— n A Mein Jesus, Verzeihung und Barmherzigkeit durch die Verdienste deiner heiligen Wunden! (300 Tage Ablaß.) Fayer, Wien Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß Geboren am 4. Oktober 1892 durch Mörderhand gestorben für sein geliebtes Osterreich am 25. Juli 1934 Dr. Engelbert Dollfuß ist zu Texing bei Mank(Niederösterreich) als Kind schlichter Bauersleute geboren. Er stu dierte in Hollabrunn Gymnasium, in Wien Rechtswissenschaft und in Berlin Nationalökonomie. Bei Ausbruch des Völkerkriege ging er freiwillig an die Front und vollührte als Oberleutnant eines Tiroler Kaiser schützen=Regimentes während seiner 37mona tigen Frontdienstleistung glänzende Waffen taten. Nach dem Kriege vollendete er in Berlir seine Studien. Bald hatte er Gelegenheit, seine hervorragende Begabung als Sekretär des Niederösterreichischen Bauernbundes, so dann als Gründer und Direktor der Nieder österreichischen Landwirtschaftskammer un als Organisator und Präsident der Land arbeiterversicherungsanstalt für Niederöster reich und das Burgenland, endlich als Präsident der Bundesbahnverwaltungskommissior zu zeigen. Am 18. März 1931 wurde er Bun desminister für Land= und Forstwirtschaft Am 6. Mai 1932 wurde er in einer wirtschaftlich schweren Zeit zum Bundeskanzlei ernannt. Mit eiserner Willenskraft ging er daran, den Staatshaushalt Österreichs in Gleichgewicht zu bringen, die österreichische Währung zu sichern, die Arbeitslosigkeit zu mindern und den Staat auf gesunde Grundlagen zu stellen. Diese Arbeit wurde ihm durch die Selbstausschaltung des National rates(März 1933) erleichtert. Am 1. Mai 1934 verkündete er eine neue,„ständische“ Verfassung zugleich mit dem mit dem Heiligen Stuhl geschlossenen Konkordat. Durch geeignete Handelsverträge und Gesetze gelang es ihm, Landwirtschaft, Gewerbe und Industri zu heben. Weder ein gegen ihn versuchtes Attentat noch der Aufstand verirrter Sozial demokraten(12. bis 14. Februar 1934) noch die Gewalttaten der Nationalsozialisten ver mochten ihn von seinen Zielen abzulenken. Er verstand es, die Österreicher für ihr Vaterland zu begeistern und sie in der„Vaterländischen Front“ zu sammeln und seinem heißgeliebten Österreich wie seiner Person die größte Achtung, ja Liebe des Auslandes zu gjewinnen. Ein tindlich frommer Sohn der katholischen Kirche, war er auch seiner Gattin Malwine und seinen zwei Kindern ein zärtlich liebender Gatte, bzw. Vater. Seine Herzensgüte und Liebe zum arbeitenden Volk zeigte sich besonders in dem Werk der Winterhilfe und dem Ferienwerk für die Kinder. Am 25. Juli 1934 im Bundeskanzleramt von nationalsozialistischen Verschwörern überfallen, wurde er durch zwei Schüsse verwundet und starb, nachdem ihm die Verschwörer ärztlichen und auch den erbetenen priesterlichen Beistand verweigerten, mit Segensworten Österreich und Worten des Verzeihens ür für seine Feinde. Ihm gilt: „Nie läßt sich ein Schmerz ermessen, Der so tief als unsrer ist. Ewig bleibst du unvergessen, Weil du unersetzlich bist. Gebete. Herr, wir bitten dich: laß unser Flehen zu deiner milden Barmherzigkeit der Seele deines Dieners Engelbert zum Heile gereichen, damit sie durch deine Erbarmung die ewige Gemeinschaft desjenigen erlange, auf den sie gehofft und an den sie geglaubt hat. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. Selig die Toten, die im Herrn sterben; von an ruhen sie aus von ihren Mühen, und nun ihre Werke folgen ihnen nach. Geh. Offb. 14, 13.) Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf dich! (300 Tage Ablaß.) Mit kirchlicher Druckerlaubnis. Styria, Graz. Zur Erinnerung im Gebete an Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß geb in Texing N.=O. am 4. Oktob. 1892; er fiel als Opfer der Treue für sein Vaterland Osterreich, in Wien, am 25 Juli 1934. Ich weiß an wen ich geglaubt habe und bin gewiß, daß Er mächtig ist, meine Werke zu bewahren. 2. Tim. 12. Verleih, o Herr, der Seele Deines Dieners Engelbert, immerwährende Barmherzigkeit, damit es ihm zur ewigen Freude gereiche, daß er auf Dich gehofft und an Dich geglaubt hat, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen. 3V9 Flatz „O Maria, drück die Wunden, die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein. Cum appr. eccl. Zur Erinnerung im Gebete an Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß geb in Texing N.=O. am 4. Oktob. 1892; er fiel als Opfer der Treue für sein Vaterland Osterreich, in Wien, am 25 Juli 1934. Ich weiß an wen ich geglaubt habe und bin gewiß, daß Er mächtig ist, meine Werke zu 2. Tim. 12. bewahren. Verleih, o Herr, der Seele Deines Dieners Engelbert, immerwährende Barmherzigkeit, damit es ihm zur ewigen Freude gereiche, daß er auf Dich gehofft und an Dich geglaubt hat, durch Jesum Christum unseren Herrn. Amen. 4 Die österreichische Bundesregierung gibt die tieferschütternde Nachricht vom Ableben ihres unvergeßlichen Führers, des Herrn Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dollfuß Oberleutnants der Reserve, Besitzer des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um den Bundesstaat Österreich, des Militärverdienstkreuzes III. Klasse(KD., Schw.), der Silbernen Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes(Schw.), des Karl Truppenkreuzes, der Verwundetenmedaille, des päpstlichen Ordens vom Goldenen Sporn, des Großkreuzes des päpstlichen Pius-Ordens, des Großkreuzes des italienischen Sankt Mauritius- und Lazarusordens, des Großkreuzes des portugiesischen Christus-Ordens, des ungarischen Verdienstkreuzes I. Klasse, Ehrenbürgers zahlreicher Gemeinden, der am 25. Juli 1934 als Opfer treuester Pflichterfüllung und unermüdlichen Dienstes für sein Vaterland einem ruchlosen Mordanschlag im 42. Lebensjahre erlegen ist und um zirka 15 45 Uhr sein von edelster Gesinnung getragenes Leben ausgehaucht hat. Die irdische Hülle des Verewigten wird Samstag, den 28. Juli, um 14 30 Uhr, nach einer ersten Einsegnung vor dem Rathaus der Stadt Wien in die Metropolitankirche St. Stefan überführt, dortselbst neuerlich feierlich eingesegnet und dann auf dem Hietzinger Friedhof provisorisch beigesetzt. Tag und Stunde des Trauergottesdienstes werden noch bekanntgegeben werden. Wien, am 26. Juli 1934. Diese Traueranzeige berechtigt zum Eintritt in den reservierten Raum vor dem Rathaus. Gemeinde Wien, städt. Leichenbestattung IV., Wiedner Hauptstraße 33, Telefon U 46-0-91.— Druck: St. Janeschek, III., Hegergasse 7, Tel. U 11-6-48. St.S. 4514-1937 . Die österreichische Bundesregierung gibt die tieferschütternde Nachricht vom Ableben ihres unvergeßlichen Führers, des Herrn Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dollfuß, Oberleutnants der Reserve, Besitzer des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um den Bundesstaat Österreich, des Militärverdienstkreuzes III. Klasse(KD., Schw.), der Silbernen Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes(Schw.), des Karl Truppenkreuzes, der Verwundetenmedaille, des päpstlichen Ordens vom Goldenen Sporn, des Großkreuzes des päpstlichen Pius-Ordens, des Großkreuzes des italienischen Sankt Mauritius- und Lazarusordens, des Großkreuzes des portugiesischen Christus-Ordens, des ungarischen Verdienstkreuzes I. Klasse, Ehrenbürgers zahlreicher Gemeinden, der am 25. Juli 1934 als Opfer treuester Pflichterfüllung und unermüdlichen Dienstes für sein Vaterland einem ruchlosen Mordanschlag im 42. Lebensjahre erlegen ist und um zirka 15 45 Uhr sein von edelster Gesinnung getragenes Leben ausgehaucht hat. Die irdische Hülle des Verewigten wird Samstag, den 28. Juli, um 14 30 Uhr, nach einer ersten Einsegnung vor dem Rathaus der Stadt Wien in die Metropolitankirche St. Stefan überführt, dortselbst neuerlich feierlich eingesegnet und dann auf dem Hietzinger Friedhof provisorisch beigesetzt. Tag und Stunde des Trauergottesdienstes werden noch bekanntgegeben werden. Wien, am 26. Juli 1934. Diese Traueranzeige berechtigt zum Eintritt in den reservierten Raum vor dem Rathaus. Gemeinde Wien, städt. Leichenbestattung IV., Wiedner Hauptstraße 33, Telefon U 46-0-91.— Druck: St. Janeschek, III., Hegergasse 7, Tel. U 11-6-48. St.S. 481441935