Schmuck, Marie von: Brief an Leopold von Sonnleithner. Wien, 1868.03.°°
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Hochverehrtester Herr Onkel!
Erst heute bin ich so frei meinen Dank auszu=
sprechen für die gütige Begleichung der letzten
Doktor Spesen; Wie bedauere ich daß es stets so
fatale Ursachen gibt, welche mich immer wieder veranlas=
sen Ihre Ruhe Herr Onkel stören zu müßen. Jedoch
glaubte ich beßer zu thun die Lage gleich kund zu geben
denn es ist stets zu viel Gefahr, wenn man kleine Sünden
verschweigt größere damit zu begehen. Ich danke
deßhalb wiederholt für Ihre gnädige Unterstützung
und gelobe, Sie theueren Herrn Onkel mit weitern
Bitten zu verschonen; Gott gebe daß uns nichts trift
was uns böse Zeiten bringen könnte. Ich küße so
wie die Kleine tausendmahl Ihre milden Hände
hochachtungsvoll mich nennend
Ihre
dankschuldige Nichte
Marie v. Schmuck.