ihre Krönung in den dithyrambischen Kraftrhythmen des
farbenglühenden Bildes: "Lebensfreude". Sinnbilder
des Lebens nennt sie der Autor und stellt ihnen in
einer Mappe von 10 Lithographien "Das Geld" benannt,
die Zerrbilder des Lebens entgegen. Er zeigt, wie das
Geld die ganze Menschheit vergiftet und durchfault
und stellt mit schonungslosem Sarkasmus die aktuellen
Typen der Korruption an den Pranger, mutig nicht Halt
machend vor den noch nicht überwundenen Ideoten der
jüngsten Vergangenheit und der unmittelbaren Gegenwart
Wie er sich in den Bildern als tiefsinniger Künstler
zeigt, der um das Formsymbol seiner Weltanschauung
ringt, so zeigt er sich in seiner Graphik als volks-
tümlicher nicht nur allgemein verständlicher, son-
dern mitreissender Wegbereiter sozialistischer Moral.
Kein Wunder, wenn er, noch vor Kurzem von der
Bürgerpresse allgemein anerkannt, nunmehr ebenso ab-
gelehnt wird. Unfassbar aber ist es, dass die Arbei-
ter-Zeitung in der Nummer vom 24. März ein Urteil
fällen lässt, das jedem sozialistisch fühlenden Künst
ler für alle Zeit abschrecken wird, sich in den
künstlerischen Propagandadienst des Sozialismus zu
stellen. Wie wohl kein anderer Künstler und geisti-
ger Arbeiter ist der bildende Künstler in der leider
noch immer und noch lange geltenden Gesellschafts-
ordnung auf die kapitalistischen und Schieberkreise
als Abnehmer und Auftraggeber angewiesen.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir darüber
eine Mitteilung machen wollten.
Mit bestem Gruss
Austerlitz
farbenglühenden Bildes: "Lebensfreude". Sinnbilder
des Lebens nennt sie der Autor und stellt ihnen in
einer Mappe von 10 Lithographien "Das Geld" benannt,
die Zerrbilder des Lebens entgegen. Er zeigt, wie das
Geld die ganze Menschheit vergiftet und durchfault
und stellt mit schonungslosem Sarkasmus die aktuellen
Typen der Korruption an den Pranger, mutig nicht Halt
machend vor den noch nicht überwundenen Ideoten der
jüngsten Vergangenheit und der unmittelbaren Gegenwart
Wie er sich in den Bildern als tiefsinniger Künstler
zeigt, der um das Formsymbol seiner Weltanschauung
ringt, so zeigt er sich in seiner Graphik als volks-
tümlicher nicht nur allgemein verständlicher, son-
dern mitreissender Wegbereiter sozialistischer Moral.
Kein Wunder, wenn er, noch vor Kurzem von der
Bürgerpresse allgemein anerkannt, nunmehr ebenso ab-
gelehnt wird. Unfassbar aber ist es, dass die Arbei-
ter-Zeitung in der Nummer vom 24. März ein Urteil
fällen lässt, das jedem sozialistisch fühlenden Künst
ler für alle Zeit abschrecken wird, sich in den
künstlerischen Propagandadienst des Sozialismus zu
stellen. Wie wohl kein anderer Künstler und geisti-
ger Arbeiter ist der bildende Künstler in der leider
noch immer und noch lange geltenden Gesellschafts-
ordnung auf die kapitalistischen und Schieberkreise
als Abnehmer und Auftraggeber angewiesen.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir darüber
eine Mitteilung machen wollten.
Mit bestem Gruss
Austerlitz