Das Projekt ​ LIFE+ ALTE DONAU INHALT Alte Donau reich an Geschichte LIFE+ Alte Donau – ein Projekt mit Langzeitwirkung Maßnahmen LIFE+ Alte Donau Integratives Gewässermanagement Naturnahe​ Ufergestaltungund Schonzonen Qualitätssicherung Alte Donau Von diesen Maßnahmen profitieren die Menschen Die Menschen ins Boot holen 4 6 8 9 11 13 16 18 © Felicitas Matern DIE ALTE DONAU erfreut sich in Wien hoher Akzeptanz, hat eine ausgezeichnete Wasserqualität und bietet Tieren und Pflanzen einen Lebensraum mitten in der Stadt. Seit dem Start von LIFE+ Alte Donau hat die Stadt Wien viele neue Maßnahmen und Projekte an der Alten Donau umgesetzt, wie zum Beispiel den neuen ArbeiterInnenstrand an der Oberen Alten Donau oder die Errichtung eines Bodenfilters am Wasserpark. Mit diesen Maßnahmen sichern wir das hohe Niveau der Alten Donau nachhaltig – ein Erfolg, der mich stolz macht! Ihre Umweltstadträtin Ulli Sima DAS ÖKOLOGISCHE GLEICHGEWICHT eines städtischen Gewässers ist überaus sensibel. Unsere Maßnahmen zum Schutz der Alten ­Donau basieren auf langjährigen Erfahrungen und neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich Gewässermanagement. Im Rahmen des bis 2017 laufenden EU-Projektes LIFE+ Alte Donau haben wir die Maßnahmen intensiviert, ausgeweitet und in ein – auch für andere Städte beispielhaftes – Gewässermanagement zusammengeführt. ​ Gerald Loew, Leiter der MA 45 – Wiener Gewässer © Foto Wilke Alte Donau ​ REICH AN GESCHICHTE DAMPFSCHIFFSTATION UND FLUSSMÜHLE IN KAISERMÜHLEN VOR DER REGULIERUNG. GEMÄLDE VON JAKOB ALT(1840) Die Alte Donau war bis zum Jahr 1875 der Hauptarm der Donau. Das sechs Kilometer breite Augebiet war häufig überflutet und eine dauerhafte Besiedlung daher nicht möglich. Mit der Donauregulierung von 1870 bis 1875 setzte die Stadtentwicklung ein und führte zu unterschiedlichen Ausgestaltungen der Stadtteile rund um die Alte Donau, die diese Kulturlandschaft noch heute prägen. DIE DONAU VOR DER REGULIERUNG(1848) BADEGÄSTE IM GÄNSEHÄUFEL UM 1910 MODERNER BADESTEG AN DER UNTEREN ALTEN DONAU Am Mühlschüttel an der Oberen Alten Donau b­ efanden sich die ältesten Ansiedlungen. Hier nutzten die Schiffsmüller die Strömung der Donau zum Antrieb ihrer schwimmenden Mühlen. Im ehemaligen M­ ühlgrund, dem Bereich zwischen Unterer Alter Donau und Industries­ traße in der jetzigen Stadlau, wurden ­gepflegte Siedlungen im Cottagestil errichtet. Rund um das Kaiserw­ asser entstand um 1890 das Vergnügungsviertel „Franz-J­ osefs-Land“ mit Lustschifffahrt, Gasthäusern und Jahrmarktsfreude – ein beliebtes Freizeit- und Badep­ aradies für alle. Übrigens: Die Alte Donau gilt als Geburtsstätte des Segelsports in Österreich. Hier siedelten sich schnell die ersten Ruder- und Segelklubs an, 1880 wurden die ersten Regatten ausgetragen. DIE ALTE DONAU – WIENS BELIEBTESTES GEWÄSSER Heute besuchen jährlich rund eine Million Badegäste das nur wenige U-Bahn-Minuten vom Stadtzentrum Wiens entfernt gelegene Natur- und Freizeitparadies. Rund 500 ­Segel-, Tret- und Ruderboote stehen zum Anmieten bereit, an die 40 Gastronomiebetriebe und eine Reihe von Veranstaltungen machen das Freizeitparadies zusätzlich a­ ttraktiv. Die Badebesucherinnen und Badebesucher können zwischen vier Strandbädern, fünf Vereinsbädern, fünf Lagerw­ iesen und den elf modern gestalteten Badestegen der Stadt Wien wählen. Mit dem neuen ArbeiterInnenstrand hat die Stadt Wien 2015 im Rahmen des Projektes LIFE+ eine weitere kostenlos zugängliche, 2,3 ha große Liegew­ iese mit Uferzugang für die Bevölkerung geschaffen. LIFE+ ALTE DONAU – ein Projekt mit Langzeitwirkung Die Alte Donau ist ein von Grundwasser gespeistes Binnen­ gewässer mit einer Fläche von rund 1,6 km². Als W­ iens beliebtestes Natur- und Freizeitparadies zieht es Jahr für Jahr eine große Anzahl an Erholungssuchenden an ­seine Ufer – Tendenz steigend. Gleichzeitig stellt die Alte ­Donau einen ökologisch hochwertigen Lebensraum dar. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet, und als ökologische Nische weist das Gebiet eine Vielzahl an Tier- und Pflanzen­ arten auf. Damit dies auch so bleibt, hat die Stadt Wien, Fachabteilung Wiener Gewässer – MA 45, im Juli 2013 ein groß angelegtes EU-Projekt gestartet. Rund 3,6 Millionen Euro – die Hälfte sponsert die EU – stehen zur Verfügung, um die Alte Donau bis zum Ende der Projektlaufzeit im Juni 2017 einerseits noch natürlicher zu gestalten und andererseits sicherzustellen, dass auch künftige Generationen das Naherholungsgebiet genießen können. GRAUREIHER www.life-altedonau.wien.at PROJEKT LIFE+ ALTE DONAU Projekttitel: Integratives Gewässermanagement des urbanen Stillgewässers Alte Donau Projektkurztitel: LIFE+ Alte Donau Laufzeit: Juli 2013 bis Juni 2017 Budget: 3,6 Millionen Euro, zu 50 Prozent von der EU gefördert Durchführung: Stadt Wien, Abteilung Wiener Gewässer – MA 45 Das Projekt LIFE+ Alte Donau wird aus Mitteln des Programms LIFE+ der Europäischen Union, Themenbereich ​„​Umweltpolitik und Verwaltungspraxis“, gefördert. Das LIFE-Programm der EU ist ein Finanzierungsinstrument für Umwelt- und Klimaschutzprojekte. 20 Fischarten, 3 Biberfamilien,​ vielfältige Wasservogelfauna, 27 Libellenarten 17 km Uferlänge, ca. 1,6 km² Wasseroberfläche (das entspricht 200 Fußballfeldern), 2,3 m durchschnittliche Tiefe, rund 7 m größte Tiefe 72 verschiedene Wasserpflanzenarten, 45 Pflanzenarten im Uferröhricht Wassertemperatur ​im Sommer bis 30 °C und höher Rund 1 Million Badegäste jährlich Bodenfilter naturnahe Ufer MASSNAHMEN​ i Bodenfilter LIFE+ Alte Donau BarrierefreieWeggestaltung LIFE+ Infotafeln Baumpflanzungen Naherholung(Liegewiese) naturnahe Ufer Baumpflanzungen Pfl ’ a 1 n 5 zungen von​ niedrigwüchsigen Naherholung(Liegewiese) Makrophyten Hydrologische Messeinrichtung i Testpflanzungen Makrophyten Neue hydrolog ’ i 1 sc 5 he ​Messeinrichtung Barrierefreie Weggestaltung LIFE+ Infotafeln Hydrologische Messeinrichtung Testpflanzungen Makrophyten Mähfreie Zonen im Wasser​ (Schonzonen) Bodenfilter Biologischer Bodenfilter​ Wasserpark Bodenfilter Naherholung naturnahe Ufer Baumpflanzungen Naherholung(Liegewiese) Bodenfilter naturnahe Ufer Bodenfilter naturnahe Ufer naturnahe Ufer BodeBnafiultmerpflanzungen naturnaNhaehUerfherolung(Liegewiese) Baumpflanzungen Maßnahmen zur​ i i naturnahen Ufergestaltung ’15 Bodenfilter Baumpflanzungen Naherholung(Liegewiese) Baumpflanzungen Barrierefreie Weggestaltung LIFE+ Infotafeln BarHrieydrerforleoiegiWscehgegMesetsasletuinnrgichtung i LIFE+TeInstfpofltaafnezlnungen MakropHhyytdernologische Messeinrichtung ’15 Baumpflanzungen Naherholung(Liegewiese) Barrierefreie Weggestaltung Naherholung(Liegewiese) naturnahe Ufer i Barrierefreie​ We ’1 g 5 gestaltung Baumpflanzungen Naherholung(Liegewiese) ’1 Barrierefreie Weggestaltung LIFE+ Infotafeln Hydrologische Messeinrichtung i Informationstafeln​ Testpflanzungen Makrophyten LIFE+ Alte Donau Testpflanzungen Makrophyten ’15 LIFE+ Infotafeln Hydrologische Messeinrichtung Testpflanzungen Makrophyten Barrierefreie Weggestaltung i LIFE+ Infotafeln Hydrologische Messeinrichtung Testpflanzungen Makrophyten ’15 Barrierefreie Weggestaltung LIFE+ Infotafeln Hydrologische Messeinrichtung Testpflanzungen Makrophyten RUNDWEG Promenade Wegverbindung INTEGRATIVES​ Gewässermanagement Städtische Stillgewässer reagieren oft schon kleinen Veränderungen gegenüber sehr empfindlich. Der Klimawandel und der steigende Nutzungsdruck stellen große Herausforderungen an die Alte Donau dar. Ziel des Projekts LIFE+ Alte Donau ist es, durch ein umfassendes und vorausschauendes Gewässermanagement die​ Alte Donau als ökologisch wertvolles und beliebtes Naherholungsgebiet nachhaltig zu sichern. GEWÄSSERMANAGEMENTPLAN Das Integrative Gewässermanagement versteht sich als ein Maßnahmenpaket zur Sicherung und Verbesserung • des ökologischen Zustandes der Alten Donau,​​ • der guten(Bade-)Wasserqualität sowie • des wirtschaftlichen und sozialen Nutzens für Bevölkerung und Betriebe. RISIKOMANAGEMENTPLAN Im Rahmen des Integrativen Gewässermanagements wurde auch ein Risikomanagementplan für die Alte Donau erarbeitet. Dieser beinhaltet Gegenmaßnahmen, die bei plötzlich auftretenden Schadensereignissen(wie z. B. Unfällen mit Schadstoffeintrag) an der Alten Donau zu treffen sind. Auch bietet der Risikomanagementplan Strategien, wie Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden können und so rechtzeitig gegengesteuert werden kann. RÖHRICHTPFLANZUNGEN AN HART VERBAUTEM UFER NATURNAHE​ Ufergestaltung ​ und Schonzonen Die Ufer der Alten Donau wurden im Jahr 2015 nach ökologischen Kriterien bewertet. Das Ergebnis: ​ 24,4 Prozent der Ufer sind naturnah ausgebildet​ (z. B. mit einer Röhrichtzone ausgestattet), ​ 15 Prozent gut strukturiert. Der über-​​ wiegende Anteil, über 60 Prozent, wird jedoch von Ufermauern gebildet und weist keine gewässertypische​ Ufervegetation auf. ROHRKOLBEN UND GELBE SCHWERTLILIE Rohrkolben, Igelkolben und Schwertlilien braucht es an der Alten Donau ebenso wie Schilfbereiche, abwechslungsreiche Strukturen und gewässertypische Ufergehölze. So werden seit Start des LIFE-Projektes Uferbereiche mit Pappeln und Weiden neu bepflanzt, Neophyten entfernt und standort­ typische, heimische Arten gepflanzt, Schilfbereiche verjüngt, neue Röhrichtzonen angelegt und Totholzstrukturen als Fischunterstände eingebracht. Langfristig sollen die naturnahen Bereiche an der Alten Donau auf insgesamt ein Drittel der Uferlänge erweitert werden. Die neuen naturnahen Bereiche werden als Schonzonen ausgewiesen, um sie als wichtige Rückzugsräume für Flora und Fauna langfristig zu erhalten. EIN DRITTEL DER UFERBEREICHE NATUR- NAH! Ziel ist es, die naturnahen Abschnitte der Uferbereiche an der Alten Donau auf rund fünfeinhalb Kilometer, das ist rund ein Drittel der Uferlänge, zu erhöhen. Bereits fertiggestellt sind z. B. ein 240 m langer Uferbereich zwischen Drygalski­weg und Mühlschüttelgasse sowie ein 80 m langes Uferstück beim Broßmannplatz, beide an der Oberen Alten Donau. In beiden Bereichen wurden – neben einer Reihe wasserbaulicher Maßnahmen – Ufer- und Röhricht­ bepflanzungen durchgeführt. Naturnah belassen zeigt sich auch die Liegewiese am neuen ArbeiterInnenstrand. Hier wurden bei der Umgestaltung des Geländes und der Öffnung als Liegewiese die bereits vorhandenen Schilfbereiche erweitert. Über 60 neue standortgerechte Bäume wie Pappeln, Weiden und Linden wurden gepflanzt. NEUER LEBENSRAUM FÜR JUNGFISCHE ​ UND AMPHIBIEN Einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen helfen mit, den Lebensraum für Tiere und Pflanzen an den Ufern der Alten Donau zu verbessern. So wurden an mehreren mit Schilf bewachsenen Uferabschnitten neue geschützte Tümpel​​ für Amphibien gegraben und mit dem Freiwasser verbundene Gräben für Jungfische geschaffen. Zu finden sind diese neuen Becken am Westufer des Kaiserwassers, an der Wagramer Straße und im südlichsten Bereich der​ Alten Donau. JUNGE BÄUME FÜR DIE ALTE DONAU JUNGBÄUME AN DER UNTEREN ALTEN DONAU Weiden und Pappeln prägen das typische Landschaftsbild an der Alten Donau. Viele der alten, beeindruckenden Baumriesen haben ihre natürliche Altersgrenze erreicht. Für das optimale Zusammenspiel der Lebensräume am Wasser ist es jedoch wichtig, dass heimische Baumarten bestehen bleiben. Im Frühjahr 2014 wurden daher über 70 junge Weiden und Pappeln entlang der Unteren Alten Donau gesetzt. 2015 folgten weitere Baumpflanzungen auf der Lagerwiese Dragonerhäufel und in der Hundezone neben dem Angelibad. LEBEN MIT DEM BIBER Selbstverständlich spielt auch die Erhaltung des streng geschützten europäischen Bibers eine Rolle im LIFE-Projekt. Deshalb wird ein Teil der angepflanzten Jungweiden nach einigen Jahren den drei an der Alten Donau ansässigen Biberfamilien als Winternahrung überlassen. ANLEGUNG VON GRÄBEN FÜR JUNGFISCHE EUROPÄISCHER BIBER BEI DER NAHRUNGSAUFNAHME QUALITÄTSSICHERUNG​ Alte Donau Durch die Donauregulierung 1870 bis 1875 wurde aus einem hochdynamischen Flussarm ein grundwassergespeister​ See – die Alte Donau. Dass die Wasserqualität ausgezeichnet ist, verdankt die Alte Donau nicht zuletzt den Unterwasserpflanzen, den aquatischen Makrophyten. Sie wirken als biologischer Filter, indem sie Nährstoffe binden und die Trübung verringern. Ihre Sauerstoffproduktion gewährleistet die Selbstreinigungskraft des Gewässers. Darüber hinaus sind die dichten Pflanzenbestände Lebensraum für Fische, Libellen, Eintags- und Köcherfliegen, Schnecken, Kleinkrebse und zahlreiche andere Kleinlebewesen. MÄH- UND PFLANZENMANAGEMENT Damit die Unterwasserpflanzen die Badenden und Bootsfahrenden nicht behindern, werden sie im Auftrag der MA 45 – Wiener Gewässer jedes Jahr während der Saison gemäht. Mittels Echo-Sondierung wird das Pflanzenwachstum unter Wasser laufend beobachtet. Diese Beobachtungen sind die Grundlage für die Erstellung gezielter Mähpläne. Durch ­Einsatz von Computer- und GPS-gestützten Technologien wird die Pflanzenmahd effizienter und umweltschonender. Um die Mahd möglichst fischschonend durchführen zu können, wurde eine neuartige Fischscheuchvorrichtung für die Mähboote entwickelt. Damit werden die Fische rechtzeitig verscheucht, damit sie sich nicht im Mähgut verfangen und mit diesem aus dem Wasser transportiert werden. MÄHBOOT„BERKY“ IM EINSATZ AUF DER OBEREN ALTEN DONAU MONITORING Um die Auswirkungen der im LIFE-Projekt gesetzten Maßnahmen auch überprüfen zu können, werden diese einem umfangreichen Monitoring unterzogen. Das Monitoring erfasst dabei sowohl biologische Indikatoren wie Fische, wirbellose Tiere, Wasser- und Uferpflanzen als auch chemisch-physikalische Parameter wie Nährstoffgehalt und pH-Wert des Wassers. Darüber hinaus wird die Meinung von Besucherinnen und Besuchern, Anrainerinnen und Anrainern, Vereinen und Gewerbetreibenden im Rahmen von Befragungen eingeholt, um auch die sozioökonomischen Auswirkungen des Gewässermanagements im Rahmen des LIFE-Projektes zu erheben. NIEDERWÜCHSIGE UNTERWASSERPFLANZEN FÜR DIE ALTE DONAU Die dominierende Unterwasserpflanze in der Alten Donau ist seit vielen Jahren das hochwüchsige Ährige Tausendblatt ( Myriophyllum spicatum). Durch die Pflanzung anderer, vor allem niederwüchsiger Arten soll die Artenvielfalt unter Wasser erhöht werden. Im Zuge von Testpflanzungen wurden geeignete Arten ermittelt, die nun in größerem Umfang und in mehreren Bereichen des Gewässer eingesetzt werden. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Armleuchteralgen(Characeen), Tannenwedel und einige Laichkraut-Arten konnten sich stellenweise gut behaupten und mancherorts sogar großflächiger ausbreiten. Auch in den kommenden Jahr​en sollen im Rahmen des Projektes LIFE+ Tannenwedel und Co. in der Alten Donau gefördert werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die niederwüchsigen Wasserpflanzen erfüllen die gleichen ökologischen Aufgaben wie die hochwüchsigen, erfordern aber einen geringeren Mähaufwand. CHARACEEN TANNENWEDEL NEUER BODENFILTER AM WASSERPARK(PROMENADE, VOGELPERSPEKTIVE) WEG DES WASSERS DURCH DEN BODENFILTER NEUER BODENFILTER AM WASSERPARK AB 2016 Für eine dauerhafte Sicherung der Wasserqualität der Alten Donau sind aber auch nachhaltige hydrologische Managementmaßnahmen zur Erneuerung des Wassers erforderlich. Zwei wichtige wasserwirtschaftliche Instrumente, die die MA 45 regelmäßig einsetzt, sind das Absenken des Wasser­ spiegels der Alten Donau jedes Frühjahr sowie die Zufuhr von Wasser aus der Neuen Donau im Sommer oder Herbst. Diese Maßnahmen sind aber relativ aufwendig und können nur über einen begrenzten Zeitraum durchgeführt werden. Ein neuer biologischer Bodenfilter, wassertechnisch gesehen das Herzstück des LIFE-Projektes, soll hier eine dauerhafte Lösung bieten. Die Filteranlage im Wasserpark an der Oberen Alten Donau wird im Frühjahr 2016 in Betrieb gehen. Über einen Filter, der aus einer mit Biofilm bewachsenen Gesteinsschicht besteht, wird Wasser von der Neuen Donau in die Alte Donau eingeleitet. Durch die Filterpassage werden dem Dotationswasser unerwünschte Nährstoffe entzogen. Gleichzeitig wird das Wasser mit Kalk angereichert, um den Kalziumgehalt in der Alten Donau aufzustocken. Blühende Wasserpflanzen an der Wasseroberfläche des Filters tragen zur Verbesserung des Landschaftsbildes des Wasserparks bei. Für die Besucherinnen und Besucher wird eine Promenade entlang des Bodenfilters geschaffen und damit der Wasserpark auch als Nah­ erholungsraum aufgewertet. Im Zusammenhang mit dem Bau des Filters wird auch die Steuerung der ein- oder ausgeleiteten Wassermenge der Alten Donau erneuert und modernisiert. Neue Mess- und Steuereinrichtungen im Bereich des Bodenfilters sowie im Bereich des„Hebergrabens“ an der Unteren Alten Donau, über den das Wasser in das Mühlwasser weitergeleitet ­werden kann, kommen zum Einsatz. Neue Liegewiese ArbeiterInnenstrand Seit Mai 2015 steht allen Erholungsuchenden eine​ neue, frei zugängliche Liegewiese mit Badezugang an der Oberen Alten Donau zur Verfügung. Mit einer Fläche von 23.000 m ² ist der ArbeiterInnenstrand die größte Grünraumrückgabe der Stadt Wien an die Öffentlichkeit seit Jahrzehnten. Viele Altbäume und die Schilfzone konnten erhalten werden, mehr als 60 neue Bäume wurden gepflanzt und eine WCAnlage, 30 Holzbänke und zehn Holztische installiert. Von diesen Maßnahmen PROFITIEREN DIE MENSCHEN Barrierefreie Wegabschnitte Um den Zugang zur Alten Donau für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu verbessern, sollen die barrierefreien Abschnitte der Wege deutlich verlängert werden. So wird unter anderem der bestehende Fußweg auf der Kaiserwiese barrierefrei umgestaltet und Stufen am Rundweg an der Unteren Alten Donau werden durch eine Rampe ersetzt. Neue App Wiener Wasserweg Der„Wiener Wasserweg“ lädt ein, die Alte Donau auf einer Strecke von rund 13 km per Fuß oder per Fahrrad zu erkunden. Der Rundweg führt vorbei an naturnahen Uferzonen, historischen Kleingartensiedlungen, geschichtsträchtigen Bädern und Gastronomie- und Bootsverleih-​ betrieben. Entlang der Strecke gibt es 21 virtuelle Stationen, die via App mit mobilen End­geräten abgerufen werden können. Wiener-Wasserweg-App erhältlich unter www.wiener-wasserweg.at. Neues Leitsystem für die Alte Donau Zur besseren Orientierung für die Besucherinnen und Besucher wurde im Sommer 2015 entlang des rund 13 km langen Weges rund um die Alte Donau ein neues Leitsystem mit insgesamt 20 Stelen installiert. Jede Stele ist mit einem Lageplan der gesamten Alten Donau versehen und zeigt den aktuellen Standort. So lassen sich auf einen Blick das nächste Restaurant, Hundezonen, WC-Anlagen und vieles mehr finden. DIE MENSCHEN​ ins Boot holen Einen großen Stellenwert im Projekt LIFE+ Alte Donau haben Information und Einbindung der Menschen, die die Alte Donau nutzen. Befragungen von Anrainerinnen und Anrainern gehören ebenso dazu wie erlebnisorientierte Workshops für Kinder und Jugendliche und Informationsveranstaltungen. • ostenlose Workshops und geführte Wanderungen für Familien, Schulen und Kindergärten entlang der Alten Donau. Durchführende Organisation: Verein Umweltspürnasen-Club. • m 5./6. Juni 2015 wurde der„Wiener Tag der Artenvielfalt“ an den Ufern des Kaiserwassers gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 durchgeführt. • lte-Donau-Spaziergänge: kostenlose, von Expertinnen und Experten geführte Spaziergänge zu Fuß oder per Boot. • ährend der Badesaison ist an besonders frequentierten Tagen ein LIFE-gebrandetes E-Lastenfahrrad, das schnell zu einem Infostand umgebaut werden kann, an der Alten Donau unterwegs. • under Tisch Alte Donau: Zur besseren Einbindung und Information von Interessengruppen wie Vereinen und ­Betrieben findet auf Einladung der MA 45 – Wiener ­Gewässer seit 2015 ein regelmäßiger Austausch aller ​ Akteurinnen und Akteure der Alten Donau statt. DIE UMWELTSPÜRNASEN IM EINSATZ FÜR LIFE+ ALTE DONAU www.life-altedonau.wien.at Gedruckt nach der Richtlinie„Druck-​ Höchster Standard für Öko-​ e G rz e eu d g r n u is c s k e“ t d n e a s c Ö h ste d r e re r ic R hi i s c c h he t n linie„Druckerzeugnisse e “ ffe d k e tiv s it Ö ät s . C te ra r d r l e e i t c o h C i r s a c d h le™ en UU U mW m wZ-e w Nltrz. e e6 l i0c t 9h z ,e e wn i s c w. h wg e u.gg n uleg s rl . e* r g p.ar u itn g t, l M er e * lk p , rint, Melk, UWZ-Nr. HC zi 6 r n ö e a n c 0 r dh ot l i 9 se vfi t az , et it o e r e w rd SC te w tr b aa Dy nd w r dl gu ea . u T c g r M gk d u lp z e fe g rr ü o r * r l t .d e iÖf u i r k k z . oi a t e e e t rftfeektivität. Druckprodukte innovated by gugler*. IMPRESSUM: Herausgeber: Magistrat der Stadt Wien, MA 45 – Wiener Gewässer, 1160 Wien, Wilhelminenstr. 93 E-Mail: post@ma45.wien.gv.at Redaktion& Text: Mathilde Urban, Thomas Ofenböck/MA 45 Design& Grafik: message Marketing& Communications GmbH, www.message.at Fotos Umschlag: Wiener Wildnis Fotos: (wenn nicht anders angegeben) Wiener Wildnis, MA 45, MA 45/Archiv, Brigitte Hozang, Franz Kalab/MA 45, Fürthner/PID, systema GmbH Wien, Polyplan GmbH, Bezirksmuseum Donaustadt, shutterstock/donatas1205, placeit.net, 4nature, Plan& Illustrationen: message.at Druck: gugler GmbH, gedruckt auf ökol­ogischem Papier aus der Mustermappe von„ÖkoKauf Wien“. Wien, Jänner 2016 www.gewaesser.wien.at