Wiener stsai-oibiiomkli 9999 -W « D» MML «» « ..L:^ xs M?^ I-'iE-5 M ^/k°""-5 . F-!j^ !Z! X. WU <» SSb ..^ E ^UWK^W s^lkvico- »I8^0KicV8 OK HILV8 Ika?0810KI8V8^ oder Freymüthige eöallcke von Denen drey berüchtigten VnflchmndcsJMs- 1) Dem Getranck des und LoLkee^ 2) Der Erwehlung commocler Tage-l z) Der Anschaffung derer Haus-Apo- checken; Als wodurch viele tausend Menschen sig betrüglich um Leib und Leben bringen lassen. Zur Warnung und Vermeidung ku rtz und deut» lich eröffnet, M von ^^v8oi8iic:o. n n Vorrede. jS sind diese Gedancken aus der Feder eines im öffentlichen Lehr- Amt stehenden Gelahrten gestoßen, und haben so viel bey denen gefunden, welche im Latein bewandert sind; daß auch bey andern, welchen etwas davon gemeldet worden, aber der Gelehrten Spra- )( O)°( G che nicht kundig, der Appetit entstanden/ solche in ihrem Zusammenhange zu lesen/ und zu überlegen. Besonders hat man bey denen lieben Oames wahrgenommen/wie vormahlen dero Stamm- Mutter Eva ihr nicht vergreisten lassen/ da es aus Verführen gieng/ ste noch bis auf diese Stunde denen Verführungen am ersten in die Falle kommen/ also auch wieder Begierde getragen/ von diesen ncucntdeckten Verführern völlige Nachricht einzuziehen. Zwar mag der Autor seine Ursachen gehabt W) habt haben/warum er solche Anzeige lieber in Lateinischer als einer andern mehr bekannten Sprache wollen vortragen/ als dem aus der Erfahrung bekannt seyn muß/daß man demjenigen/ welcher die Wahrheit geiget/ gar leicht mit dem Bogen auf dem Kopfs schlage; auch welcher Verführungen nennet/ darinnen man sich überall verliebet/ und dabey man vermeinet/ recht in vergnügten Umstanden sich zu befinden/ kein anderes/ als ein saures/ Gesicht von denen Liebhabern zu erwar- )(2 ten G)°( G ten habe. Doch hat man zu selbigem das Vertrauen/ da die heraus gegebene Entdeckung von seiner Treue und Redlichkeit/ dem gemeinen Besten zu rathen/ und von vielen Beschwerden am Leibe/ auch Verkürtzung am Leben be- freyet zu seyn/ überall zeuget/ er werde diese pubücirung in teutscher Sprache vor genehm halten/ als wodurch sein Zweck nicht nur diesem oder jenem/ sondern so viel thunlich/ allen die Gefahr der Verführung vor Augen zu legen/ erreichet werden mag. Es er- weh- ) o( G r wehnet selber wohlgedachter Autor in der Vorrede/ wie die Gelahrten viel zu lange sich bey der Frage aufhielten, ob jemahlen das Buch 6e rribus Iinpoliorikus zum Vorschein kommen? da vielmehr ihre Bemühungen solten angewandt werden/denen so wohl in allen Wiffenschafften/ als bey allen Handlungen bey etwas genauerer Einsicht angeschlichenen Verführungen die abzuziehen/ und ohngescheuet den Schein des Guten von dem/ was in der That ersprießlich/ aller X Z Welt Welt anzuzeigen; Ja, er seyet- hinzu, was vorwählen einem sonst^ nicht ungeschickten klugen Mann^ begegnet, welchen ein altes Weib^ ausgelachet, wie sie ihn gesehen^ in eine Grube fallen, da er den^ Himmels- Lauf mit steiffen Au--* gen betrachtet, und ihn erinnert,^ fein Obacht zu haben auf das,' was vor ihm sey, daß solches nur gar zu viel noch heutiges Tages eintreffe, und die Menschen die ihnen bevorstehende Gefahr aus denen Sachen, damit sie täglich umgingen, lange nicht so ernstlich - G)° ^ erwegten/ als sie ein Belieben trügen/ über den Schaden entfer- ^ neter Dinge zu raisonEN. Den ^ Wunsch/ womit rnehrerwehnter „ Autor seine Vorrede schliesset, ^ wiederhole ich auch billig/ und werde meine Übersetzung mich nim- ^ wer gereuen lassen/ wenn zwar ' nicht alle Verführte wieder umkehren/ weil dieses in Erwegyng der vielerley Art der menschlichen b Gemüther nicht zu hoffen stehet/ ^ da viele ein Vergnügen in der ein- ^ mahl crwehlten ob gleich nicht in ^ alle Wege zu lobenden Lebens- -^ Ar' ) s( Art finden^ auch hierin ungestört seyn wollen, doch noch etliche wieder den Fuß zurück ziehen, um Rath zum Leben annehmen werden. Mögen demnach alle prüfen, und erwehlen, was ihrer Gesundheit und längerem Leben ersprießlich ist. Von denen ^DreybemchttztmVw ^ führern des Volcks. Das I. Kapitel. ckes des Hiee und(üossee. Erste Abtheilung. Von denen Schmeicheleyen sol^ cheö Getranckes. §. r. 'A aller Betrug unter dem Schein des Guten sich einni- stelt,und über den Verstand herrschet, hat allerdings das Thee und Coffee-Trincken so viel dessen A vor « D) o( D vor sich/ daß man solHes nach seiner sur Beschaffenheit kaum völlig beschreibet ber mag. Zuvorderst siehet nicht zu leugM nen, daß viel Gutes durch solches Ge gs trä^cke, es sey bey gesunden oder kran kte cken Personen gesirMet werde. Desfalii all auch die Medici bis auf den heutiger no Tag bemühet sind, den Nutzen beyder sa« in gesunden als kranckcn Tagen anzu«v prerstn. Zuvorderst so man das war m me Wasser betrachtet, welches dteKraffxo aus den Thee-Blattern und Coffeesir Bohnen auszuziehen vermag, hat sol tie ches, da es ein flüssiges Wesen unlsii Warme dem Cörper und Geblüte zu in bringet, dieKrafft, die Verdauung untve bequemere Vermischung der Speiser sis in dem Magen zu befördern, vieler es Aufblasen aus dem Gemang so man T cherlcy genossenen Speisen zu verhin fü dem, r as Geblüt in seinem beständiger m nöthigen Umlaufs zu unterhalten, der gc AuSnurff des rn dem Cörper verhau n> delrcn und gesammleten Unraths zr zr befördern, und besonders der höchftnö T tyigen Ausdämpffung/ dadurch der Ge m G)o(G? -elsundheit sehr gerathen wird, liebreich eicheyzutreten, also gar viel Nutzen Zum lgWoylseyn des Cörpcrs zuwege zu brm- ;rgen. Und, da man vormabln Krankn cke, besonders welche am St in, wie lli auch an der Melancholie laboriret, et nach dem Nilus-Strohm,nach der Aus- >ei sage des Urosser. MpilU 6e ittecilcina-E- )U^^pr Uib I c.2. oder nach denen narre men Bädern verwiesen, kan das er» ffrorm eines Thee genojssne warme Was- re sir solches ausrichten, und denen Pa- ol ticnten eine grosse Erleichterung ver- n! schaffen. Hiezu gerechnet die Krafft, so ;u jn denen Thee-Blättern stecket, und aus nl deren nicht widerlichem bittern Gesa schmack mag geurtheilet werden, bleibet le! es eine ausgemachte Sache, das Thee- ln Trincken starcke und reinige den Magen, in führe so vieles unreine durch die Gcdär- ;ek me aus, und säubere überall die Gän- »ek ge, durch welche Nahrung und Leben de- m nen Theilen des menschlichen Cörpcrs zi zugeführet werden muß. Was vom w Thee angeführet worden, findet auch in gewisser Masse Platz beym Coffee- id A 2. Trin- 6 G)o(G nehmen in Aegypten, ingleichen in der d Türckey ihre Gäste mit Vorsehung des r Coffee- Trancks beehreten/ und dieses f Getmncke so gemeine sey, als man in l Teutschland einen Fremden mit Wein c tmctire. Solche Höflichkeit ist also bis s in Tcutschland und aufuns gekommen, i da man einen auf eine Tasse Thee oder l Coffee ladet/ denen Vorffahren aber- überlasset/ daß sie auf ein Glaß Wein^ invitiret. Wie es nun zu geschehen^ pfleget/ daß aus dem Respect/ welchen§ man denen Grossen in der Welt schuldig i ist/ deren Vornehmen uns überall wun- i Dervofl zu seyn bedünckct/ diese Bewun-' Derung uns dahin bringet/ daß man' ihnen in dem Vornehmen nachahmet/ und nach Möglichkeit sich, wie Sie/ ge-' gen andere aufführet; so bleibet es auch Mit diesen Getrancken ausgemachet/ wie die großen Herren singen/ so zwitz- schern die Bediente, und so stimmen ferner dw Unterthanen an. §. Was werden aber die Herren Medici ) o( der )cs ses in ein )i6 en, >er >er :in en len >ig !N- lN- an tt, ze- lch , itz- er- dici sagen, wann auch sie ein Deck» Maure! des bekrieglichen Thee, unv Lost fee- Trinckens genannt werden? Zwar lässet man passiven, wenn sie ihnen angelegen seyn lassen den Nu en von solchen Geträncken mit vielen Lcb-6- Erhebungen, auch wohl über die Gebühr, vorzustellen. Denn in der Medicin ist von je auö Sitte gewesen, wenn man den Nutzen eines Krauls, besonders wenn es aus der Fremde aeholct wird, vortragen wollen, daß man mehr als emen Krantz auSge- hangen, Liebhaber anzulocken, solches, als eine Universal-Medicin, darmn n eine unvergleichliche Krafft in allen Kranckheiten, allen und jeden anzupreisen, und wie man sich in solches verliebt, auch dahin sich bemühet, daß andere dadurch charmiret werden mochten. Sondern man beziehet sich auf dero Exempel, und da man siehet, wie sie als Kenner des Thee- und Coffee- Gerränckes, denen auch wohl bewvst seyn mag, daß so grosses in denselben nicht stecke, dennoch der Gewöhnst^ deit 8 G)°( G heil folgen, Morgens, Nachmittags, ja wohl gar spät des Abends fleißig mit andern trincken, und noch mehrere Schälchsn denn diese ausleeren. Noch mehr aberwerden andere durch sie zu solchem fleißigen Trincken verleitet, wenn sie, solle es auch aus compiäiümce geschehen, denen Beysitzern, besonders denen Damcö vorsagen, was Vortheile solcher Gctranck der Gesundheit halber zuwege bringe, wie ihre gute Concepten von solchem Geträncke grosse rackon hätten, dabey sie ble.bcn möchten. Dann gesetzt, daß auch nur die Medici in denen c Schrancken des Lobes solcher Geträncke i blieben, und nicht weiter davon urthei- 1 leten, als die Wirckung selber bestätti- get; so ist auch dieses Wasser genug auf Die Mühle der Liebhaber des Thee und Cossee, und wissen sie meisterlich sich dar-^ auf zu beziehen, wann andere keine so' grosse Wasser-Patrom, welche deßfallö von jenen vor Atheisten gescholten werben, ihnen ihre Wasser-Luft ausreden pder auspredigeu wollen. Doch damit nicht alle Schuld denenMedicis aufgeht; r- O) o( G§ H gebärdet werde, muß auch dieses äugelt fm-ret werden, wie gar viele wwer der 'e MedicorllM Schuld sich ihrer als eines h Fcigen-Dlatteö bedienen,Da,wann ein l- Medicus nur ab und an, auch wohl null Dem in der Gesellschafft entweder zu ge- horsamen, oder doch Zu Gefallen zu seyn, sich mit dem 2Basser-Trinckcn abgiebt, e Die Thee- und Coffee-Bruder unix r Schwestern sich mtt vielen Jauchzen rr daraufberuffen, und ihn in die Rolle der -- Freunde solcher Geträncke; ja wohl gar I oben an schreiben. Trincket der Medi- L cus nur ab und anTassen, siehe es ih- e nenfrey,6.iL.!8. und mehr nachBelie- - henzutrincken. > Es folget ein neuer Überzug, in - welchen sicssdas betriegliche Thee- und > Coffee- Trinckcn kleidet, und also viele ; zu ihren grossen Schaden verführet, - nehmlich die Beobachtung der Gesund- ^ heit in derreu Ländern, aliws solche war» s me Geträucke im täglichen Gebrauch/. - indem die Einwohner von solchen Be- , A 5 schwemm »s )«->( schwerden nicht wissen, welche an andern Oertern und auch bey uns sehr gemein. So hat der gelehrte und cu- rieuse Scribent des Afrikanischen Vor- gebürges?ecruz Lolbe?arr. l. Lpitt. 2r angemcrcket: Daß, obgleich im Wem sich voll zu trincken dorten ntchtes neues sey/dennoch niemand gefunden werde, der mit Stein-Schmcrtzcn gepla- get fty, weil sie sich des Tvee-Trinckens sehr bedienten. So auch liefet man beym obgedachtcn proper,^ipino, daß die Aegyptier hohe^ahre crreicheten und weit über hundert Jahr in ziemlichen viguear lebten, solches dem Eos- fee-Trincken zu dancken sey, welcher bey ihnen in eigenen Häusern, wie in Europa der Wein in Kellern geschencket, und so häuffig getruncken würde, daß sie platzen möchten. Was aberkönte unsern Liebhabern des Thee lind Cossee angenehmer erzehlet werden, als daß sie an solchem Getrancke sich hielten, dadurch einer alt würde, gesund bliebe, vom Stein und dessen Cämeraden un- hklastiget leben könte; hatten sie nicht gctrun- A) o f G rr a- aetrunckcn, sie würden recht anfangen, )r i; d so heilsame Gcträncke sich nicht aus den Händen reichen lassen. r.§> s» n Noch ist etwas, das sich vor ge- l- dachte Geträncke sehr interessiret, und r- dadurch den Betrug unterhält, ja wohl r- ein feiner Schein mag genannt werden, 6 daß man seine Gäste so bequem damit N«ccommsdiren mag, und mir Wasser ab, ß kommen kau, wenn man Visiten hak. n Wahr ist es, Daß vorwählen, ehe die- r- se Gcträncke aufgekommen, man seine Gäste theils mit Wein, theils mit Bier, r auch wohl Methe, ungleichen allerhand rr Confitüren aufgenommen, oder auf- -, nehmen müssen, es sey, sie zu erqui- e cken, oder ihnen ein piaistr zu machen. - So ist noch bey denen geringern Leu- e tm ein Gläsgen Brantewein, Agua- e vit, und dergleichen zum'Willkommen. - Wobey nicht zu vergessen, daß bey , Dem Zuspruch den Kindbetterinnen vor - Diesen der Gebrauch gewesen, daß l man süssen Wein und Zucker-Plätchen - offen- rr G) o( G offeriret, da hingegen weil vornehme^ Leute nach solchen hitzigen Getrancken, i Die dm Kopf einnehmen, mchr mehr fragen, belieben sie Wasser, das ist Eossee und Thee zu trincken, dabey man oey Verstand bleibet. Um aber dem-Wasscr- Geträncke ein Färbgcn anzustreichen, und es lieblicher zu machen, wird mcht nur vielerley Sorte Zucker beygesetzet, sondern man hat allerley GerawschassL Dazu ersonnen, als da sind besondere Thee-Tische, Thee-Loffel, Thee Tücher, Thee-Töpfe, Thee-Schalgen, Tyce-Kcss sel,Coffee-Kannen,theils vonPorcellain, theils von Silber, theils vergüldet, theils von Japanischer laquirter Arbeit, und anderer Kostbarkeit mehr, daß, wann unsere Vorfahren wieder in die Welt kucken und das Thee- und Coffce- Trincken ansehen sollen, sie vor Verwundern sich retiriren würden, daß ihre Nachkommen den hinterlassenen Vordach von Silber in solche Bagatellen verschmcltzen lassen. Aus welchen allen leichte zu urtheilen, wie es dem Betrug gar leicht gewesen,die Dameö,und durch O)o(O-I diese die Männer zum fleißigen Gebrauch des Thee und Coffee zu verleiten und noch zu unterhalten. Andere Abtheilung. Von dem Schaden, welchen das Trincken des Thee und Coffee verursachet. §. l. VS bleibet voraus gesetzet, was we- gen des Vortheils solcher Geträncke in Ansehung der Gesundheit im vorigen gedacht worden, wann alles in rechter Ordnung geschiehet, daß solcher nicht geringe sey. Mag man ja den Gifft also bereiten, daß er nicht allen Menschen, so ihn nehmen, noch zu allen Zeiten, noch in gleicher äoü Schaden bringe, au con- rraire auch wohl in gewisser Art zu einigem Nutzen selbiger angewendet werden kan; wie viel leichter hat man von dem Trincken des Thee und Coffee zu vermuthen, daß es Nutzen mit sich führe; nur da ohne allen Unterscheid und bey so überall emgcfüymn Bewirtyungen mit solchen O) O( O r4 solchen Geträncken größerer Schade/- das ist Abbruch der Gesundheit und Verkürtzung des Lebens unvermeidlich zu seyn, die Sache selbst an den Tag leget. §. 7,.' Müssen verständige Medici in Ver-! schreibung Der Medicameme nach der Complepion der Kramken sich richten/ sott nicht statt des Heils Unheil daraus entstehen/ so fliestet von sechsten/ daß da ohne Beobachtung oder Prüfung der Constitution derer/ so da zu dem gedachten Getrancke sich gewehncn/ oder genötlstget werden, alle und jede sich einfindcn/ der Schaden unvermeidlich sey. Personen/ welcher Geblüt flüchtig/ dicke und viel Gatte mit sich führet/ befinden sich beym Thee nicht übel/ dahingegen/ wo das Geblüt schlei- f migt und der Magen schlap/ da will ein so wasserechter Tranck schlechten Vor-. theil schaffen,, daß nicht vielmehr das Geblüt noch schleimigtev/ und der Magen nebst seinem Anhange in der Verdauung g G) o( G-5 > Dauung noch schwächer U'- rden. Man d siehet solches an ihnen, jo wohl, was Die^arse»I»t aicgcbt anlanget, so alle n I örhe verlieret, als höret sie klagen, wie nach der Mahlzeit ver Akycn, kury werde, und sie uniusirg, rräg? zur Ar» be»t, schiasirtg UNd v-rxeschkckt sich bL- ^ finden. Dahingegen, wie der Coffee r diesen ein heilsames Gerräncke, das sie munterer macht zur Arbeit, also das s Geblüt im Umlauff hurtiger wird, ß auch denen, jo eines spirituellen Ge- a müths, im Anfange wohl bekommt, ü so schädlich denen Personen, die viele , Galle bey sich haben, oder mit dicken e Geblüte geplaget sind; Dahero bey >- diesen nicht gemeiners, als daß der t Coffee sie echauffire, Zittern bringe, h Hertz-Lispf-N verursache, sie davon be- t ängstrger, unrnbiF würden: am allcr- i-: gemeinesten, daß, wenige ausgenom- a men, welche ein wäßriges Geblüte ha- ^ den, sie sich beklagen, wie der Coffee den s G^laf Verhindere, daß auch wohl gan- !- tze Nächte ohne Scklaf paff rten. Wa- -- re also nur diese Hinderung des Schla- -6 G)° cG fes Das eintzige Übel, welches der Eos- es fee Vemrsachcte, wäre es von solcher B Wichtigkeit, daß nran sagen müsse der dc Coffee schade. Dann so ist an dem dc Schlaf so gar viel gelegen, daß man cki selbigen auch den grssten Labsal und Er- ül qmckungen, und alsd alkn so genannten sch Hertzstärckungen vorzuziehen hat. ps da §. Z» sol Gedachter Schade wird vergrösi D ftrt, da die Menschen ohne allen Un- cke terscheid männlichen und weiblichen Ge- hei schlechts, Des Theer und Coffee-Trin- m ckens sich so sicisslg bedienen. Wann es di, Denen Männern gelinget, derer Glied- M Massen, und innere Theile von mehre- no rer korce^ daß das Wasser, es sey durch zu Arbeit, oder Krasse der Natur, wieder bei aus dem Leibe fort getrieben wird, so uv bleibet es bey denen Weiberchm, welche so von Natur zarterer Constitution, in vo Denen Adern, machet das Fleisch noch jer schlapper und rumiret die Gesundheit, da Laß a uch seyn, daß unter diesen eine Hel- be hin im Wasser-Trmckm sich finde/ wie m G)°( G'7 ss- es unter denen Männern Helden des er Wein-undBrantewetn-Sauffens giebt, er das ist, welche von besonderer Stärcke n des Leibes, also des Schadens imTrin- n cken nicht gewahr wird, mag diese die r- übrigen nicht defraiiren, welche Bett schwerden täglich mehr und mehr empfinden, noch solches Exempel denen andern zum Muster dienen. Giebt Matt folglich acht aufdas Befinden der lieben s Dames Nach dem Thee-undCoffee-Trin- !- cken,so vergehet ihnen der doch von GOtt heilsam eingeprägte Durst, daß wäh- i- rmden Essen sie davon nichts wissen, s die Blähungen kreiden staE, Nach der - tNadizerk sind sie lmjusttg, weil die ge- - nommene Speisen zu ihrer Verdauung l) zu lange im Magen, der schlap ist, blei- r ben müssen. Welches alles zwar mehr, z und ehender eintrifft, wenn der Thee e so fleißig getruncken wird, als wohl l von dem Coffee angemercket worden; ^ jedennoch das Zittern der Glieder, und » das in dem Geblüte extraordinaire - befindende Wallen ist Anzeige ge- r nug, wie beyderley Getrancke zwar - B beyder^ rS ) o< beyderley Geschlecht, doch dem Frauen- Zimmer ehcnder und mehr Schaden^ verursache. st, 4* 0^ Kommt man auf den Unterscheid Des Atrers, so ist nichts bekandters,als da man sonften im Essen und Trincker^ drauf regardrret, im Thee- und Coffce^ Trincken, solcher als aufgehoben ge achtet wird; aber eben daraus so merck^ üchcr Schade von Jugend an biß ü^ das späte Alter entstehe. Bey Linder,^ und jungen Lcukks' schwächet man durö diese warme Wasser den Magen der^ gestalt, daß dessen Wände, wie mm sie nennen möchte, und Falten die Spei^ sen zur Nahrung wenig bereiten kon^ nen noch mögen. Man höret danncn^ hero vicleKlägcn derEltcrn, dasLmt^ der Lttsbc habe einen schwachen Magett^ sehe immer biaß aus, könne nrchr recht wa 5Z gemczsn. kötine mir einem Truncf ka! N Bi-r stch vcrderben Welche die Kiü^ der^ Schuhe vertreten, und Zu meh^ rern Jahren kommen, haben, odei x suche! O)°( G^ ^ suchen vielmehr diesen Schaden durch " Taback- Rauchen abzukehren, dessen sie sich aus Wollust bey dem Thee- und Cossee-Trunken bedienen, weilen da- . durch vrele wäßrigke Feuchtigkeit aus ^ Dem Cörper abstießet. Aber dadurch ' gerathen sie unvermerckt in das viele ^ Ausspeien, wodurch, will nicht jagen ^ in dem Zimmer erne halbe Sündflath 1 erreget wird, sondern vor andern dem ^ Magen zu nahe geschiehet, welchem ^ Der'Speichel als ein nothwendiges '! Stück die Verdauung zu beschaffen/ § zum täglichen Deputat von dem all- ^ weisen Schöpsser verordnet ist, da- ^ durch entzogen und freventlich ver- '' geudert wird, daß die Bereitung der " Speise dadurch Mangel leidet» Er- ^ rvschsene Männer haben dieses voraus/ ü Daß theils durch Arbeit, theils durch n Zusatz eines sptrituostn es sey K Wem oder Bramewein, der Schaden solches Trinckens bey ihnen nicht so u groß entstehen mag. Wen aber solte h nicht Wunder nehmen, daß Leute und e> Männer be^ Jahren so weit sich verleiten a B L lassen s» O)°(O lassen können, da ihnen vormahlen ein< Glaß Wein zugebilliget/ und vor sie/^ wie vor Kindern die Milch besonders k diensam erachtet wurde/ daß sie Heu- E te zu Tage das hcisse Wasser trotz jün- L gern Leuten trincken? aber wer bejam- s mert sie auch/ wenn sie mit Keichen,- Husten/ Flüssen, und andern mühseeli- r gen Schwachheiten des Cörpers sich^ schleppen müssen? Besonders haben^ so vwle Exempel erwiese«/ daß bey al- k ten Leuren vom Coffee- Trincken der^ Schlag sich weit ehender rühre/ und sie t plötzlich hinreiste. S r §. 5. c Noch ein Umstand fallt hiebey vor, s welcher woyl zu beobachten, weil so t wen ig darauf gegeben wird/ und dahe-§ ro der unvermeidliche Schaden so viel l gewisser sich cmfindec/ daß man nicht l den der Lvssr beobachtet,^ m welcher sich die Wasser-Helden auf- l halten. Bey warmer 8aiion befindet* sich der Cörper viel leichter, weil die L beständige Ausdampffung ihren frey- r G) o( G^ in en Gang hat, welcher durch kaltes e, Wetter leicht geftoret wird. Sodann S dampfft der genossene w rme Tranck ^ besser und geschwinder aus, daß er so grossen Schaöen.nicht erwecket. Wann ^ also die Emwohner von China, welche ,, Lag täglich trincken, ohne davon in- ii, commodiret zu werden, vielmehr den ch Tranck vor die Medicin eines langen >n Lebens urtheilen, so ist zu mercken, daß l- die Lufft in solchem Lande sebr rein und ^ warm; daß die genossene Feuchtigkei- ten bald wieder verrauchen, da hingegen die Lufft in diesen Ländern n-blicht, dick, feucht, und kalt, zu Beförderung aber des Ausdampffms gar richt ge- r, schickt ist. Es folget deswegen nicht, o weil gedachte Völcker ohne würckiichen x- Schaden das heisse Geträncke lieben j und brauchen, daß wir an diesen Or- st ten hierinnen ohne Schaden nachma- , chen können, oder es mäste auch folgen, daß man in Teutschland ohne Tort der t Gesundheit eben so leichte Kleider tra- e gen könne wie die Chmeser. Zwar ^ werden die in Thee und Coffee ver- I B z liebte 2L O) o( G liebte Seelen gar bald einwenden/ auch f in diesen Landen möge die kalte Luffk j Nicht schaden, weil man bey kalten Ta-< gen in warmen Stuben trincke, auch j nicht, wann man getruncken, sich sofort s in die kalte Lufft begebe. Uberdem sey r ja der Neben-Weg durch die Nieren of-! fen, daß das Wasser pajsiren könne,^ wann ja durch die Haut nicht so viel ver- i rauche. Aber sie werden hoffentlich am i nehmen, wenn ihnen vorgehalten wird, wie gar selten die Haus- und Berust's- Geschaffte es verstatten, daß man sich nach geschehenem Trincken noch eine Zelt im Zimmer aufhalte; auch nich- tes ungewohntes siy, daß, wann man ausreisen will, wohl gar im Wimer vorher das Frühstück im Thee oder Coffee bestehe: überdem folget nicht, Da es draussen kalt, daß in der warmen Stube solche Kalte keine Alteration derAusdampffung nach verursache, weil ein jeder an den Wetter-Glasern solche Aenderungen am besten beobachten kam Will man aber denen Nieren die Last der zum Auödampffen de- stimmn ! G)°c -r ^^— stinirkenFE'gk-'ttn aufbürden,^ hns aeordnct smd- so bedüNtlet Ulla),)^ Anen werde so klüglich ver fahren, als wenn man emem rmym, Maul bey dem Atdmosün offen M halten, we l doch auf dem Fall/ daß dre Nase verftopfft, die Luffr dadurch P b re, da zwischen dem Notsfall rm denkltchen Verfahren rn eemr S) ein nicht geringer Untel-schew'^ empfindens ja auch im^-mter, Liebhaber sothaner Getrancre, v.as diese Störung des Ausdampffens aus sich habe, gär sehr, und mögen solchem zuschreiben Das m denm GU-vern,da6dunstigeGchÄk,das^chw l ie.' Ma^^ns dtt- Fuße.;a Dali er gantze Cörper als arrfIedrrniLL jchttnsr. §. 6. Es gehöret ferner zu Den Ursachen des Schadens, welchen Die stechr- gen Thee- und Coffee-Trmcker chnen auf dem Halft la^ daß kem wmr- -4 O)2(O scheid gemacht wird, in was vor einem L Leruff jemand stehe, oder welche Le,^ bens Ärr er ihm selbst erwehlct. Denn j< hie der Lateiner Sprüchwort völlig 8 statthat: I)u0cumlLLiunri6em,lione6: i! röem Es mögen zwo eine Sache ih- st nen vornehmen zu bewerckftetltgen, und bleibet doch des Verfahrens halber ein grosser Unterscheid. Sind diejenigen, so viel von warmen Wasser-Trincken 2 halten, Leute von arbeitsamen Be- s treib, und die sich viel bewegen, wird s hiedurch das Wasser, und zugleich viel r schleimigtes in dem Geblüt durch die r Adern und Drüsen getrieben, biß es sei-§ nen Auswurff findet. Da hingegen, k welche bey und nach dem Trincken viel?! sitzen, sich wenig berühren, bleibet sol- s ches zurücke, das schleimigtc Wesen s vermehret sich, dgs Geblüt wird was-< serig, und so fallt der Mensch aus einer j Schwachheit in die andere. Man ge- i be also hierauf acht, und so wird man i den Unterscheid bald mercken, warum Mättner vor Irarrsne, Raufflrute vor Welcher, Medici Vor Prediger so viel Unge- s? m Ungemach von dem fischigen Thee-und .e, Cossee-Trincken nicht empfinden, denn !N jenen stehet entweder die arbeitsame ia Bewegung besser an, oder sie werden ihrer Profession halber mehr gewtzct, h- starckcre Bewegungen vorzunehmen. t, Uberdem, welcher Liebhaber des n Tbee und Coffee lässet ihm eine gewis- e- se M. im Trmcken vorschreiben/ oder d schreibet ihm selber vor, daß er nicht ss vielnrehr aus eigenem Trieb/ oder/ ie weil der Wirth so freundlich nöthiget/ i- gleich andern/ so mit ihm trinckem mtt / Ausleeren der Tassen Bescheid thut? l Auch hie solle man gedencken an die heil- - same Regel: wenn es am besten schmeckt/ r soll man aufhören. Hieraus cntsprin- - gen also, und nehmen überhand die r mancherley Beschwerden/ da ihm me- - mand will einreden lassen/ der da mei- r net/ selbst schon klug genug zu seyn. !§.8. l Kömmt es folglich dahin, daß aus B 5 dem 26 G)°<^ DertHee- und Coffee-Trincken ane g' Gewohrchett wrrd, und man, wre man Al saaet, solches nickt lassen kan, so brin- n get auch diese Gewohnheit vieles Mr- g derben der Gesundheit zu wege. Sol- li ehe nasse Brüder und Schwestern setzen n ihren Cörper durch das warme Ge-^ träncke in eine beständige extraordinai- ri re Ausdampffung, und verkittn da- r- durch die Natur dabin, daß sie m Absonderung und im Auswurfs der in dem Geblüte vcrhandmcn Unr inrg- keilen solchen Weg ebenfalls ergreifst, l und durch ftarcken Trieb von innen nach^ der Haut, sich zu erleichtern ior ange-' legen seyn lasset, Hierunter auch an-- fänglich nicht böse fahret, aber was ol-^ aet endlich? wann die Witterung nur etwas rauhe wird, klagen drese Personen über^chttapssei Azpffwe e kak- xen Schweiß, werden vom Hust n ge- plaget, woftrne sie nur aus dein Haltst kommen, und ein saurer Wind sie anwehet, desfalls als Gefangene, sich nur stille Zu Hause halten müssen. Solche SchWächüchkeik, wie es genannt ) o( g- n- is genannt wird, nimnrt mehr und mehr zu, wenn das Trincken fortgesetzet wird, man beraubet Die kamiiie einer nöthigen Stütze, man machet ihm selbst Las liebe Leben zu einem siechen Leben, ja man reistet freventlich und unverantwortlich den Lebens-Faden ab,welcher nach dem göttlichen Ziel noch langer reichen mögen. §. 9» Doch, was soll ich sagen, es trifft hie em, was überall sich im Lauft menschlichen Lebens findet, daß man ihm nicht einbilden kan, ein Schade habe seinen Ursprung von derjenigen Sache, welche schon in etwas pastiret, son- stm er sofort daraus entstehen muffen; und folglich, weil denen Liebhabern gedachten Wasser- Trinckens, so fort, wann sie getruncken, nichts Böses widerfahret, so könne ihrer Meynung nach, wenn sie nachhcro diesen oder jenen Abfall der Gesundheit verspüren, dieser unmöglich vom Thee oder Csffce herrühren, würde ja sich sonsten ehen- ^ der -8 Der geäußert haben. Auch ist nicht zu läugnen, daß wo l viele Monathe,-a H einige Jahre vorbey gehen mögen, bevor^ sich ein merckücher Abgang der Gesund- heit findet, vor allen, wenn die Com-st, plepion oder starcke Bewegungen, oder ks starck Getränck, und dergleichen Um-§1 stände, davon im vorigen gedacht, sol- al chen zurück halten; aber da drese bey r> allen sich nicht finden noch finden mögen, si so bleibet der gewisse Schade doch nicht g aus,die meisten aber crepircn in denLehr- u Jahren. Will man also ungehindert n Tbee und Coffce trincken, weil er einem S schmeckt, so muß man leiden, was dar- d auf ohne Ausbleiben erfolget. r Das H. Kapitel. c Von der commoden Le-? bens-Art. i Erste Abthellung.^ Von denen Schmeicheleyen/ da-, durch commode Tage den Menschen, j gefangen nehmen.! §. i. )°< sy zu§. r. k^^^SdürfftenichtwenigeVerwunde- m rung geben, daß gute Tage in der d- Roll der Verführer des Volcks n- stehen sollen, da nichteö angenehmers er kan gewünschet, noch erhalten werden, n- als gute Tage haben, auch desfalls fast >l- alle Menschen ihnen du LebenS-Zeit Hiney durch es Blut- sauer werden lassen, daß n, sie endlich zu guten Tagen gelangen mo- ht gen. Und, so ist es in der That wahr, r- man hat die Leute glücklich zu preisen, rt welche es so weit gebracht, weil viele n Annehmlichkeiten, viele Herrlichkeiten r- Damit verknüpftet, daß desfalls andere, welche nicht biß so weit kommen tonnen, jene mir scheelen Augen ansehen. Iedmnoch, da wir alle wissen, daß der süsseste Honig zu Galle, und der feinste Zucker zu Eßtgwerden mag, wann man Davon zu viel,oder zurUnzeit genießet, so müssen wir auch bekennen, daß com- mode Tage der Gesundheit Abbruch l- thun mögen, wenn man sich zu sehr in , sie verliebet, und also unter dem herrlichen Kleide ein Betrüger verborgen t. stecke^ ZS ) s( stecke. DnseGcfahr äussere sich amer- sten, wenn j-inand biß dahin, durch die Welt zu kommen, es ihm müssen Blutsauer werden, nun ab.-r es sachte kan an- geyen lasen, daernunhat, was er verlanget; oder da jemanden es gelungen, et zunt^eichshum oder vornehmen Stande gediehen, er also aus seinen mäs- ftgen Umstanden zu einem wohlbaben- den Manne geworden. Denn alsdann findet sich eine Aenderung in Speisen, welche nun viel delikater seyn müssen? tme Aenderung mi Gehen, daß man dcrung ,n der Wirthschafft; ist man auf dem Lande, so lässet man das müh- fame Land- Leben, und ziehet in die Stadt; ist man in der Stadt, so kaufft man ein Land-Guth, erwehlet das angenehme Land-Leben rc. und so in meh- pern Stücken, da wegen solcher Veran- ^rung der bösen Tage in gute Tage die Gefahr am grostcn. ^.§» 2.. ES schineicheln aber commode Ta- G) o( G ZL ^ ge gar sehr, und nehmen die Menschen ein, da sie als eine L.et-ch-mttg der un» zehUgen Muhe mögen geachtet werden, '^ welche entweder der Mensch selber, oder ^ Doch seine Vorfahren angewandt, biß so weit zu gelangen. Da also es an In Sorge, Mühe und Arbeit biß dayew Nicht gefehlet, sey es nun Zeit, ihm eiln' neu guten Tag anzuthun. Das er- ^ wordene Geld möge auch nun urbei- ^ Len, dabey man stille sitzen könne. ( Schmeckten die Speisen viel angeneh- * mer, wenn sie mit Gewürtz oder Zucker bestreuet würden, so sey gewißlich auch die Ruhe nach so vi ler Unrune, so vie- lem Verdruß, so vieler Gefahr, die man zeithero erlitten, was vor sich zu bringe gen, rechtwasZucker- siisscö, und hochst- ^ angenehmes. Man habe ihm manchen ^ Sturm-Wind müssen um die Ohren / wehen lassen, manchen sauren Schritt ^ und Tritt thun, bis man es so weit ge- ^ bracht, daß man dahero nun andern * Untergebenen die Last, und den Betreib Der Wirthschafft, der Handlund, könne auf den Hals legen, die man unter vieler Sorge Sorge und vielem sauren Schweiß selber tragen mWn.-habe man andern- müssen zu Gebote freyen, könne man j nun andern befeylcn. So angenehm i Dayero vermahlen die Bemühung,was' vor sich Zu bringen, so angenehm und< erqulckllch?ey nun auch das Vergnügen i was erworben zu haben, und sich dessen« zu bedienen." j ^ l Solchen Lockungen bequemer Le- l bens-Art tritt bey die Erwegung, daß r bey so guten Tagen man der Ruh- des r Gewuths völlig gemessen könne, wel-^ che als ern^schätzbares Guth von al- i len vernunfftigen Menschen gehalten wurde. Ausgemacht sey es, und empfunden hatten sie es genug, daß man! nicht nur seine eigene Geschaffte müs- i c sen sorglich wahrnehmen, sondern vor^ l! viele andere mit sorgen und sich ängsti- si gen. Kaum sey ein Sorgen-Stein ab-!l geweltzet, daß schon ein anderer von neu-« en vorhanden gewesen, und da man et-^ wa durch den Schlaf sich wollen erho- k len/ G)°( K el- len, und Sorge Sorge seyn lüffwbäs- m ten dennoch dre Geschaffte das Gemüthe m so eingenommen/ daß man mit unru- m higen Traumen sich schleppe»/-a man- rs che Nacht schlaffloß hinbringen müssen, ld Solches alles sey nun vorbey. Man n könne ohne grosse Bekümmerniß, ohne n Sorgen der Nahrung in stiller Gelassenheit bequem leben; waren recht güldene Zeiten/ da man über unruhige Nachte, über schwere verdrießliche Ar- - bett sich nicht weiter zu beschweren habe, ; vielmehr von ferne mit geruhigem Ge- ; Muthe ansehen könne, wie andere in der - Welt ihr Gluck zu machen, so sauer eS - ihnen musten angelegen seyn lassen. Soll ich weiter sagen, wodurch commode Tage den Menschen so sehr, und mit mercklichen Schaden seiner Ge- undyelt einnehmen? Man findet bey >0lchen alleS, WaS das Nit'nlchlrche Hertz wünschet und verlanget. Sucht ein solcher Freunde? Es finden sich derer die Menge, welche von solche? C Freund- L4 G)o( Frevpdjckaffi zu profitiren gedcncken. es ihm um Ansahen in de» Welt zu thun? denn die Ehrsucht wächset, wenn gleich alles bey denen Menschen mit den Jahren abnimmt oder verdrießlich wird; so finden fich solche in grosser Anzahl, welche anfalle ersinnü- che Art ihn carefsiren, sich vor ihm neigen, und kausmderley Ehren- Bezeugungen erweisen. Will er spsyrren sah, sei. sich dive^riren, eine kNine ssrome» nahe maä>en, so bietet sich ein^' uoch mesir denn der andere zum Gefährten an. Mit einem Wort: wer sich in der Welt so weit poussiret, oder dem Das Glück so wohl gewollt, daß er fem eigener^err isi, und einen guten Tag nach Wunsch ihm anthun kan, der ist wie ein schöner Diamant, der angenehm strahlet, wohin er sich wendet; seine Schrille und Tritte, seine Reden, An Vvrtraa, seine Anschläge sind w,e Be- fehle großer Herren, nnd werden mit allenssRcspect und Hochachtung angenommen, und verehret. Kurtz zu ja gen: EmfocommoderMann,emeso ) 2( Z5 M. zu en er- no- eommode Frau werden vor einen kleinen Herre GottgehaltM/welchen jedermann des Nutzens halber veneriret und ehret. §. k» Was überdem uns verlocken kan nach guten Tagen zu trachten/ ihm selbige zu wünschen/ ist/ daß uns von Jugend auf was sehr angenehmes zu seyn Ledüncket/ daß jemand es in seinem Leben so weit gebracht/ wir desfalls in UNs ernen unbekandtrn Trüb finden auf solche Personen zu sehen, und solche Echos-Kinder des Glücks zu rühmen, es ihnen dahero gerne nachmachen wollen, und in ihre Stelle zu seyn verlangen. Siehet man es ja bey denen kleinen Kindern, welche/ so gerne im Bette ihrer Eltern zu schlaffen verlangen, wollen lieber aus derKanne, aus demGlase trincken, daraus Vater und Mutter trincken, mögen am liebsten auf denen Armen ihrer Eltern getragen werden, und geben nach ihrer Art gnug an den Tag, wie ihnen die Lebens-Art der Eltern viel angenehmer und plaisanter, C L dann zs ) s( Dann ihre Umstände zu seyn beduncke. Wolke man sagen/ daß ein solcher Tneb rum Wohl- und commodcn Leben Spuren und Reliquien des seeligen Vergnügens wären, darinnen, wtt anfänglich unsere erste Eltern im Paradieß sich befunden, wir dero Nachkommen, falls nicht der Fall dazwischen gekommen, und solches gestöret, uns erfreuen, und beydes am Geblüt alsGemuch alle Au- friedcndeit genressen sollen, lässet man solches zur Untersuchung der Gottes- Gelahrtcn dabin gestellt jeyn. Dieses Messet schon daraus, da von Kindes- Beinen an, die Begierde zum Wotte- ben in unsern Adern sich findet, daß da- bcro denen Schmeicheleyen und Lockungen, sich dcstrn, da man so weit gekommen in der That nach Hertzens- Wunsch zu bedienen, W'leicht Gebor aeaeben werde, und der Schern des Gelten, so dabey vermacht, die Augen der Liebhaber so einnehme, daß sie alle daraus zu besorgende Gefahr der Gesundheit und des Lebens nicht inne werden, noch darauf geben. O) o( O Z? Andere Abth-livng. Von dem Schaden, welchen so gar leicht die commoden Tage an der Gesundheit und zur Verküryung des Lebens verursachen, §. i, W Z wird wohl am bequemsten ge- rhan seyn/ wann die böse Mutter aller derer besorglichen Zufälle bey bequemen Tagen, davon inFolgendm die Rede seyn wird, zuerst hervor gezogen und beleuchtet werde, welche die Voll» biünttkeir ist. Es wird aber unter solchem Wortecin mercklicher Vorrath des Geblütes in dem menschlichen Empor verstanden, dadurch du Adern und das Fleisch währendem steten Umlauf, mehr ausgedehnet werden, als wohl billlg seyn solte. Zwar geschiehet es, und kan seyn, daß davon der Menjch keme iom derliche Empfindung noch Ungemach habe, so lange sich keine Ursache aussert, die Gelegenheit zum geschwinder« Umlauft' geben mag; also, wie ein gejun- rs G)°(G der frischer Mensch stehen, auch seine i Gewerbe betreiben kau; Ja was wohl- Zu mercken, es würde in unsern ersten i Jahren der Wachsthum gar schlechten> Fortgang haben, wann nicht eine grössere Menge des Bluts verhanden, aus- welcher theils die nöthige Nahrung< flösse, theils derer Theile Ausfüllung beschaffet würde, welche durch den tag-< liehen Wachsthum grösser geworden, i und mehrere Stärcke brauchen; welches beydes ein jeder aus der völligen und angenehmen Leibes- Gestalt von! sechsten urtheilen kan. Diese vsllbis- rrgke«:, wie nöthig und nützlich sie, gedachter Massen, bey denen Kindern, welche annoch anwachsen und zunehmen müssen, so bleibet sie der Natur so was Beliebtes, daß ihr auch in denen Jahren, da der Cörper nicht mehr wachsen noch zunehmen darff, Raum und Platz gelassen wird, und well die Lange im Wachsthum keinen Platz mehr findet, der Corper in der Dicke sich ausbreitet, und zu ihrer eigenen Last, auch des. Menschen mancherley Beschwerde, G) s( G?§ feiste Bäuche und fette Cörper zum Vorschein kommen. Doch ist hierbey wohl zu beobachten/ daß die Natur Durch mancherley Gelegenheit gelocket und getneben werden mag/ mehrern Vorrath des Geblütes zu sammlen, als sie sonsten von selbstcn resolvircn möchte, oder der jetzige Zustand des Cörpers es brauchet. Man kan es ja ihr nicht übel nehmen, wann solche Gelegenheit offte vorkommen, da viel Blut verspillet wird, Daß sie im Vorrath bedacht ist, Blut zu sammlen, dessen sie als des nöthigsten Uyucurs zum Leben nicht entbehren kan. So giebt es die Erfahrung, daß die-Vollblükigkeit anzutreffen bey Personen, welche ihnen offters die Ader öffnen, oder sich schröpf- fen lassen, statt daß man gläubcn solte, das Blut würde bey ihnen weniger; bey Soldaten, welche viele Plessuren erlitten, und sich verblutet; bey Fraums, so zum öfftern kurtz auf einander ins Kindbette gekommen. Gleichermas- sen mögen, besonders da vorhin Schmalhans Küchenmeister gewesen, C 4 nähr- 4s nahrhastte Speisen, fettes Bier, ein gut Glaß Wem rc. der Natur Rertzung genug seyn, sich nun zu erhöhten, und Da dre vorigen Umstände nicht gestatten wollen, dem Corper so bcyrathig zu seyn, sttzo bey so angenehmer Sastt- votler Nahrung aufsKünfftige zu den- cken, und rn Vorrath Blut und Nahrung zu sammlen. Doch vermag Nichts jo sehr zur Vollblütigkeit Anlaß zu geben, als wenn ein Mensch vorhin m einer schweren Lebens-Art sich befunden, nun aber sich pflegen, und ihm einen guten Tag anthun kan, weilen die Natur rn ihrer Gewohnheit fortfahret Haustiger Blut zu sammlen, welches biß dahero durch die nöthige Arbeit un- Mr vielen Schweiß so leichte vergeudet worden. Solchergestalt siehet ein jeder und findet, wieWolleben zurVotl- blutigkeit Anlaß geben, ja diese beyde sich gleichsam so verschwrstern,daß nicht leicht eine ohne dem andern gefunden werden mag. Will man dabey acht yaben auf des Cörpers äußerlichen Zm stand, und daß solcher bey einer langst- erwünsch- G) 2( O 4L C 5§. r» erwünschten bequemen Lebens-Art viel anstynücher werde, der Unterleib sich auslege, das Gesicht lebhaffter sich zeige, sochleibet kein Zweiffel zurück, com- mode Tage bringen die Fülle des Bluts, Diese aber würckct so vielerley Plagen, so bey dem Wolleben der Gesundheit wegen angetroffen werden. Was aber ist gemeineres, als daß bey so guten Tagen die Menschen engbrüstiger werden, und absonderlich dieses empfinden, falls sie im ftarcken Gehen, bey warmen Wetter, ihnen eine Mption machen; wenn sie ein Glaß Wein mehr trincken, Daß sie mit Unruhe schlaffen, unter Dem Bette nicht dauren können; überhaupt aber Viel träger, iassec, vngischickter zur sonst gewohnten Arbeit sich befinden, und wann ihnen wohl seyn soll, sich nur stille halten müssen. Auch geschiehet es gar leichte, daß die Nase b!u< ten wird, kleine Fieber sich einstellen, Doch ist dieses nicht ohne ihre merckliche Erleichterung. 4- §. L. Weilen aber jetztgedachte Beschwerden bald wieder verschwinden, wann der Mensch zur Stille, und das erregte Blut zum ordmairen Umlauts wieder kommt, so achtet em Liebhaber commoderTage solche nicht sonderlich; noch weniger last er iym einfallen, daß er sich wieder zur Arbeit, wie vormay- len halten sslre, sondern bleibet nach wie vor commode, und liebet seine sanffte Lcbens-Art, gcrath aber dadurch, o er stürtzet sich vielmehr in ein grösseres Verderben, weil mit der Zeit das vlue in dem Corper vrcke.- wird, und dessen Umlaufs viel la vor sich gehet» Äöas man an denen l-igueurs gewahr wird, die was gelatinöses bey sich führen, als z. E. gelee oder Gallert, daß die Wärme und stetes Drengen sie stnßig erhält, dahingegen wann beydes Nachlasset, sie verdicken, das muß man von dem Blut des menschlichen Cörpers ebenfalls als eine Wahrheit annehmen, als dessen Wesen sehr vie- 4? le solche Theile in sich hält, dahero bey wenigerer Wärme, und langsamen Trieb dicker und dicker, und demnach zum blmlauffungeschickter wird. Siehet man es ja auch bey dem aus der Ader Des gesundesten Menschen gelassenen Blut, daß, da es eine Weile stehet, wie eine Leber, wie Aelee, dem mehreften Theil nach gerinnet, und gantz dicke wird. Man erwege nun mit Bedacht, da der Mensch bey so guten Tagen sich in denen vormahligen Strapazen Des Cörpers und des Gemüthes mena- giret, daß es nicht anders seyn können, als da der bisherige Trieb des Blutes nachbleibet, auch die damit verknü^ff- te Wärme nachlasse, dahero die Säss- te dicker werden, durch die enge Canäle langsamer passiren, und bey so einem Ubersiuß des Geblüts in denen Adern, Dadurch diese mehr ausgedehnet, und voll gepfropffet sind, der Umlauff mehrere Hindernisse finde. So folget aus Der guten besonders nun geänderten Lebens-Art DieVollblütigkeit, aus dieser Die Verdickung des Blutes, aus solcher 44 A)«( G solcher der langsamere Umlauff durch die Adern, und to dann tausenderley Ungemach und Unheil zum Tort der so erwünschten Gesundheit und des Wohlbefindens. Ist-a die Natur beflissen fich von dem Überfluß zu entladen/ und daß BlUt-Flüsse aus der Nasen, aus dem Magen, durch die güldene Adern rc. erfolgen, so gereichet solches zu einer nicht geringen Erleichterung, wenn es leichte erfolget, und wird ärgern Suiten vorgebeuget; oder daß Durch erregte Fieber das Geblüt verdünnet wird, und solchergestalt der U- Lerssuß seinen AuSgang findet, ist ebenfalls eine nichtgeringe Vorsorge der Natur, und gereichet mancher andern schweren Kranckheit den Weg zu verlegen. Indessen müssen dennoch solche commode Herren und Dames sich mit dem gar leichten Bluten, mit Fiebern allerley Gattung, mit Durchfal- len, mit ausmergelnden Schwitzen, und so ferner geplaget wissen. Doch Dieses ist noch nicht alles, was sie empfinden, sondern weil die Absichten der Natur 45 ( G Natur zum öfftern sehr schwer, zum vfttern gar nicht ihren Zweck erhalten, entstehen Schmertzen allerley Gattung, daß bald die Zähne, bald der Kopff, bald der Unterleib, bald die Glieder, und besonders die Füsse ein lamenro nach dem andern anzustimmen nöthigen, darunter auch das Po- dagra gehöret, als welches eine der renommirteften Kranckhelten commo- der oder reicher Leute ist, und durch Meriten mehr,und faule Tage,als durch Erbschafft,odcr Abkunffrvön denen Eltern und Vorfahren erhandelt und erlanget wird» §» Solche verdrießliche nach der Lall- ge erzehlte Einqnarttrung von Schmertzen und Ungemach, welche aufErweh- sung einer commoden Lebens-Art folgen, solten ja wohl, da sie anders recht erwogen werden, alle und jede witzigen, sich durch den angenehmen Schein des Woliebens nicht blenden zu lassen. A- -er iö muß iynen noch zu Gemüthe gc- führet 46 fuhretwerden/ daß mit jenen noch nicht abgethan/ sondern eben solche wollüstige Personen werden von grasswenden Kranckheitm ehender befallen/die beschwerte Athenhohluna vergrossert die Anfälle der Kranckheit; l'Nd^ schwerer, solchen in ihren Kranckheitm zu assrstirm/ als andern, stehm arbeitsamen Profession Das III. Kapitel. Von dem Betrug der Haus- Apothecken. Erste Abrheilong. Don denen Schmeicheleyen/ dadurch sich dieHaus-Apochecken beliebt machen» §. 1. AS wird nöthig sey«/ zum voraus ^ amuführen; da des Betrugs Er- wehuung geschiehet, von welchem dre Menschen durch Besitz der Haus- Apothe- 47 G) Apothecken so gar leicht gefangen werden, daß nicht die Meynung sey, alle und jede Medikamente zu verdammen, welche z. E. Medici oder Chirurgs theils vor sich, theils vor ihre Patienten im Verrath und bey der Hand haben, auch wohl mehrerer Bequemlichkeit und Sicherheit halber in gewissen Behältnissen verwahrlich aufbeben, besonders als eine Reise-oder Feld-Apsthecke mit sich zu füyrcn. Denn so hat die Sorge Hiebey betrogen zu werden keine statt, wann solche von denen gedachten und dtsfalls geübten Männern wohl bereitet, und nach Befinden der Noth- Durfft denen nothleidenden Krancken ausgetheilet werden. Vielmehr wäre zu wünschen, daß, da heutiges Tages die Bereitung der Medikamenten denen Apotheckem und dero Gesellen, auch wohl Bedienten in grossen Oer- lern überlassen wird, ein Medicus also auf dero Conduire und Gewissen es muß ankommen lassen, nach dem alten Fuß die Medici selber in ihren Häusern Hand anlegten, Artzeneyen mit mehre- 48 mehrerer Attcntion bereiteten/ um solcher im Fall der Noch sich Zu bedienen, als wodurch der Armu ch Der Patienten besser gerathen/ die Reputation des Medici mehr erhalten/ die Erfahrung desselben vermehret/ und-Une Gemüths- Nuhe beständiger unterhalten seyn würde; wie auch dieses schon zum off- tern wackere Männer an vielen Orten so schriftt- als mündlich/ wiewohl vergebens in Vorschlag gebracht. So gehet auch die Anzeige der berriegli- chen Haus-Medicamenten nicht dahin/^ als wolle man überhaupt alle Haus- Mittel verwerffen/ welche theils gewisse kämillen ihnen selbst bereiten, theils einzele Personen vor sich und die ihrigen durch vieljährige Ersah-- rung gestärcket/ mit guten Nutzen in? schleunigen Anfallen von Kranckhei-! ten bedienen; sondern vor allen werden unter dem Vorrath der Haus» Apothrckr»,, welche die Menschen hinter das Licht führen/ verstanden solche Äryeneyen, so man»hm rm Haufe in meykexer, ovek wemger-ev Anzahl vs» fremdem 49 fremden Orten anschösset, dabey dem Gebrauch und des Nutzens halber denen gedruckten und beygefügten Zetteln, Büchern und^.Hbes- Erhebungen traget, welche auch wohl Die Krahmer, Wasser- Brenner/ Quacksalber herum trauen, feil bieten, und in nicht geringer Quantität auf dem Lande, in denen Städten, auf adelichcn Höfen rc. absetzen. Jedennoch mag man auch kaum diese Medicos, Chirurgoö, Prediger, Haus- Väter und Haus-Mutter aus der Zahl der Betrieger aus- schliessen, welche ihres besondern Vortheils halber auf solche Medikamente sich legen, andern solche mit vielen Worten, die nicht allemahl von der Wahrheit bestätiget werden, schnfft- oder mündlich anpreisen, sie ohne Ursache andern bewährten Artzeneyen vorziehen, und also in der That, ob gleich nicht dem Nahmen nach kLN8 und Marckschreyer abgeben. Doch überlässet man solchen die Prüfung ihrer selbst, und mögen sie aus dem, was ferner hievon wird angeführet werden, ' D ihre so G) s( G^ ihre Rechnung machen, in welcher Classe sie gehören. Der Schein aber^ rmd die Liebkosungen, hieDurch verführet zu werben /'sind gar mancherley. §. r. Zuvorderst machet dieses Der Sachen ein großes Ansehen, daß berühmte Medics aus chren Häusern eine und andere Artzmen verkauften, von selbiger grosses Wesen machen, auch wohl dero Krasft durch den Druck aller Welt anpreisen. Ja was noch mehr, da solche wackerechManner, aus Liebe zur Woolfahrt des Nächsten, einen Vorraty von bewährten Aryeney- en in gewisse Kästchen und Lädchens einfassen, selbige verkauften, auch weit und breit versenden, könne fast nicht anders geurthestet werden, als welchem solcher Handel nicht gefalle, Der müste von der Mißgunst gar zu sehr eingenommen seyn. Er würde sothane Vorsorge schelten, dadurch fast der gantzen Welt gedimet würde, und^ ein O) 6( O fL ein jeder Haus-Vater müsse von wenigen Nachdmckm seyn, da chm eine solche bequeme Gelegenheit Zur Haus- Apothccke von so berühmten Männern an die Hand gegeben würde, wann er nicht Zulangen und ihm den gebotenen Vorrath anschaffen solle." Warlich ein nicht geringer Anblick, der einen Leichtgläubigen einnehmen und verleiten kam z» Es giebt ferner nicht wenig Anlaß hierunter betrogen zu werden/ lind machet sehr gute Minen/ weil die Medicr sich bequemen/denen von ihnen und den Apothecken entlegenen Krancken Ar- tzeney zu verordnen/ zu welchen sie auf Den Nothfall bey diesem oder jenem Unfall/ so durch die Veränderung der Lufft/ oder cbLnZemem im Effen und Trinckm entstehen/ theils zu verhüten, theils zu steuren greiffen mögen/ auch mehrerer Gewißheit halber den Gebrauch deroselbm ordentlich eigenhändig vorschreiben. Denn diese Vorsich- D L tigkeik tiakcit eines Medici bey denen Emilen, Da er ordinair zu Rath und Hulffe gezogen wird, ist danckens werth, und DerPatient hat nicht ein Geringes voraus^ weicher solcher Sorgfalt sich im ersten Ansän der Kranckhett bedienen kan, also Zeit gewinnet, stimm Medi- co die Zufalle wissen zu lassen, daß er desfalls weiter was verordne,^a es ist fast glaublich, daß die Hauö-Apo^ checken'ihren Ursprung genommen, Da entweder grosse Herren ferne Regen müssen angehen, oder vornehme Darms Zeit ihrer Schwangerschafft sich auf dem Lande müssen aufhalten, in Lenden Theilen also nicht thunlrcht gewesen, Medieos und Apothecken immer bey der§>and Zu haben, welche man fragen, oder aus welchen man heilsame Mmel ablaugen lassen können. Also mag die Ouelle rein und lauter anug gewesen styn, daraus heute zu Tage so viel unreines ungesundes Wasser Messet, weil theils das ungestüme Verlangen vieler aus Einbildung krancklicher Personen, theils DerMedu G)->( d corum niederträchtige Gefälligkeit(wo^ nrchL gar der Gels- und Ehrgeitz darunter verborgen Liegen,) solche Menge der Haus- Apstbecken ausgebrütet, Daß das gantze Land damit angefüllet, und der merckliche Schaden an Leib und Leben daraus erwachsen ist, wovon hernach soll gesaget werden. 4» * Es haben überdem die Hans- Apotyecken eine besondere magnetische ' Musst, Liebhaber an sich Zu Ziehen, ivann man crwLger,daß,da es so wohl was wettlausstig immer nach dem Do- ctor Zu senden, um Rath cinZuhoh- len, als auch Unkosten bringet, Da der Doctor nicht will umsonst aufwarten, sondern seine Recepte und Gänge theuer bezahlet haben, es sehr bequem, so- l fort ohne allen Verzug, und ohne son- Derbahre Unkosten, Artzeneyen bey der Hand zu haben. Zwar würde man meinen,solcher Geil), oder solche Sparsamkeit, wie man das Entziehen des Dz Geldes, 44 G)?( O^ Geldes, so der Medicus sonsten verdie-^ nete, nennen wolte, wäre nur bey niederträchtigen Gemüthern anzutreffen, da der gemeine Mann am liebsten Rath bey dem Apothecker suchet, allwo er dem Donsr nichts geben darff; aber die tägliche Erfahrung erweiset ein anders, daß auch bey vornehmen gelehrten und geehrten Personen gleiche 5en- rimem5, dahero diese die Aryeneyen in der Aeit ihnen anschaffen, damit sie solche haben in der Noth, und den Doctor lassen einen guten Mann seyn» Noch gehöret unter die betrieg- liche Caressen, die bey denen eingerichteten Haus-Apothecken zu erwegen,der Glaube, daß alle die darinnen verbundene und eingefaßte Artzeneyen so beschaffen, daß swann sie gleich nicht sonderlich helffen, doch auch nicht sonder-! lieh schaden können, also gar sicher zu gebrauchen; welches von denen Medi-^ rammten in denen srdmairen Apothe-, ckcn' G) 2( G 45 cken nicht mag überall gcsaget werden.^ Denn ss scnreivm die Herren stldcr/ welche Haus-Aporycckm gar hauftig aller Welk anratym: Es warm dieselben mit mwerwerffüchm, lauter ap- probirtm und zuverläßrgm täglich nützlichen und Dienlichen Mitteln aus- staffirrt; ingleichen/ daß/ wann glerch in dem Gebrauch derselben Medica- menten etwas versehen würde/ so leicht keine Gefahr oder Schaden davon zu besorgen wäre/ weil sie aus mildem sichern und kräMigen Inareäiemlbus bestehen, also m ihrer Wlrckung sich Durchge- hends gelinde erweisen. Noch ein anderer rühmet: Ob gleich msher hauf- ßg Die beschriebene Medrcamente gebrauchet worden/ so hat doch niemand mit Bestand Der Wahrst sagen ü n- nen/ daß derselben Gebrauch jemand geschadet hätte« D 4 Ändert G)°( A Anders AbtheüunZ. Von dem offenbahren Schaden/ welchen die Haus-Apothecken mit sich führen. §.!. MUJeget unter der Liebe zum Thee und Coffee der Betrug, und unter dem Betrug ein merklicher Schade verborgen, welches ebenfalls von der bequemen Lebens-Art bewiefen und anbey alle diejenige sind gewarnet worden, welche ihre Lebens-Zeit in Gesundheit hochzubringen gcdencken; fo findet sich beydes die listige Anmuth, als der Tort beym Besitz der fo beliebten Haus- Apothecken. Es brauchet es nicht zu wiederhohlen, daß man solche billige und vor nützlich habe, wann wegen der Geschaffte, und der Wirthschafft jemand von der baldigen Hülffe eines Medici und einer wöhlbestalten Apo- thccke entfernet leben muß; aber es brauchet auch auf diesen Fall nicht eines solchen Vorraths von Artzeneyen, da 57 da derer wenige, wo nicht gar die Kranck- heit heben, doch so lange unterdrücken können, biß man näheren Rath ein- hohlen mögen. Doch ist es Zeit, den vielfachen Schaden, so daraus erwachset, in folgenden zuerzehlen. §. Vor allen hat man wohl acht zu haben, wie so unvermerckt die Liebhaber und Besitzer von Haus- Apothe- cken, ihnen den fleißigen Gebrauch der rNedLcameiken angewöhnen. GOtt der weise Schöpffer hat bey des Cörpers Bildung zugleich gesorget, daß dieser von innen vermittelst vieler Art Bewegung und Bereitung der Saffte in seiner Erhaltung viele Jahre hindurch continuiren möge; aber diese Ordnung und Veranstaltung wird durch den off- tern»«nöthigen Gebrauch der Arzeneyen gestörer, gehemmet und vernichtet. Mag doch ein Commendante verzagen, wann wahrender Belagerung seine Anstalten Den Feind abzuhalten D 5 durch 58 N)»( G durch so viele unterschiedliche commsnäs geftöret werden, und dahero die Ve- stung verlohren gehen muß: Eben so unerträglich fället es auch der Natur, wann der Mensch ihr immer mit Me- Dicamenten auf dem Halse lieget; und giebt man Acht auf solche, die gerne artzeneyen, wird man befinden, daß sie gar selten ohne Plage des Cörpers find, dahero sie sich täglich aus der Lateinischen Garküche müssen tracti- ren lassen, beständig mediciniren, da es immer an der Gesundheit fehlet. Was Hiebey am meisten zu bcdauren, Kst die Verachtung der Natur, wann Artzeneyen ferner genommen werden, Laß sie forthin nichtes darauf giebet, sondern als Speise und Tranck achtet, Lcsfalls keine sonderbahre Bewegungen darauf erfolgen, noch Die vorige Hülffe oder Aenderung sich hervor giebt» Es trifft Dieses so gar die Medikamente, § welche darauf wackere Medici in ih- . ren schweresten Kranckheiten verschrei- - ben, daß ihre Hülffs-Mittel, wie man ^ jagt, nicht anschlagen wollen, es sey dann, G) o( O?9 dann, daß sie in doppelter Maaße verschrieben, oder eines über Las Owere Zu gebrauchen verordnet werden, welches Dannoch Gefahr bey sich hat» Wie gar leichte also eine solche Gewohnheit zu srtzeneyen, da man um sich die Haus- Apothecke hat, und überdem durch du - anreitzendc Beschreibung von der Krafft in allen Maladien, so gedruckt hrnzu- aefüqet wird, dazu verführet wwd, sich einnisteln kau; so schädlich'ist dusel- be, und wäre viclmahlen die sicherste Artzeney, keine Artzeney zu gebraus chen. Eö findet sich ferner Das Unheil,- so die Hauö-Apotheckcn mit sich führen, nicht von geringer Wichtigkeit, Da man dadurch so weit gebracht wird, daß man dis csmnrsdcste Zerr zrr , m?6 dsr Achr läsi'-r- Ausgemacht ist es, und einem jeden bckandt, daß Kranckheiten steigen und fallen, und nach solchen Umstanden die Medici L» D)«( D, ihre Verordnungen einrichten. Vor allen sind selbige bemühet, bey dem Anfange einer Maladie den Grund-Stein zur glücklichen Cur zu legen, lassen ihnen auch, falls es immer möglich, das lempo nicht echappiren, da auch ein Eichbaum, wenn er aus der Erden hervor raget, miteinemTrittmag Zernichtet werden, welchen man nachhtn, da ihm zu wachsen Raum gelassen worden, mit vieler Arbeit kaum zwingen kan; und manche nachmahlen unheil- bahre Kranckheit wäre zu heben gewesen, wann man beym Anfange Rath gesuchct, und Rath genommen. Aber siehet man das Verfahren derer an, welche sich auf Haus-Apothecken verlassen, so vergehet die erste und beste Zeit, was rechtes zu gebrauchen, man siehet Die Kranckheit noch was an, man will es mit denen Mitteln aus der Haus- Apsthccken erst versuchen, wo dieses nicht hclffen sslte, wolle man weiter sich um Rath bemühen. Zwar wollen sich selbige damit verantworten, und ihre neAiZence beschönigen, dasi ia der Zweck G)->( A«r Zweck dieser sey/ Haus-Apothecken ihnen anzuschaffen/ damit man so fort, da einem was fehlet/ von Artzcneyen was bey der Hand habe/ und vorbeuge; aber sie erinnern ihnen nicht, was die Medici, so Haus-Apothecken ausgeben, selber gestehen, oder dero Affen und Meerkatzen mit vielem Geschrey anzeigen, wie die ausgegebene Medica- mente so gelinde, so imiocenr, die Natur nicht angreWn, und was dergleichen mehr. Handelt aber ein solcher klüglich, welcher sich mit einem Rap- pier gegen denjenigen wehren will, der ihn zu wdten mit einem scharffen Degen auf den Leib gehet? Gewißlich wollen hitzige Kranckheiten, innerliche Entzündungen, Schlaf-Sucht, und dergleichen schwere Kranckheiten mehr im Anfange gebandiget seyn, mit Mitteln von rechter Wirckung und Krafft, oder derPatiente leidet darunter. Viel besser wäre es vor denselben, man brauchte lieber gar nichtes, überließ sich der von GOtt dem Cörper zugeordneten Krafft, dem Ungesunden zu widerstehen, 6r O) ö( hM/ als daß man unter dem Gebrauch nichts heilsames«ru fender Dinge und der Hoffnung der Besserung Zeit und Leben verspillet. Es wird aber solche Gefahr/ und der daraus erwachsende Schade noch grösser/ da die LonLw ce der Pattenten zu ihrer Haus-Apotbecken/ denen heilsamen Mitteln, so ihnen rechtschaffene Medici vorschlagen/ sich widersetzet/ und verlanget emwevcr die Le» tzeneyen aus ihrer^aus- ApsrhEe zu adhibiren, oder doch keine andere zu verordnen, als welche der Annchmttch» Seit halber jenen herkommen. Da Nicht zu leugnen stehet/ daß das Vertrauen zu diesem oder jenem Mittel dessen KraffL ein nicht geringes Gewicht beylege/ auch dahers die Artzeneyen aus der Haus- Apothecke zuweilen ohne allen Effect nicht seyn mochtm; ebenfalls angenehme und dem Geschmack gefällige Medikamente mtt ° mehre- O)°( G 6 z mehrerem Willen, also auch mit mehreren Nutzen genommen werden, hierunter also dem Krancken, so viel thun- lich, zu willfahren sey. Iedennoch stehet auch dieses fest, daß in schweren Kranckheiten die Artzeney von guter korce seyn müsse, auf welche sich der Medicus verlassen könne, daß der Effect erfolge, Denn so wenig sich der Femd mit losen Pulver von den Wällen abhalten lässet, noch mir Marcrpan was rechtschaffenes m grossen Kranckherrm auszurichten, so viel weniger wollen so gelinde, so sichere, so ftme Sachen, als die Haus-Apothecke in sich fasset, und dero Götter sie beschreiben, zureichend seyn, was wichtiges in grossen Kranckheiten Zum Dienst des Medici und HüM des Krancken zu präftiren. Wolle man weiter gehen, und anführen, wie die Haus Äpothecken vielfältige Gelegenheit gäben, rechtschaffene Medicos durch die Hechel zu ziehen, als solche, die nicht, dann nur dem Geruch und Geschmack verdrießliche, dann nur ksstbahre, dem Apokhecker einträgliche 64 K) o( G <..'»E.-« liche Medikamente verordneten, die nur i aus Haß und Neid von denen Hauö- i Apothecken übel sprächen/da doch die - öffentliche Apothecken vieles bloß zur ! xompe und Ansehen, vieles was gar nicht nützte, in ihren Büchsen undKru- cken hegeten, derer man also wohl in einer Stadt, in einem Lande entbehren tönte; würde man ohne grosse ' Mühe und Weitläufftrgkeit darchun ! können, was vor Schaden es mit sich ^ führe, sich häuffig auf Anschaffung der l Haus-Apothecken zulegen, und jener j Schluß nicht vernünfftiger sey,als die- ! ser, so da alles Predigen einzustellen - verlangen, weil man überall Postitten - im Hause habe. i§. 5. > Aber, es ist nöthiger noch anzu- . Zeigen, wie der Schade der vielfältigen Haus-Apothecken auch hierinnen sich mercklich äussere, daß man solchergestalt ihm das Böhnhasen in der Medicin« und das Pfuschern angewöhne; das G)°( 6; Das ist, daß man nicht nur bey der geringsten Alteration im GebLüte ihm selber daraus ein Mittel suche, sondern sich freue, daß man auch andern, es ieyn Freunde, Nachbarm, und des- gleichen, daraus beyrathig seyn könne. Man siehet dahero, wann der Liebhaber und Besitzer einer Haus- Apokhecke höret, daß jemanden etwas fehle, er sein Buch hervor lange, in dem Register die Kranckhcit ausjuche, und wann er das Mittel, so dazu dienlich seyn soll, gefunden, solches dem Patienten sende, und mit güldenen Worten anpreise, was vor eine herrliche Ar- tzeneyessey. Wiederum geschiehet es, daß der Patiente, da er weiß, wie bey diesem und jenem eine Haus-Apothecke verbanden, dahin sendet, um ein gutes Mittel ansuchen lastet, und wenn er nur dieses bekommen, sich ruhig dabey zugiebt, und fernern Rath nicht verlanget: Daß also ein Blinder dem andern Den Weg zeige, und daß sie beyde in die Grude fallen, ist kein Wunder. Derjenige, so das Mittel dem andern über- E lässet, G) o( K SS lässet, glaubet und trauet seinem Buche, darinnen stehe es gedruckt, müfte also wahr seyn; ja weiß sich nicht genug zu freuen, wenn der Ausschlag mit seiner Hoffnung überein kommt, wird Dahero immer dreister und unvermerckt ein OuaFsalber, da er doch den Unterscheid dem ckew solte, welcher unter der Wir--' l nmö McdicamentS' und unter d- sth-stlg in dem Cörper nach dem l's-i. nch desselben. Doch dieses ist ibrn^. och zu begreiffen, und über fernenc-Äzsnt. So aber auch, welcher au^ der Haus Aporhccken ein Mitte! erhalten, darauf er sich wohl befindet, ist damit Zu frieden, ohne nachzusinnen, ob dre Natur ihn aus der Angst, oder jenes Mittel gerissen- Ergreiffet fernerhin solchen Weg zur Hülste, und lasset allen andern Rath anstehen. Ge-el es aber an benden Theilen nicht nach-Wunsch und Verlangest, bleibet doch der eme dabey, man habe aus Liebe gethan, solle auch diese der AffewLie- be gleich seyn, davon ihre Jungen sterben; der andere, man habe sicherm 6/ O) os G Rath umgesehn, und solchen angewandt. Noch eins Ware diesem schädlichen Wesen beyzufügen/ daß die ver- >^handene Haus- Aporhecken rechtschaffener Medicorum heilsamen Rath offte !^ stören und hindern; dieweil wahren- ^ der Cur/ aus dieser unter der Hand/ ^ Sachen nach Gutdüncken zugleich gebraucht werden/ also der Medicus nicht weiß, wie er daran ist/der Patience vermeinet nicht übel gethan zu haben, beyde dahero in Angst, und jener überdcm in Nachrede gerathen; aber es ist vielleicht schon mehr davon angeführet, i daß eine Haus- Apothecke mehr eine schädliche als nützliche meubie, als Gelahrte und Ungelahrte leiden mögen, oder dadurch sie sich weisen lassen wollen. - V, I " 1 2 - ** 5 T .O * - F . W