An einen Haushalt. Österreichische Post AG/Postgebühr bar bezahlt RM 01A023769 K Verlagspostamt 1010 Wien. Fotos: PID/Bubu Dujmic, PID/Eugen Bergmann, ÖBB/Andreas Scheiblecker Vorteilsclub Mitglieder haben die Chance auf attraktive Gewinne sowie Ermäßigungen bei zahlreichen Partner*innen – von minus 20 % bis minus 50 % . Seite 20–23 UNTERWEGS IN DER NATUR Lust auf einen Tag im Prater oder am Neusiedler See? Oder auf eine Auszeit am Berg? Die Pensionist*innenklubs bieten wieder Ausflüge und Urlaube an. Seite 15 MEIN WIEN 09 |2022 So geht’s im Job aufwärts Eine solide Ausbildung ist der Schlüssel zum ­ ​beruflichen Glück – und dafür ist es nie zu spät. In Wien gibt es viele Förderungen. SEITE 4–5 WASSERSPASS IN DEN SOMMERBÄDERN Vom Gänsehäufel bis ins Simmeringer Bad: Mit vielen Neuerungen für die Besucher*innen und Modernisierungen für die Umwelt sind Wiens Freibäder bereit für den Sommer. Seite 16 PASS NOCH GÜLTIG? Wer wieder verreisen will, sollte rechtzeitig die Gültigkeit des Reisepasses überprüfen. Seite 14 MIT DER S-BAHN NOCH SCHNELLER DURCH DIE STADT In Wiens Schnellbahnen wird weiter investiert. Die Züge auf der Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf fahren schon bald alle 2,5 Minuten. Weitere Strecken werden ausgebaut. Seite 10–11 2 2 | LEOPOLDSTADT 3 | LANDSTRASSE M eine S tadt 09  | 2022 MEIN WIEN 7 | NEUBAU Fotos: MA 29, PID/Christian Fürthner (2), BV7/Christina Steyskal, BV4, Simone Kantz, Astrid Knie, Jana Enzelberger, PID/David Bohmann, BV12/Alexander Schinagl, GB* GENERALSANIERUNG DER FRANZENSBRÜCKE Vollständig erneuert ­werden die Fahrbahnplatten auf der Donaukanalbrücke. Ab Mai kommt es zu ­Sperren der beiden äußeren Fahrstreifen, von Juni bis ­Anfang September muss die Verbindung komplett gesperrt werden. Für den Fuß- und Radverkehr gibt es einen temporären Steg. Die Fertigstellung ist für November geplant. Telefon 01/4000-96945, bruecken.wien.gv.at Amphibienmähboote stutzen die Unterwasserpflanzen in der Alten Donau. 21/22| FLORIDSDORF/DONAUSTADT Mähboote wieder im Einsatz S eit Mitte April sind bis zu 15 Amphibienmähboote und zusätzliche Begleitboote auf der Alten Donau unterwegs. Sie schneiden Unterwasserpflanzen in einer Tiefe von bis zu 2,5 Metern und sammeln sie anschließend ein. Die abgeschnittenen Makrophyten werden im Kompostwerk Lobau zur Bio-Erde„Guter Grund“ weiterverarbeitet. Vergangenes Jahr wurden 1.900 Tonnen Wasserpflanzen gemäht. Ein unbeschwerter Badespaß war ohne sie wieder möglich. Telefon 01/4000-96530, gewaesser.wien.gv.at WOHNSTRASSE AM URBAN-LORITZ-PLATZ Eine Aufhebung der Parkplätze, Schrittgeschwindigkeit für Autofahrer*innen und mehr Platz für spielende Kinder sind in der südlichen Nebenfahrbahn des Platzes geplant. Gemein­ sam mit Anrainer*innen soll die Verbindung zwischen Kenyongasse und Neu­ baugürtel im Sommer zu einer echten Wohnstraße umgestaltet werden. Telefon 01/4000-07110, neubau.wien.gv.at 4 | WIEDEN 7 | NEUBAU 8 | JOSEFSTADT MEHR SICHERHEIT FÜR DIE FAVORITENSTRASSE Mit Einführung einer Tempo-30-Zone, der Errichtung neuer Schutzwege sowie der Anhebung der Fahrbahnen wird die Favoritenstraße sicherer. Fünf neue Bäume, 13 Beete und zahlreiche Sitzmöglichkeiten werden die Straße künftig verschönern. Nach Sanierung der Wasserleitun­gen wird im Sommer mit dem Umgestaltungsprojekt begonnen. Telefon 01/4000-04110, wieden.wien.gv.at Jungwein kann auf dem Cobenzl verkostet werden. 19| DÖBLING Tag der offenen Kellertüre S ich durch Wiener Jungwein kosten und dazu frische Heurigenschmankerl schlemmen: Das alles erwartet Besucher*innen beim Cobenzlfest. Weinfans ­können Raritäten probieren, zu DJ-Klängen tanzen und an einer interessanten Führung durch das Presshaus sowie den Keller teilnehmen. 14. 5., 10–20 Uhr, Eintritt frei, 20 € für ein Verkostungsarmband, Weingut Wien Cobenzl, 19., Am Cobenzl 96, Telefon 01/320 58 05, weingutcobenzl.at LERCHENFELDER STRASSE WIRD KLIMAFIT Ab Mai können Anrai­ ner*innen Wünsche und Anregungen zur Umgestal­ tung der Verkehrsachse einbringen. Das Team der Gebietsbetreuung Stadterneuerung lädt Interessierte zum Dialog vor Ort und sammelt Ideen der Grätzl­ bewohner*innen. Die Ergebnisse der Gespräche werden im Herbst präsentiert und dienen als Grundlage für die Planungsphase im nächsten Jahr. Telefon 01/214 39 04, gbstern.at/lerche-neu MEIN WIEN 09  |  2022 9 | ALSERGRUND M eine S tadt 14 | PENZING 3 PLAUDERN MIT DER BEZIRKSVORSTEHERIN Welche Kulturprojekte gibt es? Was ist der Alsergrunder Kultursommer? Diese und weitere Fragen beant­wortet Bezirksvorsteherin Saya Ahmad in ihren Grätzl­gesprächen. In den kommenden Monaten tourt sie quer durch den Bezirk und lädt die Bewoh­ner*innen zum Diskutieren ein. Nächster Termin: 14. 6., 16–18 Uhr, 9., Votivpark, Telefon 01/4000-09110, alsergrund.wien.gv.at 12 | MEIDLING Stadträtin Sima und Bezirksvorsteher Franz bei der Präsentation 10| FAVORITEN Neues Landgut wird belebt Auf dem Areal, wo früher Bier gelagert wurde, entsteht bis 2026/27 ein neues Stadtviertel für bis zu 4.000 Menschen. BUSVERBINDUNGEN AUSGEWEITET Zusätzliche Fahrten und kürzere Intervalle erhält der 14. Bezirk. Mit Anfang Mai verdichten die Wiener Linien die Verbindungen der Busse 52B, 52A und 47B, um so den Früh- und Nachmittagsbetrieb zu entlasten. Ebenfalls ausgebaut werden die Fahrten zur Feuerwache am Steinhof. Das erleichtert den Anschluss an den 16. Bezirk. Telefon 01/4000-14110, penzing.wien.gv.at 17 | HERNALS MEHR GRÜN GEGEN DIE HITZE Seit dem Frühling steht an der Ecke Flurschützstraße und Malfattigasse ein neuer Baum. Neben angenehmem Schatten im Sommer sorgt die Pflanze auch für kühlere Temperaturen. Die Setzung ist Teil der großen Klimainitiative im Bezirk. Insgesamt sollen heuer mehr als 150 Bäume gepflanzt werden. Eine Arbeitsgruppe des Umweltausschusses ist mit der Suche nach weiteren Standorten beschäftigt. Telefon 01/4000-12100, meidling.wien.gv.at E in neuer Bildungscampus, 1.500 Woh­ nungen sowie ein großzügig gestalteter Quartiers­platz entstehen im 10. Bezirk. Auf dem ehemaligen Areal der Gösserhallen werden zurzeit eine Musikschule, ein weiteres Gastronomielokal sowie ein Parkbereich mit neuen Kinderspielzonen und zusätzlichen Bänken errichtet. „Das Viertel ist ein Parade­ beispiel für unsere Stadtentwicklung“, sagt Innovationsstadträtin Ulli Sima und ergänzt:„Mit der grünen Mitte im Herzen des Areals und dem Quartiersplatz mit 38 Bäumen verspricht das Neue Landgut eine tolle Aufenthaltsqualität für alle, die hier leben, lernen oder arbeiten.“ GRÄTZLAUFWERTUNG Parallel startet die Umge­ staltung der angrenzenden Laxenburger Straße und der Landgutgasse. Ein neuer Zweirichtungs-Radweg sowie die Pflanzung von 30 zusätzlichen Bäumen sollen das Grätzl nachhaltig aufwerten. „Das alles verstärkt die positive Dynamik rund um den Hauptbahnhof. Damit schaffen wir Grünräume und gestalten das neue Grätzl zukunfts- und klimafit“, sagt Bezirksvorsteher Marcus Franz. Baustart ist im Sommer bzw. Herbst. Telefon 01/4000-10100, favoriten.wien.gv.at IDEEN FÜR DIE NACHBARSCHAFT Gemeinsames Garteln am Clemens-Hofbauer-Platz, ein Tischtennisturnier oder das Reparieren von Radeln: Das alles macht gute Nachbarschaft aus. Für ein noch besseres Miteinander sucht der Bezirk nach neuen kreativen Initiativen. Anrainer*innen können bis Ende Mai ihre Projekte einreichen. Sie werden mit bis zu 3.000 Euro gefördert. Telefon 01/4000-17100, hernals.wien.gv.at, gbstern.at/nachbarschatz 4 T hema A rbeitsmarkt 09  | 2022 MEIN WIEN BERUFSWAHL Wochen für Beruf und Weiterbildung Information und Beratung kommen direkt zu den Wiener*innen ins Grätzl: Bis 20. Mai stehen in den Bezirken ­Leopoldstadt, Rudolfsheim-­Fünfhaus, Hernals und Brigittenau Veranstaltungen rund um die Themen Ausbildung, Jobsuche, Berufswahl und Fördermöglichkeiten auf dem Programm. Vorbeischauen lohnt sich. meinechance.at Infomesse: Weiterkommen im Beruf 9. 5., 16.30–19 Uhr, VHS ­Rudolfsheim-Fünfhaus, 15., Schwenderstraße 41 Check it out – Spaß mit Handwerk und Technik 10. 5., 9–12 Uhr, Verein sprungbrett, 15., Hütteldorfer Straße 81b Berufsorientierungsmesse #gemmalehre 11. 5., 10–18 Uhr, Lugner City, 15., Gablenzgasse 11, gemmalehre.at Entspannt in 10 Minuten: Schnelle Übungen für Homeoffice und Büro 12. 5., 19.30–20.30 Uhr, VHS Hernals, 17., Rötzergasse 15 Infomesse: Weiterkommen im Beruf 16. 5., 16.30–19 Uhr, Veranstaltungszentrum Catamaran, 20., Johann-Böhm-Platz 1 Tag der offenen Tür bei Jobmania 19. 5., 9–13 Uhr, Jobmania, 2., Kleine Stadtgutgasse 9/EG QR-Code scannen und Video zum Thema sehen: Lukas Schreyer macht in seinem zweiten Bildungsweg eine Ausbildung bei der Caritas Socialis in der Mobilen Pflege. Traumjob gesucht – und mit Hilfe gefunden Selma Özgür und Lukas Schreyer haben sich getraut: Durch den beruflichen Neustart fanden sie finanzielle Unabhängigkeit und mehr Zufriedenheit im Job. W enn Selma Özgür morgens kurz nach sieben die Wohnung verlässt, hat sie schon viel erledigt. Ihre drei Kinder haben gefrühstückt und sind fertig für die Schule, im Kühlschrank steht das Mittagessen und alle Termine für die Woche sind in einem Kalender eingetragen. Selma ist ein sehr strukturierter Mensch – das bringt ihr auch im Arbeitsalltag viel.„Ich habe auf der Suche nach meinem Traumjob schon viele Stationen durchlaufen: Handel, Gastro, Ordination. Mir liegt es, Probleme durch logisches Denken und handwerkliches Geschick zu lösen. Genau das tue ich nun „Weiterbildung und Qualifizierung schützen am besten vor Arbeitslosigkeit.“ PETER HANKE W I R T S C H A F T S S TA DT R AT jeden Tag.“ Selma hatte sehr jung geheiratet, wurde Mama und hat ihre Ausbildung vernachlässigt. Das hat sie jetzt nachgeholt. Möglich war das mithilfe des Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds(waff). Nach einer 18-monatigen Ausbil­ dung hat sie – mit Auszeich­ nung – den Lehrabschluss als Kälteanlagentechnikerin gemacht.„Die Ausbildung war anstrengend, ich hab’ oft in der Nacht gelernt. Aber jetzt bin ich stolz auf mich – meine Kinder sind es übrigens auch“, erzählt Selma.„Neben dem Spaß, den mir mein Beruf macht, schätze ich auch die Fotos: Bubu Djumic (2), PID/David Bohmann (2) MEIN WIEN 09  |  2022 T hema A rbeitsmarkt 5 finanzielle Sicherheit. Es gibt genug Arbeit.“ Im technischen Bereich ist die Bezahlung meist besser als in klassischen Frauenberufen. Und was sagen Kund*innen zur weiblichen Technikerin?„Viele sind überrascht – aber positiv. Ich habe das Richtige gefunden.“ BILDUNG IST DER SCHLÜSSEL Wie wichtig eine solide Ausbildung ist, zeigen die aktuellen Arbeitsmarkt-Zahlen: 47 Prozent der Wiener Arbeits­losen haben höchstens einen Pflichtschulabschluss. Die beste Unterstützung für Menschen auf Jobsuche ist also die Hilfe bei der weiteren Qualifizierung. Besonders Fachkräfte sind in Wien sehr gefragt. Darum investiert die Stadt Wien gemeinsam mit dem waff heuer 110 Millionen Euro in die Ausbildung und Höherqualifizierung der Wiener*innen.„Von Beratung und Förderung profitieren rund 39.000 Wienerinnen und Wiener sowie mehr als 1.100 Unternehmen. Damit tragen wir als Stadt auf persönlicher Ebene zu neuen beruflichen Möglichkeiten bei und sorgen für zusätzliche Fachkräfte“, erklärt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. VERÄNDERTE ARBEITSWELT Die Arbeitswelt befindet sich durch Digitalisierung und Ökologisierung in einem Wandel. Der waff informiert, berät und fördert Wiener Arbeitnehmer*innen, damit sie von diesen Veränderungen im Beruf profitieren können. Neben der IT ist es vor allem der Gesundheits- und Sozialbereich, in dem dringend Fachkräfte gesucht werden. Auch die Bekämpfung des Klimawandels bietet neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt. ZUKUNFTSBERUF PFLEGE Von den finanziellen Förderungen zur beruflichen Weiterbildung hat auch Lukas Schreyer profitiert. Er hatte einen Bürojob, in dem er aber nie so richtig glücklich war. „Ich habe oft gegrübelt, wo ich hingehöre. Ich wollte mehr als nur einen Job.“ Bei der einjährigen Ausbildung zum Pflegeassistenten, die vom waff, vom AMS und seinem Arbeitgeber unterstützt wird, hat er nun seine Berufung gefunden. Er arbeitet in der Mobilen Hauskrankenpflege. Er hilft bei der Körperpflege, bei der Einnahme von Medi­ kamenten und schaut ganz grundsätzlich, ob bei seinen Klient*innen alles okay ist. „Nach ein paar Jahren Büroarbeit ist es ein tolles Gefühl, wieder mit Menschen zu arbeiten“, erzählt er. „Ich bin stolz auf das, was ich in den vergangenen Jahren erreicht habe“, sagt die Kälteanlagentechnikerin Selma Özgür. JOBOFFENSIVE 50 PLUS Ein Viertel der Wiener Arbeitsuchenden ist älter als 50 Jahre. Sie bekommen durch die Joboffensive 50 plus Unterstützung. Seit ihrem Start im Herbst 2019 bekamen durch die Initiative 1.640 Menschen über 50 Jahre eine neue Stelle. Jetzt wurde die Aufstockung auf 3.000 Stellen beschlossen. Die Stadt stellt damit 46,4 Millionen Euro für die Unterstützung von langzeitarbeitslosen älteren Wiener*innen bereit. Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke:„Wenn Unternehmen langzeitarbeitslose über 50-jährige Wienerinnen oder Wiener einstellen, erhalten sie die Lohn- und Lohnnebenkosten ein halbes Jahr zur Gänze und das zweite halbe Jahr zu zwei Dritteln gefördert. Das ist einmalig in Österreich.“ www.weiterbildung.at, waff.at KOLUMNE MICHAEL LUDWIG BÜRGERMEISTER Wien hilft bei Job und Bildung Mit guter Aus- und Weiterbildung hat man es leichter auf dem Arbeitsmarkt. Und findet einen Job mit Zukunft. L angsam beruhigt sich die wirtschaftliche Lage wieder. Zwar wirken die Corona-Krise und der schreckliche Krieg in der Ukraine nach wie vor auch auf Wien. Mit unserem konsequenten Einsatz sorgen wir aber dafür, dass es bergauf geht. Darum investieren wir in den Arbeitsmarkt. Davon sollen auch die Wienerinnen und Wiener profitieren. Wir unterstützen Firmen über die Wirtschaftsagentur Wien, damit diese sich gut entwickeln können. Denn das schafft Arbeitsplätze. Für Menschen, die derzeit einen Job suchen, und solche, die sich weiter qualifizieren möchten, bieten wir Förderungen – etwa über den waff – an. Mein Angebot steht: Wir unterstützen auf dem Weg zur Beschäftigung. 6 S tadtpolitik 09  | 2022 MEIN WIEN „Wir brauchen mehr Lehrkräfte“ Corona hat dazu geführt, dass viele Schüler*innen Nachholbedarf haben. Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr fordert 1.000 Lehrer*innen mehr. W ir stehen vor ständig wachsenden Herausforderungen. Darum ist es einfach notwendig, mehr Lehrerinnen und Lehrer an den Pflichtschulen zu haben“, sagt ­Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr und fordert vom Bund 1.000 zusätzliche Planstellen. MEHR ALS 2.100 PLÄTZE FÜR KINDER AUS DER UKRAINE Der Hauptgrund für den erhöhten Bedarf an Lehrkräften ist immer noch Corona. Nicht alle Kinder konnten zu Hause so gut lernen wie in der Schule – und müssen jetzt viel nachholen. Dazu kommt der Krieg in der Ukraine. Aktuell besuchen in Wien schon 2.128 geflüchtete Mädchen und Buben eine Schule. Speziell für sie wurden 74 Lehrpersonen neu angestellt Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr:„Es ist notwendig, dass wir mehr Lehrerinnen und Lehrer an den Wiener Pflichtschulen haben.“ – unter anderem Pädagog*innen, die aus der Pension zurückgeholt wurden be­ ziehungsweise Lehrkräfte mit ukrainischer Muttersprache. DEUTSCHFÖRDERKLASSEN AUSSETZEN Probleme würden sich durch die verpflichtenden Deutschförderklassen ergeben. Wiederkehr:„Viele allgemeinbildende höhere Schulen des Bundes nehmen höchstens sieben Kinder aus der Ukraine auf. Denn ab dem achten Kind müssten sie eine eigene Förderklasse eröffnen. Somit kommen mehr Kinder an die ohnehin schon ­belasteten Mittelschulen, die in die Verantwortung der Stadt fallen.“ Wien ist für ein Aussetzen der Verpflichtung zu Deutschförderklassen.„Damit sich auch Bundesschulen leichter tun, ukrainische ­Schülerinnen und Schüler zu ­integrieren“, hält Wiederkehr fest. AUSBILDUNGSBERATUNG Passt ein Job in der Pflege zu mir? Ausbildung mit Matura oder zweiter Bildungsweg: Die Job- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege und Betreuung sind vielfältig. Die Beratungsstelle des AWZ Soziales Wien informiert dazu und weiß auch über finanzielle Hilfen und Ausbildungsanerken­ nung Bescheid. Bildungsberatungsstelle für Pflege- und Betreuungsberufe, 3., Erdbergstraße 198A–200, Telefon 05 05 379-70900 Karriere in Gesundheitsberufen An drei Wiener Campus-Standorten startet im September das Studium für Gesundheits- und Krankenpflege. Bewerbungen sind bereits möglich. F ür das Studium Gesundheits- und Krankenpflege an der Fachhochschule Campus Wien gibt es freie Plätze. Wer sich für Medizin und Gesundheit interessiert und gerne mit Menschen arbeitet, ist hier richtig. Bewerbungen sind bis 15. Juli möglich. Die Ausbildung dauert sechs Semester. ausbildung.gesundheits verbund.at, bewerben.fh-campuswien.ac.at Fotos: Wiener Gesundheitsverbund/Renee Del Missier, PID/Alexandra Kromus, PID/Christian Fürthner MEIN WIEN 09  |  2022 S tadtpolitik 7 UND SO FUNKTIONIERT’S Die Anlage entzieht dem rund 26 Grad warmen Kühlwasser des Rechenzentrums die Wärme. Das abgekühlte Wasser fließt zurück ins Rechenzentrum. Dort kühlt es die Server. Die gewonnene Abwärme erhöht mittels Wärmepumpe und zugeführtem Öko-Strom die Temperatur des Wassers im Heiz­system der Klinik Floridsdorf auf bis zu 82 Grad. Dieses sorgt anschließend für die Wärme im Spital. QR-Code scannen und Video zum Thema sehen: Quelle: Wiener Gesundheitsverbund/Wien Energie Recycelte Wärme heizt Spital Lokal und klimaneutral: Ein Server-Rechenzentrum soll künftig den Großteil des Wärmebedarfs der Klinik Floridsdorf decken. Baustart des innovativen Projekts erfolgt heuer, Betriebsbeginn ist 2023. Z u Hause die Lieblingsserie oder einen Film streamen und dabei das Klima schonen? Nicht unmöglich! Die Abwärme eines Serverrechenzentrums, wo auch viele Streaminganbieter Geräte haben, dient künftig zur Energieversorgung der nahen Klinik Floridsdorf. SINNVOLLE NUTZUNG Ab Herbst errichtet Wien Energie eine besondere Wärmepumpenanlage, die an der Kühlanlage des Rechenzentrums der Firma Interxion angeschlossen sein wird. Das Unternehmen betreibt in Floridsdorf den größten Rechenzentrum-Campus Österreichs. In den Serverräumen stehen rund 120.000 Server verschiedenster IT-Firmen. Diese Geräte müssen gekühlt werden, um nicht zu überhitzen. Die neue Anlage verwertet künftig überschüs­ sige Wärme aus dem Kühlsystem der Serverräume effizient und wandelt diese in Fernwärme für die Klinik um. In Zukunft können so bis zu 70 Prozent des Wärmebedarfs der Klinik Floridsdorf gedeckt werden. ZUSAMMENARBEIT Seit Herbst 2021 wurde an der Planung und Umsetzung des Abwärme-Projekts von Wiener Gesundheitsverbund, Wien Energie und Interxion gearbeitet. Bereits Mitte 2023 soll die Anlage in Betrieb gehen.„Diese Kooperation ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir in einer zukunftsfitten und digitalisierten Stadt wie Wien gemeinsam am Klimaschutz arbeiten“, zeigt sich Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke zuversichtlich. Die moderne Klinik Floridsdorf setzt noch mehr auf Nachhaltigkeit. VORZEIGEMODELL Gesundheitsstadtrat Peter Hacker betont:„Mit diesem tollen Projekt sparen wir in der Klinik Floridsdorf jährlich bis zu 4.000 Tonnen CO 2 .“ Es ist damit ein weiterer Baustein für den schonenden Umgang mit Energie und Ressourcen an diesem Standort. Durch Vermeidung des Kunststoffs PVC, den Einsatz von Fernkälte, die Nutzung von Regenwasser, die Bereitstellung von Radabstellplätzen sowie den Ausbau von Radwegen wurde von Beginn an großer Wert auf Umwelt- und Klimaschutz gelegt. Im Vorjahr kam außerdem die neue Photovoltaik­ anlage auf dem Dach der Hochgarage dazu. gesundheitsverbund.at, wienenergie.at 8 S tadtpolitik 09  | 2022 MEIN WIEN „Die Flächen gehen uns nicht aus“ Planungsdirektor Thomas Madreiter im Interview. Haben die Wiener*innen für die Bebauung versiegelter Flächen – etwa von Parkplätzen – Verständnis? Madreiter: Am Ende einer Umnutzung muss immer eine Verbesserung stehen. Unsere Ziele sind die effiziente Nutzung von Grund und Boden sowie der Infrastruktur. Das geht nur im intensiven Dialog mit der Bevölkerung. Sind Parkplätze die ­Baugründe der Zukunft? Madreiter: Das kann man so generell nicht sagen. Bei der Stadtentwicklung gibt’s ja kein Standardverfahren, sondern nur individuelle Lösungen. Schlecht genutzte Flächen gehen uns aber so bald nicht aus. Eines stimmt: Grund ist kostbar. In 20 Jahren wird es hoffentlich keine Parkplätze an der Oberfläche, sondern nur noch in Garagen geben. Solaranlagen auf Parkplatzdächern haben also ein Ablaufdatum? Madreiter: Mittelfristig ja. Photovoltaikanlagen werden künftig in der Gestal­ tung der Stadt, z. B. in Glasfassaden der Gebäude selbst, integriert sein. UMWELTBEWUSST PLANEN Versiegelte Areale nutzen Um Grünraum zu erhalten, baut die Stadt in bereits versiegelten Bereichen. In der Ichagasse ist etwa ein Gemeindebau auf einem Parkplatz geplant. Auf Flugdächern sollen Solaranlagen entstehen. Noch parken die Bewohner*innen des Rudolf-Hitzinger-Hofs in der Ichagasse ihre Pkw. Auf dem Areal sollen 100 Gemeindewohnungen entstehen. W ien ist Europas grünste Stadt. 53 Prozent der Fläche entfallen auf Wiesen, Wälder, Felder oder Gewässer. Damit das so bleibt, werden neue Bauprojekte vielfach auf bereits versiegelten Flächen errichtet. Also auf Boden, der schon bebaut ist – beispielsweise in der Floridsdorfer Ichagasse: Auf dem Parkplatz des ­Rudolf-Hitzinger-Hofs ­entstehen schon bald 100 Gemeindewohnungen. Gemeinde­bauanlage am Handelskai 214a in der Leopoldstadt. Kommenden Sommer werden 332 Wohnungen an die künftigen Bewohner*innen übergeben. Die insgesamt sieben Wohnhäuser entstanden ebenfalls auf einer versiegelten Fläche. Bis Baubeginn stand dort ein altes Parkhaus. Auch an der Ecke Engerthstraße/Dr.-Natterer-Gasse sowie in der Döb­linger Leidesdorfg­ asse errich­tet die Stadt auf bebautem Boden Gemeindewohnungen. ­„Wir schaffen leistbaren Wohnraum und schonen den Bodenverbrauch“, erklärt Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál. Flächenschonend wird auch beim Thema Photovoltaik geplant. Die Stadt fördert seit Kurzem Solaranlagen auf Flugdächern über Parkplätzen. Telefon 05 75 75 75, wienerwohnen.at, wohnberatung-wien.at LEISTBARER WOHNRAUM Die aktuellen Stellplätze werden in die künftige Tiefgarage unter dem neuen Gebäude verlegt. Derzeit ist das Projekt in der Planungsphase. Der Baustart soll Ende 2023, die Fertigstellung zwei Jahre später erfolgen. Etwas weiter fortgeschritten sind die Arbeiten an der größten neuen PHOTOVOLTAIK­AUF PARKPLATZDÄCHERN Damit Wien bis 2040 klimaneutral wird, sieht der Klimafahrplan bis 2025 eine Verfünffachung der Solarstromproduktion vor. Eine neue Förderung soll Firmen daher helfen, Photovoltaikanlagen auf Parkplatzüberdachungen zu errichten. Die Mindestgröße beträgt 100 Quadratmeter überdachte Fläche oder 15 kWp Leistung. Pro Anlage schießt die Stadt maximal 200.000 Euro zu. photovoltaik.wien.gv.at Fotos: PID/W. Schaub-Walzer, Gesiba, Pichler Architekten, PID/Votava(2) MEIN WIEN 09  |  2022 S tadtpolitik 9 Rasche Hilfe gegen Hitzewellen Der Klimawandel lässt die Temperaturen steigen. Um Wiens Lebensqualität zu sichern, braucht es langfristige Planung, aber auch schnell umsetzbare Lösungen. Diese liefert der neue Hitzeaktionsplan. F rei zugängliche Gebäude im öffentlichen Raum, in denen sich Menschen für einige Stunden abkühlen können: Diese„Cooling Zones“ gehören zu den Hilfen, die im Hitzeaktionsplan festgelegt sind. Das Maßnahmenpaket soll vor allem Risikogruppen vor den Folgen des Klimawandels schützen. An Hitzetagen mit Temperaturen über 30 Grad leiden ältere Menschen, Kleinkinder, Personen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen, Obdachlose, Schwangere und Personen, die im Freien arbeiten, am meisten. Betreuer*innen sollen diese Gruppen unaufgefordert aufsuchen, um Flüssigkeitsmangel oder Verbrennungen zu verhindern. Soziale Gerechtigkeit wird großgeschrieben, die Maßnahmen sollen daher allen Wiener*innen zur Verfügung stehen.„Nicht alle können sich einen Pool leisten oder ans Meer fliegen, um sich abzukühlen“, sagen Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Gesundheits- und Sozialstadtrat Peter Hacker. WIEN BLEIBT COOL Weitere Maßnahmen sind schattige Freiluftarbeitsplätze mit WLAN-Zugang, Hilfe durch die Gesundheitshotline 1450 bei hitzebedingten Beschwerden, Erweiterung des öffentlichen Trinkbrunnen-Angebots und mehrsprachige Infos zum richtigen Umgang mit Hitze. wien.gv.at/cooleswien PFLANZEN GEGEN SOMMERHITZE Wiens grüne Klimaanlagen Pflanzen spenden nicht nur kühlenden Schatten, sie senken auch aktiv die Umgebungstemperatur. Der Grund ist, dass Vegetation für Verdunstung Energie braucht und dafür der Luft Wärme entzieht. Das nennt man Verdunstungskälte. Das machen sich die Wiener Gemeindebauten mit 70.000 Bäumen zunutze. Das jüngste Projekt ist die Anlage Vorgartenstraße 158–170. Dort hat Wiener Wohnen 30 zusätzliche Bäume gepflanzt. Telefon 05 75 75 75, wienerwohnen.at Österreichs Gemüsehauptstadt Wien startet in die Haupterntesaison. Die Pandemie und der Krieg in der Ukraine zeigen einmal mehr: Regionale Lebensmittel sind unverzichtbar. V on Paprika bis Radieschen: 200 Wiener Gemüsebaubetriebe ernten jährlich 73.400 Tonnen Frischgemüse. Die Anbaufläche ist mit 382 Hektar so groß wie die Donauinsel. Zwei Drittel der österreichi­ schen Gurken kommen aus Wien. Unsere Landwirt*innen sorgen für einen Selbstversorgungsgrad von 30 Prozent und kurze Transportwege schonen die Umwelt. wien.gv.at/umwelt/natuerlich, stadtlandwirtschaft.wien Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky präsentiert frisches Wiener Gemüse. Gegen Atomenergie „Wien setzt sich vehement für ein Ende der Nutzung von Kernenergie ein und fordert verstärkte Aktivitäten der Bundesregierung auf EU-Ebene“, sagte Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky beim 7. AntiatomGipfel im Rathaus. Dieser Standpunkt wurde als Resolution aller Fraktionen auch im Gemeinderat beschlossen. Czernohorszky betonte, das Atomenergie nicht nur nicht„grün“ sei, sondern Gelder binde, die beim Ausbau nachhaltiger Energie helfen könnten. Auch warnte er vor dem Risiko grenznaher AKWs. wien.gv.at/umwelt 10 S tadtpolitik 09  | 2022 MEIN WIEN Ein Fixstern im Öffinetz Die Wiener Schnellbahn erfreut sich großer Beliebtheit bei den Fahrgästen. Darum flossen Millionen in ihre Attraktivierung. P artynächte können lang sein. Dementsprechend groß war die Freude der Nachtschwärmer*innen, als die Wiener S-Bahn im Vorjahr den coronabedingt unterbrochenen Nachtbetrieb wieder aufnahm. Genau wie der Drei-Minuten-Takt auf der Stammstrecke hatte dieser die Schnellbahn auf der Beliebtheitsskala zuvor steil nach oben schießen lassen. Von 2010 bis 2019 ist die Zahl der Nutzer*innen etwa um ein Drittel größer geworden. Die S-Bahn fährt auch nachts vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen. WIEN ZAHLT MIT Vor Corona nutzten 100 Millionen Fahrgäste pro Jahr die Wiener S-Bahn, 2021 waren es immerhin 65 Millionen. Bei den ÖBB geht man von einem neuerlichen Aufwärtstrend nach der Pandemie aus. Als Turbos dürften das neue Klimaticket sowie die geplanten Modernisierungen (Seite 5) wirken. Die Stadt investierte in die Aufwertung der S-Bahn in jüngerer Vergangenheit bereits 25 Millionen Euro, berichtet Finanzstadtrat Peter Hanke. Pendler*innen profitieren auch von der Attraktivierung der Verbindungsbahn zwischen Hütteldorf und Aspern. Dieses Projekt finanziert Wien ebenso mit wie den Ausbau der Schienenverbindung von Stadlau nach Marchegg, den „Marchegger Ast“. „Angebote und Preise sind entscheidend“ Karin Zipperer, Geschäfts­ führerin des Verkehrsverbunds Ost-Region(VOR), erläutert, wie unser Mobilitäts­system funktioniert. Warum nahmen die Fahrgastzahlen der Wiener S-Bahn vor Corona so eklatant zu? Zipperer: Das Bahnangebot in und um Wien hat sich zu einer zentralen Säule eines modernen Mobilitätssystems entwickelt. Wo vor 20 Jahren alle heiligen Zeiten einmal eine S-Bahn vorbeikam, sprechen wir heute in manchen Berei­ chen von U-Bahn-ähnlichen Takten. Gleichzeitig erfüllt das S-Bahn-Angebot nicht„nur“ innerstädtisch eine wichtige Funktion. Die Bahnen werden ja auch von vielen Fahrgästen genutzt, die täglich pendeln. Würde der innerstädtische öffentliche Verkehr auch ohne Schnellbahn funktionieren? Zipperer: Nein, sie ist unverzichtbar. Die Öffis in Wien und der Ostregion sind ein Vorzeigemodell, weil alle Angebote bestmöglich miteinander verknüpft sind: S-Bahnen und Regionalbahnen, die Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen, Regionalbusse, Rufbusse und Anruf-Sammeltaxis. Da greift ein Rädchen ins andere. Derzeit pendeln aus dem Norden und aus dem Süden je 80 Prozent mit dem Auto nach Wien ein. Wie weit kann dieser Anteil gesenkt werden? Zipperer: Mit der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung, dem Klimaticket und den Infrastrukturmaßnahmen bemüht man sich, noch mehr Menschen zur Nutzung der Öffis zu motivieren. Es ist ganz klar, dass für die Erhöhung der Fahrgastzahlen attraktive Angebote und Preise entscheidend sind. Dafür brauchen wir ausrei­ chende Kapazität bei Bahn und Bus, eine gute Vernet­ zung der Mobilitätsangebote und optimale Kundinnen- und Kundeninformation. Genau hier wird angesetzt: Wenn die Südbahn viergleisig bis Mödling ausgebaut wird, kann etwa alle fünf Minuten ein Zug verkehren. Das sind Tausende Sitzplätze mehr pro Stunde. Darüber hinaus arbeiten wir sehr stark mit Bewusstseinsbildung für Nachhaltigkeit. Fotos: ÖBB/Wegscheider, Feel Image/Matern MEIN WIEN 09  |  2022 S tadtpolitik Bahnausbau in und um Wien 11 Quelle: ÖBB Alle 2,5 Minuten eine S-Bahn Bund, ÖBB und Stadt investieren 2,4 Milliarden Euro in das zweite Wiener Schieneninfrastrukturpaket. Die S-Bahn ist künftig im U-Bahn-Takt unterwegs. G ute Nachrichten für Pendler*innen und andere Schnellbahn-Fahrgäste: Schon bald fährt alle 2,5 Minuten eine S-Bahn zwischen Meidling und ­Floridsdorf. Dank eines digitalen Zugsicherungssystems sind auf der Stammstrecke ab 2027 längere Züge in kürzeren Intervallen unterwegs. VIERGLEISIGER AUSBAU Die Neuerung ist Teil des zweiten Wiener Schieneninfrastrukturpakets, in das Bund, ÖBB und Stadt Wien 2,4 Milliarden Euro inves­ tieren. 144 Millionen Euro steuert die Stadt bei. Ziel ist, Wien vom Individualverkehr zu entlasten, erklärt Bürgermeister Michael Ludwig. „Darum investieren wir ­laufend in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.“ Um vor allem Pendler*innen zum Umstieg auf Öffis zu motivieren, setze man auf die Attraktivierung des Schienennahv­ erkehrs: Nicht nur die Stammstrecke wird moder­nisiert. Die ÖBB planen den vierglei­sigen Ausbau der Südstrecke zwischen Meidling und ­Mödling bis 2034. Auch der lückenlose zweigleisige Ausbau der Pottendorfer Linie ist fix. Das Zusammenspiel sämtlicher Maßnahmen macht einen 5-Minuten-SchnellbahnTakt zwischen Meidling und Liesing sowie 10-MinutenIntervalle zwischen Liesing und Mödling umsetzbar. ZEIT UND NERVEN SPAREN Auf der West-Ost-Achse steht zudem die Attraktivierung des Bahnhofs Hütteldorf auf dem Programm. Der zweigleisige Ausbau zwischen Hütteldorf und Penzing und die neue S45-Haltestelle Baumgarten ermöglichen auf der Vororte­ linie künftig einen 7,5-Minuten-Takt. Um von Hütteldorf in nur 30 Minuten in den Osten Wiens zu gelangen, wird weiters die S80 für einen 15-Minuten-Takt ertüchtigt. Der Bau der Verbindungsbahn startet 2024. Von den Maßnahmen profitieren Fahrgäste und Umwelt.„Bereits heute sind fast drei Viertel der Bevölkerung Wiens mit Öffis, dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Diesen Anteil wollen wir noch steigern“, betont Ludwig. In dieselbe Kerbe schlägt ÖBB-Chef Andreas Matthä: Statt im Stau zu stehen, könnten Wiener*innen und Pendler*innen rasch und pünktlich mit der S-Bahn fahren.„Das spart Zeit, Geld und Nerven. Und schont das Klima.“ wien.gv.at/gogv/l9sbahn 12 HILFE BEI STEIGENDEN KOSTEN Noch mehr Unterstützung für Energie 100 Euro zusätzlich für Alleinerziehende. S tadtpolitik 09  | 2022 MEIN WIEN QR-Code scannen und Video zum Thema sehen: Ziel der Strategie ist, den Menschen ein normales Leben zu ermöglichen. A lleinerziehende Menschen – meist Mütter – sind besonders oft von Armut betroffen“, stellt Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál(Foto) fest. Daher erhalten sie jetzt 100 Euro Soforthilfe zusätzlich zur Wiener Energiekostenpauschale in der Höhe von 200 Euro. Diese zahlt die Stadt an ­Bezieher*innen von Wohnbeihilfe, Mindestsicherung oder Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung aus. Wer Wohnbeihilfe oder eine Mindestsicherung bezieht, bekommt die zusätzliche Unterstützung automatisch. Allein­­ erziehende, die eine ­Leistung aus der Arbeitslosenversicherung erhalten, müssen die zusätzliche Unterstützung beantragen. Von der Energiekostenpauschale profitieren rund 260.000 Personen.„Wien war und wird immer eine Stadt bleiben, in der wir auf alle schauen – insbeson­dere, wenn wir auf schwierige Zeiten zusteuern“, so Sozialstadtrat Peter Hacker. Die Auszahlung erfolgt im dritten Quartal 2022. Gut leben mit Demenz Im Grätzl, in der Freizeit, zu Hause: Wer von Demenz betroffen ist, hat spezielle Bedürfnisse. Wien hat eine Strategie entwickelt. R und 30.000 Wiener*innen sind von Demenz betroffen. Tendenz steigend – bis 2050 werden es rund 60.000 Menschen sein. Um die Betroffenen und ihre Bezugspersonen zu unterstützen, hat die Stadt Wien unter Federführung der Wiener Senior*innenbeauftragten Sabine Hofer-Gruber gemeinsam mit Expert*innen aus rund 70 Organisationen eine Strategie entwickelt.„Die Demenzstrategie greift die wichtigsten Lebensbereiche auf, beschreibt die Situation von Menschen mit Demenz und definiert, wie die Stadt für sie noch lebenswerter werden kann“, so Hofer-Gruber. TEILHABE ERMÖGLICHEN Ein konkretes Projekt sind Freizeitbuddys, die gemein­ sam mit den von Demenz betroffenen Menschen die Freizeit gestalten. Gute medizinische Versorgung und Pflege sind zentral. Außerdem ist wichtig, mehr Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen und die Menschen zu ermutigen, sich bei Verdacht untersuchen zu lassen. Ziele sind mehr Solidarität und weniger Stigmatisierung. demenzfreundliches.wien Wohnraum spenden, Not lindern Rund 94 Prozent der ukrainischen Vertriebenen, die aktuell in Wien sind, leben in privaten Wohnungen. Möglich ist das dank Wohnraumspenden. W ie hilfsbereit die Wiener*innen sind, zeigt sich derzeit wieder deutlich. 1.500 ukrainische Flüchtlinge haben über Wohnraumspenden ein Zuhause gefunden. Wer eine Wohnung oder ein Zimmer frei hat: Der Fonds Soziales Wien bringt über die Diakonie Wohnungsuchende und -spendende zusammen. wohnraumspende-ukraine@ diakonie.at, diakonie.at Fotos: PROMENZ/dragan_dok, PID/VOTAVA, PID/David Bohmann, Pexels (2) MEIN WIEN 09  |  2022 S tadtpolitik 13 FÜR ALLE AB 65 JAHREN – NIEMAND WIRD ABGEWIESEN Zeit für vierte Impfung? Die wärmere Jahreszeit verschafft uns bei Corona eine kurze Verschnaufpause. Um aber für die nächste Welle gut gewappnet zu sein, steht wieder Impfen auf dem Programm. W er gegen Corona geimpft ist oder durch einen Infektion Antikörper gebildet hat, ist geschützt. Dieser Schutz nimmt aber mit der Zeit ab. Darum gilt in Wien: Niemand, der eine Auffrischung will, wird abgewiesen. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker: „Wir raten Menschen über 65 Jahre vier Monate nach der dritten Impfung oder einer Infektion zur vierten Dosis, jüngeren nach sechs Monaten.“ Das nationale Impfgremium empfiehlt die vierte Impfung ab 80 Jahren vier bis sechs Monate nach der dritten. Eine Empfehlung für alle wird es wohl im Herbst geben. Gerade bei älteren Menschen kann Corona schwere Verläufe haben. Darum empfiehlt Wien die Auffrischung schon früher. BOOSTER FÜR KINDER Kinder von fünf bis 17 Jahren können sich ihren Booster sechs Monate nach der ­Zweitimpfung holen. Wer unsicher ist und Fragen hat, hat auch die Möglichkeit, einen reinen Beratungstermin zu buchen. impfservice.wien „Wir empfehlen die Auffrischungsimpfung bereits ab 65 Jahren und vier Monate nach der dritten ­Impfung.“ PETER HACKER G E S U N D H E I T S S TA DT R AT Jugendzentrum für mehr Vielfalt Wien bekommt ein Zentrum speziell für queere Jugendliche. Es soll Schutz geben, informieren und die Vielfalt stärken. D as neue queere Jugendzentrum wird LGBTIQ-Jugendlichen ab zwölf Jahren Raum geben, sie selbst zu sein. Denn das ist nicht immer einfach, wenn man von der Norm abweicht. Als queer werden Menschen bezeichnet, die nicht der heterosexuellen Norm von Mann oder Frau entsprechen. SCHUTZ BIETEN In Wien leben 180.000 Lesben, Schwule, Transgender und intergeschlechtliche Personen.„Wir wollen Schutz bieten, Vielfalt stärken und dafür Raum geben“, erklärt Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr. Schon jetzt unterstützt die Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt) homo-, bi-, transsexuelle und interge­ schlechtliche Wiener*innen. WASt, Telefon 01/400081449, queer.wien.gv.at 1450: GESUNDHEIT IN EINER HAND Mehr als fünf Millionen Anrufe gingen in den vergangenen fünf Jahren bei der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 ein. In den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 war Corona das vorherrschende Thema, grundsätzlich hilft die Hotline aber bei allen Fragen rund um die Gesundheit weiter. Mit einer*einem der rund 500 speziell geschulten Mitarbeiter*innen kann man ganz einfach tele­ fonisch abklären, was bei einem konkreten gesundheitlichen Pro­ blem zu tun ist. Telefon 1450, 1450.wien 14 SICHERHEIT HELFER WIENS KLÄREN AUF T hema 09  | 2022 MEIN WIEN Verlängerte Öffnungszeiten am 24. 5. und 14. 6., jeweils 8 bis 17.30 Uhr. Zusätzliche Termine sind im OnlineKalender verfügbar. Reisepass jetzt erneuern W ie man sich in Notsituationen verhalten sollte, wissen„Die Helfer Wiens“. Auf der Homepage finden sich Broschüren und Ratgeber zu Sicherheitsthemen wie Erste Hilfe oder„Gefährliche Stoffe im Haushalt“. Auch auf ihrem YouTube-Kanal haben die Helfer Videos hochgeladen die viele Fragen beant­ worten – etwa zur korrekten Reanimation. Auch über das richtige Verhalten bei einem Blackout klären die Helfer auf. Der englische Begriff steht für einen großflächigen Strom­ ausfall, der weitreichende Folgen hätte: Licht, Ampeln und Aufzüge fielen zum Beispiel aus. Supermärkte, Tankstellen und Apotheken müssten schließen. Mobiltelefone, Internet und Festnetz wären ebenfalls betroffen, einzige Quelle für Informationen wären Batterie- oder Kurbelradio. Was bei einem Blackout zu tun ist, erfahren Sie unter: diehelferwiens.at, youtube.com/c/ DieHelferWiensZivilschutz 2022 ist ein Superpassjahr, 200.000 Reisedokumente laufen ab. Ein zeitnaher Termin für die Erneuerung ist empfehlenswert. G elockerte COVID-­ Reisebestimmungen und sinkende Infektionszahlen lassen die Urlaubslust der Wiener*innen steigen. Die Magistratsdirektion rechnet darum speziell in der Hauptreisezeit im Sommer mit einem Run auf die Bezirksämter. Für eine Reisepasserneuerung ist eine Terminvereinbarung erforderlich, am schnellsten geht das online. Für den erwarteten Andrang werden von den Bezirksämtern zahlreiche zusätzliche Termine für die Antragstellung zur Verfügung gestellt. Allein im Mai werden insgesamt knapp 23.000 Termine angeboten, im Juni nochmals rund 25.000. VOR ORT UND ONLINE Ein Reisepass kann unab­ hängig vom Wohnbezirk in ganz Österreich beantragt werden. Ab Antragstellung dauert die Ausstellung rund fünf Tage. Für Notfälle haben die Bezirksämter ein Kontingent an Zusatzterminen, die eingeschoben werden können, in den Ämtern gilt FFP2Maskenpflicht. Wer einen Pass für ein Baby oder Kind beantragt, ist verpflichtet, dieses zum Termin mitzubringen. Falls Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, sagen Sie bitte aus Gründen der Fairness ab. Online-Terminreservierung: passservice.wien.gv.at Ein Herz für Samtpfoten U m Elend und Krankheit unter wild lebenden Katzen zu vermeiden, ist es wichtig, die Streuner zu kastrieren. In Wien kümmert sich die Tier­ schutzom­ buds­stelle Wien(TOW) darum. Im Folder„Streunerkatzenprojekt Wien“ sind alle Infos zu finden. Falls Sie Kenntnis von streunenden Katzen in der Nachbarschaft haben, dann melden Sie diese bitte bei der TOW. Telefon 01/318 00 76-75079, tieranwalt.at Gratis-Broschüre jetzt zu bestellen: vorteilsclub.wien.at Telefon 01/343 46 00 PFLEGEELTERN KINDERN IN NOTLAGE EIN ZUHAUSE GEBEN Pflegeeltern leisten einen großen Beitrag zum sozialen Leben der Stadt und helfen Kindern durch schwere Zeiten. Falls Sie interessiert sind, können Sie sich bei einem Infoabend über Voraussetzungen und Anstellungsmodelle informieren. Anmeldung via E-Mail nötig. 19. 5., 22., Familienzentrum Darnautgasse 10, kanzlei-rap@ma11.wien.at Fotos: PID/Eugen Bergmann, Tierschutz Ombudsstelle Wien, Pexels, Maisblau KWP MEIN WIEN 09  |  2022 T hema 15 Lust auf Erholung? Die Wiener Pensionist*innenklubs bieten ein breites Angebot an Tagesausflügen. Auch Sommerurlaube finden sich im Programm. E in gemeinsamer Tag im Prater mit Zwischenstation im Schweizerhaus, ein Besuch in einem der Wiener Heurigen oder auch ein Abstecher zum Neusiedler See: Die Wiener Pensionist*innenklubs bieten im Ausflugskatalog 2022 laufend Tages- und Halbtagesausflüge an. Für Komfort und Betreuung ist dabei immer gesorgt: Die Busse sind modern und klimatisiert und Mitarbeiter*innen der Klubs begleiten die Fahrten sowie Touren vor Ort. SOMMERURLAUB Reisen in die schönsten Ecken Österreichs bieten die Pensio­ nist*innenklubs unter dem Motto„Urlaub in der Sommerfrische“ an. Der Sommerkatalog 2022 ist – ebenso wie der Ausflugskatalog – online verfügbar. Darin finden sich etwa das Kurhotel Bad Zell, das Joglland Hotel in der Steiermark sowie der Bruckerhof am Schneeberg. Infos zu den Herbergsbetrieben finden Sie im Katalog, ein Sozial­ oder Mobilpass berechtigt zu einem Zuschuss. Telefon 01/313 99-170112, pensionistenklubs.at Tipps für Mamas und Papas Die Familienzentren der Stadt bieten Eltern kompetente Beratung von Expert*innen aus den Bereichen Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Medizin. W ie mache ich meine neue Wohnung kindersicher? Ist mein Sohn seinem Alter entsprechend entwickelt? Eltern sind mit vielen Fragen konfrontiert. Das kann bei Mamas und Papas Stress verursachen. Die Familienzentren der Stadt Wien unterstützen bei allen wichtigen Erziehungsfragen, von Pflege und Ernährung bis hin zu gewaltfreier Erziehung. Alle Kontakte: wien.gv.at/ gogv/l9familienzentren FERNSEHTIPPS DAS LÄUFT AUF W24 Spannende Talks und Reports mit Mehrwert: Das sind die Highlights im Mai. UNTERWEGS MIT MICHAEL LUDWIG Die sinkenden Corona-­ Zahlen und die verbesserte Spitalssituation lassen uns auch wieder mehr am lustvollen Freizeitleben teilnehmen. Am 1. Mai gibt es endlich wieder ein großes Maifest im Prater. Hannes Huss und David Pokorny begleiten Stadtchef Michael Ludwig bei der Eröffnung. Donnerstag, 12. 5., 20.15 Uhr STADTGESPRÄCH Tini Kainrath, Guggi Hofbauer oder Altbürgermeister Michael Häupl, der sein Buch„Freundschaft“ präsentiert: W24-Anchor Gerhard Koller hat wieder spannende Promi-Gäste wie den ehemaligen Stadtchef im W24-Studio. Sonntag, 29. 5., 20 Uhr WIRTSCHAFTSREPORT Erstmals wieder vor ­Publikum aufgezeichnet: aktu­elle Neuigkeiten aus der Wiener Wirtschaft, Beiträge über städtische Projekte und Talks – etwa mit Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. Donnerstag, 12. 5., 21 Uhr W24 ist im Kabelnetz von Magenta, auf kabelplus, simpliTV, A1 TV, im mobilen Livestream via App und in der Online-Mediathek auf W24.at zu sehen. 16 SPORT 09  | 2022 MEIN WIEN Wasser, wir kommen! QR-Code scannen und Video zum Thema sehen 17 Sommerbäder und elf Familienbäder starten in die Saison. Endlich können auch die Schwimmkurse nachgeholt werden. D ie Sommerbäder mit 600.000 Quadratmetern Liegeflächen, 9.000 Kabinen und natürlich Schwimm- und Planschbecken in jeder Façon sind bereit für die Badesaison. SCHWIMMEN LERNEN Neben baulichen Neuerungen – z. B. drei weiteren Beachvolleyball-Plätzen im Gänsehäufel, einem Lehrschwimmbecken und einem neuen Wasserspielpark im Simmeringer Bad – wird auch wieder ein Animationsprogramm angeboten. Und Schwimmenlernen ist ein großes Thema. Denn wegen Corona sind in den vergangenen Jahren viele Kurse ausgefallen. Bei zehntägigen Intensivkursen (Preis: 25 €) können Kinder, die in den letzten drei Schuljahren die dritte Klasse ­besucht haben, schwimmen lernen. Dazu gibt’s einen Gutschein für sechs Mal Gratis-Eintritt. Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr:„Nicht nur günstiger Das Schafbergbad wurde – wie alle anderen Freibäder – im Frühling auf Vordermann gebracht und bekommt zwei neue Beachvolleyball-Plätze. Badespaß, auch Umweltschutz ist wichtig. Daher gibt es in den Bädern Solaranlagen, Wärmepumpen und moderne Filtertechnik, die den Wasserverbrauch reduziert.“ Bädertelefon 01/601 128040, wien.gv.at/baeder FRAUENLAUF 34. ÖSTERREICHISCHER FRAUENLAUF Auf viele Jugendliche und Laufanfängerinnen freut sich Ilse Dippmann, Organisatorin des Frauenlaufs auf der Prater Hauptallee:„Wer sich be­wegt, fühlt sich im ­eigenen Körper wohl. Das stärkt das SelbstbewusstBEZIRKSSPORTFESTIVAL AKTIVE BRIGITTENAU Bezirksläufe über verschiedene Distanzen und für alle Altersgruppen, Turniere und kostenlose Mitmachstationen am Nachmittag: ASKÖ und WAT Brigittenau laden zum großen Sportfestival in der Anlage Hopsagasse. Fotos: WStLA/Bilderdienst der Stadt Wien, PID/Christian Fürthner, Mobilitätsagentur/Christian Fürthner, Agentur Diener, ASKÖ Brigittenau sein. Das ist unsere Botschaft an die Mädchen.“ 22. 5., ab 9 Uhr, 5- bzw. 10-km-Lauf sowie 5 km Nordic Walking, oester reichischer-frauenlauf.at KOSTENLOSE KURSE FÜR WIENER KINDER Sicher fahren mit dem Rad Gleichgewicht halten, vorausschauend fahren, richtig bremsen – was beim Radeln zu beachten ist, lernen Kinder bei Gratis-Radfahrkursen der Mobilitätsagentur. Kurse für Volksschulen finden bis 4. November statt und können online gebucht werden. Abseits des Schulunterrichts finden freitags, samstags oder sonntags im Radmotorikpark Kaisermühlen, auf dem Radübungsplatz Naschmarkt und Radspielplatz Seestadt offene Radfahrtrainings statt. fahrradwien.at 26. 5., 9–18 Uhr, 20., Hopsagasse 5, askoe20.at, wat20.at; Infos und Anmeldung für die Bezirksläufe: bis 22. 5., brigittenauerbezirkslauf.at MEIN WIEN 09  |  2022 S TA D T G E S C H I C H T E 17 SCHNELLBAUPROGRAMME HALFEN, KRIEGSSCHÄDEN ZU BESEITIGEN Stadtplanung im Aufbau Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es, die Infrastruktur der Stadt wiederherzustellen und nötigen Wohnraum zu schaffen. B ereits wenige Monate nach Kriegsende beschäftigte sich eine im Wiener Rathaus stattfindende Enquete mit den inhaltlichen Konzepten und Schwerpunkten der Stadtplanung im Wieder­ aufbau. Das von den versammelten Expert*innen erarbeitete 14-Punkte-Programm diente in der Folge als Richtlinie für die von der Stadt gesetzten Maßnahmen. Es folgte dem bereits Ende der 1920er-Jahre von Architekt*innen und Stadtpla­ ner*innen in der„Charta von Athen“ festgehaltenen Modell einer funktionalistisch geglie­ derten Stadt. Diese sah die Trennung von Arbeit, Wohnen und Freizeit vor. VERBAUUNG VON LÜCKEN Bis in die frühen 1950er-Jahre stand allerdings die Stadtreparatur im Vordergrund. Es galt, die durch den Krieg herbeigeführten zahlreichen Lücken zu verbauen. Unter den Städteplaner*innen im Wiederaufbau nahmen Erich Leischner, Franz Schuster und Karl Heinrich Brunner-­ Lehenstein zentrale Stellungen ein. Leischner, Leiter des Amtes für Architektur in der Stadtbaudirektion, ging von der Prämisse der weitgehen­ den Rekonstruktion des kulturhistorisch bedeutenden Gebäudebestands aus, während er im Inneren der Gebäude mit Kriegsschäden eine Die Siedlung Siemensstraße wurde nach Plänen von Franz Schuster errichtet. Modernisierung befürwortete. Dieses Prinzip konnte ­allerdings aufgrund des ­allgemeinen Wohnraummangels, der zu billigen Neubauten zwang, nur bedingt eingehalten werden. WOHNZEILEN IN OFFENER BAUWEISE Als zugezogener externer Experte vertrat Franz Schuster den Bau von Wohnzeilen in offener Bauweise. Schuster war auch als Planer am ersten großen kommunalen Wohnbauprojekt der Nachkriegszeit, der Per-Albin-HanssonSiedlung West, beteiligt. Ein von ihm entwickeltes Schnellbauprogramm mit DuplexKleinstwohnungen, die bei Bedarf vergrößert werden konnten, wurde etwa in der Siedlung Siemensstraße realisiert. Das Konzept genormter Installation und Grundrissform setzte sich im sozialen Wohnbau rasch durch und fand etwa im Hugo-Breitner-Hof seine Verwirklichung. FLÄCHENWIDMUNGSPLAN NEU AUSGEARBEITET 1948 wurde der durch Planungen für südamerikanische Städte bekannt gewordene Karl Heinrich Brunner-Lehenstein mit der Ausarbeitung eines neuen Flächenwid­ mungsplans beauftragt. Brunners Plan sah das Prinzip der Entflechtung und Ausdifferenzierung vor. Durch Einschränkung verbaubarer Flächen sollten historische Viertel„entdichtet“ werden. Am Stadtrand sollten Großmiethäuser entstehen, die durch Hochleistungsstraßen an den Individualverkehr angebunden werden. HOCHLEISTUNGSSTRASSEN Praktische Anwendung fanden die Vorschläge von Karl Brunner vor allem in Form des Baus von Unterführungen am Südtiroler Platz, Matzleins­ dorfer Platz und in der Verbindung der Brigittenau mit Floridsdorf über die AdalbertStifter-Straße. 1952 wurde ein „8-Punkte-Programm des sozialen Städtebaus“ im Gemeinderat beschlossen. Es sah die Auflockerung des dicht verbauten Gebiets, Stadterweiterung und Betriebsansiedlungen am Stadtrand vor. In der Grünraumgestaltung wurde das„soziale Grün“ (Parks mit Spielplätzen, begehbaren Grünflächen) betont. geschichtewiki.wien.gv.at/ Stadtplanung VORTRAG LUFTBILDER: QUELLE DER STADTPLANUNG 2. 6., 18 Uhr, Stadtumbau: ­Großbaustellen der Nachkriegsmoderne im Schrägluftbild Wiener Stadt- und Landesarchiv: Gasometer D, 11., ­Guglgasse 14, Zugang Gasometer A, ­Anmeldung: geschichte-wien.at 18 T hema 09  | 2022 MEIN WIEN *** VER ANSTALTUNGEN NACH MASSGABE DER AK TUELLEN CORONA-REGELN *** KULTUR CLOWNFESTIVAL Mit schrägem Humor, Tiefgang und Augenzwinkern zeigen internationale Clowns, wie die Welt gerettet werden kann. 25.–31. 5., ab 21 €, Telefon 0699/18 81 17 71, clownfestivalwien.at SPURENSUCHE Spannende Hintergrundinfos zur Wasserversorgung erhalten Besucher*innen im Wiener Wasserleitungsmuseum. Die Kaiserbrunnquelle kann ebenfalls ­besichtigt werden. Sa, So 10–16.30 Uhr, Eintritt frei, Telefon 02666/525 48, wien.gv.at/wienwasser KINDER ALLES AUS HOLZ Drehkreisel basteln, Holz unter dem Mikroskop bestaunen oder spannende Experimente durchführen können interessierte Mädchen und Buben in der Mitmachausstellung. Bis 26. 6., 5 €, 6–12 Jahre, Telefon 01/524 79 08, kindermuseum.at WUNSCHLOS Wie gehen wir mit unseren Wünschen um? Was sagen diese über uns aus? Ein Gedankentheaterspiel geht diesen Fragen nach. Ab 11. 5., 11 €, ab 7 Jahren, Telefon 01/522 07 20-20, dschungelwien.at KINDERFÜHRUNGEN Tauch ein in die Welt der Musik, dirigiere ein klassisches Orchester oder lerne die verschiedenen Instrumente kennen. 14. und 15. 5., 14 Uhr, 7 €, 5 bis 10 Jahre, Anmeldung erforderlich, Telefon 01/513 48 50, hdm.at STRASSENFOTOGRAFIE Augenblick Von Wien im Wandel der Zeit erzählt die neue Ausstellung im Wien Museum. Gezeigt werden Fotografien von den 1860er-Jahren bis heute. Hektisches Markttreiben, ikonische Gebäude sowie intime Schnappschüsse: Das alles zeigen Bilder der Wiener Straßenfotografie. Auf der Suche nach aktuellen Fotos sind Instagra­ mer*innen eingeladen, Schnappschüsse bei der#Augenblick_ Challenge einzureichen. Mit etwas Glück werden die eigenen Fotos in der Ausstellung gezeigt. Bis 19. 6. Fotos auf Instagram mit#Augenblick2022 posten, 19. 5.–23. 10., 7 €, Wien Museum MUSA, 1., Felderstraße 6–8, Telefon 01/4000-85169, wienmuseum.at Rund um das Burgtheater wird wieder gelesen Ganz im Zeichen unterhaltsamer Belletristik und spannender Sachbücher steht das heurige Buchfestival. Per Online­stream sowie vor Ort lesen deutschsprachige Schriftsteller*inn­ en aus aktuellen Werken. Autor*innen wie Chris Lohner und Lukas Beck präsentieren ebenfalls ihre Bücher. 20. 5., 14.45–22 Uhr, 21. 5., 10–14 Uhr, freier Eintritt, Burgtheater, 1., Universitätsring 2, rundumdieburg.at HAUS DER MUSIK LIVE ON STAGE Der Weltenbummler mit amerikanischen Wurzeln Ian Fisher& The Band begeistert mit melodischen und klangvollen Popstücken. Bis 19. 5., 20 Uhr, 15 €, Telefon 01/513 48 50, hdm.at WIENBIBLIOTHEK KLASSIKANER! Zum 150. Todestag von Franz Grillparzer wird die heutige Aktualität seiner Literatur näher untersucht. 17. 5., 18.30 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich, Telefon 01/400084920, wienbibliothek.at WIEN MUSEUM FÜHRUNG HERMESVILLA Die besondere Architektur des kaiserlichen Landhauses gibt es bei einem Rundgang zu entdecken. 8. 5., 15 Uhr, Führung kostenlos, OnlineAnmeldung erforderlich, Telefon 01/4000-85169, wienmuseum.at THEATER AN DER WIEN ENOCH ARDEN Der Schiffbrüchige Enoch wartet vergeblich auf seine Rettung. Gefangen auf einer einsamen Insel, sehnt er sich nach seinem alten Leben und seiner Familie. Ein Überlebensdrama im Format einer Oper. Premiere am 17. 5., 19 Uhr, ab 19 €, Telefon 01/588 85–111, theater-wien.at Fotos: Wien Museum, Richard Lürzer, Armin Rastegar, Andreas Jakwerth, Hendrik Schneider MEIN WIEN 09  |  2022 T hema 19 Jedem Bezirk sein Event Bereits zum 14. Mal tourt das„WIR SIND WIEN.Festival“ durch die ganze Stadt. So vielseitig wie die 23 Bezirke der Stadt ist auch das reiche und bunte Kultur­ programm. F otoausstellungen, Picknicks mit PopkulturLiterat*innen, Musikwanderungen, Tanz­ und Theaterworkshops sowie hochkarätige Konzerte erwarten die Besucher*innen der heurigen Ausgabe des Festivals. Die Kulturveran­ staltung tourt drei Wochen lang durch alle Wiener Bezirke und zeigt, wie vielfältig und reich das künstlerische Schaffen der Stadt ist. EINMAL QUER DURCH WIEN Jeder Festivaltag findet in einem anderen Bezirk statt. Das Festival beginnt in der Inneren Stadt und endet in Liesing. Das musikalische Programm reicht von den Wiener Symphonikern bis hin zu Konzerten in Baulücken mit dem Hip-Hop-Duo Texta. Begleitete Spaziergänge führen auf die Spuren von Wiener Persönlichkeiten, wie etwa jene des Komponisten Joe Zawinul. Das Festival bietet für alle interessierten Wiener*innen das passende Programm. Das EröffnungsQR-Code scannen und Video zum Thema sehen konzert bestreiten Lou Asril und die bekannte Jazzformation Count Basic. Eröffnung: 31. 5., Volksgarten Clubdisco, 1.–23. 6., Eintritt frei, Telefon 01/982 24 61, wirsindwien.com Kunstfestival im Zeichen der Sprache Sprechtheater, Tanz und Konzerte stehen auf dem Programm der Wiener Festwochen. G anz im Zeichen der menschlichen Stimme steht die heurige Ausgabe der Wiener Festwochen. Gewagtes Sprechtheater von Christiane Jatahy und die Eröffnungsproduk­ tion„tumulus“ von François Chaignaud und Geoffroy Jourdain sind nur zwei der Höhepunkte des Festivals. Mit 37 Produktionen und insgesamt mehr als 160 Vorstellungen zeigen die Wiener Festwochen einen Monat lang Tanzperformances, klassische sowie moderne Konzerte und Theatervorführungen. Auftakt des Kulturfestivals bildet die von David Schalko konzipierte Open-Air-Veranstaltung„Last Night on Earth“ mit Künstler*innen wie Kruder& Dorfmeister, Bilderbuch und Sofia Jernberg. Eröffnung: 13. 5., Eintritt frei, 21.20 Uhr, 1., Rathausplatz, 13. 5.–18. 6., Tickets ab 15 €, Telefon 01/589 22-0, wienerfestwochen.at Die Band Bilderbuch wird auch bei der Eröffnung zu sehen sein. 20 M eine S tadt 09  | 2022 MEIN WIEN Vorteilsclub: Jetzt Mitglied werden! Vorteilsclub Der Vorteilsclub der Stadt Wien ist die kostenlose Freizeitwelt für alle Wiener*innen ab 16 ­Jahren. DICH ERWARTEN: • zahlreiche Ermäßigungen von minus 20 % bis minus 50 % • exklusive Events wie Böhmischer Prater-Mittwoch • eine digitale ­Mitgliedskarte, die sofort ­verwendet werden kann • tolle Gewinnspiele SO WIRST DU MITGLIED Scanne den rechts ­ange­gebenen QR-Code oder registriere dich auf ­unserer Website. Nach deiner ­Registrierung findest du deine digitale Mitgliedskarte in deinem Profil. Mit dieser kannst du umgehend alle Vorteile ­nutzen und an Gewinnspielen teilnehmen. ­Solltest du darüber hinaus eine haptische Karte ­wünschen, melde dich beim Vorteilsclub. Zudem kannst du dich in deinem Profil für unseren Newsletter ­anmelden. So bleibst du laufend über alle für dich relevanten Vorteile informiert. Alle Infos zum Vorteilsclub der Stadt Wien findest du hier: vorteilsclub.wien.at facebook.com/vorteilsclub.wien.at Clubtelefon 01/343 46 00 Mo–Fr 8–20 Uhr Sa, So, Feiertag 9–17 Uhr Scannen, registrieren, profitieren! Vier Start-Tickets für den Vienna Uni Run zu gewinnen Sichere dir mit dem Vorteilsclub der Stadt Wien deinen Startplatz für den größten Universitätslauf Österreichs. A uf der Suche nach der schnellsten Uni Österreichs laufen am 2. Juni Vertre­ ter*innen von 72 österrei­ chischen Universitäten entlang der Prater Hauptallee. Ermittelt wird diese aus den jeweils zehn schnellsten Mitgliedern einer Universität. Neben der UniversitätsWertung werden die drei jeweils schnellsten Frauen und Männer in den Kategorien Studierende, Alumni, Mitarbeitende, Uni-Friends, Studierendenheim-Wertung und Akademische Meisterschaften(AGB) gekürt. Mach mit beim Gewinnspiel und spare das Startgeld! Neben der Ticket-Verlosung profitieren alle Vorteilsclub-­Mitglieder. Vorteil für alle Mitglieder: – 20 % auf das Start-Ticket Fotos: Thomas Jantzen, STIHL Timbersports (3) MEIN WIEN 09  |  2022 M eine S tadt 21 Gewinne vorab 2 VIP-Tickets sowie tolle Preise bei unserem Glücksrad vor Ort! Auf dem Rathausplatz knattern die Kettensägen Wir verlosen 2 VIP-Tickets für die STIHL TIMBERSPORTS World Trophy 2022. V on 27. bis 29. Mai treten Sport-Holzfäller*innen erstmals vor dem Wiener Rathaus gegeneinander an. Höhepunkt des Events ist die World Trophy am Samstag, bei der die Top-Stars der Szene um die Wette sägen und hacken. Extrem viel Kraft, Präzision und Ausdauer sind dabei gefordert. Die rot-weiß­ rote Flagge gegen die absolute Weltelite hält Österreichs Aushängeschild Armin Kugler hoch. Bereits am ­Freitag ist die internationale Nachwuchs-Elite(bis 25 Jahre) am Sägen und Fällen. Sie bestreitet die RookieWeltmeisterschaft. Am Sonntag steigen die österreichischen Meisterschaften. Jede Menge Action und spannende Unterhaltung sind an allen Tagen garantiert. RAHMENPROGRAMM Neben den Bewerben erwartet Besucher*innen ein vielfältiges Begleitprogramm und eine Streetfood-Area. Auch der Vorteilsclub der Stadt Wien ist mit einem eigenen Stand vor Ort. Besuche uns, dreh am Glücksrad und gewinne tolle Preise! Unter anderem verlosen wir 2 x 2 VIP-Tickets inkl. reservierten Sitzplatzes, Getränke und Snacks sowie Gutscheine Beim Stock Saw werden 40 cm dicke Baumstämme in bis zu zehn Sekunden geschnitten. für die Streetfood-Area. Auch vorab kannst du schon zwei VIP-Tickets g­ ewinnen. Der Eintritt zum Event ist an allen Wettkampftagen kostenlos. Bei einer etwa zwei Meter langen Handsäge sind Rhythmus und Dynamik entscheidend. Block Chop simuliert das Fällen eines Baumes. Europäische Top-Zeiten in dieser Disziplin liegen bei rund 20 Sekunden. 22 M eine S tadt 09  | 2022 MEIN WIEN Jetzt neu: Böhmischer Prater-Mittwoch Seit mehr als 150 Jahren gilt der Vergnügungspark inmitten des Erholungsgebiets Laaer Wald als ­beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Nach dem erfolgreichen Start des Prater-Montags im Wiener Wurstelprater profitieren ­ Vorteilsclub-Mitglieder nun auch jeden Mittwoch von 1+1 gratis Fahrten im Böhmischen Prater. Einfach Mitgliedskarte herzeigen und sparen! Alle teilnehmenden Betriebe finden sich auf der Website vorteilsclub.wien.at . Genieße den 1+1 gratis Vorteil zum Beispiel bei diesen Attraktionen Fotos: APA Picturedesk/Karl Schöndorfer, Stadt Wien Marketing (6), Zum Werkelmann, Freizeitbetriebe Riedl Märchenbahn Mit der Eisenbahn durch den Märchenwald: Freu dich auf eine spannende Fahrt und entdecke dabei viele Märchenfiguren. Karibik-Twister Die Karibik liegt oft näher als gedacht. Reise mit Schmetterlingen dorthin. Die Familienattraktion ist ein absolutes Highlight im Böhmischen Prater. Raupe Seit mehr als 90 Jahren dreht die bunte Raupe ihre Runden und sorgt vor allem bei den jüngsten Besucher*innen für größtes Entzücken. Altes Ringelspiel Das älteste Karussell Europas dreht sich seit 1890 im ­Böhmischen Prater. Früher ­hat noch das Personal im Keller eigenhändig das Ringelspiel angetrieben. Mittlerweile erledigt ein Motor den Job. Shark-Trip Achterbahnfahrer*innen lieben den freundlichen Haifisch, das Tempo und die scharfen Kurven. Die perfekte Einstiegsbahn für alle, die ein bisschen Action suchen. Panorama-Rad Das Panorama-Rad bietet einen traumhaften Fernblick über die Stadt. Bei Schönwetter reicht der Blick bis ins Burgenland und in die Slowakei. Abends erwartet dich das Rad bunt beleuchtet. MEIN WIEN 09  |  2022 M eine S tadt 23 Neben einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm erwartet dich im Böhmischen Prater in Favoriten auch eine grandiose Aussicht über die Stadt. Gewinne einen Abenteuer-Tag für dich und deine Familie inklusive Freifahrten und Verpflegung Jede Menge Spaß und Genuss im Laaer Wald Schon im 19. Jahrhundert war der Böhmische Prater ein beliebtes Ausflugsziel. Heute trifft dort Tradition auf Moderne mit vielen neuen Attraktionen. B eim nostalgischen Ambiente des Böhmischen Praters scheint die Zeit angehalten worden zu sein. Seit mehr als hundert Jahren schätzen vor allem Familien das Ausflugsziel im Laaer Wald. Entlang der Fußgänger*innenzone reihen sich heute historische Fahrgeschäfte an ein umfang- und abwechslungsreiches Gastronomie-Angebot. Mit dem Vorteilsclub der Stadt Wien kannst du einen von drei Abenteuer-Tagen im Böhmischen Prater gewinnen. Freu dich auf 40 Freikarten für diverse Attraktionen. Nach dem Adrenalinrausch ist mit einem Gutschein für das Restaurant„Zum Werkelmann“ im Wert von 100 Euro auch für die passende Stärkung gesorgt. Von Wiener Klassikern über böhmische Spezialitäten bis hin zu hausgemachten Süßspeisen – hier kommst du bestimmt auf deine kulinarischen Kosten. Egal ob zur Mittagszeit oder zum Tagesausklang: Der schöne Gastgarten im Werkelmann ist immer einen Besuch wert. Der Vorteilsclub der Stadt Wien Der Vorteilsclub der Stadt Wien bietet Vorteile von minus 20 bis minus 50 % für alle Wiener*innen und Wien-Fans. Ob Sport, Kultur, Freizeit, Familie oder im Alltag – als Vorteilsclub-Mitglied erlebst du die Stadt ganz neu mit tollen Gewinnspielen, spannenden Events und vielen Vorteilen. Alle Infos zu den Vorteilen, Gewinnspielen und Events findest du hier: vorteilsclub.wien.at, facebook.com/vorteilsclub.wien.at, Clubtelefon 01/343 46 00 Scannen, registrieren, profitieren! Komm ins Klimateam! Karl, Marija und Nio sind schon dabei. Du willst etwas zum Klimaschutz beitragen und hast eine Idee? Komm ins Wiener Klimateam und teile sie mit uns! Ob Energie sparen oder dein Grätzl klimafit gestalten: Egal, wie groß oder klein deine klimafreundliche Idee ist, gemeinsam schauen wir, wie wir sie umsetzen können. Informiere dich unter klimateam.wien.gv.at Wien macht gutes Klima. Mach mit! klimateam.wien.gv.at Impressum: MEIN WIEN, Heft 09/2022. Medieninhaber und Herausgeber: Stadt Wien – Presse- und Informationsdienst, Rathaus, Stiege 3, 1010 Wien. Vertretungsb­ efugte Organe: Dienststellenleiter Mag. Martin Schipany, MA. Redaktion: Stadt Wien – Presse- und Informationsdienst, Bartensteingasse 13, 1. Stock, 1010 Wien, Telefon 01/4000-81055. Verleger: Bohmann Druck und Verlag GmbH, Rechte Wienzeile 31/1, 1040 Wien. Herstellung und Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei ­Gesellschaft m.b.H. & CO KG. Blattlinie: 14-tägige Informationen der Wiener Stadtverwaltung über Neuigkeiten, Services und Entwicklungen der Stadt für die Wiener*innen.