Christel, Franz: Postkarte an Hermine Keim. o.O., 21.9.1914
21.IX.1919
Hochgeehrte, gnädige Frau!
Mit der Vorbereitung des Manu-
skriptes zum 6. Bande beschäftigt,
bitte ich um gütige Mitteilung,
ob die Handschrift „Märchen von
Schönbrunn“ (novellistisch) ein-
bezogen werden soll oder nicht.
In einem Notizbuch fanden sich
auch Szenen: zu einem Theater-
stücke „Märchen von Schönbrunn“.
Was hat der verewigte Meister
sonst noch etwa ausdrücklich
von der Veröffentlichung ausnehmen
wollen?
Wie ich höre, hat sich Ihr
Befinden wieder gehoben. Darüber
bin ich wie meine Frau, die herzlich
grüßen lässt, sehr erfreut.
Mit Handkuss ergeben
Christel