^ - 'S» AM-' 'd - '7 . - 7". ^' 7 . - ^ 7 -^ MWWiM »<» Ä' - .^i: c.--> Dastst: UZel/wclcße BapstW^ kanus der Dutte dtß Tkamens/ den Schwestern S. Clara Ordens fürgeschrtben vnnd geben. Sambt den General Satzungen/ so tm DalltsoletM iilschcn General Kamel / Anno 15- 95. für dieselben zufamben getragen/ vnd zuhalten anbefolchen worden. An/etzo auß Latein in Trutfch vberfetzt Durch 1^. ! L «. O d» V Ll V »l 8 ^ ^ 8 8 L L. der Reformierten Parfüefser 5. kk^circ i Ordens HieoloZum_> vnnd durch Ober Teutfchlandt / re. ^nno DC.XXI7 /s. Romanos, l In jegliche Seel sey Vndetthan der Obrigkeit. Dann es ist kein zewalt/ dann von Gott. Was aber vonGonherkom- met/daß ist ordentlich. Derhalben wer sich widerden gewalt fttzt/ derwiderstrebee Gottes ordnung. Die aber widerstreben/die verursachen ihnen selbst dieverdambnuß/rc. Soseyk nun auß noch Vnderchan/ vnd nicht allein vmbder straffwillen/sonder auch vmb deß gewissen willen. t^eI)rX05. iz. Eyt gchorsamb ewrern Fürstehern / vnd seyk ihnen Vnderchan: Dann sie wachen/ als die rechenschafft geben müssen für ewere Seelen / auffdaß fiedasmitfrewdenchuen/ vnd nicht mit seuffiren/denn daß ist nicht ewer nutz. Bittet für vns. 8. AuZu^mu8,serm0ne vnic0,deok)e6icntia Lcliumilicace. 9. Cn gehorsamb last vns vnfern Väktern laisten. Wer denAätternnichtgehorchet/ der gehorchet Gon nicht. Dann es sagt der HErr: wer euch veracht/der veracht mich. Deßwe- gen werdieApostlen veracht/der veracht Christum. Der dieVatterver- acht/der veracht Christum/ derindenVattemist^ Daßsagich/ daun in vns ist die höchste vnd die einige mgendt der Gehorsamb. Wann du tag vnd nacht fastest vnd daß Geben vollbringest. Wann du in sack vn asch en lizest/vnd wann du nichts anders chuest/ als allein/was in dem gesay befohlen ist/ vnd dich selbst geduncket/als seyest du weiß / bist aberdeinem Vaner nicht gehorsamb/so hastu alle mgendt v erlohren. 8.80naueMurL,cle interiori Nomine. : ' cap.r.p-1. Ieweil du dir selbst nit trawest/daß du vermeinest zuwts- sen/waS Go« will/hastu dich deswegen yeinemVorsteher vber- geben/daßerdichregierervndhastjhmdeineHandinderPro- fesswn geben/daß er dich in den weg deß HCrrn führe: dannenher gebüre dirhinfortan nicht nach deinem willen zuleben/sonder wo dein Führer dich heist hingehen/ vnd was er verbeut / must du meydm; dann wer ein kunst temenwill/dermllß seines Meisters Regeln halten/ vnd seyn eigne erfin- dungenfahren lassen. Also auch du / thue nichts oder rede nichts / wasdu vwneinst/daß dem Meister nicht haben will, Den Vorrede. ^ ^ v^LK W 7VV?^»< 7VV/«» v?«^?'/^» ^ - O ^V t«< ?c/^7 ^M» ZkUKUUUUUUUUU'K'UUZkUUZk Ln ^.. ssHrwürdtgen / würdtgcn/andächtlgm/vnd rn Gott Geist- lichen N. Mbtissin / priorm/ vnd allen andern Mütter: vnd Schwestern S.Klar^ Ordens/der prouintzen rn Oestmeich/Bosna/Crabaten/Z)un- gern/Beharmb vndTyrol/rc. Wünscht ^.i^iero- N^MU8 8traüer, drr 9iesornnrten parsuesser 8. kräncilci Ordens/ durch obbemelte prouintzen Oeneral (Iommillariu8 , §cc. den Ätist dtD 5)§rrn/vnd desselben heyligewür- ckung. /Z !drwürdig/ würdig / andächtig/ Geistliche Gesponsin Christi/vnd eyffrige Nachfolgerin der H. Iungfraw Clara. Man § pflegt im alten sprichwort Zusagen: vino ven- ^ , iüHenis kX^era opu§ non eK. Der gute Wein darff keines Zeigers / vnd außruft fens/dann scyn güte macht jhn bekandt vnd angenemb: daß ist so- uil gesagt: wasgutist/ daß lobtsich selber. Vnd hatdiß sprichwort bey allen frommen Catholischen Christen wol statt/aber bey denen so Keyereyen vnnd falschen lehren zugethan/findt es keinen platz. Dann ob schon viel ding in jhm selber guet vnd fürtrefflich § Y sepn/ Vorrede. seyn/so werden doch solche durch die Ketzer also verspott / verlacht/ vnd ihr gütigkeit / durch vnauffhörliches / betriegliches schreyen vnd schreiben/also verdunckelt/daß viel von ihnen verführet/ dieselben nicht für gut/sonder für böß halten. Was ist Gottseliger vnd Gott angenember/ als das Englisch leben der geistlichen-Ordens Personen i die in vollkommener ^ gehorsamb dem Nachfolgen / welcher/ ob er wol in Göttlicher gestallt war/nicht hat für ein raub geachtet Gott gleich zuseyn/ sonder sich selbst genidriget/vn ist gehorsamb worden biß in den Todt/ ja zu dem Lodkdeß Ereutzes: in freywilliger Armut / sich dem r. conmö. §. gleichförmig machen; welcher ob er wol Reich war / für vne arm geboren/arm gelebt/arm vn nackent am stammen deß H.Ereutzes gestorben ist: in stäter vnd ewiger Iungfräwlicher reinigkeit/dem begeren zugefallen/welcher solche vom Himmel mit jhm gebracht/ damit wir dieselbe auffErden an: vnd auffnembcn / mit Lehr vnd Exempel vns darzu vermahnet / vnd durch seinem Engel die 4>oc. ,4. belohnung solcher Nachfolger geoffenbahret. Nernblich/ daß sie ein newes liedk vor dem Thron Gottes singen / welches sonst nie- mandt singen kan/vnd dem Lamb nachfolgen/wo es hingehet/die- weit ße Iungfrawen seyn. Dennoch wirdt solcher heyliger vnd n« t/- /vo,» GottwolgefälligistepMenschen/javilmehrEnglenstandt/von den Ketzern glso verkleinert / veracht / vnd verschmächt/daß man Ko» ^0/0^ solchem/nicht allein den Ehestandt Mit fürzeucht/ sonder auch für verflucht vnd Gottloß haltet: dannenher derselbig in obgedachten /E i/e Königreich: vnd Landen/vor wenig jahren in so grosse Verachtung «vsl« ^o»^/?r- gerathen/vnd also sehr verfolgt worden/ daß nicht allein niemandt ros» ^/E^leichsamb in solchen sich begeben / sondern auch vil/ja der meiste theil der jenigen/welche denselben angenommen vnd darinn gelebt/ widerumb verlassen haben; vnd die Ketzer mit jhren verkleinert: Le»/ ce»r. /o. vnd Verfolgung der geistlichen-Ordensleut / haben die sach soweit "?-4. gebracht/daß es mit denselben fast nicht vielanders /als zurzeit H. Laülij zugangen / der sich solches beklagt vnd also spricht r 7». jam crimeu eK - yuod vetiemencer^unicur- Li^acer- nss Vorrede. NL 8 HUl 8 cra 6 icione 8 propcek-pecuni 38 ;NOOproprer Zlori re /pleociorem, oorrpro- prer aliuä 3 licjui 6 rerum cemporaliuo^: iec!proprer commu- nemckelLuruMiproprer^rrreciirLcempacernarn, proprer ta- r>3m 66 ern in acie 3 c cerramine Kamus. Oomusprecacionnrn clauseilinc, alraria eulru ipiricua- 1 i vacanr, nulli 3Mp1iu8 Lliri/Hanorum c 3 kcu 5 : nulla grn- pliu 8 OoÄorum pr^iiciencia: ceilgrunc Doürinre l 3 lubre 5 , cetl 3 runc p 3 neA/re 8 ,k^mnoc 1 ie no^iurnre non kgbenrur,ne- c^ue lupere^beaca 1II3 exulcacio, c^ua Domino ereciencium anunX, in ä^naxi öc conimunione ipiricuZlium ctiLriüna- rurn exkiiarencur. Das ist: Ein Sünd ist an jetzo/welche sehr gestrafft wirdk^ wann einer der H.Vätter Satzung fleißig halt. Wir werden nitange- fochten wegen Gelt / nicht fürtrefflicher Herrligkeit halber/ oder anderer zeitlicher fachen, sonder wegen vnsers Vätterlichen Erb/ deß reinen Glaubens halber/stehen wir vor an der Kriegsspitzen im streik. DieGotkshäuser seynd versperret / die Altär seyn deß geistlichen Gottsdienst entbldst / es seyn keine geistliche Versamblung mehr / die Kirchenlehrer haben keinen Lehrstuel noch Regiment mehr/es haben auffgehört die heylsambe lehren vnd predigen/auff- haben gehört die zusambcnkunfften/vnd werden die nächtlich lob- gesäng nicht mehr gehalten / es ist jene Gottselige frölichkeit nicht mehr verhanden / dardurch die Seelen der gläubigen im Hochwürdigen Sacrament deß Fronleichnambs Christi / in dertheil- werdung der Göttlichen gaben/erquickt seynd worden/souil der H.Lali1iu8. Diß alles Hat ewer H. -Orden in diesen Oesterreichischen Königreich : vnd Landen / layder vor wenig fahren erfahren: Dann schier mit allen ewren Clöstern/Hat sich dergleichen begeben. Will allein/daß zu Wenn geweste S.ClaraCloster/euch zu einem erbärmlichen Excrnpel für die Augen stellen / welches von Ru- § iy volph^"- Vorrede. /«>/. dolph dem dritten Erßherßogen zu Oesterreich / vnd seinem Ge- 6e^?-l/.e/eKoo. mahel Llanca deß Königs auß Franckreich Tochter angefangen/ xv) vüfolgends von Anna/Dridrichs deß dritten diß nahmens Röml- c^v sch^nKönigs/Lochterimsahr/izzS. Item von Catharina Al- ! berti deß conrraLien, diß nahmens deß andern Ertzherßogen zu Oesterreich Tochter (so beyde den Orden Clara angenommen) Anno) 580. gemehrt vnd mit einkommen besser versehen worden/vnd in einem also grossen anjehen gewest / daß man allein deren vom Adel Töchter darein genomben. Dieses ist vmb der Ketzereyen willen/ so vmb daß jahr /15 ? 0. in Oesterreich haben vberhandt genomben/ vnd am meisten seinen lauffgehabt/ also in abgang kommen vnd zu grundt gericht worden / daß eben in ge- melkem sahr/ Erßhertzog Ferdtnandus solches zu einem Burger- spittal äepucirc , vnd die jenigen wenig Schwestern so noch verbanden waren/zu S. Anna vnd in der Pilgramen herberg vber- setzt hat: so allda vmb gemelter vrsach willen / nit wider auffkonr- men/sonder alldort nacheinander abgestorbe seynd: nit viel anders ist es mit anderen ewren Clöstern in gedachtenKönigreichrvii Landen ergangen. Derhalben als die Durchleuchtigist vnnd aller Gottseligiste Fürstin vnnd Fraw/ Fraw Elisabeth inFranck- retch/rc. zu Hungern vnnd Behaimb Königin/Erßherßogin zu Oesterreich/rc. deß Großmächtigen Königs Caroli deß neundten Ln Franckreich rc. nachgelassne Wittib/auß Christlichem eyffer vnd sonderbarer andacht gegen derH.IungfrawClar^ /ewrem Clarisser Orden/in diesem Oesterreichischen Königreich: vndLan- den/wolt widerumb auffhelffen/war vonnöthen/ daß sie nicht allein von newem vnd von grundk auff/euch / auß eignem vnkosten (welchen sie ganß freygebig hergeschlossen) ein Closter bawete/ sonder auch zubesetzung desselben/ausser der Oesterreichischen Königreich: vnd Landen / auß einer ftembden Prouinß / vnd anderer 0räini5f3mi1iL,nemblich auß der Straßburgerischen Prouinß/ welche nicht wie mehrgemelter Oesterreichischen Königreich: vnd Länder/Prouintzen vnder die Cismontantsche / sonder als Franck- reich/ Vorrede. reich / Hispania vnndNiderlandk/ vnder die Vltramontanische Ordens tamilia gehörten/müst mit grosser vngelegenheik vnd vn- kosten/begeren vnd kommen lassen / auß welchem Closter hernach/ gleich auß eine wieSchuelgarten/zweigin andereGärten vberseßt werden/Schwestern genomben/vnd in andere gleichsamb verlohr- ne Clöster/dieselben zu Reformieren vnd ihnen wider auffzuhels- fen/seynd verordnet worden. Als Anno 1607. nach Preßburg in Hungern/Anno) 6) 0. nach Iudenburg in Steyrmarck/ vnd diß laussende jahr gen Znämb in Mähren. Dieweil nun aber obbemelte ewres Ordens/auß der Straß- burgerischen Prouintz/nach Oesterreich beruffte Schwestern/ die Vlkramonkanische LcamcavttdSatzungenmit sich gebracht/biß hero/nach denselben gelebk/andere auch nach denselben zuleben vn- derrichtet/vnd also solche weiß zulcben/andern Clöstern/ (in welche sie vbersetzk worden) beygebracht. Dieselben Statuten aber/vnd Satzungen nach den Decreten vnd ordnungen/ deß H. Lridenti- Nischen Loncilij äe retormacio^o KeZularium (denen ihr als gehorsambe Kinder der Christlichen Kirchen/vnd deß Apostolischen Stuels/vermüg ewrer Professon/gleichförmig zuleben verpflicht) in der Straßburgerischen Prouintz/noch nicht in allem damals corriZirc noch rekormirc gewest: vnd auch sonst sich nit ge- zimen will/ein andere weiß im leben von euch zu okier-uiren; Als ^ die euch/von den jenigen zuhalten fürgelegt wirdt/welchen jhr mit ^ gehorsamb vnderworffen. Hab lch nicht können noch sollen (meines tragenden Ambts halber) vmbgehen/ der Cismontanischen Ordens Lamilire Statuten vnd Saßungen/so euch bißhero zum theil vnbekandt/von mir in die Leutsche sprach/auffdaß trewlichi- ste vbersetzt/fürzutragen/welche nach den Decreten deß H. Lon- cilij ^riäencirü , de reformscione ^eZularium , geordnet/vnd auß befelch deß gantzen Ordens im General Capitl zu Valladolid in Hispania/Anno 159z. zusamben getragen; alsozusamben getragner/von dem Apostolischen Stuel approkirc, vnd letztlich allen Schwestern ewres Ordens der ersten vnd andern Regel/ auff Vorrede. auffdaß allerfleisstgist zuhalten/anbefohlen worden. Damit nun aber ein jede auß euch wisse vnd verstehe/was solche Statut: vnd Satzungen in sich begreiffen / vnnd auß solchen erkenne / was jhr hinfortan weniger oder mehrers zuthun oder zulassen sey. Befelch ich hiemik/daß jhr nicht allein in ewren Elöstern solche haben solt; sonder auch viermal im jahr / daß ist zu den vier-Quatember zetten/ vor den Schwestern in dem reteQorio öffentlich vnd gantz völlig wollet lesen lassen: vnd solches der Abbüssin vnd Priorin/ bey der straffder entsetzung von den Aembkern / wann auß hinläs- sigkeik vnd schuldt derselben solches vnderlassen wurde. Ich suche aber vnd beger/in solchen gewißlich nichts anders/ als daß (souil in mir ist) ich die Ehr Gottes/vnd ewrer aller Seelen heyl/schuldiger Pflicht nach/befürdern möchte. Nemmetdeßwegen diese meine gehabte mühe in gutem an/ vnd auff/wie ich dieselb mit gutem vngefalschtcn willen/ euch zum besten auch angewendt hab; vnd befleist euch mit demütigem Her- Hen vnd gehorsamben gemät/alles was hierinn begriffen reHeQi- uc gäntzlich zuhalten. Damit jhr den billlchen straffen entgehen/ vnd die belohnung deß H. gehorsambs/hie zeitlich vnd dort ewigklich erlangen mögek. Diß wünsche ich nicht allein/sonder hoffauch/wie embsiger vnd öffterjhr mit ^.Apostolischen vnnd -Ordens saßungen/durch meinenVätterlichen fleiß/auffalle wetß/ fromb vnd Gottselig zuleben/ auffgemundert werdet/daß desto scheinbarlicher/ in euch alle zierd/deß Clösterlichen lebens vnnd gleichheit der sitken / je lenger je mehr von tag zu tag grürien/vnnd durch diesen formb geistlich vnd hepligklich zuleben/allen andern weit vnd breit vorleuchken werdet. Also/daß sie durch ewerE/- empel heylsamb bewegt/in der warheit halten vnd vollziehen/was sie hepligklich vnd Gottselig verlobt: vnd alle ewres Ordens mik- genossen/wie einerley glaube deß genrüts/also auch einerley Gottseligkeit in wercken hinfort haben/vnd also auch letztlich aller schaden/ so durch betrug der Ketzer ewrem Heyligen Orden/in diesen Königreichen vnd Landen vor diesem zugefügt worden / nit allein durch Vorrede. durch ewren geistlichen vnd Heyligen Wandel wider erstattet/ sorp der zu noch grösserm wolstandt (als er jemals gewest ist) gebracht werde. In Vollbringung aber solches / wirdk sich ewer Hertzin dem HERRN erfrewen/vnd für die zunembung in allem gutem Gotkdanck sagende / in seinem Heyland ftolocken. Dann die herrligkeik deß HERRN/wirdk in ewren wercken außgebreitet/ lrsk». auch inn vnd durch euch erhöchk/gelobk/vnd glorificirt werden/welcher vber alle ding ein gebenedeyter/lobwnd glorwürdigrauchvber erhöchker Gott ist in ewigkeik. Lebet wol / meiner vnd meiner sorg/mühe vnd arbeik / auch meiner Vätterlichen lieb gegen euch/ in ewrem gebett bey Gott nie vergessene. Wienn.In ipia Lm- MLcuIacE Ooncepcionis L. I^l. iemper VirZinis ttiuicLce. i 6 r i. A Im r Regel der Schwestern ^ rb Lb rb Ä^ Lb Är m namen dcß^ss folgt die Regel / welche Bapft Vrban / der vterdte/dem heyltgen Orden S. Clären zuhalten gegeben. ^ )r Joannes von Gottes gnaden vndBarmhertzigkeit/ Cardinal S.Nicolas/ in demkercker Tully: Entbieten vnsem geliebten in Gott Töchtern; allen eingeschlossen Abbtissin vnd Schwestern S. Clären Ör- ^ - dens/daß heyl in Gott dem HERRN. Wir haben wargenomben daß nicht leicht möchte geschehen/daß jhr die Regel/so euch vormals von dem Heyligen in Gott Vatkern vnnd Herrn Vrbarro Römischen Bapst geben ist/ in allen Clöstern vnd Prouintzen ewres Ordens / vnder desselben Bapstes Bäpstlichen Bull/gehaben möchtet / so haben wir dieselbe Regel/ so an manchen enden von vnsers gebotts wegen/vnder der BäpstlichenBull/ Hangende an einer seiden schnür/ behalten wirdt/mit steiß heissen abschreiben/als hernach stehet/von wort zu wort/nichts geendert/ gemündert/noch gemehrt/außgenomben allein etlicher Rubricken/ als hernach vermerckt seyndt/ dieselben abgeschrifft wo! verhört/ mitbiMchen fleiß vnd sorgfälltigkeit/ vnd ^änylich corriZircnach dem Haubtbrieff/ haben wir gedacht/euch zusenden vnder vnsern Instgel/ auffdaß jhr dieselbe Regel nach diesem E/emplar für alle S. Aara. 5 alle vnd jedliche ewrer Clöstern abschreiben thuendt- derselben Regel inhalk dieser ist. Drbanus Bapst/ ein knecht der Diener Gottes/enk- beuttet den lieben Töchtern / allen eingeschlossen Abbtiffin vnnd Schwestern S. Clären -Ordens / daß heyl vnd Bäpstlichen fegen. Die selig Iungfraw S. Clara / klar / leichendt/tugendk vnnd nahmens halber / so die fürkommen ist / durch einsprcchen Göttlicher gnad/vnd gelehrt vnd vnderricht worden ist / durch die heylsambe lehr / vnnd löbliche ebenbildt/ deß Heyligen Beichtigers Christi S. Francissen / da hat sie weißlichen ausierwöhlt geistlich zu leben/vn ein seliges Ordenskleyd an sich zunemben/auffdaß sie sichrem behieltGottdem^)SRR^/ sohatsiegemiten diewerck vnd reichtumben dieser V?elt/ vnd ist geloffen mit einem außge- braitem herßen / den gestrengen weg der gebott Gottes / der alle die/die darauff wandlen laittet in daß ewig leben: derselben seligen Iungftawen S.Clären/ hak der wahr Felß Christus wollen seyn der erste Stein an dem gebaw ewres Ordens / da hat er gar sichtigklichen erzeigt an jhr/daß er ihm ein wolgefallen hak gehebt ^ an solchem gebaw / wann er hat sie auffgerichtet zu einem Li- ^ kelderheyligkeit/auffdaß sie leichtendt wird in der hochzeitligkeit/ die so klar leichtendt was in ihres lebens reinigkeit/vnd auch ewer Orden/der in ihrer Person ein anhaben genomben hat/ehrsamb vnd würdig bewährt wirdt/ von der Stifftung wegen desselben löblichen Ordens/vnd von Verdienstes wegen/der so offenbärlichen bewährten Person/die ihn gleichsamb etlicher Massen gestifft hak. Nun ist bisher geschehen/daß ihr in diesen Orden vnd auch die andern Schwestern/so diesen Orden gelobt haben / seyndt von alten her mit mancherley benennung etwanSchwestern/etwan Frawe/ etwan Closter Iungfrawen/vnd zu Zeiten auch die armen beschlossen S. Damians Orden geheissen worden. Also/daß euch auch vnder diesen vnd anderley nahmen mancher handt fteyung / Ablaß vnd Brieffvon dem Bäpstlichen Stuel seyndt verlihen worden/ vnd auch gleich so wol/von seliger gedächtnußBapstGregorio vn- A y serm 4 Regel der Schwestern serm vordem/dazumal BischoffzuHostia/ vnndewres Ordens Pfleger vnd Gubernirer/als auch von den andern Prälaten / viel mancherley Regel vnd weiß zu leben seyndt geben worden / vnder der beheltnuß sich etliche auß euch haben offenbarlich in gelübk der weiß verbunden: von deßwegen lieben Töchter/ seyndt wir de- mütigklichen gebetten vn geflchet worden/ daß wir gewehten denselben ewren -Orden zubegaben vnd zu zieren/mit einem stäken gewissen nahmen/ vnndeuchBarmherßigklich ledig sagten von den solchen mancherley behälknussen vnd gelübten / so darüber bescheren seyndt / vnd euch geben ein gewisse weiß oder Regel zu leben/ auffdaß viel scrupuley oder nagents der gewissen von euch genom- hen wurden. Also haben wir geachtet zimblich vnd billich seyn/ seyt derselb ewer Orden von der ehgenennken S. Clara als vor gemeltist / einen seligen anfang seiner stifftung empfangen hak/ vnd als wir festigklichen glauben/durch jhr verdienst vnd fürbitt bey Gott beschirmet/bey dem Menschen gelobt/vnd mit gunst ge/ mehret wirdt/ daß er auch mit ihrem nahmen geziert vnd genen- nek werden soll/auffdaß haben wir geurtheilt vnd bcschieden / mit Rath vnserer Brüder der Cardinäl einförmigklich / daß derselbe Orden S. Clären Orden / vnnd die jhu geloben/Schwester Clären Orden/sollen hinfür genennet vnd geheissen werden/dabey seßende/daß alle freyseßung/freyheit/fteyung/ gunst/gnad/Ablaß vnd Brieff/welche die seyndt / so euch oder ewren Orden von den Ehgesprochen Bapstlichen Stucl / vnder welcherley nahmen daß sey/seyndt verlihen worden/sollen jhr krafft vnd festigkeit behalten/ vnd jhr euch auch derselben allerdings gebrauchen mögt / als ob fle von anbegind vnder der benennung deß Titels desselben S. Clären nahmens weren verliehen worden / auff das aber / jhr wol vnd frölichen wohnen mögende bey einander / vnd nik gesehen wer- denk/als gctheilt in der weiß zu leben / von der vnderscheidk wegen der ehgesprochen Regel vnnd behcltnuß / sondereinmütigklich gewandten mögent in dem hauß Gottes/so haben wir angesehen alle die vorgesprochen Regel vnd weiß/ vnd besonderbar fleisstgklich war- S. Clara. 5 wargenomben dieser formb oder Regel/ die euch der ehgemelt vnser vorder / dazumal Bischoff zu Hostia geben hak. Also verleihen vnd auch bestätigen wir euch/vnd allen ewernnach- kommenden Schwestern / mit Rath vnserer Brüder der Cardi- näl/diese Regel vnd weiß zu leben / so hie verzeichnet ist / Lnjedli- chenClösternewres Ordens zu ewigen Zeiten zuhalten/ledig sa- gendt/auß vollem Bäpstlichen gewalt/alleSchwesternauß euch/ die diese Regel oder form/euch von vns verliehen vnnd bestätiget geloben vnd verheißen werden / von allen andern Reglen / weisen vnd gelübten / als vorgemelt ist. Dieselbe Regel ist die. te sichet an die Leget der Schwestern S. Clären Ordens. Das erste Kapitel. §le die da wöllen die vppigkcit der Welt verlassen/vndrwren Orden an sich nemben vnd halten: die müssen vnd sollen behalten dieses geseß der zucht vnd lebens/in gehorsamb/ohn eigenschafft / iy keuschheit/vnd auch vnderder beschliessung zuleben. Daß dleSchwestern ohn vnderlaß beschloss serttli dem Kloster sollen wohnen. Dasr.Capitel. Je Schwestern die dieses leben gelo- ben/seyndt allzeit kräffigklichen schuldig beschlossen zu bleiben/ indem begriff der mawrcn/so zu dcr jnnern beschliessung deßClosters gehört vnnd A iy beschi- 6 Regel der Schwestern beschiden ist/außgenonrben/ob vielleicht/da Gott vor sey/auffer- stundt/ein solche vnmrmitliche vnd gefehrliche noch / als fewrs/ brandt/ oder der feindt angreiffen/oder anders dergleichen / da in keinerley weiß Verzug noch statt wär/vrlaub zu haischen herauß zugehen/in solchen geschichken/mögenc die Schwestern ziehen in ein anders gefügsambs endt/da sie beschlossen bleiben / als weit es ge- bürlich gesemmag / also lang/biß sredeßClosters halb versehen oder versorgt werden/vnnd ohn solche offenbare noch- so wirdt ihn kein macht noch vrlaub verliehen/ fürbaß auß der vorgesprochen beschliessung zugehen/ ohn vielleicht/ob auß geheiß oder von ge- walts wegen deß Römischen Cardinals / dem gemeinigklich dieser Orden von dem Bäpstlichen Stuel besohle wirdt/etliche Schwestern geschickt wurden/an ein anders endtzupflantzen/ein versamb- lung oder zu bawen denselben Orden/ oder auch ein anders Closter desselben Ordens zu Reformiren/oder von suchen wegen zu Regieren ein Closter oder von straffwegen / oder sonst von etwa anders gar offenbahren vnd schweren schaden zuuermeiden/ oder ob von geheiß: vnd gewalts wegen/deß gemelten Cardinals der ganß Conuentdaß erste Closter verlieffen/vnd zugen von redlicher vrsach wegen in ein anders Closter. Auch mögen in einem redlichen Clo- ster etliche vnd doch wenig Layen Schwestern auffgenomben werden/ die man verbinden soll/ zu der beheltt.uß dieser Regel oder Profeß. H « Außgenomben den Articl von der beschliessung/wann sie mö- * gen zu zetten von befelchnuß wegen / oder mit vrlaub der Abbtissm «herauß gehen zuuersorgen die geschäfft deß Closters. Die sterbenden beede Lay: vnnd Chorschwestern/ sollen inwendlgs Clo- sters/alS gebürlich ist/ begraben werden. Von dm Schwestern auffzunemben/ vnd von ihrer Profess. Da- S. Asara. ? Das drittCapitel. Lle Weibs nahmen/so sie begerm/ diesen -Orden an sichzunemben/ vnd die man zulassen will/ den sollen von ersten/ehe dann sie wandten daß weltlich kleydt/ vnd daß geistlich an sich nemben/fürgehalten werden / die härtigkeit vnd gestrenigkeit oder scharpffe deß Ordens/dadurch man gehet zu Gott/vnd die sie nach eigenschafft dieses Ordens müssen festigklichen halten/auff daß sie sich hinnach nie entschuldigen durch vnwiffenheit / man soll auch kein Person em- pfahen/die vor alker/oder vor kranckheit/oder vor Lhörechterein- faltigkeit/ dieses leben zuhalten vngnugsamb oder vntauglich geachtet sey. Es were dann/daß mit einer solchen Person/etwan von gar redlicher sach wegen/ auß gebott vn gewalt deß vorgemelte Cardinals/dispensirt/oder gnad gethan wurdt. Wan durch solche Person würdt offt zerfellk/vnd betrübt der jratt vnd krafft deßOr- dens; Darumb soll solche vrsach in Personen auffzunemben / mit fieiß vnd sicherheit vermitten werden. Die Abbkiffin soll kein Person auß eignen gewalt auffnemben/ ohn gunst aller Schwestern/oder zum meisten zweyer theil ihr aller. Alle Person die in das Elosterempfangen werden/als sittist/die sollenalsbaldabgeschnitten jhr haar / hinlegen jhr weltliches kleydt / so soll man ihn geben ein Meisterin / die sie vnderricht deß Ordens zucht/vnd sollen innerhalb deß jahrs zill/in kein weg in Capitls Rath oder Handel genomben werden/ so aber deß jahrs zill vollbracht ist / vnnd seynd sie alt gnug/so sollen sie Profeß thun in die händt der Abbtis- sinvor demConuent/ mit solchen Worten. Ich Schwester N. gelob vnnd verheiß Gott/ vnd der seligsten ewigen Iungfrawen Marie / dem seligen S. Francisco / der seligen S. Clären / vnd allen Heyligen / zuleben vnder der Regel/ die vnserm Orden geben ist/von Eapst Vrbano demvierdten/alle zeit meines lebens/in Gehorsamb/ohn eigenschafft vnd in keusch- heit / vnd auch vnder der beschliessung / als in derselben Regel ge- s Regel der Schwestern ' ordnet ist: begleichen soll dieselbe weiß Profeß zukhun/allerding 'gehalten werden mit den tayen Schwestern / diemitvrlaubmö- ' gen herauß gehen / außgenomben den Arkicul der beschliessung. Voll dem Klcydt dcr Schwcstcm. Das4.§apitel. Lle Schwestern gememigklichen/ sol- lenzu gesetzter zeit jhr löckh abschneiden oder abscheren/zu rings vmb biß auff die -Ohren/ ein redliche Schwester zu dem Olicio oder rupffens kleydt / ob sie daß tragen will: sie mag auch haben zween Röck/oder auch mehr/nach gutem geduncken der Abbtissjn/ vnd ein Mantel/von dem Halßab/zu beyden seyten zusambenge- hefft oder genähek/ vnnd diese gewandt sollen sein von geistlichen vnd leichten/oder nach gültigem Luech/ kost oder gelte / vnd auch färb halben/nach gewonheit der gegent oder Landt/nicht mercklich zu lang noch kurtz / also/daß die gebürlich ersambkeik dle Füß zude- ckengehalten werdt/ vnnd dievberflüssigkeit oder höfflichenleng gänßtich vermitten.Der eusser oder oberer Rockh/soll beyde an den ermelen vnd müeder einer gebürlichen weit vnd breit seyn/ auff dz die ehrsambkeit deß eussern kleyds zeugnuß geb der jnnern. Auch sollen sie haben Schappern ohn kugel. oder kappen / von leichten vnd geistlichen Luech/ oder von rupffenLuech/ einer zimblichen -reit vnd lenge/nach dem als die gestallt vnnd maß einer redlichen Schwester heischet/oder vorderf/die sollen sie anthun/wann sie arbeiten oder etwas anders thun / daß sie die Mäntel nicht getragen möchten/ sie mögen auch ohn die Schappern sein zu etlichen Zeiten/ wann es die Abbtiffin geduncket zuthun seyn / als vielleicht vor grosser httz/oder sonst von etwas sach wegen / da ihnen die Schappern schwer were zukragen- jedoch vor fremhden oder außwendigen Leuten/ . G. §lam. 9 Leuten/sollen sie solche Schappern vnd Mäntel gebrauchen vnnd anhaben. DieöbernRöckh/ Schappern vnd Mäntel sollen sie. gar nit tragen / von gantz weisser oder gantz schwarßer färb; wann die Schwestern Profeß haben gethan/so sollen sie haben ein saylel für ein gürkel/ ohn alle höffltchkeit/sie sollen jr haubkgleichförmig-- klich vnd ehrsamblich bedecken/mit Hauben oder schlayr/von gemeinem gantz wejssen Luech/doch nicht köstlich: noch höfflichen/ also/ daß ihnen jhr Stirn/jhr wang/jhr halß vnd jhr khel damit bedeckt seynd/als jhrererbarkeit vnd geistlichkeikwol gebürt / vnnd sollen sonst nicht gekühren erscheinen/ noch gesehen werden vor eusserli- chen Leuten; sie sollen auch haben ein schwartzen Wähel / nicht zu köstlich noch zu höfflich/außgebreittet vber jhr haubt/so breit vnnd so lang/daß er zu beden seyten gehe / biß auffdie Achßlen / vnd da- hinden ein wenig vber daß haubtloch deß Rocks: Aber die Noui- tzinSchwestern/sollen in allerderselbengestallt vnd Massen kragen/ ein weissen Watzels vnd die Layschwestern sollen kragen vber jhr haubtcinweissesLuech/nicht köstlich noch höfflich/in maß einer Wäheln/also lang vnd weit/daß sie jr achßlen vnd brust damit ge- deckcn mögen/vorauß wann sie herauß gehen. Wie die Schwestern ltgen sollen. Das s.Capitel. Lle Schwestern die gesunde seyndt/ bede die Abbtiffin vnd auch die andern/sollen li- gen auff einem gemeinem schlaffhauß / gegürk vnd gekleydet/vnd ein jedliche soll haben jhr peth für sich selber/abgescheiden von einander; doch soll das peth der Abbtissin / in ein solche stak deß schlaffhauß gesetzt seyn/daß sie ohn hindernuß/wo es gesein mag/alle peth derSchwe- stern gesehen mdg. Von dem tag der Vrstendt vnsers HERRN-/ biß auff daß Fest der gebürt vnser lieben Frawen / so sollen die B Schwe- io Regel der Schwestern Schwestern schlaffm welche wöllen/ vondemImbis? an biß zu der Non ; vnd welche nicht schlaffen wöllen / die sollen sich dieweil vben im gebett/ inbetrachtung/ oder in andern guten stillen wer- cken: ein jedliche Schwester mag haben ein sack von sprewen oder von hew/vnd ein haubtküß von sprewen / von wull oder auch von federn/nach dem als die Abbtissin gedunckt zuthun seyn: sie sollen haben wullen decklachen / oder/ ob sie die wullen bequemblich nicht haben mdchken/so mögen sie haben geistliche goltern: man soll bey der nacht allweg haben ein auffgezinte Ampel/mitten auff dem schlaffhauß. Me die Schwestern daß Göttlich Ambt begehen sollen. Das 6. Capitel. On dem Göttlichen Ambt / dem §)Enn bede bey tag vnd bey nacht zubezahlen,' soll man es also halten : daß die Schwestern die lesen vnnd singen können/daß Göttlich Ambt sollen mit dapf- ferkeik vnd Mäßigkeit begehen/nach gewonheit der MündernBrü- der: aber die vngelehrten sollen sprechen / 24. Vatter vnser / für dieMetten: fünfffür die Laubes: für Prim/Lerß/Sextvnnd Non/für jedliche diese Tagzeit siben Vatter vnser; für die Vesper -wölff: vndfürdieCompletsiben. Diese maß sollen sie auch allerding halten/ in vnser Frawen Ambt. Sie sollen auch für die Lobten sprechen/an der Vesper stak sibcn Vatter vnser/mit dem Ide^uiem Xrern3m,Scc. vn für die Metten/das ist/für die Vigil zwölff/vnd das zu den Zeiten / so die Chor Schwestern thun daß Ambt für die Lobten: welche aber auß redlicher vrflch/ etwan nie möchten lesendt sprechen jhr Tagzeik/den soll zimblich seyn/darfür zusprechen/Vatter vnjer/als die Lapschwestem. Von S. Klara. ir Von wem die Schwestern sollen empsam gen dreShrrstlichm Sacmmknten. Das /.Capikel. Ann die Schwestern hetten einen eig^ nen Caplan Meß zuhalten/vnd den andern Gotts- dienst zubegehen/der sosi geistlich seyn/kleydes vnnd lebens halben/vnd eines guten Laymandts/nicht Jung/sonder eines dapffern vnd gefügsamben Alters / wo sie aber keinen eignen Caplan nit hetttn / da mögen die Schwestern Meß hören/von einem jedlichen Priester/der eines guten Laymandts vn erbarn Wandels ist: aber Bueß/vnd die andern Christlichen Sa- crament/jollen sie von diesen Priestern empfahen/die da macht haben auß befelch oder gemalt deß Cardinals / dem dieser Orden ge- Meinigklich befohlen ist/ihnen solche Sacrament zuraichenauß- genomben / ob jhr etliche kämen in ein bezwunge noch. Mann etltcheSchwestern/mit dem Priester zurede haben von der Beicht/ so soll sie einig vnd allein jhr Beicht thun dem Priester / durch daß redfenfter/vnd durch dasselbe fenster soll sie mit jhm reden/ von jol- chen dingen so zu der Beicht gehört. Die Regel Beicht/sollen sie zum münsteneinest thun / in jedlichen Monat/vnd aljoauch vor gebeichtet empfahen/das heyligSacrament deß Fronleichnambs vnsers HErrn/auffdie nachgeschrihen Hochzeit: als zu Weihnach- ten der gebürt vnsers HErrn/zu Lrechtmeffen vnser liebe Frawen/ im anfang der viertzig tägliche Lasten vorOstern/auffde Ostertag der Vrstendk Christi / zu Pfingsten / auff den H. Peter vnnd Pauls tag/auff S. Clara tag/auff S. Kranciscen tag / vnd auff Aller Heyljgen tag» Ob aber eine der Schwestern/ mit so grosser leibs kranckheit beladen oder begriffen were / daß sie nicht möchte gebürlich zu dem rcdfenster kommen/vnd doch noch hett zu beichten/oder den Dronleichnamb Christi oder andere Sacrament zu- empfahen/so soll der Priester der solche Sacrament zuraichen hat/ B y ein. ir Regel der Schwestern 'eingehen / vnd in demCloster angethan in ein Alben/Stoll/vnd handtfahn/mit zweyen gefügsamben vnd geistlichen gesellen / oder zum münsten mit eine / die auch gekleyd sein in Alben/ oder doch in Chorröcken/vn so er dieBeicht gehört hat/oö sonst ein andersSa- crament gereicht hak/so sollen sie also wider außgehen angelegk/wie sie eingangen seynd/vnd sollen nicht lenger Verzug thun dazubleiben/sie sollenauch sich Hütten / als lang sie in dem Closter seyndk/ daß sie sich in keinem weg von einander nicht scheyden/ weitter/ dann sie allwegen mögen fteylichen einander gesehen: in solcher weiß sollen sie sich auch halten/ bey den sterbenden Schwestern / so sie die Seel vnserm HERRN befelchen/ aber zu der begräbnuß/ bey dem grab zuthun/ soll der Priester nicht in das Closter gehen/ sonder er soll seinAmbt vollbringen / ausserhalb in der Capellen/ was darzu gehört/jedoch/ob dteAbbtissin vnd denConuent be- dunckt/ daß der Priester solk eingehen zu der begräbnuß / so soll er eingehen mit gesellen / vnd angelegt in maß / als oben gemelk ist/ vnd so die Lodte Schwester begraben ist/ ohn auffzug widerumb außgehen: obaber noththet/ vnd die Abbttssm vndConuentgedeucht zuthun seyn/von schwachheit wegen der Schwestern / daß etliche eingiengen/ das grab zugraben oder auffzugewinnen / oder ' auch nach der begräbnuß/wider außzufüllen vnd zubedecken/so soll zimblich seyn dem Priester/oder jemandes andern erbarn vnd gefügen/darzu eingehen mit einem oder zweyen gesellen. stern. DasS.Capitel. B etliche jüngere Schwestern weren/ oder auch die andern grösser oder älter die gelernig seyndt / so soll sie die Abbtissin heissen lernen / ob sie gedunckt zuthun seyn/gebeudt ihn ein gefügt vn bescheidne S. Alam. scheidne Lehrmeisterin / durch die ste gleich so wol in gesang/als sonst in demGöttlichenAmbt gelehrt/oder vnderricht werden- aber die Schwestern vnd Layschwestern/sollen sich oben zu gesetzter zeit vnd stat/wie geordnet wirdt/in erbarn vnd nutzbar» arbeiten / mit solcher fürsichtigkeit/ daß also außgeschlossen sey müssigkeit ein feindt der Seel / daß doch der Geist deß Heyligen gebetts vnd an- dacht nicht außgelöschk werd/dem alle zeitliche ding dienen sollen/ dieweil auch dieser menig der Schwestern/so vnder der beheltnuß dieses -Ordens versamblet seyndt/alle ding sollen gemein seyn / vnd keine nicht gezimbt zusprechen / daß etwas ihr sey / so soll fleiffgkli- chen gehütt werden/daß nicht von solcher arbeit wegen/oder lohns darfür zuempfahen/einigerley gesuch der girigkeit/ eigenschafft/ oder auch mercklicher sonderlichkeit einen einbruch gewinn. Von dem schwelgen der Schwestern. Das <). Capitel. Aß Mcodcrcwig schweige!,/ soll also stäk von allen Schwestern gehalten werden / daß Ihnen auch nicht zimblich sey/weder zueinander/ noch zu jemandes andern ohn vrlaub Zureden/ außgenomben diese Schwestern/den solche Meisterschafft oder werck besohle were/die mit schweigen nicht möchk wo! qebürlich verricht werden/ denselben Schwestern soll zimblich sein mit einander Zureden/ was zu demselben Ambtoder werck gehört/ wo / wann / vndwiedieAbbtissinge- dunckk zuthun seyn: doch die blöden vnd krancken Schwestern/ vnnd die ihnen dienen / die mögen von ergötzlichkeit wegen / vnnd diensthalben in dem Siechhaus gcrederr. Auff die Fest die Duplex seynt/vndauffdie Hochzeit d zwölffbotken/ vnd auchauffet- Uche andere Läg/ so die AbbtWn gedunckt zuthunseyn, doch an einer gewissen stak/die darzu beschiden sey/ypn Non zeit biß zuVe- B iij sper/ l4 Regel der Schwestern sper/oder zu einer andern bequemben zeit / so mögen die Schwestern reden /von vnserm HERRN JEfu Christo/vnd von der gegenwertigen Hochzeit / vnd von den milden vnd guten Exempet der heyligen/vnd sonst von zimblichen vnd ehrsambcn dingen.Aber von Complet zeik/biß zur Lertz zeit / sei! die Abbtissin kein vrlaub verleihen zuredenz außgenomben die dienst Schwestern ausserhalb deß Closters / also auch zu andern zetten vnd stäten/ soll die Abbtissm ein fieisslgs auffmercken haben / von was suchen wegen/ wo/wann/vnd wie sieden Schwestern erlaubt/zureden/also/daß in keinem weg nicht lab werd/die Clösterlich beheltnuß deß schweigens/die nicht mittelmässigklich steth an dem schweigen/daß da ist stn zierd der Gerechtigkeit. Von der weiß Zureden. Oas-o.Capitel. Lle Schwestern sollen sich stetsten Zuge- brauchen / geistlicher vnd auch ehrsamber Zeichen/ wann ein eusserliche/ welcherley Person geistlich oder weltlich / oder welcherley standts oder Würdigkeit sie sey/begert mit einer Schwester zureden / daß soll vor der Abbtissin verkündiget werden: gibt danndte Abbtissm vrlaub/so soll dieselb Schwester gehen zu dem redfenster/also/daß sie allweg bey jhr Hab zum münstenandere zwo Schwestern/die/die Abbtissin daß Heist/ die da sehen die redende Schwestern/ vnd Hörentalle ding was da geredt wirdt. Aber sie sollen sich nit vermessen in keinerley weiß/ mit jemandts zureden an dem Gätter / nur in gegenwürdigkeit zu münsten zweyerSchwestern/sonderlichen von der Abbtissin darzu beschiden; doch sollen sich Hütten die Schwestern/die mit jemandts zureden haben/daß sie sich nie außgüffen in eitelichen vnnüyen worten/noch im reden verziehen lange weil, daß soll auch festigklichen behalten werden/von allen Schwestern/wann ein sieche Schwester G. §lara. 15 ster etwas mit demPriester Zureden hat/jnnerhalb deß Closters/so soll sie nicht reden zummünsten/ohn zwo Schwestern / nicht ferr sißendt/ die daß Beichtkindt vnd Beichtvatter gesehen mögen/vnd auch von jhne möge gesehen werden/dieses gesetz Zureden/ soll auch die Abbtissm fleissigklichen halten/auff daß alle vrsach nachredens allen Schwestern allerdings genomben werd/außgenomben/daß die mit ihren Schwestern zu gebürlicher zeit vnd stat reden mag/ wie sie nach Gott gedunckt nutz vnd gut seyn. Von dem fasten vnd abbrcchen der Schwestern. Das ii- kapitel. Llc Worschwcstern vnnd Layfchwe-- stern / abgeschlossen die krancken/ sollen ein täg- lichsstattes fasten behalten / von vnser Frawen gebürt an/biß auff den Ostertag/ außgenomben die Sontäg / vnd den Weihnacht tag der geburk vnsers HERRN: aber von Ostern an/ biß auffvnser Frawen ge- burk/sollen sie pflichtig seyn zusasten den Freytag/ auch zu allen zetten/sollen fle sich enthalten von fleisch zu essen/außgenomben dre siechen/alle dieweil sie kranck seyndt/doch mit den blöden Schwestern/mag die Abbtissin ein nachlassung thun ^nach dem als sie ge- dunckt nutz seyn ihrer blödigkeit / aber Ayer/Käß vnd Milchspeiß mögen sie zimblich gebrauchen/ außgenomben in dem Aduent/biß auff den Weihnachtagder gebürt Christi/ vnd von dem Sontag der Herren Faßnacht/biß auff denOstertag/vnd auch an die Krey- tag vnd andere Fastäg/die in der Christenheit gemcinigklich auff- gesetzt seyndt/doch mag die Abbtiffin/mit den Layenschwestern in den vorgesprochnen Fasten / barmhertzigklichen dlspensiren oder nachlasien/außgenomben im Aduent vnnd an den Freytägen / sie mag auch nachlassung thun/ in den obgemelte Fasten/mit den jun- 16 Regel der Schwestern gen Schwestern: mit den blöden/ vnd auch mit den alten / wie sie gedunckt nutz sein/jhrer schwäche vnnd blödigkeiiauch die gesundem Schwestern seyndt nicht gebunden zufasten in der Aderlaß/ die in drey tagen sich enden soll; doch ausser der viertzig täglichen Fasten vor -Ostern / Freytag / Aduent/ vnnd Fasttägen/ die gemeinigklichen von der Christenheit seyndt auffgesetzt. Die Abb- tissin soll sichhütken/daß sie nicht vber viermal im jahr/laß gemeine läß geschehen/es wäre dann/daß ein gewisse noth etwan mehr heischen wurdt^ ihnen sollauch nicht gelassen werden/von eussern Per- sonen/vorauß von Mannsbilden / wo es füglich mag gemitten werden. Von dm krancken Schwestern. Das ir.Capitel. An soll der krancken Schwestern halb/ den grösten fleiß vnnd sorg haben / vnd nach dem als möglich vn zimblich mag seyn/soll jn allerdings/ auß inhitziger lieb sänfftigklichen vnnd sorgfeltigklichett gedient werden/gleich so wol in speiß / die da heischet / ihr kranck- heit/als auch in andern notturfftigkeiten: dieselben krancken / wo es immer gesein mag/sollen haben ein sonderliche wohnung/ da sie -leibengescheiden von den andern / auff daß sie die ordnung vnnd ruhe der gesundten Schwestern nicht engen oder betrieben. Dm dem ober» Thor deß Closterö/ vnd sm nerhuet. Dasix.Capikel. WDW N einem sedlichm Kloster/soll man nicht vnd außzu- wann es noch ist/ nach dem geseß ein: vnnd ^ auß- S. Slam. außzugehen/als in dieser form oder Regelgeseßt ist. In dersel- ben Thür soll kein thürlein seyn noch fenster/ vnnd soll auch diese ^ ^ Thür als viel es zimblich mag geseyn/auffdaß meist als man kan/ märt / da- in die höchgemacht werden/also/daß man an einer steiglaitter von ^ Schwe- aussen darzu steigen muß / dieselb laitker soll auff der Schwestern scin"verb»ndL theil/mik einer eisen ketten fleissigklichen gehefft seyn/vnd auffgeha-AuI? / auch ben oder auffgehenckkwerden/ nach der Complet nimmer dauon/^crdÄ / biß deß andern tags darnach/ zur Prim zeit/vnd auch zu der zeit so -mporten wre nran schläfft vnd visitiert im tag/es were dann/ daß zu etlichen zei- mekt'/" n'?er ten/ein scheinbarliche noch / oder offenbahrer nuß anders heischet j-öch mircmer zuthun. Zu der huek derselben Thür / soll eine auß den Schwe- ausszug stre- stern beschiden werden / dieGottsförchtigsey/ dapffer insitken/^^^' fleissig vnd klug/oder bescheiden/vnd auch eines zimblichen Alters/ die der Schlüssel einen zu derselben Thür soll fleisstgklichen behal- ten/ auff daß nimmer mehr die Thür mög geöffnet werden/ ohn jhr/oder ihrer gesellin kundtschafft oder wissen / aber den andern Schlüssel der vngleich soll seyn zu diesem / den soll bewahren dieAbbtissn/ auch soll seyn ein andere Schwester/eben auch ge- schickt als die/die ihr zu einer gesellin geben werd/ die sie in allen dingen vertrett/ob sie zu Zeiten von einigerley redlicher sach/oder nöthiger vbung wegen/gehindert oder gehalte wurdtrsie sollen auff daß allerfletssigist Hütten vnnd versorgen / daß dieselb Thür nimmermehr bleib offen stehen/ als viel es am aller münsten zimblichen sein mag. Nun soll dieselb T hür mit eysen schloß vnnd rigel wol verwahrt seyn/vnd nimmer ohn huet gelassen seyn offen oder vnbeschlossen/noch auch einen Augenblick nimmer/dann mit einem Schlüssel bey tags/ vnd mit zweyen bey nachts festigklichen beschlossen seyn: diese Thür soll auch nicht einem redlichen anklopf- senden zu handk geöffnet werden / man Hab dann vnzweiffelhaff- tigklich erkandt/daß er ein solcher sey/ daß jhm ohn allen zweiffel soll auffgethan werden/nach Lnhalt deß gebotts / so von dem eingehenden Personen m dieser Regel begriffen ist. Auch zimbt nicht jemandl dasselb Zureden / nur allein derThorwartterin/vonsol- C eben iS Regel der Schwestern chm dingen die ihr Ambe antreffen; ob aber etwan einigerley werck innerhalb dem Closter zu thun were / daß zuuerrichkm mästen eingehen etliche weltliche/oder welcherley das sey ander Per- sonen/so soll die Abbtissin fleissrgklichen voxsehen/daß zu demselben mahl/somandiearbeitthut/ etwan ein andere gefüge Person zu Hütten deß Thors gesetzt werde/die also den Leuten zu derarbeik auffschließ/daß sie sonst niemandt anderst gantz vnd gar nicht ein- laß: wann auch die Schwestern selber sollen dazumal vnnd allwegen/als viel sie redlichen mögen / sich auffdaß fleissigist Hütten/ daß sie nit gesehen werden / von weltlichen oder eussern Personen. Von der Winden vnd ihrer huet. Das )4.Capitel. Ber daß/stytemal wir nicht wöllen/die vorgesprochen Thür geöffnet zu werden/von andern ding wegen/nur allein/die man durch die Winden/ _ oder anders wo nicht wol gebürlich verrichten mag: So gebiete wir / daß man in allen Clöstern machen soll einWinde durch die eusser mawr der jnnern beschkessung/ an einer bequem- -en offenbahren stat/ deß eussern kheils halb der mawr/die allerdings offen sey. Die Winden soll starck seyn / einer gebürlichen weit vnd höch/also/daß durch siekein Person ein: noch außkom- men maq/dadurch man doch die notkürfftigen ding jnnen vnd aussen empfahen vnd bieten magwnd soll also geschickt seyn/daß durch sie niemandt / weder innerhalb noch ausserhalb mög gesehen wer- den/vnd auff beden seyten soll gemacht sein/ein starckesLhürlein/ daß bey der Nacht/vnd auch im Sommer / zu der zeit deß mitkag- schlaffs/soü mit eysen schlossen vnd schlüßlen zugethan vn beschlossen bleiben. Derselben Winden zuhüten zu warten/vnd außzu- richten dardurch was noch ist/soll die Abbtissin setzen ein bescheidne sichere vnd gestandne Schwester/sitten vnd alters halber/ die auch deß S. §lara. 19 deß Closters ehr lieb hab/derselben/oder in jrem abwesen/jhrer zugebne gesellin/soll allein zimblichseyn/ redkvndantwort zugeben vber solche ding/die ihr Ambt antreffen: daselben auch / soll keiner Schwester zimblich sein zurede / nur ob daß redfenster bekümmert were / oder etwan sonst von redlicher vnnd nöttiger vrsach wegen/ doch allwegen mit vrlaub der Abbtissin^ daß doch selten geschehen soll/nach weiß vnd maß zureden/als oben gesetzt ist. Von dem vndem Thor deß Clost.rs. Dasis.Capitel. On solcher notturfft wegen/die etwan zufallen / die durch die obengesprochne Lhüroder Winden/nicht wol gebürlich mögen verricht werden / so lassen wirs geschehen/ daß noch ein anders Lhor mög gemacht werden in dem Closter / an einer bequcmben stat/ dardurch em: vnd außgelassen werde/was wirdt nottürfftigseyn; Alexander Pa- dasselbig Lhor soll siettigklichen mit eyßnen schlüßlen/schlossenp^^o'^f vnd riglen verwahrt seyn / vnnd von aussen zugemawret mit emer Aschwern mawer/also/ daß es in keinen weg / mög geöffnet werden/oder et- niemals sey„ liche Person da gereden; jedoch zu der zeit der gesprochen not-A^L' turfft/so mag mandiemawerauffbrechen/vnd daß Lhor öffnen rüMig nicht vnd dannoch zu denselben mahl/soll es nicht offen gelassen werden/ werden, auff daß münst so man immer mag/vnd doch vnder einer getrewen ermawren^ huet; vnnd wann dieselben notturfft verricht seyndt/ so soll das "lassen. Lhor nach der vorgesprochnen weiß mit schlüßlcn / schlossen vnnd ^ riglen bewahrt/von aussen wider zugemawret werden. Von dem Redfenster. ?)as)S.Capikel. b ü Ein / ro Regcl der Schwestern In gemeines Redfcnster soll gefügt oder geschickt werden/in der Kirch oder viel billtcher sonst imCloster / woesgefüglicher vnnd ehrlicher gesei»r mag/auff daß/ ob es in der Capellen were / daß die ruhe der Schwestern/die da betten wollen / nicht gehindert werd/ aber dasselbe redfenster soll sein einer bequemben größ/gemachk von einem eysen plöch/subtilich durchlöchert/vnd also bereitet mit star- cken näglen/daßes nimmer mög geöffnet werden/ auch soll dasselb plöch mit eysen näglen hindan in die leng gestreckt / von aussen starck bewahrt seyn/ vnnd von innen mit einem schwarßen leinen Tuech also vberspannet/daß weder die Schwestern jemandes ausserhalb gesehen mögen/ noch jnnerhalbvon jemandkmögen gesehen werden: auch an denselbem redfenster/soll nikzimblichsein einer Schwestern zureden/von der Complet an (die man zu gebür- licher zeit sprechen soll) biß nach Prim zeit deß nechsten tags darnach/oder zu Tisch zeit oder schlaffens zeit im Sommer / oder wann man daß Göttlich Ambt thut im Chor/ es were dann einer solchen grossen/redlichen vnd nöttigen sach halb/die nicht wol ge- bürlichen möcht verzogen werde.Mann aber die Schwestern eine oder mehr zu den erlaubten Zeiten / daselb zureden haben/so sollen Ke sich kürzlich verrichten/als zimblich ist/redendt mit messigkeit vnd dapfferkeitr wo aber von der menig wegen der Schwestern gedeucht noch seyn/da mag man noch ein anders redfenster machen/ diesem gleich. Von dem Gättcr vnd seiner huct. Das)7-Capitel. Zrwölleu auch daßindiemawr/ die da scheidt dieSchwestern vn Capellen/das ist/zwischen Chor vnd Kirchen / ein eysens Gätter gesetzt werd/ daß da auß viel dicken vnnd in einander gegätterken * eysenen S. Klara. ri eysenen stanqen mit fleiß vnd starck geschmidet sey/ auch starck von aussen bewahrt miteysenen näglen in die lenghindan gestreckt/oder aber von einem eysenen plöch/ mit kleinen vn engen löchlein durch- löcherk/mit außgestreckten eysenen näglen / als gesagt ist/da soll sein in der mitt ein Thürlein von einem eysenen plöch / dardurch mög gebotten werden der Kelch / vnd die handk deß Priesters/zu- geben daß Sacrament deß Fronleichnambs vnsers HERRN/ zu der zeit der Communicierung: dasselb Lhürlein soll allwegen mit einem eysen schloß vnd schlüffel beschlossen seyn/vnd soll nit geöffnet werden / nur wann es beschehe / daß man den Schwestern das Gottswort fürlegen soll/oder reichen das Sacrament deß Fron- leichnambs Christi/oder wann jemandts begeretzu/ehen eine auß den Schwestern / die sein nahet geborne freundin were/oder wann es sonst haischet ein andere notturfftige jach/daß doch selten geschehen soll/vnd allweg mit vrlaub derAbbkijfin/die doch in keinem Zufall nicht vrlaub geben soll/sie Hab dann vber ein redliches mahl vor rathspfleget vondemConuent/außgenombedie ersten zweymal/ das ist Predigens vnd Communicirens halb. Demselben Gätter soll inwendig ein feines Tuech also fürgespannet seyn/ daß kein Schwester von innen etwas heraussen gesehen mög/auch soll daß Gätter haben ein hültzenLhür inwerß auffderSchwestern theil/ mit einem eysenen schloß vnnd schlüffel/die allweg beschlossen sey vnd gefestnet/vnnd nitgeöffnet werde /nur wann man das Göttlich Ambe begehet / oder wann von deren vorgemelten jachen wegen/daß ehgesprochen eysen Lhürlein soll auffgethan werden/vnd niemandt soll sonst durch jeßkgesprochen Gätter reden/nur ob vielleicht etwan von redlicher vn nöktiger jachen wege (doch selten) jemandes ein solches zuerlauben wäre/mit vrlaub der Abbtisimrvnd dann so mag man die gesprochen hülßen Thür auch auffthun. Vnd wie offt diß geschehe / daß außwendige Personen zu den Schwestern eingehm/oder sonst mit ihnen reden durch daß Gät- ter/so sollen sie ihre Angesicht mäffigklichen decken vnd neigen/alsdann gebürt geistlicher ehrsambkeit. C H Welchen rr Regel der Schwestern Welchen Personen / vnd wie ihnen Mb- lich sey emzugehen m das Kloster. Das)8.Capitel. Ir gebieten geftccnigklichen vnnd festigklichen deß eingang halber der Personen in das Closter / daß kein Abbtissin/ noch ihre Schwestern nimmer lassen eingehen einiger- ley Person / in die jnnern beschliessung deß Closters/siesey geistlich oder weltlich/welcher- ley standks oder Würdigkeit dle sey: Es soll auch solches eingehen ganßvndgarniemandtgezimen/ nur allein wemesgezimetoder verlihen ist/von dem Bäpstlichen Stuel/oder von dem Cardinal/ dem der -Orden dieser Schwestern befohlen ist: doch werden von diesem jeßgesprochen geseß einzugehen außgenomben/der Acht/ von sach wegen einer gar schweren kranckheit / vnd der Aderlasser/ wann daß noch haischt/die soll man auch nicht einlassen/ ohn ein er- bare gesellschafft zweyer von dem Haußgesindt deß Closters/die sich auch im Closter von einander nicht scheiden sollen. Auch werden außgenomben die Personen/die da nothhaischet einzugehen/ vmb brandkes oder fewrs wegen / von bawfelligkeit oder ander ge- fehrlichkeit vnnd schadens wegen/ oder zu beschirmen vor gewalt das Closter oder Personen/oder auch sonst etwas arbeit zuthun/die nicht wol gebürlich ausserhalb dem Closter geschehen möcht/ dieselben alle sollen ohn Verzug wider außgehen / alsbald sie jhren dienst verricht haben/oder der anligende noch durch sie gnug geschehen ist/ rvan keiner eufferliche Person/soll nit zimblich seyn zuessen oder zu- schlaffen/jnnerhalb der beschliessung deß Closters/ sonder auch ob etwan einer auß den Cardinälen der Römischen Kirchen käme/ zu der Closter einem diesesOrdens/vnd wolk eingehen in die beschlies- sung/den soll man mit ehrsambkett vnd andacht auffnemben/ aber doch D m re r- eß Iren er il/ )N t/ r/ r- ne r- 1/ e- sit >ie el- ist st/ lieb zu es- >er >ch S. Klara. rz doch bitten/daß er mit einer wenigen oder kleinen gesellschafft wöll eingehen. Auch soll erlaubt sein dem General Minister/ deß Ordens der Mündern Brüder/mit vier oder fünff Brüdern desselben Ordens/in die jnnern schloß einzugehen/wann er daselb will Meß halken/oder den Schwestern fürlegen das Gottswork/oder wann jhn daß gedunckt nutz seyn. Aber die andern Prälaten / den vielleicht etwan erlaubt wer/einzugehen von dem Päpstlichen Stuel/ oder von dem vorgesprochen Cardinal / die sollen sich allein mit zweyen oder dreyen geistlichen vnnd ehrsamben gesellen benügcn lassen. Ob auch einem Bischoff verlihen oder gegunndt wär/ etwan Meß inwendigs zulesen/vielleicht von weiche oderConse- crirens wegen den Schwestern / oder auch einer andern maß / als- weik er mag/soll er sich an wenigem vnd ehrsambern gesellen vnnd dienern benügen lassen.Oaß soll jhm dannoch auffdas seltnist verlihen werden. Aber kein Schwester / sie sey kranck oder gesundt/ soll allerdings nichts reden mit einigerleyPersonen/die in das Clo- sier gehen/nur allein nach der vorgeschriben weiß/ in gegenwerkig- keit zweyer oder dreyer Schwestern: dieses soll auch vor auß be- hüktet/oder vorsehen werden der Persone halben/dene allein gegunk oder vrlaub geben ist in das Closter einzugchen/daß sie nicht eingelassen werden/ nur ob es die Abbtissin vnd Schwestern gedunckt zuthun oder gut seyn/ seykemal weder die Abbtlssm noch Schwestern nicht gezwungen werden / auß solcher gunst oder erlaubnuß sie einzulassen/vnd sollen auch sein solche Perfon/auß deren Worten vnd sitten / vnd auch leben vnd kleyder die Schwestern mögen gebessert werden / vnd kein vrsach einer billtchen ärgernuß nicht mög aufferstehen. Auch daß aller zwciffel abweg genomben werd/fo sollen dieselben Personen ihren gunst vnd vrlaub einzugehen zeigen/ ' vnd fürbringen Päpstliche Brreff/ oder offenbahre gelchnfft von ' dem vorgesprochen Cardinal. Wie man die Layschwestern soll lassen gehen auß dem Kloster. Das L4 Regel der Schwestern Das)9.§apikel. Ir wöllen dass gesirengkstchen gehalten werd der Layschwestern/oder dienstSchwestern halb/ (die nicht schuldig seyndt allwegen eingeschlossen zubleiben/als die andern) daß ihr keine ohn vrlauk außdemCloster gehe/vnnd welche man aulßäst/ die sollen erbar sein vnd eines gestandenen vnd bequemben alters / auch eines geistlichen vnd dapf- fern angesichts; vnd sollen gehen geschuehet in erbarn geschuech/ gleich so wol sie/als auch diese Schwestern/die man etwan von sa- chen wegen/als oben beschriben ist/ auß dem Closter schicket. Auch den andern Schwestern die eingeschlossen bleiben/ soll erlaubt oder zimblich sein (ob Ke wöllen) dasselb zuthun. Aber dene/die außgehe soll ein gewisfis zill gesetzt sein / wider heimbzugehen. Auch ist jhr keiner erlaubt/ausserhalb deß Closters zuessen oder zutrincken noch zuschlaffen / ohn ein sonders vrlaub/ke sollen sich auch nit von einander theilen oder scheyden/noch mit niemandt heimblich reden/ noch gehen in das häußlein deß Caplans/oder der Conuersen deß Closters/vnd welche dawider thet/die soll schwerlich gebüsset wer- den.Vnd sollen sich auch fleissigklichen hütten/daß sie nicht einkehren an verdachten oder argwöhnischen enden / noch geheimbschafft haben mit vnerbarn oder verleumbdten Personen.Sie sollen auch wann sie wider heimb kommen/nichts weltlichs noch vnnußes sagen den Schwestern / dardurch sie leichtfertig mögen werden oder betrübt. Vnd wie lang sie auß dem Closter seyndt/so sollen sie sich also halken/daß die Menschen von ihren erharn wandel mögen gebessert werden.Vn was ihnen für sich oder für die andern Schwestern geben wirdk/ oder verheissen/ daß sollen sie alles auffgeben vnd befehlen der Abbtissin/oder wem sie in dieser jhr stat befohlen hak. Wie der Laplan/vnd die Conuersen der Schwestern leben Men. Ob S. Klara. Das ro.Castikx), S5 B flch ein Kapelan walte dem Kloster verbinden/vnd auch etliche andere die deß Eiosters C onuersen wollen seyn/vnd die Abbtissm vnd Con- uentgedunckt sie auffzunemben: wann dann daß jahr ihrer bewahrung auß ist / sollen sie geloben der Abbtissin/bey dem Closter zubleiben/vnd ewigklichen zuleben/ ohn EigenschaffL vnd in KtuschheitiSie mögen habe Röckh ohn kugeln/mmWischen vnnd nachgültigen Tuech / bede der kost: yndaMMsÄrb halber nach Wer notturWdie ermel jollen kurß sein vndFNg/al- lein bey den Händen: aber die leng derselben Röekh sey also/ daß sie nit stoffen bey vier fingernauffdenenckel der Aß. Jedoch der Ca- pelan mag habeeinen lengern Rock:sie sollen HM ein geistliches er- bars saylfür ein gürte! mit einem Messer:Eie sollen glich trage einen Schappem mit einer kugel ober den Röckhen/ deßlengesoll gehen/ein wenig vberdas knye/ vnnd breit biß zu den ellenbogen. Will aber der Kapelan haben einen schmelemSchapper/hen mag er haben. Er mag sich auch gebrauchen einertappen / oder emes Mantels / der vnder dem halß oder vor der Vru^ herunder zm samben gehefft.sey: aber die ober» Röckh/vnd die länge küget/vnd auch deß Eapelanskappen vnd Mantel / sollen sein nit von Tuech ganß weisser noch schivartzer farb.Sle sollen auch gekleydet ligen/ vnd nicht brauchen leinen hemmet. Sie sollen haben wert vnd hohe schuech/vornen offen: vnd antragen Hosen vnd auch femöräl. Ihre löckh oder haar sollen sie abscheren zu geseßten Zeiten zurinas vmb/ob den -Ohren.Daß GöttlichAmbt sollen siesprech^n/als^te Schwesternraußgenomben daß die Conuersen ganß nicht verbünden seyndk zu vnser Frawen zeik/noch zu dem gebett für die Lobten. Aber die fasten sollen sie halten als die Schwestern/ jedoch mag die Abbtissm mit ihnen barmherßigklichen dispensiern/oder Nachlassen vber das Regelfasten / als von ander arbeik wegen/oder sonst welche daß sey/von einer andern redlichen vnd erbarn suchen D wegen. r6 Regel der Schwestern wegen. Der Eapelan vnd auch dieEonuersen sollen allerdings vnderworffen seyn/der straff vnd vnderweisung deß Visitators/ dem seyndt sie auch kräfftigklich gebunden gehor.'amb zuseyn in al len diesen dingen/so gehören zudemAmbtder Visitierung. Von dem Schaffner deß Closters. DasriCapitel. JeGütter vngüld Hab deßAlostcrs/ nach gebürlicher weiß zuhandlen vnd bewahren/ soll man haben/in einem redlichen Eloster ewres -Ordens/ein klugen vn getrewen Schaffner: der soll durch die Abbtissin vnd Eonuenk auffvnd abgefetzt werden/wie sie gedunckt nutz vnd gut seyn. Derselb Schaffner also auffgesetzt/ist gebunden rechnung zuthun derAbbtissm/ Md dreyen andernSchwestern/darzu sonderlichen geben/durch den Eonuent / vnnd den Vilicacor, wann er will / von allen dingen so jhm befohlen seyndt in einnemben vnnd auch außgeben. Er soll auch gantz nichts mögen/von den Gütkern deß Closters in keiner- ley weiß verkauffen/verkandten oder vertauschen/ entpfenden noch rerpfenden/oder verbinden/ohn vrlaub der Abbtissin/vnd auch deß Conuents: vnd alles was darwider vermessen oder versucht wurd/ daß vrtheilen wir alles eitel/vnnutz vnd krafftloß: doch mag er mit vrlaub der Abbtissin/ etwan andern Leuten von zimblichen vrsach wegen/etlich kleine gab geben von der fahrenden Hab/daß nicht grosses schaßes werth scy.Er mag auch durch den Visitator / o^es jhn gut gedunckt abgesetzt werden. Von der AtOttssm vnd ihrem Ambt. Das rr. Capitel. Die 5 / ,/ es er b- ft r/ n so ll ch ß )/ it ch Zt ö e S. Kläm. r. Je wöhlung einer Abbtissln soll frey le-- digklichen gehören zu de Cottuent/aberdie bestär- tigung sollgeschehen durch den Mrdinal/, didiesep Orden befohlen ist/oder durch seyn gewalk. Äutt sollen sich aber die Schwestern flcissen/ein solche zuwöhlen /die begabt sey mit tugenden/vnd viel mehr mög den andern vorgesein/in der heyligkeit der sitten/ dan in Herrlichkeit deß Ambks: die quH gemein folgen mög in allen dingen/auffdaß die Schwestern werden erwecketdurch ihr ebenbildk/vielmchringchorfambzu seyn/ auß lieb/damiMß förchte: die auch enkbere einyiger oder sonderbarer lieb/auff daß/wann sie zu jemandt insonderheit mehr lieb trug/daß nicht davon auffstundt ergernuß in der ganyen gemein: die auch tröste die trawrigen / ein Zuflucht sey den betrübten: aüsf daß/ob bey ihr müngel were der Artzney zu der gefundthctk/ nit vber handt neMb/ die sucht der verzwcifflung in den krancken: die auch demütigkkichen vnnd lieblich Visitier/vnnd straffe jhre Mitschwestern/nicht gebiete etwas / daß da sey wider ewer Seel vnd wider die Regel ewrer gehorsamb: hie rruch nicht sey fürfellig oder vnbcdacht im gebieten/auffdaß sie nicht den Seelen strick lege d Sünd/auß vnbescheidenheit deß gebotts. Derselben (nach dk vnd sie die bestättigung empfange hat) sollen fleissigklichengehor- samb vnd gesellig seyn/aüe Schwestern/vNd auch dz ausser Hauß- gesindt deß Closters/alle dieweil sie bleibt in de Ambk.Oie Abbtis- sin ist fthuldig/in der Wochen zum münsten einist zu dem Capitlbe- ruffen/jhre Schwestern:sie zuuermahnen / oder ordiniern vnd zi» reformiern: da sollen auch barmhertzigklichen B.ueß auffgeseßt werden/nach gebürlichkeit der bekandten/offenbahrm vnd gemeinen versaumbnuß vnd schuldk: sie soll sich auch besprachen vn rathspflegen mit allen ihren Schwestern / zu handle« von diesen ding?/ so begegnen zu nutz vnd ehren deß Closters/wan der HsRR offenbahret offk den Jüngern daß besser ist. Sie soll kein schwere noch grosse schulde nicht machen/dann nur durch den Schaffner auß ge- D y meiner -s Regel der Schwestern meiner gunst der Schwestern / vnd wann daß fordert offenbahre noch. Auch soll sie eingebürlicherechnung thun/alles einnembens vn aüßgebens/zum münsten einmal in jedlichenMonak/so von de Conuent/sonderliche darzu sollen geordnet seyn. Alle Ambtschwe, stern soll dw ÄkktiEn auffjeß'en/mit rath vn gunst deß Eonuenks/ oberdeßmehrerntheils. DasSigilldeß Conuentssoll sie heissen behüt km vnd behalten / nach der ordnungdeß Eonuenks / vnd einenjedlichenBrieff/ber von deß Eonuenks wege/sollgeben oder ^fMswerden/der soll ehe vor dem Eonuent in demEapitlgele- len/vnd von dem meisten theil der Schwestern bewährt werden/ v'ndalsodasselb verftgelt werdenvor allenSchwestern. Es soll auch kein Schwester einigerley Brieff/nicht schicken noch empfa- tzeHhnhab dann die Abbüssinvorhm gelesen/oder er werd ihr von Ep aädertt'getesin/diLdarzu gesetzt.Ob es geschehe / daß etliche Schwestern'einander betrübten von welcherley vrsach dißsey/so soll sie die AbbtLssin widerumb versöhnen: aber die Schwester/ die Mit werten ober mit zeichen/vrsach geben hat der ergernuß oder be- ^ ^ " e dann sie die gab ihres gebetts opffert dem -E.cLR^/ver^eihUüg bitten / von der Schwester die sie beleidigt rati älso daß sie sich demüttigkttchen vor ihr bestrewe aussdas erdverziehen werd/die sie vollbracht hattSosolldann dieselb beleidigt Schwester ingedächtig ftyll/deß Worts vnsers HSRRetr: Es sey dann daß jhr verseucht aüß ewren herßen / so wirdk auch euch ewer hlmmelischer Vatter nicht verzeihen: vnd soll freywilligkkichen vergeben die lctzung derselben Schwester / die Verzeihung bitt vnd begeret. Wir mahnen auch vnd flehen alle Schwestern in den HER KN IEstt Chrfli/daß sie sich Hütten vor aller hoffahrt/eytler ehr/neyd/sörgvsid kummernuß dieftr Welt /wor Nachreden/ mur> nmurn/vor zwitracht vnd zweyung/vnd auch vor allemlaster/dar- dm'ch sie möchten mißfallen den äugen ihres Gespons/ sonder sie. !^(ch,.E'Whr sorgftltig flin zubehalten/vor Gott matten dingen die snim Äind-eusier reinigk-eik / vnd allweg vnder -einan-. 4 . S. Klara. rs derzubehalken die emigkeit der lieb/ die da isteinpandtdervoüko- menheit/auffdaß siedardurchgewurtzletvnd gegründet eingehen mit den weisen Jungfrawen zu der Hochzeit deß Lämbleins vnsers ^rsRRNIEsu Christi. Amen. Daß kein Schwester soll Persönlich gen Nom gehen. Dasrz.Capitel. Vdem allen / auff daßvrsach den schad- barngeleuff/entzogmwerd/ so gebieten wir gestre- nigklichen in krafft der gehorsamb/bey der Peen deß Panns/ darein zuhandt de^lb.en geschichtes/alle bberkrettende vnd vngefellige Schwestern fallen sollen: daß kein Abbtissm/Chorschwester/oder Layfthwester nicht gehen noch kommen soll persönlich zu den Bäpstlichen Stuel/von welcherley noch oder jachen wegen daß fey/außgenomben/allein die dienst Schwestern der Clöster in den Stätten oder enden/ da die Römisch Kirch versarvblet were / als lang sie dasselb feßhafft ist. Es wer dann daß einer Schwester durch Bäpstliche Brieff/ oder durch offenbahre gefchrifft deß vorgesprochen Cardinals/ ein sonders vrlaub darüber verlihenwurdk. Vvn demVrsttator vnd ftmemAmbt. Das24.Capitel. Je Klöster-kfts Ordens/Men Mm mänsten einmal/ineniem Michemsahrgmisitirt werdm/ von denVtsitatorn/die da gemalt/ form vnd weiß einpfahen von dem Cardinal/dem ew?t D^vondtM BWlichrnGtückHefohlerr istr D iij sedoch 5« Regel der Schwestern jedoch derselben Visitator» halben/ist dieses sorgfeltigklichen zu vorsehen / daß ein jedlicher gemeiner Visitator / oder auch ein besonderer Visitator / wo etwan einer zuseßen wer/ soll gesetzt werden/von deß geistlichen leben rnd sittcn/man Hab ein gantze kundt- schafft vnd sicherheit. Mann nun dersclb Visitator zu einem Closter kombtvnd eingangen ist / so soll er sich allerdingsalsobe- weisen vnd erzeigen/ daß er alle Schwestern von dem guten raitze zudem bessern/vnd sie allwegen cmpflemme vnnd entzünde zu der lieb Gottes / vnd Schwesterlichen lieb vnder einander. Vnnd wann er das Closters Schloß eingangen ist zu Visitiern/so soll er^ zwen gefügt vnd geistliche gesellen mit jhm führen: dieselben gesellen sollen beyeinander bleiben/vnd sich nicht voneinander khei- len/all dieweil sie seyndt in der beschliessung. Aber der Visitator soll vor die Regel lesen vnd außlegen/vnd dann empfahen das Si- gill von der Ahbkissin/daß sie ihm verbunden sey auffzugeben/ vnd vnbezwungen/blößlich/ vn auch bestendigklich Mitten erledigt zu werden/vnd zuweichen von dem Ambe. Ob sie dann nicht wolt/ oder nicht möcht ein gemeines leben führen mit den andern / so soll sie der Visitator entledigen von dem Regiment / es were dann fach/daß jhr bleiben in dem Ambt/ dem Closter vnschadbar were/ sonder viel mehr noth vnd scheinbarlicher nutz: er soll sie auchent- tchigen/ob sie auch ohn daß yntauglich/oder vngnugsamb were zu dem Regiment deß Closters: vnd diese ding sollen geschehen nach der weiß vnd form/wie der Visitator von dem obgemelten Cardinal empfangen hat. Er soll auch fleisslgklichen forschen die war- heit von allen Schwestern / gemeinigklichen vnnd sonderlichen Von einer jedlichen / gleich sowol von dem standt der Abbtift sin/also auch der andern Schwestern: von der beheltnuß deß Ordens: vnd wo er etwas findt/ das zu bessern vnd zu straffen sep/ das soll er bessern vnd straffen mit beschetdenheit/auß ernst der lieb/ vnd auß lieb der Gerechtigkeit / gleich sowol an dem haubt/als an Vrn gliedern/wie ihn am besten gedunckt nutz vnd gut seyn. Aber die vbertrettung/ die vormals sein genugsamblich gestrafft wor- S. Slam. den/die sollen in keiner weiß von dem Visitator widerumb gestrafft werden. Ob ihm aber etwas fürkäme/daß er durch sich selber nik möchte gebessern/ daß bringe er für de Obern/ daß solches gestrafft werd/als gebürlich ist / auß seinem Rath vnd gebott. Nun hükt sich die Abbtissin/daß der Statt oder wesen ihres Closters / weder von ihr selber / noch von den andern Schwestern / dem Visitator nicht verborgen oder verhalten werd; wanndaß were ein böses zei- chen/vnd ein vbel / daß schwerlich zustraffen wcre. Ja auch wir wöllen vnd gebieten / daß sie dem Visitator fleissigklich eingeben vnd fürlegen sollen / heimblich vnd öffentlich / wie es am besten zu thun sey/alles was nach der form vnd ordentlichen obseruantz* ihres lebens/zu ordinier» vnd zu bessern ist: demselben sollen sie auch kräfftigklichengehorsambscin in allen dingen / die da gehören zu dem Ambt der Visitirung. Vnd welche anderst theten/ die sollen von dem Visitator/als zimblich ist / gebürlichen gestrafft werden/ gleich sowol die Abbtiffin / als auch die andern Schwestern. Aber doch sollen sie all/die Abbtissin vn dieSchwestern/eben wahr- nemben vnnd sich fleissigklichen Hütten / daß sie von Nichten anders wegen bewegt werden Zureden/dann nur auß Göttlicher lieb/von Hesserung wegen ihrer Mitschwestern / vnd der Reformirung wegen ihres Closters. Aber der Visitator soll behalten die weiß/ vnd maß die Schwestern zuhörcn/vnd mit ihnen zureden/wie oben gesagtist: also daß er mit ihnen allen / oder mit vielen miteinander rede/oder mit einer heimblich/doch daß zum münsten nicht ferr dar- uon sitze/ zwo in seinem angesicht-auff daß die gäntzlichkeit deß guten Laymandts in allweg behalten werde: es were dann sach/daß er mit mchrern reden wolt/ bey dem redfenster von solchen dingen so gehören zu seinem Ambt.Auch derselbVisitakor soll visitiern den Capclan vnnd Conuersen/ vnd das ander Volck von den eussern Haußgesind deß Closters/vnd auch an ihnen straffen vnd reformi- ren/was straffens vnd reformirens bedarff/auffsetzendt Peen ewiger Vertreibung/ die Professen von dem Closter/oder vrlaub zugehen zu andern Clöstern oder Orden/ wie ihn gut gedunckt/ vnnd auch zr Regelder Schwestern auch ander Bueß auffzulegeu/als die gelegenheit vnd schwere der schuldthaischet oder erfordert. Auffdaß auch die Clöster nicht beschwert werden in den kosten/vnd der Visitator vermeide alle argwöhn ; so wöllen wir allerdings/daß sich der Visitator befleiß/das Visitier Ämbt zuenden vnnd zuuerrichken / als ehe er gebürlichkan vnd mag/vnd eingehe in die jnnern beschliessung deß ClosterS/ als selten er mag/doch ohn schaden / vnndvnentgolten seinem visitier Ambt. Von dem Cardmal dieses Ordens. Das rs.Capitel. Vchauffdaß ntt geschehe euch abzutret- ten von der beheltnuß/dieser gegenwertigen Regel/ vnd obgeschribnen form ewres lebens/die wir wöllen vnd gebieten von allen Schwestern fleissigklichcn behalten zuwerdenroder sonst in künfftiger zeit/von gebrauchs wegen eines gewissen Regiments fielendt/in mancheriey weiß oö maß zuleben vnd viellerley Meisterschafft: So haben wir geachtet gänzlich zubefehlen/ ewer pfleg oder sorg/ vnd Regiment aller Clöster ewres Hrdens/vn auch aller Personen so darinnen sindt/Capelan/ Conuersen vnd daß ander haußgesindt / vnserm lieben Sohn Johanni Cardinal S.Niclas in dem kerckerLuly / dem kroceüor, Beschirmer vn Straffer deßDrdenS ö Mündern Brüder/seßendt daß jhr sollent hjnfüro bleiben/vnd verpflicht seyn/feftigklichen ge- Horsamb zuseyndemselben/vndallen Cardinalen so in künfftiger -eit von dem Bäpstlichen Stuel geben werden / zu der gubernie- «ung/beschirmung vnd auch straffung deß Ordens/der jeßtgespro- chen Mündern Brüder: vnd sie sollen ftch fleissen/ die pfleg vnnd sorgfelltigkeit ewer Seelen zutragen / vnd das Ambt der Visitie- rung beweisen/allen Clöstern vnd Personen / die darinnen seyndk/ Capelanen/Conuersen/vn haußgesindt/wie offt sie gut gedunckt/ durch sich selber/oder durch andere gefügsamb oder geschickteMän- ner/ S. Klara. ner/zustraffen vnd zureformirn/dasselb an dem haubtvnd anden gliedern/alles was sie erkennen straffens vtt reformirens nottürff- tig seyn.Nichts münders sollen sieauffvnd abseßen/ordiniern/ setzen vnd bescheiden/wie sie nach Gott gedunckt zuthun seyn. Daß die Regel nicht von den Schwestern versaumbt noch vergessen werde. DasrS.Capitel. Dffdaßaber Hr euch in dieser Regeloder form/gleich als in einem spiegel/ anschawen möget/ so soll sie euch einmal in redlichen vierzehen tagen ge- lesen werderauffdaß jr nichts versaumbt vö Vergessenheit wegen- vyv wo jhr findet/daß jr alles thut/was darin geschri- ben ist / so ß-M danck Gott dem geber aller guten ding. Wo aber der^Schwrstern immer eine sehe ihr etwas gepresten/die laß jht laydt'sein was vergangen ist / vnd Hütte stchvor demkünffti- gen/bikkendkdaßir die schuldt verziehen werd/vnd hinfür nit mehr gekittet werd in die betöhrung. Aber.kciutzn Menschen soll nicht' zimblich seyn diesen Vtikssvnstrs Gesäßes / verkihens/ bestätti- gens/vnd entledigens zubrechen / noch mit freveler khünheit/ darwider zuthun; welcher sich aber solches vermesse zu vnderstehen/ der soll wissen/daß er fallen wird in die vngnad deß Allmächtigen Gottes/vnd der seligen S. Peter vnd Paul seiner zwölffbotten. Geben zu der alten Stakt / am fünffzehenden Tag deß Monats Nouember/in dem dritten jahr vnserö Bapstumbs. Von der Schwestern Profession. W §§) SchwesiecN-gcheisseGott/vnd vn- /MAscr Frawcn S. Marien der ewigen Magd/ S. v M> ^raneifto vnd S.Claren/vnd allen hepligen/vnd dir E Muk- 74 Regel der Schwestern S. §lara. Mlttker/zuleben vnder rm Regel / die vnsemi Orden gegeben ist/ von demBapst Vrbano dem vierdten: in alle zeit meines tebens/ imGehorsamb/ohn Eigenschafft / vndin Keuschheit / vnnd auch vnder dem Schloß / nach derselben Regel ordnung. Ende der Regel. Die wort der Regel/bey welchen sich ein Stern vnd etlichepuncten ' befinden. Reden/emweders/von denjenigen dienst Schwestern / so nur rwey gelübt/als Gehorsamb vn Keuschheit thun/vn den audernverschloss- nen Schwestern / daß nochwendig Allmossen sambten: doch ausserhalb derCtausur/innechstbey den Clöstern gebawten Hausern wohnen/vnd zu den Schwestern niemals in daß Closter gelassen werden: oder von den Dienst: vnd Layenschwestern/so vor diesemalkin drey gelübt/als Armut/ Gehorsamb vnd Keuschheit gechan / aber nu daß vierdt von der Ctausur/ vnd doch in der Clausur bch den andern GchwesterNgewohnt/vnd wegen Verrichtung deß Ckostersgeschafft/mit erlaubnuß der Abbnssin/Habey können auß der Ctausur gehen/vnd wider hineingelassen werden. Jetzundr , i» nun aber/weil wegm deß verbons 3.. kein Dienst :^od er '. ^ Layenschwester mehr in dieClausur auffgenombenwirdt/ mit den obbe- ^ § lnelren drey gelübten allein / sie thue dann auch daß vierdte darzu von be- ' H^tnuß der Clausur/so gehen die oben/ mit Stern vnd puneten gezeichnet re-won/diejetzige im Closter wohnete Layschwestem nichts mehr an. I rf? rb ^ ^ r^ rß^ rb rbd^ Äk M MMMMMMMMMM« tzungcn. Welcbe/emes theüs von dem Aposteln schm Stul/durch vndcrschiedlichc Bäpst/vnd dem Heil. TridenttnischenConciIio:eins theils durch den gantzci» Orden/ in vnderschiedlichen 6 enerrlt^npitulis,sür dikTchWestern 8 -Llarx Ordens der ersten vnd andern Regel / heillig- kkich geordnet/ vnd ihnen heilsam zuhalten/ anffgctragcn: ^»no 1597 . aber in dem Valli- solctanischcn Ocneial Ls^irulo.in folgender Ordnung zusamben gesetzter/ durch den Hoch- würdig: inGOtt Dattern konauenturr Cn- lara^elonenE, damals Oencral ^limÜiÄiN Truck verfertigt vnd xuklicirr worden. Vff daß durch den fleiß Dätter- LL^//,/ö- /ef. licher fürsorg/vnserer Closterfrawen Heyl/ Eßbarkeit vnd Zier vorgesehen sey. Örd- EWW'' >«n vnd befelchen wir / mit gutem bedacht vnd r General Satzunge. vndreiffer erwegung/ daß diese hierin begriffne Ding/neben ihrer Regel / vnd eines jeden Closters absonderlichen Satzungen (so viel sie diesen nicht zu wider seyn) sollen vnuerbrechlich gehalten werden. Alle Schwe; Alle Clöster vnserer Closterfrawen / sie seyn beschaffen stern sotten wie sie wollen / vnd alle Closterfrawen / auch die von der er- vüic?alen*Ä! sttti Regel 5. einrX , sollen hinfurkan durch die krouinLig- litirt werden. 1e8 als ihre ordentliche Viücnroreg, zu bequem- her zeit Viücirc werden. Die lenige soil Vnd welche dieselben Viiicacores nicht wöllen annem- La. rr/üiem. wehste mr men/derselben Sorg soll verlassen / oder derselbigen wider- wo'lten anne spenigkeit durch taugliche / vnnd durch daß recht zulässige mm. mittel vnd straffen gezämmet werden. Esistattever botten ru der schwestcxLlö- ster zugchen. Lk ex l^r/- ///o/ef-r». Von dem Antritt zu den Jungfräw- lichrn Klöstern. Einem außvnscrn Brüdern / erfty NUN wer er wolle/ gebürt vnder keinerley schein ^ oder gesuchten pr-eeexcu, zu den Clöstern der Closterfrawen zugehen: es sey dann daß er zuvor! schrifftlicheerlaubnuß erlangt Hab/ oder daß er mit schrifftlichem befelch / der -Obrigkeit dahm sein anbefohlenes Ambtzuuerrichten/geschickt werde. Auch zu den Auch in die Wohnungen / so für der Closterfrawen Beichtvärkrn Beichtvätterverordnet / insonderheit wann sie gar an die ^'mc^ ^Irawen clöster angebawet seynd/ soll kein Bruder gehen/ oder hinzugehen sich vermessen / auch nicht auß vrsach mit dem Beichtvatter zureden: welcher darwider thun wirdt/ soll alles Stimmen Rechts mängeln/vnd noch darzu/ nach der -Obrigkeit gut beduncken / gestrafft werden. Welchen ersi/c«-'. Lx er,Äe-^. L^er/Aenr, Llex k^r/- li/o/et-r». r/ 6 /. General Satzunge. Welchen aber gebürt auß Erlaubnuß/zu den Frawen- Clöstern zugehen / vnd mit den Closterfrawen zureden/die sollen sek he Erlaubnuß zuuor der Mutter Abbkissin / oder deß Closters Vorsteherin pr^/emirn laffen.Vnd alßdann in beyseyn der jenigen Closterfrawen / so zu dem zuhören be- stellt/vnd Zuhörerin genennt werden / sollen sie mit denselben Schwestern allein reden / mit welchen zureden ihnen erlaubt worden. Es sollauch kein andere Closterfraw sich vermessen/damals dorthin sichzuverfügen: vberdiß auch/sollen die jenigen/ mit welchen zureden erlaubt worden/sich andieörter zum reden nicht begeben/sie haben dann zuuor von der Mutter Abbtissin / oder deß Elosters Vorsteherin den Segen darzu empfangen: vnnd wann diesem zuwider gehandlet wurde/ so sollen die/so darwlder gethan / so wol die Brüder als die Schwestern/ obgesagten straffen vnderworffen styn. Welche aber auß befelch der-Obrigkeit zu den Clö- stern der Closterfrawen gehen oder geschickt werden/alldork zu predigen oder Meß zulefen / denen soll bey eben diesen straffen nicht gebären mit den Closterfrawen zureden. Dieselbigen sollen auch weder Speiß noch Lranckoder was anders/auch das allerwenigist / von den Closterfrawen nicht annemben. Sonder wann etwas zum Lohn oder wegen gehabter mühe zugeben ist/dasselbig schicke die Vorsteherin deß Clo- sters dem ganyen Conuenk/ in ihrer aller nahmen. Es solle auch die-Obrigkeit zu den Frawen Clöstern nit kommen/als entweders ihre Aembter/ so ihnen vermüg der Regel/Apostolischen Befelch vndSatzungen deß Heyligen Lridentinifche Loncijjj Decretenoder deß OrdensStatu- ten obligen allda zuuerrichten. Oder wann sie von der Abbtissin / oder der Clöster Vorsteherin / zugleich auch den A y Rath- Die mit dm sc!)wcsiern er- laubnnsi habk -u reden / wie sie sich sollen verhalten. Weiche sthwe siern znmred; fcnster gehen können vtt wr sic thun sotten. Weiche geschafft halber dahin gehen/ «ollen mieden sthweftern nit reden. Nichts vo ihnen annemben Sonder dem tl>nuent der Driider znge- schicrr werde. V7ur Ambts halber soll die Dbrigkeit ?n de FraVeclös siern gehen. 4 General Satzunge. Rathschwestem zu gemeinem nutz! vnd geistlichen trost derselben geruefft werden. Wer darwider thun wird/dem werde die Verrichtung seines Ambts eingestelt / oder gar desselben entsetzt/nach Machten der höhern Obrigkeit. Zur zeit 6 Ger Auch ihnen soll nicht gebüren in den Hauslen / so zum «eralvmtüt^ beichthören/ vnd die Visicarioi^auffzunemen verordnet ümbt beiden seyn / oder anderswo bey den Closterfrawen zu essen / als schwester» zur allein wann sie derselben Oenera! visicarion.. verrichten. «ssen. / so diesem zuwider handelt / soll die entsetzung seines Ambts zur straff seyn / er sey gleich wer er wöll. Den andern Den andern Brüdern aber/ allen vnd jeden/ ausgeno- . alle ist solches Schwestern Beichtvätter vnnd jhre Mitgespän/ aussgenowbkn die zeit wann sie derselben Oeneral Beicht hören / ist bey dieBeichtvär ihnen zu essen auff ewig verbotken. Wer in diesem vber- tretten wird/ der soll deß Veichtvatter Ambts entsetzt wer- den / vnd die andern Brüder/ sie seyn gleich wer sie wollen/ die sollen alles Stimmen Recht entpern/vnd noch darüber «^7 nach Machten der Obrigkeit/in die Gefancknus gelegt werden. In d-n ?imr Vnd neben diesem soll keinem Bruder gebüren/ja auch mern so nahct der Obrigkeit selber nicht/auff einigerley weiß/ fahl/oder i s-;. bevdenFrawe süxgeben/in den Häusern so zum beichthören vnd visiciron solkc^erAtt verordnet / vnd an die Clöster der Closterfrawen gebauet Nacht bleibe, seyn/ vber nacht zu bleiben. Wer darwider handle» wird/ seyn sie Obrigkeiten/ so werden sie entsetzt ihres Ambts/ die andern Brüder aber/ sie seyn sonst gleich wer sie wollen / sollen aller StimRecht entseßt/in die Gefäncknuß gelegk/oder noch scherpffer nach Machten der Obrigkeit / vnd beschaf- fenheit der Personen gestrafft werden. Die Schwee Andern Religiösen / sie seyn was für eines andern Or- stcrnsoileauch denssiewöüen/ vnnd andern geistlichen Personen / auch Gciftu Bluetsverwandken / den gebürt auffkeinerley weiß vnd vr- ohne Erlaub' sach/mit einiger Closterfrawen zu reden/es sey dann daß >mß. ^ General Satzunge. 5 sie die nokhrvendige Erlaubnuß mik jhnen zu reden / mit sich bringen / welche doch zuvor von dem Obristen muß appro- birc seyn. L.v 5^«. Meitker /.was Hieoben von dergleichen Erlaubnuß der was hreobe» Vorsteherin deß Elosters zu prXlencirn/ vnnd von dem erlaub- Segen von derselbe zubegeren. Auch ebnermassen was von A worden / denen zum zuhören verordneten Schwestern/,vn der andern wirdauchauf Schwestern zuttitt vnd reden /heylsamb fürgeschrieben ist/ soll alles vnd jedes fleissig vnd vnübertrettlich mit den weltlichen Personen gehalten werden. LL- Diese alle vnnd jede Ding ordnen vnnd befelchen wir/ Noch mit den daß sie auch mit den frembden weltlichen Weibs: vnnd weltlichen. Mannspersonen/sie seyn gleich wer sie wollen/ vnuerbreche- lich sollen gehalten werden. Welche Elosterfraw aber in diesen Dingen fühlen wirdk / sie sey wer sie wöll/die soll deß Wähls/ vnnd deß Zutritts an die örter deß redens entsetzt / vnnd noch schärpffer nach beschaffenheik deß vbertrettens/vnnd Machten der Obrigkeit gestrafft werden. x.v Von dieser Satzungaber/nemben wir auß/die in dem A^amombe ersten oder andern Zraäu mit blutsfreundtjchafft ver- blmsfr^ w/rnnt seyn. x.v Entlieh schlossen vn befelchen wir/diß in gemein gänß- « . lieh vnuerbrochen zuhalten / daß alle Elosterfrawen in allen Vnd^edcnsoU vnlcünombuz vnnd gesprachen / auff daß küktzest so seyn man kvry ab- kan jhre sachen fürbringen / damit die zeit (vber welche breche», nichts kostbarltcher/vnd vns auffeinkleines verliehen) nicht ^ vergebens hinfliesse/vnd verzehrt werde. Vndauchmikalso . .. heller vnd verständlicher stimb sollen sie reden/damit die sti^rx/r!^ jenigen / so dem reden vnnd gespräch zuzuhören bestellt seyn/ solches leichtlich vernemben können. Deßwegen die Mutter Abbtissm/ oder deßClosters L>ie Obnste Vorsteherin ihrem Ambt gemäß auffmerckent ach-A^bawe» A iy tUNg geben. 6 General Sahunge. tunggebe / vnndfleiß ankehre/ daß diß gärrtzlich gehalten werde- Die Gtr-rff- Vnd wann ein Elosterfraw anders als Hieoben verord- 52 er/i/E uet ist/hinzu wirdk gehen/odcr reden/ dieselbe soll ausser vor- geschriebner straffen drey Monat lang der Licentz auch mit Ihren Blutsverwandten zuredcn / beraubt seyn. Vnder dieser zeit/soll sie alle Freytag/vor den/Capitels weiß ver- sambleten Schwestern/knpendt mit Wasser vnnd Brok fasten. Von dem Eingang in die Clausur der Klöster. Der ci.,gm§ Iemandt ist Zttg klaffen in die Klau- ^ ?uvenScyw5 sur der Elöster einzugehen / was Würden/ Standes/Loricücionis, Geschlechts oder Alters er immer sey/ ohne schrifftliche Er- ' laubnuß deß Obristen / bey straff deß Panns / in welche ' " er alßbald mit der Lhat fallen soll/wie schon durch das Tri- dentinischeLoncilium heylsamb gebotten worden. Die bmemge; Welche aber nothwendiger vrsachen halber sollen L^r^Lr/o- der Obrtak^r eingelassen werden/ sollen zuvor durch deßObnsten vrtheil approbitt jenr vnd Gewalt Äpprobirc seyn/vnd von jm sollen die Schwestern ein schrifftlich gemeine oder ein absonderliche Erlaubnußhaben. welchen/ vnd Solchen gewaltaber / sollen die Obrigkeiten Nit mit- Lx ^ kMen/ als den wolprobirken/ vnd eines guten nahmens Lt ^nern zugche. Personen / vnd solches allein in nothwendigen fählen / son- sten sollen sie wissen/ daß ihnen dieser gewalt entnomben/^- auch daß sie/einer grossen Sünd vnd schwerer rechenschafft ' schuldig seyn/wann sie anders thun werden. Die Geireml Satzunge. 7 xx ei/cier». Die jenigen aber / so mit Erlaubnuß / oder tragenden Allein wegm Ambts halber in die Elöster gehen/vermahnen wir alle vnd Kochwrchr^ jede/wie auch die Elosterfrawett/daß sie nicht/als allein auß ^ man h!n- vrsachen der tringender noch eingehen/ vnnd eingelassen ew gehen, werden. L.V Die aber ohne erhebliche vrsachen / vnd allein vnder Schwere straf xkex^o/?dem schein solcher Licenß sich vnderstunden Hineinzuge-ftn/anff vre hen/ dieselben seynd deßwegen vnnd alsbald auß Apostoli- xI scher anordnung in Pann/ vnd aller M ürden/öene6cien emgehen/vnv vnd Aembtern enkseßk/vndewig zu denselben für vntaug< loiches zulasse ' lich erkennt vnnd äeclarirc/welcher straff auch dieSchwe- stern vnderligen sollen / so sie jemandt anderer weiß lassen hineingehen. L* Welche aber gebürlicher weiß hineingehen / sollen den Die hmemge- Lt rechten vnd richtigen weg zu demselben Ort/ vnnd zualler hen/Menstch schleinigister Verrichtung der suchen/ vmb derer willen sie ^nv expeviren L/ hmetn kommen/ schreitten. Äuffdaß aber solches recht vnd -X vr,uerbrechlich geschehe / soll die Vorsteherin deß Closterö hierinn gebürlichen fleiß anwendken. Die auch die Schwestern / so auß den Eltisten sonder- s-roUenv-mde lieh darzu äexucil c vnd verordnet / beglaitten sollen. Olsten beglcir ^ Deßgleichen soll gar keinem/ vnder etwan einem de- In* d^Llaür ckel / oder einßigen schein / zugelassen sein / im Eloster zu l»r weder esse essen oder zuschlaffen. schlaffe». LX Welchen auch ewig vndersagt seyn soll / weder vor der Zu welcher Sonnen auffgang hineinzugehen (außgenomben die Leib- Zcit der emgag äryt/vndlvieclico^) weder nach der Sonnen vndergang daselbst zuuerbleiben. ^ Ferner die sachen vnd Aembter die inwendig durch ^urck die die Schwestern silbsten/füglich können verrichtet werden/ weltliche so» sollen die Vorsteherin der Elöster darob seyn / daß sie keine"'* stehen, weltliche Männer oder Melber zuuerrichtung derselben einlaffen. So ! S- General Satzunge. fchw.-st-n> k« So auch etwa ein Schwester sich vnderstunde / ein x» ^rlchrct wer- Mann-oder Weibsbildt / was Alters sie seyn mögen/ohne Dre^Gtraff Licentz hinein zuführen / (obs schon vnder die Schwestern der schweftcr sötte auffgenommen werden) dieselbe soll excomlnunicirc, vnd deß Wähls beraubt seyn / auch gefänglich cingezogen/ l-ubnuß ins oder auch nach erkandtnuß der Obrigkeit / noch schwerli- ^ Lloster gcven gestrafft werden. Welcher straffauch vnderworffen ^ seyn sollen/die Vorsteherin vnd Portnerin deßClosters/wie auch die Windtenmeisterin / so sie hierein verwieget hetken. -rndcLkösten, Damit aber dieClausur desto fleisslger/vnd heylsam- x.,. M nichts VN: mer gehalten werde/perordnen wir/daß weder Lraidt/noch nothwendigs/ Wein/Frücht oder etwas anders dergleichen in Clöstern/ ke^Viech eüi! als allein was zu ihrem gebrauch / vnnd notturfft vonnö- gelassen/vrmd Len ist / auffgehalken/ deßgleichen kein Oundk noch Roß/ wahrnng ar?- oder dergleichen ander Viech / auch nur auff ein kurße zeit ^ genonibewerr eingelaffen tberde. ^ ven. Cbnermassen sollen auch nichts zur Verwahrung oder j auffbehaltung angenomben werden/vnder was fürgeben/ oder schein es seyn mag. wie vnd was Wann auch der Beichtvatter in daß Closter auß Mattt"ver ^ nothwendiger vrsachseyn Ambtbetreffenk/ eingehenwol- Lt LeichtVater/ te/sell er den Chorrock/zusambt der Stollen anlegen. Auch mit keinem andern als mit seinem äocio, der ihm im Ca- ster gehen soll, pitel/oder durch den Obristen ist zugeben/eingehen/bey Verlust seines Ambts / auch grosser straff/ nach gutachten der Obrigkeit. wieme!/vnv Dre Obristen aber/sowol derOeneral alskroulncia- was für Go : 1e8,wan sie entweder zu Visiticung der Clausur/ oder an- hochtringenden vrsachen halber / in die Frawenclö- habcn ster gehen wöllen/sollen sie wolprobierke Männer zugefähr- , ten mit sich nemben / die ^rouinciales zween der OeneraL aber zum meisten vier. Dieses General Satzunge. 9 xx Dieses aber sollen alle vnd jede in gemein gleichförmig sie sollen «ch nr§»k. e.j-nnd vnuerbrechlich halten / daß sie niemalen / so weit von von eman- nsV Lt Einander sich absöndern/daß sie einander nicht köndten sehen/ londeM oder leichtltch gesehen werden. ^ eE^//r- Denen auch sowol die Vorsteherin deß klosiers / als Die zugeord- /o/er./s-z. andere auß den Eltisten deß Closters darzu bestimbte E",^"^ne ^ Schwestern allzeit begleittent beywohnen sollen. ^ ^ Welche dermassen züchtig/geistlich vnd erbarlich durch Durch das daß Closter gehen / vnd sich in allem also verhalten sollen/ Koster solle» daß sie den Schwestern / ein exempel der ftombkeit vnd Hey- ^ " ligkeitseyn. " VondemAußgang. Elucr ProfcßSchwester soll erlaubt ^em prchVe- AWlM seyn/vnder was schein/ gelegenheik/oder vr- cor, sach ^ immer seyn mag / auch kranckheit hal- n»nr. e^c. ^^^^'ber wie dieselbe seyn möcht/ja gar deß Aussa- ßes/oder Pestilentz/ es sey dann dergleichen vrsach zuuor den Dbristen/vnd loci oräin3nj8 bekandt/ vnd von jnen appro- i/tie!» biert (außqenomben in grosser fewrs/ oder vnuersehnergrös- ^ sen wassers noth) ausser der Clausur zugehen / wie es auß ^ Apostolischer satzung bey straffdeß Panns/in welche die so- wol/so herauß gehen / als die darzu bewilligen/deßgleichen auch die geführten / vnd die sie auffnemben/ sie seyn weltlich oder geistliche Personen/obs auch gleichBluetsuerwandten/ alßbald auff die Lhat fallen sollen/ohne die andern straffen/ §> die wider dieselben so herauß gehen / ihre auffnember / vnnd r. c." gefährten/wie auch wider die Dbristen / so solches zulassen/ gesellt worden / vnd in den Väpstlichen saßungen begriffen . leyn- ^ ^0/. Es soll auch keine Closterfraw / ob sie gleich ein tay- riuch nicht zu B schwe-^^npor- 10 General Satzunge. teri / wegen ei schwester were/erlaubt seyn / durch dieselbe Pötten /die zur ncr jedcn vr- Clausur deß Closters ist/auch nur zubeschliessung der eussern o». lach, ^^x/wo die weltlichen zu den Windengätter / oder zum reden vnd anzuleitten gelassen werden / herauß zugehen/ bey gleicher straff/wie in Apostolischen satzungen geholten. ' ^' welcheörttr Ein Regelistdiß/daßdie örter/zudenendieweltlichen ausserhalb der weittere Licenß ftey hinzugehen mögen / ausserhalb der >ru ur cyn . Aau^seMpnhdarfßr sollen gehalten werden/dahero folget/daß den Schwestern der zutritt dahin verbotten sey/ auch dahin nicht gehen können/auch zur selben zeit wann sie verschlossen seyn. Den Nouitzm Ebenfalls soll auch den ^ouicijs vnder keinem schein Lr- auß ^^»5 Eitel/oder einerley M erlaubt seyn/ ^ sirr;»gehen ausser der Clausur zugehen/es gerewe sie dann/ daß sie Clo- ^ sterftawen worden. Vnd so hc c:„- Alsdann sollen sie nicht mehr/weder in dasselbe/noch in mal heraus ge ein anders Eloster auffgenomben oder eingklasien werden/ sie^mGer hi!i' ob sie gleich den Habit begerten/sie haben dann zuuor/ dessen einnembcn. in schrifften deß -Obersten bewiüigung. Die straff/ so Was aber Hierwider geschehe / soll für nichtig vnd VN- ^ ei/Aem. ten vndttd. gültig gehalten werden/vnd noch vber diß/sollen die Vorsteherin der Elöster / vnnd andere Schwestern / so hierinnen bewilligten / nach Machten der Obrigkeit gestrafft werden. Daß kleine Vber dieses soll auch das Thürlein/durch welches man Lx 4/>o/ kinnbll ver' ^ diesem auß den Elöstern/ in die eussere Kirchen gan- 07-e^onÄ mawret wer- gen/auffs ehist (so es bißhero noch nicht beschehen) dermal- de». senvermaurk werden/dasman esforthin nichtmchr auff-^'^ machen oder gebrauchen könne/bey gänßlichen Verlust ihrer Aembter/so wol den Obristen der Iungftawen/als den Vorsteherin veß Elosters/ so sie solches zuthun vnder-ir/s/er./s-; liessen. Derdarwidcr So aber ein Schwester auff was für ein weiß sich an- Lx Massen General Satzunge. Massen wurd Hierwider zureden/oder verhinderlichzuseyn/,Gebende,r dieselb soll deß Wähls beraubt/vnd zur gefäncknuß verur- theilt werden/nach erkandtnuß deß -Obristen. Lx fferncr / ob wol nach dem Lridentinischen Ooncilio Die Clausur: - y - z. Clösterliche Clausur / den loci oräin3rij5 sonderlich an- Obrigke»? ^ eo«. deform wirdt/ soll doch auch der Oberste embsigen fleiß Kisftg ver- fürkehren/daß wo sie versehet ist/ auffs ehist vnd nach dem wahrerwerdö /. besten widerumb zugericht/wo sie aber vnuersehrt/ also zu ewigen Zeiten erhalten werde. Lv Dieser vrsach halber/sollen sie dieselbe jährlich fleissig Atte^ahrfleist Vlsiciren,vnd was sie anzuordnen/zureformiren , oder zu !igvis»rirt/v» bessern für nokhwendig erkennen / embsig darob seyn/ auff bcNrn/sötte» daß solches alsbaldt / vnnd ohne Verzug angeordnet / refor- s»e es besser», mirc vnd gebessert werde: die vngehorsamben vnd Wider- ^önige^straft sprecherin sollen sie mit cenlurn, vnd andern straffen/ohn ft,/ ie/rk. alle Zulassung einiger appcilacion, außgewalt deß Triden- tinischen Loncüij zämen vnd zwingen. Sie sollen auchkeinerley weißzulassen / das jrgendks Man sott kei» einthür/ ein fettster/ oder ein eintziges loch/durch welches zulaffe», kt ex Dr/?et-::de gär er sötte die Pcouincürlen erforschen. InvasInuenr tarimn ein- schreiden. JeWtllttt adminiürir-VN vekivül- tung der gemeinen gütter/ vnd fürnemblich ^ die den Geistlichen örtern gehörig / grosser fleiß/sorg / vnd fürsichtigkeit/ fürzukehren/ wie auch trew vnd auffrichtigkeit erfordert wirdt/deßwegen wolbedächtlich befclchen wir/daß die Pro- uincialen auffs ehist vnsererSchwestern ligundeGütker/vn alle vnd jede/auffs fleiffigift erforschen/vnd sich derselben er- kündigen. Wann sie nun dieselben erkündigk/ sollen sie es mein ^ offentlich/vnd in glaubwürdiger form auffgerichts Inuen- carlum einschreiben lassen/ vnd dasseldin der ^rouincial Laden General Satzimge. if Kadett oder ^rckiuio stets aussbehalten/ damit also allem vbel/vnheyl vnd betrug / zu ewigen Zeiten begegnet vnd vorgesehen sey. LX er/e/em. Zu dem soll auch die zahl der Schwestern (wo sie vor Ein sumste diesem noch nit benennt) mit RathdeßVischoffs weißlich A^^m vorgeschrieben / oder aber auch (wo es allbereit geschehen) ' vc,r. gemehrt vnd gemindert werden / nach dem es die vernunfft erfordert. So auch hinfäro die Gükker / entweder durch kauff von vermehr oder einkommen / oder durch gebürliche ewige Zinß/ oder 6'^ durch geschafft auff ewig oder jährlich / auff ein gewisse/ "mial ver^' vnd noch nicht verfloßne zeit / oder aber auffandere weiß zu- maym vnd m genommenhetken / solldessenderkrouincralauffs schkini- gtfi verstendigk werden/auffdaß solche/der bemelten Gütker schrieben wer- vermehrung/auß seinem befelch/ins Inuencarium gebracht den. werde. r* Beyneben sollen sie auch fleisstg sich erkundigen/aller vn Die bestände ^ jeder bestandtweiß verlassungen der ligunden Gütker/sie 5 t seln wie sie wollen / zu ewigen oder bestimbten (so noch nicht promnciale», A verflossen/) Zeiten gemacht vnd auffgerichtet. Befinden sie /-c. daß etliche verlassungen vnd beständk/ ohne gebürliche be- Ebgestossen willigung vnd gegenwertigkeit deß Obristen schon auffge- werden, richt worden / sollen sie dieselben alle vnnd jede / mit reiffem Rath verständiger Leuk/zu welchemauch deß Closters ?ro- curZcores vndä/ncjici sollen geruffen werden / entweder bestettigen/oder aber vmbstossen / wie sie es ihrem verstandt vnd gewissen nach für rathsamb erkennen werden. Lie Oinfüroaber sollen nunmehr keine solche beständkver- Ohne,hr vors lassungen geschehen/ohne deß Obristen rechtmessige aucko- Mütter ntt ricec vnd gewalt/wie auch seiner selbs/oder eines andern von verlassen, jhm darzu verordneken gegenwertigkeit. Damit auch nichts/wider dieH.^anoues, wie auch welchem soi- wider vnserer Vorfahren Clösterliche satzungen/ vnd Oe- ch/sAmbr/dre creca 16 General Satzung?. crers dtß H. Tridnikinische» Loncilij zugelassen werde: befohken ww soll solches zuuerrichten allein verständigen vnd wolerfahr- nen Männern anbefohlen / vnnd zu solchem absonderlicher vnd schttfftlichergewalt gegeben werden. Dre straff / so So aber hinfüran dergleichen bestandt außlassungen/ e.v er/e/E darwldcrrhü. auff andere weiß wurden beschehen/sollen sie im Recht für nichtig gehalten werden. Die anders theten/oder wissentlich geschehen ließen/ sollen die Vorsteherin der Clöster/wie auch die Schwestern (wer sie nun seynd) ihres Ambts/ vnd alles Rechts der stimmen/nach gut duncken der Prälaten entsetzt werden. Alles Gelk/so entweder durch heurathguk / oder durch ^ er/r/em. vcrschwestern ablösung der einkommen / oder aber durch Testament ge- anzttlegen. ^schäfft/oderauffandereweiß demCloster zukombt/soll zu keiner sach/auch zu Verbesserung der Clausur / ohne Machten der Prälaten nicht angewendet werden/auch nicht können angewendek werden, sonder sollen daruon ligunde Güt- ter/oder gewisse Einkommen/oder gebürliche Ztnß/gekaufft werden. Lein verendc; Es soll auch ohne rechtmesslge erlaubnuß/kein entwen- La.- er/lien r^sdtt gefth!r düng oder zertheilung der Gütter beschehen können: vnnd den. was anders geschieht/soll nichtig vnd vngülkig seyn. Die Item jr straff, aber das widerspiel thun würden/sollen ihres Ambts entsetzt werden vnd alles Stimmen Rechts enkrathen. Dieertraordl- Die einkommen aber/so ober die,den Clöstern bestimb- La/ -r/c/M narl emkom- te heurathguk/ etlichen Closterfrawen entweder auffewig/ men deß Llo oder aber nur auff ihr lebzeit verordnet seyn/ gleich wie man men v^ben verstehet / das solche den Clöstern erworben vnd zugefallen anch abzufor- seyndt/ also gebürt auch den Clöstern daß Recht / diejelbm v""' emzufordern. Derohalben wollen hinfüro die Vorsteherin der Clö- ster/ohnalle vorhergehende ceEon_der Schwestern/ dem solche vermeint / vermüg der getroffnen verträg mit den Schwe- . General Satzunge. i? Schwestern/in nahmen deß Closters/dieselben lassen ein- bringen. Inmassen wir durch diß Decrek erklären / daß alle solche rechtliche Händel vnd 3Äiones,den Clöstern erworben vnd zugefallen seyn/vndfür zugefallen vnnd erworben sollen gehalten werden. 52 -Aem. Wann sie nun abgeforderk worden / sollen sie zur not- Sie sottenzv turfft der Schwestern (fürnemblich aber deren sie weren/ «utzder fthwe wann sie das gelübt der Armut nicht daran verhindert) an- detwerd«?." gewendet werden. 52 In abforderung aber gemelten einkommen/sollen sich Der Vorsteher die Schwestern keines wegs einlegen / sondern auffs aller- ehist der Vorsteherm deß Closters solches trewttch anzei- gen. 52 ei/Lenr. So aber etwa eine sich desselben anmassete / soll sie als' Ikt straff so ein eigenthumberin gestrafft werden. dawiderrhut 52 er/Liem. Äergleichen AUmusen / geschenck/ genuß / belohnung Alles an die ge der arbeik/geschäfft in Lestamenten/vnd was dergleichen in meinzugeben. Lestamenten/odcr schanckungen einer Iungfrawen zufüle/ soll zu gemeinem nutz deß Closters angelegt werden. 52 er/Äem, Ferner sollen die Vorsteherin der Clöster / vnd andere Von den Vorder guter Verwalter / den Prälaten/ oder denen von ihnen stehcrinen sott varzu äepucirren,ihresempfangs vnndaußgab/ jährlich chanÄ?den. rechenschafft geben. Von der Zahl der Schwestern / so einem jedem Kloster soll fürgeschrteben werden- 52 Z.LrexOe- Zncm jedweder,, Kloster vnscrkr7„-,»-nW. Closterfrawen/soll auff das aller ehiste ein ge- ll^n soll ein wisse zahl der Schwestern fürgeschriebe wer- derschwArn den (so es zuvor nit geschehe) yach anordnung benennet wer- C der iS General Satzunge. der H. LonZreZacion vnd satzungen deß Tridentini- LV s^/. scheu Ooncillj. /r/L>/cf4r,. Mit denen so Ander dessen aber soll keine angenomben werden / vnd "-5- auffgenombe / so etwa allbereit eine auffgenomben were/ soll man sie nicht ^ ^ E gEmbLwtt anlegen/ die aber angelegt/ soll man nit zu der ?ro5eMon den sollen / wt kommen lassen / es sey dann/daß sie ihr heurathgut / so ihr zmhun. von dem Bischoff zu gleich mit dem »Ordens Prälaten / nach weiß obbemclter oräinacion vorgeschrieben / in nahmen eines Allmussen erlegt habe. 2, Die straffwel« So aber etwas hierwider durch zulassung/oder nach- erM ^handlen.^ lässlgkeit der -Obristen geschehe / sollen die -Obristen deß Ambtsentsetzt/wie auch Stimmen zugeben vn zunemben/ nach Verordnung der H. Lo^greZacion, vntauglich seyn. Melcher straff gleicher Massen schuldig seyn sollen/die Vorsteherin der Clöster / wie auch die Schwestern / so jhr ver- willigung darzu were kommen. Die Lonuer- Weitker ob schon deß heurathguts genuß / so im ein- k* LM k sm sovber die gang ins Closter abzufordern / durch der Layenschwester ar- ? ft^^sou man beit vnd berueff erstattet wird: doch wann die bestimbte zahl ^ heraus lassen, der Closterfrawen ersetzt ist / soll man die vbrigen Layen- fchwester wider hinauß lassen/ es were dann / daß sie hetten " zuuor Profeß gethan. Von der Vorsteherin dcßLlostcrs ! vnp-hrcmAmbt. - Je Abbtlffrn odcr Dot-stcheli» ^ deß Closters/ wie sie mag getrennt werden//e/r^ soll mit weniger als vtertzig jahren deß al-^ ^ ters nit erwöhlt werden / dle auch acht jahr nach jhrer gethanen Proftsson löblich gelebt/wie solches im H. Lridentinischen Lonciliohcylig- klich beschlossen worden. was für ei- «ß nes alters die ^ Vorsteherin ^ sein soll. « Wann kn LM- ki 5i ^ //r/o!-l> i/-;- ' General Satzunge. is r--«/---« Wann aber mit gedachkcn qualittken keine im selben MmW; Closter zufinden / kan auß einem andern Closter desselben ^ Ordens eine erwöhlek werden. So aber auch diese/ von ve« /wasma« dem/so der LleÄionvorstehek/für vnbeguemb geachtet wur- ^ de / kan auß denen die im selben Closter/vber dreyssig jahr/ vndzumwenigisten fünffjahrnach jhrer Profesilon rühmlich gelebt/mit bewilligung deß Obristen eine erwöhlet werden. L.v Der aber der Wahl vorstehet/ kan dieser vrsach halber Diewahl/wo in daß Closter nit gehen / sondern soll allein bey dem gätter/ sicher Ä" mit zweyen andern jhme beywohnenten'/bewehrten vnnd schei-enfott. verständigen Mannern/aller Schwester Stimmen anhören vnd auffnemben. Lx7>r^. Damit/aber alles recht/vndohn allen betrug geschehe/ DiewMjoN alle Abbtissinnenvnnd Vorsteherin der Clöster nach k^r/o/e" außsag deß Lrwcntinischen Ooucilij befclch/ durch die ge- vre. Heimen stimmen erwöhlet werden/also/daß der wöhlenden nahmen allzeit verschwiegen bleiben. Wann aber eine auffein andere weiß erwöhlet wurde/ soll jhr LleHion nichtig seyn. Solche Wahl aber soll mcht durch zetele/ sondern mündtlich/ nach altem approbirten Ordensbrauch geschehen. Welche aber der mehrer theil deß Capitels der Schwe- welche« der xr -X sternbeyfättet/(stewerendann von de Obristen für vntaug- A? für xr lieh erkennt) die sollen für Lanonice , vnd als ordentlicher erwöhlet / er- ^ ^ weiß erwöhlt gehalten werden. werde«. Lx/Am Ferner in dergleichen Wahlen/solle dieselben Schwe- welche kein stern keine stimen haben / die nach gethaner Professwn/noch h.rbe i« nit ober zwey jahr im Orden zubracht. In andern Wah- len aber / sollen alle Professen (die doch nicht Layenschwe- stern seynd) Stimmen haben. Lx -i/Äem. In welchen Clöstern aber mehr leibliche Schwestern welcher weren / vnd eine auß jhnen dem Closter vorstunde / können NA«*'" . ij C tz di« ro General Satzunge. schwesternbe:die andern/weder Vicarien noch Rathschwestern/ noch raubt se^n/ so Thormeisterin/noch Schreiberin/oder Kellnerin seyn. ^"riu Alle Vorsteherin der Clöster/sollen entweder ein jährig ^ KE. Reine soll oder zweyjährig seyn/nach eines jeden Closters approbirken "7, Ne- gebrauch. Dieses aber ist gänßlich zuuerhükken / daß sie verbleiben, vber drey jahr/auff keinerley weiß im Ambt verbleiben/oder verbleiben können/den Obristen soll seyn zur straff/ die ent- n fttzung ihres Ambts/so sie solches Messen. com. c^c. //F 7 . Hie ist zumercken das der Hochwärdig in Gott Vattcr / Lonruen- rur» LslstL^eronenstr /deß gantzen Grdens 8« krrncisci 6enerrl Minister, m der Leutschcn General vcrsamblung/ so er den «f.Augujii deß , 59 ^. sahrs zu Inspruck in T^rol gehalten/ vnd derftlben persönlich besges Wohnet/wegen Mangel tauglicher Personen daß Ambt/ so wolder 6u»ra,-norum als Abb-tistsrS zubedienen/versprochen des dem Apostolischen Sruel vmb aispentLrion anzuhalten/daß die Qurräisni vnd Abb- tistin können vber dre^ sahr in ihrem Aembtern gelassen werden / welches er auch gethan/vnd aufffolgende weiß erhalten har. Nemblich/ zu was Zeiten er der 6ener»l Minister die vcrblcibung in gedachte Aemb; tern den Llöstern vnd Lonuenten nützlich / oder sonst füglich zufein erkennen wurde/das er den 6u,rä1rni§ vnd Abbtlkir respestiue (so nach der zeit se^n wurden) vber drefiahr in ihren Aembtern / wie lang als ihn wirdtdunckengut se^n /gebürlichzubleiben/auß2lpostolischer macht crlavbnuß geben kan/dochsetzet ersolches seinem Gewissen heimb/ Wieder nach in der vuttr Zusehen/so auch Hiebes gedruckt worden. Vnd bes dieser äispensztion ist wol in acht zunemben/ daß solcher ger Walt mit den cZuaräi-nis vnd AbbE«? zu aitpenstren ,damit sie vber dre^ sahr in ihren Aembtern verharren können / allein dem erneraiMinistro vnd Nit den prouincisl Miniürir / noch den prouincis! Capiteln/ia auch gar den c-rnrrri Capirlen nicht verliehen ist. Danmnher/ wann es die noch oder der gemeine nutz eines Closters erfordert / das einAbbtissm vber dre^ jahr in frem Ambt verblerbe/daß sblches nit der proumcisi für stch allein oder zugleich mit seinen öikstmtorkbur zuerkennen/ vnvzu Anlassen hat/sonder nur der 6cner»ns Minister, vnd fc^n mit vollmächtigen ge; Walt bestellter Oommistsrius« Dtey iahtdar Nach verflossenen dreyen jahren / sollen fle gäntzlich da- L/r nach soll sie uon enthebt seyn/können auch weder zu demselben / noch zu chenAmbt be- einem andern Obrigkeits Ambt/biß nach außgang anderer dienen, drey jahren/ nie erwöhlet werden. ^^rstehe- Deß Closters Vorsteherin/oder wie fle sonst mag genent k-: 5 M- rw,o a ^n ein gemeine Mutter allen vorge- 5t setzt/ ^ ^aLr/s- /et. General Satzung?. ri De er/e/ew. L-c er/Äew. F-e er/üiew. L.v e//t/enr. Lev er/e/e^. De e//Aenr. Ler er/ü'em. ^ ei/eiem. seßt/also soll sie auch die andern alle in fugenden vbertreffen/ vnd allen ein exempel der sromb-vnd heyligkeitseyn. Sie soll die weiß deß gemeinen leben in allen dingen halten/auch sich befleiffen/allen mit ihrem leben aufferbaw- lich zuseyn. Den Gottsdienst) souil geschafft halber sein kan) soll sie vor allen andern besuchen. Der Tisch Lenecküion vnd Dancksagung/soll sie so- eccmpel "sc^n / vnd in rügende vbertreffen Dem gemeinä leben folgen. Dem Gottes dienst be^woh nen. Jin Refecto- uiel müglich/allezeit beywohnen. rio allzeit ge- Nach jhres Ambts erforderung/ soll sie sichbefleissen/ /^o v"^el- daß diese ding fleiffrg gehalten werden: nemblich Christlicher nigkeir vnver friedt vnd einigkeit vnder den Schwestern / welches sie zuer- Amester» halten gewißlich hoffen soll / so sie keiner Schwester gewalt zufügt / auch nicht gestattet/daß es von einer andern be- schehe. i j n- Die gemeine Aembter soll sie offt visitiren / jedes fleissig Die gemeine besichtigen/vnd embsig darob seyn/daß alle ding/alle gebür- Aembter offe lich verrichten. ' besuchen. So sie etwas zu bessern sindek/soll sie es Mißlich verbes- was zmrer- sern/so aber eine straffwürdig were/ soll sie dieselbe nach jh- AAvnnddie rer qualitet ermahnen/damit sie hinfüro fürsichtiger handle, stofflichen er- So eine gefunden wurde /die etwan ein Schwester mit malmen, werken lästeret/schmähet/oder vNtechtchet/ oder den friedt ^Affen/ vnder den Schwestern zerstörete/soll sie ein solche hertiglich, vnd die schwer bestraffen / vnd nach erförderung deßverbrecher^ /die vber- ü^rn versöhne trekterin scharpff cornZiren , die Schwestern auch nach Würdigkeit ihres Ambts recor-cilLren vnd versehnett. Die Redfenster oder Sprachorter/soll sie täglich be- Täglich vie suchen/vnd befelchen daß sie in - vnd außwendig allzeit zuM^^kenster vi- sperret seyn/follen auch ohn ihren willen / niemandtauffge- ,h^er!aub^«ß than werden. Ebnermassen soll sie allzeit wiffen/wem/vnd ^lclben me vmb was vrsach sie sollen eröffnet werden. > eroffnenlaffe» Ehe sie auffgeschlossenwerden/soll siezuuordieklceW Die schriffrli- C isi yhxx che erlanbnuß rr General Satzung?. Meven ^lzcrr oder erlaubttuß besichtigen. Sich auch befieissen/daß al- v^les/was von diesem in den satzungen vnd Oecreten vnse- Läufig ne. rer Vorfahren vorgeschrieben/vmb billicher zierd vnd erbar- ttc^entacissla willen / von allen flüssig vnnd gleichförmig gehalten ^ werde. An gen An den Feyertägen/soll sie gänftlich verbickm/gespräch Lä: .?)»»> zurcdcn ^'cr daselbsten zuhalken/es erfordere dann solches die höhe vnnd Ll von jhr approbirte noth / vnnd wann sie solches bißweilen zu I IAA zulassen/für gut erkennt/so solle sie doch auffallweg verschaff fen/ das es mit kurßen Worten geschehe. LUusur Sie kehre auch fleiß an / daß die Thür der Clausur nie- Lx er/Lem. nitaüwegezu malen eröffnet werde/es sey dann vmb nothwendiger vrsa- --öffnen. Eli. Allvort kcm Soll auch bey solcher kein gespräch vmb keinerley vrsach gespräch ,ul>is zulassen/dieweilen solches bey dem Pann verbotten ist. Die LÜusnr Täglich soll sie morgens pnd abendks der Clausur thür kx erM. offc bel'chuO visitirn/vnd fleisslg beschämen / vnnd den andern Schlüssel m wol bewah bey der nacht bey ihr in guter Verwahrung behalten. re». Die allerfrombsten Schwestern / vnnd zwar auß den ei/2e,«. Listen auffs wenigist e da scy die erste Lhormeiste- vVrselven bc- kin/soll sie zu der Clausur Porten stellen. '^ 4 , lie- Allen Schwestern soll sie gleiche lieb erzeigen / als jh- ^ ei/üi-«. den. ren Löchtern/allen soll sie auch gleiche fürsehung thun/nach ihrem vermügen/vnd nach der Personen beschaffenheit. Vnderftdied Sie soll auch nicht eine der andern vmb einiger vrsach 52 er/Aw drrvervl 'ttst willen vorziehen/als allein wegen vnderschiedt der verdien- ^ sten/qualiteken/der Person vnd deß alters. Ibrenottmft Sie soll auch aller anligen wol vernehmen/vnd sich be- vernemben. arbeiten/allen/auß gemeiner haab vnd gut deß Closters für- sehungzukhun. DieLeUenofft Ein jede Cell/einer jeden Schwester/ soll sie öfftermale ^ dr vbriq E / alles wol besichtigen / vnd alles was eitel/lieder- aemben. b lich vnd vherflüffig / auch derH.armuk vnd erbarkeit nicht gleich- General Satzunge. gleichförmig ist/ gäntzlich hinweg nemben. Welche fie hierinn straffmesslg erfinden wirdt/ die soll fie nach beschaff fenheit deß verbrechen büßen. xxDiekranckenSchwestern/sollfiegarofft^heimbsuchen/ Heiu.bsuchen vnd fie andächtig trösten/auch fleiß anwenden/daß jhnen an die krancken, nottürfftigen dingen nichts abgehe vnd mangle. gcnfachm "er er/t/em. Die fie aber vermerckte sehr schwach zu seyn/soll fie fleis- 2)^e schwer- flgvermahnen/vnnd ernstlich darzu bereden / das fieauffs uchkrSckstlm ^ h^chfen wöllen / vnd sich dermassen bereiten / gleich als vermahne ;ur sollen sie damalen auß diesem Leben zu dem HsZrnn schein den. Hierinn kehre fie auch allen fleiß an / daß nicht wegen ihrer schuldt//oder Nachlässigkeit etwan eine verlohren/ oder verwarlosset werde. Es soll auch die Vorsteherin fleißig in obacht nemben/ Gute achtung ob die jenigen / so dem kranckenzimmer vorgesetzt / vnd den krancken wartten / ihrem Ambt ein genügen thun/vnd den regnen, krancken solche lieb vnd dienst beweisen/als sie sechsten beger- ten/ daß ihnen soll erwiesen werden. I-V ei/Lem. Welche fie aber in Verrichtung solches ihres Ambts Die Nachlass»- nachlässig befinden/soll sie vermahnen / straffen/ vnd darzu treiben/auch mit scharpffer straff nach erforderung der sach/ wider sie verfahren. Lr er/i/em. Die andern Schwestern / sollen gleichfalls ein jede die D.ekrancken krancken offt heimbsuchen/ ihnen mittrost vnnd hülffbey- sollenvonven springen/nach dem es die lieb vnd mitleiden erfordert/ihnen h^mbqesucvt auch also dienen/als fie ihnen sechsten wünschten in derglei-" werven. chen fall bedient zuseyn. Dienachlässigenin diesem/ sollennacherkandtnußder D,- Vorsteherin/vnd gleichförmig ihrer hinlässigkeit/gestrafft gen firaffme^ werden. ' Ng. Von L4 General Satzunge. Von dem Gehorsamb. Der Gehör sirm'o ein freund deß menschlrchen lcibs. ^ I Der Gehör; Eil der Gehorsamb ein gar ver-^v.sm trewlicher freundt der seeligkeit/jcdoch die fest ^. i» vnnd bestendig auff einen starcken felsen ge- ) gründet ist. Dann besser ist der Gehorsamb ^ alsOpffer/vnd widerstreben ist wie ein Sünd der zaube- rey: dannenher auch Christus vnser HERR vnd Seelig- . macher sechsten / diese tugent dem leben vorgezogen/seiten- mal er erwöhlet / eher das leben darzu geben / als den Gehorsamb vnerfülltzulasscn/darumbist er gehorsamb gewe- ^ sen biß in Todt / in todt aber deß Creußes. 2. s. Gleich wie nun diese tugent deßGchorsambs/ vnder 5^ sirmb hoch not Mn fugenden die fürtreffentlichiste ist / vnd allzeit hcyl- samb. Also in Christo geliebste Schwestern/ist er auch allen zum höchsten vonnöthen. - Derohalben erzeiget alle gleich gehorsamb / der Muk- ^ herinnen soll ter Vorsteherin deß Closters / deßgleichcn der Mutter Vi- man gehör- cgriy yher Priosty/vnd allen andern/die nach der -Ordnung samben. ^ Erdnen vnd befelchen / dann solches erfordert / so wol die natürliche ordnung / als die Christliche vnnd Geistliche ein- saßung/daßnemblichalleVnderthanen jrenObriften vnd Vorstehern gehorsamben. ^. In Verrichtung der Aembter / soll keine seyn die sich ^ ^ Aes Ambts widrige sonder alle gleich gehorsamben / wie solches das ge- verweigern. lübt deßGchorsambs erfordert. Wann es sich begebe/daß - wider diß gehandlet wurde/so soll die daran schuldig ist/nach gutbeduncken der Mutter Abbtissin oder deß Closters Vor- .steherm/mit der straff deß Mrtrettnen Gehorsambs/ gestrafftwerden/ vnnd wann sie es auch für nothwendigan- sicht/ soll sie dem Obristen solches auch andeuten. Die straff der Welche aber in ihrer widerspenigkeit verharren / vnnd er/A^- hMUrrigen/auch dem Obristen nicht gehorsamben wolte/ soll befenck- Lk ex NUst/ General Satzunge. rx nust/oder auch von jhm/(fo es wegen beschaffenheik der wl- w«i»e m <,» derspennigkeit für rakhsamb geachtet wurdt) in ein anders Clostervberschickt werden. wu-dr. f^r Vnd desselben Closters Abbkissin oder Vorsteherin/ist Dieselbe so» schuldig/sie auffzunehmen/ beyPeen derexeommunica-^^genomm- rion , oder auch grösserer straff/ nach deß Hdriften gut- achten. Daß Ctoster aber / darauß die verbrecherin weg gefüh- Die verschick, rek wirdk / soll demselben Closter / dahin sie geführt wirdt/ ^ denvnkostenzursveißvndkleydung/ souil sie (die zettjhres ^lmng ver- lebens) vonndthen / zureichen verpflicht seyn: welche Vor- sehen, steherin solches zuthun sich weigerte/soll gleicher straff vn- derligen. Wir befelchen auch/ daß solches aüzeit/soofft ein Schwester / was für vrsach halber es auch beschehe/auß Ihrem Closter in ein anders/auß befelch deß Dbristen cranr. Lerirc, vnd verschickt wirdt/gehalten werde. ^ -i/t/enr. Dann kcafft / gegenwertiges Oecreri vnnd diefts ge- Die Verschiff sa^es/soll den erlaubt / seyn vnd gebüren/die ckungö schwer c.„. widerspenstigen vnd lasterhaffkigen Schwestern/zur straff/ cung/Sehers auß einem Closterin daß ander (wie sie es im HERRN für Obrigkeit Machten) zuuerschickcn. Mirbefelchen auch gantz ernstlich/daß die Clöster zu Die Llöster . welchen solche Schwestern verschickt werden/dieselben auff- sollen die vew nemben/vnd das sie bey gleicher vnd noch grösserer straff/so Affnemben"" vber die widersprechenden nach deß Prouincials vrtheil sol- ^ len gefällt werden/solche auffzunemben schuldig seyn. Lx -r/Aem. Wann aber ein Closter also vnuerschambt were/daß km vngehorr ^ ^ es nach Verächter auckoricec der Dbersten / vnd nach zerriß- lindes Clo - nemPanntderH, gehorsamb/ in ihrer Hartnäckigkeit ver- !aA^vnvd^ harrete/yder zu Fürsten vnd weltlicher Dbrigkeik/ oder zu Brüder solle» ^ sonst einem kaiserlichen Gericht vmb hülff / gunst vnd ralh/ „'Eh s wider Veß Ordens lurirciiLtioo vn freyheit/jr Zuflucht nem- vc„. me. So verordnen vnd gantz bedächtlich befelchen wir/ daß O ' dasselbe »6 General Satzunge. dasselbe Koster mit dem Pannk der verdambnuß/ auß Apostolischen gemalt / gebunden / soll von dem Orden alsbald verlaffen/vnd alle zu desselben sorg vnd regierung verordnete Brüder hinweg gerufft/abgefordert vnd genomben werden; vndvberdiß/ damit solches von allen vnuerbrechlich gehalten werde/sobefelchen wir es kräfftigklich bey straff deräu- HenLlon,vnd auch grösserer / in welche (nach gukachten der -Obristen) die solches vnderlassen/gänßlich fallen sollen. Von der Armut. Iungfrawen vnd arme gesponsen/ deß armen Brällkkiqambs IESV Christi/ ^ M ^ welcher da er reich war/für vns ist arm wordk. O Töchter der armen Mutter/ nicht mit Verdruß vnd gezwungen / erduldet die armut/welche jhr willig- kltch habet erwöhletsondern liebet sie/damit jhr nicht vnge- rathne Kinder seyet/in ewer Mutter vnd ewres Gespons ar- ^ Christus hm MUL. Dann ewer himblischer Bräuttigamb vnd Meister vle armut gc- dhristus/hat die armut geliebet vnd gelehret/ welcher auch/ ^' daergeboren/ineinKrippleingelegkistwordeu/vndnackent am kreuß gestorben. Item der H. Vnser H. Vatter Kranciscus/hat die armut erwöhlet/ ^ er/LB vnvÄnick- vnd dieselbig jhme ewig vermählet / die er auch die heyligiste ter S. Clan. Jungfraw Llurum,die BrautChristi/ewergeliebste Mutter heylsamb gelehret. Welche die armut angenombcn/ die reichthumb dieser Welt Hindun gesetzt / vnd arm dem armen nachgefolgk. Hiewird vor- . Derowegen / damit jhr die liebe armuk/die jhr Gott ^' ^^^dem^)ERRN verlobet habt/ desto embsiger euch lasset an- mäß. ^ gelegen seyn / haben wir euch diefes/vnuerbrechlich vnd fest zuhalken/vorgeschrieben. Lat; gemeine In der arbtik/im essen vnnd ttittcken/wie auch in der 6-r leben joUi-ian Ermahnung zvrH. armur General Satzunge. r? kleydung/ sollet ihr alle gleich/ eingemeines lebenführen/ k , dann es gezimmet sich nicht/ist auchferm vonvnserer H. ^ichm. "t Vätker Meinung and einsaßung (welcher wir vnö gänßlich ; vnderworffen/) daß / die jhr die weiß eines gemeinen lebens L verlobet habt/von demselbigen auff einigerley weiß/ janur ein wenig sollet abweichen. cx Keine soll vnder euch seyn / die ausser deß gemeinen Alk / öderer- j mosen kästlein/oder auch darinnen Gelt / als ihr eigen habe - ! oder etwas anders/als eigenthumblich hesiße/wie solches im st»r haben. ^ Tridentinischen 8/uoäo verbotten. j ex Alles Gelt/welches vnder dem nahmen eines Allmo- gememka- e? sens oder geschencks/woher es wöll gegeben/oder auch durch werden ^ -x T^ayient / vnd wegen täglicher arbeit erworben wirdt/ ! soü der Vorsteherin deß Elosters / von allen Schwestern ! trewlich vberltffert/ vnnd in das gemeine Allmosen kästlein ! gelegt werden. xx Von demselben / vnnd andern deß Elosters güttern/ Die'Vorsteher < Allmosen pnd Einkommen / soll deß Closters Vorsteherin/ s lb^aMvor/ - als jhr aller gemeine Mutter sich befleißen / alle bescheiden- sthnng rhun. j lieh vnd gleich zuuersehen / aber fürnemblich dieselben/ vmb ? welcher willen/(in was nahmen/vnd vrsach es geschehen) et-- j was geschenckt worden. j Lx So solches die Vorsteherin nit theke/ sonder vmb was Die „achläm- ^ für vrsachen willen vnderliesse / soll sie nach Machten deß A s°" man -Obristen gestrafft / oderauch/ (so sie es verschuldet) in ihres' fen. ! Ambts verrichtug gesperret/oder gar dauon adgesetzt werde/ j wie er es am besten im HERNsr gutzuseyn/wirdk erkenne^ x Fx er/Lie,». Daß gemeine kästel aber deffAllmosens / soll ^n einem Das gemeine i sichern ork gestellt / vnnd allzeit mit zwey vnderschiedlichen mttzween'^^ z Schlüßlen verschlossen seyn/vnd derer Schlüssel einen die ZchMsslevers s Vorsteherin/den andern/ eineaüß den Rathschwestern/so ! im Eapitel darzu erwöhlet worden/bey jhr behalten. die Schlüssel 1 Lx -iMr. Es soll auch solches kastel weder auffgethan / noch Gelt sollen behalrr D ij her- "" rS Gmrral Satzung. wie es Zuge herauß genomben werden / es erfordere es dann dienoch/so gelassen / Gel, iE gemeinem Rath der Mütter approbirt worden. Jedoch soll der Vorsteherin vergunbt seyn / daß sie mit L* Ein wen,:' xath her Mütter/etwas wenig Gelts/bey einer Schwester/ hcraußbchal so nach gemeinem rath vnndvrtheil der Mütter/darzu für te». tauglich geachtet wirdt / auff behalten lasse / damit sie der täglichen nokturfft desto leichter vnud belder fürsehung thun könne. Die Raittung Ferner soll die Vorsteherin deß Closters / von allem L* -i/Aem. vonwem,wl was eingenomben oder außgeben/ so wol den imEapitel Nebttweh^n versambleten Schwestern zum öfftern/als auch den Rath- ft>u. schwestern/deßgleichen dem -Obristen zwey: oder zum we- nigisien einmal im jahr rechenschafft geben: damit alle verstehen vnd abnemmen können wie recht vnnd trewlich / die Clostergütter verwalket werden. So sie solches vnderlaffet/ soll sie nach Meinung deß Obristen gezämmet werden. »aussen oder Keiner vnder den Schwestern gebäret/ etwas zukauf- 2* -A-m- verkauffen / fen oder zuuerkauffen/es sey dann mit bewilligung der Mut- ^moderwg!: ter AbtlsslN/oder Vorsteherin deß Closters; Welche hierlassen wlkdr. wider handlete/soll für ein eigenthumberin geachtet/vnnd Ihrem verbrechen nach gestrafft werden/wer sie immer sey/ vnd solches nach Machten der Vorsteherin deß Closters/ oder deß Obristen. Nicht- so» Es soll auch keine etwas / daß dem Eloster zugehöret/ ^ Ar - r«,orme<- ?o General Satzunge. augcstcht be r zeit das angeflcht biß zum Mund Mil dem Wähel bederke/ v cke vc.b7n. ^ den ftembden die Clausur Thür öffnen. Ohre erlaub; Brieffschreiben oder empfahen / soll euch nicht erlaubt Lx -i/A-«. nulr ":t drreffr styn/als allein den -Obristen / es sey dann daß die Vorstehe- ^npfantzen^ rin deß Closters/die Schreiben so zuuerschicken/so wol / als die manempfangen/zuuor gelesen Hab. welche wort Daß gelübt der Keuschheit desto behütsamber zuerhal- ex -r/A-m. zumeidcn. Len/so sollet jhr niemalen von eitlen dingen reden/ vor leichtfertigen Worten euch Hütten / vnnd alle böse gespräch/welche Lx /E« offtermalendie gute litten verderben/mit allem fleiß fliehen^ or. vndmeyden. welche bildet Ihr sollet auch nicht weltliche/sondern dergleichen Bil- Lxtt/^. zugelassen brr haben/welche der Christlichen andacht vnd Gottsforcht vermchrungvnd hilff bringen/auch nit die künstlich vnd fürwitzig gemacht/ sondern die dem standt der armutgemeß seyndk. Von aller ei; Im ganßen ewres lebens Wandel / habt ein gäntzlich Lx gemein ab^Ehewen am bracht/vberfluß/ehrgeitz/ vnnd folgendes an scherrcn habe aller eitelkeit / ja auch mit Worten verkehret die weiß deß lebens nicht. Leichtfertige Nichts seichtfertiges/nichtS lächerlichs / nichts vnge- Lx -i/Ä-M.' reden lassen, reimbkes/nichksvnzüchtiges sollet jhr reden. Vor leichtfer; Ferrn soll auch von euch seyn/ scheldtwort/affterreden/ Lx votten"sich^fürwitz/leichtfertigkeit / schmaicherley/ vnnüßereden/vnnd Hütten. aller wort zanck. Mahlzeiten Vordem fraß/trunckenheit /gastereyen/ vndderglei- Lx -,M hetzen. rhen / Met jhr euch fleißig Hütten / vnd gäntzlich dauon enthalten. welche BL; Werfft auch weit von euch / die Bücher/von kurtzwei- Lx -i/W» »erffen^ ligen / lächerlichen / vnnützen / vnzüchtigen vnd liederlichen sachen/insonderheik/welchein ewrer Mutter sprach beschries ben/oder die sonsten verdächtig seyn. Abscheulich- Ihr solt auch nicht gesänger brauchen / die lächerlich/ LX -,/rl-w' wol- * GetieralSatzmige 31 wollustigklich / vnd nicht allerdings züchtig zusamben ge- riedern em setzt seyn/ sonder solt vielmehr, ein abschewen darab den. ^ ei/ö-m. Zu keiner zeit / auch nicht mit dem Vorhaben / euch zu- Den Ordens erlustigen/sollet jhr den Habit deß -Ordens außziehen / auch " * keine weltliche kleyder / sie seyen gleich wie sie wöllen/anle- ^ Lx ki/Lem. gen. Vielmehr aber sollet jhr den H. betrachtungen/ dem was MN mei- Gottesdienst / dem Gebetk/dem lesen vnd Geistlichen ge- stenMhun. iorH sprach / soutl euch die nothwendige geschäfft zulassen / stäts ^ ^ ergeben seyn. L* Entlich sollet jhr Gott den HsRRN fieisslg bitten/ Gotthochzu- vnnd von jhm demütig vnnd vnauffhörlich begern / das jhr ^"»„g "eß ^ den himblischen schaß der HIungfrawschafft in diesen jrrdi- inmvirstyen . sehen gefäffen/gebürlich vnd sicher bewahren / auch denselben heylig vnd gantzvnbefieckt erhalten möget. /AM /AB» Lx anttq« Lt ex l^r/- /r/o/eean. Lx er/Aenr Lx er/Aem Von dem Capttel. S ist et» Dhraltes/ so wol von 5). Vättern / als von der Kirchen approbirts ge- saß/daß man dieselben Personen/die einGeist- liches Clösterlichs leben führen / auff befelch ihrer Ovrigkeit offt zu demCapitelberuffe/ damit alldork in Geistlichen suchen / vnd mit Helsamben Vermahnungen/ alle bequemblich vnderrichkek werden. Derowegen die Vorsteherin deß Closters alle Schwestern/ mit dem Zeichen der Capitelsglocken/ nach gelegen- heit der zeit vnnd deß orts / offtermal zum Capitel beruffen soll. - Allda soll sie einer jeden Schwester schulde anhören/ ein jede mit lieb vermahnen/ barmherßigklich mit billichen straffen cor-riZirmwie sie es für rathsamb erkennen wirdt. Ambks wegen / ermahne sie alle fieisslg/ daß sie ihres deruffs/ Daß man offr ?umLapltct die Ordens Personen de- rufft/istemalr tes hcrkomen. DieVorsh.'he- rm soll die schweftecn ?u Eaprtel beruf- feir. Aller vnd fede schuld anhörL Alle ihres be- ruffs ßeissig vermahnen. ?r General Satzunge.' beruffs/ mit welchem sie Christus der HERR durch sein grundlose Barmherßigkeit / gewürdigek hat/stets ingedenck seyn/ austdaßsie also durch diese heylsambe vnd jmmerwe- rende gedächtnuß heyligklich bewegt / alles / was sie Gott gottselig verlobt/ embsig vnd fleißig halten, wie auch ru Kürnemblich aber/daß sie die Armut bewahre/ die Rei- L* -V der kligkeit erhalten/den Gehorsamb leisten / sich aller rügenden ' nrgkctt. befleißen / die laster fliehen vnd schewen / sich vnder einander lieben/eine der andern mit gebürlicher ehr vorkomme / friedlich bey einander leben/vnd sich dahin bemühen/ dle einigkeit deß Geists im bandt deß friedens zuerhalten. 5» der Jung- DieIungfrawschafft solle sie verfügen mit der Demut/ Lx ti/Ll-m. vndD?mttt dann ohne Demut ist Gott die Iungfrawschafft nit licb/so rr o. ' ' gesellt jm auch nit ein gaile vnd vnuerschambte demut / dann es sich gebürek/daß je keuscher ein Iungfraw ist / sie auch de- sto demütiger sey. Lu derGotts? Sie wöllen sich auch befleißen in der forcht Gottes zu- Lx ei/L-m. forcht. uerharren/jhr heyl in forcht vnd zittern zuwürcken / vnd zusehen/das sie nit vom dem hohen staffel der Iungfrawschafft fallen» Lu deniGstts Dem Gottesdienst wöllen sie l.mbsig beywohnen/dem Lx drenst. obligen/offtermahlen beichten/ vnd das hochwürdigen Sacrament deß Altars/ würdigklich empfahen. Lu betrach, Mit einhelliger verwilligung vnd in einem Geist/wöl- ^ -X o. su^verhimb ^n sie sich in diesem bemühen / daß sie dem Gottesdienst/ ^ l,chen rrigen.^n betrachtungen himblischer dingen / dem Gebett vnnd Geistlichen vbungen ergeben/mit hindansetzung der weltlichen händlen/ vnnd eiteln sorgen / abgesondert von allen la- stern/auffdem weg deß HERRN auffrecht wandten. Lu Meldung Daß sie von vnnußen gespräch sich enthalten / daß an- r* geschväyes" schawen der Menschen vnd aller weltlichen fliehen/mit denen so ausser deßClosters seyn / ohne erlangte erlaubnuß nit reden/vnd alle jtzre Aembter fleißig verrichten/ vnd sorgfältig bedienen. ^ Ent- General Satzunge. 55 Zx -r/iem. Enklichen/daß sie alles dasselbe/was wahr/ erbar/was Sv allem gy, heyligvnd Gottseelig ist/allzeit gedencken/würcken vnd be- trachten. L.V eAem. Dieses vnd dergleichen solle die Vorsteherin deß Clo- wie st- solche sters/jhren in Capitel versambleten Schwestern/nach ihrer Vermahnung Gottseellgkeit vnd guten verstandt/vorhalken/vnd mit sol- chem eyffrigen vnd beweglichen worten/mit solchem Geist vnd inbrünstigem gemüt/ daß sie die gemüter der Schwestern letchtlichzurandachk/vnd vbungguts zuthun/zum fleiß der tugent / heylrgen obseruanß/vnd deß Geistlichen leben- zucht/ anführe. Von der Benediction vnd DancksM gung dcßLlschS. Ic Schwestern / wann sie außD-rr,schst>» Lt ex HE Capitel ins KeteÄorium gehen/sol, v§ schwrstern e.an Ihren orten nach einander stehen/ gelegner wer- LM-«» vnddieLeneäiLtwnnachdeßorksvnddck ^ ^ Zeit erforderung/jprechen. Lx -i/A-m. Nach verrichter LeneäiLtion, sollen sie an ihre örter/ z» ordentlich nidersitzen/diespeiß in der still rmpfahen/die H. Tisch lesen, I^eLtion,die man altem gebrauch nach lisek/auffmerckig an- aemü^mie^ hören/auffdas zugleich mit dem Leib auch die Seel mit jh- Geistlicher rer Geistlichen fpeiß erquicket vnd gespeiset werde. speist auch -r- L* -L/A-m. An dem Lisch soll keine reden / keine lachen/ keine zan- *Am cken oder widerbellen / noch auch mit vmbschweiffenden Au- Menrium. gen hin vnd her sehen. L* Vom Lisch / sollen sie nicht auffstehen / es erforders ^cim so» ab- dann die noch/ vnd solches zuvor mit erlaubnuß. Bey der "es-ndr sein LeneöiLiion vnnd Dancksagung / sollen alle allzeit gegen, gen^ndda^ck wertig seyn / sie weren dann durch rechtmeffige Hindernuß srgvng. E - (so weroerr. sbllcs' flersslg rum Gottüdkcnsi kommen, wie sie m vic Aircken gch^ sielen. !l ^ '.I ^ r L 54 General Satzunge. (so von der Vorsteherin zuvor für gnugsamb erkennt) auff, gehalten. DiestrMiche Oü hierinnen einen jrrthumb begangen hetke/sollbil- cx -r/i-n». sottengebüsi l straffaußstchen/auch nach dem verbrechen/vnd erkand- nuß der Vorsteherin gebüst werden. Vom GoLtsdlensivnd Gcbetk. Em Gottsdienst sollen alle vnd,c- de Schwestern/ beykagvnd nachtembstg beywohnen. So bald sie auch in die Kirchen getan- ^ „//em. gen/ sollen sie vor dem Altar/ allda der aller- heyliqiste Fronleichnamb vnsers HERRN JEsu Christi/ auß Christlicher andacht / wirbt auffgehalten/nider knyen/ vnd etwas wenigs betten. wie attva zu; Nach dem sie widerumb auffgestanden/sollen sie fein xx er//ellk. gehen vndzur tangsamb/vnd mit gebärender bewegungdeß leibs/an ihr ort/vnnd in die ordnung ein jede sich verfügen / vnnd allda knyendt mit andacht verbleiben/so lang/biß von der Vorsteherin daß Zeichen auffzustehen/gegeben wirdt. wie im Lkor Alle Schwestern / wann sie zubestimbten stunden im zubetten. Chor stehen/sollen sie für alle Chriftglaubigen / andächtige vnd geistliche Gebettlein zu Gott dem HERRN außgies- sen/vnd wann sie am selben ort seyn/sollen sie gedencken/daß ICsus Christus vnser HERR zu gegen sey/ deme man mit forcht vnd zittern dienen soll. wie sie psäl. Sie sollen auch nicht faul vnd schläfferig/hinlässig all- Lx er//-"-, iirn. da stehen/nicht mit zersträten gedancken vnnd vmbschweif- Lt ex n. senden äugen / mit vngebürlichen standt deß letbs / sondern auffmerckig/fleiffig/ gottsförchtig/ andächtig/mit gebärender bewegung deß leibs/vnd mit Lieblichkeit der Stimm/ daß Göttliche lob verrichten / vnd Gott dem HERRN in bep- General Satzunge. 35 rx beyseinder Engeln psallirn/ mildem mundtstngent/vnd «0/.^. mildem Herren frolockent in Lobgesang vnnd Geistlichen Liedern: dann gülig vnd süß ist der HERR/dann sein barm- hertzigkeit werelewigklich. Lx Keine soll im Chor daß oKcium absonderlich oder wie vas offl- /-/et.,/-heimblich belten/sondern alle zugleich / wie geschrieben ste- cmm zu bette. ?/-/. ,^L. hxf. allen mit den jungen/loben den nahmen deß HERRN. Lx-r/Aem, Von allem geschwätz/ vom Briest vnd Bücher lesen/ waszuuer- wie auch von hin vnd wider lausten / vnnd lachen/ sollen ste meyven. sich enthalten. L.v Nach erforderung aber der zeit vnd deß orls / sollen ste was von aNL nex /rr- sißen/stehen/knyen/dashaubtneigen/auffstehen/vnd solches ugle.lch soll solle., alle zugleich miteinander verrichten. LX er/Äe?,r. Daß Göttliche Ambk/soll auffkeinerley weiß/anders/ ^eine soll den als esfürgcschrieben/verändert werden / sonder sie sollen es Gottsdicnst mit wolg- ordneten Stimmen / ein Chor vmb den andern/ vermvern. klar verschieden/nach deß orts vnd der zeit beschaffenheit/ außsprechen/ betten vnd singen. Lx e//r/en. Von den Göttlichen Aembtern vnd Gebekk / welche von Lf exernrr- täglich zu bestimbten stunden in der Kirchen sollen geistlich Jcmscibeaußr blerdcn. Lx ei/Äem. vnd andächtig gehalten wcrden/gebürt keiner außzubleiben/ oder dauon zugehen/ es entschuldige ste dann die Verrichtung eines Ambts / so die ganße gemein angehet/ oder zwinge ste die noch / so von derDbristttn sür gnugsamb erkennt worden. Die aber auß wasfürley östlicher vrsachen dem Gokts- Aussrhalb dienst im Chor nicht beywohnen können / sollen denselben dcßCot-rsrrie gänßlich (fürgeschriebner ordnung nach) betten/jedoch nit nachlässig/sonder auffmerckig vnd andächtig. Lx tt/ükem. Letztlich sollen sie im verrichten der Göttlichen Aemb- was »« g« ter/alles dastelbigfleiffigklich halten/ washieuon heylsamb mem bcyd?!n vorg-schri-hentst. E y Vber ?6 General Satzunge. wie derselbe Vber daß auch / zu erlangung Ablaß vnd Verzeihung schließen. ^ aller mängel/so im Gottesdienst außMenschlicher schwach: vn blödigkeit vndergeloffen/welcher vom Vapst Leone de zehenden/verliehen worden / als offt der Goktsdienst geendet rvirdt/soll entweder von allen zugleich/oder von einer allein/ als derWochnerin oder vEciacorin (jedoch daß dieandern vnder dessen fleißig vnd mit andacht auffmercken) mit gebognen knyen/ laut vnd mit verständiger Stimm/ auch demütigen Gebett gesprochen werden. Linschones öc incüuictuL^inic3ci,Oruci6xi Do- Lndtdeßsl-t- rnini ^olkri Ir8v Lkrilii kumamcaci, beacillimX ac »es dienst zu AloriotlilimX VirAims IvläKIL toccundicaciacAmce- sprechen. omnium lanLtorum vnucrlic 3 ci,üc tempicer- QL l3U8)lionor-,vircu8 Lr §lori3,3l) omni creacur3)NoI)l8- Hue remilliopeccacorulN, perinirnica lrecula lXculo- rum. ^men. Leaca vi/cerL Ivl x L l L VirAini8, c^uV porcaueruncXternikacri8küium. Lc beaca vbera,c^uX iLÄauerunc LKMum Oomulum. Vnnd hernach ein Vatter vnser/ rk'. vnd Aue Maria. wie man auß Nach Vollendung deß Gottsdienst / soll keine auß dem ^ hen'soM nack Chor gehen/es sey dann auß befelch der Vorsteherin / zuuor verrichten» ein zeichen/hinweg zugehen/gegeben worden. Gottsdienst. Vnd mit gleicher ordnung/wie fle ins § hör kommen/ sollen sie widerumb herauß gehen/jedoch züchtig/vnd nnt gebärender Zrauicec, vnnd daß sie zuuor dem allerheyligisten Sacramentdeß Altars die knye gebogen haben. Die verbreche Welche in diesem ein jrrthumb begangen wirdk haben/ ^ dieselbe soll die Obriste scharpff bestraffen/ vndgäntzlichen ^ befleiß fürkehren/daß die weiß der straffen seyen/ nach der maß deß Verbrechens. ^7/.,/. Täglich soll Alle sollen sich embsig üben im H. Gebett / vnd der an- -rM. man betrach- dächtigen stillen betrachkungs vbung/täglich zu bestimbter stundt/vnd mit gantzer begier eines allerkeuschisten herßens/ obligen. . Was General Satzunge. Lx Mas ihnen aber / von der zeit deß Gottsdiensts vnd Die vbiH« Gebetts/von Übung der betrachtung/von Kirche Aembtern/^enehrm vnd andern nothwendigengeschäfften/vbrig/ sollen sie das- selbig/nitin müssigang/faulkeit/ auchnitim fürwiß newer sachen/verzehren/sondern weil sie in den kheil deß HERRN Christi berueffen/sollen sie tag vnd ttacht/in seinem gesttz de- Von der H. Beicht vnnd CoM MUNtVN. Schwestern sollen verbunden 8» welch-" seyn/alleMonak mit grosserkreienl. ^ Lire-,. Closters altem vnnd approbieren brauch / oderauch nach eis ^ ^ ner jeden Christlichen andacht / das hochheylig Sacrament deß Altars / empfahen / vnd solches mit tieffester deß herßen ^ vnd gemüte ehrerbiettung/demut vnd reinigkeit. /r/o/e^n was für Lin Ste sollen sich auch befleissen/vnd sich selbsten probirn/ fordert werde auff daß sie diß brot der Engel / das warhafftig brot deß ex er/lenr. Htmniels/vnd brot deß ewigen lebens / ihnen selbsten nicht zum gepicht der ewigen verdamnuß nehmen. Mit WZ leibs Sie sollen auch also züchtig / geistlich / vnd andächtig ex l^//-/o. vnnd gemür- zu empfahung deß allerheyltgisten Fronleichnambs vnsers A zurH.Com HERRN IEsu Christi sehen / daß nichts begangen oder muniorr. vnderlassen werde/was seiner höchsten Mayestett vnd Hey- ligkeit/zuwider seyn möchte. Von Bcichtvättcrn vnnd ihren Locijs. DieBcichtr vätter der Schwestern / wie ste einzusn yen' vnd von ihren qualite ten/ die ste ha ben sollen. Lle Beichtvater dcr §losterfrawen/ « sowol die oräinsric, als die nach de Lridenkini- I» sehen Lonellio exrra oräinLne gegeben werde/ ,^7. sollen mit gemeinem rath vnd bewilligung der xe ex ^ Vätter in den Prouincial Capiteln oder versamblungen/ /i/s/e"». allzeit eingesetzt werden/die ihres alters fünfftzig jahr seind/ oder auff daß meiste als es sein kan/ sich zu dem fünfftzigisten nahen M M. er». Lx Debets rr-L General Saftnnge. 79 nahen/oder die so vierzig jahr/vnd in drr Religion gäntzlich fünffvnd zwainhig jähe vle»leot/ du auch in geschlcklichkeit/ lebens vnschuldt/vnd allerkeuschesten strten p. obirt seyn. Lx Denen auch gesellen gleiches alters vnd hey!igkeit/so- rvas färSo- uil es müglichen/sollen zugeordnek werden. Lx Welche Beichtvätter vnnd gesellen alle vnnd jede g w DieBeichtr Lt nichts/auch nicht das allergeringste von den Schwestern zur oättcrVttSo- -X ^Lr/ö- Verehrung absonderlich nehmen sollen. vöSchwester» /ee. ,s-z. In heu zimmern die zum Beichthören clepucirc seyn/ ncmmcn. sollen sie niemalen essen/als allein zur zeit / wann sie Oene- ral beichten hören. zu ihren wot^ Zu den Schwestern sollen die Beichtvätter gar keinen ^'"ge solle sie Lx mit ihnen führen / oder keinen zulassen / außgenommen den c. /r. 8 ocium,der ihnen durchs Capttel/ oder -Obristen / zugege- xr ex l^/- ben/ste zeigen/dann auss ihre in Schrifften gebürlicheLi- /r/o ec-m. ^utz vnderlaubnuß / die ste gar wol besehen sollen/damit ste sich nicht vnfürstchtigklich in diesem vergreiffen. IndasCloster Regiment/ vnd inallerleyerwöhlun- IttvieCloster rrex lrom. gen / sollen ste sich keines Wegs einlasien: können auch vber AA^siMnit Lt -x ?-r- zwey jahr/bey einem Closter nicht gelassen werden. emlasiA." Ja ste seindt verpflicht/daß ste in allen ?rouincia 1 Ca- allen La- Lx l^«r/o- oderversamblungen/Entweder persönlich gegenwer- pttle/,rAmbt ^5-5 fjg/oder abwesendt durch Schreiben ihr Ambt resiZniren, rengmre». welches auffgeben/die?acre 8 entweder zulassen mögen/oder aber im selben Ambt vnd ort/ die zwey jar conrinuiren lassen/nach dem es ihnen am besten zu sein beduncket. Lx Dem Ouaräiauo desselben Conuents / welchem sie Dem Guar.' ' einuerleibt/sollen sie in allem (ohne was zu ihrem Ambt ge- di'" sollen sie höret) vnderworffen seyn. i» --Mm Es gebäret ihnen auch nicht / durch die Stäkt oder ör- »u.c.,i. ander ! i' ^ ' t i? ü 40 General Sahlmge. ^ «nß soll kein anderer Orden Beichthören/ohne ordentliche deß Generals 5kex^/. Bruvcr vie Prouincials schriftliche Licenß. deicht hören. Die Obrigkeit aber soll dergleichen erlaubnuß/ anderer "95. Anderer Orde Schwejier beicht zuhören nicht mittheilen/esgefche- wie sie ztt^ he dann auß erheblicher / den ?3crjl)U8 wolbewehrter vr- deichten höre sach. Einer schwer- So auch etwan ein Schwester in der letzten sterbstund x* lich erkranck läge/ oder die so schwerlich kranck wert/ das die gefahr deß !in^tter" Todks zubefürchten/vnd einen Beichtpatter excra orciinL- Beichtvater ric begerte / soll er jhr zugelassen werden. Jedoch das er zuzylassen. entweder desselben/oder eines andern ClostersBeichtvatter/ oder sonsten nach der Obrigkeit vrtheil/ tauglich darzu seye. Die Llöster WasaberzuvnderhaltungvndkleydungderOräina- 5^ ei/A«. solle de beicht- riBeichtvätter vnd jren geselle vonnothen/wo cs der brauch nokmrffcg-b- ist/sollen die Frawen Cldster fürschung thun / nach dem es die billigkeit erfordert. Extraordinür Kerner/was von Zulassung der excra oräumciBeicht- xxT'-'r/e'-. ri Beichtvät- vätter/ den Schwestern zwey oder dreyma! irll jahr/das gebenwe"d^cn. Tridentinische (^onciliuin beschlossen/ordnen vnnd be- selchen wir ernstlich / das die krouinciales solches vnuer-^^'^^ brechlich/vnd fleissig ins werck stellen/damit also allen ersprießlich sey/ was für alle heylsamb angeordnet ist worden. Ist ein rath, Daß aber alle dem excra orcimario beichten sollen/ra- ca- r^ü' !en,Iberein^^ khen wirwol/aber schaffen es nicht/wir befelchenaber/daß/ i"' ^ gebott/ daß sie so nichtalle beichten wöllen/jedoch/alle sich bey ihm dernüt- or tig anmelden/vnd mitgebognen knyen/ in derselben vnder- ^ werffung bey seinen füffen ein wenig verharren / vnnd nach vonjhm erlangter LerleäiLtion widerumb abtretten/auff das also eines jeden heyl vnd wolfahrt füglich vnd heylsamb Vorgesehen sey. Die solches VN Welche solches vnderliesse/vnd zu solchem vermahnet/ verliesse jhr nicht gehorsambem wolte/ soll die straff der vbertrettnen »E. - - gchor- Gmeml Saßimge. 41 gehorsambauffallweg außstehn/ vnd man soll auch dassetr bigdemProuincial/zuwissen thun/wann es die Verstehe- L.v er/i/em. rin notwendig zuseyn erachten wirdk. Dek ordlttarr Die zeit auch/wann dieexcra orciinari Beichtvätter der Schwester beicht anhören/ sollzurselben zeit den oräl- ^emcht gege Lx erflem. rrari Beichtvätter« dahin zugehen nicht erlaubt seyn. wertig scyn. Welcher obuerzeichneten sachen wirdt zuwider thun/ dem soll die Verrichtung seines Ambts eingestellt/ oder gar Don demselben/ nach Machten deß Obristen/entsetzt werde. Lx er/A,». Letztlich wollen wir alle Beichtvätter ermahnet haben/ Ermadmrttg daß sie die Schwestern von den gröber» Sünden / vnd für- a" vre Belcht- nemblich von denen/die wider die -Ordens gelübk geschehen/ ^ beweglichen abschrecken/ von den geringem aber/sollen sie dieselben lieblich abführen/auff daß sie also durch diese heyl- sambe Gottselige weiß vnnd Christlichen fleiß/jhrem heyl vnd ehr/nach erfordemng ihres Ambts bequemb vndfleissig helffen. In diesem verrichten sie ein Gott wolgefelltgs werck /im widrigen fall aber/haben siejresvnfleiffeswürdi- ge straff zugewarten. Von dem gemeinen orth der Arbeit. N demselben gemeinen ort/so man Di- ^n gemeinem Schlaffhauß/ «, sollen alle ^ schlaffem 44 General Satzmige. Von dem gemeinem Kleyder Almmer. N einem icdeit Kloster/ soll ein ge- meines Kleyder Zimmer seyn'/ in welchem al- lerley kleyder der Schwestern / sollen auffge- halten werden. Es soll in keiner §ellen/oder anderem ort/etwas absonderlich auffbehalten werden / dessen man zur selben zeit nicht vonnöthen hat. Dieselben kleyder aber zuuerwahren vnd sauber zuhal- ten/soll die Vorsteherin deß Closters mit gemeinem rath/ zwo oder auch mehr Schwestern (so es vonnöthen) die dar- zu geschickt vnd tauglich seyn /. zu solchem äexucirn vnd verordnen. Jedoch kan man der Krancken kleyder / beuorab deren/ die etwan verdächtlich weren/absonderlich legen/vnd auffbehalten / oder auch bey den Krancken lasten verbleiben / nach rath der Vorsteherin. Welche diesem zuwider handlete/soll als ein eigen- thumberin/gestrafft werden/sie sey wer sie wolle. Vom gemeinem Schlaffhauß. Llc Schwestern/außgenomben die x-E« krancken vnd alten/denen zugclassen wirdk/ an kr>,/-r- § einemandern/ vnddarzu insonderheit 6epu- cinen ortzuschlaffen vnd zuuerbleibett/sollen sich im selben gemeinem ort/welches man das Schlaffhauß nennet/bey Nachtzeit / zum schlaff begeben / es sey dann/ daß auß nokhwendiger vrsach / welche die Vorsteherin/für Mich erkennt/man an einem andern ort bißweilen schlaffen muß. 7 §er- Lx er, ^x er/Aew. Fx -r/Ne-tt. Lx er/Äem. Lx er/t?em. Lx /e/2x.c./7 Lk ex l^r/- ///o/e^tt. , V-F. Lx 5>»s- ^/r5«s. Lt ex k^//r/o- General Saßunge. 45 Ferner soll dieses vnwiderruefflich gehalten werden/ I" einem pö- daß die Schwestern niemalen in einem Pöthel bey einander lA».""* ligen sollen. So aber nach erforderungdeß orks bißweilett vonnö- Eine/oö aber len/daß mehr Pöth in einer Ccllen stehen mästen/ soll man^H-A^"^ es also äiHoniren vnd anordnen /daß zum wenigisten drey schlaffen. Pöthstätte/darinnen stehen können/ vnd daß niemalen zwo allein (sie seynd dann leibliche Schwestern) in einer Cellen schlaffen. Welche diesem zuwider lebete/ sollharkgestrafftwer- Die straff/ ft» den/nach vrtheil derVorsteherin/vnd deß -Obristen/welcher varwiö hanvs auch fleisstg darob sein soll/das solches vnuerbrechlich getzatz ' ten werden VondmIungfräwlein/ die zur Religion auffgenombm werden. Annetwan eknHungfraw/dkealk w«r«hai- bereit vber )L. jahr/ außhertzlicherinbrünsti- mvng^der ^ ger andacht enßündk / den Heyligen -Ordens Irmgfräw- g Oabit annemben wolte / sollhieruon erstlich Mst^ftynsoL- ? der Bischoff ersucht werden/damik auß seinem befelch / nach len. ' ordnung deß Tridentinischen eonci!y,der willen derIung- frawen / fleiffig erforscht / vnd so kein billiche hindernuß ver- Händen / mit bewilligung deß Obristen / den Schwestern möge fürgestellt werden. Vnd so auß drey theilen / der in geheimb gegebnen Stimmen / zwenauff sie fielen/ soll sie alsdann dem Orden zugeschrieben werden. So bald sie nun dem Orden zugeschrieben worden/was vieInng soll sie alsbald die eitle lustbarkeiten der Welt hindansehen/ sou^Apem siü) einer schlechten kleydung gebrauchen/niewalen denTän-Neistauffge- tzen heywohnen/die eitlen fthawspielflLehett/ sich vor freund- «ommen vor, F iy " lichen ' 'S'! -r". 46 General Satzutt-c. ' lichen conuersacionen vnd besuchungen hütten/das spaßte- ren gehen meyden. Dieweil durch erfahrung bekandt ist/ daß alle diese ding garofft / das gemüt von der andacht vnd fleiß der Gottseligkeit abzeuhen/vnd zur eitelkeit anreißen. Item was sie Sie soll daheimb verbleiben dem Gebett obligen / in 52 -r/Le-» thtti soll. Heyligen betrachtungen / in geistlichen lesen vnd lernen sich üben. Sie soll sich offtermalen deß Heyligen Sacraments der Bueß gebrauchen / auch offt das hochwürdig Sa- crament deß Altars würdigklich empfahen: Vnd zu diesem soll sie sich mit müglichestem fleiß/mit deß hertzen reinigkeit/ vnd deß gemüts demut bereiten. wie/vndwar DasCloster/in welchem sie in -Orden zutretten vorha- 52 -r/r/em. LtostcroMsol bens ist/soll sie offtermalen besuchen / auffdaß man sie desto besuchen, fleißiger außforsche / oder auch desto besser vermahnet könne werden/von allem/was jhr wegen der Religion zuthun/oder zu erdulden sey/damik sie sich zu keiner zeit beklagcn/oder mit der vnwissenheitentschuldigen könne. Bleibt sie im Wann sie aber / nach dem sie der Religion zugeschrie- k2 er/ilm. Llostec ists hen/lieber wolt in das Closter emtrctten/rathen wir zwar §v!r^beftheh, solches/ als einfach die sich wolgezimbk/jedoch das sie den soll. Ordens Habit innerhalb vier Monat anncmbe. Ehe sie wirbt Dieses aber befelchen wir / das sie nicht ehender ange- ^ angelegtsolsi werde/sie habe dann zuuor das H.Sacrament der Aür- gesurmc 'rn Empfangen. Auch zuuor Den ^ag aber zuuor / an welchem sie begert angelegt 52 eiM Conunum^rcwerden / soll sie dem Beichtvatter der Schwestern / ihre Sünd beichten/vnd folgenden tagsftüe das hochwür: ^Va- crament deß Altars von jhm empfahen. Mit was für Zu bestimbter stundt / nach dem alle ding gebürlich zu- 52 -l/Ä-«' anÄa/soU ^^Eet/soll entweder von dem Obristen selbsten/oder dessel- werveü. ^kN Closters Beichtvatker/oder einem andern / dem solches der Obriste aufferlegte / nach gehaltenem Ambt die Religion-klepder Lenecheirc, vnnd das jenige alles verrichtet werden/ Genmil Sahunge. 47 werden/was hieuon im Buch/so durch langen gebrauch an- genomben/vnd von vnsern verfahren approbtrt worden/ ge- wEana-- schrieben stehet. legt wirs, so» r.v Welcher dißwerck verrichtet/ soll es mit einer kraffti- gen/vnd andächtigen 5ermon, vnd Predig bey dem fenster ^ Yen. der H. Oommunion vollziehen. Wann nun die Iungfraw mit dem H. Ordens Ha- Mitwas für bit angelegt worden / soll man sie nicht mit einem heydni- em nahmen sie schcn/ sonder mit einem Heyligen nahmen nennen / damit sie pennen, durch dieses mittel/vnd andacht/vrsach habe/ihren tagenden vnd Gottseligen sitten vnd fürkreffliche werck ssisstg nach zufolgcn. L« -i/Aem. Es soll aber/wegen Verrichtung dieses wercks/ darumb s keinem erlaubt seyn / in das Closter zugehen / auch keine In- emkleyvung/ ttrurnenca musicalia zu gebrauchen / außgenomben dtts>H ""»nicht Orgl/ welche wir der Schwester Organistin inwendig zu- An noch musi schlagen vergünstigen. ciren. L-c er/ciem. Man soll auch mäglichen fleiß anwenden / daß aller Alle eitelkeit tumult / vnnd getümmel / deßgleichen aller Pracht vnd eitel »Ulrichen, zierd / vermieten bleib. Welches leichtlichgeschehen kan/ Em mittel/ wann die Iungfraw morgens gar früe desselben tags /da sie welches den Religions Habit anzunehmenjhr vorgesetzt/ mit wenig 6" k/lacronen (als nur ihren Eltern vnd Verwandten) zum' ^ Closter begleitket/ hinein wirdt gehen. Was aber in dem H. Lridentinischen eoucüio bey nichts/M /-/rs.c.kS PeendeßPanns / so wol den gebern/als annembern/auß- von der Jung; trücklich verbotken wirdt / daß man vnder der zeit der Pro- krawen güt; batiott/keine gütter der Iungfrawen (außgenomben die men "werden/ leibliche vnderhaltung vnd kleyoer) dem Closter/vnder was alsaUeinsp^ß tittel vnnd nahmen eö seyn mag / geben soll/ dasselbe werde k^ouns fleissig vnndgäntzlich/ vnuerbrechlich gehalten/ damit die Iungfraw auß beschwerlichkeit/dieselben gütter von dem Closter wider zubekMmen/nicht verhindert werde/(wann sie 4S Gcnttal Satzunge. sie Molke) zur zeit deß Nouikiaks auß demCloster gantzftey herauß zugehen/vnd widerumb zu den ihrigen zukehren, wann sie eitt Es soll auch kein verzücht/kein verbündtnuß / auch VN- r.v verbündtttttß der dem nahmen einer zuvor beschehnen äonucioo, auch mit macken wanü einem Eydk/in was fauores immer sein mag/auch 3, das Eloster xAl.5M- fmwangelegt ohne beschwerliche mühe vnnd arbeit/ daß jenig bekomme/ s hewmthMb was nach einsetzung vnserer Vorfahren vnder dem Titel ^ vnd anderes«' deß heurathguts / zuvnderhaltung der Iungfrawen / dem «nÄt'una qe ^^ster sollgegeben Werdern Statuiren vnd ordnen wirmit ^ ' geben werden wolbedachtem rath/daß/ehe dieIungfraw mit dem Heyligen bev einem als 'Habie deß Drdens angelegt werde/ daß alles das jenige/ «rlegtver-Ewas injhrem nahmen zur speißvnnd vnderhaltung/ dem den.. Closter rechtswegen gebäret/ mit bewiUtgung deß -Dbri- sten/bey einem/der von denSchwestern ingemeinem Rath erwöhlet/vnder einem wol formirken lnttrumenc oder verschreibung/als ein ciexo6cum gelegt / vndtrewlichauffbe- halten werde/auffdaß es alsbald nachgethaner krotellion, frey vnd ohn allebeschwernuß/ auch ohn weitkern Verzug/ könne abgefordert werden. Von den Nouttten/die zur Profession sollen auffgenomben werden. Vor: stchszehZ »ähren soll keine Profession thnn» Ein Nouitzkn / welche das sechsze-- r«rn-!» hende jahr ihres Alkers nichtvöllig hak erfüllt- »oder die nicht pollkommenlich ein ganhesjahr nach angenomhenem Habik/in der prob gewe- kn ei/Äem. kn kniierr. Mrs c,»6. Lte.v /j/»-/ L// l^. kt / Menorca» - lr«»r orüir- -re^. kt en l^ü^/o/et t/67. kt Ln k^r//r/o- tet. Ln Lt en^)»a- -/ l . ! ' fl ' ! l 50 General Satzunge. ftMon erfor. eingenomben werden / vnd so die Nouißin auß dreyen Heiden werden. ^ hrr Loß / zwen auffjhr seilten haben wurde / sollen alsdann alle ordenlich in die Kirchen gehen/vnd ein oder Psalm mit andachl singen/vnd sich an jhr ort verfügen. ItthLirdender Alsdann soll die Vorsteherin zusambt den Rathschwe- Vorsteherin, sterndie Nouitzin zumCommunion fettster! führen / allda ^ nach ordentlicher Haltung alles deß jenigen/was hieuon in sott stepröfcs einem darzu verordneten Buch ordentlich beschrieben / vor fron thun. d(tire/so hierzu insonderheit bestellt worden / in der Vorsteherin Hände vnder einer gewissen vorgeschriebnen form/ ?ro5elIion'thUN. Der tag der An welchem tag aber / die Iungfraw den Religions 5A, ^ 0 /. emkle^ UNZ Habit angenomben/oder öffentlich krofetHon gethan/ soll soUm^m cm^ solches zu ewiger gedächtnuß/in ein absonderliches vn darzu ^ ^ Buchgeschrie geordnetes Buch/sambt jhrem ocahmen/Zunahmen/Vat- 0 -^ vnv V^swe^terlandt/ vnd jhrem alter fleiffg auffgezeichnet/ vnd mit eigner handt der Schreiberin beschrieben werden; allda sich v auch vnderschreiben soll/die / welche den Habit angenomben ^ r^///o- i oder krokeüion gethan/wann sie schreiben kan / deßgleichcn auch die Vorsteherin deß Closters. Alles vnd Welche auch den Obristen dieser dingen aller trewlichst ^ j d?m Ob soll/daß auß seinem befelch/jedes vnd alles/in ein nsten^aüdE- Buch/so darzu äexucirc,auffgeschrieben / vnd in dem Broten , Vttd auch uincial kasten/zu ewigen Zeiten auffbehalten werde. Be- M)t!e§nwc? Messen demnach vnd befelchen/ daß solches alles ganlMch den. vnd vnuerbrechlich gehalten werde. : t , i End derVallisoletantschm General Satzungen." Olgcn wetttcr/andereGcue» al Satznngen/so nach dem Vall-solcta Mjchcn General Satzunge. 51 Nischen General Kapitel dcß 1597. fahrs/ erstlich ;>> Anspruch in der General versainblung i der ObcrteittschenProul»tzcn/Anoif9f.her- nachzuNom/Anno 1600. Item zu Tolct in l Z)ispania/Anno i6o6 abermal zu Nom/Anno i6ir. vnd ,6if. vn letztlich zu Sa!amanca/wi- dcriiMispania i6i§. gehaltene GcucralKapt- teln vnd versanibluugcn/für drc/vnd wegen der Klostcrfrawm/S. Klara Ordens/ gemacht/ vnd jncn vnuerbrechcnlich zuhaltcn fürgc- tragen worden. Lle Klostcrfrawen/insonderheit die S-üc»,,»« WWW Clarisserin/damit Ke sti hts die Clausur vnuer- ' ,5.sehrterhalten/werden die PwuinciallvliniKri allen fletß fürkehren / wann sie aber nicht ge- l Horsamben wollen / vnnd man sie auch rncht darzu zwingen wirdt können/sollen sie gänzlich verlassen werden. Mosie welchedie- ^ aber durch weltlichen Gewalt außzugehen getrungen wür- semntvertire- Ü den/soll der kacer LommiÜ3riu5 Oerieralis dieser Pro- man uinßenfleiß ankehren / daß durch jhr Röm: Kay: May: ^ ^ ' oder sonsten deßwegen bequembe fürsehung beschehe/vnd da- 4 mit ihre Gütter / insonderheit die fahrende nicht vnnützlich aät. ^ verthan werden/oder sonst schaden leiden/ so wollen die Pro- rer sotten vre § uinciales sich befleißen / daß durch weltliche Pfle- ^er» ^ ger dieselben trewlich vnd fleißig verwaltet werden. ^ ^ ^ !1 Die Schwestern von der dritten Regel oder S. Elisa- ^ beth Schwestern/wann sie armut halber/ die Clausur nicht Rege! ij halten können: so werde deßwegen jhr Bäpstsiche heyligkeit ^ ersucht. Doch vnder diesem werde keine mehr angelegt: ^ o 7 sp-ns^ lj vnd welche schon angelegt seyn/nit zur Profession gelassen, non b ger-». G ij Die 5>r General Satzunge. Die TlMe Die Thürlein/durch welche man in die ausser Kirchen ^ sterin die'Är' der Closterfrawen vnd derselben gezirck/hat können auß vnd chen solle ver^ eingehn/ die sollen auffdas aller ehist mit einer Mawr also Müwrtwerdc ^gemacht werden / daß man sie auff keinerley weiß könne weitter auffthun. Wie solches durch Apostolische Satzung deß Bapsts OreAorij XIH. allbereit bey in gedachter Satzung einuerleibter straff/ heyligklich befohlen worden. Das H.c-acnr Der allerheyligiste Leib Christi/ werde in d aussern Kir- ^ ^ chen/amgebürlichenvndbequembenort / vnd nicht inwen- d. ' dig ihm Chor/Der Closterfrawen hinfurtan auffbehalten. ^ctiweiiern Wie jn dem .s) Tridentinische Loncilio geordnet worden: wervcn?^" damit aber/ die Closterfrawen das allerheyligiste Sacra- ment deß Altars sehen/vn mitGeijtrvn Christlicher andacht verehren können/so sollen die fenster/vber dem hohen Altar/ oder in der mitten deß obern Chors / wie es nach gestalt deß orts nothwendig wirdt seyn / (wann in der Meß durch die Priester angebektet wirdt/ daß ist zur eleuacion) auffge- than werden. Welche fensier mit zweyen eysenen gattern/ so ein spann weit von einander stehen / wol vnd starck verwahret/ vnnd mit einer schwartzen Leinwath bedeckt seyn. Welche man nicht auffdecken soll / als allein zur eleua- rion. Die ^bbtiNn Die Abbktssn soll auff keinerley weiß/vber drey jahr im AlNbt können gelassen rauch nicht widerumbdarzu erwöhlk Ambtverblei werden/sie Hab dann drey gatttzejahr entzwischen gefeyret/ ben. vnnd sey von solchem Ambe ledig gewest. Wie solches in der Apostolischen Satzung deß Eapsts 5ixü V. befohlen worden. EbttsMaNtt Die Beichtvätter der Closterfrawett / können auch Nit 5.V Kucv diebeicht vber drey jahr / in einem ort vnd Ambt verbleiben/sondern rättcr. müssen auff daß allermeiste alle drey jahr verändert werden. Zu solchem Ambk sollen allein erwöhlet werden/die eines vollkom- Gmeml Sahuirge. 55 vollkommenen alkers/nemblich bey vierßig jahren/eines guten lebens/ vnd allerzüchtigisten wandels seyn. xz Es wirdt auffdas strengiste verkokten /daß kein Bru- Em,ge ver der einigefreundschafft / oder absonderliche gespräch habe/ ftk»ndt- mit den Eloster Iungfrawcn/vnsers oder eines andern -Or- ttchs gesprächs dens / vnderwas schein cs immer geschche/bey straff derbe- verborren. raubung der Stimm zu erwöhlen/vnd erwöhlet zu werden/ vnnd ewiger vndüchligkeit zu allen Acmbtern deß -Ordens. Ntt/Ln. Weil auß vilfältigeni besuchen der §lbstcr/ zuzeiten gespräch vnd freundkschafften sich pflegen zuereignen / dan- schwestern eis nenhero verbieten wlr ernstlich/das die Brüder keine Eapla- mgeLapetteye neyen haben in den Elöstern der Schwestern/fleseyn vnsers oder anders -Ordens. Zu hochfestlichen Zeiten aber/oder köstlichen abscheidens der Schwestern/können diejenige hingehen/zuuenichtung der Göttlichen Aembter vnd Messen / welche von den -Obrigkeiten geschickt werden. Den DerSocms Beichtvättern der Schwestern / kan ein Priester zu einem re 8000 zugeben werden / (wann es sich für gut an sehen läst) berchtkören? welche daß Ambt der H. Meß verrichten / doch keines Wegs ob er schon beichthören. Lx Was in den Vallisolekanischen Satzungen/wegen der Den ordnani «^.,606. Schwestern orciinarii vndexcra oräinarij Beichtvatters verordnet worden / das alter / vnnd andere concliciones andere strebe» (so in selbigen Satzungen ausdrücklich vermeldt seyn) be- b^'^nt/sols treffent/sollgänßlichvonden?rouincja1en gehalten wer- Vallisoletam'- den/bey straff der entsetzung der Aembter / welche die jenige leben Say: Ln der thak sechsten einlauffen/so darwider handle». m>,c: geh^e» Daß examer», oder erforschung der freyheik/ welches werden, die orclinanj» laut deß Lridenkinischen Loncilij, halten berwm^ müssen/ehe ein Nouißin zur krofeMon gelassen wirdt/solle examen ö Nos bey der Winden deß Elosters geschchen/auß anordnung deß bescher Bapstsdeß fünfften seligister gedächtnuß, Vnnd ein G iü Noui- 5.v e/M-ü, 54 General Saßunge. Nouißirr/welche auff ein andere weiß/das Testimonium^ oder gezeugnuß ihrer freyheit begeren/oder wirdt haben wöl- len/solleauß dem Closter verstossen / vnd ins künfftignicht mehr angenomben werden. war? wcg r: M vorgehaltenem General Capikel / kräfftig- zu v?Lkö,^ci »! klich geordnet worden/der Schwestern Colment nicht zu beim vorigem suchen/solle nach gebür vnd schuldigkeit im werck vollzogen net'sott werden. Es wirdt auch geholten / bey straff der Verlust alten wcrvcn. ler aÄuum leAmmorum, daß kein Religiös (was Malitet vnd heschaffenheit er immer ist) in obbemelten Cldstern/ ansprach halte/er habe dann schrifftliche erlaubnuß von der D:e Licsntz Vbrigkeit/wclche nicht ein General oder gemeine/ noch für sicrn^zure^en mehrmalen/ sonder allein für einmal solche mit zutheilen soU nicht auf, macht hat/wann er diesem zuwider handle« wirdt/solle er in nür^/?!^" Verrichtung seines Ambts gesperrt werden. ,nal gegeben In allen Eonuenten der Schwestern / sollen verkündt kx ei/tim. Reincr^so Mt vollzogen werden/die BäpstlicheBricff demencis dcß vnscrs Orr achten seligister gedächtnuß/ welche verbieten / daß keiner/ nicht vnsers -Ordens ist / inbemeltenConuenten ohne stern pr^igen außtrücklicher Licentz der Prälaten dcß Ordens / predigen ohne Liccntz dörffe. Wann ihnen aber von der Obrigkeit/etllche erlaub- deß Ordens, nuffen ertheilt seynd worden / Werdens hiemit Wider- Alle geg -benc xufft. ^wid?rwff^ Bey straff der Entsetzung in der thak selbsten / wirdt Alles was die verbotten / daß kein heurathgut oder theil derselben / zur AAer"b"rin- noktmfftdeß Conuents angewendt/oder spendiert werde/ gen / soll vmb sonder das alle heurathgüter in jährliches Einkommen gäntz- komttien ange angelegt werden. In welchem die krouinciales Nit legt werden, äilxenstrn können. proumcial Vst ProfeßSchwestern/könen vor vier jaren nach getha- ni" dispen'iirn ner ihrer krofellion/zur Wahl der Abbtissin kein Stimm vor vier jahre gehen» kankem schwe Die General Lolekanische Statuten deß )6L>6. jahrs/ welche General Satzung«. ff welche die vertrewliche collo^ula, oder gespräch der Brüder »r^ vleSr mit den Schwe»iern/ vnd Zutritt zu derselben Eonuent/ Avvrif- (auffer der in selbigen Statuten begriffnen weiß) verbieten ,m geden. vnd einstellen/werdcn auff ein newes bestättiget/vnd fieisslg zuhalten gebotten. gesprächavers x.v Es wirdt verordnet/daß der Schwestern. Eonuenken/ ma! ^rbotte^ welche vnser Regierung anurrtrawet seynd/ zu denen Pro- Eel soUe» ^ uinßen gehören sollen / in welcher gebiet sie sein auffgericht m vlcpromny worden, Also/daß in einem vnd eben demselben ort/zu der- §^" 0 ^ selben Prouintz das Eonuent der Schwestern gehöre / zu Lonmnr der welcher das Eonuent der Brüder selbigen orts gehörig ist. Dem Qenleral LommMrio aber selbiger orten/ befilcht e""rrg. " daß allgemeine Eapitel/ daß er solches alsbald in das werck setze / zu deme es jhmeauch nothwendigen gewalt vnnd su- ckoricec miktheilet. L-c ei/e/e«. 2er SchwesternBeichtvätter/welche zwey jahr lang/ DerSchwer ihnen mit beichthören gedient/sollen laut vnser ordnung/ nit soE»' ferners bey ihnen verharren; Ist auch nicht erlaubk/auffei-kemcrkx surr niges fürbitt oder anhalten in diesem zu äitpentirndieses b'tt vberzwey muß auch mit selbiger Beichtvatter LOeijsgänßlichobser- 'DasvLspe"^ uirt vnd gehalten werden. rcn Ln vLcftm Cs wirbt gebotten in krafft deß H. Gehorsambs/bey rLIs L-mma- -6//. Peen deß groffen außgesprochnen Panns / so wol den Müt-" ftnsicrl kcrn Abbkissin (oder was Nahmens die Vorsteherin der Schwestern sein) als dero Veichtvätkern/dz sie keines wegs ?»r comm»- eröffnen oder eröffnen lassen / die gätter oder fenster/durch welche dieSchwcstern den allerheyligisten tcichnamb Chri- o-rAbbriM» stiempfahen/als allein/zur H. Cvmmunivndeß allerheyli-"" gisten Sacramenks deß Altars / oder zum Predig hören oder zur A'ahl einer Abbtissni / oder zu auffnembungdcr ?r»tcMon. Nach Verrichtung aber dieser ding/ sollen alsbald ohne einigen Verzug/bemelke feilster widerumb zuge- sperrk/vnd mit Schlüßlen verwahret werden/welches/da- 56 General Satzunge. mit es desto besser vnd füglichermöge gehalten werden/ge- gebieten wir / daß in einem jeden/auß gedachten fenstern/ Das Lommrrr zwo Thüren seyn/dero jede/jhren v'nderschiedlichen Schlüs- mon fenstert sel habe/vnd einen derselben / solle die Mutter Abbtissin bey NM nur Händen haben / vnnd keiner andern Schwester vcrkrawen: rwcnrnoerr den andern aber der Beichtvakter/ deme gebieten wtr/daß er SchlüMin h« inaigner Person/allzeit auffvnd zuspcrre. de». Dieweil wir vernemben/daß/wegen böser Verwaltung Belchtvatter ligenden Gütter der Schwestern vnsers Drdens/etliche ld.'Iu esauff Clöster täglich grossen schaden leyden / derowegen sol- ;usperren then grossen schaden nach bestem vermögen zu begeg- L?a?eAeWg nen / wirdt den Prouincialen bey Pecn der enksetzung zu battenwas jres Ambts öc aotuum leZicimorum, auss ewig gebot- ^.Satzung ten/daß sie (was von ihrer Gütter besichfigung / Inuenta- tcr der schwer rien bestandts außleihung / vnd andern vilmehr darzu gehö- stcrngeordnet renden/indem Vallisolekanischen Capikel im jahr / 15 9?. Vorsteherin geordnet worden) vnuerlctztlich halten. Vnnd wann die vonaUenaüß' Abbtissin/ oder jede deßClosters Vorsteherin/ vnd andere führliche re- dero Gütter Verwalterinen sich widern werden / denDb- chenschafft zu; rigkeiten/ oder denen von ihnen abgesrdneken/ jährlich der srAss verwi einnamb vnnd außgab/ wie auch der gantzen Verwaltung derwertlgen. rechenschafft zugeben / so sollen sie alsbald ihres Ambts entsetzt werden / vnd alles Rechts der lutkr3Zieri auss ewig manglen. Ende der brßhero von de,«Apostolischen Stuck vnd dein gantzen 5). Orden für die Schwestern S. Klara Ordens/ verordneten Satzungen. Apostolische Satzmrge. 57 § olgm etliche Aposto ltlche Satzungen / welche von den ClostM frawcn Sanct Klaren Ordens/beyder Regien/ embsig gelesen / in stätcr gedüchtnuß behalten /vnd damit sie nicht wider ihr Profession handlen / gantz vnd vimcrbrcchlich müssen rcssreÄiue vollzogen werden: eines thcils in ihren General Satzungen/ an vnderschiedlichen orten angezogcn/sonst aber in nouL collcÄione kriuile^iorum /^pollolicorum p.. ?. pmanueüs ssoäerici, vnd andern Tüchern zufindktt. I. 2lposto!ische Satzung / auß eigener bewegnnß vnnd eigener gewister rvisienherc Leonis Bapsts deßzehenven diß Nahmens / in welcher er bcvdem P.rmr besticht alten Schwestern S. Clara Ordens/ vnnd allen andern Lloster- frawenso vnd er der sorg der Mündern Brüder von der objeruantz leben/daß ste atte Satzungen / so in General : vnd Prouincialn Capitln gemacht vnnd außgangen/sollen annemben vnd halten. Irem/daß zurzeit der Visitation die Avbnssm schuldig se^/nit mit Worten allein / sonderwarhafftig indem werck shr 2tmbr auffzugeben. Vnsern geliebten Sohn (^KristopKoro, l'ituli 8. in coeli krT8l)^cerO Larciinnli, vnd deß ganßen Hrs dens der Mündern Brüder/ Oenerali ivll- viüro. H Qo l-s >> l. l - pS Apostolische Satzung?, kco Bapsi/der so. dtß Tkahmeni -) ^ebcr Sohn/wir entbictk dir vnseni ! grüß/vnd Apostolischen fegen: Nach dem (wie wir vernommen / vnd die erfahrung ein Meisterin aller ding / dich gelernet) in den Oeneral vnd keouincialCapiteln/so durch deines -Or- , densBcüder/zu gewöhnlichen zeiten gehalten/ wegen derselben Brüder/vn vnder jrer sorg lebenden Schwestern vnd Clostrrfrawen/Heyliamber weiß zu leben/vn derselben glücklichen Regierung/viel nützliche vnd guteSaßungen geordnet werde; doch eins kheils Schwester: vnd.Closterftawe /mitfürwendtung etlicher von dem Apostolischen Stuel erlangte verwilligunge/oder anderer von ihnen gesuchten vrsachen/dieselben Satzungen vnuer- schambk verwerffen/vnd sich nicht scheuchen/einer andern weiß im leben nachzufolgen. Wir aber betrachtent/wie es auch die billich- keit/vnd die ordnung der vernunfft erfordert/ daß ein jeder desselben Fueßstapffen soll Nachfolgen / vnder dessen Joch der gehorsamb er streiktet. Darumb für vns selbs/vnd auß vnser selbs wissenheit/ auch Vollmacht deß gewalts/bey dem äencenr deß Panns / auch bey beschwerung deß GötklichenGerichts/VNd betrohung deß ewigen Vrtheils: befelchendt gebieten wir / aken Schwestern S. ClarL LDrdcns/auch allen vn jeden andern Schwestern/oder §lo- sterfrawen-/i'o anjetzo vn künfftig vnder solcher sorg der Brüder leben/daß sie nach den/in bißhero gehaltenen vn in den so in künsstig werde gehalten/Oeneeäl,oderkrouincjLl Capitlen/gemachtwnd außgangnen vnd noch außgehn werden Clösterlichen Satzungen/ vn darüber von jrem ?roun^ci3l,oder andern Obriste für gestellte form/gchorsamb zuleisten verpflicht seyen/vn in jrem angenomben bcruffveallerhöchstendiene sollen; Vnd auch darmit der Schwe- stern/oder Clojierfrawen Clöster/ gebürltch regiert vnd guber- nirt werden/ auch derselbe Abbtissm in jrem anbefohlen Ambt mit höchsten flciß/vnd aller heyligkeit/wo nicht auß Göttlicher lieb/ doch Apostolische Satzunge. 59 doch auß forcht der enksetzung/allzeit auffmerckent seyn/wölle wir/ vnd wie hieuor/befehlen wir/daß wann alle jahr/sie von ihren Vr- licacont)Ui> Visitiert werden. Vnd die Abbtissin deß Ambks ent- ledigung/ gleichförmig der außgangen Satzung Vrbani dcßg.» Römischen Bischoffs/vnsers Vorfahren/zubegern schuldig ftyn/ daß sie solches nicht allein mit Worten/sondern auch mit der thak rvahrhafftig vnd in dem wcrck thun / auch wann es die Visicaco- re§ wirdt guet gcduncken/ vnd die notturfft/auch deß Closters ver- desterung/oder resiormacion solches erfordert/ daffelbig in der that annemben sollen/vnd die Abktisstn ftyn schuldig dergleichen Ambt/ in den Händen dcß zulasten / also/daß ihm dem Visica- rori fteyer vollkommener gewalt verbleib/denselben Schwestern oder Clojierfrawen/bey gemcltcn vnd andern ihm geselligen 5en- rertrelr, geistlichen pandten vnd straffen zugedteten/ daß sie zu er- wdhlung einer anderer Abbtiffm greiffen sollen / oder sonsten nach den wortui vnnd inhalt der vorgedachten Satzung zuuerfahren/ vnd dieClosterfraw, welche dasselbig Ambtder Abbtissin bedient/ nach ires verbrechen erforderung zu comZirr» vnd zu straffen/auch gesttlrche pandt vnnd straffen effkermals zuuermehren/ vndan- dere/m vor angedeutte/ nothwendige oder auff was weiß bequeme ding zu thun vnd zu vollziehen. Auch nichts desto weniger allen vnd iedcn vnsernWürdigenBrüdern/Ertzbijchoffen/Bischof- fen/vndvnsern lieben Söhnen/Abbten/Prioren/vnd Personen/ so im geistlichen Würden seyn / der Bischoff: vnd Ertzbischöffli- chen Kirchen Lhumbherren/odcr einen ftden auß ihnen / auß gleicher bewegnuß / befehlen wir / daß sie gedachten Vilica cori bus in vor angezognen sachen/mit kräfftigen schirm beostehenk/ auß vn- ser ^uctroricec machen/ diß alles VN )edes friedlich besitzen/vnd ge- niessen / wann sie von ihnen / oder von einen auß ihnen / durch sie selbst/oder durch einen andern/oder andere ersucht werden/ vnd nit zulasten / daß sie ober diß/auff einige weiß moleftirc werden / die so ihnen widerstreben/auch die so solchen hi lff/rath/oder beystandt leisten wurden/durch obangemclte vnd andere/nach ihrem gefallen H Y . straf- 60 Apostolische Sayunge. straffen/vnd geistlichen pandten/ste davon abhalten/auch wann es vonnöthen ist/den gewalt der weltlichen Obrigkeit darzu amuffen vnd begehren. Vnangesehen Lonifacij deß achten Bapsts seliger gedächtnuß/vnsers Vorfahrers/von einer / vnd deß Oeneral Loncilij von zweyen Lagreisen / auch vber die gewisse zahl der Personen/so zum Gericht sollen erfordert werden / auch andern Apostolischen Satzungen/vnd Ordnungen/auch was fürSchwe- stern / vnnd Closterftawen/ auch mit Eydk/ Apostolischer be- stätkigung / oder was für anderer befestigung/ bekräfftigten Satzungen/ Gewonheiten/kriuUeZien-vergünstigungen/vnd Apostolischen Brieffen/so den Clöstern vn derselben Abbtissln Schwestern vnd Closterfrawen/vnd allen andern/was für Personen/auch so in Ertzbischoff: vnd Bischöfflichen Würden seyn/ durch was für Römische Bischöff/oder von vns selbe/vnd dem Apostolischen Stuel jetzt vnd hernach/zu was Zeiten verlihen/ bestättiget/gut- geheissen/vnd den darüber gemachten / oder den so noch in künfftig sollen gemacht werden/ Decreten/vnd erklärungen. Welche alle (deren allen inhalk/wir/ als wann sie von wort zu wort diesem gegenwertigen einuerleibt weren/ für genugsamb außgetruckt/ vnnd einuerleibt halten) sonst bey ihren kräfften verbleiben sollen/ auffdißmal allein/ absonderlich/vnnd außtrücklich/ auß gleicher bewegung/wir Mündern vnd Oero§irr>', vnd alles anders was diesem zuwider. Vber diß alles/dieweil es beschwerlich seyn würde / diß gegenwertige schreiben / an jede örter/ in welchen die Brüder/vnd die Schwestern derselben bedörffen/zu bringen: wöl- len/vndmit mehrgemelter ^uckortcec verordnen wir/daßderselben Abschrifften/ so von der handk eines gemeinen Nocarij, vnnd dem Insigel einä Prälaten bekräfftiget/eben der glaub/in: vnnd ausser deß Gerichts gegeben werde/also/wann das Original dieses Brieffs selbst gezeigt vnd fürgelegt würde. Geben zu Rom/bey L.kecer tub annulo ?iic3cori5 den ersten tag Juli)/ 15)8. vnsers BapstumbS im 6. Jahr. Aposto- Apostolische Satzunge. 6i r. Apostolische bestättigung der Satzung deß Generals Capitels M L^on in Franckreich: in welcher befohlen/vaß die Schwestern S. Clara Grr dens von der erst: vnd andern Regel keinen Beichtvattcr haben sollen / als der shnen von dem Prouincia! Lapitel fürgestellt vnd gegeben wirdt. Den geliebten Söhnen / Prouincialen dest Ordens der Mündern Brüder vonderobseruantz. Leo Bapst der Zehende diß Rahmens. Elirbte Söhn / wir wünschen euch heyl vnd den Apostolischen fegen. Nach dem wir auff die höchste stell deß Apostolischen Ambts (wiewol ohne vnsere gnugsambe verdienst) durch verwilligung deß HERRN/gesetzt worden r Hat vns nichts mehr mit embkger sorg vnser Hertz berühret/auch nichts/mit Mehrer begierd vndVät- terlicher Neigung verlangte als der Menschen verderbte vnd vn- gestalte sttten/zur vorigen reinen lauterkeit/ vnnd dieClösterliche Personen/insonderheit Weibliches geschlechts/vnder was -Orden dieselbigseyn/ zum allermeisten aber deß H. Francisci/ (welche wir auß lieb vndervnsermhertzen tragen) zu warhafftiger weiß der Reformirung zubringen. Vnd deßwegen was zu derselbigen Regierung vnd heyl ihrer Seelen/sonderlich im nechst zu Lugdun gehaltenemGeneral Capikel/welchem vnser geliebter Sohn Christoph/deßTikuls ä. ^.racceli kresli^cer Larcjin3li5 mit Apostolischem gewalt vorgestanden / Kacuircvnnd geordnet worden/gern (wann es von vns begert wirdt) mit Apostolischer bekräfftigung bestatten. Dieweil dann von euch vns fürgetragen/ daß in gedachtem Capikel/ vnder andern geschlossen/gesetzt vnd geordnet worden/daß hinfüro die Closterfrawen der Heyligen Clara/ so wol von der ersten als andern Regel (welche Vrbanistinge- H iy nennt) 6r Apostolische Satztinge. nennk) wie auch all« andere Closterfrawen / so durch die Brüder/ gemelken Ordens/regiert werden/keine Viiicgrores noch Beicht- "vätter/so sie selber erwöhlen/haben sollen / sondern die / welche jh- nen/vondem ProuinciaN^lni^ris/ in ihren Prouinßen relpe^ti- ue,mikjrenProuincial Capitln fürgestellt vn gegeben werden/vnd daß/die von ihren Prouincialn/inenalso gegebne VliicaeOres vnd ^Beichtvätter/vondemProuincial mit etlichen deß vorhergehenden Capitelöctit^recis, auchaussrder zeit deß Capitels/wannes wichtige vrsachen erfordern/ geurtheilt/vnd von gedachten Aemb- tern abgesetzt können werde/ond daß auch die Vjsw3rore5, Beichtväter vnd andere Brüder / somchrgemelten Closterfrawen dienen/den Prälaten deß Ordens/wie andere Brüder in allen vnder- worffen sollen seyn/doch also/daß die Closterfrawen / wann cs ihnen gefallen wirdt / zu einem viücacor oder Bcichtvatter einen Bruder nennen können/welchen der Prouincial IvinMermit seinem Capikel/wann es ihnen gefallen wirdt/kan einseßen/vnange- sehen allerley Apostolischer Zulassung vnd freyheiten / so diesem zuwider den benennten Closterfrawen / Viücacori bu« vnd Beicht- vättern von dem Apostolischen Stuel / insonderheit dem Closter ^räeüUas vnnd zu katencia, verliehen worden. Welche ding alle/durch denselben Cardinal Christoph / mit gedachtem Apostolischen gewalt bestätiget vnd gukgeheissen worden/ wie in seinen deß Cardinals Brieffen (welcher inhalt als wann er von wort zu wort diesem gegenwertigen/ einuerleibt were / wir für gnugsamb außgedruckt habe wollen) weitläufftiger begriffen ist. Oannenhtt ewres theilsvns demütig lupplieirc worden/daß wir gedacht Satzung: vnd ordnungen die krafft der Apostolischen bestättigung wolten beywerffen/vnd sonst auß Apostolischer gütigkeit bequem- befürsehungzuthun/vnswürdigte. Dcßwcgen zu dergleichen begerung geneigt / auß gewisser vnfer wissen- schafft / vnd auß deß Apostolischen gewalts Vollmacht/ die vorgesagten Satzung vnd ordnungen/ auch Apostolische Gatzunge. 65 auch alles vnd jedes/ so in derselben bcstättigungs Brieffen begriffen/mit Apostolischem gewalt/krafft gegcnwcrtigen Brieffs/bestättcnwir vndhciffenes gut/erstatten auch alle mengel deß Rechts vnd der that/so ctwo vielleicht mit eingeloffen seyn l vnd zu mehrcr sichcrhcit/sctzcn vnd ordnen wir alles daffel- big allfftin ncwes/vnd befrlchen krafft der Heyligen Gchorsamb/ bcy der straff deß außgesprochnen vr- theil dcßPannS; von wclcher/als allein von vnS/ oder dem Römischen Bischofs/ so nach derzeit ordentlich eintrcttcnwirdt/ außgenombcn inTodtS- nöthcn; sic nicht können entbunden werden. Auch legen wir auff/ allen vnd jeden Brüdern/ Closter- pcrsonen / vndKlosterfrawen / so vnder der sorg der Brüder dcßgemclten Ordens leben/so wol denen/ so vor solchen Satzungcn/vndcr dem gchorsamb der Drouincial Minister waren/als der VikltLtoruin; oder was für anderer / auch dem Apostolischen Gtuel/ Mkclizte oder immcäiLte vndcrworffnkN Personen / daßsie alle Vorgesetzte dürg/alsogesetzt/ vn geordnet, auch die Brieff/gedachtcnSKardinals Khristophs/ vn alles was darinn begriffen/ fest vnd vnucrbrcchlich haltcn/vndwir erklären vnd vrthei- lcu fürvngülttg vnd für nichts/ alles/was anders von einem/cr scy wer er wölk/ auß wz fürley gewalt/ geschehen oder vndcl standen würde. Vnangefthm/ aller Apostolischer Satzung: vnd »rdnungen/auch aller Apostolischen j ^ l 64 Apostolische Satzunge. schen freyheiten / Zulassungen vnd Brieff/ so in gemein oder insonderheit gedachten §losterfrawen/fürnemblich zu oräesillas vnd zu kalenria wider vorher gesetzte ding/vnder wasfürley formb der wort vnd Clauseln/auch äeroZacorium, cieroZLcorijs, forciori- du8<^; Lc rniolicis-irricannbus^ vnd andern schon gegebnen 6e- creci§,vnd so noch möchten gegeben werden/bestättigtenvnnd wider vernewerten/welchen allen/ob schon zu jrer gnugsamber abstellung/von ihnen vnd ihren gantzen inhalt/ein sonderbare / außdru- ckenliche/absonderliche/vnd von wort zu wort / vnd nicht durch gemeine Clauseln die sonst eben souil gelten/ Meldung/oder wasfürley andere außführunggeschehen soll/oder ein anderer erdachter form soll gehalten werden: dergleichen inhalt/ wir hiemik für gnugsamb außgedruckt vnd einuerleibt haltent/auffdißmal allein absonderlich vnd außtruckenklich / stellen wir ab / vnd wollen daß dieselben abgestellt seyen / durch gegenwertigen Brieff / allem andern zuwioer / so dem entgegen ist. Derentwegen befelchen vnd gebieten wir/inkrafft diß Brieffsden geliebten Söhnen/dem Abbken deß Closters vnser lieben Frawen vom Garten kr^mon- ür 2 renier>Ordens/auchdem^ 1 i^iKro der Heyligisten Dreyfal- ligkeit/vnd dem krior 5. IvlariX 6c k/lcrce6e der Statt Valla- 6o1ic,deß Segouiens: vnd Palenßischen Bistumbs / daß sie oder zwenoder einerauß ihnen/durch sich oder einen andern oderandere/ euch in Vorgesetzten dingen mit würcklichen schutzs schirm beyste- hent/alle oben gesetzte ding machen vnuerletzt halken/vnd die so sol- « chem widersprechen/oder rebellisch sich erzeigen wurden/durch geistliche Online oder Pandt/ auch andere deß Rechts bequembe Mitkel/die appellatton beysetts gesetzt/bezwingent/vnd so es vom nöthen wurde seyn/den gewalk weltlicher Dbrigkeit anruffen sollen/oder wann den gedachten Closterfrawen/ oder was für andern Persone in gemein-öder abgesondert von dem ApostolischenSkuel vergünstigt were/ daß sie durch Apostolische Brieff nicht können üweräioirr, kuHenälrc oder excommurucirc werden / wann sie mt poükommenliche vnd außtruckentliche/ von wort zu wort von Apostolische Satzunge. 65 dergleichen Zulassung Meldung thun. Vberdißalles/ dkeweiles beschwerlich sein wurde / gegcnwettigen Brieff in allen orten/wo es die noch erfordern wirdt/fürzuweisen.wöllen/vnd mitgemelten Apostolischen gewalt verordnen wir/daß desselbigen Abschüsse/ durch die Hand eines auß euch/ oder einer Person so in .geistlicher Würdigkeit ist / gesigelk / vollkommener Glaub vberall gegeben/ vnd derselbig in: vnd auß deß gerichts/in allem vnd jedem gehalten werde/als wann der Originalbrieffselbst ins mittel gebracht vnd fürgezeigk würde. Geben zu Rom / bcy S. Peter lud an- nulo?ilcricori8, den 8. Tag Augustj/deß )5)b. vnd vnsers Bapstumbs im s. Jahr. Hie ist wol zumercken / daß nechst Hieoben gesetzte nicht ein schlecht vnd gemeine einer Satzung ist/so die im General Capül/in gemein zwar/aber jhnen selbs zu einem vortheil vnd sonderbaren gelegen: vnd freyheu/gemacht / vnd damit e6 künfflig gültig were/blößlich die Apostolische darzu begert haben/also/daß in solcher Satzung/die wie nochwendig sie auch ist/ a. z. vertritt / vnnd deßwegen dieselbe c§/>. Satzung die oder jhre Nachfolger/ zusamben versamblet/ selbs auß eignen gewast künden widerumb verändern oder gar abschaffen. Sonderesistem eo»^,».rrro» beschehen ^ (wie die der onFEÄkro» lauten) einer Satzung / so nicht zu deren vorcheil/die es gemacht/sonder zu dem gemeinem nutz vnnd heyldeßgantzenOrdens/ vnndnichtaußderselbengewalk/ welcheesge- macht/ sonderdeß Apostolischen Smels/mit welchem obgedachter <7^r- Cardinal I'kttt/r L'. r/r t-c/r den vorgestanden / gemacht worden. Item es ist ein solche m welcher nicht allein gemelre Satzung (wie'sonst mit andern geschicht) schlecht sonder auch befohlen wirdt/bey krafft der H. gehor- samb/vnd straffdeß gesellten vrcheils deß Panns/ von welchem niemandt als der Römisch Bapst (ausser deß Todtsgefahr) entledigen kan/daß alle vnd jede Brüder vnd Schwester/ keinen außgenomben/alle in der eon/?,-- mcjLle5 oderLvnunMrijivondemOenerLÜIVliniKro selbst / nachdek zelk/bestellt) gemacht vnd geordnet worden / zu weltlichem Gerichts stellen appellircn/vnd zu demselbigen vermcssentlich ihr Zuflucht nembcn. E 0 befelchen / vnnd verbieten wir hiemit/ auß Apostolischer 3uc^oricec, in krafft dieses Brieffs/ beystraffdeß allbereik gesellten sentenß deß Panns/von welcher sie nicht khnnen/ I iij 70 Apostolische Satzung«!. als allein/von vns oder dem Römischen Bischoff/ so damals seyn wirdt(außgenommen in Todesgefahr) entbunden werden / wie nik weniger bey den straffen / der enksetzung auffewig aller Aemb- ter/sosie erlangt/vnd vntüchtigkeit/dieftlbige vnd andere deß Ordens Äembter künfftig zubedienen/auch der Stimm zu erwöhlen/ vnd erwöhlt zu werden, (in welche sie alsbald sollen mit der thak gefallen seyn) daß kein Prouincial/noch anderer würden/standts/ Arscius, vnd conäieionis deffelbigen Ordens Bruder oder Elo- sterfraw/zu denselbigen weltlichen Gerichts stellen (auß wasfür- leyfürgebung/ vnd bescheinung/wie gemelt worden) appelliren/ oder deßwegen zu denselbigen/ auff was weiß es immer sey/zuge- hen/fich vnderstehe oder vermesse: Sondern / wann sie vermeinen von ihren Prägten beschwert zuseyn/ sollen sie zudem Ocneral deffelbigen Ordens/oder zu deffelbigen?roreäori,oder Vice proreäori an dem Römischen Hoff / oder zu vns/ oder dem Römischen Bffchoffvnserm Nachfolger / dem höchsten in der Kirchen Gottes Richter / ihr zufiucht nembey / von dannen ihnen be- sürderlich/was recht ist/wLrhk gehandlet werden. Erklären auch nicht weniger/daß/nicht allein die jenigen Ordensbrüder vnnd Schwestern/ so darwider handle« / in bemelte straffen fallen / sonder auch die / so ihnen clireOrdensleut, OrcLin^ Ivlilici^) Elostcr Personen beeden gcschlechts/alle vnd je- welchenrchts de gebung/oder schtckung der gaben verbieten wir gantzlich: vnder köndte». welchem verbott wir wollen begriffen haben/alle vnd jede Eapitl/ Eonuentcn vnndVersamblungen/ so wol jeder Eonuenkualen/ Elöster/Prioraten/ Probsteyen / Preceptoriaten / Häusern/vnd orthen/als Drouincialen oder Generalen jeder Prouintz / oder deß gantzen Ordens/Societet/oder Instituten / vnd aller jhrer Eam- merer/Eommissarien vnd alle Beambten vnd pnuatPersorren: auch dero Orden/versamblungen vnd gesellschafften/alle vnd jede PrXlakcn vnnd Vorsteher was Würden sie seyn/ auch die General vnd Prouincial/Meistern vnd Oienern/vnd was nahmens Obrigkeiten sie seyn: nicht weniger auch der Eonuenten/Elöstern/ Prioraten/Probsteyen/Preceptoriaten/Häusern/ vnd aller orten/ Abbten/Priorn/Pröbsten/ Preceptores / auch grössere Guardianos/ Mm'srros / Rectores / wie auch Abbtissen/ Priorissen/ vnnd mit was andern Titel sie Vorstehen / sie sein gleich Ihres Ordens Religiösen oder aber der orthen Ordinarijs/ oder K ij was 76 Apostolische Sayunge. was für Preelaten sie immer mit gehorsam- vnderworffen seyn/ -reden geschlechts/ sie sein gleich auff jhr lebtag oder auffein zeit vorgestellt. z. Also/daß ihrer niemandt jemahlen 6ireQe vel in^ireQe, oft Die anderge- fentlich oder heimblich/so wenig in gemein / als absonderlich/vnd E^etder eignem nahmen/auch vnder was Satzung/ gewonheit/oder (vil schenken, mehr) verderbung/oder vnder einem andern schein / oder vrsachen dergleichen was/sich zu vndterstehen / macht habees sey dann in einem General Capitl/oder andern General Versamblung nach reiffer erwegung/mit einhelliger einwilligung / auß erlaudnuß der -Obrigkeit/die sirch gut geheissen. -1' Dieses aber soll gäntzlich vnd in gemein verbotten verstanden ^^ 1 ^'werden / daß durchauß gantz vnd gar nicht billich sey/etwas zu- »>as man vcr5 schencken/so wenig auß den flüchten einkommen/ersambleten/oder schencke« k«r. gestewrten/oder freywMg dargereichken gaben/opffer vnd allmos- sen/oder gewissen oder vngewissen orc1in3rij8 oder excra orclina- rijs hülffen der gemeinen Taffel/ oder schätz oder jeden gebäws/ vnd Sacristey/dero Gätter Ln gemein (wie oben gemelt) administriert werden/ oder welche verrait werden müssen/also auch von dem Gelt/sovonjedemauff was weißes erobert/ gäntzlich in gemein soll gelegt werden; auch nicht was in gestallt freywilliger Stewr in gemein zusamben gesamblek wirdt/auch nicht was vielleicht absonderlich Mitnahmen / einer Closterperson/ von seinem 58orstehern/ oder von eignen befreundken/ verwandten / guten freunden / wolgünnern/oder auch von andächtigen Christen/auch alsrinallmosen auß lieb wegen derselben Person gegeben/ oder auff was weiß/durch was für ein Closterperson seinem Closter/ hauß/oder orth erobert/vnd jhme/daß er nach eignem wolgefallen/ darmit äiHomern vnd tzandlen möge/ durch die -Obrigkeit were Melassen worden. L. Ausserhalb schleehkerspeiß vnd tranck/ oderzuandachtgehö- gA^Wrenden schanckungen / soalletn in gemeinem/ niematzlen/aber in abson^ Nichts Mirrfchcnckcn. 77 absonderlichem nahmen (wann solches die -Obrigkeit mit willen vnnv erm na deß Eonuents für gut ansehen wirdk) gegeben werden. Sonder wirerklären auch/ daß solcher schancknuß schickung zchört/werde denselben Eloster Personen beydes geschlechts/ nicht allein durch sich/sondern auch durch andere / sowolöireLtc alsmäireLic ver- hotten seyn. Es soll auch keinerkönnm sich von diesem allgemeinem ver- 6. 7. hott entschuldigen / ob er schon die schanckung geschickt hat / oder schicken wirdt Personen/weltlich: oder geistlichen Standes/ was g^ffr vre grad/würden/Ordens/conäicion sie seyn/ob sie schon nicht allein Personen/de- mit weltlicher/ Fürstlich: König!: Kay: sondern auch geistlich/ Bischösslichen/oder noch höcherer/auch der Römischen Kirchen Eardtnalats dignitet vnd hochheit leuchtenden/auch eignem deß orts Orclirlsrio, auch wegen der LenecüLtion oder annehmung deß Ordens Habits/Lonsuroder Professton oder ClosterIung- frawen/so wol deren/so ihnen vndergeben / als nicht vndergeben/ oder auch demselbst eignem deß Ordens oder eonZregacion-Pro- tectori/Viceprokettvri/ Generali oder Prouinciali/ oder jedens Closters/Prioraks/Hauß/oder auch jedes Elösterlichen orts Vor- stehern/oder Mit einem anderm Ambk/ dienst/ oder würden begabt ten/oder auch einem jeden gemeinem vnd particular Religiösen. Also/daß auch vnder ihnen denen Religiösen (damit sie nicht 8. auß verderblichem ehrgeiß/zu erlangung in ihrem Orden/Aemh- ter vnnd würden/einer deß andern genadt/tsuor vnd gunst suche) allegebung vnd schanckung der gaben (es seyen dann die geringsten sachen/mit außtrücklich: vnd schrifftlicher erlaubnuß der Ob- rlsten) gäntzlich verbokten seyen. Weikters verbieten wir/daß niemahlen selbigen Elosterper- sonen gebären soll/einiges Gelt / auffeinerley weißaußzugeben/ auch zu ehren eines Wolthäters/oder Protectors/oder deß Vr6i- ^3nj auch mit der oLcLÜor» einer durchreiß / oder ersten ankunfft/ oder zur gedachtnuß empfangner wolthaten/oder gezeugnuß eines danckharn gemüts/oder zu herrlicher stattlicher/ vnd ansehenlicher K iä rractL- Ts Apostolische Satzimge. rrku^arion der bemelten Personen/ was auckoricec vnd würden sie seyen/oder für anderley Mahlzeiten selbigen / oderjcmandkan- derm/ was gelegenheik oder vrsach halber Malten / oder für essen vndtrincken/ sowolselbigen -Ordens Kongregation / Closters/ Hauses oder orlhs Personen / als freml den vnd gasten mitzu- ttzeilen. Oder zuhaltungderschawspil/ aM der andächtigen/jnner- halb der Kirchen/Clöstern/vnd geweichten oder sonst Gottseligen häusern/oder ausser derselben/in allen öffentlich: oder heimblich: geistlich: oder weltlichen orthen / auch wo der Heyligen Gottes le- den/oder heyliger wandel/auch so gar zur gedächtnuß deß allerhey- ligistenleydens vnsers HERRN / dem Volck vorgehalken werden: oder sonst in den gedachten oder ander vnnothwendigen sa- chen/fo zum Pracht vnd rühm oder erlustigung/wenig aber zum gemeinem sonder nur priuat nutz gehören/cs sey dann/daß solcher vn- kosten angewendet werde/in dem werck selber/zu dem Gotksdienst vnd der wahrhafftigen armen Christi notturfft/nach ordnung der lieb/vnd nach erforderung der noch/mit rakh vnd bewilliaung der Prnlaten/zu hilffanderer zuläßlicher ding / so durch das General oderProuincialCapitlnitverbotten/ oder deß Lax vielleicht all- dort vorgefchribenen Satzung nicht vberschritten wirdt. Doch erklären wir hiemik / daß die Lobwürdig: mit Apostolischer lehr auch geistlichen Rechten approbierten kolpicalicec vnd beherberung der frembden/ durchauß nicht solle gemündert oder verbotken seyen / beuor gegen den armen vnnd Pilgramen/ ja viel mehr/wann etlicheinkommendarzuentweders auß stlfftungoder angeordneten Satzungen/odergewonheit etlicher Clöster/Orden oder dergleichen Regelhäuser / oder auß der Lestatorn/vnd verehrenden willen/oder sonst dahin vermeint vnd geschenckt seyndt/daß dieselbigen gänßlich (wie es sich gebürt) in Gottseligen gebrauch der kolpjcalicec vnd beherberung derselben/sollen angkwendt werden/insonderheit in Clöstern/vnd verlassnen orthen / vnd so etwas rveikters von der weltlichen Häusern entlegen/ allda man jedoch der dürffti- Nttbtszimtrschcnckc'.r. >9 dürfftigen / vnnd recht armen / zum meisten soll ein obacht haben. Wann sich aber begeb/daß ekwo vermögliche persone im durchreisen/oder sonst auß andachk/od nokhalber daselbst wurde einkehren so gezimet es sich zwar/daß sie sich in gemeine Refendt mit andern Religiosen/an gemeiner Laffel/vnd mit gemeinen/ohne absonderliche speisen contentireten / doch sollen sich die Religiösen in auffnemmungsolcher reichen gästen/Ln allweg also verhalten/daß die mässigkeik vnd geistliche armuk/ an ihnen gäntzlich erscheine vnd gespürt werde. Gleicher vrsachen wegen/ verbieten wir auch festigklich/daß keiner auß obbemelken (anderst als obberührter gestalt) Lay oder weltlicher (Uericus, oder Religiös/mit was ehr/pr^eminentz/ Adel/oder Excellenß/auch der Röm: Kirchen Cardinalats di- gnitet begäbet^ auch der Protektor oder Viceprotector/deß orchs Ordinarius, Prälat/General / Prouincial/ oderdeßClosters/ ^)auses/oder jeden orths Vorsteher / wie auchdero Schwäger/ verwandt: vnd befreundke/ oder beyden geschlechts I^inilkri etwas wider vnser obberührkes außtrückliches verbott annembe. , Woferrn sie entweders von einem particular Religiösen/ oder einem -Obristen General/Prouincial / oder einem andern/er bediene was für ein Ambt er wölle/oder von einem Conuent/ Ca- pitl/Congregation/ oder von einem ganßen -Orden vnd Religion etwas annemben werden/sollen sie was sie empfangen/ihnen selbst nicht zueignen/sonder in der that selbst/ohne einige vorgehende er- mahnungdeß Richters/Oecrek/Sententz/oder erklärung/solches so wol inn r als ausser der beichk/ widerumb zugeben / durchauß vnd gäntzlich verbunden seyn. Also in vcroc^; toro daß/wann die widerkehrung nicht im werck sclbsten geschehen /auch in der beichk nicht können absoluirt werden. Wjr wollen aber/daß solche relkicucion oder widergebung nit absotrderlich geschehe jener Closterperson/welche die schanckung Dargeben hat / sonder selbigem Closter / hauß oder einem a»,derm orth/ So Apostolische Satzunge. -rth/auß dessen Götter die gab herrührt / oder wann sie nicht auß solchen Güttern geschenckt worden / in welcher selbiger Religiös (der die Verehrung gethan) Profeß ist/oder wann im nahmen eines ganßen Capitls/ Conuents oderCongregation/ oder ganßen Drvens/oder Religion/ die schanckung geschehen seyn/soll gleichfalls gemeiner Lasse! oder Schatz / in welches nahmen es dargeben worden / die empfangne schanckung widerumb geben werden/auch das Conuent/ Capitl/Congregatton/ -Orden/ oder Religion/ deme die wider einantwortung beschehen muß/soll selbige niche wider zuruck schicken vnd widerumb verehren / oder dem so dieselben empfangen/von der schuldigen retticucion befreyen/oder 16. vnder die armen außzutheiten/einiges wegs erlauben können. Beygesctzte Woferr aber einer auß obbemelten Religiösen/ eines oder deß Men. andern geschlechts/was grads/Ordens/dignitek/auch an welchem , orthsiejmmerseyn/zugleichmitandern/oderabsonderlich für sich , selbst/diese vnsere verbictung/.saßungen/ordnungen/befelch/Oe- creten/gebott/vbertretten wirdt: verordnen wir / daß er aller vnd s jeden durch jhn erhaltnen digniketen / graden/Aembker/ diensten/ l in diesem selbsten beraubt / auch zuselben vnd andern dergleichen/ ^ oder vngleichen ins künfftig zu erlangen zu ewigen Zeiten/ vntüch- tig/nichk fähig / vnd zu ewigen zelten vnehrlich seyn soll. Vber daß soll ihm genomben seyn / die Stimm zu erwöhlen / vnd erhöhst zuwerden/ ohne einiges deß Prälaten oder Mmsiri De- cret/in der thak selbsten. Deicht weniger vber alle diese straffen/ soll er als Verkäster deß Diebstals vnd Symoney schuldig / so wol durch anksagung vnd klagweiß/als auch Ambts halber/für gericht gezogen/inquirjrc,vnd mit billichen straffen gebüst werden. , Andre straffen/so daß recht mit sich bringt/ oder durch andere BäpstlicheSatzungen/oder eignen/jedes-Vrdens- Congregation/ . Closters/hauses/oder orths Statuten/gesetz/ oder gewonheiten/ wider die Personen/so etwas wider obuermelkes gebott sündigen/ etwodecretirtvnd zur straff vielleicht gemacht/ sotten bepnebens in ihrem werch verbleiben. De- MhtSMerschencken. Si Derentwegen allen pnd jeden (jetzigen / vnd so der zeit nach seyn werden) locorum Orciinarijs vn derselben Vicarijs-VEciL- len, wie auch aller Orden/Prioraten/Clöstern/Häusern/Vor- stehern/auch den Generalen oder Prouincialen/vnd andern / welchen solches obligk/befehle wir durch diese Apostolische schreibe/daß sie/vnd jeder außjhnen/souil als jhrAmbts Pflicht von ihnen er- fordert/flch ganß ernstlich bemühen/damit diese vnser gegenwerti- geOontticucion vnd Satzung / mit allem fleiß auckoricec vnnd wachbarkeitfestigklichobseruiert vndmitdenvngehorsamben/vnd vbertrettern nik mit geringen Peen verfahren werde; Dieselben vngehorsamben widersprechende vnd Rebellanten durch bequembe recht vnd der that Mittel bey seytssetzendk alle appellacion zwinge/ auch mit ersuchung (wanns die noch erfordert) weltlicher hilff beystandts.dlon Geben zu Rom/ in moncs cruinnLli,im jahr der Fleischwerdung deß HERRN/1594. den 20. IulH/vnsers Eapstunrbs im dritten jahr. oigcn ctltcße stuck. mg» Das erste. Mlt was Recht dcrGencral vn dteproutns tial ^linistri deß Drdens 8. branciici von dtr ob- ftruantz/ den ordentlichen gewalt vber die Schwestern S. Klara Habens Antwort. Je haben eln Apostolisthe aurkroritct, st» ihnen insonderheit verlihen/ ober alle Schwestern S> Clara / der ersten pnd andern Regel j auch ober L die Sr Das erste die/so der dritten Regel deß heyltgen Vatter ffranciscl/ vnd ihnen vnderworffen seyn. Dann obwol die erste Regel S. Clara/ c. (welche der Seraphische Vatter ftranciscus eingesetzt/vndBapst Innocerirjus der dritt diß nahmens bestätigt) befilcht/ daß . der Prokector jhr fürnember Prälat soll seyn / in dem/daß er nach feinem gefallen/auß dem Orden der Mündern Brüder / ihnen ein Viücacorem seßeke. Vnd ob wol Bapst Vrbanus der vierdt diß nahmens/auch in der Regel / die er außgehen lassen/befohlen hat/ daß der Prokector desselben Ordens/ jhr fürnember Prälat seyn 2 /. soll/der den Visitatoren für die Schwestern S.Clara der andern Rege! verordnet: jedoch hak dieerfahrung gezwungen/vnd viel vrsachenerforderte daß ein Protector deßOrdens/mit nahmen ? L. in Matthäus f die vbergab deß Regiments der Schwestern! ge- I>ofticrt Oraco than/ VN derselben gubernierung mit völlig? Rechk/den Oenerali- bu8vn promncialibus^imstrisderMündern Brüder vbergebe ^nns., 2 -F. hat:wie zuschen ist im Buecl genannt monumenca Or6mi8. ^5 A Diese vbergab vnd verwaltung/haben die Preelaten beß Or- A. z?. ^ ^"s von jhm nicht wollen annemben/auch von einem andern nit/ s. lE.t/e/Ir der solche vbergeben. Wie kr:Io3n: äc^rZumLn. 3. notiert: Lttm^n. i». c/) vnnd dieses/thcils/ wegen daß solche vbergab nit gnugsamb war/ -es mE4/.c./5 dann durch den Todk derselben/soesvbergeben/nambsieauchein endt: theils war es auch ein notturfft/ daß dergleichen vbergab der Schwestern insonderheit vttd immeöiace von dem höchsten Bi- schoffbeschehe/ zustillung deß gewissens der Prälaten/welchen auß ihrer Regel verbotten ist/in die Weiber Clöster zugehen/ ohne sonderliche erlaubnuß deß Apostolischen Stuels. Dannenher li- set man/daß lnnocenciu8 der vierdt diß nahmens/ scy der erst ge- ^sen/ der die gubernierung der Schwestern/den Oeneralidug ^ co» vnd kr«uinci3libu5lVllnittri8 anbefohlen > wie auß seinen Brief- Fi-.c.c-' i»»o-fen zuschen/wrlchedurch Bapst Lonifacium den achtendiß nah- «/r e- mens angezogen vnnd bestättigk worden / vnnd zusinden seyn im vr>»v. Buech lV1onumenta Orctinj8 iecunclreimpreiliomL b. Le. in Lroua (^o11eölionel'riuile§. kman: Z.ocjenLi. c. Nach Fragsiuck. S5 Nach dem Bapst In nocencium aber/ haben andere Bäpst/ eben denselben Oener-LÜHus vnd ?r0uinci3lib>u§ Klinitiris vol- kommen vbergeben / alle Schwestern S. Clara/ (mit was für nahmen dieselben genennt werden) zu regieren. Wre solches an- zeigt ein Bulla excr3U3A3n? LuZenij c^uurci, c^UX incipic. ea c!. Zum letzten eben jeßtgedachter LuZenius dervierdt/hat geordnet/daß dre bemelken Schwejiern S. Clara/vnd der dritten Regel deß Heyligen Vatters Francisci gegenwärtig: vnd zukünff- ^ tige/soinClösterlicher obseruantz leben wollen/ sollen guberniert werden / durch die Vicarios Qeneralcs Lc frouinciale8 derselbe» Clösterlichcn obseruantz (dan damals haben die Conuentualen al- lein^nistror Oener3le8 Lckrouinciales gehabt.Die obseruan- ten aber nur Vicarios Oencr3le8 Lc ?rouii^cia!c8) vnd derBapst zeigt die vrsach an / warumb er hat gewölt offtgedachte Schwestern der gubernierung der Mindern Brüder vnderwerffen/ wie in angezogner Bulla Zusehen. Nach dem nun die suchen also geordnet waren/ wegen deß gewalkt der Prouincialen vber die mehrgemelten Schwestern: haben etlich nit gewist / wie weit sich solcher gewalt der Ordens Prälaten vber die Schwestern erstreckete.Deßwegen hat Bapst l» Iuliu8 der ander diß nahmens/ geordnet vnnd befohlen/daß die krouincial l^inrlirj ebendengewalk ober alle ihnen vndergebne ^ Schwestern haben soll/den der Protektor gehabt / vnd ihm von coFeA. Vrbanodem vierdten durch die Regel (die er selbstgemacht vnd/v/.-,,. außgehe» lassen) gegeben ist worden. Solcher gewalt aber deß L'roreAo^ ist sehr groß gewesen. Dann obberührte Schwestern haben ihm müssen gehorsamben/ vnd er der Protektor ist schuldig gewest die Seelsorg der Schwestern zutragen/vnddeßwegenhqk er dieselben Clöstervnd dero zu- gethanen Capellanen/ Conuersen vnd Dienern / so wol durch sich selbst / als andere taugliche Männer / wann es sich gezimet hak/ visttiern müffcn/vnd korrigier« vnd reformiern/die Häupter sowol als die glieder/ was sie zu korrigier» vnd reformier» erkennt haben/ ? L y mit > > 1 S4 Das ander auff: vndabseßen / nach dem es ihnen nach Gott/hak gedunckk e. gut seyn/wie auß der Regel Vrbant Zusehen. e. Vnud der Protektor hak nit allein für sich selbst indieClau- sur der Schwestern gehen / sonder auch andern Personen hinein zugehen/korinen erlaubnuß geben. Wie die Regel selbst meldet/ f. f Dieser gewalkaber ist durch den Bapst^lsrcinum den fünff- x. k«E?e»t/.fengemünderkworden/ §. vnd deßwegen können die krouln- /»Nttr/. ejgies nit in die Clausur der Schwestern gehen/noch andern Per- ^^^-sonen darzu erlaubnuß geben/als allein in den nokhwendigen vnd z. ^ Regel benennten fühlen. Zu mehrer dieser sach erklä- rung/liß/wasderLolleLiorprmileZiorurn menchcancium in oSe/r. dieser maceria schreibt/ kl. vnd insonderheit lub eoäem ciculo, ^ocabili vero quarco. kol. z45. vnd Lmanuel Koäericus. i. rrl.r»Ff5tiMo- ^ r» j. row, /. 46. F. stück. Ob dteVorstcherlti der Closterfrawen/vber die zahl der Schwestern/ dleaust best Klosters ein- kommen vndcrhalten werden; können andere auff>- nemben / die fouil von ihren Güttern mit sich in daß Kloster bringen/als zu ihrer vnderhaltung vonnöthrn »stk Vff einen thcil / daß es geschehen kan; verficht der allgemeine gebrauch: dann daß solche- offt beschicht/ist ein gar bekandte sach:vnddie gewon- ^d^JM heik ist deß gesäßes beste außlegerin/ wie die «Mckc-»/»,,. Rechten melden, a. Auff dem andern theil/ das es nicht sein könn/ Fragstück. Sf kömi- streikten daß Doncilium Iri^entinum , b. vNUd etliche b. c?E,'/ 7«- gesäß im geistlichen Rechten/ c. vnd in einer Bullen exrrLua-^./e/.r/.c.;. §3nci deßBapsts Vrbani deß fünfften. Wie solches Diony- c. sius, cl. Darcsiusianus schön außführk/vnd hakt festigklich dar--^ für/daß man von dem laster der Simoney nik könn entschuldigt 2. cke Ä- werden. Ob man schon nichts nimbk für den eingang Ln daß Clo- ster/auch nit fürdasgeistliche Leben / sonder nur wegen der vnder- haltung i vnangesehen deß Closters armut/durch welche man auch nit/von gedachtem laster entschuldigt wirdt: vnnd dieser letzten meinungS probation/treibk gar sehr die Lusis excrsuaZaus Vrka- ni deß fünfften / welche gedachter Dionysius Oaresiusianus an- e zeuchk/vnd auch die Schwestern Straßburger Prouinß bey ihren alten Satzungen geschribner haben. 7 Zu e^örtterung aber dieses Fragsiucks/sag ich erstlich: es ge- zimet sich zwar / daß nit mehr auffgenomben werden / dieweil die Rechten solches für viel besser achten,- vnd grosse Gütter/ die etliche geben / vrsach seyn/ daß etliche nit taugliche in die Clöster auffgenomben werden. Dannenher geschicht/daß sie einen grösser« schaden in geistlichen leiden/als sie nutz in dem zeitlichem em- § ^ pfangen/welches Diouysius genugsamberweist/ si vnndes ist ' auch schwer diß von allem laster der Simoney zuentschuldigen. Zum andern sag ich / daß ob wir wol diß besser zuseyn vrthei- len/ so verwerffen wir doch nit als böß / daß gegenspil/vnnd glau- bendaßdie VorsteherinderClösterohnalleSünd/ etlichetaugx liehe/so in den Orden begeren/vnd gnugsambs gut zu ihrer vnder- haltung mitbringen/können auffnemben /ob schon die zahl erfüllt ist der jenigen/ welche auß dem einkommen deß Closters vndek- halten werden. Wann sich nur die Schwestern hütten/niehts zunemben für die stimb zum Orden / welches ein Simoney were. Vnd dißerstlich/dieweil derH. Uromas, von Lai erano erklärt solches gelehrnt/ §. darnach/dieweil niemalen/(als wir glauben/) oder doch gar schwerlich in Hispania deß Dionysij mein nng wirdt-^,^^'^ gut geheissen werden/allda gar viel ihre Löchter in dle Clöster ge- L Lü den/ S6 Das ander den /nik souil deß geistlichen standts halber / als damit sie nie gezwungen werden/dieselbigen schlechtem Personen / als sie seyndt/ zuuerhewrathen. Weitter dieweil auch der H. Uromas darfür helt/ daß man Iungfrawen mit ihrem hewrathgut/könnindie Clöster nemben / in welchen man sonst nik gnug Heike / wann man sie ohne hewrakhguk auffnembe. ^reikemal nun beyde Meinung ihre behelff/ vnnd beschützet haben vnd deßwegen schwerlich zu vrtheilen gewest / welchem theil zufolgen. Haben die Vätter vnsers -Ordens begert von dem BapstlrmocencioOAauo, welcher nach Vrbanodenfünfftett gewest / daß er die Schwestern von dergleichen beängstigung deß gewissens erledigen wolke. Welcher erklärt hat: dieweil die Schwestern nik wissen zu vnderscheiden vnder primariam m- cencionem,welchedie Simoney verursacht / vnd lecunciariam incencionem, welche nik sündhafft ist/ daß sie nie kein Simoney -egehen/als allein in zween fühlen. Erstlich/wann sie ein gedrng machen von dem so man geben oder zahlen soll / für den eingang in daßdloster. Zumandern / wann sie auß Hoffnung etwas zubekommen/ vntaugliche Personen auffnemben: dann diß ist als dann priMaria mcenrio. Also finde es sich im Buech ^lorru- b. im/>r.menca Orcimum Lc Lupplemenco, ir. vnd dieweil auch dieser -Sc-/,»/«/>/>/. lindernng halber die Schwestern noch grosse vnruhe ihres gewis- sin gelitten/haben vnsers Ordens Prälaten noch ein grössere zu- ^ lassung/von dem Bapst Olemence den sibenden/diß nahmens begert: der hak verlihen; daß die Schwestern so vnder der gehorsamb . deß Generals der Mündern Brüder seyn / in keinerley Simoney fallen/auß den gedingen vnd verträgen/die sie machen mit denen so in ihren Orden kommen / wegen deß hewrathguks/ sosiezuem- , pfangenhaben/für demselben bequembe vnnd gnugsambe vnder- . Haltung. Also findet es sich im Lompe nciio ?ri uilegiorü ^len- ü (sie sollen ihnen allein in geistlichen dingen dienen) seyndt also auß- zulegen. ^In geistlichen dingen sollen sie ihnen dienen/vnnd in nichtsanderS/ was nit geistlich ist/sollen sie ihnen dienen. Deß- wegen können die Prälaten deß Ordens keine Brüder bestellen/ daß sie der Schwestern zeitlichen Gütter sorg tragen / vnnd sie nembenwahr/ daß der höchste Bischoff lunocencius der vierdk/ ihnen solches mit ernst befilcht / in dem er zu gedachter Satzung folgende wort hinzu setzt: keinem auß allen Menschen gebürt / diesen Brieffvnserer Zulassung zuuerbrechen/ oder mit vermessnen frevel darwider zuhandlen. Wer aber dasselbig sich zu vnderste- hen vermessen wirdt / der soll wissen/ daß er in die vngnad Gottes ^ vnd seiner Heyligen Apostlen Petri vnd Pauli fallen nmdt. Welche wort andeutten/daßin vbertrettung dieser Satzung ein tätliche Sünd begangen wirdt; wie in gemein alle OoHores lernen. Vnd die Bullen der Geistlichen Vätter zeigen auch solches > klar , Fragsiirck. §9 klar an. Dann die höchsten Bischofs/ dieweil sie wissen / daß die Brüder nit fähig seyn/zum hinweg geben / zuuersilbern/verkauf- fen vnd zum verwexlen die jentgen ding/ so ihnen in Testamenten verlassen werden/haben sie verordnet/daß im nahmen deß Apostolischen Stuels (welchem alles gehörig / was den Brüdern geben wirdt) ein 8yuäieu8,(das ist ein geistlicher Vatter) bestellet wurde/ welcher im nahmen desselben Apostolischen StuelL/ die gedachten gaben/zu nußlichem gebrauch der Brüder also handlete/ daß die Prälaten der Brüder kein gerichtliche raikkung deß Hauß- haltens von dem 8/näico begeren können. Sagstu aber / daß die Brüdcr/wann sie als Haußhalter der Clöster bestellt werden/kein eigenthumb oder Dominium haben/ welches wegen wir sagen kundten/daß sie wider ihr höchste Armut etwas handle». Dannenher sty sich nit zuuerwundern / ob sie schon zu Haußhalkern bestellt werden. Auff hiß antworte ich zulassendt/ daß sie keine Herren vnd ei- gcnthumber werden/aber sie nemben ein Ambt an/so jremStande zuwider; dann wann solches ihrem Standt nit zuwider were / so wurde der höchste Bischoff sie 8jm6ico8 deß ApostolischenStuels machen/seytemal auch die L/ncliLi wegen ihres Ambts kein Gerechtigkeit deß eigenthumbs haden/sonder sein nur die jenrgen/ die im nahmen deß Apostolischen Stuels / diegeschäfft verrichten. Deßwegen sollen die Prälaten der Mündern Brüder sich zum höchsten Hütten/das sie ihre Brüder nit zur sorg der Schwestern zeitlichen Gütter verordnen: vnd es entschuldigt sie auch nit/daS sie sagen/sie haben auch die sorg der Schwestern/in Verwaltung der zeitlichen Gütter: dann auffdiß antworte ich / daß sie solches sollen thun durch Personen/dle solcher Verrichtung fähig seyndt/ aber nit durch ihre Brüder/dieweil sie dergleichen aämimttraciou vn- fähig seyndt. DeZe reA. K.oäerici. com. z. y. 4. arc. r. Le Luüuz iuueuies traue maceriarm». M Von Von der Absolutio» Von vollkomcncr Absolutton der Schwestern. Eo^apst der 10. diß nahmeiis/hat allen Schwestern S. E'lara Ordens / vnd den Dienerin vnser lieben Kawen/diele erlaubnuß vnd gewaltgegeben/daß sie viermahl im jahr sich können Absolut- ^ ren lassen/von ihren Prs laten oder Beichtvättern / oder von andern Brüdern dcß -Ordens der Mündern Brüder / so von ihren Prälatendarzu verordnetworden/von allen ihren Sünden/ aujf was weiß dieselben bedangen worden. Auch gleicher weiß absol- Uiren/oder viel mehr/mit ihnen dispenstrcn Massen/ von allen vnd jeden gelübken (außgenomben deren in der Profession geleisten substantiell gelübt) so sie pflegen auß V?eiblicher schwachheit/vrnb einer jeden schlechten vrsach willen zuthun. Jedoch mit diesem geding: daß keiner auß ihnen / diese gnav soll zu gutem kommen/ ^ welche sich auff die,elbe gnad verlassendt/sich vndcrstundt zu bege- hcn/was/nntvbertretkung ihrer Prosesslon/ die äugen der Göttlichen Mayestätt verletzete. ^ Vber diß/ift auch seiner heyligkeit gesellig gewest / auß gük- tigkeit der Apostolischen lieb / gewalt zugeben/ den Beichtvättern der Schwester n/jo mit erlaubnnß ihrer Prrelaken/dieselben beichthören/ sie mit jolcher Vollkommenheit zu absoluiren/ vnnd in den Stande der vnschuldk zuübersetzen / mit welcher es jhr hepligkeit thet/wann er selbst in der beicht ihre Sünd anhörete. Auch daß sie nach diesem/eben mit demselben Apostolischen gewalt / allen vnd jeden Schwestern / im nahmen seiner Helligkeit den H. fegen können geben. . - > r«. rro«/. -7. Weitter ist zumrrcken/daß neben diesem können sie auch roch r-F. rom. < einmal imlebcn/vnd in den letzten zügctt/ wie auch inallen Fcfttä- /o. gen deß^)SRRN/vnser lieben Krawerr / aller Heyligen/der Aposteln Petri vnd Pauli / Heß H.VattersKrancisct / vnd der Mutter Elara/der H. Cacharina/ vnnodurch die gantzoH. Wochen/ der Schwestern. §>i chen/von allen Sünden vnd cen5uri5vollkomenlich / (doch allzeit mit verwilligung ihrer Prouincialen / oder Generals/ vnd keines andern) absoluirt werden. > Ferrer ist wol zumercken / daß gleich wie die obuerm lken er- laubnussen / die Schwestern zu absoluiren/ nie einerley vnd gleich seyn. Alsomüssen sie auch nitauffcinerley weiß (wann außob- benennten/ein tag herzu kombt) absoluirt werden: darumben/da- mit man nit außvnachtsambkeit jrre/. sollen hienach gesetzte kurße l ^ form/nach beschaffenheit der Bäpstlichen Zulassungen/ gebraucht ' werden. Dieweißvicrmahkimjahr/andenftntgen ' tilgen die j hr ein Schwester selbst crwöhlt/ vollko-- ^ MenltchMabsoluiren. ?rXmilIi8^rXmittenäi5,lci'. ' l licet: ^1isereatur,§cc. Lc IncluI^: ciLcatc^ui ^eccata aulcultar. -VcdorjcacecidiLOncellL öc midicommill3,eZoces.dto» e 1uo,iic plenarie, Lc W Kseui mno.ceficia: re/biruo, c^uo» l modo tänclicas Domini nolln facerec, li i^iempc in . confellione,cn3pecL3c3 3ulculc3rec. Lceaäemsucdoricsrs ^ H.poKo!ic 3 ,cibi i3nänm denecilcAionem?3^alem im^ercio^ - In nomine?3cri5öc.ki1i),öcc. ' Die weiß Zn absoluiren/wann sonst ein vol^ ' komme AbsMtlon soll imtgecheilt werden. ^ millis ^rLmittenäl5,§cc. ^ Vclioricare cidi concelln öc midi commilla, e§o te adlo- i iuo pien3riesl) omniduspeceacis cui8,in ^uancum^rE- ' 61ÄL 3 utdorieas le excenäere poeelb. Är ü Dir 9 » Sonder Absolution Die weiß Zu absoluircn in dem Fest dcr H. Katharina Zungftaw vnd Marterin / welche an-, dcrs/als die obgesctzten muß gegeben wer- ! den» ?rLmilIi8 vrremittcn- > clis, Lcc. -K VrboricareribiconceÜa 8c mibi commiüa eZo re ablo- luo plenaric ab omnibu8 peccacis cuis, in yuancum bu- juimocli ambocicas le excenderepoceK, 8c concectocibiin- cluIZenciam plenariam omnium ^cccacorum cuorum. In nomine?acriSjöcc. i Die weiß Zu absoluirm in den letzten Ziegen. - ' ?r^m!lIi5^rXmittencjr8. Ominu? no/^er Iksvä Lbri^u5,per nlerica iÜX lacracilsl- MX?aiIioni8, ceabioluac, ^cZraciamribiinfunciac: 8c eZoaurboricace i^1iü8, 8c beacorum ^poKoIorum ?ecri 8c kauli,8c iummorum ?onci6cum,mibi in bac parce commil^ /a 8c ribi concelIa,3bio1uo re ab omni vinculo excommuni- cacioni8,m3jori5 8c minori8: 8c lencencia luipeniioni8 8c in- tercii6ii.8c cblpenio cecum in omni irreAu1aritace> li c)uä con- rraxiKi,8c reliicuo cc vnioni 8c parcicipaciom bäelium, ncc- non lanÄi8 5acramenci8 Lcclelire. La6em aucboricace e§o abioluo ce, ab omni craniArellione vocorumcuiOrdini8 8c Kacutorutn pa^alium, Zeneralium, prouincialium , cullo- ' cbalium, localium 8c i/no6a1ium c^uorumcum^. Laciem ' aucboricaceabioiuo reabomnictiuinooEciomaic perioiu- , ^co,bori8inciebice cranipolici8Ve1ciimliIi5. Icem eaäem au- ckoricace eAoabtbiuo ce , abomnibuz Peccaci8 cui8, c^uibus ; eoncra OLba§i1icsLe bumana- iZnorancia velmabcia 6eb- der Schwestern. 93 yeIiyuiKi,concec!en8 cibi remilIionem,Lc inäulAenciam ple- ^griam omnium pecc3corum cuorum, coniellorum Lc cun- Aorum cie yuibu8 ecism non recorctaris-auc obücus fuiili, in huancum Llaues LccletiX le excen6unc. Icem eactem au- rtioric3ce e§o gbloluo ce ä pXni8?urA3corij>yu38propecc3ci8 commilIi8 Lr. 6e1i<5ti8 in yoc muncioperpecr3ri8 meruiili > re- Kicuencio ce illi innocenrire, in yu3 er38, yu3n6o bapciracus fuiKi. In nomine?3cri8 -j* Lckilij ^ Lc 8piricu8 lanLii, ^ ^men. Ouoci y kac vice non eiecelleri 8 , reieruo ribi lianc Araci 3 m,V 8 H,- aä excremum morci 8 cure srciculum^. Wann cs sich aber begäbe/das der Todt den krancken vbercylet/ daß der Priester nechstgefetzte Absolution ihm nie gctrawt gantz vor der abletbung peß krancken / außzusprcchcn. Damit solcher/nit vnentbundcn auß diesem leben Abfchctd/kan vnd solle er nachfolgende weiß brauchen. Vclioricace^pollolica^a^toluo ce 38 omni 8 u 8 peccaris ^ Lm. rrs«l. -^-cui 8 , inyu3ncum poll'um, 3 uckoricace^poKo 1 ic 2 miyi eommillä: 5^ reKicuo i 3 cr 3 menci 8 Ivlacri 8 Lccieiire, Lc con- ee 6 o cibi inciulAenri3m plenariam, yu3ky cibi conceÜ3m a Domino ? 3 p 3 ,ii force non morieri 8 , 3 uckoricace ^poKälica reieruo pro vlcimo morci 8 cuE 3rcicu1o. ly nomine kacris Lc kilij Lr 8 piricu 5 IsnlIj. ^men... Hiebey ist wolzumerckett ex (üowpoyclio?riuil. Oorclu- os^-ttti. ba. Daß zuerlangung deß vollkomnen Ablaß / vttdentbindung«r/./o/.Ls. . VondemCapitl. ;i. Von der Venedicnon deß Tischs/Mnd dancksagungnach dem essen. z z. VomGottSdienst vndgebett. 54. Von der H. Reicht vnd Communion. z 7. Von den Beichtvättern vnnd jhrm zT. Von dem gemeinen orch der arbeit. 41 Von dem gemeinen kleyder Zimmer. 44.. Von gemeinem Schlaffhauß. ibiäem/ Von den Zungfrawlein / die zur Religion auffgenomben werden. 45. Von denNouHen/die zur Profession anff- genomben werden. 48. Andere General Satzungen/ die nach dem Vaüisoletanischen gemacht worden. so.si.52.5z.54.ff.s6. Apostolische Satzung/daß dieSchwestem alle General vnd Prouincial Satzung derBrüder/zuhalten verpflicht. 57. Daß DieAbbrissin dem Visitatori schuldig sry/daSAmbk nit mit blossen worteHal- lein/ sondemauch imwerckzu vergeben. chrclem. Das die Schwestern ihnen selber keinen Beichtvater erwöhten können: 61. Das ohne deß Generalis erlaubnuß nie- mandt kan / einige Nachlassung oder enr- hebung s V ! l Register. enchebung vber deß OrdensSaizungen vomBapstaußbnngen. 66. Das weder Schwester noch Brüder einige Hilst/rach oder zunst/ bey Personen ausser deß Ordens suchen darff. 67. Was Brüdern vnd Schwestern derCis- momanischen käiniUE verlihen/das ist auch den Vlrramontanischen zugelas- sen. 71. Das der Generalis Minister kan ein Ab- Mnvberdrey jahrin ihremAmbtverbleiben lassen. 7;. Das niemand! geistlicher etwas verschen- ckenkan. 74. Erst Fragstuck. Mt was Recht der ordentliche gewalt vber die Schwestern/ auff dre Brüder S. Francsscivon der oöseruanfi kommmen. 81. Das ander Fragstuck. Ob man vber die zahl der Schwestern / so von dem ein- kommen deß Closters vnderhalten wer- dcn/kan andere auffnemben/diechrvn- derhalmng mit sich bringen- 84 Das dritte Fragstuck. Ob den Brüdern sorg vber der Schwestern zeitliche Güt- terzmragen gebüre. 87. Von vollkomener Absolution der Schwestern. AQ. Errata auß der Regel Vorrede. L!. L'. Auß den General Satzungen. ff diesem sdiesen r8 hergeschtosse.^-Liß -! hergeschossen 'L 4 befelch s, bestich N Auß der Reget. z 6 leichendt z r6 in diesen z zo beschlosseS. Damians 8 z Amculdbe- ' Messung S 16 noch kuri; - 18 lang vn weit Ir zo gebeut i z io keine »4 f aulßast r6 7 Hab r§r8entpfrnden ^ leichtendt in diesem (en beschlösse stau G.Damians Amcul vond beschloss: Liß"! noch zukuri; 'Bk. Li. ttt-'-r j 14 ^iß 14 Llrm/?»'a ^ - mitdenweltli- chen Personen f 9 ^iz lang vnd also L z.o gebem (weit ^7 keiner A -1 außlast Lzs halb 8<§f .entfrembden A 18 -4fty rc> r in i allterdings 7 auß r^Liß ^ . diese wort seyndr außzn- laffen ist ein i allerdings ^ausser 1 . END e. »< 7 ^ MN