Berg an Vondenhoff
1.) Brief vom 27.Oktober 1930 aus Wien
Sehr werter Herr Vondenhoff,Sie haben mir mit Ihrem Brief eine
große Freude gemacht.Ich komme mit den besten Erwartungen nach Gera.Die ganze
Probeneinteilung ist mir sehr recht so!
Ich treffe Dienstag den 4.morgens 7 Uhr 57 in Gera ein und kann dann
gleich vormittag der Orchesterprobe beiwohnen.
Muß ich einen Frack mitnehmen oder genügt Smoking (oder beides??)
Bitte diesbezüglich eine kurze Nachricht postwendend!
In freudiger Erwartung grüßt Sie
Ihr ergebener Alban Berg
2.) Brief vom 31.Oktober 1930 aus Wien
Liebwerter Herr Vondenhoff,ich danke Ihnen für Ihren Brief vom
29.d.! Sie schlagen mir ein Hotel vor.Nun hat mich aber Seine Durchlaucht in
seinem letzten Brief zu sich ins Schloß eingeladen.Ich nehme an,daß letzteres
bestehen bleibt (obwohl wir natürlich auch im Hotel absteigen können),teile
es Ihnen aber vorsichtshalber mit,um einem eventuellen Mißverständnis vorzu-
beugen.
Jedenfalls komme ich Dienstag früh an,wo sich auf ein Kennenlernen
½10 Uhr im Theater sehr freut
Ihr
Alban Berg
3.) Brief vom 18.November 1930 aus Wien.
Mein lieber Herr Vondenhoff,ich danke Ihnen vielmals für Ihren prächti-
gen offenen Brief.Man sollte glauben,daß der allein dazu angetan ist,diesen
Wolf zu vernichten.Besonders gefällt mir,daß er so völlig erschöpfend (es fehlt
nur die Ergänzung S.2 Ihres Briefes Z.21 "und später wiederum die große Trommel
der Militärmusik für Pauken halten,eine Sachkenntnis....") auf alles eingeht,
so daß er ganz einfach nicht widerlegbar ist.Ich bin kolossal begierig,wie das
ausgeht.Ihre liebe Frau,die so lieb war,uns ausführlich zu berichten,wird uns
sicherlich auch weiterhin berichten.Wir haben uns sehr über ihren Brief ge-
freut.Auch über die hocherfreuliche Nachricht des Erfolges der 2. Wozzeck-
aufführung.Ich habe es eigentlich nicht anders erwartet,u.zw.nicht wegen des
Werkes,sondern aus dem einfachen Grund,weil Sie es so selbstverständlich brin-
gen,so überzeugend darstellen,daß es verstanden werden und überzeugen muß.Ihnen,
mein lieber Herr Vondenhoff,auch schriftlich dafür zu danken ist mir ein auf-
richtiges Bedürfnis! Aber auch für Ihre und Ihrer lieben Frau Gastfreundschaft
1.) Brief vom 27.Oktober 1930 aus Wien
Sehr werter Herr Vondenhoff,Sie haben mir mit Ihrem Brief eine
große Freude gemacht.Ich komme mit den besten Erwartungen nach Gera.Die ganze
Probeneinteilung ist mir sehr recht so!
Ich treffe Dienstag den 4.morgens 7 Uhr 57 in Gera ein und kann dann
gleich vormittag der Orchesterprobe beiwohnen.
Muß ich einen Frack mitnehmen oder genügt Smoking (oder beides??)
Bitte diesbezüglich eine kurze Nachricht postwendend!
In freudiger Erwartung grüßt Sie
Ihr ergebener Alban Berg
2.) Brief vom 31.Oktober 1930 aus Wien
Liebwerter Herr Vondenhoff,ich danke Ihnen für Ihren Brief vom
29.d.! Sie schlagen mir ein Hotel vor.Nun hat mich aber Seine Durchlaucht in
seinem letzten Brief zu sich ins Schloß eingeladen.Ich nehme an,daß letzteres
bestehen bleibt (obwohl wir natürlich auch im Hotel absteigen können),teile
es Ihnen aber vorsichtshalber mit,um einem eventuellen Mißverständnis vorzu-
beugen.
Jedenfalls komme ich Dienstag früh an,wo sich auf ein Kennenlernen
½10 Uhr im Theater sehr freut
Ihr
Alban Berg
3.) Brief vom 18.November 1930 aus Wien.
Mein lieber Herr Vondenhoff,ich danke Ihnen vielmals für Ihren prächti-
gen offenen Brief.Man sollte glauben,daß der allein dazu angetan ist,diesen
Wolf zu vernichten.Besonders gefällt mir,daß er so völlig erschöpfend (es fehlt
nur die Ergänzung S.2 Ihres Briefes Z.21 "und später wiederum die große Trommel
der Militärmusik für Pauken halten,eine Sachkenntnis....") auf alles eingeht,
so daß er ganz einfach nicht widerlegbar ist.Ich bin kolossal begierig,wie das
ausgeht.Ihre liebe Frau,die so lieb war,uns ausführlich zu berichten,wird uns
sicherlich auch weiterhin berichten.Wir haben uns sehr über ihren Brief ge-
freut.Auch über die hocherfreuliche Nachricht des Erfolges der 2. Wozzeck-
aufführung.Ich habe es eigentlich nicht anders erwartet,u.zw.nicht wegen des
Werkes,sondern aus dem einfachen Grund,weil Sie es so selbstverständlich brin-
gen,so überzeugend darstellen,daß es verstanden werden und überzeugen muß.Ihnen,
mein lieber Herr Vondenhoff,auch schriftlich dafür zu danken ist mir ein auf-
richtiges Bedürfnis! Aber auch für Ihre und Ihrer lieben Frau Gastfreundschaft