b dm— = Can 5 Ar —— —— — — —— . Sad D, name Sim ee ° elner durch e nen ĩ ZZ ES —— Znaim, gedruckt bei Martin Hofmann. —— — Zn ———— E Mann, der ſo wie viele andere ſeinen Lebensunterhalt durch bie Kunſtſtuͤcke einiger Affen erwarb, zog mit dieſen Thieren in großen und kleinen Städten herum. Als er nach gewohnter Weiſe einſtens in einer Wirthsſtube ſaß, fiel es ihm ein, fein Geld zu zaͤhlen, da er gerade von einer großen Stadt herkam, wo er viel Zuſpruch hatte.. Waͤhrend dem Geldzaͤhlen traten zwei Maͤnner herein, welche ſich gleich in einen Winkel ſetzten, und dieſen Affenfuͤhrer ſorgfaͤltig zu beobachten ſchienen.; Als er mit dem Geldzaͤhlen fertig war, trat der eine, weil es ſchon Abend war, wie von ohngefaͤhr mit dem Fidibus zu dem Tiſche des Affenfuͤhrers, um an dem Lichte deffelben ſeine Pfeife anzubrennen. Bei dieſer Gelegenheit fragte er nun, wie es bei ſolchen Gele— genheiten der Fall iſt, wo ſeine Reiſe hingehe; der Affenfuͤhrer . kein Bedenken ihm den Zweck und Ort feiner Reife zu bes immen. Das Nachtlager wurde gemacht, und brach die Fortſetzung des Geſpraͤches ab. Beim Erwachen des Morgens ſah der Alffenfuͤhrer zu ſeinem Befremden, daß die zwei Fremden ſchon abgereiſt waren. Den Kopf ſchuͤttelnd trat nun auch er ſeine Reiſe an, um zeitlich genug an dem Orte ſeiner Beſtimmung anzulangen. Der Weg ging durch einen Wald, wo er zu feinem Erſtaunen die zwei Fremden wieder antraf, welche ſich gleich zu ihm geſellten. Als ſie nun in der Mitte des Waldes waren, nahmen ihn die Nguper(denn was anderes werden wohl meine Leſer unmoͤglich vermathen) in die Mitte; und da er feine Affen gewohnlich an ei ner Kette angebunden hatte, welche er mit der einen Hand hielt, fo, daß fie alle nebenher mit laufen mußten; und nur einen naͤm— lich den Zahmſten immer unangebunden auf der Schulter ruhen hatte: nahm der eine Raͤuber die Kette mit den Affen, und brachte alle, einen nach dem andern um, indeß der andere Raͤuber dem Affenfüͤhrer mit dem Stocke eins vor den Kopf verſetzte, daß er gleich beſinnungslos zur Erde fiel, wo er ihm noch durch einige Stiche vollends das Leben raubte. Der eine Affe, welcher auf der —@ 2. ĩ 2——— an 8 4 — Schulter geſeſſeñ ſich, als er das Schickſal feiner Bruͤder ſah, auf den naͤchſten Baum; die Räuber nahmen dann dem Ge: mordeten feine Geldkatze und ſetzten ihren Weg fort. Tags darauf ging der Jaͤger, dem die Obſorge dieſes Waldes anvertraut war, in einer ziemlichen Entfernung von dieſem Ungluͤcksorte vorüber, und erblickte den Affen auf dem Baume, und wollte ihn herunter ſchießen.; Schon hatte er ſein Gewehr zum Schuße angelegt, als der Affe, ohne von der Stelle zu weichen, mit einer wehmuͤthig bittenden Gebaͤhrde ein klaͤgliches Geſchrei erhob, ſo, daß er den Jaͤger zum Mitleid bewog. Dieſer nahte ſich nunmehr dem Baume, und wollte den kla— genden Affen genauer betrachten, weil es ihm auch etwas Seltes nes war, einen Affen hier in dieſen Waldungen zu finden. Kaum aber befand er ſich in der Nähe des Baumes, als ihm derſelbe auf die Schultern ſprang, und ihn durch mancherlei Lieb— koſungen und Schmeicheleien zu gewinnen ſuchte.; Der Jaͤger dem das Benehmen des Affen gefiel, ließ ihn ruhig auf feiner Schulter ſitzen, und ging tiefer in den Wald hinein, um ſeinen Leuten den gemachten Fang kund zu thun. Nach einiger Zeit ſprang der Affe plotzlich von feiner Schul— Ze ter herab, lief wie ein Raſender ein Stück Weges in das Gebuͤ⸗ AA .. ſche hinein, und ſchrie und jammerte, daß der ganze Wald wiederhallte. Der Jaͤger, dem an dieſer Beute was gelegen war, und den die Klagen in Verwunderung ſetzten, folgte demſelben nach.. Wie groß war aber ſein Schrecken, als er auf einen blutigen— Leichnam ſtieß, der mehrere Wunden in der Bruſt hatte, und dem— die Hirnſchale eingeſchlagen war. Neben ihm lagen die andern todten Affen umher; das Ganze war wirklich um das Herz des Menſchen mit unnachahmlichen Grauen zu erfüllen. Dem Jaͤger, der geſtern in der Stadt ſich auch die Kuͤnſte dieſer Affen beſehn, und ſich an ihnen ſatt gelacht hatte, war das Geſicht des Mannes bekannt, und er errieth leicht, was hier vorgefallen ſeyn mochte.| Er packte alſo hurtig feinen Wegweiſer auf die Schulter, und eilte ſchnell von dieſem fuͤrchterlichen Orte weg, feſt entſchloſſen, im naͤchſten Städtchen die Sache bei der Obrigkeit anzuzeigen. An Sa 5 * In dem Staͤdchen machte dieſe Gef. ö leicht den ken faßt, ungeheueres Aufſehen, man ging* Spur nach, die der Affenfuͤhrer in dem Staͤdtchen, wo, wie wir ſchon wiſſen, er Tags vorher geweſen war, angegeben hatte, und man kam auch in jenes Wirthshaus, in dem er Abends vorher geblieben war. Man machte nun auch in dem Wirthshauſe die Anzeige. Der Wirth gab vor, daß mit ihm Niemand hier übernachtet wär, als zwei ganz fremde Menſchen, die er in ſeinem Leben nie geſehen hatte, und denen der Affenfuͤhrer feinen Zweck der Reiſe ſagte. Mehr erfuhr man nicht, und es vergiengen wieder mehrere Wochen, waͤhrend welcher Zeit ſich der Affe nie von ſeinem Herrn trennen konnte. Der Jager pflegte oͤfters in das nahegelegene Staͤdtchen zu gehen, um ſeine Haaſen oder ſonſtiges Wildpraͤt zu verkaufen, auf welchen Reiſen ihn der Affe auch immer begleitete. Einſt,(es mochten wohl ſchon fünf Wochen nach dieſem Morde verfloßen ſeyn ging er auch in Begleitung ſeines treuen Hundes und ſeines Affen nach dem Staͤdtchen, und kehrte in einem Wirthshauſe ein, um etwas zu eßen. Der Affe wich ihm nie von der Seite, und der Jaͤger mochte ungefähr eine halbe Stunde in dem Virthshauſe geſeffen ſeyn, als ein ganz gut gekleideter Mann zur Thür. hereintrat.: Kaum erblickte ihn der Affe, als er mit der grimmigſten Wuth und mit einem durchdringenden Geſchrei auf ihn losſprang. Dieß fiel dem Jaͤger auf, er ſchickte nach Gerichtsdienern, und der Fremde wurde ver haftet.. Run ſchickte auch der Jaͤger nach dem Wirthe, wo er uͤber Nacht geblieben war, welcher in ihm einen von den zwei Fremden erkannte, und bei der naͤheren Unterſuchung ergab es ſich, daß er der Anführer einer Raͤuberbande ſey, von denen einer und er, den Affenfuͤhrer im Walde ermordet und beraubt hatten Nun brachte man durch dieſen Anführer den Ort heraus, wo ſich die Bande aufhielt, und ſo wurde unvermuthet durch einen Affen eine gan ze Raͤuberbande entdeckt, welcher Vorfall gewiß jeAw 6 ſeyn wird, da man noch wenig dergleichen ge