Erinnerung an Diejenigen, welche lesen. Wern Arr Fragmentenstrmmler, schon viele Prcknumeranten^ — Nicht sonderlich. — Mas brin» Ken Sie denn für LVaare zu Markte, daß Sie so wenig M'ufer findend ^-Gesunden Menschenver» stand, und feine unschuldvolle Empfindungen. — Gehe -Lese waare so schlecht bey uns^ — Ich wundere wich selbst darüber; allein es ist nicht anderst. Mein Endzweck ist, sowohl den Geist als das Herz meiner Mitbürger entweder zu bilden, oder zu ergdtzen; sie «uf eine Menge unschuldvoller Vergnügungen aufmerk» sam zu ^machen, die ihnen in dem Taumel lärmender Gesellschaften entwischen; und sie an diejenigen Wich» Een zu erinnern, deren Beobachtung ihnen nicht an» -erst als höchst nützlich seyn kann. So sprach ich vor kurzem mit einem Manne, der «icht minder als ich Antheil an dem Glücke seiner Mitbürger nimmt. Ich versuche es also hier noch ein» rnal, dem Publikum meine Sammlung anzubieten, wovon dem dritten Julius das erste Blatt erscheinen wird; die beliebten gesammelten Schriften prm Ver» Müyen und Unterricht werden noch nicht ganz ver» Kessen seyn; nach der nämlichen Art sind meine Frag» wente eingerichtet, nur mit dem Unterschied, daß Kch kürzere Artikel wählen mußte, weil ich sie Bo» aenweise, und nicht in Heften herausgebe; und daß ,ch sehr wenig von deutschen Schriftstellern genommen, weil ich voraussetze, daß »diese Schriftsteller deutschen Lesern nicht mehr unbekannt seyn werden Der Preis meiner Blätter kann unmdglich zu hoch seyn, da ein ganzer Bogen nur auf 3 kr. kömmt; man hatte ja in vorigen Jahren den halben Bogen um 3 kr. bezahlet. Aber 5 st. auf einmal, ohne zu wissen, yd man auch den ganzen Jahrgang gewiß erhalten wer, rveröe^ —Gut,..Mitte Leser, wenn Sie sonst Mts- sbhält, als das Mistrauen, welches Sie sehr vorstch» tiy in mein Versprechen setzen, so will ich Ihrer AngO auch in diesem Falle zu Hülfe kommen. Sie sollest nur auf das ganze Jahr fubseribireu, und' vkerteljäh» rig, oder halbjährig vorausbezahlen. Ich glaube, daK ich mit mir handeln lasse, denn wohlfeiler kann ich e§ wahrhaftig nicht thun. Subseribiren aber heißt, sich bey.seiner Ehre verpfänden, den ganzen Jahrgang zrr nehmen. Ich ersuche Sie, dieses wohl zu erwägen, denn Mistrauen gegen Mistrauen ist ein Vergek rungsrecht. Noch etwas, ehe ich Messe : Ich habe es sonßest schon gesagt, und ich wiederhole es Hier noch einmal - Ich schreibe mrk für Leute, die mcho blos lejeu, was da ist; sondern auch/ was sich versieht (*). Dieses ist der Schluffes zu allen meinen Blättern. Ich kann Sie bep meiner Autorschaft versichern, daß kein Zug umsonst darin» umsteht. Ich habe gegründete Ursachen, warum ich in entlehnten Worten und Sinnbildern von Diru gen rede, die alle Tage vor unfern Augen Vorgehen. Meine Blätter sind also nicht, um einen sanftest Schlummer zu befördern, und dann wegzuwerfen, sondern zum Nachdenken, A ufbehatten, und bfterml Ueberlesm geschrieben worden. Aber, Gott versteht mich» sagte Sancho Pansa. Dem Jum'us i77§. Der Verfasser. (*) So wird der Verfasser seine Fragment e schlecht na den Man» bringen, per Setzer»