gienge, noch ein vnmündrges Kind wäre, erzeiget, Clitemneftra wollte endlich auch den kleinen Orestes aus dem Wege räumen, weil sie besorgete, er möch- te bcy relffercn Jahren den Tod seines Erzeigers rachen wollen, Cltecraaber hatte Mittel gefunden, ihn zu erretten, und dem König Strophius nacher Pho- cien, einem Freunde des Agamemnon, und Vattee des Pilarcs zu schicken, mit welch'letzterem Orestes ausgewachsen, und die, in denen Fabeln so sehr der rüchttgle Freundschaft geschlossen. Orestes wäre kaum vollkommen erwachsen, so fassete er den Entschluß, den Tod seines Vatters zu rachen, und seine Schwester Electra, welche von dem Aegyst gleich einer Sclavin gehalten wurde, auö ihrem Elend zu befceyen; In dieser Absicht nun verfügte er sich in Gesellschaft seines Freundes Pilades verdeckter Weise nacher Argvs, und, nachdem er sich in die Bur- heimlich einzuschleichen gewust, ermordete er sowol feine Mutter, als den AegyStus. Nach dieser begangenen Miffetbat verfiele Orestes, von seinen Gewissens - bissen, gleich als von Furien, geplagt, indem er sich immer den um Rache jchreyenden Schatten seiner Mutter zu sehen einbildere, in eine so grosse Raserey, daß er sehr selten seiner Vernunft sich gebrauchen konnte; In diesem unglückseeligen Stand berahtschlagete er das Oracul zu DelphoS, welches ihme schon vormals verkündiget hatte, daß er seine eigene Mutter entfielen würde, und bekäme neuerdings zur Antwort: daß er ehender seine vorige Gewächs-ruhe nicht wieder erlangen könne, als btS er das zu Tauris in Scythien mit der grösten Ehrerbietigkeit gufbehaltenr Bildnüß der Göttin Dian» ^ dafilb-