Brauneis, Josef: Brief an Franz Karl Ginzkey. o.O., 1.4.1928
findet, aber den wahren Kern
meiner Kunst absolut nicht
zu fassen vermag. Nun, die
Geschichte ist reich an solchen
blamablen Fehlurteilen. Nun
nehmen Sie meine teuren
Schöpfungen in Ihre Obhut,
geben Sie Sängern u Sänge-
rinnen (wo mög lich Altisti-
nen) und so Gott es wolle,
so mögen sie Erfolg und
Zukunft haben. Mögen
sie auch Ihren Ruhm ver-
breiten helfen. Nur Men-
schen mit hoher seelischer
Kultur mögen sich ihrer
annehmen. Nun ich Ihnen
hiemit eine Osterfreude
bereiten will, verbleibe
ich
Ihr ganz ergebener
Br.
I/IV 28