Im N. K. privil. Hetzamphitheater unter den Welßgär w K bern wird 23 Sonntags den 2. Aug u ſt. 193. Abtrmals ein groſſer heroiſchet Thierlampf woöhrh ſich einige Suck: vyrz glich au zeichnen, unter riner wohlbeſetzten » türkiſchen Muſtk abzchalten werden. Fir den überaus große Und un getheilten Bepfall womit ein zahlreicher gnaͤdfger boßer Adel und ein verehrun switr des Publikum, die zwey nacheinander abgehaltenen Thier nme u ftzunehmen gerubten, iſt fur die.* Pacht ung biel zu merkwürdig als daß ſie nicht ihren er bin dlich ſten ungehenchelſten Dank offentlich abſtatten ſollte. Wortgeprdng iſt nicht hinreichend all 8 das zu ſa— gen, was die edelnitthigen Einwohner für die eben ſo guadige als nachſichtspolle Theilſn unt re heiſchen können. Die Pachtung glaubt zu ihrer ſelbſt eigenen Beruhigung und zun! Be eiſe ide res innigſten Dankgefuͤhles nichts anders am Tage legen zu koönnea, als ein hochſehdzhates Pubs likum, theils mit unterhaltlichen, theils mit heroiſchen Thierkampfen ſo wie es der heutige ag erweiſet ſtets zu Unt erbalten-. Die ingen Barn verlaſſen ihre Fallen mit Freuden, um den hohen Anweſenden einſtweilen eine Unterhaltung zu machen, ſodann aher, wird XB. NB. NB. Gr ſten s. Ein ſehr komiſches und intreſſantes Stück Den Anfang machen, vier vazietenbe Bindergeſellen mit Namen Gutſchewer Sepet, kucklichte Naͤhküͤß, der Jaͤgerhteſel, und ber Letrerpartl, ſind bey dem Hetzmeiſter in Arbeit eingeſtanden, und wollen bie alten Faͤſer, anf die heurige Bier fechſung ein wenig zurichten, damit, wann nicht alles auf einmal ausgetrunken wird, der übrige Reſt wenn er auch ſauer wird darinn verbleibt Unterwegs haben ſie einen Kameraden gezett, weil er{ich in ein Bterfaß verfallen hat, auf den wartens ſchon lange, denn bas ſoll gar ein kanſtlicher ſeyn. Itzt bringen ſie ihn im größten Geſchrey, gehen kann er nicht mehr, die Fuͤß ſind ihm von der wetten Reife ganz erſpacht, mithin hät ſich ein ungariſcher Ochs auf der Haide ſeiner erbarmt, und hat ihn auſge packt, amit er deſtp leichter in feine neue Werkſtadt kommt. Bor Freuden über die Ankunft ihre: Spies— geſellenß laufens untereinander alz wann nicht geſcheid maren. Ihr Zechmeiſter er: ſcheint auch, und will die naͤrrtfhen Kerl zu recht weiſen, ſte gehen aber um thn nichts, laſſen dir ſrbeſt im Stich, und halten ſich bios bey ihren Kameraden auf. Mit dies ſem unterhaltlichen Stuck verſpricht man allgemeine Zufriebenheit. . K 3wey ten g.| Jetzt koͤmmt die Neihr ant das Jaquettel, Voll Vergnuͤgen über ſeine Erſcheinung vrdtiumeriren ſich alſogleich treliche Solohunde die ihn bekampfen wollen, er aher hingegen weiß daß das 6 Vornehmen nicht nützt, und laßt lieber gieich paar und paar weiſe Solohunde über ſich amit fie doch auch von einen guten Tag ſagen önneſt. Bringt man einen Wolfen auf den DIGG der die Autipat hie gegen die Hetzhünde nich nicht laſſen kann, er weiß wohl, daß es ihm nichts nuͤgt, weil ihm ſeine Erbfeinde den Guſto henehmen, jedoch will er ſich fo tapfer herümſchla gen, eig ſie ſelbſt matt werden und ihn vera ſſey — Einen der ſeltenſten Kampfe, zwiſchen den Hehmeiſter Stadlmann und einen taktfeſten pohlniſchen Barn. Nach der alten Att, fo wie man die Büren in Poblen und Nußland Maus ihren Höhlen mit Lift herauslocktt, und der Woiwod oder Starroſt e,. Muth vor ſelber ſteht, um die Baͤrn mit ihrer Enſchloſſenheit zu ö„und auf Leben und Tod mit ihnen zu kaͤmpfen; eben fo wird der Hetzmeiſter Stadlmann als wirklicher Waldmann mit den erfoderlichen Mordinſtrumenten vor der% Falle des Baͤrns ſtehen, ihn vorher durch feine Leute necken laſſen, bis er in vollen Grimm auf den Hetzmeiſter zueilt, und ihn ganz zu zerreiſſen drohtt, dieſer aber ſteht beherzt, packt ihn, faſt mit gleicher Stärke, drücken einander zu Boden, ſucht feinem Vortheil, und ſtoßt ihm das Mordeiſen bis an das Heft hin ein. Da er dieſes Stück hier zum erſtenmal zu zeigen waget, hoft er neuen Beyfall einzuaͤrndten.—— ünften s. Laͤßt ſich ein Ochs zu allen. nur des Degen will ihm nicht eingehen, daher er auch geſchwind bon den Gaſthunden bedient werden möchte, damit er nach Hauſe kömmt. NB. Se chsrteus. z Verfolgen leichte Hunde einen ſchön gewachſcuen Hirſchen über die aufgeſpannte Blache— NB. Sie b enten sDer kämpfende Eher trauert über das Mißgeſchick, welches feinen Kameraden, an den lebt, berfloſſenen Zweykampf getroffen, daß er ſeiner Stärke hat weichen, und dieſen Kampſplatz auf ewig hat vermiſſen müͤſſen, daher er vor Mißmuth mit zwey der beſten Schweinsfangern, je⸗ 5 doch wohl verwahrt auf das ſchaͤrfſte kämpfen will.; NB. NB. A chtens. 0 Ein friſcher zankſichti ger Bar hat fein Geburtsort ſchon vergeſſen, denen Hunden iſt es aher gleich viel, wenn fie nur ſehen, daß er geſchickt rauft, an dem fol es nicht fehlen, fie ver zn gen ſich zuletzt feine Gegenwart gar nicht mehr, wenn ihn nur geſchwind eine Kuppel ſemelfär————— ————————— Dar —* 1 . Neunten s.— Mit Ungeſtuͤmm erſcheint ein ungariſcher Ochs, der die Geſellſchaft ſo ſehr liebt, daß er ſogleich Ochſenzunde fodert, die ihm die Zeit verkuͤrzen ſollen, hey dieſen Spaß merkt er auch, daß ihn die Ohren kuͤrzer werden, über dieß macht er ſich nichts daraus, wenn ihm Kur ein geſcheider Solohund nach Hauſe begleitet. NB. NB. NB. Z ehuntenzs. Der liſtige Raubbaͤr Stelzel möchte auch gerne eine andere Rolle ſpielen, und nicht immer auf dem Steigbaum oder auf der Erde, ſo gerade weg feinen Raub holen, er will auf eine ber ſondere Art, ſo wie die Bergknappen in die Feuergruben fahren, auch den angegebenen Ende zweck vollkommen entſprechen. Das Feuer ſcheuet er nicht, die Tiefe macht ihn nicht, ſchwind licht, nur aber iſt die Frage, wie er feinen Schatz unter den großen Gepraſſel heraufbringt, das ſteht zu erwarten. SE, ES 2 k Cintritt s preiſe. Etne Loge für zwey Perſanen- 8| Dukaten Erſte Gallerie rechts x mit geſperrten Sitz 1 f. 29—* Erſte Galerie links— 24 kr. zweyter Stock—;— 5 K a 30 ritter Stock— 9 di, Offiziere‘ der hieſigen Garnijan zahlen auf der Galerie Noble 30 k: . 4 ——— AHA! Der Anfang in um 5 Uhr.