Auersperg, Karl: Brief an Heinrich Friedjung. Goldegg, 26.11.1915
machen.
Es sieht nämlich verdächtig kommod aus,
wenn man vor dem reichen Inhalte
einer "Denkschrift aus Deutsch-Oesterreich"
eine einzige zustimmende Verbeugung
macht, anstatt auf diesen Inhalt ein-
zugehen. Aber die Verfasser wissen am
besten welche Arbeit die Abklärung
der von ihnen dargestellten Dinge
aus dem Wust von Meinungen und
Ansichten Berufener und Unberufener war,
und daß also eine schriftliche Glossie-
rung ihres Werkes einen Pfad be-
treten müsste, dessen Ende nicht
abzusehen ist.
Auf Einiges aber, worüber mir die Denk-
schrift ganz besondere Beruhigung
verschafft möchte ich doch näher
eingehen.