Divéky, József: Brief an Arthur Roessler. o.O., 13.11.1929
Lieber Herr Roessler!
Heute früh ging mein letzter Brief an Sie ab
und 2 Stunden später brachte mir der Brief-
träger 5 Hefte des Ekkehart. Ich war platter als
platt und ich freue mich sehr. Denn ich fasse
das Erscheinen Ihres Artikels als Symbol auf.
Gestern kam Ihr Prospekt Böhler als Lebenszei-
chen, den Ekkehart fasse ich als Gesundheits-
zeichen auf. Infolgedessen verschiebe ich mit
großem Vergnügen die geplanten Ausstellun-
gen, um Ihnen das Material belassen zu
können. Ich sehe die Publikation auch
als gutes Omen für die Schule auf. Ich kann
mit den Heften natürlich viel gründlicher
Propaganda machen. Und überhaupt ich
halte hiemit das Eis für gebrochen. Denn
ich kann mit der Publikation in der Hand
auch die Verleger viel leichter und besser
bearbeiten als mit bloßen „Mustern”.
Nun Ihr Artikel selbst. Ich finde Sie ha-
ben sich selbst damit übertroffen und mich
in eine so schön schillernde bengalische Be-
leuchtung gestellt, daß ich erst nochmals
den Titel ansehen mußte um zu glauben,
daß der nette Kerl, von dem da die Rede ist