Erdö, Selma: Brief an Karl Kraus. Wien, 24.8.1933
Cortese amica,
non può credere quanto mi piaccia trovarmi
dinanzi questa monografia, pubblicata per le nozze d'argento di
Carlo Kraus con la Fiaccola. Mi ci vorrà molto pazienza per cavarne
un costrutto , ma ci riuscirò.; homo sum ...ecc... Non avesse
scritto altro, Terenzio meriterebbe ugualmente l'onore della immor-
talità!
Pertanto constato, e ciò mi fa sorridere,
che il ritratto dell'originalissimo scrittore non ricado nemmeno
alla lontana quello, unico a me noto, disegnato del Kokoschka.Della
non rassomiglianza era convinto del resto l'effigiato stesso,
poichè diceva che i suoi familiari, guardando la caricatura, non
lo ravvisassero. Ma, soggiungeva con un aplomb degno di lui,
importare soltanto che quanti non lo conoscevano,lo riconoscessero...
Non costuisce egli d'altronde che un ritratto è buono,quando sappiamo
indovinare qual pittore rappresenti?
Grazie mille dunque per essersi ella, cosi finemente ,
ricordata d 'una mia predelizione, ch' e in fondo consonaza psichica,
aerea, satura di sel volatile, che direi attico,simpatia profonda
superente luoghi e tempi, pregiudizii insoffribili di confini e di
stirpi.
Il Suo
Vitaliano Ponti
Verehrte Freundin,
Sie können nicht glauben welche Freude ich habe,
mich vor dieser Monographie zu befinden, die zu der silbernen Hoch-
zeit Karl Kraus' mit der Fakkel veröffentlich wurde. Ich werde viel
Geduld brauchen um die Grundgedanken zu finden , doch muss es mir
gelingen ; homo sum ... ecc. ... Hätte er auch nichts anderes geschrieben,
verdiente Terenz damit die Ehren der Unsterblichkeit.
Indessen konstatiere ich- und das macht mich lächeln- dass das Abbild
des sehr originellen Schriftstellers , nicht im entferntesten
dem einzigen, mir bekannten ähnelt, das von Kokoschka gezeichnet
wurde. Von dessen Unähnlichkeit der Konterfeite übrigens selbst über-
zeugt war, da er sagte, es sei wahrscheinlich, dass seine Familie,
seine Vertrauten, diese Karrikatur besehend, ihn nicht erkennen
würden.Doch fügte er mit einem Applomb, der seiner würdig war , hinzu,
es wäre bloss wichtig, dass, falls sie ihn nicht
kennten, sie ihn erkännten.... Behauptet er nicht auch, dass ein
Porträt dann gut wäre, wenn man sogleich erkenne, welchen Maler
es vorstelle?
Tausend Dank also, dass Sie sich so fein meiner Künstler-Vorliebe erinnerten,
die im Grund ein psychischer Zusammenklang ist, luftig, gesättigt
mit jenem flüchtigen Salz, das ich am liebsten attisch nennen würde ,
eine tiefe Sympathie dieOrt und Zeiten überwindet, die unleidlichen
Vorurteile der Grenzen und des Stammes.
Ihr