- ? <^- 7^7 der VI. ö ui g/ Und künftiger Das ist: Wob - und Dhren-Uede / Da einer ' en WMe / Oeri 21. Sonntag nach Pfingsten "OTT dem WllmäZtigen Mancke/ unter abknaLendea Geschütze/abgcleget worden^ Voegermgen Zn ter KaysMEm Doni-KilKn zu Sk. St» «Wm» ( 1 ) Von' ?. der Gesellschaft ICsir Priestern/ _ und vdüinari Dom - Predigern aUdcr. Gedrückt zu wienn/ BeyIohannGeorg Schlegel/ Universik Buchdrucker, ^ano ryn. Zu finden / bey Benedict vorholyer. >* W - , »' V 5 SSM m r. L4 -v. ^abemus KeZem, mtl Lxelarem. Wir haben keinen König / als den Kayser. ^0E /c). 15. 'CH Hab biß dato geglaubet/es müste nur al- lezeit also ergehen / wie es der weise König Salo- mon hat ausgesprochen: Kilus äolore miscebicur, ,4. Lr cxrremL ^auäü luLius occupar. Das Lachen _ wird mit Schwerin vermischet / und das Eifferst von der Freud wird mit Traurigkeit befangen. Aber heutiger Lag verkehret mir die Wort im Mund/ machet/ daß ich auß einen weinenden ttcracliro zu einen lachenden vemocritum muß werden/ und nicht allein jenem poetischen Verß recht geben / kolb nubila Pkoebu8 : daß nach trüben Wolcken ein heiterer Himmel erfolge,' sondern vielmehr in Warheit erfahren / was die ewige Weißheit hat verkündiget : Lean qui lu^enr, guoniam lpü consolrbunrur : Seeltg skynd / die da Trauen / und Leyd tragen/ /' dann sie werden getröstet werden. Lang hat unser sowohl beglücktes/als betrübtes Allerburch- leuchtigstes Ertz-Hauß von Oesterreich solches erfahren; allwo immerzu von erster Stifftung ihres Haabspurgischen KayserS- .Grundö bald das Traurige nach den Lustigen/ bald das Lustige nach den Traurigen chre Emkehr hat genommen : aber wann daß uns nähender du innerste Traurigkeit hat überfahlen / als da das unversehene Todts- Gewülcke unser Iosephinische groß- mächtigste Römische Reichs-Sonne den 17. April am Hellen Lag nm dem sterblichen Grab-Schatten hat verfinstert ? Wann aber )(s last Jastims der gütige Himel abermal in diser unser finsternTraue- 8 Nacht eine lustigere Freuden-Sonne sehen / als da heut zu Lag r wir alle/ sambt allen uns angehenden Erblichen Proviutzen / und r .Königreichen / es seye hernach Tyrol / oder Görtz / Lrain / oder ! .Cärnthen / Steurmarck / oder Oesterreich / Spanien / Ungarn/ l oder Böhaimd mit .allgemeiner Freuden - voller Stimm müssen außruffen: Bist dato einen König /und Lands -Fürsten: Nun- i mehro trademu 8 Le^em, nlli Lsfärem/ haben wir GOtt Lob! l keinen andern Monarchen/König/undLands Fürsten/ als den l Kayser. Großmächtigster ! wie gefahlet dir dise Re- - de ? wirst du nicht auch auf dise Zeitung zweistcls ohne mit Sa- ! o. x-L-lomon.also gegen deinen GOTT ftusstzen ? Vivirl)0minu8, j L. r». 24. ürmavü me, Kccollocavic me Fupcr Lollum VLvi-ä^-rll8 mei. < Es lebet der Herr/der mich bestättiget hat /und auf den Thron ' meines VattersDavids hat gesetzet- Meines Vatters Davids! Dann wäre dein großmächtigster Herr Bruder JOSEPH der Erste mildseeligster Gedächtnuß / von dem man wohl sagen /. kunnte: Joseph du Sohn vaviä, und sagest du an heut mit einem eintztgenLKronoFmpKischen/oderJahrzähligen Wort (gleich wäre 1 dises alleinige 17n.tr Jahr zur Kayscrl. Reichs / Regierung dir , -von Ewigkert her vorgesehen) und jagest / sprich ich noch einmal Du anheut mit einem ointzigen (-KronoArapKischen / oder Jahrs zähligen Wort: 8 Ve (IevlKlV8, wir folgen nach: wessen Thron besteigest du hiemit als deines glorwürdigsten Herrn Vattersl-eopolcli, eines fürwahr gewesenen wahren Davids. Mein wundere dich dessen mcht neu erwöhlter CarolinisNö- Mis-König/und Kayser. Dann must du eben sagen/was abermal Salomonder weiseste König zu seinen GOtt in Büchl der Weiß- L-/. o. 7. heit hat gesprochen. Di eleoilti mc Keoem populo ruo, Du hast mich zum König über dem Volck erwehler: Wo hätte auch das gantze Heilige Römische Reich ein dermahliges würdigeres Römisches Ober-Haupt/als an dich finden können? Vier Sachen hat schon seiner Zeit Licero der Römische Wohlredner in seiner Lob-Rede proklarccllo an einen Obersten Reichs-Beherrscher erfordert- cnim Lxittimo stynd seine Wvrt/M 8 ummo lmpemrore guamor H38 re 8 elle oportere, Ici- Üccr 8cienri3M rei mi1U3rr8, Virrurem,3urbvrir3tem, Lc felicica- ^cm. Vier Stuck solle meines Erachtens ein jeder Ober - Monarch im Schild führen; Erstens solle er sein einer außbündrgen Kriegs-Erfahrenheit; Zweytens einer ftandnMgen Lugend; Drittens einer hochschatzbahren Achtbarkeit ; Vierdtens etrier nicht gemeinen Glückseeligkeit. Habe an Visen genug / Dann welches auß allen last M nicht sehen an unfern bisherigen Dmchieuchtigsten König / biß dato über .auch glLßmschtigisten künffttgen Kayser Die Kriegs - Erfahrenheit sucht man an ihm er da laß ich reden seingantzesMartialisches Feld-Leben/ in welchen ihne nunmehro seine Spanische Reichs Geschafften von unfern durch gantze achtJahr Wtennerischen Oesterreich Haben abgeschnittem Was hat er durch alle dise Zeit anders geübetj/ als was CARL dises Namens derFunffte in Frankreich. Disem als noch einem jungen Königlichen Prinßen legte sein Herr Vatter der König aus einer Seichen Lie Lron / aus der andern einen Degen / wolle/ er solte eines auß Leeden erwöhlen. Nicht umb die Lron / umb den Degen griffe dieser junge Printz / gab auch die Ursach: kcr bLe aä ilis pervcnirur , dann durch den Degen muß man zu denen Lronen.den Weeg ihme bahnen. Und Durch was muste nunmehro noch biß heutigen Tag unser groß- mächtigster würcklich -erwählter Carolimsche Kayser den Weeg zu seiner Erbmässtgen Spanischen Königs-Lron außhauen? als durch den Degen. Disen hat er ja genugsamb gezeiget theils in erstmahliger Eroberung/cheils andermahligerErwehrung seiner Catalaunischen Hauptstadt Barcellona/ und noch blutiger in seinen erst vor rin-Jährigen Io stegreichenFeldschlachten/entweder bey^lmen3r,od.er 8373^0^3, ober (Mnnrcs, und anderstwo^ Überall ein König zuHauß/ein Soldat im Feld. Was.kan mau mehr an einem ersten Kayser >riio ersordmu Von der Tugend unsers großmächtigsten Kayserszui'eden/ wäre ja eben so viel / als Gold ins Wasser werffen- Hat er zu einem Zihlzweck stines gantzen Lebens kein andere (sirrvschriffL ihme außerwehlec/ als Vinme ?3rmm, nach der Tugend meiner Vor- Eltern; was für ein Lugend - Bild muß dann ein ein- tziger L^K0^U8 sein? der ihme getrauet auch nur so gar/ zugleich einenkuäolpbum den Ersten/ K^ximiliLnum dev Ersten/ einen kceclin3nc1um den Ersten / einen l^eopoläum den Ersten Begriffweiß der gantzen Welt vorzuhalten. Will ich jetzt kommen auf die Achtbarkeit/so sage mir einer/ welches Monarchen-Hauß hat noch biß dato/so lang als das H.Röm.Reich stehet/alsolang dessen Scepter gesühret? als durch wmcklich schon Sechszehen in Joseph erstorbene Römische Kay, )( Z M ser unser Durchleuchtigstes Ertz-Hauß von Oesterreich? Ist nicht diß jenes Hauß/ welches so offt den Türkischen Chcisten-Feind in seinen Zaum gehalten; die Römische Kirche als erneSaulge- stützet ? So vil austere korenren / Länder/ und Königreich beschützet ? Und da soll die gantze Welt nicht an die Würdigkeit ersehen / umb jene Danckbarkert an ihme abzustatten die sie nunmehro allern auch an chme seinem gantzen glorwürdigsten Stammen r Hauß weiß zu erweisen. Darftauch da keiner an seiner letzten Kaysers-Gatkunq nem- !ich an derGlücksteliakeit zweistlen. Unter so bißher manigfaltigen Gefahren/ zu Waster/und Land/zu Hauß/ und zu Felo allzeit von sonderbarer Schutz-Hand deß Allerhöchstes bewahret/ wie soll er nicht auch da einen seinen Uhran-Ehn CARL dem Fünfften gleich seyn / daß eben an unsern da wahr werde / was von CARL dem Fünfften just bcy unstrer allhiestgen von ihme belagerten Stadt Wienn öoliman der Lürckische äulran auf seine Sprach hat gesprochen. non rimeo » seci sorwnam ejus. Nicht förcht ich aber wohl förcht ich fern Glück. Derohalben ist das unser bißhero Durchleuchtigster König/ dato aber Großmüchtigster künfftrger Kayser / wie soll dann nit auch die doppelte so wohlRöm. Königl. alsKays. Reichs-Cron sich auffe^kdO genüget haben. BeManK. am 22 . wollen die li- ^ stigen kbarisLer den Heyland in der Red fangen. Sie zeigten ^ ihm eine Geld-Müntz / fragten zugleich / licet ccnlum öare OL- sari, an non? Isis recht / daß man dem Kayser den Zinß gebe/ oder nicht? der Heyland / der ihr Schalckheit wohl wüste / btt . gehrt die Müntz zusehen/fragk zuglcich/cuju8eltim3Ao liLc ? wessen ist das Bild / und die Uberschrifft? sie sprachen/LL53N8, deß Kaystrs : also bald darauff^L8U8. Kcclclite ergo, onLtum c^Lsaris OLsari / fo gebet dann dem Kayser / was deß Kaysers j ist. LäkOL.U8 ein außgemachtes KaysersrBild / was Wun- ' der folget dann/ daß auch die einhellige Wahl - Stimme einer hohen Chur-Fürstlichen Reichs-Versamblung/ an statt dessen/ daß wir nun sagen mögen/ non kabcmuz KeAem,niü (klarem. Wir haben keinen König / als nur den Kayser / sie zusamgcßim- Met / non Kabemu8 Lsesarem , mli , wir haben - ^ keinen Kayser / als nur CARL den König in Spanien. Vivat! mag jetzt sagen ein gantzeö Heiliges Römische Reich/ - als welchen brennt widerumb ihr durch die Tobten - Sich! adge- nomenesOberhauptistauffgesetzetworden. Vivm! mag jetzt das«? gen sein gantzes Durchleuchtigstes Oesterreicherisches Ertz-Hanß/ als deme widerumb nach njdergangener losepbinischenneue^aro- linische Reichs- und Glücks-Sonn auffgehct. Vivar ! endlich auch wir alle / als die wir widerumb nicht nur allein mit unfernalteu Oesterreicherischen Lerchen/ sondern anbey mit dem widerholteu Römischen neuen Adlers - Fahn prangen mögen. Und jetzt weiß ich / warumb just in einen Mo- nath zur Welt gebohren / und in einen Monach zumRömtt schen Käysersthumb ist erwöhlet worden: gebohren den >. OÄoder änno 1685. Zum Kayser erwöhlet den 12. das ist vergangenen Montag dises laufenden Monaths. Dann was will der Himmel darmit andeuten / als gleichwie er nur in 1 «- iepllo einen gar zu bald verwelchenden Frühling unserer I-eo- poläimschen Kaysers - Freuden uns hat gezeiget/ also die beständige nachfolgende Herbst-Frücht uns dato in wolle Vorbehalten. Letzt weiß ich / warumb sein Kaysers - Thron auch justm dises 1711". Jahr ist Vorbehalten worden / dann istOä- mit Zueziehung keräinancli deß Vierdtms just nach CARL den Fünstten der Erlffte Römische Kayser / so will ja das Jahr-Zeichen selbst weisen / das CARL der Fünffte zwar uns / und seinem Reich in - und vor dem Todt seyeabgestorben/ in unfern aber großmächtigsten CARL abermahl wtderumb auffdaS glorreicheste aufferstehen werde. Jetzt weiß ich drittens / was rumen gleich den 12. Tag dieses Monaths sein Kayserlicher Wahl-Tag seyn hat müssen / dann wäre eben selbiger Tag der Fest-Tag deß Herligen Klaximiliani, was deutet diseS an ? als I wie gleichfalls diser Larolinische Kayser nicht allein gleich einen I (üsrolo K 13 ZN 0 klaximus einer auß den grösten seyn wird / son- ^ dern wie auch an ihme/ wie an einen Kiaximiliano dem Ersten/ da er eben seiner Zeit der alleinige/ und letzte dises Durchleuchtig- sien Ertz«Hauß wäre/ ein neuer Stammen-Vatter deß unver- welchlichen OesterreicherischenKaysers-Baums hervor gehen solle. Jetzt weiß ich vierdtens / warumb so wohl vor/ als nach inner Kayserl. Wahl die Stadt Franckfurth eine hell-leichtende Feuers- Brunst hat sehen müssen: dann was wolte diß feindliche Feuer-Llcmeat an Tag geben? als wie auch kein so feindliches Kriegs-Feuer jemalen wieder wird entstehen / worauß nicht sein siegreicher Namen gleich einem ?b«nix desto unsterblicher der gantzen Welt scheinen werde. Jetzt weiß ich letztlich / warumb auch sein glorreicher Namen in dem Rang deren Römischen Kaysern nur wird heissen c:äk()LU8 8exeu8, CARL der Sechste r dann begreifft die sechste Zahl in sich ein . doppeltes Dm- / und drifaches Zwey / was glauben wir auß disem herauß/ als wie auch uurL^KOLUTzu jederzeit rer 8ecua6u8 der dreymal Glückseelige Römische Kayser seyn werde. Welchem allen/ so fern es also ist / was folgt/ als daß ich Dir Großmächtigster Durchleuchtigster König / und künftiger RömtstKayser mit jenen Worten auß dem 44 ste». f Psalm also entgegen komme. 8pecie tUL 8c pulckritULline tua IN- renäe,pcofxcre proceckcStre»n3. In deinerZicrd/Und M deiner Schönheit mercke darauff/fahre glücklich forth/ und herrsche. Herrsche als Grass über Tyroll und Görtz , als Marggraf überMähreu/ ober und mder Laußnitz/ alöErtz-Hertzog über Oesterreich/ StMiiarckt/ Ca'rnten/ Erain undSchlchen/ als König über SpanieMUngam/Böheim/Dalmatien/ Croatie/ und Scla, vonien. Und was mehr? herrschealsRömis.Kayserüber deingan- tzeS dir nunmehr unterthäniges HRöm-Reich. Massen du nunmehr derjenige bist/von deme jenes VirziUi mag gesagt werden, kacatumque rc^er karriis^ virturibur orbcm. Lcl. 4^ Das ist: Der Laut semes Sinn-Bilds durch seine angcerbte Va't- terliche Kaysers-Tugenden/ sein gantzes ihmeuntergebenes Weltreich in beständigen Giess/ Frid / und Ruhe regieren werde: Jedoch ist ein bekannter Spruch deß Heiligen» vivinä proviäemia re^na conüituunrur kumana , das alle ittdi- . sche Reich allein bestellet werden von jenem/der selber von ihme fagt : ker me re^nLM , Le krincipes juÜL äeccrmmr. Durch mich regieren die König / und die Gesetzgeber verordnen was recht ist/ wem gebühret hiemit aller schuldigster Da nck /als dir allein O großer GOtt/ demestntemal aUeMonarchkdeßKim- mels/ und der Erden ihre Lceprer, und Lronen zuFüssen legen müssen- Welchen da wir auch in Gegenwarth auff daseyffrig- ste suchen abzustatten/ also setzedurch deine Göttliche Gnaddise^ vor heut allein hinzue / daß gleichwie wir uns seiner gegenwärtigen hohen Kaysers-Wahl auss das innerste erfreuen / alsvauff Das eheste seiner glücklichen Ankunsst/und Überfahrt halber uns doppelt umb desto verbundener gegen dir bedancken möge. Anbey ich es lasse beruhen / und was dieTrompetten / undPauckcnmit ihrenIubel Schall/dieMosquetten/und Stuck mit ihrenDonnm Knall/in die gantze Welt lasten erhellen/darzu stimme auch ich^ Sage: Dich O GOtt loben wir. 1e OLllÜL Lauäanms. Amen. L7^S« ,>^ ' ,' 5 ^. ^sGU> ZTMM