Wienki- 8iaä1-kiblioi>iel<. ^15081^ i — U «> Bey Gelegenheit Der höchstbeglükten Vermählung Der Durchleuchtigsten Ertz- Hertzogin von Oesterreich/ Insantin von Spanien/ Königlichen Prinzessin von Hunaarn/ Böheim/ und beyder Sictlien/ Mit dem Durchleuchtigsten Printzen e^R.01^0 von Lothringen und Baar/rc. Auf allerguädigsten Befehl Ihrer In yungarn und Böheim Wöniglichen Majestät LWKL8l^, Auf dem Königlichen Theatro in einer Welschen Opera vorgestellet Im Jahr 1744. koel, des Henn^dkLtL p>'etro klet»1l»6o, der in Hungarn und Döbeln, Königin Majestät l'oeeen.^^. In die Music verfasset vom Heien^änlpk Nilise, Seiner Ronizl» Pohlnischen Majestät Caoell-Meistern.' Die Mulie be? der Beurlaubung, und Chor ist von, Hr». t-uc-epee- gier!, der inHung.undDöh.Königl-Maj.Vice-CapeU-Meisttrii» Die Übersetzung ist v.Hm.^nr.rrokofs, Hung.u.Döh.K.M.roer. Dedrgkt, bep Johann Peter v.Ghelen Konigl. Hsf-Duchsrukern. L Inhalt. lAnaus König in Argo erschroken von der Stimm eines Oracls/ so ihm den Verlust des Thrones und des Lebens bedrohet, durch die Hand eines Sohnes Aegypti; hatte in Geheim seiner Tochter der Princessm Hypermnestra aufgetragen/ Lynceum den Bräutigam die erste Vermah- iungs-Nacht um das Leben zu bringen. Der Vatterliche Befehl aber hatte die Großmütige Prinzessin zu einem so unmenschlichen Unternehmen nicht verleiten können: Es hat aber auch die allerzarteste Liebe sie nicht dahin zu bewegen vermögt/daß sie Lynceo den grausamen Befehl offenbahrer hatte/ um nicht den Vatter der Rache und Ungedult des tapferen Bräutigams auszusetzen/ der von dem Volk Und Kriegs-Heer beliebet war. In wie weit bey so vieler Beängstigung die heldenmütige Hyyevnnestra als Braut und Tochter ihre gegeneinander streitende Schuldigkeiten zu beobachten gewust: und mit was vor unvergleich- ncher TugendsProb/ sie letztens sowohl den Vatter/ als Bräutigam/ und sich sechsten glukseljg gemacht/ wird der Verlauf der Vorstellung zeigen. ^polloclor. U/xia. und andere. Der Schau-Platz wird erdichtet in den, Königlichen Pallast zu Argos» X r Vor- Danaus/ König in Argo. Kypermnestra/ Tochter Danai/ vttAi liebet in Lynceum. Lynceus/ ein Sohn Eegypti/ verliebe^' in die Hypermnestra. Elpinis/ Enkelin Danai/ verliebet ii Plistenem. Dlistenes/ Printz aus Thessalien/ verG liebet in die Elpinice/ Freund deB> Lyncei. Adrastus/ Vertrauter Danai. Bedienende. EdelLeut/ und Edel-Knaben mit M^ permnestra.^ Edel-Knaben mit Elpinice. Königliche Wachten mit Danao. Auftührifche Griechen mit Plistene. Kriegs.Volk mit Adrasto.^ Veränderungen des Ächau- Platzes., > Bey der ersten Abhandlung. ^Ausgezierte Zimmer zum Königlichen Ver- mahlungs-Fest der Hypermnestra. . Inwendige Lauben-Gange des Königlichen be!^ Pallastes zu Argos. Von einer Setten eme weite Gegend mit dem vorbey-fließenden Strohm Znacho: vor der anderen/ hinters il bliebene Ruinen alter herrlicher Gebäuden. Bey der änderten Abhandlung. >er Gallert mit Statuen und Gemählden. )eiNachgehends. Ein angenehmer Ort derer Königlichen Garten von vorn rmt hohen Bäumern beschattet. In ferne lange Spa- > Per, Gänge/ von grünen mit Blumen ber zierten Spalliren; deren einige zum Ende mit zierlichen Gebauen; andere mit kunsts lichen Wasserfallen den Schluß machen. Bey der dritten Abhandlung. ^ Geheime Zimmer..... Ein herrlicher Ort durch hohe Schwibbogen die Königl. Wohn-Zimmer vorstellend: kost- bahr ausgeziert/ und zur Nacht-Zeit beleuchtet. Diese Veränderungen deren Scenen, seynd preiswur-- dige Erfindungen des Herrn Joseph Galli Bibiena, Ihrer in Hungarn und Vöheim Königl. Majestät ersteren TheatralJngegnjeurs WdBrchiteclen. Wie Wäntze. Zum Ende der ersten Abhandlung. Ein Tantz so die Arglisten eines betrü- gerischen Götzen- Dieners vorfiel- let/ der letztens erkennet/ und ver- lachet wird. Nach der änderten Abhandlung. Ein Tantz von edlen Jägern/ und Gärtneren. Zum Schluß nach der dritten Abhandlung. Tantz von Frauen- Zimmern und Grie-' chischen Edel,Leuten. t Die Kunst- reiche Anordnung dieser Täntzen wäre von dem Herrn Frantz Hilferding/ inIhro Königl. Majestät Diensten. Die Arien hierzu seynd vom Herrn I- gnatio Holtzbauer. Erst« E( r) 5»> -^-5. - M Ubhandlung. Wer Wmkritt. Herrlich ausgezierte Zimmer zum KöniglichenVermählungs»Fest der Hypermnestra. Hypermnestra/ Elpinice/ Frauen.ZiM' ^ mer r und Edel- Leute. tklp. Einen Wünschen/ Prinzessin/ AM stimmet endlichen der Vatrer ^«'T mit Genehmhaltung bey. Litt A hohes Vermahlungs s Band wird mit dem ^ geliebten Lynceo dich anheut verbünden. Sehe die Freuvens- Zeichen so bey jeder- s, männiglich deine Glükseligkeit verursachet. L) wie viel erwartet die Welt. Von diesen auserwähsten Paar/ beglükte Tage! Hyp. WW)r rst es meine geUebte Elpmice/daß i, niemand mir in meiner Gtükjeltgkeit gleich ^ A ist. Erste ist. Ich erlange alles was ich gewunschen.^ Auf Lynceum wäre jederzeit das Absehen meiner Sorgen gerichtet- Seine Tapferkeit/ seine Tugenden/ der Ruhm ferner Verdien, sten/ haben zum öftern mein Gemüth also eingenommen/ daß sich die Liebe/ um mein Hertz zu besiegen/ keiner anderen Waffen als der Vernunft bedienet. Elp. Ach könte auch ich anheut/ mit dem Printzen Plistene an gleicher Glükseligkeit Theil nehmen. Du weist... Hyp. Überlaste mir die Sorge. Ich»erhoffe Z von dem Königlichen Vatter das Einstimmen zu erhalten- Er wird mir an einen solchen Tag nichts versagen..§ Elp. Was vermag ich hingegen. Großmütige Hypermnestra?... Lyp. Ach du weist nicht wie hoch ich schätze/ wann ich auch andere mit nur glükselig machen kan. Elp. Die geneigten Götter/ wollen mit Elfer bewahren was ihnen gleichet. Lyp. Ich sehe Lynceum annoch nicht ankoms? men/ was bedeutet es? Er solle aus den Feld- Lager schon da seyn/ mache wann du^ mich liebest/daß jemand seine Ankunft befördere. Es wäre endlichen zu ferner Gegenwart Zelt. Zu sein, und unserer ja allgemeinen Freud, Indeme lang genug gewahret hat das Leid.. Elp. Abhandlung. Elp. Eelitten haben wir, Heut aber ist allster, Der Tag so alles Leiden Verkehrt in Freuden. Pflegt also nach der Pein Der Lohn der Lieb zu seyn; Wie süß seyd ihr o Seuftzer,^ Veglukt das Leiden. Gelitten re. Gehet weg' Anderter Eintritt. Hypttmnestra/ nachdemeDanaus/ mit Gefolge. Atz* An gehe Zum satter: Er ver- ZMK nehme aus meinen Mund meine Dankbarkeit/ und wisse... Er kommt aber just zu recht. Ach mein geliebter Erzeuger/ die Gab so du mir heut ertheilest/ macht die Geschanknuß des Lebens um so viel schätzbarer. Ich erkenne an- heut... Dari. Weichet alle zuruk-(Zu dem Gefolg so zuruk weichet.) ^oxp. Warum Herr. Es darf die gantze Welt meinen Worten zuhören. Ich schäme mich nicht der Liebe so mein Erzeuger gut heißet. Einer so reinen Liebe... Dan. Ich hab mit dir allein zu reden. Vernehme mich/ und schweige. Hyp. Dein Befehl ist mir ein Gesatz. A r Dan. 4 Lrstr Van. Wisse, daß du mich des Thrones/ des Lebens/ und meines Ruhestandes zu versicheren hast. Darf ich aber dieses von dir hoffen? Lyp. Du beleidigest mich wann du zweifelst.«. Dan. Wurdest du so viel Treu und Stark- mut haben? Lyp. So viel eine Tochter ihren Vattern schuldig. Dan. So nehme diesen Dolch(Gibtihr ei. nen Dolch.) halt den in verborgen: und da du Lynceum in tieffen Schlaf vermerken wirst/ durchbohre ihm das Hertz. Lyp. Gerechte Götter! Und warum? Dan. Es bedrohet mir das Schiksal den Verlust Thron/ und Scepters. Den Verlust meines Lebens/ durch die Hand eines Sohnes des Gottlosen Egipti.Es klinget annoch in meinen Ohren die Trauer-Stimm des Oracls so ich kurtz bevor gehört: Mithin wird Lynceus mir zu keiner Forchtmehr seyn. Hyp. Bedenke aber... Dan. Habe viel und alles bedacht. Allean- dereHülfs-Mitteln seynd vergebens/ und zu grösserer Gefahr. Er hat die Liebe des Kriegs- Heers/ gantzArgo bettet ihn an. Hyp.( Es erzitteren mir alle Glieder des Leibes.) Da». Sehe zu daß du das Geheimnuß nicht verrichtest. Zeige ein heiteres Angesicht, habe acht auf die Reden: und lasse da es 3e,t Abhandlung.; Zeit seyn wird/ deinen Zorn den Lauf. Seye Hertzhaft/ Gehorsam/ und bedenke Daß du durch das Erbarmen, dich ftlbsten nur verführst, Den Bräutigam nicht erhaltest, den Nattern verlierst, Denk daß dein Natter ich seye, Als Tochter denk darbey, Daß ich mein Thron und Leben Auf dein Vertrauen wag. Solt dir das Unternehmen, Das Hertz zur That benehmen, Dir kommen ein Erbarmen, Vor mich dasselbe trag. Denk re. ( Geher fort.) Dritter Eintritt. Hypermnestra allein/ nachdem Lynceus. «KSZCH mich Unglükselige! Was hab ich hören müssen! wo bin ich? Wache MLd- ich? oder träumet es mich? Meinen unschuldigen Bräutigam solle ich um das Leben bringen... Ach ehender soll mich ein Donner-Keil vom Himmel erschlagen: Die Erden vor meinen Füssen sich eröfnen: Was aber werde ich thun? Rede ich/ so kvute die Rache Lyncer/ den Vattern nach- theikig seyn. Schweige ich so setze lch Lyns ceum der Gefahr aus/ und den verborgenen Hasse des Vatters. O Befehl! O Rache! O Vatter! O Bräutigam! Und wann der Printz kommen wird/ wiewer- Az de s Erst« de ich ihme entgegen gehen? Mit was für einen Anbltk! mit was für Worten kunte ich?,.. Götter! nur der Gedanken hieven ist mir schon eine Entsetzlichkeit. In eine einsame Gegend zu entfliehen/ undalva meinen übermäsiigen Schmertzen verbergen/ wird das beste Mittel seyn.(Will weg.) Lpn Printzesiin! mein Abgott? z Hi>p.( Ach! ich bin des Todes.) L.xn. Ist endlichen der langst gewünschte Au- genbltk ankommen. Darf ich endlichen sa-^ gen daß du mein seyest. Nun besorge ich nicht mehr die erzörneten Sterne. O schönste Sonne! L>yp(Himmel! ich hab kein bleiben/ kan weder weg/ noch reden.) F.PN- Warum aber meine Printzesiin/ finde ich nicht bey dir die Vergnügungen so ich hab. Du verwendest mit Unruh die Augen/ und scheuest mich. Was ist dir geschehen? Nicht verhalte es mir. Hyp.( Nahtet mir o Götter.) L.yn. Diese beglükte Morgen- Röhte hast du mit so vielen Wünschen erwartet/ und darum denen Göttern so viel Opfer gethan;^ anjetzo da sie vorhanden/ bist du so traurig! Hast etwa gegen mir verändert dgs Gemüt,. Und bist des Lynceo, und seiner Liebe müd.* Hyp. Mit Liebs- Geschwätz nicht plag mich, (Mein, was thu? was sag ich?) Ach geh. Es fallt mein Hertzen H Dem Hierseyn allzuhart. Eni Abhandlung. Entweiche mich nicht kranke, Ein Blik so auf dich lenke, !e Macht all mein Blut erkaltet, r- All Adern erstarrt, n Mit re. a(Geher fort.) Vierter Eintritt. Lynceus allein/ nachdem Elpinice/ und Plistenes/ eines nach den anderen- ^ Lyn. GM.Eynd dieses die Hochzeitlichen ^ HMD Freuden'. ist dieses die zarte ^ LNülL Bewillkommung einer Braut? Auf solche Weiß empfanget mtch Hypermr ^ uestra? Woher diese Zäher? Woher diese Betrübnuß? Was für etnes Fehlers wer- .. de ich beschuldiget? Hat etwann ein ver- ^ borgener Milbuhler diesen Hertzen einen ^ geheimen Gift zu meinen Nachtheil beyger ? bracht? Wer aber wurde sich unterstehen.. Ach dieses Schwert diene mir zur Rache.. allein... was hilft der vergebliche Elfer! , empfinde zwar den Streich so mir das Hertz " zerspaltet/ weis aber nicht wer es ist/ der mir nachstellet/ wer mich ermordet. ? Llp. Bcgiükter Lynce: deine Vergnügungen ^ erfreuen mrch über alles... Lpn. Ach Printzesirn: allzu empfindlich verwundest du mrr das Hertz. Ich bin der als lerunglükseligste unter allen Menschen. Llp. Du? Und wie? A 4 m pli. , Lest« pli. Diese Umarmung seye dir zum Zeichen Der aufrichtigen Theilnehmung an deinen Freuden. Du bist glükselig: und scheinet mir.... Lyn. Ach Freund/ ich bitte dich/mcht quäle mich noch mehr. pli. Wie so? Lpn. Bin voll Verzweiflung.^^^ pli. Anjetzo da ein angenehmes Lrebes-Baud/ dich mit der schönsten Hypermnestra verbindet, wilst du verzweifle«? Lvn. Hypermnestra, O Himmel! schaffet mich weg. Sie verbietet mir von der Liebe zu reden/ Hypermnestra nennet mich ihre Vergnügung nicht mehr/ sie hat ihr Gemüt verändert/ und ist nicht mehr die vorige Hypermnestra. Pli. O Götter! was sagest du? Lyn. Ach wann ihr es wisset ihr Freunde: wer mir dieses Hertz verführet hat/ verschweiget mir es nicht. Ich will... Llp. Du irrest? Hypermnestra liebet niemand anderen als ihren Lynceum?! ihm allein erwartet sie... Lyn. Warum weiset sie mich dann ab? Warum entfliehet sie von mir? Warum einsänget sie mich also verwirret? vli. Haft du sie gesehen? Lyn. Sie gehet eben jetzt von hier weg Elv. UndHypermnestra selbst? redet mit dir also verkehrt? xy„. Ach wäre ich gestorben, bevor ich sie gehört. r- Abhüvdlung- Dte Pein so mich quälet, Fast ga'ntzlich entselet: Werzweifiendes Rasen In Hertzen empfind Den Tod ich umfasse Mich sechsten verhaffe Da mich in den Haß Meines Abgotts befind Dre Pein rc. (Gehet ab.) Fünfter Eintritt. Elpinice und Plistenes. »As soll dres heissen Plistene? Wie hat Hypermnestra in einem Augenblik ßch also verändern können?. pli. Ich verstehe die gantze Sach nrcht/welS nichts daraus zu nehmen. Elp. Dieser neue Zufall ist unserer Liebe noch abgangen. Wann die Vermählung der Hypermnestra in Verwirrung gesetzet wird; wird auch mit unserer Hofnung eine Verwirrung entstehen. Ach eine allzu grosse Grausamkeit! in was vor einen ungiükjer ligen Zeichen des Himmels bin ich doch geboren? Auch schon in gesicherten Port entstehet ein neues Ungewitter. pli. Diese angenehme Ungeduld ist mir. Verzeihe es: Schönste Elpinta/ zu einen Trost. Sie ist ein Beweisthum deiner aufrichtigen Liebe. Das gegenwärtige Unglük beraubet A 5 Mich L» kkrffe mich zwar der Hand/ aber nur auf kurtze Augenblik lang/ und versicheret mich um so viel mehr des Hertzens so mich vergnügen kan. Llp- Aber mit so betrüblichenLiebes-Versuch wolte ich dir nicht begegnen- Dann auch du kuntest müd werden. pli. Nein: Es ist kein Pein zu erdenken, die mir wegen deiner nicht süß seyn wird. Elp. Äch weis zwar daß du getreu/ weis aber auch daß ich gar zu nnglükselig. Pli. Man muß nicht so geschwind verzagen. Es könte das Bedrohen einen vorbey gehenden Regen gleich seyn. Wer weis es? Ern kleine Mißverstandnuß verursachet! zuweilen große Verwirrungen. Wir wollen bevor die Urfach unserer lBetrübnuß sehen innen zu werden/ zum Leiden wird alsdann Zeit seyn. ElP. Du hast recht. Eile indessen den Freund anzutreffen. Ich aber werde die Gedanken der Hypermnestra ausforschen. Die Liebe wird uns beystehen. Dein Zusprechen machet mich Hertzhaft. Weis nicht was du für verborgene Gewalt über die Gemüter besitzest. Daß ich, mit Sorg bevor, und Trancen eingenommen, Jetzt hoff, weil du es wilst, und mir die Forcht benomeu. Eine Würkung war der Liebe, Mein gehabte Hertzens- Forcht; Und ein gleicher Liebes-Triebe Jetzt mir Trost jur Hofnung bringt. Aus Abhandiaug.» Aus der Kraft so aus dein Worten Zu ersehen-- kan geschehen, Daß sowol aus Forcht einHofnung, Als aus Hofmmg Forcht entspringt. Ein Würkung rc. ( Geherab.) Sechster Eintritt. Plistenes allein. A ich meinen Abgott die Pein zu be^ nehmen gedenke/ o wie viel Ursachen der Hofnung gibt mir die Liebe ein r Da ich aber mein selbst eigenes beängstigtes Hertz zu trösten wünsche. Was finde ich wol so mir zu einen Trost kunt taugen? Was sehe ich vor Gefahr schweben vor meinen Augen! Vergnüge und erfreue, O Lieb, dir es»erreiche: Das Hertz meiner Geliebten, Obschon in Forcht ich schweb. Grösser mir ihrePeinen, Als mein selbst eigne scheinen/ Dann ich mehr ihren Hertzen, Als für mich sechsten leb. Vergnüge re. (Geher al>.) NA- Sie» »2 Erst« Siebender Eintritt. Inwendige Lauben des KöniglichenPal« lasts in Arqo. Zum Ende von einer Seiten eine weite Gegend/ und der vorbey fliegende Strom Inachus: Von der anderen über- blrbene Denkmale alter herrlicher Gebäuden zu sehen. Danaus/ Adrastus. Ade.«M)Ch Herr wir seynd verloren dein AM Geheimnuß wird Lynceo viel- leicht schon bekannt seyn. Den. Sternen! solke wol Hypermnestra mich verrathen haben? Woher entspringet bey dir diese Forcht? Hast du den Pcintzen gesehen? i Adr. Habe ihm gesehen. Den. Hat er mit dir geredet? Adr. Er hat reden wollen. Viel hervorgebracht/ öfters angefangen/ aber keine Rede vollendet, unruhig/ finster/ verwirret/ ereifert/ habe ihm seuftzen sehen/ und eine Erbitterung angemerket. Habe beobachtet/ daß er sich deren Zähern fast nicht enthalten können. Mit einer Ungewißheit ob mehr der Zorn oder die Liebe in ihme herrsche/ hat er mich endlich verlassen/ ohne daß er sich in geringsten erkläret!: So daß ich seine gantze Gestalt/ und Anblik zum Mitleiden/ Forcht und Argwohn bewegend/ annoch Gegenwärtig vor denen Augen habe. OtM. Abhandlung. rz Darr. Hab ich es uicht gesagt Lldraste? Das die Elpinice besser zur Vollziehung meines Befehls getauget hätte. Adr. hätte geglaubet/ daß bey der Tochter besser als bey einen Enkelin die Treue versichert seyn wurde. Van. Hab mich einer verliebtenTochter zu viel vertrauet. Wann aber die undankbare daMeheimnußverrahten/ soll es ihr theuer ankommen. Adr. Laße vor jetzt den Zorn beyseits/ und denke auf deine Sicherheit. Lynceus hat die Liebe von Kriegs-Heer/ er kunte viel anstellen. Can. Ach lauste/ eile/ versichere dich seiner Und mache... allein ich besorge... besser wird es seyn... aber nein. Es wäre allzu gefährlich. Bin voll Verwirrung, und weiß mir nicht zu rahken; rahte mir Adraste. Adr. Wolan/ ich will alsobald machen/ daß die Wachten des Pallasts verstärket werden. Auf alle Tritt und Wort des Printzens werde genaue Obsicht veranstalten, um sein Gedanken innen zu werden. Sein Thun und Lasten/ wird uns zum besten Raht dienen. Wir wollen zu einen äussersten Mit!ohne Ursach nicht schreiten. Dann ein allzuftühzeitiges Vorkommen, ist öfters eine Beförderung der Gefahr. Van. O gescheid! O wahrer Freund!(Um. armer chn.) Gehe i4 Eiste Gehe: dir mich vertrau, mein Scepter du beschütze, i Auf dich mein Hofmmg bau, du meines Thrones Stütze- Adr. Nun besorg lch das Bedrohen, Und des Schiksals Grimm sehr wenig r Hertz macht mir, das mir mein Kvnig Mit sein Armen stehet bey. Voll des Rahts und voll der Starkmut, Seyn» mein Sinne und Gedanken, i Kein Gefahr, kein Maß noch Schranken, i Schrekt mein Eifer- volle Treu. Nun besorg re.- (Geher ab.)' Achter Eintritt. Danaus/ und Yypermnestra. Dan. ÄkILNnceus ist aus dem Feld kom- »nen/vor meinen Augen aber ist er noch nichterschienen zach allzu kanntlich ist es/ daß die Tochter mich ver-! rahten! allein hier kommet sie. Sie soll»stich gantz ruhig antreffen /damit nicht eine Forcht ihr den Mund sperre. Lyp. Darf ich O Herr! so viel durch meine Bittverhoffen/ daß du dich würdigest mich i etwelche Augenbltk lang ohne Unwillen anzuhören? Van. Wann hab ich jemalen dich anzuhören versaget? Ich gehe ja mit dir also streng nicht um. Rede nach belieben. Hyp.( Helfet nur anjetzo O Götter.)^ Dan.( Sie wird um Verzeihung bitten/ daß l sie mich verrühren.). 4>yp. Abhandlung. 15 Hyp. Das Leben hab ,ch als ein Geschenk dir mein Erzeiger zu danken. Daran gedenke ich. und ist unter meinen Schuldigkeiten vil- leicht die mindere. Ein Hertz habe durch dich bekommen/welches um nicht sträflich zu seyn; fähig wäre.... Dan. Schweige? Es kommet Lynceus- Hyp. So erlaube daß ich seiner Ankunft ausweiche. Dan. Nein. Er hat dich schon gesehen.'Daß Entweichen wurde ihm verdächtig sem. Bleibe hier/und stimme ein meinen Worten. Hyp.( Ach was vor em Pein ist dieses?) Neunter Eintritt- Lynceus/ und die Vorige. Dan. einer so süßen Einladung er- scheinet Lynceus also saumselig: (Zu Lynceo.) zeiget sich also eilfertig Verdienste zu erwerben/ und so schlechten Eifer die Belohnung zu erlangen? > Lyn. Alle meine Sorgen und Schweis: die beständige Dienstbarkeit/ all unter deinen Fahnen vergossenes Blut/ seynd gegen den r Geschenk womit du mich anheut beglükest/ l ein allzugrtnger Wert: den Schenker allein ist das Geschenk zu vergleichen. Dan.( Eine zmeydeutiqeRede) r Lyn.(Es scheinet/ O Götter! das Hyperm- nestra mich anzuschguen scheuet.)' » z Hyp.(Aä) was vor eine Dem!) Dar,. Habe dich Printz frölrcher»erhoffet. Lvn. Und auch ich hab es geh offet/allem-., Dan. Warum seuftzest du? Was betrübet dich für ein Unglük? Lrn. Weiß es nicht. Dan Wre solst du eS mcht wissen? Offenbare mir dein Anligen daß ich eS e'em^npcrmnestra kan-s statt meiner sagen- Erlaube daß ich gehe.(Zu van. ^den^ou'must^nm sagen wasLynceus^vm Vatttt...(MttM. ylck ich sehe schon wie wenig ich von ° e,n°e Tachtt! d°ff'n darf- I» kenne Un- -'.reifere über sie/ Heruvonwe- ^ E meiner Ldii-cus, ist nicht würdig daß Lermmstra um seinetwillen soll leiden- ^ie kan mich fortschaffen und Haffen, entt ^ den, und mich d S Todes machen erblaß L L'p°°c"s gemm Liebet doch nngiNs-»gd'e DMn"LttÄ-istl daß Eicht Hypernm« Abhandlung. 17 stra deine Liede kunte zu wieder seyn/ ist eine lahre Einbildung mein Printz/ darfst es nicht glauben. Lyn. Ach nein mein König! es ist allzu wahr Darr. Ich wüste keine Ursach ihrer Veränderung. Lyn. Sie ist aber verändert- Dan. Und weist du die Ursach? Lpn. Wolke Gott ich wlstere die. Sie schaffet mich weg ohne zu sagen warum. Dieses ist die Ursach die mich seuftzen und die mich raseu machet/ ja gantz von Sinnen bringt. Hpp.(Er erbarmet mir.) Dan.( Es scheinet/ daß sie nichts verrahten. Erhole mich.) Lyn. Ach geliebte Printzestm! wann du mich nicht in Verzweiflung mist sterben sehen; so sage mir was mein Verbrechen seye. Hxp. Kunte ich den unglükseligen in etwas trösten-) Dan.( Ich beförchte in Ihr die zu grosse Liebe.) Lyn. D schönste Flamme meiner Liebe. Äch schwöre allen Göttern. Schwöre es dir als meiner grossen Gottheit/ daß ich nichts sträfliches begangen. Weiß mich keines Fehlers schuldig. Sofern ich freywillig geirret/ so will ich diesen eigenen Dolch und mit dieser memerHand in deiner Gegenwart m meine Brust versenken- B Ersts r8 Hpp. Printz....(suLynceo) Dan. Hypermnestra!( In Sorg daß sie nicht rede) Hyp. O Himmel: Lyn. Rede. Dan. Gedenke aufdeine Schuldigkeit. Hyp.( Grausamkeit/ weder daß Reden/ noch Schweigen ist mir erlaubt.) Lyn. Und ist mir nicht vergönnet meine Hos- nungen zu wissen.... Hyp Wer kan die Starkmut haben.( Mir Ungeduld.) Diesen Versuch Wtederstand zuthun. Mein Hertz ist nicht von Eilen. Und wann es auch ern Kisel- Stein wäre müste es zerspringen. Mit was hab ich euch beleidiget/erzürnte Götter? Was erfindet ihr für ungewöhnliche Arten neuer Peinen mich zu quälen! Die Tugend sterblicher Menschen hat ihr gesetztes Ziel. Ertheilet mir tyrannische Sterne/ entweder mehree Stärke/ oder minderet wenigstens meine Peinen. Dan. Was für ein unzeitiges Rasen? Lyn. Was für ein unbekannter Schmertz mein schönste Liebes- Flamm. Hyp. Ach lasset mich in Ruh/ daß allein bitte ich, Ich sterbe, und ihr ermordet mich. Wann durch euch kein Hüls, kein Mittel Meiner Bitterkeit empfinde, Wo woll ifir daß ich das finde, Das Erbarmen suchen soll. LS Lyn. Abhandlung. Ach es ist schon alles Übel Don dem Schiksaal mir vermeinet, Alles mir erschrekiich scheinet, Alles bey mirUnglüks voll.(Geher ab.) Zehender Eintritt. Lumens und Danaus. ^lvIn gantz verloren/ mein König. Diese unbegreifliche Wort. Diese Zäher und Schmertzen... Da,,. Nicht lasse dich ihre Betrübnuß erschräken. Dre Zäher eines Frauen- Zimmers seynd öfters ohne Ursach/ und pflegen auch ohne Ursach m verschwinden. Lyn. Nein. Es scheinet mir die Betrübnuß de*Hypermnestra habe emenreiffen Grund/ und der Schmertz einer heimlichen Wunden ist nicht so leicht geheilet. Dan. Ich will Sorg tragen/verkäste dich auf mich.(Geher weg.)> Lyn. Ach! ich kan mir eine so geschwinde Erheiterung des Himmels nicht vorstellen. Die allzu trüben Wolken, verschwinden nicht sobald, Die ungestnmmc See, zeigt traurige Gestalt. Verlange nicht O Sternes Den sonst gewöhnten Schein, Genug wird es mir seyn An einen Strahlen. Wann Sturm keine Ltill, Den Meer verstatten will, Wird ein erdlikter Fels Mir tröstlich fallen. Verlange rc. (Gehet ab.) Ende der ersten Abhandlung. B 2 Ander- änderte Ubhandlung. -rster WintrSkt. Gallerte/ mit Statuen und Gc- mahlden. Danaus/ Adrastus. Dan. MD LIe? Hat Lyncens wegen mei- ner schon einen Verdacht. Adr. Was Wunder i Er muß der Ursach nachforschen warum Hypermnestra so verändert- Tausenderley Gedanken fallen ihm em. Alles haltet er vor feindlich:^ir also auch Danaus seines Argwohns nicht befteyet. Dan. Dieser auch geringe Zweifel Adrafte ie- tzet mich in Sorgen. Die Wahrheit läßet sich hart verbergen. Es bricht zuweilen un- - vermerkter Welse/ ein Wort/ ein selchen/ ein Biik aus... Ach wann sie etwann das Geheimnuß verrahren solte... Adr. Diese Gefahr hab ich besorgt/ bin vorkommen /und habe indessen seinen Argwohn Abhandlung. 2l Zweifelhaft gemacht. Er beförchtet durch meine Bewürkung/ an seinen allerbesten Freund anjetzo einen Mit-Buhler. Dde. An Plistene ja/einen meiner Getreuesten fang ich das Werk an: Ist auch schon geschehen. Zweifel voll an der Treue der Hypermnestra ist Lynceus zu mir gekommen. Hat mich darum befraget. Ich habe mich Gedanken- voll gestellet/ ihme einigermassen wtedersprochen/ und mit schwachen Entschuldigungen habe in ihm den Argwohn befestiget. Dar,. Was für Vortheile hoffest du hieraus. Adr. Mehr als tausend. Ich wende von dir ab alle seine Gedanken. Benehme denen Worten der Hypermnestra/ falls sie reden solte/ den Glauben/ und zertrenne die Freundschaft zweyer mächtigen Freunden. Dan. Lynceus ist der Treue seiner Hypermne- Ära allzusehr versichert. Adr. Habe ihm schon die Farbe veränderen sehen. Der Weg zur Eifersucht ist bey Verliebten niemalen gesperret. IhreWurtzeln finden aller Orten tauglichen Grund/ wo man sie psiantzet. Dan. Du hast recht/ und wann die Tochter sich den Gehorsam solre widersetzen/ jo können diese Argwohn einen bequemen Weg bahnen zu meinen ersten Vorhaben. Und Elpinice wird die That.bewerkstelligen. Adr. Dre Gefahren muß man ohne Ursach B z nicht »L Änderte nicht vergrösseren/ man verlieret zuweilen das gute/ da man das bessere suchet. Dan. Ich begehre nicht/ das Elpinice/ bevor es ein Erfordernuß seyn wird/ das Geheim- nuß wissen solle. Die Zuflucht taflet sich bey ihr nehmen/ im Fall es mit Hyperm- nesira solte fehl schlagen. Nur daß man m-- dessen gerichtet seye/ und beruhet an dir: Gehe zu ihr und sage/ daß bloß wegen ihrer das vatterliche Hertz wieder die Tochter erzörnet: daß sie zum Königlichen Erb-^ tbeil das Recht hätte; die große Eroberung an ihren Willen beruhet: Mache sie hochmütig: Ihr nach den Thron eine Begierde; Alsdann lasse mir die Sorge. Adr. Werde gehorsamen. Aber... Da». Ich sehe die Hnvermnestra/ von fern. Eile Adraste zur ElpiniceBrauche Ge- schtklichkeit; und da du sie von so hohen Schmeichlungen eingenommen vermerken wirst.' Saa ihr sie soll zu mir zv kommen nicht verweilen, Adr. DenkHerr, und lasse dich die Wort nicht übereilen. Wotüberleqt der Schifmann, Zur Abfahrt sich thut stellen, Er siebet ob kein Wellen, Sieht was für Wetter ist. Ein Stimm in Luft verschwunden, Last sich rmuk nicht nehmen; Das schnelle Pfeil nicht hemmen, Da schon der Bogen schiest.,. Wol überlegt rc. Am Abhandlung. Anderter Eintritt. Danaus/ Hypermnestra. s; cErde ich einmal meinen Vatter/ .—^ meinen König.... Dan. Komme: dann ich hab mich über dein Beständigkeit höchlich zu erfreuen/du hast in der That solche sattsam bezeiget bey der Bewillkommung Lyncei. Hyp. Mein König/ sofern dir geholfen ist. Daß ich all mein Blut vvr dich vergieße. Wann deine untergebene Völker/ das Vatterland in Gefahr; und ich solches durch meinenTodt befreyen kan; bin hierzu gantz anerbretig und bereit. Werde denselben entgegen gehen; und soll man mich auch in mein letzten Athen--Zug nicht erschroken sehen. Wird aber von mir etwas sträfliches erforderet; ist wahr/ daß ich erzittern wurde. Hyp. Laugne nicht/ daß ich ihm liebe/ und du sechsten hast meine Liebe gut geheißen. Da ich aber deinen Befehl nachzukommen mich wiedersehe/ so gedenk daß ich mehr wegen deiner als wegen seiner Sorg trage. Lynceus wann er stirbt/ endet mit seinen Tobt alle Deinen. Aufkoas Weiß aber Herr wirst du leben, wann er gestorben? Die Grausamkeit der Unthat wirb dir vor denen Augen schweben. Der nagende Wurm/ die zu spa- tbe Reue das Hertz unadläßlich beängstigen/ B 4 und S4 Änderte und du denen Pemen auszuweichen keinen Weg noch Mitte! finden. Alle Menschen und Götter wirft du für Feinde halten. Einen jevwederen Glantz und schimmren eines Schwerts wirst du als einen schon geführten Streich in den Adern empfinden. Eine jed- wedere dunkle Wolken wird dir einen Dosten streich bedrohen. Schwermükhige Nachten werden die betrübten Tage ablösen. Alles wirft du hasten/ und von allen gehastet wen den.Za aufdaß äusserste kommen/daß du das Tages- Liecht scheuen/ und dir sechsten zu ein Last seyn wirst. Nein Natter nein/ lasse es so wert nicht gehen: und bleibe vielmehr dars gegen. Die Liebe deiner Untergebenen/ die Zierde des Thrones/ die Zuflucht deren Unterdrukten/ emSchroken aller Sträflichen. Verändern Ach.' in Ansehen dieser Jährn/ so ich vor dir allhier vergieß/deine Gebam ken verändern liebster Vatter dein Gemüt- Darr.(Wasfür einen Streit empfindet mein Hertz auf diese Reden! beförchte Lynceum und wollte auch zu gleich unschuldig seyn) Lyp.(Er scheinet beängstiget.... Ach vielleicht habe ich ferne Lugend ermuntert. Geneigte Götter würfet das Beste.) Darr.(Es ist zu spat/mein gehabtes Vornehn men machet mich schon sträflich.) Höre Hys permnestra- Du hast zwar viel geredet, meine gegenwärtige Forcht aber übersteiget alle deine Vorstellungen. Ich sehe Lynceun, als n d n ö n 'S n s s n s n 1. / v lN Z) k.^ ^s i.! ei !'.! s Abhandlung- -5 als meinen Scharfrichter an. So lang Ich ihm nicht todt weiß/ hab ich keine Ruhe. Hpp. Eine lähre Forcht! Dan. Von dieser lahreu Forcht/muß du Mich befteyen. Hyp. Und überlegest du nicht-... Dan. Ich überlege soviel/daß du dich allzu sehr wiedersehest/ und daß ich des längeren Geschwatzes ermüdet bin. Vollziehe die That/ das fordere und begehre ich. Hyp. Mir aber L Vatter? Ist es unmöglich Dan. Nicht möglich: ist dieses die Beobachtung eines Väterlichen Befehls? Hyp. Ich verehre alles was an einen Vatter Rühmwürdig ist und Tugendhaft. Dan. und befürchtest du nicht den Zorn eines König? Hxp. Mehr bekümmert mich ein Fehler eines Königs/ als dessen Zorn. Dan. Laste dir was anderes eine Sorg seyn und gehorsame. Hyp. Verzeyhe mir zu diesen unmenschlichen Geschäft entfallet mir das Hertz die Hand erstarret. Dan. So wilst du mich einer noch grösseren Bedrangnuß überlassen? Hpp. Alles was du sonsten mit mir schaffest... Dan. Genug ich bedarf nicht mehr. Sehe schon in wre weit ichLynceo nach geseßet werde. Wer mir wegen seiner ung ehorsam hat seyn können, kann mich auch wegen seiner Verrahttn. Lyp, Ändert« S5 HPP. Ich. Dan. Du ja. Und eben dämmen verbiete ich dir ferners mrt ihm zureden. Bedenke es wol. All eure Schritt und Tritt/ Zeichen p Wort und Gedanken werde ich erfahren/ des Todes soll er sterben/ wann du daß geringste mit ihme reden wirst. Hast du es verstanden? Hyp. Habe es verstanden. Darr. Du weist undankbahre Tochter Mir zum Nutz kein Muth zu fassen Und mich zitterend zu verlassen. Zahlet dir die Starkmuth nicht Was die Güte eines Vatters, Nicht vermag, das wird dargegett, Eines Königs Grimm vermögen, D« sein Lieb in Haß aufbricht. Du weist re. (Gehet ab) Dritter Eintritt. Hypermneitra und Plistenes. Hxp. neue Beängstigung für mich/ wie kan ich es hinderen daß der Bräutigam... pli. Ach Prinzessin/ habeMitleideu mit deinen Lynceo. So verloren und verwirret wie anjetzo/ habe ihm niemalen gesehen. Wann ou ihme nicht bald zu Hülfkommest/ ist es mit ihme geschehen. Hyp. Was sagt er aber o Plistene? Was thut er? Was gedenket er? Beklaget er sich r P Abhandlung. 27 sich nicht meiner Zurnkhaltung? Hasset er^ H oder liebet er mich? Haltet er mich für unk s glükselkg/ oder für untreu? n pli. Daß weis ich dir Hypermnestra nicht zu -/ sagen. Mit mir ist er etwas fremd: Er ^ scheinet ein Mißtrauen zu haben. Siehet s gantz verstöhret aus da er mich siehet. Der Schmertzen ist vielleicht daran Ursach. Ach tröste ihm dann er kommet eben zu dir. Hyp. Wo ist er?( Mir Forche.) pli. Er suchet dich vergebens m denen Zim« mern/ wird aber gar bald hier eintreffen. H§p.(Ein Unglük für mich!) Plrstene ich bitte dich/ stehe mir bey/ habe Erbarmen mit dem Freund/ und auch mit nur/ hindere daß er nicht zu mir kommt. Dir ver- traue ich mich. / pli. Wie kau ich es verhinderen? Lyp. Es ist an der Erhaltung seines Lebens gelegen/ mehr begehre nicht. Und auch dieses VertrauenvarfLynceus Nichtwissen. , pli. Liebest du ihn wol? : Hyp. Mehrer als mich selbsten. Pli. Verstehe deine Reden nicht/ und kan es - dir möglich seyn/ daß du ihm in solcher l Betrübnuß verlassest/ Und nicht zu seinen Trost die gringsteHülf erweist, ^ Syp. Ach allznwenig du mein Unglüks-Stand begreifst. Ach du kennst nicht meine Schmertzen, Will nicht sagen, mein Gefahren, l Dir ein Thränen zu erstarren, : So dein Aug würd kommen an. Also LS Änderte Also groß schnd meine Plagen, pl Daß ein Hertz beglükt kau sagen, So die Ursach seiner Klagen, p Jemanden vertrauen kan. Ach du (Geher ab.H Vierter Eintritt. Plisteues/ nachdem Lynceus. P P!i> MIMAs für einen unbekannten Fern! MDM hat Lynceus zu befürchten? Warr.y um sötte ich ihm nicht wegen sei lies bevorstehenden Unglüks warnen dürfen Durch was für Lift werde ich dann könne verhindern... Lyn. Wo ist Hypermnestra? pli. Weis es nicht.(Gang bestürtzk.) Lyn. Werst du es nicht/ Grausamer(I Verwirrung) wäre sie nicht unlängst hier p!i. Ja.-. Aber... Weis nicht wohl sie gegangen: hab ihr auch nicht nachfor scheu dörfen. Lyn. Bewundere deine Erngezogenhert.(Hcp nisch.) Werde sie schon zu finden wisse' (Will weg Pli. Höre.( Mir Unruh,) Lyn. Was wilst du? Pli. Ich hätte dir viel zu sagen. Lyn. Ansetzt ist darzukein Zeit.(Will pli. Bleibe Freund/ nicht gehe. Lyn. Ist dir also zu wieder daß ich d permnestra suche? i- Hp, p Abhandlung. 2y pli. Du kaust gehen/ aber vsr jetzt laße sie in Ruhe. Lyu. In Ruhe? so bin dann ich ein zerstöhrer ihrer Ruhe? So weist du das sie;mch hasset, b/pli. Nein. Lpri. Oder das/ wer ist dem unsere Liede mißfallet? pli. Weis auf nichts zu antworten: aber ini alles ist zu beförchten. arLyn. Wisie Piistene/ daß sofern jemand so jej vermesien wäre/ mir dieses Hertz abwendig -n zu machen/ welches mich so viel Seuftzer xie gekostet. Wann jemand zu finden wäre/ der meinen Geliebten Abgott mir zu entraubeu sich solte unterstehen: so sage ihm/ daß er allen den Grimm/ den ein verzweifelter Liebhabe ber haben kan/ unterworfen seye. Er soll je, nicht einen Augenblik ob meinen Peinen fto- hj loten. Wurde ihm daß Hertz durchbohren/ for wann er auch auf dem Opfer-Tisch desApok lo/ oder in ber Echos des Jupiters wäre. kcpli.(Bin ausser nur!) ^ Fünfter Eintritt. Elpinice/ und die vorige» Elp. WZUÄe fi"be ich Lynceum also ver- .. wirret? über wem ereifert er? '^Lyn. BeftageP!isteuem/er wird es bester wlsten. ^ Hie hast du ihm.( will weg.) Pli. Warte und vernehme.(Haltet ihm auf.) v Lyn. P 13-S zo Änderte Lpri. Habe genug vernommen,(wie vor.) pli. Verzeyhe Lyncee daß ich dich aufhalten muß. Ly„. Mein Printz du verlachest/ und rechest mich etwas zu viel/ must misten daß du dich so weit auf die alte Freundschaft nicht zu verkästen hast. Ich weiß meme Schuldigkeit/ verehre was ich zu verehren hab: Das siehest du sechsten. Wann aber... pli. Höre einen getreuen Naht. Lyn. Einen noch besseren Naht null ich dir geben. Bescheidenheit gebrauche, mindere Kühnheit zeige, Nicht schmeichle dir zu viel, nicht reche mich: und schweige. Ein angeschwollenen Strohm, Muß man von fern anschauen, Mtt Schertz in Nah nicht trauen, Er kan erbreitten sich. Hochmütiger Bedroher, Willi es, kanst es nicht fassen, Dab acht daß ein Erblassen, Nicht einstens treffe dich. Ein angeschwollener rc. (Gehet ab.) Sechster Eintritt. Elpimce/ und Plistene. pli. Elp. Ebe wo! geliebte Elpimce.( weg gehen) Wo eilest du hm? PLi. Abhandlung. zr ) Pl«. Ich folge Lynceo nach( Eilfertig wie ii bevor. EIp. Ich hab dir grosse Ding zu sagen/... st pli. Werde bald wieder kommen: Verzeihe u daß vor jetzo den Freund nicht verlassen kan. t(Geher ab.) ; Siebender Eintritt. Elpi.üce allein. j^Iemalen ware meinSeei also verwirret. Adrastus will mir mit emen Thron/ mir einer neuen Liebe schmeichlen. Der König gebietet mir zu ihm zu kommen. Mit meine» Plistene suche ich zu reden/ und er entfliehet. In also verwirrten Umständen/ wer kan mir rahten? Was aber bedarf ich viel Rahts. Ich weis ja von selbst/ daß diese geitzige ruhm-begierige Neigung so nur Adrastus vorstellet/ einer Elpinice sehr übel anstehen wurde. Bey Personen meines gleichen/ ist das Hertz Auch um derganM Weit MachtMd Gewinn nicht preiß, Ich bleib bey einer kiel», von keiner andren weiß: Mein aufrichtige liebe, Wechselt nicht ihre Banden, Das Nest wo sie entstanden, Ihr auch zum Grab gebührt. Der ersten Liebs- Flamm bin ich So treu und so beständig, Daß ich verlang zu sterben, Wann die verloschen wird. Mein re. (Geher ab.) Ach- ZL Anverte Achter Eintritt- Von formen ein angenehmer Luft-Ort des Königlichen Gartens mir hohen Baumern beschattet/ von hinten weite L)patzier- Gange von grünen Spallieren/ und Blum- werk- Zu deren Ende von einer Seiten zrerliche Gebäude: von der anderen künstliche Wasser- Falle. Danaus/ Adrastes/ und Wachten. r r Dan. 8^5 O viel unterstehet sich Lynceus? Adc. Er lasset sich auf keine Weise abhalten. Höret nichts an l Will mit Gewalt dre Hy- permnestra sehen. Und wann das geschrcht/ wird er alles innen. Dan. Gehe. Und mache mit einen Strerch das Ende... Doch nein. Ich wage zu viel. Ein anderer Weg scheinet mir... Und ist auch besser. Eilet und machet daß die Tochter zu mir komme.(Zum wach-, ren) Du lauste Abraste/ und sehe den Prm- tzen?o lang aufzuhalten/ bis ich Hy- permnestra vorkomme, Nachdeme kan er kommen und sie sehen. Adr. Wann aber die verliebte Tochter.... Dan. Gehe. Sie wird nichts reden. Vollziehe was ich dir aufgetragen! Neun- Abhandlung. Neunter Eintritt. Danaus/ Oypermuestra/ und Wachten. sr Uf Vatterlichen Befehl... Dan. Hola. Ihr Wachten/ verberget euch in der Nahe. Und auf das erste Zeichen/ fett ferrrg zum Stretch. ( Die wachten verbergen sich.) H>yp.(Was geschiehet!) Dan. Lynceus kommt anjetzo zu dir. ,(TurHyp.) Lyp. Werde ihm ausweichen. (Will weg.) Dan. Nein. Er glaubet du seyest m wem anderen verliebet. Sem Argwohn nutzet mir. Wann du ihm lebend erhalten wilst/ must du ihm in diesen Zweifel lasten. L>yp. Du hast aber befohlen... Dan. Und anjetzo befehle ich dir baß du ihm sehest. Werd- allster in geheim gegenwärtig fein. Sofern du dich mit den geringsten Zeichen verdächtig machest. Md wieder meinen Befehl zu handle» unterstehest, Siehest du hm die Lachten; ras mehrere schonver stehest Deines Abgotts Glük und beben, Ist dir gantzlich übergeben; Nimm den Naht von deinen Hertzm Thu was dies vor gut erkennt. E Nichts 24 Ändert« Nichts dir hilft das wiederstrebrn r lind gedenk, es stehe darneben, Der so auch die Sprach der Zeichen, Llik, Wö Dugeuwinker kennt. Deines Abgotts re. (Verbergec sich,) Zehendcr Eintritt. Hypmunestra/ Danaus ven Seiten/ nach dem Lynceus. Hyp. dann keine Gottheit in Hirn- mel, so sich zu einer Bemitleid düng bewegen lastet? Um damit der Prtntz von mir entfernet... Ach ich bin verloren. Er komt schon. Lxn. Dank seye denen Göttern. Endlichen ist das Geheimnuß heraus kommen. Verstehe endlichen alle Heimlichkeiten. Die gantze Beschicht der neuen Liebe ist mir bekannt. Vergebens hast du dieselbe vor mir zu verbergen getrachtet. Hvp. Nein. Habe niemalen m Smn gehabt etwas vor dir zu verbergen. Ich weiß daß du mein Hertz allzu wol und vollkommen kennest. Und dich nicht leicht betrügest. ? Ö verstünde er mich.) Lrn. allzusehr hab ich mich betrogen. Ehen- rer härte ich die Umstürtzung des ganhen Erb-Gezirks besorget/ als das Hrpermne- stra m-r solle untreu werden. So viele Versprechungen/ Erd-Schwüre/ Seuftzer/ Verpsäudunsen. Allerzarreste Abhandlung. 35 Ach wie hast du Grausame! Wann du doch auf deine Schamröte/ und auf meine Pein/ gedacht. Dich also verändern/ und mich verlassen können/ ohne darüber zu sterben? Hyp.(Götter stehet mir bey! Ich kan nicht länger Wiederstand thuen.) Lyn. Undankbare! Eine schöne Gegen-Liest erweisest du für meine Treue. Da an mir der Versuch ist/ gedenke ich nicht auf meine Gefahren/ sondern ich gedenke mich deiner verdient zu machen. Da mir mein Schweiß einige Lorber erwerben hilft/ gedenke ich nicht daran daß ich mich hoch erschwinge/ sondern das ich als ein desto beliebterer Obsieger bey dir geachtet werde. Nichts ist mir eine Frende/ wann du nicht daran Theil hast. Was dich betrübet/ betrübet auch mich. Alle meine Sorgen nehmen von dir den Ursprung/ und seynd auf dich gerichtet. Bin ich grausam/ so ist es allein wegen deiner. Und du indessen lassest dich einer anderen Liebe einnehmen. Werst daß ich aus Pein des Todes erblassen werde. Und dannoch..^ Hyp. Ach schweige(Voll in Eifer.) Es ist genug Prrntz/ wann ich eines untreuen Gedankens sträflich.... Lyn. Warum haltest du dich auf?(Erholet sich wieder) Hyp'(O Götter! ich ermorde ihm.) Lyn. Fahre fort und ende die Rede. C r HyP. 36 Ändert«. Lyp. Wann ich sträflich/ und an einen untreuen Gedanken Theil hake/ so wifle/ daß ich- deine Anklagen anzuhören nicht schuldig bin. 1 Es ist genug: gehe Lynceo. j Lyn. Betrübek dich meine Gegenwart so sehe?^ Lxp. Mehrer als du glaubest/ Und kan die Betrübnuß nicht erklären.! Lyn. So weit ist es mit mir kommen? O Ty- ramsche Grausamkeit! verläßest mich ohne Schamröthe. Entschuldigest dich utcht.^ Scheuest meine Gegenwart. Wilst mich bey vier incht leiden. Fangest so gar an mich zu S hassen/ und bekennest nur deinen Haß. Hyp.( O wäre ich todt.) Lyn. Lebe wol aufewig. Kein Wunder wäre/ ich käme von Sinnen- Lebe wol.(Geher fort.) 1 Hyp. Wohin Lynceo? Lrm. Wohin? Er gehet zum Tod.^ Hyp. Warte.(O Himmel!) Lxn. Was wilst du mir sagen? Daß ich dein^ Hertz verlohren? Daß ich der Geqenwurf' deines Haßes bin? Das hab ich schon gehört/ gesehen/ verstanden/ und weiß es.§ Will dtr also willfahren/ und von dir weichen.(will gehen.) Hyp. Höre mich noch bevor/ alsdann gehe. Lyn. Wolan/was wilst du? Lyp. Ich begehre nicht...(O GDtt! es verlasset mich der Athen.) Ich verlange und begehre deinen Tod nicht. Sondern ich be- Abhandlung. 37 begehre vielmehr Lynceo/ daß du lebest. Lvn. Wilstdudaßichlebe? L»yp. Ja. Lyn. Und warum?^ Hyp. Dieweilen mir dem Tod... Ach gehe Und quäle mich nicht.^ Lyn. Was soll ich aus dieser Verwirrung abnehmen? Vielleicht Laß mein unglükseliger Stanvt... Hyp. Ich sage so viel du solst leben/ und anderes nichts.. Lyn. Aber(Gerechte Götter!) du wrlst daß ich lebe/ und verflössest mich aus deinen Hertzen. Schaffest mich aus den Gesicht. Was soll ich gedenken? Was wilst daß ich mirvorstell? Hyp. Daß es mein Befehl. Lyn. Daß ich ohne deiner lebe? Was forderst davon mir. Hyp. Leb; und hinweg dich begebe Mehr nicht begehr von dir. Lyn. Tyrannisches Geschike!... Hyp. Leid, und darein dich schike. (Beyde.) Sterbend nicht sterben können. O was Ensetzlichkeit! (Beyde.) Ach höret auf chr Sternen Mit Eurer Grausamkeit Ein mehreres zu leiden Ist keine Möglichkeit. Daß ich rc. (Gehen beydeweg.) Ende der änderten Abhandlung. Dritter Vrrtts ritte Wbhandlung. Wer Gintritt. Geheime Zimmer» Vypermnestra/ und Elpinice. Elp.^AS A/es ist also. Er will daß durch «UU meinen Arm geschehe/ was du versaget hast. Hyp. Wte aber hat er dich zu einer so sträflichen Unternehmung veranlassen können: wieharDanaus hoffen dörfen/ daß sich der Printz in eine andere Braut verlieben wurde? Elp. Das was man wünschet/ glaubt man gern. Er hat vermeinet Lynceum mit der Eifersucht; mich mit der Begierde des Thro- lies einzunehmen. Lyp. Was hast du aufden so grausamen Vor- trag geantwortet? Elp. Anfangs bin ich darüber erstaunet /nachdenke als mich von allen Seiten verlohren gesehen. Dann ungestrastet bleiben solche GehelmnuOn nie. Habe gesucht Zeit zu ges s- Abh-ManK. 49 gewinnen, und dergleichen gethan als wolle ich ihme gehorsamen/ und dieweüen er sich auf mich verlassen/ wäre ich versichert/ Daß er auf niemand andern zur Vollfuh? rung seines B-f-hi« indessen gedenken wird. M«bin»ab ich I-il jn M-iche»/ und Lyncenm zu warnen.^> Lpp. H rst du mit ihm geredet?(Voll Horcht.) Ew Nein. Aber den PUstene habe es gesagt, der alsbald den Freund auf den Tritt gefol- Lvp^Äch was hast du gethan! unbedachte ^ Elpmice? was für Gefahren setzest du meinen V alter aus. So viel seuftzer hat mich bishero dreses Gehermnuß/ so viele Zäher meine Augen gekostet /und du..- Ep Ich aber Prmtzestm, bm kerne Tochter. L>pP Gehe ich bitte dich/ suche Plrstenem. Es wird bester seyn daß ich zum V mer eile/ und vorkomme... O Gott. werde den Streich beförderen... SeheEiPM^ ce in was für einen elenden Stand du mich gesetzet. Elp. Ich hatte geglaubt...^.. Hyp. Man rede mit Lynceo; lauste, eile mache daß er zu mir komme. Llp. Ich fliehe/dirzu dienen.(willgehen.) Hyp. Warte. Du wagest zu viel/ wann er unverhoft käme. Ein geschriebenes Blatt solle ihm meiner Gedanken versicheren: Gedulde einen Augenvlik/ werde alsobald zu- ruk kommen.(Willgehen.) Elp. 4v Dritte EIp. Printzessin! höre. Hyp. Nicht halte mrch auft Will weg wie EIp. Lynceus kommet. vor.) Hyv. Ach S'erne: wann ihm wer siehet.. Aue«« was ist zu thun: unter zweyen Get fahren muß man die mmdere erwählen. Elle mdesien zu P?-stene/ sage ihm/ daß wann es nicht schon geschehen. ... Er das Gelieimnusi«jemanden sag. L!p. Ach was ist dieses für ein Lag I( Geher weg.) Ändertet Eintritt. Hypermnestra/ und Lynceus. «W MÄcht glaube daß ich zu dir könn me... Lrp. Hast du Plistenem gesehen's(Mir Eil« ^ s.^. ferrigktitch) Lyn. Habe rhm gesehen/ und bin ihm ausgei wichen. Hrp-( Erhole mich.) Lyn. Wann tch aewust hätte/ daß ich ihm? hier m deinen Mund antreffen wurde... Hyp. Die Zeit wem Prtntz/ zu neuen Von würfen ist jetzt mcht vorhanden, Ich hatte viel inehr als du/ Ursach mich zu beklagen- Dem Argwohn wäre ein Betrug; meine Uli- bkldimq aber seynd wahrhaft. Kyn Was kunte ich mir von der Treue der Hyprrmnestra versprechen? Hyp, Abhandlung. 4i Hyr>. Das begehrest du zu wissen? Undank- )ie barer! Ist dein Hertz also wenig mit den^ ."> meinen verstanden? Kennen dann deme! Blike die Beschaffenheit meiner Seelen nicht l besser? Siehest du Mir meine Gedanken je/ nicht an dem Gesicht an? Seynd dir meine m. Verdiensten? Ist dir meine Treue/ nicht aß bester in Gedachtnuß? K.yn So liebest du mich dann annoch Geliebte?^. z.) Lyp. Und wann ich auch nicht wolte/ somur ste ich dich lieben. Keine andere Liede hat jemalen mein Gemüht eingenommen/ und wird es auch niemalen einnehmen/ du bist die allererste/ allei>ige/ und das gewünschte Vorbild der reinen Liebe/ so in meinen au Hertzen nistet. Wolle lieber sterben als dir untreu seyn.,„ il«-Lyn. D angenehme Wort! O schönster Ab- i sott: Hyp. Und dannoch wäre dir ein Schatten genug... Lyn. Sehe es/ du hast recht/ bin der Verve zeyhung nicht würdig. Aber... . Hyp. Überlaste die Entschuldigung meinen >r- Hertzen/ dies wird Sorg tragen dich Schlichte loß zu sprechen. Verlange allein von dir n- ein Prob- Zeichen der Liebe, n- Lyn. Alles mem auSerwehlre hast du mit mir zu schaffen. er Hyp° Versprichst du es aber? K C 5 Lyn. H2 Dritte Lyn. Schwöre es allen Göttern: und dir. Hyp So entfliehe/ wann du mich liebest/ ohne verweilen von Argo. Lyn. AusrvasUrfach? Hyp. Dämmen darfst du nicht fragen/ daß ist die Prob die ich von Lynceo begehre. Lyn. Hartes Gefatz! Hpp. Graufam ja. Aber notwendig, kebe wol. Gehe.(Mill weg.) Lyn- Ach geliebter Printz/ die Freude bey dir zu seyn/ hat mich schon allzusehr verführet. Ich verliere den Nutzen aller überstandenen Keinen/ wann ich mich langer aufhalte. Lyn. Und wie?... Hyp. Nicht frage- Wann du mistetest/ in was vor elenden Zustand mich befinde. Wie mein bedrängtes Hertz gequält, und Unglüks voll, Ach wamldri wrffetest... Geliebter Printz leb wol. Vor Treuloß mich nicht halte, Dem Hertz getreu erhalte: Daß dieses unverlorm, Nicht abweiche von mir. Dahin das loos auch leite; Der Himmel drch begleite: Denk daß rch treu geschworen, Md denk daß,ch bey dir. Vor Treuloß te. (Geher ab.) AM HM HM AÄ-r-Mc Drik- Abhandlung.§2 Lyn. Dritter Eintritt. Lyncene/ nachdem Plistenes. As wird gerechte Götterwor die Ursach seyn? Allein ich muß schon bttnderWeis den Befehl pli. Finde ich dich endlichen Pr ntz. Folge mir nach/ wir wollen gehen.(Gnny vers stöhrr.) Lyn. Und wohin? pli. Einen Wüttrich zu bestraffen. Dich von neuen Unbilden zu befreyen/ und zu rächen.. Lasset uns eilen t dein und mein Gefolg vereinigen. Lyn. Was für Beleidungen weist du... pli. Danaus will dich todt haben. Hat aber die Tochter zur Mordthat nicht überreden können. Mithin durch die Elpinice solches zu bewerkstelligen geglaubt. Die hat es zwar versprochen. Mir aber das Geheimnuß endeket..„ Lyn. Der Tyrann'. verstehe anjetzo dre Beängstigung der Hypermnestra. Will er also meinen Schweis belohnen... Pli. Man muß vor jetzt auf Rache/ nicht auf Beklagen gedenken. Wir wollen eilen. Lyn. In kan nicht/ geliebter Plrstene. Habe meinen Abgott zu entweichen versprochen/ und will gehorsamen. Vier 44 Dritte Vierter Eintritt. Elpinice/ und die Vorige. Elp. -Ernehmet und höret. Ach ich ' zittere vor Forcht. kyn. Was ist geschehen? Elp. Man führet dte Hypermnestra gemalt/ thätig mir Wachten begleitet in die Zimmer dss Königs. Weis nicht ob etwann Da- naus gehört/ oder sechsten gesehen/ daß sie mit dir geredet; dann niemalen hab tch ihm so ergrimmet gesehen. Lyn Was kunte er wieder eine Tochter vornehmen? Elp. Alles Lyncee. Es kennet daß er sträflich ist- Befürchtet daß sie feine Anklägerin seyn kunte/ und man weiß k daß die Forcht deren Tyrannen gegen Schwächere eine Grausamkeit seyn kan. Lyn. Plistene. Ich nehme deinen Antrag an. (Entschlossen zum mitgehen.) Von meinen Versprechen sprrchet mich loß die Gefahr der Hypermnestra pli. Werde dich begleiten in Sieg und in denTod.(Weggehend.) Elp. Wohin eilet ihr also Rahtlos? Bedenke doch zuvor was zu bedenken ist. Lyn. Hypermnestra Gefahr verstattet keine Irrst. E! Abhandlung. 45 In Forcht mein Schatz mich setzet, In Grimm, wer sie verletzet; Weiß nicht macht mir das erbarmen, Oder der Zorn mehr heiß. Mein Schönste zu bestreuen. Die Wachten zu durchbrechen Und ihre Unlnlv rächen, Sonst nichts zu denken weiss. In horcht w. (Gehet fort.) Fünfter Eintritt. Elpinice/ und Plistenes. -— Eh Prmk weift du nicht das du mein Leben durch dich m Un- -^ giü? setzest/ du kennest wem E- und kauft mich also verlassen? Wilst du dass ich in Gefahren^ Meinen Freund ohn Hülst verlasse, Nein Geliebte, dies Verfahren, Ein zu grosse Unbild war. Hof es nicht dann Falschheit üben, So ein Freundschaft kan betrüben, Schmertzt Verliebte noch viel mehr. Wilst du rc. Gehet weg. Sechster Eintritt. Elpinice allein. Rbarmungs-volle Götter! Ach beschür tzet meinen Plistenem. Er ist eueres — Beystands würdig. Und wann das Geschicke eines Opfers bedarf. Verscho, lend Pli 4^ Dritte net seiner Brust; erglsset über mich eueren Zorn. Dir Dolch ist es verziehen, 2 Den Mord kanst kek vollziehen; Du wirst in meinen Hertzen, V'ersenket sein mit Lieb. Kein Hüls mir würd begehren, Den Lod so gar verehren r Dann mir ein grosser Antheil Des Hertzens überblieb.^ Dir Dolch w. (Geher weg.) Siebender Eintritt. Ein herrlicher Ort mit hohen Lauben/ vnd kostbahr bezierte Königliche WohmZim- mer zur Nachtzeit beleuchtet. Danaus/ und Adrastus. Adr.^StzFDHin eilest du mein König? Dun. Einen Znfiuchtö» Drt ausserhalb der Burg zu suchen. Adr. Wer wird dich von den aufrührrschen Volk beschützen? Das Befolg des Lyncei verstärket sich alle Augenbltk mehr. In Freyen hast du zu wenig Wachten. Zur Beschützung aber des Pallasts sein diese genug. Warte m so lang bis ich das Kriegs- Volk versammle und zuruk zu dir kehre. Dari. Wie wirst du aber hier weg kommen? Wie !6 Abhandlung^ Wie mit dem versammleren Heer zuruk an- hero können 7 Bedenke«.- Adr. Habe alles überlegt. Hoffe und verlasse dich auf mich.^chetab.) Achter Eintritt. Danaus/ und Hypermnestra. Dan. /A«DIst du ansetzt vergnüget Hyperm- l'estra? Hast du den Valter zu ernen Opfer deines angenehmeu Liebhabers aufgeopfert. Frolocke ob der rühmlichen That... Dem getreuer Lyn« ceus darf dir schon dankbar sem. Vor ern so schöne Liebes-Prob. Dre geheiligten Gesatze der Natur mit Füßen zu tretten, zeigest du an mir ein schönes Beyspiel. Hingegen machest du deinen Namen unsterblich, und erhaltest bey der Nach-Welt den Ruhm, und unter allen den Vorzug als die allerqetreueste Braut.. Lyp Du irrest Vatter, habe mich mit kernen eintzigen Wort verloren.^^ Dau. Wrlst du meiner anno« spotten? Hab ich dich nicht selbsten mit Lynceo gesehen? Hyp. AVer von darumen.... Dan. Schweige unmenschliche Tochter! undankbare Tochter. Hyp. Und glaubest du?... Van. Ich glaube daß ich der Gegenwurf deines Hasses. Daß dein Verlangen nichts an- 4? Dritte anderes als diesen Boden mit meinen Blut gefärdet zu sehen; baß es drr unerträglich, daß ich deren Srralen der Sonne«/ und? des Tageslichts geniesse«.«> Hyp. Ach rede also nichts! 2 Ö Walter, ach erspahr, Den Hertz so voll Gefahr Die letzten Ptinen. Hat Meineid an mir Theil, So soll ein Donner-Leil«»«- "inwendiges^ Volk-Gefthrey> Es sterbe der Wüttrrch« 1 der Seen.^, Hyp. Ach was vor er« Getoß j Dan. Aller Hüls sehe mich beraubet« Sterben muß ich« Doch sott wenigstens mein Tod nicht ungerochen bleiben« ( Ziehet dett Degen aus.) Neunter Eintritt- Lynceus/ Plistenes mit Gefolg/ alle Mit bloßen De en m Händen/ uns die Vorigen. Asj"' sterbe/es sterbe der Wüt- PUs. terrch. Hyp. Haltet innen Lasterhafte. ( Steiler sich dazwischen.) Lvn. Laße mich den Streich... Hyp. Ja. Aber fange hier an.(Stellet sich vor vanaus.) Durch mein Hertz/ sonst Abhandlung. d fönst keinen anderen Weeg muß der Stretch ^ geführet werden. ^ Dan.(Was höre ich?) ^ pli. Btlllg ist dieBestraffung eines Tyrans nen» Hyp. Wer hat euch zu Richtern deren Herp schern gesetzet? Lyn. Deine Gefahr... Hyp. Diese Sorg gehöret mir. Lyn. Er ist ein Tyrann- Hyp. Er ist mein Vattev. pli. Er ist ein Wüttrich. Hyp. Er ist mem König. Lyn. Er hastet dich/ und du beschützest ihm? § Hyp. Meine Schuldigkeit erfordert es. 2 pli. Er wird dir das Leben nehmen. Hyp. Das hat er mir gegeben. ) Dan.(O Tochter!) Lyn. Und wilst du mein Abgott... Hyp. Schweige und nenne mich nicht deinen - Abgott/ da du den Dolch in der Hand hast. Lyn. Die Liebe... Hyp. Wann die Liebe Lasterthaten rathet/ weis ich von keiner Liebe. , Lyn. Aber Braut... " Hyp. Bm die nicht: Bin deine Feindin. Dan.( Wer hat jemalen eine größere Tugend ^ gesehen.) ^ pli. Du verlierest die Zeit/ sehe wie schon um wert tausend glantzende Schwerter annm , den. D Lpst. Dkkttö Lyn Komme Hypermnestra/ folge wenigstens mirnach Hpp. Das hoffest du umsonst. Werde von der Seiten meines Erzeuaers mä r weichen. Lyn. Du sitzest dich seinen Zorn aus/ wann tu hier verweilest. Hyp. Und W'NN ich dir folge. Mache ichmrch deines Fehlers sträflich. Lyn. Aber dein Leben... Hop. Das überlasse ich den Schiksiil. Rühmlicher kan eine Lochier nicht sterben/als zur Seiten des Vatters. Dan.(Em Felsen müsse ich seyn/ wann mich deren Zähern enthalten solle.) pli. Pnntz. Alles verlasset uns. Adrc stus rnket an/ entfliehe/ oder du bist verlohren. Lyn. Rette dich Freund/ ich will mit ihr hier sterben.(wirft den Degen weg.) Letzter Eintritt. Adrastus mit zahlreichen Gefolg. Elpi- pinice/ unddie vorigen. Adr. ^Erwahret ihr meine aetrue von allen Seiten den Königlichen Pallast.(Zudenen wachten.) pli. D mae Nicht betrüae dich«nAusforfchung des sträflichen Der Prirtz ist durch mich verführet worden/ datz er die Waffen ergriffen; hat es Nicht in Smn gehabt. Elp. r k r s ) r ) l- n n -) q ft Abhandlung. 5r Elp.Ich dir das Geheimnus entdeket. Bin zubestraffen. Lyp Du hast Vatter bisheroerne Erbarmungss volle Tochter reden gehört. AnjetzoDank seye denen Göttern/ da die Gefahren vorbey/ und du in Sicherheit bist/ vernehme auch und höre an eme Braut. Ich saae Braut: besorge aber nichtHerr/d ß ich diesen Nahmen werde m-ßdruicheu/ich will Lyncenm keines Weyes beschützen/sondern mrch sechsten an- kla'en. Habe/ so mach auch nicht reuet/ ihm für dich aufzuopfern gewujk. Abe^nach diesen Opfer ferner zu leben ist in meinen Kräften nicht. Wann seine Verdienn en/ feine bekannte Treue/ wann ein blinde Liebe; wann deine Güte/ meme Zähern/ihm von drr die Verzeihung zu erwerben nicht vermögend. So soll er sterben. Aber auch Hypermnestra soll Mit ihm sterben. Um diese gelinde Straffe/ und um diese Gutthat bitte ich. Das leben wäre mir ein allzu grosse Pein Der Tod soll mir der Lohry vor dein Vefteyung seyn. Dem. Genua Tochter genug. Mehr als zu viel machest du mich schamroth. Wie kunte ich andere beffraffen. Da Niemand sträflicher ist als ich sechsten? Lebe beglükt! lebe mit demenLynceo/ und weilen du mir das Leben zu ertheilen gewust/ so seye auch be- forat meine Ehre zu erhalten. DieKönigliche Krön deziere dein Haupt/ und bekomme dar- D 2 durch 5» Brüte Abhandlung.>, durch jenen Glantz der ihr auf den meinen^ verschwunden» Wolte wünschell ich kunte Z Das weite Erd- Gezirk dir zu beherrschen geben,^ So würd die gantzeWeltdurch dich beglüket leben. Alle. Hohe Seel auf den Thron dich begebe,' Denk daß nicht das Geschik dich erbebe.> Ein Belohnung der Lugend es ist. Wo der Thron mit der Tugend gefchmüket> "rst alls liebreich, alles bcgluket, Äuch die Dienstbarkeit versüsi.^ « Ende der dritten Abhandlung. Nur Nur Beurlaubung- «Ach Ablegnng des Schau-Spiel-Kleis AHM des solte lch anjetzo Durchlenchtigstes Braue-Paar/ Euere beglükte Vermählung berühmen und beehren. Es berühr met aber das so hohe Ehe-Band von selbsten Seine Gottheiten; verewiget so auserlöfene Lugenden; erneueret in uns so viele Hoft uungen/ befriediget so viele Wünsche; daß da ich anfangen will/ die Stimm zu res den mir ausbleibt. Aber auch bey Stillschweigen wird vor mich geredet. Man sehe wie umher auf hunderterley Arten die Vergnügung Ehrerbietung und Liebe bey jedermann hervorscheint. Die stumme Sprach deren Büken/ und gegen Himmel gewendten Augen; die nassen von Freuden benetzte Wangen; die ungewöhnliche Liebes-Bezetgungen/ und allseitige Frolokungen/ zeigen an die Übermaß allgemeinen Jubels: Seynd beglükte Verbothen/ seynd Glückwünsche/ seynd Euere Lob-Sprüche. Dieses ist das Stillschweigen veme rch die Ehre des Vorzugs weiche. Di« fes das Stillschweigen Womit ich alle Wünsch der Hertzen lebhaft sag, Dem kein Beredsamkeit beuzukommen vermag. Chor. Chor. Don Euch erhöchte Seelen, Nehme die Lieb ein lehr, Die Nyrthen und die lorber Zusamm zu binden seyn. Lnd ein so schöne Flammen, Wersp ickt unS a'lzusammen, Den Glantz viel Heller funken, Diel neuer fernen Schein. Von Euch re. ENDE. V