Dankl, Viktor: Brief an Theodor von Sosnosky. Innsbruck, 10.7.1930
Innsbruck 10/7 30
Hochverehrter, lieber Freund!
Vor allem hat es mich sehr gefreut,
wieder einmal etwas von Ihnen zu hören, um-
somehr als ich bei meiner Anwesenheit im Mai
in Wien leider keine Gelegenheit hatte, Sie zu
sehen. Ich war sehr gedrängt, mußte von einer
Gedenkfeier zur anderen, meine Frau war mit
mir, mit der zusammen ich verschiedenes zu be-
sorgen hatte u. schließlich war ich bestrebt, meinen
Aufenthalt abzukürzen, um so bald als möglich
nach Gleichenberg zu kommen, das ich mit mei-
nen Zuständen schon sehr nötig hatte. Tatsächlich
hat mir die Baderei u. Trinkerei sehr gut getan
u. ich kann nun wieder dem Sommer- u. noch mehr
dem Winterkampf mit einiger Beruhigung ent-