Also in's Archiv möchte ich kommen.
Sonntag 7. Mai, 1916.
Lieber Herr Rößler – ich kann Ihnen erst heute schreiben, weil
ich früher keine näheren Angaben wußte. – es war meiner
Frau auch nicht möglich von Arnot die Zeichnung zu holen – es
wäre ohnehin nur 1 Blatt. – ich bin in der Proviantur-
Kanzlei der k.u.k. Offiziersstation für Kriegsgf. Offiziere.
es sind deren 226 russische hier. – das Lager ist von einen
Wagnerschüler namens Fritz gebaut der mich den Namen
nach kannte und erstaunt war daß ich nicht im Kriegs-
pressequartier seit anfangs an beschäftigt bin. – Das
Ganze ist hier ein selbstständiges Kommando. – ich arbeite
in der Kanzlei, – Rapportbuch, Menagebuch u.s.w. von 8-12
und 2-6. landschaftlich ist es hier reizend und ich glaube
einiges an Bildern vielleicht arbeiten zu können. – die
Adresse ist: E.F. E. Sch. k.u.k. Offiziersstation für Kriegs-
gefangene Mühling / b. Wieselburg a/d. Erlauf, Bez. Scheibbs.
und soviel ich hörte kann eine Kommandierung wenn sie vom
Militärkommando kommt mittels Dienstzettel an obige Adresse
erfolgen – es müßte aber womöglich ein Ersatz für mich ein-
treffen. – Angehören tue ich ständig dem Inf.Reg. 75 in
Debrecin, wo auch, wie ich hörte meine Superarbitirierungsbogen
liegen und welches Regiment wahrscheinlich davon Kenntnis
haben müßte wenn die Kommandierung nach hier erfolgt.
Entweder dürfte das Reg. von hier aus verständigt werden oder
vom Archiv aus. – Jedenfalls aber glaube ich, daß vielleicht schon
ein Dienstzettel vom K. Archiv genügen würde. – Zu meiner
Sicherheit bitte ich Sie mir geschlossen bekannt zu geben ob Sie dieses
Schreiben erhalten haben und was Sie zu tun vor haben resp.
ob u. wann ein Dienstzettel hier ankommen dürfte. Jedenfalls
glaube ich daß es von der Kanzlei leichter ist wegzukommen. Herzl. Grüße
Schiele.
Sonntag 7. Mai, 1916.
Lieber Herr Rößler – ich kann Ihnen erst heute schreiben, weil
ich früher keine näheren Angaben wußte. – es war meiner
Frau auch nicht möglich von Arnot die Zeichnung zu holen – es
wäre ohnehin nur 1 Blatt. – ich bin in der Proviantur-
Kanzlei der k.u.k. Offiziersstation für Kriegsgf. Offiziere.
es sind deren 226 russische hier. – das Lager ist von einen
Wagnerschüler namens Fritz gebaut der mich den Namen
nach kannte und erstaunt war daß ich nicht im Kriegs-
pressequartier seit anfangs an beschäftigt bin. – Das
Ganze ist hier ein selbstständiges Kommando. – ich arbeite
in der Kanzlei, – Rapportbuch, Menagebuch u.s.w. von 8-12
und 2-6. landschaftlich ist es hier reizend und ich glaube
einiges an Bildern vielleicht arbeiten zu können. – die
Adresse ist: E.F. E. Sch. k.u.k. Offiziersstation für Kriegs-
gefangene Mühling / b. Wieselburg a/d. Erlauf, Bez. Scheibbs.
und soviel ich hörte kann eine Kommandierung wenn sie vom
Militärkommando kommt mittels Dienstzettel an obige Adresse
erfolgen – es müßte aber womöglich ein Ersatz für mich ein-
treffen. – Angehören tue ich ständig dem Inf.Reg. 75 in
Debrecin, wo auch, wie ich hörte meine Superarbitirierungsbogen
liegen und welches Regiment wahrscheinlich davon Kenntnis
haben müßte wenn die Kommandierung nach hier erfolgt.
Entweder dürfte das Reg. von hier aus verständigt werden oder
vom Archiv aus. – Jedenfalls aber glaube ich, daß vielleicht schon
ein Dienstzettel vom K. Archiv genügen würde. – Zu meiner
Sicherheit bitte ich Sie mir geschlossen bekannt zu geben ob Sie dieses
Schreiben erhalten haben und was Sie zu tun vor haben resp.
ob u. wann ein Dienstzettel hier ankommen dürfte. Jedenfalls
glaube ich daß es von der Kanzlei leichter ist wegzukommen. Herzl. Grüße
Schiele.