Grillparzer, Franz: Brief an Josephine Fröhlich. o.O., o.D.

IN 80034 Liebe Prei! Mir war auf einem höchst zufälligen, aber mir daren um nichts weniger verläßlich scheinenden Wege die Nach­nicht gar zugekommen, daß der Verwalter in- wie hüßt der t daselbst dafür de Ort? in Achau, ernsthaft rechtliche Absichte auf Ichren Schwesten Katti hegen. Ein, wie mir schien, veränderter Ton in Ihre Hause, einige Anspielungen von Schwesten Betty, unterstützt von der spristhaften Lebensweise und dem Beinahe heraus forderden Ausbleibe Kattis bestättigte mein Vermuthen So sehr ich nun geneigt bin an jedem Guten. Das Kattin zu Theil wird, den innigste Antheil zu nehmen, beders mich doch ihr Mangel an Vertrauen und die so plötzliche Abkühlung schien mir selbst ein nicht günstiges Licht auf ihren Charakter zu werfen wazu noch kam, daß ich nicht garn abwarten und zuletzt etwa noch die Rolle des Supe spielen wollte Ist an der Sache auch sie betrachten Sie meine Brief als nicht geschrieben, und ich werde das auf dem Glacis gegeben Wort brechen, so wie ich noch keiner gebrachen habe seit ich Lebe Ihr Freu Grillparzer 55