An einen Haushalt. Österreichische Post AG/Postgebühr bar bezahlt RM 01A023769 K Verlagspostamt 1010 Wien. Fotos: Stadt Wien/Kerstin Hammerschmid, Stadt Wien/Bubu Dujmic, Getty Images Vorteilsclub Mitglieder profitieren von zahlreichen Gewinnspielen . Diesmal wartet hinter jedem Türchen des Adventkalenders eine Überraschung. Seite 20–24 AUSBORGEN STATT KAUFEN Bohrmaschine, Campingzelt und Pastamaschine: In sechs Leihläden gibt es Dinge, bei denen sich ein Kauf nicht auszahlt. Das Ausborgen ist kostenlos. Seite 14 MEIN WIEN 18 | 2025 Motor für die Wirtschaft Wien ist der Wirtschaftsmotor Österreichs. Immer im Fokus: sichere Jobs, gute Lebensqualität und Investitionen in die Infrastruktur, die die Stadt voranbringen. Seite 4–7 ARBEITEN AN WIEN Die Profis von der Bau­polizei kontrollieren Gebäude und Baustellen. Für diese spannende Aufgabe wird Personal gesucht. Infos zu diesem und anderen Jobs bei der Stadt Wien gibt’s unter jobs.wien.gv.at Seite 17 ADVENTZAUBER Bürgermeister Michael Ludwig lädt zum Christkindlmarkt auf den Rathausplatz ein. Seite 19 WIEN SETZT EIN ZEICHEN GEGEN GEWALT Ob zu Hause, am Arbeitsplatz, im Club oder im öffentlichen Raum: Nur Ja heißt Ja! Sexuelle Selbstbestimmung ist heuer der Schwerpunkt der Aktion„16 Tage gegen Gewalt“. Seite 12–13 2 M e in e S tadt 14  |  2025 MEIN WIEN ES WEIHNACHTET IN WIEN ­ A derHaus d tür ventstimmung direkt vor Kleine und wenig bekannte Christkindlmärkte gibt es heuer wieder in der ganzen Stadt zu entdecken. Neben Lebkuchen und Punsch bieten sie ein buntes Rahmenprogramm. V om Hundemarkt über den mittelalterlichen Basar bis zu Weihnachtsdörfern: Zahlreiche Christkindlmärkte verkürzen auch im Grätzl die Wartezeit bis zum Heiligen Abend.„Wien ist das Herz der europäischen Weihnachtstradition. Unser reiches Angebot an Christkindlmärkten, kulturellen Highlights und nachhaltigen Initiativen macht Wien zur wahren Weihnachtshauptstadt Europas“, ist Vizebürgermeisterin und Marktstadträtin Bettina ­Emmerling überzeugt. VOR DER HAUSTÜR In ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf verwandelt sich der Kardinal-Rauscher-Platz in Rudolfsheim-Fünfhaus. Dort sind handwerkliche Geschen­ke sowie warme Speisen und Getränke zu finden. Für Fotos: Getty Images, Stadt Wien/Markus Wache, Stadt Wien/Martin Votava 2| LEOPOLDSTADT 20| BRIGITTENAU FRISCHE IDEEN FÖRDERN LEBENDIGE GRÄTZL Leer stehende Geschäftslokale beleben und die Nachbarschaft aufwerten: Das war Ziel der Ausschreibung„Grätzlinitiative 20+2 – Call“ von„WieNeu+“ und der Wirtschaftsagentur Wien. Aus mehr als 60 Einreichungen setzten sich drei Jungunternehmen mit ihren Geschäftsideen durch. Eine davon ist„Deaf Space“, ein Kulturzentrum für taube Menschen des Vereins Gebärdenverse. wieneuplus.wien.gv.at 8| JOSEFSTADT INSTALLATION GEGEN DAS VERGESSEN Eine neue Dauerausstellung macht den vergessen gegangenen Luftschutzbunker im Schönbornpark sichtbar. Als Relikt der NS-Zeit blieb der Bau über Jahrzehnte weitgehend unsichtbar. Mit visuellen und akustischen Impulsen steuert die Schau„massiv unsichtbar“ dagegen und ordnet die Rolle des Gebäudes historisch ein. Z.B. 14. 12., 15 Uhr, 8., Schönbornpark, Eintritt frei, volkskundemuseum. at/massiv_unsichtbar 12| MEIDLING MITMACHLADEN SUCHT MITGLIEDER Die Genossenschaft MILA vertreibt regionale und biologische Lebensmittel zu einem leistbaren Preis. Im ersten großen Supermarkt bietet sie nun auf 350 Quadratmetern mehr als 2.500 Produkte an. Wer sich beteiligen will, muss einen einmaligen Mitgliedsbeitrag zwischen 20 und 180 Euro bezahlen und bei der Arbeit im Geschäft aushelfen. Mo, Di, Do, Fr 8–20 Uhr, Sa 8–18 Uhr, 12., Vivenotgasse 29, mila.wien 16| OTTAKRING EHRENTAFEL ERINNERT AN SPENDER*INNEN Die VHS Ottakring setzt zu ihrem 120-jährigen Jubiläum ein starkes Zeichen gegen das Vergessen. Dazu wurden Ehrentafeln, die 1940 von Nationalsozialist*innen zerstört worden waren, mithilfe einer ­erhalten gebliebenen Abschrift rekonstruiert. Die Gedenktafeln erinnern an die zahlreichen Unterstützer*innen, die mit ihren Spenden den Bau der ersten Abendvolkshochschule ermöglichten. vhs.at/ottakring MEIN WIEN 14  |  2025 M e in e S tadt 3 der Haustür musikalische Unterhaltung liest Geschichten vor und sorgen lateinamerikanische überrascht Kinder mit Tänze und weihnachtliche kleinen Geschenken. Einen Musik. Mittelalterliches Flair Tag später stattet er dem bietet der Schlosspark HetAmtshaus Neubau einen Besuch ab. Wer dem Christ„Begegnung, Genuss und vorweihnachtliche Freude stehen im Mittelpunkt der Wiener Weihnachtsmärkte.“ kind helfen will, kann von den Wunschbäumen in den Bezirksvorstehungen Neubau und Ottakring Wünsche pflücken und Kindern und Erwachsenen Freude schenken. BETTINA EMMERLING VIZEBÜRGERMEISTERIN zendorf. Neben süßem Met und würzigem Stachelbier lassen sich Armreifen punzieren und die Künste von Gaukler*innen bestaunen. Wer auf der Suche nach kreativen Geschenken von jungen Designer*innen ist, wird beim Schneeflockenmarkt im Bezirksmuseum Neubau fündig. RAHMENPROGRAMM Im Advent zieht der Nikolo seine Runden und am ­4. Dezember besucht er Mauer. Er 12., Schloss Hetzendorf, 4.–8. 12., Do, Fr 15–20 Uhr, Sa, So 11–22 Uhr, Mo 11–19 Uhr; 23., Jesuitensteig 28, 6. u. 7. 12., 10–18 Uhr; 7., Bezirksmuseum ­Neubau, Stiftgasse 8, 14. 12., 10–16 Uhr; 15., KardinalRauscher-Platz, bis 21. 12., Sa, So 15–20 Uhr; wien.gv.at/freizeit/ weihnachtsmaerkte QR-Code scannen und Video zur Markthalle sehen: 6| MARIAHILF MARKTRAUM AM NASCHMARKT ERÖFFNET Ab sofort bieten 13 Standler*innen frische Lebensmittel, wie Fleisch, Gemüse, Brot sowie andere Spezialitäten im neuen Marktgebäude an. Besonderes Highlight ist die begehbare Aussichtsterrasse mit Blick auf die Wienzeile. marktamt.wien.gv.at 18| WÄHRING GRÜNOASE BELEBT KREUZGASSENVIERTEL Platz für eine Rast bietet künftig das Grätzlwohn­ zimmer in der Antonigasse, Ecke Hildebrandgasse. Das Gebiet wird verkehrsberuhigt und mit Bäumen, Büschen, einem Trinkbrunnen sowie Sitzbänken und Hängematten aufge­ wertet. Beerensträucher versorgen die vor Ort ansässige Spatzenkolonie. Entstanden ist die Idee im Rahmen des Wiener Klimateams. Telefon 01/4000-18100, wien.gv.at/waehring 22| DONAUSTADT MUSIKSCHULE FEIERT ADVENTZEIT Bei zwei Konzerten zeigen Schüler*innen der Musikschule Donaustadt wieder ihr Talent. Vom Kammerorchester über Bläser-Ensembles bis hin zu kleinen Formationen spielen die Kinder und Jugendlichen quer durch alle Genres wunderbar weihnachtliche Beiträge. Gesammelt werden Spenden für einen guten Zweck. 16. u. 17. 12., jeweils 18 Uhr, Konzertsaal, 22., Schüttaustraße 2, Eintritt frei, musikschule22.at Gemeinsam mit der Bevölkerung werden die Vorschläge nun ausgearbeitet. 8, 14| JOSEFSTADT, PENZING Projekte fürs gute Klima Knapp 900 Vorschläge wurden eingereicht. T ausch-Schränke, sichere Fahrradstraßen oder kreative Energiegewinnung: Im vierten Durchgang des Wiener Klimateams wurden zahlreiche innovative Ideen für die Josefstadt und Penzing eingebracht. SO GEHT ES WEITER In der zweiten Phase werden die Vorschläge geprüft und bei Bedarf ausgearbeitet. Im Anschluss geben Expert*innen der Stadt eine fachliche Einschätzung zur Umsetzbarkeit ab. Im Frühling 2026 werden die Vorschläge dann zu konkreten Projektentwürfen weiterentwickelt. Danach folgt die Auswahl der Projekte durch eine repräsentativ geloste Bürger*innenJury. Anschließend werden die Ideen umgesetzt. klimateam.wien.gv.at 4 T h e ma W irtschaft 14  |  2025 MEIN WIEN FÜR EINE INNOVATIVE, SOZIALE UND LEBENSWERTE STADT Wirtschaft mit Zukunft Wien ist der Wirtschaftsmotor Österreichs: Innovative, starke Unternehmen, ein engmaschiges soziales Netz und nachhaltige Entwicklung gehen Hand in Hand. D ie aktuellen Herbstzahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO zeigen: Österreichs Ökonomie befindet sich wieder auf Wachstumskurs – und Wien ist einmal mehr Vorreiterin. „Wir setzen auf eine moderne Wirtschaftspolitik, die den Standort und die Menschen stärkt.“ MICHAEL LUDWIG BÜRGERMEISTER Die Bruttowertschöpfung wird 2025 ­laut Prognose in Wien um 0,8 Prozent steigen, während der Bundesschnitt bei 0,4 Prozent liegt. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten wird in Wien um 1,1 Prozent wachsen, österreichweit wird ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Wien bleibt also trotz wirtschaftlicher ­Herausforderungen ein leistungsstarker Standort und ­investiert in eine starke und Verkehr sowie auf dem Stärkefeld Life Sciences. Wirtschaft mit Haltung, von der alle Menschen in der Stadt profitieren. Die Schwerpunkte liegen unter anderem auf Nachhaltigkeit bei Energie ZUKUNFTSBRANCHEN WEITER STÄRKEN Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich Life Sciences verbuchen in Wien einen Jahresumsatz von 22,7 Milliarden Euro und haben mehr als 49.000 Beschäftigte. Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung neuer Therapien für Krebs und seltene Krankheiten, Impfstoffe, Diagnostika und Digital-Health-Lösungen. Wien gilt zudem als Zentrum für die Herstellung lebenswichtiger Medikamente. Im Bereich Künstliche Intelligenz und Digitaler Humanismus fördert Wien Technologien, die sich am Nutzen für die Menschen orientieren – von sicheren Datenräumen bis zu Services in Verwaltung, Gesundheit und Mobilität. Transparenz, Ethik und DatenFotos: Wirtschaftsagentur Wien/Philipp Lipiarski, Amina Stella Steiner 23, Stadt Wien/David Bohmann Inspiration für den Job gesucht? Der waff berät und hilft bei der Finanzierung von Aus- und Weiterbildung für den Traumjob. O b Aus- oder Weiterbildung, ein neuer Job, ein nachgeholter Abschluss oder der Wiedereinstieg nach der Elternkarenz: Der waff – Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds hilft beim Erfüllen beruflicher Träume. VOM BERUF ZUR BERUFUNG Dass das geht, zeigen fünf Menschen, die ihren Traumjob auf Umwegen gefunden haben. So wie Stefan, der beruflich lange orientierungslos war und heute mit Herz und Seele in der Pflege tätig ist.„Ich habe endlich eine Aufgabe und einen Sinn in meinem Berufsleben ­gefunden“, erzählt er. Oder Petra, die mit 54 Jahren ihren Lehrabschluss in der Buchhaltung nachgeholt hat. „Ich bin beruflich sicher 17 Mal abgebogen, aber jetzt bin ich doch noch angekommen.“ waff.at/ dein-traum-unser-job Der waff hat Pfleger Stefan dabei unterstützt, den Traumjob zu finden. MEIN WIEN 14  |  2025 T h e ma W irtschaft 5 ARBEITSMARKT Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak besucht das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim. schutz geben die Richtung vor. Im Bereich Social Business unterstützt die Stadt Gründer*innen dabei, soziale Ideen „Wien ist ein Standort, der Entwicklungspotenziale erkennt und Innovation aktiv fördert.“ BARBARA NOVAK STADTRÄTIN FÜR DIGITALES mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden. Bei der Digitalisierung setzt Wien den Schwerpunkt auf effizientere Abläufe, höhere IT-Sicherheit sowie Energie- und Kostenvorteile. FÜR DIE MENSCHEN „Mit Programmen wie der neuen Frauenstiftung, der ,Joboffensive 50plus‘ sowie Gründungs- und Forschungsförderungen stärken wir Wiens Innovat­ ionskraft und den Standort. Gleichzeitig sichern Invest­ itionen in den U-BahnAusbau, den leistbaren Wohnbau und in eine nachhaltige Standortentwicklung das Wachstum und die Lebensqualität für alle Menschen in der Stadt. Unser Kurs: Wien bleibt weiterhin ein starker, solidarischer und zukunftsfit aufgestellter Wirtschaftsstandort“, so Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. wien.gv.at/wirtschaft Journalistische Qualität sichern Wiener Medieninitiative wird verlängert. 600.000 Euro stehen zur Verfügung. E ine lebendige und vielfältige Medien­ landschaft ist das wirksamste Mittel gegen Desinformation und Propaganda“, betont Bürgermeister Michael Ludwig. Um sie zu gewährleisten, startet im März 2026 die nächste Einreichrunde der Wiener Medieninitiative. Besonderes Augenmerk gilt dabei wieder Projekten, die von Frauen geleitet werden. Dafür gibt es einen Bonus von 5.000 Euro. Die Wirtschaftsagentur Wien stellt insgesamt 600.000 Euro bereit – maximal 100.000 Euro pro Projekt. Diese müssen Arbeitsplätze im Journalismus sichern oder schaffen. Weitere Kriterien sind digitale und inhaltliche Innovationen sowie nachweisbare wirtschaftliche Effekte für das Unternehmen. Seit 2019 förderte die Wiener Medieninitiative mehr als 300 Projekte mit insgesamt fast 11 Millionen Euro. wirtschaftagentur.at Mehr Chancen für Frauen Frauenstiftung bringt Jobmöglichkeiten, vor allem für Wiedereinsteigerinnen ohne fertige Ausbildung. I ch wusste immer, dass ich mehr kann“, sagt Danijela Gajic. Die alleinerziehende Mutter von drei Kindern hat ihren Lehrabschluss in Serbien gemacht. Früher hat sie im Handel gearbeitet.„Jetzt mache ich die Ausbildung zur Medienfachfrau und habe die Chance, unabhängig und stärker zu sein“, so Gajic. Rund 43 Prozent der arbeitslosen Frauen in Wien haben maximal einen Pflichtschulabschluss. 100 PLÄTZE Die waff Frauenstiftung eröffnet ihnen neue berufliche Chancen. Sie richtet sich speziell an Wienerinnen ab 25 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Die Frauen erhalten Berufsorientierung, eine kostenlose Ausbildung, Arbeitslosengeld und monatlich 300 Euro Ausbildungszuschuss. Frauen können Ausbildungen in Zukunftsbranchen absolvieren, etwa in Klimaschutz und Nachhaltigkeit, in technischen und handwerklichen Berufen oder im Sozialbereich. 26 Frauen haben eine Ausbildung über die Frauenstiftung gestartet, 100 Plätze gibt es. Bis 31. Juli 2026 ist es möglich, in das Programm einzutreten. waff.at/jobs-ausbildung/ neustart-fuer-frauen 6 T h e ma W irtschaft 14  |  2025 MEIN WIEN WIEN IST DER WIRTSCHAFTSMOTOR ÖSTERREICHS – UND SETZT GEZIELT WEITERE MASSNAHMEN FÜR DEN AUFSCHWUNG „Wir mehr Wachstum“ setzen Impulse für Österreichs Wirtschaft erholt sich langsam, aber doch. Die Zeichen in Wien stehen auf Wachstum. Im Interview spricht Bürgermeister Michael Ludwig über Schwerpunkte auf dem Arbeitsmarkt und Zukunftsbranchen. Und er erklärt, was das etwa für den Klimaschutz heißt. Wo steht die Wiener Wirtschaft aktuell – auch im Vergleich zum Rest Österreichs? Michael Ludwig: Es gab in Österreich eine Rezession, aber Wien hat stark dagegen gehalten. Wir waren in den letzten zwei Jahren das einzige Bundesland mit Wirtschaftswachstum. Aber natürlich spüren wir die Wirtschaftsentwicklung, die mit geringeren Ertragsanteilen, die wir vonseiten des Bundes zugesprochen bekommen, verbunden ist. Daher müssen wir Maßnahmen zur Konsolidierung, aber gleichzeitig Wirtschaftsimpulse setzen. Wichtig ist, die Wirtschaft wieder in Gang zu setzen und zu vermeiden, dass das zarte Konjunkturpflänzchen durch Sparmaßnahmen an der falschen Stelle gefährdet wird. „Wir müssen die Wirtschaft in Gang setzen, damit das zarte Konjunkturpflänzchen nicht gefährdet wird.“ MICHAEL LUDWIG BÜRGERMEISTER Sie sprechen immer wieder vom Wirtschaftsmotor Wien. Woran lässt sich das festmachen? Michael Ludwig: Das lässt sich an der Wirtschaftsleistung festmachen. Wir erwirtschaften rund 120 Milliarden Euro Bruttoregionalprodukt und haben einen Höchststand bei der Beschäfti­gung, wenngleich auch bei uns die Arbeitslosigkeit steigt. Geringer als im Österreichschnitt, aber sie steigt auch in Wien. Allerdings bei einem Höchststand von 940.000 Beschäf­tigten. Das hängt auch damit zusammen, dass wir gezielt Impulse in verschiedensten Wirtschaftsbereichen setzen. Dazu gehört der Tourismus. Wir sind weltweit die Stadt mit den meisten Kongressen und Konferenzen. Außerdem ist Wien ein pulsierender Industriestandort. Nicht mit rauchenden Schloten, aber ganz stark im Bereich Life Sciences, Biotech­ nologie und Pharmazie. Alle großen ­pharmazeutischen Unternehmen haben Forschungs- oder Produktionsstätten ­in Wien. Neben Tourismus und Life Sciences: Was sind weitere Stärkefelder? Michael Ludwig: Das sind neben den Produktionsbereichen vor allem Dienstleistungsunternehmen. Und wir punkten überall dort, wo viel Know-how erforderlich ist. Dazu gehören Bildungseinrichtungen wie Universitäten. Wir haben rund 200.000 Studierende. Mit neun Universitäten, sechs Privatuniversitäten und fünf Fachhochschulen sind wir der wichtigste Universitätsstandort im deutschsprachigen Raum. Wo kann Wien noch stärker werden? Michael Ludwig: Wir wollen unsere hohe Kompetenz, die wir im Bereich der Daseinsvorsorge haben, weiter ausbauen. Wir sind in Österreich im Spitzenfeld, was Photovoltaik betrifft. Wir sind der stärkste Anbieter von Sonnenstrom, der drittstärkste Anbieter, was Windkraft betrifft. Auch deshalb, weil wir ein privates Unternehmen gekauft haben, um diesen Bereich auszuFotos: Stadt Wien/Bubu Dujmic MEIN WIEN 14  |  2025 T h e ma W irtschaft 7 mehr Wachstum“ bauen. Wir sind stark bei Geothermie und Großwärmepumpen. Diese Technologien ermöglichen, unser großes Vorhaben, 2040 klimaneutral zu sein, zu erreichen. Und dass wir das Projekt„Raus aus Gas“ im Zeitplan realisieren. Durch Investiti­onen in alternative Energie werden wir unab­ hängig von Gas. „Neben Hard Facts sind es soziale Angebote wie Bildung und Wohnen, die für die Ansiedlung am Standort Wien sprechen.“ MICHAEL LUDWIG BÜRGERMEISTER QR-Code scannen und das ganze Interview als Podcast anhören: Stichwort Klimaschutz: Halten Wiens Klimaziele trotz aktueller Einsparungsmaßnahmen? Michael Ludwig: Ja, denn wir haben seit 20 Jahren ein Klimaschutzprogramm, an dem wir konsequent arbeiten. Das hat auch dazu geführt, dass die CO 2 -Emissionen pro Kopf halb so hoch sind wie im Österreichschnitt. Und wir nehmen uns mit dem Klimafahrplan und dem Klimagesetz, das wir als einziges Bundesland haben, vor, diesen Weg in Zukunft konsequent weiterzugehen. Wien liegt seit vielen Jahren an der Spitze der Lebensqualitätsrankings. Wie sehr trägt diese Lebensqualität zur wirtschaftlichen Stärke der Stadt bei? Michael Ludwig: Erfreulicherweise sind wir in vielen internationalen Rankings an der Spitze gereiht. Das ist das Ergebnis einer konsequenten Politik – und auch des Fleißes der Wienerinnen und Wiener. Für die internationalen Betriebsansiedlungen ist die Lebensqualität ein wichtiges Asset: Neben den Hard Facts sind es soziale Angebote wie Bildung und Wohnen, die in den Augen internationaler Unternehmungen für den Standort Wien sprechen. Sie haben die letzte Bundesregierung immer wieder wegen fehlender Maßnahmen gegen die Inflation kritisiert. Wie hält Wien dagegen? Michael Ludwig: Es war meines Erachtens ein schwerer Fehler der letzten Bundesregierung, nicht in die Teuerung einzugreifen. Das hat dazu geführt, dass wir im Vergleich der EU-Länder die höchste Inflation hatten – mit negativen Auswirkungen auf die Haushalte, aber auch auf den Wirtschaftsstandort, weil natürlich die Wettbewerbsfähigkeit darunter leidet. Es wurden Maßnahmen im Steuerrecht gesetzt, die gravierende negative Auswirkungen auf alle Gebietskörperschaften hatten, weil es keine Gegenfinanzierung zum Beispiel bei der Abschaffung der kalten Progression gab. Allein diese Maßnahme kostet die Stadt Wien in dieser Legislaturperiode eine Milliarde Euro. Die jetzigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger müssen nun Maßnahmen setzen, um das zu kompensieren. Was wir in Wien getan haben: Die Miete bei Gemeindewoh­ nungen wurde zwei Jahre nicht erhöht. Der Bund hat versucht, hier ähnliche Maßnahmen zu setzen, da ist Wien vorangegangen. Thema Arbeitsmarkt: Sie setzen vor allem Maßnahmen für Gruppen, die es im Job schwerer haben. Beispiel Frauenstiftung: Welche Ergebnisse gibt es da? Michael Ludwig: Die ersten Frauen im Programm sind schon gestartet. Vor allem junge Frauen, die unter schwierigen Rahmenbedingungen beruflich ­ tätig sein wollen, Alleinerzieherinnen zum Beispiel. Was tut Wien, um Jugendliche fit für den Job zu machen? Michael Ludwig: Mit dem waff haben wir ein einmaliges Instrument, um gezielt gerade Personengruppen zu unterstützen, die Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben. Auf diesem Weg werden wir 1.000 junge Menschen, die länger als sechs Monate arbeitslos sind, zusätzlich qualifizieren. Welchen Rat würden Sie jungen Menschen mit auf den beruflichen Weg geben? Michael Ludwig: Immer eine Ausbildung abschließen und sich dort engagieren, wo man die eigenen Stärkefelder sieht. 8 S tadtpolitik 14  |  2025 MEIN WIEN BILDUNG RESPEKT IN DER SCHULE Maßgeschneiderte Unterstützung bekommen Wiener Schulen mit dem Programm„Respekt: Gemeinsam stärker“. Das von den Vizebürgermeisterinnen Kathrin Gaál und Bettina Emmerling geförderte Programm bringt außerschulische Hilfestellungen bei Problemen unterschiedlichster Art: So meldeten die insgesamt 30 beteilig­ ten Schulen Themen wie Mobbing, Gewalt oder Diskriminierung sowie Klassenzusammenhalt ein. Gefragt sind aber auch Unterstützung des Lehrkollegiums und Teambuilding. Im Rahmen des Respekt-Programms stehen neben Fortbildung und Workshops für Lehrende und Schüler*innen erlebnispädagogische und kreative Angebote auf dem Programm. Lehrpersonal und Schüler*innen sind ebenso eingebunden wie Eltern. respekt.wien.gv.at SCHULEN WERDEN NACHHALTIG GESTÄRKT Innovative E­ ntwicklung Das Wiener Bildungsversprechen dient der Chancengleichheit. Geforderte Pflichtschulen werden in ihrer Entwicklung begleitet. W iener Kinder sollen die beste Bildung erhalten – egal, woher ihre Eltern kommen und wie viel sie verdienen, welche Erstsprache sie haben „Wir unterstützen Schulen dabei, ihre eigenen, speziellen Ziele zu erreichen.“ BETTINA EMMERLING VIZEBÜRGERMEISTERIN UND BILDUNGSSTADTRÄTIN und wo sie wohnen. Als Teil der Bildungsoffensive von Stadträtin Bettina Emmerling bietet die Stadt gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Wien und der Bildungsdirektion ein innovatives Schulentwicklungsprogramm an, das gezielte standortspezifische Unterstützungsmaßnahmen für besonders geforderte Schulstandorte bereitstellt. Beim Wiener Bildungsversprechen sind Schulleiter*innen, Lehrpersonal, Freizeitpädagog*innen, Erziehungsberechtigte und Schüler*innen eingebunden. 37 Schulen – 18 Volks-, 17 Mittel- und zwei inklusive Schulen – haben sich seit 2022 beteiligt. Während der zweijährigen Programmzeit erhielten sie etwa Begleitung durch Organisationsentwicklungsberater*innen, Coaching für Schulleitungen, Workshops für Pädagog*innen und Schüler*innen, Fortbildung für das Lehrpersonal sowie ein Zusatzbudget zur Schulraumgestaltung. bildungsversprechen. wien.gv.at Fotos: Stadt Wien/Bubu Dujmic, Stadt Wien/Andrew Rinkhy, Stadt Wien/David Bohmann (2), FSW, Wiener Gesundheitsverbund/David Bohmann Begleitung mit professionellem Blick Petra Loinger, Projektleiterin des Wiener Bildungsversprechens, im Interview. Das Wiener Bildungsversprechen ist ein Programm, das besonders geforderte Wiener Pflichtschulen in ihrer standortspezifischen Entwicklung begleitet. Sind damit die berühmt-berüchtigten Brennpunktschulen gemeint? Petra Loinger: Pflichtschulen sind im urbanen Raum wie Wien grundsätzlich sehr gefordert. Sie sind mit unterschiedlich großen Herausforderungen konfrontiert. Sogenannte Brennpunktschulen gibt es für mich nicht. Ich sehe in der Bezeichnung eher eine Stigmatisierung. Mit welchen Entwicklungszielen werden Sie üblicherweise konfrontiert? Und welche Maßnahmen kommen zum Einsatz? Petra Loinger: Ein großes Thema ist zum Beispiel: Wie sind in der Schule Aufgaben verteilt, welche Strukturen und welche Besprechungskulturen haben wir? Ein anderes wichtiges Thema ist die ­Kommunikation. Und viele Schulen haben sich auch die Zusammenarbeit mit Freizeitpädagoginnen und-pädagogen an Ganztagsformen vorge­nommen. Das heißt, da gibt es zwei verschiedene Teams, es gibt aber keine Strukturen, wie sie sich z. B. absprechen, wie sie sich vorbereiten und wo hier ein Informationsfluss stattfindet. Da gibt es einen starken Leidensdruck. Und wie werden die Ziele konkret erreicht? Petra Loinger: Eine Beraterin oder ein Berater begleitet den Schulstand intensiv mit professionellem Blick von außen. Bei Herausforderungen in der Kommunikation, aber auch beim Umgang mit digitalen Tools ziehen wir Fachleute für QR-Code scannen und die Langversion des Interviews anhören: maßgeschnei­derte Fortbildungen hinzu. Ein weiterer Schwerpunkt sind Impulsworkshops, die dem Austausch und der Entlastung der Schulleitungen dienen. MEIN WIEN 14  |  2025 S tadtpolitik 9 Mit der Kälte-App Hilfe für obdachlose Menschen holen WARMER SCHLAFPLATZ Winterpaket Rund 1.000 zusätzliche Plätze stehen wieder für wohnungs- und obdachlose Menschen zur Verfügung. An 13 Standorten verteilt, bieten sie den Bedürf­tigen rund um die Uhr Platz, um sich aufzuwärmen oder die Nacht zu ­verbringen. Obdachlosen Menschen im öffentlichen Raum kann per Kälte-App des FSW geholfen werden. fsw.at/p/winterangebote, kaelteapp.wien INVESTITIONEN IN DIE GESUNDHEIT DER WIENER*INNEN ­Spitäler bauen um und aus Die Wiener Kliniken sichern die Behandlung für alle Menschen in der Stadt. Und werden mit neuen Therapien, Gebäuden und Geräten noch besser. P atient*innen mit einem Schlaganfall werden in der Klinik Landstraße mit einer neuen biplanen Angiog­ rafie-Anlage untersucht und behandelt. Hinter dem Begriff steckt ein Röntgengerät, das Blutgefäße exakt darstellen kann. Nach einem Notfall wie einem Riss in der Halsschlagader oder einem Aneurysma bieten sich mit der Anlage völlig neue Möglichkeiten in der Behandlung von Gefäßerkrankungen von Gehirn oder Rückenmark. SICHERE EINGRIFFE Beste Bedingungen in Sachen plastische Chirurgie gibt es in der Klinik Ottakring. Diese ermöglicht modernste Chirurgie zur Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik nach Operationen, etwa bei Tumoren oder Unfällen. Von unseriösen Anbieter*innen ist mit Nachdruck abzuraten.„Immer öfter kommen Menschen zu uns, bei denen es nach Schönheitseingriffen zu Komplikationen kommt. Oft ist eine weiPrimar Rüdiger Schernthaner und Waltraud Wölkart aus der Radiologie vor der neuen Angiografie-Anlage in der Klinik Landstraße tere Operation notwendig, um gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schäden wieder zu korrigieren“, warnt Wenzel Czedik-Eysenberg, Facharzt für plastische, ä­ sthetische und rekonstruk­tive Chirurgie. GENERALSANIERUNG Ein neues Zuhause erhalten die Radiologie, das Brustgesundheitszentrum, das Interventionelle Gefäßzentrum und Teile der V­ erwaltung der Klinik Favoriten. Die Zentrale Notauf­ nahme wird die dauerhafte Heimat für die nun im Neubau untergebrachten, topmoder­ nen Geräte für Knochendichtemessungen, Röntgenaufnahmen, Durchleuchtungen und Untersuchungen zur Brustgesundheit.„Die Patientinnen und Patienten profitieren nun von einem besseren Workflow, einer besseren Integration der Leistungen und des Ablaufs von radiologischen Untersuchungen sowie der ­exzellenten Anbindung zur Notfallabteilung“, freut sich Christian Krestan, Primar des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie. „Sicherheit ist eine der Kernaufgaben unseres Gesundheitssystems. Wir schaffen ideale Bedingungen dafür.“ PETER HACKER GESUNDHEITSSTADTRAT Bis zum Jahr 2035 wird die Klinik Favoriten in Etappen rundum erneuert. gesundheitsverbund.at QR-Code scannen und Video zu Patient*innenSicherheit sehen: 10 S tadtpolitik 14  |  2025 MEIN WIEN EMISSIONEN KONSTANT SENKEN Starkes Minus bei Treibhausgasen Verkehr und Gebäude: Wien senkt CO 2 -Ausstoß schneller als alle anderen. W ien hat beim Klimaschutz die Nase vorn: Die Stadt hat ihre „Weniger Emissionen stehen für bessere Luft und Gesundheit sowie hohe Lebensqualität.“ JÜRGEN CZERNOHORSZKY KLIMASTADTRAT Treibhausgasemissionen 2024 um fast sechs Prozent gesenkt. Der Österreich-Durchschnitt beträgt 2,6 Prozent. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky: ­„Maßnahmen wie Grünraumoffensive, Sonnen­ stromausbau oder Kreislaufwirtschaft tragen dazu bei, dass wir in der Stadt ein gutes Leben führen können.“ Auch Entsiegelung, Ausbau der Öffis und von Radwegen sowie Förderungen für Gebäudesanierungen und Heizungstausch wirken. Mit dem Wiener Klimagesetz und dem Klimabudget hat die Stadt rechtliche und finanzielle Grundlagen für ihren Weg zur Klimaneutralität bis 2040 geschaffen. wien.gv.at/klimafahrplan PHOTOVOLTAIK SONNENKRAFT VOM MARKT FÜR DIE STADT Der Großmarkt Wien in Inzersdorf ist seit mehr als 50 Jahren Österreichs größte Drehscheibe für Obst, Gemüse und Blumen. Auf acht Flugdächern sorgen nun 440 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 190 Kilowatt für mehr sauberen Strom im Stadtgebiet. Der aus der Photovoltaikanlage gewonnene Ökostrom wird direkt in das Stromnetz eingespeist und kommt somit allen Menschen in der Stadt zugute. grossmarkt-wien.at Fotos: Stadt Wien/Christian Fürthner (2), Pertramer, Wien Energie/Foto by Hofer, Haworth Tompkins, Stadt Wien/Gregor Kuntscher, Stadt Wien/David Bohmann Mehr Schutz am Wienfluss Sechs Rückhaltebecken mit einer Gesamtkapazität von bald 1,3 Millionen Kubikmetern bilden einen Wall für die Stadt. A ls wichtiger Teil der Wienflussregulierung schützen die Auhof­ becken zwischen 13. und 14. Bezirk die Stadt vor Hochwasser. Sie halten große Wassermassen so lange zurück, bis der Pegel des Wienflusses wieder sinkt und gefahrlos abgeleitet werden kann. Aktuell werden die Wehrmauern der Rückhaltebecken in Auhof saniert und um bis zu einen Meter erhöht. Vor einem Jahr wurden Teile Hietzings und Penzings vom Extrem-Hochwasser stark getroffen. 440.000 Liter Wasser pro Sekunde – statt der üblichen 200 bis 500 Liter – brachten den Wienfluss über seine Kapazitätsgrenze. HÖHERE WEHRMAUERN Um Wien noch besser für extreme Wetterereignisse zu rüsten, wird daher der Hochwasserschutz weiter ausgebaut.„Mit der aktuellen Erhöhung der Wehrmauern in Auhof ist der Wienfluss nicht wie bisher auf ein tausendjährliches, sondern künftig auf ein Hochwasser vorbereitet, QR-Code scannen und Video zum Ausbau sehen: das statistisch nur alle 5.000 Jahre eintritt“, erläutert die für Wiener Gewässer zuständige Stadträtin Ulli Sima. Mit sechs ­Rück­hal­tebecken und einer Gesamtkapazität von künftig mehr als 1,3 Millionen Kubikmetern ist ­die Anlage eine wirksame Einrichtung für die Stadt. Die Verstärkung der Mauer beim Donaukanal zur U-Bahn hin und eine zusätzliche Schutzmauer in der Penzinger Ludwiggasse ­sorgen ebenfalls ­für größere Sicherheit. wien.gv.at/umwelt/ hochwasser MEIN WIEN 14  |  2025 S tadtpolitik 11 WIEN SETZT AUF DIE KRAFT VON WIND UND SONNE ­Ökostrom bald in allen Haushalten Mit Windkraft raus aus Gas: Wien Energie hat alle Anteile des heimischen Wind- und Solarkraftunternehmens „Im Wind“ übernommen. „Niedrigere Energiepreise kann es nur durch Unabhängigkeit von Gas geben.“ MICHAEL LUDWIG BÜRGERMEISTER M it dem Kauf des Wind- und Solarkraftpioniers„Im Wind“ bekommt Wien Energie ­52 Windkraftund vier Photovoltaikanlagen dazu. Die nachhaltige Energieleistung soll in fünf Jahren auf 1.800 Megawatt steigen und alle Haushalte mit Ökostrom versorgen. Bis 2040 ist der Ausbau auf 2.800 Megawatt geplant. Neben den Haushalten kommt dann der ­Verkehr dazu: U-Bahn, Bim und E-Auto. Bürgermeister Michael Ludwig:„Je früher wir aus fossiler Energie aussteigen, umso früher sind wir unabhängig von den Energiemärkten.“ Die Investition stärkt auch den Wirtschaftsstandort. Unternehmen siedeln sich bevorzugt in Regionen an, die verlässliche grüne Energie bieten. Stadträtin Ulli Sima:„Mit ,Raus aus Gas‘ befreien wir uns von den Preisschwankungen und sichern mit regionalem Ökostrom stabile, günstige Tarife.“ wienenergie.at „Anstatt in veraltete Technologien wie Gaskraftwerke zu investieren, setzen wir auf Wind und Sonne.“ ULLI SIMA STADTRÄTIN Theater im Prater bringt Musicals nach Wien Kulturstätte eröffnet im Herbst 2027. D ie Premiere im Theater im Prater ist für November 2027 geplant. Das Haus wird 1.800 Sitzplätze haben. In der Folge sollen internationale Produktionen Publikum bringen und Wien mit dem Theater ein neues kulturelles Wahrzeichen bekommen. ATG Entertainment setzt beim Bau auf energieeffiziente Technologien.„Das Projekt schafft rund 400 neue Arbeitsplätze und wird eine jährliche Wertschöpfung von etwa 100 Millionen Euro generieren“, so Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. theaterimprater.at 12 S tadtpolitik 14  |  2025 MEIN WIEN STADT WIEN STARTET KAMPAGNE ZUR PRÄVENTION SEXUALISIERTER GEWALT ­Nur Ja heißt Ja! Körperlicher, psychischer oder sexueller Missbrauch: Gewalt hat viele Gesichter. Im Zentrum von„16 Tage gegen Gewalt“ steht bis 10. Dezember die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen. E in Outfit ist kein Ja! Ein Lächeln ist kein Ja, ­gemeinsames Fortgehen ist kein Ja, ein gemeinsamer Arbeitsplatz ist kein Ja und auch eine Beziehung ist kein automatisches Ja!“, betont Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál. Schwerpunkt der aktuellen Kampagne ist die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen:„Nur Ja heißt Ja“. Die Einführung des Zustimmungsprinzips – wie es in Spanien, „Es sollte vollkommen selbstverständlich sein, dass sexuelle Handlungen nur unter absoluter Zustimmung passieren.“ KATHRIN GAÁL FRAUENSTADTRÄTIN Schweden und Norwegen bereits gilt – ist ein entscheidender Schritt, um sexualisierte Gewalt zu verhindern und zu ahnden. VIELE BETROFFENE Vergangenes Jahr gingen 7.530 Anzeigen aufgrund von Gewalt in der Privatsphäre bei der Polizei ein, 4.120 davon wegen Körperverletzung. Im Jahr 2025 wurden bereits fünf Frauen Opfer eines Tötungsdelikts. Rund jede dritte Frau in Österreich ist von Gewalt betroffen. Während der Aktionstage„16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ informiert Frauenstadträtin Kathrin Gaàl setzt bei„16 Tage gegen Gewalt“ den Schwerpunkt auf sexuelle Selbstbestimmung. die Stadt Wien über Anlaufstellen, bietet Veran­staltungen und Beratung. HILFE IM ERNSTFALL Wien hat ein dichtes Netz an Gewaltschutzeinrichtungen: Anlaufstellen wie der 24-Stunden Frauennotruf und der Notruf der Frauenhäuser sind rund um die Uhr erreichbar. 758 Frauen und 620 Kinder fanden 2024 Schutz in einem der Wiener Frauenhäuser. Der Frauennotruf hat im Vorjahr bei 9.824 Beratungskontakten Frauen, Angehörige und Ratsuchende unterstützt.„Die Expertinnen beraten kostenlos, vertraulich und anonym“, so Kathrin Gaál. ARBEIT MIT MÄNNERN Gleichzeitig arbeitet die Stadt weiter für die Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen. Dafür werden auch mehr Mittel, wie etwa für Präventionsarbeit mit Burschen und Männern, zur Verfügung gestellt. Wichtig: Wer Gewalt wahrnimmt oder selbst betroffen ist: Rasch Hilfe holen beziehungsweise im akuten Notfall jedenfalls die Polizei anrufen! Notruf der Polizei: Tel. 133; 24-Stunden Frauennotruf: Telefon 01/717 19, frauennotruf.wien.at; Verein Wiener Frauenhäuser: Telefon 05 77 22, frauenhaeuser-wien.at; Männerberatung Wien: Telefon 01/603 28 28, ­maenner.at; wien.gv.at/gewaltschutz Fotos: Stadt Wien/Bubu Dujmic, Stadt Wien/David Bohmann, Stadt Wien/Martin Votava, Getty Images MEIN WIEN 14  |  2025 S tadtpolitik 13 INTERVIEW mit Laura Wimmer , Leiterin des Frauenservice Wien: Welche sind die wichtigsten Beratungsthemen beim 24-Stunden Frauennotruf? Laura Wimmer: Bei rund 10.000 Beratungskontakten im Vorjahr waren die Themen jeweils zu rund einem Drittel körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt. Im länger andauernden Beratungskontext ist sexualisierte Gewalt mit 44 Prozent das häufigste Thema. Ein weiteres wichtiges Beratungsthema sind ­Verdachtsfälle von K.O.-Mitteln. Wie viele Beratungen finden beim Frauennotruf statt? Laura Wimmer: Im Vorjahr gab es im Schnitt täglich 27 Beratungskontakte. Wir haben kurze Telefonate mit konkreten Fragen, die wir schnell beantworten können, aber auch längere Kriseninterventionen oder ausführliche Beratungsgespräche. Das Beratungsteam hat insgesamt 44.481 Minuten beziehungsweise rund 31 Tage telefoniert. Was sind die Stärken des Frauenservice? Laura Wimmer: Die Stärken sind ein hoch motiviertes Team aus top qualifizierten Mitarbeiterinnen, die eine enorm breite Palette abde­ cken: vom Gender Pay Gap über das Thema Klimawandel und dessen geschlechtsspezifische Aspekte bis hin zum Beratungsangebot rund um Trennung und finanzielle Themen. Die große Stärke des 24-Stunden Frauennotrufs ist, dass Frauen und Mädchen ab 14 Jahren rund um die Uhr Beratungen und Unterstüt­ zung zu allen Formen der Gewalt erhalten. Telefon 01/408 70 66, wien.gv.at/frauen EMPOWERMENT-WORKSHOPS Starke Mädchen Bei der kostenlosen Workshop-Reihe„GirlPower“ erfahren Mädchen und junge Frauen, welche Rechte sie haben, alles rund um das Thema Gewaltschutz und was gleiche Chancen am Arbeitsmarkt für sie bedeuten. Das Angebot richtet sich an Mädchen und Frauen von 14 bis 22 Jahren, zum Beispiel Gruppen von Schülerinnen oder Lehrlingen. Anmeldung beim Frauenservice: post@ma57.wien.gv.at, Telefon: 01/4000-83515 TERMINE GESPRÄCH ÜBER FRAUEN IN DER MUSIKINDUSTRIE Die Musikerin NEE-SHA und die Journalistin Sonja Eismann diskutieren über Sexismus und Patriarchat in der Musikindustrie. 2. 12., 19 Uhr, Hauptbücherei am Gürtel, 7., Urban-Loritz-Platz 2a, Telefon 01/4000-84500 GEMEINSAM GEGEN GEWALT AN FRAUEN Besucherinnen können ihre Gedanken zu frauenspezifischen Themen sowie zu Gewalt an Frauen und Mädchen kreativ ausdrücken. 4. 12., 9–12 Uhr, Wohnpartner GrätzlZentrum Wienerberg, 10., Neilreichgasse 113, Stiege 25 AKTION GEGEN GEWALT AN FRAUEN Gemeinsam mit Teilneh­ merinnen des Frauenforums wird auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht. 4. 12., 15–17 Uhr, Wohnpartner GrätzlZentrum Atzgersdorf, 23., Steinergasse 36/5/R1 MENTALTRAINING Körperorientierte Entspannungsverfahren zur Steigerung der mentalen Stärken, um gelassener durchs Leben zu gehen. 5. 12., 10–12 Uhr, Wohnpartner GrätzlZentrum Bassena 10, 10., Ada-Christen-Gasse 2 INTERSEKTIONALITÄT UND SICHERHEITSRISIKO FÜR FRAUEN* Ein Vortrag von Melanie Jaindl zu den spezifischen Erfahrungen von Frauen*. 5. 12., 18–19.30 Uhr, VHS Mariahilf, 6., Damböckgasse 4 14 S e rvic e 14  |  2025 MEIN WIEN FERNSEHTIPPS IM DEZEMBER AUF W24 Es weihnachtet sehr – und es gibt die Höhepunkte des Jahres zu sehen. 24 STUNDEN WIEN JAHRESRÜCKBLICKE Von der Wiener Landtagswahl über das Johann Strauss Jahr 2025 bis hin zur Eröffnung neuer BimLinien – 24 Stunden Wien blickt in vier Sonderausgaben auf die wichtigsten Ereignisse in Wien zurück. Ab 26. 12., 18.30 Uhr WEIHNACHTSSPECIAL Weihnachten in der Bundeshauptstadt. Wohin zieht es die Wiener*innen in der besinnlichen Zeit? Welche Themen sind zum Jahresende wichtig? Jacqueline Knollmayr und Stefan Joham sind dem Weihnachtsgeist auf der Spur. Ab 20. 12. DIE ANDY MAREK WEIHNACHTSSHOW Die Rapid-Legende überzeugt Jahr für Jahr mit einer großen WeihnachtsCharity-Gala. Auch heuer sammelt Andy Marek wieder Spenden für Österreicher*innen, die Unterstützung brauchen. Ab 20. 12. W24 ist im Kabelnetz von Magenta, auf Kabelplus, SimpliTV, A1 TV, im mobilen Livestream via App und in der Online-Mediathek auf W24.at zu sehen. „LEIHWAND“ UND GRATIS ­Neue Leihläden ­in den Grätzln Campingzelt oder Bohrmaschine: Wer ausborgt, schont Umwelt und Geldbörserl. P astamaschine, Brettspiel, Bohrmaschine, Campingzelt oder Rohrreinigungs­ spirale ausleihen statt kaufen: Das ist die Idee hinter den Leihläden der Gebietsbetreuung Stadterneuerung. 2024 eröffnete die„Bibliothek der Dinge“ am Max-Winter-Platz in der Leopoldstadt, nun gibt es fünf neue Standorte. EINFACH UND NACHHALTIG Das Ausleihen im GB*Leihladen ist kostenlos. Nach einer einmaligen Anmeldung mit einem Lichtbildausweis im GB*Stadtteilbüro können Interessierte aus Gegenständen für Haushalt, Garten, Freizeit oder Feste wählen. Alle Gegenstände – drei dürfen gleichzeitig ausgeborgt werden – sind über einen PDF-Katalog ersichtlich, der in den Stadtteilbüros aufliegt oder online heruntergeladen werden kann. Reservierungen sind telefonisch, per E-Mail oder vor Ort möglich. Abholung und Rückgabe während der regulären Öffnungszeiten. Die Leihdauer beträgt eine Woche, kann aber nach Absprache um eine weitere Woche verlängert werden. Mo, Mi, Fr 14–18 Uhr, Di 9–13 Uhr, Do 9–18 Uhr, 2., Max-Winter-Platz 23, 10., Quellenstraße 149, 16., Haberlgasse 76, 21., Brünner Str. 34–38/8/R10, 22., Bernoullistraße 1, 23., Gastgebgasse 8/1, gbstern.at/leihladen Jetzt für ESC-Tickets registrieren Noch bis 18. Dezember können sich Interessierte für Tickets für den Eurovision Song Contest 2026 in der Wiener Stadthalle registrieren. Nur nach erfolgreicher Anmeldung ist es möglich, Eintrittskarten zu erwerben. Die erste Verkaufswelle startet am 13. Jänner 2026, dem Tag nach der Semifinalauslosung. Pro registrierter Person können maximal vier Tickets erworben werden. Falls es nicht gleich klappt: Weitere Verkaufswellen folgen. 12.–16. 5., 15., Roland-Rainer-Platz 1, eurovision.com KIJA MOBBING STOPPEN Wenn Kinder sich gegenseitig mobben, ist das nicht harmlos, sondern eine Form der Gewalt – oft mit traumatisierenden Folgen. Der Ratgeber„Mobbing bei Kindern und Jugendlichen. Ein Ratgeber für Lehrpersonen und Erziehungsberechtigte“ der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien zeigt, wie damit umgegangen werden kann. Außerdem finden sich Hinweise auf Beratungs- und Unterstützungsstellen. Zielgruppe sind Pädagog*innen, Betroffene, Eltern und alle, die Kinder begleiten. kija-wien.at/downloads TIERQUARTIER.AT Flauschige Bewohner des Tierquartiers Wien suchen ein Zuhause. LIEBENSWERTER FLECKI Seine ausgeglichene Art macht Flecki(11) zu einem angenehmen Begleiter, der das Leben an der Seite seiner Menschen in vollen Zügen genießen möchte. Trotz seines Alters und Übergewichts bewegt er sich gern und genießt gemütliche Spaziergänge, bei denen er die Umgebung in aller Ruhe erkundet. Wer Flecki einen Platz schenkt, bekommt einen treuen Freund, der mit Gelassenheit und Herz überzeugt. Telefon 01/734 11 02-0, hundevergabe@ tierquartier.at Fotos: GB*, Tierquartier, Stadt Wien, Alexandra Palla, Albert Reiter MEIN WIEN 14  |  2025 S e rvic e 15 ­Basteltipp: Weihnachtsdeko aus Altglas und Blechdose Mit Videoanleitung nachhaltige Kränze und mehr basteln. M eine Adventdeko kommt aus dem Müll,“ sagt Schauspielerin und Kabarettistin Monica Weinzettl. Aus ihrer Liebe für Altglas macht sie keinen Hehl. Und zeigt auch gleich, wie sie mit Utensilien, die jede*r zu Hause hat, dekorierte Gläser als Kerzenhalter bastelt. So werden Müll und Geld gespart – die Umwelt freut sich mit dem Christkind um die Wette. ADVENTKRANZ UND GESCHENKVERPACKUNG Auch in Sachen Geschenkpapier hat Weinzettl ein paar Ideen. Bemalte oder mit Ser­vietten beklebte Weißblechdosen werden zu ­liebevollen und originellen Gehäusen für kleine Geschenke. Geheimtipp, um Schnittverletzungen vorzubeugen: die Dosen mit SicherMonica Weinzettl bastelt mit dem Christkind um die Wette. heitsöffner knacken.„Und schon habt ihr euch das ­Geschenkpapier erspart“, freut sich Weinzettl über die nachhaltige Bastelidee. Wie aus einer Fahrradfelge ein Adventkranz wird, zeigt ­Kolumnistin Daniela Gaigg, bekannt als„Die kleine Botin“. Die Werkzeuge sind simpel: Schleifpapier, Kerzenhalter, Sprühfarbe, Samtbänder und Reisig. Die Videos gibt’s online: wien.gv.at/kreislaufwirtschaft REGIONALE PRODUKTE WEIHNACHTLICHES FESTESSEN AUS WIEN Wiener Gusto sorgt mit seinen Wildprodukten für den Festtagsschmaus. Mit feinem Gamsrücken, Hirschsteak oder Wildschweinschnitzel ist die Auswahl vielfältig und hochwertig. Die landwirtschaftlichen Bio-Produkte von Wiener Gusto stammen aus den Teilbetrieben des Forst- und Landwirtschaftsbetriebs der Stadt Wien in Laxenburg und der Lobau. Ideal dazu ist ein feiner Tropfen vom Weingut Cobenzl. Der„2019 Pinot Noir Ried Bellevue Sievering“ etwa passt perfekt zum heimischen Wild. wienergusto.at, weingutcobenzl.at Ein winterliches Abenteuer für Kinder ­Anfang 2026 findet der Kinderschneetag in Mönichkirchen statt. Das Angebot richtet sich an Volksschulen. M ehr als 100 Skilehrer*innen und Helfer*innen stehen beim Kinderschneetag bereit, um dem Nachwuchs eine Vielzahl an Wintersportarten näherzubringen. Im ActionAreal gibt es Stationen wie Biathlon, einen Skisprungsimulator der Wiener Stadtadler, Bobfahren, Skisimulator und Abfahrtssimulator, Snowdecks, Seilziehen und mehr. Die Teilnahme kostet 30 Euro pro Kind – Transfer, Liftkarte und Verpflegung inklusive. 20. 1., skiaustria.wien/de/ veranstaltungen 16 M e di e n 14  |  2025 MEIN WIEN Fotos: edition a, Stadt Wien/Christian Jobst, Kremayr & Scheriau, Edition Winkler-Hermaden/Wien Museum, Edition Winkler-Hermaden, Residenz Verlag, Mandelbaum Verlag, Stadt Wien/David Bohmann, Stadt Wien/Andrew Rinkhy BÜRGERMEISTER-BUCHTIPP Med.-Uni-Rektor Markus Müller, Thomas Brezina und Bürgermeister Michael Ludwig(v. l.) KINDERBUCH ÜBER UNSEREN KÖRPER Thomas Brezina ist gene­ rationenübergreifend ein Begriff. 1990 startete er mit der Buchreihe„Die Knickerbocker-Bande“, drei Jahre später folgte„Tom Turbo“. Beide Serien gingen im ORF auf Sendung. Brezina verfasste 600 Bücher, die in 35 Sprachen übersetzt wurden. Seit 2017 schreibt er Ratgeber für Erwach­ sene. Es folgten die„Bibel ­ in Reimen“ sowie heuer das Libretto zur ZirkusOperette„Cagliostro“. Nun der neue Wurf: Mit dem hinreißend gestalteten All-Age-Book„Was dein Körper sagen würde, wenn er sprechen könnte“ animiert Brezina Kinder und Erwachsene, die„Wunder“ unserer Organe näher kennenzulernen, heißt, mehr Körperbewusstsein zu entwickeln. Expert*innen der Med. Uni Wien überprüften die Stichhaltigkeit von Text und Bildern sozusagen auf Herz und Nieren. In den Kinder- und Jugendbuchcharts Platz eins – und höchst empfehlenswert. Thomas Brezina:„Was dein Körper sagen würde, wenn er sprechen könnte“, ISBN 978-3-99001-857-6, edition-a.at Leben in der Stadt – ständig im Fluss Wie veränderte sich Wien in den vergangenen 160 Jahren? Wie lebt es sich in einer Hausgemeinschaft? Wie nutzen Jugendliche soziale Medien? Gewinnen Sie Erhellendes mit dem V ­ orteilsclub der Stadt Wien . Mitmachen bis 15. Dezember : ­ vorteilsclub.wien.at , Telefon 01/343 46 00 SO TICKT WIEN Überall ist es besser, aber nirgends so schön wie hier. Norbert Philipp analysiert die Stadt, taucht in die Psyche ihrer Bevölkerung ein und fördert mit Wiener Schmäh Überraschendes empor. 26 €, ISBN 978-3-218-01489-2, kremayr-scheriau.at DIE DONAUMETROPOLE UND IHRE BAUSTELLEN Matthias Marschik und Edgar Schütz dokumentieren die ­Veränderungen und Entwicklungen unserer Stadt ab der ersten Gründerzeit im Jahr 1860. Zahlreiche Fotografien geben ­Zeugnisse der bedeutendsten Großbaustellen. 28,90 €, ISBN 978-3-9505534-5-1, edition-wh.at SIEBEN STOCK DORF Hundert Menschen bauten sich ein Haus mit vielen Gemeinschaftsräumen und Freiflächen – jede Menge Platz, um miteinander Zeit zu verbringen. Wie kann dieses Zusammenleben gelingen? Barbara Nothegger zieht humorvoll Bilanz. 25 €, ISBN 978-3-70173639-3, residenzverlag.com ALTERNATIVE HELD*INNEN Welche Gefahren lauern in den sozialen Medien auf die Jugend? Wie sehen ihre Lebenswelten aus? Eşim Karakuyu, Christopher Glanzl und Fabian Reicher suchen nach Wegen, um Geschichten so zu erzählen, dass Jugendliche sie verstehen. 20 €, ISBN 978399136-096-4, mandelbaum.at VIDEOTIPP 80 JAHRE UNO Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Vereinten Nationen (United Nations Organization – UNO) gegründet. Am 24. Oktober 1945 trat die UN-Charta in Kraft. Seit 1979 hat die UNO mit dem Vienna International Centre (UNO City) in Wien einen eigenen ­Amtssitz. QR-Code scannen und Video anschauen: PODCASTTIPP BLUME IM GEMEINDEBAU Markus Egger spricht mit Joesi Prokopetz, Autor des Ambros-Hits„Blume aus dem Gemeindebau“, und erforscht, wer eigentlich die Blume ist. Kürzlich hat Joesi Prokopetz übrigens einen gleichnamigen Krimi herausge­ bracht. QR-Code scannen und Podcast anhören: APP-TIPP WALZERTOUR PER APP Letzte Gelegenheit für eine Schnitzeljagd im Dreivierteltakt: Bis Ende Dezember gibt es noch die Möglichkeit, auf den Spuren von Johann Strauss unsere Stadt zu erkunden. Anlässlich dessen 200. Geburtstags führt die kostenlose Ivie-App des Wien Tourismus an sechs Orte in Wien. Das Herzstück ist das vergoldete Strauss-Denkmal im Stadtpark. QR-Code scannen und Ivie-App herunterladen: MEIN WIEN 14  |  2025 A rb e it e n an W i e n 17 I O Gesucht: Profis für die Wiener Bauordnung Die Baupolizei kontrolliert Baubestand, Baustellen und Kleingärten – und erteilt bei Bedarf Verbesserungsaufträge. Personal wird gesucht. W er in Wien ein Gebäude besitzt, hat Rechte und Pflichten. Damit insbesondere Wohnhäuser der Bauordnung und Bewilligungen entsprechen, haben Werkmeister*innen der Baupolizei wie Anton P. ein wachsames Auge auf die Immobilien. Besonders im Fokus stehen Gründerzeithäuser, die nach Eigentümerwechseln häufig Gegenstand von Spekulationen werden. AKTIV NACH ANZEIGEN Anton P. wird bei bestehenden Gebäuden aktiv, wenn augenscheinliche Defizite oder eine Anzeige vorliegen(die Kontrollen von Baustellen und Kleingärten übernehmen Kolleg*innen aus anderen Gruppen). „Nach Anzeigen, etwa über die Stadt Wien-App, überprüfen wir, ob tatsächlich ein Gebre­ chen vorliegt. Das können etwa Schäden im Stiegenhaus, zerbrochene Fenster, schadhafte Fassaden und Dächer, illegale Bauarbeiten oder unrechtmäßige Sperrmüllablagerungen sein“, erklärt der 43-Jährige. Als Werkmeister der Baupolizei hat er uneingeschränkten Zugang zu den Gebäuden. Lässt sich ein Gebrechen bestätigen, dokumentiert es Anton P., bevor er der*dem Eigentümer*in eine Frist für die Behebung oder gleich einen Bauauftrag erteilt. Geschieht nichts, kommt es zur Vollstreckung durch die Stadt und mitunter auch zur Strafanzeige. Wobei der Werkmeister einräumt: Nicht immer werde mutwillig agiert, manche Gebrechen würden von den Eigentümer*innen einfach übersehen. Anton P. recherchiert aber nicht nur vor Ort. Im Büro erledigt er Niederschriften und Aktenvermerke, er organisiert sich Pläne aus dem hauseigenen Planarchiv und erstellt Bescheide.„Dabei gestaltet sich kein Tag wie der andere“, sagt er. Für das Team sucht die Baupolizei noch Verstärkung. Voraussetzung ist eine Werkmeisterausbildung. jobs.wien.gv.at PODCAST Karenz: Väter haben ein Recht darauf Gemeinsam fürs Kind da sein: Immer noch sind es meistens die Frauen, die die CareArbeit übernehmen. N ur knapp 16 Prozent der Väter gehen in Karenz. Warum das so ist, erklärt der Männlichkeitsforscher Erich Lehner im Interview. Außerdem: Von partnerschaftlicher Gleichstellung profitieren nicht nur die Kinder, sondern auch der Mann selbst: „Diese Männer sind wesentlich gesünder und haben weniger psychische Schwierigkeiten. Auch eine Trennung läuft in einer gleichberechtigten Partnerschaft friedlicher ab. Und in Familien, in denen Gleichstellung gelebt wird, in denen beide ausreichend zum Familieneinkommen beitragen, kommt es seltener zu Gewalt“, so der Experte. QR-Code scannen und das Interview mit Erich Lehner anhören: 18 K ultur 14  |  2025 MEIN WIEN Fotos: Stadt Wien/Martin Votava, Stephan Polzer, GTG/Gregory Batardon, Toechter der Kunst, Stadt Wien/Kerstin Hammerschmid, stadt wien marketing/Bubu Dujmic, Michael Mazohl KULTUR WISSEN FÜR ALLE Eine Schau dokumentiert die von Otto Neurath entwickelten, weltweit verwen­ deten Sprach-„Isotype“. Bis 5. 4., Di, Mi, Fr 9–18 Uhr, Do 9–21 Uhr u. Sa, So 10–18 Uhr, 4., Karlsplatz, ab 6 €, wienmuseum.at THEATER IM BEZIRK Der verbannte Grafensohn Karl gründet eine Räuberbande. So zieht er gegen den Bruder in den Kampf. 14. 12., 18 Uhr, Kulturgarage, 22., Am-­Ostrom-Park 18, ab 15 €, volkstheater.at VORURTEILE IM FOKUS Welche Hautfarbe haben Jüdinnen und Juden? Dieser Frage geht eine Ausstellung im Jüdischen Museum nach. Bis 26. 4., So–Fr 10–18 Uhr, 1., Dorotheergasse 11, ab 11 €, jmw.at KINDER WEIHNACHTSTHEATER Die Wunderelfe Wirrum Warrum landet unabsichtlich weit weg von daheim. Um das Fest zu retten, muss sie pünktlich zurückfinden. Z. B. 13. 12., 23., Gastgebgasse 4, ab 6,50 €, ab 4 J., jungetheaterwien.at WEIHNACHTEN IN DEN BLUMENGÄRTEN HIRSCHSTETTEN Zauberhafte Adventschau Bis 21. Dezember präsentieren die Wiener Stadtgärten festlichen Blumenschmuck. In liebevoller Handarbeit wurden Blumen zu Gestecken geflochten. Winterliche Traditionen als florale Kunstwerke: Insgesamt 16 dekorierte Stationen gibt es in den Blumengärten Hirschstetten zu entdecken. Parallel bietet ein Adventmarkt kulinarische Köstlichkeiten und handwerkliche Weihnachtsgeschenke an. Bis 21. 12., Do–So 10–20 Uhr, zusätzlich Mo 8. 12., 10–20 Uhr, 22., Spargelfeldstraße ggü Nr. 22, Eintritt frei, wien.gv.at/blumengaerten-hirschstetten HOLLI AUF GRÄTZLTOUR Knöpfe basteln, Spiele testen oder gemeinsam musizieren können Kinder in der VHS Brigittenau. 12. 12., 15–18 Uhr, 20., Raffaelgasse 11–13, Eintritt frei, wienxtra.at/hollistour Am 1. Dezember gibt es das Motus Quartett im Wiener Rathaus zu hören. Musikalischer Kalender Ein Pop-up-Kalender mit Nachwuchstalenten verkürzt die Zeit bis Weihnachten. Jeden Tag gibt’s an einem anderen Ort ein kurzes Konzert(20 bis 30 Minuten) zu hören. 1.–24. 12., diverse Orte in ganz Wien, z. B.: 7., Hauptbücherei, 18., Kutschkermarkt, Eintritt frei, mdw.ac.at/advent JOHANN STRAUSS 2025 WIEN STRAUSS IN NOT In dem Stück„Fleder. Strauss“ geht die Künstler*innengruppe mit einer Operette über Strauss’ Leben auf Welttournee. Während des Flugs bringen ihre Proben das Flugzeug so stark ins Wanken, dass es im Gebirge bruchlandet. Isoliert von der Außenwelt, beginnt ein Überlebenskampf. Bis 31. 12., 20 Uhr, Odeon, 2., Taborstraße 2, ab 34 € OPERETTE IN DREI AKTEN Strauss hinterließ nach seinem Tod das Fragment eines Balletts. Regisseur Axel Ranisch ließ sich davon inspirieren und kreierte, ausgehend von dem kaum beachteten Namen Ida Grünwald, die moderne Märchenoperette„Aschenbrödels Traum“. 29. 11.–29. 12., 18/19 Uhr, Volksoper Wien, 9., Währinger Straße 78, ab 4 € IMPERIALER TANZ Der belgische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui ist fasziniert von der gesell­ schaftlichen Bedeutung von Strauss’ Tanzkompositionen. In der Performance „Imperial Ball“(Foto) untersucht er, wie aristokratische Codes Menschen steuern. 3.–6. 12., 19.30 Uhr, Halle E, 7., Museumsquartier, ab 14 € Informationen zu allen aktuellen Veranstaltungen unter der Telefonnummer 01/346 03 22, johannstrauss2025.at MEIN WIEN 14  |  2025 F r e iz e it 19 WIENER CHRISTKINDLMARKT Winterwunderland Wien wird seinem Ruf als Hauptstadt der Adventzeit gerecht. Auf dem Rathausplatz steht das besinnliche Miteinander im Mittelpunkt. D as Angebot der Marktstandler*innen ist gewohnt vielfäl­ tig: Von Spielzeug über stimmungsvolle Dekoration für die Vorweihnachtszeit und das große Fest bis hin zu Bekleidungsaccessoires für den Winter reicht die Palette. Köstlichkeiten, Naschereien und Getränke gibt es am Rathausplatz natürlich auch in Hülle und Fülle. EIN HERZ FÜR DEN ADVENT Dekoratives Herzstück ist der Herzerlbaum mit seinen 200 rot leuchtenden LED-Herzen. Besonders stimmungsvoll ist der Herzerlflug: eine Lichtinstallation, bei der alle dreißig Minuten ein Herz über die Köpfe der Besucher*innen schwebt und den Herzerlbaum aufs Neue erleuchtet. Der Eistraum am Christkindlmarkt bietet zusätzlich eine 3.000 m 2 große Eisfläche samt Traumpfaden durch den geschmückten Rathauspark. QR-Code scannen und Video zum Herzerlbaum sehen: GEMEINSAM FEIERN Im Zentrum steht eine 28 Meter hohe Fichte aus Tirol.„Der Baum aus Hopfgarten ist nicht nur ein Blickfang, er verbindet uns auf besondere Weise. Ich lade alle Wienerinnen und Wiener, aber auch unsere Gäste aus dem In- und Ausland ein, den Christkindlmarkt zu besuchen, die Atmosphäre zu genießen und einen Moment der Ruhe, des Miteinanders und der Vorfreude zu erleben“, so Bürgermeister Michael Ludwig. Bis 26. 12., 1., Rathausplatz, christkindlmarkt.at Magische Momente Im Rathaus besingen 2.600 Sänger*innen aus 83 Chören die Vorweihnachtszeit. Beim Internationalen Adventsingen ist etwa der Chor Wien Neubau dabei. Alle Termine online. Bis 21. 12., jeweils Fr, Sa, So, 1., Rathaus, Festsaal Eingang Lichtenfelsgasse, adventsingen.wien WIENER MINIATUR JULYA RABINOWICH SCHRIFTSTELLERIN Wenn Worte aufhören K örperliche Gewalt entsteht in jenem schrecklichen Moment, in dem Worte aufhören und Taten beginnen. Dort, wo das Gegenüber kein Gegenüber mehr ist, sondern zum Täter wird. Das kann ein schleichender Prozess sein, der mit vielen kleinen Grenzüberschreitungen beginnt, die immer weiter ausgedehnt werden oder eine von Anfang an gezeigte Bereitschaft, übergriffig zu sein. Sogenannte Red Flags, also Warnzeichen, die man nicht ignorieren darf. Weder als Betroffene, noch als Beobachter. Gewalt gegen Frauen ist ein bitteres, in Österreich leider immer noch sehr aktuelles Thema. Es gibt 16 Tage Aufmerksamkeit für die 365 Tage, in denen Frauen Gewalt ausgesetzt sind, 16 Tage für alle Frauen, die bereits Opfer wurden und die Frauen, die erst zum Opfer werden könnten. 16 Tage sollen nun den Fokus darauf legen, Prävention anbieten, Hilfestellung und allgemeines Bewusstwerden fördern. Sicher ist: Gewalt gegen Frauen muss geächtet sein. Rund ums Jahr. 20 V ort e ilsclub. wi e n. at 14  |  2025 MEIN WIEN Meine Stadt, m­ eine Vorteile! Mit dem Vorteilsclub der Stadt Wien erlebst du Wien zum Vorteilspreis . Werde jetzt kostenlos Mitglied unter vorteilsclub.wien.at ­VCM: Bring dich jetzt in Form! ­Der Vienna City Marathon 2026 findet am 19. April statt. Die beste Vorbereitung dafür ­bieten die VCM Winterläufe , die dich sportlich durch die kalte Jahreszeit begleiten. D er erste Lauf startet am 14. Dezember in der Prater Hauptallee, weitere folgen am 25. Jänner und 8. März. Du kannst zwischen 5 km und ­ 10 km wählen. Beim Lauf im Jänner und im März stehen zusätzlich 15 km und ein Halbmarathon am Programm. Zudem kannst du beim dritten Winterlauf 1 Meile(1,609 km) absolvieren. Der Vienna Calling Halbmarathon am 8. März ist der Höhepunkt der VCM Winterläufe . Er wird auf der Reichsbrücke gestartet. Die kürzeren Distanzen sind auch perfekt für Kinder, Familien und alle, die mit dem Laufen beginnen, geeignet. Gerade im Winter hebt die Bewegung die Stimmung und tut der Fitness gut. Vorteil: – 20 % auf ­Startplätze für die VCM Winterläufe am 14. 12., 25. 1. und 8. 3. Humor fürs Hirn D ie Science Busters begehen den Jahreswechsel im Schauspielhaus mit Witz, Wissen und jeder Menge Scharfsinn. Martin Puntigam, Astronom Florian Freistetter und Molekularbiologe Martin Moder präsentieren am 31. Dezember ein Best-of des vergangenen Jahres – naturwissenschaftlich fundiert und unterhaltsam. Vorteil: – 20 % auf Tickets der Science Busters am 31. Dezember im Schauspielhaus Gewinne Tickets Gewinnspiel: Gewinne zwei Tickets für die Science Busters -­ Vorstellung am 31. Dezember um 16 Uhr, inklusive Getränke- und Tapas-Gutscheinen Silvester-Dreierlei S ilvester im Akzent feiert das 20-jährige Jubiläum mit einem Programm aus Humor, Musik und Wiener Schmäh. Schauspieler Cornelius Obonya eröffnet um 16 Uhr mit Ephraim Kishons„Süße Rache“. Um 19.30 Uhr sorgt Simone Kopmajer mit ihrer Liveband und„New Year’s Eve in Vienna“ für musikalischen Schwung. Den krönenden Abschluss und zugleich Start ins neue Jahr gestaltet ab 23 Uhr Kabarettist Florian Scheuba mit bittersüßer Satire, unterbrochen nur von einer stimmungsvollen Mitternachtspause. Gewinne Tickets Gewinnspiel: Gewinne zwei VIP-Tickets für 20 Jahre Silvester im Akzent für eine der drei Vorstellungen am 31. Dezember im Theater Akzent , inklusive ­Champagner, S­ ilvesterCatering und Empfang Fotos: Roman Pfeiffer, Stephan Doleschal, Science Busters, Barbara Pálffy/Volksoper Wien, Johann Kopf MEIN WIEN 14  |  2025 V ort e ilsclub. wi e n. at 21 Voller Spaß zum halben Preis! Unter vorteilsclub.wien.at erwarten dich täglich Vorteile von bis zu – 50 %. Einige sind limitiert, also schnell sein lohnt sich! Vorteil: – 50 % auf Tickets für Jänner-Vorstellungen des Musicals Cabaret , buchbar ab 1. Dezember Glanz und Abgrund im Berlin der 1920er-Jahre Die Volksoper zeigt mit dem Musical Cabaret eine ungewöhnliche Liebesgeschichte im Kit Kat Club. B erlin, Ende der 1920erJahre: Der Conférencier öffnet die Türen zum Kit Kat Club, in dem sich der junge Amerikaner Clifford Bradshaw in die charisma­ tische Sängerin Sally Bowles verliebt. Gleichzeitig finden Fräulein Schneider und der jüdische Obsthändler Herr Schultz zueinander. Im Schatten von Glanz, Witz und bitterem Ernst rückt die drohende Naziherrschaft näher und Entscheidungen werden existenziell. Cabaret erzählt von Liebe, Freiheit und Anpassung, von Musik als Trost und Trugbild. In der Volksoper erklingt das Musical von John Kander und Fred Ebb in deutscher und englischer Sprache. Funkelnde Revuenummern treffen auf dunkle Abgründe, bis die Frage bleibt: Wohin führt der Tanz, wenn draußen die Gewalt zunimmt? Stimmungsvolles Konzert in der Kirche Am 3. Dezember verströmt die ­Stadtkirche in der Dorotheergasse bei Christmas Spirit feierliche Atmosphäre. Z u hören sind bekannte Weihnachtsklassiker, großartige Stimmen und musikalische Talente. Auf dem Programm stehen Arien, traditionelle Christmas Songs und berührende Duette der Stargäste Daniel Gutmann, Amélie Hois und César Sampson. Sampson ist in der Stadtkirche erstmals als Tenor zu hören – im Duett mit Bariton Gutmann, mit „Smile“ von Nat King Cole mit Hois sowie mit eigenen Kompositionen und in Begleitung der Luke Andrews Band. Besondere Akzente setzen die jungen Talente der Goldenen Note: Sona Tamura(Klavier), Raphael Bleuse(Violine), Alicia Bleuse(Querflöte), Amelie Jade Knapp(Harfe) und Dylan Russell(Cello). Stimmungsvolle Licht- und Projektionseffekte schaffen eine weihnachtliche Stimmung. vorteilsclub.wien.at Club-Telefon 01/343 46 00 Vorteil: – 50 % auf VIP-­Tickets und Tickets der Kategoriea A für Christmas Spirit am 3. Dezember in der Lutherischen Stadtkirche Vorteilsclub der Stadt Wien vorteilsclub.wien 22 V ort e ilsclub. W i e n. A T 14  |  2025 MEIN WIEN Lebkuchen 24 Tage, 24 Gewinne Mit dem Vorteilsclub der Stadt Wien wird die Adventzeit noch spannender. 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Jänner in der Wiener Stadthalle Spare mit dem Vorteilsclub der Stadt Wien bis zu 50 % , wie etwa bei der Magic World Vienna – Magic Variety Show , sowie mindestens mehr als 800 Vorteilen . Werde jetzt kostenlos Mitglied! vorteilsclub.wien.at Clubtelefon 01/343 46 00 Vorteilsclub der Stadt Wien Scannen, registrieren, profitieren! vorteilsclub.wien Impressum: MEIN WIEN, Heft 18/2025. Medieninhaber und Herausgeber: Stadt Wien – Kommunikation und Medien(MA 53), Rathaus, Stiege 3, 1010 Wien. Vertretungsbefugte Organe: Dienststellenleiter Mag. Martin Schipany, MA. Redaktion: Stadt Wien – Kommunikation und Medien, Bartensteingasse 13, 1. Stock, 1010 Wien, Telefon 01/4 000-81 055. Verleger: Bohmann Druck& Verlag GmbH, Rechte Wienzeile 31/1, 1040 Wien. Herstellung und Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Gesellschaft m.b.H.& CO KG, Richard-Strauss-Straße 16, 1230 Wien. Blattlinie: Informationen der Wiener Stadtverwaltung über Neuigkeiten, Services und Entwicklungen der Stadt für die Wiener*innen. Foto: HOIP