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Wien an 22 Mar 866 Werther Herr ur Freund! Daß es Ihnen wohl geht frauf mich mehr als es mich überrascht. Es gibt Menschen die den Kein des Wohlbefindens in sich tragen und darunter gehern vor wallen Sie. Obgleich das ergentlich ein Unglück für Ihre Eisie ist denn ein denschen Dichter muß mich Gott und der Welt angefrieden seyn, und doch gehts mir Ihrem neuen Gedichts vorwärkt. Wir wollen die Lösung des Rathsels mit Furcht, vor allem aber mit freudiger Hofnung erwarten. Ihre Fren Gemalin hat alle Strappappen des Vorjährigen Fradziges glücklich überstanden. Sie sagen sie sehe wieder aus wie ein Mädchen. Dann weiß Ihnen keinen Rath, als heurathen Sie sie noch einwol, ich weiß schren keine Boßer daß Sie der Sie umgebenden Naterinischen geglich bilden und unterhalten ist recht schön, die Erheiterung braucht man nothwendig in unserer unsimmungen Zeit und die Bildung hat trotz Konkordos und unbefleckter
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