Iphigenia in Tauris : Ein Sing-spiel, Aufgeführt in Schönbrunn, bey Gelegenheit der feyerlich begangenen Höchsten Nahmens-fester [...]

Darinnen laß dir treulich rahten,

Verschieb den Raub der Pallas nur,

Bis daß die Nacht mit ihren Schatten Dein Unternehmen sichrer macht.

Dort hinter jene Felsen - seiten Hat sich mit deinen treuen Leuten Das Schis vor Anker schon gelegt.

Wir aber sind in dieser Höhle Vor allem Unfall gnug bedeckt-

- Grestes.

Das End der Pein ist vor der Thür,

Und Pilades! du rahtest mir,

Daß ich noch warten soll?

Ach Freund! du fühlest nicht den Schmerz, Der stätshin peiniget mein Herz.

Da ich dich höre, seh ich dort Den blassen Geist der Mutter stehn,

Ihr Fuß ist unbedeckt, die Haare sind zerstreut, (Rasend und völlig tn Verwirrung.)

Die Brust, o Schmerz! zerfleischt,

Ihr Antlitz - voller Wut,

Sie droht mit scheußlichen Gebährden, O!wie viel Furien hat sie nicht zu Gefährden? Und wie durchbohrt sie nicht mit Lust,

Mit heissen Pfeilen' meine Brust.

(Mehr rasend.)

O Himmel! hörst du nicht ihr Brüllen, Mit welchem sie die Luft erfüllen?

Was vor ein schröckliches Gepränge,

Das mich zum Sterben dahin reißt Führt sie mit sich ; auf dem Altar

A3 Ach'.-