2., überarbeitete Auflage Strategie WIEN 2030 Wirtschaft& Innovation wirtschaft.wien.gv.at stolzaufwien.at 2 Vorwort Wien ist ein herausragender Wirtschaftsstandort. Das belegen nicht nur zahlreiche internationale Rankings, sondern auch harte Daten: Unsere Wirtschaftsleistung liegt im EU-Spitzenfeld; unsere Produktivität ist überdurchschnittlich; mehr als die Hälfte aller ausländischer Unternehmen, die sich in Österreich ansiedeln, kommen nach Wien. Ein Viertel der gesamten österreichischen Wertschöpfung wird in der Bundeshauptstadt erwirtschaftet. Als Teil der Ostregion werden wir seit kurzem zu den Innovation Leaders der Europäischen Union gezählt. Seit Beginn der Strategieumsetzung von WIEN 2030 haben wir un­ zählige Wiener Unternehmen besucht und uns davon überzeugt, dass unser Wirtschaftsstandort auf starken Beinen steht: Wir haben Betriebe, die in ihrem Bereich zur Weltspitze zählen – von kleinen Start-ups bis zur ­großen Industrie. Wir haben hoch qualifizierte Arbeitnehmer*innen, die mit Know-how, Kreativität und Motivation am gemeinsamen Erfolg arbeiten. Und wir haben eine funktionierende Infrastruktur, auf der alle Wiener*innen aufbauen können. Die Herausforderungen für die Zukunft sind enorm: Klimawandel, Digitalisierung und Urbanisierung verändern unsere Lebensweise rasant und bedürfen gerade auch städtischer Antworten. Daher hat die Stadt Wien bereits im Jahr 2019 das Vienna Economic Council ins Leben gerufen, das gemeinsam mit der Wiener Stadtregierung die neue Wirtschafts- und Innovationsstrategie WIEN 2030 entworfen hat. Diese bietet Lösungen für die großen Herausforderungen und setzt dabei auf sechs Themenfelder, in denen Wien in die Weltspitze drängt. Gemeinsam mit den Sozialpartner*innen wollen wir mit konkreten Leitprojekten die nächsten Schritte setzen. Bei all diesen Anstrengungen geht es uns um die Wiener*innen: Wir möchten sie einbinden und gleichberechtigt am Wohlstand teilhaben lassen. Eine hohe Lebensqualität für alle ist der Kern des Wiener Wegs, der vor mehr als 100 Jahren begonnen wurde.„WIEN 2030 – Wirtschaft& Innovation“ ist eine weitere Etappe auf diesem Weg, den wir mit Optimismus und Entschlossenheit weitergehen werden. Wir laden Sie ein, sich selbst ein Bild über die vielen innovativen Lösungen zu machen, die in den letzten Jahren im Zuge von„WIEN 2030“ gemeinsam entwickelt wurden, damit Wien weiterhin die lebenswerteste Stadt bleibt und wir bestens vorbereitet in die Zukunft blicken können. Die vorliegende Strategie zeigt den Weg, wie Wien an diese herausfordernde Aufgabe herangeht und wurde gegenüber der ersten Fassung noch mehr auf Wirksamkeit ausgerichtet. Michael Ludwig Bürgermeister und Landeshauptmann Peter Hanke Amtsführender Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke 3 Impressum Medieninhaber und Herausgeber Stadt Wien- Wirtschaft, Arbeit und Statistik Meiereistraße 7, Sektor B 1020 Wien Telefon:+43 1 4000 83059 post@ma23.wien.gv.at wirtschaft.wien.gv.at Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Mag. Peter Wieser Redaktion Stabsstelle WIEN 2030 Design und Layout The Gentlemen Creatives GmbH 1030 Wien Druck Wograndl Druck 7210 Mattersburg Offenlegung Tabellarische und grafische Darstellung von Statistiken, welche die Stadt Wien betreffen. Rechtlicher Hinweis Die enthaltenen Daten, Tabellen, Grafiken, Bilder etc. sind urheberrechtlich geschützt. Haftungsausschluss: Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität des Inhaltes. Nachdruck nur mit Quellenangabe. ISBN 978-3-901945-53-3 Gedruckt in Österreich auf ökologischem Druckpapier nach den Kriterien von ÖkoKauf Wien. Wien, im Oktober 2024 4 Inhalt Meilensteine für einen starken Wiener Standort 6 Im Zentrum der Strategie steht die Schaffung von Arbeitsplätzen 7 Neue Schwerpunkte für noch höhere Wirksamkeit 10 Wiener Strategie Wirtschaft und Innovation 12 Der Mensch in der Mitte als Erfolg des Standorts 13 Ressourcenschonung und Lebensqualität als Antrieb für Wirtschaft und Innovation 15 Wien in der Wirtschafts- und Innovationsregion 17 Wiener Spitzenthemen 18 Neue strategische Handlungsfelder 18 Strategieumsetzung durch Leitprojekte 20 Governance-Jahreszyklus 21 Wiener Spitzenthemen 23 für die klimaneutrale Stadt 25 Gesundheitsmetropole Wien 27 Wiener Digitalisierung 29 Smarte Produktion in der Großstadt 31 Stadt der internationalen Begegnung 33 Kultur- und Kreativmetropole Wien 35 Strategische Handlungsfelder 37 Qualifizierung 38 Innovative Stadtverwaltung& Ökosysteme 39 Flächen& Infrastruktur 40 Skalierung 42 Forschungstranslation 43 Förderungen& Drittmittel 44 Kommunikation& internationale Positionierung 45 Kontext 47 2030 – Wirtschaft& Innovation“ im Kontext relevanter Partnerstrategien und Vereinbarungen 48 Strategieerstellung und Strategieumsetzung 50 Genese der Strategieumsetzung von„WIEN 2030“ 51 Mitwirkende bei der Strategieumsetzung 52 5 Meilensteine für einen starken Wiener Standort Seit dem Start der Wirtschaftsstrategie im Jahr 2019 arbeitet Wien kontinuierlich an der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Durch innovative Projekte werden die Wiener Strukturen gestärkt und ­zukunftsfähig gemacht. Mehr als 100 Leitprojekte, die im Rahmen von WIEN 2030 – Wirtschaft& Innovation entwickelt ­wurden, zahlen mittlerweile erfolgreich auf eine positive Beschäftigungs­entwicklung und technologische Fortschritte für Lebensqualität und Ressourcenschonung ein. Mit diesen Projekten beweisen die Akteur*innen in Wien, dass sie den Standort auch in herausfordernden Zeiten ­gemeinsam zukunftsfit und wettbewerbsfähig halten. Die Leitprojekte decken eine Vielzahl an zukunftsorientierten Themen ab: mit Innovation, Digitalisierung, Klimaschutz und der ­Stärkung der Infrastruktur ge­staltet Wien die Zukunft der ­Menschen am Standort. Durch die gezielte Förderung dieser strategisch wichtigen Bereiche konnte nicht nur die Resilienz der Stadt gegenüber wirtschaftlichen Heraus­forderungen gesteigert werden, sondern auch die Wett­bewerbsfähigkeit Wiens im internationalen Vergleich deutlich ausgebaut werden. 6 Im Zentrum der Strategie steht die Schaffung und Sicherung von A­ rbeitsplätzen Um dies sicherzustellen, ist in den vergangenen Jahren bei der Strategie­umsetzung ­vieles g­ elungen: Viele tausend ­Menschen wurden in Zukunftsberufen qualif­ iziert. Um MINT-­ Initiativen im stadtnahen Umfeld voranzut­ reiben, wurde die ehemalige R­ ektorin der Technischen ­Universität Wien, Sabine Seidler, 2024 zur„MINT-Beauftragte“ Wiens bestellt. Ein neues Fachkräftezentrum rund um den waff schätzt strategisch den künftigen Fachkräftebedarf ein und bringt entsprechend Maßnahmen auf den Weg. Bei der Wirtschaftsagentur wurde ein international ausge­richtetes Standortmarketing eingerichtet. Innovative Ökosysteme wurden in den entscheidenden Zukunftsthemen auf- und ausgebaut. Und die relevanten Netzwerke zwischen Forschung, Verwaltung, Unter­nehmen sowie den Bürger*innen in der Stadt konnten maßgeblich gestärkt werden. Dies stärkt nicht nur den Wiener Arbeitsmarkt, sondern erhöht auch die Lebensqualität der Wiener ­Bevölkerung sowie die Klima­fitness Wiens. Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Wien zuversichtlich: Die erfolg­ reiche Umsetzung der Leitprojekte ist wesentlich, um die bevorstehenden Herausforderungen auch in den kommenden Jahren zu ­meistern und als Wirtschaftsstandort nachhaltig erfolgreich zu bleiben. 7 ViennaUP – Startup Festival © Wirtschaftsagentur Wien Karin Hack Wien – Out of the Box © Wiener Stadtwerke/Hörmandinger Climate Lab © Impact Hub/Jennifer Fetz Eric Kandel Institut – Zentrum für Präzisionsmedizin © Rendering: Moser Architects/ zoomvp.at Innovations­ management in der Stadtverwaltung © Stadt Wien Wiener Sonnenstrom-­ Offensive © MA 20/MXR Production Das Wiener Forschungsfest © Tirza 8 Trauma- und Rehabilitations­zentrum Wien(TRZW) – ­ Campus Wien © www.oln.at Biofabrique Vienna © Johanna Pianka VVRVis K1 ­Centre for ­ Visual ­Computing © VRVis Gewerbehof ­Seestadt © Wirtschaftsagentur Wien/ Karin Hackl Großwärmepumpe EBS(Kläranlage Wien S­ immering) © Wien Energie/Johannes Zinner Vienna Bio Center © LISAvienna andreasbuchberger.com Klimavorzeigestadtteil R­ othNEUsiedl © Ortner& Ortner Baukunst Gesellschaft von Architekten mbH 9 Neue Schwerpunkt­ setzungen für noch höhere Wirksamkeit Fünf Jahre nach Beginn der Strategie­umsetzung zeigt ihre Evaluierung heute: die Spitzenthemen, auf die Wien mit der Strategie setzt, haben sich selbst in den rezenten Krisen als robust und zukunftsträchtig erwiesen. Entlang ihrer Struktur tragen die in Gang gesetzten Leitprojekte bereits ­heute maßgeblich zur positiven Entwicklung der regionalen Wirtschaft bei. Darüber hinaus wurden neue Schwerpunkte identifiziert und die Umsetzung weiterer Leitprojekte auf den Weg gebracht. Auf Basis der nun entstandenen Ökosysteme wurden deshalb die strategischen Ziele der Spitzenthemen und Handlungsfelder noch konzetrierter formuliert. Zudem integriert die neue Fassung der ­Strategie ein Indikatorensystem, das die Wirksamkeit des Umsetzungs­prozesses sicherstellt. Die seit 2019 entwickelten Leitprojekte decken bereits heute ein breites Spektrum an strategischen Zukunftsthemen ab. Dazu gehören Initiativen in den Bereichen ­Digitalisierung, erneuerbare Energien, Mobilität, Forschung und ­Entwicklung sowie die Förderung von Start-ups. Durch erlangte Fortschritte von Schlüsseltechnologien in Verbindung mit den Themen Gesundheit und Klimaschutz wird Wien ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit noch ­bekannter machen und gleichzeitig zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen. Einschlägigen Expert*innen ist bereits heute bekannt, dass Wien bei den Themen Quanten, Life Sciences oder integrierte Klimalösungen eine international führende Rolle einnimmt. Erfolge in die Breite bringen, F­ orschungsleistung ­übersetzen – neu im Zentrum Bereits heute hervorragend ausgeprägt sind in Wien die Start-upSzene sowie der breit aufgestellte Forschungssektor. Auf Basis dieser bereits bestehenden Stärken setzt Wien nun bewusst noch stärker auf die Potenzialthemen ­“Skalieren” und“Forschungstranslation” als neue Handlungsfelder. Denn kluge Ideen und Innovationen, die zur Entwicklung der Wiener Spitzenthemen beitragen, sollen rasch ins Wachstum und in breite ­Anwendung kommen. Ein neuer Fokus der gesellschaftlichen Ansprüche mit ökonomischen Anliegen vereint, wird zudem auf die Themen Gesundheitsprävention sowie integrale Klimalösungen gelegt. Die Zusammenarbeit aller Akteur*­ innen am Standort entlang der Strategie hat sich bereits in der Vergangenheit als Schlüssel zum Erfolg gezeigt. Wien wird diesen Weg auch künftig weitergehen. So wie bereits vor fünf Jahren Spitzen­themen, Handlungsfelder gemeinsam formuliert und deren Ziele verfolgt wurden, wird der Standort auch in Zukunft mit den Partner*­innen aus Wirtschaft, ­Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft die kommenden Herausforderungen erfolgreich meistern. 10 11 Wiener ­Strategie Wirtschaft und ­Innovation Metropolen sind die dynamischen Zentren unserer Zeit: Hier ent­ stehen Innovationen, hier werden neue gesellschaftliche Konven­ tionen verhandelt, hier ist Veränderung unmittelbar spürbar. In Wien ist es gelungen, eine beachtliche und weltweit beachtete Lebensqualität für die Menschen zu organisieren – mit einem starken Wirtschaftsstandort, einer lebendigen Start-up-Szene, gut ausge­bauten öffentlichen Dienstleistungen, einer hervorragenden Umweltqualität, ausreichend leistbarem Wohnraum sowie einem breiten Angebot an Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Um diese hohe Lebensqualität auch künftig zu gewährleisten müssen Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit gefunden werden: • die Klimakrise fordert unsere Art des Lebens und Wirtschaftens heraus. Dabei müssen Städte einerseits ihren Beitrag leisten, um die Klimaerhitzung aufzuhalten, andererseits geht es um Anpassungen an den bereits stattfindenden Klimawandel zur Sicherstellung unserer Lebensqualität; • die geopolitische Lage führt zu großen Unsicherheiten in der Ressourcen- und Energieversorgung, lässt aber auch Zweifel an den Handelsstrukturen der vergangenen Jahrzehnte aufkommen; • der technologische Wandel bietet enorme Chancen, muss aber aktiv gestaltet werden, um eine hohe Lebensqualität und gute Arbeit auch in der digitalen Welt zu halten. Städte sind die Orte, an denen Neues zuerst aus­probiert wird; • Urbanisierung, Migration und das damit verbundene Städtewachstum führen zu steigenden Dichten und heterogeneren Stadtgesellschaften mit einem erheblichen Bedarf an Arbeitsplätzen und Infrastruktur. Das bedeutet ein Mehr an Möglichkeiten, aber auch ein Mehr an Herausforderungen, die gelöst werden müssen; • die gestiegene Lebenserwartung, der demografische Wandel und der technologische Fortschritt erfordern gezielte Maßnahmen, damit alle ­Menschen selbstbestimmt und selbst­ bewusst am Leben in den ­Städten partizipieren können. Wien stellt sich diesen Heraus­ forderungen mit großem Opti­ mismus, indem sie als Chance wahrgenommen werden um mit entsprechenden Lösungen ­global zu reüssieren – gemeinsam, vernetzt und mit Anspruch auf ­Exzellenz. 12 Der Mensch in der Mitte als Erfolg des Standorts Im Zentrum des wirtschaftlichen und innovativen Schaffens von Unternehmen, Hochschulen, Forschung und Verwaltung steht in Wien der Mensch. Das ist weniger selbstverständlich als es klingen mag. Wien hat den Anspruch, eine inklusive und sichere Stadt zu sein, mit Teilhabemöglichkeiten aller am gesellschaftlichen Leben. Fortschritt muss so gestaltet werden, dass die Menschen selbstbestimmt und selbstbewusst Möglichkeiten nutzen können – und zwar unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, ihrem Alter oder sexueller ­Orientierung. Dazu müssen auch neue Entwicklungspfade beschritten werden – mit Kreativität und Mut, orientiert an einer klaren Per­ spektive. Daher denkt Wien technologische, kulturelle und soziale Innovationen zusammen. Wien war an der Wende zum 20. Jahrhundert das„Labor der Moderne“. Im 21. Jahrhundert soll Wien nun das Zentrum für ­„Human-Centered Solutions“ sein. Dabei kann die Stadt ihre bestehenden Stärken in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Verwaltung gemeinsam bündeln und stärken. Wien will in der Welt einen sichtbaren Platz einnehmen und zeigen, dass hier exzellente Lösungen für die Menschen im Sinne der Smart Klima City Wien generiert werden. Es geht darum, systematisch auszubilden, zu innovieren, Gründungen anzuregen, Talente und Unternehmen anzuziehen, Internationalität zu forcieren und qualitätsvolle Arbeitsplätze zu entwickeln. Es muss weltweit klar sein, dass man in Wien jene hervorragenden Produkte und Leistungen vorfindet, die fundamental zur Lebensqualität beitragen – analog wie digital. Als fünftgrößte Stadt der Europäischen Union hat Wien den Anspruch, Vorzeigestadt für Lebensqualität, Ressourcenschonung und Innovation in Europa zu sein. Dazu werden wir auf bestehende Exzellenz aufbauen: Auf Stärken der Unternehmen, der Forschung, der Verwaltung und der Zivilgesellschaft. Wirtschaftsstandort Wien wen meinen wir damit? Zu den relevanten Wirtschaftsakteur*innen zählen wir in Wien die Wiener*innen, die Arbeitnehmer*innen, die Unternehmen, die Forschung, die öffentliche Verwaltung auf allen staatlichen Ebenen, die Sozialpartner*innen und die Zivilgesellschaft. Somit kann man sagen:„Wirtschaft – das sind wir alle!“ Wiener Wirtschaft Wirtschaft in Wien bedeutet„Werte schaffen“ im ureigentlichen Sinn: durch und für die Menschen. Im Zusammenspiel und Wettbewerb mit anderen Regionen kann Wien nur erfolgreich sein, wenn es durch die Akteur*innen am Standort, durch hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen punktet. Mit„WIEN 2030 – Wirtschaft& Innovation“ setzen sich die Akteur*innen am Standort Wien gemeinsam das Ziel, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt sichern, Ressourcen im Sinne des Klimas schonen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Menschen adressieren. Wien bekennt sich zu einer aktiven Wirtschaftspolitik, die die negativen Auswirkungen konjunktureller Schwankungen, wie hohe Arbeitslosigkeit, bekämpft und den strukturellen Wandel der Wirtschaft begleitet und steuert. Dabei legt Wien ein besonderes Augenmerk auf eine prosperierende und gleichzeitig nachhaltige Wirtschaft, die die Grundlagen eines guten Lebens und gute Arbeit auch für die ­nächsten Generationen sichert. Das Prinzip: Wiener Wirtschaft ist nicht mit steigenden Umweltbelastungen verbunden, sondern profitiert vom Einklang mit sozialen Bedürfnissen und Klimatauglichkeit. Für eine wettbewerbsfähige und resiliente Metropole sind Vielfalt in der Wirtschaftsstruktur, gut ausgebildete Arbeitskräfte, aus­ geprägte Innovationskraft, sozialer Friede sowie der Erhalt und Ausbau leistungs­fähiger Infrastrukturen Voraussetzung und idealer ­Nährboden. 13 Innovation Der Begriff Innovation wird im Rahmen der vorliegenden Strategie umfassend interpretiert. Innovation ist notwendige Voraussetzung und Ausgangspunkt, um in der Praxis Antworten auf Herausforderungen zu finden.„WIEN 2030- Wirtschaft& Innovation“ intendiert das Entstehen von Innovationen auf breitem Feld anzuregen, zu unterstützen, und ihr Potenzial für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Standorts Wiens optimal zu nutzen. Technologische Innovationen sind neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren, deren Anwendung durch Nutzer*innen Akzeptanz findet. Der Nutzen von sozialen Innovationen liegt primär in ihrer gesellschaftlichen Relevanz, er beruht nicht zwingend auf wirtschaftlicher Verwertbarkeit. System-Innovationen dienen primär der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen(zum Beispiel Beiträge zur Energiewende, neue Infrastrukturen). Künstlerische und kulturelle Innovationen geben vor allem dem Wissens- und ­Innovationsstandort wichtige Impulse. Alle Akteur*innen können angehalten sein, Innovator*innen zu sein: Als Menschen sind Bürger*innen ebenso angesprochen wie Forscher*innen oder Mitarbeiter*innen und Leiter*innen von Organisationen. Als Organisationen zum Beispiel Unternehmen, Forschung und Hochschulen, die öffentliche Hand, Bildungseinrichtungen oder Kunst- und Kultureinrichtungen. Eine Wiener Besonderheit – die Betriebe der öffentlichen Hand Ebenso wie privatwirtschaftliche Unternehmen sind auch die Betriebe der öffentlichen Hand wichtige Gestalter*innen Wiens. Dazu zählen etwa die Betriebe der Wien Holding (z.B. die Vereinigten Bühnen Wien, der Wiener Hafen oder die Therme Wien) sowie die Wiener Stadtwerke mit den Bereichen Energie, Mobilität sowie Bestattung und Friedhöfe. Ebenfalls bedeutende Beiträge liefern der Wiener Gesundheitsverbund und Wiener Wohnen zum Wirtschafts- und Innovationsstandort. Wien bekennt sich zu dieser stabilen Wirtschaftskraft, die weite Bereiche der Daseinsvorsorge abdeckt und ein wesentlicher Grund dafür ist, warum Wien in zahlreichen globalen Rankings die lebenswerteste Stadt der Welt ist. Sie sind auch wesentliche Treiber*innen für Innovationen zur Lösung der Herausforderungen unserer Zeit und stellen Innovationsräume für praxisnahes Testen zur Verfügung. 14 Ressourcenschonung und Lebensqualität als Antrieb für Wirt­ schaft und Innovation „WIEN 2030- Wirtschaft& Innovation“ fügt sich explizit in die bestehenden Strategien und Initiativen der Stadt ein. Entsprechend der Smart Klima City Wien Strategie antizipiert WIEN 2030 das Wiener Bekenntnis zu hoher Lebensqualität für alle Wiener*innen bei größtmöglicher Ressourcenschonung durch umfassende soziale und technische Innovation. Der Wiener Klimafahrplan geht noch einen großen Schritt Richtung Klimaschutz und Klimaanpassung weiter und skizziert den Wiener Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Die Smart Klima City Wien Strategie ist gleichzeitig Wiens Nach­ haltigkeitsstrategie. Eine Wirtschafts- und Innovationsstrategie, die sich an ihr orientiert, arbeitet damit auch an der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) der UN Agenda 2030. Ziele der Smart Klima City Wien Strategie für Wirtschaft und Arbeit • Die Produktivität der Wiener Stadtwirtschaft als Grundlage für Prosperität, Ressourceneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit steigt kontinuierlich an. • Die Einkommen und die Arbeitszufriedenheit der ­Wiener*innen steigen kontinuierlich, während die soziale Ungleichheit ­zurückgeht. • Die Materialeffizienz der Wiener Wirtschaft steigt bis 2030 um 30% und bis 2040 um weitere 10%. • Die in Wien hergestellten Produkte sind langlebig, einfach reparierbar, wiederverwendbar und wiederverwertbar und werden weitgehend abfall- und schadstofffrei produziert. • Wien ist 2030 als Standort für kreislauforientierte und ressourceneffiziente Wirtschaft global bekannt und zieht Investitionen und Talente in diesem Bereich an. • Wien fördert eine nachhaltige Stadtwirtschaft durch rechtliche Rahmensetzungen, gezielte Förderprogramme, die Schaffung von Experimentierräumen und als öffentliche Nachfragerin. • Die Stadt Wien und die Wiener Unternehmen etablieren eine ­Klimaallianz zur gemeinsamen Entwicklung einer nachhaltigen Stadtwirtschaft. 15 Ziele der Smart Klima City Wien Strategie für Bildung, Wissenschaft und Forschung • Durch die flächendeckende Etablierung von Bildungsgrätzln bis 2030 und der Weiterentwicklung zur Bildungsstadt werden stadtteil- und lebensweltorientierte Lernräume geschaffen – dabei unterstützt die Mehrfachnutzung von Gebäuden und Flächen. • In Wien gibt es ein umfassendes, bedarfsorientiertes und inklusives Angebot an digitaler Bildung für alle Bevölkerungsgruppen. • Die Bewusstseinsbildung für nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung ist in den Bildungszielen aller Bildungseinrichtungen verankert. • Bildungs- und Qualifizierungsangebote gehen auf veränderte Berufsbilder zur Stärkung neuer, ­smarter Technologien und Praktiken ein und unterstützen Berufsentscheidungen jenseits traditioneller ­Geschlechterrollen. • Wien ist 2030 eine der fünf führenden europäischen Forschungs- und Innovationsmetropolen und ­Magnet für internationale Spitzenforschende sowie Forschungseinheiten internationaler Konzerne. • Wien initiiert große missionsorientierte Forschungs- und Innovationsprojekte als Beitrag zur sozial­ ökologischen Transformation. • In Wien werden konkrete Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung in Kooperation von Stadtverwaltung, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Unternehmen sowie Nutzer*innen identifiziert und gelöst. • Internationale Kongresse, Fachmessen und Events tragen zur globalen Sichtbarkeit der Wiener ­Forschungsexzellenz bei. 16 Wien in der W ­ irtschafts­ und I­ nnovationsregion Wien steht für wissensintensive, exportorientierte Wirtschafts­ leistungen sowie hochwertige Beschäftigung mit den Menschen im Mittelpunkt. Der Wirtschaftsraum Wien endet dabei keinesfalls an der administrativen Stadtgrenze. Täglich pendeln hunderttausende Menschen zur Arbeit nach Wien, aber auch Wiener*innen in das Umland. Wiener Unternehmen liefern Lösungen für Unternehmen im Umland – und beziehen ihrerseits Waren und Dienstleistungen aus dem Umland. Die strukturelle Vielfalt der ­Region schafft ein Wirtschafts- und Innovationsmilieu, das vieles ermöglicht. Für Unternehmens­ ansiedlungen und die Entwicklung von Smart Klima City Lösungen müssen Wien und sein Umland zusammengedacht werden. Wien setzt sich deshalb für eine intensive Zusammenarbeit mit Niederösterreich und dem Burgenland in einer “Smart Region” ein. Angelegenheiten, die Bildung, wissenschaftliche Forschung und den Arbeitsmarkt betreffen, sind in Österreich dem Kompetenz­ bereich des Bundes zugeordnet. Die Stadt Wien bekennt sich zu einer abgestimmten und gemeinsamen ­Vorgehensweise in diesen ­Bereichen mit dem Bund, den anderen österreichischen Bundesländern und den Gemeinden. Die Ziele der FTI-Strategie des Bundes finden in den Bemühungen der Stadt Wien Berücksichtigung, denn das Ausschöpfen der Potenziale ist nur mit Kooperationen und im wechselseitigen Dialog möglich. Wien in Europa Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erfordern eine globale Sicht- und Herangehensweise. Der Standort Wien spielt eine verbindende Rolle für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen – nicht zuletzt zwischen West- und Osteuropa. Diese Rolle wird Wien auch künftig selbstbewusst wahrnehmen und in der Europäischen Union wichtige wirtschafts- und innovationspolitische Themen setzen, um gemeinsam mit anderen Städten den Fortschritt zu gestalten. Die Orientierung an den„Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen, an aktuellen und künftigen Schwerpunktsetzungen der Europäischen Union sind wichtige Ankerpunkte für die Weiterentwicklung des Forschungsstandortes, aber auch für die konkrete Erarbeitung von Lösungen für die Zukunft von Wien. 17 Wiener S­ pitzenthemen Mit der vorliegenden Strategie fokussiert Wien auf jene Themen, für die am Standort Wien bereits Stärken existieren, und die Antworten auf die großen Herausforderungen der kommenden Jahre geben. Diese Themen werden zu international konkurrenzfähigen und sichtbaren Spitzenthemen ausgebaut. Sie zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus: • Sie haben Potenzial zur internationalen Positionierung. • Sie bauen auf den besonderen Stärken Wiens auf und ­vernetzen diese zu neuen innovativen Ansätzen im Sinne von „Wiener Lösungen“. • Sie tragen zu Lösungen für die städtischen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts bei. Die Wiener Spitzenthemen sind: • Lösungen für die klima­ neutrale Stadt • Gesundheitsmetropole Wien • Wiener Digitalisierung • Smarte Produktion in der Großstadt • Stadt der internationalen Begegnung • Kultur-& Kreativmetropole Wien Neue Strategische H­ andlungsfelder Handlungsfelder sind Qualitäten am Wirtschaftsstandort, die einerseits die Basisstruktur für jegliche Wirtschafts- und Innovations­ aktivitäten darstellen, andererseits aber auch als Hebel zur Weiterentwicklung der Spitzenthemen und somit zur Standortqualität als Ganzes beitragen. Die Aktivitäten in den Handlungsfeldern sind oftmals eng miteinander verflochten und unterstützen einander gegenseitig. Die neuen strategischen H­ andlungsfelder sind: • Qualifizierung • Innovative Stadtverwaltung & Ökosystem • Flächen& Infrastruktur • Skalierung • Forschungstranslation • Förderungen& Drittmittel • ­Kommunikation & ­Internationale ­Positionierung 18 Wiener Spitzenthemen und neue strategische Handlungs­felder Wirtschafts- und Innovations­standort Spitzenthemen Lösungen für die klimaneutrale Stadt Wiener Digitalisierung Kultur- und Kreativmetropole Wien Gesundheitsmetropole Wien Smarte Produktion in der Großstadt Stadt der internationalen Begegnung Handlungsfelder sind Hebel für Spitzenthemen strategische Handlungs­felder als Hebel Beiträge zu Spitzenthemen& Wirtschafts- und Innovationsstandort Qualifizierung Förderungen& Drittmittel Kommunikation& internationale Positionierung Flächen& Infrastruktur Forschungs­translation Innovative Stadtverwaltung& Ökosystem Skalierung 19 Strategieumsetzung durch Leitprojekte Zur nachhaltigen Zukunftsgestaltung des Wirtschafts- und Innovations­raums Wien wird ein jährlich wiederkehrender Umsetzungs­prozess der Strategie etabliert. Dieser ermöglicht es, durch Leitprojekte eine Umsetzung der strategischen Ziele bis 2030 zu gewährleisten. Weiters kann auf strategisch wichtige neue An­ forderungen eingegangen werden und gegebenenfalls die definierten Ziele an neue Herausforderungen angepasst werden. NEU ab 2024/2025 – Wirkung durch Fokus+ Leitprojekte/ Impact Stories+ Monitoring VEC strategisch fokussierte Impulsierung am ­Standort(Lücken schließen, Potenziale nutzen) Kernteam Gemeinsam abgestimmtes Entwickeln von Ideen Zusammenspiel strategischer Fokus& Leitprojekte Community Leitprojekte mit Impact Stories Projekte, die Ziele der Strategie klar unterstützen Indikatorik und Monitoring über Gesamtstrategie Standortindikatoren Key Performance Indikatoren Impact Stories Die Strategieumsetzung sieht ­folgende Elemente vor: • Agenda Setting durch Fokussieren auf hoch relevante strategische Themen und geplanten Vorhaben, zur Erschließung von Potenzialen und Stärkung von Leitprojekten, entlang der Wiener Spitzenthemen und strategischen Handlungsfelder durch den Vienna Economic Council. • Systematische Umsetzung von Leitprojekten zur Erreichung der definierten Ziele der Wiener Spitzenthemen und strategischen Handlungsfelder. Diese Leitprojekte für den Standort werden durch Zusammenarbeit von Akteur*innen der Communities von WIEN 2030 am Standort übergreifend angestoßen und erarbeitet. • Jährliche inhaltliche Abstimmung und Ausrichtung durch den Vienna Economic Council in Zusammenarbeit mit den wirtschafts- und innovationsrelevanten Akteur*innen am Standort, vorbereitet durch das WIEN 2030-Kernteam. • Jährlicher Bericht über die Zielerreichung in den Spitzenthemen und Handlungsfeldern sowie über die Leitprojekte an den Vienna Economic Council, anhand von Indikatoren und Impact Stories, mit besonderem Fokus auf die jeweiligen Wirkmechanismen. sowie ­Zurverfügungstellung zusätzlicher Mittel für die Umsetzung von Leitprojekten. • Koordinierung der Umsetzung sowie Monitoring und regelmäßige Evaluierungen durch die Stadt Wien- Wirtschaft, Arbeit und Statistik; Erledigung der Bürogeschäfte des Vienna Economic Council in der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik. • Aufbau bzw. Pflege entsprechender Fachcommunities entlang der Spitzenthemen und Handlungsfelder durch die Mitglieder des Kernteams. • Ausrichtung bestehender ­Budgets der an der Strategieumsetzung beteiligten Akteur*­ innen an den Zielen der Spitzen­ themen und Handlungsfelder 20 Governance­ Jahreszyklus Dez Nov Kom unizieren m Starten Okt Vereinbarung Kernteam Vienna Economic Council Sept Jan Community Innovationskonferenz Community building Feb Ideen me Sam ln Monitoring g & Berichten Reportin Mär Ausrichtung Vienna Economic Council Kernteam Apr Aug Planung Leitprojekte Juli Juni Mai 21 22 Wiener Spitzenthemen 23 24 Lösungen für die k­ limaneutrale Stadt Wien zeigt, wie die grüne Transformation zu Beschäftigung, Wohlstand und Lebens­qualität führt. ZIEL 1 Wiener Unternehmen haben einen Wettbewerbsvorteil, weil ihnen der Übergang zu einem ökologisch und sozial nachhaltigen Wirtschaften gelungen ist. ZIEL 2 Bahnbrechende Lösungen, System­ innovationen und kreislauforientierte Geschäftsmodelle für die grüne Transformation kommen aus Wien. Sie entstehen im Zusammenspiel von Forschung, Unternehmen, Verwaltung und Bürger*innen. ZIEL 3 Neue Ideen werden ­unkompliziert getestet und erfolgreiche ­Lösungen skaliert. So können sie schnell ihre volle Wirkung am Standort Wien entfalten und als Klima­lösungen„Made in Vienna“ ­exportiert werden. UNSERE MISSION Wiener Unternehmen begreifen den Übergang zum regenerativen und sozial verträglichen ­Wirtschaften als Chance. Die Stadt Wien gibt Klimapionier*innen Rückenwind für Innovationen und internationale ­Zusammenarbeit. Die Klimakrise fordert die heutige Wirtschaftsweise in Europa und weltweit heraus. Wien wird nicht nur die neuen technologischen Möglichkeiten, sondern auch organisatorische und kulturelle Neuerungen nutzen. Es gilt, die gewachsene Stadt des 19. und 20. Jahrhunderts ins 21. Jahrhundert zu transformieren und den Klimaschutz in der historischen Stadt zu realisieren. Wien hat in der Vergangenheit urbane Lösungskompetenz bewiesen – genannt seien exemplarisch die ­Wasserversorgung, der Hochwasserschutz oder der öffentlich finanzierte Wohnbau. Diese Lösungs­ kompetenz gilt es unter Mitwirkung von Forschung, Unternehmen, Bürger*innen und Stadtverwaltung für das Meistern der heutigen Herausforderungen weiter zu entwickeln. Nur Lösungen, die hohe städtische ­Lebensqualität mit geringem Ressourcenverbrauch koppeln oder sogar aktiv einen Beitrag zur globalen Klimaneutralität leisten, sind in der Lage, weltweit Maßstäbe zu setzen. Um die Klimakrise als wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Chance zu nutzen, wird Wien die grüne Transformation auf Basis der hoch diversifizierten bestehenden Stärken in ihrer ganzen Breite umsetzen. Das betrifft allem voran die Bereiche Energie-, Wärme- und Kälteversorgung, Stadt der kurzen Wege, Mobilität und Logistik, Bau und Produktion, nachhaltiges Ernährungssystem, Informationstechnologie und Kreislaufwirtschaft. Für den wirtschaftlich erfolgreichen Einsatz von Klimalösungen sind systematisch passende technologische Lösungen sowie Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. 25 26 Gesundheitsmetropole Wien Wien steht durch Forschung und innovative Unternehmen für ­Prävention und Spitzenmedizin mit leistbarem Zugang zu ­Gesundheitsdienstleistungen an der Weltspitze. ZIEL 1 In Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten in den ­Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Digital Health übernimmt Wien eine Vorreiterolle. Ihre innovativen Anwendungen stehen der Gesellschaft frühzeitig zur ­Verfügung. ZIEL 2 Die Entwicklung und ­Einhaltung hoher Standards in ­Sicherheit und Datenschutz ­schaffen Vertrauen, ­ermöglichen den Datenzugang für neue ­Wiener ­Forschungsaktivitäten, Gesundheits­leistungen und Geschäftsmodelle. ZIEL 3 Wien positioniert sich im globalen Wettbewerb der hoch qualitativen und leistbaren Gesundheits- und Pflegedienstleistungen – mit ­Lösungen und Einrichtungen von der Prävention bis zur ­kurativen und palliativen Medizin. Die Gesundheits­prävention wird als wichtigstes Potenzial zum ­effizienten Einsatz von Ressourcen erkannt und zum Nutzen von Wirtschaft und Gesellschaft umgesetzt. UNSERE MISSION Wien ist ein Standort von internationalem Ruf für Forschung und Innovation, die dem ­öffentlichen, ­solidarischen Gesundheitssystem zugutekommen. Das attraktive Umfeld für Unternehmen der Gesundheits­wirtschaft und Life Sciences erzeugt bestmögliche Voraussetzungen für wirtschaftliche Erfolge und Ansiedlungen. Das Gesundheitswesen steht europaweit vor der Herausforderung des demographischen Wandels und der damit zusammenhängenden Sicherung der öffentlichen Pflege- und Gesundheitsdienste. Gleichzeitig verstärken neue technologische Anwendungen im Gesundheitsbereich die weltweite Konkurrenz, sowie die Entwicklung forschungsintensiver Behandlungen den Finanzierungsdruck. Der herausragende Ruf der Wiener Medizinischen Schule findet heute seine Fortsetzung im g­ esamten akademischen und wirtschaftlichen Bereich, der Gesundheitssektor in Wien ist unverzichtbar für die ­Region. Wien verfügt über eine vorzügliche Kombination aus hoch qualitativen Spitälern, dynamischen Start-ups, etablierten Unternehmen und exzellenten Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen im ­Gesundheitswesen. Life Sciences und medizinische Dienste bilden ebenso wie Grundlagenforschung und Spitzenmedizin in Wien ein klares Stärkefeld der Wirtschaft und Forschung. Entwicklungen von digitalen Lösungen in der Präzisionsmedizin, der Pflege und im Gesundheitswesen finden in Wien optimale Rahmenbedingungen vor. Gesundheitsleistungen werden immer gezielter an die Bedürfnisse der Menschen angepasst – koordiniert zwischen Forschung und Anwendung, im präventiven wie auch im kurativen und palliativen Bereich. Dabei sind auch neue Wege insbesondere im präventiven Bereich zu gehen, die sich beispielsweise städtebaulich, in Ernährungsfragen, bei psychologischen Forschungs- und Dienstleistungsangeboten sowie in der Biotechnologie und digitalen Anwendungen widerspiegeln. Wien positioniert sich als exzellenter Standort, um dazu hoch qualitative Produkte und Dienstleistungen mit den dazugehörigen exportfähigen Geschäftsmodellen zu entwickeln. 27 28 Wiener Digitalisierung Wien gestaltet die digitale Transformation mit den Menschen und ihrer Lebensqualität im Mittelpunkt. ZIEL 1 Wien nutzt die Tools der Digitalisierung im Sinne eines Digitalen ­Humanismus, indem neue Maß­ stäbe für Selbstbestimmung, Sicherheit und Fairness für offene Daten, Standards und ­Technologien gesetzt werden. Damit werden die Potenziale für neue Anwendungen in Wirtschaft und Verwaltung entscheidend ­gesteigert. ZIEL 2 Wien unterstützt besonders jene digitalen Geschäftsbereiche, die den Kriterien des Digitalen ­Humanismus entsprechen und zu Ressourcenschonung und Lebensqualität der Menschen ­beitragen. Den Themen Quanten und Künst­liche Intelligenz wird dabei ­aufgrund ihres großen Potenzials für die Wettbewerbsfähigkeit Wiens besondere Aufmerksamkeit geschenkt. ZIEL 3 Wien trägt in der EU dazu bei, die digitale Souveränität Europas in den zentralen Feldern wiederherzustellen. ZIEL 4 Wien erweitert kontinuierlich Zugänge zu Daten, um die Entwicklung von Lösungen in den Wiener Spitzenthemen zu erleichtern und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhöhen. UNSERE MISSION Wiener Digitalisierung, die für L ­ ebensqualität, Fairness und ­Sicherheit steht, wird zu einer Marke des Wirtschafts­standorts ausgebaut. Die digitale Transformation erfolgt im Sinne des Digitalen Humanismus zum Nutzen der Menschen – das ist der Wiener Weg. Die Digitalisierung des Alltags und der Wirtschaft stellt Städte vor die enorme Herausforderung, neue Gleichgewichte zwischen zivilisatorischem und technologischem Fortschritt herzustellen. Es geht um das Abwägen unterschiedlicher Interessen zwischen Transparenz, Selbstbestimmung, dem Schutz der Privatsphäre und digitalen Geschäftsmodellen. Die Kluft zwischen jenen, die digitale Inhalte nur konsumieren, und jenen, die mit den Technologien kreativ und produktiv umgehen können, oder der Einfluss digitaler Technologien auf demokratische Prozesse seien hier exemplarisch erwähnt. Zudem bieten neue Technologien viele Chancen, wie z.B. neue Geschäftsmodelle und optimierte Prozesse, neue Berufsfelder oder gesellschaftliche Teilhabe marginalisierter Gruppen. Aus seinen besonderen Stärken heraus eignet sich Wien für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen, die auf nachhaltige und ­inklusive Weise den Menschen nutzen, entlang eines neuen Digitalen Humanismus. Bereits heute hat Wien sowohl bei digitalen Bürger*innenrechten, bei Datenschutz und D­ atensicherheit als auch in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften weltweit einen hervorragenden Ruf. Z­ udem ist Wien ein Ort, an dem weltweit führend Grundlagen in Schlüsseltechnologien, wie zum Beispiel ­Künstlicher ­Intelligenz, Visual Computing und Quantentechnologien, für die Informationsverarbeitung und die ­Kommunikation der Zukunft geschaffen werden. Auf Basis erstklassiger Infrastruktur und durch das ­Zusammenwirken der Menschen, die an diesen Themen arbeiten, sind IT-Unternehmen am Standort – ­gemeinsam mit Wiener Forschungseinrichtungen – auf dem besten Weg, ein international bedeutsames Profil einer neuen Qualität in Form der„Wiener Digitalisierung“ zu entwickeln. 29 30 Smarte Produktion in der Großstadt Die produzierenden Unternehmen Wiens sind der Garant für Resilienz und technologischen Fortschritt. ZIEL 1 Die produzierenden Betriebe in Wien sind Vorreiter*innen für modernste Fertigungstechnologien, Produkte und Systemlösungen. Dazu werden besondere Stärken am Standort ausgebaut – z.B. die Bereiche Biotechnologie, Pharmazeutik und Schienenfahrzeugbau zeigen dazu große Potenziale. ZIEL 2 Durch die konsequente Ökologisierung von Produktionsprozessen und Produkten setzt Wien globale Maßstäbe und schafft damit als Standort entscheidende Wettbewerbsvorteile. ZIEL 3 Die Wiener Industrie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in Bezug auf Automatisierung, Exportorientierung sowie Kompatibilität mit den Anforderungen des städtischen Lebensraums substanziell weiterentwickelt. Durch die zunehmende Vernetzung mit allen anderen Wirtschaftsbereichen, vom Handwerk zur Dienstleistung, sowie mit Forschung und Entwicklung wird Wien zu einer der führenden Technologiemetropolen Europas weiter entwickelt. UNSERE MISSION Wien zeigt, wie Kompetenzen für Technologie und Systemintegration die internationale Wettbewerbs­ fähigkeit stärken. Wiener Fertigung ist flexibel, digital und ökologisch zugleich. Wien ist es im Vergleich zu anderen europäischen Metropolregionen sehr gut gelungen, einen hohen Anteil produzierender Industrie in der Stadt zu halten. Die Diversität in der Produktion, mit hervorragender Verbindung zu Forschung und Entwicklung, hat Widerstandskraft bewiesen – zuletzt auch in der C­ orona-Krise. Moderne Produktionsbetriebe sind zudem mit ihren Technologien Teil der Lösung des Klimaproblems geworden, indem sie erste Wege zur Energieeffizienz, Ressourcenunabhängigkeit und Kreislauforientierung gefunden haben. Die Zukunft der Industrie in der Stadt liegt in hoch technologischen, maßgeschneiderten und zugleich ­möglichst ökologischen Produkt- und Prozesslösungen. Durch das umfassende Angebot an hoch qualifizierten Arbeitskräften und einer hervorragenden Infrastruktur am Standort liegt die Produktion in der Wirtschafts- und Innovationsregion Wien genau richtig. Wien bietet auch für das Zusammenspiel von Unter­ nehmen mit der Stadtverwaltung beste Voraussetzungen. Deshalb hält Wien bewusst reservierte Flächen für die produzierenden Betriebe bereit und entwickelt diese auch qualitativ weiter. Wien ist und bleibt eine produzierende Großstadt. Der produzierende Sektor wird in der gesamten Wertschöpfung im Raum Wien auch zukünftig einen wichtigen Platz einnehmen, denn er ist seinerseits ein ­Magnet für neue Talente und innovative Unternehmen. 31 32 Stadt der internationalen Begegnung Wien entwickelt sich vom internationalen Treffpunkt zur inter­ nationalen Drehscheibe für Wissen und Entwicklung. ZIEL 1 Aufgrund der steigenden Attraktivität Wiens ziehen verstärkt internationale Unternehmen, ihre Headquarters, F&E- und strategischen Organisationseinheiten sowie innovative Start-ups nach Wien. Als Stadt der Diplomatie zieht Wien weitere internationale Institutionen an. ZIEL 2 Weltweite Bekanntheit, exzellente Anbindung und wirtschaftliche Stabilität bilden einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die Rolle Wiens als Mobilitätsknoten im Zentrum Europas wird daher weiter ausgebaut. Die globale Anbindung Wiens per Bahn und per Flugzeug steht dabei klar im Fokus. ZIEL 3 Neue hochrangige internationale Meetings(Kongresse, Firmen­ veranstaltungen und Events) entscheiden sich aufgrund der Attraktivität der Stadt und einer hervorragenden Unterstützung vor Ort für Wien. UNSERE MISSION Wien ist noch stärker international ausgerichtet und global angebunden: Als internationaler Treffpunkt der Diplomatie und Zentrum strategischer Kommunikation, als Sitz von internationalen Unternehmen und Organisationen sowie als nachhaltige Tourismus- und Meetingdestination. Als Wissenschafts- und Headquarterstandort, als Sitz internationaler Organisationen und als nachhaltige Tourismusdestination: Wien ist seit jeher ein Ort der Diplomatie und internationaler Meetings. Es bekräftigt hiermit das Selbstverständnis, ein Ort des internationalen Dialogs sowie der Begegnung von Kulturen und Talenten zu sein. Denn Wien muss seine Qualitäten heute mehr denn je in einem harten Wettbewerb der ­begehrtesten Standorte unter Beweis stellen. Durch die herausragende Lebensqualität, die hohe Dichte an internationalen Spitzenkräften, erschwingliche Preise sowie eine stabile Wirtschafts- und Rechtslage eignet sich Wien besonders als Standort für Niederlassungen erstklassiger internationaler Unternehmen und als Austragungsort von Meetings. Menschen aus aller Welt treffen sich in Wien um Innovationen auszutauschen oder um zu gründen. Wien als Stadt baut ihre Rolle als global geschätzte Gastgeberin für den internationalen Diskurs und Austausch – sei es für Politik, Wirtschaft, Forschung oder Zivilgesellschaft – weiter aus. Auf der Weltk­ arte der ­Talente und der internationalen Organisationen wird sich Wien weiter klar positionieren und die ­vorhandenen Spitzenqualitäten gezielt nutzen. Die Attraktivität Wiens als Standort von internationalen Organisationen, Unternehmen und Hochschulen wird gepflegt und ausgebaut. 33 34 Kultur­ und Kreativ­ metropole Wien In der Wiener Tradition von Interdisziplinarität und Zusammen­arbeit schafft Kultur- und Kreativwirtschaft Neues, und treibt positive ­Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft voran. ZIEL 1 Die Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft sind ­maßgebliche Innovationstreiber*innen und Motor für das Wiener Innovationsmilieu, und tragen gezielt in CoCreation-Prozessen zu den anderen Wiener Spitzenthemen bei. ZIEL 2 Die Wiener Kultur- und Kreativwirtschaft wird international durch ihre vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen und ­innovativen Ideen anerkannt und vielfach ­nachgefragt. ZIEL 3 Der ausgezeichnete Ruf Wiens als Kultur- und ­Kreativmetropole zieht Start-ups, innovative ­Unternehmen und kreative Talente aus der ­ganzen Welt an, um hier ­kollaborativ an neuen Lösungen zu arbeiten. UNSERE MISSION Eine starke Kultur- und Kreativwirtschaft, die weithin anerkannt, und in allen Wirtschaftsbereichen ­verankert ist, stärkt auch die Innovations- und Lösungsfähigkeit Wiens für gesellschaftliche Heraus­ forderungen – Lebensqualität und Ressourcenschonung. Der Wandel von der Industriegesellschaft hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ist verbunden mit einer gesteigerten Bedeutung von Wissen, Kultur und Kreativität. Wien kann auf ihren Ruf als Kulturmetropole von Weltrang, auf exzellente Hochschulen sowie auf herausragende kreative Köpfe in einem buntgefächerten innovativen Milieu zurückgreifen. Gerade dem urbanen Milieu kommt bei der Neu- und Wiederentdeckung der künstlerischen und ökonomischen Kreativität eine zentrale Rolle zu. Im Spiel der zunehmend globalen Angebote wachsen in Wien die Herausforderungen und Dynamik der Kultur- und Kreativwirtschaft zugleich. Kreativität ist die Voraussetzung für die Lösung jeglicher Heraus­ forderungen in allen Wirtschaftszweigen – nicht nur im Kulturbereich. Talente, die sich in Wien ansiedeln, entscheiden sich häufig, weil sie direkt an der erstklassigen Kreativszene teilhaben wollen, oder das reich­ haltige Kultur- und Bildungsangebot der Stadt in Anspruch nehmen möchten. Das Wiener Repertoire reicht vom imperialen Erbe, klassischer Musik und darstellender Kunst hin zu zeitgenössischem Design, moderner Musik in Kombination mit Spitzentechnologie. Die Kreativberufe – vom Design bis zur Werbe-, Musik- und Filmwirtschaft – stärken mit ihren innovativen Impulsen und Dienst­ leistungen den gesamten Standort. Als weltweit führende Kulturmetropole zieht Wien die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich und macht so die umfassenden Qualitäten des Wirtschafts- und Innovations­ standorts sichtbar. 35 36 Strategische Handlungsfelder 37 Qualifizierung­ Das Wiener Arbeitskräfteangebot wird stark in Richtung der Spitzenthemen ausgebaut – durch Vermittlung ­solider Grundkompetenzen, Bereitstellung einer adäquaten Bildungsinfrastruktur und Anwerbung von Fachund Spitzenkräften. ZIEL 1 Die Stadt Wien stößt ­Maßnahmen auf allen Qualifikationsniveaus an und unterstützt durch bedarfs­orientierte Aus- und ­Weiterbildung in zeitgemäßen Lernumgebungen die Entwicklung der Wiener ­Spitzenthemen. ZIEL 2 Wien gelingt es MINT-Fachkräfte auf allen Qualifikationsniveaus vom Handwerk bis zur Wissenschaft zu mobilisieren – für Wiens Zukunft. Vernetztes und partizipatives Arbeiten ermöglicht die Durch­ gängigkeit der Maßnahmen und das Erreichen aller Zielgruppen. ZIEL 3 Wiener*innen werden bei beruflichen Veränderungen und Weiterbildungen unterstützt, um ihre beruflichen Chancen in den Spitzenthemen zu stärken. Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie berufliche Orientierung(z.B. verfügbare Kindergartenplätze, Informationen zu Zukunftsberufen und Ausbildungen) werden laufend verbessert und ermöglichen eine hohe Partizipationsquote am Arbeitsmarkt. ZIEL 4 Top-Fachkräfte und Wissenschafter*innen, die nicht ausreichend aus der Region rekrutiert ­werden können, werden aktiv durch ­Services nach Wien geholt und finden in Wien eine hervorragende Betreuung vor; die dazu notwendigen städtischen Verfahren werden serviceorientiert abgewickelt. ZIEL 5 Um den zukünftigen Arbeitskräftebedarf zu decken, werden zugewanderte sowie gering qualifizierte Personen sowohl durch Aus- und Fortbildungsmaßnahmen als auch durch die Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen unterstützt. Auch für Erwachsene, die sich höher qualifizieren oder umorientieren wollen, gibt es maßgeschneiderte Angebote. Qualifizierte Arbeitskräfte sind eine vorrangige Basisqualität des Wirtschafts- und Innovationsstandorts. Qualifizierung und Bildung ermöglichen den Wiener*innen hohe individuelle Lebensqualität, Selbstbestimmung, Teilhabe und Beschäftigung. Für die Spitzenthemen am Wirtschafts- und Innovationsstandort bietet das Wiener Bildungssystem solide Grundkompetenzen und berufs­ relevante Fähigkeiten auf allen Kompetenzstufen. Frühkindliche Bildung beginnt in den Kindergärten und setzt sich in den Schulen, H­ ochschulen sowie in der Arbeitswelt fort. Sie inkludiert technisches ebenso wie ­soziales Lernen und das Erkennen des eigenen Selbstwerts. Die Arbeitswelt diversifiziert und verändert sich stetig – vor allem durch technologische Transformation und wirtschaftlichen Wandel entstehen neue Arbeitsrealitäten. Optimale Aus- und Weiterbildungsmöglichk­ eiten, unterstützende Berufsorientierung und eine hohe Beschäftigungsqualität sind die Voraussetzungen, um als Standort attraktiv zu bleiben. ­Ergänzend wird es in manchen Bereichen notwendig sein, auch aktiv ­ausländische Talente und Arbeitskräfte zu rekrutieren. Der systematische Dialog von Arbeitsmarkteinrichtungen, Arbeitnehmer*­innen und Unternehmen ermöglicht das gemeinsame Erarbeiten von Maßnahmen, um dem steten Wandel der Qualifikationsbedarfe zu begegnen. 38 Innovative S­ tadtverwaltung & Ökosysteme Die Wiener Innovationsfähigkeit wird von den relevanten Akteur*innen am Standort Hand in Hand mit einer starken Stadtverwaltung dynamisch gestaltet. Co-Kreation, Partizipation und neue technische Lösungen unterstützen Innovationen der Stadtverwaltung und fördern die Kreation innovativer Ökosysteme. ZIEL 1 Die Stadt Wien baut innovationsunterstützende Maßnahmen, wie etwa partizipative und co-kreative Verfahren in der Wiener Stadtverwaltung und den städtischen Einrichtungen systematisch aus, um die Entwicklung ihrer Regularien, Angebote und Leistungen bedarfsgerecht auszurichten. ZIEL 2 Die Beschaffung der Stadt Wien wird gezielt als Innovationstreiberin genutzt, um zur Ressourcenschonung und Lebensqualität im Sinn der Wiener Smart Klima City Strategie und Innovationen in den Spitzenthemen beizutragen. ZIEL 3 Die Stadt Wien bietet hoch qualitative und niederschwellige digitale Infrastrukturen, die Verwaltungsprozesse, Behördenwege und Partizipation kontinuierlich erleichtern. ZIEL 4 Innovative Ökosysteme in den Wiener Spitzenthemen werden gestärkt, indem systematisch Innovations- und Experimentierräume geschaffen und bespielt werden. Innovation und Produktivität am Wirtschaftsstandort benötigen hervorragende Infrastrukturen, Vernetzung der relevanten Akteur*innen und eine hohe Innovationsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Um diese Qualitäten bereit zu stellen, muss die Stadtverwaltung laufend an der Verbesserung und zielgruppenspezifischen Weiterentwicklung ihrer Dienstleistungen arbeiten und ihre Innovationskultur pflegen. Umgesetzt wird dies zum Beispiel über Innovations- und Experimentierräume, Co-Creation und Dialogformate, oder durch das gezielte Testen von neuen Technologien und Digitalisierungsinstrumenten wie Künstliche Intelligenz. Die Stadt Wien unterstützt gezielt engagierte und innovative Projekte, um städtische Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam mit den Wiener*innen sowie Unternehmen und Hochschulen Lösungen zu entwickeln. Die städtische Verwaltung unterstützt zudem offene urbane Innovationsmilieus, wo auch Mut und eine innovationsorientierte Fehlerkultur ihren Platz haben. 39 Flächen& Infrastruktur Wiener Flächen und Infrastruktur tragen schrittweise zur Weiterentwicklung der Wiener Spitzenthemen und zur Standortqualität als Ganzes bei: Von den Leistungen der Daseinsvorsorge, über Klimaschutz durch innovative Mobilitäts- und Energielösungen bis hin zu zeitgemäßen Forschungs- und Produktionsflächen wie auch Test­ infrastrukturen. Die Entwicklung von Lösungen, die zeigen, wie erfolgreiches und verantwortungsvolles Wirtschaften in Wien funktioniert, ist Voraussetzung für nachhaltige Exportfähigkeit mit der Marke„Wien“. ZIEL 1 Die Stadt gestaltet mit attraktiven und klimafitten Stadtquartieren systematisch eine 15-MinutenStadt. Ergänzend fließen die Anforderungen für ein lebenszyklusund kreislauforientiertes Planen und Bauen in die Entwicklungsprozesse ein. Die so aufgebauten Planungskompetenzen werden weltweit in Städten nachgefragt. ZIEL 2 Wien sichert ausreichend zeitgemäße Standorte für Produktion und Gewerbe, unterstützt aktiv die Revitalisierung von Brachflächen und Leerständen, forciert gezielt Nutzungsmischung und innovative Modelle der vertikalen Produktion und schafft damit wichtige Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Wiener Produktionsstandort. So wird auch ein Beitrag zum Boden­ schutz geleistet und weitere Boden­versiegelung nach Möglichkeit vermieden. ZIEL 3 Nachhaltige Güterlogistik und lokale, regionale wie internationale Personenmobilität tragen sowohl zu Risikominimierung und Krisensicherheit als auch zur Erreichung der Klimaziele bei. Die Stadt forciert den Ausbau entsprechender multimodaler Infrastrukturprojekte. ZIEL 4 Innovative und resiliente erneuerbare Energieerzeugungsanlagen und Netzinfrastrukturen(insbesondere Strom, Wärme und Kälte) sowie entsprechende Breitbandinfrastruktur sichern eine optimale Erschließung und Versorgung der Standorte und werden konsequent(weiter)entwickelt. ZIEL 5 Konzentration auf hochwertige bestehende Standorte und Investitionen in moderne Spezialimmobilien wie Technologiezentren, (Labor-)Infrastrukturen, Eventund Entertainment Venues, Veranstaltungs-, Kongress- und Messe­ infrastruktur, Campusbildung mit hoher Lebens-, Arbeits- und Forschungsqualität sowie Räume kreativer Nutzung unterstützen die Ökosysteme der Wiener Spitzenthemen in Sichtbarkeit(Clusterung) und Standortqualität. ZIEL 6 Eine stadtregionale Sicht und die Zusammenarbeit für ein ­optimiertes Standortangebot in der Metropolregion gewinnt ­weiter an Bedeutung. Eine ­enger vernetzte Zusammenarbeit ­innerhalb der Vienna Region führt daher zu einer treffsicheren, zielgruppenorientierten Betriebs­ ansiedlungsstrategie. Die funktionierende Wiener Infrastruktur – seien es der öffentliche Verkehr, die internationale Erreichbarkeit, die Energie- und Wasserversorgung, die Entsorgung, die Straßen und die städtischen Räume – ist eine unverwechselbare Marke Wiens. Die Wiener*innen und die hier Wirtschaftstreibenden können sich auch weiterhin auf die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Infrastrukturen verlassen. 40 41 Skalierung Skalieren bedeutet im Sinn von“WIEN 2030 – Wirtschaft& Innovation“ die Durchsetzung und Verbreitung von innovativen Lösungen – in der Stadt und auf internationalen Märkten. Unter„scaling deep“ wird das Ausrollen von erfolgreichen Innovationen in bestehende Strukturen in Wien verstanden – dies ist die Voraussetzung für „scaling up“ – Lösungen zu exportieren. ZIEL 1 Wien fördert zur Steigerung der scaling up-Potenziale gezielt die Standardisierung von Daten, ­Prozessen und Produkten. ZIEL 2 Die Stadt Wien passt ihre Regeln systematisch entlang von erfolgversprechenden Lösungsansätzen an, um das Skalieren von Innovationen zu unterstützen. Dies ­impliziert auch die Vereinfachung bestehender Regeln, die Gestaltung der Regularien im Kompetenz­bereich der Stadt Wien, ebenso wie die Mitgestaltung auf Bundes- und EU-Ebene. ZIEL 3 Wien entwickelt geeignete Finanzierungs­instrumente und schafft Zugang zu Netzwerken, die das Skalieren von ­Inno­vationen in Wiener Spitzenthemen ­sowohl in der Stadt als auch auf ­internationalen Märkten unterstützen. ZIEL 4 Unternehmen und Organisationen finden in den Wiener Spitzenthemen besonders gute Voraussetzungen – z.B. durch die Stadt Wien als Lead- und Pilotkundin, öffentliche Beschaffung, Zugang zu Finanzierungsnetzwerken oder Unterstützung im Marktauftritt durch die Strukturen am Standort. Wien hat historisch und in den jüngeren Jahren bewiesen, wie Innovationen entwickelt und großflächig implementiert werden. Anknüpfend an die Geschichte der Wiener Infrastrukturnetze, des Städtebaus und zahlreicher Produktinnovationen ist es gelungen, starke Start-up-Milieus aufzubauen und enorme Fortschritte etwa im U-Bahn-Bau oder in der ­Dekarbonisierung der Wärme- und Kälteversorgung zu erreichen. Um für die kommenden Bedürfnisse gut gerüstet zu sein, bedarf es einer Überführung der erfolgversprechendsten Pilotprojekte und Start-ups in die Fläche sowie in die Exportfähigkeit. Normen, Standards und Regulierungen haben dabei nicht nur den Zweck, die hohe Qualität des Standortes sicherzustellen, sondern sie tragen maßgeblich zu wirtschaftlich tragfähigen Innovationen bei. Wirtschaftlicher Wettbewerb benötigt Klarheit, Kontinuität und Vorhersehbarkeit dieser Rahmenbedingungen. Werden sie progressiv gestaltet, so unterstützen sie bahnbrechende Innovationen, wie es historisch bei der Wiener Wasserversorgung, dem Straßenverkehr aber auch bei der globalen Entwicklung des Internets der Fall war. Dabei spielen technische Normen eine ebenso wichtige Rolle wie Standards sozialer Gerechtigkeit, Konsument*innenschutz oder Umwelt- und Klimaschutz. Für das nachhaltige Wachstum erfolgversprechender Geschäftsmodelle wird neben produktspezifischen Kompetenzen vor allem unternehmerisches ­Finanzierungs-Know-how gefragt sein. 42 Forschungstranslation Forschung in Wien soll unter Einbindung von Nutzer*innen, Stadtverwaltung und Wirtschaft Lösungen für urbane, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen ermöglichen. Forschungsergebnisse aus den Wiener Spitzenthemen werden weiterentwickelt und für die Stadt sowie für die Bevölkerung nutzbar gemacht. Die Stadt stellt dafür systematisch ihre Infrastruktur und öffentliche Räume zur Verfügung, die Entwicklungen und Testen von neuen Lösungen in Realumgebungen möglich machen. ZIEL 1 In ausgewählten Enabling Technologies der Wiener Spitzenthemen fördert Wien Top-Forschung von Wiener Hochschulen und Forschungseinrichtungen und schafft so Grundlagen, deren Ergebnisse aktiv durch die Akteur*innen am Standort z.B. über Eigentumsrechte aufgegriffen werden. ZIEL 2 Forschende in Wien finden professionelle Strukturen vor, die Spin-offs und Start-ups in Wiener Spitzen­themen dabei ­unterstützen, wirtschaftlich erfolgreich zu werden. Wiener Spin-off­-Inkubator*innen und Technologietransferzentren arbeiten miteinander Hand in Hand. ZIEL 3 Wien forciert regionale und internationale Kooperationen und Co-Creation zwischen Forschungseinrichtungen, etablierten Unternehmen, Start-ups und der Stadtverwaltung entlang gemeinsamer Projekte. Städtische Strukturen werden dort, wo es möglich ist, systematisch als Living Labs/Reallabore für Pilotanwendungen zur Verfügung gestellt. ZIEL 4 Wien unterstützt die ­Vermittlung von Forschungsbedarfen und Forschungsergebnissen zwischen ­Forscher*innen, ­Studierenden, Stadtverwaltung und ­Unternehmen. Die vielfältige Hochschullandschaft Wiens leistet einen u­ nabkömmlichen Beitrag für die fortschrittliche Entwicklung der Stadt generell, und des Wirtschafts- und Innovationsstandorts im Speziellen. Erfolge des ­Wirtschafts- und Innovationsstandorts Wien bauen vielfach auf ­Erkenntnissen der Hochschulen und außeruniversitären Forschungs­ einrichtungen auf. Die enorme Wissensbasis der Forschungseinrichtungen gilt es für ­Erkenntnisse und Anwendungen in Unternehmen, der Stadtverwaltung und Organisationen am Standort Wien darüber hinaus zu übersetzen und anwendbar zu machen. Am Forschungsstandort Wien werden auch ­vermehrt Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen ­entwickelt, was vielfach Forschung mit unmittelbarem Bezug zu Wien bedeutet. Diese Übersetzungsarbeit wird in Wien durch Kommunikation, Kooperation und die entsprechenden Formate systematisch unterstützt. 43 Förderungen& Drittmittel Förderungen in Wien steigern die regionale Wertschöpfung und sichern langfristig Arbeitsplätze. Sie unter­ stützen die grüne und digitale Transformation der Wiener Unternehmen und erleichtern den Zugang zu ­nationalen und EU-Programmen. ZIEL 1 Die Stadt Wien und ihre Einrichtungen optimieren laufend ihre Förderstrukturen in Hinblick auf die Wiener Spitzenthemen. ZIEL 2 Wien unterstützt die Unternehmen am Standort bei der Stärkung ihrer Innovationskompetenzen und der Entwicklung und Implementierung von digitalen und Klimalösungen. ZIEL 3 Wien designt – im Sinne der Subsidiarität – seine Förderungen derart, dass ein Mehrwert zu nationalen und EU-Förderungen entsteht, und die grüne und digitale Transformation der Wiener Unternehmen unterstützt wird. ZIEL 4 Akteur*innen des Wiener Forschungs- und Innovationsssystems gelingt es verstärkt nationale und europäische Förderangebote zu nutzen. Wien unterstützt dies durch intelligente Instrumente und Services. ZIEL 5 Wien bringt sich in Hinblick auf die Wiener Spitzenthemen aktiv in die Mitgestaltung des Förderwesens auf nationaler sowie EU-Ebene ein. In Wien werden Förderungen vergeben, die insgesamt die regionale Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Sie dienen der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, der Auslösung ­weiterer Investitionen, Vernetzung der verschiedensten Wirtschafts- und Innovations­treiber*innen. Wirtschafts- und Innovationsförderungen unterstützen gezielt Hochschulen, Unternehmen und Start-ups und ­initiieren cross-sektoral kooperative Innovationsprojekte. Die Strukturen in Wien stellen nicht nur auf die unmittelbaren Auswirkungen von Förderungen auf einzelne unterstützte Akteur*innen ab, sondern verfolgen darüber hinaus die Ziele Ressourcenschonung und Lebens­ qualität im Sinn der Smart Klima City Strategie. Hierzu zählen etwa stadtplanerische Aspekte – zB. die Belebung von Grätzln mit entsprechender Infrastruktur und geeignete Rahmenbedingungen für städtische Produktion – ebenso wie Zukunftsherausforderungen für Unternehmen oder die Unterstützung eines offenen, innovationsfreundlichen gesellschaftlichen Klimas. 44 Kommunikation& i­ nternationale P­ ositionierung Wien ist weltweit als Kunst- und Kulturmetropole bekannt. Durch gezielte Kommunikation positioniert sich Wien zusätzlich als Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftsstandort und macht die Stärken entlang der ­Wiener Spitzenthemen in Wien und international sichtbar. ZIEL 1 Das Standortmarketing kommuniziert die Stärken des Wiener Wirtschafts- und Innovationsstandorts international systematisch entlang der Wiener Spitzenthemen. ZIEL 2 Relevante Akteur*innen und Einrichtungen im Umfeld der Stadt sowie international ausgerichtete Unternehmen in Wien kennen den Mehrwert der Strategie WIEN 2030 und kommunizieren diesen an ihre Zielgruppen. ZIEL 3 Der Wirtschafts- und Innovationsstandort Wien wird international durch geeignete Veranstaltungsformate und Kommunikationsmaßnahmen als„European Player“ positioniert – breitenwirksam und gezielt in definierte Zielgruppen. Um die Stärke Wiens als Innovations- und Wirtschaftsstandort in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, bedarf es Bilder und Geschichten, die das bekannte Bild von der Stadt nützen und dieses gleichzeitig mit neuen Wahrnehmungen aufladen. Das neue Standortmarketing positioniert Wien als Wirtschafts-, Technologie- und Innovationsstandort und macht dadurch lokale Chancen sowie internationale Wettbewerbsvorteile sichtbar. Wien betreibt in enger Abstimmung der relevanten Einrichtungen ­Standortmarketing um ihre Zielgruppen erfolgreich zu erreichen. Es geht einerseits darum Unternehmen, Meetings, Talente und Besucher*innen anzuziehen, die zu den Wiener Spitzenthemen und zu Wien passen. ­Darüber hinaus ist die hohe Qualität von Wiener Lösungen und Leistungen zu vermitteln, die oftmals im globalen Spitzenfeld stehen. Zusätzlich zu den bekannten historischen und kulturellen Stärken und Attraktionen werden jetzt auch die klimatauglichen Stadtlösungen Wiens, die Leistungen der Life Sciences aber auch die quantenmechanischen Kompetenzen oder auch die Vorreiterrolle der additiven Fertigung im internationalen Vergleich kommuniziert. Durch systematische strategische Kommunikation und gezielte Marketingaktivitäten wird Wien als Wirtschafts-, Technologie- und Innovationsstandort mit hoher sozialer Verantwortung und einem unterscheidbaren Profil positioniert. 45 46 Kontext 47 „WIEN 2030 ­ Wirtschaft& Innovation“ im Kontext r­ elevanter Partnerstrategien und Vereinbarungen Neben der Smart Klima City Strategie und dem Wiener Klimafahrplan steht„WIEN 2030- Wirtschaft & Innovation“ mit zahlreichen ­Partner*innenstrategien und Vereinbarungen in Verbindung: • Gute Arbeit, Bildung, Qualifikation und Digitalisierung zum Nutzen der Menschen sind mit dem „Bündnis für das wachsen­ de Wien“ zwischen der Stadt Wien, der Arbeiterkammer Wien und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund vereinbart. Die große Bedeutung des Prinzips „der Mensch in der Mitte“ sowie die intensive Einbindung der Sozialpartner*innen in ­zentrale Fragen des Arbeitsmarktes, der sozialen Sicherheit und der Stadtentwicklung sind die Basis dafür, dass Wien heute zu den lebenswertesten Städten der Welt zählt. • Die Digitalisierung sämtlicher ­Lebensbereiche ist eine Herausforderung, der sich die Stadt Wien entlang der strategischen Linien der „Digitalen Agenda Wien“ stellt. Diese beschreibt auch die Gestaltung der künftigen Leistungsangebote der Stadt Wien für die Bürger*innen und für die Wirtschaft mithilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie, unterstützt durch eine zeitgemäße IKT-Strategie in der Wiener Stadtverwaltung. • Wien kooperiert als Bundesland und Stadt eng mit den Wiener Hochschulen speziell zu urbanen Herausforderungen. Um diese Themen zu bearbeiten wurde das „Kooperationsabkommen zum Hochschulstandort Wien“ zwischen dem Bürgermeister der Stadt Wien und sämtlichen ­öffentlichen und privaten Universitäten, Fachhochschulen sowie pädagogischen Hochschulen in Wien unterzeichnet. • Die Stadt Wien hat sich gemeinsam mit den Sozialpartner*innen und arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Akteur*innen im „Qualifikationsplan Wien 2030“ zum Ziel gesetzt, durch Höherqualifizierung und Erweiterung von beruflichen Kompetenzen, insbesondere auch digitaler Kompetenzen, die beruflichen Entwicklungschancen von Wiener*innen zu verbessern und Fachkräfte für die Wiener Wirtschaft zu qualifizieren. • Mit dem „Stadtentwicklungs­ plan“ (STEP) beschließt der Wiener Gemeinderat alle zehn Jahre die Leitlinien für die langfristige räumliche Entwicklung. Die Ziele, Strategien, Regeln und Arbeitsaufträge sind Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Stadtpolitik, der Stadt­ verwaltung und der städtischen Unternehmen betreffend alle räumlichen Entwicklungen. Sie sind bei Planungs­aufgaben mit Raumbezug von allen ­Beteiligten zu berücksichtigen, etwa in der Stadtteil-, Flächenwidmungsund Bebauungsplanung aber auch bei Bauvorhaben für Wirtschaft, Wohnen und Infrastruktur. Inhaltliche Schwerpunkte des STEP sind die Weiterentwicklung der Bestandsstadt und Stadterweiterung, der Grün- und Freiraum sowie der öffentliche Raum, das Mobilitätssystem, Raum für alle Formen der Wirtschaft und Arbeit, bestehende und neue städtische Zentren sowie die Unterstützung der ­Planungen der sozialen Infrastruktur und der Energiewende. • Im „Wiener Digitalisierungs­ pakt“ haben die Wiener Sozial­ partner*innen beschlossen, Wien gemeinsam zu einem internationalen„Digitalisierungs­ hotspot“ zu entwickeln, in dem das Wohl der Menschen mit stabilen und sicheren Arbeitsplätzen im Mittelpunkt steht, und die Wirtschaft attraktive Entwicklungsmöglichkeiten ­vorfindet. • Mit dem „Wiener Klimafahrplan 2040“ greift die Stadt Wien die Leitziele der Smart Klima City Strategie auf und formuliert die wichtigsten Hebel und Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität Wiens bis 2040. Der Fahrplan umfasst Klimaschutz, Klimaanpassung sowie Kreislaufwirtschaft und versteht sich als Auftakt für einen langfristig angelegten Prozess für ein lebenswertes und klimaneutrales Wien. • Bürger*innen und Patient*innen kann im Gesundheitsbereich 48 mit Hilfe neuer Technologien der Zugang zu Leistungen des ­Gesundheits- und Sozial­wesens erleichtert und verbessert werden. Dafür trägt die „Wiener eHealth Strategie“ Sorge. • Zur Planung und Koordinierung von Maßnahmen, die die Gesundheit und die damit verbundene Lebensqualität der Wiener Bevölkerung in allen Lebensphasen und Lebenswelten stärken, dienen die „Wiener Gesund­ heitsziele 2025“ . • Der produzierende Sektor wird im „Wiener Standortabkommen 2023“ zwischen der Industriellenvereinigung Wien und der Stadt Wien behandelt. Darin vereinbart sind Maßnahmen zur Stärkung von Forschung und Innovation in Wien, Initiativen zur Fachkräftesicherung und Verbesserung der dualen Ausbildung, sowie zu Fragen des Flächen- und Umfeldmanagements, der Verkehrsinfrastruktur und der Energieversorgung. • Die „Wiener Visitor Economy Strategie 2025“ porträtiert die Vielfalt der Gäste, die die Stadt besuchen oder, ­zumindest temporär, zu ihrem neuen Lebens­mittelpunkt machen. Vor allem aber richtet sie den Fokus auf die Stadt selbst um Wien als Metropole zu stärken und weiterzuentwickeln – zum Wohle von Bewohner*innen und Besucher*innen sowie der Wiener Unternehmen. • Digitalisierung ist auch Thema in der im Jänner 2022 zwischen der Wirtschaftskammer Wien und der Stadt Wien abgeschlossenen „Zukunftsvereinbarung für Wien“ . In diesem Dokument wird auch ein gemeinsames Bekenntnis dazu abgelegt, Verfahren möglichst einfach, rasch und kostensparend zu erledigen, Fachkräfte und Start-ups zu ­fördern und Produktionsbe­ trieben auch in einer wachsenden Stadt Platz einzuräumen. • Die vom Wiener Gemeinderat 2022 neugefasste „Smart Klima City Strategie“ gibt Antworten auf aktuelle, globale Herausforderungen und definiert die ­Energie- und Klimapolitik der Stadt Wien für die ­nächsten Jahrzehnte. Als oberste Rahmen­strategie der Stadt Wien gibt sie Ressourcenschonung, Lebensqualität und Innovation als Leitziele vor. WIEN 2030 – Wirtschaft& Innovation versteht sich als ihre Teilstrategie. • Mit „Raus aus Gas – ­Wiener Wärme und Kälte 2040“ ­bezeichnet die Stadt Wien die kommenden Umsetzungsschritte für den Ausstieg aus der fossil betriebenen Raumwärme. Das Vorhaben wurde als Programm in der Baudirektion der Stadt Wien gestartet und wird nach einer Vorbereitungsphase 2023-2025 mit allen relevanten Dienststellen und städtischen Unternehmen sowie mit den Bürger*innen und den Wiener Unternehmen gemeinsam umgesetzt. Das Programm basiert auf dem 2022 beschlossenen Konzept„Raus aus Gas- Wiener Wärme und Kälte 2040“ und dem 2024 vorgelegten„Wiener Wärmeplan 2040“. 49 Strategieerstellung und S­ trategieumsetzung Die Erstellung der Strategie ­erfolgte vom Frühjahr bis Herbst 2019, inhaltlich und ­organisatorisch betreut durch die Stadt Wien, Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik, im Auftrag des Amtsführenden Stadtrats für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke, Peter Hanke. • Ein Kernteam mit Vertreter*innen der Sozialpartner*innen in Wien sowie den wirtschafts- und innovationsrelevanten Organisationen der Stadt Wien erarbeitete die Kernaussagen der Strategie. • 50 Expert*innen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Unternehmen und Verwaltung nahmen in mehreren Workshops an der Strategieerstellung teil. • Am„Forum WIEN 2030- Wirtschaft& Innovation“ nahmen 140 Expert*innen und interessierte Bürger*innen teil. • Die Betriebsbesuche von Stadtrat Peter Hanke haben wert­ vollen Input geliefert. • Zahlreiche Gespräche mit Führungspersonen von Wiener Hochschulen, Forschungs­ einrichtungen, Unternehmen und Interessensvertretungen wurden geführt. • Ein„Vienna Economic Council“ (VEC), bestehend aus den Sozialpartner*innen, Vertreter*innen aus Forschung und Unternehmen sowie den wirtschafts- und innovationsrelevanten Organisationen der Stadt Wien, unter der Leitung des Amtsführenden Stadtrats Peter Hanke wurde gegründet. Die Umsetzung der Strategie begann mit Herbst 2019 nahtlos angrenzend an die Strategie­ erstellung, ebenfalls betreut durch die Stadt Wien, Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik, im ­Auftrag des Amtsführenden Stadtrats Peter Hanke. • Im„Vienna Economic Council“, unter Vorsitz von Stadtrat Peter Hanke, haben die relevanten Wirtschaftsakteur*innen Wiens einander regelmäßig orientiert. • Der„Vienna Economic ­Council“ hat mehrere Projekte und ­Initiativen gestartet. • Der Wirtschaftskrisenstab des „Vienna Economic Council“ hat die Abstimmung der wichtigsten Wirtschaftsakteur*innen in der Corona-Pandemie übernommen. • Die Mitglieder des Kernteams initiierten über ihre Communities seit 2019 gemeinsam 114 Leitprojekte, ihr gesamtes Budget übersteigt das Volumen von einer Milliarde Euro deutlich. An den Leitprojekten sind mehr als 250 Organisationen beteiligt. • Die wirtschafts­relevanten Ein­richtungen der Stadt Wien ­haben ihre Tätigkeiten ­weit­gehend entlang der Spitzen­ themen der Strategie aus­ gerichtet. Mitte 2024 begann das Kernteam mit einer Evaluierung und Nachschärfung der Strategie – mit dem Anspruch auf mehr Wirksamkeit und deren Messbarkeit als zentrales Ergebnis. Darüber hinaus wurden die Schwerpunkte Forschungstranslation, Skalierung, Gesundheitsprävention als Wirtschaftsfaktor, Kommunikation sowie Schärfung des Themas Smarte Lösungen zur Weiterverfolgung der Strategie herausgearbeitet. ­Gemäß des Auftrags des Vienna Economic Council ­wurden die Schwerpunkte in der vorliegenden Version des Strategie­textes adaptiert und fokussiert. 50 Genese der Strategieumsetzung von„WIEN 2030“ Netzwerkanalyse, 6 Pionierlabs zu WIEN 2030-Spitzenthemen Start Kernteam+ Vienna Economic Council(VEC): Strategieerstellung, finale Abstimmung 2019 2020 Beauftragung Strategie­ erstellung durch Stadtrat Peter Hanke Involvierung 140 Stakeholder*innen Vorstellung der Strategie mit 33 Leitprojekten Jährlich wiederkehrend: 2 Kernteamsitzungen 2 VEC Sitzungen Innovationskonferenz der Stadt Wien Monitoring Leitprojekte 49 Leitprojekte Anpassung mehrerer Förderausschreibungen Stadt Wien VEC Wirtschaftskrisenstab Quantitative Stand­ ortanalyse zu WIEN 2030-Spitzenthemen Start des Programms Raus aus Gas Start Standortmarketing Start Fachkräftezentrum Anpassung Förder­ portfolio Unternehmen Expert*innenbefragung zur Wirkung von WIEN 2030 VEC beschließt MINT-Initiative VEC beschließt das 100. Leitprojekt, Gesamtvolumen übertrifft Mrd. Euro VEC beschließt 2030-Review 2021 70 Leitprojekte 2022 2023 95 Leitprojekte Kernteam hat mehr als 250 relevante Wirtschaftsakteur*innen entlang der Leitprojekte aktiviert 114 Leitprojekte 2024 Strategie WIEN 2030 „reviewed“ Kernteam evaluiert Strategieumsetzung Kernteam überarbeitet Spitzenthemen& Handlungsfelder Beschluss weiterer Leitprojekte und strategischer Initiativen 51 Mitwirkende bei der Strategieumsetzung VIENNA ECONOMIC COUNCIL Name Anderl Renate Angelo Silvia Binder Michael Draxl Petra Fassl Lisa-Marie Felbermayr Gabriel Hanke Peter Himpele Klemens Hesoun Wolfgang Hirczi Gerhard Karepova Mariana Katzian Wolfgang Kettner Norbert Krajcsir Martin Madreiter Thomas Meißl Fritz Pochtler Christian Ruck Walter Seidler Sabine Stampfer Michael Truger Achim von Lattorff Philipp Walter Norbert Weinelt Peter Wieser Peter Windisch Franz KERNTEAM Name Adam Ursula Bartik Christian Berger Christian Biach Alexander Braumann Alfried Brichta-Hartmann Christina Cerveny Michael Czernohorszky Eva Falb Valentin Fencz Christian Hagler Michael Institution AK Wien ÖBB Infrastruktur Wiener Gesundheitsverbund AMS Wien Female-Founders Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung Stadt Wien, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit Industriellenvereinigung Wien Wirtschaftsagentur Wien Europäisches Patentamt ÖGB Wiener Tourismusverband Wiener Stadtwerke Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Industriellenvereinigung Wien Wirtschaftskammer Wien TU Wien Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds Universität Duisburg-Essen Boehringer Ingelheim Landwirtschaftskammer Wien Wiener Stadtwerke Stadt Wien- Wirtschaft, Arbeit und Statistik Landwirtschaftskammer Wien Institution Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Wirtschaftsagentur Wien AK Wien Sozialversicherung der Selbständigen Wirtschaftsagentur Wien AK Wien Urban Innovation Vienna Wirtschaftsagentur Wien Industriellenvereinigung Wien Wiener Stadtwerke Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit 52 Himpele Klemens Höhrhan Johannes Holzer Rainer Horak Clemens Jarolim Bernhard Kainz Uschi Kolesnik Michael Krenn Rene Lang Roland Lasinger Donia Löcker Daniel Löffler Jutta Nagl Elisabeth Naumann Helmut Noever-Ginthör Elisabeth Oberndorfer Franz Ohler Sabine Paic Anita Penz Markus Plas Regina Rauscher Beatrix Schlager Christa Schmid Waltraud Schuberth Helene Stadlbauer Ute Steiner Marianne Steinkogler Petra Stumpf-Fekete Monika Tüchler Ernst Wanzenböck Christine Wenzl Antonia Wurm Christian WIEN 2030- LEITPROJEKTE Name Adam Ursula Amstötter-Visotschnig Michaela Bartik Christian Bauer Ramon Bernart Alexander Braumann Alfried Braun Oliver Bürbaumer Magdalena Czernohorszky Eva Dechant Hans Deller Anita Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit Industriellenvereinigung Wien Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien, Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit AK Wien Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds Stadt Wien – Kultur Stadt Wien, Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds Wirtschaftskammer Wien Wirtschaftsagentur Wien Wiener Gesundheitsverbund Wirtschaftsagentur Wien WienTourismus WienTourismus Wirtschaftskammer Wien Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik AK Wien Urban Innovation Vienna ÖGB Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik ÖGB Stadt Wien- Wirtschaft, Arbeit und Statistik Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Stadt Wien- Wirtschaft, Arbeit und Statistik Institution Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Universität für Bodenkultur Wien Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien – Wirtschaft, Arbeit und Statistik AUVA Vienna Region ARTIST Hospitality TU Wien Wirtschaftsagentur Wien Wiener Lokalbahnen INNOVATE Verein 53 WIEN 2030- LEITPROJEKTE Name Eisenriegler Sepp Eisl Alexander Felbermair Elisabeth Fialka Irene Formanek Susanne Formanek Susanne Frey Christian Fries Ulrich Fritz Michaela Fruhmann Tanja Futterknecht Tanja Galuska Markus Gatschnegg Wolfgang Gent Sascha Grasl-Akkilic Senol Gredler-Oxenbauer Paul Gressel Matthias Hagler Michael Hainzl Philipp Hartmann Stephan Haslinger Walter Häßler Susanne Hemmer Evelyn Herkommer Fridolin Hesina Gerd Himpele Klemens Hofbauer Heinz Holzer Rainer Hufgard-Leitner Georg Hunschofsky Johannes Juen Alexander Jungbauer Johannes Kahler Christopher Kainz Uschi Kaltenböck Astrid Kanonier Claudia Klemen Markus Komarek Julia Kreß Oliver Lasinger Donia Löcker Daniel Luger Bernadette Lutter Johannes Lutz Brigitte Mayer Thomas Meißl Fritz Institution Reparatur- und Service-Zentrums R.U.S.Z ABC Research AK Wien INiTS Universitäres Gründerservice Wien GRÜNSTATTGRAU RENOWAVE Wirtschaftsagentur Wien KRW Kreative Räume MedUni Wien Wiener Gesundheitsfonds Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Wirtschaftsagentur Wien WH Arena Projektentwicklung Center for Digital Production Volkshilfe Wien Wien Energie Aspern Smart City Research Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit LISAvienna Stadt Wien- Technische Stadterneuerung Bioenergy and Sustainable Technologies Stadt Wien- Energieplanung Wirtschaftsagentur Wien AK Wien VRVis Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien- Einwanderung und Staatsbürgerschaft EIT Manufacturing East Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Wien Energie Wiener Netze Wirtschaftsagentur Wien EIT Health Austria Urban Innovation Vienna SBA Research Wiener Linien Stadt Wien- Wirtschaft, Arbeit und Statistik Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds Stadt Wien- Kultur Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik Urban Innovation Vienna Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds 54 Melmer Bernhard Miksch Sigrid Mischek Michaela Munksgaard Camilla Nabicht Werner Nigl Monika Oberndorfer Franz Osmera-Zagorski Camilla Pattart-Drexler Helga Petraschek Thomas Pichlmayr Joe Pintilie Alexandra Plas Regina Posset Martin Rezania Rusbeh Robbi Steffen Ruda Romana Sattler Stefan Scheibelberger Jutta Schickling Claudia Schliesselberger Peter Schmiedhuber Susanne Schuster Andreas Schwarzinger Elisabeth Seydel Robert Simoner Marcel Soroldoni Daniele Stelzer Roland Strini Karin Supper Susanne Tatzberger Gabriele Thell Gerrit Trattner Alexander Trautenberger Gerin Tudiwer David Unzeitig Ulla Vogl Bernd Weidinger Norbert Weishaupt Katharina Werner Franz Wiesinger Peter Winder Manuela Wolf Heinz Wrohlich Kristina Wurm Christian Würschl Patrick Zoll Roland Wirtschaftsagentur Wien Vinzenz Gruppe allora Immobilien Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien- Wien Digital Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit Bildungsdirektion Wien INNOVATE Verein ÖBB IKARUS Security Software Wirtschaftsagentur Wien WK Wien thinkport Vienna Wien Energie Digital Findet Stadt Future Health Lab Stadt Wien- Energieplanung KAT Austria TU Wien Wien Energie Kuratorium Psychosoziale Dienste in Wien Aspern Smart City Research WH Arena Projektentwicklung Wiener Tourismusverband Urban Innovation Vienna Vienna Bio Center Core Facilities Happylab WH Arena Projektentwicklung Green Energy Lab Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien – Wirtschaft, Arbeit und Statistik HyCentA Research KAT Austria Stadt Wien, Magistratsdirektion- Bauten und Technik RENOWAVE Stadt Wien- Energieplanung Stadt Wien, Magistratsdirektion- Organisation und Sicherheit; Messe Wien Besitz FH Campus Wien Wiener Linien Wirtschaftsagentur Wien Wirtschaftsagentur Wien Wirtschaftsagentur Wien Stadt Wien- Wirtschaft, Arbeit und Statistik Impact Hub Vienna Wiener Netze 55 © Stadt Wien, 2024