Einberger, Maria: Briefkarte an Arthur Rössler. Telfs, 14.10.1932
eine Anstrengung - andrerseits jedenfalls ganz angenehm
für ihn war, nachdem sie - trotz „seiner göttlichen Grobheit”
alle recht verliebt in ihn waren. Dann malte er noch ein Herren=
porträt u. dies u. das. Die Obsternte im Ateliergarten ist auch seine
Aufgabe - war also auch zu besorgen; und nachdem die Obst
u. Feldfruchtdieberei blühte wollte er nicht fortgehen ehe
alles versorgt war. So war Andreas immer in einer gewissen
„Zersteuung” u. kam offenbar nicht zum Briefschreiben. Ich bitte
seien Sie ihm darob nicht böse, an Sie gedacht hat er oft das
weiss ich, weil er oft sagte „ich möchte (anbetracht seiner Arbeiten)
wissen was Rössler dazu sagt”. Heute Mittag fuhr er nun nach Linz
wo er längst erwartet wird; ich redete ihm zu von dort aus
nach Passau zu fahren - es müsste an einem klaren Herbsttag
dort herrlich sein. Ebenso hätte er nahe nach Wien; ich weiss nicht
nicht was draus wird - jedenfalls sähe ich es gern wenn er seine Reise
etwas ausdehnte u. sich allerhand ansähe. Er wird wohl von Linz
aus von sich hören lassen. Nun seien Sie vielmals herzlich begrüsst
von Ihrer Maria
Viele Grüsse an Fr. Gemahlin