Einberger, Maria: Brief an Arthur Rössler. Telfs, 15.10.1928
die Erzählungen finden.
Ihren schönen Aufsatz über die Kunst der
Gotik haben wir mit Freude u. Erbauung
gelesen; er kam dann in Andreas Sammlung
Rößler'scher Kunstaufsätze von wo er dann
immer wieder herausgenommen u. „genossen” wird.
Andreas lässt Sie recht vielmals grüssen
er kommt heut nicht zur Feder - ist ganz
Gärtner - die Kälte u. der Frost sind so rasch
eingetroffen dass man Eile hat die Pflanzen
zu versorgen u. die Gartenfrucht zu bergen.
Die Rosen, die er so gern züchtet, geben ihm
so viel Arbeit sie herzurichten u. zu betten
für den Winterschlaf; er hat neulich noch
einen ganzen Korb voll abgeschnitten
u. auch einige „Rosenstücke” gemalt; gegen=
wärtig bereitet er seine Ausstellung
im Salon Unterberger Innsbruck vor. Er
meint: „Grad dass die Landsleut u. Kollegen
wissen dass man auch noch lebt." Die Ver=
kaufsaussichten sind schlecht; Mieten u. Spesen
hoch - aber ein Opfer muss man seiner