisergafft. 413 Schulhof. 414 415 416 417 Judenplatz. 418 Am Hof. 419 420 421 422 Scizcrgasse. 423 424 425 Spcnglergasse. 426 427 428 Steinlgasse. 429 430 431 Osenlochgaffe. 432 433 434 435 Tuchlauben. 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 Hoher Markt. 446 447 Salvatorgaffe. 448 Krebsgasse. 449 450 Sterngaffe. 451 452 453 Nr. 454 Preßgaffe. 455 Salzgaffe. 456 457 Preßgaffe. 458 459 Rupprechtssteig. 460 461 462 463 Seitenstettengaffc. 464 465 466 Kohlmeffergasse. 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 AmBergel. 482 483 484 485 Rabengaffe. 486 Rothgäßchen. 487 488 489 490 491 492 493 494 Seitenstettengaffe. ^ 95 ^ 496 DretfaltigkettShof in 268 Nr. 4S7 der Judengaffe. 498 499 Lazenhofin d.Judengaffe. 500 501 Judengasse. 502 503 504 505 506 507 Preßgassc. 508 509 510 Krebsgasse. 511 Hoher Markt. 512 513 514 515 Fischhof. 516 517 518 519 520 521 522 Hoher Markt. 523 524 525 526 Lichtensteg. 527 Bischofgafft. 528 529 530 531 Kramergassc. 532 Siebenbrunnergäßchen. 533 Münzerstraßc. 534 Mariengasse. 535 Kramergasse. 536 Mariepgaffe. Nr. 537 Mariengasse. 538 539 510 541 Hoher Markt. 542 543 544 545 546 Landskrongasse. 547 548 549 Kammerhofgasse. 550 Kammerhof. 551 552 Landskrongasse. 553 Tuchlauben. 554 555 556 557 558 559 560 561 562 563 564 565 Spcnglergasse. 566 567 568 569 570 571 Petersplatz. 572 Spenglergaffe. 573 Petersplatz. 574 Spenglergasse. 575 Pctersplatz. 576 577 Bauernmarkt. ., l'' - ? . - ^ - r ^ > - cr^ < L- -» >L « 7' LMM > ^^ '> . ' ' I-1-- KW ,^4 > «ä?» . -ÄR, E'. ^ : ^ LsM' , >."» 269 Nr. 578 Bauernmarkt. 579 Münzcrstraße. 580 58t 582 583 584 585 586 587 588 Bauernmarkt. 589 590 591 592 Goldschmidgasse. 593 594 595 596 Schlossergasse. 597 598 599 600 60t 602 ^603 Goldschmidgassc. 604 Am Eisgrübel. 605 620 Stockimcisenplatz. 62 t Schloffergassc. 622 Stockimeisenplatz. 623 624 625 Goldschmidgasse. 626 Stephansplatz. 627 628 Brandstätte 629 630 63t 632 633 Bischofgaffe. 634 635 636 637 638 639 Haarmarkt. 640 64 t 642 643 644 645 Rabengasse. 646 Haarmarkt. 647 606 Bauernmarkt. 607 608 609 PeterSplatz. 610 611 612 Graben. 613 614 615 616 617 6»8 619 Schlossergasse. 648 Adlergasse. 649 Rothenthurmstraße. 650 651 Auminkel. 652 653 654 655 656 Biberbastci. 657 658 659 660 661 270 Nr. 662 Auwinkel. 66S 664 665 666 Dominikanerplatz. 667 668 669 670 Bockgasse. 671 Schulgasse. 672 Dominikanerplatz. 673 Schönlaterngasse. 674 675 676 677 678 679 680 681 682 683 - 684 Alter Flcischmarkt. 685 686 687 688 Drachengäßchen. 689 Alter Fleischmarkt. 690 691 692 693 694 Wolfengassc. — 695Alter Fleischmarkt. 696 697 698 699 700 701 702 703 Nr. 704 Alter Fleischmarkt. 705 706 707 708 709 Laurenzergasse. 710 Hafnersteig. 711 712 713 714 715 7 16 L aurenzergasse. 717 Adlergasse. 718 719 720 721 722 723 724 Rothenthurmstraße. 725 726 727 728 Haarmarkt. 729 730 731 732 733 734 735 Lugeck. 736 Unt. Bäckerstraße (Märzstr). 737 Kölnerhofgasse. 738 739 740 741 Untere Bäckerstraßc (März- 742 straßc). 743 744 745 746 kU ^ X .4. Nr. 747 Untere Bäckerstraße. 748 74S 7SÜ Universitätsplatz. 75 t Obere Bäckerstraße (Studen- 752 tenstraße). 753 754 755 Nr. 78S Wollzeile. 790 79t 792 793 794 Riemcrstraße. 795 796 Jakoberhof. 797 756 Universttätsplatz. 757 S chulgaffc. 758 Universitätsplatz. 759 Obere Bäckerstraße (Studen- 760 tenstraße). 761 762 763 764 765 766 767 768 Bischofgaffe. 769 770 Wollzeile. 771 772 773 774 775 776 777 778 779 780 781 782 783 781 785 786 787 Bockgaffe. 788 Wollzeile. 798 Riemerstraße. 799 Jakobergasse. 800 801 Seilerstättc. 802 803 804 805 806 807 Jakobergasse. 808 809 810 811 Riemcrstraße. 812 813 — 814 815 F ilzgaffe. 816 Riemcrstraße. 817 818 819 820 821 822 823 824 825 Kumpfgasse. 826 827 828 829 830 272 Nr. 831 Kumpfgaffe. 832 833 Grünangcrgasse. 834 835 836 837 Nikolaigasse. 838 83S Sackgasse. 840 Nr. 872 873 874 875 Stockimeisenplatz. 876 877 Singerstraße. 878 87S 880 881 Blutgaffe. 841 Grünangcrgasse. 842 843 814 Kleine Schulenstraße. 845 846 817 Blutgasse. 848 849 850 Kleine Schulenstraße. 851 Große Schulenstraße. 852 853 854 855 856 Wollzeile. 857 858 859 860 861 862 863 864 865 Strobclgaffe. 866 867 Wollzeile. 868 869 Bischofgasse. 87V Stephansplatz. 871 882 Fähnrichhof in der Singer 883 straße. 884 Singerstraße. 885 886 887 888 889 890 891 892 893 894 895 896 897 898 899 900 901 902 ^kärnthnerstraße. 903 904 905 906 907 908 909 910 911 Franziskanerplatz. 912 913 914 Weihburggassr. iHrrL ^ r. Ä E f,. M.-' ^ f 4 7 Nr. 915 Seilerstättt. 916 Weihburggasse. 917 918 919 920 921 922 923 924 ^ 925 92« 927 928 Ballgassc. 929 930 931 932 Rauhensteingasse. 933 934 935 936 937 938 939 Weihburggasse. 946 Kärnthnerstraße. 947 Himmelpfortgasse. 948 949 950 951 952 953 954 955 956 957 Seilerstäite. 958 Nr. 959 Seilerstätte. 960 961 Himmelpfortgasse. 962 963 964 965 966 967 Kärnthnerstraße. 968 969 Zohannesgasse. 970 971 972 973 974 975 976 977 978 979 980 9 81 982 Kärnthnerstraße. 983 984 985 986 987 Seilerstätte. 988 989 990 991 992 993 994 995 Mnagasse. 996 997 998 999 1000 1001 100 « ls 274 Nr. 1003 Annagasse. 1004 Kärnthnerstraße. 1005 1006 Krugerstraße. 1007 1008 100S 1010 1011 Wallfischgaffe. 1012 Krugerstraße. 1013 1014 1015 1016 1017 Kärnthnerstraße. 4 1018 10 IS Wallfischgasse. 1020 1021 1022 M ' 1023 1024 1025 1026 ' 1027 Unter dem Kärnthnerthore. 1028 1029 1030 Sattlergasse. 1031 1032 1033 ^ 1034 Spitalplatz. ° 1035 1036 103? Sattlergasse. 1038 Kärnthnerstraße. 1039 1040 Komödiengäßchen. 1041 1042 1043 Kärnthnerstraße. Nr. 1044 Kärnthnerstraße. 1045 1046 1047 1048 1049 1050 Neuer Markt. 1051 1052 >053 Spitalgasse. 1054 Neuer Markt. 1055 Klostergasse. 1056 Neuer Markt. 1057 1058 1059 1060 1061 1062 1063 1064 1065 Neuer Markt. 1066 1067 1068 1069 1070 Kupferschmidgaffe. 1071 1072 Kärnthnerstraße. 1073 1074 1075 1076 1077 >078 1079 1080 Stockimeisenplatz. 1081 1082 Seilergasse. 1083 1084 1085 1086 ^ i »k' -Sk>dkL»^ ;»> . 2 ' nrN.«^ '? 'UsLLjM^ 27 S » Nr. 1087 Seilergaffe. 1088 I08S Spiegelgasse. 1090 Seilergaffe. 1091 1092 Krautgäßchen. 1093 Seilergäßchcn. 1094 Graben. 1095 Spiegelgaffe. 1096 1097 1098 1099 Spitalplatz. 1100 1101 1102 Spiegelgaffe. 1103 1101 1105 Dorotheergasse. 1106 1107 1108 1>09 1110 1111 Neuburgergaffe. 1112 Dorotheergasse. 1113 1114 1115 1116 1117 1118 1119 1120 1121 Graben. 1122 1123 Untere Breunerstraße. 1124 1>25 I>26 1127 Nr. 1128 Untere Breunerstraße. >129 1130 1131 1132 1133 Graben. 1134 1135 Obere Breunerstraße. 1136 I >37 1138 1139 1140 1141 1142 1143 4144 Graben. 1145 1146 Kohlmarkt. 1147 1148 «149 1150 1151 1152 1153 Michaelsplatz(Constitutions 1154 platz). 1155 Josephplatz. 1156 1157 Augustinergaste. 1158 1159 Augustinerbastei. 1160 1161 Im Volksgarten. 1162 Löbelbastei. 1163 1164 >165 Mclkcrbastei. 1166 1167 Schottenbastci. 1168 18 * 276 » Nr. 1169 Schottenbastci. 1170 Elendbastel. 1171 1172 117 3 Neue-Thor-Vastei. 1174 Biberbastei. 1175 1176 1177 1178 1179 1180 1181 Laurenzerbastei. 1182 1183 1184 1185 1186 1187 1188 1189 1190 1191 1192 1193 1194 Nr. 1197 scherthore. 1198 1199 1200 1201 Am Schänzel. 1202 1203 >204 Abgetragene Gebäude außer 1205 dem Rothenthurmthore. 1206 Abgetragene Wachstube außer der Hauptmauthbrücke. 1207 Abgetragene Gebäude außer 1208 der Hauptmauthbrücke. 1209 1210 Abgetragene Gebäude außer 1211 dem Stubenthore und im >212 sogenannten Münzgraben 1213 am Kärnthnerthore. 1214 1215 Volksgarten (Salon). 1216 Am Fischerthore. 1217 Siebenbrunncrgäßchen. 1218 Schauflerg. zwisch.Nr. 5u.6. 1195 Abgetragene Gebäude am 1496 Schotten-, Neu- und Fi- 1219 Außer d. Kärnthnerthore an d. stein. Brücke (Tabakhütte). MMM Kurze Chronik -er Vorstädte Wiens. In ältester Zeit konnten nur die alte Wieden, die Landstraße, der obere Werd (Rossau) und der untere (Leopoldstadt) als eigentliche Vorstädte betrachtet werden. Die übrigen jetzigen Vorstädte waren entweder die ehemaligen sogenannten Lucken, welche sich auch über das heutige Glacis bis hart an den Stadtgraben verbreiteten, oder einzelne, zufällig der Stadt nahe liegende Dörfer, wie z. B. Erdberg, Nikolsdorf, Matzleinsdorf, Gumpcndorf, Zaismannsbrunn (St. Ulrich), Croatcn- dvrfel (Spitalberg), Sicchenals (Thurv), Cporkcnbühel (Himmelpfort- grund), oder auch nur einzeln liegende Höfe, Schlösser und Wirtschaftsgebäude , wie z. B. Conradswörlh (das jetzige Frcihaus auf der Wieden), der Hundsthurm, das Schlößlein Margarethen, im Schöfs (Mariahilf), der rothe Hof, um welchen sich die Jcscphstadt bildete; oder endlich Wiesen, Wald und Weinberggründc, wie z. B. Schottenfeld , Josephstadt, Breitenfeld und Liechtenthal, welch' letztere Vorstadt noch jetzt im Munde des Volkes Wiese genannt wird; dann Alt-Lerchenfeld und zum Theile der Alser- und Michaclbeuern'sche Grund. Diese Vorstädte, Dörfer und Lucken wurden zuerst bei der ersten türkischen Belagerung Mg zerstört, und besonders gingen bei dieser Gelegenheit die der Stadt am nächsten liegenden Lucken vollständig zu Grunde, von welchen nur einige wieder hergestellt wurden, deren Namen uns die Chronik aufbewahrte, wie z. B. Kleberlucken vor dem Schottenthore; Neulucken an der Wien; Rcfel-, Koth- und Schebenzerlucken vor dem Kärnthner- thore; Kater- und Schaufellucken vor dem Burgthore; Rosenlucken gegen das Schottenthor. Sie waren meistens mit Zäunen umfriedet und Zwischen den Häusern mir kleinen Gärten bepflanzt. Bei dieser Belagerung gingen auch mehre sehr ansehnliche Gebäude in den Vorstädten und Lucken zu Grunde, welche nie mehr hergestellt wurden, so z. B.das große Bürgerspital vor dem Kärnthnerthore diesseits der Wien in der Gegend links von der steinenen Brücke mit der Heiligengeistkirche und dem großen Gottesacker; das Frauenkloster zu St. Nikolaus vor dem Stubenthore; das Frauenkloster zu St. Magdalena vor dem Schotten- chore; die Kirche zu St. Anton in der Gegend der heutigen Karlskirche, ieiie zu St. Coloman, zu St. Johann, zu St. Wolfgang, zu St. Philipp und Jakob, zu St. Martin, welche auf der Landstraße, Wieden und in den Lucken standen. Ueber alle diese interessanten Bauwerke ist außer in der äußerst seltenen Ansicht von Meldemann von 15ZD auch keine Spur mehr vorhanden, wie sie ausgesehcn haben mochten unv selbst in dieser Ansicht, so schätzenS- und wünschenSwerth deren Besitz auch wäre, laßt sich wegen der Willkürlichkeit der damaligen Darstellung wenig Belehrendes entnehmen. — Nach dem Abzüge der Türken wurden die 278 Vorstädte und zum Theile die Lucken wieder hergestellt und mit neuen, mitunter ansehnlichen Gebäuden vermehrt, welche uns zum Theil Vi- scher's Topographie vom Jahre 1672, zum Theile die äußerst gut gearbeiteten Querfolioblätter von Daniel Suttinger aus dem Anfänge des Jahres 1683 aufbewahre». In diesem Jahre aber traf sie abermals das Schicksal der Zerstörung, und nach dem Abzüge der Türken erfolgte die Verordnung des Kaisers Leopold I., daß im Umkreise der Stadt in der Entfernung von 600 Schritten von den Festungswerken kein Gebäude mehr errichte: werden durfte, wodurch also die Lucken gänzlich verschwanden, die Vorstädte jedoch desto eifriger und ansehnlicher bebaut wurden, deren eigentlich stabiles Daseyn sich seit dem Jahre 1704 datirt. In diesem Jahre nämlich wurden auf Befehl Kaiser Leopolds I. gegen die Einfälle der mißvergnügten Ungarn die Linienwätte ln einem Umkreise von7090 Klaftern (von der Donau bei Erdberg bis wieder an die Donau bei Liech- tenthal), vorerst Erdwälle, 1728 —1730 aber mit Ziegeln aufgemauert, gezogen. Diese Linien schloßen nun die Vorstävte von dem offenen Lande für immer ab, und alle Gebäude, Dörfer, Schlüße», Höfe rc., welche innerhalb dieser Linien zu liegen kamen, wurden fortan zu den Vorstädten gerechnet. Schon Anfangs des vergangene» Jahrhundertes gab es daselbst ansehnliche Gebäude und schöne Anlagen, so spricht z. B. die berühmte Reisende, Lady Montague, in einem Briefe aus Wien vom 8. September 1716: »Ich habe nie etwas so vollkommen angenehmes und reizendes gesehen , als die Wiener Vorstädte. Sie sind sehr umfangreich und bestehen fast gänzlich aus schönen Palästen, die wegen ihrer Lage und Bauart zum Entzücken find. Fände es der Kaiser für dienlich, die Stadtpforten wegzuschaffe» und die Stadt mit den Vorstädten zu vereinigen, sowürde er eine der größten und am besten gebauten Städte in Europa haben rc.« Doch hatten sie noch bis auf die neuere Zeit bei Weitem nicht die jetzige große Häuser;ahl,und erst unter Maria Theresia begannen die häufigeren Bauten und wurden bis auf unsere Zeit fortgesetzt. Vor noch etwa dreißig Jahren gab es viele und umfangreiche Wiesen, Gärten- und Ackergründe, besonders in einigen derselben, die jetzt beinahe vollständig mit Häusern bedeckt sind. Dadurch entstanden auch ganz neue Vorstädte, welche in dem ersten Häuserverzeichnisse von 1776 noch nicht Vorkommen, und wovon am Schluffe dieser Abtheilung die Rede seyn wird. 1734 gab der Jesuit Schachner zuerst eine mit 9 Dogclperspek- tiv-Plänchen illustrirte Schilderung der Vorstädte in lateinischer Sprache heraus. Die Nummerirung der Vorstädte betreffend, so gilt von denselben das Nämliche, was bereits von der innern Stadt gesagt wurde und auch die dort angeführten Verordnungen beziehen sich auf dieselben. Sie wurden, wie Seite 5—7 erwähnt, zum Behufe der Feuerordnung in Nummern eingetheilt, welche jedoch bloß im magistratischen Protokolle und nicht auf den Häusern selbst verzeichnet standen. Die erste gesetzmäßige und wirkliche Nummerirung aber fand ebenfalls erst 1774 — 177! statt, da im Staatsschematismus von 1776 zum erstenmale sowohl ein Häuserverzeichniß mit den Nummern erschien, als auch bei den Woh- Lz-SÄ^E r ^ q«r? .Mzj« ,.- - -....L^q», >rV,q«U-Lrr v .', .(' . «»4l r'»' ,-'',M--tz^ ' > .' L»P».Mch, --rt» > - - 7 / -i«i»e»H V. ' E ^,'- 'k - - X 27S nungen dir Beamten erst von da an, dann aber fortwährend, die Hausnummern Vorkommen. Folgende Uebersicht liefert eine gedrängte Geschichte der Vorstädte, so weit als es mir möglich war, beglaubigte Materialien vazu aufzufinden, so wie ihrer vorzüglichsten Gebäude aus älterer Zeit. Die Rei henfolge derselben nehme ich in der Ordnung, wie sie in dem ersten, 1776 erschienenen, mit Nummern versehenen Häuser-Verzeichniß vorkommt. t. Leopoldstadt. In der frühesten Zeit nannte man die Gegend am dieß- und jenseitigen Gestade der Donau von Nußdorf bis über Wien d en Werd.Das diesseitige Gestade hieß der obere Werd (jetzt Roßau); das jenseitige der untere (Leopoldstadt.) Die ersten Besitzer des obern und unteren WerdeS waren die Landessürsten, aus deren Händen sie durch Freigebigkeit wieder kamen. So z. B. erhielt das Stift Klosterneuburg schon durch Leopold den Heiligen einen bedeutenden Theil des unteren Werds, weiterhin der deutsche Orden, das Clarenstift auf dem Schweinsmarkte (Spitalplatz) in Wien, die Stadt Wien, das Bürgerspital re. Der untere Theil des Werds, der heutige Brater, wurde zum Theil Eigenthum von Klosterneuburg , zum Theil deS Philipp Pöckel, welcher seinen Antheil 1444 den Augustinern verkaufte, so daß die Landesfürsten im 15. Jahrhunderte außer der Zägerzeile svicun venstorum) nichts mehr eigenthümlich besaßen, und Kaiser Maximilian H. gezwungen war, zur Befriedigung seiner Jagdlust einen Theil des Praters 1564 von dem Stifte wieder einzulösen, und den übrigen von den Augustinern in Bestand zu nehmen. Noch heut zu Tage besitzt das Stift Klosterneuburg die Brigittenau, dann die äußere Gegend von da an bis an die neue Taborbrücke, früher Klosterneuburger-Au genannt, während die meisten seiner Besitzungen im Werd »Heils durch Unfälle und Ueberlas- sungen seiner Güter auf Leibgeding, theils durch Processe verloren gingen. Bis zum Jahre 1536 standen in der Gegend des untern We,1>s blos Hütten und Schanzen gegen die Einfälle von dieser Seite her; doch war auch die Gegend bei dem alten Tabor gegen die Brigittenau schon bewohnt. Hier standen die Gebäude deS Bruckmeisters und der Mauthner mit einer Eisgrube. Diese wurden aber mit den übrigen Hütten und Gebäuden des untern Werds 1529 von den auf der Donau angckomme- nen türkischen Nassadisten sammt der damaligen Donaubrücke und den Wolfsbrücken (in die Schottenau, heutige Brigittenau führend) theils verbrannt, theilS zu Schanzen und Brustwehren verwandelt. Nach dem Abzüge der Türken wurden außer den hölzenen Barraken und Erdhütten, die für die Unterkunft der von den wiederhergestellten Brücken kommenden Fuhrleute nothwendig waren, weder die Brandstätten noch auch die öden Plätze sobald wieder mit Häusern verbaut, sonst würde gewiß Wolfgang Schmelz!, welcher in seinem 1547 erschienenen Lobgedicht der Stadt Wien alles Merkwürdige damaliger Zeit auf das Genaueste beschreibt, auch von neuen Häusern im untern Werd «ine Meldung gemacht haben. Ein Jahr nach dieser Verwüstung wurde jedoch beschlossen, Wien sso zu einer Vormauer der Christenheit zu erheben; statt der alten Befestigungen neue ausgedehntere Festungswerke auf den Stellen der an den alten Stadtwällen und Zäunen gelegenen Lucken zu erbauen; die Bewohner der letzteren aber mit anderen Bauplätzen in entfernteren Gegenden zu entschädigen. Zu dieser Entschädigung wurde nun auch der verödete untere Werd bestimmt. Aber erst im Jahre 1538 kam diese Entschädigung zu Stande, und von da biö IS4Ü siedelten sich nicht nur viele Gärtner, Fischer und Schiffleute, sondern auch Bürger der Stadt hier an, welche letztere für das Abbrechen ihrer nahe an der Stadt gelegenen Häuser und Gärten Bauplätze im untern Werd erhalten hatten. Zu dieser Zeit entstand auch hier das Brauhaus des Bürgerspitals, da dessen früheres vor dem Kärnth- nerthor 1529 bei der türkischen Belagerung zu Grunde gegangen war. Kaiser Ferdinand l. nahm auch um 1549 die Juden wieder in Wien auf, nachdem sie 1371 durch Herzog Leopold, 142l durch Herzog Albrecht V., und 1512 durch Kaiser Marimilian vertrieben worden waren. Doch duldete er sie nicht mehr in ihren vorigen Wohnplätzen in der Stadt sin der Gegend vom Judenplatz bis hinab gegen den tiefen Graben), sondern es wurde ihnen der öde Grund im untern Werd, wovon ein großer Theil noch jetzt die Haide genannt wird, rückwärts dem heutigen Carmelitenkloster bis gegen den Augarten, zu Bau-und Wohnplätzen angewiesen. Anfangs des 17. Jahrhundertes waren der untere Werd und die Judenstadt schon mit Häusern verbaut, 1814 die Gegend, wo sich heute die Kirche und das Kloster der barmherzigen Brüder befinden, woselbst schon in dieser Zeit mehre Bürgerhäuser, eine Schießstätte und die später erwähnte JnSlichtschmelz Vorkommen. Schon >m Jahre 1819 war der Werd nicht nur wegen seiner vortheilhasten Lage zum auswärtige» Commerz, sondern auch wegen der Einfuhr nach Wien der wichtigste Handlungspunkt. Im Jahre 1834 wurde dem in Wien angekommenen türkischen Gesandten, welcher früher in dem Gasthause zu den drei Hasen in der Kärnthnerstraße gewohnt hatte, zum ersten Male die Unterkunft im Werd »bei den Feldern, zum Lämpel genannt,- angewiesen. Trotz der verheerenden schwedischen Invasion war im Jahre 1848 die Gemeinde so angewachsen und beschäftigte die damals aussebließend mit der Seelsorge beauftragten l1822 aufgenommenen) Karmeliter so sehr, daß man ihnen von St. Stephan Curaten zur Aushilfe geben mußte. AuS einer von Maurer 1884 herausgegebencn Chronik von Wien mit einer Charte, entnimmt man, daß damals der untere Werd in der Gegend der heutigen Taborstraße und längs dem Donaucanale schon ganz mit Häusern überbaut war. Eine den 2. Februar 188S in einem Theile der kaiserlichen Burg ausgebrochene FeuerSbrunst, die man den Juden Schuld gab, legte den Grund zu einem fürchterlichen Sturm gegen dieselben. Nach den blinden Vorurtheilen jener verfolgungSlustigen Zeit legte man ihnen Schändung der Heiligthümrr, geheimes Einverständniß mit den Schweden und Türken, Münzversälschung, Kinderraub, Jungfrauen-Verkauf, Unterschleif mit Dieben zur Last, und sicherlich würde eS zu den blutdürstigsten Gräuel- thaten und Raub gekommen seyn, mären nicht die Kaiserin Margaretha, - 2. -?r "' '>4- , <7 c- -. : --- ' -»»»«Ä »-« ^ E''- . L K - -1- ' . ^--:^ - i- :- ^<1-. V - L» > / ^ '^LÄd.. ^7 - - ,- ^r >^V «MWMWGM > r? - V> ^r< >YM< ^»t» . < i!?i.'» -> tv- - i^. 2St der damalige menschenfreundliche Bischof von Neustadt, Leopold Graf von Kollonitsch, und die niederösterreichischen Stände in das Mittel getreten. Sie vermochten den Kaiser Leopold zur Abschaffung der Juden von Wien, die in jener Zeit wilder Gährung einzig mögliche Beschwichtigung derselben. Den 3l>. Juli lbb9 erging deshalb ein kaiserlicher Befehl zur Abschaffung der Juden und den 14. Februar 1670 ein wiederholter verschärfter, welcher denselben bis auf den Frohnleichnams- tag die gänzliche Räumung ihrer Häuser und Wohnungen, dann die Ausgleichung der Schulden zwischen ihnen und den Christen gebot. Zur Beseitigung aller üblen Folgen und Hindernisse bei dem Abzüge der Juden hielt Bischof Kollonitsch eine Predigt in der Kar- melitenkirche, welche die Erbitterung gegen die Juden dämpfte und den Stadtmagistrat ermunterte, zur schnellen Ausführung des Befehles selbst Hand anzulegen. Dieser erbot sich auch , den Juden ihre Häuser gegen 100,ONO fl. abzulösen, und auch die Zahlung jener 10.000 Gulden zu übernehmen, welche sie bisher für ihre Duldung jährlich zu bezahlen hatten; bedingte sich jedoch dagegen, daß der Judenschaft nie mehr erlaubt seyn sollte, sich im städtischen Burgfrieden niederzulassen, und daß an der Stelle ihrer Synagoge eine christliche Kirche erbaut werden sollte. Diesem Verlangen wurde willfahrt, der Erlag des Geldes geschah, die Synagoge wurde niedergeriffen und 1670 an ihrer Stelle die Kirche zum heiligen Leopold gebaut, auch dem unteren Werd für immer der Name Leopolbstadt beigelegt. Auch erhielt die Vorstadt mehre Freiheiten, z. B. einen Jahrmarkt von Sr. Margarethentag auf vierzehn Tage ; einen Töpfermarkt auf St. Marti»; einen Wochenmarkt auf alle Mittwoche mit Getreide, Pferden und anderem Vieh, endlich die Uebersetzung des Trödelmarktes vom Kärnthnerthorc dahin, wovon noch die Tandelmarktstraße herrührt, der jedoch nicht gar lange daselbst Bestand hatte. Auch war derselbe nicht permanent, sondern wurde nur an bestimmten gewissen Tagen abgehalten und er bestand auch schon Anfangs des 18. Jahrhundertes nicht mehr, wovon folgende Stelle aus dem jetzt so äußerst seltenen Büchlein Vienna xlo- rios» et Krstiosr», Wien t720, Zeugniß gibt: »In der Leopold- stadt wäre vor etlichen Jahren alle Woche dreimal ein vornehmer Dän- delmarkt, von kostbarem reichen Goldschmuck, wie auch Kleider, ist aber gäntzlich abkommen und cassiret worden." Um 1720 wurde der T andelmarkt wieder auf die Wieden, vor der steinenen Brücke übertragen, tsiehe Wieden ) 1670 hatte die Leopolbstadt viel von der großen Pest zu leiden und in ihrem Bezirke wurden bei 10,000 Menschen begraben. Beider zweite» türkischen Belagerung 1683 wurde der größte Theil der Leopolvstadt von den Feinden verbrannt und zerstört, nach dem Abzüge der Türken jedoch bald wieder schöner herge- stcitt. Die ferneren Schicksale hatte rie Leopoldstadt mit der Stadt und den übrige» Vorstädten gemein. Früher war das Bürgerspital die alleinige Grund - und Ortsobrigkeit; seit 1688 aber der Magistrat der Haupt- und Residenzstadt. In der frühesten Zeit hatte der Pfarrer zu Leopoldau (Eipeldau) die Seelsorge über die Bewohner des untern Werds; 1628 erhielten die 282 Carmeliten dieses Recht. 1646 ober wurde dieselbe der Pfarre St. Stephan übertragen, bis MV an der Stelle der bisherigen Judensynagoge die heutige Pfarrkirche zu St. Leopold erbaut wurde. An der Stelle deS darnebenliegendcn Hauses deS letzten Judenwächters Marcus Schlesinger *) wurde der Pfarrhof erbaut. 1723 wurde die Kirche erweitert und verschönert. Die barmherzigen Brüder wurden schon 1614 von Kaiser Mathias in Wien ausgenommen, für sie ein an die Schmelzgassc stoßendes Haus zur Errichtung eines Spitales erkauft, und durch Kaiser Ferdinand H. aus dem gegenwärtigen Platze Kloster, Kirche und Spital erbaut. Nach dem großen Brande vom Jahre 1655 wurden im folgenden Jahre die verheerten Gebäude wieder hei gestellt und 1676 das Spital ganz neu und größer gebaut. 1883 flüchteten sich die Brüder in die Stadt, und nahmen daselbst die Wartung und Pflege der verwundeten Soldaten und Bürger über sich. Als sich die Türken entfernt hatten, wurden Kloster, Kirche und Spital mittelst reichen Gaben wieder hergestellt. 1656 stifteten die Kaiserin Maria Theresia und die Herzogin von Savoyen das Rekon- valeöcentenhaus auf der Landstraße. Für die 1622 in Wien angekommenen Carmeliten wurden 1624 —1627 Kloster und Kirche gebaut. Nächst dem Kaiser Ferdinand II. war Fürst Hartmann von Liechtenstein deren größter Wohlthäter. 17V7 und 1723 wurde der Platz vor der Kirche durch Gutthäter mit verschiedenen Statuen von Heiligen und einer Mariensäule verziert. Als jedoch 1787 der große Klostergarten zu Baustellen abgegeben werden mußte, wurden dieselben weggeräumt und zu Grundsteinen für die neue UmfangSmauer des Klosters verwendet. Die meisten darin befindlichen großen Kastanien- bäuuie wurden in den Augarten versetzt. Schon im Jahre 1671 wurde von Bürgermeister und Rath der Stadt Wien dem Kaiser Leopold I. der Vorschlag gemacht, hier ein Arbeitsund Zuchthaus zur Besserung der verdorbenen Sitten, zur Beschäftigung des herrenlosen Gesindels, zur Verminderung der Bettler, zur Züchtigung der zügellosen Jugend und zum Straforte öffentlicher Dirnen und Kupplerinen zu errichten. Dieser Vorschlag wurde genehmigt und die nützliche Anstalt entstand noch in demselben Jahre. Das HauS mit einer Capelle des heil. Antonius wurde 1673 vollendet und folgende Inschrift darüber gesetzt: Imperanle Iwopoläo kll Loiisule Daniele 1>arraro Springer 8. L. HI. L. Disciplinarium dev 8enMlis kopulusigue Viennensis ereilt MDdXXIll. 1683 von den Türken hart beschädigt, wurde es in der Folge wieder hergestellt und zu einem Arbeitshause verwendet. 1713 wurde eS von den Arbeitern geleert und zu einem Pest-Lazarethe bestimmt, 1724 wurde die *) Die Synagoge wurde von dem Magistrate um 7142 Gulden, das erwähnte HauS um 1733 Gulden 45 Kreuzer erkauft. «WWW ' ^ KP»» « - >' '!«..- ,N - 1 «: ' ' Mk^> - ^ ' E --2 '"ZE ^ ' ,' ^ ».->-.. . >' 4«^. -,.- »> r< ', -. ^7V -vp« . MyE - 283 ziemlich verfallene Anstalt wieder erhoben und das Gebäude neu hergestellt. Durch Patent vom 20. August 1718 schon wurden alle bisher zum Aufenthalte und Unterkunst der Bettler bestimmten Plätze, Wohnungen und Häuser abgeschafft und statt derselben das Zucht- und Arbeitshaus, welches der Magistrat inzwischen für landgerichtliche Sträflinge benützt hatte, zur Unterbringung der inländischen Bettler nnd Müffiggängcr, für Arbeitslose und für Waisen bestimmt; die Sträflinge mußten in andere Gefängnisse übersetzt werden. Zugleich wurde auch dem ursprünglichen Gebäude ein zweites mit einem Stockwerke zugebaut. 1742 wurden die Waise« in das für sie neu erbaute Haus aus der Landstraße übersetzt , das Zuchthaus erhielt seine jetzige Bestimmung als Straf-, dann als Arbeits- und Besscrungshaus der Sträflinge zur Bildung ihrer Sitten und ihres künftigen Lebenswandels und erhielt die bezeichnende Inschrift: l-nkoro vt käme Peter Fuhrmann spricht in seiner Beschreibung Wiens, I. Bd., 15. Cap., S-286 über das Zuchthaus Folgendes: „Also wird die Herberg derjenigen genannt, die man allda zusammen stecket, welche sich auf den Müssiggang, auff's Betteln, auffs Schnipsen, Beutelschneiden und dergleichen verlegen, oder die ein unbändiges und unverschämtes Leben führen oder anderer Laster sich schuldig gemacht haben. Eö ist ein ziemlich weitläuffiges Gcbäu und für allerhand Werkstädte, mit Arbeit-Stüben eingericht, absonderlich zum Woll- Spinnen, da nebst vielen andern Produkten jährlich über 2000 Kotzen verfertigt werden. Es dient dieser Ort auch denen Eltern zur Züchtigung nngerathencr Kinder, denen man auf gar feine Weise Mores lehret und sie gleich beym ersten Eintritt mit kräftigen Streichen der Ochsen-Senne bewillkommt; täglich sie damit bedienet und endlich nach erstreckter Zeit damit abfertiget.- Im Jahre 1734 widmete der Erzbischof Sigm. Graf v. Kollonitsch sein in der Leopoldstadt befindliches Haus sammt Garten und einer Capelle zum heil. Johann von Nepomuk zu einem Spital für Arme, welches er in seinem letzten Willen auch mit einem Stiftungscapitalc von 2000 Gulden dotirte und die weitere Obsorge und Erhaltung der Armencasse übertrug. In demselben befanden sich stets über 60 Männer und über 280 Weiber, die mit Spinnen beschäftigt wurden. Als im Jahre 1783 das Armen-Jnstitut einqeführt ward, wurde diese Versorgungsanstalt aufgelöst und das HauS sammt Garten zum Baue mehrer Privathäuser abgegeben (s. unten). Früher befanden sich in der Leopoldstadt eigene Gottesäcker bei der Pfarrkirche und bei den Barmherzigen. 1784 wurden dieselben aufgehoben und für die Verstorbenen der Gottesacker außer der St. Marrer- linie angewiesen. Die Normal - Hauptschule entstand 177V aus dem ehemaligen Erercitienhans und Schule der Carmeliten, und über deren Eingang wurde folgende Inschrift gesetzt: 2elo Lelaius «m» pro Domino Deo LxeroiEum. lüti. Z. kexum. Auf dem Platze, wo jetzt an der Schlagbrücke die Kaffehhäuser stehen, entstanden schon 1703 hölzerne Kaffeh-Hütten, aus denen in der 284 Folge die jetzigen schönen Gebäude hervorgingcn. DaS jetzige Badhaus zum scharfen Eck ist dadurch merkwürdig, daß hier dem 1750 vom Pascha von Tripolis abgeschickken Gesandten, Hassan Effendi, seine Wohnung angewiesen wurde. Das jetzige kaiserliche Schiffamt entstand schon als Wasserrecht oder sogenanntes Leerenbecheramt 1568, und wurde längere Zeit als landcsfürstliches Lehen verliehen. An der Stelle der heutigen neuen Gasse bestand früher der freiherrlich von Egger'sche Garten, welcher 1775 zu Baustellen verkauft wurde. Das ehemalige Gartengebäude, in welchem 1748 der von der Pforte abgeschickte Gesandte Mu- stapha Effendi wohnte, Nr. 135, ist jetzt fürstlich Liechtensteinisches Ei- genthum. An der Stelle der jetzigen Reiterkaserne, welche 1721 erbaut wurde, befanden sich früher Küchengärten. Bei der ersten Nummerirung 1775 hatte die Leopolvstadt 406 Nummern mit geringer Veränderung der jetzigen Reihenfolge der Gassen. Nur waren damals die Benennungen der Gassen noch nicht so bestimmt als jetzt, und einige derselben hatten ursprünglich andere Namen, so z. B. Richter- oder Schwarzbäckgasse, welche später zur Badgaffe gerechnet wurde; bei der Carmelitenmauer, jetzt Sperlgasse; bei der Jnslichtschmölz, jetzt in die Taborgasse einge- reiht; am Wasser gegen den Czerninischen Garten, jetzt Czerningasse. Nr. 62 war damals das gräflich Kollonitsch'sche Armenhaus, jetzt 138, 139, >40 in der Donaustraße; 76, 77 das Augarten-Gebäude (jetzt 162); 78 der Garten des croalischen Collegiums (zum Augarten verbaut); 121 der Pfarrhos (jetzt 176); 203 daS Zucht- und Arbeitshaus (jetzt Strafhaus 231); 237 gemeiner Stadt Wien Jnslichtschmolz (jetzt daS Privathaus 453); 286 der Pazmaniten-Garten (jetzt das Gebäude Nr. 375, noch zum Collegium gehörig); 291 Häusl im Stadtgut, s. unten. — Nach dem Häuserverzeichnisse von 1779 befanden sich damals in der Leopoldstadt bereits 410 Häuser; 1788— 430, wobei wieder folgende neue Namen von Gasse» Vorkommen: Auf der Hart (jetzt Strafhausgasse); in der Ochsengasse oder bei der Schmelz (vorige JnSlichtschmölz) : drei Herrgottgasse (jetzt Gartengasse) und die noch jetzt bestehende «neue Gaffe.» 1787 zählte die Vorstadt 458 Häuser; 1795 — 507 ; 1806 — 539; 1822 — 592; 1824 — 614; 1828 — 625 ; 1885 — 636, gegenwärtig aber 742 Häuser. Zu dem Gebiete der Leopoldstadt gehören auch folgende der beliebtesten Promenaden und Belustigungsörter: l. DerAu garten. Noch im Jahre 1654 besaßen dessen Grund und Boden zum größten Theile Johann Franz Gras von Trautson, nied. österr. Statthalter; den übrigen Theil Johann Kanzinger und Ferdinand Maximilian Graf von Sprin- zknstein als Leibgeding vom Stifte Klosterneuburg. 1688 kaufte Kaiser Leopold dem Grafen von Trautson seinen Theil ab und staltete ihn zu einem Lustgarten mit einem Gebäude um, das die alte kaiserliche Favorita genannt wurde; allein noch in demselben Jahre wurde sie von den Türken zerstört. Kaiser Joseph 1. stellte den verwüsteten Garten mit einem kleinen Gebäude für seine Mutter, die Kaiserin Eleonore Magdalena Theresia, wieder her, daS alte Gebäude hlieb aber noch Ruine. Schon damals und unter Karl VI. war dieser Garten Lieblingspromenade der feineren Gesellschaft und Küchelbeckcr spricht darüber, (siehe V.,» - «*»> I <- t?' '^tz . »-! /' 4 >. ,i^.-i.^ -*>- 'L' - <> V->( M. 285 Allerneueste Nachricht rc. S. 4lS): „Eine sehr schöne und angenehme Promenade ist der sogenannte Au-Garten oder die alte Kayserlichc Favorita, welche den ganzenSommer hindurch offen steht und derjenige Ort ist, wo man gegen Abend le denn momle üe Vienno gemeiniglich antrifft. Der angenehme Garten, die schönen Alleen, der lustige Wald verursachen nicht nur denen Augen ein sonderbares Ergötzen, sondern auch dem Gemüthe ein innerliches Vergnügen. Will man sich mit einem Diskours unterhalten, so findet man in denen Spaziergärten, sowohl des GartenS, als des Waldes, allezeit Bekannte von beiderley Geschlecht, mit welchen man die Zeit passive» kann. Will man aber alleine seyn und seinen Gedanken in der Solituilo Quälen-? geben, so sind in dem Walde so viel gehauene Gänge, daß man über eine Stunde in solchen herum gehen kann, ohne einen andern zu begegnen, weil man bald da, bald dort ausweichen kann. Es ist dieselbe aber auch die einzige Promenade, welche man des Sommers zu Wien hat, und wenn dieselbe vollends nicht wäre, so würde man öfters vor langer Weile nicht wissen, wo man sich lassen sollte." — So viel wenigstens geht aus dieser Schilderung gewiß hervor, daß Kaiser Joseph H. ihn nicht zuerst dem allgemeinen Vergnügen geöffnet hat. Wohl aber war der Augarten selbst sein Lieblingsaufenthalt, er ließ den Garten neu Herstellen, und da er selbst Gesellschaft und eine fröhliche Menge liebte, so ließ er auf das neucrbaute Portal die bekannte Inschrift setzen: «Allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort von ihrem Schätzer." Daß er auch zu jener Zeit als Aufenthaltsort des kaiserlichen Hofes sehr belebt war, ist ebenfalls richtig und nicht zu wundern, allein als eigentlicher Belustigungsort für das Volk paßte er nie, und nach Josephs Tode wurde er wieder, was er schon unter Karl VI. gewesen war: Promenade für die feinere Welt und gewiß noch unbesuchter als früher, da es in dieser Zeit schon mehre Promenaden und Belustigungsörter gab. Auf dem ehemaligen Gartengrunde des croatischen Collegiums ließ sich Joseph übrigens das noch jetzt bestehende einfache Wohnhaus erbauen und mit den Kastanicnbäumen des ehemaligen Carmelitengartens einige Alleen anlegen. Die noch bis dahin bestandene alte Ruine aber ließ er abtragen. Noch verdient bemerkt zu werden, daß Pabst Pius VI. bei seiner Anwesenheit in Wien 1782 von der Terrasse des Augartens dem von allen Orten herbeigeströmten und in der weiten Fläche außer dem Garten versammelten Volke den Segen gab, welche Begebenheit durch folgende Inschrift verewigt wurde: ^eleruae Moemrias 18. AII)LLI>XXXIl. losepki II. XuAunIä KrMus Ilospss kius VI. koin. Llax. ex Iwv loco populo uiiltique oonkluemi deuecUxir. Während der französischen Invasion I8ÜS wurden die Säle des Gebäudes zu einem Spitale für Verwundete benützt und in der Folge oft zu Festen verwendet. 2. Die Brigittenau. DiesewurdefrüherdieSchottcnaugenannt. Als die Schweden 1845 vor Wien drangen, wurden die Studenten und Bürger bewaffnet und Erzherzog Leopold Wilhelm, BruderFerdinand's III. jog mit einigen Truppen auS dem untern Wert» in die Wolfsau, eineJnsel 286 zunächstdemjenseitigen Donauufer, um dem Feind den Uebergang über die Wolfsbrücke zu erschweren. Er traf aber nur mehr etwa 200 Feinde an, die übrigen hatten sich auf den Ruf dcrRüstungen in Wien und des Anzuges kaiserlicher Truppen bereits auf der Straße nach Brünn zurückgezogen und die wenigen, welche sich auf der Wolfsschanze verspätet hatten, wurden mit stürmender Hand gefangen genommen. Zum Andenken an diese Begebenheit ließ Kaiser Ferdinand 1K51 an der Wolfsschanze eine Capelle zu Ehren der heiligen Brigitta erbauen und zu dieser zwei Messen auf alle Sonn- und Feiertage mit jährlichen 1000 Gulden Einkommen stiften. Den Genuß dieser Stiftung überließ er den Augustinern auf der Landstraße mit der weiteren Verbindlichkeit, auch in ihrer Kirche täglich zwei Messen für das Wohl des HauseS Oesterreich zu lesen. Die oft und viel, selbst in Geschichtswerken erzählte und zu Novellen, Schauspielen und Gedichten benutzte Begebenheit mit der Kanonenkugel, welche am St. Brigittatage in das ZeltdeS Erzherzogs gefallen sevn und Veranlassung zur Stiftung der Kapelle gegeben haben sollte, entbehrt jedoch des historischen Grundes. Von der Zeit der Erbauung dieser Capelle aber schreibt sich auch das jährliche Volksfest in der Brigittenau, welches jederzeit an jenem Sonntag und Montag im Monat Juli nach eingetretenem Vollmonde noch bis heute abgehaltcn wird, und unter dem Namen Brigitten-Kirchtag bekannt genug ist. In neuester Zeit wurde leider das Gebüsch in dieser sonst so angenehmen Au fast gänzlich ausqe- hauen, und dieselbe mit Häusern bebaut, so daß die Brigittenau jetzt schon eine eigene Gemeinde von 234 Nummern zählt. 3. Der Prater, welcher jedoch zum großen Theile auch zur Gemeinde Jägerzeile gehört, und hier nur deswegen angeführt wird, um die Promenaden und Belustigungsorte zusammen zu liefern. Woher derselbe seinen Namen erhalten hat, wurde schon oft und weitläufig untersucht, allein noch nie überzeugendausgemittelt. Viele sind der Meinung, daß er ihn durch Maximilian II. nach dessen Rückkehr aus Spanien erhalten habe, der den Namen des berühmten Prado bei Madrid auf diesen Lustwald übertragen habe, allein schon linier Mathias Corvinus wurde er laut Tichtes Tagebuch aus dieser Zeit Vardea genannt. Am wahrscheinlichsten ist es, daß er von pimtum (Wiese) den Namen erhalten habe. Nach einer Urkunde im Augustiner-Archive zu Wien schenkte Herzog Rudolph H. dem St. Cla- renkloster auf dem Schwcinmarkt in der Stadt die spätere Jesuitenwiese an der Donau und im 14. Jahrhunderte soll es ein adeliges Geschlecht in Oesterreich mit den Namen Praten gegeben haben, und Chunrat der Prater machte noch 1329 an Merichhard von Eelkings Erben auf eine Wiese und einen Zehent, welche Friedrich 1. seinen Vorältern verliehen hatte, Ansprüche. Diese adelige Familie ist vielleicht identisch mit dem Geschlechre Wiesent oder Wiesend, welches erst zu Ende deS 17. Jahrhunderts in Wien ausstarb, und wovon sich noch heute das gräflich Wie- send'sche Stiftungshaus (Schönbrunnerhaus unter den Tuchlauben Nr. S62) herschreibt. Im Jahre 1444 verkaufte Philipp Pockel im Prater Wiesen und Holz in Herrenliesen an die Augustiner in Wien und diese überließen sie ISbv -K -tze'- ' v.» ' ^ Lt 287 um jährliche SS Gulden an Kaiser Maximilian II. 1505 verlieh Kaiser Marimilian I. an Christian Rauscher zwei Lustgebäude und 1565 Ferdinand I. der Gemeinde Stadlau verschiedene Stücke Auen im Prater als Lehen. Uebrigens war der Prater seit der Zeit Marimilian's I. der Zagdlust deS Landesfürsten gewidmet. Ferdinand I. schloß den Prater mit Planken gegen die Zägerzeile ein, und legte 1537 die Allee in der Länge von 2496 Klafter bis zu seinem Jägerhause (dem jetzigen Lusthause, daS noch 17SV an seinen Ecken Hirschgeweihe zeigte) an. Marimilian H. erbaute zuerst für seine Jäger Häuschen in der heutigen Jä- gerzeile (vious veontorum) und Rudolph II verbot den 17. August 1592 den Eintritt in den Prater. Unter Karl VI. wurde derselbe wieder, aber nur zur bestimmten Zeit und für elegante Equipagen geöffnet und Küchelbecker schreibt darüber (Allerneueste Nachrichten rc. Seile 4l4 ): »Zu Ende des Aprilis wird der Prater oder der Kaiserliche Thier-Garten eröffnet, und bleibet bis zu Ende des May offen. Es ist solches eine in der Donau gelegene, ziemlich große Insel, mitHoltz bewachsen und vielen Wilv versehen und dahero zur Promenade sehr angenehm, vornehmlich im Frühlinge, da man sowohl die ersten Sprossen und Grüne, als auch die angenehmste Blüthe stehet, welches auch so viel Leute dahin locket, daß man meistentheils etlich hundert Karossen und zwar die Vornehmsten sowohl vom Hofe als aus der Stadt, daselbst antrifft, ohne diejenigen, so zu Pferde dahin komme», welche aber bevm Eintritt in denselben gleich am Thore die Pistolen an den daselbst stehenden Jäger abgeben müssen, wie es denn auch nicht erlaubet ist, einen Hund mit hinein zu nehmen und haben wohl eher Vennes, welche nur kleine Bologneser-Hündchen im Wagen gehabt, leiden müssen, daß man ihnen dieselben bis zur Rückkunft auS dem Wagen genommen. Zu gleicher Zeit ist auch daS neben dem Prater gelegene, so genannte Stadt-Guth*), welches dem Wienerischen Stadt-Magistrate zuständig, offen, in welchem man sich ebenfalls Promeniren kann, in diesem aber nur zu Fuße. An beyden Orten aber können diejenigen, so Appetit haben, solchen sowohl mit Essen als Trinken stillen, indem man daselbst nicht nur verschiedene Weine, sondern auch Spargel, Krebse, Schinken, junge Hühner, frische Butter rc. haben kann, aber man muß sichs nicht verdrießen lassen, wenn man diesen außerordentlichen Appetitdaselbst auch extrnorilinnjromeut theuer bezahlen muß.« 1768 hobendlich Kaiser Joseph H. den Zwang, nur zu gewissen Zeiten und nur im Wagen das Grüne zu sehen und den Gesang der Vögel bewundern zu dürfen, auf, und eröffnet« de» Prater dem allgemeinen Besuche. Seit 1777 wurden daselbst Feuerwerke abgebrannt, deren erster ") Nach de Luca Wiens gegenwärtigen Zustand, Wien 1787. war das Stadt- gut ein Wald, am Ende der Leopoldstadt gegen Nordost; gränzte gegen Norden an die Donau, gegen Westen an den Labor, gegen Süd und Ost an die Leopoldstadt. Es hatte zwei Häuser (WirthSschenken), bildete vorzüglich den damaligen BergnügungSort für Bürgersleute und legte höchst wahrscheinlich den Grund zu dem heutigen Wurstelprater. 288 Unternehmer Caspar Stuwer, der Großvater des jetzigen Anton Stuwer, war, während der Italiener Girandolini seine Productionen im Augarten gab. — Noch verdient bemerkt zu werden, daß in der Leopoldstadt, auf der Heide rückwärts der Pfarrkirche zum heiligen Leopold 171V das erste Hetzhaus erbaut wurde, das später in das Haus zum schwarzen Adler kam, und in das 176V neuerbaute Amphitheater in der Vorstadt Weiß- gerber übertragen wurde. Schon MV spielte die Schauspielertruppe MeningerS im Czernin'schen Gartengebäude komische Stücke, welcheI7?3 mit den Brüdern Mariuelli in Gesellschaft trat, der 1780 die Direktion allein übernahm und das Theater in der Praterstraße baute, das den 2. JännerIM mit einem Zauberstück eröffnet wurde. Das 1847 neu erbaute Theater, so wie alle Gebäude neuesten Ursprungs gehören nicht in meinen Plan und bleiben daher auch unbesprochen. 2. Jägerzeile. Kaiser Marimilian II. ließ in dieser Gegend 1569 seinen Hofjägern, Wachen- und Zugknechten, um der Jagd im Prater näher zu seyn, Platze zu Wohnungen anweisen. 1570 wurde mit dem Baue von achtzehn Häusern in gerader Linie angefangen und denselben der Name Jägerzeile (vivus venstorum) beigclegt, aus welch' letzterem Namen sich höchst wahrscheinlich im Munde des Volkes der heterogene Ausdruck: Venediger-Au sobschon auch eine »ach Venediger Art eingerichtete Glashütte daselbst befand), unter welchem diese Gegend in alten Ansichten und Beschreibungen häufig vorkommt, bildete. Auch Fuhrmann in seiner Beschreibung sl. Bd., 15 Cap., S. 282) bedient sich desselben und gibt als unhaltbaren Grund an, weil diese Gegend vom Wasser umgeben war. Allein es war erstens nie die Jägerzeile allein, sondern die ganze Leopoldstadt mit ihr von Wasser umgeben, und dann ist auch die Beziehung auf Venedig für diese Zeit viel zu subtil und gesucht, da man damals nur immer Beziehungen nahm, die in der nächsten Nähe lagen. 175Ü wurde dieser Grund mit mehren Vicedomischen Realitäten an die niederösterreichischen Stände verkauft, die ihn 1764 an Joseph von Zorn käuflich überließen, von welchem er durch Kauf 1797 an die Edlen von Segenthal überging. In neuerer Zeit brachte ihn der Wiener-Magistrat an sich. Schon 171Z wurde in der Praterallee eine hölzerne Votivkapclle wegen glücklichen Norübergang der Pestseuche zu Ehren des heiligen Johann von Nepomuk errichtet. 1734 schuf sie Kaiser Karl VI. in eine gemauerte Capelle für den Gottesdienst der dort wohnenden Jäger um. 178V wurde diese Capelle abgebrochen und auf dem heutigen Platz in der Praterstraße, auf Grund und Boden der Leopoldstadt eine Kirche sammt Pfarrhof gebaut. Durch die häufigen Bauten in der Praterstraße und die dadurch zunehmende Bevölkerung aber wurde dieselbe in neuerer Zeit zu klein, und 1840 — 1845 unweit derselben die jetzige große Kirche nebst Pfarrhof erbaut. In der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderte» bildete sich nach und nach die heutige schöne Vorstadt; zwar an Häuserzahl eine der kleineren, aber in Hinsicht auf herrliche Gebäude ausgezeichnet. 1775 .betrug indessen die Häuserzahl erst 22, und eS war damals noch L-'L- ML Ilidl KM« 1^.' V ^ 4ryr« --'^ ^ Ln.. »k s«.»^c '- ,>'»E. - ^ !L-Ä "W»? 289 gar keine Gasse namhaft gemacht, weil dieselben zumeist in der Praterstraße und im Prater selbst standen. Erst in neuerer Zeit entstanden die Seitengassen. 1788 hatte sic 35 Häuser; 1787— 26; 17SS—30; 1808 — 32; 1825 — 66, gegenwärtig 67. In der eigentlichen Vorstadt stehen jedoch nur die Häuser 20 bis 67, die übrigen im Prater und am sogenannten Schüttel. Letzterer führt seinen Namen daher, weil sich hier früher ein Teich befand, welcher nebst dem inimer austretenden Fugbache viel zur ehemaligen Ungesundheit dieser Gegend beitrug. 1780 wurde das Ueberwasser der Donau bei dem Tabor verdämmt, der Fugbach mit Erde ausgeschüttet und der Teich abgeleitet. 1798 wurden auch für den Ueberschnß des im Jahre 1797 geschaffenen Aufgcbotsfondes die auf beiden Seiten der Pratcrstraßc laufenden Unrathsgraben in gemauerte und von Innen gedeckte Kanäle umgestaltet. S Weißgerber. Diese Vorstadt soll schon 1158 als Dorf unter dem Namen Wei- rochbera bekannt gewesen seyn; woraus auch Einige, jedoch ziemlich willkürlich, den jetzigen Namen hcrleiten wollen. Der eigentliche Ursprung desselben ist jedoch folgender: In früheren Zeiten wohnten die Lederer, Gerber und Weißgerber vordem Stubcnthore gegen die Donau, da man sie der Unreinlichkeit ihrer Gewerbe wegen in der Stadt nicht duldete. Durch die erste Türkenbelagcrung 1529 wurden sie von ihren Wohnstätten vertrieben und in verschiedene Gegenden zerstreut. Einige von den Geflüchteten schlugen später ihre Wohn- und Gewerbsstätten im untern Werd, andere dießseits des Wienflußes auf dem sogenannten Gries (vielleicht Ochscngries) auf, und kamen dadurch in die Nähe der Schlagbrücke, der Fleischhauer, der dort ansäßigen Flccksicdcr und endlich der am sogenannten alten Do»a»ri»nsal(wic die Gegend der jetzigen Vorstadt Weißgerber früher hieß) längst ansäßigen Gärtnergemcinde, mit denen sie, da sic gleiche Gerechtsame zu haben behaupteten, bald in Unfrieden geriethen. Der Streit währte unter mancherlei Scandalen weit über hundert Jahre, und sic störten auch die Ruhe durch ihren Hang zum Trinken und zu Gelagen, welcher Unfug ihnen durch eine Verordnung des Kaisers Ferdinand I. vom 24. August 155V bereits auf das Strengste untersagt wurde. In dem großen Pestjahre 1779 starben über 700 von ihnen an dieser Seuche, und wurden an dem Orte begraben, wo 1797 eine Capelle mit der Inschrift erbaut wurde: »Kommt, lobet den Herrn. 1797.- *) Die Wenigen, welche der Pest entgangen waren, wurden 1683 abermals durch die Annäherung der Türken zerstreut. Ihre Wohnungen gingen während der Belagerung zu Grunde und der Platz, worauf dieselben standen, wurde später zur Erweiterung der Fortifikation vollständig geebnet. In der schätzbaren Topographie M. Vischer's vom Jahre 1872 aber sind noch ihre Häusergruppen zu sehen. ') Diese Capelle stand bei dem Eingang in die Hauptstraße. IS 290 Nachdem die Gefahr vorüber war, suchten die Vertriebenen neue, ihrem Gewerbe zusagende Plätze, und erhielten als Entschädigung Baustellen unter ihren gewesenen Nachbarn, den Gärtnern und Fleischhauern. Die neuen Ansiedler vereinigten sich auch bald mit der Gärt- nergcmeinde am alten Donaurinnsal, welche schon 1682 einen eigenen Richter hatte und 47 Häuser zählte. Nun vertauschte die vereinigte Gemeinde den bisherigen Namen: «am alten Donanrinnsal« mit dem neuen: Weißgerber oder unter den Weißgerbern, und so bildete sich mit der Zeit die heutige Vorstadt, deren Einwohner noch bis jetzt zum größten Lheile aus Gärtnern, Fleischhauern und ähnlichen Gcwerbsleu- ten bestehen. Einen eigenen interessanten Abschnitt in der Geschichte Wiens bildet die alte Gärtnergemeinde, die schon im vierzehnten Jahrhunderte daselbst ansäßig war. Sie schafften mit vieler Mühe die vurch Überschwemmungen mit Schutt und Steinen angehäuften öden Plätze in urbare Gründe um, und versahen durch Jahrhunderte allein mit ihren Producten Wien. Bis zur Ucbersiedlung der Weißgerber und anderer Gewerbe führten sie auch ein abgeschlossenes und patriarchalisches Leben; kamen mit der Stadt nicht weiter in Berührung, als es zu ihrem Geschäfte und Erwerbe unvermeidlich war, und selbst die Familienname» jener Urväter, welche die Gegend ihres Wohnortes zum fruchtbaren Lande machten, pflanzten sie bis aus die neuere Zeit fort. Gegenwärtig gewinnt diese Vorstadt, die noch vor ungefähr zwanzig Jahren nebst Erdberg ein am meistendorfmäßigcs Ansehen hatte, durch die neuesten großen Bauten, so z. B. das Sophienbad, das großartige Zollgebäude rc. immer größere Bedeutung. 1755 wurde das damals beliebte Schauspiel der Thierhctze von der Leopoldstadt hieher verlegt und zu diesem Zwecke am Glacis ein ziemlich ansehnliches Amphitheater erbaut, das bekanntlich den I. September 1796 abbrannte, wonach diese Art Schauspiele in Wien für immer ein Ende nahm. Schon 167Z wurde von der Gemeinde Landstraße eine Kirche zu Ehren der heil. Margarcth gleich außerhalb der Stadt zunächst am Stadtgraben erbaut. Nachdem dieselbe aber 1683 bei der türkischen Belagerung zerstört ward, wurde durch Kaiser Leopold l. 1698 die noch jetzt bestehende St. Margarcthkirche bei den Weißgerbern erbaut, zu welcher der Kaiser selbst den Grundstein legte. Ihre vollständige -Herstellung hatte jedoch erst im Jahre 1746 statt. Bis zur neuen Pfarr-Einthcilung unrer Kaiser Joseph war diese Kirche ein Filiale von St. Stephan. In der Nähe der Vorstadt Weißgerber, an der Donau, aufwärts gegen Erdberg zu, befindet sich die sogenannte Gänsweide, der einstige Richtplatz der zum Feuertode Verur- theilten, die in der Vorstadt Weißgerber noch heute bestehende Armensündergaffe steht muthmaßlich damit in Beziehung. 1775 zählte die Vorstadt 67 Häuser; Nr. 4 auf dem Glacis war das Hetz-Amphitheater, welches bei der zweiten Nummerirung Nr. 27 erhielt. ML war die Häuserzahl bereits 80; 1787 — 84 ; 17SV — 95; 1808 — 99» 1825— 108, gegenwärtig 125. i V- '-'>»»! - , »>.'- 1» ^ , >» - > "/ v> - - .'-' -Z' »i- ^. - - - ^ ^ V t--«^ v*i'' .,', > i^^ '.: ' tl! >4 i - -r- -s.^Ä 5'^G '^Mi" 291 4. Erdberg. Diese Vorstadt war als Dorf schon unter den Babenbergen bekannt. Früher soll es auch Erdpurch oder Erdbruch genannt und sein Name vom einstmaligen Durchbrechen der Donau genommen worden sein, als dieselbe nämlich vor Alters das Gebirge zwischen Enzersdorf und den Kahlenberg durchbrach, sich bei Nußdors ein neues Bett erzwang und dadurch nicht nur den Sümpfen in dieser Gegend Ablauf, sondern Wien auch einen leichtern Handelsweg gewährte. Wenn diese Naturrevolution im 13. Jahrhunderte statt fand, so widerspricht diese Namensherleitung der frühere Bestand von Erdpurch. In späterer Zeit, ja noch Anfangs des 18. Jahrhun- dertes und im Munde des Volkes noch viel später, wurde das Dorf, wahrscheinlich bloß durch Corruption, Erdbcer genannt und gab dadurch nicht nur Veranlassung, daß die heutige Vorstadt noch immer eine Erdbeere im Siegel führt, sondern verleitete den sonst so schätzcnswerthen Forscher, Pater Fuhrmann, auch zu der absurden Vcrinuthung, (s. dessen Beschreibung I. Bd., 23. Cap., §. 3, S. 366): ^Gemeiner Tradition nach scheinet der sichere Name Ervbeerzu seyu, so herkommet von denen I?r»- Ais oder Erdbeeren,die vor Erbauung der dasigenHäuser aufdcmGrund z» finden gewesen sind, wie solches das Grund-Jnsigl, so ein Erdbeer beweiset, bestärckt.« Diese Grundstegel aber stammen erst aus der Zeit, als die Linien gezogen wurden, 1711, und damals nahm man freilich deren Symbole nach der gewöhnlichen Redeweise. So hat z. V. auch noch heute die Alservorstadt ls- d.) eine Elster in ihrem Siegel. Eben so grundlos ist die von Lazius angeführte Angabe, als habe Erdberg vor Zeiten unter die Herrschaft der Tempelherren gehört, indem deren Existenz an diesem Orte durch gar keine glaubwürdige Urkunde nachgewiesen werden kann. Vielmehr hatte er seinen Ursprung, wie die meisten Dörfer, der Urbarmachung des Bodens zu verdanken. Wein- Hauer siedelten sich zuerst hier an, die vom Weinbaue in der Höhe des jetzigen Paulusgrundes lebten. Ihnen folgten Gärtner, welche ein kleines Dörfchen, Nottendorf, in der Ebene stifteten, das noch 1787 unter dem Namen Dörfel, mit Ervberg vereinigt, vvrkommt, und welches die Gegend der heutigen Wällischgassc einnahm. lieber das hohe Alter des Grundes aber gibt es mehre, unbezweifelte Urkunden, welche den Bestand dieses Ortes schon im zwölften Jahrhunderte beweisrn. Zu dieser Zeit muß er auch schon mit Häusern bebaut gewesen seyn, denn König Richard Löwenherz von England wurde 1192, am 21. Dezember bei seiner Durchreise von Palästina »ach England in einem Hause zu Erdbcrg verkleidet entdeckt und gefangen genommen. Im Archive des Stiftes Heiligenkreuz ist ferner ein Schenkungöbrief vom Jahre 1208 aufbewahrt, nach welchem Ortneid von Schweinbarth diesem Stifte fünf Pfund Gold, auf einer Mühle zu Erdberg gele-- gen, schenkte. Herzog Albrccht V. gab 1335 mit der Handfeste für Wien auch diesem Dorfe eine bestimmte Verfassung und Grundbuch. — Endlich gehört auch zur Kcnntniß der untern Gegend von Erdberg eine Stiftung der Gräfin Oria de Scalla, Gemalin des Grafen von IS* 292 Pretta vom Jahre 1445, durch welche die Augustiner auf der Landstraße einen Stadel, Baum-, Safran- und Weingarten, underhalb der St. Pauluskirche bei dem kaiserlichen Garten erhielten, welche man später die welschen Gärten nannte. Auf Erdberger Grund und Boven lag auch das in diesem Buche mehrerwähnte Nonnenkloster zu St. Nikolaus und zwar in der Tiefe, in der Gegend der Hauptstraße, wo sich jetzt das Haus zum schwarzen Thor Nr. 16 befindet. Der Name des Stifters ist unbekannt, die erste urkundlich bekannte Aeb- tisiin aber schrieb sich Oliristinn ^dbntmsn Olnustri >1e 8. Xivolno an der Landstraße. Ihre Nachfolgerin nennt sich Aebtissin des St. Nicolans-Cistercicnser oder des grauen Orvens Kloster vor dem Stu- benthore. Schon 1274 mußten sich die Nonnen während der Regierung Ottokars in ihr Haus in der Singerstra e in die Stadt flüchten, als Rudolph von Habsburg mit seinem Heere anrückte. 1529 verließen sie bei dem Anzuge der Türken das. Kloster abermals und begaben sich in die Stadt, worauf dasselbe zerstört wurde. In der Folge kehrten sie zwar zu ihren zerstörten Wohnungen wieder zurück, konnten sich aber nicht mehr erholen, und starben 1534 ganz ab. Die letzte Aebtiffiu hieß Anna Willnootcr. Die Baustellen kamen dann in Privatbcsitz. Die Kirche zu St. P aul ist beinahe so alt als das Dorf selbst. Schon He rzog Leopold VI1„ der Glorreiche, schenkte^» dieser Kirche ein Haus, eine Hofstatt ÜsiVzwei Viertel Weingärten zuErdbcrg, wofür ihm ein Gedächtnißtag gehalten werden mußte. Jakob Echrer'und seine Hausfrau Anna stifteten 1394 eine Messe auf jeden Mittwoch und ein ewiges Licht. 1858 wurde die Kirche erweitert und verschönert. 1883 wurde sie von den Türken zerstört und an ihrer Stelle erbaute Leopold Graf von Kollonitsch , Erzbischof von Kolocza, 1898 gerade vor dem Eingänge in das Dorf einstweilen eine Capelle zu Ehren des heiligen Nikolaus, Bischofs von Mpra. 178V aber begann die Gemeinde den Bau einer neuen Kirche an der Stelle der früheren, welche jedoch erst 1728 zu Stande kam und zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus eingeweiht wurde. In neuerer Zeit wurde sie abermals renovirt und neu hergestellt. Eine historische Merkwürdigkeit war auch das noch aus den Zeiten der Babenberge stammende sogenannte Rüdeuhaus, eigentlich ein großer, mit Mauern umgebener landesfürstlicher Garten, welcher vormals zur Unterbringung der Rüden (Jagdhunde) verwendet wurde. In demselben befanden sich ein HauS für die Jäger und Rüdenknechie, eine Schießstätte und Ställe für die verschiedenen Hunde. Kaiser Maximilian 1. fertigte 1511 einen Befehl über seinen Vogclgarten und das Nü- denhaus in Erdberg aus. 1779 kaufte die Gemeinde dieses Rüdenhaus vom Vicevom-Amte um 18,006 Gulden, damals trug es die Nummer 260 (nicht wie Schlager angibt 273) in der Gärtnergasse, jetzt 364 und gehört der Gärtner-Communität an, der Name Rübenbaus ist jedoch noch immer bekannt. 1782 wurde der Grund von dem kaiserlichen' Vicevom-Amte an den Freiherrn von Hagenmüller verkauft, welcher fein Andenken durch eine Stiftung für achtzehn Arme verewigte; 1889 verkaufte er diese Herrschaft an den Fürsten von Lobkowitz; 1818 aber brachte sie der Magistrat der Stadt Wien käuflich an sich. 1778 hatte .^ 7r^S7<^i- ., 1 .' ^ i» -lv' .y >-.'- »'M?1i>'. M'i, g»V"^ ''' ' M' - , >. - . .->- - <> .- ^ ,n.> 7- '- ' ' ^7 , ^ 7.., / . ' '-" ' l..: - . , . ^ 7 - . ' ' ' 7 , - 7 .'- < ^ !-! ' . - ^ ' /- - <, ' " < ^ >' , ' ^ ^ ) .- . - >>!- '<1 : - ' ' ^ V ,,,?,' ' ^ » 7 '.Mch? > ^ , -.-. - ^'. ^ - - ^ ' M-. '? 'Z-^'.r ->^ >>E i 293 die Vorstadt bereits 29 l Nummern; 1779 nur 283 wegen Abbrechung mehrer kleiner Gebäude und Verbauung derselben in größere; 17SZ — 292; 1787 — 308 ; 179S — 345 ; I88ö - 353 : 1825 — 408 ; 1835 — 408 und gegenwärtig 419. 5. Landstraße. Das früher erwähnte Nonnenkloster St. NieolaS zu Erdberg ander Landstraße und die zu demselben gehörigen Gründe, Felder und Weingärten veranlaßten in der nahegelegene» Gegend Anfledlungcn, welchen man zuerst den Namen bei St. Nicolas an der Landstraße beilegte. Mit diesem Beisätze liest man zuerst in einer Urkunde vom Jahre 1360 den Hausbesitzer Albrecht Chagraner; 1441 den Richter Niclas Lederer, 1445 den Mert Krems, dann Lienhart Taufkirchner in der Kleberlucken, Weingart- und Crabatcn-Gasse, dann 1444 die Klofler-Himmelport-Häuser in der Hungergasse im Stadtarchiv, Schottenarchiv und Klosterrathsarchiv. Mehre Jahre nach der Auflösung des Klosters wurde die Capelle aufdem Kirchhofe (s. u.) dem heil. Nicolaus gewidmet. Die angenehme Lage zwischen grünen Feldern und Weingärten und die reine Luft vermehrten bald die Anfledlungcn auf der Landstraße. Schon im Jahre 1485, als Mathias Corvinus Wien eroberte, reichte die Landstraße bis an die steinene Brücke über die Wien, und wurde schon damals die Vorstadt a» der Landstraße genannt, obschon sie bei. dessen Belagerung vielen Schaden gelitten hatte. Bei der ersten türkischen Belagerung 1529 wurden abermals über 100 Häuser zerstört und erst 1642, als das Kloster der Augustiner mit weiten Ermeln aus der Stadt hierher verlegt wurde, erhielt die Gemeinde neues Leben. Im Jahre 1646 zählte man bereits 257, theils Lust-, theils Gartenhäuser und über 1000 Einwohner daselbst. Diese Volksmenge bewog den Bischof von Wien, Philipp Grafen von Brenner, die Seelsorge in dieser Vorstadt dem Pfarrer von Simmering, welcher dieselbe bisher über sich hatte, abzunehmen und sie dem Pfarrer von St. Stephan zu übergeben, welcher dieselbe durch eigene, hier angestellte Caplane besorgte. Ein großes Unglück erlitt die Gemeinde durch die zweite türkische Belagerung 1683, in welcher die nahe gegen die Stadt gelegenen Häuser in Brand gesteckt wurden, die entfernteren aber, von ihren Einwohnern verlassen , öde stehen blieben. Zwischen den Jahren 1690 und 1698 erholte sie sich aber wieder, da man hier Bauplätze und Gründe aufsuchte, um diejenigen Bürger zu entschädigen, welche durch die Belagerung und durch die erweiterte Fortifikationslinie ihre Häuser in den nahen Vorstädten verloren hatten.' Unter Maria Theresia und Kaiser Joseph, so wie in neuerer Zeit, wurde die Vorstadt noch besser angebaut, wie sie denn überhaupt heutigen Tages eine der schönsten und auszebreitetstcn Vorstädte ist. Eine uralte Stiftung ist das jetzige Bürgerspital bei St. Marr (Marcus). Als in der ersten Hälfte des 13. Jahrhundertes das erste Bürgerspital vor dem alten Kärnthnerthore entstand, führte diese milde Stiftung auch jene einer Heilanstalt für kranke, blinde und mit anste- 2V4 ckenden Krankheiten behaftete Menschen herbei. Man wählte dazu die von der Stadt entfernte, hochgelegene Gegend zu St. Marr und übergab die Obsorge Heil- und Wundärzten. Das eigentliche Stiftungsjahr ist unbekannt, für den Ursprung in der Mitte des 14. Jahrhundertes aber zeugt eine im Archive des Bürgerspitales aufbcwahrtc Schenkungsurkunde, in welcher Karl Chraiger 1328 sein Haus zu Neuburg an die Aussasige (Aussätzige) zw St. Marr schenket; auch finden sich noch Urkunden , in welchen einige Namen der früheren Hauöpstegcr, als: Jörg von Neukirchen im Jahre 1373, Pfleger und Ucberseher zu St. Marr vor dem Stubenthore; 1388 Seyfried der Bawler, Verweser der Sunder- flechcn *1 zu St. Marr Vorkommen. Durch die Invasion der Ungarn unter Mathias Corvinus hatte das Spital Vieles zu leiden; im sechzehnten Jahrhunderte erholte es sich jedoch wieder und erhielt mehre fromme Stiftungen. Kaiser Ferdinand I. befreite das Brauhaus und die Tastern (Trinkstube), welche zum Krankenhause gehörten, vom Um- gelde und in dessen Urkunde über de» Zustand des Krankenhauses heißt es: »daß in demselben die armen blättrigen und bettliegerigen Leute lediglich von den Handreichungen und Almosen der Frommen ernähret werden und ungeachtet der schweren Kriegsläufe über 20Ü Kranke erhalten und eine Menge derselben aus allen Nationen ausgenommen wurden.« Zu welcher Zeit die Kirche zu St. Marr erbaut wurde, ist unbekannt, a»S ihrer und der Bauart der Gruft unter derselben aber zu schließen, scheint sie aus dem 13. Jahrhunderte zu stammen. Der Thurm wurde jedoch trotz seines alterthümlichen Aussehens erst 1826—1827 erbaut. Schon 18SÜ wurden daselbst eigene Gebäude für Gebärende und Irre errichtet, 1708 auch für Findlinge. Bei Errichtung des allgemeinen Krankenhauses durch Kaiser Joseph 1782 aber wurden diese Anstalten aufgehoben und in die neuen hierzu bestimmten Gebäude in der Alser- vorstadt übersetzt. Durch ein Hofdekret vom 6. September 1880 aber wurde der Stadt Wien erlaubt, ihre für die armen Bürger bestehenden Stiftungen wieder selbst durch eine eigene Wirthschafts - Commission zu verwalten und alten und gebrechlichen Bürgern in den alten StiftungS- gebäuden wieder Wohnungen zu überlassen, was noch bis heute geschieht. An und in der Kirche befinden sich merkwürdige Grabsteine und Denknrale. Die jetzige Pfarrkirche zu St. Sebastian und Rochus stiftete mit einem Kloster der Augustiner mit weiten Ermeln Kaiser Ferdinand HI., deren erster Aufenthalt schon 1283 im obern Werd war, woselbst eine Feuersbrunst ihre Zellen sammt der Capelle zerstörte. 1338 wurden sie in die Stadt ausgenommen und ihnen die noch jetzt bestehende Augustinerkirche mit dem Kloster erbaut. I83V mußten sie beide den von Ferdinand II. von Prag nach Wien berufenen »nbesckuhten Augustinern abtreten. Hierauf dienten sie in der Seelsorge auf der Landstraße, wo ihnen Kaiser Ferdinand III. 1836 auf einem Weingartengrunde, der von der Landstraße bis zur Ungargasse reichte, Kloster und Kirche erbauen ließ. Beide wurden 1658 durch eine Feuersbrunst und 1683 durch die türkische Belagerung zerstört, bald darauf aber in heutiger Gestalt wieder herge- ») Kranke, deren Zustand eine Absonderung von den übrigen erforderte. «Ai- ^ '?>»«r-X'-:-»!L».'.' »k -- --r > "--' - . - . -- ^'r^, >. . V/ ' . /! - . I -..- ^ s - - ^ 'v»i ' - » ^ D.! ' ' ^ ^ 7 ' ,!-r ^ - ' ^ ' ' !;.S> - ' t? . '-.^ '/L. EW < : 7- ''Ei'. - . -'»! ^ -i-ÄH , v v .»-r.v - .-^r> . .c'V 1 ^ ^ ' ! ' «'.. . .^7 ' V' ' i ^ ^ - l'.» -,7p- - . 1 - M 7 ^ - 1 , ^ ' >" W«OkP. - - ' ^MKLrr ., «psk ^tr> ^-.-' ^k" ^->< 7 ^^ ^ 1^»" >-O^'N ' :< » 7-7^ E^: . -s,, n» > ^ - ->X - ^ L ^^,MN ' , -^ ?< . M'-^-. - >^'^, >>.; !tM ÄchskMEe -,^ 7^,, .. r^aiKsP"'' ' .-^ - < -> ^ ' " -7- ^ ^-MWM ,-? ,!« . .<' ^''^/:-!i .. ^ 77! ..7 > - ^-,-7^7- . 7°i5.^. 7 .' / t< :v -H ^,- / 2SS stellt, 18V5 und 1889 wurde das Kloster zu einem Spitale für die gefangenen und verwundeten Russen und Ocsterreicher verwendet. Bei dieser Gelegenheit starben fünfzehn Augustiner im Krankendicnste. Die wenigen übrigen verließen, um der Ansteckung zu entgehen, mit ihrem Prior Ambros Ziegler das Kloster und wohnten fortan in Bürgerhäusern , bis sie im April 1812, da ihre Zahl schon sehr geschmolzen und ihre einst nicht unbeträchtliche Wirthschaft gesunken war, aufgelöst wurden. Auf dem jetzigen Kirchenplatze befand sich früher ein großer Gottesacker, worauf die früher erwähnte St. Nikolauskirche stand. Diese ließ zuerst Caspar Rohrmayer, Gastwirth in der Stadt, 1898 auf seine Kosten erbaue». Da sie jedoch, der anwachsenden Volksmenge wegen, zu klein wurde, so ließ sie 1788 Karl Hieronymus von Heim größer mit einem kupfergedeckten Thurme neu Herstellen. Als durch Kaiser Joseph II. 1783 alle Gottesäcker vor die Linien verlegt wurden, ward auch dieser kassiri, die Kirche aber abgebrochen. Als das Waisenhaus aus der Leopoldstadt auf die Landstraße versetzt wurde, kaufte die Kaiserin Maria Theresia 1759 das damalige Kienmaycr'sche Fabriksgebäuve am Rennweg , und ließ zu diesem Zwecke ein großes Gebäude aufführen, dessen Bau sammt der dazu gehörigen Kirche zu Maria Geburt 1778 vollendet war. Die Aufschrift über dem Kircheneingang lautet noch heute, wie folgt: In ii»0 8n0rn DoAIu orpknnl pI» Vot» persal-VVnt. Im Jahre 1785 wurde das Waisenhaus in die Alservorstadt übersetzt; das Gebäude wurde Anfangs der Militär - Oekonomie überlassen, 1797 dem zweiten Artillerie-Regimente eingeräumt, die Kirche aber zur Pfarrkirche erhoben. Die Elisabethiner-Nonnen berief Maria Theresia Gräfin von Leslie, geborne Fürstin von Liechtenstein, von Gratz 1789 nach Wien, wo sie zuerst in der Ungargasse eine Wohnung bezogen. 1718 erkaufte jedoch die Kaiserin für sie den großen Bartolottischen Garten Anfangs der Landstraße und auf dessen Grunde wurden ihnen 1718 bis 1715 Kirche, Spital und die Gruft erbaut. In der Folge erhielten sie mehre Dotationen , und nach einer verheerenden Ueberschwemmuog des WienflußeS 1743 wurden die har, beschädigten Gebäude neu hergestellt, so eben auch bei gleichem Unfälle 1785. Kirche und Kloster der Salesianerinen wurden durch die Kaiserin Maria Amalie, Witwe Joseph I., 1717 begründet und die Stifterin liegt auch daselbst begraben. Kaiser Karl VI. gründete 1737 auf dem vormals Oettl'schen Gartengrunde ein Krankcnspital zur heil. Dreifaltigkeit, wozu Maria Theresia 1763 eine Kirche zum heil. Kreuz erbauen ließ. 1784 wurde dieses Spital von Kaiser Joseph II. aufgelöst und das Gebäude der damals neu errichteten galizischen adeligen Garde eingeräumt. Nach deren Auflassung wurde es der Arcieren- (deutschen) Leibgarde überlassen. Stifterinen des Reconvalescenrenhauses der barmherzigen Brüder mit der Capelle der heil. Theresia waren 1758 die Kaiserin Maria Theresia und die Fürstin Theresia von Liechtenstein, geborne Herzogin von Savoyen. Die geistliche Kranken- und Destcienten-Anstalt in der Ungargasse war schon in früheren Zeiten unter dem Namen: »Bruderschaft dcS heil. Apostels Petrus" bekannt. In dem Hause, früher einem Doctor 2S6 Thann gehörig, wohnten die Elisabethinerinnen nach ihrer Ankunft in Wien 1708—17lv. Zm Jahre 1757 erhielten es die Plansten und eröff- neten deutsche Schulen in demselben, welche sie jedoch in ihr Noviziatgebäude auf der Wieden übertrugen, und das Haus wurrc an das im Jahre I78V zu Mariahilf in einem Privathause entstandene Priester-Krankenhaus vermiethet und 1788 an dasselbe verkauft. Das militärische In validenhau s war ursprünglich ein Lustgebäude des Prinzen Maximilian von Hannover. 1724 wurde es durch mehre Wohlthäter dem Prinzen abgekauft und zu einem Versorgungshauseein- gerichtet, welches wegen der darin bestehenden Capelle zu Ehren deS heiligen Johann von Nepomuk den Namen Johannesspital erhielt. 1783 wurde gleich andern auch diese Stiftung aufgelöst und 1787 die Invaliden aus ihrem bisherigen Versorgnngshause in der Alsergasse hierher versetzt, das Gebäude auch zweckmäßig hergestellt. Zu dem prachtvollen Gehäude des BelvedereS legte der große Eugen von Savopen 1683 den Grund, eS wurde durch den Hofarchitecten Johann Lucas von Hildebrand erbaut und 1724 mit der Capelle zur Auferstehung des Heilandes vollendet. Aus diesem Grunde befanden sich früher Ziegelstätten, weiter gegen die Anhöhe zu Privatgärten. Nach Eugens Tode 1736 erbte dessen Nichte, Victoria, Herzogin von Sachsen-Hildburgshausen diesen Palast mit den sämmtlichen kostbaren Sammlungen, welchen sie bald darauf gegen eine jährliche Leibrente dem kaiserlichen Hofe überließ. Der untere rechte Seitenflügel wurde schon 1763 der deutschen Garde zur Wohnung überlasse», 1775 versetzte Kaiser Joseph 11. die früher in der Stallburg befindlich gewesene k.k. Gemäldegallerie in das obere Gebäude. Der jetzige fürstlich Schw arz cnb erg'sche Palast auf einem Weingartengrund wurde im Anfänge des 18. Jahrhundertes von dem Fürsten Heinrich Franz Fondi, Graf von Mannsseld angelegt, von dessen Erben aber 1716 an den Fürsten Adam von Schwarzenberg verkauft und 1725 durch Joseph Emanuel Fischer von Erlach, sammt der damals so berühmten Wasserleitung durch Dampfkraft, vollendet. 1734 erbaute Thomas Rapinund Graf von Harrach, ein prachtvolles Gebäude mit einer Capelle zum heil. Januarius in der Ungargasse. 1781 erkaufte eS Kaiser Leopold II. Nach seinem Tode kam es an Privatleute , welche hier eine Zuckersiederei anlegten, das Gebäude und den Garten aber veröden ließen. Kaiser Franz kaufte es zurück, ließ die nöthigen Verbesserungen vornehmen, und stellte einen prachtvollen Garten her. In neuester Zeit wurde das Gebäude der neu errichteten italienischen Garde überlassen und zu diesem Zwecke umgebaut; der Garten aber wurde größteutheils der k. k. Gartenbau-Gesellschaft gewidmet. Der botanische Garten der k. k. Universität entstand 1757 durch Maria Theresia aus Anrathen des Generals Freiherrn van Swieten. Das Thierspital steht auf dem Grunde eines ehemals den Jesuiten gehörigen Gartens, und wurde 1778 gegründet, 1825 neu erbaut. Die ehemalige Villa Metternich war ursprünglich ein dem Grafen Gundacar von Althan gehöriges Gebäude. Der Wiener-Neustädter Canal wurde nach dem Plane des Ingenieurs Le Maire 1787 unter der Leitung Z5-.-? ,'^-- tzttMG. L97 des Baudirektors und RegierungSrathes von Schemmerl zu bauen begonnen und war 1803 bis Wiener-Neustadt fahrbar. Der jetzt fürstlich Liechtenstein'sch« Palast mit herrlichen Gartenanlagen auf dem Rasvu- moffski-Platze wurde ISVS —1812 durch den russischen Grafen Rasou- moffski erbaut, später durch Feuer zerstört und wieder hergestcllt. Er nimmt mit dem 1812 dazu erkauften herrschaftlichen Schlosse zu Erdberg, den Raum von 15 Häusern und Gärten ein. Der schöne Palast des Erzherzogs Marimilian von Este wurde um 1812 durch die Erzherzogin Maria Beatrix mit einer Eapelle zur Flucht nach Egypten erbaut. Früher standen daselbst Gebäude des Grafen Leopold von Kolowrat, der Fürstin Eleonora von Liechtenstein und ein Privathaus (Nr. 363 bis 367). Das ehemalige Kloster der Redemptori- stinnen mit der Kirche, das kaiserliche Münzgebäude, die Militärkaserne am Glacis rc. gehören der neuesten Zeit an. Bei der ersten Nummeri- rung 1775 zählte die Landstraße 336 Häuser in folgender Reihe der Gassen: Rennweg, Heumarkt, Ungargassc, Rabengasse, Grasgäßchen, Ungargaffe, Landstraße (Hauptstraße), Hallergasse, Händelgassc, Landstraße, Erdberggasse, Rauchfangkehrergasse (jetzt Rasoumoffskigaffe), Gemeindegasse, Zwerchgaffe, Landstraße, Gärtnergaffe, Landstraße, Rennweg. Nr. l war damals der Schwarzenberg'sche Palast (jetzt 644); 2 das Belvedere (jetzt 642); 4 das Salestancrkloster, (jetzt 640); IS St. Marr (jetzt 574, 575); 25 das Waisenhaus (jetzt Artillerie-Kaserne 572); 101 das Elisabethinerkloster (jetzt 356); 318 das Johannesspital (jetzt Jnvalidenhaus Nr. 1). Im Jahre 177S hatte die Vorstadt 330; I78Z-334; 1787 — 380; 17S5 —487; 1808—503 ; 1812 — 515; 1828 — 612; 1835—645 und gegenwärtig 741 Nummern. K. Wieden. Daß der Ursprung dieser Vorstadt in die frühesten Zeiten fällt, ist wohl unbezweifclt, leider aber sind darüber wenige beglaubigte Quellen aufzufinden, auch stammt ihre jetzige Gestalt aus neuerer Zeit. Vor der ersten türkischen Belagerung reichte sie höchstens bis zur Gegend der späteren Paulanerkirche, dafür aber gab es am heutigen Glacis, an beiden Ufern der Wien bis gegen die Stadt zu, viele und mitunter sehr ansehnliche Gebäude. Woher ihr Name entsprungen , darüber gibt es verschiedene, mehr oder weniger wahrscheinliche Vermuthungen. Der Jesuite Schachner in seinem schätzbaren Werke: Im.ilr» rleoem Ooronas Vionnensis, 8eu biudurbia Vien- nensi», Wien 1734, sagt S. 74, daß in der ältesten Zeit diese Gegend im Bcrnhartsthale geheißen und in der Folge von den daselbst befindlichen Viehweiden den späteren Namen erhalten habe, läßt aber auch die Wahl , ob man denselben nicht vielleicht von de» hier ebenfalls früher häufig gestandenen Weidenbäumen herleiten solle. Andere leiten ihn von der Nähe des Widmerthores^her. Hormayr vermuthet dagegen wieder, cS sei bloß der ijAlkrtzhe Name einer Stadt überhaupt: ->Wjden«, obwohl es wieder problematisch ist, woher gerade hier ein slawischer Name kommen soll, wenn sich derselbe nicht vielleicht aus 2S8 Ottokars Zeit datirt. Dir Angabe Lazius, daß die Vorstadt Wieden vor dem ersten türkischen Einfall bis an die Stadtmauer gereicht habe und sehr volkreich gewesen sei, ist erstens dadurch höchst wahrscheinlich, Weil hier durch eine der frequenteste» Straßen seit alter Zeit ging; wird aber dadurch zur Gewißheit, daß hier am rechten und linken Ufer der Wie», urkundlich beglaubigt, mehre ansehnliche Gebäude und Gotteshäuser standen, wovon überdieß die höchst seltene Ansicht von Melde- mann in sechs Blättern aus der Zeit der ersten türkischen Belagerung den Beweis des Augenscheines liefert. Eines der bedeutendsten und ansehnlichsten Gebäude wardas erste Wiener-Bürgerspital vor dem Kärnth- nerthor am linken Ufer der Wien, unweit de-- steinenen Brücke. Leopold der Glorreiche und sein Caplan, Meister Gerard von Velin stifteten schon 1288 dieses Spital mit einer Kirche zum heiligen Geist in der Nähe des noch älteren Gotteshauses zu St. Coloman auf der linken Seite der Drücke. I2K8 wurde daselbst eine Bruderschaft zur unbefleckten Empfängniß errichtet, und in diese, nach den Urkunden »auf dem sogenannten heiligen Felde lvnmpo santo) zu Wien oder bürgerlichen Spitals-Gottesacker bei St. Coloman« eingeführte Bruderschaft, der ältesten in Wien, ließen sich die damals in dieser Gegend wohnenden Hauer lWeingärtnerj mit ihren Frauen und Kindern, so wie auch Viele aus der Stadt einschreiben. Das Spital zum heiligen Geiste war weitläufig, groß und reich, in demselben wurde eine große Anzahl kranker, armer und alter Leute verpflegt. Es war eigentlich eine Comthurei, welcher ein Comthur, so wie dem Spitale ein eigener Seelsorger Vorstand. Der letzte Pfarrer, Georg HevMerl, rühmt in einem Bruderschastsbüch- lein *), daß diese Anstalt ihres Gleichen nicht in Deutschland gehabt habe. Bei der ersten türkischen Belagerung 1529 wurde das ganze Gebäude abgebrannt und zerstört, die noch vorhandenen Ruinen aber 1532 zur größeren Sicherheit der Stadt bei allfälliger abermaliger Feindesge- fahr vom Grund aus zerstört und der Erde gleich gemacht. Die Stiftung selbst aber wurde in das noch heute bestehende Bürgerspital - Gebäude übertragen. Als letztes Neberbleibsel dieser uralte» Stiftung war noch vor etwa dreißig Jahren vor dem Kärnthnerthor, gegen die stei- ncne Brücke zu, rechts am Glacis eine steinene Kreuzsäule zu sehen, worauf noch folgende, in rothem Marmor eingchauene, sehr verwitterte Inschrift zu lesen war: »Daß paw ist vollbracht Zu Lob Gots und in den Eren Mariam und zu Trost aller Gelaubigen Seelen-Hail vnd ist volpracht In die Sancti Jakobi Apostoli Xnno Domini Hl» ULLu. XXXIIo.« Unweit davon lag auch ein sehr großer, langer und dicker Grabstein ans rothem Marmor, wo von den Randschristen noch einige Buch- ) Leitstern der Allerheiligen-Bruderschaft im Bürgerspital, und Diplom, korck. I. ap. 6--erweuic», Prag 1695. S. 346. S9S staben zu sehen waren, auch in der Mitte ein Bruchstück, vermutlich von einem Wappen, Alles jedoch schon sehr schadhaft und auSgeschlif- fen. Von den sonstigen kirchlichen Gebäuden in dieser Vorstadt vor der ersten türkischen Belagerung können wir nur folgende Stelle aus LaziuS kor. Vien. S. 128 im Allgemeinen anführen, welche nach Heinrich Abermann's Uebersetzung also lautet: »So sepnd auch andere Platz, Märckt, Gassen in der Vorstadt gewesen, welche im Jahre 1529 wegen der Türckischen Tyrannen Belagerung niedergeriffen und zerstört worden, welche die Stadt selbst sowohl an der Schöne als an der Zahl der Häuser übertrvffen hatten. In dieser Vorstadt seynd Kirchen und Clöster abgebrochen worden, als der Closter Frauen Abtev zu St. Nikolai (Erd- berg s. S. 292), der Franciskanerkloster, so dem heiligen Theobalds zu Ehren erbaut und geweiht worden (siehe Laimgrube) ; item ein Frauen-Closter zu St. Margarethen genannt und ein Commenderep oder Gotshauß zum heil. Geist und zu St. Antoni, sammt denen Pfarrkirchen und größeren Capellen, als zu St. Johannis, zu St. Colman, zu St. Wolfgang, zu St. Sebastian, zu St. Philippi und Jakob, zu St. Martin und eine Kirche, so rum Gemeinen Spital gehörig gewesen.« Letztere ist offenbar die erwähnte Kirche zum heiligen Geist, die übrigen standen zweifelsohi.e auch im Bezirke der heutigen Wieden und gegen die Stadt zu. Von der Kirche zu St. Anton wissen wir urkundlich , daß sie auf dem Platze stand, wo später die Karlskirche erbaut wurde. Die Ansichten dieser Gotteshäuser befinden sich nur mehr aus den erwähnten Holzschnitten von Meldemann, wovon sich meines Wissens leider zur Zeit noch kein einziges komplettes Eremplar in Wien befindet. Herr von Karajan besitzt jedoch eine Section derselben, worauf sich eben die genannten Kirchen befinden und bewahrt es mit Recht als einen Schatz. Auf demselben wird diese Vorstadt die Kärner-Vorstadt genannt. Eine andere merkwürdige Stiftung ging ebenfalls bei der ersten türkischen Belagerung zu Grunde. Bei Gelegenheit einer ansteckenden Blatternkrankheit im Jahre 1494 kaufte nämlich die Wiener-Universität ein dem Stifte Engelhartszell gehöriges Haus im Gereut (der heutigen Allecgassc) und richtete es zur Heilung ihrer kranken Schüler ein. 1510 erkaufte sie auch das anstoßende Haus dazu und verbaute es mit dem früheren, worauf das ganze Gebäude das Studentenspital genannt wurde und zu verschiedener Zeit bei einreißenden Seuchen gute Dienste leisteten. Mit demselben war auch eine Capelle zu Ehren des Pestpatrons St. Sebastian verbunden, und es ist dieselbe wahrscheinlich das in Lazius Relation vorkommende Gotteshaus zu St. Sebastian. 1529 wurde dieses Siechenhaus sammt der Capelle zerstört und nicht wieder hergcstellt. Nach der türkischen Belagerung wurde die Vorstadt wieder bebaut und die erste in derselben entstandene Gasse soll die Plencklergasse, später Panigelgasse genannt, gewesen seyn. Nach Daniel Suttinger's schätzbarer Ansicht der Stadt mit einem Theil der Vorstädte vom Jahre 1KS3, noch vor der zweiten Türken-Belagerung, enthielt sie damals wieder sehr ansehnliche und zahlreiche Gebäude, die sich zum Theil noch immer gegen die jetzige Glacis erstreckten. Aus einem kurz nach aufgehobener soo Belagerung erschienenen Plane von Wien, welcher noch die Brandstätten der Vorstädte enthält, steht inan jedoch, daß damals die Vorstadt nur etwa bis zu den Paulanern mit Häusern bebaut war, die ganze Gegend weiter auswärts, so wie jene der heutigen Favoritenstraße bis zur Landstraße hin war mit Weingärten überdeckt. Jenseits der Wien standen nur einige Gebäude bei dem Cinbuge dieses Flußes, der heutigen Karlskirche gegenüber. Nach dem Abzüge der Türken aber wurde die Vorstadt wieder nach und nach bebaut. Die große Ausbreitung derselben und die schönsten Gebäude stammen mit wenigen Ausnahmen aus der neueren Zeit, indem man noch vor etwa zwanzig Jahren weitläufige Gärten und andere Gründe, Sandstälten re. die Stelle von vielen der jetzigen schönen Gassen einnahmen. Tie prachtvolle Karlskirche, zum Theile auch zur Landstraße gehörig, wurde 1716—1737 aus Anlaß eines Gelübdes des Kaisers Karl VI. nach dem Plane des berühmten Fischer von Crlach durch den Baumeister Martinelli erbaut. Die jetzige Pfarrkirche zu den Schutzengeln entstand mit einem Paulancrkloster durch Kaiser Ferdinand II. 1627, wurde jedoch erst 1651 vollendet und eingewcibt. Bei der zweiten türkischen Belagerung zerstört, wurden Kirche und Kloster durch milde Beiträge, besonders durch die reichliche Unterstützung des Paulancrklo- sters zu Thalheim in Oberösterreich wieder hergestellt. Durch Kaiser Joseph II. erging 1784 der Beschluß der Aufhebung dieses Ordens in Wien , welche jedoch erst unter Kaiser Franz 1796 zu Stande kam. Die sämmtlichen Klostergüter fielen dem ReligionSfvnde zu; das sogenannte Paulanerhaus (jetzt Nr. >93), der große Garten, so wie auch sämmt- liche Klostergebäudc bis auf den jetzigen Pfarrhof, wurden zum Besten des erwähnten Fondes verkauft und in deren Umfang entstanden drei neue Gassen, die Kirchen-, Platz-und Gemeindegasse mit 23 schönen Häusern. Die Kirche aber wurde zur Pfarre erhoben. Die Kirche zur heil. Thecla mit dem Piaristencollegium entstand 1754. Auf der Hauptstraße der alten Wieden rechts , wo sich noch jetzt die sogenannte Klagbaumgaffc befindet, bestand seit 1267 das Siechen- haus zum Klagbaum genannt, mit einem Kirchlein zu Maria-Heimsuchung, von Meister Gebhard, Pfarrer zu St. Stephan, gegründet. 1529 wurde es durch die Türken zerstört, durch Barbara, Gräfin von St. Georg und Pöfing wieder hergestellt. 1683 wurde es abermals verheert und auf Kosten des Vürgerspitals wieder neu erbaut. 1785 wurde das Spital zum Klagbaum nebst andern zerstreuten Siechenhäusern aufgehoben , die Kranken in das allgemeine Krankenhaus übersetzt, das Spital sammt dem Kirchlein abgebrochen, die Plätze verkauft und zu Privatgebäuden verbaut. Das Spital hatte die Aufschrift: »Gebt um Gottes Willen den Armen, So wird sich Gott über euch erbarmen." Das vorzüglichste Gebäude, welches nach dem Abzüge der Türken entstand, war die sogenannte kaiserliche Favorite, welche später der ne» entstandenen Gasse den Namen gab. Sie entstand schon als kaiserliches Lustgcbändc durch Kaiser Ferdinand III. mit einer Capelle, dessen Ansicht »ns M. Bischer in seiner Topographie aufbewahrte. Während » ^ » . 5V^ ' > - Z, . - < > ^ ,' , .7 / ? '- . 7 ^ -' ' >.'M .., 7 ^ ' 7«r°r.^ ^ 30 ! der türkischen Belagerung 1683 zerstört, erbaute, vergrößerte und verschönerte sie Kaiser Leopold. Mannigfaltige glänzende Feste fanden in den schönen großen Gebäuden und in den weiten und kunstvoll angelegten Gärten Statt, so z. B. wurde das prachtvolle Bankett darin gefeiert, welches der Kaiser 1698 zu Ehren des in Wien anwesenden Czars Peter I. gab. Unter Kaiser Joseph I. blieb die im Gegensätze zu dem Augarten also genannte neue Favorita weniger beachtet; ihren höchsten Glanz aber erreichte sie unter Karl VI. Dieser Monarch wählte sie bleibend zum Sommeruufenthaltc, verwendete ungeheuere Summen auf das Gebäude und die Gärten, alle großen Hoffeste und Belustigungen hatten daselbst Statt. Die berühmte Lady Montague spricht in ihren Briefen aus Wien mit Entzücken von den herrlichen Opern, welche in den Gärten der Favorita damals aufgeführt wurden und behauptet, daß man nichts Prächtigeres dieser Art sehen könne und daß sie die Angabe gar nicht übertrieben finde, nach welcher bloß die Verzierungen und Garderobe dem Kaiser über 300,900 Gulden Silber kosteten. Die Bühne war quer über einen großen Canal gebaut, theilte sich oft plötzlich in zwei Theile und ließ daS Wasser erblicken, auf welchem von beiden Seiten her zwei Flotten von kleine», zierlich geformten und vergoldeten Schiffen erschienen, die ein Seetreffen vorstelltcn. Die Bühne soll so groß gewesen seyn, daß cs dem Auge schwer fiel, das Ende derselben zu übersehen ; auch wurden Caroussels und andere Belustigungen, große Scheibenschießen mit kostbaren Preisen re. dort abgehaltcn. Mit dem Regierungsantritte der großen Maria Theresia ging die Glorie der Favorita für immer unter. Sie überließ schon 1746 das Gebäude mit den Gärten käuflich an die Jesuiten, um daselbst ein adeliges Erziehungs-Institut zu gründen, das nach deren Aufhebung unter kaiserlichen Schutz kam und der Aussicht der Piaristen übergeben wurde. Kaiser Joseph, der eollegialische Erziehung nicht liebte, hob 1781 das Institut auf; verwandelte die Stiftung in Handstipendicn und verlegte die bisher zu Gumpendorf bestandene Ingenieurs-Akademie hierher. Kaiser Franz stellte jedoch das Theresianischc Institut mit zweckmäßiger Einrichtung wieder her, und die Ingenieurs-Akademie kam in ihr heutiges Locale auf die Laimgrube. Das fürstlich Star he m ber g'schc FreihauS hat folgende Geschichte: Konrad, Balthasar, Graf zu Starhemberg, kaiserlicher Minister kaufte 1641 von Georg Prugglacher eine» Garten auf der Wieden, zum heiligen Geist genannt. Ferner kaufte er 1653 von Karl Christoph von Fronbcrger und in demselben Jahre von Margaretha, verwitweten Fronbcrger, ebenfalls ein Haus und einen Garten und mehre andre Häuser von verschiedenen Besitzern. Diese sämmtlichcn Bestandtheile vereinigte er zu einem großen Gebäude, welches er nach seinem Namen Konradswölth nannte, und eine eigene Herrschaft daraus bildete. Unrichtig ist die in mehren Geschichtswcr- ken angeführte Angabe, als"hake der"Wlesser Mägisträt dieses Haus zum Beweise der Dankbarkeit gegen den tapfer» Vertheidiger. von Wien, Ernst Rüdiger, Graf zu Starhemberg, von allen bürgerlichen 302 t Abgaben befreit, indem sich im fürstl. Starhemberg'schen Archiv zu Wien Reverse 1>es Wiener Magistrates über die Befreiung von der Steuer- Entrichtung mehrer zugckauftcn Plätze und Gärten schon von den Jahren 1647, 1650, 1657 und 1665 befinden, woraus hervvrgeht, daß dieses HauHffchon vor 1683 ein Freihaus gewesen ist. Allerdings wurde einStah- remberg'schesHans >n"Wle» von den bürgerl. Lasten befreit, dieses befand sich jedoch in der Stadt, vorder e Sckenkenstraße Nr. l 3. — Konrad Graf v. Stahremberg erbaute auch 1666 die noch jetzt bestehende Capelle zur heiligen Rosalia. Georg Adam Fürst zu Starhemberg gab dem Freihause auf der Wieden, theils durch Herstellung des seit einer großen Feucrs- brunst ungebaut gebliebenen Theiles desselben, theils durch eine bedeutende Vergrößerung und durch Benützung der weitläufigen Höfe und Gärten zu neuen Gebäuden, die jetzige ansehnliche Größe und den bedeutenden Umfang desselben. Neben der Karlskirche rechts, wo sich heute die Karlsgasse befindet, bestand früher ein Gottesacker, welchen die Etadt1571 für dasVür- gerspikal erkaufte. Augustin Hirneis stiftete darauf eine Capelle zu St. Augustin und Rochus. Nach Aufhebung der Gottesäcker inner den Linien durch Kaiser Joseph wurde auch dieser kaffirt, die Capelle abgebrochen und der Platz mit Häusern verbaut. In dem Bezirke der Vorstadt Wieden, am Ufer der Wien gegen das jetzige polytechnische Institut befand sich schon vor Alters der Trödel- oder Tandelmarkt, welcher 1676 in die Leopoldstadt übersetzt wurde, aber schon Anfangs des 18. Jahr- hundertcö wieder an seinen alten Platz zurückkam. Als das polytechnische Institut 1816 erbaut wurde, kam der Standort des Tandelmarktes weiter gegen die Landstraße zu, wo er noch heute besteht. Bei der ersten Nummerirung 1775 enthielt die Wieden 352 Häuser, in folgender Ordnung der Gassen: Tandelmarktplatz (links am Eingänge der alten Wieden Hauptstraße, wo sich jetzt das polytechnische Institut befindet); Hauptstraße, Favoritenstraße, Tischlergassel (jetzt Neu- mannsgaffe); Hauptstraße, Bärcnmühlgassel, Paulanergasse , neue Wieden Hauptstraße, große Neugasse, neue Wieden-Hauptstraße, Ziegelofengasse, neue Wieden-Hauptstraße, Gärtnergasse, Heumühlgasse, Schiffgasse, neue Wieden-Hauptstraße, Schlcifmühlgasse, Gasse an der Wien, Plcncklergasse (jetzt Paniglgasse); Alleegasse, Heugaffe, alte Wieden- Hauptstraße. Nr. I war gräflich Joh. Dielrichstcin'sches Gebäude, Nr. 2 ein Gasthaus zum goldenen Ochsen, Nr. 3 ein Gasthaus zum schwarzen Rvßel, welche Häuser zum polytechnischen Institute verbaut wurden, 23 und 24 war das Theresianum (jetzt 366), 31 das Starhemberg'sche Freihaus (jetzt I); 56 das Piaristcn-Collegium (jetzt 433); 337 das Gasthaus zum Mondschein, wo sich früher auch ein berühmter Tanzsaal befand (jetzt 102). Schon im Jahre 1779 hatte die Wieden 356 Häuser; 1783 —462; 1787—418; 1795 — 5IS; 1866 — 553; 1826 — 623; 1828 — 762; 1835 — 8S2 und gegenwärtig 965. Noch ist zu bemerken, daß bei der letzten Nummerirung die Ordnung der Gassen ganz verändert wurde, und mit der rechten Seite, statt früher mit der linken, der alten Wieden Hauptstraße, begann. s-^ .^: Li>W>S8»I 3vr V. Hungelbrunn. Die Gegend dieser kleinen Vorstadt wird schon 1443 als mit Weingärten bebaut, erwähnt. Der Sage nach soll sie einen Brunnen enthalten haben, der nur in Mißjahren, eigentlich trockenen Jahren, was- serhältig war, wovon diese Gegend ursprünglich beim Hungerbrunn geheißen haben soll. 1809 entstanden daselbst die ersten Häuser, deren Zahl sich 1770 auf 12 belief, welche sich jetzt wegen Zusammenbau gar nur auf 11 reducirt hat. Dieses Vorstädtchen steckt auch dermaßen zwischen der Wieoen und Matzleinsdorf, daß sie sich nie weiter ausdehnen kann. 8. Reinprechtsdorf. Eine ebenfalls kleine Vorstadt zwischen Margarethen und Hundsthurm, deren Grund als Eigenthum der Vürgerfamilie der Rampers- dorfer schon 1283 urkundlich bekannt ist, damals aber zumeist mit Wein bepflanzt war. Anfangs des 18. Jahrhunoertes entstanden die ersten Häuser daselbst. 1770 zählte cs deren IS, die sich seit jener Zeit auf nicht mehr als 25 vermehrt habe». Historisch merkwürdige Gebäude gibt es daselbst, wie auf dem vorigen Grunde, nicht. S. Nikolsdorf. Ursprünglich hieß diese Gegend im Bernhardsthale und hier soll sich das Lager des Königs Mathias Corvinus befunven haben, als er 1484 Wien belagerte und eroberte. Der jetzige Name stammt daher, weil dieser Grund einst dem in der ersten türkischen Belagerung zerstörten Frauenkloster zu St.Nikola vor dem Stubenthore zugehörte. Schon 1770 zählte er 48 Häuser, welche sich seit dieser Zeit nicht vermehrt haben. Iv. MatzleinSdorf. Diese Gegend war unter demselben Namen schon 1305 bekannt, zu welcher Zeit es auch Herren von Mazzelinsdorf gegeben haben soll. Damals war sie jedoch fast durchaus mit Weingärten überbaut, zwischen welchen einzelne Hütten ein ärmliches Dörfchen bildete». Noch 1721 kommt unter den Weinsortcn Nieder-Oesterrcichs der Matzleinödorfer vor. Die meisten Bauten hatten im Laufe des 18. Jahrhunderts Statt. Die jetzige Pfarrkirche zu St. Florian war ursprünglich eine 1709 erbaute kleine Capelle zu Ehren der Vermählung Maria, 1725 aber wurde sie in jetziger Gestalt zu Ehren St Florians mitten auf der Straße neu erbaut. Vor der Pfarreinthcilung durch Kaiser Joseph II. war sie Filiale von St. Stephan. 1775 bestand Matzleinsdorf aus SI Häusern in beiläufig jetziger Folgenreihe der Gassen. Nr. I war das Pfarrhaus» SI eine Gärtnerhütte, die schon 1778 weggerissen wurde, so daß die Vorstadt 1779 nur SS Nummern zählte. 1783 hatte sie wegen abermaliger Demo- lirung nur 89, 1787 — S8; 1795 — 108; 1808 — IIS; 1810 — läv; so viel Häuser, 304 II Margarethen. Zn dieser Gegend bestand schon in der zweiten Hälfte des 14. Jahr- hnndertcs ein von Weingärten umgebenes Schlößchen, welches von 1363 bis zu ihrem Tode (1380) die bekannte Margaretha Maultasch, Gräfin von Tyrol, bewohnte, und ihm ohne Zweifel den Namen gab. Zn der Topographie von Matthäus Bischer ist uns dessen Ansicht aufbchaltcn. Damals war es nur von wenigen kleinen Häuschen umgeben. Anfangs des 18. ZahrhunderteS bildete sich die gegenwärtige Borstadt. DiePfarr- kirche zu St. Joseph wurde von dem damaligen Grundbesitzer, Grafen von Sonau erbaut, weshalb sic im Munde des Bolkes noch heute zum Sonnenhof genannt wird. 1775 bis 1779 hatte sie 85 Nummern; 1787 — 112; 1795— 159; 1806 — 163; 1825—171; 1835— 174 und gegenwärtig ISO Häuser. Merkwürdig ist, daß sich 1775 im Hause Nr. 84 (jetzt SI) zum heil. Florian, eine große Maulbeer-Plantage befand. IS. Hundsthnrm. Eine allgemeine Angabe aller Topographen und selbst Geschichtschreiber besagt, daß Kaiser Mathias um 1602, als er das alte Jagdschloß Schönbrunn erbaute, hier ein thurmähnliches Gebäude für die Rüden - oder Jagdhunde aiifführen ließ, welches sowohl den Grund zu dem noch heute bestehenden schloßähnlichen Gebäude (Nr. I, u. 2) legte, als auch der Vorstadt ihren jetzigen Namen gab. Der geschätzte Schlager sucht diese Angabe zu widerlegen und erklärt sie sogar für ganz unbegründet. Indessen scheinen mir, mit aller Bescheidenheit gesagt, die angeführten Beweise dieses Ungrundes keineswegs bündig genug. Daß eine Mühle bei Gumpendorf, wie in Dr. Tichtel's Beschreibung der Belagerung Wiens durch Math. Corvinus vorkommt, die Hunczmühle und darum der Hundsthurm vielleicht auch einst Hunczthurm geheißen habe, dieser Umstand kann doch nicht als Gegenbeweis genommen werden,zumal, wenn man die vage Schreibart jener Zeit und den Unterschied der Periode Mathias Corvinus und des Kaisers Mathias in Erwägung zieht. Rüdenhäuser und Rüdenställe gab es ja und zwar in der Nähe von Ge- jaydrevicren, und das genannte Gebäude, welches übrigens durchaus nichts thurmähnliches hatte, wie in Wischers Ansicht zu sehen ist, lag auch nicht gar so entfernt von den Jagdreviere» von Schonbrunn (Gat- terburg hieß es viel später) besonders wenn man bedenkt, daß das alte Jagdschloß viel weiter links zu gestanden habe, als daS jetzige kaiserliche Lustschloß. Bis auf genügendere Beweise schließe ich mich noch immer der älteren Meinung an. Spricht doch Fuhrmann in seiner Beschreibung daß man damals (wie noch jetzt) am hintern T heil des sauber renovirten Gebäudes auf den vier Ecken des Thuims »Hunds-Statuen aus Stein aufgesetzt« sah. Uebrigcns hatte die Borstadt 1770 in jetziger Reihenfolge der Gassen 90; 1795 — 94; 1806 - 96; 1820—150; 1835— 155, gegenwärtig 161 Nummern. SOS IS. Laimgrube. Dieser Name stammt von den in dieser Gegend früher bestandenen Ziegelhütten her, zu deren Behuf hier Lehm (in österr. Mundart Laim) gegraben wurde, und wirklich sieht man auf dem sehr seltenen und mehrmals besprochenen Plane Wiens von Meldemann in Holzschnitt vom Jahre I5ZV Ziegelhütten in dieser Gegend angcdeutet *). Bis 1551 war diese Gegend noch größtentheils mit Wein- und Safrangärten, dann Lehmgruben und Ziegelhütten bedeckt und nur dazwischen standen einzelne Gebäude, größtentheils mit umfangreichen Gärten. Nach Lazius Bericht war diese Vorstadt schon zu seiner Zeit wegen einzelnen prachtvollen Gebäuden in Ansehen. Herzog Rudolph IV. erbaute, wie es aus einer Bulle deS Papstes Urban V. verlautet, ein Jungfrauen Kloster St. Clären Ordens an der Wien nebst einer Kirche zu St. Theobald. Nach allen Anzeichen stand diese Kirche an der Stelle des heutigen Hauses Nr. 24, wovon sowohl die noch heut zu Tage sichtbare Gestalt von zwei Mauern gegen den Hof dieses Gebäudes, welche noch jetzt bischöfliche Brustbilder zeigen, und auch sonst ein unlängbar kirchliches Ansehen haben, Zeugniß geben, so wie als auch, daß dieses HauS, sammt dem daranstoßenden Nr. LS, welch« bis 1784 in eines vereinigt waren, das Hausschild »zum Fraueneck« oder unserer lieben Frauen am Eck trug. 1744 gehörte dieses Gebäude mit einem großen Garten, der bis über die jetzige Jägergaffe hinausreichte, einem Herrn von Schellerer, 1775 dem Grafen von Harsch, 1740 dem Baumeister Kornhäusel, von dem es in zwei Parzellen verkauft wurde. Jenes, worin sich unzweifelhaft das Frauenkloster befand, gehört seit 1747 Johann Paul Sollinger, und früher befand sich die Alberti'sche, jetzt die Sollinger'sche Buchdruckerei in demselben. — 1451 wurden diese Klosterfrauen durch Kaiser Friedrich III. wo anders hm versetzt, und ihre Gebäude wurden dem heil. Johann von Capistran und seinen Mitbrüdern übergeben, auch zu dieser Zeit Kloster und Kirche viel weitläufiger hergestellt. Die Kirche scheint aber noch immer an ihrem alten Ort« geblieben zu seyn, da sich sonst keine Spur einer solchen in der ganzen Gegend, hier aber eine sehr bemerkbare findet. Bei der ersten türkischen Belagerung 1524 wurde» an hundert der Mönche getödtct und Kirche und Kloster zerstört. Die übrigen Geistlichen aber hatten sich in die Stadt geflüchtet, wo ihnen später das Büßerinenhaus zu St. Hieronymus sammt der Kirche überlassen wurde. Auf dem öden Grunde, jedoch mehr rechts gegen daS heutige Glacis baute der Wiener RathS- herr Krebs eine neue Capelle zu Ehren des heil. Theobald, deren Spuren man ebenfalls noch heute neben der jetzigen Kaserne am Getreide- markl in dem magistratischen Hanse Nr. 2 erblickt. Die sämmtlichen von Krebs erkauften Gründe deS ehemaligen Franciskanerklosters zu St. Theobald kamen um 1b5ll in die Hände des Baron Chaos von Richthausen , von welchem 1841 die in Wien längst aufgenommenen Carme- *) Die Abfälle de« Hügel«, aus welchem noch heutzutage der obere Shell der Vorstadt Laimgrube sich befindet, sind, deutlich zu erkennen, eine au«- geschwemmte Ustrlrhne de« Wieieflüßcheat. ro SVK Uten den größten Theil erkauften und sich darauf ein Kloster und eine Kirche bauten» welche jedoch bei Weitem den Raum des früheren Theo- baldklosters nicht einnahmen, obschon sie an sich noch immer ansehnlich genug waren; denn auch das sogenannte blaue Haus (jetzt Nr. 7) gehörte in den Besitzthum der Carmeliten. 1683 wurden Kloster und Kirche zerstört, doch erstanden sie bald wieder aus ihren Ruinen. Schon den 22. August 1687 legte der Erzherzog, nachmaliger Kaiser Joseph I. den Grundstein. 1784 erfolgte die Aufhebung der Carmeliten; in das Klostergebäude kam die jetzige Arbeits- und Besserungs-Anstalt; ihre Häuser und Gärten wurden zum Besten des Religionsfondes verkauft und letztere verbaut. Auf der Laimgrube besaßen auch die Jesuiten einen großen prachtvollen Garten mit einigen Nebengebäuden, den noch jetzt also genannten Jesuitcrhof, zur Gctreidemarkt-Caserne gehörig. Letztere wurde auf dem Grunde des ehemaligen Klosters von St. Theobald auf Kosten der Stadt erbaut. Die jetzige Ingenieur-Akademie wurde sammt der kleinen aber schönen Kirche zum heil. Kreuz aus Veranstaltung Karl Leopolds von Moser» Land-Untermarschalls für die Chaoö'sche Stiftung 1736 erbaut. Maria Theresia bestimmte sie zur k. k. adeligen-Kriegsschulc, ließ die Kirche schöner Herstellen und 1772 den jetzigen prachtvollen Thurm erbauen. Als durch Kaiser Franz 1796 die theresianische Ritter- akademie auf der Wieden wieder hergestellt wurde, kam von dort die Ingenieur-Akademie hicher. Im Jahre 1775 zählte die Laimgrube 91 Nummern in beinahe jetziger Folgenreihc der Gassen. Nr. 14 war die damalige Emanuelische (Savoyische) Stiftung, Ingenieur-Akademie, jetzt Nr. 187—I8S; 26 ein dem damaligen Königskloster in der Stadt gehöriges Freihaus (noch jetzt Königsklosterhaus> genannt Nr. 7V); 33 das den Carmeliten gehörige sogenannte blaue Haus (jetzt 7); 91 das Reiterpiket (jetzt Nr. 1661. Schon im Jahre 1779 hatte die Vorstadt 124 Häuser; 1783—136; 1787— 158; 1795 - 172; 1899 — 178 ; 1825 —189; 1835 —195 und gegenwärtig 203. DaS ehemalige Klostergebäude der Carmeliten, jetzt Arbeits- und Besserungs-Anstalt nummc- rirt jedoch zur Vorstadt Windmühle. 14. Windmühle. Diese Vorstadt ist noch ein Theil der alten Brunn-, Kater - und Kothlucken, die sich jedoch weiter gegen die Stadt zu erstreckten. Auf der Höhe gegen Gumpendorf und dem Magdalenagrunde zu standen vor Zeiten einige Windmühlen, die ebenfalls in der bereits besprochenen Ansicht zu sehen sind, woher der Name stammt. Der größte Theil der Windmühle besteht aus der von der Laimgrube Hauptstraße und dem Anfänge von Mariahilf sich links einmündenden Windmühlgasse, di« bis zur Kothgasse reicht. Ein kleiner, vollständig von diesem abgesonderter Theil reicht jedoch von der obern Mariahilferstraße durch die untere Stein-und Schmiedgassc in Gumpendorf hinein. In der kleinen Steingaffe befindet sich das Hans zum Haydn Rr. 84 (früher Nr. 73), wo am 31. Mai 1899 der berühmteTonsetzcr Joseph Haydn starb. Seit1849 heißt dieses Haus für immer «zum Haydn». (Vergleiche Wiener-Zeitung ^ÄÄb. / < M 307 vom 25. Juli 1840.) 1775 hatte die Windmühle 39 Häuser, wovon Nr. 17 das Carmelitenkloster war lietzt Arbeits- und Besserungshaus Rr. 17); 1783 hatte es 45; 1787 — 59; 1795- 83; 1805 bis 1830 — 87; 1835— 108 und gegenwärtig 110-Häuser. Mehre Häuser der Windmühle aus der Höhe der Windmühlgaffe haben Durchgänge indieKoth- gasse der Laimgrube. In dem Hause Nr. 23 „zum grünen Rössel« in der Grnnd-Windmühlgasse wurde am II. August 1779 der rühmlichst bekannte vaterländische Historien-Maler Karl Ruß geboren, als ersterKu- stos der k. k. Gemäldegalleric im Belvedere am 19. September 1843 gestorben. (Vergl. Ruß's Nekrolog in der Wiener-Zeitung vom 11. u. 12. Oktober 1843.) 13. Mariahilf. Eine nicht große, aber in neuerer Zeit mit schönen Häusern versehene Vorstadt, die ihren Namen nicht nur der, durch sechs Vorstädte (Laimgrube, Windmühle, Mariahilf, Gnmpendors, Neubau u. Schot- tcnfelv) führenden Hauptstraße, sondern auch der Linie gibt. Diese früher mit einzelnen Häusern und Weingärten bedeckte Gegend hieß ursprünglich im Schöff (Schiff) vom Schilde einer Einkehr der aus Bayern und Schwaben kommenden Schiffleule, die gewöhnlich hier ihre Herberge nahmen. Von dieser Einkehr und ihrem Nameu nach der altern Mundart blieb dem Orte dieser Name, der auch im Volksmunde bis gegen dieMittedcs vorigen Jahrhundertes gehört und auch so geschrieben wurde. Anfangs dcS 17. Jahrhundertes wurde der bisher in der Stadt auf dem jetzigen Michaelerplatze bestandene Frcithof hieher verlegt und 1880 bauten die Barnabiten auf demselben eine hölzene Capelle mit dem Bildniß von Maria-Hilf, welche inbrünstig verehrt wurde. 1683 bei der zweiten türkischen Belagerung ging diese Capelle in Flammen auf, das wunderthätige Marienbild wurde durch den Meßner Erh.Lampel gerettet und einstweilen bei St. Michael in der Stadt aufbewahrt. Nach dem Abzüge der Türken wurde zum Aufbaue einer steinenen Kirche im Schöff geschritten, 1886 der Grundstein dazu gelegt und 1713 war sie in ihrer gegenwärtigen Gestalt hergestellt. Als die sämmt- lichen Kirchhöfe vor die Linie» versetzt wurden, ward auch die Mauer weggebrochen, welche die Kirche bis dahin von der Straße schied. Von dieser Kirche und dem Gnadcnbilde nahm die Vorstadt bald auch selbst den Namen Mariahilf an. Das daselbst befindliche schöne Ester- hazy'sche Gebäude entstand um 1780 durch den damaligen Staatskanzlcr Fürsten von Kaunitz. 1770 betrug die Häuserzahl 139 in heutiger Ordnung der Gaffen. Nr. 14 war das Barnabiten-Collegium (jetzt 18), 21 der fürstlich Kaunitz'sche Palast (jetzt 40). 1783 hatte es 139; 178? — 139; 1795— >57; 1806 — 157; 1820— 164; 1835— 149 und gegenwärtig 158 Häuser. IK. Magdalenagrund. Ein alter, kleiner Vorstadtgrund, ursprünglich Eigenthum des Magdalena-Nonnenklosters vor dem Schottenthore, das jedoch schon während der türkischen Belagerung 1529 zerstört wurde. Im gemeinen 20 * »08 Leben wird dieser Grund das Ratzenstadtel genannt, welcher nicht unbegründete Spottnahme von Kaiser Joseph II. herrühren soll. MV zählte er SS Häuser, 1806 —S8 und jetzt noch eben so viel. »V. Gumpendorf. Schon zur Zeit der Babenbergc bestand hier ein Dorf, dessen Eigen- thümer den Namen der Gumpendorfe führten. Hier wurden bei späteren Bauten auch viele römische, ja sogar althebräische, und, wie Einige behaupten, so z. B. Lazius und nach ihm Fuhrmann, phönizische Denkmale gefunden und darüber viel gemuthmaßt und auch wohl gefabelt. Jedenfalls bleibt aber Gumpendorf in seinem Entstehen und Aufblühen eine der interessantesten Borstädte, und eine quellengiltige Specialge- schichte darüber wäre sehr wünschenswerth. Schon 136Ü bestand daselbst, rechts beim Eingang in die Hauptstraße eine Kirche zum heiligen Aegyd, welche um diese Zeit den Cisterziensern von Baumgartenberg in Ober- Oesterreich übergeben wurde. Von diesen wurde sie 1571 den Benedicti- nern zu den Schotten überlassen. Diese Kirche war von alterthümlicher Bauart und sammt dem Thurm, der mit der Kirche gleiche Breite hatte, aus Quadersteinen ausgeführt. 17SL wurden Kirche und Thurm abgetragen und auf der jetzigen Stelle eine neue Kirche zu Ehren desselben Heiligen erbaut und zur Pfarrkirche erhoben. Mehre Gassen dieser Vorstadt geben von den früheren Grundherrschaften Zeugniß, so z. B. Mol- lardgasse (Graf Mollard), Dominikanergasse, Augustinergasse rc. In der sogenannten Dominikanermühle daselbst sollen die Türken 1S83 die gefangenen Christen als an einem haltbaren Orte zusammengesperrt und mit starken Ketten zusammengeschmiedet haben. Da sie dieselben indessen wegen ihrer eilfertigen Flucht zurücklaffen mußten, wurden die Armen von den christlichen Soldaten gefunden und befreit. Die Ketten wurden jedoch im Hofe zum Angedenken aufbewahrt. Zu beiden Seiten desselben wurde auch eine Inschrift auf das Haus gesetzt, deren eine schon längst verschwunden ist, die andere aber noch zu den Zeiten Peter Fuhrmanns lesbar war und also lautete: »Anno 1683 Key türckischem Einfall verwüstetes HauS. Anno 1689 wiederum renovirt." Bemerkenswerth ist auch das ehemalige gräflich Königsegg'sche Gebäude, alte Nummer 14 (jetzt 167), worin Czar Peter der Große von Rußland während seiner Anwesenheit in Wien 1SSS wohnte. Nr. 36 war früher daS Militärspital (jetzr 318. Privathaus). 177V hatte Gumpendorf ISS Häuser in folgender Reihenfolge der Gassen : Am Linienwall, Hauptstraße, am Wienfluß, Dorothcergasse, Annagasse, Hauptstraße, am Feld, Schmidgaffe, Schönbrunnerstraße, am Linienwall, nächst der Mariahilferlinie. 1779 hatte cS ISS, 1783 — 168; 1787— 170; 1795 — 194; 18V6— 241; 182V — S4S; 1835—414 und gegenwärtig SS2 Nummern. -JE »F.'k '^rr ' - ' »V-AMch»r< »> u>4.:- '.',ii'-S. t-i ^.'-.»-,^..>v - - f- , ->. «> '»., -tz-,'. , °'d»,M v^4chWlb-/r,»-^'4.rl»^<-tr«r.< »tr«e«»7 »-- Md>« Atz«. AS: '«^7>- ^ "^77,-^ üi/Äk«.«: ch-'«. '-»s«iM^.' '^' ^ l -,, . ' >^-Äl- '«7-.-,»-.t ' l> >7, ' » E : 7 >..!7' HM««S «-NE» '>:>» .:» 'd!7--^,:ßK-L 7,v . .77 :' . HWO 7- -'-" . '-7 :7 -7Ä7S» >»'»^ ^.7-7»: '^^ .... 7ji7 «7 MU!- 7"77;,s«^r»H -kV! y«' r'U.' ?. -7/ , . -,«7,r7!7.:: u?-! . -kV 'i- .: V >7 7». , 4». 77 ^K><- ^--.^ V-, ^ .°7^ '-7, ^ 7-7 . 7 7^4-H^r«»rj»'..'B7j! M-«»'.77">.'-r«W- 7 E 4 . A-z-.kM-.. -. 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Nach der zweiten Belagerung Wiens, wobei eS, als in der nächsten Nähe des türkischen Lagers liegend, ganz zerstört ward, wurde eS Eigenthum deSBürgerspitals, und wieder angebaut. Von diesem «Spittel- stammt der jetzige Name. Das merkwürdigste Gebäude in dieser Vorstadt, der kaiserl. Marstall, entstand unter Kaiser Karl VI. 1725 durch den Baumeister Joseph Emanuel Fischer von Erlach. Die Räumlichkeit erlaubte jedoch nicht, dem ursprünglichen großartigen Plane auch im Innern deS Gebäudes treu zu bleiben, wie man bei Pfeffels Ansicht desselben sich überzeugen kann. 1776 hatte die Vorstadt 138 Häuser in gegenwärtiger Reihenfolge der Gaffen. Nr. 133, >34 war das sogenannte Spaliermacherhans am Glacis, das noch heute diesen Namen mit der Nummer >34 hat. 1795 hatte sie 138 Nummern, 1866— 138 IS2Ü — 146 und jetzt noch dieselbe Zahl. IS. St. Ulrich untern Guts. So wurde damals die jetzige Vorstadt St. Ulrich im Gegensätze zu St. Ulrich obern Guts, dem jetzigen Neubau, genannt. In dieser Gegend stand vor Alters ein Dorf mit dem Namen Zaismannsbrunn. Nach dessen Zerstörung durch die Türken 1529 wurde es nach und nach wieder bebaut. 1405 stiftete der Schottenabt Thomas II., der letzte auS dem ursprünglich schottischen Stamme, eine Pfarrkirche zu St. Ulrich, welche 1529 durch die Türken zerstört, aber bald darauf wieder hergestellt wurde. In der Folge brachten sie die evangelischen Prädicantcn an sich, mußten sie aber 1614 wieder an die Katholiken überlassen. Der Schotten Annalist Johann Rasch erzählt von dieser alten Kirche, daß «Anno 1474 am St. Peter und PaulStag zur Vesper St. Ulrichs Kirchen außer Wien durch einen Sturm eingefallen und Magister JeronimuS Leiber, Pfarrer, sein Caplan und 30 Personen dadurch getödtet wurden.- Anfangs deS achtzehnten Jahrhunderte- wurde diese wieder hergestellte Kirche abermals baufällig und 1721 durch den Schottenabt Karl Fezer in ihrer jetzigen Gestalt hergestellt. Eine Statue der heil. Mari<5 auf dem Hochaltäre, Mariatrost genannt, gab dieser Kirche sowohl al- der Vorstadt im Munde deS Volkes auch diesen Namen, so wie letztere ihres kleinen Platzes wegen häufig das Platze! genannt wird. Als Kaiser Mathias 1597 die Kapuziner in Wien ausgenommen hatte, erbaute er ihnen I6VV Kloster und Kirche in der Vorstadt St. Ulrich, welche zwar 1683 zerstört, bald darauf aber wieder hergestellt wurden. 1816 wurden die au- Triest vertriebenen Mechitaristen in demselben ausgenommen, da- sie 1813 durch Kauf als Eigenthum an sich brachten und noch gegenwärtig besitzen. DaS jetzige Gebäude der ungarischen Nobelgarde wurde um 1712 für den pursten von'Traukson durch den berühmten Johann Bern- hard Fischer von Erlach im schönsten Architektur-Style erbaut. Et hatte damals auch herrliche Gartenanlagen, wie aus PfeffelS Ansicht diese- Gebäudes zu ersehen ist, welche gegenwärtig den Hofraum mit SU» mit Reitschule bilden, und gegen das Glacis verbaut sind. Ml» hatte St. Ulrich nur 87 Häuser in gegenwärtiger Reihenfolge der Gassen, 1787 — 94,1785— 127, 18VK-128, 1820— 148 und jetzt 161. 20. St. Ulrich ober» Guts (Neubau). Jetzt Neubau , früher Neustift genannt, eine erst um 175V entstandene, jetzt aber sehr bedeutende und größtentheils schön gebaute Vorstadt. Schon 177V hatte sie, jedoch mit Inbegriff von dem damaligen Ober-Neustift, einen Theil von Schottenfeld, 288 Häuser. Schon 178L war Ober-Neustiftdavon getrennt, und crstere Vorstadt zählte damals 157, letztere aber 167 Häuser. 1795 halte Neubau — 238, Schottenfeld — 446, 18V6 Neubau — 27V, Schottenfeld — 465, 1820 Neubau — 324, Schottenfeld— 48Ü, 1835 Neubau — 326, Schottenfcld— 490, und gegenwärtig hat Neubau 331, Schottenfeld 511 Häuser. Abt Sebastian I. des Schottenstiftes ließ 1683 einen großen Keller in der Hauptstraße graben und darüber ein Gebäude für arbeitsunfähige Leute erbauen, die auf Kosten des Stiftes verpflegt wurden. 1763 kam diese Anstalt, welche noch immer das Versorgungshaus zum langen Keller genannt wird, unter den Schutz des Staates, und wurde 1772 mit einer Capelle zu St. Martin versehen. Schottenseld entstand 178V. Die Pfarrkirche St. Laurenz daselbst wurde 1784 — 1787 neu erbaut. SI. Josephstadt. Die Gegend dieser Vorstadt kommt schon 1280 unter dem Namen Buchfeld urkundlich vor, und bestand bis nach der zweiten türkischen Belagerung bloß ans Weingärten und Ackerfeld um einen einzelnen Wirthschaftshof, dem noch jetzt bestehenden sogenannten »rothen Hof- gelegen. Ersi I69V wurde sic von dem italienischen Marches^MglMun- angelegt, und erhielt ihren Namen zu Ehren des damaligen römischen Königs Joseph l. Die Pfarrkirche zu Maria Treu mit dem Piaristen- Collegium wurde 1698 —1716 erbaut und erstere im letztgenannten Jahre durch den Erzbischof Kollonitsch cingeweiht. Daö dermalige Militär-Trans- port-Sammelhaus lNr. 12) war 177V ein dem k. k. Hofbuchdrucker Thom. Edl.v.Trattnern gehöriges Gebäude, welcher hier seine, leider zum großen Theilemit «Nachdruck-sehr beschäftigte Druckerei im Gange hatte. Nr. 5Y (jetzt 15 in der Josephigasse) befand sich das erste Lokale der Ungar, adel. Garde. An der Stelle der jetzigen Reiterkaserne befanden sich früher ein gräfl. Kolowrat'sches Gebäude und ein den Minoriten gehöriger Garten, I77V befand sich die k. k. Venerie und Stallung darin, 1783 bereits die . Reiterkaserne. Der jetzige fürstlich Aueröberg'sche Palast am Glacis "> wurde um 17V6 für den Marquis von Rofrauo durch Fischer von Erlach (7 woher auch die anstoßende Rofranogasse ihren Namen hat, 172V l. gehörte er dem Fürsten von Kinsky, I76V dem Prinzen von Sachsen- - . Hildburgshausen, 178V erkaufte ihn Fürst von Auersberg. An der Stelle der jetzigen schönen Gebäude am Glacis gegen die Alservorstadt befanden sich noch 1826 Salpeter-Plantagen, die 18V6 unter Nr. 46 mit dem Namen k. k. Salniterei Vorkommen. Das kleine Theater wurde 1788 ?L.r .«^ ^ .--h?' - ' - ^ M - . >'5 ^ .r ^ -O»i, rG^'r. t -> ?- / L -7- -' !» dUch^ ,.. S-M^ >7"»' k V - V; 7 ^.-M, ff S' « erbaut, 1822 ganz neu hergestellt. MV hatte die Josephstadt 146 Nummern in jetziger Reihenfolge der Gaffen; MS — 146, 1788—146, 1787 — 146 , 1795— 16», 18VS— 175, I«21 — 201, 1885 - 20S und gegenwärtig 23V. SS. Altlerchenfeld. Eine alte Vorstadt, die schon 1837 urkundlich unter diesem Namen vorkommt. Die ganze Gegend von Alt-, so wie dem vor der Linie gelegenen Neu Lerchenfeld soll ihren Namen daher haben, daß einst hier ein mächtiger Lärchenwald gestanden habe und ausgereutet worden sei, um ihn zu Felv zu machen; eine indessen nicht sehr glaubwürdige Sage, indem sich Vieser Boden Wohl zu keiner Zeit sehr zum Lärchenwuchs geeignet haben dürste und dieseL,uGeb1rgs Nadelholz auch nirgends in der Nähe zu finden ist, so ndern er st bei Heiligenkreuz und in der Gegend res Schneeberges angetrvffen wnd. Mehr Wahrscheinlichkeit hat die Vermuthung, daß einst auf diesen ausgebreiteten Flächen ein großer Lerchenfang^um,Vergnügen des Hofes errichtet war. Der Anbau dieser Vorstadt fällt in das Ende des siebzehnten Jahrhunderts. Die Pfarrkirche zu den sieben Zufluchten wurde 1779 —1782 erbaut, 1788 zur Pfarre erhoben. Unter den sieben Zufluchten versteht die katholische Kirche: „Gotr Vater, Sohn und heiligen Geist, die Jungfrau Maria, daS Sacrament des Altars, alle Heiligen und alle abgeschiedenen Christ- gläubigen.» 1770 hatte Altlerchenfeld 18> Häuser, 1783—182, 1787 — 1S8, 1795 — 231, 180k —231, 1829 — 235,1885 — 238 und gegenwärtig 23S. SS. Strozzischer Grund. Diese zumeist aus einer Querstraße zwischen Altlerchenfeld und der Josephstädter Kaiserstraße bestehende kleine Vorstadt wurde erst 1792 von dem italienischen Grafen Strozzi angelegt. Höchst unrichtig ist daher der in neuerer Zeit gebrauchte Name Strozzengrund. Das ausgezeichnetste Gebäude ist der von demselben Grafen erbaute Palast in der Kaiserstraße mit der alten Nummer 31 (jetzt 261, welcher später dem Grafen Cho- tek gehörte, und worin sich jetzt das Civil-Mädchen-Pensionat befindet. 1779 zählte diese Vorstadt 54 Nummern, 1795 — 56, 1829 — 57 und jetzt noch dieselbe Zahl. S4. Himmels»fortgrund. Hier bestand einst ein Dorf, Namens Sporkenbühel, welches während der ersten türkischen Belagerung 1529 zerstört wurde. Später erhielten die Chorfrauen zur Himmelspforte in der Stadt daS Eigenthumsrecht dieses Grundes, woher sein Name stammt. 1775 hatte er 55 Nummern, 1795 bis 1829 —83, 1825 — 81 und gegenwärtig 87. SS. Alser- und Währingergasse. Diese Gegend hat ihren Namen von dem hier durchfließenden Bache Als (Alserbach), dessen Name schon im dreizehnten Jahrhunderte ur- 312 kundlich verkommt und mehren an seinen Ufern gelegenen Orten den Namen gab, so z. B. SiechenalS (siehe Thury), Hernals. 1840 — 184 ! wurde dieser Bach jedoch von der Linie bis zu dessen Ausfluß in die Donau überwölbt, und fließt unter der Erde fort. Bebaut wurde dieser Grund schon Anfangs des vierzehnten Zahrhundcrtcs. Eines der ältesten Gebäude ist das Lazareth mit der Kirche zu St. Johann dem Täufer. Eine alte Sage läßt dasselbe mit einem kleinen Kloster von dem heiligen Severin, dem ersten Glaubenslehrcr, in dieser Gegend erbauen und dann von den Hunnen und Avaren zerstören. Kaiser Karl der Große soll diese Kirche wieder aus dem Schutt erhoben, Heinrich Jaso- mirgott aber dieselbe dem Schottcnkloster zur Grenze seines pfarrlichen Bezirkes ausgestellt haben. Otto von Neuburg, Bruder des bekannten Haymo, Stifters der Salvatorkirche in der Stadt, soll sie 1282 neu erbaut haben. 15K0 war sie wieder ganz baufällig und in Vergessenheit ge- rathen; 1570 aber wurde sie von dem Wiener Bürgerspitale neu erbaut und von dem Wiener Bischof Casper Neubeck eingeweiht. Diese Berichte, welchen vorzüglich LaziuS und Fuhrmann beistimmen,gründen sich wohlzu- meist auf bloße Muthmaßungen, und es scheint auch eine ziemlich sichtliche Verwechslung mit der ehemaligen St. Johannskirche »ad dem Spi- tale in dem 1529 zerstörten Dorfe Siechenals (s. Thury) obzuwalten. Demungeachtet aber bleibt unbestreitbar» daß die Entstehung dieser Kirche und deS Lazareths sich aus der frühesten Zeit datire, erster» aber ursprünglich zu St. Lazarus geheißen habe, woraus sich auch der Name der Spitalstiftung am füglichsten erklärt. Daß früher zwei verschiedene, doch zu gleicher Zeit und zu gleichem Zwecke gewidmete Spitäler, zu St. Lazarus und zu St. Johann bestanden haben, erhellt aus mehren Auszügen aus alten Urkunden, so z. B. aus dem Archive deS hiesigen Bürgerspitals vom Jahre 1382, daß »Paul von Ncweburch jn den Zeiten Meister des HawseS daz Sand Johann auf der Siechenalffe und Jakob aufs dem Stab Verwester deS Hawses daz Sand Lazar jn Wien»- gewesen; in einer anderen llrkunde vom Jahre 1370 kommt vor, daß Herrmann Glosel Schafncr zu St. Johann in ver Siechenals, Jerge vonNewkirchen,Schafner »zu St. Lassis-war. Jn dem dompropst- lichen Archive sind folgende Daten zu weiterem Belege aufbewahrt: 1357 am St. Mathias Abend verordnet Leopold von Sachsengang, Pfarrer von St. Stephan, daß man an seinem Jahrtag am St. Thomas Vorabend jährlich um 2 Pfund Pfennige 60 Ellen, zwei Grab Locken und um I Pfund Pfennige 60 Ellen leinenes Tuch kaufen und am bestimmten Tage unter die Siechen im Klagbaum, zu St. Lazar und zu St. Johann vertheilen sott. «Ferner 1304 bestimmen Jakob der Echrer und seine Hausfrau Anna 5 Pfund, welche in die drei Siechenhäuser Hinz Sand Marz, Hinz Sand Johann und Hinz Sand Lasar vertheilet werden sollen.» Endlich findet man in einem im Bürgerspitals-Archive befindlichen Vermächtnißbriefe vom Jahre 1375 folgende Stelle: «Verschaffet AgneS Imsen, Wittib deS phuntennascher, den drey siechen Häw- ser Hinz Sand Johann daz Siechenalz, Hinz den Chlagpaum und Hinz St. Lazar einen jeglichen Haw» 3 phunt, wovon man ain phunt geben soll den phrüntnrrn, die zwcy sol man tailen unter die Siechen, SlS die in der Azcharn liegent." AuS diesen ArchivSdokumenten erhellt nun wohl unwidersprechlich, daß St. Johann in Siechenals und St. La- zar zwei verschiedene zu dieser Zeit bestandene Siechenhäuser waren, die nur von späteren Geschichtschreibern durcheinander gemengt wurden. AlS jedoch 1529 beim Anzuge der Türken das Dorf Siechenals mit allen seinen Gebäuden zerstört wurde, blieb demungeachtet das Lazareth obzwar als Ruine stehen, wurde aber wieder hergestellt, und es ist böchst wahrscheinlich, daß die Pfründner und Siechen nach der Zeit in Vas Lazareth übersetzt wurden, und diesem der Name St. Johann beigelegt wurde, indem das Siechenhaus, so wie das Dorf Siechenals nicht wieder hergestellt wurden. 1541 wurde es erweitert und im Jahre 1582 ward dem Lazareth bei Siechenals in der JnfectionSordnung vom 28. August scharf anbefohlen, die Stuben und Kammern zurichten zu lassen, damit die Kranken nicht haufenweis obeinander liegen. 1582 und 1579 wurde es abermals vergrößert und seine Kirche neu erbaut, bei welcher Gelegenheit sic, wie oben erwähnt, durch den Bischof Neubeck eingeweiht wurde, worauf 1816 eine abermalige Vergrößerung deS Spi- tales folgte. Bei der großen Pest 1879 kamen zuerst die mit dieser Seuche Behafteten in das Lazareth, 1883 blieb es, als zu weit außer dem Bereiche der Belagerung, so ziemlich verschont »nd hat daher noch jetzt sein alterthümlicheS Ansehen. Die jetzige Pfarrkirche der Alservorstadt zur heil. Dreifaltigkeit wurde 1899 für die aus Spanien nach Wien gekommenen Trinitariermönchr zur Erlösung der in türkischer Gefangenschaft befindlichen Christen erbaut. Diese Mönche hießen ihrer weißen Kleidung wegen im Munde deS Volke- Weißspanier, zum Unterschiede von den Schwarzspaniern, von welchen weiter unten die Rede seyn wird. 1783 wurde dieser Orden von Kaiser Joseph II. aufgehoben, und Kloster »nd Kirche wurden de» ander Stadt hierher versetzten Minoriten übergeben. 1833 baute Kaiser Ferdinand II. für die ebenfalls au- Spanien angekommenen Benediktiner von Monte Serrato Kirche und Kloster außerhalb des SchottenthoreS. Diesem Baue widersetzte sich der damalige Stadtkommandant aus dem allerdings triftigen Grunde, daß diese Gebäude zu nahe an der Stadt zu liegen kämen, und bei allfälliger Gefahr einer Belagerung den Feinden nur zum Bollwerk dienen würden. Kaiser Ferdinand aber gab in seiner frommen Weise die merkwürdige Antwort *): «Guter Gott, was will der Stadt-Oberste? Ich weiß keine bessere Schutzwehre für die Stadt» als eine Kirche zu unserer lieben Frauen. Lieber will ich, daß die seligste Jungfrau in der Nähe verehrt werde, als daß der Soldat in der Stadt liege. Von derselben verspreche ich mir viel bessern Schutz als vom Stadt-Obersten. Man sage ihm, daß ich bei meiner Meinung verharre. Auf dem Platz, den ich angedeutet habe, muß die Kirche erbaut werden. Von der Mutter Gottes hat man nicht- zu fürchten, wohl aber vieles zu hoffen." — Dab« blieb e- denn auch, die Kirche und da- Kloster wurden erbaut ') Kuil. Lamoi-m. s« Virk. k>i-a. II. o. 7, m. p. 55, woselbst diese Rede in lateinischer Sprache zu^finden ist. ri4 und erste« durch den Bischof Anton von Wolfrath eingeweiht, letzteres aber reich dotirt. Gleichwohl zeigte eS sich, daß die Besorgniß des Kommandanten nicht ungegründet gewesen war; denn beim Anzuge der Türken 1683 wurden Kirche und Kloster demolirt und der Erde gleich gemacht. Nach dem Abzüge der Türken kauften diese Geistlichen, die man ihrer schwarzen Kleidung wegen und z»m Unterschiede von den Weiß- spanicrn, Schwarzspanier nannte, einige Häuser und Gärten am Glacis der Alservorstadt und erbauten sich daselbst Kirche und Kloster in größerem Umfange, wozu Kaiser Leopold 1696 den Grundstein legte. Das Stift besaß auch bedeutende Güter und Grundbücher. 1783 wurde es durch Kaiser Joseph H. aufgehoben, oder eigentlich mit jenem zu den Schotten in der Stadt vereinigt. Das Klostergebäude wurde an Private verkauft, und noch heute bewahrt das sogenannte Schwarzspanierhaus Nr. 200, in welchem am 28. März 1827 Beethoven starb, sein Andenken. Die Kirche wurde Anfangs zur Garnisonskirche der Alserkaserne, später aber zum Militär-Betten-Magazin verwendet. Nahe daran, rückwärts, befand sich der große kaiserliche oder Ma- ria-Zellcr-Gottesacker, welcher schon unter Marimilian H. 1576 entstand, unter Ferdinand H. und zuletzt unter Leopold I. aber erneuert, erweitert und verschönert wurde. Er hatte ein großes, rundes, thurmähnli- ches Portal, mit großer Kuppel, welche daS Doppelkreuz zierte und war von einer großartigen Halle mit weiten bogenförmigen Oeffnungen umgeben, die sich im Viereck um den ganzen Gottesacker zog, weite mit Ziegeln gepflasterte Gänge bildend. Der vordere Theil dieser Gänge gegen die Schwarzspanier zu war für die Katholiken, der am entgegengesetzten Ende für andere Glaubensgenossen bestimmt, Die Halle, so wie der Gottesacker selbst waren mit zahlreichen, zum Theil sehr schönen Monumenten bedeckt. In der Mitte des Kirchhofes stand die Capelle zu Maria Zell, um 1702 durch die Benedictiner errichtet. AlZ^LMer-Jo- sevb bekaül^-aile-K trLböre vor d -» >vurde die Halle abgebrochen, der Gotte sacker kass irt und auf dessen Grunde befindet sich jetzt das k.^-W Marsvit ab und andere neuere Gebäude zwischen der Alfer- und Währingergasse, welche letztere lü "ihrem Abhange und mit verkürzter Richtung zur Linie 1847 —1848 regulirt wurde. 1718 wurde durch Kaiser Karl VI. eine Kirche zu St. Maria de Mercede sammt einem Spital für die der spanischen Krone unterworfenen Unterthanen in der heutigen Karlsgasse gegründet und 1723 eingeweiht. Von seiner ursprünglichen Bestimmung hieß die Stiftung das spanische Spital, obwohl in der Folge auch Kranke aus anderen Nationen ausgenommen wurden und 1763 die Pilliotische Stiftung vom Reni.weg dahin versetzt ward. Nach Errichtung des allgemeinen Krankenhauses wurden die Kranken in dieses übersetzt und in dieses Gebäude das bisher auf der Landstraße befindlich gewesene Waisenhaus übertragen. Die zu dieser Stiftung gehörige Kirche aber wurde der heil. Dreiialiigkeit geweiht. In dieser KarlSgasse befindet sich«auch der sogenannte Strudelhof, einst Eigenthum des berühmten Bildhauers. Peter Freiherrn von Strudel. In der jetzigen großen Infanterie-Kaserne befand sich ursprünglich die durch Kaiser Joseph I. gestiftete landschaftliche Kunstakademie, seine heutige Bestimmung erhielt daS Gebäude WN-M SIS 1751 durch die Kaiserin Maria Theresia. Das allgemeine Krankenhaus bestand schon unker Karl Vl. als Armen- und Militärspital und hatte schon damals ein schönes Portal und den großen Hof. Seine jetzige Bestimmung erhielt es 1784 durch Kaiser Joseph II., und wurde nach allen Seiten hin vergrößert und mit der schönen Inschrift geziert: 8.iluti et svlntio ^exrorum. Die medicinisch-chirurgische Josephs-Akademie wurde ebenfalls durch diesen Kaiser 1785 gebaut. Die übrigen bemer- keuswerthen Gebäude, wie z. B. das magistratische Gerichtshaus, das fürstlich Dietrichstein'sche Prachtgcbände w. gehören der neueren Zeit an. An der Stelle des elfteren standen 177V drei Gebäude, Nr. 2, das sogenannte Stephancrhaus, 3 der gemeinen Stadt Wien Stadtel und 4 die Schießstätte gemeiner Stadt Wien. Eines der schönste» Gebäude war vor mehr als hundert Jahre» das gräflich Schönborn'sche in der Herrcngassc, alte Nummern 14, 50, jetzige 59, 60 und noch als Fi- dcicommiß derselben Familie gehörig. Interessant ist, was Ladv Mon- tague in einem Briefe aus Wien vom 8. September 1715 von diesem Gebäude spricht, von welchem uns auch Pscffel in seinem schätzbaren Werke mehre Ansichten aufbcwahrt hat: »Graf Schönborns Landsitz ist einer der prächtigsten in der Wiener Vorstadt. Die Ausmcublirung ganz vom reichsten Brocat, mit so vielem Geschmacke angebracht und ausgcziert, daß man sich nichts Lebhafteres und Glänzenderes verstellen kann. Ich schweige von der Gallerte, die voller Seltenheiten in Korallen und Perlmutter ist, auch von den in andern Theilen des HauseS bis zur Verschwendung angebrachten Vergoldungen, Bilvhauerarbeiten, schönen Malereien, dem besten Porzellan, alabasternen und elfenbcinenen Bildsäulen, dann großen Orange- und Citronenbäumen in vergoldeten Töpfen« rc. 177V hatte der Alser- und Währingergrund 141 Häuser, Nr. 22 war daS Kloster der Trinikarier (jetzt Nr. 105, Minoritenkloster), 97 das große Armenhaus (jetzt 195, das große Krankenhaus), 98 das damalige Jnvalidcnhaus (jetzt zum vorigen verbaut), 99 die Cascrne, (jetzt die große Jnfanteriekaserne >96), 108 und 110 der Contumazhof (jetzt ersteres zum Militärspital verkauft, letzteres 207, Privat), 109 die Schießstätte der Nicderleger, wie man damals die Großhändler nannte (jetzt ebenfalls zum Militärsvital verbaut). 1779 zählte die Vorstadt 145 Nummern, 1783 — 160, 1787 — 180, 1795 — 245, 1806 — 269, 1820 — 304, 1835 — 314 und gegenwärtig 354. 26. Roßau. Ursprünglich bestand diese Gegend auS Weideplätzen mit einzelnen Fischerhütten versehen und hieß der obere Wcrd im Gegensätze zu dem unteren, der heutigen Leopoldstadt. Ein Theil derselben gegen die Donau zu, hieß auch der Badergries, wie aus dem mehrerwähnten Holzschnitte vom Jahre 153V ersichtlich ist, und daselbst mochten sich Bäder befunden haben. Lange vor der ersten türkischen Belagerung hatten sich bis gegen das Schotten - und Neuthor zu, mehre Häusergruvpen gebildet, die bald so ansehnlich wurden, daß man sic schon Anfangs des sechzehnten Jahrhundertes die Fischcrvorstadt nannte. Sie nahm SIS dort rin Ende, wo die jetzige Roßau anfangt. Bei Annäherung der Türken 1529 mußte diese Vorstadt mit anderen der Stadt zu nahe liegenden Gebäuden den Vertheidigungs - Anstalten geopfert werden. Mehre schöne und ansehnliche Gebäude gingen dabei zu Grunde, so daS alte Frauenkloster zu St. Magdalena vor dem Schottenthor, die uralte Gottsleichnamskirche vor dem Werderthore und der erste Klosterncu- iutgerhof mit der Capelle des heiligen Philipp. Letzterer stand in der Nähe der jetzigen Dreimohrengasse, welche ehedem von demselben den Namen Neuburgergasse führte. Nächst diesem lag nach einer Stadt- gewähr vom 27. April 1584 der alte Landschastsstadel, welchen 1529 und 1883 gleiches Schicksal traf, und er fiel endlich 1884 bei Aussteckung des Fortisications-UmfangeS innerhalb jener Linie, nach welcher derselbe mit Mehren andern Gebäuden abgetragen werden mußte. D»S Mag- dalenenkloster, welches Herzog Friedrich der Streitbare 1234 gestiftet haben soll, muß nahe am Klosterneuburgerhof und dem LandschaftS- fladel, doch näher gegen die Stadt zu, gestanden haben; denn nach dem alten Stadtgrundbuch, Seite 112 vom Jahre 1379 lag es vor dem Schottcnthore. Die Klosterfrauen schrieben sich: Sorores äe Kloxeltioven in Vienn» ssnvtne Oonservstioois Novunüum Hv- xnl»m deati ^uxnstini kelixionem proliteates. Bis 1481 standen sic unter der Aufsicht des Stiftes Klosterneuburg, dann wurden sie jener deS Stiftes St. Dorothea in der Stadt übergeben. Ihre Badstube lag neben dem Klosterneuburgerhofe. Nach Zerstörung ihres Klosters bezogen sie das HauS zu St. Nikola in der Singerstraße, und im Jahre 1533 vereinigten sie sich mit den Klosterfrauen zu St. Lorenz. Ihre letzte Oberin hieß Constantia Büglerin. Sie mögen bedeutende Güter gehabt haben, denn unter Andern hatten sie daS Eigen- thumsrecht auf den noch heute also genannten Magdalenagrund, und besaßen auch den Magdalenahof auf dem Bisamberg. Nach dem Abzüge der Türken wurde die Vorstadt abermals hergestellt, hatte aber bald wieder schöne Gebäude, wie man aus dem Wolmuet- schen Plane vom Jahre 1547 und auch zum Thcil noch aus der Vi- schcr'schen Abbildung in dessen Topographie vom Jahre 1872 ersieht. In letzterer hat sie indessen schon fast die heutige Gränze, denn bereits im Jahre 1683, als sich nach dem Uebergang der Festung Neuhäusel in Ungarn die Türkengefahr wieder drohend zeigte, wurden alle Gebäude, welche der Stadt nahe lagen, zerstört, bei welcher Gelegenheit auch ein prachtvoller, der damals gräflichen Familie Schwarzenberg gehöriger Palast mit weitläufigen Gartenanlagcn niedergeriffen und der Erde gleich gemacht wurde. Das noch bestehende Servitenkloster mit der Kirche zu Maria Verkündigung entstand in ihrer gegenwärtigen Gestalt 1851 durch den Fürsten Octavio Piccolomini, nachdem schon frühcr eine Capelle daselbst bestanden hatte. Während der zweiten türkischen Belagerung blieb diese Kirche so ziemlich verschont, angeblich, weil die Türken die an der Decke derselben angebrachten Bildnisse der Propheten respcc- tirt haben sollen. Da jedoch die Osmanen zwar die Propheten ehren, durchaus aber weder gemalte, noch geschnitzte und gemeißelte Bilder ?! ^ k k L>»: ö2i-.L 817 dulden, so ist eS bei Weitem wahrscheinlicher, daß diese Kirche darum verschont blieb, weil sie zu sehr außer dem eigentlichen Bereiche der Belagerung lag. bin weiterer und ebenfalls sehr triftiger Grund ist noch, daß der HoSpodar der Walachei, Servanus KantakuzeneS Anfangs im Klostergebäude seine Wohnung hatte, und da er bekanntlich selbst eifriger Christ war, gewiß der ohnehin nicht nothwendigen Zerstörung der Kirche steuerte. 1726 wurde die in dieser Kirche befindliche Capelle des heiligen Peregrinus, welche in der Festoctave dieses Heiligen noch heute sehr besucht ist, erbaut, 1785 erweitert. Der schöne fürstlich Liechtenstein'sche Sommerpalast entstand 1705 durch den Fürsten Johann Adam von Liechtenstein nach dem Plane Martinelli's und dieser Fürst soll, als man ihn auf die großen Kosten aufmerksam machte, die schöne Antwort gegeben haben: »Da ihm die göttliche Allmacht so große Güter bescheert habe, so wolle er jährlich 30,000 Gulden zu Almosen anwenden, aber nicht für müßige Bettler, welche aus dem Müßiggang Profession machen, sondern für bedürftige Handwerker und Taglöhner*).- Anfangs des achtzehnten Jahrhunderts wurde die Vorstadt schon die Roßau genannt, welchen Namen man von einer daselbst bestanden haben sollenden großen Pferdeweide herleitet; Einige aber gar von Rosen-Au, weil in den Auen hier einst so viele Rosen gewachsen seyn sollen, was indessen durchaus aller Wahrscheinlichkeit entbehrt. Nach Küchelbecker befanden sich hier, im und in der Nähe des damaligen Harrach'schen Gebäudes oder eigentlich Stadels Nr. 3>, jetzt Nr. 34 in derGestättengaffe, wegen der nahen Lage an der Donau viele Bäder, die im Sommer fleißig besucht wurden. Auch waren damals noch mehre ansehnliche herrschaftliche Gebäude daselbst, so z. B. das fürstlich Lamberg'sche Nr. 51 (jetzt 68, 69, Pramer- gaffe, Privat); das fürstlich Auersberg'sche Nr. 52 (jetzt 67, Privat); vaS gräfl. Sinzendorf'sche Nr. 72 (jetzt Porzellangasse, Nr.63, Privat); das fürstlich Dietrichstein'schc Nr. 91 (noch jetzt dieser Familie gehörig und in Verbindung mit dem schönen Sommerpalaste in der Währinger- gasse); das fürstlich Kaunitz'sche Nr. 102 (jetzt Schmidgasse Nr. 94, Privat). Die kaiserliche Porzellanfabrik wurde 1716 durch den Niederländer Claudius Jnnoeenz du Paquicr, Hofagenten zu Wien, gegründet. 1744 übernahm Maria Theresia dieses Etablissement für 45,000 Gulden, gegen eine jährliche Pension von 1500 fl. und nach dem Tode des Unternehmers einen Witwengehalt von jährlich 600 fl. C. M. 1781 bis 1773 wurden die jetzigen Gebäude hergestellt. Seit 1752 befand sich auch eine Capelle zu St. Johann von Nep. darin, die jedoch 1785 kassirt wurde. In dieser Vorstadt befindet sich auch Nr. 50 das Jsraeliken-Spital mit dem alten Freithof. Die Juden machten sich schon unter den Babcn- bergen in Wien ansäßig und sollen sich zuerst im obern Werd angesiedelt haben, besaßen aber auch in der Stadt Häuser, wovon noch der alte Judenplatz und die Judengasse Zeugniß geben. Im Buche der Käufe v. Seite 159 kommt mit der Bezeichnung: «^vtam am St. Blasientag« D65- folgende Stelle vor: «Ulrich Bader vor dem Kärnthnerthor zu ') S. Fuhrmanns Beschreibung 1. Bd.. XVl. Eap., S. 294. 818 Wien und seine Erben, verkaufen ihre Badstuben vor dem Kärnthner- thore zu Wien, zunächst dem Ju den frei tho s," welche Zeugniß von dem ältesten Bestand eines solchen liefert. Bei der bekannten großen und grausamen Judenverfolgung unter Albrccht II. wurden ihre Häuser, die damalige Synagoge auf dem Judcnplatz in der Stadt und der erwähnte Freithof zerstört, die Grabsteine des letzter» aber zu Grundsteinen in der eben damals entstehenden Vorstadt Gumpendorf verwendet,worauf sich wahrscheinlich die Behauptungen von den daselbst später aufgefundenen althebräischen Denkmalen und einer früheren Jude»-Niederlassung daselbst gründen. (S. S. 308). Die älteste Urkunde über den später entstandenen Judenfreithof in der Roßan ist die Gewähr darüber vom 5. April 1829. Als Kaiser Leopold I. 1888 die Jude» aus Wien verwies, blieb ihnen auf ihre Bitte und gegen Einlage von 4088 Gulden (durch die Familie Frankl ausgelegt) derselbe unangetastet und die Grabsteine blieben unverrückt. 1898 gelangte der Grundbesitz des Freithofcs durch Kauf an den Wohlthäter Samuel Oppenheimer, welcher Begründer des noch bestehenden Jsrae- liten-SpitalS wurde. 1784 wurde dieses und der Freithof durch eine große Ucberschwemmung verwüstet, wobei viele Grabsteine, worunter muthmaßlich die ältesten, zu Grunde gingen. 1798 erfolgte die Wiederherstellung. Um diese Zeit kaufte auch die israelitische Gemeinde von den Oppenheimer'schen Erben den Grundbesitz des Spitals und Leichenhofes an sich, die ihn noch jetzt besitzt. 1844 endlich hatte eine Reform deSSvi- tales Statt, und bei dieser Gelegenheit ließen die Vertreter der hiesigen Gemeinde den Gottesacker von Gestripp und Gebüsch befreien, die noch verhandenen aber gesunkenen Steine wieder aufrichten, die fast unleserlich gewordenen Inschriften vom Moose reinigen und auf die Gräber einige hundert hochstämmige Rosenbäume Pflanzen. Endlich wurden, um die Inschriften auch für spätere Zeiten zu rette», dieselben von einem Sprachkundigen treu abgeschrieben; die Grabsteine, siebenhundert an der Zahl, nummerirt, die Nummer jeder entsprechenden Grabschrist im Verzeichnisse angeführt und dieses im Archive der Gemeinde niedergelegt. Die älteste, der von Frankl in seiner »Geschichte des alten Juden- freithoses« im Auszüge angeführte» Grabschriften ist von Jsak Halfen vom Jahre 1517, einem als Jüngling verstorbenen Sohn des berühmten Doctors Elias Halfen, Enkel des Doctors Abba Mani, Urenkel des hochgelehrten Elias Halfen, Ururenkel des hochgelehrten Abba Man! Halfen, eines der Erulanten aus Spanien. Noch sind auszuzeichnen die Grabdenk- maledes als Vertreter seiner Glaubensgenossen hoch verdienten Samuel Oppenheimer vom Jahre 1783 und mehrerMitglieder der noch bestehenden Familien Lämml, Werthheini, de Pareira, Arnstein, Frankl, Schlesinger, Lcidesdorf, Eskeles und Königswart. 1775 zählte die Roßau I>2Nummern, Nr. 44 war der Judenfreit- hot (jetzt 5V); 77, 78 die kaiserliche Porzellan-Fabrik (jetzt 137); 84 der fürstlich Liechtenstein'sche Sommerpalaft (jetzt 131). 1783 hatte sie IIS; 1787—128; 1795 — 138; 1888 — 142; 1825—165; 1835— 172 und jetzt 177 Häuser. Ml SV. Alkhantscher Grund. Dieser kleine Grund wurde um 17VÜ durch den Grafen Gundacker von Althan zuerst angelegt, woher der Name. Das vorzüglichste Gebäude ist noch jetzt das ehemalige gräflich Althan'sche, jetzt freihcrrlich von Puthon'sche Gebäude an der Donau Nr. I, 2. MV befand sich eine kaiserliche Kattunfabrik in demselben. Bei der ersten Nummerirung M5 zählte der Grund 15 Häuser, deren Zahl sich bis I7SS gleich blieb; 1806 hatte er 16, 1825 bereits 37 Häuser, 1835 — 38 und gegenwärtig 4V. 28. Thury. In dieser Gegend bestand früher ein Dorf, Siechenals oder St. Johann am Siechenals mit einem Spitale nnd einer Capelle zum heil. Johann der Täufer, deren Spuren ebenfalls bis in die früheste Zeit reichen. So findet man in einem Faszikel des heil. Geistordens im Archive des hiesigen Bürgerspitals die Angabe im Jahre 1357: »Jakob von St. Lienhard jn den Zeiten Maister des Hawses der Siechen da; Sand Jo- hanes Hinz der Siechen Alsse,« feiner werden 1372 »Albrecht der Nam- perstorffer die Zeit Maister datz Sand Johanns-» und 1388 »Ingram von Regenspurger Verweser des Hawses der Sunderstechen daz St. Johann in der Siechenalz« genannt. Im ersten Grundbuche der Stadt Wien vom Jahre 1381, Seite IV2, und vom Jahre 1399, Seite 23S sind die zu dieser Zeit bestandenen Siechenhäuser bei St. Job im Klagbaum, St. Johann im Siechenals und St. Lazar (im heutigen Lazareth) eingetragen. Als 1529 die Türken von allen Seiten gegen die Stadt anrückten, verlangten es die Vertheidigungsanstalten, daß die Häuser dieses Dorfes theils abgebrochen, theils, weil der Feind den Arbeitern schon im Rücken stand, angezündet und brennend dem Feinde überlassen werden mußten, und so ging das uralte Dorf St. Johann sammt dem dortigen Siechenhause zu Grunde. Höchst wahrscheinlich ist, daß die Pfründner und Siechen nach der Zeit in das Lazareth übersetzt und diesem von da an fortwährend der Name zu St. Johann beigelegt wurde. Nach dem Abzüge der Feinde that das Stift zu St. Dorothea in der Stadt, als damalige Grundherrschast, alles Mögliche, Baulustige zur Wiedererhebung der Brandstätten anzuwcrben; allein es fand sich Niemand, der Lust gehabt hätte, sich hier anzubauen und so sah es sich endlich, um doch irgend einen Ertrag von dem Grunde zu haben, genöthigt, die verlassene Oedc zum Weingartenbau hinzugebe». So stand diese Gegend über hundert Jahre mit Neben bepflanzt, bis IK4K Johann Thury, kaiserlicher Hofbedienter und bürgerlicher Ziegelschaffer, den ersten Hausbau unternahin. Bald entstanden wieder mehre Häuser um das seinige und er setzte zum Andenken, daß er der erste war, welcher sich auf der Stätte des ehemaligen Dorfes Siechenals anbaute, auf sein Haus, welches jetzt Nr. 5 hat, folgende noch heute bestehende nnd der ferneren Bewahrung würdige Inschrift: Vor Alters hier ein Dorf stand Welcher Siechenals genannt, sra Als man zSlt 1529 Jar Non den Türcken zerstöret war, Anjrtzo, als man 1646 sagt, Johann Thury dieß HauS erbauet hat.« Die neu entstandene Gemeinde legte den alten Namen SiechenalS nun ganz ab und nahm von ihm den Namen Thury an. Im Jahre 1883 wurde das neu entstandene Dorf durch di« zweite türkische Belagerung abeimals verheert, jedoch nach dem Abzüge der Türken bald wieder hergestellt. Bei Gelegenheit der verheerenden Pest im Jahre 1713 erbat sich die bereits wieder angcwachscne Gemeinde die Auszeichnung eines Platzes, auf welchem sie ihre Gebete zur Abwendung derselben darbringen konnte und sie erhielt die Erlaubniß, sich an einem Platze, unweit des einstmaligen sogenannten Thurybrückelö über den Alsbach, das in neuerer Zeit kassirt und der Bach überwölbt wurde, eine Kreuzsäule errichten zu dürfen. Allein die unter den Bewohnern des Thury fortlcbende Tradition, daß in ihrem Dorfe einst eine Kirche, dem heiligen Johann dem Täufer gewidmet, bestanden habe und eine in dem rückwärtigen Thcile des Hauses Nr. 58, welches in neuerer Zeit demolirt wurde, entdeckte Capelle eiferte sie an, diese alte Capelle durch eine neu« zu Ehren dieses Heiligen zu ersetzen. Sie bauten demnach statt der erlaubten Kreuzsäule eine förmliche, zum Gottesdienste eingerichtete und dem heiligen Johann dem Täufer gewidmete Capelle. Das Konsistorium sah diesen Vorgang zwar mißbilligend an, ließ es jedoch bei einer Remonstration bewenden. 1784 wurde diese Capelle durch mehre Gutthäter neu und größer hergestellt und 1778 der Hochaltar renovirt und zwei Seitenaltäre, rechts mit dem Bildnisse des heil. Johann von Nepomuk, links mit jenem des gekreuzigten Heilandes errichtet. 1788 kam der bisherige Freigrund Thury durch Kauf an den Wiener-Magistrat. 1795 wurde die abermals baufällig gewordene Capelle durch ein frommes Vermächtniß und durch mehre Gutthäter wieder aufs Neue hergestellt und mit einem Opfcraltar 1798 eingeweiht. Die heutige Vorstadt Thury besteht aus zwei abgesonderten Parzellen, wovon die obere an den Linienwall, Liechtenthal und Himmel- pfortgrund, die untere aber an Liechtenthal, Roßau und Alservorstadt gränzt. 1775 hatte Thury 80 Nummern; 1795 — 82; 1888 — 83 ; I8L5 — IIS; 1835 — II7 und gegenwärtig 128. SS. Liechtenthal. Noch zu Ende des siebzehnten Jahrhundertcs, war der Grund dieser jetzt so belebten Vorstadt eine große Wiese, die Lhalwicse genannt, und diente bloß zum Velustigungsorte der Stadtbewohner. Sie gehörte seit früheren Zeiten den Grafen von Anersberg, und wurde durch Wei- kard Grafen von Auersberg 1894 an den Fürsten Johann Adam von Liechtenstein verkauft, welcher bald darauf das noch jetzt bestehende große Brauhaus nebst noch einigen herrschaftlichen Gebäuden aufführte. Um dasselbe bildeten sich bald mehre Häuser, deren Zahl bereits im Jahre 1781 so bedeutend war, daß man die neu entstandene Vorstadt dem sürst- Sri liehen Hause zu Ehren Liechtenthal nannte, obschon ihr im Munde deS Volkes noch lange und bis zur neuesten Zeit der Name Wiese blieb. Schon bei Eintheilung der Gaffen und HauSgründe, wies der erwähnte Fürst einen Platz zur Erbauung eines Gotteshauses an. Erst im Jahre I7U aber wurde zu Ehren der heil. Anna auf dem jetzigen Kirchenplatz« eine Capelle mit einem hölzenen Thürurchen gebaut. Schon 1712 aber legte Kaiser Karl VI. den Grund zur jetzigen Kirche, welche zu Ehren der vierzehn Nothhelfer geweiht wurde, (unter welchen die katholische Kirche folgende Heiligen versteht: Blasius, Dionysius, EraSmuS, Georg, Achatius, Vitus, Christoph, Pantaleon, Cyriac, EustachiaS, Aegyd, Margaretha, Katharina »nv Barbara.) Ei» besonderer Zufall gab dazu die Veranlassung. Ein bürgerlicher Bisirschncirer, Ferdinand Noth- helfer qenannt, schenkte nämlich eine zwei Centner schwere Glocke zur ehemaligen Annakapellc, welche auf feine Veranlassung zu Ehren dieser Heiligen geweiht, oder wie man gewöhnlich sagt, getauft wurde. Dieß gab zuerst die Veranlassung zur Weihe der Kirche. Bei Gelegenheit derselben sollte auch die Vorstadt zu Ehren des Kaisers Karl VI. den Namen Karlstadt erhalten, der sich jedoch nie mundgerecht machte und jetzt schon vergessen wäre, käme nicht dieser Name in verschiedenen älteren Quellenwerken, ;. B. in Fuhrmann, Küchelbecker re. vor. 1723 wurde die Kirche zur Pfarre erhoben, 177Ü bedeutend vergrößert und in neuester Zeit von Innen und Außen verschönert und neu Hergestell». Noch besteht die Capelle zur heil. 'Anna rechts vom Haupteinganqe. Nicht im Bereiche der Vorstadt Thurv, wie Einige anführen, sondern in jenem von Nechtenthal befand sich der große Pulverthnrm (mit der alten Nummer 1991, welcher 1779 mit furchtbarer Erplosion in die Luft sprang und furchtbaren Schaden anrichtete, auch mehre Menschenleben kostete. Der Umstand, daß die an denselben erinnernde Pulver- thurmgasse im Bereiche der Vorstadt Thury sich befindet, trägt wohl die Schuld an jenem Jrrthume. Im ersten Häuser - Verzeichnisse vom Jahre 1776 aber ist deutlich zu lesen: Nr. 199 Puloerthnrm (an der Militär-Wachstube Nr. 200 und der Nußvorfcr Wcgmauth 'Nr. 20l). Bei der Vorstadt Thury aber kommt nichts dem AehulicheS vor. Bei der ersten Nummerirung 1775 hatte die Vorstadt 203 Häuser; 185 war das Brauhaus (jetzt I8L); 1787 — 2 08; 1795 (durch Demolirung einiger Gebäude) 205 ; 1896 — 206; 1815 —212 und gegenwärtig wieder nur 211 durch Zusammenbau. Die 1775 noch nicht eristirendcn Vorstädte find : 1. Schaumburgergrund. Eine erst seit den, Jahre 1898 angelegt, Vorstadt mit 91 Nummern. 2. Laurenzergrund, damals mit der Wieden vereinigt, 18 Häuser, seit 1896 magistratisch. 3. Breitenfeld, Anfangs des laufenden JahrhunderteS, vom Schot- tener Abte Beno Pointner angelegt, 91 Häuser. 4. Michaelbeueru'scher Grund, damals mit der Alservorstadt ver- einigt, seit 1896 magistratisch, 48 Häuser. 322 Es ist gewiß nicht uninteressant, einige der im vorigen Hahrhunderte bestandenen sonderbaren Hausschilde tn den Vorstädten zu bemerken, die zum Theile noch jetzt figuriren. Damals aber waren ähnliche Curiosa nach viel häufiger. So z. B. 1775 in der Leopoldstadt. Nr. 161 (jetzt 164) beim Felsen; 107 (197) zu den drei weißen Stiefeln; 175 (262) zum gestreiften Stiefel; 172 (265) zum blauen Stöckel; v68 (236)zum Biermandel; ISOl285) zum Sieg; 266(430) zum Waderl; 296 (383) zu den drei Herrgott; 376(535) zum Darfuß; 445 (63) zum gekrönten Haupt. Z ä g e r z e i l e. Nr. 3 (63) zum Federl. Erdberg. Nr. 2 (16) zu die zwei weißen Schuh; 66 (681 zum Schleifstein; 248 (345) zu der Wüsten ; 338 (7) zu den fünf Glückskugeln; 14(21) zur Unmöglichkeit; 36 (43) zum Segen Gottes. Landstraße. Nr. 46 (41?) zur goldenen Spinne; 167 (364) zur goldenen Bietzen; 159 (211) zum blauen Herrgott; 165 (265) zum grünen Stiefel; 259 (81) zum goldenen Rauchfang, zu dem Fürst Rasoumoffski- schen Palaste erbaut, woher auch die jetzige Rasoumoffskigasse früher Rauchfangkehrergaffe hieß. Wieden. Nr. 44 (199) zu den zwei weiße» Schlüsseln; 64 (243) zum goldenen Rauchfang; 98 (544) zum leeren Stadtel; 115 (262)zurStadt Paula (?); 117 (264) zum blauen Stiefel; 124 (271) zum Frauen Bildel; 163 (349) zum goldenen Nöhrl; 168 (366) zum grünen Stiefel; 187 (411) zum goldenen Zahn; 253 (568) zur fetten Gans; 292 (576) zur St. Johannes-Zung; 194 (421) zum Ofcnbuben; 211(455) zum weißen Stiefel. M a tz l e i n s d o r f. Nr. 78 (87) zum Hühnerhof. Marg arethen. Nr. 25 (162) zum güldenen Hauer; 65 (154) zum Schäferschnei- der; 82 (5) zum Bierzeiger. HundSthurm. Nr. 47 (81) zur Maria Adoni. L a i m g r u b e. Nr. 24 (2) zum goldenen Metzen; 29 (12) zum grünen Wasen; 38 (24) zum Frauen-Eck; 111 (861 zum süßen Mann; 149 (59) zum Löschendurst. Maria Hilf. Nr. 46 (64) zum Schellenberg-Garten; 88 (116) zu den zwei Branntweinern; 54 (7i) zum grünen Kappel. Gumpendorf. Nr. 73 (167) zum Herrgott auf der Wiesen; 97 (46) zum gol- - - -' .M '-->-.Hl : k- . '^ s. - ^->E « -K.- Ki» M LN? -ij°>'-V . N°-4« 32» denen Zügel; »24 (142) zum weißen Kopf; »7 (170) zu den drei Sonnenuhren. Spittelberg. Nr. 6S (gleich) zum steinern Christkindel; 66 (gleich) zum Kohlenträger ; 82 (gleich) zum Mandelbeck. St. Ulrich. Nr. 62 (124) zum Rohrsessel; 7S (137) zum grünen Meer; 110 (100) zum schonen Geiger; 68 (I3V) zum steinern Kindel. Neubau. Nr. 60 (73) zum schönen Landl; 230 (I6S) zum Wachtelschühen; 108 (247) zum Safran; 128 u. 129 (87 und 88) zum Ha.iS Oesterreich auch das gemalteHans (von seiner Freskomalerei); 131 (223) zum grünen Luftschützen. Zosephstadt. Nr. 67 (75) zum schwarze» Adler auf der Mauer; >02 (III),zum goldenen Adler auf der Mauer; 127 (141) zur großen Haut. Sch o t ten fel d. Nr. 404 (42) zum ewigen Frieden; 391 (55) zur geschloffenen Freundschaft; 248 (73) zu St. Aron; 267 (105) zum Lagerwaldl; 350 (23») zum Hauptquartier; 310 (245) zum Echeckel; 451 (383) zum wunderbarlichen Glück; 383 (425) zur hebräischen Schrift. A lt-L erch en seid. Nr. 54 (70) zur schwarzen Bombe; 81 (129) zum blauen Mondschein; 181 (229) zum ganzen A. B. C. Strozzischer Grund. Oir. 12 (451 zu die sechs Rauchfang; 37 (301 zur Unmögli chkeit; 29 (18) zu r Möglich keit. ^ Himmelpfortgrund. Nr. 2 (18) zum Mähder; 5 (I) zum Waschstadel. A l serv orsta d r. Nr. 78 (125) zum blauen Herrgott; >12 (222) zur schwarzen Mutter Gottes. Roßau. Nr. 14 (16) zum goldenen Schuh. Alt Han. Nr. 8 (gleich) zu den fünf Zimmerleuten; 13 (gleich) zum Gartenhaus. Thur». Nr. 67 (74) zum blauen Mann; 80 (431 zur beirübten Mutter. Liechtenthal. Nr. 27 (gleich) zur Pastete; 35 (gleich) zum goldenen Tänzer; 44 (gleich) zum Bierwagen; 45 (gleich) zu den sieben Nußbäumen; 66 (gleich) zum krummen Kipfel; 83 (gleich) zum grünen Säbel; 98 (gleich) zur Schildwache; 142 (gleich) zum Angster (?) ; 183(196) zum Roß in der Wiegen. An Stiefeln von allen Gestalten und Farben fehlte es nicht, kleine, große, schwarze, weiße, gelbe, blaue, grüne ic., und über- SL4 Haupt scheinen die Stiefel damals eine bedeutende Rolle bei den Haus- schildern gespielt zu haben. Schließlich füge ich noch die am Eingänge dieses Buches versprochenen E in kehr w irt h s hä u s er in den Borstädten, wie sie 1788 bestanden und wie sie indem ofterwähnten ^Schatz, Schutz und Sckantz» verzeichnet stehen, mit einigen nöthigen neueren Erörterungen, hinsichtlich deS noch oder nicht mehr Bestehens dieser Gasthäuser: Anbey werden auch denen Reisende», wie dann denen äkauff- und Handels-Leuthen, welche einige Packet oder andere schwere Sachen von hierauß an unterschiedlich entlegene Orth zu bestellen haben, zur Nachricht folgende Wirts-Häuser in denen Bor-Stätten, in welchen die vor- nembste Einkehrungen sevnd, beschribeu, Erstlichen: Aufs der Widen vorm Käru c r-Thor. Im gülden Capaunen kehren ei» die Venetiancr Fuhr-Leuth. Die scs Gasthaus bestand noch im Jahre 1778, Nr. 6 (svätere Nummer 7, fetzige 22); um 1798 war es schon PrivathauS, I82Ü befand sich das Schmilt'scheWaisenstift in demselben. Noch 1828 bestand der Hausschild zum Eapaun. Im gülden Bern die Villacher, Hauptstraße Nr. 83, spätere Nr. 447, jetzt Nr. 8. In neuester Zeit wurde das Haus ganz neu gebaut, und führt jetzt als Gasthaus den Schild zur Stadt Triest. In der Kohlenkreuntzeu die Grätzer, Marburger und Neustätter, Hauvtstraße Nr. 15. Das Gasthaus bestand bis 1825, in welchem Jahre es zu einem Privathaust umgebaut wurde. Es hat jedoch noch immer den Schild. Aufs der Land-Strassen vorm Stuben-Thor. Im schwachen Bock, die Orenbandler auß Hungern Nr. 104» Hauptstraße, war schon 1788 kein Gasthaus mehr, zweite Nummer 276, 307 , Jm gülden Engel die Comoruer, Stullweiffenburger, Neuheußler. Brugger und Altenburger, Hauptstraße 300, seit 1775 kein Gasthaus mehr. Zweite Nummer 35, ^ etz i^ e 45^ ^6 - In der Leopold Statt über der Schlag-Brucken. Im gülden Strauß die Neuser, Preßlauer und Jglauer, Nr. 4, zweite und jetzige Nummer I. Wurde schon um 1758 mit Nr. 223 in ein Haus verbaut und war kein Gasthaus mehr. An der Donau. Im schwartzen Adler die Ollmützer, Neuser, Preßlauer, Leipziger und Prager, auch die Einkehrnng des Pohlnischen fahrenden Botten, Hauptstraße 2IS, zweite Nummer 276, neue 816. Im gülden Hirschen die Leibziger und Nürnberger, Hauptstraße 217, nächst dem Carmeliterkloster, zweite Nr. 274, neue 314, war schon 1888 kein Gasthaus mehr. «rs 3m gülden Oren, Achlackawalter» Nürnberger, Planner, Neuhauser, Hauptstraße 230 , zweite Nr. 285, jetzige 326. 3m gülden Adler die Prannauer auß Schlesien, Hauptstraße 24-', zweite Nr. 287, neue 328, gehört dem Bürgerspitalsfonde. Im gülden Pfauen die Pollacken und Ratzen, Hauptstraße 226, zweite Nr. 28>, neue 322. 3m gülden Lämbl die Prager, Pratevstraße 391, zweite Nr. 496 jetzige 581. Wurde in neuerer Zeit großartig neu erbaut und eingerichtet. 3n der Rossau vorm Schottenthor. 3m weiffen Lämbl die Schiff-Leuth von St. Johannes, Greiffen- Stein und mehr andern Orthen, an der Hol;gestätte Nr. 19, neuere Nummer 21» hat jetzt den Schild zum golvenen Lamm. Im schwartzen Bern von Passau, Crembs, Wachau und mehr andern Orthen, Nr. 17, jetzt Nr. 19. »26 Schluß des Büchleins: Schatz, Schutz und Schantz re. V e r ) e i ch n u s Wie die Ordinär: - Posten allhier in Wien» der Zeit ab - und ein - lauffen. Ankommende Posten. Montag. Vormittag von Berlin, Preßlau, Ne«ß,Glatz, Ollmütz und Brünn, wie auch auß gantz Pohlen, koitem AbendS von Brüssel, gantz Nicdcr- land, Holland, Engelland, Spanien; jedoch die letztere alle 14 Tag nur einmahl. Item auß gantz Franckrcich, von Eölln, Krancksurth, Würtzburg, Nürnberg, München, Augspurg, Jnspruck, Trient, Mantua, Flvrentz, Rom, Mavland und Turin, wie auch von Saltzburg, Passau und Lintz. Erchtag (Dinstag.) Vormittag von Prag, und mit derselben von Dreßden, Leipzig, Hamburg, wie auch auß Nieder-Sachsen,vonHildesheim,Braunschweig, Hannover und Halberstadt. Item von Edenburg, WaraSdin, Agram und auß Kroaten, mit dieser Post lauffen auch ein die Essecker und Peterwardeiner-Brieff. k o ll v w. Nachmittag von Gra'tz, Clagenfurt, Villach. Item aus gantz Hun- garn und Siebenbürgen. Frcytag. Frühe von Berlin, Preßlau, Neuß, Glatz, Ollmütz und Brünn, wie auch auß Pohlen. Item auß Croaten wie am Erchtag, Abends auß dem Reich wie oben am Montag, ausser von Saltzburg, Jnspruk und Trient. Item von und über Prag, wie auch aus Hungarn und Siebenbürgen. Loilem. Von Venedig, Rom und Italien, wie auch von Mavland, Mantua und Turin. Item auß Friaul, Görtz, Labach und Grätz. Abgehende Posten. Mittwoch Abends. Nacher Lintz, Passau, Saltzburg, Jnspruck, und von dannen na- cher Trient, Mantua, Florentz, Rom, wie auch nacher Mayland und t 327 Turin. Item nach München, Regenspurg, Nürnberg, Würtzburg, Frankfurth, Cölln, England, Holland und Niederland, wie auch nach A»g- spurg, in die Schweitz und in gantz Franckreich. L o e in. Nacher Prag, Dreßven, Leipzig, Hamburg, Halberstadt, Braunschweig, Hildesheimb und Hannover. Zlem nacher Brünn, Ollmütz, Preßlau, Berlin und in Pohlen; mehr nacher Grätz, Clagenfurth und in Croaten, wie auch in Gratz, Hungarn und Siebenbürgen. Sambstag Abends. Wie Mittwochen. Loilem nacher Venedig und weiter in Italien. Item in Spanien, jedoch in 14 Tagen nur einmahl. KV. Derbey ist zu merken, daß im Winter, wie auch sonsten bei nbelem Werter, alle obgedachte Posten zu Zeiten später einlauffen. ! V Nachträge und Derichtiguilgeo. kW» hier zu einzelnen Jahren ein anderer Besitzer aufgeführt ist, als dort, wohin sich diese Berichtigungen beziehen, ist die Ausschreibung im Hauxtterte uuricktig und hat nicht zu gelten. Die Seilen fv. o. und v. u.) sind nicht vom Anfang und Ende der Seite, sondern von jenem des Absatzes für jedes einzelne Nummer zu zählen; nur wo eia solcher Absatz über die berufene Seite hinausreicht, ist für ein solches Nummer vom Anfänge (v. o.) oder Ende lv u,> der bezüglichen S e i t c zu zählen.) Seite 2 13 i Nr. Zeile 2v. o. 8 v.o. " 2 4v.o. 14 3 1 v. o. „ 5 1 v.o. " 6 2v.o. 1218 7 v.o. " 10 1V. 0. 15 17 1 v.o. " 18 1v. o. „ 20 3». o. 16 21 6v. u. 17 24 3 v.o. ,, 25 4v.u. // 26 Iv.o. statt: k. k. Obersten, lies: k. k. General-Majors. Die 1441 — 1447 vergrößerte alte Burg bestand, wie ältere Abbildungen bei Hirsvogel, Lautensack tc. zeigen, aus einem ins Viereck gebauten Gebäude mit vier Thürmen an den Ecken. Diese hatten zur Zeit K Friedrichs HI., wie MichelBehaims Buch von den Wiencrn(1462 - l 465) bezeugt, verschiedene Namen; so z. B.: der Jungfrauen-, der Schneider« und der Neue-Thurm. Von dem einen an dem Geb 'ude der alten Reichskanzlei (1728 durch Fischer von Erlach gebaut) zeigen sich noch heutzutage Spuren; jener nächst der Hofkapelle wurde l6!)8, in Folge einer Feuersbrunst, der unferne dem alten Burgthor mit Hirschgeweihen lim alten Wahne Wetterablei- rer) 1758, ,ener gegen die Sommcrreitschule hin aber 1756 abgetragen. 1684 Nicolaus Straffer Erben, und Jhro Ercell. Franz Karl von Kolowrat. 1700 Hrn. Matth Endorffer, gewester Greißler; und Franz v. Gudenus u. s. w. 1684 Anfelm, Sebastian v. Most Erben. 1684 Paul Mar. Weidtner. nach: Rath, zu setzen: und ein zweites Haus 1681 Matth. Zisch, Rath 1684 zwei Häuser: Balthasar Frank u. Georg Schweizer. '7 4l, 1308-1309 — !I. 16, 1232-1233) statt: (1,41. — II. 16). 1684 Adam Graf v. Seriny. 1684 Ihre Ercell. Wolfgang Maximilian Graf v. Trautmannsdorf. statt: nimmt, lies: nimmt zum Thcile. Heer, statt: Herr. statt: Otto, lies: 1684 und 1700 Otto u. s. w. statt: und Dominik, lies: und 1684 Dominik Andre u- s. w. Johann Philipp Braffican, Kaiser Rudolph'S II. Burggraf zu Neustadt und Schloßbauptmann zu Forchtenau und Eisenstabt, auch kaiserl. Rath, ch 15SO, baute die- r^c i>. ^H- »--> <1! y' r-x,»- ^7 -^> tz»>»»iL'-' ^ ^'L- ^ >> - -- ^ Z.') . / M3k/ -H-«. lÄ.rM'-i- S2S Seite Nr. 27 S6 27 18 28 „ 29 19 31 20 „ „ 32 " ,/ -- „ „ 35 » 36 21 37 „ 38 22 41 „ 42 23 44 Zeile ses Haus neu auf, und beherbergte in dem neuen Gebäude den gedachten Kaiser mit dessen jüngeren Brüdern um 1580. Darauf spielt ein Gedicht des kais. Kriegsse- cretärs in Wien, HieronvmusArconatus, an, 1591 in der Sammlung seiner poetischen Leistungen zu Wien erschienen: Inscriplio liomu-, krass1oanoue Vienna e. knckolpbus Caesar leueris e»m kracribuz, aevo vixiiaeus primo est baue liakilare ckomum tAnaogurs ack ^ente.,,, eui keeit Lrassioa »oms» kerlinet, et. laniles asserit aegua Dkemis. Hule, sl reela tibi >»e»s est, ckie lausta viator ^tgue ckomus Iloinipo verba preeare bona. 3v. o. 1684 Ludwig v. Prasican-Emmerberg, Freiherr. Iv.u statt: 1692, lies: 1684 und 1700. 6v.o. statt: 1690, lies: 1684. 7 v. o. 1684 Paul Sixt Trautson Erben. Iv.u. 1684 Reichart Graf v. Polheim:, I v.o. Neudöck (Neudegg), statt: Neud'äL 5 v. o. statt Gilleis, lies: Gilleiß seel. Erben. 9v.o. nach Nummer 26, cinzuschaltcn: war 1684 kaiserliches Eigen 13v.o. 1684 Ferdinand Bonavenlura Graf v. Harrach. 5v.u. statt: um 1690, lies: vor 1684. Damals: Georg Pauer Gastgebers Erben. Iv.o. 1681 Hans Albrecht Graf v. Lrautmannsdorf; 1700 Jhro Gnaden Hr. Sigmund Graf v. Trautmannsdorf, bep dem Nußbaumb genannt. 5v. o. 1684 Peter Kemelin Erben. 1700 Jhro Gnaden Hr. Johann Ehrnreis, Freiherrn v. Oppl, zum rothen Gattern genannt. Iv.o. Dieses Haus war 1681 noch nicht erbaut, was erst zu Anfang des 17- Jahrhunderts geschah. 5v. o. 1684. Ihr Gn. Franz Leopold Graf v. Tierhcim (Eckcj Ihr Gn. Theodorus Graf von Sinzcndorf (ein Theil hiervon zu Nr. 11 verbaut) und Ihr Gn. Wilhelm Ludwig Freiherr v. Wels (gegen Nr- 18.). 1700 Jhro Excell. Herrn Franz Grafen von Thürheimb; Ihre Gnaden Herrn Theodor Grafen von Sintzendorf und Jhro Gnaden Herrn Franz Sigmund Grafen v. Wels, eben gegen der Löbelbastei. 1 v. o. »Um 1550 . „ 4 v.o. 1684 Die spanische Bothschaft. Kaiser Karl VI. schenkte dieses Haus zu Folge a. h. Entschließung vom 26. Aug. 1727 der vom Grafen Michael Johann von Althann (st 1722) zurückqelassenen Witwe, Maria Anna Joseph«, geb. Fürstin v. Pignatelli und Herzogin v. Belriguar- § dio, einer durch Liebenswürdigkeit und Geistesbildung gleich ausgezeichneten Dame, welche an K. Karl VI. 'I st zur Omvbale w.a rdXst 1756.) 46 5 v. o. 1684"em°Tyeiioeh Hausts Wenzels Grafen von Alkheim (Althann). ,, 6v. o. nach: Strattmann, zu setzen: >700 dessen Erben. 47 2 v. o. 1634 ein Theil von Nr. 46 und von jenem des Grafen Adolph v. Sinzendorff. 48 2v. o. 1684 Maria Margaretha Gräfin» v. Lrautson. 49 4v.u. 1684 Balthasar Graf von Hoyos (st 1681) Erben. 1700 Jhro Gnaden Herrn Franz Carl Grafen von Hoyos (ch 1706) ein Eckhaus gegen der Pastey. 50 2 v. o. 1684 Nicolaus Graf v. Palffy. 51 3 v.o. 1684, statt: 1690- 52 1 v. o- 1684 Wenzel Graf von Altheim (Althann), (s. Nr. 46.) 1700 Jhro Excel!. Hrn. Grafen Theodor Athlet Heinrich v. Strattmann sel. Erben, ein Eckhaus. 53 i v. o. Lamod, statt: Lamot. 1684 Kaspar Seiz, Trabandt. 54 5v.o. 1684 Magdalena Gräfin v. Mansfeld, 1700 deren Erben, ein Eckhaus. „ 4v.u. 1795 Grapplerische Erben, 1812 Johann Starnbacher. „ i v.u. statt: vorhin Grapplerische Erben, lies: Wilhelm und Franz Starnbacher, dann Marie Sinnreich. 55 6v. u. 1684 Martin Studier. 1700 das Mehlmesterische, jetzt aber das Graf Wallensteinische Haus. 56 I v.o. statt: 1700, lies: 1684 und 1700 (ein Eckhaus). 57 iv.o. >684 zwei Häuser. Johann Greimb Erben (Eck) und Johann Greimb. 1700 Hrn. Johann Greim sel. Erben, ein Eckhaus und Schenk- und Gasthaus zur grünen Weinreben genannt, eben Hrn. Greim sel. Erben gehörig. 58 iv. o. 1684 Karl Ludwig Graf von Hofkirchcn ('s 1692). 1700 dessen Erben. 59 Iv.o. 1684 Ihr k Maj. Hochbefreitcs General-Hofzahlamt. 1700 Jhro Ercell. Herrn Grasten Wolf Andre von Ur- sin, und Rosenberg sel. Erben, ein Eckhaus. 60 5v.u. 1684 Adam Graf v. Trautmannsdorf (st 1684). 1700 Jhro Gnaden Herrn Grafen Franz v. Trautmannsdorf (st 1719). 61 2 v.o. 1684, statt 1690- 62 2v.o. 1684 Judith Rebeka Gräfin v. Lamberg (geb- Gräfin ^»»V>»<ä5 >< ""L-» » , ' SSI Seite Nr. Zeile i 27 63 I 8v.o. 28 64 1 v. o. „ 65 6v. o. > „ 66 1 v.o. -- 67 Iv.o. : 29 68 1 v.o. „ 69 2 v. o. „ 70 1 v. o. " 71 1 v. o- 29 72 2 v. 0. „ 73 3 v. o. „ 74 I v.o. 30 85 1 v u. 31 99 U . 100 ,, S4 1 v.u. „ 9» 1 v.u. 31-32 101-102 32 102 Sv.u. ,, 103 6 V. u »6 37 104 138 von Wrbna. 1- 1690), Witwe nach Johann Maximilian Grafen von Lamberg (si 1682). 1684 Maria Konstanzia Gräfin von Samberg. 1710 Jhro Ercell. Herrn Franz Joseph Grafen v.Samberg, königl. Obersten Jägermeister 1712); ein Eckhaus. <1.62. — I>. 72.) 1684 Franciska Gräfin v. Trarn. nach: kurze Zeit, einzuschalten : namentlich 1684. 1684. Zeringer, kais. Reitschmidt. 1636 kauften die Camaldulenser dieses, vormals gräflich Betcranische Haus. 1684 Georg König's Erben, nach Schotter: Kartcnnialer. 1684 Johann Jakob Amvhofo, des äußern Rath«. 1684 Ferdinand Graf v-Boucquoy. 1700 Jhro Gnaden Hrn. Franz Sigmund Grasten von Lamberg (si17I3>. 1684 zwei Hauser, Michael Kurner Erben, undJohann Braun von Braunsdorf. iiooJhro ErceU. Hrn. Graf- fen von Hamilton. l684 Wenzel Zelcsky, Hauptmann, 17«A)Hr. Melchior Gang, kais. Hof - Zuschrader (Fleischhauer.) 1684 kais. Stallung. 1700 Die kais. Klepcr-Schmie- den und Stall. Dcrmalige Besitzer: Mathias und Elisabeth Bohn. waren 1684 mit »Quartier* bezeichnet. Dermaliger Besitzer: Ignaz Mayer. Dermaliger Besitzer: Anna Moser 1684 Ferdinand Graf von Boucquoy. 1700 Hrn. Leopold Grasten von Hoyos (s- 1699) seel. Erben, ein Eckhaus. zum neuen Mclkcrhof verbaut wurden; sie gehörten: 1684 Hans Nicolaus Elarncr; 1700 desselben (Becken) seel Erben; 1684 Thomas Wagele- ner; 1700 Hrn. Michael Wanglehner, Bäckermeister, sonsten beim Mitteldecken genannt; und 1684 Joseph Hörmann, 1700 Hrn. Andreas Peutmüll- ner, Bäckenmeister. Daran stieß dann (1700) der kleine, dann der große MSlkerhof, beide zu benannten Closter gehörig. 1-2 bleibt weg. 2v.o. 1684 Wilhelm Radtmair Erben. 1700. Joh. Nie. Rädelmayr. Bor diesem Hause stand die alte Kapelle der Apostel Philipp und Jakob, welche nach 1529 bis um 1631 als städtisches Pulvermagazin verwendet wurde. (Schlager Wr. Sk. I. 129 — 130). 6v.o. 1684 Karl Leopold Geyer von Edelbach Erben. 1 v. o. hatte 1684 schon ganz seine dcrmalige Situation. 1 v.o. 1684 Anton Johann Graf von Nostiz; statt Henrich, lies: Herdwig. I v.o. statt: Gärber, lies: Gärbers Erben. 1 v. o. 1700 Herrn Theobald Frank seel. Erben. 1 v. o. 1684 Lurckinnu«, Handelsmann. 22 * 882 Seite Nr. Zeile 37 146 1 v. o. 1684 Prälatur von St. Pölten. 38 147-148 waren 1684 ein Haus, Johann Thill, Baader's Erben gehörig. „ 149 2 v.o. GaredentS Erben, statt: Gardent. " 150 5v.u. 1684 Georg Andre Bolkhra. 1700 Jhro Gnaden Hr. Hans Carl Geymann, Freiherrn. 39 152 Iv.o. 1684 Urban König. „ 153 2v.o. 1684 Johann Probst, Secretari. „ „ 5v.u. 1847, statt: 1846. ,, 155 Iv.o. 1684 Johann Gassers Erben; der Schlcglhof. „ 156 Iv.o. statt: Böhm lies: Behemb, Hufschmid. 40 157 Iv.o. Feyrer, statt: Leyer. „ 158 2v o. Aurelin, statt: Aurelio. ,, 161 Iv.o. 1684, Franz Apelshauser ; Peern, statt: Perrn. „ 162 Iv.o. Hoy, statt: Hoßz. „ 164 2 v.o- Umäth, statt: Unäth; Schcfer, statt: Schäfer. „ 165 Iv.o. statt: Geuter, lits: Gelder, Haffner. 4t 166U.167 waren 1684 ein, der gemeinen Stadt Wien gehöriges Haus. " 168 2v.o. Katius, statt: Kotzi. l700 Christoph Jgnati Kotzi M. v. ,. 171 1V.0. 41-42 173-177 41 173 1-2 v.o. 41 174 1-2V.0. 42 176 4 v.o. „ 178 Iv.o. „ 17S Iv.o „ 180U.181 182 1 v o. 1 v.u. 43 „ 44 186 Iv.o. „ 187 u. 188 „ 192 U. 193 „ 194 Iv.o. 45 200 3 v. o. 202-204 205 1 v. o. 206 2 v.o. „ 3v.d. Rudolph Pernstorffer. der gemeinen Stadt Wien gehSrig. 1700 Hrn. Reichard Ringmayr seel. Erben. Im I. 1700 biß zu Erben, gehört weg. statt der ganzen Zeile lies: 1700 das Batzmayrische Haus, anjetzo Krankenhaus, ein Eckhaus. 1684 Mathias Michael Nachfürth. 1684 und 1700 Georg Mayer, Wundarzt. waren früher ein Haus; 1684 Bartholomäus Scy- ler Erben. 1700 Johann Friedrich Eysenhuth, Schneidermeister. 1684 und 1700 Sebastian Graff, Webermeister. Der Thurm, durch welchen dieses Thor führte, war 1700 der kais. Salz- oder Pulverthurm genannt. An der Stelle dieses Hauses stand 1684 ein viereckiger Thurm. 1684 zum Arsenal gehörige Gebäude. 1700 die kais.. Kiesel > Salz - Kammer. 1684 Regiments-Stockhaus. 1684 Regiments-Profoß Ueber die alten Bildsäulen ober dem Salz- (fälschlich Richards-) Thore zu Wien, vrgl. »Oesterr. Archiv f. Geschichte" 1831, S. 160 . Das alte »Salzthor," noch auf Hirschvogels Plan von 1547 im Aufrisse gezeichnet, war aber schon seit 1541 vermauert. Es befand sich an der Stelle des an Nr. 201 anstossen- dcn Theiles des heutigen Kascrnengebäudes am Salzgries. hier waren 1684 Soldaten-Quartiere. 1684 HanS Adam Reusinger und Mathias Midi. Schleich, Wirth, Erben, statt: Schlauch, Gastwirth. Schleich, statt: Schlauch. ' ' "lr-- ^ . ' / ,.. - ... ^ - . ^ 'v ^ - ' ' !iL.r'^7 ^ . . ' '-- ' - ----- > . .-X ^ j ^-Ä >!< - ^ -'!) X" ' '" - , > . . ^ ^ lck>I^r.-s^ ;üzrr - -«»i ^ ^ »- - j. . ' ' tz! ''E ,. ' »»M» - --'s? ' - <^ «.-«!<, .-. - ! V. ^ ' ' - . - ^ -. 8 -- -.-r- / ^ *ü»x'j«-'. -». 7°>-v, ^ ^ ^ >V- '!. - . , ' - -> . . - , - 7 -Z ' t. ' - 'i ^ - '- .' IM. . ^ .> . MM.-' .! ' -:' / x- ^ *r^.' '«.^ .. - V WM' ^ L>-: !-^... ' : -"' '.' ^ - -.- ....... -'. . . . i^-<. ^ ... . ^ - : " ..'^ . '-.^ -'. ,^ -7 ' x - 7 . ^ : X i-. ... * . » x ,- jj. > -. , - ' ^ - l^.- ''' , .ViS'j- - - -. /. r.^> )'.' " ...-. -*!!' EL . 'j ^ sss Seite 46 Nr. 207 208 Zeile SOS 212-213 214 215 216 217 218 221 223 7v.u. 1684 Michael Pauckher, Handelsmann. 1v. o. Günter, Hufschmied, statt: Günther. 2v. o. Rebenegg, statt: Rabenegg. 1 v. o. Hans Walters Erben. 1684 Passauer - Hof. 2v. o- Kemmeter, Gastgebers Erben, statt: Kemeter, Gastgeber. I v.o. 1684 Gemeine Stadt Wien. 1700 Gemeiner Stat- haus, allwo des Rumor - Hauptmanns Wohnung, ein Eckhaus. 1684 Johann Keller, 1700 Herrn Johann Vogelhu. der, Häringer und Bierleutgcb. 1684 Jakob Joseph Weissenböck, 1700 Georg Dietz, Häringer, zum güldenen Glöckl. 1684 Bartholome CZminith, 1700 Hr. Jakob Fe- senmayr, Häringer zum grünen Hirschl. Iv.o. 1684 Antoni Forni, Lhumberr. Iv.o. Prichenfried, BLckh, Erben, statt: Briechenfried» Erben. 48 227 Iv.o. Schon 1529 befand sich an dieser Stelle ein »offenes Frauenhaus- (Bordell); 1539 aber statt dessen ein neuer Getreidekasten der Stadt Wien. (Schlager Wr. Sk. V. 388 s. f.) 48-49 224-235 1684 gemeiner Stadt Wien. 49 236 1 v. o. 1684 Inhaber des Bisthum Wien. „ 237 4 v. u. 1684 und 1700 Inhaber die P. P. Pauliner zu Neu» stadt; ein Eckhaus. „ 238 3 v. o. Alte Nr. 120 : 1684 Ihr. Gn. Herr Hans Antonius Grafvon Palffy. 1700 Jhro Ercellenz Herrn Graf- sen Dominik Andre von Kaunitz ('s 1705), vorhin Palffysche Haus. Alte Nr. 121 - 1684 Johann Carl Edler Herr v. Cheeler; 1700 Jhro Excel!- Herrn Dominieo Andre Graffen von Kaunitz, Reichs-Vice> Canzler, sonsten das Schleglische Haus genannt, ein Eckhaus. 50 239 Iv.o. Dieses Haus besaßen in ältester Zeit die Herren von Rauhenstein. Bon ihnen erbte Jörg (Georg) von Puechhaim 1435 ein Haus zu Wien auf dem Mist, mit einer Seiten an die Hochstraß und vorne gegen das Gotteshaus U. L. Fr. zu den Schotten stossend, wofür der Schottenabt Johannes den Grunddienst auf 6 Psenige herabsetzte (Hcrmayr's Taschenbuch 1829, p- 33.) Unterm 1. Sept. 1435 schloß er mit dem Schottcnklcster einen Dienstvertrag, über die. ses HauS mit Jugehör,* zu Wien auf dem Mist, stoßt auf einer Seite an die Hochstraß auf der Als gegen Neuperger Haus, auf der anderen Seilen mit dem Mist, gegenüber, mit dem innern Ort an des Trauner und an des Pottendor- ser Häuser (Nr. 240) mit dem Gatten bis den Schotten gegenüber, drey Häuser, nun mit Bey- werk und Gemäuer in eine« gekehrt, von den SS4 Seite Nr. Zeile 50 239 5 v. o. „ 240 4v. 0. ,, ,, 5v. o. 51 243 2 v.o. " 244 2V.U. 246 1 v. o. " 247-248-249 „ 250 1 v. o. ,, 251-252 16v.u. »3 253 -55 256 3v. o. 8 v. o. 2V o. 1 v.o. 258 I-2V. o. 54 55 259 260 262 263 264 265 266 267 1 v. v. 2 V 0. 7 v. o. 2v.o. 1 v. o. 1 v. o. 1 v. o. 2-3 v. o. Herrn von Rauhenstein erblich an Puchheim gefallen." (Hormayrs Wien, IV. n, 2081. 1684 Ferdinand Fürst von Auersberg Erben. 1700 Ihre Excel!. Hrn. Ferdinand Bonaventura Grasten von Harrach, kais. Obristcn Hofmeister ist 1706), ein Eckhaus. 1684 Ferdinand Ernst Grast zu Abensberg und Traun (st 1685). nach: Oesterreich, zu setzen: (st 1715). Hepffner von Brend, statt: Hopffnervon Brand. nach: Porten, einzuschaltcn: 2 Häuser (nämlich 244 und 245), Nr. 244: 1684 Johann Georg Wistendo Erben. Nr- 245: 1684 Graf von Zinzendorff. statt: 1700, lies: 1684 und 1700. 1684 Martin R... und Jakob Hoffer, Bock; 1700 Hr Frantz Höffner, Kays. Mund-und Hof-Beck, 3 Häuser. 1684 Maria Constanzia Gräfin von Lamberg (s. auch Nr- 63, Nachtrag). 1684 waren an der Stelle jener Häuser, welche nun das Liechtenstcin'sche Palais bilden, Häuser in folgendem Besitze: An Nr. 250 anstossend: Maximilian von Möringer. An 252 anstoßend: Fürst Johann Adam Andreas v. Liechtenstein (st 1712.) Von da bis zur Brunngaffe: Hartmann Fürst von Liechtenstein (st 1686), dann bis 250: Adam Fürst von Liechtenstein. Nr. 252 besaß 1684 Tobias Helfried Kaiserstein (st 16571 Erben. 1700Jhrofürstl. Gnaden Herrn Johann Adam Andre Fürsten von Liechtenstein, deren 3 nebeneinander, worinnen im Wittern, als dem alten Haus, die Kapelle bei St. Andre. Nr. 252, 1700 das fürstl. Liechtenstein'schc Beneficiat-Haus. 1684 Georg Fleischhacker. 1684 Philipp Guenser; nach: Strumpfwirker, zu setzen: seel. Erben. Lackhner, statt: Bachner. Scheneggcl, Schwertfeger. statt: Scheniekel; 1700 Johann Schennickl, Kays. Hoffmesserschnned. Statt: Im I. 1684, lies: 1684 Daniel Güttler Erben, 1700 zum u. s. w. Behemb, kais. Quartarobie; statt: Böhm. 1684 Ferdinand Valenthin. Eleas, statt: Elaas. 1684 Leopold Graf von Lamberg, 1700 Ihre Excel!. Leopold Grasten von Lamberg ist 1709.) 1684 Mathias Wilhelm Bücher, Baader. nach: Georg, einzuschaltcn: Restlenk; 1700 Hans Georg u. s. w. Paschlowitz, statt: Peschowitz. 1684 Maria Anna Gräfin von TrautmannSdorf. statt: von welchem.... erkaufte, lies: und Maria Regina Gräfin von Herberstein. «M 4 'E ^.rr^r » !L» ^ ssr Seite Nr. 55 268 „ 269 ,, 270 » 271 „ 272 ,, 273 274 „ 273 56-57 276 57 277 „ 278 58 279 „ 28t Zeile. 1v. o. 1684 zwei Häuser, Mathias Fräffel und Georg Conrad Franz Mautner. t v.o. 1684 Melchior Huebers Erben 1700 ein Eckhaus u.s.w. 1 v.o. 1684 erscheint cs als ein geistliches Haus. 1700 Melchior Lorer scel. Erben. 2v. o. 1684 Georg Gichen Erben. 2 v.o. 1684 Franz Fischer Freiherr. 1700 Ihre Ercell. Hrn. Enea Grasten von Caprara, der Röm. Kays. Mas. Hoff > Kriegs - Raths - Lire - Präsidenten, Generalen der Carallerie, und General-Feldmarschall ('s 1701). 1 v. o. 1684 ein Theil des Hauses, welches damal dem Freih. Franz Fischer gehörte 700 Jakob Kollineth, Kräutler, seel. Erben 329 4v o. 1684 Dominia» Cetto. -, 6v.o. 1684 Johann Andre von Lieben (Licbenberg?) kais. Rath, Magistratsrath und gewesener Bürger lmcister?). „ 10-13v.o. Hier befand sich auch noch ein Nebenhäuschen, welches. 1700 Hans Beinbruckner, BZckenmeister gehörig, um 1705 verbaut wurde. 330 Iv.o. 1684 Johann Jakob Daniel Tapfer, Rath. 1700Jhro Gnaden Herrn Jakob Daniel Tepscr, Röm. Kays. Mayt. Rath, gewester Bürgermeister, anjetzo Statt - Richter. 332 5v. u. a»«in>uae, statt: an^uoe. „ 1v. u. Im Hofraume auf einer Mormortafel folgende Inschrift : pe> iii. praenok.^ok. so ornatiüzimis D. D. Lon-uils Domino praneisco Daniele nodili eie partuska l). 3. D 8. k. 3. Lquito; kraetore Domino .^»elrea l.ui>o Hauer 8. 6. iVI. Con-:. D. 3oanne l.aur. a KnUenksryi 8. L. 51. Cons. D. 3o- anne pranei^oo Weni^iiolker 8 6. iVl Lons. 8>n. D. Antouii Ospl 8. C. I>1. Tormentornm Lenluiioniv ee Conäilorii biyuv Uaii^tarii et Arvditeoti me- SS8 Seite Zeile 67 // 68 6 !) 70 7 ,' Nr. liorei» i» formnm et nmpliarei» in tndricso» »ur- i sxie mvcexxxii. 333 I v.o. 1684 Rudolph Scherer, Messerschmied. 334 1 v. 0. 1684 Johann Christoph Günther. 335 2v. 0. 1684 Christoph Ziegelhäuser: 1700 Leopold Böhm, Hufschmied. 336 Iv.o. Aus zwei, statt: aus drei „ 2v.o. 1684 Christoph Beyr und Hans Wolf; 1700 Johann Peter Jmelsky, Mahler und Johann Wolff, Schneidermeister. 337 Iv.o. 1684 Christoph Neuner; 1700 Dionisy Spady, Strumpfstricker. 338 Iv.o. 1681 Martin Tiller und Lorenz Baur. 1700 Florian Herzog, Büxenmeister und Lorenz Paur, Königl. Büxenspanner. 339». 340 1684 Michael Motzi, Rumormeister. 341 2v. 0. 1684 Joseph Wilhelm Schmutz. „ Iv.o. nach: Fourier, einzuschalten: seel. Erben. Das Felgende hat wegzubleiben. 342 2vo. 1684 zwei Häuser; Johann Lorenz Megra-.. ffer und Peter Ro...er Erben. 1700 u. s. w. 343 Iv.o. Hoy, statt: Ho. „ 2v.o. 1700 Jhro Excel!. Mariana Gräffin v. Zeill, geborne Gräfin von Lamberg. 311 Ivo. Andreas Franz, statt: Andreas. ,, 2 v. 0. 1700 Herrn Andre Franz Posch, seel. Erben. 345 2 v. 0. 1684 Hans Fendt; 1700 Jakob Berchtold, Schneidermeister. 346 iv.o statt: Bosch, lies: Busch; >700 Franz Joseph Pusch Goldschmid, ein Eckhaus. 347 l v 0. 1684 und 1700, statt: 1684. 318 l v. 0. 1684 Lorenz Brehold. 349 l v. 0. 1684 Franz Adam Kämringer. 350 1 v. 0. 1684 Johann Jakob Kallefs Erben. „ 2v.o. Vorster, statt: Vorstca. 351 1 v. 0. 1684 Johann Christoph Gümher, Hufschmied. 352 2v. 0. Grienewald, statt: Grinwald. „ 3v. 0. Kleinburg, statt: Klimburg. 353 l-3v.o. 1684 Franz Wirth; 1700 Jhro Hochfürstl. Durchlaucht Herr» Bischoffen zu Raab, Hertzogen zu Sachsen, Zeitz. ,. 10V.U. ltex-ium, statt: Ilexi'»»» „ I v.u. Triangy, statt: Triany. 355 l v. u. 1684 Gemeiner Stadt Wien gehörig mit einem schma len, langen Hof, welchen gegen die Gaffe ein kleines Niereck (Brunnen? Kapelle?) abschloß. 356 2v. 0. Spieß, Färber, statt: Spieß. „ 2v.o. 1700, sonsten, statt: 1700. 357 2v. 0 1684 zwei Häuser : Daniel Spieß Erben und Johann Furth. 358 1 v. 0. 1684 der Universität gehörig. 360 1 v. 0. >684 Wolfgang Leopold von Löwcnberg, Kays. Rittmeister. / ^"LÄ»7 K ,!»V V > ^»»r '-L-.'. . .s" . / ->^ ' ^ L'» ^ ^- -7^ ' ' - --'f^ »- " -A. ^ "7' V.: ^'^«."^ ^ -^. ^ -> sÄe' '^s s 5 -'"- - -Zr Är4 G'L -^k«irAE W' ' ^ '' .. 7 . . - .. - '.' ^ E < -7 r .- '» k ^.,»7- v.»? .^.^« A ' - -? W - / - ^ 7 ''' "'7 7 ^ 7 7 7 ^ x ^ 7' -> 7 7 - '»d-L" --.^ -» ' '. '.' ' '7X. ..'" „ ,U.-- >>., s 7 ,'.^ - s' -- 7 ! 7 7 . ^' -7 » 7 ^. ,7 - ' .hV° .'.' . ,:»<> !» >r -5-, Hi" >-7^ ^ L'' rZ^.^z >'" - ' ^ ^tzFK^A-?k^i >«zv«- .7 "'-^ - "?>ö' ' -l,' . / r »-? '-^ >» A.- .-tz -''»-e "7 ^' 7 ^ 7 7 >7 ,. 8SS Seite Nr. Zeile 71 S60 2v.o. Lebenberg, statt: Ladenberg. „ 361 i v.o. 1684 Franz Graf Brenner (fi1684) Erben. 1700 mit Nr. 360 in gleichem Besitze. „ 364 Sv.o. 1684 Karl Pertalodi Erben. 1700 Das Haus zum Stoß amHimmel, ein Eckhaus. Herrn Johann Paul Bartolotti gehörig. 72 ,, 3v.o. iiileruorum, statt: lnkerrarnm. ,, 365 Iv.o. 1684 Paffauer Randt (Rennt-) Hoff. „ 366 Iv.o. 1684 zum Paffauer Hof gehörig. „ 367 Iv.o. Das ehemalige Redemptoristenkloster. Der Orden der Redemptoristen, nicht viel weniger als eine neue Redaktion der Jesuiten, konnte wohl mit der neuen politischen Gestaltung des konstitutionellen Oesterreich nicht länger vereinbar sein. Er fiel in Wien zuerst, und der kaiserliche Beschluß zur Aufhebung der Wiener-Cvngregation traf eben Mit dem Augenblicke zusammen, wo der allgemeine Bolkswille sich der schon lange gehaßten schleichenden Käste zu entledigen trachtete. Daher glich ihre Aufhebung mehr einer Beitreibung, zumal da sie sich, verkleidet, einzeln mit ihren irdischen Glücksgütern zu entfernen beabsichtiget hatten. Ihr Haus der Büfferincn am Rennweg und jenes zu Währing, dann das Kloster zu Eggenburg thciltcn gleiches LoS. Das Kloster in Wien wurde Staatseigcn- thum und ist nun als Kaserne für die neu errich- teie Sicherheitswache bestimmt. Der Gottesdienst in der, durch die Ligourianer mit rielem Prunke erneuerten Kirche zu Maria am Gestade wird nunmehr von Benedictincrn des Stiftes Schotten versehen. ?v.o. 1684 Peter von Aichcn Erben. 1700 das Haus u.s. w. Johann Joachim v. Aichen (Mehrercs über ihn bei Wißgrill 1,52 —53) starb den 20. Sept l72S und ruhet bei den Franziskanern in Wien. 4v.o. 1684 Hans Stängel, Binder, Erben. S v.o. Frueth, statt: Fruerth, Inhaber deß Hauß zur Fischer Stiegen. 371 1684 Andre Maister. I v. o. Pöllcr, statt: Poller. 1 v. e. 1684 Hans Messer, Wagner's Erben. Iv.o. 1684 zwei Häuser; Lorenz Silier und Mathias Mändl, Häringer. 375 2v. o. nach: Fruewirth, zu setzen: Kays. Hoff-Bildhauer des Aussern Raths. 376 Iv.o. Johann Christoph Rayser Erbe»; 1700 das Baad, ein Eckhaus, Herrn Johann Adam Pittner gehörig, 377 1 v. v. 1684 Franz Hoffman» Walter (Maler?> Erben. 1700 das Schwartzbeckische Haus dem Kayserl. Ha- schircr, Herrn Pittoni van Tannenfeld gehörig- 378 I-6v.o. 1684 Anna Maria von Zeis; 1700 Frau Elisabeth Kochin, sonsten das Aeisische Haus genannt. 37» Sv.o. Kegler, statt: Kugler. 73 368 36S „ 370 U. „ 372 „ 373 74 374 37 » 340 Seite 74 75 76 77 Nr. Zeile 380 1 v. o. 1684 Thomas Paerlep, 1703, statt 1684. 381 i v. o, 1684 Sebastian .. leers Erben. 1700 Herrn Johann Pacher, Zinngiesser. 382 2 v. o. 1684 Thomas Pärlep. 383 i v.o. Emerich, statt: Heinrich. 384 2-lov.o. 1684 eilfHäuser; am Judenplatz: u) Bartholomäus Hinkh (Eckhaus); d) Franz Schmidt; c) Wolfgang Michael Miller von Gatteneg; 4) Abt zu Neustadt, — dann ein Theil des Schwarzen- bcrg'schenHauses;Schultergäßchen: e) Johann Nicolaus Wegralshoffer (Eckhaus); Jordangasse: t) Anton Pery (Eckhaus); Wipplin- gerstraße: 2 ) Johann Miller; I>) Ferdinand Fürst von Schwarzenberg; i) Stephan und Paul Zitscha; k) Franz Gabriel Frößl. Futterer- gäßchen: I) Johann Christoph Freiherr vonKlo- bitz (Eckhauß) 1700 : a) Hrn. Bartlme. Hinck, gewester Schuster, allwo der Bildhauer, oder Holländische Wappen, ein Eckhauß; l>) Herrn Bernardino Tognana, sonsten das Schmidische Hauß genannt; v) Hrn. Niclas Pinon, Chyrurgus und M. 14r.; 4) das Hauß Jhro Hochwürden und Gnaden Herrn Prälaten zu Neustadt gehörig ; Eingang zur Böhmischen Cantzley (ein Theil des ehemaligen Schwarzenbcrg'schen Hauses); e) Simon Prößner, Visier-Schneider, zum schwartzen Stern genannt, ein Eckhauß; t) Herrn Mathias Grill, Gürtler; K) Hrn. Elias Payr, Hoff-Schnürmacher, zum gülden Ring genannt; I>) die König!. Böhmische Hoff-Cantzley, 2 Theil Häuser; !) Jhro Excel!, rerwittibten Frauen Gräffin Souchin, gebohrne Reichs-Gräffin von Apermont; Ic> Hrn. Franz Gabriel Fraßt, Brandweiner seel Erben; I) Hrn. Bartholome Hinck, gewester Schustermeister, ein Eckhaus, vorhin Grass Herbersteinisch. 385 24-27V 0 . Das alte Nr. 416 umsaßte früher zwei Häuser: 1684 Johann Mosser Erben (Eckhaus) und Abraham Gschwandner; 1700 Rudolph Grünwald seel. Erben, ein Eckhauß, und Herrn Ehrenreich Stattl- mayer, einer Löbl. N. Ö. Landschafts-Ober-Ein- nember-Ambts Gegenhandler zur gülden Muschel genannt. „ 28v. 0 Alte Pr. 417 war 1684: gemeiner Statt Wien« Herren Rath - Hauß. 386 2V. 0 . 1684 Peter Franz Hoffmanns Erben; 1700 Jhro Gnaden Herrn Peter Frantz Hoffmann seel. Erben. 387 2 v. 0 . 1684 zwei Häuser: Kaspar Pätzlnger und Elias Felder; 1700 Herrn Wolff.... Podmayr, Statt- Koch. 388 iv.o. 1684 Christoph Frimb Erben. DaS angebliche Verfahren, um den Besitzer dieses Hauses zur Hintangabe desselben um einen minderen Preis zu nöthi- gen, sowie diese- Haus durch l cn Bau jenes Nr. 387 ^ * ^!,"»> r» tr»«» > » -» -v» '»>- »» »»« -V" Wt?< »^r»F »- 341 Seite Nr. 77 389 „ 390 „ 39 t „ 392 „ 393 78 394 „ 395 „ 396 „ 397 „ 398 „ 401 „ 402 79 403 404 -- „ 406 80 407 408 ,, 409 " „ 4l1 „ ss -S12 „ 413 „ 414 Zeile vom Grunde aus zu erschüttern und den Lichthof zu entziehen, hat im Mai 1848 zu mehreren Maureranschlägen von Seite des Beeinträchtigten Anlaß gegeben Das Haus wird ehestens umgebaut werden. 1 v. o. 1684 und 1700 mit Nr. 445 ein Haus; 1684 Jacob . . . ffner; 1700 Hrn. Simon Stattler, Lebzelter - 3-8 v.o. Nach der alten Nummerirung gehörte Nr. 282 1684 Loth. - S » m , 1700 - Hohem» Loths a mb seel. - Erben, anjetzo Fauconetische Haus; Nr. 283: 1684 Johann Becklmanns Erben, 1700 Johann Georg Ncuwirth, des äußern Raths und Kirchenmeister bei St. Stephan Thumb - Kirchen , ein Eckhauß ; Nr. 284 1684 Georg Stierbet; 1700 Mathias Söllner, Kas- stccher; Nr.285: 1684 Hans Georg Schlisl; 1700 Hrn. Johann Georg Schließ!, 3. v. v. und N.Ö. Landschafts - Secretari. I v.o. 1684 Georg Neuholt; 1700 Johann Georg Neuhold, des äußern Raths. Iv.o. 1684 Bart. Klöckner; 1700 Jahann Georg Reuhold, des äußern Rath. 1v-o. 1684 Max. von Gatterburg ('s 1688); 1700 (hierher was vom I. 1700 bei Nr. 391 steht). 2v.a. 1700 (hierher, was bei Nr. 393 vom I. 1700 steht). 1 v. o. 1634 Friedrich Kormaer Erben; — Kerninger, statt: Kermiper. 2v.o. Pam, statt: Paar. Iv.o. Sölner, statt: Sollner. Iv.o. Aman, statt: Amon. Iv.o. 1684 nicht beschrieben; aber wahrscheinlich Adam Schreiers Erben. 2v.o. Schreyer, statt: Schreyr. 2v.o. 1684 Adam Schreier Erben. 1700 Jakob von Offenbach, zum kleinen Jordan. 1 v. o. 1684 zwei Häuser: Karl Damian und Hrn. April Erben. 2v.o. 1684 Mathias Händler, gem. Stadt-Buchhalter. 1700 Herrn Mathias Händler des äußern Raths und gemeiner Statt Wienn Grundbuchs - Händler, zum grossen Jordan genannt. 18 v.o. 1^21, statt: 1821. 2Iv.o. luet, statt: I»ii. Iv.o. 1684 (mit Nr. 432) Adam Wilhelm Böhmer. 1700 Herr Gabriel Bardl, Zeltschneider, sonsten das Röhrenbad genannt, 2 Häuser. Der «Padstuben daz den ckören« wird übrigens schon 1398, dann 1430 u. s. w, gedacht (Schlager's Wr. Sk. I, 25, 43). Iv.o. 1684 Christian Aster; - Gößl, statt: Gäßl. Iv.o. 1684 und 1700, statt: 1684. Iv.o. WenighofferErben, statt: Wenighoffer. 2 v.o. Erben; das größere Haus ein Eckhauß, statt: Erben. 2 v.o. Barthol. Küstner's Erben. iv.o. Koch, Secretari, statt: Koch. Iv.o. 1684 und 1700, statt: 1684- Iv.o. 1784 Hr. Stephan Andre von Werdenberg, geheimer Hvff-Secretär. 34L Seite 80 8l 83 85 86 Nr. Zeile 414 2v. o. Wertenburg («io), statt: Wartenberg. 415 i v. o. 1684 Maria Cecilia Gräfin Starnberg (Witwe nach Johann Ludwig Graf v. Starhemberg (ch 1666), eine geborne Gräfin Hoyos); 1700 Jhro Gnaden Herrn Ferdinand Marchese deObizi, Statt-Guardi- Obrist-Lieutenant, sonsten das StahrnbergischeHauß genannt, ein Eckhauß. 416- (I. 1365. II. 449) Wohnung des Meßners der Pfarrkirche am Hof; unmittelbar an das Kirchengebäude angcbaut. 417 2 v.o. Pornezyn (Bornacini, seit 1652 k. k. Hofarchitekt. 1707), statt: Pornacini. 418 1 v. o- 1684 Christoph von Braunskopf Erben. 4(9 1 v. o. 1684 Johann Brunwig Erben. 420 3v.u. >684 Anton (Franz) Graf von Collalto (1- 1696); 1700 Leopold (Rambald Adolph) Graf von Collalto, königl. Kämmerer «geblieben im Zweikampfe mit Augustin Joachim Graf v. Sinzendorf 1706). 422' 3 v.o. 1684 ein Theil des Seitzcr- (Mauerbacher-) Hofes. 1700 Richard Stückcr scel Erben; anjetzo die Schulen deren Jesuitcrn. 423 1 v. o. mit 425 ein Theil jenes Hauses, welches 1684 Kaspar Andre Edlen v. Hagrio, 1700 aber Hrn. Urban Mihlberger, Kays. Traband, gehörte- 424 1-2 v. o. 1684 Urban Michberger, Kays. Trabant; 1700 Jhro Gnaden Frauen Maria Elisabeth« Bartolotin von Portenfcld seel. Erben, ein Eekhaufi. 425 I v. o. sieh: Nachtrag zu Nr. 423. 426 3v. o. 1684 Simon Berg, gewesener Kays. Schiffmeister. 428 7v. o. 1684 Nicolaus Bionon. 429 1 v. o. 1684 Johann Staindcl Erben. Bon diesem Staindel hat ebenso das Gasthaus, früher zum goldenen Drachen, als noch heute die Stcinlgaffe den Namen. »»V ,, i - k- ' ^ '^ . ' r>>' ?ä'' X ' - - M ,"R- *»»».»» ', ^, .' ' . - ''X. iL ' 7^ *''X/ ' ^' H ^ '. . -q- ', ^ . -,. , :-^' 7 ^ --4 lr> ^ ' . » -/ - ' 2 »', .-.': F. ^ E . ,_, ^ rk... ^ - . ' -'- X ' ' ' '> i!-- W - ^ , ^7 : - ^ !L . .. .. , - - ^ - >' ^ 7 , Seite Nr. 86 440 441 ,, 542 87 443 ,, 444 ,, „ 445 „ 446 „ 447 „ 449 „ 450 88 452 89 454 455 „ 456 " 459 460 ,, 461 „ 462 „ 463 „ 464-465 9l " " 466 467 Zeile I v.o. 1684 Augustin Freyherr von Meyerberg; 1700, statt: 1684. Iv.o. Weidl 3 17. v., statt: Weidl'sche. Iv.o. Roth, Handelsmann, statt: Roth. Iv.o. Stromillner, statt: Strohmüllner. 1 v. o. Daniel Millner, Apotheker, Erben. Sv.o. nach: Fetzer, zu setzen: ein Eck, 2 Häuser. Iv.o. 16*4 (s. Nr. 389, Nachtrag.» Iv.o. 16*4 Joh, ..wig Erben. 1 v. o. 1684 Heinrich M_cg Erben. Sv.o. 1684. Joh. Sch....r- . Sv.o. 1684. Joh. N ... enganely. Sv.o. 1684 Andre Haaß Erben. Sv.o. nach Koch, zu setzen: seel. Erben zum rothen Krep- sen genannt. Iv.o. 1684—1775, statt: 1775. Iv.o. 1684 und 1700 mit Nr. 457 ein Haus. Sv.o. 1684 Johann Jakob Weinzierl, kais. Kammerdiener. 1700 Herrn Franz-kavcrio von Weinzierl, der Röm. Kays. May. Kammerdiener, zur schwartzen Bürsten genannt. Sv.o. 1684 und 1700 Kayscrl. Salzamt (mit Nr. 468.) 5v.o. 1684 Michael Stern. Iv.o. Heubig, statt: Hrubig. iv.o. 1684 Anton Leuxer, Thum-Dechant. Sv.o. Diesen (nämlich Nr. 465), statt: Diesen. 14v.o. (Nr. 464) welche 1700 Simon Koller, statt: welche 1700 Simon Keller. Iv.o. 1684 Hans Müntz, Hufschmied; 1700 der gemeinen Statt Heimb oder der Häring Niederlag (hierher gehört das in dieser Beziehung unter Nr. 479 Gesagte). Iv.o. 1684 Kays. Praghauk; 1700 Herrn Michael Lenes, Häringers seel. Erbe». Wiewohl nun im I. 1684 dieses Haus bloß als Praghaus erscheint, so ist doch kaum zu zweifeln, daß einst das ganze später sogenannte alte Salzamt (jetzt Nr. 460 und 468) die Stelle des einstigen Praghauscs einnahm; zumal da das Praghaus nach urkundlichen Aufzeichnungen am Kienmarkt lag, das jetzige Nr. 467 aber am Salzgries, so spricht dies offenbar für einen einstigen ausgedehnteren Umfang des ,Praghauscs.* Bezüglich auf dieses letztere folgen nun hier, ergänzend zu dem bei Nr. 490 Gesagten, einige Daten. Bekannt ist, daß König Wenzel von Böhmen 1402 gefangen nach Wien gebracht wurde, wo er vorerst die herzogliche Burg bewohnte, und daß ihm dann nach einem halben Jahre Herzog Wilhelm ein eigenes Haus am Kienmarkt cinräumte, wo er ihn auch fast täglich besuchte; von hieraus entkam er endlich am t l.Nov. 1403 verkleidet und unerkannt, bei lichtem Tage auf fast wunderbare Weise. Der böhmische Chronist Beneß von Horzowicz (oder vielmehr ein Fortsetzer desselben) bemerkt, daß das Haus in Wien, wo Wenzel zuletzt saß und aus welchem er entkam, noch heutzutage (d. i. zur Zeit des Schreibers) »Klein-Prag« genannt werde, t^e» p»mie> le >V»iiIi> 4aiw r-eul j-meii» kr »-ek » v VViilni »2 so ilne.-iünilio eine.) (steh Pelzels K. Wenzel, >>. 472. Anm.) 1426 wurde dem König von Portugal von der Bürgerschaft Wiens ein festlicher Lanz im Praghaus veranstaltet (Schlager Wiener Skizzen IN. 78) 1432 versetzte Konrad Kufstainer, ein Kleinholz- Händler und seine Gattin Katharina ihr Haus am Salzgrics, zunächst weilent Hannsen des Stoffers Haus, genannt das Praghaus. (Satzbuch v. 42, Buch der Käufe 213.) Unterm 18. März 1434, 44. Innsbruck, bekennt Ulrich von Rosenberg, oberster Burggraf zu Prag, dem verzog Friedrich dem älteren 4000 fl- schuldig zu sein, und gelebt solche nach 2 Jahren zu zahlen nach Wien in des Herzogs Haus, das man präg nennet. (Lichnowsky V. keA. Nr.3309). 29. Okt. 1445. 44. Dicssenhofen, gibt Herzog Albrecht seinem Kleinschenk Stephan Prunner seinen Hof, genannt »präg« zu Wien am Kienmarkt auf sein Lebtage, auf daß er ihn redlich verwahre, und »auch vns vnd vnserm Hofgesind mit petlgewant vnd andern notdurften, als dann der vermalen andern wirten ist gelassen vnd empfolhen worden, steticlich . . gewarten« soll. (II,i4. VI. II. Nr. 1086.) 1455 schenkte K. Friedrich III. dem (Hans r.) Rohrbach ein Haus bei dem Praghaus sammt einem Sctzstock der Münze. Ruf der anderen Seite t es Praghauses besaß Herzog Albrecht V I. ein Heus, laut Gewährbuch vom Jahre 1459. 10. Febr. 1457 o. O. gelobt Hans Gugelweyt, welchem Erzherzog Albrecht und Herzog Sigmund ihr Haus und ihren Hof genannt das »Prag- haws« zu Wien am Lichtenmarkt (Kienmarkt?) gelegen, auf seine Lebtage als ihrem Wirth zu verwesen gegeben, dieses treu zu thuen. (Ib. Nr. 2195.1 1458 wohnte Herzog Albrecht in dem »Prag- haws,« K. Friedrich aber in der Burg zu Wien. In dem Praghaus nahm Herzog Albrecht am 5. März 1458 den Ulrich v. Eytzing gefangen. (Her. Hu«t. I,i.<4. »I, » 1449-1467. e«U4. Rauch, P.26 u. 36.) 145S empfängt Erzherzog Albrecht Nutz und Gewähr um ein Haus gelegen am Salzgrics zu Wien, unterhalb St. Rupprechtspfarre zunächst dem Garten, der zu dem Praghaus gehört, um 100 Pf. an Stephan Nerner, Saidenwerchmaister (Gewährbuch). Vielleicht dasselbe Haus (jetzige S4S Seite Nr. Zeile Nr. 467?) welches ebendort 1462 als »Pohems Haus am Salzgries an der Stiegen vnder dem Praghaws« bezeichnet wird. - 1467 1. Jänner (Gretz, an Phintztag dem New» Jars tag unno «Ini ele. Ixvij vnsers kaisertums im xv Jar) gibt Kaiser Friedrich dem Bürgermeister, Richter und Rath von Wien Folgendes kund : »Unser getrewer Lhoman Waffenawer hat vns anbracht. Wie weilcnt Hertzog Albrecht Unser Bruder ein klaines hewsl an das praghaws zu Wien» gelegen von einem Sayler daselbs zu Wienn ge- kaufft vnd Im daffelb hewsl geben Hab, darumb er aber in vnser Stat Wienn gruntpuch bisher nicht nutz vnd gewer geschribn sey * Der Kaiser befiehlt nun, daß dieses nunmehr über Anmelden des Waffe- nawer zu geschehen habe. (Wiener Stadt-Archiv). Als Herzog Johann, Sohn des Ungarkönigs Mathias (Korvin), am 29. Mai 1185 Wien betrat, besuchte er zuerst eine Kirche, dann ging er in das Prag Haus, dann erst nahm er ein Bad. (D.Tich- tel's Tagebuch, Rauch 8. k. L. ll. 551.1 15 l4 wird eines Hauses gedacht, das an einer Seite an die »alte Lisch erstieg cn" andererseits an das Praghaus stieß. (Satzbuch L: 283.) 1582 wird eines Jägermeisters mit Jagdhun den im Praghaus gedacht. (Wiener Stadt-Archiv.) 1546 erwähnt Lazens Vienna ^».«triae (p. 180) deS Praghauses mit Folgendem: pratensis än- mns nl>i ^lakarolies (Salz-Amtmann) cnm anti- Kraplw (Gegenschreiber) suo liabitar. 91 468 I v.o. 1684 und 1709. (mit Nr. 460) Kayserliches Salzamt. K. Friedrich III. hatte schon (clcka. Gretz) unterm 8. Februar 1479 der Stadt Wien erlaubt, eine Salzkammer aufzurichten. (Wiener Stadtarchiv). „ 469 l v. o. war 1684 u. s w. ein Theil des Klosters der Sie-, benbüchnerinen. 91-92 470-476^ Hier waren 1684 Soldaten-Quartiere. 92 477 i v. o. An dieser Stelle erscheint 1684 ein viereckiger Thurm. 1700 die »alte Salzkammer" genannt. „ 479 Iv.o. von: »Im... biSZ. I5v.o. verändern" gehört zu Nr. 466. 93 480 Iv.o. 1700 Die Wachstube der Kayserl. Guarnison allda. 481 Iv.o. 1684 Lucas Frischenhauser Erben. 482 9v.o. 1681 Hans Georg Heubig. ,, „ llv.o. Felderer, statt: Feldner. „ 483 Iv.o. 1684 Daniel Wolf Striegel. „ „ 2v.o. Gabler, statt: Gebler. „ 484 iv.o. Wolfstriegel, statt: Wolfstriegl. „ „ 3v.o. Klebet, statt: Klebl. „ 485 Iv.o. 1681 Hans Ziegelhäuser, Häringer, Erben. 1700 2S 346 Seite 94 95 Nr. Zeile Herrn Georg Kubitzky, Hungarischer Schnür- macher. 487 i v.o. 16--4 Johann Pehl, und (zum Thcile mit Nr 529) Hans Bauer. Holztischler; 17»>> Herrn Gotthard Nagl, Brandweiner, secl. Erben. 488 Iv.o. 16'i4 Svlvester Schindler Erben ; 1700 Hrn. Abraham Gschwandner, Brandweiner seel. Erben. 489 Iv.o. 1684 Philipp Summer. 490 Iv.o 1684 mit Nr 49l in gleichem Besitz. 491 2v.o. Edlinger, statt: Edtinger. 492 1-2v.o. Lebenau, statt: Lebenau. 493 iv.o. 1084 Sigmund Friedrich von Lebenau. „ 2v.o. Lebenau, statt: Lobenau. 494 Iv.o. 1684. Johann Paptista Graff. 495 3v o. Wärklcrische, statt: Wünklerische. 496 Iv o. und 498. 1684 .44 8u»oiui» 'leiiillnlem, alS im geistlichen Besitze bezeichnet 497 2v.o. lieber das hohe Alter, dann die Erbauer und frühesten Besitzer des Dreifaltigkeitshofes mit der Dreifaltigkeits-Kapelle, geben nachstehende urkundliche Daten Ausschluß: Schon unterm 30 M rz «20» erimirte der paffauer Bischof Wclfker die Dreifaltigkeits-Kapelle toruiorium), welche der Kämmerer Gottfried zu Wien in seinem Hofe (onrin) errichtet hatte, mir Beistimmung des Wiener Pfarrers Sighard, von der Muttcrkirche (St Stephan) dergestalt, daß Gottfried und seine Hausfrau Gol- druna, sowie deren Erben, das Patronatsrecht ungehindert aus üben sollen. Dafür gab Gottfried der Muttcrkirche vier Bauplätze links gegen die Donau hinab, neben der Judenschule, ehevor dem Juden Zlcm gehörig. lHcrmayr'sWien.I. Urk.B. p. 47-49). Gertrud. Herzogin von Oesterreich schenkt um 1246 — 1250 das, ihr durch den Tod Herzog Friedrichs des Streitbaren angefallene Erbrecht auf das Haus des Kämmerers Gottfried in Wien, dem Kämmerer Berthold und seiner Gattin Dvmudis lldlil. VII. u. B. p. 183.) König Orakar bestätiget unterm 28. April 1261 die Schenkung des einst dem Kämmerer Gottfried gehörigen Hauses am Kicnmarkt zu Wien sammt der Kapelle daselbst an den Kämmerer Berkheld und dessen Gattin Gertrud, in der Art, daß selbes, nachdem K Ottokar turch seine Gattin Margaretha rechter Erbe jenes Hauses ward, dem Berthold, seiner dermaligen Gattin Dvmudis und seinen Kindern, mit ganzen Recht verbleibe. . p. 184-185 ) Unterm 4. April 1273 kauft Konrad, Meister des Heiligen- Geist-S pitals in Wien und der Konvent daselbst, ein Haus, gelegen am Lichtcnsteg (l,>o«ieu«>es>, welches zur Drcifaliigkeitskapelle, ein Eigen des Kämmerers Berlhcld, genannt der Speißmeister, gehörte. (1b. 194—195.) Wolfker von Epwantthal > < ---7 ^ ^kvk-^ -,x rE^-' 847 Seite Nr. 95 497 „ 498 96 499 „ 5oO „ SOI 502 „ 50Z 97 504 „ 505 ,, 507 " -- „ 508 „ 509 „ 510 98 510 Zeile und Gertrud seine Hausfrau, dann Ortolf von Schratenstein und dessen Gattin Dimydis verkaufen unterm 24- März 1275 dem Meister Konrad von Luln. Landschrcibcr in Oesterreich, ihr Haus zu Wien am Kienmarkt (in foro Ideilnrum, quoll Lli ien- mnrolit vulLarieer llioiuw) mit allem Zugehör und dem Patronatsrccht auf die Kapelle daselbst, welches Haus, einst ein Eigen des Kämmerers Bcr- thcld, durch Erbschafttheilung mit Heinrich, dem Sohne des letzteren, seiner Schwester Gyscla und deren Gatten, Heinrich Schenk von Habspach, ansiegelangt war. ilk. >97 - 199,> Unterm 2. Februar 1295 verkaufen die Dominikanerinrn zu Tuln ihr »Hors datz Wicnne an dem Chinmarcht mit sampt der Ehapcllen, datz weilenl Hern Bcrtcldes dez Chawer r waz, daz vvs Bruder Chrnrat der Lantschrci- ber sie enphor von Tuln gab" an »Herrn Hainrichen vcn der Ncizz vnd Hern Andren, zwain Burgern vcn Wunne " eli'iä 205 206.1 16v. o. 1684. Martin Mägerl, des äußern Rathcs. 1v. o. is. Nr. 496.» l70» Der heil. Dreifaltigkeit Pfarrhof und Zuhauß. 1v. o. 1684. Daeid Fasthucber. 5v.o. rix litiiuee, stakt: xixabore lOv.u. Jener Theil dcsHauses, welcher-etzt zwischen Nr. 488 und 489 liegt, gehörte 1684 Michael Puchler. Der Lazcnhof selb '» 1684: Constanzia Gräfin von Samberg »Der Doctor Satzenhoff." 1v. o. Focthi, statt: Fock«. 2v. o. Bonde, statt: Bande. 1v. o. 16d4 Hr. Daniel Fockhi, O. St. Cammerer. Iv.o. 1684 Peter Beberdickh, >700 Hrn. Lecpcld Ehrenleh- ncr, Bicrleutgeb Iv.o. 1684 Chatharina Heusselin, 1700 Hrn. Michael Busch, Glasermeister. 2v.o. 1684 Paul lle8orbn>l, Mell. 1691), 1700 Johann Christoph Ziegelhäuser. Schuster. 7v.o. 1684 Mart. Heusscls, Glasermeister's Erben; 1700 Hrn Frantz Focki, deßAeußern Raths und gemeiner Statt Raithändler. Iv.o. 1684 und 1700, statt: 1700. Zv. o. ein, noch dermal im Hofraume ausgehängker Stein, statt: «in Stein. 6v. o. Dieser Hof wurde vomAbt Benedikt Hell, 17Z5—17Z7 neu erbaut, wozuZ9.275 fl. verwendet wurden. 2v. o. Späch, statt: Spach. 2 v.o. Ensbaum, statt: Ensbauer. Iv.o. 1644 Bergheff. Simon Haindel, Hatschier; 1700 Der Bergheff, worinnen Hrn. Georg Hagen seel. Erben; Hrn Simon Haindl, Kays. Hatschier und Burgerl. Bierleulgeb. 6v. e. Der Wiener Dichter Jans, Jansens Enkel, (Ennenkel genannt) welcher in der ersten Hälfte des 1 Z. Jahr- 22 * S48 Seite Nr. Zeile 98 SS 100 100 101 Hunderts dichtete, erwähnt schon des Berghofes als einer alten Oertlichkeit. Wien» » us d ein keideusokukc und der an liuleu nikt die Kruke » unn ds nilie » an sin dok lue und » us ein beiden, der sin plilue. Der bok »urk der 1> erokbok xenune der ist noeIi niun^ein » ul bekune » un sied der »um verksret bat ne Wienne in der Su Guardi - Gerichtsbeisitzer. „ 10V. o. (Nr. 485) 1684 Johann Adam Winklers Erben; 1700 Hrn. Johann Adam Winkler seel. Erben, ein Eckhauß. „ 13v. o. (Nr. 488) 1681 TheodoruS Dorn, Reichscanzelist; 1700 Hrn. Theodor Dorn seel. Erben. >Nr. 487) 1684 Balthasar Persohn Erben; 1700 Georg Conrad Frantz von Frantzenau, des Auffern Raths. „ 17 v. o. freistehende, schon 1684 bestandene, statt: freistehende. Das Brunnenhaus wurde 17 io neu erbaut. Schon 1475 wird der Fischbrunn am Hohenmarkt urkundlich erwähnt. 512 2-3v.o. 1684 Constantin Kirchmairs Erben; l700JhroGna- den Hrn. Johann Jgnati von Albrecht, gcheimben Secretarii und Referendar«, vor Alters ein Jäger- hauß. „ 6v. o. (Nr. 4S0) 1684 Maria Pacherin, 1700 Hrn. Mathias Gläser, Rathschmid seel. Erben. 513 1 v. o. Perger, statt: von Bergens. 514 2v.o. 1684 Michael Pechtold. 515 Ivo. 1684 Johann Paul Mauser. 517 1v. o. Scheneg, statt: Schencck. 520 1 v. o. 1684 (sieh : Nr. 487) Hans Bauer, Holztischler (M); 1700 Hrn- Johann Paurholtz, Tischlermeister. 521 2 v. o. 1684 Wenzel Baum, Apotheker. „ 3v. o. Böhl, statt: Biichl's. 522 1 v. o. 1684 Johann Conrad Wechtler Erben. 523 2V. o. Höring's, statt: HLringer's. 524 2v.o. Kulmayer, statt: Kullmayr. 525 2 V. 0 . 1684 Johann Ziegler; — Kirmreiter, statt: Kirnreiter. 525 2v. o. nach: „Schmcrhäusel^ zu setzen: 1421 Smcrgrübel. 526 7v. o. 1684 Johann Stadler. ^ ^>. /^S , ^r/^. 34S Seite 10 t 102 103 104 105 106 106 Nr. Zeile 527 5v. o. (Nc. 629) erscheint 1681 als ein Eigen der gemeinen Stadt Wien. „ 8 v. o. (Nr. 630) 1684 Hans Christoph Sand. „ l3v.o. (Nr 631) 1634 Gotthard Kurtz. „ 16 v. o (Nr. 632) 1684 Jakob Koller. 531 3v. o. 1684 Joseph Biadzet. „ 8 v. o. 168 4 Simon Meihard Erben. 533 1^,0. Nr. 536, statt: Nr. 583 ; 1644 (s. Nr. 536.) 534 u. 535 — 1684.Karl Griener. 536 2v. o. Nr. 533, statt : Nr. 534. „ 3v. o. Seybat, statt: Seyberth. „ 8 v. o. Nr. 537. 1684 zwei Hauser; Simon Lorenz Leutner, Agent, und Gottharth Kurtz. 538 3v. o. Miche, statt: Mich. „ 6v.o. Gnändtl, statt: Gnändl 542 I v.o. 1684 Johann Kyberger, Handelsmann. 543 I v. o. 1684 Daniel Moser's Erben. 544 2 v. v. 1684 Johann Michael Frischenhauser. 545 9v o. Schranne, statt: Schramme. 545 10V. u. Nach: „Bielschen Hauses,* einzuschalten: 1684 Mi- chael Focky Erben gehörig. 546 4v. o. 1684 Franz Zischgin (Cischini), Kays. Diener. 1700 Hrn Frantz Zischkini, Rom. Kays. Mayt. Kriegs- Rath, ein Eckhauß. 548 4-5 v. o. „Das_Erpeditor,* hat wegzubleiben. „ 7 v. o. Nr. 548 und 547 gehörte 1684 Marianna von Seau, 1700 Marianna von Gallenfels 2 Häuser. 550 2 v. o. mit Nr. 558, im I. 1684 Johann Pistory Erben. 551 2v.o. mit Nr. 555, im I. 1684 Friedrich Johann Raschkho von Seltenreich; 1700 Elias Hirsch, Handelsherr zum weissen Hirschen. 552 5v.o. 1684 Bernhard Franken von Frankhers Erben. 551 Ivo. 1684 Joachim Z... et, Schnürmacher. 554 1 v. o. 1684 Georg P .. r, Kays. Quart-Erben. 555 1 v.o. 1684, ^wie Nr. 551). 556 Iv.o. 1684 (mit Nr. 557 ein Haus) Christian Rechbergers Erben. 553 2 v. o. 1684 (sieh Nr. 550 'Nachtrag). Hier hatte der vom 27. Mai bis 24. August 1848 bestandene vereinigte Sicherheitsausschuß seine Sitzungen. 559 1 v. o. 1684 Joseph Tofa, Baader. 560 1 v. o. 1684 Thomas Predl, Leinwater Erben 561 2v.o. 1684 Peter Kräpffen, Handelsmann Erben 562 4 v. o. 1684 besaß, statt: 1698 erkaufte. „ 5 v. o. 1700 Jhro Gnaden Hrn. Adolph Graffen von Wagen- sperg, ein doppeltes Eckhauß. „ 7 v. u. nach „annahm* zu setzen: 1684 erscheint dieser Brunnen ausdrücklich als „schöner Brunnen* bezeichnet. 563 2v.o. 1684 (mit Nr. 574) Hans Ludwig Mädermayer. 564 2v.o. Urkundlich wird das „Huebhaws auf fand Peters Freithof* schon 1481 erwähnt (Hormayr's Wien, II. Urk. B. p. 424). 1684 Kayserl. Hubhaus. 1700 3SV Seite 107 108 108 10S 110 109 110 111 Nr. Zeile Der Röm. Kays. Mai. Hubhauß, in welchem das Laos Nitzthumb-Ambt. 565 Iv.o. 1684 unbeschrieben 566 Iv.o. 1684 Martin Püffenfeller Erben. 567 2v. o. 1684 Andre Haaß. 568 2v.o. 1684. Adam Hinteregqer, Handelsmann. 1700 Hrn. Moritz Bayr, Schnürmachers seel Erben. (569) 3 v.o. 1681 Johann Kranz Beuckhart,^ der innern Stadt Rath. - (570) Iv.o. 1684 Barthol-zer. 1700 Die güldene Hirsch-Apo- tecken, Johann Greinmcld gehörig. 571 2 v. v. 1527 besaß diesesHaus Hermes Scha'lauber (geb. 1503, s- 1563> später K. Ferdinands Rath, Bürgermeister und Baudirektor zu Wien; wahrscheinlich dasselbe Haus „bei St. Peters Freithof," welches sein Grrßvater, Johann Schallsicher gekauft hatte. tBcrgmann's Medaillen, I, 296 — 297). 1684 Ihr. Gn Frauen Regina Cathorina von Scitz; 1700 Frauen Regina von Seutz, oder Pryanische, ein Eckhauß. 572 2v. o. 1684 F v o eq Frhrno»y 1-00 Hrn. Frantz Carl Ferner, Statt- und Land - Gerichts - Beysitzer. 573 Iv.o. Der Pfarrhof gelegen auf Sand Peters Freithof zu nagst dem Huebhaws (Nr. K64> wird schon 1481 urkundlich erwähnt (Hcrmayr's Wien, Il.Urk. B. p. 124'. 1684 Benedict Eberl, Thumhcrr; 1700 Pfarrhoff und Schul zu St. Peter gehö- wor n der Heil. Petrus in Stein ausgehauen stehet. 575 2v. o. 1684 Johann Stad... Leinwater Erben. An Nr. 561 grenzend: Johann Wanner Erben. 576 Iv.o. 1684 unbeschrieben. 577 Iv.o. 1684 Ihr , Gn > H, - Elem e nt E dle r *»I»- Rvdo e ktee - . /^ 578 iv.o. 1684 Ihr Gn Hr. Bernhart Otterstötter. ,. 2v. o. Otterstötter, statt: Ottenstätter. 579 1 v. o. 1684 Friedrich Müller v. Löwenstein. 580 1 v.o. G r i e ne», . st a tt« Grüne. „ 2 v. o. G r ü ner - stakt -e-- Ojrün »>— 581 Iv.o. Tschietrich, statt: Schitter. 580! Kaiser Karl VI. vercrdnete unterm 23. Juni 1723, 58 tj daß die privilegirten Juden in Wien nur in dem Grüner- und Seitter'schen Hause am alten Bauernmarkt beisammen wohnen durften (Schlager Wiener Skizzen I, 78). 582 3». o. Georg Habler's, statt: Joseph Hebler's; 1700 Herr Georg Wilhelm Wachtl, Röm. Kays. Maj. Kricgs- Cantzley- Erpeditor. 583 2-3 v.o. 1684 zwei Häuser, Christoph Schreier und Paul Penckl. 584 2v.o. Teutschmanin, statt: Deutschmann. 586 2v.o. 1684 Themas v. Ouändel, Kays. Reichssiskal. 587 3v.o. Am Lherschluße zeigt sich das Jahr der Vollendung des Hauses: 1662. ^ ^72 L^r-»^r 351 Seite Nr. 111 589 „ 590 112 592 „ 599 595 „ 596 „ 597 „ 598 113 599 600 60 > 602 603 „ 605 „ 606 „ 607 114 608 609 „ 610 „ 611 „ 612 „ 613 614 6'5 616 617 618 N6 „ 619 „ 621 „ 622 Zeile. 6v.u. 1684 Wolff Wilhelm Bramer, Zeug-Lieutenant. 2 v. o. Rudolph Karl -latzy, n. ö. Reg. Rath. 1v. o. 1684 Johann Thame von Billenburg. 1700, statt: 1684. 2v u. 1684 Georg Adam Hässing, Kupferschmid. 2v. o. >684 Johann Ferdinand Mora, Apotheker. Ivo. 1684 Johann Claganteli.' Iv.o. Helm, stakt: Helmer 2v. o. 16<4 Paul Gribier und G Fr. Weiß. 3v. o. Scheudler, statt: Schuster. Sv.o- 1684 Christian Glöckner und Georg Lorenz Hetze!; I7lX> Joseph Conrad. Schlossermeistcr scel Erben, und Mathias Ernst Andreas), Handelsherr. Iv.o. 1«84 Christoph Gaffner und Nieolaus Croncr; >700 Johann Bernhard Sutton Sporer, seel. Erben, und Michael Grabmayr. Obstler zun 3 Rüben Iv.o. 1684 Franz Helmer, 1100 Hrn Johann Christoph Murbeck, deß Auffern Raths und Goldschmid. Iv.o. 1684 Georg Mayr; 1700 Hrn. PcterNarr, Bier« schenk, und Hrn Johann Stcudenberger, Greißler. Iv.o- 1684 Johann Nieolaus Ruckhabaum. 1700 Hr. Johann Enns deß Austern Raths, vorhin das Rucken- baumbische Hauß, und Hrn. Thomas Scheu, Hoff- sporer. Iv.o. 1684 Georg Sp'eß Erben. Iv.o. 1700 imitNr.609) Hr. ZachariasFeull, Goldschmid. 2v. o. Reiser, statt: Reicher. 17o0 Ferdinand Borreutter, Tuchhandlcr. 2v o- 1700 Hrn. Andreas Todt seel. Erben, allwo sich der Hahn in Spiegel schaut. 2v.o. 16^4 unbeschrieben 1700 «s. Nachtrag zu Nr . 606). 1 v. o. 1684 Ga u l Serpeld Fre yh eir von Wohlderod « .. 1v o. 1684 2 v.o. 2 v.o. l v. o. 3v. o. Iv.o. 1 v. o. 2V o. 4v. o. 7v. o. 644 »v.o. 645 2-7 v.o 2 v.o. 5 v.o. 2 v.o. 2 V o. 3V.U. „ 651U. 662 122 653 1 v. o. 1547 ebenfalls:Lran(Ilj>i»c genannt. Die hier bestandenen Wechftlbänke wurden 1559 und 1560 von der Stadt Wien »zum Gepaw (neuen Bau) derPrandt- statt" eingelöset (Schlager's Wiener Skizzen, II, 328 — 329).1684 ist das Haus als der gemeinen Stadt Wien gehörig bezeichnet. 1684 Johann Martin Romano. 1684 Nicolaus Wilhelm Becker, kavs. Leib-Medicus. 1684 Georg Stoyber, Buchbinder. 1684 Georg Wiegant, Handelsmann. -Pntz, Apotheker^Kat^ Pontz , Simon Stephan, statt: Stephan. ^ Pendteneder, statt: Pcntenrieder. 16»4 Marx Hauer Erben ; und Hans Georg von Harditsch Erben. nach »RathS" zu setzen : und Herrn Johann Georg von Hartitsch seel. Erben. 1684 Alexander Pötinger. 1684 Stephan Popowirsch. 1684 Gemeiner Stadt Waaghaus 1684. Michael Fockhy Erben. 1684 Christoph Satter, Goldschmid, 1700 Joseph Sattler, Goldschmid seel. Erben. 1684 Elias Hofmann, Mefferschmid und Elias Priesterberger (gegen das Rothga'ßchen). (Nr. 656, alt) 1541 besah Laßla von Edlasberg die »Padstuben in derRottgassen," genannt die »P erlauben." 1684 Georg Wöser, Baader, Erben. 1700 Das Rothgäffel > Baad, Daniel Clement, Baader, gehörig. (Nr. 617, alt) >684 Michael Stern, «700 Martin Schmid, Häringer. (Nr. 646, alt) 1684 Hans Georg Lindemaier, 1700 Frauen Rostna Lindemayrin, Bierschenkin, zum 3 schwartzen Raaben genannt. 1684 Judith Beickhartin. 16. März, statt: 10. März. 1684 Rudolph Türck Erben. 1684 Kayserl. Hauptmauth; 1700 die Kayserl. Haupt- und Wasser-, auch gemeiner Statt-Mauth. Der alte »Fachthurm." 1418 der »Turn zunächst den roten Turn" genannt, bei der ältesten Nummeri- rung mit Nr. 690 bezeichnet, »786 bereits abgebrochen, stand in der Adlergasse, zwischen den heutigen Nummern 720 und 648. 1684 eiviimi» Breukuchel. Gall, statt: Soll. Seite Nr. 35S i Zeile : 122 654 2v.o. Poltandt, statt: Pollandt. „ 655-659, ( liegen an der Stelle eines hufeisenmässig gebaute» Hau- ' 1174-1180 ! ses mit arößerem Hofraume, welches 1684 Gabriel ; 660-662 Horstorffer gehörte. > 1684 Soldatenquartiere. „ 663 2v. o. 1684 Zacharias Schcltz; 1700 zum Jakobsbrunnen j 664 genannt u. f. w 1». o. 1684 Mathias Schübkho und Martin Umb, zwei 665 Häuser. 3v. o. 1684 Peter Sautner, Thumprobst (als ein geistliches Haus bezeichnet), Johann Heinrich Freyß und Peter Antrich. l700AndreWidmann, Flecksieder u. s. w. j An der Stelle jenes Hauses, welches 1684 dem Domprobst G. Sautner gehörte, war einst ein Badhaus, welches 1441—1444 zu einem städtischen Getreidekasten, 1532—1534 aber zu einem neuen städtischen Zeughause hergestellt wurde, welches aber letztere Bestimmung schon 1562 verlor (Schlager Wiener Skizzen, I, 140). 5v. o. Hagmayer, statt: Hoymayer. 124 7». u. 1700 Haust der Herren k. k Dominicaner, das Seel- 666 hauß genannt. Da es damals nur mehr das Seel- ? Haus g e n a n-rrt wurde, so deutet dieses aus einen s früheren Bestand des Seelhauses. j 3v.e. L684 Heil. Barbara; 1700 das Kays. Convict zu i 12S 667 St. Barbara. Wurde im Juli - September 1848 abgebrochen. I v.o. 1684 und 1700, statt: 1700. I v. o. bestand 1684 noch nicht. „ 668 126 670-671 1684 Curaten bei St. Stephan. ,, 672 2v.o. 1684 (Jesuiten-) Collegium. 127 673 Iv.o. 1684 Paul Höning. „ 674 Iv.o. 1684 Peter Gerstorfer. ,, 675 Iv. o7 1684 als ein geistliches Haus bezeichnet. ,, 676 8v. o. Abt Ulrich II. (Molitor) von Heiligcnkreuz erbaute 128 678 um 1572 einen großartigen Keller im Stistshofe zu Wien (Bergmanns Medaillen, 1l, 27). l v. o. 1684 Balthasar Eberhard, Wagnermeister, Erben ; „ 2v.o. Eberhard seel. Erben, statt: Eberhard. Iv.o. 1684 Martin Heuthaler, Tischler. 129 679 „ 680 Iv.o. >684 Hans Georg Appel, Fleischhacker. 681 Iv.o. 1684. Da« alte Seminarium, Jnbaber die Herr» Je- 683 suiter Collegium. Iv.o. 1684 das ungarische Collegium, 1700 das u. s. w. 684 2v. o. 1684 Peter Pchl. 685 Iv.o. 1684 als ein geistliches Haus bezeichnet. 130 687 Iv.o. nach: vi. zu setzen: Erben. „ 688 Iv.o. Naua, statt: Naur. 689 4v.o. Nr. 689 und 690: 1684 Johann Martin Trach Er- ben; 1700 Hrn. Martin Drach seel. Erben, zum gülden Drachen genannt, ein Eckhauß. 12 v. o. Nr. 690: 1684 Johann Leopold Pacher, kays. Cancelist, I3v.o. »genannt" bleibt weg. 8S4 Seite 130 Nr. 689 e 4 „ 2 131 694 2 „ 695 1 -- r ,, 5 ,, 696 1 ,, 698 8 232 -- 8 „ 699 1 7M 2 „ 70 l 2 ,, 702 1-2 ,, 703 1 „ 705 1 133 707 1 134 709 1 „ 7l0u 71l " 7l3 2 „ ö „ 714 1 „ 715 4 13S 7l6 l 717 I 718 1 " 720 l 72 l 1 " 2 l36 723 4 „ 724 1 „ 425 2 „ 726 2 137 727 2 137 728 10 138 729 3 „ ,, 5 730 2 731 2 732 1 733 1 Zeile einzuschatten: wieder ein Eckhauß. 16>4. statt: 1690. 1700 Hrn. Johann Zwölfer, AI v. sel. Erben, zum gülden Lämbl genannt, ein Eck- und Dnrch-Hauß. 1 v. o. 1684 Hieronymus Barang. 2v. o. Aßole, statt: Asiole. 1684 Elisabeth Eberhartin, vor: 1700, zu setzen: Kays. Zeug-Lieutenant Erben. Das „i>l. vr.« gehört vcr: 1775. 1684 Simon von Renneg 16«4 Barthold S'ckhl, Schmid. Püchlcr's, statt: Büchler's. 1684 Andreas Parth; 1700 Hrn. Johann Haider, Riemer Hauß (in Lcrentzer-G'ßll. 1684 Urban K önig; 1700 Hrn. Urban Königs, Fleisch- Hackers, seel. Erben. />684 Kaun ^z , An der Stelle der heutigen Kirche, damals ein Hof. . Müllner, statt: Müller. 1684 Sebastian Pösel, Bader. 4v.u. 1684 HanS Mörkhtel; Märckl, statt: Markt, l v. o. 1684 Balthasar Kriier Erben. Ivo. >684 Johann Adam Neuhökl; 1700 Christian Mertz, Hafners Erben. 1684 Hans Jakob Huber. 1684 Heinrich Benke. Über den, an dieses Haus angebaut gewesenen „Fachthurm" s. Nachtrag zu Nr. 648. 1684 Bongraz Halbreiter und u. s. w. statt: 1700, ist zu setzen: 1700 Hrn. Pancratz Halb- reitter. Bindermeister und u. s. w. 1684 Andre Znama. 16><4 Karl Kanifal. 1684 Blasius Steinmetz, der Steyr- 1684 Johann Anton von Lumago, diener. 3v o. >684 Silvester Schadlers Erben. Hof Kays. Cammer- Herrn u. s w 1684 Benedict Joanels Erben; Hrn. Benedict Joanelli seel Stern. l iOO das lange Hau« 1700 Jhro Gnaden Erben, zum gülden 1684 Sebastian Dellamassa Erben. s;s Seite Nr. 128 714 ,, 735 ,, . 736 139 737 >40 741 742 „ 743 „ 744 ,, 745 „ 746 „ 747 „ 748 » 749 141 750 ,, 751 142 75z „ 753 75 4 ., 755 143 756 144 757 ., 758 145 759 „ 763 Zeile 2v.o. 1684 Christoph Kirchsteller Erben. 2v. o. 1684 Johann Ludwig Mötzger. I v.o. 1684 Adam Neuner. 16v. o. 1684 Georg Popowitsch, des Äußeren Stadt Rath Erben. — St. Philipp Pfarr (die Kapelle). — Der Kellnerhof. 1700 u. s. w. 1 v. o. 1684 Franz Ignaz von Elo Erben. Iv.o. 1684 Wolfgang Bernhard Buchenecker. 2v. o. 1684 Johann Ignatius Weingely. Iv.o. 1681 Johann Keiser, 1700 Johann Hechels, Handelsmann seel. Erben Iv.o. 1684 Hans Georg Miller Iv.o. 1684 Mathias Tersilla Erben. Iv.o. 1684 Johann Christoph Ccsmerouio, Hofbuchdrucker. 2v. v. 1684 Johann Jakob Margardt, n. ö. Buchhaltungs- Officier. I70o Hrn. Daniel Köllner, Handelsmann, ein Eck, Hauß. Iv o. 170o Das Universität-Hauß, allwo dcß Hrn. Pedellen Wohnung ist. 1v. o. 1684 Collegium, 1700 Der P.P. Jesuiter Collegium und Kirchen. 1 v. u. 16>>4 Marx Joseph Grast von Lonnon, der Regensburger -Hoff. Iv.o. 1684 Johann Stöckhl Wittib. 1 v o. 1684 Tobias Garschell, M. vr. Erben 1 v. o. 1684 Ignaz Karl Sartory von Schwanseldt, Reichs- stskal. Iv.o. 1684 Joachim Grafv. Windthags Erben. 1700 Hrn. Joachim von Windhaag. seel. Stifft, ein Eckhauß. 7 v. u. Am Platze des dermaligen neuen Universitätsgebäudes standen früher drei ziemlich gleich große Häuser neben einander. n. Gegen das schmale Gäßche» : 1684 Johann Christoph von Lcwenstock; 1-00 Hrn Adam Hoffcr seel. Erben, anjetzo das Baron Lebenstockische Hauß genannt. k In der Mitte: 1684 Johann von Mildorf; 1700 Hrn. Georg Eckler, Lber-Commissarii, sonsten das Mäblbergerische Hauß genannt. «. Gegen den Universitätsplatz: 1684 Dionysius Gollar, Fr. Koch; >700 Hrn. Dionisi Gollard, Frantzös. Koch seel. Erben, ein Eckhauß. 2v.o. 1684 Jesuiter; 1700 der Herrn P. P. Jesuiter Schuelcn. 1 v. o. >684. Siechter v. Krueb. 2v. o. vor: 1775, einzuschaltcn: an Schwibbogen des (Nr. 782> benannten Seminar« an, zwei Häuser Iv.o. 1684 Johann Ferdinand Schnierer. 2v.o. Die Stelle zum I. 1700 paßt nach „Schatz Schutz Schantz" nur auf das jetzige Nr 762. Die Bezeichnung : «wo die Kuh am Brett spielt* gehört aber nach allen späteren Häuserverzeichnissen aufdas der- malige Haus Nr. 763. Also ist entweder in » Schatz 35 « Seite Nr- Seile u. s. w.* ein Jrrthum, oder es ging erst spater (?) diese Hausbezeichnung auf das jetzige Nr. 763 über. 145 764 1v. o. Rascher kays.; statt: Rascher. 1700 Jhro Gnaden Hrn. Ludwig Rasher von Weyregg, ein Eckhauß. „ 765 i v. o. Gradl, kays. statt: Gradl; 1700 Hrn. Paul Gradl, Kayserl. Reichs-Herold 146 766 1 v. o. 1684 Martin Tältcnrieder Erben. „ 767 1 v.o. 1517 von Ladislaus von Edlasberg angekauft. 1684 Stephan Pestolutz, Handelsmann. ,, 768 1 v. o. Die Ritter von Tyrna waren die ältesten Besitzer dieses Hauses. 1397 fronte Ulrich der Fleckh, „Herrn Rudolffen v. Tyrna sein Haus zu Wienn unter den Fleischtischen* (Schlager Wr. Skizz. l, 1221. 1494 wurde „der Edl gestrenge Peter Edlasberg um Ofen, Ritter (des goldenen Sporns?) den man auch nennt »Junker* an das alte «Tyrnahaus unter den Fleischpenken* an die Gewähr geschrieben. Aus Ungarn eingwanderl, verpflichtet er sich, binnen Jahresfrist sich Hersitzen und Bürger werden zu wollen. Er baute den, später sogenannten großen Federlhof vom Grunde aus neu auf. 1497 war der Bau vollendet, wiemehrere Steindenkmale bezeugen, welche im alten Gebäude angebracht, bei dem Umbau des Hauses im Jahre 1845 aber sorgfältig abgelöset und in einer Stiegen-Halle des neuen Hauses unterge- brachtwurden. Eine Steinplatte zeigt das Wapen der Edlasberge (geviert; im 1. u. 4. Felde ein Berg, aus welchem 5 Flammen schlagen; in den beiden übrigen Feldern ein schreitender Greif und: V. v. 5I.cLcLl.XXXXVII. Ein zweiter Stein enthält neben dem Edlasberg'schen Wapen die Worte purere et itkstine, «ttpsr», uuüe. 189^ (1497). Ein Jnschriftstein enthält dagegen folgende Worte: Loiitisi in so», quibu« beiiekeriinu«, orebro tulUmnr, korlunue akllnonciu benekitctoruin ovunoseit inemoriu, Xiliil ortum euin« eitriüu le^itimu no» pre- eesseril. Außerdem ist noch das Steinbildwerk vorhanden, die Krönung Mariens darstellend, welches an der Ecke des alten Federlhoses angebracht war. Die beiden oben bezeichneten Wapenschilde von Edlasberg sind vom vierfüßigen Drachen (Lindwurm) umfangen, ein Zeichen des Drachenordens lBgl. Smitmer's Notizen in Hormayr's Archiv 1810 , p. 466, wo jedoch, wie bisher überall, die obigen Inschriften fehlerhaft gegeben worden sind). 1504 erscheint bereits Ladislaus (Laßla) v. Edlasberg, Sohn Peters, an der Ge:: lhr um dieses Haus. 1585 war dieser bereits todt. 1591 kaufte der Wiener Bürger Federle das Haus, welches »etwen der edl vnd gestreng Herr Ladislaus von Edlasberg, den ^ , ?' -H'. t -r- <.-./ °<'', r'-4' ^ MLWMW LL SS7 Seite Nr. 146 769 147 770 „ 771 „ ,, 772 „ 773 „ 774 „ 775 ,, ,, 148 776 " 777 778 " 780 „ 781 „ 782 14S 783 " 784 785 ,, 786 " 787 „ 788 ,, 790 ,, 791 150 792 ' 793 u. 794 151 801 ,, 802 152 803 ,, 805 „ 807 153 80S „ 811 „ 812 „ 813 „ 815 154 816 „ 817 „ 822 155 823 „ -- Zeile man Junker Lasla nennt* besessen hatte. (Eine Medaille aufEdlasberg, ist beschrieben in Bergmann's österr. Medailen, 1, 46 s. f) Iv.o. 1684 Joh. Ant. Lumago, Kays. Kammerdiener. 1v. u. Wurde 1848 abgebrochen und mit Nr. 769 und 771. in ein Haus zusammengebaut. I v. o. 1684 Seyfried Graf Prier, Lädercrhof. 5v.o. Lederer-Hof, statt: Laderer-Hof. Iv.o. 1684 Martin Tältenrieder Erben. I v.o. 1684 Stephan Leonhard <1e blnrqueei. I v.o. 1684 Franz Föder von Rosenstock. 1 v. o. 1684 Adam Kindlers, Sadler (Sattler), Erben. 3v. o. 1684 Michael Planck, Baader Erben. 1 v. o. 1684AbrahamSchlüsselbcrger; 1700Hrn.Mathias Earl Schweitzer seel. Erben, ein Eckhauß, jetzo das Schlüsselbergerische genannt. Iv.o. 1684 Johann Eonstant. v. Vestenberg, kais. Hofkammerdiener. Das Haus sollte im Herbst 1845 abgebrochen , und neu aufgebaut werden. Iv. o. 1684 Jakob Degel's, Schlosser. Iv.o 1684-Jakob Grass; 1700 zum rothen Engel genannt, u. s. w. iv.o. 1684 Franz Pfan, kaiserl. Mauthbeschauer. Iv.o. 1684 Jesuiter. Iv.o. 1684 Jesuiter. Iv.o. 1684 Hr. Bartholomaus Schlötzern (v.)Schenberg Erben ; 1700 zum scharpffen Eck genannt, u. s. w. iv.o. 1684 Karl von Stubenvoll. Iv.o. 1684 Franz Carlon Erben. Iv.o. 1684 Hans Georg von Hardich Erben. Ein Häuschen nebenan: Euraten bei St. Stephan. Iv.o. 1684 Wachstube. Iv.o. 1684 Peter de la Fors. Iv.o, 1684 Friedrich Griener. 3v.u. 1684 Karl Joseph Graf v. ^Hx-(Paar). 1684 Franz Waltering. 2vo. 1684 unbeschrieben. 2v.o. bestand 1684 noch nicht. Iv.o. 1684 Zeughäuser und Handwerksquartier. 2v.o. Gartengrunde, statt: Grunde. Iv.o. 1684 Lucas Knäffel, Pfarrer zu Groß-Rustbach, (s 1671, vcrgl. über ihn auch Kirchl. Topogr. XI. 158). Iv.o. 1684 als der gemeinen Stadt Wien gehörig bezeichnet. 1 v. o. 1684 Anna Man« von Zeiß. 1".o. Schmid, Seiller, statt: Schmid. iv.o. W » ll * ob, st a tt! Walt r a b . /^> Iv.o. 1684 Maria Salome Favoritin. 2v. o. 1684 Anna Sabine von Scholtze. 1 v. o. 1684 Caspar Pfister. 2 v.o. Johann Baptista, statt: Johann. Iv.o. 1684 unbeschrieben. 3v. o. Grimburg, statt: Grimberg 858 Seite 155 156 157 158 15S 160 // ,, Nr. Zeile 824 2 v. o. 1684 Maria Katharina Aurelin. 825 u. 826 16i4 Hans Michael Bessoli. 828 1 v. o. 1684 Johann Küchel, der Rahmhof „ 3 v.o. Spieglin, statt: Spiegler. 829 1 v. o. 1684 dem Kloster zu St. Jakob gehörig. 830 I v. o. 1684 Johann Heinrich Kannengießer, Pfarrer in der Leepoldstadt. 831 2v. o. Cantri, statt: Candri. 832 1 v. o. 16-«4 Georg Schilling. 834 1 v. o. Friedrich v , statt: Freiherr v. 835 2v.o. 1684 Anton Bcrnard Sances, kais. Hofkaplan. „ 2-3 v.o. Sances. statt: Santes. 837) war (schon >684) bis 1782 ein Lheil des Nicolaerin- 83r>! ncn-Kli sters. 839 1v. o. Weilhofer, statt: Weithofer. Simon Mayr, Schustermeister. 840 1 v. o. 1684 Johann Kneisel. 1700 Hrn. Georg Sallisch, Bettcnmacher. 841 1 v.o. 1684 Peter Wendler, Stadtgerichts-Beisttzer. 1700 (hierher gehört, was im Hauptkerle bei Nr. 838 zum I. 1709 stehti. 842 1 v. o. 1684 Johann Conrad Kremer. Mell. Erben 1700 Hrn. Johann Conrad Cremmer, Keys. Hoff-Me- dicus. 843 2 v.o. nach: „St- Stephan,* zu setzen: und Dechant von PiUigsdorf. (2 Häuser). „ 3 v.o. nach: »genannt* zu setzen: ein Eckhauß. 844 1 v. o. 16>,4 das Thum-Consistorium. „ 3v. o. nach »gehörig* zu setzen: zum grünen Creutz. 845 Iv.o. 1684 Kleine Bischcffhof 1700 Der kleine Bischoff- Hoff zum Fürstl. Bistthumb gehörig. 846 iv.o- 1684 Thumherrn, Trünlerhof. 1700 Der Trienter- Hoff, zum Thum-Stift gehörig. 847 Iv.o. Kremm, statt: Thermen. 748 2 v. o. nach „Ludwig* zu setzen: Buchbinder. 849 iv.o. 1684 Heinrich Krauß. Tischler; 1700 Der kleine Fendrich - Hoff genannt. Hrn. Caspar Schenk, Tra'rlcrmeister seel. Erben; jetzo Hrn. Johann Krauß; ein Eckhauß. 850 Iv.o. 1684 und 1700 die Juristen - Schul. 851 1 v. o. 1684 und 1700 ein Theit von Nr. 850. 852 2 v.o. Hcntallers, statt: Hanthalers- 1700 Heffgang-Slifft, oder Hrn. Hendallers seel. Erben; jetzo Hrn- Michael Raubentisch, WasserbrcnnerS (Destillateur). 853 2V. o. 1700 Hrn Michael Zwick, 3.1). vr seel. Erben, zur weissen Rosen genannt. 854 2v.o. 1684 Johann Baptist Trojer, Tbumherr; 1700 Hrn. Hanß Amstoffer Stifft, ein Benesiciat-Hauß, und ein zweites Haus: zum Grün Nvßbaumb, ein Beneficiat-Hauß. zum Bischofs-Hoff gehörig. 855 Iv.o. 1684 Mathias Messer 860 2». o. 1684 Jakob Rohrer und ein Lheil von Nr. 861, in -« >: - D»» ^ LKMU EM - MI MM 3SS Seite 160 161 161 162 163 164 165 166 Nr. Zeile gleichem Besitze. 1700 Hrn. Georg Mathias Prai- denbucher, vornehmen Agenten. 860 840. statt: 841. 861 2v. o. Winckbler, 3. 11. v.; 1700 sonsten das lio. u. s. w. 864 1-2 v.o. Karlshofen, statt: Karlshofer. 866 Lv.o. 16-4Nic Clar, Stroblhcff; 1700zum Strobel-Kepff genannt u s. w. Schon 1361 wird in der Wollzeil das an den Zwettlhof anstossendcHaus, »dasweilnt der Lamberinne in dem Strobhos (Strohof) gewesen ist," genannt. (Link. .4nn. Linon, »II. I. 776,. 867 2v.o. 1684 und 1700; statt: 1684. 867 3v. o. als der herzogliche » Miinffhofin der Wollczeil" (Hor- mayr's Wien, ll. Urk. B. i>- 05), statt: Münz- Haus. 868 2v. o. 1684 Inhaber die Thumherrn bei St. Stephan. Zwetlhoff- 870 1 v.o. 1684 mit Nr. 868 zusammen gehörig. 871-872 Nr. 871 1684 Inhaber die Thumherren bei St. Stephan; Ficel-Hoff; 1700 Hrn. Michael Fix! Stifft, oder Reneficiat - Hauß. Nr. 872: >6r>4 Chorherrn - Hoff; 1700 Der kleine Thumbherren- oder alte Chorherrn - Hoff. 874 2v. o. 1684 gegen das G'-'ßchen: Der Thumherrnhoff; nebenan am Stcphansplatz: Gemeiner Stadt Wien Sleinhütten; 1700 Hrn. Bau- und Steinmetzmei- stcr bei St. Stephan Wohnung; Burger - Schul!; " Hrn. Curare»-Hautz. 875 1 v. o. 1684 Hans Georg Frey Erben. Von den abgebrochenen Häusern, nach der ältesten Nummerirung, Nr. 853: 1684 Das Mesner und Partheien. 1700 Deß Hrn Meßners Wohnung bei St- Stephan und deß Hrn. Paar Ausleihers Wohnung, der Heilthumb-Stull genannt. Nr. 858- Lnnlaoeu. 1700 LivUsli« Lnntooe)', oder Hrn. Capp.ll - Meisterß Wohnung. Nr 860 Georg Pasmann; 1700 u. s. w. „ 6v. u. DaS Cafe Gewölk, statt: Das erste Cafe Gewölk. 876 2b-o. 16-4 Johann Startler, Leinwater Erben. 878 2v.o. 1684JohannBaplista, statt:Johann.—Xaverio,statt: Laverin. „ 1v. u. Zeuge einer Stcintafel im Hofe, mit einer rothen Birne wurde das Haus 1786 vollendet 880 lv.o. 1684 Mathias Madlmeyr; 1700 Hrn. Ulrich Huber Maurermeisters seel. Erben. 881 lv.o. 1684 Christcph Hingcrla; 1700 Hrn. Gregor Wiß- baindncr, gemeiner Statt Steuer-Dieners seel. Erben. 882 lv.o. 1684 als ein geistliches Haus bezeichnet; 1700 Hrn. Balthasar Huber, Binder seel. Erben; zum Clo- ster St. Nicolai gehörig. 883 lv.o. Stoißer, statt: Stcpker. S60 Nr. 884 Seite 167 168 168 169 170 171 172 173 174 ,, 885 886 887 891 892 895 896 897 898 900 901 905 906 908 909 910 911 912 913 914 915 917 Zeile 3v. o. gehörig; eben dabin gehörten auch u. s. w. statt: »gehörten auch." 2-3 v.o. eines Lheiles, statt: der ehemaligen Kirche. 2v.o. 836, statt: 837. Ehemals drei Häuser. Eckhaus gegen die Kumpfgasse: 1684 Frantz Pilliot, kays. Leibmedicus. 1700 Hrn Frantz Pillioten Al. vr. Stiffl oder der armen Leuth Hauß. Neben an Nr. 830: 1684 Paul Lutz, Mehlmesser Erben; 1700 Hrn. Adam Murer, Mehlmessers secl. Erben, zum schwarzen Rädl genannt. Das größte Haus, Ecke der Singerstraße und in die Grünangergassc hinein: 1684 Ihr. Ercell. Hr. Johann Grass v. RvthalErben. 1700 Ihre Excel!. Herrn Graffcn von Rothall Erben, dieses Namens, ein Eckhauß gegen grünen Anger hinein 2 v. o. Kampmüller , Bökh ; 1700 , statt : Kampmiller, 1700. 1684 DerLumprobsten-Hoff. 1458 wurde «in dem probs- »choff (Probsthof) zu wienn von derlanndtschastzwischen den Fürsten «Herzog Albrecht und Sigmund) »Solich weg und mittel betracht, dasHertzog Albrecht »das lanndt ob der Enns mit allen herlichkeiten.... „auff drew Jar sott Regieren vnd der kaiser (Friedlich) das lannd Oesterreich vnderhalb der Enns «u. s. w." liier. Aller, kiel. »I> n. 1454—1467, eäill. Rauch 29—30). 1684 Andrä Wunder, i ki vet d a i dter- A mrSkstqcnhandler. Letty, statt: Lotti. p Iv.o. Lauonato, statt: Canonato. 2v.o. Eybeswald, statt: Eibiswald 2v.u. vor 1770 einzuschalten: zum steinen Rößl genannt. 3v.o. Aichbichl...ein Eckhaus, statt: Aichbühel. Iv.o. 1684 Andreas Antonius Schmeltzer, Kays. MusicuS. Iv.o. 1684 Leopold von Zimerschlag; 1700, ein Eckhauß, Leop. u. s. w 1 v.o. 2v. o. 3v.o. 2v.o. Creutztaller, Barbier, statt: Crcutztaller. 5v.u. Grappler's, statt: Grapplars. 6v.u. 1684 und 1700 Hr. Prälat von Lilienfeld; Lilienfelder-Hoff. 1 v. o. 1684 Andrea« Härter Erben. — Höll, Burger, statt: Höll. 6v.o. 1684 SimonRienleithner, Wirth; 1700 Simon Pyr- lcutner u. s w. iv.o. 1684 zwei Häuser; Joh. Dusina's Erben und Paul . üe 8ekeikl, Itleck. 3v o. nach »Beisitzer" einzuschatten: ein Eck. 1 v. o. 1684 Baptist Schmudrer ; 1700 Hrn. Paul Schmu- derer des Innern Raths, ein Eckhauß. 27v.o. Aeüe«, statt: A»äe«. tlv.u. oontrrure«, statt: ean kralre«. Iv.o. des Garten« de«, statt »des." 2v.o. Krapps, statt: Kroppf. 5 v.o. es, mit Nr. 916, statt: »es." M ÄS 'tM -^y' '«tzL " 7 ^ 7'i'>7 ' - '- ? "7/7 ^E - r -S«c Gt'L^ 7-7 ^ 7'" L--S. K-P^s/^ >7-/c - < '> .Lv-'< ^ 7 7'» . ?-?7^ !»W,./-!- '7^- >v.r>' ^ v^ > -M?'- -^' A -^' '''" ^ 'LÄ SSL Seite Nr. 174 917 918 „ 919 17L 920 ,, 921 ,, 922 176 926 " 927 928 " 929 177 933 178 939 179 342 ,, 944 ,, 94? ,, 948 181 9S8 182 9L9 „ 964 184 972 " 186 97S 188 981 „ „ 188 982 Zeile 7v. o. vor 1720 zu setzen; ein Durchhaus in die Himmelpfort- gassen. 1v. o. Nöllhard's, statt: NoUhard'S. 1 v. o. 1684, mit Nr. 92S,'statt: 1684. 5v. o. 1684 Johann Ehrcnreich, Freiherr von Summ. 7v. o. 1684 Inhaber, Closterbei der Himmelportcn. 1 v,o. Schratzschu, statt: Schatz'sche. 4v.o. Hallweil, statt: Halleweyl. Sv.u. 1700 wird auch „Laverio Cappellen am Closter an« erwähnt. 2 v. o. Resch Gattin, statt: Resch. 1 v. o. 1684 ein Theil von Nr. 919. Stephan Abiso, Ballhaus; 1700 (mit 919) Hrn. Johann Dellheuß seel. Erben oder das Abisische Hauß. 1 v. o. 1684 Ambt Hauß. (ES hatte, an Nr. 934 anstossend, eine Kapelle). — 1700 Das Ambthauß, worin- ncn die Malefiz - Persohnen verwahrt werden und der Frevmann seine Wohnung hat. 1 v. o. 1684 LubwigGcaf von tzofforebö? 2v. o. Gundl, statt: Gundtl. Sv.o Martin, statt : Marie. 1 v. o. Frickh, Schlosser; statt: Frickh. 1v. o. 1684 Inhaber des Kloster bei der Himmelporten- Sv.o. 1700 heißt cs „Das Kayserliche Zeughauß« und „das Kayserlichc Gießhaus.« 22 .o. 1700, Schlofferhof, statt: 1700. I v.o. Nr. 964 umfaßt eigentlich zwei Gebäude, welche früher auch abgesondert nummerirt waren. (1.989. -11.1021) Jetzt das „alte MünzhauS« genannt. 1684 Claudi Engleck, und Ferdinand Ignaz Fiernschildt. 1700 Hr. Claudi Lenglet, Kays. Sall-Thürhüter; und Jhro Ercell. Herrn General Grasten von Huschin seel. Erben. (l. 990. II. 1022) Der eigentliche einstige Pallast des Prinzen Eugen von Savoyen; waren vorhin drei Häuser, und zwar, vom alten Nr 989 an gezählt: 1684 Peter Hüttlcr Erbe»; Franz Salome Faberici und Johann Caspar Gadenhoff; 1700 Hr. Richard Fauconet, Kays. Hoff-Hutmachers Pallhaus; Jhro Durchlaucht Printz Eugenio von Savoyen, der Röm. Kays. Maj. Feld-Marschallcn, und Generalen der Cavallerie (also das Stammhaus des späteren großartigen Pallastes) und Hrn, Simon Caspar Gattenhoff, Burger. 4v.a. 1696 und 1700, statt: 1696. 1v. u. 1813 — 1818 wohnte hier Erzherzog Johann von Oesterreich, der nunmehrige deutsche Reichsver- weser. Seit 1821 befand sich hier das brasilianische Museum. 2 v. o. (der Anmerkung) Jugend von Wien, statt: Jugend. S v.u. 1808, statt: 1806. iv.u. mveccvm, statt. lvivLocvi. 1 v. o. 1684 das Pilgram Haus. 24 S62 Seite Nr. 189 L^84 ISO 986 191 996 192 997 194 1012 „ 1013 197 1033 200 1040 202 1046 203 1054 ,, ,, 207 1073 " „ ,, 209 1082 ,, 1084 210 1091 214 1106 ,, 1107 „ 1110 " 1111 216 1114 „ 1115 " 1116 218 1127 1129 219 1136 220 1137 Zeile 17v. o. 1843, statt: 1834. 1v. o. 1700 der Jakober Stattl, zum Ursula - Closter gehörig. 2 v. o. Madass l stult. Rudol t. / 2v. o. In dem sieben Stock hohen Aufsätze dieses Hauses soll der berühmte Ingenieur Graf Anguiffola ein Observatorium gehabt haben. lBgl. Nachtrag zu Nr. 1166 t Gewiß ist, daß die 1718 gestiftete kais. Ingenieur-Akademie, dessen erster Direktor Anguissola war, nach dem Tode Marinoni's, in dieses Haus verlegt wurde, und bis 1754 hier verblieb, wonach sie mit der von M. Theresia errichteten Ingenieur-Akademie verschmolzen ward. 3v.«. nach «Perlsticker« zu setzen: und Johann Caspar Waydmann (2 Häuser). 4v.u. Forsten», zum blauen Sabel; statt: Förster. 2».o. Köhl, statt: Kohl. I v.o. 1684 Kais. Huef-Schmieden; im I. 1700 u. s. w.; statt: «Im I-1684.« 2v. o. 1700 Burger Spital, neu erbautes HauS. 3v. u. Schell, statt: Scholl. 2v. u. Höffer, statt: Hoffen 1»v.o. Auf Wolmuet's Plan von Wien v. I. 1547 ist es als «Hoßnhaus« bezeichnet. 20v. o. nach: «Pohlen,« zu fetzen : und der berühmte Primas von Ungarn, Thomas Bakacs von Erdöd. 25v.o. Glantz, statt: Glaatz. 2v.o. Sorbeith, statt: Sorbaith. 2 v.o. Theumb, 'statt: Thumb. lo v.o. Schon 1515 erscheint «Hannß Matschacher« in den sogenannten Anschlagbüchern als Besitzer dieses Hauses, welches schon 1527 Bernhard Jörger, 1568 Johann Jakob und 1584 Wolf Jörger besaß. 4u.5v. o. Beberdick, statt : Leberdick. 6v. o. Kämmerer, 2 Häuser, statt: Kämmerer. 4v. o. Garnier, statt: Grenier. Iv.o. 1700 der neu erbaute Dorotheer Hoff, dem Augustiner Orden gehörig. 2v,o. 1700 Hrn. Rudolph Kuen seel. Erben, zum Königl. Kloster gehörig. 5v.o. 1684 und 1700, statt: 1695. 4v. o. besaß 1700 Simon Brenner u. s. w-, statt: «erhielt Simon Prenner« 4v. o. 1700 Clement Freiherr v. Kaiserstein. 9v.o. 1700 Das Matelinische Hauß; Jhro Gnaden Hrn. Graffen Otto Heinrich von Hohenfeld. 4 v. o. 1684 Ihr Gn. Hr. Friedrich Grass von Cavrian (zwei Häuser); 1700 Jhro Excell. Hrn. Graffen von Cavriani seel. Erben; 2 Häuser. 1 v. o. 1700 Jhro Gnaden Hrn. Frantz Freyherrn von Andlern, deß heiligen Röm. Reichs Ritter und Reichs - Hoff- Rath; Nochmalen Reichs - Hoff-Rath Andlerische, vorher» Hrn. Simon Reschcn Stiffthauß. s«s Seite Nr. Zeile 220 1140 4v.o. 221 1145 2 v.o. . -- 1148 3v. o. 222 1150 2 v. v. 223 1152 v.o. 1 ,, 1153 2v.o. 224 1154 3v.u. 1155 3v.u. 225 1157 6v. u. 226 1158 1 v. u. 1160 1 v o. 227 1166 4v. o. 22» 1177 1V.U. 231 1218 Iv. o. 232 Iv.u. 233 4 v.o. 16V.U. '00 Jhro Erccll. Alexander General Graffen von Noirguerm secl. Erben. »Vs. Hoff-, statt: Hoff-. geweste Reichsagenlin; statt: Prambst seel. Erben zu St. Michael gehörig. >ar 1684 noch freistehend, l ler-Kirche hin angebaut. der spanischen Pferd, veimal: 1838, stgtt: 1828 zu setzen. Frauen Jsabella Cäeilia Gra'ffin von Urstn und Rvsenberg, sonsten das Ungarische Hauß genannt. stinerkirche bereits ein Gebäude angcbaut, welches 1700 al« »Der Siöm. Kays. Maj. Zuhauß an die Augustinerkirche an« bezeichnet wird. erkaufte, aber schon um 1550 von hier entfernt worden war (Schlager Wiener Skizzen. I. 126). und Obcringenieur, und der Hvfmathcmatiker Jakob Marinem, beide 1707 durch die Herausgabe eines Planes von Wien verdient, waren die ersten Lehrer an der 1718 gegründeten kais. Ingenieur-Akademie. Marinoni ertheilte in seinem Hause (alte Nr. 1305) viermal der Woche Borlesungen in den mathematischen Wissenschaften. (Bgl. Nachtrag zu Nr. 997). Dieser Thurm wird schon in einem Koder Mff. des Wiener Magistrates vom I. 1418 als Hafnerthurm erwähnt, und kömmt 1565 zuerst als »Krottenthurm« vor. (Schlager's Wr. Skizz. I, 165). Vergl. hiermit den Nachttag nach Nr. 6. Wipp ling erstrasse. ^Ikertu^ «lictus kippinA»«, viuis VVienilvnsi« erscheint urkundlich schon im I. 1272 (Hormayr's Wien, l. Urk. B. p. 89). Da« Ballgäßchen ist auf Hirschvogel's Plan von Wie», 1547, als »avf der Dagken« und »olim avf der Hilm« bezeichnet. Augustin Hirsvogel, »Maler alhie zu Wien« hatte unterm 1. April 1516 vom Wiener Bischof Friedrich von Nausea »das Haus auf der Teckenn beym Hymelporten alhie zu Wien» gelegen. Welches vormals weilentHcrr Wolfgang Scheurer, Priester vnd Benesiciat zu Wien», seliger innen gehabt«, auf seine, seiner Hausfrau Eva und seiner »natürlichen Sun«« Veit, Lebtage um jährl. 10 Pf. Zins bestanden (Hormayr's Wien 24 * > Zeile VI. Urk. B. p. 42 — 43). Wahrscheinlich war dieses Haus an der Stelle des nunmehrigen Nr. S28. 14v. o. Stral» «»nute «rixiäe wird sie schon in den ältesten Grundbüchern, sowie urkundlich auch 1375 genannt (Hormayr's Wien, V. Urk. B. p. 104 und Schlager'« Wiener Skizzen, IV. 344). 2l v.o. hieß schon 1375 bis in die Mitte des 15. Jahrhunderte«: Judengasse. 17v.o. Vilser 8>ras wird urkundlich schon 1272 erwähnt (Hormayr's Wien, I, Urk. B. i>, 9l). I5v.u. In alten Zeiten bestanden zwei Gäßchen unter der Benennung»Fischerstiege.* So wird 1515aus- driicklich das Haus eines sicheren Hans zwischen der -- »alt -'... "2 ^ ll >- ^' -. ^ > ^ ^7^.S?-^,- ---7 . :/' ---.^ 1 ^.' , / M! 1 , 4 ." ZS-' ' > » - > - 365 Seite 251 252 -, 257 258 260 261 > Zeile bei ( Leble, Löble ) geb. 1587, f 1638, Stadt- kommandant von Vien hatte 1637 auf der, nach ihm oder seinem Water, Hans Säbel (geb um 1490, 's 15361, sogenannten Löbelbastei ein Gärtchen mit einem Lusthause nach dem besten Geschmack« seiner Zeit Herstellen lassen. (8> um« Partie. Ke-; b'erä. II. P. 11—12>. 13v. u. >ovum korum in Wien wird schon 1276 genannt. »!> I.ubiis* werden urkundlich schon 1289 und 1290 erwähnt. (Hormayr's Wien, Urk. B. P. 62. Es Urk. B. p. 204.) H . 8v.u. 8lr»ca Wienne, gne WsiliendurA clicirur, erscheint urkundlich schon 1287. (Hormayr's Wien, II. Urk. B p. 57.) lOv.o. Der »Wilnvercker 8tra--r!e* wird urkundlich schon 1272 erwähnt. (Hormayr's Wien,!. Urk.B. p. 90). 18v.o. Schon im Stiftsbriefe Herzogs Heinrich Jasomirgott für das Schottenklostcr in Wien vom I. 1158 heißt es : in 8lraia lanarum , guae vulj-o cliei- lurWolli-eil (Hormayr'sWien, I. Urk. B. p. 18). Iv.u. Ohne Zweifel außerh alb der Mauern de« ältesten Wien, hatten die Juden erweislich hier ihre ältesten Herbergen, und 1204 bereits eine Synagoge. Das schon 1395genannte»Jude nthor im Elen d* bewahrte in seinem Namen die Erinnerung daran. 366 Seite Nr. Zeile 291 4v. o. Unterm 6. Sept. IS49 verleiht Margaretha, Witwe Heinrichs VII. von Hohenstaufen, nachmalige Ge- malin Ottokars von Böhmen, dem deutschen Hause in Wien all' ihr Gut zu »Ertperch." (Hormayr's Wien, VII. Urk. B. ,,.181—182). 329 16 v. o. ,7, statt: 27. 330 13-14 v.o. Belriguardo, statt: Belriguardio. 331 4v.o. 1700, statt: 1710. 337 12 V. u. Domino, statt: Demi»». 339 j»Mv. o. nach: »trachtete," einzuschalten: (6. April 1848, ' 11 — 3 Uhr Mittags.) 4v. u. von, statt: van. 2v.o. 1684, statt: 1784. 16v.u. nach 1«21 beizusetzen: und url«em, statt: urkum. Ilv.u. Rören, statt: ekören. 341 341 28 64 45 200 50 239 55 266 74 378 217 1121 220 1140 224 1154 332 6v.u. 1688, statt: 1638. 1 v.o. Das Jahr der Vollendung des Baues, VID6LXI.VIII, zeigt sich an der, dem Neuthor zugekehrten Ecke des Gebäudes, unterhalb der in Stein gehauenen Gestalt eines Engels, zu dessen Füßen auf einem Schilde der deutsche Adler, auf dem anderen das Wappen der Stadt Wien sich befindet. 3v.o. 1625, statt: 1725. 1v. o. Mniscrck, statt: Minscek 2v. u. Auf dem Umbau des Hauses im I. 1821 bezieht sich eine Marmortafcl mit folgender Inschrift: Lrbauet im üalir 1821 von Herrn Matbia« 3o«epl> null krau Ikeresia Welrier ckurcii senk. k. Dok Laumeisier Herrn Lrne-n Loeli unter cker I.ei- lu»8 <1es 3. O. 8eknman. 2v.o. (1691), statt: (1641). 2v.o. Abele, statt: Abela. 2v.u. Die Zeit der Errichtung und Erneuerung der k.k.Hofapotheke gibt folgende Inschrift im Innern derselben kund: MEL 1DLKL8IL Lustriaea Lu- 8»«ta et b'KLiX6I86V8. kkIMV8 kane pkarma- eopoeam pro »8u ckoinestieo et dono pnklico ape- riri ornariguv ^nsserunt anno 1746. kenovala sub reximine bLKDII^L?iDI primi anno 1843. 2v.o. Prälat, statt: Prälatur. .. WWWW Mer Daniel Suttiuger's Plan von Wien,- 1684. Das Original, im Besitze des Zisterzienser-Stifftes Heiligenkreutz in Niederösterreich, V. U. W. W., ist 35 Zoll, S Linien hoch, 39 Zoll breit. Auf demselben ist Alles Situationszeichnung, nur die Fortifikazionswerke um Stadt herum, und die diesen zunächst anliegenden alten Stadtthürme, Brücken u. s. »v. sind im Vogelperspektiv genommen. Der Grundriß jedes einzelnen Hauses ist genau ausgezeichnet, der damalige Besitzer hineingeschrieben, und die Baufläche jedes Hauses u. s. w. nach Maßgabe der grundbücherlichen Zuständigkeit, besonders bemalt, und zwar bedeutet: gelb: Ihr kais. Majestät; blau: die gcsainbte Geistlichkeit; violett: Löbl. Herrn Landstände; grün: Die Frey-Häuser; braun: Der Magistrat; roth: die Bürgerschaft. Außerdem heißt es noch in der Erklärung der Farben: Zu merken, rvo dieses Zeichen (ein Kreuz) in den geistlichen Häusern sich findet, geben Steuer und Onartier. Der Titel des Planes, zu unterst angebracht, ist folgender: Wien» In Oesterreich. Auff Ihro Lays. Matzest. Allcrgnädigsten Besehing (sie.) In Drundt gelegt Und in gegenwärtigen Riß verfertiget Durch Daniel Suttinger Rays. Haubtmann und Ingenieur, gebürtig von penigk in Sachsen. Anno 1681 den II.De- cember. Außerdem ist auf diesem Plane in verschiedenen Abtheilungen ein Schematismus der Beamten bei den Hof-, Landes- und Stadt-Behörden in Wien angebracht, welcher, eben das Jahr nach der zweiten türkischen Belagerung Wiens im Jahre 1683 umfassend, an und für sich, hier aber insbesondere der Mittheilung um so würdiger ist, als er uns mit der amtlichen Stellung vieler zum I. 1684 angeführten Besitzer von Hausern bekannt macht. Wo dieses der Fall, ist hier die dermalige Nummer des HauseS, welches er damals besaß, in Klammern beigesetzt. Dieser Schematismus, 294 Namen umfassend, lautet nun wie folgt: »Unter der Hochlöblichcn Regierung des Allerdurchlauchtigst, Großmäch. tigst und unüberwindlichsten Fürsten und Herren Leopold, Erwählten Käufer, zu allen Zeiten Mehrer deß Reichs, in Germanien, zu Hungarn, Bö- heimb, Dalmatian , Croatien und Slavonien König und Erzhertzog zu Oesterreich, Hertzog von Burgundt, Brabandt, Steyer, Kärnten, Krain, Luxemburg, auch Ober- und Nieder-Schlesien, Fürsten zu Schwaben, Marg- grafen des Heiligen Römischen Reichs zu Burgau, Mähren, Ober- und Unter - Lausnitz, Gefürsten Graffcn zu Habspurg , Tyrol, Furdt, Kyburg und Görz, Landgrafen im Elsaß, Herr auf der Wendischen Marckh, zu Por- tenau und Salms, waren in diesem 1684. Jahr dero würklicher: Stadt - Obrister r Ihr Excellenz Herr Ernst Rudger Graffund Herr von Stahrnberg (43,1013). S68 Stadt-Obrist-Leutenandtr Ihr Excellenz Herr Wilhelm Johann Anton Grass und Herr v. und zu Dhaun. Gtadt-Obrist-Wachtmeister: Ihr Gnaden Herr Ferdinande Marches de Obizzi <415, 1157). Geheimste Räthe: Herr Bernhardt Ignatius graff von Martinitz. „ Gundackher Fürst von Dietrichstein, Kay. Obrist-CLmmcrer l25). „ Conrad Balthasar graff von Starnberg (43). ,, Ferdinand Fürst von Dictrichstein, Obrist-Hoffmeister (27). „ Leopoldt Wilhelm graff v. Königsegg. „ Christoph graff von Schaffgotsch. „ Ferdinand Bonaventura graff von Harrachl(34). „ Carl Frantz Lebsansky graff v. Kvllowrath 1(2). „ Hieronymus Bernhard Ferrana. „ Wilhelm Albrecht graff von KoUvwrath. „ Frantz Ulrich graff Khinsky. ,, Helmhardt Christoph graff von Weiffcnwolff (1096). ,, Georg Nicolaus graff v. Vrsini und Rosenbcrg. „ Adolff Wratislaus graff v. Starnberg. ,, Wolffgang graff v. Oetting (244, 245). „ Carl graff v. Wallenstein. „ Bartholomäus Berchtholdi Freyherr. „ Otto Heinrich Marches de grane (42). „ Ouintin graff Jörgcr (64). „ Sigmundt graff von Dietrichstein (1101, 1116). „ Hermann graff zu Baaden. „ Christoph von Abele Freyherr (1140). „ Caspar Zdenko graff Capliers. „ Emerich Bischoff zu Wienn. ,, Wolff Andrä graff v. Vrsini und Rosenberg (57, 65). „ Paul graff Esterhazy (276). ,, Wilhelm graff v. Oetting. „ Joh. Seyffried Fürst v. Eggenberg. „ Wentzl graff Altheim (46, 52). „ Sebastian graff von PStting (1000). „ Johann Frantz graff von Würben. ' „ Gottlieb graff von Windischgratz. „ Frantz Maximilian graff von Mansfeldt (363). „ Frobenius graff von Fürstenberg. „ Carl Ludwig graff von Hoffkirchen (581. „ Frantz Maximilian graff von Mollarth (28). „ Ludwig graff Colloredo (939). „ Ferdinandt Fürst von Schwartzenberg (1054). „ Frantz graff von Thurn- „ Heinrich Stradmann, Freyherr, zugleich österr. Hoff-Cantzler (46). „ Paul graff Fugger. Secretari. Herr Johann Georg Koch, K. M. Hofrath geh. Secret. und Reserendar der nied. öfter. Lande. r -. ^ 7 >-§ M. , !' . .:- - 7 ^L ... .- , --7 > ' 77r '«e. 369 Herr Augustin v. Erchardt, R. k. M. Hoffrath, geh. Secret. und Referend. der ober öfter. Lande. „ Adam Reinich v. Weißenfels, R. k. M. Hoffrath, geh. Secret. und Ref. der ober und vorder öfter. Lande. „ Stephan Andrä von Wertemberg, R. k. M. Hoffrath, auch Secr. und Referendar der inneröster. Lande (414). Hoff - Kriegs - Räthe. Präsident: Ihr Durchlaucht Herrmann Marggraff zu Baaden. Vice - Präsident: Ihr Ercellcnz Herr Caspar Adenko graff v. Capliers. Räthe: Herr Johann Pombay von Andrimon Freyherr. „ Johann Frantz von Kayserstein Freyherr (1127). „ Ferdinandt Ernst graff von Herberstein (362). „ Wilhelm Johann Antonius graff u. Herr v. und zu Dhaun. „ Aeneas graff von Caprara (272). „ Ernst Rudger graff und Herr von Stahrnberg (43, 1013). ,, Frantz Sigmundt graff von Lhurn. „ Ferdinandt Marches de Obizzi (415,1157). „ Christoph von Dorsch. Freyherr, zugleich Canzlei-Director (6921. ,, Rudolph graff von Rabatt«. , „ Marimilian Lorentz graff und Herr v. Stahrnberg. „ Philipp Christoph Graff Breincr. „ Johann Carl Screni. „ Hieronymus Edler Herr von Pozzo, zugleich Reverendarius (795). „ Johann Peter von Bölckern. „ Frantz de Mesgnien Meninsky. Teeretari: Herr Johann Adam WSber. „ Reichardt MLcheeri. „ Michael Balerias Luz. Regierungs - Räthe. Statthalter: Ihr Excellcnz Herr Conrad Balthasar Graff und Herr von Stahrnberg (43). Carrtzeler: Herr Johann Oswald Harttmann (1073). Herrn - Standt. Herr Otto Felicia» Graff von Heissenstein (864). „ Frantz Leopold graff von Thierheim (41). „ Johann Paul von Kayserstein Freyherr (1127). „ Johann AnthoniuS von Questenberg Freyherr (S7I). 870 Herr Heinrich Frey, und Edler von Pergen. „ Johann Adam graff von Geyersperg. „ Leopold Joseph graff von Lamberg (263). „ Wenzel graff von Sinzendorff. „ Maximilian Joseph graff von Lonoy (751). „ Maximilian graff von Mollarth (28). „ Leopold graff von Dietrichstein. „ Ferdinande Carl v. Wells Freyhcrr (SS5). „ Adam graff von Serini (17). „ Johann Ignatius Spindler. „ Adam Wilhelm graff von Brandeiß. Ritterstandt. Herr Carl Constantia Blrici von genghoffen. „ Sigmundt Friedrich Engel v. Wagran. „ David Christian Haffner. „ Simon Adrian von Lanzenburz Edler von Disching. „ Friedrich Leopold von Löwenthur». „ Johann Reichardt Schaffer. „ Friedrich Carl von Meycrsheim. „ Ernst Constantia Grundemann v. Falckenberg. „ Arsenius Frantz von Wellenstein. „ Max Servati von Gatterburg. Gelehrter Standt. Herr Max von Salla auf Stollberg (437). „ Johann Georg Hoffmann. „ Johann Lheobaldt Franckh (144). „ Nudolph Carl Karzy (590). „ Barth. Marx v. Berg. „ Gottfried Wiger. „ Alexander Schmidler. Seeretarie«. Herr Johann Jacob Hackhl, Gerichtß > Seeretarie (1053). „ Herrmann Nothäus „ Hans Heinrich Reuter (319). „ Johann Georg Hefenstock (779). „ Hans Georg Kullmayer (524). „ Johann Friedrich Greuner. „ Dietrich Frantz Penzinger. „ Johann Friedrich Hefenstock. Reichs - Hoff - Rath. Präses: Ihr Excellenz Hr. Wolffgang Graff von Otting rc. (2441. Vice - Präses angesetzter r Hr. Sebastian Wunibald graff von Zeihl. Herr Frantz Joseph graff v. Lamberg (63). „ Johann Heinrich Freyh. v. Horwardt. M,- '< ' .*» >i>: r-^?ħ !?r» '4x»»^K» M. ^.4 -'4-, ^ -p^. --: p/ ,> K '- N'f ?< ^ ''' " -'4 ^'-''7>.' - » 4,^ Ä - ««-SOsS'.'7 7-«-,-. '-/.>:^ -»»/ -MM, Z^W 371 Herr Emmerich Friderich Freih. v. Walderdorf. ,, Ferdinand graff v. Hörberstein. „ Maxim. Adam graff v. Wallenstein. „ Ioh. Werner Freyherr v. Pillerstorf. ,, Carl Ludwig graff v. Sintzendorff. „ Frantz Heinrich Freyh. v. Fridag. „ Georg Adam Jgn. graff v. Martinitz. „ Ioh. Philipp graff v. Samberg. „ Frantz Andre graff v. Rosenberg. „ Christian Freyh. v. Eckh. „ Justus Marquis Svinola. „ Franciscus Donatius graff v. Lrautsohn. „ Ioh. Friedrich Freih. v. Lintzing. „ Frantz Friedrich Edlen v. Andler (1137). „ Justus Edler Herr v. Bruining. „ Ioh. Albrecht Partner. „ Frantz Mathias May. „ Andreas Schellerer. „ Johann Christoph Jodoci (1065?) „ Anthonius Frantz Nicolai. ,, Johann Friedrich Beyler. „ Johann Herrmann Maystetter. Seeretari. Herr Ioh. Probst, R. k. M. u. geh. Reichshofsecret. teutscher Expedition (153). „ Frantz Mart. Menshengen, Reichshofraths-Secret. teutscher Expedition. „ Caspar Florian Consprug, geh. Reichshofrath« - Secret. lat. Exp. „ Frantz Winandt Bertram, R. K. M. Rath u. Reichshofr. Secret. lat. Exped. Hoff - Kammer - Räthe. Präsident: Ihr Excellenz Herr Wolffgang Andrä v. Brsino u. Rosrnberg (59, 65). Kammer - Räthe. Herr Seyfriedt Christoph graff v. Breuner. „ Johann Volckhardt graff v. Conrin. „ Jakob Andrä graff v. Brandys. „ Otto Erenreich graff von Abensperg u. Thraun (24). ., Gotthardt graff von Sallaburg (976). „ Carl v. Bellchams Freyherr. „ Antonius v. Janninalli, Freyh. v. Jangang. „ Carl Gottlieb von Aichpichl (435). „ Jakob Theobaldt Mayer „ Simon de Thomasi (760). „ Johann Ferdinandt v. Albrecht. „ Maximilian Ernst gattermayer v. gatterburg (393). 372 Seeretari. Herr Thobias Bernhardt Koch. „ Johann Dietrich v. Rumerskirchen <1104,1107). „ Ferdinandt v. Rösing. „ Frantz Gottlieb v. Albrecht. Löblich LandmarschaMsch Gericht. Ihr Excellenz Herr Frantz Maximilian des heil. Röm. Reichs graff von Mollärth, Landmarschall (28?). Herr AdamAnthoni Grundemannv.Falckenberg, Land Unter Marschall (1004). „ Johann Eylers Landtschreiber. „ Johann Georg Speckhl, Secretarius. Löblicher Herrn Landtstünde Mittl. Löbliche Herrn V er ordnete. Herr Hanns Georg graff v. Kueffstain, Präses (139?). „ Hieronymus Probst zu St. Dorothea. „ Johann Abbt zu Göttweig, „ Otto Ehrenreich des heil. Röm. Reichs graff zu Abensperg u. Thraun. „ Johann Peter von Mollendein. „ Carl Hackhelberger von Hehenberg (1115). „ Jvh. Conrad Albrecht v. Albrechtsburg, Löbl. Standt Syndicus und Secretarius (4). „ Nicolaus Mauritius Pauenstctt. Advokat u. Secretarius. „ Leonhardt Laurin, Würthschafft Secretarius. „ Nicolaus Brockhoff, Würthschafft Secretarius. Löbliches Raitt - Collegium. Herr Johann Adam v. Wcixelburg, Raitt - Marschall. „ Franciscus Probst zu Pernegg. „ Benedictus Abbt zu Seisenstain. „ Kasimir Herr v. Petschonitsch Freuherr (266). „ Georg graff und Herr von Zinzendorff (245). „ Ernst Constantin Grundemann von Falckhenberg. Herr Johann Jakob von Rosenhaim Römisch Kayserl. Mayestat Rath und Stadt - Anwaldt. „ Simon Stephan Schuster, Röm. Kays. Mayestat Rath und Bürgermeister (635). „ Caspar Pätzinger der Röm- Kays. May. Stadt - Richter (387). Innere Stadt - Rath. Herr Daniel Lazarus Springer, k. k. M. Rath (588). „ Augustin von HicrncyK (946). „ Wolfgang Bernhardt Puchenegger. WWW M, /?'d^ -/«^K5 ich.^^ ^ i-r >.'^M4L'x >5e -i.^>! MK?L -2'' ^ '».' V! Oil. «t II. 3. v. (310). „ Johann Frantz Peickhard (569). „ Jacob Daniel Lepfer (166, 330). „ Georg Kreckhler. ,, Adam Schreyer (40l, 402). „ Nicolaus Hocke II. 3. v. Sindicus und Stadt-Schreiber (1035). „ Frantz Schreyer, Secretari. Kayserliche Stadt - Richter. Herr Georg Mozzi kliil. 51. (1047). „ Johann Scharinger. „ Mathias Jgn. Purner. kl>11. et II. 3. I). ,, Hanns Jakob Meister. ,, Frantz Anton Pfeiffer v. Schallambheimb (1122). „ Heinr. Makelin. „ Mathias Brandl. „ Joh. Urban Kleinhannß. „ Augustin Martin Kollhundt (1039). „ Joh. Georg Metzger. „ Pet. Wendler II. II. L. (841). „ Paul Schmuderer (912). „ Joh. Sebast. Höpfner v. Arendt (243). „ Joh. Georg Gerstenbrandt AA. LI,, ec kbil. »I. (977?; 1017). „ Joh. Frantz Ennsbaum (509). „ Leonh. Ruct. H. k. „ Joh. Frantz Wenighoffer. Herr Hanns Jac. Meister, kais. Stadtgerichts gegenhandler. „ Joh. Maria Favi 3. II. v. u. kajs. Bollschreiber. „ Joh. Ludw. Wild kays. Schrannenschreiber. Außer Stadt Rath. Herr Andreas Speckhl (281, 287). „ Joh- Ford. Schnierer. klnl. 51. (759). „ Joh. Lehner. „ Georg Popp. „ Matth. Grallinger. „ Ferd. v. Radegg, k. k. M. Rath (393, 558). „ Joh. Ludw. Braun v. BraunStorff (72). „ Andreas Fiechtl. „ Mathias Händler (404). „ Ambrosius Franck (827). „ Joh. Mich. Hammer! (317). ,, Martin Hauer R. k. M. Diener (1075). „ Johann Weiß. „ Michael Göttinger. „ Lorenz Drunck. „ Beit Heinrich (1049). Herr Joseph Pezzolo (626). „ Joh. Jac. Anphoso (70). „ Sebald Stembler. Andre Gottlieb Fellmayer. „ Joh. Melch. Zorn (309). „ Georg Conrad Frantz (Sll, alt 487.) „ Hanns Conrad Ludwig (848). „ Johann Furtl- „ Tobias Reinhold. „ Joh. Peter Sickhasy. „ Daniel Hurty. „ Georg Altschaffer. „ Jacob Wahlschlager. „ Johann Philibert Königsfeldt. „ Augustin Schmidtbauer. „ Hanns Christian Gulden. „ Matthias Alxinger (4S6, 457). „ Ernst Josua Pentz (254). „ Matthias Kraps. „ Jakob Valentin (434). „ Johann Exinger. „ Georg Stierbeth (390). „ Sigmundt Gusman (903). „ Michael Schmickel. „ Joh. Früewürth (375). „ Tobias Andra Wallner (379). „ Frantz Schrcyer. „ Andreas Lodt (603). „ Carl Krinner. „ Jcnewein Kloffner. „ Elias Felber (387). „ Johann Frantz Peträtscheck. „ Johann Ferdinand Monti. „ Johann Paul Mauffer (515). „ Martin Mägerl (497). „ Martin Hollerieder (289). „ Johann Jacob Holtzmann (945). „ Jakob Kling (591). „ Mathias Ulrich Zacher. „ Johann Paul Spiegl (1141). „ Serrmann Tubely. „ Joseph Ruepp. „ Johann Seltenreich (551 ?). Frantz Föckhy (506). „ Martin Kulmayr (524). ,, Johann Neuwürth <390, 436). „ Frantz Eysenhuth. „ Frantz Adam Kämeringer (349). „ Zacharias Lew. „ Johann Ludwig Metzger (735). „ Wolff Wilhelm Schmagel. „ Stephan Johann Gundel (429, 435, 942). 7- ' ' ^ k ><^1 --7 /D- 70-i > SSM ^2 -M-.77 4^7 >- ^ - >. 37S Herr Joachim Clebet. „ Wentzl Lewin. „ Johann Löchel. „ Andreas Leopold Leutschner. „ Johann Nicolaus Schumann. „ Johann Michael Bayr. „ Joseph Bernhard SpieS (605). „ Michael Stern (461, 645). Druck von A. Pichler-s Witwe. .»ick,12 «ichvüT irchL? »»v^x ,, .„a-nili,r rL,7Ä.ir „ ^nn!--ii>tt-r,^ »uiuoiiK nn»-»L ,, IdLKiW „ -rviliür»^ .,S? IS«>1 ES !-rch!M V ' . - VL'jrDr .L -M WMWASL Ls. r-L- ^ 7 . 1 > ' ; - GF- ^ , ,W -7 '- SA '- 7<. S /> ^ 5--5Ä .-'M / ,^x MAG I- ZSE '- EK I,chMs-A>rzeichmste -v ^»»«^ ^»^Lx ^ «^/^. ---' ML^ ^^s,' T/A. ^r< ^ ^ eä ^ «^^»»»«^< /^?^. ^ - ' ^^^» 1 -«^-' ^ «77 ,/> 7 /^ ^^ 7 »-- - 7 ^. / /^- 77 / // ^^«»- /^/ /7< //^//. ^F/7 ^ E ?/-? /-s/ »r^/7» ^ ^7/7 c/7^5 ^/.»r»^ 7/ ? ^ , ?«/»7/^ //-77 0^ ^^ //iN «7/7 -7/"/. » ^ ^ ^ /X/. ^ ^<-<5 ^ ^ ^<- ^ ^ 7^7/^7 7/«/.>i-^ 7^ -7" ^7,// 77/7 , <^F/ «1«^-/ /7 <7. ^7^ F/cf. 7 ^ <^»«»- r/^2. ? ^»* ^ ^ -V < -k/F. 22»1. r4^»^ / 22 27 ^^<9, ^^2r/»< r<" r/X ^ ^ / ^2 ^ ^-' k^r-/^-7 /r ^ 2<" /r» ^ »«/2^' ^«2^<^2 » » 2^e/^^. ^>2«/X ^c?. ^L-^L2 2^^ ./7<5 -^/ ^ f/ S7 ^2/ L.^.^2^ 22^ Z' ^ / ^ ^27 /^ö 22 2 r^/^t »» / ^ 2^ 2^7 /S/2. /// 2 »> F/^. SL«.^ 2^^ '^7 . ^ 2^ 2 / 2^ 7^72272.^,/-»' ^7^ // c/'^Ä ^^1^^»-»»^^^/«/' X-S'^'. L? -^/ ^. §// //^ ,»»^ ^-»< //^/- ^ /§§. ^7^ü ^ /s/^ . / / V ^ 'V /F^ /^cf. . F-L^. ^xL/7-^ ///s. //v^ ^ ^-7 e^-»-/^ , /X«/^ ^ V ./ - /<^/»^ ^->--/«»/ «^7«7 ///" ^ ^^5k,s»' ^ //^»^> ^ . ^ ^ ^ L. - V-" /' 3 / // ^//^ . // -S »X ^ 77-7^ r»«F ^ 7 ^. A' ^r«»» Z' ^»^5^. /A?. Z^' ""»^»»/^»» ^Ft?. 7x««^ 7^ «^/^/, /" ^ /S/F c?/^. 7^. /' . «5^ «5^ E ^ <Ä»n^ ^-s^. s^-f/ V/ / ^ E. " >4» 7 ^ ^ 7^7 . ^ . 7^ ^4Ä^. E » ^«^^-»^»^»»»^/^ -^7?^ ^ >//-N , ^^»»»»^ ^, ^.//^ 7/^ » ^-f, ^L« //// -^!»»-^«^ -^»/// - ^ 7^ ->-^^»^<»»<^ä^' ^ 7V^7- -/ ^ SL^ ^^«^«^«»' -5-?«5? ^s»^7 ^ ^ /?/ ^ 7 ? //// ^// ^ ^/. X7A-^ X/X/^X » >^«»»» ,/ ^//x -^/. ^7/ --cf-f. xx^. -/// ^ / " » -^Är^»»^. // » ^ ^ 7«»<^ zz^ , ,/ -L/'< //^7 » ^ . ^ / » ^ > »' ^ ^ > '' ' ^ ^ M '. > //^ //^. ///? ^ ///I5. 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