na ſinit und 4 o der Lehensrettung eines Huſaren, . werden funf R3nber m. Karnthen ; ö ö auf. eine wunderbare Weiſe entdeckt wurden und ihre ö gerechte Strafe empfingen. — a VEN In traulichen Geſpräche begriffen, ſaß ein Pfarrer in einer Gebirgsgegend in Kärnthen an einem Winterabende mit ſeinem treuen Diener am wärmenden Kamine, indeß außen haufige Schneeflocken an die Fenſterſcheiben geworfen wurden. Mit einem Mahle wurde geklopft, und, nachö 2 worden 2 trat ein Mann in die 36 Was iſt euer Begehren? fragte der Pfarrer.— Ehrwürdiger Herr ..; 9 2 en langte ich eine Meile von Euch im Gebirge in einer Hiſtte an, und bath um Nachtlager, welches mir gaſtfreundlich bewilligt wurde, doch liegt in derſelben-Hütte ein Bauersmann ſchwer krank.—„Ha, ich weiß es wohl,« fiel der Pfarrer ein, nnd habe denſelben auch ſchon einige Mahle beſucht.«— Nun,‘ fuhr der Fremde fort,»dieſer Mann wird künftigen Morgen wohl ſchwerlich mehr erleben, und wünſcht ſehnlich, die Wegzehrung zu empfangen. Ich, wiewohl ich heute ſchon eine große Strecke bey ſchlechtem Wetter zurück gelegt habe, nahm es auf mich, Euch zu bewegen, ſo bald wie möglich den Sterbenden zu beſuchen. Erfüllt Ihr dieß Begehren, ſo mache ich mich ſogleich auf den Rückweg, damit Alles auf den ehrwürdigen Beſuch vorbereitet werde.—»Ich werde ſogleich anſpannen laſſen,« ſagte der Pfarrer, und ihr könnt alsdann mitfahren.“— Der Fremde ſchlug Venerdieß Anerbiethen aus, und eilte fort. Der Pfarrer, von ſeinem begleitet, und mit allem Nothwendigen verſehen, fuhr bey Nacht und rauhem, ſtürmiſchen Winterwetter aus feinem Haufe, um nichts zu vernachleſſigen in feinem ehrwürdigen Berufe. erwiederte der K Nicht zu weit waren ſie gekommen als ſie ein Pferd mitten auf der Straße ſtehen fanden, unter welchem ein Huſar lag. Der Pfarrer ſtieg aus und ö daß der Unglückliche ganz erſtarrt, wo nicht verſchie den, doch dem Tode nahe ſeyn müſſe. Laß uns vor Allem erſt dieſes Menſchen Leben zu retten ſuchen ,« ſprach er zu ſeinem Diener, indem ſie den Huſaren mit vereinten Kräften in Pferdedecken einhüllten, und in den Hagen brachten. Das Reitpferd wurde an den Wagen gebunden, dann ſchnell umgekehrt, und bald langte man, nachdem man ſich während dieſer Zeit mit Reibung der Adern des Erſtarrten beſchäftiget hatte, am Pfarrho6 fe an. Doch wie ſtannten beyde, als fie das Thor geöffnet und die Zimmer ö— im obern Stockwerke erhellet fanden. Sie ſprangen ſogleich aus dem Wa—gen und eiltem dem Lichte zu.;. Wahrend dieſer Zeit ward der Huſar im Wagen liegen geblieben. Durch das haufige Reiben der Pulſe und die wohlthätige Wärme der Pferdedecken kam er nach und nach zu ſich, und blickte erſchrocken um ſich, als er aus feinem Todesſchlummer gänzlich erwachte und ſich in einem Wagen liegend ſah. Er wand ſich ſogleich aus den Decken, verſuchte es, aus der Kutſche zu ſteigen, und ſchleppte ſich nach der Stiege, die nach dem — eerlenchteten Zimmer zu führen fehlen, um dort Hilfe für ſeinen geſchwächten Körßer zu fuchen Er erreichte dasſelbe; doch Erſtaunen und Schreck bemchklste fich feiner, als er den ehrwürdigen Pfarrer und feinen — LEE geknebelt und mit verſtopftem Munde in einer Ecke des Zimmers ** liegen ſah, und fünf Kerts, die eben zu entſpringen bemühet waren, da == Nas Geklirre des Säbels, indem der Huſar die Treppe hinauf ſtieg, ſie — vermnthen ließ, daß ſte verrathen ſeyen. Doch da war kein Ausweg; denn = Die Fenſter waren mit Gittern derſehen und die Thüre ließ der Huſar, EN dem bey dieſem Anblicke feine ganze Kraft wiederkehrte, nicht anßer Acht. Die Verwirrüng benützend, hieb er nach einiger Gegenwehr drey zu Boden, und zwang die übrigen zwey, nachdem fie, vergebens ſich bemüht hatten, zu entkommen, die Banden der am Boden Gekne elten zu lö— fen, mit welchen fie alsdann ſogleich ſelbſt gebunden, in einer Kammer wohl verwahrt, und den andern Tag durch bewaffnete Bauern der Gemem entlegenen Orte geſchickt. In einer Schenke hatte er zu viel Branntwein zu ſich genommen, der ihn übermannte; er fiel vom Pferde, und würde endlich, fo erſtarrt vor Kalte, feinen Tod gefunden haben, wenn * 2)—— rechtigkeit zugeſandt wurden.— Der Huſar ward auf Ordonnanz nach ei nicht der menſchenfreundliche Pfarrer ihn gerettet hatte, doch nun ward 3.+ der Gerettete der Retter feines Wohlthäters, und als dieſer in ihm drang. einen Lohn für feine Hülfe und di Entlarvung elender Böſewichte zuw en bath der Hurfar nr, der Pfarrer möchte diefe Begebenheit. mandirenden als die Urſache der ſpäteren Ausrichtung des aufgetragenen Befehles angeben. Dieß that der Pfarrer, und überdieß hatte der Huſar, ſo lange er diente, täglich eine Zulage zu ſeiner Gage von des Pfarrers dankbarer Hand. Es erhellet aus dem Ganzen, daß jener Fremde kein Reiſender, fo dern ein verſchmitzter Bube war der den Pfarrer nur aus feiner Wohnung zu locken ſuchte, um dann mit ſeinen Gefährten den Raub geſichert verüben zu können. Doch, wer könnte hier wohl den Finger des rächen: den Geſchickes verkennen, welcher den Verbrecher in ſeiner That hemmt und ſtraft, und die ausgeübte Menſchenliebe durch Dankbarkeit lohnt. Reiner Quell der Naͤchſtenliebe, Aus dem des Dankes Bildniß ſteigt, Ohne deinem Daſeyn bliebe Mancher Duldende gebeugt. Ohne deinem heil gen Streben ——— Mit dir ward das Wohl gegrůndet, Durch das die Pflicht erhaben thront Nur in deiner Größe ſindet Sich die edle That belohnt. Wirkſt, daß wir ſelbſt in Gefahren Dich im Innerſten bewahren. 1 Milder Strahl! von Gott geſendet, Senk dich in jedes Menſchen Bruſt; Durch dich wird der Haß gewendet * Zur Liebe, der S 7 Luſt. Denn, was der Menſch auch Edles ſchafft, Dankt er nur deiner heil gen Kraft. , t