Deutsches Lesebuch z u m Gebrauch für Ungarn. Herausgegeben v o n Joseph von M ä r t 0 n, Professor der Ungrischen Sprache und Literatur au der k. k. Universität zu Wien. HV^ 80 K 0 NVV, U^ksVI^OIX sVILO^ORLtl'OI'^ M^V^5. Dritte verbesserte Ausgabe. Wien, r 8 » o. Gedruckt bep Anton Pichler. MH Erster Abschnitt. Kurze Beschreibung der im gemeinen Leben vorkommenden Dinge. 1. Von den Theilen des menschlichen Körpers. ^ >Och bin ein Mensch. Die Menschen bewegen sich, empfinden und denken. Auch ich bewege mich , empfinde und denke; folglich bin ich auch ein Mensch. Die Thiere können sich auch bewegen, können empfinden; aber so, wie die Menschen, können sie nicht Nachdenken. Das, was sich bewegt und empfindet, ist der Körper; was aber nachdenkt, ist die Seele. Der Körper hat drey Theile, nahm- lich: den Kopf, den Rumpf und die Gliedmaßen. Der obere Theit des Kopses heißt Schädel, und ist mit Haaren bewachsen. An beyden Seiten sind die Schlafe und die Ohren. Vorne ist das Angesicht, die Stirne, die Augen mit den Augenbramen' und Augenliedern, die Nase, der Mund mit den Lippen, die Wangen und das Kinn. Inwendig im Munde ist die Zunge, das Zahnfleisch, der Gaum und der Schlund. Zwischen dem Kopfe und dem Rumpfe ist der Hals. Der Rumpf hat zwey Theile, diese heißen: der Oberleib und der Unterleib. Zum Oberleibe gehören die Schultern, der Rücken, die Seiten, die Brust; zum Unterleibe aber der Bauch, die Hüs-» len und das Kreuz. Die Glieder des Leibes sind: zwey Arme und zwey Beine. Jeder Arm hat drey Theile: der Oberarm, der Unterarm und die Hand. An der Hand find fünf Finger, sie heißen: Der Daum, der Zeigefinger, der Mittelfinger, der Goldfinger und der kleine Fin- Zer. Zu den Beinen gehören die Schenkel, das Schienbein, die Wade, die Knöchel, und die Fuße. An jedem Fuße sind fünf Zehen. 6 Erster Abschnitt. Der ganze Leib besteht aus festen und flüssigen Theilen. Feste Theite sind: die Knochen, das Fleisch, die Haut, dir Haare, und die Nägel. Knochen am Kopfe sind: Die Hirnschale, die Kinnbacken, dir Zahne; nahmlich: Schneidezahne , Spitzzahne, Backenzähne, zusammen zwey und dreyßig. Knochen am Rumpfe find: das Brch bein, der Rückgrat, und die Nippen. Wo die Knochen durch Knorpel Zusammenhängen, dort sind Gelenke. Das Gelenk Zwischen de« Ober- und Unterarm heißt der E^enbogen, und das Gelenk zwischen dem Schenkel und Unterbein heißt das Knie. Das Eingeweide des Oberleibes ist: das Herz und. die Lunge. Das Eingeweide des Unterleibes ist der Magen, das Gedärm, die Leber, die Milz und die Nieren. Die flüßigen Theile des Leibes sind: das Mark in den Knochen, das Gehirn im Kopfe, das Blut in den Adern, der Speichel im Munde, die Thranen in den Augen, die Galle in einer kleinen Blase. Der Schweiß kommt aus dem Blute durch die Schweißlöcher der Haut. Der Körper eines jeden Menschen besteht aus den hier erwähnten Theilen; gleichwohl sind die Menschen sehr verschieden. Euch sind z. B. in Rücksicht ihres Körpersbaues groß, andere niedrig' und klein; einige sind dickleibig und fett, andere schmächtig und mager; einige sind stark, andere schwach, und so weiter. Die Menschen sind auch in Rücksicht ihrer Farbe nicht gleich, B. die Europäer sind weiß, die Asiaten sind braun, die Afrika? ner sind schwarzbraun, und die Amerikaner kupferfarbig. s. Von dem menschlichen Leben. Ich lebe, das heißt: ich bewege mich, empfinde und denke. Die Theile meines Leibes sind immer in Bewegung, fasiohnk daß ich es merke. Die Lunge zieht Luft an sich, und stößt sie wieder aus, das heißt : ich hohle Athem. Das Blut läuft unaufhörlich« den Adern durch den ganzen Leib; daher kommt es, daß alle TheÜr des Leibes warm sind. An manchen Orten kann man diese Bewegung fühlen; man nennet sie den Puls, welcher besonders an den Händen merklich ist. Das Herz hat zwey Kammern, welche sich innN aus- und zufchließen, und das Blut ein- und auslassen. Wenn dich Beschreibung der gemeinen Dingen. 7 Bewegung stark ist, so sagt man: das Herz klopft. Ein Theil des Blutes dünstet ans durch die Löcher der Haut. Wenn diese Ausdünstung übermäßig ist: so fangen wir an zu schwitzen. Wir pflegen meistens nur alsdann zu schwitzen, wenn uns warm ist. Ich kann von einem Orte zum andern gehen oder laufen; dazu brauche ich meine zwey Beine. Mit meinen zwey Beinen kann ich gehen, oder von einem Orte zum andern laufen. — Mit den Händen ergreife ich, was ich will, hebe es auf, und setze es wieder nieder, oder gebe es einem andern, sowie cs mir gefällt. Bisweilen sitze ich oder liege; ich setze mich nieder, wenn ich müde bin, und lege mich nieder, wenn ich schläfrig bin. Ich habe eine Stimme, mit welcher ich reden oder Worte aus- ßittchcn kann. Dazu brauche ich die Lunge, und die Sprachwerk- Mgc.Mit diesen Sprachwerkzeugen kann ich auch singen und schreyen. Einige Lheile meines Leibes brauche ich zum Empfinden, nahm- lich: die Augen zum Sehen, die Ohren zum Hören, die Nase zum Riechen, die Zunge zum Schmecken, und die Nerven, welche durch den ganzen Leib gehen, zum Fühlen. Man nennet dieses die fünf äußerlichen Sinne. Ich kann auch lachen und weinen. Wenn an meinem Leibe alles so ist, wie es ftyn soll; wenn alle Bewegungen desselben ungehindert fortgehen: so bin ich gesund. Will ich gesund bleiben; so muß ich den Leib ernähren durch Speise und Trank. Wenn ich hungrig bin, so esse ich, und wenn ich durstig bin, so trinke ich. Die Nahrungsmittel bringe ich in den Mund. Sind sic fest; so kaue ich sie mit den Zahnen, und schlinge sie alsdann hinunter. Sie gehen durch die Kehle in den Magen, welcher sie durch seine Bewegung verdauet. Hierauf wird das Nützliche und Nahrhafte allen Theilen des Leibes zugesührt, das Unnütze aber durch verschiedene Wege abgeführt. Will ich gesund bleiben; so muß ich auch den Leib ordentlich ruhen lassen. Denn, wenn ich mich lang oder stark bewegt habe: so werde ich müde und schläfrig. Alsdann ist die beste Ruhe der Schlaf. Wenn ich genug geschlafen habe, so wache ich auf und bin wieder munter. Wenn die Bewegung in irgend einem Theile meines Leibes stE: so bin ich krank. Die gewöhnlichsten Krankheiten des Merr- 8 Erster Abschnitt. schen sind: Die Kopf- und die Zahnschmerzen, das Fieber, der Husten, die Kolik, der Schnupfen, und mehrere andere. Ich kann mir selbst solche Krankheiten zuziehen, wenn ich zu viel oder zu wenig esse, trinke, oder schlafe. Wenn man krank ist, so leidet man gemeiniglich Schmerzen; man ist matt, und hat keine Lust weder zum Essen, noch Spielen, noch zum Arbeiten. Wenn die Krankheit nicht wieder geheilt wird; so erfolgt der Tod. Manche Leute haben an ihrem Leibe Fehler. Manche sind blind, andere taub, andere stumm. Solche Menschen sind sehr zu bedauern. Z. Von den Körpern überhaupt. Alle Dinge, die ich sehen oder fühlen kann, heißen Körper. Solche Körper sind: die Erde, der Stein, das Hotz. Doch sind auch manche Körper so klein, daß man sie weder sieht, noch fühlet. Alle Körper sind aus Theilen zusammengesetzt, welche Lheile, auf mancherley Weise getrennt werden können. Jeder Körper befindet sich in einem Raume, oder einem Orte. Daher nennet man ihn lang, breit oder dick. Man erblickt auch an jedem Körper eine Gestalt. Einige sind rund, andere dreyeckig, manche viereckig, andere vieleckig. Aber die Körper bleiben nicht immer an einem Orte, sondern sie gehen aus einem Orte in den andern, das heißt: sie bewegen sich, oder sie werden bewegt. Übrigens sind die Körper schwer oder leicht, fest oder flüßig, hart oder weich, biegsam oder spröde, durchsichtig oder undurchsichtig. Dieses nennet man die Eigenschaften der Körper. Der Theil eines Körpers, den ich sehen kann, heißt die Oberfläche desselben; denn was inwendig ist, kann ich nicht sehen. Alle Körper dünsten aus, und wenn diese Ausdünstung merklich ist, so sagt man: sie riechen. Wenn zwey Körper an einander siossen: so höre ich einen Schall, oder Klang. Ob dje Oberfläche eines Körpers rauch oder glatt, naß oder trocken ist, kann ich durch das Gefühl bemerken. Jeder Körper bestehet gewöhnlich aus Erde, Wasser, Lust und Feuer. Erde ist eine feste, nicht flüßigc, aber lockere Materie, welche, wenn sie ganz rein ist, weder schmecket, noch riecht. Beschreibung der gemeinen Dinge. - Wasser ist ein durchsichtiger flüßiger Körper, dessen Theile Tropfen sind. Wenn das Wasser ganz rein ist: so hat es weder Geschmack, noch Geruch, noch Farbe. Aber das Wasser, welches wir aus den Brunnen und Bachen schöpfen, ist niemahls ganz rein, sondern immer mit Erd-, Luft-, Salz-, und Feuertheilchen vermischt. Wenn das Wasser sehr heiß wird: so fangt es an zu kochen oder zu sieden; aber in großer Kälte wird es zu einem harten Körperten mau Eis nennt. Wenn man das Eis in die Warme bringt: so zerfließt es, und wird wieder zu Wasser. Das erwärmte Wasser dünstet stark aus; daher kommt es, daß die Pfützen im Sommer avstrocknen. Leichte Körper schwimmen in und auf dem Wasser, z. B. Holz und Federn; aber Erde und Steine sinken zu Boden; denn ste sind schwerer. Luft ist ebenfalls eine flüßige, durchsichtige Materie. Sie dringt überall ein, wo sie nur einen leeren Raum findet; sie umgibt alle andere Körper, also auch mich. Sehen kann ich sie zwar nicht, aber fühlen. Weyn die frepe Luft erschüttert wird: so hört man einen Schall. Feuer ist eine stufige, aber sehr feine Materie, daher man es eigentlich nicht sehen kann. Es befindet sich in allen Körpern. Manche Körper brennen; man sieht alsdann Flamme und Rauch. Aößt der Rauch an einen harten Körper an, so entsteht Ruß. Was von dem verbrennten Körper zurück bleibt, heißt Asche. Einige feste Körper werden durch das Feuer in flüßige verwandelt, das heißt: ste schmelzen. . Sie werden aber wieder fest, sobald das Feuer sich vermindert. Einige flüßige Körper gerathen durch die Hitze imWal- lung: sie kochen, oder sieden. Wenn ein Körper wenig Feuertheile in sich enthält, so ist er kalt. Licht wird ebenfalls für eine flüßige Materie gehalten, welche macht, daß ich sehen kann; denn, wo das Licht fehlt, da ist es dunkel oder finster, und ich sehe nichts. Das Licht besteht aus Mehrern Theilen, welche Strahlen genennt werden, und diese Lichtstrahlen machen, daß man die Farben der Körper sehen kann. Die gewöhnlichsten Farben heißen: weiß, schwarz, grau, gelb, roth, braun, blau, grün, violett. — Wenn ein undurchsichtiger Körper vordem leuchtenden Körper steht: so wirft jener einen Schatten; denn das Licht kann nicht durchfalleu. Erster Abschnitt. 4. Don der Welt. rs Der Boden, auf welchem ich stehe, heißt die Erde. Diese Eck ist ein sehr großer runder Körper. Sie schwebt in einem noch M größeren Raume, welche der Himmel genennt wird. Abends erblickte ich am Himmel eine Menge Lichter; man heißk sie Sterne. Sie sind aber nicht wirklich so klein, wie sie aussehen; sondern es sind auch runde Körper, die zum Lheile noch viel größer sind, als der Erdkörper. Die Sterne stehen nicht still, sondern sie drehen sich beständig im Kreise herum. Daraus sehe ich, daß der Himmel unermeßlich groß seyn muß, weil so viele große Körper in demselben herumlaufen können, und doch niemahls einander zu nahe kommen. Einige Sterne sind hell, und heißen Sonnen. Andere sind dunkel, und werden von oen Sonnen erleuchtet. Unser Erdkörper ist ein dunkler Stern, und wird auch von einer Sonne erleuchtet. Aber diese Sonne kann nicht alle Theile und Seiten der Erde zugleich bescheiueu. Darum drehet sich die Erde beständig herum, wie ein Rad, damit alle Seiten der Erde eine Zeit lang bescheinen werden. Wenn wir früh die Sonne zum ersten Mahle sehen: so sagen wir: die Sonne geht auf, und nun ist es Lag. Wenn wie ste aber zum letzten M hle sehen, so heißt es: die Sonne geht unter, und nun wird cs Nacht. * Der größte Stern, den ich des Nachts bisweilen am Himmel stehen sehe, heißt der Mond. Er kommt mir darum größer vor, als die andern, weil er naher bep der Erde steht. Dieser Mond ist auch ein dunkler Srern, und wird von eben der Sonne erleuchtet, wie der Erdkörper. Bisweiten kheilt der Mond da^Licht, das er von der Sonne bekommt, dem Erdkörper mit; alsdann sagen wir: dee Mond scheint, oder es ist Mondschein. Denn da der Mond sich auch herum drehet, wie ein Rad: so sehen wir auf der Erde bisweilen die ganze erleuchtete Seite desselben, und daun sagen wir: der Mond ist voll. Von da an, sehen wir immer weniger und weniger, und Zuletzt gar nichts mehr von der Hellen Seile; das heißt: der Mond ulmmt ab. Wenn der Mond zwischen die Sonne und die Erde tritt: so verdeckt er uns einen Theil des Sonnenkörpers, und das neunen Beschreibung der gemeinen Dingen. »r wir eine Sonnenfinsternis Wenn aber die Erde zwischen die Sonne vnd den Mond tritt : so wirft sie einen Schatten auf den Mond, vnd das nennen wir eine Mondfinsternis Der Himmel und die Sterne Heißen zusammen die Welt. — Die Menschen theilen den ganzen Himmelsraum in vier Theite, welche sie die vier Himmelsgegenden nennen. Diese sind: der Morgen, der Abend, der Mittag und die Mitternacht. Die Serke, wo ich die Sonne anfgehen sehe, heißt Morgen: und wo ich sie untergehen sehe, Abend. Wenn ich mit dem Gesichte gegen Mo. gen stehe: so habe ich zur rechten Hand Mittag, und zur linken Hand Mit-, ternacht. L. Von der Erde. Unter allen Weltkörpern kenne ich diese Erde, auf welcher ich wohne und lebe, am besten. DerErdkörper besteht aus festen und flüßigen Theilen. Die festen heißen mit einem Worte Land; die flüßigen aber Wasser undLuft. Wenn das Land gleich und eben ist: so heißt es eineEbene. Ist aber ein Theit höher als der andere, so heißt der hohe Theil ein Hügel oder ein Berg. Eine Tiefe zwischen zweyen Bergen heißt ein Thal, und viele Berge neben einander nennet man Gebirge. Einige Berge nennet man Feuerspeyer oder Vulkane, weil sie Öffnungen haben, aus denen zu manchen Zeiten Rauch und Feuerflammen fahren. Auch eine geschmolzene Materie fließt heraus, welche Lava ^eißt, und wenn sie erkaltet, hart ist, wie Stein. Die Oberfläche der Erde wird bisweilen stark erschüttert, und das nennt man ein Erdbeben. Es gibt auch Berge, welche beständig mit Schnee und Eis bedeckt sind; man nennt sie Gletscher oder Eisberge. In manchen Bergen sind große Löcher, welche tief unter die Erde gehen, und so weit und lang sind, daß viele Menschen darin Platz haben: man heißt sie unterirdische Höhlen. Auch in Ungarn und Siebenbürgen gibt es mehrere unterirdische Höhlen. Die großen Stücke des festen Landes, die auf der Oberfläche der Erde zu sehen sind, heißt man insgemein Welttheile. Es ffnd ihrer fünf, nähmlirb: Europa, Asten, Afrika, Amerika, Austra- lia. Ich lebe in Europa. > 12 Erster Abschnitt. Außer diesen gibt es noch viele Stücke Landes, welche einzeln ! liegen, und ganz vom Wasser umgeben sind. Man nennet sie I«, ' sein; und wenn sie auf einer Seite mit einem andern Stücke Lau- ^ des Zusammenhängen, Halbinseln. Der größte Theik der Erdoberssache ist vom Wasser bedeckt, und ^ diese große Wassermenge heißt das Meer. Aber auch das Land iss durchaus mit Wasser vermischt. An vielen Orken quillt das Wafskk aus der Erde hervor. Bleibt es stehen: so sammelt es sich, und daraus wird ein Teich, ein See, oder auch Sumpf und Morast. ^ Fließt es fort: so wird daraus ein Bach, ein Fluß, ein Strom. Der Rand eines Flusses heißt das Ufer. Alle Bache, Flüsse und ' Ströme lausen endlich wieder ins Meer. Das Meerwasser ist salzig ' und bitter, weil es mit mancherley andern Körpern vermischt ist. ' Auch das Wasser, welches aus der Erde quillt, hat mancher- ' ley Geschmack; denn es führt andere Materien bey sich. An einigen ^ Orten kommt es heiß aus der Erde; das macht, weil auch inwen- ' big in der E''de Feuer ist. 1 Wo es sehr kalt ist, da friert das Wasser, und wird zu Eis. Daher * heißt auch eine Gegend des Meeres das Eismeer, weil es stets mit Eise bedeckt ist. ^ Die Luft, welche den Erdkörper umgibt, rst niemahls ganz rein; ^ denn die Erde dünstet, wie alle andere Körper, beständig aus. Wenn viele Dünste au einem Orte bcysammen sind, und nicht i hoch steigen: so nennt man es Nebel. Steigen sie höher, und schwe- ^ ben hoch über der Erde: so heißen sie Wolken. Wenn die wässerigen Dünste in der Lust schwer werden: st fallen sie Tropfenweis herunter auf die Erde; das ist der Regen. Oft frieren die Wassertropfen in der Luft, indem sie herunterfallen. Werden es Flocken: so nennen wir es Schnee; werden es aber Körner: so heißt man es Schlossen, und Hagel. Der Schnee sieht weiß aus, und bedeckt im Winter einen großen Theil des Landes. Auch der Thau ist nichts anders als wässeriger Dunst, der, besonders nach dem Untergang der Sonne, aus der Erde steigt und wieder zurücksättt. Wenn der Thau gefroren ist: so nennen wir ihn Reif. Die Dünste enthalten auch brennbare Thelle. Wenn sich diese in der Lust entzünden: so sagen wir: es blitzt, oder, das Wetter Beschreibung der gemeinen Dinge. leuchtet. Auf den Blitz folgt gemeiniglich Donner. Die Wolken, in welchen es blitzt und donnert, nennet man ein Gewitter oder Jormerwett. r. Die Bewegung der Luft, welche wir fühlen, heißt Wind, und wenn sie heftig iss, Sturm. 6. Von den Bedürfnissen des menschlichen Lebens. Viele Dinge brauchen die Menschen zur Unterhaltung ihres Lebens. Dazu gehört die Nahrung, Kleidung, Wohnung und Heilung. Die gewöhnliche Nahrung der Menschen ist das Fleisch und M der zahmen Thiere, nähnckich der Rinder, Kälber, Schafe, Schweine, Ziegen, Gänse, Hühner , Enten, Tauben; auch vieler wilden Thiere, als der Hirsche, Rehe, wilden Schweine, Haaftn, Rebhühner, Fasanen, Schnepfen, Lerchen, und vieler andern Vögel. — Auch die Milch einiger Zahmen Thiere wird gegessen, unl> mn kann daraus Butter und Käse machen. Ferner essen die Menschen Brod, Obst, und verschiedene Hülsenfrüchte, als: Vohnen> Erbsen, Linsen, und andere. Das besse Getränk iss das Wasser. Außerdem trinken die Menschen auch Wein, Bier, Brandtwein, Kaffee, Schokolade, Limonade, Puntsch, und andere Getränke. Manche Speisen genießt man roh, so wie sie wachsen. Manche «erden erst zugerichtet, z. B. gebacken, gekocht, gebraten, hernach gewürzt, damit sie gut schmecken. Merkwürdige Gewürze sind: der Pfeffer, der Ingwer, der Safran, das Salz, der Zimmet, die Gewürznelken, der Zucker. Flüßiges Gewürz iss der Essig, das Dht nnd der Honig. Kleidung für die Menschen wird gemacht aus Leder, Wolle, Haaren, Pelz, Seide, Flachs, Hanf und Baumwolle. Die gewöhnlichen Kleidungsstücke sind; für den Kopf: der Hut, die Mütze, die Perücke; für den Hals: das Halstuch; für den Leib: das Hemd, der Rock, die Wesse, der Mantel; für die Hände: die Handschuhe; für die Beine und Füsse: die Beinkleider oder Hosen, die Strümpfe, die Stiefeln, die Tschismen,und die Schuhe. Die Frauen brauchen noch einige andere Kleidungsstücke, als: die Schürze, die Hauben. Wenn man sich anziehk oder auskleidet: so braucht man die i4 Erster Abschnitt. Kleiderbürste, die Schuhbürste,, den Kamm, das Waschgefaß, das * Handtuch, die Schere,'den Stiefelknecht. i Die gewöhnliche Wohnung der Menschen ist ein Haus; das besteht aus Mauern und Dach, und hat bisweilen mehrere Stock- e werke. Inwendig sind Stuben oder , Zimmer, Kammern, und i Küchen. l Zu einer Stube gehören die Wände, der Fußboden, die Deckt, t die Thüre, das Schloß, der Schlüssel, die Fenster, der Ofen. ! Die Einrichtung in den Zimmern ist verschieden; dazu gehe- ' ren: die Stühle, die Sessel, das Kanapee, die Betten, Vorhänge, ' Spiegel, Schränke, Kommodkasten, Uhren, u. a. m. i Bey einem Hause ist mallchmahl auch ein Hof und in dem'Hoft ' ein Brunnen. Häuser für das Vieh nennet man Ställe. Hauser, worin Gc- l treide aufgehoben wird, heißen Scheunen. l Diele Häuser, die beysammen stehen, heißen eine Stadt, ein I Marktflecken, ein Flecken, ein Dorf. Ju^einer Stadt sind Gassen, Thore, Markte, Plätze, Gasthöfe, Mühlen , Kirchen, Thüme, I und auf den Thürmen Glocken und Uhren; in den meisten Stad- ! ten findet man auch ein Nathhaus, ein Armenhaus oder Hospital,, ein Krankenhaus. Wenn ich von einem Orte zum andern will: so kann ich entweder gehen, oder reiten, oder fahren. Man fährt auf dem trv- ! ckenen Lande in Kutschen, Kaleschen, Wägen, Schlitten; über das Wasser kommt man auf Brücken oder Stegen; auf dem Wasser fährt man in Schiffen, Flößen, Kähnen. Heilusg ist den Körpern der Menschen und Thiere nöthig, wenn sie krank find. Alle Dinge, die dazu angewandt werden, heißen mit einem allgemeinen Nahmen Arzeney. Man braucht dazu die Safte, Blätter, Rinden, Saamen und Früchte vieler Pflanzen; auch einige Lheile der Thiere und der Mineralien. Manche Arzeneyen werden äußerlich auf die Haut gelegt, und heißen Pflaster, Salbe, Balsam. Andere aber werden eingenommen; bald fiüßig in Tropfen und Tränken; bald fest, als Pulver, Pillen, u. dgl. Eine der beßten Arzeneyen ist das frische Wasser; denn es befördert die Reinigkeit, welche'zur Gesundheit des Leibes durchaus nöthig ist. Es hilft die Speisen verdauen, wenn man cs trinkt; es Beschreibung -er gemeinen Dingen. nstischet und stärket die Nerven, wenn man sich damit wäscht und darin badet. Einige Dinge braucht der Mensch zur Nothdurft, das heißt: er kann ohne dieselben nicht leben, nähmlich Brod und-Waffer, einen Rock, und ein bedecktes Haas. Andere dienen zur Bequemlichkeit, das heißt: wer sie hat und braucht, dem wird das Leben leich- ln, als dem, der sie nicht hat. Mit Messern, Gabeln, und Löffeln kann man bequemer essen, als mit den Fingern, und ans einem Kruge leichter trinken, als aus der hohlen.Hand. Auf einem Bette liegt man bequemer, als auf dem Strohe, oder auf der harten Erde. Leichter und schneller kann man reisen, wenn mau fahrt, als wenn man zu Fuße geht. Noch andere braucht man zur Pracht, oder zum Puy, zur Zierde, nähmlich alle Dinge, welche für schön gehalten werden, glanzen oder Mn sind; z. B. Silber, Gold, Edelsteine, Perlen. Man kann sehr gut leben, wenn man auch diese Dinge nicht hat. Wenn ein Mensch stirbt: so nimmt er seine Güter nicht mit, sondern sie bleiben alle da. Seine Kinder, Anverwandten oderFreunde erben das, was er zurück gelassen hat. 7. Von der Gesellschaft und Lebensart der Menschen. Viele Dinge wachsen zwar in, aus und auf der Erde, ohne daß jich die Menschen darum Mühe geben; aber doch nicht so viel, als ft brauchen. Darum müssen die Menschen viele Pflanzen und Bäume anbauen, ihre Saamen und Früchte einsammeln und zubereiten; und was einer nicht selbst anbauen und machen kann, das muß er von andern kaufen. Alles, was die Menschen dieferhalb thun, heißt Arbeit. Die Arbeit wird leichter, und geht geschwinder von Statten, wenn ein Mensch dem andern hilft; darum leben stein Gesellschaft. Mehrere Familien, die beyfammen in einem Dorfe oder in einer Stadt wohnen, heißen zusammen eine Gemeine, Bürgerschaft. Sie führen mancherley Lebensarten und treiben verschiedene Geschäfte. Die Leute, welche in den Dörfern wohnen, nennet man gemeiniglich Bauern oder Landleule. Ihr Geschäft ist die Landwirtschaft, wodurch sie Pflanzen und Thiere gewinnen. Pflanzen gewinnen sie durch den Feldbau, Gartenbau, Wein- ,6 Erster Abschnitt. bau, Holzbau. -— Sie düngen, pflügen, und eggen den Acker. Dazu brauchen sie den Pflug, die Egge. Alsdann säen und pflanzen sie Getreide, Flachs, Hanf, und Obstbaume. Wenn das Getreide reifist: so wird es mit der Sense gemähet, oder mit der Sichel geschnitten , und in Garben gebunden. Dieses Geschäft nennet man die Erndte. Alsdann wird es gedroschen, oder mit Pferden ausgetreten, und durch Würfen, Fegen und Sieben von der Spreu gereinigt. Die ausgedroschenen oder ausgetretenen Garben heißen nun Stroh. — Der Flachs und Hanf wird gerauft, geröstet, gebrecht und' gehechelt. Gras für das Vieh wächst auf den Wiesen. Wenn es das erstemahl gemähet und gedörret ist: so nennet man es Heu, das zweytemahl aber Grummet. Die Leute welche den Gartenbau treiben, heißen Gärtner. Thiere werden gewonnen durch die Viehzucht, Jagd, Fische- rey, Bienenzucht, und den Seidenbau. Das Vieh bekommt entweder im Stalle Futter und Streu, oder es wird geweidet. Eine Anstalt, wo Schafe in Menge gezogen werden, heißt eine Schäferei). Ein Mensch, der das Vieh hütet, heißt Hirt, und der die Abwartung der Schafe besorgt, ein Schäfer. Die Fische werden in Teichengehalten, und wenn sie eßbar sind, in Haltern verwahret. Die Neuen wohnen in Körben oder Stöcken, und bedürfen ebenfalls man- chertey Wartung. Die-Eyer des Seidenwurms werden in einer warmen Stube ausgebrütet, hernach die Raupen mit den Blattern des weißen Maulbeerbaums gefüttert, bis sie sich einspinnen. Darauf wird das Seideney oder der Kokong abgehaspelt, und die Seidt gesponnen. Mineralien werden gewonnen durch den Bergbau. — Schwefel, Alaun, Vitriol, wie auch alle Metalle werden von den Bergleuten gegraben. So wie die Stücke aus der Erde kommen, heißen sie Erz, und sind vermischt oder unrein. Alsdann aber werden s>e klein gepocht, gewaschen, durch das Feuer geschieden, oder auf andere Art gereiniget. Das Salz, womit wir gewöhnlich unsere Speisen würzen, wird entweder aus der Erde gegraben, und heiß Steinsalz, oder aus Salzquellen gekocht, und wird Kochsalz genannt Die Leute, welche in den Städten wohnen, nennt man gewöhnlich Bürger, und ihre Arbeiten heißen Handwerke und Künste« Sie machen aus den Mineralien,, wie auch aus den Theilender Beschreibung der gemeinen Dinge. izr l. Manzen und Thiere alle die Sachen, welche ich und andere Men- i- Hen zur Nochdurst und Bequemlichkeit, wie auch zum Vergnügen ^ Lebens brauchen. !c Für unsere Nahrung arbeiten: der Müller, der Bäcker, der >- Fleischhacker, der Koch oder die Köchinn. — An unserer Kleidung: - der Tuchmacher, der Leinweber, der Gerber, der Handschuhma-- >k chcr, der Kürschner, der Schneider, der Schuhmacher, oder Tschis- n inenmacher, der Hutmacher, u. a. — An unserer Wohnung: der Baumeister, der Maurer, der Zimmermann, der Handlanger, der n Schmidt, der Schloßer, der Glaser, und der Tischler. Die Leute, welche Arzeneyen zubereiten, heißen Apotheker. Der Platz, wo ein Handwerksmann arbeitet, heißt die Werkstatt. Renn mehrere zusammen arbeiten, so nennet man es eine Fabrik. ' Ein junger Mensch, der ein Handwerk lernt, heißt Lehrling k oder.Lehrjunge; wer es völlig gelernt hat und treibt, heißt Gesell, l, und wer andere darin unterrichtet Meister. » Einige Leute nehmen die Fremden in ihre Hauser auf, geberr g ihnen zu essen und zu trinken, und lassen sich dafür bezahlen. Man - nennet diese Leute Gastwirthe; und ein Haus, wo Fremde oder Reisende einkehren, l cißt ein Gasthof, Wirthshaus, eine Schenke. Manche Menschen beschäftigen üch bloß damit, daß sie andere '' Leute lehren und unterweisen. Man nennt sie Pfarrer, Schulmeis " fier, Lehrer, Professoren, Sprachmeister, u. dgl. Ein Ort, wo er- E mchstne Leute zusammen kommen, um sich lehren zu lassen, heißt ^ Kirche. Für junge Leute nennt man es eine Schule, Universität. Ein junger Mensch, der in die Schute geht, heißt Schüler, der k' auf einer Universität lebt, Student. l' Einige schreiben auch Bücher, welche hernach gedruckt werden, " wie dieses Buch, das ich jetzt lese, gedruckt ist: diese heißt mau ^ Schriftsteller. ^ Einen Mann, dev den Kranken Rath gibt und sagt, was für ^ Arzeneyen sie brauchen sollen, nennet man Arzt. Wenn er Wunden ^ verbindet, zerbrochene Knochen heilt, so heißt er Wundarzt. ^ Endlich sehe ich auch Menschen, welche Waffen tragen, und ^'1 Soldaten genennet werden. Das Geschäft, oas diese Menschen trei- ben, besieht darin, daß sie diejenigen abhalten, die mns mit Geis rvalt Schaden lhun , uns unsere Saa-en nehmen wollen. - B ,8 Erster Abschnitt. In jeder Gesellschaft sind einige, welche zu befehlen haben, Man nennet sie Befehlshaber, Vorgesetzte, Obrigkeiten. Bey den Soldaten heißen sie Offiziere. Ein Mann, der allen Menschen im ganzen Lande zu befehlen hat, heißt ein Kaiser, König, Landesherr. Die übrigen Menschen müssen der Obrigkeit gehorchen, und heißen daher Unterthanen. Wer nicht mit andern Menschen Ln Gesellschaft, sondern ganz für sich allein lebt, und an einem abgelegenen Orte wohnt, den nennet man einen Einsiedler. 8- Vom Nutzen und Schaden der Dinge. Alle die Dinge, von denen ich bisher erzählt habe, tragen zur Erhaltung und Erleichterung unseres Lebens bey; sie sind uns mißlich. Es geschieht aber auch zuweilen, daß sie uns das Leben schwer machen: alsdann nennen wir sie schädlich und gefährlich. Wenn wir die nützlichen Dinge recht brauchen: so können wir Schade« und Gefahr oft abwenden. Die reine Luft ist Menschen und Lhicren zur Erhaltung des Lebens, und den Pflanzen zum gesunden Wachsthume noll-wendig. Auch die Bewegung der Luft oder der Wind sst sehr nützlich; denn er hindert die Faulniß, trocknet die Erde, treibt die Wolken über das Land, setzt Mühlen und Schiffe in Bewegung. Wenn aber die Luft mit faulen Dünsten angefüttt ist: so können daraus ansteckende Krankheiten entstehen, woran in kurzer Zeit viele Menschen oder Thiere sterben. Man nennet dergleichen Krankheiten Seuchen, Pest. Der Sturm reißt bisweilen Bäume aus der Erde, und wirft die Hauser um. Das Wasser setzt er in so starke Bewegung, daß die Schiffe davon zerbrechen oder untersinken; und die Menschen können der Gewalt des Windes nicht sehr widerstehen. Blitz und Donner haben ihren gewissen Nutzen; denn sie kühlen und reinigen die Luft, und befördern die Fruchtbarkeit der Erde; such thut der Donner keinen Schaden; denn er ist ein bloßer Schall. Aber der Blitz kann Baume zerschmettern, Hauser anzünden, Menschen und Thiere tödten. Doch können die Menschen sich einigermaßen Huchen. Das Feuer ist uns sehr'nützlich; denn wir warmen unsere Beschreibung der gemeinen Dinge. 19 ", Stuben damit, wenn es kalt ist; wir brauchen es, um unsere Spei- scn zu kochen, zu backen und zu braten; um die Metalle glühend ^ zu machen und zu schmelzen. Aber es kann auch großen Schaden ^ a,irichten, wenn Wälder, Häuser, und in den Häusern Menschen ^ »der brauchbare Sachen verbrennen. Damit das nicht geschehe, muß jeder Mensch mit dem Feuer vorsichtig umgehen, und Kinder dür- 'i fen mit dem Feuer nicht spielen. Wenn ein Haus angebrannt ist: so " kaim man es mit Master löschen. Dazu braucht man Feuersprützen. Auch die Abwechselung-der Wärme und Kalte ist gut; denn die Kalte zieht wieder zusammen, was die Wärme ausgedehnt hat; aber, wenn es sehr kalt ist, so erfrieren bisweilen Menschen und k Lhiere. — Auch den Manzen thut die Kälte oft Schaden, und hin- dert sie zu wachsen. k Der Regen, Thau und Schnee sind überaus nützlich; denn, " ft befördern das Wachsthum der Pflanzen. Wenn es zu wenig " regnet; so wird der Acker trocken, und die Pflanzen verdorren. Wenn es zu viel regnet: so wird der Acker naß, und die Pflanzen verfau- - len. Wenn Wolkenbrüche fallen, oder der Schnee jahling zergeht: - so entstehen Überschwemmungen, wodurch die Saatfelder^ Gärten " und Wiesen verwüstet, Häuser und Bäume umgerissen und wegge- r schwemmt werden^ Auch Menschen und Thiere kommen dabey in Gefahr zu ersaufen. Dagegen schützen sich die Menschen durch Dämme " und Kanäle. i Übrigens können die Menschen ohne Wasser nicht leben; denn ' was sollten sie trinken ? womit sollten sie sich selbst und andere Sachen waschen und reinigen, wenn sie kein Wasser hätten? Das Was- i ser treibt auch die Schiffe, in welchen die schweren Sachen fortge- § schaft werden. In Wasser leben eine Menge Thiere., die wir Men- i schm auf mancherley Art brauchen können. r 9. Von der Zeit. ' Von der Zeit an, da heute die Sonne aufging, bis zu der ' M, da sie morgen wieder aufgehen wird, vergehen vier und zwan- jig Stunden. Eine-Stunde wird in sechzig Lheile gecheckt, welche Minuten heißen. Vier und zwanzig Stunden zusammen heißen .in Tag. Einen Lheil des Tages nennen wir Morgen, einen anders ^ Mittag, einen dritten Abend , einen vierten Mitternacht. Die iseit ! Bs so Erster Abschnitt. von Morgen an bis zum Mittag, heißt der Vormittag ; und dieZeii , vom Mittage an bis gegen Abend, der Nachmittag. , Sieben solche Tage zusammen sind eine Woche. Diese sieben Tage heißen: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoche, Donnerstag, Freytag, Sonnabend oder Samstag. Dreyßig oder ein und dreyßig solche Tage machen einen Monat aus, und zwölf solche Monate ein Jahr. Die zwölf Monate heißen: Januar oder Jänner, Februar oder Hornung, März, April, May, Juni- Juli, August, September, Oktober, November, Dezember. Von diesen zwölf Monaten heißen die ersten drey der Winler, die folgenden drey der Frühling, die drey darauf folgenden der Sommer, und die letzten drey der Herbst. Sie sind aber nicht auf der ganzen Erde so wie hier; sondern in manchen Gegenden der Eck ist zweymahl im Jahre Sommer, und zweymaht Winter. Dich Dinge stehen im Kalender. Der Kalender ist ein Büch, in welchem alle Tage eines Jahres ausgezeichnet sind. Wenn mir Jemand etwas erzählt; so frage ich: Wann ist dm das geschehen? Will er mir nun darauf antworten: so nennet er mir entweder das Jahr, in welchem es geschehen ist, nach einer Zahl, welche die Jahrzahl genenuet wird. Die gegenwärtige Jahrzahl heißt »s»o. Oder er nennet mir den Tag des Monats, ebenfalls nach einer Zahl. Z. B. dieses ist den Losten. May, oder derr öten Oktober geschehen. Oder er nennet mir auch die Stunde des Tages, z. B. Früh um Z Uhr; Vormittags um 10 Uhr; Nachmittags um 4 Uhr; Abends um 9 Uhr. Denn durch die Uhr wird angezeigt, wann eine Stunde anfängt. Außer den Sonntagen gibt es auch noch andere Feyertage ober Festtage. Der erste Tag des Jahrs wird immer gefeyert, und heistt der Neujahrstag. In das Frühjahr fallen zwey große Feyertage, ^ uähmlich Ostern, und sieben Wochen daraufPfingsten. Das Osterfest wird zumAndenken derAuferstehungChristi,und dasPfingstfest zumAn- denken der Sendung des heiligen Geistes zu den Aposteln gefeyert.Ar Freytag vor Ostern heißt Charfreptag; an diesem Tage ist Christus gekreuziget worden. Zehn Tage vor Pfingsten ftyern die Christen Himmelfahrt Christi. Im Winter, und zwar immer den 2§sten und rüsten Dezember ftyern wir das Weihnachtsftst; um diese Zeit ist Christus geboren. Ostern und Pfingsten nennt man bewegliche Fest« Beschreibung der gemeinen Dinge. si tage, weil sie jährlich an verschiedenen Tagen des Jahres gefeyert lvttden. Die Zeit ist Heils vergangen, Heils gegenwärtig, Heils zukünftig. Viel Zeit ist schon vergangen; die gegenwärtige ist ein Augenblick; wie viel noch zukünftig ist weiß ich nicht. i i. Von Gott. Vor einiger Zeit kam ich in eine Stube, und sah da eine Sackuhr, die vorher nicht da gewesen war. Gleich fragte ich: Wer hat die Uhr in die Stube gebracht? —In den ersten schönen Tagen des Frühlings kam ich in einen Garten, wo im vorigen Jahre nichts als Gras wuchs. Heuer fand ich eine Menge Bäume, drein ordentlichen Reihen da standen. Meine erste Frage war: Wer hat denn die Bäume hierher gesetzt?—Gestern suchte ich meine Schreib- fedcm an dem Orte, wohin ich sie gelegt hatte , und fand sie nicht. Zch fragte also: Wer hat meine Schreibfedern weggenommen? Von sich selbst konnte die Uhr nicht in die Stube gekommen seyn. Von sich selbst konnten auch die Bäume nicht in dem Garten entstanden seyn: denn wenn auch von vhngefähr Saamcnkörner ausgefallen wären: so würden sie doch nicht von ohngefähr in ordentliche gerade Reihen gefallen seyn. Von sich selbst konnten auch meine Schreibfedern nicht vom Platze gekommen seyn. So oft also etwas geschehen ist, nehme ich für ausgemacht an, daß jemand es gethan hat. Das heißt: Ich weiß gewiß, daß jede Veränderung eine Ursache haben muß. Darum frage ich gerade zu: Wer hat die Uhr ausgestellt? Wer hat die Bäume gesetzt? Wer hat die Federn weggenommen? Da ich nun die Sonne, den Mond, die Sterne, die Erde und die vielen Dinge auf der Erde sah, die nicht von Menschen gemacht sind; so fragte ich auch: Wer hat die Sonne und die Sterne und die Erde gemacht ? Von sich selbst können sie doch nicht geworden seyn. Mein Lehrer antwortete mir: Allerdings hat sie jemand gemacht. Wir nennen ihn Gott! Einige Kinder spielten auf einem Anger, und wollten um die ! Wette laufen. Ein großer Balken lag ihnen im Wege; sie wollten ! ihn gern wegschaffen. Zwey oder drey der größten Knaben machten ! sich darüber her; aber der Balken war ihnen zu schwer. „Wir wollen alle helfe»!" riefen die andern Kinder; und alle schoben und sr Erster Abschnitt. zogen, so sehr sie konnten; aber der Balken wich nicht von der SW. Indem sie sich so vergebens bemühten, kam ein Bauer. Den baten die Kinder ihnen zu helfen. Er hieß sie alle weg gehen, und wälzte ganz allein den Balken fort. Wie kam's doch, daß die Kinder dem Balken nichts anhaben konnten, und daß ihn der Bauer mit so leichter Mühe wegschaffte? — Daher kam's, weil der Bauer starker war, als die Kinder alle zusammen. Wenn alle Menschen sich Mühe gäben, eine Sonne, einen Stern, oder einen Erdkörper zu machen, so würden sie es doch nicht können. Gott hat viele Somm und viele Sterne gemacht: daraus erkenne ich, daß Gott mächtig» ist als alle Menschen zusammen. Mein Vater läßt mich bey sich wohnen, gibt mir alle Tage za essen und zu trinken, schafft mir Kleider, und schenkt mir viele Sachen , worüber ich eine Freude habe. Darum nenne ich meinen Vater gütig, und glaube, daß er mich lieb hat. Die Menschen wohnt» und leben auf der Erde, die Gott gemacht hat. Auf dieser Eck wachst alles, was die Menschen brauchen. Sie finden da zu chn und zu trinken, finden da Sachen, woraus sie sich Kleider machen, Hauser bauen, Werkzeuge verfertigen können. Sie können auf d» Erde vergnügt leben; denn Gott schenkt ihnen alle Tage vielt Dinge, worüber sie Freude haben. Daran erkenne ich, daß Goll gütig ist und die Menschen lieb hat, und daß sie ihn, wie ihm guten Vater ansehen können. Weil aber kein Mensch jemahls diesen Gott gesehen hat, so glauben wir, daß man ihn gar nicht sehen kann, und neunen ihn cheßwcgen unsichtbar. Zweyter Abschn i t t. Witzige Einfalle und Anekdoten. Bergler ch u n g e n. Die Welt, sagt Pythagoras, ist einer Messe gleich, in welcher einige kaufen, andere verkaufen, uud andere Zusehen. Witzige Einfälle und Anekdoten. Ile. in s. Solon verglich die Strafgesetze den Spinnengeweben, in welchen kleine und schwache Fliegen hangen bleiben, die aber von den starkem Brämsen leicht zerrissen werden. Lehrreiche Antworten. ü- en 1 « c>> ka « rlk ,!I tt Z. Als man eimahl dem Plato sagte: daß es Leute gäbe, welche von ihm übel sprachen und ihn verlaumden wollten ; antwortete er ganz gelassen: Wohl! das mögen sie immer thun, ich werde ober so leben, daß ihren Spottredcn und Verläumdungen niemand Glauben bcpmesscn wird. 4. Sokrates wurde einst gefragt: Warum er die Verwaltung des Staats nicht übernehmen wolle? da er doch diese Kunst am beßten verstünde. Er antwortete darauf: Daß derjenige dem Staate viel nützlicher werden könnte, welcher durch seinen Unterricht, zur Staatsverwaltung geschickte Männer erziehet und bildet; als der, «reicher selbst gut regieret. z. Als jemand, von eben diesem Sokrates wissen wollte, wie man es am leichtesten so weit bringen könnte, daß man von allen geschaßt würde; wenigstens, daß man überall im guten Ruf stünde: so sagte er: Dreß könne man dadurch erhalten; daß man immer das Beste rede und thue. Äußerungen des Muths. 6. Da einst Agis, König der Lacedemonier, hörte, daß es unter seinen Soldaten manche gäbe, die sich vor der Menge der Feinde fürchteten; sagte er: Ma;r müsse nicht fragen, wie groß die Anzahl der Feinde, sondern wo der Feind sey? 7. Als man sich von eben diesem Agis erkundigte, wie viele Soldaten er in seiner Armee hätte; so sagte er: so viele, als ich zur Vernichtung des Feindes nöthig habe. 8. „Die Menge der Feinde ist erstaunend groß!" sagte einer Zn einem Spartaner. Dieser antwortete ihm: „Desto glorreicher wird der Sieg sepn, den wir über sie erhalten werden." Merkwürdige Sprüche. 9. Als Anthistenes befragt wurde, woher es komme: daß die Reichen von den Gelehrten, und nicht djest von jenen, besucht S 4 Aweyter Abschnitt. werden; so antwortete er: Weil die Gelehrten wissen, was ihm fehlt, jene aber nicht. 10. Als Sokrates erfuhr, daß jemand von ihm übel sprach, sagte er: Ich wundere mich gar nicht, daß jener von mir übel spricht; er hat ja gut sprechen nie gelernt. Anekdoten. »». Als Anthistenes einen sehr ungeschickten Bogenschützen bemerkte; setzte er sich ganz nahe ans Ziel. Als man ihn nun fragte: warum er das thäte? so sagte er: „damit er mich dort nicht treffe. ir. Ein Schwätzer besuchte einmahl den Aristoteles, und sagte nach vielem Schwatzen zu ihm: „Ich bitte recht sehr um Vergebung, wenn ich Ihnen etwa mit meinen Reden beschwerlich fiel." „Sie haben gar nicht Ursache um Vergebung zu bitten, antwortete Aristoteles, „denn ich habe Sie wirklich nicht bemerkt." iZ. Bias befand sich einst, wahrend eines heftigen Sturmes, in einem Schiffe, auf welchem eine große Anzahl böser Leute wae, die aus Furcht von einem unvermeidlichen Schissbruche, die Götter um Hülfe anriefen. „Schweigt," sagte Bias, „damit die Götter nicht gewahr werden, daß ihr hier seyd." »4. Ein Dieb kroch einmahl durch das Fenster in ein Bauer- Haus, und sing da an herumzutappen, um etwas zu finden, was er stehlen könnte. Der Bauer, welcher noch nicht geschlafen hatte, und also gut sah, wie der Dieb in sein Haus hinein kroch, sagte zu ihm: „Mein Freund! was suchst du denn hier bey der Nacht, an einem solchen Orte, wo ich selbst beym Tage nichts finden kann?" iL. Ein Offizier, welcher in einer Schlacht seinen linken Fuß verloren hatte, ließ sich aus Holz einen andern machen, der seinem natürlichen Fuß sehr ähnlich war. Eine Zeit darauf geschah es, daß ihm eine Kanonenkugel diesen hölzernen Fuß in der Batalie wieder wegriß. Die Soldaten, die um ihn herum standen, schrieen gleich- daß man geschwind den Wundarzt ruffen möchte. „Nein, sagte der blessirte Offizier, nein, ruffet mir nicht den Wundarzt, sondern den Zimmermann. »6. Ein Handwerksmann hatte zwey Söhne, von denen der Eine äußerst faul war, und sehr gerne lange bis in den Tag hineiu schlief; der Andere dagegen war fleißig, und immer mit seiner Ar^ Witzige Einfalle und Anekdoten. Sekt beschäftigt. Als dieser eines Morgens sehr frühe ausgegangen nm, fand er einen Beutel voll Geld, den er sogleich seinem Vater nach Hause trug, welcher damit aufdie Stube seines zweyten Sohnes ging. Da er ihn noch im Bette fand: so wies er ihm denBeu- Nl, und sagte zu ihm: „Du Faulpelz! siehst du, was dein Bruder für das frühe Aufstehen gefunden hat?" Mein lieber Vater, antwortete der Sohn, wenn jener, der den Beutel verloren hat, auch so lange im Bette geblieben wäre als ich, so würde er den Beutel nicht verloren haben. i?. Ein gewisser feigherziger Jäger sprach zu einem Holzhauer, er möchte gern die Spur eines Löwen aufsinden, und bath ihn, daß er sie ihm doch zeigen möchte, wenn er eine bemerkt hätte. Der Holzhacker sagte zu ihm: „Ich will dir den Löwen selbst zeigen. Dort ist er: siehst du ihn?" — Als der Jäger den Löwen erblickte; so begann er so zu zittern, daß ihm die Zähne klapperten. Er wandte sich zu dem Holzhacker, und sagte: „Ich suche eigentlich nicht den Löwen, sondern nur die Spur von dem Löwen. iß. Ein Dieb wurde verurtheilet, es sollten ihm die Ohren abgeschnitten werden. Als der Scharfrichter ihm seine langen und m den Kopf Hangenden Haare auf die Seite gemacht hatte, fand er keine Ohren mehr, weit sie ihm schon an einem andern Orte abgeschnitten wurden. Er fragte ihn also: „Wo hast du deine Ohren?" „Ey! man kann vor euch Schelmen keine Ohren behalten," antwortete der Dieb ; „glaubt ihr denn, daß sie wieder wachsen, wie die Krebsscheeren." iy. Nach der Schlacht bey Rosbach sah der König von Preußen Friedrich der Zweyte einen Französischen Grenadier, der allein sch gegen mehrere Hußaren vertheidigte, und sich durchaus nicht ergeben wollte. „Hältst du dich denn für unüberwindlich?" fragte der König, nachdem er befohlen, ihn frey zu lassen. Ja, Ew. Majestät, — erwiederte der Franzose, — wenn Sie mein General waren, a) 20. Die Pagen des Königs von Preußen, kannten seine natürliche Nachsicht so gut, daß sie dieselbe zuweilen mißbrauchtem Da einer von ihnen einst seine Geduld erschöpft hatte; so zog er sich eine Maulschelle Zu. Weil hiedurch seine Frisur etwas in Unordnung ») Ew. Majestät, «lvs«ä Euer Majestät, kol-eKss Ursm. »6 Zweyter Abschnitt. gerathen war, so stellte er sich vor einen Spiegel, um sie wieder zurechte zu machen, als ob der König gar nicht zugegen wäre. Schurke! sagte ihm Friedrich, was machst du da? Sire, antwor. Lcte ihm der verschlagene Page ganz ruhig, ich möchte nicht gern, daß meine Kameraden drausscn merkten, was hier so eben zwischen uns beyden vorgefallen ist. — Der König schüttelte den Kopf, schwieg und ging in ein Nebenzimmer um ihn seine Toilette endigen zu lassen. 2i. Als einst ein Kandidat den König von Preußen um ein Amt bat, fragte ihn dieser Fürst, was für ein Landsmann er wäre? Ich bin ein Berliner, antwortete er. „Gehe, — erwiederte der Monarch, — die Berliner taugen nichts."— Ew. Majestät werden mir verzeihen, a) versetzte der Kandidat, — es gibt doch gute darunter, und ich selbst kenne zwey. — „Und wer sind denn diese zwey?" fragte der König. Der erste ist Ew. Majestät,—sagte der Kandidat, — und der zweyte bin ich. Der König lachte über diese Antwort, und billigte ihm seine Bitte. 2s. Ludwig der Eilfte hatte als Dauphin bisweilen bey einem Bauer in Burgund gegessen. Als er nun auf den Thron gelanget war: so erschien der Bauer, und machte ihm ein Geschenk mit einer Rübe von ungewöhnlicher Größe, um ihm, durch die Seltenheit dieser Wurzel, eine Art von Huldigung zu leisten. Ludwig nahm dieses Geschenk sehr gnädig auf, und ließ dem Bauer eine ansehnliche Summe Geldes dafür bezahlen. Der Herr des Dorfes, dem der Bauer sein Glück erzählte, glaubte noch mehr zu gewinnen, wenn er den König mit etwas beschenken wollte, daß eines Fürsten würdiger wäre. Er begab sich demnach mit einem der schönsten Pferde, das er in seinem Stalle hatte, an den Hof. Ludwig nahm dieses Geschenk eben so gnädig auf, als er zuvor die Rübe ausgenommen hatte, und nachdem er viel zum Lobe des Pferdes gesagt hatte, setzte er hinzu: „Man hole mir meine Rübe her" — wandte sich damit zu dem Edelmann, und sagte: „Hier, mein Freund, habt ihr eine Rübe, die in ihrer Art eben so selten ist, als cm Pferd, ich beschenke euck damit, und bedanke mich." 2z. Heinrich der Iv-te, König von Frankreich, begegnete einst a) Ew. Majestät werden mir verzeihen, LaZeäelmer KLreK Hr»m. 27 Witzige Einfälle und Anekdoten. in den Zimmern des Schlosses einem Menschen, den er nicht kannte, und dessen Äußeres eben nichts Ausgezeichnetes verrieth. Er fragte ihn, wem er angehöre? a) „Mir selbst!" d) war die Antwort, mit einem ziemlich stolzen und unanständigen Tone. „Mein Freund," antwortete der König, „so habt ihr einen närrischen Herrn." 24. Als ein Schwätzer die Redekunst vom Sokrates lernen wollte, so verlangte dieser Weise von ihm noch einmahl so viel, als er sonst von Andern dafür erhielt. Der Schwätzer fragte ihn deshalb um die Ursache. Sokrates antwortete: „weit ich dir nicht nur das Reden, sondern auch das Schweigen lehren muß." 2L. Ein fremder Offizier ritt über den Schloßplatz in Berlin, und fragte einen Gelehrten, der neben ihm ging: „mein Freund, kann Er mir nicht sagen, wo bier der König von England ist?"e) „O ja," erwiederte dieser, „haben Sie nur die Güte, hier gerade in diese Straße zu reiten, da werden Sie die Überschrift, die Sie suchen, auf dem zehnten oder zwölften Haufe finden." — „Gut, mein Freund, sey Er bedankt!" 6) schallte es aus dem Munde des Offiziers. „Erlauben Sie," fuhr der Gelehrte fort, „daß ich Ihnen noch sage: ich heiße nicht Er , und bin nicht Ihr Freund." 26. Als Friedrich der Il-te einen Bürgerlichen zu einem hohen Posten, den nur der Adel bekleidete, erhoben hatte, und ihm dieser anzeigte, daß er nicht von Adel sey, so antwortete der König: „Das weiß ich recht gut; Seine Verdienste adeln Ihn, und wer dawider was hat, der wird es mit mir zu thun kriegen." 27. Ein reicher Bauer hielt beym Könige von Preußen um einen Titel an. Der Monarch bewilligte ihm schlechtweg den Titel eines Rathes. Der Bauer war nicht damit zufrieden, und meynte, es müsse noch e.was daran seyn, daß es besser klänge. Der König Web unter seine neue Vorstellung deßwegen: „so sott Er meinetwegen Tikutar- Rath seyn." 2g. Es bat jemand um den Titel eines Kriegsraths, und er-? hielt zur Resolution: „der Titel würde ihm mit der Bedingung ä) wem er sngehöre? Koz7 ki v»ßV Lindere volns? k) Mir selbst, L' lNÄZÄln«. c) Der König von England, 187 neveraek vellävAsozaciot LerUnbso. cl) Sey Er bedankt; kölLöwirn s' ksirä iärLätsäßst. I ! LZ Zweyter Abschnitt. ertheilt, daß er sich nie unterstünde, Sr. Majestät im Kriege eiim Rath zu geben." (Sr. nr ar, Seiner). 29. Der Rath einer Stadt ließ einen Bürger in Gefangch sehen, welcher beschuldigt ward, daß er Gott, den König und einen Edlen Rath gelästert habe; und fragte bey dem König an, M welcher Strafe der Bürger belegt werden sollte. — Der König antwortete: „Daß der Arrestant Gott gelästert hat, beweiset, daß ee ihn nicht kennet; daß er mich gelästert hat, vergebe ich ihm; daß er aber einen Edlen Rath gelästert hat, dafür soll er exemplarisch gestraft werden, und auf eine halbe Stunde nach Spandau kommen." Zo. Nach einem sehr beschwerlichen Marsche im siebenjährigen Kriege, sehnte sich der König nach einiger Ruhe. Die Soldaten von der Feldwache machten ihm von Stroh ein Lager, wickelten ihn in seinen Mantel, und er schlief ruhig ein. Indessen wurde die Feldwache abgelöst. Einer von den neu angekommenen Soldaten sah den König, hielt ihn aber für einen Offizier; er legte sich neben ihn, und zog von dem Stroh, auf welchem der König ruhte, eine Hand voll nach der andern hervor, um sich sein Lager bequemer zu machen. — Der König erwachte endlich davon, und sagte zum Soldaten: „Nun wahrhaftig, du.wirst mir noch alles Stroh wegnehmen." Als er nun voller Bestürzung den König erkannte, und ihm geschwind wieder das Stroh unter den Leib legen wollte, sagte der König: „Laß es nur gut seyn, und behalte, was du hast!" Zr. Ein noch auffallenderes Beyspiel, von Gelindigkeit und königlicher Herrschaft über sich selbst, gab Friedrich, als er zm erstenmahl, seine bekannte Geschichte des siebenjährigen Krieges geschrieben hatte. Die ganz vollendete, aber noch nicht abgeschriebene Handschrift dieser Geschichte lag auf einem Tische, über welchem ein Kronente achter hing. Durch den Fehler eines Pagen, fiel ein Funke von demselben auf die Handschrift, und brannte sie zu Asche. Der Page warf sich vor dem König nieder, um ihm dieses Unglmi anzuzeigen. Friedrich antwortete weiter nichts als: — „also schreibe ich diese Geschichte noch einmahl." Z2. Wenige Jahre vox seinem Tode sah er einst aus seinem Fenster in Potsdam, einen großen Haufen Leute, die alle gierig tll en lit >t- cr V e>r e» eil ie eil e« e, e- te l!l ee id « e- ie « ^il k i- 11 Witzige Einfalle und Anekdoten. Lj- -as Schloß hinauf gafften. „Was wollen diese Leute?" fragte er einen seiner Kammerdiener. Dieser meldete ihm: es sey ein Pasquill gegen Seine Majestät M Schlosse so hoch angektebt, daß man es kaum von unten lesen kenne. Der König antwortete: „Man soll das Pasquill herunterneh- nien, und sofort wieder unten an der Ecke des Schlosses ankleben, -mit sich die Leute das Genick nicht verdrehen, und den Kopf im Hinaufsehen nicht so weit zurücklegen müssen." ZZ. Ein eingebildeter Stutzer wollte sich einst über die Unfähigkeit eines Andern lustig machen, und sagte zu Ludwig den XlV-ten. „Man würde ein dickes Buch von dem schreiben können, was dieser Herr nicht weiß." Der König antwortete diesem Spötter mit ernster Mieneund man würde nur ein sehr kleines Buch von dem schreiben können, was Sie wissen." Z 4 . Einst stritten ein Grieche und ein Venetianer mit einander, über den Vorzug ihrer Nationen. Der Grieche sagte zum Beweise, daß die Seinige, alle andere Nationen übertrafe: denn von Griechenland waren alle Weise und Gelehrte ausgegangen. — „Frey- lich, — versetzte der Venetianer, — denn man findet keinen mehr darin." Sokrates lernte noch in seinem Alter auf der Cither spielen. Wie? sagte jemand zu ihm , noch im Atter willst du Musik lernen? „Ja!" antwortete er, „es ist besser, eine Sache spat, als memahls lernen." z6. Dämonap wurde gefragt: wann er angefangen habe, vernünftig zu denken? — Er antwortete: „Von der Zeit an, als ich anfing, mich selbst kennen zu lernen." 27 . Ein Spanier befand sich in Rußland, wo er einmahl an einem Wintertage durch ein Dorf ging. Hier verfolgten ihn die Hunde und bellten-, wie gewöhnlich, ihm lange nach. Der Spanier bückte sich, um einen Stein zu ergreifen, womit er sie fortjagen wellte; aber der Stein war so fest gefroren, daß er ihn nicht losreißen konnte. „O verwünschtes Land!" rief er aus, „wo man die Hunde loslaßt, und die Steine anbindet. 28. An einem schönen warmen Frühlingstage bekam ein Edel- Zo Zweytcr Abschnitt. mann Lust, seinen Garten zu besuchen, wohin er seinen Knecht zvin Arbeiten geschickt hatte. Als er ihn lange vergeblich darin gesucht hatte, ging er endlich unter die Obstbaume, wo er ihn schlafend fand. Aufgebracht über eine solche Faulheit, weckte er ihn und sagte: „Du Schurke! heißt das arbeiten? Du bist ja nicht werth, daß dich die Sonne bescheine." — „Ach das weiß ich wohl," anrwor- tete der Arbeiter, „darum Hab' ich mich ja auch nur hier in den Schatten gelegt." Z9> Ein einfältiger Bauer, welcher glaubte, daß der Werih -er Dinge sich immer nach der Größe richte, wollte bey einem Uhr: macher eine Uhr von ungewöhnlicher Größe kaufen, und handelte darauf. Endlich sah er eine sehr kleine Repetiruhr, worauf er dir Hand legte mit den Worten: „Nun so werden Sie mir doch we- nigstens diese kleine da noch obendrein in Kauf geben?" 40. Als einmahl Diogenes gefragt wurde, zu welcher Zeit man zu Mittage essen sollte, gab er zur Antwort. „Ein Reicher, wenn er will; ein Armer, wenn er kann." 41. In einer großen gemischten Gesellschaft, wo sich Gelehrte und Offiziere befanden, sprach man viel über Friedrich den Einzi- gen und über Julius Cäsar. Man suchte beyde mit einander zu ver- gleichen, konnte aber nicht einig werden, wer von Beyden den Vorrang verdiene. „Da tob' ich mir doch meinen Fritze!^ (entschied endlich ein alter Husaren-Rittmeister) „der war doch wenigstens nicht ein solcher Pedant, wie jener, der seine Kriege lateinisch beschrieb." — 42. Marjvaux, der liebenswürdige Dichter der Franzosen, war der mitleidigste Mensch unter der Sonne: er konnte schlechterdings keiner Bitte widerstehen. Eines Tages fordert ein junger Mensch, mit einem Paar blühenden Wangen, mit blitzenden Augen, mit einem vor Gesundheit strotzenden Körper ein Almosen von ihm. Marivaux fragt ihn: warum arbeitest du nicht Bursche? — Ach, sagte der Jüngling, mit einer gerührten Stimme: wenn Sie wüßten, mein Herr, wie faul ich Lin, wie wenig Lust ich zum Arbeiten habe. Sie würden sich meiner erbarmen'.und Marivaux gab ihm einige Kreuzer und zwar mit Thronen in den Augen. *) Marivaux Witzige Einfälle und Anekdoten. Z» 42. In einer gewissen Reichsstadt wurde ein dummer Bauerkerl ,m letzten Kriege unter die Stadtsoldaten genommen. Als er auf den Wall zur Schildwacht gesetzt wurde, erhielt er unter andern such den Befehl, bey Nacht einem jeden dreymahl ünzuruftn, und wenn dieser dann nicht antworten und näher kommen würde, Feuer auf ihn zu geben. Als es finster ward, rief er den ersten, den er bemerkte, an: Wer da? Es antwortete niemand. Er rief noch eiiimhl, und es erfolgte keine Antwort. Ha, Ha, sagte er zu sich, dem werde ich sollen Feuer geben. Er rief noch einmahl: Wer da ? Niemand antwortete. Hierauf gieng erdem Menschen entgegen, nahm Stahl und Feuerstein aus der Tasche, schlug damit Feuer an, und sagte: da habt ihr Feuer. 44. Ein gewisser Mensch, der lange Zeit herumgereiset war, erzählte oft die gesehenen merkwürdigen Dinge mit einer so ausschweifenden Übertreibung, daß einer seiner Freunde ihm vorhielt, daß er sich durch die großen Lügen bey allen Menschen lächerlich mache. Der Gereisete antwortete: „Ich habe im Lügen, seitdem „ich wieder heimgekommen, eine solche Fertigkeit erlanget, daß „ich selbst nicht weiß, wenn ich lüge, oder die Wahrheit rede: deß- „wegen werde ich es euch sehr danken, wenn ihr inskünstige, so „oft ich in diesem Stücke ausfchweifen werde, mir auf die Zehen „tretet, damit ich wenigstens etwas wieder eintenken kan." Sein Freund versprach es. Nach einiger Zeit waren sie in einer Gesellschaft, wo der Reisende, unter andern, auch von einer Kirche, die »in Italien gesehen, sagte, daß sie zwey Meilen lang sey. Sein Freund trat ihm auf die Zehen, eben zu der Zeit, da einer aus der Gesellschaft fragte, .wie breit diese Kirche gewesen? O! antwortete kr, nicht über zwey Fuß. Hierauf brach die ganze Gesellschaft in rin starkes Gelachter aus. Zum Wetter! rief er, wenn ihr mich nicht auf die Zehen getreten hattet, so wurde ich sie so breit, als ste lang war, gemacht haben. Fi UK i, HF! Dritter Abschnitt. A2 Dritter Abschnitt. Moral in Beyspielen und Erzählungen. i. Vom Schlaft. Der kleine Fritz hatte eine sehr starke Abneigung gegen -a§ Aufstehen. Ob er es frühe gleich wohl einsah, wie viel er durch sm langes Schlafen versäumte, und auch oft den Vorsatz faßte, dich» Fehler zu verbessern: so wollte es ihm doch immer nicht gelinge», weil er noch nicht Muth genug hatte, seinen Widerwillen gegen das Gute zu überwinden. Im Sommer, wachte er einmahl des Morgens um fünfHr auf; plötzlich fiel ihm sein Vorsatz ein, und er dachte bey sich selch: einmahl muß ich doch den Anfang machen Mit diesem Gedanken sprang er hurtig aus dem Bette; es gin^l ihm aber ein Schauder durch den ganzen Körper; so stark empörte sich seine Trägheit dagegen. Er zog sich indeß geschwind an; allein während dem Anziehen war es ihm immer noch, als ob er sich wieder hinlegen sollte. Ei» paarmaht war er auch wirklich schon in Versuchung, es zu thun; aber er widerstand glücklich. Nachdem er sich gewaschen und vollends angekleidet hatte, De er sich hin, und bereitete sich aufseine Lektionen; und mit Vergnügen bemerkte er, daß ihm alles weit besser von statten ging, als sonst. Sein Lehrer war den Tag über außerordentlich mit ihm zufrieden: und seine Eltern, welche dieses hörten, überhäuften ihn mit Liebkosungen. Er selbst war heiter und vergnügt; es war ihm, als hatte er heute ein neues Leben angefangen. Da dachte er bey sich selbst: belohnt sich das Bischen Überwindung, welche das frühe Ausstößen mich heute kostete, mit ft großem Vergnügen; o so wäre ich ja wohl ein rechter Thor, wen» ichs nicht alle Tage so machen wollte. Moral in Beispielen und Erzählungen. zz Er thats; mit jedem Morgen wards ihm leichter, eben so früh -lifzustehen. Endlich wurde es ihm so gar zur Gewohnheit, so, daß er niemahls länger schlafen und im Bette bleiben konnte, wenn «auch gewollt hätte. 2. Von der Schädlichkeit des Hochmuths. Theobald, der Sohn eines ehrlichen Bauers, wurde bey einer Nrutenlieferung, mit unter die Soldaten genommen. Da ihn sein Schulmeister gut unterrichtet hatte, so hatte er das Lesen, Schreiben und Rechnen gelernet, und machte sich dadurch bey seinen Offizieren so beliebt, daß er schon im andern Jahre seines Dienstes Korporal wurde. Es wurde Krieg, und er zog mit zu Felde. Hier hielt er sich -ey jeder Gelegenheit sehr gut; er richtete alles pünktlich aus, was ihm aufgetragen wurde. Und wenn es an ein Fechten ging, so wich er niemahls, sondern hielt aus bis auf den letzten Mann. Deswegen schätzte ihn auch der General sehr hoch, und erhob Hu immer höher, öis er am Ende gar Oberster wurde. Man las seinen Nahmen oft in den Zeitungen, und so oft ihn der Pfarrer seines Geburtsorts las, lief er zu seinen Brüdern und erzählte eS ihnen. Und diese freuten sich darüber, daß sie einen so vornehmen Bruder hätten, redeten von ihm in allen Gesellschaften, und freue- ten sich auf nichts mehr, als auf den seligen Augenblick, da sie ihn wieder sehen würden und in ihre Arme schließen könnten. Aber bey allen seinen guten Eigenschaften hatte der Oberste Theobald doch einen sehr häßlichen Fehler an sich; er war hochmü- lhig. Er glaubte, es sey niemand in der Wett so klug und tapfer, als er, redete von nichts als von seinen Thaten, legte sich gemeiniglich mehr Ruhm bey, als ihm zukam, und schien es gar nicht jll bemerken, wenn andere Offiziere sich auch gut gehalten hatten. Einst kam der Oberste Theobald mit seinen Soldaten zwey Meilen von seinem Geburtsorte in das Quartier. Kaum hatten seine zwey Brüder Nachricht davon erhalten, so liefen sie nach dem Hrte hin. Sie trafen ihn eben an, als er seine Soldaten eperzi- ren wollte. Bist du es, Bruder? fing der älteste von ihnen an; ach wie lange Hab ich mich nach dir gesehnt! Gott sey gelobt, daß ich C mH' Z4 Dritter Abschnitt. dich einmahl wieder sehe ! sprang auf ihn los, und wollte ihn W armen. Aber der Oberste, der stch dadurch für sehr beleidigt hielt, daß ein Mensch, der zwar auch ehrlich und verständig war, M keine Feder auf dem Hute hatte, stch seinen Bruder nannte, spranz zornig zurück, und sagte: „Kerl, bist rasend! mich deinen Brudu zu neunen?" Und da ihm der jüngere Bruder antwortete: „je, kennst du mich denn nicht mehr, Gottfried? weist du nicht mch, wie wir mit einander die Pferde gehütet, und den Ball geschlG haben?" so wurde er wüthend, und drohete, daß er ste soglch wolle arretiren lassen, .wenn sie nicht augenblicklich fortgingen. Da gingen die guten Brüder fort, und weinten vor Traurigkeit , daß sie ihr Bruder Gottfried nicht mehr für seine Brüder erkennen wollte. Und alle Soldaten, die das sahen, murreten darüber, und sprachen einander ins Ohr: ist das nicht ein narrischer Mensch,du sich seiner armen Brüder schämt? das sollte er ja für eine gH Eh"e halten, daß er sich aus so niedrigem Stande so hoch empor geschwungen habe. Weil er nun alle andere, eben so wie seine Brüder, verachtete, so hatte ihn niemand mehr lieb, und jedermann wünD, daß er vom Regiments möchte entfernt werden. Einmahl hatte er den Auftrag bekommen mit 200 Mann mk Menge Wagen, die mit Korn beladen waren, und der Armee p gesührt wurden, zu vertheidigen. Es fiel aber ein Trupp Croaken aus dem Walde heraus, vor dem sie vorbeyzogen, schossen viel! von seinen Leuten todt, jagten die andern fort, und nahmen dil Wagen weg. ^ Darüber wurde der General böse, und da alle seine SoldaM sagten, daß er Ursache daran sey, daß die Wagen verlohren gegangen waren, so bekam er seinen Abschied. Vielleicht hätte er unter andern Truppen Dienste bekomm können; weil aber gerade damahls der Friede war geschlossen nm- den, so wollte man nirgends neue Offiziere annehmen. Er ha!ü nun keine Einnahme mehr. Und wenn er nicht vor Hunger sterbt» oder betteln wollte, so mußte er auf sein Dorf zurück gehen, mb den Acker wieder bauen, wie er in der Jugend gethan hatte. Moral in Beyspielen und Erzählungen. z; Da spotteten ihn alle Bauern aus. Keiner suchte seine Freundschaft, und er suchte auch die ihrige nicht, weil er glaubte, es sey für einen so vornehmen Herrn, wie er sich zu seyu dünkte, höchst «»schicklich, mit Bauern umzugehen. So lebte er ohne Freund. Bey seinem Regimente wurde aber, seit dieser Zeit, das Lprich- Mt gewöhnlich: Hochmuth geht vor dem Falle. Z. Der Ehrgeizige Pyrrhus Als Pyrrhus, König in Epirus, sich zu einem Kneg gegen die Römer rüstete, siel zwischen ihm und seinem Minister Cineas folgendes Gespräch vor: . Cineas. Die Römer sind zwar sehr mächtig, und haben schon viele Völker überwunden und ihrer Herrschaft unterworfen; doch will ich hoffen, daß die Götter dir den Sieg verleihen werden. Wenn du sie nun wirst überwunden haben, was wirst du hernach vornehmen? Pyrrhus. Alsdann werde ich nach Sizilien hinüber schiffen, und mit den römischen Soldaten diese Insel erobern. Cineas. Und wenn wir dann Sizilien haben werden, was wirst du hernach Unternehmen? Pyrrhus. Nach Afrika übersehen, Carthago und die dortigen Lander erobern. Cineas. Und wenn du alles wirst erobert haben, was zu erobern ist, was denn? Pyrrhus. Alsdann wollen wir uns Zur Ruhe begeben, und uns gute Tage machen. Cineas. Wenn dieses deine letzte Absicht ist, was hindert dich denn, iho gleich dabey anzufangen, da du als ein reicher und mächtiger König es thun kannst? Warum willst du du-ch so viele Mühe und Gefahr, und durch so viel Gewaltchängkeit suchen, was du schon hast? 4. Wie wohl man sich bey der Ehrlichkeit befinde. Als ein gewisser Herzog von Braunschweig einst in Venedig war, sprach ihw ein armer Knabe um ein Almosen an. Der Herzog sagte zu ihm, er habe kein klein Geld. Der Knabe erbot-sich, er wollte gehen,' und ihm wechseln lassen. Dem Herzog deuchte Cs ' !, W ^ s ! ' ^ s §6 Dritter Abschnitt. dieß lächerlich. Um des Knaben los zu werden, gab er ihm kW Dukaten, in der gewissen Überzeugung, daß er ihn behalten winde. Nach einer kleinen Weile aber brachte der Knabe die, fürder Dukaten eingewechselte kleine Münze. Der Herzog, gerührt und voll Verwunderung über die Ehrlichkeit des Kindes, ließ ihm nicht nur das Geld, sondern nahm ihn mit sich, ließ ihn erziehen, und beförderte ihn mit der Zeit, zu den angesehensten Ehrenstellen. .5. Wohlthatigkeit belohnt sich selbst. Aly JbniPolizey- Aufseher, Liebling des Califen Mamun, erzählt folgende Geschichte, die ihm selbst begegnet ist. Ich befand mich an einem Abend bey dem Califen, als man einen Mann mit gebundenen Händen und Füßen zu ihm brachte. Mamun befahl mir, auf diesen Gefangenen ein wachsames Nage zu haben, und ihn des andern Morgens wieder zu ihm zu führen. Der Calife schien mir sehr aufgebracht zu seyn, und die Furcht, mich selbst seinem Zorne auszufetzen, bewegte mich zu dem Entschlüsse, den Gefangenen in meinem Harem, als dem sichersten Lite in meinem Hause, einzuschließen. Ich erkundigte mich nach feinem Vaterlande, und er sagte mir, daß er zu Damas geboren wäre. Der Himmel, sagte ich, schütte seinen reichsten Segen über die Stadt Damas aus. Er wollte die Ursache dieser lebhaften Freude^ die mich belebte, wissen, und ich antwortete ihm: Ich habe einem Manne in dieser Stadt mein Leben zu verdanken. Diese Antwort erregte seine ganze Neugierde, und er beschwor mich, sie zu befriedigen. Schon vor vielen Jahren, fuhr ich fort, setzte der Calife den Vizekönig zu Damas ab. Ich begleitete denjenigen, den dieser Fürst zu seinem Nachfolger ernennet hatte. Zn dem Augenblicke, da wir von dem Palaste des Statthalters Besitz nahmen, erhob sich zwischen dem neuen und alten Statthalter ein Streit. Dieser letztere, hatte die Soldaten zum Aufruhr angereiht. Sie überfielen uns. Ich sprang aus einem Fenster des Palastes, und da ich mich von andern verfolget sähe, rettete ich mich in ein Haus, dessen Herr an der Thüre stand. Ich bat ihn, mir das Leben zu retten; er führte mich sogleich in die Wohnung feinet Moral in Bepfpielen und Erzählungen. Frauenzimmer, und ich lebte hier einen Monath im Überfluße und in Ruhe. Mein Wirth brachte mir an einem gewissen Tage die Nachricht, daß eine Caravane nach Bagdad abzugehen Willens wäre, und daß, wenn ich Neigung hatte mein Vaterland wieder zu sehen, ich mich, einer so günstigen Gelegenheit bedienen könnte. Ich wagte es nicht, ihm mein Elend zu entdecken. Ich war ohne Geld und ich hatte müssen der Caravane zu Fuße Nachfolgen. Wie groß war aber meine Verwunderung, als man mir am Tage meiner Abreise kin kostbares Pferd, und einen, mit allerhand Lebensmitteln beladenen Maulesel, nebst einem schwarzen Sklaven, der mir auf der Meise zu meiner Bedienung ftyn sollte, überbrachte. Zu gleicher Zeit schenkte mir mein Wirth einen Beutel voll Geld, flchrte mich selbst zu der Caravane, und empfahl mich vielen Reifenden, die seine Freunde tvaren. Dieß ist die Wohlthat, die ich in eurer Stadt erhalten habe, und die sie mir fo schätzbar macht. Meine Bemühungen, diesen großmüthigeu Wohlthäter noch einmahl zu sehen, sind bisher vergeblich gewesen. Ich würde zufrieden sterben, wenn ich ihm meine.Erkenntlichkeit bezeigen könnte. „Deine Wünsche sind erfüllt," rief mein Gefangener mit erfreuter Seele aus. „Ich bin derjenige, der dich in sein Haus aufnahm. Solltest du mich verkennen gelernet haben?" Die Zeit, die seit dieser Begebenheit verstrichen war, und das Leiden, in welchem er sich befand, hatten fein Gesicht verändert; bey einer genaueren Aufsuchung seiner Züge aber fiel es mir nicht schwer, ihn wieder zu »kennen, und die Umstände die er mir anführte, ließen mir keinen Zweifel übrig, meinen Gefangenen für eben denjenigen zu halten, der auf eine so großmüthige Art mein Leben gerettet hatte. Ich umarmte ihn mit thronenden Augen, riß ihm seine Ketten los, und stagte ihn, wodurch er sich den Zorn des Califcn zugezogcn habe. Nichtswürdige und verächtliche Feinde, antwortete er mir, haben mich unschuldiger-weise bey dem Mamun angeschwärzet; man H k mich in der größten Eilfertigkeit von Damas abreisen lassen, und die Grausamkeit gegen mich so weit getrieben, daß ich auch nicht einmahl den Trost haben konnte, meine Frau und meine Kinder zu umarmen. Ich weiß mein Schicksal vicht, das auf mich wartet; Z3 Dritter Abschnitt. sollte aber das Todesurtheil an mir vollzogen werden, so beschwöre ich dich, meiner Familie dieses Unglück bekannt zu machen. Nein, du wirst nicht sterben, erwicderte ich, ich gebe dir dich Versicherung. Du wirst deine Familie wieder sehen, und du bist, von diesem Augenblicke an, frey. Ich holte sogleich unterschied^ Srucke der schönsten-seidenen Zeuge, und bat ihn, sie seiner N- mahtiri zu überbringen, wozü ich noch einen Beutel mit tausend Zechinen fügte. Gehe, setzte ich hinzu, zu den kostbaren UnterpfÄ- dem deiner Zärtlichkeit, die du zu Damas zurück gelassen hast; da Zorn des Califtn falle auf mich, ich scheue ihn nicht, wenn ich st glücklich bin, dich zu retten. „Was für einen Antrag Machst du mir," versetzte mein Gchn- gener, „und hältst du mich für fähig, ihn anzunehmen? Wie! in der Absicht, dem Tode zu entgehen, follte ich heute dieses Leben ans- opfern, das ich dir ehemahls erhielt? Bemühe dich, den Califtn von meiner'Unschuld zu überzeugen; ich verlange keinen andemZe- weis deiner Erkenntlichkeit. Kannst du ihm seinen Jrrthum nicht benehmen, so werde ich selbst ihm meinen Kopf darbiethen. Er mg nach seinem Gefallen über mein Leben gebieten, wenn ich nur deines in Sicherheit weiß." Ich bar ihn nochmahls flehentlich, dik Flucht zu ergreifen; allein er blieb unbeweglich. Ich unterließ nicht, mich des folgenden Morgens vor denM- mun einzusinden. Dieser Fürst war mit einem feuerfarbeneu Mantel, als einem Zeichen seines Zorns, bekleidet. Sobald er mich sch, fragte er nach meinem Gefangenen, und befahl zu gleicher Zeit, da? der Scharfrichter herzugerufen werden sollte. Herr, gab ich ihm zur Antwort, und warf mich zu seinen Füssen, es ist mit demjenigen, den Sie mir gestern anvertrauet haben, etwas außerordentliches vorgefallen. Erlaube mir, es Dir zu hinterbriugen. Dieses Wort erregte seinen ganzen Zorn. Ich schwöre dir, sagte er zu M bey der Seele meines Großvaters, daß du anstatt deines Gefangenen sterben mußt, wenn du ihn hast entwischen lassen. Mein Leben, und das Seinrge, erwiederte ich, sind in Deinen Händen, würdige mich nur einiges Gehörs. Rede, versetzte er. Ich erzählte nunmehr diesem Fürsten, auf was für eine Art mir dieser Mann das Leben zu Damas gerettet, daß ich ihm aus Erkenntlichkeit die Fadheit angeboren, baß er sie über aus Besorgn-ß, mich der Gefch Moral in Beispielen und Erzählungen. zy iv- >ei ii- iii -f- a !r- hes Todes auszusetzen, ausgeschlagen habe. Herr! fugte ich hin- zu,er ist nicht schuldig. Ein so großmüthiger Mann kann es nicht scyii. Niederträchtige Verläumder haben ihn Dir verdächtig gemacht; er ist das unglücklichste Opfer eines wnthenden Hasses und eines ausgelassenen Neides. Der Calife schien gerührt zu seyn. Dieser Fürst hatte von Mureine erhabene Seele, und er konnte sich nicht enthalten, das Betragen meines Freundes zu bewundern. Ich verzeihe ihm um deinetwillen, sagte Mamun zu mir; überbringe ihm diese gute Nachricht, und führe ihn zu mir. Ich warf mich zu den Füßen dieses Fürsten nieder, küßte sie, und dankte ihm in den stärksten Ausdrucken, die mir nur die Dankbarkeit eingeben konnte. Ich brachte hierauf meinen Gefangenen zu dem Califen. Der Monarch beschenkte ihn mit einem Ehrenkleide, mit zehn Pferden, zehn Mauleseln und zehn Kameelen, und mit zehntausend Zechinen, zur Bereitung der Reisekosten, und gab ihm ein Empfehlungsschreiben an den Statthalter von Damas mit. 6 . Von der Vortrefflichkeit der Mäßigkeit. a- ii- h, HI ll, t- li- 1. Ein König aus Persien schickte dem Mahomcd einen Gelehrten und erfahrnen Arzt zu, damit die Leute, wenn es nöthig wäre, seine Cur gebrauchen könnten. Als der Arzt sich etliche Jahre in Arabien aufgehalten und ihn niemand gebraucht hatte, ging er eines Tages zum Mahomed, seinem Herrn, und beschwerte sich, er sey noch von niemanden gefordert und gebraucht worden, daß er Proben seiner Kunst hatte ablegen können, da er doch zu dem Ende dorthin gekommen wäre. Der Prophet antwortete ihm^ „Die Leute in diesem Lande leben so, daß sie niemahss essen, außer wenn gehungert, und hören auf zu essen, wenn ihnen der Appetit noch nicht ganz vergangen ist." Gut, — sagte der Arzt, — dieß ist das einzige Mittel zur guten Gesundheit! aber daun bin ich auch'hier nichts nütze, küßte die Erde, beurlaubte sich, und zog davon. 2. Woher kommt es, fragte einst Stephan seinen Bruder Heinrich, daß du immer so munter und thätig bist, ich hingegen immer schläfrig und verdrossen? Ich weiß keinen andern Grund anzugeben, antwortete er, als diesen, weil ich immer aushöre zu essen rn>d zu trinken, sobald mein Appetit gestillt ist. Wollte ich mei- 4« Dritter Abschnitt. neu Magen überladen, so würde alle meine Kraft ans die Verdauung gerichtet werden, so daß mir keine Kraft zu anderer Arbeit üb. rig bliebe, und die unaufhörliche Arbeit des Magens würde machen, daß ich immer müde wäre. 7. Von Gottes Allwissenheit und Allgegenwart. Ein armer Schornsteinfegerjunge mußte auf dem Schloße ei- ner Prinzessen den Schornstein reinigen, der durch den Kamin in ihr Wohnzimmer führte. Da er bis zu dem Kamin hinabgestiegen war, fand er dal Zimmer leer, und blieb daher ein Weilchen stehen, um sich an dm Anblicke der schönen Sachen zu ergötzen, die darin ivaren. Am meisten gefiel ihm eine goldene, mit Diamanten öeD Uhr, die auf dem Nachttische lag. Er konnte fich nicht enthalten, sie in die Hand zu nehmen; und da stieg der Wunsch iu ihm ans: „ ach, wenn du doch auch eine solche Uhr hattest!" Nach einer kleinen Weile dachte er: „wie , wenn du ste mit- riähmest? — aber, pfuy! da warst du ja ein Dieb!" „Es würde aber doch niemand wissen," dacht er weiter. - Allein in eben dem Augenblicke hörte er ein Geräusch im Nebenzimmer; geschwind warf er die Uhr wieder hin, und eilte zurück in den Schornstein. Da er zu Hause gekommen war, lag ihm immer die Uhr im Kopfe. Wo er ging und stand, da war fie ihm vor Augen. Et versuchte es, den Gedanken los zu werden: aber umsonst! Es m ihm zu Muthe, als wenn ihm einer mit Gewalt wieder dahin zu- rückzöge. Er konnte nicht davor schlafen, und beschloß also wieder bin.' zugehen, und fie zu nehmen. Da er in dem Zimmer ankam, fand er alles so still, daß er gae nicht zweifeln konnte, er sey allein. Schüchtern trat er zu dm Nachttische, auf welchem er die Uhr bey schwachem Mondschein liegen sah. Schon streckte er die Hand darnach aus, als er neben derselbe« noch größere Kostbarkeiten, Diamantene Ohrringe, Armbänder und dergleichen mehr erblickte. Moral in Beyspielen und Erzählungen. 4 ^ „Soll ich?" sagte'er zu sich selbst, indem ihm alle Glieder ü«r ganzen Leibe zitterten. „Soll ich? " „Aber wäre ich dann nicht ein abscheulicher Mensch mein Lebelang? Könnte ich wohl jemahls wieder ruhig schlafen? könnte ich wohl jemahls einem wieder frey ins Angesicht sehen?" „ — Wohl wahr! Aber ich wäre doch auf einmahl ein reicher Mensch; könnte Kutschen und Pferde halten, könnte schöne Kleider tragen; hatte alle Tage genug zu essen und zu trinken!" „Und wenn ich nun entdeckt würde? aber wie könnte ich rntdeckt werden? Es sieht mich ja keiner? —" „Keiner? — Sieht denn aber Gott eS nicht, der an allen Orten zugegen ist? Kannst du jemahls wieder zu ihm beten, wenn du den Diebstahl wirst begangen haben? Würdest du wohl ruhig sterben können?" Bey diesen Gedanken überfiel ihn ein eiskalter Schauder. „Nein! sagte er, indem er die Diamanten wieder hinwarf; lieber arm und ein gut Gewissen, als reich und ein Bösewicht!" Und mit diesen Worten eilte er auf eben dem Wege zurück, auf dem er gekommen war. Die Prinzessin, deren Schlafgemach das Nebenzimmer war, hatte alles dieß mit angehört und den Knaben selbst beym Mondschein erkannt. Sie ließ am folgenden Morgen ihn zu sich kommen. „Höre Kleiner sagte sie ihm, da er zu ihr ins Zimmer trat, warum nahmst du denn gestern die Uhr und Diamanten nicht?" Der Knabe fiel vor ihr auf die Knie, und konnte vor Angst kein Wort sprechen. „Ich habe alles gehört, fuhr die Prinzessin fort: danke Gott; mein Sohn, daß er dir half, der Versuchung zu widerstehen, und bemühe dich ferner deine Tugend zu erhalten." „Von nun an sollst du bey mir bleiben; ich will dich ernähren und kleiden lassen. Aber ich will noch Mehr für dich thun; ich will- dich ordentlich unterrichten und erziehen lassen, damit dir künftig auch nicht einmahl der Gedanke an eine solche Übelthal wieder ein-- fallen möge." Dem Knaben stürzten heiße Thränen aus den Augen; er wollte danken, aber er konnte nicht! er konnte nur schluchzen und seine Hävdc ringen. st,-' Dritter Abschnitt. 42 Die Prinzeßin hielt, was sic versprochen hatte. Der Knabe wurde wohl erzogen ; und seine Wohtrhärerinn hatte die Freude, ihn zum guten, frommen und geschickten Mann aufwachsen zu sehen. 8. Die Rache des Redlichen. Eine Bürde Brennholz auf dem Rücken, fast vor Kalte starr, kam Semon, der alte Fischer, aus dem entblätterten Haine zur», cke. Mühsam wankte er den beschneytcn Pfad vor dem Hause Jthn- mars, des Jagers, vorbey, und wollte über die Brücke des Flusses nach seiner Hütte hinüber. „Halt Alter!" rief aber der Jäger, und sprang wild aus seiner Wohnung heraus: „Wo hast du das Hotz her? Das Holz ist nicht dein! Du hast mirs entwendet!" Semon erschrack. „Jager, ich habe nichts entwendet!" Jthamar. Lüge mir nicht vor, alter Grauköpfig Gestern erst fällte ich Holz; drunten im Walde liegt cs: von diesem nahmst du's! her mit! u) Semon. Nein, Jager ! Ich Hab' es gesammelt, Reis für Reis, redlich und recht, b) Jthamar. Das lügst du, alter Schurke, in deinen Hals hinein. c) Her mit! Semon. Seht nur! es sind ja lauter dürre kleine Reiser, die ich zusammen trug, wie ich sie unter den Baumen im Schm zerstreut fand. Jtham ar. Entwendet hast du's. Was will ich deiner Lügen? ck) Da riß er dem Greisen ungestüm die Bürde vom Rücken, und schmiß sie über die Brücke hinab, dem Strome zum Spiele. „Nun ist der Streit zu Ende," sagte er höhnisch, und trabte wild ins Haus. Semon sah ihm wehmüthig nach, und wankte, nassen Blickes , von dannen, e) Nach einigen Tagen ward die Luft warrner. Der Eisstof ging, k) Eisklöße sammelten sich zu Haufen , und schwellten die Wässer des reißenden Stroms. Da kam Chalisson, Jthainars Her mit! her damit, iäs vele. h) Reis für Reis, «87°°' kent, AAräi ÄAI-L UÄrabonksnt. c) tlaruA sräjjal monäoä, V6N ZvnolL ) '8 kön/vsr lLsmekksi m«' Me ei. k) Der Elsstaß ging. jsZ nrÜZiliäält. ^ Moral in Beyspielen und Erzählungen. 4z Eohn, aus der Stadt , und wollte über die Brücke wandern. Aber erbebte unschlüssig und erschrocken zurück, als er die Schauderscene sah. Semon selbst, der eben in der Gegend einen Kahn zimmerte, mißrieth ihm, sein Leben in die Todesgefahr zu wagen. Jtha- mr sah's. „Kommt hurtig herüber, ries er trotzig, die Brücke wird eben nicht brechen, weiß Gott, was sonst der alte Haderer mit dir noch beginnen würde. Komm herüber!" Chalisson lief; Stoß auf Stoß an die Brücke, a) Er wankte. . Noch ein Stoß. Jetzt fiel er nieder. . . Nur noch einer.. La sank die Brücke und stürzte ins Wasser, und der Knabe mit. Wie lvilthete da der Vater drüben, wie jammerte Semon, der Greis, herüber! Fürchterlich heulte im Flusse der Knabe, und schrie mn Hülfe. An einem Balken eingeklemmt, halb vom Eise erdrückt, riß ihn der Strom hin. Untröstlich lief itzt der Jager am Gestade umher, stampfte den Boden und schrie', und rang muthlos die Hände. Wie konnte er hoffen, daß der Fischer ihn retten würde? Aber Semon mit Greisenhaaren sprang beherzt in seinen Kahn, und zwang ihn muthig durch die Schollen und durch die Tannenbalken der Brücke; riß den Knaben aus dem Strudel, und brachte ihn glücklich zum Vater ans Land. „Hier geh* ich dir deinen Sohn zurücke," sagte er liebreich, mit einem Tone, der, Wölfe selbst hätte bezähmen können: „steh, er ist frisch und gesund, nur ein wenig erschrocken." Jthamar getraute sich nicht, die Augen aufzuschtagen, and stand lange beschämt und stumm da. „'Vergib mir, redlicher Greis!" sprach er endlich, zu sehr gerührt und mit einem Strom von Zähren, die ihm wider Willen die rauhen Wangen herabstürzten: „Vergib mir mein hartes Betragen!" „Was sollte ich dir vergeben?" erwiederte Semon mit freundlicher Miene : „Hab ich mich denn nicht eben genug an dir gernchet?" Jthamar. Also war Wohlthun deine'Rache? beleidigter Mann!.. . Gott! Rächet sich der Redliche so? 9. Zwey Beyspiele wahrer Entschlossenheit und Gegenwart des Geistes. Was der Mensch, der mit dem innern Gefühle des großen Wer- ») erte jvgtäbläk btäbor vals veiÜässe. 44 Dritter Abschnitt. Ihes edler Handlungen, den Muth, sie auszuüben, verbindet, durch seine Entschlossenheit vermag; wie er, selbst in der augenscheinlichsten Todesgefahr, nicht verzagt, sondern eine bewundernswürdig! Aeelenstärke zu erkennen gibt, dies zeigt folgende Geschichte. Der Hauptmann von Walter, ein Mann von eben so viel« Seelenstärke als Herzensgute, zog sich gegen den Abend seines Lebens, aus dem Geräusche der Waffen und dem Getümmel der Well in die Einsamkeit feines Landgutes zurück. Hier theilte er sei« Zeit zwischen der Beschäftigung , seine Wirtschaft wahrzuuehmen, sich um das Anliegen feiner Unterthanen zu bekümmern, und de« Vergnügen der Jagd, die er von jeher geliebt hatte. Wenn er von dem einen oder dem andern des Abends heimkehrte, und der Gesellschaft seines Bruderssohnes, eines Husaren-Lieutenants aus der benachbarten Garnison, nicht genießen konnte: so pflegte er, in dem Saale des zweyteu Stockwerks seines Hauses, ein Paar Lichter anzuzünden, und sich, mit dem Gesichte gegen den Saal gekehrt, in dem anstossenden Cabinet, das keine andere Auszierung als ein Feldbett, die Plane von neun durchfochtenen Schlachten, drey Flinten, ein Paar Pistolen und zwey Windbüchsen hatte, in feinen Lehnstuhl zu werfen. Hier war es ihm nun ein Vergnügen, über die merkwürdigen Vorfälle, die er erlebt, über die mancher- ley Erfahrungen, die er gesammelt, über die verschiedenen Menschen, die er kennen gelernt hatte, so wie auch über sich selbst und die Bestimmung seiner Seele nachzudenken: — ein Erhohlungsm- gnügen, welches nur diejenigen, so oft als möglich, zu genießen suchen, die den hohe» Werth desselben kennen und zu schätzen verstehen. — Im spaten Herbste des Jahres 1770, hatte dieser würdigt Hauptmann eine Räuberbande in dem nahgetcgenen Walde aufgehoben, und an das Gericht des Landes abgeliefert. Sechs von diesen Böftwichtern fanden Mittel, aus dem Gefängnisse zu breche», und sannen auf Rache. Einst empfand unser Hauptmann, da er länger als gewöhnlich seinen Betrachtungen nachhing, eine ganj besondere Ahndung von einem nahen Unglücke. Es war gerade Chrisinacht. Alles war still, und die Bedienten schliefen bereits. Plötzlich ließ sich unten im Hause ein schreckliches Getöse und ein verwirrtes Äeschrep hören: Mord! Mord l — dü n>i Lr ju' -el vo TI D da ft, H' ck bli Al vv ju W! ge tö lei Ui en le de > Moral in Beyspielen und Erzählungen. 4L - Wer setzt sich hier nicht, wenigstens auf einen Augenblick, in die Lage unsers Hauptmannes, und fragt sich selbst, was er thun , würde? — Muth ohne Urteilskraft und Besonnenheit würde die Treppe Herunterstürzen, um den Unglücklichen zu Hülfe, eigentlich , aber ins Verderben zu eilen. Jene Eigenschaften würden kein Ret- tungsmittel Ln dieser schrecklichen Gefahr finden können. ^ Der Hauptmann, mit allen diesen nöthigen Eigenschaften aus- , gerüstet, was that er? — Nachdem er den Kronleuchter im Saale mit brennenden Wachslichtern besteckt, und dadurch das Cabinet ^ desto dunkler gemacht hatte, ging er wieder auf seinen Lehnstuhl , zurück, eine Windbüchse in der Hand und die andere an den Stuhl , gelehnt. Noch immer vernahm er das Schreyen und Jammern, das ^ ron unten herauf drang. — Endlich wird es still; es öffnet sich die , Thüre des Saales und ein Mörder tritt mit blutiger Keule herein. , Das unerwartete Schauspiel so vieler Lichter, die tiefste Stille und , bas Menschenleere macht ihn stutzen; doch fetzt er seinen Schritt 1 fort. Als er sich in der Mitte des Saales befand, faßte ihn der Hauptmann aufs Korn, a) und — er stürzte dahin— Es erscheint , «nzweyter Räuber. Der blendende Schein der Lichter, der Anblick des getödteten Vorgängers erschreckt ihn; er fährt zurück. > Nein, ehe er noch aus der Thüre ist, liegt er ebenfalls hingestreckt. . - Run nahm er eine Flinte mit Wolfshagel zur Hand, und war , »oller Erwartung. Aber der Anblick des zwepten Räubers, dessen - Kall die Thüre geöffnet hatte, mochte die übrigen schon von ferne i jurückgeschreckt haben. , Als der Tag dämmerte, ging unser Walter hinunter. Gott! welch ein.Anblick! Seines Neffen Reitknecht, der mit Briefen hergesandt war, drey Mägde, ein Bedienter, und neben einem ge- tödteten Mörder auch sein braver Corporal, der in allen Schlachten ihm zur Seite gewesen war, und einmahl den Säbelhieb eines . Ungarischen Husaren von seinem Scheitel abgehalten hatte, sie Re lagen da in ihrem Blute. j Was das Herz des edlen Hauptmannes bey diesem Anblicke ! empfand, laßt sich nicht beschreiben, wohl aber von solchen Seelen empfinden, die ihm ähnlich denken. Die nächsten Verwandten > der Getödteten suchte er, durch ein lebenslanges Jahrgeld (Pen- L) Etwas aufs Korn fassen, 4ü Driter Abschnitt. siorr) zu trösten; den Corporal ließ er mit militärischen Ehrenzeichen begraben., und eine Thrane der innigster: Rührung und Lank. Larkeit fiel auf seinen Sarg. io. Während der Regierung Ludwigs des Vierzehnten hatte einmahl ein auf dem Lande wohnender Pächter, 20,000 Livres (ungefähr 8000 Gulden) eingenommen. Gleich nachher sah er sich zu einer kleinen. Reise veranlaßt, die ihn nörhigte, eine Nacht abwesend zu seyn. Dies erfuhr eine Räuberbande, die sich vornahm, seine Entfernung zu benutzen, und ihn jenes Geldes zu beraube». Sein Haus lag mitten im Felde, und war weit von allen übrige» Häusern entfernt. — Ein reisender Offizier, der zwey geladene Pistolen bey sich trug, ward von der Nacht überrascht, und in der Ferne eine/ Lichtes gewahr, das ihn .nach dem Hause des Pachters führte. Er klopfte an, bat, daß man ihm gegen Bezahlung ei» Nachtlager bewilligen möchte, und die Frau des Pächters war gastfreundschaftlich genug, ihm nicht nur umsonst ein Zimmer einzu- raumen, sondern ihm auch ein Abendessen zu besorgen. Er nah»! dieses freundliche Anerbieten mit Dank an, und war über die gute Aufnahme und Sorgfalt seine.r Wirthinn äußerst vergnügt. Als man sich eben zur Ruhe begehen wollte, kamen die Räuber an, welche glaubten, daß die Frau nur eine Magd bey sich habe; denn sie wußten, daß die Knechte des Pächters in einem m seiner Wohnung entfernten Hause ihren Aufenthalt hatten. Es waren ihrer vier, welche jetzt an die Hausthnre klopften. Die Magd fragte innerhalb des Hauses, wer da sey, und erhielt die Antmrl, daß sie ihre Frau rufen sollte, mit der man zu sprechen habe. Als diese kam, verlangten die Räuber, daß sie ihnen die Thüre öffne» solle; erklärten ihr zugleich, es sey ihnen bekannt, daß sie 20000 Livres vorräthig habe, und fügten die Versicherung hinzu, daß wenn sie ihnen diese Summe gutwillig ausliefern würde, ihr kein Leid zugefügt werden solle. — Die Pachterinn erwiederte, daß sie den Thtürschlüffel hohlen wolle, den sie in ihrem Zimmer vergesse» habe^, worauf die Räuber antworteten : sie muffe eilen, weil ma» sonst die Thur ejnhrechen würde. In der größten Geschwindigkeit gab die Frau dem Offizier Nachricht von der schrecklichen Gefahr , in der sie sich befand. Dieser, dem es so wenig an Kopf als an Muth fehlte, und der folg- 47 Moral irr Beyspielen und Erzählungen. j, H ein entschloffener Mann war, Hab sowohl der Frau als auch k- der Magd die nöthigcn Maßregeln. Die Frau sollte nämlich die Lhüre öffnen, und in Gegenwart der Räuber die Magd mit dem e Befehle abschicken, die 20000 Livres zu holen, welche diese dann !- jn ihrer Schurze wirklich bringen müßte; wenn nun die Räuber sich 11 des Geldes bemächtigen wollten, sollte sie in demselben Augenbli- - cke dasselbe fallen lassen. , Dies alles geschah, genau nach des Offiziers Vorschrift. Jn 1. -m Augenblicke nun, da di.e Magd aus anscheinender Bestürzung » ks Geld fallen ließ,, sielen die Räuber darüber her, um es ans - allen Winkeln zusammen zu suchen. Jetzt erschien unbemerkt der k Offizier mit seinen beyden Pistolen, erschoß zwey Räuber, und ver- § mundete darauf den dritten mit seinem Degen so, daß er nach drey r Stunden starb. Der Vierte entfloh, da er sich allein zu schwach - sah. — So retttee der entschlossene Mann seinerGastfreundinnVer- - mögen und Leben, ohne sein eignes, auf eine unvorsichtige Art den l mörderischen Händen von vier Straßenraubern, Preis zu geben. n. Wer spricht, wie erdenkt, wird auch handeln, wie er spricht. Der selige Geliert sprach einmahl in seinen moralischen Vor- ' lesmigen von der Pflicht, dem Bedrängten in seiner Noch thätige > Hülfe zu leisten. Seine Zuhörer wurden durch seinen Vortrag zu ' Thranen gerührt; denn wem war es leichter, das Herz zu rühren, ^ als einem Gellert, wenn er vom Herzen redete! — > Einer von seinen Zuhörern gerieth auf den Gedanken, ihn ein- ' mahl auf die Probe zu stellen, um zu erfahren, ob er wirklich so l .edel denke und handle, wie er spräche. Er ging daher in einem ' schlechten und zerissenen Rocke zu ihm, und wurde mit den Worten ^ empfangen: „Was verlangen Sie, lieber Freund?" — Mein ^ Kleid, sagte der Student, entdeckt Ihnen schon, daß ich arm bin; ^ und beynahe ist dieser armselige Anzug für meine Lage noch zu gut. -Demuttgeachtet bin ich niemahls einem Menschen zur Last gefallen; ^ sondern ich suche mich, ausser dem Wenigen, was mir mein Vater Zuflüßen lassen kann, von dem zu ernähren, was ich mit Abschreiben verdiene. Aber jetzt — bin ich in der dringendsten Notb; ich bin gezwungen, heute noch eine Summe zu bezahlen, die ich, so mäßig sie auch ist, doch nicht zusammenbringen kann. Ich habe kei- Dritter Abschnitt. nen Freund, keinen Menschen, dessen Hülfe ich ansprechen könnte. — Darf ich es wagen, Sie, Herr Professor- „Wie viel brauchen Sie denn, mein Lieber^ Zehn Thaler, Herr Professor, und in vier Wochen denke ich gewiß im Stande zu seyn, sie wieder zu bezahlen. ^ „Zehn Thaler Gott weiß es — sind jetzt ungefähr mein gan- j, zes Vermögen, erwiederte Gellert^ allein ich will Ihnen helfen." ^ Er suchte wirklich das Geld zusammen, gab es dem Jünglin- ge, und sagte r „Leben Sie wohl! iu vier Wochen erwart' ich Sie!" § Der Monat war kaum verflossen, als der junge Mensch Gellem» „ das Geld wieder brachte. j, „So sind Sie doch der redliche junge Mann, den Ihr Gesicht ^ ankündigt! Behalten Sie jetzt aber das Geld! Seyn Sie mein h Freund, und wenden Sie sich künftig bey jedem Bedürfnisse zuerst f an mich!" § Der Jüngling mochte sich weigern, wie er wollte; er mußte § das Geld behalten. Er ging beschämt hinweg , daß er eine solche Lugend in Zweifel gezogen hatte. ' >2. Ein schönes Beyspiel der Wohlthatigkeit und Dankbarkeit. ^ n Wer Gutes thut und Wohlthaten ausübt, der streut gleichsam „ eine Saat aus, die zwar nicht immer sogleich, aber doch sicher, h wenn gleich noch so spat, ihre Früchte bringt. — Wie leicht km j nicht bey einem erfolgten Wechsel des Glückes der Arme und Ge- z ringe uns denselben Beystand leisten, den wir ihm ehemahls in § glücklicheren Umstanden bewiesen. Wer daher eine Gelegenheit, ) Gutes zu thun, verabsäumt, der handelt wider sich und seinen ei- § gencn Vortheil; denn, er entfernt dadurch die Mittel von sich, f von Andern, zur Zeit der Noch, wieder einige Hülfe hoffen zu kön- j neu. Man verpflichtet sich nämlich die Menschen durch nichts schöner und edler, als durch Wohlthun; denn die Vergeltung reiner x und wahrer Wohlthaten, scheint fast ein Naturgesetz und selbst den ^ unvernünftigen Geschöpfen cingepragt zu seyn. Es ist gleichsam ^ ein Tausch der angenehmsten Art, bey dessen reinem und edlen Ge- , nuße sich schwer bestimmen laßt, was angenehmer war, Wohltha- , ten auszuüben, oder für genossene Wohlthaten Gütig danken zu , können. ? ' Moral in Beyspkelen und Erzählungen. 49 Diese Wahrheiten hat die Erfahrung schon tausendmahl bestä» tigt, und folgende eben so wahre als rührende Geschichte, mag meine jungen Leser aufs Neue daran erinnern. Ein reicher junger Genueser verließ sein Vaterland, um dje vornehmsten Städte Italiens mit Nutzen zu besuchen. Zu Livorno, jn Toscana, verweilte er etwas langer, um diese ansehnliche, wohlgebaute und schöne Stadt am Meere, welche unter allen italienischen Städten die stärkste Handlung treibt, und deren Freyhafeu -Ile seefahrenden Nationen fleißig besuchen, mit ihren verschiedenen Merkwürdigkeiten genauer kennen zu lernen. Nichts rührte ihn aber hier mehr, als der Anblick einer Anzahl gefangener Türken, welche die Einwohner auf der See bekommen oder gekauft hatten, und sie nun, freylich nicht mit der Härte, welche die Türken im entgegengesetzten Falle gegen Christen-Sclaven ausüben, aber doch zu Sclavendiensten gebrauchten. Aus Mitleiden näherte er sich diesen Unglücklichen, und machte Einigen von ihnen kleine Geschenke. Einige Tage darauf bemerkte er aus seinem Fenster gegenüber, baß einer dieser elenden Sclaven stehen blieb, als wenn er vor Ermattung seiner angestrengten Kräfte nicht mehr fortkommen könnte, und sich endlich, da er Niemanden um sich sah, ganz traurig auf bie Erde niedersetzte. Unser junger Reisende beobachtete den Türken mit unverwandten Augen. Das Gesicht desselben, seine Seufzer, die Thränen, die ihm entfielen, ließen ihn glauben, daß das Schicksal dieses Sclaven vielleicht trauriger sey, als das von Andern seines Gleichen, oder daß er vielleicht in einem Stande geboren wäre, der es ihm so sehr empfindlich mache. Er ließ ihn rufen, und nachdem er ihn beschenkt hatte, fragte er ihn, wie er in die Sclaverey gerathen wäre. Die Antwort des unglücklichen Türken flng mit einem ziemlich ruhigen Tone an; er erzählte, daß er nicht aus einem ganz niedrigen Stande wäre, und daß ihn ein unglücklicher Zufall in die Hände der Christen hätte gerathen lassen. Er wollte weiter reden ; aber Empfindungen der tiefsten Traurigkeit hemmten seine Sprache; denn ein Vater in den letzten Zügen, eine verehrte Gattin, vier liebenswürdige Kinder und ein ansehnliches Vermögen — dies Alles, was er mit seiner Freyheit verloren hatte, st llte sich seiner D Ho Dritter Abschnitt. Seele zu lebhaft vor, daß er nur nach und nach den theilnehiM den Fragen des Genuesers sein gepreßtes Herz durch eine Erzählung seines grossen Verlustes eröffnen konnte. — Auf einer Rch ^ zu seinem sterbenden Vater war er gefangen genommen, und an ei- ^ nen Kaufmann zu Livorno verkauft wordsn. ^ Gerührt bis zuThranen beschenkte ihn der Jüngling noch nich und entließ ihn mit den herzlichsten Wünschen der Verbesserung seines traurigen Zustandes. Allein seine edle Seele ließ es nicht da- § bey bewenden. Er dachte im Stillen über die Erzählung des lln- 'i glücklichen weiter nach, und je mehr er seine Lage beherzigte, dl- ^ sto reger ward in ihm der Vorsatz und Entschluß, mehr für ihn z» , thun. Er erkundigte stch im Stillen, wie hoch sich wohl das N. j segetd belaufen würde; er fand, daß er dasselbe bezahlen kvniilt, ^ wenn er seinem bisher genossenen Vergnügen etwas abbräche, und ^ sich etwas mehr einfchränkte, und verlor nun keinen Augenblick, ^ sich sogleich an den Kaufmann, den Herrn des Türken, in jener edle» ^ Absicht zu wenden. Der Erfolg war fo erwünscht und glücklich, ^ daß er dem Türken, für die Summe von hundert und vierzig Zu- ^ katen, die Freyheit verschaffte. , ' ' Noch wußte aber der Gefangene nichts davon, und unser ent- § zückter Jüngling behielt sich das Vergnügen vor, ihm seine Bl- , freyung selbst anzukündigen. Man denke sich das freudige Erst«»- , nen des Türken bey dieser unerwarteten Nachricht. Er warf sich - vor ihm nieder, küßte ihm wohl hundertmahl die Füße, nannte ih» , seinen Gott und seinen Erretter, und versicherte mit den heiligsten , Verheuerungen, seine erste Sorge in seiner Heimath solle seyn,ihnl , zu Livorno oder Genua sein Lösegeld wieder bezahlen zu lassen. , „Nein ltt sagte der Jüngling, „ich habe Ihnen ohne Eigen- j putz gedient, und bin durch das selige Vergnügen darüber schon genug belohnt. Nehmen Sie mir daher nicht diesen schönsten Lohn > durch einen solchen Ersatz! Glauben Sie aber zu einer thatige» j Dankbarkeit sich schlechterdings verbunden, so bitte ich Sie: ist« ^ Sie dieselbe in Ihrem Vaterlande gegen einen oder den andern § unglücklichen Christen aus, der dort in demselben Zustande seufzt, , aus welchem Sie erlöst sind! Bemühen Sie sich, einen aufzu- § suchen , der Ihrer Aufmerksamkeit und Rettung am würdigsten ist, > und begegnen Sie ihm so, wie Sie mir selbst begegnen würden!" - ! j Moral in^eyspielen und Erzählungen. ^ Der Türke versprach dies mit den heiligsten Schwüren, und ^ verließ Livorno unter tauten Segenswünschen und Danksagungen ^ gegen seinen Wohlthäter. Der junge Genueser setzte hierauf seine Reise fort, und besuchte enelich auch Venedig, die so reiche und große Stadt im Ädriaki-- ^ scheu Meere, welche wegen der vielen Inseln und Pfahle, worauf ft gebaut ist, gleichsam auf dem Wasser zu schwimmen scheint. '' Hier lernte er in dem Hause und öfteren Umgänge eines reichen ' Kaufmannes, mit welchem sein Vater in genauer Hanolungsver- ' Übung stand, ein Mädchen, die Nichte des Kaufmannes, ken- " M, deren sittsames und bescheidenes Betragen ganz der Abdruck ' ihres gebildeten Geistes und Herzens war. Je langer er ihr an- > fpruchlofes Wesen bemerkte, desto tiefer wurde der Eindruck auf ^ sein Herz, in welchem sich bald die anfängliche Hochachtung und ' Freundschaft für sie in Zuneigung und Liebe verwandelte, so, daß " er sich entschloß, um ihr Herz und ihre Hand sich zu bewerben. Da " ft Gelegenheit genug gehabt hatte, ihn genauer zu beobachten; so fand auch sie, bey ihrer Neigung zu ihm und der Einwilligung ihres Onlels, kein Bedenken, ihm Herz und Hand zu versprechen. Sie war die Tochter eines Malthesifchen Kaufmannes , der wieder nach seiner Insel zurückgekehrt war, nachdem er sie seinem Bruder nach Venedig gebracht, und seiner Vatersorge empfohlen hatte. ^ Der junge beglückte Mann berichtete nun die getroffene Wahl sei- " ner Geliebten , welche mit jenen liebenswürdigen Eigenschaften " auch ein ansehnliches Vermögen verband, nach Genua seinem Va- ^ ter, dessen Einwilligung und Segenswünsche er auch bald erhielt, und so entschlossen sich denn beyde Glückliche, mit Genehmigung ihres Oheims, die Hochzeit zu Maltha zu fepern. Alle drey traten mit den angenehmsten Aussichten und süßesten " Hoffnungen in das Schiss. Ein günstiger Wind ließ sie bald die " Uchte, mber durch den unermüdeten Fleiß der Einwohner an den " schönsten Früchten so fruchtbar gemachte Insel von weitem sehen. " Schon jauchzten sie, als sie den Hafen erblickten und ihm immer ' näher segelten, als aus einmahl ein Türkischer Corsar oder Raubschiffer aufsie lossieuerte und ihr Schiff, zum Widerstande zu schwach, ' rvegnahm. Sie wurden sogleich nach Kleinasien oder Natolien und '! Dar nach Smyrna , der berühmtesten Handetstadt in der Levante D 2 F2 Dritter Abschnitt. geführt, wo sie kein anderes Schicksal, als ein elendes Leben i» Türkischen Sclavenketten erwartete. Kaum waren sie in dieser großen alten Stadt, dem Sammelplätze von Kaufleuten aus allen Erdgegenden, angekommen, als man sie auch unter Empfindungen, die keine Feder zu beschreiben vermag, auf den Platz führte, wo die Sclaven, gleich dem Vie- he, verkauft werden. Man denke sich einen reichen venetianischen Kaufmann und ein junges sich gegenseitig beglückendes Paar, wch ches noch kurz vorher dem schönsten Erdenglücke in der frohesten Erwartung entgegen gesehen hatte, in dieser schrecklichen Lage, und man wird diesen Unglücklichen nicht die Thräne des Milleidens versagen. Verschiedene Türken kamen herzu, um sie zu kaufen. Das junge achtzehnjährige Mädchen wurde zuerst weggeführt und von der Seite ihres kläglich jammernden Geliebten gerissen. In wenigen Tagen sein Vermögen, seine Freyheit und seine Geliebte verlieren, das heißt doch wohl auf einmahl solche harte Schläge des Schicksals empfinden, wovon ein jeder allein schon, den stärksten Muth zu erschüttern vermag. — Der Genueser gerieth in Verzweiflung, und wurde in diesem , ihn ganz entstellenden Zustande von einem Türken gekauft, der mit seinem Wüchse und seiner Jugend zufrieden zu seyn schien. Da die Türken einen Christensclam gewöhnlich nicht besser, als ein Pferd, behandeln: so war es viel, daß der Käufer den niederhängenden Kopf des äußerst gebeugten und zerschlagenen jungen Mannes, nicht auf eine rauhe Art in die Höhe stieß, um sein Gesicht zu betrachten. Er hob ihm das Kinn mit vieler Sanftheit in die Höhe; und wer gibt mir Farben, im den Blick zu zeichnen, der sich auf seinem Gesichte zeigte, als er in dem Augenblicke, in diesem Sclaven seinen Erretter zu Livorno erkannte. Er traute lange Zeit seinen Augen nicht, und das Erstaunen benahm ihm anfänglich die Sprache. Es war wirklich derselbe Türke, welchen der junge Genueser vor vier Monathen von seinen Ketten befreyt hatte. Nachdem er sich von der Wirklichkeit seines Wohlthäters überzeugt hatte, hob er die Hände gen Himmel, um seinen Propheten, und alles, was ihm heilig war, zu Zeugen seiner lebhaftesten Freude zu nehmen. Mit einem solchen von Freude und Dankbarkeit trunkenen Herzen 53 Moral in Beyspielen und Erzählungen. Darf er sich vor den Augen aller Anwesenden zu den Füßen feines Wohlthaters, umarmte sie, und rief: „O, der Beste unter allen Christen! O, der Großmüthkgste und Edelste unter allen Menschen! - So setzt mich denn der Himmel in den Stand, daß ich Jhyen selbst mein Vermögen, mein Leben und Alles, was ich Kostbares habe, anbieten kann! Alles gehört Ihnen! Kommen Sie, seyn Sie mein Herr zu Smyrna! ich bin der Ihrige, so wie ich dem Kaufmann zu Livorno gehörte." — Diese Äußerungen setzten alle anwesenden Türken nicht weniger m Erstaunen, als den dadurch wieder auflebenden jungen Mann, besten erste Sorge, so gerührt er auch war, doch nicht so sehr auf sich selbst, als vielmehr auf die geliebten Gefährten seines Unglückes gerichtet war. „Ich kann das große Glück, sagte er, Sie hier zu meiner Rettung anzutreffen, kaum fassen, und weiß nicht, wie ich Ihnen bafür danken soll. Aber Freyheit und Leben sind mir kein Geschenk mehr, wenn Sie nicht auch ein Mittel ffnden, mir meine Geliebte und ihren würdigen Onkel wieder zu schaffen. Einer von ihren jungen Landsleuten hat mir die Erste entrissen." — Der Türke verließ ihn, um Erkundigung einzuziehen, und kam bald vergnügter wieder, als er weggegangen war. „Nichts," rief er, „ist uns nun noch zu wünschen übrig; ich kann Ihnen nicht allein die Freyheit, sondern auch das wieder geben, was Sie lieben." Sein eigener Sohn hatte die junge Maltheserin zum Dienste seiner Mutter gekauft. Dieser glückliche Kauf war zugleich die Veranlassung gewesen, die den alten Türken auf den Markt geführt hatte. Denn da sein Sohn die Christensclavin nach Hause brachte, fragte der Vater, ob noch andere Christen zum Verkauf da wären, in der Absicht, Einige zu befreyen, wie er zu Livorno versprochen hatte. Man fand nun auch mit leichter Mühe den Venetianifchen Kaufmann. Der Türke bezahlte die Auslösung für alle, und erfüllte alle andere Wichten gegen sie mit einer Gesinnung, die eines ächten Christen würdig war. —- Die beyden Liebenden verließen bald darauf Asien mit ihrem Heime, und genossen alle zusammen Ln ihrem Vaterlande eine Vierter Abschnitt. §4 Glückseligkeit, die um so viel rührender und süßer war, je bitterer die Widerwärtigkeiten schmeckten, welche ihr vorangingen. * In Andrer Glück sein eignes finden, Ist edler Herzen Seligkeit; * Doch selbst der Andern Wohlfahrt gründen, ^ Zu frohem Dank ihr Herz entzünden Ist göttliche Zufriedenheit. Vierter Abschnitt. Fabeln. i. Asop und der EsLl. Ä. Wo gehst du hin, Langohr, und noch dazu allein? E. Heute gehe ich weiden, weil ein Feyertag ist. Aber wohn weißt du, daß ich ein Esel bin? Ä. Oh du Dummkopf! wozu wären denn deine langen Ohren? Auch kenne ich euch ohnehin schon, ich habe euch ja zuerst reden gelehrt. - ^ E. Wer bist du denn, wenn ich fragen darf? Ä. Ich bin Äsop. Vielleicht hast du schon irgend eiumahl meinen Nahmen gehört. E. Oft genug. Mein Großvater hat deiner oft erwähnt. Nicht wahr, du bist der berühmte Fabeldichter? Ä. Ob ich berühmt bin, weiß ich nicht; aber Fabeln habe ich genug gedichtet. E. Ey es ist mir lieb, daß ich mit dir bekannt werden kann; weil ich dich bey dieser Gelegenheit auch ersuchen kann, daß wenn du uns noch in irgend einer Fabel anführst, du uns einen vernünftigen und witzigen Spruch in den Mund legen mögest. Nicht wahr, du wirst es thun? Fabekn. LZ ß. In deinen Mund? und noch dazu einen vernünftigen Spruch? H du einfältiges Geschöpf! Könnte ich so etwas Lhun, so würde ja die ganze Welt sagen, daß du der Sittenlehrer, und ich der Esel bin. s. Der Hirsch und der Fuchs. H. Ach Gevatter Fuchs, um un§ arme schwache Thiere ist es zeschehen! F. Wie so, warum ? Hast du vielleicht etwas gehört? H. Gerade heute hörte ich die traurige Neuigkeit, daß der Uwe mit dem Wolfe ein Bündniß gemacht hat, und zwar wider Ms übrigen Thiere. F. Mit dem Wolfe? Das ist noch kein großes Übel; das ist ach nicht so fürchterlich. Der Löwe brüllt, der Wolf heult; folglich verrath sich jeder, und wir können uns mit der Flucht retten. Aber dann würde es um uns alle geschehen sepn, wenn der Löwe Ms den Gedanken verfallen sollte, mit dem schleichenden Luchse in Gesellschaft zu treten. Z. Die Weide und der. Dornst rauch. W. Sag mir doch, stachlichter Nachbar, warum greifst du so haßig nach den Kleidern der bey dir verbeygehenden Menschen? Wozu brauchtest du denn ihre K^ider? D. Ich kann ihre Kleider gar nicht brauchen, und ich klammere mich auch nicht deswegen an sie, als wenn ich solche von den Menschen herabziehen wollte; sondern, weil ich sie gerne zerreifse. W. Wie ich merke, bist du auch so, wie manche Menschen, die meine Äste, bald vor Zorn, bald in guter Laune abbrechen oder Hauen und wegwerfen. D. Und rächest du dich deswegen nicht an ihnen? W. Ja wohl! Statt eines jeden abgehauenen Astes treibe ich jwey oder drey neue hervor. D. Oh du gutherziger und edler Racher! was für eine Seltenheit wärest du unter den Menfchen! 4. Iupiter und das Schaft Sch. Ach großer Jupiter, erbarme dich unser! Wir müssen von Vierter Abschnitt. §6 andern Thieren ungemein viel ausstehen, ^gegen welche wir un- durchaus nicht vertheidigen .können. I. Das ist wahr; ich sehe selbst, du frommes Thier, daßich dir zu deiner Verteidigung keine Waffen gegeben habe. Nunso sage mir selbst, wie wir der Sache am besten abhelfen können. Sch. Ich überlasse die Sache ganz deiner Weisheit. I. Sage mir doch; soll ich fürchterliche Zähne in deinen Mund geben, oder deine Füße mit großen scharfen Klauen versehen? , Sch. Behüte mich der Himmel! So würde ich ja den reißenden Thieren gleich seyn. I. So mische ich also Gift in deinen Speichel. Sch. Ja aber die giftigen Schlangen, find den Menschen s- sehr verhaßt. I. Was soll ich dir also geben? Nun es sollen sich auf deiner Stirne Hörner erheben, und ich gebe deinem Nacken mehr Stärke. Sch. Auch das wäre mir nicht lieb, gütiger Vater; weil ich alsdann stößig werden könnte, wie der Bock. I. Je nun aber, du mußt auch schaden können, wenn du dawillst, daß dir andere nicht schaden sollen. Sch. Ach Jupiter! ist es denn nothwendig, daß auch ich schade? DH lieber bleibe ich so als wie ich bin; denn ich befürchte, daß wenn ich einmahl schaden könnte, ich auch Lust bekäme zu schaden. Es ist doch besser das Unrecht zu leiden, als auszunben. H. So sey also geduldig, und darin bestehe deine Glückseligkeit. z. Der Jagdhund und der Spürhund. I. Lieber alter Brodkamerad! wo treibst du dich denn herum? Du bist ja sehr müde, wie ich sehe, und so mager geworden, seit dem ich dich nicht gesehen habe. Sp. Das ist auch kein Wunder, wenn ich mager bin. Ich war mit meinem Herrn auf der Reise; oh wir haben viele Länder, sogar Indien bereiset. I. So wirst du'seit der Zeit viel erfahren haben! Hast da .auch Indische Hunde gesehen, die hier bey uns so berühmt und selten sind? ^ Sp. Das glaublich, -aß ich sie gesehen habe! Das muß ich gestehen, das find vortreffliche Hunde. Hier bep uns find die HM Fabe l^n. F7 j -e schon fast alle ausgeartet; dort aber gibt es noch herrliche Hunde. Zch habe es mit meinen eigenen Augen gesehen, als diese so- ß gar den Löwen angegriffen haben. > I. Haben sie ihn alsdann auch überwunden? Sp. Ob sie ihn überwunden haben? — Was fällt dir denn lin? das fürchterliche Thier zu überwinden? das nicht einmahl die b Mhek so leicht überwältigen, geschweige die Hunde! Ist denn das nicht genug, den Muth haben, so ein schreckliches Thier anzu- ° greifen? I. Oh Freund, wenn deine so sehr gepriesenen Indischen Hunde den Löwen nicht überwinden: so sind sie um nichts besser als wir, > hingegen um ein gutes dümmer. . 6. Der Schatzgräber und die Eule. Sch. Es ist unmöglich, daß um dieses verwüstete alte berühm- » te Schloß herum oder irgendwo darin nicht ein Schatz verborgen sey; denn ich habe es noch von meinem alten Großvater gehört, ! daß sich zur Zeit der Flucht vor den Tartaren viele reiche Familien in dieses Schloß geflüchtet, und alle ihre Schätze hieher gebracht haben; deswegen habe ich mir vorgenommen, in der Umgebung so lange nachzugraben, bis ich irgendwo einen Schatz finde. Aus dieser Ursache haben sich auch die Eulen in den Schloßmauern niedergelassen, weil sie etwas spüren. Sihe,, jene Eule erwischt eben jetzt eine Maus. Es ist gut, sich mit ihr in ein Gespräch einzulaffen, vielleicht kann sie mir eine gute Nachricht mittheilen. — Was machst dn, gute Eule? E. Ich esse ein wenig, wie du siehst. Sch. Las sehe ich; aber ich gestehe, ich halte es an Miner- va's philosophischen Vogel für sehr unschicklich, sich mit lebendigen Thieren zu ernähren. E. Wie so? Sott ich denn deswegen, weil ich stilles Nachdenken liebe, nur von der Luft leben? Übrigens weiß ich, -aß ihr Menschen von euer» Gelehrten verlanget, daß sic-- 7. Jupiter und das Pferd. Pf. Vater der Thiere und Menschen, die ganze Welt sagt Mr, daß ich das schönste Thier unter allen denen sey, mit wel» 58 Vierter Abschnitt. chen du die Erde gezieret Haft, welches ich auch sehr gerne glaube. Bey alle dem scheint es doch, als wenn etwas an mir fehlte. I. (lächelnd) Nun was denkft du denn, was wäre noch a„ dir zu verbessern? Sprich, ich werde deinen guten Rath gerne an. nehmen. Pf. Vielleicht würde ich gleich ein besserer Läufer seyn, wenn meine Füße länger und dünner wären; ein langer Schwanenhals würde mich sehr zieren; eine breitere Bruft ivürde meine Stärke vermehren; und endlich weil ich ohnehin den Menschen, dein liebstes Geschöpf tragen muß, so könnte vielleicht aus meinem Rükken selbst ein Sattel herauswachsen, dergleichen der mich schonende Reiter mir auflegt. I. Sehr wohl! habe nur ein wenig Geduld! (plötzlich erschuf Jupiter ein Kameel.) Pf. Au weh! was ift das für ein schröckliches Geschöpf! (das Pferd schnaubt und bebt.) I. Willft du also , Pferd, dass ich dich so verwandeln soll? Pf. Nein, nein, gütiger Gott. I. Damit du doch deiner unbesonnenen Verwegenheit dich dann und wann erinnerft; so bleibe auch dieses neue Geschöpf, welches du ohne Schnauben und Zittern nie sollst ansehen können. 8. Der Wolf, der Schäfer und dessen Hund Horts« bagy. W. Ift denn das wahr, lieber Schäfer, was ich gehört habe, daß euch so ein großes Unglück betroffen hat; euere Heerde soll ja in den Schafpocken ganz umgekommen seyn? Sch. Das ift leider wahr! ich bin wahrlich ein Unglücklicher Hirt? W. Ach Schade, es war doch eine vortreffliche Heerde! Ich habe euch nur deßwegen besuchen wollen, um meinen Schmerz über diesen unerwarteten Vorfall euch erkennen zu geben. ' Sch. Ich danke dir, guter Wolf; ich sehe, daß du ein gutherziges Und mitleidiges Thier bist. H. Mitleidig! das ift wahr, besonders wenn er über ein solches Unglück mitleidig sepen muß, welches auch ihn nahe angeht. Fabeln. §9 ,, y. Der Löwe, der Esel, und die Krähe. E. Hier bin ich, großer Löwe, warum hast du mich rufen " lassen? " L. Deßwegen, weil ich jagen will. Wir gehen nur in den «Men Wald. Ich verberge mich in einem Gebüsch neben dem " Wege, du aber schreye aus allen Leibeskräften; dann werden die § Lhiere erschrecken, laufen, und ich stürze sie zu Boden. Kr. (welche sieht, daß der Löwe mit dem Esel in Gesellschaft ^ geht). Schade! Schade! Ey Schade! Aber auch eine Schande, jsj's dich so sehr zu erniedrigen. Schämst du dich nicht mit dem ^ Esel zu gehen? L. O höre, den ich benutzen kann, den muß ich bey mir auch laden. ^ Kr. Du machst es, wahrhaftig eben so, wie die großen Herren unter den Menschen; denn auch diese setzen sich mir dem armen Landmann sogar auf einen Wagen; wenn sie mit Vorspann fahren. 10. Die Wafserschlange und die Frösche. » Zu einer Zeit war es überall Mode, daß jedes Volk und jede Nation einen König hatte. Daher schickten sogar die Frösche Ab- Mdnete zum Jupiter, daß er ihnen einen König geben möchte. Jupiter lachte sie aus, und warf ihnen eine Latte herab. — Die Frösche wurden anfänglich ganz still; aber nach und nach näherten sie sich ihrem neuen Könige, erkannten ihn bald, und verachteten ihn endlich. — Sie baten aufs neue um einen König, und zwar itzt urti einen solchen, der sie zu beherrschen wisse. — Jupiter war erzürnt, und warf eine gefressige Wasserschlange unter sie herab. Diese erwischte und fraß die Frösche nach einander. Endlich redete ein alter Frosch den König folgendermassen an. Fr. Wie? wenn du unser König seyn willst, warum verfolgst du uns? W. Darum, weil ihr mich zu eurem König verlangt habet. Fr. Ich wenigstens habe dich zu meinem König nicht verlangt, das kann ich sagen. W. Nicht? Komme nur her! Nun fresse ich dich eben dessen, weil du mich nicht zum König verlanget hast. 6a Vierter Abschnitt. ,i. Der Geizhals, und sein Nachbar. G. Ach ich Unglücklicher! Bedenken Sie einmahl was für ei» Unglück mich betroffen hat! N. Wie so, lieber Herr Nachbar? Ey das ist mir leid! G. Ich hatte mein Geld in einem Kästchen verwahrt und hin in meinem Garten vergraben. Da kam ein Dieb bey der Nacht, grub es aus, und legte dafür einen Stein in die Grube. N. Oh wenn nur das geschehen ist; so halte ich dafür, daß Sie, Herr Nachbar, dadurch eben nicht ärmer geworden sind; dm ohnehin hatten Sie ja nichts von Ihrem Geld ausgegeben. Bil, den Sie sich ein, Herr Nachbar daß dieser Stein Ihr Schah sey, und so sind Sie auch jetzt noch eben so reich, als Sie vorher waren. G. Zugegeben, daß ich dadurch nicht armer geworden bin; sollte mich das aber nicht zu Tode ärgern, daß ein anderer dadurch um so reicher geworden ist? N. Ein anderer? um so reicher? Das ist schrecklich! Werden denn alle Geizige von einem so häßlichen Neide verzehrt? ,L. Der Meßner und die Bauern Steffel, Michel, und Paul. (Beym Weintrinken.) M. Das könnet ihr nun glauben, daß es so ist, wie ich es hier mit meinem in Wein getunkten Finger auf den Tisch abgezeichnet habe, daß sich nach der Lehre des Herrn Copernicus die Erde gewiß um die Sonne dreht. St. Ey Herr Meßner, wahrlich ich würde nicht viel darnach fragen, wenn sie sich nur schon einmahl umdrehen möchte, lange genug pflüge ich schon diese Seite, nun möchte ich auch die audeee versuchen, vielleicht wird jene fruchtbarer seyn als diese ist, denn es ist ausgeruhte Erde, und man dürfte sie auch nicht dünge», wie diese. M. O hört er, das muß man nicht so verstehen, denn auch wir drehen uns ja mit der Erde zugleich. Sieht er, die Erde hat einen doppelten Umlauf; denn sie geht in jedem Jahre einmahl uin die Sonne; außerdem bewegt sie sich alle vier und zwanzig Stunden einmahl um sich selbst, auf diese Art wird die Zeit eingetheilt ru die Tageszeit und in die Nachtzeit. Fabeln. S. Nun verstehe ich das Ding schon! M. AH hört er, die Astronomie oder Sternkunde ist eine schöne Wissenschaft! Ich selbst betrachte oft des Abends auf dem Thur^ niedre Sterne, und wenn ich noch ein Fernrohr hätte, so wür» de ich damit selbst die Berge und Seen im Monde sehen können. Mich. Was plaudert da der hochweife Meßner, was? P. Er sagt, daß diese Erde da, sich um die Sonne drehet. Mich. Wie kann er, da er doch Meßner ist, so dummes Zeug «den! Hat er denn nicht in der Bibel gelesen, oder gehört, daß Zosue einmahl die Sonne am Himmel in ihrem Laufe aufgehalten hat? Wie hatte er sie nun aufhalten können, wenn nicht sie ginge, sondern die Erde? Sieht er, er unwissender Mensch! M. Unwissend seyd wahrlich ihr; denn ich sage ja eben, daß die Sonne sieht, und zwar von jenem Tage an steht sie, als Josur sie aufgehalten hat. Ich möchte wohl den Geistlichen kennen, welcher mir aus der Bibel bewiese, daß Josue die Sonne hernach wieder habe laufen lassen. >Z. Das Eichhorn und der Löwe. E. (das von einem Baum auf den im Gebüsche lauernden Lö-- «en herabfällt, bricht in dieses Geschrey aus): O weh! verzeih mir, großes Thier, daß ich auf dich gefallen bin; ich habe es wahrlich nicht vorsehlich gethan, sondern ein Stück Rinde ist mit mir vom Baume abgerissen. L. Es thut nichts, ich sehe, daß du noch sehr jung bist. E. Nie habe ich noch ein so großes Thier gesehen, als du bist; bist du nicht der Elephant? denn von ihm habe ich schon vieles gkhört. L. Ich bin der Löwe, der Elephant ist zehnmahl größer als ich. E. Du bist der Löwe? Von dir erzählte mein Vater, daß du kin starkes und edles Thier seyesi. Aber was machst du hier in dem Gebüsche? L. Warte ein wenig , du sollst es bald sehen. E. Ich will indessen hier Haselnüsse suchen. L. (der Löwe springt aus dem Gebüsche hervor, auf ein dort vorbeygehendes Reh, wirft es nieder, schleppt es in das Gebüsch, und saugt dort brummend das Blut aus. 62 Vierter Abschnitt. E. Ach um Gottes willen! was machst du mir diesem anm Thiere? L. Das was du mit dem Haselnuß machst. E. Es war aber doch ein lebendiges Thier, wie du. Iß e§ dir nicht Leid, es zu tödren? L. Wiste, daß die Löwen sich auf diese Art ernähren. E. Stark bist du, das sehe ich; aber wenn euer Edelmich nur darin besieht, daß ihr nicht arbeitet, sondern so faulenzet, u„) nur auf das Blut armer Thiere lauert: so schätze ich wahrlich sM die kleinen Mause höher als euch, obgleich diese nicht edelmüchig sind; weil sie wenigstens herum suchend, und sich auch alsdann mch! mit sich ähnlichen lebendigen Thieren ernähren. L. Wenn du ein großes Thier märest, so wurde ich mich jetzt wegen dieser Beleidigung rachen ; aber eben dann besteht unser Edelmut!), daß wir es für zu gering halten, solche kleine Lhim, wie du bist, zu beunruhigen. E. Oh ich verstehe diesen künstlichen Schluß! Ihr wöget e§ freylich für zu gering halten, sehr kleine Thiere anzugreiftn, so lange ihr größere bekommen könnet, weil wir wenig Blut haben; nicht wahr? 14. Der Hamster und die Ameise. H. Hast du denn nur so wenig Lebensmittel für den külifti- gen Winter? A. Freylich. Scheint es dir denn wenig? H. Allerdings wenig. Aber darüber wundere ich mich am meisten, daß du den ganzen Sommer hindurch nur so weit kommen konntest, da doch der Tag so lang ist. Könntest du nur meinen Borrath sehen! A. Ist denn der deirnge um vieles größer? H. Das glaube ich! Unser sind nur zwey dazu, und doch haben wir so viel Weißen zusammen getragen, daß auch zehne von uns genug daran haben würden. A. Nun wahrlich, wenn du mehr auf einen Haufen zusammen getragen hast, als nöthig ist: so ist es auch recht, daß die Menschen dasjenige aufsuchen und ausgraben, was du ihnen nach und Fabeln. 6Z «ach gestohlen hast, und daß sie, deines räuberischen Geizes wegen, M einmahl dein Leben verschonen. H. Ey wie klug seyd ihr Wirthinn Ameise! iS. Der Affe und der Fuchs. A. Hast du gesehen, Bruder Fuchs, wie schön ich jenen Menschen verspottet habe, der hier verschiedene unbedeutende Neuigkeiten mit einer so gelehrten Miene erzählte. F. Wie sollte ich es nicht gesehen haben! Aber warum rhatest du das? A. Possen! Bloß darum, damit ich zeige was ein vernünftiger und geschickter Affe alles könne. Höre, schau mich so an, daß ich die Bewegungen der geschicktesten Thiere und Menschen sogleich nachahmen kann! F. Das habe ich bemerkt. Aber das ist doch sonderbar, daß E. Und weswegen denn? Hast du vielleicht etwas angestellt? H. Gar nichts; sondern weit ich die Grausamkeit, womit unser Herr die armen Thiere verfolgt, damit er ihr Blut aussaugen könne, nicht länger ansehen kann. E. Du suchst also Dienst? O du armes gutherziges Thier. Geh nicht weiter; ich nehme dich in meinen eigenen Dienst. Du mißt, daß ich grausam, wie dein gewesener Herr, nicht bin. H. Das ist wahr, mein Herr Esel,, das ist wahr. Aver weiß er auch, was die Menschen zu sagen pflegen? . E. Ach, die sagen gar viel. Laß es mich doch hören. H. Verbrechen ists dem Wntrich dienen, Dem Dummkopf dienen wäre Schmach. ry.Der urtheilende Löwe, der Fuchs und her Bär. L. Fuchs! Verfertige einen wichtigen Aufruf, ,nnd gib darin allen vierfnssigen Thieren zu wissen, daß sie sich wider die Vögel E er H 6 Vierter Abschnitt. Hum Kriege rüsten, und daß sich alle ohne allen Aufschub zu M Versammeln sollen. F. Sogleich vollziehe ich diesen Befehl. (Er geht weg, und einige Zeit darauf kommt er zurück, und klopft an). L. Herein! F. Schon versammeln sich die Thiere vor der Höhle. Auch der Bar ist eben jetzt angekommen. L. Der Bar soll herein kommen. B. Mich hat der Fuchs hergeschickt, daß ich zum Krieg geröstet erscheine. L. Es ist recht gut. Sind schon mehrere Thiere da? B. Hier sind der Tiger, der Wolf, der Esel und der Hase, Hon denen die zwey ersten, so wie auch ich, nicht genug darüber lachen können, daß auch diese faulen und furchtsamen Thiere erschienen sind, und welche so ungeschickt sind, daß wir sie im Kriege durchaus nicht benutzen können; daher halten auch alle dafür, daß es besser wäre sie nach Hause zu ihrer Arbeit zu schicken. L. Es ist wahr, daß diese Thiere nicht tauglich sind sich zir schlagen; aber übrigens habt , ihr hierin sehr gefehlt, weil wir sie im Kriege sehr gut benutzen können. Wie herrlich wird sich z. B. der Esel zu einem Trompeter und der Hase zu einem Kurire schicken a). 20. Der Fuchs und derStorch. F. Ach wie lange habe ich dich nicht gesehen, Kamerad Storch! Wo bist denn du herum gcreiset? St. Du weißt, daß ich die Kälte nicht vertragen kann, und deswegen pflege ich im Winter in wärmere Länder zu reisen. Seit der Zeit daß wir einander nicht gesehen haben, habe ich viele Lander bereiset. F. So erzähle mir doch etwas von jenen fremden Landern. Was für Thiere und Nationen wohnen dort? Vielleicht wohne» dort bessere Menschen, die einander und die armen Thiere nicht st verfolgen, wie hier. Ich weiß, daß du die Gewohnheiten und Sitten der Menschen wenigstens studirt hast. 2) sich zu etwas schicken, jo leani valsminek, illeni v»1awinsk. Wie Herrlich wird sich schicken, «i«rsk lelr «. r. 6 / Kabeln. St. Ach Brüderchen Fuchs! du kannst es dir nicht elmnahl mstellen, was für herrliche Gegenden in den entfernten Ländern ich bereifet habe! Potz taufend! Dort gibt es große Rohrteiche! mle morastige Wiesen, und in den Teichen die schmackhaftesten Mn Frösche, Natter, und tausenderley Würmer! Ach! wenn ich such nur daran denke , so wässert mir schon das Maul darnach. F. Genug! genug! Ich sehe schon, daß auch du nur so reisest, wie Viele unter den Menschen. Waren Sie lange in Paris? — Wo kann man dort am besten Speisen? — Wo bekommt man da die besten Burgunder und Champagnier Weine? a)- 21. Die Sau, der Affe, der Esel undderStier. S. Ach wie lange habe ich dich nicht gesehen, Schwager Asse! Wo kommst du denn her? A. O seit der Zeit, da ich mich von euch zuletzt getrennt Haje, bin ich viel herumgereiset. Ich habe die berühmtesten Länder bereiset, in welchen jetzt die Aufklärung zur größten Mode unter den Menschen geworden ist. E. Ey, fo erzähle doch etwas von jenen heutigen Neuerungen und von jener Aufklärung. St. Das ist wahr, auch ich möchte davon etwas gewisses hören. A. Ich habe meine ganze Reise beschrieben; in dieser Reise- beschreibung habe ich alle meine Erfahrungen weitläuftig dargestellt. Dieses Werk gab ich eben jetzt unter die Presse. E. Nun- das wird ein recht sehr gesuchtes Werk werden. Wenn es nur bald herauskommen möchte. St. Das muß ich mir auch anschaffen. S. Ich selbst werde diese Reisebeschreibung durchlesen. A. Indessen kann ich euch sagen, daß ich unter den Menschen sch herzrührende Dinge gesehen habe. Der Haß wegen Retigions- rerschiedenheit hat beynahe in allen merkwürdigen Ländern unter den Menschen aufgehört. E. Nicht möglich! A. Ich sage noch mehr. Ich habe mit meinen Augen gesehen^ *) Ehampagnier L»wxLoi«r, E L 'H' . , r ^ . l', j. 6 z Vierter Abschnitt. als Juden mit den Christen beym Ofner Wein gesessen sind uni Schinken gegessen haben. E. und St. (zugleich). Das ist schon viel! Sehet, was „ich! die Aufklärung alles vermag! und wie nützlich die neue Philosophie in Rücksicht der Menschen ist! S. Ach weh! um mich ist es geschehen ! Kaum kann ich-ui meinen Füssen stehen, so zittere ich. Alle, Was fehlt dir denn? Was ist denn? S. Ach weh mir! jene Philosophie! — jene Aufklärung! jene verwünschte neue Philosophie! Alle. Warum denn? Hörst du nicht wie nützlich sie den Menschen sey? S. Ach weh mir! w§h mir! es ist möglich; sie kann-fie mag nützlich seyn; aber — aber — nützlich ist sie nicht — den selten Schweinen, n) 22. Der Löwe und der Hase. H. Ich wünsche Euer Gnaden einen guten Morgen. Wie haben Ew. Gnaden geruhet? L. Ich danke, sehr wohl. — Und wie hat der Herr Kurir geschlafen? H. Zu Ew. Gnaden Diensten, auch ich habe gut geschlafen. Es freut mich recht sehr, daß ich das Glück habe, mit Ew. Gnaden zusammen zu kommen. Schon lange wünschte ich Ew. Gnaden um etwas zu fragen, aber es ist mir immer entfallen. L. Was steht zu Ihren Diensten, Herr Kurjr? H. Nur das wünschte ich von Ew. Gnaden selbst zu erfahren,oi das wahr sey, was ich von den muthigen Löwen schon mehrmnhl gehört habe, daß wenn sie das Krähen des Hahnes hören, sie erschrecken und davon laufen. L. Das ist wahr. Aber das ist ja kein Wunder. Auch das hat der Herr Kurir vielleicht schon gehört, das die großen TM immer ein wenig Schwachheit an sich haben. H. So? Nun weiß ich also auch schon, warum wir HM uns so sehr von den Hunden fürchten! a) aber — aber nützlich ist sie nicht tt. s. f. äe — cle berrvZ nem bü!-' NOS 's a' t. Fabel». 69 LZ. Der Stier und der Hirsch. St. Ey, welche treffliche Weide ist hier auf dieser kleinen Wiese! Aber Kamerad Hirsch, wenn uns hier der Löwe anfallen Me, so müssen wir nicht davon laufen. H. Was sollen wir also thun? St. Possen! Ich habe Hörner, und du hast auch Hörner. — M werden uns Zusammen stellen und ihn tapfer zurück schlagen. H. Ach Kamerad verlange das nicht von mir, daß ich dem Löwen die Stirne bieten solle. Es ist Thorheit, sich selbst der Gefahr auszusetzen, wenn man sie auf eine gute Art vermeiden kann. -Weil ich weiß, daß ich dem Löwen entlaufen kann, warum Me ich mich mit ihm in einen ungewissen Kampf eintassen? 24. Johann, Franz und ihr Vater. (Sie gehen zwischen der Saat.) I. Schau nur Franz, schau den großen Unterschied zwischen diesen Kornhalmen. Fr. Das iss wahr. Jetzt sehe ich erst wie schön jene ihre Köpfe in die Höhe halten; diese aber, wie sie die Köpfe abscheulich »iederbeugen. I. Wenn ich an der Stelle meines Vaters wäre, so würde ich diese mit hängenden Köpfen alle ausrotten. V. Nun, das wäre eine herrliche Wirthschaft! Wißt ihr noch Mt, ihr kleine Närrchen, daß diese hier ihre Köpfe deswegen hängen lassen, weit sie voll Körner, und folglich schwer sind; jene aber, die ihre Köpfe empor heben ganz leer sind, und aus ihnen nichts als Stroh wird. Fr. Das hätte ich nicht gedacht. V. Merket auch das wohl; daß die Sache sich auch unter de» Menschen beynahe so verhält, als ihr es hier in meiner Saat sehet. 2L. Der Vater und sein Sohn Emerich. V. Nun, wie hast du dich gestern in der Hochzeit unterhalten ? E. Recht gut lieber Vater; ich danke Ihnen recht sehr, daß !>e mich mitgenommen haben. V. Was hat dir dort am meisten gefallen? 7 " Vierter Abschnitt. E. Ach lieber Vater, mir hat dieser Herr am besten gefalle«, der neben Ihnen rechter Hand saß, und so viel zu erzählen wußte, der die Andern immer belehrte, und so eine gelehrte Miene machte. Nicht wahr lieber Vater, das ist ein recht gelehrter Mann? V. So urtheilen die Kinder mein lieber Sohn. Wie, wenn er ein Schwäher wäre, und nichts anders? E. Ey! Und wer war denn dieser Herr, der gleich neben M linker Hand gesessen ist, so mit einem niedergebeugten Kopfe, der so wenig gesprochen hat, wer war dieser Herr? V. Gebe der Himmel, lieber Sohn, daß du einst so schm und nützliche Kenntnisse besitzen mögest, und mit denen so eine edle Bescheidenheit, so vortreffliche und liebenswürdige Eigenschaf' ten verbandest, wie jener Herr. 26. Der ehrliche Zimmermann und Neptun. Z. (Auf einer Brücke gehend). Ach! Hin ist meine Axt! M ich gar nicht daran dachte, schlüpft sie mir aus der Hand und ftü! ins Wasser: Ach, gütiger Neptun, du weißt daß ich arm bin, und daß ich mein Brod durch meine saure Arbeit verdienen muß;icj bitte dich, gib mir meine Axt zurück. N. (Neptun erscheint mit einer goldenen Axt). Ist dies d!t Deinige? Z. Das ist nicht die Meinige; die kenne ich gar nicht. tun verschwindet). N. (er erscheint bald wieder mit einer silbernen Axt). Vielleicht also diese? Z. Auch diese nicht, gütiger Neptun. Die Meinige war von Eisen, mit einem hölzernen Stiele. N. Nun, isis etwa diese? Z. Ja, ja, gütiger Neptun, das ist die Meinige. DH danke, ich danke- N. Nimm alle drcy Äxte; weil ich sehe, daß du nicht nur am, sondern auch ein ehrlicher rechtschaffener Mann bist. Denn die uneigennützige Aufrichtigkeit verdient Unterstützung. 27. Der listige Zimmermann und Neptun. Z. (für sich) Das ist mir recht lieb, daß ich's erfahren M 7» Fabeln. ", te, te. Hü rir der as' Uss hat ihm der Neptun diese theueren AM geschenkt. Ich weiß Hon von welcher Brücke er seine Axt hat ins Wasser fallen lassen. Wo ist denn geschwind meine Axt? — (Er lauft auf die Brücke hin, und wirft seine Axt in den Fluß). Ach gütiger Neptun gib mir meine Axt zurück! Ich weiß daß du sehr mitleidig und frey- gebigbist. N. (der mit einer goldenen Axt erscheint). Ist das deine Axt gewesen? Z. Ja, ja, bester Neptun, das ist die Meinige, (er greift vor Freude nach der goldenen Axt.) N. Ey, du Betrüger! damit du für deinen Betrug büßest, so sollst du deine eigene Axt verlieren. — Lerne hieraus, daß du den, der ins Herz steht, nicht betrügen kannst. Z8. Der Wolf im Schaffell, der Hirt und sein Sohn Michel. Ü! !Ü i-j W. Jetzt habe ich endlich doch eine herrliche List ausgedacht! Ich nehme mir ein Schaffell um, und so gehe ich kühn unter die Heerde; denn selbst der Schäfer wird mich für ein Schaf anfehcn. - Aber dann werde ich auch alle Tag wenigstens eins von feinen Schafen verzehren. H. Das ist doch entsetzlich, daß diese Schafe von Tag zu Tag abnehmen. Darunter muß etwas stecken. Du Michel, komm her, treibe die Schafe einzeln aus dem Statt heraus; ich muß ste alle nach der Reihe untersuchen. M. (treibt die Schafe aus dem Stall). H. Aha! Bist du da? du sauberer Kerl! (er erkennt den Wolf, und schlagt ihn todl). M. Wer hatte geglaubt, daß in diesem Schaffell ein Wolf versteckt fey! H. Lerne hieraus: daß man bey den Menschen und Thierett, vicht auf ihre Kleider, sondern auf ihre Handlungen sehe» muß. 29. Der Held enmüthige Wolf und der Fuchs. W. Ach! Mein seliger Vater war doch ein großer Held! In dieser ganzen Gegend zitterte Alles vor ihm. Ich will die Sache t. nicht übertreiben, aber mehr als zweyhundert Feinde hat er gewiß 7«. Vierter Abschnitt. in seinem Leben getödtet; bis endlich doch auch ihn einer überwunden und getödtet hat! E. Ey, ey! Wahrhaftig, du sprichst, als wenn du eine Leichenrede auf jemanden Hallen wolltest. Sieh, ein Geschichtschreiber, der die Thatsachen nur trocken erzählen muß, würde dieses schon ganz anders erzählen, und offenherzig bekennen: daß jene zweihundert Feinde aus lauter Schafen und Eseln bestanden, daß aber der eine Feind, der ihn überwunden hat, der erste Stier war, den er je anzugreifen die Kühnheit hatte. Zo. Das Kalb und der Hauswirth. K. Sehen Sie nur lieber Herr, sehen Sie, wad der Stier für einen Schaden gethan hat. Die obere Pfoste der Thier von dem Stalle, hat er mit seinen Hörnern übel zugerichtet! Nicht war, ich thue nie einen solchen Schaden? H. Wahrhaftig, wenn du nur könntest! daß wäre mir lieber, als daß du so etwas nicht vermagst. — Du sprichst gerade, wie die kleinen Philosophen: „Der böse Bayle, noch mehr aber der böse Kant; wie viele fromme Seelen haben sie nicht durch ihre! zweyfelnde Philosophie in die unruhigste Lage versetzt:" Ach meine Herren, wie sehr wünschten wir, von ihnen, in eine solche unruhige Lage versetzt zu seyn; könnten Sie nur alle Bayle und Kante werden! Zi. Der Habicht und die Eule. H. Heute bin ich recht müde, vor lauter Tödten. E. Was hast denn so viel getödtet? H. Einige dreyßig Tauben,sind aus der Stadt heraus geflogen, aber sie haben ihren Spatzierflug theuer bezahlt, weil ich von ihnen zehne erwürgt habe. E^ Warum denn so viele? Du hast ja nicht einmahl die Hälfte davon verzehren können. H. Das ist schon so meine Natur. Es ist wahr, ich habe ft nachher selbst bedauert; allein nun konnte ich ihnen nicht mehr helfen. — Ich weiß auch wahrlich nicht, warum der gute Jupiter nicht alle Vögel gleich erschaffen hat: sd würden wir wenigstens einander nicht verfolgen. ! Fabel«. , 7Z »- E. Ach höre auf! Du hast nicht gut überlegt was du sprichst. -Jetzt, wo wir Vögel von verschiedener Art und Natur verfot- k- gen, fällt unsere Grausamkeit nicht so auf; allein wenn wir auch j- Begleich waren, so würden wir endlich doch genöthigt seyn, ein :s ander anzufatten, wie es die Menschen thun, und wegen allerley ie vorgeblicher Ursachen, ja vielleicht selbst wegen verschiedener Den- § kmgsart waren wir bereit, einander bis zum Tode zu verfolgen. ^ Z2. D er F uchs uud der A dler. F. Sey doch nicht gar so stolz auf deinen Flug, berühmter Mer! ich weiß ohnehin, daß du dich bloß darum so hoch hinauf schwingst, damit du recht weit umher das Aas auf der Erde erbli- cken könnest.' A. Du urtheilst sehr menschlich, Gevatter Fuchs. Es kann wohl unter den Menschen mehrere geben, die sich viele Kenntnisse erworben haben, bloß um dadurch zu einträglichen Ämtern zu gelangen; aber von uns, die wir eine feinere Luft eiuathmen, so zu henken, ist es Sünde. , Fünfter Abschnitt. Etwas aus der physischen Geographie. 1. Die Geographie, oder Erdbeschreibung handelt im All- n Meinen von der Oberfläche des Erdkörpers. Die physische Geographie ist eine Beschreibung der Erde nach ihrer natürlichen i- Beschaffenheit. 2. Die Erde ist ein kleiner Theil des großen Ganzen, das e wir Welt, Natur, oder Himmel zu nennen pflegen; auch ein - Stern unter den Sternen. k Z. Dem ersten Anblicke nach kommt uns die Erde wie eine gro- ö ße Scheibe vor, die ringsum mit ihren äußersten Enden an das Gewölbe des Himmels zu stoffen scheint. Man kann sich aber bald 74 Fünfter Abschnitt. überzeugen, daß die Oberfläche der Erde nach allen Seitenge, krümmt ist, und daß die Erde selbst eine kugelförmigeGestalt hat. Wenn man sagt, die Erde ist eine Kugel, so nimmt man dabcy auf ihre Unebenheiten, Berge, Lhater u. s. w. gar keine Rücksicht. Die Erde ist aber eine sehr große Kugel, und darum ist uns, die wir auf ihrer Oberfläche herum wandeln, ihre Krümmung nicht so leicht bemerkbar. 4. Man seht den größten Umfang der Erde auf§400 Meilen, den größten Durchmesser, der uns ihre Dicke angiebt, auf ,720, den kleinsten auf 1710. Die ganze Oberfläche der Erde, alle Unebenheiten abgerechnet, beträgt 9,28»,9»6Ouadratmeilen; ihre Masse, oder ihr körperlicher Inhalt 2,629,000,000 Körpek- meilen (Kubikmeilen). * L. Die Erde hat eine zweyfache Bewegung. Sie drehet sich i) täglich einmahl um sich selbst, oder um ihre ZlIe, und zwar von Abend gegen Morgen ; und 2) jährlich einmahl um die Sonne herum. Durch jene wird die Abwechselung zwischen Tag und Nacht, durch diese die Folge der vier Jahreszeiten bey uns verursacht. 6. Die Linie, welche man sich durch den Mittelpunkt der Erde nach Norden und nach Süden zu denkt, heißt die Erdaze, um welche sich die ganze Erde, wie die Räder eines Wagens um ihre A^e, drehet. Wollte man diese Linie an beyden Enden über die Erde hinaus verlängern, so würde sie an zwey gewisse Punkte im Himmelsgewölbe anstossen. Diese einander entgegengesetzten Erdpunkte derselben nennt man Pole; sie bilden den Nordpol (arktischen Wendepunkt) und den Südpol (antarktischen Wendepunkt). Sie bewegen sich gar nicht, und müssen als fest angenommen werden. Die Himmelskörper, auf welche sie fallen, werden Polarsterne genannt. Von beyden Polen gleichweit entfernt, theilt man die Erde durch eine Linie in zwey Hälften von deren die eine.die nördliche, die andere die südliche Halbkugel genannt wird. Wir wohnen in der nördlichen. Jene Linie heißt daher der Aequator. Von einem Pole zu dem andern kann man sich durch jeden Punkt des Aequators über die ganze Erdflache hinweg Linien gezo« 75 r r d I! !l k e ir l k !k Etwas aus der physischen Geographie. gen denken, welche den Nahmen Meridiane (Mittagslinien) führen, weil alle Oerter, welche unter einem und demselben Meridian liegen, zu einer und derselben Zeit Mittag haben. 7. Die Bahn, welche die "Erde um die Sonne, als ihren Mittelpunkt, jährlich einmahl zurücklegt, ist länglichrund, und beträgt »21,^04,240 Meilen. Davon muß die Erde in jeder Sekunde Z 2/tz Meilen durchlaufen. 8. Man theilt die ganze Oberfläche der Erde in sechs große Striche ein, die man Erdstriche, Erdgürtel (Zonen) nennt, ron welchen zwey sehr kalt, zwey sehr gemäßigt, zwey aber sehr heiß sind. In den beyden heißen Zonen, die nur durch den Aequa- tor von einander getrennt werden, ist beständiger Sommer, zwey- inahl im Jahre Erndte, und zweymahl senkrechter Sonnenstand, wo der Schatten der Bewohner gerade unter sie fällt. In den beyden gemäßigten ist Lag und Nacht zweymahl im Jahre gleich; der Jahreszeiten sind vier. In den beyden kalten liegen unwirthbare Gegenden und ewiges Eis. Da scheint die Sonne ganzer sechs Mo- nathe hindurch beständig, und sechs Monathe gar nicht. 9. Wasser und Erde sind die allgemeinsten sichtbarsten B-- siandtheile uvsers Erdballs. Einst bedeckte das Master die ganze Erde; jetzt den bey weiten größern Theit derselben. Was von der Erde nicht mit Wasser bedeckt ist, das nennen wir Land. VomWasser. 10. Die ganze große Wassermasse, worin das Land zu schwimmen scheint, heißt Meer, See, Weltmeer, Ocean. Inländische Meere nennt man die Seen, z. B. die Ostsee, wenn sie groß sind; von kleinern sagt man: der See, z. B. der Plattensee. Es gibt eigentlich nur ein Meer, von welchem alle übrigen einzelne Theile sind. Der Grund und B 0 deu des Meeres hat mit dem Lande die größte Aehnlichkeit. Wie auf dem Lande findet man da tiefe und flache Thaler, hohe und niedrige Berge, Pflanzen und Thiere der mannigfaltigsten Gattung, nur freylich von verschiedener Art. Es gibt da Abgründe, Höhlen, Klüfte, Quellen, leimigte vder steinigte Kalkgründe, Marmor-und andere Steinbrüche, Mo- rast, Schlamm. Sogar Quellen süssen Wassers entspringen an riliigeu OrteZ auf dem Grunde des Meeres. Die Beschaffenheit 76 Fünfter Abschnitt. des Bodens richtet sich attemahl nach der Beschaffenheit der benachbarten Seiten des Meeres, die man Ufer, Küsten, Gestade nennt. Einige dieser Ufer sind sehr hoch, andere sehr niedrig. - Das Seewasser hat einen salzigen, mit einer ölichten, eckelhaften Bitterkeit vermischten Geschmack. Es ist gar nicht zu trinken, und die Seefahrer sind beym Mangel an süßem Flußwasser, mitten in; Meere in Gefahr, zu verdursten. Man kann noch nicht mit Sicherheit angeben, woher es diesen Salzgesckmack habe. Einige meinen, er komme von den großen Salzschichten her, welche in den Liefen des Meeres sind. Es ist aber nicht an allen Stellen gleich sehr gesalzen; in der Ostsee weit weniger, als im atlantischen Meere. Das Salz schützt dieses Wasser nicht vor der Fäulnis-, wie man bisher geglaubt hat. Es verdirbt sehr schnell, und bekömmt in Gefässen verwahrt, auf Schiffen, in wenig Tagen den übelsten und verderblichsten Geruch. Durch das beygemischte Salz und durch andere Dinge erhält das Meerwaffer mehr Schwere, als das Flußwasser. Ein Eimer Seewasser ist viel schwerer, als ein Eimer Regenwasser. Ein bedeutender Umstand, welcher macht, daß man im Meer weit leichter schwimmt, als in einem Flusse. — Eine der schönsten Ersch i- nnngen auf dem Meere ist das Leuchten desselben, dessen Anblick nach dem einstimmigen Zeugniß aller Seefahrer, keine Felm würdig zu beschreiben vermag. Der Grund hievon ist dreyfach: Es rührt entweder von Elektricrtät, oder von Phosphorsäure an animalischen Körpern, die in Faulniß gerathen, oder von kleinen lebendigen Th Lerchen, z. B. dxn Tirttfischcn, Meermu- schcln, her, die im Meere schwimmen. ir. Das Meer ist eigentlich in beständiger B ew eg ung. Die Winde , die Umdrehung der Erde und die Anziehungskraft des Mondes sind die drey großen Ursachen, welche ein solches Leben in das Meer bringen. Darnach laßt sich eine dreyfache Bewegung des Meeres unterscheiden: Die Wellenbewegung, die Strom- bewegung, die Ebbe und Fluth. — Die Wellenbewegung ist ein wechselseitiges Steigen und Fallen zweyer Wassersäulen, durch Einwirkung der Luft verursacht, wobey das Wasser aber nicht weiter fließt. Nur dÄnn'verändert es seinen Stand, wenn es sich im Sturm befindet. Man unterscheidet lange, kurzes und > 77 Etwas aus der physischen Geographie. zurückschlag ende Wellen. Die langen sind für die Schisser M bequemsten und besten, die kurzen außerordentlich beschwerlich, die zurückschlagenden aber sehr gefährlich. — Die Ebbe und § lukh ff das tägliche, zwepmaht in einer großen Regelmäßigkeit abwechselnde, Steigen und Fallen des Meeres. Wenn das Mekk wächst, so sagt man es ftuthet; hat es die höchste Höhe erreicht, so ist es hohe See. Man. sagt: es ebbet, wenn es wieder sinkt, und daun ist es tiefe See, wenn es aufhört zu sinken. Von der hohen See bis zur tiefen gelangt das Meer innerhalb 6 Stunden; in seinem niedrigsten Stande bleibt es eine Viertelstunde; dann steigt es wieder 6 Stunden hindurch, und fallt wieder. Das dauert so unaufhörlich fort. Unstreitig erfolgen Ebbe und Fluth durch den Einfluß des Mondes, de^ vermöge seiner Anziehungskraft auf das Meer einen mächtigen Einfluß hat. Sie ist im Vollmond und Neumond stärker, als im ersten und letzten Viertel, und ereignet sich allemahl einige Zeit darauf, nachdem der Mond in den Meridian eines Orts trat. Die Ebbe ist immer reißender als die Flnth. Letztere kommt langsam heran. Ost ist diese merkwürdige Bewegung auch in einigen Flüssen sichtbar, z. B. in der Elbe, wegen ihres Zusammenhanges mit dem Meere; allein in kleinern und ganz vom Ocearr getrennten Meeren, als: in der Ostsee, in dem kaspischen,, dem schwarzen und dem mittelländischen Meere gibt cs keine Ebbe und Fluch; in dem letztgenannten ist ste wenigstens nicht so ausfallend und so regelmäßig. VomLande. 12 . Alles, was über die Meeresfläche erhaben ist , sowohl Felsen, Sandbänke und Klippen im Meere, als die großen Erdstriche der bewohnten Erde, führt auf unserm Weltkörper den Nahmen Land. Ein sehr großes Land, das entweder gar nicht, oder doch erst nach Jahren umschifft werden kann, nennt man festes Land (Contincnt). Alles Land, das sich in Stunden, Tagen, Wochen und Monathen umschiffen läßt, heißt Insel. Genau genommen sind alle Länder der Erde, die größten, wie die kleinsten, Inseln. Einige Länder hängen an einer Seite mit den größten Landern zusammen, und heißen alte und neue Welt. Zu jener rechnet man: Europa, Asien, Afrika; zu dieser Amerika und Australien, 78 Fünfter Abschnitt. Merkwürdigkeiten des Landes. iZ. Europa, eine Halbinsel von Asien, wovon es durchs Natur durch den Uralfluß, das Uralische Gebirge und den Kara- fiuß getrennt wird, nimmt etwa r84ooa Quadratmeilen, oderiwr den Losten Theil der ganzen Erdoberfläche ein. Seine Gestalt ist sehr unregelmäßig. Es liegt fast ganz in der nördlich gemäßigten, und nur sein äußerster nördlicher Theil in der kalken Zone. Air Hauptflüsse in Europa sind: der Guadalquivir, der Ebro, der Tajo, die Loire und die Seine, die Rhone, die Themse, der Rhein, die Donau, die Elbe, die Q der, die Weichsel, die Düna, die Wolga, der P o. Europa hat hohe Gebirge und Landrücken, unter denen d'e Pyrenäen, die Alpen, die Karpathen, die norwegischen und schwedischen Gebirge die vornehmsten sind. Der höchste Berg darin ist der Montblanc in Savoyen; die furchtbarsten sind die Vulcane: derVr- suv, der Aetna und der Hekla. 14. Asien ist der größte Erdtheil und über viermahl größer als Europa. Er liegt größtentheils in der nördlichen gemäßigten Zone, sein nördlicher Theil gehet in die nördliche kalte, und sein südlicher in die heiße Zone über. Es gibt hier viele merkwürdige wilde und zahme Lhiere, gute Viehweiden, sehr fruchtbaren Boden , aber auch sehr dürre Sandwüsten. 15. Afrika. Dieser große Erdtheil, dessen Inneres wenig bekannt ist, übertrifft Europa über 2 «/chmahl an Flachenram. Er ist eine große Halbinsel, indem er mit Asien durch eine schmale Erdenge zusammen hangt. Seine Gestalt ist ziemlich regelmäßig, nach Süden zu spitz, nach Norden zu breit. Er wird vom Acaua- tor durchschnitten. Sein mittlerer Theil liegt in der heissen, die beyden andern in den gemäßigten Zonen. Die Spitze von Afrika ist das merkwürdige Vorgebirge der guten Hoffnung. Afrika istdaS Vaterland von wüthenden vierfüßigen und andern Lhieren, unter denen wir nur den Löwen und das Krokodil nennen wollen. Die Berge geben edle Metalle aller Art und Edetgesteine. 16. Amerika nimmt die ganze andere Halste des Erdballs ein, und erstreckt sich fast über alte Zonen desselben. Es wurde -erst 14-2 den Europäern durch Columbus bekannt gemacht. Es 79 )ie a- ük iß )ie b- )>e )>e he l- Nt ^t- r» er en in gc o- n. 1, o- ie ko >§ er ie li EtrvaS aus der physischen Geographie. bestrht aus zwey großen Halbinseln, die in der Mitte durch eine sehr schmale Erdenge Zusammenhängen. In Norden wird es durch eine Meerenge von Asien getrennt. Es enthalt noch viele uns unbekannte Lander. Dieser Erdtheil hat sehr hohe Gebirge, linier denen die Cordilleras oder And es die bekanntesten sind, MStröme, als: den Lorenzfiuß, den Missisippi ,Ama- zviienfluß, den la Plala oder Paranafluß, und sehr weile und tiefe Landseen. Ganz Amerika hat viele ihm eigenthüm- lich zugehörige Lhiere, und die meisten feuerspependen Berge. Die Inseln sind wegen ihrer wichtigen Produkte berühmt. 17. Australien oder Polynesien ist eine Inselwelt in der südlichen Halbkugel der Erde. Es war vor wenig Jahrzehnten sehr unvollständig bekannt; vieles davon ist noch jetzt nicht bekannt. Neu-Holland ist die größte dieser Inseln, und nur etwas weniger kleiner, als Europa; Otaheiti die berühmteste, und O Wh ei hi, wo 1779 Cook erschlagen wurde, von den andern die entfernteste. Die meisten sind bewohnt; viele haben hohe mit Schnee bedeckte Berge, fruchtbare Thaler und Felder, und ganz eigene Thier-und Pflanzenarten. Sech st er Abschnitt» Kurzgefaßte Naturgeschichte. s. Einleitung in die Naturgeschichte. Unter dem Worte Natur versteht man alle erschaffenen Dinge; daher diejenige Wissenschaft, welche sie kennen lehrt, oder die Naturkunde, einen unermeßlichen Umfang hat. Ein Zweig derselben ist die Naturgeschichte, die sich nur mit solchen Körpern unserer Erde beschäftiget, welche entstehen, wachsen und wieder zerstört werden. Alle diese Körper, wenn sie noch keine wesentliche Veränderung durch Menschen erlitten haben, nennt man Naturalien oder Naturprodukte. >e 2 Sechster Abschnitt. Ls Die Naturgeschichte lehrt uns nun die Naturalien nach ihr« wesentlichen Kennzeichen von einander unterscheiden, und sie W, nach in eine.gewisse Ordnung (System) bringen; sie bemerkt fern» die besonder» Eigenschaften, wodurch jedes Naturprodukt uns nützlich oder schädlich wird; sie schildert also gleichsam die gute uni schlimme Seite einer jeden Art, und erzählt die Veränderung« derselben von ihrer Entstehung an bis an ihren Tod, darum hch sie eine G e s ch i ch t e der Natur. d. Eintheilung der Naturprodukte. Man theilt die sämmtlichen Naturprodukte in drey Haupkab- theilungen ein; unter den Namen Mineralien, Gewachsen Thiere. Die Granzen dieser Abtheilungen sind aber so fein gezogen, daß man kaum sieht, wo die eine aufhort, und die ändert anfängt. Von den Hauptveränderungen der Naturprodukte, dem Entstehen, Wachsen und Zerstörtwerden, geschieht letzteres bey allen auf einerlei) Weise, nämlich durch allmahlige Auflösung uiü Trennung der einzelnen Theile. Nur auf die Verschiedenheit des Entstehens und Wachsens gründet sich ihre Eintheilung. Die Mineralien entstehen und vergrößern sich von außen durch Ansatz gleichartiger Theile, ohne besondere Werkzeuge (Organe), und heißen deswegen unorganisirte Körper. Die Gewächse und Thiere hingegen entstehen aus Keimen und Körpern derselben Zttt, oder sie pflanzen sich fort; sie nehmen ferner Nahrung in sich und wachsen. Da sie nun zur Kortpflanzung und Ernährung künstliche Gefäße und Werkzeuge haben, so nennt man sie organisirte Körper. Bey den Gewächsen und Thieren, als organischen Körpern findet sich wiederum ein dreyfacher Unterschied; nämlich: Die Gewächse saugen die Nahrung vermittelst mehrerer feiner Öfnungen, besonders ihrer Wurzeln ein, und wachsen. Die Thiere aber nehmen ihre Nahrung durch den Mund in sch, wachsen, bewegen sich witlkührlich, und haben Empfindung. Hieraus ist die allgemeine-Eintheilung der Naturprodukte in Thiere, Gewächse und Mineralien entstanden, welche Al>- theilungen man die drey Naturreiche zu nennen pflegt. 8- Kurzgefaßke Naturgeschichte. hkk^ Erstes Naturreich. Das Thierreich. de- ste- ttü a-- §l- IMI l!l- Zu den Thieren rechneten wir diejenigen Geschöpft, welche -mH den regelmäßigen Umlauf der Safte in ihrem Körper Leben haben, welche sich willkührlich bewegen, und empfinden können. Der Umlauf der Säfte erfolgt bey den Thieren auf eine kunst- Mete Weise, als bey den Pflanzen. Das Herz treibt in einem immerwährenden Kreislauf das Blut durch den Körper der Thiere. Hart dieser Blutlaus auf, so ist das Thier todt. Alle Thiere haben also ein Herz (nur bey einigen Würmern hat man es noch nicht entdeckt); aber dieß Herz ist nicht bey allen Thieren einerley gestaltet und beschaffen. Bey manchen Thieren hat das Herz vier Höhlungen oder Kammern, eben so wie bey den Menschen, bey andern zwey Höhlungen, und bey noch andern nur eine Höhlung. Selbst das Blut ist verschieben: bey manchen Thieren sehr warm, bey andern wenig: bey manchen roth, bey andern miß. — Dies ist die erste Verschiedenheit unter den Thieren. Der ganze Umlauf der Säfte im Thiere würde nicht gut von statten gehen, wenn das Thier nicht so eingerichtet wäre, daß beständig frische Luft in seinen Körper dringen, und das Blut reinigen, und feine Bewegung befördern könnte. Das Geschäft des Einziehens und Ausstoßens der Luft, heißt das Athemholen. Alle Thiere holen Athen:; aber nicht alle auf einerley Art. Manche haben dazu Lungen, die sich ausdehnen, um die Luft einzu- achmen — und sich zusammenziehen, um die Luft wieder herauszu- bmcken mit den Theilen , welche durch die Lust aus dem Blute abgesondert sind. Diese haben deswegen auch eine Stimme. Andere Thiere haben Kiefern oder Kiemen an den Seiten des Kopfes, vermittelst deren sie unter dem Wasser Athen: holen, also außer dem Wasser gar nicht leben können. Noch andere haben mehrere Luftlöcher an ihrem Körper, durch welche sie Luft einziehen und »'ieder ausstoßen_Dies ist diezweyte V erschiedenheiL unter den Thieren. Das Thier äußert sein Leben durch willkührliche Bewegung, das heißt: es verändert seinen Ort und seine Lage nicht blos, wenn 82 Sechster Abschnltt. es von andern Körpern gestoßen wird, sondern es sind im Lhie« selbst Ursachen, die es zur Bewegung treiben, selbst eigene riach- liche Bestrebungen, die wir Triebe nennen. Alle Thiere HM willkührliche Bewegung; aber nicht alle bewegen sich auf einech Art, weil sie verschieden gebaut sind. Die Theile des Körpers, welche besonders zur Bewegung dienen, heißen Gliedmaßen. Manche Thiere haben Hände, andere Füße, noch andere Flügel, wiederum andere Flossen, und endlich andere haben gar keine Gliedmaßen, außer Fühlfaden, die nicht sowohl Werkzeuge der Bewegung sind, als vielmehr zur Leitung der Bewegung dienen. — Dies ist die dritteVerschiedenheit unter den Lhieren, Die natürlichen Triebe der Thiere und ihre dadurch erzeugten Bewegungen haben zum Endzweck erstlich: die Selbsterhaltung, undzweytens: die Fortpflanzung. Viele von den Theilen, aus welchen das Thier besteht, gehen täglich durch die Ausdünstung und durch Zufälle verloren. Lai Thier nimmt daher Nahrungsmittel ein, um den Abgang immer wieder zu ersetzen. Bewundernswürdig ist die mannichfalii- ge Art, und sind die verschiedenen Werkzeuge, auf welche undruik welchen die Thiere ihr Futter suchen. Wie viel Kunst erscheint vs! in den Arbeiten der kunstlosen Thiere! Durch die Bewegung erschlaffen die Theile des Körpers. Das Thier schläft, um seinem Körper neue Spannkraft zu geben. Jedes Thier hat seine Feinde, seine Verfolger, seine Gefahren. Es vertheidigt sich, und fast jedes Thier hat andere, besondere Waffen, um sich seinem Untergange zu entziehen. Das Thier soll sich aber nicht blos erhalten, es soll auch Thiere seiner Art zurücklaffen, damit die Schöpfung immer fortdaucre, tue aussterbe. Alle Thiere bringen Junge; aber nicht alle aas einerley Art. Einige bringen lebendige Junge zur Welt, junge Thu- re, die schon mit allen Theilen des Körpers versehen sind, kommen aus dem Körper der Alten. Andere legen Eyer, in denen das junge Thier sich ausbildet, und aus denen es lebendig hervorgebt. Noch andere legen zwar auch Eyer, aber aus denselben kommt nicht ein Thier der nämlichen Art, sondern es wird erst durch mehrere Verwandlungen eben das Thier, als von welchem es abstamrnt. Der Schmetterling legt Eyer: aus den Eyern kommen nicht Schmet- Kurzgefaßte Naturgeschichte. SA -singe, sondern Raupen: die Raupe verwandelt sich in eine Puppe, die nur wenig Bewegung hat, und in dieser Gestatt ändert ste sch um in einen Schmetterling. Welche Freude, das Alles mit an- zusehen! — Dies ist die vierte Verschiedenheit unter den Thieren. Wir sehen aus dem bisher Gesagten, daß ohnerachtet die Thie- re das unter einander gemein haben, was sie zu Thieren macht, doch immer noch eine große Verschiedenheit unter ihnen herrsche. Man erleichtert sich daher die Erlernung der Thiergeschichle sehr, wenn man diejenigen Lhiere, welche am meisten Ähnlichkeit mit einander haben, zusammensucht, und in eine Abtheilung vereinigt denkt, weil man dadurch das große Heer der Thiere leichter übersehen lernt. Das ganze Thierrcich laßt sich füglich unter folgende 6 Klassen bringen: I. Die Saugethiere, mit rothem, warmen Blute, gebären lebendige Jungen, und saugen sie. II. Die Vögel haben auch rothes, warmes Blut,legen aber Eyer. III. Die Amphibien sind Thiere mit rothem, kaltem Blute, athmen aber noch, wie die beyden vorhergehenden, durch Lungen. IV. Die Fische haben auch rothes, kaltes Blut, ath- meu aber durch Kiemen. V. Die Insekten haben statt des Blutes eine kalte, weißlichte Feuchtigkeit, sind mehrentheils mit Fühlhörnern versehen und verwandeln sich ejn- oder etlichemahl. VI. Bey den Würmern trifft man auch eine weiß lichte kalte Feuchtigkeit an, aber sie verwandeln sich nicht, und haben keine Fühlhörner, sondern zum Theil Fühl« faden. I. Klasse: Saugethiere. Der Name Säugethiere ist dieser Klasse darum beygelegt worden, weil die Weibchen derselben ihre Jungen eine Zeitlang säugen, wodurch sie sich von den übrigen Thieren unterscheiden. F » , '.2' ^ K.> :s- » 4: M ,'-i i.. --A ,Mk' 84 Sechster Abschnitt. Die Saugthiere werden in zehn folgende Ordnungen eingetW: ^ r. Ordnung.(Limanus). Mit zwey Händen, nämlich der MM ' 2 . Ordnung, (tzuaclrumana). — Lhiere mit vier Händcm ^ Hieher gehören der Affe, der Pavian-, die Meerkatze und der Makj. ^ Z. Ordnung. (Lraöipocia). Säugethiere, deren ganzer M- ' perbau auf den ersten Blick Trägheit und Langsamkeit verräth. Hj?- her gehören: das Faulthier, der Ameisenbär, das Schuppenthier, ^ das Gürtelthier. ^ 4. Ordnung, (Eliiro^tera). Die Säugethiere, deren Vorder- fuffe Flatterhaute bilden. Hieher gehören: die Fledermäuse. ^ L. Ordnung. (Olires). Die nagenden Säugethiere. Lch'n ^ gehören: Das Eichhörnchen, die Maus, der Haase, das Murmel thier, der Maulwurf, das Meerschweinchen, der Marder, die Zi- , betkatze, der Dachs, der Biber, die Fischotter. 6. Ordnung. (IHrae). Reißende, oder doch sonst fleischfrcs- ^ sende Säugethiere. Der Bär, der Hund, der Löwe, der Tieger, der Leopard, der Parder, der Luchs, die Katze. ^ 7 . Ordnung. (8oIiclunAu1a). Das Pferd, der Esel, das Zebra. 8. Ordnung. (Lecora). Die wiederkauenden Thiere mit gk- ' spaltenen Klauen, unter welchen sich die wichtigsten Hausthiere fin- ^ den. — Das Cameel, das Lrampelthier, das Schaf, die Ziege, die Gämse, der Ochs, der Büffel, die Giraffe, das Elenthier, der Hirsch, das Nennthier, das Reh, das Bisamthier. 9. Ordnung. (Lelluae). Meistens sehr große, oder unförmliche Säugethiere. — Das Schwein, der Tapir, der Elephant, das Nashorn, das Niespferd, das Wallroß. 10. Ordnung. (Estaeea). Walisische, warmblütige Thiere, die mit den kaltblütigen Fischen fast nichts, als den Namen gemein haben. Der Einhornfisch, der Walisisch, der Potlfisch, das Meerschwein. Von einigen merkwürdigen Thieren will ich etwas erzählen: Aus der 2ten Ordnung: Von den Affen. KörperlicheBeschaffenheit der Affen. Es gibt unter den Affen sehr viele Ar en, und diese von sehr verschiedenem Körperbau. Das Ariszcichnendsie ln demselben sind ihre Gliedm- Knrzgesaßte Naturgeschichte. 8.5 M, welche hinten sowohl als vorn den Menschenhänden gleichen. Mit fünf Fingern versehen, und zum Zugreifen geschickt sind. Sie Auen sich auch sehr gut in die Höhe richten, und die vordem Gliedmaßen als Hände gebrauchen; doch sind sie nicht geschaffen, aufrecht zu gehen. Der Körper aller Affen ist mit Haaren bewachsen, wie der Körper anderer Th iere, und nicht so glatt, wie der Körper des Menschen; doch gibt es einige Arten, welche ein ziemlich glattes Gesicht haben, und dadurch eine Aehnlichkeit mehr mit dem Menschen bekommen. Manche haben einen Schwanz, entweder einen kurzen oder langen; andern fehlt der Schwanz, und diese letztem sind dem Menschen auch in der übrigen Bildung am ähnlichsten. Körperliche Fähigkeiten der Affen. Sie sind behende und muntere Thiere, springen und klettern mit ungemeiner Leichtigkeit, wobey ihnen die vier Hände große Dienste leisten, so wie dcy manchen Arten der lange Schwanz, den sie mit der Spitze um einen Ast wickeln, und wie eine fünfte Hand zum Anhalten brauchen können. Sie haben ein ziemlich scharfes Gebiß. Da sie größ- tentheils an und für sich nicht besonders stark sind, und auch nicht zu den großen Thieren gerechnet werden können, so ersetzte bey ihnen die Natur die natürliche Stärke durch das Vermögen, vermittelst der Hände andere Körper zu ergreifen, und zu ihrer Verkhei- digmig zu gebrauchen. Die Affen können Zieste, Steine und dergleichen fassen, und auf ihre Verfolger werfen. Die Hände erleichtern ihnen auch das Geschäft, ihre Nahrungsmittel einzusammeln, denn sie pflücken mit denselben die Früchte ab, und schöpfen sogar das Wasser, um es zum Munde zu bringen. Eben durch diese Hände werden, sie auch in den Stand gesetzt, manche Verrichtungen nachzumachen, welche die Menschen vermittelst der Hände machen: sie lernen sich ein Kleidungsstück anziehen, ein Gesäß tragen und dergleichen. — Vermöge der Behendigkeit ihres Körpers können sie durch Zucht und Übung dahin gebracht werden, daß sie durch allerlei) Sprünge und eine Art von Tanz die Langeweile der Menschen verkürzen helfen. Geistige Beschaffenheit der Affen. In dem Charakter des Affen ist in der That wenig, was ihn dem Menschen angenehm und schätzbar machen könnte. 86 Sechster Abschnitt. Vaterland der Affen. Sie sind blos in den wärmsten Gegenden der Erde zu Haufe, also nicht so weit verbreitet, als manche andere Thierart, aber desto häufiger in den ihnen von der Natur angewiesenen Landern Asiens, Afrikas und Amerikas. Zu Europa werden oft Affen zur Schau herumgeführt, die man aus andern Erdtheilen gebracht hat. Lebensweise derAffen. Sie halten fich in den anmn. thigen Wäldern warmer Gegenden auf, klettern und springen auf den Bäumen herum, wanderu auch in die Felder, Gärten uiü Weinberge, und nähren sich von allerley Baumfrüchten, Baum- laub, Getreide, Kräutern, Wurzeln, Vogeleyern, Insekten; md manche auch von Muscheln. Sie wohnen in ganzen Schaaren be>) einander, und find zu den geselligen Thieren zu rechnen, welche oft gemeinschaftlich auf ihren Raub ausgchen, fich einander herbeylo- cken und warnen. Sie bringen gewöhnlich nur ein Junges zur Welt, und nähren und beschützen dasselbe mit vieler Zärtlichkeit, indem sie es bald auf dem Rücken, bald in den Armen tragen. In der Gefangenschaft läßt sich mancher Affe von den gelehrigen Arten an einige Gebräuche in der menschlichen Lebensatt gewöhnen, er setzt fich mit zu Tische, bereitet die Serviette aus, schenkt sich selbst zu trinken ein, wischt fich den Mund, und dergleichen Dinge mehr. Nutzen der Affen. Der angebliche Nutzen dieser Thicre ist sehr gering. Einige indianische Nationen essen ihr Fleisch, einzelne Menschen nähren sich davon, daß sie Affen zahmen und zu Kunststücken abrichten. — Die Affen stiften fast mehr Schaden als Nutzen. Sie verzehren und verwüsten die besten Früchte in Menge, und bringen in warmen Ländern die Menschen um den Lohn ihres Fleißes. Jagd der Affen. Man schießt sie, wie andere Thiere mit Pfeilen und Feuergewehren. Um sie aber lebendig zu fangen, lt- dient man sich bey Kleinern der Schlingen, sonst auch allerley listigen Mittel, die zum Theil sehr bekannt sind , z. B. daß man suh unter einem Baume wäscht, ein Gefäß mit Lcimwaffer stehen laut, und sich entfernt, da denn der Affe das Waschen nachmachen will, sich mit dem Leimwasser die Augen verkleistert und leicht gefangen werden kann: oder die Stiefeln aus-und anzieht, und besonder« Kurzgefaßte Naturgeschichte. 87 verfertigte Stiefelchen unter dem Baume stehen laßt, welche hee Affe anzieht und nicht wieder los werden kann. Unter den vielen Gattungen der Affen ist besonders derOraug- Mang merkwürdig, welche Benennung in der Sprache der Ma- layen einen Waldmenschen bedeutet. Unter allen Affen kommt er, jn Hinsicht seiner Gestalt, seines Baues , seiner Stellung, und in- «em Einrichtung dem Menschen am allernächsten. Aus der zten Ordnung: Von dem Fanlthiere. Dieses Thiergeschlecht, wovon eine Gattung in Südamerika a„ Größe eine Katze übertrifft, hat seinen Namen von der außer» ordentlichen Trägheit, womit es sich fortbewegt; denn es legt in einem Lage höchstens eine Viertelstunde Weges zurück, und braucht zur Besteigung eines mäßig hohen Baums zwey Tage Zeit. Weder Schlage noch Lockungen machen es hurtiger. Seine Nahrung besieht in Baumblättern und Früchten; ist der Baum abgefressen, so klettert es nicht, sondern es stürzt sich herunter. Ehe es einen andern Baum erreicht, soll es schon wieder mager seyn, wenn eS auch von dem ersten fett herunter kam. Eine Gattung hat von dem beulenden Ton den Namen Ai. Übrigens haben diese Thiere ein zähes Leben, sausen nicht, und zeichnen sich vor andern noch dadurch aus, daß sie mit 46 Rippen versehen sind. Aus der 4ten Ordnung: Von dem Biber. Gestalt: Der Biber hat bis an den Schwanz Ähnlichkeit mit einer Ratte, ist aber größer, ohngefähr drey Fuß lang und io bis iL Zoll dick. Der Schwanz ist sischartig, ir bis 12 Zoll lang, mit einer schuppigen Haut bedeckt, die Schuppen liegen übereinander, wie Fischschuppen. Es gibt schwarze und auch braune Biber. Vaterland. Die nördlichen Länder Asiens und Europens, als Preußen, Rußland, Lithauen, Sibirien, Kamtschatka, in Deutschland an der Elbe und Oder. In großen Gesellschaften sind sie noch in Nordamerika anzutreffen. Nahrung : Der Biber nährt sich von mancherlei) Pffauzen- arteu, Obst, Wurzeln, Baumrinden, auch von Fischen und andern kleinen Wafferthieren. Eigenheiten. An seinem Körper hat der Biber zwep be» -HM ? l '.''! 7 l 88 Sechster Abschnitt, sondere Merkwürdigkeiten. Erstlich ist sein Fleisch von zweyerley Art. Der Vordertheil bis zu den Nieren hat den Geschmack eines Landthicrs, und der übrige Hintere Theil mit dem Schwänze, den Geschmack eines Fisches. So ist also der Biber nicht blos dem äußern Ansehen, sondern auch seinen innern Theiten nach, gleichsam halb Landthier und halb Fisch. Diese Einrichtung seines Körpers hat Zur Folge, daß der Biber größtentheils den hintern Theil mit dem Schwänze in das Wasser hangen läßt, wenn er mit dem Vor- dertheile im trocknen sitzt. Nimmt man noch dazu, daß er hinten, und auch blos hinten Schwimmfüße hat, so kann man sich über die ganz eigne Bildung des Bibers, und über die Mannichfaltigkeit in der Natur nicht genug wundern. — Zweytens hat er in der Gegend des Afters besondere Bläschen oder Säckchen, in welchen sich eine zähe, fette Materie sammelt, die einen scharfen und bitter» Geschmack, und starken widrigen Geruch hat, und Bibergeil genannt wird. Lebensart. Der Biber lebt fast am gesellschaftlichsten unter allen Thieren, die Gegenden ausgenommen, wo für eine große Gesellschaft zu wenig Raum und Ruhe ist: in Nordamerika findet man zu mehrern Hunderten die Biber bey einander wohnen. Ihren Aufenthalt wählen sie an den Ufern der Flüsse und Seen. Sic leben in künstlichen Hütten, welche sie neben einander an den Ufern der Gewässer bauen, und welche allerdings als Beweist der bewundernswürdigen Kunsttriebe der Thicre eine nähere Betrachtung verdienen. Wenn die Biber sich Wohnungen bauen wollen; fo wählen st dazu die Sommermonate und kommen im Junius und Julius zusammen. Einige Hundert von denen, welche entweder noch mit keiner Wohnung versehen sind, oder ihre alten verlassen haben, vereinigen sich gleichsam in eine Gesellschaft, um eine Colonie an-, zulegen. Sie suchen einen Ort aus, der hinlänglich mit Lebensmitteln, mit den für sie nöthigen Bäumen versehen, und nahe am Wasser ist. So geschickt sie diesen zu wählen wissen, eben so vorsichtig nehmerr sie auf alle Umstande Rücksicht, welche zur Sicherheit und Bequemlichkeit ihrer Wohnung beytragen können. Sic wissen vermöge ihres Naturtriebes eurer, Unterschied zu machen, zwischen stach stehenden Gewässern, welche immer in gleicher Höst Kurzgefaßte Naturgeschichte. 8 - Niben, und zwischen den strömenden, welchen bald steigen, bald fallen. Die erstem sind ihnen bequem, die letztem müssen fix sich erst bequem machen, und das ist die erste von ihren große,: Arbeiten. Damit nahmlich das fließende Wasser allenfalls Mich in gleicher Höhe bleibe, schließen sie es durch einen Damm ein, welcher queer durch den Fluß gehr, und oft 80 bis »oc, Fuß lang, und unten wohl io bis 12 Fuß dick ist. Die Dauerhaftigkeit und die zweckmäßige Anlage dieses Dammes ist eben so auffallend, als die angegebene Größe desselben. Wenn in der Nahe ein starker Baum steht, so fallen sie ihn so, daß er queer über den Fluß fallen; und die Grundlage ihres Dammes ausmachen muß, nachdem sie ihn der Zweige beraubt haben. Während dieß von einigen ! geschieht, so sind andere geschäftig, dünnere Bäume zu fallen, in Stücke zu schneiden, an einem Ende jedes Stück zuzufpitzen, und auf diese Art Pfähle daraus zu machen, welches alles mit denZäh- nen geschieht. Diese Pfähle schleppen sie ans Ufer, und dann auf dem Wasser weiter bis an ihren Ort, wo sie in senkrechter Stellung aufgerichtet, in Löcher, welche mit den Vorderfüssen auf dem Grunde des Wassers gegraben worden sind, eingesetzt, und durch Äste durchstochten werden. Noch andere haben wieder ein anderes Geschäft, nähmlich Erde herbepZuschaffen, mit den Füssen Zu durchkneten, mit dem Schwänze zu schlagen, und mit derselben, als mit einem Mörtel, das errichtete Pfahlwerk auszufüllen. Auf diese Weise entsteht ein Damm , welcher aus verschiedenen Reihen von Pfählen besteht, die alle von gleicher Höhe sind, wohl ausgemauert ist, an der einen Seite gegen den Strom senkrecht — auf der andern schräg zuläuft, so, daß die Dicke nach oben zu sehr abnimmt, und obendrein noch mit einigen Öffnungen versehen ist, durch welche das Wasser abziehen kann, und welche sie weiter oder enger machen, je nachdem der Fluß höher oder niedriger wird. Diesen Damm fleißig zu untersuchen, und den entstandenen Schaden auszubessern, lassen sich die Biber sehr angelegen ftyn. Eben so künstlich, wie dieser Damm, werden die eigentlichen Wohnungen der Biber angelegt. Sie ruhen gemeiniglich auf einem Pfahlwerke im Wasser, und haben eine eyrunde Form. Die Größe richtet sich nach der Zahl der Bewohner, denn in manchen Hüt- ieu wohnen 2 bis 6 , in andern rZ bis 20, allemaht eben so viel yo Sechster Abschnitt. Männchen, als Weibchen. Die höchsten sind etwa acht Fuß hoch. Die Mauern der Hütte sind gegen zwey Schuh dick, und so wohl ausgeklebt, daß sie dem Winde und Wetter trotzen. Mehrere bestehen aus zwey oder drey Abteilungen über einander, oder eben so vielen Stockwerken, deren das erste unter dem Wasser, das andere dem Wasser gleich, und das dritte über dem Wasser ist. Inwendig ist die Wohnung glatt übertüncht und mit Pflanzenrheile» Zum Lager bestreut. Das Ganze ist mit einem runden gewölbten Dache bedeckt. Sowohl vom Ufer her, als auch aus dem Wasser, ist ein Eingang angebracht. Gewöhnlich sitzt der Biber in diesen Hütten so, daß der Schwanz und die Hinterfüße ins Wasser hangen. Man findet dergleichen Biberhütten theils einzeln stehen, theils ic> bis 20 beysammen, in welchem letzter» Falle sie kleine Löss! chen bilden, wenn man sie nahmlich durchs Vergrößerungsglas steht: denn zwischen einer Biber-und einer Bauernhütte bleibt immer noch ein großer Unterschied. Vor dem Anfänge des Winters tragen die Biber einen Vorrath von Nahrungsmitteln in ein besonderes Magazin ihrer Wohnungen, und gehen im Winter nur bisweilen aus, um frischen Vorrakh zu holen. So wie sie unter einander immer in Frieden leben, so leiden sie auch nichts in ihrer Nahe, was ihren Frieden stöhren könnte. Besonders zuwider soll ihnen die Fischotter seyn, die sie mit gemeinschaftlicher Anstrengung! zu vertreiben suchen. So gewiß aus dieser Beschreibung erhellet, daß die Biber vielleicht unter allen Thieren die geschicktesten sind, so wenig folgt daraus, daß sie die klügsten sind. Sie thun viel, aber nur so viel, als ein natürlicher Trieb sie nöthigt: zu etwas weiterm sind sie nicht abzurichten, etwas anders lernen sie nicht verstehen. Der Etephant, der Hund sind zu vielen Dingen zu gewöhnen, lernen auf vieles merken, wohin sie kein Natürlich führt, diese sind klug. Die Biene ist in ihrer Art, was der Biber ist, geschickt aber nicht klug: mit den klugen Thieren muß man den Biber nicht zusammen stelle». Feinde hat der Biber wenig, weil er schwer gefangen u»d überwunden werden kann. Auch größere Raubthicre haben sein Gebiß zu fürchten. Desto mehr ist er den Nachstellungen der Mensche» ausgesetzt, gegen welche ihn sein Gebiß so wenig, als List un> Flucht retten kann. Kurzgefaßte Naturgeschichte. 9l . Schaden. Die Biber können dadurch in manchen Gegenden Schaden anrichten, daß sie die Damme untergraben und Ueber- schivemmung veranlassen. Außerdem ruiniren sie sie viel an Bäu- Nii, deren sie theils zu ihrer Nahrung, theils zu ihrem Baue in Menge beziüthigt sind. NuF'en. Dieser ist unstreitig beträchtlicher. Das Fleisch wird von den Nvrdamerikanern häufig gegessen, und bey uns nur deswegen selten , weit es selten zu haben ist. In Wien bezahlte nran vorher zur Fastenzeit manchmahl das Pfund mit Z bis 4 Gulden. — Das Fett sowohl aus dem Biberfleische, als.auch aus dcmBibe'-güit wird als äußerliches Mittet gegen Reisten und Krämpfe gebraucht. Per langem Porderzähne bedient man sich beym Vergolden zum Poliren. '— Am wichtigsten sind die drey folgenden Artikel, welche mu'vom Biber erhalten. Das Bs b e.r g en l, welches innerlich und äußerlich als Arzney- , mittel gebraucht mird. Die Biberfelle find vorzüglich als Rauchwcrk sehr beliebt, ' weil sic einen sehr Zeichen feinen Pelz haben, am meisten werden - die schwaHen geschäht. Das Bibe rha ar, steht in einem großen Werthe. Das Pfund Librrhaar kostet iz bis 20 Gulden gutes Geld. Daraus werden Strümpfe, Handschuhe''und die feinsten, sogenannten Kastorhüte verfertigt. ^ » Aus der Lten Ordnung: Von dem Löwen. Gestaltund Eigenschaften. Der Löwe ist das tapferste Thier unter allen Threren. In seiner Gestalt zeigt er eine gewisse Würde, in seiner Stimme Wildheit, Grausamkeit undGroß- mulh. Sein Gang ist stolz und seii^e Stimme erschrecklich, sein Anfall ist schrecklich und wüthend. Er ist vier bis fünf Fuß hoch, und etwa neun Fuß sang. In ihm vereinigt sich, die größte Stärke mit der größten Leichtigkeit. Sein Körper scheint aus lauter Nerven und Muskeln zu bestehen, und ist weder mit Fleisch noch mit Fett überladen. Seine Stärke verräth sich durch die erstaunenden Sähe und Sprünge, durch die Schwingung seines Schwanzes, womit er Menschen zu Boden schlägt, durch die Kraft, seine Mähne, ohne daß er den Kopf bewegt, zu schütteln, so, daß sie nicht Sechster Abschnitt. allein sich sträubet, sondern auch auf beyden 'Seiten umherffiegk. Er hat so starke Zahne, daß er alle Knochen ohne Mühe zermalmet, und seine lange Zunge ist so scharf, daß sie allein hinreicht, die Haut abzuschalen, und das Fleisch von den Knochen wegzule- cken. Sein Blick ist fürchterlich, er sieht bey Nacht wie die Katzen, schlaft wenig und erwacht leicht. Sein Brüllen, welches seine ordentliche Stimme ist, wird Meilenweit gehört, und tönt in der Wüste wie das Krachen des Donners. Sein Gang ist stolz, ernsthaft und langsam, wiewohl allzeit nach einer schiefen Richtung. Springt er aber nach einem Thiere, so thut er einen Satz zwölf bis fünfzehn Schuh weit, fallt darüber her, umklammert es mit seinen Vordertatzen, zerreißt es mit den Klauen, und zerknirscht j es mit den Zähnen. Er frißt wenigstens fünfzehn Pfund rohes Fleisch: doch ist ihm der Durst weit unerträglicher. Wenn er jung, und mithin leicht ist, so fehlt es ihm in seinem gewöhnlichen Aufenthalt, den großen Wüsteneyen, wo es wilde Thiere in Menge gibt, nicht an Nahrung. Wird er aber alt, und zur Jagd schwerfällig , so nahet er sich bewohnten Oertern, und^wird Menschen und Vieh gefährlicher; indessen fällt er allzeit eher das letzte, als die I ersten an. Kameelfleisch und junge Elephanten Men ihm die lieb» sie Mahlzeit sepn. « Vaterland. Er bewohnt nur zwey Erdtheile, rühmlich Asien und Afrika, und auch nur die heißen Gegenden derfelben. Löwenjagd. Der Mensch ist das einzige .Geschöpf, welches dem Löwen gefährlich wird, denn, wenn er auch mit einigen gleich starken Thieren bisweilen in Streit geräth, so wird er doch von ihnen nicht leicht überwunden, und äußerst selten getödtet. Äer Mensch allein ist im Stande ihn durch Fliutenkugeln oder Wurfspieße zu erlegen. Außerdem fängt man den Löwen in Gruben und in Netzen. Schaden. Der Löwe ist zwar ein reißendes Thier; doch richtet er weniger Schaden an, als manches andere Thier von seiner Gattung, weil er alles blos würgt, was und wie viel er sresten will, da hingegen andere, blos zur Lust zu würgen scheinen. Er fällt die Thiere an, um Leben zu können, und schont ihrer, wenn er sie nicht bedarf. Nutzen. Sein Fleisch wird in Afrika gegessen. Den Römern Kurzgefaßte Naturgeschichte. ^ !l i- t, llr >Il >t f- >e h s h ii r d r li r a Me er sonst bey den Thiergefechten zum Vergnügen. Seine Haut, mit welcher sich die Helden zierten, wird von den Negern anstatt -er Bettdecken, und von den Europäern zu Pferdedecken gebraucht. Der Löwe lebt in der Freyheil 20 bis 2L Jahre. — Von seiner Sanftinuth und Großmuth wird vieles erzählt, unter andern felgende merkwürdige Geschichte. Es wurde einst in Rom ein großes Thiergesecht gegeben. Unter den vielen wilden Thieren befand sich ein Löwe, der wegen seiner ungewöhnlichen Größe und Schönheit aller Zuschauer Augen auf sich zog. Unter denen, die mit diesem ThieN kämpfen sollten , t wurde auch ein verurtheilter Sklave mit Namen Androktus aufge- sührt. Als diesen der Löwe von ferne zu Gesicht bekam, stund er Mchsam vor Verwunderung stille, und ging endlich ganz sanft , und liebreich, gleich als ob er ihn kennte, auf ihn zu, fing an wie ! ein Hund mit dem Schwänze zu wedeln, und dem Sklaven, der I vor Schrecken schon halb todt war, Hände und Friste zu lecken. I Androklus wagte es endlich, den Löwen anzusehen. Hier schienen < beyde einander zu erkennen, und der nnvermutheten Begegnung sich zu erfreuen. Die Zuschauer erhoben voll Verwunderung ein Ge- schrey. Der Kaiser ließ den Androklus holen, und fragte ihn, ob kl die Ursache wüßte, warum er der einzige wäre, den dieser schreckliche Löwe verschonet habe? Androklus erzählte darauf folgende Begebenheit. Als ich mich von meinem Herrn, der in Afrika sich aufhielt, durch die Flucht entfernt hatte, suchte ich mich in den einsamsten Wiisteneyen zu verbergen. Einst fand ich in der Stunde oer brennendsten Hitze eine abgelegene Höhle, in die ich mich rettete. Bald darauf kam dieser Löwe mit einem lahmen und blutigen Fuß, und gab seinen peinlichen Schmerz durch ein klägliches Ächzen und Gemurmel zu erkennen. Sobald er mich erblickte, ging er ganz sanft auf mich zu, hob seinen Fuß nach mir auf, gleichsam als ob er bäte, daß ich ihm helfen sollte. Hier wurde ich einen großen Splitter gewahr, wovon der Fuß äußerst geschwollen war. Ich zog ihn heraus, drückte den Eiter aus der Wunde und reinigte sie. Da er stine Schmerzen durch meine Hülfe gelindert fühlte, legte er mir den Fuß in die Hand, und schlief ein; und von der Zeit lebte ich mit ihm drey Jahre lang in derselben Höhle, und von einerley Kost. 94 Sechster Abschnitt. Denn von dem Wildpret, das er jagte, brachte er mir die besten Stucke, die ich an der Mittagssonne dörrte. Endlich war ich dieses Lebens überdrüssig, verließ die Höhle in des Löwen Abwesenheit, irrte drey ^.nzer Tage umher, und wurde von Soldaten gefangen genommen, und wieder zu meinem Herrn gebracht, der mich sogleich zuin Tode verdammte, und zwar, dass ich den wrlcku Lhicren sollte vorgeworfen werden. Vermuthlich ist dieser Löwe, der sich meiner kleinen Wohlrhat so dankbar erinnert, binnen der Zeit ebenfalls gefangen genommen worden. Dieses alles wurde sogleich dem Volke bekannt gemacht. Jedermann bat, daß dem Androklus die Strafe erlassen, er in Freiheit gesetzt, und ihm der Löwe zum Geschenk möchte gegeben wer-^ den. Er ging hierauf in der Stadt umher, und führte denftlöen! an einem Seile. Die Leute gaben ihm Geld, bewarfen den Ä- , wen mit Blumen, und riefen ihm zu: dieser Löwe war der Gaß- freund des Mannes, und dieser Mann der Arzt des Löwen. Aus der 6ten Ordnung: Von dem Kameele. Es gibt Kameele mit einem Höcker, und mit zween Höckern: jene nennet man Dromedar; diese Trampelth ier. Im gemeinen Leben nennet man beyde ohne Unterschied Kameele. Ick Vaterland ist Asien und Afrika. Die Nahrung der Kameele besteht vorzüglich in Brenneffel», Disteln und allerley Banmlaub, welches sie sich selbst abstreiftn, ohne den Zweigen Schaden zu thun, wobcy ihnen ihr langer Hals sehr zu statten kommt. Fortpssanzung. Das Weibchen bringt nur ein Junges, welches ein Jahr, auch zwey Jahre gesaugt wird. Gewöhnlich lebt ein Kameel 40 bis Lo Jahre. Eigenschaften. Die Kameele sind dazu gemacht, die Lasi- thiere der Menschen zu seyn. Die Schwielen an der Brust und an den Füßen, welche diesen Thiercn angeboren sind, machen sie geschickt zum Niederknieen, damit man sie bequem beladen könne, denn diese Verhärtungen verhindern das Aufreiben. Die Höcker geben theils dem Reuter einen fester« Sitz, theils den aufgeprE- ten Waaren eine festere Lage. Was aber vor Allem bemerkc»!- werth ist, ist die Einrichtung ihres Körpers, nach welcher sie D Kurzgefaßte Naturgeschichte. n s^ge dursten können. Sie haben nahmlich außer dem Magen der e- iMerkäueirden Thiere, noch besondere Zetten, in welchen stch eine i- Mge von dem hiruergeschluckten Wasser sammelt, stch mit den übrigen Feuchtigkeiten nicht vermischt und rein und gut bleibt. Aus diesem Behälter geht von Zeit zu Zeit durch Zusammenziehung des- a selben eine Portion Wasser wieder in den Schlund und schützt das - Lhier vor Durst. Daher kommts, daß das Thier über ro Tage ^ dauern kann, ohne einen Tropfen zu saufen, daß es aber auch sehr viel auf einmahl sauft, um sein Magazin vottzufütten. Hat es auf ' Men Reisen schon mehrere Tage nicht gesoffen, und merkt es den ^ Abgang an seinem Wasservorrathe, so wittert es die Wasserquellen mfern, und verdoppelt seine Schritte, um an dieselben zu gelan- " i gen. Wie weise wußte Gott seine Geschöpfe anf jedes Land akzu- ' - messen! In den sandigen Gegenden Arabiens, wo man oft in meh- °1 rem Tagreisen keinen Tropfen Wassers findet, mußte gerade ein solches Thier seyn, wenn der Mensch in denselben fortkommen sollte. Für sich kann er allenfalls Getränke auf einige Tage mitneh- /men: wie könnt' er aber so viel Wasser fortbringen, als z. B. ein ' Pferd zum saufen braucht? — Ja noch mehr. Wenn auf jenen dürren Wegen der Mensch kein Wasser mehr hat, und auch keins r findet, so schlachtet er sein Kameel, und findet in dessen Magen so viel Vorrath, um nicht verdursten zu müssen. — An den Kameelen , finden wir eben keine große Klugheit und Gelehrigkeit; aber eine , desto größere Folgsamkeit, welche sie zu ihrer Bestimmung vorzüg- § üch geschickt macht. Es kostet eine große Mühe, ein Kameel zu seiner Arbeit zu gewöhnen, es trägt willig seine Last, und wird ' auch bcy schlechter Behandlung nicht furchtbar. Ein Kameel trägt i ur bis ZL Centner, und kann in einem Tage 12 deutsche Meilen Mcklegen, wenn es beladen ist. Durch Gesang und Musik mun- ' tctt man es zur Fortsetzung des Marsches auf. Wird ihm aber die ' Last zu schwer, oder der Weg zu lang, so fällt es nieder und ist durch keine Prügel wieder aufzubringen. So auch steht es gar nicht ' auf, wenn es fühlt, daß man ihm zu viel aufgeladen habe. — ^ Auf einigen Carrarischen Inseln spannt man das Kameel vor den ' Pflug. — Die Dromedare gehen einen so starken Trott, daß die '' Pferde ihnen nur im Galoppe Nachkommen können. Ohnstreitig §,6 Sechste Abschnitt. sind sie es, welche in den alten jüdischen Schriften die Lauser aus > Midian genannt werden. > Nutzen. 'Man kann schon aus der Beschreibung derKameele - schließen, daß sie uns Menschen nicht schaden, wohl aber als Lch- > thiere nützen können. Ferner ist ihr Fleisch in ihrem Vaterlack > geschätzt. In einem eben so gutemRuf steh: ihre Milch, welche bey manchen Völkern die gewöhnliche Nahrung ausmacht, und für sch l gesund gehalten wird. Die Larkarn und Kalmücken machen ach Brandtwem aus ihr, wie aus Kuh-und Pftrdemilch. Um dich I Vortheile willen ist das Kameel der größte Reichthum der Araber 1 und mancher andern Völker. — Das Haar der Kameele wird auf ! mannigfaltige Weise benutzt. Es wird nahmlich zu groben Gm, < zu einer Art von Kamelot, und unter andere Haare gemischt ach ! zu Hüten verbraucht. — Das Fell der Kameele wird mit Lohe ge- ! gerbt. In Asien und Afrika macht man aus demselben Wasscr- schläuche, mit Heuen man das Wasser in die Hauser tragt, und in l denen auch die reisenden Gesellschaften (Caravanen) das nöthige < Trinkwasser mituehmen. — Die Türken bereiten aus dem Kameel- l felle Chagrin, eine Art hartes und sehr kostbares Leder, welches l bey uns zu Degcnscheiden, Uhrgehäusen u. s. w. verbraucht wird. ! Aus der 7ten Ordnung: Von dem Elcphanten. j Gestalt. Dieses Thier ist von allen übrigen Thicren so aus- i gezeichnet, daß man cs nach, der bloßen Beschreibung mit keinem ' andern verwechseln kann. Es wachst ro bis 14 Fuß hoch, großer ' als cille Thiere, die auf dem Lande sich aufhalten, und 17 Fuß ^ lang. Sein Körper ist dick und stark gebaut auf eben solchen Fu- ! ßen. Die schwietichte Haut ist stark und mit wenigen kurzen Ha«- . ren besetzt. Der Kopf gegen seinen Körper nicht groß, die Ohm> ^ sind groß, die Augen sehr klein, so auch der dünne Schwanz. W ihn aber vorzüglich kenntlich macht ist: erstlich die Verlängerung sei- ^ ner Nase, welche der Rüssel heißt, eine biegsame Röhre, dir, ausgedehnt, an 8 Fuß über das Maul hangt, und durch eine Scheidewand abgetheilt ist ; zwcykens die bevden krummen Eck zahne, welche aus der obern Kinnlade herausstehen. Diese sind zugespißk, aufwärts gebogen, nicht ganz glatt. Der Zahn an der rechte« Seite ist gewöhnlich der größte, welches auch bey den hervorrage«- Kurzgefaßte Naturgeschichte. 97 dei> Eckzähnen anderer Thiere der Fall ist. Lange und Gewicht sind verschieden. Manche werden nur 4, andere 6, 8 bis 12 Fuß lang. Zicüber »oo Pfund schweren sind schon selten, manche sollen 20a Wind wiegen. Das Weibchen hat entweder gar keine oder doch im kurze Eckzähne. Farbe. Gewöhnlich findet man ihn aschgrau oder schwärzlich. Die weißlichen und röthlichen sind sehr selten. Das Vaterland der Elephanten scheint von jeher der südliche Thril von Asien und der größte Lheil von Afrika gewesen zu schn. Sie leben noch wild in Bengalen, Siam, Pegu auf den größten Inseln von Ostindien, ferner häufig im Mittlern Afrika, auf der östlichen Küste und in Guinea und Congo. In Asien werden sie durch die fleißige Jagd etwas vermindert. In manchen Gegenden von Afrika sollen die größten seyn. Die Nahrung des Elephanten besteht blos in Pflanzen, er frißt Wurzeln, Krauter, Blatter und Hotzwerk, auch Baum-und Getreidefrüchte. Im zahmen Zustande kostet er viel zu unterhalten. Man muß ihm täglich auf 100 Pfund wohl zubereiteten Reis geben, und außerdem Palmen-oder Feigenblätter, wenn er gut gepflegt seyn soll. Geistige Getränke verschmäht er auch nicht. Fortpflanzung. Von dieser ist uns wenig bekannt, weil die zahm gemachten Elephanten sich nie fortpflanzen. Die Elephan- tenmutter trägt ohngefähr ein Jahr, und wirft nur ein Junges von der Größe eines Schweins. Es würde sich also diese Thierart nicht sehr vermehren, wenn sie nicht ein hohes Alter erreichte. Man hat Erfahrungen, daß zahme Elephanten 120 bis iZo Jahre gelebt haben. Da nun die Thiere in ihrem natürlichen, freyen Zustande alter zu werden pflegen, als in der Gefangenschaft, so isis nicht zu viel, wenn man annimmt, daß der Elephant 200Jahre und darüber lebt, wenn wir auch den Behauptungen, daß sie über 400 Jahre alt werden, keinen Glauben beymeflen wollen. Wr ihr hohes Atter zeugt auch die lange Zeit ihres Wachsthums. Erst im Zosten Jahre sind sie ausgewachsen, sie müssen auch länger ausdauern können, als der Mensch, der doch schon über roo Jahre leben kann. — Eigenschaften. Des Elephanten Gehörist ungemein gut, U'vzu seine großen Ohren beyzutragen scheinen. Sein Geruch G >D' Hd'. >"14 « fl > 'Ach > HW -'W > - ' 'li'.HV'- > ..-1 ' ! ^ ^ 1 i « A -r.4 .Mi/ Sechster Abschnitt. Y8 fein: er weiß wohlriechende Pflanzen auszusuchen und mit Wohl- ^ gefallen abzupflücken. Wegen seiner hurten Haut fühlt er blvs ^ in den Ritzen und am Rüssel, wo dieser Sinn sich aber auch in ^ seiner ganzen Vollkommenheit äußert. Seine Starke ist sein« ^ Große angemessen. Er reißt Bäume um, tragt Z bis 4000 Pfund, § eine Last von einigen hundert Pfunden hebt er mit seinem Rüssel § auf und setzt sie sich selbst auf die Schultern. Auf seinen großen ^ Zahnen tragt er. über 1020 Pfund. Geht er im Schritt, so vol- ^ lendet er so viel, als ein Pferd im Trott. Ob er gleich niemalsts A gallopirt, so legt er doch, wenn er angetrieben wird, in einem ^ Lage einen Weg von sechs Tagreisen zurück. Unter seinen Eigenschaften ist aber vorzüglich bewundernswürdig seine Ge schicklich Z keit, Gelehrigkeit und der Anstrich von einem gesetzten und § großmüthigen Betragen. Er behauptet dadurch den Vorzug ^ vor den Hunden und weit vor den Assen. Seine Geschicklichkeit g beweist er besonders im Gebrauche seines Rüssels, den er nach Ge- ^ fallen drehen, krümmen, verkürzen und verlängern kann. Er nimm! mit demselben die kleinsten Geldstücke und das kleinste Halmche!! g von der Erde auf, er pflückt Krauter und Blumen, löset in Knoten geschürzte Stricke auf, öffnet und verschließt die Thüren, zielst § in denselben eine Menge Wasser, und trankt sich, indem er das „ Ende des Rüssels in den Mund steckt. Aus Gras und Heu mach g er kleine Bündel, und steckt sie in das Maul bis an den Schlund. „ Bey dieser Geschicklichkeit ist es eine große Tugend an ihm, daß § er, ohnerachtet seiner furchtbaren Starke, doch gclenksam ist, und von den Menschen zu ihrem Nutzen abgerichtet werden kann, so- ( bald er nur mit Güte behandelt wird. Er lernt fast alles thun, ^ was der Mensch von ihm verlangt, gehorcht der Stimme seine» ; Führe-s, und versteht sogar seine Winke. Gute Worte und gutes ^ Futter machen ihn so geschmeidig, daß ihn ein Kind führen kan», ; er vergißt empfangene Wohlthaten nicht, vertheidigt die, welche § ihm gutes erzeigen und rächt sie. Aber freylich läßt er sich selbst , auch nicht beleidigen. Gereizt ist er wie ein stolzer Monarch, der , Alles mir Füßen tritt. , ^ Lebensart. Die Elephanten lieben schattichte und feuchte Gegenden, Wälder, tiefe Thäler, das Ufer der Flüsse. Hier halten sie sich zusammen in großer Gesellschaft auf, zu Hunderten und 99 Kurzgefaßte Naturgeschichte. - «och mehrere. Selten verlieren sich Einige von ihrer Heerde des i Futters wegen in die benachbarten Thäler. Wasser ist ihnen un- ^ entbehrlich, das sie aber trübe machen, bevor sie es trinken. Sie baden sich gern, indem sie das in den Rüssel eingesaugke Wasser «ber ihren Kopf spritzen. Kalte können sie nicht ertragen und auch übergroße Hitze schadet ihnen. Auf Wanderungen, wo sie Gefahr l leiden könnten, brauchen sie große Vorsicht. Ihre Jungen nehmen ft in die Mitte, die Mütter tragen auch wohl dieselben mit ihrem ^ Mel umschlungen. — Wenn der Elephant sich nicht wohl besin- > bet, so gehet er in das Schilf und ritzet sich die Adern auf. Elephantenjagd. In Siam in Ostindien jagt man sie zu Tode, indem man ihnen auf zahmen Elephanten nachreitet, oder man legt ihnen Schlingen, in die sie sich verwickeln und in denen ft hangen bleiben, bis sie ermattet niederfallen und sterben. Die Neger in Afrika graben Löcher unter den Baumen, verstecken sie unter einer leichten Decke, daß die Elephanten unversehens hineinfallen. Gewöhnlich sucht man sie lebendig zu fangen, um sie als Hausthiere zu brauchen. Schaden richtet der Elephant allerdings auch an, wenn er - Wiesen, Felder, Reis-und Tabackspflanzungen besucht, und das ^ mit seinen schweren Füßen in Grund und Boden tritt, was sein großer Appetit übriggelassen hat; oder wenn er wüthend wird, und in der Wuth Menschen umbringt. Aber sehr bedeutend ist ^ auch der ' Nutzen, den er in seinem Vaterlande und auch uns schasst. Schon vor alten Zeiten wußte man ihn lebendig zu brauchen, be- ' sonders im Kriege, wo ein Elephant durch das Schrecken, das er ' den Menschen und Pferden einjagte, zur Entscheidung der Treffen ^ sehr viel beytrug. Wo aber jetzt die Feuergewehre eiugeführt sind, ' da ist er zum Kriege gar nicht mehr zu brauchen, weit er das Feuer ' ficht. Zum Reiten dient er noch jetzt. Man steigt auf einer Lei- " ler auf ihn, oder laßt ihn niederknieen. Man baut ordentliche Sitze ' auf seinem Rücken. Er geht sehr sicher, aber freylich nicht sanft. Der Führer reitet auf seinem Halse und regiert ihn durch eine große eiserne Ruthe, welche am Ende sehr spitzig ist und die Stelle der Spornen vertritt. Der König von Siam hält sehr viel auf die Elephanten; ein weißer wird fast göttlich verehrt. — Doch die G L Sechster Abschnitt. IOQ Hauptsache, sind seine Zahne. Diese brauchen wie selbst Miktt j dem Namen: Elfenbein. Elfenbein. In Ländern, wo Elephanten sind , findet man z Zahne von ihnen auf der Erde und im Sande liegen. Man hat daraus geschloffen, daß der ElephanL von Zeit zu Zeit diese langen EL j zähne verliere und neue bekomme, ja man wollte behaupten, daß z dieß alle brey Jahre geschehe. Die europäischen Nationen, Hel- , lander, Franzosen, Engländer, Portugiesen und Dänen habenia z Guinea, einer Landschaft in Afrika, Niederlassungen, wo sie theils -! selbst die Zahne sammeln, theils von den daselbst wohnenden Negern enttäuschen. Ein Theil von Guinea heißt sogar deswegen die Zahnküste. An Güte haben den Vorzug die Zähne von Ceylon, welches eine ofiinNsche Insel ist, die die Engländer jetzt den Holländern entriffen haben. Der Preis richtet sich nach der Größe der Zähne; ein Pfund von kleinen Zahnen kostet etwa 2 Gulden, vv» großen Zähnen aber Z Gulden und drüben. Ein Zahn von Lo Pfund, der also nicht zu den großen gehört, kostet schon 1.50 Gulden. Das Elfenbein bearbeitet 1. der Mahler, um ein Portrait darauf zu mahlen. 2. Der Beindrechsler, welcher aufsenm Drechselbank Büchsen, Kapseln, Dosen, Kugeln, Griffel, Lössel, Stockknöpfe u. s. w. von Elfenbein dreht. Der Tischler legt Schranke und Tische mit Elfenbein aus. Vorzüglich wird es aber auch von dem Kammmacher zu Kämmen benutzt. Ans der 8ten Ordnung: Von dem Wallfische. Obgleich die Wallfische in Ansehung der äußern Gestalt bei! Fischen ähnlich sind, so gehören sie doch ihrem innern Bau nach zu den Säugthieren, auch säugen die Weibchen ihre lebendig gebor- nen Jungen an Brüsten; ihr Fleisch und ihre Knochen unterscheiden sie ebenfalls von den Fischen. Die glatte, meistens schwärzliche Haut ist schuppenlos, hin und wieder dünn behaart, und Daumens dick. Der Aufenthalt des Wallfisches ist der Nordpol; aber man findet ihn auch in südlichen Gegenden im Atlantischen Oceau und im stillen Meere. Das größte unter allen bekannten Thieren ist der grönlau- dische Wallfisch, der sonst übsr 120 Fuß lang wurde, aber bey den häufigen Nachstellungen höchstens eine Länge von ös Kurzgefaßte Naturgeschichte. roi > tzjs 70 Fuß erreicht, und in der Mitte 40 bis Lo Fuß dick und auf 100000 Pfund schwer ist. Der Kopf macht fast den dritten Theil > des Körpers aus, die Augen dagegen haben nur etwa die Größe der - Ochsenaugen. Durch die zwey, etwa anderthalb Fuß breite, Lufr- - lecher mitten auf dem Kopfe athmet er, und blaset zugleich Wasser i hoch in die Lust mit einem Brausen, welches man auf eine Meile - Mit hören kann. Da die Walisische, besonders im May, oft zu > Hunderten beysammen schwimmen, so geben diese Wassersäulen den ' Anblick einer Stadt mit rauchenden Schornsteinen. Die äußeren - Ohren fehlen gänzlich. In dem großen Rachen, in welchem man e mit einem Kahn fahren'kann, liegt die Zunge unbeweglich fest als , ein dickes, etliche 1000 Pfund schweres Stück Speck, welches zu- ' weilen 20 Faßer Thran gibt. Statt der Zahne sind in der vbern ' Kinnlade dicke Lagen von Horn mit Haaren besetzt, die manBaar- ' ten nennt, 700 an der Zahl; sie liefern das bekannte Fischbem. ' Die längsten in der Mitte sind lo bis 15 Fuß lang, und ein großer Wallsisch gibt über 1000 Pfund Fischbcin. Wegen der engen ^ Kehle, durch welche kaum eine starke Faust geht, kann der Wall- ^ fisch nur kleine Fische und Insekten verschlingen, welche an de» / Haaren der Baarten hangen bleiben. Die Brustflossen, mitz geglie-- ^ betten Fingern versehen, sind io bis 12 Fuß lang, und eben so breit. ^ Den Anfällen der Sägefische entgeht der Wallfisch selten mit dem Leben, da er sich nur mit dem Schwänze verthcidigen kann, worin rr aber auch so viel Starke besitzt, daß er mit einem Schlage ein ziemliches Fahrzeug Zerschmettert. Die Anzahl der Wallsische nimmt " jetzt immer mehr ab, und der Wallfischfang ist lange nicht mehr so " tilitraglich, wie sonst. Im April und May sieht man bey Spitz- bergen oft über Zoo Schiffe von allerlei) Nationen, die ctwan ein ' paar 1000 Wallsische fangen. Die Kaufleute, welche diese Schiffe ' ausrüsten, wovon ein neu ausgerüstetes etliche 20000 bis ^0000 ' Gulden kostet, nennt man Grönlandsfahrer. Die Art des Fangs ^ ifr verschieden ; gewöhnlich tödtet man sie mit Harpunen, einer Art ' von Pfeilen, die 2 starke Wiederhaken haben, und an einem hölzernen Stiel befestiget sind. Mit diesen, an einen über 100 Klafter langen Strick gebundenen Harpunen wirft man sie so lange, bis !>e verblutet mit Lanzen vollends getödtet werden können. Dann 102 Sechster Abschnitt. nimmt man von den getödteten das Fisä-bein und den Speck, der an manchen Stellen über eine halbe Elle dick ist. II. Klasse Vögel. Die Vögel sind Thkere mit rothem warmen Blut, die aberEyer legen, und Federn haben. Die Vögel kommen in Rücksicht ihm Bildung darin mit einander überein, daß sie zwey Füße, zwey Flügel, einen hornigen Schnabel, und einen mit Federn bedeckten Körper haben. Diese Federn verlieren die Vögel in gewisser Jahreszeit , gewöhnlich im Herbste, und bekommen neue an ihm Statt; das heißt: sie mausern sich. — Im innem Körperbau zeichnen sich die Vögel, besonders durch die merkwürdigen Luftbehalter aus, die in ihrem Körper verteilt, und vorzüglich zum Fluge von äußerster Wichtigkeit sind. Denn sogar die Knochen sind bey ihnen, zur Beförderung der Leichtigkeit fast alle hohl, und ohne Mark. Die Bildung der Vögel scheint zwar im Ganzen genomum ziemlich einförmig zu sepn ; Loch hat man in Ansehung ihrer Schnabel, und Füße eine auffallende Verschiedenheit unter ihnen gefunden, und sie in folgende nenn Ordnungen eingecheitt. H.. L a n d v ö g e l. 1. Ordnung, ^.eeipilires. Die Raubvögel: KaZ-achorck/Nütia- mit krummen starken Schnäbeln, meist mit kurzen, starken, knorrigen Füßen, und großen, gebogener:, scharfen Klauen. Hie- her gehören: Der Geyer; der Falke; der Adler; die Weihe; der Habicht; der Sperber; die Eule; der Würger. 2. Ordnung. lü,eviro8tres. Mit kurzen Füssen, und meist sehr großen, dicken, aber mehrentheils hohlen und daher sehr leichten Schnäbeln. Der Papagey; der Pfefferfraß; der Nashornvogel. Z. Ordnung, kici. Mit kurzen Füßen, Mittelmäßig sangen und schmalen Schnäbeln, und theils wurmfömi- ger, theils fadenförmiger Zunge. — Der Kukuk; der Wendehals; der Specht; der Eisvogel; der Kolibri; der Bienenfresser; dtt Wiedehopf; der Baumläufer. 4. Ordnung. EornceZ. Mit kurzen Füßen, mib tetinaßig langen, und ziemlich starken, oben erhabenen Schnabel. Kurzgefaßte Naturgeschichte. Der Rabe; die Krähe; die Dohle; die Alster; der Paradiesvogel. F. Ordnung. I'assere'». Sangvögel. Sie haben kurze Füße, und einen mehr oder weniger Kegelförmigen, zu- gcsMen Schnabel, von verschiedener Länge und Dicke. — Die Lerche; der Staar; die Drossel; die Amsel; der Seidenschwanz; der Kreuzschnabel; der Gimpel; der Ammer; der Rohrsperling; der Fink; der Stiglitz; der Kanarienvogel; der Zeisig; der Sperling oder Spaß; die Bachstelze; die Nachtigall oder Phitomete; -er Zaunkönig; der Schneidervogel; die Meise; die Schwalbe; die Nachtschwalbe. 6. Ordnung. Oallinae. Vögel mit kurzen Füßen, oben etwas erhabenem Schnabel, der an der Wurzel mit einer fleischigen Haut bewachsen ist. — Die Taube; die Turteltaube; der Auerhahn; das Haselhuhn; das Rebhuhn; die Wachtel; -as Perlhuhn ; der Fasan; der Hanshahn und die Henne; der Wclschehahn; der Pfau; der Trappe. 7. Ordnung. 8trutllione8. Die Großen zum Flug «»geschickten Landvögel. — Der Strauß; der Kasuar; der Dudu oderDronte. 8. Wasservögel. 8. Ordnung: Grallae. Sumpfvögel. Mit langen Füßen, langem, walzenförmigem Schnabel, und meistens langem Halse. Der Langfuß; der Reiher; der weiße Reiher; der Kranich; der Storch; die Rohrdommel; der Schnepfe; der Strand- lauftr; der Kibitz; der Wachtelkönig oder Schnerz; das schwarze Blashuhn; der Ibis; die Löffelgans; der Flamant. 9. Ordnung. ^N8ere8. Schwimmvögel mit Ru- derfußen, einen stumpfen, mit Haut überzogenen, am Rande meist gezahnelten Schnabel. — Die Ente; der Schwan; die Gans; der Taucher; der Pelikan; der Penguin; die Möv.'. Von den merkwürdigsten Vögel werde ich etwas erzählen. Aus der iten Ordnung: Von dem Geyer. Es gibt viele Gattungen von Geyern. Der Größte unter ih- ja überhaupt von den fliegenden Vögeln, ist der Kondor i ^ ^ ' .<«r ^ H UM 'MM ^' LZ ! i e- L.S 104 Sechster Abschnitt. oder Greifgeyer, in Südamerika einheimisch, von dem die Alten so viele Wunderdinge erzählten. Seine ausgebreiteten Flügel sind von einer Spitze zur andern 8 bis 9 Ellen breit, und die Schwungfedern am Kiel fingersdick. Vermöge seiner Stärke kann er Kälber und Schafe mit sich fortfnhren auf die höchsten Gebirge und Felsen, die sein Aufenthalt sind; er hat sogar schon lv bis ls jährige Kinder angefallen. Merkwürdig ist auch Der Bartgeyer (Lämmer oder Goldgeyer). Er ist unter allen europäischen Vögeln der größte; lebt auf den höchsten Gebirgen in Europa, in der Schweiz und auch auf den Carpathischen Gebirgen in Ungarn. Er frißt selten Aas; sondern raubt Lämmer, Gemsen, Ziegen, und dergleichen. Vor 10 Jahren hatte Jemand nicht weit von Lentschau einen Bartgeyer geschossen, dessen ausge- Lreitete Flügel ich gemessen und über anderthalb Klafter breit gefunden habe. Der ganze Körper war Z7 Pfund schwer. — Die Geyer sind dadurch besonders in den warmen Landern sehr nützlich, daß sie das Land von dem Aase reinigen. Aus der 2ten Ordnung: Von dem Papageyen. Das sehr zahlreiche Geschlecht der Papag eyen, wovon die meisten ausnehmend schön sind, lebt in den wärmsten Ländern vo» Asien, Afrika und Amerika. An Größe steigen sie vom Huhn bis zum Sperling herab. Der dicke hakenförmige Schnabel, dessen Dberkheil beweglich ist, dient ihnen statt eines Fußes zum Klettern und Anhalten, und die zum Klettern recht eigentlich eingerichteten Füße gebrauchen sie, wie eine Hand, indem sie Speise damit zum Munde bringen. In der Lebensart und im Betragen haben sie viel Ähnlichkeit mit den Assen; sie können aber auch niesen, sich räuspern, gähnen, seufzen und lachen, fast wie ein Mensch, und treten auch beym Gehen, wider die Gewohnheit andrer Vögel, mit der ganzen Ferse auf. Sie nisten in Baumhöhlen, und fressen von verschiedenen Gewächsen die Früchte und den Saamen, wodurch sie bey ihrer Menge oft schädlich werden, daher man sie häufig verfolgt, und zum Lheil ihr Fleisch ißt. Außerdem benutzt man auch in ihrem Vaterlands die Federn zum Putz. In Europa bezahlt man sie rheits wegen ihrer Schönheit, theils weil sie vermöge ihrer breiten fleischigen Zunge sehr vernehmlich Worte aussprechen lerne», Kurzgefaßte Naturgeschichte. ro§ sehr Heuer, denn man gibt für einen, nach der verschiedenen Güte, 10 bis iLO Gulden. Sie erreichen ein hundertjähriges Alter, pflanzen sich aber in der Gefangenschaft nicht fort. Ihre Lieblings- sveise ist Zuckergebacknes, Kuchen in Wein getunkt u. dgl.; Petersilienkraut aber und der Saame davon ist ihnen Gift. Man theilt tzicPapageyen in Langschwänze und Kurzschwänze ein. Zu jenen gehört der indianische Rabe (Aras) aus Südamerika, ein großer Vogel mit unbeschreiblich prachtvollem Gefieder ; zu diesen der Kakadu in Ostindien, von der Größe eines mittelmäßigen Huhns, welcher ganz weiß aussieht, den Federbusch auf dem Kopfe aufrichten und niederlassen kann, und von seinem Geschrey den Namen erhalten hat. Aus der zten Ordnung: Von den Kolibri's. Die Kolibri's, größtenteils in Südamerika zu Hause, sind die kleinsten und schönsten unter allen Vögeln, denn eine Gattung hat nur die Größe einer Hummel, und der röhrenförmige Schnabel, worin die Zunge wie ein Faden liegt, die Dicke einer großen Nadel. Die mehr als 20 Gattungen, welche der Größe und Farbe nach verschieden sind, theilt man in 2 Familien, in die eigentlichen Kolibri's und in die Fliegen vögel. Letztere haben einen geraden, erstere einen gebogenen Schnabel, und einen längern geweckteren Wuchs. Die Hauptfarben ihres Gefieders, grün, roth, blau und goldgelb, thun im Sonnenschein eine unbeschreibliche Wirkung. Eine Gattung ist oben blaßgrün mit goldfarbigen Flecken, an der Brust roth, und hat auf dem Kopfe einen glänzend schwarzen Federbusch. Die kleinsten Fliegenvögel schwärmen, wie die Bienen, um die Blumen, von deren Saft sie sich nähren. In die größer« Blumenkelche kriechen sie so tief hinen, daß man sie oft darüber ertappt und fängt. Sonst fliegen sie sehr schnell mit gerade ausgebreiteten Flügeln, und sind so beherzt, daß sie weit größere Vögel anfallen; sie werden aber leicht ein Raub der großen Buschspinne. Ihr kugelrundes Nest von Baumwolle, welches man selten findet, und daher in Naturaliensammlungen höher schätzt, als den Vogel selbst, hangen sie mehrentheils an einen Brombeerstrauch. Es hat die Größe einer halben Wälschenuß ; die Eyer gleichen kleinen Erbsen. Die Vögel schießt man mit Wasser Sechster Abschnitt. io6 oder Sand, um sie nicht zu verletzen. Sie werden einbalsanich von den dortigen Frauenzimmern starr der Ohrgehänge getragen, und von den einzelnen schönen Federn macht man allerley Putz. III. Klasse: Amphibien. Obgleich das Wort Amphibium ursprünglich nur solche Thiere bezeichnet , die sowohl im Wasser als auch im Lande leben können; so hat cs doch hier einen etwas eingeschränktem Sinn. Man versteht nähmlich unter Amphibien alle die Lhiere, welche rothes kaltes Blut haben, und durch Lungen athmen. Das Heg der Amphibien hat nur eine Herzkammer, und die Lungen machen sie fähig, eine Stimme von sich zu gehen. Die Amphibien wachsen langsam, und bey manchen Gattungen entwickeln sich die Lheite nur nach und nach. Das Arhcmhv- len können sie länger entbehren, als die Lhiere mit warmem Blute. Man hat zuweilen lebendige Kröten in einer engen Höhte mitten in Baumstämmen und Steinen eingesperrt gefunden. Frösche und Wassermolche können, sowohl im Magen und Darmkanal der Menschen leben, als auch, dem Lehm unbeschadet, in Eisschollen erfrieren. Dies alles ist ein Beweist ihrer außerordentlichen Lebenskraft, die auch einzelnen Theiteu mitgetheilt ist; denn sie haben bey einem sehr kleinen Gehirn dicke Nerven, daher nicht immer jeden Reiz eines Thciles aufs Ganze wirkt. Hieraus lassere sich die Erscheinungen erklären, daß Frösche herumhüpfen, denen das Herz genommen ist, und Schildkröten noch Monate lang leben, die des Gehirns beraubt sind. Manchen Amphibien wachsen sogar abge- schnittene Glieder wieder, und andere können lange fasten, ohne sch, wegen der geringen Ausdünstung, sehr dabey abzuzehren. In Rücksicht der Bildung überhaupt, herrscht vorzüglich die doppelte Verschiedenheit unter den Amphibien , daß sie entweder mit vier Füßen versehen sind; oder aber, als die Schlangen eineir langgestreckten, cylindrischen Körper ohne alle äußere Bewegmigs- werkzeuge haben. Demnach zerfallt die ganze Klasse in zwey Ordnungen. 1. Ordnung, klepttles. Viersüßige Amphibien. vaA Alle Thiere dieser Ordnung sind (wenn sie ihre vollkommene Gestalt erreicht haben) mit vier Füßen versehen. Hicher . Kurzgefaßte Naturgeschichte. 107 < gehören: Die Schildkröte; der Frosch; die Kröte; der Drache; , die Eidechse; der Wassermolch; der Chamäleon; das Krokodill. 2. Ordnung. Lerxentes. Schlangen, ohne alle äußere Bewegungswerkzeuge. Hieher gehören: Die Klapperschlange; die Riesenschlange; die Natter; die Viper; die Otter; die e Schnacke; die Schuppenschlange. ; Die merkwürdigsten Thiere aus dieser Klasse sind: ^ Aus der rten Ordnung: Die Schildkröte. s Einige Gattungen von den Schildkröten halten sich mehr ans » dem Lande, andere mehr im Wasser auf. Die erstem nennt man Landschildkröten, die letzten Flußschildkröten, wenn sie in Flüssen, und Meerschildkröten, wenn sie im Meere leben. — Zu den merk- s madigsten Gattungen gehört ' Die RiesenschildkröLe, die größte und stärkste unter al- ' len, denn sie kriecht mit sechs und mehreren Centnern beladen fort, k Sie wiegt oft über 800 Pfund, wird über vier Ellen lang und k zlvey Ellen breit. Wegen ihrer blaßgrünlichen Schaale und ihres 1 dunkelgrünen schmackhaften Fettes heißt sie auch grüne Schild- - kröte. Sie lebt in dem Weltmeere zwischen den Wendezirkeln. ) Das Weibchen verscharrt ihre runden mit einer pergamentartigen k Haut umgebenen Eyer, deren sie jährlich über rooo legen soll, in ' den Saud. Die von der Sonne ausgebrüteten Jungen werden oft l ein Raub der Seevögel. Die Alten sind wegen ihrer langsamen ^ Bewegung ebenfalls leicht zu fangen. Man wirft sie nähmlich ver- ' mittelst etlicher Stangen aus den Rücken und tödtet sie. Im Was- / str werden sie mit starken Retzen gefangen. Da sie bloß von Dege- tabilieu leben, so ist ihr Fleisch, welches eingesalzen auf verfthie- ^ denen Inseln einen beträchtlichen Handelszweig macht, ausnehmend schmackhaft. Vom Fleische einer einzigen können sich wohl > hundert Personen satt essen. Aus dem Rückenschilde, welches mit ° einer lederartigen Haut überzogen ist, machen die Indianer Kahne, ° Tröge, Schilde u. dgl. Das Krokodill. Das Krokodill gehört zu den Eidechsen, und lebt vornehmlich üt Egypten, wird aber auch in Asien und Amerika gefunden. Es roZ Sechster Abschnitt. wird 20, za und mehr Fuß taug, ist oben braun oder schwarzgra» gefleckt, unten gelblich weiß, und die schuppichte Haut ist oben ft hart, daß kein Flintenschuß durchdringt. Der breite Kopf endig! sich in einer rüsselförmigen Schnauze, und jeder Kiefer des große» Rachens hat fünfzig scharfe Zahne. Statt der Zunge dient eine hantige Klappe zur Verschließung der Kehle. An den Vvrderfüße» sind fünf fingerartige Zehen, die vier Zehen der Hinterfüße ab« sind mit einer Schwimmhaut verbunden. Der sehr lange Schwanz hat oben eine doppelte Reihe schuppigter Zacken, und mit demselben kann es nicht nur Menschen tobten, sondern auch große Boote umwerftn. Es halt sich im Schilfe an Flüssen auf, und lebt vv» Fischen und andern Thieren, welche es aber auf dem Lande verzehrt , ob es gleich zuweilen ins Wasser eilt. Er schwimmt gut, lauft schnell, kann aber nur mit Mühe umwenden, daher man ihm durch einen Seitenfprung leicht entgeht. Seine brüllende Stimme hört man gewöhnlich nur des Nachts. Das Weibchen legt an hundert Eyer, kaum in der Größe der Gänfeeyer, in den Sand, wo sie die Sonnenhitze ausbrütet. Viele Eyer frißt der Ichneumon, und die Menschen zerstöhren ebenfalls viele mit Vorsatz, oder brauchen sie zu ihrer Nahrung, so wie das Krokodillfleisch selbst. Diese gefährliche Thiere lassen sich, jung gefangen, zahmen und ab- richten. Ehemahls verehrte man sie in Egypten göttlich, und begrub sie, wenn sie gestorben waren, königlich. Aus der 2ten Ordnung: Die Klapperschlange. Von diesen giftigen Schlangen, welche in Ostindien und Amerika einheimisch sind, kennt man fünf Untergattungen, diesammt- lich lebendige Junge gebühren. Die größte wird auf sechs Fußlang und Arms dick, ist oben gelbroth und braun gemischt mit dunkelschwarzen Linien, und unten btaßblau. Der Schwanz gleicht einem bräunlichen Horn, das in Gestalt mehrerer Glieder oder Gelenke, deren Anzahl bey manchen über 40 steigt, verbunden ist. Die Zahl dieser Glieder soll das Alter der Schlange bestimmen; denn es bildet sich jährlich ein neues. Wenn sich die Schlange etwas stark bewegt, so entsteht durch das Zusammenschlageu der Gelenke ein zischendes Geklapper, welches man ziemlich weit Hs- reu und also ihr zeitig genug entfliehen kann. Uebrigens fallt die» Kurzgefaßte Naturgeschichte. 109 je» ii,r je» btt r»j Ä- ee- it, ni- UI- üe- ib- ftäge Thier nur bey Beleidigungen, oder vom Hunger gequält, Menschen an; ihr Gift ist aber so stark, daß es in wenig Minuten Met. Das beste Gegenmittel soll die Senegawurzel seyn, wenn um sie zeitig gebraucht. Merkwürdig ist es, daß das Geklapper des Schwanzes kleine Thiere, z. B. Eichhörnchen, Vögel u. s. w. ftrbeylockt, und daß sie sich der Schlange so weit nähern, bis diese se erhaschen kann. Einige schreiben diese Erscheinung, welche um auch bey andern Schlangen, Kröten u. s. w. bemerkt hat, einer bezaubernden Kraft der Augen, oder dem giftigen Hauche der Schlange zu; aber vermuthlich ist es eben ein solcher Trieb dieser Thiere, nie der kleinern Vögel, welche, wenn sich eine Eule oder Kühe sehen läßt, diese mit großem Geschrey umflattern, um sie zu vertreiben. Die Wilden in Amerika pflegen, im Busche versteckt, bas Zischeln der Klapperschlange nachzumachen, und dadurch die Eichhörnchen zu locken und zu fangen. Außer kleinen Thieren frißt diese Schlange auch Insekten und verschiedene Wasserthiere, denn ft kann gut schwimmen. Die einzigen Thiere, von welchen sie begierig ausgesucht und ohne Nachthell gefressen wird, sind die Schweine, denen ihr Biß unschädlich ist. Die Indianer essen das Fleisch derselben, nachdem sie ihr den Kopf schnell abgehauen haben. Sie laßt sich sehr zahm machen. IV. Klasse: Fische. !ltt Nt- 'el- el- )e- je- e- Die Fische haben rothes kaltes Blut, und ein Herz mit einer Herzkammer, wie die Amphibien; aber sie athmen nicht durch die Lungen, sondern durch Kiemen, und bewegen sich vermittelst der Flossen. Der Körper der Fische, welcher au»s einem Stücke , ohne merkliche Abtheiluug besteht, scheint in Vergleichung mit den Thieren der vorhergehenden Klassen sehr einfach, und doch findet in der Bildung desselben eine bewundernswürdige Mannigfaltigkeit statt. Die Zähne stehen nicht immer in den Kinnladen, sondern zuweilen auf der Zunge, im Gaumen, im Schlunde, in einem besondern Knochen hinter den Kiemen, oder an mehrern der genannten Orte zugleich. Auch in Ansehung der Größe findet man eine außerordentliche Verschiedenheit unter ihnen, wenn man den ungeheuren Hap- --Uj 1IO Sechster Abschnitt. fisch mit Fischen vergleicht, die nur die Lange einer SteckiM erreichen. Von den einzelnen Theilen des Fischkörpers bemerken wir zuerst die Kiemen oder Kiefern, welche auf beyden Seiten hinter dem Kopfe unter befondern Klappen, Kieferdeckel genannt, liegen, und die Stelle der Lungen vertreten, dann, die Bewegungswerkzeuge der Fische, die Flossen oder Floßfedern. Diese bekommen von der Stelle, wo sie sitzen, ihre Namen, und es gibt daher: Rückenflossen, Bauchflossen, und Schwanzflossen. Jede Art der Flossen hat ihren besondern Nutzen. Einige Fischgattungen haben so groft Flossen, daß sie damit eine kleine Strecke weit fliegen können. Die Fische Erden in Rücksicht ihrer Flossen und Graten in 6 folgende Ordnungen eingetheilt. Mit Gräten versehene Fische. r. Ordnung. -^pockes. Die gar keine Bauch- flossen haben. Hieher gehören: Der Aal; der Zitteraal; der Sce- wotf; der Schwertfisch. 2. Ordnung. ^uAulares. Deren Bauchssos- sen vor den Brustflossen sitzen. Hieher gehören: Der Schellfisch; der Dorsch; der Stockfisch; die Aatraupe oder Ouappe; dtt Echleimfisch. Z. Ordnung. Iliorncici. Deren Bauchfiossen gerade unter den Brustflossen sitzen. Z. B. Der Bandfisch; derSpü- geifisch; der Knorrhan; die Butte oder Scholle; der Plateis; da Klippfisch; der Baarsch; der Zander oder Sandbarsch; der Seehchi. 4. Ordnung, ^.lockominales. Deren Bauchflossen hinter den Brustflossen sitzen. Z. B. Der Schmerling; da Peitzker oder Schlammbeißer; der Wels; der Lachs; die Forelle; die Lachsforelle; der Hecht; der Häring; die Sardelle; der Kampfe; die Barbe; der Gründling; die Schleiche; die Karausche. L. Knorpelfische, ohne Gräten. A. Ordnung. Elionclro^ter^AÜ. Knorpelfische dieser Ordnung haben keine Kieferdeckel,und beyden mehresten ist das Maul, an der Unterseite des Kopfs befindlich- dkl nb lge )er >l!- 'eil >6 >kk kn k- tk II. ck r- ir '>1 j- Kurzgefaßte Naturgeschichte. 111 Mr gehören: DiePricke; die Roche; der Hap; der Menfchen- Wiiger; derHornfifch. 6 . Ordnung. LruncliiosteZi. Die mit Kie- Mckel versehenen Knorpelfische. Der Stör; der Sterlet; der Hausen; der Panzerfisch. Von den merkwürdigsten aus verschiedenen Ordnungen will ich Mas erzählen. Aus der tten Ordnung: Von dem Aale. Die Aale unterscheiden sich durch ihren platten Kopf, und schln- Mgen schlangenähntichen Körper, leben mehrentheils in Meeren, und nähren sich von Fischen, Fröschen, Würmern rc. Merkwürdig ist es von den Aalen, daß sie lebendige Junge gebähren. Die bekanntesten Gattungen find: Die Muräne, welche ihres wohlschmeckenden Fleisches wegen, Hon in alten Zeiten sehr hochgeschätzt, und in Fifchbehältern gezogen wurde. Dann, Der gemeine Aal, er liebt die Flusse, Seen, und Teiche, welche einen schlammichten Boden haben. Im Winter ruhen mehrere bey einander im Schlamm. Zur Frühlingszeit begeben sie fich zmeilen ans Land, wenn sie junge Saaten, besonders Erbsen, in dcr Nähe merken; denn sie können auf dem bethauten Grase leicht fortschlüpfen, aber nicht auf trockenem Erdreich. Wegen ihres fmen und schmackhaften Fleisches hält man sie in Teichen. Die schr zähe Haut wird statt des Leders, auf verschiedene Art gebraucht, und das Fett in der Medizin. Aus der 2ten Ordnung: Von dem Stockfische. Dieser Nähme wird mehrern Gattungen des Schellfisches bey- gelegt, wenn sie nähmlich der Länge nach gespaltet und getrocknet werden. Diese Gattungen sind: Der eigentliche Schellfisch; der Dorsch; der Kabeljau oder Steinfifch. Aus der 4ten Ordnung: Von dem Häringe. Das Häringsgeschlechr mit seinen eitf Gattungen gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Fischen der nördlichen Erde. Alle Gattungen leben in der Liefe des Meeres von Insekten, Würmern, 112 Sechster Abschnitt. und vM einer Art keiner Krebse. Der vornehmste dieses Geschlechts ist der' ÄlHWein bekannte Häring, welcher besonders in der Nordsee und Ostsee sich aufhalt, und zur Laichzeit au die Kü;ren und flachen Stellen herauflommt. ^H,Die Fruchtbarkeit und Menge der Häringe ist unbeschreiblich 'Mß , so daß sie oft den Lauf der Schiffe hemmen. Man hat bc- rechner, daß jährlich ungefähr tausend Millionen gefangen werden; und noch mehr verzehren vielleicht die Raubfische. Dennoch kommen alle Jahre wieder unermeßliche Schaaren aus dem Schoch des Meeres hervor. Die Häringe werden zur Laichzeit mit Netzen gefangen, dm eingesalzen, in Tonnen (Fäßer) eingepackt, und verschickt. Iik Holländer liefern uns die besten Häringe. Die, welche aus Polen nach Ungarn kommen, werden nicht so geachtet, als die Holländischem Außer dem gemeinen Häringe gehört noch zu den nüylielM dieses Geschlechts die Sardelle. Sie lebt in der Oft-und Nordsee auch im mittelländischen Meere, und wird vornehmlich beg der Insel Sardinien, in großer Menge gefangen und eingefalzen. Der Fang dieser Fische bringt einigen Nationen, die sich damit abgeben, viele Millionen ein. Aus der Zten Ordnung: Der Ha». Das Geschlecht der Hayfische zeichnet sich durch seine unersättliche Gefreffigkeit aus. Die Hayfische leben fast in allen Meeren, gebahren lebendige Junge, und begleiten gewöhnlich die Schiffe, um das Herausgeworfene oder Herausgefallene aufzufarigen. Man fängt sie mit eisernen Haken an starken Ketten, woran große Stück Fleisch befestigt werden. Ihre Haut und die fette Leber wird benutzt; aus letzterer brennt man etliche Tonnen guten Thran, und aus der Haut macht man Leder besonders Chagrin. Merkwürdig ist noch, daß diese großen Thiere nur wenig Gehirn haben; den» bey einem Hay von Z0 Centner fand man kaum Z Unzen Gehirn. Die merkwürdigsten Gattungen sind. Der Menschenfresser oder Jonasfisch. Er ist unterdrn Hayen der furchtbarste und größte, denn er wird gegen dre>H Fuß lang, über roo Centner schwer, und hat auf zehn Fuß im Umfang. Er hat sechs Reihen Zähne, und in jeder Reihe wenigstens Kurzgefaßte Naturgeschichte. nZ is hrevßig Zahne; die hinterste Reihe kann er aufrkchten und nr'eder- )- legen. Durch seinen Rachen kann ein erwachsener Mensch durch- kriechen. Man fand einstens in dem Magen eines solchen Ungeheuers ein ganzes Pferd, und glaubt daher auch, daß ein solcher ch Fisch den Jonas verschlungen habe. Sein Fleisch wird in Norwe- c- gen und Island gegessen.. ^ V. Klasse: Insekten. ge Die Thiere der Heyden letzten Klassen, die Insekten und die Genmrme, unterscheiden sich schon dadurch von den vorhergehen- i» den, daß sie kein rothes Blut, sondern statt dessen einen weißlichen ik Saft in ihrem Körper führen. Die Insekten sind vorzüglich daran !n kenntlich, daß sie wenigstens sechs Füße und am Kopfe Fühlhör- n. uer haben. — Die meisten Insekten find geflügelt; und haben ei- uige zwey, andere vier Flügel. iS Die meisten Insekten legen Eyer, und nach einem bewnnderns- lg würdigen Instinkt immer an einen solchen Ort, wo die ausgekro- chenen Jungen gleich ihre bestimmte Nahrung finden. Manche teil gen z. B. ihre Eyer in den Körper lebendiger Insekten anderer Art, in Raupen; andere in todte Körper, in ein Aas; oder in verschiedene Früchte, z. B. in Erbsen , Haselnüße, u. dgl. Aus den Eyern der geflügelten Insekten kommen die Jungen nicht gleich in ihrer r- vollkommenen Gestalt hervor, sondern entweder als Maden ohne e- Fuße, wie z. B. die Fliegen; oder als Würmer mit sechs Füll- ßen, wie die Engerlinge, woraus die Maykafer entstehen; oder n. als Raupen, welche 8 bis 16 Füße haben. In diesem Zustande ßk heißen sie Larven; diese fressen dann nur, wachsen schnell, hau- rd len sich erlichemahl, und gehen nach einer gewissen Zeit in einen andern Zustand über, wo man sie Puppen oder Nymphen iz Mut. Einige bekommen nämlich eine mehr oder weniger harte 1" Haut, oder sie bereiten sich eine künstliche Hülle, worin sie (die meisten ohne Bewegung und ohne Nahrung) ihre völlige Ausbildung erwarten. Wahrend dieser Zeit verändert sich die äußere Ge- t» stakt und der Bau der inner» Theile so sehr, daß man das Geschöpf >g nach seiner Durchbrechung der Hülle kaum für dasselbe hatten soll- ll- te, das man als Larve sah. In diesem vollkommenen Zustande ^ machst es nicht mehr, frißt wenig oder gar nicht, sondern pflanzt H r»4 ' Sechster Abschnitt. sich nur fort, und stirbt bald nachher. Diese Veränderung heißt die Verwandlung oder Metamorphose der Insekten. Die ungeflügelten Insekten verwandeln sich nicht, sondern erhalten gleich ihre wahre Gestatt, doch hauten sie sich etlichemahl; ausgenommen der Floh, welcher ebenfalls Larve und P'.'.ppe ist, ehe er ' die Gestalt des Flohes bekommt. Die Bestimmung der Insekten und ihr vorzüglichster Ruhen ^ . ist: das Gleichgewicht zwischen dem Thierreich und Gewachsreich ^ zu erhalten. Sie verhindern theils durch ihre Gefräßigkeit die all- ' zu große Vermehrung der Gewächse, theils befördern sie auch wie- derum ihre Befruchtung, indem sie den Blumenstaub von einem ! ^ zum andern übertragen. Andere nähren sich von Aas und befreyen dadurch die Luft von schädlichen Ausdünstungen; und sehr viele ' müssen auch selbst nutzbaren Thiercn zur Nahrung dienen. Die wenigen, welche dem Menschen unmittelbar nützen, z. B. die Sei- ^ denraupe, Biene, Cochenille u. s. w., sind für den Handel aus- i nehmend wichtig und schätzbar. Die Insekten richten zwar zuwei- ^ ^ len in manchen Gegende^ einen nicht unbeträchtlichen Schaden an; , aber ebengenannte und andere Vortheile werden ihn ziemlich auf- ^ wiegen. So müssen wir z. B., um den Schaden abwenden zu ^ können, auf mancherlei) Mittel denken, und folglich ihre Geschieh- ^ te studiren. Auch nöthigen uns die Insekten, die uns in unser« Wohnungen und an unserm Leibe plagen, zur Reinlichkeit, die st ! viel zum wahren Lebensgenuß beytragt. ^ Die, nach überstandener Verwandlung vollkommen gewordene Insekten, theilt man in sieben folgende Ordnungen: t. Ordnung. Coleoptern. Käfer. Meist mit hornartigem Körper. Die Flügel falten sich in der Ruhe zu- > sammen, und sind mit zwey hornartigen Decken belegt, die sich ! in der Mitte in gerader Linie an einander schließen. Hieher gehö- ? ren: Der Nashornkäfer, der Mistkäfer, der Pillenkäfer, der Maikäfer, der Hirschkäfer oder Feuerschröter, der Speckkäfer, da Todtengräber, der Rüsselkäfer, der Bockkäfer oder Holzbock', dos leuchtende Johanniswürmchen, der Springkäfer, der Laufkäfer, die spanische Fliege, der Ohrwurm oder Zangenkäfer, u. a. m. 2. Ordnung. Hemiptera , Mit vier entweder kreuzweis zusammengelegten, oder gerade ausgestreckten, meist zur Kurzgefaßte Naturgeschichte. ^ Halste harten, pergamentähnlichen Flügeln. Hieher gehören: Die Heuschrecke oder der Grashüpfer, die Grille, der Laterntrager, die , Zikade, die Wafferwanze, die Wanze, die Blattlaus, u. a. m. Z. Ordnung. I,exickoxtera. Schmetterlinge, ^ Mit weichem behaartem Körper, und vier ausgespannten Flügeln, die mit bunten Schuppen bedeckt sind. Hieher gehören ^ die verschiedenen Gattungen Tagvögel oder Tagfalter ; ^ Abendvögel oder Dammerungsvögcl ; und Nachlo>.-gel , oder Nachtfalter , 4. Ordnung. Neuroptera. Pertfliegen. Mit K vier durchsichtigen, netzförmigen oder gegitterten Flügeln. Z. B. st die verschiedenen Gattungen Wasserjungfer; der Haft oder das Uftr- t aas; die Florfliege; u. a. m. ^ Z. Ordnung. bk^rnenoxtera. : Mit vier , durchlichtigen geaderten Flügeln; z. B. die Goldwefpe; der Rau- , xentödter oder Grabwespe; die Wespe; die Hornisse; die Biene; , ! die Hummel; die Ameise; u. a. m. 6. Ordnung, viptsrn. Die Infekten mit zwep , Flügeln; z. B. die Bramse; die Schnacke oder der Langfuß; die st Fliege; (die Schmeißfliege; die Stubenfliege; die Hundsfliege) , die Viehbramse; die Mücken oder Gelsen; u. a. m. st 7. Ordnung. Extern. : Die völlig Uttgeflü- - gelten Insekten; z. B. die Laus; (Ganslaus, Hühnerlaus; Men- schenlaus); der Floh; die Milbe; die Spinne; der Skorpion; der § Krebs; der Kellerwurm; u. a. m. Es gibt einige merkwürdige, schädliche, aber auch nützliche b Insekten; von einigen will ich etwas erzählen. ' Der Maikäfer. h , , . - Von diesen bekannten schädlichen Insekten haben einige ein - Mnzendrothes, andere ein schwarzes Brustschild; erstere sollen k häufiger in dürren steinigten Gegenden, letztere aber in fetten Flu- S rcn seyn. Das Weibchen unterscheidet sich vom Männchen durch , den dickern Leib, und hat nur sechs Blätter an jedem Fühlhorn, das Männchen aber sieben. In manchen Jahren thun sie so viel r Schaden, als die Raupen. Sie erscheinen, wie bekannt, im May, i ruhen bep heißen Tagen unter den Blattern, ünd fressen haupt- H s Sechster Abschnitt. ! t6 sächlich' nur die Nacht hindurch. Die Weibchen kriechen nach ö» Befruchtung gegen Ende des Maimonats etliche Zoll tief in die Erde, legen 18 bis 20 Eyer, kommen dann wieder hervor, und sterben bald darnach, so daß sie als Käfer kaum einen Monat leben. Aus den Eyern kommen in etwelchen Wochen gelblichweiße, sechsfüßige Larven, die man Engerlinge nennt, und die völlig ausgewachsen anderthalb Zoll lang stnd. Diese nähren sich 4 bis§ Jahre lang in der Erde von den Wurzeln des Getraides und anderer Pflanzen, gehen gegen den Winter etwas tiefer in die Erde, hauten sich jährlich einmahl, und machen sich zuletzt eine glatte Hülle von Erde, worin sie sich während des Winters verwandeln, und im May als Käfer erscheinen. Die Biene. Das Bienengeschlecht, welches durch seine Kunsttriebe ebenso bewundernswürdig, als durch seine Arbeiten nützlich ist, gehört dem System nach zur fünften Ordnung. Die vielen besonder» Gattungen leben theils einsam, theils gesellig, und unterscheiden sich von den Wespen durch die platten ovalen Augen, ohne Einschnitt; durch die umgebogene, gespaltene Zunge, welche in zwey Scheiden liegt, und durch die flachen nicht gefalteten Flügel. Die Zahne in den Kinnladen und den Stachel haben die Weibchen und Arbeitsbienen mit den Wespen gemein. Dieser Stachel ist eine feine hohle Röhre, mit einem Widerhaken an der Spitze, und liegt in einer besonderer Scheide. Mit demselben machen sie, aber unk wenn sie gereizt werden, eine Wunde, in welche sie ein scharfes Gift fließen lassen, das Entzündung verursacht, und bey mehrere» Stichen tödtlich werden kann. Da der Stachel gemeiniglich in der Wunde zurückbleibt, so zieht der Stich einer jeden Biene den Verlust des Lebens zu. Zur Linderung des brennenden Schmerzens eines solchen Stiches dienen: frische Erde, zerquetschte Zwiebeln, Ohrenschmalz, besonders aber Weinsteinöhl. Wird aber ein Mensch von einem ganzen Schwarm angefallen, so ist das sicherste Mittel, in einen nahen Wasser untcrzutauchen, oder in einen finstern Stall zu flüchten. Unsere zahnten Bienen stammen von den wilden oder Wald- Lienen ab, welche etwas rauher, schwärzer und dicker sirrd/ i» Kurzgefaßte Naturgeschichte. H7 hohlen Baumen oder in Erdhöhlen nisten, und sich leicht zahmen, md durch Wartung veredeln lassen. Wie weit man es in der Zähmung der Bienen bringen kann, hat vorzüglich der Engländer Wildwann gezeigt, auf dessen Wink ein ganzer Schwarm an jeden ihm beliebigen Ort hinzog, sich an sein Kinn traubenförmig mischte, oder auf den Tisch hingeworfen nicht eher aufssiehen durste, bis es ihm gesiel. Wahrscheinlich wirkte er durch den Geruch auf sie; denn die Bienen unterscheiden durch ihren feinen Geruch ihren Wärter von allen fremden Personen, und lassen mit sich umgehen, ohne zu stechen. In jedem Bienenschwarm befinden sich dreyerley Bienen, die dem äußern Ansehen nach leicht zu unterscheiden sind. Die erste ist die Königinn (Mutterbiene, der Weiser), welche sich von den übrigen auszeichnet, durch einen röthlichen gestrecktem Leib, durch kürzere Flügel, hohe braune Füße, und einen langen Stachel, den sie aber nur im äußersten Nothfall gebraucht, indem von ihrem Leben das Wohl der ganzen Gesellschaft abhängt. Sie ist es, welche den ganzen Schwarm zusammenhält; nach ihrem. Tode oder ihrer Entfernung werden die übrigen Bienen unthätig und zerstreuen sich. Es wird aber auch nicht mehr als eine Königinn geduldet, und wenn bey einer neuen Brut mehrere zum Vorschein kommen, so fangen die Bienen an zu schwärmen, und ein Theil des Haufens verläßt unter Anführung jeder einzelnen Königinn den Stock; um ein eigenes Reich zu stiften; oder man bringt die neuen Königinnen um; auch soll die, welche sich zuerst aus ihrer Hülle entfaltet, gewöhnlich die andern königlichen Zellen zerstören. Übrigens erweisen die gemeinen Bienen ihrer Königinn eine außerordentliche Ehrfurcht, begleiten und bedienen sie; sie ist aber auch die einzige Nutterbiene, von der alle jungen Bienen im Stocke Herkommen. Die andern Bienen bestehen theils aus männlichen (Drohnen), theils aus geschlechtslosen (Werk-oder Arbeitsbienen). Jene übertreffen alle andern an Größe, haben einen kürzern Rüssel, große Augen, kurze Flügel, sind ohne Stachel, und viel rauher, wie die andern, und dabep sehr trage, denn sie fliegen nur bey. heißem Wetter am Mittag eine kurze Zeit aus. Die Arbeitsbienen sind die kleinsten im Stocke, haben aber verhältnißmas- sig längere Flügel, als die Drohnen/ und einen Stachel. Diese MH -kL- 'tzi- > st N-k! m . j- ", »- »er lei> e» en in« di, dü je« oL il einem Tage verfertiget werden. Die Zellen, deren man auf einem Wachstuchen von zehn Zoll Lange, und von eben der Breite über 9000 zählt, dienen theils zur Aufbewahrung des Honigs, und zwar 2/5 derselben, theils zu Nestern für die junge Brut. Der Stoff des Honigs ist der süße Saft in den Blüthen, auch der süße Schweiß auf den Blättern verschiedener Gewächse. Diesen Schweiß sammeln sie in den Mittagsstunden ein, und wenn er in dem sogenannten Honigmagen durch Gährung oder Beymischung andrer Säfte gehörig zubereitet ist, speyen sie ihn als Honig öurch den Mund in die dazu bestimmten Zellen, und verschließen diese, wenn sie ungefüllt sind, mit einer Wachsdecke. Die für die Brut bestimmten Zellen sind von dreyerley Art: kleine für die Brut der Arbeitsbienen; um ein Drittel größere für die Drohnen, und vorzüglich große länglichrunde für die jungen Königinnen. Die letztem Zetten, von welchen man etwa zwölfe in einem Stocke findet, find wohl iFv mahl schwerer, als die kleinen, und sitzen gemeiniglich unten am Rande des Wachskuchens, mit der Dffnung nach dem Boden des Stocks gerichtet. Die Königinn legt im Frühling täglich an 2ooEyer, und den ganzen Sommer hindurch auf ZO-bis 40,000, welche durch die Warme im Stocke binnen 2 bis Z Tagen ausgebrütet werden. Die junge Biene erscheint zuerst als Made, und wird von den Arbeitsbienen mit einem besondern säuerlichsüßen Honigbrey gefuttert, von welchem sie verschiedene Sorten machen, und die bessern Sorten den jungen Königinnen und Drohnen geben. Nach 7 bis 8 Tagen überspinnt die Made die Wände ihrer Zelle, und bereitet sich zu ihrer nahen Entwickelung vor. Die alten verschließen dann die Zelle mit einem Wachsdeckel, nachdem sie ihr zuvor noch etwas Futter auf Vorrath hingegeben haben. Nach etlichen Tagen springt die Haut der Made auf, und sie liegt nun als Nymphe unbeweglich da, nur noch von einem zarten Häutchen umgeben. Nach vierzehn Tagen ist die wunderbare Verwandlung geschehen, das Häutchen zerreißt, die vollkommene junge Biene öffnet den Wachsdeckel, kommt hervor, und wird von den andern gestreichelt und mit Honig gefüttert. Etliche Stunden nachher stiegt sie schon mit den übrigen Arbeitsbienen aus, wenn es nicht eine junge Drohne oder Königinn war. Die verlassene Zelle wird sogleich wieder gereirriget 120 Sechster Abschnitt. und in den vorigen Stand gesetzt. Den Drohnen und königliche» Nymphen geben die Arbeitsbienen am eilften Tage noch einmahl Furterörey, und verschließen dann den Deckel aufs neue. Nachdem die Bienen den größten Theil des Jahres thatig gewesen sind, so verfallen ste in den kältesten Wintermonaten in eine Art von Betäubung, die bey uns gemeiniglich vom November bis zum März wahrt, bis die wärmere Jahreszeit sie zum neuen Leben erweckt. Das Mer der Bienen soll sich auf 6 bis 7 Jahre erftre« cken, doch erhalt man sie gewöhnlich nur zwey Jahre. Die Seidenraupe. ^ Die Seidenraupe (der Seidenwurm, eigentlich nur die Larve des vollkommenen Insekts) gibt einen sehr wichtigen ^ Gegenstand der Handlung und Manufakturen, und verdient deshalb nächst der Biene unsere ganze Aufmerksamkeit. Sie stammt aus Asien, wo sie eben so im Freyen lebt und sich fortpsianzt, wie ! unsere gemeinen Raupen, und wo man auch ohne weitere Verpfle- ! gung der Raupen die Seide von den Baumen, worauf sie sich ein- spinnen, abnehmen und benutzen kann. Jedoch ist diese wilde Seide von geringerer Güte, als die von den selbstgezogenenRaupen. Da eine stärkere Vermehrung dieses Insekts dem Menschen vorcheilhaft schien, so nahm man schon längst in China und Indien dasselbe in seinen Schutz, und sorgte für seine Nahrung, und durch die fortgesetzte Kultur zugleich für seine Veredlung. Das günstige Klima, und der starke Absatz der aus der Seide verfertigten Zeuge, die sich bald dem Auslände empfahlen, erhob den Seidenbau immer mehr in jenen Gegenden, die lange in dem ausschließenden Besitz dieser ergiebigen Erwerbsquelle blieben. Erst im sechsten Jahrhundert wurden durch etliche Mönche die Eyer des Seiden- schmetterlings nach Konstantinopel gebracht und die Vortheile des Seidenbaues den Europäern mitgetheilt. Im zwölften Jahrhundert kam diese Entdeckung nach Italien, aber erst seit einem halben Jahrhundert nach Deutschland, wo man auf die Zucht der Sei? denraupe, wie sie es auch verdient, viel Fleiß verwendet, da sie eines der wichtigsten und einträglichsten Produkte liefern; die Ungarn wollen die Zucht der Seidenraupen nicht befördern Die Seidenraupe kommt, wie alle Larven der Schmetterlinge, aus einem Kurzgefaßte Naturgeschichte. irr lt Ey hervor, schrumpft nach einiger Zeit zur Puppe ein, und er- >l scheint endlich als Schmetterling. Man Lheilt alle Schmetterlinge nach der Zeit, wo sie am lebhaftesten sind, in Tagvöget, e° Dammerungsvögel und Nachtvögel. Aus der Familie der ie Wen oder derPhalänen, welche sich fast alle zu ihrer letzten § Entwickelung ein seidenartiges Gespinnst bereiten, ist auch die Sei- n denraupe. Zu diesem Gespinnst sammelt sich in zwey besonder» Ka- !« mlen langst dem Rücken ein harziger Stoff, der an der.Luft schnell erhärtet. Zur Verpuppungszeit kleben sie nun kleine Tröpfchen dieser Materie, welche durch zwey Öffnungen unter dem Maule her- I vor tritt, an einen Körper, und ziehen die nachquillende Feuchtig- e keitzuzwey feinen Faden , welche sie auch zugleich mit den Vorder- u ^ Den zu einem Faden zusammendreben. Von diesem Gespinnst der - ! Seidenraupe kann ein einziger fester Faden von etlichen hundert !t Ellen abgewickelt werden. e Will man nun einen Seidenbau anlegen, so ist die Anpstan- - ! Mg der Maulbeerbaume das erste Erforderniß; ein anderes, daß - man die Eyer aus einer dem unsrigen Klima gleichen Gegend erhal- e te, und daß sie nicht eher ausgebrütet werden, bis die zarten Maul- - beerblatter gegen den Frost gesichert sind. Zn dem Zimmer, worin a man die Seidenraupen halten will, muß eine beständige gleichma- a / ßige Sommerwärme herrschen, auch muß es geräumig, trocken h und nicht zu hell seyn. Die ausgekommenen Räupchen legt man t behutsam in fiache Pappenkästchen, welche numerirt sind, damit - man die ersten Raupen von den später herauskriechenden unterscheid >l den kann, welches der Fütterung wegen nöthig ist. Eben so ist zu >r ihrem Wohlbefinden eine öftere Reinigung -ihres Lagers nothwen- " big, und man darf ihnen weder nasses noch welkes Futter geben. - Anfangs erhalten sie täglich dreymahl Blätter, nach der zweyten ? und dritten Häutung viermahl, und endlich so viel, als sie fressen - wollen. Werden sie nicht sehr sorgfältig behandelt, so bekommen ' ße die Auszehrung oder die Fettkrankheit, oder die Gelbsucht, wel- ! che letztere sich kurz vor dem Einspinnen zeigt. Um Ansteckung zu ' verhüten, nimmt man gleich die kranken Raupen weg, und gibt sie ' ben Hühnern. Damit sie ihr Gespinnst bequem anbringen können, ' so stellt man ihnen entlaubtes Birkenreis auf. Acht Tage nach dem k Einspinnen sucht man die besten Kokons zur Fortzucht aus, und »2S Sechster Abschnitt. zwar eine gleiche Anzahl von Männchen und Weibchen. Die Kokons der erstern sind an dem einen Ende spitzig, und etwas kleiner, als die der Weibchen. Ein Weibchen legt z bis §00 Eyer, die man an einem trocknen und nicht zu kalten Orte etliche Jahre aufbewahren kann. Die Puppen der übrigen Kokons, wovon man die Seide gebrauchen will, tödtet man durch Hitze in einem Backofen oder durch andere Mittel, und zwar vor dem Auskriechen der Schmetterlinge, damit der Zusammenhang des Fadens nicht dadurch zerrissen wird. Vl. Klasse: Würmer. ! Die Würmer haben so wenig allgemein passende Charaktere, daß man sie vielleicht am kürzesten durch diejenigen weißblntigen Thiere definiren könnte, die keine Insekten sind. Denn von diesen ^ unterscheiden sie sich, sowohl durch den Mangel der Fühlhörner als l der eingelenkten Bewegungswerkzeuge. ; Sie haben mehrentheils einen weichen, gleichsam gallertarti- ! gen Körper. Viele aber bewohnen ein ihnen angebohrnes festes, fast porzellanartiges oder steinartiges Gehäuse, das ihnen zm Schutz und Aufenthalt dienet; und theils von den Thieren umher getragen wird, wie von den Schnecken; theils aber unbeweglich fest sitzt; wie die Korallen. Start der Fühlhörner haben viele Würmer sogenannte Fühl- fäden, oder biegsame, ungegliederte meist weiche fleischige Faden am Kopfe, die von mannigfaltiger Bestimmung sind. Vielen nutzen sie zum Tasten; manchen zum Fang; bey den Landschnecke« sitzen vorn die Augen daran, u. s. w. Die Würmer sind keiner Verwandlung, wie die Insekten, unterworfen. Der Aufenthalt dieser Thiere ist meist im Wasser, und zwar der allermehrsten im Oceam Einige leben bloß unter der Erde; und viele ausschließlich im lebendigen Körper anderer Thiere, wie die Darmwürmer. Es gibt eine unübersehliche Menge von Seegeschöpfen in dieser Klasse, besonders Conchylien und Korallen, welche in der großen Haushaltung der Natur vorzüglich dadurch äußerst wichtig sind, daß sie im Ocean (sa wie die Infekte« auf, und in der Erde) unendlich mannigfaltigen, überflußigen oder nachtheiligen Stoff verzehren, und gleichsam umwandeln. Kurzgefaßte Naturgeschichte. I2Z Die Würmer werden in fünf folgende Ordnungen eingetheilt. 1. Ordnung. Inre8iina. LeT/s-Lsä. Längliche Würmer, ohne merklich sichtbaren äußeren Gliedmassen. Hieher gehören. Der Spulwurm; der Fadenwurm; der Bandwurm; der Regenwurm ; der Blutiges. 2. Ordnung. Hlollusca. Nackte weiche Würmer, mit deutlichen Gliedmaßen. Diese leben meistens im Ocean. Hieher gehören. Die Wegschnecke; der Dintenstsch oder Btackfisch; der Seestern. A. Ordnung, lestacea. Würmer, meistens mit hartem kalkartigem Ueberzug. Hieher gehören die Muscheln, Conchylien, Schnecken, Austern, u. a. m. 4. Ordnung. Liooxkita. Die Polypen und andere Pflanzenthiere, die einen Korallenstamm oder andere ähnliche Gehäuse bewohnen. Z. B. die verschiedenen Polypen und Korallen Gattungen; der Saugeschwamm oder Badeschwamm; der Seekork ; u. a. m. L. Ordnung. Inku8vria. Jnfusionsthierchen. Die kleinsten, und mit bloßen Augen ohne Vergrößerungsglas selten sichtbare Geschöpfe. Z. B. der Kteisteraat; Eßigaal; u. a. m. Von den merkwürdigsten Thieren dieser Klasse will ich etwas erzählen. Von den Perlmuscheln. Unter Perlen versteht man gewisse Auswüchse, welche sich in verschiedenen Muscheln erzeugen, wovon vornehmlich in 2 Gattungen die meisten und schönsten gefunden werden. Andre Gattungen, z. B. das Meer ohr, enthalten ebenfalls oft sehr schöne Perlen. Die eine gehört zur Familie der Austern, und heißt Perlenmutterauster oder Miesmuschel; die andere Gattung mit einem vollkommenen Schloß ist die.Klaffmuschel, welche zum Geschlecht der gemeinen Fluß- oder Mahlermuschel gehört. Die Perlen befinden sich entweder im Thiere selbst, oder inwendig an der Schaale; wie sich aber diese Auswüchse erzeugen, weiß man nicht gewiß. Die wahrscheinlichste Vermuthung ist, daß der Stich feindlicher Würmer, vorzüglich der Pholaden, die Veranlassung dazu sey; denn wenn diese dem Thiere durch die Schaale bepzu- s./l-- HP !' N > l! ' PUH IL4 Sechster Abschnitt. kommen suchen, sv überzieht es die gemachte Öffnung mit einer talkartigen Materie, welche verhärtet. In einigen Gegenden Asiens soll man sogar in die behutsam geöffnete Muschel gewisse künstlich gearbeitete Körperchen hineinlegen, und wenn man sie nach einiger Zeit wieder aus dem Wasser herausholt, findet man die Körperchen so dick mit Perlenmaterie überzogen, daß man sie wie vollkommene Perlen gebrauchen kann. Die besten Pertenmuschetn findet man in Ostindien und im persischen Meerbusen. Es gibt zwar auch einige Gattungen von Klaffenmuscheln mit Perlen in Deutschland; allein es sind nur wenige wirklich brauchbare darunter. Da die Perlen- i mutteraustern (welche wohl Z bis 4 mahl größer sind, als die eßbaren Austern) in der Tiefe des Meeres liegen, so ist diese Fischerei) ein sehr beschwerliches und mit Lebensgefahr verbundenes Geschäft. Die Taucher — so heißen die Leute, welche man dazu gebraucht — werden an Seilen ins Wasser hinabgelassen, nachdem sie zuvor die Obren mit Baumwolle in Ohl getränkt verstopft, die Naft mit einem gespaltenen Horn zugeklemmt, und ein schwamm- ähnliches Gewächs vor dem Mund gebunden haben, um das Eindringen des Wassers zu verhindern. Sie haben einen Sack um den Leib und ein Messer in der Hand zum Abbrechen der Muscheln von dem Felsen. Sobald ihnen nach etlichen Minuten der Mangel an freyer Lust beschwerlich fällt, müssen sie schnell hcraufgezo- gen werden, sonst sind sie verloren, ob sie gleich von Kindheit an zum Untertauchen gewöhnt werden. Sie können überhaupt nur einige Jahre diese Arbeit aushalten. Die heraufgebrachten Muscheln bleiben bis zur Verwesung des Thieres im Freyen liegen, da sich dann die Schaalen öffnen. Nun reinigt man die herausgenommenen Perlen mit feinem Sand und Salz, und sortirt sie. Die, welche an Größe den Kirschen, ja bisweilen wohl einer welschen Nuß gleichkommen, nennt man Kirsch perlen; die ganz kleinen Saatperlen. Die man nach der Zahl verkauft, heißen Zahlperlen. In Ansehung der Farben stehen die wasserhellen in Europa im größten Werthe. Die größte Perle in Europa, soll sch im spanischen Schatze befinden. Kurzgefaßte Naturgeschtchte. ,s^ r Iweytes Naturreich. § Das Gewachsreich. h ^ Da das Gewächsreich nicht nur uns, sondern auch den mei- ^ fieii von uns gezähmten Thieren zur unmittelbaren Erhaltung deS ^ Sens nothwendig ist, so muß man die Kenntniß desselben als den ^ wichtigsten Theil der Naturgeschichte ansehen. Der Mensch ward ^ euch schon früh auf diese Produkte aufmerksam, bemühete sich um ^ die Kultur derselben, und diese fesselte ihn zuerst an einen bestimm- , j teil Wohnsitz, da hingegen Jagd und Viehzucht ein umherschwei- E fwdes Leben begünstigte. Die fortgesetzte Kultur hat uns die Ge- , wachse genauer kennen gelehrt, daher man nun die nach und nach § gemachten Beobachtungen über die Gewächse in eine wissenschaftli- , che Form gebracht hat, welche man Gewächskunde oder Bo- , , lani k nennt. Von den zwey Haupttheilen derselben beschreibt der ! theoretische die Geschichte des Gewachskörprrs von seiner Entste- , hurig an bis zu seinem Absterben; der praktische aber lehrt die Kul-- , tur und Benutzung der wichtigsten einzelnen Gewächsartcn. , Die Gewächse unterscheiden sich von den Thieren durch Man- , gelber Empfindung und willkührlichen Bewegung, und durch die , ! Art sich zu nähren, indem sie vermittelst vieler kleinen Öffnungen . auf der Oberfläche des Körpers den Nahrungsfaft einsaugen. Doch i sind die Gewächse ebensfalls organische Körper, denn die flüssigen - Heile bewegen sich in den festen durch eigene innere Kraft. Der , innere Bau der Gewächse besteht aus Fasern, Röhren und Bläs- , chen, worin die aus der Erde und Luft eingenommenen Theile zur , Nahrung zubereitet werden. ^ Die äußerste feine Bedeckung an einem Gewächse heißt die , ! Oberhaut, unter welcher die Rinde liegt; dann folgt der Bast , ! und der Splint, wovon jährlich eine neue Hotztage entsteht; . ! endlich das Holz selbst und in der Mitte das Mark. Äußere und zusammengesetzte Theile der Gewächse sind: die Wurzeln ; der Stamm, die Äste und Zweige; die Blätter; die Dornen und Stacheln; die Blüthe; die Frucht und der Saame. Die merkwürdigsten Veränderungen der Gewächse, als organische Körper betrachtet , sind: Entstehung, Ernährung, Fortpflanzung und Tod. 129 Sechster Abschnitt. Die Gewächse entstehen entweder durch die Wurzeln und Zweige, indem junge Schößlinge aus den Wurzeln hervortreiben, oder Zweige auf die Erde herabgesenkt sich bewurzeln; oder sie vermehren stch, und zwar am gemeinsten, durch Saameu, so wie auch durch die Augen. So nennt man nähmlich die durch die Rinde hervorgedrochenen Knospen, welche den Keim zu einem Gewächse enthalten, und stch bey den Zwiebel-und Knollengewächsen unter der Erde absondern. ZurNahr ung und zum Wachsthum dient den Pflanzen ein Ohl, welches in dem mit den feinsten er- digten und salzigten Theilen versehenen Wasser sich befindet, und zu einer saifenartigen Mischung gebracht wird. D^ser in den Gefäßen verarbeitete Nahrungssaft nimmt dann die Natur des Gewächses an; und wahrscheinlich zieht jede Gewächsart nur diejenigen Nahrungstheile in sich, die ihrer Natur am angemessensten sind. Daher gedeihen auch manche Gewächse, wenn sie lange auf einem Platze stehen, nicht mehr; andere hingegen finden aus eben der Stelle noch Nahrung genug für sich. Obgleich die Wurzel das vornehmste Nahrungswerkzeug ist, so tragt doch die Erde selbst nur wenig zur Nahrung der Gewächse bey. Außer der Wurzel saugt auch noch jede Pflanze vornehmlich durch die untere Seire der Blätter einen nährenden Saft ein, aus den von der Erde aufsteigendcn Dünsten. Wenn ein Gewächs das gehörige Alter erreicht hat, so pflanzt es stch fort, es blüht nahmlich, trägt Früchte, und streuet den Saamen nach völliger Reife selbst umher. Zur Fortpflanzung sind vorzüglich die Blüthen bestimmt, denn diese enthalten die Geschlechtswerkzeuge. In -er Mitte derselben befinden sich ein oder mehrere Stiele, die man Stämpel oder Staubwege nennt, an deren Spitze man eine kleine Öffnung, die Narbe, sieht. In dem untersten dicken und hohlen Theile, in dem Fruchtknoten, liegt der Saame der Pflanze. Diese weiblichen Ge- . schlechtstheile oder Staubwege werden von den männlichen oder Staubfäden umgeben. An diesen kleinen Fäden fitzt oben der Staubbeutel, mit einem gelblichten Staube bedeckt. Der feine Saamenstaub fällt nun bey der Befruchtung auf die Narbe des Staubweges, und dringt in dieselbe ein. Bald nachher verwelken die Blumenblätter; der Fruchtknoten hingegen fängt an aufzu- fchwellen und den Saamen zur Reife Hu bringen. Dieser ist nreh» Ilb ", .'r- ne )ie Seen m er- iid )e- )c- ii- >d. >er >r- ur ir- en st ub rl- tl- i§ ge e, lt- >e- >ee >er ei- >eö eir iu- Kurzgefaßte Naturgeschichte. »2/ Mheils in gewisse Behältnisse eingeschlossen, z. B. in Kapseln, Schoten, Nüssen, in Kern-oder Steinfrüchten, rc. Bey den meisten Gewachsen sind die männlichen und weiblichen Gefchlechtstheile j„ Ein er Blüthe vereinigt, die deshalb Zwitter heißen, z. B. bei) der Lilie; bey einigen sind sie aber getrennt, und stehen entweder an Einem Stamm, wie z. B. bey den Gurken, oder auf verschiedenen Stammen wie z. B. bey dem Hanf. Im letzter» Fass werden solche Gewächse durch Hilfe der Winde oder durch Insekten befruchtet, indem diese den Saamenstaub vom männlichen Stamm auf die Staubwege des weiblichen bringen. Sind aber Stämme Kuweit von einander entfernt, so bringen sie auch keine Früchte. Einige Gewächse bringen zwar ohne Befruchtung Früchte, aber keinen fruchtbaren Saamen. Endlich findet man auch bey gewissen Gewachsen auf Einem Stamm männliche, weibliche und Zwitter- ' Athen beysammen. ^ Wenn die Saftgefäße sich verstopfen, so hört die innere Bewegung der flüssigen Theile auf, und es erfolgt dann der Tod oder das Ab sterben der Gewächse, welches durch vielerley Zufälle M der Zeit verursacht werden kann, gewöhnlich aber nach der .Ordnung der Natur im Alter geschieht. So sterben alle Sommergewachse, nachdem sie gegen den Herbst Saamen getragen haben; die zweyjährigen blühen erst im folgenden Sommer, und sterben dann ab; die ausdauernden (perennirenden) Gewächse hingegen leben länger als zwey Jahr. Es gibt auch Gewächse, die nur etliche Tage oder Stunden leben. Das weilläuftige Reich der Gewächse, wovon man jetzt schon über 20000 Gattungen kennt, wird in zwey Hauptgebiethe eingekeilt, wovon das eine die Gewächse mit kenntlicher, das andere Gewächse mit unkenntlicher Blüthe, enthalt; zu den lehtern gehören die Schwämme, Moose, Aftermoose und Farren- krauter. Die erster» theilen einige nach Beschaffenheit deS Stammes in drey Klassen. Zu der ersten Klasse gehören dte Bäume, Eträuchcr und Stauden, welche einen holzichten Stamm hüben; zu den zweyten die Kräuter und Pflanzen, die keinen holzichten Stamm, sondern zu weiche saftige Stängel oder Strünke haben; zur dritten endlich die Gräser, die aus den Wurzeln hohle knotigeHalme treiben. Aberz Sechster Abschnitt. C-. Mit verwachsenen Staubfaden oder Staubbeuteln. iZS XVI. Kl. Einörüdriche. lVIonuckelxliia. L. Zjx i Staubfäden sind unten in ein Stück zusammengewachfen. Hichr > gehören: Der Storchschnabel; der Eibisch; die Pappel; die Malve; u. a. m. XVII. Kl. Zweybmdriche. Oiu6elchliia. L. Dir Staubfaden sind unten in 2 Körper zusammengewachsen. Hichr gehören : Die Bohne; die Erbse; die Wicke; die Linse; der Klee; das Süßholz; u. a. m. XVIII. Kl. Vielbrüdriche. kol^ackelxliicl. L. Die Staubfäden sind in.z oder mehrere Körper zusammengewachsen, Hieher gehören: Der Zitronenbaum; der Pomeranzenbaum; das Johanniskraut; u. a. m. XIX. Kl. Mitbuhler. Z^ugenesia. L. Hie Staubbeutel sind in einen Cylinder verwachsen. Hieher gehören: Der Lattich ; der Lövenzahn ; die Klette; der Wegwart (die Ciche- rie); der Distel; der Saflor; die Chamille; die Sonnenblume; die Viole oder das Veilchen. XX. Kl. Eifersüchtige. L^nanckria. -5. Deren Staubfaden an den Staubwegen sind. Hieher gehören: Die Frauenschuh ; die Osterluzei); u. a. m. s.^Mit getrennten Geschlechtern. XXI. Kl. Halbgetrcnnte. lVIonoecia. L Männliche und weibliche Blumen befinden sich auf einer Pflanze. Hieher gehören: Der Kolben; der türkische WaiZen (KukuruH oder Mais); die Birke; der Nessel; die Eiche; der Nußbaum; die Buche; die Haselnußstaude; die Fichte; der Kürbis; die Wassermelone; die Zuckermelone; die Gurke; u. a. m. XXII. Kl. GanZgetrennte. Dioecia. §. Pflanzen mit ganz getrennten Geschlechtern bey denen sich männliche und weibliche Blumen jede auf einer besonder» Pflanze befinden. Hichc gehören: Die Weide; der Spinat; der Hanf; der Hopfen; dtt Pappelbaum; der Wachholderstrauch; u. a. m. XXIII. Kl. Vielweiberei). koI^ALmla. «5. d sich auf einer Pflanze, außer den Zwitterblumen noch männlH dl! -i li' ß! Kurzgefaßte Naturgeschichte. . i§, D weibliche, oder beyde zugleich befinden. Hieher gehören: Der Drnbaum; die Esche oder der Eschenbaum; der Feigenbaum. ^ II. Mit unkenullich er Blut he. > XXIV. Kl. Verborgene. Lr^ptoZumiL. L. Pflan-- iziil, bey denen keine Staubfaden noch Staubwege, welche bey den Wgen Pflanzen wesentliche Theile der Blüthe find, in die Augen Mn. Hieher gehören die Farrenkräuter, z. B. das Kannenkraut «der Ziimkraut; das Milzkraut; das Frauenhaar u. s. w. Die Mose, und Flechten; die Schwämme; u. dgl. Zu den vorzüglichsten Gewächsen gehören die Frucht-und Forst- bäume, die Sträucher und Stauden, von welchen wir, nebst den Kruchten, das Holz , die Rinde, den Saft, das Harz re. benutzen; fmier die Krauter und Gräser, deren Wurzeln, Stengel, Blatter, Aüthen, Saamen rc. uns einen mannigfaltigen und ausgebreite- !lkn Nutzen, in der Haushaltung, in der Arzneykunst, im Handel Md in den Manufakturen, gewähren. ! Um aber dieses Lesebuch durch die Anführung und Beschreibung der vielen nützlichen Pflanzen, seiner Absicht zuwider, nicht zu vergrößern und zu vertheuern, so verweise ich Meine Leser die von der Kultur und dem Nutzen dieser Gewächse mehr zu wissen verlangen, und sich keine größere Werke in diesem Fache anschaffen können, auf den vollständigen Auszug,aus Funkens Naturgeschichte und Technologie. Drittes Naturreich. Das Mineralreich. Mineralien oder Fossilien find die unorganischen Naturkörpe-, die nahmlich nach den bloß physischen und chemischen Gesetzen auf Aid in der Erde gebildet werden. Außer einigen wenigen tropfbar flüßigen Mineralien, wie Quecksilber, Erdöhl, sind die übrigen fest; aber doch sämmrlich erst im Essigen Zustande gewesen. Mineralien gewinnt man durch den Bergbau, sie werden nähm- Hh von Bergleuten gegraben. — Die wichtigsten Kennzeichen Ser sehr verschiedenen Mineralien find: Farbe, Erad der Durchsichug- I s is8 Sechster Abschnitt. Nach dem Sexualsystem des berühmten Naturforschers Linn- ^ wird das ganze Pflanzenreich in folgende 24 Klassen eingetheilt. > j I. Mit kenntlicher Blüthe. ^ i. Mit lauter Zwitterblüthen. , Mit freyen Staubfäden von unbestimmter Länge. n I. Klaffe. Eiumanniche. Monanckria. Le/-SA. Ws ein einziger Mann in der Ehe, das heißt, ein Staubfaden in der « Zwitterblume ist. In Ungarn findet man aus dieser Klasse nur § folgende Pflanzen. Den Glasschmalz, den Tannenwedel, den Wasserstern, und die Schminkbeere. § II. Klasse. Zweymänniche. vianäria. L Wo in ' der Zwitterblume zwey Staubfaden find. Hieher gehören. Äer Jasmin; derÖhlbaum; der Flieder oder spanischer Hollunder; der il Ehrenpreis; der Rosmarin; die Salbey; u. a. m. ? III. Klasse. Dreymanniche. 1rinn6ria. ä'. M S in der Zwitterblume drey Staubfaden sind. Hieher gehören. Der » Safran; das Zuckerrohr; die Hirse; der Hafer; der Roggen; die § Gerste; der Weihen; u. a. m. IV. Klasse. Viermänniche. letranclriu. Wo ! in der Zwitterblume vier Staubfaden sind. Hieher gehören. Zer " Kartendistel; der Wegerich; der Cornelbaum oder Hartriegel;u.a.n>. ) V. Klasse. Fünfmänniche. kentanckria. L. Wo in ^ der Zwitterblume fünf Staubfaden find. Hieher gehören. Die ^ Wallwurz; der Utmbaum; der Stechapfel; das Pilsenkraut; der Taback; der Dill (die Titte); der Fenchel; der Kümmel; der Anis; die Petersilie; der Zellery; die gelbe Rübe oder Möhre; u. a. m> i E VI. Klasse. Sechsmänniche. Hexauckriu. -5. Wo ii in der Zwitterblume sechs Staubfäden sind. Hieher gehören. Der ^ Knoblauch; der Zwiebel; die Lilie; die Tulpe; der Spargel; die ff Tuberose; die Hyazinthe; u. a. m. ^ VII. Kl. Siebenmänniche. «5. Woin ^ der Zwitterblume sieben Staubfäden sind. In Europa wachst aus ff dieser Klasse blos das Schirmkraut wild, man findet es auch in ^ Ungarn unter den carpathischen Gebürgen und in Siebenbürgen sehr häufig. Hieher geh rt auch die Roßkastanie. Dieser Baum ^ wird auch bey uns gezogen. Kurzgefaßte Naturgeschichte. I2Z» VIII. Kl. Achtmänniche. Octan6ria. Wl> 'Z einer Zwitterblume acht Staubfaden sind. Hieher gehören. Der Wgtritt; der Buchweizen oder das Heidekorn; u. a. m. I IX. Kl. Neunmänniche. LnneÄll6rIu. L. Wo H der Zwitterblume neun Staubfaden sind. Hieher gehören: Der ^Merbaum; die Rhabarber; u. a. m. X. Kl. Zehnmanniche. Deeanclria. V 7 s^/,?rs^ L. Wo in ei- U Zwitterblume zehn Staubfaden sind. Hieher gehören: Die Mite; die Nelke; der Sauerklee; u. a. m. XI. Kl. Zwölfmanniche. OoäecantlriÄ. L'. M in der Zwitterblume rs bis 19 Staubfäden sind. Hieher gehören. Die Refede; die Wolfsmilch; die Hauswurz; u. a. m. XII. Kt. Zwanzigmänniche. Icosan^ria. . 5 . Wo in einer Zwitterblume so und öfters mehr Staubfaden nicht in dem KrHtboden, sondern an den innern Seiten des Blumenkelchs an- Mchscn sind. Hieher gehören: Der Mandelbaum; der Pflau- mbaum; der Hagedorn oder Weißdorn; der Mispetöaum; der Birnbaum; die Rost; die Himbeere; die Stachelbeere; die Weinbeere oder das Weinbeerchen; die Erdbeere; u. a. m. ! XIII. Kt. Vielmänniche. kol^unärin. ä>. Wo in einer Zwitterblume 20 und öfters mehr auch bis 1000 in Frucht- Idoden angewachfene Staubfaden sind. Hieher gehören: Der Mohn; die Linde; der Thee; der Rittersporn; die Anemone; u. s. w. k. Mit freyen Staubfäden, von bestimmter Verschiedenheit in der Länge. ; XIV. Kl. Zweymachtige. Diä^namla. L. Vier 1 Staubfaden in jeder Zwitterblume von welchen die zwey Nächsten >, Wer länger und zwey kleiner sind. Hieher gehören: Der Isop; , der Lavendel; die Münze ; die Gundelrebe oder der Gundermann; > ^er Andren; der Majoran; der Thimian oder Kundel; die Melisse; das Basilienkraut; u. a. m. , , XV. Kl. Viermächtige, letracl^namia. L. ! Wo in einer Zwitterblume 6 Staubfaden, von welchen 4 langer, l die 2 entgegengesetzten kürzer sind. Hieher gehören : Das Löffel- i ^aut; die Levcoie; der Kohl; die Rüoe; der Senf; der Rettig; IZ2 Sechster Abschnitt. keti und des Glanzes, Beschaffenheit des Bruchs und des Strichs, den manche geben, wenn sie gekratzt oder geschabt werden; Hätte, Schwere, u. s. w. Außerdem gibt es physikalische Kennzeichen, ! und chemische Untersuchungen der Bestandtheile der Mineralien. > Überhaupt aber lassen sich alle Mineralien, unter folgende vier > Klaffen bringen. I. Klasse. Steine und erdige Fossilien. II. Klasse. Salze. III. Klaffe. Brennliche Mineralien. j IV. Klasse. Metalle. jl i. Steine und erdige Fossilien. , Steine und erdige Fossilien heißen diejenigen trockne» i Mineralien, die sich, wenn sie rein sind, für sich, nicht wie die Sal- ! ze im Wasser oder wie die eigentlich sogenannten Erdharze im M > auffösen lassen; noch auch wie diese letztem, schon im bloßen Glich tz feuer verbrennen; noch sich wie Metalle hämmern und breitschlagen / lassen. Überhaupt sind sie sehr feuerbeständig und strengflüssig; wenn sie aber schmelzen, so sind sie dabey durchsichtig. Ihre speci- § fische Schwere übersteigt des Wassers seine höchstens vier bis ^ fünfmahl. i In diese Klasse gehören, r. Die Kalkerde: z. B. Der ge- i meine Kalk; die Kreide; der Kalkstein; der Marmor; der Tropfstein; der Gyps; der Alabaster; u. a. m. 2. Die Schwererbt. Z. Die Bittererde: z. B. Der Seifenstein; der Speckstein; der der Nierestein; der Asbest; u. a. m. 4. DieLhonerderz. B. ^ Die reine Lhonerde; Porzellanerde; gemeiner Löpferthon; der Wetzstein. L. Die Kieselerde: z. B. Der Quarz; der Rubin; der Smaragd; Opal; Chalcedon; Feuerstein; u. a. m. ^ s. S a l z e^ e Die Salze überhaupt unterscheiden sich von den Körpern vor- ^ züglich durch ihre leichte Auflösbarkeit im Wasser; durch ihren ff- ^ cifischen Geschmack; durch ihre vollkommene Unverbrennlichkeil,' ^ und durch ihr großes Mischungsvermögen, d. h. ihren starken Ha»S sich mit anderen Stoffen innig zu verbinden. In diese Klasse gehören, i. Die sauren Salzerz ^ ^ Kurzgefaßte Naturgeschichte. rZz s, itt Die Salpetersäure; Schwefelsäure; u. a. m. 2. Die Laugelisch e: z. B. die Pottasche; Ammoniak; u. a. m. Z. DieNeu- ttalsalze: z. B. das Kochsalz; Digestivsalz; Salmiak; Salpeter; u.a. m. 4. Die Mittelsalze: z. B. Eisenvitriol; Kupfer- Mol; u. a. m. A. Brennbare Körper. e» eu iS Brennlich heißen im Grunde alle diejenigen Fossilen, die sich so schnell mit dem Sauerstoff verbinden, daß dabey Wärmestoff sB Lichtstoff frey werden. Folglich gehören, genau genommen, -euch die Metalle darunter. Allein da sich diese außerdem noch durch manche andere auffallende und ihnen ausschließlich eigene Charaktere von allen übrigen mineralischen Körpern auszeichnen, fl werden sie nach der alten einmahl allgemein angenommenen Einteilung unter eine besondere Klaffe gebracht , und nur nachstehende vier Geschlechter zu den eigentlich sogenannten brennlichen Mi- ueralien gerechnet: 1. Die Erdpeche oder Erdharze, z. B. Das Bergöhl »der Steinöhl; die Steinkohle; der Torf. 2. Die schweflich- ten Körper: z. B. Der natürliche Schwefel. Z. Die kohlich- ten Körper: z. B. Der Diamant; das Reißbley, oder mit vieler Kohle versetztes Eisen. f- r. er er r- 4. M e t a l t e. Die Metalle sind die schwersten Körper in der Natur; und unter den Fossilien die allerdurchsichtigsten; sie haben alle den deshalb sogenannten metallischen Glanz; und eine dreyfache Art von geschmeidiger Ausdehnung. Sie sind nahmlich erstens biegsam (wie z. B. Bley und Zinn); zweytens dehnbar oder malleabel, daß sie sich in dünne Blättchen treiben lassen (wie z. B. Gold und j Silber); und drittens zähe, daß sie sich nach ihrer verschiedenen Tmacitat im Drühtzug mehr oder weniger strecken lassen,und gleich- slarke Drahte aus den verschiedenen Metallen größere oder geringe- re Lasten tragen können, ehe sie davon gerissen werden (wke z. B. Gold, Platina und Eisen). Sie werden vom Wärmestoff anfgelöset, d. h. sie schmelzen; und zwar das Quecksilber in einer sehr niedrigen Temperatur, da-^ rz4 Siebenter Abschnitt. her es gewöhnlich flüssig erscheint; die übrigen Metalle hingegen erfordern erhöhte Temperatur, und manche derselben (z. B. Plati- na, Eisen) eine sehr große Hitze, ehe sie in Fluß kommen.—M schmelzen undurchsichtig und mit gewölbter Oberfläche. Alle lassen sich entweder in Salpetersäure oder in Salzsäure (oder in dem aus beyden zusammengesetzten Königswasser) aufiösen. Bis jetzt kennt man nun folgende ri Metalle: «e W! ne> Bu i. Platina. r. Gold. Z. Silber. 4. Quecksilber Kupfer. 6. Eisen. >2. Kobalt. 17. Tellurim. 7. Bley. iZ. Nickel. r8. Wolfram. 8. Zinn. 9. Zink. 14. Braunstein. 19. Molybdän. es ehe io. Wißmuth. rz. Uranrum. 20. Arsenik. ^ ger n. Spießglaß. r6. Litanium. 2:. Chromium. M Siebenter Abschnitt. Ges ch i ch t e. 1. Geschichte ist Erzählung merkwürdiger Begebenheiten, mit ihren Anlässen, ihrem Verlaufe und ihren Folgen, die sich bey den Völkern der Erde ereignet haben. So mannigfaltig die Veränderungen und Vorfälle selbst sind, so mannigfaltig und zahlreich sind auch die Gegenstände der Geschichte. Die Erzählung alles dessen, was überhaupt in der Menschenwelt sich ereignet hat, ist Welloder Mensch engeschichte. Das, was besonders in den einzelnen Staaten und Reichen sich ereignete, ist ein Gegenstand da Staatengeschichte. Was einzelnen Völkern Gutes und Schlini- ^ mes widerfuhr, berichtet die Völkergeschichte. Um sie rechch zu verstehen, muß man alte, mittlere und neue Geograph^' und Chronologie (Zeitkunde) wissen. > 2. Das Feld der Geschichte ist so groß, daß man sich dig verirren würde, wenn man,es uicht in mehrere kleinere abrheilte. Man hat deren 6 festgesetzt, die einzeln eine gewiß Anzahl Jahre in sich begreifen, in welchen unter den Mensche» wichtige Dinge vorgefallen sind, und merkwürdige Personen gelevl haben. Im ganzen genommen begreifen sie einen großen ZeitraB von ungefähr 6000 Jahren, Seit her Zeit nähmlich haben die Menschen angefangen > sich als die vorzüglichsten Geschöpft auf Erden auszuzeichnen und sich einander zu nähern und wichtig zu mache». de Geschichte. 'Z5 Jene 6 Abteilungen der Menschengeschrchte sind r) die Urwelt, 2 ) die dunkle Welt, Z) die Vorwelt, 4) die alte ° Welt, L) die mittlereWelt oder das Mittelaller, 6) die l neue und die neueste Welt. ! I. U r w e l t. e Z. Alles, was wir von der Urwelt wissen, enthalt das erste ' Ach des ältesten Geschichtschreibers Moses. In diesem wird mit -lltt Glaubwürdigkeit erzählet, daß der allmächtige Gott das erste Menschenpaar, einen Mann, Adam, und eine Frau, Eva, ^schaffen hat, und zwar erst dazumahl, als die Erde schon bewohnt zu werden geschickt war; denn sechs lange Tage vergingen, che die Erde und alles, was mit ihr in Verbindung steht, so eingerichtet war, wie es dse ersten Menschen an trafen. Gottes Allmacht hätte freylich dieser Tage nicht nöthig gehabt; denn ein Wollen wäre genug gewesen, daß alles in Pracht und Vollkommenheit ha gestanden wäre; aber es gefiel ihr sechs verschiedene Zeilen da- zuzu brauchen, und in der lebten nach gänzlicher Vollendung erst die Menschen als bestellte Herren der körperlichen Welt hiemieden 1 hinzustellen. Die Gegend, welche der Allmächtige dem ersten Men- scheiwaare zur Wohnung anwies, war überaus angenehm, und nährte sie mit den schönsten und wohlschmeckendsten Früchten, die ihnen jeder Baum von selbst darbot. Unter der zahllosen Menge derselben war nur einer, dessen Früchte zu genießen der Allmächtige den ersten Menschen verboten hatte ; aber Vorwitz und Lüsternheit reihte sie zum Genüße, und sie wurden zur gerechten Strafe ' ihres Ungehorsams aus ihrem anmuthigen Aufenthalt auf ewig ver- ^ trieben, und an einen Ort versetzt, wo sie mit Arbeit und im s Schweiße ihres Angesichtes sich Nahrung verschaffen mußten; auch an sich selbst erfuhren sie die schlimmen Folgen ihres Falles, in- dm sie von nun an stäts mit der Sinnlichkeit zu kämpfen hatten, ^ und der NothwendigkeiL zu sterben unterworfen wurden. ^ 4. Ihre Nachkommen vermehrten sich und breiteten sich immer ^ werter aus. Viele aus ihnen waren aber sehr böse Menschen, die ^ i sich ihres Gottes und Schöpfers nie mehr erinnerten, sondern bloß ^ z ihren verkehrten Neigungen fröhnten. Ern solch ruchloses Geschlecht ^ wollte der Allmächtige nicht länger dulden, sondern beschloß das- selbe in einer Wasserflulh umkommen zu lassen. Ein frommer i Mann, Noah mit Nahmen, den Gott erhalten wollte, mußte auf ^ i stin Geheiß ein großes Schiff bauen, um darin sich mit seinen drey ! Söhnen und ihren Weibern, dann ein Paar von jeder Gattung der Landthiere, zur Zeit der Überschwemmung Zu retten. Und nur M diese acht Personen waren es, welche dem allgemeinen Tode entgin- je M und das Land nachher wiederum von neuem bevölkerten, r- 5- Seine Nachkommen blieben nicht bey einander, und komr- n. len eo auch nicht. Sie zerstreueten sich nach und nach über die Er- Siebenter Abschnitt. *Z6 de, und veränderten sich an Leib und Geist außerordentlich. Das Klima, die Nahrung, die Kleidung, die Lebensart, die Erziehung und die Art, wie sie regiert wurden — alles das hat einen sehr bedeutenden Einstuß auf ihren Geist und auf ihren Körper gehabt und hat eS noch. Der Gestalt und den ursprünglichen Kräften nach sind sich alle Menschen einander gleich, und durch ihre Veruunftfahigkeit sind sie von den Thieren sehr verschieden. 6. So lange die Menschen einzeln in Wäldern, Höhlen und an Flüssen herum lebten, kamen sie in der Bildung nicht weiter. Sie waren da nur wenig besser als die Thiere, mit denen sie zu kämpfen hatten. Anfangs blieben wohl Altern, Kinder, Brüder, Schwestern beysammen; aber lange konnte dieß nicht so blieben. ! Mangel an Nahrung und Streitigkeiten trennten sie. Sie kamen nun ! in Gegenden, wo nichts wuchs. Die Noch lehrte sie, Thiere töd- ren und ihr Fleisch zur Speise, bald auch ihr Fell zur Bekleidung benutzen. Dadurch wurden sie muthig und beherzt. Jagd und Fischfang war wohl die erste und vorzüglichste Beschäftigung der! rohen Völker. Bey dieser wilden und unsteten Lebensart blieben sie wahrscheinlich lange. Nimrod wird ein großer Jäger genannt, der mehr solcher kühner Leute, wie er war, um sich versammelte, und einen Staat stiftete, dessen Oberhaupt er wurde. In Nordamerika gibt es noch jetzt dergleichen wilde Jagdgesellschaften. 7. Doch einige gingen weiter und machten sich die Sache leichter. Sie bemerkten, daß manche Thiere weniger wild waren und sich gern zu Menschen hielten; auch schmeckte ihnen ihr Fleisch besser, und ihr Fell schien ihnen zur Bekleidung bequemer zusepn. Diese Thiere schlugen sie nicht todr, sondern sie fingen sie ein, zähmten sie, und gewöhnten sie an sich, und schützten sie gegen Raubthie- re. Sie lebten von der Milch der Atren und dem Fleische der Jungen; die Felle dienten ihnen zu Kleidern. Da sie für ihren Unterhalt sorgen und Waideplätze suchen mußten, so zogen sie mit ihm Heerden von Land zu Land. Dergleichen Völker nennt man Nomaden, oder Hirtenvölker. So lebt noch jetzt der Araber von seinen Kameelen, der Mongole von seinen Pferden, der LaM von seinen Rennthieren. Bey dieser Lebensart mußten bald die ! Begriffe von Mein und Dein, vom Eigenthum und der Unterschied j zwischen Armen und Reichen, Herrn und Diener entstehen. Auch ! blieben die Menschen schon mehr beysammen, und wurden etwas ! sanfter, wie wohl es ohne Streit um die Waide, die noch einfrepes Gut war und keinem eigenthümlich gehörte, nicht ablief. g. Viele, kaum auszumittelnde Umstande mußten Zusammentreffen, die unsteten Menschen dahin zu bringen, Getraidekörner zu sammeln, auszrrsäen und ihr Keimen, Wachsen, Blühen und Reifen abruwarten. Sie mußten da bleiben, wo sie arnten wollten. Ihr Fleiß wurde belohnt. Sie arnteten mehr, als sie gesaet und ge- pfimrzt hatten. Bald sähe man Felder und Gärten in der Nähe a< ihm Hütten. Um den Boden noch langer und immer fruchtbar zu die erhalten, benutzten sie mancherley Beobachtungen. Sie lockerten as ^ ihn auf, und düngten ihn. Das Vieh mußte beybehalten werden, kn I Granzenlose Waideplatze wurden in Wiesen abgetheilt. Nun trie- li- ben sieViehzucht und Ackerbau zugleich. Nun entstand A n- cch sassigkeit und wahres Eigenthum. Die Menschen wurden geselliger und nachgiebiger. Einzelne Familien traten zusam- nh inen, und halfen einander. Aus häuslichen Gesellschaften er. , irurden bürgerliche Gesellschaften, die sich in Sprache, zn Sitten und Lebensart gleich waren, und gemeinschaftlich eine Streik, ste Landes bewohnten. Siehe da ein Volk! en, 9. Der Ackerbau, der die Menschen näher verbindet, ist der ui, Ursprung der Erfindungen, der Gesetze und der ganzen bür- >d- gerlichen Einrichtung. Erst dachte man an das Norhwendi- ng ge und Nützliche, dann an das Angenehme und Schöne und an „d Zeitvertreibe. Pflüge, Eggen, Wagen u. s. w. hatte man gewiß >er eher, als Leyer, Cirher und Flöte. Aus Höhlen, aus hohlen Baumen stammen und Schilfhütten, sammelte man sich in Dörfern und it, Städten von geräumigem, dauerhaftem, und bequemem Hausern, e, 10. Jedoch im Anfänge dauerte die Herrlichkeit nicht lange, d- Streit und Zank im Innern und unter sich, Anfälle von Außen, ^ besonders von den räuberischen Jägervölkern und Nomaden beschäf- h- i ligten und beunruhigten sie fast Tag und Nacht. Diesen Uebeln »d ! mußte abgeholfen werden. Man erwählte einmüthig Schiedsrich- 's- ^ ter, Gewalthaber, Anführer im Kriege. Zu jenen taugten am be- n. ^ sien die Alten, als die erfahrensten, zu diesen die Stärksten, Murr- ! thigsten und Listigsten. Unter Hirten und Jagervölkem waren ohne- ie- i hin diese letzter» alles in allem. ri- ! So entstanden Obrigkeiten und Oberherrn; aus Räubern wur- r- j dm Eroberer, Stadtcerbauer und Richter großer und kleiner Rei- e» ^ che; aus freywittig erwählten Richtern, Gewalthaber und KrregS- 0- ! obersten, Kaiser, Könige, Fürsten u. s. w. Was diese verordnet?» tt und befahlen, daß die Andern rhun sollten, hieß ein Gesetz. Wach ren sie selbst gut und weise, so waren es auch ihre Befehle, waren >e sie selbst schlecht und unweise, so waren auch ihre Gesetze schlecht, 'd hart und grausam. ch 11. Zu allererst führten wohl die Hausvater das Regiment. Das nennt man Patriarchat. So ein Patriarch war Abra- § ^ Ham. Dann als Menschen aus verschiedenen Familien sich znsarn- i mm fanden, kommandirre der Tapferste, Stärkste. Daraus enr- l- , stand nach und nach Monarchie oder Herrschaft eines Einzigen. V ! Er hieß Monarch, Alleinherrscher. War sein Regiment schwer " ^ und grausam, fragte er gar nicht, ob die Andern mit dem zusrie- r ^en waren, und bey dem stch wohl befanden, was er that und ver- ^ ordnete, so nannte man ihn einen Despoten. Machte er es zu ^ ^ ttg, so vertrieb man ihn oder schlug ihn todt. Das Volk wählte >Z8 Siebenter Abschnitt. sich dann gewöhnlich mehrere Machthaber, die es für die besten hielt. Es ließ ihnen die Gewalt nicht lange, sondern stellten von Zeit zu Zeit andere an die Spitze. So eine Art von Negierung heißt eine Nepu blick. Hatte der große Haufe dabey das Meiste zu sagen, so war es eine Demokratie, hatten aber die Vornehmen, Reichen und Klugen das Übergewicht, so war es eine Aristokratie. Alle übrige Menschen in der Gesellschaft, die unter einer Regierung stehen, bekommen den Nahmen Bürger und Unterteil e n. Wenn ein Volk Einen oder Einige als Obrigkeit anerkennt, und nach gemeinschaftlichen Gesetzen stch richtet, so macht es einen Staat aus. Das Land, worüber ein Mächtiger zu gebieten hat, heißt ein Reich. Wenn die Bürger oder Unterthanen der Obrigkeit den Gehorsam verweigern und sich ihr mit Gewalt widersetzen, so nennt man sie Rebellen, Empörer, Aufrührer. Dann cnstehen Revolutionen oder Staats u mwalzungen, was meist für unzählige Menschen ein großes Unglück ist. II. Dunkle Welt. r2. In der dunkeln. Welt, wo Körperkraft und List das Hervorstechende am Menschen ausmachten, kommen zuerst Reiche und Staatenstifter vor. Man lernt Ägypten als den ältesten Staat, Assyrien, als eine große Monarchie kennen. DieJsrae- litsn, deren Stammvater Abraham war, zeichneten sich durch merkwürdige Schicksale, Anführer und Gebrauche aus. Menes, Assur, Ninus, Semiramis, Joseph, sind Nahmen von Menschen, die große Dinge ausführten. Die Phönicier sind als urttenrehmende Kauffeute, und Seefahrer berühmt. Die dunkle Welt mag einen Zeitraum von Lvo oder 1000 Jahren umfassen. III. Vor-Welt. »z. Die Vor-Welt ist reicher an Begebenheiten, aber nicht viel gewisser und wohl eben so lang. Der Hebräer Moses tritt in Ägypten auf, und führt sein Volk aus der Sklaverey. Er gilt ihm Gesetze, und legt den Grund zu einer Nomad en-dannAcker- bauer-Republik, in der dieses Volk in Kanaan lebte. In Griechenland ereignet sich unter Deukalion eine g'wße Überschwemmung. Sern Sohn Hellen ist Stammvater des gebildetesten Volks der alten Welt, der Hellenen. Ausländer, wie Ce- krops, Kadmus, Dan aus', Pelops, Orpheus, Ceres, Triptolem, machten sie klüger, gewöhnten sie an Ackerbau, vereinigten sie in bürgerliche Gesellschaften. Sie unternahmen me beschwerliche Seereise nach Kolchis (Argonauten) und eine lE wierige Belagerung einer reichen Stadt in Klernasien, Troja, die sie zuletzt erobern. Bald entstehen unter ihnen kleine Republiken, unter denen Lacedämou (Sparta) und Athen weit emporra- Geschichte. iZ9 gen, deren Bürger eine edle Liebe für Freyheit beseelte. Lykur- gus und Solon und Thales zeichnen sich als weise Staatsmänner und Gesetzgeber, Homer als Dichter, Pisistratus als schlauer und beredter Volksführer aus. Ägypten, unter S e- sojtris und andern, Phönicien mit seinen Städten Tyrus und Sidon, Palästina unter seinen Königen Saul, Daris und Salomon stehen in ihrer Blüthe. In Asien befinden sch Sardanapal und Nebukadnezar an der Spitze großer und mächtiger Staaten; der reiche Cr ösus brüstet sich in Kleina- sien (Lydien), Italien fängt an lebendig zu werden. Die Uhr- einwvhner werden durch Ankömmlinge aus Griechenland und Troja geweckt und Etrurien blühet. Rom, das zuletzt alles verschlingt, wird von Anführern einer Räuberbande Ro mulus und Remus, erbaut, oder bevölkert. »4. In diesem Zeiträume nimmt das Menschengeschlecht an Ausbildung zu. Ein Volk wird immer durch ausgeschrckie Kolonien (Gades, Ution), durch Vertreibung unruhigerKopse (Ce- kroos, Evander, Dido), durch unglückliche Flüchtlinge (A- neus), durch Eroberung und Unterjochung, des andern Zuchtmei- ftr und Lehrer. Man lernte immer mehr die Bequemlichkeiten des Lebens kennen; die bildenden Künste, Baukunst, Bildhauerkunst, Mahlerey stiegen immer höher: Obelisken, Pyramiden, Tempel, Patlaste und Grabmahler, Statüen und Gemahl d e waren eine Zierde von Ägypten und Griechenland. Schreibekunst und Rechenkunst, Dichtkunst, Astronomie, Chronologie, Geographie, Kriegskunst, Arzneywissenschaft, Handlung, Schif- fah'l machten immer mehr Fortschritte. David, Salomo, Homer, Males, Solon, Hesiodus, Lyrtäus, Sapho, Äsop haben als Dichter einen vorzüglichen Ruhm. Gottesdienstliche Feyersjchkei- te» , Gebrauche und Priester vervielfältigten sich von einer Zeit zu der andern, so wie der Götzen mehr wurden. Man verehrte Thie-- re, .Sterne, Bilder, Menschen. Nur der Hebräer blieb meist seinem Zehovah getreu, dem er als dem alleinigen, allgemeinen Gott diente. IV. Alte Welt. rz. Emen gleichen Zeitraum von tausend Jahren begreift die alte Welt. In ihre Mitte trifft die Zeit, daß Gott zur Rettung , Belehrung und Beglückung der Menschen den versprochenen Messias schickte. Dieser war Jesus Christus, durch göttliche Kraft von einer jüdischen Jungfrau, mit Nahmen Maria, aus Davids Stamme, empfangen und geboren, mächtig in Worten und Thaten, der durch Lehre und Wandel alle große und weise und sonst berühmte Männer der gesummten Menschheit weit hinter sich ließ. Sein großer, wohlthätiger Zweck war, die Versöhnung seines himmlischen Vaters mit der gefallenen Menschheit zu vermitteln 14« Siebenter Abschnitt. und die Menschen in allen künftigen Zeiten und unter jedem Hirn- § melsstriche durch Erkenntniß der Wahrheit gut und vernünftig zu j machen, und ihre Beglückung durch Weisheit und Tugend zu gründen. Statt des Dankes dafür erfuhr er den Haß der jüdischen Priester und endete sein Leben, der Wahrheit zum Zeugniß und dem Menschen zur Rettung, am Kreuze. Fünfhundert Jahre vor seiner Geburt trieb eine gewaltige Kraft einige Menschen und Staaten, die Vergrößerungs-und Eroberungssucht beherrschte, zu großen und kühnen Lhaten hin, und das Land der Freyheit und der Künste und Wissenschaften (Griechenland) ward zuletzt eine Beute roher Krieger. j 16. Cyrus, Stifter des großen Persischen Reichs eröffnet das Schauspiel der Alten-Welt. Athen und Sparta prangen in der schönsten Blüthe. Beyde, Persien und Griechenland, ge- rathen mit einander in einen ungleichen und gefährlichen Kampf, in welchem griechische Tapferkeit obsiegt. Die Nahmen Miltia- des, Aristides und Themistokles — Marathon, Ther- mopp lä und Salamis erinnern an unsterbliche Helden und Lha- - ten. Innere Kriege zerrütten hernach den schönen Bund. Peri- ! k t e s. Die Macedonier unter Philipp werden der Griechen ! Herren und Philipps Sohn, Alexander, ist eine Zeitlang Be- . Herrscher der alten Welt, die Länder und Reiche gegen Abend aus- ^ genommen. Auf den Trümmern seines Reichs herrschen dann, stillGenerale. Ptolomaer. In Ägypten, zu Alexandrien, blühen Gelchrfamkeir und Handlung. Wahrend dessen stieg Rom immer höher und höher. Früh schon hatte es seine Könige vertrieben, benachbarte Völker unterjocht, sein Gebiet erweitert, seine Bürger durch griechische Gesetze gezügelt. Innere Unruhen und äußere Kriege gaben Gelegenheit zur Entwickelung großer Körper- und Geisteskräfte, deren Ueberspannung ihnen zuletzt, da ste kaum ^ noch etwas zu erobern hatten, den Untergang brachte. Sie waren ; zuletzt Herrn von ganz Italien, Spanien, von einem Theile Gal- j liens, von Makedonien und Griechenland, von der Nordküste Afti- ' ka's, von Kleinasien, Syrien und Palästina. Endlich wird Cäsar nach dem Siege bey Pharsalus Alleinherr; nach seiner Ermordung stehet Augustus , als erster römischer Kaiser da. Das Reich prangt unter ihm in ferner schönsten Blüthe. Seine Nachfolger sind fast alle grausame Despoten. Das Reich wird eine Beute der Soldaten, die Kaiser ab-und einsetzen. Es konnte sich, nachdem es in zwey Reiche, in das römische und byzantinische Kaiserthum getheilt worden war, der eindringenden Völker, unter denen Deutsche waren, nicht mehr erwehren, und der letzte Kaiser in Rom, RomuluS Augusiutus, dankte ab. 17. Das Christenthum hatte sich auch unter dem strengsten Drucke dennoch immer mehr und mehr ausgebreitet, und es war um diese Zeit fast keine Provinz des weitschichrigen römischen Rei- Geschichte. r4* ches, wo nicht zahlreiche Christengemeinden, freylich noch immer M öffentlich, sich versammelt Hatten. Aber nun bekannte ein römischer Kaiser, mit Nahmen Konstantin, sich selbst zum Chri- Mhume, und die nochwendige Folge war, daß das Hcidenthum im ganzen römischen Reiche nun immer in engere Gränzen sich zu- ! riickziehen mußte. Das Beyspiel des Kaisers und seine Befehle i hoben den Druck auf, und schenkten der Kirche Ruhe und Sicher- ^ heit, und ihren Dienern Vorzüge und Ansehen. Auch fing man ' durch Schenkungen und Vermächtnisse an, für ihren Unterhalt besser zu sorgen, und der römische Papst gelangte auch in der Folge zu einer weltlichen Herrschaft. Dieser Kaiser war es such, der mich Byzanz, welche Stadt man nach ihm Konstantinorel nannte, Die Residenz verlegte. l8- Ein beträchtlicher Theil des Menschengeschlechts gelangte ,'u der ersten Hälfte dieses Zeitraums, vou Cyrus bis Augustus, auf eine sehr hohe Stufe der Bildung. Viele Völker kamen mit kiuander in Verbindung, und checkten sich ihre Kenntnisse mit. Die Gewerbe wurden immer zahlreicher, und durch Erfindungen verbessert; Künste und Wissenschaften immer vollkommener; Handlung und Schifffahrt immer ausgebreiteter; die Staatsverwaltung und das Kriegswesen immer künstlicher. Doch blieb noch die Skla- mey oder Leibeigenschaft, und die alte Mäßigkeit ging in Schwel- ^ My und Üppigkeit über, da sich das Geld ungeheuer vermehrte. ! Man sah schöne Gärten und Obstanlagen jn Italien und zu Kon- ' stankinopel. — Die edlen Fruchte Asiens zog man unter fremden Himmelsstrichen. Nur Getraidebau verminderte sich. — Mahlerey, i Bildhauerkunst und Baukunst erstiegen den höchsten Gipfel; auch ^ i verfertigte man schöne Gefäße und Münzen. Schöne Künste und ^ Wissenschaften blühten zu Alexandrien, Pergamus, Rom, Athen und in Ereilen. Man hatte Theater, Musik und Bibliotheken. Als Schriftsteller und Gelehrte nennt man noch jetzt unter den Griechen: Äschylus, Sophokles, Herodor, Soerates, Plato, Demosthenes ^ Lheocril, Moschus, Bion, Polibius, Diodor, Dio- nystus, Aristoteles, Theophrast, Euklrdes — unter den Römern: Plautus, Lerenz, Virgil, Horaz, Ovid, Sallust, Nepos, Li- vius, Plinius, Cäsar mit Ehrerbicthung, und liest ihre Schriften mit großem Nutzen. ly. Jn Verändern Hälfte dieses Zeitraums nach Augustus, mo das Menschengeschlecht unter der römischen Herrschaft vereinigt mar, fing die Kultur wieder an zu sinken. Es riß eine verderbliche Sittenlosigkeit ein, die gar nicht mehr unterdrückt werden konnte. Mit dem Verfall des Reichs kamen zu gleicher Zeit auch die Künste Ad Wissenschaften in Verfall. Man stritt sich über Meinungen und Dinge, die keinem Menschen etwas nutzen. Jedoch lebten m dem ersten Jahrhundert nach Christi Geburt noch sehr geachtete Schriftsteller, z. B. Lucan, Perstus , Petronius, Martial, Belle-, 142 Siebenter Abschnitt. jus, Tacktus, Curtius, Florus, Sueton, Justin, Eutrop, Se- neca, Quinlilian und Plinius der jüngere unter den Römern; Pem- samas, Plutarch, Galen unter den Griechen. V. Mittel-Alter. so. Das Mittel-Alter begreift eine Zeit von etwa iooo Jahren. Es ist der fünfte Zeitraum in der Menschengeschichte, für viele Völker eine Zeit der Unwissenheit und der Barbarei); für andere eine Zeit des Entstehens und des Emporftrebens. Der Schauplatz der Begebenheiten ist größtentheils Europa und ein Theil A- stens. Wir können uns füglich drei) besondere Abschnitte machen, um das Gcnze desto besser zu übersehen. ChlodowichderFran- ke, KarlderGroße, dieKreuzzüge fangen jeden derselbe» an; von den ersten bis zum andern sind Zoo, von diesem bis zu den Kreuzzüxen auch Zoo, von da bis zur neuern Welt 400 Jahre verstoßen. L>. Chlodorvich war ein Fürst der Franken, die indem westlichen Lheile des jetzigen Frankreichs wohnten. Er nahm den Römern die übrigen Lander weg, die an sein Reich gränzten, eroberte das Reich der Alemannen, ward ein Christ, um die übrigen Fürsten der Franken zu unterdrücken, und stiftete die fränkische Monarch! e. Die deutschen Völkerschaften kamen nach und nach unter fränkische Herschaft; nur mit den Gothen und Longo- barden in Italien und mit den Arabern in Spanien wurden ih» neu der Kampf schwer, und der Sieg lange streitig gemacht. 22. Die Araber waren damahls ein mächtiges, kultivirtes, , fleißiges und siegreiches Volk, das in Asien, Afrika und Europa große Eroberungen besaß. Abulcasem Mohammed, ein kluger, beredter und tapferer Schwärmer, hatte sie erst weltberühmt gemacht. Er führte sie von der Abgötterei) zu der Lehre eines einzigen Gottes, die er nach der jüdischen und christlichen, mit denen, er, als reisender Kaufmann bekannt geworden war, gebildet hatte. Seine Anhänger und Nachfolger wurden kriegerisch und eroberungssüchtig ; die damahligen Umstande begünstigren ihre Unternehmungen außerordentlich. Nur von den Franken wurden sie an der Gränze Spaniens zurückgefchlagen. 2Z. Chlobowichs Nachkommen taugten nicht viel. Daher bemächtigten sich die Slaatsminister und Feldherren der Regierung, und einer derselben, Karl der Große, ward König. Er dehme sein Reich weit aus, besiegle die Longovaröen in Italien, und wurde dafür vom römischen Bischof, der von den Longobaroen hart bedrängt worden war, aus Dankbarkeit (im Jahre Loo nack Chn- sti Geburt) zum römischen Kaiser gekrönt. Dafür bestätigte ihn Karl in dem Besitze der Lände'', die sich seine Vorfahren, unter dem Vorwände, Konstantin habe sie der Kirche geschenkt, zugeeignet Hatten, und gab ihm noch einige andere dazu. Diese Besitzungen Geschichte. rchZ des Bischofs zu Rom nannte man den Kirchenstaat. Karl war übrigens ein großer Mann, der auf weise Gesetze, auf Schulen und Kirchenwesen, auf die Verbesserung der deutschen Sprache, der Landwirthschaft und des Handels alle Aufmerksamkeit wandte. Er Mb 814. , In diesem Zeiträume kamen die Ungarn oder Madjaren unter ihrem Herzoge Arpad nach Ungarn, bemächtigten sich dieses Landes, und legten den Grund zu dem ungarischen Reiche, um das I Zahr Christi 869. j 24. Nach Karls Tode entstanden aus der fränkischen Monar- j chie drey Staaten: Italien, Frankreich, Deutschland, die aber von seinen Nachkommen nicht immer nach seinem Geiste beherrscht wurden. Zeitlich erhoben sich Irrungen unter ihnen, und jeder suchte zum Nachtheile des Andern sich zu vergrößern. Vorzüglich war Italien das Land, das viel Blut und Geld kostete. So guter Gelegenheit bedienten sich die Ungarn, Normänner und Elaven, plünderten und mordeten, wo sie hinkamen, und konnten - nur mit vieler Mühe und selten ohne beträchtlichen Verlust von ih- i mi Streifereyen abgehalten werden. Am meisten zerfielen Karls ! Nachkommen mit den römischen Päpsten, die nun schon um diese Zeit keinen geringer» Landstrich als weltliche Herren besaßen, und ! den heftigsten Kampf hatte der Kaiser Heinrich IV. mit dem Papste Gregor VII. 2z. Unterdessen hatten die feindlichen Einfälle jener Völker doch das Gure, daß sie mit den milderen Sitten des Christenthums ^ bekannter wurden, und selbst einfahen , daß Rauben und Plündern nicht die Hauptglückseligkeit einer Nation ausmache. Deswegen fand auch die Annahme des Christenrhums weniger Schwierigkeit, und vorzüglich war es Nordeuropa, wo es sich am meisten ausbrei- - tete, und zugleich mit demselben bey deutschen und andern nördli- i chen Völkerrr der Grund zur Kultur gelegt ward; denn bey aller j Barbarei) und Unwissenheit blühten doch hie und da die Künste und ! Wissenschaften, der Handel und die' Schifffahrt, die besonders durch den Gebrauch des Kompasses, den die Araber bey den Chinesen kennen lernten, sehr vervollkommnet wurden. Araber und Griechen trieben die Wissenschaften am fleißigsten. In Paris, Bologna und Salerno entstanden gelehrte Schulen (Universitäten). Übrigens waren Mönche die Lehrer der Völker. Unter den Seefahrern waren die Normänner die kühnsten; sie entdeckten Island, Grönland und einen Theil von Nordamerika. 26. Schon lange hatten fromme Christen, um ihre Liebe gegen den Stifter ihrer Religion recht thärig an den Lag zu legen, Reisen nach Palästina gethan, und da gebetet, wo er gestorben war. Man nannte solche Reisen Wallfahrten. Die Araber hatten sie geduldet; aber die Türken, welche hernach dort herrschten, erschwerten sie sehr. Laute Klagen führten die Christen des- »44 Siebenter Abschnitt. halb bey dem Papste. Dieser suchte cs nun dahin zu bringen, be» sonders durch die schwärmerische und viel versprechende Beredsam» i keik PeLer Eremits, daß das heilige Land den Händen der ungläubigen Türken entrissen würde. Es gelang ihm zuletzt. Viele raufende entschlossen sich, nach Palästina zu ziehen. Den Bereitwilligen heftete man ein Kreuz von rothem Zeuge auf die Schulter und gab ihnen den Nahmen Kreuzfahrer; die Züge selbst wur! den Kreuzfahrten oder Kreuzzüge genannt. (109L.) Anfangs war man glücklich. Jerusalem wurde erobert, und daselbst ein Königreich gestiftet, das aber nur 88 Jahr dauerte. Die Tür- ^ ken ermannten sich wieder, und sagten die Christen weg. Den letz- § ten großen Kreuzzug unternahm Ludwig IX., König von Frank- ^ reich »270, der aber unglücklich abtief. Die Kreuzzüge haben für Europa sehr wichtige, theils gute, theils schlimme Folgen gehabt. Die Ritterorden entstanden bey der Gelegenheit, die großen Stabte kamen in Aufnahme, die Leibeigenschaft wurde eingeschränkt, brr Handel nach Indien kam in die Hände der Venetianer, die Sitten der Europäer wurden milder und ihre Lander mit neuen schonen Obstarten und andern Produkten versehen, die denselben Wohlstand - und Reichthümer verschafften. Schädlich waren die Kreuzzüge; denn sie kosteten Europa beynahe an 7,000,00a Menschen, und ! brachten asiatische Unarten und Krankheiten nach Europa. 27. In Asien spielten die Mongolen unter D sch inki schau und die Chinesen wichtige Rollen. China wurde von den Mongolen erobert; ja, sie drangen sogar durch Rußland und Pohlen bis nach Böhmen und Mahren vor. L8> Eben so mächtig, aber von längerer Dauer war der Staat der 0 smanischen Türken in Asien und Europa. Der Stifter hieß Osman. Seine Nachfolger setzten nach Europa über, und einer von ihnen, Mohammed II., eroberte 14L.2 Konstantins- ' pel, und zerstörte so das griechische Kaiserthum. Den Türken, die ^ siegreich vordrangen, und Deutschland selbst an sich zu reißen droh- ! ten, widersetzten sich mit aller Macht, mehrentheils in Verbindung ! mit andern deutschen Regenten, die österreichischen Fürsten, deren Stammvater Rudolph von Habsburg war. Die mehrsten römisch- deutschen Kaiser sind aus seinem Hause gewählt worden. Sein Sohn Alb recht war der erste. Unter seiner harten Regierung machten sich die Schweizer frey. Mir dem österreichischen Hgu- se stiegen zugleich Spanien und Frankreich, jenes durch Vertreibung der Araber, die ihren Ruhm überlebt hatten, dieses durch endliche Besiegung der Engländer, mit denen es über hundert Jahr unglücklich gekriegt hatte. Das Mädchen von Orleans, Johanne d'Arc, ist bekannt. 29. So düster es beym Anfänge dieses Zeitraums in derMeu- schenwelt aussahe, so hell ward es gegen das Ende desselben. Grie- ? chen und Araber verloren, Italiener, Franzosen und Niederländer 2 sannen an Kultur. In Deutschland fing man an, Ackerbau, t» Uchjucht und Gartenbau besonders fleißig zu treiben. Handelnde i- ! Mionen waren Genueser, V"e netianer und Portugiesen, le Z„ Italien blühten die schönen Künste voll neuem wieder aus, und t- ^!t 14ZZ flüchteten die gelehrten Griechen nach Italien, besonders b Mach Florenz. r- ! Zwep Erfindungen, die dem menschlichen Geschlechts un- >- ! aassprechlrch viel genutzt und geschadet haben, fallen in das Must Uel-Alter: die Erfindung der Buchdruck erk un st 1280 und der r- Gebrauch des Schießpulvers iZZo im Kriege. Des letztern j- ktieiltett sich schon lange die Araber, um Steine zu sprengen, bis ü Mich einer auf den Einfall kam, mit Hülse desselben eine Kugel aus einer eisernen Röhre fortzutreiöen. Soldaten. Stehende Heere, l. Zi. Vor Erfindung der Buchdruckerkunst druckte man schon Mer von Holz ab (Holzschnitte). Einer, Rahmens Lorenz k Klister (Janszon), kam auf den Gedanken, ganze Seiten von ei- n Mi Buche in Holz zu schneiden, und sie alsdann abzudruckeu. n Mich schnitzte er die einzelnen Figuren auf kleine Stäbchen von d Buchenholz (daher Buchstaben). Von ihm lernte die Kunst Johann ' ! Gänsefle isch zu Gutrenberg. In Mainz, wo er sich mit Joh. d Faust und Peter Schäfer vereinigt hatte, erfand letzterer die Kunst, statt der buchenen Stäbchen Lettern aus Zirm zu gießen, " Md so wurde 1497 das erste Buch gedruckt. ' Neue Universitären entstanden zu Neapel, Aberdeen, Coimbra. " Lissabon, 'Prag (iZ 48 ) Kopenhagen. it ^ VI. Neue Welt. ^ , Z?. Die jetzige neue Welt hebt (1492 bis > 804) mit Ent- ^ 'deckung von Amerika an, und geht bis auf die Entstehung des fran-- pstschen Kgiserthums, Seitdem sind Z12 Jahre verflossen. Colon oder Christoph Colombo, ein Genueser, Sohn eines Wollenkammers, ist der Entdecker von Amerika, der soge- ^ »aliilten neuen Welt. Anfangs wollte ihn Niemand bey seinem küh- ' »en Unternehmen.unterstützen. Endlich ließ sich Isabelle, Kö- ^ nigin von Kastilien in Spanien, durch wieles Bitten bewegen, für ihn drey kleine Schiffe ausrüsten zu lassen, mit denen er, 190 Per- , Men au Bord, denzten August 1492 absegelre. Schon vor ihm ^ hatten einige Italiener es versucht, Afrika zu umschiffen; es miß- ^ glückte. Die Portugiesen entdeckten endlich durch Vasc 0 de G a- ^ jMa, den der König Emanu>jjs der Große abschickte, den Weg um § ^ das Vorgebirge der guten Hoffnung nach Indien. Dadurch wurden s die Portugiesen eine Zeittang sehr mächtig. Nach Entdeckung von - - Amerika wetteiferten mit ihnen die Spanier. Seitdem herrschte ^ >n dem größten Theile Europens eine ungemeine Thätigkeit. Auch r Frankreichs England, Holland suchten Entdeckungen zu machen. I Der Handel nahm einen andern Gang, und gewann einen machti- ! K Siebenter Abschnitt. 146 gen Umfang. Die Venetianer. verloren ihn zuletzt beynahe ganz, und die Engländer rissen ihn fast allein an sich. ^ 3Z- Spanien und Frankreich stritten sich seitdem um die Obergewalt in Europa, besonders in Italien und Deutschland. Die Papste hielten es bald mit diesem bald mit jenem, bis Kaiser Karl V., der zugleich König von Spanien und Herr eines großen Theils von Italien war, dem König von Frankreich, Franz I., ^id dein Papste bald durch List, bald durch Heeresmacht Granzen setzte. Z4. Andere wichtige Veränderungen, vorzüglich im deutschen Reiche hatte Luthers Reformation verursacht. Dieser Mann, zu Eisleben 148z von Bergleutengeboren, ein Augustinermönch zu Erfurt und Professor der Theologie zu Wittenberg, fand den Ablaß, so wie ihn Tetzel, ein Dominicanermönch, dazumahl verkündigte, anstößig, und begann mit diesem Punkte seine Reformen. Erfand an Zwingli, Calvin, Mekanchton, und andern nicht ungelehrten Männern bereitwillige Theilnehmer, und ward hiedurch aufgemuntert, nach und nach weiter zu gehen. Die Umstände wo- ren ihm günstig, und vorzüglich förderte der Lürkenkrieg seine Unternehmungen. Was war nun bey der damahligen Unwissenheit des Volkes leichter, als daß seine neue Lehre begierig ausgenommen ward, und seine deutsche Bibelübersetzung allgemeinen Beyfall erhielt? Mit einer solchen Umänderung der Meinungen mußten auch uvthwendig wichtige Veränderungen in den Staaten erfolgen, und vor allem mußte das Schul-Kirchen-und RegierungSwescn ein anderes Ansehen erhalten. Eine der traurigsten Folgen, welche durch das Reformatiouswesen herbeygeführt wurde, war der schreä- liche dreyßigjährige Krieg, während welchem fast in allen Landern von Europa traurige Bürgerkriege wütheteu; wobey die kämpfenden Partheyen sich gewiß viele und mancherley Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten haben zu Schulden kommen lassen. Zz. In diesem Kriege, den die Friedensschlüsse zu Münster und Osnabrück (1648) endigten, wurde das Haus Oesterreich sehr geschwächt, und Frankreich bekam unter Ludwig XIV- ein großes Übergewicht in Europa. Er und seine Minister despotistrren Europa. Den Spaniern, die schon Portugal bey einer Revolution (1640) verloren hatten, suchte er die Niederlande zu entreißen. Holländer und Engländer wehrten ihm das («668), daher wollte er nun die Holländer unterdrücken. Auch das verhinderten andere (Wiederherstellung der Erbstatthalterschaft in Holland). Friede zn Nimwegen >679. In diesem Kriege zeichnete sich besonders der Kurfürst von Bvaudenburg Friedrich Wilhelm aus, der den Holländern beystand. Zugleich mit den Franzosen beängstigten die Türken, die jetzt unter Soliman II. den höchsten Gipfel ihrer Macht erstiegen hatten, den römisch-deutschen Kaiser. Die Türken, welche bis Wien vorgedrungen waren, wurden geschlagen (Sobiesky »orr Pohlen), und die Franzosen mußte*» ttn.Frieden zu RiMyk Geschichte. 147 ?lhl (1697) die gemachten Eroberungen wieder herausgeben. Schon l/oi brach der Spanische Erbfolgekrieg aus, der sich mit dem Utrecht er Frieden i/lZ endigte. Z6. Am nachdrücklichsten setzte sich Großbritannien der französischen Macht entgegen, nachdem es seine tnnern Streitigkeiten, um Frepheit und katholische Religion, die viel Blut, einem Könige sogar das Leben auf dem Echafsot, einem andern den gänzlichen Vertust des Reichs kostete, beygelegt hatte. Die Königinn i Anna stritt besonders gegen Ludwig XIV. im Erbfotgekrieg. Seltnem die Nachkommen Ge 0 rgI., des Kurfürsten von Braunschweig- Linieburg, auf dem englischen Thron sitzen, hat Frankreich bis jetzt gegen dieses Reich nichts ausrichten können. Z7. Neben England haben sich in Norden von Europa zwey Reiche erhoben, Rußland und Preußen, deren Macht schnell zur Reife gekommen ist. Rußland, das erst 1721 unter Peter I. Ht mächtig zu werden anfing, und unter Katharina II. an Größe und an Einstuß zunahm, wirkt jetzt unter Alexander I. sehr wohlthätig für die Menschheit durch Bildungsanstalten und Aufhebung der Leibeigenschaft. Es ist das größte Reich auf der Erde. Preußen war erst eine Provinz von Pohlen, die dem deutschen Ritterorden gehörte, der hier die heidnische Religion ausge- rettet hatte. Einer ihrer Großmeister war Albrecht von Brandenburg , im Jahre izro. Nach einem Streite mit dem Körrig Sigismund von Pohlen, dessen Oberherrschaft der Orden ma l mehr anerkennen wollte, wußte es Albrecht dahin zu bringen, daß er -Z2Z Preußen als ein weltliches, aber von Pohlen abhängiges ! Hcrzogthum für sich und seine Nachkommen erhielt. Einer seiner j Nachfolger, der große Kurfürst Friedri ch Wilhelm, verwan- ! delte es 16^7 in einen unabhängigen Staat, und dessen Sohn Friedrich I. erhob es 1701 zum Königreiche. Friedrich I!., fein Enkel, ein eben so weiser, als tapferer König, vergrößerte ^ feine Länder (1740) noch mehv. besonders durch Sch lesi en , wcl- M ^ er dem österreichischen Hause entriß. Dreymahl wurde darum E Kmg geführt, unter denen der siebenjährige der letzte und ^ merkwürdigste war, von 17^6 bis 176z. ^ Z8. -Das furchtbarste Erekgniß in der neuesten Geschichte ist die ^ Revolution oder Staarsumwälzung in Frankreich. Aus der ^ Monarchie entstand erst eine Republik. Der König Lu dwig XVI. ^ murde 179Z mit seiner Gemahlin» hingerichtet. Die Republik be- ! hauptete sich gegen ihre vielen äußern und innern Feinde, machte dic f Eroberungen in den benachbarten Ländern, und zerstörte die cht ! Umfassung derselben. Aber im Lande selbst hörten doch die Unruch nicht auf, bis Bonaparte (1799) eine andere Verfassung -f» kii,führte, an deren Spitze er als Oberkonsul stand und zuletzt ^ > (i8o4) unter dem Nahmen Napoleon I. zum Kaiser von Feank- I reich erhoben wurde. — So hatte auch das mgchtige Oesterreich K L »48 Achter Abschnitt. 1 unter der großen Kaiserin» Maria Theresia und ihrem talentvollen Sohne Joseph Ll. seine Besitzungen erweitert, und seine StaM- krafte .durch ausgezeichlrete Verfügungen im Innern konzentritt und X erhöht/ Im Jahre >804 enolich nahm Franz LI. für siel) und seine Nachfolger den M:el eines österreichischen Erbkaisers an. Z<-. In Nordamerika ist seit 178Z ein merkwürdiger Frey-! ftaar aus ehemcch'ugen Englischen Kolonien entstanden, wodurch auch in diestm Erdrheile Kultur und Menschenbildung befördert wird. 40. Das Menschengeschlecht ist in der neuesten Zeit, besonders in Europa, immer vostkvmmener geworden. ÄLe Engländer, Deutschen und Franzosen stehen an der Spitze. Handel und Schifffahrt, Künste und Wissenschaften haben außerordentlich zugenvmnmi, rin- aus Mannfaktürey und Fabriken gehen ganz bewunderungswürdige und ungemein nützliche Arbeiten hervor. Die Kriegskunst hat eine surchlba e Vollkommenheit erlangt. Auch sind sehr merkwürdige Erfindungen gemacht worden, unter denen die Erfindung d r Fern- gläser »609 durch Jansen, desMikroskopsi624 durchGü- lilei, des Hörrohrs 164g durch Athanasius Kircher, der Luftpumpe 16^4 durch Otto von Guerike, der Blitzableiter ,752 durch Franklin, der Harmonika 1761 durch cbm denstlben,des Luftballs 173zdurch Stephan und Joseph Monl- gvlfier, des Telegraphen 1794 durch Chappe, die wichtigsten sind. Die Entdeckung des Doktor Jenner aber, daß die Einimpfung der Kuhpocken das sicherste Schutzmittel gegen die Menschenpockcn gewahre, die er 1797 bekannt machte, verdient den wärmsten Dank aller Freunde der Menschheit. Achter Abschnitt. Die Folge der Regenten Lönigsrerchs Ungarn. Das Königreich Ungarn war von den ältesten Zeiten her ein Sammssplatz der berühmtesten asiatischen und europäischen Volker. Sarmatcn, Bulgaren, Wenden, Jazyger, Avaren, Hunnen, Ouaden, Markomannen^ Vandalen, Gothen, Longobarden, und noch mehr andere Völker wohnten in den ungarischen Staaten und verdrängten immer einander, bis die Ungarn oder Madjaren unter ihrem Herzoge Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. 149 len tv- md ii'.e y- rch >erk !it- >rf iZe A rp ad H dieses Landes bemachligLen, und um das Jahr Christi 869 den Gmnd zu dem ungarischen Reiche leg-en. Sie suchten sogleich eine gute ^Ordnung einzuführen, und theil- teii das eroberte Land unter na-; alle Soldaten waren adelich und Milder gleich gehalten; jedem würden gewiffe Ländereyen ange- Msen, die alten Einwohner aber Zum Feldbau und zum Dienste kr Ungarn angel-alten. Die Edelleute waren von allen Abgaben Meyet; doch so oft cs die allgemeine Wohlfahrt erforderte, oder Wii dem Regenten aus dem arpadischeu Stamme befohlen wurde, '»lichten sie auf eigene Kosten zu Felde ziehen. Es wurden Heerführer ernannt, welche das Kriegswesen besorgten; und zwey Richter nmden in bürgerlichen Sachen bestellt. Nach des Herzogs Arpads Tode wurde die Regierung unter mehrere Häupter vertheilt. „t r ein Enkel Arpads erhielt sie wieder allein, und so blieb sie auch bey ^ km arpadischen Stamme, bis derselbe erloschen ist. Im Jahre 972 bemühte sich der heilige Wolfgang, aus dem Benediktiner-Or- -j- lku, die christliche Religion in Ungarn auszubreiten; da er aber sei- ^ Inen Endzweck nicht erreichen konnte, begab er sich wieder nach, ,i- 'Deutschland zurück. In diesem Jahre starb Lopus, und der Sohn ch- kffelben die ' G e y sa ^ ward sein Nachfolger. Unter diesem sanftmüthigen Herzoge fand /Ke christliche Religion Eingang in Ungarn; er selbst sammr seiner Gemahlinn Sarolta, seinem Bruder Michael, und seinem gan- zen Hause nahm im Jahre 980 die Taufe an. Nach seinem Lode - i im Jahre 99^ gelangte sein einziger Sohn zur Regierung. Stephan verbreitete die christliche Religion und dadurch mildere Sitten, auch einige Kenntnisse der Wissenschaften; er gab seinem Volke die ersten geschriebenen Gesehe, theilte das Land in Gespanschaften, und > führte die obersten Landcsämter ein. Im Jahre tvo« hat er den Abt Astrich nach Rom gesandt, von dem Pabste Sylvester II- die Bestätigung seiner geistlichen Einrichtungen zu verlangen,, welche in ! er denn auch nebst einer königlichen Krone erhalten hatte. Soglei ch n. t wurde noch in diesem Jahre am Tage Maria Himmelfahrt der Her- >, ! zog Stephan zu Gran mit großen Feyerlichkeiten unter Frohlocken jid des hayfig versammelten Volkes zum , Ersten König in Ungarn ! gekrvnet. Da sein einziger Sohn Emrich gestorben, und seine beo- Achter Abschnitt. ILO den Vettern Andreas und Beta aus dem Reiche entwichen waren so hatte Stephan seiner Schwester Sohn zum Nachfolger ernennet! Dieser fromme König wurde im Jahre y8z geboren, und starb in! Jahre ioZ8. Der Pabst Gregor VII. setzte ihn sammt seinen Sohne im Jahre io8z in die Zahl der Heiligen. 2. Peter gelangte nach Stephans Anordnung auf den Thron, und wurde im Jahre -089 zu Stuhlweiffenburg gekrönet; aber schon im Zahn io4l von den mit ihm unzufriedenen Standen öffentlich abgeseht, und mußte bey drey Jahre Ungarn verlassen. S a m u e l (Aba), der mächtigste Herr in Oberungarn, und dem heiligen Stephan durch Schwägerschast verwandt, wurde zum König erhoben, auch im Jahre 1042 zu Lschanad gekrönet; aber im Jahre 1044, nach einer gegen Kaiser Heinrich III, verlornen Schlacht, mit vielen Wunden ermordet. Peter kam nun zum zweytenmahl durch Beyhitfe Kaiser Heinrichs zurRe- gierung, wurde jedoch im Jahre 1046 derselben wieder beraubt, und nachdem ihm beyde Augen ausgestochen worden, starb er in eben diesem Jahre. 4. Andreas I., ein Enkel Michaels, des Herzogs Geysa Bruders, wurde nun von den Standen zum König gewählt, und im Jahre 1047 zu Stuhlweiffenburg gekrönet. Er kam hernach wegen der Nachfolge mil seinem Bruder in Uneinigkeit , und starb im Jahre 1060 nach einer gegen denselben verlornen Schlacht. L. B e l a I., Der Bruder des erst gemeldeten Andreas, wurde zu Stuhlweiffenburg zum König gekrönet. Nach einem unglücklichen Falle vom Stuhle starb er plötzlich im Jahre lv6§, uud hinterließ drep Söhne: Geysa, Ladislaus, Lambert, und fünf Töchter. 6. S a l 0 m 0 n, des Königs Andreas Sohn, ward schon im siebenten Jahre seines Alters, bcy Lebzeiten feines Vaters, zu Stuhlweiffenburg im Jahre »058 gekrönet; nun nach dem Tode seines Oheims wurde ihm, in Gegenwart des Kaisers Heinrich IV., die Krone wieder aufgesetzt, und endlich, nach dusgeglichenen Zwistigkeiten mit seinen drey Vettern, im Jahre 1064 setzte Geysa mit eigenen Händen aus Freude und Dankbarkeit zu Fünfkttchen dem König die Krone M Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. r.5* IN h- britttrunahl auf das Haupt. Im Jahre 1074 aber, wurde dieser König, von den zu Stuhlweissenburg versammelten Standen, als ei,, Verfolger der unschuldigen Prinzen und Store- der allgemek- mi Ruhe förmlich abgesetzt. Er bemühte sich zwar immer die Regierung wieder zu erhallen, konnte aber doch nicht mehr dazu gelangen, und starb im Jahre 1037. 7. G e y s a I. re ' ein Sohn des Königs Beta wurde zu Stuhlweissenburg im Jahre k, 1074 wider seinen Willen zum König gekrönet; denn er wollte dem Reiche nur als Statthalter vorstehen. Er starb schon im Jahre 10/7. Sein Bruder in 8- Ladislaus (der Heilige) ch wollte den Thron erst nach geschlossenem Vergleiche mit dem ent- ch sMn König Salomon besteigen, und nach erfolgter Ausfertigung rn desselben wurde er im Jahre 1080 zu Stuhlweissenburg gekrönet. ' Durch seine Tapferkeit und weise Regierung erwarb er sich einen so I ausgebreiteteu Ruhm, daß ihm die deutschen Fürsten, nach Abse- 'hungdes Kaisers Heinrichs IV., die Kaiserkrone antrugen, die er ^ aber ausschlug. Im Jahre 1091 brachte er Kroatien an das König- k» , reich, und schlug die Kumanier zweymahl, worauf sich viele in Un-- >» ! garn niederließen. Er starb im Jahre 1095, und ward vom Pabste , Cölestin III. im Jahre 1192 in die Zahl der Heiligen gesetzt. 9. Koloman, j der Sohn des Königs Geysa, folgte ihm auf dem Throne, und un- !' ! tttwarf der ungarischen Krone Dalmatien nebst Bosnien. Seinem " > Sohne Stephan die Nachfolge zu versichern, ließ er seinen Vetter ^ l Ainus sammt dessen Sohn des Augenlichts berauben, und wollte , sie gar heimlich ermorden lassen, welches aber verhindert wurde, j Er starb im Jahre 1114. a- ic>. S t e p h a n II. wurde bey Lebzeiten seines Vaters noch als Knabe im Jahre 1114 ^ zu Stuhlweissenburg gekrönet, und war sieben Jahre unter der Vormundschaft einiger Magnaten. Da er von zwey Gemahlinnen keinen Erben hatte, und um die Ernennung eines Nachfolgers be- . sorgt war , wurde ihm entdecket: daß Bela, des Almüs Sohn, am ^ j Leben und in geheim erzogen wäre; worüber Stephan, sehr er- i freuet, ihn alsogleich im Jahre 1128 zu seinem Nachfolger ernannte, ^ ! und zu Stuhlweissenburg krönen ließ. Er starb dann im Jahre nz r. n 1,. B e l a II. (der Blinde), ^ ein Enkel Lamberts des Bela I. Sohns , trat nun die Negierung " i an; seine Gemahlmn Helena stand ihm mit ihrer Wachsamkeit und Achter Abschnitt. ,LL durchdringenden Verstände treulich bey. Er überwand seinen Gegner Borich, einen vorgeblichen Prinzen Kolomans, und erwarb das Königreich Rama im Jahre iiZZ durch freywillige Unterwerfung. Nach seinem Tode im Jahre 1141 hinterließ er drep,Söhne, Geysa, Ladislaus urrd Stephan. 12. G e y sa H., der altere obgenannter Söhne, hatte kaum die Jünglingsjahre erreicht, als er, drey Tage nach des Vaters Tode, zum König ge- krönct ward. Er vertrieb seine unruhigen Brüder, Ladislaus und Stephan aus dem Reiche, starb im Jahre 1161, und hinterließ zwey Söhne, Stephan und Bela. iZ. Stephan III., der altere dieser Söhne, wurde gleich nach dem Tode des Vatkrs zum König gelrönet, mußte aber im nächsten Jahre die Regierung fahren lassen , und sich in Sicherheit begeben, bis er solche naü) zweyen Zwischenkönigen (beyde seine Oheime) im folgenden Iah« wieder amreten konnte. 14. L a d L s l a n s II., ein Bruder des Geysa II., wurde auf gewaltthatige Zudringlichkeit des griechischen Kaisers Manuel im Jahre 1162 zum ungarischen König gekrvnet; er regierte aber nur 6 Monate, und starb. Ran glaubt, sein nachfolgender Bruder Stephan habe ihn aus demWe- ge geraumet. iF. Stephan IV., der letzte Sohn des Beta, trachtete schon unter der Regierung seines ältesten Bruders Geysa nach dem Throne. Auch aus Furcht vor der griechischen Macht wurde er nun im Jahre »16z zum König gekrönet; er hatte sich aber bey den Standen so verhaßt gemacht, daß er, ihre Erbitterung fürchtend, zu dem griechischen Kaiser geflohen war um Hilfe zu suchen. Er konnte aber nicht mehr in sein verlassenes Reich eindringen , und starb im Jahre nü6. 16. Stephan III., wurde gleich nach der Flucht seines Oheims im Jahre n6Z von dem ganzen Lande wieder als rechtmäßiger König erkannt, und nach allen Kräften unterstütz!; er hatte beständig Feindseligkeiten mit de» Griechen, und sein über den Verlust Dalmatiens entstandener Kummer beschleunigte seinen Tod. Er stard im Jahre n/z ; auch sei» riachgeborner Erbe starb gleich nach der Geburt, und-sein Bruder 17. B e l a III., welcher ve-rmög eines Vertrages mit dem griechischen Kaiser Ma- Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. iLZ eg- )as ->g- »sti, nuel zum Nachfolger desselben auf den Kaiferthron bestimmt war, Mrde nun von den Standen durch Gesandte zur Regierung aus Konftantiuopel abgerufen, und gleich nach feiner Ankunft im Jahre il/4 zu Stuhlweissenburg durch den Kolotfcher Erzbischof gckrö- !iet;er regierte bis an sein Ende glücklich, und starb im Jahre my6. iZ. E m e r i ch, er- ni!> sein älterer Sohn , wurde schon im Jahre n8H zum Nachfolger gekrönet. Er nothigte Servien zu der Lehensabhangigkeit, eroberte auch einen Lheck der Bulgarey, und nahm von beyoen Län- bem den königlichen Titel an. Vor feinem Ende ernannte er seinen Bruder Andreas zum Vormunde feines minderjährigen Soh- j „es des Thronfolgers, und starb im Jahre 1204. Ladislaus III. (das Kind genannt.) mg ist noch auf Veranstaltung seines Vaters gekrönet worden ; und da aä) der Vormund selbst nach der Krone strebte, so fluchtete die Mutter hre Konstantia sammt ihrem Sohne und der Krone nach Oesterreich; über im folgenden Jahre 120^ starb Ladislaus zu Wien. 20. Andreas II. (der Jerufalemitaner genannt) üit -eii !a>l beleiht -t, ge- ein war nach dem Tode fernes Mündels der rechtmäßige Thronfolger, welchem auch der Herzog Leopold von Oesterreich sogleich die königliche Krone überlieferte, womit er dann zu Stuhlweissenburg feyer- lich gekrönet wurde. Im Jabre 1222 wurde auf einem allgemeinen Landtage ein Dekret verfaßt, welches die folgenden Könige beschwören mußten, davon der ztste Artikel die Klausel enthält: daß jeder ungarische Edelmann sich dem Könige widerfthen könnte, wenn solcher die ihnen auf diesem Landtage verwilligten Privilegien kranken würde. Andreas brachte die von seinem Vater angefangene Unterwerfung von Galizien und Lodomerien zu Staude, und führte den königlichen Titel davon. Er starb im Jahre 12ZL, und hinterließ sechs Kinder nebst seiner schwängern Gemahlinn, welche noch einen Sohn Stephan nachgeboren hatte. 2!. Bela IV^. eni ab M NI- nn »er a- der älteste Sohn, folgte seinem Vater in der Regierung, unter welcher im Jahre 1241 die damahls aus dem Oriente gedrungenen Mogoln oder so genannten.Tütarn in Ungarn einfielen, und fast drey Jache das ganze Land verwüsteten; da sie endlich keinen Unterhalt mehr fanden, verließen sie dasselbe mit Vorübung der abscheulichsten Grausamkeiten. Nach ihrem Abzüge kamen die wenigen in Gebirgen uud Höhlen verborgen gewesenen Einwohner wieder'zurück; auch der geflüchtete König fand sich wieder ein; der Mangel an allem war so groß, daß fast kein zahmes Vieh im Reiche zu finden war. Bela ließ die dringendsten Nsihwendigkcitcn in i ,94 Achter Abschnitt. benachbarten Landern aufkaufen, und führte viele neue Kolonien aus Kroatien, Böhmen, Mahren und Sachsen in das Land; besonders trugen die Kumanier vieles zur Bevölkerung des Landes bey. Durch die Bemühungen dieses würdigen Königs kam das Reich in den schönsten Flor; man glaubt auch, er habe das doppelte oder Patriarchenkreuz als ein Reichswappen emgefuhn. Die Tatarn schlug er nach einem neuen Einfalle im Jahre 126, gänzlich in die Flucht, starb im Jahre 1270, und hinterließ g Söhne und »o Töchter. 22. Stephan V., wurde schon bey Lebzeiten des Vaters gekrönet, und trat nach dein Lode desselben die Regierung an, starb aber schon im Jahre 1272, und sein Sohn SZ. Ladislaus IV. folgte auf den Thron. Dieser hatte seine Gemahlinn dreymahs verstoßen, lebte in Ausschweifungen mit den kumanischen Weibern, und ward endlich im Jahre 12^0 von den Kumaniern mit vielen Wunden ermordet. Er starb ohne Erben, und hinter ließ das Reich in einem sehr zerrütteten Zustande. 24. Andreas III. (der Venetianer), ein Enkel des Königs Andreas II. von seinem nachgebornen Sohne Stephan aus einer edlen venetianischen Gemahlinn, wurde von den meisten Ständen als König erkannt, und von dem Graner Erzbischof gekrönet; er war der letzte Sprosse aus dem arpadischen Stamme, da er im Jahre iZoi ohne männliche Erben starb. Ungarn bekam nun Könige aus verschiedenen Hausern. 2z. Wenzel (aus Böhmen), ein Enkel Ottokars von seiner ungarischen Gemahlinn Konstantia des Königs Bela III. Tochter, wurde von dem größten Lheile der > Bischöfe ungarischen Magnaten zum König gewahlet, und zuSmhl- weissenburg im Jahre iZoi gekrönet; wegen besorgter Unruhen sühne ihn sein Vater sammt der ungarischen Krone nach Prag, woselbst er nach des Vaters Lode im Jahre 1Z09 in der Regierung von ^ Böhmen und Pohlen folgte, aber schon im Jahre igo/ auf einer ^ Reise ermordet wurde. ! 26. Otto (aus Bayern), ; ein Sohn Königs Bela IV. Tochter Elisabeth, wurde von einem ! Therte der ungarischen Staude zum König gewählt, mit dem Bedinge jedoch, dem Reiche die königliche Krone nsseder zu verschast '55 Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. ien oc- >es as >p- )ie ne 'NI 2, fen. Er erhielt sie auch vom König Wenzel nebst der Abtretung aller Ansprüche auf Ungarn; damit kam er, ungeachtet der heimlichen Nachstellungen seines Gegners, glücklich nach Stuhlweissen- hurg, und wurde daselbst im Jahre »goL durch die Bischöfe von Weßprim und Tschanad gekrönet. Pabst Clemens V. wagte es, k>m König Otto sammt seinen getreuen Anhängern in den Bann zu thmi, und der siebenbürgische Woywod hatte ihn im Jahre 1Z07 um Hinterlist gefangen gefetzt, auch der mit sich geführten körrgli- lhen Krone beraubt. Nach seiner Befreyung begab er sich eilends nach Bayern, und behielt weiter nichts von Ungarn, als den rechtmäßigen Titel eines Königs. Das Königreich Ungarn war nun ohne Oberhaupt fast ein ganzes Jahr lang, obgleich zween Könige den Titel führten. 27. Kar l I. (Karl Robert), ein Sohn des obengenannten Karl Martells und Enkel de? Tochter -- deö ungarischen Königs Stephan V., wurde schon im Jahre >299 l, von ganz Jllprien als König erkannt, und gleich nach dem Tode des Königs Andreas durch den Graner Erzbischof gekrönet; aber ch auch nicht mit der wahren königlichen Krone. Er mußte bald dem mächtigeren König von Böhmen weichen, bis er endlich im Jahr l iM allgemein zum König gewählt, und nach erhaltener Krone auch im Jahre iZio gekrönet wurde; er starb im Jahre 1^42, und sein " j Sohn " 28. L u d w i g I. (der Große) n wurde gleich nach des Vaters Tode zum König von Ungarn, auch im Jahre 1370 zu Krackau König von Pohlen gekrönet., Er war damahls der mächtigste Potentat in Europa, errichtete zu Fünf- , - kirchen die erste Akademie, und hmtertieß nach seinem Tode im Iah- ' ! re 1Z82 das Reich in dem blühendsten Zustande. Seine Tochter 29. M a r i a a wurde am folgenden Tag zur regierenden Königin» gekrönet; aber bis zur Volljährigkeit behielt ihre Mutter Elisabeth die Vormund- schaft, Maria ward im Jahre >z84 an den ihr schon durch ihren n Vater verlobten Bräutigam, Sigmund Markgrafen von Branden- - bürg, vermählt. Indessen wurde von einigen mißvergnügten ver- n ! schwornen Standen r ! Zv. K a r l II. (der Kleine), ^ König von Neapel, nach Ungarn gerufen, zum König erklärt, und in Gegenwart beyder Königinnen im Jahre ,^84 zu Stuhlweissen- , bürg gekrönet; nach einigen Wochen aber hatte ihm ein Vertrauter - der Königinn Elisabeth auf ihrem Zimmer den Kopf bis an die Au- ° , gen gespalten, worüber er in wenig Lagen seinen Geist aufgab. »§6 Achter Abschnitt. Zi. M a r i a wurde wieder allgemein als Königin» ausgerufeu, und ihre Muter behielt noch ferner die Regierung; beyde wurden aber bald darnach, auf einer Reise nach Dalmatien, von den Mißvergnügte!! gefangen gesetzt, woselbst Elisabeth starb. Z2. Siegmund, des Kaisers Karl IV. Sohn, Mariens Gemahl, kam unterdessen mit Hilfsvölkern ans Böhmen, und wurde von den getreu gebliebenen Standen im Jahre >387 zum König erwählt, und durch den Bischof von Weßprim in Stuhlweisseuburg feyerlich gekrönet:-er befreyke sodann seine schon ein Jahr lang gefangene Gernahlinn, welche nun die königliche Gewalt mit ihm theilte, bis sie im Zähre starb. Im Jahre 1392 entstand der erste Türkenkrieg. Im Jahre «410 wurde Siegmund zum deutschen Kaiser erwählt, und im Jahre 1420 zum König von Böhmen gekrönet. Er verpfändete die iZ Zipserstädte im Jahre 1412 an Pohlen, und starb im Jahre 14^7, nachdem er den Standen seinen Tochtermann zum Nachfolger empfohlen hatte. Derselbe ZZ. Al brecht (Herzog von Oesterreich) wurde summt seiner Gemahlin» Elisabeth den i. Jäner 1438 zu Stuhlwcissenburg gekrönet, und dabey festgesetzt: daß der überlebende Lheie dem andern in der Regierung folgen sollte. Noch desselben Jahres wurde er mit Einwilligung der Stände von Ungarn zum römischen Kaiser und auch zum König von Böhmen gekrönet; aber er starb schon im folgenden Jahre,.und seine schwanger hin- terlassene Gemahlin» Z4. E l i s a b e L h folgte dann, vermög des Vertrages, in der Regierung. Noch vor ihrer Entbindung hatte mau sie beredet, den pohlnischen König Vla- dislav zu nehmen. Es wurde beschlossen: wenn das Kind, mit welchem sie schwanger ging, ein Sohn wäre, sollte derselbe seinem Vater im Böhmen und Oesterreich folgen, den Söhucn aber aus der neuen Ehe sollte die Nachfolge in Ungarn Lukommen. Diese Entschließung ward alsobald dem König von Pohlen angetrageii, und auch von selbem angenommen. Doch als die Könjgttiir einen Sohn (Ladislaus) geboren hatte, ward ste anderes Sinnes, ließ diesen ihren Sohn auf ihrem Schooße durch den Erzbischof von Gran zum König von Ungarn krönen, und sandte solchen sammt der Krone, die sie listig an sich brachte, zum Kaiser Friedrich UI. iu Sicherheit. Elisabeth starb im Jahre ,442. Ihr bestimmter Bräutigam Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. 1,5/ ZF. V l a d i s l a v I., König von Pohlen, wurde von den ihm anhängenden Standen im Jahre »441 zu Stuhlweiffenburg, in Ermanglung der königl.Krone, mit einer von einem Bildnisse des heiligen Stephans entlehn- len Krone zum ungarischen König gekrönet, die Krönung des Ladislaus aber für ungültig erklärt. Im Jahre 1444 ist Vladislav meiner Schlacht mit den Türken von einem Janitschareu enthauptet und sein Kopf nach Asien geführet worden. Nach dem Tode dieses Königs war das Reich wieder eine Zeit laug ohne regierendes Oberhaupt. Im Jahre 1445 hatten die Stande in einer Versammlung den Ladislaus in der königlichen Würde bestätiget, und wegen seiner Jugend den Johann Hunpades indessen, zum Statthalter ernannt, wcküer dann im Jahre 14.52 den jungen Köng mit Gewalt von der Vormundschaft des Kaisers befteyete, und selbem im nächsten Jahre die Regierung übergab. z6. Ladislaus V., (kostliumus) der nachgeborue Sohn Albrecl-ts, und schon im Jahre >440 ge- > krönet, trat nun nach zurück gelegtem zwölften Jahre seines Alters, im Jahre 145Z, die Regierung au , und wurde auch sogleich zum u König von Böhmen gekrönet. Er starb gegen Ende des Jahres 1457. , ! 27. Mathias I. (Eorvinus), ,i j der jüngste Sohn des obgcmeldeten Statthalters Johann Hunyad, ; ^ wurde im nächsten Jahre, von vierzig tausend Mann auf der zuge- !- i ftonien Donau zwischen Ösen und Pest, zum König ausgerufen, worüber die streitigen Stände so einig wurden, daß ste ihn auch ! aufder Stelle zum Könige erwählten. Er konnte die Krone erst I im Jahre 1464, von dem Kaiser Fri drich III., durch Auslösung r ! erhalten, womit er dann zu Stuhlweissenburg gekrönet wurde. Er - hat die ersten beständigen Regimenter errichtet, sich Schlesien, Mah- t § reu und die Lausitz unterworfen, nun starb im Jahre 149». ^ Zg. V l a d i s l a v II., e König von Böhmen, ein Sohn des pohlnischen Königs Kasimir , und Elisabeths, einer Tochter des ungarischen Königs Albrecht", i , wurde nach dem Ausspruche des Statthalters in Wien, Stephan l > von Zapolya, von den versammelten Ständen als König erkannt, 1 1 und zu Stublweissenburg im Jahre 1490 gekrönet. Im Jahre 1.514 t s hatte man einen Kreuzzug gegen die Türken zu veranstalten gesucht; ungeachtet der Einwendungen und Widersprüche von vielen Magnaten wurde doch die Ablaßbulle bekannt gemacht, und in allen Kirchen abgetesen. In wenig Wochen versammelte stch eine so große i Menge Bauern, und allerhand schlechtes Gesindels daß bey Pest 1 Achter Abschnitt. IL8 allein vierzigtausend Mann gczählet wurden, welchen Georg Dy« scha, ein verwegener Mann, zum Haupte oorgesetzt wurde. Diese Rotte von Kreuzbrfibern ungarisch kLurutLok (Kurutzen) mit ihrcin Anführer fingen an die adelichen Güter zu plündern, zu verbrenne», und die abscheulichsten Grausamkeiten Zu verüben; in verschiedenen Abtheilungen unternahmen sie schon Belagerungen, und GeorgDy- scha hatte sich eben zum König ansrufen lasten, als er in einigen Tagen bcy Temeschwar geschlagen, und mit vielen andern gefangen wurde. Die ganze Rotte ward zerstreuet, und Doscha wurde zur Strafe auf einen eisernen glühenden Stahl,gesetzt und mit einer glühenden Krone gekrönet; alsdann mußten y seiner Spießgesellen, die man 14 Tage hungern ließ, sein halb gebratenes Fleisch verzehren. Dieser grausame Bauern - oder Kurutzenkrieg harte bis 4 Ro- nathe gedauert. Nach Hergestell er Ruhe wurde auf einem Landtage in Ofen das vom Stephan Werbötz zusammgetragene Gesetzbuch (opus tripnrtttum) im Reiche eittgeführet. — Der König starb im Jahre izi6. Sein Sohn Z9. Ludwig II. war schon bey Lebzeiten des Vaters im Jahre izog in Ungarn, und ILOY in Böhmen zum Nachfolger gekrönet worden. Er verlor nach der bekannten Schlacht mit den Türken bey Mohatsch auf der Flucht sein Leben im I hre 1L26. 40. Johann (von Zapolya), Graf von der Zyps, und Woywod von Siebenbürgen, trachtete lange scholl heimlich nach der Krone: er berief eigenmächtig die Stände nach Lokay, ließ stch daselbst zum König von Ungarn aus- rufen, und nachdem er von einem Kronhüter durch Versprechungen die Krone erhalten hatte, ließ er stch gleich im Jahre iL26zuStuhl- weissenburg durch den Erzbischof von Gran ordentlich krönen; er wurde aber bald darauf verdrängt und genöthiget nach Pohlen :u fliehen, kam aber wieder nach Ungarn zurück, und behauptete durch türkische Hilfe einen großen Lheil von Ungarn und den königlichen Titel bis an sein Ende, welches im Jahre 1^40 erfolgte. Durch ihn wurden die Türken in das Land gelocket, wodurch i,n Jahre ,§27 die Hauptstadt Ofen und ein großer Lheil des Königreichs in türkische-Bothmäßigkeit kam. Könige aus dem Hause Oesterreich. Vermag altern Verträgen vom Jah^e 146z mit Kaiser Friedrich III., auch vorn Jahre 1491 mit dessen Sohne dem römischer! König Maximilian, und nochmaliger Bestätigung im Jahre 1506, wurde dem Hause Oesterreich die Thronfolge in Ungarn zugestchert: Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. >59 )o« c>e m >eil !»- ltll M !ur >er !ll, ch- o- ge >ch im so hatten dann die zu P'-eßb-urg rechtmäßig versammelten Stande beschlossen, dieselben in Erfüllung zu bringen, und 4t. F e r d i n a n d I. Erzherzog von Oesterreich, welcher nach des Königs Ludwig Tod im Jahre 1526 in Böhmen gekrönet worden ist, wurde nun mit seiner Gemahlin» Anna, des ungarischen Königs Vtadislav II. Lochter, im Jahre 1527 den zten November auch zu Stuhlweissen- burg durch den Bischof von Neutra gekrönet, nachdem die Krone von dem nämlichen Kronhnter nberbracht wurde, welcher sie ehedem an Johann Zapolya ausgeliefert hatte. Im Jahre iLZi wurde er zum römischen König erwählt und gekrönet; er hatte langwierige Kriege mit vorbemeldetem König Johann, und nach desselben Lode mit der hinterlassenen Wittwe Jsabella, bis dann im Jaöre izzl ein Vergleich geschlossen wurde, vermöge welchem diese auch die abermahl verlornen Reichskleiuodien wieder ausliefern mußte. Im Jahre folgte Ferdinand seinem Bruder in der Kaiserwul-- i de, und starb Im Jahre 1^64. Sein Sohn Z2. Maximitia n ^ wurde, bey des Vaters Lebzeiten im Jahre 1549 zum Könige von ^ Böhmen, im Jahre »562 zum römischen König, und im Jahre iz6z den sz. August zum König von Ungarn in Preßburg gekrönet. j Damahls war die gewöhnliche Krönungsstadt Stuhlweisscnburg in türkischen Händen, und seit diesem ist Preßburg die Krönungsstadt ^ ; verblieben. Während dieser Regierung suchte Johann Siegmund ie ! Fürst von Siebenbürgen, des Königs Johann Sohn, durch ver- schiedene Wege gleich seinem Vater auf den königlichen Titel An- >n sprach zu machen, und sich im Königreich Ungarn festzusetzen; er st I konnte aber nichts ausrichten und machte Frieden. Nach dem Tode ^ - Maximilians im Iahte 1^76 folgte sein ältester Sohn Ln der Re° ' giemng. te 4z. R u d 0 l p ss' 1- i ^ wurde schon auf seines Vaters Veranstaltung im Jahre »Z72 den „1' L.;. September zu Preßburg, und im Jahre 157F zu Prag gekrö- »ct, auch kurz vor desselben Tode zum römischen König erwählt. Aas dem Landtage zu Preßburg im Jahre 1578 wurde der neue oder gregorianische Kalender im Königreich Ungarn eingeführk.— Durch ^ türkische Hilfe und innerliche Unzufriedenheit brachte Volfchkay Siebenbürgen und den größten Theil von Ungarn an sich, wovon ihm auch durch den Wiener Frieden im Jahre » 6 o 6 einige Gespan- , - schäften nebst Siebenbürgen erblich verblieben: in diesem Frieden N wurde den augsburgiscben und helvetischen Religionsgenrein^en die ; freye Übung des Gottesdienstes, auch die E/Hebung zur Palatins- : würde zugestanden. — Wegen entstandenen Uneinigkeiten in Rück- r6o Achter Abschnitt. sicht der Thronfolge wurde Rudolph von seinem Bruder geiwkhig-t ihm die unga ische, und Hernach auch die dehmische Krone abzmre- ten. Er harb dann unvermahlt im Jahre 1622. 44. M at h i a s II. wurde nach geschlossenem Vergleiche mit seinem Bruder im Jahre 1608 den 19. November zu Arehburg zum König von Ungarn c,e- krvnet. Auf veui Landtage daselbst wurde der wieneriss e Friede bestätiget, und vermög desselben auch Stephan Jltp^hch;», ein Protestant, zum Palatin gewählt, auch wurden o:e Prowstaulen iu alle Vorrechte der ungarischen Burger eingesetzt. Im Jahre j i6lc erhielt Mathias auch dre bchmrsche Krone, und nach seines ! Bruders Kaiser Rudolphs Lode wurde er aucy zum römischen Lai- ^ scr erwählt und gekrönet. Er starb im Jahre 1619, und befummle seinen Vetter zum Nachfolger, welchen ihm Rudolph vorzichen ^ wollte. 45. Ferdinand III. ein Enkel Ferdinands des ersten, wurde im Jahre 16^7 mit der ! böhmischen, und im folgenden Jahre den i. Jury zu Preßburg mit der ungarischen Krone gekrönet. Nach des Mathias Tode irat er die Regierung an, und wurde auch zum römischen Kaiser erwählt. ! Auf Veranlassung einiger Magnaten erhob sich abermahl der Aust von Siebenbürgen Gabriel Bethlen, und eroberte fast das ganze § Königreich sammt den Reichskleinodien; er wurde von seiner Par- ! lhey zum König von Ungarn ausgerufen und gebrauchte sich auch t des königlichen Titels. Doch, vermög des Friedensschlußes vom ^ Jah"e 162 l, entsagte er demselben, und überlieferte die eroberten ! Städte und Schlösser sammt den Reichskleinodien von Ungarn, wogegen ihm nebst Siebenbürgen und zweyen schlesischen Fustlen- thümern auch 7 Gespairschaften von Ungarn auf lebenslang vcrblie- ^ ben. Noch zweymaht erneuerte er seine Unruhen, machte aber allezeit Frieden, und nach seinem bald erfolgten Absterben hatte Ferdinand die Gespanschasten wieder erhallen. Dieser fromme König i starb im Jahre lüZ/, und sein ältester Sohn ! 46. Ferdinand III. wurde schon bey Lebzeiten des Vaters im Jahre 1625 den 8. Dezember zu Oedeuburg gekrönet (weil dazumahl in Preßburg die Pestseuche herrschte). Im Jahre 1627 wurde er zum Nachfolger von ^ Böhmen, und kurz vor seines Vaters Tode auch zum römischen Ko- . rng gekrönet. Bald nach Antritt seiner Regierung hatte ihm der siebenbürgische Fürst Georg R«kotzy bekrieget, und genöthiget ei- > nen Frieden einzugehen, wodurch demselben alle die Landschaften, welche Bethlen besessen hatte, nebst noch anderen Ortschaften abgetreten wurden. Nachdem dieser König seinen altern Sohn, und Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. i6r nach dessen Tod den jüngern zu Nachfolgern hatte krönen lassen, ^ starb er im Jahr tüL?. 47. Ferdinand IV. war schon in Böhmen gekrönt, und wurde auch den 17. Junius re 16-tä zu Preßburg gekrönet; da er aber schon vor seinem Vater im Zahre i6L4^larb, so konnte er nicht zur Regierung gelangen. öc 48 . Leopold I. (der Große) wurde den 27. Juny r6LZ zu Preßburg, und im Jahre darnach auch re ! zum Nachfolger in Böhmen gekrönet. Er trat sogleich nach des ^ z Vaters Tode die Regierung an, und wurde auch im folgenden Jah- re zum römischen Kaiser erwählt. Durch das Oberhaupt einiger -tt - Mißvergnügten, Emerich Tököty, wurden die Türken zu Hilfe ge- ^ rufeil, welche denselben gleich zum Herzog von Ungarn ernannten, . die kaiserlichen Völker zurück trieben, und im Jahre 1633 die bekannte Belagerung von Wien unternahmen, von wo sie aber durch deutsche Hilfsvölker zurückgeschlagen und fotgends aus Ungarn -r j jchizlich vertrieben wurden, wie dann im Jahre 1636 den 2. Sep- ! Kinder die Hauptstadt Ofen wieder erobert wurde, welche fast hun- H>ert und sechzig Jahre in türkischer Gewalt war, und seither füuf- k mahl vergeblich belagert wurde. Im folgenden Jahre kam Sie- si >denburgen an das Haus Oesterreich, und auf dem Landtage zu Pre,:- ^ jbllrg ward die Erbfolge dieses Hauses nach den Rechten der Erstge- r- i butt in Ungarn festgesetzt, und die bekannte Klausel des ein und ch dreyßigsien Artikels von dem Dekrete des Königs Andreas II. für m Heit abgeschafft und ungiltig erklärt; dann wurde sogleich der altere Sohn 49 - 3 0 sep h I. r- zu Preßburg den y. Dezember 1687 als erster Erbkönig von Ungarn s- gekrönet, um Jahre 1690 erhielt er die römische Köntzjswaht, und r- nach des Vaters Tod im Jahre 170L trat er die Regierung an. jg Wegen der vielen Kriege, in die er verwickelt war, konnte er in ' Böhmen nicht gekrönet werden. Die Mißvergnügten hatten abermahl ein Bündniß geschlossen, den Franz R^kotzy zum Anführer gewählt; und fast ganz Ungarn unter ihre Gewalt gebracht. Sie r- wollten vorzüglich die Erbfolge abgeschafft und die besagte Klausel je giltig wissen. Nach abwechselndem Glück wurde endlich durch Beil Whung des Grafen Johann P^lffy die Ruhe wieder hergestellt, )- 'Mer welchen Unterhandlungen aber Joseph im Jahre 17ti mit er ^od abgieng. i- §0. Karl III. z- wurde gleich nach feines Bruders Tod zum römischen Kaiser den VI. i) ! dieses Namens, und den 12. Map im Jahre i/rs zu Preßburg als ! r iö2 Achter Abschnitt. König von Ungarn gekrönet. Im Jahr 1722 wurde mit allgcmsh - ner Bewilligung der Stande auch die weibliche Erbfolge des ^ fcs Oesterreich ln Ungarn und allen übrigen Erbländern festgM Im Jahre 1722 wurde Karl auch als König von Böhmen gekrvm Zweymahl kam es zum Kriege mit den Burken, nach deren As- s gang im Jahre der vortheilhafte Paffarowitzer, und im Ich l re r7Z9 der nachtheilige Belgrader Friede geschlossen wurde. - x Dieser Monarch starb 1740 ohne männliche Erben. Seine altch Tochter, vermahlt mit Franz 1 . Herzog von Lothringen und Erzherzog von Toskana, t zr. Maria Theresia ^ folgte in der Regierung der sammtlichen Erbländer, und .erM j ihren Gemahl zum Mitregeuleu. Eie wurde im Jahre 1741 da 2?. Jutty als Königinn von Ungarn zu Preß bürg, und im Ich , 1745 als Königin» von Böhmen zu Prag gekrönet. Wegen m Erbfolge in den Staaten ihres VaterS wurde sie mit Bayern, Frankreich und Preußen in schwere Kriege verwickelt, unter welchen ch im Jahre 1757 zur Belohnung der Tapferkeit den militärisch Lheres-enorden errichtete. Ihr Gemahl wurde im Jahre ,74z W röm. Kaiser gewählt und gekrönet — im Jahr 17^8 hatte sie Mi Pabst Clemens XIII. für sich und ihre Naa-kommeu im Königreich ^ Ungarn die Bestätigung deS Titels apostolisch angenommen, j Im Jahre 1760 errichtete sie die adeliche ungarische Leibwache, und! im Jahre »764 stiftete sie den Ritterorden deS heiligen König Sie- j phanS. Sie hat im Jahre 1767 den Seehafen Fiume diesem Königreich zugetheilt, auch im Jahre 1772 die Königreiche Galizien unl Lodomerien, die verpfändeten Zipserstadte und die Bukowina M- der an das Reich gebracht. Sie entschlief im Jahre »78». ! l 52. Joseph II. der älteste Sohn und rechtmäßige Thronfolger, wurde schon I Jahre 1764 zum römischen König gekrönet, und war seit dem Ä s de seines Vaters im Jahre 176^ von seiner Mutter zum Mittrege»- ! j ken ihrer Erbstaaten erkläret. Unter seiner Regierung wurde auch; s das Königreich Ungarn konscnbirt und nnmerirt, und alSdann W 'l litarisch und ökonomisch auegenressen. Er hatte alle seine eigene» Lander, und auch die meisten fremden europäischen Staaten buch r reiset, ein wichtiges Bündniß mit Rußland geschlossen, und sei»! l Kriegsmacht zu einer ausserordentlichen Vollkommenheit gebracht ! I Die wahrend deS lürkischen Krieges im Jahre 1790 eingeführte N- !> lohnung der Tapferkeit deS gemeinen Mannes durch DenkmüilM , und damit verbundene lebenslängliche Zulage wird nebst andern Merkwürdigkeiten sein Andenken unvergeßlich machen. AlS Mül' ^ wer von zwey Gemahlinnen starb er ohne hinterlassene Erben ii» k Die Folge der Regenten des Königreichs Ungarn. r6Z >- Mre 1790, und die Thronfolge gelangte an seinen Bruder, wet- cser bisher das Großherzogthum Toskana regierte: ^ FZ. L e 0 p 0 l d Hi -- wurde im Jahre »790 zum römischen Kaiser erwählet und gekrönetZ S- hm iF. Zeovember dieses Jahres ließ er sich auch zu Preßburg die - kmgUch ungarische Krone aufsetzen. Er starb den r. Marz 1792. "! z4. F r a n z I. > tmt nach dem Tode seines Vaters Leopold !l. den Marz 1792 die Regierung aller Erblander au, und wurde den 6. Jutty deffel- i>m Jahrs zu Ofen als König von Ungarn gekrönet. Er erklärte li sch zum Erbkaiser von Oesterreich am n. August 1804. Neunter Abschni kt. s j Vm den Landesstellen, obersten Remtern, und Reichs- ^! standen im Königreich Ungarn. Die Geschäfte der Regierung werden nebst den Reichstagen i> durch nachstehende Dikasterieu und Ämter besorget, k- Die Reichstage (Oietae oder Oomitia NeZni) werden von . dein König ausgeschrieben , und die Stande durch königliche Briest (Regalien) dazu berufen; auf demselben werden die Reichsver- faffimg und Landesgesetze bestimme. Die Vorschläge des Königs »! meiden den Ständen oorgelegek, und auch diese bringen ihre An- s suchen und Beschwerden vor. Die Sitzungen werden mn zwcy Lall' stln gehalten: an der Magnaten-Tasel hat der Palatin den Vor- ^ sch, und an der Ständischen Tafel der Personal (?erlo»nIi? prae" leutiaL UeZrae locumteneus). " Die Hofkanzley (kleZin EuneLUarla Julien) befindet sich im- i'' Ar in der Residenz des Königs; sie fertiget die königlichen Privi- l legien und Edikte aus. und hängt allein von dem König ab. Sie l> hat einen Kanzler und Vice-Kanzler, auch gleich denen übrigen e- kslüglichcn Hofstelleu einige Räche oder Reserendarien, Sekretäre, ^ i und andere Subalterne. l" Die königliche Statthaltereb s6ons!!ium ReZium l'' lenentiale) bestehet seit dem Jahre i?2Z, und besorget die öffertt- i» lichen bürgerlichen Sachen, welche durch die Landesgesetze versros "" sind. Sic hat den Palatin zum Präsidenten. ! LS, ! i Neunter Abschnitt. 164 Die königliche Schatzkammer (Lamers HunAnrico /lulieg) besorgt die königlichen Domänen und Regalien, die Fiskalgüttt nebst dem Salz-und Dreyßigstwestn. Sre hat einen königlichen Schatzmeister (Uresaurarins) zum Präsidenten. Die königliche Bergwertskammer (Enrnera niLtallicn) verwalket das Münz-Bergwerkswesen, hat einen Dberstkammergra. fen, und stehet unter der Wienerschen Hofkammer. Das adeliche Ooergericht bestehet aus zwey Tafeln, welche die dabey appellirten Sachen uütersuchen; nämlich : Die Septemviraltafel (labulu. IdxternvirLlis *) versammelt sich zu gewissen Zeiten unter dem Vorsitze des Palatins. Sie untersuchet nur diejenigen Sachen, welche von der königlichen Tafel dahin gelangen, und ändert im nöthigen Falle den Spruch der untern Gerichte; von dieser Stelle kann nicht weiter appellirt werden, Die königliche Tafel (tabula KeZin) befördert die Reichs- streirigkeiten als erste Instanz; bey dieser hohen Gerichtsstelle ha! der Personal (l^erlonalis ^raeleMiae kke^iae I/Ocunrteneur,) de» Vorsitz. ne z de di ^ L Die vier Distriktualtafeln, von welchen ^ r Königlichen, und u dann zur Septemviraltafel appellirt werden kann. »! Die adelichen Untergerichte werden in jeder Gespanschast ( 8 e- i äe 8 7u6icia1e8) gehalten, Ulld bey den Grundherrn die sogeuaiiil- f ten Gerichtsstuhle, welche 8 e 6 es clominnles genannt werden. < „ In den königlichen Freystädten ist die erste Instanz vor dm ? ^ Stadtgerichte, oder dem Magistratsrathe; dann wird von einigen ! ^ an den königlich obersten Landes-Schatzmeister (Invernicus)^ und folgends zur Septemviraltafel appellirt, von den andern aber! kann nur an den Personal als letzte Instanz appellirt werden. y Die militärischen Gerichte sind: Das Generalkommando, das Militärgericht, (DeleZaturn äuciieium militare), die Feldkriegs- ^ kommissariat-Proviant- Fortifikations-und ökonomischen Ämter, j Die geistlichen Gerichte sind die Konsistorien in den bischößi-! ^ chen Diöcesen. Die erzbischöfliche Graner Synode zu Tyrnau st ' ^ das vornehmste Konsistorium im ganzen Königreich. ! Die höchsten Würden in dem Königreiche bekleiden der Primas! ^ und der Palatin; die hohen königlich obersten Landcsamler werden' theils von dem König, theils durch die Wahl der Stände mit Bewilligung des Königs ertheilet, und lebenslänglich oder bis znl weiteren Beförderung bekleidet, aber sie sind niemahls erblich. Äe Reichsstände werden überhaupt in 4 Klassen eingetheilt, diese snidl die Prälaten, Magnaten, Edelleute und königliche Freystädte; Hk behaupten folgende Rangordnung. *) Diese Benennung wird noch'immer beybehalten, obgleich die Zahl der Beysitzer nach und nach mehr als-doppelt geworden ist. Von den Landesst., und Reichsst. km König. Ung. Erste Klasse der Reichsstande. : Die Prälaten haben die Gewalt in geistlichen und Kirchensa- chm, auch den Rang vor den andern Reichsstanden. Die Bissöfe haben auf den Reichstagen Sitz und Stimme an der rechten Seite kr Magnaten-Tafel. ,, Die zwepte Klaffe der Reichsstande. Die ersten und vornehmsten Magnaten sind diejenigen Perso^ i,m des Adels, welche die Königlich Obersten Lanhesamrer beklei- ^ dm; ste werden Reichsbaronen (Baroues reZni) genenNet, haben ^ die ersten Sitze und Stimmen an der linken Seite der Magnaten ,i Tafel. Die Ordnung der Glieder dieser Klasse ist folgende: i) Der Palatinus des Königreichs Ungarn, des apostolischen -! Königs Statthalter, des ganzen Reichs und der Nation Oberster ! i Generalkapitän und Kommandant; auch Oberster Landesrichter in ganz Slavonien und Dalmatien, Graf und Richter der Jazyger > und Kumaner, und immerwahrender Obergcspan der gesetzmäßig ^ vereinigten Gespanschaften Pest, Pilisch und Schölt — Diese Würde bekleidet itzt: ' i Se. königl. Hoheit der Erzherzog Joseph von Oesterreich, königlicher Erbprinz von Ungarn und Böhmen rc. des hoher» Ordens ' des heiligen König Stephans Großkreutz, und General-Inhaber ' eines Huffaren-Regiments. ' 2) Der königliche Oberste Landesrichter (Juäex Eurioe Regiae.) ^ Z) Der Ban oder Statthalter (Bonus Eroaüae et Llavoniae) . mr Kroatien, und Slavonien. — ! 4 ) Der königlich Oberste Landes-Schatzmeister (MuZister 1a- rernicorum) Diese vorgenannten vier Reichsämter bleiben in ihrem Range ! j unveränderlich, die folgenden aber haben denselben nach der An- ^ j cienitat. . ^ . Der Kapitän der königlich ungarischen adelichen Leibgarde, i (Iburmoe ^lodilis Braetorioe Eaxritaneus.) Der königlich Oberste Thürhüter (iViaZister llonitorum.) ! Der königlich Oberste Hofmeister (Monster Eurias Begioe.) Der königlich Oberste Stallmeister (Magister Der königlich Oberste Truchses (Magister vaMerorum.) i ^ Der königlich Oberste Mundschenk (MaZister kinesrnAi um.) i Der königlich Oberste Kämmerer (ÄloZisler Eudiculorio- / mm.) Nach denen Reichsbaronen folgen unmittelbar im Rdnge,: Der Erb-und wirkliche Graf von Prcßburg , des königlichen ' Schlosses daselbst Erb - und wirklicher Schloß-Ober-Hauptmann, und der Preßburger Gespanschafk Erb-und wirklicher Ööergespan. ,66 Neunter Abschnitt. Der erste und zweyte Kronhüter. ^ Nun folgen die erblich wirklichen, und dann die übrigen wirk, liehen Obergespane alle nach der Ancienität, in welcher Ordnung sie auf den Reichstagen an der Magnaten Tafel Sitz und Stimme haben. Zu dieser zweyten Klasse der Rcichsstände gehört noch der sämmtliche ungarische hohe Adel, nämlich: Die Fürsten, Grafen und Freyherren des Reichs, welche auch persönlich zu den Reichstagen berufen werden, und an der Magnaten - Tafel Stimme haben , ihre Sitze aber neben derselben einnehmcn. Jedoch wenn sie gleich wie ihre Witkwen Deputiere senden, so haben diese an der i Ständischen Tafel Sitz und Stimme. ' Die dritte Klasse der Reichsstande. ^ Die Ritter oder Edclleuke haben auf den Reichstagen durch ! Deputirte der Gespanschaften Sitz und Stimme an der Ständischen Tafel; auch der Personal (^erlonnlis kruelentiae klegiae in ^u6icÜ5 l^oeurntenens) welcher sowohl an dieser Tafel als bry andern Gerichtsstellen den Vorsitz hat, ist allzeit ein Edelmann, und kann nicht vom hohen Adel seyn. Die wirklich adeliche Güter besitzende Edelleute heißen Mobiler j chonatarii; welche aber Nur adeliche Privilegien (Dijiloma) habe», j werden ^rmnliswö genennet, Die Zahl der sammtlichen Ritter und Edelleute ist sehr groß. Diejenigen Edlen, welche durch den Erzbischof von Gran geadelt sind, werden krascliLlistae, oder erzbischöfliche Edelleule genennet; sie haben auf ihren Edelsitzen gleiche Freyheiten mit der adelichen Ritterschaft, werden aber nicht zu den Reichstagen berufen. Sie sind in zwey Gerichtsstühle (8e6es) eingetheilt, nämlich: zu Wäika und Wereb-/ly, deren jeder einen Palatin, Vittgespan, Stuhkrichter und Notar hat, welche ihre Gerichts-und Polizeysachen besorgen, Die vierte Klaffe der Rcichsstände r Die königlichen Freystädte (Eivitaie8 ITdern« athue lleZiaef ! Sie werden ebenfalls zu den Reichstagen berufen, und ihre Depu- ! tirten haben Sitz und Stimme an der Ständischen Tafel. Sie gehören dem König, und werden daher keeulia 8acrae OoronR genennet, haben einen eigenen Rath oder Magistrat, welcher von dem Ausschüsse der Bürgerschaft oder den Hundertmännern gewah- let wird; auch haben sie das peinliche Halsgericht ( 7 us 6I3Ä) nebst allen adclicücn Freyheiten, weil jede derselben einen Edelmann vvrstellek, und des Besitzes adelicher Güter fähig ist. Folgende sind dem königlichen Oberst-Landes-Schatzmeister Von den Landesst., und Reichsst. km König. Ung. 167 untergeordnet: Barfeld, Debrezin, Eifenstadt, Eperies, Guns, Karpfen, Kaschau, Komorn, Modern, Neusatz, Oedeuüurg, Ofen, g M, Preßburg, Raab, Szathm^r, Szegedin, Skalitz, Lprnau, Mbor und Agram in Kroatien. Dem Personal untergeordnet sind: Altsohl, Bries, Dillen, -r Gran, Käßmark, Königsberg, Kremnitz, Leutschau, Libethen, „ Agy-Banpa, Zdeusohl, Pösing, Puganz, Rust, Sr. Georgen, z- Schemnitz, Trentschin, Tenreswar, Theresienstadt, Zeben, und in r- Kroatien Kopreinitz, Kreutz, Warasdin und Posega. je Es sind noch bischöfliche Städte und privilegirte Marktflecken, ^ .welche zwar besondere Freyheiten genießen, aber nicht zu den Reichsten berufen werden. Die bischöflichen Städte gehören den Bissen eigen, und sind: Cschanad, Erlau, Großwardeiu, Kolot- ,slha, Neutra, Waitzen und Weßprim. Zehnter Abschnitt. », j Briefe, und Schuldscheine. er-! i. e- tt er u- u- u h- i) ril a Theuerster Freund! Endlich bin ich nach einer langen beschwerlichen Rpife glücklich an dem Orte meiner Bestimmung angekommen, und ich benutze die ersten Augenblicke meines Aufenthalts allhier dazu. Ihnen davon Nachricht zu geben. Wie sehr freute es mich bey meiner Ankunft pinen Brief von Ihnen zu finden, der mir ein neuer schätzbarer Beweis von Ihrer Liebe und Freundschaft gegen mich ist. Wäre ich doch auch hier so glücklich einen Freund anzutreffen, der mir den Verlust Ihrer Gegenwart und ihres gütigen Wohlwollens nur ejnigermafien ersetzen könnte. — Ihren Auftrag in Bestellung der bewußten Sache habe ich richtig besorgt, Md Sie können sich die beste Hoffnung machen, Ihren Wunsch nächstens erfüllt zu sehen. — , Nächstens werde ich Ihnen von meiner jetzigen Lage ausführlichere Nachricht geben. Auch bin ich noch hier zu fremd, als daß ich Ihnen die Merkwürdigkeiten dieses Orts getreu beschreiben kynnte. Jetzt bitte ich Sie teurer Freund meinem Bekannten str E. mich herzlich zu empfehlen, und Sie von meinem Andersten ZU versichern. Ich bin überzeugt, daß Sie Wir Ihre Ge- i68 Zehnter Abschnitt. wogenheit und Liebe auch für die Zukunft noch erhalten werden. Leben Sie wohl. Zch verbleibe ^ Ihr Neuberg den systen May i8»o. aufrichtiger Freund, Joseph Stern. Verehrungswürdige Eltern! Wie glücklich alle meine Bemühungen in dem neuen Stande, wes-! chem ich mich gewidmet habe, von Statten gehe«., werden Sil ^ vermuthlich schon von meinem lieben Geschwister vernommen haben. Nur Ihrer gütigen Sorgfalt kann ich dieses Glück verdau- l ken; denn von Ihnen habe ich meine ganze jetzige Bildung erhal,; len, die mich in den Stand setzt, meine Pflichten gehörig zu erfüllen, und die mir anvertrauten Geschäfte, zu verrichten. Ja, nehmen Sie Theuerste, Hochgeschätzte Eltern meinen kindlich. ^ sten Dank an, für das kostbarste Geschenk, das Eltern ihm Kindern geben können, für ihre würdige Erziehung; er ist des«» reiner und aufrichtiger, da er sich auf meine innigste Überzeugung gründet. Freylich kann ich ihn bis jetzt nur noch erst in Worten ! äußern, aber gewiß werde ich ihn mit der Zeit auch thätig zu z beweisen mich bemühen. Vielleicht macht mich Gott so glücklich, ^ daß ich meine Kräfte zu ihrer Unterstützung werde anwenden kön- ! neu, das ist dev sehnlichste Wunsch meines Herzens. Ich ver< bleibe mit kindlicher Hochachtung ! . ^ 3hr Posing den 21 . August igio. ^ gehorsamer Sohn, z Johann. III. Gnädiger Herr! l Bey meiner Zuruckkunft von Deutschlands Universitäten halte ich es für meine erste und heiligste Pflicht für Dero gütige Unterst»« Hung, welche Sie mir in meinem Studiren geleistet haben, De- nenfelben meinen Unterthänigston Dank abzustatten. Sie wäre» es gnädiger Herr, durch dessen wvhlthatige Hülfe ich nicht nur in der Schule zu N. den ersten Unterricht genossen, sondern auch in derselben mich so weit bilden und vervottkommen konnte, daj es mir möglich war in Deutschland mein Studieren fortzusetzen. Briefe, und Schuldscheine. 169 n. Dieselben sind es also eigentlich dem ich meine ganze jetzige Bildung zu verdanken habe. Nehmen Sie dafür meinen innigsten gemhrtesten Dank und Versicherung, daß ich nie aufhoren werde mit der reinsten Hochachtung und Dankbarkeit zu seyn. — Raab den ri. Juny 1810. Dero unterthänigster Diener, Franz Himmel. Obligation, 0 der Schu ldschein. .s, 1 ÜberRhnfl. rooo — (schreibe tausend Rheinische Floren); welche ^ ^ ich Endesgeftrtigter vom Herrn Johann Reich baar und richtig ^ lehnweise gegen rechtmäßiges Interesse 6 pro Lentum, unter heutigem vato empfangen habe, und verpflichte, mich nicht ^ nur das Interesse jährlich, sondern auch das Kapital, wenn Herr ^ Gläubiger es Z Monathe vorher aufkündigt, in guter gangbarer 1 ^ Münze, ohne allem Anstand zu belegen. Im Fast ich dies nicht , könnte, oder nicht wollte, gebe ich erwähntem Herrn Gläubiger, ! und seinen rechtmäßigen Erben das Recht, sich von allen meinen sy , beweglichen und unbeweglichen Gütern n ch Willkühr vollkom- men zu entschädigen. So geschehen Wien den iten Dezemb. izor. en ! Karl Raz/. ' Über Rhnfl. 60 — schreibe sechzig Rfloren — kr., welche ich En- ' desunterfchriebener, als ein einjähriges Interesse von Floren 1000, laufend von 1. Dez. »80», bis 1. Dez. 1322. durch Hrn. N. N. baar und richtig empfangen zu haben, hiemit bescheinige. So geschehen Wien den i. Dez. 1802. Johann Reich. ! Ein Anderer Schuldschein» Daß mir der Herr Franz von dato, fünfzig Rhnfloren baar geliehen, bescheinige hiemit, und verspreche dieselben nach vier Wochen richtig wieder zu ^bezahlen. Raab den 6ten De- 7 zember igor. (Dieget.) Joseph Lrös. e- ^ ^ Ein kaufmännischer Wechsel. ch ' - Pest den r. May i8'o. Y ^ C'echs Wochen nach dato, zahlen Sie gegen diesen meinen Mech- »> ftlbriefun die Ordre Hrn. Samuel Lipp, die Summe von Drey- o Eilfter Abschnitt. hundert und fünfzig Rhnfl., den Werth erhalten, und belieben solche zu notiren laut Bericht, Herrn Daniel Nag/, in Wien. Eilfter Abschnitt. Gedichte. i r Der tt/rÄ Lt/s DDtsr. 2ur Llster spracb 6er k'uc)i8: O l wenn icb fragen mag, ^Vas fpriclist 6ü 6ocb 6en ganren lag? Du spricbst wobl von besonüern Dingen? Die VValirlieit, rief sie, breit icli aus; ^Vas keines weils beraus ru bringen, Lring icb 6urcb meinen kleifs beraus , Vom ^6ler bis rur bleüermaus. Dürft' icb, versetzt 6er b'ucbs, mit Litten 6icb bescbweren: 8o wünscbt' icir mir, etwas von 6einer Xunst ru bören. 8o, wie ein weiser ^rrt, 6er auf 6er Lübne stellt, Dn6 seine Nllnste rübmt, ba16 vor da!6 rückwärts gebt, Lein seiünes Lcbnupftucb nimmt, sieb räuspert un6 6am> spricbt: 8o lief 6ie Hster aucb, 6en i^st ba16 auf, baI6 nie6er, Dn6 striclr an einen 2weig, 6en 8cbnabel liin un6 wieüer, Dn6 maclit ein selir gelebrt Oesicbt. Drauk fängt sie ernstbaft an, un6 spricbt: Icb 6iene Zern mit meinen Oaben, Denn icb belialte nicbts f^r micli. Nicbt walir, 8ie 6enken 6ocb, 6als 8ie vier läilse baben? Allein, Derr b'ucbs, sie irren sicli. Nur rugebört! 8ie wer6ens fin6en, Denn icli beweis es gleicb mit Orün6en. Ibr V'ufs bewegt sieb, wenn er gebt, Dn6 er bewegt sieb nicbt, so lang er stille stellt; Docb merken 8ie, was icb it^t sagen wsr6e, Denn 6ieses ist es nocb picbt ganr. 8o oft Ibr f'uls nur geb't, so geb't er auf 6er Dr6y. lletracbten 8ie nun Ibren Lckwanr. 8ie «eben, wenn Ibr I'ufs sicli reget, Dass aucb Ibr 8cbwan2 sieb mit beweget; M ist Ibr D ul's bal6 liier, ba16 6ort, Vn6 so geb't aucb Ibr Zclrwanr mit auf 6er Lr6s fort, 8o okt 8ie nacb 6en blübnern reisen. Damus rüeb' ieb nunmebr 6en 8cbluss, I!ir8cbvvan2, 6as se^ Ibr fünfter b'uls: Duc! 6iefs Dtzrr bucbs, war xu beweisen. ja, 6ieses bat uns nocb Aefeblt: Nekre^ icbmicb, 6a5s es Ibieren äucli grosse Oeister ^ibt, 6ie alles 6emonstriren l Nr bat's 6er Lucbs für Aan? Aswifs errablt. " leminüersie versteb'n, spracb 6ieses scblaue Vieb, lim äesto melir beweisen sie. Lin Lbilosopb , 6es Or6ens Dbre, Kitt einst nacb einem Doktorsebmaus, Lervebrt mit 8äbel, 8cbil6 , un6 8peere ^luk einer IlücbtiZen Obimare, Voll Nutbs auf /^bentbeuer aus. Die >Vabrbeit, rliese spro6e Dame DerAfagier, 8opbist, uncl Lrame nllen weiten nacbZesetrt, Itrt aucli 6as VVil6pret, äas er betrt. Mein ru seinem grössten Orame, Verlor er stets 6ie recbte 8pux. Dr tummelte 6ie rasebe lVkabre Lal6 in clas Lireur, Kal6 in 6ie ^ueers Lrbosst, 6urcb eine stille Dlur, M er ein Dirtenweib erblickte, Das unter Disteln Leeren pllüekte; Die Oöttinn wars, 6ie unerkannt Nt sebarfem Llick, un6 otknen lVIienen, In einem weifsen b'1acbsAewsn6, Me sie 6em 8okrates erscbienen, Vor seinem trüben ^u^e stan6: IVobin? spracb sie mit ernstem 8potte, Ie! nacb 6er Wabrbeit 2auberscb1o5s , Lrwieüerte 6er Don Auixotte. Das Ln6sr 6u nicbt auf 6iefem Löss : 8ie wobnt in einer stillen 6rotte^ 6er ein rauber?fa6 sieb kri mmt. Den, wie 6ie alten 8a^en mel6en, ^ucb selbst 6er tapferste 6er Delüen 172 Eilfter Abschnitt. Nur sykvver, und nur ru Duks erklimmt. 2u Dusse? spraeli mit bitterm Doline Der ^veise Witter rur Nlatrone, Da, lia! so dumm sind ^vir nickt me'kr: klein Zutes ^Veik, lass dir bedeute», Das sckon 8eit vielen dakren ker Die Dkilosoxken alle reiten. Z. Drsc/ a/r /i/ar-rsr. Klüde durek des laZ's 6esckakte » 8etL' ick traulick micli ru dir, 8ucke k^ dir neue Drakte, 8üls ertönendes Dlavier! Immer olken, treu und kieder, Ltets voll süsser Harmonie, Ltimmst du ein in meine Dieder, Deitest mick mit 8^mpatkie. 8prickst so Zanr ru meinem Derben; Iraur' ielr, o so stimmst du mir DlaZend ke^; und ivill ick sckerren, DÖr' ieli 8ckerr und Dust von dir. Nie suck' ick ke^ dir verZekens Luk und Irost in jedem 8ckmerr ; Und dein 8piel — ein Lild des Dekens - De^t mir okt dies VVort ans Herr : „Wenn im Danke deiner la^e „klanckes milsklinAt, LaZs nie! „Dinst, einst lös't sick jede DlaAe „k.uk in e^v'Ae Harmonie." „Dass nur stets dein Herr kienieden, — „Dinst des WokIklanZs dieli ru kreun, „Der diclr labt mit Oottes Brieden „Hein, ivie meine 8aiten se^n l" /). D s r 6 s r r ^ s / Din Oeirkals llel in einen Dluss, der tiek Dnd reissend >vard. Din Disclier, der das Dellen Ikm retten sollte, s^ranZ kinein, und riek, Dr möclite nur die Hand ilim ^eken. Allein der 6eirkal8 sprack, indem er sank; „Ieli kann nielits Zeken " — und ertrank. Des' ieli Zleicli in deinem Lucke Die und da ein VVörtcken nur; — Gedichte. *72 Mt Zer wärmsten Diebe sucbe Icb Zicb Zennocb auk, I^atur! DwiZ brennt Zein reZes Deuer, Obne WanZel ist Zein Daut'; Den Aebeimnilsvollen 8cble^er Deckt kein 8terblicber Zir auk ! Deine weisen WeltZesetLe Dastert Dborbeit;ObnAekäbr; DnZ beweis't Zurcb viel descbwätre , Wie Zas Keste — besser war'! — Was sie aucb von Zir erZicbten, Du bist unveranZerlicb. In Zen grossen Mutter^llicbten Irren nicbt 8^steme Zicb. Du umlassest unZ vereinest Obne Ducken , ob ne 8prun§; Was Zu ru vernicbten scbeinest, Ltirbt nur kür VereZelunZ. 8cbönbeit reugst Zu bier, Zort 8cbreeken, Wetternacbt unZ MorAenrotb, Dieses 1'bal voll Kosenbecken, lenen Dels, ZerDinsturr Zrobt. Wenn einst ^ecle Zunkle Dulle. leZe 8cbeiZewanZ einst sinkt, Wenn Zer 8cbonkeit Dberkülle Dort mein 6eist am Dr^uell trinkt, DnZ icb, Wabrbeit, Zicb erblicke, Wie Zu Dicbt im Dickte bist; Wenn kein 8cbatten, keine Ducke, überall VollenZnuA ist: Welcb 6ekübl wircl micb Zurcbbsben, OberArän^t von Kaum UnZ Aeit! Welcb ein 8cbauen, welcb ein 8cbweben Durcb Zas ^11 Zer DwiZkeit! 6. Der arme 6/srbrs. I Dm Zas Kbinoceros ^u sebn ^ (Krräblte mir mein Dreuncl,) bescblols icb ansTUAebm ^ ick AinA vors Dbor mit meinem balben OulZen, bvä vor mir AinZ ein reicber, reicber Mann, Der, seiner Miene nacb, Zie einZelaukenen 8cbu1clen, klebst Zem, was er Zie Messe Zurcb Aewann, Dnä was er, wenns ibm Zlücken sollve, / Durcb Zen Oewinnst nun nocb Zewinnen wollte > ln seligeren 2ilkern übersann. lierr Or^on AknZ vor mir, (icb Zeb ibm Zielen I A74 Eilfter Abschnitt.. Weil icb den seinen nocb^nicbt weibs:) Dr ging; docb eb' wir nocb xu unserm I'biere kamen, bcgegnet nns ein alter scbwaeber Oreis, bur eien , aucb wenn er uns um nicbts gebeten batte, Lein zitternd Daupt, eins nur kalb «einer war, Lein ekrlicb kromm Desicbt, «ein beilig graues blaar Älit mebr als kednerkünsten reelete. ^ /.cb! spracb er, acb erbarmt eucb mein! leb babe nicbts, um meinen Durst /.u stillen, leb will eucb künftig gern nrcbt mebr bescliwerlicb se^n; Denn Dort wird wobl balel meinen Wunscb erfüllen, Dnd micli duccb meinen 1 'od erfreu»; O lieber (loti' lass ibn nielrt ferne se'/n! 80 spracb eier Oreis; allein was spracb cler Deicbe? Ibr se^el ein so bej'abrter Älann, Ibr se^d «cbon eine kalbe Deicbe, Dnd sprecbt micli nocb um Oeld rum .t rinken an? Ibr unversclianrter alter Liann! lVlüIst ilir denn nocb erst Lrandtwein trinken, Dm taumelnd in das 6 rab ru sinken? Wer in der duzend spart, der darbtim /Dter nicbt-- Drauf ging derDeitrbals dort. Din Ltrom scbamliafter 2 alirei! Dlois von des ^lten ^ngesicbt- O Oott! du weilst's! Mebr spracb er niclrt. Icb konnte micb der W^ebmutb kaum einvebren. Weil icb etwas mitleidig bin. Icb gab ibm in der rangst den kalben Dulden bin, b ur welcben icb die Neugier stillen wollte, Dnd ging, damit H/ micli nicbt weinen «eben sollte D ' Allein er rubte micb Zurück. ^cb, spracb er mit nocb nassem Dlick,- Ibr werdet eucb vergriffen babcn; Ds ist ein gar x>u grotse« Ltück. Icb bring eucb nicbt darum, gebt mir so riel ruruck, ^ls icb becarb, um micb durcb etwas Iber?u laben. Ibr, spracb icb, sollt es alles baben; Icli seb, dass ibrs verdient: trinkt etwas Wein dafür. Docb, armer 6 rcis, wo wobnet ibr ? Dr sagte mir da« Haus. Icb ging am andern 1'age Nacli diesem 6 reis, der mir so redlicb scbicn , Dnd tbat im 6 ebn scbon mancbe Krag an ibn, -kllein, indem icb nacb ibm frage, War er seit einer stunde todt. Dis lVlien', auf seinem Sterbebette i War nocb die redlicbe, mit der er gestern i'edtD ^ ^ ban k^Almbucb und ein wenig l-rodt >75 Gedichte. neben ibm auf seinem barten Lette. 0! ^venn der Oeit^bals doeb den Oreis Aeseben batte» )Iit nein er so uncbristlicb redte, Onä der vielleicbt ibn it2t bey Oott. verklagt, Dass er vor seinem Dod ibm einen Irunk versagt! 80 s^raeb mein freund und bat, clie Müb auf micb 2U nebmen, bnä öü'entlicb den OeitDials 2U bescbämen. Wievvobl ein Mann, 6er sieb ?u keiner Lllicbt, Mfür das Oeld, verstellt, 6er sebämt sieb evviZ nicbt. ? 7. /«/ o e,/r vackern Mann, Was uns am liebsten ist. f'übr er sie treulicb an; Lrsiebts, es sind ^vve^ muntre Knaben» lind krevlieb >vird er Mube baben: Mein leb will erkenntlieb se/n. Ick balte viel auks Lecbnen un6 aufs 8cbreiben.: ^ j biels lats er sie fein ileil'siA treiben, llllä präA er ibnen )a 6as Obristentbum vvobl ein. Ick kanns ibm niebt so recbt beselirciben; ' Mein, er wird micli wold verstebn. ! Icli möebte sie Zern klu^ nnd ebri'ic!i sebn: j lliels maebt be^ aller VVelt gelitten, lind ist vor 6ott rin Himmel scbön: ! Lrküll er also meine Litten! liier Aeb ieb ibm xwe^ 8tübeben ein, lind was er brauelit, 6as soll rm seinen Diensten se^n.^ ^ Der bebrer fabd ein DerL^ be/ seinen Lauernknaben ! ^ls bundert dunkcr es nicbt baben; j Denn LeuZt nicbt manebes scblecbte Daus i 05t Linder mit 6en Arölsten Oaben? ! lind bi16et 6ie Lunst 6en roben Marmor aus, IVas würden wir für ^rotse Männer baben; lVobl maneber, 6er im LruZ so Zern Mandate liest, frÜF itxt verdient, als Ztaatsmann, seinen Ordens . ^ lVobl maneber. der be^ einem LauernLwist, ! Versebn mit Lübnbeit und mit Lisi, ! Ms LbrAeitL Lern der bnbrer ist, ^'är einst ein Mols rer Deld geworden, -j M du, vornebmer Deld, niebt bist! , Der junZe Mann, Aeseblckt im Dnterriclitsn « Erfüllte redlieb seine Llliebten; 176 Eilfter Abschnitt. Gedichte. DnZ Ziels Zekiel 6em Lauer sebr. Lr bielt ibn ungemein in Lbren, Lam okt, Zen Linclern ruruboren, -^ls obs äie Lllicbt cier Väter vvär. Nun >var ein kabr vorbei. Herr, strack 6er Zute Lauer, Mas soll kür seine Nlübe se)m? „Icb korclere ZrevtsiZ Ibaler." Nein, Nein, Lei Zer ^lte bitriZ ein, Lein InkormatorZienst ist sauer. 80 kr-ieZt ja Zer Orolsknecbt, cler mir pllÜAt, Le^nab so viel, als 6er Oelebrte kiieZtz Der 6as besorZt, ^vas mir am Herren lieZt. Die LinZer nütren ibm ja Zurcb ibr Zanres Leben. Nein, lieber Herr, 6as Zebt nicbt au, 80 tveniZ Zibt kein reicber blann. leb ^vill ibm mebr, icb ivill ibm bunZert Dbaler Aeben^ Dn6 micb Z.aru von Herren Zern versieben, Ibm jäbrlicb Ziesen Lolin ausebnlicb ru erböbn. Lesetrt, icb müsst ein Out verzrkänZen; > ^ucb 6ass, isis clenn ein Lubenstück? Viel besser, icb verpkanZ's ru meiner LinZer Olück ^ls 6als sie's, reicb un6 lasterbakt, verscb^venZen. Hat Ziels sieb vürklicb ruZetraAen? ^ la, ^virklicb. Olaub es auk mein Mort, leb tvollte clir so Zar Zen Ort, Mo Zieser Lauer >vobnt, unZ seinen Namen saZen; Allein Ziels wbr kür ibn betrübt. Dr vürZe nur VerZruls vom LZelmaune baben, Weil er kür lein bald DutrenZ Lnaben, Nlit vielem Ltolr, kaum Zrevlsi» OulZen Zibt. 8. De/ e,- /,/r^ ^er'/r /koc//. Lecbs Laste, Dans, bekomm icb morgen» Ljiracb kunker Veit ru seinem Locb; Du ma»st kür eine Vlablreit sorgen : Leb, scblacbt ein Laib. — Mas >vollt ibr Zocb, Liek Dans, mit einem zanren Lalbe ^ kür Lecbs? Zer Lest vvirZ eucb rum ^.as Le^ Zieler Ditre. — M eilst Zu ^vas, L^rracb Veit, so seblacbte nur Zas Halbe. A. I Nal, der, änZvIns. M, das, 6 oZ. Ab, le, ei. Milder», mezvältOLtÄtNt. Wildling, die, lesies, ire^>. Abblühen, eivirggL-nii. Mrechen, I. eitoini. 2 . kelbekLL- kälrtÄni, Mrenncn, ei 6 zni, me» 6 Zni. Ndanken, letenni er' ittvatait. Abdruck, der, n^omäs. Abend, der, 1. estve. 2. NÄ^nvügot. Abendbrod, das, orsonna. Abendmahl, das, v-nsora. Abends, estve. Abendvogcl, der, ie^l^e. Aber, äe; IiÄnem. Aberglaube, der, babouasäZ. ! Abermahl, üjoi-,A, ismet. ^ i Abfallen, ieesni, leiiuliani. Abführeu, 1. eivinm. 2. kliiorciani, kivinni. Abgang, der, kog^äs, kelete v.Tt-1- mineir. Abgcben, ^Itai^öni, keriier sich mit etwas abgeben, vLi-imivel loglLlMvskoäni. Abgelegen, tüvoiievn, t^volvalo. Aögemattct, eilÄnKsävs. ' Abgeschmackt, lretlen, älkrteien. i Abgrund, der, vrven/, meivse^. ! Abhalten, meAtÄitÜLtatni. Abhängen, kü^geni, es hangt von ihm ab, ö töie kü^. Abhängig, merecieir, lejtos. Abhelfen, mit -Vak. seZiwi rajta. Ablassen, me«lrünni. Ablauanen, ellagaclui. Ablearn, Proben, xrübät Läni, mu- Abnehmen, I. eivenni, ievenni. 2. . kvg/iü. Lovän^koctni. , Abneigung, die, irtöäräs. Abpstüchen, letexni, lelrÄirÄkLtÄNl, Abrcchnen, kivnuni, iriv«oni. Abreise, die, eiülLrss. Abreisen, elütarni. Abrichten, taaltLni, meAtanItLni. Abriß, der, rajr, rajLoiat. Abschüssen, eltorieni, eltävoLtstili. Abscheu, der , ilronvocläs. Abscheulich, kerteiwes, üt-iiatos. Abschied, der, «ivsläs, eimenetei. Abschlagen, Dttk. mextLgKcini, re/e, Abschnitt, der, rslr,, l2«k-if2. Abschreiben, lelrni. Absicht, die, trei, interet, leitete!. Absondern, kiväiÄkrtÄni. Absiammen, lLÄHNÄLiii, ereöni. Abstatten, Dank, m 6 ,»irül'Loniii. Abthcilen, eiolrtLNi, teiolLlÄni. Abtheilung, die, olrtäs. okrtäl^. Abtretktt, äitalenxe^ni. Abtritt, der, ärn/eklrek. Abwarten, eivärni. Abwärts, iekeie. Abwcchftln, felvältani, MÄsoim. Abwechselung, die, keiv äitoääs, vak- Abwcnden, eltävo^tLtni, eikorältni. Abwerfen, kiiiänvm. Abu»escnd, iävoiievo. Abziehen, l.ietlürni, « Loret. 2. elmönni, eitLi^arociiii- Ach! öii, «il! Achse, die, tenxei^. Acht, nvoitr. Acht, die, kgvelem, tenintet, sich in Acht nehmen, MÄA-'ira Achtel, das, ^oitraäretr. Achten, auf etwas, r. K^elmerm, ÜA^eini v-riÄMire. Z. detsülni. Achtung, 1. L^elirwtessex. 2. titelet. 8 r 6 k ö n ^ v. Acker, her, kLautolülä. Ackerbau, der, kölämlvsles. Ackern, krastani. Addiren, vlLveaäni. Adel, der, nslnessez. A elich, N6M68. Adeltt, mkAiremssItni. Acer, die, er, verer, zur Aderlässen, erst väßni. Aderlaß, der, erväZÄS. Adler, der, sas. Adresse, die, a' level t?.lmie. Abress-reu, ütasitani, tituiälni. Adriatisch, ääriai. Arvocat, der, xiokätor. Acht, iza?., valäsa^os. Äa-zen, n^öZni. Affe, der, majom. Asiect, der, inäulatossäZ. A-ter, der, allst, Katülj. Aftermoos^ das, tarjag, bä'rmoli. Ägypten, Lg^chrom. Ahnden, elcrie schäitni. Ahndung, die, rebres, ssjäitäs. Ah.aen, die,-v/. eleinlt, ISA! elsirch. Äl)N.Üch, liasoiäö. Ähnlichkeit, die, KasoiilatoKsäZ. Ah r bäum, der, jubarl'ct. Ähre, die, sialäk?.. Alaballcr, alahastrom. Alaun, der, timso. Alexander, Länäor. All, aller, e, es, minäen, minä. Alle, minä, minäu^ajan. Allee, die, setalo. Allein, i. maga, magädan. 2. äs, Hauern, nicht allein, nein tsalt. AllkMahl, minäenltor. Allenfalls, I. uiinteg/, taläm. 2. minäen ssstrs. Allenthalben, minäenütt. Aller, k, es, minä, minäen. Allerdings, lgenis, valökan. Allerhand, minäsnkel«. Allerley, soklsls. Alles, minä. Allezeit, minäenhor. Allgegenwart, dir, l minäen üttjelen- valosäA. Allgemein, KÜLÖNSSASS; hö/ön- 86g686N. Allhier, ilt, itten. Allmächtig, minäenbato. Allmahlig, lassan-IasL-tn. Alltäglich, minäennapi. Allwaltend, minäenekek lZnr-Ätä. Allwissenheit, die, rninäsuhatvsär. Allwo, a' hol. Allzu, ksletts, igen-igen. Allzusehr, keletts-igen. Almosen, düs, alamiLSna. Alpen, die, t. ar alxes ksMsk. Als, r. mint. 2. miiror; miäo'ii; M vH, mintlra. Alsdann, nLntan, ilhenkor, Eor. Also, telrat, SS Äister, die, krsrlla. Alt, iäos, lroros, ven, rsgi. Altar, der, ültär. Alten, die, /,/. a' regielr. Alter, das, I. iäo, iäollor, eiet iäkjL 2. vensez;. ^ Altern, die, kLnIkit. Alterthum, das, re^iseg. Ameise, die, amajLs) haitz^ Amme, die, äacha. Ammer, der, särmän^ Ammoniak, ammonialt-sö. Amphtbum, das, ükromäkLo. Amsel , die, leitete rigo. Ämsig, lLorZ-rlmatos. Amt, das, llivatal. An, /ir. hvL, li 6 L, nal, nel, vl, vl, NN, en, ön; von - - an, töl-- kogva; an und für sich, ma^im, magolchaii. Ananas, ansnäkr. Anbau, der, lvlämlveles, vetes. Anbauen, I. mivslni, veUli, plE Anbcfehlen, xarantsolni. Anbethcn, imääni, tikLtelni. Attbiethen, ajanlani, megklnälniväe, Anbittden, mSAltütni, liOLrältölni, Anblick, der, telrintet, megiäläs. Anbruch, der, lceräet. Andacht, die, bu^Avsäg, äliltatosr^ Andächtig, durgo, älirtaw». l-NL^NN. Andenken, das, emielleret. Andere, der, die, das,^' wäsili, mäs, mäsoäilr.mäsoll, Ulllkk andern, a' tüirhelr kvLÜtt. Andermahl, eiü, mäslror. Ändern, väitortatni. Anders, mäsltSjixien, hnlömbcn. Attdcrs-nahl, ein, mälLlror. Anderthalb, mäskel.' Aneignungsvermögert, das, elez/s' äo tehettss^. Aneinander, eg^mäsho?. Anekdote,die,a»olcäc>ta,elmsstörrsoit A, Ar Ar A, Ar A- A A A A A A A A A S r 8 X O Ic ö n ^ V. 179 Mempfehlea, iÄV5>5olni. Wrbiethen, das, chäuläs. Allwkmnerr, t. »r^vswerOr. 2. tar- tkwi. Merfchassen, räteremwm. Will, der, ineZtttmxääs, räroliÄnä-;, Anfällen, »rio-WiNircchl, tÄroltÄiini. Anfang, der, KsLclkt. Anfängen, elksräein. Anfänger, der, ln-rckö. Anfänglich, eieiute. Anfangs, LleuitL. Anfenchlen, meAiieclvLSÜeni. Anfichen, siornl, L8k,-cl6Lni. Anfragen, tnä^koLoclui; Melker- ciöLiii. Allführen, I. «lollorni, olösrämlÄl- ni^ 2 . Jemanden ansührcn, vnlL- liit rntLLcjni, in6At8Älni. Anführer, der, vorer. Anfüüen, MLZtüitLni. Angaffen, r-lliÄlnülnr. Angehen, jelsiiteni; kijelentLm. Angeblich, tettMett. Angeboren, velkkLüIstelt. Angebrannt, mLAg^ülnclr. Angcdenlen, das, einlelre^Lt. Angehen, I. rätLrtOLiii. 2 . ellteräücl- n>. meZlelietosnek Isnol. Angehörcn, Nil i07.nl VetIctltiÜLL. Angel, die, AjtoLLrK. Angelegen, sich angelegen sepn lassen, ! gvncljän.'tjr Ivnni rea. Angelegenheit, die, 6oIo». Angemessen, illo, il!en(.lo, nlltktlmcttos Angenehm, keäves, li6liLmet68. Anger, der, psirsit, ret. Angesehenste Ehrenstelle, a' leAna- g/vbl>, leAl'eii^ebebli tlkriseg, V. ÜlVÄtüI. Angesicht, das, äkrärat, ortrs. Angewachfen, UoLränott. Angreifeir, nwAkoAnl. Angriff, der, rnsZt^m^ääs. Angst, die, I. lrororiA«ttLlÄS, remü- I«s, A^otrelem. 2 . siln. Ängstlich, n/u.z!,Ätivt1o.n. Anhaben, t. ch'ruh^r^tiöl) lAsiktlert- ">. 2 . Einem etwas anhaben, ar- tani valitklnek. Z. teliewi Vt-le V. v-tlsmlvsl. Anhalten, um etwas, 1 . Kernl vala- mil, lnslnliti. 2. sich, rnSAkogoclLni. Anhang, der, tolä-tlsk. Anhängen, sich, ^oäLrttZ-tänl, oäa- sto^lalöäni. Anhäuglichkcit, die, rLZLilrkoääs. Anheben, t. etkkLäeni. 2. tLikLöll-tl- tti, kelsiiältÄni. Atthöhe, die, clonch. Atthören, 5 ^elmer. Nl reü. Anis, der, änl, 8 . Ankäufen, meZvcnni. Anker, der, v^smÄtsKk,. Anklage, die, vää, ^Än^kL. Ankleiden, sich, keioltorni. Anklopfen, lroj,OAtÄtiii. Ankommen, Megjonni, M6ALrlt62nl. Anrnndigen, felt-Meni, inutLtni, lilr» cletni. Ankunft, die, rnezerksres. Anlage, die, I. liÄjlanäo«AZ, alkat, tulchsionsä^. 2. tzlrenäLl 65 . Anlaß, der, olt, Ajt-tImZt088äA. Anlegen, 1. exiteni, tsinLinl. 2. eine Colonie anlegen, üj I^osoK^t tL- lepltenl valäsiova. Anliegen, das, 1. ällLxot, köru/ül- lliläs. 2. ltsres. Anliegen, kbrni. Anlochen, ts^loZAtni, eäegZetnl. Anmerkung, die, 1^-68, rnegjL-A^res. Anmcssen, hoLrämerni, -lLabni, -il- letnl, Anmitth, die, ltkUemeWSSLA. Annäherung, die, K026IÜ68. Annahme, die, l^lvkwl, «IloZaääs. Annehmen, r. t'elvenm, kltvAL^ni. 2. mk-ASNZeäiil, kieloben hAZ)'»'. Z. xoncljsl vi86lnr. 4. Sich Jemandes, ^ärtjät koZril. Anpfianzen, ilkelni. Arrrechnen, 1. tulchäonltni. 2. k- 1 . fLiimlLlni. Anreden, rnez;k7.6I1ltni. Anrichten, w!ini, lLöreLni, olcorm. Anrufen, lriältnni > b-örnl, Nlvni. Ans, an das, a'iror. /. an. Anschaffen, niegveiini, lrerernl, Anfchauen, rLNLLni. Attlchein, der, tekinwt, korlNL. Anschlag, der, iLLl, kLäacldk. Ausihen , I- N6?.^i) tekinwai. 2. rL° N 62 ! 1 >, M6gt6l;inl6nl. Ansehen, düs, tekiinet. Ansehnlich, I. nilZ)-, sok. 2. aerek, Attsi'hung,die,rel^!uet; Nt Amehung, el' fni Ulkni, N 67 .V 6 , -6pt. Anscöen, I. 1t02Läwnnl, -aäch. 2. sich , mkAtele^sänst ul, rktZaänlf Anspamrrn, bdkt.giri a' lovat. ;Ld 2 8 r o Ic ö n ^ v. i8o Ansprechen, um etwas, Kern,. Anspruch, der, i. heres. 2. Anspruch machen auf etwas, remeu/lech, lri/.ni vnlakuiden, Attspruchlos, N 6 m v^Z/oclö, (vach- wire). Anslalt, die, intLLet, rensteles. Anhand, der, 1. hsseäelem, teto- VÄLÄS. 2 . Uehe/.SLA. Anstatt, r. hel/ett, .ert. 2. a' he- 1 /eir. Anstecken, a' ch/^val/ät elr^Zul-rtani; ansteckende Krankheit, i-tZaäön/a- v.ck/a. Anstostett, megerni, megütni, an etwas anstostcn, inegütocliii Vctlami- heu, He/Lhütociiii valamitieL. Anstossend, mellette levo. Attstrenzcn, stch, igvekerni, IULA- VStlli MLALt. Anstrengung, die, ig/eheret. Anstrich, der, lHu, lrchlett, MÄZN- viselet. Antheil, der, I. rekr. 2. lelresüles. A'thun, lenrii, nriveini, Hörerin. Aatlin, der, hhrLLÄt, hep, Antrag, der, 1. leltetel. 2.h1vänsäg. -stich las. Antresten, tLlkIch , elochlalnl, rä- Antreiben, rähchtani; ökrtönornr. Antwort, die, leielet. Antworten, leleiui. Anvcrtrauen, räbirni. Anverwandte, der, roston, mvak. Anwüchsen, borränoni, rnnüni. Anweiscn, ncini, himul^tni. Allwenden, z. B. Geld, Mühe, Zeit, i. räsoi-chtinn. 2. halrichchi, hu- kroinL torclitsni. Anwesend, jetenVlilo, jelenlevo. Anzahl, die, kräm, sohasäZ. Anzeigen, hejeleuteiri. hirül^stni. Aitzichen, sich, >. Kleider, Schuhe, selNü/.ni, m-igärn venni. Anzug, der, oltorst. Anzünden, meZZvüjmni. Apfel, der, ÄtmL. Apotheke, die, pnckka. Appetit, der, eh, krästr, njipecktus. Arabien, nräbin. Arabisch, arabs, arnhiai. Arbeit, die, munka, äoIoA, fogln- Istossg^. Arbeiten, stolgoani, muuÜLloctui. Arbeitsam, chunhäs, liolZos. Arbeitsbiene, rne/.horclü-meh. Arbeitslentc, dic,/v/. -nunhäsoh. Ärgern, holrsxÄNtÄiii. Argcrniß, das, bochkrusäZ. Arm, der, har. Arm , liegen/ , lrühoihüäo. Armee, die, huüiservA, tädor, äk- müstu. Ärmel, der, rul,L ujj. Arrnselig, nvoinorück, holä»zr.stÄ!,. Armstuhl, NÄZ/ hsros l'Lök. Armuth, die, l>,e^en/86A. Aromatisch, iul'LerlUmos. Arrest, der, koZsäg. Arrestant, der, ruh, loxvl/. Arretiren, loZsäZH^ wnni. Arsenik, egerko» mnkrla^. Art, die, I. lnj, kajiu. 2 . Mk'ä, aus diese Ärt, litten rueclon. Artig, I. ÜilLLS , l'LLP. 2 . jeles. Arzcney, die, orvossäg, lrer. Arzeneykunst, die, orvosi nchoMän/. Arzeneymittel, das, orvossäg, Aer. Arzt, der, äoktor, orvos. Asbest, -isdkstus. Asche, die,bnmu. Aschfarben, hnmukLinü. Aschgrau, hnmulrin. Astate, der, äsini eucher. Astatisch, äsini. Asten, äs/.in. Ast, der, ug. Ästig, ägasdnAAs. Athem, der, lehellet, pchsges. Athem hohlen, lelieZui, lehelieni. Athmcn, leheileui,> lekegui. Athmosphäre, die, levego. Auch, is, es, wenn auch, ha lria- te - is. Aue, die, r. ret, ^ärsitos Hel/. 4. t'uLes, lÜLes-kriAkt. Auerhahn, der, kaM/ck-h. Alls, 1 . tel. 2 . /??'«. 0. vst«- Anshören, lnezkrünni, ve^et vetni. Aufklaren, megviläAOsitni; sich, IN 6 Z- vilägosoäni. Aufklärung, die, megvilägosolläs. Allflündigcn, lemonäani rola. Ausladen, rärakni. Auflösbarkeit, die, kelolvn^batoss^. Auslösen, r. meZoloLni. 2. megkej- toni, x. 0. nieset, z. sich, kelol- viiclni. Auflösung, die, 1. inegkejtes. 2. el- boml-ts. Aufmachen, keln^itni, üin^itni. Aufmerksam, tiK)-klmet 6 s; a^v. tl- gvelmetesen. Aufmerksamkeit, die, ü^elnietessez. Aufmuntern, l. kelsbrek^teni, viää- milLNi. 2. g^ar.ljittni. Aufmunterung, die, ebrekrtes. Aufnahme, die gute, 1. jo krtwel valä kätäs, kognciäs. 2. in Ausnahme bringen, nevelni , Z^nr.i^itni. Aufnchmen, 1. kölvenni. 2. koZLäni, Iglni, beko^näni. Aufopfern, ketälstorni. Aufvacken, kelroboi, meZterbelni. Aufrecht, ». kennällvA, keleZ/ene- «eäve. 2. ksoo, kel. AufrechtcrbalLen, kenntnrtnni. Anfrechterha,lmng, die, kennt^rtäs. > Ausrichten, 1. selglUtni, kelernelni. r. sich, keke^enessäni. Aufrichtig, igÄL,t.ik?.ta, 6 ß)'enes krtvü ; 'ilss, pärtütes. Aufschlagen, die Augen, kreinsit kel- vstai. ö ^ ^ V. _i8l Aufschließen, kelo^itn!; sich, kin^ilni. Aufschluß, der, meAt'ejtes. Aufschtvellcn, kelll^ncini. Aufsitzen, I. keltenni. 2 . kc-b'rni. Aufsprittgen, l. ketuZrnni. 2 . keba- snäiri. Aussieben, kelbelni, kelgllnni. Aufsieigen, I. kelba^ni, kelmäkrni, kelinenni. 2 . kelkelni. z. kelkrällnni. Aufsuchen, kelkeresni. Auftrag, der, xLranlsolat. Auftreten, bazni, lepni, lälepni. Auftritt, der, jetenes, «' öa/r. Aufwachen, kelebrellni. Anfwachsin, »evekellni, kelnoni. Aufwand, der, köttsez, räkoltes. Aufwärts, kettele. Ausweisen, kelmutatni, eloaäni. Aufzehren, mezemekrteni. Zlugarteu, der, sr-iget-bert, (aulrert). Auge, das, krem. Allgenblick, der, krempillLntäs. Augenblicklich, ebben a' kLsm^il. !-entäsbcen. Augenbrame, der, kLemölllöK. Augellbraimen, (uz^an ar). Augenlied, das, siembejj, siemxillÄ- Augenfcheinlich, n^ilvansaZos. aokp. nvilvnnLLgosAN. Augenzahn, der, kremkoZ. Aus, I. lei. 2 . bol, bol. Ausarten, etknj/mi, elkajulni. Attsbcssern, rnegjobbttni. Ausbilder!, korniälni, pnlie ornr. Ausbildung, die, korinaloäüS, lei. kejtores. Ausbleiben, elmar^äni, besni. Ausbreiten, kiterjekrteni; sich, kl" terjeäni. . Attsbrüten, kileöltsoi. Ausdauern, 1 . eltnrtLni. 2 . elni. Ausdehuen, leiterjekLteoi, bikrelestt- ni; eln/üjtÄiii, ausgedehnt werden, V. sich ausdehnen, kiteijeäni. Ansdruck, der, 1 . kikejeres. 2 . kro. Ausdunsten, ausdüttsien, Ki^oLoIöZn-. Ausdünstung, die, kiZo?.olA 68 . Auseinander, eZ^mästol ei, tTetjel. Arlsersihen, KivälnkLtÄni. Ausfallen, üiesni, butlani. Ausfluß, 1 - leikoja, , lciöntes. s. n'-'tläs. Ausführlich, bokrkras, bo. bo- ! v 6 !I , bolLkLAS^N. Ausfüllen, betolteni, lne^toltoni. 182_8 2 6 ^ c Ausgabe, die, Kinäa8. Ausgebreitet, l. kiroijeästt, tLeles. 2. kitorjeäo.. z. I1LA/. Ausgehen, kimsnni. Attsgelassen, I. niortkklotlsn, moä- ns kül vnlö. 2 . LLliolntlan. Ausgemacht, biLonvos; etwas für , ausgemacht annehmen, oll/dä. tnr- >.Nilni vnlnmit, mint 1)1200/08 V. nioASseti üolgot. Ausgenommen, kivove. Ausgerüstet, birvnn, koIKolLülvs. ÄUsgespannt, kLÖIsson kitorjoüott. Ausgestreckt, KilsrjLclou. Ausgesucht, KivLloALtou. Ausgezeichnet, jolo«, novoLOtor. Ausgräber:, Kiä5ni. . Aushalten, KiLllani, g/ 02 ni. Allskriechen, kirnns-rni. Ausland, das, knlkülä, KülsoorsLÜZ. Auslassen, kiorolktoni, olbotsälNl. Attsleeren, kiüresitiii. Au'legen, I. kirakni. 2 . rnLA/aiNLni. Ausliefern, kinclni, elönäni. Anslöschen, olülinni. Auslösung, die, vältsLZ. Ausmachen, I. kitsinülni, vor-l)6L vinni. 2 . olvo^Urni/das ist schon ausgemacht, innr n' vnn bn- iLioLvu. Z. tsnni; das macht zusammen ans, OL InioklolLVL wl?..- Ausnahme, die , Kit'ogÄU, kivotol. Ausnehmend schön, KnIouüLon lro^. Ausreißcn, KiioKorni. Ausrichten, olv/^OLni, vvgliOLvinni. Ausrufen, I kibivoi. 2 . kolkiültani. Ausrnhen, Kin/iiZoäni. Attsrnpfen, kitöpni, kL-jgzntni. Ausrnsten, 1 . kolso^/vorköLtotni. «. ke'kolritsni, elkokLitoni. Ausschlagen, ). kiütni. 2 . I 1 SN 1 tÄ- Aucloi vLlnniit, nisZvetnr. Ausschließen, kirärni, kirskokLteni. Ausschließlich, tsupnn tsuk. Aussehen, i. Kiv-ilnlLtnni. 2 . sLlnüon lonni, er steht gut aus, j6 sLlnbon vuu. Z. es steht so ans, oll/Lii; ÜZ/ lLtfriK; es sieht schön ans, 5/op; es steht grün ans, Lolä/8 a' t. Austen, kivül, von ansscn, kivülrül. Ausser,/)/. Irivü!; ausser wenn, üa- tsnk nom. Ausserdem, N 20 i)kivül. Außerordentlich , ron-kkivül vulo; a^/r-. rsnclkiv.'i1, foletts. Äußerer, Külsö. ! ^ n /- v. Äußerst, i'olette. Äußerung, die, Kiinut»tä5; jel. Attsseyen, kitonni. Alissenn, VSASIIvK lonni. Aussicht, die, I. ki1ätL8, kinoLSL. I6IN6N/SOA. Ausstnuen, kizonäolni. Ausspannen, ). KitorjokLtoni. r. ki. lo^ni n' lovnknt. Ausspottcn, kitsül'olni. Anssprache, die, kimonclär. Aussprechen, kimonänni. Ausspruch, der, t. iolelot. 2 . moil. cl/)8 , l'roLut. Attsstatten, kiologitni, virA/oM«/ Ausstopfeil, kitomni. Au'sstvssen, kitns/itni. Attsstrecken, KicorjokLtsni. Ansstreuen, kibinwni, olkLorni. Aussuchen, kike- 08 . 11 . Austern, onni vilotsiAN. Aüstheilen, üiofrt^ni. Anstrocknen , KikLnrnclni. Ansübcn, AVnKorI»Ni, VOgllSL VMM. Ausübung, die , Z/akorlä8. AusU'ärrs, 1. kikoie, Kinn, kivülwl. 2. kälsoorlr^ZOn, Ausweichen, kiter.ii. Auswendig, ). KiviUryl. 2. auswcii- > dig lernen, kön/viislkäl tnnülni. Auszehrung, die, lLLi-LLköi-s-iz. Attszeichnen, I. Kijog/oLni; sich, ML- ALt m0Akülö.«l)ÖLtetni, kimutLlm. Ausziehen, l. KitinLni. 2 . lovotni,^ sich, Ill^trtktzLni. Auszug, der , kivonns, 8ummäjL,r. SNM1NLS oloÄckALL valaminok. Axt, die, kojlLe. B. ^öaar, KetL.xonLM ; Haares Gcli, kökr P0N2. Baarsch, der, 5iA6r, 8ügvr. Baarte, ob. Barte, die, üalliejjio?' t26tllnI5o§. Bach, der, pntnk. Bachstelze, die, linrÜLänbillezeto. Backen, der, oitrn. BaiLett, 8ütni, /?. 0 . Backenzahn, der, Läxkog. Ba ^er, der, xok, Ksn/6r8üt§. Backere», die, sütonion/. Backofen, der, 8 utoKemeut 2 s. 8 2 v Ir ö n ^ V. 18 .? Kad, das, -v/. die Bader, könkü. . Weil, sich, koröcjiii, meZlorürjni. Bähen, xiritni. Bshtten, ütät n^itni. Brhre, die, 82. b/llbül^Ivva, test- ' !ior66. Mld, mlnöjärt, m^jö, isak bamar; I bald—bald, Most—mujä. j Balken, Balte, der, 1. zerenäa. 2. l ciorong. ! Ball, der, dLI, (täntr). Balle, die, luxta. ^ Ballen, der, tsom», dal. Balsam, der, l)Llr,s^m. ^ Band, der, die Bande, r. Lön^v- bötvs. <2. böli^vlluiub. Band, das, die Bande / K 5 t«I. Band, da§, -o/. die Bänder, xäntlika. BandsiurM, der, ALlanäfereg. Bange, bus, tromorü-/— Mir ist ' nicht bange, uem-ckluöäöm, nein llüsüiok. ^ Bank, die, paä, lätLÄ. Bar, der, meäv«. Barbier, der, borbol^. Barbieren, beretvälni. ^ Barbierer, der, Körbels. Barbiermefscr, das, bm-cuva. Barmherzig, liän^örülo, tLäuakoro, ^ Baron, der, L»ro. ; Barsch, der, 8tZ6r, 8Ü!;6r. Bart, der, lLsbickl. Barte, die, tL6tb. . Bartgeyer, der, ^Kallas ' Bajc, die, N6U6, vakubi ^ LsLlbon/t68tv6rje. Bast, der, «' ka delso' bchja. Büstey, die, dä.-it^a. Bütalie, die, ütböret, batälis. Bataillon, bÄtaUon. Bau, der, t. exltäs. 2. te8taUas. Z. -illrvtäs. y. lolämivelös. ^ Bauch, der, tm5. Bauchstossen,-v/. b^srarn^ak. Bauen, I. epitni, tsinLIni, rabui. 2. , lüläst mivelni. Bauer, der, xuialrt. Baum, der, -v/. die Baume, elöka. i Baumristcr, der, vxttöm68ter. Baumfrüchte, r^üirröltsäk. Baumhöhle, die, oäu, uäu. ' Baumlaub, das, levelesgajj. Baumöhl, das, kaolch. Baumrinde, die, kaböjj - kaüsreg. Baumwolle, xumut, g/uxott. Bayern, Luvüriu. Bearbeiten, mlvelni; äolgoLui. Bearbeitung, die, KölUtes. Beben, rekrbetni, remsgui, renZa^i. Becher, der, xobär, ivoxobär. Bedacht, der, bZ^elmeres, VIZ^ZLÜS; mit Bedacht, vlg^üLVL. Bedachtsam, vi^M-va, MSZZVN^ 6olvu. Bedanken, stch, niegünsrönui. Bedauern, lrLnni;'8-ijnÄlni. Bedecken, buborituni, bblexni. Bedenken, meggonäolni, elgonäolui, AonäolorL veuni. Bedenken, das, mezgonäolüs. Kein Bedenken finden oder tragen, min6en tovsbb! gonciolkoras nüüül vslumire liatu- I07.M MUALt. Bedeuten, I. jeleuteni, touni. 2 , ML- g^sraLNi. Bedeutend, NLZX, kLsmbetüny. Bedeutung, die, jeleiuss. Bedienen, i- kLoIgälm, lbolgälatra. lenni. 2 . fich, elui vvls, bLÜmät vsnni. Bediente, der, lnas. Bedingung, die, kvltötel. Bedrängte, der, s.' n^omorült. Bedrückung, die, n^omorgatäs. Bedürfen, trubolkoclni. Bednrfttiß, das, lrüKssZes äolox. Beere , die, boZ^ä. Befehl, der, r. xarsntsolat. s. ka- tulom. Befehlen, xarantsolni. Befehlshaber, der, ve-er. Befestigen, megero^Lwni, msglrötni. Befinden, i.tÄlülliiiiu 1 ick. 2 .fich, lLuai. Befindlich, talältsto. Bestecken, «kmotsbolni, b^wotsüolm. Befleißen, Befleißigen, sich, ig^e- kerni rcht». Bestieß, Befleißen. Befolgen, euAeclui, betel^68ltsiii. Befördern, etomorältlii, 86Aitni. Beförderung, die, elomoLältas. Befragen, msgberä^-st. Befreyen, meAkLÄbaächTni. Befreyung, die, ms^lrabLliltäs. Befriedige», Ickelvzitöui? Befruchten, I. kLaxockmi, tsn)-bl 2 sve Muni. 2. sich, nolbni. Begaben, megujänäökoLni. Begatten, fich, xaro-mäni. Begeben, fich, r. NISII»;, elmenni vLlabovs. 2 . metzL!8ui, tortänui. ltk-s^lvü. trülsiueb '84 Begebenheit, die, rortenel. B'gegaen, I. ajotalalai. 2. balini vsle. B-gehen, l-. -eikovouii, t 56 l 6 k 6 ilni. Einen hohler begehen, Klbärni. 2. taNaNi, ülai. Begehren, kivanni, akarni. Begierde, die, ülvansä». Begierig, Kkvsnva. Beginnen, 1. eliro/.äsai. 2. ksLäoclal. Begleiten, Ü68o>-ni, Ulrössini. Beglücken, lLsre'kts^sss tsnili. Beglückt, lr<>k0nt,s6s. Begnügen, sich, MoZ6l6Zoctai, Begraben, elteinouü. Begräbniß, das, tamotös. Begreifen, rc inaAäkankoglalni. 2. 6 rt nl, M«A«rtsrii, luogfoAni. Begrcisiich, mog 6 rrk«to. Begriff, dev- 1. f.>glalatja, summüjL valainiaeii. 2.me,gsogäs (colioo^tas) Beg>>üifen, lrölLontLni. Begünstigen, eloLe^ltiri. Behaart, krorös. Behagen, wikLsni, jül 65 Nl. Bchalteit, ansAtartanl. Behaltniß, das, tarto, tol:. Behandeln, känni vele. Behandlung, die, vol« valo banas» Behailvtcn, 1. ällltni, kiron),ltnl. 2. elnvoriii. Behauptung, die, allltas. Behelfen, stch, sersiteni inagän. Behend, kriss, üonn^ü. Beherrschen, uralüoäni rajta. Beherzigen, elomorciltni. Beherzt, Katar, msrokL; «atv. batran, meisHsii. -Behuf, der, 1. kalron. 2. lrüksoZ. Behüstich, feytt, ssZltsegül lsiiiii. Behüthen, mogorlrui, Nartaai. Behuthsam, vlgvüLo. Behutbsamkeit, die, vi^aLvsaZ. Bejahrt, «Itss, iclos. Beil, das, kLjkre, krekertrs. Bein, das,-ak. die Beine, I. läkkrar. 2. 6 A 6 lL läk. Z. tsoilt. Beinkleider , nsmötnaciraZ. Beisammen, «gvütt. Beiden, karapni, inarnl. Beißend, inartrango. Beißzahn, Kara<, 6 kogo. Bekannt, tuüvavnalä, osnrerstss.' Bekannte, der, esms.-os. Be auntlich, tuünivalo, koZv. Vekanntf.haf^, die, osinLr-usöZ. Beklagen, sich, ^anakroikoäai. ö r> V V. Bekleiden , I. rukarni, kelrukarni sich, rnKaLkoäni. 2. ein Amt be- ! kleidkit, tilLtS6A6t, kivatalt visolni. Bekommen, 1. kapnl, V6NNI. 2. esm. Bekränzen, m6gKotrorü?.ni. Bekümmern, sich, lrorsoskoäm. ^ Beladen, mLAterkelm. Belaufen, sich, ann^ira rnenni, ^ Belauschen, msglesni, kenilslm. i Beleben, lollcsslteni, elelLtoni. Belebt, elsven. ! Belegen, 1. ksksäni. 2. msgkrstiu. Z. inöZküntotni. 4. Mit Dielen belegen, ineZäslrkaLni. Belehren, I. megtanitni; fey belehrt, tanülü M6g. 2. inteni. Belrhruiig, die, tannsaZ. Beleidigen, rnogsertoni, rrlSAkantaa» Beleidiger, der, msßkanto. ' Beleidigt, msAväntoüott. Beleidigung, luezkanlas. i Beleuchten, rnegvilLAosltnk. ! Belieben, tstkrsiii. Beliebt, totlro, k6 Bericht, der, ln'raääs, tuäosltäs. h Berichten, birülÄkliii. Bersten, lreljelro^eäiii, kLnIrnäni. Äerllh 'N, lenni, n^ü^oclni. » Beruhigen, msZeuZokrtelni. l Berühmt, biros, N6vk76t65. Berühren , illotni, msgillotni. Berührung, die, boLräärös. Besäen, bävetni. Beschaffen, oU/ari; einerley beschafft seit, 6 Z/kormL. Beschaffenheit, die, tolchstonsäg. Beschäftigen, sich, soßlulutoskoclni. Be>chaftlgt, foglalutos- Leschaftiqnng, die, koglAl-rtossä». Beschämen, msZkLäZ^soltoni. Beschauen, moAuärni. Bescheid, der, välukr, kelolot. ü Bescheiden, astni, l'ränoi nelri. Bescheiden, r. 6ml>6rL6A6S. 2 . Bescheidenheit, die, i. f-smärm^säZ. 2 . olro5 mnAÄ vikxlLqtÄrtnLtntäs, eräsmeinei^ nsm liänvtLtäsL. Z. üstärtartäs» mngn märsslrlös. ' Bescheinen, räsütni, mezsütui, a' Bescheinigen, erositni, biron/ltni. Beschenken, msAnjän^älroLk,;. Bescheren, chänääkoroi, n 6 ni. ' Beschließen, kklteuiii MÄZäiiÄN. ' Beftzneiden, knriryülinotkLeai. ' Beschönigen, simituni, Beinreiben, lrovul lelrni. Beschreibung , lelräs. ' Beschuldigen, väkiolni, beväcloloi. Beschütten, orlrui, vsöelmerni. B-sch veren, 1. tsrkelni. 2. sich, pn- n^lrotni. l ^'schwerlich , nlknlmntlnn, terbss. Bffchky?rljchkeit,die, LlK^lmailLnsäg. Beschu-ören, kölär« Kern,. ö n V V._ Beseelen, lelkesiwiu. Besehen, msANsroi. Besetzen, I. möArÄkui» p. 0. IlLto- näü^al Z.' värnt, 's t. 2. bäültetni. Besetzt, 1. käralrott. 2. meZrakott, megrakva. Besitz, dirtok, biräs. Besitz nehmen von etwas, elkogl^llli vLlLmir. Besitzen, kirni. Besitzer, der, birtolcos. Besonderer, e , es, l^ülänös. Besonders, kivältkexpon. Besonnenheit , die, ». llz^elmsrä». 2. viZvä^äs, olrossäZ. Besorgen, etwas, 1- Zonäjär vlselni, Zomljäiiaü. leoni rä, Aonäoskoä- ni iülL. 2. elintSLrii. Besorgnisi, tartäs v-rlLMitoI. Besser, jobb, jobbcto. Bessern, 1. jodblt-mi, zu bessern, job- KLtuiü vuI 6 . 2. sich, jobbülui, Besserung, die, jobbüläs. Beständig, tsrtos, frUiltsleavLlo ; a. morgas. 2 . testi- -;)^L?^orlLS. megniäutLS. Bewegungsgrund, der, loälto olc. Beweinen, megrirotni. Beweis, der, 1 . hl?,oo^5äA, jel. 2 . MSAMUtOt35. Beweisen, msrzmutatni, bshironvitni. Bewenden lassen dabey,ohiiLnliÄgMi. Bewerben, sich um etwas, üerni, Kt- vctlomic. Bewerten, boüüu^ul, tLorui. Bewilligen, lioI^KonlisA^ni. Bewillkommen, Kokrönwui. Vcwirthen, moZvekiäsZolni. Bewvhncn, laüni 1 » 6 NN 6 . Bewohner, der,lalrns. Bewohnt, Müosokkal megkLallott. Bewunderer, der, tsuäalü. Bewundern, tsuääliii, dämulni. Bewunderung, die, tsuäälüoräs. Berv>lnderungswürdig,t 8 uäLlüoLäsrz molto. Bewurzeln, sich, megg^ökererni. Bewusit, tusivÄVLlo , tuävo levo. Bewußtseyn, das, lelkiesmöiet. Bey , 1. -uäl, -nol, moilett. r. -t)ÄU, -l) 6 U. Z. -IÄ, - 16 . Beybehalten , keontartani. Beyde, mioä a' Ü 6 t, miuä a' kettö, minsieniü, miuä üetteo. Beyderley, mioä o' Ü 6 t leie. Beyerisch, LavLrlai. Bayern, LavärM. Beyfall, der, tstlrSS.liel^beiiliAZVL». Bepkommen, iio/.LÄlLrkeroi. Beylaufig, mioteg/. Beylegen, l. üo2Lät6nni. Den Nahmen bcylegen, nevot ^äui, novLLüi. 2. sich, mogaiiÄk tulajclonltni. Beymesten, Glauben, diteit aä,ü. Beymischung, dis, ülrvöoleg/ltös. Beynabe, tsLlcnöm. Beysammen, eZvOtt. Bevspiel, das, peläa, zum Beyspiel lz. B). xslääoLÜ okäert. Beistand, der, seZttseg, ss.gsäölem. Benstimmen, eg/«t eiteoi vele. Beytragen, zu etwas, valamit ns- völoi, elomorilltni, seKitoi. Bezahlen, K-etoi, M6jch26tiii. Bezahlung, die, brstss. Bezähmen, meglrsliäitiii. Bezaubern, megtgöLiii. Bezaubernd, lZ«ro. Bezeichnen, jsg^erni, jslsnteni. Bezeigen, mutaurr, moAhixonvItni. Bezeugen, liedlroo^itni. Beziehen, sich auf etwas, tLölorm vaiamiro. Bezwingen, lcsnkrorltni. Bibel, die, Liulm. Biber, der, b.äl'rtor, Ü6i>IiotIi6ÜÄ,liöu^rös!lSL Bieder, äorok. Biegen, üchmul, sich, üajlam. 8 2 6 kr Biegsam, Kajlos. Biene, die, meli. Bieilenfreffer,der,xirixio^urx^ÄlÄg. Ucnengarten, der, melmskert. Bienenhaus, das, melies. Bienenkorb, der, niedkas, Köxü. Bienenschwarm, der, raj. ^ Bienenstock, der, kopü, mebiras. Bienenwarter, der, mestekr. Bienenzucht, die, mölitL-tas. Bier, das, ser. Biechm, Ljäni^nl, Irinälni vels. Bilb, das, Bilden, I. kormälni. 2. olrtLtni. Z. sich, MLALt ^aileroLni. Bildergallerie, die, lrepes^üjtsmeli^. Bilderrahmcn, KexrämL. Bildhauer, der, ke^Metlro, koxka- mgo. Bildniß,das, kchx. Bildung, die, I. termet) formn. 2. loriNslüllas, ^^1161020.6^8. Billig, illenäo. Billigen, del^kenlisg^ni. Binden, kütni, möAkötn'i, stch au etwas, MÄgär valamiiier t-rrtAlii. Binder, der, doclaär, pinter. Binnen der Zeit, sr iäo Binse, die, lväkL. Birke, die, nvlrka. Birnbaum, der, lrörtvelvka. Bwne, die, körtve!/. Bis, I. ig. 2 . MIZ, a' meääiZ, bis wohin? mec! 6 ig? . Bisamthier, das, xv-smÄ. Bischen, lr 6 V 65 , liitsiiivke. Bischof, der, küspök. Bischöflich, xüs^oki. Bisher, ecläiz. Biß, der, lmr-rpas. Bissen, der, kalLt. Bislhum, das, xüsxükLLZ. Bisweilen, näkL. Bitte, die, lrsräs. Bitten, Kerni. Bitter, 1. Ireserü. 2. kessrves. Bittererde, müris« Bitterlich, kessrün. ^ 65 erv 6 ssn. Bittschrift, die, iiistäntLin, keroiräs. ! Bläschen, düjLZotskL. Blase, die, dojaZ. Blasen, küjui. Blaß, liÄlavän^. Blaßhuhn, das, kLärtsa. Blatt, das, ka- es l^onvv- levsl. Blatter, die, liimio. ö n V V. _ ,8 7 Blattern, ilimIoLni. Blattlaus, levelt-lr, üorpakersL. Blau, lrelr. Bläulich, kekss. Bleiben, MÄrLäni, MSAMÄI-Ällni, flehen bleiben, meZAllsui; hangen bleiben, megakLäni; bleiben lassen, nem t 86 l 6 k 6 cini. Bleich, lralsvLN)-'. Blenden, trsms ksmi^st elvenni. Blessiren, M 6 z 56 li 6 sttni. Blessikt, M 6 A 86 b 68 eä 6 tt. Bley, das, on. Blick, der, tskintet, N626S, ^illaMLS. Blicken, ib^intsni, NSLNI. Blind, vak; blindlings, vaktLban. Blinken, ksiilo^m, villoAui. Blitz, der, I. vitlämläs. 2. menlro. Blitzableiter,cher, mou/lcoko-ö. Blitzen, villamlani. Blöde, i. tomx-r. 2. kvlenlr. Blödigkeit, die, eg/ÜMü^Z. Blödsrchtig, rom^a lätLsü. Blöken, deZetni. Blond, l?.6k6. Bloß, I. ^ukrtL, lro^Alr. 2. tsalr. Bloßer, e, es, meLltelen, tsux^. Blühen, vit-AZOLni. Blühend, virä-LO. Blume, die, viräZ. Blumenblatt, das, virä^levsl, lrirom. Blumenkelch, der, virä^tok, Blumenkohl, der, kärtiknla^ Blumenstaub, der, Klmx>or. Blumicht, virggos. Blut, das, V 6 I. Blutarm, küläüor. krsgsn^. Blüthe, die, viräz, viräzräs. Blüthcutage,/)/. virgßLO ikjüi naxolr. Blutig, V 6 L 68 .? Bkntigel, der, naääl/, piätLa. Blutrotl) , xiros mint a' vsr. Blummlauf, der, vsikervnZes. Blutwurst, die, vsreskurka. Bock, der, Kak. Bockkäfer, der, trimrindogttr. Bodens der, 1. k^nsk, ^1!v. 2. xg- cliweniom.A. kolkl; zu Boden schlagen , kolclkÖL V 6 ryi. 4. kärtmjch» pLcllas. Bogen, der, I. KsLiv, ijj. 2. Lrkus, i. i. ^astiros. Bogenschütz, der, nvilas, n^u-rrä. Böhmen, ^8sliorkLÄ8- Bömisch, Iskliül. «Bohne, die, bab. 188 § L o k ö n ^ V. Bombe, die, bsmbi. i Boot, das, tsänak, lastlk. 1 Bord, der^ bajökröls, bajo. Bordirt, paliromäntos. Borgen, l^öltsön venrn. Börse, die, k^eroskeclok Z^ülskeret- bÜLÄ. Borste, die, Sorte. Böse, >. rolrkr, r-onokr. 2. baiNAOS. Bösewicht, der, AvuolLtävo. Boshaft, nisrAks, ZvnoH. Bosheit, die, ZonokrsäZ. Botanik, die, botänika, küvskrtuäo- INciNV^ Bothe, der, külstött, követ. Brachfeld, ugar. Bramse, die, böAöl/, pütsik. Brand, der, «Zäs, g^übrstäs. Brandmarken, martr.ongani. Branntwein, der, päl/iuka. Braten, Id sütui lxotsenvot). 2.nr6A- sülni. Braten, der, xotsnn^s. Bratenwender, der, ^«tsen^ekorgato. Bratspieß, der, Bratwurst, die, Kolbäkr. Brauch, der, krokäs, möü. Brauchbar, balrnos, balrna vebsto. Brauchen, bakruätvenni, baH- nälui. 2. ich brauche, Iläksiu KklI. Brauen, kürni (sert). Brauhaus, das, serkÜLobär. Br-UlN, barua. Bräunlich, barnäs. Brausen, süvölloui, m/nr Braut, die, men^akLkronv. Bräutigam, der, I. völozän)'. 2. mätkä. Brav, cloräk, betsületos. Brechen, I. törni, kltörni, Iritörni. 2. Stein brechen, kövot vägnl. Z. kenrlort törni, tilnini. 4. das Wort brechen, rnsglreAni knZaääsät, N 16 A- masolni lravät. das Herz brechen, rnogkkserttni a' krlvst. Breit, krelos. Breite, die, kLÖlsssäg. Brennbar, äßbotö, g^ülacibato. Brennen, I. «Zni, 2. ö^etni. Brenncfsel, die, tsalänr. Brennholz, das, rüLil'a. Bret, das, clekLka. 7?/, die Bretcr. Vrey, der, P 6?7 Brief, der, Irott level. Brille, die, okulär. Bringen, 1. borni, vinni» 2. tsrsrnni. Z. okorni, rrernrni. 4 . Opfer bringen, äläorni. L. dahin bringen, ann^irÄ vinni, weit bringen, sakra vinni. 6 . in den Ruf bringen, ei- üirositeni. Ehre bringen, betsüle. tör« välni. 7 . auf die Welt bringe» , lrMni, borni a' vilärra. z. ronclolni, elrenäalni. 9 . kololrtam. Brod, daS, Kenner. Brombeerstrauch, der, mälna. Bruch, der, töräs. Brücke, die, biö. Bruder, der, törjü testvär, ötse V. bätva. Brühe, die, loves, lä. Brüsten, orültni, bö'Zni. Brummen, moroßni, clünn^ÖAni. Bruuueu, der, küt. Brust, die, 1 . inejj. 2 . lrüZ/. Brustbein, das, innjjtsnnk. Bruststoße, die, rnojjlrärnv.l Brut, die, I. kotläs. 2 . köl^ok, ^oroncl. Brüten, költoni, kotlnni. Bube, der, r. ß^orniek. 2 . Zarembrr. Bubenstreich, der, ^onnkrtsu. Bubenstück, das, ^arsä^. Buch, das, 1 . Köll/v. 7 ,/. dieBücher, 2 . kontv.. t. i. ^apirvs. Buchbinder, der, Kön^vKötö. Buchdrucker, der, Könvvn^omtatä. Buchdruckerkunst, die, Kön)vn)-oin. tatäs nrostersä^e. Buche, die, bikka. Buchhalter, der, krämaää. Büchse, die, katul^ätska. Buchstabe, der, botü. Buchweitzen, der, x>obänka. Buckel, der, i. bät. 2 ^xnp bätpüx. Bücken, sich, bajlani, leb-ljlLqi. Bude, die, kis bält, Büffel, der, bivaj. Bühne, die, kateära. Bündel, das, tsoinä. Bündniß, das, krövsttssg. Bunt, tarka. Bürde, die, toreb. Bürger, der, poIZär. Bürgerlich, p«>gäri. Bürgerschaft, die, xoIZärsäz. Bürste, die, Koky. Busch, der, bokor. Büschel, das, tsnmo, kürt. Buschspinuei, die, rnaäaräkrxök. Buschwerk, das, liZot, barakLt. Bilsen, der, Kobel. r o k o n ^ v. rtztz Buscittirauß, oer, bokrsta. Büsten, etwas, mezlakolni valn- midia; mit dem Leben buffen, öie- wvel lnl^olni. Nutte, oder Scholle, lellreZülrö. Butter, die, vaj. Buxbaum, der, pul^äng. L. , das, olcl^llrolru, mürsum. Cfffeehaus, das, Küvette. Culife, der, li.nlitn, klel^rarro. Cumeel, das, revo. Cunal, der, i. t^ntornn, lruriälis. 2 . lroros tenger. Cmarische Zrrfeln, lcnnnri lLi^srek. Caudidat, ^UjisäZrL menenäo , V. liänäichrlt iljü. CüUlttbalen, Xmerikäiian sr t^nillli tri^eisir vnct lskosi. Cap, der, jövenien^^e^ lolin. ' Caravanc, vänclorlo, ürnrn tnr-snsüA. Canttol, knrnioltto. Cn'pathcn, die, n' kni-pnius llsZ^ei. Cuoälier, der, ^nvnller. Kavallerie, die, iovL-,8«^. Cuvallerist, der, lovasttnrona. Cmlilcr, der, »iä/8n. Chagrin, LU^r-ndnr. Chalccdon, ttulr-'eclon. Cha-lialeon, KumeieonZvelr. Chamille, die. mereltLeKkn. Charakter, der, i. ermeneto jel, be- I/SZ, je^/. 2 . eichülisr tuiN)clvn- rch , !-'-lr^kter. Charfreytaa, der, lhln^xenrek. Chemisch, klrLinini. Ch-maee, die, lnine-rin. Chor, das, Iv«!U8. Christ, der, KeielLtven. Christenheit, K^-eL'-tt/ensex. Christcukhum.das, llerelLt^envullas. Christnacht, die, k.nrüison)-' ejtrakchn. Chromium, das, lrrömiumertL. Churfnrst, der, Vnlusrto klertreZ. Citadelle, die, l^rsvur, erosseZ. Cither, die, tritei-n. j Citronc, die, trüi-om. Clerisen, die, nevenäek pn^säg.' Clima, das, klimn, eZbchlnt. Cochenille, kosenilla. Colonie, die, Kolonie, üjjules. Comitat, der, vnrmeg^e. Cvnch^lien, -v/. ten^eritsißälr. Constantinopel, XonsräniLlnä^nl/. Cornctdaum, I. somkn. 2 . g^ürüka. Coporal, der, llaplär. Corfar, der, rengeil rolvch. Croat, der, Horvüt. Croaticn, llorvätorlraZ. Cur, die, vrvoslns, trürn. Cnraffier, der,chönn/ü vnsns liutonn. Cylinder, tLilinäer, llenZer. Cplindrisch, Zömbojetz, ttenZerZäs. L. a, I. ltt, ott. 2. miclon, mikor. Dabey, melletie, n' melleti. Dach, das, keclel, reich, bÜLkeclel. ^ Dachs, der, Kor?. Dachziegel, der, rsere^rslnäel/. Dadurch, nrälinl, Dafür, NLsrt, erette. Dagegen, eilenden, NL eilen. Daher, >- onrum. 2. nilonnaa. Dahin, i. och, , iäe, urrn. 2, ich DüMahlig, nkkori. Damahls, akllor. Dame, die, alLlLon^säF. Damit, I. urrul. 2. ttoZ^,areN damit nicht, ne ii0Z>. Damm, der, Aät. Dämmern, niksuvocini, lLÜri^ülni. Dämmernd, i-omäi/vL. Dämmerung, die, nlkon^olläs, l-ü--. i^ület. Dämmernttgsvogel, der, le^Ke. Dampf, der, 8 «r. Däne, der, vnnus. Dänemark, Dunia. Dank, der, llöi'Lnuel, dsiällntossZ^, Dankbar, Käiüclatos. Dankbarkeit, die, iiÄlaäatossäA. Danken, Kölrönui. Danksagung, die, Kölrönet. Dann, ariltän, nki-or. Daran, aron, arroi, rchtn, rea. Darauf, nrra, eri- 6 , rä, ÄLutnn. Daraus , nbbnl, ebbol, onnan. Darben, lLÜlrol^öcini, velLoclni, Darbieten, chünlani. Darin, benne, nbbnn. Darm, der, bei, bslsö rvkr. Darmkanal, der, beltturkn. Darrmvurm, der, dellereZ. Darnach, arnlän, s' krerent, Darsiellen- elonllni. Darstellung, die, elöÄääL. 8 / 6 K ö n v Der, die, das, i. ar, a'. 2. ar, jyo Dartbun , megkiron^itm, elüalla'i. Darüber, drüber, arröi, a'kelett,. aronkelül, rsä. Darum, arert. Darunter, körte, körtök, alatta. Das, ar, a', ar a', ar ar, art. Daselbst, Ott, ug/ao Ott. Daseytt, das, letel. Dasjenige, s. derjenige, ug^an ar. Daß, llog^. Dattel, eg^chtomi krilva. Dauer, die,tartossag., Dauerhaft, tartös. Dauerhaftigkeit, die, tartossag. Dauern, I. tartaili. 2. megmarallni. Z. bänni , traani, du dauerst mich, Lajnällak. Daumen, der, liüvel^kujj. Daumensdick, llüvel^kn/i vastag. Darrre sort, mara 6 j weg toväkb is. Daran, akköl, ekköl, arrol, eiröl, attol, onnau, davon gehen, OUIIÄN elmenni. Davor, iniatta. Dawider, ar eilen. Dazu, akor arra, reä. Dazumahl, akkor. Decke, die, 1. keäel, xaäläs. 2. ta- karo, takarocirö. Decken, keäni, bekeänk. Destniren, msgliatärorni, lelrni. Degen, der, Karä. Degenscheide, die, Karällüvel^. Dehnen, terjekrteni, sich, terjeäni. Dehnbar, terjeälleto; laxltllatö. Dein, tieä. Deinetwegen, te miattaö, ertecl. Deinetwillen, te raä nerve. Dcinige, der, die, das, a' tieä. Deliquent, der, a' llünös. Delphin, der, äelün. Demnach,«' krerönt, ollerkexest. Demohnerachtet, megis. DkMonstrireN, megmtrtatni. Demungcachtet , minäarältaft Demuth, die, alaratossag. Denken, gonllolul, gonäolkorni. Denker, der, gonäolkoro Linker. Denkfreyheit , die, gonllolkoräsbeli krall aclsag. Denkmahl, das, emlekeretjel, INO- numenturn. Denkungsart, gon 6 olkoräs moäja. Denn, i. inert. 2. lls. z. tsakug^an. a. mint. Dennoch, megis. smar, einer. Z. a' ki, a' meliv. Dereinst, valalla, egvkor. Dergestalt, ann/ira, ÜZV. Dergleichen, iil/en, ill^enek,oll^. nok, iiftmnkorma, ar 6 Uel 6 ,und dergleichen, 's töllll elkele. Derjenige, diejenige, dasjenige, sr, ar ar , uZ^an ar. Dero, ar slr, (Ligvelmeä). Derselbe, dieselbe, dasselbe, ng)mn s?. Desgleichen, nem Külömllea. Deshalb, erort, arert. Desto, armäl, UM desto, auaäl. Deswegen, arert. Deswillen, arert. Deutlich , vilagos, vilägosau krein- lletüno; »r/r-. viiägosan. Deutsch, Nemet; rrrtr?. oemetül. Deutschland, dlemetorkrLg. Diamant, der,gvemänt. Dicht, sürü, tömött; sürün. Dichten, költeni. Dichter, der, xoeta. Dichtkunst, die, verskrerres. Dick, 1. vastag. 2. sürü. Dickbelaubt, si'trün lleleveleärett- Dickleibig, teste», vaskos. Dcmüthig, aläratos. Demüthigen, megalarrii. Denen, aroknak, aus denen, L' orsi^ellllö!. Dicke, die, vastagsäg. Dickigt, das, sürü erciö, V. llokros. Dieb, der, tolvaj, rsivän^. Diebstahl, der, tolvajsäg. Diejenige, ar, ug^ao ar. Diele, die, clekrka. Dienen, I. krolgätui. 2. llakrnäliri. Diener, der, krolga, Inas. Dienlich, llakruos. Dienst, der, lrolgälat. Dienstag, der, Keäll. Dienstbuch, der, tseleö. Dies, dieß, od. dieses, er, ert. Dieselbe, ar, ug^anar. Dieselben, ar klr. Dieser, e, es, er, emer. Dieserhalb, erert, ereil okllöl. Diesesmahl, most, er üttal. Diesseits, innen, erröl a' rekrroll Dieß, er, ert. Digestivsalz, das, emekrto sä. Ding, das, llolog , (ire). Dittte, die, tenta. Dintenfaß, das, kalamäiis. 8 r okön^v. Tintenfisch, od. Blackfisch, der, teu- lÄlvreg. Distel, die, stogätsstörü, tövis. Division, die, ol'rtähv. Doch, megis, tsost ug^Äii, rninstA/- isl; doch nicht, meg sem; da doch, kolott. Dohle, die, tsöko. Dohne, die, sturost, tor. Dolmetscher, der, tolmäts. Donau, die, äun.i. Donanarm, der, äuu-r ä°g. Donner, der, I - meristörgos. 2 . inensto. Donkierieil, der, moosto. Donnern, menstorgeni. L^Merstaq, der, tsötörtüst. Donnersicahl, der, monst«. Donnerwetter, das, 6 Zi stäborü, meoclorgss. Doppelt, stettos, stktkreios. Dorf, das, lü!u, stolvseg. Dörfchen, das, Kis istlu. Dorn, der, -o/. Dörner, ös Dornen, tövis, tüsste. Dörren, 1 . akrolni, lUstst-ilD-rni, stt?/. Durchgang, der, sltaljäräs. Durchgängig, sltÄlkn toZVA. Durchgehen, ait-ckinolini. Durchgehends, alrsljädsn. Durchknetcn, mogg^ürni. Durchkriechen, KeielLtül bujni. Durchlaufen, slmtsuwi. Durchfchnilt, im, sltsljLbsn. Durchfehen, sltslnorni. Durchsichtig, sltsUätiKo. Durchsichtigkeit, die, sltLllLtlräsäZ. Durchstreifen, ölrvejärni. Durchziehen, sitslküriii. Dürfen, ich darf, llstok, -Ketek, ksradall); ich darf nicht, Iiekem neni leket, uem sr^bscl. Dürftig, lLÜkölkoäo. Dürr, krärsr. Dürre, die, lHa-ssx. Durst, der, lLomjüssg. Dürsten, dursten, lroichüliorni, mich durstet, sromjükorvm, illatnäm. Durstig, lLomjü^oLo. Düster, I. setkk. 2 . komor. Dutzend, das, tütret. E bbe, die, und Fluth, tsngeij^is«. Eden, Is^vs, eg^enlo, 5ik; , fo cden, tssk rnost. Ebenderselbe, ug^sn SL. Ebene, die, teisöß, sLKsstZ. Ebenfalls, lisüonlokö^pen. Echo, der, vilktrÄksilgLäs, ekko. Echt, igSL, vsIvSÄZos. Ecke, die, Reglet, rüg. Eckel, der, I. unslorn. 2. tsöniörir- tollräs. Eckelhaft, rüt, unäok, utslstos. Eckig, sregletes. Eckzahn, der, «Z^sr. Edel, nemes ; neinesen. Edelgestein, ärägsko. Edelmuth, der, nemes1eIKÜ5e§. Edelstein, der, ärsALkö. Edler, e, cs, neme«. Egge, die, borona. Eggen, boronklm. Egypten, Lg^ixtom. Ehe, die, ksrsssäg. Ehe, eh, ininekelotts. Ehedem, I6K0H, or«lött. Ehegatte, der, KsrustLiL. ^Ehcmahlig, ksjcl-irii, rö^'i. Ehemahls, roKkll, llchciLn. Eher, elobb, llsiuaiLlib, inkäbb. Ehern, rerbol vslo, rsr. Ehestand, der, llsr^LLü«! ölet, kä- rsssk^. Ehre, die, I. betsüiet tikrtessez. r. kr6reiit56. z. llitsosseA. Ehren, tikrteini, ketsülni. Ehrenkleid, düs, megtilrtelo Konto;, Ehrenpreis, der, Veronika, lii- tsolü. Ehrenwort, das, Kitei, emdeisö^ere vslo togsääs. Ehrenzeichen, das, trkrtezsöZtötel. Ehrfurcht, die, tilrtelet. Ehrgritz, der, nagvr-vvä^äs. Ehrgeiyig, nsZvr-,vüg>'o. Ehrlich, jo, jsiridor, detsületes. Ehr, lich »vahrt am längsten, a' ki Ke- txöletes koltig ketses. So wahr ich ehrlich bin, betüületeinre NWIL- äoin. Ehrlichkeit, die, järndorsnA. Ehrwürdig, tisrteletre Uiölto. Eibisch, tojeimälvvÄ. Eichbaum, der, töiZ^sL, tserks. Eichel, die, insiek. Eicheitwald, der, tölZ^sLeräo. Eichhorn, das, oivKuL. Eidechse, (Eidcxe), die, g^ik, xvek. Eifer, der, burgoSÄA, jg^ekeret. Eifrig, borgt). Eigener, e, es, s' magäö; tulsjäon. Das ist ihm eigen, SIL nöki tuläj- lloris v. kroksss. Eigenheit, die, kttiönö» tulsjclonscch Eigenliebe, die, mnga kreretet. Eigenntltz, der, b-rlronv-tä-Urss. Eigennützig, lislro, vnäälro. Eigenschaft, die, tulchllonsäZ. Eigensinnig, »vskss. Eigenthum, das, tulchclon, jösräz. Eigcnthümlich, tuiajäon. Eigentlich, to1«jsnvLlö. El» gentlich, ttt/r». tulsjllonkö^en. Eiland, das, lriget. Eile, die, «ietsög. Eilen, siotni. Eilfertigkeit, die, nsgv sietsöZ. Eimer, der, »K6, tsebsr. Ein, egv, valski,, vslnrnell/. Einander, k-g^mäs. Ein andermahl, m-l55ror. Eittbilden, sich, ^oollolni, köj-relml 8 L 6 Ic sich etwas eindikden, rätsrlani ma- j xät, ellrinni rnLxät v-tlamiben. Einbildung, die, lre^relüäes. Eillbrechen, betorni, berontani. Einbringen, I. kixüeolni. 2. bekAj- tLNl» bell 02 ni, e. /. > Einbruch, der, bvrontäs. Eittbülsett, ». elvetrteui. 2. üärtvsl- lani. Eindringen, bslistni, ken^omulni. Eindruck, der, I. beliÄta». 2. SILLS. Z, er». Einerley, eg^kele; mintexx- Einfach, «ß^kLerss. 2. eg^üz^ü. Einfall, der, Zonä»I»t, tÄlLlman^. Einfallen, 1. be^ülni. 2. elrebs jutai. Einfalt, die, e^ÜZ/üsex. Einfaffen, de^erlteni; körülvenui. Einsinden, sich, m^tzjklenni. Eiasiuß, der, 1. l» 6 koI^.-is. 2. üelra- kaäasa eg^ virneL masilrbs. Einförmig, Einfuhr, die, bsvitel, dälioräs. Einfuhren, kelällteni; eingeführt sind, lrolväsb-rn VANiiLlc. Eingang, der, beinenotel. Eingehen, l. döctlini. 2. A6rjel2wni. Eingebildet, ma^ärül s«kat kitvü. Eingelenkt liajlos, trelrrs olrtatott. Eingemachte, das, betsin-Ui. Eingenommen werden, bevstetni; eingenommen seyn für etwas, so- IlLt ltinni v»!-iniiroI. Einzepragt isi, Kel« van 61 tva. Eingerichtet,olrenclelt.ÄiliÄlmLrtÄtott. Eingefchlessen, derärva. Eingeschränkt, 1. kLtäil»Il üö2e lro- nttAtott. 2. kroros. Eingeweide, die, lrel, k>elsöres26k. Einheimisch machen, megkoktstni, tsn^skLtetni; ist einheimisch, ün- r. Vor einiger Zeit, eg/ 6 s- rsb iöävel 62 elott; einige, N6- , mell^, H6ine1l/sk, inäs, nräsolL; ! egvne^änv. Einigermaßen, näinell)» i-k'lirbeu. Einkausen , venni, vässrl/raü » Lnv v._' Einkehren, mezHäHLni, be^LsIlLni. Einkletdcn, 56 lölt<» 2 t 6 tni. Einkünfte,/»/, jüveäolem, l>26t6s. Einlasten, botsätni, t)66rel2l6ni, stch, bei« erelrckeclni a' üoloAba. Einleitung, die, beve^tes. ElNMahl, »- e^krer, vs- laliL; noch einmahl so viel, IN 6 A mej; ann^i. 2. tssk. Sieh einmahl, N62ä tsak. Auf einmahl, eg/lrerre. Einmischen, stch, bei« elkA^eäni. Einmüthig, M6A6x/62V6, 6A), ertelemniel. Einnahme, die, jöveäelem. Einnehmer!, I. trevenni, p. 0. orvos- »ÄAOt, 's s' t. 2. bevenni, 0. valsmibol. Z. Jemanden für sich, l6lrötel62ni, 'sa' t. /. Erngenommen, Einpacken, deralrni, bk^iil^olni. Einprägen, trelkn/omiii, delöoltuni. Einreimen, lrek2ttnl; tallArttni. Einrichten, elinl62ni, 6 lr 6 !icl 6 lni. Einrichtung, die, I. elilit626s, I 6 L- äeles. 2. ltä2iek2lro2. Einsalzen, besärni. Einsam, MÄßänos, MSAÄNOSÄN. Einsamkeit die, maßLnossäZ. EinsaMMclN, ll 6 f 26 ckni, os 2 Vok 26 ni. Einschlafen, ol^luclni. Einschlafern, 6 lKltLtni. Einschlagen, 1. dävorni. 2. oäa tar« t 02 NI. Eittschließcn, r. körül venni, koxni. 2. k»62ärni, r6lr6s2teiii. z. sich, ds- rärlc62ni. Eittschluckcn, ben)? 6 lni. Einschnitt, der, roväck. Einschränken, sich, msrsäkklni mLZ^r. Einsehen, lätni, ältÄllärnl, tliäni. Einsetzen, dswurli, b 6 l 6 t 6 »ni. Einsicht, die, r. belätäs. 2. esmkrelj 6 > wlem. Einsiedler, der, rsmew. Einsmahl, 6A>l2kr, 68 X^or. Einspannen, bekozni Ä' lov^kak. Einsperren, d62Ürlii , r6k6k2teni. Eittspinnen, sich, mazät bsl2Üiii. Einst, «s^l-er, eg/lror. Einstens ^ 6Z/l26r, v^lLliÄ. Ernstccken, belsäuZni, böäuZni. Einstellen, kklben liL8^"ü Einsturz, der, lerüZväs, leäülLS. Eintauschen, k«l- V. elrserelni. Eintheilen, ei- V. seloktÄNi. Emtheilung, die, lelolLtäs, r<>4 8 2 6 k o n > V. (Eintracht, die, exvesseg. Einträglich, jöveclelmes, jo jöreciel- mü, kalrnos. Eintreten, kelepni, ksmenni. Einwilligen, m6A6^)'6rni kennv. Einwilligung, die, megeg^e/es. EEinwvhncr, der, lsllos. Einzeln, «g^6i>, oMZsnos ; ttckr-. e^enkent. Einzichen, kesrivni, /?. o. Zer-eK-o/. Einzige, der, die, das, tsupäu egv, ein einziger, egvetleo egv; «Av. einzig, tsupän tssk. Eis,das,j68; zu Eis, j«88^ Eisberg, der, jegeslle§^, jeg^Z/- Eisen, das, vas. Eisenbergwerk, das, vÄsbän^a. Eisern, vsskol vslo, VÄS. Eiskloße, meginclült jeg clarskoll. Eismeer, das, jeges ten,8«r. Eisscholle, die, jeg llsrak. Eitel, tseltsnp, kivalllollo, klü. Eiter, der, 8«nvett8eg. Eitler, e, es, KivalKoclo. Elbe, die, sibis vire, Elefant, der, elelsot. Element, das, elementom. Elend, das, nvomorüsäg. Elend, nvomorult; bolclogtslan. Elephant, der, elelsot. Elfenbein, das, eiekänttsorlt. Ellbogen, der, Kön)-olr. Elle, die, res, rof. Ellenbogen, der, Könz'oll. Ellenmaß, rek, mero res. Elster, die, trarlls. Eltern, l^ülslr. Empfangen, I. venni, rekresüloi vslsmikeo. 2 . kogallni, elkoZscloi. Empfänglich, i. slkslmstos vslsmi- oell elfoAsllsssi-a. 2 . eireken^. Empfehlen, sjsnlsni. Empfehlungsschreiben, das, ajänlo level. Empfinden, ere,ni. I Empfindlich, er/.eken/. Empfindung, die, erres. Empor, lel, kellele. Emporsteigen, felemelkeäni. Empören, fich, kelkskorollni. Emfig, sereiiv, lLor^slmstos. Emsigkeit, die, seren^sex. Ende, das, I. veg; zu dem Ende, «' vegre, a' konusn. 2 . trsläl, utol- 8Ö ors. Enden, vexsrni. Endesgefcrtigtcr, slsKK Ktt. Endigen, ve^erni, fich, veze-öäm. Endlich, vegre. Endzweck, der, vegtrel. ^ Eng, kroros, lLÜk. " Enge, die, k?.o>o88Äg. ' ^ Engel, der, sug^sl. ^ Engerling, der, rseieboZäi KuKÄn Enggespitzt, xüpos. England, ^ngllL. Englisch , 1 . ^urstliU. 2 . sng^ali. Enkel, der, uooks. Entbehren, ellenni näls nelkül. Entbehrlich, elllerülketochelesleAv-tlo. Entblättert, leveletlen. Entblössen, I. llitaksrni, rne^ko- pskritni. 4. megkoHtsui. Mit entblößtem Kopfe liÄjsllon lovvi. Entdecken, 1 . kelleäeLni. 2 . ellke venni. Z. lriitvllstkortstui. Entdeckung, die, tLlälmän^ , üj se!. tslsläs. Ente, die, retre, rutra, llstsa. Entehren, megdetsteleuitrii. Entfallen, kiesni sr ebrekol. Entfalten, sich, lickejtöriii. Entfernen, eltsvortatni; sich, eltä- vorni. Entfernt^. tävollevo ; weit entfernt, igen tävol; oel^kog^ .... « Entfernung, die, tävosvsäZ; tävoh. letel. Entstiehen, I. ellutni. 2 . elkeiülni. Entgegen, eilene, eleibe, ellenebe. Entgegengesetzt, ellenkero. Entgehen, elkerülni. Ettchalten, I. mag-idsn sogl^lni, len- ni kenne. 2. sich, megtartörtatlli magst. Enthaltsam, megtartortato. Entkräftet, erotelen, elz^enZült. Entkommen, meglrakaäuloi. Entlassen, eleres^teni, elbotsätani. Entlaubt, leveleitol megfolrtatott. Entlaufen, elkLalaclin, ell'utni. Entlegen, tävollev». Entlehnen, kültsön venni, lreriii. Entreißen, llirngnäni, elvsnni. Entschädigen, klelegtuii, kärät k>- pütolni. Entscheiden, elvälkrlLtani, inegilelni, megliLtärorni,; lteletet korni. Entschließen, fich, leltennl MÄZÄbaN, rävennl magst vslamire. Entschlossen, MÄg^t el5rsnt, bätor. Entschlossenheit, die, msgLellLämk 8 2 6 k ö n ^ V. Entschlüpfen, kitsülrni. , Entschluß, der, keltstol, meZÜLtaio- rott träliäslr. Entschuldigen , montsni. Entschuldigung, die, mentseZ. ' Entsetzen, das, kelelem, rett6F6S. Entschlich, iltOLtLto, rettonotos, ke- letts Nk>^/; rstteootesen. Entspringen, l. elkLÄtaclni. 2. oreäni, frärmLLni. Entstehen, tämaäni, krärmsLili. Entstehung, die, «rollet, srärmÄräs. Entstellen, kltsukitni, rutitni. Entweder—oder, vsZ/—vax/. Entwenden, kl!oxni, elsilrkakrtani. Entwerfen, rajrolni, testen!. Entwickeln, sich, kikejtorni. Entwickelung, die, kikesiores, lti- monetel. Entwischen lassen, ellrökni, kag^ni. Entziehen, I. elvonni, rne^vonni töle. 2. stch, MÄZÄt kivonni. Entzückend, g^önvürkölltetö. Entzückt, örvsnclero, orömke merält. Entzünden , mogg^üjtÄni, sich, MLA- ß^ülni. Entzündung, die, K^ülnlläs, tüLes- S6A a' tÄZÜLN. Entzweycn, l. eg^mastol elvälatr- tLNI. 2. sich, M6ZhnSOnlLni. Er, I. 6, er hat, nek! van. 2. kenll. Erachten, meines Erachtens, ar en iteletem krerent. Erbarmen, sich, rnegkränni. Erbarmend, kLän-iKoLö. Erbe, der , örülcös , öröirseAken rekres. Erben, öröüsegül n^erni. Erbrechen, sich, sjenlLn! mugät. Erbitten, meZenzehLtelni. Erblich, örobos, oröksegi. Erblicken, lätni, me^lätni. Erboßt, meZhokrkrnnllollvL. Erbschaft, die, öroksez. Erbse, die, Korso. Erdapfel, der, krumxli. Erdbeben, das, kölllinäüläs. Erdbeere, die, ezier, källli eper. Erdbeschreibung, die, küllllelräs, gso- ^ xrr. llomkorü. 2. N6M6S, lli- tsö, kelse^es, ko, kelsö. Erhalten, >. nreZturtÄni, kenntLktnni. 2. kupni, venni, nyerni, mez- n^erni. Z. sich, tnplälni nia^ät. Erhalter, der, niegt^rto. Erhaltung, die, inezmrtäs, kenn- tnrtäs. Erhaschen, megkaxni, megrnZLllni. Erheben, l. kelernelni, emelni z). o. tilr,ts6gre. 2. ein Eeschrcy erheben, hinbäini. Z. sich , telemelhellni. 4. sich, tnmnllni. Erheblich, NÄZ)', kremketüno. Erheitern, sich, lneZvillamüliri. Erhitzt, nehi ineleZellett, Erhöhen, I. emelni, kslemelni. r. nevelni, nng^odbitni. Erhöhten, sich, megüjjülni, villülni. Exhohlung, die, megüjjül-is. Erinnern, elnIölreLtotni, sich, ern- lebe-Lni. Erinnerung, die, eiyleüeLst. N 2 Z 2 6 k !i n v v. j iy6 Erkalten, meztiülni, liläe^säni. Erkennen, ». meZesmeriii. 2 . mez- viiUnni. Z. zu erkennen geben, ki- nvilLtlrc>2t«tni. Erkenntlich, KäläclLtos. Erkenntlichkeit, die, kinläöatorsäA. Erkenntniß, die, esmeret, megvs- meres. Erkiesen, välakrtLni. Erklären, I. megm^g/srärn!, naeZ. vilnZosittti. 2. jeleiiteni, ^ijelen- tcni. Erklärung, die, mAAVÄrsLLt. Erklimmen, keUnälLlii rä. Erkttlinen, sich, merni, bätorüoäiii. Erkundigen, sich, tuänkoLääni. Erkttudigung einziehen, tuäÄkoLücini. Erlangen, elerüi, me^nverui, liorrä Erlassen, elen865lä, sralractos. Erlairer, LZri. Erleben, nrezöini, elerni. Erlegen, leloni, MLAloni. Erleichtern, uiegkonnvetrtilrni. Erleichterung, die, konn^ebbsvx. Erleiden, lLenveäni. Erlernen, uisZtnnüIni. Erlernung, die, ineZtanüläs. Erleuchten, megvilLiZositni. Erleuchtet werden, meZvNägoslt- trctui. Erliegen, unter der Last, megkLa- Erlöschen, i. elültani. 2 . lciirluän;. Erlösen, KilHÄclitni. Ermähnen, inteni, kenxltnr. Ermahnung, die, i ntes. , Ermangelung, die, lrüks vslamin^lr. Ermattet, i. lLnKaät. 2 . «//». sl. lönkaävs. Ermattung, die, lankadtsäg. Ermüden, elkäralLtani. Ermuntern, l. serkenteni, vbrekr- teni. 2. metzviäälnitui. Ernähren, täMloi.f Ernährung, die, täxläläs, vielem. Erndte, die, LrÄtäs. Erndten, ÄrstnU Ernennen, kineverm. Erneuern, erneuen, mc-Aujjltni. Erniedrigen, r. me§a1äLni. 2 . sich, leerekLkecliii. Ernst, lcvmol^; «6k». knmol^wfl. Ernst, der, Komol^säZ, im Ernst, valosäKAsl. Ernsthaft, kvmol)'; askv. komol^Lo. Ernsthaftigkeit, die, Komol^säZ. Erobern, elfozlLlrii, mezvenni. Erösfuen, 1 . kin^itni. 2 . elkerrlem. I Erquicken, mezüjjitni. Erquickung, die, megüjjüläs, vläülä». j Errathen, Litslslni. Erregen, inältni, xeijelLteni. Erreichen, slerni, selerni. Erreichung die, eleres. Erretter, der, meglLatrAäüü. Errichten, r. emelni. 2 . lelAllüsvi. Errichtung, die, kelLllitLs. Erröthen, elpirülm. Ersatz, der, Kipätläs. Ersaufen, delekülni. Erschaffen, terernteui, lreirsni^ Erschaffung, die, teremtes. Erscheinen, meßjelenm. Erscheinung, die, jelenes. Erschießen, inexlüni, SA/onlo'ni. Erschlagen, L^vnverni, mezölni. Erschöpfen, I. liimerltui. 2 . eieröt. lenltni. Erschrecken, 1 . meZijjelrteni. 2 . mez- ijjeänl. Erschrecklich, irtoLtsto. Erschrocken, meKijjeät. Erfchüttern, i.megrsrm. 2 . Erschüt« tert werden, meZräLLttatni. Ersetzen, lcipötolni. Ersparung, die, takareko-iSLx. Erst, l. elütrör, M 6 Z elolrör. 2 .t»sk most, eppeu most. Erstaunen, bämülni. Erstaunen, das, älmelkoääs. Erstaunend, ikron/ü , bämüläsr« melto, seletts. Erstemahl, lbas), elokror, zum er- stenmahl, zum ersten Mahle, elo. krör. Erstens, elälrär. Erster, e, es, od. der, die, das, erste, elsn, «L elso. Ersterben, meglialni, elkalni. Erstgeburt, die, elsölLülönseZ. / Ersticken, 1 . megfojtaniv 2 . wexlü' 1 /iäni. ! Erstlich, elokrör. Erstrecken, sich, kiterjeäni. Ertheilcn, megsäni, megenZeäni. v Ertragen, elkrenveäni, eltürn'i. L Ertrinken, vlrde külui. x Erwachen/ fslvbrvänl, kelserkomu. V 82 oköv)rv. rc >7 ' Erwachsen, kelnött. Erwähnen, «mlitni; «lohLLnrlslni. Erwähnt, emUwtt. Erwärmen, m«Amel«Attai. i Erwarten, värni, «Iväini. Erwartung, die, värakorss. Erwecken, l. kellrolteui« 2. ilelts- Erweisert, mutLtni, viseltetni Erweiteril, kikr« 1 esitlll, bövltui. Erwerb, der, kereset, krerLkmen^. Erwerben, lLSrerni, Ireresni. Erwiedern, >. ismet kelellli. 2. vilr- srarni. Erwünscht, Iri'vänLtos, jo. Erz, das, ertr. Erz, to, legkobk. Erzgrube, die, «rtrüän^a. Erzählen, bekrelleni, «lbelrslleni. Erzählung, die, «lobekröllv«, rege. Erzbischof, der, srsek. Erzeigen, mutLtni. Erzeugen, nemreni, krulni. . Erzherzog, k'o HertreZ. Erziehen, nvvelm, s«lnevelni. Erzieher, der, Nkvslo. Erziehung, die, neveles. Esche, die, lrörösks. Esel, der , lrLMLr. Eßbar, «nmvslo, me^süetö. Elsen, «uni. Effig,^er, 6 tr«t. Etliche, vß/neüäuv. I Etwa, talam, lUintsz^. Etwas, 1. vLlami. 21. «A^l^sves. Etwelche, eg^nekä»)?. Eule, die, bsgolv. I Evangelisch, «vLngeliülls. Ewig, örüküsvLlö; üt/v. örölrü«. ! Ewigkeit, die, örokIrsvLlösäg. . Exempel, das, xsläa. Ey, das,/>^. die Eher, tojäs. Eher legen, tojni. , Eyerschale, die, tojäsliejj. Eyrund, tojäskorma, AÜmIröl^iül. F. ^abel, die, mese. Fabrik, die, käbriüa. Fabrikant, der, kälrrilr»s. »ach, das, mest«rs«A, tucloMSll^. Fackel, die, laKl^Ä. Faden, der, konnl. Fadenförmig/ koa»lK»W». Fähig, Llkalmatos. Halst du mich für fähig ihn anzunehmen, Kät gon- lloloä, ea ÄLt «IkogLsjllAtöm. Fähigkeit, die, t«lietts«A, täleirtom. Fahne, die, räkrlo. Fahren, m«om, fahren laf- len, elbotsatni. Flammen fahren, lango^ M«MI«K üi. ahrt, die, msnetkl, ötarLr. 'ahrzeug, das, üajö. Falke, der, säi^om. Fall, der, i. l««s«s. 2. «s«t, türt«. ner. Dieß ist der Fall, krokoth «SM, V. van. Fallen, i. «5ni, leesni, liullsni. r. «SM, törtenni. Z. fallen lasten, «1- ejteni; cs fällt Schnee, lio «Slü. 4. ins Wort fallen , lravaba M«Z. kogni valalrit ällen, l«vägn!, a' /«ie. alfch, IiLMls, tsslärst ; ackv. ÜLimsaa. Falte, die, räntr, ret. Falten, räiitrolm, räntrlia kreclni; die Hände falten, K«L«it ök^v« üotsolm. Familie, die, kamttiL, lräruex, ang,dcr, kogÄS. angen kozili, mtzgkogni. antaste, KepLelöä«». arbe, die, 1. krin. 2. kestell Farblos, krintelen. Farrenkraut, xerjslil, xäkrän. Fasan, der, käkrän. Faser, die, rnst, fonas. Faß, das, I. korää. 2. iartö. Fassen , I. koxm, m«AsoZni. 2. m«x. " erwni, ineZkoAni elmevel. Z. Entschluß fassen, keltenm, inezliatÄ- rvLNI MLZäÜLN. 4 . stch, MS°Lt tÄI> tärtatni; inagät teltAl^lni, Fast, tsslroem, sLlnt«. asten, üojtolni. aul, i. rntlraät, reves. 2> rest, tu» NV3, korüei. Fanlen, ineßrotkiaäni. Faulend, ^osliaää, rotüaää. Fanlenzer , der, ü«v«ro. Faulheit, die, tuuz'as^g, rsstssgx li«v6r«s. Fäulniß, die, rotÜÄää^ Faulthicr, das, ichkär. Faust, die, okol. Fechten, lrartrolm, vivm, Feder, die, I. toN. ». xsnna, iro toll. - korgö k»l ix m«Ustt z. ruxo. 198 K L 6 k ö n ^ V. Federbusch, der, 1. boLrers, korgö. 2 . dud, dölstts, a' /r. Federkiel, der, toll, Federmester, das, xenitrllus. Federvieh, das, s^ro Marlin, krär- HVS8 lläri allatoL. Fege, die, Lars rosta; rosts. Fegen, megtilrtitlst, rostälni. Fehlen, I. Libärni. 2. nein lenni, lliliärni, Lstjaval lenni; wo das Licht fehlt, n'Lol vilägossäg nints. z. früLolLoäni. Was fehlt dir? ^ ini bssoä? Fehler, der, Liha, fogvatLoräs. Fehlgeschlagener, bk nein tel^eseäett. Feig, tun^n. Feige, die, luge., lige. Fligherzig, kelenL, nvülfrlvü. Feil , elnclo, niegsrerer-lieto. Fcildierhen, ärülni. Fein, i. kinorn, jokele. 2. veLon^. .2. Lnlönös jo, fre^r. 4. jeles, Feind, der, ellenseg. Feindlich eüenseges. Feindschaft, die, linrsA, g^Llölseg. Feld, I. lnero. 2. terseg, ^ukrtnsäg, - 7-, frnniofolä. Feldarzt, der, tädori orvos. Feldbau , der , lolämiveles. Fcldfruchte, -v/. galionL, eiet. Feldherr, der, ioverer, Lastiverer, Feldmans, die, rnerei eger. Feldsckalmey, die, slp, kurujL. Fell, das, lkii^ürott bor. Fels, Felsen, der, LokriLla. Feljtzcht, LolriLläs. Fenster, das, nblnk. Fcnfterbeschlagc, das, slilnksark, v. vasnist. Fensterrahm, die, adlaLrämÄ. Fern, tÄvolvnlö. ferne, melr- fre, tävol; von ferne, inefrlrirol. Ferne, die, tAv«I/-iäg. Ferner, ismet, tovälilrä. Fernerhin, «rutän. Ferse, die, ssrk. Fertig, 1. Lekr; a«lv. Lelren. fertig machen, ell-.elri'tni. 2. Lonnvu,friss. Fertigkeit, kelrsöz, frisseseg. Fest, ,. Lernen^, nrero. r. erös. Z. ^ äUiintaws. 4. das feste Land,»' lLsrar lolä; kernenden, sll- lintntosan, erosen. Fest, düs, innep. Festigkeit, die, Lemen/seg; erSs voll. Festlich, in,roxi. Festtag, der, innep nnx. Festung, die, vnr, erosseg. Fett, Lover, Lirott. Fett, das, I. Loverseg. 2. rslr» ^ettigseit, die, Loverseg. ^ Feucht, nellves, n^irLos. Feuchtigkeit, die, neävesseg. Feuer, das, iür. Fcnerefsc, die, Lernen^. Fcuergewehr, das, tUrelo feg^ver. Feuerbeständig, türet Liällo. Feucrb unst, die, tür, ege«. Feuersarben, Innglrin. Feuerschröter, der, frsivasdogär. Fenerspeyend, türoLäclo. Feucrspcyer, der, türoLästoheg^. Feuerspritze, die, vlrixusLa. Feuerstein, der, trfrLo, Lava. Feuerzange, die, türkogo. Feuerzeug, düs, Liutolreifrsw. Feurig, I. türes. 2. jä türü, Feyer, die, I. z,omz>a. 2. inneg. Feycrkleid, das, inne^i Lontös. Fcycrlich, xomxäs. Feyern, innezrleni, rneginnexleiri, Feycrtag, der, innep, inne^nag, 'chte, die, jegen)'« fenvo. chtenbaum, der, fen^öfa. eber, das, Lillegleles. gur, die, 1. forlNÄ, 2. rajrLex. lz, der, kösven^, rsugori, nden, talälni, lvlni. nger, der, ujj, (n' Loren), ngerartig, ujjkorm». ngerhut, der, g^ükrü. nk, der, xint/, xint),öLe. ! § 8 inster, »met. insterniß, die, setstseZ. isch, der, Kal. schartig, kalnemü. fchbein, das, ballieji, (Lnltsoat), scheu, kalälrni. scher, der, Laläfr. scherey, die, lialälrär. schfang, der, lialälräs. schotter, die, vistrs. fthreich, kalas, do LallÄl. schschupp', die, tialxänr, xiLLeh. sole, die, slrül^. Flach, Ispos. Fläche, die, i. laxul^,terseg. 2.I3? Flächeninhalt, der, wrseZ Flachs, der, len. Flagge, die, räfrlö. s. vtorl^ Flamme, die, läng. Flasche, die, p»latich.. H r o k y n v v. loc- Flattern / rexässiii. Flechte'/ die/ tÄrjcig, bormoli. Flechten / tonni, x. o. sövou/t. Flecken / der / >. lolt. 2. liel/söZ. Fledermaus, die, boreger, äenever, krärn^LSvAsr. Flehen, lrorni, esäelrleiii. Flehentlich, esclelielv«. Fleisch / das, Küs. Fleischer/ Fleischhacker, Fleischhauer, der, mslrsros. Fleischig, küsos, teste». Fleiß, der, srorALlmstossä^. Fleißig, krorgLlmLtos; ». se- ren^en. 2. Fliege, die, leg)', bogär. Fliegen, rexülni. Fliegend, re^ülo; re^Ireclve. Fliehen, 2. korülni, tävvLtÄtni. 2. kutni, kralaäni. Fließen, kol/ni, tsorogni. Fließend, kolvo, lii^. Flink, kriss, sürge; krlssen. Flinte, die, lliutL, puslra. Flocke, die, pili, ^ejd. Floh, der, IsalliÄ. Flor, der, kät^ol. Floße, die, lrollrärn^. Floß, der, trat, tslpbajü. Floßfeder, die , batkLärn/. Flöte, die, üotÄ. Flöten, üötorni. Fluchen, krittvOLoclnl, üäromüoäni. Flucht, die, lrnlctäns. Flüchten, kralnclni, ellralsäni. Flüchtig, >. kutos, sebes. 2. lcirtelen müiü, mülanäö. Flug, der, repülos. Flügel, der, l^ärn^. Flugs, ruinchärt, tüstent. Flur, die, virägvs 16t. Fluß , der, koI^äviL. Flüssig, lol^o, liig. Flüstern, suttogni, SUSOFNI. Fluth, die, liullärn, ti 3 l>. Fodern, /. fordern. Folge, die, követkeres. In der Folge, iäövsl. Folgen, I. lrövetlreLni. 2. enZeäel- meslrecitti. z. Ircivetn?. ^ folgend, lrövstlroronclo. folglich, «siZ/, tedcit. folgsam, «ngoäelmes. rolgsamkeit, die, enZeäelmesseg, fordern, fodern, irlvarim, lliezlvl- rsnni. Foresse, die, j>llLträng. Format, das, korms. Forschen, viLSAälöclni. Forstbaum, der, eräei lrr, vacl ka. Fort, i. elore, tvväblr, oclebb. 2. el, tovadli. Fort, das, lris vär, erosssg. Fortbringen, mugäval elviuui. Fortdauern, tartani, kltartani. Fortfahren, 1. kol/tatni, «' 's a' t. 2. elebii ruenni. Fortführen mit stch, msgävLl vinni. Fortgehen, 1. olmonui. .2» lot/ni, menni. z. tLrtam. Fortjagen, eldsjtani, elürni. Fortkommen, I. toväirb meuiil. 2. boläogülui, elslni. Fortschassen, elvinnl; elilrtatni. Fortsetzen, kol^t-uni. Fortsetzung, die, tol^tatas. Fossilien, Frack, der, n^äri Kaxut. Frage, die, Keräes. Fragen, ksrcloLUi. Fragment, das, marsävän)'. Frankreich, I^isnrriaorlLäx. Franz, l^orentr. Franzos, der, ^rLntria. Französisch, l^iantLi-r; k'rsn- triäül. Frau, die, I. LsLlLon)'. 2. koles^Z. Frauenzimmer , das, lkjörlremsl^. Fremd, iäeZoir. Fremde, ,. der, i-lexen. 2. die, Külkülch Fremdling, der, -äeZen. Fressen, kaloi, «uni. Freude, die, oröm, vlZsäA. Freuen, sich, öiülni. Freund, der, 1. atyali. 2. barät. Freundlich, daiättsägos; n^a- j?ISLN. Freundschaft, die, I. srt^aüsäA, ro. l^onsäki. 2 . bsrättSÄZ. Freundschaftlich, darciusägos. Frevel, das, Aonolrsäz. Frevler, der, kromwlon, (embsr). Frey, krabaä; lLkcdaäon. Freye, das, Ä' e§. Frcngebia , «äskorä. Freyaebigkcit, die, ^akorosäz. Frevheit', die, k^bLäsäg. Freylich, >. igon is, vag^oi,.-. Freystadt, die, (königliches, riubsct Xirälvi väros^ Zreytag, der, xemek. 200 § r 6 k ö n / v. Freywillig, onksntvaio; önüsnt. Friede, der, dskssssg. Friedenschluß, der, dskssssgüotes. Friedlich, trkiill, bsüssskAfrsreto. Fr ieren, i. kä^ni; ich friere, od. es friert mich, larom. 2. msgkaAVni. Frisch, 1. ssrsn/ , friss. 2. blvss, iiuvüs. Z. üj, friss. 4. seienden. Friseur, so/v. kriror), der, knjko- äorito. Frisur, die, koäorltott iraj. Fritze, fl'riürür. Froh, vlg, viääm ; froh seyn, örüini. Fröhlich, örvsnvistss, vig, viciäm. Fröhl chkeit, die, vickamsng, viZsäK. Fröhne», sngeäni; aäärni. Fromm, 1. trex)'««. 2. jänibor, tre- ilc!, irsgvesLN, Frosch, der, Keks. Frost, der, 1. kag^. 2. bläeg. Frostig, dicleg, ka^os. Frucht, die, Früchte, r. termss, Z^ümolts, Ashona. 2. üafron, üö- vstksrss. Fruchtbar, tsrmeksn^. Fruchtbarkeit, die, termskvn^ssx. Fruchtknoten, der, anvamsb. Früh, jökor, iäsjsn, üorän, reggei. Frühst die, 1. rsAAsii iäo. 2. kajnal. Früher, e, es, rex^eli, jäkori. Frühjahr, das, Iriiiklet, tavafr. crühling, der, tavsfr. frühstück, das, fölöstöü. luchs, der, rüka. fügen, rsnäslni, elrsnclslni. Fügung, die, rsncielss. Füglich, aliLalmatosan. Fühlbar, r. ererbsto. 2. 4rrsiren/. Fühlen, r. srsrni. 2. tsxogatni. Fühlen, das, erres, tsxintäs. Fühlfaden, der, taxo^ato lrarv. Fühlhorn, das, tsäp, ßrrofLarv. Fuhre, die, vivo lLsüsr. Führen, I. verstni, vSLerleni. 2. vinni, üoräo/ni, r. r. z. bey sich führen, MAZA- val iroränni, vinni. 4. ein Leben führen, eistet elni. FüAer, der, 1. versr. 2. versto- ßnräs. Fülle, die, bösvg. Fullen, töiteni, ms^tylism; sich, insZtslni. Füllell, das, tsikö. Fünf, St. Fünffach, ntlrörvs r ü^/v. ötlrärössa. Fünfkirchcn > kets, (väros). Fünfte, der, die, das, ötvllik, Funke, Funken, der, lrikra. Funkelnd, frikräro. Für, -vr. ert, rniatt, eretts, miatts; für sich, Magadan, magokbaa. Furche, die, darärlia. Furcht, die, kelelsm. Furchtbar, lslslmes, rettenetes. Fürchten, sich , kelni. Fürchterlich, rettenetes f rett«. netesen. Furchtsam , leienk ; acü,. kelsllil mollrs. Fürst, der, llertLsg. ürstenthum, das, Hsrtregssg. urt, die, gätösvsn^. uß, der, lad, lad fej. ZuFuße, g^aloz. ußboden, der, barlolä, xästimentvw. ußfällig, teräreesve, tsrllsn ällrs. Fußsohle, die, talp, labtalx. Fußzehe, die, läbujj. Futter, das, ». abrsk. r. eleäei, «leiem. z. Helles. Füttern, 1. etetni. r. täxläini, Fütterung, die, stete», tsrtä«. G. (?)abe, die aciomän) , talentoni. Gabel, die, villa. Gaffen, dämulni. Gähnen, »sitni. Gährung, die, xosballas, megkorrsr. Galeere, die, gäl^a. Galgen, der, akakrtols, Galle, die, ex«. Gallert, die, kotson^a. Gallertartig,oU/an mint a'Kotson^«. Gang, der, 1. msnss, rnenetei, js- läs. 2. üelete valamineü. Gangbare Münze, jarä, Kelenä» penL. Gans, die, iüä. Gänseey, das, iüätoj»». Ganz, egsfr, teures; egefren, nrinll; ganz gewiß, lninäen b>- ?.onn^«l.— Im Ganzen genommen, ältaljätran vsvs. Gänzlich, egkfren. Gar, r. kshL, üefrea. 2. osAZson; gar nicht, Sjixea nern; gar nichts, seninn sem, sernmit sem. gar, weg — is, süt »l«z »s; gar zu» kelette i^sn, 8 2 6 1c Garbe, die, Lev«. Garn, das, tonal. Garnison, die,orL 0 sereg, öilLLt. Garten , der, Kert. Gartenbau, der, Kert mlvelss. Gärtner, der , Kerteke,. Gasse, die, üttra. Gast , der, venäeg. Gastfreund, der, l. venäezlo. 2 . da- röttgägos. Gastfreundschaftlich,dsiättsäZo»,eni- bersrereto. Gasthaus, das, venäezkoZLäö. Gasthof, der, (Uß^an NL). Gastzimmer, das, venäeZkLods. Gastwirth, der, venstezfoAaclos. Gattinn, die, feleseg. Gatten, ^ärositÄni; sich, xärosoäni. Gattung, die, I. nein, kaj. 2 . renä. Gaüdieb, der, rsivan^. Gaul, der, lö. ^ Gaum, Gaumen, der, kräjxaclläs. Geadert, eie«. Gebacken werden, inegsüttetni. Gebaren, lrülni. Gebärerinn, die, krülo. Gebäude , das, «xület. Gebein, das, tsont, tetem. Geben, r. aäni, tälajckomtni. 2. ajän- äeko/ni. Z. Achtung geben, üg^el- merni. 4. Unterricht geben, tantt- ni. z. es gibt, van. Gcberde, die, gekLtus Gebet, das, iinaäsäA. Gebieten, ^LiÄntsoIni. Gebild, das, tarÄAott, öntött V. kor- mält kkP. Gebildet, xallerorüstott, neme«. Gebildet werden, kormältatni, koi- mälöcini, palleroLnckni. Gebirge, das, d68X, treZ^ek, dertL. Gebirgig, gebirgigt, lrez^esvölgves. Gebist, das, l. darspäs. 2 . radola. Geblendet werden, ineAvsKittatni. Geblüt, das, ver. Prinz von Geblüt, IHjeäelmi verdnl lrärruLLott. Gebot, das, p^antsolm. Gebrauch, der, ». veleele«, dalron- vetel. Gebrauch machen, dsk-nät venni. 2. lrodäs, moöl. Gebrauchen, Kalkant venni, dakr. nälni, vele 61m. Gebrechen, diiiaval lennl, dibarm. Gebrechen, das, i. dijj, dijjänossAg. 2. foz)AtboLäs. Gebühren, illsni, illetni. s» ^ V. 2vr Geburt, die, 1. krületes. 2. ereclet. Geburtsort, der, kLületesdel^. Gebüsch, das, dolrros, dokor. Gedächtniß, das, emieüeLst, sm- IslrertetotedettseA. Gedanke, der, gonäolat. Gedärme, die, belek, delsorslred, Gedeihen, I. nüni, teri^skLni. 2. dalrnälni. z. doläozülm, virä- AvLni, klänienni. Gedicht, das, vers. Gediegen, z. B. Gold, «ürsisn^, tikrta aran^. Gkdörrt, rnexssiralöstott, /. dörren. Gedruckt werden, lrinvointmöäm. Geduld, die, türes.dsiresse^estürss. Gedulden, r. türm. 2. sich, var»' ÜOLNI. Gefahr, die, vekreclvlem. Gefährlich, vekrsäelines, ärtalmss. Gefährte, der, tärs, xajtas. Gefallen, tetlrem. Gefallen, der, tetkres, alrarat, destv. zu Gefallen thun, keäveert, tsele- üeäni. Gefällig, nxsjas. aP6N. Gcrath, das, elrkör, käri efrkörök. Gerathen, I. jutni. 2. elsülni, jöl V. rokrirül menni, kiütni. z. ts- remni. 4. eleg/ectni. Geräthschaften, bäri ekrkörök. Geräuchert, küstölt. Geräumig, tägos. Geräusch , tsörges, rörges. Gerben, kitserreni n' bürt. Gerber, der, tlmär. Gerecht, igar, ignssägos. Gerechtigkeit, die, igarsäg. Gereichen, esni lenni, vätni. Gereist, ürnrott. Gericht, das, törven/fr.ek. Gering, kis, kitsin^, rsellel^. Gernchrömest ^herzlich gern,lrlve»en 8 L o k L n V. Gerste, die, ärxa. Geruch, der, i. lr^. 2. lraAlLs. ! Gerührt, metzinclülvL. ! Gesang, der, onok', enekles. I Gesangvogcl, der, eneklo lvasiär. Gcsausel, l. susozäs. 2. sulioANS. j Gesättiget, joll-ikott, jöllakva. Geschaffen, teremteiett; tormott. Geschäft, das, muaks, suxlalLtossäx. Geschehen, mezesoi, töltenni. . Geschenk, das, ch^nä«K. Geschichte, die, törtönet, kiistäris. Geschichtschreiber, törtenetiro. Geschick, das, so,-«, kätum. Geschicklichkeit, l'iZ^essöZ, toliettsvA. ' Geschickt, alkoltNÄtos, ÜA^es. Geschirr, das, 1. ectön^. 2. krerlräm. Geschlecht, das, N 6 M, (kajtÄ, ksji. Geschlechtlos, uem nölküi v^lo. Geschloffene Reihe, die, tomött sor. Geschmack, der, ». ir. 2. irlös. Geschmeide, das, nirlron^i «kesse^. Geschmeidig, enAeäelmes. Geschmetter, das, karsa^o kiabälss. Geschöpf, das, teremtes. Geschöpft werden, Mkkittktni. Geschren, das, Isrms, kiadäläs. Geschwätz, das, letsez^s. Geschwind, krsjiors, birtelenvalä; kirtolon, bnm^r. Geschwindigkeit, die, A^orsÄSLA, 86 - bessö^. Geschtvifter, das, testver. . Geschwollen, mkgäaZ^clt. Geschwulst, die, clÄ^anat. Geschwür, das, keles, tämaäss. Gefell, der, uwstorlsxen^. Gesellen sich, tärsslkosini. Gesellig, barättsäßos» tärsssäglre- roto. Gesellschaft, die, tärsÄssx. Gesetz, das, töi^vönv. Gesetzmäßig, törvonves. Gesetzt, komolv; gesetzt, toz-z'ükkel. Gesichert seyn, KätaisäZdÄtt lenni. Gesicht, das, kop, «drsr-tt. Gksinds) das, tsoleö, lrolxäk. Gesinnung, die, !. srres. 2. inäü- - lat, kiLjlanäosäA. ! Gesittet, erköltsü, xAllerorott. Gespanschaft, die, vsrmeg^e. Gespenst, das, ijjelrtö, liäortr. Gespinnst, das, I. siälö. 2. Kotes, x. 0. sei^Slnboxär eiolrtoss. Gespräch, das, kielroll^etes. i Gestade, das, xart. 20 Z Gestalt, die, torina, ^lkotäs. Gestaltet seyn, kormajünak lenni. Geständniß, das, vallästetsl. Gestehen, lneßvaUani. Gestern, tetznnp. Gestreckt, siolrlrükäs, n^urxa. Gestreift, tsikos. Gestrenger Herr, nernretes urnm. Gestrig, teZnn^i. Gesiind, , ezessezes; e^essv- ^esen. Gesundbrunnen , 6ß6SS6A68 koiräs, SNVLN^Üvir, 's »' t. Gesundheit, die, e^esseZ. Getöse, das, rörZes, öorömdöles. Getränk, das , itLl. / Getrauen, sich, morni, dätorkoäni. Getreide, das, «let, olesex, düL 3 ^ rors. Getreideart, elet nemo. Getreu, tiiv, büseAes; kiusoßesen. Getümmel, das, lärmn, rsidonZ-is. Gewächs, das, növevon^, pläntL. Gewächsreich, das, noveven^ek OllLLAA. Gewahr werden, elrrevenni. Gewähren, I. issörni. 2. nllni. Gewalt, die, I. kntnloni. 2. ero, erosrnk. Gewalthaber, der, batalommalblrü. Gewaltig, kntnlmns, erüs. Gewaltthätigkeit, die, erolraktetel. Gewand, das, ruliärst, öltöret. Gewäffer, das, vir. Gewebe, das, lröves, krött äoIoZ. Gewehr, das, keg^vei. Geweih, das, Ä^ÄsboßLs krarv. Gewesen war , voll. Gewicht, das, i. n^omomertek. 2. lereti, nesierseg. Gewinnen, n^erni. lrersrni. Gewinnst, der, n^ereseA. Gewirre, das, Kötr. Gewiß, diron^os; ganz gewiß, nun- clen dironn^nl. Gewissen, das, lelkiesmöret. Gewitter , das , « 8 > siädorü. Gewogenheit , die, jö inäülnt. Gewöhnen, siorrälrokni. Gewöhnen , horrslroktatin. Gewohnheit, die, trokäs. Gewöhnlich lrobott, srokäskiÄN VL» 1 ö; ronälreront, krokäs srersnt. Gewölbe, das, 1. holt. 2. bältüchtä^. Gewölbt, boltkajtäsos. Gewürms, das, ksroz. 204 8 2 6 L Gewürz, das, kükrerkräm. Gewürznagellein, das, lrsKkübors. Gewürznelke, die, (ug/aa »r). Geyer, der, lresol^u. Gezähmt, moxlreliäülvo. . Gezeichnet, rajrolv». Geziert, vkes, folküssitett; ekssen. Gicht, die, lrökrven^. Gierig, klväntsi ; kivä»r». Gießen, öruoni , ttzltsai. Gift, das, msrez. Giftig, I. merxe,. 2. lmrszos. Gipfel, der, teto, liegxtkto. Giraffe, der, tevsp^rautr, xirskk«. Girren, n^ÖKni, turbälrolni. Gitter, das, roste!)'. Glanz, der, I. kenv, ken^essez. Glänzen, ken^leni, uillämlnai. Glänzend, leo^a». Glas, das, I. üve». 2. xok»r. Glaser, der )> üvoge». Glashütte, die, üve^but». Glatt, sims. Glaube, der, Kir, üUel. Glauben bcymeffen, üitolt acinl. Glauben, tiinni,«H»inni. Glaubensgenoß, der, Kits» levö'.lnt- sorrosL, vallLsü. Gläubiger, der, r- üsIrsönoL». 2. blvo. Glaubwürdig, bitele», biteli« msltä. Gleich, 1. ebenes, «g^snlö. 2. ba snnlo ; gleich kommen, li^sonlä- nylr leiini korrä; zu gleicher Zeit, u^sa skkor; I. «Z^eNesen, Iiusonlököppen. -4. minch'art, tüs- tent, «zvl^eribea. z. gleich, e'^s- ly-ett: gleichwie, mint, vslLinint ; wenn gleich, da. lriuto, ob gleich, jölleimt. Gleichartig, uZ^anaron nemü. Gleichen, itasonlitni. G eichfalls , liÄSvnloksppen. Gleichförmig, kasonlo, M68«87«L0. Gseichgewkcyt, das, « 8 )mrLn^'üsag. Gleichgültigkeit, die, biäkgvsrusstz. Gleichkommen, kelsrni vvle. Gleichsam, mintex^. Gleichwie, valsmint, mint. Gleichwohl, M6ßi-i , tsakugvsn. Gleiten, «ltsülrni, sik»mlani. Glied, das, ». tag, Lr. 2. relr. z. rsnä, 8or. Gliedmaß, das, tag. Glimmend, xislogü, xisläkolü. Glocke, die, ÜarLNZ. o n Glorreich, äitsois^Ze». Glück, das, lrerenlse. Glucken, lL6rent«6-ien ükui lri. Glücklich, lrsrentses; krerentsesen. Glückseligkeit, die, bollloZsäz. Glückwunsch, der, jokivanas. Glühen, korro tüLesnek lsnni. Glühend, türes. Gnade, die, I. KeZzmlem. «. jütL-» temea^. Gnädig, üeZ^elmes, üön^örüIktLL. Gnädiger Herr! 'I'ekintete« vsj-7 Gnug, genug, eieg. «leget. Gold, das, zran^. Golden, S 7 SN 7 , sranzchol val 6 . Goldfinger, aevenäsk ujj. Goldgeyer, der, lLaKällas keselvü.. Goldstück, das, «87 äarrch Lrso^. psnr. Gönnen, klvänni. 2. oösengeäni. Gönner, der, jöltevä , pätxänu§. Gott,!sten; die Götter, xoxän^ok Istenei; bey Gott, Istenemremon- llom. Götterfunke, istsnsög kri^räj». Gottesdienst, der, i-itemtilrtelet. Gottesverehrung, die, (uz/an sr). Gottheit, die, istenseg. Göttlich, I. isteni. -2. kelsezes, clit»§. Gottlob! bälä Is^snnelr! Gottlos, istentelen. Gouverneur, der, Kormän^orö. Grab, das, »Ir, temeto, ko^iorsü. Graben, der, ärok. Graben, »sni. Grad, der, r. brächt». 2. msrtsk, Graf, der, grok. « GräfittN, grokne. Gram, der, bübäliktt, e^elrecles. Gran, Llrterzom. Granate, die, gränät. Gränze, die, botär, li-uärkrel. Gränzen, Imtäroröäni. Gras, das, lu. die Gräser. Gräschen, das, kuvetske. Grashüpfer, der, trütrök. Gräte, die, lmllrÄlKa. Grau, nlr, lLürKel Granen, das, borraöäs. Grauen, >. ölrülrri. 2. mir grauet, irtärom. Graukopf, der, älrörex. Graulich, ütttivtos. Graupe, die, 1. sxiä j«§, äars. 2. > »txrv lrssa. 8 r 6 k Ö n v. Graus, ilron^ü, ijjelLtö. Grausam, keg/etlen; keg^etlerM. Grausamkeit, die, keg^etlenssg. Greifgeyer, der, griikkeselvü. Greifelt, megsogni, markolni; nach ! etwas, tiorräk»j»ni, Greis, der, öre§. Grenadier, der, xranstära». Grieche, der, 6«iröZ> Griechenland, 6orügorlraz. Griechisch, görog; gorögül. Gries, der, clarukss«, grir. Griffel, der, nvel. Grille, die, 1 . üäritrütsök. 2 . üstjä- davÄlo sLorgalom, goncl. Grillcnfang, der, liijjäbavalö xonst. Grimmig, keg^etlen. Grad, vsstÄg, cllirv». Grönland, Orönlaiicl. Gröntandsfahrer, 6röntsnäi üsso- üärök. Groschen, der, xsrs». Groß, nagv. Großbritanien, ^»Zv-Lrit-rnnia. Größe, die, nLg^säg. Großfürstenthum, das, ^»8/ »er- tregssg, k'vjeclelernseg. Großherzog, llertrkA. Großmuth, dir, nag^Ielküsex. ^ Großmüthig, nax)'ivlkü. Großmutter, die, HÄgz^ V. «regan^s. Größtentheils, naz^obbrksrsnt. Großvater, der, NL8/ ^ öregat)'«. Großtvardein, I§«x/-Värac1. ^ Grotte, die, 1 , krixttz. r. ir^rlLNA. Grube, die, verein, göäör. Gruft, die, KriptA. Grummet, das, sLrjü. Grün, 2 öiä. Grund, der, I. keneü. 2 . kun- ünmsntom. A, olr. Am Grunde, iZÄLLN MSAlNYNÜVÄ, igLLLÄA lre- rent. Gründen, sunclälni, felLllitni, stch, kunZälüilni. Grundlage, die, kunäamsntom. Grundriß, der, rajLolat, xlänum, t^lprajr. Grundsatz, der, printriplUln, tor- < rsölr igÄ7.8AA, iörrsölr reguls. Grüne, das, rolcl, rölässg. Grünlich, Löläeg. , Grunzen, rökögni. Gruß, der, kölröntes. Grüffen, I. üölronteni. 2 , kölröiuii. Gulden, der, loriat. Gundelrebe, die, Gundermann, der, kerellnääimsü. Gunst, die, Iceüv«8»eA, joinäül»t. Günstig, keäverö. Gurgel, die, torok, 8«ZS. Gurke, die, uzor!;». Gürtel, der, ov. Guß, der, töltvs, öntes. Gut, jü, kinlrnos; ai/v. jäl. Gut, das, -o/. Güter, j6lräA, blrtalr. Güte, die, r. jä8»g. 2 . tLivessvZ. Gütig, jä, jösägos. Gutthat, die, jotetsl. Gnttviüig, ^ekLLÜsrtvL, önüönt. H. aar, das, das, kaMä!, lrä'r. Haarig, kLürös. Haben, len»;, gern haben, lreretni. Habicht, der, 51/v, Habseligkeit, die, vsgvon, jokräg. Hackklotz, der, kavagö tüke. Hackmesser, das, väZä üe». Häcksel, der, lret-ska. Haderer, 786mt>es ember. Hafen, der, KiKötöKel^. Hafer, der, -ab. Haft, der, Uferaas, K^rske. Hagedorn, der, gelsgon^aks. Hagel, der, jägesö, j«Z. Hahn, der, Kakau. Hain, der, UZet. bsreü. Haken, der, liorog, kamxö. Hakenförmig, Korgss. Halb, lei; selig. Halbe, die> «g^ iur«; das Hhlhe, sele vslarninelr. Halbinsel, die, lellriget. Halbmetall, das, katt^üsrtr. Hälfte, die, k«l, tei«. Halm, der, külrär. Hals, der, n^ak. Halsband, das, n^aKrLvalä. Halstuch, das, (ugvsn ar). Halt! megällj. Halten, I. tartani, megtsrtani. laitani, ltvlrn. Halter, der, bmlt»rtü, bark». Hämisch, irlg/ lremmel. Hammer, der, Kslspäts. Hämmern, KalLpätsolm. Hamster, der, KörtsöK.E Hand, die, Ksr; Hände. Handarbeit, die, korinruak». 2v6 8 2 6 k ö n ^ v. Handel, der, i. clolog, munkn. 2. ü^v , ^?er. 2. kereskeäes. 4. slku, nlkuäorä«. Händel,/?^. xer, perlekeäes. Handeln, 1. tselekeclni. 2. auf etwas, alknclorni valamir«. Handelsleute, - 2 /. üereskeäok. Handelsmann, der, kereskeäo. Handelszweig, keieskeäes Äga. Handlanger, der, nnxkLämos. Handlung, die, 1. tselekeäet. 2. ks- reskeäss. Handschrift, die, kernräs. Handschuh, der, Kelri^ü. Handtuch , das, töröIkSro Irenäo. Handwerk, das, kerimesterseg. Handwerker, der, mesteremlrer. Handwerksmann, tug/sri Lr). Hanf, der, kenäer. Hängen, I. luZgeni. 2. hangen blei» den, sennnknäni, megakacini. Hängend , küggo. Hanns, ^änos. Harem, das, I'örök ^kLsxon/ok In- kö liarn , Ng/L 5 llÄL. Häring, der, bering. Harm, der, bübänar. Harmvoll, ixen büs. Harmonie, die, «g^esseg. Harpune, die, olrtön. Harren, värni, värnkoLni. Hart, Kernen/. Härte, die, kemeN/ssg, clurvasäg. Hartnäckig, mnksts. Hartriegel, der, soinla, g/ürüks. Härz,*as, krurok. mergn. Haschen, knpni, megkogni. Hase, der, nvul. Haselhuhn, das, tsäkrär MLäär. Haselnuß, die, mog/oro. Haß , der, g/ülolseZ. Hassen, 8/ülölni. ^ Häßlich, l. 8/nlolsege,. 2. Isün/L. Haube, die, kejkotü', koköto. Hauch, der, lebelles, pärn. Hauen, vsgni, elvägni. Haufen, der, 1. rskns. 2. sereg, so- knsäg. Häustg, lLÄMOS, solr; «rr/n. solenn; sokkror, g/akorta, boven. Haupt, l. ko, kej. 2. l6, elso. Hauptmann, der, KnpitLn/, Hauptsache, die , lo äolog. Hauptsächlich , kekeppen. Hauptstadt, die, koväros. . Haus, das, 1. bä-, exület ^zu Hause, ottbon, ittlion; nach Hause, KnLL. Hausen, der, VILÄ. ^ Haufenblase, die, vi'rLliojng. ! Hausfrau, die, tiÄLigÄL^LsLfron/. Hausgerathschaft, die, bäri efLkor, I IrKLi bütor. Haushahn, der, kakas. Haushaltung, die, I. inajorssg. 2. gÄLclälkoääs. Hausherr, der, bäri garän. ^ Häuslich, bäri. Hausrath, das, Karl ekrKöL, dütor. Harrsthier, das, bari nllLt. Hausthür, die, bäL ajtajn. Hauswirth, der , baLigarcln. ! Hauswurz, die, knllu, bäLiLolä. Haut, die, kor. Häutchen, bärt/Ä., Häuten, sich, boröt elvetni, veäleni. Häutig, bärt/äs, reteges. Häutung, die, vstkoLss , bürel- V6t65. Hay, Hansisch, der, träp-r. ! Heben, emelni, telsinelni. Hechel, die, geroben. Hecheln, Zkredknklni. Hecht, der, tsukn. Hecke, die, tüvrsb-okor. Heerd, der, türbel/. Heerde, die, n/nj, tsorän. Heften, r kremeit raküggesLteni. 2. ! ^arni. Heftig, eros, nag/; NSZ/ON. , Heftigkeit, die, türes86Z, Ü6V6SSSA, erolLakos volt. Heide, der, pukrtLSÄg, terseg. Heidekorn, das, tÄtärKn. Heidelbeere, die, nkon/L. Heidnisch, pogän/. Heil, Heil, boläog ar. Heilen, 8/og/1tni, megg/ög/itni. Heilig, l/.eitt. HeiliqthttM, das, krentseg. Heilsam, bntrnos. Heilung, die, orvosnäx, 8/og/itäs. Heimkehren, bnrn terni. Heimath, die, baLL, krületese koläjs. Heimlich, titko»; alsttomdan. Heimtückisch, ölälkoää. Heirath, die, bärassäg. Heirathen, I. imLÄSoclni. 2. kerjbsL menni. Heiß, korio moleg: melegen. Heißen, neverni, blvni. 2. never-E tstni, blvMMtui. Z.das heißt, L2 ar: beißt so viel, anu^ik lelr. 4. nron- Herfallen über etwas, »eki esni va- iaminek. Hergegen, eilenden. Heraeftellt, kel^reäilott. Herkommen, >. jönni. 2, lrärma2ni. Herkunft, die, l2ailNÄ2LS, ereäet. Hcrmachen, sich über etwas, neki allani. Hernach, a^utan, tovaddä. Herr , der, ür. Herrlich, äerek, llltso, kelseges. Herrlichkeit, die, urasäg, möltosäz. Herrschaft, die, 1. ursLäZ, Katalom. 2. ar nrak, 32 urasäg. Z. äoini- ninm , uraäalom. Herrschen , uralkoäni. Herrschend, uralkoäü. Herstellen, vilLl2aäiUtn!. Herum, kärül, lrell^el. Herumdrelien, sich, lorZani. Hernmfübren, l2ell)'6lkoräo2ni. Herumgehen, järkälni. 4 . ksreü. Zeni. Herumirren, kei-enzeni. Herumtavpen, taxoZatü2ni. Herunter, le. Hervor, eI6 , kl, elore. Hervorbringen, r. teremni. 2. ein Wort, eg)^ lLttt lrüllani. Hervorgehen, kikchar. kimenai. Hervorstehend, Kiaiiä. Herz, das, lrtv. Herzahlen, elolramiaini. Herzensgute, die, jolriv. Herzenslust, nach, KsävünKre. Herzkammer, lriv üreg. Herzlich, lrlvesen, 6k2ta l2ivdo!. Herzog, der, klertrsZ. Herz-gthnm, das, l^ertreAssA. Herzu, iäe; lei, el, weg. Heu, das, lr6N3. Heu machen, Z^üjteni. Heucheley, die, krinmutstas. Heuer, 32 iäe». Heulen, 1. jajgatni. 2. oiältni. Heurath, Heirath. Heurig, iciei. Heuschrecke, die, irtUsök. Heute, in«. ^ Heutig, mal. ^ Hexe, die, KolroiKänv. Hie und da, i«, amon. Hiedurch, «r ältal, Hieher, iäe. Hiemit, 622el. Hienieden, in Liatt, 3' küiclon.. Hier, in. Hierauf, erre, ekkor. Hierher, iäe. Hierin, ekden. Hiesig, iä 6 V 3 io. Hiezu, eker. Himbeere, die, mälna. Himmel, der, eg. Himmelblau, egkin. Himmelfahrt, die, rnen/demenetki. Himmelsraum, der, 32 6g K02S. Himmelsstrich, der, egnllv. Himmlisch, mennvei. Hin, I. el; hin und her, hin und wieder, iäe 's tova, olrvs msg öl2V6, nekol. 2. oäa. Es ist hin, oäa van. Hinab, le, lekeis. . Hinauf, lei. Hindern, 3 kaääl^o 2 tatni. Hinderniß, das, skaclälv. Hindurch, almt, iäo aiatt, ig. Hinein, de, ksle. Bis in den Tag hinein, egelr. nappaliZ. Hinfällig, ronilanäo. Hinfort, arutau, vögrs. Hingegen, eilenden. Hingestreckt, elttzrnive, elnxklea. Hinlänglich, Lieg: elsggs, >Hinlegen, sich, leleküllni. 8 2 0 k ö n ^ V. SN7 Herborqurllen, Kikorrani. Hervorragen, Kiäilani. rc>S 8?6köo^v. Hinsicht, die, tekintet; in Hinsicht - - , -rL nerv«. Hinten, tiätlll, bätülrol. inter, Hintere Kätulsö: urän. intereinander, eg^mäsutän. Hinterfuß, der, liäwlsö läb. Hinterlaffen, bsg/ni mnZ» utän. Hinterleib, hass a' bogärnak. Hinterwärts , liätül. Hinüber, ältsl , innen ältsl. Hinüber wollen, aksrni ältslmenui. Hinunter, le. Hinunterschlingen, len^elni. Hlttwerfe», »cla vetni. Hinweg , « 1 , «l innen. Hinweggehcn, elmenni. Hillweisen, oöamntntni. Hinzu, oäs, boLLS. Hinzufügen, od. hinzusetzen, Lorrä. nüni, liorrälenni. Hinzukommen, korräjärülni. Hirnschale, die, Ks^on^a. Hirsch, der, kraiVÄS. Hirse, die, köles, Iröleslräsa. Hirt, od. Hirte, der, xslrtor. Hitze, die, lievsög, meleg. Hitzig, heves, türes. Hoch, i. magas. 2. nag^, soL; hoch schätzen, NLgvra ketsülm. Hochachtung, die, tilrtelet. Hochmuth, der, NÄg^rÄväg^äs. Hochmüthig, Kevel^. Hochroth, piro«. Hochschätzen, nsg^ia detsülnr. Höchst, höchster, e, es, legmsxss- saklr ; a«/v. r. legleljelrb. L.kelette, nngvon. Höchstens, legkeljebb. Hochzeit, die, lnkoäalom. Höcker, der, xüp. Hof, der, 1. uävsr. 2. Xiräl/i ullvsr. Hoffärtig, kevel)^, bükrke. Hoffen, rem^n^lvni. Hoffnung, die, rem«n^,«g. Hofleute, /-/. uävari emberek. Höfflich, nväj»--. Höhe, die, mÄgassAZ. In dreHohe, ksl. Höher, mSKSSLlrd. Hodl, dsiol üres, oövas , oblös; ^ bohle Hand, marvk. Höhle, die, 1. ürex, öäü.s.darlang. Hohlen, liorni, «lliorni. Athem hoh- ^ len, lellelloni, lslex^etet venni. < Hohlunder, od. Hollunder, der, 1. boclrnsÄ, doZrn. 2. spanischerHol- Ivnder, orgouals, krelontre. Höhlung, die, üreg. Hohn, der, gün^oloääs. Höhnen, g^nlärni, AÜn/oIni. Höhnisch , ßün/olvävn. Hold, I. keävero, joltsvo. «. kslle^ inktes, g^ön^orü. Hölle, die, xokol. Hollunder, /. Hohlunder. Holz, das, k», (nem «lokL). Holzbock, der, trintrindogär. Hölzern, käbol valä, ka. Holzhacker, der, kavägö. Holzicht, käs. Honig, der, m«L. Hopfen, der, l^omlä. Hörbar, ii^llkatokä^pem Horchen, üZ^elmeLni, hÄllgstni. Horde, die, s«r«8, iso^ort, n^äjj. Hören, hLllani. Hören, das, llslläs: HZ)-6lin6Les. Horn, das, krarv. Hornartig, krÄiunemü. Hornvieh, das, sLÄrvasinarka. Hörrohr, das, llallotso. Hosen, die,/-/. nsäräg. Huf, der, Irüröm, slö«, kLLmäre). Hüfte, die, tsipö. Hügel, der, lläloin, äomb. Huhn, das, 17ÜK, tik. Hühner,/-/, tvükok; junge Hühner, tsirkek, tsibäk. Hühnerey, das, t/üktojäs. Hühnerstall, t^üköl. Huld, die, Lv^elem. Huldigen, llolloliii, valÄ^i liüseg«. r« ällsni. Huldigung, die, kvöoläs. Huldreich, kog^elmesen. Hülfe, die, segitseZ. Hülfe leisten, »ezitsegül lenni, sezitni. Hülflos, lLÜkölkollo, üg^etlen. Hülle, die, böritek, kellsl. Hülsenfrüchte , /,/. büvel^esvete- m«n^. Hummel, die, köläim«li, xokrmeli. Hund, der, eb. Hundert, krär. Hungrig, eüos, «likLo; ich bin hungrig , ebetnem. Hungern, ellerni; mich hungert, elietnäm. Hüofcn, ußrLlli, ugrälni. Hurtig, sedes, g^ors; Zvorssn. Husten, lrüliügni. Husten, der, köliößös, llurLt. Hut, der, kalax. 8 L 6 k Ö n ^ v. Huth, die, Huthell, 1. orLkttl, ssch, m-»gära vl- g^arni, üriLstocini. 2. legvltetni, ori/ni, /). o. Hutmacher, der, ünlÄ^os. Kutte, die, stun^Iio, KnI^idn. Hyazinthe, die, jätrint. j Konsonant. ^.a, I. «Zen, itzenis, ngv VL^on valos^tzAnl. s. Z. «/«-- eLt e. vncinlirni. 2 . liÄjtnni, Ü 2 - ni, eldnjtnni, «lÜLni. Z. u^nrAnlni. j Jager, der, vnstnlr. I Jähling, liirttsten. ! Jahr, das, -v/. die Jahre, ekrtenäö. 1 Jahrhundert, das, Jährig, klLtLiiääs, «srtenäsi. ^ Jährlich, elrtenclonstent. ^ Jahrmarkt, der, väsar; sodsstalom. Jahrszcit, die, elLtonclo relLS, Jammer, der, jaj^AtÄ-i. Jammern, I. jktjtzntni. 2 . kailalni. I Janer, ^nnuärius, LoläoZ nkLlL0N)7 I llÄVL. Jauchzen, örömeben diabslni. ! Je, I. vnlalia, vnlamistor. Von je her, eleitol koZvn. 2. je—je, V, je — desto, mennöl — ÄNnäl, je eher, je bester, mennöl eledd, ÄN- näl jobb. Jeder, e, es, minäon, minstenlk. Jedesmahl, minclenkor. Jedoch, M6gis, minclÄrälinl. Jeglicher , minäen ) minstenik. Jeher, von jeher, eleitöl kozvn. Jemals, valnkn. Jemand, vnlnki. Jener, e, es, nr, Jenseits , I. -u, -tül, n' tulsö rekren. ! Jetzig, mostani. I Jetzt, itzt, itzo, most. I. V 0 k a l. Johann», 7^ NOS. Jubel, der, oröm, vlgs-ix, Jud. V. Jude, der, rsisst'». Jugend, die, itjusäg; Hjsst. Jung, -^iljü, 2 . üj. 20<) Jllllge, der, i. g)-ermsst. 2. ÜL ÄL Lllatostnsk, mnäLrnstnnd. Jungfrau, die, bnjnäon, lLÜL. Jüngling, der, ikjü. Jüngst, «' , nem regen. Junker, der, ürli, nemes embersts. Just, e^zren, tssi: most. Juwele, die, ärägn kö. Igel, der, süläilrnö, tövisseLclilrnö. l hm, nedi. l hn, ötet. Ihnen, I. nedik, 2. ar Urnnd, NL ^kLkron^HÄk. (AiZ/ellnestliek). Ihr. ». nesti, 2. u, z. Ä7 övv, 4. Ä2 dlre, Ihre K>and, »12 llr stere, ÄL k/r irnsn. Ihre, SL o, -er öveü; Es waren ihrer vier, neg)'en voltnst. Ihrige, der, die, das, ar öve, L* MLgne, ÄL k 7 re, ÄL ^hrkron^e. l m, n' -bau. ÄL ar, in dem. , Immer, minstenkor, orödke. Wer er auch immer sey, nstnr lii legten is bar o. Immerwährend, kLüntelenv^lo; min^ cleg. l n, ^ bn, be, dnn, den. Inbegriff, der, okrveseg. Indem, I. aronstörden, 2. mivel. Indessen, ittdeß, srondan. Indianer, inäini. Indien, inclis, indisch, incllai. Infanterie, die, Z.yalog karon-tssg. Informator, tÄni'tö^ dsri töNlto. Jnfustonsthierchen, Äralekkerez. Ingwer, der, g^omdei. Inhalt, der, koxl-^l-tt, summ». Innere, der, die das, a' delsü rekre, delseje v-tlamined. Innerhalb, l. -«latt, iäo alLtt. 2. belol, bklolrol. Innerlich, delso. ac/v. delöl. Innig, 1. dklso; delsokep^en. Jttweirdig, delol, delolrol. Ins, ^ Ä/., in das, n' -dn, /- in. Insbesondere, külänösen. Insekt, das, boxär. Insel, die, leiget. Jlrsacmein, do 7 .ön 56 ^esen. ^n^ättdig, Zl-iL-NOS-lN , NÄL^oil. Instinkt, das, termelreti ökrtöa. Institut, das, interet. Interesse, das, ». ULSvrn, toteres', ksm-rt. 2. linkron. Instrument, das, rnülrsr. Jnweltdig ^ belol. 2rc> K 2 6 k ö l> Jrrdisch, s<5!6i, Irland, llibern:vi, Iri-N'.clis. Irgend, vLtLdol;, irgend ein, v^Ic,- meiiv. Irren, v. sich irren, indä?,ni. Irrt bum, der, dib.,, v«vejA«V?. Island-sch , lLiänclir.i.. Italien, 0iÄl?ors?.-iK. Kammerjnilgfer, die, lrob-ilor-n)'. Kampf, der, kük?.köll«s, visäsl. Kämpfen, mrgvivni. Kanal, der, tLZtorna, Kanapee, das, lrÄNÄxe. Kanarienvogel, der, Kaosri. Kanone, die, äg^ü. Kapelle, die, Ka^olnn. Kapital, das', rokax«»-. Kapitel, das, i. rvl», lrak«^ 2 . lräptalAn. Kapsel, die, tok, tartü^ Karausche, die, Kärälr. Kardinal, der, Kärciinrili». Karg, LSUAOri , lösven^. Karpatisch, lrar^Äturi. Karpfe, der, xontz^. Karte, die, r. liärt^n. 2 . M»PP3. Kartoffel, die , krumpli, ; pit^oliL; a' kurtzonvn. Karviol, liärkillnl-». Kä^e, drr, l. .«.«fr. 2. tür«, Kaserne, die, Kalr^rnvn. Kasten, der, Llmäriorn. Katholik, der, XatKoliKn«. Katholisch, ach'. K.Ätkr6!ikus. Katze, die, MÄtsb«. Karren, känen, Kauf , der, vevös, väsä'-Uts. Kaufen, ventti, vssärlani. Käufer, der, vevö. Kauflente, die, Uere^eciSK. Kaufmann, der, Knlmär. Kaum, nliZ. Kegelförmig, Küplormn. Kehle, die, rvroir. Kehren, >- »ep^eni. 2 . t'orllimni,sich kehren an etwas, gonäolni vek. Keilförmig, dUsorm-r. Keim, der, t5ir-,. Keimen, tsirä?.ni, iak^clnr. Kein, I. senki, SV 1 NI«;/ 2 . nem, —- ! Keineswcges, sommikc-pxen nor». Kelch, der, ?ira;;tok. Keller, der, pinlr^. Kellerwurm, der, lUl^dü. Kennen, l. osmvrnr^ 2 . 6it6ni. Kenntlich , megL5>»viI,6to. Kenntnisi, die, esmviet, Niclomünx. Kennzeichen, das, osmerwtujel. Kerker, der, römlütr. Kerkermeister, der, römloiLMru',. Kerl, dir, r. leZenv. 2 . Kern, der, b«i, /?. o. ^ 0 ^ 2 « Kerze, die, Mert^a. Kette, die, läntr. Keule, die, bu/Zän^. Krbitz, der, Ildutr, lUKU-, Kiese, die, Uop«t^o. , Kieferdcckel, der, krilvanx. Kiel, der, toillräi-. Kreme, die, Ko^är^o. Kieselerde, die, Kova kölä. Kind, das, ^isg^-ermeU, tsetkwmÄi Kindheit, die, 8/ermek-kor. Kindlich, 6üi. Kinn, das, äll. Kinnbacken, der, üMrsxtLs. Kinnlade, die, ("Z^sn nr). Kirche, die, temxlom. 2 . ^n)n. lrenteAvllär. Kirsche, die, iLerekrn//6. Kiste, die, l«ci^. Kitzeln, tsiklänlloLni. Kitt, der, rÄ^LlrtolrLr. Kl Kl 2ir _ 8 - 6 k Käfter, die, öl. Klage, die, xanakv.. 1 Klagen, xanakrolkoäm. »Klang, der, Kang, ^6. 1 Klappern, I. kelexelni. 2 . VLtroZni. Klapperschlange, die, tsörZü-KLA/ä. ^Klar, vilägos, tilrta, Klasse, die, kiakris, sereg. Klaue^ die, körine. Kleöen, raAalLtani, märoiiri. Klee, der , lodere; kvlnü-t/m j Kleid, das, ruka, Kontos. Kleiden, rukärni, sich, rükäLkoclni. Kleiderbürste, die, rükakele. Kleidung, die, öitÖLLt, rukärat. Kleidungsstück, das, äaial, rudLj H Klein, kitsirt)^, kis, L^ro. x, Kleinigkeit, dir, tseKki^ssZ. Klempner, der, l-acloZos. Klettern, külrni, mälrni. ^ Klima, das, oZallv. .^Klingen, daiiAxani, tsengenr. ! Klippe - die, KolUKla, kokral. Klopfen, koxo»ni, ko^oAtstni. Kloster, das, klastrom, Kluft', die, verein, ürsZ. !KlUg> okos- Klugheit, die, okossaZ, ertekem. Knabe, der , Zvermok, ilü-g^eruiek. Knall, der, tsattanäs^ Knecht, der, lkolga. Kneipen, tsipni, tschkeäni. Knie, das, tercl. !k, !Knicen , ter6elni, torclejieink Knirschen, koFait tsikoi-Zatni. Knoblauch - der, koKÜ 2 Z^rllL^ Knöchel, der, dska. Knochen, der, tsont, Knopf, der, gomb, Knorpel, der, xortrozü. Knospe, die, bimbo. Knoten, der, tsomü , »örts» Knotig, küt^kös. Kobalt, der, Kol-alt. I. Koch, der, kerjkkrakäts. Kochen, >. koLni. 2 . lonk, lorrni. Köcher, der, tegor. Köchinn, die, atLkron^lrakätS. Kochsalz , das, koüsä. Köder, öer, cheäol, tsalo iötek. z> Kohl, der, oüsskäpolLta. Kohle, die, krön. Kohlrabi, der, KalÄrälio, Kokon, Kokong, der, sel/emgulio. Kolben, der, Ku?.Aän^. Kolibri, der, kolikri, vkrsA maclär. ö n ^ V. Kolik, die, kolika, külclök trönrür. Komitat, der, varmcZ^o. Kommen, I. jÖNni, lneirni. 2. ereci- ni, täin-iäni, kLärmaLiii. z. An den Tag kommen , viläZossäßra jonni, kituäoclni. Kommodkasten, rukatarto almäiionL. Kondor, der, ^ritkK«soI/g. König, der , lv!räl/. KölllglNN, die, I^iräl^rrch Königlich, kiräl^i. Königreich, das, Kiräl^os Können, katni, ketni. Kopf, der, ko; kej. Köpfen, kejüt venni, len^akarm. Kopfputz, der, kcwkossöZ. Kopfschmerzen, Lolch äs. Kopfweh, das, kolchas. Koralle, die, klari-s; korall. Korb, der, i. Kosar. 2. mäkkas. Korn, das, r. k^LM, MÄZ. 2. V02S, Zaboos, elt-r. Z. attfs Korn fassen, lreltra venni. Kornblume, die, KüLsviraA. Kornehpe, die, rorsKaiälL. Kornfeld, das, lkäntololä. Korrrhans, das, ZadonaKäL, tsür. Körper, der,tesr. Körperbau, der, testalkatäs, va»x alias. Körperlich, testi, Korporal, der, Käplar. Kost, die, eleloln, olös. Kostbar, clraAa, betses. Kostbarkeit, die, ärä^asäF. Kosten, kostoini, lOSzköskolni. Kosten, örni valamit. Was kostet?' mit 6 r? nri 22 arra? m 6 Nn^il)sir VLII? kostet mehr, töl)l >6 kerül. Koth, der, i. ganej. 2. sär. Krachen, das, äörZes, clorclülss. Kraft, die, >. «ro. 2. katalon», vro» Kraftlos, erotelsn. Kragen, der, Z aller. Krähe, die, vachü. Krähen, kukorekolirr. Kralle, die, maäar körms, köron». Kramer, der, lLlK^Lkalmär. Krampf, der, 1. Zörts. 2. ragäs. Kranich, der, staru. Krank, betOA , «AossoAtelsn. Kränken, lLOMoritni, trolLkLLQtani.- Krankenhaus, das, isxotäl^. Krankheit, die, detoAseZ. Kränklich, Kowges. KrättktMg, die, hokrlLantäs.- 212 8rvkonvv. Kranz, der, KolKorü. Kratzen, vakarni. Kraus, Zon6or, konäor, boclor. Kraut, das, I. plänta. 2 . kä^olkta. Kräutcrkunde, die, botänika. Krebs, der, räk. Kredsschcere, die, räklkb. Kreide, die, Krem. Kreis, der, «. korüiot. 2 . torzäs. Kreisel, der, esiZa. Kreislauf, der, Korongos. Kreuz, das, KörelKt. Kreuzer, der, Krassrär. Kreuzigen, inoKfelritni. KreuZiveis, KorLiKtb«. Kriechen, inälrni, köntälklii. Krieg, der, ball, käborlf. Kriegen, I. kanni, elii/orni. Der wird cs mit mir zu thun kriegen, annak volom kalr üolAU. Kriegerisch, kaüakoro. Kriegsschiff, das, Kacii kajo. Krokodill, der, krokociilus. Krone, die, Korona. Krönen, koronärni. Kronenleichter, der, iu§zö Z^ert^a- tartö, sluHter). Krpnerbe, der, KoionaöröKo8, Korona orökose. Kronprinz, (ugvan a?.). Krönung, die, KoronüLÜs» Kröte, die, vainLboüa. Krug, der, Korso, Kantso. Krumm, Zorbo; zorbön. Krümmen, rnogFOi-bitin. Krüppel, der, tsonkndena. Küche, v. Knchel, die, Kon^Ka. Kugel, die, §oi/<>t>is. ! Kugelrund,golvödtS kerok8ößü, ^öm- bol^ü. Kuh, die, leben. Kühl, KÜVÜ5, klves. Kill)lcn, kütoni, !iivk>8itoni, KnkllttNg, die, bü«5esez. Kulm, inerelk, dätor. Kühnheit, die, MLI-652LSA. Knkuk, der, KaKuK. Kultur, die, ^allörorülläs. Kümmel, der, körnenv. Kummer, der, iränat, dü. Kümmerlich, n^oniorüsüZos. Kundel, das, kakukkü. Künftig , jövenäo, srutän. Kunst, die, inesterseg. Kttilstarbeit, die, miv, rneslermiv. Knnstkabinet, das, rnivestärkär. Künstler, der, m/ves niesten. Küllstiich, Niosloi-seges. Kunststück, das, inesterseg. Kupfer, das, vererrLL. Kupferfarbig, reLlrinü, rot. ! Kupfcrschmid, der, rernn'ves. ! Kupferstecher, der, mettro. Kupferstich, der, rbLinettreL. ^ Kürbis, der, tök. > Kürschner, der, krüts. j Kurz, röviö, kurta. Zu kurz korn- ^ Meu, Kart vaUani, könne velrteni, ! kurz darauf, keve» iäovel aruläii; kurz vor, V. vorher, kevosrel ar elott. Im kurzen, rövi/l iäon, Ivviz n»p; «c/v. rövl6en, roviäeäen. Kürze, die, röviclsog. Kurzgefaßt, rövicleäeu eloaäott. Kuß, der, tsök. Küssen, tsokolni. Küssen, das, xärna, vänkos. Küste, die, xart, tenZ6rj)art. Küster, der, 6§vk,är.6. Kutsche, die, Kotsi. Kutscher, der, Kot-ls. L. ^aben, 1 . stch an etwas, meZtrls- 8Üni^ ino^iijjitni MÄ-zät valamlvel. 2 . izen lreretni. Labsal, das, meAujjito balLSÄlti. Lächeln, lnosolvr-kni. Lachen, Nüvetni, katrszni. Lächerlich / nsvottsöges. Lachs, der, Ia?.atr. Lade, die, laäa. Laden, >. rakni, wrkolni. 2 . tölteni, rnegtölteni a' puskal. Lage, die, >. sokvo5. 2 .Korn)ü'ikäHär, Lager, das, loKvokLl/, Lagern , iich, letoloxeclni. Lahrn, I. »äntct. 2 . tsonka, däna. Laich, das, ivaclok. Lamm, das, barän^. /,/. Lämmer. Land, das, l. tolä, lLÜrarlolZ. 2 . I talu, falukel/. Z.tartOlnänv,oisräx, Landesherr, od. Fürst, k'ejeüoieni. Landesregicrultg, die, kormän/krek. 'Landessprache, die, KaLni nvolv. Landgut, das , morol jolräg. Landkarte, die, inaxpa, lülä Koxe. Landlcutc, die, xar-ilktok, kalusiak' Ländlich, merel, kalusi. Landmacht, die, skaiari kalllero. tlkandmaiul, der, inersi pLi ul'rt, srän- » tnvsto. Wkaiidschast, die, turtomäi,)'. iLandschlleche, die, lrärÄrlöltll tsizs. ^ Landsleute, die, lolclisk. Landsmann, der, lLülstssü L, köläi. , Landstände, die, orlräg stätusi. ^ Landtag, der, Orlräggvüles, DistÄ. !kandthicr, das, srärari sUut. Landvogel, der, 5r«r»ri msclär. j Landwirthschaft, die, msrsi A^räA8ÜA. ' Lang , tiosrbrü; aslv. lange, solcäiZ ; so lange, miß, valttkNsästiZ. Länge, die, KolLlr-rsäZ. Langeweile, die, uualom. Länglich, liol'rlrss, holrlrülcäs. Langsam, lassü; ILSSLN. Lanze, die, länciLSÄ. Lärm» der, lärm«. Larve, die, Kuli, PUP», nirnla. Lassen, I. botsätaui, erelrteni, kn»)/- ni. 2 . laßt, lobst, p. o. laßt sich denken, sl lebst gonäolni, laßt sich nicht beschreiben, nem lobst toirni. z. tatui, tstui? bauen lassen, ^ öplttstui. ,Laß, die, tsrsb, terb. I Laster, das, büu, vetsli. . Lästerer, rggulrnÄro. ^ ! Lasterhaft, Kunos. Lästern, lristui, büromlnui. Lästig, tsrbss, kkijos. ä Laterne, die, lump»». ! Later nentrager, der, ^illämbozär. Latte, die, lstL. Lau, I»g/Nielsg. > Laub, das, lulomb, levsles ÜZ. Laube, die, lovelss lri'n. Lauern, lssni, lesslbsäui. . Lauf, der, I. kutäs, lLLluääs. 2 . üt, lor^äs. ! Laufen, kutui, lrulLäni. Läufer, der, luto. Läugnen, tugscliii. La-.ne, die, >. vältoLo bsclv, bsstv. . 2 . jo ksclv. Bey Laune seyn, jo , bsävsosb lsnni. Laus, die, tetü. . Lauschen, lssui, lsselbsclni. Laut, der, buug, l?. 0 Lut. Laut,-vr. trsrent. Laut, nugvou, n»g)^ kellrovai. Läuten, b»r»NZ 02 ui. Lauter, tilLM, tsup», msro. Ltvaudel, der, lsvsustul», Ltb.'n« «l»'. Leben, das, ölet. Lebendig, ch/v. IsbsnäiK), 6to, sis- vsn; slsvs.'i6i>. Lebensart, die, ölst ruocij», srbolks. Lebensgefahr, die, ölet vslLsäslms. Lebenstttittel, das, slslsm, slossZ. Leber, die, inüjj. Lebhaft, slovsn, vlclüm; slsvsnen. Lebzeit, bey Lebzeiten, M6§ slstebsn. Lecker, bsävss I7Ü. Leder, das - blbsl'ritstt 1 ) 01 -. Lederer, der, tlmür. Leer, l. ürss. Uz. tsup» , tsob. Lcgell , l. belvbs/.tstni, tsbtstrii, tsn- ni. Eyer legen, tojtti. 2 . sich legen, losoküclni, sich auf etwas legeu, uäni mugst v»l»inire. — Zurüch legen, msgbulustrn, ellnenui. Legion, der, lsgiü. Lehm, der, ÄA/»A, ^vürt sär. Lehen, das, I. ärsristüb» »cius. L. Ltlo7.ö jokrsA »cläs», p. o. I-ejecle- lsm ältnl. Lehensabhangigkeit,die,»äo7ü kü§§6«. Lehnen, täniufLtÄni.' Lehnstuhl, der, b»roslrvlc. Lehramt, das, tanltoi brv»t»l. Lehre, die, tunltüs, tunulm-inv, Lehren, t»uit»ni. Lehrer, tauitä. Lchrinnge, mestsrssA tuuülo 15125. Lehrling, der, ar). Lehrmeister, der, tsulto mester. Lehrreich, spületos, K^lrnos. Leib, der, tsst, leiblich, tssti, tsstvsr. Leibeigeilschaft, die, ruKl'Lolgus.lZ. Leiche, die, Kglott. Leichenrede, die, Kulotti dslrsck. Lcichnabm, der, Kolttssr, Kulon. Leicht, hönnyü; bounvc-u. Leichtigkeit, die, Könnvussg. Leid, es thnt mir Leid, sajuülom. Leid, das, ksllvstlenssg. Leiden, l-snvs4 8 2 6 k 8 n V. Lenz, der, tävslr. Lerche, die, palr-irta, Lernen, eanülni. Losen, nivÄsni, p. o. I^ün^vet. Leser, der, ol^so. Leserlich, olvasb^tö. Letzter, e, ec , utolsö, vegso. Leuchten, vilägitnl, vil^gositni. Leuchtend, vila^osstoäö, viläZitö. Leugnen, tÄF-rätti. Leute,/?/. Leutschau, LötsL. Licht, düs, I. viläg/vilägossäi;. 2. 2. VÜÄA, ^vortVÄ. Lichtbraun, xej, ?. «. 16 . Licht, «ch. viiägos. Lichtputze, die, Kopxant6. Lichtstrahl, der, vllaZossäg «üxärs. Lieb, 1 eeäv 65 , lieb haben, lrorktni. Liebe, die, Gerötet. Lieben, lreretni. Liebenswürdig, lrerotktre mslto. Lieber, tioclvLSsbl); a 1>ulr. Luftpumpe, die, levsgoürlto. Luftröhre, die, 161rkrotsö'. Lügen, bnru6ni. Lügner, der, Karug. Lumpen, der, rsng^, Lunge, die, tüclo. Lust, die, I^eclv, öröm. Lüstern, hvvänisi. Lustig, vig, vi6äm. Sich über etwa^ lustig machen, nevottshgssse tenni vslLlnit. A M M M M M M M M M M fM ^ M > M ! M ^aaß, das, ,. mertek, 2. xint. Machen, 1. tsoiolvcciin, vötzsrpi, tsi, n 6 Ini. 2 . lrerernl. Macht» die, listLiom, aro.. Mächtig, batalmAS; er<>ssn. Mädchen, das, leän)?, Isän^rö. Made, die, kukatr, ^oriärö. Magazin, das, maggrinom, räi-bär, Magd, die,/?/. Mägde, srolgälo. Magen, der, g^omar. Mager, sovän^, konn^aät. Magnat, der, hlägnä-l. M M > N ! M N ! 9) j 9) ! N ^ N > 9) ^ 91 91 A A 91 9 9 ^ Ir ö n v v. 21 5 1 Magnet, der, MANULS. 1 Mähen, kalL5iii-rs, mekk-lniksi. Medici«, die, l. orvosän^. s. oivosi tuclvmnn/. Meer, das,toi,A6r, Meerbusen, der, ttm^r ödöl. Meerenge, die, tenAerHor»;. Meeresarund, der, wußerfensk. Meerwasscr, das, ten^erviri. Mehl, das, UlN. Mehlspeise, die, relLtässtsl. Mehr, tödd; tödde, iukLbb. Mebrentheils, töddn^ir«. Mehrere, töd'o —, töbdek. Mehrmals, töddlrör. Meiden, korülni, «lkerülni. Meile, die, msrelö^ö. Meilenlang, m«rtföl6n^i. Meilenweit, möinsölöuvirs. Mein, meine, mein, «nvim, nr en— Meinen , ^«nclolnl, v«1ni, g>et meinen mit Jemanden, jöl gvnäolkosnl v.iNki lelöl. Meinetweaen, nsm dänom. Meist, tökbnvire. Meiste, der, die, das, loZtödd. Meisten, am, leZniKöbb. Meistens, töddn^ire. Meistentheils, nng^olidresront. Meister, der, l. M68ter vNsmidon, V. kt>. 2. tamtc». Z. M85terember. Meisterstück, das, remek. Melden, jolenteni, tuätärn «cliii. Melisse, die, tritromlü, lterri meklü. Melken, sejui. Melone, die, stlnnv«. Menge, die, soKasäZ; eine Menge, 80k , l'römos; in Menge, NSA/ lrämmÄl. äNengen, elüAvitni; sich, «leZ)'eätst. . 8 7 « k o n V V. 216 Mensch, der, t-mber. Menschengeschlecht, das, emberl NCINXt't. Menschlich, emberi. Merken, ök^rovonni, meajeA^orni.- Merklich, olrrevebeto. Merknrahl, das, jol, je»^, bölvsZ. Merkwürdig , Neverows, jelos. Meise, die, orlräAos väsär. Messen, merni. Messer, das, ües, (beretv-r). Messcrstiel, der, lresu^el. Metall, das, «rtr. Metzen, der, mero, l;et veka, kel hile., kel kobol. Mcyerhof, der, mchor. Meyncn, zonllolni. Mcyttttttg, die, ^onäolnt. Michel, IvliücU^. Miene, die, äbrärnt, telrlntet. Milch, die , tej. Mild, I. ßvenZe, 2. Läskorä. Milde, die, joltevösetz. Mildern, läF^itnl. Vlilitärisch, KutonAi. Milz, die, lep. Minder, tzissebb, lrevesebb. Mineral, das, äsvänv. Mischen, elegvltni, Iieverni. Mischung , die, elex^ltes. Mißbrauch, der, vil'Llruvles. Mißbrauchen, vikrlrÄslni vele. Mißmut!-, der, kellvetlenser;. Mißtrauen, das, ke'elkecles, ZV3NÜ. Mißvergnügen, das, KestvetlenseZ. Mit,-»'', -ul, -el, -val, -vel. Mitbringen, IlOLni mntzävnl, elbvLni. Mitglied, das, tärs, tnZ. Mitleiden, sLÄNnkoräs, l'ränäs. Mitleidig, lLÄNLchoLO krlvü. Mitnchmen. mn<;ävn1 elvinni. Mittag, der, äel. Mittags, äelden. Mittagmahl, das, ebeä. Mitte, die, üö?.ep. Mittel, das, elrkö?., most. Mittelländische Meer, das, korex tanger. ^ Mittelmäßig, köreplrerü. Mittelst, -»r. -näl knZvn, -näl koZVÄ. Mitten, L' korexen. Mitternacht, die, I. ejkel. 2 . ejl>.»k. Mittbeilen, üörleni, meZokrtLn!. Mittwoch, der, lreräa. Möalich , lebettseAes , lebeto'. Möglichkeit, die. lebettser;, Mohn, der, mäk. Mol>r, der, lLeretsen. Molybdit, molibclertL. Monarchie, die, LVkonärlrbin. Monatl), der, bona^, bolllnn^. ' Mönch, der, bnrät, lLerLLtes. Mond, der, bolcl. Moüdßllsterniß, boIllknA/Ltlroräs. Mond>chein, der, bolclviläg. ^ Montag, der, betko. ^ Moos, das, mob. ! Moral, die, erböltstuäomän)'. Moralisch, erkoltsi. Morast, der, molsär, POSVÄN^. Morastig, motssros, säros. Mord, der, ZViikossäß. Mörder, der, xvilbos. Morgen, bolnap. Morgen, der, l. nn^belet. L. reZ^el. Morgcnröthe, die, bajnnl. , Mörser, der, morsär. ^ Mörtel, der, tLemsnt. ! Moschee, ll'örobmetset. i Most, der, must. Mücke, die, tUnyoA, nzrro leA)'. Müde, kärÄcit, innkaclt. Mühe, die, munkn, färÄlilsäZ, bei, stch Mühe geben, muuttÄlöäuk I-ZjtL. Mühle, die, mslom. Mühsam, munl-.äs, kärnsttsäZos. illlüller, der, molnär. Mund, der, k/.äj. Mündel, der, tütorsLA nlstt levo ärvn. i Münster, 8lrnk7.bur^i toron)'. Munter, VIA, eleven, seren/; ask». obren. Münze, die, pen?., vert P6NL. Murmeln, tsergt äeLNi. Mnrmclthier, das, murmutsr. Murren, moroZni. Muschel, die, KaZ/lo, KävästsiAL. Muse, die, mürsn. Mustk,die, muLSika. Muskel, der, vastÄK ln, büsos Ln, Müssen, tartorni, bsntslenlttetni. MÜssig, bevero, üres. Müssiggang, der, bevere». Muster, das, mustrn, rem«b öarnb. Muth, der, ». bellv. 2 . bätorssA. Z. Es wahr ihm zu Muthe, ÜA/ tet- lLott nski. — Muthig, bätor; bätrsn. Mttthlos, bätortÄlsn. Mutter, die, nnv^. Mutterbiene, die, nnvsmsb. Mn tterp flicht, kötoler^öx. 217 8 r o k Muttersprache, die, anvui n^elv. MÜHL, die, suveg, sixir^ N. ach,/?r. I" utsn, mülv». 2. lre- ikiit. z. lior, her. 4. lia, Hs. astr-, nach und nach, I«5SLN lassan.s Nachahmen, kovetni, liimerni. Nachbar, der, lkomlkecl.. Nachbarschaft , die, lLomlreösäx. Nachdem, 1. arutän. 2. minekutän- NÄ. s' sreisnt, a' mint. Nachdenken, gonclolkoLni.. Nachfolger, der, ^'»liivatalba Kö- V6)k6LN. Rachforschen, n^omorni. Nachgeben, on^oclui, alciblihng^ni. Nachhangen, seinen Betrachtungen, neki acinl niLALt a' virszäloilL- sniinnk. Nachher, unutän. Nachkommenschaft, die, muraZeK. Nachlaßig, Korlikl, tun^Ä, rsst. Nachmittag, der , Zölutänni icio, Nachmittags, Nachmittag, clslut^n. Nachricht, die, ruilositäs, liiracläs. Nachsicht, die, oiißoclelvm, läg^säz. Nachsinnen, goii6olkoriii rolc». Nächst,-vr. 1. mellett. 2. utämiÄ. Nächste, der, die, das, teleb-irät. Nächster, e, es, lcßkörelelilr Villö. Nachstellen, leselkeclui utännn. Nachstellung, die, lt-.-iolKeäes. Nächstens, logkorslelii), nem soltärn. Nacht, die, SjtlLÄkn, ejj. Nachtheil, der, kär, ItätrnmarÄääs. Nachtigall, die, lilomile. Nachtisch, der, alLtali t 56 M 6 g 6 . Nachtlager, öjjoli fr.illäs, l6kv6§. Nachtmahl, das, vnt.-rorn. Nachts, V. des Nachts, ejtlrnkÄ. Nachtschwalbe, die, I.ippnnt/ü. Nachtvoael, der, pille. Nachtwächter-, der, ojj«!; nrälln. Nachen, der, nvAktsiZn, n^nkkrirt. Nackend, Nackt, meritelsn. Nadel, to, tü. Nagel, der, i- köröm. 2. fxex. Nah, KnLelvslo. Nahe, KÖL6I. Nahe, in der Nähe, Körei. Nahen, stch, köreliteni. Nähen, vairni. Näher, köreiekb, körelelib v» 16 . Nähern, sich > kir^elita). ö n V Nahgelegen, korelkekvö. Nähme, der, N6V, neveret. Nahmentlich, neveretesen. Nahmlich, tuckiiillik, ü^/mint. Nähnadel, die, varrotü. Nähren, täplälni. Nahrhaft, täplälo, jo tnplälo. Nahrung, die, taplälst, eleclel. Nahrungsmittel, das, tsplälö elrkör. Namens, N6VÜ, s' Kit nevertek. Nämlich, tunäniilik. Narbe, die, t!iüts, cr' Narr, der,»Kolorist, ekrteieo. Närrisch, kolonäos, etrelo». Naschen, n^alikoäni. Nase, die, or, orr. Naseweis, minäenker tuäni akkirö. Nashorn, das, lrarvorrli. Nasi, n^irkos, neclves» Nation, die, nemret. National, nemreti. Natter, die, siklo KiZ^o. Natur, die, termelret. Naturforscher, termesretvirsZalö. Naturgeschichte, die, termelretikis- toriÄ. Naturkunde , die, termekreltuäv- män^. Natürlich, termelreti; ar/v. terme- sretesen, termelret lrerent. Naturreich, das, termk-sretorlräga. Naturtrieb, der, termelret! ötrtöu, Neapel, dilLpol^. Nebel, der, köä. Neben, mellott, melle. Nebenzimmer, das, olöallrolia. Nebst, -vsl ez^ütt. Neste, die, valuki testverenek a' lijg, Neger, der, lreretsen. Nehmen, (nahm genommen), elven- ni, verini. Neid, der, irlg^seg. Neigen, sich, liÄjlnni, lelisjlnm. Neigung, die, kajlAnäosäg. Nein, nom. Nelke, die, lrekkü. Nennen, neverni. 4 Nerve, die, in. Nest, das, lelrek. Nett, eke«, tsinos. ^ Netz, das, ». Kalo, belkärt^a. Netzförmig, retres. Neu, üj. Was gibts Neues? rui ÜjsäZ? Neubegierde, die, üjrägonkspär. Neuerlich, a' minsx, aew rexem S!8 Neu-Holland, lstj-klollanckia. Neujahr, das, üj elrtsncko. Neujahrstag, der, üj elrtsiickä Neuigkeit, die, üjsäz. Neulich, a' rninap. Nicht, nem/ daß nicht, ns bvg^, mit Nichten, eppeu usm. Nichte, die, valatzi tsstvsrjs Isäu/a. Nichts, ssmmi, senilni sein. Nichtswürdig, rsnilnirekelo. Nie, soiisssw. Nieder, I. alatsonv. 2. alavalo. Niederbeugen, lshchlani. Niederlagen, sich, lsülni. Niederlassung, die, üjülss. Niederlegeu, Istsnni, sich, lskskiickrü. Niedersetzen, lstenni, sich, Isüliü. Niederträchtig,LlLVÄlo,ssmmirevLlo. Niedlich, tsinas, takarelros, süss. Niedrig, I. Llatson^. 2. tssüel^, Niemahls, soliassm, ssbars» Niemand, 8 Sl»üi, senüiss. Niere, die, vess. Niesen, prülrlrsliteni. Nimmer, soffass. Nirgends, sodol-is. Nisten, kslrüslni, kslrüst Nach, msx, weder—noch, SSM — SSM. Nochmahls, üjra, ismät, M6A SA)'lrer. Nonne, die, Lpätra. Nord, der, sjlLaü. Noth, die, lrüüsex. Nothdurft, die, i'-ffkseZ , lo^at- üoräs. Nothfall, der, krüüss^. Nöthig, lrüIrssASs, msxüi'v-'lntLtck, Notlügen, ünsrvlni, üinälni. Nothwendig, lrüüss^ss. Nu, in einem Nu, sx/ pillantäs -statt. Nüchtern, 1 eff ^^»mrü. 2. iöran. Nun, süüor, most,most mär, Nu,, Nuß, die, Nüsse, I, cklä. 2. mo- xvoro. Nutzen, der, baist-on. Nutzen, nützen, haHnälist. Nützlich , b-tlrnos, halrnosa^y. Nützliche, das, a' ini ha.lrnos. Nützlichkeit, die, bakLoavsKstässA, b? v-stvo» ? als ob, mintlia. Dben,kslül, kkl^ül; lsljsbb. Oberarm, der, lslso rekrs. 8 2 6 ^ 8 n ^ Obere, der, die, das, -st kslsck Obersiache, die, üülsö l/ckn, la^. Oberqespan, der, ibo-lspän^. Oberhaupt, das, iffo, ffsje v-stamsl/ rsucknsü, 's -st t. Oberleib, der, -st test fslso rsfrs. Oöerrock, der, kslsü üaput. Obertbeil, das, ksIsS islr. Obgleich, jolleüst, noüs. Obligation, die, üötslsLo lrcks. Obrigkeit, die, ksIsossZ, släljäröü» Obschon, noha, ämbär. Obliegen, H/oLöckslmssüeäni, Obsi, das, g^ümolts. Obstbanm, Z^ümoltsla, Ochs, der, okür. Oder, Ode, üistlon puffna. Ödenburg, Lopron. Ofen, Lucka. Ofen, der / üsmsntrs. Offen, Ip/itva lsvo; n^itva. Offenbar, n/ilvänvalo; nvilrän, Offenherzig, n^iülrivü. Öffentlich, n/stväuvalö; nvilvän. Offizier, der, ü-nona tilrt. Öffnen, üin^itui; sich, üin^stni. Öffnung, die , N^stäs, lrsxaZ, I^uk. Ofner, Luch-i. Öfter, Zvaüoii, A^LÜorta valö. Öfters, többsrör; AX^brabkau, Hhl, v. Öl, das, ol-ch Österreich, ^ulrtria. Österreichisch, ^.ulrtriai. Ost, ^vaüran, A^aüorta, ssülror; so oft, valalian^lror. Oheim, der, at/äm V. an/am lerjst tetvs-jE. Ohne, ,nr. nslüül. Ohnehin, -st n^lkul is, ü^vis. Ohncrachtet, jällsüst, ämbar. Ohngefähr, (jobb - Ungefahr), mint- S^V- ( Ohnmacht, die, äjüläs, släjuläs, Olmstreitiq , /oSS - unstreitig. Ohr, das, kul. Ohrenschmalz, das, lulsär." Ohraehänge, -of. kültznfü^o, Ohrring, der, (»8>Ln ar), Onkel, /. Oheim. Opal, opckl, üpälbo. Opfer, das, älckorm. Orakel, das, oräbulum, Orang-outang, der, «ränxutanx. Orden, der, r- ronck , 0 . vüöLi ^ rsnck, 's a' t. L. lr>erLßt. M 8 2 6 k Ordentlich, renäesrenülrerknt valo ; renäesen, renälrerent. Ordnung, die, renll, rencielks, renä- tartäs. Ordre, die, pararrtsolat, reiräelös. Organ, dqs, öletMlvkrkr, Organisch, olstmivkreres, Orgauistrt, «letmül'LkreKKkI k)lrv, Orgel, die, orZoua. Ort, der,Orte, es Örter, i. ücl/. 2. üel^ssA, l'slu. Ortschaft, die , üsl/, üc-I/söZ, Ost, der, riap^olet. Ostern / die, llüsvet, Ostilldisch, NÄpkeleti InälLi. Ostpreusten, iNlpkoleti krulrlriL. Ostsee, die, nLplreleti tsazor. Otter, die, viäia. P. ^)aar, das, xär, xär. Pabst, der, Pachten, äienäälni. Page, der, pärso), IHjkäelineü mellett trol^Alö nsmes ifjN. Pallast, der, xnlotÄ. Palme, die, xälma. Papier, das, p^piros. Pappel, Pappelbaum, der, n^ärks. Paradies, das, paraclitsom. Paragraph, der, trikkel^. Parder, der, pärllulr. Parteyisch, rstLrolichlo. Pascha, der, Lasa. Pasquill, das, paskvilns. Pastcnd, rckNalmMos, illenäo, Patient, der, deter;. Pein, die, üln, xvötrelem. Pelz, der, r. lLoro« böi. 2. inonte. Perle, die, x)'öngv. Perlenmuschel, die, x/önZ^termo ts-gn- Perlhuhn, das, x^önZ^üK. ' Perücke, die, parüka, vettZeZlich. Perser, kersa, kersi/chvl v^lö. Persien, kersis. Person, die, Leinöl/. Pest, die, pestis. Petersilie , die, petrersol^om. Peterwardein, kömrvärLä. Pfad, der, ösväa^. Pfaff, der , papdie Pfaffen. Pfahl, der, Karo, palänk. Pfütttke, die, rss serziko^ö, ö n V. s ,y Pfarrer, der, xap, xreäiüätor. Pfait, der, xäva. Pfeffer, der, bors. Pfeife, die, i. slx. 2. xijis. Pfeifen, kut/ölni. Pfeil, der, n^ll. Pferd, das, lö, die Pferde. Pfingsten, ?ün^öst. Pflanze, die, pläuta, növeven^. Pflanzen, xläiu»lrn, ülretui. Pflanzenreich, das, növeven^ek or. lr-iga. Pflaster, das, llAstrom. Pflastern, kovLl NirLkni, (üträt). Pflaume, die, Hilva. Pflegen, 1. krokni. 2. Zonchät viselni. Pflicht, die, Kömlesseß. Pflücken, 5 ?.Äk?.lrt 3 iii, kLLZKLtlli. Pflug, der , 6 Ü 6 , Pflügen, s-äiitLni. Pfund, das, iont. Pfütze, die, potsol^A. Pholadc, die, kürotsiZa. Physik, die, wrnchl'rettuäoMLNV. Pilger, der, vänäorlö, tLLräaäö^, Pille, die, xilula. Pistole, die, pil^tol^. Plage, die, Kch, velr.öäts«.a, Plagen, n^oinorAMni; sich, trastöflai, Plan, der, plänum, rchLvIat. Plätschern, InbitLÜolni, Platt, lspos. Plattensee, der, a' b^laton tav», Platz, der, 1. del^. 2. pistr. Platzregen, der, -äxoressö. Plaudern, lerseZni. Plötzlich, dii tel«nvalo; lilrtelsa. Plünderung, die, kokrtas. Pöbelhaft, pÄiak-ws. Pochen , i, l-.opoKtatui, 2. axrors törni. Pokal, der, ivöeäö»^, xollar, Polen, Policen, pLrllororni, LlMitni, Politisch, Politik^!. Polizevauffthcr, der , xolitLlärs v, rencltaitäsia üg^elo. Polnisch, «ch'. l-enA^el. Polster, drr, ös das, pärna, vänNos. Pomeranze, die, nnrunts. Porzioll, portrio, mörtöü. Portrait, ^>ortr«), lflsloimühar» ssswtt l<ö^r. Portugiese, der, kgrtuZLllus. Post, die, xusta. Posten, die, lüratnl, cklrrspZ, 220 8 2 6 K Postkarte, die, postamapxa. Postwechsel, der, posta välroräsa. Pottasche,die,llamulügsö,(llamurs 1 r). Pracht, die, kän^esseg, xomb». Prächtig, llitsö, Prägen, z.B. Geld, penLt verni. Prahlen, llitsekeäni, kerkeäni. Prahlerey, die, I^erkeäss. Praktisch, g/akorlo. ^Prangen, ksa^leni, tnnclö^Ieni. Prater, der, krstsr, köronssges mülato llesv Lsts mellett. Prediger, der, prellillator, pax. Predigt, zrrellikätriü. Predium, kukrta. Preis, der, ». arr,llst 5 . 2. der. Z. Preis geben, xrsciära, V. üotL- llära llitenm. Prciß geben, llalät aclni. Prellen, zurückprellen, vilLlraxar- tanni. P-eßburg, ko^son^. Pressen, u^oinni, ssjtolnl. Pretzel, das, peretr. Preußen, krulrliria. Preußisch, krulrlLisi. Probe, die, xrölla. Probst, v. Propst, krepost. Probstey, die, krepostsag, , Product, das, tsrinss. Provinz, die, tartnman/. Prüfen, viLSgälni, megvirsgälni. Prüfung, die, rnegviLSgaläs. Prügel, der, I. bnt. 2. veres, ütes. Prügeln, vsrni, msgverni. Pudel, der, pnclli lrut^a. Puder, der, llaj^or. Puls, der, erveres, pnllrns. Pulver, das, por, Pünktlich, ponrig, tvkelletesen. Punsch, der, punts, /ca/ ,re,»s. Puppe, die, lläll. Putz, der, tsiaossäg, trilrasäg. Putzen, » tilLtltni. 2- ellesgetni. Q. nacken, kurvtk/nlni. Quadrat, neg^lregletü, negvtregü. Quadratmeile, die. neg^s/eglnert- tolö. Qual, die, kin, gvütrelem. Quälen, kinrani, gvokreni. Qualität, imnenn'iseg. Quartier, das, lraliäs, üvsrtvl^. ö n ^ V. Qucckstlbcr, das, ^en^esö. Queere, llerekrtülvalo; llerelrtül. Quelle, die, korras, lrücko. Quellen, lllkorrani, kallacitti. Quellsalz, das, torrässo. Quentchen,.das, Könring. Quetschen, öl-LVerürni, torni. R. 3^aab, Ovör. Rabe, der, llnlln. Rache, die, llolLlLnallär. Rachen, der, leltätott sräj, toroll. Rächen, megllokrkrülni; sich, bokL- lLNt ällani magäert. Rad, das, llerek. Rahmen, der, rama. Rand, der, lLel, pärkän)'. Rang, der, rang, renä. Rasch, Helles, 8«r«nv, g^ors. Aasen, der, g^ep, pärsit. Rasend, llöllos, llüllosllollö'. Rasse, die, «Ikairäs, kajta. Rasten, n/ügollni. Rath, der, I. ranäts. r. I'anätsos, Rathen, >. taaätsolni. 2 . talalga^tni, Rathhaus, das, tsiiätslläL. Räthsel, das, talälos mess. Ratte, die, patkän^. Rauh, der, preäa, ra^aäomän/. Raltben, «lragallni, elragallorni. Räuber, der, ragacloLÖ, rsirän^. Räuberbande, die, tolvastnopyrt. Räuberisch, tolvajkoclo, ragaclpro. Raubstsch, der, ragaövLO llal. Raubthier, das, ragaäoLÜ ällat. Ratlch, der, tust. Rauch, rauh, borras. Rauchen, I. küstölni. 2 . plpä/oi. Räuchern, lnstnlni, megsüstnlni. Rauchfangkehrer, der, k6lN6li^8«pr«L. Rauh , llvrras, llarallos; llurvLi, Raum, der, l'6LÄg, llö'/., rer. Raupe, die, llern/o, lärva. Rauschen, tsergeäeLni. Räuspern, sich, orrät knni. Rebe, die, krolovelLlLÜ'. Rebhuhn, das, sozosxwaclär. Rechenschaft, die, lrämaääs. Rechnen, kLäwlälni. Ans etwasrech-l ncn , lrämot tarrani valamire. Recht, I. ogvenes. - 2 . igaL, lle-lvesi Z. a'kalma ns; zu rechter Acir, j6- üor', iäejöben, jäl, llel)'NLLU. 22 » 8 r 6 k Recht, das, jus. 2 . iA-issäz. Rechte, die, v. die rechte Hand, jobb ichr. Rechtfertigen, lrimsnteni. Rechtrnaßig, torven/68. Rechts, jobbra, johl» kelöl. Nechtsaelehrter, törvsnytusta. Rechtschaffen, jo, jgmtror, Rede, sie, bskröch Redekunst, die, ek686nl7.älläs. Reden, trolrelloni, sroliani. Redlich, jülnbor, lrivü. Redlichkeit, die, krivus^Z. Redner, der, 6lr68«nl'rollo, orätor, Reformirt, relormätus. Rege, k6!o!6VLo6«jott, keiburstült. Regel, die, regula, renä. Regelmäßig, r6i!cI1ror6ntv^!o,ieZu!äs. Regen, sich, morogrri, moräülln. Regen, der, eso. Regenbogen, lrivärvän^. Regenguß, der, Läporesü. Regent, der, Ichjeäelem, vislkostö. Regenschirm, xarupli. Regieren, i.ix;arZLtai. 2 . uralkokliil. Regierung, die, ». izargkrtÄ8, icür- män^oräs. 2 . lroniän^lrek. z. urnllrocl-rs. Regnen, es regnet, «slk. ur osS. Regnerisch, esos. Reh, das, ör. Reiben, I störzolni. 2 . rekrelni. Reich, xnLcinx, i«do»6s. Reich, düs, orlräg, kiroäslom. Reichen, N/ujtsni, ociLüäni. Reichlich, bosegeseo, boven. Reichstände, -v/. Liroä-rimi Stätusoil. Reichsstadt, LiroöLimi väros. Reichstag, diomotLiro^irni 6)lül68. Reichthum, das, kchts. Reif, erett > megörott. Reif, der, ». clor. 2 . «irronts. Reife, die , «renseZ, m6A«res. Zur Reife bringen, meßerleliii. Neihe, die, sor, renst. Nach der Reihe, soibn. Die Reihe ist an mir, raj- t.«.rn v<>n n' sor. Rein, tllrta; a-Vr-. tilrtän. Reinigen, tilrtitÄni, tikrtog.'ctlii. Reinigkeit, die, tilrtachZ, »sinossLA, Reinlichkeit, die, (uZ/na ar). Reis, das, äZ, ZÄjj. Reise, die, üt^räs, üt. Reisebcschreibung, ütaräs leiräsa. Reisen, üt.i?.,,», üu^ mLnni. Reifende, der, üm?.ö. ö a ^ v» Reiß, der, risKssL. Reißbley, das, plchdäkr. Reißen , ». «IkL^ni , razAstlii. 2 . k7.Ä^gÄtni. Z. elkrskastai. Reißend, I. fslktte sebes, s. vir. 2. rLA-»clorö. z. vorlro^o. Reiten, lovLZoIni. Reiter, der, lovas, lovazlo. Reiz, der, I. irellemstesssZ. 2 . in- gorlös, ökrtün. z. ingorlo krezissg. Reizbar, ». ingsrleni. 2 .eäesA 6 tni. Reizend, r. ingorkö, ^ciesxetv. 2 . g^ön^örü, «lies, l^«1Ie»netes. Religion, die, vLlläs. Nennen, n^ÄrZallii. Rennthier, das, n^rZalötr. Resede, die, rereäa. Residenz, die, k'ejkclelmi lak6 väros. Residenzstadt, (uZ^an ar). Rest, das, marsäsk. Retten, moglrLl)LäitÄiii. Rettig, der, retek. Rettung, die, ssZsäolsm, l-Äbschtäs^ Reue, die, inexkLnäs, bänat. Renen, bänni, es reuet mich, bänom» Rhede, die, külsö Irikotädel)'. Rhein, der, kajnA kol^övir. Rhinoceros, der, trLrvorrü. Richten, l. eZ^snzetni, eg^enesitni; sich in die Höhe richten, keloZ)'«- nosöstni. 2 . arän^orni , alirLlmar- t^tni. z, seine Gedanken auf etwas richten, gonäolLtjät v^lamire kÜA- zosrMni. zu Grunde richten, 86111- MiV 6 tkNNl, «ikrverontLlli. Richter, der, >. itölo. 2 . birä. Richtig, i^nri, Iielvss; igsrän. ltülvesen. Richtung, die, I. »rsnvrus. 2 . slläs. Riechen, I. lrLAOskoäni, kraz;ün 2 l< / lenni , riecht gut, jo krÄZü, jo lr«grr VÄN. 2. srLAolni, lrLAO» 6l- reni. Riechen, das, kr^glüs. Riese, der, or,Ä8, AIZOS. Riesenschlange, die, oriLsKtZ^ö. Rind, das, mklrliL, tulok. Rinde, die, kejj, ILKIOA. Rindfleisch, das, m-orliLhüs. Rindvieh, das, lrarvas arurllÄ. Ring, der, gvürü. Ringen, tunako^ni, lrükrlroclni. Rings, ringsumher, korosköri!!. Rinnen, sol/ni, t8oroglli. Rippe, die, o!6Llt8ont. Riß, der, ich tos, -VS/IL, 222 2 6 k ö ü / V. Ritter, der, lo^^s, lova^. Rittmeister, der, lov-ts Kspitän^. Rik, der, kLSiiclük, repeaÜ5. Aißcn, liÄSrtni, j^ÄrtLoitti. Rock, der, knallt, lklsü kö»t<>8. Roggen, der, roL«. Rogen, der, iüra. Roh, l. n^ ers. 2 . vsll, llurvK. Rohr, das, näll. Röhre, dir, ksn. Roste, die, 1 . treuiül/, nrcU^ot VI- »el valrrki a' jätvk trinken. 2. Roli len spielen, äolzokat vir-elni. Rollen, kengergetni, kenZeritni. 2 . Aörzeni, tvr«gni. Römer, kälnni. Römisch, liüMLl. Rose, die, rors^. Rösenhain, der, rörsä» lizet., Ro>entaude, rorsüs trin. Rosenstaude, die, lärsLboKftr. Rostne, die, Äprütrolv, niälorsK, Roß, das, lo. Roßhaar, das, lütro'r. Rost , der, I. eorsäs. 2 . > v^sroste^. Rösten, rostel^on 8ütni; ntr-irlni. Roth, vere«. Röthlich, vereses, rc>t^ Rübe, die, repn. Rubin, der, rubin. Ruchlos, gonokr, eltajalt, Rücken, der, Käi. RÜckeritttteruNZ, die, inegernleksrüs. Rückgrat, der, KärZerintr. Rücksicht, die, tekitttet. Rückwärts, kätra, vitrtrntele. Ruder, das, evero. Ruf, der, 1 . kivÄb. 2 . kir, dir N6V. Rufen , kivni, kiältnni. Ruhe, die, r, n^uZoänlom. 2.nlväs. Ruhen, n/ügoäni. Ruhig, n/ugollLlmns, tssnclos. Ruhm, der, kirnöv , clit80S86g. Rühmen, ältserni, sich, 6 it 56 keclni. Rühmlich, äitserete«, neverews. Rühren, moräitni, megilletni. Rührend, msAinllito, erreken^» Ruirnren, otrverontnni. Rumpf, der, rs/^. Sage, die , r. moclns. 2. dir. Sage, die, türetr. Sagen, monclam, ketLellni. Saite, die, kür. Salat/ der, snlätn. Salbe, die, Kener, Kennts.- Salbey, der, Lsäl^s. Salmiak, der, krss-nniÄ. Salpeter, der, snlütrom. Salz, das, sö. Salzbrunnen, der, -ö§Küt, Salzen, 8ürni. Salzfaß, das, sotsrtü. Salzgrube, die, sükän)^ Salzig, süs.> Samen, der, rnaZ. Sammeln, treäni, Sammet, der, Kärsonv. Sammlung, die, Z^üj tsmen)^. Sammt,-«"'. -val , vel «A^ütt. Sammtlich, ötrve8ÜZ68, ininclen^ Samstag, 8er, kromb^t.' Sand, der, KomoK, kövsn^. Sänft, der, krellä, tseulles ; A^6Ng6N> Sanftmuth, die, lreliässZ. Sänger, der, enoklö. Sangvogel , der , ensklo mastär. Sardelle, die, Lprä kering, strärclell^e Sarg, der, koxürso. Satt, jollakott, mezelegsllstt^ Sattel, der, u/vreg. 1 ^ 22,5 Sattler, der, n/ereZZ/ärto. Satz, der, ». u^räs, krökes.a.salsk, all^, se^ro. A. moiiclss. Sau, die, Lrsvsvire. Sauber, tikrts. Sauer, i ssvsn^ü. 2. bsjos. Sauerampfer,der,kerek levelö sosks, Sauerbrunnen, der, ssvsn^üvlr. Säuerlich, ssvsn^üs. Sauerteig, der, Kovskr. Sauerwasser, ssvsnvüvlr, borviri. Saufen, I. inrii, ^ro/r/k- /a^. 2. rekregeskectni. Saugen, lroxni. Saugen, kroxtstni. Saugthicr, das, emlossüst. Säule, die, okrlop. Saumseligkeit, die, keseäelmsres. Säure, die, ssvsn^üssZ. Schaale, die, l. tsekre. 2.kejj,bo'rit6k. Schaar, die, tssxat, sereZ. Schabe, die, molv. Schaben, vsksrni» vsksrvs tilLtltni. Schach, das, Lskk, IHsellelem. Schachtel, die, Ksml^s. Schade, der, Kär, vekrteseZ. Schaden zufügen, Kart tsnni. Schaden leiden, kärt vsllsni. Schädel, Schedel, der, «57. Schaden, der, Kär. /. Schade. Schaden, ärtsnl, ksrttenni. Schädlich, ksros, srtslmas. Schädlichkeit, die, srtslom. Schaf, das, Schafe, juk. Schäfer, der, juliälr. Schäferey, die, julnsrtss. Schassen, 1. krerreni. 2. teremtem. Z. krerren», venni. 4. ^srstilsolni. Schaffot, das, vekrtoirel/. Schafstall, der, «Kol. Schafzucht, die, juktsitäs. Schale , die , best, 0. Schalk, der, ravst? emder. Schall, der, KsnZ, KsnZrss. Schallen, ksnZrsni, tisrsoZni. Schalttag, der, krökonax. Scham, die, kremen. Schämen, sich, lHZ7enl6ni. Schamhaft, kremermes. Schande, die, kreZ^en, Z^slärat. Schändlich, kertelmes, Zvslsrstos. Scharf, I. des. 2. erös, tsipos. z. Kemen7 , lrorgs , x. o. torven/. Scharfrichter, der, üüker. Scharfsinn, der, «las dm«. Scharren, Kaxsrru, ssnk ! Schatten, der, sro/oü, Schatticht, srn^ekos. Schatz, der, Kint,. Schätzbar, betses, Kellvss. Schätzen, 1. betsülni, 2. tikrtdin. Schauder, der , irtoclrss, borraüs«. Schaudern, irtörni, irtoärnl. Schauderfccne, die, krorn^ü jdener. Schauen, nerni, meZirerni. Schauen, das, Isrss. Schauer, der, 1. borrsäss. 2» kutä eso. Schaufel, die, 1. äsö. 2. krsrv äZs. Schaum, der, lmlr, ts/tsk. Schäumen, tssiekorni. Schauplatz, der, nerüüd^. Schauspiel, das, neröjstök. Scheere, die, «l!6. Scheibe, die, sblsk ksrik». Scheide, die, Küvd^, tok., Scheidekunst, die, Kliemis. Scheiden, elvslskrtsni. Scheidewand, die, KörkLi. Schein, der, 1. vilsZ, vilsA0ssä§, ken^. 2. elsotekilltet. Scheinen, I. vilägitrn, sütni (a'nsp, röy. 2. den Schein haben, scheinen, ietkreni, lstkrsni; es scheint, ÜA7 tetkrik, ÜZ7 lstkrik. Schelm, der, Zsrember. . Schelten, krilkoroäni. Schenke, die, tss^krek, kortsma. Schenkel, der, r. tromd. 2. Isk». Schenken, sjsnäekorni. Scherz, der, treks en^dxes. Scherzen, treksloclni. Scheu, I. lremerrnes. 2. kelenk. Scheuen, etwas, 1. irtsrni tote. 2. sich, keinl, Iitornl, Scheuer, die, tsur. Scheune, die, rsür. Schicken, 1. Külcleni. 2. sich, esnl, me^esni, töitenni; : illeni, das schickt sich nicht, ar nem Mik. Schicklich, Nlenclö. Schicksal, düs, 1. sors, kstunr. 2. körkenet, eset. Schieben, tskritru', eltakrün». Schics, 1. rersulos. 2. bel^telen. Schiefer, der, pslskü', kokriokö. Schielen, Ksntssl lenni. Schienbein, das, Isbd, Isblrsr de. Schierling, der, bürök. Schißcn, l loni, mexloni. 2. ro- kanni. .7. in die Höhe schiefen, kdoömi, ksImsArLni. 2S4 8 r 6 K ö n ^ v. Schießpulver, das, xuska^or. Schiff, das, Ka^ä. Schiffahrt, die , KajoKäräs. Schiffbruch, der, Kajotöres. Schiffen, kajökarni. Schild, der, I. xalrs. 2. kekatekao. Schildern, leirni, lekl-steni. Schildkröte, die, teknosbeka. Schilf, der, «äs. Schimmel, der, krürke lä. Schimmer, der, tsillämlas, tsillam. Schimpf, der, g^alüLst, motsok. Schimpfen, lri'chn, motskolni. Schirm, der, ärnvoktarto. Schirmkraut, das, ken^ske. Schlacht, die, r. ütköret, vereke- Schwarz, kekvw. Schwatzen, kecseZni. Schwätzer, der, fel^eZS. Schwebcu, lebeZni. Schweden, Svet/ln. Schwefel, der, büllösKS. Schweif, der, knik. Schweigen, KnllZntni. Schwein, das, clllLno, »ertes. Schweiß, der, verejtek, lLLnäisäz, Schweiz, die, kleivetrna. Schwellen, meZci^Znäni. Schwer, nebeL. Schwere , die, nebsrssZ. Schwerfällig, lu 8 Sü, neker testü. Schwerlich, nekeren. Schwert, das, kaiä. Schwester, die, leän/, V. ns-lran/ testvLr. Meine Schwester, neuem, V. büZom. Schwiegermutter, dir, nsp. Schwiegervater, der, ix. Schwiele, die, vaxtsZ keiZes bor. Schwierigkeit, die, neberssZ, Schwimme», ülrni. Schwindel, der, lLellüies. Schwinden, elmüinl. Schwindsucht, die, rLÜrsLbeteZssx. 226 8 ? 6 k ö ir V V. Schwingen, t> rsLNi, tsüvalni. 2. sich, koleinöllerclni. Schwitzen, i:ra6ni. Schwöresi, oskücini, niegoslrüclni. Schwühl, bsvos, torro. Schrvring, der, rno?.gäs, loKk-ZÖs. Schwungfeder, die, evero wU. Schwur, der, csküvos. Sclav, Sklav, der, rabkrnlZa. Sclavcrcy, die, raiiiro'AasäZ. Sechs, bat. See, die, tengor; der Sec, 16. Seele, die, ivlok. Seemacht, die, tengori ero. Segel, das, viwrla. Segeln, vitorlaZ basoval monni. Segen, der, 1. älcias. 2. j« btvänäs. Segnen, alciani, mogatciani. Sehen, (sah, gesehen), latni. Sehen, das, lätas. Echcnswürdig , latäsra weit«. Sehne, die, bolbür, m. Sehnen, sich nach etwas, bivänni, v. olrajtani valainit. Sehnsucht, die, obasta». Sehr, igen , nag/on , sslette. Seicht, tsebol/ , NOM Molv. Seide, die, selyvm. Seidel, das, mol'ro!/. Seiden , selbem, »olvombül valo, Seidenraupe, die, sel^ombogar. Seidenwurm, (ugvan ar). Seidenzcug, der, solvommatöria. Seife, die, lraxpan. Seifenartig, kLapoannemü. Seifensieder, der, lr-a^xanos. Seil, das, bvtol. Seiler, der, botölvoro, V. g^ärtä. Seinige, der, die, das, 22 ovo. Seit, älta, -tol loZVÄ. Seitdem, arolta. Seite, die, olclal, rok^. Von allen Seiten, minclon kolol. Vey Seite - fetzen , kolro tonni. Seitengewehr, das, barci. Seitwärts, oiclalaslas, tolro. Sekretär, der, tirobnob« Selber, mag-,. Selbst, ». maza, ma^ät; ich selbst, ON magam. 2. m«g, sa seihst, sät mez. Selig, 1. boläog, IrOrontsäs. s. mog- boläogült. Seligkeit, die bol6ogsäg. Sellerie, die, relio-. Selten, ritba; «ekv. ritban. Seltenheit, die, ritbasaZ. Seltsam, ritba Semmel, die, rsoml/e. Setiden, büjcioni. Sens, der, uiustar. Sen-recht, luggä; luMnIog. Senjs, die, balra. Serviette, die, ak/.lalkek^bono. Sessel, der, ba>lLob. Setzen, I. teniii, bol)-bo 7 ,ior,!i, 2. sich setzen, leülni. Z. gesetzt, i«. gvülr lei. Seuche, die, I. xostis. 2. ciög. Seufzen, säbastani. Sichel, die, sarlä. Sicher, bütorsägos; batran. Sicherheit, die, batcusag. Sichern, bätnrsagba l,o!vbk",tetiii. Sichtbar, sr.ombolünä. Sirb, das, 1. krim. 2. rosia. Siebenbürgen, Lrc!«I) orHa§. Sieden, I. loirni. 2. lorralni. Siedend, tonö. Sieg, der, g^ä/.ollolom. Siegel, das, xotsät. Siegen, Siehe, da! Um! van, Siere! l^rain! Silbcr, das, o^üLt. Sind, vannak, /. seyn. Sinken, i. sülchoäm. n. lerog^ai. Sirltt , der, I. örrob. 2. ertolme a' bei/oclnob. .g. gonäolat. Ginnen, gonclolkorni, ekLMÖlni. Sinnreich, elmos. Sitte, die, 1. l>.obas. 2- orbülls. Sittlich, orbäktsi. Sittsam, lrollä magavise'iotü. Sit?, der, I. uios. 2. lakobel/. Sitzen, uini. Sklave, der, rabk?.olKa. Slavonicn, Llavonia, lotborlrag. . So, I. ÜZ,^, ig«n. 2. tobst. Z. ollvan, so groß, oll^an nag)'; so-auch, dar mell/ -—— is. so oft, va- labän^lror. L. so viel, ann^i. 6 , so, a' moi!v, so sehr, a'inenltzvne. Sobald, Mlkel^t. Sogar, sät, sät insZ, moZ is. Sogenannt, ar ÜZV nevorott. Sogleich, rüstänt, ininchsit. Sohle, die, tach. Sohn, der, kiü, Solange, mig, a' meäciig. Solcher, e, cs, oUvan. Soldat, der, Katona. 8r:okl)ir)^v. ft-v' Sohlenleder, das, lal^bor. Sommer, der, -rvstr. ' Sonderbar, Küionos. - Sondcril, banem. Sonnabend, der, krombat. , Sonne, diö, NLj? , (üL «Zen). Sonnenschein, der, na^te»^. Sonnenuntergang, der, nÄ^ie/Nenet. Sonntag, der, v^särnap. Sonst, ktilömoen, vA^ebaränt. Sorge, die, I. gonst. 2 . du, bannt. Sorgen, ZonäosKo6m. Sorgfalt, die, AonstoskostLs. Sorgfältig, Zoostos, IrorAallnatvs. Sorglos, xoncl nelkül elo. Sonverain, KHestelem, iVlonärKa. Soweit, ann^irÄ, n' ineiin)iie. Sowohl —als, rnliist— minst. Spaden, der, .isö. Spagat, der, L^är^Nj ^sineg, Spülten, basittti, Listnsltrii. Span, der, ton-Us, l'/UünK. Spandau, illreLloAitäL?rsk.l?iäbnn. Spanien, 8pÄ^o!orl/.äZ. ^Spanier, der, 8^Än^o!. Spanne, die, aralir. Sparen, tnk^rltul, ^üLstitlkostai. -Spargel, der, Späl 2 n, rivülaruvdle. Sparsam, takniekos. Sparta, Imcestenioil vnrüss. Spartaner, Imccstenioiibsli. Spaß, der, tiel'a. Spät, ksso; kvsoo. Spatzieren, setälin, jniKLIni» Specht, der, liarkäl/. ! Speck, der, sLÄlonrta. j Speer, der, länstrsa. Speichel, der, uv-tt, ktzj,. j Speise, die, 6tel, etek. i Speisen, emii, ebestelol. i Sperling, Spatz, der, vorsb. Speycn, kopni, kiko^ni, okatlni. Spiegel, der, tükör. Spiel, das, jätek, jätsrns. Spielen, I. jätlrnni. r. rnnLLllcnlui. Spieler, der, jnrlLÜ. ! Spielzeug, das, jätkrä skLkös. ^ Spießglas, das, xiskoltr. Spinnen, ko nnl. l Dpinnengewebe, das, pukkälü. ' Spinnrad, ktzreke« rokk«. ' Spitze, die, '. lie^e valnminelr, V. teteje. 2 . eleje n' seregoek; au der Spitze, «lnl. z. tsi^ke. Spitzig, Keg y es. ^ Spitzzahn, der, kLeinkog. Splint, der, s' sniinic ltnrsliejjn. Splitter, der, ^alka. Sporn, der, »nrknnt/ü, Spott, der, gün/olockäs. Spotten, tsülolostui. Spötter, der, ZÜ»^o16ää. Spottredc, die, gün^otoäo belrest. Sprache, die, bel^e^, n^elv. Sprachlehrer, der, iivelvwuitä. Sprachwcrkzcng, das, del'reUol'r.sr. Sprechen, bekLelleni, lLülinni. Spreu, die, pol^vo. Sprichrvvrt, das, pelstcibekLest. Springen, ugrÄU!, lrokiri. Spritzen, ketskeostein. Spröde, mereven^ , nrero. Spruch, der, monstäs, lKörAt. Sprung, der, UArüS, l?.ökes. Spttcken, I. kö^N!. L. i'jjelrteni. Spur, die, n)-om, 0 /oniti.äek, Spüren, etLreveNiri. Staar, der, sei-e§el/. Staat, der, r. suUus. 2 . xoinpa. Staatsmann, der, ustvari emker. Staütsverfassung, die, stätos ^1- KolkSL. Staatsverwaltung, die, a' Körtär- S-rS.1A l^Ük!NaN)-0LaSÄ. Stab, der , bot, pältLÄ. Stachel, der, tovis, tüsbe, kälänk. Stachelbeere, die, xölriuew, tsi^Ke- lirälo. Stachelig, tovises. Stadt, die,/,^. Städte, väros, Stahl, der, MLel. Stählen, ineZeäreni. Stall, der, lställü, »I, ^kok Stamm, der, sssterek, törrsök. Stammen, erestni, sLÄrmLLui. Stämpel, Staubwcg, der, an)- »1'räl »' ^irügbaii. Stand, der, r. resst, ällapot. Zu Stande bringen, vegtzeL vinni» vegre bLtzÄni. Mßer Stand setzen, allrnlmatlctiinä teinli. Im Stände septt, kneZtebeNii vLläiuit. 2 ' ruux, renst^ träiMcncÄL. Stange, die, ruä, storonZ. Stängel, der, sL-ir. Kots. Stark, eros ^ erosen. Stärke, die, oro. Stärken, erositot. S arr, mereven^, werb'. Stäter, e, es, tartos, allanstä. Stäts, krüntelen. Statt, ksl^ett. P 2 » L ->4 I 228 8 7 6 k 6 11 ^ V. , Statten- von Statten gehen, lol^n», ciiv!tjäb-»n lonni, jöl menrii. Statthalter, der, ttel/t^rto. Statthaltorey, die königliche, a'llels. llel/tartu lanäts. Statue, die, «tätua, okLlo^Kö^,. Staub, der, xor. Staubbeutel, der, porratskü. Staubfaden, der, Kimkräl, Staublvcg, der, tsütskrär, xorüt. Staude, die, tsomew. Stechapfel, der, tnuciakL, makrtsg. Stechen, I. lrürni, »nozlLÜrni. 2. tst^n», rnebkkröl). Z. iLLre metkroni. Stecknadel, die, Zombosto. Steg, der, xallo, ältnljäro. Stehen, ällani. Stehlen, loxni, ellopnl. Steif, rnerelll, inerö, morevöiiv. Steigen, I.menni, bägni, kolmenn», kelbägni. 2. nevokolliii. Stein, der, I. ko. 2. tüLko, KovL. Steinbock, der, vaclketsko. Steinern, ko, köbot vslo. Steinicht, Steinigt, Köves. Steinkohle, die, Kokrsn. Steinmetz, der, KökarLgä. Steinsalz, das, Kos». Stelle, die, Kel^. Auf der Stelle, 1 Ü 8 t 6 Ilt. Stellen, I. bkIvboLtelni, ällitsni. 2. Auf die Probe stellen, mezxrö- bäln». Z. stch stellen, tettetni INL». Aät, : ällant. Stellung, die, älläs, bol^kerretos. Sterbebett, das, Kalälos Sterben, MLgkallii, bulni. Sterbend, ballloklo. Sterblich, bslanllo, balälos. Stern, der, tsillaA, tsillLALLt. Sternwarte, die, tsill«AviLs§älö toron^. Steter, e, es, lLüntelenvalo. Stets, örokko, Hünteler». Steuer, die, uäo. Steuermann, der, Kormän^o?.». Steuern, kormäu^orni n' kajot. Stich, der, I. krürüs. s. tsixes. Stiefel, der, nemettsiLinn. Stiefelknecht, der, tsirmnveto. Stiefmutter, die, mosioba «n^a. Stiefvater, der, rkiosioks at^a. Stiege, die, grääils. Stiel, der, ». 2. krär, Kot«. Stier, der, biks. j Stiften, i. ällttni, ltMllrtni. 2. teil- ni, oko?,Nl. Stiglitz, der, tonglil^. Still, tseiich'ü ; tsonllesen, still stk, hcn, still halten, rnezällani. Stille, die, tsenclessöZ. ImStistcn, MNAsbaN, Lt-Mornb-in. Stillen, tsillsxttni, tsenclesrtni. Stillschweigen, KnllAatni. Stimme, die, ». 5 ^ 6 . 2. Kanx. Stirn, Stirue, die, KnmIoK. Stock, der, >. tnclorok, korr;nk. 7. bol, xklrrl». z. einolet, kontiZiiä tri6. 4. Bienenstock, nrobkn«, koxü. Stocken - nkacloLni , Lelnknäni. Stockstsch, der , lvkebnl.^ Stockknopf, der, xältraxomb. Stockwerk, das, korltiZnätLio, eme Ist. Stockzahn, der, Stost, der, malöriÄ, bk?kxoclre,'sL'!, Stolz , kovel)'; kovölvon. Stolz, der, KevelvsöZ. Stör, der, ketsoge. Storch, der, Zolvn. Stören, msAkübortlni. Störer, der, rnegbübortlö- Stoß, der, tnlLitäs. Stoßzahn, der, nZ/sr. Stoßen, ». tnl/itnni. ütollni. Stößig, ökleios. Strafe, die, bunteres. Strafen, mogbüntotni. Strafgesetz, das, vila^j lörvenv. Strahl, der, -.»»gär. Strahlen, sützärorni. Strand, der, xnrt, ten^ekpnrt. Strang, der, »strunz, Kötel. Straße, die, I. orkrüzüt. 2. üttru. Sträuben, stch, kelborLuclni. Strauch, der, I. tsemete. 2. bokor. Strauß, der, strntr. Streben, iz^ekern», torekeäni. Strecke, die, ravol^LÜA, kör. Strecken, kiterjslrteni. Streich, der, zonolrsäz, ruvukrsü». Streicheln, trirolzutni, siki7ozutui. Streichen, ciürzölni, kenn». Streit, der, ». jier, perlekecle». Streiten, xerelni, jierlektzllni. Streitigkeit, die, xerlekestes, per. Streng, I. keinen^. 2. koinor. Strenastüßig, nel» 67 .enoIvnstö. Streu , die, ulom, all^. Streuen, bii»it!»ii, krvin». Strich, der, vvlius, büxäs. Stk Stl Str Stl Str Stl Str Stl Stl Str Stl Str Stl St! Stl St! Et! St, St! Sk St d St! St! St, St S,I Su Sl! S» Sl! Sr Sr Sr S>' Sr Sr Sl S> Si S> Ei r Ta Tc Tc Tc 22Y r 6 lc ö n ^ V. Strick, der, Köt6l, isträuZ. Stroh, das, trulm--,. Strom, der, i. §eb«st«I^ä, kolv»- vi'?.. 2 . iA6ci6?ni. Strudel, der, örvLn) . Strumpf, der, lisrisuva, strimlü. Strunk, der, tsutÜÄ, lrär, üots. Stübchen, das, lrobät»^. Stube, die, l?.yl>Ä, lla?. Stuck, düs, öirrüb, rsl'r. Student, der, tanül», lleäk. Etudiren, I. tunülni. 2 . virsz^lui. Stufe, die, lsptso 3 .' Arääitson. Stuhl, der, k?6lr, ülölrek. Sttthlweisscnburg, LreKks-k'kjsrväi. Stumm, N6INÄ; NLMÜI,. Stumpf, r. toinpu. 2 . eletleri. Stunde, die, c>rLt, oral iclo. Sturm, der, tortzölrel, 5r6IvekL. Sturz, der, 65LS, rollsnäs. Sturzen, äönteai, äüteni, sich, od. dahin, lelrukni, leroli^ttt^i. Stutcrey, die, !N«I165. Stutzen, klämülni. Stützen, Z^Llnolitni, tamogLdni, tä- malLtani; sich, tämLirkoclni. Stutzer, der, Suchen« I. Kere5n;. 2 . ig/öllerni. Süd, Süden, der, ^6l, cleli täll^eli. Südlich, clkli, clellelevalo. Sugori, , /ÜLUZori. Summe, die, okLvesöZ, -iuinina. Summen, äouZLni, LsidttNAQui. Sumpf, der, xotso!>m, rnotSÄr. Sumsen, äongani , rsidonZuni. Sünde, die, trän, Vk^tsk. Sünder, der, Künös, vetlces. Sündigen, vstkerni. Suppe, die, leves. Süß , «cle» , lc6llem«t65. Süßholz, das, ellesZvüksi-. Süßlich, öäeskes. Sylbe, die, kroMA. Spsiern, das, rpulllrer, alkotmänv. ?. ^aback, V. Toback, der, r. ikoüLn^. 2 . tokiä.k. Tabelle, die, mutarä täüla. Tadel, der, betsmeles, gvaliiräs. Tadeln, ^alarmi, bstsmslni. Tafel, die, I. täbla, L. akrtul, : Taffet, der, tskots. Tag, der, nuppali iclo, NÄP. Tagelöhner, der, ncipkrämos. Tagen, vilüAOLoclni, viriciclni. Tagewerk, das, napl^urn. Tagtalter, der, xilleingo, Täglich, mincikunÄpi; liLpocilrent. Taglöhner, der, nÄp5Lämo5. Tagreife, eine, »upi järo föI6. Tagvogel, der, pillÄNZü. Talent, das, tälcutom, «fr. Talg, der, 5->g.>^ü. Tanne, die, lenvoka. Tante, an/äm nennte, V. öttse. Tanz, der, räntr. Tanzen, täniLolici. Tänzer, der, tämrolo, täntros. Tapezierer, der, tapetriror«. Tapfer, vit«?, bätor; vit« 2 lll, Tapferkeit, die, vitkLseZ. Tappen, tL^ogsini. Tartar, der, l'atär, Tasche, die, rsel>. Taub, sikst. Taube, die, galamd. Tauchen, marlcvoi. Taucher, der, büvär. Taugen, orni, liLlruos lenni Taumelnd, täntoroZv.T, tLnfer«c;ve. Tausch, der, tsers, tuereie/c. Tauschen, tserölni, foltskröl»!, Tauschen, vakltaui, tsctlni. Tausend, 626 r. Teich, der, tö. Teig, der, töl'rts. Teller, der, tän/er. Tellurium, das, tkllürertr. Tempel, der, toinplom. Tenacitat, die, rußaclössZZ. Testament, das, tesmmentom. Teufel, der, örclöZ. Teutfch, deutsch, nemet; nometül. Thal, das, volg)'. Thalcr, der, tsolekeäet, tott, munlcA. In der That, vulojakÄN. Thatig, munkäs, sereiiv, clnlzos. Thau, der, karmat. Thee, der, llerliLt«. Theil, der, rel?.. Zum Tbeil, od. theils, r6lr5?^r6nt. Zu Theil werden, rolrosölui, v. relrt vonni. Theilen, ol-asm, «lol'.tAni. Theilnehmend, lränakov.ä. Theils, r«lrksr6nt, e^rslrrol. Theilung, die, olrtäs, meZolrast- Theis, die, Theoretisch, lromlslollo. 8 2 6 k ö N ^ V. Hheucr, I. örgz-r, ärrü. 2. be- tsen, keciv^s. Mie thener? Kc>Z/ ? MI ÄL Lira? Thcnernng, die, (lräZa5äZ. Thier, das, ällat. Thierrcich, das, äilatok oi-lrä^. Thimian, der, Kundel, irzkukkü. Thon, der, Thonerde, die, sg^glolci. Thor, das, Kir^u; der Thor, die Thörinn< dolonci, olLielt-i,, bäl- xataz. ^Thorheit, die, elrwI^nn^A. Thran, der, li^lLsir. Thrane, die, kön^, Könvbullatäs. Thron, der, tsonus, kiräi^ikröt^. Thronerbe, der, KoronaorüKös. Thun, tenui, t56l«1i66i,i. Es ist ge- than um mich , o6a. vAA^oli, ML'Z- esstt no^ern. Thür, Thüre, die, ajbä Thurm, der, toronv. Tief, möl^; Lkt/v. mälzen, alsn. Tiefe, die, Tiegel, der, läbos. Tieger,der, tiAr>5, Tisch, der, «lrml. Tischler, der, asLkato», Tischzeug, das, ^krwli l^^krülstob, r. 7. shrokL 6S skrtAlkekrlrenöff. Titaninm, das, titänvrtL. Titel, der, trlrn, Titular-Rath, der, tik/aesss^bol v-^l« l'anätsos. Tochter, die, leän^, lsänv-r Vcila- kinoi<. Tod, der, hstäl. Todesstrafe, die, liAlLlo» liünwt^s. Todesurtheil/das, tlttlälos k?ententLia. Todt, I. niLAkölt, dült. 2 . clvZlött. Tödten, ölni, mozolrii, Tödtlich, lioläivs. Todtfchicben, g^von 1«ni. Tokayer, lokchi bor. Toilette , öleörn Toll, 1 . clüliüs. 2 . vekrstt. Ton, der, kantz. Tönen, Ii-rngLan!. Tonkünstler, der, mursiksmeswr, Tonne, die, wnnn, «eE-?. Topas, der, wpä?.. Topf, der, f-trsk. Tppfsr, der, iLLeKns. Torf, der, türk, Lv^pti-rek. Total, egelr. Trab, der,^m Trabe, üZorvs. Tracht, die, rub^LLtmöci, viselet. Trage, trag, loinIiL, rose. Trageir, 1 . lrorclLni, vinni. 2 . te- remii'l, Z. viLellti, Trägheit, die, lriinbk,5äj;, r65t86^. Lrampclthicr, ivr-t j>ü^os Wv-L. Trank, der, it-il. Tranken, itatni, inoAitatni. Trappe, der, türolr. Traube, die, karr, lrolokürt. Trauen» liinni, Nitelt näni. Trauern, lLomor^oäni. Traum, der, äl»m. Traumen, älmoZni. Trailrig, lromorü; kromsrü^n. Treffen, das, ürlvorei, hZrtr. Treffen, msgütni, erni, lallcklii. Treffend, nikslmalos. Trefflich, ciorsk, nlkslrnntos. ' Treiben, 7, bnjtani, ürni, elhnjtani, /!). L>. «' »7.. Tugend, die, virurs. Tugendhaft, virlusus. Tulpe, die, lnli^^n. Tttlikeir, rn/irtktirl, MÄrtoZstni. Türk, Türke, der, 'Hok. Tllcke» , die, l'orolcork^äA. Türkisch, l'orök. Turteltaube, die, Zei-Urre. Tyrann, der, Urnnnus. U. !^bel, rolrkr, nem jo. Übel, das, rosich?, Attsiokr. Üben, xvri^oilNni. Über - /)/-. kelett; ältsl. Überall, minclenütt, minäonüve. Überaus, kelette, IA6N nngvon. Ilberblciben, msAwenalkni. Überbringeu, me^liorni, elilorni. Überdies, ennelikelette. Überdrüstig werden, megünni. Übereinkommen, Übereinftimmcn, (nxynri a?.). Überfallen, ineZt-lm^cln!. Überstilst, der, büLSA, !iovol!U)äe5, überstttstig, kLÜkseAteltzn. Übergang, der, skr-Uinenetel. Übergeben, ältnln6ui. Übcrbäufen, mc-^r«?t67ni. Überhaupt, ältaljähan. Überladen, kelett« M6;;l6rl>olni. überlassen, älmlen^ecl»;. Überleben, tov^bb «lm, mint — Überlegen, gonäolor« venni. Überlegen scyn, ksl/ül mülui. Überlegung, die, r. meZZoncloläs. s «bleiern, oünssä^. Übeemastig,. kLSikelortvnlo. Übernebnrcn, mnß/li-Ä vallAkni. Überraschen, mk-xiepni v^letlonül. Überreichen, -Ut^laäni. Überrock, der, täli Konul. Überschrift, die, solüUräs. Überschwemmen, oll, oi-im ui. Überschwemmung, die, ärvlr. Übersehen, t. meanerni. 2 . elnerni, übersetzen, IkkoräUni. Übersetzer, der, korcllto. Übersetzung, die, korältäs. Übertreten, kLi^ül«nülni. Überwältigen, mogZ^s^ni. Überwindelt, (u^an «r). übrrzeugen, meK^örni, eUlitetui. übezeugüttg, die, tt,^^xvoröci6s. ! übler, e, es, rok/.kL, slävLlo. Übrig, übrig seyu, lt-nni. Übrige, der, die, das, a' tobbl. ^Übrigens, eZvebsränt. lib.lttg, die, x^A^orläs. Ufer, das, xnit, vi^srt. Uhr, die, 1 . nr- 1 , t. k. t§r-r>aVto>a. 2 . or.7, nrnul65. Wie viel Uhr ist es? dä.-iv ? Uhrrnachcr, der, örä«. >Uhn, der, bazolv. ^ Ulmbaum, der, die Ulme, lUlkn. llm, 1 . /ir. körül. 2 . -da, -he, -rs, -r«. Z. talvbnn, -^or. 4 . -ert. UM Uttd UM, kürül. llmändcrn, LiväitortÄtnr. Umarbeiten, üjr-7 KicloiAOLni. Umarmen, me,gölslni , sll-ilölelni. 2 - U:-nbildcn , elv-iltorl^lni. Umbringcu, rn^Aoini. Um.drehcu, stch, ior 6 ülni. Umsaug, her, 1. körület. 2. kileij«' cies, Umgang, der, t.^rsAlKocläL. Umgeben, liörül^enni, j^ö, ülk.eri'tni. Umgehen , lärsnlüoclni. 2. l)«nn! vel^. Umgekehrt, meZkoiclitQlt. Unihsbcn, rttjla len-ii, p. 0. Er hakte M Umher, ^ürül, lröröslröiül. Umkehren, ineAkorclükni. Umkommen, inegb^Ini, elvskLni. Umkreis, der, IcLrülkN. Umlauf, der, korzäs. ! Umringen, lcoi-ulv«irni. I Umrist, der, rnjrolat. Um sch ast en , M6z;väUortÄtm. ^ Umschiffen, lrörül bnjöliÜLiü. Umschlungen, körüikogva. I klmsehen, stch, knrüliiSLni MÄAÄt. Umsonst, ing^en; bijjoban. Uttlstaud, der, liornvulslläs^ Umwandeltt, »ltnlv-i!?07tntnr. Umwenden, sich, me^koiclülni. Umwerfen, kelkoi.-ilitni, kelckuteni, Un, -t,ilnn, -tk^len, -atllin, -etlen. Unabhängig, iuLAkNlen, Unangenehm, nem keclver, l^e^vellen. Unarrstandig , iNellon. Unaufhörlich, lrüntel^n. Unaussprechlich, liimonäd^tÄllun. Unbarmherzig, irgAlmstlsn. Unbefangen, hrnbnrl. Unbegränzt, kiZlärlalnn. . 8 r 6 k ö n v v. LZ2 Unbegreistich, meZkozliLtatlÄii. Unbekannt, esmeretlen. Unbemerkt, slattomban. Unbeschreiblich, leirhatstlaii. Unbestimmt, leLtLroLÄtlan^ Unbeweglich, morclülliatstlLn. Unbillig, igassLZtLlan. Unbrauchbar, hstrnLvehetetlen. Unchristlich, nem keralrt^eni. Und, «s, is. Undank, der, KslLöstlsnsLZ. Undankbar, Ksl^ZstlÄN. Undurchstchtig, N 6 M lätlrö, »stet. Unedel, nemtelen. Uneigennützig, hakron nem vslläkrä. Uneinig, meghasvnlott. Unendlich, veAtietetlen, vegetlyo. Unentbehrlich , tLüK^ezes. Unentgeltlich, ingven. Unerfahren, »LpLsLtaiÄtlsn. Unerhört, KsllÄtls». Unermeßlich, meZmerhetetlen. Unermüdet, käi-Allh-rtAtlsn. Unerlartlich, telbetetlen. Unerschöpflich, kimeritbetetlen. Unerse^lich, KipotolKatstlLn. Unerrraglich, lre nv 6 et 6 II. Unerwartet, vgratlan. u'.fähig, tehetetlen. Unfruchtbar, iermeketlen. Un^ar, v. Unger, der, lVIngvar. Ungariscy, msßvsr; MLK^L«rüi. U-! -arn, Ung achtet, jellebet, ambär. Urrgebaut, mlveietlen. Ungefähr, minte^, korüllielol. Ultgebcner, reltenetes NNAV. Ungehindert, sksääl^ nelhül. Ungemach, das, meltstlAn-iZA. Ungemein, I. hülünüs. 2. Mette. Unser, der, iVln^vL,!-. Ungerecht, ignssägtAlan. Ungern, nem örüme 5 t. Ungeschicklichkeit, die, Lgvetlenseg, elbetetlen-jeA. Ungeschickt, slkalmatlsn. 2. üg^et- len, eliietetlen. Ungestört, mex nem häboritvÄ, lia- hor^atas nelkül. Ungestümm- mit, hsrSAvsan. Uttgesund, sxerssxtelen. Ungewöhnlich, lrokiNlsn; IZ 6 N. Unglaublich, hilietetlen. Ungleich, öliLve nem illo. Unglürk, das, srerentsetIeüZ 6 A. Unglücklich, krerentsetlen. Uttgrisch, msg/ar; ma^srül. Unhöflich, embertelen. Unkosten, die, /i/. bcoltseA. Unlust, die, unnloin, Ke6vetlensvg. Unmästigkeit, mertekletlensez. Unmittelbar, IrÖLvetetlen. Unmöglich, leketetlen. Unnöthig, krnüseKtelett. Unnütz, hskronvelietetlen. Unordnung, die, rencletlenskA. Unorganistrt, nemorZsniLält. Unpartheyisch, rek^re nein hajlö. Unrecht, igs5SÄAta1an, llel^telen. Unrecht, igsssaZtalÄNsäZ. Unrein, tikrtätillan, motshos. Unruhe, die, n^uZhLiLtlsuLäZ. Unruhig, n^uglmtÄtlan. Unschätzbar, mvAbetgülbetetlen. Unschicklich, illetlen, liel^telen. Unschlüssig, liiron^talan. Unschuld, die, srtatlallSLZ. Unschuldig, «rtntlnn. Unsichtbar, lätkÄtatlÄN. Unsterblich, KsIMmtlsn. Unstreitig, ^cittse^; nelkül. Unten, statt, aläl. Unter, -vr. slstt, korptt. Unterarm, der, KvLlssr. Unterbein, läkhrär. Unterbrechen, selbelLsl-skrtsni. Unterdessen, sronMn. Unterdrücken, eln/omni. Untergang, der, i. nspn/üZot. s. llkiUil, vez. Untergeben, I. lemenni, len^ügoäni, einvüZocini. 2 . elvelLni. Unterhalt, der, t^rtg», täpläläs. Unterhalten, 1 . tartani, rä^lälni. 2 » MÜIsttAtnl. Unterhaltung, die, 1 . tartss, tsxlä- läs. 2. mülatt^ä^. üntcrhosen, />/. Igbravalo, Zst^s. Unterirdisch, köläslAttvÄlö. Unterlassen, elmülatni. Unterleib, der, s' llerek also rekre. Unternehmen, kercleni, pröbälm. Unternehmung, die, igvekeret. Unterredung, die, belrellßetes. Unterricht, der, tsnltäs, oktatär. Unterrichten, tanüsni. Untersagen, msAtiltLn». Unterscheiden, megkülombörtetni, sich, KUlömbörni. Unterschied, der, lrülombse^. Unterschieden, Kü1<>ml>ö?o. Unterstehen, sich, merni, bstorkoäni. 8 2 o Ir ----- Unterstützung, die, sezittsvz. Untersuchen, ineAvirsZälni. Utttersttchung, die, m6xvi7SFä!ä5. . Untcrthan, der, jobdäZv, alattvalo. llttterthänig, I. enAeäeimss. 2 . «!ä- 7.Ät08. Unterweisen, tanitni, oKtÄtni. Unterwerfen, rnozdoclolratni. Unlhätig, öevsro, clologtalLn. Untreu, inteüsn. Unüberwindlich, m6Z8^07li6tetl6n. Unumschränkt , listäi nslkül V 1. Urtheilen, ltelni, itöletet tonni. Urteilskraft, die, lt«l»wl,ott86g. Urwelt, die, erkäetj, V. elso vlläg. B. ^8gter, der, Vaterland, das, li^ra. Väterlich, Ät^ai. Vegetabilien, növeveii/ok. Vcilchcnfarben, violnkrln. Venedig, Vklc?ot7e. Vepetianisch, Vel6iit76i. Verabsäumen, elmülstni. . Verabscheuen, irtSLni tole. ^ n ^ _ 2ZZ Verachten, mkZÜtälni, meZvetui. Verächtlich, ütälstos, rüt. Verachtung, die, msgvetss. Verändern, meAvältortLtni. Veränderlich, vältorn. > Veranlassen, lnält.vni. Er sah sich veranlaßt, lLüKs^AesneK lätt». Veranlassung, die, inclitook. Veranstaltung, die, lenäeles., Verberge», elrejtvni, släuAni. Verbessern, megjokbltni. , Verbesserung, die, nwgjobkülä». Vcrbietben, moZtiltnm. Verbinden, i. öek'itn,. 2. Isliöte- lerni. «A^esltni. Verbindung, die, öl' 7 V 6 kött 6 tö> 8 . Verbleiben, mark»äni. Verborgen, eltitkolt, ^Ireswtt, Verbrechen, das, ZonolÄerr. Verbrecher, der, r^nokrtevo. Verbreiten, LlterselLteni. Verbrennen, r. elegetni. 2. el 6 znl. Verbunden, 1. ökrvkkottetvtt. 2. kö- teles. Verdacht, der, , gv»n''isäZ. Verdächtig, g/Lnüs. > Verdammen, kärlro 7 tÄtri!. Verdanken, lrökrönni. Verdauen, Verdauung, die, omökrws. Verderben, elronwrü; s>Iroinl-tni. Verdienen, megäräernleni. Verdienst, 1. das, 6 rül 2 n 6 o, eimülo. Vergeben, megkotsätni. Vergebens, ll'sijaliÄii, iiÄlLontÄlcnr. Vergeblich, husLoiMÄl^nchiji-lbL v-sto. Vepgcbnng, die, Lirgeäeleln, kc>- iSANSt. Vprgehrn, almülnl, elolv-töiii. Vergelten, rilLl^ÄsLolgäliii. Vergessen, e 1 f«Iejwnl. Vergessenheit, die, selkäähenvsöZ. Vergleiche», vlirvehLSonlltsrn. Vergnügen, das, g/ün^öi-Köcläs. Vergnügt, vlääni, Vtg, jä keävü. Vergnügung, oröm, vt§25S2F. Vergolden, ,neZ 2 r 2 n^oriii. Vergrößern, k^g^odhitni. Vergrößerungsglas, das, naz^ito ü V 6 H. Verhältnißmäßig, sbc, 7 l! 6 pe 5 t. Verhärten, sich, m^Keineuv^stni. Verhaßt, Z^ülölsegez. Verbindern, m6F2^2i. Verhüllen, elt-ilLÄrni, Verhüthen, sich, örtrke^nr tole. Verjagen, 6 lüi»jl 2 ni, elkerAktni. Verirrung, die, tevel^gvs. Verkauf, der, vlsäss, ärüläs. Verkaufen, elaclni. Verkehrt, rokrtr, elkLjult, Verkennen, nem esmörni mog. Verklagen, l>«väImer>tnl, Versetzen, ielsbtl. Versetzt, crlegvltett, Versetzung, die, Hvl)che7.!k>täs. Versichern, LllMlii, hirvn^ttni. Versicherung, die, äMtä«, erüsi'tes. Versöhnen, meK^ngokrtclni. Versprechen, lAerni, meZigeroi, Verstand, ertel^lN, ölr. Verständig, eikeles, t>s?,«5. Versiattcn, ritvgeuKesini, Verstecken, elrcjiLni, t-lsiuxnl. Verstehen, I. erteni, ma^ärtk-ni. s. sich zu etwas verstehen, ie.-mil.7tt? vulellnire. 8 r 6 k Ö u / v Verstellen, sich, wttemi magät, Verstellung, die, tetretes. Verstopfen, beäuZiri. Verstopfung, die, baskrorüls». Verstreichen, «Imölni, «'»lni. Versuchen, megprnbölni. Versuchung, die, Kesertes. Vertauschen, «Itsereliii. Vertheidigen, oltalmarm. Vcrtheidigung, die, oltalmaräs. Vertheilen, okxtani, Kiok/nani. Verthcnern, lneAcliäZitin. Vertragen, eltürni, «ll-.suveclni. Vertrauen, das, biroäulom. Vertraulich, K»rätt8s^o8. Vertreiben, «lürni, Lilichtaui. Betreten, die Stelle, belven« lenni. Vernpstalten, kormäjäbol kivenui. Verursachen, oKo2n,, tenni. Verurtheilen, büntt-toi, ltei-ii. Verwachsen, os2vennni, -sori^clui. Verwahren, örirni, olt2lm2rni. Verwaltung, die , ig^rg^täs. Verwandeln, stch, «lvältorni. Verwandt, 2N.16, rokon. Vernvegen, v»Kmer»'. Verweilen, kssiu, mül2tni. Verwelken, «lberv2clnl. Verwenden, forältni rsa. Verwildert, elv-ulull, vacl. Verwirrt, b2bo?.6, sslligboro^oti. Verworren, «l2v«rav2roäv2. Verwunden, megsebeslteni. Verwunderung, die, tsuäälkoräs. Verwünscht, chkorott. Verwüsten, «lpukrutni. Verzagen, kettrsZb« esiri. Verzehren, meZemelrwui. Verzeihen, megengeclni. Verzicht thun, lemoncinni röl2. Verzweiflung, die, kettsegbeeses. Vieh, das, M2rba, Ü2rom. Viehzucht, die, b2lomt2rt28. Viel, sok. Vielcrley, soklel«. Vielfach, sokkel«, sokk/oro«. Vielfältig, soll, sokkrcni. Vielleicht, t2läm. Vielmehr, soiinkabb. Viereckig, nögvsre^Ietü'. Viertel, das, ken-il^. Viertelstunde, eine, lertälv öra Violin, die, lie^ocli'!. Vitriol, das, ggturko. Vogel, der, iu-'clär. Volk, das, nöp, i,ew»ettsä§. Völkerschaft, die, 1I«P, nemreitseZ. Volkreich, nöpes. Volksmenge, die, 2' nöpk/äma. Voll, tele, telves; tele. Vollenden, vsg',0-vioni, «IvSALrni. Voüendtlttg, die, Vk^bervives. ' Völlig, «gekr, t«iv«8, tokellx^Ai» Vollkommen, t»kelist8, öp'. GW^ Vollmond, der, liolätolt«. Vollziehen, vegreb'.jtani. Von, -vr. I. tol, toi. 2. röl, rol, von—an, von—auf, tnl koAV2. Vor, 1. olott. 2. «leib«. Voran, elor«, elött«; elol. Voraussetzung, die, «l»r«v2l6 feltetel. Vorbei), ist, M«AV2N, tn«"«s6tt. Vorbringen^ «löborni. Vordere, der, die, das, '12 «lsobb, Vorderfuß, elsk läb. Vorfall, der, tört«n«t. Vorgänger, der, «loljäro, vereto. Vorgeblich, tettetett, L' ki UZ)? ach« V. 2 (lt 2 ki m-ZZ-'it, inint - Vorgehen, luegtorteniri, M«A 6 SNI. Vorgesetzte, der, «ioljärö. Vorgestern, t6Z«2o«Iott. Vorhaben, das, k22ncl--K. Vorher, «2 «lott, -,2 «lütt. Vorhergehend, «lebbeai. Vorig, L?. A/.LinktvÄl«, «lö-bbeni. Vorkommen, üZ.v tetkreni, v. lat» l22ni. Vorlcfttttg, die, KÖ2NNS«A«S tnni'tä.s. Vormahlig, 22 er «lottV'tlo, regi. Vormahls, rezenten, llchösn. Vormittag, vormittagß, äelelott. Vormund, der, tütor. Vormundschaft, die, ninoisäg. Vorn, vorne, «iöl. Vornehm, ko, fi>i-2NAÜ, elokelo. Vornehmen, stch, k«It«nni m2Züb2n. Vornehmlich, kokep^en, külöuösen. Vorrang, der, elsüseg. Vorratb, der, g^üjtemen^ , «lsse^. Vorratlrig, keft, K«k2«n. Vorrecht, das, «lsosö^ jusss. Vorsatz, der, s«1t^t«l, lrän6«K. Vorschein, zum Vorschein kommen, 1. m«Ai«!eeui. 2. kituäo^ni. Vorschlägen, j 2 v 250 ?nr, i2U2tsoIrn'. Vorschreiben, 1. «leibeirni. 2. «leibe, kr-chni, p2r2Utsolni. Vorschrift, die, renäeles. Vorschuua, die, Kouävl->.«l«s, iswni Zonclviselss. Vorstcht, die, elore ,l§^22Ls. 1 -zä 8 2 6 k ö n ^ v. Vorstchtig, vig^nrö, lremes. Vorstadt, die, liülsovaros. Vorsteher, der, eloljärü, ko. Vorstellen, I^öxrelni, Aonäolni. Vorstellung, die, I.^eleide terjekrtos. 2. Irexreles, lre^reloäes. Vortkeil,'der, ltLtlron, n^ereseZ. Vo^sS»Mtft, ltitkrnos. VoN^g^ der, elÜLääs. Vortrefflich, holdes, äerek. Vorüber, «l, elotw «I. Vorübcrgchcn, elmülni. Vorurtheil, das, b»I velekoäös. Vorwärts, eloro. Vorwelt, die, ar OS vilaZ. Vorwnrf, der, l'remrohän^äs. Vorzeit, die, ol'oülti 6 o; r«»i vil«g. Vorzug, der, LlsoseZffoljobbvÄlä l-ots. 2. virtus. Z. ranx. Vorzüglich,äerok, ^iv^ltke^- jion, jeler-en. Vulkan, der, iüroüääo^ho;;^. ' 4 ^^aag, die, Ä' vag vir«. Waare, die, xortö^«. Wache, die , ,. orlrot, 2. strärsa. Wache«», viAv-irni. Wachs, das, viÄt'r. Wachsarn, viZvWelsche Nuß, die, 6,6. ^ Welschland, Ol^lr Orl'^Z Weichsel, die, mez^Zv. Weide, die, lur, lürlÄ. 2 .ls?»sl«. Weiden , 1 . leZelni. 2 . I^gkltktni Weigern, vonoAMni ML§äk. Weihe, die, K^n^s. Weihen, f^ontelni. Weihnachten, die, /,/. X^rä».8onv. Weihrauch, der, temjon. Weil, merk, mivel, miatbog^. Weile, die, kor, iäokor; lange Wei- Werth, der- bets. >Wenn, I. lia, koA/li.i: mikor. 2. j mikor? NMN gleich, b-'t lHnte. iWer, n'^i.^wer? Kt? Kil.i. ^Werfen, bajitni, ^Werk, das, «nunka, tsinälm^n/. > Werkbiene, die, morbor. siBcise, die, mä 6 . Weise, der, bol». Weise, dölts. boltson. Weisen, mutatni, mogknutmm. Weiser, ein, s' bol». Weiser, der, mebkiräl^ne. Weisheit, die, böl»c-sseZ. Weiß, lojor. Weissagen, jovsnäolni. Weiße, die, tojerssZ. Weißlich, kejeres. Weit, r. bo, täg- 18 . 2 . mckLlre ki- tkiieclo, von weiten, mskrtHrol. «Llr». melrlro. Weite, die, mekrtreseg. Werth, I. bstsss, krZeme;. 2 . Keäv68. Es ist der Muhe tvcrth, Nw^er- clenili a' täracltsa^ot. Wesen, das, VÄlösZA. Wesentliche vnl68<1zos. v^löril. Wcßhalb, mell^ert. Wespe, die, änrärs. West, Westen, der, napn/»Zot. Weste, die, I-rjKIi. Westen, der, nnxnvüAot. Wette, dkp, toi-aclös. Wetter, das, iäövälroräx, isto. Wicht, der, gsromber. Wichtig, lontos, Wider, ellen, elleno. Widerfahren, lortkkini. Widerhaken, KoroZ, knni^o- Widerlegen, rnk^träkolni. Widersetzen, sich, ellentäiian,'» Widerspenstig, megäwlkoriotr. Widerspruch, der, ollenmonclas, Wtderstand, der, elieutälläs. Widerwärtigkeit, die, vllLoni-,Z8äZ. Widerwillen, der) KarLA. Widmen, ÄjLnlani, Hentelni. Widrig, l, sklsnksLo. I. kecl^etlsn 2Z8 d> !L 6 k n n V V. Widrigenfalls, bülöuben, sg^öba- r -int. Wie, I. mint, mint, 2. ItOZ^ ? Wieder, ismöt, chrn, üssolag. Wiederhall, der, okns,. Wiede;hohicu, - n o njjltni. die, vil/l^ajoveml. Wie lange? Mk-nclig? Wie oft? ii-in) !/ur. Wiese, die, reit. Wiewohl, joliü! t!i, Ämb-ir. Wie viel? ilän)- ? Wild, vnä. Mild, düs, VÄllnIist, vnll. Wildprct, das, vnll, k-rcieivÄ«l. Wille, der, nllarnt. Willig, Kt-l/, bajianllo. Willkommen, ^oäve5, kivänt. Willkühr, die, s^abncl akarnt. Willkührlich, önbootMiö, onllent- Wimper, der, lrompilR.*^ Wind, der, l>6l. Windbüchse, die, l'-olpusks. Windig, lroles. Wink, der, intos, jel-iZä,. Winkel, der, lLvgelm, rüg. Minken, inteni, jolr «6ni. Winselnd, n^öl/.orgo, »iro. Winter, der, tel. Wipfel, der, wto, lmZytetü. Wirbelbein, das, ioi-Z6tsont. Wirken, I. lrooi, 2. muolräiöllni. Z. balrnälni. 4. latt-ttjnnak lenni, erojönek lrilmtni. Wirklich, valosägos, vnlöb-in. Wirklichkeit, die, valüsäg. Wirksam, sc-ron^ ltNtb.nto-i. Wirkung, die, mej«, joFnnmj-,,lättnt. m ^övetb>?rös 6 valnminAk. Wir'kungSrreis, der, mulchslacläsa. nak bat-ira. Wirth, der, vencl-°Zl'"8sclos. Mirthinn, die, gnra-'lL^onv. Mirthschaft, die, garllas-ig. Wirthshaus, das, venäeZlogallo. WisMUth, vilLMNt. Wissen, tuclni. Wisicnschaft, die, tullomänx- Witterung, die, illö, iclov-iitoräs. Wittwe, die, ürvog^ nl?,kronv. Witz, der, talnlos öl?,, elmessög. Witzig, elmes. Wo, t. a' Lol. 2. wv? bol? Woche , die, Imt. WocheilMarlt, der, bötiväsär. Wodurch, n' mi -iltal; mivol? Wosiir? miört? a' mier - Woher? bonnnn? Wohin, n' nova. Wehl, >. Iiol/esen, jöl. 2. ttgvnn. Wohl, das, ; bolciogL-ig. Wohlbefinden, das, egossög. Wohlfahrt, die, bolclog-mg. Wohlfeil, o'.tsn, ac/r'. oltson, Wohlgefallen, das, te-tlrös. Wohlsübcnd, toiiotos, ZULcing. Wohlsean, das, doläogs-ig. Wohlthat, die, jotötomön/. Wohlthäter, der, jültövü. Wohlthatig, joltövo. Wohlwcllen, das, joincinlnt. Wohnen, Ink ii. Wohnort, der, l-ibolmtv, labbel^. Wohnnns, die, labas, lnkübolv. Wolf, der, lnib-ns. Wolle, die, kelbä, seliog. Wolkenbrnch, der, tklllotLnllaääs. Wolkig, kelloges. Wolle, die, gvaxj. Wollen, akerni. Wollust, die, bujasäg. WElstig, büja. Womit, moll^el, mivel? Wonne, die, x^örig^orüSeg, orom. Woran, n' mell vbe», mibell? Worauf, a' meliere. Woraus, a' mell^l) 6 t. Worinn, n' mkU^'bon. Wort, das, lrä. Wörterbuch, das, tröllön^v. Worunter, a' moll^ Koro», Wozu? minelt? mir«? Wucherer, der, ursoräs. Wuchern, ursornLl^oälii. Wuchs, der, termet, NOV 6 ». Wundarzt, lodorvas. Wunde, die, Skb. Wunder, das, tsulla. Wunderbar, tsu^sl-itos. Wundern, sich, tsulläikorn!. Wunsch, der, bivänsäg. Wmlfchett, kiv-'inni. Würde, die, molt6->aZ. Würdig, molto, orllemes. Würdigen, moltortatni. Wltrf, der, 1. vctos. 2. lLoroIa^Nn Würfel, der, botrka. Wurfspieß, der, clrsicla, clärlla. Würgen, kojisni, meglojtanj. 8 x v k ö » ^ v s.''d Wurm, der, koreZ. /,/. Würmer Wurst, die, liurku. Würze, die, küsr,<°i-k?.äm. Wurzel, die, 8 )'ö!^r, tu. Wurzelt , MSAlÜlL 6 ri/.ÜlN«Lni , lu- tr,«r 6 Ltti. » Wüste, die, pu^tÄ, Wustmey, /. WM. Wuth, die, dünEsz. Wucherr, 6 uKosK.öljn!. , Wüthrich, der, ärchos, v. >Meu iL Zerstreuen, sllirorni, kLsll^slsLorni. Zeug, das, lrlitt m^tdriÄ. Zeuge, der, t^n-HiiLon^säg. Zeughaus, das, i'sZvvEsliäL. Zerlguiß, das, tanük^ou^ä^. Zeus, Zevs, supiwr. Ziege, die, Ziegel, der, c^giu. Z LotzH acke, die, der Zücke», «' , 's L' t. Zackig, äg^doKUS. Zagen, kdinl, nu^Arslreineu Zähe, zäh, I. lEo-.'. 2. n^üläs, INS2- gss. Z. i-'-sLÜ, t-lrtäs. Zahl, die, krüm, sokssüg. Zahlen, iiLStni, nregiirotni. Zahlen, l. lrüinlälni. 2. Isnni. Zahlreich, lUnos, rok. Zahm, l'reii' 6 .; Zahnfleisch, das, luv, kogküs. Zahnschmerzen,-o/. loKftstü^ Zähre, die, Karins, höli^tiullstäs. Zart, Zärtlich , krsreime» , n^äfÄS. Zärtlichkeit, die, krivos lLsretet. Zaum, der, l^nr.ir. ^ Zaun, der, -iövsnv, Z>exü. Zechine, VelsntL^rLr-ni/, 2 s. 4^ lrr. Zehe , die, lädujj. Zeichen, das, je-l, js^v, böl^eg. Zeigen, I. mnicUni, ine^mutcilui. 2. virslmtin. . < Zeile, die, SOI, I 6 nö. " Zeisig, der, tsir. ^ Zeitig, srt, srstt; lMrtzn^ Zeitlang, eine, ctzAWffistLi^ Zeitlich, jolvvri; jöl^M . ^ ' Zeitrechnung, die, ' Zeitung, die, üjsaZ, üjsüZlevsl. Zelle, die, iäpl/ulr. Zelt, das, »ürol-. Zentner, der, Zerfließen, s^l/slwl/ni, elolv^ni. Zergehen, elolvaclnl. Zerschmelzen, (ugv^u ux). Zerschmettern, krsIl/ellLÄZZatni. Zerstören, slrontani. Zersplittern, lr.sH^6lü««oALtni. Ziehen, I. lrivn'z, lrÜ2ni. 2. nsvkl ren/k'sLtktHl. Z. lroltOLiii. 4 . !»« ni, jöiuri. Ziel, das, I. trsl. 2. üntür. Ziemlich , msZIslietÜs , slstz. Zierde, 'die,^KesseZ, A^ nli^ ruänLk mAAokn.-rk solc elelelr bü 2 Ül is xnrnntsolin^iVlsg ü 2 t sein trük- «egtelen meßjeMerni, IinZv n' Xellnert nem keW^iZV lr 611 iUn: Eie, «« i'Zv - ich bitte bringen Sic, va§>: haben Sic die Güte dringen Eie ^nir; mert 62 ältnl tsnlv n' tn^nkrtalnt^is-igät -ilüljÄ ei N2 ütÄLÖ; es L2 Mll/en bei^telen b 6 tsül 6 t^tÄ. ^ Kohl (Köhl) mit Kalberfuß, olal2- ^ü^okrtn räntott borjü läbbnl, Eingemachtes. Vetsinälr. Kälbernes mit Champignon (Champion) borjüküs rsipeike Zombävnl. Polardel mit Reiß, r/ükbüs riskä- säval. Gullaschsteisch .^ulvüsos liüs. Beuf a la Mode (Bös a la Mott) innrbiitlü» kranlLlässn betsinälvn. DchscnMweif mit Erdäpfel, ober- knrlc l^rna level 's kiumplivnl. Ragout (Ragu) vs^6rl1t n^roiek. Kalbslopf mit Limonisaft, borjukS tLitrorninnI. Lnngenbratcl, vesepetsen^e bninn- leviil. Faschirtes Rostbratcl, rostel/os xe- tsen^e lr«iN 2 iässn. Pohlnische Zunge, rnnrliLn^elV inon- llolävai rnÄlo7.snvnI. Pöckclznttgen, pätroll n^elv. Mehlspeisen, lekrtäs Vt 6 lek. Abgeschmalzezie Nudeln, lrärnL me- 1 « 1 t V. IsstiN. Schunkcnfleckerl^ svnkäs xstLal. Reißksch, kelkujt tejes risl^ssn. Griesschmorn, clarakevei-Sl;. Reißmeridon, l^ikö2ütt riskäsn. Budin mit Chadeau, (Schatoh) dor- 2»ukäs »ombot2. Ipfenstrudcl, türns retes. .. lcspennest, (Wepsennest) äarä2sr6tes KugefhoMk knvLrtknläts. . ^ronMniMlase, o1ns2M6i6lt re- Braten (Bratel) 8 ült V. kstsvn^s. Kälbernes, borjübvs x 6 lL 6 N^e. Schweinene Carbonadel, Kät^el sül- clo petsen^e. Gebackene Händel, räntou tsibe v. tsirl^**1 /^7 ^ 4 ' ^ 7 >» >/> f M/M' «-.^M^r..' ^-.-.... Zk;- - /-" ^>^5/ >* > >V / / >-d>? /MS. >-r^ MDW «U!»? ' EM -WMM