Wilhelm Bopp Direktor der k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien, den 19. 2. 15. Lieber verehrter Meister, Zu dem herrlichen künstlerischen Ergebnis des gestrigen Abends meine u. meiner Frau herzlichste Glückwünsche. Es war eine Wonne, ein Glück sonder Gleichen Ihnen verehrter Meister zu lauschen. Schubert (das Trio des Menuett, der letzte Satz waren ja zu küssen schön) Schumanns Chopin (niemals ist polnische Wehmuth u. Grazie so wundervoll vereinigt worden wie in Ihrem Vortrag des Amollwalzer) Ihre eigenen reizenden Sachen, Ihre Strauss Bearbeitung aus deren rhythmischen Bässen u. bethörenden Weisen ganz Wien zu singen u. zu klingen scheint, alles bildete Hochgenüsse eigenster, persönlicher Art, für die man Ihnen lieber verehrter Meister von ganzem Herzen dankbar sein muß. Tausend herzliche Grüsse von uns Beiden Ihr WB.