Iphigenia in Tauris : Ein Sing-spiel, Aufgeführt in Schönbrunn, bey Gelegenheit der feyerlich begangenen Höchsten Nahmens-fester [...]

Ich traf ihn bey der kühnen That In diesem Tempel an;

Ich zeigte ihm zur Flucht die Bahn Ol Und ich bin nur allein,

Der, um den Flüchrgen zu befreyn.

Sich deiner Sache widrrsetzt.

Willst du aus bepden einen schonen.

So hat es dieser nur verdient.

Thoas.

Schweigt Kur Unwürdige!

Wir wollen doch noch sehen,

5! Wie weit als wol ihr Streit wird gehen. Man zieh den Räuber zum Altar, - Weil er der erst' in dem Verbrechen war,

Ä So soll er auch nun in der Pein,

Und in der Straff der erste sehn:

2 Iphigenia.

Wer giebet dir die Göttin wieder, e Herr! wenn doch beyde sterben müssen. Besser war, du schontest sie,

Als das Bildnüß einzubüssen.

< Thoas.

Was nützt ein Gott wohl ohne Macht? Boßhafte ha! ich seh, daß dies ein falscher

Eifer,

Und daß in deiner Brust das Mitleid ausge­wacht:

Ja, sollt ich diesen GOtt, '

Und meine Cron verlieren, "

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