39975 T o d e ö ii r t h e t l welches -on dem M agistrate der Kaiftrli Königin Haupt - und Residenz - Stadt Wien, wegen Kauömordes abLkMrte Trimirialumcr such ring gc'ü.ö^sct, und in Folge herabgelangter hvhcr und höchster Äcstätigung heute am 6. Februar 1817 mit dem Strange vollzogen worden ist. über die mit dem erdtülNld W * * * X Oerdinsnd W^, ZZ Jahre alt, in Wien geboren, katholisch, vereßllcht, ein Schneider, gerieth binnen kurzer Zeit, größten Thetis durch üble Wirth- frhaft, in eine -rückende Schuldenlast. Seine stärksten Gläubiger waren zwey seiner Arbeitskunden, die stch j als Stubenmagd und als Köchinn im Dienste Hey einem in dkr Stadt woh- > nenden 94-ährigen, an allen Sinnen geschwächten Greise, befanden. > Durch öftere Besuche bey denselben lernte er die dortigen häuslichen Verhältnisse kennen, und zu Weihnachten vorigen Jahres faßte er den Vorsatz, diesen Umstand za benützen, den Greis zu berauben, und mit dem Ertrage des Raubes seine Schulden zu bezahlen. In dieser Absicht beredete er, am 25. und wiederholt am 26. De- cember v. I. die Stubenmagd, am letztgenannten Abende in die Redoute zu gehen. Zugleich rieth er ihr, der nöthigen Vorbereitungen zum Balle wegen, sich gleich nach 6 Uhr vom Hause zu entfernen. Dieß geschah, und als Ferdinand W*** die Ueberzeugnng davon erhalten hatte, begab er sich am 26. Oecember Abends um 9 Uhr in einem Maskenklerde, und mit einer Larve vor dem Gesichte, in die Wohnung des Greises, in der Absicht, d r 72jährigen Köchi.in, Theresia Dörfler, beym Eintritte die Augen zu verbinden, und sie in solchen Schrecken Zu versetzen, daß sie ihn am Raube mcht hindern rönne. Er hatte aber, seiner Angabe nach, mcht sogleich den Mu h dazu, nahm daher die Larve ab, ließ sich in ihrem Zimmer in ein Gespräch mit ihr ein, das angeblich in einen Wortwechsel überging; im Verlauf dkffelben. schlug er ste pMkch mit-er Faust dergestalt zum Kopf, daß fie betäubt zu Boden stürzte; hierauf verstopfte er ihr mit ihrem eigenen Halstuche den Mund, band ihr beyde Hände, und stopfte ihr das Tuch, soweit er konnte, in den Hals hinab, wodurch er, seinem eigenen Geständnisse nach überzeugt war, diese Gewalt- that müsse ihr den To- zuziehen, wie dann auck derselbe nach der gerichtlichen Leicheubeschau eine notwendige Folge jener Mißhandlung war. Ferdinand W*** erbrach , nachdem dieses Hindermß bey Seite geräumt war, 2 Schranke, öffnete mit den, in den Zimmern gefundenen Schlüsseln, noch;Kästen, und raubte erst der ermordeten Dörfler 95 st., dann dem im Bette befindlichen, ganz unbebilsiichen Greise indessen Beyseyn am baaren Gelds, Prätiosen und etwas Lnnwäsche , einen gerichtlich erhobenen Werth dorr 2469 st., 56 kr. Gleich am folgenden Tage, den 27. December gegen Mittag, wurde er eingezogen. . Der Jnquisit hat diese That, mit dem gerichtlich erhobenen Befunde übereinstirnrmnd gestanden, und die Verwahrungsorte des inzwischen schon beseitigten geraubten Guts arnteztigt; dieses fand siü) bis auf-z fl., mrt Welchen er eine kleine Schuld getilgt hatte, richtig bor. . u rth k t l., 'er Raubmörder, FerdinandWstll gemäß des 119. H. des Gesetzbuches über Verbrechen, mir dem Tod bestrafet, und diese Strafe an ihm, gemäß dem io. H.ebe dieses Gesetzbuches,, mit dem Strange vollzogen werden Gedruckt bey Thaddäus Edlen v. Echmidbauer. s