Engensteiner, Johann: Brief an Moritz Necker. Innsbruck, 29.7.1914
Ganz sicher wird er als Kind seiner Zeit auch
die Schwächen dieser noch immer unter den
Nachwirkungen dieser Spekulationen stehenden
Periode nicht ganz losgeworden u. überwunden
haben. Aber diese Schwächen dürfen
uns nicht hindern, seine Vorzüge zu sehen.
Ich gebe dir gern zu, daß die Kritik in der Zeit nach
Kürnberger ein mehr unbefangenes
Verhältnis zu Dichterwerken gewonnen, daß die
Schreibschule sich Verdienste erworben hat, daß
Berger ein ausgezeichneter Kritiker ist.
Aber deswegen verliert K. nicht seinen Wert
u. seine Anziehungskraft. Wie sehr er als
Schriftsteller geschätzt wird, beweisen unter andern
die Äußerungen des Heidelberger Nationalökonomen