Breitner, Hugo: Brief an Franz Sauter. Wien, 4.5.1919
zeß mit all seinen opferreichen schmerzhaften
Erscheinungen einsetzt. Gerade da wäre es
aber von höchstem Wert, wenn die Bank- und
Sparkassenbeamten Ihren leidenschaftlichen, klu=
gen, energischen Rat zur Seite hätten.
Für meine Person will ich
diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, um
der außerordentlichen Wertschätzung, die ich für
Sie hege, Ausdruck zu geben. Was Sie in der
Sparcasse geschaffen haben, ist Ihr ureigenstes Ver=
dienst und zeigt aufs Neue, daß auch die beste
Idee unfruchtbar bleibt, wenn sich nicht der richtige
Mensch findet, sie zum Leben zu erwecken und
in die Tat umzusetzen. Bis zu dem Augenblicke,
in dem Sie die Führung übernahmen, waren
die Beamten der Sparcasse blosse Kiebitze der
Organisation; sie taten eben nur so mit, ohne