Iphigenia in Tauris : Ein Sing-spiel, Aufgeführt in Schönbrunn, bey Gelegenheit der feyerlich begangenen Höchsten Nahmens-fester [...]

Srill, Unmensch! deiue.köhe Wut In unser beyden Blut,

Ja spott des Schicksals nur Der Unglückseligem Doch wisse wenigstens,

Was du zu förchten hast;

So bald die Nachricht wird erschallen Daß wir auf deinen Wink verblichen, So wirst du Argos und Micen Mit Feuer und mit Schwerdt In deinen Staaten sehn.

Ja wisse, schändlicher Tyrann,

Daß dieses Blut, so nun Auf dein Geheiß vergossen wird,

Den Ursprung so, wie du,

Von Königlichen Ahnen führt.

Hast du des grossen Königs Nams Des Agamenmons je gehört?

Weist du, daß dessen tapfrer Arm Das stolze Troja hat zerstöhrt?

Ha! zittere, Barbar!

Auf dem durch dich entehrten Thron, Sieh da Oresten, dessen Sohn.

Iphigenia«

Gerechte Götter! wie?

Was habe ich gehört!

Orest, mein Bruder, ach!

Komm, Herr! an meine Brust. .

O Schmerz! in was für einem Wüst, Von herber Qual muß dich Die Schwester Jphigen Zum ersten male wieder sehn!