j Drey schöne ^ ^ ! Neue Lieder. ! D a s E rstr: j Sieh de» Jammer deiner Kinder. DasZweyte: ^ Groß zu sepn und reich zu werde« re. Das Driter: StolzeWelt, vergänglicheSWesenrr< > > S 1 r » r, jetruckt «n» j« finde» »rp Joseph Oreikj Das Erste: A^ieh den Jammer deiner Kinder Ewiger Vater gnädig an: Elend find wir arme Sünder, Rur du bist'S, der helfen kann. Gnade flehen wir hienieden, Durch deinSohn, der für unsstarb Und uns Christen Heil und Friede» Durch sein Tod am Kreuz erwarb. s. Unser Schicksal, Sott im Himmel Ruht allein in deiner Hand; Wende Pest und KriegSgetümmek Fern von unserm Vaterland. HungerSnvth und jede Plage, Die die Sünde nach sich zieht; Gib uns frohe Lcbcnstage Durch Iesum, der für unS litt, Z. Gib, dass Fürsten und Regenten Sich derRuh undCinttacht weihn Thu die Zweifeln von uns wende». Die das Glaubenslicht verscheu». Fester Glaub soll in uns wallen , Reue, Buß und Frömmigkeit; Freund und Feinden zu gefallen Suchen ohne Unterscheid, 4 - Unser Wandel» unser Leben, Unser Sterben, unser Tod; Sey in Dcmuth übergeben Deiner Leitung, großer Gott! Thu ünS nur die Gnade gönnen:> Fromm zu scyn, um einst mit Dir Ewig unS crsreu'n zu können; Guter Gott! dich bitten wir. Da- Zlveyte: ° i. fUroß zu scyn und rcichzu werden, Sey niemals mein Wunsch auf Erden, DaS den Fall so sehr beschwert Wenn daS Glück den Rücken kehrt. Vielmehr will streich bemühen; Hohen Rängen zu entfliehen. Ehre. Rcichthum, Gold und Seiden, Und dergleichen Erteckeit n. Seigl die Welt in schönster Flur, Wohlgemrrkt; fie zeigt rSuur. Ich verachte diesen Tand, Mir sind ihre List bekannt. Z. , ! Adieu , Welt! du sollst nun wissen, Nie ivcrd' ich mich dir anschliessen, i Bcy'piel gabst unS schon genug, Da? du strozest vor Bettug. Ich strebe nach ew'gea Lohn Den gibt nur Religion. 4 - Frohe Lr^rnStög' genießen, Nichts von Grnnm und Mißmuth wissen: .» Di ß kann nur der wabre Christ, Der mit sich zufrieden ist, Und sich a>ck sein Gott verlaßt, Wenn rhu gleich das Schicksal haßt. Das Dritte: stolze Welt, vergänglichesWesen, Der man alles anoertraut, Sag, wer bist du dann gewesen, Eh der Schöpfer dich erbaut: Ja die ganze eitle Erde, Lat der Herr aus nichts gemacht, Und so wird cS wieder werden. Wenn der Herr im Griin erwacht. s. Wolken krachen, Berge zittern, Und die ganze Erde weint, Felsen, Klippen müssen splittern, Wen die Rach des Herrn erscheint SecundMeer zerreißt die Schranken, Und ein ganzes Land verschwindt, Städte, Thürme müssen wanken, Wen der Herr nnr droht und winkt. Z- Durch ein Wolken hohes Werke, Wollte ein Volk sicher seyn; Doch die allzugroße Stärke, Stürzte die Verwirrung ein ; Babylon man höret klagen, M Solomons berühmter Tempel, So die Gottheit selbst bewohnt, i Ward ein trauriges Exempcl, ! Bon den Umsturz nicht verjchont. ! 7. ! Ach, wem sollte dieß nicht quälen, Sizilien so schö'ns Land, z Wo kcy vierzigtanscnd Seele« ^ Fanden ihren Untergang: Jivey und zwanzig schöne Städte, L. Kundert Dörfer auch dabey, So dir Erde hat verschlungen, ' Glaubt, daß Sttafc GotteS sey. 8 - Echwerdter, die in Deutschland blitzten, i Und Regenten oft erschreckt, ! Säbel und v rgifte Spitzen K.,t der Moder längst bedeckt; ^ Flöten so ein Echo führten, Kat derzeit der Sturm verjagt Lorbeer, so die Weisheit zierten, Hat derSturm schon längst zernagt. y- Sa"«' Länder, ganze Kronen, Za der Helden LorbrerpreiS, ! Selbst kcpurpurt schönste Thronen, Sind den Würmern eigne Speis; Sambals beglückter Degen, Der so viele Länder schlug, Mußte sich in Staub verlegen, AlS ihn Kaiser Felix schlug. l 1V. Z-'lleS, alles muß vergehen, MeS ist schon Unbestand; Was man heut kann reizend sehe», DaS ist morgen Staub und Sand; WaS Natur und Glück bestellet, Ist geschmückte Eitelkeit, Und der Geist, der »nS beseelet, Wandert in die Ewigkeit.